25.10.2017 Aufrufe

Web We Want – Handbuch für Pädagogen

Das "Web We Want"-Handbuch für Lehrkräfte wurde von European Schoolnet in Kooperation mit dem Insafe-Netzwerk und der Initiative klicksafe.de entwickelt und von Google und Liberty Global unterstützt. Das Handbuch enthält Unterrichtseinheiten, die von Lehrkräften aus verschiedenen europäischen Ländern für Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt wurden. Sie erhalten darin Anregungen in Bezug auf Online-Aktivitäten von Jugendlichen, die sie adaptiert im Unterricht einsetzen können.

Das "Web We Want"-Handbuch für Lehrkräfte wurde von European Schoolnet in Kooperation mit dem Insafe-Netzwerk und der Initiative klicksafe.de entwickelt und von Google und Liberty Global unterstützt. Das Handbuch enthält Unterrichtseinheiten, die von Lehrkräften aus verschiedenen europäischen Ländern für Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt wurden. Sie erhalten darin Anregungen in Bezug auf Online-Aktivitäten von Jugendlichen, die sie adaptiert im Unterricht einsetzen können.

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Lehrkräfte online<br />

<strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong>


Besonderer Dank an:<br />

• Die Mitglieder des Insafe-Netzwerks <strong>für</strong> ihre Beiträge und ihre Arbeit bei der<br />

Anleitung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Online-Technologie.<br />

• Die Europäische Kommission <strong>für</strong> ihre Unterstützung des Insafe-Netzwerks<br />

und von eTwinning. Das <strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong> basiert auf der Interaktion<br />

zwischen den Projekten und bezieht Wissen und Inhalte aus beiden Netzwerken<br />

mit ein.<br />

• Google und Liberty Global <strong>für</strong> ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieses<br />

<strong>Handbuch</strong>s.<br />

• Die vielen Lehrkräfte, einschließlich derjenigen aus dem eTwinning-Netzwerk,<br />

die Beiträge lieferten und die Einheiten im <strong>Handbuch</strong> im Pilotversuch testeten.<br />

• Die Bildungsminister, die bei European Schoolnet mitarbeiten,<br />

• und das Team von European Schoolnet <strong>für</strong> die Kooperation und das Engagement<br />

bei der Integration von Online-Technologie in Schule und Unterricht.


Vorwort<br />

Für viele Jugendliche im beginnenden 21. Jahrhundert sind ihre Online-Persönlichkeit sowie ihre sozialen<br />

Interaktionen und Aktivitäten in der virtuellen <strong>We</strong>lt genauso wichtig wie ihr Leben in der physischen<br />

<strong>We</strong>lt. Die Lehrkräfte müssen dies anerkennen und den jungen Leuten dabei helfen, das Beste<br />

aus den Chancen zu machen, die Online-Technologien und soziale Medien bieten, um Schlüsselkompetenzen<br />

zu entwickeln, und <strong>–</strong> was vielleicht noch wichtiger ist <strong>–</strong> um besonnene und verantwortliche<br />

Bürger zu werden.<br />

The <strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong>: ein <strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> Teenager, das am Safer Internet Day im Februar 2013 vom Insafe-Netzwerk*<br />

herausgebracht wurde, hatte genau das zum Ziel. Das Buch wurde von jungen Leuten <strong>für</strong><br />

junge Leute mit dem Ziel verfasst, ihre Rechte und Pfl ichten zu erkunden und zum Nachdenken über<br />

das eigene Verhalten und das Verhalten Gleichaltriger anzuregen.<br />

Genauso wie The <strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> von jungen Leuten <strong>für</strong> junge Leute entwickelt wurde, wurden auch<br />

die Unterrichtseinheiten im <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong> von Lehrern <strong>für</strong> Lehrer aus<br />

ganz Europa und darüber hinaus konzipiert. In den Unterrichtseinheiten werden Ideen und Aktivitäten<br />

vorgeschlagen, die junge Leute anregen sollen, kreative Fähigkeiten und Kompetenzen des kritischen<br />

Denkens zu entwickeln, die <strong>für</strong> ein erfülltes Leben in der <strong>We</strong>lt von Morgen entscheidend sind.<br />

Mithilfe dieses <strong>Handbuch</strong>s können Lehrkräfte Sachverhalte in Bezug auf die Online-Aktivitäten von<br />

Jugendlichen in ihren Unterricht integrieren. Da<strong>für</strong> fi nden sie dort interaktive Unterrichtspläne und Arbeitsblätter,<br />

die nationalen Kompetenzrahmen entsprechen. Die Themen und Zielsetzungen der einzelnen<br />

Aktivitäten sind <strong>für</strong> eine einfache Nutzung in einer umfassenden Übersicht aufgelistet.<br />

Mithilfe der Materialien können die Schüler:<br />

• ihr Verständnis <strong>für</strong> die Herausforderungen und Chancen des Internets weiterentwickeln<br />

• Kompetenzen erwerben, die sie <strong>für</strong> ihre zukünftige Karriere und ihr zukünftiges Leben benötigen<br />

Sämtliche Unterrichtspläne orientieren sich am europäischen e-Competence Raster 1 , das bei der Bestimmung<br />

und Beschreibung IKT-bezogener Kompetenzen nach dem Ansatz des europäischen Qualifi<br />

kationsrahmens hilft und die zugrunde liegenden methodischen Möglichkeiten darlegt.<br />

Senden Sie Ihre eigenen Vorschläge <strong>für</strong> Unterrichtsentwürfe und Ihre Materialien an infowww@eun.org.<br />

*Über Insafe:<br />

Insafe ist das Netzwerk der europäischen Safer-Internet-Initiative, das von der Europäischen Kommission kofinanziert wird. Das<br />

Netzwerk besteht aus nationalen Informationszentren, Notrufstellen und Jugendgremien in der Europäischen Union und darüber<br />

hinaus und wird von European Schoolnet koordiniert. Das Ziel von Insafe ist es, die Nutzer in die Lage zu versetzen, von den positiven<br />

Aspekten des Internets zu profitieren und dabei die potenziellen Gefahren zu vermeiden. <strong>We</strong>itere Informationen finden Sie<br />

auf www.betterinternetforkids.eu, oder wenden Sie sich an bik-info@eun.org.<br />

1<br />

http://www.eKompetenz.eu/site/objects/download/4062_EUeCompF<strong>We</strong>xpertGuidelines.pdf


Vorwort der Autoren<br />

„Als Geschichtslehrer nutze ich IKT mit meinen Schülern gerne: Sie können<br />

damit auf so viele Informationen zugreifen, auf so viele Hilfsmittel. Es ermöglicht<br />

meinen Schülern und mir eine andere, fundiertere Arbeitsweise, die gleichzeitig<br />

mehr Spaß macht. Dieses <strong>Handbuch</strong> wird uns dabei helfen, da IKT wie jedes<br />

andere <strong>We</strong>rkzeug beherrscht werden muss. “<br />

Maxime Drouet, Frankreich<br />

„Die mathematischen Kompetenzen des 21. Jahrhunderts umfassen nicht nur<br />

die Beherrschung der Lehrplaninhalte, die Fähigkeit zum Rechnen und das<br />

mathematische Denken, sondern auch die Fähigkeit, verschiedene digitale und<br />

Internet-Hilfsmittel <strong>für</strong> die gemeinsame Problemlösung und zum sicheren Finden<br />

und Teilen von Informationen zu nutzen. Und wie lernt man ein Instrument besser,<br />

als wenn man anfängt, es zu spielen?“<br />

Irina Vasilescu, Rumänien<br />

„Das Internet ist wie ein Meer <strong>–</strong> praktisch unendlich, wunderschön und interessant,<br />

wild und gefährlich. Man kann viele Dinge finden oder sich darin verlieren.“<br />

Martina Kupilíková, Tschechien<br />

„Die Jugendlichen können sich heute ihr Leben ohne das Internet gar nicht<br />

mehr vorstellen, es bietet ihnen so viele unglaubliche Chancen. Gleichzeitig<br />

wollen sie sich sicher fühlen. Ein Sicherheitsaspekt ist der Datenschutz. Im<br />

Internet sollte jeder wissen, wie er verantwortlich postet, teilt und agiert.“<br />

Evangelia Kontopidi, Griechenland<br />

„<strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> füllt eine Lücke <strong>für</strong> Lehrkräfte, die damit konfrontiert sind, jungen<br />

Leuten die angemessene Nutzung des Internets zu vermitteln und die stets auf<br />

der Suche nach entsprechenden Methoden und Materialien sind.“<br />

Drew Buddie, Vereinigtes Königreich<br />

„Dieses <strong>Handbuch</strong> kann Lehrkräfte dabei unterstützen, neue Unterrichtsansätze<br />

einzuführen <strong>–</strong> nicht nur in Bezug auf E-Safety, sondern auch <strong>für</strong> jedes andere<br />

Thema. Es kann ihnen dabei helfen, über die Mitwirkung an einer Gemeinschaft von<br />

Lehrkräften innovative Strategien zu entwickeln, damit die Schüler glücklicher und<br />

engagierter werden.“<br />

Miguela Fernandes, Portugal


„Sei kreativ! Suche den Künstler in dir!“<br />

Frans Nieuwenhuyzen, Niederlande<br />

„Die Online-Sicherheit der Schüler sollte <strong>für</strong> alle Parteien, die an der Erziehung<br />

und Ausbildung beteiligt sind, oberste Priorität besitzen. Nur ihre<br />

gemeinsamen Bemühungen werden Erfolg haben.“<br />

Adam Stępiński, Polen<br />

„Kenne deine Rechte und die der anderen, um im WWW verantwortungsvoll zu<br />

agieren.“<br />

Carsten Groene, Deutschland<br />

„Es ist faszinierend, auf die sicherere und korrektere Nutzung und <strong>We</strong>itergabe<br />

von Ressourcen im Internet durch die Jugendlichen hinzuwirken ... aber es ist<br />

auch eine große Verantwortung!“<br />

Angela Lucia Capezzuto, Italien<br />

„Wir können und müssen IKT einsetzen, um die Risiken des Internets zu minimieren,<br />

dessen positive Aspekte zu nutzen und zur Entwicklung der Kompetenzen<br />

der Schüler <strong>für</strong> ihre späteren beruflichen Aktivitäten beizutragen, die derzeit noch<br />

unbekannt sind.“<br />

Fernando Rui Campos, Portugal<br />

„Stell dir vor, du hältst die <strong>We</strong>lt in deinen Händen. Jetzt musst du nur noch wissen,<br />

was du damit anfangen sollst. Genau darum geht es beim Internet, vor allem auf<br />

dem Smartphone. Die große Herausforderung <strong>für</strong> die Lehrkräfte besteht darin, hier<br />

auf dem Laufenden zu bleiben, damit sie den Schülern helfen können, das Internet<br />

optimal zu nutzen.“<br />

Jesús Melgar Tito, Spanien<br />

„Das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong> ist ein unerlässliches <strong>We</strong>rkzeug <strong>für</strong> Teenager,<br />

Lehrkräfte und Eltern, das eine tägliche Informationsquelle und Rat <strong>für</strong> den<br />

sicheren und verantwortlichen Umgang mit dem Internet sowohl innerhalb als<br />

auch außerhalb des Unterrichts bietet. Die gut strukturierten und aktuellen<br />

Inhalte sind so etwas wie ein Leuchtturm im Ozean des Internets.“<br />

Aris Louvris, Griechenland


Inhalt<br />

Der Schwierigkeitsgrad wird wie folgt angegeben: Leicht Mittel Schwer<br />

Hinweis: Alle Unterrichtspläne beinhalten die Schlüsselkompetenzen 1, „Muttersprachliche Kompetenz“ und 4,<br />

„Digitale Kompetenz“. Aus diesem Grund werden nur andere zusätzliche Kompetenzen in der nachstehenden<br />

Tabelle angegeben.<br />

Bei der Unterrichtsdauer wird von 45-Minuten-Stunden ausgegangen.<br />

Beachten Sie, dass zwar mehrere der Unterrichtspläne auf externe Ressourcen verweisen, aber keine Registrierung<br />

<strong>für</strong> den Zugriff auf die verlinkten Ressourcen erforderlich ist, sofern nichts anderes angegeben ist. Achten<br />

Sie bei der Nutzung von YouTube-Ressourcen darauf, dass Sie in ihrem Land <strong>für</strong> den Zugriff auf das jeweilige<br />

Material berechtigt sind. In Bezug auf die Verwendung aller externen Ressourcen ist sorgfältig darauf zu achten,<br />

dass die lokalen Bestimmungen eingehalten werden.<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> -<br />

Unterrichtspläne<br />

Kompetenz Dauer Arbeitsblätter Autor<br />

Einstimmung<br />

Wie in den Unterrichtsplänen<br />

ausgeführt<br />

Maximal 5 Minuten<br />

Aris Louvris, Griechenland<br />

Eigene Rechte und Pflichten online<br />

Grundlegende<br />

Rechte im WWW**<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

1.1 <strong>We</strong>nn ich alles tun<br />

könnte, was ich wollte<br />

Carsten Groene,<br />

Deutschland<br />

Rechte und<br />

Pfl ichten**<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

Drew Buddie, UK<br />

Zwei Seiten<br />

derselben<br />

Medaille I**<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

1.2 Zwei Seiten derselben<br />

Medaille I<br />

Carsten Groene,<br />

Deutschland<br />

Zwei Seiten derselben<br />

Medaille II***<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

1.3 Zwei Seiten derselben<br />

Medaille II<br />

Carsten Groene,<br />

Deutschland<br />

„Information ist nicht Wissen“, Albert Einstein<br />

Zugreifen, erstellen<br />

und teilen***<br />

Kommunikation in<br />

Fremdsprachen<br />

Einheit aus 3 bis 4<br />

Unterrichtsstunden<br />

2.1 Hilfsmittel und<br />

Technologien <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong><br />

Fernando Campos,<br />

Portugal<br />

Bilder analysieren<br />

*-**<br />

Kommunikation in<br />

Fremdsprachen<br />

Einheit aus 3 Unterrichtsstunden<br />

Maxime Drouet,<br />

Frankreich


Eigenes Engagement im Internet<br />

Wir gehen einkaufen!<br />

*-**<br />

Mathematische<br />

Kompetenzen und<br />

Grundkompetenzen<br />

in Naturwissenschaft<br />

und Technologie<br />

Einheit aus 2<br />

Unterrichtsstunden<br />

Jesús Melgar Tito,<br />

Spanien<br />

Mathe lernen 2.0*-**<br />

Mathematische<br />

Kompetenz und<br />

Grundkompetenzen<br />

in Naturwissenschaft<br />

und Technologie<br />

Einheit aus 2 Unterrichtsstunden<br />

3.1 <strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel<br />

bei mathematischen<br />

Aktivitäten<br />

3.2 Erstellung eines<br />

sicheren Passworts<br />

3.3 Blogs/Wikis in der<br />

Mathematik<br />

3.4 Facebook und mathematische<br />

Aktivitäten<br />

Irina Vasilescu,<br />

Rumänien<br />

Angemessenes<br />

Verhalten***<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine<br />

Unterrichtsstunde<br />

Drew Buddie, UK<br />

Bildung der eigenen Identität<br />

Meine (wahre)<br />

Identität**<br />

Gespür <strong>für</strong> Initiativen<br />

und Unternehmertum<br />

Einheit aus 3<br />

Unterrichtsstunden<br />

4.1. Wo liegt die<br />

Wahrheit?<br />

Martina Kupilíková,<br />

Tschechien<br />

Haben wir eine multiple<br />

Identität? **<br />

Gespür <strong>für</strong> Initiativen<br />

und Unternehmertum<br />

Einheit aus 2 Unterrichtsstunden<br />

Adam Stępiński,<br />

Polen<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

„Du kannst nicht jedem<br />

alles sagen.“*-**<br />

Pythagoras von Samos<br />

570-500 v. Chr.<br />

Soziale und staatsbürgerliche<br />

Kompetenzen<br />

Einheit aus 2 bis 3<br />

Unterrichtsstunden<br />

Evangelia Kontopidi,<br />

Griechenland<br />

PrivaSee*-**<br />

Soziale und staatsbürgerliche<br />

Kompetenzen<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

Miguela Fernandes,<br />

Portugal<br />

Ich beobachte dich!<br />

*-**<br />

Soziale Kompetenz<br />

und Bürgerkompetenz/Kommunikation<br />

in einer Fremdsprache<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

5.1 Michael Jackson<br />

„Privacy“<br />

Miguela Fernandes,<br />

Portugal<br />

Der Künstler in dir<br />

Schützen, was uns<br />

gehört**<br />

Lernen lernen/soziale<br />

Kompetenz und<br />

Bürgerkompetenz/<br />

kritisches Denken<br />

Eine Unterrichtsstunde<br />

Drew Buddie, UK<br />

„RAP-IT-UP“ **<br />

Kulturelles Bewusstsein<br />

und kulturelle<br />

Ausdrucksfähigkeit<br />

Einheit aus 2 Unterrichtsstunden<br />

6.1 Rap it up Angela Capezzuto,<br />

Italien<br />

Der Künstler in dir!<br />

**<br />

Kulturelles Bewusstsein<br />

und kulturelle<br />

Ausdrucksfähigkeit<br />

Einheit aus 2 Unterrichtsstunden<br />

6.2 Der Künstler bist du Frans Nieuwenhuyzen,<br />

Niederlande


Allgemeiner Plan Einstimmung<br />

Allgemeiner Plan<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Hilfsmittel<br />

Einstimmung<br />

Aris Louvris, Griechenland<br />

Alle<br />

Laut Angabe in den einzelnen Unterrichtsplänen<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

Angemessen<br />

Maximal 5 Minuten<br />

• Einführung der Schüler in das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong><br />

• Den Schülern auf unterhaltsame <strong>We</strong>ise eine Vorstellung von den<br />

Unterrichtsplänen vermitteln, die <strong>für</strong> das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong><br />

erstellt wurden<br />

Arbeitsblätter, Videos (vorzugsweise offl ine), Infografiken, Umfragen, kleine<br />

Spiele (< 5 min), Fragen zum Vorwissen, Brainstorming etc.<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (2 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (2 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (1 Minuten)<br />

Tipps<br />

Link(s)<br />

Versuchen Sie auf der Grundlage des jeweils folgenden Unterrichtsplans<br />

die Aufmerksamkeit der Schüler mit einem der o. g. Hilfsmittel zu gewinnen,<br />

zum Beispiel mit einem Teaser-Video.<br />

Beispiel: Spezifi sches


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigene Rechte und Pflichten online<br />

1.1. Grundlegende Rechte im WWW<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Grundlegende Rechte im WWW<br />

Carsten Groene, Deutschland<br />

Meine Rechte und Pfl ichten<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/muttersprachliche<br />

Kompetenz/digitale Kompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

45 Minuten<br />

• Einführung in das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong><br />

• Verständnis der grundlegenden Internetrechte laut EU-Charta<br />

Cartoon über Piraterie<br />

http://goo.gl/jRGTfI<br />

Arbeitsblatt 1.1: „<strong>We</strong>nn ich alles tun könnte, was ich wollte“<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (7 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (7 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Aktivität:<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich anhand von Arbeitsblatt 1.1 vorzustellen,<br />

was sie in einer <strong>We</strong>lt ohne Einschränkungen tun könnten und was dies <strong>für</strong><br />

andere Menschen und/oder ihre Freunde bedeuten könnte.<br />

Die Schüler sollen ihre Ideen in Kleingruppen vergleichen.<br />

Bitten Sie die Schüler, anhand von Arbeitsblatt 1.1 die Kapitel 1, „Würde<br />

des Menschen“ und 2, „Freiheiten“, der Charta der Grundrechte der Europäischen<br />

Union durchzuarbeiten, um diejenigen Artikel zu bestimmen, die<br />

<strong>für</strong> die Nutzung des Internets von besonderer Bedeutung sind, z. B. das<br />

Recht auf den Schutz der persönlichen Daten.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich mit der Methode des „Überfl iegens“ eines<br />

Textes vertraut zu machen oder diese aufzufrischen (siehe Link unten,<br />

auch auf Arbeitsblatt 1.1).<br />

Bitten Sie die Schüler als Einstieg in die Publikation, die die Basis <strong>für</strong> diese<br />

Unterrichtseinheit bilden wird, das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> Teenager<br />

nach der Angabe von einzelnen Rechten in bestimmten Kapiteln zu durchsuchen.<br />

Die Schüler sollen die Tabelle ausfüllen und innerhalb der Klasse<br />

Vergleiche anstellen.<br />

9


<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Hausaufgabe: <strong>We</strong>isen Sie den Schülern anhand von Arbeitsblatt 1.3 mit<br />

der Tabelle eines der vier ausgewählten wichtigen Internetrechte aus der<br />

EU-Charta zu.<br />

Die Schüler sollen dann über eine Internetrecherche in den nationalen<br />

Gesetzen nach Bestimmungen suchen, die den einzelnen Rechten entsprechen.<br />

Da dieser Teil ziemlich anspruchsvoll ist, empfi ehlt es sich, den<br />

Schülern Internetlinks auf relevante Abschnitte der im Arbeitsblatt genannten<br />

Gesetze zur Verfügung zu stellen.<br />

Links<br />

http://www.europarl.europa.eu/charter/<br />

http://www.aacc.edu/tutoring/fi le/skimming.pdf<br />

10


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigene Rechte und Pflichten online<br />

1.2 Rechte und Pflichten<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Rechte und Pflichten<br />

Drew Buddie, Großbritannien<br />

Meine Rechte und Pfl ichten<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/<br />

muttersprachliche Kompetenz/Computerkompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

Eine oder zwei Unterrichtsstunden von jeweils 45 min bis 60 min<br />

• Untersuchen, was es bedeutet, ein Recht im Vergleich zu einer Pfl icht<br />

zu haben<br />

• Lernen, Fakten anhand juristischer Dokumente zu überprüfen<br />

• Über die Konzepte von Zensur und Selbstzensur nachdenken<br />

Das World Wide <strong><strong>We</strong>b</strong> hat es zwar ermöglicht, dass Menschen ihre eigenen<br />

Ansichten vor einem globalen Publikum öffentlich kundtun können, aber<br />

heißt dies, dass „alles geht“?<br />

Was genau bedeutet es, wenn man das Recht hat, etwas zu tun? Und wie<br />

unterscheidet sich das von einer Pfl icht?<br />

Angesichts dessen, dass das World Wide <strong><strong>We</strong>b</strong> nicht im Besitz eines Landes<br />

oder eines Staates ist und auf dem Grundsatz der freien Meinungsäußerung<br />

beruht, wie kann ein guter Bürger diese beiden Elemente miteinander<br />

vereinen?<br />

Internet, Arbeitsblatt, EU-Charta der Grundrechte, Bubbl.us, Tagxedo und<br />

Powtoon<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (30 Minuten)<br />

Offenes Gespräch mit den Schülern: Was ist der Unterschied zwischen<br />

einem Recht und einer Pfl icht?<br />

Führen Sie das Brainpop-Video vor, und sammeln Sie Ideen, die daraus<br />

entstehen.<br />

Führen Sie die Aktivität 1.1 auf Seite 6 des <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong>s<br />

durch.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, die EU-Charta der Grundrechte herunterzuladen<br />

oder auszudrucken. <strong>We</strong>rten Sie im Gespräch mit der Klasse die<br />

einzelnen Artikel daraufhin aus, welche Pfl ichten aus welchen Rechten<br />

resultieren.<br />

Wie ist es möglich, aus so viel Text schnell Informationen zu extrahieren?<br />

Teilen Sie die Schüler in kleine Gruppen auf, und lassen Sie jede Gruppe<br />

mithilfe von bubbl.us eine Mind-Map erstellen, um die einzelnen Artikel<br />

nach den damit verbundenen Pfl ichten aufzuschlüsseln.<br />

11


Schritt 3 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Lassen Sie die Schüler im ERR-Arbeitsbuch mithilfe des Suchbefehls<br />

die Häufi gkeit der Wörter Rights und Pfl ichten ermitteln.<br />

Fügen Sie den Text aus dem ERR-Arbeitsbuch in Tagxedo ein, um eine<br />

Wortwolke mit den Wörtern Rechten und Pfl ichten zu erstellen.<br />

Unter Verwendung von Powtoon.com erstellt jede Gruppe nun ein <strong>We</strong>rbevideo,<br />

das die einzelnen Schritte <strong>für</strong> die Mind-Map im vorherigen Schritt<br />

erläutert.<br />

Erarbeiten Sie in Gruppen oder im Gespräch mit der ganzen Klasse<br />

zusammen mit den Schülern, was Selbstzensur wirklich bedeutet. Warum<br />

ist diese Fähigkeit bei der Veröffentlichung von Inhalten im Internet<br />

entscheidend?<br />

Defi nieren Sie den Unterschied zwischen Zensur und Selbstzensur.<br />

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:12010P<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

http://www.euskills.co.uk/sites/default/fi les/ERR%20Workbook%20v4%20<br />

14Apr11.pdf (keine Registrierung erforderlich)<br />

http://bubbl.us (keine Registrierung erforderlich)<br />

http://tagxedo.com (keine Registrierung erforderlich)<br />

www.powtoon.com (Registrierung erforderlich)<br />

Bitte beachten Sie, dass alle <strong><strong>We</strong>b</strong>anwendungen, die in dieser Aktivität<br />

verwendet werden, kostenlos sind und sich die Nutzer mit Ausnahme von<br />

Powtoon nicht auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site registrieren müssen.<br />

