DorfStadt 14-2017

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 14/17 · vom 12. Oktober 2017 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

kostenlos ins Haus

NICHT ERHALTEN? Anrufen: 87 08 01 60

B L A N K E N E S E : S.3

Baubeginn und

weiter Streit

O S D O R F : S.4

Töpfe gucken

beim Meet&Eat

I M G E S P R Ä C H : S.12

Ein Leben ohne

Humor ist witzlos

DorfStadt

aktueller

im www:

dorfstadt.de

Wir

sehen uns!

Foto: Wiegand

Bürgervereine in Hamburgs Westen | Markus Krohn

Der (sinnlose) Kampf

um engagierte Mitglieder

Ann-Katrin Martiensen (BV Flottbek-Othmarschen) hat den Kampf noch nicht aufgegeben

Haben Vereine als Organisationsform

in der Gesellschaft

ausgedient? Sind

Sportvereine beispielsweise

nur noch Dienstleister?

Glaubensgemeinschaften

wie Kirchengemeinden Auslaufmodelle?

Und Bürgervereine

gar überflüssig?

Verein stammt etymologisch

aus vereinen, „eins werden“

oder etwas „zusammenbringen“

und bezeichnet eine Gemeinschaft

von Menschen, die etwas

dauerhaft verbindet. Das hat

viele Jahrzehnte lang in unserer

Gesellschaft gut funktioniert.

Gemeinsam wurde trainiert,

debattiert, gesungen, gestritten

und gespielt. Nebenbei

wurden (Stadtteil-)feste organisiert

und die Kinder bespaßt.

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Foto: Krohn

<

Zunehmend melden Vereine

und Kirchengemeinden jedoch

Rückgänge bei den Mitgliederzahlen.

Jetzt schlägt die Vorsitzende

des Bürgervereins

Flottbek-Othmarschen Alarm:

Dem Verein fehlen mindestens

54 Mitglieder, um wirtschaftlich

arbeiten zu können. Wie es

gelingen soll, bis zur Vorstandswahl

im April diese Anzahl

an Mitgliedern zu gewinnen,

ist selbst der engagierten

Immobilienmaklerin schleierhaft.

Zahlreiche Aufrufe und

Aktionen des Vorstands verhallten.

Jetzt soll ein letzer

Versuch gestartet werden.

Es gibt heute allerdings immer

weniger Menschen, die sich

dauerhaft binden wollen und

daher eine Vereinsmitgliedschaft

oder gar ein Engagement

über die Mitgliedschaft hinaus

scheuen. Dabei spricht doch

eigentlich nichts dagegen, sich

auch kurzfristig für eine Sache

zu engagieren, die einem zu

einem bestimmten Zeitpunkt

oder länger am Herzen liegt.

Interview mit Ann-Katrin

Martiensen: ☞ Seite 5

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Menschen Ausdruck in ihrer

Trauer finden? Im Rahmen der

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Hospiz Sternenbrücke Interessierte

ein, sich in einem Vortrag

diesen Fragen behutsam zu

nähern. Die Besucher werden

verschiedene „Möglichkeiten

der Trauerarbeit mit den Händen

begreifen“, Rituale der

Sternenbrücke kennenlernen

und kleine Erinnerungsstücke

in der Steinwerkstatt des Kinderhospizes

selber anfertigen

können. Eine kleine Ausstellung

zeigt ergänzend und beispielhaft

in Bildern und nachgearbeiteten

Objekten, was betroffene Eltern

und Kinder in den vergangenen

Jahren vor Ort geschaffen

haben.

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2 • DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf

Achim Wiegand Foto: privat

Moin, liebe Leser,

Hamburg ist Deutschlands „Zuschnell-fahr-Hauptstadt“.

Und

Lurup ist der Stadtteil des

schlimmsten Verkehrsrowdys:

auf der Tempo-30-Strecke an

der Spreestraße preschte der

Kfz-Fahrer mit 107 km/h übers

Pflaster. Eilig sind wir auch auf

normalen 50-km-Straßen. Ein

Verkehrsexperte: „Es gibt in

Hamburg eine stille Übereinkunft,

dass es okay ist, mindestens

Tempo 56 zu fahren.“ Sein

Gegenmittel: „Engere Kontrolldichte“.

Wirklich, noch mehr

Verbote und staatliche Bevormundung?

Ich bürste mal gegen

den Strich: prüft doch bitteschön,

ob nicht die Tem-podrosselung

eine Stauursache ist!

Sind wir nicht alle Manns und

Fraus genug, 60 km/h als städtisches

Regeltempo zu meistern?

Nur gut, dass bald autonome

Autos kommen. Da entscheidet

der Computerchip über das

Tempo, nicht ich… Und was

meinen SIE? Bitte Email an

redaktion@dorfstadt.de

„Cornern“? Nein Danke!

Bezirk Altona – Ein Gläschen

in Ehren kann niemand verwehren

– viel Döschen im Gehen

dagegen schon. Das Bezirksamt

Altona jedenfalls will gegen

das sogenannte „Cornern“

vorgehen. Gemeint ist das in

Mode gekommene alkoholselige

Herumstehen an öffentlichen

Ecken, vorwiegend zu

nachtschlafender Zeit. Das geht

nämlich immer mehr Anwohnern

heftig auf den Senkel. Sie

klagen über lautstarke Unterhaltungen

und dass manch

Trinkfreund am Hauseingang

gerne Wasser lässt. Nun will das

Amt mit Betroffenen überlegen,

wie man dieses „öffentliche

Feiern“ und den Alkoholverkauf

an Kiosken zähmen kann.

Tschüss Lehrerzimmer!

Osdorf – Das größte Schulbauprojekt

in Hamburg geht am

Osdorfer Born vor sich: die

Geschwister-Scholl-Stadtteilschule

wird gänzlich neu gebaut.

Dafür berappt der Senat

rund 37 Millionen Euro. Fertigstellung:

2021. Zurzeit laufen

Vorbereitungsarbeiten für

den Komplettabriss des alten

Schulgebäudes: Baumfällungen,

Verlegen neuer Starkstromleitungen.

Die Schulbehörde

will mit dem Neubau

„neue Maßstäbe“ setzen: bei

der Konzeption wurden alle

Beteiligten – inklusive Eltern

und Schüler – mit einbezogen.

Resultat: für die rund 900 Lernenden

gibt’s künftig statt

Klassenzimmern kleine „Differenzierungsräume“

sowie große

„Lernlandschaften“. Und statt

eines Lehrerzimmers kommen

jahrgangsbezogene „Teamstationen".

Rettungsversuch

im Park

Blankenese – Der Deal zur Sanierung

des Katharinenhofs im

denkmalgeschützten Baurs Park,

den der CDU-Senat im Jahre

2009 mit einem Privatinvestor

geschlossen hatte, war offenbar

auf Sand gebaut. Das prächtige

Herrenhaus ist bis heute nicht

instandgesetzt worden. Aus

Spekulationsgründen (DorfStadt

berichtete)? Um das Ensemble

vor dem Verfall zu retten hat

die Bezirksversammlung Altona

nun auf SPD-Antrag beschlossen,

den alten Kaufvertrag

juristisch prüfen zu lassen.

Eventuell können geflossene

Fördergelder von dem säumigen

Besitzer eingezogen und

der Katharinenhof für die Stadt

zurückgekauft werden. Wir

bleiben dran.

Fernbahnhof

kommt voran

Diebsteich – Mit der Verkauf der

Flächen für den künftigen Fernbahnhof

Hamburg-Altona an

einen privaten Bauherrn hat die

Stadt einen wichtigen Meilenstein

für die Verlagerung der

heutigen Station gesetzt. Vorausgegangen

war ein Auswahlverfahren

aller beteiligten Ämter

sowie der Deutschen Bahn

AG. Der neue Fernbahnhof an der

heutigen S-Bahnstation Diebsteich

soll Ende 2023 fertig sein.

Er wird von zwei Hochhäusern

mit 3-Sterne-Hotel und Büros

überragt werden. Auf freiwerdenden

Gleisflächen sollen tausende

neue Wohnungen entstehen.

Kunst verfällt

Osdorf – So schön Kunstwerke

im Straßenbild auch sind, oft

werden sie nach dem Aufstellen

nicht mehr gepflegt. So auch

am Osdorfer Born. 50 Jahre

nach Gründung der Großsiedlung

ist vielen Meisterstücken

der Zahn der Zeit anzusehen.

Bestes Beispiel: die Skulptur

„Liegende“ am Immenbusch, die

morsch und brüchig ist. Die

Bezirksversammlung Altona hat

nun auf Initiative der SPD beschlossen,

sich für den dauerhaften

Erhalt und die Sanierung

der Kunstwerke einzusetzen.

Schauspieler, bleibt!

Ottensen – Alle Fraktionen der

Bezirksversammlung Altona

möchten, dass das Theaterareal

an der Gaußstraße in Ottensen

erhalten bleibt. Das „Junge

SchauSpielHaus“ soll nämlich

vom Standort wegziehen, weil

der Vermieter auf dem Mietgrundstück

andere Pläne hat.

Die Kommunalpolitik bittet nun

Bezirksamt und Kulturbehörde

darum, mit den Beteiligten zu

sprechen. Ziel: den Verbleib der

Kulturschaffenden zu sichern.

Die Schauspieler seien „ein

wichtiger Bestandteil des Kulturstandortes“

an der Gaußstraße,

heißt es in dem Beschluss

des Altonaer Parlaments.

E l b v o r o r t e

Wie ein Straßenschild Gemüter erregt

Keine Reaktion nach Kontat mit Polizei und Wegewart? | Konrad Matzen

SÜLLDORF

Das Straßenschild, das auf das Tempolimit hinweisen soll, ist

völlig zugewuchert und vermost

Foto: Hüls

Deutsche lieben ihre Autos.

Viele sogar ihren Zweitoder

Drittwagen. Klar, dass

man mit so einer Maschine

auch schnell an sein Ziel

kommen will. Dann stören

Wohnstraßen, in denen man

nur 30 km/h fahren darf, natürlich

sehr. Anders herum ärgern

sich diejenigen, die an solchen

Straßen wohnen über Autofahrer,

die sich nicht an die

Geschwindigkeitsbegrenzung

halten. Vor allem auf geraden

Strecken, in denen zudem wenige

Fahrzeuge parken, lädt der

Straßenverlauf ja geradezu zum

schnelleren Fahren ein, wenn

man damit vielleicht noch

etwas Zeit gut machen könnte...

So auch in der Sülldorfer Straße

„Forsteck“, gern als Abkürzung

genommen zwischen

Sülldorfer Landstraße und Sülldorfer

Kirchenweg. Auch von

LKW-Fahrern. Mit den Jahren

ist das Straßenschild, dass die

Autofahrer auf das Wohngebiet

hinweisen soll („30-er-Zone“)

vermost und in eine Hecke eingewachsen,

sodass auch aufmerksamste

Autofahrer wirklich

schwer erkennen, dass es sich

um ein Straßenschild handelt.

Die meisten Autos fahren mit

deutlich überhöhter Geschwindigkeit

durch die Straße. Selbst

schwere LKW fahren zum Teil

mit einem Abstand von nur 15

Metern zu den Schlafzimmern

der Anwohner, die Vorfahrt gegenüber

den kreuzenden Straßen

wird gleich mit missachtet.

DorfStadt-Leser Rainer Hüls

wendete sich an die Polizei und

den Wegewart, nichts geschah.

Inzwischen hat eine Umfrage

unter den Anwohnern im

Forsteck ergeben, dass sie eine

Überwachung der Geschwindigkeit

durch eine Lichtsignalanlage

wünschen. Außerdem

soll das Amt nachdrücklich

aufgefordert werden, die Straßenschilder

lesbarer zu machen.

Über den Vorsitzenden

der FDP-Bezirksfraktion, Lorenz

Flemming, soll jetzt das

Bezirksamt noch einmal um

Begutachtung gebeten werden.

Flemming rechnet mit einem

Ergebnis in ca. vier Wochen.

50 Jahre Quartier am Heidrehmen

BVE und Mieter feiern trotz Regens ein großes Quartiersfest | Konrad Matzen

Die Menschen am Heidrehmen

in Sülldorf und der

Bauverein der Elbgemeinden

eG (BVE) feiern: 50

Jahre Quartier Iserbrook-

Süd. Südlich des S-Bahnhofes

Iserbrook sind vor 50

Jahren 800 Wohnungen der

Genossenschaft für 1.750 Menschen

entstanden. Manche Mieter

von damals fühlen sich

auch heute noch wohl hier. Das

spricht für das Miteinander und

die gute Nachbarschaft im

Quartier. Das Viertel erneuert

sich aber ständig, denn immer

wieder ziehen auch neue junge

Familien hierher.

Auch ökologisch ist das Heidrehmen-Quartier

dabei, sich zu

verjüngen. Mit einem neuen

Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe,

Solarthermie und saniertem

Wärmenetz wird die

Energieversorgung zukünftig

hocheffizient und klimafreundlich.

Dazu kommt, dass die

Eigenversorgung den Strom für

die Bewohner besonders günstig

macht. Möglich wurde die

Modernisierung durch die Kooperation

des BVE mit dem

städtischen Energieversorger

SÜLLDORF

Hamburg Energie und durch

die Förderung der Behörde für

Umwelt und Energie.

