Betriebliches Gesundheitsmanagement Magazin 2017

Sportaktiv.Magazin

Sonderausgabe 2017 von

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

BGM

KOPF FREI KRIEGEN,

KÖRPER BEWEGLICH HALTEN

DIE MACHT

DER PAUSE

1 BGF

In Kooperation mit


ERFOLGREICHER

ARBEITNEHMERSCHUTZ

HAT EINEN NAMEN

Österreichs erstes Zentrum

für Prävention in der Arbeitswelt

kompetent, menschlich & initiativ

Unsere regionalen Präventionsteams bestehend aus ArbeitsmedizinerInnen,

Sicherheitsfachkräften, Prüftechnikern, Arbeits- und OrgansiationspsychologInnen

sowie sonstige Fachkräften aus der Gesundheitsförderung

sind an über 3500 Betriebsstandorten in ganz Österreich erfolgreich tätig mit

einem Ziel: die beste Gesundheitsbegleitung für die Menschen in ihrem Unternehmen.

Gerne stellen wir Ihnen unsere Konzepte vor.

Kontaktieren Sie uns!

Mag. Renate Krenn, 0664 213 82 84 oder renate.krenn@asz.at

ASZ – Das Arbeitsmedizinische und Sicher heitstechnische Zentrum in Linz GmbH, A-4021 Linz,

Europaplatz 7, office@asz.at Tel. 0732/60 99 88, www.asz.at


EDITORIAL

KLAUS MOLIDOR

ist Redakteur von SPORTaktiv, Österreichs

größtem Magazin für Hobby- und Freizeitsport

ACHTUNG,

HAMSTER!

4

Wachsen, wachsen, wachsen soll die Wirtschaft. Mehr Arbeit, mehr

Umsatz, mehr Gewinn, mehr Mehr. Fortschritt und Digitalisierung

beschleunigen das Hamsterrad, in dem wir laufen. Die Folge ist Physik: Je

schneller sich das Rad dreht, desto höher die Fliehkräfte, die an den Personen

zerren. Irgendwann ist die Grenze erreicht und die Personen fliegen

aus der Bahn. Physisch und psychisch. Und wer hat dann gewonnen? Der

Mitarbeiter nicht, eh klar. Das Unternehmen? Auch nicht. Die Volkswirtschaft?

Schon gar nicht.

Das Gehirn lässt sich nicht beschleunigen, wie Psychologe Johann Beran

im Interview (Seite 4) erklärt. Daran hat sich seit der Steinzeit nichts

geändert. Irgendwann sind unsere Speicherkapazitäten voll. Beim Computer

bauen wir eine größere Festplatte ein, aber beim Menschen? Der fährt

ungebremst ins Burnout.

Betriebliches Gesundheitsmanagement“ heißt, nicht nur zu schauen,

dass die Mitarbeiter richtig sitzen oder in den Wintermonaten gegen

Grippe geimpft werden. Es bedeutet, Balance zu schaffen zwischen Arbeit

und Erholung, zwischen Belastung und Entlastung. Ein Muskel wächst

auch nicht in der Belastung, sondern in der Regeneration, wenn er Zeit

hat, die Reize zu verarbeiten. Darum geht es: Pausen zuzulassen, maßvollen

Müßiggang in den Arbeitsalltag zu integrieren, Bewegung zu fördern.

Unternehmen, die das ermöglichen, sind erfolgreich (siehe Seite 8), weil

die Mitarbeiter produktiver und kreativer sind, gesünder sowieso. Allein

die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift ist. Das wusste Paracelsus vor

knapp 500 Jahren, das zeigen wir Ihnen bei der Lektüre dieses Magazins.

INHALT

4 IRGENDWANN KOMMT

DER ZUSAMMENBRUCH

Interview mit Arbeitspsychologe

Johann Beran

8 HERR DER RINGE

Lokalaugenschein beim Siemens-Bewe

gungs-Instruktor Harald Schober in Weiz

12 KEINE RÜCKKEHR VON

NULL AUF 100

Seit 1. Juli kann man sanft aus einem

langen Krankenstand zurückkehren

14 ZEHN JAHRE SVA-CAMPS

Tausende begeisterte Teilnehmer,

immer neue, vielfältige Programme

Fotos: Thomas Polzer / Foto-Cover: iStock

IMPRESSUM

sportaktiv.com

EIGENTÜMER/VERLEGER: TOP TIMES Medien GmbH (SPORTaktiv),

Gadollaplatz 1/12; Tel.: 0 316/80 63-25 80; office@sportaktiv-magazin.at

GESCHÄFTSFÜHRUNG: Mag. Alfred Brunner, Ronald Tomandl

CHEFREDAKTION BGM-MAGAZIN: Mag. Klaus Molidor, PROJEKTLEITUNG: Arnold Pauly

REDAKTION: Mag. Wolfgang Kühnelt

PRODUKTION: Heidrun Salmhofer, Styria Media Design GmbH & Co KG, www.styriamediadesign.com

DRUCK: Niederösterreichisches Pressehaus

20 SITZEN IST DAS

NEUE RAUCHEN

Wir verraten Tipps und Tricks für mehr

Beweglichkeit im Büro

30 „WENN NICHTS PASSIERT,

MÜSSEN WIR STRAFEN“

Was mit Firmen passiert, die nicht auf

die psychische Gesundheit achten

BGM

3


IRGENDWANN KOMMT

DER ZUSAMMENBRUCH

ARBEITSPSYCHOLOGE JOHANN

BERAN ERKLÄRT IM INTERVIEW,

WARUM WIR WÄHREND DER

ARBEIT HIN UND WIEDER

SPRINGEN MÜSSTEN UND WAS

PASSIERT, WENN WIR ZU WENIG

AUF ERHOLUNG ACHTEN.

4 BGM


Fotos: istock, Johann Beran

Herr Beran, Sie sagen: Das Gehirn des

Menschen ist nicht beschleunigbar.

Das hat sich seit der Steinzeit nicht

geändert. Wie schaffen wir dann aber

immer mehr in immer kürzerer Zeit?

Johann Beran: Es geht sich eh nicht aus.

Oder anders gesagt: Es geht sich insofern

aus, als dass die Pharmaindustrie

viel verdienen wird. Sie werden eine

Zeit lang sehr viele Reserven lockermachen,

sie werden dann eine Zeit lang

schlechter schlafen und irgendwann

kommt die Erkrankung. Das ist im Organismus

so, weil wir relativ viel Kraft

haben. Wenn wir jung sind, sind die

Batterien gut geladen. Da können wir

mit unserem Organismus ein bissl viel

Blödheiten aufführen, aber die Ressourcen

werden knapper und de facto ist Beschleunigung

nur punktuell und nur für

kurze Zeiträume möglich. Wir sind zu

Spitzenleistungen imstande, aber eben

nicht dauernd.

Kann sich das über ein ganzes Arbeitsleben

in dem Takt ausgehen?

Nein und das merkt man auch an den

Burnout-Zahlen. Das werden immer

mehr und vor allem trifft es immer öfter

Junge. Ich hab im letzten Jahr drei junge

Menschen direkt vom Arbeitsplatz in

die Psychiatrie bringen müssen, weil

es dann plötzlich nicht mehr funktionierte.

Es ist eine Illusion, dass unser

Gehirn so unglaublich viel leisten

könnte. Das sind zwei, drei Stunden

über den Tag verteilt insgesamt – das

ist der gleiche Status als zu der Zeit, als

wir noch in der Savanne gelebt haben.

Ich renne ja auch nicht den ganzen

Tag vor irgendwelchen Viechern weg

oder hinterher. Und dann brauchen wir

eben unsere Ruhepausen. Das Gehirn

braucht diese Ruhepausen öfter, als man

glaubt, weil wir bei dem unglaublichen

Input, den wir da haben mit all den

vielen Daten und Möglichkeiten, die

wir uns in den letzten Jahrzehnten geschaffen

haben, sehr viel mehr an Daten

verwalten müssen. Wenn man sich vorstellt

dass unser Bewusstsein ein kleines

Männchen ist, das vor dem Fenster

steht und lauter Packerln reinschmeißt,

dann wäre es irgendwann gut, wenn

JOHANN

BERAN

ist Arbeits-,

Gesundheits- und

Notfall-Psychologe

in Wien und betreut

unter anderem große

Firmen wie Siemens

in Weiz.

www.praxis-beran.at

der einmal aufhört, damit herinnen die

Packerln einmal weggeräumt werden

können. Das sind die Phasen, in denen

das Gehirn die verschiedenen Schwingungsmuster

fährt. Wo wir verarbeiten

können müssen.

Oder wie Sie sagen: Wenn das Pendel

extrem in die Belastung ausschlägt,

muss es danach gleich weit in die Erholung

ausschlagen.

Das ist die Balance. Ich kann nicht sagen,

die eine Waagschale ist ganz furchtbar

schwer und die andere wird schon

irgendwie. Es muss einfach ausgeglichen

sein. Und ausgeglichen heißt ausgeglichen.

Daran lässt sich nicht rütteln.

Aber wie kann man das den Wirtschaftskapitänen

und Geschäftsführern

so veranschaulichen, dass es

wirklich ein Umdenken gibt?

Womit man sie entängstigen kann,

ist, dass der Ausgleich eine qualitative

Komponente ist und nicht immer eine

quantitative. Ich kann eine Stunde hohe

Konzentration mit fünf Minuten Herumhüpfen

ausgleichen. Wenn ich mich

konzentriere, schaltet der Organismus

das Kämpfen-Flüchten-Muster ein

und dann muss ich auch irgendwann

kämpfen und flüchten. Das mache ich

nicht den ganzen Tag, sondern ein paar

Minuten. Dann sind die Stresshormone

wieder weg, der Organismus geht ins

System-Reset und ich kann wieder klar

denken. Nur: Mein Gehirn sagt mir

nicht, dass es sich verändert hat. Also

wenn mein Gehirn jetzt langsamer wird

oder gar offline geht, bin ich der Letzte,

der das mitkriegt. Das gilt auch für Führungskräfte.

Wir werden dann automatisch

langsamer und unkonzentrierter,

auf jeden Fall unproduktiver. Das ist

nicht das, was sich ein Unternehmen

wünscht. Wenn man Führungskräften

die eigenen Messbilder vor Augen führt,

kann man sie vielleicht doch überzeugen,

dass es andere Möglichkeiten gibt,

als immer mehr in immer weniger Zeit.

Leute, die Sie konsultieren, haben

den ersten Schritt schon getan und

wissen, dass sie etwas ändern müs-

BGM

5


sen. Aber gerade Alphatiere laden

sich meist extrem viel Arbeit auf und

sagen: Wenn ich das schaffe, musst du

das auch.

Ich weiß. Da kann man auch nicht

übertrieben viel tun. Es gibt immer

wieder Menschen, die sagen: Ich spür

nix. Wir haben eben unterschiedliche

Batteriesituationen in den Menschen.

Manche haben sehr viel Kraft, andere

sind prinzipiell schneller erschöpft. Die

Bandbreite von normal ist groß. Aber

jemand, der sehr ehrgeizig ist und sehr

getrieben, der spürt sich immer weniger.

Die Stresshormone haben ja die Aufgabe

mich vom Spüren wegzuschalten, weil

wenn ich beim Kämpfen und Flüchten

verletzt werde, darf ich nicht mit Auweh

herumhüpfen, sondern muss weiter

flüchten. Das unterschätzen die meisten,

dass ich mich in solchen Zuständen

überhaupt nicht im Entferntesten spüre.

Ich spüre mich immer erst dann, wenn

ich eine Extreminformation vom Organismus

kriege, nur dann ist es eben

schon zu spät. Bis der Organismus diese

Infos kriegt, kann es bei verschiedenen

Menschen verschieden lange dauern.

Das geht bei den einen in ein paar Wochen,

manche brauchen Jahre.

Burnout wird ja immer wieder auch

als „Modekrankheit“ abgetan.

Klar, denn was stört will ich nicht haben.

Führungskräfte haben zumeist den

Vorteil, dass sie sich manchmal ihre Zeit

doch selber einteilen können. Die schaffen

sich die Pausensetzungen bewusst

oder unbewusst in den Tag hinein, weil

sie oft gesellschaftlich verpflichtet sind,

irgendwas für den Organismus zu tun,

daher tun sie dann auch was für den

Ausgleich und wenn es nur golfen ist.

Oft kommt dann eher noch das Soziale

zu kurz. Familiär schaut es dann halt

nicht so toll aus. Wovon man aber ausgehen

kann, ist, dass es irgendwann alle

treffen wird …

Okay ...

Vor allem wir haben ja keine Vergleichsdaten.

Ich weiß ja nicht, wie es einem

heute 40-Jährigen dann geht, wenn er

70, 80 ist. Und die 80-Jährigen von jetzt

hatten eine andere Beschleunigungsqualität.

Bei meinem ersten Studium habe

ich den Rechner noch mit Lochkarten

gefüttert, die wir selber gezwickt haben.

Das war alles recht langsam. Im Lauf der

50 Jahre seitdem hat sich die Welt unglaublich

beschleunigt. Wie sich das auf

die Generation der heute 20-Jährigen

auswirken wird, kann ich nicht sagen.

Die Prognose, was die psychische

Gesundheit der Arbeitswelt betrifft,

klingt sehr düster.

Wenn man so will, ja. Weil wir selten

imstande sind, zu überlegen, was Konsequenzen

sein könnten, und darauf reagieren.

Das wird Auswirkungen haben.

Der Organismus schluckt viel, aber wir

haben eine sehr klare Buchhaltung im

Organismus. Es merkt sich nicht nur

die Haut jeden Sonnenbrand, wir haben

diese Buchhalter in jedem Teil unseres

Körpers sitzen. Und irgendwann kommt

die Auszahlung, ob wir wollen oder

nicht. Wir haben steigende Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

wir haben steigende

Krebserkrankungen, wir haben eine

ganze Reihe von Erkrankungen, wo man

ganz genau weiß, das hat etwas mit gestörten

Rhythmen zu tun.

