Geschäftsbericht 2010 - AWO Bezirksverband Niederbayern ...

awondbopf

Geschäftsbericht 2010 - AWO Bezirksverband Niederbayern ...

Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Landshut e.V.

Geschäftsbericht 2010


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Seite 2


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Seite 3


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Liebe AWO-Freunde und AWO-Freundinnen,

die Arbeiterwohlfahrt setzt sich für eine Familienpolitik ein, die Eltern und Erziehungsarbeit unter-

stützt, Chancengleichheit für Mann und Frau garantiert, starke Kinder und Jugendliche durch ge-

rechte Bildungschancen hervorbringt, Vielfalt der Kulturen integriert und die Generationengemein-

schaft pflegt.

Der Geschäftsbericht 2010 der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Landshut e.V. gibt Ihnen einen

Überblick über die Tätigkeiten des Verbandes. Wir können auf ein erlebnisreiches Jahr zurückbli-

cken. Einrichtungen des Kinder- und Jugendbereiches konnten erweitert werden. Wir haben uns

aber auch verstärkt neuen Arbeitsfeldern geöffnet, wie z.B. der Migrationsarbeit, Betreuung bei

Demenz. Ansonsten war unser Ziel, die Einsatzbereiche nachhaltig zu sichern und den ständigen

Veränderungen gerecht zu werden.

Viele Menschen konnten in und durch unsere Einrichtungen die notwendige Unterstützung und Hil-

fe bekommen. Viele Eltern geben ihre Kinder vertrauensvoll in unsere Hände. Viele Menschen ha-

ben sich für die AWO engagiert und das Miteinander in den Projekten gestaltet.

Eine besondere Wertschätzung gilt unseren ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen, die mit

ihrem Engagement, mit ihrer Fachlichkeit und mit ihrem Ideenreichtum den Menschen in den Ein-

richtungen Freude bereiten.

Unser Dank geht an unsere Netzwerkpartner, an Förderer und Unterstützer, die uns durch ihre So-

lidarität begleiten und mithelfen, die nächsten Ziele der AWO zu erreichen.

Ihr

Geschäftsleitungsteam

Michaela Grashei Gabriele Heinze

Seite 4


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Inhaltsverzeichnis

Seite 5

Seite

Kreisverband und Geschäftsstelle 5

Organigramm 6

Zahlen und Personelles 7

Ehrenamt / Rechtsberatung bei Trennung und Scheidung 8

Fachbereich Kinder und Jugend 9 – 16

Fachbereich Altenhilfe 17 – 22

Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus 23 - 24

Frauenhaus 25

LIS – Landshuter Interventionsstelle 26

Migrationsberatung für Erwachsene 27

Dank und Ausblick 28


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Kreisverband und Geschäftsstelle

Vereinsstruktur:

AWO Ortsverein

Landshut e.V.

Mitglieder: 320 Mitglieder

AWO Kreisverband

Landshut e.V.

Seite 6

AWO Ortsverein

Neufahrn e.V.

Kreisvorstand: Dietmar Franzke, Vorsitzender

Georg Kumpfmüller, stellv. Vorsitzender/Kassier

Alfred Wiesner, stellv. Vorsitzender

Rudolf Ragner, Schriftführer (Protokoll)

Beisitzer:

Cornelia Czichon

Josef Gradl

Vera Menzel

Hedwig Pable

Georg Thurner

Dr. Mathias Wieland

Georg Wild

Revisoren: Marielle Chochola

Daniel König

Geschäftsleitung: Michaela Grashei

Gabriele Heinze

Fachberatung

Kinder und Jugend: Sabrina Iannuzzelli

Spendenwesen: Ulrike Schleifenbaum

Verwaltung: Renate Eibl

Silvia Schneider

Manuela Nowak

Buchhaltung/ Christine Klinger

Personalwesen Tanja Landerstorfer

Hausmeister: Martin Sommerer


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Organigramm

Seite 7


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Personelles

Anzahl Mitarbeiterinnen 133

davon Zivildienstleistende 4

davon Praktikanten/Ausbildung 11

umgerechnet in Vollzeit 78

Spendenwesen

Um die Finanzierung der bestehenden und

neuen Projekte zu gewährleisten, hat sich der

Vorstand entschieden eine Fundraising-Stelle

einzurichten. Zum 01.01.2010 wurde dazu

Frau Ulrike Schleifenbaum eingestellt.

Zwieseler Tage

Bei einer zweitägigen Arbeitstagung in der

AWO Ferienstätte in Zwiesel haben die Führungskräfte

mit den Vorständen der AWO

Landshut das Thema „Interne und externe

Kommunikation“ diskutiert und Ziele erarbeitet.

Georg Thurner, Tamara Wiedmann, Siglinde Jungbauer, Brigitte

Weber, Katrin Hoffmann und Simone Enderle im Gespräch.

Tarifvertrag

Die AWO ist seit September 2008 Vollmitglied

im Arbeitgeberverband der AWO (AVG).

Die Tarifverträge AWO Bayern orientieren

sich an den tariflichen Regelungen

des öffentlichen Dienstes TVÖD.

Die Überleitung des ehemaligen Tarifwerkes

in den neuen Tarifvertrag mit den zusammengeführten

Entgeltgruppen wurde im April

2010 endgültig abgeschlossen. Die Tarifan-

Seite 8

passungen mussten mit 7-8% eingeplant

werden.

Im Juni 2010 erfolgte die Überleitung der pädagogischen

Mitarbeiterinnen aus den Kinderbetreuungseinrichtungen

in den Tarifvertrag

für das Sozial- und Erziehungswesen der

AWO Bayern. Dieser Tarifvertrag

bewirkte eine weitere wesentliche Verbesserung

der Einkommen in diesem Bereich.

Zivildienst ade

Eine deutliche Veränderung bedeutet der

auslaufende Zivildienst. Die letzten Zivis traten

in diesem Jahr ihren Dienst an.

Seit Gründung des AWO Kreisverbandes

Landshut im Jahre 1988 haben ca. 100 junge

Männer ihren Zivildienst bei der AWO abgeleistet.

Anfangs noch mit 18 Monaten und

nun zum Ende des Zivildienstes mit 6 Monaten

Dienstzeit. Das sind in der gesamten Zeit

ungefähr 160.000 Stunden Ersatzdienst am

Menschen. Die Aufgaben umfassten das

Ausfahren von Essen auf Rädern, die Begleitung

von älteren Menschen, das Helfen in

den Haushalten von Senioren und vieles

mehr.

Auf diese zusätzlichen Leistungen müssen

nun die Menschen teilweise verzichten, weil

der wertvolle Dienst des Zivildienstleistenden

nicht ersetzt werden kann. Die Stellen werden

nach und nach mit Mitarbeitern, die auf

geringfügiger Basis beschäftigt sind, besetzt.

Es ist zu hoffen, dass der geplante Bundesfreiwilligendienst

im sozialen Bereich die fehlenden

Zivildienstleistenden teilweise ersetzen

kann.


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Ehrenamt in der AWO

Für unseren Verband sind das klassische Ehrenamt

und die Mitgliederaktivitäten von zentraler

Bedeutung. Für unterschiedlichste Zielgruppen,

ob Kinder, Jugendliche, Eltern,

Frauen, Senioren oder Migranten, stehen ehrenamtliche

Helfer und Helferinnen in den

Einrichtungen und Projekten unterstützend

zur Seite:

An dieser Stelle ein ganz besonderes

DANKESCHÖN

an die vielen helfenden Hände.

RA Heike von Malottki Trennungsberatung

RA Carolin Ott Trennungsberatung

RA Ulla Kalbhenn-Hoffmann Trennungsberatung

RA Gabriele Sultanow Trennungsberatung

RA Sandra Segl Trennungsberatung

Anita Bergmaier Notruf Frauenhaus

Karin Boerboom Notruf Frauenhaus

Anna Bragulla Notruf Frauenhaus

Hendrika Ciesiolka Notruf Frauenhaus

Sieglinde Elser Notruf Frauenhaus

Jakobine Grundl Notruf Frauenhaus

Eva Guse Notruf Frauenhaus

Wika Hummel Notruf Frauenhaus

Martina Kumpf Notruf Frauenhaus

Angela Lessmeier Notruf Frauenhaus

Barbara Pöschl Notruf Frauenhaus

Marion Schad Notruf Frauenhaus

Brigitta Schwarzfischer Notruf Frauenhaus

Christa Steger Notruf Frauenhaus

Annelie Stumpfegger Notruf Frauenhaus

Sabrina Tronich Notruf Frauenhaus

Renate Van Vügt Notruf Frauenhaus

Rosi Solleder Tagespflege

Luise Groeger Tagespflege

Thomas Melzl MGH

Christa Fischerauer MGH

Sigrid Blieninger MGH

Lissy Schmitz MGH

Gisela Ulke MGH

Sigrid Wenzel MGH

Roswitha Keil MGH

Julia Kranz MGH

Inge Rauscher MGH

Christa Linsmeier MGH

Ingrid Kellner MGH

Steffi Warnholz MGH

Josef Reithmeier MGH

Elisabeth Wagner MGH

Tatjana Schmidt MGH

Cornelia Weigel MGH

Doris Gallner MGH

Anita Ramsauer MGH

Seite 9

Hermine Rieder MGH

Iris Fuse MGH

Susanne Rohlfing MGH

Erika Fasching MGH

Edith Nejedl MGH

Gertrud Weindl MGH

Veronika Fischbacher MGH

Elke Vass MGH

Iris Pia MGH

Olgy Rybchych MGH

Brigitte Schuster OGS Altdorf

Gisela Krimmer Betreuungsgruppe

Roswitha Leis Betreuungsgruppe

Inge Niedermeier Betreuungsgruppe

Ursula Neuhof Betreuungsgruppe

Ursula Schulz Betreuungsgruppe

Irina Geperle Betreuungsgruppe

Katharina Frey Betreuungsgruppe

Anton Bernauer Kinderkrippe Vib

Veronika Ritt Kinderkrippe Vib

Die AWO als Gründungsmitglied und seit Beginn

im geschäftsführenden Vorstand unterstützt

und fördert die engagierte Projektarbeit.

In vielen Einrichtungen sind mittlerweile freiwillige

Mitarbeiter/innen tätig, die sich gut

vorbereitet und vermittelt durch die fala bei

uns wohl fühlen.

