Seniorenratgeber Löbau 2017-2019

MediaLight

Ratgeberbroschüre für Senioren.

Seniorenratgeber

Informationsbroschüre

Löbau 20172019

Informations- und Ratgeberbroschüre für Senioren

und deren Angehörige für die Region Löbau

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Seniorenratgeber Löbau

© Sharon Hille

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Geöffnet täglich 14.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

Mittwoch Ruhetag

Teichgasse 3 • 02708 Löbau

Telefon 03585/4 13 80 41 • Handy 0172/8 98 30 03

www.pension-cafe-loebau.de

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Informationsbroschüre

Grußwort des Herausgebers

Liebe Seniorinnen und Senioren,

liebe Familienangehörige,

seit kurzem liegt Ihnen nun die neueste

Ausgabe des Seniorenratgebers

für Löbau und die unmittelbare

Umgebung vor. Ich werde Ihnen kein

Geheimnis verraten, dass die Bürger

unseres Landes älter werden und der

Altersdurchschnitt im nächsten Jahrzehnt

weiter anwachsen wird. Für Ihre Lebenserwartung ist das

eine sehr positive Entwicklung. Gleichfalls bringt es aber neue

Herausforderungen an die Gesellschaft und die individuelle

Lebensweise mit sich. Das betrifft sowohl die Infrastruktur, die

Freizeitbetätigung und auch Fragen der Betreuung und Pflege

für ältere Bürger.

Mit dem Eintritt in den Rentneralltag kann nun mit dem neuen

Lebensabschnitt einiges durch Sie verwirklicht und umgesetzt

werden, wozu Sie bisher nur wenig Zeit und Gelegenheit hatten.

Bei guter Gesundheit und einer aktiven Lebenshaltung können

Sie sich als reifere Generation stärker dem gesellschaftlichen,

kulturellen- oder Vereinsleben widmen und sich dabei aktiver als

bisher möglich einbringen und verwirklichen. Dringlicher denn

je ist es, in den Städten, aber auch im ländlichen Raum, die Infrastruktur

im Interesse der älter werdenden Generation anzupassen,

wie z.B. beim örtlichen Nahverkehr, bei kulturellen und

Freizeiteinrichtungen, bei medizinischen und Pflegeeinrichtungen,

beim alters- und behindertengerechten bzw. barrierefreien

Wohnen und vielem mehr. Auch in Löbau wurden dazu schon

eine Reihe praktischer Dinge bewegt und umgesetzt.

Unser Wegweiser soll für die Senioren und deren Angehörige

wieder Anregung und Orientierung sein, für sich das Passende zu

finden, aktiv am Leben teilzunehmen und zu wissen, wohin und

an wen ich mich wenden kann, wenn Hilfe und Unterstützung

erforderlich ist.

Wir danken der Seniorenvertretung Löbau des Kreisseniorenrates

und dem Seniorenrat der Stadt Löbau für die gewährte Unterstützung.

Gleichwohl gilt unser Dank auch den in der Broschüre

werbenden Firmen und Einrichtungen, die die Herausgabe dieser

möglich machten.

Hans-Henner Niese

und das Team der Werbeagentur Media-Light-Löbau

Impressum

Herausgeber: Werbeagentur Media-

Light Löbau, Ernst-Thälmann-Str. 63,

02708 Großschweidnitz, Tel.: 03585 40

19 67, Fax: 46 88 87, E-Mail: post@media-light-loebau.de,

Web: www.media-light-loebau.de

Texte: Werbeagentur Media-Light Löbau, Arnd Krenz: S. 27, S. 28,

S. 31, S. 32, 36; Seniorenrat Löbau: S. 5; Edith Erben: S. 34;

Christian Lindner: S. 25; Kerstin Niese: S. 18 – 23

Fotos: Titel (links) MEV Verlag; Fotolia – Dean Mitchell; Fotolia – Noam;

Titel – Lutz Namokel, Luftaufnahme der Stadt Löbau;

Innenteil Bilder – siehe Bildunterschrift

Satz und Gestaltung: Werbeagentur Media-Light Löbau, Sharon Hille

Anzeigenakquise: Werbeagentur Media-Light Löbau, Roswitha Beil,

Hans-Henner Niese

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen übernimmt die Werbeagentur

keine Gewähr. Haftungsausschluss besteht auch für redaktionelle

und technische Fehler. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie die

Nutzung der Broschüre zu werblichen und kommerziellen Zwecken

ist nicht zulässig. © 2017, Media-Light Löbau

Wir danken allen Anzeigenkunden, die mit Ihrer Werbung die Herausgabe

der Broschüre ermöglichten. Unser Dank gilt auch dem Vorsitzenden des

Seniorenrates und der Stadtverwaltung Löbau für die Unterstützung.

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Seniorenratgeber Löbau

Inhaltsverzeichnis

Grußwort des Herausgebers 3

Impressum 3

Inhaltsverzeichnis 4

Kreisseniorenrat 5

Der Seniorenrat und der Seniorenbeirat

der Stadt Löbau 5

Übersicht über Wohlfahrtsverbände,

Einrichtungen, Pflegedienste und Heime 8

Wichtige Rufnummern 10

Wo kann ich mich informieren

und beraten lassen? 12

Sozialleistungen und Hilfen 17

Pflegebedürftigkeit – was gilt seit dem 1. Januar 2017 18


Information zur Deutschen

Rentenversicherung Bautzen 24

Die Flexirente 25

Weitere Leistungen 26

Rollatoren im Alltag älterer Menschen 27

Sicher und unbeschwert wohnen im Alter 28

Alters- und behinderten gerechter Umbau

Lortzingstraße 30 und 32 in Löbau durch die

Wohnungsgenossenschaft Löbau eG 30

Einkaufen und Kochen leicht gemacht für Senioren 31

Wenn die Rente nicht reicht 32

Vererben und Schenken 34

Auch unangenehme Dinge brauchen Vorsorge 36

Dokumentenmappe 39

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© Sharon Hille

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Informationsbroschüre

Kreisseniorenrat

Liebe Senioren und Seniorinnen,

Der Kreisseniorenrat vertritt die Interessen der Seniorinnen und

Senioren des Landkreises Görlitz.

Im März 2015 wurden die 30 Mitglieder des Kreisseniorenrates

neu berufen und die Aufgaben für die kommende Legislaturperiode

festgelegt. Um die gewachsenen Strukturen der Seniorenarbeit

in den Regionen zu erhalten, bildet der Kreisseniorenrat drei

regionale Seniorenvertretungen; die Seniorenvertretung Löbau-

Zittau, Görlitz und Niederschlesische Oberlausitz. Der Vorstand

des Seniorenrates besteht aus den Vorsitzenden der Regionalvertretungen

und deren Stellvertreter. Ständiges Mitglied ist der

Seniorenbeauftragte des Landkreises, Hans-Peter Prange. Jochen

Tempel ist Vorsitzender des Kreisseniorenrates und Hans-Jürgen

Kolbe sein Stellvertreter.

Der Kreissenioren möchte sich besonders auf folgende

Schwerpunkte konzentrieren:

- Ehrenamtliche, gesellschaftliche und politische

Betätigung älterer Bürger

- Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu Belangen der

Seniorinnen und Senioren

- Wohnen und Pflege im Alter

- Einflussnahme auf die „Integrierte Sozialplanung“

des Landkreises Görlitz

- Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in den Kommunen

Seniorenvertretung Löbau-Zittau

Vorsitzende: Frau Heidemarie Fischer

Stellvertreter: Herr Winfried Reiche

weitere Mitglieder: Lutz Bitterlich, Martina Gedlich, Christa Glaubitz,

Monika Heine, Joachim Herrmann, Inge Jandt, Anita Knippel,

Georg Kroker, Beate Reiche, Gabriele Rolle-Holzum, Barbara

Schneider, Frank-Rainer Schwarzbach und Anita Weber

Sprechzeiten: jeden 1. Dienstag im Monat von 9.30 Uhr bis 15.00

Uhr in der Außenstelle Zittau des Landratsamtes Görlitz, Hochwaldstr.

29.

Der Seniorenrat und der

Seniorenbeirat der Stadt Löbau

Liebe Einwohner unserer Großen Kreisstadt Löbau,

liebe Senioren,

auch in unserer Stadt haben sich in der vergangenen Zeit die

Altersstrukturen erheblich verändert. Mit ihrem wachsenden Anteil

an den Einwohnern gewinnen die Bedürfnisse und Interessen

älterer Menschen zunehmend an Bedeutung. An die neuen

Anforderungen der Gestaltung des Lebens in unserer Stadt,

sollten sich Stadtverwaltung, Stadtrat, die Parteien, soziale Einrichtungen

und die Vereine stellen. Vorraussetzung ist ein an den

Realitäten orientiertes Bild von den Möglichkeiten, Fähigkeiten,

Erfahrungen, Bedürfnissen der „Alten“.

Viele der Älteren wollen nicht aufs Altenteil abgeschoben sein,

sondern sich zu Gunsten des Gemeinwohls einbringen. Auch

wenn ihre Energien und Kräfte nicht denen der Jüngeren entsprechen,

die Erkenntnisse und Erfahrungen der „Alten“ sind

ein nicht zu unterschätzendes Potential für die Gestaltung des

Lebens unserer Kommune.

Ist unsere Stadt so strukturiert, dass sich Ältere wohlfühlen können?

Es hat sich Vieles getan, aber Vieles kann auch noch besser

gemacht werden.

Mit der Bildung eines Seniorenrats im Jahre 2001 wurde ein

5


Seniorenratgeber Löbau

Gremium geschaffen, welches eine Verbindung zwischen den

städtischen Entscheidungsträgern und der älteren Generation in

unserer Stadt gewährleisten soll.

Die Mitglieder dieses Rates wurden vom Oberbürgermeister

auf Vorschlag von Vereinen und Organisationen berufen. Entsprechend

seiner Zielstellung soll dieser Rat die Interessen der

älteren Einwohner gegenüber der Verwaltung vertreten und die

Älteren in die Gestaltung des Lebens unserer Kommune einbeziehen.

Um die Belange der älteren Einwohnerinnen wahrzunehmen

wurde nach Hauptsatzung der Stadt Löbau 2014 ein Seniorenbeirat

gebildet. Er besteht aus dem Oberbürgermeister, zwei

Mitgliedern des Stadtrates und zwei Vertretern des Seniorenrats.

Dieser Beirat wirkt als Ausschuss des Stadtrats und hat die Stadtverwaltung

und den Stadtrat in der Seniorenarbeit zu beraten,

entsprechende Beschlüsse vorzubereiten und an deren Durchführung

mitzuwirken.

Die Bedingungen, unter denen sich die vielfältigen Initiativen

durch, für und mit Älteren verwirklichen können, sollen durch

die beiden Gremien günstig gestaltet werden. Seniorengruppen,

die Geselligkeit pflegen, Sport treiben, Interessengemeinschaften

bilden oder sich kulturell betätigen, sind wichtiger Bestandteil

des Miteinander unserer Stadt. Ihre Interessen und Probleme finden

Beachtung und Unterstützung der Räte. Für jeden Hinweis,

für jeden Vorschlag sind die Mitglieder dankbar und sie werden

dafür sorgen, dass er Beachtung bei den Entscheidungsträgern

findet.

Der vorliegende Ratgeber soll Hinweise geben, um bei der Vielzahl

der Angebote für die Probleme der Älteren auch Antworten

zu finden. Der Seniorenrat berät gerne zu den Angeboten aus

diesem Ratgeber und nimmt Vorschläge für ein angenehmeres

Leben in unserer Stadt entgegen.

Jeweils donnerstags von 10.00 bis 11.00 Uhr führen wir unsere

Sprechstunden in der Johannisstr. 1a, Raum 105.

Anschrift des Seniorenrats:

Seniorenrat der Stadt Löbau

Altmarkt 1, bzw. Rittergasse 7, 02708 Löbau

v.l.n.r.: Untere Reihe: Fr. H. Schiriot, Fr. K. Werner, Fr. Dr. H. Jentsch,

Fr. Ch. Schwertner, Fr. H. Otto, Obere Reihe: Hr. K. Steinmeier, Hr. F.

