Wirtschaftszeitung_23102017

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Branchen &Betriebe: Pumpen

für die Welt Seite 9

Geld &Geschäft: Tritt auf die

Gebühren-Bremse Seite 17

Leben &Wissen: Eine Kultband

kehrt zurück Seite 28/29

DIE WIRTSCHAFT

Münster |Münsterland

www.agravis.de

Aschendorf

f Verlag GmbH &Co. KG

Soester Straße 13, 48155 Münster

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Ausgabe 7/2017

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Preis: 3,50 Euro

Es geht stetig nach oben

Im Münsterland brummt die Konjunktur. Die Stimmung der Unternehmen ist in allen Branchen gut.

Die Betriebe investieren kräftig, um ihre Kapazitäten aufzustocken.

Lange musste der Aufschwung anhalten,

bis in den Unternehmen ein

Investitionsschub in Gang kam. Die

Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nord Westfalen hat diese

Trendwende im Münsterland bei

ihrer jüngsten Konjunkturumfrage

ausgemacht.

Der Grund für die plötzliche

Investitionsneigung:

Die Kapazitäten werden

immer knapper. Auchdafür

gibt es Ursachen: Der

Export läuft auf Hochtouren und die

Kaufl

aune bleibt gut. Karl-Friedrich

Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer

der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nord Westfalen, konnte deshalb

jüngst bei der Präsentation der Ergebnisse

der IHK-Konjunkturfrage nur Bestnoten

vergeben: „Vollbeschäftigung im

Münsterland weithin erreicht“, „Stetiger

Expansionspfad hält 2018 an.“

Mit 127 Punkten hat der IHK-Konjunkturindikator,

der die aktuelle Geschäftslage

und die Zukunftserwartungen der

Unternehmen zusammenfasst, einen

sehr hohen Wert erreicht, der das langjährigeMittel

um üppige 13Punkteübersteigt.

Vor allem die aktuelle Lage sorgt

in den Betrieben für Hochstimmung.

Über 50 Prozent der Unternehmen hält

sie für „gut“, weitere 46Prozent für „befriedigend“.

Mit drei Prozent Unzufriedenen

wardie Restgröße niemals zuvor so

klein. „Das ist das beste Lage-Urteil seit

der deutschen Wiedervereinigung“, betonteSchulte-Uebbing.Die

glänzendsten

Zahlen meldet derzeit die Bauindustrie.

Diese Branche erwirtschafteteinder IHK-

Region, also imMünsterland und der

In der Baubranche boomt das Geschäft zurzeit besonders stark.

Emscher-Lippe-Region, 2016 den höchsten

Umsatz seit 20 Jahren.

Auch in der Industrie herrscht Hochstimmung.

Vorallem in mittelständischen Firmen

des produzierenden Gewerbes mit

20 bis 499 Beschäftigten mache sich der

deutliche Konjunkturaufschwung in den

europäischen Nachbarländern deutlich

bemerkbar, berichtete der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Der optimistische Blick in die Zukunft

wird durch einen Faktor getrübt: den

Fachkräftemangel. „Alle anderen Konjunkturrisiken

sind in ihrer Bedeutung

zurückgegangen“, berichtete Schulte-

Uebbing.Auch im Exportgeschäfttrüben

Foto: Fotolia

Trump, Erdogan und der Brexit die Stimmung

kaum noch. „Die Unternehmen

verstehen es, mit diesen Risiken umzugehen“,

betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Hinzu komme, dass sich die Drohung

des US-Präsidenten, Einfuhrzölle

einzuführen, inzwischenverfl

üchtigt habe.

► Fortsetzung auf Seite 2

OFFEN GESAGT

Ein kleiner

Wermutstropfen

Die deutsche Wirtschaft

hält sich seit Jahren auf

einem kontinuierlichen Wachstumspfad.

Der Umsatz der Firmen

klettert in fast allen Branchen.

Gleichzeitig sind die Verbraucher

–dank unrentabler

Geldanlagen –dauerhaft in

Kaufl

aune.

Noch besser als im Bundesdurchschnitt

steht die Wirtschaft

im Münsterland da. Die

kleinteilige Struktur der Betriebe,

die nach dem Zusammenbruch

der Textilindustrie am

Ende der siebziger und zu Beginn

der achtziger Jahre entstanden

ist, beschert der Region

ihre besondere Wirtschaftskraft.

Die Wachstumsraten

sind noch etwas höher als

in vielen anderen Regionen

Deutschlands, am Arbeitsmarkt

herrscht nahezu Vollbeschäftigung.

Doch gerade die Lage am

Arbeitsmarkt liefert inzwischen

einen kleinen Wermutstropfen.

Denn künftiges Wachstum wird

vor allem von einer Komponente

behindert: vom Fachkräftemangel.

Ein Weg, diesem Defizit

zu begegnen, ist der technische

Fortschritt, der den

Arbeitskräftebedarf reduziert.

Deshalb überrascht es wenig,

dass die Unternehmen ihre Investitionen

hochfahren und

mehr Geld für eine Modernisierung

ihres Maschinenparks

ausgeben. Dennoch muss die

Facharbeiterlücke geschlossen

werden. Das Werben für die

duale Ausbildung muss deshalb

unbeirrt weitergehen.

Jürgen Stilling

Schwierige Lehrlingssuche

Nur die Hälfte der Handwerksbetriebe konnte diesmal alle Stellen besetzen.

Das Handwerk würde gern mehr

Jugendliche ausbilden. Das hat

eine Umfrage der Handwerkskammer

Münster unter 145 Ausbildungsbetrieben

im Münsterland

und in der Emscher-Lippe-

Region ergeben. Nur gut die Hälfte

(53 Prozent) konnte alle Lehrstellen

besetzen. Fast ein Viertel

(23 Prozent) sucht immer noch

Lehrlinge.

Gegenüber einer Umfrage

aus 2015 ist der Anteil

der Betriebe, die

keine Bewerber für ihre

offenen Lehrstellen

4 198869 003501

2 0 0 4 3

hatten, deutlich gestiegen –von 29

auf56Prozent. „Der Trendzur Akademisierung

und die sinkende Zahl der

Schulabgänger kommt zunehmend

bei den Betrieben an“, erklärt Kammerpräsident

Hans Hund. Er empfiehlt

den Unternehmen, sich frühzeitig

um Berufsnachwuchs zu bemühen

und auch für jüngere Schüler gut betreute

und interessante Praktika anzubieten.

Die Kammer werbe zudem

intensiv für die guten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

im Handwerk.

Sagten in der Umfrage vor zwei Jahren

noch drei Prozent der befragten

Ausbildungsbetriebe, dass ihre Bewerber

nicht den gewünschtenSchulabschluss

gehabt hätten, gaben dies

jetzt elf Prozent an. Als weitere Ursachen

für unbesetzte Lehrstellen wurden

genannt: Die Bewerber seien unzuverlässig

gewesen oder der persönliche

Gesamteindruck habe nicht gepasst

(j

eweils sieben Prozent); die Bewerber

hätten beim Probearbeiten zu

wenig gewerkespezifisches Talent gezeigt

oder seien nach der Auswahl abgesprungen

(j

eweils sechs Prozent).

Relevant sind auch mangelnde

Deutschkenntnisse der Bewerber:

Deswegen konnten fünf Prozent der

Betriebe keinen Lehrvertrag abschließen.

Jugendlichen rät Hans Hund,

mobil und bei der Berufswahl fl

exibel

zu sein sowie bei Bedarf Sprachkurse

und Förderangebote zunutzen.

Neben Jobcentern und Arbeitsagenturen

hilft die Kammer weiter: Sie berät

zu Einstiegsqualifizierungen und

vermittelt Praktikums- und Ausbildungsplätze.

Betriebe bieten in der

Lehrstellenbörse aktuell mehrere

Hundert offene Lehrstellen an.

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2 MACHER &MÄRKTE

Handwerk meldet

Auftragsboom

Rekordwerte verbucht nicht nur die Industrie –

auchHandwerksbetriebe sind zufrieden wieniezuvor.

Nicht nur in der Industrie und in Teilen

des Handels laufen die Geschäfte

zurzeit rund. Auch die Handwerksbetriebe

in der Region erzielen Spitzenumsätze.

Für die Kunden führt

das gelegentlich zu langen Wartezeiten.Für

ihren Bezirk, also das

Münsterland und die Emscher-Lippe-Region,

ermittelte

die Handwerkskammer

Münster in ihrer kürzlich vorgelegten

Konjunkturumfrage eine durchschnittliche

Wartezeit von 7,4 Wochen.

Grund ist die glänzende Auftragslage.

„Das ist die beste Geschäftslage seit Beginn

unserer Aufzeichnungen in den

achtziger Jahren“, hatte der Präsident

der Handwerkskammer, Hans Hund gesagt

– und klargemacht: „Der Wachstumstrend

hältseitsiebenJahrenan.“

Doch damit nicht genug: „Die Laune

bleibt super“, berichtete Hund. 32 Prozent

der Betriebe erwarten bis zum

Herbst eine weitere Verbesserung der

Handwerkskonjunktur, lediglich sechs

Prozent eine schlechtere.

Die beste Stimmung herrscht auf dem

Bau. Das Ausbau- und das Baugewerbe

liefern derzeit laut Hund die höchsten

Zufriedenheitswerte. Damit brummt das

Geschäft nicht nur in der an die IHK angeschlossenen

Bauindustrie, sondern

auch im Bauhandwerk.

Durch den Bezirk der HandwerkskammerMünsterziehtsichabernachwievor

eintieferRiss:ImMünsterlandbewerten

über56ProzentderUnternehmendieLage

positiv, während es in der Emscher-

Lippe-Region nur niedrige 36 Prozent

sind. Aber auch innerhalb des Münsterlandes

gibt es große Unterschiede: WährendimKreisCoesfeldknapp69Prozent

derbefragtenBetriebeüberihreaktuelle

Geschäftslagepositivurteilen,sindesim

Kreis Steinfurt nur etwas mehr als die

Hälfte der Befragten (52,7 Prozent). Im

Mittelfeld liegen die Kreise Borken und

Warendorfmitjeweils54,5unddieStadt

Münstermit54Prozent.FürdieZukunft

gibt es im Handwerk vor allem eine

Wachstumsbremse: den Fachkräftemangel.

Um diesem Problem entgegenzuwirken,

versuchtdieKammermiteinerKampagnejungeMenschenfürdasHandwerk

zu

begeistern. „Wir laden die Jugend ein,

ohne Druck ihren Interessen nachzugehen,

bei der Berufswahl ihrer Intuition zu

folgen und sich durchAusprobierendavonzuüberzeugen,

dass in den mehr als

130 zur Auswahl stehenden Handwerksberufen

das Machen gelebt wird“, sagte

der stellvertretende Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer, Knut Heine.

Karl-Friedrich Schulte-Uebbing sieht auf

dem Arbeitsmarkt eine Wende mit immer

mehr Vorteilen für die Arbeitnehmer.

Der Wandel zu einem Anbietermarkt

sei unübersehbar, so der IHK-

Hauptgeschäftsführer. Die Kehrseite der

Medaille ist der zunehmende Fachkräftemangel,

der nach dem Münsterland inzwischen

auch die Emscher-Lippe-Region

erreicht hat. „Damit ist auch in dieser

Region Normalität eingekehrt“, sagte

der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer,

Prof. Dr. Bodo Risch.

Für die nahe Zukunft wird bei den Unternehmen

im IHK-Bezirk eine minimale

IMPRESSUM

DIE WIRTSCHAFT Münster /Münsterland

Verlag und Herausgeber:

Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG,

Geschäftsbereich: Media &Sales, Soester Straße 13,

48155 Münster, Telefon: 0251 690-0,

Telefax: 0251 690-804801

Redaktion: Claudia Bakker (verantwortlich)

Anzeigen

Anzeigenleitung: Herbert Eick,

E-Mail: anzeigen@die-wirtschaft-muensterland.de

Objektkoordination: Frank Micheel, Lars Normann,

Telefon: 0251 690-916162, Telefax: 0251 690-806190

Gestaltung/Layout: Lisa Stetzkamp

Stimmungseintrübung spürbar. Doch

Schulte-Uebbing hält diesen Trend angesichts

des erreichten hohen Konjunkturniveaus

nicht für bedenklich. „Im Übrigen

glaubt sogar fast jede fünfte Firma,

dass es 2018 noch besser laufen wird.“

Beim Blick in die Zukunft macht der

Handwerkskammer der wachsende Widerstand

der EU gegen den deutschen

Meisterbrief Sorgen. In ihrem Dienstleistungspaket

wolle die EU-Kommission Berufsreglementierungen

abbauen. Hund:

„In diesem Zusammenhang betrachtet

die Kommission die Meisterprüfung als

Zulassungsvoraussetzung für eine Selbstständigkeit

als nicht sachgerecht.“ Er befürchte

deshalb „großes Unheil“.

An der geringen Jugendarbeitslosigkeit

könne man jedoch erkennen, dass das

deutsche System mit Meisterbriefen und

dualer Berufsausbildung erfolgreich sei,

betonte Heine. Der stellvertretende

Hauptgeschäftsführer befürchtet wegen

der Meisterfreiheit in vielen Handwerkssparten

letztlich auch sehr negative Auswirkungen

auf den Verbraucherschutz.

Jürgen Stilling

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG, Ander Hansalinie 1,

48163 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax: 0251 690-215;

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MACHER &MÄRKTE 3

Menschenkenntnis allein

hilft nicht weiter

Der erste Personal-Kongress des BVMW Münsterland lieferte praxisnahe Anregungen und sorgte für

Aha-Effekte. Die Initiatoren denken wegen des großen Zuspruchs an eine Fortsetzung im Jahr 2018.

Wer mit seinem Unternehmen am

Markt langfristig erfolgreich sein

möchte, braucht gutes Personal.

Eine Binsenweisheit, doch gerade

kleineren und mittleren Unternehmen

mangelt es im Alltag oft an einer

Recruitingstrategie und einer nachhaltigen

Personalentwicklung. Vielleichtmit

ein Grund, warum jetzt der

mit starken Partnern durchgeführte

Personal-Kongress des Bundesverbandes

mittelständische Wirtschaft

(BVMW) Münsterland aus dem Stand

heraus über 200 Interessierte aus

vielen Unternehmen anlockte. Die

Mischung aus Keynote, Praxisvortrag,

Fachausstellungund Austausch

am Rande kam an. Schon jetzt wird

an eine Neuaufl

age im Jahr 2018 gedacht.

Akteure und Mitwirkende des ersten Personal-Kongresses

Personalsuche ist nicht einfach: In den Bewerbungsmappen stecken längst nicht alle für die Auswahl wichtigen Informationen.

Erkenntnisse aus der Wissenschaft,

Anregungen aus der

Praxis, Aha-Effekte –die Riege

der Referenten im Hotel

Mövenpick garantierte dies.

Uwe-Peter Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie

an der Hochschule

Osnabrück, Finanzexperte Prof. Dr.

Thorn Kring, Leiter der Zeb-Business-

School und des Instituts für Ethik, Führung

und Personalmanagement an der

Steinbeis-Hochschule Berlin, und die

Diplom-Informatikerin und Managerin

Stephanie Borgert, die sich nur zu gerne

in den immer komplexer werdenden Alltag

der Unternehmen stürzt, boten als

Keynote-Speaker jeder für sich eine Fülle

von Gedankenanstößen.

Carsten Gellrich, Prokurist und Leiter

Personal bei Beresa, und Olaf Heymann-

Riedel, Geschäftsführer der Windmöller

&Hölscher Academy, berichteten wiederum

aus ihrer Tagespraxis und machten

deutlich, wie unterschiedlich sich Unternehmen

dem großen Thema der Personalfindung

und -bindung zuwenden. Den

Herausforderungen des Recruitments

widmetesich Gregor Hacke, Leiter Rubrikenmärkte

und Onlinevermarktung der

Aschendorff Medien GmbH.

„Glauben Sie fest daran, ein Menschenkenner

zu sein...!?“ –Prof. Dr.Uwe-Peter

Kanning räumte vor den 200 Gästen aus

dem Münsterland gründlich und ebenso

unterhaltsam mit den zahlreichen Mythen

auf, die immer noch in den Köpfen

vieler Personaler und Unternehmer

umherschwirren. Sich zu sehr auf seine

Menschenkenntnis zu verlassen, sei zum

Beispiel ein großer Fehler.Dem hochstapelnden

Postboten Gert Postel sei es wohl

auch deshalb gelungen, ohne jede Ausbildung

jahrelang als Priester, Jurist, Hausarzt

und Psychiater zu arbeiten.

Laut Kanning gibt es klassische Urteilsfehler.

Bei Studien zuBewerbungsmappen

haben Wissenschaftler festgestellt,

dass Stellenbewerber miteinem attraktiven

Äußeren fast durchgängig überschätzt

werden. Hingegen werden Bewerber

mit einem ausländischenNamen,

einem Akzent oder Übergewicht fast

durchweg unterschätzt. „Schmidt sucht

Schmidtchen“, warnte der Experte für

Wirtschaftspsychologie davor, als Personalverantwortlicher

auf Lebensläufe, die

der eigenen Vita entsprechen, zu positiv

zu reagieren.

Kanning lieferteelf Thesenund beschrieb

Dinge, die man bei der Personalsuche unbedingt

vermeiden sollte. So bezeichnete

er es zum Beispiel als Trugschluss, bei der

Personalsuche die stereotypen Beschreibungsmuster

für verschiedene Generationen

zu einem Auswahlkriterium zu

machen. Der Generation Ywürden etwa

15 Millionen Menschen in Deutschland

zugerechnet. „Diese sollen alle gleich ticken?“

Kanning stellte Untersuchungsergebnisse

vor, die belegen, dass sich die

Generationen nach wie vor sehr ähnlich

sind.Erzeigteauf,dass Bewerbungsmappen

vorallem das liefern, wasUnternehmen

lesen wollen, dass Anschreiben zu

zwei Dritteln Internet-Plagiatesind, dass

Tipp- und Grammatikfehler nicht zur

Persönlichkeitsdiagnostik taugen, dass

Sportlerkeine höheresoziale Kompetenz

aufw

eisen als Nichtsportler.

Für Prof. Dr. Thorn

Kring wird die sogenannte

Wir-Intelligenz

(We-Q)

immer mehr zum

Erfolgsfaktor für

Unternehmen werden.

Kooperation,

Zusammengehörigkeit,

gemeinsames

Lernen seien

wichtig. In der

Unternehmenskultur

muss es sich

auch durchsetzen,

dass die alten

durchaus auch von

den jungen Mitarbeitern

lernen

Foto: gh können. wk

Dasideale

Umfeld.

Unternehmer im ecopark wissen:

Wo Mitarbeiter sich wohlfühlen,da

leisten sie gute Arbeit. Investieren

auch Sie in ein gutes Umfeld–fürIhre

Mitarbeiter und fürIhr Unternehmen.

Im ecopark an der Hansalinie A1.

ecopark –der Qualitätsstandort.

Foto: txn/randstad


4 MACHER &

Der Mann, der aus dem Silicon

Ex-Apple-Manager Johann Jungwirth plant für den Volkswagen-Konzern das selbstfahrende Auto und „Mobilität für alle“.

DerAbschied vom Verbrennungsmotor

scheint beschlossen, die großen

Automobilhersteller –darunterVW–

haben die Elektro-Offensive ausgerufen.

In Wahrheit steht viel mehr

auf demSpiel: derWandel vom Automobilkonzern

zum Mobilitätsdienstleister,

die Vorherrschaft im Rennen

um selbstfahrende Systeme –und die

nackte Existenz.

Johann Jungwirth ist Volkswagens

digitaler Chefstratege. Mit

ihm, dem ehemaligen Apple-

Manager, hat VW

den Geist des

Silicon Valley nach Wolfsburg

gerufen, um die Mobilität neu zu erfinden.

Wenn der 44-Jährige, den hier alle

„JJ“ rufen, vomAutoder Zukunft spricht,

dann von einem Auto, das ohne Fahrer

fährt, sich selbst einen Parkplatz sucht,

Kranke auf Knopfdruck zum Arztbesuch

abholt und dabei fast unfallfrei unterwegs

ist. „Es kennt keine Schrecksekunde,

überfährt keine roten Ampeln, trinkt

keinen Alkohol“, sagt er in einem Interview

mit unserem Autor Carsten Voß.

„Ich erwarte, dass Sie in Zukunft mindestens

zehnmal so sicher unterwegs sein

werden wie heute.“

Ich war amWochenende zu einem

runden Geburtstag eingeladen, 350

Kilometer pro Weg, Baustellen und

Staus ohne Ende. Das warStress pur

– Kopfschmerzen inklusive. Wenn

ich inzehn Jahren wieder eingeladen

werde: Muss ich dann noch

selbst fahren?

ANGEBOTNuR füR GEwERBETREiBENDE

DiECiTROËN NuTzfAHRzEuGE

uNliMiTED MissiONs

CiTROËN JuMpy

Johann Jungwirth: In zehn Jahren

wird Ihr Auto selbstständig fahren, und

Sie kommen ohne Stress, ohne Kopfschmerzen

bei der Party an. Und viel sicherer!

Ich erwarte, dass Sie mindestens

zehnmal so sicher unterwegs sein werden

wie heute.

Wie das?

Jungwirth: Das selbstfahrende System

schläft nicht am Steuer ein, kennt keine

Schrecksekunde, überfährt keine roten

Ampeln, fährt nicht zu schnell, trinkt keinen

Alkohol und lässt sich nicht ablenken,

weil es nicht nur zwei Augen, sondern

vier Sensor-Level mit 360-Grad-

Sicht hat. Da redenwir noch garnicht von

der Schwarmintelligenz, die noch on top

kommt und dazu führt, dass die Fahrzeuge

der Zukunft alle voneinander lernen

und übermenschliche Fähigkeiten entwickeln

werden. Aktuell werden 91 Prozent

aller Unfälle durch menschliches Versagen

verursacht –bei weltweit 1,25 Mio.

Verkehrstoten. Wirgehen davonaus,dass

über 80 Prozent davon mit selbstfahrenden

Fahrzeugen vermieden werden können.

Selbstfahrende Autos werden aber

auch in Zukunft auf Fußgänger oder

Radfahrer treffen – also auf den

Faktor Mensch…

Jungwirth: Das selbstfahrende System

wirddefensiver fahrenund, wenn es sich

nicht sicher ist, eher warten,statt zu fahren.

Zum anderen lernt es, genauso wie

„MORGEN ABENDsTEHT DER

wiEDER kERzENGRADE.“

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wir Menschen, Handzeichen oder Kopfbewegungen

und wird daran auch die

nächsten paar Sekunden vorhersehen

können: Ein Mensch, der auf einem Bürgersteig

läuft, wechselt nicht einfach die

Richtung und springt auf die Straße, ohne

vorher den Kopf bewegt zu haben. Allein

diese Bewegung reicht schon aus, um

einem selbstfahrenden System zu signalisieren:

Achtung, der Fußgänger könnte

die Richtung ändern! Das kann man alles

über Bildverarbeitung, Lasersensorik

und Radarsensorik erfassen. Das ist

hochintelligent.

Wann werden die ersten Autos ohne

Fahrer auf die Straße kommen?

Jungwirth: Wirarbeiten intensiv darauf

hin, ab 2021 inden ersten Städten den

Rollout machen zu können. Anschließend

kommt es darauf an, wie schnell wir

in 50, 500, 5000 Städten sein können. Ich

gehe davonaus,dass sich diese Entwicklung

zwischen 2021 und 2025 rasant

vollziehen wird.

Da habenSie gerade noch vier Jahre

Zeit…

Jungwirth: Wir können die Zukunft

schon sehr gut greifen –auf Basis tatsächlicher

Fahrten auf unseren Straßen hier

im Werk, aber auch auf Straßen außerhalb

im normalen täglichen Verkehrsgeschehen,

wo wir das heuteschon dürfen.

Wir wissen sehr genau, was bis 2020,

2021 passieren muss und was wir dazu

brauchen. Letztendlich ist es also „nur“

noch eine Sache der Umsetzung und Regulierung.

Dafür brauchen wir nicht einmal

eine andere technische Infrastruktur

als die, die es heute gibt –auch kein 5G-

Netz, damit Autos untereinander oder

mit der Infrastruktur „reden“ können.

Wir werden auch im Schwarzwald oder

im Harz ohne Netzabdeckung fahren

können. Beim selbstfahrenden System

hat sich in den letzten zehn, 15 Jahren

Gravierendesgetan:AmAnfang fuhr das

System viel „ruckeliger“ und „technischer“

alsder Mensch. Dann gabeseinen

Punkt, wo man das mit verbundenen Augen

nicht mehr unterscheiden konnte.

Heute sind wir so weit, dass man sich im

selbstfahrenden Auto wohler fühlt, weil

es besser und geschmeidiger fährt.

Es gibt schon heute Assistenzsysteme,

die viel können. Inwieweit sind

die mit dem vergleichbar, was kommen

wird?

Jungwirth: Sie sind absolut nicht vergleichbar.

Assistenzsysteme haben die

hilfreiche Funktion, den Menschen als

Fahrer zu unterstützen und Fehler, die

der Mensch macht –zum Beispiel zu spät

zu bremsen –, zu verhindern oder abzumildern.

Aber es gibt heute noch kein

selbstfahrendes System, das die komplette

Fahr-Aufgabe, die kompletteEntscheidungslogik

und Planung übernimmt.

Johann Jungwirth ist Volkswagens digitaler Chefstratege. Der ehemalige App

Wenn die ersten selbstfahrenden

Autos auf die Straße kommen, sind

sie noch nicht die Regel, sonderndie

„Exoten“, weil sie noch auf jede

Menge menschlicher Autofahrer

treffen werden. Wie kritisch ist das

Aufeinanderprallen der beiden Welten?

Jungwirth: Ich sehe das nicht als große

Herausforderung. Wir wissen, dass der

„Mischverkehr“ für sehr, sehr lange Zeit

der Standard sein wird. Darauf richten

wir alles ein. Das Self-Driving-System

wirdsoentwickelt, dass es den Menschen

als Fahrer ersetzt, aber im heutigen Verkehr

mitder heutigen Infrastruktur funktioniert.

Wie werden unsere Autos im Jahr

2025 aussehen?

Jungwirth: Es wird eine Variation an

Autosgeben:auf der einen Seitevoll autonome

Fahrzeuge, die man auf Knopfdruck

bucht. Ein Beispiel dafür ist das

Konzept-Car Sedric, das wir auf dem Genfer

Autosalon vorgestellt haben. Sedric

steht auch für „shared autonomy“, für

selbstfahrende Autos, die man mit anderenteilt

und auf Knopfdruckbestellt. Am

anderen Ende der Skala wird es die

„owned autonomy“ geben – autonome

Fahrzeuge inPrivatbesitz. Da stelle ich

Kreative Atmosphäre im Büro: Zur Ablenkung spielt auch der Chef mal mit der Carrera-

Bahn.

Foto: Wilfried Gerharz

mir im Innenraum eine Lou

einem Bett zum Entspann

Fahrten. Oder eine Art Woh

saal, einen Fitness- oder W

Dafür sind Fahrzeuge mit

schicht zwischen den Insas

Umwelt der idealePlatz.Das

großem OLED-Bildschirm,

Oder einen Augmented-R

mer!

Wer wird sich solche A

können?

Jungwirth: Grundsätzlich

viel mehr Menschen als heu

le Mobilität leisten können.

im Zweifel nur für die einze

Konzern bauen wir aber gl

zeitig darauf, dass viele auc

der Zukunft noch ein Auto b

zen wollen, das sie nach ih

Geschmack und Bedarfindiv

ell gestalten können oder in

auch ihre persönlichen Ge

stände oder der Kinderw

länger liegen bleiben dü

Dieses Auto wird nicht

selbstständig fahren kön

sondern mich an meiner Hau

aussteigen lassen, sich s

ums Parken, ums Laden,

Reinigen oder um die War

kümmern. Und wenn ich es

der brauche, steht es an

Haustür und holt mich ab.

Und das funktioniert

dem Land genauso gut

in der Stadt?

Jungwirth: Grundsätzlich

Vielleicht werden auf dem L

auch in Zukunft mehr Mens

ein Auto besitzen wollen,

die Wartezeit auf ein Shared

tonomy-Fahrzeug, das man

anderen teilt, länger sein w

Im städtischen Bereich reden

vielleicht von ein bis fünf M

ten, auf dem Land von zeh

20 Minuten, bis das Auto vo

fahren kommt. Aber man

schnell lernen, wo die P


MÄRKTE 5

Valley kam

Jungwirth: Ich finde es sehr erfreulich,

wie stark das Unternehmen in die digitale

Transformation sowie in den Wandel

des gesamten Unternehmens investiert.