Ein gemeinsames Projekt zwischen „fala“ und

AWO ist das seit Oktober bestehende Schulfrühstück

an der Grundschule St. Nikola.

Rechtsberatung bei Trennung und

Scheidung von Frauen für Frauen

Die Beratung bietet eine Erstinformation im

Familienrecht.

Die Beratung erfolgt ehrenamtlich von Mitgliedern

für Mitglieder der AWO durch die im

Familienrecht tätigen Rechtsanwältinnen.

Die Beratung wendit sich an Frauen in Trennungssituationen,

die noch nicht wissen, ob

sie derzeit einen Rechtsanwalt brauchen

Die Beratung informiert auch über Kosten eines

Rechtsanwalts und über mögliche staatliche

Beihilfen.

24 Frauen nahmen in 2010 das Angebot in

Anspruch.


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Fachbereich Kinder und Jugend

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Bildung, Erziehung und Betreuung sind die bestimmenden

Elemente der AWO-Dienste und AWO-Einrichtungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Kindertagesbetreuung

Seit dem Jahr 2000 ist die AWO in der Region

Landshut im Bereich Kinder- und Jugendbetreuung

tätig. Der Hort Sonnenschein in

Altdorf war die erste Einrichtung bei der wir

mit der Betriebsträgerschaft betraut wurden.

Im Oktober konnte dort das 10-jährige Bestehen

mit vielen Ehrengästen in den Horträumen

gefeiert werden.

Der Fachbereich Kinder und Jugend entwickelte

sich in den darauffolgenden Jahren

stetig um weitere Betriebsträgerschaften. Als

Maßnahmen in 2010 sei der Erweiterungsbau

im Kinderhaus Kunterbunt in Altdorf genannt,

bei dem der bestehende Kindergarten um eine

Krippengruppe erweitert wurde. Im Mai

2010 konnte der Krippenbetrieb dort aufgenommen

werden. Außerdem wurde der Hort

in Velden um eine zweite Gruppe erweitert.

Für die Betriebsträgerschaft ist eine Betriebserlaubnis

durch das jeweilige Jugendamt erforderlich.

Kinderkrippe

Schatzkiste Altdorf

Kinderhaus

Kunterbunt Altdorf

Kinderhaus Meilenstein

Landshut

Kinderhaus Mosaik

Landshut

Kinderkrippe Michael-

Jäger Vilsbiburg

Kinderkrippe Regenbogen

Velden

Hort an der Schule

Velden

Hort Sonnenschein

Altdorf

25 Plätze

von 0-3 Jahre

82 Plätze

von 0-6 Jahre

81 Plätze

von 0-6 Jahre

25 Plätze

von 3-6 Jahre

20 Plätze

von 0-3 Jahre

14 Plätze

von 0-3 Jahre

50 Plätze

von 6-14 Jahre

50 Plätze

von 6-14 Jahre

Insgesamt sind das 347 genehmigte Plätze,

die zurzeit mit 313 Kindern belegt sind. In den

Kinderhäusern sind teilweise Überhänge mit

unter Dreijährigen, die zwei Plätze belegen.

In den Einrichtungen wird auch integrativ gearbeitet

– einige behinderte Kinder sind im

Rahmen einer Einzelintegration eingegliedert.

Dies ist uns als Träger ein wichtiges Anliegen,

wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.

Seite 10

Die Qualität des pädagogischen Personals

und der Arbeit sowie die Einbindung der Eltern

sind wichtige Bestandteile der heutigen

Betreuungsarbeit. Wir stellen uns diesen Anforderungen

verantwortungsvoll und legen

großen Wert auf Fortbildung und Qualifizierung

der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,

Weiterentwicklung der Konzepte und sind

Partner für die Erzieherausbildung. In allen

Einrichtungen bieten wir Plätze für Erzieherpraktikantinnen

und verstärkt auch für das

abschließende Berufspraktikum.

Schulbetreuungen (OGS)

An vier Schulen sind wir Kooperationspartner

für die sogenannte Offene Ganztagsschule.

Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen

5 bis 9 werden im Anschluss an den Unterricht

in einer gemischten Gruppe mit maximal

25 Kindern betreut. Die Betreuung umfasst

das gemeinsame Mittagessen, die qualifizierte

Hausaufgabenbetreuung und Lernzeit

sowie adäquate Freizeitangebote.

Ein weiteres Angebot ist die verlängerte Mittagsbetreuung

für Grundschüler, bzw. eine

gemischte Form der Nachmittagsbetreuung

für Grund- und Hauptschüler.

Hauptschule Altdorf 1 Gruppe Offene

Ganztagsschule

Volksschule Pfef- 1 Gruppe Offene

fenhausen

Ganztagsschule

1 Gruppe Verlängerte

Mittagsbetreuung

Mittelschule 2 Gruppen Offene

Landshut-

Ganztagsschule

Schönbrunn

Volksschule 1 Gruppe Offene

Bodenkirchen Ganztagsschule für

Grund-und Hauptschüler


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Kinderkrippe Schatzkiste

2010 wurde der offene Ansatz der AWO Kinderkrippe

Schatzkiste in einen teiloffenen Ansatz

umgewandelt. In Absprache mit dem Elternbeirat

kam es zu dieser Veränderung, um

eine pädagogisch adäquatere Betreuung der

Krippenkinder zu ermöglichen. Durch den

teiloffenen Ansatz können die Krippenkinder

immer noch das gesamte Haus der AWO

Kinderkrippe Schatzkiste zum Spielen, Lernen

und Toben nutzen, jedoch nicht mehr

ganztags, sondern zu bestimmten Zeiten.

Durch diese Veränderung fällt es den Krippenkindern

leichter eine Beziehung zu ihrer

Bezugserzieherin aufzubauen und sich in einer

Gruppe zurechtzufinden.

Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit

dem Elternbeirat konnte die erforderliche

Veränderung der Raumneugestaltung, bedingt

durch die Veränderung des pädagogischen

Ansatzes, zügig umgesetzt werden.

Der Träger und der Elternbeirat finanzierten

zusammen den Krippenkindern eine neue

Bewegungslandschaft zum Spielen, Entdecken

und Toben.

Des Weiteren wurde der Einrichtung im Juli

2010 durch die Präsidentin des Landeschorverbandes

die Felix-

Zertifizierung verliehen.

Gerade für die

Sprachentwicklung ist

das Singen und Musizieren

bei Krippenkindern

von großer Bedeutung.

Daher ist

nicht nur die Leitung der Einrichtung sehr

stolz, dass die AWO Kinderkrippe Schatzkiste

die erste Kinderkrippe mit dieser Zertifizierung

ist.

KINDERKRIPPE SCHATZKISTE ALTDORF

24 Plätze für Kinder 0-3 Jahren

Betreuung von 07.00- 17.00 Uhr

Leitung: Martina Heinzel

Böhmerwaldstraße 31, 84032 Altdorf

Telefon: 0871/ 966 31 33

Email: kinderkrippe.altdorf@awo-landshut.de

Seite 11

Kinderhort Sonnenschein

Der AWO Hort Sonnenschein hatte im Jahr

2010 seinem 10. Geburtstag. Viele Gratulanten

kamen zu der Jubiläumsfeier und beglückwünschten

das Team und dem Träger.

Zu seinem Geburtstag hat der Hort Sonnenschein

ein Logo erhalten.

Der Hort feiert Geburtstag

Der AWO Hort Sonnenschein zeichnet sich

durch seine sehr gute Zusammenarbeit mit

der Grund- und Hauptschule Altdorf aus.

Hauptsächlich besuchen den Hort die Kinder

der Grundschule Altdorf. 2010 haben sechs

Hauptschüler ihren Weg in den AWO Hort

Sonnenschein gefunden. Der Migrationsanteil

im Hort liegt bei 50%, daher ist nicht nur für

Eltern und Team, sondern auch für die Schulen

ein stetiger Austausch unumgänglich.

Im Januar 2011 wird das Medienprojekt starten,

welches den Kindern den richtigen und

vertrauensvollen Umgang mit den verschieden

Medien, wie Playstation, Digitalcamera,

Internet etc. näher bringen soll.

Kinderhaus Kunterbunt

KINDERHORT SONNENSCHEIN ALTDORF

50 Plätze für Kinder von 6- 14 Jahren

Betreuung von 11.15- 17.00 Uhr

Leitung: Katrin Hoffmann

Dekan- Wagner- Str. 15, 84032 Altdorf

Telefon: 0871/ 9663583

Email: hort.sonnenschein@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Das Kinderhaus Kunterbunt ist 2010 zu einem

„richtigen“ Kinderhaus geworden. Im Mai

2010 konnten sechs Krippenkinder aufgenommen

werden. Bis zum Jahresende 2010

waren alle 16 Plätze der Krippengruppe belegt.

Der Neubau hat die pädagogische Arbeit

neu strukturiert. Die kleinen und großen Kinder

des Kinderhauses verbringen gerne Zeit

im Garten oder in der Einrichtung miteinander

und besuchen sich sehr oft in den jeweiligen

Gruppenräumen. So kann ein altersgemischtes

Spielen und vonei nander Lernen stattfinden.

Platztechnisch war der Anbau nicht nur ein

Gewinn für die Kinder, sondern auch für das

Team, denn eine neue Küche mit Essraum

und ein Personalzimmer sind dabei entstanden.

Die Elternmitarbeit im AWO Kinderhaus Kunterbunt

war auch 2010 wieder sehr vielseitig-

und erfolgreich. Die Eltern helfen bei den

Waldtagen als Betreuer mit, übernehmen die

Kinderbücherei und bringen ihre Engagement

in verschiedenen Arbeitskreisen ein. Im Juli

fand das erste Vater- Kind Zeltlager im Garten

des Kinderhauses statt. Vätern wie Kinder

hat der Abend mit Lagerfeuer, Spielen und

Grillen so sehr gefallen, dass im Sommer

2011 eine Wiederholung geplant werden soll.

Einweihungsfeier Erweiterungsbau

Kinderhaus Meilenstein

KINDERHAUS KUNTERBUNT

82 Plätze für Kinder von 0- 6 Jahren

Betreuung von 07.15- 15.00 Uhr Kinderkrippe

Betreuung von 07.15- 14.00 Uhr Kindergarten

Leitung: Siglinde Jungbauer

Thüringerstr. 4, 84032 Altdorf

Telefon: 0871/ 9534611

kinderhauskunterbunt@awo-landshut.de

Seite 12

Auch das AWO Kinderhaus Meilenstein hatte

im Sommer 2010 Geburtstag. Das fünfjährige

Bestehen wurde im Rahmen des Sommerfestes

mit den Kinder und Eltern gefeiert.

