23.10.2017 Aufrufe

FOCUS STYLE – Oktober 2017

Zweimal jährlich, erscheint das Supplement FOCUS STYLE als Beilage im FOCUS. Auch die zweite Ausgabe mit zwei Cover-Varianten von Jérôme Boateng und Clemens Schick wurde von Storyboard produziert. Freuen Sie sich auf 44 Seiten Männer, Mode und Uhren.

Zweimal jährlich, erscheint das Supplement FOCUS STYLE als Beilage im FOCUS. Auch die zweite Ausgabe mit zwei Cover-Varianten von Jérôme Boateng und Clemens Schick wurde von Storyboard produziert. Freuen Sie sich auf 44 Seiten Männer, Mode und Uhren.

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44

SEITEN FOCUS STYLE

Männer · Mode · Interviews · Uhren

DER LÄSSIGE ABRÄUMER

Fußballstar Jérôme Boateng spricht Klartext

CLEMENS SCHICK

über Haltung,Unabhängigkeit &

STYLE

N°2

Oktober 2017


PARKA

169,99 EUR


COVER JÉRÔME BOATENG JOACHIM BALDAUF, MODE: T-SHIRT VON PALM ANGELS GES. BEI STYLEBOB.COM, SMOKING BLAZER UND HOSE VON PRADA, „AIR JORDAN1“ SNEAKER, SPECIAL EDITION FÜR JEROME BOATENG VON VIGIL ABLOH VON OFF WHITE FÜR NIKE.

COVER CLEMENS SCHICK MICHELE DI DIO, MODE: ANZUG HUGO BOSS, SCHUHE VOR., STRÜMPFE FALKE_INHALT MICHELE DI DIO, CHRISTIAN BORTH, SILVIO KNEZEVIC, KATHRIN MAKOWSKI, JOACHIM BALDAUF, SANDRO BÄBLER, MATTHIS REKOWSKI (ILLUSTRATION)

INHALT MICHELE DI DIO, CHRISTIAN BORTH, SILVIO KNEZEVIC, KATHRIN MAKOWSKI, JOACHIM BALDAUF, SANDRO BAEBLER, MATHIS REKOWSKI (ILLUSTRATION)

9

Clemens Schick

Warum sein Vater für

den Schauspieler ein

Style-Vorbild ist

28

Coole Eleganz

Der Fashion-Winter

bringt klare Linien

und Purismus

16

Raus mit euch!

Neue Beauty-Produkte

locken zum Outdoor-Sport

Pullover ERMENEGILDO

ZEGNA COUTURE

Brille JACQUES MARIE MAGE

über Leidmann, München

14

Extra-Schicht

So geht das angesagte Layering,

auch „Zwiebellook“ genannt

INHALT

Schwarzer Blazer von

RICK OWENS ges. bei

stylebob.com Hose von

ACNE. Mesh Tanktop von

FEAR OF GOD ges. bei

stylebob.com

36

Jérôme Boateng

Ein knallharter Abwehr-Chef

mit viel Herz für die Familie

20

Turn back time

Eine Zeitenwende.

Der Trend tickt

für Retro-Uhren

4

Männer in Mannheim

Erfolgsgeschichten

aus Deutschlands

Gründer-Metropole

34

Modemut

Trendbewusstsein

ist für Männer heute

selbstverständlich.

Und das ist gut so

42

Chelsea Boots

Ein Allround-

Klassiker, der auch

zum Anzug passt

IMPRESSUM

Chefredakteur Robert Schneider (V.i.S.d.P, Anschrift siehe Redaktionsadresse) FOCUS Style wird produziert von Storyboard GmbH

Redaktionsleitung David Barnwell Creative Director Dirk Meycke Textchef Martin Fraas Bildredaktion Katjana Frisch, Katrin Schröer Schlussredaktion Elke Linn, Lektorat Süd

Schlussgrafik Thomas Saible, David Klingl Mitarbeiter dieser Ausgabe Michele Di Dio, Joachim Baldauf, Jelena Pecic, Christian Borth, Dennis Braatz, Paula Faul, Silvio Knezevic, Kathrin Makowski,

Gordon Detels, Mathis Rekowski, Alexander Posch, Alexander Hofmann, Ricarda Datz, Marlene Irausek, Laura Herz, Lynn Schmidt, Karin Brunner, Axel Gundermann

Bildbearbeitung und Herstellung magazine solutions GbR FOCUS STYLE erscheint in der FOCUS Magazin Verlag GmbH, Arabellastraße 23, 81925 München.

Anzeigenverkauf für FOCUS STYLE Ines Stille, Tel.: 089/9250-3167, Fax: 089/9250-3201, Ines.stille@burda.com

Verantwortlich für den Anzeigenteil Kai Sahlfeld, Arabellastraße 23, 81925 München, Tel.: 089/9250-2950, Fax: 089/9250-2952. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29b, gültig seit 1. Januar 2017.

Deputy Managing Director Stefan Kossack CFO BurdaNews Gunnar Scheuer Geschäftsführer Burkhard Graßmann Gründungs-Chefredakteur Helmut Markwort Verleger Dr. Hubert Burda

Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und Vervielfältigungen

auf CD-ROM. Sofern Sie Artikel aus FOCUS Style in Ihren internen elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder unter Telefon 030/284930, PMG Presse-Monitor GmbH.

FOCUS STYLE 3


STYLE

MÄNNER IN

Die Stadt ist bodenständig und gleichzeitig

offen für neue Ideen. In Mannheim hat sich

in den letzten Jahren eine bemerkenswerte

Gründerszene etabliert. Mit jungen

Unternehmern, die auch ihre Individualität

so erfolgreich macht. Wir haben sechs

Mannheimer Gründer getroffen. Und sie

geben Einblick in ihren persönlichen und

beruflichen Stil.

MANNHEIM

PROTOKOLLE JELENA PECIC

FOTOS CHRISTIAN BORTH

„Ich bin ein Fan des Schlichten“

Lucas Pulkert, 26, ist Gründer des Sockenlabels von Jungfeld:

„Besonders während der Fashion Week frage ich mich oft,

was Stil eigentlich ist. Und stelle immer wieder fest, wie viele

Variablen da mit reinspielen. Manche Leute sehen in

einem Outfit toll aus, das an mir selbst nichts mehr mit Stil

zu tun hätte. Die eigene Haltung spielt die größte Rolle:

Stil zu haben, das heißt für mich, sich authentisch zu

präsentieren. Ich bin ein Fan des Schlichten. Aber mit unseren

bunten Socken werte ich meine Outfits auf. In Deutschland

ist der Trend zu bunten Socken sehr spät angekommen.

Wir sehen ihn aber als Chance für eine Weiterentwicklung

deutscher Mode. Bunte Socken sind ein tolles Mittel, eine

gewisse Extrovertiertheit auszudrücken.“

4 FOCUS STYLE


„Stil bedeutet,

dass man sich nicht

verkleidet“

Christian Borth, 35, ist ein in Mannheim geborener

und international gefragter Fotograf. Er

hat diese Strecke geshootet: „Ich habe lange

in Paris gelebt, wo ich oft in Cafés saß und mir

die unterschiedlichen Interpretationen von

Kleidungsstücken angesehen habe. Ich glaube,

Stil bedeutet vor allem, dass man sich nicht

verkleidet, sondern eine zu seinem Charakter

passende Richtung findet. Wenn man sich

wohlfühlt, strahlt man das auch aus. Mittlerweile

kann man alles miteinander kombinieren:

Haute-Couture-Labels kooperieren mit

Sneaker-Brands, und Birkenstocks sind super

angesagt. Das ist klasse. Ich selbst trage am

liebsten dunkle Farben, was sicherlich beruflich

bedingt ist. Mein Stil ist sehr unaufgeregt.

Ich versuche, ihn mit kleinen Highlights zu

kombinieren einer besonderen Sneakerfarbe,

ausgefallenen Stoffen oder Schnitten.