12


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigene Rechte und Pflichten online<br />

1.3 Zwei Seiten derselben Medaille I<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Rechte und Pflichten <strong>–</strong> Zwei Seiten derselben Medaille I<br />

Carsten Groene, Deutschland<br />

Meine Rechte und Pfl ichten<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/<br />

muttersprachliche Kompetenz/digitale Kompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

45 Minuten<br />

• Sich der gegenseitigen Abhängigkeit von Rechten und Pfl ichten<br />

bewusst werden<br />

• Eine Vorstellung davon bekommen, wie Internetrechte in der<br />

nationalen Gesetzgebung umgesetzt sind<br />

Cartoon über Piraterie<br />

http://goo.gl/yGzEU6.<br />

Hilfsmittel Arbeitsblatt 1.2: „Zwei Seiten derselben Medaille I“<br />

Internetrecherche<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Aufgabe: Die Schüler fi nden Konfl ikte zwischen den verschiedenen Grundrechten<br />

der EU-Charta (siehe (Arbeitsblatt 1.2).<br />

Die Schüler werden daran erinnert, dass alle EU-Grundrechte einschließlich<br />

derjenigen in Bezug auf die Internetnutzung, in verschiedenen nationalen<br />

Gesetzen umgesetzt sind.<br />

Die Schüler füllen unter Verwendung ihrer Hausaufgabe in Gruppenarbeit<br />

eine endgültige Version der Tabelle auf Arbeitsblatt 1.2 hinsichtlich ihrer<br />

Rechte und Pfl ichten aus, wie sie in der nationalen Gesetzgebung umgesetzt<br />

sind.<br />

Hinweis: Da das Ergebnis der individuellen Hausaufgabe etwas unsicher<br />

ist, kann es hilfreich sein, diese als vorbereitende Aktivität zu betrachten<br />

und die Schüler die endgültige Tabellenversion im Unterricht erstellen zu<br />

lassen.<br />

Links<br />

http://www.europarl.europa.eu/charter/<br />

13


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigene Rechte und Pflichten online<br />

1.4 Zwei Seiten derselben Medaille II<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Rechte und Pflichten <strong>–</strong> Zwei Seiten derselben Medaille II<br />

Carsten Groene, Deutschland<br />

Meine Rechte und Pfl ichten<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/<br />

muttersprachliche Kompetenz/digitale Kompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

45 Minuten<br />

• Die theoretische Beschäftigung mit den Internetrechten auf den Alltag<br />

der Schüler beziehen<br />

• Die Schüler dazu anzuregen, ihre alltäglichen Rechte in Bezug auf das<br />

Internet zu untersuchen<br />

Stellen Sie einen Fall von Internetbetrug aus dem Alltag eines Teenagers<br />

vor. Fordern Sie die Schüler nach der Fallanalyse auf, zu bestimmen,<br />

welche Internetrechte verletzt wurden.<br />

Arbeitsblatt 1.3: „Zwei Seiten derselben Medaille II“<br />

Internetrecherche<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (12 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (12 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (7 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Gruppenarbeit:<br />

Die Schüler tauschen die Ergebnisse im Hinblick auf die EU-Rechte in der<br />

nationalen Gesetzgebung aus der vorangehenden Stunde aus.<br />

Die Schüler bestimmen in Gruppen Fälle möglicher Verstöße gegen Grundrechte<br />

auf Basis nationaler Gesetze.<br />

Jede Gruppe ersinnt Situationen oder Fallstudien, wo möglicherweise<br />

gegen eines der Rechte verstoßen wurde. Diese Fallstudien werden einer<br />

anderen Gruppe zugewiesen, die sich mit einem anderen Recht befasst<br />

hat.<br />

Die Schüler lösen in Gruppen Fälle anhand der Informationen, die sie in<br />

Schritt eins von Mitschülern erhielten.<br />

Präsentation der Ergebnisse in der Klasse; ein Fall bzw. zwei Fälle, wenn<br />

genug Zeit ist, <strong>für</strong> jedes Recht<br />

Unter Berücksichtigung des Unterthemas „Lernen lernen“ ist eventuell eine<br />

Bewertung der Arbeit mit den Rechtstexten möglich (Schwierigkeit, Motivation<br />

etc.).<br />

14


UNTERRICHTSPLAN<br />

„Information ist nicht Wissen“ <strong>–</strong> Albert Einstein<br />

2.1 Klug zugreifen, erstellen und teilen<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Klug zugreifen, erstellen und teilen<br />

Fernando Rui Campos, Portugal<br />

Information ist nicht Wissen<br />

Fremdsprachliche Kompetenz/muttersprachliche Kompetenz/<br />

Computerkompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

Eine Reihe aus 3 bis 4 Unterrichtsstunden, jeweils ca. 45 Minuten<br />

• Die Schüler <strong>für</strong> die Problematik im Zusammenhang mit der Veröffentlichung<br />

von Informationen in sozialen Netzwerken sensibilisieren<br />

• Beschreiben, wie man relevante und hochwertige Ressourcen <strong>für</strong><br />

Schulaktivitäten fi ndet<br />

• Aufzeigen, wie man sich vor Betrugsversuchen im Internet schützt<br />

• Digitale Kompetenzen und andere Kompetenzen des 21. Jahrhunderts<br />

entwickeln<br />

Einführung Diese Unterrichtspläne enthalten eine Reihe aufeinanderfolgende<br />

Aufgabenstellungen, und es werden digitale Hilfsmittel eingesetzt, die sich<br />

<strong>für</strong> die Förderung von Kompetenzen des 21. Jahrhunderts eignen.<br />

Die enthaltenen Inhalte und Aktivitäten beinhalten, dass die Schüler<br />

IKT-Hilfsmittel <strong>für</strong> Lernen, Kommunikation, Zusammenarbeit und<br />

Wissensbildung einsetzen.<br />

Die Unterrichtsstunden sind als Abfolge von Lernaktivitäten strukturiert: LA]:<br />

(Stunde 1 <strong>–</strong> Träumen und erkunden; Stunde 2 <strong>–</strong> Visualisieren, fragen und kooperieren;<br />

Stunde 3 <strong>–</strong> Erstellen; Stunde 4 <strong>–</strong> Präsentieren). <strong>We</strong>itere Informationen<br />

unter http://fcl.eun.org/Hilfsmittelet4 (keine Registrierung erforderlich)<br />

Der Unterrichtsplan beruht auf dem pädagogischen Modell, das im Future<br />

Classroom Toolkit (FCT) vorgeschlagenen wird (http://fcl.eun.org/toolkit) (keine<br />

Registrierung erforderlich). Die Unterrichtsstunden können <strong>für</strong> den Einsatz in<br />

einer einzigen Schule oder <strong>für</strong> die Zusammenarbeit mit Schulen aus demselben<br />

oder verschiedenen Ländern angepasst werden. Beim finalen Produkt kann<br />

es sich um ein digitales Artefakt (<strong><strong>We</strong>b</strong>site, Audiodatei, Blog, Video) in einer<br />

Fremdsprache handeln, das sich auf eines der Themen bezieht.<br />

Die Bewertung ist formativ und erfolgt über Rückmeldungen der Lehrkraft auf<br />

die erstellten Produkte und anhand der von den Schülern aufgezeichneten<br />

Überlegungen.<br />

Hilfsmittel<br />

Team Up <strong>–</strong> http://teamup.aalto.fi / (Registrierung erforderlich)<br />

Audacity <strong>–</strong> http://audacity.sourceforge.net/ (Registrierung erforderlich)<br />

Google Hangouts <strong>–</strong> http://www.google.com/+/learnmore/hangouts/<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

Mind.Maps <strong>–</strong> http://popplet.com/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

Feedback, Sprachaufzeichnung, Zusammenarbeit <strong>–</strong> http://voicethread.<br />

com/products/k12/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

Google Docs <strong>–</strong> https://docs.google.com/ oder titanPad - https://titanpad.com/<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

Future Classroom Toolkit <strong>–</strong> http://fcl.eun.org/toolkit<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

Umgebung zur Entwicklung von Szenarien<br />

http://www.itec-sde.net/pt/home (keine Registrierung erforderlich)<br />

<strong>We</strong>itere nützliche Hilfsmittel sind im Anhang aufgeführt.<br />

15


Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (45 Minuten)<br />

In den Unterrichtsstunden werden vier verschiedene Themen behandelt:<br />

Gruppenthema 1 <strong>–</strong> Nutzung von Informationen im Internet, Nutzung des<br />

Internets <strong>für</strong> Hausaufgaben<br />

Gruppenthema 2 <strong>–</strong> Gefälschte <strong><strong>We</strong>b</strong>sites, Glaubwürdigkeit und positive Nutzung<br />

des Internets<br />

Gruppenthema 3 <strong>–</strong> Phishing, sicheres Surfen im <strong><strong>We</strong>b</strong><br />

Gruppenthema 4 <strong>–</strong> Erst denken, dann posten; soziale Netzwerke und Markierungen;<br />

Datenschutz<br />

Die Schüler in kleine Gruppen einteilen (maximal fünf Schüler pro Gruppe).<br />

Jeder Gruppe wird eines der vier Themen zugewiesen. Das Tool TeamUp<br />

(http://teamup.aalto.fi/) kann bei der Aufteilung der Gruppen nach Fähigkeiten,<br />

Interessen usw. hilfreich sein.<br />

TeamUp und VoiceThread sind nützliche Hilfsmittel, mit denen die Schüler<br />

ihre Überlegungen aufzeichnen und diese nach jeder Stunde teilen können.<br />

Eine der Zielsetzungen dieser Unterrichtsstunden ist die Erstellung eines<br />

Produkts, wobei die Schüler als Autoren tätig werden. Das fi nale Produkt<br />

oder Artefakt könnte ein kurzes Video oder eine Simulation zu einem der<br />

Gruppenthemen sein und Anmerkungen der Schüler in ihrer Muttersprache<br />

oder einer Fremdsprache enthalten.<br />

Wir empfehlen der Lehrkraft, die Schülergruppen mithilfe von Ressourcen aus<br />

dem Scenario Development Environment (SDE) (http://www.itec-sde.net/en)<br />

oder anhand von <strong><strong>We</strong>b</strong>sites wie virtuellen nationalen Museen oder dem Europeana<br />

Portal anzuleiten. Dies würde einen Bezugspunkt <strong>für</strong> den Vergleich mit gefälschten<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>sites oder <strong><strong>We</strong>b</strong>sites mit unzuverlässigen Informationen darstellen.<br />

Die Refl exionsaktivität zieht sich durch den gesamten Prozess und leitet die<br />

Schüler zum Endziel. Die Schüler und Lehrer können ihre Gedanken und<br />

Kommentare zum Projekt mithilfe von digitalen Hilfsmittel und Audio-Feedback<br />

aufzeichnen, veröffentlichen und teilen.<br />

Die Zusammenarbeit ist ein integraler Bestandteil der Unterrichtsstunden,<br />

wobei die Schüler in Gruppen innerhalb ihres eigenen Landes oder mit Mitschülern<br />

aus anderen Ländern kooperieren. Die Schüler aus einem Land<br />

könnten zum Beispiel von Schülern eines anderen Landes während der<br />

Lernaktivitäten im Zusammenhang mit der Aufgabenstellung Fragen in deren<br />

Muttersprache betreut werden.<br />

Vorbereitung <strong>–</strong> Die Lehrkraft erstellt ein Klassenzimmer in TeamUp, und<br />

sendet den Link, eventuell unter Verwendung des fotografi schen Verzeichnisses<br />

in TeamUp, an die Schüler. Vereinbaren Sie am Anfang der ersten<br />

Unterrichtsstunde mit den Schülern die Bewertungskriterien.<br />

Träumen <strong>–</strong> Die Lehrkraft präsentiert einen Überblick über den thematischen<br />

Aufbau der Unterrichtsstunden, wie sie in den Lehrplan passen und was von<br />

den Schülern in Bezug auf Verbesserungen beim Hören, Sprechen, Lesen und<br />

Schreiben in der Fremdsprache erwartet wird. Die Schüler sollten außerdem auf<br />

Erwartungen in Bezug auf Kooperation sowie Autonomie und Verantwortlichkeit<br />

<strong>für</strong> ihren eigenen Lernerfolg und den ihrer Gruppe hingewiesen werden.<br />

Beispiele <strong>für</strong> Gruppenprojekte hinsichtlich der einzelnen Themen:<br />

Thema 1 <strong>–</strong> Gemeinsame Erstellung einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site oder eines Blogs mit<br />

den nach Meinung der Schüler „besten“ <strong><strong>We</strong>b</strong>sites und Archiven <strong>für</strong> ihre<br />

Hausaufgaben, darunter beispielsweise solchen <strong>für</strong> das Lernen von Sprachen<br />

sowie virtuelle Museen, Physik-Simulatoren etc.<br />

Thema 2 <strong>–</strong> Gemeinsame Erstellung einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site oder eines Blogs mit<br />

einer Beschreibung der Anzeichen zur Unterscheidung einer gefälschten<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site von einer glaubwürdigen <strong><strong>We</strong>b</strong>site<br />

Thema 3 <strong>–</strong> Gemeinsame Erstellung einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site oder eines Blogs mit<br />

einer Beschreibung der Maßnahmen, die die Bürger ergreifen und der externen<br />

Hilfsmittel, die sie verwenden sollten, um Phishing zu vermeiden<br />

und sicher zu surfen<br />

16


Thema 4 <strong>–</strong> Gemeinsame Erstellung einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site oder eines Blogs mit<br />

einem Plan zur Verbesserung des Online-Rufs der Schüler, einschließlich<br />

Kriterien und/oder zu ergreifende Maßnahmen <strong>für</strong> ihre „digitalen Beziehungen“<br />

innerhalb des <strong><strong>We</strong>b</strong>s<br />

Die Lehrkraft kann die Schüler motivieren, ihr Bestes zu geben und mit<br />

ihnen über die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, die Nutzung von IKT-Hilfsmittel<br />

und die zu beachtenden Kriterien beim Posten ihrer Meinung in Textoder<br />

Audioform in der Fremdsprache sprechen.<br />

Erkunden <strong>–</strong> Daten aus mehreren Quellen analysieren und diese mithilfe<br />

kollaborativer Hilfsmittel wie Google Docs oder TitanPad organisieren. Je<br />

nach ihren Vorkenntnissen müssen die Schüler eventuell einige investigative<br />

Arbeiten mit kollaborativen Hilfsmittel durchführen. Die Schüler könnten<br />

folgende Aussagen hinsichtlich der einzelnen Themen untersuchen.<br />

Thema 1 <strong>–</strong> Nutzung von Informationen im Internet, Nutzung des Internets<br />

<strong>für</strong> Hausaufgaben<br />

Das Internet:<br />

1. Alle Informationen im <strong><strong>We</strong>b</strong> sind zuverlässig und wahr, unabhängig von<br />

der jeweiligen <strong><strong>We</strong>b</strong>site.<br />

2. Es gibt keine Ressourcen speziell <strong>für</strong> Schüler im primären und sekundären<br />

Bildungsbereich.<br />

3. Ich sollte keine Videos ins Internet hochladen, weil ich nicht bloßgestellt<br />

werden möchte.<br />

Thema 2 <strong>–</strong> Gefälschte <strong><strong>We</strong>b</strong>sites, Glaubwürdigkeit und positive Nutzung<br />

des Internets<br />

Ich verwende aus folgenden Gründen keine Bücher aus dem Gutenberg-Projekt:<br />

1. <strong>We</strong>gen Urheberrechtsproblemen kann ich auf die eBooks nicht zugreifen.<br />

2. Die <strong><strong>We</strong>b</strong>site ist nicht ansprechend.<br />

3. Die Bücher, auf die ich zugegriffen habe, waren alle alt.<br />

Thema 3 <strong>–</strong> Phishing, sicheres Surfen im <strong><strong>We</strong>b</strong><br />

Die Schüler sollten folgenden Test machen:<br />

https://www.phish-no-phish.com/staying-safe-online/quiz/ (keine Registrierung<br />

erforderlich)<br />

Thema 4 <strong>–</strong> Erst denken, dann posten; soziale Netzwerke und Markierungen;<br />

Datenschutz<br />

Ich schieße auf einer Party mit ein paar Freunden ein Foto und veröffentliche<br />

es in einem sozialen Netzwerk. Folgendes ist überhaupt kein Problem:<br />

1. Das Foto in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen<br />

2. Alle meine Freunde im Foto markieren<br />

3. Kommentare zum Foto hinzufügen<br />

4. Den Ort mitteilen, an dem die Party stattfand<br />

Nach den anfänglichen Gesprächen<br />

Ressourcen zu allen Themen stehen unter http://lreforschools.eun.org/<br />

web/guest/insafe in mehreren Sprachen zur Verfügung (keine Registrierung<br />

erforderlich).<br />

Einige interessante Ressourcen nach Themen geordnet:<br />

Thema 1 <strong>–</strong> Nutzung von Informationen im Internet, Nutzung des Internets<br />

<strong>für</strong> Hausaufgaben<br />

http://internet-browser-review.toptenreviews.com/how-to-effectively-use-the-internet-for-research.html<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

17


Thema 2 <strong>–</strong> Gefälschte <strong><strong>We</strong>b</strong>sites, Glaubwürdigkeit und positive Nutzung<br />

des Internets<br />

http://www.knowthenet.org.uk/knowledge-centre/scams-how-beat-them/<br />

how-spot-fake-site (keine Registrierung erforderlich), Glaubwürdigkeit und<br />

positive Nutzung des Internets<br />

Thema 3 <strong>–</strong> Phishing, sicheres Surfen im <strong><strong>We</strong>b</strong><br />

https://www.getsafeonline.org/protecting-your-computer/searching-theinternet/<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

https://www.phish-no-phish.com/staying-safe-online/quiz/<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

Thema 4 <strong>–</strong> Erst denken, dann posten; soziale Netzwerke und<br />

Markierungen; Datenschutz<br />

https://www.youtube.com/watch?v=zlM-YuUQ3Ms (keine Registrierung<br />

erforderlich. Zugriff auf YouTube in Ihrem Land vor der Wiedergabe des<br />

Videos überprüfen.)<br />

Fordern Sie die Schüler auf, außerhalb der Schule<br />

(zu Hause, per Fernkommunikation) an ihren Themen zu arbeiten.<br />

Die Schüler zeichnen ihre Überlegungen nach jeder Arbeitsphase mithilfe von<br />

TeamUp oder Audacity auf (mit späterem Posting im Blog oder auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site).<br />

Die Schüler können audiovisuelle Aufzeichnungen und Kommentare über<br />

ihre Fortschritte beim Projekt, aufgetretene Schwierigkeiten und die nächsten<br />

Arbeitsschritte auch veröffentlichen und teilen.<br />

Die Lehrkräfte, die am Projekt mitarbeiten, könnten sich über soziale Netzwerke<br />

verbinden, was <strong>für</strong> Zusammenarbeit und Austausch hilfreich ist und zur Förderung<br />

ihrer digitalen Kompetenzen und ihrer Nutzung von <strong><strong>We</strong>b</strong>-2.0-Hilfsmittel<br />

sowie ihrer Kommunikations- und Problemlösungskompetenz beiträgt.<br />

Reflexion<br />

Jede Schülergruppe sollte auf die folgenden Fragen in der Fremdsprache<br />

antworten (mithilfe von TeamUp):<br />

Was habt ihr bisher geleistet?<br />

Was hat eurer Meinung nach funktioniert und was nicht?<br />

Ist etwas schiefgegangen?<br />

Was lief gut?<br />

Was plant ihr <strong>für</strong> die nächste Unterrichtsstunde?<br />

Die Lehrkraft notiert das Feedback von jeder Gruppe in jeder Stunde.<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (45 Minuten)<br />

Visualisieren <strong>–</strong> Jede Gruppe erstellt eine Mind-Map bezüglich ihres Themas.<br />

Mit Unterstützung durch die Lehrkraft analysieren und organisieren<br />

die Gruppen ihre Ideen und die gewonnen Informationen mithilfe solcher<br />

Visualisierungs-Hilfsmittel wie Popplet, FreeMind oder CMap. Die Schüler<br />

sollten die Beziehungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den<br />

Beispielen und/oder Multimedia-Dateien, die während der Erkundungsphase<br />

zusammengetragen wurden, bestimmen.<br />

Zusammenarbeit <strong>–</strong> Die Schüler arbeiten mithilfe von Hilfsmittel wie Google<br />

Docs und TitanPad <strong>für</strong> Texte sowie Google Hangouts <strong>für</strong> Audionachrichten,<br />

Gruppenarbeit und fortlaufenden Informationsaustausch zusammen.<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel <strong>für</strong> die Kooperation sind Wikis, Blogs etc., und die Zusammenarbeit<br />

wird über Lernaktivitäten wie Visualisieren, Erstellen und Präsentieren<br />

gefördert.<br />

Fragen <strong>–</strong> Die Schüler nehmen mit Partnern außerhalb der Schule Kontakt<br />

auf, insbesondere mit Experten, die sie mithilfe von SDE finden können. (Sie<br />

können dies zunächst mit anderen Lehrkräften testen.) Die Experten könnten<br />

gebeten werden, die Stärken und Schwächen des von den Schülern erstellten<br />

Erzeugnisses zu analysieren und Kommentare dazu abzugeben.<br />

Reflexion<br />

Anhand von Rückmeldungen über die Visualisierungsaktivitäten und ggf.<br />

Kommentaren von externen Experten und/oder Lehrkräften<br />

18


Schritt 3 <strong>–</strong> (30 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (30 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Erstellen <strong>–</strong> Als Autoren sollten die Schüler das Urheberrecht kennen und<br />

aufgefordert werden, nach Creative Commons und anderen nicht urheberrechtlich<br />

geschützten Inhalten und Ressourcen <strong>für</strong> ihre Arbeit zu suchen.<br />

Auf der Grundlage der Ergebnisse ihrer Forschungen, Ideen und Reflexionen,<br />

die sie in Mind-Maps visualisiert haben, beginnen die Schüler mit der<br />

Erstellung einer ersten Version ihres fi nalen Produkts. Die Schüler sollten<br />

zunächst ein Konzept <strong>für</strong> die Diskussion innerhalb ihrer Gruppe und, wenn<br />

möglich, mit Schülern aus anderen Schulen oder Ländern ausarbeiten, wobei<br />

sie sich vor allem auf die Überwindung der festgestellten Herausforderungen<br />

und Probleme konzentrieren.<br />

Es ist wichtig, die Schüler sorgfältig durch die Lernaktivitäten und den Entwurfsprozess<br />

zu führen, um die Lehrplaninhalte nicht aus den Augen zu<br />

verlieren.<br />

Reflexion<br />

Die Lehrkraft gibt allen Gruppen Rückmeldung über ihre Produkte<br />

(<strong><strong>We</strong>b</strong>sites, Audioinhalte etc.).<br />

Präsentieren <strong>–</strong> Die Schüler präsentieren ihre Arbeit unter Verwendung<br />

lokaler geeigneter Hilfsmittel und Ressourcen, z. B. von der <strong><strong>We</strong>b</strong>site oder<br />

Bibliothek der Schule oder Orten außerhalb der Schule, sowie anhand der<br />

Ergebnisse ihrer Projekte, ihrer Artefakte und Konzeptionsprozesse und<br />

machen Angaben zu den erworbenen Lerninhalten.<br />

Reflexion<br />

Die Lehrkraft gibt allen Gruppen Rückmeldung über ihre Produkte<br />

(<strong><strong>We</strong>b</strong>sites, Audioinhalte etc.).<br />

Wie kann ich Ressourcen <strong>für</strong> meine Hausaufgaben fi nden, die ich im<br />

Internet teilen kann?<br />

Eine große Zahl an teilbaren Ressourcen kann in virtuellen<br />

wissenschaftlichen Museen oder über die Creative Commons-Organisation<br />

unter folgender Adresse gefunden werden: http://search.creativecommons.<br />

org (keine Registrierung erforderlich)<br />

Wo fi nde ich Kriterien, um besser zu verstehen, welche Inhalte im <strong><strong>We</strong>b</strong><br />

gut sind?<br />

Die „Kriterien <strong>für</strong> gute Onlineangebote“ sind wichtige Aspekte, die bei der<br />

Erstellung und Bereitstellung von Online-Inhalten und -Diensten <strong>für</strong> Kinder<br />

zu berücksichtigen sind: Eignung <strong>für</strong> die Ziel- und Altersgruppe, Attraktivität,<br />

Nutzbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Datenschutz. Das Dokument<br />

mit den Kriterien steht in 13 Sprachen zur Verfügung.<br />

http://www.positivecontent.eu/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