Baulich hat sich das Kinderhaus seit 2008

nicht mehr verändert. Jedoch wurde 2010 mit

Hilfe einer Elternaktion der Garten verschönert.

Eine Fühlstraße und zwei Hochbeete

wurden gemeinsam bei einem Gartentag angelegt.

Die kleinen Gärtner kümmern sich

sehr gut um ihre Beete und freuen sich über

den Ertrag, der gemeinsam verspeist wird.

Kinder beim Spaziergang in der Fühlstraße

Die Fühlstraße fördert nicht nur den Gleichgewichtssinn

der Kinder, sondern auch den

Tastsinn. Barfuss erkunden die Kinder die unterschiedlichen

Materialien. Somit nehmen

sie ihre Umwelt spielend wahr und entwickeln

sich und ihre Sinne dabei weiter.

Nach wie vor ist das AWO Kinderhaus Meilenstein

die einzige Einrichtung im Raum

Landshut, die nach dem offenen Ansatz, das

heißt, ohne das Gruppensystem

KINDERHAUS MEILENSTEIN

81 Plätze für Kinder von 0-6 Jahren

Betreuung von 07.00- 15.00 Uhr

Leitung: Ilona Reichert

Goethestr.50, 84032 Landshut

Telefon: 0871/ 9534996

kinderhaus.meilenstein@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Kindertagesstätte Mosaik

Nach 100 Tagen Betrieb in der AWO Kindertagesstätte

Nikola 36 war es an der Zeit der

neuen Einrichtung einen Namen zu geben.

Durch die bunte Vielfalt der Kinder aus 0 verschiedenen

Nationen ist der Name „AWO-

Kita Mosaik“ geboren..

Die Einrichtung

befindet sich

nach wie vor in

der Interimslösung

in der

Nikolastraße.

Die Räumlichkeiten

der

Übergangslösung

sind für das Team und die Kinder eine

große Herausforderung. Durch das große

Engagement der Leitung und des Team werden

die Räume sehr gut genutzt und die Kinder

werden trotz aller Widrigkeiten auf einem

guten Niveau gefördert.

Durch die großartige Unterstützung der Eltern

konnten viele Aktionen in dem kleinen Garten

in der Nähe der Einrichtung, in der Flutmulde

oder im AWO- Seniorenheim Maria- Demmel

stattfinden.

Alle Aktionen

waren immer

viel besucht

und haben einen

tollen

Kontrast zu

dem Kinderbetreuungsalltagdargestellt.

Profitiert

haben die Feste von den vielen verschiedenen

Kulturen in der Einrichtung, die durch ihre

Bräuche und Traditionen jedes Fest haben

einzigartig werden lassen.

KINDERTAGESSTÄTTE MOSAIK

24 Plätze für Kinder von 3-6 Jahren

Öffnungszeiten von 07- 14.00 Uhr

Leitung: Brigitte Weber

Nikolastr. 36a, 84034 Landshut

Telefon: 0871/ 96549148

Email: kiga-nikola36@awo-landshut.de

Seite 13

Hort an der Schule Velden

Der Hort an der Schule Velden ist zu einer

festen Institution in Velden geworden. Zum

Schuljahresbeginn 2010 wurde die Platzzahl

wegen des steigenden Bedarfes von 30 auf

50 erweitert.

Die Kinder kommen nach Schulende zum

Mittagessen, Hausaufgaben erledigen und für

die Freizeitgestaltung in den Hort.

Viele Aktionen

und Ausflüge

gestalten den

Alltag sehr abwechslungsreich.

Der Hort

bietet auch ein

attraktives Ferienprogramm.

Diese Betreuung wird von den Kindern und

Eltern sehr gerne angenommen.

Der Hort ist für die Grund- und Hauptschüler

von Velden ausgelegt. Knapp zwei Drittel der

Kinder sind aus der Grundschule. Ebenso

besuchten Kinder aus den umliegenden

Gymnasien oder Realschulen den Hort.

Um eine optimale Betreuung der Kinder im

Hort zu gewährleisten, arbeitet das Team des

Hortes an der Schule Velden sehr eng mit der

Schule zusammen.

Um die Zusammenarbeit und den Gemeinschaftssinn

zwischen Hort und der benachbarten

Krippe mehr zu fördern, fand 2010 ein

gemeinsames Sommerfest statt.

Kinderkrippe Regenbogen

HORT AN DER SCHULE VELDEN

50 Plätze für Kinder von 6 - 14 Jahren

Öffnungszeiten Mo-Do 11.20 - 17.00 Uhr

Fr 11.20 - 16.00 Uhr

Leitung: Tamara Wiedmann

Georg- Brenninger- Str. 30a, 84149 Velden

Telefon: 08742/ 918860

Email: hort-velden@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Die Kinder der Kinderkrippe Regenbogen

sind im Jahr 2010 zu kleinen Stars geworden.

Ein Fotograf hat mit wunderschönen Aufnahmen

den Alltag der Kinder eingefangen.

Malen, experimentieren, einen Ausflug machen

oder Mittagessen ist für die Kleinen ein

großes Erlebnis und für Erwachsene sehenswert.

Die Impressionen haben dies gut aufgefangen

und die mit den Fotos versehenen Karten

fanden großen Absatz. Der Erlös kam

den kleinen Stars zu Gute: Eine motorische

Spielwand wurde davon angeschafft und bereichert

den Bewegungsraum.

Die AWO Krippe Regenbogen legt großen

Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf. Daher hat die Kinderkrippe täglich bis

17.00 Uhr geöffnet. Mit ca. 20 Schließtagen

im Jahr versucht die Einrichtung den Eltern

viele Betreuungszeiten für ihre Kinder zu ermöglichen.

Damit den Krippenkindern der Übergang in

den Kindergarten leichter fällt, arbeitet die

AWO Kinderkrippe Regenbogen auch sehr

eng mit dem Kindergarten in Velden zusammen.

Gegenseitige Besuche stehen vor allem

am Jahresende oft auf dem Tagesprogramm.

Kinderkrippe Michael Jäger

KINDERKRPPE REGENBOGEN

14 Plätze für Kinder von 0- 3 Jahren

Öffnungszeiten von 07.00- 17.00 Uhr

Leitung: Tamara Wiedmann

Georg- Brenninger- Str. 30a

84149 Velden

Telefon: 08742/ 918860

Email: hort-velden@awo-landshut.de

Seite 14

2009 eröffnete die AWO Kinderkrippe als erste

Kinderkrippe in Vilsbiburg ihre Pforten. 20

Kinder in 2 Gruppen können hier ihren Tag

erleben. Die Einrichtung arbeitet nach dem

offenen Ansatz. Unter dem offenen Ansatz

versteht man, dass es keine Gruppen- sondern

Funktionsräume in der Einrichtung gibt.

Jedes Kind hat eine Bezugserzieherin, die

sich hauptsächlich um das Kind und seine

Familie kümmert. In den Funktionsräumen

können sich die Kinder nach Belieben bewegen

und mit Aktionen oder Spielmaterialien

ihrer Wahl beschäftigen. Durch die gute

Raumaufteilung und die begrenzte Kinderzahl

kann der offene Ansatz wunderbar umgesetzt

und gelebt werden.

Der Garten der Kinderkrippe Michael Jäger

Zum Kinderkrippenjahr 2010/2011 erhielt die

Einrichtung durch die Stadt Vilsbiburg den

Namen „Michael Jäger“.

Offene Ganztagsschule (OGS)

KINDERKRIPPE MICHAEL JÄGER

20 Plätze für Kinder von 0-3 Jahren

Öffnungszeiten 07.00- 15.00 Uhr

Leitung: Simone Enderle

Frontenhausener Str. 21,

84137 Vilsbiburg

Telefon: 08741/ 9679980

Email: krippe-vilsbiburg@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Die offenen Ganztagsschulen sind als freiwilliges,

flexibles, klassen- und jahrgangsübergreifendes

Förder- und Betreuungsangebot

im Anschluss an den Vormittagsunterricht

angelegt. Das Konzept sieht eine kontinuierliche

Beaufsichtigung und Betreuung von

Schülern und Schülerinnen während der Mittags-

und Nachmittagszeit, mit schulischer

Förderung, Anleitung zur Erledigung von

Schularbeiten und gemeinsamen Freizeitaktivitäten

vor.

Die OGS an der Mittelschule Landshut-

Schönbrunn.

In zwei Gruppen werden 38 Schüler betreut

Durch eine Sozialpädagogin, eine Erzieherin,

zwei hauswirtschaftliche Helferinnen und einen

Freiwilligen wird eine intensive Betreuung

ermöglicht.

Die OGS an der Hauptschule Altdorf ist vor

allem für ihre Jumpstyle-Tanzgruppe bekannt,

die schon bei einigen Auftritten ihr

Können gezeigt haben. Das Betreuungsteam

setzt sich aus der sozialpädagogischen Leitung,

einer Erzieherin und einer weiteren Assistenz

zusammen.

Letztes Jahr ist die OGS an der Volksschule

in Pfeffenhausen in den Neubau umgezogen.

Die neuen Räumlichkeiten bieten ausreichend

Platz zum Lernen und Spielen. Vor

allem der Essbereich wurde innovativ und

praktikabel gestaltet. Das Highlight 2010 war

jedoch für die Kinder der Ausflug in den Bayernpark.

An der Volksschule Bodenkirchen besteht

die OGS aus einer Mischform von Grund-

und Hauptschülern. Die Hausaufgabenbetreuung

ist altersgerecht getrennt, die Freizeitaktivitäten

werden gemeinsam gestaltet.

Die Leitung wird unterstützt durch eine Kinderpflegerin

und eine weitere Betreuungsassistenz.