„Das besondere am Projekt

Heidrehmen ist ja, dass da

schon ein komplettes Wärmenetz

liegt, das nun modernisiert

wird. Das ist eine größere

Maßnahmen in einem Quartier

mit 800 Wohnungen.“, erklärt

BVE-Vorstand Michael Wulf.

Sein Kollege Axel Horn ergänzt:

„Im Zusammenhang mit

der Power-to-Heat-Anlage und

der zusätzlichen Wärmepumpe

für Abwärme der Blockheizkraftwerke

hat man hier ein

Modell, in dem alle Facetten der

Energiewende in Hamburg realisiert

werden. Man muss nicht

alle Häuser dämmen – die

Klimaziele sind auch auf diesem

Wege zu erreichen. Mit

intelligenten haustechnischen

Lösungen und einer Erneuerung

des Nahwärmenetzes mit hochgedämmten

Materialien.“

Die Mitglieder und Mieter des

BVE freut, dass sie künftig in

einem der energetisch modernsten

Quartiere leben werden,

auch wenn das manchmal bedeutet,

dass die Bauarbeiten

Lärm und Dreck verursachen.

Das Schlimmste ist mit mit dem

50-jährigen Jubiläum allerdings

überstanden. Jetzt freuen

sich die Mitglieder auf günstigen,

ökologisch sinnvoll erzeugten

Strom in der Nachbarschaft.

www.bve.de

Nienstedtener Feuerwehr-Kuh wieder da

Feierliche Enthüllung beim diesjährigen Tag der offenen Tür | Konrad Matzen

NIENSTEDTEN

Marlon Kopplin und sein Vater Andreas auf dem Spielplatz: „Hier

möchten wir gar nicht mehr weg!“

Foto: BVE

Schon seit über 15 Jahren

steht sie auf dem Dach der

Freiwilligen Feuerwehr Nienstedten

und doch wundert

sich so mancher Tourist im

Sightseeingbus und Autofahrer,

der am Feuerwehrhaus

in der Georg-Bonne-Straße

oder durch die Jürgensallee

kommt, über das an einem

Fahnenmast kletternde große

Tier in Feuerwehruniform auf

dem Dach.

Vor einigen Tagen wurde sie

wieder enthüllt, denn sie musste,

nachdem die tierische

Dame in die Jahre gekommen

war, dringend runderneuert

werden. Da sie den Nienstedtenern

nach anfänglicher Skepsis

ans Herz gewachsen war, gab

es nur diese, kostspielige,

Möglichkeit.

Die Kuh zeugt von der dörflichen

Vergangenheit Nienstedtens.

Und deshalb passt sie

auch ganz besonders gut hierher,

denn gerade im Kern

Nienstedtens finden sich auch

heute noch zahlreiche schützenwerte

Häuser unter Reet und

andere architektonische Juwele

aus dörflichen Zeiten des heutigen

Hamburger Vororts.

Die Kuh stammt übrigens aus

der Sammlung des ehemaligen

Milchstraßen-Verlagshauses,

der mit mehreren Kühen das

Verlagshaus in der Milchstraße

gegenüber der Moorweide geschmückt

hatte. Ursprünglich

kam die Kuh als Leihgabe des

Verlages nach Nienstedten, für

einen Tag der offenen Tür

2002. Ein Riesen-Aufwand

wurde damals dafür betrieben,

denn die Kuh mit ihren 150

Kilo Gewicht musste natürlich

sorgfältig gesichert werden.

Deshalb war es auch eine gute

Entscheidung, das Tier dort

dauerhaft zu belassen.

Die Nienstedtener Feuerwehr-

Kuh ist inzwischen schon so

etwas wie ein Maskottchen

geworden und könnte „Leittier“

für so manchen Jung-Feuermann

oder -frau werden, die

dringend gesucht werden.

feuerwehr-nientedten.de


B l a n k e n e s e

DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017 • 3

Der Blankenese-Streit geht weiter

Bürgerbegehren sammelt bereits über 1.300 Unterschriften. Derweil rollen die Bagger... | Konrad Matzen

Die Blankeneser streiten

sich. Und zwar heftig. Es

geht um die Gestaltung der

Ortsmitte, den Marktplatz

mit dem angrenzenden

Kirchvorplatz am Mühlenberger

Weg und dem Platz

vor dem so genannten „Martiniblock“,

Blankeneser Bahnhofstraße

29. Im Kern geht es

um die Frage, ob es einen, nach

allen Seiten hin offenen, Marktplatz

geben soll, oder ob jeder

der Plätze für sich stehen soll.

Für die einen ist die Dreiteilung

eine erhaltenswerte Tradition,

für die anderen die moderne

Weiterentwicklung mit Öffnung

der Plätze nach Nord

BLANKENESE

und Süd eine dringliche Investition

in die Zukunft Blankeneses.

Die Fronten sind verhärtet, weil

sich mancher Bürger nicht ausreichend

informiert fühlt,

obwohl Bezirksamt, Parteien

und Vereine seit 2012 in unregelmäßigen

Abständen per

Bürgerbeteiligungsverfahren

und öffentlichen Diskussionsrunden

oder Informationsständen

über das Projekt berichtete.

Auch die DorfStadt-Zeitung hielt

die Leser auf dem Laufenden.

So entstanden sehr persönliche

Verletzungen, die zuletzt in

heftigen verbalen Auseinandersetzungen

im Arbeitskreis Ortskern

Blankenese mündeten.

Ausgehend von einem Workshop

im Rahmen der Bürgerbeteiligung

von vor fünf Jahren

wurden Forderungen der daran

teilnehmenden Blankeneser für

die Planung aufgenommen, wonach

eine Sichtachse zwischen

Marktfläche und Kirche für erstrebenswert

angesehen wurde.

Eine weitere zentrale Forderung

war, dass der Marktplatz außerhalb

von Marktzeiten autofrei

bleiben soll, damit der Platz

auch dann für die Blankeneser

nutzbar wird. Viele der damals

an den Diskussionen Beteiligten

sehnten sich Stadtteilfeste

oder einen gemütlichen Weihnachtsmarkt

herbei, die auf

dem Marktplatz auch über

mehrere Tage lang statt finden

könnten, ohne den Wochenmarkt

einzuschränken. Dafür

sollte es eine verbindende

Marktfläche geben, die sich

über den Mühlenberger Weg bis

zur Kirche und in südlicher

Richtung über die Propst-Paulsen-Straße

bis zum

Matthias Offen sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren

gegen weitere Planungen am Blankeneser Markt

Martiniplatz erstreckt.

Die Interessengemeinschaft

Blankenese Marktplatz hat

sich jetzt mit den Marktbeschickern

zusammen

getan, um den Marktplatz

in der alten Form zu erhalten,

vor allem fordern sie

eine Abgrenzung zur Kirche,

den Erhalt der vorhandenen

Grünflächen

und eine Bepflasterung

mit Natursteinpflaster sowie die

Schaffung eines Marktmittelpunktes.

Aufruf zum Bürgerbegehren

an einem Marktstand

Matthias Offen von der Futterkrippe

Blankenese ist einer von

ihnen, der aktiv Unterschriften

für ein Bürgerbegehren der IG

Blankeneser Markt sammelt,

um die derzeitige Planung zu

stoppen. Offen befürchtet, dass

Befürchtung:

dörflicher Charme

des Marktes

geht verloren

mit der Öffnung des Blankeneser

Marktplatzes der dörfliche

Charme Blankeneses verloren

ginge. Deshalb ist er für

einen Grünstreifen

rund um das Marktgelände, der

auch schmaler ausfallen könne.

„Kinder können außerdem

leichter verloren gehen, wenn

der Markt nach allen Seiten

offen ist!“ behauptet er. Mit „90

Prozent“ seiner Kunden am

Stand ist er sich einig, dass

Blankenese keinen „Hafencity-

Charme“ brauche. Er befürchtet,

wie viele andere Blankeneser

auch, dass die Ortsmitte

bald gestalterisch „so kalt ist

wie am S-Bahnhof Blankenese“.

„Blankenese ist schön, so wie es

ist. Warum ziehen sonst so

viele Menschen hierher?“ Daher

brauche es keine umfassenden

Änderungen. Sollte eine offene

Marktplatzfläche entstehen, befürchtet

der Zoohändler Umsatzeinbußen

für sein Geschäft.

Die IG Blankeneser Marktplatz

hat nun ein Bürgerbegehren

gestartet. Viele Markthändler

unterstützen die Sammlung an

ihrem Stand. Die Frage lautet:

„Sind Sie dafür, dass alle weiteren

Planungen und Bauausführungen

für den 2. Bauabschnitt

zur Umgestaltung des

Blankeneser Marktplatzes sofort

gestoppt werden?“

„Wer das unterschreibt, behindert

sämtliche Veränderungen

des Blankeneser Ortskerns in

weiter Zukunft“, warnt Wolfgang

Kaeser, SPD-Bezirksabgeordneter

und als solcher Vertreter

im Arbeitskreis Ortskern

Blankenese.

Die Mitglieder im Arbeitskreis

Ortskern Blankenese, bestehend

aus Mitgliedern der in die

Bezirksversammlung Altona

gewählten Parteien sowie Vertretern

der Kirchengemeinde,

der Blankeneser Geschäftsleute,

des Bürger- und der Grundeigentümerverbände

und viele

andere, verteidigen die Pläne

Freude beim ersten Spatenstich: Eberhard Fledel (Zukunftsforum), Katarina

Blume (FDP), Wolfgang Kaeser (SPD), Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer,

Clemens Reus (CDU) und Gesche Boehlich (Grüne) Fotos: Krohn

als im Sinne der Blankeneser,

die sie ja schließlich als demokratisch

gewählte Repräsentanten

vertreten. In vielen Punkten

sei man sich außerdem einig,

heißt es in einem Flyer des

Arbeitskreises Ortskern Blankenese.

So soll die Fläche für den

Wochenmarkt erhalten bleiben.

Auch die gesunden, großen und

alten Bäume blieben erhalten.

Dem Wurzelwerk der vorhandenen

Bäume solle sogar mehr

Raum gegeben werden. Aus

diesem Grund sollen die Straßen

leicht verschwenkt werden.

Außerdem planen die Mitglieder

im Arbeitskreis 13 Neuan-

Haben Sie sich mal gefragt, was Sie alles so unterschreiben?

Zum Beispiel, eine Glückwunschkarte zum Geburtstag eines

lieben Menschen, dem man nicht persönlich gratulieren

konnte, beim Paketboten und natürlich Verträge, mit denen

man ein mündliches Versprechen schriftlich fixiert. Die

Unterschrift macht ein Schriftstück zu einer Urkunde mit

rechtlichen Folgen. In sofern sollte eine Unterschrift immer

wohl überlegt sein. Na klar, wenn man eine Glückwunschkarte

unterschreibt, kann man die Wirkung schnell überblicken.

Schwieriger wird es schon, wenn es um einen mehrseitigen

Vertrag geht…

Meistens verbindet man seine Unterschrift daher mit einem

gewichtigen Gefühl. Nicht nur bei der Bestellung einer neuen

Einrichtung, auf die Sie sich freuen dürfen, sondern auch bei

einer Kündigung, weil Sie sich vielleicht zu häufig über Ihren

Vermieter oder Ihren Chef geärgert haben.

Noch emotionaler geht es bei manchen politischen Themen

zu, die dem Einen oder Anderen zu nahe gehen. Die Antwort

ist, vor allem im Bezirk Altona, ein Bürgerbegehren. Und ja,

auch ich habe schon mal eine der Listen unterschrieben, auf

denen ein äußerst engagierter Mitmensch Unterschriften

sammelte. Unterschreibe ich dort, weil ich den engagierten

Unterschriftensammler unterstützen möchte, oder weil ich

mich seinen Zielen anschließe? Rationale Gründe können es

wohl nur selten sein, denn bei einer Unterschriftensammlung

auf der Straße kann ich mich ja gar nicht umfassend über die

Hintergründe eines politischen Zusammenhanges informieren.

Es sei denn, ich habe mich vorher ausführlich über Vorund

Nachteile des Bürgerbegehrens informiert.

Vor dem Hintergrund der in Blankenese sehr emotional

geführten Debatte rund um die Gestaltung des Ortskerns mit

persönlichen Anfeindungen in jede Richtung stellt sich mir

die Frage, wie und wann die Beteiligten zu einer vernünftigen

politischen Diskussion zurück finden wollen – um dann mit

kühlem Kopf eine Unterschrift unter einen gemeinsamen

Blankeneser Plan für die Ortsmitte zu setzen? Haben Sie eine

Idee?

Ihr Markus Krohn

pflanzungen. Die Befürchtung

einiger Anwohner am

Mühlenberger Weg, die Keller

würden bei Starkregen überflutet,

sollte die Marktfläche

um 60 Zentimeter abgesenkt

werden, tritt das Bezirksamt

entgegen: Die anstehenden Planungen

würden entsprechende

Die Bagger rollen,

die Planungen

laufen weiter

Gegenmaßnahmen beinhalten,

Probleme mit Regenwasser

würden verhindert. Außerdem,

so heißt es in dem Flyer, könnten

„ganz wesentliche Bereiche

noch im Konsens gestaltet werden“.