Bei Fotoshootings erarbeiten wir im Team den

Style eines gesamten Looks, setzen Leute in

Szene, erschaffen Charaktere. Und ich denke,

das macht jeder für sich persönlich genauso,

um den Leuten zu zeigen, wie er drauf ist.“

„Grenzen verschwimmen, und

Kategorisierungen fallen weg“

Marcel Hofmann, 24, leitet zusammen mit Designer Gabriel

Trauth, 27, das moderne Workwear-Label Trauth Fabrikate:

„Stil entsteht für mich vor allem über die innere Einstellung

einer Person und die daraus folgenden Handlungen. Die

geben dem, was man trägt, Bedeutung was ich mit Stil

gleich setze. Betrachtet man die Entwicklung der Mode in den

letzten 15 Jahren, merkt man: Sportbekleidung, die einst

dem reinen Funktionsgedanken unterlag, wurde um Ästhetikund

Life style-Aspekte ergänzt. Grenzen verschwimmen immer

weiter, und Kategorisierungen fallen weg. Diese Entwicklung

sehen wir auch in der Arbeitsbekleidung. Deshalb war es

unser Wunsch, funktionaler Arbeitsbekleidung eine neue

Wertschätzung zu geben und sie modischer aussehen zu

lassen. Natürlich mit der Möglichkeit zu customizen. Denn

Arbeits-Outfits werden oft mehr getragen als das, was im

privaten Kleiderschrank hängt.“

FOCUS STYLE 5


STYLE

„Stil ist für mich

nicht das, was auf der

Fashion Week passiert“

Matthias Storch, 38, ist Vorstand der Good

Brands AG, ein Markenentwicklungs-Unternehmen:

„Ich war schon immer Gründer mit

dem Fokus auf Premiumgütern und trage

meistens Klamotten von Marken, mit denen

wir zusammenarbeiten. Zum Beispiel Jungfeld-Socken

oder Phyne-Shirts, weil ich von

diesen Produkten überzeugt bin. Stil ist für

mich nicht das, was auf der Fashion Week passiert.

Ich assoziiere ihn vielmehr damit, wie

er ein Individuum repräsentiert. Mannheim

ist ein guter Standort für Gründer, weil sie

hier aktiv gefördert werden. Gleichzeitig ist

die Stadt wunderbar bodenständig. Das spürt

man auch in den Produkten der jungen Labels,

die meiner Meinung nach einen ehrlichen Stil

transportieren.“

„Ich bin ein großer Fan

von Marken mit Geschichte“

Johannes Groebler, 34, ist General Manager des Boutique-Design-

Hotels SYTE: „Gerade in einem Boutique-Hotel ist es wichtig, ein

ganzheitliches Konzept zu verfolgen. Gleichzeitig versuchen wir im

SYTE, klassische Muster zu durchbrechen, um einen individuellen

Stil zu kreieren. Wir gehen die Dinge gerne etwas anders an, haben

zum Beispiel keine Rezeption. Und wir lassen den Mitarbeitern

großen Freiraum. Was sie anziehen oder wie sie sich am Telefon

melden, auch dabei ist individueller und persönlicher Stil erwünscht.

Das trifft auch auf mich selbst zu: Stil hat für mich viel mit dem

Ausdruck von Individualität zu tun. Ich mag Außergewöhnliches.

Dennoch lege ich viel Wert auf hochwertige und langlebige Stücke.

Hoteldirektoren sind dafür bekannt, Anzug und Krawatte zu tragen.

Ich bevorzuge Lederjacke und Jeans. Stil heißt für mich, auch

mal aus der Reihe zu tanzen. Gleichzeitig bin ich ein großer Fan von

Marken mit Geschichte. Klassiker, die man lange trägt, ziehe

ich Trendteilen vor egal ob bei Anzügen, Schuhen oder Jeans.“

6 FOCUS STYLE


„Ich trage gelegentlich

sogar eine Taschenuhr“

Andreas Werner, 28, ist Gründer des Unternehmens

Herrenfahrt, das Premiumpflege für Automobile

bietet: „Ich war schon immer der Westen-Typ. Und da

wir unsere Marke an den Pioniergedanken der Automobilentwicklung

in den 1920er- und 30er-Jahren angelehnt

haben, passte mein persönlicher Stil einfach

sehr gut. Es war uns von Anfang an wichtig, die Marke

in diesem Stil zu präsentieren. In Arbeitskleidung

wird man uns nie Wagen polieren sehen, sondern

immer klassisch mit Fliege, Weste und Lederschuhen.

Als wir unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht

haben, war es nur natürlich, dass sich der Stil immer

mehr in unser Privatleben eingeschlichen hat. Ich

habe viele Elemente übernommen, trage gelegentlich

sogar eine Taschenuhr und habe viele Sneaker gegen

hochwertige Lederschuhe getauscht. Unser Stil ist

unaufdringlich, mit Liebe zum Detail. Die Qualität,

die wir mit den Produkten transportieren, findet sich

auch in unserem Kleidungsstil wieder. Aber ich habe

immer noch genauso viele Baseballcaps wie Hüte.“

FOCUS STYLE 7


L I F E I S A B O U T M O M E N T S

STAHL, 42 MM

AUTOMATIK

www.baume-et-mercier.com

WEMPE · BUCHERER · CHRIST und bei führenden Juwelieren in Deutschland und Österreich


INTERVIEW

ER LEBT SEINE

TRÄUME

Anzug und Hemd PAUL SMITH, Schuhe EMPORIO ARMANI, Strümpfe FALKE

Clemens Schick ist einer der wandlungsfähigsten

deutschen Schauspieler. Und immer

auf der Suche nach neuen Erfahrungen.

Ein Gespräch über Stil, Verantwortung und

sein früheres Leben als Mönch.

INTERVIEW DAVID BARNWELL

FOTOS MICHELE DI DIO

FOCUS STYLE 9


INTERVIEW

Er trägt hellblaue „Dad Jeans“, ein

lose fallendes weißes T-Shirt, weiße

Sneaker. Sein Haar ist kurz geschnitten.

Fast militärisch kurz.

Umso üppiger sprießt sein Vollbart, den

er derzeit lang wachsen lässt.

Schauspieler Clemens Schick wirkt auf

souveräne Art lässig. Sein Auftreten ist

höflich, dezent. Nein, der in Tübingen

geborene 45-Jährige ist keiner dieser

Stars, die sich auch privat in den Vordergrund

spielen. Dabei hat er es als einer

der wenigen deutschen Schauspieler bis

zum Gegenspieler von James Bond gebracht.

Und auch abseits der Leinwand

ist er für viele eine Ikone: als Aktivist, der

sich politisch engagiert.

Er trinkt einen Schluck von seinem Cappuccino.

„Bereit?“, fragt er. Der Himmel

über München ist heute bewölkt. Doch

genau in diesem Moment dringt durch

die großen Fenster hier im Obergeschoss

des Bayerischen Hofs ein einsamer Sonnenstrahl.

Der Lichtschein fällt auf sein

Clemens Schick

ICH SCHREIBE

GERNE HAND-

SCHRIFTLICHE

BRIEFE

Gesicht. Und lässt sie leuchten, diese

legendären, eisblauen Augen. Sein Markenzeichen.

Okay, legen wir los.

FOCUS STYLE Herr Schick, Sie sind für

Ihre Style-Vielfalt bekannt. Den Berliner

Streetstyle beherrschen Sie genauso wie

Bootcut-Jeans und Tanktops oder den

klassischen Red-Carpet-Look. Worin fühlen

Sie sich am wohlsten?

CLEMENS SCHICK Wenn ich beruflich

unterwegs bin und zum Beispiel auf eine

Premiere gehe, trage ich, was zum Anlass

passt. Das tue ich aus Respekt vor den

Leuten, die das organisieren, und aus

Respekt vor meinen Kollegen und der

Filmbranche. Von daher bin ich in solchen

Situationen ganz bewusst eher

over dressed als underdressed unterwegs.

Und privat?

Eigentlich bin ich da so gekleidet, wie

ich auch jetzt hier sitze: Jeans, T-Shirt

und Sneaker. Ich bin häufig unterwegs

und trage nicht gerne viel mit mir rum.

Deswegen ist es einfach eine praktische

Überlegung: Wo reise ich hin, was macht

Sinn? Ich mag es simpel und schätze

bequeme Outfits. Das ist aber rein privat.

Sonst ist es für mich wichtig, mich

meinen Umgebungen anzupassen, professionell

wie kulturell. Wenn ich in ein

Lokal in Berlin gehe, trage ich gerne eine

Bomberjacke mit Jeans und T-Shirt. Das

würde ich in Paris eher nicht machen.

Gibt es ein Lieblingsstück, das Sie auf

Reisen immer dabeihaben?

Nicht, was Outfits betrifft. Was ich aber

immer bei mir habe, sind mein Füller

und mein Adressbuch. Ich schreibe gerne

handschriftliche Briefe. Und manchmal

habe ich sogar ein Tintenfass im

Koffer.

Shearling-Jacke

HILFIGER EDITION

Jeans CARHARTT

Sweatshirt PHYNE

Als Schauspieler sind Sie extrem wandlungsfähig.

Sie spielen in Blockbustern,

drehen Arthouse-Filme und stehen auf

der Theaterbühne. Gibt es einen Bereich,

den Sie besonders gerne mögen?