OGS Altdorf

OGS Bodenkirchen

Seite 15

OGS MITTELSCHULE LANDSHUT-

SCHÖNBRUNN

OGS an der Mittelschule Schönbrunn

2 Gruppen mit 38 Schülerinnen und Schülern

Betreuungszeit Mo. bis Do. von 13.00- 16.00 Uhr

Leitung: Sandra Köninger, Dipl. Soz.Päd. (BA)

Telefon: 0871/ 4302005

Email: jugendsozialarbeit@hs-schoenbrunn.de

OGS HAUPTSCHULE ALTDORF

OGS an der Hauptschule Altdorf

1 Gruppe mit 22 Schülerinnen und Schülern

Betreuungszeit Mo. bis Do. von 13.00- 16.00 Uhr

Leitung: Maria Strasser, Dipl. Soz.Päd. (FH)

Telefon: 0871/ 303-78

Email: ogk@hauptschule-altdorf.de

OGS VOLKSSCHULE PFEFFENHAUSEN

1 OGS Gruppe mit 25 Schülerinnen und Schülern

Betreuungszeit Mo. bis Do. von 13.00- 16.00 Uhr

Leitung: Edith Ammer- Huck, Dipl. Soz.Päd. (FH)

Telefon: 08782 / 94 18 99

Email: ganztagsschule@vs-pfeffenhausen.de

OGS HAUPTSCHULE BODENKIRCHEN

OGS Bodenkirchen an der Volksschule Bodenkirchen

1 Gruppe mit 25 Schülerinnen und Schülern

Betreuungszeit Mo. bis Do. von 12.15- 15.30 Uhr

Leitung: Susanne Boger, Grundschullehrerin

Telefon: 08745 / 886

Email: volksschule-bodenkirchen@t-online.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Jugendsozialarbeit an der

Schule (JaS)

Die Mittelschule Landshut-Schönbrunn hat

unter der Trägerschaft der AWO Kreisverband

Landshut e.V. eine Stelle für eine Jugendsozialarbeiterin

besetzt.

Die Jugendsozialarbeiterin ist Ansprechpartner

für Schüler und Schülerinnen, ist Bindeglied

zu Eltern und Lehrkräften. Sie gibt Unterstützung

in Belangen des Schulalltages

und Beratung in Konfliktsituationen. Wir sehen

uns als Partner von Jugendhilfe und

Schule.

Mit Schulbeginn im September wurde die

Stelle durch Sandra Köninger neu besetzt.

Die Erfahrung zeigt, wie wichtig eine solche

Unterstützung für die Jugendlichen und ihre

Eltern ist.

Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen,

wie z.B. schwierige Familienstrukturen,

gesteigerte Leistungsanforderungen,

Existenznöte, Reizüberflutung, wachsender

Randgruppeneinfluss bringen es mit

sich, dass das Lehrpersonal einzelnen Schülern

nicht mehr vollends gerecht werden

kann. Hier stellt sich die Jugendsozialarbeit

der Schule kooperativ zur Seite.

Dabei wollen wir die Schüler nicht isolieren,

sondern deren Integration und Entstigmatisierung

fördern.

JUGENDSOZIALARBEIT AN DER

MITTELSCHULE SCHÖNBRUNN

Leitung: Sandra Köninger, Dipl.Soz.Päd. (BA)

Telefon: 0871/ 4302005

Email: jugendsozialarbeit@hs-schoenbrunn.de

Seite 16

Verlängerte Mittagsbetreuung

Die Volksschule Pfeffenhausen bietet neben

der Offenen Ganztagschule auch eine verlängerte

Mittagsbetreuung für Grundschüler

an. Der Markt Pfeffenhausen möchte damit

ein umfassendes Betreuungsangebot an der

Schule bieten und fördert entsprechend die

Einrichtung.

Die Mittagsbetreuung unterstützt die Erziehungsarbeit

des Elternhauses und der Schule

und bietet den Kindern im Anschluss an den

Unterricht eine pädagogische Betreuung.

Gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen

der oberen Klassen können sie in den

neuen Räumen ihr Mittagessen genießen.

Anschließend ist der Nachmittag mit Hausaufgabenbetreuung

und Freizeitaktivitäten

ausgefüllt.

Gemeinsame Aktivitäten mit der Offenen

Ganztagsgruppe fördern den Zusammenhalt.

Das beliebte Angebot reicht vom Basteln bis

zum Einstudieren von Tänzen.

Die beiden Gruppen Offene Ganztagsschule

und Mittagsbetreuung werden neben der Leitung

von einer Kinderpflegerin und drei weiteren

Assistenten betreut.

MITTAGSBETREUUNG DER

VOLKSSCHULE PFEFFENHAUSEN

1 Mittagsbetreuungsgruppe für 12 Grundschüler

Betreuungszeit Mo. bis Fr. von Schulschluss bis

16.00 Uhr

Leitung: Edith Ammer-Huck, Dipl. Soz.Päd. (FH)

Telefon: 08745/ 886

EMail: ganztagsschule@vs-pfeffenhausen.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Fachberatung KiJu

Die Stelle der Fachberatung für Kinder und

Jugend ist seit September 2009 mit 30 Wochenstunden

besetzt. Durch den ständigen

Ausbau des Fachbereichs wurde die Stelle in

diesem Umfang erforderlich.

Die zentralen Aufgaben der Fachberaterin im

Bereich Kinder und Jugend der AWO Kreisverband

Landshut e.V. sind:

� Fachliche inhaltlich-pädagogische Begleitung

und Beratung der Mitarbeiter/-innen

vor Ort,

� Unterstützung der Mitarbeiter/-innen in

den Kindertageseinrichtungen in der Konzeptions-

und Qualitätsentwicklung;

� organisatorische und rechtliche Beratung

bezüglich Gesetzen, Verordnungen und

Richtlinien;

� Unterstützung und Beratung bei der Bauplanung

und Gestaltung von Räumen und

Außengeländen;

� Hilfe bei Problemen und Konflikten zwischen

Erzieher/-innen, Leiter/-innen, Eltern

und Träger;

� Durchführung und Organisation von Fortbildungen;

� Interessenvertretung in Gremien und Arbeitsgruppen

auf regionaler Ebene.

Vor allem im Bereich der Personalpolitik

und den damit verbundenen Qualitätsstandards

stellen sich dem Träger vermehrt Anforderungen.

Der Fachkräftemangel erschwert

eine zeitnahe pädagogische Besetzung

freier Stellen. Mit dieser Problematik

werden wir uns als Träger in Zukunft verstärkt

auseinandersetzen werden.

Im Bereich der Qualitätsentwicklung ist beispielhaft

die Elternbefragung 2010 zu nennen.

Die Eltern aller Kindertagesstätten wurden

nach ihrer Zufriedenheit mit Konzept, Betreuung

und Rahmenbedingungen befragt.

Wir konnten mit der durchschnittlichen Note

1,6 wiederholt ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

Seite 17

Aktion: Am Weltkindertag gemeinsam gegen

Kinderarmut

Am Weltkindertag (20.9.) veranstalteten die

Kindergärten, Krippen und Horte der AWO

Landshut eine gemeinsame Aktion gegen

Armut und soziale Ausgrenzung. Die Kinder

schickten Luftballone mit selbst gestalteten

Postkarten in den Himmel.

Was bedeutet ein Alltag mit Harz IV für das

Leben von Kindern?

Diese Frage und Wünsche für die Zukunft

wurden auf den Luftballonanhängern dargestellt.

Der kreativ umgesetzte Aktionstag sollte

in den Einrichtungen und nach außen ein

Zeichen setzen. An der Aktion beteiligten sich

auch Eltern und Geschäftsleute. Sie übernahmen

Patenschaften für die Luftballone

oder stellten Sachspenden für bedürftige Familien

zur Verfügung. Jedes arme Kind ist ein

Schicksal zu viel. Kinderarmut in einem reichen

Land ist nicht tragbar. Den Kindern hat

der Luftballonstart große Freude bereitet, da

sie bei bestem Wetter ihre Ballons sehr lange

am Himmel verfolgen konnten.

Luftballonaktion der Altdorfer Einrichtungen

FACHBERATUNG KINDER UND JUGEND

Frau Sabrina Iannuzzelli, Dipl. Soz.päd. (FH)

AWO Kreisverband Landshut e.V.

Ludmillastr. 15a

84034 Landshut

Telefon: 0871 974588-0

Email: Sabrina.Tronich@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Ambulante Sozialdienste –

Landshut und Neufahrn

Den Alltag erleichtern.

Der Entschluss, sich den Alltag in der vertrauten

Umgebung durch professionelle, individuelle

Hilfestellungen zu erleichtern, ist ein sehr

bewusster, zukunftsgerichteter Schritt, der

nicht einfach fällt.

Die Entlastung wird spürbar, macht Pflegebedürftige

und deren Angehörige frei für andere

Dinge und öffnet neue Lebensperspektiven.

Ist die Erfahrung erst einmal gemacht,

erweist sie sich immer wieder schnell als unproblematisch.

Pflege ist Vertrauenssache.

Zur Pflege und Unterstützung älterer, kranker

oder hilfebedürftiger Menschen in ihrer Privatsphäre

gehört viel Vertrauen.

Dazu kommt Sympathie und Engagement,

Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen sowie

der richtige Blick für den Menschen in

seiner ganz individuellen Welt.

Gute ambulante Versorgung ist immer von

einer besonderen Rücksichtnahme geprägt

auf den ganzen Menschen mit seinen persönlichen

Wünschen und Empfindungen.

Wir bieten dazu ein ausführliches individuelles

Beratungsgespräch, um die gewünschten

und benötigten Pflegeleistungen zu erfassen.

Unser breites Angebot

erleichtert und fördert selbständiges Leben

zu Hause:

Essen auf Rädern, Einkaufsdienst, Besuchsdienst,

Krankenhausbesuchsdienst, Hauswirtschaftliche

Hilfen, Begleitdienst, Vermittlung

von Hausnotruf, Tagespflege für Senioren

mit organisiertem Fahrdienst

Unsere Dienste haben wir den Bedarfen unserer

Kunden angepasst und erweitert.

Das zeichnet uns aus:

Qualifizierte Fachkräfte, Professionelle

Dienstleistungen und Hilfen rund um die Uhr,

Einbeziehung des Umfeldes und der Angehörigen,

Vernetzung mit anderen Diensten, Behörden,

Ärzten oder Kliniken.