Alzheimer zum Beispiel.

Wir wissen, dass die Tiefschlafphasen

ganz, ganz wichtig sind. Da weiß man,

dass sich das Gehirn zusammenzieht

und der Abwassertransport gut funktionieren

kann. Wir wissen ziemlich gesichert,

dass jede Menge an unterschiedlichen

Demenzformen wie Alzheimer

auch darauf zurückzuführen sind. Aber

wir tun alles so, als wäre nichts. Die

Menschen waren immer schon Weltmeister

im Verdrängen. Und das werden

wir wahrscheinlich bleiben.

Was muss passieren, oder ist der große

Crash nicht mehr aufzuhalten?

Das weiß ich nicht. Ich hab das Gefühl,

im Moment denken die Gesellschaft

und die Wirtschaft an Roboter und

nicht an Menschen. Wir sind fasziniert

von den Möglichkeiten der Algorithmen

und finden das ganz toll, dass die Maschine

aus unzähligen Datensätzen sehr

WIR VERGESSEN|

AUF UNSERE|

BEDÜRFNISSE,|

ABER|

UNSERE|

BEDÜRFNISSE|

VERGESSEN NICHT|

AUF UNS|

viel schneller als ein Mensch Ergebnisse

herausholen kann. Was der Mensch dadurch

erleidet, wie es ihm geht, wenn er

plötzlich viel mehr dieser Algorithmen

verarbeiten muss, daran denken wir

nicht. Es geht um Optimierung und

wir glauben, dass wir den Menschen

mitoptimieren können, weil wir an das

allgemeine Wachstum glauben. Wie das

auf einem geschlossenen Planeten gehen

soll, hab ich eh noch nie verstanden.

Was könnte der Einzelne tun, um gegenzusteuern?

Schauen, dass man in seinem Privat-

Foto: istock

6 BGM


leben nicht auch noch viel Belastung

einbaut. Langsam unterscheiden sich

Arbeits- und Privatleben gar nicht mehr,

weil ich sitz vorm Bildschirm. Ob ich

das in meiner beruflichen oder privaten

Situation tue – es bleibt ein Bildschirm.

Ich verarbeite genau solche Datenmengen

wie immer und höre nicht auf

damit. Irgendwann sollte ich den verdammten

Bildschirm endlich vergessen.

Fernsehen ist keine Entspannung, weil

ich ja wieder viele Daten aufnehme

und verwalten muss. In Schlafuntersuchungen

kann man sich anschauen, was

sich da im Gehirn alles abspielt. Wenn

ich zumindest den Bereich wieder entschleunige

und entlaste, wäre das ein

großer Gewinn. Dann könnte ich das

andere ein bisschen ausgleichen, aber

wir gleichen nichts mehr aus. Der meiste

Ausgleich ist eine Behauptung, aber kein

Ausgleich.

Und in der Arbeit?

Wenn ich mir so kleine Durchatemphasen

gönne, wo ich eine Minute lang

einmal nichts anderes mache, als Einund

Ausatmen zu spüren. Einmal kurz

aufstehen und die Stiegen raufrennen.

Damit kann ich schon sehr viel bewegen,

weil ich die Stresshormone rauskriege.

Dazu brauch ich die großartigen

Erlaubnismaschinen nicht, die ein Unternehmen

so hat. Gehe ich halt dreimal

öfter aufs Klo. Es wird auch immer

schwieriger, Arbeit und Freizeit sauber

zu trennen. Dank der Kommunikationstechnologien

soll ich auch im Urlaub

noch Mails checken usw. Wir vergessen

auf unsere Bedürfnisse, aber unsere Bedürfnisse

vergessen nicht auf uns. Und

das führt irgendwann zum Zusammenbruch.

Jeder Organismus sucht sich sein

eigenes Türl, durch das er uns mitteilt,

wie es nicht funktioniert.

BGM

7


HERR

DER

RINGE

ZWEIMAL PRO TAG ANIMIERT HARALD SCHOBER DIE MITARBEITER VON

SIEMENS IN WEIZ ZUR BEWEGUNG. DAS FÖRDERT FREUDE UND GESUND-

HEIT UND VERBESSERT DAS ARBEITSKLIMA. EIN LOKALAUGENSCHEIN

MIT SMOVEY-RINGEN UND THERABÄNDERN.

Die Abwechslung ist willkommen,

nach einer ganzen Reihe von Frontalvorträgen.

„Aufstehen und die Arme

ausstrecken“, sagt also Harald Schober

im vollen Seminarraum bei einer Tagung

in Mauerbach (NÖ). „Jetzt den Kopf

nach links drehen und dabei den linken

Daumen nach oben und den rechten

nach unten drehen.“ 200 Leute tun es

ihm gleich. Dann Kopf nach rechts und

rechter Daumen hoch, linker Daumen

runter. Hin und her. Und damit es nicht

langweilig wird, erzählt er Schnurren

aus seinem Leben, streut einen Witz ein.

Die Leute lachen. Auch beim Schwingen

mit einem Bein, Radfahren auf dem

Bürosessel oder bei leichten Sprungübungen.

Nach fünf Minuten geht alles

wieder leichter. Der Körper fühlt sich

besser und frischer an, der Geist sowieso.

Vor acht Jahren hat sein Arbeitsgeber

Siemens in Weiz diese Bewegungspausen

eingeführt. „Weil 2009 die Aufträge

deutlich hinaufgegangen sind. Ziel war

aber nie, die Krankenstandstage zu reduzieren,

sondern die Gesundheit und Beweglichkeit

der Mitarbeiter zu fördern“,

sagt Johann Schwaiger, Gesundheitsmanager

der Firma.

Dafür wurden mehrere Arbeitskräfte

zu Instruktoren ausgebildet, die diese

Bewegungspausen anleiten. Schober,

heute 65 und ältester Mitarbeiter am

Standort, war sofort Feuer und Flamme.

„Ich bin immer schon viel draußen

gewesen und schon Radl fahren in den

Bergen, als es noch keine Mountainbikes

gegeben hat“, erzählt er mit seinem

Strahlen im Gesicht. Sportwissenschaftler

haben Schober und Co. gezeigt,

welche Übungen für Bildschirmarbeiter

sinnvoll sind und welche für Leute, die

in der Produktion arbeiten. Nach einem

Jahr gab es eine neuerliche Schulung,

um das Erlernte aufzufrischen und zu

festigen. „Schon nach dem einen Jahr

hab ich gemerkt, dass meine Nackenschmezen,

die ich jahrelang hatte, weg

waren.“

Seitdem trommelt Schober zweimal

pro Tag die Belegschaft zusammen.

„Um 8.40 und 13.55 Uhr kriegen alle

eine Mail, dass in fünf Minuten wieder

eine Bewegungspause ansteht.“ Dann

schwingen Männer und Frauen in

Besprechungsräumen Smovey-Ringe,

machen Balanceübungen und kräftigen

Muskelpartien mit dem Theraband. „Ich

gehe viel fitter nach Hause“, sagt Schober

und sagen andere Mitarbeiter.

Die Bewegungspause hat aber nicht

nur langfristige, sondern auch unmittelbare

Auswirkungen. Nach fünf

Minuten gehen alle mit einem Lächeln

im Gesicht wieder an die Arbeit. „Man

hat einfach auch beruflich gleich einen

anderen Zugang zueinander“, erzählt

Schober. „Wenn du von einem was

brauchst, mit dem du gerade gelacht

Fotos: Siemens

8 BGM


GAST

KOMMENTAR

Gerhard Klicka

Geschäftsführer IBG

PAUSE

EIN WERTVOLLER ZEITGEWINN

Mit Feuereifer bei

der Sache: Harald

Schober leitet bei

Siemens in Weiz

Bewegungspausen

mit Smovey-Ringen,

Therabändern

und viel Schmäh.

UM ARBEITSBELASTUNGEN AUSZU‐

GLEICHEN, MÜSSEN PAUSEN IN DEN

ARBEITSVERLAUF EINGEPLANT WERDEN.

Nur so kann einem Leistungsabfall

durch Ermüdung vorgebeugt werden.

Regelmäßige Kurzpausen führen zu

einer Leistungssteigerung bei gleichzeitiger

Belastungsverringerung. Demnach

stellen Pausen keinen Zeitverlust dar,

sondern bringen einen Gewinn: Arbeit

wird aufgrund geringerer Ermüdung

schneller erledigt. Zudem machen MitarbeiterInnen

weniger Fehler. Aber: Von

den Betroffenen selbst gewählte Pausen

erfolgen in der Regel meist zu spät. „Am

besten setzen Unternehmen und Belegschaft

selbst Reminder für Pausen – und

halten sich daran“, sagt Gesundheits- und

Arbeitspsychologe Gerhard Klicka, Geschäftsführer

von IBG.

hast, redet es sich gleich ganz anders.“

Die positiven Auswirkungen der Bewegungspause

seien messbar, sagt Johann

Schwaiger, der Gesundheitsbeauftragte.

Ein Selbstläufer sei die Sache deswegen

aber keineswegs. Zum einen müsse man

die Leute immer wieder zur Teilnahme

an der Bewegungspause anstupsen.

„Zum anderen ist auch das Bekenntnis

der Geschäftsführung zum Thema sehr

wichtig.“ Das gelingt, da es nachweislich

die Produktivität fördert.

Übrigens. Wenn sie jetzt lange gesessen

sind und gelesen haben, wäre es Zeit

für eine Augenübung. Oder für ein paar

kleine Sprünge im Büro. Damit sie auch

morgen noch so agil sind wie Harald

Schober, der Herr der Smovey-Ringe.

BEWEGTE PAUSE

Seit 2009 führt Harald

Schober bei Siemens

in Weiz Bewegungspausen

durch.

Die positiven

Auswirkungen

dieser sportlichen

Einheiten haben sich in

der Produktivität

niedergeschlagen.

www.siemens.at

Kurz und regelmäßig

Die Erholung – ähnlich der Ermüdung

– nimmt nicht linear zu, sondern findet

besonders zu Beginn einer Pause statt

und nimmt mit zunehmender Zeitdauer

ab. Fazit:

•Mehrere kurze Pausen sind effektiver als

wenige längere Pausen.

•Zu lange Pausen erschweren das Zurückfinden

in den Arbeitsprozess.

•Das bedeutet: Eine 10-minütige Pause

pro Stunde ist effektiver als eine 15-minütige

Pause alle neunzig Minuten.

Abwechslung ist gefragt

Bewegung oder Powernapping? Das

hängt davon ab, ob man durch die Pause

„Energie tanken“ oder „zur Ruhe kommen“

will. Abwechslung tut jedenfalls

gut. Vor allem in der Mittagspause sollte

der Arbeitsplatz verlassen werden.

BGM

9


AUS LAUT

WIRD LEISE

OB IM GROSSRAUMBÜRO, IN DER PRODUKTIONSHALLE,

IN DER WERKSTATT ODER IM FREIEN: DIE TÄGLICHE AR-

BEIT KANN ZUM GESUNDHEITSRISIKO WERDEN – NÄM-

LICH DANN, WENN DIE UMGEBUNG ZU LAUT IST. SIEBEN

WICHTIGE FRAGEN UND ANTWORTEN.

1. Wie wichtig ist ein gutes Gehör am

Arbeitsplatz?

Unser Gehör ist immer im Einsatz –

24 Stunden pro Tag, ohne Pause. Es

nimmt zahlreiche wichtige Funktionen

wahr: Dank unserer Ohren können wir

uns orientieren, Gefahren rechtzeitig

erkennen und Schallsignale richtig

einordnen. Und nur wer gut hört, versteht

auch gut. „Hören verbindet – und

macht Kommunikation überhaupt erst

möglich. Das gilt für wichtige Meetings

im Job genauso wie für Gespräche zu

Hause“, sagt Hörakustik-Experte Lukas

Schinko, der das Traditionsunternehmen

Neuroth in vierter Familiengeneration

leitet und selbst ausgebildeter Hörgeräteakustik-Meister

ist. Das Hören bildet

die Grundlage für alltägliche Kommunikation

und ist deshalb vor allem im

Berufs- bzw. Arbeitsleben wichtig.

2. Wie laut kann es bei der Arbeit

werden?

Lärm ist in unserem Alltag allgegenwärtig.

Deshalb nehmen wir ihn oft gar

nicht mehr bewusst wahr. Dabei wirken

im Arbeitsumfeld die unterschiedlichsten

Geräusche auf uns ein – vom

Telefonläuten bis zum Maschinenlärm.

Rund 500.000 Menschen arbeiten laut

AUVA in Österreich an einem Lärmarbeitsplatz.

In Großraumbüros beträgt

die Lautstärke rund 70 Dezibel, in Produktionshallen

ist sie um einiges höher.

Ab einer Dauerbelastung von 85 Dezibel

ist das Tragen eines Gehörschutzes am

Arbeitsplatz laut Gesetz Pflicht.

3. Wie kann sich Lärm im Beruf auf die

Gesundheit auswirken?

Lärmschwerhörigkeit ist die zweithäufigste

Art einer Hörminderung nach

der Altersschwerhörigkeit. „Nicht nur

die Ohren leiden unter Lärm, sondern

der gesamte Körper“, sagt Schinko. Die

psychischen und körperlichen Auswirkungen

von Lärm sind vielfach belegt.

So ist auch Bürolärm keine Lappalie,

da eine laute Geräuschkulisse die Leistungsfähigkeit

auf Dauer mindert. „Ein

Lärmpegel ab 85 Dezibel – zum Beispiel

Straßenverkehr – wird bei längerer Belastung

zum Gesundheitsrisiko. Je größer

die Lärmbelastung ist, desto höher

wird auch der Stresspegel. So fällt ab einer

Lärmbelastung von rund 55 Dezibel

die Konzentration bereits immer schwerer“,

sagt Schinko. Weitere mögliche

Folgen: Bluthochdruck, Schlafstörungen

oder ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.

