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Haus & Garten Im Herbst

Haus & Garten Im Herbst nach Michelbach, der „Apfelhauptstadt“ Hessens von Werner Ebert Dr. Wolfgang Fröhlich verfügt über eine riesige Bildersammlung von Apfelsorten. Herbstzeit ist Apfelzeit. – Geht es Ihnen auch so? Jetzt hat man richtiges Verlangen nach den saftigen, knackigen Früchten, und dieser Appetit hält bis in den Winter an. Wenn die Ernte in diesem Jahr bedingt durch Frost in der Blütezeit etwas magerer ausfallen dürfte, so verdient das Apfelthema doch Aufmerksamkeit. Und vor allem lohnt sich ein Blick nach Michelbach, der heimlichen Apfelhauptstadt Hessens. Denn hier gibt es die einmalige Hessenwiese. Diese entspricht in ihrer Form der Hessen-Karte und ist mit 122 Apfelsorten an den Stellen bepflanzt, wo sie her stammen und deren Namen sie auch teilweise tragen. Vor 20 Jahren wurden die ersten Bäume gepflanzt, am 7. Oktober wird unter der Beteiligung von Umweltministerin Priska Hinz der letzte Baum gesetzt und eine Woche später das 20. Jubiläum gefeiert. Ein buntes Festprogramm rund um den Apfel wartet dann auf die Besucher. Mit dabei natürlich der Initiator und Betreuer Dr. Norbert Clement, der Kreisobstbauberater. Dass es bei Michelbach noch weitere gepflegte Streuobstwiesen gibt, darüber freut sich auch der Vorsitzende des Kreisverbandes Marburg für Obstbau, Garten und Landschaft Heinrich Bornmann und hebt die außergewöhnliche Leistung von Dr. Clement dabei hervor, der auch die Leitung der Ortsgruppe Michelbach des Vereins übernommen hat und sich vor Ort um die Pflege der Anlagen kümmert. Er möchte von den Bäumen auch Edelreiser abgeben, damit die Sorten erhalten bleiben oder wieder eine Verbreitung finden. (l) Heinrich Bornmann ist Vorsitzender des Kreisverbandes für Obstbau, Garten und Landschaft. Er gibt in Michelbach Tipps für den fachgerechten Obstbaumschnitt. (M) Schafe auf einer perfekt gepflegten Streuobstwiese. (r) Äpfel der Sorte Albrecht. 32

solarlux.de Haus & Garten Foto: Werner Ebert, Günter Gleim Tipps vom Fachmann Wir sind mit dem Frankenberger Pomologen Dr. Wolfgang Fröhlich verabredet, um von ihm für unsere Leser einige Tipps rund um den Apfel zu erfahren. Unsere vorgefasste Meinung: Er wird bestimmt etwas von alten Apfelsorten vorschwärmen. Sind aber überrascht, als er gleich vorweg schickt: „Alt ist nicht immer bewährt, und Neu ist nicht immer schlecht.“ Nicht von ungefähr seien von den ursprünglich tausend in Deutschland beschriebenen Apfelsorten in modernen Büchern nur noch 20 Prozent zu finden. Um die Erhaltung dieser Sorten mit guten Eigenschaften würde sich der Pomologenverein bemühen. Hier die Tipps vom Fachmann für alle, die einen Apfelbaum pflanzen wollen: • Unempfindliche Sorten auswählen. „Denn wenn ich spritzen muss, kann ich auch gleich in den Supermarkt gehen. • Erst einmal schauen, welche Sorten bei den Nachbarn gut oder schlecht gedeihen. • Besser Wurzelware im Spätherbst pflanzen. Die Bäume wachsen ab dem zweiten Jahr kräftiger als Topfware. • Standortfaktoren wie Kleinklima, Sonnenscheindauer, Bodenbeschaffenheit sind entscheidend für die Sortenwahl. • Manche Sorten mit hervorragenden Eigenschaften wie der Rote Freiherr von Berlepsch und James Grieve kommen in unserer Gegend kaum in Frage, da sie Schorf und Feuerbrand gefährdet sind. • Ähnliches gilt für den sehr leckeren Gravensteiner. Aber seine Verwandten Martens Sämling und Dülmener sind einfacher zu handhaben. • Der beliebte Boskoop braucht viel Luft. Ebenso die im Aroma unvergleichliche Ananas- Renette dazu möglichst viel Sonne. • Darauf achten, wie wüchsig die Unterlage ist, auf die der Apfel veredelt ist. Danach richtet sich der Pflanzabstand. • Beim Baumschnitt ist die alte Regel richtig: Die Krone muss so luftig sein, dass man eine Mütze hindurch werfen kann. Sommerschnitt mit der Ernte oder im zeitigen Frühjahr ohne Nachtfrost. • Zum Schneiden eine Schere mit zwei Klingen, keine Amboss-Schere verwenden. Diese quetscht die Astenden. Herzhafter Apfelauflauf mit Feta Zutaten für 4 Personen: 1kg festkochende Kartoffeln, 2 Zwiebeln, 3 Äpfel, 2 EL Rapsöl, 3 Eier, 100ml Schlagsahne, 200ml Milch, Salz, Pfeffer, 1 Zweig Rosmarin, 3 Zweige Thymian, 200g Feta, Butter für die Form. Kartoffeln garen, pellen, in Scheiben schneiden. Zwiebeln in Ringe, Äpfel in Scheiben schneiden. Zwiebeln in Öl anbraten, Äpfel zugeben und etwas mitdünsten. Eier, Sahne und Milch verquirlen, mit Pfeffer und Salz würzen. Rosmarin hacken, Thymian rebeln und in die Flüssigkeit rühren. Feta zerbröckeln. Kartoffeln und die Hälfte des Fetas in die Auflaufform geben, Apfelscheiben (wegen der Optik mit der roten Schale nach oben) dazwischen schichten und mit der Flüssigkeit begießen. Mit restlichem Feta bestreuen und bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen. FÜR NATURNAHE AUGENBLICKE. AUGENBLICKE. FÜR NATURNAHE AUGENBLICKE. FÜR NATURNAHE AUGENBLICKE. Ihr Glashaus. Ihr Zuhause. Ihr Glashaus. Ihr Zuhause. Ihr Glashaus. Ihr Zuhause. solarlux.de solarlux.de Wintergarten Wolf · Hebertsbach 16 – 18 35091 Cölbe-Schönstadt · T 06427 1209 www.wolf-wintergarten.de Wintergarten Wolf · Hebertsbach 16 – 18 35091 Cölbe-Schönstadt · T 06427 1209 Wintergarten Wolf · Hebertsbach 16 – 18 www.wolf-wintergarten.de 35091 Cölbe-Schönstadt · T 06427 1209 www.wolf-wintergarten.de Ihr Glashaus. Ihr Zuhause. FÜR NATURNAHE solarlux.de 33