Leistungsangebote

Neben den Regelleistungen von Grund- und

Behandlungspflege, Hauswirtschaftliche Versorgung,

Pflegebesuche bei Bezug von Pfle-

Seite 18

gegeld wurden durch die Sozialstationen zusätzlich

angeboten:

Ausführliche Pflegeberatung zu Hause

Individuelle Leistungen der Uro-

/Colostomapflege, Tracheostomapflege, Palliativpflege,

Portversorgung und Infusionstherapie.

Vermehrt haben Angehörige Leistungen der

Verhinderungspflege in Anspruch genommen.

Betreuung für Menschen mit Demenz wurde

als zusätzliches Angebot der Sozialstation

Landshut aufgenommen. Vorangegangen

war der Aufbau eines Helferkreises mit Schulungen.

Die Betreuungsgruppe wurde vorerst

2wöchentlich vorgehalten, häusliche Einzelbetreuung

dazu neu angeboten.

Weitere Soziale Dienste

Neben den ambulanten Pflegediensten tragen

wir durch Essen auf Rädern, Hauswirtschaftliche

Hilfen und Mobile Hilfsdienste

dazu bei, dass Seniorinnen und Senioren, die

noch in den eigenen Wohnungen leben, unbürokratisch

Hilfe und Unterstützung erhalten.

Zivildienstleistende im Mobilen Sozialen

Hilfsdienst ergänzten das Hilfeangebot der

häuslichen Pflege. So erwies sich der mobile

soziale Hilfsdienst als wichtiges und kostengünstiges

Unterstützungsangebot gerade für

die Menschen, die keine Leistungen aus der

Pflegeversicherung erhalten aber trotzdem

regelmäßiger, zuverlässiger und schneller

Hilfe bedürfen, Angehörige erfahren Entlastung

bei den anfallenden Hausarbeiten und

bei der Betreuung.

Leider mussten wir aufgrund der geplanten

Aussetzung des Zivildienstes ab 2011 erhebliche

Veränderungen in diesen Hilfsangeboten

vornehmen. Die Stellen der Zivis wurden

ab September durch Teilzeitangestellte und

400 Euro Kräfte ersetzt. Diese personelle

Veränderung bewirkte eine erhebliche Kostensteigerung

bei den niedrigschwelligen

Hilfsangeboten, im Mobilen Hilfsdienst und

vor allem bei Essen auf Rädern.

Die AWO-Sozialstationen in Zahlen:


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Sozialstation Landshut:

Die Sozialstation ist räumlich untergebracht

im Erdgeschoss des Sozialen Zentrums der

AWO, Ludmillastraße 15a.

Betreuungsübersicht 2010

Im abgelaufenen Kalenderjahr wurden von

der Sozialstation Landshut 217 Patienten in

ihrer Häuslichkeit versorgt. Insgesamt wurden

30311 Hausbesuche durchgeführt. Der Versorgungsraum

erfasste das gesamte Stadtgebiet

Landshut, die angrenzenden Gemeinden

Altdorf, Ergolding und Kumhausen, .

Im Rahmen der Pflegeeinsätze nach § 37

SGB XI wurden 140 Patienten beraten.

Anzahl Patienten nach Geschlecht :

Frauen 135

Männer 82

Anzahl Hausbesuche :

Anzahl Hausbesuche SGB V 14919

Anzahl Hausbesuche SGB XI 8210

Kombination aus SGB V und

SGB XI

6445

Sonstige Leistungen (Selbstzahler) 737

Personelle Besetzung

Geschultes, motiviertes und fachlich geeignetes

Personal ist für eine erfolgreiche Führung

der Einrichtung unerlässlich.

Im Geschäftsjahr 2010 waren 16 Mitarbeiter/innen

beschäftigt :

Gesamt: 10,41 Vollzeitstellen

1 Pflegedienstleitung, Altenpflegerin

3 Krankenschwestern

5 Altenpflegerinnen

1 Pflegehelferin

3 Haushaltshilfen

2 Krankenschwestern zur Aushilfe

1 Altenpflegerin zur Aushilfe

1 Verwaltungsangestellte

2 Zivildienstleistende

Essen auf Rädern:

Die Nachfrage nach Essen auf Rädern ist

merklich zurückgegangen. Die Reduzierung

von 3 auf 2 Essens-Touren wurde dadurch

erforderlich.

Essenskunden 65

Essenslieferungen 12903

Durchschnittliche tägliche Lieferung 48

Sozialstation Neufahrn:

Seite 19

Die Sozialstation Neufahrn ist Anfang Dezember

2010 aus der Bahnhofstraße 7 umgezogen.

Neue Räumlichkeiten befinden sich

in der Hauptstraße 66, in Neufahrn.

Der Versorgungsraum erstreckt sich auf das

Gemeindegebiet Neufahrn, sowie die angrenzenden

Gemeinden Ergoldsbach,

Mallersdorf.

Betreuungsübersicht 2010

Im Kalenderjahr wurden von der Sozialstation

Neufahrn gesamt 72 Patienten in ihrer Häuslichkeit

versorgt. Dabei wurden insgesamt

7041 Hausbesuche durchgeführt. Der Versorgungsraum

erfasste das Gemeindegebiet

Neufahrn, mit den angrenzenden Nachbargemeinden

Ergoldsbach und Mallersdorf.

Im Rahmen der Pflegeeinsätze wurden 21

Patienten betreut, und dabei 48 Besuche im

Auftrag der Pflegekassen durchgeführt.

Anzahl Patienten nach Geschlecht:

Frauen 46

Männer 26

Anzahl Hausbesuche:

Anzahl Hausbesuche SGB V 2788

Anzahl Hausbesuche SGB XI 1827

Kombination aus SGB V und

SGB XI

2305

Sonstige Leistungen (Selbstzahler) 121

Personelle Besetzung

Im Geschäftsjahr 2010 waren beschäftigt:

Gesamt: 2,95 Vollzeitstellen

1 Krankenschwester

1 Altenpflegerin

2 Pflegehelferinnen

1 Krankenschwester zur Aushilfe

2 Zivildienstleistende

2 Haushaltshilfen / EaR

Auf der Leitungsebene fanden personelle

Veränderungen statt. Frau Petra Kuther hat

zum 30.08.2010 die Sozialstation in Neufahrn

verlassen. Frau Ertl übernahm die Aufgaben

der Teamleitung in Neufahrn.

Essen auf Rädern:

Die Nachfrage nach Essen auf Rädern war in

Neufahrn konstant. Zusätzliche wurde neben

Schule und Kindergarten die Kinderkrippe beliefert.

Essenskunden 60

Einrichtungen 3


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Essenslieferungen 24516

Durchschnittliche tägliche Lieferung 78

Qualitätsmanagement der Sozialstationen

Zur Sicherstellung der Pflege- und Betreuungsanforderungen

und der gesetzlichen

Anforderungen wurden regelmäßige Dienstbesprechungen,

Fortbildungen und Mitarbeitergespräche

durchgeführt. Standards, Qualitätsanweisungen

wurden regelmäßig überprüft

und überarbeitet, neue entwickelt.

Im Rahmen der Mitarbeiterfortbildungen wurden

2010 durchgeführt:

Dekubitusprophylaxe, Pflege- und Schmerzmittel,

Wundversorgung, Schmerztherapie,

Hygiene, Hände und Hautpflege,

Umgang mit MRSA-Patienten

Im Jahr 2010 waren auf Bezirksebene 2 Treffen

aller AWO-Sozialdienste im Regierungsbezirk

Niederbayern / Oberpfalz durchgeführt.

Inhaltlich vorbereitet für die Sozialdienste

wurden hierbei:

Expertenstandards, Wirtschaftliche Steuerung

ambulanter Dienste, EDV-gestütztes Abrechnungsprogramm

Die im Herbst durchgeführten MDK Prüfungen

in beiden Sozialstationen zeigten uns die

Zufriedenheit unserer Kunden mit unseren

Leistungen. Auf der Dokumentationsebene

sind noch Verbesserungen vorzunehmen, die

noch zum Jahresende begonnen wurden und

in 2011 erfolgreich umgesetzt werden.

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

Eine regelmäßiger Austausch, die Einbindung

von Angehörigen, der enge Kontakt zu Haus-

und Fachärzten, zu den Kliniken und Reha-

Einrichtungen ist für eine gesicherte und optimale

Versorgung des Patienten unerlässlich.

Die Information über die Leistungen der

AWO-Sozialdienste erfolgte vor allem über

persönliche Kontakte, durch Verteilung von

Prospektmaterial an Ärzte, Krankenhäuser,

Therapeuten, Logopäden.

Die gute Zusammenarbeit und Kooperation

mit unseren Vertragspartnern, Vereinen und

Verbänden war und ist uns ein Anliegen.

Seite 20

Finanzierung / Zuschüsse

Die Ausgaben der Sozialdienste werden finanziert

durch:

Zahlungen aus Anspruch auf Pflegeversicherungsleistung

Zahlungen aus Krankenkassenleistung

Zahlungen aus BSGH-Ansprüchen

Selbstzahlerleistungen

Investitionskostenzuschüsse durch Stadt und

Landkreis Landshut

Solderstattung durch BAZ

Eigenmittel des Trägers

Die Sozialdienste waren in 2010 hohen Betreuungsschwankungen

unterlegen. Zunehmende

Multimorbidität der Patienten bedingten

hohe Ausfallquoten und hohe Fluktuation.

Der Rückzug aus der ambulanten Versorgung

durch Pflegedienste in die familiäre

Pflege, bzw. dann in die stationäre Versorgung

war zunehmend sichtbar.

Zunehmende Personalkosten, v.a. durch Tarifliche

Vereinbarungen und steigende Sachkosten

konnten in 2010 nicht refinanziert

werden.

„Pflege zu Dumping-Preisen“ – darauf ist

doch keiner scharf, war das Motto der bayernweit

angelegten Kampagne für angemessene

Gebühren in der häuslichen Pflege.

Die Forderungen

der Wohlfahrtsverbände

auf eine

ausreichende

Leistungsvergütung

durch die

Kranken und Pflegekassen

wurde

durch die gemeinsamenAktionen

unterstützt. In

Landshut fanden

sich am 4. August

über 30 Dienstfahrzeuge

der Sozialdienste

von AWO, BRK und Diakonie zu

einem gemeinsamen Autocorso durch die

Stadt zusammen.

Für 2011 ist es notwendig, vorhandene Strukturen

zu optimieren, um die Einrichtungen

wirtschaftlich führen zu können, denn eine

ausreichende Pflegevergütung wird auch in

2011 nicht erwartet.