Ich lebe heute genau so, wie ich es mir

wünsche. Die Arbeit an unterschiedlichsten

Projekten und in verschiedenen

Genres kommt meinem großen

Freiheitsbedürfnis sehr entgegen. Ich

10 FOCUS STYLE


Mantel

BOTTEGA VENETA

Ring

GEORG JENSEN

stand zehn Jahre ausschließlich auf der

Theaterbühne. Aber irgendwann fühlte

ich mich eingeengt und wollte da raus.

Heute ist mein Arbeitsplatz die Welt.

Und obwohl ich inzwischen eine gewisse

Stabilität habe, gibt es trotzdem auch

Unsicherheit. Wie geht’s weiter? Doch

genau dieses Nichtwissen hält mich

wach und lebendig.

Es gibt ein Foto Ihres Vaters, auf dem er im

schmalen schwarzen Anzug im 60er-Jahre-Schnitt

zu sehen ist. Dazu trägt er ein

weißes Hemd und eine schmale Krawatte.

War er immer so stylish unterwegs?

Ich glaube, das war damals einfach eine

andere Zeit. Mein Vater war Staatsanwalt.

Und Männer wie er haben im Job Anzug

getragen. Das war eine Selbstverständlichkeit.

Ich habe aber selten in meinem

Leben jemanden getroffen, der so viel

Haltung zeigt wie mein Vater. Er verhält

sich immer korrekt und ist nie opportunistisch.

Ich bewundere das sehr und

würde es auch als Stil bezeichnen.

Stil ist also eine Frage der Haltung?

Genau. Stil ist nicht nur, was du trägst,

sondern auch, wie du dich gegenüber

anderen Menschen verhältst. Mein Vater

war zum Beispiel früher nicht einverstanden

damit, dass ich Schauspieler

werde. Aber er hat das gleiche Geld in

meine Berufsausbildung gesteckt wie in

die meiner Geschwister. Das ist für mich

Integrität. Es hat ein bisschen gedauert,

bis ich das begriffen habe, aber mein Vater

ist deshalb auch eines meiner größten

Vorbilder. Und ich merke, dass ich

mehr und mehr auch seine Werte teile.

Und wie ist Ihr Verhältnis heute?

Er geht in jede Theaterpremiere und

guckt sich jeden meiner Filme an.

Stimmt es, dass Sie als junger Mann mal

Mönch werden wollten und im Kloster

waren?

Ja, das ist über 20 Jahre her und war nur

eine kurze Phase in meinem Leben. Ich

war gelangweilt vom Schauspielstudium

und wollte etwas „Radikales“ machen.

Ich fand damals unser kapitalistisches

System langweilig. Mich in erster Reihe

um die Gemeinschaft zu kümmern war

für mich spannend. Und ich sah als

Mönch die Möglichkeit, genau das zu

tun. Nun, es sollte dann nicht so sein,

aber ich habe damals Werte mitbekommen,

die ich heute schätze: Ruhe und

Wertschätzung für unsere gemeinsame

Verantwortung. Letztlich bin ich aber

froh, dass mein Leben doch in eine andere

Richtung ging.

Sie sorgten für viel Furore, als Sie sich vor

drei Jahren öffentlich als schwul outeten.

Entsprang das auch dem Bedürfnis, eine

klare Haltung zu zeigen?

Das war ein Statement, ja. Ich hatte das

Gefühl, dass ich in Gesprächen und

Interviews nur bis zu einem gewissen

FOCUS STYLE 11


Clemens Schick

ES GIBT IN

MEINEM LEBEN

VIELE ERFAHRUNGEN,

ABER KEINE

ROUTINE

Anzug HUGO BOSS

Schuhe VOR

12 FOCUS STYLE


INTERVIEW

Punkt authentisch sein konnte, weil ich

immer wieder Fragen umschiffen

musste. Und ich habe mir dann gedacht,

dass das heute doch für jeden möglich

sein müsse, sich zu seiner Homosexualität

zu bekennen. Insofern war es auch

eine politische Sache, mich zu outen.

Mal ganz ehrlich: Nervt es Sie nicht,

so viel Aufmerksamkeit für etwas zu

bekommen, das so wenig mit Ihrem Job

und Talent zu tun hat?

So einen Schritt zu gehen und dann zu

denken, dass er nichts nach sich ziehen

wird, wäre wohl naiv. Daher kann ich

davon auch nicht genervt sein. Ganz

einfach.

Sie engagieren sich auch politisch, beispielsweise

für die SPD und Human

Rights Watch ...

Richtig. Das ist für mich eine absolute

Bereicherung und nimmt viel Platz in

meinem Leben ein. Ich war gerade in

Kambodscha, wo ich eine Dokumentation

über die durch die Roten Khmer

zerstörte Kultur drehen durfte. 2008 und

2011 habe ich für deutsche Soldaten in

Afghanistan Theater gespielt. Solche

Projekte erfüllen mich.

Gehört es zum guten Stil, als Schauspieler

die öffentliche Bekanntheit für humanitäre

und politische Projekte zu nutzen?

Ich kann da nur für mich sprechen: Ja, ich

setze gerne mein öffentliches Profil für

mir sinnvoll erscheinende Projekte ein.

Es macht mich sehr glücklich, in der Lage

zu sein, Aufmerksamkeit auf Themen zu

lenken, die mir wichtig sind.

GRENZGÄNGER

Der 1972 in Tübingen

geborene Schauspieler

Clemens Schick liebt es,

immer neue Gebiete zu

erkunden. Sein Spektrum

reicht vom Bösewicht im

James-Bond-Film bis

zum Independent-Film.

Er spielt Theater vor

Soldaten in Afghanistan

und engagiert sich

politisch.

für die ARD. Das andere, „Es war einmal

Indianerland“, ist ein Independent-

Debütfilm von Ilker Çatak, gedreht nach

einer Romanvorlage. Solche Projekte erfüllen

mich total, weil sie verschiedene

Erkenntnisse bringen. Es gibt in meinem

Leben viele Erfahrungen, aber keine

Routine. Und die will ich auf alle Fälle

auch künftig vermeiden.

Und wenn wir etwas weiter in die

Zukunft blicken, welche Träume gilt es

da noch zu verwirklichen?

Ich glaube, das lasse ich einfach offen,

es gibt immer noch viel zu erreichen.

Als ich in der Schule war, wussten viele

meiner Klassenkameraden nicht,

was sie machen wollen. Das habe ich

nie verstanden. Ich habe immer von

Tausenden Sachen geträumt, die ich

verwirklichen wollte. Und das tue ich

immer noch.

Totallook

LOUIS VUITTON

STYLING

Alexander Posch

GROOMING

Alexander Hofmann

c/o Uschi Rabe

Zurück zu Ihrem Job: Gibt es Charaktere,

die Sie besonders gerne spielen? Wir denken

dabei an Ihre vielgerühmte Verkörperung

des Schurken Kratt im James-Bond-

Film „Casino Royale“.

Ich bin ja als Schauspieler abhängig von

den Angeboten, die ich bekomme. Ich

versuche aber, nach Möglichkeit in unterschiedlichen

Projekten zu arbeiten,

da mir Vielfalt wichtig ist. Meine beiden

neuesten Projekte sind Ausdruck dieses

Bedürfnisses. Eines ist eine große Fernsehproduktion:

der „Barcelona-Krimi“

Anzug und Hemd

PAUL SMITH

Schuhe EMPORIO ARMANI

Strümpfe FALKE


GUIDE

Was Sie

tragen

können ...

Unterschiedliche

Stoffe wählen

Offene Hemden

über T-Shirts

funktionieren bei

jeder Variante

Karomuster

eignen sich als

Blickfang

Ein Hut gibt dem

Look Lässigkeit

und Style

Das Material der

einzelnen Teile

darf gerne unterschiedlich

sein

... und was

nicht geht

Die Länge der

kombinierten Teile

darf nicht extrem

unterschiedlich

sein

Zu viel Volumen

macht den Träger

zum Michelin-

Männchen

Mehr als fünf Teile

übereinander getragen

sind zu viel

WIE

FUNKTIONIERT

EIGENTLICH

LAYERING

?

Die Farbtöne

der Schichten

sollten sich nicht

zu sehr ähneln

Extrem wilde

Muster verdienen

einen Einzelauftritt

FOTO ALO CEBALLOS / FILMMAGIC

14 FOCUS STYLE


HOW

„Layering“ nennen die Designer den Trend.

„Zwiebellook“ sagte man früher. Die Idee ist, mehrere

Schichten an Kleidung übereinander zu tragen. Und

dabei jedem Teil ganz bewusst ein Forum zu geben. Ein lässiger

Style, bei dem allerdings einige Regeln zu beachten sind.