<strong>We</strong>lche Grundregeln sollte ich befolgen, wenn ich über das Internet<br />

kommuniziere?<br />

Die Art unserer Online-Kommunikation wirkt sich auf unser digitales Leben<br />

aus, und die folgende <strong><strong>We</strong>b</strong>site ist eine gute Quelle <strong>für</strong> nützliche Regeln:<br />

http://dictionary.reference.com/browse/netiquette (keine Registrierung<br />

erforderlich)<br />

19


Links<br />

<strong>We</strong>itere Ressourcen<br />

„Tagged“ (Markiert) <strong>für</strong> Jugendliche <strong>–</strong> Erst denken, dann posten<br />

http://www.cybersmart.gov.au/tagged/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

Datenschutz<br />

http://www.dubestemmer.no/en/13-17-ar/privacy (Registrierung erforderlich)<br />

Geschichte eines Online-Postings<br />

http://www.telegraph.co.uk/education/educationnews/9282801/Liam-<br />

Stacey-Twitter-Fabrice-Muamba-attacker-banned-from-university.html<br />

(The Telegraph) (keine Registrierung erforderlich)<br />

https://www.getsafeonline.org/protecting-your-computer/safe-internet-use/<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

Suche nach Creative Commons-Ressourcen<br />

http://search.creativecommons.org/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

Suche nach Personen und Ressourcen über SDE (http://www.itec-sde.<br />

net/pt/home) (keine Registrierung erforderlich) oder in thematischen<br />

Quellen wie nationalen virtuellen Museen<br />

20


UNTERRICHTSPLAN<br />

„Information ist nicht Wissen“, Albert Einstein<br />

2.2 Bilder analysieren<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Bilder analysieren<br />

Maxime Drouet, Frankreich<br />

Information ist nicht Wissen<br />

Fremdsprachliche Kompetenz/muttersprachliche Kompetenz/digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

Eine Einheit aus zwei Unterrichtsstunden, jeweils ca. 50 Minuten<br />

• Verständnis, dass Bilder nicht die Realität wiedergeben<br />

• Fähigkeit zu erkennen, wann ein Bild eine Fälschung ist<br />

• Verbesserung der IKT-Kompetenzen<br />

• Verbesserung der Fremdsprachenkompetenzen<br />

Unsere Schüler sehen und nutzen Bilder in ihrem Alltag: im TV, in Magazinen,<br />

in der <strong>We</strong>rbung und im Internet. Sie gehen häufi g davon aus, dass<br />

diese Bilder die Wirklichkeit wiedergeben.<br />

Das Ziel dieser Aktivität ist es, das kritische Denken der Schüler in Bezug<br />

auf Bilder zu wecken. Diese Unterrichtseinheit lässt sich sehr einfach <strong>für</strong><br />

ein eTwinning-Projekt verwenden. Die Aktivitäten würden dann von kooperativen<br />

europäischen Teams durchgeführt und nicht von Gruppen innerhalb<br />

der Klasse.<br />

Folgende Hilfsmittel werden eingesetzt:<br />

Zur Erstellung von Fragebögen: http://www.socrative.com (Registrierung<br />

erforderlich)<br />

Zur Erstellung einer virtuellen Pinnwand mit Dokumenten: http://padlet.com<br />

Zur Erstellung dynamischer Präsentationen: http://www.prezi.com<br />

Zur Suche nach ähnlichen Bildern: http://www.tineye.com und https://images.<br />

google.com/<br />

JPEGsnoop: Zum Aufspüren bearbeiteter Fotos (Freeware)<br />

Zum Aufnehmen der eigenen Stimme und zum Erstellen einer MP3-Datei:<br />

http://vocaroo.com<br />

Zum kollektiven Schreiben: https://titanpad.com<br />

21


Ablauf<br />

Unterrichtseinheit 1<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (50 Minuten)<br />

Bevor Sie beginnen: Erstellen Sie zur Überprüfung der Kenntnisse<br />

und Fertigkeiten der Schüler in Bezug auf Bilder einen Fragebogen auf<br />

http://www.socrative.com (Registrierung erforderlich). Bewahren Sie alle<br />

Antworten <strong>für</strong> die letzte Stunde auf. Vorschläge <strong>für</strong> Fragen:<br />

• Porträt einer Frau: Ist es ein retuschiertes Foto?<br />

• Bild aus den Nachrichten: Ist es ein retuschiertes Foto?<br />

• Bild einer Person: Was glaubst du, macht diese Person gerade?<br />

• Wie kannst du wissen, ob die Bilder, die du soeben gesehen hast, real<br />

oder retuschiert sind?<br />

• War es zum Beispiel im Jahr 1950 vor der Entwicklung von Computern<br />

möglich, ein Bild zu verändern?<br />

Ein Bild verändern? Das geht so einfach! (2 x 50 Minuten)<br />

• Mithilfe von http://padlet.com/ oder einem ähnlichen Tool einige Dokumente,<br />

zum Beispiel Fotos von einer Online-Zeitung, Online-<strong>We</strong>rbung<br />

oder der Startseite einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site, auf eine Online-Pinnwand hochladen.<br />

Anhand dieser Dokumente können Sie zeigen, wie sich Bilder manipulieren,<br />

umwandeln und/oder verfälschen lassen.<br />

Beispiele <strong>für</strong> Dokumente:<br />

• „Al-Ahram newspaper defends doctored photo of Hosni Mubarak“<br />

(Die Zeitung Al-Ahram verteidigt manipuliertes Foto von Hosni<br />

Mubarak), im Guardian vom 17. September 2010:<br />

http://goo.gl/cuIwNG (Guardian)<br />

• „Michelle Obama’s Oscars dress too revealing for Iranian media“<br />

(Michelle Obamas Kleid bei der Oscar-Verleihung zu freizügig <strong>für</strong><br />

iranische Medien) auf theguardian.com, 25. Februar 2013:<br />

http://goo.gl/KYM0zI (Guardian)<br />

• „Manipulating truth, losing credibility“ (Manipulation der Wahrheit,<br />

Verlust der Glaubwürdigkeit) von Frank Van Riper in der Washington<br />

Post: http://goo.gl/0w5efI (Washington Post)<br />

• „Demi Moore takes to Twitter to hit back at airbrushing claims“<br />

(Demi Moore nutzt Twitter, um gegen Airbrushing-Vorwürfe<br />

vorzugehen) von Daily Mail Reporter, 20. November 2009:<br />

http://goo.gl/R4mVgd (Daily Mail)<br />

• „The 9 most unnecessary instances of celebrity photoshop“ (Die zehn<br />

unnötigsten Fälle von Promi-Photoshop) von Lauren Duca, in der<br />

Huffi ngton Post vom 17. Oktober 2013: http://goo.gl/VaLoAw<br />

(speziell das Cover mit Beyoncé) (Huffi ngton Post)<br />

• „Steh zu deinen Wimpern“. <strong>We</strong>rden Meinungsänderungen und eine<br />

Regulierungsaufsicht zu einer geringeren Retuschierung von Print-<br />

<strong>We</strong>rbung führen? von Jessica Seigel auf Adweek.com, 29. Mai 2012:<br />

http://goo.gl/1Kw60V (Adweek)<br />

• Dove-Anzeige „Evolution“, 2006: http://goo.gl/e9uxhr<br />

• „The Matarese Countdown“ (Das Matarese-Mosaik) von Pixus<br />

retouch, 2009: http://goo.gl/2yCQqn<br />

22


<strong>We</strong>itere Anregungen fi nden Sie hier:<br />

• http://www.arretsurimages.net/dossier.php?id=204 (französisch)<br />

• http://www.fourandsix.com/photo-tampering-history/ (englisch)<br />

Praktische Übung: Die Schüler sollen eine einfache Präsentation <strong>für</strong> eine imaginäre<br />

Grundschulklasse erstellen, um zu demonstrieren, warum die Grundschüler<br />

nicht alle Bilder, die sie sehen, als „echt“ oder „real“ betrachten sollten. Sie können<br />

www.prezi.com (Registrierung erforderlich) oder eine andere beliebige Software<br />

oder <strong><strong>We</strong>b</strong>site verwenden. Die Präsentation sollte Folgendes beinhalten:<br />

• Zwei Beispiele von Bildern, die unter denen auf der Padlet-Pinnwand<br />

bereitgestellten retuschiert wurden<br />

• Eine Erläuterung dessen, was manipuliert wurde<br />

• Eine Aufl istung der Gründe, warum sie glauben, dass das Bild verändert<br />

wurde, und die Absichten hinter den Änderungen<br />

• Eine Aufstellung der Probleme oder Gefahren, die durch die Veränderung<br />

von Bildern entstehen<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (50 Minuten)<br />

Präsentation der Ergebnisse<br />

Jede Gruppe stellt der übrigen Klasse ihre Präsentation als Diskussionsgrundlage<br />

vor. Die Schüler tun dies auf Englisch oder in einer anderen Sprache, die sie lernen.<br />

Die Schüler können ihre Präsentation mithilfe von http://vocaroo.com/ zur eigenen<br />

Auswertung aufzeichnen. Was haben sie gelernt? Was denken sie jetzt<br />

über das Bearbeiten von Bildern? Haben sie weitere Fragen?<br />

Erklären Sies, dass die Veränderung von Bildern nichts Neues ist. Verdeutlichen<br />

Sie dies anhand von Zeitungsartikeln wie dem folgenden:<br />

„Ye olde photoshoppe: The first ever altered images“ (Das alte Photoshop:<br />

die ersten jemals veränderten Bilder) von Lee Moran, auf dailymail.co.uk, 28.<br />

Februar 2012: http://goo.gl/2osiBw (Dailymail)<br />

Die Lehrkraft gibt einige Hinweise, wie man feststellen kann, ob ein Bild verändert<br />

wurde:<br />

• Die Details sorgfältig betrachten, das Bild vergrößern!<br />

• Eine <strong><strong>We</strong>b</strong>site wie http://www.tineye.com/ nutzen, um herauszufinden, wo<br />

das Bild im Internet verwendet wird, wo es herkommt, wann es erstellt<br />

wurde, welche Personen sich darauf befinden etc.<br />

JPEGsnoop ist eine weitere Freeware <strong>für</strong> das Aufspüren bearbeiteter Fotos:<br />

http://goo.gl/bLwEVB<br />

• Einen Rechtsklick auf ein Bild ausführen, „Properties“ (Eigenschaften)<br />

auswählen und anschließend auf die Registerkarte „Details“ klicken. Dort<br />

wird eine Menge von Informationen über das Foto angezeigt. Bei Angabe<br />

von „Photoshop“ besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass das Bild verändert<br />

wurde.<br />

Hausaufgabe: Original oder Fälschung?<br />

Händigen Sie jedem Schüler ein Bild aus. Die Schüler sollen anhand der obigen<br />

Hinweise herausfinden, ob es echt oder gefälscht ist. Ihre Antwort senden sie in einer<br />

E-Mail an die Lehrkraft, in der sie erläutern, wie sie zu ihrem Ergebnis gelangten<br />

und zusätzlich Informationen angeben, die sie über das Bild gefunden haben.<br />

Empfehlung: Das Bild sollte im Internet leicht zu finden sein, einschließlich<br />

zugehöriger Informationen.<br />

Empfehlung: Das Bild sollte im Internet leicht zu finden sein, einschließlich<br />

zugehöriger Informationen.<br />

Jede Gruppe stellt der übrigen Klasse ihre Präsentation als Diskussionsgrundlage<br />

vor. Die Schüler tun dies auf Englisch oder in einer anderen Sprache, die sie lernen.<br />

23


Unterrichtseinheit 2<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (25 Minuten)<br />

Eine kleine Änderung … eine vollkommen andere Bedeutung!<br />

(50 Minuten)<br />

Bevor Sie beginnen, fassen Sie alle Aufzeichnungen, die während der vorherigen<br />

Unterrichtseinheit erstellt wurden, zusammen, und beantworten<br />

Sie die verbleibenden Fragen.<br />

Das Gleiche … aber anders!<br />

Wählen Sie zuvor ein Bild aus, mit dem gearbeitet werden soll. Die Hälfte<br />

der Klasse erhält dieses Bild mit einer Bildunterschrift von der Lehrkraft.<br />

Die andere Hälfte bekommt genau dasselbe Bild, allerdings mit einer anderen<br />

Bildunterschrift.<br />

Die Schüler sollen ihr Bild beschreiben (ohne über die Bildunterschrift zu<br />

sprechen) und darlegen, was sie darüber denken und welche Gefühle es<br />

bei ihnen auslöst. Sie zeichnen ihre Ausführungen auf http://vocaroo.com/<br />

in Englisch oder einer Sprache, die sie lernen, auf. Jede Klassenhälfte hört<br />

sich dann eine der Aufnahmen der anderen Hälfte an.<br />

Auswertung<br />

Leiten Sie eine Diskussion über das folgende Thema: Wie ist es möglich,<br />

eine solch unterschiedliche Meinung über dasselbe Bild zu haben?<br />

Erläutern Sie, dass die Bildunterschrift zu unterschiedlichen Interpretationen<br />

führen kann. Dies ist eine andere Möglichkeit, wie ein Bild umgedeutet<br />

werden kann.<br />

Führen Sie die Schlussfolgerung aus, dass es <strong>für</strong> die bessere Auswahl eines<br />

Bildes und zur sicheren Beurteilung des Dargestellten notwendig ist,<br />

die Quelle, das Datum usw. eines Bildes zu ermitteln.<br />

Hausaufgabe: Wir können mit einem Bild alles aussagen<br />

Händigen Sie der Klasse ein Bild aus. Die Schüler sollen in Gruppen eine<br />

glaubwürdige Bildunterschrift erstellen. Sie können das Bild umdeuten, ein<br />

Datum, einen Ort etc. erfinden. Die Aufgabe kann auf Englisch oder in einer<br />

anderen Sprache durchgeführt werden. Anschließend werden die Arbeiten<br />

auf den Server der Schule hochgeladen. Dann erarbeitet die Klasse mithilfe<br />

von https://titanpad.com/ gemeinsam, wie es möglich war, zu einer solch<br />

unterschiedlichen Interpretation desselben Bildes zu gelangen und welche<br />

Probleme dies mit sich bringen könnte.<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Die Schüler beantworten den Fragebogen erneut, den sie bei der Einführung<br />

in http://www.socrative.com (Registrierung erforderlich) ausgefüllt<br />

hatten. Sie können dazu die in dieser und anderen Unterrichtseinheiten<br />

erlernten Hilfsmittel verwenden. Sie können ihre Ergebnisse vergleichen<br />

und besprechen, welche Fortschritte sie gemacht haben. Mit welchem Teil<br />

der Unterrichtseinheit sollten sie sich noch weiter beschäftigen?<br />

24


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigenes Engagement im Internet<br />

3.1 Wir gehen einkaufen!<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Wir gehen einkaufen!<br />

Jesús Melgar Tito, Spanien<br />

Eigenes Engagement im Internet<br />

Mathematische Kompetenz und grundlegende Kompetenz in Naturwissenschaft<br />

und Technologie/muttersprachliche Kompetenz/digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

Einheit aus zwei Unterrichtsstunden<br />

• Den Schülern Hintergrundinformationen über E-Commerce vermitteln<br />

• Die Schüler zum Nachdenken über die Vor- und Nachteile von Online-<br />

Shopping anregen<br />

• Online-Shopping und herkömmliches Einkaufen vergleichen<br />

Was war der erste E-Shopper eurer Meinung nach <strong>für</strong> ein Typ? Jemand<br />

mit hoher technischer Kompetenz? Jemand mit Informatikkenntnissen? Ihr<br />

wärt wohl überrascht: Es war Jane Snowball, die im Mai 1984 mithilfe ihres<br />

Fernsehers das erste Mal überhaupt etwas online kaufte. Sie bestellte nur<br />

etwas Butter, Zerealien und Eier von einem Supermarkt in der Nähe.<br />

Computer mit Internetzugang, Beamer, Flipchart<br />

Ablauf<br />

Unterrichtseinheit 1<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Typisierung<br />

Nach Informationen über das Profi l von E-Shoppern heute suchen (Alter,<br />

Geschlecht, Vorlieben etc.). Entspricht Frau Snowball diesem Profi l?<br />

E-Commerce in Zahlen<br />

Quelle: Ecommerce Europe<br />

http://www.ecommerce-europe.eu/home<br />

25


Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Unterrichtseinheit 2<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

(Gruppenarbeit) Die Informationen in der obigen Infografi k auswerten.<br />

Die Zahl der europäischen E-Shopper betrachten. Wie hoch ist der Anteil<br />

von Einwohnern, die online kaufen? Ähnelt dies dem Verhalten von Verwandten<br />

und Freunden?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, Informationen über ihre Klassenkameraden<br />

zusammenzutragen und die folgenden Aufgaben durchzuführen:<br />

• Den prozentualen Anteil der E-Shopper in der Klasse berechnen.<br />

• Die Daten über die durchschnittlichen Ausgaben der einzelnen Einkäufer<br />

auswerten. Glaubst du, dass der Durchschnittswert in deiner Klasse<br />

ähnlich ist?<br />

Zwischen dem <strong>We</strong>sten und den übrigen Regionen Europas besteht ein<br />

großer Unterschied. Was könnte der Grund da<strong>für</strong> sein?<br />

Es war nicht schon immer so. Nach Informationen suchen und ein Diagramm<br />

mit der Anzahl der Einwohner, der Zahl der Personen, die das Internet nutzen<br />

und dem Anteil der E-Shopper in den letzten fünf Jahren erstellen. War die<br />

Zunahme bei der Zahl der Käufer in jedem Jahr proportional? Eine Prognose<br />

darüber anstellen, was in den nächsten fünf Jahren geschehen wird.<br />

Im Bild sind einige Zahlen über die Anzahl der Beschäftigten angegeben, die<br />

im E-Commerce tätig sind. Was ist deine Meinung darüber? Wirkt sich die<br />

zunehmende Nutzung von E-Commerce auf die traditionellen Geschäfte aus?<br />

Herkömmliches Einkaufen und Internet-Shopping im Vergleich<br />

Online-Shopping mit herkömmlichem Einkaufen vergleichen<br />

Hast du jemals etwas online gekauft? Warum hast du dich <strong>für</strong> einen<br />

Online-Kauf entschieden, anstatt in ein Geschäft in deiner Stadt zu gehen?<br />

Haben wir dieselben Rechte, wenn wir online einkaufen, wie wenn wir in<br />

einem Geschäft einkaufen? Denke an ein Geschäft in deiner Nähe. Wie<br />

könnte es seine Waren online verkaufen?<br />

Die folgende Tabelle mit Argumenten <strong>für</strong> und gegen Online-Shopping<br />

ausfüllen.<br />

Pro<br />

1. Etwas Typisches von einem<br />

anderen Ort kaufen.<br />

Contra<br />

1. <strong>We</strong>iß nicht, ob mir die Kleidung<br />

stehen wird.<br />

Was kaufen wir?<br />

Zu den skurrilsten Dingen, die online verkauft wurden, zählen ein Sandwich<br />

mit dem Gesicht der Jungfrau Maria <strong>für</strong> 28.000 US-Dollar und ein gebrauchter<br />

Kaugummi von Britney Spears, der 14.000 US-Dollar einbrachte.<br />

In einem anderen Fall boten 24.000 Personen da<strong>für</strong>, dass ihre <strong>We</strong>rbung <strong>für</strong><br />

immer auf dem Körper einer Frau erscheint. Für 37.375 US-Dollar erhielt<br />

goldenpalace.com den Zuschlag, damit das Logo des Unternehmens auf<br />

die Stirn von Kari Smith tätowiert wurde.<br />

26


Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Hast du jemals versucht, eines deiner alten Videospiele zu verkaufen, die<br />

du nicht mehr nutzt? Kann jeder etwas online verkaufen, oder glaubst du,<br />

dass du da<strong>für</strong> ein Unternehmen gründen musst? <strong>We</strong>lches Produkt glaubst<br />

du, verkauft sich online am besten?<br />

Diskutiere mit deinen Mitschülern darüber, ob sich alles online verkaufen<br />

lässt oder ob es Einschränkungen gibt. Was wären solche Einschränkungen,<br />

und wer sollte darüber entscheiden?<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (10 Minuten) Beim Online-Kauf stehen verschiedene Zahlungsarten zur Verfügung, u. a.<br />

die Zahlung per Nachnahme, per Kreditkarte oder per Banküberweisung.<br />

Hole Informationen über Zahlungsportale (Paypal, Google Wallet etc.) ein.<br />

<strong>We</strong>lche gibt es, und welche Vorteile haben sie?<br />

Neben diesen Methoden sind mehrere Apps <strong>für</strong> Tablets und Smartphones<br />

verfügbar, die sicheres Online-Shopping ermöglichen. Mache einige dieser<br />

Apps ausfi ndig. Wäre eine <strong>We</strong>lt ohne Bargeld möglich?<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Stell dir vor, dass einer deiner Freunde alles online kauft, darunter auch<br />

Apps, Musik-Downloads und Softwareprogramme.<br />

Was könntest du deinem Freund auf Basis der vorhergehenden Unterrichtseinheiten<br />

über Online-Shopping mitteilen? Warum würdest du deinem<br />

Freund gerne sagen, dass er vor dem Einkaufen nachdenken sollte? Oder<br />

noch besser: Warum würdest du deinem Freund sagen, dass er vorher mit<br />

seinen Eltern reden sollte, bevor er etwas kauft?<br />

27


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigenes Engagement im Internet<br />

3.2 Mathe lernen<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Mathe lernen<br />

Irina Vasilescu, Rumänien<br />

Eigenes Engagement im Internet<br />

Mathematische Kompetenz und grundlegende Kompetenz in Naturwissenschaft<br />

und Technologie/muttersprachliche Kompetenz/digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 14 Jahre<br />

40 Minuten<br />

• Die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen, wie Mathematik im Internet<br />

nützlich sein kann<br />

• Die Schüler zur Zusammenarbeit motivieren<br />

• Den Schülern ermöglichen, die Vor- und Nachteile der Nutzung des<br />

Internets <strong>für</strong> mathematische Aktivitäten zu entdecken<br />

• Die Erstellung sicherer Passwörter mithilfe der Mathematik aufzeigen<br />

Für die Lehrkräfte: Bei dieser Unterrichtseinheit geht es um die verantwortungsvolle<br />

Nutzung des Internets im Mathematikunterricht, bei der Projektarbeit<br />

und bei den Hausaufgaben.<br />

• Es werden mehrere Optionen <strong>für</strong> den Mathematikunterricht besprochen:<br />

» Die Erstellung eines sicheren Passworts, die Nutzung von Spielen<br />

und Blogs/Wikis beim Erlernen der Mathematik<br />

» Die Verwendung von Facebook-Gruppen <strong>für</strong> die Zusammenarbeit<br />

unter Hinweis auf die Vorteile und Risiken<br />

• Die Schüler werden dazu aufgefordert, Daten zu interpretieren und<br />

ein Diagramm auszuwerten, Hilfsmittel zu vergleichen, einige einfache<br />

Aufgaben zur Wahrscheinlichkeitsrechnung und/oder mit Funktionsgraphen<br />

zu bearbeiten sowie eine Umfrage zu erstellen und diese<br />

statistisch auszuwerten. Damit sollen mathematische Kompetenzen,<br />

das logische Denken und die Problemlösungskompetenz gefördert und<br />

gleichzeitig die sichere Nutzung des Internets vermittelt werden.<br />

Für die Schüler: Mathematische Aktivitäten können viel mehr Spaß machen,<br />

wenn sie gemeinsam durchgeführt werden, und das Internet bietet<br />

eine Menge guter Hilfsmittel. Für eine Zusammenarbeit müssen wir jedoch<br />

<strong>We</strong>ge fi nden, um sicher und effizient zu kooperieren und zu kommunizieren.<br />

In dieser Unterrichtseinheit werden wir einige Möglichkeiten dazu besprechen.<br />

Hilfsmittel<br />

Computer mit Internetzugang, Beamer, Flipchart<br />

Ablauf<br />

28


Aktivität zur Einstimmung<br />

der Schüler (2 Minuten)<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Den Graphen auf http://goo.gl/bcVT8r betrachten. Schätzen, wie viele<br />

Menschen das Internet heute nutzen.<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel bei mathematischen Aktivitäten<br />

Fragen an die Schüler:<br />

1. <strong>We</strong>lche der folgenden Hilfsmittel könnten deiner Meinung nach <strong>für</strong> mathematische<br />

Aktivitäten nützlich sein (ja/nein)?<br />

• Blogs<br />

• Wikis<br />

• Spiele<br />

• Twitter<br />

• E-Mail<br />

• Facebook<br />

• Chats oder ähnliche Apps<br />

• Suchmaschinen<br />

• Google Drive<br />

2. Kannst du dir vorstellen, welche Vorteile die Nutzung dieser Hilfsmittel<br />

<strong>für</strong> mathematische Aktivitäten im Vergleich zur persönlichen Interaktion<br />

bietet? Ein schüchterner Schüler könnte es zum Beispiel als leichter empfi<br />

nden, seine Meinung über das Internet auszudrücken als vor der Klasse.<br />

3. <strong>We</strong>lche der folgenden Eigenschaften können Vorteile (V) bzw. Nachteile<br />

(N) der Nutzung des Internets <strong>für</strong> den Mathematikunterricht und mathematische<br />

Aktivitäten sein?<br />

• Sofortiger Zugriff auf Informationen<br />

• Kommunikation über weite Entfernungen<br />

• Empfang von Viren/Spam<br />

• Gefälschte Nutzerprofi le<br />

• Große Menge an Bildungsressourcen<br />

• Einfachere Kommunikation mit der Lehrkraft<br />

• <strong>We</strong>rbung<br />

• Online-Übersetzungs-Hilfsmittel<br />

• Verbringen von viel Zeit im Haus<br />

• Eigene Zeiteinteilung<br />

• Höhere Sichtbarkeit<br />

• Verständnis von Mitteilungen/Inhalten<br />

4. Addiere die einzelnen Kategorien, und berechne das Verhältnis V/N. Ist<br />

es größer oder kleiner als 1? Wie würdest du das Ergebnis interpretieren?<br />

Erstellung eines sicheren Passworts<br />

Für viele Online-Hilfsmittel ist eine Registrierung erforderlich. Wir erstellen<br />

sehr häufi g Passwörter, aber machen wir uns genug Gedanken dabei?<br />

Ein sicheres Passwort sollte:<br />

• mindestens acht Zeichen lang sein<br />

• nicht deinen wahren Namen enthalten<br />

• kein ganzes Wort enthalten<br />

• sich erheblich von deinen anderen Passwörtern unterscheiden<br />

• mindestens einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl<br />

und ein Sonderzeichen beinhalten<br />

29


Beispiel: Nimm ein Wort, und ersetze einige Buchstaben durch Ziffern oder<br />

Zeichen, zum Beispiel „An@n@$“ (aus „Ananas“).<br />

Überprüfe auf https://howsecureismypassword.net/, wie sicher das Passwort<br />

ist, das du erstellt hast. <strong>We</strong>isen Sie die Schüler darauf hin, angesichts<br />

der Einschränkungen von Hilfsmittel zur Passwortprüfung (Hacking-Potenzial,<br />

nicht-transparente Auswertungsalgorithmen etc.) nicht ihre wirklichen<br />

Passwörter zu testen.<br />

Fragen:<br />

1. Wie viele verschiedene Passwörter kannst du mit denselben acht<br />

Zeichen erstellen?<br />

2. <strong>We</strong>nn zwei Schüler dieselben acht Zeichen verwenden, wie hoch ist<br />

die Wahrscheinlichkeit, dass sie dasselbe Passwort erstellen?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich die Infografik http://goo.gl/fgblHH über die<br />

Erstellung eines neuen Passworts anzusehen, und über die Hinweise nachzudenken,<br />

die neu <strong>für</strong> sie sind. Die Schüler können auch das mathematische<br />

Berechnungs-Tool Wolfram Alpha (www.wolframalpha.com/) zur Erstellung<br />

von sicheren Passwörtern verwenden, wie im Artikel http://goo.gl/Ak08cK<br />

beschrieben.).<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (8 Minuten)<br />

Spielen im Mathematikunterricht<br />

Erörtern Sie die wesentlichen Vorteile, die Spiele, insbesondere Logik- und<br />

Strategiespiele wie Minecraft, <strong>für</strong> Mathematikschüler mit sich bringen können.<br />

Vorschläge:<br />

• Die Nutzer entwickeln Kompetenzen <strong>für</strong> Problemlösung und<br />

Schlussfolgerungen, Strategie und Reaktionen.<br />

• Klare Veranschaulichung der Fortschritte<br />

• Lernen, Risiken einzugehen und sich mehr zu engagieren etc.<br />

Besprechen Sie auch die Risiken des Spielens: Abhängigkeit, Aggressivität,<br />

falsche Identitäten, Kraftausdrücke, <strong>We</strong>rbung, Cyber-Mobbing,<br />

zeitlicher Aufwand, Leben in einer anderen Realität, Beeinträchtigung des<br />

Sehvermögens etc.<br />

Fragen an die Schüler:<br />

1. Sieh dir die Infografi k http://goo.gl/gPnjuQ über spielerische Elemente<br />

beim E-Learning an, und erstelle aus den Angaben im folgenden Absatz<br />

ein Balkendiagramm: „Die Lernenden erinnern sich an nur 10 Prozent<br />

des Gelesenen und 20 Prozent des Gehörten. <strong>We</strong>nn ein mündlicher<br />

Vortrag durch visuelle Elemente ergänzt wird, steigt der Anteil auf<br />

30 Prozent, und wenn jemand während der Erklärung bei der Ausführung<br />

einer Handlung beobachtet wird, auf 50 Prozent. Die Lernenden<br />

erinnern sich allerdings an 90 Prozent, „wenn sie eine Aufgabe selbst<br />

durchführen, sei es auch nur als Simulation.“<br />

2. Glaubst du, dass Mehrspieler-Online-Spiele (MMO- oder MO-Spiele)<br />

auch Gefahren mit sich bringen? Falls ja, nenne einige Beispiele.<br />

3. Was ist deine schlimmste Erfahrung aufgrund von riskantem Verhalten<br />

bei Online-Spielen? Was hättest du tun können, um sie zu vermeiden?<br />

4. <strong>We</strong>nn dich ein Online-Spielepartner bitten würde, sich im realen Leben<br />

mit ihm zu treffen oder persönliche Informationen von dir anfordert,<br />

was würdest du tun?<br />

30


Schritt 4 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Blogs/Wikis in der Mathematik<br />

Bitten Sie die Schüler, die folgenden Einsätze eines Blogs bei mathematischen<br />

Aktivitäten von 1 (nicht nützlich) bis 10 (äußerst nützlich) zu bewerten:<br />

• Erläuterung von Konzepten/Glossar<br />

• Posten von Unterrichtsnotizen<br />

• Einbettung von PowerPoint-Dateien und anderen Unterrichtsressourcen<br />

• Ankündigungen<br />

• Übungen zur Problemlösung<br />

• Kooperative/projektbezogene Arbeit mit Klassenkameraden oder anderen<br />

Schulen<br />

• Fallstudien<br />

• Realwelt-Mathematik<br />

• „Problem der Woche“<br />

• Bewertungen<br />

Einige Regeln <strong>für</strong> die Nutzung von Blogs:<br />

Niemals persönliche Daten und Bilder im Block veröffentlichen, nicht einmal<br />

im Profil.<br />

Bitten Sie die Schüler, die folgenden Einsätze eines Blogs bei mathematischen<br />

Aktivitäten von 1 (nicht nützlich) bis 10 (äußerst nützlich) zu bewerten:<br />

5. Niemals das Urheberrecht vergessen. Sich vor Augen halten, dass<br />

Posts öffentlich sowie <strong>für</strong> Lehrkräfte und Eltern sichtbar sind und auch<br />

anderswo gepostet werden können.<br />

6. Kommentareinstellungen wählen, die vor der Veröffentlichung deine<br />

Freigabe erfordern.<br />

7. Vor dem Posten nachdenken, sowohl bei Blog-Beiträgen als auch bei<br />

Kommentaren!<br />

8. Sich darüber informieren, wie unerwünschte Nutzer gemeldet und<br />

gesperrt werden können.<br />

9. Niemals deine Anmeldedaten weitergeben.<br />

10. <strong>We</strong>nn du weitere Autoren zu deinem Blog einlädst, weise ihnen die<br />

passenden Rechte <strong>für</strong> ihre Rolle zu.<br />

11. Sei bei Rückmeldungen so freundlich, wie du es in der Klasse auch wärst.<br />

12. Gebe sinnvolles und faires Feedback. <strong>We</strong>nn du etwas auf deinem<br />

Bildschirm siehst, was dort nicht hingehört, teile es sofort deiner<br />

Lehrkraft oder deinen Eltern mit.<br />

Aktivität: Lassen Sie Ihre Schüler paarweise weitere Regeln formulieren, und<br />

schreiben Sie diese auf das Flipchart. Wählen Sie dann die 10 sinnvollsten<br />

Regeln aus, und verfassen Sie die „Zehn Gebote <strong>für</strong> Blogger“<br />

Bitten Sie die Schüler, die folgenden Einsätze eines Blogs bei mathematischen<br />

Aktivitäten von 1 (nicht nützlich) bis 10 (äußerst nützlich) zu bewerten:<br />

Lassen Sie Ihre Schüler paarweise weitere Regeln formulieren, und<br />

schreiben Sie diese auf das Flipchart. Wählen Sie dann die 10 sinnvollsten<br />

Regeln aus, und verfassen Sie die „Zehn Gebote <strong>für</strong> Blogger“.<br />

31


Schritt 5 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Facebook und mathematische Aktivitäten<br />

Aktivität: Gehe davon aus, dass das Alter der Facebook-Nutzer laut Statistik<br />

wie folgt verteilt ist. Erstelle zur Veranschaulichung ein Tortendiagramm.<br />

Erstelle zur Veranschaulichung ein Percentage<br />

Tortendiagramm.<br />

13-17 14.8%<br />

18-24 32.3%<br />

25-34 26.6%<br />

35-44 13.2%<br />

44-54 7.2%<br />

55-64 3.5%<br />

64+ 2.4%<br />

Erstelle zur Veranschaulichung ein Prozentsatz<br />

Tortendiagramm.Altersgruppe<br />

13-17 14,8 %<br />

18-24 32,3 %<br />

25-34 26,6 %<br />

35-44 13,2 %<br />

44-54 7,2 %<br />

55-64 3,5 %<br />

64+ 2,4 %<br />

Fragen an die Schüler:<br />

1. Wie häufig prüfst du deine Facebook-Neuigkeiten?<br />

2. Wo<strong>für</strong> nutzt du Facebook? Vorschläge: Chatten, Fotos posten, in<br />

Kontakt mit meinen Freunden bleiben, wichtige Ereignisse in meinem<br />

Leben veröffentlichen, Fotos hochladen, spielen etc.<br />

3. Nenne fünf Informationen über dich, die nicht in deinem Profi l<br />

veröffentlicht werden sollten.<br />

4. Hast du Facebook jemals <strong>für</strong> schulische Aktivitäten genutzt?<br />

5. Glaubst du, es würde sich da<strong>für</strong> eignen? Wie?<br />

6. Wähle die drei besten Möglichkeiten aus der Liste aus, wie du<br />

Facebook <strong>für</strong> mathematische Aktivitäten nutzen könntest:<br />

• Eine Klassengruppe zum Teilen von Informationen und zur Übernahme<br />

von Arbeitsaufträgen<br />

• Veranstaltungen planen<br />

• In Gruppen arbeiten<br />

• Notizen <strong>für</strong> Schüler posten, die den Unterricht versäumten<br />

• Multimedia-Ressourcen teilen<br />

• Schüchterne Schüler einbeziehen<br />

• Erinnerungen, Ankündigungen, bevorstehende Termine<br />

• Bildungs-Apps verwendenSchüler besser vernetzen<br />

• Mit anderen Schulen zusammenarbeiten<br />

• Umfragen durchführen<br />

32


Kennst du mathematikbezogene Facebook-Seiten?<br />

Lassen Sie die Schüler in Gruppen fünf Netiquette- und Sicherheitsregeln<br />

<strong>für</strong> eine mathematische Facebook-Gruppe verfassen. Beispiele fi nden sie<br />

auf http://goo.gl/JHqYiA (die lokalen Richtlinien <strong>für</strong> soziale Medien an Schulen<br />

ansehen). Die Schüler sollen Kopieren/Einfügen vermeiden, und sie<br />

können auch eine schnelle Recherche auf ihrer Schul-<strong><strong>We</strong>b</strong>site durchführen,<br />

um festzustellen, ob die Schule allgemeine und auf soziale Medien<br />

abgestimmte Nutzungsrichtlinien besitzt.<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Nachbereitung 1: Erstelle ein Google-Formular <strong>für</strong> deine Klassenkameraden<br />

über eines der in dieser Unterrichtseinheit genannten <strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel,<br />

dessen besten Anwendungen in der Mathematik, seine Vorzüge und Risiken<br />

usw. Sende das Google-Formular an deine Mitschüler und bitte sie um<br />

Antwort. Teile dann die gesammelten Daten, und verfasse eine statistische<br />

Auswertung.<br />

Nachbereitung 2: Spiele das Big Brain Game http://vsav.webducation.<br />

info/ (eventuell Registrierung erforderlich).<br />

Nachbereitung 2: Spiele das Big Brain Game http://vsav.webducation.info/<br />

(eventuell Registrierung erforderlich).<br />

Links<br />

http://stats.areppim.com/stats/stats_internetxfcstx2010.htm<br />

http://bit.ly/1CtKGQW<br />

http://bit.ly/1xaFlg0<br />

http://www.wolframalpha.com/<br />

http://bit.ly/1wBuxFO<br />

http://elearninginfographics.com/gamifi cation-in-elearning-infographic/<br />

http://www.edudemic.com/school-social-media-policy/<br />

http://vsav.webducation.info/ (eventuell Registrierung erforderlich)<br />

33


UNTERRICHTSPLAN<br />

Eigenes Engagement im Internet<br />

3.3 Angemessenes Verhalten<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser<br />

Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Angemessenes Verhalten<br />

Drew Buddie, Großbritannien<br />

Meine Rechte und Pfl ichten und das eigene Engagement im Internet<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/muttersprachliche<br />

Kompetenz/Computerkompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

45 min bis 60 min<br />

• Die Konzepte Menschenrechte, freie Meinungsäußerung, Zensur und<br />

Selbstzensur untersuchen<br />

• Die Schüler zum Nachdenken über ihre eigenen Online-Aktivitäten bringen<br />

• Interview-Techniken üben<br />

EU-Charta der Grundrechte, <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong> Publikation<br />

Da das World Wide <strong><strong>We</strong>b</strong> uns die Möglichkeit gegeben hat, Inhalte <strong>für</strong> ein<br />

globales Publikum zu erstellen, müssen wir uns die Bedeutung der Selbstzensur<br />

bewusst machen und diese mit der weiter verbreiteten Zensur vergleichen.<br />

Internet, Glogster.com, Aufzeichnungsgerät und Software zur<br />

Audiobearbeitung<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Class discussion: What is meant by the term censorship <strong>–</strong> can you think of<br />

Klassengespräch: Was bedeutet der Begriff Zensur? Fallen dir Dinge ein,<br />

die <strong>für</strong> dich in deinem täglichen Leben Zensiert werden?<br />

Stellen Sie zusammen mit den Schülern eine Liste mit den Gründen<br />

zusammen, warum diese Dinge zensiert werden. Hängt es von dem Land,<br />

in dem du lebst, ab, welche Dinge zensiert werden?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, die EU-Charta der Grundrechte nach Artikeln<br />

zu durchsuchen, die sich mit Zensur befassen. Besprechen Sie ihre<br />

Antworten mit der ganzen Klasse oder in Gruppen.<br />

Stoßen Sie mit folgenden Fragen eine Diskussion unter den Schülern an:<br />

Nachdem wir uns mit der Zensur im Allgemeinen befasst haben, wollen wir<br />

uns jetzt mit der Selbstzensur beschäftigen. Inwiefern unterscheiden sich<br />

diese beiden Begriffe?<br />

Warum sollte sich jemand der Selbstzensur unterziehen?<br />

Für welche Art von Dingen wäre eine Selbstzensur angebracht?<br />

Macht es einen Unterschied, wer das Publikum ist?<br />

<strong>We</strong>nn du Inhalte verfasst, die im World Wide <strong><strong>We</strong>b</strong> erscheinen, warum spielt<br />

es dann eine Rolle, ob das Publikum deine Freunde sind? Und wenn das<br />

Publikum Menschen sind, die du nicht kennst?<br />

Drucken Sie Abschnitt 1.3 der <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-Publikation aus. Fordern Sie<br />

die Schüler auf, die Aufgaben in diesem Abschnitt mit einem roten Stift zu<br />

bearbeiten.<br />

34


Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Fordern Sie die Schüler auf, ihre Antworten mit einem Mitschüler zu besprechen.<br />

Unterscheiden sich die Antworten? Falls ja, sollen sie neue Punkte mit<br />

einem blauen Stift auf ihrem Blatt hinzufügen.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, mithilfe eines Aufzeichnungsgerätes (falls eines<br />

verfügbar ist; andernfalls können die Schüler evtl. die Aufzeichnungsfunktion<br />

ihrer Smartphones nutzen) ein kurzes Interview mit einem Mitschüler<br />

ihrer Wahl aufzunehmen, um eines der Fallbeispiele zu erläutern, mit denen<br />

sie sich in Bezug auf den Missbrauch von Twitter beschäftigt haben.<br />

Die Schüler spielen sich ihre Interviews gegenseitig vor.<br />

Sucht nach den Nutzungsbedingungen <strong>für</strong> eine <strong><strong>We</strong>b</strong>site, die ihr verwendet.<br />

Was ist der Zweck von Nutzungsbedingungen?<br />

Was bedeutet der Begriff geistiges Eigentum?<br />

Bitte beachten Sie, dass alle <strong><strong>We</strong>b</strong>anwendungen, die in dieser Aktivität verwendet<br />

werden, kostenlos sind und sich die Nutzer nicht auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site<br />

registrieren müssen.<br />

35


UNTERRICHTSPLAN<br />

Bilde deine eigene Identität<br />

4.1 Meine (wahre) Identität<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Unterrichtseinheit 1<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Meine (wahre) Identität<br />

Martina Kupilíková, Tschechien<br />

Bilde deine eigene Identität<br />

Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz/muttersprachliche<br />

Kompetenz/digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

Drei Unterrichtsstunden, jeweils 40 Minuten<br />

• Den Schülern ein Bewusstsein <strong>für</strong> ihre Identität vermitteln<br />

• Die Schüler an die Erstellung wahrheitsgemäßer Identitäten erinnern<br />

• Online-Identitäten und reale Identitäten vergleichen<br />

Beginnen Sie mit folgenden grundlegenden Fragen:<br />

• Identität ... was ist das? Ist sie <strong>für</strong> uns wichtig?<br />

• Reale Identität und Online-Identität. Sind sie identisch?<br />

• Lügst du, wenn du online bist?<br />

• Worüber lügst du?<br />

• Meine Eigenschaften und mein Profi l<br />

• <strong>We</strong>r bin ich (online)?<br />

• <strong>We</strong>r bin ich (offl ine)?<br />

• <strong>We</strong>r will ich sein?<br />

• Eigenschaften <strong>–</strong> wahr oder falsch<br />

Ein Computerraum oder Computer im Klassenzimmer<br />

Identität <strong>–</strong> was ist das? Ist sie <strong>für</strong> uns wichtig?<br />

Die Schüler arbeiten in Kleingruppen, und jede Gruppe erstellt ihre<br />

eigene Wortwolke mithilfe von www.wordle.net, http://www.tagcrowd.com,<br />

http://www.worditout.com/, oder http://www.wordfoto.com/.<br />

Eröffnen Sie die Diskussion mit folgender Frage an die Schüler: <strong>We</strong>lche<br />

Worte kommen dir in den Sinn, wenn du den Begriff „Identität“ hörst?<br />

Die Schülergruppen erstellen eine kurze mündliche Präsentation, um<br />

darzustellen, <strong>für</strong> welche Herangehensweise an die Aufgabe sie sich<br />

entschieden haben. Diese Präsentationen dienen dazu, eine Diskussion<br />

unter den Schülern über die verschiedenen Möglichkeiten anzustoßen. Es<br />

ist wichtig, dass die Schüler ihre Wortwolken vor der Klasse präsentieren<br />

und über ihre Lösungen diskutieren können. Die Schüler sprechen über<br />

die Wörter in ihren Wortwolken. Dann reden sie darüber, ob sich weitere<br />

Wörter in der Wortwolke befi nden sollten. <strong>We</strong>lche Wörter fehlen?<br />

Ist unser eigene Identität <strong>für</strong> uns wichtig? Warum? Warum nicht?<br />

36


Schritt 2 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Unterrichtseinheit 2<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Die Schüler werden in zwei Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen bekommen<br />

eine ähnliche Aufgabe. Die erste Gruppe legt ihre Vorstellungen dar, warum<br />

unsere Identität <strong>für</strong> uns wichtig ist und warum sie stabil sein sollte. Die zweite<br />

Gruppe wird dieser Ansicht widersprechen. Sie beschäftigt sich ebenfalls mit<br />

Identität, aber ihre Fragestellungen sind: Warum ist es gut, seine Identität zu<br />

ändern? Wann ist es gut, seine Identität zu ändern? Können wir eine echte<br />

Identität immer von einer falschen unterscheiden? Warum? Und wann? Anschließend<br />

diskutieren die beiden Gruppen über ihre Vorstellungen.<br />

Die Schüler erhalten eine Aufgabe in Bezug auf ihre eigene Identität. Die<br />

Identität wird durch eine lange Liste von Eigenschaften bestimmt. Die Schüler<br />

sollen einige der Aspekte nennen, die ihre Identität im realen Leben ausmachen.<br />

Sie müssen über ihre Unterscheidungsmerkmale, ihre Interessen,<br />

ihre Ziele usw. nachdenken.<br />

Reale Identität und Online-Identität. Sind sie identisch?<br />

Die Schüler entwickeln ihre Online-Identität, wenn sie im Internet aktiv sind.<br />

Ihre Identitäten werden durch eine Einheit unterschiedlicher Aspekte gebildet.<br />

Die Schüler sollen einige dieser Aspekte nennen (Fotos, Nickname,<br />

Status etc.).<br />

Allerdings können die Informationen, die andere im Internet fi nden, einen<br />

falschen Eindruck von ihnen vermitteln. Das kann auf ihr Profi lfoto, ihren<br />

Status, ihre Meinungsäußerungen etc. zurückzuführen sein. Ist das wirklich<br />

der Fall? Zählt der erste Eindruck? Warum? Warum nicht?<br />

Die Schüler werden in Kleingruppen eingeteilt, und jede Gruppe erhält ein<br />

Bild mit einem anderen Persönlichkeitstyp.<br />

1. Ein Mann in einem Anzug<br />

2. Ein junges Mädchen im Kleid, mit einem Rucksack und Büchern in<br />

den Händen<br />

3. Ein Junge mit Brille und einer Kappe<br />

4. Ein Mann mit Dreadlocks<br />

Die Schüler sollen ihr Bild mit der Person dem oder den entsprechenden<br />

Profi len zuordnen, d. h., der Person Eigenschaften zuweisen, und dann<br />

eine kurze Beschreibung über ihre Person verfassen, die sie anschließend<br />

mündlich präsentieren.<br />

a. verlässlich<br />

b. klug<br />

c. frei<br />

d. anständig<br />

e. freundlich<br />

f. bescheiden<br />

g. gewissenhaft<br />

h. selbstsicher<br />

i. fl eißig<br />

j. ernst<br />

Diskussion: Ist der erste Eindruck zutreffend? <strong>We</strong>lchen Eindruck vermitteln<br />

diese Bilder? Sind die Details wichtig?<br />

37


Unterrichtseinheit 3<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Wahrheit und Täuschung<br />

Die Schüler können einzeln<br />

oder in Gruppen arbeiten. Was<br />

ist „Identitätsbetrug“? Wo liegt<br />

die Grenze zwischen bewusster<br />

Formung von Identität und „Identitätsbetrug“?<br />

Die Schüler sollen ihre Vorstellungen<br />

in das Google-Dokument<br />

schreiben. Schlüsselfragen:<br />

Lügst du, wenn du online bist?<br />

Schlüsselfragen: Lügst du, wenn<br />

du online bist? Worüber lügen<br />

Menschen?<br />

http://goo.gl/p9tBGV<br />

Die Wahrheit oder nicht<br />

Die Schüler können ihren eigenen Avatar in http://www.voki.com/create.php<br />

kreieren, einem kostenlosen Lern-Tool <strong>für</strong> die Erstellung nutzerspezifi scher,<br />

sprechender Charaktere. Es ist effektiver, die Schüler mittels interaktiver<br />

Unterrichtsstunden einzubeziehen und dabei Technologie auf unterhaltsame<br />

<strong>We</strong>ise einzuführen und die sprachliche Kompetenz zu verbessern. Darüber<br />

hinaus sind so interessante Hausaufgabenprojekte möglich.<br />

Die Schüler kreieren einen Avatar <strong>für</strong> sich selbst. Sie können Avatare erstellen,<br />

die lügen, ehrlich sind oder ein wenig von beidem. Richten Sie folgende<br />

Frage an die anderen Schüler: <strong>We</strong>lcher Avatar ist ein Lügner?<br />

Eigene Eigenschaften und eigenes Profil<br />

Die Schüler erstellen ihr eigenes Profil. Sie verfassen Antworten auf die<br />

folgenden Fragen, wobei sie die Antworten, die sie jedem, nur Freunden oder<br />

nur den Eltern geben können, farblich unterschiedlich markieren (jedem =<br />

grün, Freunde = gelb, Eltern = rot).<br />

Wie heißt du?<br />

Wie alt bist du?<br />

Wo wohnst du?<br />

Wo gehst du zur Schule?<br />

<strong>We</strong>r ist dein bester Freund?<br />

Was sind deine Hobbys?<br />

Wie lautet deine Telefonnummer?<br />

Wie lautet deine E-Mail-Adresse?<br />

Was ist dein Traum?<br />

Schlüsselfrage: Darf ich etwas Wichtiges in Bezug auf meine Identität vor<br />

meinen Eltern oder Freunden verbergen?<br />

Reflexion<br />

Arbeitsblatt 4.1. „Wo liegt die Wahrheit?“<br />

38


UNTERRICHTSPLAN<br />

Bilde deine eigene Identität<br />

4.2 Haben wir eine multiple Identität?<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Haben wir eine multiple Identität?<br />

Adam Stępiński, Polen<br />

Bildung der eigenen Identität<br />

Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz/muttersprachliche<br />

Kompetenz/Computerkompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

2 Unterrichtsstunden von jeweils 45 bis 60 Minuten<br />

• Den Schülern helfen, zu erkennen, dass Identität und Online-Identität<br />

komplexe Sachverhalte sind, die zahlreiche Auswirkungen auf das<br />

berufliche und persönliche Leben haben<br />

• Die globale Sichtweise der Schüler und ein Verständnis der Interaktionen<br />

zwischen Individuen und Gemeinschaften sowohl in der realen <strong>We</strong>lt als<br />

auch online fördern<br />

• Die Führungskompetenzen der Schüler fördern, d. h. die Fähigkeit,<br />

gemeinsame Handlungen anzuregen und zu lenken<br />

• Die <strong>We</strong>rte ethisches Verhalten, Verantwortlichkeit, Mitgefühl und Respekt<br />

<strong>für</strong> andere fördern<br />

• Die höheren kognitiven Kompetenzen der Schüler in Bezug auf<br />

Kreativität, kritisches Denken, Analysefähigkeit und Lernen fördern<br />

Die Lehrkraft muss sich mit zwei Online-Hilfsmittel vertraut machen, bevor<br />

sie diese Unterrichtsstunden hält. Die Hilfsmittel sind unten aufgeführt.<br />

Die Lehrkraft muss auch die Schüler in diese Hilfsmittel einführen, indem<br />

sie zwei Brainstorming-Fragen vorbereitet, den Schülern die Links zu den<br />

Aufgaben gibt und gemeinsam mit ihnen Ideen sammelt. Bei der Answer-<br />

Garden-Aufgabe kann die Lehrkraft mit den Fragen beginnen „Was verbindest<br />

du mit ...? <strong>We</strong>lche Worte kommen dir dann in den Sinn?“ und bei der<br />

Tricider-Aufgabe mit „Was sind die Vorteile und Nachteile von ...?“<br />

• AnswerGarden (Einführung in AnswerGarden und ein kurzes Tutorial)<br />

• Tricider (Video-Einführung in Tricider und ein kurzes Tutorial).<br />

• (Keine Registrierung erforderlich. Zugriff auf YouTube in Ihrem Land<br />

vor der Wiedergabe des Videos überprüfen.)<br />

Ablauf<br />

39


Lesson 1<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Identity - What is it? Is it important for us?<br />

Bei dieser Aufgabe handelt es sich um eine Brainstorming-Aktivität auf<br />

http://answergarden.ch (keine Registrierung erforderlich).<br />

Bei dieser Aufgabe beantworten die Schüler die folgende Frage: <strong>We</strong>lche<br />

Worte kommen dir in den Sinn, wenn du den Begriff „Identität“ hörst? Sie<br />

können dies als Hausaufgabe aufgeben oder ein 2- bis 3-minütiges Brainstorming<br />

mit Computern oder Tablets durchführen. Je häufi ger ein bestimmtes<br />

Wort in den Antworten der Schüler vorkommt, desto größer wird<br />

es in AnswerGarden.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, die fi nalen Ergebnisse zu kommentieren. Die<br />

Lehrkraft kann die folgenden Identitätsarten hinzufügen, wenn sie nicht in<br />

den Antworten der Schüler vorkamen: ethnisch, religiös, sprachlich, national,<br />

regional, geschlechtsspezifi sch, soziale Klasse, sexuell, Generation.<br />

Teilen Sie die Schüler in vier Gruppen ein, und geben Sie jeder Gruppe<br />

ein Bild von einer Person (einem römischen Bauern, einem mittelalterlichen<br />

Philosophen, einem heutigen Jugendlichen aus einem afrikanischem<br />

Stamm, einem heutigen europäischen/amerikanischen Teenager).<br />

Quelle: Unknown <strong>–</strong> „Relief in the city of Trier“<br />

http://commons.wikimedia.org/wiki/<br />

File:St-thomas-aquinas.jpg (In öffentlichem Besitz)<br />

Quelle: „Sankt Thomas Aquinas“ von Carlo Crivelli, 15. Jahrhundert<br />

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:St-thomas-aquinas.jpg (In öffentlichem Besitz)<br />

„Fulani woman from Nigera“ von Steve Evans, lizenziert unter CC BY 2.0<br />

(http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en)<br />

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fulani_Woman_from_Niger.jpg<br />

40


Quelle: “Die Schlange des Ipad2 Launches in Crabtree<br />

Valley Mall in Raleigh, NC“ von Mike P., lizenziert unter CC<br />

BY 2.0<br />

(http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en)<br />

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:IPad_2_launch_<br />

queue_Raleigh_North_Carolina.jpg<br />

Die Gruppen sollen die Identität ihrer Figur kurz beschreiben. Fordern Sie<br />

sie auf, an die Faktoren zu denken, die sie beim Brainstorming in Aufgabe<br />

1 zusammentrugen.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich vorzustellen, sie wären die Person im<br />

Bild. Als Nächstes halten die Gruppensprecher ihre Gruppenpräsentation.<br />

Bitte Sie sie mit „Mein Name ist ...“ zu beginnen.<br />

Führen Sie als Zusammenfassung dieser Aufgabe ein kurzes Gespräch<br />

über die Ähnlichkeiten/Unterschiede der dargestellten Personen und andere<br />

Beobachtungen.<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Fragen Sie die Schüler, ob sie mit der Defi nition von „Identität“, die auf der<br />

ersten Seite von Kapitel 4 im <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong> erscheint, übereinstimmen.<br />

Ähnelt die Defi nition ihren Vorstellungen aus den Aufgaben 1 und 2?<br />

Fordern Sie die Schüler als Nächstes auf, die Aufgaben auf der Seite<br />

durchzuführen. Sagen Sie ihnen, sie sollen die Aktivität besonders sorgfältig<br />

durchführen, die sich mit der Entwicklung ihrer Online-Identität befasst.<br />

Besprechen Sie die Antworten der Schüler mit der ganzen Klasse, wobei<br />

die Schüler Kommentare abgeben und weitere Ideen vorstellen dürfen.<br />

Geben Sie den Schülern eine Hausaufgabe auf www.tricider.com (keine<br />

Registrierung erforderlich), und bitten Sie sie, die folgende Frage zu beantworten:<br />

„Wie können wir unsere Online-Identität formen?“<br />

<strong>We</strong>lche Schritte/Maßnahmen können uns in unserem zukünftigen berufl i-<br />

chen und persönlichen Leben helfen? Was könnte nachteilig sein?<br />

Geben Sie ihnen da<strong>für</strong> eine Woche Zeit. Fordern Sie sie auf, die Vorschläge<br />

der Mitschüler zu kommentieren und darüber abzustimmen, welches<br />

ihrer Meinung nach die besten Ideen sind.<br />

Lesson 2<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Besprechen Sie die Ergebnisse der Tricider-Hausaufgabe mit ihren Schülern.<br />

Gehen Sie zu Beginn auf die positiven Antworten ein. Befassen Sie<br />

sich dann mit den negativen Antworten.<br />

Fassen Sie die Diskussion mit der Aussage zusammen, dass alle diese Dinge<br />

unseren Online-Ruf beeinflussen und dass alles, was wir online tun, zum Beispiel<br />

ein Foto posten, einen Blog-Beitrag kommentieren oder bei einer Abstimmung<br />

mitmachen, eine lange Zeit dort bleibt und dass andere Internetnutzer<br />

sich auf dieser Grundlage ihre Meinung über uns bilden werden.<br />

41


Schritt 2 <strong>–</strong> (7 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (3 Minuten)<br />

Links<br />

Fragen Sie die Schüler, ob sie mit der Meinung von Daniel Solove oben auf<br />

Seite 30 des <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong>s übereinstimmen.<br />

Lesen Sie in der Klasse den Text über den Online-Ruf vor, und bitten Sie<br />

um weitere Kommentare und Gedanken.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich die Fotos der drei Jugendlichen anzusehen,<br />

und in Zweiergruppen die Eindrücke aufzuschreiben, die diese Bilder<br />

vermitteln.<br />

Vergleichen Sie mit der Klasse die einzelnen Schülerbeiträge.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, die beiden Meinungen im <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<br />

<strong>Handbuch</strong> auf Seite 30 durchzulesen und Antworten auf die abschließende<br />

Frage „Gibt es andere Situationen, in denen dein Online-Profi l positiv verwendet<br />

werden kann?“ zu fi nden.<br />

Mit Sicherheit stehen einige Antworten mit den Faktoren Eigeninitiative und<br />

unternehmerische Kompetenz im Zusammenhang, die eine wichtige Rolle<br />

bei der Entwicklung der Online-Identität spielen.<br />

Leiten Sie diese Aufgabe mit der Aussage ein, dass Identität ein sehr weiter<br />

Begriff ist. Er umfasst nicht nur die großen Themen wie Sprache, Geschlecht,<br />

Nationalität usw., sondern auch unsere Meinungen und Einstellungen<br />

zu umstrittenen Sachverhalten.<br />

Teilen Sie die Schüler in fünf Gruppen ein, und händigen Sie jedem Team<br />

ein Blatt Papier mit einer der folgenden Fragen aus:<br />

1. Ist es leicht, Ideen in die Praxis umzusetzen? Warum? Warum nicht?<br />

2. Glaubst, du dass die Jugendlichen von Heute kreativ und innovativ<br />

sind? Warum? Warum nicht?<br />

3. Glaubst du, dass Jugendliche bereit sind, bei der Durchführung eigener<br />

Projekte/Initiativen Risiken einzugehen? Warum? Warum nicht?<br />

4. Glaubst du, dass es <strong>für</strong> junge Leute schwer ist, eigene Projekte/<br />

Initiativen zu planen und zu realisieren? Warum? Warum nicht?<br />

5. Glaubst du, dass wir bei der Durchführung eigener Projekte/Initiativen<br />

auf ethische <strong>We</strong>rte achten sollten? Warum? Warum nicht?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, das Blatt in zwei Spalten aufzuteilen und diese<br />

mit folgenden Überschriften zu versehen: Ja und Nein. Bitten Sie die Schüler<br />

nun, ihre Antwort mit Argumenten zu belegen und diese in die entsprechende<br />

Spalte zu schreiben. Bitten Sie die Schüler zu zählen, wie viele <strong>für</strong><br />

„Ja“ und wie viele <strong>für</strong> „Nein“ stimmten.<br />

Als Nächstes stellt jede Gruppe ihre Meinungen vor. <strong>We</strong>nn sie fertig sind,<br />

fragen Sie die Schüler, ob sie neue Argumente/Punkte hinzufügen und darüber<br />

mit „ja“ oder „nein“ abstimmen möchten. Auf diese <strong>We</strong>ise erfassen Sie<br />

alle Meinungen und erhalten einen Überblick über die Klasse.<br />

Teilen Sie den Schülern am Schluss mit, dass man dies als „Gruppenidentität“<br />

bezeichnen kann.<br />

<strong>We</strong>nn noch Zeit ist, können Sie erläutern, was eine „gemischte Identität“ ist.<br />

Dieser Begriff bezieht sich auf eine Situation, in der<br />

Unterrichtsstunden: „Haben wir eine multiple Identität?“ Tragen Sie einige<br />

zusammenfassende Antworten zusammen.<br />

http://answergarden.ch/<br />

http://www.tricider.com/<br />

(Keine Registrierung erforderlich.)<br />

42


UNTERRICHTSPLAN<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

5.1. Du kannst nicht jedem alles sagen<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser<br />

Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Du kannst nicht jedem alles sagen<br />

Evangelia Kontopidi, Griechenland<br />

Privatsphäre <strong>–</strong> mein wertvollster Besitz<br />

Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/muttersprachliche Kompetenz/<br />

Computerkompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 16 Jahre<br />

2 bis 3 Unterrichtsstunden à 45 min (je nachdem, wie die Schüler ihre<br />

Ergebnisse präsentieren)<br />

• Die Schüler <strong>für</strong> die Themen Privatsphäre und Datenschutz sensibilisieren<br />

• Den Schülern helfen, <strong>We</strong>ge zu finden, wie sie ihre persönlichen Daten<br />

schützen und einen positiven digitalen Fingerabdruck aufrechterhalten<br />

können<br />

• Die Schüler motivieren, bei einer gemeinsamen Aufgabe<br />

zusammenzuarbeiten<br />

• Die Schüler motivieren, Ressourcen und Material auszuwerten und<br />

Schlussfolgerungen auf kreative <strong>We</strong>ise zu präsentieren<br />

In dieser Unterrichtseinheit untersuchen die Schüler die Bedeutung der Begriffe<br />

Privatsphäre, persönliche Daten und sensible persönliche Daten, sehen<br />

sich ein Video zum Nachdenken über die möglichen Auswirkungen und<br />

Folgen von Online-Beiträgen an, lesen und analysieren Material in Bezug<br />

auf die Privatsphäre und den digitalen Fußabdruck auf vorgeschlagenen<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>sites, und erstellen Tipps <strong>für</strong> den Schutz ihrer Privatsphäre und ihres<br />

Online-Rufs.<br />

(a) Digitale Geräte mit Internetanschluss wie Computer, Laptops, Tablets usw.<br />

(b) <strong><strong>We</strong>b</strong>browser<br />

(c) Suchmaschine<br />

(d) Optional: <strong><strong>We</strong>b</strong> 2.0-Anwendungen (Wordle, Scratch, Tricider, Voki, Google<br />

Forms oder SurveyMonkey), Präsentationssoftware (Prezi, Microsoft Power-<br />

Point und Google Präsentationen)<br />

(Keine Registrierung erforderlich.)<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Analysieren <strong>–</strong> diskutieren<br />

Betrachtung der Schlüsselbegriffe Privatsphäre, persönliche Daten und sensible<br />

persönliche Daten. Schreiben Sie diese Wörter an die Tafel.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, über die Definitionen dieser Begriffe bzw. Beispiele<br />

da<strong>für</strong> nachzudenken. Die Lehrkraft hat zuvor recherchiert, ob Informationen<br />

über diese Schlüsselbegriffe auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site der nationalen Datenschutzbehörde<br />

vorliegen, d. h. in Deutschland beim Bundesbeauftragten <strong>für</strong> den Datenschutz<br />

und die Informationsfreiheit (BfDI). Fordern Sie in diesem Fall die<br />

Schüler auf, die entsprechende <strong><strong>We</strong>b</strong>site zu durchsuchen.<br />

43


Führen Sie ein Brainstorming mit Bezug auf die obigen Schlüsselbegriffe<br />

durch, z. B. persönliche Daten, d. h. Informationen, die die Identifi kation von<br />

Personen ermöglichen wie Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer<br />

(mobil oder Festnetz), Kreditkartennummer, Geburtsdatum, Bild oder<br />

Stimme usw.; sensible persönliche Daten, d. h. politische Einstellungen,<br />

religiöse Überzeugungen, körperlicher oder mentaler Gesundheitszustand<br />

usw. sowie Privatsphäre, d. h. das Recht, eigene persönliche Angelegenheiten<br />

und Beziehungen geheim zu halten.<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (25 Minuten)<br />

Ansehen <strong>–</strong> Zuhören <strong>–</strong> Diskutieren<br />

Fordern Sie die Schüler auf, darüber nachzudenken, was geschehen könnte,<br />

wenn jemand zu viel von seinen persönlichen Daten mit der übrigen<br />

<strong>We</strong>lt teilt. Sie können zum Beispiel dieses Video http://goo.gl/rAUAw0 heranziehen<br />

(Zugriff auf YouTube in Ihrem Land vor der Wiedergabe des Videos<br />

überprüfen), um Interesse <strong>für</strong> das Thema zu wecken und zum Nachdenken<br />

anzuregen.<br />

Darüber hinaus könnten Sie die Schüler über folgende Fakten informieren:<br />

(a) Der digitale Fußabdruck von Personen (Bilder, veröffentlichte Online-Inhalte<br />

etc.) spielt beim Einstellungsprozess von Unternehmen eine große Rolle.<br />

(b) Cyber-Mobbing tritt häufi ger auf <strong><strong>We</strong>b</strong>sites auf, die von einer großen<br />

Zahl von Jugendlichen besucht werden. Der Schutz persönlicher Daten<br />

schützt vor Cyber-Mobbing. <strong>We</strong>itere Informationen unter http://www.e-abc.<br />

eu/en/about-bullying/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

Erstellen Sie eine Liste mit Gründen, warum die Schüler den Zugriff auf ihre<br />

privaten Daten bewusst einschränken sollten.<br />

Zusammenarbeiten <strong>–</strong> analysieren<br />

An diesem Punkt sollten die Schüler erkannt haben, dass die Privatsphäre<br />

sehr wichtig und die Unterrichtseinheit deshalb <strong>für</strong> sie persönlich relevant<br />

ist, d. h.:<br />

(a) sie sollten soziale Medien verantwortlich nutzen.<br />

(b) sie sollten ihren Online-Ruf schützen.<br />

Es ist jetzt an der Zeit, dass die Schüler sich an die Untersuchung spezifischer<br />

Vorgehensweisen machen, um diese beiden Ziele zu erreichen.<br />

Das EU NET ADB Projekt (keine Registrierung erforderlich) berichtet,<br />

dass 92 % der Heranwachsenden im Alter zwischen 14 und 17 Jahren<br />

aus 7 europäischen Ländern, die an der Studie teilnahmen, Mitglieder von<br />

mindestens einem sozialen Netzwerk sind.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, in Zweier- oder Dreiergruppen zusammenzuarbeiten<br />

und mithilfe des Internets Datenschutzrichtlinien und -einstellungen<br />

in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, YouTube oder<br />

Instagram zu untersuchen. Die Schüler sollten versuchen, Antworten auf<br />

folgende Fragen zu fi nden:<br />

• <strong>We</strong>lche Funktionen/Tipps bietet der Dienst an, um den Nutzern beim<br />

Schutz ihrer Privatsphäre zu helfen?<br />

• Wie kann ich das eigene Profi bzw. meine Datenschutzeinstellungen<br />

aktualisieren?<br />

• Wie kann ich Inhalte, die ohne meine Zustimmung veröffentlicht wurden,<br />

entfernen?<br />

• Wie kann ich auswählen, wer Fotos und andere Dinge, die ich in<br />

Facebook poste, sehen kann?<br />

• Wie lösche ich etwas, das ich in Facebook gepostet habe?<br />

• Was ist die Facebook-Option „Überprüfung der Privatsphäre“, und wie<br />

kann ich sie fi nden?<br />

44


Beauftragen Sie jede Gruppe, eine der folgenden Ressourcenpaare zu analysieren.<br />

Alternativ können die Gruppen eine eigene Auswahl treffen, die ihren<br />

Interessen und sozialen Netzwerkaktivitäten am ehesten entspricht.<br />

• Facebook Privacy Basics<br />

• Facebook-Hilfebereich <strong>–</strong> Privatsphäre<br />

• Google+ Sicherheitsratgeber <strong>für</strong> Jugendliche <strong>–</strong> Allgemeine Tipps<br />

• Google+ Sicherheitscenter <strong>–</strong> Informationen zum Datenschutz<br />

• YouTube Richtlinien-Center <strong>–</strong> Wahrung des Datenschutzes<br />

• YouTube Sicherheitscenter <strong>–</strong> Jugendschutz<br />

• Instagram-Hilfebereich<br />

• Tipps zum Datenschutz und zur Sicherheit in Instagram<br />

• Google+ Sicherheitscenter <strong>–</strong> Den digitalen Ruf beeinfl ussen<br />

(<strong>für</strong> Jugendliche)<br />

• Online Reputation Checklist<br />

(Für den Zugriff auf die Ressourcen ist keine Registrierung erforderlich.)<br />

Nach der Analyse der Inhalte auf den vorgeschlagenen <strong><strong>We</strong>b</strong>sites erstellt<br />

jedes Team einen Bericht mit den 5 besten Tipps <strong>für</strong> den Schutz der Privatsphäre<br />

bzw. die Beeinfl ussung des Online-Rufs.<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (45 Minuten)<br />

Üben <strong>–</strong> Erstellen <strong>–</strong> Präsentieren<br />

Jede Gruppe liest ihren Bericht laut vor. Die Klasse kann sich auf fünf Dinge<br />

einigen, die sie besser machen werden, und eine Erklärung zur Anzeige<br />

an der Wand des Klassenzimmers und/oder <strong>für</strong> den Newsletter oder die<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site der Schule verfassen.<br />

<strong>We</strong>nn darüber hinaus mehr Zeit <strong>für</strong> die Aktivität zur Verfügung steht, können<br />

<strong>für</strong> die Gruppen alternative Methoden zur Präsentation ihrer Ergebnisse<br />

und Schlussfolgerungen in Erwägung gezogen werden. Diese Alternativen<br />

ermöglichen es den Schülern, kreativ zu werden und digitale Kompetenzen<br />

zu trainieren.<br />

(a) Sie können das Abstimmungs-Tool Tricider verwenden und eine „Tricision“<br />

zu folgendem Thema erstellen: „Datenschutz, Privatsphäre, Online-Ruf:<br />

Teile deine Gedanken und Ideen.“ <strong>We</strong>nn Sie die „Tricision“ vorbereiten (die<br />

Erstellung dauert nur wenige Minuten), können Sie den Schülern den Link<br />

übermitteln und sie bitten, ihre eigene Hauptaussage zu dem Thema zu<br />

formulieren. Die Schüler stimmen dann über die zwei Ideen ab, die sie am<br />

besten fi nden. (Es ist nicht erlaubt, <strong>für</strong> die eigene Idee zu stimmen.) Der<br />

Schüler, dessen Idee die meisten Stimmen bekommt, gewinnt! (Ein Beispiel-Tricision<br />

fi nden Sie hier).<br />

(b) Die Gruppen erstellen Vokis (sprechende Avatare) und zeichnen deren<br />

Tipps auf. Die Vokis werden in der Klasse vorgestellt und können <strong>für</strong> eine<br />

spätere Nutzung auch auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site der Schule eingebettet werden.<br />

(c) Die Gruppen erstellen Poster mithilfe einer Softwareanwendung, mit<br />

der sie sich auskennen. Ein einfaches Modellposter fi nden Sie hier, es wurde<br />

mit MS PowerPoint erstellt. Unter „Seite einrichten“ wurde <strong>für</strong> die Folie<br />

„A4-Papier“ eingestellt und die Ausrichtung „Hochformat“ gewählt. Am<br />

Ende wurde die Arbeit als PDF-Datei gespeichert.<br />

45


(d) Die Gruppen erzeugen aus einem Text, der ihre Erkenntnisse und<br />

Schlussfolgerungen enthält, mithilfe einer <strong><strong>We</strong>b</strong> 2.0-Anwendung wie Wordle<br />

oder Tagxedo sogenannte „Wortwolken“. Ein einfaches Beispiel <strong>für</strong> eine<br />

Wortwolke können Sie hier sehen. Sie wurde mit Wordle anhand dieses<br />

Textes erstellt.<br />

(e) Die Gruppen formulieren Fragen auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse<br />

und erstellen einen Datenschutz-Test <strong>für</strong> ihre Mitschüler. Die Fragen sollten<br />

nicht zu einfach und nicht zu schwer sein. Die einzelnen Gruppen tauschen<br />

die Testbögen aus und machen dann jeweils die Tests der anderen Gruppen.<br />

Alternativ könnten die Gruppen auch einen Online-Umfragegenerator<br />

wie Google Forms oder SurveyMonkey verwenden. Auch Scratch stellt<br />

Ressourcen <strong>für</strong> die Erstellung eines Frage-/Antwort-Schemas bereit. Ein<br />

Beispiel <strong>für</strong> einen Scratch-Test zum Datenschutz fi nden Sie hier. Mit dieser<br />

Scratch-Aktivität können die Schüler ihr Verständnis von Datenschutz<br />

verbessern, indem sie die Scratch-Tests der Mitschüler durchführen. Sie<br />

könnte aber mehr Zeit in Anspruch nehmen und ist <strong>für</strong> Schüler gedacht, die<br />

schon etwas Erfahrung mit dem Programmieren in Scratch haben.<br />

[Scratch ist eine Programmiersprache, die einfach zu lernen und zu verwenden<br />

ist. Auf Basis des inGenious-Projekts kann die Nutzung von Scratch im<br />

Unterricht den Schülern helfen, Kreativität, computertechnisches Denken<br />

und aktives Engagement in der Klasse zu entwickeln.]<br />

(Für den Zugriff auf die erwähnten Ressourcen ist keine Registrierung erforderlich.)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Pop-up <strong>–</strong> Hilfsmittel <strong>–</strong> Tipps<br />

Händigen Sie den Schüler Ausdrucke der Checkliste zum Online-Ruf aus,<br />

und bitten Sie sie, im Unterricht oder zu Hause die fünf Schritte durchzuarbeiten,<br />

die sie bei der Umsetzung und Aufrechterhaltung eines positiven<br />

digitalen Fußabdrucks unterstützen.<br />

(Für den Zugriff auf die Ressource ist keine Registrierung erforderlich.)<br />

Reden Sie mit der Klasse über den Datenschutztag (28. Januar), und organisieren<br />

Sie mit den Schülern Informationsveranstaltungen <strong>für</strong> die Schule<br />

und das lokale Umfeld.<br />

• Oversharing: Think Before You Post <strong>–</strong> Video<br />

• Digital Footprint <strong>–</strong> Video<br />

• Ressource der irischen Datenschutzbehörde<br />

• Leitfaden „Think before you share“ (Posterformat<br />

• Die Microsite „Young Citizens“ auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site der griechischen<br />

Datenschutzbehörde (nur <strong>für</strong> griechische Lehrkräfte)<br />

• Empfehlenswerte Richtlinien <strong>für</strong> die Handhabung persönlicher Daten<br />

auf Facebook <strong>–</strong> Video auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site saferinternet.gr (nur <strong>für</strong><br />

griechische Lehrkräfte)<br />

• (Für den Zugriff auf die Ressourcen ist keine Registrierung<br />

erforderlich.)<br />

46


UNTERRICHTSPLAN<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

5.2. PrivaSee…<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

PrivaSee…<br />

Miguela Fernandes, Portugal<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/muttersprachliche Kompetenz/<br />

digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

40 Minuten<br />

• Das Konzept der Privatsphäre erörtern<br />

• Den Schülern bewusst machen, wann sie persönliche Informationen über<br />

sich oder ihre Bezugspersonen veröffentlichen<br />

• Informationen bereitstellen, die zur Minimierung von Online-Gefahren<br />

beitragen können<br />

Bei dieser Aktivität wird den Schülern ein Video gezeigt, mit dem sie das<br />

Konzept der Privatsphäre und die Bedeutung des Schutzes sensibler Informationen<br />

über sich und andere besser verstehen können.<br />

Überprüfen Sie, ob die Schüler das Video verstanden haben, und weisen<br />

Sie sie mithilfe von Fragen und eines Unterrichtsgesprächs auf wichtige<br />

Tatsachen hin.<br />

Bei dieser Aktivität erstellen die Schüler in Dreier- oder Vierer-Teams eine<br />

Präsentation über Datenschutzthemen.<br />

(A) YouTube-Video<br />

(B) Google Drive Präsentation<br />

(C) Tutorial zur gemeinsamen Nutzung einer Präsentation<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (3 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Das Video http://youtu.be/7_VsxBLce8g ansehen.<br />

Überprüfen Sie, ob die Schüler das Video verstanden haben. Falls nicht,<br />

fordern Sie sie auf, Zweifel zu äußern, und klären Sie diese.<br />

Stellen Sie einige ergebnisoffene Fragen, um die Diskussion in Gang zu<br />

bringen, zum Beispiel:<br />

• Habt ihr das Video verstanden?<br />

• Habt ihr euch jemals Gedanken über den Datenschutz gemacht? Über<br />

euren digitalen Fußabdruck?<br />

• Bei wie vielen <strong><strong>We</strong>b</strong>sites oder sozialen Netzwerken habt ihr Konten<br />

erstellt?<br />

• Lest ihr jemals die Datenschutzinformationen, wenn ihr euch bei einer<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site/einem sozialen Netzwerk registriert?<br />

47


Schritt 3 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (22 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Stellen Sie den Schülern die Themen vor, die sie bearbeiten werden (B),<br />

zum Beispiel folgende:<br />

• Was bedeutet Datenschutz <strong>für</strong> dich?<br />

• Was sind personenbezogene Daten?<br />

• Wo bin ich online?<br />

Bilden Sie Gruppen aus drei oder vier Schülern.<br />

Die Teams sprechen fünf Minuten lang über die Themen und notieren sich<br />

Ideen <strong>für</strong> die Präsentation.<br />

Ein Schüler ist <strong>für</strong> das Kopieren der Präsentation (B) und deren Verteilung<br />

an die Lehrkräfte und Mitschüler verantwortlich.<br />

<strong>We</strong>nn Schüler in Bezug auf die Anfertigung von Kopien und die gemeinsame<br />

Nutzung der Präsentation Zweifel haben, können sie das Tutorial C<br />

heranziehen.<br />

Präsentation der Gruppenarbeiten (5 Minuten pro Team)<br />

Jedes Team stellt seine Arbeit der Klasse vor.<br />

Stoßen Sie eine Diskussion in der Klasse darüber an, was privat sein<br />

könnte und was nicht, und weisen Sie die Schüler darauf hin, dass sie<br />

immer, wenn sie sich im Internet bewegen, einen Online-Ruf aufbauen und<br />

sorgsam darauf achten müssen, welche Art von Informationen sie teilen<br />

(Kontakte, Fotos, Videos, Sonstiges). Sie sollten die Privatsphäre anderer<br />

respektieren, indem sie keine Informationen oder Fotos ohne Erlaubnis<br />

veröffentlichen und sich grundsätzlich so verhalten wie in der realen <strong>We</strong>lt.<br />

Die Schüler sollten auch auf Urheberrechtsaspekte hingewiesen werden.<br />

Sie müssen sich um ihren digitalen Fußabdruck kümmern und sich bewusst<br />

sein, dass viele Unternehmen ihre potenziellen Mitarbeiter online<br />

„auskundschaften“, bevor sie ihnen eine Stelle anbieten.<br />

Sie dürfen nicht alles online teilen und müssen bestimmte Informationen<br />

über sich in der digitalen Online-<strong>We</strong>lt vollständig <strong>für</strong> sich behalten.<br />

Stellen Sie fest, bei wie vielen <strong><strong>We</strong>b</strong>sites und sozialen Netzwerken die<br />

Schüler registriert sind (durchschnittliche Zahl).<br />

Lassen Sie sie darüber nachdenken, welche Art von Informationen sie<br />

sicher mit der <strong>We</strong>lt teilen können.<br />

Simulieren Sie die Erstellung eines Google-/Facebook-Kontos, und<br />

fordern Sie die Schüler auf, die Datenschutzerklärung zu lesen.<br />

Sprechen Sie mit den Schülern über Cookies (Bedeutung).<br />

Es ist wichtig, die Schüler auf die Fallen der Online-<strong>We</strong>lt hinzuweisen und<br />

ihnen bei der Erstellung eines „korrekten“ Profi ls zu helfen. Sie müssen<br />

denken, bevor sie posten.<br />

YouTube-Video http://youtu.be/7_VsxBLce8g<br />

Google Drive Präsentation <strong>–</strong> http://goo.gl/dI4juf<br />

Tutorial: Google Drive Präsentation erstellen, kopieren und gemeinsam<br />

nutzen http://goo.gl/KGa8Th<br />

48


UNTERRICHTSPLAN<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

5.3. Ich beobachte dich…<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Ich beobachte dich…<br />

Miguela Fernandes, Portugal<br />

Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/muttersprachliche Kompetenz/<br />

digitale Kompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

40 Minuten oder mehr (je nachdem, wie viel Zeit die Lehrkraft auf die<br />

Analyse der Musik verwenden möchte)<br />

• Das Konzept der Privatsphäre erörtern<br />

• Einige Datenschutzrichtlinien auf <strong><strong>We</strong>b</strong>sites erkunden<br />

• Einige Konzepte im Hinblick auf den Online-Datenschutz vermitteln<br />

• Neue Datenschutzeinstellungen anwenden<br />

Bei dieser Aktivität hören sich die Schüler zunächst ein Lied an und lesen<br />

den Liedtext. Sie refl ektieren über die Bedeutung des Textes und tauschen<br />

einige Beispiele aus, die denjenigen im Lied ähneln.<br />

Die Schüler füllen jeweils zu zweit das Arbeitsblatt aus und überlegen, wie<br />

sich der Song auf das Online-Verhalten von Personen übertragen bzw. damit<br />

vergleichen lässt. Fordern Sie dann einige Schüler auf, ihre Antworten<br />

vorzulesen, und überprüfen Sie, ob sie die Aussagen verstanden haben.<br />

Zur Veranschaulichung neuer Datenschutzkonzepte bearbeiten die Schüler<br />

ein Quiz, mit dem sie auf problematische Situationen hingewiesen und<br />

vor Online-Fehlern bewahrt werden. Außerdem werden dabei neue Ansätze<br />

zur Nutzung des Internets aufgezeigt.<br />

Diese Ansätze sind ein wichtiges Hilfsmittel zum Verständnis, wie das Internet<br />

funktioniert, wie man sicherer agiert und wie man anderen helfen kann.<br />

Außerdem enthalten sie einige Vorgaben bezüglich des Browsers.<br />

Song von Michael Jackson: Privacy<br />

Ausdruck mit dem Songtext<br />

Arbeitsblatt 5.1 <strong>–</strong> „Privacy“ von Michael Jackson<br />

Quiz <strong>–</strong> befi ndet sich auf http://webwewant.eu/<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

Den Song mit der Klasse anhören, während die Schüler den ausgehändigten<br />

Songtext lesen.<br />

Bitten Sie nach dem Anhören des Songs zwei oder drei Schüler, den Text<br />

laut vorzulesen, damit ihn die ganze Klasse noch einmal hört.<br />

Regen Sie ein kurzes Gespräch in der Klasse darüber an, worum es bei<br />

dem Song geht. Können sich die Schüler an ähnliche Beispiele erinnern?<br />

49


Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 5 <strong>–</strong> (5 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Lenken Sie das Unterrichtsgespräch dahin, dass die Schüler über eine solche<br />

Situation im Online-Kontext nachdenken.<br />

Ist es möglich, dass so etwas online geschieht? Die Schüler füllen paarweise<br />

das Arbeitsblatt 5.1 aus, um sich eingehender mit dem Thema zu<br />

befassen.<br />

Bitten Sie einige Schüler, ihre Antworten vorzulesen, und vergleichen Sie<br />

die Antworten, um festzustellen, ob sie die Aussagen wirklich verstanden<br />

haben und ob die Klasse den Ansichten ihrer Mitschüler zustimmt.<br />

Informieren Sie die Schüler über Möglichkeiten zur Vermeidung von Online-Problemen<br />

über restriktivere Datenschutzeinstellungen. Erinnern Sie<br />

die Schüler daran, dass alles, was im Internet gepostet, geteilt oder gezeigt<br />

wird, im Internet bleibt.<br />

Fordern Sie die Schüler schließlich auf, ein Quiz zu bearbeiten (zu fi nden<br />

auf webwewant.eu), bei dem ihnen neue Konzepte vermittelt werden, sie<br />

auf Datenschutzprobleme hingewiesen werden und das ihnen zu einem<br />

vorsichtigeren Online-Verhalten verhilft.<br />

Bitten Sie die Schüler, die Datenschutzrichtlinie einer <strong><strong>We</strong>b</strong>site, die sie<br />

regelmäßig nutzen, zu analysieren.<br />

Zeigen Sie den Schülern, wo sie Cookie-Freigaben ändern können.<br />

Erläutern Sie einige Begriffe wie HTTP/HTTPS, IP-Adresse, Pixel-Tag und<br />

sensible Informationen.<br />

• Suche nach einer legalen Version des Songs „Privacy“ von Michael<br />

Jackson<br />

• Ausdruck mit dem Songtext http://goo.gl/YJJM2S<br />

• Arbeitsblatt 5.1 <strong>–</strong> „Privacy“ von Michael Jackson<br />

• Quiz auf webwewant.eu<br />

50


UNTERRICHTSPLAN<br />

Der Künstler in dir<br />

6.1. Schützen, was uns gehört<br />

Short Activity Title<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenz<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser<br />

Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Protecting what is ours<br />

Drew Buddie, Großbritannien<br />

Meine Rechte und Pfl ichten und der Künstler in mir<br />

Lernkompetenz/soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz/<br />

muttersprachliche Kompetenz/Computerkompetenz/kritisches Denken<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

14 bis 15 Jahre<br />

2 Unterrichtsstunden von jeweils 45 min bis 60 min<br />

• Aspekte des geistigen Eigentums untersuchen<br />

• Aktuelle und neue Aspekte des geistigen Eigentums und des Urheberrechts<br />

aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und besprechen<br />

• Die verschiedenen Versionen/Anwendungen von Creative Commons<br />

erkunden<br />

<strong>We</strong>nn wir Inhalte erstellen, sollten wir das geistiges Eigentum an diesen<br />

Inhalten besitzen. Was bedeutet das genau? Wie einfach ist es <strong>für</strong> uns,<br />

diese Eigentumsrechte an eine dritte Partei zu übertragen, wenn wie ihre<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site nutzen?<br />

Internet, <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-Publikation, blauer und roter Stift <strong>für</strong><br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-Aktivitäten<br />

Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Was bedeutet der Begriff geistiges Eigentum?<br />

Teilen Sie die Klasse in kleine Gruppen von 2 oder 4 Schülern ein, und<br />

fordern Sie sie auf, Abschnitt 1.2 der <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-Publikation zu lesen.<br />

Bitten Sie die Schüler dann, eine der <strong><strong>We</strong>b</strong>sites aufzurufen, die sie am häufi<br />

gsten nutzen, und Antworten auf die folgenden Fragen zu fi nden:<br />

Wo befi nden sich die Nutzungsbedingungen? Woran liegt das deiner Meinung<br />

nach? Gibt es einen Grund <strong>für</strong> die Anordnung der Nutzungsbedingungen?<br />

Aus welchem Grund stimmen Menschen häufi g leichthin der Übertragung<br />

ihres geistigen Eigentums zu?<br />

Lassen Sie die Schüler jetzt jede(n) <strong>für</strong> sich folgenden Artikel lesen:<br />

http://www.huffi ngtonpost.co.uk/2012/12/21/instagram-reverses-termsdecision_n_2343372.html<br />

(Huffi ngton Post Tech, keine Registrierung<br />

erforderlich)<br />

Gespräch mit der ganzen Klasse oder in Kleingruppen: Die Schüler sollen<br />

mit ihren eigenen Worten beschreiben, um was es in dem Artikel geht und<br />

die Gründe <strong>für</strong> die Änderungen an den Nutzungsbedingungen nennen.<br />

Warum war dieses Ergebnis wichtig?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, jede(r) <strong>für</strong> sich folgenden zweiten Artikel des<br />

Künstlers Hidden Eloise zu lesen:<br />

http://hidenseek.typepad.com/come_out_come_out/2010/02/the-designerapologises.html<br />

(keine Registrierung erforderlich)<br />

51


Diskussion: Warum glaubst du, dass ein Tool wie Twitter in Fällen wie denen<br />

von Hidden Eloise so immens hilfreich ist?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, sich vorzustellen, sie wären Hidden Eloise. Ihre<br />

Aufgabe ist es nun, einen Dankesbrief an die Unterstützer der Kampagne zur<br />

Information über diesen Sachverhalt zu schreiben.<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (10 Minuten)<br />

Schritt 5 - (10 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Gespräch in der Klasse oder in Kleingruppen: Was ist das Urheberrecht? In<br />

welcher Beziehung steht es zum geistiges Eigentum ?<br />

Fordern Sie die Schüler auf, in Kapitel 6, Der Künstler in dir, die<br />

Informationen über Creative Commons zu lesen.<br />

Creative Commons-Lizenzen unterstützen die Freigabe von Inhalten,<br />

<strong>für</strong> die wir das Urheberrecht nicht in Anspruch nehmen wollen. Warum<br />

werden Creative Commons-Lizenzen gewählt? Was sind die Vor- und<br />

Nachteile? Was sind die praktischen Auswirkungen?<br />

Lassen Sie die Schüler in Gruppen die folgenden Methoden vergleichen,<br />

um Bilder zu suchen, die sie in ihren eigenen Dokumenten verwenden<br />

möchten:<br />

Google Bilder<br />

Flickr.com<br />

Taggalaxy.com<br />

Compfi ght.com<br />

Erläutern Sie, welche Methode am besten geeignet ist, um Bilder mit<br />

Creative Commons-Lizenz zu fi nden.<br />

Besprechen Sie die Auswirkungen der Nutzung von Bildern der einzelnen<br />

Creative Commons-Lizenzen.<br />

Fordern Sie die Schüler auf, zu entscheiden, welche der sechs Creative<br />

Commons-Lizenzen sie <strong>für</strong> Inhalte verwenden würden, die sie erstellt<br />

haben. Warum? Suchen Sie nach einer Gruppe mit einer anderen Antwort,<br />

und bestimmen Sie über eine offene Diskussion die Gründe <strong>für</strong> die<br />

unterschiedliche Wahl.<br />

Lesen Sie den Text über das berühmte Bild, das Alberto Korda von Che<br />

Guevara gemacht hat, und beschreiben Sie die Probleme in Bezug auf das<br />

geistige Eigentum, die sich aus der Verwendung des Bildes überall auf der<br />

<strong>We</strong>lt ergeben.<br />

http://de.wikipedia.org/wiki/Guerrillero_Heroico<br />

(Wikipedia, keine Registrierung erforderlich)<br />

Inwiefern hätte eine Creative Commons-Lizenzierung<br />

die Situation verändert?<br />

http://www.huffi ngtonpost.co.uk/2012/12/21/instagram-reverses-termsdecision_n_2343372.html<br />

(Huffi ngton Post).<br />

http://hidenseek.typepad.com/come_out_come_out/2010/02/the-designerapologises.html<br />

www.creativecommons.org<br />

www.fl ickr.com<br />

www.taggalaxy.com<br />

www.compfi ght.com<br />

http://de.wikipedia.org/wiki/Guerrillero_Heroico<br />

(Für den Zugriff auf die Ressource ist keine Registrierung erforderlich.)<br />

Bitte beachten Sie, dass alle <strong><strong>We</strong>b</strong>anwendungen, die in dieser Aktivität<br />

verwendet werden, kostenlos sind und sich die Nutzer nicht auf der<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site registrieren müssen.<br />

52


UNTERRICHTSPLAN<br />

Der Künstler in dir<br />

6.2. „RAP-IT-UP“<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

„RAP-IT-UP“<br />

Angela Lucia Capezzuto, Italien<br />

Der Künstler in dir<br />

Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit/muttersprachliche<br />

Kompetenz/Computerkompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

3 x 40 Minuten oder 2 x einstündige Unterrichtseinheiten<br />

Schüler entdecken ihre künstlerische Seite und ihre Kenntnis der europäischen<br />

Partnerländer werden vertieft. Außerdem werden sie darüber<br />

informiert, wie Urheberrechtsverstöße vermieden werden.<br />

Die Schüler drehen einen kurzen musikalischen <strong>We</strong>rbefilm unter Verwendung<br />

von quelloffenem und lizenzfreiem Material, das auf der Creative Commons-<br />

(C.C.) <strong><strong>We</strong>b</strong>site bereitgestellt wird. Mit dieser praktischen Erfahrung sollen die<br />

Schüler einen Eindruck davon gewinnen, wie viel Arbeit Künstler in die Erstellung<br />

eines <strong>We</strong>rks stecken und wie sich Urheberrechtsverletzungen persönlich<br />

auf die Künstler auswirken können. Diese Vorgehensweise vermittelt den<br />

Schülern auch, was die verschiedenen CC-Symbole/-Abkürzungen praktisch<br />

bedeuten, macht ihnen bewusst, wie sich Verstöße vermeiden lassen und führt<br />

zu einer besseren Nutzung von Internetressourcen.<br />

Das Thema des Videos ist eine „gerappte“ <strong>We</strong>rbung, die junge Touristen <strong>für</strong> ein<br />

beliebiges europäisches Land begeistern soll. Ein Teil des Produktionsprozesses<br />

umfasst die Nutzung von Adjektiven und Nomen, die <strong>für</strong> den Namen des<br />

Landes stehen, das von den Schülern ausgewählt wurde. Davon erhofft man<br />

sich tiefere kulturelle Einblicke in europäische Partnerländer.<br />

Über die Nutzung von Anwendungen wie PowerPoint und Video-Hilfsmittel, die<br />

Erstellung von Konten auf <strong><strong>We</strong>b</strong>sites zum Hochladen (YouTube oder andere<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>sites <strong>für</strong> den Video-Upload), das Hochladen von Videos und den Einsatz<br />

grundlegender Computerprozesse erwerben die Schüler digitale Kompetenz.<br />

Aufgrund des Vergleichsverfahrens bei der Erstellung eines Rap-Songs auf<br />

Englisch erkennen die Schüler Anhaltspunkte <strong>für</strong> eine Verbesserung der<br />

Kommunikation in der Muttersprache.<br />

1. Internetzugang: Smartphone, Laptop/Netbook oder Arbeitsplatz in einem<br />

Computerraum<br />

2. Videokamera , empfindliche <strong><strong>We</strong>b</strong>cam oder alternativ eine gute<br />

Smartphone-Kamera<br />

3. Anwendungen <strong>für</strong> das Erstellen des Videos: Windows Moviemaker<br />

oder andere kostenlose Anwendung im Internet<br />

Bei einer Videowerbung mit Voice-over:PowerPoint (Microsoft Office ist keine<br />

Freeware) oder gleichwertigeOpen-Source-Anwendungen wie Open Office<br />

4 Presentation (Freeware)undEin geeignetes Mikrofon <strong>für</strong> die Aufnahme des<br />

Rap-Songs<br />

53


4. Bei der Suche nach sich reimenden Wörtern <strong>für</strong> den Rap-Song ist diese<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>site sehr hilfreich: http://www.rhymezone.com<br />

5. Für einen wirklich wunderschönen und stark benutzerdefinierten Rap-<br />

Songtext und ein entsprechendes Länderbild fand ich die Freeware Textaizer<br />

Pro, ein Programm zur mosaikartigen Texterstellung, welches unter diesem<br />

Link heruntergeladen werden kann: http://mosaizer.com/Textaizer/index.htm.<br />

Es ist faszinierend und einfach zu verwenden <strong>–</strong> die Bilder unten entstanden,<br />

als ich die folgenden Wörter eingab:<br />

“Awesome Unique Strange Terrific Rare Ancient Landscape Ideal Aborigine”<br />

6. Ein gutes zweisprachiges Wörterbuch bzw. Online-Wörterbücher wie<br />

www.wordreference.com <strong>für</strong> die Suche nach Adjektiven oder Nomen, die<br />

das ausgewählte Land beschreiben und den Buchstaben des Namens<br />

entsprechen.<br />

Mosaiktext mit App „Textaizer“<br />

Mosaiktext mit App „Textaizer“<br />

54


Ablauf<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (15 Minuten)<br />

VORBEREITUNG<br />

Je nach Klassenstärke sollten die Schüler in Gruppen von nicht mehr als<br />

3 Schülern eingeteilt werden (Grund: Alle sollen sich aktiv beteiligen).<br />

Tipps zur Aufnahme:<br />

• Ein Stativ oder eine fl ache Oberfläche als Auflage verwenden, sonst<br />

wackelt die Kamera.<br />

• Darauf achten, dass die Beleuchtung ausreichend und der<br />

Hintergrund sauber und nicht dunkel ist.<br />

• Auf völlige Stille und die Abwesenheit von geräuschvollen Geräten im<br />

Raum achten.<br />

• Den Mund nicht zu nahe ans Mikrofon halten.<br />

• In leeren Räumen tritt Echo auf, Möbel sind besser.<br />

• Übung macht den Meister. Der Sprecher sollte langsam und deutlich<br />

reden.<br />

Hochladen eines Videos<br />

Ein Konto erstellen<br />

• <strong>We</strong>nn die Schüler ihre Videos gedreht haben, müssen sie hochgeladen<br />

werden, damit sie jeder betrachten kann. Da<strong>für</strong> ist ein Konto bei YouTube<br />

(http://www.youtube.com/) erforderlich. Erstelle ein Konto nach den<br />

Anweisungen auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site.<br />

Upload<br />

Beispiel: YouTube<br />

• In deinem Konto gibt es eine Schaltfl äche Hochladen. Klicke darauf<br />

und folge den Anweisungen.<br />

•<br />

(YouTube-Zugang im jeweiligen Land prüfen.)<br />

Das Video benennen<br />

• Stelle Rap-it-up an den Anfang des Titels und gib dann den Namen des<br />

Videos ein, zum Beispiel: Rap-it-up <strong>We</strong>rbung <strong>für</strong> Australien-Reise oder<br />

„Rap-it-up Finnland-<strong>We</strong>rbung“. Auf diese <strong>We</strong>ise werden andere Videos,<br />

die im Rahmen des Projekts von Schülern gedreht wurden, wesentlich<br />

einfacher gefunden.<br />

IKT-KOMPETENZEN<br />

• Einübung dieser Kompetenzen zur Nutzung von Anwendungen wie<br />

Textaizer Pro <strong>für</strong> <strong>We</strong>rbematerial oder anderer Anwendungen <strong>für</strong> die<br />

Aufzeichnung<br />

55


Schritt 2 <strong>–</strong> (25 Minuten)<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (40 Minuten) +<br />

(40 Minuten <strong>für</strong> die Aufzeichnung)<br />

Einführung in das Thema<br />

a. Die Lehrkraft sollte mit den Schülern über Kreativität und das Urheberrecht<br />

sprechen (diese Informationen könnten vorher durch einen<br />

Besuch bei www.webwewant.eu vorbereitet werden).<br />

b. Fordern Sie die Schüler auf, die Fragen zum Urheberrecht auf ihren<br />

Arbeitsblättern (Teil 1) zu beantworten, und überprüfen Sie dann die<br />

Antworten auf www.webwewant.eu (die Antworten zu Seite 43).<br />

c. <strong>We</strong>nn die Schüler die Folgen von Urheberrechtsverletzungen verstanden<br />

haben, sollten Sie sie nach der Art des Materials fragen, das sie<br />

ins Internet hochladen.<br />

d. Die Schüler sollen die Antworten im Arbeitsblatt (Teil 2) notieren und<br />

angeben, welches Gefühl sie dabei haben, dass andere mit diesem<br />

persönlichen kreativen Material machen können, was sie wollen. Sie<br />

sollen diese Gefühle in den da<strong>für</strong> vorgesehenen Platz auf dem Arbeitsblatt<br />

notieren, um sie mit anderen Gruppen zu vergleichen.<br />

e. Die Schüler rufen die Creative Commons- (C.C.) <strong><strong>We</strong>b</strong>site unter<br />

http://goo.gl/acxxzI auf, um die Fragen auf dem Arbeitsblatt (Teil 3)<br />

über die verschiedenen verfügbaren Lizenztypen zu beantworten. Teilen<br />

Sie ihnen mit, dass diese Informationen später benötigen werden,<br />

wenn sie die Art der Lizenzierung auswählen, die am besten zu ihrer<br />

Arbeit passt. Sie sollten dann diese Aktivität nachbearbeiten, indem<br />

sie die <strong><strong>We</strong>b</strong>seite http://goo.gl/2Qyi aufrufen, um die Möglichkeiten zu<br />

erkunden, die zahlreiche <strong><strong>We</strong>b</strong>sites zum Herunterladen von C.C.-Material<br />

in Form von Musik, Bildern, Videos etc. anbieten.<br />

f. Für CC0-lizenzierte Musik sollten sie die <strong><strong>We</strong>b</strong>site http://freemusicarchive.org<br />

aufrufen (nach der Schule) und sich vor der Durchführung<br />

einer Suche nach geeigneter Musik <strong>für</strong> ihren Rap-Song das folgende<br />

nützliche <strong><strong>We</strong>b</strong>inar darüber anhören, wie die Musik zu verwenden ist<br />

und wie ihre Arbeit mit CC-Lizenzen versehen werden kann: http://<br />

youtu.be/Il6Z6uJ1E2E.<br />

Die Aufgabe (Teil 4, Arbeitsblatt 6.1)<br />

Nach der Vorbereitung und dem Brainstorming sollte die Lehrkraft den Schülern<br />

die Aufgabe erklären, die sie bewältigen müssen. Folgende Situation:<br />

„Der Bürgermeister der Hauptstadt deines Landes bittet deine <strong>We</strong>rbeagentur,<br />

den Tourismus durch nationale Jugendliche mithilfe eines <strong>We</strong>rbevideos<br />

zu erhöhen, das im TV, auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site des nationalen Fremdenverkehrsamtes<br />

und im Kino gezeigt wird.“<br />

Die Schüler sollen davon ausgehen, dass sie aus einem anderen europäischen<br />

Land kommen als aus ihrem eigenen und müssen folglich Folgendes<br />

durchführen (in Gruppen):<br />

a. Ihr zu übernehmendes Land aus den folgenden Listen wählen:<br />

5 Buchstaben 6 Buchstaben<br />

Italien<br />

Zypern<br />

Spanien<br />

Frankreich<br />

Malta<br />

Griechenland<br />

Lettland<br />

Polen<br />

Schweden<br />

56


. Je nachdem, ob sie über einen Internetzugang verfügen oder nicht,<br />

Nomen oder Adjektive in Online- oder Papier-Wörterbüchern fi nden,<br />

die das gewählte Land beschreiben und mit den Buchstaben beginnen,<br />

aus denen sich der Ländername zusammensetzt (siehe das Beispiel<br />

<strong>für</strong> Australien im obigen Abschnitt über Hilfsmittel). Es sollten ausreichend<br />

Wörter <strong>für</strong> jeden Buchstaben des Ländernamens vorhanden<br />

sein, um einen Rap-Song zu texten, der aus Wortfolgen besteht. Als<br />

Nächstes: Ein Gedicht verfassen, das nicht unbedingt aus Sätzen besteht,<br />

aber alle Wörter beinhaltet, die sie in Schritt b gefunden haben<br />

und die nachfolgend <strong>für</strong> die Erstellung eines Rap-Songs verwendet<br />

werden, der durch Folien oder Poster mit Bildern ergänzt wird, die von<br />

C.C.-<strong><strong>We</strong>b</strong>sites (z. B. Flickr) bezogen wurden. Anschließend:<br />

c. Entweder:<br />

• Ein oder mehrere Schüler werden beim Rappen des Songs gefi lmt,<br />

wobei sie auf die erstellten Poster/Karten/<strong>We</strong>rbematerialien zeigen<br />

(siehe Textaizer Pro).<br />

Oder:<br />

• Voice-Over-Präsentation (PowerPoint oder Open Offi ce Presentation)<br />

mit Rap-Song im Hintergrund.In diesem Fall sollten die Schüler<br />

die Präsentation vorher erstellen und während des Unterrichts nur<br />

den Song aufnehmen.<br />

In beiden Fällen sollte das Video nicht länger als 1 Minute sein<br />

(30 Sekunden sind anzustreben ... es handelt sich schließlich um einen<br />

<strong>We</strong>rbeclip).<br />

d. Einen C.C.-Lizenztyp auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>seite http://creativecommons.org/<br />

choose/ auswählen (die eigene Sprache im Feld unten auf der Seite<br />

einstellen), den bereitgestellten Code kopieren und der <strong><strong>We</strong>b</strong>site zum<br />

Hochladen hinzufügen.<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Die hochgeladenen Videos können von anderen Schülern der Schule angesehen<br />

werden, wenn die Schule über eine <strong><strong>We</strong>b</strong>site verfügt, auf die etwas<br />

hochgeladen werden kann, bzw. von anderen Schülern weltweit, wenn ihnen<br />

die Google- oder YouTube-URL übermittelt wird.<br />

Die Aktivität könnte <strong>We</strong>ttbewerbscharakter entwickeln und an Professionalität<br />

gewinnen, wenn über eine Schülerjury, die die siegreiche <strong>We</strong>rbung<br />

auszeichnet, ein Spannungselement hinzugefügt wird.<br />

Unterrichtsplan auf der Grundlage der Broschüre <strong>für</strong> ein sichereres Internet:<br />

„The <strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> <strong>–</strong> Jung und online <strong>–</strong> Aktivitäten von jungen<br />

Leuten <strong>für</strong> junge Leute“; kann von folgender <strong><strong>We</strong>b</strong>site heruntergeladen<br />

werden:<br />

www.webwewant.eu<br />

In Bezug auf Urheberrechtsverletzungen:<br />

Nominet (2012), „Are you an accidental outlaw?“<br />

(online, dt.: Bist du ein Gesetzesbrecher aus Versehen?),<br />

http://accidentaloutlaw.knowthenet.org.uk/question1<br />

Creative Commons-Lizenzen: http://creativecommons.org<br />

Anpassbare Quellbilder auf www.fl ickr.com<br />

Mosaik-Textbilder mit Textaizer Pro, Download unter:<br />

http://mosaizer.com/Textaizer/index.htm<br />

57


UNTERRICHTSPLAN<br />

Der Künstler in dir<br />

6.3. Der Künstler in dir!<br />

Kurztitel der Aktivität<br />

Autor<br />

Thema<br />

Kompetenzen<br />

Schwierigkeitsgrad<br />

Altersgruppe<br />

Dauer<br />

Ziele dieser Unterrichtseinheit<br />

Einführung<br />

Hilfsmittel<br />

Schritt 1 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Der Künstler in dir!<br />

Frans Nieuwenhuyzen, Niederlande<br />

Der Künstler in dir<br />

Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit/muttersprachliche<br />

Kompetenz/Computerkompetenz<br />

Leicht Mittel Schwer<br />

13 bis 15 Jahre<br />

Eine Einheit aus zwei Unterrichtsstunden, jeweils ca. 40 Minuten<br />

• Aufzeigen, dass jeder Schüler ein Künstler, eine kreative Person ist<br />

• Erläutern, dass es Regeln (Gesetze) gibt, um Kunstwerke und Künstler<br />

zu schützen<br />

Bei der ersten Unterrichtsstunde geht es darum, den Künstler in sich selbst<br />

zu entdecken. Die Lehrkräfte sollten zunächst die Defi nition eines Künstlers<br />

als einer Person, die auf dem Gebiet der Kunst tätig ist, behandeln.<br />

Anschließend wird ein YouTube-Film über einen Künstler angesehen. Ein<br />

gutes Beispiel ist Jacob Collier, ein Musiker, der mehrere Instrumente spielt<br />

und Songs arrangiert und komponiert:<br />

https://www.youtube.com/user/jacobcolliermusic<br />

Ein Beispiel <strong>für</strong> jemanden, der im jungen Alter sehr gut spielt, ist Avery<br />

Molek:<br />

http://youtu.be/9uyDGEjv-vg<br />

(Keine Registrierung erforderlich, Zugriff auf YouTube in Ihrem Land vor<br />

der Wiedergabe des Videos überprüfen)<br />

Lassen Sie die Schüler eine kleine Collage über einen Künstler erstellen,<br />

der ihnen gefällt.<br />

Fordern Sie die Schüler nach der Befassung mit den Lieblingskünstlern<br />

und Gesprächen darüber dazu auf, nach einer weiter gefassten Defi nition<br />

des Künstlerbegriffs zu suchen.<br />

Ein Künstler ist jemand, der etwas erschafft. Im Internet gibt es viel Kreatives,<br />

unter anderem Musik und Filme. Im Laufe der Unterrichtseinheit<br />

werden die Schüler etwas über das Urheber- und Eigentumsrecht lernen.<br />

Schließlich können sich die Schüler selbst mit einem Selfi e-Film oder einer<br />

Präsentation als Künstler präsentieren.<br />

Stift/Papier<br />

Internetzugang<br />

Smartphone<br />

Die Informationsseite <strong>für</strong> Schüler über Künstler lesen.<br />

Die Schüler schreiben auf, welche Art von Künstler sie gerne sein würden<br />

und diskutieren ihre Wahl mit ihrem Nachbarn. Nach anderen Künstlern mit<br />

ähnlichen Interessen suchen.<br />

58


Schritt 2 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Arbeit in Zweiergruppen: „<strong>We</strong>r ist dein(e) Lieblingskünster(in)?“<br />

Die Schüler sollen nach Informationen über ihren Lieblingskünstler im Internet<br />

suchen und mithilfe der<br />

App „Pic Collage“<br />

• App-Store http://goo.gl/YZHq10<br />

• Google Play http://goo.gl/pTWsrF eine Collage über sie/ihn erstellen. .<br />

Die Teams legen die Collage einer anderen Gruppe vor und begründen,<br />

warum sie diese Person gewählt haben.<br />

Schritt 3 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

Schritt 4 <strong>–</strong> (20 Minuten)<br />

<strong>We</strong>iterführende Optionen<br />

Links<br />

Über das Wort „Künstler“ nachdenken.<br />

Die Schüler treffen Aussagen über Künstler. Sie präsentieren ihre Stellungnahmen<br />

in kleinen Gruppen. Sie lernen, was erforderlich ist, um ein Künstler<br />

zu werden. Es geht defi nitiv nicht nur um Talent.<br />

Die Schüler untersuchen die Begriffe und Konzepte „Urheberrecht“ und „Eigentum“.<br />

Anhand des <strong>Handbuch</strong>s <strong>für</strong> Teenager beantworten sie die Fragen<br />

auf der <strong><strong>We</strong>b</strong>site und auf dem Arbeitsblatt 6.2. Sie müssen lernen, dass Kreativität<br />

auch etwas mit Eigentum und entsprechenden Regelungen zu tun hat.<br />

Die Schüler erstellen einen Film oder eine Präsentation von sich selbst als<br />

Künstler.<br />

Schüler von anderen Schulen ausfi ndig machen, die denselben<br />

Unterrichtsplan verwendeten!<br />

http://youtu.be/9uyDGEjv-vg<br />

https://www.youtube.com/user/jacobcolliermusic<br />

59


ARBEITSBLÄTTER<br />

1.1 <strong>We</strong>nn ich alles tun könnte, was ich wollte<br />

1.2 Zwei Seiten derselben Medaille I<br />

1.3 Zwei Seiten derselben Medaille II<br />

2.1 Hilfsmittel und Technologien <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong><br />

3.1 <strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel bei mathematischen Aktivitäten<br />

3.2 Erstellung eines sicheren Passworts<br />

3.3 Blogs/Wikis in der Mathematik<br />

3.4 Facebook und mathematische Aktivitäten<br />

4.1. Wo liegt die Wahrheit?<br />

5.1 Michael Jackson „Privacy“<br />

6.1 RAP IT UP<br />

6.2 Der Künstler bist du


Arbeitsblatt 1.1<br />

<strong>We</strong>nn ich alles tun könnte, was ich wollte<br />

Kapitel 1: Eigene Rechte und Pflichten online<br />

Unterrichtsplan: Grundlegende Rechte im WWW**<br />

Autor: Carsten Groene, Deutschland<br />

Aufgabe: <strong>We</strong>nn es keine Gesetze und Einschränkungen gäbe, sodass du alles tun könntest,<br />

was würdest du tun? Schreibe mindestens 4 Dinge auf:<br />

Aufgabe: Denke jetzt darüber nach, was deine Handlungen <strong>für</strong> andere Menschen/deine<br />

Freunde bedeuten würden. Hätten sie <strong>für</strong> diese negative Folgen?<br />

Aktivität 2: Betrachtung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union<br />

Eines der wichtigen juristischen Dokumente der EU ist die „Charta der Grundrechte der Europäischen<br />

Union“ (http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf). Lies Kapitel 1 „Würde<br />

des Menschen“ und Kapitel 2 „FEinheititen“, und bestimme die Rechte, von denen du<br />

glaubst, dass sie bei Nutzung des Internets am wichtigsten sind.<br />

Aktivität 3: Ein erster Blick auf die WWW-Broschüre<br />

Aufgabe: Nutze die Lesetechnik „Überfl iegen“ (http://www.aacc.edu/tutoring/fi le/skimming.<br />

pdf), um dir einen Überblick über das <strong><strong>We</strong>b</strong>-<strong>We</strong>-<strong>Want</strong>-<strong>Handbuch</strong> zu verschaffen und Kapitel<br />

und Seiten zu bestimmen, die die folgenden Rechte aus der EU-Charta behandeln. Ein Recht<br />

fi ndet sich häufig auf mehreren Seiten und in mehreren Kapiteln.<br />

Recht Kapitel Seite<br />

Art. 1 „Würde des Menschen“<br />

Art.7 „Achtung des Privat- und Familienlebens“<br />

Art 11 „Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit“<br />

61


Arbeitsblatt 1.2<br />

Zwei Seiten einer Medaille<br />

Kapitel 1: Meine Rechte und Pflichten im<br />

NetzUnterrichtsplan: Zwei Seiten einer Medaille<br />

Autor: Carsten Groene, Deutschland<br />

Aktivität 1: Rechte und Pflichten: Zwei Seiten einer Medaille?<br />

Oftmals überschneiden sich verschiedene Rechte mit rechtlichen Verpfl ichtungen oder selbst<br />

zwei Rechte prallen aufeinander. <strong>We</strong>nn man die EU Charta der Grundrechte betrachtet (Link),<br />

welche der wichtigen WWW Rechte könnten sich überschneiden? Fallen diese mit einer besonderen<br />

Verantwortung zusammen? Ein Recht kann Thema in mehreren Fällen sein<br />

Recht/<br />

Kollission mit Kunst/Verantwortung, die daraus entsteht.<br />

Art, 1 „Menschenwürde“<br />

Art. 7 „Recht auf Privatsphäre“<br />

Art 11 „Meinungsfreiheit“<br />

Art. 13 „Freiheit der Kunst“<br />

Aktivität 2: Fälle möglicher Verletzungen von Grundrechten<br />

Aufgabe: Erstelle drei Fälle, ausgehend von deinen Rechercheergebnissen, in denen nach<br />

deiner nationalen Gesetzgebung dein Recht möglicherweise verletzt wurde. Die Fälle sollten<br />

mindestens ein richtiges und ein falsches Beispiel enthalten.<br />

Fall 1<br />

Fall 2<br />

Fall 3<br />

62


Arbeitsblatt 1.3 Zwei Seiten derselben Medaille II<br />

Kapitel 1: Eigene Rechte und Pflichten online<br />

Unterrichtsplan: Zwei Seiten derselben Medaille (II) ***<br />

Autor: Carsten Groene, Deutschland<br />

Aktivität 1: Eigene Rechte und Pflichten laut nationalen Gesetzen<br />

Zu untersuchendes Recht aus der EU-Charta: Recht auf _________________(Art. Nr. )<br />

Aufgabe: Die in der EU-Charta genannten Grundrechte werden durch die nationale Gesetzgebung<br />

konkretisiert. Befasse dich mit den folgenden Teilen deiner nationalen Gesetzgebung:<br />

• Verfassung <strong>–</strong> insbesondere die Grundrechte<br />

• Strafgesetze<br />

• Urheberrecht<br />

• Datenschutzgesetze<br />

Suche nun nach Paragrafen, die sich auf positive oder restriktive <strong>We</strong>ise auf das dir zugewiesene<br />

Grundrecht aus der EU-Charta beziehen.<br />

Rechte<br />

Pflichten<br />

Ich darf Gesetz Paragraf<br />

Ich muss/darf<br />

nicht<br />

Gesetz<br />

Paragraf<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

63


Arbeitsblatt 2.1<br />

Tools & Technologien <strong>für</strong> Lehrkräfte<br />

Kapitel 2: „Information ist nicht Wissen<br />

“, Albert Einstein, Unterrichtsplan: Zugang, Erstellen & Teilen<br />

, Fernando Campos, Portugal<br />

Die folgene Tabelle zeigt verschiedene Tools und Technologien, die von SchülerInnen und<br />

LehrerInnen zum interaktiven Lernen genutzt warden können.<br />

Aufgabe Ziele Open Source<br />

oder erhältlich<br />

unter bestimmten<br />

Bedingungen<br />

Unterstützung<br />

mobiler<br />

Endgeräte<br />

FCToolkit<br />

Bestimmung<br />

1. Mind Maps Erstellen von Mind<br />

Maps<br />

Mit und ohne Teilen<br />

und Kollaboration<br />

1. Popplet<br />

2. CMap Tools<br />

3. Mindomo<br />

4. FreeMind<br />

1. Ja<br />

2. Nein<br />

3. Ja<br />

4. Nein<br />

Karte<br />

2. Quiz Erstelle mehrere<br />

Quiz-Arten<br />

1. Kahoot<br />

2. HotPotatoes<br />

1. Ja<br />

2. Nein<br />

Herstellen<br />

3. Socrative<br />

3. Ja<br />

4. Quizwriter<br />

(kommerzielll)<br />

5. Edmodo<br />

4. Ja<br />

5. Ja<br />

3. Videokonferenz<br />

Kommunikation<br />

und Videoaufzeichnung<br />

Erstelle eine Aufzeichnung<br />

einer<br />

Videokonferenz<br />

Google Hangout Ja Kommunizieren<br />

Kollaborieren<br />

4. Video-Speicher Speichern und Teilen<br />

von Videos<br />

Youtube Ja Zeigen<br />

5. kollaboratives<br />

Schreiben<br />

Gleichzeitiges<br />

Schreiben von Texten<br />

durch mehrere<br />

Personen<br />

TitanPad<br />

Google docs<br />

1. Ja<br />

2. Ja<br />

Kollaborieren<br />

6. Aufnahme und<br />

Refl ektion<br />

Audioaufnahme<br />

zur Refl ektion in<br />

Gruppenarbeit<br />

Voice thread<br />

(kommerziell) TeamUp<br />

1. Ja<br />

2. Nein<br />

Traum<br />

Frage<br />

Nachdenken<br />

Erforschen<br />

64


Aufgabe Ziele Open Source oder<br />

unter bestimmten<br />

Bedingungen<br />

erhältlich<br />

Einbindung<br />

mobiler<br />

Endgeräte<br />

FCToolkit<br />

designations<br />

7. QR Codes Wie man QR-<br />

Codes <strong>für</strong> Bildungszwecke<br />

nutzt<br />

http://goo.gl/AF7pPh<br />

(Anmeldung erforderlich)<br />

http://goo.gl/Ua9txH<br />

(Anmeldung erforderlich)<br />

Ja<br />

Machen<br />

Erforschen<br />

8. Wiki Diskussion und<br />

gemeinsame Präsentation<br />

1. Google docs<br />

2. pbworks<br />

1. Ja<br />

2. Ja<br />

Kollaborieren<br />

9. <strong><strong>We</strong>b</strong>seiten Mit Schulgruppen/<br />

Klassen <strong><strong>We</strong>b</strong>seiten<br />

<strong>für</strong> den privaten<br />

oder öffentlichen<br />

Gebrauch<br />

erstellen<br />

1. Google sites<br />

2. <strong>We</strong>ebly<br />

1. Nein<br />

2. Ja<br />

Zeigen<br />

10. Blog Erstellen eines<br />

Blogs<br />

1. Blogger<br />

2. WordPress<br />

1. Ja<br />

2. Ja<br />

Zusammenarbeiten<br />

Zeigen<br />

Produktivitätstools<br />

Tools: Textbearbeitung,<br />

Präsentation,<br />

Tabellenkalkulation<br />

1. Libre Offi ce<br />

2. Polaris Offi ce<br />

3. Google Docs<br />

1. Nein<br />

2. Ja<br />

3. Nein<br />

Machen<br />

Zeigen<br />

12. Áudio Audioaufnahmen<br />

machen und<br />

bearbeiten<br />

Audacity Nein Machen<br />

Zeigen<br />

13. Images Bildbearbeitung 1. Gimp<br />

2. Inscape<br />

3. Photoscape<br />

1. Nein<br />

2. Nein<br />

3. Ja<br />

Machen<br />

Zeigen<br />

14. Vídeo Bearbeitung und<br />

Videos Player<br />

1. VSDC Free Video<br />

Editor<br />

2. VLC<br />

1. Nein<br />

2. Ja<br />

Machen<br />

Zeigen<br />

Augmented Reality<br />

Aus QR-Codes Informationen<br />

über<br />

Dinge oder Orte<br />

erstellen<br />

1. Aurasma<br />

2. Google Goggles<br />

1. Ja<br />

2. Ja<br />

Machen<br />

Zeigen<br />

65


Arbeitsblatt 3.1<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel bei mathematischen Aktivitäten<br />

Kapitel 3: Eigenes Engagement im Internet<br />

Unterrichtsplan: Mathe lernen 2.0 *-**<br />

Autorin: Irina Vasilescu, Rumänien<br />

Schritt 1: <strong><strong>We</strong>b</strong>-Hilfsmittel bei mathematischen Aktivitäten<br />

1. <strong>We</strong>lche der folgenden Hilfsmittel könnten deiner Meinung nach <strong>für</strong> mathematische Aktivitäten<br />

nützlich sein (ja/nein)??<br />

Blogs Wikis Spiele Twitter<br />

E-Mail Facebook Chat oder ähnliche Apps<br />

Suchmaschinen<br />

Google Drive<br />

2. Kannst du dir vorstellen, welche Vorteile die Nutzung dieser Hilfsmittel <strong>für</strong> mathematische<br />

Aktivitäten im Vergleich zur persönlichen Interaktion bietet? Ein schüchterner Schüler könnte<br />

es zum Beispiel als leichter empfi nden, seine Meinung über das Internet auszudrücken als vor<br />

der Klasse.<br />

3. <strong>We</strong>lche der folgenden Eigenschaften können Vorteile (V) bzw. Nachteile (N) der Nutzung<br />

des Internets <strong>für</strong> den Mathematikunterricht und mathematische Aktivitäten sein?<br />

• Sofortiger Zugriff auf Informationen<br />

• Kommunikation über weite Entfernungen<br />

• Gefahr von Viren/Spam<br />

• Gefälschte Nutzerprofi le<br />

• Große Menge an Bildungsressourcen<br />

• Einfachere Kommunikation mit der Lehrkraft<br />

• <strong>We</strong>rbung<br />

• Online-Üebersetzungs-Hilfsmittel<br />

• Verbringen von viel Zeit im Haus<br />

• Eigene Zeiteinteilung<br />

• Höhere Sichtbarkeit<br />

• Verständnis von Mitteilungen/Inhalten<br />

4. Addiere die einzelnen Kategorien, und berechne das Verhältnis V/N. Ist<br />

es größer oder kleiner als 1? Wie würdest du das Ergebnis interpretieren?<br />

66


Arbeitsblatt 3.2<br />

Erstellung eines sicheren Passworts<br />

Kapitel 3: Eigenes Engagement im Internet<br />

Unterrichtsplan: Mathe lernen 2.0 *-**<br />

Autorin: Irina Vasilescu, Rumänien<br />

Ein sicheres Passwort sollte:<br />

• mindestens 8 Zeichen lang sein<br />

• nicht deinen wahren Namen enthalten<br />

• kein ganzes Wort enthalten<br />

• sich erheblich von deinen anderen Passwörtern unterscheiden<br />

• mindestens einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen<br />

beinhalten<br />

Aktivität: Nimm ein Wort, und ersetze einige Buchstaben durch Ziffern oder Zeichen, zum Beispiel<br />

An@n@$ (aus „Ananas“).<br />

Fragen:<br />

Wie viele verschiedene Passwörter kannst du mit denselben 8 Zeichen erstellen?<br />

Schritt 2: Spielen im Mathematikunterricht<br />

Erstelle aus den Angaben im folgenden Absatz ein Balkendiagramm: „Die Lernenden erinnern sich<br />

an nur 10 % des Gelesenen und 20 % des Gehörten. <strong>We</strong>nn ein mündlicher Vortrag durch visuelle<br />

Elemente ergänzt wird, steigt der Anteil auf 30 %, und wenn jemand während der Erklärung bei der<br />

Ausführung einer Handlung beobachtet wird, auf 50 %. Die Lernenden erinnern sich allerdings an<br />

90 %, „wenn sie eine Aufgabe selbst durchführen, sei es auch nur als Simulation.“<br />

67


Glaubst du, dass Mehrspieler-Online-Spiele (MMO- oder MO-Spiele) auch Gefahren mit sich<br />

bringen? Falls ja, nenne Beispiele.<br />

Was ist deine schlimmste Erfahrung aufgrund von riskantem Verhalten bei Online-Spielen?<br />

Was hättest du tun können, um diese Erfahrung zu vermeiden?<br />

<strong>We</strong>nn dich ein Online-Spielepartner bitten würde, sich im realen Leben mit ihm zu treffen oder<br />

persönliche Informationen von dir anfordert, was würdest du tun?<br />

68


Arbeitsblatt 3.3<br />

Blogs und Wikis in Mathe<br />

Kapitel 3: Mitmachen im Netz<br />

Unterrichtsplan: Mathe 2.0 *-**<br />

Autorin: Irina Vasilescu, Rumänien<br />

1) Aktivität: Bringe die folgenden Aussagen eines Matheblogs in eine sinnvolle<br />

Reihenfolge von 1 (nicht sinnvoll) bis 10 (sehr sinnvoll):<br />

Erläuterungen zum Konzept/Glossar<br />

Unterrichtsnotizen posten<br />

Einbindung von Präsentationen und anderen Materialien.<br />

Ankündigungen<br />

Probleme aus der Praxis<br />

Teamwork in der Klassengemeinschaft oder mit anderen Schulen<br />

Fallstudien<br />

Mathe mit Anwendungsbezug<br />

“Problem der Woche”<br />

Űberprüfung<br />

Einige Regeln zum sinnvollen Umgang mit Blogs:<br />

• Poste niemals persönliche Daten oder Bilder auf deinem Blog, auch nicht in deinem Profil.<br />

• Vergesse nie die Urheberrechte<br />

• Denke daran, dass deine Posts öffentlich zugänglich und deshalb <strong>für</strong> Lehrer und Eltern<br />

sichtbar sind, und dass sie geteilt werden können.<br />

• Wähle bei der Kommentarfunktion eine Überprüfung durch den ModeratorIn bevor diese<br />

veröffentlicht werden.<br />

• Denk’ nach bevor du postest, egal ob auf deinem Blog oder in einem Kommentar.<br />

• Informiere dich, wie man unangenehme Nutzer meldet oder blockiert.<br />

• Teile niemals deine Anmeldedaten.<br />

• Falls mehrere Autoren zu deinem Blog beitragen: Gib allen entsprechende Teilrechte.<br />

• Sei online genau so höfl ich beim Feedback geben wie im Klassenzimmer. Achte darauf,<br />

konstruktives und faires Feedback zu geben.<br />

• Falls du auf deinem Computer etwas siehst, das dort nicht sein sollte, erzähle es sofort<br />

deinen Eltern oder einem Lehrer.<br />

2) Aktivität: Arbeitet in Paaren und entwickelt weitere Regeln, die ihr auf ein Flipchart<br />

schreibt. Wähle nun die zehn sinnvollsten Regeln aus und erstelle den Blogger<br />

Decalogue.<br />

69


Arbeitsblatt 3.4<br />

Facebook und mathematische Aktivitäten<br />

Kapitel 3: Eigenes Engagement im Internet<br />

Unterrichtsplan: Mathe lernen 2.0 *-**<br />

Autorin: Irina Vasilescu, Rumänien<br />

Aktivität 1: Gehe davon aus, dass das Alter der Facebook-Nutzer laut Statistik wie folgt<br />

verteilt ist. Erstelle zur Veranschaulichung ein Tortendiagramm.<br />

Altersgruppe<br />

Prozentsatz<br />

13-17 14,8 %<br />

18-24 32,3 %<br />

25-34 26,6 %<br />

35-44 13,2 %<br />

44-54 7,2 %<br />

55-64 3,5 %<br />

64+ 2,4 %<br />

Aktivität 2: Beantworte die folgenden Fragen:<br />

Wie häufi g prüfst du deine Facebook-Neuigkeiten?<br />

Wo<strong>für</strong> nutzt du Facebook? Vorschläge: Chatten, Fotos posten, in Kontakt mit meinen Freunden<br />

bleiben, wichtige Ereignisse in meinem Leben veröffentlichen, Fotos hochladen, spielen<br />

etc.<br />

Nenne 5 Informationen über dich, die nicht in deinem Profi l veröffentlicht werden sollten.<br />

70


Hast du Facebook jemals <strong>für</strong> schulische Aktivitäten genutzt?<br />

Glaubst du, es würde sich da<strong>für</strong> eignen? Wie?<br />

Wähle die 3 besten Ideen aus der Liste aus, wie du Facebook <strong>für</strong> mathematische Aktivitäten<br />

nutzen könntest:<br />

• Eine Klassengruppe zum Teilen von Informationen und zur Übernahme von Arbeitsaufträgen<br />

• Veranstaltungen planen<br />

• In Gruppen arbeiten<br />

• Notizen <strong>für</strong> Schüler posten, die den Unterricht versäumten<br />

• Multimedia-Ressourcen teilen<br />

• Zurückhaltendere, stillere Schüler einbeziehen<br />

• Erinnerungen, Ankündigungen, bevorstehende Termine<br />

• Bildungs-Apps verwenden<br />

• Schüler besser vernetzen<br />

• Mit anderen Schulen zusammenarbeiten<br />

• Umfragen durchführen<br />

Kennst du mathematikbezogene Facebook-Seiten?<br />

Verfasst in Gruppen 5 Netiquette- und Sicherheitsregeln <strong>für</strong> eine mathematische Facebook-Gruppe.<br />

71


Arbeitsblatt 4.1<br />

Wo liegt die Wahrheit?<br />

Kapitel 4: Bildung der eigenen Identität<br />

Unterrichtsplan: Meine (wahre) Identität**<br />

Autorin: Martina Kupilíková, Tschechien<br />

Um deine eigene Identität besser einschätzen zu können, fülle die folgenden Tabellen<br />

individuell aus.<br />

<strong>We</strong>r bin ich (offl ine)? <strong>We</strong>r bin ich (offl ine)? <strong>We</strong>r bin ich (offl ine)?<br />

Freundlich Freundlich Freundlich<br />

Nett Nett Nett<br />

Anständig Anständig Anständig<br />

Mutig Mutig Mutig<br />

Böse Böse Böse<br />

Gehässig Gehässig Gehässig<br />

Gewissenhaft Gewissenhaft Gewissenhaft<br />

Trage in die nächste Tabelle fünf Eigenschaften von dir ein.<br />

<strong>We</strong>r bin ich (offl ine)? <strong>We</strong>r bin ich (offl ine)? <strong>We</strong>r bin ich (offl ine)?<br />

Besprich deine Antworten nun mit einem oder zwei Mitschülern. Kennt ihr euch wirklich so gut,<br />

wie ihr dachtet? Kommst du der Person, die du sein möchtest, am nächsten, wenn du online<br />

oder offline bist?<br />

72


Arbeitsblatt 5.1<br />

Michael Jackson “Privacy”<br />

Kapitel 5: Privatsphäre, mein wertvollster Besitz<br />

Unterrichtsplan: Michael Jackson “Privacy”<br />

Autorin: Miguela Fernandes, Portugal<br />

Was ist die Botschaft des Liedes?<br />

Erkläre, inwiefern die Botschaft des Liedes mit dem Internet zu tun hat?<br />

Nenne Beispiele aus dem Alltag, die ähnlich sind wie in dem Song.<br />

“Now she get no second chance, she just ridiculed and harassed<br />

Please tell me why<br />

No there’s a lesson to learn, respect’s not given, it’s earned<br />

Stop maliciously attacking my integrity”<br />

73


Arbeitsblatt 6.1<br />

RAP-IT-UP<br />

Kapitel 6: Der Künstler in dir<br />

Unterrichtsplan: RAP-IT-UP**<br />

Autorin: Angela Capezzuto, Italien<br />

Hinweis: Die Schüler sollten in Gruppen arbeiten, aber jeder muss die Aufgaben in diesem<br />

Arbeitsblatt selber vervollständigen, um individuell vom Lehrer bewertet zu werden!<br />

Teil 1:<br />

Bist du ein Internetpirat?<br />

Verletzung des<br />

Urheberrechts.<br />

Es ist nicht immer leicht zu verstehen, wenn etwas durch das Urheberrecht<br />

geschützt ist und wie urheberrechtlich geschützte Elemente in gesetzmäßiger<br />

<strong>We</strong>ise verwendet werden können.<br />

Teste dein Wissen <strong>–</strong> sind die folgenden Beispiele Urheberrechtsverletzungen?<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Ja<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Nein<br />

Streaming von Songs online, die Vereinbarungen mit den Urheberrechtsinhaber<br />

haben (z.B. Spotify).<br />

Hochladen von Bildern (mit oder ohne der Gutschrift des Besitzers).<br />

Herunterladen von iTunes.<br />

Hochladen eines Videos, welches du während eines Konzertes aufgenommen<br />

hast, obwohl auf dem Konzert Ticket stand das Videoaufnahmen während des<br />

Konzertes verboten sind.<br />

Veröffentlichung eines fremden Blog-Eintrages mit beigefügten Link, zu dem<br />

entsprechenden Blog, auf deiner <strong><strong>We</strong>b</strong>seite, ohne das du dir die Erlaubnis des<br />

eigentlichen Verfassers eingeholt hast.<br />

Anschauen eines Konzert Videos, dass von jemand anderen ins Netz gestellt<br />

wurde, obwohl die Aufnahme von Videos auf dem Konzert untersagt war.<br />

Hochladen eines Fotos von einem Konzert, bei dem die Aufnahme von Videos<br />

untersagt war.<br />

Das Hochladen von populären Songs auf deiner eigenen <strong><strong>We</strong>b</strong>seite oder in<br />

Sozialen Netzwerken.<br />

Das Hochladen von Bildern berühmter Persönlichkeiten in öffentlichen Plätzen,<br />

die du selber gemacht hast.<br />

Re-post eines gesamtes Artikels mit Gutschrift des Autors und Link (ohne<br />

Genehmigung).<br />

<strong>We</strong>nn du fertig bist, check die Antworten auf www.webwewant.eu (Seite 43). Teile<br />

die Ergebnisse mit dem Rest der Klasse. Was beuten die Ergebnisse <strong>für</strong> dich?<br />

74


Teil 2:<br />

Dürfen andere<br />

alles mit deinen<br />

<strong>We</strong>rken machen?<br />

Material hochladen.<br />

<strong>We</strong>lche Art von Material<br />

Material hochgeladen:<br />

Was dich stört:<br />

Teil 3:<br />

Inwiefern und<br />

wie weit kannst<br />

du deine Materialien<br />

schützen?<br />

Besuche die Creative Commons-<strong><strong>We</strong>b</strong>seite unter http://creativecommons.org/<br />

licences und beantworte die Fragen, über die Beudeutung der Logos, und welche<br />

Berechtigungen du hast, um die Materialien zu benutzen.<br />

Wie darfst du das veröffentlichte Material mit den folgenden Logos verwenden<br />

(verwende deine eigenen Wörter! - Nicht kopieren und einfügen!)<br />

Die Creative Commons<br />

<strong><strong>We</strong>b</strong>seite<br />

<strong>We</strong>lche urheberrechtlich freien <strong><strong>We</strong>b</strong>seiten mit Materialien, die von<br />

Creative Commons angeboten werden kannst du verwenden?<br />

75


Teil 4:<br />

Die Aufgabe<br />

(S.1)<br />

Höre dem LehrerInn zu während er die nächste Aufgabe erklärt und die Materialien<br />

die benötigt werden vorstellt. (Sie/Er wird die Situation erklären).<br />

Wählen mit deinem Partner(n) ein Land (Die Liste wird vom LehrerInn zur Verfügung<br />

gestellt).<br />

b. Nun beginne mit dem ersten Buchstaben des gewählten Landes, bis zum<br />

Letzten, und schreibe alle Nomen oder Verben auf, die du mit dem Land in<br />

Verbindung bringst:<br />

Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe<br />

Deine Quelle könnte www.wordreference.com sein, falls du eine Internetverbindung<br />

hast, ansonsten verwende ein zweisprachiges Wörterbuch. Du brauchst<br />

keine schweren oder komplexen Wörter zu benutzen!<br />

c. Für SchülerInnen die rappen oder die Off-Stimme während Ihrer Vorstellung<br />

benutzen. Schreibe deine Wahl auf:<br />

Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe<br />

d. Schreibe dein Gedicht auf, dass du mit Hilfer von Tabelle b. verfasst hast und<br />

entscheide wer rappen und wer aufnehnem soll.<br />

76


oder<br />

Schreibe ein Gedicht das du während der Präsentation rappen wirst<br />

(<strong>für</strong> die Off-Stimme), wer gestaltet und wer präsentiert die Folien.<br />

Quellenangabe von Bildern/Musik/anderen Materialien aus dem Internet:<br />

e. Die C.C. Lizenz die werblich am Besten zu deiner Anzeige passt.<br />

Schreibe den Grund <strong>für</strong> deine Lizenz Wahl auf.<br />

77


Arbeitsblatt 6.2<br />

Der Künstler bist du<br />

Kapitel 6: Der Künstler in dir<br />

Unterrichtsplan: Der Künstler in dir! **<br />

Autor: Frans Nieuwenhuyzen, Niederlande<br />

Letzte Woche sah ich mir einige Videos auf YouTube an, als ich auf einen großartigen<br />

jungen Künstler stieß. Er spielte Schlagzeug wie ein Profi , wirklich unglaublich.<br />

Das musst du dir ansehen. Sein Name ist: Avery Molek. Das ist echt der beste<br />

Künstler, den ich jemals gesehen habe!<br />

So könnte ein typisches Gespräch verlaufen, das du letzte Woche oder heute Morgen geführt<br />

hast. Vielleicht hast du ja gerade auf deinem Smartphone oder deinem Computer nachgesehen,<br />

ob es den jungen Mann wirklich gibt (mach es ruhig!). Redet ihr oft über Künstler? Kennst<br />

du einen Künstler persönlich? Schreibe die Namen von mehreren Künstlern auf, die du persönlich<br />

oder sonst kennst, und auch, um welche Art von Künstlern es sich dabei handelt.<br />

Name:<br />

Art des Künstlers:<br />

Vielleicht sind die Namen der Künstler, die du aufgeschrieben hast, weltweit bekannt. Kennst<br />

du auch regionale Künstler? Schreibe ihre Namen auf. Um welche Art von Künstlern handelt<br />

es sich dabei?<br />

Name:<br />

Art des Künstlers:<br />

Es ist immer toll, Künstlern zuzusehen. Doch warum ist das eigentlich so faszinierend?<br />

Die meisten Künstler sind etwas Besonderes. Sie haben ein spezielles Talent oder eine spezielle<br />

Begabung. Sie können sich da<strong>für</strong> glücklich schätzen. Träumst du manchmal davon, so<br />

eine besondere Begabung zu besitzen? <strong>We</strong>lche Art Künstler wärst du gern?<br />

Im Internet findest du viele Informationen über deinen Lieblingskünstler. Fertigt zu zweit eine<br />

Collage über euren Lieblingskünstler an. Ihr könnt euer Smartphone verwenden oder eine<br />

Präsentation auf dem Computer erstellen.<br />

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Auf deinem Smartphone könntest du die App<br />

Pic Collage verwenden. (http://pic-collage.com/)<br />

Auf deinem Computer könntest du PowerPoint, Google Präsentationen, Prezi oder Animoto<br />

nutzen. Suche im Internet danach.<br />

Legt die fertigen Collagen einem anderen Team vor.<br />

Denke einen Moment lang über das Wort „Künstler“ nach. Du hast eine Menge über Künstler<br />

geschrieben. Hier fi ndest du eine Auswahl von Wörtern im Zusammenhang mit Künstlern.<br />

Verfasse eine oder zwei Aussagen mit den angegeben Wörtern.<br />

kreieren Technik spielen Glück aufführen<br />

arbeiten lernen Talent Fertigkeiten Hobby<br />

Lege deine Aussage(n) einer Gruppe von vier Schülern vor.<br />

Führe eine Internetsuche nach „Wie werde ich Künstler“ durch. Schreibe mindestens vier Dinge<br />

auf, die du darüber erfahren hast, wie „man Künstler wird“.<br />

Hinweise:<br />

Achte bei der Nutzung von Bildern, Filmen oder Tönen darauf, dass die Quelle der Inhalte legal ist<br />

und du sie <strong>für</strong> deine Collage verwenden darfst. <strong>We</strong>nn du in Google nach Bildern suchst, klicke auf<br />

„Suchoptionen“, und sieh dir die Optionen unter „Nutzungsrechte“ an. Wähle dann die zutreffende<br />

Beschreibung aus dem Menü. So kannst du sichergehen, dass die Bilder legal sind.<br />

<strong>We</strong>r ist Künstler?<br />

Ein Künstler ist auch jemand, der Dinge kreiert. Man muss also nicht unbedingt Klavier<br />

spielen können, um ein Künstler zu sein. Wie kann ein Bäcker künstlerisch tätig sein? Oder<br />

ein Gärtner? Oder ein Spieleprogammierer?<br />

Bäcker:<br />

Gärtner:<br />

Spieleprogammierer:<br />

Vielleicht fallen dir ein oder zwei Berufe ein, die dir gefallen würden und bei denen du dich<br />

auch künstlerisch betätigen kannst. Schreibe ein paar Ideen auf!<br />

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<strong>We</strong>nn du gerne Musik, Videos oder Fotos machst, ist es sehr einfach, deine <strong>We</strong>rke weiterzugeben.<br />

Derjenige, der etwas schafft, ist der Eigentümer des <strong>We</strong>rks. Im Internet ist es sehr einfach, etwas<br />

weiterzugeben, was man nicht selbst geschaffen hat. Es lohnt sich, mal darüber nachzudenken.<br />

Rufe die <strong><strong>We</strong>b</strong>site <strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> auf, und lade das <strong>Handbuch</strong> herunter. Lies die Texte in Kapitel<br />

6, und mache alle Aufgaben.<br />

<strong>We</strong>nn du dann alles über das Urheber- und Eigentumsrecht weißt, kannst du folgende Fragen<br />

beantworten:<br />

1. <strong>We</strong>lche der folgenden Handlungen sind illegal?<br />

a. Songs aus Online-Diensten, die Verträge mit den Urheberrechtsinhabern haben, streamen<br />

b. Download von iTunes<br />

c. Ansehen eines Videos, das jemand anderer bei einem Auftritt aufnahm, wo angegeben<br />

war, dass Videoaufzeichnungen untersagt sind<br />

d. Songs von Diensten streamen oder herunterladen, die keinen Vertrag mit den Urheberrechtsinhabern<br />

haben<br />

2. Ist es legal, ohne Genehmigung einen kompletten Artikel zu posten, wenn du den Autor<br />

nennst und einen Link zum Original angibst?<br />

Bist du auch ein Künstler?<br />

Wie sieht der Künstler in dir aus? Du hast viel über Künstler gelernt. Jetzt musst du dir klarmachen,<br />

welche Art von Künstler du bist. Bist du Musiker, Tänzer oder Schauspieler, oder liebst du es,<br />

Bilder, Gemälde oder Skulpturen anzufertigen? Bist du ein Meister im Pferdereiten, Kochen oder<br />

Programmieren?<br />

Schreibe einige Talente auf, die du besitzt. Du musst nicht der oder die Beste sein! Es geht<br />

nur um dich:<br />

Erstelle einen Selfie-Film oder eine Präsentation über deine Künstlerpersönlichkeit.<br />

Für den Film kannst du dein Smartphone (wenn du eines hast) oder eine Videokamera verwenden.<br />

Drehe einen kurzen Clip von dir als Künstler. Denke daran: Du musst nicht Klavier<br />

spielen. Auch wenn du ein Künstler im sportlichen Bereich bist, ist das großartig. Hauptsache,<br />

du fi lmst dich in Aktion!<br />

Lade deinen Film auf YouTube hoch, und versehe ihn mit dem Tag „artistinme“. Nutze einen<br />

der YouTube-Soundtracks, um deinen Film mit Musik zu unterlegen.<br />

Für eine Präsentation kannst du eines der oben genannten Programme verwenden.<br />

Auflistung der Bilder und URLs:<br />

https://openclipart.org/image/300px/svg_to_png/3989/JPortugall_icon_microphone.png (keine Registrierung erforderlich)<br />

https://openclipart.org/detail/25595/Brush-by-Andy (keine Registrierung erforderlich)<br />

http://pixabay.com/nl/youtube-multimedia-media-buis-344105/ (keine Registrierung erforderlich)<br />

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Benötigen Sie Informationen oder Rat?<br />

<strong>We</strong>nden Sie sich an Insafe in Ihrem Land.<br />

Österreich www.saferinternet.at<br />

Belgien www.clicksafe.be<br />

Bulgarien www.safenet.bg<br />

Zypern www.cyberethics.info<br />

Tschechien www.saferinternet.cz<br />

Estland www.targaltinternetis.ee<br />

Dänemark www.medieraadet.dk<br />

Finnland www.meku.fi/fi sic<br />

Frankreich www.internetsanscrainte.fr<br />

Deutschland www.klicksafe.de<br />

Griechenland www.saferinternet.gr<br />

Ungarn www.saferinternet.hu<br />

Island www.saft.is<br />

Irland www.webwise.ie<br />

Italien www.saferinternet.it<br />

Lettland www.drossinternets.lv<br />

Litauen www.draugiskasinternetas.lt<br />

Luxemburg www.bee-secure.lu<br />

Malta www.besmartonline.org.mt<br />

Niederlande www.veiliginternetten.nl<br />

Norwegen www.medietilsynet.no<br />

Polen www.saferinternet.pl<br />

Portugal www.internetsegura.pt<br />

Rumänien www.sigur.info<br />

Russland www.nedopusti.ru<br />

Slowakei www.zodpovedne.sk<br />

Slowenien www.safe.si<br />

Schweden www.medieradet.se<br />

Vereinigtes Königreich www.saferinternet.org.uk<br />

Mitwirkende<br />

Erstellung:<br />

European Schoolnet<br />

In Zusammenarbeit mit dem Insafe-Netzwerk und mit Unterstützung von Google und Liberty<br />

Global<br />

Erstellt im Jahr 2015<br />

Design: Iddifix<br />

Urheberrecht<br />

Titel: <strong><strong>We</strong>b</strong> <strong>We</strong> <strong>Want</strong> <strong>–</strong> <strong>Handbuch</strong> <strong>für</strong> <strong>Pädagogen</strong><br />

ISBN-NUMMER: 9789491440878<br />

EAN: 9789491440878<br />

Copyright: Dieses <strong>We</strong>rk unterliegt den Bedingungen einer Creative Commons Attribution 4.0<br />

International (CC BY 4.0)<br />

Works 3.0 Unported-Lizenz. Eine Kopie dieser Lizenz fi nden Sie unter:<br />

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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