Ungeachtet des jetzt gestarteten

Meine Meinung:

Bürgerbegehrens sind Ende

September die Bauarbeiten für

den so genannten ersten Bauabschnitt

(Martiniplatz und

Propst-Paulsen-Straße) angelaufen.

Damit werden wesentliche

Elemente der ursprünglichen

Planung umgesetzt.

Sollte es zu einem erfolgreichen

Bürgerentscheid kommen, müssten

sämtliche Planungen und

Ausführungen im Ortskern eingestellt

werden. Auch die der

IG Blankeneser Markt. Für

Blankenese wäre dies eine

Katastrophe, denn die entscheidenden

Arbeiten im ersten

Bauabschnitt der Ortskerngestaltung

sind Ende September

angelaufen. Im Falle eines

erfolgreichen Bürgerentscheids

wäre also der Ortskern optisch

genauso zwiegespalten wie die

Blankeneser selbst.


4 • DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 212.10.2017

E l b v o r o r t e

Meet&Eat: Töpfegucken in Alt-Osdorf

Ein Abend mit Fremden, die zu langjährigen Freunden werden | Manuela Tanzen

Kleingruppen finden sich

per Los zusammen, jede

Gruppe kocht gemeinsam

bei einem Teilnehmer zuhause,

verzehrt dort das

Ergebnis, anschließend Nachtischbuffet

und Geselligkeit

wieder in großer Runde – das

ist die Idee von „Meet&Eat“,

einer regelmäßigen Veranstaltung

der Alt-Osdorfer Kirchengemeinde

St. Simeon.

„Eine großartige Gelegenheit,

einmal in die Töpfe freundlicher

Gastgeber zu schauen, in

kleinen, spontan zusammengestellten

Gruppen gemeinsam zu

kochen, zu klönen und zu

genießen“, so Pastor Martin

OSDORF

Ahlers. Eingeführt hat die Idee

seine Vorgängerin Astrid Kleist,

sie ist inzwischen Hauptpastorin

an St. Jacobi. „Es nehmen

immer sehr aktive Gemeindeglieder

teil, aber auch

viele, die mit der Kirche nicht

so viel am Hut haben, die sonst

zum Beispiel nur Weihnachten

in die Kirche kommen“, so

Ahlers. Meet&Eat findet nur

ungefähr alle zwei Jahre statt,

denn: „Das Ganze ist etwas

wirklich Besonderes, das soll es

auch bleiben. Und die Vorbereitung

und Organisation sind

extrem aufwändig, das ist nicht

zu unterschätzen.“

Im Vorfeld stellt sich ein Gemeindemitglied

ehrenamtlich

als Organisator zur Verfügung:

„In diesem Jahr war das Lydia

Zeigert“, erklärt Pastor Ahlers.

„Mit einem Team von Freiwilligen

hat sie das diesjährige

Thema festgelegt, Rezepte zusammengestellt,

inklusive Probekochen,

die passenden Getränke

ausgesucht.“

Am Tag der Veranstaltung geht

wiederum ein Team einkaufen.

Vier bis fünf Personen packen

für jede Kochgruppe eine Kiste,

Kochgruppe: Gitte Paschburg (Mitte) stellte ihre Küche zur

Verfügung, sechs weitere Personen, unter ihnen Vahid Yousefi,

Geflüchteter aus Afghanistan, wurden ein Team, kochten und

aßen gemeinsam.

Foto: Ahlers

die sorgfältig mit sämtlichen

benötigten Zutaten und den

Rezepten bestückt wird, denn

das zu kochende Menü ist für

jede Gruppe dasselbe. Auch das

Gemeindehaus wird vorbereitet,

geschmückt, die Technik bereitgestellt.

Der Abend beginnt dann gegen

18:30 Uhr mit dem Treffen aller

Teilnehmer im Gemeindehaus,

bei Snacks und Aperitif, per Los

finden sich die Gruppen zusammen.

„Das war dieses Jahr

Jede Gruppe nimmt eine liebevoll u.a. mit Flusskrebsen,

Pfifferlingen, Lachs, Wein, Käse, Kräutern, und dem zugehörigen

Kochrezept bestückte Kiste mit in ihre Küche. Foto: Ahlers

ein Puzzlespiel, letztes Mal galt

es, Filmzitate zuzuordnen, das

ist immer schon ein lustiger

Anfang“, erklärt der Pastor.

Jede Gruppe geht dann mit

einer gut gefüllten Kiste im

Gepäck in „ihre“ Küche, also zu

dem jeweiligen Teilnehmer, der

seine Küche für die Gruppe zur

Verfügung stellt. Auf dem heutigen

Speiseplan: Flusskrebse

mit Västerbottenpaj, Kräuterlachs

mit Pfifferlingspfanne

und Dillkartoffeln.

„Dieses Mal hatten wir sieben

Gastgeberküchen in Osdorf und

45 Teilnehmer, die sich in

Kleingruppen verteilten. Man

traf auf befreundete Gemeindenachbarn

genau wie auf neue

Gäste. Mit von der Partie waren

auch einige junge Geflüchtete,

die mittlerweile Teil unserer

Das Rezept:

Rezept Västerbottenpaj zum

Nachkochen mit Ihren Nachbarn:

Gemeinde sind“, erzählt Organisatorin

Lydia Zeigert.

Gemeinsam mit Pastor Martin

Ahlers hat sie die sieben

Küchen nacheinander beim

Kochen und Essen besucht und

„fröhliche Interviews in bewegten

Bildern festgehalten, die

alle ab 22 Uhr im Gemeindehaus

belustigt angeschaut

haben, bevor das Nachtischbuffet

und der offene Ausklang

eingeläutet wurden“, so Pastor

Ahlers.

Denn: Neben der schon kniffeligen

Aufgabe, in einer unvertrauten,

teilweise kleinen Küche

in Gruppe unbekannte,

zum Teil recht anspruchsvolle

Rezepte zu kochen, gibt es für

jede Gruppe immer eine weitere

Herausforderung. „Dieses

Jahr sollte es eine kleine Darbietung

mit Kopfbedeckung

sein“, lacht Ahlers. „Die Gruppen

mussten sich also zurechtfinden,

die Rezepte studieren,

sich organisieren, und sich

auch noch was für die Performance

ausdenken. Frau

Zeigert und ich hatten viel

Spaß bei den Reihum-Besuchen,

dem Filmen, Interviewen und

natürlich Probieren. Und später

am Abend dann alle im Gemeindehaus

beim gemeinsamen

Schauen der Videos!“ Nach

dem Kochen und Essen bei den

Gastgebern trifft man sich

nämlich gegen 22:15 Uhr wieder

im Gemeindehaus, die bei

den Besuchen gemachten Filmchen

werden gezeigt, und wer

dann wieder hungrig ist, kann

das Nachtisch-Buffet plündern.

Danach gehen die ersten wieder

nachhause, ihre Küche aufräumen.

Viele bleiben aber auch,

feiern weiter, „manchmal mit

Tanz, auf jeden Fall mit lustiger

Plauderei und bis halb zwei,

zwei Uhr morgens“, strahlt

Martin Ahlers. Sein Fazit zum

Meet&Eat: „Es ist großartig,

dass Ehrenamtliche sowas machen.

Es kommen Leute zusammen,

die sich sonst nie treffen

würden, und das sehr persönlich

und privat. Die Küchen

sind zum Teil recht klein, plötzlich

hat man da sechs Besucher,

die man eigentlich nicht kennt,

mit denen man gemeinsam

kocht, sich organisieren muss.

Und gerade dadurch entstehen

beim gemeinsamen Essen tolle

Gespräche, auch sehr tiefgehende.

Durch Meet&Eat sind

schon bleibende, generationenübergreifende

Freundschaften

entstanden.“

Västerbottenpaj ist eine schwedische Käse-Tarte oder

Quiche, die gern zum traditionellen Krebsfest serviert wird.

Damit wird der Krebsfang gefeiert, der besonders Ende

August erfolgreich ist, wenn die Krebse noch jung sind.

Dill ist ebenfalls als traditionelles Gewürz gefragt. Dazu

passend gibt es schwedischen Schnaps.

Teig

• 200g Mehl, ¼ TL Salz und 150g Butter auf einem großen

Brett mit einem großen Messer hacken. Dann 2EL Wasser

dazugeben und zügig zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

(Möglichst wenig kneten, damit die Butter nicht

schmilzt. Zur Not noch etwas Wasser nachgeben.)

• Eine Springform (26 – 28 cm) mit wenig Butter fetten und

den Teig hineindrücken, dabei den Rand schön hochziehen.

Den Teig mehrmals mit der Gabel einstechen und auf

der 2. Schiene von unten ca. 15 Min. vorbacken.

Füllung

• 300g Käse reiben und mit 3 Eiern, 200 ml Sahne, 100 ml

Milch, ¼ TL Salz und Pfeffer verquirlen.

• Mischung auf den vorgebackenen Teig geben und weitere

20-22 Min. backen (falls er zu dunkel wird mit Alufolie

abdecken).

Wind und Wellen

Keramik und Acrylmalerei im Rathaus | K. Matzen

Der Kunstkreis Schenefeld

e.V. lädt zur Ausstellung im

Rathaus Schenefeld. Vom

15. bis 29. Oktober zeigt

der Kunstkreis zwei „auswärtige“

Künstler: Jette

Dümke kommt aus Dänemark

und Martin Lichtmann,

gebürtiger Schleswig Holsteiner,

lebt in Kaiserslautern.

Doch die nordische Landschaft

mit Wind und Wellen lässt

beide nicht los, wie man aus

ihren Arbeiten lesen kann.

Jette Dümke ist seit 30 Jahren

Landschaftmalerin, ausgebildete

Keramikerin und Lehrerin.

Sie wuchs in einer musikalischkreativen

Familie auf. Beide

Eltern konnten zeichnen,

malen, und mit ihrer Kreativität

die Kinder begeistern. Ihr

ganzes Leben hat sie in Esbjerg

verbracht und die Nordsee hat

für sie ihre Faszination behalten.

„Ich bin von Seele, Licht

und Farben der Nordsee inspiriert

– und versuche, die Ruhe

und die Gewalt zum Ausdruck

zu bringen, welche im Wind

SCHENEFELD

und im Meer zu finden ist,“

sagt Jette Dümke.

Neben alten Kultstätten sind es

vor allem die Meeresstrände,

die Martin Lichtmann als

Grenzräume zwischen den Elementen

faszinieren. Was dann

in seiner Keramik wie angestrandet

wirkt, sind es vor

allem Dinge, die einst im Bezug

zum Menschen standen und für

sein Überleben notwendig

waren.

So bergen die bis zum Sintern

gebrannten keramischen Objekte

einen Erinnerungswert.

Sie erinnern an Fischreusen, an

Wrackteile, an Tampen, die,

zusammenkomponiert, ein

noch immer bewegtes Eigenleben

entwickeln.

Vernissage: Sonntag, 15.

Oktober 11 Uhr

Parallel zur Rathausausstellung

auch in der Galerie im Stadtzentrum

Schenefeld

Rathaus Schenefeld

Holstenplatz 3–5, Schenefeld

kunstkreis-schenefeld.de

ICOMOS prüft Weltkulturerbe-Antrag

ICOMOS-Experte im Auftrag der UNESCO auf dem Jüdischen Friedhof Altona | Konrad Matzen

Vom 27. bis 29. September

2017 besichtigte Dr. Petr

Justa als Gutachter des

Internationalen Rates für

Denkmalpflege (ICOMOS

International) die nominierte

Hamburger Stätte und prüfte

im Zuge der „Technical Evaluation

Mission“ auch den

zugehörigen Managementplan.

In konstruktiver Atmosphäre

traf Dr. Justa auf Kunsthistoriker,

Restauratoren, Gartendenkmalpfleger

und weitere

Experten für das jüdische

Kulturerbe in Hamburg, um

detailliert alle Fragen zum rund

300 Seiten umfassenden Antrag

und zum Managementplan

zu klären.

ALTONA

Dr. Carsten Brosda, Senator für

Kultur und Medien: „Die Besichtigung

des Jüdischen Friedhofes

in Hamburg-Altona und

die Überprüfung des Managementplans

sind zentraler Bestandteil

der Evaluierung der

Hamburger Nominierungsunterlagen

durch ICOMOS International.

Die Experten konnten

Dr. Justa umfassend über die

Bedeutung des Friedhofs und

das geplante Management zu

seiner Erhaltung und Vermittlung

informieren. Damit ist

erneut ein wichtiger Schritt auf

dem Weg zu einer weiteren

möglichen Welterbestätte für

Hamburg erfolgt.“

Das Denkmalschutzamt der

Hamburger Kulturbehörde

hatte den Antrag für den

Jüdischen Friedhof Hamburg-

Altona im Dezember 2016 auf

den Weg gebracht. Im März

Grabstein des Vaters von Heinrich Heine auf dem Jüdischen

Friedhof Hamburg-Altona

Foto: Susanne Mu/Wikipedia.de

2017 hatte dieser auf Anhieb

die erste Hürde im Bewerbungsverfahren

genommen.