TEXT DENNIS BRAATZ

S o ein Lagenlook wirkt ja erst mal urgemütlich: Über

dem T-Shirt sitzt das halb zugeknöpfte Flanellhemd, das wiederum

ein bisschen unter dem Strickjackenbund hervorguckt.

Dazu eine leichte Daunenjacke. So lässt sich’s im Herbst bequem

durch den Tag spazieren, einen Zwischenstopp im Café

machen und abends an der Bar stehen. Wenn’s zu warm wird,

legt man einfach eine Lage ab. So einfach ist das und sieht

auch noch superlässig aus. Stimmt. Nur der Weg dahin hat

seine Tücken. Denn das stilvolle Übereinanderschichten von

Kleidungsstücken ist in Wahrheit eine der schwierigsten Modeübungen

überhaupt.

Der ein oder andere hat es bestimmt schon mal erlebt: Drei

oder mehr Lagen laden die Jacke darüber so an Masse auf, dass

einem nach Art des Michelin-Männchens die Arme abstehen

(größte Falle). Oder eine Lage ist so lang, dass sie bis in die

Kniekehlen hängt (zweitgrößte Falle). Oder die einzelnen Lagen

sind gar nicht als solche erkennbar, weil sich Stoff und

Farbe so stark ähneln, dass sie wie ein einziges Kleidungsstück

wirken (drittgrößte Falle). Merke: Der Look funktioniert nur

dann, wenn sich die einzelnen Teile in ihren Größen, Schnitten,

Materialien und Kolorierungen ergänzen.

Niemand wusste das besser als Jil Sander. 1976 gelang der

Desig nerin der internationale Durchbruch, weil sie die unterschiedlichen

Lagen von Outfits erstmals ganz bewusst sichtbar

machte. Etwa mit Anzügen, bei denen das Sakko gar keine oder

verkürzte Ärmel hatte und so die Ärmel des Hemds oder des

Rollis ganz selbstverständlich zum Teil der äußeren Hülle

wurden. „Zwiebellook“ nannte das damals die deutsche Modepresse.

Inzwischen hat sie den internationalen Begriff „Layering“

(Deutsch: Schichtung) übernommen.

Der „Trend“ ist eigentlich ein Klassiker, weil er von Modeprofis

regelmäßig aufs Neue empfohlen wird. Was daran liegt, dass

sich durchs Schichten ganz lässig alte Teile mit neuen kombinieren

lassen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Lagenlook

im Winter die beste Heizung ist. Denn die Luft zwischen den

einzelnen Schichten heizt sich durch die Körperwärme auf und

funktioniert wie eine Isolierschicht. Je mehr Lagen, desto mehr

Luft, desto größer der Effekt.

Die Herausforderung an sich ist das Styling. Einsteiger sollten

erst mal zwei Teile kombinieren. Und zwar solche, die auf den

ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zum Beispiel

Jeansjacke und Caban-Mantel. Das rustikale Denim steht optisch

im deutlichen Kontrast zum festen Wollstoff. Der doppelreihige

Mantel ist von Natur aus schon etwas weiter geschnitten.

Den Look trägt David Beckham gern.

Wer es sportlich mag, kann sich Pharrell Williams zum Vorbild

nehmen. Der R’n’B-Star trägt einen Baumwoll-Hoodie unterm

Sakko. Oder er präsentiert die am einfachsten umzusetzende

3-Teile-Kombination: T-Shirt, darüber ein offenes Karohemd,

dazu Anorak oder Parka.

Fortgeschrittene Kombinierer können sich an das wagen, was

viele Designer für die aktuelle Wintersaison auf dem Laufsteg

gezeigt haben: Business-Layering. Also zum Beispiel Daunenjacken

überm dreiteiligen Anzug oder eine leichte Daunenweste

überm Sakko und darüber noch ein eleganter Mantel.

Keine Frage, das sieht alles toll aus. Aber die Michelin-Männchen-Falle

lauert ständig. Dagegen hilft nur: so lange zu Hause

vor dem Spiegel experimentieren, bis die Lagen wirklich flutschen.

Oder gleich den Komplett-Look im Geschäft kaufen.

TO

Dennis Braatz gehört zu den bekanntesten Fashion-Journalisten Deutschlands.

Er schreibt für die „Süddeutsche Zeitung“ und ist Buchautor.

FOCUS STYLE 15


BEAUTY

RAUS mit EUCH!

Sportlich in der Natur unterwegs zu sein, was gibt’s Schöneres?

Neue und hochwertige Pflegeprodukte helfen uns

dabei, für jedes Outdoor-Abenteuer bestens gerüstet zu sein.

FOTOS SANDRO BAEBLER

MULTIMINERALIEN

Das Shampoo „Magnesium & Wheat

Proteins“ von Korres ist ein wahrer

Alleskönner. Es enthält Kalzium,

Magnesium, Mangan und Zink, was die

D

Zellaktivität der Kopfhaut anregt und

ie Tage werden kürzer. Und

Haarausfall vorbeugt. Provitamin B5

sorgt zudem für fülligeres Haar.

nach dem Job ist’s meist schon

250 ml, circa 12 Euro, korres.com

dunkel, wenn man nach Hause

kommt. Und draußen ungemütlich.

Zugegeben, in den kälteren Jahreszeiten

fällt es nicht immer leicht, dem inneren

Schweinehund einen kräftigen Tritt zu

verpassen, nochmals in die Sportklamotten

zu schlüpfen und hinaus zum

ENERGIE FÜR

DIE ZELLEN

Wussten Sie, dass

Open-Air-Sport zu starten.

Männerhaut etwa 20 Wer sich aber überwindet, der bereut

Prozent dicker ist

als die der Frauen?

das nicht. Er wird belohnt. Mit einer Luft,

Zum Glück gibt es

die so klar ist, dass sie auch die Seele

inzwischen viele

reinigt. Die Laufstrecke, im Sommer im

Hersteller, die Pflegeprodukte

gezielt für wahrsten Sinne des Wortes überlaufen,

die Bedürfnisse von hat man nun ganz für sich. Und an den

Männern entwickeln.

So zum Beispiel „Gel Wochenenden und freien Tagen locken

Revitalisant“ von

die Wälder zum Trekking. Oder die Berge,

die oft bis in den Dezember hinein

ClarinsMen: Das Gesichtsgel

unterstützt

die Hautfestigkeit und schneefrei bleiben, zur Gipfeltour. Später

dann zum Schneeschuhwandern,

sorgt für glattere,

gesündere Haut.

50 ml, circa 49 Euro,

clarins.de

>>

GEHT GLATT!

Rasierte Männerbeine? Klar

doch, Profiradler setzen

darauf. Denn so lassen sich

Abschürfungen leichter reinigen,

und das Infektionsrisiko

sinkt. Das „Shaving Gel

Sandalwood & Sage“ von

GROWN ALCHEMIST sorgt

für eine optimale Rasur.

75 ml, circa 30 Euro,

greenglam.de

FRISCHEKICK

Schwitzen gehört nun mal zum Sport.

Der „Re-charge Black Pepper

Anti-Perspirant“-Stick von Molton

Brown hilft gegen Achselnässe, pflegt

die Haut und hat den belebenden

Duft eines frischen, kühlen Deodorants.

75 g, circa 19 Euro, moltonbrown.eu

FOTOS: SANDRO BAEBLER / TRUNK ARCHIVE / MODEL: FINO GRÜWELL @ KULT MODEL AGENCY

16 FOCUS STYLE


Pflege

NACH DEM

TRAINING

EINE VERWÖHN-

EINHEIT

FOCUS STYLE 17


BEAUTY

STYLING

Es spricht nichts dagegen, auch beim

Sport gut gestylt zu sein. Man weiß ja

nie, wie und wo der Tag endet. „Night.

Rider“ basiert auf pflanzlichen Auszügen

aus Grapefruit, Mandarine und Boronie.

Bienenwachs schließt die Feuchtigkeit

im Haar ein, verhindert Haarbruch und

hält lästige Strähnen aus dem Gesicht.

Modellier-Styling-Paste mit starkem,

langem Halt. 100 g, circa 25 Euro,

kevinmurphy.com

>>

Skilaufen, zur Skitour und zum

Rodeln. Selbst das Radfahren ist für

viele leidenschaftliche Sportler heute

ein Ganzjahres-Hobby. Nicht nur auf

Mallorca, auch in unseren Breitengraden.

Gemäß dem Motto: Es gibt kein

schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.

Zudem locken neue Allwetter-Räder

wie die Fatbikes, mit denen

man sich geradezu nach schlammigen

Wegen sehnt!