4. Wie kann man sich am Arbeitsplatz

vor Lärm schützen?

Neben regelmäßigen Ruhepausen für

die Ohren ist vor allem ein passender

Gehörschutz sehr hilfreich. „Für den

Alltag gibt es da verschiedene Lösungen,

die den Lärmpegel auf einen ungefährlichen

Wert senken und unsere Ohren

entlasten – egal, ob im Büro, in einer

Werkstatt oder einer Produktionshalle“,

sagt Schinko. Einmal im Jahr sollte man

einen Hörtest bei einem HNO-Arzt

oder Hörgeräteakustiker machen.

5. Wie sieht der ideale Gehörschutz

aus?

Einfache Einwegstöpsel reichen nicht

aus. Sie „stopfen“ das Ohr komplett

zu, man schwitzt und versteht das Gesprochene

nicht mehr. „Optimal sind

maßgefertigte Gehörschutz-Lösungen,

die individuell ans Ohr angepasst werden

und besonders angenehm zu tragen

sind“, sagt Schinko. Der große Vorteil

ist ein spezieller Filter: „Die Umgebungsgeräusche

werden dadurch lediglich

gedämpft. Das heißt, Stimmen und

Warnsignale können trotz Gehörschutzes

problemlos wahrgenommen wer-

10 BGM


Die Geräuschkulisse

in Büros wird oft

unterschätzt

Ab 85 Dezibel ist

ein Gehörschutz

am Arbeitsplatz

Pflicht.

Unauffällig und

nützlich: ein individuell

angepasster

Gehörschutz von

Neuroth.

GEHÖRSCHUTZ VON

NEUROTH

Fotos: iStock, Neuroth

den“, sagt Schinko. Jeder Gehörschutz

ist handgemacht.

6. Wie äußert sich eine Hörminderung?

Schlecht hören bedeutet nicht nur, alles

leiser zu hören. „Hörbeeinträchtigungen

bedeuten in den meisten Fällen, dass

bestimmte Laute und Tonfrequenzen

nicht mehr gehört werden können. Die

Sprache wird undeutlich und klingt

verschwommen“, sagt Schinko. Die

Folge: Ein Mensch mit Hörminderung

kann etwa nicht mehr zwischen „schön“

und „Fön“ unterscheiden, muss häufig

nachfragen, sich in Gesprächen stärker

konzentrieren und sich oft Zusammenhänge

dazu denken. Das kann nicht

nur für den Betroffenen, sondern auch

für Kollegen und Angehörige belastend

werden – nach wie vor gibt es in unserer

Gesellschaft viele Vorurteile zum Thema

Hörminderung. „Meistens setzt die Hörminderung

schleichend ein. Zuerst wird

sie gar nicht wahrgenommen oder

verdrängt, dann wird sie als normal

angesehen“, erklärt Lukas Schinko von

Neuroth.

Aus Scham versuchen Betroffene gerne

auch, ihre Hörminderung zu überspielen.

Häufig sind es die Menschen im

eigenen Umfeld, die zuerst bemerken,

dass etwas nicht stimmt.

7. Was kann man tun, wenn man

schlechter hört?

Stellt man eine Veränderung beim

Hören fest, sollte man sich so früh wie

möglich an einen HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker

wenden. Je früher eine

Hörminderung entdeckt und mit Hörgeräten

versorgt wird, desto besser ist es.

Das österreichische Traditionsunternehmen

Neuroth hat sich

auf die Fertigung PSA-zertifizierter,

individuell angepasster Gehörschutzprodukte

spezialisiert

– egal, ob fürs Großraumbüro

oder die Arbeit in Lärmbetrieben.

Jeder Gehörschutz von Neuroth,

den es in verschiedensten Farben

und Materialien gibt, wird

im hauseigenen Technik- und

Logistikcenter im steirischen

Schwarzautal mittels modernem

3D-Druck und feinster

Handarbeit gefertigt.

In einem der über 125

Neuroth-Fachinstitute in ganz

Österreich kann man sich kompetent

beraten lassen. Für Betriebe

steht außerdem ein eigenes

Fachberater-Team zur Verfügung,

das vor Ort für ein Rundum-Service

sorgt – von der Ohrabformung

bis zum regelmäßigen

Produktcheck. Mehr Infos gibt es

unter der kostenlosen Infonummer

00800 8001 8001 oder online

unter: www.neuroth.at

BGM

11


KEINE RÜCKKEHR

VON NULL AUF 100

NACH LANGER KRANKHEIT GLEICH WIEDER

VOLL IN DEN ARBEITSPROZESS EINSTEIGEN?

MUSS NICHT SEIN. SEIT 1. JULI 2017 ER-

LAUBT DIE WIEDEREINGLIEDERUNGSTEILZEIT

EINE SANFTE RÜCKKEHR.

Arbeit stiftet Sinn und ist auch für

die Gesundheit wichtig. Keine

Herausforderung zu haben – das

ist erwiesen – macht krank. Was aber

tun, wenn einen eine längere Krankheit

in die Knie zwingt. Von 0 auf 100

wiedereinzusteigen ist da eher kontraproduktiv.

Vor allem nach psychisch

bedingten längeren Auszeiten vom Arbeitsmarkt.

Seit 1. Juli 2017 ist genau für diesen

sanften Wiedereinstieg ein neues arbeitsund

sozialrechtliches Modell in Kraft,

das „Wiedereingliederungsteilzeitgesetz“,

kurz: WIETZ. Wer länger als sechs Wochen

ununterbrochen im Krankenstand

war, kann mit dem Arbeitgeber eine

Reduktion der Arbeitszeit vereinbaren

und zwar für einen Zeitraum von einem

Monat bis sechs Monaten. Ist es danach

medizinisch notwendig, kann der Zeitraum

noch einmal um bis zu drei Monate

verlängert werden.

Allerdings: Das alles geschieht auf

beiderseitiger freiwilliger Basis. Der

Dienstgeber kann seinen Angestellten

nicht zu einer verringerten Arbeitszeit

nach einem langen Krankenstand zwingen

und der Arbeitnehmer hat keinen

rechtlichen Anspruch auf diese Form

der Teilzeit. Voraussetzung ist auch, dass

der Arbeitnehmer absolut arbeitsfähig

ist – und das auch ärztlich bestätigt ist.

Denn eine Wiedereingliederungsteilzeit

ist kein Teilzeitkrankenstand.

Sind die Voraussetzungen gegeben

und haben beide Seiten die Vereinbarung

schriftlich festgehalten, bekommt

der Arbeitnehmer auch eine Beratung

von „fit2work“, einer Initiative der Bundesregierung,

bei der ein Wiedereingliederungsplan

erarbeitet wird.

Vertrag bleibt unverändert

Die sanfte Rückkehr in den Arbeitsprozess

hat Vorteile für beide Seiten, weil

sich der Arbeitnehmer stressfrei wieder

bis ans volle Pensum herantasten kann

und nicht gleich wieder ausfällt und die

Firma ihren erfahrenen Mitarbeiter wieder

bekommt.

Für die Dauer der Teilzeit bekommt

Foto: istcok

12 BGM


der Arbeitnehmer natürlich ein dementsprechend

reduziertes Entgelt, das allerdings

über der Geringfügigkeitsgrenze

liegen muss. Und er erhält daneben auch

anteiliges Krankengeld aus den Mitteln

der Krankenversicherung, das sogenannte

Wiedereingliederungsgeld.

Klar geregelt ist auch das Ausmaß der

Reduktion: mindestens ein Viertel und

höchstens die Hälfte. Man kann auch

mit weniger als 50 Prozent beginnen,

allerdings muss die Arbeitszeit dann

ansteigen und während der gesamten

WIETZ im Durchschnitt zwischen 50

und 75 Prozent liegen.

Wer sanft wiedereinsteigen möchte,

braucht auch keine Angst zu haben, dass

sich an seinem Vertrag etwas ändert. Die

WIETZ hat keine kollektivvertraglichen

Auswirkungen. Durch die reduzierte Arbeitszeit

kann es aber sinnvoll sein, dass

Arbeitnehmer für die Zeit der Reduktion

eine andere Tätigkeit ausübt als vor

der Erkrankung.

Flexibles Ende

So wie die Genesung und die subjektive

Belastbarkeit nicht starr verlaufen, so

wenig ist auch die WIETZ in Beton

gegossen. Der Arbeitnehmer könnte

freiwillig Mehrarbeit leisten und muss

diese bezahlt bekommen. Aber: Bei

Überschreitung ab 10 Prozent kann das

Wiedereingliederungsgeld entzogen werden.Wenn

sich der Arbeitnehmer früher

als gedacht wieder voll einsatzfähig fühlt

und auch medizinisch nichts mehr dagegen

spricht, kann er eine vorzeitige

Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit

schriftlich verlangen – frühestens drei

Wochen, nachdem er seinen Wunsch auf

Teilzeitende bekannt gegeben hat.

ECKDATEN ZUR WIETZ

Seit 1. Juli 2017 gibt es die Wiedereingliederungsteilzeit

(WIETZ)

für einen sanften Wiedereinstieg

nach längerer Krankheit.

Wichtig: Es gibt keinen rechtlichen

Anspruch darauf, die WIETZ

beruht auf beiderseitiger

Freiwilligkeit.

Voraussetzungen: ein durchgehener

Krankenstand von mehr

als sechs Wochen. Zudem muss

der Arbeitnehmer voll arbeitsfähig

sein (ärztliches Attest). Die

Arbeitszeit in der Teilzeit muss

zwischen 50 und 75 Prozent der

Vollarbeitszeit betragen.

GESUNDE WEGE ZUR

PRODUKTIVITÄT

FAKTEN

ANZEIGE / Fotos: Shutterstock

UNTERNEHMERISCHER ERFOLG BRAUCHT

GESUNDE MENSCHEN. BEWUSSTES GESUND-

HEITSMANAGEMENT IN UNTERNEHMEN IST

EIN GARANT FÜR BESSERE PRODUKTIVITÄT.

Erfahrung und Studien aus 22-jähriger

IBG-Geschichte unterstreichen, dass sich der

Output eines Unternehmens erhöht, wenn

das Arbeitsumfeld von Streitereien, Sinnlosigkeiten,

Widersprüchen und Chaos befreit

wird. Dann nutzen MitarbeiterInnen ihre

Energie für ihre Aufgaben. Die beruflichen

Kompetenzen, psychischen, emotionalen und

biologischen Kapazitäten werden trainiert und

die Gesundheit behütet. Dies ist das Ergebnis

einer „gesunden“ Unternehmenskultur. Sie

besteht aus Führungsqualität, Kollegialität,

Anerkennung, Zusammengehörigkeit.

Gesundheit braucht aber auch Anforderungen,

sonst sinken die Kapazitäten und selbst

kleine Anforderungen werden zu viel. Nur

Anstrengung macht krank – keine Anstrengung

auch. Entscheidend ist der Wechsel von Anstrengung

und Regeneration. Biologisch brauchen wir

für die beste Leistung optimale Anforderungen.

Leistungsdruck unterwandert die Leistung und

ist damit betriebswirtschaftlich verlustbringend.

In unseren Untersuchungen sehen wir, dass

Menschen mit Sinnerfüllung in Beruf UND

Privatleben die weitaus beste körperliche und

psychische Gesundheit, die geringsten Krankenstände

und den längsten Verbleib haben.

IBG ist mit über 165

MitarbeiterInnen, 70

davon ArbeitsmedizinerInnen,

Österreichs größte

Unternehmensberatung

im Bereich

des Betrieblichen

Gesundheitsmanagements.

IBG ist in ganz

Österreich

vertreten.

Ihr Partner für

nachhaltiges

Arbeitsvermögen.

www.ibg.co.at

BGM

13


JUBILÄUM:

10 JAHRE SVA CAMPS

EIN FEST FÜR DIE GESUNDHEIT: TAUSENDE BEGEISTERTE

TEILNEHMER, ZEHN ERFOLGREICHE JAHRE, IMMER MEHR

UND VIELFÄLTIGERE PROGRAMME – DIE SVA-CAMPS

FEIERN GEBURTSTAG!

Selbständigen fehlt es oft an der

Zeit für nötige Erholung und bewusste

Umstellung riskanter Gewohnheiten.

Kein leichtes Unterfangen,

im Alleingang unter Druck mit dem

Rauchen aufzuhören, sich mit gesunder

Ernährung zu befassen oder mehr

Sport und Spaß in den stressigen Alltag

einzubauen. Deshalb ging die SVA vor

mittlerweile 10 Jahren daran, die Versicherten

mit kurzen, leicht planbaren

Aufenthalten und professioneller Hilfe

dabei zu unterstützen: Die Idee der

SVA-Camps wurde geboren.

Der Startschuss für die Umsetzung

fiel im Jahr 2007. Was damals mit den

ersten Aktiv-Camps begann, geriet zum

Mega-Erfolg: Inzwischen gibt es eine

bunte Palette verschiedener Camps, die

rasch und sicher helfen, Risikofaktoren

zu bannen und nachhaltig besser zu leben.

Und das Feedback der Teilnehmer

ist grandios.

In diesem Jahr feiern die SVA Camps

ihr 10-jähriges Bestehen – und wir laden

auch Sie aufs Neue ein, die unschätzbaren

Vorteile dieses stetig modernisierten

und verbesserten Angebots für sich zu

nützen. Längst gibt es auch Spezialprogramme

für spezielle Bedürfnisse wie

Burnoutprävention, Gewichtsreduktion

oder gesund-aktives Altern. Die Teilnehmer

werden bei den Programmen

von der SVA auch finanziell unterstützt.

Entweder übernimmt die SVA einen

Teil der Kosten und man muss nur mehr

eine Zuzahlung leisten oder die SVA

unterstützt die Teilnahme mit einem

SVA-Gesundheitshunderter. Feiern Sie

mit: anmelden, teilnehmen, Gleichgesinnte

treffen, Profi-Rat nützen, in herrlicher

Umgebung erholen und ge nießen

– weil’s gesünder ist, gesund zu sein!