H. Schulze, Fr. D. Falk, Hr. A. Schill, Fr. Ch. Rothaupt, Hr. L. Bitterlich


Foto: Seniorenrat

Kontakt Seniorenrat Löbau (03585) 450 122,

E-Mail: seniorenrat@loebau.info

Franz H. Schulze 03585 86 01 60, schfhe@msn.com

Dagmar Falk 03585 40 13 00, christof@dermobile.de

Lutz Bitterlich 03585 46 82 656, bitterlich@gmx.de

Mitglieder des Seniorenbeirats:

Oberbürgermeister oder einer seiner drei Stellvertreter

Stadtrat Herr Dr. Gottfried Sterzel

Stadtrat Herr Werner Engemann

Frau Dr. Hannelore Jentsch (Stellv. des Vors. Seniorenrates)

Herr Franz H. Schulze (Vorsitzender des Seniorenrates)

Vorsitzende des Seniorenrates:

Franz H. Schulze

Dagmar Falk

Stellvtr. Vorsitzende des Seniorenrates:

Dr. Hannelore Jentsch, Tel.: 03585 83 26 06

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Informationsbroschüre

© Sharon Hille

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Seniorenratgeber Löbau

Übersicht über Wohlfahrtsverbände, Einrichtungen,

Pflegedienste und Heime

Einrichtung Adresse Telefon

ASB Ortsverband Löbau e.V. 02708 Löbau, Güterstraße 14 03585 86 64 30

03585 86 640 (Notruf)

Altentagespflege 03585 86 64 60

Fahrdienst 03585 86 64 51

Sozialstation 03585 86 64 20

Sozialphsychatrischer Dienst 03585 86 64 25

„Haus am Rosengarten“ 02708 Löbau, Handwerkerstr. 1a 03585 41 660

„Bergblick“ 02708 Löbau, August-Förster-Str. 1a 03585 47 830

„Haus am Schulberg“ 02708 Ebersdorf, Schulberg 5 03585 44 62 70

„Am Kupper“ 02708 Obercunnersdorf, Heimstraße 7 035875 67 30

AWO KV Oberlausitz e.V. 02708 Löbau, Straße der Jugend 2 03585 86 75 10

Fachbereichsleitung Altenhilfe 035844 76 330 /

035841 67 360

Dreiseitenhof Herwigsdorf 02708 Rosenbach, OT Herwigsdorf, Dorfstraße 138 03585 41 79 7822

Wohnstätten für behinderte Menschen 02708 Löbau, Richard Müllerstraße 9/11

Wohnheime 03585 41 35 60 / 41 35 800

Ambulante Betreutes Wohnen/

03585 44 66 82

Außenwohngruppen

Freizeittreff 03585 41 35 58 06

Christliche Hospiz Ostsachsen gGmbH 02747 Herrnhut, Zittauer Straße 19 035873 46 -0

Stationäres Hospiz Siloah 02747 Herrnhut, Comeniusstraße 12 035873 36 20 60

Diakoniewerk Oberlausitz e.V. 02708 Löbau, Rosenstraße 8a 03585 41 38 100

Werkstatt für behinderte Menschen 02708 Löbau, Weißenbergerstr. 61 03585 45 15 99

Diakonie Löbau-Zittau gGmbH 02708 Löbau, Johannisstraße 14 03585 47 66 0

Sozialstation 02708 Löbau, Innere Zittauerstr. 7 03585 41 37 452

Tagespflege “Gute Jahre” 02708 Löbau, Bahnhofstraße 19 03585 41 38 110

Seniorengerechtes Wohnen 02708 Löbau, Innere Zittauerstr. 7 03585 47 66 0

W&N Lebensräume GmbH Wohn- und Pflegeheim

für Menschen mit Behinderung

02708 Großschweidnitz, Dr.-Max-Krell-Park 12 03585 41 640

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Informationsbroschüre

Einrichtung Adresse Telefon

DRK KV Löbau e.V. 02708 Löbau, Äußere Zittauer Straße 47a 03585 85 09 80

DRK-Wohnanlage „An der Seltenrein“

Pflegedienst

02708 Löbau, Äußere Zittauer Str. 4

02708 Löbau, Äußere Zittauer Str. 4

03585 41 37 743

03585 41 37 742

Seniorenclub Löbau 02708 Löbau, Äußere Zittauer Straße. 7 03585 48 25 61

Tagespflege Löbau 02708 Löbau, Äußere Zittauer Straße 47b 03585 40 42 20

Häusliche Kranken- und Altenpflege

Karin Schönherr

02708 Lawalde/Lauba, Halbauer Str. 3 035877 21 378

Lawalder Seniorenhäus’l Carola Richter 02708 Lawalde, Oppacher Str. 34 03585 41 650

Pflege mit Herz 02708 Löbau, Dammstr. 9 0800 41 51 410 (kostenfrei)

0171 50 79 799 (Notruf)

Pflegeheim 02708 Löbau, Dammstr. 9, Pflegeheim 03585 41 50

Pflegedienst 03585 41 51

Begleitetes Wohnen 03585 41 75 99

Sozialtherapeutische Wohnstätte für

chronisch psychisch Kranke

02708 Obercunnersdorf, An der Kaufhalle 6 035875 63 020

DFM Pflegestift 02708 Löbau, Georgewitzer Str. 48 03585 41 37 90

Private Seniorenbetreuung

Undine Schulz

02708 Löbau, Breitscheidstr. 46 03585 40 60 44

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Apotheker Michael Thiele —Tel. 0 35 85/86 29 11

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Seniorenratgeber Löbau

Wichtige Rufnummern

Landratsamt Görlitz

Landratsamt Görlitz

Bahnhofstraße 24, 02826 Görlitz

Postanschrift;

Postfach 30 01 52, 02806 Görlitz

Telefon: (03581) 663-0

Fax: (03583) 72-1100

E-Mail:

info@kreis-gr.de

Gehörlosen-/Hörgeschädigtenservice

E-Mail:

info.gehoerlos@bms.bund.de

Fax: 030 221 911 017

Giftinformationsdienst: (0361) 730 730

Hausbesuchsanforderung

/Krankentransport: (03585) 86 24 04

Stadtwerke Löbau

Georgewitzer Str. 54, 02708 Löbau (03585) 86 67 700

Sorgentelefon 0800 08 67 253

Stadtverwaltung Löbau

Altmarkt 1, 02708 Löbau (03585) 450 0

Agentur für Arbeit Bautzen

Geschäftsstelle Löbau

James-von-Moltke-Str. 1, 02708 Löbau

Service-Nummer: (0800) 4 5555 00

Amtsgericht

Amtsgericht Görlitz

Postplatz 18, 02826 Görlitz

Postfach 30 04 51, 02809 Görlitz

Telefon: (03581) 46 90

Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien

Für dringende Fälle nutzen Sie bitte den Polizeinotruf 110

oder die Nummer der Feuerwehr 112

Polizeirevier Görlitz

Gobbinstaße 5, 02826 Görlitz

Telefon: (03583) 65-00

Rente 030 221 911 001

Unfallversicherung/Ehrenamt 030 221 911 002

Arbeitsrecht 030 221 911 003

Teilzeit/Altersteilzeit/Minijobs 030 221 911 005

Infos für Menschen mit Behinderung 030 221 911 006

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Meine Krankenkasse

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Äußere Zittauer Str. 39

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Informationsbroschüre

Wichtige Telefonnummern des Landratsamtes, der

Stadtverwaltung, des Amtsgerichtes und andere:

Stadtverwaltung Löbau

02708 Löbau, Altmarkt 1

E-Mail: info@svloebau.de, www.loebau.de(03585) 450 0

Touristinformation(03585) 45 01 40

Presse/Öffentlichkeitsarbeit(03585) 45 01 10

Kultur und Tourismus(03585) 45 03 50

Kinder/Jugend/Vereine(03585) 45 02 51

Einwohnermeldeamt(03585) 45 03 35

Ordnungsamt/Fundbüro(03585) 45 03 10

Amtsgericht Löbau

02708 Löbau, Promenadenring 3(03585) 46 91 00

Seniorenrat bei der Stadtverwaltung Löbau

02708 Löbau, Altmarkt 1(03585) 45 01 22

seniorenrat@loebau.info

Betreuungsverein Löbau e.V.

02708 Niedercunnersdorf, Neue Straße 2(035875) 61 70

Volkshochschule Dreiländereck

02708 Löbau, Poststraße 8(03585) 41 77 442

Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft (Ku-Weit)

02708 Löbau, Poststraße 8(03585) 41 77 10

E-Mail: info@ku-weit.de, www.ku-weit.de

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RV Löbau Lebenshilfe e.V.

Theobald-Hofmann-Str. 8(03585) 86 12 44

Oberlausitzer Tafel

02708 Löbau, Weißenberger Straße 13(03585) 41 56 66

Ärztehaus Breitscheidstr. 9

02708 Löbau

Tel. (03585) 86 18 80

Öffnungszeiten:

Mo–Do. 07.00 – 19.00 Uhr

Fr. 07.00 – 16.00 Uhr

Äußere Zittauer Straße 47b

02708 Löbau

Tel. (03585) 41 33 32

Öffnungszeiten:

Mo–Do. 07.30 – 19.00 Uhr

Fr. 07.30 – 18.00 Uhr

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Seniorenratgeber Löbau

Wo kann ich mich informieren

und beraten lassen?

Diese Übersicht soll es Ihnen erleichtern, bei dem großen Umfang

der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und der Vielzahl

der sozialen Leistungen, Dienste und Einrichtungen herauszufinden

wofür und durch wen Sie Hilfe, Beratung und Information zu

Ihren Fragen und Problemen in Ihrer Umgebung erhalten können.

Seniorenbeauftragter (ehrenamtlich)

Herr Hans-Peter Prange

E-Mail: seniorenbeauftragter@kreis-gr.de

Behindertenbeauftragte

Frau Elvira Mirle

Telefon: 03581 663-9008

E-Mail: behindertenbeauftragte@kreis-gr.de

Sprechzeiten Di, Do, Fr - bitte Termin vereinbaren

Gesundheitsamt

Amtsarzt Dr. med. Christoph Ziesch

Reichertstraße 112, 02826 Görlitz

Telefon: (0 35 81) 663-2600

Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises

Frau Ines Fabisch

Telefon: 03581 663-9009

E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@kreis-gr.de

Sprechzeiten Di, Do, Fr - bitte Termin vereinbaren

Sozialamt

Das Sozialamt arbeitet mit allen Trägern der Sozialhilfe zusammen,

insbesondere den Freien Trägern, der Wohlfahrtspflege

einschließlich der Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Grundlage für diese Leistungen ist das Sozialgesetzbuch, Zwölftes

Buch (SGB XII). Eine Leistungsgewährung erfolgt grundsätzlich

unter der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen. Sie

ist darauf ausgerichtet,

die Grundbedürfnisse

und damit die Führung

eines menschenwürdigen

Lebens nach

dem Grundgesetz zu

sichern.

Das Sozialamt im

Landkreis Görlitz

Das Sozialamt ist auf

vier Verwaltungsstandorte

verteilt und

in sechs Sachgebiete

mit 63 Mitarbeitern untergliedert,

um für die

Bürger weitgehend die Ortsnähe zu gewährleisten.

Amtsleiter Sozialamt ist Matthias Schmidt. Sein Sitz ist in der

Außenstelle des Landratsamtes in Görlitz, Bahnhofstr. 24.

Er ist erreichbar unter Tel.: 03581 6632100,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de.

Ansprechpartner, Ortsangaben und Öffnungszeiten zu den Aufgabengebieten

sind auch im Internet unter der Rubrik Landratsamt

/ Verwaltung / Amtsbereich zu finden.

Sachgebiet Hilfe zum Lebensunterhalt/

Grundsicherung

Hilfe zum Lebensunterhalt

Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) erhalten nach dem

SGB XII vollerwerbsgeminderte Personen, die keinen Anspruch

auf Leistungen der Grundsicherung im Alter oder Erwerbsminderung

gemäß 4. Kapitel SGB XII haben und ihren notwendigen

Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen

Kräften und Mitteln bestreiten können, vor allem aus ihrem

Einkommen, Eigentum und Vermögen sowie aus Zahlungen

anderer Sozialleistungsträger. Diese Hilfe wird durch laufende

Leistungen gewährt. Die laufenden Leistungen werden nach

entsprechenden Regelsätzen, die für den Haushaltsvorstand und

picture factory © Fotolia

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Informationsbroschüre

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Ergotherapie

Ergotherapie kommt bei Menschen in jedem Alter zum

Einsatz. Unser Ziel ist es, Betroffenen mit Hilfe verschiedener

Therapien und Übungen zu größtmöglicher

Selbstständigkeit in allen Bereichen des Lebens zu führen.

Dabei bieten wir Hilfe bei der Entwicklung, Wiedererlangung

und/oder beim Erhalt individueller Fähigkeiten

und Fertigkeiten im täglichen Leben, Schule und Beruf.

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Alle Personen mit einem Pflegegrad 1-5, die im häuslichen

Umfeld gepflegt werden, können ergänzend zu

den regulären ambulanten Pflegeleistungen (Pflegegeld,

Pflegesachleistungen, Kombileistungen, teilstationäre

Pflegeleistungen) zusätzliche Betreuungs- /Entlastungsleistungen

erhalten.

Wir bieten Ihnen als Patient Einzelbetreuung in der Praxis

bzw. im häuslichen Umfeld an, unter anderem:

• Gedächtnistraining

• Arztbesuche

• Einkäufe

• Behörden/ Ämtergänge

• Gemeinsames Kochen/ Backen

• Freizeitgestaltung durch Pflege von Hobbys und

Interessen, kreatives Gestalten

• Mobilisierende Maßnahmen (Gymnastik,

Spaziergänge,…)

… dadurch sollen:

• pflegende Angehörige entlastet

und/oder beraten werden

• Pflegebedürftige gefördert

werden, so dass sie

solange wie möglich im häuslichen

Umfeld ihren Alltag selbstständig

bewältigen und soziale Kontakte

pflegen können.