Der Antrag hatte anstandslos

den „Completeness Check“

gemeistert und erfüllt damit die

strengen Vorgaben der „Richtlinien

für die Durchführung des

Übereinkommens zum Schutz

des Kultur- und Naturerbes der

Welt“.

Bis Anfang 2018 werden weitere

ICOMOS-Experten den „außergewöhnlichen

universellen

Wert“ der Stätte anhand der

Antragsunterlagen untersuchen

und im Anschluss ein Gutachten

für die UNESCO erstellen.

Bei positivem Urteil hätte

der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona

Chancen, Mitte

2018 auf der Sitzung des UNE-

SCO Welterbekomitees in die

UNESCO-Welterbeliste aufgenommen

zu werden.

Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona

ist einer der ältesten

portugiesisch-sephardischen

Friedhöfe der Welt und

gilt als weltweit wichtiges kulturelles

Zeugnis sephardischer

Geschichte.


E l b v o r o r t e

DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017 • 5

Was nun, Frau Martiensen?

Existenz des Vereins infrage gestellt. Fragen an die Vorsitzende des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen | Markus Krohn

Die Vorsitzende des Bürgervereins

Flottbek-Othmarschen

hat in einem dramatischen

Appell an ihre Mitglieder

und Mitbürger in

Groß Flottbek und Othmarschen

mehr Engagement im

eigenen Verein für die

Stadtteile um die Waitzstraße

und den Jenischpark

gefordert. „Wenn Ihnen

also daran gelegen ist, dass

dieser Verein weiterhin besteht

und im Jahr 2018

sein 70-jähriges Jubiläum

feiern kann, melden Sie sich

unbedingt bei mir“, schreibt

Ann-Katrin Martiensen im

Vorwort zur Oktober-Ausgabe

des Vereinsmagazins. Hintergrund

ist die stetig schrumpfende

Mitgliederanzahl im

Verein und die schwindende

Bereitschaft der vorhandenen

Mitglieder, im Verein mitzuarbeiten.

Im April kommenden

Jahres wird ein neuer Vorstand

gewählt. Nur ein Vorstandsmitglied

will sich bisher zur

Wiederwahl stellen. Auch die

Vorsitzende selbst will aus persönlichen

Gründen nicht mehr

antreten.

OTHMARSCHEN/GROß FLOTTBEK

DorfStadt-Zeitung: Welche

Maßnahmen haben Sie denn

bisher unternommen, um neue

Mitglieder zu werben?

Ann-Katrin Martiensen: Wir

haben mit Prämien gelockt,

wenn Mitglieder Mitglieder

werben. Ich habe im Blatt tausendmal

darum gebeten, dass

Mitglieder Mitglieder werben.

Ich habe in jedem Vortrag und

in jeder Rede, die ich gehalten

habe, um neue Mitglieder

geworben und den dramatischen

finanziellen Zustand

erläutert, wenn wir zu wenig

Mitglieder haben. Wir haben

Feste organisiert (Oktoberfest,

Sommerfest, das Stadtteilfest

ist ja nun leider ins Wasser

gefallen...), um Menschen davon

zu überzeugen, dass der

BVFO alles andere als ein dröger,

altbackener Verein ist! Wir

haben auf dem Waitzplatz, bei

Flohmärkten und in Gemeinderäumen

der Kirchen regelmäßig

unseren Stand aufgebaut, waren

bei jedem Lichterfest dabei,

haben uns den Mund fusselig

geredet und - tatsächlich - auch

Mitglieder geworben! Aber leider

kommen wir gegen die Anzahl

der Mitglieder, die den

Ann-Katrin Martiensen wünscht sich mehr engagierte Mitglieder im Bürgerverein Flottbek-Othmarschen

Verein verlässt, meist aus natürlichen

Gründen, nicht gegen

an... Wir können nur mit 530

Mitgliedern eine schwarze Null

schreiben, im Moment sind wir

476...

»Klebstoff zwischen

Bürgern und Politik«

Und da sich aus dem existierenden

Vorstand, der aktuell aus 8

Mitgliedern besteht, nur noch

1,5 bei der nächsten Wahl wieder

aufstellen lassen (eine(r) ist

sich noch nicht ganz sicher),

sieht es mit dem Nachwuchs

nicht gut aus... Wir haben Gespräche

mit Interessierten, ja -

aber ich weiß nicht, ob wir einen

funktionstüchtigen Vorstand,

der dann auch gewählt wird, bis

April auf die Beine kriegen!

Warum könnte es für junge

Menschen/Familien unattraktiv

sein, dem Bürgerverein anzugehören?

Der Bürgerverein ist in vielen

Köpfen etwas Veraltetes, Verstaubtes,

etwas, das keiner

mehr braucht. Einige sehen uns

als Heimatverein, andere als

Bespaßungsverein für Senioren.

Dass wir so viel mehr sind, ist

vielen, vor allem jungen Menschen,

nicht bewusst. Wir sind

u.a. der Klebstoff zwischen

Bürgern und Politik. Wir sind

zwar überparteilich, aber nicht

unpolitisch. Daher sind wir

auch für kommunale Themen

offen. Mit uns ist auch mal der

kleine Dienstweg möglich, da

wir wunderbare Verbindungen

ins Bezirksamt Altona haben.

Wir setzen uns für Bürger ein,

die allein keine Chance hätten,

sich Gehör zu verschaffen.

Warum sollte denn überhaupt

jemand Mitglied im Bürgerverein

Othmarschen-Groß Flottbek

werden?

Weil diese besondere Mischung

aus Archiv, Sozialwerk und

Bürgerverein nicht sterben darf.

Wir sind die Bewahrer der Geschichte

von Othmarschen und

Groß Flottbek, die Gestalter der

Zukunft im Namen der Bürger

dieser beiden Stadtteile und die

Helfer der sozial Schwachen,

die es tatsächlich auch in diesen

beiden „betuchten“ Stadtteilen

gibt. Und zwar nicht

wenige!

Wir brauchen neue Mitglieder,

die Lust haben, aktiv zu werden.

Der Arbeitskreis Kultur

z.B. hat momentan keinen

Leiter/keine Leiterin. Sonst hätten

wir noch viel mehr tolle

Ausfahrten, unterhaltsame

Ausflüge, spannende Vorträge,

attraktive Aktivitäten, etc.

Wir brauchen junge Menschen

(65 Jahre ist jung!), die Lust

haben, die politischen Themen

im Verein auszuweiten. Für die

Stadtteile bei strittigen Themen

zu kämpfen und das Sprachrohr

der Bürger zu sein. Ja, es

gibt inzwischen für jeden Pups

eine Initiative, die sich viral

rasend schnell ausbreitet, aber

die analogen Herrschaften fühlen

sich dadurch oft vernachlässigt.

Das wird sich in der

Zukunft zwar ändern, aber

aktuell haben wir eine wilde

Mischung aus digital und analog

in unserem Verein. Dieser Übergang

muss gemeistert werden.

Ich habe einmal in einem meiner

ersten Interviews gesagt, als

ich Vorsitzende wurde, dass ich

uns eher als Club der Generationen

sehe. Das ist genau

das, was ich mir für diesen

Verein gewünscht hatte und

immer noch wünsche. Jung,

mittelalt, alt - das passt doch

herrlich zusammen!

Sie sind ja auch noch gar nicht

so lange dabei. Warum sind Sie

im BV aktiv geworden?

Im April werden es drei Jahre.

Und ich hätte gern auch noch

die eine oder andere Amtszeit

rangehängt, aber es ist mir aus

persönlichen Gründen nicht

mehr möglich.

Foto: Krohn

Ich bin dem BVFO beigetreten,

weil ich Lust hatte, mich aktiv

in diesen beiden Stadtteilen zu

engagieren! Ich habe im

Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

und Kommunales angefangen,

was mir riesigen Spaß

gemacht hat. So sprach mich

dann der ehemalige 2. Vorsitzende

an, ob ich nicht in den

Vorstand kommen wolle, da

Herr Walter als 1. Vorsitzender

nicht mehr zur Verfügung

stand. Ich muss sagen, dass mir

nicht ganz bewusst war, auf

was ich mich da einließ, aber

ich habe trotz meiner vollen

Berufstätigkeit eine Unmenge an

Zeit und Energie investiert, weil

ich an diesen Verein glaube!

»Wenn du hier Freunde

gefunden hast,

dann hast du sie auf

Lebenszeit«

Glauben Sie, dass die Menschen,

die in Groß Flottbek

oder Othmarschen wohnen,

sich für den Stadtteil und ihre

Nachbarn interessieren?

Uhhh, das ist schwer zu sagen.

Manche sagen so, manche so.

Jeder Verein in unserem Beritt

klagt schon seit Jahren über

Mitgliederschwund und Engagementmangel.

Aber: Es gibt

auch die Menschen, die sich

interessieren und kümmern und

die möchten wir gern für unseren

Verein begeistern! Sie haben

bei uns jede Möglichkeit,

ihre Ideen zu verwirklichen,

den Verein weiter zu entwickeln

und zu formen.

Was würde passieren, wenn es

überhaupt keine Bürgervereine

mehr gäbe?

Das wäre sehr traurig, denn

damit stirbt die Geschichte

Hamburgs und eine wundervolle

Tradition, die die Stadtteile

Hamburgs geprägt hat.

Was finden Sie an Groß

Flottbek bzw. Othmarschen am

besten? Warum ist es hier

lebenswert?

Wissen Sie, Othmarschen und

Groß Flottbek sind als Stadtteile

sehr verschieden. Und

doch beide auf ihre Weise liebens-

und lebenswert. Wenn du

hier Freunde gefunden hast,

dann hast du sie auf Lebenszeit.

Egal, wie viele Jahre man sich

nicht gesehen hat. Ich habe

einen Groß Flottbeker geheiratet

und bin immer wieder aufs

Neue fasziniert, welches Netzwerk

mein Mann hat, das in

der Schulzeit und beim Sport

geknüpft wurde.

Dann ist es natürlich auch die

Lage an der Elbe und die vielen

wunderschönen Parks, die wir

in beiden Stadtteilen haben.

Das ist wie Urlaub! Deswegen

besuchen uns auch immer mehr

Touristen. Du lebst in einer

Großsstadt und trotzdem ist um

dich herum alles grün! Diesen

wunderschönen Vorteil haben

allerdings auch andere Stadtteile

in Hamburg.

Sicherlich hat das alles auch

seinen Preis, keine Frage. Viele

sehen die Bürger in Flottbek

und Othmarschen als privilegiert.

Die haben's ja. Aber täuschen

Sie sich nicht, hier ist

auch nicht alles Gold, was

glänzt. Sonst müsste unser

Sozialwerk nicht jeden Monat

Lebensmittelgutscheine an Bedürftige

verteilen! Aber da ist

sie wieder, diese Mischung.

Eine Mischung, die perfekt in

unseren Bürgerverein passt!

Was wünschen Sie dem Bürgerverein

für das Jubiläumsjahr?

Dass er weiterlebt, wächst und

gedeiht...

Linkspartei fordert Umbenennung der Walderseestraße

Alfred Graf von Waldersee soll für Massaker an hunderttausenden Chinesen im so genannten Boxerkrieg verantwortlich gewesen sein | Konrad Matzen

Straßennamen sind Teil der

persönlichen Adresse jedes

Bürgers. Über achteinhalbtausend

benannte Verkehrsflächen

durchziehen Hamburg.

Durch ihre tägliche

Begehung dringen ihre

Namen in unser Bewusstsein,

werden zu einem Gedächtnis

der Stadt, denn durch

die Benennung von Straßen

nach Personen, Orten und Ereignissen

sollen bestimmte Erinnerungen

wachgehalten werden.

Dabei kann mit Straßenbenennungen

ein bestimmtes Geschichtsbild

vermittelt, d. h.

OTHMARSCHEN

„Erinnerung gesteuert werden“.

Im Fall der Walderseestraße in

Othmarschen scheiden sich

allerdings die Geister, wie mit

der Benennung künftig umgegangen

werden soll. Zuerst

hatte die Linkspartei vor einem

Jahr die Umbenennung der

Walderseestraße gefordert.

Auch die Grüne-Fraktion hält

von der Ehrung nichts.

Noch zu Lebzeiten wurde

Alfred Graf von Waldersee

1902 die Ehrenbürgerwürde der

Stadt Hamburg zugesprochen.

Zwei Jahre später wurde er

erneut, mit der Benennung der

Walderseestraße in Othmarschen

(das damals noch zur

Ausschnitt einer Postkarte mit

Portrait Graf Waldersee Foto: privat

selbständigen Stadt Altona

gehörte), geehrt. Graf von

Waldersee war der Oberbefehlshaber

der internationalen

Truppen im „Boxerkrieg“ 1900/

1901 in China. Er war verantwortlich

für zahlreiche Massaker

am chinesischen Volk sowie

Plünderungen von chinesischem

Kulturgut. Weiter heißt

es in dem Antrag: „Heute verachten

wir die durch Graf Waldersee

veranlassten Gräueltaten

zutiefst, sehen diesen Straßennamen

aber als das „Gedächtnis

der Stadt““.