Fitnessstudio? Klar, geht auch. Aber es

ist nun mal kein Vergleich zum echten

Leben da draußen. Zum archaischen

und immer wieder intensiven Erlebnis,

sich der Witterung zu stellen, der

Kälte, dem Regen, dem Schnee. Der

Realität.

Besonders viel Spaß macht es im Herbst

und Winter auch, sich und seine Haut

nach dem Outdoor-Sport zu belohnen.

Mit einem erfrischenden Duschbad, einer

gehaltvollen Creme, einem neuen Duft.

Und innovative Beauty-Produkte und Alleskönner

schützen Haut und Haare heute

auch zuverlässig beim Sport draußen in

der Natur.

Ja, tut uns echt leid. Aber es gibt wirklich

keine Ausreden mehr, um nicht auch

in den nächsten Monaten viele Outdoor-Abenteuer

zu genießen. Also Freunde:

Raus mit euch!

DUFT DER BERGE

Das Parfüm „Pour

Homme“ (Bottega Veneta)

ist inspiriert von einer Reise

in die Dolomiten. Der

schwere, maskuline Duft

enthält holzige und würzige

Noten von Zedern,

Kardamom, Piment und

Balsamtanne. 90 ml Eau

de Parfum, circa 110 Euro,

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BARTPFLEGE

Einen Bart trägt inzwischen nicht mehr

nur der bekennende Naturbursche. Bart

ist Trend. Aber Barthaar ist störrischer

als Kopfhaar und will besonders gut

gepflegt sein. „BEARD OIL“ macht den

Bart weich, gibt ihm leichten Glanz und

beruhigt die Gesichtshaut.

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Auf dem Weg durch unberührte

Land-schaften, fernab von Strom und

Wasserhähnen, erweist sich ein reinigendes

Gel für die Hände als praktischer

Begleiter. Aber nicht nur dort. „Rinse-free

hand wash Suede“ von BYREDO.

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FOTOS: SANDRO BAEBLER / TRUNK ARCHIVE / MODEL: CARLO NESTLER @ KULT MODEL AGENCY

18 FOCUS STYLE


PRÄSENTIERT

ALPINE

REFRESH

WEEKS

DAS SKI- UND WINTER-

SHOPPING-ERLEBNIS

DER EXTRAKLASSE IN

INGOLSTADT VILLAGE

UND WERTHEIM VILLAGE

VOM 27.10. BIS 05.11.2017

Rechtzeitig vor der

Ski-Saison und bevor

die Pisten uns zur ersten

Ski-Gaudi einladen,

können Sie die tollste

Winter-Mode zu coolen

Preisen entdecken,

Aprés-Ski Entspannung

geniessen und gegen

Weltmeister Markus

Wasmeier auf dem

Ski-Simulator antreten.

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Treten Sie gegen den Weltmeister

und Olympiasieger auf dem Skisimulator

bei Bogner an. Die Gewinner erwartet

ein aufregender Pisten-Tag mit dem

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30.10. IN WERTHEIM VILLAGE

04.11. IN INGOLSTADT VILLAGE

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WERTHEIM VILLAGE

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Brand Academy* | Jack Wolfskin | UGG |

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INGOLSTADT VILLAGE

Peak Performance | Columbia |

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Under Armour | UGG, Napapijri | Peuterey

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WERTHEIM VILLAGE

27.10. 05.11. ALPINE REFRESH WEEKS

30.10. MARKUS WASMEIER AB 14 UHR

30.10. LATE NIGHT SHOPPING BIS 24 UHR

Ski-Simulator | Aprés-Ski-Bar | Livemusik

05.11. OPEN SUNDAY 13 BIS 18 UHR

INGOLSTADT VILLAGE

27.10. 04.11. ALPINE REFRESH WEEKS

04.11. MARKUS WASMEIER AB 13.00 UHR

Ski-Simulator | Aprés-Ski-Bar | DJ

WEITERE INFORMATIONEN:

www.wertheimvillage.com

www.ingolstadtvillage.com

Arc‘teryx Fans aufgepasst:

vom 25.10. bis 25.11.2017

eröffnet ein Pop-up-Store der

legendären Outdoor-Brand

in Wertheim Village.


CHANGE

TURN

BACK

Die Welt dreht

sich so schnell wie

noch nie, aber im

Universum der

Uhren ist wieder

Retro angesagt.

FOTOS SILVIO KNEZEVIC

TIME

OMEGA SEAMASTER

300 60TH ANNIVERSARY

EDITION

Die neue Omega Seamaster

300 beruht auf dem ikonischen

Design der ersten

Seamaster von 1957

Circa 6.500 Euro,

omegawatches.com

TISSOT HERITAGE 1948

Tissot präsentiert einen

an Vintage-Modellen

orientierten eleganten

Alltagschronographen mit

einem Gehäuse von weniger

als 40 mm Durchmesser:

die Heritage 1948

Circa 1.400 Euro,

tissotwatches.com

20 FOCUS STYLE


HAMILTON INTRA-MATIC 68 AUTOCHRONO

Besticht Retro-Fans: die Intra-Matic 68 mit

Vintage-Drückern und einem vom Motorsport

inspirierten Lederarmband

Circa 2.000 Euro, hamiltonwatch.com

TAG HEUER 2017 AUTAVIA

Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt trug den

Klassiker von Jack Heuer. Das Modell wurde über eine

Online-Abstimmung zur Neuauflage ausgewählt

Circa 4.500 Euro, tagheuer.com

BLANCPAIN TRIBUTE TO

FIFTY FATHOMS MIL-SPEC

Die Geschichte der originalen Fifty Fathoms Taucheruhr

reicht bis 1953 zurück. Die Version von 2017 ist bis 30 bar

oder 300 Meter wasserdicht und auf 500 Exemplare limitiert

Circa 12.500 Euro, blancpain.com

FOCUS STYLE 21


OMEGA RAIL-

MASTER 60TH

ANNIVERSARY

EDITION

Mit nur 38 mm eine

der kleinsten neuen

Omega-Uhren.

Dank des neuen

Kalibers 8806 kann

die Railmaster von

2017 Magnetfeldern

von bis zu 15.000

Gauß standhalten

Circa 6.500 Euro,

omegawatches.com

RADO HYPER-

CHROME

CAPTAIN COOK

Auch die Hyper-

Chrome ist eine

Neuauflage. Die

neue Interpretation

des Klassikers von

1962 behält den Gehäusedurchmesser

von 37 mm und das

Original-Zifferblatt

Circa 1.800 Euro,

rado.com

22 FOCUS STYLE


CHANGE

ZENITH

HERITAGE 146

Die Heritage 146

ist mit Zeniths

berühmtem Kaliber

El Primero

ausgerüstet und

verfügt über eine

Gangreserve von

50 Stunden

Circa 5.600 Euro,

zenith-watches.

com

HAMILTON

VENTURA

Das Originalmodell

der Ventura

von 1957 war die

erste batteriebetriebene

elektrische Uhr

der Welt. Die

Kollektion von

2017 bietet neue

Kombinationen

und Farben

Circa 800 Euro,

hamiltonwatch.

com

HUBLOT

CLASSIC

FUSION

TITANIUM

38MM

Die Classic

Fusion Titanium

ist mit dem

Hublot-eigenen

Uhrwerk Unico

ausgestattet

und bietet eine

Gangreserve von

42 Stunden. Das

38-mm-Gehäuse

ist das kleinste

der beständig

wachsenden

Fusion-Linie

Circa 6.000 Euro,

hublot.com

W enn es im Jahr 2017 einen

Trend in der Uhrenbranche zu erkennen

gibt, dann: Vintage! Wie der Zeiger

eines hochwertigen Schweizer Uhrwerks

ist die Retro-Welle unerbittlich vorangerückt.

Alle großen Hersteller zelebrieren

in puncto Design und Handwerkskunst

eine längst vergangene Ära. Diese Tendenz

wurde nirgendwo deutlicher als auf

der BASELWORLD 2017, dem jährlichen

Treffpunkt der Branche, auf dem traditionell

neue Modelle vorgestellt werden.

Einstiegsmarken und auch Luxusuhrenhersteller

präsentierten Sondereditionen

und neue Interpretationen klassischer

Modelle, die aussehen wie aus einem

Katalog der 1960er-Jahre. Die größten

Trends: kleinere Gehäuse, künstliche

Patina, „Tropical‘‘-Zifferblätter und breite

Pfeilzeiger. Die beliebtesten Modelle

reichten von Schmuckuhren, die gut

zum Set von „Mad Men‘‘ passen würden,

bis hin zu zahllosen neu aufgelegten

Rennsport-Chronographen wie der Omega

Speedmaster und der Autavia von Jack

Heuer, die Formel-1-Rennfahrer Jochen

Rindt trug. Die Rückkehr des Retro-Designs

ist Teil eines breiteren Modetrends

für Männer, die den Oversize-Hoodies

und der von Sportbekleidung inspirierten

Streetwear der 90er-Jahre einen zeitlosen

Akzent vorziehen. Aber insbesondere für

Uhrenhersteller scheint es nach jahrelanger

Umsatzschwäche ein kluger Zug

gewesen zu sein, den Stil der goldenen

Zeiten der Uhrenindustrie wieder aufzunehmen.

