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Annas und Michaels

Abenteuer

unter Wasser


Annas und Michaels

Abenteuer

unter Wasser

N

W

O

S

Auf dieser Karte kannst du sehen, welchen Weg Theo mit

Anna und Michael bei ihrem Abenteuer im Meer getaucht ist.

Anna und Michael sehen viele Tiere bei ihrem Tauchabenteuer

im Meer. Es gibt aber auch einige Tiere, die sich so gut tarnen und

verstecken können, dass sie von den beiden nicht gesehen werden.

Findest du sie?

(Auflösung, siehe letzte Seite)

Eine Geschichte von Ralph O. Schill

mit Illustrationen von Harald Wolf


Der gut gelaunte Tauchlehrer Theo

hat mit Anna und Michael schon viele

Dinge, die man über das Tauchen

wissen muss, besprochen und geübt.

Heute wollen sie ihren ersten längeren

Tauchgang im Meer machen. Theo

lässt sich vorsichtig ins Wasser gleiten.

„So, ihr beiden“, ruft Theo „kommt

einfach langsam hinter mir her

und achtet darauf, wo ihr hintretet.“


Bevor Theo sich die Tauchermaske aufsetzt

und den Atemregler in den Mund schiebt, erklärt

er nochmals den gut vorbereiteten Tauchgang.

„Ihr werdet gleich viele kleine Wunder sehen“,

sagt Theo. „Achtet einfach darauf,

dass ihr immer bei mir bleibt.“

Alle drei kontrollieren

ihre Tauchausrüstung,

machen dann das OK-Zeichen

und tauchen langsam ab.


In geringer Tiefe

ordnen Anna und

Michael nochmals

ihre Tauchausrüstung,

damit sie perfekt sitzt,

und folgen Theo.

Theo taucht mit ruhigen Flossenschlägen in Richtung

einer sandigen Fläche, auf der Holzpfähle zu erkennen sind.

Er hat Anna und Michael bereits vor dem Tauchgang erklärt, dass

an dieser Stelle vor einigen Jahrhunderten ein Schiff gesunken ist.


Unterwasserarchäologen

haben hier in den letzten Jahren

immer wieder Ausgrabungen gemacht.

Daher weiß man heute, woher das Schiff kam

und was es geladen hatte.

Anna und Michael umrunden die Überreste

des Schiffs und fühlen sich wie richtige Entdecker.

Plötzlich entdeckt Anna eine im Sand

eingegrabene Amphore und deutet mit dem

Finger in die Richtung. Michael und Theo

haben sie auch gleich entdeckt.


Sie nähern sich vorsichtig,

um keinen Sand aufzuwirbeln.

Anna und Michael sind fasziniert.

Sie kennen Amphoren bisher nur

von Fotos oder aus dem Museum,

aber jetzt schweben sie in einem

Museum unter Wasser.

Plötzlich bemerken sie

einen riesigen Schatten

auf dem Boden.

Irgendetwas Großes

muss über ihnen

an der Oberfläche

schwimmen.


Als Anna nach oben schaut,

entdeckt sie eine Meeresschildkröte.

„Das muss Carli sein,“ denkt Anna.

Zumindest wird sie so von Theo

genannt. Schon sein Großvater

ist der Schildkröte im

Wasser begegnet,

daher muss sie

sehr alt sein.

Sie ist im Laufe ihres Lebens

schon Tausende Kilometer

geschwommen, kommt aber immer

hier in die Gegend, um ihre Eier

am Strand abzulegen. Meeresschildkröten

legen ihre Eier immer

am gleichen Strand ab, an dem

auch sie selbst geschlüpft sind.


Theo deutet mit den Händen an, dass Anna und Michael

etwas mehr Abstand zur Meeresschildkröte halten sollen,

um sie in Ruhe beobachten zu können.

Gerade hat Carli eine Qualle mit ihrem

kräftigen Schnabel gepackt und frisst sie.

Anna schaut gespannt zu.

Nur wenige Schläge mit

ihren vorderen Paddelbeinen

reichen aus,

damit Carli genauso

schnell wieder im

Blau des Meeres

verschwindet,

wie sie aufgetaucht

ist.


Die drei schweben weiter

und entdecken zwei Taucher

mit einer Schreibtafel.