Dennoch gibt es für die

Benennung der Straße auch

nach einem Jahr keine Lösung.

Wahrscheinlich, weil sich die

Abgeordneten nicht ausreichend

über das Thema informiert

haben. Jetzt sollen Fachleute

im Kulturausschuss berichten,

wie die aktuelle Forschung

den historischen Hintergrund

einordnet.

Eine Lösung könnte sein, dem

Straßenschild „Waldersee“ einen

Zusatz beizufügen, in dem

eindeutig darauf hingewiesen

wird, dass der Straßenname als

„Gedächtnis der Stadt Hamburg“

erhalten bleibt. Der Text

soll in enger Absprache zwischen

der Behörde für Kultur

und Medien und der Bezirksversammlung

Altona formuliert

werden. Die Behörde für Kultur

und Medien wurde um einen

Textvorschlag gebeten. So

jedenfalls votierten die Abgeordneten

des Hauptausschusses

vor zwei Wochen.

In Städten wie Hannover, Bremen

oder Berlin wird an der

Straßenbenennung festgehalten,

in Hannover steht gar ein

Waldersee-Denkmal im Stadtwald

Eilenriede inmitten der

Landeshauptstadt.


6 • DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017

Wer traut sich?

Simultan-Schach mit Sarah Hoolt | Manuela Tanzen

Am 15. November veranstaltet

die Schachvereinigung

Blankenese ihren diesjährigen

Simultanabend,

auch in diesem Jahr wird

eine deutsche Nationalspielerin

zu Gast sein. Anmelden können

sich auch Nichtmitglieder, erhalten

so die Gelegenheit, sich

mit einer erfolgreichen Großmeisterin

zu messen.

OSDORF

Hochkonzentriert am Brett: Sarah Hoolt

Sarah Hoolt, Jahrgang 1988,

erhielt bereits mit 23 Jahren

vom Weltschachverband den

Titel Woman Grand Master

(WGM). Sie hat schon mehrfach

für Deutschland an Schacholympiaden

teilgenommen, liegt

aktuell in der deutschen Frauenrangliste

auf Platz 2 und

gewann bei den Studentenweltmeisterschaften

Bronze.

Gespielt wird ein Uhrensimultan.

Heißt: Sarah Hoolt tritt

gegen 25 Gegner an. Sie hat für

jede Partie jeweils 2,5 Stunden,

ihr jeweiliger Gegner 1,5 Stunden

zur Verfügung. Für die

Großmeisterin eine enorme Herausforderung

unter Zeitdruck.

Im Gegensatz zu einem „normalen“

Simultan, bei dem sie

von Brett zu Brett gehen würde,

muss sie praktisch alle 25 Bretter

im Blick haben und dort ziehen,

wo ihre Uhr tickt, der Gegner

also gerade gezogen hat.

Ist Schach wirklich Sport? Eindeutig,

so Alfred Manke, Vorsitzender

der Schachvereinigung

Blankenese: „Auf jeden

Foto: PR

Fall! Ein Punktspiel kann bis

zu fünf Stunden dauern. Das

Niveau ist sehr hoch, man muss

sich ununterbrochen konzentrieren,

der kleinste Fehler kann

die Partie kippen lassen. Danach

ist man wie ausgewrungen,

das ist mit körperlicher

Anstrengung sehr vergleichbar

und körperlich fitte Menschen

kommen damit tatsächlich auch

besser zurecht.“

Spieltag: Mittwoch, 15.11.2017

ab 18 Uhr. Ende der letzten

Partie spätestens um 23 Uhr.

Spielort: Vereinsheim TTHC Rot-

Gelb, Hemmingstedter Weg 140

Anmeldung:

manke.alfred@t-online.de

S p o r t

Erfolgreiche Golfer kommen aus Rissen

Hamburger Golf-Club fördert erfolgreich Golf-Nachwuchs. Leistungszentrum geplant | Markus Krohn

Gerade ist wieder eine sehr

erfolgreiche Golf-Saison

für die Damen und Herren

des Hamburger Golf-Club

am Falkenstein vergangen, da

beginnt die neue Sichtungsrunde

für ambitionierte und

talentierte junge Golfspielerinnen

und Golfspieler. Dann

werden wieder gut 100 Kinder

ab sechs Jahren eine Woche

lang unter Anleitung der

Trainer am Falkenstein trainieren.

„Uns geht es darum, herauszufinden,

welche Kinder

sich im Golfsport gut entwickeln

könnten“, erläutert

Berthold Apel, Geschäftsführer

des Golf-Clubs. Am Anfang

geht es den Verantwortlichen

vor allem darum, Jungs und

Mädchen zu finden, die in der

Sichtungswoche ein gewisses

Ballgefühl entwickeln. Etwa

dreißig bis vierzig Kinder kommen

in die nächste Runde und

dürfen weiter Schlagen. Für 20

Kinder könnte anschließend ein

Traum in Erfüllung gehen: Regelmäßiges

Golftraining auf

einem der schönsten Golfplätze

mit erfahrenen Trainern, die

auch schon Meister und Vizemeister

hervorgebracht haben.

Allerdings ist Erfolg im Golfsport

nicht selbstverständlich.

Zumal sich etliche Kinder nach

zwei bis drei Jahren Training

im Einzelsport Golf gern auch

RISSEN

Miriam Emmert wurde im September Deutsche Meisterin

wieder Mannschaftssportarten

zuwenden. Wer im Golf erfolgreich

sein will, muss täglich

stundenlang allein trainieren.

Dafür ist nicht jeder geeignet.

Ohnehin ist der Golfsport nur

für denjenigen etwas, der sich

langfristig dafür interessiert.

Eine berufliche Karriere ist in

den allermeisten Fällen nicht

drin, dafür ist das wirtschaftliche

Risiko einfach zu groß.

Schon deshalb, weil man als

Profi regelmäßig Turniere gewinnen

müsste, um davon

leben zu können. Das ist aber

Bei den Jugendmeisterschaften der Männer in Altersklasse 18

reichte es für einen Vizemeistertitel.

Foto: PR

Foto: PR

höchst selten. Die meisten ehrgeizigen

Golfer leben nach ihrer

Amateurkarriere im jugendlichen

Alter davon, als Golflehrer

zu arbeiten.

Trotzdem ist Golf ein Sport, der

vielen Menschen Spaß macht.

Vor allem in der Freizeit. Geschätzt

nur fünf Prozent aller

Golfer nehmen an Turnieren

teil. Und dennoch lohnt es sich,

Amateursportler zu fördern.

Ganz besonders, wenn man im

Hamburger Westen trainiert

wird. Bei einem Club, der Vizemeister

und Meister hervorbringt.

Deshalb kommen auch

bereits erfolgreiche Mädchen

und Jungen aus Kiel, Bremen

oder Hannover zum gemeinsamen

Training nach Rissen,

auch wenn das neben den

schulischen Verpflichtungen

manchmal nicht ganz einfach

ist. Hier lässt sich von Meisterschaften

nicht nur träumen,

hier werden Meister „gemacht“.

Damit das in Zukunft noch besser

gelingt, arbeiten die im

Deutschen Golf Verband organisierten

Golf-Clubs an einer

neuen Struktur, um Förderstützpunkte

in Deutschland

aufzubauen, an denen der Golf-

Nachwuchs besonders gefördert

Mission erfüllt: Falkensteinerinnen jubeln über Titelverteidigung

bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Mädchen Foto: PR

werden soll. Der Hamburger

Golf-Club mit seiner ausgezeichneten

Anlage ist als

Förderstützpunkt selbstverständlich

im Gespräch. Noch

hapert es, wie so häufig, am

Geld.

Hamburger Golf-Club e.V.

In de Bargen 59

Tel. 81 21 77

golfclub-falkenestein.de

Komet-Spielmannszug bald »obdachlos«?

Musiker des Blankeneser Sportvereins suchen verzweifelt einen Übungsraum | Manuela Tanzen

BLANKENESE

Der Spielmannszug von

Komet Blankenese scheint

vom Pech verfolgt: Erst das

Fast-Aus wegen Mitgliedermangels,

dann der Zwangsumzug

von einer Übungsstätte

in die andere. Nun

heißt es von Neuem: Wo kann

der Spielmannszug proben?

2016 stand die Abteilung

„Spielmannszug“ bei Komet

Blankenese vor dem Aus, es

fehlte an Mitgliedern. Aber

nicht mit Abteilungsleiterin

Sabine Brey! Sie kontaktierte

Ehemalige, rührte die Trommel.

Und schaffte es, alte Mitglieder

zu reaktivieren, „einige haben

sogar ihre Kinder mitgebracht!“,

weitere Neue kamen

dazu. „Wir sind wieder eine

richtig tolle Gruppe, haben alle

mit großer Freude Aufbauarbeit

geleistet, neue Stücke eingeübt“,

erzählt die 53-Jährige. Dann im

Frühjahr der Rückschlag: Der

Übungsraum in der Schule an

der Schenefelder Landstraße

stand kurzfristig nicht mehr zur

Verfügung. „Die Schulbehörde

hatte Eigenbedarf. Und wir hatten

nur eine Woche Zeit, was

Neues zu finden“, erzählt Sabine

Brey. Die Hobbymusiker

hatten Glück im Unglück, das

benachbarte Jugendzentrum

Kiebitz stellte einen Raum, seitdem

wird jeden Dienstag von

18 Uhr bis 20:30 Uhr dort

Foto: K. Krohn

geübt, getrommelt, quergeflötet.

Die 30 Mitglieder starke

Truppe ist generationenübergreifend

besetzt, die Jüngsten

sind 10, die Älteste ist 78 Jahre

alt. Also keine wirkliche Jugendgruppe…

Das Kiebitz betreut

und unterstützt aber die

Jugendarbeit. Konsequenz:

„Wir dürfen ab sofort dort nur

noch außerhalb der Jugendgruppen-Zeiten

üben, also nach

20:30 Uhr“, erklärt Brey. „Das

ist aber für unsere Jüngsten viel

zu spät…!“

Also heißt es erneut: Wohin mit

dem Spielmannszug?

Sabine Brey gibt nicht auf: Sie

Komet musikalisch: Der Spielmannszug vor dem Vereinshaus

führt Gespräche, hat ein Angebot

aus Rissen, „…aber das ist

leider zu weit weg, ich kann

doch die Kinder nicht so spät

noch mit dem Rad nach Rissen

fahren lassen, und dann noch

mit den Instrumenten dabei…!“

Wegen der momentanen Übergangslösung

müssen die Musiker

ihre zum Teil recht sperrigen

und großformatigen Instrumente

nämlich zu jedem

Übungsabend mitbringen und

wieder abtransportieren.

Und dabei läuft es gerade so

gut. Neue Stücke sind eingeübt,

alle mit Begeisterung dabei. Der

Hauptverein hat der Gruppe

kürzlich neue, einheitliche

Jacken spendiert, auch musikalisch

werden neue Wege gegangen,

mit offensichtlichem Erfolg:

„Neulich beim Laternenumzug

in Groß Flottbek haben

wir Applaus schon während

des Umzugs bekommen – das

gab es noch nie!“, schwärmt die

Leiterin. Sie wird weiter für

ihren Spielmannszug, ihre Abteilung

kämpfen. „Den Spielmannszug

bei Komet gibt es

schon seit über 100 Jahren.

Auch meine Eltern waren da

aktiv, ich habe mit sechs Jahren

angefangen, meine Tochter ist

ebenfalls dabei.“ Zurzeit spricht

sie mit der Stadtteilschule Blankenese,

sie hofft, von dort eine

Zusage für einen Übungsraum

zu bekommen.

Wer einen Übungsraum stellen

oder mitmusizieren möchte,

meldet sich per E-Mail unter:

spielmannszug@

komet-blankenese.de

Kindertanz in Osdorf

Neue Anfängergruppe im Imperial Club | K. Matzen

Kinder und Jugendliche tanzen im Imperial Club

Wie jedes Jahr nach den

Schulferien startet die

Freitags-Kindertanzgruppe

neu. Die erfahrene Kinderund

Jugendtrainerin Christiane

Metzing-Labe freut sich

über Nachwuchs!

Dieses Angebot richtet sich an

Jungen und Mädchen im Alter

von 7 bis 14 Jahren, die sich

für die Körperbeherrschung

und Eleganz des sportlichen

Tanzens begeistern lassen

möchten. Getanzt werden klassische

Tänze von Cha Cha bis

OSDORF

Foto: PR

Discofox und vom Langsamen

Walzer bis Quickstep. Wer mag,

kann gerne einfach vorbeikommen

zweimal kostenlos zur

Probe mittanzen.

Tanzen für Kinder

von 7 bis 14 Jahren

Freitags, 15:30 bis 16:30 Uhr

Imperial Club Hamburg e.V.

Osdorfer Landstraße 225,

Tel.: 80 53 35 oder bei der

Trainerin (0 41 01) 6 62 34

www.imperialclub.de


In Hamburg zuhause – offen für die Welt

In Osdorf feiert die International School of Hamburg ihr 60 Jahriges Bestehen | Markus Krohn

Deutschlands erste und

Hamburgs einzige internationale

Schule, die International

School of Hamburg

(ISH), wird 60 Jahre

alt. Zur Jubiläumsfeier am 7.