Manchmal lohnt sich ein Blick

zurück, wenn man in die Zukunft sehen

möchte.

FOCUS STYLE 23


CHANGE

OMEGA SPEEDMASTER 60TH ANNIVERSARY EDITION

Die Speedmaster 60th Anniversary Edition ist das

Meisterstück der Omega-Jubiläumstrilogie eine

perfekte Neuedition der ersten Speedmaster

von 1957. Wie die Seamaster 300 und die Railmaster ist

auch die Speedmaster auf 3.557 Exemplare limitiert

Circa 6.500 Euro, omegawatches.com

LONGINES HERITAGE 1945

Wie aus den 40er-Jahren: Die Heritage 1945 hat ein

schlichtes Gehäuse im Calatrava-Stil mit

flacher Lünette und klassischen gebläuten Zeigern

Circa 1.400 Euro, longines.com

SEIKO PRESAGE AUTOMATIC

LIMITED EDITION

Die Seiko Presage wurde von der „Laurel“ aus dem Jahr

1913 inspiriert der allerersten Armbanduhr in Japan

Circa 900 Euro, seiko-presage.com

24 FOCUS STYLE


seidensticker.com


DIEStil

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28 FOCUS STYLE


MODE

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Oversize-Schnitte und edle Materialien

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FOTOS KATHRIN MAKOWSKI

STYLING ALEXANDER POSCH

FOCUS STYLE 29


MODE

Cape und Hose

BOSS

Hemd DIOR HOMME

Schuhe JIL SANDER

Strümpfe FALKE

Outfit

DRIES VAN NOTEN

30 FOCUS STYLE


MODE

Mantel und Hose

JIL SANDER, Neckholdertop

TIGER OF SWEDEN,

Gürtel DOLCE&GABBANA

Anzug und Tasche

HUGO BOSS,

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Anzug ERMENEGILDO

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FOCUS STYLE 31


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Model JIL SANDER

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Vincenzo Buscemi

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MICHAEL KORS,

Uhr TIFFANY&CO.

Jacket

ERMENEGILDO

ZEGNA, Shirt

und Hose

HUGO BOSS,

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VIU EYEWEAR

32 FOCUS STYLE


MODE

Outfit

PRADA

Vielen Dank an

THE LOVELACE

in München.

Grooming von Alexander

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von Iles Formula,

Model Patrick Caroll

c/o PMA, Foto assistent

Sebastian Resch

FOCUS STYLE 33


34 FOCUS STYLE

WIE

MODISCH

DARF EIN MANN

HEUTE SEIN

?


GUIDE

HOW

Nein, Männer müssen nicht jedem Trend folgen.

Aber Modemut zu zeigen ist selbstverständlich geworden.

TEXT GORDON DETELS

ILLUSTRATION MATHIS REKOWSKI

Wann ist ein Mann ein Mann?“, fragte Herbert Grönemeyer

1984. Und antwortete gleich selbst: „Männer

bauen Raketen“. „Männer führen Kriege“. „Männer

rauchen Pfeife“. Hätte er sich damals den Äußerlichkeiten

des Mannes gewidmet, wären seine Textzeilen wohl gewesen:

„Männer ziehen sich den Temperaturen entsprechend

an. Und Männer lassen Duschgel an sich ran.“ Mehr wäre zu

dem Thema nicht zu sagen gewesen.

Heute, gut 30 Jahre später, wären es einige Strophen mehr.

Denn Männer widmen sich mit selbstverständlicher Hingabe

der Körperpflege. Und sie achten darauf, dass ihre Kleidung

auch Ausdruck ihrer Persönlichkeit ist.

Woher diese neue Selbstbestimmtheit der Männer kommt? Die

Stilexperten sind sich uneins. Es könnte neu entdeckter Hedonismus

sein, meinen die einen. Eine Gegenreaktion auf eine

Welt, die nicht zuletzt durch den Terror immer dunkler wird.

Andere verweisen auf Nachwehen der Metrosexualität. Ein

Begriff, den heterosexuelle Männer wie David Beckham prägten.

Männer mit einem extravaganten Lebensstil, die keinen

Wert auf maskuline Klischees legen.

Es ist jedoch viel einfacher. Es gibt genau zwei Gründe dafür,

dass Mann sich nicht mehr anhand von Geschlechterrollen

durchs Konsumleben hangelt. Anders als Grönemeyer einst

sang, können Männer Frauen längst nicht mehr durch „ihr

Geld und ihre Lässigkeit“ beeindrucken weil Frauen ihr eigenes

Geld verdienen. Wer ihnen imponieren will, muss sich anderes

einfallen lassen.

Zweitens stammen Männer zwischen 20 und 30 aus der Generation

der Digital Natives und haben durch Modeblogs, Social

Media und Co. gelernt, dass Mode längst kein Spezialistenthema

mehr ist. Und dass die Beschäftigung damit nicht mit

sexueller Orientierung einhergeht.

Was nicht bedeutet, dass deswegen alle so rumlaufen wie Models

auf Fashion-Shows. Peter Mustermann trägt nicht auf einmal

Cowboystiefel, weil Raf Simons sie in New York für Calvin

Klein zeigte. Der Unisex-Look, für den J.W. Anderson beim Label

LOEWE steht, gefällt nicht jedem. Fußballschals, wie sie

Gosha Rubchinskiy oder Balenciaga propagieren, sieht man

weiterhin eher im Stadion als auf der Straße. Und Schlaghosen,

bei Gucci ein Thema, sind ebenso wenig jedermanns Sache wie

Cord-Stoff, dem Prada unlängst seine Piefigkeit nahm. Nicht

TO

Gordon Detels, 40, war fünf Jahre Redaktionsleiter des Stil-Magazins

„GQ Style“. Aktuell ist er unter anderem „Editor-at-Large“ des Luxusmagazins

„Robb Report“.

umsonst gibt es mittlerweile den Begriff „Normcore“, der einen

Mann beschreibt, der sich bewusst durchschnittlich, aber

durchdacht und teuer kleidet.

Männermode 2017 bedeutet aber auch: Alles geht! Mann lässt

sich inspirieren, mixt, probiert sich aus weil er darf/kann/

will. Er traut sich, mehr Haut zu zeigen die V-Ausschnitte von

T-Shirts werden dekolletémäßig tief. Und er achtet bei Kleidung

auf den Schnitt egal ob eng anliegend oder oversized.

Mann und Modemut, das ist kein Gegensatz mehr. Farbige Socken,

wie sie die Dandys auf der Modemesse Pitti Uomo in

Florenz seit Jahren tragen, sind inzwischen Mainstream. Und

mit ihren kurzen Hosen und engen Sakkos zeigen diese Pariser

Paradiesvögel gleichzeitig, dass das, was jetzt mit dem Mann

passiert, nichts Neues ist: Mitte des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts

gab es ihn bereits, den stilmutigen Dandy, der kultiviert

auftrat und sich bekleidungs- oder körperpflegetechnisch

nicht über Geschlechterrollen definierte.

Dann schlug (leider) die Marketingmaschinerie zu, die Industrie

teilte alles in Rosa und Blau, Weich und Hart, Feminin und

Männlich. Und die Männerwelt stürzte sich brav ins Verderben.

Aber zurück zur Gegenwart. In der taucht der Begriff „Post-Marketing“

auf. Oder, wenn es um Beauty geht, Genderneutralität.

Louis Vuitton oder Maison Margiela etwa verkaufen in ihren

Boutiquen Unisex-Parfüms. Und selbst ein bei Douglas erhältlicher

Duft wie Prada L’Homme riecht (unter anderem) feminin

nach Lavendel. Auch der männliche Griff zur Augencreme

ist nicht mehr weiter erwähnenswert. Und der Besuch im

Nagelstudio ebenso wenig ein Skandal wie das vom Mann

gebuchte Detox-Wochenende.

Durch den Arbeitsalltag, in dem die Mitte 20- bis Mitte 30-Jährigen

mit ihrer neuen Haltung oft auf ältere Vorgesetzte treffen,

schwappt dieser Style-Mut nun sogar auf die Generation 50plus

über. Weil deren Mitglieder sich nicht wie ein Teil einer Rentnergang

fühlen wollen.