Vorsorge zahlt sich aus

Ein wesentlicher Baustein des Präventionsangebotes

der SVA ist das Programm

„Selbständig Gesund“ für Unternehmerinnen

und Unternehmer, das eine

Win-win-Situation für Versicherte und

für die Wirtschaft schafft. Die Rechnung

ist einfach: SVA-Versicherte, die sich

aktiv um ihre Gesundheit kümmern,

profitieren nicht nur von mehr Lebensqualität,

sondern auch finanziell. Sofern

die vereinbarten Ziele erreicht wurden,

können die SVA-Versicherten einen

Antrag auf Halbierung des Selbstbehaltes

– also 10 statt 20 Prozent – für alle

ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen

stellen.

Die Teilnahme am Programm „Selbständig

Gesund“ ist einfach. Bei einer

Vorsorgeuntersuchung werden gemeinsam

mit dem Haus- und Vertrauensarzt

individuelle Gesundheitsziele zu fünf

Gesundheitsparametern festgelegt, die

jeder durch seine Lebensweise selbst

beeinflussen kann (Blutdruck, Gewicht,

Bewegung, Tabak und Alkohol). Das

kann der Erhalt guter Werte oder die

Verbesserung in einigen Bereichen sein.

Gemeinsam Ziele erreichen

Frühestens nach sechs Monaten kann

ein Kontroll-Termin vereinbart werden,

bei dem das Evaluierungsgespräch zu

den Gesundheitszielen stattfindet. Sind

die Ziele erreicht, stellt der Arzt ein

positives Gutachten aus, damit kann

ein Antrag auf Halbierung des Selbstbehaltes

gestellt werden. Werden die Ziele

nicht erreicht, besteht die Möglichkeit,

mit dem Arzt neue Gesundheitsziele zu

definieren und einen neuen Anlauf für

mehr Lebensqualität zu nehmen. Bei

Zielerreichung ist ab dem Folgemonat

nur noch der halbe Selbstbehalt für

ärztliche und zahnärztliche Leistungen

zu zahlen und der nächste Gesundheits-Check

findet – abhängig vom Alter

– nach zwei bis drei Jahren statt.

Derzeit haben schon über 100.000

Versicherte ihre Gesundheitsziele erreicht.

Die SVA unterstützt ihre Versicherten

beim Erreichen der Ziele durch

Foto: iStock

14 BGM


IN 5 SCHRITTEN ZUM

HALBEN SELBSTBEHALT

zahlreiche Gesundheitsangebote, aber

auch finanziell mit dem SVA-Gesundheitshunderter.

Zahlreiche Gesundheits- und Vorsorgeprogramme

Neben den SVA-Camps, die heuer ihr

10-jähriges Jubiläum feiern, gibt es noch

die SVA-Gesundheitswochen, bei denen

die SVA direkt bei den Lebensgewohnheiten

ansetzt. Ziel der Gesundheitswoche

ist es, die Versicherten zu Eigeninitiative

und zu einer nachhaltigen

Änderung des Lebensstils – Ernährung,

Bewegung und Stressmanagement – zu

bewegen.

Nutzen Sie auch die SVA-Vorsorge-Aktiv-Camps

und verbinden Sie Ihren

jährlichen Gesundheitscheck mit einer

bewussten Auszeit. Dabei lernen Sie

mehr über Ihren Lebensstil, Bewegung

und Co. Ein erfahrenes Team hilft

Ihnen, Gesundheitsrisiken zu identifizieren,

diese bei Bedarf zu verbessern und

Ihre persönlichen Gesundheitsziele zu

vereinbaren.

… Is(s)t-Gesund!

Die Umstellung von langjährigen

Ernährungsgewohnheiten fällt kaum

jemandem leicht. Aber mit professioneller

Unterstützung kann das Vorhaben

problemlos zu schaffen sein. „SVA Is(s)t-

Gesund“ bietet allen Versicherten Hilfe

auf dem Weg zu einer ausgewogenen

gesünderen Ernährung.

SVA Bewegt

In Zusammenarbeit mit der SPORT-

UNION Österreich wurde „SVA

Bewegt“ entwickelt, ein Programm, bei

dem die Teilnehmer unter professioneller

Anleitung lernen, mit geringem Aufwand

maximalen Nutzen zu erreichen:

SVA Bewegt besteht aus der Kombination

von Herz-Kreislauf-, Kraft- und

Koordinationstraining.

Endlich rauchfrei

Bei den SVA-No-Smoking-Camps

werden die Teilnehmer ein Wochenende

lang von Experten auf den Weg in ein

rauchfreies Leben begleitet.

Arbeiten ohne Stress

Zum Schutz vor einer sich immer deutlicher

ausbreitenden Krankheit gibt es

ein ganzheitliches Burnout-Präventionsprogramm.

Da sich Unternehmer in der

Regel keine längere „Auszeit“ nehmen,

ist die Maßnahme „berufsbegleitend“

konzipiert. Das Programm besteht aus

einer Burnoutpräventionswoche sowie

drei Auffrischungskursen im Abstand

von je einem halben Jahr.

EINS.

Zur Erfassung der Ist-Situation

vereinbaren Sie einen Termin

mit einem Arzt Ihres Vertrauens

für einen ausführlichen Gesundheitscheck,

der zugleich auch die

Basis für die weitere Vorgehensweise

ist.

ZWEI.

Ausgehend von den momentanen

Werten besprechen Sie gemeinsam

mit Ihrem Arzt die individuellen

Gesundheitsziele. Das kann

der Erhalt guter Werte oder die

Verbesserung in einzelnen Bereichen

sein.

DREI.

Nach frühestens sechs Monaten

wird ein Evaluierungsgespräch

vereinbart, bei dem überprüft

wird, ob die Gesundheitsziele

erreicht wurden. Ist das der Fall,

hat der Versicherte/die Versicherte

Anspruch auf eine Reduzierung

des Selbstbehalts.

VIER.

Mit dem positiven Gutachten

vom Arzt beantragen Sie die Halbierung

des Selbstbehalts bei

der SVA. Ab dem Folgemonat ist

bei jedem Arztbesuch nur mehr

der halbe Selbstbehalt fällig.

FÜNF.

Der nächste Gesundheitscheck

findet dann, abhängig vom Alter,

erst nach zwei bis drei Jahren

statt. Die SVA meldet sich dafür

rechtzeitig.

Alle Informationen zum reduzierten

Selbstbehalt finden Sie unter:

www.svagw.at/selbstaendiggesund

oder unter der

Gesundheitshotline:

Tel.: 05 08 08-30 44

BGM

15


GESUND IST,

SELBSTÄNDIG ZU BLEIBEN

MAG. ALEXANDER HERZOG IM GESPRÄCH

Welche Aufgaben hat die SVA als Gesundheitsversicherung?

Alexander Herzog: Als Sozialversicherung

der Selbstständigen ist es uns ganz wichtig,

dass wir die Unternehmer nicht nur unterstützen,

wenn sie bereits krank sind, sondern

uns bereits um sie kümmern, wenn sie

gesund sind. Selbständige sind ganz besonders

von ihrer Gesundheit abhängig. Wenn

sie länger krank sind, dann „steht“ sehr

schnell das Unternehmen still. Die SVA hat

vor einigen Jahren bereits den Kurswechsel

von der Krankenkasse zur Gesundheitsversicherung

eingeschlagen und setzt seitdem verstärkt

auf zielgruppenspezifische Prävention.

Mit maßgeschneiderten Vorsorgeprogrammen

helfen wir beim Gesundbleiben. Das

Angebot reicht von No-Smoking-Camps

über Burnoutprävention bis zu Bewegungsaktivitäten,

Ernährungs-Workshops und Gesundheitstagen

– alles ganz speziell für diese

Zielgruppe entwickelt. Eine Win-win-Situation

sowohl für jeden Einzelnen als auch für

das Gesundheitssystem als Ganzes.

Wie begeistert man Unternehmer für Gesundheitsvorsorge?

Die Gesundheit ist unser höchstes Gut –

gerade für einen Unternehmer, das weiß

ich aus eigener Erfahrung, ist die eigene

Gesundheit enorm wichtig. Oft hängt der

Erfolg eines Unternehmens auch von der

eigenen Gesundheit ab. Selbständige und

Unternehmer tragen Verantwortung – für

ihre Mitarbeiter, ihr Geschäft, aber auch für

die eigene Gesundheit. Die Eigenverantwortung

oder auch die Gesundheitskompetenz

jedes Einzelnen ist dabei ein wichtiger

Schlüssel zu einem gesünderen Leben.

Eine wichtige Kernaufgabe der SVA ist

vor allem die Bewusstseinsbildung! Wir

wollen, dass unsere Versicherten regelmäßig

die SVA-Vorsorgeangebote in Anspruch

nehmen und Krankheiten dadurch früher

erkannt sowie geheilt werden können.

Als SVA sind wir daher gefordert, unsere

Präventionsangebote maßgeschneidert und

zielgruppenorientiert anzubieten. Vor allem

Unternehmer müssen immer „funktionieren“

und haben nicht so viel Zeit, sich um

ihre Gesundheit zu kümmern.

Sie meinen ein Unternehmer ist es gewohnt,

rechtzeitig vorzuplanen und in die

Zukunft zu schauen?

Ganz genau. Ein Unternehmer muss

jederzeit den Überblick über die Finanzen,

den Einkauf, den Verkauf, die Produktion,

über seine Mitarbeiter haben. Ein wichtiger

Teil der Unternehmensplanung ist zum

einen die eigene Gesundheit, aber auch

die seiner Mitarbeiter, denn eine längere

Krankheit bedeutet weniger Umsatz oder

im schlimmsten Fall sogar Entfall. Deshalb

ist es nicht nur wichtig, dass man mit dem

Auto rechtzeitig zum Service fährt, sondern

auch selbst auf sich schaut. Beispielweise

indem man sich Zeit für Bewegung und

ausgewogene Ernährung nimmt, aber auch

regelmäßig die Vorsorgeuntersuchung beim

Vertrauensarzt macht. Um das zu erleichtern,

haben wir in Zusammenarbeit mit der

Ärztekammer das freiwillige Anreizsystem

eingeführt, mit dem nicht nur die Lebensqualität

steigt, sondern auch mehr Geld

im Börsel bleibt. Sogar Versicherte anderer

Kassen haben schon bei uns angerufen und

wollten mitmachen.

Foto: SVA

16 BGM


GEWUSST, WIE UND WO

ZAHLEN & FAKTEN

ZUM ANGEBOT DER SVA

Können Sie kurz erklären, wie das Präventionsprogramm

„Selbständig Gesund“

funktioniert?

Ganz nach dem Motto „Vorsorgen ist

besser als Heilen“ haben wir das österreichweit

einzigartige Gesundheitsprogramm

„Selbständig Gesund“ initiiert. Bei diesem

Programm stehen fünf Themen im Mittelpunkt

– Bewegung, Gewicht, Blutdruck,

Nikotin und Alkohol. Bei einem Gesundheitscheck

beim Arzt werden diese fünf

Themen besprochen. Wer bereits gute Werte

hat, dessen Gesundheitsziel ist es, diese

guten Werte beizubehalten. Beim einen

oder anderen Defizit besprechen Arzt und

Patient ein individuelles Ziel. Sechs Monate

später erfolgt der zweite Check. Und alle,

die ihre Gesundheitsziele erreicht haben,

profitieren von guter Gesundheit und für

die nächsten zwei bis drei Jahre auch vom

halbierten Selbstbehalt für alle Arztbesuche.

Die Botschaft ist klar: Investiere in und

plane frühzeitig deine Gesundheitsvorsorge,

so wie du es auch bei deinem Unternehmen

machst. In erster Linie geht es um die

Früherkennung und somit um Vermeidung

von Erkrankungen.

Wie schlägt sich Ihrer Meinung nach die

Betriebliche Gesundheitsförderung in

Österreich im Vergleich zu anderen europäischen

Staaten?

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen

Staaten ist das österreichische Gesundheitssystem

noch immer viel zu stark

auf die Reparaturmedizin ausgerichtet, statt

auf die Vorsorge- bzw. Präventionsmedizin.

Nur zwei Prozent des jährlichen Gesundheitsbudgets

fließen in die Prävention.

Daher haben wir den Weg einer dienstleistungsorientierten

Gesundheitsversicherung

eingeschlagen und setzen verstärkt auf Vorsorge-

sowie Präventionsmaßnahmen. All

diese Initiativen machen sich nachweislich

bezahlt und haben die SVA zum Vorreiter

in unserem Land gemacht.

Das Wichtigste in Kürze: Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

(SVA) ist das zweitgrößte Versicherungsinstitut Österreichs, zuständig

für die Pensions- und Krankenversicherung der Selbständigen. Als

modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auch auf eine besonders

effiziente Verwaltung. Von 100 Euro an Einnahmen fließen 98 Euro

in Form von Leistungen an die Versicherten zurück.

Die SVA ist dezentral organisiert, es gibt eine Hauptstelle in Wien und

neun Landesstellen. So ist die SVA immer in der Nähe, wenn Rat und Hilfe

in Sachen Gesundheit gefragt sind. Die SVA betreibt vier Gesundheitszentren,

alle in Kooperation mit privaten Partnerunternehmen. So ist höchste

medizinische Qualität gesichert.

Das SVA-Gesundheitszentrum in Wien bietet eine umfassende Vorsorgeuntersuchung

an, wobei speziell auf die engen Zeitressourcen von Unternehmern

geachtet wird. Die Tatsache, dass die benötigten Fachärzte

vor Ort im Haus anwesend sind, ermöglicht geblockte Untersuchungen

ohne lange Wartezeiten und damit hohe Zufriedenheitswerte.

Probieren Sie es aus – Sie werden wiederkommen!