Wir haben jetzt Digital-Organisationen

in fast jeder Marke, wir haben ein großes

Netzwerk über alle Marken hinweg. Da

ist in recht kurzer Zeit eine massive Bewegung

entstanden.

Was, wenn Sie scheitern?

Jungwirth: Es gibt ein paar Dinge, die

ich nicht kann: aufgeben, scheitern und

verlieren.

Allerdings müssen die Behörden

mitspielen…

Jungwirth: Das stimmt, bei der Regulierung,

der gesetzlichen Zulassung, gibt

es viel zu tun. Wirbrauchen Städte, Länder,

Märkte, wo die Regulierung angepasst

wird, damit wir die selbstfahrenden

Fahrzeuge - ohne Lenkrad, ohne

Cockpit, ohne Pedalerie -zulassen und

auf die Straße bringen können. Da sehe

ich einen Wettbewerb zwischen den

USA, Europa, China und anderen Regionen.

Deshalb müssen wir gerade darauf

in Europa in den nächsten drei Jahren

einen starken Fokus legen.

le-Manager kümmert sich bei VW um nichts weniger als die „Neuerfindung der Mobilität“.

Foto: Wilfried Gerharz

Andersherum gesagt: Wenn es mit

der Regulierung auf dem deutschen,

auf dem europäischen Markt nicht

schnellgenug funktioniert, wird VW

dieselbstfahrendenAutos aufanderen

Märkten erproben?

nge vor, mit

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einen Kinoellnessraum.

eality-Raum.

einer Glassen

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selbstfahrender Fahrzeuge angesiedelt

werden sollten, damit die Abdeckung

ideal ist und die Bedürfnisse der Menschen

erfüllt. Was man auf jeden Fall sagen

kann: Ältere und kranke Menschen,

die auf dem Land leben und heute keinen

Zugang zu individuellerMobilität haben,

können sich zukünftig mit einem Auto

zuverlässig und schnell von A nach B

bringen lassen, ohne selbst fahrtüchtig

sein zu müssen. Und die Bedienung wird

extrem einfach sein. Das besteBeispiel ist

der „Volkswagen-One-Button“, den wir

mit unserem Konzept-Car „Sedric“vorgestellt

haben. Das ist für mich schon ein

Teil der Revolution, vor der wir stehen.

Man kann nichts falsch machen: Dieser

Schlüsselanhänger hat nur einen Knopf,

und wenn ich diesen Knopf drücke, dann

wird das nächste freie Fahrzeug in der

Umgebung gesucht und gerufen. Das ist

meine Vision: Mobilität für alle, auf

Knopfdruck!

Sie planen bei VW nicht weniger als

die Revolution im eigenen Haus.

Wie groß ist der Widerstand?

Jungwirth: Intern, im Konzern, gibt es

keine Diskussionen, keine Skepsis. Wir

haben eine Riesenunterstützung durch

Matthias Müller im Konzernvorstand.

Das „Ob“ ist völlig klar,esist nur eine Frage

des „Wann“. Und des „Wie“: Wirmüssen

mit unseren Fahrzeugen, mit unseren

selbstfahrenden Systemen, in die einzelnen

Städte gehen, sie dort erproben. Am

Ende wird der Wettbewerb Stadt für

Stadtfür Stadt gewonnen, und zwar weltweit.

Es wirddarum gehen, werals Erster

in den ersten Top-5-Städten ist, in den

Top50, in denTop 500–abhängig davon,

wo diese Fahrzeugeals erstes zugelassen

werden. Wirreden hier voneinem knallharten

Wettbewerb. Essind aktuell über

50 PlayerimWettbewerb aktiv,die versuchen,

als Erster das Self-Driving-System

auf den Markt zu bringen. Aber dieser

Wettbewerb ist gesund. Er wird uns

schneller zum Ziel bringen. Davonbin ich

fest überzeugt.

Erhöht die Dieselkrise den Druck,

schnelle Erfolge vorzuweisen?

Stolze –Dr. Diers –Beermann GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ·Steuerberatungsgesellschaft

Mit derzeit 16 Berufsträgern (davon 4Wirtschaftsprüfer, 2Rechtsanwälte und

16 Steuerberater) und insgesamt 50 Mitarbeitern sind wir eine der führenden

Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien in Westfalen.

Unser Angebot umfasst eine breite Spanne von Dienstleistungen insbesondere

für mittelständische Unternehmen und deren Gesellschafter von der Einkommensteuererklärung

über die Abschlusserstellung bis zur Jahresabschluss- und

Konzernabschlussprüfung. Weiterhin beraten wir in Fragen des Steuerrechts

–insbesondere im Bereich des Umwandlungsteuerrechts, des internationalen

Jungwirth: Ganz klar. Wir denken global.

Das wirdandem Zeitpunkt des Rollouts

nichts ändern, es wirdnur darum gehen,

welche Regionen, welche Länder

und Städte vorpreschen und es als erste

ermöglichen werden. Sobald das passiert,

egal wo auf der Welt, wird man innerhalb

weniger Monate Statistiken und

Ergebnisse über die Sicherheit der Fahrzeuge

haben. Wenn man die hat, wenn

man sieht, wie viele vonMenschen verursachteUnfälle

wegfallen, wirdein Druck

auf die anderen Region entstehen. Im

Prinzip geht es nur darum, dass man den

Beweis hat, und den wirdman zu großen

Teilen schon in der Erprobungsphase in

den Jahren 2018,‘19,‘20 liefern können.

Steuerrechts und der Unternehmensnachfolge. Zu unserem Dienstleistungsspektrum

zählt auch die betriebswirtschaftliche Beratung. Jeder Mandant hat

bei uns einen persönlichen Ansprechpartner, der das Unternehmen langjährig

betreut. Über unsere örtlichen Niederlassungen in Emsdetten und Rheine

hinaus kooperieren wir im Rahmen der CW &Smit anderen Praxen und sind

Mitglied des internationalen Verbundes von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern

„AGN“, um auch überregional und grenzüberschreitend unsere Mandanten

betreuen zu können.

Geschäftsführer:

Prof. Dr. Fritz-Ulrich Diers

Dr. Philipp Diers

Dr. Marie-Theres Stolze

Heinz Stolze

Wilfried Beermann

Johannes Fink

CW&S

Cooperation von

Wirtschaftsprüfern &Steuerberatern

www.cw-s.de

Neubrückenstraße 4

48282 Emsdetten

Telefon (0 2572) 40 85

Telefax (0 2572) 85647

Stolze-Diers@stodibe.de

Timmermanufer 142

48429 Rheine

Telefon (0 59 71) 80822-6

Telefax (0 59 71) 80822-75

info@stodibe.de

Mitglied im Verbund

der agn International


6 MACHER &MÄRKTE

In aller Freundschaft

Die Deutsch-Niederländische Gesellschaft hat einen wichtigen Zweck: Sie führt Menschen aus den

Nachbarländern zusammen und schafft den Raum für persönliche Begegnungen.

Der Vorstand der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft trifft sich zu seinen Sitzungen auf Haus Welbergen. Auch unser Autor traf sich auf dem adeligen Anwesen zum Gespräch mit Jan Bernard van

Heek (l.) und Servaas van der Avoort.

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DieDeutsch-Niederländische Gesellschaft

e.V. Münster wurde 1932 aus

wirtschaftlichen Erwägungen gegründet.

Dieser Zweck ist in den Hintergrund

getreten. Die Vereinigung

sieht ihre Kernaufgabe schon lange

in der Pfl

ege und im Ausbau der

freundschaftlichen Beziehungen

zwischen den Menschen und Institutionen

inbeiden Ländern.

Ein Drittel der rund 220 Mitglieder

der Gesellschaft sind

Niederländer – und zwar

überwiegend Privatpersonen.

Zu den deutschen Mitgliedern

zählen aber auch Firmen und

Institutionen.

„Bei uns stehen die privaten Kontakteim

Vordergrund“, berichtet Jan Bernardvan

Heek. Der Kaufmann aus Enschede ist

seit 2003 als Vorsitzender der Vereinigung

aktiv und hat in der Deutsch-Niederländischen

Gesellschaft viele Freunde

gefunden. Seine Erfahrung lautet: „Die

Beziehungen haben sich gut entwickelt.“

Es gebe zwar immer noch das eine oder

andereVorurteil, aber „das kann manabbauen,

wenn man sich kennt“.

Beispiel gefällig? Die Deutschen seien

sehr formell und manchmal auch sehr

steif im Umgang. Und umgekehrt? Eben

genau das: Niederländer sehen manche

Dinge einfach zu locker – sagen viele

Deutsche. Servaas van der Avoort muss

dann immer schmunzeln: „Und natürlich

ernähren sich die Holländer nicht nur

von Käse und die Deutschen nicht nur

von Bier.“

Der aus den Niederlanden stammende

Jurist engagiert sich seit 2015 als ehrenamtlicher

Geschäftsführer der Deutsch-

Niederländischen Gesellschaft und erlebt

kleine Frotzeleien immer mal wieder –

auch in seinerFunktion als Abteilungsleiter

für Handwerks- und Gewerberecht

bei der Handwerkskammer Münster. Er

kennt die Mentalitäten der Menschen in

beiden Ländern. Als Leiter des EU-Referats

bei der Kreishandwerkerschaft Borkenwar

er in der Grenzregion unterwegs,

um Wirtschaftsbeziehungen zu fördern.

Und er hat dabei erfahren, wie viele Betriebe

imjeweiligen Nachbarland erfolgreich

„unterwegs sind“.

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind

enorm wichtig. Nordrhein-Westfalen

und die Niederlande sind starkeHandelspartner,

das zeigt sich auch im Münsterland

und in den benachbarten niederländischenProvinzen

Gelderland und Overijssel.

Es gibt seit vielen Jahren Kontakte zwischen

Institutionen der Wirtschaft und

zwischen den öffentlichen Verwaltungen.

Die Beziehungen auf Verwaltungsebene

sollen intensiviert werden. Das

wurde vor wenigen Wochen bei einem

Treffen mit hochrangigen Vertretern der

vier Münsterlandkreise, der Bezirksregierung

Münster, der Stadt Münster und

den niederländischen Nachbarn deutlich.

„Das ist sehr wichtig und darüber freuen

wir uns,“ sagt Jan Bernard van Heek.

Aber das sei nicht Aufgabe der Deutsch-

Niederländischen Gesellschaft. Die

Arbeitder Vereinigung sieht Servaas van

derAvoort als Ergänzung der grenzüberschreitenden

Kontakte von Wirtschaft,

Politik und Verwaltung. Die Gesellschaft

könne durch ihre Mitglieder Impulse geben

und Themen anregen. Beispiel: Mehr

Unterrichtsangeboteinder deutschen beziehungsweise

der niederländischen

Sprache.

Ein Beitrag zum

besseren gegenseitigen

Verständnis

und zugleich

Servaas van der Avoort

ein kultureller

Beitrag.

Das ist ein Stichwort:

Wersich für die Pfl

egeder deutschniederländischen

Beziehungen interessiert,

dem gibt die Gesellschaft dazu Gelegenheit.

Durch Studienreisen, Vortragsveranstaltungen,

Konzerte, Besichtigungen

im Bereich Kunst und Kultur.

Das sind Angebote, die gern genutztwerden

und den Anspruch der Gesellschaft

deutlich machen: Verständigung fördern,

freundschaftliche Beziehungen

aufb

auen und intensivieren.

Hubertus Kost

„Und natürlich ernähren sich die

Holländer nicht nur von Käse und

die Deutschen nicht nur von Bier.“


„Noch viel mehr

Potenzial heben“

Die neue Regierungspräsidentin Dorothee Feller spricht sich für eine

stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Niederlanden aus.

MACHER &MÄRKTE 7

Seit wenigenWochenist Dorothee

Feller die neue Regierungspräsidentin

im Regierungsbezirk

Münster. Dasie

schon seit 1996 in der Bezirksregierung

am Domplatz tätig ist –

zuletzt warsie dort viele JahreVizepräsidentin

–, kennt sie aus ihrer Arbeit auch

den Wert und die Entwicklung der Beziehungen

zwischen Deutschland und den

Niederlanden. Seit Kurzem gehört sie

dem Vorstand der Deutsch-Niederländischen

Gesellschaft an. Unser Autor Hubertus

Kost fragteDorothee Feller,wie sie

die Kontakte über die Ländergrenze hinwegeinschätzt

und welche Relevanz diese

von vielen Beteiligten und Institutionen

getragene Beziehung für die Region

hat.

Welche Bedeutung haben die

deutsch-niederländischen Beziehungen

für das Münsterland?

Dorothee Feller: Die Nachbarprovinzen

Overijssel und Gelderland teilen sich

mit dem Münsterland eine rund110 Kilometer

lange Grenze. Es gibt in den vergangenen

Jahren beziehungsweise Jahrzehnten

schon viele gute Ansätze zur

grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.Ich

erinnerebeispielsweise an die

zukunftsweisende Arbeit der EUREGIO,

an dievielen grenzüberschreitenden Projekte

aus dem grenzüberschreitenden

EU-Förderprogramm INTERREG; gerade

mit diesem Förderprogramm sind Hochschulen,

Unternehmen, Kammern, Tourismusverbände

und viele mehr nicht nur

eng zusammengekommen, sondern haben

gemeinsames Wissen zur Entwicklung

von Produkten, Prozessen und so

weiter genutzt. Erwähnenswert ist ebenso

die enge Zusammenarbeit vor allem

der grenznahen Kreise, der Watershappen

und der Bezirksregierung sowie der

Polizeibehörden zum Hochwasserschutz

beziehungsweise allgemein zum Katastrophenschutz.

Diese Kette an guten Beispielen

ließe sich noch weiter ergänzen.

Meines Erachtens können wir jedoch vor

allem im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

noch viel mehr gemeinsames

Potenzial heben. Die niederländischen

Provinzen haben dies ebenso erkanntund

eine sogenannteDeutschlandstrategie

entwickelt. Durch die ersteAuslandsreise

des Ministerpräsidenten in die

Niederlande hat auch dieneue Landesregierung

unterstrichen, wie wichtig ihr die

Intensivierung der Beziehungen zu den

Niederlanden ist. All dies solltefür uns im

Münsterland Ansporn sein, auch unsere

Kontakte zu unseren Nachbarn zu verstärken.

Rechtliche Hürden sollten wir

dabei als lösbareHerausforderungen ansehen.

Meines Erachtens ist dafür die Gesamtsituation

derzeit sehr günstig. Wir

als Bezirksregierung wollen dazu gerne

unseren Beitrag leisten.

Sie wurden imMai in den Vorstand

der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft

gewählt. Wie bringen Sie

sich dort ein?

Feller: Ich tausche mich eng mit dem Geschäftsführer

aus und überlege mit ihm

gemeinsam, welche Programmpunkte

wir der Gesellschaft anbieten können.

Wichtig scheint mir zusätzlich, eine enge

Vernetzung zu den anderen Akteuren im

Themenfeld „Niederlande“ aufzubauen.

Dadurch können nicht nur Doppelstrukturen

vermieden werden, sondern durch

gemeinsame Aktionen unser aller Anliegen

verstärkt werden.

WelchenBeitrag leistet dieDeutsch-

Niederländische Gesellschaft für die

grenzüberschreitende Zusammenarbeit?

Feller: Die deutsch-niederländische Zusammenarbeit

in den soeben erwähnten

Themenfeldern ist sehr wichtig. Jedoch

gelingt eine Völkerverständigung vor allem

dann, wenn sich die Menschen auch

im kulturellen Bereich austauschen. Ein

gemeinsames Wissen über die verschiedene

Kultur der Länder, über die Geschichte,

über die Sprache bringt die

Menschen einander näher und ist die

Grundlage für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Hier leistet die Deutsch-

Niederländische Gesellschaft einen wichtigen

Beitrag, besonders vordem Hintergrund,

dass die deutsche Sprache in den

Niederlanden weniger gesprochen wird

und auch wir hier in Deutschland mehr

Niederländisch lernen könnten.

Seit August leitet die Juristin Dorothee Feller als Regierungspräsidentin

die Bezirksregierung in Münster.

Foto: Bezirksregierung

Auch Ministerpräsident Armin Laschet weiß, wie wichtig gute Beziehungen zu den Niederlanden sind. Bei seinem

zweitägigen Antrittsbesuch stießen er und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte Ende September

bei einem Essen in Den Haag mit einem Glas Rotwein an.

Foto: dpa

DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHE GESELLSCHAFT

Ihren Ursprung hat die Deutsch-Niederländische Gesellschaft

im „deutsch-niederländischen Verein“, der 1932 in

Münster auf Anregung der dortigen Kaufmannschaft gegründet

wurde. Ähnliche Bestrebungen liefen auf niederländischer

Seite mit der Gründung eines Vereins in Enschede.

Beide Gruppierungen kooperierten eng miteinander.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zunächst behutsam

zu neuen Kontakten und 1951 zur Wiederbegründung

der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft in Münster.

Mitglieder sind Vertreter aus Wirtschaft und Politik, Bildungseinrichtungen,

Behörden und Privatpersonen aus

beiden Ländern. „Jüngstes“ Mitglied ist die Gemeinde Havixbeck.

Den Vorstand der Gesellschaft bilden der Vorsitzende Jan

Bernard van Heek (Enschede), die stellvertretenden Vorsitzenden

Dr. Peter Paziorek (Beckum) und Hans Krakers

(Oldenzaal) sowie die Vorstandsmitglieder Dorothee Feller

(Münster) und Wieland Pieper (Münster).

Der Vorstand trifft sich zu seinen Sitzungen meistens auf

Haus Welbergen imKreis Steinfurt. Das adelige Anwesen

gehört der Bertha Jordaan-van Heek Stiftung. -hko-

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8 MACHER &MÄRKTE

Hightech

am Hafen

Der Digital Hub Münsterland bietet jetzt auch das

FabLab an –mit 3D-Drucker und Lasercutter

Es istnur eine kurze Handbewegung,

schon steht Konrad Schneidenbach

nichtmehr mitten im Grand Canyon,

sondern fl

iegt in einem Wimpernschlag

über den Pazifik und Asien

hinwegnach Europa, um am Kanal in

Münster eine Lagerhalle zu inspizieren.

Die virtuelle Realität (VR) und

Google Maps machen es möglich,

während Schneidenbach, Manager

desDigital Hub Münsterland, eigentlich

indem Bürogebäude am Hafenweg

16steht.

Dort wurde jetzt offiziell das

sogenannte „FabLab“ eingeweiht.

Die Hightech-

Werkstatt soll Unternehmen,

aber auch ganz explizit

Privatleuten die Möglichkeit bieten,

Ideen mit neuester Technik umsetzen zu

können, die sonst nur in Forschungslaboren

zufinden ist.

3D-Drucker, Lasercutter, jegliche Elektronikbauteile

–was des Tüftlers Herz begehrt,

findet sich in der Einrichtung am

Kreativkai, vonder es in Deutschlandnur

eine Handvoll vergleichbare gibt.

„Geschäftsmodelle werden sich verändern.

Die Technik ist nicht aufzuhalten“,

sagt Schneidenbach und ergänzt: „Wir

bieten die Chance, neue Geschäftsfelder

zu entwickeln. Wenn man das nicht

macht, machen es andere.“

Wer kommt, wird mit seinen Ideen nicht

alleine gelassen –egal obinternational

tätiges Unternehmen, Start-up oder Privatperson,

alle erhalten die technische

Unterstützung des Teams. „Wir wollen,

dass möglichst viele zu uns kommen“,

sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Matthias

Günnewig. Nur sokönnten einzelne

Ideen zu Lösungen und diese bestenfalls

zu Geschäftsmodellen für die Zukunft

werden. Prozess- statt Gewinnmaximierung

ist die Devise.

„Hier wurde ein Ort geschaffen, an dem

man alles ausprobieren und direkt auch

produzieren kann“, sagt Günnewig, der

auch Geschäftsleiter der Technologieförderung

Münster ist.Zurück gehendie Labore,

die es bei einigen europäischen

Nachbarn schon weit häufiger als in

Deutschland gibt, auf das renommierte

Massachusetts Institute of Technology

(MIT). Als man die dort zur Verfügung

stehende Technik Anfang des Jahrtausends

in Regionen brachte, seien schnell

gewisse innovative Entwicklungen feststellbar

gewesen, sagen die münsterischen

FabLab-Verantwortlichen, deren

Einrichtung mit den mittlerweile über

1000 weiteren Laboren weltweit vernetzt

ist.

Björn Meyer

Konrad Schneidenbach hat mit seinem Konzept maßgeblich zur Entstehung des FabLab Münster beigetragen.

Hier kann jedermann moderne Technologie, darunter auch mehrere 3D-Drucker, nutzen.

Oliver Werner

DIGITAL HUB MÜNSTERLAND

Der Digital Hub Münsterland, zu dem das neue FabLab gehört, vernetzt Unternehmen,

Wissenschaft, Institutionen, Verbände und Start-ups. Die Kernidee des

Hubs ist, dass kreative Start-Ups mit etablierten Unternehmen innovative digitale

Geschäftsprozesse und -modelle vorantreiben und idealerweise auf diese

Weise zur Wertschöpfung des Münsterlands beitragen.

Die Fäden laufen ineiner zentralen Experimentier- und Lernumgebung mit angeschlossenen

Coworking-Space am Hafen in Münster zusammen, in der zudem

viele Vernetzungsevents stattfinden.

Digitale Wirtschaft NRW ist eine Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation,

Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Getragen wird der Digital Hub Münsterland von einem gemeinnützigen Verein,

der sich zu 50 Prozent über die Förderung des Landes finanziert. Die weiteren

Gelder werden durch Mitgliedsbeiträge erwirtschaftet. Über 130 Mitglieder, u.a.

die Wirtschaftsförderungen der Kreise des Münsterlands und über 80Unternehmen

aus der Region, sind es bislang, „aber es werden wöchentlich mehr“, sagt

Vorstandsmitglied Thomas Malessa. Der Beitrag berechnet sich nach der Wirtschaftskraft

des Mitglieds. Nutzen können die Einrichtung des Digital Hub

Münsterland aber auch Nichtmitglieder.

www.digitalhub.ms

AirportPark FMO

Unser Standort. Ihr Erfolg.

AirportPark FMO –optimaler

Absatz- und Vertriebsstandort

für Nordwesteuropa.

Udo Schröer, Geschäftsführer

© AirportPark FMO GmbH

verkauft

reserviert

frei

Im Juni 2014 hat Schumacher Packaging seine Betriebsstätte im AirportPark FMO in Betrieb genommen –

jetzt werden bis zu 30 Mio. Euro inden Ausbau investiert.

Bild: Schumacher Packaging

1. Bauabschnitt mit rund 60 Hektar –verkaufte, reservierte

und freie Grundstücke. Foto u. Grafik: AirportPark FMO GmbH

Schumacher Packaging

und Airportpark FMO:

das passt!

Schumacher Packaging mit Stammsitz im

fränkischen Ebersdorf investiert ein Jahr

früher als geplant30Mio.EUR in die2.Ausbaustufe

und schafft 80 zusätzliche Arbeitsplätze.

Die Schumacher Group nutzt die

optimale Infrastruktur direkt an der A1 und

am Flughafen Münster/Osnabrück für die

Expansion in Nordwesteuropa. Namhafte

Neukunden stützen den Erfolg. Zeitnah

sind zwei weitere Bauabschnitte auf dem

150.000 m² großen Betriebsgrundstück geplant.

Neue Verkäufe

an BERESA

und Hubertus Bäumer!

Einer der größten Mercedes-Autohändler

Deutschlands, die BERESA-Gruppe, hat

42.000 m² für ein innovatives Administrations-

und Logistikzentrum direkt an der

Airportallee gekauft. Am neuen Zentrum

werden jährlich 15.000 Pkw und Transporter

für den deutschland- und europaweiten

Online-Verkauf vorbereitet.

Die Hubertus Bäumer GmbH, der deutsche

Generalvertreter der Gartengeräte-Marke

„HECHT madefor garden“und der eigenen

Zooartikel-Marke „zooprimus“, expandiert

auf 15.800 m² in ein neues Büro-, Ausstellungs-

und Versandzentrum imAirportPark

FMO.

1. Bauabschnitt zum großen

Teil verkauft und reserviert –

Erweiterungsplanung läuft!

Der 1. Bauabschnitt mit rund 60 Hektar

Bruttofläche ist nahezu komplett verkauft

bzw. mit Kaufabsichten reserviert. Lediglich

rund 20.000 m² stehen mit drei Teilgrundstücken

noch zur freien Verfügung. Daher sind

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des Regenwassers

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BRANCHEN &BETRIEBE 9

Produkte sind weltweit gefragt

Die Erfolgsgeschichte des Borkener Unternehmens Börger-Pumpen begann 1977 in einem kleinen Schuppen.

Heute produziert und vertreibt das Unternehmen mit 310 Mitarbeitern Komplettsysteme rund um den Globus.

Das Technische Hilfswerk erhält in diesen Tagen ein besonders leistungsstarkes Mobilaggregat, das von Börger-Pumpen mit konzipiert wurde. Anne Börger-Olthoff beschreibt die Leistungsstärke: „Die eingebaute Pumpe kann in

einer Sekunde drei ganze Badewannen leeren.“

Foto: Susanne Menzel

Haben Sie schonmal „inPumpen gedacht“?

Nein? Sie meinen, das geht

gar nicht? Und ob! Alois Börger ist

der erfolgreiche Beweis dafür. Gut,

anfangs, zu den Gründerzeiten seines

Unternehmens, lag sein Fokus

zunächst auf landwirtschaftlichen

Maschinen. Die setzte der Borkener

Landmaschinenmechaniker-Meister

ab 1975 in einem kleinen Schuppen

auf dem elterlichen Hof instand. Und

was als Ein-Mann-Betrieb begann.

trat nach dem Umzug in die erste

eigene Werkshalle 1977 am Standort

Benningsweg (heute noch der Sitz

des Stammwerkes) einen Siegeszug

fast rund um den Erdball an: Denn

Börger-Pumpen sind heute weltweit

im Einsatz.

Individuell zugeschnittene Komplettlösungen gehören zum Portfolio

von Börger-Pumpen. Dabei stehen bis zu 25 Pumpengrößen

zur Auswahl. Ein Produktvorteile: Der Kunde kann alle Verschleißteile

selbst austauschen.

Foto: Börger-Pumpen

Die eigentliche Marktlücke–

unddas heutigeStandbein

– entdeckte der Firmengründer

1980: zunächst in

der Flüssigmisttechnik sowie

in der Rührtechnik auf den Höfen.

Wurden die Pumpen in der ersten Phase

noch dazugekauft und mit Metallbauteilen

zu Aggregaten ergänzt, folgteninden

Jahren danach eigene Entwicklungen.

Heute stellt Börger-Pumpen mit 310 Angestellten

weltweit dasProdukt komplett

selbst her und hat auch das Einsatzspektrum

erweitert. Ob in der Automobiloder

in der Mineralölindustrie,obbei Abwasserbetrieben

–wie in Berlin, dem

größten Kläranlagen-Betreiber Europas

–, in Brauereien, in der Pharmazie und

Chemie oder im Katastrophenschutz:

„Überall, wo Pumpen benötigt werden,

sind wir zu finden“, sagt Anne Börger-

Olthoff, seit 2006 neben ihrem Vater

Alois und Mutter Ursula Mit-Geschäftsführerin

im Unternehmen.

Dem ständigen Wachstum einher geht

seit Jahren auch immer wieder die Suche

nach neuen Absatzmärkten und die Verbesserung

der Produkte. „Wir haben

2012 noch einmal umstrukturiert und

uns in einigen Bereichen, so beispielsweise

im Vertrieb, neu ausgerichtet“, erklärt

Anne Börger-Olthoff: „Um am Ball zu

bleiben, muss man versuchen, die Themen

stets durch eine neue Brille zu sehen.“

So wurde 2015 die Drehkolben-Pumpenreihe

Onixline mit der Erfahrung aus 25

Jahren Pumpenbau mit weiteren Besonderheiten

ausgestattet. Die Tochtergesellschaften,

die seit 1999 forciert werden,

erstrecken sich inzwischen von den

Benelux-Ländern über Frankreich, Polen,

England, den USAbis hin nach Singapur,

Indien, China und Südamerika. „Dabei

handelt es sich überwiegend um Vertriebsbüros.

Einige davon sind ein ‚Zufallsprodukt‘“,

lacht Anne Börger-Olthoff.

„Häufig sind Mitarbeiter dort in der

Region unterwegs gewesen oder aus privaten

Gründen dorthin ausgewandert.

