2017-02: TOP Magazin Dortmund | SOMMER

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Kultur

Die Stars von morgen

Die Mozartgesellschaft Dortmund fördert seit Jahrzehnten junge Talente

Immer wieder hochkarätig besetzt sind

die Matineen der Mozartgesellschaft

Dortmund, wo beim letzten Konzert der

Saison im April die Haydn Philharmonie

unter der Leitung von Gérard Korsten

gastierte. Mit einem sehr lebendig und

klar strukturierten ersten Satz der ersten

Sinfonie von Mozart(KV 16) machte

sie den Auftakt, schwebend und transparent

gelang der Mittelsatz, furios das

Finale. Bei Haydns Sinfonie Nr. 27 (Hob.

I:27) hätte man sich im mittleren Satz

ein wenig mehr Spannung gewünscht,

hier wirkte manches buchstabiert, um

nicht zu sagen langweilig. Aber auch

hier gerieten die Ecksätze sehr lebendig

und im positiven Sinne nervig. Ein wenig

„rustikal“ wirkte dagegen das Menuett in

Haydns Sinfonie Nr. 49 f-moll (Hob. I:49),

doch ein gerade flirrendes Finale machte

dieses wieder wett.

betÖrend schÖne

kadenz

Solistin des Konzertes war eine

der „amtierenden“ Stipendiaten

der Mozartgesellschaft, die

Oboistin Johanna Stier, die mit

biegsamem, samtigem Klang

überzeugte; betörend schön

und geschmeidig-elegant gelang ihr die

Kadenz des langsamen Satzes aus Mozarts

Konzert für Oboe und Orchester C-Dur (KV

285d), brillant war ihr Ton im ersten Satz.

Die Haydn Philharmonie begleitete hier

passenderweise zurückhaltend, trat aber

durchaus in einen recht spannenden Dialog

mit der Solistin.

solo für den kontrabass

Auch in der kommenden Saison wird

Johanna Stier im Konzerthaus zu hören

sein, denn auch für die nächste Saison

hat die Mozartgesellschaft wieder ein

kleines, aber feines Programm zusammengestellt,

in dem sie ihre Stipendiaten

präsentiert: Am 8. Oktober macht die

Cappella Istropolitana unter der Leitung

von Robert Mareček den Auftakt unter

anderem mit Johann Baptist Vanhals

Konzert für Kontrabass und Orchester,

Solist ist Alexander Edelmann, der seit

2016 Stipendiat der Mozartgesellschaft

ist. Ebenfalls seit 2016 ist die Hornistin

Cristiana Neves Custódio, die am

12. November mit dem Nationalen Sinfonieorchester

der Ukraine unter der

Leitung von Wolodymyr Sirenko und

Strauss‘ erstem Hornkonzert an der

Brückstraße zu hören sein wird.

fliegende bÖgen und

tastenlÖwen

Weiter geht es am 5. Dezember mit dem

Pianisten Julian Pflugmann, der ebenfalls

seit 2016 Stipendiat ist und mit der Philharmonie

Pilsen unter dem Dirigat von

Jan Schultsz Mozarts Konzert für Klavier

und Orchester Nr. 17 (KV 453) aufführen

wird. Stipendiatin Anna Maria Wünsch

ist dann im neuen Jahr am 28. Januar

zu hören mit Franz Anton Hofmeisters

Konzert für Viola und Orchester D-Dur.

Das Dogma Chamber Orchestra unter der

Leitung von Mikhail Gurewitsch begleitet

sie und spielt unter anderem Schuberts

fünfte und Mozarts 29. Sinfonie.

Das Monet Bläserquintett mit Flötistin

Anissa Baniahmad, Oboistin Johanna

Stier, Hornist Marc Gruber und Theo

Plath am Fagott sowie Nemorino Scheliga

an der Klarinette bestreitet am 18.

Februar eine Matinee unter anderem

mit einer Bearbeitung der Ouvertüre zur

„Zauberflöte“ von Mozart, mit Auszügen

aus „Così fan tutte“ und Holstst Bläserquintett

As-Dur op. 14.

Das Finale der Saison bestreitet die spanische

Pianistin Rosalia Gomez Lasheraz

am 11. März mit Beethovens fünftem Klavierkonzert

op. 43: Begleitet wird sie von

den Duisburger Philharmonikern unter

der Leitung von Joseph Bastian, die auch

Beethovens „Geschöpfe des Prometheus“

und seine erste Sinfonie zu Gehör bringen

werden. n

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: mozart-gesellschaft-dortmund.de

102 Sommer 2017 · top magazin DortmunD

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