2017-02: TOP Magazin Dortmund | SOMMER

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Beraterforum

Gleich zu Beginn ist auf eine in

letzter Zeit viel diskutierte

Angelegenheit bezüglich der

Handys von Schülern hinzuweisen:

in besonderen Fällen darf ein

lehrer das mobiltelefon eines

Schülers für mehrere tage

wegnehmen! Das entschied das

Berliner Verwaltungsgericht

in einem nunmehr veröffentlichen

urteil, welches aber noch nicht

rechtskräftig ist.

neues zum

RECHT

Interessante Urteile aus letzter Zeit

Der Fall, der nicht öffentlich verhandelt

wurde, ereignete sich 2015 an einer

Sekundarstufe. Ein 16-jähriger störte an

einem Freitag massiv den Unterricht, sein

Lehrer kassierte daraufhin das Handy des

Schülers ein. Über das Wochenende wurde

das Gerät in der Schule eingeschlossen.

Am Montag konnte die Mutter es im

Schulsekretariat abholen. Der Schüler

und seine Eltern verklagten daraufhin

die Schule. Die Verwahrung des Handys

sei rechtswidrig. Der Schüler sei dadurch

in seiner Ehre verletzt und gedemütigt

worden. Die dritte Kammer des Verwaltungsgerichts

wies die Klage als unzulässig

zurück. Dass der Schüler über das Wochenende

nicht erreichbar war, sei keine

unzumutbare Beeinträchtigung seiner

Grundrechte. Auch ein unzulässiger Eingriff

in das Erziehungsrecht der Eltern liege

nicht vor. Mittlerweile hat der Schüler

die Schule gewechselt.

Hier ist darauf hinzuweisen, dass es zu

mindestens gängige Praxis und auch von

der Rechtsprechung gestützt ist, dass die

Handys von den Lehrern, soweit dies in

der Schulordnung entsprechend vorgesehen

ist, zumindest bis zum Unterrichtsende

für einen Tag einbehalten werden

dürfen. Bezüglich der Einbehaltung des

Handys über das Wochenende wird es sicherlich

auf die Einzelfallumstände und

den Umfang der Störung ankommen.

HANDEL MIT FLENSBURG-PUNKTEN

Eine weitere Angelegenheit, die nunmehr

in die Öffentlichkeit gedrungen

ist, ist der Handel mit Flensburger Punkten.

Dort steht in den Angeboten fett

gedruckt: „Wir übernehmen Ihre Punk-

62 Sommer 2017 · top magazin DortmunD

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