Oder die Gesellschaften wurden aufgrund

guter Handelsbeziehungen oder

-kontaktegegründet. Wirhaben in jedem

Fall immer erst die passende Person gesucht,

die uns technisch und organisatorisch

qualifiziert vertreten kann –und

dann dort ein Tochterunternehmen errichtet.“

Das anspruchsvollste Land in

diesem Ensemble sei China, gibt die Geschäftsführerin

zu: „Kultur und Wettbewerb

gestalten sich vollkommen anders

als inEuropa. Die Chinesen suchen wesentlich

anspruchsvollere Anwendungen.“

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10 BRANCHEN &BETRIEBE

Umsatz in zehn

Jahren verdoppelt

Börger-Pumpen stellt sich immer wieder neuen Aufgaben.

Kontinuierliches Wachstum,

ständig neue Herausforderungen

–ein gutes Polster,

aber auch eine enorme Vera

„Unser banken-

Kntwortung.

unabhängiges Unternehmen ruhtauf den

drei Säulen Finanzen und Administration,

Vertrieb sowie Produktion und

Konstruktion“, erläutert Anne Börger-

Olthoff. Umsatz und Mitarbeiterzahl haben

sich in den letzten zehn Jahren mehr

als verdoppelt. „Um weiter auf einem

positiven Kurs zu bleiben, schauen wir

gerade, wo und waswir beispielsweise in

der Fertigung umstellen und vereinfachen

können, um die Produkte noch

schneller herstellen zu können. Das ist

ein spannender Prozess.“ Denn: Der

Großteil der Fertigung besteht noch aus

Handarbeit. „In viele Projekte sind die

Mitarbeiter involviert und sie tragen sie

mit uns mit. Börger-Pumpen stehen für

First-Class-Konstruktionen. Es sind häufig

individuell zugeschnittene Komplettlösungen.

Und die schafft man nicht ohne

ein zuverlässigesTeam an der Seite. Einfache

Pumpen, die können andere auch.

Das Spannende ist es aber, sich gemeinsam

mit den Kunden immer wieder neuen

Aufgaben zu stellen und die Lösungen

dann zusammen mit den Mitarbeitern zu

entwickeln. Deren Wissen ist uns enorm

wichtig.“

Eine dieser Aufgaben ist eine einzigartig

leistungsstarke Mobilpumpe auf einem

Lkw-Anhänger für das Technische Hilfswerk.

Seit Jahrenwirdder Hilfsdienst für

seine Katastrophenschutzaufgaben von

Börgerbeliefert. Ob Hochwassereinsätze

wie in Münster und Stadtlohn oder jene

in New Orleans, als Hurrikan „Katrina“

die Metropole unter Wasser setzte und

auf deutsche Hilfebaute: Das THW rückte

mit spezieller Pumpentechnik vor Ort

an. Das aktuelle Mobilaggregat ist eine

High-Tech-Version mit eingebauter Pumpe,

die pro Minute 25000 Liter Wasser

fördern kann.„Die leert in einer Sekunde

drei ganze Badewannen“, schildert Börger-Olthoff.

„In unseren Paketen ist die

Pumpe das Herz. Die Steuerung und die

Schalttechnik sind das Gehirn, die das

Produkt befehligen und mit Informationen

versorgen.“ Susanne Menzel

200 Angestellte arbeiten in dem Werk in Borken-Weseke. Die Hallen erstrecken sich dort über 15 000 Quadratmeter.

Eine Erweiterung ist noch möglich. 10 000 Quadratmeter dienen als „stille Reserve“. Foto: Börger-Pumpen

Schiebetore

„Immer präsent“

Anne Börger-Olthoff führt mit ihren Eltern seit 2006 das Unternehmen.

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Frauen an der Unternehmensspitze

sind immer noch eine

Seltenheit –intechnisch ausgerichtetenBranchen

allemal.

Anne Börger-Olthoff, eine von

vier Töchtern der Firmengründer Alois

und Ursula Börger, steht dem Unternehmen

seit 2006 mit ihren Eltern vor. „Ich

binals Kind mithineingewachsen“, blickt

die 39-Jährige zurück: „Mein Vater war

berufl

ich viel unterwegs. Unser Wohnhaus

stand auf dem Firmengelände.

Während meiner Ausbildung habe ich im

Betrieb immer wieder ausgeholfen. Auch

parallel zu meinem Fachabitur und dem

Studium warich hier im Einsatz.“ Unsere

Autorin Susanne Menzel fragte nach.

War esfür Sie von Anfang anklar,

dass Sie einmal ins elterliche Unternehmen

einsteigen werden?

Anne Börger-Olthoff: Nein, es war

eher eine späte Entscheidung. Zunächst

habe ich eine Ausbildung als Industriekauffrau

absolviert, anschließend mein

Fachabitur nachgeholt und ein Studium

im Bereich Wirtschaft mit dem Schwerpunkt

Marketing und Organisation aufgenommen.

Während der Studienzeit

warich aber immer in der Firma präsent.

Und so nach und nach hat sich mein Interesse

entwickelt. Ich habe mich langsam

eingearbeitet, wollte eigentlich woanders

Berufserfahrungen sammeln. Mein

Vaterhat mich dann gefragt, ob ich meine

Arbeit in unserem Unternehmen nicht

fortsetzen und hier anfangenwolle. 2002

war ich neben dem kleinen Buchhaltungsteam

die erste nichttechnische Person

im Unternehmen.

Beim Thema „Frauen und Technik“

verdrehen ja viele –vor allemmännliche

–Gesprächspartnerdie Augen.

Wie viel technisches Wissen haben

Sie sich inzwischen angeeignet?

Börger-Olthoff: Als Erstes habe ich mir

damals die Planer-Mappe vorgenommen

und diese neu aufgearbeitet. Dafür musste

ich mich in allen Bereichen Schritt für

Schritt durchfragen. So habe ich vieles

gelernt. Früher in der Schule war Physik

nicht meine Stärke, weil ich die meisten

Dinge nicht nachvollziehen und umsetzen

konnte. Aber mit dem Produkt Pumpen

klappteesauf einmal. Das liegt auch

daran, dass mir die Mitarbeiter die

Grundzügesehr gut erklärt haben. Inzwischen

kann ich alles herleiten.

Werden Sie von Ihren Geschäftspartnern

als Frau in Ihrer Funktion

akzeptiert?

Börger-Olthoff: Sicherlich gibt es auf

Messen oder beim ersten Kundenkontakt

häufig schon mal Skepsis als Anfangsreaktion.

Viele fragen sich: Kann sie als

Frau das Produkt auch wirklich technisch

erklären? Und sind dann oft überrascht,

dass ich es sehr wohl kann.Offensichtlich

besitze ich eine gewisse Überzeugungskraft.

Es kommt aber auch hinzu, dass

sich die Männerwelt damit arrangiert

hat, auch auf Frauen in Führungspositionen

zu treffen.

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erneut von FOCUS in die Liste der Top-Rechtsanwälte im Erbrecht

aufgenommen. Damit gehört er laut FOCUS im vierten Jahr in Folge zu

Deutschlands besten Erbrechtlern. Die Listung basiert auf über 16.500

Empfehlungen, die Anwälte in verschiedenen Fachgebieten bundesweit

abgegeben haben. Die Aufnahme der Rechtsanwälte in die Liste

erfolgte über die Häufigkeit der Empfehlungen. Die Befragten konnten

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11 BRANCHEN &BETRIEBE

127 Tonnen weniger CO ²

Bei der zweiten Ökoprofit-Projektrunde im Kreis Coesfeld setzte auch das Nottulner Klinkerwerk

Hagemeister ein Zeichen. 13 Unternehmen erhielten jetzt ihre Urkunden.

Feierstunde im Klinkerwerk: 13 Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme am Ökoprofit-Projekt ausgezeichnet. Durch ihre Maßnahmen verringert sich der Ausstoß des umwelt- und klimaschädlichen

Treibhausgases CO ²

um etwa 534 Tonnen jährlich.

Im Rahmen einerzweiten Ökoprofit-

Projektrunde im Kreis Coesfeld haben

das Klinkerwerk Hagemeister

aus Nottuln und zwölf weitere Unternehmen

Verantwortung für ein nachhaltiges

und zukunftsfähiges Arbeiten

übernommen. Dank ihrer Investitionen

verringert sich der Ausstoß

des umwelt- und klimaschädlichen

Treibhausgases CO ²

um etwa 534

Tonnen jährlich. Dabei sparen die

Unternehmen einer Mitteilung zufolge

rund 194000 Euro Betriebskosten

pro Jahr ein.

Dr. Christian Schulze Pellengahr,

Landrat des Kreises

Coesfeld, lobte bei der

Preisverleihung den Einsatz

der Unternehmen und

überreichte die Urkunden. Die Firmen

dürfen nun den Titel„Ökoprofit-Betrieb“

führen.

Seit dem Jahr 2001zeichnetdas Ökoprofit-Netz

NRW unter dem Motto„Ökoprofit

–Umwelt und Klimaschutz mit Gewinn“

Betriebe aus, die in ökologisch wie

ökonomisch effiziente Technologien investieren,

um die Umwelt zu schützen

und gleichzeitig ihre Kosten zusenken.

Seitdem haben fast 2000 Unternehmen

aus172 Projekten mit ihren Maßnahmen

unter anderem erreicht, dass rund

278 000 Tonnen weniger CO im Jahr ²

produziert werden.

Im Juni 2016 startete imKreis Coesfeld

die zweite Projektrunde mit zehn neuen

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (links) und Samir Khayat

(Referatsleiter Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und

Verbraucherschutz des Landes NRW, rechts) überreichen Christian

Hagemeister die Urkunde zur Auszeichnung. Fotos: Kreis Coesfeld

engagierten Unternehmen aus der Region,

darunter auchdas Klinkerwerk Hagemeister

aus Nottuln, sowie drei Unternehmen,

die sich reklassifizieren ließen.

Ein Jahr lang bekamen sie eine intensive

Expertenberatung, tauschten in Workshops

ihre Erfahrungen aus und setzten

bereits ersteMaßnahmen zur Steigerung

ihrer Öko-Effizienz um. Eine unabhängige

Prüfungskommission hat diese dann

anhand eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs

bewertet.

Das Klinkerwerk Hagemeister konzen

trierte sich in seinen Maßnahmen auf

eine Reduzierung des Stromverbrauchs –

mit großem Erfolg: Mit einer Investition

von 6500 Euro indie Überprüfung des

Druckluftnetzes können nun jährlich

rund 37 462 kWh eingespart werden.

Durch eine Investition in den Austausch

der Kompressoren werden zusätzlich

rund 36 213 kWh im Jahr weniger verbraucht.

Außerdem werden in naher Zukunft

auch die Vakuumpumpen ausgetauscht

und das Energie-Managementsystem

erweitert, um den Stromverbrauch

weiter zu senken.

„Mit Klinkern stellen wir ein sehr langlebiges,

100Prozent natürliches und nachhaltiges

Baumaterial her.Daist es für uns

selbstverständlich, dass wir auch danach

streben, unsere Produktionsabläufe

ebenso nachhaltig und umweltschonend

zu gestalten“, so Geschäftsführer Christian

Hagemeister.

Die Bilanz der zweiten Projektrunde im

Kreis Coesfeld kann sich sehen lassen:

Die 13 teilnehmenden Betriebe erzielten

eine Einsparung bei den Betriebskosten

in Höhe vonrund194 000 Europro Jahr.

Im Gegenzug verringert sich allein der

Ausstoß des Treibhausgases CO um etwa ²

534 Tonnen. Davon fielen allein 36 267

Euro sowie 127,6Tonnen CO auf das ²

Klinkerwerk Hagemeister.

Zum Abschluss der zweiten Ökoprofit-

Projektrunde überreichten Dr. Christian

Schulze Pellengahr und Samir Khayat,

Referatsleiter beim Ministerium für Umwelt,

Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz

des Landes Nordrhein-Westfalen,

den Unternehmen die verdienten

Urkunden.

BMW Service

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12 BRANCHEN

Ein Ausdruck der Individualität

Für immer mehr Menschen wird ein Grabmal zum Symbol für ein ganzes Leben. Ein Besuch bei

der Firma Budde inWarendorf zeigt, wie vielfältig die Gestaltungswünsche geworden sind.

„Viele sehen esals etwas Positives,

dass sie für ihren verstorbenen

Angehörigen die letzte Trauerstätte

gestalten können.“

Steffen Robers

Für die einen ist es vielleicht nur ein

Stein, für die anderen verkörpert es

die Liebe zu einem Menschen, der

einem vor seinem Tod einmal sehr

nahe war –das Grabmal. Genau dann

wirddieserStein zum Symbol fürein

ganzes Leben, für eine Persönlichkeit

und einen Lebensweg. Hier beginnt

die Arbeit von Steffen Robers,

Geschäftsführer der Firma Budde

Grabmale in Warendorf.

Ein Grabmal zu entwerfen, seine

Gestaltung zu entwickeln,

ist keine leichte Aufgabe. Es

ist ein schmaler Grat auf dem

Robers in jedem Beratungsgespräch

wandert. Denn es geht keinesfalls

nur um die Auswahl und Festlegung

vonFormen, Schriften und Ornamenten.

Am Anfang dieser Gratwanderung steht

etwas ganz anderes.

„Im Gespräch mit den

Angehörigen möchte

ich erfahren, werdiese

Person des Verstorbenen

war. Der Beruf, die

Hobbys und Leidenschaften

– all das ist

wichtig, wenn es darum

geht, bei der Auswahl

eines Grabmals,

eine individuelle Gestaltung auf den Weg

zu bringen“, sagt Steffen Robers. Die

Möglichkeit des Trauerns an einem bestimmten

Ort, der auch vonden Angehörigen

mitgetragen und mitgestaltet wird,

Individuelle Wünsche werden bei den

Grabmalen berücksichtigt.

ist und bleibt aus Robers Sicht extrem

wichtig für die Zurückbleibenden.

Zunächst werde die Bedeutung einer intensiven

Trauerarbeit oft falsch eingeschätzt.

„Gerade,wer sagt, dass er später

niemandem zur Last fällen möchte, verkennt

die Situation. Viele sehen es als etwas

Positives, dass sie für ihren verstorbenenAngehörigen

die letzteTrauerstätte

gestalten können“, erläutert Steffen

Robers.

Dabei muss eine Grabstätte mittlerweile

nicht mehr mit dauerhaftem Pfl

egeaufwand

verbunden sein. Das, so Robers, sei

In der Werkstatt kommt es auf Präzision, Fingerspitzengefühl und handwerkliches

gleicht dem anderen.

eine Frage der Gestaltung.

Und dabei beobachtet er,

dass der Wunsch nach Individualität

bei der Auswahl

eines Grabmals zunehmend

eine Rolle spielt.

Ein Beispiel: 2016 gestaltete

Robers einGrabmal für einen

verstorbenen Architekten. In

seinen Entwürfen griff er die

Tatsache auf, dass der Verstorbene

häufig im Bauhausstil

gearbeitet hat. Ein Haus

gleichsam einem Würfel mit

einer Treppe, die in ein Dreieck

aus Steinen hinabführt.

Dieses schlichte und doch so

aussagestarkeEnsemble ziert

obendrein die Unterschrift

des Verstorbenen auf der Vorderseitedes

Hauses. Für Steffen

Robers war es ein gutes

Gefühl, dass die Hinterbliebenen

die Persönlichkeit

ihres verstorbenen Angehörigen

in seiner anfänglichen

Skizze sofort wiedererkannt

haben. Der Entwurfhat letztlich

sogar im Rahmen eines

Gestaltungswettbewerbs für

Grabzeichendes Innungsverbandes

Baden-Württemberg

eine AuszeichnunginBronze

erhalten.

Mit der Gestaltung eines

Grabmals leistet Robers auch

Trauerarbeit mit den Angehörigen.

Die Gestaltung einer

Trauerstättesei für viele Hinterbliebene

die letzte Möglichkeit,

für den Verstorbenen

etwas tun zu können, beschreibt

es der gelernteSteinmetz

und ausgebildete Meister,

der 2009 in den Betrieb

seines Großvaters Wolfgang

Budde in Warendorf eingestiegen

ist.

Nach seinen Erfahrungen

machen sich die meisten Angehörigen

bereits im Vorfeld

Gedanken über die Gestaltung

eines Grabmales. Doch

oftmals seien die Ideen noch

nicht ausgereift. Das ist auch

der Grund, warum die Firma

Grabmale Budde so viel Wert

darauf legt,den Angehörigen

durch eine der größten Grabmalausstellungen

Deutschlands auf einer

Fläche von über 10000 Quadratmetern

und mit mehr als 1500 fertigen Grabmalen

möglichst viel Inspiration zu bieten.

Und die reicht bis indie Details hinein –

von Schriften über Formen, Farben und

das Material der Steine bis hin zu den

Zierstücken wie kleine Bronzeschmetterlinge,

Vögelchen und vieles mehr.

Ein Gang durch diese Ausstellung und ein

Blick in das Skizzen-Buch vonSteffen Robers

verraten, wie Individualität bei

einem Grabmal aussehen kann.Daist das

Grabmal eines Jungen, der so gern getrommelt

hat: Auseinem Steinblock wurde

für ihn ein Grabmal mit einem Trommelspieler

herausgearbeitet. Ein Stapel

mit aus einem Stein herausgearbeiteten

Büchern ziert das Grabmal eines verstorbenen

Bibliothekars. Und dann gibt es im

Skizzenbuch noch das Grabmal für einen

Bergsteiger: Eine zierliche Figur aus

Für einen verstorbenen Architekten wurde dieses aussagestarke Grabmal geschaffen.

Bronze erklimmt mit

Schritt das letzte Stück

–imHintergrund sind

Nachthimmels auf schw

gedeutet.

„Es kommt immer wied

hörige Motive aus dem

gen, die wir dann auf d

setzen“, erläutert Stef

mals werden aber auch

„Heilige Dreifaltigkeit“

lung einer Himmelpfor

deuteten Treppe aufge

„Vor 30 bis 40 Jahren

verschiedene Grundfor

len sowie einige bestim

gleicht kein Grabmal

ren“, zieht der Steinme

hauermeister Bilanz. Fü

digestehen beispielswe

Die Originale aus der O

Robers eine besonders

fenheit. „Hier besuche

unsere Händler vor Or

gewählte Exemplare v

um die schönsten Exem

len.“ Wer esheimatver

den kommt Ibbenbüren

beispielsweise Diabas,

stein aus dem Hessisc

Regelmäßig reisen Ve

Budde aber auch in die

Abbaugebieteweltweit


BETRIEBE 13

und Einzigartigkeit

Eine der größten Grabmalausstellungen in Deutschland befindet sich in Warendorf. Auf einer Fläche von 10000 Quadratmetern zeigt die Firma Budde Grabmale ständig 1500

verschiedene Steine.

Fotos: Budde

Geschick an. Kein Grabmal

einem großen

einer Bergkuppe

die Sterne eines

arzem Stein aner

vor, dass Ange-

Urlaub mitbrinem

Grabstein umfen

Robers. Oft-

Themen wie die

oder die Darstelte

mit einer angegriffen.

gab esetwa fünf

men an GrabmamteSteine.

Heute

mehr dem andetz-

und Steinbildrdas

Bodenstänise

die Findlinge.

stsee haben laut

schöne Beschafnwir

regelmäßig

t, die bereits ausorsortiert

haben,

plare auszuwähbunden

liebt, für

er Sandstein oder

ein basisches Gehen,

in Betracht.

rtreter der Firma

verschiedensten

in Brasilien, Amerika,

Italien, Indien, Iran oder

Frankreich.

Die Verwandlung eines puren

Steinblocks in einen anmutigen

Engel vollzieht sich

in der Werkstatt etwaimZeitraum

voneineinhalb bis zwei

Wochen. Die vollplastischen

Arbeiten werden grob skizziert,

dann auf den Steinblock

übertragen. Mit einer

Flex werden die groben Konturen

vorgegeben, bis dann

feine Bohrer und Fräsgerätschaften

zum Einsatz kommen.

Die Tiefe und der Ausdruck

einer plastischen

Arbeit sind letztlich das Ergebnis

der künstlerischen

Freiheit der Steinbildhauer.

Geduld und Fingerspitzengefühl sind

hier gefragt: Viele Arbeiten sind sehr detailreich

und erfordern Konzentration

und Zeitaufw

and.

Ob ein Grabmal in Größe, Umfang und

Gestaltungsart auch wirklich auf einem

Friedhof platziert werden kann, das bestimmt

die jeweilige Friedhofsordnung.

„Es ist wichtig, sich darüber im Vorfeld zu

informieren“, erläutert Steffen Robers. In

der Regelverfügeein Friedhof zumindest

über Felder mit freier Gestaltungsmöglichkeit,

oftmals sei aber auch die Einhaltung

bestimmter Grabmal-Maße oder

Abdeckungsfl

ächen vorgeschrieben.

In Warendorf hat die Stadt gemeinsam

mit Grabmale Budde und den am Ort ansässigen

Bestattern und Friedhofsgärtnern

einen neuen kreativen Weg beschritten:

„Die Stadt als Friedhofsträger

hat uns alle mit ins Boot geholt bei der

Gestaltung der neuen Urnenfeldflf äche,

um zu klären, waswichtig sein könntefür

die Gestaltung. Wir hatten konstruktive

Gespräche dazu“, erinnert sich Robers.

2014 wurde auf dem Warendorfer Friedhof

eine Oase für Trauernde geschaffen,

in deren Mittelpunkt ein Anröchter Dolomit-Stein

steht. Der vonder FirmaBudde

Grabmale damals gespendete Stein wurde

so aufgestellt, dass die aufgehende

Sonnedurch diekreuzförmigeDurchbrechung

scheint und ein interessanter

Licht-Schatten-Effekt entsteht. Von den

Sitzbänken aus, die um das Urnenfeld herum

platziert sind, können Besucherund

AngehörigeMomenteder Stille genießen

und einem geliebten Angehörigen noch

einmal ganz nahe sein und dabei die

Symbolikder Grabmale sprechen lassen.

Monika Vornhusen

Steffen Robers, Geschäftsführer der Firma

Budde Grabmale Foto: Monika Vornhusen

BUDDE GRABMALE

Wolfgang Budde, Natursteinkaufmann

und Geschäftsführer, hat 1968

die Firma Budde Grabmale inWarendorf

gegründet. Im Jahr 2009

stieg sein ältester Enkel Steffen Robers,

Steinmetz- und Steinbildhauermeister

und Geschäftsführer, in

den Betrieb ein. Mittlerweile verfügt

die Firma über einen Grabmal-Park

auf einer Fläche von über 10 000

Quadratmetern mit über 1500 fertigen

Grabsteinen sowie über zwölf

Filialen imMünsterland und im

Raum Bielefeld.

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14 BRANCHEN &BETRIEBE

„Es braucht Orte der Trauer“

Prof. Dr. Norbert Fischer beschäftigt sich am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie unter anderem mit

dem Thema Tod und Trauer. Ersieht in den Städten einen Trend zu „pflegeleichten Gemeinschaftsanlagen“.

Waren es vor Jahrzehnten

noch die klassischen

Grabmale, die

das Bild auf den Friedhöfen

bestimmten, so

sind Grabstätten heute zunehmend von

Individualität geprägt. Die Möglichkeiten

sind vielfältig geworden und längst

ist ein Friedhof nicht immer die letzteRuhestätte.

Wer heute keine Grabfl

äche

über Jahrzehnte pfl

egen möchte, der

lässt vielleicht die sterblichen Überreste

des Verstorbenen zu einem Diamanten

pressen. Auch Bestattungen in einem

Trauerwald, in Flüssen oder Meeren werden

gewählt. Prof. Dr.Norbert Fischer beschäftigt

sich an der Universität Hamburg,

am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie,

unter anderem mit

den Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten

„Geschichte von Tod, Bestattung,

Friedhof und Grabmal“. Monika

Vornhusen befragte ihn zu dieser Entwicklung.

Hat die klassische Grabstätte auf

einem Friedhof mit einem Grabmal

darauf als Ort der Trauer noch Zukunft?

Prof. Dr. Norbert Fischer: In ländlichen,katholisch

geprägten Regionen wie

beispielsweise dem Münsterland zeigt

sich die Entwicklung noch nicht so deutlich.

Vorallem in den Städten bundesweit

verliert die klassische Grabstätteaber zunehmend

an Bedeutung und ist eher ein

Auslaufmodell.

In wieweit hat sich die Gestaltung

von Grabstätten in den vergangenen

Jahrzehnten verändert?

Fischer: Der Trend geht selbst in den

christlich geprägten Regionen hin zu

pfl

egeleichten Gemeinschaftsanlagen,

die zentral gepfl

egt werden von Friedhofsgärtnern

oder der Friedhofsverwaltung.Dabei

sind auf diesenzentralen Anlagen

durchaus Themenfelder sowohl für

die Erd- als auch für die Aschebestattung

zu finden, die an eine ganz unterschiedliche

Symbolik anknüpfen. Das reicht von

einem Garten der Frauen über den

Schmetterlingsgarten oder den Garten

der Engel bis hin zu Feldern für Mitglieder

bestimmter Vereinigungen. 2013 hatte

der Anteil der Aschebestattungen übrigens

die 50-Prozent-Marke bundesweit

überschritten. In manchen Regionen

liegt sie bereits bei 80 bis 90 Prozent.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Fischer: Blieben die Menschen früher

über mehrere Generationen an einem

Ort, so leben heute die Angehörigen oftmals

mehrere Hundert Kilometer entfernt.

Der familiäreZusammenhaltinder

Kernfamilie ist aufgebrochen. Das Christentum

und die Familie haben als Bezugspunkte

anBedeutung verloren, und das

führte zueiner fl

exibilisierten Grabmalkultur.

Wieweit geht die Sehnsucht nach Individualität

in der heutigen Grabmalkultur?

Fischer: Bis in das 20. Jahrhundert war

die Grabmalkultur stark geprägt von

christlicher Symbolik. Durch die Entchristlichung

geht derTrend hin zur Individualität,

und die stellt die Steinmetze

vor neue Herausforderungen. Ob es nun

ein Bild des Verstorbenen oder eine persönliche

Inschrift ist oder die Silhouette

Eine Oase für Trauernde wurde auf dem Friedhof Warendorf geschaffen. Im Zentrum steht ein großer Anröchter

Dolomit-Stein mit einer kreuzförmigen Durchbrechung.

Foto: Monika Vornhusen

Prof. Dr. Norbert Fischer forscht und lehrt ander Uni Hamburg.

der Heimatstadt –der Fantasie sind fast

keineGrenzen mehr gesetzt. Hobbys und

der Beruf spielen zunehmend eine wichtige

Rolle auf einem Grabmal.

Werden der Individualität aber

doch noch deutliche Grenzen gesetzt?

Fischer: Die Bundesländer geben hier

den gesetzlichen Rahmen vor und der

Friedhofsträger gestaltet diesen aus. Das

führt mancherorts doch zu kuriosen Konfl

ikten. In einer nordrhein-westfälischen

Gemeinde hatte sich ein neunjähriger

Junge unbedingt ein Borussia-Dortmund-Emblem

auf seinem Grabmal gewünscht,

was der Friedhofsträger nicht

zuließ. Das sorgtefür Empörung. Mittlerweile

geht der Trend dahin, dass Reglementierungen

gelockert werden. Liebgewordene

Andenken dürfen heute meistens

auf Gräbern aufgelegt werden. Da

überträgt sich einiges von der Symbolik

der Unfallkreuze, die wir oft am Straßenrand

finden.

Hat sich auch die Art und Weise des

Trauerns verändert?

Foto: Patrick Ohligschläger

Fischer: Generell ist eine Lockerung der

Rituale und Traditionen zu beobachten.

Durch die steigenden Zahlen an Aschebestattungen

ist man mit einer Trauerfeier

zeitlich nicht mehr so gebunden. Die

Ganzheitlichkeit von Sterben, Tod und

Trauer löst sich auf. Es gibt immer mehr

freie Trauerredner und auch Hinterbliebene,

die eine Trauerfeier selbst gestalten

möchten.

Wird heute vielleicht nicht nur in

der realen Welt, sondern auch in der

virtuellen Welt getrauert?

Fischer: Ja eindeutig. Jugendliche trauern

in den sozialen Netzwerken in unglaublich

breiter und anhaltender Art

und Weise. Nach einer Untersuchung

durch eine Studentin meines Fachbereiches

ersetzt das aber nicht die Trauer in

der realen Welt, sondern es erweitert nur

die Art und Weise des Trauerns.

Wie sehr ist und bleibt Trauer und

deren Bewältigung an einen bestimmten

Ort, beispielsweise an ein

Grabmal, gebunden?