Oktober waren rund 700 Gäste

eingeladen, darunter viele ehemalige

Schülerinnen und Schüler

wie Sonja Lahnstein-

Kandel. Die mit dem Bundesverdienstkreuz

ausgezeichnete

Gründerin der Initiative für

Toleranz und Verantwortung,

„Step 21“ wird ein Grußwort

halten. Ebenfalls am Rednerpult:

Hamburgs US-Generalkonsul

Richard Tsutomu Yoneoka.

Die Erfolgsgeschichte der ISH

begann am 17. September 1957

mit rund 50 Kindern aus zwölf

Ländern im „Timberlake House“

(ehemalige Sloman-Villa) an

der Alster. In den Folgejahren

verlegte sie infolge steigender

Schülerzahlen ihren Standort

nach Othmarschen, 1959 zunächst

in die Waitzstraße, 1973

dann in den Holmbrook. Seit

2010 ist sie im Hemmingstedter

OSDORF

Was macht den Arbeitsalltag

in einem Unternehmen

aus? Das lernen die Schüler

der neunten Klassen an der

Stadtteilschule Rissen im Rahmen

des Projektes „Schülerfirma“:

Einmal in der Woche

pausieren nämlich Mathe, Englisch

und Geschichte und die

Schüler betreiben einen Tag

lang ihre Firma.

Neben dem Einkauf und der

Produktion, die die Schülerinnen

und Schüler selbst auf die

Beine stellen müssen, stehen

auch Projektmanagement, Vertrieb

und Marketing auf der

„To-Do-Liste“. Plötzlich sind 16

Schülerinnen und Schüler ihre

eigenen Chefs, spüren Verantwortung

und müssen sich

selbst beweisen. Das „GaLa“-

Startup beispielsweise kümmert

RISSEN

War das ein Fest! Einen

Abend lang feierten Schüler,

Eltern und Lehrer des

Jenisch-Gymnasiums gemeinsam

auf der großen

Schulwiese das Sommerfest.

Eine tolle Atmosphäre:

Die Schule und das Gelände

waren in die Europafarben blau

und gelb getaucht, dazwischen

feierte die Schulgemeinschaft

in weißen Pagodenzelten in

ausgelassener Stimmung. Auf

der großen Open Air Bühne

präsentierten Schüler und Lehrer

ein vierstündiges Showprogramm

mit Musik, Tanz und

Akrobatik zum Thema Europa.

Wer so feiern kann, der kann

am nächsten Tag auch schon

wieder aufmerksam in der

Schule sitzen und lernen....

Das Jenisch-Gymnasium in

Nienstedten ist eine private

Ganztagsschule. Für die Pädagogen

steht die Persönlichkeitsbildung

im Zentrum. Die

Grundlage bildet dazu das

Weg in Osdorf zu Hause – mit

moderner Infrastruktur auf

41.000 Quadratmetern Schulgelände

und 19.000 Quadratmetern

Gebäudefläche.

Mit ihrer seit jeher gelebten

Weltoffenheit spiegelt die ISH

die Internationalisierung Hamburgs.

Zurzeit besuchen 770

Schülerinnen und Schüler aus

mehr als 50 Nationen die

Einrichtung, unterrichtet von

Erleben von Werten wie Selbstvertrauen,

Zuversicht in die

Zukunft, Vertrauen und Verlässlichkeit

sowie die Aufgeschlossenheit

für Tradition und

Moderne.

mehr als 100 international

erfahrenen Lehrkräften. Markenzeichen

ist das vielseitige und –

vom Kindergarten bis zur

Oberstufe – durchgängig englischsprachige

Curriculum, das

im Gegensatz zu den meisten

allgemeinbildenden Schulen

auf global standardisierten

Bildungssystemen basiert. Damit

können Kinder und Jugendliche

ihre Schulausbildung

Schulleiterin Corinna Lippert:

„Die Atmosphäre an unserer

Schule ist geprägt von der Individualität

und gegenseitigem

Respekt. Ganz wichtig ist für

uns dabei die Vermittlung

sozialer Kompetenz, also der

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017 • 7

weltweit nahtlos fortsetzen,

wenn beispielsweise ihre Eltern

berufsbedingt in andere Länder

umziehen. Doch im Laufe der

60-jährigen Geschichte sind

auch viele Schülerinnen und

Schüler erfolgreich bis zum

Ende der Schulzeit an der ISH

geblieben: Dabei hat ein Großteil

der rund 1.700 Absolventen

das International Baccalaureate,

kurz IB Diploma, nach

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Europa-Show im Jenisch-Gymnasium

Private Ganztagsschule in Nienstedten feiert großartiges Sommerfest | Markus Krohn

NIENSTEDTEN

Blick auf das Schulgelände der International School of Hamburg in Osdorf

Wer spendet Äpfel für Schülerprojekt?

Schülerfirma an der Stadtteilschule Rissen bäckt schweizer Apfelküchli zum Herbstmarkt | Markus Krohn

Schüler beim Brainstorming für die Vertriebsstrategie

sich auf der Schulwiese in Rissen

um die Apfelbäume, haben

auch Kürbisse angepflanzt. Mit

der Partnerschule in Slowenien

betreiben die jungen Unternehmer

regen Austausch über

einen Internet-Blog. Wie ist die

Bodenbeschaffenheit? Gab es

gute Erträge? Unsere Äpfel

Kürbisse wurden geklaut! Was

nun? Hier lernen die Schüler

nicht nur Krisenmanagement,

Buntes Programm auf der Showbühne im Schulgarten

Foto: Krohn

Foto: Krohn

sondern auch Biologie, Mathe,

Deutsch, usw. „so ganz nebenbei“.

Man sieht den Jugendlichen

an, dass es ihnen Spaß

macht, selbst aktiv zu werden.

Beim Herbstmarkt der Stadtteilschule

Rissen am 25.

November (10–13 Uhr) werden

sie ihre Produkte erstmals präsentieren.

Der Herbstmarkt ist

offen für Jedermann, auch, um

sich selbst ein Bild von der

Schule machen zu können.

Wer noch Äpfel im eigenen

Garten hat, sie aber nicht selbst

ernten möchte, findet in den

jungen Leuten dankbare Abnehmer,

Tel.: 428 93 44-0.

Stadtteilschule Rissen

Vosshagen 15

Tel.: 428 93 44-0

stadtteilschule-rissen.de

Umgang mit sich und anderen.

Individualität und Respekt

erfordern gleichermaßen Geduld

und sozialen Zusammenhalt.

Das vermitteln wir durch

individuelle Ansprache im

Unterricht und in den vielen

Arbeitsgemeinschaften, die das

Lernen am Jenisch-Gymnasium

so vielseitig und vielschichtig

machen. Wir bezeichnen das als

Zuwendungsschule.“

Für die neuen fünften Klassen

beginnen die Anmeldegespräche

schon ein Jahr vorher. Am

Jenisch Gymnasium gibt es

keine festen Anmeldefristen, es

empfiehlt sich jedoch trotzdem

eine rechtzeitige Anmeldung.

Wer sich informieren möchte,

kann dies also ab sofort über

das Schulsekretariat tun

Ganztagsschule

Jenisch-Gymnasium

Jenischstraße 48

Tel.: 82 60 02

jenisch-gymnasium.de

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Klasse 12 erworben. Das internationale

Pendant zum deutschen

Abitur ist der weltweit

am meisten verbreitete Schulabschluss,

der Zugang zu vielen

Foto: PR

Universitäten und Hochschulen

rund um den Globus eröffnet.

Seit 2016 ist der Kanadier

Andrew Cross Schulleiter am

Hemmingstedter Weg. Er

betont: „In den vergangenen 60

Jahren hat die International

Die Bewerbungsrunde

für die neuen

5. Klassen 2018/2019

hat begonnen!

School of Hamburg sowohl einheimischen

Schülern als auch

Kindern von temporär in Hamburg

ansässigen Fachkräften

aus aller Welt hochklassige

Bildung ermöglicht. Es ist uns

eine Freude, an der Seite der

Hansestadt Hamburg die internationale

Community aus

Wirtschaft und Diplomatie mit

unserem anschlussfähigen

Schulkonzept zu unterstützen.

Wir schauen zum Jubiläum

optimistisch und gespannt auf

die nächsten 60 Jahre, in der

wir diese Partnerschaft fortsetzen

und vertiefen wollen.“

Zum Festprogramm zwischen

dem 5. und 10. Oktober gehört

neben dem Jubiläumsempfang

samt großer „Alumni Reunion“

am 7. Oktober auch ein Malprojekt

mit drei lokalen

Hamburger Grundschulen und

ein Chorprojekt mit der Hamburger

Jugendmusikschule.

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8 • DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017

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P f l e g e k r ä f t e - S p e c i a l

Pflegekräfteausbildung neu geregelt

Ab dem Jahr 2020 werden unterschiedliche Ausbildungen zusammengelegt. Ende für Fachkräftemangel? | MK

Deutschland wird alt! Die

Zahl der alten Menschen

und ihr Anteil an der

Bevölkerung nimmt stetig

zu. Im Jahr 2060 wird etwa

jeder dritte Deutsche 65

Jahre oder älter sein. Das

liegt nicht nur an den rückläufigen

Geburtenraten der letzten

Jahre, sondern vor allem an der

gestiegenen Lebenserwartung.

Diese positive Veränderung des

demografischen Wandels verdanken

wir vor allem unserer

guten medizinischen und pflegerischen

Versorgung. Doch die ist

in Gefahr. In Deutschland herrscht

ein akuter Pflegekräftemangel.

Schon jetzt sind fast

20.000 Stellen unbesetzt und

eine Studie der Bertelsmann

Stiftung prognostiziert bis zum

Jahr 2030 einen Anstieg auf

500.000 fehlende Pflegekräfte.

Ein düsterer Blick in die Zukunft,

der für viele Pflegedienste

in Deutschland schon heute Realität

geworden ist. „Wir könnten

noch wesentlich mehr Hilfe

für pflegebedürftige Menschen

anbieten, wenn denn mehr

Pflegefachkräfte zur Verfügung

stehen würden“ sagt Alexander

Mewes, stellvertretender Geschäftsführer

von Gardé in

Berlin, „aber es ist sehr schwierig

geworden überhaupt Personal

zu finden.“ Dabei haben die meisten

Pflegedienste, so wie Gardé

in Berlin, ihre Suche nach

Fachkräften bereits weit über die

Grenzen der EU ausgedehnt.

Auch im Hamburger Westen ist

der Bedarf an Pflegekräften

enorm, viele Stellen können

nicht schnell genug besetzt werden.

So bieten die Arbeitgeber

inzwischen freiwillige zusätzliche

Leistungen wie Kita-Versorgung,

freie Zeiteinteilung und

Mitarbeiter-Weiterqualifizierung

zum Nulltarif an, um Pflegekräfte

zu mobilisieren. Auch

Nachwuchs ist gefragt.

Kurz vor Ende seiner Legislaturperiode

hat der Bundestag im

Sommer nach jahrelangem Streit

ELBVORORTE

nun endlich die Reform der

Pflegeberufe auf den Weg gebracht.

Die Reform könnte die

gewünschte Entlastung bringen,

allerdings nicht sofort, denn die

Neuerungen gelten erst für alle

Ausbildungen, die nach dem 1.

Januar 2020 begonnen werden.

Herzlich willkommen in unserem Team!

Mit viel Fingerspitzengefühl, Herz und Verstand betreuen Sie als

examinierte oder auch nicht examinierte Pflegekraft (m/w)

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Kern der Reform ist nämlich die

Ausbildung in den Pflegeberufen.

Die drei bisherigen Ausbildungsgänge

in unterschiedlichen

Bereichen (Kinderkrankenpflege,

Krankenpflege und

Altenpflege) wird zusammengelegt.

Zukünftig wird es eine dreijährige

Ausbildung zur Fachkraft

geben. Die Ausbildung

erfolgt an Pflegeschulen und

parallel dazu in der Praxis, beispielsweise

in Heimen oder

Krankenhäusern. Die neuen Berufsbezeichnungen

lauten „Pflegefachfrau“

und „Pflegefachmann“.

In der neuen allgemeinen

Ausbildung werden Qualifikationen

zur Pflege von Menschen

aller Altersgruppen vermittelt.

Nach der allgemeinen Ausbildung

kann sich jeder Pflegefachmann

und jede Pflegefachfrau

spezialisieren. Dazu sollen

sich die Auszubildenden im dritten

Ausbildungsjahr für einen

gesonderten Berufsabschluss in

der Alten- oder Kinderkrankenpflege

entscheiden.

Wer einen der neuen Pflegeberufe

ergreifen möchte, sollte

mindestens einen Realschulabschluss

verfügen. Mit Hauptschulabschluss

nach der 9.

Klasse ist ein Einstieg über die

Ausbildungen zum Pflegeassistenten

oder -helfer möglich.

Auch für Abiturienten sieht der

Gesetzgeber künftig eine besondere

Qualifikation vor. So soll es

ergänzend zur neuen Pflegeausbildung

ein neues berufsqualifizierendes

Pflegestudium geben.

Bisher gab es dafür nur

Pilotprojekte. Die Standards der

Studiengänge sollen vereinheitlicht

werden. Das Studium soll

mindestens drei Jahre dauern

und mit der Verleihung eines

akademischen Grades enden.

Nach den Plänen der Bundesregierung

sollen die Länder die

Pflege-Hochschulausbildung

bezahlen.

Positiv an der Neuregelung der

Pflegerausbildung ist, dass die

Ausbildung in Zukunft vollständig

kostenfrei werden soll. Die

Bundesregierung geht außerdem

davon aus, dass die Ausbildungsvergütungen

steigen werden.

Auch die Durchlässigkeit

der bislang unterschiedlichen

Berufe könnte zu einer Attraktivitätssteigerung

führen, die

insgesamt zu einer Erholung des

Arbeitsmarktes im Pflegebereich

führen könnte. Vieles spricht

dafür, dass das gelingen könnte.

Stellenangebot:

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media@dorfstadt.de

Foto: Kneschke/Fotolia.de


K u l t u r DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017 • 9

Markus Brück zu Gast in Rissen

Kammersänger der Deutschen Oper in Brahms „Deutsches Requiem“ in Johanneskirche zu erleben

Kenner tragen sich diesen

Termin schon mal in den

Kalender ein: Am 4. und 5.

November ist „Ein Deutsches

Requiem“ von Johannes

Brahms in der Johanneskirche

Rissen zu hören, unter der

Leitung von Kantorin Petra

Müller.

Stargast des Abends: Bariton

Kammersänger Markus Brück.

Der seit 2001 an der Deutschen

Oper Berlin im festen Engagement

stehende Künstler trägt

seit 2011 den Titel „Kammersänger

der Deutschen Oper“.

Auch international hat sich

Markus Brück zu einem der

gefragtesten Vertreter im deutschen,

französischen und italienischen

Fach entwickelt, er ist

mit seinem großen Repertoire

auf allen großen Bühnen vertreten,

gab kürzlich sein Debüt

an der Metropolitan Opera in

New York.

RISSEN

Dunkle Materie ist eines der

großen Forschungsthemen

in der Teilchenphysik. Bisher

ist es noch nicht gelungen,

sie experimentell nachzuweisen,

aber Beobachtungen

und Berechnungen

zum Beispiel der Rotationsgeschwindigkeit

von Galaxien

oder Gravitationseffekten im

All zeigen, dass es sie geben

muss. Demnach macht Dunkle

Materie ungefähr 85% der Materie

unseres ganzen Universums

aus. Physiker vermuten,

dass Dunkle Materie aus bisher

unentdeckten Elementarteilchen

bestehen könnte. Die

Suche nach solchen Teilchen

läuft sowohl in großen Experimenten

an riesigen Teilchenbeschleunigern

wie dem Large

BAHRENFELD

Mit der jungen Sopranistin

Marie-Audrey Schatz hat er

eine jugendliche Stimme an

seiner Seite, „die mit leichter

Höhe und jugendlichem Glanz

zu überzeugen weiß“, wie es in

der Ankündigung heißt. Wie

kommt ein internationaler Star

nach Rissen? Markus Brück ist

2016 schon einmal in der

Rissener Johanneskirche aufgetreten:

„Damals sollte eigentlich

Kammersänger Franz

Grundheber singen, der aber

leider krank wurde“, erinnert

Markus Brück in Vasco da Gama an der Deutschen Oper Berlin

Foto: Kurth

Hadron Collider am CERN in

Genf, an denen DESY sich

beteiligt, als auch in Spezialdetektoren

in ehemaligen Minen

oder speziellen Experimenten

in kleineren Laboren. Die

Entdeckung von Dunkler Materie

wäre eine wissenschaftliche

Sensation….

Auf dem Gelände von Desy in

Bahrenfeld findet Dunkle Materie

nun ein Forum, indem sich

Künstler und Wissenschaftler

zu diesem Thema kreativ austauschen.

Fünfzehn Künstler

aus ganz Deutschland stellen

an sieben Terminen im Oktober

und November ihre Werke zum

Thema „Dunkle Materie“ auf

dem Desy-Gelände aus. Es ist

das erste Kunst-trifft-Wissenschaft-Projekt

bei DESY und

sich Kantorin Müller. „Ich war

verzweifelt – was tun?“ Zuhilfe

kam eine langjährige Freundin

Müllers, die in Berlin an der

Deutschen Oper engagiert ist.

Sie war bestens bekannt mit

dem Kollegen Markus Brück,

der Kontakt war schnell hergestellt.

„Er hat spontan zugesagt,

‚Ja, ich trete morgen auf‘ – völlig

ohne Probe!“, erzählt Müller.

„Wir haben nur am Telefon ein

paar Details besprechen können.

Aber es lief sensationell!“

Dieses Jahr nun blieb mehr Zeit

zur Vorbereitung. Die Kantorei

Rissen hat sich intensiv, unter

anderem mit einem Probenwochenende

in Cuxhaven, auf

dieses Konzert vorbereitet und

wird begleitet vom ebenfalls

bestens präparierten Rissener

Orchester, unterstützt von Mitgliedern

des Philharmonischen

Staatsorchesters.

Karten (7 bis 25 €) sind im

Buchhaus Steyer in Rissen

erhältlich.

Kunst und Wissenschaft: »Dark Matter«

Kunst auf dem Wissenschaftscampus von Desy | Konrad Matzen

ALTONA

Die Kammeroper im Alleetheater

zeigt in diesen Tagen

eine Rarität: Die vollständige

deutsche Erstaufführung

der komischen

Oper „La Gazetta“ von Gioachino

Rossini. Die Oper entstand

zwischen ihren berühmten

Geschwistern „Il barbiere di

Siviglia“ und „La Cenerentola“,

blieb aber doch im Schatten, da

sie nicht wie üblich für das

berühmte Teatro San Carlo in

Neapel komponiert wurde, sondern

für das unbedeutendere

Teatro di Fiorentini. Immerhin

kam es nach der Premiere 1816

zu einundzwanzig wiederholten

Aufführungen, was den

großen Publikumserfolg von

damals dokumentiert.

Auch das Ensemble der Hamburger

Kammeroper hofft natürlich

auf einen Erfolg in der

Max-Brauer-Allee und die

Premiere am vergangenen Freitag

macht Hoffnung auf einen

großartigen Saisonstart am

Alleetheater. Rossinis rekonstruierte

Oper mit vielen musikalischen

„Ohrwürmern“ , erstmals

in vollständig deutscher

Fassung, verheisst einen vergnüglichen

Opernabend.

Der Inhalt: Kontaktbörsen und

Partnervermittlung waren schon

immer ein blühendes Geschäft

– nicht erst seitdem es das Internet

gibt. Im 18. Jahrhundert

Ausschnitt aus dem

Ankündigungsplakat

Foto: PR

wurden Heiratsanzeigen in der

Zeitung aufgegeben – besonders

von geschäftstüchtigen

Vätern, die eine gute Partie für

ihre Töchter herausschlagen

wollen. So auch in Rossini’s

geschieht in Kooperation mit

der Hamburger Kreativ Gesellschaft.

Die Ausstellung ist für Besucher

kostenlos und an den folgenden

Terminen geöffnet:

13.10., 19 Uhr: Vernissage

18.10., 19 Uhr: Vortrag, moderiertes

Gespräch zwischen Wissenschaft

und Kunst, Führung

25.10., 19 Uhr: Vortrag, moderiertes

Gespräch zwischen Wissenschaft

und Kunst, Führung

31.10., 15 Uhr: International

Dark Matter Day mit Kurzfilmprogramm

4.11. 12 – 24 Uhr: Tag der

offenen Tür bei DESY

8.11., 19 Uhr: Vortrag, moderiertes

Gespräch zwischen Wissenschaft

und Kunst, Führung

9.11., 19 Uhr: Finissage

DESY Forschungszentrum

Notkestraße 85

desy.de/artmeetsscience

Kammeroper startet mit »Ohrwürmern«

Kammeroper im Alleetheater zeigt »La Gezetta« von Gioachino Rossini

Traumpaar, zumindest für einen Opernabend: Marius Adam und

Cecilia Rodríguez-Morán

Foto: Dr. Flügel

Opera buffa.

Die Handlung der Oper basiert

auf der Komödie „Il matrimonio

per concorso“ (der Heiratswettbewerb)

von Carlo Goldoni

und enthält alles, was im späten

18. Jahrhundert gute Unterhaltung

ausgemacht hat: eine

Ohnmacht, eine Duellszene,

Verkleidungen und vielerlei

Missverständnisse. Gleichzeitig

wurde bereits damals die

„Macht der Medien“ und ihr

Einfluss auf das Leben der

Menschen auf humorvolle

Weise kritisch beleuchtet.

Im Libretto von Barbara Hass

und der Inszenierung von Alfonso

Romero Mora wird die

herkömmliche Zeitung mit einem

Augenzwinkern durch die

neuen Medien unserer Zeit

ersetzt. Handy, I-Pad, Internet

und „Social Media“ sind allgegenwärtig.

Vorstellungen laufen noch bis

zum 9. Dezember 2017 im

Allee Theater

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mehr Spaß. Aber damit nicht

genug - denn auch beim Hand-

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»En Droom vun Hochtiet«

Am Morgen nach einem rauschenden

Junggesellenabschied erwacht

Frank mit brummendem

Schädel in der Hochzeitssuite.

Und neben ihm liegt eine bildschöne

Frau – nur ist das nicht Martina,

die er in ein paar Stunden heiraten

möchte! Und die steht gleich vor

der Tür! Und was war eingentlich

mit der schönen Unbekannten?

Frank kann sich kaum erinnern.

Doch zum Grübeln fehlt die Zeit,

denn schon klopft Trauzeuge Niko.

Rasch schiebt Frank die schöne

Unbekannte ins Bad...

Die Folge ist ein gehöriges Durcheinander,

nicht nur im Versteckspiel zwischen Bad, Wohn- und Schlafzimmer der Hotelsuite,

sondern auch im Herzen der Figuren, mit denen das Publikum ebenso mitfühlen als auch über

die absurde Szenerie herzlich lachen wird. Eine gute Mischung, die für beste Abendunterhaltung

sorgt.

Termine: 28.10. 19 Uhr, 29.10. 16 Uhr, 4.11. 19 Uhr, 5.11. 16 Uhr, 6.11. 20 Uhr

Ort: Aula der Schule Iserbarg, Iserbarg 2, 22559 Hamburg

Eintritt: 7,– € | Vorverkauf: (040) 866 909 27 | www.volksspielbühne.de

Foto: PR

Foto: PR

»Simon und Nuna«

Nanu, wer ist denn das? So ein seltsames

Tier, wie da vor ihm im Sand, hat Simon

noch nie gesehen. Doch das kleine Wesen

braucht Hilfe. Simon und sein Papa nehmen

es mit nach Hause und aus Nanu wird NUNA!

Eine Geschichte vom Glück verschieden zu

sein und davon wie schön es ist, fern der

Heimat, ein Zuhause zu finden.

Ein Figurentheaterstück mit zwei Puppen,

einem Schauspieler, viel Musik und einem

ganz besonderen Koffer…

Termin: 27.10. 15 Uhr

Ort: JUKS Schenefeld, Osterbrooksweg 25

Eintritt: 5,– € | Karten: (040) 830 70 73

Foto: PR

Oktoberfest mit Regina´s Racy

Rocker

Tanz den Radi, Rock die Weißwurst, da drehen

sich die Dirndln und die Lederhosen

krachen, legendär ist das Batavia

Oktoberfest Ende Oktober und auch im

40igsten Jahr darf die Gaudi nicht fehlen. Es

gibt Weißwurst, Radi, Leberkäs und natürlich

Wiesenbier. Für allerfeinste Tanzmusik sorgen

Regina´s Racy Rocker. Das Programm

ist ein Feuerwerk der Songs aus den 50iger

und 60iger Jahren. Bitte rechtzeitig reservieren,

der Vorverkauf hat begonnen.

Termin: 28.10 20.30 Uhr

Ort: Theaterschiff Batavia | Eintritt: 16,– €

Tangoinpetto & Ulrike Hanitzsch:

Konzert & Milonga (Live & mit DJ)

Ulrike Hanitzsch begibt sich gemeinsam mit

Tangoinpetto, musikalisch und ganz ohne

Flugticket auf die Reise durch argentinische

Hinterhöfe, Apfelsinengärten, Fischerhäfen

und Spelunken, wo einem der schlechte Gin

auf der Zunge brennt. Neben raffinierten

Arrangements klassischer Tangos, Vals,

Milongas und Filmmusiktiteln wird das

Programm gewürzt mit den erfrischenden

Kompositionen von G. A. Schiewe.

Tanzpaare wiegen sich ausgiebig zur leidenschaftlichen

und gefühlvollen Musik im Takt:

Tango-Rhythmen, die mit dem ganzen

Körper erlebt werden können. Wer lieber nur

zuhören will, lehnt sich entspannt zurück,

genießt die wunderbare Musik, dazu vielleicht

ein Glas Wein und natürlich die

Aussicht auf die bestimmt gut gefüllte

Tanzfläche.

Termin: 13.10. 19 Uhr | Eintritt: 15,– €

Ort: Kulturkirche Altona

www.kulturkirche-altona.de

Foto: PR

Hamburger Tradition seit 1894

Das Hansa-Theater lebt – und wie! Und das nun schon

seit über 120 Jahren. Es ist ein Stück lebendige Kultur,

ein nicht wegzudenkender Teil Hamburgs – ein Wahrzeichen

der Stadt. Internationale Stars traten hier auf

und auch die Liste der prominenten Besucher ist lang.

Als sich 2009, nach ein paar Jahren Pause der Vorhang

wieder hob, war die Freude groß. Fast 600.000 Besucher

haben seitdem wieder das Traditionshaus am

Steindamm besucht.

In der 10. Spielzeit präsentiert das St. Pauli Theater

wieder zusammen mit dem Hamburger Abendblatt und

dem Fischereihafen-Restaurant ein modernes Unterhaltungskonzept,

bestehend aus bestem Varieté und

Gaumenfreuden. Das atemberaubende Programm wird

wieder präsentiert von Kabarettisten Schauspielern und

Musikern der Extraklasse, wie z.B. Arnulf Rating, Horst

Schroth, Dirk Bielefeldt – alias Herr Holm, Robert Kreis

oder Alfons – dem Reporter mit dem Puschelmikrofon.

Voraufführung: 9. u. 10.10. 19,30 Uhr | Premiere: 11.10. 19.30 Uhr

Vorstellungen: bis 25. Februar 2018, täglich außer Montag | Di–Fr 19.30 Uhr, Sa 16 u. 20 Uhr,

So Oktober 18 Uhr, So ab November–Februar 15 u. 19 Uhr

Vorverkauf: (040) 47 11 06 44 | www.hansa-theater.de

Foto: PR

STORM – DAS MEER – DIE GEISTER – DU!

Zum 200. Geburtstag des Husumer Dichters

Theodor Storm ist ein Theaterabend entstanden,

der den Staub vom Reclam-Heftchen

wischt und mit einem bunt gemischten

Sprech-Chor alten Versen neuen Atem einhaucht.

Die Lyrik und Passagen aus

Theodor Storms Novellen werden zu Orten,

Momenten und Gefühlen auf der Theaterbühne.

Aus Storms Werk wird eine

Erzählung über dessen Leben in Dichtung.

Termine: 12.10., 13.10., 14.10. 20:15 Uhr

15.10. 19:00 Uhr

Ort: Lichthof Theater | Eintritt: 18 / 12 / 8 €

www.lichthof-theater.de

Der Pantoffel-Panther

Hasso Krause hat ein Problem: Seine

kleine Firma für Import und Vertrieb

edler Delaponte-Lederpantoffeln ist vor

Jahren pleite gegangen, und Hasso hat

sein ganzes Geld inklusive der Alterssicherung

verloren. Um sich zu sanieren,

hat er sich von der Bank dubiose

Anlagemodelle aufschwatzen lassen,

die ihn endgültig ruinierten - kurz

gesagt: er hat mehr Schulden als

Griechenland. Seine reizende Gattin

Röschen weiß davon nichts - voller Vorfreude auf ein gemeinsames Alter im Luxus - shoppt sich

durch die Boutiquen und Feinkostläden...

In dieser Situation taucht Luigi auf, ein waschechter Italiener und Mafioso, der sich in der Tür

geirrt hat und Hasso für den „Panther“ hält, den legendären Auftragskiller...

Jochen Busse setzt seine typische Komik perfekt ein: Wieder spielt er einen überforderten

Kleinbürger, der alles richtig machen will und sich immer weiter verheddert. Die Mischung aus

Kabarett und Boulevardtheater funktioniert perfekt, Busse ist in seinem Element. Und auch alle

anderen Mitspieler haben Gelegenheit, die Zuschauer zu Lachstürmen hinzureißen – ein

Komödienknaller.

Foto: PR

Termin: 27.10. 20 Uhr | Ort: Forum Schenefeld, Achter de Weiden 30, 22869 Schenefeld

Eintritt: 20,– bis 28,– €zzgl. Vorverkaufsgebühr

Vorverkauf: (040) 60 90 27 18 | www.forumschenefeld.de

Foto: Beate Rump

Altona tanzt!

Ein Tanztee ist eine öffentliche

Tanzveranstaltung. In England wurde er

Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt, als

private nachmittägliche Gesellschaft. Er

begann üblicherweise zur Teatime um 17

Uhr und endete gegen 18:30 Uhr. Dabei

wurden Tee und Appetithäppchen gereicht

und nebenbei manche Ehe angebahnt...

Heute tanzt Altona abends, vor allem zum

Spaß und nicht nur 90 Minuten lang. Neben

den Snacks gibt es statt des Tees Wein,

Bier, Prosecco und Softdrinks. Geblieben ist

das wohlige Gefühl, sich mit dem

Tanzpartner, ob bekannt oder gerade neu

kennengelernt, im Takt der Musik zu wiegen

- und das in der atemberaubenden

Atmosphäre der Kulturkirche Altona.

Termin: 26.10. 19 Uhr | Eintritt: 15,– €

Ort: KulturKirche Altona

www.kulturkirche-altona.de

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei

Wochen donnerstags in den Elbvororten

bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren:

Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de),

Wolf A. Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de)

Herausgeber/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte

und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt

und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder

nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf

Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: WE-Druck, Oldenburg;

Vertrieb: Speed to Service A. Straka-Jacobs

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 2. November 2017

Redaktionsschluss: 25. Oktober 2017


12 • DorfStadt-Zeitung 14/2017 • 12.10.2017

„Es ist gar nicht einfach,

einen Text zu schreiben, mit

dem man Menschen zum

Schmunzeln bringt“, sagt

Thomas Frankenfeld, Jour -

nalist und Autor aus Wedel.

Irgendwas muss ihm sein

Adoptivvater, der legendäre

Hu morist und Entertainter Pe -

ter Frankenfeld, aber trotzdem

mitgegeben haben, denn seine

Glossen auf der Titelseite des

Hamburger Abendblattes haben

Kultstatus. Die 90 besten seiner

gut 300 Geschichten sind gerade

als Buch im Ellert & Richter

Verlag, Hamburg, erschienen.

Zu Besuch bei Thomas Fran -

ken feld, in seinem Elternhaus

in Wedel. Das Haus ist umgeben

von großen Bäumen, wie in

einem Wald. „Früher hatten wir

hier einen Gärtner, inzwischen

mache ich alles selbst – zum

Ausgleich“ erklärt Frankenfeld.

Das Grundstück sei sein „Car-

dio-Bereich“. Da muss man

schon mal schmunzeln. Aber es

stimmt: Der Mann hat Ket -

tensäge und Seilzugmaschine

im Haus. So ein Grundstück

verpflichtet. Und so nutzt Tho -

mas Frankenfeld die Zeit, die er

durch seine Pensionierung im

Frühjahr gewonnen hat, um

sich um den riesigen Garten,

durch den die Wedeler Au

fließt, in Ordnung zu halten. Er

hätte gern weiter für das

Abendblatt recherchiert und

geschrieben, aber zu einer re -

gel mäßigen Verpflichtung kam

es dann doch nicht. Jetzt be -

schäftigt sich Frankenfeld mit

Projektaufträgen und der Vor -

bereitung von Vorträgen über

außenpolitische Themen, die er

schon seit längerem u.a. an der

Volkshochschule Wedel hält.

Überhaupt: Wie kommt ein

Journalist, der über 30 Jahre

lang als politischer Journalist

arbeitet, dazu, witzige Glossen

über alltägliche Dinge zu

ELBVORORTE

schrei ben? Als Außenpolitik -

chef und Chefautor des Ham -

burger Abendblattes gab es für

Thomas Frankenfeld in der

Regel eher ernste Themen und

Analysen zu Krisenthemen zu

bearbeiten. Doch dann gab es

in der Abendblatt-Redaktion

die Idee, den ernsten Themen

auf der ersten Seite etwas Lu -

stiges entgegenzusetzen. Da -

raus entwickelte sich die Glos -

se, bestehend aus 53 bis 55

Zeilen mit Hintergrund und

„Schmunzel-Garantie“. Die The -

menvorschläge dafür stammten

aus der Redaktion. In der Regel

hatte Frankenfeld drei bis vier

Tage dafür, sich dem Thema zu

nähern. Neben der Aufgabe,

außenpolitische Themen aufzuarbeiten.

„Manchmal ist so eine

I m G e s p r ä c h

»Humor ist viel Arbeit«

Thomas Frankenfeld über Außenpolitik und Humor | Markus Krohn

Thomas Frankenfeld mit dem Deutschen Außenminister

Frank Walter Steinmeier (oben) und mit dem ehemaligen

US-Präsidenten Bill Clinton.

Fotos: privat

Recherche für den Fußtext

aufwändiger als für ein politisches

Thema über eine ganze

Seite“, gibt Fran ken feld zu.

„Interessant war es zu sehen,

dass mich die meisten

Leserbriefe zu der Glosse

er reichten, da konnte ich

mir noch so viel Mühe mit

einem Leitartikel über Anti -

semitismus oder einer aufwändigen

politischen Ana -

lyse geben,“ erinnert er sich.

Genauso wie an den Lang -

haardackel seiner Eltern, der

manchmal stundenlang

stumm unter dem langen

Tisch lag, an dem wir unser

Redaktionsgespräch führen.

„niemand bemerkte ihn unter

dem Tisch. Irgendwann sprang

„Herr Schmidt“ mit einem

lauten „Jeff“ auf und kam

unter dem Tisch hervor, da

haben sich unsere Gäste

manch mal ganz schön er -

schrocken...“. Mit diesen Erleb -

nissen im Kopf füllte Fran -

kenfeld so manche Zeile.

90 kurze Geschichten füllt sein

erstes Buch „Leben ohne

Humor ist witzlos“ (192 Seiten,

14,95 EUR, ISBN 978-3-8319-

0683-3). Ob Politik, Promi nen -

te, Tiere, Berufsgruppen oder

das unerschöpfliche Thema

Mann und Frau – alles wird

genau betrachtet. Frankenfelds

Glossen haben inzwischen

Kult statuns und eine große

Leser-Fangemeinde. Tritt Tho -

mas Frankenfeld damit ein

Stück das Erbe seines Vaters

Peter Frankenfeld an, dessen

Auszeichnungen (Bambi, Gol -

dene Kamera, ...) noch immer

im Wohnzimmer seines Sohnes

stehen? Man könnte mit den

restlichen Geschichten, die

Frankenfeld aus seinem Redak -

tions-Arbeitszimmer rettete (es

gab kein elektronisches Ar -

chiv), noch mindestens zwei

weitere Bände füllen – Fran -

kenfelds Phantasie geht aber

noch weiter: Schon vor einigen

Jahren schloss er einen Roman

ab. Seitdem liegt das Manus -

kript in einer Schublade.

„Manchmal juckt es mich

schon, den Stoff nochmal zu

überarbeiten und dann ggf. mal

einem Verleger zu zeigen, noch

habe ich es aber nicht getan“.

Auch ein Buch über die

Krisen der Welt könnte sich

der 66-jährige vorstellen.

Apropos Krisen: Wie schätzt

der Außenpolitik-Experte die

aktuelle Gefährdung der

Welt durch die aufstrebenden

Atommächte ein? Das

Problem seien vor allem

unberechenbare Menschen,

die an den Hebeln der Macht

sitzen. „Ich hoffe, dass es

Donald Trumps Beratern

gelingt, ihn im Zaum zu halten“.

Eine Niederlage Nord -

koreas sei im ernsten Kon -

fliktfall zwar sehr wahrscheinlich,

allerdings würde

dann wohl Nordkoreas Dik ta -

Thomas Frankenfeld bei einer

Lesung mit seinem Buch

tor Kim Jong Un die Süd -

koreanische Hauptstadt Seoul

ausradieren. Und auch wenn

sich mehrere Staaten an einer

gemeinsamen Aktion gegen

Nordkorea verbündeten, gäbe

es in der Region auch nach der

Vernichtung aller nordkoreanischen

Militäreinrichtungen kei -

ne Entspannung, da China we -

der daran interessiert ist, eine

Atommacht als Nachbarn zu

haben, noch so ein erzkonservatives

Land wie Südkorea.

„Meine viel größere Sorge ist,

dass Donald Trump das Atom -

abkommen mit dem Iran aufkündigt“.

Frankenfelds Sorge

ist, dass der Iran dann sofort

wieder aktiv an einer Atom-

Bewaffnung arbeitet, Saudi

Arabien, Ägypten und sogar

die Türkei könnten sich anschließen

– mit unübersichtlichen

Folgen, auch für Europa. Für

Frankenfeld ist der Ameri ka -

nische Präsident somit der

größte Unsicherheitsfaktor der

Welt. Für den Wedeler, der mit

Frank Walter Steinmeier nach

Asien gereist ist, sich mit Bill

Clinton getoffen hat oder in

Krisengebieten mit den Men -

schen vor Ort gesprochen hat,

ist die weltpolitische Lage gar

nicht witzig!

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