„Männer können alles“, lautet eine Zeile aus Grönemeyers Lied

von 1984. Heute könnte man ergänzen: „Und endlich zeigen sie

es auch.“ Gut so.

FOCUS STYLE 35


ZURÜCK

MIT

NEUER

STÄRKE

Brille

„MUSICKID“

JB BY JEROME

BOATENG

Totallook

DIOR HOMME

36 FOCUS STYLE


INTERVIEW

Zwei Jahre lang ging er durch die Hölle. War verletzt, konnte nicht

spielen. Doch in dieser Zeit hat er viel gelernt. Jérôme Boateng über

Freundschaft, Kinder, den FC Bayern und Stilbewusstsein.

INTERVIEW LUKAS SCHACHNER

FOTOS JOACHIM BALDAUF

Es scheint, als er würde sich verstecken

wollen. Als Jérôme Boateng das

Fotostudio betritt, hat er die Kapuze

seines Hoodies tief ins Gesicht gezogen.

Sein Kopf ist gesenkt, der Blick auf sein

goldenes iPhone gerichtet. Dann blickt

er auf und sieht in die vielen Augen des

Produktionsteams, das ihn erwartet. Er

zieht die Kapuze vom Kopf und lacht.

„Sorry, Leute. Meine Tochter hat mir

eine Nachricht geschickt. Ich war kurz in

meiner eigenen Welt.“ Jérôme stellt sich

allen Anwesenden persönlich mit Handschlag

vor, nur falls jemand im Studio

nicht wissen sollte, dass ein Weltmeister

vor ihm steht. Als er die klassische Mode

an den Kleiderstangen sieht, die für ihn

zum Shooting bereithängt, gibt er der

Stylistin ein High five. „Cool! Lass uns

was Gutes draus machen.“

FOCUS STYLE Jérôme Boateng, nach

langer Leidenszeit scheinen Sie auf dem

Weg zu neuer Stärke.

JÉRÔME BOATENG Ich bin einfach

glücklich. Die letzten beiden Jahre

waren die schwersten meiner Karriere.

Plötzlich hat es mich erwischt, und das

immer wieder. Die Verletzungen waren

auch immer schwerwiegend, so dass

ich lange ausgefallen bin. Die Zeit, in

der ich nicht Fußball spielen konnte,

schien nicht aufzuhören. Das Ganze hat

mich sehr mitgenommen und viel Kraft

gekostet, körperlich und mental.

Es fiel sicher auch schwer, das mental

durchzustehen?

Es war teilweise sehr schwer, da mache

ich keinen Hehl daraus. Man verletzt

sich, kämpft sich zurück, fühlt sich langsam

immer sicherer. Und dann passiert

Brille

„VISIONARY“

JB BY JEROME

BOATENG

Roundneck-

Jersey-Shirt

PHYNE

FOCUS STYLE 37


INTERVIEW

Oversize-Lederjacke

und Hoodie FAITH

CONNECTION.

Hose ACNE STUDIOS.

ges. im Store München.

Sneaker CONVERSE

Armbänder privat

Menschen, von denen ich mehr erwartet

hätte. Man merkt erst, wer zu einem

steht, wenn es nicht gut läuft. Ich bin

überzeugt, dass ich mich weiterentwickelt

habe, auch wenn ich nicht auf

dem Platz stand. Als Fußballprofi liebe

ich meinen Beruf über alles. Aber es

gibt viele andere Dinge, die das Leben

lebenswert machen.

Welche genau meinen Sie?

Ich habe den Alltag meiner beiden Töchter

noch intensiver mitbekommen. Die

Zwillinge haben mich auf andere Gedanken

gebracht und gar nicht zugelassen,

dass ich traurig werde. Kinder sehen

die Welt mit anderen Augen und sind

immer voller Freude, das ist ansteckend.

Und trotzdem stellen Sie zwischendurch

auch mal die Frage: Papa, wann spielst

du endlich wieder? Das hat mich extrem

gepusht und mir Auftrieb gegeben. Wir

hatten einen Deal, ich würde bald wieder

ganz gesund sein und spielen, und

die beiden würden sich in der Schule,

ebenso reinhängen wie ich mich beim

Training.

Sie halten Ihren Part sehr gut ein ...

... die beiden auch. Sie besuchen seit

letztem Sommer die erste Klasse. Es

macht unglaublich viel Spaß, ihnen beim

Aufwachsen und bei ihrer Entwicklung

zuzusehen. Es macht mich stolz, mit

welchem Eifer sie bei der Sache sind. Sie

gehen auf eine internationale Schule,

und ihr Englisch wird jeden Tag besser.

wieder etwas, und man liegt am Boden.

Als Fußballer lebt man vor allem von seiner

Mannschaft, der Atmosphäre in der

Kabine, dem Miteinander. Wenn man

verletzt ist, ist man von einem auf den

anderen Tag ständig alleine. Allein mit

dem Physio, allein in der Rehabilitation,

allein beim Krafttraining. Man fragt sich:

Was habe ich verbrochen. Warum ich?

Wie kamen Sie aus dieser schweren Krise?

Meine Familie und meine Freunde

waren immer da und haben sich um

mich gekümmert. Aber es gibt auch

Jérôme Boateng

MAN MERKT

ERST, WER ZU

EINEM STEHT,

WENN ES NICHT

GUT LÄUFT

Warum haben Sie sich für eine englischsprachige

Schule entschieden?

Ich glaube, als Kind lernt man viel

schneller und einfacher. Daher macht

es Sinn, den Kindern bereits jetzt eine

weitere Sprache mitzugeben. Die beiden

sind sechs Jahre alt und machen das

im Moment alles spielerisch. Das gibt

mir auch ein gutes Gefühl, denn ich

möchte sie mit all den Anforderungen

nicht überstrapazieren. Sie dürfen und

sollen ihre Kindheit genießen. Mit klaren

Grenzen, aber auch mit nicht zu vielen

Verboten.

Sie haben sich aber einem Verbot unterworfen.

Und essen nur noch glutenfrei.

38 FOCUS STYLE


Brille „MUSICKID“ JB BY JEROME BOATENG Rolli und Smoking-Blazer MAISON MARTIN MARGIELA, ges. im Store München Hose ACNE STUDIOS, ges. im Store München Sneaker CONVERSE

Tatsächlich geht es mir damit viel

besser. Ich habe zu Hause auf dem

Esstisch einen dicken Ordner, in dem

alle Lebensmittel aufgeführt sind, die

gut und schlecht für mich sind. Ich bin

nicht mehr so oft schlapp, habe mehr

Energie, obwohl ich durch die Umstellung

ein paar Kilo abgenommen habe.

Ich habe nach den Verletzungen wieder

Vertrauen in meinen Körper. Und das ist

das Wichtigste, um auf dem Platz alles

abzurufen zu können . Früher habe ich

immer zu wenig getrunken, jetzt steht

ständig ein Wasser griffbereit, das ich

auch trinke, wenn ich keinen Durst habe.

Sie gelten auch abseits des Spielfeldes für

viele als Vorbild. Und zwar in Sachen

Style. Haben Sie einen Tipp für uns?

Ich versuche, nie mehr als drei Farben

zu kombinieren. Das ist etwas, das sich

im Laufe der Jahre entwickelt hat. Wenn

man sich auf wenige Farben beschränkt,

wirkt der Look ruhiger und eleganter.

Sind Sie auch innerhalb der Mannschaft

der Trendsetter?

Ich weiß nicht, ob ich ein Trendsetter

bin. Ich interessiere mich sehr für Musik

und Mode und setze mich gerne damit

auseinander. Wenn etwas aufpoppt, das

mir gefällt, versuche ich, es zu bekommen.

Dabei ist mir egal, ob es ein Trend

ist oder nicht. Es muss zu mir passen.

Ich möchte meinen eigenen Stil entwickeln

und nicht die Kopie von jemand

anderem sein. Ich lasse mich überall

inspirieren und mixe die Sachen dann

so, dass es mein individuelles Ding ist.

Kommen Sie als berühmter Sportler

leichter an limitierte Teile?

Schön wäre es, aber leider ist es nicht so.

Ich bin ein extremer Sneakerhead und

sammle seit vielen Jahren Sneaker. Da

ist es manchmal schon sehr schwer, an

die Dinger zu kommen. Zuletzt gab es

die Kollektion der Labels Louis Vuitton

x Supreme. Da war es noch mal extremer

als sonst, weil die Kleidung so streng

limitiert war. Aber ich konnte zum Glück

eine Handvoll Teile kaufen.