Fischer: Es braucht Orteder Trauer,aber

nichtnur einen bestimmtenOrt.Die Orte

vonBestattung und Trauer können heute

auseinanderdriften. Das erleben wir erstmals

seit vielen Jahrhunderten. Die Erinnerungsorte

werden vielfältiger und verlassen

auch schon mal den Friedhof.

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BRANCHEN &BETRIEBE 15

Die Saure-Gurken-Zeit gibt

es in Schöppingen nicht

Der Gartenbaubetrieb Ebbing hat sich auf das Kürbisgewächs spezialisiert und liefert inzwischen

pro Jahr 110 000 Kartons voller Gurken an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

So manch gute Geschäftsidee ist aus

der Not heraus geboren. Nicht anders

verhält es sich auch beim Gartenbaubetrieb

von Tino Ebbing: Damals,

1945, nach dem Zweiten Weltkrieg,

war die Not groß. Esmangelte

an allem, was durch die Kriegsjahre

zerstört worden war. Die Industrie

lag am Boden, die Lebensmittelknappheit

machte den Menschen zu

schaffen. In den Großstädten

herrschte Hunger.

„Das ist vom Frühjahr bis zum

Herbst ein Rund-um-die-Uhr-Job.“

Tino Ebbing

Besser ging’s da noch den

Menschen im Münsterland.

Die Landwirte bauten auf

ihren Äckern an, was sie für

den täglichen Bedarf

brauchten. Und mitunter auch weit darüber

hinaus. „Mein Opa Alfred Lutz hat

Gurken, Salat, Tomatenund Blumenkohl

gepfl

anzt. Freilandgemüse, das gefragt

war“, erinnert sich Tino Ebbing an die Anfängedes

bäuerlichen

Betriebes.

Zunächst wurden

die Erzeugnisse

auf dem Markt

verkauft, später

dann auf dem

Großmarkt.

Die Not ließ irgendwann

nach, der Überfl

uss kam, die

Discounter boten in ihren Läden nicht

nur heimische, sondern auch exotische

Ware an. Die Ebbings mussten mit der

Zeit gehen. Inzwischen hatte Doris Ebbing

den Betrieb von ihren Eltern übernommen,

es folgte der Übergang auf

Sohn Tino –und die Zusammenarbeit mit

einer Absatzgenossenschaft.

Gurken aus dem Münsterland wachsen

600 Kartons mit dem Gemüse verlassen in der Erntezeit jeden Tag

den Gartenbaubetrieb Ebbing.

Kennt sich mit den Gurken aus: „Ich bin eher der Praktiker, nicht der Büromensch“, sagt der gelernte Gärtner Tino Ebbing über sich selbst. Fotos: Susanne Menzel

heute auf einem Hektar Grund und Boden

im westfälischen Schöppingen. Sortiert

und verpackt,werden sie quer durch

ganz Deutschland zu Lebensmittelketten

wie Kaufl

and, Rewe oder Edekageliefert,

bis sie dann –zumeist als Salat verarbeitet–beim

Endverbraucher auf den Tisch

kommen.

„Die Gurke ist schon seit Anbeginn eines

unserer Standbeine gewesen. Heute setzen

wir fast ausschließlich auf das Kürbisgewächs“,

sagt der 42-jährigeTino Ebbing.

Im kommendenJahr will er den Anbau

auf 1,4 Hektar erweitern. „Momentan

sind wir noch ein kleines Unternehmen,

ab 2018 spielen wir dann in der Mittelklasse

mit“, kalkuliert er.

In dem riesigen Gewächshaus stehen die

Pfl

anzen akkurat nebeneinander.13600

an der Zahl, dicht an dicht sind sie hier

in Steinwollmatten gesetzt. Als50Zentimeter

große Jungpfl

anzen werden sie

zwei Mal pro Jahr von einem Spezialbetrieb

aus Venlo angeliefert und brauchen

dann etwavierWochen, bisdie ersteErnte

ansteht.

Der Haupttrieb rankt nicht über den Boden,

sondern an einem Band in die Höhe.

Tröpfchenweise regelt ein Computer die

Bewässerung. 50 Milliliter bekommt eine

Pfl

anze pro Gießgang. Im Sommer, bei

Wärme, ist der Bedarf oft sogar höher.

Geerntet wirdjeden Tag, sonntags eingeschlossen.

„Das ist vomFrühjahr bis zum

Herbst ein Rund-um-die-Uhr-Job“, sagt

Tino Ebbing.

Auch die Gurken unterliegen –ähnlich

wie die Bananen –einer Norm. Die unterteilt

sich in fünf Gewichtsklassen: von

355 bis 900 Gramm. „Die gängigsten sind

die 400 bis 500 Gramm schweren Gurken.

Die sind beim Endverbraucher am

beliebtesten“, weiß der Schöppinger.

Nach dem Pfl

ücken geht es dann in einer

kleinen Schoppe ans Sortieren und Verpacken.

Die ganze Familie ist eingespannt,

hinzu kommen noch einige Saisonhelfer.

Hand in Hand geht’s hier ans Werk. Ohne

Pause. Zwölf Gurken sind es pro Karton,

die Tagesproduktion liegt im Durchschnitt

bei 600 Verpackungseinheiten.

Rund 110 000 Kartons sind es im Jahr.

Groß sind die Margen nicht, die die Erzeuger

an einer Gurke verdienen. Momentan

sind Salatgurken für 59 Cent im

Handel erhältlich. Die Produktionskosten–ohne

Karton und Investitionskosten

–liegen im Schnitt bei 21 Cent.„Wenn alles

glattgeht“, sagt Tino Ebbing. ProKarton

Gurken bekommt er zurzeit 2,60

Euro bezahlt. Die Preise werden wöchentlich

neu verhandelt.

Dennoch, der gelernte Gärtner möchte

seinenBeruf nicht mit eineranderen Tätigkeit

tauschen. Und hofft, dass eines

seinerKinder vielleicht als nächsteGeneration

den Betrieb übernimmt: „Zwingen

werde ich sie natürlich nicht dazu“, sagt

der vierfache Vater. „Man muss schon

Spaß daran haben. Aber sie helfen schon

jetzt ab und zu mit.“

Und privat, mag der Schöppinger da noch

Gurken auf dem Mittagstisch sehen,

wenn er sie ohnehin den ganzen Tagvor

Augen hat? „Aber klar“, grinst Tino Ebbing.

„Sogar jeden Mittag.“

► Fortsetzung Seite 15

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technischer Vertrieb


BRANCHEN &BETRIEBE 16

Laue Luft lässt

die Pflanze reifen

Die Wildform der Gurke stammt aus Indien.

Zwei Mal im Jahr werden in den Gewächshäusern der Gärtnerei Ebbing in Schöppingen

jeweils 13 600 Pflanzen gesetzt.

Fotos: Susanne Menzel

Heimisches Gemüse für den

deutschen Markt zu produzieren,

„ist keine leichte

Aufgabe“, weiß Tino

Ebbing, als gelernter

Gärtner ein Mann vom Fach. „Die Produktion

nach den Wünschen der Genossenschaft

ist nicht immer einfach zu erfüllen.

Gezogen wird nicht nach Geschmack,

sondern nach Gewicht. Das soll

immer höher sein, der Pfl

anzenschutz

wird immer niedriger gefahren.“

Die Ebbings sind kein Biobetrieb. „Aber

wir versuchen natürlich, so wenig Chemie

wie möglich einzusetzen“, betont der

42-jährige Unternehmer. Das heißt:

Nützlinge erledigen überwiegend die

Arbeit.

So geht Tino Ebbing mit Raubmilben

gegen Schädlinge vor. Vorzugsweise die

„rote Spinne“ ist hier gefürchtet. Sie

sticht die Pfl

anze an, saugt den Saft aus

ihr heraus –und lässt sie so vertrocknen.

„Neben dem Pfl

anzenschutz sind natürlich

auch Kenntnisse in Chemie, Biologie

und vor allem auch in der Technik notwendig,

um den Betrieb am Laufen zu

halten“, unterstreicht Ebbing. Die Pfl

anzen

werden nicht gesetzt und dann sich

selbst überlassen, hinterdem Anbau und

der Ernte steckt ein ausgeklügeltes, computergesteuertes

System. Das fängt bei

der Bewässerung an, geht über die Schattierung

bis hin zur Heizung.

Die vermutlicheWildform der Salatgurke

ist in Indien beheimatet und hat sich von

dort aus inzwischen in alle Welt ausgebreitet.

Sie benötigt zum Wachstum ein

laues Klima mit einer Durchschnittstemperatur

von 21Grad Celsius. Um die zu

erreichen, beheizt Tino Ebbing seine Gewächshäuser

mit zwei 750-kW-Kesseln,

die er mit Anthrazitkohle befeuert. „Das

ist momentan noch die einfachste und

günstigste Art“, erklärt der Schöppinger.

„Die Kohle wird aus Ibbenbüren geliefert.“

Allerdings ist damit im nächsten

Jahr Schluss. Ob er dann auf Hackschnitzel

umstellt oder eine andere Lösung findet?

„KommtZeit, kommtRat“, meint Tino

Ebbing mit stoischer münsterländischer

Gelassenheit. Susanne Menzel

Von Hand werden die Gurken sortiert. Neben den Familienmitgliedern

helfen auch Saisonkräfte bei der Arbeit mit.


GELD &GESCHÄFT 17

Tritt auf die Gebühren-Bremse

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs dürfte den Banken in Deutschland teuer zu stehen kommen. Die Richter

haben Bearbeitungsgebühren bei Geschäftskrediten in vielen Fällen für unzulässig erklärt.

Die Richter am Bundesgerichtshof sind ihrer Linie treu geblieben: Nach den Bearbeitungsgebühren für Privatkredite hat Karlsruhe auch die Bankgebühren für Unternehmenskredite gekippt.

Foto: dpa

Für Verbraucher hatte Karlsruhe bereits

imJahr 2014 für Klarheit gesorgt.

Der Bundesgerichtshof (BGH)

entschied seinerzeit, dass Banken

bei der Kreditvergabe nur für Zinsen

kassieren dürfen – zusätzliche Bearbeitungsgebühren

sind nicht zulässig.

Inzwei wegweisenden Urteilen

hat der BGH diese Entscheidung

nun auch auf Geschäftsleute und

Unternehmen übertragen.

Dass eine Kreditvergabe

stets mit einem finanziellen

Aufw

and verbunden

ist, wissen auch die Richter

in Karlsruhe. Und dennoch:

Banken müssen ihreKosten künftig

ausschließlich über die Kreditzinsen decken,

urteilteder Bundesgerichtshof. Sogenannte

Bearbeitungs- oder Abschlussgebühren

dürfennicht veranschlagt werden,

weil sie eine unerlaubtePreisnebenabrede

darstellen. Entsprechende Klauseln

in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

(AGB) der Instituteseien unwirksam,

so der BGH (Az.: XI ZR 562/15und

XI ZR 233/16, BGH-Urteile vom 4.Juli

2017).

Die Richter haben damit eine jahrelange

Hängepartie beendet –mehrereOberlandesgerichte

hatten in der Frage, ob die

Rechtslage für Verbraucherkredite auch

bei Firmenkunden gelte, in der Vergangenheit

unterschiedlich entschieden.

Den Einwand, Geschäftskunden seien

unter anderem mit Blick auf ihre Fachkenntnis

über Kredite weniger schutzbedürftig

als Privatkunden, wischten die

BGH-Richter vom Tisch.

Die Anwälteder beklagten Banken hatten

vergeblich angeführt, dass die Prüfung

der Kreditwürdigkeit im Fallevon Unternehmen

einen deutlich höheren Aufwand

verursache. Auch die Tatsache,

dass Unternehmen Kreditgebühren

steuersenkend beim Finanzamt geltend

machen können, ändert laut Karlsruhe

nichts daran, dass die Gebühren unzulässig

sind. Vielmehr gilt auch gegenüber

Unternehmern der Grundsatz, dass für

die Erbringung vonTätigkeiten, zu denen

eine Vertragspartei gesetzlich oder

nebenvertraglichverpfl

ichtet ist oder die

sie überwiegend im eigenen Interesse erbringt,

ein Entgelt von der anderen Vertragsseite

grundsätzlich nicht zu zahlen

ist.

Geklagt hatten zwei Unternehmen, die

nun insgesamt 43 500 Euro zurückbekommen

–ineinem Fall 30 000 Euround

in einem weiteren Fall 13 500 Euro.

Obendrein müssen die beklagten Institute

ihren Kunden Zinsen für die zu Unrecht

kassierten Gebühren zahlen.

Die Kreditbranche steht damit voreinem

gigantischen Loch. Nach Schätzungen

vonVerbraucherschützern haben Banken

allein von Verbrauchern rund 13 Milliarden

Euro Gebühren zuUnrecht kassiert.

Im Fall der Unternehmenskredite dürfte

die Summe noch einmal deutlich höher

liegen, glauben die Verbraucherschützer.

Da die Bearbeitungsgebühren mitunter

bis zu zwei Prozent der Darlehenssumme

betragen, stellt das Urteil die Finanzbranche

in Zeiten von Null- und Negativzinsen

vor ein beachtliches Problem.

Pikant: Während Privatkunden versucht

sein könnten, auf eine Rückforderung zu

verzichten, weil die Abschluss- und Bearbeitungsgebühren

angesichts eher kleiner

Kreditbeträge vielfach nur einige

Hundert Euro ausmachen, stehen Unternehmensverantwortliche

inder Pfl

icht,

eine Erstattung einzufordern –tun sie das

nicht, könnten sie vonden Gesellschaften

unter Umständen persönlich haftbar gemacht

werden. Anwaltskanzleien wittern

dementsprechend bereits gute Geschäfte,

zumal im Geschäftskundenbereich

mitunter sechsstellige Beträge verhandelt

werden dürften.

Gut für die Betroffenen: Ähnlich wie

schon bei der Entscheidung zuVerbraucherkrediten

dürfte die Verjährung der

Ansprüche kein großes Thema sein. Gewöhnlich

verfällt der Rückforderungsanspruch

innerhalb von drei Jahren. Demnach

wären zumindest alle Verträge, die

ab 2014 geschlossen wurden,anfechtbar.

Einige Fachleute gehen sogar davon aus,

dass eine Frist vonzehnJahren gilt –damit

könnten sogar Firmenkredite aus

dem Jahr 2007 bei Rückforderungen eine

Rolle spielen.

Andreas Fier

Stephan Dröge,

Freiberuflerbetreuer,

Sparkasse Münsterland Ost.

Dr. med. Jens Quakernack,

GYNMÜNSTER

Operative Gynäkologie,

Münster.

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Wenn’s um Geld geht


18 GELD &GESCHÄFT

Fehlanzeige bei Big Data

und Cloud Computing

Die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung ist aus Sicht vieler Experten kein wirklich großer Wurf.

Formulierungen erlauben keine hundertprozentige Rechtsanwendung, schließen aber immerhin alte Rechtslücken.

Im Datenschutz-Sektor steht eine

Neuerung bevor, die Unternehmen

in der ganzen Europäischen Union

betrifft. Die Rede ist von der Datenschutz-Grundverordnung(DS-GVO).

Diese Neuregelung soll die Verarbeitung

personenbezogener Daten

durch private Unternehmen und öffentliche

Stellen vereinheitlichen.

Anlässlich dieser Änderung stellen

sich Unternehmen und öffentliche

Behörden die Frage, was für sie bei

der DS-GVO zubeachten ist.

Eine starkeKombination für

einenstarken Wirtschaftsraum

Mit der Wirtschaftskombi

auf direktem Weg zu

Ihrer Zielgruppe in

Nordwestdeutschland

Bis zu

179.000 Exemplare

(Gesamtauflage)

Wangerooge

BREMERHAVEN

FLENSBURG

KIEL

SCHLESWIG-

HOLSTEIN

HAMBURG

LÜBECK

SCHWERIN

Nach zähen Verhandlungen

wurde die Datenschutz-

Grundverordnung am 14.

April 2016 vom EU-Parlament

beschlossen. Die

Verordnung ist zum 25.Mai 2016 in Kraft

getreten und wird abdem 25. Mai 2018

in allen Mitgliedstaaten der EU unmittelbar

gelten und damit Teil der nationalen

Rechtsordnung sein. Doch im Zug des

Harmonisierungsprozesses sind viele aktuelle

Herausforderungen des Datenschutzes

auf der Strecke geblieben. So

stellen sich sowohl die zur Anwendung

aufgeforderten Unternehmen, als auch

Rechtsexperten vieleFragen, die es noch

zu beantworten gilt.

Die Datenschutz-Grundverordnung verfolgt

zunächst das primäre Ziel, das unübersichtliche

Datenschutzrecht der einzelnen

Mitgliedstaaten zu vereinheitlichen.

Da sie in allen europäischen Staaten

direkte Anwendung finden wird, soll

ein einheitliches Datenschutz-Regime im

gesamten europäischen Raum entstehen.

Eine weitere Umsetzung der DS-GVO

durch nationale Gesetzgeber ist nicht nötig.

Der generelle Harmonisierungsgedankeder

EU spielt hierbei also eine tragende

Rolle.

Zweitens soll durch die DS-GVO für gleiche

wirtschaftliche Rahmenbedingungen

in der Europäischen Union gesorgt werden.

Das Ziel war, die seit 1995 geltende

EU-Datenschutzrichtlinie durch eine einheitliche

Verordnung abzulösen, die nunmehr

nach 20 Jahren das Datenschutzrecht

auf eine neue, einheitliche Basis

stellt. Diese Vereinheitlichung soll auf

langfristigeSicht auch zu einer Stärkung

des Binnenmarktes führen.

Als drittes Ziel soll der Datenschutz in

Europa aufgrund der anwachsenden Herausforderungen

durch Cloud Computing,

Big Data, Soziale Medien und Suchmaschinen

modernisiert werden. Dabei

soll der Grundrechtsschutz des Einzelnen

im Vordergrund der Modernisierung stehen.

Diese Umgestaltung ist angesichts

der vielfältigen neuen technischen Anwendungen

dringend erforderlich, da sie

den Schutz natürlicher Personen und den

freien Verkehr gewährleisten soll.

Diese Thesen beziehen sich auf die angestrebten

gesetzgeberischen Ziele, welche

die DS-GVO verfolgt. Doch was müssen

die Unternehmen und die öffentlichen

Stellen selbst bei der neuen Grundverordnung

beachten?

Unternehmen müssen einen Datenschutzbeauftragten

bestellen, soweit ihre

Tätigkeit eine umfangreiche, systematische

und regelmäßige Beobachtung von

betroffenen Personen erfordert. Auch

eine Verarbeitung zum Beispiel von besonders

sensiblen Daten (etwa Gesundheitsdaten)

nach Artikel 9Abs.1 DS-GVO

oder Daten über strafrechtliche Verurteilungen

oder Straftaten nach Artikel 10

Abs. 1DS-GVObedarfeines Datenschutzbeauftragten.

Das heißt für Unternehmen

in Deutschland: Es wirdsich voraussichtlichnichtsändern

an den bisherigen

Voraussetzungen, unter denen ein Datenschutzbeauftragter

zu bestellen ist. Wichtig

ist aber die neue Pfl

icht des Datenschutzbeauftragten,

über die Einhaltung

der DS-GVO zuwachen. Damit entsteht

auch für die Unternehmen ein spürbar

höheres Haftungsrisiko. Soweit also die

Grundsätze der DS-GVO, doch warum

schneidet das neue Regelungswerk in

den Rezensionen so schlecht ab?

Die 99 Artikel der europäischen DS-GVO

enthalten neben Richtlinien für Unternehmen

und öffentliche Behörden auch

sogenannte Öffnungsklauseln. Diese ermöglichen

es den Mitgliedstaaten, bestehende

Datenschutzregeln beizubehaltenoderneuezuerlassen.

Dadurch kann

es in allen europäischen Mitgliedstaaten

trotz der einheitlichen Grundverordnung

wieder zu sehr unterschiedlichen Regelungen

kommen. Damit ist die Europäische

Union voneiner einheitlichen, europaweiten

Rechtspraxis weit entfernt,

denn die DS-GVOenthält mehr als 70 dieser

Öffnungsklauseln –die allerdings nur

bei einigen Themen zugelassen sind.

Ein weiterer großer Kritikpunkt ist, dass

die neue Verordnung in vielen Fällen nur

sehr abstrakte Antworten gibt. Hierzu

zählt unter anderem, was unter dem Begriff

„Belastbarkeit“ als Schutzziel in Arti-

Daniel Onnebrink

kel 32Abs. 1b)zuverstehen ist und wie

„Belastbarkeit“ zu definieren ist. Wiesollen

sich Wirtschaft, Behörden und Gerichte

konkret in Datenschutzbelangen

verhalten? Während zahlreiche Richtlinien

sehr genau definiert und ausformuliert

sind, werden andere wiederum nur

grob umrissen.Sobesteht in einigenwenigen

Fällen weiterhin die Gefahr, dass

der Flickenteppich im Bereich Datenschutz

in Europa weiterhin existiert.

Doch was die Experten am meisten ärgert,

ist, dass die neuen europäischen Regelungen

auf die wirklichen Herausforderungen

und Risiken in der Informationstechnik

nicht explizit eingehen. Big

Data –also die Datenfl

ut und ihreBeherrschung

–Suchmaschinen, Cloud Computing

und anderemoderne Technikanwendungen

werden in den 99 Artikeln nicht

ausdrücklich genannt. Wie bereits im

Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) müssen

auch in der DS-GVO die Regelungen

aus einzelnen Artikeln herausgelesen

werden. ► Fortsetzung Seite 19

Foto: HLB Dr. Schumacher &Partner

Beratung:

Frank Micheel

Tel. 0251/690-916161

Lars Normann

Tel. 0251/690-916162

OLDENBURG

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Der Umgang mit Daten erfordert ineinem Unternehmen eine hohe Sensibilität. Ab Ende Mai 2018 gilt eine neue

Datenschutz-Grundverordnung.

Foto: dpa


GELD &GESCHÄFT 19

Schritt in die

richtige Richtung

DS-GVO: Technische Neuerungen explizit nicht genannt

++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE ++

25. Oktober 2017: Ringvorlesung: Cybersicherheit und die

Auswirkungen auf die Industrie, 16 –17.30 Uhr, Fachhochschulzentrum

(FHZ) Münster, Hörsaal A004, Corrensstraße

25, Münster

25. bis 27. Oktober 2017: „push|con -zukunft|macher|treffen“,

10Uhr, Tobit Software AG, Parallelstraße 41, Ahaus

Für Arbeitgeber ist wichtig,

dass der Paragraf 32 des Bundesdatenschutzgesetzes

wahrscheinlich fortbestehen

wird. Dieser besagt, dass personenbezogene

Daten eines Beschäftigten

für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses

erhoben, verarbeitet oder genutztwerden

dürfen. Grund für das mögliche

Weiterbestehen der Regelung istArtikel

88 Absatz1DS-GVO. Dieser enthält

eine oben beschriebene Öffnungsklausel.

Somit können spezifischere Regelungen

zum Datenschutz im Beschäftigungskontext

durch den nationalen Gesetzgeber

selbst geschaffen werden. Weiterhin wird

auch die Möglichkeit der Verarbeitung

personenbezogener Daten auf der

Grundlage einer Kollektivv

ereinbarung

bestehen bleiben. Das sind dann die Betriebsvereinbarungen

und Tarifv

erträge.

Der in der Personalpraxis gute Weg, die

Betriebsvereinbarung als Erlaubnistatbestand

zur Datenverarbeitung zunutzen,

wird also weiter bestehen bleiben können.

Es kann aber auch zu der Situation kommen,

dass Betriebsvereinbarungen neu

entworfen werden müssen, um den Anforderungen

der DS-GVO zu entsprechen.

Das heißt, dass angemessene Maßnahmen

zur Wahrung der menschlichen

Würde, der berechtigten Interessen und

der Grundrechtedurch dasUnternehmen

geregelt werden müssen, umdie Transparenz

der Verarbeitung und die Übermittlung

personenbezogener Daten konkret

zu gewährleisten. Bei Verstößen

gegendie Verordnung müssen Unternehmen

mit sehr erheblichen Bußgeldern

rechnen: Diese können sich auf bis zu 20

Millionen Eurooder im Falle eines Unternehmens

auf bis zu vier Prozent des gesamten

weltweit erzielten Jahresumsatzes

des vorangegangenen Geschäftsjahrs

belaufen, je nachdem, welcher der Beträge

höher ist.

Fazit: Ein großer Wurf, der seine selbst

gesetzten Ziele nicht ganz erreicht. Von

Einheitlichkeit im gesamten europäischen

Raum ist die DS-GVO zwar noch

ein gutes Stück entfernt, zeigt aber die

Richtung an, in die es zukünftig gehen

soll. Einige abstrakte Formulierungen in

der DS-GVO erlauben zwar keine hundertprozentig

sichereRechtsanwendung,

schließenaber Rechtslücken aus der Vergangenheit.

Das Fehlen von explizit genannten

technischen Neuerungen in der

Datenschutz-Grundverordnung ist leider

ein Defizit, welches hättevermieden werden

müssen. Insgesamt ist die Datenschutz-Grundverordnung

ein Schritt in

die richtige Richtung, aber erst der Anfang

eines weiten Weges.

Daniel Onnebrink

Der Autor Daniel Onnebrink ist

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker und arbeitet

für HLB Dr. Schumacher &Partner in

Münster.

2. November 2017: Beratungen für Gründer/innen, 9–16

Uhr, Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-Gesellschaft

Bocholt, Osterstraße 23 (Eingang Liebfrauenplatz),

Bocholt

3. bis 5. November 2017: Zimt &Sterne, Fr. 15 bis 20 Uhr,

Sa. und So. 10 bis 18 Uhr, Messe- und Congresszentrum

Halle Münsterland, Münster

4. November 2017: Verleihung des GRÜNDERstein-Unternehmer-Awards,

18 Uhr, DeGrote Kerk, Enschede

7. November 2017: Management-Werkstatt: Alles schön

festgezurrt –die richtige Ladungssicherung, 17 –19Uhr,

Handwerkskammer Bildungszentrum, Echelmeyerstraße 1

–2,Münster

9. November 2017: Patente-Marken-Design: Erfinderberatung,

16 –19Uhr, Wirtschaftszentrum Gronau, Fabrikstraße

3, Gronau

9. November 2017: 12min.me Münster –Ignite Talks &

Networking Vol. #04, 19 Uhr, LBS West, Himmelreichallee

40, Münster

11./12. November 2017: Ladylike –die Messe für die Frau,

Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

13. November 2017: 24. Westfälischer Unternehmertag

Münster, 18Uhr, Bildungszentrum der IHK Nord Westfalen,

Sentmaringer Weg, Münster

13. bis 17. November 2017: Gründungswoche 2017 für Existenzgründung

und junge Unternehmen


20 GELD & G

Experten aus der ganzen Welt

Am Universitätsklinikum Münster spiegelt sich imArbeitsalltag die Vielfalt der Länder und Kulturen

wider. InItalien schon „Dottore“, in Deutschland auf dem Weg zum kompetenten Krankenpfleger.

„Die Patientendokumentationen

verstehe ich zwar, beim Schreiben

herrscht allerdings noch ein wenig

Lernbedarf.“

Italiener Gennaro deFalco

Im Mikrokosmos unter dem Dach der

Medizin spiegelt sich die globale

Vielfalt von Ländern, Kontinenten

und Kulturen wider. Und die Atmosphäre

ähnelt der eines großen internationalenExpertenkongresses,

was

dem UKM als größtem Arbeitgeber

des Münsterlandes wohl auch seine

schillernde Strahlkraft verleiht. Allerdings

wird nicht akademisch debattiert,

sondern behandelt.

InItalien schon „Dottore“, in Münsternochein

paar Wochen pfl

egerische

Hilfskraft –mit viel Fachkompetenz

und südländischem

Charme versorgt GennarodeFalco

auf der Unfallchirurgie zehn Patienten,

anstatt sich wie vorein paar Monaten im

vonhoher Jugendarbeitslosigkeit geplagten

Neapel von Hilfsjob zu Hilfsjob zu

hangeln. Zu verdanken hat der 29-Jährige

das dem ambitionierten Personalrecruitment

des UKM in einigen Ländern

Europas. Sein Bewerbungsgespräch –

„gleichzeitig hat sich auch eine Klinik aus

Frankfurt um mich bemüht“ –hat der an

der Universität von Rom ausgebildete

Krankenpfl

eger mit

UKM-Personalern in

Italien geführt, jetzt

trennen ihn nur noch

wenig Zeit und ein

paar kleine Hürden

in der Sprachkompetenz

von seiner Anerkennung

als Krankenpfl

eger in

Deutschland: „Die

Patientendokumentationen verstehe ich

zwar,beim Schreiben herrscht allerdings

noch ein wenig Lernbedarf“, erklärt der

smarte Italiener.Amvon Patientenbett zu

Patientenbett fahrbarenComputer leistet

Kollege Olaf Geng, seit 18 Jahren Krankenpfl

eger auf der Unfallchirurgie, gern

Hilfsstellung in der Dokumentation. Sein

Motto: „So wächst Europa wirklich zusammen.“

Die Herausforderungen in

dem hochqualifizierten Job wachsen

ständig. Immer mehr Handlungsabläufe,

die früher dem Mediziner vorbehalten

waren, leisten heute die Krankenpfl

eger.