Genau kann Michael es nicht

erkennen, aber sie scheinen

sich die Korallen genau

anzuschauen und

Zeichnungen zu machen.

„Das müssen die Meeresbiologen sein“, denkt Michael.

Theo hat erzählt, dass sie regelmäßig kontrollieren,

ob es den Korallen, Fischen und Krebsen gut geht.


Die ganze Region gehört zu einem

großen Meeresschutzgebiet. Daher

ist es wichtig, dass sich alle Taucher

vor dem Tauchgang gründlich

informieren. Theo kennt sich

hier unten sehr gut aus

und weiß genau,

wo man überall

tauchen darf.

An einigen Stellen ist das Tauchen verboten.

Das finden Anna und Michael gut.

Denn dorthin kann sich dann auch Carli zurückziehen,

wenn sie keine Lust auf Gäste unter Wasser hat.


Hinter einem Felsen erscheinen

vier weitere Taucher, die zu den

Meeresbiologen schweben.

Mit Handzeichen und Schreibtafeln

unterhalten sich die Taucher.

Theo möchte Anna und Michael

aber unbedingt noch etwas

zeigen und deutet

mit der Hand

zu dem Felsen,

der gerade von

den anderen

umrundet

wurde.


Als sie den Felsen genauer ansehen, entdecken sie

eine kleine Höhle, durch die von oben Lichtstrahlen

eindringen. Weiter hinten ist der Ausgang zu sehen.

Alle Felswände sind von zarten Korallen

und Schwämmen bewachsen.

Etwas versteckt

entdecken sie

eine kleine

Krake.

Alle drei hätten große Lust, hindurch zu tauchen,

aber dabei würden die Korallen und Schwämme

beschädigt werden. Daher verzichten sie darauf

und beobachten lieber die Krake.


Der Blick auf das Finimeter, das die Menge an restlicher Luft in der

Taucherflasche misst, zeigt ihnen, dass sie langsam wieder zurück

zum Strand müssen. Ohne Eile machen sie sich auf den Rückweg.

Kurz bevor sie wieder am Strand sind, werden sie von

zwei anderen Tauchern überholt. Anna und Michael beobachten,

wie diese vom Sandgrund eine schöne Muschel mitnehmen.


Als Anna, Michael und Theo wieder an Land sind,

sprechen sie die beiden anderen Taucher darauf an.

Sie erklären, dass das hier ein Meeresschutzgebiet ist

und nichts mitgenommen werden darf.

Daraufhin bringen die beiden anderen Taucher

die Muschel wieder zurück ins Wasser.


© 2017 CMAS, deutsche

Ausgabe erstellt für den

Verband Deutscher

Sporttaucher e.V.

Diese Tiere haben sich

im Buch versteckt:

Basis

Alle Rechte vorbehalten.

Kein Teil des Werks darf

in irgendeiner Form (durch

Fotografie, Mikrofilm, oder

andere Verfahren) ohne

schriftliche Genehmigung der

CMAS reproduziert oder unter

Verwendung elektronischer

Systeme verarbeitet,

vervielfältigt oder verbreitet

werden, auch auszugsweise.

Clownfische in Seeanemone

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Anglerfisch

Krabbe mit Anemone

Einsiedlerkrebs in Schneckenschale

Jetzt möchte Anna doch noch gerne wissen, was denn die vielen

Taucher mit den Schreibtafeln gemacht haben. „Das können doch

nicht alles Meeresbiologen sein, oder?“ „Nein“, erklärt Theo,

„das waren Freunde von mir, Taucher so wie ihr, die sich für die

Unterwasserwelt interessieren und den Meeresbiologen helfen,

diesen Lebensraum zu erforschen und zu schützen.

klimaneutral

natureOffice.com | DE-204-346418

gedruckt

Rochen im Sand versteckt

Rotfeuerf isch

... und eine

Meerjungfrau.

Steinfisch


Schon als Kinder haben Anna und Michael davon geträumt,

die geheimnisvollen Meere zu erforschen

und sich lautlos in die Tiefe gleiten zu lassen.

Mit Tauchermaske und Schnorchel haben sie

schon viele interessante Tiere unter Wasser entdeckt.

Jetzt dürfen sie bei Tauchlehrer Theo einen Tauchkurs machen,

und das Abenteuer unter Wasser beginnt!

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