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Seniorenratgeber Löbau

die Haushaltsangehörigen gelten, bemessen. Zum notwendigen

Lebensunterhalt gehören darüber hinaus auch die laufenden

Leistungen für die Unterkunft und die Heizung.

Hilfe in anderen Lebenslagen

Zu den Leistungen der Hilfe in anderen Lebenslagen zählen u. a.

Bestattungskosten, Blindenhilfe sowie die Hilfe zur Weiterführung

des Haushaltes.

Krankenhilfe bzw. Hilfen zur Gesundheit

Zu den Leistungen der Krankenhilfe zählen z. B. stationäre Behandlung,

Rehabilitationsmaßnahmen, Arztkosten und Medikamentenabrechnung

für bis zum 31.03.2007 nicht krankenversicherte

Hilfeempfänger, die laufende Sozialhilfe erhalten.

Die Kosten werden von den Krankenkassen bewilligt und

verauslagt. Nach SGB V sind diese Kosten den Krankenkassen zu

erstatten.

Grundsicherungsgesetz

Die bedarfsorientierte Grundsicherung ist seit 2005 eine Leistung

des Sozialgesetzbuches XII. Sie hilft Bürgern, die im Alter oder bei

voller und dauerhafter Erwerbsminderung keine oder nur geringe

Einnahmen haben. Mit der Grundsicherung soll die sogenannte

„verschämte Armut“ von Menschen in Notlage verhindert werden.

Antragsberechtigt auf Leistungen der Grundsicherung sind:

- Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben,

- Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und aus

medizinischen Gründen dauerhaft vollerwerbsgemindert sind

und bei denen es unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung

behoben werden kann.

Kontakt SG Lebensunterhalt/Grundsicherung:

Rosemarie Neumann, Tel.: 03583 721710

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Eingliederungshilfe

Das Sachgebiet Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

ist Ansprechpartner in allen Fragen der sozialen Rehabilitation

behinderter Menschen im Landkreis Görlitz. Im Rahmen ihrer

wird umfassend zu den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch

(SGB) Zwölftes Buch (XII) beraten und bei Bedarf konkrete Hilfe

eingeleitet.

Das Leistungsangebot:

- Beratung zu Hilfsmitteln und notwendigen Gebrauchsgegenständen,

ohne die infolge einer Behinderung die Teilhabe am

Leben in der Gemeinschaft nicht möglich wäre,

- Beratung und Unterstützung zur heilpädagogischen Förderung

im Vorschulalter,

- Unterstützung bei der Auswahl und Einleitung geeigneter Hilfen

zur Realisierung einer angemessenen Schul- und Berufsaubildung

bzw. Weiterbildung,

- Beratung und Hilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft,

- Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Wohnform,

der Betreuung im gewohnten Umfeld und der Beantragung

notwendiger Anpassungsmaßnahmen in einer eigenen Wohnung.

Kontakt:

Kerstin Aye, Tel.: 03581 663-2173,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Hilfe zur Pflege

Im Sachgebiet Hilfe zur Pflege wird zu Fragen der Pflege beraten

und finanzielle Hilfe an leistungsberechtigte Personen geleistet.

Hilfe zur Pflege erhalten Personen, die wegen einer körperlichen,

geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung

in erheblichem oder höherem Maße für die gewöhnlichen und

wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens

in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und

hauswirtschaftlicher Versorgung voraussichtlich für mindestens

6 Monate der Hilfe bedürfen.

14


Informationsbroschüre

Darüber hinaus haben Personen, die

- keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben,

- einen geringeren Hilfebedarf als Pflegestufe 1, oder

- vorübergehend hilfebedürftig (6 Monate) sind,

- Anspruch auf diese Hilfe.

Die Hilfe umfasst häusliche Pflege, Hilfsmittel, teilstationäre

Pflege, Kurzzeitpflege und stationäre Pflege. Stationäre Pflege

wird nur gewährt, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege

nicht möglich oder ausreichend sind oder wegen der Besonderheit

des einzelnen Falles nicht in Betracht kommen.

Da Leistungen der Pflegeversicherung vorrang haben vor Sozialhilfeleistungen,

ist immer auch ein Antrag bei der Pflegekasse

zu stellen. Ob die Voraussetzungen für die Zugehörigkeit zum

Personenkreis der Pflegebedürftigen erfüllt sind, wird vom

Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder im Falle

einer fehlenden Krankenversicherung durch das Gesundheitsamt

begutachtet.

Kontakt SG Hilfe zur Pflege:

Rosemarie Neumann, Tel.: 03583 721710,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Schwerbehindertenrecht

Menschen sind behindert, wenn die körperliche Funktion, geistige

Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit

länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter

typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am Leben

in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Die Auswirkungen auf die

Teilhabe am Leben in der Gesellschaft werden als Grad der Behinderung

nach Zehnergraden abgestuft festgestellt.

Seit dem 01.08.08 ist für die Feststellung des Grades einer Behinderung

(GdB) der Landkreis zuständig. Im Landkreis Görlitz

erfolgt diese Feststellung auf Antrag im Sozialamt, Sachgebiet

Schwerbehindertenrecht. Dazu werden von den jeweils behandelnden

Ärzten Befunde abgefordert, Gutachten eingeholt und

ausgewertet und so der Grad der Behinderung festgestellt. Die

Schwerbehinderteneigenschaft entsteht mit dem Eintritt einer

Behinderung, die mit einem Gesamt-GdB von mindest 50 zu

bewerten ist.

Personen, bei denen ein Grad der Behinderung von wenigstens

50 festgestellt ist, erhalten einen Schwerbehindertenausweis mit

dem sie ihre Rechte und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen

können. Sie stehen unter einem besonderen rechtlichen

Schutz.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Merkzeichen, die bei

besonderer Ausprägung der Schwerbehinderung erteilt werden:

Comstock Images

15


Seniorenratgeber Löbau

- „G“ - erheblich gehbehindert

- „aG“ - außergewöhnlich gehbehindert

- „B“ - die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson

ist nachgewiesen

- „H“ - hilflos

- „BL“ - blind

- „RF“ - Rundfunkgebührenbefreiung/Sozialtarife

- „GL“ - gehörlos

Diese Merkzeichen sind neben dem Grad der Behinderung auf

den Schwerbehindertenausweisen dokumentiert.

Das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht stellt den Schwerbehindertenausweis

und alle erforderlichen Bescheinigungen

(z.B. Steuerbescheinigung) aus. Auf Wunsch des Antragssteller

werden die Ausweise an die Gemeinde zur Abholung zugesandt.

Zudem ist das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht dafür zuständig,

Ansprüche nach dem Landesblindengesetz (LBlindG) und die

Zahlung der entsprechenden Leistungen festzustellen.

Blinde, hochgradig Sehschwache, Gehörlose und schwerstbehinderte

Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben und im

Freistaat Sachsen ihren Wohnsitz haben erhalten zum Ausgleich

ihrer behinderungsbedingten Mehraufwendungen Leistungen

nach diesem Gesetz.

Kontakt SG Schwerbehindertenrecht/

Landesblindengesetz

Tel.: 03583 721740,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Wohngeld

Wohngeld ist die Unterstützung von Bund und Land an Bürger,

die auf Grund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss zur

Miete (Mietzuschuss) oder zu den Kosten selbstgenutzten Wohneigentums

(Lastenzuschuss) erhalten.

Wohngeld als Mietzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Mietzuschuss ist jede natürliche

Person, die Wohnraum gemietet hat, diesen selbst nutzt und die

Miete dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

- mietähnliche Nutzungsberechtigte, insbesondere Inhaber eines

mietähnlichen Dauerwohnrechts,

- Personen, die Wohnraum im eigenen Haus bewohnen, das mehr

als 2 Wohnungen hat,

- Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes oder entsprechender

Gesetze der Länder, die nicht nur vorübergehend

aufgenommen sind.

Wohngeld als Lastenzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Lastenzuschuss ist jede natürliche

Person, die Eigentum an selbstgenutzten Wohnraum hat und die

Belastung dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

- Personen mit einer Erbbauberechtigung,

- Personen mit einem eigentumsähnlichen Dauerwohnrecht,

- ein Wohnrecht oder ein Nießbrauchinhaber und

- Personen, die Anspruch auf Bestellung oder Übertragung des

Eigentums, des Erbbaurechtes, des eigentumsähnlichen Dauerwohnrechtes,

des Wohnungsrechts oder des Nießbrauchs

haben.

Antragstellung

Anträge erhalten Sie in der Wohngeldstelle des Landratsamts

sowie in den Stadt und Gemeindeverwaltungen. Der Antrag muss

vom Wohngeldberechtigten gestellt werden. Wohngeldberechtig

ist, der den Mietvertrag unterschrieben hat bzw. der Eigentümer

eines Eigenheims oder Eigentumswohnung ist und diese Wohnung

oder Eigenheim selbst bewohnt. Haben mehrere Personen

den Mietvertrag unterschrieben oder sind mehrere Personen

Eigentümer und sind sie zugleich Haushaltsmitglieder, ist der

Wohngeldberechtigte durch diese zu bestimmen.

Bearbeitung/Bewilligungsbescheid

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Wenn

Sie nach Ablauf des Bewilligungsbescheides weiter Wohngeld

in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie es erneut beantragen

(Wiederholungsantrag). Stellen Sie aber den Wiederholungsantrag

möglichst etwa 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungs-

16


Informationsbroschüre

zeitraumes. So können Sie unter Umständen vermeiden, dass die

Wohngeldzahlung unterbrochen wird.

Die Verwaltung wird Sie nach Prüfen ihres Gesamteinkommens

und aller Belastungen Sie schriftlich in einer angemessenen Frist

über das Ergebnis durch einen Bescheid in Kenntnis setzen.

Kontakt SG Wohngeld:

Erika Freund, Tel.: 03585 44-1760,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sozialleistungen und Hilfen

Das Pflegenetzwerk im Landkreis Görlitz

Seit dem 1. Januar 2009 haben alle Bürger einen individuellen

Rechtsanspruch auf eine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Seit

2009 gibt es deshalb einen virtuellen sächsischen Pflegestützpunkt

im Internet. Die ehemalig Staatsministerin Christine Clauß und

Vertreter der Pflegekassen unterzeichneten 2009 bei der ersten

landesweiten Netzwerkkonferenz eine Kooperationsvereinbarung.

Inhalt: Aufbau einer vernetzten Pflegeberatung.

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Der Freistaat Sachsen hat sich demnach entschieden, keine

Pflegestützpunkte im Sinne des § 92c SGB XI einzurichten. Dieser

Rechtsanspruch wird mittels einer vernetzten Pflegeberatung

realisiert. Das geschieht über die Vernetzung der vorhandenen

Strukturen und deren weiteren Ausbau. Der Landkreis Görlitz war

eine von drei Modellregionen, in der die vernetzte Pflegeberatung

getestet wurde und seit März 2010 weiterentwickelt wird.

Als Partner des Netzwerkes zählen insbesondere:

» die Kranken- und Pflegekassen

» der Landkreis

» weitere Sozialleistungsträger

» die Leistungserbringer (z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser,

Reha-Einrichtungen) und deren Verbände

» die Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sowie

» die Anbieter niedrigschwelliger Betreuungsangebote.

Im Vordergrund der trägerübergreifenden Beratung steht dabei

der Grundsatz „ambulanter vor stationärer Versorgung“. Nun gilt

es, das Internetportal „Pflegenetz“ inhaltlich weiter zu komplettieren.

Die genaue Bezeichnung lautet:

www.pflegenetz.sachsen.de

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Apotheker Dr. Hartmut Scheibner

Unser Service:

Blutdruck messen • Kosmetikberatung

Anmessen von Stütz- u. Kompressionsstrümpfen

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Mo.–Fr.: 8.00–18.30 Uhr

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Beratung und Service für Ihre Gesundheit!

17


Seniorenratgeber Löbau

Pflegebedürftigkeit – was gilt

seit dem 1. Januar 2017

Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Der Rechtsbegriff der Pflegebedürftigkeit bezeichnet einen Zustand,

in dem eine kranke oder behinderte Person ihren Alltag

dauerhaft nicht selbstständig bewältigen kann und aus diesem

Grunde auf Hilfe durch andere angewiesen ist.

Dieser Begriff der Pflegebedürftigkeit ist in den §14 Abs. 1 SGB XI

und § 61 SGB XII festgeschrieben.

Der Hilfebedarf muss durch eine Krankheit oder Behinderung

verursacht sein, also einer Schädigung des Stütz- und Bewegungsapparates,

der inneren Organe oder des Zentralnervensystems

und das dauerhaft. Die Schädigung sollte länger als 6

Monate andauern.