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

AWO-Sozialstation Landshut

Simona Sandl (PDL Ambulante Dienste

Landshut und Neufahrn)

Ludmillastr. 15a

84034 Landshut

Tel. 0871 / 964588-13

Fax. 0871 / 276 11 54

e-mail: awo-landshut@t-online.de

web: www.awo-landshut.de

AWO-Sozialstation Neufahrn

Hauptstraße 66

84088 Neufahrn

Tel. 08773 / 1608

Fax. 08773 / 1608

e-mail: awo-neufahrn@t-online.de

web: www.awo-landshut.de

Betreuung und Begleitung für

Menschen mit Demenz

Ausgangslage

Die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband

Landshut, e.V. setzt sich ein für eine Kultur

des Zusammenlebens und Zusammenwirkens

der Generationen. Seit 2008 sind wir eines

von 500 Mehrgenerationenhäusern in

Deutschland.

Der gerontopsychiatrische Bereich der Betreuung

von Menschen mit dementiellen Veränderungen

findet in den letzten Jahren bei

uns besondere Bedeutung. Wir verbinden in

unserem MGH professionelle soziale Dienstleistungen

mit Aktivitäten des bürgerschaftlichen

Engagements. Dies wird erforderlich

aufgrund des Generationenwandels und der

zunehmenden Nachfrage nach kompensatorischen

und ergänzenden Hilfs- und Betreuungsangeboten

für pflegende Angehörige.

Dabei suchen wir den Dialog der Generationen

und werben für Verständnis und Rück-

Seite 21

sichtnahme, versuchen Schwellenängste abzubauen.

Besuch der Kita Mosaik

Vorbereitende Maßnahmen

waren Bedarfsanalyse, Ausarbeitung von

Handzetteln und Infoblätter, Ausgabe an

Neurologen, Hausärzte, Kliniken, Informationen

über die Landshuter Zeitung, Ausarbeitung

der Schulungsunterlagen, Akquise und

Auswahl von ehrenamtlichen Mitarbeitern zur

Schulung, Angebot der Betreuungsgruppe ab

14. Januar 2010 in den Medien. Größere Artikel

in Landshuter Zeitung, Seniorenbeirat

Altdorf, Stadtteilzeitung „Nikolaner“, Vorträge

AWO Ortsverein, Mehrgenerationenhaus,

Seniorentag, Infostände Seniorentag Bernlochner,

Familienfest der AWO, Persönliche

Anschreiben an alle Kunden / Patienten / Angehörige.

Gesamt wurden 25 Kurzartikel in

der LZ veröffentlicht.

Kooperationen / Zusammenarbeit

� Alzheimer Gesellschaft Deutschland,

� Alzheimer Gesellschaft Landshut

� Seniorengesprächskreis Landshut, hier

Mitwirkung bei der Erstellung des Seniorenführers

für Landshut und Wegweiser

für Menschen mit Demenz

� Kooperationspartner der Fachhochschule

Landshut, hier „DemConLa“ –

Demenzcontext Landshut,

Weitere Kontakte mit „aufschwung alt“,

Heimaufsicht (FQA), Seniorenbeirat der Stadt

Landshut, Sozialdiensten der Kliniken und

Krankenhäuser in der Region.


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Schulung der Ehrenamtlichen Mitarbeiter

Von 14.01.2010 bis 15.04.2010 wurden acht

EA-Mitarbeiter in 40 U-Stunden, von Eva-

Maria, Krätzig, Gerontofachkraft und Maria

Karl, Gerontofachkraft, damals in Ausbildung,

geschult. Weitere Fortbildungen waren Sitztänze,

Sturzprophylaxe und Umgang mit

schwierigen Situationen bei Menschen mit

Demenz. Anschließend folgte die Hospitation

ausgebildeter ehrenamtlicher Helferinnen in

der Tagespflege.

Von den acht ausgebildeten Ehrenamtlichen

Mitarbeitern waren zum Jahresende drei Ehrenamtliche

noch im Einsatz.

Übergabe der Zertifikate

Betreuungsgruppe

In der betreuten Gruppe erleben erkrankte

Menschen individuelle Zuwendung und angemessene

Aktivierung. Der Tag wird gestaltet

durch gemeinsames Zubereiten der Mahlzeit,

Bewegung, Singen und Gespräche, die

an der Lebensgeschichte und dem Alltag anknüpfen.

Von 25 Treffen in 2010 seit dem 14.01.10 bis

31.12.2010 wurden 10 Betreuungsgruppen

besucht. Da ab Ende August, trotz 2wöchigen

Artikels in der Tageszeitung, sich keine weiteren

Interessierten meldeten, wird ab März

2011 die BG am Samstag von 9-13 Uhr angeboten.

Seite 22

Maria Karl. Leiterin der Betreuungsgruppe

Betreuung zu Hause

Unsere geschulten und qualifizierten Betreuungshelferinnen

orientieren sich an den

Wünschen und Bedürfnissen und

Fäghigkeiten der kranken Menschen und

nehmen sich Zeit, in Ruhe zuzuhören, spazieren

zu gehen, vorzulesen oder einfach nur

da zu sein. Die individuelle Einzelbetreuung

wurde 2010 gut nachgefragt.

Finanzierung

Für die Betreuung werden Angehörigen über

das Pflegeleistungsergänzungsgesetz monatlich

mit bis zu 200 Euro über die Pflegekassen

unterstützt. Für die Durchführung der Betreuungsgruppe

werden der AWO über das

ZBFS (Versorgungsamt) Zuschüsse bewilligt.

Ein Teil der Personalkosten wird über Mittel

aus dem Programm Mehrgenerationenhäuser

finanziert.

BETREUUNG UND BEGLEITUNG BEI

DEMENZ

Leitung: Karl Maria

Ludmillastr. 15a, 84034 Landshut

Telefon: 0871 974 588 13


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Tagespflege für Senioren

Der Grundgedanke der AWO Tagespflege:

„Die Tagesgäste bewahren sich ihre eigene

Häuslichkeit und sind in der Tagespflege

pflegerisch und therapeutisch gut betreut.“

Wir ermöglichen den Tagesgästen einen erfüllten

Tag. Unser oberstes Ziel ist es, dass

sich unsere Gäste wohl fühlen.

Betreuungsstruktur:

Demenzerkrankte Menschen (Alzheimer),

Morbus Parkinsonkranke, Apoplex-erkrankte,

Menschen mit starken Depressionen, Menschen

nach schweren Operationen oder

Frakturen, Pflegebedürftige, körperbehinderte,

ältere Menschen.

Zunehmend suchten Menschen mit dementiellen

Veränderungen und psychischen Erkrankungen

unsere Tagespflege-Einrichtung

auf. Dies führte zu einer überdurchschnittlichen

Belegung durch Pflegebedürftige mit

Stufe 0 oder Stufe 1.

Belegungstage / Einstufungen

Belegung 2010 3508

Pflegestufe Selbstzahler 1214

Pflegestufe 1 1514

Pflegestufe 2 622

Pflegestufe 3 158

Leistungsangebot:

Neben den Grundleistungen der Behandlungspflege

(Blutdruckmessen, Blutzuckermessungen,)

und der pflegerischen Hilfen im

Ablauf des Betreuungstages der Gäste wurden

therapeutische Einzelgespräche, Bewegungsübungen,

Prophylaxen, Rehabilitative

Leistungen sowie anregende, entspannende

Aktivitäten wie Singen, Gesellschaftsspiele,

Backen, Tanzen und Gedächtnisspiele angeboten,

nach Betreuungsanforderung der Gäste

angepasst und nach Bedarf neu konzipiert.

Zunehmend waren Beratungsgespräche mit

Angehörigen und Informationsweitergaben an

Ärzte zu verzeichnen.

Beste Betreuung für unsere Gäste ist unser

Qualitätsanspruch. Daher legten wir höchsten

Wert auf qualifiziertes Fachpersonal, wir unterstützten

und förderten die Weiterbildungs-

Seite 23

maßnahmen in Gerontopsychia-triatrie, um

die Mitarbeiterinnen adäquat auf den Umgang

mit den unterschiedlichen Krankheitsbildern

der Demenz vorzubereiten. Ergänzt

und unterstützt wurden die Fachkräfte durch

engagierte und einfühlsame Pflegehilfskräfte.

Unser derzeitiger Personalschlüssel von 3,36

Vollzeitstellen für 14 Gäste liegt weit über

dem bayerischen Durchschnitt. Diese gute

personelle Besetzung erfordert eine optimale

wirtschaftliche Auslastung der Tagespflege

und ein hohes Maß an Engagement und finanzieller

Eigenbeteiligung der AWO.

Personelle Besetzung

Leitung der Tagespflege,

1 Altenpflegerin, Zusatzausbildung Gerontopsychiatrische

Fachpflegerin, geriatrische

Rehabiltationskraft, Altentherapeutin

1 Krankenschwester, Zusatzausbildung Gerontopsychiatrische

Fachkraft, stv. Leitung,

2 Altenpflegerinnen, Zusatzausbildung Gerontopsychiatrische

Fachkraft

1 Altenpflegerin

3 Pflegehelferinnen

2 Mehraufwandbeschäftigte

Fortbildungen:

Erste Hilfe Kurse, Ausbildung zur Gerontopsychiatrischen

Fachkraft, Hygieneschulungen,

Medikamentenschulung,

Öffentlichkeitsarbeit:

Information über unsere Einrichtung und die

unterschiedlichen Möglichkeiten der Betreuungsformen

sind ein wesentlicher Beitrag,

Betroffenen und Angehörigen die nötige

Hilfe zukommen zu lassen, um auch Schwellenängste

zu nehmen. Veranstaltungen wurden

zahlreich angeboten:

Feiern für die Tagesgäste und Angehörige,

Infos, Vortrag für pflegende Angehörige im

Aktionsprogramm

Tagespflege für Senioren

Leitung: Johanna Stegbauer

Ludmillastr. 15a, 84034 Landshut

Telefon: 0871 974588-16

Email: tagespflege@awo-landshut.de


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Mehrgenerationenhaus

im Nikolatreff des sozialen

Zentrums der AWO

Aufgaben und Ziele

Im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus

Landshut wurde Raum geschaffen für Generationen

übergreifendes Leben und Lernen,

mit dem Ziel den Zusammenhalt zwischen

den Generationen unabhängig von familiären

Bindungen zu stärken.