„Dieses veränderteBildund damitdie gesellschaftliche

Anerkennung des Jobs,

auchdurch den Abschluss an der Universität,

ist in Italien durchaus schon angekommen.

Allerdings ist die Ausbildung

auch viel theoretischer als inDeutschland“,

resümiert de Falco. Und der Pfl

e-

genotstand in seinem Heimatland sei sogarnoch

ausgeprägter.„Aber es fehltden

Krankenhäusern in meiner Heimat das

Geld,Pfl

eger einzustellen.“ Seine berufl

i-

chePerspektivesieht der Apothekersohn,

AUSLÄNDISCHE MITARBEITER AN DER UNIVERSITÄTSKLINIK MÜNSTER

UKM Mitarbeiter mit ausländischem Pass

Anzahl Nationalitäten

364

58

30.09.2007

642

87

30.09.2012

989

98

09.10.2017

Die Top 10-Herkunftsländer der UKM-Mitarbeiter

Türkei

Italien

Spanien

Marokko

Portugal

Russland

Polen

Serbien

Österreich

Kroatien

Quelle: UKM

30

28

Europa wächst zusammen: In der Unfallchirurgie muss Krankenpfleger Olaf Geng (r.) dem Kollegen aus Italien, Gennaro deFalco, nur noch bei den Dokumenta

dem das UKM ein bezahlbares Personalappartement

–„früher nannteman das ja

Schwesternheim“ –auf demCampus vermittelt

hat, nicht nur auf kurze Sicht in

Münster. Und dem „Dottore“ aus Neapel

wird auf der Unfallchirurgie auch schon

viel zugetraut: „Er ist ein vollwertiges

Mitglied unseres Teams und kümmert

38

36

35

Foto: UKM / Grafik: chr

43

41

41

73

84

Ohne ihre Abteilung geht nichts: IT-Webmasterin Barbara Symanzi

kerin und kam vor mehr als 30Jahren der Liebe wegen nach Müns

sich vollkommen selbstständig um seine

Patienten. Bis zur Anerkennung muss allerdings

ein Kollege jeweils die formale

Verantwortung übernehmen“, berichtet

Dorothee Deinken, stellvertretende Stationsleitung

auf der Unfallchirurgie.

In ihrer fachlichen Kompetenz nicht nur

anerkannt, sondern weltweit bekannt ist

Dr.JokeTio, seit 2008 Leiterin des UKM-

Brustkrebszentrums. Nicht nur aus ihrem

Geburtsland Indonesien –„da meine Familie

chinesischer Abstammung ist, waren

wir dort Menschen zweiter Klasse

und sind emigriert“ –reisen viele Patientennach

Münster,umsichvon ihr behandeln

zu lassen. Und diese profitieren von

ihrem Engagement, für das die 24 Stunden

täglich besser 48 wären: „Das Brustkrebszentrum

ist mein Baby und ich bin

durch und durch Klinikerin“, proklamiert

die Medizinerin, die im Alter von drei

Jahren als Anästhesisten-Tochter nach

Deutschland und über viele internationale

Stationen 2003 nachMünster kamund

blieb. Sie kennt aber auch bürokratische

Hürden: „Nach der Facharztausbildung

meines Vaters in Deutschland wurde meiner

Familie die deutsche Staatsbürgerschaft

versagt, deshalb sind wir nach Holland

gegangen, und jetzt habe ich einen

niederländischen Pass“. Für Münster hat

sie sich ganz bewusst entschieden: „Ich

bin endlich angekommen und habe eine

Heimat gefunden. Ich schätze die hohe

Lebensqualität der Stadt, das tolle kulturelle

Angebot und auch die Kinos –zumindest

theoretisch.“ Denn eigentlich ist

Tio, die soganz nebenbei fünf Sprachen

spricht, Workoholic und die UKM-Stadt

in der Stadt praktisch ihr Zuhause.

Und Klinikerin soll heißen: Die 45-Jährige

steht nicht nur ständig selbst im OP,

sondern betreut zusammen mit einem interdisziplinären

Medizinerteam auf ihrer

Station immer parallel mehrereklinische

Studien. Was ihr hilft, in Sachen Krebstherapie

manchmal einen Blick in die Zukunft

zu wagen: „Brustkrebs ist heute

nicht mehr gleich B

meisten Fällen län

mehr,meist sehr gen

handelbar. Wir unt

verschiedene Krebss

sive, die nach eine

einer Wahrscheinli

zent erneut ausbrec

sehr aggressive, der

60 bei 70 Prozent

Doch sie kann Hoff

die Forschung, die

licht, habe ich ein


ESCHÄFT 21

Durch und durch Klinikerin: Dr. Joke Tio leitet seit 2008 das Brustkrebszentrum am

UKM und bräuchte eigentlich 24 Stunden mehr pro Tag.

Wertschätzende Arbeitsatmosphäre: Natalia Pavlusjak kam 2005 über eine Zeitarbeitsfirma

in die Wäscherei, hat heute einen festen Vertrag amUKM und kann fast jede technische

Störung an den Maschinen beheben

OFFEN GESAGT

Gute Teamplayer

Esklappt imSport, esfunktioniert im

Orchester –und bei der gemeinsamen

Mission, Menschen zu helfen, die

schon eine lange medizinische Odyssee

hinter sich haben. Die internationale Zusammenarbeit

imTeam UKM kann beispielgebend

sein, wenn es darum geht,

geballte Kraft und überragende Kompetenzen

von Menschen unterschiedlicher

Herkunft mit einem Ziel zu bündeln.

Das setzt allerdings Mindeststandards

bei Ausbildung und Sprache voraus.

Sobald diese Hürde übersprungen ist,

lassen sich mit dieser bunten Mannschaft

große Erfolge erzielen. Wenn zugleich

die Haltung stimmt bei allen

„Spielern“ und ihren „Trainern“, die Talenten

Raum und Respekt geben müssen,

sich zu entfalten. Denn an der

Strahlkraft, mit der die Uniklinik gleichsam

in alle Welt leuchtet, haben die

Teamplayer aus aller Welt auch ihren

Anteil.

Zugleich gelingt es den Scouts des UKM,

internationale Talente für die Equipe der

Uniklinik zu begeistern. Zur Bereitschaft,

auf Jahre das „Vereinswappen“

des UKM auf dem Trikot zu tragen,

steuert das hohe Ansehen der medizinischen

Adresse ebenso einen Anteil bei

wie die Sympathiewerte, die Münster als

lebenswerte kleine Großstadt heischt.

Maike Harhues

tionen zur Seite stehen.

kist studierte Chemiter.

rustkrebs und in den

gst kein Todesurteil

au verifizier-und beerscheiden

sehr viele

orten: Wenig aggresr

Therapie nur mit

chkeit von fünf Prohen.

Aber eben auch

en Rückfallrisiko bei

liege“, erläutert Tio.

nung stiften: „Durch

mir das UKM ermögfach

einen weiteren

Fotos: Maike Harhues

Blick. Wenn ich einer Patientin einen

Krebsbefund mitteilen muss, habe ich

dann vielleicht schon im Hinterkopf:

Auch wenn dieser Krebs in ein paar Jahrenwieder

ausbricht, machen wir mit der

oder dieser Substanz gerade diese oder

jene positiven Erfahrungen, und das

könntedann in ein paar Jahren nachZulassung

des Medikaments

genau

der passende

Wirkstoff für diese

Krebsbehandlung

sein.“ Langfristig

hat sich Tio

zum Ziel gesetzt:

„Mit Brustkrebs

soll ein Leben Natalia Pavlusjak

möglich sein wie

mit einer chronischen

Krankheit.“

Dass die Reputation der Mediziner auch

nach außen hin am weißen Arztkittel zu

erkennen ist, daran hat Natalia Pavlusjak

einen großen Anteil. In der hochtechnologisierten

UKM-Wäscherei –jedes Wäschestück

ist gechipt–sorgt die gebürtige

Ukrainerin seit 2005 für hygienisch

saubere Textilien: von der Berufskleidung

bis zumangelfähigen Bettwäsche,

vomOP-Hemd bis zum Säuglingsstrampler.

Den Einstieg hat die Westbevernerin

über eine Leiharbeitsfirma geschafft.

„Hier zählt hohe Identifikation mit dem

Job und Leistung“, berichtet Pavlusjak.

„„Hier zählt hohe Identifikation

mit dem Job und Leistung.

Wir begegnen uns mit großer

Wertschätzung und lachen auch

viel miteinander.“

Nach kurzer Zeit hattesie eine Festanstellung

in der Tasche, verrichtet nicht nur alle

HandgriffeanGroß- und Kleinmangel,

Faltmaschine und Finisher aus dem Effeff.

Mittlerweilekann Pavlusjak auch die

meisten technischen Störungen der

Großmaschinen beheben. Doch besonders

begeistert sie das Arbeitsklima: „Wir

begegnen uns mit großer Wertschätzung

und lachen auch viel miteinander.“ Und

sie hat damit sogar schon Werbung in der

eigenen Familie gemacht: „Meine Tochter

macht jetzt hier in unserer UKM-Wäscherei

eine Ausbildung zur Textilreinigerin.“

Ohne die IT-Abteilung von Barbara Symanzik

und ihrer 100 Kollegen liefe in

der Wäscherei allerdings keine Maschine.

Die IT-Webmasterin betreut seit 1991

einen Teil der digitalen Klinik-Infrastruktur.

Die Chemikerin aus Südpolen ist

1986 der Liebe wegen nach Münster gekommen,

hat bei Siemens-Nixdorf zur

Organisationsprogrammiererin umgeschult

und sich am UKM initiativ beworben,

brauchte vor 26 Jahren sogar noch

eine Arbeitserlaubnis.

„BASF

hätte mich damals

auch haben

wollen, die

Arbeitszeiten waren

aber weniger

familienfreundlich

und unser

Sohn erst zehn

Monate alt“, erzählt

die 59-Jährige,

deren Mann

als Dozent an der Uni arbeitet.

Vom Großrechenzentrum bis zur heutigen

technischen Gestaltung von Homepage

und Intranet hat Symanzik einige

digitale Umwälzungen am UKM erlebt

und betreut. Und sie schätzt die heutige

kreative, offene und internationale Atmosphäre

amKlinikum: „Damals habe

ich zusammen mit einem holländischen

Kollegen angefangen, wir waren richtige

Exoten. Heutearbeiten hier Experten aus

der ganzen Welt zusammen und das ist

normaler Berufsalltag.“

Maike Harhues

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22 GELD &GESCHÄFT

„Das Gesamtpaket entscheidet“

Peter Plester, Leiter des Geschäftsbereichs Personal amUni-Kinikum Münster, weiß, wie man als attraktiver

Arbeitgeber punkten kann. Das UKM ist international aufgestellt und sucht Bewerber gezielt auch im Ausland.

Der Fachkräftemangel im

Gesundheitswesen verlangt

neue Strategien, um

auf internationaler Ebene

Mitarbeiter zu rekrutieren.

Damit das gelingt, muss das Gesamtpaket

stimmen, betont Peter Plester, Leiter des

Geschäftsbereichs Personal am Universitätsklinikum

Münster, imGespräch mit

unserer Autorin Maike Harhues. Dazu

zählt nicht nur das Gehalt. Ausschlaggebend

können auch das Renommee als

Einrichtung der medizinischen Maximalversorgung,

Perspektiven für die eigene

berufl

iche Weiterentwicklung sowie Familienfreundlichkeit

und Lebensqualität

sein. Auf diesen Feldern punktet das

UKM.

Ist das UKM branchenspezifisch

überdurchschnittlich vom Fachkräftemangel

bedroht –und wenn

ja, in welchem Bereich konkret?

Peter Plester: Nein, das ist kein spezifisches

Problem in Münster. Das UKM ist

eher Spiegelbild für den Fachkräftemangel

im Gesundheitswesen in Deutschland,

auch wenn Metropol-Städte wie

München oder Berlin für Bewerber sicherlich

noch die höchsteAnziehung haben.

Aber in der Vergangenheit wurden

zu wenigeÄrzteausgebildet. Das betrifft

längst nicht nur den klinischen Bereich.

Vorallem die Allgemeinmedizin stand zu

wenig imFokus. Inder Pfl

ege hingegen

bilden wir ausreichend aus. Das UKM

trägt mit seiner Schule für Gesundheitsund

Krankenpfl

eger maßgeblich dazu

bei, Nachwuchs auszubilden. Jedoch

weichenviele nach einigerZeit in andere,

weniger belastende Berufe aus oder entscheiden

sich zum Beispiel noch mal für

ein Studium und fehlen dann für die

Arbeit am Patienten.

9,3 Prozent der Beschäftigten des

UKM haben einen ausländischen

Pass –was dem bundesweiten Anteil

der Bevölkerungentspricht.Wie hat

sich diese Quote entwickelt, ist es

ein längerer linearer Zuwachs oder

steigt der Anteil von Menschen im

Team des UKM ohne deutsche

Staatsangehörigkeit in jüngster

Zeit beschleunigt an?

Plester: Universitätsmedizin ist mit seinen

Bereichen Krankenversorgung, Forschung

und Lehregrundsätzlich ein Feld

für internationale Fachkräfte. Der Blick

auf die vergangenen zehn Jahre zeigt,

dass es am UKM ein linearer Anstieg ausländischer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ist. Nichtsdestotrotz hat die

Eurokrise zuletzt dazu geführt, dass wir

verstärkt Bewerbungen von Fachkräften

aus den betroffenen Ländern haben.

Gibt es im Ausland Agenturen, die

sich darauf spezialisiert haben, medizinische

Fachkräfte zu vermitteln

und arbeitet das UKM mit solchen

zusammen?

Plester: Ja, es gibt solche Agenturen. Da

wir uns jedoch in unserer Auswahl nicht

ausschließlich auf Bewerbungsmappen

stützen möchten, gehen wir noch einen

Schritt weiter: Mitarbeiter unserer Pfl

e-

gedirektion reisen beispielsweise nach

Italien, um die Bewerber vorOrt persönlich

kennenzulernen.

Spiegelt sich die konjunkturelle Lage

der Herkunftsländer direkt im

Angebot an Fachkräften für das

UKM wider?

Plester: Nicht ausschließlich, es gibt

auch andere Beweggründe zum Beispiel

familiäre. Aber natürlich spielt die konjunkturelle

Lageinanderen Länderneine

Rolle. Das zeigen Spanien und Italien, wo

es seit einigen Jahren eine hohe Jugendarbeitslosigkeit

gibt. Ausbeiden Ländern

stellen wir zurzeit vermehrt Pfl

egekräfte

ein.

Reicht die Aussicht auf einen guten

Job mit adäquater beziehungsweise

überdurchschnittlicher Bezahlung

am UKM für einen Arbeitnehmer,

Heimat und Familie zu verlassen,

oder welches Gesamtpaket müssen

Sie als Arbeitgeber bieten?

Plester: Tatsächlich ist das Gesamtpaket

entscheidend. Neben einem interessanten

Job an einem Universitätsklinikum

und damit Maximalversorgerkönnen wir

oftmals auch als attraktiver Arbeitgeber

punkten. Dazu gehören vielfältige Weiterentwicklungs-

und Fortbildungsmöglichkeiten,

aber auch familienfreundliche

Arbeitszeitmodelle und betriebliche Gesundheitsförderung.

Zudem gibt es Mentoring-Programme,

bei denen schon länger

in Münster tätige Mitarbeiter mit

interkulturellem Hintergrund ihren jungen

Kolleginnen und Kollegen zur Seite

stehen. Und nicht zuletzt unterstützen

wir bei der Wohnungssuche, die sich in

Münster mittlerweile leider sehr zugespitzt

hat.

Wiehoch ist der Anteil der Mitarbeiter

am UKM, die zwar einen deutschen

Pass besitzen, deren familiäre

Wurzeln aber in andere Länder reichen?

Plester: Dassind derzeit knapp 700 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Gerade im Umgang mit Patienten,

aber auch um technische Anleitungen

oder Dienstanweisungen wirklich

zu verstehen, ist Sprache das

entscheidende Werkzeug. Liegt dort

eine Hürde beim Rekrutieren ausländischer

Mitarbeiter und wie gelingt

es, die Ausbildungsstandards,

die die Mitarbeiter aus anderen

Ländern mitbringen, zu bewerten

und gegebenenfalls anzuerkennen?

Plester: Es gibt internationale Standards

in Ausbildung und Studium. Dennochliegen

die Anforderungen in Deutschland

zumeist etwas höher.Deshalb erfolgt die

Anerkennung hierzulande nach sehr

strengen Maßstäben. Für Ärzte obliegt

die Prüfung zum Beispiel der jeweiligen

Ärztekammer. Unabhängig von diesen

formalen Grundvoraussetzungen haben

wir im Bereich der Pfl

ege ein Konzept

entwickelt, das vorsieht, dass diese Mitarbeiter

bis zu einem Jahr auf der Station

hospitieren, bevor sie vollständig eigenverantwortlich

arbeiten. Mit all diesen

Maßnahmen stellen wir am UKM sicher,

dass unsere Patientinnen und Patienten

adäquat versorgt werden.

Besteht inden Muttersprachen, die

die Kolleginnen und Kollegen mitbringen,

eine Chance, bei bestimmten

Patienten leichter eine kommunikative

Brücke zu schlagen?

Plester: Die Kommunikation am UKM

erfolgt mit Patienten und Mitarbeitern

auf Deutsch. Das stellen wir durch das

B2-Zertifikat sicher. Aber natürlich gibt

es immer wieder Situationen, in denen es

hilft, wenn Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen

aus dem selben Land stammen

wie Patienten und neben den sprachlichen

auch die kulturellen Hintergründe

kennen.

Wie ist das Internationale Patientenmanagement

personell besetzt

Peter Plester leitet den Geschäftsbereich Personal amUni-Klinikum Münster.

undumwie viele Patienten aus welchen

Ländern muss es sich im Jahr

kümmern? Nimmt die Bedeutung

dieses Standbeins für internationale

Selbstzahler zu? Ist es auch kaufmännisch

attraktiv, dass die fachliche

Kompetenz des UKM in alle Welt

strahlt?

Plester: Im Internationalen Patientenmanagement

des UKM sind sieben Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in Teilund

Vollzeit beschäftigt. Derzeit behandeln

wir circa 600 Patienten im Jahr, die

größtenteils aus dem russischen Raum,

den arabischen Regionen und aus Europa

zu uns kommen. Die deutsche Medizin,

insbesondere die Universitätskliniken,

haben in diesen Ländern einen sehr guten

Ruf, hinzu kommen die freie Arztwahl

innerhalb der EU im Rahmen des

Europäischen Sozialversicherungsabkommens

und zum Teil lange Wartezeiten

auf Behandlung im eigenen Land.

Letztendlich ist es auch aus kaufmännischer

Sicht attraktiv, internationale Patienten

zu behandeln, da diese außerbudgetäre

Erlöse generieren.

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GELD &GESCHÄFT 23

Steuervorteile sind beachtlich

Es gibt zahlreiche gute Gründe, Minijobber im Privathaushalt anzumelden. Haushalte inDeutschland

entwickeln sich mehr und mehr zum regulären Arbeitsplatz.

Schwarzarbeit in den eigenen vier

Wänden –das mussheutzutage nicht

mehr sein. Die Anmeldung von Minijobbern

in Privathaushalten ist inzwischen

kinderleicht und sichert

viele Vorteile –für Arbeitgeber und

Arbeitnehmer.

„Bei einer Anmeldung ist selbst

der Weg von der eigenen Wohnung

zur Arbeit und zurück versichert.“

Dr. Erik Thomsen

Minijobber in Privathaushalten

kümmern sich

um den Haushalt, pfl

e-

gen den Garten, unterstützen

Senioren und

betreuen Kinder und Haustiere. So entlasten

sie viele Berufstätigeund Familien.

Wertschätzung durch ihre Arbeitgeber

und weitreichenden Versicherungsschutz

erhalten sie durch die offizielle

Anmeldung bei der Minijob-Zentrale.

„Rund 300 000 angemeldete Haushaltshilfen

unterstützen ihre Arbeitgeber bereits

legal“, heißt es in einer Mitteilung

der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung

und der Knappschaft

Bahn See. Werdie Minijob-Tätigkeit ordnungsgemäß

anmelde, sorge für Sicherheit

auf beiden Seiten.

Durch die Anmeldung bei der Minijob-

Zentrale sind Minijobber automatisch

unfallversichert und genießen einen umfassenden

Schutz. Auch die Arbeitgeber

sind abgesichert, denn bereits ein unglückliches

Abrutschen von der Leiter

kann gravierende Folgen haben. „Sind

die Haftungsverhältnisse ungeklärt, können

jahrelange Rechtsstreitigkeiten und

finanzielle Unsicherheiten die Folge sein

–eine enorme Belastungfür alle Beteiligten“,erklärt

Dr.Erik Thomsen, Leiter der

Minijob-Zentrale und ergänzt: „Bei einer

Anmeldung hingegen ist selbst der Weg

vonder eigenen Wohnungzur Arbeit und

zurück versichert.“

Im Schadensfall, den der Arbeitgeber

dem Unfallversicherungsträger melden

muss, werden die Kosten für die medizinische

Behandlung, die Arznei- und Heilmittel

sowie nötigeTransporte übernommen.

Zusätzlich finanziert die Unfallversicherung

Rehabilitationsmaßnahmen

und bietetUmschulungen sowie Hilfeim

Haushalt an. Zudem

zahlt sie Verletztengeld

bei

Verdienstausfall

und Unfallrente.

„Für Leistungen

wie die Unfallversicherung

zahlen

Arbeitgeber von

Minijobbern

im Privathaushalt niedrige Abgaben in

Höhe von insgesamt maximal 14,8 Prozent

des monatlichen Verdienstes“, heißt

es in der Mitteilung. Werseine Haushaltshilfe

mit dem „Haushaltsscheck“ bei der

Minijob-Zentrale anmeldet, profitiert

außerdem von Steuervorteilen: „Bis zu

20 Prozent –höchstens 510EuroimJahr

– der entstandenen Kosten können

Arbeitgeber im Jahr beim Finanzamt geltend

machen. Das reduziert die Gesamtausgaben

erheblich und macht die Anmeldung

umso lohnenswerter.“

Ein Rechenbeispiel: Bei einem Monatslohn

von 280 Euro fallen für den Arbeitgeber

eines Minijobbers 41,44 Euro an

Abgaben an. Die 41,44 Euro imMonat

schrumpfendurch die Steuerermäßigungenauf

monatlich0Euro–nach Verrechnung

der Ausgaben und Steuervorteile

bekommt der Arbeitgeber also mehr zurück,

als er abgibt und zahlt monatlich

umgerechnet nur 278,94 Euro. Den persönlichen

Steuervorteil ermitteln Arbeitgeber

von Haushaltshilfen und Interessierte

mithilfe des „Haushaltsscheck“-Rechners

auf ww

w w.minijob-

zentrale.de.

„Die Anmeldung sichert aber nicht nur

Steuervorteile, sondern schützt auch vor

einem Bußgeld für Schwarzarbeit vonbis

Über 3,64 Millionen Haushalte in Deutschland beschäftigen eine Haushaltshilfe.

zu 5000 Euro“, erläutert die Minijob-

Zentrale weiter.

Auch Minijobs sind arbeitsrechtlich geregelt.

Minijobber haben grundsätzlich die

gleichen Arbeitsrechte wie vollzeitbeschäftigteArbeitnehmer

–wenn sie angemeldet

sind. So besitzen angemeldete

Haushaltshilfen einen Anspruch aufMindestlohn,

bezahlten Urlaub sowie auf

Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft und

Krankheit. Im Gegenzug bekommt der

Arbeitgeber bei Krankheit des Minijobbers

auf Antrag 80 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts

im Rahmen der Arbeitgeberversicherung

vonder Minijob-Zentrale

erstattet –bei Schwangerschaft und

Mutterschaft sogar 100 Prozent.

Beschäftigte, die einen Minijob aufnehmen,

sind rentenversicherungspfl

ichtig.

Sowohl der Arbeitgeber als auch der

Arbeitnehmer zahlen einen Beitrag zur

Rentenversicherung. Dadurch erwirbt

der Minijobber Ansprüche auf das volle

Leistungspaket der Rentenversicherung.

Minijobber, die die Vorteile der Rentenversicherungspfl

icht nicht nutzen möchten,

können sich von ihr befreien lassen

–ohne, dass sie dabei aufihreArbeitnehmerrechteverzichten

müssen. Hierzu genügt

ein Kreuz an entsprechender Stelle

auf dem „Haushaltsscheck“.

Die Anmeldung der Haushaltshilfe über

die Minijob-Zentrale funktioniert unter

ww

w w.minijob-zentrale.de denkbar einfach.

Der Arbeitgeber füllt das einseitige

Formular online aus und sendet es an die

Minijob-Zentrale. Wer imVoraus prüfen

möchte, wie hoch seine Abgaben sind,

nutzt den „Haushaltsscheck“-Rechner.

Dieser berechnet auf Basis der Angaben

zum Verdienst der Haushaltshilfe sofort

die Höhe der jeweiligen Abgaben.

Der „Haushaltsscheck“ kann nach Angaben

der Minijob-Zentrale auch offlf ine

ausgefüllt werden. Die Abgaben werden

danach halbjährlich per Lastschrift vom

Konto des Arbeitgebers eingezogen. Änderungen

der Daten übermitteln Arbeitgeber

über den „Änderungsscheck“ an

die Minijob-Zentrale. Über diesen wird

die Haushaltshilfe nach Beendigung des

Beschäftigungsverhältnisses auch wieder

abgemeldet.

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wenn man sie teilt.

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DIE WIRTSCHAFT

Die Datenquelle sprudelt

Öffentliche Bestände können seit Jahresbeginn in Nordrhein-Westfalen von Unternehmen kostenlos

auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Das Geonetzwerk Münsterland weiß, was möglich ist.

Schubfachauf! Neben Thüringenist

Nordrhein-WestfalendaszweiteFlä-

chenland, in dem Unternehmenund

PrivatleuteseitJahresbeginnvonof-

fenen Datenportalen profitieren

können. Karten, Zahlen, Fakten, Informationen

– lange Zeit in Behörden

die Kronjuwelen gehütet

und überwiegendnurgegenGebühr

zugänglich – stehenjetztzumfreien

Downloadbereit. Überall herumgesprochen

hat sich dies bisher aber

noch nicht.

Die Mitstreiter im ehrenamtlich

organisierten

Geonetzwerk

Münsterland

– einem

Expertenkreis mit hochkompetenten

Unternehmens-

und Institutionsvertretern

– werben ausdrücklich

für die nun angebrochene

Open-Data-

Epoche. Sie sind überzeugt

davon, dass diese frei erhältlichen

Informationen viel

Gutes bewirken können und

nicht zuletzt Kreativität und Gründergeist

fördern. Eine hohe Datentransparenz,

so betonnen sie, sei längst ein

Standortfaktor.

„Der Daten-Pool, aus dem man sich bedienen

kann, wird ständig größer“, weiß

Christoph Kirchhoff, Mitglied im Lenkungskreis

des Geonetzwerkes und Leiter

der münsterische Niederlassung von Esri

Deutschland. Esri, 1969 in Kalifornien

gegründet, ist Weltmarktführer bei Geoinformationssystemen.

Wenn es um die

Weiterentwicklung von Analyseplattfor-

Münster | Münsterland

men mit Raumbezug geht, ist das Unternehmen

ganz weit vorne.

Offene Datenportale halten vieles bereit.

Zum Beispiel statistische Daten, Informationen

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Ausgabe 6/17

25 Mio. Übernachtungen

Die Tourismusbranche boomt, leidet aber sehr unter dem Mitarbeitermangel.

DieTourismusbrancheinWestfa-

len-Lippewächstweiterstark.Die

Beherbergungsbetriebeknackten

imJahr2016erstmalsdieMarke

von 25 MillionenÜbernachtun-

gen.Das waren 2,5 Prozent

mehr als im Vorjahr.