Der Hilfebedarf muss sich daher lt. Gesetz auf die gewöhnlichen

und regelmäßigen Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens

beziehen, also die Körperpflege, Ernährung, Mobilität und die

hauswirtschaftliche Versorgung.

Andere als diese genannten Bereiche werden im Gesetz nicht

berücksichtigt.

Formen der Hilfe bestehen im Unterstützung geben, in der Teilund

Übernahme oder in der Beaufsichtigung und Anleitung zu

Handhabungen mit dem Ziel der selbständigen Verrichtungen.

Hilfe besteht auch in der Bereitstellung von Mitteln, die der

Pflegebedürftige braucht, um ihn in die Lage zu versetzen, o.g.

Dinge selbst auszuführen. Das können z.B. Rollatoren zum Bewegen,

Kleidungsstücke oder Wasser zum Waschen sein.

Pflegebedürftigkeit gibt es natürlich nicht nur im Alter, es können

genauso auch Kinder und Erwachsene neben den Senioren

chronisch krank sein oder durch einen Unfall längere Zeit starke

Einschränkungen haben. Statistisch gesehen wird sich in den

kommenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen erhöhen und

damit die Gesellschaft in ihrer Sozial- und Gesundheitspolitik

zunehmend fordern.

Was ist neu seit 2017?

Seit dem 1. Januar 2017 ist die Umstellung von Pflegestufen auf

Pflegegrade im Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) wirksam.

Sie ermöglichen jetzt auch Menschen mit Demenz einen besseren

Zugang zur Pflege als bisher.

Das Zweite Pflegestärkungsgesetz definiert neu, wer Pflege

braucht und legt daneben ein neues Begutachtungsverfahren

fest.

Warum war diese Umstellung erforderlich?

Die Pflegeversicherung hat nicht nur die Menschen mit körperlichen

Einschränkungen im Blick.

Das reicht heute nicht mehr aus, denn seit der Einführung vor

20 Jahren hat sich dieser Aspekt als nicht mehr ausreichend erwiesen.

Menschen mit Demenz sind zwar körperlich oft noch in der Lage,

viele Dinge zu tun, haben aber vergessen, wie die einzelnen Dinge

erledigt werden. Demgemäß werden durch die neue Form der

Begutachtung geistige und psychische Beeinträchtigungen mehr

mit eingeschlossen, so dass körperliche und geistige Gebrechen

zukünftig bei der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden.

Dort wird es nun die Einstufung in 5 Pflegegrade geben, d.h. es

wird ermittelt, wie selbstständig der Versicherte noch ist und in

welchem Maß er auf Unterstützung angewiesen ist.

Fotolia © Dean Mitchell

18


Informationsbroschüre

Die Pflegegrade werden bei der Begutachtung in sechs

Lebensbereiche gegliedert:

- Mobilität (z.B. Treppensteigen),

- geistige und kommunikative Fähigkeiten (z.B. örtliche und

zeitliche Orientierung),

- das Verhalten (z.B. nächtliche Unruhe oder autoaggressives

Verhalten),

- die Selbstversorgung (z.B. Körperpflege und Ernährung),

- der Umgang mit Erkrankungen und Belastungen (z.B. Medikation,

Therapieeinhaltung) und

- die sozialen Kontakte (z.B. Gestaltung des Tagesablaufes).

Zeitliche Vorgaben gibt es so nicht mehr, sondern die bei der

Begutachtung ermittelten Einzelpunkte werden addiert und

ergeben dann den Pflegegrad.

Pflegegrad 1

geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit

(ab 12,5 unter 27 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 2

erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit

(ab 27 bis unter 47,5 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 3

schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 47,5 bis

unter 70 Ges.-Pkte)

Pflegegrad 4

schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 70 bis

unter 90 Ges.-Pkte)

Aber: die Feststellung und der Leistungserwerb aus der Pflegeversicherung

erfolgte bis 31.12.2016 nach dem zum Zeitpunkt

der Antragstellung geltenden Recht.

Wie erfolgt die Überleitung von bestehenden Pflegestufen

in die künftigen Pflegegrade?

Liegt eine Pflegestufe bis 31.12.2016 schon vor oder ist bis dahin

ein Anspruch bis 31.12.2016 schon festgestellt worden, so wird

ohne erneute Begutachtung ein Pflegegrad zugeordnet.

Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz:

Von Pflegestufe I in den Pflegegrad 2

Von Pflegestufe II in den Pflegegrad 3

Von Pflegestufe III in den Pflegegrad 4

Von Pflegestufe III in den Pflegegrad 5 (Härtefall)

Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz:

o. gleichzeitige Pflegestufe = Pflegegrad 2

b. gleichzeitigem Vorl. Pflegestufe I = Pflegegrad 3

b. .gleichzeitigem Vorl. Pflegestufe II = Pflegegrad 4

b. .gleichzeitigem Vorl. Pflegestufe III = Pflegegrad 5

(ohne oder mit Härtefall)

Stellt das eine Schlechterstellung bestehender Verträge

dar?

Es wird niemand schlechter gestellt. Bestehende Pflegestufen

werden in entsprechende Pflegegrade umgewandelt. Ein Versicherter

in Pflegestufe I mit Demenz, der zuhause gepflegt wird,

wechselt dann in Pflegegrad 3.

Finanziell heißt das, dass er statt bisher 316 Euro seit 2017 dann

545 Euro im Monat bekommt.

Pflegegrad 5

schwerste Beeinträchtigung d. Selbständigkeit

mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

(ab 90–100 Ges.-Pkte)

19


Seniorenratgeber Löbau

Weißenberger Straße 1 - Löbau

Promenadenring 16 – Löbau

stilvolles Gründerzeithaus mit 20 Wohneinheiten

markantes Jugendstilhaus mit 30 Wohneinheiten

Ansprechpartnerin für begleitetes Wohnen in beiden Häusern: Frau Weber – Tel.: 03585 - 41 51

Dammstraße 16 – Löbau

modernes Pflegeheim für die stationäre Pflege mit 41 Plätzen

Ansprechpartnerin: Frau Riegel – Tel.: 03585 - 41 50

Pflegerische Versorgung

durch unser Pflegepersonal oder einem Pflegedienst Ihrer Wahl

Unsere Wohneinheiten befinden sich in komplett

sanierten und restaurierten Gebäuden im Stadtgebiet

von Löbau. Sie können Wohnungsgrößen zwischen 29

und 40 m 2 wählen, die alle barrierefrei und mit rollstuhlgerechter

Dusche ausgestattet sowie mit Fahrstuhl

erreichbar sind. Mit eigenen Möbeln können Sie sich

nach Ihrem Geschmack einrichten.

Auf Wunsch stellen wir Ihnen aber auch Küche und

Schrankbett zur Verfügung. Alle Zimmer verfügen

über ein hausinternes Notrufsystem, so dass Sie Ihren

Lebensabend eigenständig gestalten können, im Be-

Menü-Service

täglich frisches Essen aus unserer hauseigenen Küche

20


Informationsbroschüre

Unsere Mietwohnungen:

Aufteilung einer Etage im Gebäude

„Weißenberger Straße 1“

darfsfall aber sofort professionelle und

wirksame Hilfe an Ihrer Seite wissen. Jedes

Haus verfügt über Gemeinschaftsräume,

die dem Austausch mit anderen Mietern,

gemeinsamer Freizeitgestaltung oder auch

der Durchführung von Familienfeiern dienen.

Kleine, liebevoll gestaltete Gartenanlagen

sorgen für angenehmen Aufenthalt

an frischer Luft. Wir bieten Ihnen regelmäßig

vielgestaltige Freizeitmöglichkeiten

an. Von Ausflügen, Veranstaltungen und

Kutschfahrten können Sie gern Gebrauch

machen. Speziell ausgestattete Baderäume

können für Pflegebäder (auf Wunsch mit

Betreuung) genutzt werden. Überzeugen

Sie sich am besten vor Ort - wir freuen uns

auf eine gemeinsame Besichtigung.

Das

Grundrissbeispiel

zeigt die

Aufteilung einer Etage in

verschiedenen Wohnraumgrößen.

Aus guten Grund haben wir uns entschieden,

hauptsächlich 1-Raum-Wohnungen zu

vermieten. Erfahrungsgemäß haben Fürsorge,

Begleitung, Betreuung aber auch Pflege für hilfsbedürftige

Menschen Priorität vor Wohnungsgröße.

Begleitetes Wohnen – Ein Angebot von:

...begleitetes Wohnen mit Leistungen Ihrer Wahl.

Begleit-Service

erleichtert täglich Wege und Verrichtungen außer Haus

Ivette Riegel – MBA (Health Care Management),

Diplom-Pflegewirtin (FH) / examinierte Krankenschwester

Private Hauskranken- und Altenpflege • Privates Pflegeheim

Dammstr. 9 • 02708 Löbau

Tel.: 03585 - 41 50 • Fax: 03858 41 52 00

Mobil: 0171 50 79 79 9

www.pflege-mit-herz-loebau.de

Hauswirtschafts-Service

Hilfe rund um den Haushalt

21


Seniorenratgeber Löbau

Pflegestufe bei 580 Euro festgeschrieben. Gegenwärtig steigt mit

Höhe der Pflegestufe zumeist auch der Eigenanteil, den das Heim

von dem Bewohner verlangt.

Fotolia © Dean Mitchell

Pflegegrad Monatliche Leistung in EUR

Im Pflegeheim

2 770

3 1.262

4 1.775

5 2.005

5 1 2.005

Pflege zuhause seit 2017

Für die Pflege zuhause gibt es Pflegegeld für Angehörige und

Hilfe von Profikräften. Pflegegrad 1 kommt neu hinzu.

Pflegegrad Monatliche Leistung in EUR

Pflegegeld Pflegedienst

2 316 689

3 545 1.298

4 728 1.612

5 901 1.995

5 1 901 1.995

1

Der Härtefall deckt die Pflege mit

außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand mit

und ohne Demenz ab

Pflege im Heim seit 2017

Auch bei einer Pflege im Heim gibt es (außer in Pflegestufe I und

II ohne Demenz) mehr Geld.

Pflegebedürftige mit dieser Einstufung haben jedoch Bestandsschutz.

Das heißt, sie bekommen auch zukünftig denselben

Betrag von der Pflegekasse, den sie bisher in ihrer Pflegestufe

erhalten haben. Erst bei einem Antrag auf eine Höherstufung

von Pflegeleistungen wird nach den neuen Regeln begutachtet

und dann eingestuft.

Der Eigenanteil der Heimbewohner wird unabhängig von der

1

Der Härtefall deckt die Pflege mit

außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand mit

und ohne Demenz ab

Wird aus Pflegestufe 0 automatisch Pflegegrad 1?

Er steht Versicherten zu, die oft im geringen Maß körperlich eingeschränkt

sind.

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind dafür gedacht, dass

ein Mensch noch möglichst lange zuhause wohnen kann. Zu

den Leistungen gehören eine Pflegeberatung in den eigenen vier

Wänden, Hilfsmittel zur Pflege, sowie Zuschüsse für den barrierefreien

Umbau der Wohnung (4.000 Euro pro Maßnahme) und das

Wohnen in einer betreuten Wohngruppe (205 Euro monatlich).

Wählt der Versicherte doch das Heim, steht ihm in Pflegegrad 1

ein Zuschuss von 125 Euro zu.

Was ist mit den zusätzlichen Betreuungsleistungen

und der Verhinderungspflege?

Bisherige Leistungen der Pflegeversicherung wie das Recht

auf Pflegeberatung, Zuschüsse für barrierefreien Umbau oder

Hilfsmittel für die Pflege wird es weiterhin geben. Für 4 Wochen

Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung oder die Ersatzpflege bei

der Vertretung des pflegenden Angehörigen gibt es 1.612 Euro im

Jahr.

Beide Leistungen können auch weiterhin kombiniert werden.

Statt der zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen

22


Informationsbroschüre

in Höhe von 104 Euro für alle Pflegebedürftigen und 208 Euro

für Pflegebedürftige mit einer stark ausgeprägten Demenz soll

es ab 2017 einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von

125 Euro geben.

Das Geld gibt es zum Beispiel, wenn ein Pflegedienst vorliest

oder mit spazieren geht. Auch kann es für die Tagespflege,

die Kurzzeitpflege und Betreuungsangebote verschiedener

Dienste genutzt werden.

Tages- und Nachtpflege seit 2017

Die Leistungen der Tagespflege erhöhen sich. In Pflegegrad 2 soll

es ab 2017, 698 Euro statt bisher 231 Euro in Pflegestufe 0 geben.

Pflegegrad Monatliche Leistung in EUR

Mit und ohne Demenz

2 689

3 1.298

4 1.612

5 1.995

Rund um die Uhr für Sie unterwegs

Ihr DRK Löbau

DRK Pflegedienst

für Löbau und Umgebung

Tel.: 03585 4137742

DRK Seniorenwohnanlage

und Seniorenclub in Löbau

Tel.: 03585 4137743

DRK Tagespflege

für Löbau und Umgebung

Tel.: 03585 404220

Wohnanlage Löbau

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unsere Leistungen:

+ Häusliche Krankenpflege

+ Med. Behandlungspflege

+ Hauswirtschaftliche Hilfen

+ Einkaufsservice

+ Pflegekostenberatung

+ Menü-Liefer-Dienst

+ Hausnotruf

+ barrierefreies Wohnen

+ tägliche Betreuung in der

Tagespflege

+ gemeinsame Ausflüge und

Veranstaltungen

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, WIKIPEDIA

www.drk-loebau.de

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Löbau-Zittau

in

guten

Händen

Besuchen Sie uns in unseren Apotheken und auf unserer Homepage,

um sich über unsere aktuellen Angebote und Aktionen zu informieren.

Häusliche Krankenpflege

Sozialstation Löbau

Tel.: 03585 41 37 452

Seniorenwohnen Löbau

Tel.: 03585 47 66 0

Tagespflege „Gute Jahre“

Löbau Tel.: 03585 41 38 110

Seniorenzentrum Kirschgarten

Hochkirch

Sozialstation, Tages- u. Kurzzeitpflege

Tel.: 035939 88 39 30

www.dwlz.de | info@dwlz.de

Fotolia © Miriam Dörr

23


Seniorenratgeber Löbau

Information zur Deutschen Rentenversicherung Bautzen

Die Deutsche Rentenversicherung in Bautzen versteht sich als

regionale Dienststelle der Rentenversicherungsträger, die Auskünfte

zu gesetzlichen Leistungen erteilt, bei Anträgen zur Bewilligung

der Rente hilft oder beratend zur Verfügung steht. Das

Leistungsspektrum der Deutschen Rentenversicherung in Bautzen

beinhaltet aber nicht nur Informationen zur Altersvorsorge

oder zur Grundsicherung, sondern umfasst auch die ausführliche

Beratung und Unterstützung bei Rehabilitations-Angeboten.

Gemeinsam mit den deutschen Krankenkassen oder vergleichbaren

Trägern koordiniert und klärt die Rentenversicherung in

Bautzen etwa die Zuständigkeit eines Kostenträgers für derartige

Maßnahmen. Über diesen Service hinaus bietet die Deutsche

Rentenversicherung in Bautzen zu speziellen Sprechzeiten, auf

entsprechenden Seminaren oder weiterführenden Veranstaltungen

vielfältige Informationen zu allen Fragen mit Rentenbezug.

Viele Service-Angebote der Deutschen Rentenversicherung in

Bautzen lassen sich außerdem online nutzen. Die Versicherungs-

berater in Bautzen geben gern Auskunft über Rehabilitation, BfA

oder auch Rentenbeginn.

Deutsche Rentenversicherung in Bautzen

Steinstraße 8, 02625 Bautzen

Telefon: 03591 672 20, Fax: 03591 312 24

E-Mail: service@drv-md.de

Für eine schnelle Antwort ist das Kunden-Service-Center

von Di + Do 8–17 Uhr, Mi von 8–15 Uhr und Fr. 8–13 Uhr per

Telefon, unter der oben genannten Nummer, erreichbar.

Öffnungszeiten:

Mo 8.00 – 15.00 Uhr

Di 8.00 – 18.00 Uhr

Mi 8.00 – 13.00 Uhr

Do 8.00 – 15.00 Uhr

Fr 8.00 – 12.00 Uhr

Fotolia © Elisabeth Klein

24


Informationsbroschüre

Die Flexirente

Die Flexirente ist keine neue Rentenart, sondern gemeint mit

diesem Begriff sind die Änderungen der Hinzuverdienstmöglichkeiten

für die vorzeitige Altersrente ab 1. Juli 2017. Betroffen

sind alle Altersrentner, die die Regelaltersgrenze (siehe Übersicht

am Schluss) noch nicht erreicht haben.

Ab Erreichen der Regelaltersgrenze gibt es für den Hinzuverdienst

keine Einschränkungen. Durch die Flexirente soll die Vereinbarkeit

von Erwerbstätigkeit und vorzeitigem Rentenbezug

verbessert werden. So funktioniert das neue Recht:

Jeder Versicherte kann künftig einen Jahreshinzuverdienst von bis

zu 6.300,00 EUR erzielen, ohne dass dieser den Rentenanspruch

mindert. Hinzuverdienst über dieser Grenze wird in Höhe von

40 % auf die Rente angerechnet. Die Rente wird dann als Teilrente

gezahlt. Verdient z. B. ein Rentner monatlich 600,00 EUR,

ergibt das einen jährlichen Hinzuverdienst von 7.200,00 EUR.

Der Grenzbetrag wird also um 900,00 EUR überschritten. 40 %

davon, das sind 360,00 EUR, werden auf die Rente angerechnet,

der monatliche Rentenanspruch vermindert sich somit um 30,00

EUR (ein Zwölftel von 360,00 EUR). Im Vergleich zum bisherigen

Recht, bei dem derselbe Hinzuverdienst zu einer monatlichen

Rentenkürzung von mehreren Hundert Euro geführt hätte, ist

das eine deutliche Verbesserung.

Teilrente und Hinzuverdienst dürfen zusammen den so genannten

Hinzuverdienstdeckel nicht übersteigen. Das ist der Betrag,

der sich ergibt, wenn die höchsten Entgeltpunkte aus den letzten

15 Kalenderjahren vor Rentenbeginn mit der Bezugsgröße, einem

von Statistikern ermittelten Wert, multipliziert werden. Bei einem

Durchschnittsverdiener ist das derzeit ein Monatsbetrag von

2.975,00 EUR - für die meisten arbeitenden Teilrentenbezieher

dürfte der Hinzuverdienstdeckel damit keine praktische Bedeutung

haben.

Interessante Möglichkeiten ergeben sich auch für Versicherte,

die nach Rentenbeginn nicht auf längere Dauer weiterarbeiten

wollen. Da der anrechnungsfreie Hinzuverdienst von 6.300,00

EUR ein Jahresbetrag ist und auch dann voll zur Verfügung steht,

wenn die Rente erst im Jahresverlauf beginnt, ist es in der Regel

sinnvoll, diesen Betrag zunächst auszuschöpfen die Beschäftigung

erst einige Monate nach Rentenbeginn aufzugeben.

Übersicht Regelaltersgrenze

Geburtsjahrgang Regelaltersgrenze

Jahre

Monate

1952 65 6

1953 65 7

1954 65 8

1955 65 9

1956 65 10

1957 65 11

1958 66 0

1959 66 2

1960 66 4

1961 66 6

1962 66 8

1963 66 10

1964 und jünger 67 0

Bearbeitungsstand: 08.05.2017

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gesetzl. Rentenversicherung

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Sozialverfahren

● DDR-Zusatzversorgung

(„Intelligenzrente“)

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Diplom-Verwaltungswirt Christian Lindner – Rentenberater

Dresdner Str. 17 • 01465 Dresden-Langebrück

Tel.: 035201 / 7 07 97 • Fax 7 07 98 • www.rentenberatung-lindner.de

25


Seniorenratgeber Löbau

Weitere Leistungen

Entlastungsbedarf (bisher als zusätzliche Betreuungsund

Entlastungsleistungen bezeichnet)

- Seit 2015 besteht der Anspruch für alle Pflegebedürftigen auf

den Entlastungsbetrag. Seit 2017 besteht der Anspruch ab

dem Pflegegrad 1.

- Der Leistungsanspruch für den Entlastungsbedarf beträgt ab

01.01.2017 einheitlich 125,00 EUR. Dennoch ist weiterhin die

Möglichkeit des Ansparens gegeben. Nicht genutzte Betreuungs-

und Entlastungsleistungen aus den Jahren 2015 und

2016 können noch bis 31.12.2018 gewährt werden, sie gelten

als pauschal die nicht verfallen und können gegebenenfalls

auch zur nachträglichen Kostenerstattung eingebracht werden

und sind mit entsprechender Quittung zu belegen.

- Beim Entlastungsbetrag handelt es sich um eine zweckgebundene

Zuschussleistung für die gesetzlich nominierten

Sachleistungsangebote. Hierbei handelt es sich um Angebote,

die auf die Entlastung der/des pflegenden Angehörigen/Lebenspartners

bzw. Pflegepersonen ausgerichtet sind.

- Der Entlastungsbetrag kann auch die Regelleistung der Tagesund

Nachtpflege sowie der Kurzzeitpflege ergänzen. Das aber

nur insoweit, als damit die Leistungen für einen längeren Zeitraum

oder in höherer Frequenz beansprucht werden können.

Eigenanteile für Unterkunft, Verpflegung o.ä. können ebenfalls

im Rahmen der zusätzlichen Betreuung erstattet werden.

Unterstützungsleistungen im Alltag (bisher bezeichnet

als „Niedrigschwellige Entlastungsangebote“)

- Zu den Unterstützungsleistungen (Niedrigschwelligen Betreuungsangeboten)

zählen insbesondere Leistungen von/der

- Betreuungsgruppen für Menschen mit erheblichem allgemeinem

Betreuungsbedarf (z.B. Alzheimergruppen)

- Helferinnenkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender

Angehöriger/Lebenspartner bzw. Pflegepersonen im

häuslichen Bereich

- Agenturen zur Vermittlung von Betreuungsleistungen für

Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf

- Tagesbetreuung in Kleingruppen (Tagesmuttermodell) oder

Einzelbetreuung

- Familienentlastende Dienste

Voraussetzung ist, das es sich um geförderte bzw. förderungsfähige

Angebote nach § 45c SGB XI handelt.

- Die Pflegekasse erstattet Ansprüche mit bis zu 125,00 EUR

monatlich. Nicht in Anspruch genommene Beträge können in

den Folgemonaten des Kalenderjahres berücksichtigt werden.

- Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können als Sonderregelung

noch bis 31.12.2018 verwendet werden.

- Die Erstattung erfolgt gegen Nachweis entsprechender

Aufwendungen und ergänzt bei Pflegebedürftigen die ambulanten

Leistungen (Pflegegeld, Pflegesachleistung, Kombinationsleistung)

sowie die teil- bzw. stationären Leistungen

(Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege)

- Den Antrag für die zusätzlichen Betreuungsleistungen können

der Versicherte oder eine von dieser Person Bevollmächtigter

bzw. dessen Betreuer oder gesetzlicher Vertreter stellen.

- Unterstützungsleistungen im Alltag dienen der Deckung

des Bedarfs an Unterstützung im Haushalt, insbesondere

bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, bei der Bewältigung

von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen

des Alltags oder bei der eigenverantwortlichen Organisation

individuell benötigter Hilfeleistungen. Sie dienen der

Entlastung des Angehörigen bzw. der Pflege durchführenden

Person.

- Es ist die Dienstleistung einer Alltagsbegleitung, eine organisatorische

Hilfeleistung oder Unterstützungsleistung für den Angehörigen

bzw. Pflegenden zur Bewältigung des Pflegealltags

- Als förderungsfähige Entlastungsangebote für Unterstützungsleistungen

im Alltag kommen anerkannte, zugelassene haushaltsnahe

Dienstleistungen und Alltagsbegleiter in Betracht.

26


Rollatoren im Alltag älterer Menschen

Während gehbehinderte Menschen früher ausschließlich mit

Stöcken unterwegs waren, haben deren Aufgaben heute fast

vollständig Rollatoren übernommen. Allerdings ist die Anschaffung

solcher Bewegungshilfen nicht billig. Wer sparen will, sollte

vorher seinen Arzt konsultieren und genau prüfen.

Rollatoren in unserem Straßenbild

Obwohl die erste fahrbare Gehhilfe in einer Zeitschrift bereits

1916 vorgestellt wurde, dauerte es bis zum Jahre 1978, als die

an Kinderlähmung erkrankte Schwedin Aina Wifalk den heute

gebräuchlichen Rollator hoffähig machte. Ab Anfang der 1990er

Jahre setzte er sich peu à peu auch in Deutschland durch. Mittlerweile

gehört er zu unserem Straßenbild, denn viele ältere

Menschen können oder wollen auf ihre rollende Stütze im

Alltagsleben nicht verzichten. In hervorragender Weise erleichtert

er das Laufen und ermöglicht ihnen die Teilnahme am öffentlichen

Leben.

Informationsbroschüre

Arnd Krenz

verwenden wollen. Fabrikate gibt es viele: solche, die nur für

den Außenbereich gedacht sind, solche für innen oder praktische

Modelle, wo 2 in einem vereint sind. Egal wie viele bzw.

welchen Rollator Sie nehmen, angebracht wäre, wenn er über

eine Hand- sowie Feststellbremse verfügen würde und Sie ihn

für Transportzwecke zusammenklappen könnten. Mehr als

7 kg darf er übrigens nicht wiegen, um Ihnen das Anheben nicht

unnötig schwer zu machen. Gleichzeitig muss der Rollator derart

stabil sein, dass er 100 kg Last und mehr, einschließlich gefüllter

Einkaufstasche, aushält. Und damit Sie ohne krummen Rücken

allezeit beschwerdefrei unterwegs sind, sollten die Griffe, stehen

Sie als Nutzer gerade, Ihnen bis ans Handgelenk reichen.

Rollatoren auf Rezept günstig finanzieren

Die Anschaffung eines Rollators ist keine billige Angelegenheit.

Die Preisskala bewegt sich zwischen 50 und 300 EUR, mitunter

sind sie auch teurer. Besonders bei knapper Rente sollten Sie sich

erkundigen, wie Sie solch einen Rollator am besten finanzieren.

Die erste Adresse in dieser Angelegenheit sollte Ihr Arzt sein. Allein

er kann Ihnen einen Rollator verschreiben. Allerdings muss

die Krankenkasse vorher noch ihr O.K. geben. Erst dann dürfen

Sie Ihren Rollator aus dem Sanitätshaus holen. Möchten Sie nicht

zuzahlen, darf es aber nur einer im mittleren Preissegment sein.

Einige Sanitätshäuser bieten ebenso gebrauchte Rollatoren an.

Sind sie in einem guten Zustand, wären derartige Modelle eine

Alternative.

Worauf Sie beim Kauf eines Rollators achten müssen

Haben Sie ein Rezept erhalten oder möchten den Rollator aus

eigener Tasche bezahlen, überlegen Sie bitte, wozu Sie ihn

Fotolia © Bela Hoche

27


Seniorenratgeber Löbau

Sicher und unbeschwert wohnen

im Alter

Arnd Krenz

Kommt man so langsam über die 60 und das Rentenalter rückt

näher, stellen sich viele ernsthaft die Frage: Wie kann ich in Ruhe,

sicher und unbeschwert meinen Lebensabend genießen?

Wie kann ich noch aktiv werden, wie werde ich meine Freizeit

verbringen, welche Hobbys kann ich pflegen und vor allem: Wie

und wo werde ich angemessen und gemütlich wohnen können?

Für jeden Bedarf die passende Wohnform im Alter

Wenn das Treppen steigen beschwerlicher wird und sich gesundheitliche

Einschränkungen bemerkbar machen, wird es

Zeit, einige Jahre voraus zu denken. Wie möchte man leben,

wenn sich vom Einkauf bis zur Hausarbeit immer mehr

Hürden im Alltag auftun oder nach dem Tod des Partners

Einsamkeit droht? Auch wer eigentlich nicht umziehen oder

zumindest in der vertrauten Wohngegend bleiben möchte,

sollte sich rechtzeitig umschauen, welche Wohnmöglichkeiten

für Senioren in Ihrer Nähe geboten werden. Gelegenheiten

dazu sind Tage der offenen Tür oder Eröffnungen von

Wohnanlagen und Heimen, aber auch individuell lässt sich eine

Besichtigung mit ausführlicher Beratung vereinbaren. So kann

man sich ein Bild machen, vergleichen und vielleicht eigene

Wünsche rechtzeitig umsetzen.

Im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben

Über Zuschüsse bei schon bestehender Pflegebedürftigkeit und

Kredite können altersgerechte Umbauten von der Badewanne

mit Einstiegstür über Treppenlifte bis zur Beseitigung von Türschwellen

finanziert werden. Allerdings erfordert die Suche nach

unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und deren Beantragung

viel Kraft und Aufwand. Gut dran ist jeder ältere Hausbesitzer,

der dabei auf die Unterstützung von Familienangehörigen zurück

greifen kann und im Idealfall danach nicht nur von breiteren

Türen und der ebenerdigen Dusche profitiert, sondern die Alltagshilfe

der Familie dazu bekommt. Wo Alt und Jung unter einem

Dach wohnen,

wird es auch nicht

einsam. Mieter

hingegen sollten

sich nicht scheuen,

mit ihrem Vermieter

zu sprechen.

Viele Wohnbaugesellschaften

oder

-genossenschaften

sind durchaus zu

kleineren Umbauten

bereit oder

haben alternativ

schon altersgerechte

Wohnungen

oder sogar betreute

Wohnungen im Angebot.

Zum Service

gehören meist auch

die Unterstützung

für den Umzug und Hilfe bei Behördenanträgen.

Verfallen Sie nicht in Hektik und treffen übereilte Umzugsentscheidungen,

sondern setzen sich zunächst einmal in Ruhe hin

und prüfen an Hand einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten

Checkliste, ob und wo Änderungen in der Wohnung notwendig

sind und ob die Infrastruktur der näheren Umgebung ein angenehmes

Wohnen für die nächsten Jahrzehnte möglich macht.

Alternative Wohnformen

Außerdem wird in unserem Land, angesichts einer immer älter

werdenden Gesellschaft, natürlich auch über alternative Wohnformen

für Senioren nachgedacht.

Die wohl traditionellsten Formen kann man unter dem Begriff

Alten- und Seniorenheime zusammenfassen. Hierher ziehen

Menschen in eigens eingerichtete Wohnanlagen um, in denen

sie, entsprechend ihren Bedürfnissen, entweder Hilfe im Alltag

oder eine komplette Pflege erhalten. Hier steht also das Wohnen

Fotolia © britta60

28


Informationsbroschüre

im Vordergrund und die Menschen bestimmen ihren Tagesablauf

selbst und bekommen dabei Unterstützung in vielen Bereichen.

Zu dieser Art zu wohnen zählen auch sogenannte Seniorenresidenzen,

wo die Anforderungen an Unterbringung und Pflege

höher sind – die Kosten dementsprechend auch.

Demgegenüber spielt in Pflegeheimen die stationäre Pflege älterer

Menschen die größere Rolle. Träger dieser Einrichtungen

sind in der Regel staatliche, kirchliche, karitative oder private

Institutionen. Außerdem kann man auch die verschiedenen

Möglichkeiten des Betreuten Wohnens in Betracht ziehen. Hier

unterstützen professionelle mobile Pflegedienste ältere Menschen

im Alltagsleben. Gewählt werden kann dem Grundsatz

nach zwischen:

Eine besondere Form des alternativen Wohnens wird in sogenannten

Mehrgenerationenhäuser praktiziert. Die Bundesregierung

misst diesen Wohnprojekten große Bedeutung zu und

fördert dieses Konzept. Hier soll die fundamentale Regel „Jung

hilft Alt und umgekehrt“ wiederbelebt werden.

Keiner braucht sich im Alter allein gelassen zu fühlen. Überdenken

Sie ihre derzeitige Lebenssituation und holen Sie sich

rechtzeitig Informationen, damit Sie ihren Ruhestand richtig

genießen können.

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• dem Betreuten Wohnen in einer extra angemieteten

altersgerechten Wohnung,

• dem Betreuten Wohnen zu Hause und

• dem Betreuten Wohnen in Wohngemeinschaften.

Das Ausmaß der Betreuung ist flexibel und orientiert sich bei

diesen Wohnformen an den jeweiligen individuellen Bedürfnissen.

Die Bewohner erhalten sich so eine weitgehend selbstständige

Lebensführung.

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29


Seniorenratgeber Löbau

Alters- und behinderten gerechter Umbau Lortzingstraße 30 und 32

in Löbau durch die Wohnungsgenossenschaft Löbau eG

Bezahlbare Mieten, „Ambulant vor Stationär“ gekoppelt mit dem

Bedürfnis, möglichst lange in der Wohnung zu bleiben, ist für

die meisten älteren Menschen der Grundgedanke und Grundsatz

ihrer Lebensqualität.

• 3-Raumwohnung mit 74,80 m², alters- und

behinderten gerechte Dusche; Badewanne

• Einzelzimmer in Wohngemeinschaften mit ca. 35-45 m²,

Gemeinschaftszimmer, alters- und behinderten gerechte

Dusche

Wir sind für Sie da !

Mit dieser Zielstellung hat die Wohnungsgenossenschaft Löbau

eG nach einjähriger Bauzeit, die Möglichkeit der positiven

Integration von behinderten, pflegebedürftigen und älteren

Menschen im Objekt Lortzingstraße 30 und

32 geschaffen.

Mit dem Einbau eines innen liegenden Aufzuges

vom Keller bis zum 6. Obergeschoss

können die modernisierten Wohnungen

altersgerecht erreicht werden. Mit dem Bau

des behinderten gerechten Zuganges und

der damit verbundenen Erreichbarkeit der

Park- und Hofanlage des Quartieres sowie der angrenzenden

Naherholungsbereiche wurden weiterhin beste Bedingungen für

die Zielgruppe geschaffen.

Fragen zu Wohnungsgröße, Grundrissen und Mietpreisen beantwortet

Ihnen gern die Wohnungsgenossenschaft Löbau eG,

Lortzingstraße 32 in Löbau, Tel.: 03585 404290.

Wir freuen uns auf Sie!

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Wohngemeinschaften sowie 2- und 3-Raumwohnungen mit

Balkon stehen nunmehr zur Vermietung zu Verfügung.

Im Einzelnen:

• 2-Raumwohnung mit 49,29 m², alters- und

behinderten gerechte Dusche

30


Informationsbroschüre

Einkaufen und Kochen leicht

gemacht für Senioren

Arnd Krenz

Wenn tägliche Verrichtungen schwerfallen, steht für viele die

Frage, bleibe ich in meinen vier Wänden, oder bevorzuge eine

altersgerechte Wohnform? Was soll man auch tun, wenn der

Weg zum Markt beschwerlich, und langes Stehen in der Küche

zur Plage wird? In solchen Fällen allerdings ist ein Umzug nicht

zwingend notwendig, denn hier gibt es Dienstleister, die helfen

können.

Selber einkaufen oder einkaufen lassen?

Der tägliche Einkauf wird spätestens dann zum Problem, wenn

Beine und Ausdauer nicht mehr mitspielen. Fehlen dazu noch

Auto und öffentliche Verkehrsmittel, können Fahrdienste bereits

die Rettung sein. Um bequem den nächsten Markt oder

die City erreichen zu können, werden diese von Kleinunternehmen

sowie Wohlfahrtsverbänden angeboten.

Mancherorts gibt es auch ehrenamtliche bzw. auf Nachbarschaftshilfe

basierende Fahrgemeinschaften. Erweitern können

Sie den Fahrdienst durch einen Begleitservice. Das heißt, eine

2. Person unterstützt Sie beim Schieben des Einkaufswagens, bei

der Auswahl von Produkten, hilft beim Bezahlen und trägt Ihre

Tasche. Nehmen Sie solche Dienste in Anspruch, haben Sie den

Vorteil, noch heraus aus Ihrer Wohnung und unter Leute zu kommen.

Selbstverständlich können Sie den Einkauf auch vollends in

fremde Hände geben. In diesem Geschäftsfeld etablieren sich

neuerdings Personen, die einen sogenannten Einkaufsservice

betreiben. Sie arbeiten meist als Kleinunternehmer oder sind

Schüler und Studenten, die ihr Taschengeld aufbessern wollen.

Die Einkäufer kommen ins Haus oder registrieren Ihre Bestellung

per Telefon bzw. Internet. Die Waren bringen Sie dann direkt zu

Ihnen nach Hause. Ähnlich funktionieren die Lieferdienste vieler

Supermärkte: Sie als Kunde geben Ihre Bestellung online auf und

erhalten die Ware 1 bis 6 Tage später bis vor die Haustür geliefert.

Im Kommen ist außerdem der Versand sogenannter Kochboxen.

In der Regel wöchentlich werden Ihnen darin haargenau abgestimmt

alle Zutaten für leckere Gerichte samt Rezept in einem

Paket zugeschickt.

Mittagessen mal

anders

Ihren Einkauf können

Sie wesentlich

reduzieren, wenn Sie

Ihr Mittagessen nicht

bzw. nicht täglich

selber kochen. Egal

ob Stadt oder Land,

in Ihrer Umgebung finden Sie mit Sicherheit Verbände und

Unternehmen, die fertige Mahlzeiten anbieten. Eine preiswerte

Möglichkeit, Essen zu gehen, Leute zu treffen und Kontakte zu

knüpfen, ist der Offene Mittagstisch. Meist sind es Seniorenoder

kommunale Einrichtungen mit angeschlossener Küche, die

solche Tafeln organisieren. Ihr Menü dürfen Sie sich in der Regel

aussuchen und besondere Wünsche, wie Diät- bzw. vegetarische

Kost berücksichtigt die Küche gern. Analog geht es zu beim Mittagessen

für Senioren im Restaurant. Immer mehr Gasthäuser

bieten älteren Menschen diesen Service an, oft auch zu reduzierten

Preisen. Informationen wo und wann offene Mittagstische

stattfinden erfahren Sie im Internet oder Sie wenden sich an

Ihren örtlichen Seniorenrat. Sollten Sie keine Lust verspüren,

mittags die Wohnung zu verlassen, müssen Sie auf Ihr fertiges

Mahl trotzdem nicht verzichten. In jedem Ort existieren Firmen

sowie Einrichtungen, die Essen auf Rädern bereitstellen. Diese

„rollenden Restaurants“ bringen Ihnen jeden Tag warme oder

einmal in der Woche tiefgekühlte Menüs bis an die Wohnungstür.