Zurück zum Fußball. Während Sie an Ihrem

Comeback gearbeitet haben, ist beim

FC Bayern viel passiert. Carlo Ancelotti

wurde entlassen, Jupp Heynckes erneut

als Trainer verpflichtet. Wie haben Sie

den Wechsel erlebt?

Es lief einfach nicht, also haben die

Verantwortlichen reagiert. Beim FC

Bayern ist man zum Siegen verdammt.

Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, der

Verein nicht ganz oben steht, sind Spieler

und Verantwortliche unzufrieden,

es kommt Unruhe auf. Dann werden

Konsequenzen gezogen. So läuft es im

Fußball.

Es hieß oft, Sie seien einer der Spieler, die

sich gegen Carlo Ancelotti positioniert

hätten. Sind Sie einer der Königsmörder?

Das ist absoluter Quatsch. Ich habe auch

gelesen, ich sei beim Vorstand gewesen,

um mich zu beschweren, was ebenfalls

totaler Blödsinn ist. Wenn ich mit dem

Vorstand überhaupt mal gesprochen

habe, dann ging es darum, was man im

Bezug auf die Mannschaft noch besser

machen könnte, um vielleicht noch

mehr rauszuholen. Ich hatte mit Carlo

Ancelotti zwei gute Gespräche. Und das

war‘s.

Beim letzten Spiel von Carlo Ancelotti,

der 3:0-Niederlage gegen Paris Saint-Germain,

saßen Sie auf der Tribüne ...

... und ich habe es akzeptiert. Ich war

vor dem Spiel und nach dem Spiel in

der Kabine und habe die Mannschaft

angestachelt. Ich würde lügen, wenn ich

sagen würde, dass ich die Entscheidung,

nicht spielen zu dürfen, nachvollziehen

konnte. Da würde etwas ganz falsch

laufen, wenn mir das gleichgültig wäre.

Aber es kommt oft vor, dass man anderer

Meinung ist als der Trainer. Es war bitter

und frustrierend für mich in jener Nacht.

FOCUS STYLE 39


Jérôme Boateng

ICH HABE DEN

ALLTAG MEINER

TÖCHTER NOCH

INTENSIVER

MITBEKOMMEN

JAZZ LEBEN

23 Jahre war Till

Brönner alt, als er sein

erstes Album aufnahm.

17 weitere folgten, zuletzt

erschien 2016 „The Good

Life“. Inzwischen ist

Brönner, 45, als

Trompeter international

anerkannt und auch

jenseits der Bühne

gefragt. Als Produzent, als

Juror im Fernsehen

(X Factor), als Professor

an der Musikhochschule in

Dresden oder als Fotograf

(Faces of Talent).

Bis in den Herbst ist

Brönner auf Tour.

Rolli

MAISON MARTIN

MARGIELA, ges. im

Store München. Hose

ACNE STUDIOS, ges.

im Store München

40 FOCUS STYLE


INTERVIEW

Ihren neuen Trainer Jupp Heynckes haben

Sie mit einem emotionalen Foto auf

Instagram willkommen geheißen.

Herr Heynckes ist ein besonderer

Mensch für mich. Als ich 2011 zum

FC Bayern kam, war er mein erster

Trainer hier. Ich habe ihm sehr viel zu

verdanken. Wir haben gemeinsam auch

alles gewonnen, und solche Erlebnisse

schweißen unglaublich zusammen.

Was macht Jupp Heynckes so besonders?

Er ist eine Mischung aus Fußballtrainer

und Vaterfigur. Er legt sehr viel Wert auf

einen familiären Umgang und sucht den

Dialog. Ich mag seine klare Ansprache,

weil er genau erklärt, was er von einem

erwartet. Gleichzeitig geht es ihm nicht

nur um den Fußballer, den er vor sich

hat, sondern auch um den Menschen. Er

fragt nach, wie es zu Hause läuft, hört zu,

gibt einen Ratschlag. Er fordert sehr viel

ein und gibt genauso viel zurück.

nicht vorstellen, jemand wolle Sie als

Nachbarn haben, sind Sie auch zur politischen

Figur geworden. Sie haben sich

nie öffentlich dazu geäußert.

Es ist für mich normal, dass Menschen

immer wieder versuchen, mich für ihre

Zwecke zu instrumentalisieren, da sie

dadurch womöglich mehr Gehör finden.

Ich bin kein politischer Mensch. Meinen

Eltern waren Anstand und Benehmen

immer wichtig. Das haben sie uns

Kindern eingetrichtert und vorgelebt.

Mein Papa ist aus Ghana, meine Mama

Deutsche. Ich kann mir nichts Besseres

vorstellen, als das Beste dieser beiden

Kulturen für mich zu vereinen. Als Kind

kickte ich in Berlin-Wedding am Bolzplatz

mit allen möglichen Kindern und

Jugendlichen, die Herkunft spielte dabei

nie eine Rolle. Vielfalt sollte immer eine

Stärke sein, nie eine Schwäche. Das kann

man seit Jahren auch überzeugend an

unserer Nationalmannschaft sehen.

Es heißt oft, er sei mit 72 Jahren zu alt, um

die Mannschaft wieder auf den rechten

Weg zu bringen.

Wann ist man zu alt, um ein guter

Trainer zu sein? Es gibt wenige Menschen

auf der Welt, die seine Erfahrung

vorweisen können. Ich glaube, Alter hat

in seinem Fall nichts mit dem Können zu

tun. Außerdem stehen wir noch am Anfang

der Saison. Ich bin überzeugt, dass

wir all das, was wir uns vorgenommen

haben, noch erreichen können. Keiner

von uns hat auch nur einen Titel schon

abgeschrieben. Meisterschaft, Pokal,

Champions League, alles ist möglich.

Die Weltmeisterschaft im Sommer auch?

Natürlich. Es ist ein unglaublich wichtiges

Jahr, das vor mir liegt. Ich möchte

all die Rückschläge der letzten beiden

Jahre hinter mir lassen. Dieses Gefühl,

auf dem Platz zu stehen, dazuzugehören

und das zu tun, was man liebt, ist das

schönste Gefühl, das man sich vorstellen

kann. Der FC Bayern und die Nationalmannschaft

gehören zu den besten

Mannschaften der Welt. Und ich will

meinen Beitrag dazu leisten.

Durch den AfD-Politiker Gauland und

dessen Aussage über Sie, er könne sich

Totallook

DIOR HOMME

STYLING Lynn Schmidt

GROOMING Alexander

Hofmann c/o Uschi Rabe

FOCUS STYLE 41


ESSENTIALS

„EGAL OB ZUR SCHICKEN Abendveranstaltung,

zum formellen Business-Event

mit Anzug oder ganz casual mit Jeans:

Chelsea Boots sind das perfekte Essential

für fast jede Saison und Situation. Ich

werde oft zu Veranstaltungen eingeladen,

und da ist der Schuhklassiker mein liebster

Begleiter neben meiner Freundin Laura

Herz natürlich. Meine haselnussbraunen

Boots von Mephisto können nämlich nicht

nur lässig, sondern auch elegant und

peppen, richtig kombiniert, jedes Outfit

auf. Diesen Herbst trage ich sie zum

Beispiel mit Rollkragen-Pullover à la Steve

McQueen und Chesterfield-Mantel. Ein

stilvoller Casual-Chic-Look, der hervorragend

zum 70er-Jahre-Trend dieser

Modesaison passt. Das Beste ist allerdings,

dass sie mich dank des hochwertigen

Leders und der weichen Zwischensohle

immer bequem durch den Tag tragen,

egal wie lange er dauert. Gute Qualität

macht sich einfach bezahlt und ist immer

eine Investition wert!“

NICHOLAS

Nicholas ist bei der Modelagentur PMA unter Vertrag und

verleiht seiner Leidenschaft für Fashion und Fotografie

auf seinem Blog smiepeters.com und seinem Instagram-

Account @smiepeters Ausdruck. Er trägt ein Outfit von s.Oliver.

PETERS

UND

SEINE

CHELSEA

BOOTS

ALS SOCIAL-MEDIA-EXPERTE, LIFESTYLE-BLOGGER UND

MODEL IST DER GEBÜRTIGE HAMBURGER VIEL AUF ACHSE.

ABER NICHT NUR ER SELBST, SONDERN AUCH SEINE

LIEBLINGSSCHUHE SIND ECHTE ALLROUND-TALENTE.

IMMER

EINE GUTE

WAHL

Mit den Colby Chelsea Boots

aus glattem Kalbs leder

von Mephisto spaziert Nicholas

Peters, 25, gerne durch die

neuesten Event-Locations

in seiner Wahlheimat München

PROTOKOLL: MARLENE IRAUSEK; FOTO: LAURA HERZ

42 FOCUS STYLE


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