EinTrend,derauchfür

2017 erkennbarist: In

denerstensechsMonaten

legtendieÜbernachtungszahlen

nocheinmalumfünfProzentzu.Diese

Entwicklungmachtsichauchin

den steigenden Umsatzzahlendes

Gastgewerbesbemerkbar–sieerhöh-

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www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 3,50 Euro

ten sich in Nordrhein-Westfalenin

denletztenfünfJahrenvon12,5auf

14,3 MilliardenEuro (plus 15 Prozent).

Dementsprechendgutistdie

StimmunginderBranche:Neunvon

zehnBeherbergungs-undGastrono-

miebetriebensindmitderGeschäfts-

lagesehrzufrieden.

ZudiesemErgebniskommtdasSparkassen-Tourismusbarometer

für

Westfalen-Lippe. DerSparkassenver-

band Westfalen-Lippehatjetztden

Jahresberichtveröffentlicht, dersich

mit der Tourismusentwicklungder

Regionbeschäftigt.

In denvergangenenfünfJahrenhat

das Gastgewerbe in NRW rund

22 900 neue sozialversicherungspfl

fichtige Arbeitsstellengeschaffen

(insgesamt 169 000 Beschäftigte).

TrotzdersteigendenBeschäftigungszahlengibtesBesetzungsproblemein

derTourismusbranche,die–soeinErgebnis

des Tourismusbarometers –

einImageproblemhat.SchlechteBezahlung,vieleÜberstundenundmangelndePerspektivenwerdenihrzugeschrieben.

Fachkräfte- und NachwuchsmangelsinddieFolge.

InNRWgeben38ProzentderBetriebean,

dasssieoffeneStellenlänger-

fristig nicht besetzen können. Die

Gastronomieistdavonstärkerbetrof-

fen als das Beherbergungsgewerbe.

GesuchtwerdenvorallemKöcheund

Restaurantfachkräfte.DiegrößteHerausforderungbestehtaberinderBesetzung

offener Ausbildungsstellen.

Das GewerbeerkenntdenErnstder

Lage und steuertgegen: mit Imagekampagnen,

einer besserenVerein-

barkeitvonFamilieundBerufsowie

mit verstärkterAkquiseältererund

ausländischerMitarbeiter.

NÄCHSTE AUSGABE

5.12.2017

Der

Anzeigenschluss

istam17. 11.2017

ww

OFFEN GESAGT

Schmierstoff

D

ass

Daten das neue Öl der

Weltwirtschaft sein sollen,

dürfte jeder schon einmal gehört

haben. Belegt ist dies

noch nicht, denn ein wirklich

nutzbringender Umgang mit

großen Datenmengen gehört in

vielen Unternehmen bisher

noch nicht zum Tagesgeschäft.

Daten können aber tatsächlich

Schmierstoff sein, Kreativität

freisetzen, Ideen befl

ügeln, zu

neuen Geschäftsmodellen und

Unternehmensgründungen führen.

Deshalb ist es sehr zu begrüßen,

dass seit dem Jahresbeginn

2017 in Nordrhein-Westfalen

gewaltige Rohdaten-

Sammlungen kostenfrei ins

Netz gestellt werden, wo man

sie frei nutzen und herunterladen

kann – von der alten Flurkarte

bis hin zur tagesaktuellen

Übersicht über Baustellen in

einer Kommune.

Diese Open-Data-Initiative des

Landes mit öffentlich erstellten

Datenpools deckt sich mit den

Vorstößen einzelner Kommunen

sowie der Strategie des

Bundes und der Europäischen

Union. Eine offene Datenwelt

ohne die Schranken von gestern

soll künftig zu noch mehr

Transparenz, aber auch zu

mehr Zusammenarbeit führen.

Im Münsterland kann man diesen

Kulturwandel direkt als

Servicegewinn wahrnehmen,

wenn Behörden wie der Kreis

Borken den gebührenfreien

Geodaten-Atlas der Region im

Netz aufb

lättern. So eine

Dienstleistung kann sich sogar

zu einem Standortfaktor entwickeln.

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LEBEN &WISSEN 25

Münster im Wachstumsfieber

Eine Fotoausstellung im münsterischen Stadtmuseum erinnert an die Entwicklung der westfälischen Metropole

in den 1960er und 1970er Jahren. Erste Hochhäuser wurden zum Inbegriff des modernen Wohnens.

Hoch hinaus ging es in Münster nicht nur in Coerde, Kinderhaus und Berg Fidel. Auch an der Steinfurter Straße rückten große Blocks der alten Bebauung zuLeibe.

Foto: Willi Hänscheid

Allein über die Verkehrsplanung

würden Experten heute die Hände

über dem Kopf zusammenschlagen.

Eine neue Foto-Ausstellung im Stadtmuseum

in Münster zeigt, wierasant

die Stadt ihr Gesicht zwischen 1965

und 1975 veränderte.

In kaum einem anderen Jahrzehnt

hat sich Münsters Stadtbild während

eines wahren Baubooms so

stark verändert wie zwischen Mitte

der 1960er und 1970er Jahre.

Eine spannende Foto-Ausstellung im

Stadtmuseum dokumentiert die Dekade

1965 bis1975, „die einen Wendepunktin

der Entwicklung Münsters nach 1945

darstellt –und das in vielerlei Hinsicht“,

so Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé.

Mehrere 10 000 Negative der Pressefotografen

WilliHänscheid und Rudolf Krause

hat Dr. Axel Schollmeier, stellvertretender

Museumsleiter und Ausstellungskurator

für die Ausstellung „Das neue

Münster“, gesichtet und sich am Ende auf

150aussagekräftigeMotivekonzentriert.

Die aktuelle Fotoschau ist alsFortsetzung

der Ausstellung voreinem Jahr zu sehen,

als das Stadtmuseum die Zeit zwischen

1950 und 1965 in Bildern lebendig werden

ließ.

Kurator Dr. Axel Schollmeier mit einer Leica M2, mit der

Willi Hänscheid viele der Fotos gemacht hat.Foto: Oliver

Ab Mitte der 1960er Jahre prägen „ein

ungeheurer Fortschrittsglaube und ein

scheinbar grenzenloses Wirtschaftswachstum“,

so Schollmeier,die Stadtplanung.

Alte Häuser weichen modernen

Appartementbauten, Trabantenvororte

mit Wohntürmen wie in Coerde, Kinderhaus

und Berg Fidel werden zum Inbegriff

des modernen Wohnungsbaus.

Ein Verkehrskonzept sah laut Schollmeier

vor, deninneren Tangentenring sechsspurig

und den nächsten Ring sogar achtspurig

auszubauen. An „rund 30 kreuzungsfreien

Knotenpunkten“ sollten

unter- und oberirdisch laufende Verkehrsadern

die Autos indie Innenstadt

leiten –bis zu riesigen Parkhäusern. „Der

Ölpreisschock 1973“, so Schollmeier,

„machte solchen Planungen zum Glück

ein jähes Ende“.

Die Fotos inder Ausstellung helfen der

Erinnerung auf die Sprünge: Sie dokumentieren

die Entstehung vonGroßsiedlungen

wie Berg Fidel (1250 Wohnungen)

und Kinderhaus-Brüningheide

(1700Wohnungen), den Ausbau der Universität

zwischen der Innenstadt und

Gievenbeck. 1972 erfolgt der erste Spatenstich

für das gigantische Zentralklinikum.

Der Aushub wandert in den Lärmschutzwall

in Nienberge.Viele neue Verwaltungsriesen

prägen Münsters Gesicht

–darunter die LVAander Gartenstraße,

das Regierungspräsidium, die OFD an

der Andreas-Hofer-Straße, Versicherungen

und Banken. „Es fällt auf, dass viele

der damaligen Neubauten kaum 50 Jahre

Bestand hatten“, bilanziert Schollmeier.

Einige Bilder zeigen auf amüsante Art

den gesellschaftlichen Wandel. Etwa

1974 der Schnappschuss von einer jungen

Frau inder Telefonzelle vor der ehemaligen

Studentenwohnanlage an der

Boeselagerstraße. Eine Telefonzelle für

mehrereHundert Studenten –das waren

noch Zeiten...

Die Ausstellung „Das neue Münster II

–Münster in Fotos von 1965 bis 1975“

ist bis zum 8. April im Stadtmuseum,

Salzstraße, geöffnet (Eintritt frei). Zur

Ausstellung ist ein Bildband, Aschendorff

Verlag, 16,80 Euro, erschienen.

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26 LEBEN &WISSEN

Der japanische Künstler Ryoji Ikeda macht mit „the radar [bad rothenfelde]“ die für die menschliche Wahrnehmung unermesslich weit entfernte Grenze des „beobachtbaren Universums“ ästhetisch erfahrbar.

Foto: Franz Wamhoff

Im digitalen Flammenmeer

Die Projektions-Biennale „lichtsicht 6“ an den Gradierwerken in Bad Rothenfelde dauert noch bis zum 28. Januar.

Es isteine beeindruckende,eine großeSchau, ein

Erlebnis für die Sinne. Da eine Fortsetzung des

Projekts ungewiss ist, genießt die kürzlich eröffnete

Projektions-Biennale „lichtsicht 6“ an den

ausladenden Gradierwerken in Bad Rothenfelde

diesmal noch stärker den Ruf des Einzigartigen.

Schon zumAuftakt Ende September strömten

am ersten Wochenende 12 000 Besucher in

das beschauliche Heilbad im Osnabrücker

Land, um sich in der Dunkelheit vonProjektionen

internationaler Video- und Medienkünstler

fesseln zu lassen.

Während von den hohen Schwarzdornhecken die Sole

tropft und vom Wind getragen wie Nebel die Luft befeuchtet,

trifft das Auge an den über zehnMeter hohen,

verzweigten Naturwänden auf eine projizierte Flut der

unterschiedlichsten Bilder.20Künstler sind an derJubiläumsschau

zum Zehnjährigen beteiligt, die als eine Art

Best-of aus „lichtsicht 1–5“gelten kann.

Bespielt werden nicht nur die insgesamt ein Kilometer

langen Gradierwerke. Gleichermaßen faszinierende

Projektionsfl

ächen sind auch die Teichfontänen und das

Kurhaus.

Zeit lassen, sehen und verstehen –die mal allegorischen,

mal verstörend real wirkenden Bilder verdienen

allesamt Aufmerksamkeit. 25 Minuten dauert es, bis die

audiovisuelle vielschichtigeInstallation derimJuniverstorbenen

Künstlerin Rosalie beim „Marathon der Tiere“wieder

vonvorne beginnt. Bei Holger Förterers „Feuerwall“

darfman via App eigene Bilder in die Projektion

einspielen, die dann langsam im digitalen Flammenmeer

verbrennen.

Mit dabei ist auch das Bremer KünstlerkollektivUrbanscreen,

das in „Strukturen“ das dornigeMaterial des Gestrüpps

tanzen, wabern und wachsen lässt. Martin Rosenthal,

der in Deutschland und China arbeitet, verdichtet

in„90 Grad“ wiederum die Entwicklung des Planeten

Erde.

Die 20 Projektionen beginnen aktuell um 19 Uhr und ab

dem 29. Oktober (bis zum 28. Januar 2018)täglich um

17.30Uhr.Sie enden zurzeit um 23 Uhr,abdem 29. Oktober

sonntags bis donnerstags 22 Uhr, freitags und

samstags 23 Uhr. Der Eintritt ist frei.

wk

|www.lichtsicht-biennale.de

1. Münsterländischer Vermögenstag

Wie kann man sein Vermögen in Zeiten von Niedrigzinsen gut und sicher anlegen?

Dieser spannenden Fragestellung widmen sich neun Experten der Finanzbranche und präsentieren in

Fachvorträgen Lösungsansätze und Strategien für eine nachhaltige Kapitalanlage. Den Abschlussvortrag hält

der renommierte Finanzmarktexperte Professor Dr. Hartwig Webersinke.

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und unabhängiger Vermögensverwalter. Nutzen Sie im Anschluss die Gelegenheit, sichbeieinem

kleinen Imbiss und Getränken in entspannter Atmosphäre auszutauschen.

Mittwoch, 22. November 2017,

16 bis 21Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr

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Dr. rer. oec. Jan Bottermann

Chefvolkswirt

Ausblick Weltwirtschaft und

Finanzmärkte im Herbst 2017

Benjamin Lavarde

Vermögensvernichtung leicht

gemacht

Häufige Fehler –Beispieleaus

derPraxis

Dr. Ansgar

Beckervordersandfort

Rechtsanwalt und Notar

1. Vortrag:

Gestaltungen zum Erhalt des

Familienvermögens

2. Vortrag:

Vermögenserhalt durch

Familienpool

Monika Müller

Dipl.-Psychologin/Finanzcoach

Margarete Kordt

Prokuristin /Filialleiterin

Spiekermann &Co. AG

Chance oder Wagnis?

Das persönliche Risikoprofil

bestimmt Ihre Vermögensstrategie

Katharina Kroll

Rechtsanwältin

PeterLackamp

Kroos Vermögensverwaltung AG

Anlegen –Schenken –Vererben

In Planung oder noch

katastrophal planlos?

Rudolf Claßen

CFP, Direktionsleiter

für Global-Finanz

Vermögen sichern mit

ganzheitlicher Finanzplanung

Prof. Hartwig Webersinke

Keynote:

Kapitalmarktausblick 2018:

Kommt jetzt (endlich) die

Zinswende?

Und was bedeutet dasfür

mein Vermögen?


LEBEN &WISSEN 27

Gänsefingerkraut Johanniskraut Beifuß Gänseblümchen

In Mutter Natur steckt

eine Menge Kraft

Mit Wildkräutern lassen sich kleine Wehwehechen lindern. Doch bevor man seine natürliche

Hausapotheke zusammenstellt, sollte man unbedingt die Pflanzen in einem Seminar kennenlernen.

Kamille

Storchschnabel

Gundermann

Wer Kopfschmerzen hat, schluckt

schon mal eine Tablette. Bei Geschwürenauf

derHaut hilft Cortison-

Creme, und bei einem nervösen Magen

verschaffen Magensäure-Blocker

Linderung. Manchmal können allerdings

auch Wildkräuter helfen, um

kleine Wehwehchen in den Griff zu

bekommen. Mit heimischen Kräutern

lässt sich sogar eine natürliche

Hausapotheke zusammenstellen.

Die Kräuterfrauen Heike

Teismann aus Münster und

Maren Haumann von der

Heilpfl

anzenschule am

Schloss Westerwinkel in

Ascheberg verraten einige ihrer Top-

Kräuter,die gepfl

ückt werden können.Allerdings

sei beim Sammeln Vorsicht geboten,

warnt Maren Haumann. Viele Kräuterhätten

„giftige Doppelgänger“. Sie rät

deswegen, die Pfl

anzen vor dem Ernten

und Verarbeiten in einem Seminar gründlich

kennenzulernen.

Johanniskraut: Das Johanniskraut ist

eine Lichtpfl

anze –und das transportiert

es. Seine Blüten wirken stimmungsaufhellend

und stärken die Nerv

en. Aber Vorsicht:

Johanniskraut kann die Wirkung

von Medikamenten beeinfl

ussen –etwa

der Pille. Schwangere sollten auf die

Pfl

anze verzichten.Außerdem hat das Johanniskraut

einen

giftigen Doppelgänger:

das Jakobskreuzkraut.

Sammler

erkennen das

wohltuende Johanniskraut

an den gelben

Blütenblättern

und den Laubblättern,

die durch ihre

Öl-Drüsen durchlöchert

aussehen.

Gundermann: Das

Kraut wirkt antibakteriell

und reguliert

den Stoffwf echsel.

Nach Hildegard

von Bingen hilft es

bei Ohrentzündungen.

Dazu das

Kraut heiß überbrühen

und dann in

einem dünnen

Tuch aufs Ohr auflegen.

Gänsefingerkraut:

Die Pfl

anze ist nur

bis zu 20 Zentimeter

klein, hat aber

eine große Wirkung.

Gänsefingerkraut

löst Krämpfe

in Muskulatur,

Kopf und Magen –

auch bei Menstruationsbeschwerden.

Es kann zu diesem

Zweck in heißer

Baldrian

Fotos: imago

Milch ausgezogen werden: ein Esslöffel

Kraut mit 250Millilitern Milch zum Kochen

bringen, fünf Minuten köcheln lassen,

abkühlen lassen. Erkannt wird die

Pfl

anze an ihrer gelben Blüteund dengefiederten

Grundblättern.

Stinkender Storchschnabel: Wieder Name

verrät, hat dieses Kraut einen intensiven,

herben Geruch. Der Storchschnabel

entgiftet die Lymphe und wirkt gegen

Durchfall und Darmentzündungen. Außerdem

hilft er bei Entzündungen im

Mundraum. Ein ausgedrücktes Blatt lindert

Schmerzen bei Insektenstichen. Verwandt

ist der Storchschnabel mit Geranien.

Das sieht man an den rosa Blüten.

Wald-Angelika: Das Kraut steigert die

Abwehrkräfte, entgiftet den Körper und

regt die Verdauung an. Füreinen Teezwei

Teelöffel mit 250 Millilitern Wasser aufkochen,kurz

ziehen lassen und abseihen.

Die weißen oder rosé Blüten sitzen pilzförmig

auf dem aufrechten Stängel.

Kamille: Die Kamille ist ein Allroundtalent.

Sie hilft im Haut- und Magenbereich

und bei Erkältungen. Kamille ist entzündungshemmend,

krampfl

ösend,

schmerzlindernd, wundheilend und kann

sich sogar mit Streptokokken anlegen. Die

Pfl

anze wächst auf Äckern und Wiesen.

Ist das Blütenköpfchen voninnen hohl, ist

sie am heilkräftigsten.

Stiefmütterchen: Das wilde Stiefmütterchen

sieht nicht nur schön aus, sondern ist

auch heilend: Die wilde Pfl

anze wirkt

ähnlich wie Cortison, ist antibakteriell

und kann Hauterkrankungen, Juckreiz

oder Akne bekämpfen.

Hirtentäschel: Das Hirtentäschel ist ein

unscheinbares Kraut. Es wirdkaum wahrgenommen,

da es keine Blätter hat. Die

bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende

Wirkung. Es reguliert auch den

Blutdruck.

Mädesüß: Das Kraut ist Aspirin in seiner

natürlichsten Form. Die Pfl

anze wirkt

schmerzstillend, fiebersenkend und blutverdünnend.

Sie wächst dort, wo es

feucht ist: auf Nasswiesen oder anBachufern.

Die Stängel sind rötlich und die

Blätter grün gefiedert. Die weißen Blüten

riechen nach Vanille.

Baldrian: Wer nicht schlafen kann, dem

hilft Baldrian!? Falsch. Baldrian ist nicht

einschläfernd, sondernausgleichendund

kann sogar helfen, sich besser zu konzentrieren.

Die entspannende Wirkung des

Baldrians sorgt aber oft auch für einen

besseren Schlaf. Baldrian hat weiße bis

rosafarbene Blüten und wächst oft im

Wald.

Gänseblümchen: Klein, aber fein –das

Gänseblümchen ist gut für Leber, Galle

und Immunsystem und wächst überall.

Im Garten, auf Wiesen und in Wäldern.

Nach schweren Krankheiten kann es helfen,

wieder auf die Beine zu kommen.Erkennen

kann manesanden weißen Blättern

unddem gelben Blütenköpfchen. Die

Blüten schmecken bitter.

Holunder: Holunder ist nicht nur gut für

die innere, sondern auch für die äußere

Schönheit. Die Pfl

anze reinigt die Haut,

senkt Fieber,stilltSchmerzen und entgiftet.

Im August wachsen die Beeren oft sogar

amBusch vor unserer Haustür. Daraus

lässt sich ein Saft für die kalteJahreszeit

herstellen.

Beifuß: Die Heilpfl

anze für Frauen fördert

die Fruchtbarkeit, kann sogar die

Menstruation oder Wehen antreiben.

Aber auch Männern kann dasBesenkraut

Gutes tun: Denn er wirkt zusätzlich verdauungsfördernd

und regt die Bauchspeicheldrüsen

an. Beifuß wächst aufrecht

und hat kleine weiße Laubblätter.

Christina Schreur


28 LEBEN &

Mimenreich posierten die TSC-Mitglieder vor 40Jahren für den Fotografen (v.l.): Olaf Schräder (Schlagzeug), Walter Stöver (Bass), Freddy Homann (Gitarre und Gesang), Charly Steinberg

(Keyboards), Hölmlölm Vieth (Gitarre) und Sänger Hans-Martin Stier.

Foto: TSC/WEA

Kinder, wie die Zeit vergeh

September.

Runkeliger und kantiger Rock oh

Die Törner Stier Crew aus dem Münsterland schaffte es als eine der wenigen deutschen Bands bis in den „Rockpalast“. Zu

geht esAnfang Dezember in der Ursprungsbesetzung wieder auf die Bühne. Hans Martin Stier: „Das Musikalische und Me

„Miss McGilly Gullys Eggy Peggy

Futpul Foopin‘ Party“

Titel des erfolgreichsten TSC-Stücks

Sie waren nie ganz weg. Jetzt sind sie

wiederrichtigda–mit ähnlicher Leidenschaft

wie in ihrem Debüt-Hit

„Hinkehank“, nur eben im gereiften

Sound von heute. Die Törner Stier

Crew (TSC) aus Münster feiert mit

ihrer mitreißenden Mixtur aus

Deutsch-Rock, Punk, Reggae und frechen

Texten 40-jähriges Bestehen –

in Originalbesetzungmit einer furiosen

Rock-Gala am 2. Dezember im Jovel

in Münster. Derzeit laufen die

Proben in Ostbevern auf Hochtouren.Es

waren die Skulptur Projekte,die

TSC1977 am Aasee in

Münster zusammenbrachten.

Da gab esein Open-Air.

Sänger Hans-Martin Stier,

damals noch bei der Southern-Rockband

„Seawind“, erinnert sich: „Wir haben versucht,

die drei riesigen

Claes-Ol-

denburg-Billard-

kugeln in den Aasee

zu rollen, haben

es nicht geschafft,

weil da

ein Riesen-Fundament

drunter

ist, so vier mal fünf Meter,wir hatten angefangen

zubuddeln. Dann kam die Polente.“

Im allgemeinen Chaos lernteStier die Band „Wotan“

kennen, mit Hölmlölm Vieth, Freddy Homann und

Charlie Steinberg. Schlagzeuger Olaf Schräder und

Bassist Walter Stöver kannte Stier schon. „Olaf schlug

eine gemeinsame Probe vor.“ImKeller des Musikgeschäftes

Buster an der Kinderhauserstraße in Münster

ging es dann „mordsmäßig ab und wir beschlossen,

weiterzumachen“. „Törner Stier“ warder Rufname

ihres Sängers und dann einfach „Crew“ dazu –

Das Grafikduo Mali-Werner machte TSC 1981 für dieses Tour-Werbeplakat

zuComichelden.

Foto: Peter Sauer

fertig war der Bandname.

Erste eigene Songs waren „der in A“ und „Jenny“.

Bühnenpremierewar im „HoT Warendorf“.ImFrühjahr

1978 nahmen sie bei Bassist Walter Stöver in dessen

damaligem Zuhause im Bagno in Burgsteinfurt

die ersten Songs auf, und Charlie Steinberg produzierte

alles auf Vier-bis Acht-Spurrekordern. Im Sommer

1978 zog ein Großteil der Band auf einen Kotten

nach Hummeldorf bei Rheine.

Das US-Verteidigungsministerium sorgte schließlich

Thomas Gottschalk (l.) moderierte die Preisverleihung des Nachwuchspreises 1979 der Deutschen Phono-Akademie, dem Vorgänger des

heutigen Echo. Die Crew gewann in der Kategorie „Rock“.

Foto: TSC

mit einer Tour in den deutschen US-Basen für den

ersten kommerziellen Erfolg der Törner Stier Crew.

Hans Martin Stier: „Wir bekamen einenVertrag über

20 Gigs à600 D-Mark, vondenen wir uns dann unseren

Setra-S9-Tourbus ,Julius‘ gekauft haben.“

Die Amerikaner verstanden zwar die deutschen Texte

nicht, fuhren aber voll auf die Rockmusikder Törners

ab. Bis eine deutsche Putzfrau beim Soundcheck an

Silvester 1978 den Amerikanern erzählte, das TSC

„naughty“ (schmutzige) Texte machen würden. Da

war der Deal vorbei.

Denn aus Sicht der Army sollten die Soldaten „ordentliche

Musik“ hören. TSCbekamen trotz KonzertabsageihreGage–allerdings

mit einem eindeutigen

Hinweis, an den sich Hans-Martin Stier noch gut erinnert:

„Wir sollten bloß abhauen und nie wiederkommen.“

Die Törners machten sich aus dem Staub. Das gerade

begonnene Jahr 1979 wurde allerdings zu ihrem erfolgreichsten.

Denn im November gewann die Törner

Stier Crew den Nachwuchspreis der Deutschen Phono-Akademie

(den Vorgänger des heutigen „Echo“)

als beste deutsche Rockband unter 500 Mitbewerbern.

Mit ihrem Song „Miss McGilly Gullys Eggy Peggy

Futpul Foopin‘ Party“. Doch bei der TV-Aufzeichnung

für den Bayerischen Rundfunk riss sich der Kameramann

nach der Zeile „Ralfi Rabbit, der Karnickelficker,steht

am Plastikkicker und guckt dull“ den

Kopfh

örer erbost runter: „So einen Scheiß nehjm I

ned uff“ und ließ die Kamera los. Der Song ging dann

aber doch auf Sendung –mussteerauch, schließlich

hatte TSC ja mit ihm gewonnen.

„Miss McGilly“ durfte danach auf keinem Konzert

fehlen. Manche Textzeilen haben noch heutebei den

Fans Kultstatus – auch als Grußformel, etwa inden

Sozialen Netzwerken. Thomas Gottschalk moderierte

damals die Preisverleihung und fragte, wassich für

durch den Gewinn für die Törner Stier Crew ändern

werde. Hans Martin Stier erhoffte sich mehr Anerkennung

in der Bauerschaft Hummeldorf: „Der

Nachbar wird endlich auch den Hut lüften, wenn er

uns sieht!“. Für die Musiker war klar: „Wir werden

weiterhin runkelige Musik machen, also eigen und

kantig.“

Sänger Stier verspätete sich nach der TV-Aufzeichnung

auf dem Weg zur großen Jubelfeier im WürzburgerSchloss.„Ichsprach

mit den Bühnenarbeitern

über ihreStreikpläne.“ Als er dann im Schloss neben

Klaus Doldinger saß, war plötzlich die Party vorbei.

„Ein Alternativer hatteeine Dose Fisch aus Norwegen

heimlich unter einem Tisch aufgemacht, die du nur

unter Wasser aufmachen darfst, weil das so extrem

stinkt. Nach fünf Minuten wardas Schloss geräumt.“

Etwas früher amselben Tagwollte noch inder Bühnengarderobe

ein Vertreter der Plattenfirma Intercord

die TSC mit einem bereits fertig unterschriebenen

Vertrag locken. Doch der erfahrene Tonmischer

Nobby warnte die Musiker: „Haut ab, macht ´nen

Aal!“ Und er hatte recht. Der Vertrag war schlecht,

und später konnten sich die Törners unter sechs Plattenfirmen

den besten Deal aussuchen. Sie entschieden

sich für WEA.

Das erste Album „Ausbruch“ entstand –inZusammenarbeit

mit Jochen Petersen von Lake und Rene

Tinner, dem früheren Can-Toningenieur und späteren

Produzenten von Marius Müller-Westernhagen.

Als eine der wenigen deutschen Bands traten TSC

1980 im Rockpalast auf, Sänger Stierinder Pyjama-

TSC 2017: Rocken ist bei der Törner

Jacke seines Vaters.

2017 lud Rockpalast-Erfinder Peter

jährigen Bestehen der TV-Sendung

tin Stierein undschwärmtevon der T

ZZ Top-Klassikers „Arrested forDrivi

1981 später folgtedie Platte„Monste

ne Mädchen“. TSC spielten die Rep

runter.

Doch bei einem Open-Air 1981 in Kö

remmit Zeltinger –entschied sich Sä

tin-Stier,die Band zu verlassen: „Ich

Gig völlig neben mir.“ Als Steuerman

mit dem Schiff „Outlaw“ über den

den Azoren. Das Schiff ermöglichte

wordenen, schwer erziehbaren Juge

arbeit auf hoher See.

Bei TSCübernahm FreddieHomann

Hölmlölm Viethdie zweiteStimme.

dieBand wieder.Zufällig. Als er in C

„Outlaw“ einlief, sah er am Pier den T

ge: Eine spontane Jam-Session in d

werft. „Die Leutekamen vonüberall h

hatten ja die Werft-Türenoffen. Ein

rerTrennung spielten wir auf Anhieb

zusammen.“

Im Juni 1982 wurdeTSC (Hans Mart

Zugabe) bei einem Open-Air in Schü

Zuschauern gefeiert, auch weil sie na

sen Auftritt vonFrank Zappa wieder f

stimmung sorgen konnten. Danach

seine Schauspielkarriere Richtung B

löste sich die Törner Stier Crew auf

Freddy Homann blickt zurück: „Jed

eigenes Ding.“ Doch aus den Augen

nie verloren. Denn seit dem Split gib

der Comeback-Konzerte. „Wie Klasse

nen Stier und Homann. Und diese W

stets ausverkauft.

Was ist nun dieses TSC-Erfolgsreze


WISSEN 29

t: Nur gaaaaaanz leicht gealtert und immer noch jede Menge Rockmusik im Blut. Vier Jahrzehnte später entstand dieses Foto von der Törner Stier Crew im vergangenen

Foto: Hanno Endres

ne Verfallsdatum

m40-jährigen Bestehen

nschliche verbindet uns.“

„Da ist immer noch dieses

Unvorhersehbare, nichts ist glatt

geschliffen. Wir improvisieren viel,

hören auf unseren Instinkt.“

Hans-Martin Stier

INFOS

Die Törner Stier Crew holt beim

Konzertabend „40 Jahre Törner

Stier Crew“ am2.Dezember im

Jovel, 20.30 Uhr, viele Gäste,

Freunde und Wegbereiter auf die

Bühne. So tritt „Wotan unplugged“

(Charly Steinberg,

Hölmlölm Vieth, Sänger Freddy

Homann und Jochen Langer) mit

dreistimmigen 70er Jahre Hippierock

auf. Die Wacken-erprobten

Rock-Seemänner „STIER“ sind

ebenso dabei wie Detlef Antemann,

David Rebel, und Peter

Koller (STIER). Simultan am

Schlagzeug spielen TomGünzel

(STIER) und Olaf Schräder (TSC).

Danach heißt es bis 2Uhr: „Abtanzen“

mit DJ. Einlass: 19.30 Uhr.

Beginn: 20.30 Uhr. VVK: 18 Euro;

AK: 20 Euro; Tickets bei eventim,

WN Ticket-Shop Münster, Törner-

Stier-Crew.de Ticketshop und an

allen bekannten VVK-Stellen.

pesa

Stier Crew keine Frage des Alters, wie dieses Live-Foto von 2015 zeigt.

Rüchel zum 40-

uch Hans-Mar-

SC-Fassung des

g While Blind“.

r, Blut und kleiublik

rauf und

ln –unter andenger

Hans Marstand

mitten im

nreisteerlieber

Atlantik und zu

6 straffällig gendlichen

Sozialden

Gesang und

Martin Stier traf

uxhavenmit der

SC-Bus. Die Foler

Mützelfeldtergelaufen,

wir

Jahr nach unsewieder

perfekt

Jahre Bestand hat? Olaf Schräder sagt: „Unser Konzept

ist es, kein Konzept zu haben.“ Und Freddy Homann

ergänzt: „Wir sind sechs Individualisten, spielen

kernigen Rock mit deutschenTexten.“ Hans Martin

Stier bilanziert: „Das Musikalische und Menschliche

verbindet uns.“

Auch nach 40 Jahren steckt für ihn in jedem neuen

Konzert etwas vom Debüt 1977: „Da ist immer noch

dieses Unvorhersehbare, nichts ist glatt geschliffen.

Wir improvisieren viel, hören auf unseren Instinkt.“

Und das ist keineFragedes Alters: „Wir sind gut drauf

wie ein Turnschuh“, sagt Stier.Bei jedemGig nimmt

der 67-Jährige mehr ab als bei einer ganzen Woche

Walken.

Peter Sauer

Foto: TSC

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ttorfvon 40 000

ch einem lustloür

guteFestivalverfolgte

Stier

erlin. 1982/83

.

er machte sein

haben sich TSC

tesimmer wientreffen“,

betoiedersehen

sind

pt, das über 40

Beim Auftritt im Rockpalast griff Hans-Martin Stier auch mal gerne zum Saxofon.

Foto: TSC /WDR


30 LEBEN &WISSEN

Stolz auf die

hohe Orgeldichte

In Waldkirch in Baden-Württemberg gibt esfünf Werkstätten

und eine engagierte Szene mit langem Atem.

Seit vielen Jahren kennen Reisende,

die auf Autobahnen unterwegs sind,

diebraunenSchilder, dieauf Sehenswertes

in der Nähe der nächsten Ausfahrt

hinweisen. Vor Freiburg im

Breisgau wird auf die „Orgelstadt

Waldkirch“ aufmerksam gemacht.

Was verbirgt sich hinter diesem

klangvollen Namen?

Auferstehung: Orgelfachmann Wolfgang Brommer an einer Drehorgel der Gebrüder Bruder

(1855). Beim Drehen erhebt sich Napoleon aus dem Sarg –und legt sich kurz darauf

auch wieder hin.

AmOrtseingang wirdder Besucher

vonzweiriesigen Orgelwalzen

(aus Granit) begrüßt,

den weltweit größt

„Waldkirch ist die Stadt Aen.

in Deutschland mit der höchsten Orgeldichte“,

erklärt Bernd Wintermantel

stolz. Kein Wunder,wenn man weiß, dass

in der gerade einmal 20 000 Einwohner

zählenden Kleinstadtingleich fünf Werkstätten

Orgeln gebaut werden –und zwar

sowohl Kirchen- alsauch Drehorgeln. Darüber

hinaus gibt es ein Planungsbürofür

den Kirchenorgelbau, Vereine, Förderkreise

und ein Museum, in dem es auch

um den Orgelbau geht. „Und dann leben

bei uns auch noch 70 Orgelspieler“, freut

sich Wolfgang Brommer, „wahrscheinlich

mehr als in ganz Berlin“, vermutet er.

Im Dezember 2017 soll dem Orgelbau in

Deutschland vonder Unesco der Titeleines

immateriellen Weltkulturerbes zuge-

Klettern verboten: Auf den weltgrößten Orgelwalzen wurden die

Stifte sogesetzt, dass zwei Lieder gespielt werden könnten („Die

Gedanken sind frei“ und „La Paloma“).

Fotos: Ulrich Traub

sprochen werden. „Deutschland ist das

Land der Orgeln“, erklärt Brommer.„Hier

gibt es weltweit die meisten.“ Es sei ein

typisch deutsches Kulturgut, deshalb wäre

es nur folgerichtig, wenn es mit der Titelvergabe

klappte.

Die beiden Herren sind Protagonisten der

Waldkircher Orgelszene. Der eine ist

Chef der weltweit agierenden Orgelbaufirma

Jäger &Brommer, der andere Vorsitzender

der Orgel-Stiftung.

► Fortsetzung Seite 31

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Planetenerforderlich.

Es obliegt unserer Verantwortung, bereits

heuteLösungenbereitzustellen,umdie Zukunft

für nachfolgende Generationenzusichern.Alle

Mitarbeiter bei StreetScooter stellen sich dieser

Verantwortung –Gemeinsam haben wir

eine Antwort für den Nutzfahrzeugbereich

entwickelt und sind heute der führende Anbietervon

rein elektrischen Nutzfahrzeugen in

Deutschland. Bei der Entwicklung und Produktion

legen wir großen Wert aufrecyclebareMaterialien

und ganz besonders auf die Funktion

wie Leichtigkeit, Robustheit und Effizienz. Die

großeInnovation stecktinder intelligenten Verbindung

all dieser Faktoren zu einer cleveren

Gesamtlösung.

Kraftstoffverbrauch in l/100 km, innerorts: 6,4–4,7; außerorts:

4,9–3,5; kombiniert: 5,5–4,0; CO 2 -Emission, kombiniert: 127–

104 g/km (gemäß VO (EG) Nr.715/2007). Effizienzklasse B–A

Kraftstoffverbrauch in l/100 km, innerorts:11,5–7,1;außerorts:

7,3–4,6; kombiniert: 8,9–5,5; CO 2 -Emission, kombiniert: 203–

145 g/km (gemäß VO (EG) Nr.715/2007). Effizienzklasse E–B


LEBEN &WISSEN 31

Hörprobe: Wolfram Stützle prüft den Klang der Orgelpfeifen.

Fotos: Ulrich Traub

Den Toneiner Zeit getroffen

Die Orgelbautradition in Waldkirch begann im Jahr 1799 mit mechanischen Drehorgeln für die große, weite Welt.

Bernd Wintermantel erklärt:

„Die hat dieselben Aufgaben

wie ein Museum: bewahren,

vermitteln und forschen. Wir

wollen Geschichte und Bedeutung

der Orgelauf eine breitereBasis

stellen.“ Es werden alte Instrumente gesammelt

und im Orgelbauersaal ausgestellt,

außerdem werden Führungen und

Vorträge angeboten.

„Vor Kurzem

hat die Stiftung die

alten Grabsteine

verstorbener Orgelbauer

vor dem

Verfall gerettet und

mit Infotafeln ausgestattet“,

nennt

Brommer ein junges

Beispiel für die

Arbeitder Stiftung.

Ganz aktuell ist die

Initiative „Deutsche

Orgelstraße“.

Zentrales Element

Klingendes Kunstwerk: Vier Waldkircher

Werkstätten fertigten die Otmar-Alt-Orgel.

ist die Homepage,

auf der man sich

durch die Republik

klicken kann, zu

Orgeln und Handwerkern,

zu Museen

und Konzerten.

„Die Orgelstraße

ist nicht theologisch

ausgerichtet“,

betont Brommer,

einer der Initiatoren,

im Mittelpunkt

stehe die Orgel,

die Königin der

Instrumente. „Die

Drehorgel ist nur

die Prinzessin“,

fügt er lächelnd

Viel Handarbeit: Achim Schneider erstellt hinzu.

ein winziges Scharnier für eine Drehorgel. Aber warum sind

die Orgeln in Waldkirch

so prominent vertreten? Wie sooft

ist der Grund in der Geschichtezufinden.

Die Waldkircher Orgelbautradition reicht

bis ins Jahr 1799 zurück. Seinerzeit verlegteein

Kirchenorgelbauer namens Mathias

Martin seinen Betrieb nach Waldkirch.

Einem seiner Mitarbeiter, Ignaz

Blasius Bruder,blieb es aber vorbehalten,

für den Aufschwung zu sorgen. Der Autodidakt

spezialisiertesich auf den Bau mechanischer

Musikinstrumente, vor allem

Drehorgeln. Mit seinen fünf Söhnen

schuf Bruder das erste Zentrum für die

Herstellung dieser Instrumente. In der

Folge exportierte der kleine Ort in die

weite Welt.

„Man muss wissen, dass sich die Drehorgel

im19. Jahrhundert vom Instrument

für das gut situierteBürgertum zu einem

Jahrmarktvergnügen für ein breites Publikum

entwickelt hatte“, informiert Dr.

Evelyn Flögel. „Diese Instrumente führten

zueiner Demokratisierung der Musik“,

so die Direktorin des Waldkircher

Elztalmuseums. „Man benötigte kein

Geld mehr für teure Konzertkarten.“ Auf

den großen Messen seien diese Instrumente

echte Verkaufsschlager gewesen.

„Und Ignaz Bruder hatte sein Handwerk

regelrecht perfektioniert“, erläutert Evelyn

Flögel.

Rundfunk und Schallplatte machten den

Waldkircher Unternehmen das Leben

aber zusehends schwerer, bis 1937 die

letzteWerkstatt für Drehorgeln schließen

musste.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein

Neuanfang gewagt, der in den späten

Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts gleich

mehrereNachahmer gefunden hat. Einer

davon ist Wolfram Stützle. Bei ihm kommen

Geschichte und Gegenwart auf das

Schönstezusammen. Seine Werkstatt atmet

den Geist vergangener Zeiten. Alles

ist aus Holz, es knarzt und knarrt. Im Hintergrund

ist klassische Musik zu hören. Es

ist die einzige historische Werkstatt, die

in Waldkirch überlebt hat.

„Hier hat schon mein Urgroßvater, Anton

Kiene, Kirchenorgeln gebaut“, sagt

Stützle. Auch er fertige nur diese Form

der Orgel. Und, ja, es gebe tatsächlich

Neubestellungen. „Der Trend entfernt

sich seit einigen Jahren vom Historisierenden“,

meint der Experte. „Mein nächsterNeubauist

eine sogenannteÜb-Orgel,

ein etwas kleineres Modell.“ Die meisten

Aufträge sind jedoch Restaurierungen.

Vor einigen Jahren hat Wolfram Stützle

etwadie vonseinem Urgroßvater gebaute

Orgel inder Waldkircher Stadtkapelle

erneuert. Auch durch die aktuellen Kirchenschließungen

und die damit verbundenen

Orgel-Umsetzungen würde häufig

Arbeit anfallen –„fastwie nach der Säkularisation“,

formuliert der Orgelbauer.

In den 50er Jahren seien sehr viele Orgeln

gebaut worden, weiß Stützle, aber

meist habe man nicht viel investiert. „Das

hat zur Folge, dass der Restaurierungsbedarfsehr

groß ist.“ Mal müssten die Pfeifen,

die Windlade oder der Spieltisch erneuert

werden, mal reiche es, die Lederbälgezufl

ficken. Bei der Arbeit mit Holz,

die rund 80 Prozent der Tätigkeit ausmache,

kämen keine Tropenhölzer mehr

zum Einsatz, anders als früher. „Und

wenn Tasten neu belegt werden müssen,

verzichten wir auch auf Elfenbein und

verwenden Buchsbaum“, betont Wolfram

Stützle.

„Eine besondereHerausforderung ist die

Nachfertigung von Teilen, die es nicht

mehr gibt“, ergänzt Achim Schneider.

Der Orgelbauer,der Drehorgeln baut und

mechanische Musikinstrumente restauriert,

schätzt die Vielseitigkeit seines fast

nur aus Handarbeit bestehenden Berufs.

„Kein Mensch kann ein komplettes Handy

bauen, ich aber eine Drehorgel“, freut

sich der Waldkircher. Dafür brauche er

rund 500 Stunden. Schneider profitiert

vom Ruf der Stadt und der Mund-zu-

Mund-Propaganda. Geradehabe er einen

Auftrag aus Schweden erhalten. „Natürlich,

die Drehorgel ist europaweit bekannt“,

antwortet er. Früher sei sie in

England trotz der Tatsache, dass sie nur

20 Tonstufenhatte, sogar alsKircheninstrument

gespielt worden.

Ehrlich räumt der Orgelbauer ein, dass

das Interesse an diesem Instrument rückläufig

sei. Um etwas dagegen zu tun, bietet

erKurse für Kindergärten und Schulen

an. „Wir bauen dann eine Drehorgel

als Gemeinschaftsprojekt.“ Meistens könne

er selbst diejenigen begeistern, die zunächst

die Nase gerümpft hätten über so

„ein olles Instrument“. Auch mit der Musikhochschule

Freiburgkooperiert Achim

Schneider,der noch eigenhändigKartonnoten

für die Orgelstanzen kann. Für die

Neuvertonung des Stummfilms „Das Cabinet

des Dr. Caligari“ von 1920 durch

Studenten hat der Waldkircher vor ein

paar Jahren die Drehorgel-Passagen beigesteuert.

Jäger & Brommer, in deren Betrieb

Schneider das Handwerk gelernt hat,

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Dr.Ansgar Beckervordersandfort LL.M., EMBA

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Andreas Sielker LL.M.

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Telefon 0251/49 09 32-10

sind in Sachen Orgelbau das Aushängeschild

Waldkirchs. Ihre Kirchenorgeln

werden auf allen Kontinenten gespielt,

sogar in China, wo sie 2008 im Rahmen

der Olympischen Spiele ein Instrument

bauen konnten. Auch die Drehorgeln,

meist im „Schausteller-Barock“ ausgeführt,

wie Wolfgang Brommer es ausdrückt,

erfreuen das Publikum. Als Gründe

für den Erfolg nennt der Firmenchef

zum einen die Globalisierung und zum

anderen sehe er „eine Nostalgiewelle, die

seit rund zehn Jahren anhält“.

Brommer ist im Gegensatz zu seinem

Kompagnon Heinz Jäger, einem Spezialisten

für Intonation, für das Handwerk

zuständig. Er betont, dass sich eine Orgel

am besten im Team anfertigen lasse. Deshalb

finden sich unter seinen14Mitarbeitern

Metallpfeifen-, Spieltisch- und

Windladenbauer. „Wirmachen uns zwar

auch moderne Elektronik zunutze“,

räumt Brommer ein, aber esgehe in erster

Linie darum, dem Anspruch der Vorfahren

gerecht zu werden. „Wir arbeiten

dafür, dass die Tradition weiterlebt. Die

Orgel ist nicht verstaubt oder von gestern,

wie viele meinen, sie ist vielmehr

das Instrument mit dem längsten Atem.“

Wermit denOrgelbauern vonWaldkirch

ins Gespräch kommt, wird schnell feststellen,

mit wie viel Leidenschaft sie von

ihrer Arbeit erzählen. Sie scheinen immer

noch fasziniert zu sein von diesem

außergewöhnlichen wie seltenen Handwerk.

Eigentlich eine guteVoraussetzung

dafür,dass es noch langeerhalten bleibt.

Ulrich Traub


Teure Fehler vermeiden

Ein Arbeitsvertrag sollte individuell gestaltet sein.

Arbeitsvertrag aufgenommen werden

müssen –aber können. Dieses ist etwa der

Fall, wenn es flexible Arbeitszeiten, Gleitzeit,

Tätigkeiten während der Elternzeit

oder Befristungen betrifft. Gerade bei

letzterem gibt es Tücken. „Wenn man Fehler

macht, ist der Mitarbeiter unbefristet

angestellt“, merkt Dr. Hanno Knippenberg

an.

Klöcker

Knippenberg

PartnermbB

Steuerberater

Rechtsanwälte

Dr. Hanno Knippenberg, LL.M.

Rechtsanwalt

Conrad Klöcker

Rechtsanwalt

Die Rechtsanwälte und Steuerberater Klöcker Knippenberg &Partner mbB vertreten

überwiegend klein- und mittelständische Unternehmen.

Foto: Jenny Hagedorn

Wenn ein Arbeitgeber und ein Arbeitnehmer

einen Vertrag unterschreiben, gibt es

einiges zu beachten. „Man kann dabei sehr

viele Fehler machen“, geben Dr. Hanno

Knippenberg, LL. M. und Conrad Klöcker,

Rechtsanwälte in der Kanzlei Klöcker,

Knippenberg &Partner, zubedenken. Denn

die Gestaltung von Arbeitsverträgen ist

komplex. „Es gibt keine klassischen Arbeitsverträge.

Es ist aus Arbeitgebersicht immer

sinnvoll, diesen individuell anzupassen“,

ergänzen die Experten und raten dazu,

professionelle Unterstützung in Anspruch

zu nehmen.

„Der Arbeitgeber sollte auf jeden Fall auf

Standard-Verträge verzichten“, so Dr.

Hanno Knippenberg. Der Arbeitgeber solle

den Rahmen, in dem er Spiel habe, optimal

ausnutzen. „Maßgeschneiderte Verträge

sind immer besser“, weiß er aus seiner

jahrelangen Erfahrung und als akademischer

Rechtsexperte im Arbeitsrecht. Das

Geld, dass der Arbeitgeber im Vorfeld bei

der Beratung einsetze, spare er hinterher,

weil er bei eventuellen arbeitsrechtlichen

Klagen gut aufgestellt sei. In einem Arbeitsvertrag

müssen zwingend gewisse

Regelungen enthalten sein. Der Arbeitnehmer

soll so beispielsweise wissen, wie viele

Stunden er zu arbeiten hat. Auch das

Gehalt und der Urlaubsanspruch müssen

klar geregelt sein. Darüber hinaus gilt aber:

„Viele Punkte im Arbeitsrecht können über

das Direktionsrecht bestimmt werden“,

erklärt Conrad Klöcker, Rechtsanwalt mit

langjähriger Erfahrung in der Kanzlei mit

Sitz in Münster, Ladbergen und Tecklenburg,

die sich auf Vertragsrecht und Wirtschaftsrecht

spezialisiert hat. In vielen

Bereichen habe der Arbeitgeber somit

Spielraum, so dass diese nicht in den

Das Arbeitsrecht umfasst aber nicht nur die

Gestaltung von Verträgen, sondern darüber

hinaus etwa auch Lohnklagen, Ausarbeitung

von Haustarifverträgen, Betriebsvereinbarungen

oder Kündigungen von Arbeitsverhältnissen.

Die Experten empfehlen

jedem Mandanten –größtenteils klein- und

mittelständische Unternehmen –sich

bereits vor einer betriebs- oder verhaltensbedingten

Kündigung Rat beim Fachmann

zu holen. „Zunächst sollten die Fragen

geklärt werden: Ist die Kündigung überhaupt

rechtens oder sollte sie, bei einer

verhaltensbedingten Kündigung, durch eine

Abmahnung ersetzt werden?“, stellt Conrad

Klöcker einige der zentralen Fragen.

Da sich die Rechtsprechung regelmäßig

ändert, empfehlen Conrad Klöcker und Dr.

Hanno Knippenberg ihren Mandanten, die

Verträge regelmäßig zu überprüfen. Alle

zwei bis drei Jahre sei dabei ein guter

Zeitrahmen, so die Experten –die in ihrer

Kanzlei interdisziplinär mit Steuerberatern

sowie in Kooperation mit Notaren und

Wirtschaftsprüfern zusammenarbeiten –

wobei einige Mandanten umfassende

Betreuung, etwa auch die Lohnbuchhandlung

von der Kanzlei betreuen lassen. „Das

ist von Vorteil“, erklären Knippenberg und

Klöcker: „Es schafft kurze Wege. Vieles kann

so mit kleinem Zeitaufwand erledigt werden.“

(jeh)

Foto: Colourbox.de

Willy Klöcker

Steuerberater

Cornelia Prigge

Steuerberaterin

Ruven Klöcker

Master of Science und Financial Advisor

Volker Bock, LL.M.

Steuerberater

Jörg Bosse

Steuerberater

Prof. Dr. Norbert Tonner

Steuerberater

Am Mittelhafen 10

48155 Münster

Telefon 0251/26509-0

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Sonderveröffentlichung

Betriebliches

Gesundheitsmanagement

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SCHNELLER ALS DAS INTERNET.

Wir sind in Ihrer Nähe und haben die meisten Arzneimittel immer vorrätig.

Falls wir doch mal etwas bestellen müssen: In wenigen Stunden ist alles da.

Das soll uns mal einer nachmachen.


2 BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Unternehmen unterstützen

bei der Gesundheitsvorsorge

Auch das betriebsinterne Klima wird durch die Maßnahmen gestärkt

Mitarbeiter sind und bleiben das

wichtigste Kapital eines Unternehmens.

Durch den demografischen

Wandel und den drohenden Fachkräftemangel

wird es immer

wichtiger, Mitarbeiter mit betrieblichen

Gesundheitsmaßnahmen

beim Führen eines gesundheitsbewussten

Lebensstils

zu unterstützen. Denn eine Studie

des internationalen Strategieberatungs-Unternehmens

Booz & Company belegt, dass der

deutschen Volkswirtschaft jährlich

225 Milliarden Euro Kosten durch

krankheitsbedingte Ausfälle entstehen.Ein

Unternehmen ist so

gesund und so leistungsfähig

wie seine

Mitarbeiter. Die

Entwicklung

von Gesundheit am

Arbeitsplatz ist daher

eine zentrale

Aufgabe jedes Unternehmens und sollte

unter Einbeziehung der Mitarbeiter in

und von den Betrieben selbst

gestaltet werden. Gerade durch den steigenden

Altersschnitt der Belegschaften

gewinnen betriebliche Gesundheitsmaßnahmen

immer mehr an Bedeutung.

Betriebliche Gesundheitsmaßnahmen

bringen neben gesunden Mitarbeitern

einen weiteren positiven Effekt mit

sich. Gerade im Kampf um Fachkräfte

kann betriebliche Gesundheitsförderung

einen entscheidenden Auswahlfaktor

darstellen. Neben dem gesundheitlichen

Aspekt fördern solche Maßnahmen

auch noch das betriebsinterne Klima und

tragen zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer

bei. Trotz allem sind Unternehmen

noch sehr zurückhaltend, was die Förderung

von „gesundem Arbeiten“ angeht,

da zum einen das Kosten-Nutzen-Verhältnis

schwer ersichtlich ist und zum anderen

Erfolge nur langfristig zu verzeichnen

sind. Doch kranke Arbeitnehmer sind

nicht nur schlecht für die Unternehmen

selbst, sondern haben auch gravierende

Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens

Booz & Company belaufen sich

die Kosten von krankheitsbedingten Ausfällen

bundesweit auf rund 225 Milliarden

Euro jährlich. Häufigste Ausfallursache

sind demnach chronische Rückenschmerzen,

durch die Kosten von mehr

als 17 Milliarden Euro entstehen. Dabei

sind dies Kosten, die sich eben mit betrieblichen

Gesundheitsmaßnahmen

senken ließen.

Zur professionellen Einführung von

BGM-Maßnahmen ist qualifiziertes Personal

notwendig, welches aufbauend auf

die spezifischen Gegebenheiten im

Unternehmen individuelle Konzepte entwickelt.

Die notwendigen Fachkompetenzen

vermitteln die nebenberuflichen

Lehrgänge der BSA-Akademie im Fachbereich

BGM, wie etwa zur „Fachkraft für

betriebliches Gesundheitsmanagement

(IHK)“ sowie die Bachelor-und Master-

Studiengänge der Deutschen Hochschule

für Prävention und Gesundheitsmanagement

DHfPG. So können Studierende

beim „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement

den Studienschwerpunkt

BGM wählen.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Problemen bei Arbeitnehmern, die überw

iegend sitzen.

Foto: Colourbox.com

Rückenfreundlich gestalten

Fast die Hälfte der Arbeitnehmer arbeitet überwiegend im Sitzen

Fast jeder Zweite der rund 40 Millionen

Arbeitsplätze in Deutschland ist

ein Sitzplatz. Das bedeutet, etwa die

Hälfte der Menschen verbringt ein

Drittel ihres Tages imSitzen.

Umso wichtiger ist es, den

eigenen Arbeitsplatz rückenfreundlich

zu gestaltenund

denRücken im Tagesverlauf

immer wieder

zu entlasten“, sagt Dr. Reinhard Schneiderhan,

Orthopäde aus München und

Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga.„Denn

werohnePause und zudem ergonomisch

falsch am Schreibtisch sitzt,

muss mit gesundheitlichen Folgen rechnen.“

Tipps für den aktiven Büroalltag

•Den Arbeitsplatzchecken. Der Schreibtisch

hat die ideale Höhe, wenn die

Unterarme fl

ach aufl

iegen und mit den

Oberarmen einen rechtenWinkelbilden.

Der Stuhl sollte soeingestellt sein, dass

Ober- und Unterschenkel einen Winkel

von mindestens 90 Grad bilden. Die Rückenlehne

sollte leicht nach vorne gewölbt

sein, um die Lendenwirbel zu stützen.

Der Bildschirm des PCs solltesohoch

platziert sein, dass man beim Arbeiten

leicht abwärts blickt.

•Ein Headset aufsetzen. Wer sich das

Telefon hinter das Ohr klemmt, telefoniertmit

verdrehtem Kopf und gekrümmten

Rücken. Das schadet vor allem dem

Nacken massiv. Mit einem Headset hingegen

bleibt die Wirbelsäule gerade aufgerichtet.

Außerdem kann während des

Gesprächs problemlos aufgestanden und

sich mit einem Bluetooth-Gerät sogar im

Büro bewegt werden.

•Aktive Pausen machen. Grundsätzlich

sollten so viele Aufgaben wie möglich im

Stehen erledigt werden.Dadiesnicht immer

möglich ist, sind Bewegungspausen

ein Muss. Gegen Verspannungen hilft es,

die Schultern zwischendurch immer wieder

hochzuziehen und dann locker fallen

zu lassen.

•Persönlich mit Kollegen sprechen. Anstatt

dem Kollegen eine E-Mail zu schreiben,

sollte man das nächste Mal zu ihm

ins Büro gehen. Insgesamt sollten man

nur 60 Prozent des Arbeitstages sitzen.

DURCHSCHNITTLICH 16 KRANKENTAGE

Neben dem Alter eines Beschäftigten beeinflusst vor allem die berufliche Tätigkeit

das Krankheitsgeschehen. Der aktuelle BKK Gesundheitsreport 2016

„Gesundheit und Arbeit“ zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen.

