Allerheiligen 2017 - online

PeterKieweg

Liebe Pfarrangehörige!

Der „goldene Oktober“ mit dem Kirchweihfest wird abgelöst vom

sogenannten „Totenmonat“. Das Dunkle der Jahreszeit, das im

Dezember dann Teil des Stimmungsvollen ist durch die Lichter, die

gerade durch den finsteren Hintergrund leuchten, wird im November

als grau und trist empfunden. Dazu scheint es dann auch zu

passen, dass dieser liturgisch eben der „Totenmonat“ ist.

Wobei: Diese Sicht ist ein bisschen einseitig. Genauer gesagt gibt

es nur einen Tag, der im Schwarz der Trauer begangen wird: Allerseelen.

Wir können noch den Volkstrauertag dazunehmen, der

aber ein staatlicher Gedenktag ist. Ansonsten wird der November

gerahmt von zwei lichten Festen: Allerheiligen und Christkönig.

Wie die Lichter des Advents und von Weihnachten den dunklen

Hintergrund brauchen, um erst so richtig zu strahlen, so ähnlich

verhält es sich auch mit diesen beiden Festen: Sie leuchten gerade

auf dunklem Hintergrund, so wie die auf dem Titelbild dieses Pfarrbriefes

zusammengetragenen Heiligenfiguren aus der Münchhamer

Pfarrkirche - oder anders herum gesagt: die Heiligen erleuchten

das Grau des Hintergrundes.

Wir glauben, dass Leid und Tod sie nicht mehr berühren, bekennt

die Kirche an Allerheiligen von ihnen. Sie haben das Dunkle des

Todes hinter sich gelassen, so wie der Christkönig das Dunkel des

Kreuzes durchschritten hat in das Licht der Auferstehung. Das erhellt

auch unser Leben. Das Schwarz darf in den Hintergrund treten,

es verblasst ins Grau - es ist immer noch da, aber in den Vordergrund

tritt etwas anderes: „Jesus lebt! Mit Ihm auch ich“, oder

wie Paulus sagt: „Ihr seid durch den Herrn Licht geworden“, und

dann fügt er hinzu: „Lebt als Kinder des Lichtes!“ (Eph 5,8)

Das ist Gebot der Stunde gerade im November, zu Allerheiligen:

Als „Kinder des Lichtes“ zu leben und unterwegs zu sein, und nicht

als gruselige, unheimliche und finstere Gestalten wie dieser amerikanische

Käse namens „Halloween“ fordert. Ich bin dankbar,

dass wir zumindest in Ering mit der „Kinderkirche“ eine „Gegendemo“

veranstalten und Kinder als lichte, helle und freundliche

Heilige umherziehen. Mehr dazu in „Nachgefragt“.

Eine erhellende dunkle Jahreszeit wünscht

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