Terminvereinbarung: 05 08 08-5202

IHRE ANSPRECHPARTNER

Landesstelle Wien

gs.w@svagw.at 05 08 08/2041

Landesstelle Niederösterreich

gs.noe@svagw.at 05 08 08/2042

Landesstelle Burgenland

gs.bgld@svagw.at 05 08 08/2043

Landesstelle Oberösterreich

gs.ooe@svagw.at 05 08 08/2044

Landesstelle Steiermark

gs.stmk@svagw.at 05 08 08/2045

GESUNDHEITS-HOTLINE:

TEL.: 05 08 08-3044

Versicherter Personenkreis

Gewerbetreibende

Gewerbegesellschafter

Freiberufler

„Neue Selbständige“

Versicherte in der Krankenversicherung

Aktive: 420.000

Pensionisten: 152.000

Mitversicherte Angehörige: 250.000

In Summe: 822.000

Versicherte in der Pensionsversicherung

GSVG: 410.000

FSVG: 29.000

In Summe: 439.000

PensionsbezieherInnen: 184.000

Landesstelle Kärnten

gs.ktn@svagw.at 05 08 08/2046

Landesstelle Salzburg

gs.sbg@svagw.at 05 08 08/2047

Landesstelle Tirol

gs.t@svagw.at 05 08 08/2048

Landesstelle Vorarlberg

gs.vbg@svagw.at 05 08 08/2049

www.svagw.at/kontakt

BGM

17


GENIALES

PROGRAMM

DIE

WAS BRINGT DER BESUCH EINES

SVA-CAMPS WIRKLICH? WIR

HABEN VIER MENSCHEN BEFRAGT, DIE

AN UNTERSCHIEDLICHEN PROGRAM-

MEN TEILGENOMMEN HABEN.

SVA HAT FÜR

IHRE VERSICHERTEN

ZAHLREICHE

ANGEBOTE ZUM

GESUNDBLEIBEN

ENTWICKELT.

FRANZ

HAUSMANN

SVA Aktiv-Camp

Erwerbstätiger Pensionist

KLAUS POSCHER

SVA Aktiv-Camp

Vertriebspartner von

„Forever Living Products

Germany GmbH“

Ich habe am SVA Aktiv-Camp teilgenommen

und bin begeistert von diesem Angebot. Wir

waren in einem ausgezeichneten Hotel untergebracht.

Ein tolles Trainerteam hat uns begleitet

und uns wirklich gute und brauchbare Tipps

gegeben.

Die Ernährungsworkshops waren sehr informativ

und ich habe meinen Speiseplan danach

angepasst.

Ich versuche die Turnübungen und Bewegungstipps

zu Hause durchzuführen.

Das SVA Aktiv-Camp hat mir einfach richtig

gutgetan! Vielen Dank dafür!

Der wertvollste Gesundheitstipp war und ist für

mich, dass immer etwas Bewegung pro Tag

geht, diese Zeit kann man sich nehmen.

In Verbindung mit einem Bewegungstracker versuche

ich, dass ich meine 100 % Bewegung täglich

erreiche.

Das Gesundheitsprogramm der SVA ist genial.

Besonders gefällt mir, dass ich zu den Camps meine

Partnerin mitnehmen darf.

Zusätzlich motivierend ist auch der SVA-Gesundheitshunderter,

da sich dadurch die Camp-Kosten

minimieren.

Wir nehmen das Angebot gerne in Anspruch und

können es nur weiterempfehlen.

Fotos: SVA

18 BGM


ING. MARTIN

LÖFFELBERGER

SVA No-Smoking-Camp

Geschäftsführer der

Firma „Elektroservice

Löffelberger GmbH“

SANDRA NOVA

SVA Gesundheitswoche

Burnoutprävention

Eigentümerin und diplomierte

Ernährungstrainerin bei „SUPA-

NOVA Ernährungstraining“

Vor gut einem Jahr habe ich am No-Smoking-

Camp auf der Lassnitzhöhe in der Steiermark

teilgenommen. Durch einen Kollegen wurde ich

auf dieses Angebot aufmerksam – er berichtete mir,

dass er durch so ein Camp zum Nichtraucher wurde.

Ich war anfänglich skeptisch, habe mich dann

aber angemeldet und war angenehm überrascht

über die sehr nette und kompetente Betreuung.

Im Kreis mit gleichgesinnten Rauchern/Unternehmern

konnte ich meine Sucht aufarbeiten und

letztlich auch die Willenskraft aufbringen, mit dem

Rauchen aufzuhören.

Ich habe bis dato keine Zigarette mehr angerührt.

Ich bin froh und auch sehr dankbar! Ein großes

Lob an das „No-Smoking-Team“ – ganz besonders

danke ich Gabi Seifried!

„ICH HABE BIS DATO

KEINE ZIGARETTE

MEHR ANGERÜHRT.“

Die pure Erholung & Zeit fürs Ich!

Als ich begann, mein zweites berufliches Standbein

neben meiner bestehenden selbstständigen

Tätigkeit aufzubauen, merkte ich nach einiger Zeit,

wie ausgebrannt, gestresst und gereizt ich mich

zunehmend fühlte. Im Sommer 2016 habe ich dann

erstmals bei der Gesundheitswoche Burnoutprävention

der SVA teilgenommen, welche ich jedem Selbstständigen

von Herzen weiterempfehlen möchte!

Ich habe eine ganze Woche im Gesundheitsresort

Lebensquell in Bad Zell (OÖ) mit neun anderen

Selbstständigen verbracht. Die Kosten deckte die

SVA, lediglich ein geringer Selbstbehalt von etwa

acht Euro pro Tag war selbst zu begleichen. Das

Hotel ist wunderschön, hat einen erholsamen Wellness-Sauna-Bereich

und ausgesprochen gutes Essen!

Wir waren begeistert, was uns hier täglich geboten

wurde: Stressbewältigungsvorträge, Einzelgespräche

mit einem Psychotherapeuten und einer Ärztin,

Fitness & Gymnastik, Achtsamkeitstraining im

Wald, Qigong, Nordic Walking, Entspannung nach

Jacobson uvm.

Die Stimmung unter den Teilnehmenden in meiner

Gruppe war sehr gut, wir haben gemeinsam an den

Aktivitäten teilgenommen und sind zusammengegessen.

Das Tolle ist, man kann Zeit mit der Gruppe

verbringen oder sich zurückziehen. Nach einem Jahr

und zwei weiteren 4-tägigen Refreshern in Bad Zell

bemerke ich, wie viel achtsamer ich nun mit Stress

umgehe und dass ich nach Stressphasen ganz bewusst

Ruhepausen einplane und einhalte. Ich achte mehr

auf mich als vor dem SVA Programm. Es hat wirklich

etwas gebracht und ich freue mich schon auf

meine nächste Auszeit in Bad Zell!

BGM

19


SITZEN IST

DAS NEUE RAUCHEN

TIPPS UND TRICKS FÜR MEHR BEWEGLICHKEIT IM BÜRO

Die Diskussion über die schädlichen

Auswirkungen des Sitzens

für den menschlichen Körper

begann vor rund 10 Jahren. Eigentlich

untersuchten australische Forscher die

Konsequenzen häufigen TV-Konsums,

erzählt Erwin Gollner, Professor und

Studiengangsleiter an der FH Burgenland.

„Dabei ist herausgekommen, dass

eine Fernsehstunde die Lebenserwartung

um 22 Minuten reduziert. Das Rauchen

einer Zigarette im Vergleich dazu um

11 Minuten.“ Davon ausgehend fand

man heraus, dass sich das Sitzen auf drei

Arten negativ auswirkt und vor allem

durch seine Häufigkeit gefährlich ist.

„Es heißt ja nicht umsonst ‚Bewegungsapparat‘“,

sagt Gollner. „Unsere

Arbeitswelt ist genauso betroffen wie unser

Freizeitverhalten.“ Während in früheren

Zeiten körperliche Arbeit dominierte,

so sind fast alle von uns heute ständig

vor dem Computer oder in Meetings

anzutreffen. Die Folgen? Orthopädisch

gesehen sind Beschwerden im Bereich

der Wirbelsäule und Muskelverkürzungen

zu beobachten. Auch die Knochen

sind betroffen. Gollner rechnet wegen

der steigenden Lebenserwartung mit

einem Anstieg der Osteoporose auch bei

Männern. Ein weiterer Leidtragender

ist der Kreislauf, der nicht angekurbelt

wird. Dazu kommen Stresshormone, die

auf den Blutdruck wirken. Die schlechte

Durchblutung in Kombination mit ungeeigneter

Ernährung führt in weiterer

Folge zu Herzproblemen. Auch die Psyche

bleibt nicht verschont. „Bewegung

im Freien tut uns gut, auch durch die

Reize in der Natur. Vor dem PC stumpfen

unsere Sinne ab. Sport hilft, Stress zu

reduzieren. Wer sich zu wenig bewegt,

hat damit ein größeres Risiko für psychische

Erkrankungen“, fasst Arbeits- und

Organisationspsychologe Gollner zusammen.

Was empfiehlt der Experte den

Büromenschen von heute?

Ein Lob der Pause

„Es lässt sich am Arbeitsplatz einiges

machen, etwa mit einer Kombination

von Sitz- und Stehpult, mit Sitzbällen

und Sitzkeilen. Das Zweite ist: Mehr

Bewegung machen, zum Kollegen hingehen,

statt ihm ein E-Mail zu schreiben.

Der dritte Punkt ist die Pausengestaltung.

Wir schauen uns mit der Med

Uni Wien derzeit die Wirksamkeit von

Pausen mit Bewegung und Entspannung

an. Kleine Breaks von ein paar Minuten

zwischendurch sind auf jeden Fall

möglich und wichtig. Auch der Weg zur

Arbeit ist interessant, etwa wenn man zu

Fuß geht oder mit dem Rad fährt“, sagt

Erwin Gollner. Im Übrigen sieht der Experte

hier großen Nachholbedarf in den

heimischen Unternehmen. Man befasse

sich zwar mit ergonomischen Aspekten

des Sitzens, aber das bringe noch keine

Verbesserung des Bewegungsverhaltens.

Hier setzt auch Bernd Marl an. Der

Sportwissenschaftler und Coach hat

einige Übungen zusammengestellt, die

sich am Arbeitsplatz umsetzen lassen.

„Die Folgen des vielen Sitzens sieht man

oft auf den ersten Blick. Leicht vorgebeugter

Oberkörper oder Hohlkreuz,

beides durch die verkürzten Hüftbeuger.

Dazu kommt Kreuzweh. Die Brustwirbelsäule

hat oft eine starke Krümmung

und die Schultern sind nach vorne gezogen.

Es kann ja niemand acht Stunden

lang ganz aufrecht sitzen im Büro.“

Bevor man sich in die Kraftkammer

stellt, rät Marl zu Mobilisierungsübungen.

„Durch die bessere Beweglichkeit

findet man wieder zu einer gesunden

Haltung. Erst dann machen Kraftübungen

Sinn“, meint der Trainer und empfiehlt

mindestens drei Mobilisierungseinheiten

pro Woche, die nur einige

Minuten dauern. „Die Hüfte und die

Wirbelsäule bilden ein wichtiges System,

das man trainieren sollte, sonst wirkt es

sich auf alle möglichen Teile des Körpers

aus. Das trifft auch Menschen, die als

Ausgleich einseitigen Hobbysport betreiben.

Früher oder später kommen da

Wehwehchen wie das Amen im Gebet.“

Fotos: istock,

20 BGM


ÜBUNG 3

ÜBUNG 1

Die Übung bewirkt

eine Rotation in der

Brustwirbelsäule.

Durch das Sitzen ist das

Becken dabei fixiert.

Der Kopf dreht sich mit,

so profitiert auch die

Halswirbelsäule.

Hier wird der Nackenstrecker

gedehnt. Die Hand zieht jeweils

vorsichtig den Kopf zur Seite.

Die Übung auf beiden Seiten

durchführen.

ÜBUNG 2

Man greift auf die Schultern,

die Ellbogen zeigen nach vorne

und machen kleine Kreisbewegungen.

Dadurch wird die

Wirbelsäule aufgerichtet.

ÜBUNG 5

Die Brustwirbelsäule

wird gebeugt und gestreckt.

Den Rücken

rund machen und

wieder aufrichten.

ÜBUNG 4

Durch die Drehung des Kopfes

wird die Halswirbelsäule

mobilisiert.

Weitere Mobilisierungsvideos von

Bernd Marl: http://bit.ly/2x3TtMs

DER WEG ZUR ERREICHUNG VON

UNTERNEHMENSZIELEN GEHT VIELFACH ÜBER BGF

ES IST UNBESTRITTEN, DASS DER WIRTSCHAFTLICHE ERFOLG EINES UNTERNEHMENS WESENTLICH

VON EINSATZBEREITSCHAFT UND MOTIVATION DER MITARBEITER ABHÄNGT. WER IN BETRIEBLICHE

GESUNDHEITSFÖRDERUNG INVESTIERT, KANN NUR GEWINNEN, SAGT RENATE KRENN, GESCHÄFTS-

FÜHRERIN VON ASZ, ÖSTERREICHS ERSTEM ZENTRUM FÜR PRÄVENTION IN DER ARBEITSWELT.

Foto: ASZ

„Der Begriff Gesundheit hat in der Arbeitswelt

in den letzten Jahren einen riesigen

Wandel verzeichnet. Es geht nicht mehr ausschließlich

um die Vermeidung von Unfällen

und berufsspezifischen Krankheiten, sondern

um den ganzheitlichen allgemeinen Gesundheitsstatus

eines Menschen“, erklärt Renate

Krenn. Dieser allgemeine Gesundheitsstatus

wird von vielen Faktoren beeinflusst. „Der

Arbeitsplatz und die Bedingungen, unter denen

gearbeitet wird, zählen genauso dazu, wie

die Arbeitszufriedenheit, die Arbeitsbelastung

oder die Häufigkeit von Stresssituationen.“

Das Ziel der Betrieblichen Gesundheitsförderung

ist, das Gesundheitsbefinden möglichst

positiv aufrechtzuerhalten. „Genauer gesagt

geht es um die Schaffung positiver Ressourcen

für die Mitarbeiter durch gesundheitsgerechte

Arbeitsbedingung und -belastungen,

durch Wohlbefinden mittels berufsadäquater

Ernährungskonzepte und Ergonomietrainings

und durch Sicherstellung eines

guten Betriebsklimas“, weiß Mag. Krenn.

Im Besonderen achtet unser Präventivteam

darauf, dass die MitarbeiterInnen ihr eigenes

Verhalten reflektieren und wieder mehr Eigenverantwortung

lernen. „Alles zusammen

führt beim Arbeitgeber zu mehr Produktivität,

Qualität, Image und – in Zeiten wie

diesen besonders wichtig – Sicherstellung

qualifizierten Personals“, ist sich Renate

Krenn sicher.

Mag. a Renate Krenn,

Geschäftsführerin ASZ

4021 Linz,

Europaplatz 7,

Tel 0732/60 99 88

office@asz.at

www.asz.at

BGM

21


ENTSPANNUNG

FÜR DIE AUGEN

ARBEIT AM COMPUTER STRENGT DIE AUGEN AN.

JUCKREIZ, BRENNENDE AUGEN UND NACKENVER-

SPANNUNGEN KÖNNEN DIE FOLGE SEIN. DIE RICH-

TIGE BRILLE KANN ABHILFE SCHAFFEN.

K

opfschmerzen bei der Arbeit? Verspannter

Nacken, brennende Augen?

All das kann eine einfache Ursache

haben: schlechte Sicht und damit verbundene

Fehlhaltungen beim Sitzen

am Computerarbeitsplatz.

Stundenlang vor dem Bildschirm

zu sitzen ist für die Augen Schwerarbeit.

Sie müssen sich ständig auf

eine Nahentfernung von 60 bis 90

Zentimeter einstellen, wo sie doch

eigentlich Abwechslung lieben. Daher

sollte man seinen Blick zwischendurch

öfters in die Ferne schweifen lassen

und bewusst „scharf stellen“, damit

sich die Augen erholen können.

Oftmals schafft auch die richtige

Brille Abhilfe. Denn: Eine Brille für

die Bildschirmarbeit entlastet die

Augen enorm.

Aber Brille ist eben nicht gleich Brille.

Was beim Autofahren und beim Lesen

zu Hause auf der Couch funktioniert,

muss nicht auch in der Arbeit

passen. Die Distanz zum Bildschirm

ist eine andere als zum Buch oder zur

Zeitung und daher ist auch der Sehbereich

der Brille anders einzustellen.

In einem Fachgespräch beim Optiker

kann geklärt werden, welcher Typ

Brillenglas am besten zu den Bedürfnissen

des Trägers passt und damit die

Augen optimal entlastet.

Die technischen Möglichkeiten

sind heutzutage schon sehr ausgereift.

So gibt es zum Beispiel auch

schon Brillengläser mit „Blue-Blocker“-Beschichtungen,

die das von

vielen als störend empfundene blaue

Computer licht herausfiltern.

AUGEN AUF!

OPTIKER

Mit über 140 Optikern in

ganz Österreich sind die

„augen auf! Optiker“ die

größte Fachoptikergemeinschaft

des Landes.

Modernste Geräte

ermöglichen einen professionellen

Sehtest und

eine genaue Messung.

Im CNC-Schleifautomat

wird die Fassung an

1000 Punkten dreidimensional

erfasst, das Brillenglas

danach automatisch

auf die abgetastete

Form geschliffen.

www.augenaufoptiker.at

Fotos: istock, Zeiss

22 BGM


DIE

BILDSCHIRMBRILLE

ist individuell auf

die Sehbereiche bei

der Bildschirmarbeit

angepasst mit einem

optimalen Sichtfeld

auf einer Entfernung

von einem halben bis

zu vier Metern.

TIPPS FÜR DIE RICHTIGE

ARBEITSPLATZBRILLE

ABGESTIMMT AUF DEN PERSÖN-

LICHEN EINSATZBEREICH BIETET

ZEISS VIER „OFFICELENS“-

BRILLENGLÄSER AN. ALLE VIER

TYPEN BASIEREN AUF DER

MAXIMALEN ENTFERNUNG, AUF

DIE DER TRÄGER SCHARF SEHEN

MÖCHTE.

BRILLENGLAS „NEAR“: HIER

WIRD DIE MAXIMALE DISTANZ

AUF ZWEI METER FESTGELEGT.

IDEAL FÜR PERSONEN, DIE

HAUPTSÄCHLICH AM COMPUTER

ARBEITEN ODER VIEL LESEN.

DIE

LESEBRILLE

schafft nur scheinbar

Abhilfe. Sie

ermöglicht optimales

Sehen in einer sehr

nahen Distanz. Der

Bildschirm ist zu

weit entfernt – eine

schlechte Sitzposition

die Folge.

DIE

GLEITSICHTBRILLE

ist für den Alltag

optimal, weil sie alle

Sehbereiche abdeckt.

Weil der Nahbereich im

unteren Teil der Gläser

liegt, überanstrengt

sie am Bildschirm auf

Dauer Nacken- und

Schultermuskulatur.

BRILLENGLAS „ROOM“: MIT EI-

NER MAXIMALEN DISTANZ VON

VIER METERN BIETET DAS GLAS

ENTSPANNTE SICHT VON LESE-

DISTANZ BIS IN DEN MITTLEREN

SEHBEREICH. IDEAL FÜR PERSO-

NEN, DIE VIEL KUNDENKONTAKT

HABEN, HÄUFIG AUFSTEHEN

UND PARALLEL AM BILDSCHIRM

ARBEITEN.

BRILLENGLAS „BOOK“: DER FO-

KUS LIEGT VERSTÄRKT AUF DEM

LESEBEREICH, DER SEHBEREICH

REICHT ABER BIS ZU EINEM

METER , WOMIT DAS GLAS AUCH

FÜR DIE BILDSCHIRMARBEIT

OPTIMAL IST.

BRILLENGLAS „INDIVIDUAL“:

ZENTIMETERGENAU WIRD DAS

GLAS AN DEN BRILLENTRÄGER

UND SEINEN EINSATZBEREICH

ANGEPASST. AUCH DATEN DER

FASSUNG, DER GESICHTSFORM

SOWIE DER NAHARBEITSAB-

STAND WERDEN BEI DER FERTI-

GUNG BERÜCKSICHTIGT.

BGM

23


GESUND UND

BELASTBAR

DURCH

LEBENSBERATUNG

PSYCHISCHE BELASTUNGEN, ERSCHÖPFUNG,

BURNOUT UND CO.: DIE STEIRISCHEN LEBENS‐

BERATERINNEN BIETEN DAS RÜSTZEUG ZUR

BEWÄLTIGUNG BERUFLICHER UND PRIVATER

HERAUSFORDERUNGEN UND BELASTUNGEN,

ERKLÄRT ANDREAS HERZ, FACHVERBANDSOBMANN

DER WKÖ SOWIE FACHGRUPPENOBMANN UND VIZE‐

PRÄSIDENT DER WK STEIERMARK.

ANDREAS

HERZ, MSC

Obmann des Fachverbandes

Personenberatung und

Personenbetreuung der

WKÖ und Fachgruppenobmann

und Vizepräsident

der WK Steiermark.

Wozu Lebensberatung?

Andreas Herz, MSc: Ganz einfach: um sich

körperlich, psychisch und mental zu stärken;

um für die Herausforderungen des Lebens

gerüstet zu sein – in jeder Hinsicht; ganz

egal, ob es um berufliche oder private Herausforderungen

geht, um die Gestaltung persönlicher

Beziehungen, um die Bewältigung

von physischen oder psychischen Krisen oder

einfach – ganz fundamental – um Gesundheit,

Wohlbefinden und das Streben nach

einem erfüllten Leben. Die Lebensberatung

mit ihren drei „Disziplinen“ – psychosoziale

Beratung, Ernährungsberatung und sportwissenschaftliche

Beratung – liefert ein unverzichtbares

und meiner Überzeugung nach

konkurrenzloses Gesamtpaket. Ich würde es

als „Resilienzpaket“ bezeichnen.

Hat sich in der Lebensberatung mit dem

Resilienzbegriff ein Paradigmenwechsel

vollzogen?

Ja, hin zu einem bewussten, vorausschauenden

und nachhaltigen Management unserer

Lebensressourcen. Ziel kann es heute nicht

mehr sein, Krisen bloß hinterherzulaufen.

Resilienz ist die Fähigkeit eines Menschen,

mit Veränderungen umgehen und Krisen

bewältigen zu können. Wir wissen, dass

Krisen – welcher Art auch immer – nicht

ausbleiben. Da ist es doch nur logisch, dass

wir alles daransetzen, um ihnen nicht wehrlos

gegenüberzustehen. Erst wenn wir Krisen

etwas entgegenzusetzen haben, können wir sie

als Chancen begreifen.

Was bewirkt Resilienz?

Resilienz ermöglicht uns eine neue Herangehensweise

an fordernde Lebenssituationen

– angefangen von beruflichen und privaten

Herausforderungen über Stress und Ängste bis

hin zu Krankheiten und Burnout. Gerade die

trotz aller Gegenmaßnahmen explosionsartige

Zunahme der Burnout-Fälle hat uns gezeigt,

dass herkömmliche Konzepte der Belastungsvermeidung

letztlich nicht mehr greifen. Das

Konzept der Resilienz bietet hingegen ein

wirkungsvolles Gegenmittel.

Kann man Resilienz erlernen und trainieren?

Ja! Auch Spitzensportler tun ja nichts anderes:

Sie erweitern, unterstützt von Mentalcoaches,

Ernährungsberatern und sportwissenschaftlichen

Beratern, ihre körperlichen und mentalen

Fähigkeiten, um für Herausforderungen,

Krisen und Entscheidungssituationen so gut

wie möglich gerüstet zu sein. Genau das ist

auch unser Job als Lebensberaterinnen und

Lebensberater: Wir verfügen über Know-how

und individuelles Einfühlungsvermögen, um

unseren KlientInnen das maßgeschneiderte

professionelle Rüstzeug zur Gestaltung ihres

Lebens mitzugeben und berücksichtigen dabei

alle körperlichen, psychischen und mentalen

Aspekte.

ANZEIGE / Fotos: WKO, iStock

24 BGM


DIE DREI DISZIPLINEN

DER LEBENS- UND SOZIALBERATUNG

ERNÄHRUNGSBERATUNG

INHALT. Alle Aspekte einer gesunden Ernährung und die damit verbundenen

positiven Effekte für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

ZIELE. Vermittlung eines praxisorientierten Wissens rund um die Ernährung

mit dem Ziel, die Einstellung zur Ernährung und das Ernährungsverhalten

nachhaltig zu entwickeln. Unter Berücksichtigung von Persönlichkeit

und konkreter Lebenssituation werden Ernährungsprobleme

analysiert und gelöst. Ernährungsberatung führt zu größerem Wohlbefinden,

erhöht die Leistungsfähigkeit, unterstützt bei Gewichtsreduktion und

Lebensmittel unverträglichkeiten etc.

AUSBILDUNG. Studium der Ernährungswissenschaften an einer inländischen

Universität oder Ausbildung zur Diätologin/zum Diätologen.

SPORTWISSENSCHAFTLICHE BERATUNG

INHALT. Beratung und Hilfestellung bei der Entwicklung und Umsetzung

eines auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Bewegungs- und

Trainingsprogramms. Sportwissenschaftliche Berater arbeiten selbstständig,

kooperieren aber häufig mit Lebens- und Sozialberatern, Ernährungsberatern

sowie Ärzten und Therapeuten.

ZIELE. Sportwissenschaftliche Beratung zielt auf das Erreichen bestimmter,

vorwiegend körperlicher Ziele wie zum Beispiel Gewichtsreduktion,

mehr Wohlbefinden, Rehabilitation, Leistungssteigerung, Ausgleich von

Bewegungsdefiziten etc. Betreut werden unter anderem auch Hobby- und

Leistungssportler.

AUSBILDUNG. Studium der Sportwissenschaften oder Leibeserziehung

an einer österreichischen Universität oder Diplomabschluss in einer

Trainerausbildung an einer Sportakademie des Bundes.

PSYCHOSOZIALE BERATUNG

INHALT. Professionelle Beratung und Betreuung im Umgang mit beruflichen

und privaten Herausforderungen sowie Krisen- und Entscheidungssituationen.

Spezialisierung auf verschiede Fachbereiche, zum Beispiel

Persönlichkeitsberatung, Mediation, Berufs- und Karriereberatung, Erziehungsberatung,

Krisenintervention etc.

ZIELE. Beratung und Unterstützung von Einzelpersonen, Paaren, Familien,

Teams und Gruppen bei der Erarbeitung und Umsetzung von tragfähigen

individuellen Handlungskonzepten. Mit dem Ziel der Steigerung

von Lebensqualität, psychosozialer Gesundheit und Wohlbefinden sollen

nachhaltige Lösungen erarbeitet und positive Veränderungen herbeigeführt

werden.

AUSBILDUNG. „Die Ausbildung zum/zur Lebens- und SozialberaterIn

mit Abschlussprüfung dauert mindestens fünf Semester. Das Berufspraktikum

umfasst zusätzlich mindestens 780 Stunden.“

www.lebensberater.at

BGM

25


DER SCHNELLE DRAHT ZUR

BGF-REGIONALSTELLE

DAS PROFESSIONELLE NETZWERK ZUM ERFOLG: DAS „ÖSTER-

REICHISCHE NETZWERK BGF“ BIETET IN JEDEM BUNDESLAND

EINE KONTAKTSTELLE FÜR ALLE BELANGE DER BETRIEBLICHEN

GESUNDHEITS FÖRDERUNG:

GKK BURGENLAND

IRENE EDERER

7000 Eisenstadt

Esterhazyplatz 3

Tel.: 0 26 82/608-10 40

irene.ederer@bgkk.at

GKK KÄRNTEN

SIGRID NEUMANN

9021 Klagenfurt

Kempfstraße 8

Tel.: 050/58 55-21 27

sigrid.neumann@kgkk.at

GKK NIEDERÖSTERREICH

CLAUDIA KNIERER

3100 St. Pölten

Kremser Landstraße 3

Tel.: 050/899-62 12

claudia.knierer@noegkk.at

GKK OBERÖSTERREICH

BETTINA STADLMAYR, MSC

4020 Linz

Gruberstraße 77

Tel.: 05/78 07-10 35 19

bettina.stadlmayr@ooegkk.at

GKK SALZBURG

ELISABETH WALLNER

5021 Salzburg

Engelbert-Weiß-Weg 10

Tel.: 0662/88 89-10 34

elisabeth.wallner@sgkk.at

GKK STEIERMARK

MAG. CHRISTINA FINDING, MSC

8010 Graz

Josef-Pongratz-Platz 1

Tel.: 0316/80 35-12 11

christina.finding@stgkk.at

GKK TIROL

PETER FRIZZI

6020 Innsbruck

Klara-Pölt-Weg 2

Tel.: 0 512/591 61-711

peter.frizzi@tgkk.at

FONDS GESUNDE BETRIEBE

VORARLBERG

MAG. ANITA HÄFELE

6832 Röthis, Interpark FOCUS 1

Tel.: 05/17 55-44 36

haefele.anita@ifs.at

GKK WIEN

MATTHIAS SCHMIED, BA MPH

1100 Wien

Wienerbergstraße 15-19

Tel.: 01/60 1 22-28 93

matthias.schmied@wgkk.at

DIE NETZWERK-PARTNER

DAS NETZWERK BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG

WIRD VON STARKEN PARTNERN AUS DER WIRTSCHAFT UND

DEM BEREICH DER VERSICHERUNGSTRÄGER TATKRÄFTIG UN-

TERSTÜTZT. UND BEI ALL DIESEN NETZWERK-PARTNERN GIBT

ES EBENFALLS EINE ANSPRECHSTELLE ZUM THEMA BGF:

DER SCHNELLE DRAHT ZU DEN BGF-PARTNERN

ALLGEMEINE

UNFALLVERSICHERUNGSANSTALT

DR. HERBERT FRIESENBICHLER

1201 Wien, Adalbert-Stifter-Straße 65

Tel.: 01/331 11-535,

herbert.friesenbichler@auva.at

SOZIALVERSICHERUNGSANSTALT DER

GEWERBLICHEN WIRTSCHAFT

LEOPOLD STEINBAUER

1050 Wien, Wiedner Hauptstraße 84-86,

Tel.: 01/54 6 54-35 89,

leopold.steinbauer@svagw.at

WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH

MAG. ULRIKE KLEIN

1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

Tel.: 05/90 900-37 14, ulrike.klein@wko.at

BUNDESARBEITSKAMMER WIEN

MMAG.A PETRA STREITHOFER

1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22

Tel.: 01/50 1 65-26 01,

petra.streithofer@akwien.at

HAUPTVERBAND DER ÖSTERREICHISCHEN

SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER

MAG. MARTIN BLOCK

1030 Wien, Kundmanngasse 21-23

Tel.: 01/71 1 32-31 12,

martin.block@hvb.sozvers.at

ÖSTERREICHISCHE

INDUSTRIELLENVEREINIGUNG

MAG. MARTIN SONNTAG

1031 Wien, Schwarzenbergplatz 4

Tel.: 01/71 1 35-23 97, m.sonntag@iv-net.at

ÖSTERREICHISCHER

GEWERKSCHAFTSBUND

DR. INGRID REIFINGER

1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1

Tel.: 01/53 4 44-39 181,

ingrid.reifinger@oegb.at

26 BGM


ZWEI EXTERNE SERVICESTELLEN

Als kompetente Ansprechpartner für österreichweite

und auch regionale BGF-Projekte agieren die beiden

externen Servicestellen des Österrei chischen Netzwerkes

für Betriebliche Gesundheitsförderung: Die

bundesweiten Träger VAEB und BVA unterstützen Sie

ebenfalls bei der Initiierung, Betreuung und nachhaltigen

Umsetzung von Gesundheitsaktionen in Ihrem

Betrieb bzw. in Ihrer Dienststelle.

VERSICHERUNGSANSTALT

ÖFFENTLICH BEDIENSTETER

MARTINA PETRACEK-ANKOWITSCH

1080 Wien, Josefstädter Straße 80

Tel.: 05/04 05-21 704

gesundheitsfoerderung@bva.at

www.bva.at

VAEB (IFGP – INSTITUT FÜR

GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTION)

MAG. REINGARD RESCH

8044 Graz, Haideggerweg 40

Tel.: 050/23 50-37 91 04

reingard.resch@ifgp.at

www.ifgp.at

AUSBILDUNGEN FÜR BGF-BEAUFTRAGTE

Unternehmen mit Betrieblicher Gesundheitsförderung

brauchen eine(n) BGF-Beauftrage(n).

Es gibt verschiedene Ausbildungsangebote dazu:

FONDS GESUNDES ÖSTERREICH

BGF-Projektleiter/-in Basis (3 Tage),

BGF-Projektleiter/-in Fortgeschrittene

(2 Tage). Infos: www.fgoe.org

WIFI

Gesundheitsmanagement – die nachhaltige Verankerung

der Gesundheit im Unternehmen (8 Stunden); Lehrgang

für betriebliches Gesundheitsmanagement (128 Stunden).

Infos: www.wifi.at

ARBEITERKAMMER OÖ

Lehrgang Betriebliche Gesundheitsförderung

(10 Ausbildungstage, über 7 Monate).

Infos: www.arbeiterkammer.com/gesundheit

UNIVERSITÄT GRAZ (UNI FOR LIFE)

Masterlehrgang Präven tion und BGF

(6 Sem., berufsbegleitend);

Gesundheitsförderung und -pädagogik

(2 Sem. berufsbegleitend).

Infos: www.uniforlife.at

Soundsaver S

Gehörschutz für

Industrie und Gewerbe

> Ideal für Arbeiter in Lärmbetrieben

> Reduziert Lautstärke auf ein angenehmes Maß,

Kommunikation bleibt möglich

> Perfekter Tragekomfort durch individuelle Anpassung

> PSA-zertifizierter Gehörschutz

Abb.: Soundsaver S

NEUROTH Gehörschutz

Tel + 43 (0) 3116 / 200 2820

gehoerschutz@neuroth.at

WWW.NEUROTH.AT

BGM

27


28 BGM


GEWUSST, WANN

UND WO

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN UND TERMINE FÜR GESUNDE

UNTERNEHMEN. VOM ÜBERBLICK ÜBER GESUNDES FÜHREN

BIS ZUM AUGENTRAINING MIT KINESIOLOGIE

TAGUNG

JAHRESTAGUNG DER ÖSTERREICHISCHEN

GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG (ÖGE)

9./10. November 2017 im Festsaal des

Bundesamtsgebäudes

Radetzkystraße 2, 1030 Wien

www.oege.at

TAGESSEMINAR

GESUNDES FÜHREN – VOM GESUNDEN

FÜHRUNGSSTIL ZUR GESUNDEN

ORGANISATION

13. Dezember 2017, Austria Trend Hotel

Lassalle, Engerthstraße 173-175, 1020 Wien

https://weiterbildungsdatenbank.fgoe.org/

FÜR UNTERNEHMER

SVA-GESUNDHEITSWOCHEN FÜR

UNTERNEHMER/-INNEN

Anfang bis Ende November im

Thermenhotel Radkersburger Hof,

Thermenstraße 22, 8490 Bad Radkersburg

www.svagw.at

KONFERENZ

KONFERENZ ZUM BETRIEBLICHEN

GESUNDHEITSMANAGEMENT IN WIEN

Am 14. und 15. Juni referieren in Mauerbach

bei Wien zahlreiche nationale und internationale

Experten über Theorie und Praxis.

www.businesscircle.at

TAGUNG

SUCHTMITTEL AM

ARBEITSPLATZ

Experten aus Österreich, Deutschland und der

Schweiz berichten am 16. November über Standards,

Projekte und Programme.

Albert Hall Conference Center

Albertgasse 35, 1080 Wien

www.wig.or.at

WIFI-KURS

AUGENTRAINING MIT

KINESIOLOGIE

Das Training am WIFI Wien verbessert die

visuellen Fähigkeiten und stärkt die Augenmuskeln.

Kursstart: 24. Jänner 2018

www.wifiwien.at/gesundheit

Foto: iStock

TAGESSEMINAR

BGF-PROJEKTLEITUNG

FÜR KLEIN- UND KLEINSTBETRIEBE

(bis 49 Mitarbeiter/-innen)

12. Dezember 2017, im Hotel Ibis Linz City,

Kärntnerstraße 18-40, 4020 Linz

https://weiterbildungsdatenbank.fgoe.org

AK WIEN

TAGESSEMINAR PSYCHISCHE

BELASTUNG

20. November 2017, 9-17 Uhr,

Bildungszentrum der AK Wien

Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

www.gesundearbeit.at

BGM

29


„WENN NICHTS PASSIERT,

MÜSSEN WIR ANZEIGE ERSTATTEN“

JULIA STEURER IST ARBEITSPSYCHOLOGIN UND REFERENTIN IM ZENTRAL-ARBEITS-

INSPEKTORAT. IM GESPRÄCH MIT DEM BGM-MAGAZIN ERKLÄRT SIE, WAS UNTER-

NEHMEN FÜR DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT IHRER MITARBEITER TUN MÜSSEN –

UND WELCHE KONSEQUENZEN ES HAT, WENN SIE ES NICHT MACHEN.

JULIA

STEURER

Expertin für die

Gestaltung

menschengerechter

Arbeit (Fokus

psychische Belastung

und Arbeit 4.0)

Frau Mag. Steurer: Was sollten Betriebe

in Zusammenhang mit der

Evaluierung psychischer Belastungen

beachten?

Julia Steurer: 2013 wurde das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz

konkretisiert,

um die Umstände im Unternehmen zu

erheben, zu beurteilen und Maßnahmen

einzuleiten. In dieser Novelle ist klar zu

lesen, dass wir bei Gefahren nicht nur

von physischen sprechen, sondern auch

von psychischen.

Wie detailliert ist die Evaluierung vorgeschrieben?

Wie oft muss sie durchgeführt

werden?

Es gibt vier Bereiche, in denen psychische

Gefahren zu finden sind: die Arbeitsaufgaben,

die sozialen Beziehungen,

die Arbeitsumgebung und die Arbeitsorganisation.

Diese Themen muss ich mir

als Arbeitgeber verpflichtend ansehen.

Wie ich das mache, ist mir bis zu einem

gewissen Grad selbst überlassen. Wichtig

ist, dass es auf einem methodisch aktuellen

Stand durchgeführt wird, etwa mit

Fragebögen, Gruppengesprächen und

Beobachtungsverfahren. Und wie oft?

Dann, wenn sich in den vier Bereichen

etwas ändert – etwa eine neue Produktion

eingeführt wird oder zwei Abteilungen

zusammengelegt werden.

Wie weit ist das Wissen um die Evaluierung

in Österreichs Unternehmen

angekommen?

Das Wissen ist überraschend gut verbreitet.

Die Arbeitsinspektion, die Sozialpartner

und die AUVA beraten Betriebe

in der Umsetzung der Evaluierung

psychischer Belastungen. Viele kleine

Unternehmen wurden damals auch von

Beraterfirmen angeschrieben. Der Tenor

war: „Sparen Sie sich 16.000 Euro Verwaltungsstrafe,

wir machen für 500 Euro

eine Evaluierung“. Das verunsicherte sie

natürlich. Und wir erleben generell oft

noch eine Abwehrhaltung. Psyche, das

ist etwas, mit dem man zum Psychiater

muss. Wir betonen daher, dass es um

die Arbeitsbedingungen und ihre Auswirkungen

auf die Beschäftigten geht,

gehen von den vier Bereichen aus und

beginnen nicht gleich mit dem Reizwort

„psychische Belastung“.

Welchen Problemen bei der Umsetzung

der Evaluierung begegnet das

Arbeitsinspektorat in der Praxis?

Häufig wird mit der Evaluierung begonnen,

diese aber nicht fertig gemacht.

Oder es werden Maßnahmen getroffen,

die nichts bringen. Wenn die Übergabe

bei zwei Schichten nicht funktioniert,

dann helfen keine Konfliktmanagementseminare.

Was passiert, wenn ein Betrieb die

gesetzlichen Anforderungen gar nicht

erfüllt?

Der Arbeitgeber wird zuerst beraten und

es wird festgestellt, ob etwas fehlt. Dann

Foto: privat

30 BGM


gibt es eine schriftliche Stellungnahme

samt einer Frist, bis zu der diese Versäumnisse

zu beheben sind. Das reicht

von vier Wochen bis zu rund sechs

Monaten und kann dann noch einmal

verlängert werden. Einem Supermarkt

in der Weihnachtszeit wird man nicht

vorschreiben, dass er das sofort angehen

muss. Es gibt aber auch gravierende Fälle,

wo wir einer Fristverlängerung nicht

zustimmen können. Wenn wir wiederkommen

und es ist nichts passiert, dann

müssen wir Strafanzeige erstatten. Die

Strafhöhe bemisst sich daran, wie viele

Arbeitnehmer davon betroffen sind. Das

geht von 160 bis zu rund 8000 Euro.

Aber da sind wir weit entfernt von den

16.000 Euro, von denen die Beratungsfirmen

gesprochen haben!

Ja, das war an der Höchststrafe, die im

Gesetz vorgesehen ist, orientiert. Es

muss dazu gesagt werden, dass wir uns

als Partnerin der Unternehmen sehen

und Strafen nur die letzte Konsequenz

sind.

Ist das eigentlich nur Theorie oder

müssen öfter Geldstrafen verhängt

werden?

Geldstrafen kommen in der Praxis

schon vor, auch bei der Evaluierung

psychischer Belastung. Hohe Strafen

gibt es dann in der Regel bei massiven

Verletzungen von Arbeitnehmerschutzvorschriften

wie bei zum Beispiel

systematischer Überschreitung von

Arbeitszeitgrenzen oder bei Unfällen,

wo es womöglich sogar zu Todesfällen

gekommen ist.

Braucht man Ihrer Meinung nach für

die Evaluierung immer Hilfe von außen

oder können das Betriebe auch

selbst?

Bei größeren Unternehmen empfiehlt

es sich schon, Experten hinzuzuziehen.

Bei kleineren Firmen gibt es beispielsweise

von der AUVA Beratung. Einige

Branchen machen auch Stammtische,

bei denen sich Betriebe dann austauschen.

Vom Arbeitsinspektorat gibt es

einen Leitfaden, an den man sich halten

kann. Es dann selbst anzugehen, ist oft

sogar eine gute Lösung. Wichtig ist,

dass die Unternehmer wirklich konkrete

Empfehlungen bekommen. Wir erleben

in der Praxis nämlich oft, dass schwammige

Papiere mit 100 Seiten produziert

werden, die sich dann aber niemand

genau durchschauen kann.

GESUNDE WEGE ZUR

PRODUKTIVITÄT

WER NICHT FIT IST, WIRD MÜDE. WER MÜDE

IST, MACHT FEHLER!

ANZEIGE / Foto: Fitnessgoesoffic

Gönnen Sie Ihren MitarbeiterInnen eine Pause,

damit sie sich wieder voller Konzentration und

Energie den Aufgaben am Arbeitsplatz widmen

können. Die Coaches von FitnessGoesOffice kommen

direkt in Ihr Unternehmen und trainieren

Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination

in einer gemeinsamen Gruppenstunde: eine halbe

Stunde in der Mittagspause in Bürokleidung oder

eine Stunde am Ende des Arbeitstages in Sportkleidung.

Bewegung soll Spaß machen!

Eine Gesundheitsstudie der österreichischen

Unternehmen zeigt zudem: Jede Führungskraft ist

Vorbild in Sachen Fitness. „Zeit dafür zu reservieren,

ist nicht nur eine Frage der Verantwortung

für die eigene Person, sondern vor allem auch für

den unternehmerischen Erfolg essenziell“, sagt

Gerhard Zeiner, Bundesvorsitzender des Wirtschaftsforums

der Führungskräfte.

Fordern Sie hier die

Ergebnisse der Studie

unverbindlich und kostenlos

an und gewinnen Sie

20 x 2 RückenFit-Bewegungseinheiten

direkt in

Ihrem Unternehmen in Wien:

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Bewegung im Unternehmen

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BGM

31


UNIQA MOBILE HEALTHCHECK

DER GESUNDHEITSCHECK

AUF RÄDERN

JETZT KOMMT DER BERG ZU DEN PROPHETEN: DER

UNIQA HEALTHCHECK BIETET MITARBEITERN EINES

UNTERNEHMENS DIE MÖGLICHKEIT GESUNDHEIT UND

FITNESS AM FIRMENSTANDORT TESTEN ZU LASSEN.

Gesunde Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind das wichtigste

Kapital eines Unternehmens

und regelmäßige Gesundheitschecks

eine unverzichtbare Vorsorgemaßnahme.

Deshalb haben wir speziell für

Unternehmen den UNIQA Mobile

HealthCheck entwickelt, der direkt zu

Ihnen an den Firmenstandort kommt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können

dann vor Ort ihre Gesundheit und

Fitness überprüfen lassen – einfach und

bequem.

Der UNIQA Mobile HealthCheck

besteht aus einer Zugmaschine und

zwei modern ausgestatteten Boxen mit

ca. 70m² Gesamtfläche. Die Vorteile

des neuen Gesundheitstrucks liegen

auf der Hand: technische Geräte auf

dem neuesten Stand, ein barrierefreier

Zugang zu den Boxen und ein individuelleres

Angebot für Kunden. Eine eigene

Stromversorgung, Klimaanlage, Tageslicht

und Fußbodenheizung garantieren

den Testpersonen eine angenehme und

komfortable Atmosphäre.

Mit an Bord sind bis zu 18 Personen:

Ein professionelles Team aus Ärzten,

UNIQA VitalCoaches und Assistenten

führt die Checks durch und berät über

Gesundheitsvorsorge und Lebensstil.

So können pro Tag bis zu 100 Personen

getestet werden.

Apropos individuelleres Angebot, beim

UNIQA Mobile HealthCheck können

Unternehmen aus drei unterschiedlichen

Varianten wählen:

• UNIQA FitnessProfil

• Rücken-Check

• Vorsorge-Check

(Details siehe Tabelle 1, Seite 33)

Der Mobile HealthCheck ist ein Angebot

aus der UNIQA VitalBilanz.

UNIQA unterstützt damit Ihr betriebliches

Gesundheitsmanagement und

bietet vielfältige Aktivitäten zur Gesundheitsförderung

und Prävention.

Wir haben für jede Unternehmensgröße

die passende Lösung. Wählen Sie

aus über 120 interessanten Bausteinen

wie zum Beispiel Vorträgen und Workshops,

VitalKursen oder Gesundheitstagen

und vielem mehr.

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32 BGM


Mit einer Zugmaschine kommen zwei modern ausgestattete

Boxen zum UNIQA HealthCheck.

Hier ein kurzer

Überblick, welche

Teststationen

die 3 Varianten

beinhalten:

Unser Angebot richtet sich an Firmen,

unabhängig von einer bestehenden

UNIQA Versicherung. Die Vorbereitungszeit

beträgt ca. acht Wochen.

Nutzen Sie den UNIQA Mobile Health-

Check auch als attraktives Highlight für

Firmenveranstaltungen oder Gesundheitstage.

Gleich buchen! Wir freuen

uns auf Sie.

Sie haben noch Fragen oder wollen den

UNIQA Mobile HealthCheck buchen?

Schicken Sie einfach ein E-Mail:

vitalbilanz@uniqa.at

Oder rufen Sie uns an: +43 (0) 50677-670

Unser Kundenservice ist rund

um die Uhr für Sie da.

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BGM

33


DR. RER.

SOC.OEC

EVA E.

SCHWARZ,

MPH

Selbständige

Unternehmensberaterin

mit

Schwerpunkt

Gesundheitswesen

3 FRAGEN AN DIE

ABSOLVENTIN

MASTER OF PUBLIC HEALTH VIENNA

GESUNDHEIT IST

ZUKUNFT

BILDUNG IST ZUKUNFT – EIN SLOGAN, DER SICH

INSBESONDERE BEIM UNIVERSITÄTSLEHRGANG

„MASTER OF PUBLIC HEALTH“ BEWAHRHEITET.

1. Welche neuen Perspektiven haben

sich durch den „Master of Public

Health“ergeben. Hat sich Ihr

Verständnis von Gesundheitsförderung

und Prävention verändert?

Meine Managementerfahrung im Finanz-

und Gesundheitssektor konnte

ich um die Lehrtätigkeit im Bereich

Public Health erweitern. Große

Auswirkung hatte der Lehrgang auf

meine Lebensziele und meinen Lebensstil.

Ich habe mit Ausdauer- und

Schnellkrafttraining begonnen und

nehme an Laufbewerben teil.

UNIVERSITÄTSLEHRGANG

MASTER OF PUBLIC HEALTH

VIENNA

Zentrum für Sportwissenschaft

und Universitätssport der

Universität Wien

c/o Sekretariat Regina Kreiter

USZ II, Zimmer 4.37, Auf der

Schmelz 6a, A-1150 Wien

Tel.: +43-(0)676/7359759

www.mph-vienna.at

public.health@univie.ac.at

Ziel des Lehrgangs ist es, qualifizierte

„Professionals für Prävention und Gesundheitsförderung“

auszubilden, die

adäquate wissenschaftlich gesicherte Konzepte

entwickeln, übernehmen, umsetzen

und evaluieren können. Als Lehrbeauftragte

fungieren praxiserfahrene Spezialisten/innen

nationaler und internationaler Universitäten,

sowie relevanter Organisationen und öffentlicher

Einrichtungen. Das Teilnehmerfeld

reicht von Medizinern über Ernährungs- und

Sportwissenschaftler bis zu hochqualifizierten

Personen aus dem Gesundheitsbetreuungsbereich.

Ebenso vertreten: Fachrichtungen wie

Rechtswissenschaften, Philosophie, Sprachwissenschaften,

Betriebswirtschaftslehre, Veterinärmedizin

oder Pharmazie, aber auch Physiotherapeuten

oder Krankenschwestern. Für

Teilnehmer/innen entsteht ein Netzwerk, das

optimale Startvoraussetzungen für die berufliche

Karriere im Gesundheitsförderungssektor

bietet. Die Anmeldung für den 14. Lehrgang

im Oktober 2018 ist bereits möglich.

2. Haben sich beruflich neue oder

erweiterte Wege erschlossen?

Die Erweiterung meines betriebswirtschaftlichen

Wissens um das

Thema Public Health konnte mir

neue Geschäftsfelder – die Lehre gesundheitswirtschaftlicher

Fächer an

Universitäten und Fachhochschulen

sowie Mitwirkung an Gesundheitsförderungsprojekten

– erschließen.

Dadurch ergaben sich neue Netzwerke

und Freundschaften.

3. Für welche Zielgruppen können

sie das berufsbegleitende Studienprogramm

MPH weiterempfehlen?

Allen im Gesundheitswesen tätigen.

Darüber hinaus allen, die ihrem

Leben eine sinnerfüllte Tätigkeit hinzufügen

möchten. Durch die Befassung

mit dem Thema Public Health

kann jeder wertvolle Erkenntnisse

erwerben und sie beruflich und

privat anwenden.

ANZEIGE / Fotos: Public Health, KK

34 BGM


KLIMAFREUNDLICH

GENIESSEN

EINE INITIATIVE VON WWF UND GOURMET

IN 2.000 BETRIEBEN MACHT ES EINFACH,

SICH BEIM MITTAGESSEN GESUND UND

KLIMAFREUNDLICH ZU STÄRKEN.

ANZEIGE / Fotos: Gourmet

LERNEN SIE UNS KENNEN!

Wir stehen gerne für ein

individuelles Beratungsgespräch

und eine Gratis-Verkostung

zur Verfügung.

www.gourmet.at

blog.gourmet.at

Sie erreichen uns unter:

050/876-5000

info@gourmet.at

Saiblingsfilet mit ÖsterReis

und buntem Gemüse

Rund ein Viertel unseres ökologischen

Fußabdruckes ist auf unsere

Ernährung zurückzuführen. Die gute

Nachricht: Wenn wir uns gesund ernähren

und zu heimischen, saisonalen

Lebensmitteln greifen, können wir mit

gutem Gewissen genießen. Deshalb haben

der WWF und GOURMET eine

mehrjährige Partnerschaft gestartet

und den Klimaschutz in die Kantinen

gebracht. „Wir möchten es unseren

Gästen mit diesem Speisenangebot

leicht machen, der eigenen Gesundheit

und dem Klima etwas Gutes zu tun“,

betont Herbert Fuchs, Geschäftsführer

von GOURMET.

So gut schmeckt Klimaschutz

Koch-, Ernährungs- und Naturschutzprofis

schwingen gemeinsam den

Kochlöffel und kreieren schmackhafte

klimafreundliche Gerichte für den

Mittagstisch am Arbeitsplatz. „Dabei

war uns besonders wichtig, dass unsere

Gäste ihre Mittagspause genießen

können und auf nichts verzichten

müssen“, betont Mag. Claudia Horacek,

Ernährungsexpertin und bei

GOURMET für Essen am Arbeitsplatz

verantwortlich. Das BIO-Gemüsegulasch,

der österreichische Saibling

auf Paprikakraut oder die BIO-Dinkel-Krautfleckerl

sind deshalb sowohl

klimafreundlich als auch köstlich.

Prädikat „klimafreundlich“

Die Speisen für Business-Gäste von

GOURMET verdienen das Prädikat

„klimafreundlich“, weil sie aus hochwertigen

heimischen Lebensmitteln gekocht

sind, viele davon aus biologischer

Landwirtschaft. GOURMET ist bereits

seit 20 Jahren BIO-zertifiziert und damit

BIO-Pionier in der Branche. In die

Töpfe kommen nur Zutaten, die gerade

frisch und saisonal in Österreich wachsen

und keine Flugware. Die Speisen

sind vegetarisch, vegan oder mit einer

kleineren Portion Fleisch als üblich.

Saibling und Waller für die schmackhaften

Fischgerichte wurden in Österreich

sorgsam gezüchtet.

BGM

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Unser Unternehmen ist gesund,

weil wir es wieder sind.

Körperliche und psychische Belastungen der

MitarbeiterInnen führen zu Krankenständen und

Abwesenheitszeiten. fit2work berät Unternehmen

bei der Erhaltung und Wiederherstellung der

Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen. Frühzeitiges

Ausscheiden des Personals wird dadurch

verhindert und entsprechendes Knowhow bleibt im

Unternehmen. fit2work führt zu einer nachhaltigen

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und somit zur

Steigerung der Produktivität. Denn ein Unternehmen

ist so gesund wie seine MitarbeiterInnen.

EntgEltlichE Einschaltung

fit2work Ihre Beratung für

ein gesundes Arbeitsleben.

Sprechen Sie mit uns.

Auf www.fit2work.at finden Sie die

Kontaktdaten aller Beratungsstellen in

Österreich. Einfach anrufen und Termin

vereinbaren.

Beratung ist

freiwillig

vertraulich

kostenfrei

fit2work wird finanziert von:

36 BGM

Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. www.esf.at

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