Testen Sie ruhig einige Anbieter, bevor Sie sich für einen

entscheiden. Vergleichen Sie außerdem bei allen Varianten des

externen Mittagessens auch die Preise. Pro Mahlzeit ist von 3 bis

10 EUR alles drin. Haben Sie sich für einen, oder abwechselnd

mehrere, Mittagstische entschieden, werden Sie diese bald nicht

mehr missen wollen. Wir vom Seniorenratgeber wünschen Ihnen

beim Ausprobieren viel Spaß und guten Appetit.

Pixabay

31


Seniorenratgeber Löbau

Wenn die Rente nicht reicht

Kaum ein Thema steht dauerhafter im Fokus wie die Rente. Kein

Wunder, denn wir müssen mit ihr einen immer länger werdenden

Lebensabschnitt finanziell bestreiten. Ging er Mitte des vorigen

Jahrhunderts noch über 10, erstreckt er sich jetzt über 20 oder

mehr Jahre. Wie wir ihn verbringen, hängt wesentlich vom Geld

ab.

Gut leben – im Alter ein unerfüllbarer Traum?

Viele Menschen, die Rente beziehen, haben keine finanziellen

Probleme. Vor allem denjenigen, die in den alten Bundesländern

ihre Vorsorge noch mit Hilfe des Drei-Säulen-Modells aufbauen

konnten. Sie haben gut Lachen, da sie ausreichend lange ins gesetzliche

Rentensystem eingezahlt, sowie privat und betrieblich

vorgesorgt haben. Auch Rentner, die den größten Teil ihres Arbeitslebens

in der DDR verbrachten, haben kaum Grund zum Klagen.

Anders sieht das mit der ab heute in Rente gehenden Generation

aus. Nicht wenige im Osten verloren nach der politischen Wende

ihre Arbeit und kommen kaum auf die nötigen Beitragsjahre.

Aufgrund niedriger Löhne kam bei manchen zudem das private

sowie betriebliche Vorsorgeelement zu kurz. Geht man davon

aus, dass wir rund 80 Prozent, so sagen Experten, unseres letzten

Arbeitseinkommens für eine gesicherte Existenz benötigen, müssen

sich mehr und mehr Rentner Gedanken machen, wie sie ihre

Altersbezüge aufstocken. Ansonsten wird der geflügelte Slogan

vom „gut leben können“ für sie ein Traum bleiben. Was also ist

zu tun, damit Sie im Alter weiter in der Lage sind, ihre Miete, den

Strom, Kleidung und Essen zu bezahlen?

Wer will, kann weiterarbeiten

Eine Methode, den Lebensstandart zu erhalten ist: weitermachen!

Wenn Sie die Regelaltersgrenze überschreiten, zwingt

Sie niemand, Rente zu beantragen. Sie dürfen das Berufsleben

um soviele Monate und Jahre verlängern, wie Sie möchten

bzw. können. Für zahlreiche Menschen ist das kein Problem.

Sie fühlen sich mit 65 (in der nächsten Zeit ansteigend bis 67)

Arnd Krenz

sowieso zu jung, um ihre Arbeit aufzugeben. Sprechen Sie deshalb

rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber, ob er Möglichkeiten sieht, Sie

in der Firma zu behalten. Bei Selbstständigen oder Freiberuflern

sollte das kein Thema sein. Angehörige dieser Berufsgruppen

entscheiden selber, in welchem Alter sie ihren Betrieb aufgeben,

bzw. ihre Tätigkeit einstellen. Neben der Bewahrung Ihres vollen

Verdienstes haben alle, die länger arbeiten den Vorteil, in der

gesetzlichen Versicherung weiter Entgeltpunkte anzusammeln

sowie ihren Rentenbetrag zu erhöhen. Für jeden Monat, den Sie

© Stockvault

32


Informationsbroschüre

über das Rentenalter hinaus schaffen, erhalten Sie 0,5 Prozent

Zuschlag zu ihren Altersbezügen. Eine Obergrenze gibt es nicht.

Die Rente aufbessern

Eine zweite Methode, der Altersarmut ein Schnippchen zu schlagen,

ist dazuverdienen. Beziehen Sie Ruhegeld und haben das

reguläre Alter erreicht, dürfen Sie dies unbegrenzt tun. Gehen

Sie eher in den Ruhestand, liegt die Zuverdienstgrenze aller dings

bei 6.300 Euro im Jahr. Überschreiten Sie das Limit, wird Ihnen

1/12 des darüberliegenden Betrages zu 40 Prozent von der Rente

abgezogen. Aus Ihrer Voll- wird sozusagen eine Teilrente. Auf

welche Art und Weise Sie zusätzliches Geld herbeischaffen, ist

egal. Nur kriminell werden dürfen Sie (auch im Alter) nicht. Gelegenheiten,

Sinnvolles und Profitables anzufangen, existieren

wie Sand am Meer. Das Einfallsloseste ist fraglos Pfandflaschen

sammeln, denn viele Firmen suchen händeringend Leute, wo Sie

im Minijob gutes Geld hinzuverdienen können. Recherchieren

Sie in Ihrem Umfeld und scheuen sich nicht, eine Firma aufs

Geratewohl anzusprechen. Wer das nicht möchte, kann auch in

fortgeschrittenen Lebensjahren mit einer selbstständigen Tätigkeit

beginnen. Wenn ein Markt besteht, machen Sie Ihr Hobby

einfach zur Geldquelle. Ob es der Garten, eine handwerkliche

oder geistige Beschäftigung ist – mit Fleiß, Geduld und Spucke

können Sie manches erreichen, was während des Fulltimejobs

nicht denkbar war.

Tipp: Haben Sie Grundkenntnisse am PC und verfügen über Internet,

geben Sie bei Google & Co. einmal die Suchbegriffe „Nebenbei

Geld verdienen“ oder „Partnerprogramme“ ein. Prüfen Sie

die Angebote aber genau. Fallen Sie nicht auf schwarze Schafe

herein; etwa auf solche, die Geld verlangen.

Letzter Rettungsanker – Grundsicherung

Wenn alle Stricke reißen und die Rente nicht reicht, bleibt Ihnen

die Option, eine Grundsicherung zu beantragen. Anspruch

darauf besteht, wenn Sie über der Regelaltersgrenze oder voll

erwerbsgemindert sind. Die Höhe der Aufstockung erfahren Sie

beim zuständigen Amt. Als Faustregel gilt: Liegt Ihr monatliches

Gesamteinkommen unter 830 Euro, können Sie die Berechtigung

auf Unterstützung prüfen lassen. Beachten Sie dabei, dass solch

eine Ergänzung keine Rentenversicherungsleistung darstellt.

Grundsicherung im Alter bezahlt der Sozialträger. Die Höhe der

Leistung orientiert sich am Hartz IV-Satz. Im Gegensatz zu Letzterem

müssen Sie dieses Geld aber nicht jedes halbe, sondern nur

einmal pro Jahr beantragen. Sollten Sie behindert oder krank sein,

stehen ihnen, je nach Schwere, ebenfalls Zusatzleistungen zu.

Scheuen Sie nicht davor, danach zu fragen. Eine Verarmung, ein

menschenunwürdiges Dasein, braucht niemand hinzunehmen.

Sorgen Sie für sich und gemeinschaftlich dafür, dass es so bleibt!

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33


Seniorenratgeber Löbau

Vererben und Schenken

Wenn Senioren ihre Nachlassangelegenheiten regeln wollen,

dann ist es sinnvoll, dass sie sich über die geltenden Bestimmungen

für Erben und Schenken informieren. Deshalb ist es zunächst

erforderlich, dass man die im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelten

Formen für ein Testament oder einen Erbvertrag kennt.

Liegt kein Testament vor, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Diese Erbfolge entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen des

Erblassers und kann zu Streitigkeiten unter den Angehörigen

führen, die der Erblasser durch eine klare testamentarische

Regelung vermeiden kann. Als Beispiele sei genannt, dass gerade

bei mehreren Ehen oder Lebenspartnerschaften in der gesetzlichen

Erbfolge, sowohl bei Kinderlosigkeit, wie auch bei Kindern

aus verschiedenen Beziehungen, Erbengemeinschaften gebildet

werden, die der Erblasser nicht wollte.

Wer all dies vermeiden möchte, muss die Erbfolge durch ein

Testament (oder einen Erbvertrag) regeln. In diesem kann der Erblasser,

da er ja seine Hinterlassenschaft am besten kennt, seine

erbrechtlichen Verfügungen in folgenden Kategorien treffen:

• Erbeinsetzung

• Enterbung

• Pflichtteilsentziehung und -beschränkung

• Aussetzung eines Vermächtnisses

• evtl. Auflagen und Teilungsanordnungen

• Einsetzung eines Testamentsvollstreckers

• den letzten Willen die Bestattung betreffend

Ein Testaments kann gemäß BGB nach unterschiedlichen Formen

errichtet werden:

• das öffentliche notarielle Testaments,

• das private handschriftliche Testaments

• und außerordentliche Testamentsformen (Nottestamente,

Seetestament etc.).

Wenn ein Erblasser weiß, was er gern regeln möchte, so kann er

sich bei Notaren und Rechtsanwälten beraten lassen, damit sein

Wille auch in rechtlich zulässiger Form in das Testament kommt.

Über die steuerlichen Folgen beraten Sie die Steuerberater.

Bei der Formulierung seines Willens weiß der Erblasser ja, wie

sein Nachlass aussieht und welche Stellung er zu den vorgesehenen

Erben hat, denn danach richtet sich die Steuerlast oder

die Steuerfreiheit und was aus steuerlicher Sicht für die Erben

zu bedenken ist.

Das Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG)

wurde 2009 und 2016 neu gefasst. 2016 wurden die Regelungen

zur Bewertung von Betriebsvermögen neu gefasst. Wenn der

Erblasser derartige Vermögenswerte vererben möchte sollte eine

separate Beratung in Anspruch genommen werden.

Im Normalfall sind vor allem die Freibeträge wichtig, die es evtl.

zu berücksichtigen gilt, da diese von der Stellung des Erblassers

zum Erben abhängig sind:

Ehegatte und eingetragener Lebenspartner 500.000 EUR

Kinder

400.000 EUR

Enkel

200.000 EUR

Eltern des Verstorbenen 100.000 EUR

Alle übrigen Erbenden, wie fremde Dritte, aber auch Geschwister,

Nichten, Neffen, Stiefeltern, Schwiegerkinder,Schwiegereltern,

geschiedener Ehegatte usw.

20.000 EUR

Wenn der Nachlass diese Beträge überschreitet, wird für die Erben

Erbschaftsteuer festgesetzt. Die Einordnung der betreffenden

Personenkreise in die Steuerklassen, die Bewertungsregeln

und weitere Bedingungen sind im ErbStG geregelt. Wie hoch der

Belastungsbetrag ausfällt, hängt vom Geburtsjahr und anderen

bestimmten Vorausetzungen ab.

Hat der Erblasser innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Ableben

eine Schenkung vorgenommen, so wird die Schenkung bei

der Berechnung der Erbschaftsteuer berücksichtigt. Es wird ein

Gesamtwert aus der Schenkung und dem Erbe gebildet. Dieser

34


Informationsbroschüre

Gerade jüngere und rüstige Erblasser sollten überlegen, ob sie

mit einer (Teil-)Schenkung die Steuerlast verringern könnten.

Die Bewertung von materiellen Gütern im Erbe oder der Schenkung,

wie z.B. Immobilien, Grundstücke, Wohnungen oder Firmen

und Firmenanteile, Aktien oder Wertpapiere etc. erfolgt nach

genau festgelegten Vorschriften für die einzelnen Vermögensarten

im ErbStG.

sxc.hu © shho

Wenn Sie Vermögen im Rahmen einer Schenkung weitergeben

möchten, dann kann in Ruhe beraten und entschieden werden,

wie die Regelungen für alle Beteiligten günstig sind.

Aber auch in diesen Fällen, des Gebens „mit warmer Hand“ kann

nur mit einer guten Beratung ein zufriedenstellendes Ergebnis

erreicht werden.

Gesamtwert wird, sofern er die oben aufgeführten Freibeträge

übersteigt, besteuert. Schenkungen die länger als 10 Jahre

zurückliegen bleiben hierbei steuerlich unberücksichtigt!

Man muss also auch wissen, dass „Erben“ und „Schenken“ in

steuerlicher Hinsicht gleichgestellt sind.