Angestrebt wird ein selbstverständliches Miteinander

von Jung und Alt. Hier kann jeder

und jede ihre persönlichen Fähigkeiten einbringen.

Das Mehrgenerationenhaus (MGH)

ist ein offener Ort, an dem gegenseitiger Austausch

von Jung und Alt und Unterstützung

von Familien neu gelebt wird.

MitarbeiterInnen

Hauptamtlich geleitet wird das Projekt von

Doris Reithmeier-Erhard, Sozialpädagogin

mit einem Zeitumfang von 15 Std.

Mehr als 20 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten

auf gleicher Augenhöhe mit der Projektleitung

zusammen. Alle MitarbeiterInnen haben

an der Hygienebelehrung des Gesundheitsamtes

teilgenommen, ein polizeiliches Führungszeugnis

bei Antritt der Arbeit vorgelegt

und - gemeinsam an einem Ersthelferkurs

teilgenommen.

Verfahrensanweisungen für die Arbeit wurden

gemeinsam erarbeitet.

Ehrenamtlich wird geleistet: monatliche Kassenführung,

Betreuung der Internetseite, Pädagogen

in Elternzeit und Ehrenamtliche betreuen

die Kinder im Kinderclub und

beim Ferienprogramm, Organisation des

Schafkopfabends und Bewirtung mit bayrischer

Brotzeit. Kostenlose Angebote wie

Haushaltsplanung, preisgünstig einkaufen

und 1 Euro Kochkurs wurden ebenso wie

Sitztänze für Jung und Alt oder Gedächtnistraining

ehrenamtlich angeboten.

Leistungsumfang und Leistungsangebot.

Treffen von ehrenamtlichen Mitarbeitern,

Neujahrs Brunch

Ferienbetreuung für Kinder von 3 bis 12 Jahren

in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien:

Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 17 Uhr

mit Mittagstisch.

Wellness- und Kreativmärkte (2) : Zwölf

Frauen sind kunsthandwerklich aktiv und bo-

Seite 24

ten an Ständen die Ergebnisse ihrer besonderen

Fähigkeiten an. Unter dem Motto: „Was

gut tut“ gab es einen Schönheitssalon, Massagen

und Klangschalenmassage.

Herbstprogramm mit Angeboten für Jung

und Alt, wurde erstmalig ab Herbst 2010 in

Form eines Flyers publiziert:

Beratung in Konflikt – und Krisensituationen,

Nähschule, Lederworkshop, Malkurs,

Sitztanz, Gedächtnistraining, Nachhilfeunterricht,

Vortrag zum Thema Demenz, 1 Euro

Kochkurs, Haushaltsplanung, Beratung zur

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung,

Mobile medizinische Fußpflege, Schallplattentreff,

Kinder checken ein – Eltern gehen

aus, Kindertheater, Schlafstörungen, Erste

Hilfe Kurs für Kinder, Kinderclub, Elterntalk,

Sprachstammtisch Deutsch, Kunterbunte

Basteltage, Kindergeburtstage, Schafkopfen

mit Brotzeit.

Das Cafe - der Mittelpunkt des MGH.

Der öffentlicher Bücherschrank wurde

ganz neu eingerichtet. Gelesene und nicht

mehr benötigte Bücher können hier abgegeben

werden und ohne Formalitäten können

Bücher mitgenommen werden. Ob man sie

zurückbringt, behält, tauscht oder nicht, entscheidet

jeder Nutzer selbst. Das Cafe lädt

ein zum Schmökern im Nikolatreff.

Raumnutzung. Die AWO überlässt unbürokratisch

und kostengünstig Räume für Feste

und Feierlichkeiten gegen Unkostenpauschale.

Qualitätsmanagement und Kooperationen

Die gesamte Arbeit wurde mit Zeitungsankündigungen

– „Das Programm im

Mehrgenerationenhaus“ (wöchentlich),

mit Berichten über Veranstaltungen und mit

Fotos dokumentiert. Gesamt wurden über

100 Meldungen veröffentlicht. Die Presse

(Landshuter Zeitung, Landshut aktuell,

Landshuter Wochenblatt, veröffentlichte 83

Programmankündigungen des MGH und 7

Berichte über Veranstaltungen, etliche Kurznotizen

und unter „Familie aktiv“ im örtlichen

Regionalfernsehen eine Reportage.

Für die Dokumentation unserer Arbeit waren

zwei Selbstmonitoring und ein Benchmarking


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

erforderlich, dazu jährlich eine Nutzerbefragung

über die Service-Agentur. Zur Vernetzung

der MGHs wurde regelmäßig an Moderationskreistreffen

für den Regierungsbezirk

Niederbayern/Oberpfalz der Mehrgenerationenhäuser

teilgenommen.

Kooperationen / gemeinsame Aktionen

Gemeinsam im Quartier setzen wir uns ein

für ein lebendiges Viertel:

Beteiligung am Sommerfest am Bismarckplatz

mit Kinderbetreuung

Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement,

Teilnahme am Arbeitskreis Soziales, Kultur,

Bildung

Zusammenarbeit mit der Fala - Freiwilligenagentur,

Jugendamt, Agentur für Arbeit / Arge:

Kinderbetreuung beim Mitarbeiterfest:

Zirkus Maroni

Veränderungen und Ausblick

Fünfzehn Stunden bezahlte Arbeit in Kombination

mit Einbindung des Ehrenamtes erfordern

größtmögliche Motivationsarbeit, Spontaneität,

Flexibilität. Das Programm änderte

sich mit den Fähigkeiten und Interessen der

zur Verfügung stehenden ehrenamtlichen

Mitarbeiter. Die Projektleitung sieht ihre vornehmliche

Aufgabe darin, Menschen dazu zu

motivieren im MGH das zu tun, was sie gut

können und was ihnen Spaß macht und zwar

in dem Zeitumfang, der ihnen entspricht.

Ein besonderer Dank geht an unsere Haus-

Patinnen Frau Monika Weinl, Regierungsvizepräsidentin

und Frau Maria Amtmann, Geschäftsführende

Leitung der Agentur für Arbeit,

für ihre beständige Unterstützung.

„Fit mit Frühstück“

Seit Oktober 2010 wird über das MGH mit

Unterstützung der Freiwilligenagentur fala an

MEHRGENERATIONENHAUS

PROGRAMM

AWO-Nikola-Treff

Nikolastr. 36, 84034 Landshut

Leitung:

Doris Reithmeier-Erhard, Dipl.Soz.Päd.(FH)

Telefon: 0871 / 2765238

Email: d.reithmeier@awo-landshut.de

www.awo-landshut.de

Seite 25

der Landshuter Grundschule St. Nikola ein

gesundes Schulfrühstück angeboten.

Vorrangiges Anliegen war es, Kindern einen

guten Start in den Schulalltag zu geben, denn

mit leerem Magen lernt es sich schlecht. Dabei

legen wir Wert auf eine bewusste gesunde

Ernährung in angenehmer Atmosphäre,

Einbindung der Kinder in die Arbeitsabläufe

und ein Essen in Gemeinschaft. Für viele

Kinder ist dies nicht nur die einzige gesunde

Mahlzeit am Tag, sie ist auch die einzige, die

sie in Gemeinschaft zu sich nehmen.

Betreut wurden schultäglich bis zu 20 Kinder

der vier Ganztagsgrundschulklassen unter

Aufsicht ihrer Klassenlehrerin.

Zur verantwortlichen Organisation, Vorbereitung

und Durchführung des Frühstücks-

Projektes wurde eine Mitarbeiterin in Teilzeit

angestellt. Frau Sigrid Wenzel, die verantwortliche

Betreuerin des Frühstück-Projektes

erhielt beste Unterstützung durch engagierte

freiwillige Helferinnen, die über die Landshuter

fala vermittelt wurden.

Regelmäßig ein bis zweimal in der Woche

helfen sie ab 7 Uhr morgens Gemüse und

Obst zu schnippeln, Brot aufzuschneiden,

Radieschen und Schnittlauch vorzubereiten.

Das Frühstücksbuffett

ist

liebevoll vorbereitet,

die Kinder genießen

das reiche

Angebot an Möhren,

Paprika, Vollkornbrot.Natürlich

durfte auch

mal Nutella nicht

fehlen.

Lebensmittelspenden

kamen anfangs von Landshuter Firmen.

Zunehmend waren jedoch Lebensmittel zuzukaufen,

die von der AWO finanziert wurden.

Zur Weiterführung des Projektes sind wir

aber auf regelmäßige / gesicherte Spenden

angewiesen.

Frauenhaus


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Projektbeschreibung „Neuer, gefestigter

Platz in der Gesellschaft“

Jahrelange Gewalterfahrungen haben bei betroffenen

Frauen und Kindern Wunden hinterlassen.

Der Start in einen neuen Lebensabschnitt

wird überschattet von posttraumatischen

Belastungsstörungen, die als Folge

von andauernden Misshandlungen auftreten

können.

Viele Frauen und ihre Kinder leiden unter

vermindertem Selbstwertgefühl, Ängsten und

Entwicklungsdefiziten im sozialen Bereich.

Monatliche Gruppentreffen nach dem

Frauenhausaufenthalt für Frauen und Kinder

sollen der langfristigen Nachsorge,

der Stabilisierung der Frauen und Kinder

in ihrem neuen Lebensbereich dienen.

Gerade allein erziehende Frauen mit Gewalterfahrungen

brauchen besondere Hilfesysteme.

Deshalb hat das AWO Frauenhaus ein

Konzept entwickelt, um mit diesen Frauen

und Kindern nach dem Frauenhausaufenthalt

einen „neuen gefestigten Platz in der Gesellschaft“

zu finden, damit sie mit großem

Selbstbewusstsein auf eigenen Beinen stehen

und für sich und ihre Kinder sorgen können.

Kinder von allein erziehenden Müttern

sind viel stärker von Armut betroffen als Kinder

mit beiden Elternteilen. Unser Projekt ermöglicht

ihnen am gesellschaftlichen Leben

teilzunehmen, was ihnen sonst nicht oder nur

unter erschwerten Bedingungen möglich wäre.

Der Zeitrahmen für das Projekt „Neuer, gefestigter

Platz in der Gesellschaft“ wurde für

den Zeitraum Mai 2010 bis Mai 2011 angesetzt.