Analysiert wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten. Bezogen

auf die gesamten Fehltage hatte die starke Grippewelle keine Auswirkung: Berufstätige

fielen krankheitsbedingt im Schnitt 16 Tage aus. Das entspricht

einem Krankenstand von 4,4 Prozent im Jahr 2015 (2014: 16 Fehltage; Krankenstand:

4,4 Prozent). Mit mehr als drei Wochen sind Reinigungsberufe die

Spitzenreiter (23 durchschnittliche Fehltage), gefolgt von Verkehrs- und Logistikberufen

(22 Tage) und Sicherheitsberufen (20,5 Tage). Am unteren Ende der

Fehlzeitenskala finden sich unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe –so

in den Bereichen Recht und Verwaltung sowie Medienberufe mit jeweils rund

13 Krankentagen. Beschäftigte imIT-Bereich waren imSchnitt zwölf Tage

krank gemeldet. Berufe, die vor allem mit körperlich belastenden Tätigkeiten

verbunden sind, sind erwartungsgemäß vor allem durch Fehlzeiten aufgrund

von Muskel- und Skeletterkrankungen geprägt. Dagegen zeigen sich bei Berufen

mit hoher emotionaler Belastung besonders viele Fehltage aufgrund von

psychischen Störungen. Auch bei den Arbeitsunfällen gibt eseinen eindeutigen

Zusammenhang zwischen dem ausgeübten Beruf und den damit verbundenen

Arbeitsbedingungen. Werden bei imHoch- und Tiefbau Tätigen im

Schnitt 1,5 Tage je Beschäftigtem durch einen Arbeitsunfall verursacht, sind

es bei den im Bereich Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung

Tätigen gerade einmal 0,1 Tage.


BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT 3

Was hast du gesagt?

Aus Angst vor unangenehmen Gesprächs-Situationen ziehen sich viele Schwerhörige zurück

HÖRTEST

Probleme fallen einem selbst oft

nicht auf. Ein Hörtest ist der erste

Schritt, um einem möglichen Hörverlust

effektiv entgegen wirken

zu können. Schwerhörigkeit ist die

Summe zahlreicher Faktoren, die

im Laufe des Lebens auf das Gehör

einwirken. Schwerhörigkeit

entsteht nicht durch eine „Abnutzung“

des Gehörs mit dem Alter.

21 Millionen Deutsche über 45

Jahren leiden unter einer deutlichen

oder sogar starken Hörminderung.

Der größte Risikofaktor

ist dabei der zunehmende Alltagslärm.

Meist merkt es das Umfeld

zuerst, wenn das Hörvermögen

nachlässt. Vor allem Alleinlebenden

fällt eine mögliche Verschlechterung

des Gehörs nicht

sofort auf. Hier sorgt ein Hörtest

für Klarheit. Ab 40 Jahren ist es

empfehlenswert, einmal jährlich

einen Hörtest zu machen, raten

Experten. Bis zu sieben Jahre

kann es dauern, bis sich Betroffene

ihres Hörproblems bewusst

werden –wertvolle Zeit, die verloren

geht.

Eine wichtige Besprechung steht

an. Doch nur die Hälfte wird verstanden?

Nicht inhaltlich, sondern

akustisch? Wenn Unterhaltungen

vor einer lebhaften

Geräuschkulisse mit den

Jahren zunehmend anstrengend

werden,

kommen in der Regel

zwei Faktoren

zusammen: Einerseits

liegt

eine Minderung

der zur Spracherkennung

wichtigen hohen

Töne vor. Andererseits

verlernt

das Gehirn, Geräuschquellen

getrennt

voneinander zu

verarbeiten.

■ Das gesunde Gehör besteht aus

zwei Teilen: dem Ohr,das den Schall

über tausende kleiner Haarzellen

aufnimmt, und dem Gehirn, das ihn

verarbeitet. Allerdings erreicht nur

ein Drittel aller Hörsignale unserBewusstsein.

Verantwortlich dafür ist

ein ausgeklügelter Mechanismus im

Gehirn. Damit wir uns auf die wesentlichen

Töne konzentrieren können,

lassen natürliche Hörfilter unwichtige

Nebengeräusche, wie das

Ticken der Uhr oder raschelnde Kleidung,

inden Hintergrund treten.

Bei Schwerhörigen sind meist beide

Gehöranteile geschädigt: Haarzellen

und Hörfilter. Immer weniger Hörsignale

erreichen das Gehirn, wodurch

zusätzlich auch die Hörverarbeitung

der Hörfilter schrittweise

neugewonnenen

Klänge vorab gezielt aufzubauen,

ist daher von entscheidender

Bedeutung für die spätere

Akzeptanz und die Verbesserung

des Sprachverstehens.

Wersich wieder in größeren Runden

unterhalten und dabei innerlich entspannen

kann, gewinnt verloren geglaubte

Lebensenergie und Lebensqualität

zurück. Und genau das ist

das Ziel einer Gehörtherapie.

„Je früher eine Schwerhörigkeit erkannt

wird, umso wirksamer

lässt sich abnehmendes

Sprachverstehen

verhindern“,

betont Prof.

Marlies Knipper vom

Hörforschungszentrum

der Universität Tübingen.

abbaut. Betroffenen

fällt es so zunehmend

schwer, Gesprächen unter

Nebengeräuschen zu folgen. „Eine

einfacheUnterhaltung in der Gruppe

wird unglaublich anstrengend,

manchmal sogar unmöglich“, weiß

Hörforscherin Dr. Juliane Dettling,

wissenschaftliche Leiterin des terzo-

Instituts für angewandte Gehörforschung

in Stuttgart. Nie sicher zu

wissen, was der Gegenüber gesagt

hat, ist außerdem sehr verunsichernd.

Aus Angst vor unangenehmen

Gesprächs-Situationen ziehen

sich viele Schwerhörige daher zurück.

Um flüssige Unterhaltungen unter

Nebengeräuschen

wieder möglich zu machen, empfehlen

Experten wie Dettling ein Gehöraufb

au-Training für besseres Verstehen

in Kombination

mit einer

an-

Alles verstanden?

Schwerhörigen

fällt es nicht leicht, ein

Gespräch unter Nebengeräuschen

zuverfolgen.

Fotos: Colourbox

schließenden Hörgeräte-Versorgung.

„Hörgeräte sind zwar technischhochentwickelt,

erbringen aber keine

intelligente Leistung.“ Ohne

vorheriges Training

klingen viele Umgebungsgeräusche

plötzlich so

laut, dass die

Leute meist

weiterhin

nicht gut

verstehen.

Selbst

hochwertigeHörgeräte

können

in der Schublade

landen. Die

Verarbeitung der

Münster, 24.10.17. „Heute ist

es einwahresGlück,dassHörsysteme

auf einem so hohen

Qualitätsniveau weiterentwickeltwurden“,sagtder

Hörgeräteakustikermeister

Matthias

Mellentin. Er muss es wissen

-schon seit 32 Jahren ist

er selbst Hörgeräteträger und

betreut seit 1998 Kunden mit

Hörproblemen. Erkann sich

optimal in die Perspektive

der Betroffenen hinein denken.

Seit sechs Jahren arbeitet

Matthias Mellentin im

terzo-Zentrum an der Ludgeristraße

daran, seinen

Kunden mit der neuartigen

150 Testhörer für Hörgeräte-Studie mit neuen Siemens-Geräten in Münster gesucht

Maßgefertigt und fast unsichtbar: die Siemens Insio Im-Ohr-Hörgeräte sorgen für natürliches Hören und Verstehen.

Modernste Technik

Im-Ohr-Hörsysteme

sind besonders unauffällige

Hörgeräte, die

perfekt auf die Herausforderung

der unterschiedlichsten

Hörsituationen

vorbereitet sind.

Da sie exakt nach der

Form des Gehörgangs

angefertigtwerden, sind

sie besonders komfortabel

und nutzen die

natürliche Schallaufnahme

der Ohrmuschel.

Hörgeräteakustikermeister

Matthias Mellentin

kennt die Herausforderungen

von seinen Kunden:

„Laute und lästige

Umgebungsgeräusche

stören besonders bei

Unterhaltungen und

Gesprächen. Das intelligente

Richtmikrofon des

Gehörtherapie &Hörgeräte im terzo-Zentrum Münster

terzo®-Gehörtherapie zu einem

möglichst optimalen

Matthias Mellentin istals

Hörgeräteakustikermeisterund

terzo®Gehörtherapie-BeraterIhr

AnsprechpartnerinMünster.

Insio kann sich auf den

Gesprächspartner fokussieren

und Störgeräusche

aus anderen Richtungen

ausblenden“.

Von Hand gefertigt

Dezent und wirkungsvoll:

Winzige Im-Ohr-Geräte sind

kaum zu sehen.

Jetzt wieder Hören, was wichtig ist.

Im-Ohr-Hörgeräte kommen

nicht von der Stange.

Erfahrene Experten

fertigen jedes dieser

Hörgeräte von Hand. Somit

passt das Siemens

Insio perfekt indas Ohr

seines Trägers. Das sorgt

für ein optimalen Sitz

und ein komfortables

Tragegefühl.

terzo ® Gehörtherapie

Lässt das Gehör nach,

erreichen immer weniger

Hörsignale das

Gehirn. Je länger die

Schwerhörigkeit dauert,

um so unzuverlässiger

arbeiten auch die natürlichen

Hörfilter. Wer

sich einfach nur Hörsysteme

anschafft, ist

enttäuscht: Die neuen

Höreindrücke werden

vom untrainierten

Gehirn oft als störend

empfunden. Hier setzt

die terzo ® Gehörtherapie

an, um die natürlichen

Sprachverstehen zuverhelfen.

„Nur wenn die Hörfilter wieder

funktionieren, können

Hörgeräte ihre ganze Wirkung

entfalten. Deshalb empfehle

ich eine Kombination

aus Hörgeräten und Hörtraining“,

soder Akustikermeister.

„Es ist mein Ziel, meine

Kunden so zu beraten, dass

ein gutes Sprachverstehen in

geräuschvoller Umgebung

wieder möglich wird“. Integrierter

Bestandteil der neuartigen

Hörsystemversorgung

ist die terzo®-Gehörtherapie,

die im terzo-Institut Stuttgart

entwickelt wurde. Diese einzigartige

Therapie basiert auf

einem Konzept, mit dem verloren

gegangene Fähigkeiten

der Hörverarbeitung durch

spezielle Trainingseinheiten

wieder aufgebaut werden.

In der Regel lassen sich schon

nach ca.2Wochen erste Erfolge

erkennen.

Hörfilter wieder gezielt

aufzubauen. Im Rahmen

der Studie testen

wir das Zusammenspiel

der Siemens-Insio-Systeme

und der terzo ® Gehörtherapie.

Ablauf der Studie

Nach einer ausführlichen

Erstberatung und

Höranalyse erfolgt die

Fertigung und Anpassung

individueller Insio-Testgeräte

von Siemens.

Danach beginnt

das 2-wöchige Aufbautraining

mit der terzo

® Gehörtherapie. Wir

prüfen und vergleichen

die Hörfähigkeitund das

Sprachverstehen zuTrainingsbeginn

mit dem

Sprachverstehen am

Trainingsende. Nach der

terzo ® Gehörtherapie

Jeder Kundeerhälteineauf ihn

zugeschnittene Therapie nach

seinen speziellen Bedürfnissen,

dabei ist eine gute Zusammenarbeit

zwischen dem

Kunden und dem Hörgeräteakustiker

für eine erfolgreiche

Hörsystemversorgung

unerlässlich. In den meisten

Fällen wollen die Betroffenen

eigentlich nur Sprache wieder

besser verstehen, weiß

auch Matthias Mellentin aus

Erfahrung. „Das geht aber

damit einher, dass sie gleichzeitig

auch die Geräusche der

Umgebung viel besser oder

überhaupt wieder hören.

Deshalb müssen sich

die Hörgeräteträger erst

an die neue Hörqualität

gewöhnen.“ Um einen optimalen

Behandlungserfolg

zu erzielen, muss das Gehirn

erst wieder lernen, die Sig-

zweiwöchigen Testphase

können die Interessenten

dem Hersteller Tipps

und Hinweise für mögliche

Verbesserungen geben.

Der Maßanzug

für Ihre Ohren!

Aus dem Ohrabdruck

wird ein digitales 3D

Bild zur Fertigung der

winzigen Bauform

gemacht.

Dann werden der

Verstärker-Chip, Lautsprecher

und Mikrofon

von Hand eingesetzt.

Schließlich wird die

Oberschale montiert,

das Gerät sitzt perfekt

im Ohr.

nale richtig zu verarbeiten.

Das ist das Hauptziel der

terzo®Gehörtherapie.

Nach erfolgreicher Durchführung

der Gehörtherapie

erfolgt die Hörsystemversorgung

ausschließlich mit

So entsteht ein Siemens

Insio Im-Ohr-Hörgerät:

Lautsprecher Belüftungsöffnung

Verstärker

Batteriefach

Zugfaden

Mikrofon

Aufbautraining

Sollten Betroffene bereits

Hörgerätetragenund mitdem

bisher erreichten Hörerfolg

nicht zufrieden sein, empfiehlt

das Team im terzo-Zentrum

Münsterdas Aufbautraining.

Dieses ist eigens auf die

Bedürfnisse von Menschen

abgestimmt, die mit ihren

aktuellen Hörgeräten noch

besser hören und auch müheloserverstehenmöchten.

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speziell eingestellten Marken-Hörsystemen

aller führenden

Hersteller, wie z.B.

Siemens, Oticonoder Phonak.

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Matthias Mellentin

Hörgeräteakustikermeister

terzo®Gehörtherapie-Berater

Ludgeristr. 7-8

48143 Münster

Tel: 0251/98113750

info@terzozentrummuenster.de

www.terzo-zentrum.de

Münster


4 BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Arbeitnehmer fühlen sich wohl

In einer Arbeitsmarktstudie wurden die Stressfaktoren während der Arbeit ermittelt

Personalmangel, Ärger mit Kollegen

und Vorgesetzten oder das Gefühl,

ständig erreichbar sein zu müssen –

am Arbeitsplatz gibt es so einige

potenzielle Stressfaktoren. Viele

Arbeitnehmer klagen außerdem

über eine hohe psychische und physische

Belastung im Job.

Das geht aus der Orizon

Arbeitsmarktstudie 2016

mit über 2000 Befragten

hervor. Dennoch: die Studie

belegt gleichzeitig,

dass sich deutsche Arbeitnehmer trotz

zahlreicher Stress-Faktoren inder großen

Mehrheit in ihrem Job wohl fühlen.

Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber versuchen

zudem aktiv, Maßnahmen zur

Stressvermeidung in den Arbeitsalltag zu

integrieren.

Über 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer

–und damit noch etwas mehr als im

Vorjahr –fühlen sich an ihrer aktuellen

Arbeitsstättewohl. Gleichzeitig sieht sich

mehr als zwei Drittel einer hohen oder

sehr hohen physischen, immerhin knapp

die Hälfte einer hohen oder sehr hohen

körperlichen Belastung im Job ausgesetzt.

Das muss kein Widerspruch sein:

„Wenn jemand die eigene Tätigkeit als erfüllend

ansieht und für entsprechenden

Ausgleich sorgt, wird auch ein höheres

Stressleveltoleriert“, so Dr.Dieter Traub,

CEO des Personalunternehmens Orizon,

das die bevölkerungsrepräsentative Befragung

alljährlich in Auftrag gibt. Das

persönliche Stressempfinden ist individuell

verschieden. Was für die Einen ein

normales Arbeitspensum zu sein scheint,

setzt die Anderen bereits massiv unter

Strom. Den größten Stress bereiten laut

der Arbeitsmarktstudie zu viele Aufgabenbei

zu wenigPersonal, Ärgermit Vorgesetzten

oder Kollegen sowie Lärm am

Arbeitsplatz. Doch egal, wo die eigene

Belastungsgrenze liegt: Dauerhafter

Stress kann krank machen. Das bekommen

Betroffene durch Symptome wie

chronische Kopfschmerzen oder seelische

und psychische Erschöpfung zu spüren,

die sogar zum Burn-Out oder zu Depressionen

führen kann. Umso bedeutsamer

ist es, ganz bewusst Gegenmaßnahmen

zu ergreifen.

Laut Orizon Arbeitsmarktstudie 2016

dienen den Arbeitnehmern vorallem bewusste

Entspannungs- und Erholungsphasen

in ihrer Freizeit als Stresskiller

Nummer eins.Über die Hälfteder Befragtengibtan,

aufdiese Weise die Belastung

am Arbeitsplatz auszugleichen. Gesunde

Ernährung sowie ausreichend Bewegung

und Sport sind für mehr als zwei Drittel

ebenfalls von großer Bedeutung. Rund

40 Prozent suchen aber auch die direkte

Kommunikation mit ihren Vorgesetzten,

um entsprechende Probleme offen zu

thematisieren. Neben eigener Initiative

werden auch von Seiten der Arbeitgeber

Maßnahmen angeboten, um Belastungen

zureduzieren.

Nach Einschätzung der über 2000 Befragten

sind flexible Arbeitszeitmodelle

das oberste Mittel der Wahl ihres Arbeitgebers,

um Stress am Arbeitsplatzzuverhindern.

Auf dem zweiten und dritten

Platz rangieren die Maßnahmen „ergonomische

Arbeitsplätze und -geräte“ –

rund 17 Prozent können auf entsprechende

Angebote zurückgreifen – sowie

„Kontrollmechanismen zur Einhaltung

vonArbeitszeiten und Pausen“ mit knapp

15 Prozent. Doch allen Bestrebungen der

Unternehmen und der öffentlichen Aufmerksamkeit

für das Thema zum Trotz:

Knapp die Hälfteder Arbeitgeber ergreift

aus Sicht der Arbeitnehmer keine Maßnahmen,

um Stress zu begrenzen. Hier

besteht offenbar großer Handlungsbedarf

inBüros und Werkshallen.

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Wiedereinstieg ist oftmals schwierig

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Damit erkrankte Mitarbeiter wieder

zurück ins Arbeitsleben finden können,

sind Arbeitgeber seit 2004 zum

Betrieblichen Eingliederungsmanagement

(BEM) verpfl

ichtet. Bei

Beschäftigten, die innerhalb von

zwölf Monaten länger als sechs Wochen

arbeitsunfähig erkrankt waren,

ist ein BEM durchzuführen.

Der Wiedereinstieg nach

einer schweren Krankheit

ins Berufsleben ist für alle

Beteiligten schwierig. Die

Vorgaben des BEM bilden

einen geregelten Rahmen zur Eingliederung“,

erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin

beim TÜV

Rheinland.

Wieder Wiedereinstieg in die Arbeitswelt

aussieht, hängt vonden Bedingungen im

Betrieb und der gesundheitlichen Verfassung

des Mitarbeiters ab. Die Betriebsärzte

haben eine besondere Rolle im

BEM. Diese resultiert zum einen aus ihrer

medizinischen Fachkenntnis, mit der sie

die gesundheitliche Situation des Beschäftigten

beurteilen. Zum anderen kennen

sie die spezifischen Arbeitsbedingungen.

„Dabei bleibt die ärztliche Schweigepfl

icht in jedem Fall gewahrt“,soArbeitsmedizinerin

Dr. Schramm. Betriebsärzte

sind somit in der Lage, die Fähigkeiten

und noch bestehende Einschränkungen

des Betroffenen mit den Anforderungen

am Arbeitsplatz abzugleichen. Sie können

zielgerichtete Maßnahmen zur Wiederherstellung

der Beschäftigungsfähigkeit

empfehlen sowie über die Vorteile

einer stufenweisen Wiedereingliederung

beraten.

Innovative IT-Technologie ES 20.12.

IhreAnsprechpartner

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Lars Normann

Telefon 0251 /690-916162

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Frank Micheel

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Verlag: Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG,

Geschäftsbereich: Media &Sales, Soester Str. 13,

48155 Münster, Telefon: 0251 690-0, Fax: 0251 690-806190

Anzeigenleitung: Herbert Eick (Anschrift wie oben)

Verantwortliche Redakteurin: Claudia Bakker (Anschrift

wie oben)

Redaktion: Jenny Hagedorn

Gestaltung/Titelseite: Lisa Stetzkamp

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG,

An der Hansalinie 1, 48163 Münster, Telefon: 0251.690-0,

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BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT 5

Verantwortung der Unternehmen?

Gesundheitsorientierte Unternehmenskultur als Präventionsprinzip

DieGesundheitmüsseals Wert in die

Unternehmenskultur einfl

ießen, ein

Betriebliches Gesundheitsmanagement

(BGM) solle nicht nur angeboten

werden, um sich einen Wettbewerbsvorteil

zu sichern, erhoffen

sich die Experten am Zentrum für

ambulante Rehabilitation (ZaR) in

Münster.

Denn trotz des demografischen

Wandels und steigender

psychischer Belastungen

seien viele Firmen

ihrer Erfahrung nach für

ganzheitliche BGM-Maßnahmen schwer

zu gewinnen.

Befragungen hättengezeigt,dasshauptsächlich

die Reputation des Unternehmens

und der dadurch bedingte

Wettbewerbsvorteil Beweggründe

für Geschäftsführer seien,

BGM zu implementieren. Das

WohlbefindenderMitarbeiter

rücke oftmals indenHintergrund,sodieGesundheitsexperten:

„Aber nur durch

einen ernst gemeinten Kulturwandel, gestützt

durch die Unternehmensführung,

sind tatsächlich langfristige Effekte von

Prävention und Gesundheitsförderung

zu erzielen.“ Eine Unterstützung durch

den Arbeitgeber für gesundheitsförderliche

Maßnahmenstärkt einerseits die Gesundheit

und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.Andererseits

fördert es die Identität

mit dem Unternehmen.

Systeme und Voraussetzungen für ein gesundheitsförderliches

Arbeiten sollten

daher von Unternehmensseite geschaffen

werden. „Drüber hinaus lautet unser

Grundsatz jedoch, dass die Verantwortung

in besonderem Maße bei dem Mitarbeiter

selbst liegen muss, sich die gesunde

Unternehmenskultur also aus der

Verantwortung der Unternehmensführung

sowie der Mitarbeiter zusammensetzen

sollte.

Ohne dass Mitarbeiter

ein Bewusst-

DasAngebotseibe-

rufsbegleitend und die Kosten werden

von derDeutschenRentenversicherung

übernommen. Vor allemwenndasUnternehmen

dahinter steht, handelt es sich

hierbei um eine nachhaltige und ganzheitliche

Lösung.

Der Fokus liegt auf der Zielanalyse, der

Motivationsförderung und derEntwicklung

von individuellen, bedarfsgerechten

Präventionsstrategien. Die Zielgruppe

sind Beschäftigte mit ersten Funktionsbeeinträchtigungen

oder Doppelbelastungen

– sowohl beruflich als auch privat.

sein für ihre eigene Gesundheit entwi-

ckeln, läuft BGM ins Leere“, fassen siezu-

sammen. Zum Erhalt der Beschäfti-

ambulante Rehabilitation zahlreichee

medizinische Präventionsleistungen

gungsfähigkeit bietet das Zentrum für

an. Ein Programm, das die Eigeninitiative

der Beschäftigten fördert und

fordert und im Optimalfall gleichzei-

tig auf einer gesunden Unternehmens-

kultur basiert, stellt die Präventionsmaß-

nahme der Deutschen Rentenversiche-

Ernährung und Stressbewältigung auch

Kommunikation, Stimme und Stim-

rung dar.Themen sind neben Bewegung,

mung.

INFOS

Das ZaR ist ein fachübergreifendes

ambulantes Rehabilitationszentrum

mit den fünf Fachbereichen

Orthopädie, Kardiologie,

Neurologie, Onkologie und Psychosomatik.

Das ZaR stellt die

wohnortnahe Versorgung in der

Region sicher und arbeitet hierzu

eng mit den übrigen Gesundheitseinrichtungen

zusammen.

Bewegung und Ernährung, aber auch Stressbewältigung und Kommunikation gehören zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement

des Zentrums für ambulante Rehabilitation. Fotos: ZaR -Zentrum für ambulante Rehabilitation

differenzierte Lösungen

für komplexe Probleme

■ Rehabilitation

■ Heilmittel

■ integrative Schmerztherapie

■ Unternehmensberatung

■ BGM

■ Prävention

Grevener Straße 182 | 48159 Münster | Tel. 0251-98767-0 | Fax 0251-98767-69 | info@zar-ms.de | www.zar-ms.de


Stress für die Augen…

…durch Bildschirmarbeit, Smartphones und Tablet-PCs

Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Nur mithilfe der Augen sind

wir in der Lage, Bilder zu erkennen. Ganz grob gesagt nimmt das Auge visuelle Reize

von außen wahr und wandelt sie in elektrische Impulse um. Anschließend werden

die Informationen über den Sehnerv andas Gehirn weitergeleitet. Auf dem Weg in

die digitale Welt stehen unsere Augen mächtig unter Druck, weiß die Krankenkasse

IKK classic.

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Was das Auge stresst

Der ständige Blick auf den Bildschirm von Smartphone, Tablet

oder PC belastet die Augen sehr. Der Arbeitnehmer eines

Bildschirmarbeitsplatzes wechselt beispielsweise 33.000 Mal

vom Bildschirm zu seiner Vorlage und zurück. Unterschiedliche

Helligkeiten sorgen zusätzlich für circa 17.000 Pupillenreaktionen.

Privat ist das Smartphone zum Alltagsbegleiter geworden.

Wann fährt die nächste U-Bahn? Was gibt eszum Mittagessen

beim Italiener? Wiewird das Wetter? Studien zufolge blickt jeder

deutsche Smartphone-Besitzer alle 18 Minuten auf sein Display,

um im Internet beispielsweise nach Informationen zu suchen,

Nachrichten oder E-Mails zu checken. Dabei blicken wir zumeist

starr, aus geringer Entfernung, auf einen nahen Punkt.

Gesundheitliche Folgen

Das Sehorgan bewegt sich dadurch kaum und wir blinzeln zu

selten. Ist die Schrift auch noch sehr klein, kann sich das Auge

schnell überanstrengen. Die Folgen: trockene Augen und Kurzsichtigkeit.

Das „Trockene Auge“ ist Medizinern zufolge bereits

zur Volkskrankheit geworden. Es äußert sich durch Augenbrennen

und -rötungen, Druckgefühl, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen.

Um die Augen zu entspannen, raten Mediziner dazu,

ein Post-it an den PC-Bildschirm zu heften auf dem steht: Blinzeln

nicht vergessen. Außerdem hilft es, den Blick regelmäßig

auf entferntere Gegenstände zu richten –obauf ein schönes

Bild an der Wand oder denBaum vor dem Fenster.Regelmäßige

Perspektivwechsel entlasten die Augen.

Auf jeden Fall zum Arzt

Damit das „Trockene Auge“ nicht chronisch wird oder durch den

verminderten Tränenfilm zu Infektionen führt, sollten Betroffene

bereits bei den ersten Anzeichen zum Augenarzt gehen. Unterstützen

können sogenannte „künstliche Tränen“. Diese sollte

man sich aber nicht einfach so ohne ärztliche Diagnose kaufen.

Lese- oder

Gleitsichtbrille?

Bei vielen Menschen ab

dem 30., spätestens aber

ab dem 40. Lebensjahr lässt

das Sehvermögen nach.

Beim Lesen der Zeitung

oder gar eines Beipackzettels

für Medikamente werden

die Arme dann immer

länger.Das ist ganz normal,

die Augen können sich dann

nämlich nicht mehr so gut

auf unterschiedliche Sehabstände

einstellen –die sogenannte

Alterssichtigkeit beginnt.

Für viele Aktivitäten

wird dann eine Lese- oder

Gleitsichtbrille benötigt. Für das Arbeiten am Bildschirm sind

hingegen spezielle Brillen ratsam. Sind diese Sehhilfen sogar

medizinisch notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet,

trägt der Arbeitgeber die Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille

(ArbMedVV, Teil 4Abs. 2Ziffer 1). Die Brille ist dann Eigentum

des Arbeitgebers und muss nur am Arbeitsplatz zur

Verfügung gestellt werden. Betriebliche Vereinbarungen über

den erweiterten Einsatz sind möglich.

Hinter der Abkürzung ArbMedVV verbirgt sich die „Verordnung

zur arbeitsmedizinischen Vorsorge“. Wer mehr darüber

und über das Thema „Gesundheit im Betrieb“ wissen möchte,

wendet sich am besten an die Gesundheitsmanager der IKK

classic im Münsterland –Dennis Buschek (0 2361/18 09-7132)

und Silke Ogryssek (0251/60 59-6061) –oder informiert unter:

www.ikk-classic.de/bgm

Foto: pa Picture-Alliance

Ein gesunder Betrieb braucht gesunde Mitarbeiter.

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