Fragen Sie Ihren Steuerberater. Wir sind Ihnen gern bei allen Fragen

zum Schenken und Vererben behilflich.

Edith Erben

Steuerberaterin

© Sharon Hille

35


Seniorenratgeber Löbau

Auch unangenehme Dinge

brauchen Vorsorge

Dass für das Alter vorgesorgt werden muss, weiß jeder.

Üblicherweise denken die meisten dabei an eine Rentenversicherung,

eine altersgerechte Wohnung und Ähnliches. Unangenehme

Eventualitäten, die mit Hilflosigkeit und Tod zusammenhängen,

blendet man dagegen gern aus. Dabei sollten Sie

gerade diese Angelegenheiten rechtzeitig regeln, um negative

Folgen zu vermeiden.

Wer darf über meine Angelegenheiten bestimmen?

Viele Menschen sind der Meinung, wenn sie im Falle schwerwiegender

Erkrankung (beispielsweise einer Demenz) ihrer Willenskraft

beraubt sind, könnten ja der Partner oder die Kinder für sie

entscheiden. Weit gefehlt, denn im Krankheitsfall besteht keine

gesetzliche Vertretungsmacht von Eheleuten untereinander oder

Eltern gegenüber den volljährigen Kindern und umgekehrt. Haben

Sie sich diesbezüglich nie geäußert, muss ein Gericht entscheiden,

wer Sie zukünftig vertreten darf. In der Regel fallen

solche Entsch eidungen in Ihrem Sinne aus, doch das muss nicht

sein. Wollen Sie verhindern, dass unliebsame Personen für Sie

entscheiden, müssen Sie noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte

schriftlich eine Vorsorgevollmacht ausstellen. Es können auch

mehrere sein, wenn Sie Bereiche wie Finanzen und andere persönliche

Angelegenheiten in verschiedene Hände legen möchten.

Ein Notar muss diese Schriftstücke nur in Ausnahmefällen

beurkunden, jedoch ist dies ratsam, gerade um spätere Zweifel

an der Wirksamkeit der Vollmacht zu verhindern und weitestgehende

Handlungsmöglichkeiten für die Bevollmächtigten zu

schaffen. Auch eine Registrierung beim Zentralen Vorsorgeregister

der Bundesnotarkammer (BNotK) ist sinnvoll. Sollte sich

Ihr Wille einmal ändern, können Sie die Vollmacht(en) jederzeit

widerrufen. Eine notarielle Beratung empfiehlt sich immer als

nützlich, da es noch dennoch viel zu beachten gibt.

Selber über Leben und Tod entscheiden

In welcher Art und Weise Sie bei Krankheit vom Arzt behandelt

werden möchten, entscheiden Sie selber. Schwierig wird es, können

Sie Ihren Willen nicht mehr äußern. Bei sofort notwendigen

Maßnahmen gibt es keine Frage: Die Ärzte müssen unverzüglich

handeln, und zwar im Sinne des mutmaßlichen Patientenwillens.

Nach einem Unfall oder einem plötzlichen Zusammenbruch gehen

sie selbstverständlich davon aus, dass Sie Wert auf Rettung

legen. Handelt es sich jedoch um langfristige oder nicht eilbedürftige

Therapien, muss das Gericht einen gesetzlichen Vertreter

berufen, falls Sie keine entsprechende Vorsorgevollmacht haben.

Der bestimmt stellvertretend in Ihrem Interesse alles Weitere.

Wenn Sie Ihre Meinung diesbezüglich nie geäußert haben, ist

das allerdings eine schwere Entscheidung. Um Ihr Schicksal nicht

Fotolia © floshots

36


Informationsbroschüre

dem Gewissen anderer zu überlassen, ist es zweckmäßig, eine

sogenannte Patientenverfügung abzufassen. Diese ist für den

Arzt rechtsverbindlich. Auch dieses Dokument ist schriftlich aufzusetzen.

Wichtig ist, hier auf eine genaue und detailierte Formulierung

zu achten. Selbstverständlich können Sie auch für die

Patientenverfügung die Hilfe eines Notares in Anspruch nehmen.

Den letzten Willen in sichere Hände geben

Ein erfülltes, erfolgreiches Leben führen, heißt auch über den

Tod hinausblicken. Im übertragenen Sinne leben Sie sogar

weiter. Sie bleiben in ihren Kindern, den Erinnerungen Anderer

und hinterlassen ideelle sowie materielle Werte. Über Ihr geistiges

Vermächtnis wird die Nachwelt individuell entscheiden,

das Materielle regelt die gesetzliche Erbfolge. Wer sie ändern,

einen Teil vielleicht wohltätigen Zwecken zukommen lassen will,

muss in jedem Fall ein Testament aufsetzen. Dazu ist keine

besondere Form vonnöten, nur muss es handschriftlich erfolgen

und kann (muss aber nicht) von einem Notar beurkundet werden.

Vergessen Sie bitte nicht die Überschrift – sie kann „Testament“

oder „Letzter Wille“ lauten – sowie Ort und Datum anzugeben.

Natürlich müssen Sie das Testament am Ende auch unterschreiben.

Bemühen Sie sich außerdem, Ihre Absichten klar und verständlich

aufzuschreiben. Hier lauern viele Fallstricke. Sollten Sie

unsicher sein, ist immer eine notarielle Beratung zu empfehlen.

Mit einem notariellen Testament sind auch Kostenvorteile verbunden.

So ersparen Sie Ihren Erben mit einem notariellen Testament

die Kosten für einen Erbschein. Zudem wird Ihr Testament

beim Amtsgericht hinterlegt. Niemals sollten Sie das Testament

einfach in der Schublade liegen lassen. Leicht könnte Ihr letzter

Wille übergangen werden.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung –

rechtzeitig daran denken

Irgendwann kommen vielleicht auch Sie in die Lage, Ihre Angelegenheiten

ganz oder teilweise nicht mehr selbst erledigen

zu können. Bevor eine Betreuungsperson vom Gericht bestellt

werden muss, können Sie durch eine sogenannte Vorsorgevollmacht

einen Familienangehörigen, Bekannten oder einen

sozialen Dienst Ihres Vertrauens bevollmächtigen, Ihre Angelegenheiten

zu regeln.

Beachten Sie: Im Ernstfall dürfen weder Ehepartner/

Lebenspartner noch Kinder automatisch für Sie Entscheidungen

treffen. Auch Sie benötigen eine Vorsorgevollmacht.

Wegen der weitreichenden Folgen sollten Sie sich aber vorab

beraten lassen.

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gegründet 1927

Bestattungsunternehmen

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Seniorenratgeber Löbau

Fotolia © racamani

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Informationsbroschüre

Dokumentenmappe

Viele wichtige Unterlagen und Papiere sind schwer zu ersetzen.

Deshalb ist es gut, diese übersichtlich in einer sogenannten

„Dokumentenmappe“ an einem festen Platz aufzubewahren. So

können Sie jederzeit zu Regelung von Behördenangelegenheiten

und in einem Notfall darauf zurück greifen.

Es sollten folgende Dokumente oder Kopien bzw. der Nachweis ihrer Aufbewahrung enthalten sein:

Wichtige Telefonnummern und Adressen

Persönliche Daten, Gesundheitszustand – medizinische Daten

Liste der aktuellen Medikamenteneinnahme

Notfall-Ausweise, Organspende-Ausweis

Im Notfall zu benachrichtigende Personen

Geburtsurkunde / Stammbuch / Heiratsurkunde / Scheidungsurkunde

Testament in häuslicher Aufbewahrung oder bei notarieller Aufbewahrung mit Name und Anschrift des Notars und

Aufbewahrungsnummer bzw. Testament in Aufbewahrung beim Nachlassgericht mit Adresse des Nachlassgerichts

und Aufbewahrungsnummer

Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Versicherungsunterlagen mit Name und Anschrift der Versicherungen, der zuständigen Vertreter, Versicherungsnummer

Bankunterlagen / Bankvollmacht / Verträge

Wertpapiere und Sparbücher

Verbindlichkeiten

Rentenbescheide und Anpassungsbescheide

Den Grundbuchauszug bei Haus- oder Eigentumswohnungsbesitz

Hausverwaltung / Mietvertrag

Zeitungen / Zeitschriften / Radio / Fernsehen / Telefon / Mobil

Bestehende Mitgliedschaften


Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und sollte bei entsprechendem Bedarf ergänzt werden.

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Mit Dauergrabpflege: ein Zeichen gegen das Vergessen

Gepflegte Gräber für Jahre und Jahrzehnte

Dauergrabpflege…

• ist das Angebot, die Betreung eines Grabes über

einen vereinbarten Zeitraum (mindestens 5 Jahre)

in die Hände von Fachleuten zu legen

• ist die Möglichkeit, die eigene Grabstätte nach

dem Tode durch Steinmetze und Gärtner ständig

betreuen zu lassen

• gibt den Hinterbliebenen die Sicherheit, dass das

zu betreuende Grab über Jahre hinaus in einem

gepflegten Zustand bleibt

• erspart Ihnen viel Zeit und Mühe (Bepflanzen,

Gießen, Pflege)

• bietet die Möglichkeit, individuelle Wünsche für

den Grabstein und für die Grabbepflanzung zu

verwirklichen

• ermöglicht Ihnen eine sichere Vorsorge

• ist die richtige Entscheidung, wenn Sie ein würdevolles

Gedenken über einen längeren Zeitraum

bewahren und finanziell absichern wollen

Dauergrabpflegegesellschaft

Sächsischer Friedhofsgärtner GmbH

In Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband

des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen

Die Dauergrabpflegegesellschaft

Sächsischer Friedhofsgärtner GmbH

garantiert durch regelmäßige Kontrollen

die Ausführung der vereinbarten

Leistungen.

Sollte ein Friedhofsgärtner nicht

mehr in der Lage sein, die von

Ihnen beauftragten Leistungen

auszuführen, sucht die Gesellschaft

einen kompetenten Nachfolger.

So haben Sie die Sicherheit,

dass das Grab über die vereinbarte

Laufzeit in guten Händen

ist.

Scharfenberger Straße 67 · 01139 Dresden

Telefon 0351 - 849 16 19 · Fax 0351 - 849 16 23

www.dauergrabpflege-sachsen.de

E-Mail: info@dauergrabpflege-sachsen.de

Kein Ort wie jeder Andere

Die Sonne blinzelt durch die Blätter. Ein Eichhörnchen sitzt am Fuße einer

alten Kastanie und knabbert an einer Haselnuss. Durch das bunte Laub raschelt

ein stacheliger Freund und in den schattenspendenden Baumkronen

zwitschern die unterschiedlichsten Singvögel.

Und das mitten in der Stadt. Der Friedhof. Mit seinem Baumbestand, Hecken,

Büschen und Wiesen gleicht er eher einem Park oder einem Wäldchen

als einem Hof.

Ein besonderer Ort für das Andenken an unsere Verstorbenen und eine grüner

Ruhepol für uns Hinterbliebene. Ein Ort, der Kraft, Hoffnung und Trost

spendet, der zur Begegnung und zur Kommunikation einlädt, der uns die

Möglichkeit gibt, Blumen und Gestecke an den Ruhestätten niederzulegen.

Der Friedhof ist eine grüne Oase - ohne Hektik und Stress. Zu einer Bereicherung

der grünen Oasen tragen auch die Friedhofsgärtner bei, die sich

das ganze Jahr um die Grabpflege kümmern und die Gräber den Jahreszeiten

entsprechend mit neuen Farbtupfern versehen (Frühjahr-, Sommerund

Herbstbepflanzung).

Dabei berät der Friedhofsgärtner Sie bei der saisonalen Auswahl von Grabschmuck,

Blumen und Pflanzen. Individuelle Bepflanzungen von Schalen

übernehmen sie ebenfalls gern. Zu den anfallenden Aufgaben auf dem

Friedhof gehört auch das Säubern der Grabfläche sowie das Schneiden,

Düngen und Gießen der Bepflanzung. Alle diese Leistungen werden von

den Friedhofsgärtnern auch als Komplettservice und über Jahre hin als

Dauergrabpflege angeboten.

Alternative Bestattungsformen wie naturnahe Bestattungen am Baum

sowie anspruchsvoll gestaltete Urnengemeinschaftsanlagen finden Sie

ebenfalls auf einigen Friedhöfen Sachsens. Der Friedhof ist ein „grüner

Kulturraum“, der positive Signale wie Wohlbefinden, Entspannung, Identifikation

und Heimatgefühl auslöst.

Der Friedhof ist kein Ort wie jeder Andere.

Vertragsgärtner der Dauergrabpflegegesellschaft

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Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,

der ist nicht tot, der ist nur fern;

tot ist nur, wer vergessen wird.

Immanuel Kant

Gärtnerei Milius 035951 / 32511

Georgenbadstr. 2, 01904 Neukirch

www.gaertnerei-milius.de

Gärtnerei Jacob GbR 03585 / 410250

Alte Bahnhofstr. 4, 02708 Löbau OT Kittlitz

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