Die Förderung und Finanzierung wurde von

Aktion Mensch e.V. übernommen. An dieser

Stelle herzlichen Dank.

Zahlen und Fakten 2010

Aufgenommene Frauen 22

Aufgenommene Kinder 22

Belegungstage 1677

Kinderbelegungstage 1928

Auslastung Belegung 91,89 %

Seite 26

AWO FRAUENHAUS

Postfach 15 44, 84003 Landshut

Telefon: 0871 / 92 10 44

frauenhaus@awo-landshut.de

www.frauenhaus-awo-landshut.de

Das Team:

Angelika Hirsch, Dipl.Soz.Päd. (FH), Leitung

Birgit Schlick-Blieninger, Dipl.Soz.Päd (FH)

Gabi Kempa-Wieland, Erzieherin

Brigitte Pirdszun, Erzieherin, Verwaltung

Gül Dinc, FH-Praktikantin Soziale Arbeit

und 17 Ehrenamtliche

Lis –

Landshuter Interventionsstelle


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Beratung bei häuslicher und

sexualisierter Gewalt

Vision

Von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene

Menschen durch Unterstützung ein

selbstbestimmtes Leben in Sicherheit zu ermöglichen

Ziel der Einrichtung ist es Personen aus

Stadt und Landkreis Landshut die Opfer von

Gewalt sind, unabhängig vom Alter, Geschlecht,

Nationalität und religiöser Orientierung

kostenlose Beratung zu gewähren. Die

ausgeübte Gewalt kann häuslicher oder sexualisierten

Ursprungs und physischer

und/oder Natur, bis hin zu Nachstellungen,

wie das sogenannte Stalking, sein.

Aus dem Leitbild der Lis

Lis sieht in der Beratung den ganzen Menschen,

unterstützt in Krisensituationen, setzt

auf Hilfe zur Selbsthilfe, bietet Beratung auf

professioneller Basis, arbeitet mit Netzwerken

und teamorientiert wirkt gesellschaftspolitisch.

Arbeitsfelder im Jahr 2010

Die Arbeitsfelder von Lis umfassen telefonische

und persönliche Beratung von betroffenen

Frauen und Männern, Beratung von unterstützenden

Angehörigen, Lehrkräften, Erzieherinnen

etc. Die Beraterinnen begleiten

aber auch zu Polizei, Gerichten und Rechtsanwältinnen.

Ebensfalls zum Arbeitsbereich

gehören Information, Prävention, Vernetzung

und Fortbildung, Zusammenarbeit mit Fachstellung

und Institutionen.

Gruppenangebot

Angeregt durch die Wünsche und Bedürfnisse

der Klientinnen hat das Beraterinnenteam

im Januar 2010 eine ressourcenorientierte

Gruppe für Frauen mit Missbrauchserfahrungen

in der Kindheit und Jugend ins Leben gerufen.

An zehn Abenden liegt der Schwerpunkt der

angeleiteten Gruppe auf den so genannten

Ressourcen, den Stärken und Fähigkeiten

der Frauen, die sie trotz traumatischer Erlebnisse

entwickelt haben, um zu überleben.

Ziel der Gruppe war und ist es, auch für die

weiteren Gruppen, die Isolation der betroffenen

Menschen aufzubrechen, sowie Selbst-

Seite 27

bewusstsein und die Neuorientierung der

Teilnehmerinnen zu festigen und zu fördern.

Durch den konstruktiven Austausch und den

Ausbau positiver Bewältigungsstrategien ist

den betroffenen Frauen die Auswirkung der

Gewalterfahrung und somit der Zusammenhang

zwischen dem Trauma und den aktuellen

Symptomen bewusster gemacht worden.

Mit viel Herzblut und Engagement ist es gelungen

ein wertvolles Gruppenangebot in

Landshut zu etablieren.

Zahlen und Fakten 2010

Beratene Personen 204

Anzahl Beratungen 617

davon persönlich 300

davon telefonisch 308

davon EmailBeratung 9

Anlass der Beratung (Mehrfachnennungen)

Häusliche Gewalt 301

Sex. Gewalt Vergangenheit 126

Sex. Gewalt aktuell 85

Sex. Missbrauch Kinder 25

Vergewaltigung 8

Stalking 44

Familiengewalt 28

Migrationsberatung (MBE)

Für den AWO Kreisverband Landshut e.V.

LIS – LANDSHUTER

INTERVENTIONSSTELLE

Gestütstraße 4a, 84028 Landshut

Telefon: 0871 / 4301148

Email: info@info-lis.de

Internet: www.info-lis.de

Lis ist eine Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft

AWO und Caritas. Beide stellen je eine Fachberaterin:

Marion Schad, Pädagogin MA, AWO

Christiane Mendler-Härtl, Dipl.Soz.Päd (FH),

Caritas


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

zählt die Unterstützung der Neuzuwanderer

bei der Integration in der Region zu einer

wichtigen Aufgabe der Wohlfahrtspflege.

Die interkulturelle Öffnung und kultursensible

Betreuung, bzw. Pflege ist in den AWO-

Einrichtungen ein aktuelles und ein Zukunftsthema.

Die neu errichtete Migrationsberatungsstelle

setzt dabei weitere Schwerpunkte

in der Innen- und Außenwirkung.

Am 17. Mai 2010 nahm die landesgeförderte

Migrationsberatungsstelle der AWO die Tätigkeit

auf. In der Nikolastraße im AWO

Nikolatreff wurde dazu ein Beratungsbüro

eingerichtet. Die Stelle ist mit einer Fachberaterin

(0,5) besetzt.

Die MBE zielt darauf ab den Integrationsprozess

der neu angekommenen Migranten in

die deutsche Gesellschaft gezielt zu initiieren,

zu steuern und zu begleiten. Dies soll durch

ein zeitlich befristetes (maximal 3 jähriges),

individuelles und bedarfsorientiertes Beratungsangebot

erreicht werden, welches die

Migranten zu selbständigem Handeln in allen

Lagen des täglichen Lebens befähigen soll.

Daher kann die MBE lediglich eine Unterstützungstätigkeit

übernehmen. Durch das umfassende

Beratungs- und Informationsangebot

bietet sie, gemäß dem AWO-Grundsatz,

Hilfe zur Selbsthilfe.

Zielgruppen

� Spätaussiedler, deren Ehegatten und

Kinder (über 27 Jahren)

� Ausländer, die sich auf Dauer im Bundesgebiet

aufhalten

� Bereits länger in Deutschland lebende

Zuwanderer in konkreten

Kiristensituationen oder Zuwanderer, die

zum Besuch des Integrationskurses verpflichtet

werden.

Zahlen und Fakten

Die Daten stellen den Zeitraum zwischen Mai

und Dezember 2010 dar. Während dieser

Zeit nahmen insgesamt 87 Personen die

Dienste der Migrationsberatung in Anspruch.

Dank

Wir bedanken uns bei der Kommune Stadt

Landshut, dem Landkreis Landshut und den

Seite 28

Die 87 Klienten teilen sich in 48 Frauen und

39 Männer.

224 Beratungen wurden durchgeführt. Die Art

der Beratung konzentriert sich überwiegend

auf die Durchführung von Sondierungsgesprächen,

bzw. von Analysen einer Problemlage

mit gleichzeitiger Ausarbeitung eines

Lösungsansatzes.

Themenschwerpunkte der Beratung:

� Soziale Leistungen

� Schule, Ausbildung, Beruf

� Ausländerrecht

� Wohnungsfragen

� Verschuldung/Wirtschaften

� Familie/Erziehung

� Gesundheit/Schwangerschaft

Herkunftsländer:

Die Ratsuchenden kamen aus 28 verschiedenen

Ländern, u.a. Türkei, Somalia, Rumä-

nien, Russland, Portugal, Polen, Kosovo, Italien,

Irak, Indien, Afghanistan.

MIGRATIONSBERATUNG

FÜR ERWACHSENE

Nikolastraße 36, 84034 Landshut

Telefon: 0871 / 96549203

Email: migrationsberatung@awo-landshut.de

Fachberaterin:

Kamilla Jencz (M.A.)


AWO Kreisverband Landshut e.V. Geschäftsbericht 2010

Landkreiskommunen und der Regierung von

Niederbayern für die gute und vertrauensvolle

Zusammenarbeit.

Wir bedanken uns bei allen Förderern und

Zuwendungsgebern für die Unterstützung in

diesem Jahr.

Wir bedanken uns bei den Schulleitungen für

die Kooperation bei den Ganztagsgruppen

und in der Jugendsozialarbeit.

Wir bedanken uns bei allen Spendern, die mit

Geld-, Sach- oder Zeitspenden unsere Einrichtungen

getragen haben.

Wir bedanken uns bei den ehrenamtlichen

und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen für das

Engagement in ihrem Wirkungskreis.

Wir bedanken uns bei den AWO-Mitgliedern

und AWO Organen für die ideelle und aktive

Unterstützung.

Ausblick

Seite 29

Ansprache des AWO Landesvorsitzenden Dr. Thomas Bayer

bei dem Familienfest, gemeinsam mit dem AWO Bezirksverband

NB/Opf. und AWO Ortsverein Landshut auf der

Grieserwiese.

Die Erweiterung des Sozialen Zentrums der AWO wurde Anfang des Jahres vom AWO Bezirksverband

Niederbayern-Oberpfalz an den AWO Kreisverband Landshut übertragen. Die überarbeitete

Planung konnte im Herbst 2010 zur Bewilligung eingereicht werden.

Mit der Baumaßnahme soll im Frühjahr 2011 begonnen werden, mit der Fertigstellung ist im Sommer

2012 zu rechnen.

Mit dem Sozialen Zentrum der

AWO entsteht ein Begegnungszentrum

für Jung und Alt, ein

Treffpunkt für die Menschen im

Stadtteil Nikola. In der Kindertagesstätte

für Kinder von 0 bis

6 Jahren können 75 Kinder aufgenommen

werden. Neben den

betreuenden und bildenden

Aufgaben sind Beratung und

Unterstützung in verschiedensten

Lebensbereichen ein weiteres

Angebot. Dem Haus International

werden im Neubau

Räume für Integrationskurse mit

Kinderbetreuung bereitgestellt. Der AWO Laden bietet gebrauchte Kleidung und kleinere Haushaltsgegenstände.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine