Verfahrenstechnik 11/2017
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Verfahrenstechnik 11/2017
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19098<br />
<strong>11</strong><br />
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November <strong>2017</strong><br />
Überspannungsschutz<br />
Steigende Anlagenverfügbarkeit,<br />
sinkende Kosten<br />
Filtertechnik<br />
Mechanische Abreinigung<br />
minimiert Ausfallzeiten<br />
Messe-Special SPS IPC Drives<br />
Vom einfachen Sensor bis zur<br />
digitalen Automatisierung<br />
Instandhaltung<br />
Hochdruck-Reinigung mit<br />
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EDITORIAL<br />
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Auf der Zielgeraden<br />
Ist Ihre Anlage schon smart, digital und vernetzt von A bis Z? Laut einer<br />
Studie zum Thema „Chemie 4.0 – Wachstum durch Innovation in einer<br />
Welt im Umbruch“ (www.vci.de/chemie40) haben viele Unternehmen<br />
der chemisch-pharmazeutischen Industrie ihre Anlagen bereits automatisiert<br />
und setzen für die<br />
Viele Anlagen der Prozessindustrie<br />
sind schon smart,<br />
digital und vernetzt<br />
Steuerung digitale Prozesse ein.<br />
Die Studie wurde vom Verband<br />
der Chemischen Industrie (VCI)<br />
mit Unterstützung von Deloitte<br />
erstellt. Digitalisierung ist für die<br />
deutsche Chemieindustrie also<br />
längst kein neues Thema mehr, die Branche investiert kontinuierlich in<br />
Digitalisierungsprojekte und neue digitale Geschäftsmodelle. Ziel dieser<br />
Investitionen sind Effizienzgewinne in der Produktion und zusätzliche<br />
Wertschöpfung.<br />
Dass die Prozessindustrie beim Thema Industrie 4.0 schon fast auf der<br />
Zielgeraden ist, können Sie auch in dieser Ausgabe der<br />
VERFAHRENSTECHNIK nachlesen. Sehr interessant sind dazu die<br />
Meinungen unserer Experten auf den Seiten 28, 31 und 36. Noch mehr<br />
Infos zum Thema digitale, smarte Automatisierung bekommen Sie<br />
außerdem in unserem Top-Thema zur SPS IPC Drives ab Seite 24. Hier<br />
haben wir konkrete Automatisierungslösungen<br />
und Produktneuheiten zusammengestellt.<br />
Wie Sie Ihre Anlage noch smarter, digitaler<br />
und vernetzter machen können, besprechen<br />
Sie am besten direkt vom 28. bis<br />
30.<strong>11</strong>. auf der Messe in Nürnberg.<br />
Eva Linder<br />
Chefredakteurin<br />
e.linder@vfmz.de<br />
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November <strong>2017</strong><br />
INHALT<br />
18<br />
32<br />
38<br />
Standhaft: Die eingesetzten Grafitdichtungen<br />
verändern ihre Eigenschaften im<br />
gesamten Temperatureinsatzbereich nicht<br />
Sicher: Die Kupplung arbeitet nach dem<br />
spielfreien Kugel-Rast-Prinzip und besitzt<br />
ein Sicherheitsmodul aus zwei Bauteilen<br />
Staubfrei: Ungeeignete Gasentnahmesonden<br />
sorgen für unbrauchbare Messwerte<br />
und können zu Staubexplosionen führen<br />
AKTUELLES<br />
6 Dichtungshersteller COG mit einem besonderen<br />
Firmenjubiläum<br />
8 Personen, Märkte, Unternehmen<br />
<strong>11</strong> Seminare, Tagungen, Kurse<br />
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
36 Die richtige Gasentnahmesonde entscheidet über die<br />
Qualität der Messwerte<br />
38 Analyse der Leistungsfähigkeit von Schwefel-Reaktionsöfen<br />
42 Produktinformationen<br />
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
12 Filter mit mechanischer Abreinigung in<br />
der Abwasseraufbereitung<br />
14 Produktinformationen<br />
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
18 Grafitdichtungen in Elektro-Dampferzeugern<br />
20 Produktinformationen<br />
BETRIEBSTECHNIK<br />
44 Hochdruck-Reinigung von Wärmeübertragern mit<br />
robotergestütztem Verfahren<br />
46 Korrosionstest für nichtrostende Stähle<br />
47 Produktinformationen<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
TOP-THEMA SPS IPC DRIVES<br />
24 Zukunftsweisende Technologien der<br />
Automatisierungsbranche<br />
26 TITEL Condition Monitoring durch steckbaren<br />
Überspannungsschutz<br />
8 Inserentenverzeichnis<br />
10 Impressum<br />
50 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />
51 Vorschau<br />
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19098<br />
<strong>11</strong><br />
28 Eine Fülle neuer Möglichkeiten durch den Einsatz einer<br />
IoT-Lösung<br />
30 Bürkert realisiert digitale Applikationslösungen<br />
im MSR-Bereich<br />
32 Sicherheitskupplungen zur Erhöhung der Prozesssicherheit<br />
34 Das Internet der Dinge beginnt mit einem Sensor<br />
36 Kommentar: Industrie 4.0 – Chancen für die<br />
Prozessindustrie<br />
25 Produktinformationen<br />
Filtertechnik<br />
Mechanische Abreinigung<br />
minimiert Ausfallzeiten<br />
Messe-Special SPS IPC Drives<br />
Vom einfachen Sensor bis zur<br />
digitalen Automatisierung<br />
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4 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
Der volle Durchblick –<br />
trotz Kondensat!<br />
Mit 80 GHz in die Zukunft: Die neue Generation<br />
in der Radar-Füllstandmessung<br />
Für die neueste Generation von Radarsensoren ist Kondensat kein<br />
Thema. Der VEGAPULS 64 erfasst präzise die Füllstände von<br />
Flüssigkeiten, unbeeinflusst von Kondensat oder Anhaftungen an<br />
der Antenne. Er verfügt über die kleinste Antenne seiner Art und<br />
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AKTUELLES I INTERVIEW<br />
„Man sieht uns die 150 Jahre<br />
nicht an“<br />
Dichtungshersteller COG mit einem besonderen Firmenjubiläum<br />
Über 100 Jahre – ein so hohes Alter<br />
erreichen nur 1,3 % der aktiven<br />
deutschen Unternehmen.<br />
Als Familienbetrieb in fünfter<br />
Generation wird die Firma COG<br />
aus Pinneberg in diesem Jahr<br />
sogar 150. Grund genug für den<br />
Hersteller von Präzisionsdichtungen<br />
zu feiern. „Aber nicht<br />
rückwärtsgewandt, sondern immer<br />
mit klarem Blick nach vorn“, wie<br />
uns Geschäftsführer Jan Metzger<br />
im Interview beweist.<br />
Herr Metzger, wie fühlt es sich an,<br />
150 Jahre alt zu werden?<br />
Es ist schon ein schönes Gefühl zu sehen,<br />
wie das Unternehmen, das unser Ur-Urgroßvater<br />
1867 als Gerberei gegründet hat, über<br />
150 Jahre und mehrere Generationswechsel<br />
durch gute und schwere Zeiten geführt und<br />
dabei immer wieder neu zukunftsfähig aufgestellt<br />
wurde. Heute merkt und sieht man<br />
uns die 150 Jahre zum Glück nicht an und<br />
wir sind stolz darauf, ein modernes Unternehmen<br />
mit langer Tradition zu sein.<br />
Was ist das Erfolgsgeheimnis der Firma<br />
COG?<br />
Da möchte ich gerne drei Punkte nennen:<br />
1. Wir versuchen immer sehr nah bei<br />
unseren Kunden zu sein, um schnell auf<br />
veränderte Anforderungen reagieren und<br />
dem Kunden eine Lösung anbieten zu<br />
können. 2. Bei allen Veränderungen und<br />
Neuerungen im Unternehmen achten wir<br />
sehr darauf, auch unsere Mitarbeiter mitzunehmen<br />
und sie auf neue Aufgaben<br />
vorzubereiten und zu qualifizieren. Und 3.<br />
Als familiengeführtes Unternehmen mit<br />
Jan Metzger, kaufmännischer Geschäftsführer<br />
bei COG<br />
hoher Eigenmittelquote sind wir in der<br />
glücklichen Lage, COG mit einer langfristigen<br />
Strategie weiterentwickeln zu können.<br />
Wo sehen Sie das Unternehmen in den<br />
nächsten fünf bis zehn Jahren?<br />
Wir sehen für COG in diesem Zeitraum<br />
weiterhin sehr gute Wachstumsperspektiven,<br />
und zwar sowohl hier in Deutschland<br />
als auch im Ausland. Um diese Chancen<br />
auch zu nutzen, investiert das Unternehmen<br />
gerade wieder. Aktuell werden<br />
2 000 Quadratmeter neue Produktionsfläche<br />
geschaffen und ein Technikum aufgebaut,<br />
in dem wir unsere Entwicklungsaktivitäten<br />
für Werkstoffe und neue Produkte<br />
deutlich ausbauen werden. Hierin sehen<br />
wir in Kombination mit der umfangreichen<br />
Lagerbevorratung sowie dem Angebot von<br />
kundenindividuellen Serviceleistungen<br />
den Schlüssel für die erfolgreiche Bearbeitung<br />
neuer Kunden und Branchen.<br />
Was waren für Sie die spannendsten oder<br />
ungewöhnlichsten Kundenprojekte in den<br />
vergangenen Jahren?<br />
Wir hatten wirklich sehr, sehr viele interessante<br />
und auch herausfordernde Projekte<br />
gehabt. Zwei Projekte sind mir allerdings<br />
prägnant im Gedächtnis geblieben, da sie<br />
wirklich ungewöhnlich waren. Wir sollten<br />
für ein gelbes GFK-Forschungs-U-Boot eine<br />
Dichtungslösung für die große und 14 Zentimeter<br />
dicke Plexiglashaube entwickeln als<br />
auch für die Kuppel an der Bugspitze. Beide<br />
mussten einer Tauchtiefe von 1 000 Metern<br />
standhalten. Die O-Ringe hatten einen<br />
Durchmesser von 0,8 und 1,2 Metern.<br />
Die Nutauslegung war dabei sehr speziell<br />
und technisch ein bisschen spektakulär.<br />
Wochen später bekamen wir ein Foto des<br />
„Yellow Submarine“ in einem riesengroßen<br />
Druckkessel – nach der bestandenen<br />
Druckprüfung bei sicherheitsrelevanten<br />
1 300 Metern Tauchtiefe.<br />
Das zweite Projekt kam von einem studentischen<br />
Projektteam, die an der Entwicklung<br />
eines neuartigen Treibstoffantriebs für<br />
eine Rakete forschten. Auch hier konnten<br />
wir eine passende Dichtungslösung erarbeiten.<br />
Von dieser Arbeitsgemeinschaft
INTERVIEW I AKTUELLES<br />
erhielten wir ebenfalls einen Fotogruß als<br />
Beleg für den erfolgreichen Funktionstest:<br />
Darauf war die in einem Schraubstock eingespannte<br />
Rakete mit der von uns eingesetzten<br />
Dichtung zu sehen – dahinter ein<br />
spektakulärer zwei Meter langer Feuerschweif.<br />
Wirklich beeindruckend!<br />
Was begeistert Sie persönlich an den<br />
Produkten Ihres Unternehmens?<br />
Mich faszinieren die unglaublich vielfältigen<br />
Einsatzmöglichkeiten eines O-Rings. Auf<br />
den ersten Blick nur ein runder Gummiring,<br />
wird er in vielen besonders anspruchsvollen<br />
Anwendungen schnell zum Spezialprodukt,<br />
erfüllt in unterschiedlichsten Werkstoffen<br />
und Abmessungen unter einer Vielzahl von<br />
Einsatzparametern wie Druck, Temperatur<br />
und Medien seine Dichtfunktion und wird<br />
wegen seiner universellen Verwendbarkeit<br />
in nahezu allen Industrien und Branchen<br />
eingesetzt. Und sollte er einmal nicht dicht<br />
halten oder gerade nicht lieferbar sein, wird<br />
aus dem unscheinbaren C-Teil ganz schnell<br />
ein A-Teil …<br />
(eli)<br />
www.cog.de<br />
Firmengeschichte<br />
COG wurde im Jahr 1867 als<br />
Lederfabrik mit angeschlossener<br />
Gerberei von Gebhardus Metzger<br />
in Pinneberg bei Hamburg<br />
gegründet und ist später mit der<br />
im gleichen Jahr gestarteten<br />
Produktion des Treibriemenspezialisten<br />
C. Otto Gehrckens<br />
verschmolzen. Das Unternehmen<br />
produziert heute Elastomerdichtungen<br />
in unterschiedlichen<br />
Spezialverfahren für diverse Industriezweige,<br />
standardisiert oder<br />
nach individueller Anforderung.<br />
COG betreibt mit über 45 000 Positionen<br />
das größte O-Ring-Lager<br />
weltweit. Mit den Cousins Jan und<br />
Ingo Metzger übernahm die fünfte Generation die Führung und der solide Wachstumskurs<br />
wurde bis heute fortgesetzt und ist äußerlich sichtbar: Am heutigen<br />
Standort vor den Toren Hamburgs entstanden ein modernes Hochlager, neue<br />
Fertigungshallen und ein dazugehöriges Verwaltungsgebäude. Aktuell hat COG<br />
ca. 250 Mitarbeiter.<br />
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AKTUELLES<br />
PERSONALIEN<br />
Moritz Netzsch (Bild) erweitert zum 1. Januar<br />
2018 die Geschäftsführung der Erich Netzsch<br />
GmbH & Co. Holding KG. Mit dem Maschinenbauingenieur<br />
steht wieder ein Mitglied der<br />
Gesellschafterfamilie mit an der Spitze der<br />
Netzsch-Gruppe. Moritz Netzsch wird<br />
zukünftig gemeinsam mit den bisherigen Geschäftsführern<br />
Dietmar Bolkart und Dr. Hanns-Peter Ohl die Unternehmensgruppe<br />
führen. <br />
Die Mitgliederversammlung des Verbandes<br />
der Chemischen Industrie (VCI) hat in Frankfurt<br />
Christian Kullmann (Bild), Vorstandsvorsitzender<br />
Evonik Industries AG, Essen, zum<br />
Vizepräsidenten gewählt. Den Vorstand des<br />
Chemieverbandes bilden damit VCI-Präsident<br />
Kurt Bock (BASF SE) sowie die drei Vizepräsidenten Werner<br />
Baumann (Bayer AG), Christian Kullmann und Hans Van Bylen<br />
(Henkel AG & Co. KGaA). <br />
Mit dem Jahresplaner 2018 wichtige<br />
Termine im Blick<br />
Mit dem Iwa Jahresplaner 2018 hat man alle wichtigen Termine<br />
ständig im Blick. Ob Urlaub, Abwesenheit, Besuche, Veranstaltungen<br />
– alle Termine werden in der Jahresübersicht auf einer großformatigen<br />
Wandtafel angezeigt. Die entsprechenden Markierungen<br />
haften einfach durch Adhäsionskraft und können bei Bedarf mühelos<br />
verschoben werden. Das Zubehör besteht aus in vier Farben<br />
gelieferten Streifen, Sternen, Kreisen und anderen Symbolen. Bei<br />
Terminverschiebung können sie wiederverwendet werden, da sich<br />
die Adhäsionskraft nicht abnutzt. Alle Planungselemente sind beschriftbar.<br />
Der Iwa Jahresplaner enthält Tagesdatum, Wochennummer,<br />
Wochen-, Sonn- und Feiertage, auch die arbeitsfreien Tage in<br />
Instandhaltung auf der Maintenance<br />
Dortmund<br />
Die Maintenance Dortmund verschafft Fachbesuchern<br />
einen Überblick über neueste<br />
technische Lösungen, Produkte, Trends und<br />
aktuelles Wissen rund um die Instandhaltung.<br />
Am 21. und 22. Februar 2018 findet die<br />
Fachmesse zum neunten Mal in Dortmund<br />
statt. Das Konzept von Veranstalter Easyfairs<br />
setzt auf aktuelle Themen wie Digitalisierung,<br />
Predictive Maintenance und Ersatzteilmanagement. Erstmals<br />
wird mit der Worksafe 2018 im Rahmen der Maintenance ein neuer<br />
Ausstellungsbereich zu Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz in der<br />
Industrie angeboten.<br />
allen europäischen Ländern sind abgebildet. Er ist deshalb auch für<br />
Termine im Ausland eine wertvolle Planungshilfe.<br />
Das Produktsortiment von Iwa für die Zeitplanung umfasst neben<br />
dem beschriebenen Europa-Jahresplaner mit waagrechtem oder<br />
senkrechtem Kalendarium auch den Urlaubs-/Abwesenheitsplaner<br />
für die Planung von bis zu 31 Mitarbeitern. Im Internet sind alle<br />
erhältlichen Planer abgebildet und können direkt bestellt werden.<br />
www.iwa.de<br />
www.maintenance-dortmund.de<br />
Inserentenverzeichnis Heft <strong>11</strong>/<strong>2017</strong><br />
85 Jahre Magnetrol<br />
In diesem Jahr feiert die Firma Magnetrol<br />
aus Belgien ihr 85-jähriges Bestehen. Das<br />
Unternehmen stellt Produkte für die Füllstand-<br />
und Durchflussmesstechnik her. Die<br />
Geschichte von Magnetrol beginnt im Jahr<br />
1932 in Chicago mit dem Bau von Kesselsystemen<br />
des Gründungsunternehmen Schaub<br />
Systems Service. Als die Firma einen Füllstandschalter<br />
für ihre Boiler benötigte, wurde das erste Füllstand-<br />
Messgerät geboren. Bald wurde der Name Magnetrol zum Synonym<br />
für ein langlebiges und robustes mechanisches Auftriebsprinzip. Im<br />
Jahr 1998 wurde mit dem Eclipse-Modell 705 der erste 2-Leitertechnik<br />
geführte Radar-Füllstand-Messumformer (GWR) für Industrieanwendungen<br />
eingeführt. Die Radar-Technologie wird bei Magnetrol<br />
ständig weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Kunden<br />
angepasst. Ein weiteres Kerngeschäft liegt in den elektronischen<br />
Füllstandmessgeräten (kapazitiv und Ultraschall).<br />
www.magnetrol.de<br />
BOT Oberflächentechnik,<br />
Kulmbach49<br />
COG C. Otto Gehrckens GmbH &<br />
Co.KG, Pinneberg 21<br />
CRE Rösler Electronic,<br />
Hohenlockstedt 17<br />
EGE-Elektronik, Gettorf 15<br />
Emde, Nassau 19<br />
Fette Compacting,<br />
Schwarzenbek 2. US<br />
GEMÜ, Ingelfingen 23<br />
GSR Ventiltechnik, Vlotho <strong>11</strong><br />
Hartmann Valves, Burgdorf 25<br />
Igus, Köln 29<br />
IMI Precision Engineering,<br />
Bad Oeynhausen 7<br />
Jacob Söhne, Porta Westfalica 22<br />
Jensen Maschinenbau, Kappeln 14<br />
Jumo, Fulda 25<br />
OhmEx, Großwallstadt 17<br />
Pepperl+ Fuchs, Mannheim 33<br />
Pneumax, Gelnhausen 13<br />
Probat Werke, Norderstedt 4<br />
Rembe, Brilon 3<br />
Rose Systemtechnik,<br />
Porta Westfalica 39<br />
Ruwac, Melle 47<br />
Vega Grieshaber, Schiltach 5<br />
VMA-Getzmann, Reichshof 9<br />
Ziehl-Abegg, Künzelsau 4. US<br />
8 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
AKTUELLES<br />
50 Jahre Bieler+Lang<br />
Jubiläum bei Bieler+Lang: (v.l.) Thomas<br />
Springmann (Geschäftsführer), Heidi<br />
Springmann (Prokuristin und Leiterin<br />
Einkauf), Susanne Dussa (Geschäftsführerin)<br />
und Peter Börsig (ehemaliger<br />
dienstältester Mitarbeiter)<br />
Im Juli konnte die Bieler+<br />
Lang GmbH ihr 50-jähriges<br />
Bestehen feiern. Das<br />
traditionsreiche Familienunternehmen,<br />
das bereits<br />
in der dritten Generation<br />
geführt wird, bringt im<br />
Jubiläumsjahr wieder alle<br />
Kompetenzen unter ein<br />
Dach: Die Fertigstellung<br />
der neuen Produktionshalle<br />
im Acherner Industriegebiet<br />
ist für Ende <strong>2017</strong><br />
geplant. Geschäftsführerin<br />
Susanne Dussa zeigt sich<br />
insgesamt erfreut über<br />
den Werdegang des Gaswarnexperten:<br />
„Unsere<br />
hohe Mitarbeiter- sowie<br />
Kundenzufriedenheit bestätigen<br />
den Unternehmenserfolg der letzten 50 Jahre. Krise, Konsolidierung<br />
und Wachstum gehören immer dazu – wir hatten von allem<br />
etwas und befinden uns in einem Prozess der ständigen Weiterentwicklung.<br />
Besonders stolz macht mich unser gelebtes familiäres<br />
Klima, das trotz steigender Mitarbeiterzahl immer spürbar ist.“<br />
www.bieler-lang.de<br />
NEWSTICKER<br />
ABB hat Ende September die Übernahme von GE Industrial<br />
Solutions angekündigt. Dahinter steckt GEs globales Geschäft<br />
für Elektrifizierungslösungen. <br />
Endress+Hauser hat im französischen Lyon 4,9 Mio. EUR in ein<br />
neues Gebäude investiert. „Das Gebäude bietet moderne<br />
Büros für unsere Mitarbeiter und viel Platz für Kundentrainings“,<br />
freute sich Laurent Mulley, Geschäftsführer von<br />
Endress+Hauser Frankreich, bei der Eröffnung. <br />
Die Schweizer Gericke Gruppe baut mit neuen Vertriebspartnern<br />
in Südkorea und Pakistan sowie einem neuen Standort<br />
in Thailand ihr Vertriebsnetz in Asien aus. <br />
Die Vogelsang GmbH & Co. KG hat den ebenfalls in Essen<br />
(Oldenburg) ansässigen Hersteller Beba Mischtechnik GmbH<br />
übernommen, um Kompetenz in der Mischtechnik aufzubauen.<br />
<br />
Gea hat mit der italienischen Pavan Gruppe einen Anbieter<br />
für Extrusions- und Mahltechnologien erworben. „Die<br />
Akquisition ist ein wichtiger Meilenstein in unserer erklärten<br />
Wachstumsstrategie, die Aktivitäten von Gea in der Nahrungsmittelverarbeitung<br />
in der Breite auszubauen, erläutert<br />
Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender der Gea Group AG. <br />
Powtech <strong>2017</strong>: Internationaler denn je<br />
Die 20. Powtech in Nürnberg ist Ende September nach drei erfolg- und ereignisreichen<br />
Tagen zu Ende gegangen. Die laut Veranstalter bisher internationalste Messe<br />
brachte in sechs Messehallen 835 Aussteller aus 29 Ländern zusammen, 39 Prozent<br />
der Aussteller reisten aus dem Ausland an. Ein internationales Publikum von über<br />
14 000 Besuchern profitierte neben dem breiten Messeangebot von einem hochkarätigen<br />
Fachprogramm. Ein Highlight für die Schüttgut-Community war auch die<br />
Guided Tour Explosionsschutz, die am zweiten Messetag von VERFAHRENSTECHNIK<br />
organisiert wurde. An den Ständen der Firmen RSBP, Keller, Rico, Inburex, Rembe,<br />
Hoerbiger und Fike konnten sich die Besucher über Komponenten und Lösungen für<br />
einen effektiven Explosionsschutz informieren.<br />
Die nächste Powtech findet vom 9. bis <strong>11</strong>. April 2019 im Messezentrum Nürnberg<br />
statt – dann wieder im Verbund mit Partec, dem internationalen Kongress für Partikeltechnologie.<br />
www.powtech.de<br />
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AKTUELLES<br />
Ekato mit neuem Hydriertechnikum<br />
Ekato hat ein neues Hydriertechnikum, das Hydrogenation Test<br />
Center, am Hauptsitz des Unternehmens in Schopfheim eröffnet.<br />
Das Forschungszentrum wurde innerhalb eines Jahres mit einem<br />
Investitionsaufwand von 2 Mio. EUR errichtet. Kernstück des Test<br />
Centers ist ein aus Alloy C22 gefertigter Hydrierreaktor mit 60 l<br />
Füllvolumen, der bei bis zu 100 bar und 250 °C betrieben werden<br />
kann. Dazu Werner Himmelsbach, Leiter des Bereichs Forschung<br />
& Entwicklung bei der Ekato Rühr- und Mischtechnik<br />
GmbH: „Konkrete und verbindliche Aussagen zu Kosten, Produktivität<br />
und Produktqualität sind entscheidende Erfolgsfaktoren.<br />
Linde eröffnet vollautomatisiertes<br />
Gasefüllwerk<br />
Dazu müssen wir die oft nur im Labormaßstab untersuchten Hydrierverfahren<br />
unserer Kunden unter realen Bedingungen im<br />
Pilotmaßstab testen und dann sicher auf den Produktionsmaßstab<br />
übertragen. Das neue Test Center bietet genau diese Möglichkeiten<br />
und ist das Bindeglied zwischen Vertrieb, Forschung & Entwicklung<br />
und unserem Engineering.“<br />
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Der Technologiekonzern Linde feierte am 12. September die offizielle<br />
Eröffnung seines neuen Füllwerks im Industriepark Dorsten/Marl.<br />
Dort werden Industriegase wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon<br />
sowie Schweiß- oder Lebensmittelgase und synthetische Luft in<br />
Flaschen und Bündel abgefüllt. Für eine komplette Produktpalette<br />
stellt der neue Standort ebenfalls Propan, Acetylen, medizinische<br />
Gase sowie Spezialgase bereit. Mit der Vollautomatisierung des<br />
innerbetrieblichen Transports, der Sortierung, des Lagers sowie der<br />
Kommissionierung betritt Linde komplettes Neuland. Damit ist die<br />
Handhabung von über einer Million Gasflaschen pro Jahr möglich.<br />
www.linde-gas.de<br />
IMPRESSUM<br />
vereinigt mit BioTec<br />
erscheint <strong>2017</strong> im 51. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />
Redaktion<br />
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />
Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
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10 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />
Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />
WORKSHOP Thermische Abluftreinigung 08./09.<strong>11</strong>.17,<br />
Aachen<br />
ANWENDERFORUM Reach für Praktiker 15./16.<strong>11</strong>.17,<br />
Köln<br />
SEMINAR 1 × 1 der <strong>Verfahrenstechnik</strong> 16./17.<strong>11</strong>.17,<br />
Berlin<br />
KONFERENZ Nachhaltige chemische<br />
Konversion in der Industrie<br />
20./21.<strong>11</strong>.17,<br />
Düsseldorf<br />
SEMINAR Air Filtration 21.<strong>11</strong>.17,<br />
Karlsruhe<br />
ANWENDERFORUM Einsatz mobiler<br />
Lösungen in Instandhaltung und Service<br />
FORUM Vakuumverfahrenstechnik in der<br />
Chemie- und Prozessindustrie<br />
KURS Grundlagen elektrischer Explosionsschutz<br />
(Gas und Staub)<br />
21./22.<strong>11</strong>.17,<br />
Berlin<br />
28.–30.<strong>11</strong>.17,<br />
Karlsruhe<br />
29./30.<strong>11</strong>.17,<br />
Düsseldorf<br />
PRAXISSEMINAR Regelungstechnik 04./05.12.17,<br />
Wuppertal<br />
SEMINAR Ausbildung zum Explosionsschutzbeauftragten<br />
05.–08.12.17,<br />
Essen<br />
WORKSHOP Biomonitoring in der Praxis 06.12.17,<br />
Berlin<br />
Krantz Abluftreinigung, Tel. 0241/441-1,<br />
www.krantz.de/abluftreinigung<br />
Umweltakademie Fresenius, Tel. 0231/75896-50,<br />
www.akademie-fresenius.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Fraunhofer Umsicht, Tel. 0208/8598-0,<br />
www.umsicht.fraunhofer.de<br />
Palas, Tel. 0721/96213-0,<br />
www.palas.de<br />
T.A. Cook Conferences, Tel. 030/884307-0,<br />
www.tacook.de<br />
VDI Wissensforum, Tel. 02<strong>11</strong>/6214-201,<br />
www.vdi-wissensforum.de<br />
Bartec, Tel. 07931/597-315,<br />
www.bartec.de/seminare<br />
Technische Akademie Wuppertal,<br />
Tel. 0202/7495-0, www.taw.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,<br />
Tel. 0231/9071-0, www.baua.de<br />
FROM -196° COLD<br />
UP TO +450° HOT<br />
Boge weiht intelligente Fabrik ein<br />
Innovativ, einzigartig und kundenindividuell – dafür<br />
soll das Design des Highspeed Turbo-Kompressors<br />
Boge Hast stehen. Um jederzeit eine qualitativ einwandfreie<br />
Fertigung zu ermöglichen, hat Boge jetzt<br />
rund 2 Mio. EUR in eine intelligente Produktion in<br />
Bielefeld investiert. Auf 2 000 m 2 ist eine Fertigungsstrecke<br />
in Betrieb gegangen, die Bauteil, Technik und<br />
Mensch miteinander verbindet. „Unser Highspeed<br />
Turbo-Kompressor ist die Antwort auf die zunehmende<br />
Nachfrage nach kundenindividuellen Lösungen<br />
bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz“, sagt<br />
Thorsten Meier, Geschäftsführer bei Boge. „Um die Fertigung und Montage des Maschinenkonzeptes<br />
einfach und sicher zu gestalten, haben wir zukunftsweisende Produktionstechnologien für unsere<br />
Anforderungen modifiziert.“<br />
www.boge.de<br />
Pharmaserv mit Niederlassung in Köln<br />
Die Pharmaserv GmbH ist jetzt auch im Rheinland vertreten.<br />
Von der neuen Niederlassung in Köln aus kann<br />
der Spezialist für Services rund um Pharma und Biotechnologie<br />
seine Kunden in Nordrhein-Westfalen jetzt noch<br />
schneller bedienen. Ob es um die Einrichtung eines<br />
Reinraums, um Wartung oder Reparaturen geht, ob Spezialisten<br />
für Kalibrierung, Qualifizierung oder Validierung<br />
benötigt werden: Die Experten von Pharmaserv<br />
sind jetzt noch schneller vor Ort. „Wir haben viele Kunden<br />
außerhalb unseres Stammsitzes in Marburg, auch in<br />
NRW“, erklärt Peter Michael Weimar, Leiter Technik und<br />
Instandhaltungsservice bei Pharmaserv. „Daher war es<br />
für uns nur konsequent, eine Niederlassung im Ballungsraum Rheinland zu eröffnen, um auch hier<br />
noch flexibler reagieren zu können.“<br />
www.pharmaserv.de<br />
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Bochum, Stand B16<br />
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VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Ausfallzeiten deutlich verringert<br />
Filter mit mechanischer Abreinigung in der Abwasseraufbereitung<br />
Autor: Ulrich Latz, Technical Sales Engineer,<br />
Eaton Technologies GmbH, Nettersheim<br />
Ein Hersteller von Verpackungen setzte bisher zur Beseitigung<br />
ausgeflockter Verunreinigungen aus dem Abwasser vor der Einleitung<br />
in ein Ultrafiltrationssystem eine Filterpresse ein. Da die Filterplatten<br />
zweimal täglich ausgetauscht werden mussten, war der Kunde auf der<br />
Suche nach einer neuen Lösung.<br />
Eines der größten Verpackungsunternehmen<br />
für Konsumgüter in Nordamerika<br />
produziert maßgeschneiderte Verpackungen<br />
für viele beliebte einheimische Marken<br />
von Haushalts- und Körperpflegeprodukten<br />
in Werken in Kanada und den USA. Die<br />
Umweltschutzvorschriften für das Werk in<br />
Etobicoke schreiben vor, dass das Prozesswasser,<br />
ehe es in die öffentliche Kanalisation<br />
eingeleitet wird, frei von bestimmten angegebenen<br />
Verunreinigungen ist.<br />
Der Kunde verwendete eine 24 × 24 Zoll<br />
große Filterpresse mit einem Dutzend<br />
40-Mikron-Filterplatten, um die ausgeflockten<br />
Verunreinigungen aus dem Abwasser zu<br />
entfernen, ehe es durch ein Ultrafiltrationssystem<br />
ins Abwasser eingeleitet wird. Die<br />
Platten mussten zweimal pro Tag in einem<br />
chaotischen und arbeitsintensiven Prozess<br />
01 Das eingesetzte System arbeitet<br />
besonders effizient bei der Filtration von<br />
viskosen, abrasiven oder klebrigen Fluiden<br />
getauscht werden, was zu durchschnittlich<br />
drei Stunden Ausfallzeit führte.<br />
Zu den durch die Filterplatten beseitigten<br />
Verunreinigungen gehören Öle, Zinkoxid-<br />
Teilchen und Silikate, die nach dem Öffnen<br />
der Filterpresse offen zugänglich waren und<br />
so das Personal potenziellen Reizstoffen und<br />
Allergenen aussetzten. Der mechanische<br />
Prozess beim Plattentausch verursachte<br />
beim Umgang mit den Schwermetallabdeckungen<br />
der Filterpresse außerdem Sicherheitsrisiken.<br />
Neue Filterlösung<br />
Die neue Filterlösung der Firma Eaton besteht<br />
jetzt aus einem Filter mit mechanischer<br />
Abreinigung. Durch den Einsatz des<br />
DCF-800-Filters konnten nicht nur ein teurer<br />
und störender manueller Prozess, sondern<br />
zugleich auch die damit verbundenen Ausfallzeiten<br />
für diesen Kunden beseitigt werden.<br />
Dank der Einsparungen allein beim
Personaleinsatz wird<br />
sich der DCF-800 in<br />
weniger als einem Jahr<br />
bezahlt machen.<br />
„Einundzwanzig<br />
Stunden Ausfallzeit pro<br />
Woche in einem Betrieb,<br />
der an sieben Tagen rund um<br />
die Uhr arbeitet, war für den Kunden<br />
unzumutbar geworden“, berichtete Anita<br />
Gupta, Product Manager des Eaton-Vertriebspartners,<br />
John Brooks Company, aus<br />
Toronto, Ontario. „Deshalb begannen sie<br />
mit der Suche nach Alternativen wie Beutelfilter<br />
oder manuell gereinigte Filterpatronen.<br />
Auf den Gedanken, einen Filter mit<br />
mechanischer Abreinigung wie den DCF-<br />
800 einzusetzen, waren sie noch nicht gekommen.“<br />
Durch das System werden im Werk durchschnittlich<br />
1,5 Millionen Liter Wasser pro<br />
Woche verarbeitet. Die zwölf 40-Mikron-Filterplatten<br />
mit einer Gesamtoberfläche von<br />
4,46 m 2 hielten etwa 4,5 kg Verunreinigungen<br />
aus dem Abwasserstrom zurück. Pro Tag<br />
wurden zwei Filtersätze benötigt, die insgesamt<br />
rund 9 kg Verunreinigungen entfernten.<br />
Angesichts dieser Zahlen waren Ingenieure<br />
des Kunden verständlicherweise skeptisch,<br />
ob der äußerlich kleine DCF-800 die<br />
große Filterpresse wirklich ersetzen kann.<br />
Das Team von Gupta konnte diese Skepsis<br />
überwinden, als sie ihnen einen anderen<br />
Kunden vorstellten, der einen DCF-Filter in<br />
einer ähnlichen Anwendung verwendet.<br />
Dieser Kunde konnte ihre Fragen beantworten<br />
und den erfolgreichen Einsatz der<br />
Einheit zeigen.<br />
Guptas Team tauschte zunächst die Filterpresse<br />
durch einen DCF-800-Filter mit<br />
einer Maschenweite von 40 Mikron aus.<br />
Nachdem einige Erfahrungen im Betrieb<br />
gesammelt werden konnten, wurde die<br />
Maschenweite auf 38 Mikron verringert.<br />
Dadurch sollte im Vergleich zur bisher eingesetzten<br />
Filterpresse ein besserer Schutz<br />
des nachgeschalteten Ultrafiltrationssystems<br />
erreicht werden, ohne dass die Durchflussraten<br />
beeinträchtigt würden.<br />
Vorteile und Aufbau<br />
Filter der Serie DCF sind die wahrscheinlich<br />
effizientesten derzeit erhältlichen Filter<br />
mit mechanischer Abreinigung. Sie können<br />
bei konstant niedrigen Differenzdrücken<br />
eingesetzt werden, sind im Betrieb einfach<br />
zu handhaben, zeichnen sich durch eine<br />
hohe Zuverlässigkeit aus und erfordern lediglich<br />
eine geringe Anfangsinvestition. Sie<br />
arbeiten besonders effizient bei der Filtration<br />
von viskosen, abrasiven oder klebrigen<br />
Fluiden, sodass sie für derartige Anwendungen<br />
die ideale Wahl darstellen.<br />
DCF-Filter bestehen aus einem zylindrischen<br />
Edelstahlgehäuse, in dem das Filterelement<br />
untergebracht ist. Das Fluid strömt<br />
in das Filterelement, lässt die Kontaminati-<br />
02 Der federbelastete<br />
Reinigungsschaber<br />
bewegt sich am<br />
Filterelement auf und<br />
ab und entfernt dabei<br />
die Kontaminationsstoffe<br />
von dessen Oberfläche<br />
onsstoffe an den Innenwänden des Filterelements<br />
zurück und fließt dann zum Auslass<br />
des Filters. Ein federbelasteter Reinigungsschaber<br />
bewegt sich am Filterelement<br />
auf und ab, entfernt dabei die Kontaminationsstoffe<br />
von dessen Oberfläche und schiebt<br />
diese zum Boden des Filtergehäuses, wo sie<br />
sich außerhalb des Fluidstroms befinden.<br />
Die Reinigungsfrequenz kann entsprechend<br />
bestimmter Zeiten oder Differenzdrücke,<br />
durch manuelle Auswahl oder nach sonstigen<br />
anwendungsspezifischen Kriterien festgelegt<br />
werden. Da die Filter während der Reinigung<br />
in Betrieb bleiben, ermöglichen DCF-<br />
Filter eine besonders hohe Prozesseffizienz.<br />
Ergebnis<br />
Der Kunde konnte die täglichen Ausfallzeiten<br />
um durchschnittlich drei Stunden verringern<br />
und die Kosten für das zur Wartung<br />
C<br />
der Filterpresse eingesetzte Personal sowie<br />
M<br />
die Kosten für neue Filterplatten und die<br />
Entsorgung der alten Platten vollständig<br />
Y<br />
einsparen. Zudem konnten die Gesundheits-<br />
und Sicherheitsrisiken in Verbindung<br />
CM<br />
MY<br />
mit der Instandhaltung der Filterpresse beseitigt<br />
werden.<br />
CY<br />
„Die Fähigkeit, die Ausfallzeiten beträchtlich<br />
zu verringern und eine sicherere<br />
CMY<br />
K<br />
Umgebung zu schaffen, ist der Grund, warum<br />
die DCF-Technologie so einzigartig für<br />
diese Art der Anwendung ist“, erklärte Aldo<br />
Guarneri, Regional Sales Manager bei Eaton.<br />
„Unsere vorrangigen Ziele waren ein niedriger<br />
Differenzdruck und letztlich geringere<br />
Produktionskosten. Der DCF-800-Filter hat<br />
alle Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern<br />
sogar übertroffen.“<br />
„Allein in Bezug auf die Personalkosten<br />
wird sich der DCF-800-Filter in weniger als<br />
einem Jahr bezahlt machen“, ergänzte Gupta,<br />
„von den damit verbundenen sonstigen<br />
Einsparungen ganz zu schweigen. Und da<br />
der DCF-800-Filter nun Partikel bis zu einer<br />
Größe von 38 Mikron entfernen kann,<br />
konnte die Lebensdauer des Ultrafiltrationssystems<br />
deutlich verlängert werden,<br />
sodass weitere Einsparungen bei den Betriebskosten<br />
realisiert werden können.“<br />
Angesichts dieser erfolgreichen Anwendungen<br />
entschied sich der Kunde für den<br />
Einbau eines weiteren Eaton-Filters in einer<br />
anderen Prozesslinie, um die dortige Restkontamination<br />
direkt vor der Abfüllung in<br />
Flaschen zu beseitigen.<br />
Fotos: Fotolia (Deyan Gerogiev, 59907150), Eaton<br />
www.eaton.de<br />
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zuverlässige<br />
elektropneumatische<br />
Insellösungen für viele<br />
Anwendungen<br />
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Durchflüsse und Formen<br />
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•verschiedene Drücke in einer Insel<br />
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sowie Temperatursensoren<br />
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D-63571 Gelnhausen<br />
Tel: +49 (0) 6051-97770<br />
www.pneumax.de<br />
info@pneumax-gmbh.de
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Single-Pot-Verfahren in der F&E<br />
Ein Kunde aus der Lebensmittelbranche<br />
hatte Lödige<br />
beauftragt, eine möglichst<br />
vielseitige und platzsparende<br />
Maschine für<br />
Forschung und Entwicklung<br />
zu konzipieren. Das<br />
Resultat ist das Single-Pot-<br />
Verfahren, dabei lassen<br />
sich chemische Reaktionen<br />
oder mechanische<br />
Produktbearbeitungen, die<br />
zwar in mehreren Schritten<br />
ablaufen, deren Zwischenprodukte<br />
aber nicht isoliert<br />
werden müssen, in einem Gerät durchführen. Je nach Aufgabe<br />
können alle Reaktionsteilnehmer von Beginn an im Reaktionsgefäß<br />
zugegen sein oder aber nacheinander zugegeben werden.<br />
Die All-in-one-Lösung basiert auf dem Konzept der Pflugschar-<br />
Mischer des Herstellers. Sie bestehen aus einer horizontalen,<br />
zylindrischen Trommel, in der die zentrisch gelagerte, mit<br />
Pflugschar-Schaufeln versehene Welle das Produkt in ein<br />
mechanisch erzeugtes Wirbelbett versetzt. So wird eine rasche,<br />
intensive Vermischung erzielt. Dank des neuen Verfahrens kann<br />
anschließend in derselben Maschine eine zeitsparende und<br />
produktschonende Vakuumtrocknung erfolgen.<br />
www.loedige.de<br />
Optimierter Konus-Schnecken-Trockner<br />
Bolz-Summix hat eine<br />
optimierte Variante eines<br />
riemengetriebenen Orbitalarms<br />
Typ 3 für Konus-<br />
Schnecken-Trockner mit<br />
einem Nutzinhalt von ca.<br />
2 500 l herausgebracht. Der<br />
Antrieb über einen<br />
temperaturbeständigen<br />
Zahnriemen im Transmissionsarm<br />
und eine<br />
modulare Antriebskonstruktion<br />
machen den<br />
Orbitalarm effizient im<br />
Betrieb, sparsam im Energieverbrauch und leise im Lauf. Das<br />
massive, großzügig dimensionierte Armgehäuse aus Blech eignet<br />
sich für freitragende Mischschnecken mit engem Wandabstand<br />
bis zu Batchgrößen von 10 000 l. Das modulare Antriebskonzept<br />
mit einer finalen Übersetzung der Schnecken-Antriebsdrehzahl<br />
am frontseitigen Ende des Schwenkarms sorgt für die Langlebigkeit<br />
des Getriebearms. Eine frontseitig vormontierte Kassetteneinheit<br />
trägt die gesamte Lagerung und Abdichtung der<br />
Mischschnecken-Rotation, das erlaubt ein schnelles Wechseln<br />
der Verschleißteile. Durch reduzierte Schmierstoffstellen mit<br />
zertifiziertem, minimalem Lebensmittelfett-Einsatz ist der Orbitalarm<br />
vollständig öl- und leckagefrei.<br />
www.heinkel.de<br />
Filtergehäuse mit hygienischer<br />
Spanneinheit<br />
Die Verspannung der Filtereinsätze bei den handelsüblichen<br />
Modulfiltergehäusen stellt den Anwender oft vor Probleme mit<br />
der Federvorspannung und der Reinigbarkeit der Spannvorrichtung.<br />
Sommer & Strassburger hat ein Modulfiltergehäuse<br />
entwickelt, bei dem die Filtereinsätze durch einen außen<br />
liegenden pneumatischen Zylinder verspannt werden. Hierdurch<br />
ist eine sichere und gleichmäßige Verspannung der Filterelemente<br />
unabhängig von der Betriebstemperatur stets gewährleistet. Die<br />
Spannkraft kann zudem jederzeit von außen korrigiert und<br />
angepasst werden. Standardmäßig werden die produktberührten<br />
Edelstahlteile aus dem Werkstoff 1.4404 bzw. auf Kundenwunsch<br />
in 1.4435 hergestellt. Als Dichtungswerkstoff wird EPDM mit FDA,<br />
alternativ mit USP-Class VI und BSE-Freiheitsbescheinigung,<br />
eingesetzt. Der Betriebsdruck wird mit – 1/+ 10 bar bei einer<br />
Temperatur bis max. 140 °C angegeben. Oberflächen können bis<br />
Ra ≤ 0,4 µm und elektropoliert gefertigt werden. Diese neue<br />
Generation von Modulfiltergehäusen ist in vier unterschiedlichen<br />
Höhen erhältlich.<br />
www.sus-bretten.de<br />
Labormühle nach ICH-Q3D-Standard<br />
Ab Dezember <strong>2017</strong> muss die ICH Q3D „Guideline<br />
for Elemental Impurities“ für bereits auf dem<br />
Markt befindliche Arzneimittel umgesetzt und<br />
die Überwachung der Schwermetallbelastung<br />
von den veralteten unspezifischen Methoden<br />
auf eine spezifische quantitative Kontrolle<br />
umgestellt werden. Ika bietet mit der<br />
Produktserie „Tube Mill Control“ bereits<br />
seit einigen Jahren eine patentierte<br />
Mühle, die mit ihren Einwegmahlkammern<br />
die neuen Richtlinien<br />
erfüllt. Die patentierte Batch-Mühle<br />
kann für harte, trockene und spröde<br />
Materialien eingesetzt werden, wobei die Besonderheit<br />
bei den Einweg-Mahlbechern liegt: Diese, aus transparentem<br />
Material gefertigten Mahlbecher, erfüllen die Anforderungen der<br />
harmonisierten ICH Q3D und unterstützen damit das Ziel der<br />
Richtlinie, die Arzneimittelsicherheit und Qualität zu steigern.<br />
Zusätzlich sind Mehrwegmahlbecher mit einem Metall der ICH<br />
Q3B Klassifizierung erhältlich.<br />
www.ika.de<br />
Jensen.indd 1 23.03.2016 <strong>11</strong>:22:19<br />
14 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Ein-Wellen-Zerkleinerer verarbeitet<br />
klebrige Materialien<br />
Wärmetauscherplatten für viskose und<br />
partikelhaltige Medien<br />
Um abgelaufenen<br />
Schnupf- und<br />
Kautabak sowie<br />
Fehlproduktionen<br />
inklusive<br />
Tabakdosen für<br />
die Entsorgung zu<br />
schreddern, setzt<br />
ein schwedischer<br />
Spezialtabak-<br />
Hersteller auf<br />
einen Ein-Wellen-<br />
Zerkleinerer von Vecoplan. Die größte Herausforderung war das<br />
nasse oder klebrige Aufgabematerial. Dadurch kann es die<br />
Messertaschen der Anlage so zusetzen, dass die geforderte<br />
Durchsatzleistung erheblich beeinträchtigt wird. In umfangreichen<br />
Tests hat der Gerätehersteller eine Standard-Maschine so<br />
optimiert, dass sie diese besonderen Anforderungen meistert.<br />
Über einen Trichter beschicken Mitarbeiter per Stapler die<br />
Maschine. Der Trichter lässt sich individuellen Bedürfnissen<br />
anpassen und stellt so eine kontinuierliche und kostengünstige<br />
Materialzuführung sicher. Der Rotor hat einen Durchmesser von<br />
370 mm. Ein Asynchronmotor mit einer Leistung von 55 kW treibt<br />
die Anlage energieeffizient an. Das unter dem Rotor angebrachte<br />
Sieb bestimmt mit einer Lochung von 20 mm die Größe des<br />
Ausgangsmaterials.<br />
www.vecoplan.de<br />
Mit der neuen Edelstahl-Wärmetauscherplatte NW150L rundet<br />
Kelvion ihr Plattenangebot für viskose und partikelhaltige Medien<br />
nach unten ab. Die NW-Modelle verfügen über breitere Plattenspalten<br />
als die NT-Serie. Daher können viskose Medien und<br />
Flüssigkeiten mit Partikeln bis zu 5 mm Durchmesser bei geringen<br />
Druckverlusten<br />
effizient wärmebehandelt<br />
werden. Die<br />
mit 10 mm Spaltbreite<br />
sehr weite<br />
Fischgrät-Prägung<br />
sorgt außerdem für<br />
hohe Turbulenzen<br />
und eine gute Durchströmung<br />
an allen<br />
Stellen der Platte,<br />
was Ablagerungen entgegenwirkt. Die neuen Platten eignen sich<br />
somit für den Einsatz in der Zuckerproduktion, insbesondere für<br />
Dicksaft, Sirup und Zentrifugenabläufe. Weitere Anwendungsgebiete<br />
sind in der Bioethanol-Produktion, in der Behandlung<br />
industrieller Abwässer oder in der Petrochemie zu finden. Der<br />
Zusammenbau der Wärmetauscher nach Reinigungs- und Inspektionsarbeiten<br />
gelingt leicht dank der sogenannten Posloc-<br />
Montage – sie sorgt für eine optimale Zentrierung des Plattenpakets,<br />
die sich zusätzlich positiv auf die Lebensdauer der<br />
Dichtungen auswirkt.<br />
www.kelvion.com<br />
Eigensteifer Sinterlamellenfilter<br />
Prämisse der Herding GmbH Filtertechnik, Spezialist für Filtersysteme<br />
und weltweit agierender Komplett-System-Lieferant, ist<br />
es, mit permanenter Weiterentwicklung alle Anforderungen an<br />
sichere Filtrationstechnologie zu erfüllen und selbst immer<br />
wieder neue Maßstäbe zu setzen. Herzstück der Herding Filtersysteme<br />
ist der eigensteife Sinterlamellenfilter – eine patentierte<br />
Eigenentwicklung,<br />
die auf<br />
Basis reiner<br />
Oberflächenfiltration<br />
arbeitet. Der<br />
gesinterte<br />
Starrkörper<br />
ist äußerst<br />
unempfindlich<br />
gegenüber abrasiven<br />
Feststoffen<br />
wie auch gegenüber mechanischen und chemischen Belastungen.<br />
Überaus lange Standzeiten von prozessabhängig bei<br />
weit über zehn Jahren sind die Regel.<br />
Nun ist es gelungen, eine Weiterentwicklung des Delta und Delta²<br />
Filterelementes zu realisieren. Mit einer Verlängerung des Filterelementes<br />
von 1 500 auf 2 250 mm werden bei gleicher Anlagenaufstellfläche<br />
50 % mehr an effektiver Filterfläche erzielt.<br />
Gerade im Einsatz bei Großfilteranlagen wie z. B. der Herding<br />
Maxx Baureihe kommt der Vorteil einer wesentlich kompakteren<br />
Bauweise im Vergleich zu konventionellen Filtersystemen<br />
deutlich zum Tragen.<br />
Druckluftverbrauch...<br />
• Verbrauchsmessung in<br />
Druckluftnetzen<br />
• Leckageerkennung<br />
• Benutzerebenen konfigurierbar<br />
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SPS/IPC/DRIVES<br />
Nürnberg <strong>2017</strong><br />
Halle 7A<br />
Stand 7A-142<br />
EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH<br />
Ravensberg 34 • D-24214 Gettorf<br />
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...unbekannt?<br />
Die Druckluftsensoren von<br />
EGE ermöglichen die konsequente<br />
Kontrolle des<br />
Verbrauchs in Druckluftnetzwerken,<br />
Maschinen<br />
und Anlagen. Dank<br />
IO-Link ist das Messgerät<br />
bequem vom<br />
PC aus parametrierbar.<br />
www.herding.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 15<br />
EGE Elektronik.indd 1 13.10.<strong>2017</strong> 07:34:23
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Stärkeindustrie setzt auf Siebmaschinen<br />
mit Flügeltüren<br />
Dinnissen hat mit<br />
seinem französischen<br />
Partner<br />
maßgefertigte<br />
Siebmaschinen an<br />
einen der größten<br />
Produzenten der<br />
Stärkeindustrie<br />
geliefert. Entsprechend<br />
der Anforderungen des Kunden sollte diese spezielle<br />
Siebmaschine Kreuzkontamination vermeiden und die Möglichkeiten<br />
der Inspektion verbessern. Die Lösung war eine Siebmaschine<br />
mit Flügeltüren. Der Hauptvorteil dieser Maschine ist, dass<br />
die Türen über die gesamte Länge der Maschine geöffnet werden<br />
können. Das Sieb muss für die Reinigung nicht mehr ausgefahren<br />
werden, sodass eine Kreuzkontamination vermieden wird. Der<br />
Austausch des Siebgitters ist sehr effizient, da der Siebkorb<br />
vollständig aus der Maschine heraus gefahren werden kann.<br />
Darüber hinaus erzielt die Siebmaschine mit Flügeltüren, je nach<br />
Produktkapazität, eine Kapazität von 30 t pro Stunde.<br />
www.dinnissen.de<br />
Verschleißfreier Edelstahlbelüfter<br />
Bei der Reinigung von Brauereiabwasser sind viele Restriktionen<br />
zu beachten. Unter anderem hat es eine hohe Konzentration an<br />
leicht abbaubaren organischen Verbindungen (BSB5), Desinfektionsmittel<br />
kommen zum Einsatz und der pH-Wert ist stark<br />
schwankend, da saure und basische Reinigungsmittel abwechselnd<br />
bei den CIP-Prozessen eingesetzt werden.<br />
Das Invent Hyperclassic Hyperboloidrührwerk ist aufgrund seiner<br />
Suspendier- und Homogenisiereigenschaften optimal für den<br />
Einsatz in Misch- und Ausgleichsbecken geeignet. Aufgrund der<br />
sohlnahen Anordnung des<br />
Rührkörpers wird der<br />
Betrieb durch schwankende<br />
Füllstände nicht beeinträchtigt.<br />
Ablagerungen, z. B.<br />
durch Kieselgur, werden in<br />
den Misch- und Ausgleichsbecken<br />
sicher vermieden,<br />
sodass keine Gerüche<br />
entstehen. Der Invent<br />
Hyperclassic zeichnet sich<br />
durch einen energiesparsamen<br />
Betrieb bei gleichzeitig<br />
hoher Betriebssicherheit aus. Durch die robuste Konstruktion<br />
ist der Wartungsaufwand gering und die Betriebskosten sind<br />
niedrig.<br />
Eine Lösung für den Sauerstoffeintrag in Belebungsbecken von<br />
Brauereien ist der Invent ICBA, ein verschleißfreier Edelstahlbelüfter.<br />
Die Anordnung und Anzahl der Luftaustrittsöffnungen<br />
wurde mithilfe von modernen CFD (Computational Fluid<br />
Dynamics) Methoden optimiert. Detaillierte Kenntnisse der<br />
strömungsmechanischen Verhältnisse in belüfteten Becken sowie<br />
eine gezielte Planung der Anordnung der Belüfter ermöglicht ein<br />
gleichmäßiges Belüftungsbild. Dies führt zu einer hohen<br />
Sauerstoffeintragseffizienz und zu einem energiesparsamen und<br />
sicheren Betrieb.<br />
www.invent-uv.de<br />
Schwankende Eingangsfeuchten<br />
eliminieren<br />
Das kontinuierlich arbeitende System – der neue Kreyenborg<br />
PET-Booster – trocknet PET innerhalb von 7–10 min. Gerade<br />
bei Anwendungen in der Extrusion von Folien oder Fasern mit<br />
Entgasungsextrudern (Doppelschnecken-, Planeten- und<br />
Mehrwellenextruder) hat der PET-Booster seinen Schwerpunkt.<br />
Schwankende Eingangsfeuchten und die daraus resultierenden<br />
Prozessschwankungen im Extrusionsprozess (somit schwankende<br />
Endproduktqualitäten) können mit dem Kreyenborg<br />
PET-Booster<br />
eliminiert<br />
werden.<br />
Durch das<br />
Zuführen<br />
von warmem<br />
Material<br />
mit einer<br />
konstanten,<br />
niedrigen<br />
Eingangsfeuchte<br />
können<br />
der Extruder und dessen Vakuumentgasung kleiner gewählt<br />
werden. Bei vorhandenen Anlagen können durch das Vorschalten<br />
des PET-Booster schnell Durchsatzsteigerungen von bis zu 30 %<br />
erreicht werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt – die giftigen<br />
Abscheideflüssigkeiten aus der Vakuumanlage lassen sich um<br />
bis zu 50 % senken. Eine Amortisation der Investition ist so in<br />
kürzester Zeit gegeben.<br />
www.kreyenborg.com<br />
Dosierlösung in kontinuierlichen<br />
Prozessen<br />
Coperion K-Tron bringt eine neue Generation hochgenauer,<br />
gravimetrischer Pharma-Dosierwaagen auf den Markt. Die neue<br />
K3-PH-Dosiererlinie wurde speziell entwickelt, um den ständig<br />
steigenden Anforderungen der kontinuierlichen Prozesse in der<br />
pharmazeutischen Industrie<br />
zu begegnen. Das neue<br />
Dosiererdesign baut auf<br />
einem modularen Konzept<br />
mit deutlich reduzierter<br />
Standfläche auf. Möglich<br />
macht dies die neue, verkleinerte<br />
D4-Plattformwaage mit<br />
der patentierten und hochgenauen<br />
Smart Force Transducer<br />
(SFT)-Wägetechnologie.<br />
Dank des modular<br />
aufgebauten „Quick-Change“-<br />
Designs kann ein Dosierer<br />
schnell umgebaut und für<br />
neue Prozesse oder Rezepturen<br />
angepasst werden. Lediglich das Austauschen der Dosiertrichter<br />
und Rührer sind hierfür notwendig. Neben der erzielten<br />
Zeitersparnis ist ein weiterer Vorteil dieses modularen Designs<br />
eine einfachere, verbesserte Reinigung und Wartung. Das neue<br />
Design eignet sich zudem bestens für die Gruppierung von<br />
mehreren Dosierern zu einem Cluster.<br />
www.coperion.com<br />
16 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
Pilotfermenter im Labormaßstab<br />
Bosch hat einen Pilotfermenter für die Züchtung pharmazeutischer<br />
Ausgangsstoffe im Labormaßstab auf den Markt gebracht.<br />
Der Fermenter ist ein modular aufgebautes, vollautomatisches<br />
System, das sowohl für Forschungs- und Entwicklungszwecke<br />
sowie klinische Studien im<br />
Labor als auch für die industrielle<br />
Produktion kleiner<br />
Chargen geeignet ist. Bei<br />
der Konstruktion von Fermentationsanlagen<br />
gilt es,<br />
optimale Wachstumsbedingungen<br />
für Mikroorganismen<br />
wie Zellen und Bakterien<br />
zu schaffen. Gleichzeitig<br />
müssen die Anlagen den<br />
hohen Ansprüchen der in<br />
der Pharmaindustrie geltenden<br />
cGMP-Regularien<br />
entsprechen. Der Pilotfermenter<br />
verarbeitet je nach<br />
Rührwerk Chargengrößen<br />
von acht oder 13 bis 50 l. Zusätzlich stehen Reaktorgrößen von<br />
100 und 200 l für Pilotchargen oder kleine Industriechargen zur<br />
Verfügung. Die Ausstattung des Fermenters mit einer schonenden<br />
Drehkolbenpumpe und einem zweiten Prozessbehälter<br />
erlaubt neben Batch- und Fed-Batch-Prozessen auch Perfusion<br />
und kontinuierliche Verfahren.<br />
www.boschpackaging.com<br />
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trifft Design<br />
Ihr Spezialist für Panels, Rechner und mehr.<br />
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• Prozessor Intel Atom Quad Core E3845<br />
• keine Kondensatbildung durch spezielle Membran<br />
• rundum Schutzart IP65 oder IP69K<br />
• zertifiziert für Ex-Bereich Zone 1, 2und 22<br />
• Optionen: RFID, USV, Klimakit, Taster und Not-Aus,<br />
kapazitive Funktionstasten -individuell beleg- und<br />
beleuchtbar, Bluetooth, Schnittstellenerweiterungen<br />
Kooperation für bessere<br />
PET-Recycling-Anlagen<br />
Die Krones AG und die Erema GmbH haben eine Zusammenarbeit<br />
im Bereich PET-Kunststoff-Recycling beschlossen. Ziel der<br />
Kooperation ist es, das technische Know-how beider<br />
Unternehmen in die Planung und Auslegung von PET-Recycling-<br />
Anlagen, aber auch -Fabriken einfließen zu lassen. Erema bringt<br />
die Expertise für die PET-Verarbeitung ein und Krones ist ein<br />
Weltneuheit für den explosionsgefährdeten Bereich<br />
CRE Rösler.indd 1 25.10.<strong>2017</strong> <strong>11</strong>:21:48<br />
OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH ist Ihr kompetenter Partner für elektrische<br />
Prozesserhitzer.<br />
Der kompakte und tragbare<br />
Lufterhitzer<br />
„The Bulldog“ ist mit nur<br />
25 Kilogramm Gewicht<br />
perfekt für den ortsveränderlichen<br />
Einsatz in<br />
explosionsgefährdeten<br />
Zonen 1 & 2.<br />
Hersteller und Turnkey-Lieferant von Abfüll- und Verpackungstechnik.<br />
Das Produktprogramm von Krones umfasst jedoch nicht<br />
nur Maschinen und Anlagen zur Abfüllung und Verpackung von<br />
Getränken und Liquid Food, sondern auch Maschinen zur<br />
Herstellung von PET-Flaschen sowie Module und Anlagen für den<br />
Recyclingprozess. Stark im Fokus der Kooperation steht aber die<br />
Planung ganzer Fabriken, die Krones vom Stadium der Machbarkeitsanalyse<br />
bis hin zur fertigen Fabrik bereits jetzt Getränkeabfüllern<br />
und PET-Recyclern anbietet.<br />
www.erema-group.com<br />
Direkt vom Hersteller<br />
kann das Gerät mit einem<br />
bis zu 25 Meter langen<br />
Anschlusskabel als „Plug<br />
and Play“ Version geliefert<br />
werden. Durch einen flexiblen<br />
Anschluss-Schlauch<br />
können mit diesem<br />
Gerät punktuelle Bereiche<br />
beheizt werden. Somit<br />
dient es beispielsweise als<br />
Enteisung oder Beheizung<br />
von schwer zugänglichen<br />
Stellen. Auch ohne<br />
Schlauch ist die punktuelle<br />
Erwärmung durch den ca. 8 Meter langen Luftstrom optimal realisierbar.<br />
Die Einsatzbereiche für das nach ATEX, IEC Ex und CU-TR zertifizierte Gerät sind<br />
Onshore- und Offshore-Anwendungen, gas- und treibstoffgefährdete Areale,<br />
Flugzeughangars, Batterie- , Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />
petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks und viele mehr.<br />
Der Lufterhitzer „The Bulldog“ ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereiche<br />
der Zonen 1 & 2 in der Leistungsklasse bis 6 kW lieferbar.<br />
www.ohmex.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Folgekosten sparen<br />
Grafitdichtungen in Elektro-Dampferzeugern<br />
Elektro-Dampferzeuger werden in vielen Industriebereichen eingesetzt,<br />
eine wichtige Komponente im Dampferzeuger ist der Flansch, der die<br />
Einheit der Heizelemente mit dem Druckbehälter verbindet. Die bisher<br />
eingesetzte Faserweichstoffdichtung mit Grafit als Füllstoff bereitete<br />
immer wieder Probleme und sollte ausgetauscht werden.<br />
Autoren: Gerald Klein, Produktmanager<br />
Dichtungen, Klinger GmbH, Idstein; Jörn Jacobs,<br />
Fachjournalist(bdfj), IHW Marketing GmbH,<br />
Bad Camberg<br />
Die Dino Anlagen- und Maschinenbau e. K.<br />
aus Bremen ist ein Hersteller von Elektro-<br />
Dampferzeugern, der kundenspezifische Systeme<br />
fertigt. Beim Elektro-Dampferzeuger<br />
erhitzen und verdampfen elektrisch betriebene<br />
Heizelemente enthärtetes Wasser, das<br />
eine Speisewasserpumpe vom Tank oder<br />
direkt aus der Leitung in den Druckbehälter<br />
fördert. Die komplette Einheit der Heizelemente<br />
wird durch einen Flansch mit<br />
dem Druckbehälter verbunden. Die Innenflächen<br />
von Flansch und seiner Abdichtung<br />
stehen in Kontakt mit überhitztem Wasserdampf<br />
in 100%iger Sättigung, bei 160 °C und<br />
5 bar Druck.<br />
Bisher hat Dino an der Flanschplatte eine<br />
Faserweichstoffdichtung mit Grafit als Füllstoff<br />
eingesetzt. Mit einer Dicke von 2 mm<br />
in der Ausführung Fullface wies sie eine<br />
Dichtungsfläche von 28 888 mm² auf und erreichte<br />
bei 80 % Schraubenausnutzung eine<br />
Flächenpressung von 15 MPa.<br />
Probleme durch Aushärten<br />
Je nach Einsatzumgebung und tendenziell<br />
bei Lastwechseln an den Dampferzeugern<br />
trat an dieser Stelle bei einigen Systemen<br />
jedoch ein Problem auf. Da die einge-<br />
18 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
setzten Dichtungen über die Zeit aushärten,<br />
es durch Temperaturwechsel zu<br />
Materialausdehnungen und in der Folge zu<br />
Relativ bewegungen zwischen Behälter und<br />
Heizelementträger kommt, kann die Dichtung<br />
diese Verformungen irgendwann<br />
nicht mehr mitleisten – es treten an der<br />
Flanschplatte Undichtigkeiten auf, die bei<br />
160 °C und 5 bar Dampfdruck sehr gefährlich<br />
werden können – unabhängig vom<br />
verlorenen Dampfvolumen.<br />
Folge war, dass ein Monteur vor Ort beim<br />
Kunden die fehlerhaften Dichtungen austauschen<br />
musste, was logischerweise zu<br />
hohen Montage- und Reisekosten führte.<br />
Dino suchte daher einen Weg, um diese<br />
Problematik dauerhaft und zukunftsfähig<br />
zu lösen. Denn Undichtigkeit und Wartungseinsatz<br />
sind für Kunde wie für Hersteller<br />
nicht zufriedenstellend.<br />
Aufbau des Heizflansches<br />
Flanschdichtung<br />
Flansch<br />
Dichtung Heizelement<br />
Heizelement mit Fühlrohr<br />
Halteblech Klemmen<br />
Heizelement<br />
Alternativer Werkstoff<br />
Verschraubung<br />
Durch den Tipp eines Kunden aus Österreich<br />
wurde Dino auf die Firma Klinger aufmerksam.<br />
Vorschlag war, einen alternativen<br />
Flachdichtungswerkstoff zu verwenden, der<br />
nicht aushärtet und zusätzlich mit Innenbördel<br />
ausgerüstet wird. Parallel soll durch<br />
eine Berechnung die Geometrie der Dichtung<br />
verändert werden, resultierend in einer Verringerung<br />
der Dichtfläche, um eine höhere<br />
Flächenpressung bei gleicher Schraubenkraft<br />
zu erzielen.<br />
Da Grafitdichtungen im Gegensatz zu<br />
Faserdichtungen keine organischen Bindemittel<br />
enthalten, verändern sie ihre Eigenschaften<br />
im gesamten Temperatureinsatzbereich<br />
nicht, sie weisen kein Verhärten<br />
und Verspröden auf. Mit Klingergrafit<br />
PSM steht ein in der Praxis erprobtes Grafitlaminat<br />
mit einer 0,1 mm dicken Spießblech-Edelstahleinlage<br />
für den Temperaturbereich<br />
von – 200 bis + 450 °C zur Verfügung.<br />
Es wird bevorzugt bei Heißwasser<br />
und Wasserdampf eingesetzt und ist in<br />
den Standarddicken 0,8, 1,0, 1,5, 2,0 und<br />
3,0 mm verfügbar.<br />
Die neue Auslegung der Dichtung zeigt<br />
die Ausführung „Raised Face“. Die nominelle<br />
Dicke verbleibt bei 2 mm, während<br />
die Dichtungsfläche um mehr als 45 %<br />
auf 15 700 mm² reduziert ist. Damit wird<br />
bei 80 % Schraubenausnutzung eine<br />
effektive Flächenpressung von 29 MPa erreicht<br />
– fast die Verdopplung des ursprünglichen<br />
Wertes.<br />
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit<br />
ist die Dichtung mit einer metallischen<br />
Innenrandeinfassung, einem sogenannten<br />
Innenbördel, kombiniert. Dieser wird nach<br />
dem Ausstanzen des Dichtungsringes mit<br />
einem separaten Werkzeug eingebracht. Er<br />
besteht aus einem ca. 0,10 bis 0,15 mm<br />
dünnen Blech und ist im Normalfall aus<br />
Edelstahl. So schützt man den Dichtungswerkstoff<br />
vor aggressiven Medien und<br />
Herausdrücken sowie das Medium vor<br />
Verunreinigungen durch herausgelöste<br />
Dichtungsbestandteile. Außerdem verbessert<br />
der Innenbördel die Gasdichtheit bei<br />
porösen Dichtungswerkstoffen.<br />
Fotos: Dino und Klinger<br />
www.klinger.de<br />
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Mechanisch und pneumatisch fördern<br />
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VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 19
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Individuelle Bodenablassventile<br />
Für seine Kunden in der pharmazeutischen und chemischen<br />
Industrie hat DDPS seine Baureihe von Bodenablassventilen um<br />
die 60°-Variante mit Spülanschluss erweitert. Diese Variante bietet<br />
den Vorteil, dass sie einfach<br />
60°-Ventile anderer Fabrikate<br />
ersetzen kann und sich leicht in die<br />
unterschiedlichsten vorhandenen<br />
Anlagenkonzepte integrieren lässt.<br />
Als Alternative zu den bewährten<br />
45°-Modellen wurde die Ventil-<br />
Baureihe des Typs Cleanvalve um<br />
diese Variante mit Spülanschluss<br />
ergänzt. Das neue Ventil verfügt<br />
über dieselben Eigenschaften wie<br />
das bereits auf dem Markt<br />
etablierte und entspricht der<br />
DIN-28140-1. In der genannten<br />
DIN-Norm werden die Anschlussmaße<br />
für die Flanschverbindung<br />
bei Auslaufarmaturen definiert und<br />
somit sowohl der Anschlusswinkel,<br />
als auch die exakte Einbaustelle des<br />
Auslass-Stutzens bestimmt.<br />
Die Ventile dieser Baureihe wurden so konstruiert, dass Anlagen<br />
besonders einfach und gründlich gereinigt werden können. Der<br />
patentierte flache Sitz verhindert die Ansammlung und das<br />
Ablagern von Rückständen im Ringspalt zwischen dem Ventilsitz<br />
und der Innenwand des Auslaufstutzens.<br />
www.dedietrich.com<br />
Antriebe für alle Klappenbauarten<br />
SL Armaturen ist darauf spezialisiert, Antriebe, die passgenau auf<br />
jede Klappe montierbar sind, zu liefern. Typische Anwendungsfälle<br />
sind Betriebe, in denen Pneumatikantriebe eingesetzt<br />
werden und Absperrklappen installiert sind. Der Antrieb ist mit<br />
variablem Lochkreis sowie einer anpassungsfähigen Aufnahme an<br />
die jeweilige<br />
Armatur<br />
ausgerüstet. Dies<br />
gilt auch für<br />
Modelle, die<br />
nicht der<br />
Iso-Norm<br />
entsprechen.<br />
Benötigt werden<br />
lediglich die<br />
Angaben des<br />
Fabrikats samt<br />
Nennweite. Der<br />
Antrieb wird so ausgelegt, dass der Kunde ihn passgenau und<br />
komfortabel montieren kann. Es ist durchaus möglich, Armaturen<br />
älterer Bauart mit Montagesätzen auszurüsten und somit den<br />
Antrieb zu montieren. Dies hat allerdings signifikanten Einfluss<br />
auf die Bauhöhe. Bei einem Fallbeispiel aus dem Bereich der<br />
Papierindustrie war die Adaptierung aufgrund der veränderten<br />
Bauhöhe nicht möglich, denn das enge Layout der Verrohrung bot<br />
nach oben hin zu wenig Spiel. Durch die angepassten Antriebe<br />
konnte ein wirtschaftlicherer Weg gefunden werden, ohne<br />
Eingriffe in die Verrohrung vorzunehmen.<br />
www.sl-armaturen.com<br />
Ölfreie Kompressoren mit Zertifikat<br />
Ölfrei gemäß Klasse 0, „Class Zero“, und das per Zertifikat vom<br />
Tüv bestätigt: „Vor zehn Jahren war das ein Paukenschlag in der<br />
Branche“, sagt Michael Gaar, Kommunikationsmanager der Atlas<br />
Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH in Essen. „Wir<br />
hatten 2006 den Tüv mit einer Baumusterprüfung für unsere ölfrei<br />
verdichtenden Schraubenkompressoren der Z-Serie beauftragt“,<br />
erinnert er<br />
sich. „Der<br />
Tüv fand<br />
keine Ölrückstände<br />
in der<br />
Ausgangsluft.<br />
So waren wir<br />
der erste<br />
Hersteller,<br />
dessen ölfrei<br />
verdichtende<br />
Kompressoren<br />
nach<br />
der damals neuen Industrienorm für Luftreinheit zertifiziert wurden:<br />
Iso 8573-1 Klasse 0“, betont Gaar.<br />
Inzwischen sind alle ölfreien Kompressoren von Atlas Copco, die<br />
gesamte Z-Serie, in Bezug auf die enthaltene Ölmenge nach<br />
Klasse 0 zertifiziert, und zwar gemäß der aktuellen Fassung der<br />
Iso-Norm 8573-1 (2010). Dazu gehören die Turbo-, Drehzahn-,<br />
Scroll- und Kolbenkompressoren ebenso wie die wassereingespritzten<br />
Schraubenkompressoren, die ölfrei verdichtenden<br />
Schraubenkompressoren oder die kombinierten vierstufigen<br />
Kolben-Schrauben-Kompressoren.<br />
www.atlascopco.de<br />
Kompakte Einzelpumpenanlage<br />
In vielen Anwendungsfällen bieten vorkonfigurierte Ein-Pumpen-Lösungen<br />
erhebliche Vorteile. Ein System aus optimal aufeinander<br />
abgestimmten Komponenten reduziert die Installations-<br />
und Betriebskosten. Durch smarte und ausgereifte Funktionen,<br />
wie z. B. Konstantdruck, Druckschlagminimierung oder<br />
sicherer Stoppfunktion, ist die Anfälligkeit für Störungen deutlich<br />
reduziert.<br />
Grundfos bietet<br />
dazu das Druckerhöhungssystem<br />
Hydro Solo-E.<br />
Sofort einsatzbereit<br />
sorgen<br />
die Anlagen von<br />
1 m³/h bis zu<br />
einen maximalen<br />
Förderstrom von<br />
71 m³/h für konstanten<br />
Druck (bis PN16) im Netz. Hydro-Solo-E-Anlagen zeichnen<br />
sich durch die komfortable Druckerhöhung, das kompakte<br />
Design und – seit Verfügbarkeit des MGE-PM-Hocheffizienzmotors<br />
mit IE5-Klassifizierung – äußerst geringe Betriebskosten<br />
aus: Dieser bis <strong>11</strong> kW verfügbare Motor reduziert im Vergleich<br />
zu einer Lösung mit IE3-Motor (die derzeit gemäß Ökodesign-<br />
Richtlinie vorgeschriebene Effizienzklasse) den Energieverbrauch<br />
um bis zu 10 % und verkürzt die Amortisationszeit um bis zu 25 %.<br />
Die Anlage wird bevorzugt in den Bereichen Bewässerung,<br />
Waschen & Reinigen, Wasseraufbereitung, Industrie und<br />
Anlagenbau eingesetzt.<br />
www.grundfos.de<br />
20 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Ultraschall-basiertes Regelventil<br />
Das Smart Valve von Allengra ist eine neuartige<br />
Kombination von Ultraschall-Durchfluss-<br />
Sensor und Regelventil. Als laut Hersteller<br />
erstes Regelventil, das auf der Basis von<br />
Ultraschallmesstechnik arbeitet, ist es<br />
Volumenstromsensor und Regler in<br />
einem, misst gleichzeitig Durchfluss,<br />
Temperatur sowie Druck und regelt<br />
zusätzlich den Durchfluss von Flüssigkeiten.<br />
Damit werden große Druckschwankungen<br />
ausgeglichen, um hochgenau und gleichbleibend<br />
Flüssigkeiten zu dosieren und zu regeln. Das Smart Valve<br />
soll zudem bei der Digitalisierung helfen, indem es die Produktionsdaten<br />
für die Industrie-4.0-Landschaft verfügbar macht.<br />
www.allengra.eu<br />
Radialwellendichtringe für große Lager<br />
Speziell für große Wellen-Durchmesser<br />
ab 165,10 bis 4 572 mm bietet<br />
SKF eine umfassende Serie von<br />
HSS-Radialwellendichtringen an. Die<br />
technische Weiterentwicklung der<br />
bisher eingesetzten Gummi-Gewebe-<br />
Wellendichtringe bietet zahlreiche<br />
Vorteile und ist ohne Werkzeugkosten<br />
ab Losgröße 1 verfügbar. Die<br />
HSS-Serien eignen sich sowohl für<br />
die Erstausstattung als auch für Instandhaltungs- und Revisionsarbeiten<br />
mit maßlich veränderten Einbauräumen. Clevere Details<br />
führen bei der neuen Serie zu Anwendungsvorteilen. So besteht<br />
der Teil des Dichtungskörpers, der die Gehäusebohrung berührt,<br />
aus einem Elastomerwerkstoff, der härter als die Dichtlippe ist.<br />
Maximale Leistung auf geringem Raum<br />
Mit seinen robusten ML-Drehkolbenpumpen hat Knoll neue,<br />
rotierende Verdrängerpumpen im Angebot, die sich für hochanspruchsvolle<br />
Förderaufgaben eignen. Zu den wichtigen Anwenderbranchen<br />
zählt insbesondere die Lebensmittelindustrie. Doch auch<br />
in der Kosmetik sowie der chemischen und Farbenindustrie sind<br />
Drehkolbenpumpen etabliert. So setzt Knoll mit der neuen<br />
ML-Baureihe, die Medien bis zu einer Viskosität von 1 Mio. mPas<br />
fördert, für all diese Einsatzgebiete ein Ausrufezeichen.<br />
Die ML-Aggregate gibt es aktuell in acht Baugrößen. Damit<br />
decken sie Einsatzbereiche bis zu einer Förderleistung von<br />
300 m³/h und für Drücke bis zu 20 bar ab. Die Drehkolbenpumpen<br />
sind sowohl CIP- als auch SIP-fähig. Den wichtigen<br />
Anwenderbranchen entsprechend, sind alle eingesetzten<br />
Werkstoffe konform mit den FDA-Richtlinien. Optional kann die<br />
komplette Pumpe inklusive Lagerträger in Edelstahl ausgeführt<br />
werden. Der Einsatz steifer Wellen und die bauartbedingten<br />
kurzen Überhänge machen die Drehkolbenpumpen ML<br />
besonders robust. Dazu trägt außerdem das solide Lagergehäuse<br />
mit acht Kegelrollenlagern bei. Als Förderelemente<br />
können Anwender – dem geplanten<br />
Einsatz entsprechend – aus verschiedenen<br />
Dreh- und Kreiskolbenformen wählen.<br />
Allesamt sind sie berührungslos.<br />
Um die Wartung zu vereinfachen,<br />
haben die Konstrukteure<br />
der ML-Baureihe das Synchronisationsgetriebe<br />
gut zugänglich<br />
außen angebaut.<br />
www.knoll-mb.de<br />
DICHTUNGSTECHNIK<br />
PREMIUM-QUALITÄT SEIT 1867<br />
www.skf.com<br />
Entsperrbare Rückschlagventile<br />
Eisele hat das Programm 25 der Basicline um entsperrbare Rückschlagventile<br />
für Druckluft ergänzt, die sich ideal in Kom bi nation<br />
mit Pneumatikzylindern einsetzen lassen. Die aus vernickeltem<br />
Messing gefer tigten Komponenten<br />
eignen sich für<br />
vielfältige Anwendungsbereiche<br />
wie z. B. als<br />
Sicherheitsbauteil in der<br />
Industrie. Die neuen<br />
Ventile ermöglichen<br />
den Durchfluss in eine<br />
Richtung, in die entgegengesetzte<br />
Richtung<br />
blockieren sie. So lässt<br />
sich zum Beispiel verhindern, dass Pneumatikzylinder bei einem<br />
Druckabfall unabsichtlich entlüftet werden. Anwender können<br />
die Ventile bei Bedarf durch Einleitung eines definierten Drucks<br />
entsperren. Das Ventil ist für einen Arbeitsdruckbereich von 1 bis<br />
10 bar und einen Temperaturbereich von – 10 bis + 70 °C konzipiert.<br />
Als ideale Anschlussergänzung hat der Hersteller einen<br />
Schwenkanschluss im Programm.<br />
www.eisele.eu<br />
COG SETZT ZEICHEN:<br />
Der Horizont ist unsere Zielgerade.<br />
JAHRE<br />
Wir sind stolz und dankbar für den Erfolg unseres Familienunternehmens:<br />
Nur 0,3% der deutschen Unternehmen erreichen die 150. Umso mehr freuen wir<br />
uns auf viele weitere spannende Jahre als führender Anbieter von Präzisionsdichtungen.<br />
Auch im 151. Jahr richten wir den Blick optimistisch nach vorn und<br />
halten Ausschau nach neuen Lösungen – für Sie und für die Zukunft.<br />
Natürlich gemeinsam mit Ihnen!<br />
www.COG.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Höherer Wirkungsgrad, weniger<br />
Platzbedarf<br />
Der Ultima Kompressor<br />
gehört zur Pureair-Baureihe<br />
von Gardner Denver und<br />
bietet im Vergleich zu<br />
einem konventionellen<br />
zweistufigen Kompressor<br />
einen um 12 % höheren<br />
Wirkungsgrad bei 37 %<br />
geringerer Stellfläche.<br />
Der Kompressor ist in<br />
verschiedenen Modellen<br />
von 75 bis 160 kW erhältlich<br />
und darauf ausgelegt,<br />
Spitzenleistungen für Anwendungen<br />
zu erbringen,<br />
bei denen ein Höchstmaß an<br />
Luftqualität und -reinheit<br />
erforderlich ist. Der Ultima<br />
unterstützt zudem eine<br />
neue cloudbasierte Plattform, mit der Bediener druckluftbasierte<br />
Anwendungen verwalten und optimieren können. Die Plattform<br />
bietet Industrie-4.0-Funktionen für die Datenübertragung und<br />
-auswertung und wurde entwickelt, um erweiterte Analysemöglichkeiten<br />
bereitzustellen und Betreibern die volle Kontrolle über<br />
ihr Druckluftsystem zu ermöglichen.<br />
www.gardnerdenver.com<br />
Extrem korrosionsbeständige<br />
Stellantriebe<br />
Im Rahmen einer erfolgreich abgeschlossenen Tüv-Prüfung<br />
haben die elektrischen Stellantriebe von Auma erneut ihren<br />
hohen Korrosionsschutz unter Beweis gestellt. Sie erfüllen die<br />
Anforderungen der EN ISO 12944-6 für die härtesten Korrosivitätskategorien<br />
C5-M für Küsten- und Offshorebereiche und C5-I<br />
für Industrieatmosphäre, jeweils mit langer Schutzdauer. Den<br />
Grundstein für die herausragende Korrosionsbeständigkeit legt<br />
die zweischichtige Pulverbeschichtung dieser Stellantriebe. Da<br />
die einzelnen Gehäuseteile vor der Montage beschichtet werden,<br />
bleibt die Beschichtung auch dann intakt, wenn zum Beispiel<br />
Gehäusedeckel nachträglich bei Installation oder Inbetriebnahme<br />
geöffnet werden. Außerdem geht bei diesen Produkten die Pulverbeschichtung<br />
bis hinter die Dichtkante, also bis dahin, wohin die<br />
aggressive Atmosphäre gelangen kann. Die Flanschfläche am<br />
Armaturenanschluss ist ebenfalls pulverbeschichtet und so vor<br />
Korrosion geschützt.<br />
www.auma.com<br />
Robuste Sicherheitsventile<br />
DOCH, DAS GEHT!<br />
Rohrsysteme sind so individuell wie ein Kunstwerk. Und genauso<br />
maßgeschneidert ist auch unser Service. Individuelle Beratung<br />
ist für uns selbstverständlich. Für die Realisierung gibt es unser<br />
unerschöpfliches Sortiment an Standard- und Sonderteilen.<br />
Beeindruckend, was damit alles geht.<br />
www.jacob-rohre.de<br />
NO.1 IN PIPEWORK SYSTEMS<br />
Askia hat sich auf die Beratung<br />
sowie auf praxisorientierte<br />
Lösungen im Bereich der Industriearmaturen<br />
und Sicherheitstechnik<br />
spezialisiert. Die „consolidated<br />
Sicherheitsventile" der<br />
Baker Hughes sind dabei wichtiger<br />
Eckpfeiler des Vertriebsprogramms.<br />
Diese Sicherheitsventile<br />
werden aufgrund ihres robusten,<br />
modularen Aufbaus sowie ihrer<br />
Zuverlässigkeit in Chemieunternehmen<br />
eingesetzt. Entsprechend<br />
dem vom Kunden vorgegebenen<br />
Einstelldruck können die Ventile<br />
justiert und geprüft werden.<br />
Aktuell laufen eine Vielzahl von<br />
Projekten, bei denen Heizkraftwerke<br />
mit der Kombination aus<br />
Sicherheitsventil und Berstscheibe auf- bzw. umgerüstet werden.<br />
Ein duales System, bei dem nach dem Ansprechen der Berstscheibe<br />
ein Sicherheitsventil involviert ist, sorgt dafür, dass die<br />
Anlage nach dem Entlasten in Betrieb bleiben kann. Beide<br />
Systeme funktionieren ohne Fremdenergie und sind ohne<br />
Redundanz zulässig.<br />
www.askiagmbh.de<br />
22 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong><br />
Jacob-Söhne.indd 1 <strong>11</strong>.10.<strong>2017</strong> 09:08:53
Wartungsfreies Gleitlager<br />
Mit der Transformatoröl-Pumpe<br />
vom Typ Renzmann-PR 200 bietet<br />
Kelvion eine weltweit einmalige<br />
Kombination, denn sie hat sowohl<br />
langlebige, wartungsfreie Gleitlager<br />
als auch ein leichtes Aluminiumguss-Gehäuse.<br />
Bislang mussten<br />
sich Investoren für eines von<br />
beiden entscheiden. Die neue<br />
Pumpe kombiniert somit Vorzüge wie geringes Gewicht und<br />
einen Temperatureinsatzbereich bis unter – 40 °C mit wartungsfreien<br />
Gleitlagern, die ihre Langlebigkeit schon über Jahrzehnte in<br />
anderen Pumpen bewiesen haben. Die Propeller-Pumpe eignet<br />
sich zur Unterstützung des Isolieröl-Umlaufs bei einer Radiatorkühlung,<br />
beispielsweise wenn die natürliche Konvektion während<br />
des Anfahrens nicht ausreicht oder wenn hohe Umgebungstemperaturen<br />
eine intensivere Kühlung erforderlich machen.<br />
www.kelvion.com<br />
Erhöhter Betriebsdruck<br />
Die Twin Schraubenspindelpumpe<br />
ist Bestandteil<br />
der hygienischen Förderlösungen<br />
der Pumpenfabrik<br />
Wangen. Die Baureihen<br />
Twin 70, 104 und 130 sind<br />
jetzt mit einem Betriebsdruck<br />
von maximal 25 bar<br />
erhältlich. Ursprünglich lag<br />
der maximale Differenzdruck<br />
bei 16 bar. Die Pumpe<br />
wurde entwickelt, um niedrig- bis hochviskose, leicht flüssige<br />
oder gashaltige Produkte zu fördern. Die hygienische Pumpe<br />
bietet viele Vorteile, u. a. eine hohe Betriebssicherheit, geringe<br />
Life-cycle-costs, eine kompakte Bauform, die produktschonende<br />
Förderung sowie eine Wartungsfreundlichkeit dank SIP und CIP.<br />
www.wangen.com<br />
Kugelhähne für den Anlagenschutz<br />
Emerson stellt die neue<br />
Fisher Z500 Serie der<br />
metallisch dichtenden<br />
Kugelhähne für schwierige<br />
Anwendungen vor. Diese<br />
Armaturen sind für höhere<br />
Temperaturen, Drücke<br />
sowie stärkere Erosion<br />
ausgelegt als standardmäßige<br />
Auf-/Zu-Kugelhähne. Das patentierte Design der bidirektionalen<br />
Abdichtung stellt eine einzigartige Lösung für Gegendruck-<br />
und Absperranforderungen in beide Durchflussrichtungen<br />
dar, was wiederum zum Schutz von Regelventilen und anderen<br />
Geräten in der Rohrleitung beiträgt. Die Armaturen verfügen über<br />
einen integrierten Metallsitz sowie eine selbsttätig anpressende<br />
metallische Dichtung, die Leckagen verhindern und extremen<br />
Temperaturschwankungen standhalten.<br />
www.emersonprocess.de<br />
Bewährt, kompakt<br />
und hygienisch<br />
Membranventil GEMÜ 651 mit<br />
integriertem Automationsmodul<br />
• wahlweise mit integrierter Ventilanschaltung oder<br />
integriertem Stellungsregler<br />
• reduzierter Planungs- und Verkabelungsaufwand<br />
• kompakte Bauweise<br />
• schnelle Montage und einfache Inbetriebnahme<br />
• integrierte Luftführung<br />
Bestens beraten − einfach bestellt<br />
www.gemu-group.com/shop
TOP-THEMA I SPS IPC DRIVES<br />
Internationale Plattform<br />
Zukunftsweisende Technologien der Automatisierungsbranche<br />
Auf einen Blick<br />
Termin: 28.–30. November <strong>2017</strong><br />
Öffnungszeiten: DI, MI 9–18 Uhr,<br />
DO 9–17 Uhr<br />
Eintrittspreise: Tagesticket 20 EUR,<br />
Dauerticket 60 EUR<br />
Ort: Messe Nürnberg<br />
Aussteller: ca. 1 700<br />
Internet: www.mesago.de/de/sps<br />
Die SPS IPC Drives präsentiert<br />
sich auch <strong>2017</strong> als führende<br />
Fachmesse für elektrische<br />
Automatisierungstechnik. Rund<br />
1 700 Aussteller aus aller Welt<br />
decken vom 28. bis 30. November<br />
<strong>2017</strong> in Nürnberg das komplette<br />
Spektrum der industriellen<br />
Automation ab – vom einfachen<br />
Sensor bis hin zu Lösungen der<br />
digitalen, smarten Automatisierung.<br />
Es ist zu erwarten, dass sich insbesondere<br />
die Exponate und Studien zu den Themen<br />
„Industrie 4.0“ beziehungsweise „digitale<br />
Transformation“ wieder zu Besuchermagneten<br />
entwickeln werden. Deshalb ist<br />
das Thema Industrie 4.0 auch ein klar definiertes<br />
Schwerpunktthema der SPS IPC<br />
Drives <strong>2017</strong>.<br />
Gerade jetzt, im Zeitalter der digitalen<br />
Transformation, wachsen die beiden Branchen<br />
Automation und IT immer stärker<br />
zusammen. Neben diversen Produkten und<br />
Applikationsbeispielen vieler Aussteller<br />
spiegelt die SPS IPC Drives diesen Trend<br />
deshalb auch auf themenbezogenen Sonderschauflächen<br />
und in Vorträgen auf<br />
diversen Foren wider.<br />
Fokus auf Digitalisierung<br />
Die digitale Transformation rückt in der<br />
Branche immer stärker in den Fokus. Deshalb<br />
hat sich auch die Fachmesse für eine<br />
neue thematische Hallenaufteilung entschieden:<br />
Ab diesem Jahr ist die Halle 6<br />
ganz dem Thema Software und IT in der<br />
Fertigung gewidmet. Namhafte Anbieter<br />
der IT-Welt werden mit Ausstellungsthemen<br />
wie industrielle Web Services, virtuelle<br />
Produktentwicklung/-gestaltung,<br />
digitale Geschäftsplattformen, IT/OT-Technologien,<br />
Fog-/Edge- und Cloud-Computing<br />
aufwarten. Aber auch Lösungen zum<br />
Thema Cyber Security werden <strong>2017</strong> von<br />
zahlreichen Anbietern dargeboten. Sie<br />
demonstrieren auf ihren Messeständen<br />
anschaulich, wie sich Unternehmen vor<br />
Cyberattacken schützen können.<br />
Die langjährig vertretenen Aussteller der<br />
mechanischen Infrastruktur werden zukünftig<br />
zusammen mit den Anbietern der<br />
industriellen Kommunikation in Halle 2<br />
als auch in der neu hinzugekommenen<br />
Halle 10.1 zu finden sein.<br />
Premiere haben in diesem Jahr auch die<br />
Guided Tours zu den Themen IT-Security in<br />
Automation, Smart Production und Smart<br />
Connectivity. Fachbesucher können sich<br />
mittels dieser geführten Touren gezielt und<br />
fokussiert zu wichtigen Innovationen und<br />
Exponaten dieser speziellen Themenbereiche<br />
informieren.<br />
Foto: Mesago (Thomas Geiger)<br />
www.mesago.de<br />
24 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
Wartungsfreier Füllstandsensor mit<br />
IO-Link<br />
Nicht nur eine äußerst hohe Anhaftungsunterdrückung,<br />
auch eine<br />
flexible Montage dank lageunabhängigem<br />
Einbau bietet der neue<br />
Sensor aus der LMC-Familie. Das<br />
mit einem robusten Edelstahlgehäuse<br />
ummantelte Gerät ist<br />
außerdem schock- und vibrationsfest.<br />
Dank werkseitiger Voreinstellung<br />
ist einfaches Plug & Play<br />
möglich. Des Weiteren erlaubt das<br />
Parametrieren der Schaltpunkte eine Medienunterscheidung.<br />
Mit der LMC-Familie werden Grenzstände, z. B. in der Werkzeugmaschine<br />
oder auch in der Abwasserwirtschaft, sicher überwacht<br />
oder Pumpen vor dem Trockenlauf geschützt. Durch rückwärtige<br />
Montage sind variable Einbaulängen und applikationsspezifische<br />
Montagen möglich. Der LMC lässt sich auf nahezu alle flüssigen<br />
und pastösen Medien sowie Schüttgüter abgleichen. Dauerhafte<br />
Mediumtemperaturen bis 100 °C oder starke Anhaftung stellen<br />
dabei kein Problem dar. Durch zwei unabhängig voneinander<br />
einstellbare Schaltausgänge ist die Unterscheidung zweier Medien<br />
möglich. Per IO-Link und USB-Interface kann die Parametrierung<br />
einfach vorgenommen werden. Das neue Gerät erfasst auch dort<br />
zuverlässig und wartungsfrei Füllstände, wo andere Geräte an ihre<br />
Grenzen gelangen. Außerdem ist der Anwender mit IO-Link schon<br />
jetzt für Industrie 4.0 bestens gerüstet.<br />
Halle 7A, Stand 302<br />
www.ifm.com<br />
Zertifizierte Sicherheit.<br />
Zulassungen (TÜV Nord) nach<br />
DIN EN 61508/-1/-2: 20<strong>11</strong>, SIL 2<br />
Eigensichere und druckfeste<br />
Ausführung lieferbar<br />
Höchste Präzision<br />
(Nichtlinearität 0,07 %)<br />
Einfache Bedienung über<br />
Drehknopf<br />
Verschiedene Prozessanschlüsse<br />
und Druckmittler<br />
Prozessdruckmessumformer<br />
JUMO dTRANS p20<br />
Willkommen bei JUMO.<br />
www.jumo.net<br />
40030<br />
Besuchen Sie uns auf<br />
der SPS/IPC/DRIVES<br />
in Halle 4A, auf Stand 435<br />
Mobile-App für Manometer<br />
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Wika stößt mit<br />
dem Präzisionsdigitalmanometer<br />
CPG1500 in den<br />
Extrembereich vor:<br />
Das Gerät kann<br />
jetzt auch Drücke<br />
bis 10 000 bar messen.<br />
Als weiteres<br />
Plus steht eine neue<br />
Smartphone-App<br />
für das CPG1500<br />
zur Verfügung. Die<br />
Höchstdruck-Ausführung des Digitalmanometers arbeitet mit einer<br />
Genauigkeit von 0,5 % FS. Für diese Version wurde die Messwertaufnahme<br />
bruchsicher angepasst: Die Dünnfilmzelle ist nicht verschweißt,<br />
sondern fest in einen konischen Druckkanal eingesteckt.<br />
Über die neue Smartphone-App lässt sich das intuitiv zu bedienende<br />
CPG1500 noch flexibler einsetzen. Versionen für iOS- und Android-<br />
Betriebssystem stehen in den jeweiligen Stores zum kostenlosen<br />
Download bereit. Die App ermöglicht ein mobiles Parametrieren<br />
des Gerätes sowie das Auslesen und Auswerten der Informationen<br />
aus dem Datenlogger, der bis zu 50 Messwerte pro Sekunde erfasst.<br />
Das für anspruchsvolle Kalibrier- und Prüfaufgaben konzipierte<br />
CPG1500 hat in der Fachwelt eine besondere Anerkennung gefunden:<br />
Seine Funktionalität und Formgebung wurden beim German<br />
Design Award <strong>2017</strong> ausgezeichnet.<br />
Halle 4A, Stand 4<strong>11</strong><br />
www.wika.de<br />
sunderdiek.de<br />
Twin BallValve<br />
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ppelter<br />
Kugelhahn für<br />
doppelte<br />
Sicherheit<br />
…mit bis zu 4Barrieren in der Baulänge<br />
einer Standardarmatur<br />
…rein metallischesDichtsystem<br />
…maßgeschneidert für Medien aller Art<br />
…Temperaturen bis 550°C,<br />
Drückebis 700bar<br />
Hartmann Valves GmbH<br />
+495085 9801-0<br />
info@hartmann-valves.com<br />
www.hartmann-valves.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 25<br />
Hartmann-Valves.indd 1 18.10.<strong>2017</strong> 08:57:37
TOP-THEMA I TITEL<br />
Mit Diagnosefunktion<br />
Condition Monitoring durch steckbaren Überspannungsschutz<br />
Überspannungen und<br />
Überspannungsereignisse<br />
schädigen nicht nur Elektronik und<br />
Bauteile, sie gefährden die<br />
Anlagenverfügbarkeit und führen<br />
zu hohen Folgekosten. Mit<br />
entsprechenden Schutzsystemen<br />
kann das verhindert werden.<br />
Autor: Andreas Grimsehl, Pepperl+Fuchs GmbH,<br />
Mannheim<br />
Diagnosefunktion und Modularität bei<br />
einer Baubreite von nur 6,2 mm – diese<br />
Merkmalkombination in einem Gerät<br />
bietet das Überspannungsschutzsystem<br />
M-LB-5000. Zusammen mit der Single-<br />
Loop-Integrität erhöht dies die Anlagenverfügbarkeit<br />
und senkt die Gesamtbetriebskosten.<br />
Der Schutzmodulstatus ist<br />
als Ampelanzeige intuitiv ablesbar und<br />
kann als Statusmeldung in die Leitebene<br />
verdrahtet werden. Dies erlaubt ein Condition<br />
Monitoring, der regelmäßige Aufwand<br />
für die Überprüfung der Schutzeinrichtung<br />
sinkt oder entfällt komplett. Das modulare<br />
System erlaubt eine einfache Inbetriebnahme<br />
und Wartung durch eine Loop<br />
Disconnect-Funktion und unterbrechungsfreies<br />
Schutzmodul.<br />
Allein in Deutschland<br />
schlagen ca. zwei Millionen<br />
Blitze im Jahr ein.<br />
Doch die Ursachen für<br />
Überspannungen sind<br />
weitaus vielfältiger. Auch<br />
Transienten durch Schaltvorgänge,<br />
Lastabwürfe<br />
oder Unterbrechungen<br />
der Versorgung können<br />
Elektronik schädigen<br />
und zu hohen Folgekosten<br />
führen. Die Auswirkungen<br />
der Überspannungsereignisse<br />
sind ebenfalls zahlreich:<br />
Neben der direkten Zerstörung von<br />
Bauteilen ist es vor allem die Gefährdung<br />
der Anlagenverfügbarkeit und ihren Folgen<br />
wie Produktionsausfälle, die Betriebskosten<br />
nach oben treiben.<br />
Integraler Bestandteil<br />
Überspannungsschutzsysteme müssen daher<br />
integraler Bestandteil von prozesstechnischen<br />
Anlagen sein. Vor allem von<br />
Forderungen asiatischer Kunden wurde das<br />
Lastenheft für das M-LB-5000 geprägt:<br />
Möglichst geringer Platzbedarf im Schaltschrank,<br />
einfache Inbetriebnahme ohne<br />
spezielle Hilfsmittel, selbstständige Signalisierung<br />
von Verschleiß oder Ausfall und die<br />
Möglichkeit der Wartung ohne spezielle<br />
Kenntnisse und Werkzeuge. Diesen Forderungen<br />
wird das M-LB-5000-System<br />
durch Diagnosefunktion, modularen<br />
Aufbau und Baubreite von<br />
6,2 mm gerecht.<br />
Überspannungsereignisse verschleißen<br />
den Überspannungsschutz<br />
oder führen zum Ausfall.<br />
Aktuelle Normen wie die EN<br />
01 Die M-LB-5000-Module sind nur<br />
6,2 mm breit<br />
26 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
TITEL I TOP-THEMA<br />
02<br />
Aufbau eines Überspannungsschutzes<br />
Gasableiter Induktivität Supressordiode<br />
Ungeschützte Seite<br />
62305 fordern daher, dass Überspannungsschutzeinrichtungen<br />
zyklisch auf ihre Wirksamkeit<br />
hin überprüft werden. Dies geschieht<br />
bisher meist manuell, ist aufwändig<br />
und erfordert unterwiesenes Personal. Die<br />
Testergebnisse lassen keinen Rückschluss<br />
auf die Vorschädigung des Schutzmoduls<br />
und damit auf seinen Verschleißzustand zu.<br />
Die Qualitätsprüfung einer Überspannungsschutzeinrichtung<br />
ist bis dato mit<br />
aufwändiger manueller Tätigkeit und Dokumentation<br />
verbunden. Üblicherweise gibt<br />
es Hilfsmittel, beispielsweise Prüfkoffer, die<br />
vor Ort vorgehalten werden müssen. Bei der<br />
Überprüfung der Überspannungsschutzeinrichtung<br />
werden dann die Schutzmodule<br />
mithilfe dieses Prüfkoffers untersucht<br />
und das Ergebnis festgehalten. Zudem fehlt<br />
bei dieser Methode die Möglichkeit der vorbeugenden<br />
Wartung. Das bedeutet, es ist<br />
nur möglich, die geprüften Geräte mit „gut“<br />
oder „schlecht“ zu bewerten.<br />
Patentierte Diagnosefunktion<br />
Geschützte Seite<br />
Die patentierte Diagnosefunktion umgeht<br />
diese Einschränkungen. Im Gerät werden<br />
die Zündereignisse des Gasableiters ab<br />
einer gewissen Schwelle gezählt, der Leistungseintrag<br />
in die Supressordioden ermittelt<br />
und die Innentemperatur gemessen.<br />
Dies ist für explosionsgeschützte Signale in<br />
dieser Breite einmalig. Die intuitiv ablesbare<br />
Ampelanzeige minimiert den Prüfaufwand.<br />
Der Status der Schutzmodule<br />
kann über die Meldekontakte von Funktionsmodulen<br />
in die Steuerungsebene eingebunden<br />
werden.<br />
Grüne Anzeige auf dem Schutzmodul bedeutet:<br />
Die volle Schutzwirkung ist vorhanden,<br />
es gibt eine ausreichende Funktionsreserve.<br />
Das heißt, es besteht kein Handlungsbedarf.<br />
Die gelbe LED signalisiert,<br />
dass das Schutzmodul 90 % seines Lebenszyklus<br />
erreicht hat, der Signalkreis aber<br />
nach wie vor geschützt ist. Das Schutzmodul<br />
sollte bei der nächsten anstehenden<br />
Wartung ersetzt werden. Bei roter Anzeige<br />
ist das Schutzmodul dauerhaft geschädigt<br />
und die Schutzwirkung verloren gegangen.<br />
Dieser Fehler wird in vielen Fällen auch das<br />
Messsignal verfälschen. Das Schutzmodul<br />
Auf einen Blick:<br />
n Diagnosefunktion senkt Betriebskosten<br />
durch Condition Monitoring und<br />
ermöglicht Predictive Maintenance<br />
n Modularität vereinfacht Inbetriebnahme<br />
und Wartung<br />
n 6,2 mm mit Single-Loop-Integrität<br />
spart Platz und erhöht die Anlagenverfügbarkeit<br />
sollte sofort ersetzt werden, um Schäden<br />
beim nächsten Überspannungsereignis zu<br />
vermeiden. Die Ampelanzeige am Schutzmodul<br />
vereinfacht die Wartung, da der<br />
Fehler sehr einfach einem spezifischen<br />
Signalkreis zugeordnet werden kann.<br />
Zusätzlich kann die Diagnosefunktion in<br />
das Steuerungssystem eingebunden werden.<br />
Die Statusmeldungen der einzelnen<br />
Schutzmodule werden über Power Rail und<br />
Funktionsmodule mit Fernmeldekontakten<br />
an die Leitebene weitergeleitet.<br />
Somit ist der Zustand der Überspannungsschutzeinrichtung<br />
jederzeit einsehbar.<br />
Serviceeinsätze können geregelt geplant<br />
werden, bevor ein Störfall überhaupt<br />
auftritt. So werden die Schutzmodule weder<br />
zu früh noch zu spät getauscht. Das optimiert<br />
die Verfügbarkeit der Überspannungsschutzfunktion<br />
und damit der Anlage<br />
und minimiert gleichzeitig die Kosten für<br />
die Wartung.<br />
Vereinfachte Wartung<br />
Auch im Wartungsfall bietet der modulare<br />
Aufbau Vorteile. Beim Ziehen des Schutzmoduls<br />
bleibt der betroffene Signalkreis<br />
über das auf der Hutschiene montierte<br />
Basismodul durchverbunden. Der Abziehvorgang<br />
führt zu keiner Signalunterbrechung,<br />
ein Schutzmodul kann daher<br />
getauscht werden, ohne den Anlagenbetrieb<br />
zu beeinträchtigen. Wird das Schutzmodul<br />
um 180° gedreht aufgesteckt, ist der<br />
Signalkreis durch die integrierte Trennfunktion<br />
unterbrochen. Das vereinfacht<br />
Wartungsarbeiten sowie Loop Check und<br />
ermöglicht Isolationstests während der<br />
Inbetriebnahme oder anlässlich wiederkehrender<br />
Prüfungen.<br />
Die geringe Baubreite der Schutzmodule<br />
von 6,2 mm spart Platz im Schaltschrank.<br />
Auf Messertrennklemmen kann verzichtet<br />
werden – bei einer Nachrüstung können<br />
vorhandene gängige Messertrennklemmen<br />
platzneutral ersetzt werden. Ein MSR-Kreis<br />
pro Schutzmodul bedeutet eine maximale<br />
Anlagenverfügbarkeit durch „Single-Loop-<br />
Integrität“. Im Servicefall ist immer nur ein<br />
Signalkreis betroffen. Das Modul des betroffenen<br />
Kanals kann getauscht werden,<br />
ohne dass sich Rückwirkungen auf andere<br />
MSR-Kreise ergeben.<br />
Fotos: Pepperl+Fuchs, Fotolia<br />
Halle 7A, Stand 330<br />
www.pepperl-fuchs.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 27
TOP-THEMA I INTERVIEW<br />
Eine Fülle neuer Möglichkeiten …<br />
… durch den Einsatz einer IoT-Lösung<br />
Die Samson AG und der Industrie-<br />
Dienstleister Bilfinger SE haben vor<br />
kurzem ein Joint Venture zur<br />
kontinuierlichen Weiterentwicklung<br />
der Digitalisierungs- und<br />
Automatisierungsplattform Ubix<br />
gegründet. Die Plattform wird seit<br />
20<strong>11</strong> entwickelt und ist heute in<br />
zahlreichen Unternehmen im<br />
Einsatz. Wir sprachen mit Peter<br />
Knapp, Chief Digital Officer bei<br />
Samson, über die Ubix GmbH und<br />
das Thema Industrie 4.0.<br />
Herr Knapp, die Digitalisierungs- und<br />
Automatisierungsplattform Ubix ist jetzt<br />
integraler Bestandteil des Samson-<br />
Leistungsangebots. Was bedeutet das<br />
und welche Vorteile hat das konkret für<br />
Ihre Kunden?<br />
Für unsere Kunden bringt die Ergänzung<br />
unseres Portfolios mehrere Vorteile. Zum<br />
einen erhalten sie noch umfassender als<br />
bisher eine Komplettlösung für ihr Problem.<br />
Wir liefern sowohl die intelligente<br />
Hardware als auch die passende Software.<br />
Der Kunde bekommt durch Ubix die Möglichkeit,<br />
seine Prozesse und Feldgeräte von<br />
jedem Punkt auf der Welt zu analysieren<br />
und zu überwachen. Ubix kann ohne großen<br />
Aufwand in bestehende Systeme eingebunden<br />
werden und ein bestehendes<br />
Leitsystem ergänzen. Mit der Plattform<br />
stellen wir Konnektivität her. Dort, wo<br />
noch keine kommunikativen Geräte im<br />
Einsatz sind, ermöglichen wir über Gateways<br />
die erforderliche Konnektivität zur<br />
Plattform. Alle kommunikativen Geräte<br />
binden wir direkt in unser System ein.<br />
Dabei sind wir komplett offen, was die<br />
Hersteller der Feldgeräte anbelangt – wir<br />
beschränken uns nicht auf Samson-Geräte<br />
und geben dem Kunden somit die Möglichkeit,<br />
seine Prozesse vollständig abzubilden<br />
und nach seinen Vorstellungen<br />
zu optimieren.<br />
Die Offenheit unserer Plattform zieht sich<br />
dabei konsequent durch alle Bereiche. Wir<br />
sind in der Lage, die Plattform an ein Kunden-ERP<br />
(z. B. SAP) anzubinden, über entsprechende<br />
Schnittstellen haben unsere<br />
Kunden ebenfalls die Möglichkeit, ihre<br />
Daten auch mittels künstlicher Intelligenz<br />
(Anbindung an favorisierte Tools des Kunden)<br />
zu analysieren.<br />
Warum haben Sie sich für Ubix<br />
entschieden und nicht für eine<br />
konventionelle Steuerungs- und<br />
Überwachungslösung?<br />
Weil Ubix wesentlich moderner und skalierbarer<br />
ist als eine konventionelle Lösung.<br />
Ubix bietet den Anwendern eine<br />
Vielzahl an Funktionen, umfassende Integrationsmöglichkeiten,<br />
ein modernes zeitgemäßes<br />
Erscheinungsbild und relativ<br />
einfache Bedienbarkeit – Ubix kann ein<br />
bestehendes Leitsystem zu einer IoT-Plattform<br />
ergänzen, ohne dass der Kunde sein<br />
komplettes System umstellen muss. Das<br />
spart dem Kunden Kosten und Aufwand.<br />
Durch die Cloud können wir unsere Software<br />
wesentlich günstiger anbieten und<br />
durch unser Know-how können wir unseren<br />
28 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
INTERVIEW I TOP-THEMA<br />
Kunden die Software als vollen Service<br />
anbieten (Software-as-a-Service). Der<br />
Kunde hat also stets eine einwandfreie<br />
Lösung, muss sich aber mit den Themen<br />
IT-Sicherheit, IT-Performance etc. nicht<br />
im Detail befassen – darum kümmern wir<br />
uns. Und nicht zuletzt machen wir mit<br />
Ubix einen großen Schritt in Richtung<br />
Industrie 4.0. Hier sehen wir die Zukunft,<br />
nicht in der reinen Optimierung konventioneller<br />
Lösungen.<br />
Das heißt, Industrie 4.0 ist bei Samson<br />
und dadurch auch bei Ihren Kunden<br />
angekommen?<br />
Auf jeden Fall. Samson kann man hinsichtlich<br />
Industrie 4.0 durchaus als Vorreiter in<br />
der Branche bezeichnen. Nicht viele Unternehmen<br />
– insbesondere nicht in der<br />
Größe von Samson – haben einen Chief<br />
Digital Officer mit einem ganzen Unternehmensbereich,<br />
der sich hauptsächlich<br />
mit der Umsetzung der digitalen Transformation<br />
beschäftigt. Unsere Kunden starten<br />
Industrie 4.0 immer häufiger über Pilotprojekte,<br />
den Trend hin zu neuen Lösungen<br />
spüren wir sehr stark. Durch den neugegründeten<br />
Bereich digitale Transformation<br />
erhalten wir auch intern positives<br />
Feedback. Die digitale Transformation<br />
bietet viele spannende Themenfelder, die<br />
unsere Mitarbeiter an der „Transformation“<br />
teilhaben lassen.<br />
Wir haben Industrie 4.0 für uns selbst gedeutet<br />
und eine digitale Strategie als Teil<br />
unserer Unternehmensstrategie entwickelt<br />
– unsere Vision: Flexibilität, Agilität,<br />
Effizienz, Sicherheit. Wir verbessern unsere<br />
Prozesse und die Prozesse unserer Kunden.<br />
Dabei spielt die Konvertierung von Daten<br />
in smarte Informationen für uns eine zentrale<br />
Rolle – und somit auch Ubix. Es entsteht<br />
eine Fülle neuer Möglichkeiten durch<br />
IoT-Lösungen wie Ubix; die Plattform ist<br />
ein erster Schritt, um dieses Potenzial zu<br />
erschließen. Darüber hinaus ist Ubix für<br />
konkrete Herausforderungen wie z. B. den<br />
digitalen Zwilling oder Predictive Maintenance<br />
erweiterbar.<br />
Welche Rolle spielt für Sie der Aspekt<br />
Sicherheit im Zusammenhang mit<br />
Digitalisierung und Automatisierung?<br />
Sicherheit wird im Zusammenhang mit<br />
Digitalisierung und Automatisierung zunehmend<br />
ein kritischer Erfolgsfaktor. Ein<br />
Unternehmen, das Daten von seinen Kunden<br />
anvertraut bekommt, muss hochsensibel<br />
mit diesen umgehen und offenlegen,<br />
wie diese geschützt werden und wo die<br />
Daten gespeichert sind. Um zu dokumentieren,<br />
dass wir unsere Verantwortung für<br />
die Daten unserer Kunden sehr ernst nehmen,<br />
arbeiten wir derzeit an einer Zertifizierung<br />
nach ISO 27001 und bauen unsere<br />
IT grundlegend in Vorbereitung auf die<br />
neuen Anforderungen um. Industriekunden<br />
erwarten höchste Sicherheitsansprüche für<br />
IoT-Lösungen, die in ihre Systeme eingebunden<br />
sind. Daher ist die Zertifizierung<br />
unserer Rechenzentren in Deutschland<br />
und die Zertifizierung unserer Hard- und<br />
Software zentraler Bestandteil von Ubix.<br />
IT-Sicherheit ist äußerst wichtig und kann<br />
den Unterschied machen, ob sich ein Produkt<br />
oder ein Unternehmen am Markt<br />
durchsetzt oder abgehängt wird. Dafür<br />
wurde in der IT der Bereich IT-Governance<br />
gegründet, der sich mit den Fragestellungen<br />
der Datensicherheit auseinandersetzt.<br />
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen und das<br />
Thema Industrie 4.0 in fünf bis zehn<br />
Jahren?<br />
Industrie 4.0 ist vom Modebegriff zunehmend<br />
zum Alltag übergegangen. IoT-<br />
Lösungen gehören zum Standard, und<br />
Unternehmen, die diese nicht liefern können,<br />
geraten in Schwierigkeiten. Industrie<br />
4.0 ist geprägt von Flexibilität und<br />
Schnelllebigkeit. Die Schnelllebigkeit eröffnet<br />
neue Chancen, gegen die großen<br />
Unternehmen und Konzerne zu bestehen.<br />
Durch Flexibilität werden die Schnellen<br />
die Langsamen überholen.<br />
Samson hat diesen Trend frühzeitig erkannt<br />
und die richtigen Maßnahmen ergriffen.<br />
Wir wollen unsere Komponenten<br />
in Zukunft als Bestandteil von Samson-IT-<br />
Diensten vertreiben. Das Ventil als zentrale<br />
Einheit in einer Anlage bildet eine<br />
perfekte Ausgangssituation dafür. Die<br />
Ubix-Plattform soll dabei die zentrale Rolle<br />
übernehmen. Sie ist die Basis für alle digitalen<br />
Samson-Dienste.<br />
Auch in fünf Jahren werden wir intensiv<br />
weiter daran arbeiten, das Unternehmen<br />
ständig zukunftsfähig und hochmodern in<br />
den angebotenen Lösungen zu halten, und<br />
haben unsere Reichweite bei den Kunden<br />
erweitert – Industrie 4.0 bietet uns Chancen<br />
in Branchen, deren Unternehmen heute<br />
bei uns noch nicht zu den klassischen<br />
Kunden gehören.<br />
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VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 29
Vernetzte Prozesse<br />
Bürkert realisiert digitale Applikationslösungen im MSR-Bereich<br />
Industrie 4.0 und die damit verbundene Digitalisierung sind kein<br />
Selbstzweck, sie haben das Ziel, Komponenten und Prozesse zu vernetzen<br />
und dadurch zu optimieren. Der Fluidexperte Bürkert aus Ingelfingen<br />
denkt Industrie 4.0 ganzheitlich und realisiert bereits<br />
Applikationslösungen für den Kunden.<br />
In der Prozesstechnik gilt es, Flüssigkeiten<br />
und Gase zu messen, zu mischen und Prozesse<br />
zu steuern. Beim Thema Digitalisierung<br />
zeigt sich, dass es nicht genügt, einzelne<br />
Industrie-4.0-taugliche Komponenten<br />
zu entwickeln und anzubieten, auch das<br />
Fundament muss stimmen. Jedes Unternehmen<br />
hat seine eigene vierte industrielle<br />
Revolution, die es individuell zu meistern<br />
gilt, um für die Zukunft gerüstet zu sein.<br />
Der Fluidik-Spezialist Bürkert, der gleichzeitig<br />
Experte für elektromechanische Systeme<br />
sowie Schaltschrankbau ist, treibt<br />
unternehmensintern die eigene Digitalisierung<br />
voran und denkt branchenübergreifend.<br />
Damit bringt er mit seinen Systemlösungen<br />
auch die Digitalisierung seiner<br />
Kunden und deren Anwendungen weiter,<br />
wie das folgende Beispiel aus der Kosmetikherstellung<br />
zeigt.<br />
Alle zur Herstellung und Abfüllung von<br />
Glas-ampullen für kosmetische Produkte<br />
notwendigen Prozesse können in einer Maschine<br />
integriert werden, die darauf ausgelegt<br />
ist, sehr flexibel unterschiedliche Produkte<br />
zu produzieren. Im Prozess wird die<br />
Ampulle aus einem Glasrohling gefertigt,<br />
automatisch befüllt, verschlossen und anschließend<br />
mit wichtigen Informationen<br />
bedruckt und verpackt. Die an diesem Pro-<br />
zessschritt beteiligten Komponenten müssen<br />
nicht nur die dafür notwendigen technischen<br />
Spezifikationen erfüllen, sondern<br />
sich auch gut reinigen lassen. Deshalb ist<br />
auch die Kontrolle des korrekten Mediums<br />
ein wichtiger Bestandteil des Systems. Beim<br />
Verschließen der Glaskolben durch einen<br />
Gasbrenner gilt es, den Wärmeeintrag in<br />
das Medium zu minimieren. Die Flamme<br />
muss dynamisch steuerbar sein, wozu eine<br />
präzise Druck- und Durchflussregelung der<br />
Brennergase auch hier erforderlich ist. Am<br />
Ende des Herstellungsprozesses wird die<br />
Ampulle durch einen Tintenstrahldrucker<br />
beschriftet. Im Drucker sorgen Bürkert-Produkte<br />
oder -Systeme im Tintenmanagement<br />
dafür, den Druckkopf mit Tinte zu versorgen<br />
sowie ihre Eigenschaften, wie z. B.<br />
Viskosität und Temperatur, zu regeln und<br />
zu überwachen.<br />
Die Maschine soll in der Lage sein,<br />
kleine Losgrößen mit großer Produktvarianz<br />
– was sowohl die Medien als auch<br />
die Ampullengröße anbelangt – wirtschaftlich<br />
herzustellen. Hierfür sind kurze Taktund<br />
Rüstzeiten gefragt. Die Prozesstechnik<br />
muss also nicht nur genau und dynamisch,<br />
sondern auch flexibel arbeiten. Rezeptabhängige<br />
Parametrierung dezentraler<br />
Steuer- und Regelkreisläufe sowie Diagnosefunktionen,<br />
z. B. für vorbeugende<br />
Wartungsmaßnahmen, sorgen für diese<br />
Flexibilität und ein reduziertes Informations-<br />
und Kommunikationsaufkommen.<br />
Als Basis für die Realisierung dieser<br />
einzelnen prozesstechnischen Anwendungen<br />
dienen bewährte Bürkert-Plattformen:<br />
Individuell anpassbare Ventilinseln für die<br />
Pneumatik-Steuerung, Massendurchflussregler-Systeme<br />
für Druck- und Durchflussregelung<br />
sowie die Kommunikationsplattform<br />
EDIP (Efficient Device Integration<br />
Platform) zur digitalen Vernetzung<br />
der intelligenten Bürkert-Systeme innerhalb<br />
der Produktionsmaschine.<br />
Ventilinseln als<br />
Automatisierungssysteme<br />
Verfahrenstechnische Anlagen in Pharma-,<br />
Kosmetik-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie<br />
oder Wasseraufbereitung profitieren<br />
davon, wenn elektrische und pneumatische<br />
Funktionen in einer Ventilinsel<br />
zusammengefasst sind. So lassen sie sich<br />
über nur eine Busleitung ansteuern und<br />
das Programmieren wird einfacher. Heute<br />
sind die integrierten Ventilinseln von<br />
Bürkert zu intelligenten, elektropneumatischen,<br />
obendrein auch noch Ex-sicheren<br />
Automatisierungssystemen „gewachsen“,<br />
die sich „nahtlos“ in die Prozesssteuerungswelt<br />
einfügen. Zudem bilden sie als<br />
flexible Plattform die Basis, um innerhalb<br />
kurzer Zeit applikationsspezifische Systemlösungen<br />
zu realisieren, schließlich<br />
30 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
SPS IPC DRIVES I TOP-THEMA<br />
gleicht kaum eine prozesstechnische Anwendung<br />
der anderen.<br />
Ein typischer Einsatzbereich für solche<br />
Ventilinseln ist beispielsweise das Füllen von<br />
Glasampullen in der Kosmetik- oder Pharmaindustrie.<br />
Im Kontext mit Industrie 4.0 steigen<br />
hier die Anforderungen. Dabei sollten<br />
sich z. B. Sicherheits- und Diagnosefunktionen<br />
integrieren bzw. auch nachrüsten lassen.<br />
Die Vernetzung über industrielle Standards<br />
muss möglich sein, vorbeugende Wartungsmaßnahmen<br />
sind erwünscht und schlussendlich<br />
gilt es auch die Mensch-Maschine-<br />
Schnittstelle zu berücksichtigen.<br />
Manches davon ist bereits mit einfachen<br />
Mitteln realisierbar. Für sicherheitsgerichtete<br />
Abschaltungen lassen sich beispielsweise<br />
Ventilfunktionen direkt auf der bestehenden<br />
Ventilinsel und unabhängig von der<br />
regulären Schaltsignalsteuerung stilllegen,<br />
wenn hier Ventile für sicherheitsgerichtete<br />
Abschaltungen nachgerüstet werden. Auch<br />
das ist bereits ein Schritt in Richtung Industrie<br />
4.0. Deutliche Maßstäbe auf diesem<br />
Weg setzt die Ventilinsel Airline SP Typ<br />
8647, die vollständig in das dezentrale Remote<br />
I/O System ET200SP von Siemens<br />
integriert ist. Bei ihr kann der Anwender<br />
ohne zusätzliche Peripheriegeräte direkt<br />
auf einem vor Ort eingebauten LC-Display<br />
den Status der Ventilinsel, Fehler oder Diagnosedaten<br />
ablesen. Dies erfolgt sowohl in<br />
Klartext als auch symbolisch. Alle auf der<br />
Ventilinsel generierten Informationen können<br />
auch in der Steuerung verarbeitet werden. Die<br />
integrierten Schaltspielzähler generieren<br />
Daten, die eine vorbeugende Wartung ermöglichen<br />
und ebenfalls als Klartext auf der<br />
Ventilinsel direkt im Schaltschrank angezeigt<br />
werden. Für den Einbau in den Schaltschrankboden<br />
gibt es die Bodeneinbauplatte<br />
Airline Quick aus Edelstahl oder Aluminium.<br />
Damit lässt sich auch die neue Ventilinsel<br />
platzsparend in einem Schaltschrank montieren.<br />
Anwender im Pharma- und Nahrungsmittelsektor<br />
können dadurch kleine,<br />
dezentrale Einheiten mit einer hohen Signaldichte<br />
direkt vor Ort installieren.<br />
Die Ventilinseln kommunizieren über<br />
gängige Industrial-Ethernet-Protokolle oder<br />
Profibus DP. In geschlossenen Ringtopologien<br />
und Profinet IO Kommunikation sorgt<br />
das Media Redundancy Protocol (MRP) für<br />
ein hochverfügbares Netzwerk, das sogar<br />
den Ausfall eines Switches oder einer Leitung<br />
kompensieren kann. Dies erhöht die<br />
Anlagenverfügbarkeit und macht den Prozess<br />
sicherer. Die Kommunikation innerhalb<br />
der Ventilinseln und mit weiteren intelligenten<br />
Bürkert-Geräten läuft über die<br />
Kommunikationsplattform EDIP.<br />
Fotos: Bürkert, Fotolia (#43783217)<br />
Halle 3A, Stand 161<br />
www.buerkert.de<br />
01 Verfahrenstechnische Anlagen in Pharma-, Kosmetik-, Nahrungs- und<br />
Genussmittelindustrie oder Wasseraufbereitung profitieren davon, wenn elektrische und<br />
pneumatische Funktionen gemeinsam in einer Ventilinsel zusammengefasst sind<br />
Herr Rohrbeck, was ist das Erfolgsgeheimnis der<br />
Firma Bürkert?<br />
Das Erfolgsgeheimnis von Bürkert ist, dass wir uns<br />
zum einen unserer Vergangenheit bewusst sind und<br />
die Erfahrung aus über 70 Jahren Fluidregelung täglich<br />
nutzen. Gleichzeitig ist es aber auch ganz essenziell,<br />
die Zukunft täglich neu zu erfinden, nicht stehen<br />
zu bleiben, flexibel zu reagieren und über den Tellerrand<br />
zu denken – auf Basis der Nähe zum Markt und<br />
zueinander sowie auf Basis des Muts, neue Dinge zu<br />
wagen. Dazu gehört vor allem auch lebenslanges Lernen<br />
und damit die lernende Organisation. Beweglich<br />
zu bleiben, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne<br />
die Vergangenheit zu leugnen, auch Fehler machen zu dürfen – und dabei den Mut zu<br />
haben, da anzufangen wo andere aufhören, getreu dem Motto unseres Firmengründers.<br />
Das macht Bürkert aus.<br />
Sie sprechen in Ihrem Unternehmen über „Lebenslanges Lernen“ bzw. „die lernende<br />
Organisation“. Was ist damit gemeint und wie setzen Sie das konkret im<br />
Unternehmen um?<br />
Im Kern unserer Strategie steht neben dem, was wir an Produkten und Leistungen<br />
anbieten, vor allem wie wir agieren wollen: Als lernende, vernetzte Prozessorganisation.<br />
Mit dieser Organisationsform richten wir alle Prozesse im Unternehmen konsequent<br />
am Kunden aus und arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Abläufe.<br />
Beweglichkeit ist hierbei ein Muss. Wir müssen flexibel auf neue Situationen im<br />
Markt reagieren können; gut funktionierende, lernfähige Prozesse spielen hierbei eine<br />
wesentliche Rolle. Konkret wird dies in der Organisation beispielsweise durch die<br />
Integration von Lern- und Feedbackprozessen umgesetzt, Anforderungen werden<br />
regelmäßig überprüft und die Planung unseres Portfolios bei Bedarf aktualisiert.<br />
Nicht zuletzt spielt aber auch die Personalentwicklung eine wichtige Rolle und wird<br />
von Bürkert intensiv betrieben – nicht nur im Hinblick auf Weiterbildung durch Seminare<br />
etc. sondern auch ganz grundsätzlich dahingehend, wie man lernt zu lernen.<br />
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf bis zehn Jahren?<br />
02 Heribert Rohrbeck, CEO bei<br />
Bürkert Fluid Control Systems<br />
Wir werden eine stabile Position im Markt einnehmen und halten, von der aus wir zu<br />
neuen Ufern aufbrechen können. Dabei spielt die Bewahrung unserer Unabhängigkeit<br />
eine wichtige Rolle. Wir wollen uns in diesem Zusammenhang noch stärker als verlässlicher,<br />
kreativer Partner unserer Kunden etablieren, auf den man bei der Lösung von<br />
fluidtechnischen Aufgabenstellungen gerne zukommt bzw. sogar besteht. Vor allem<br />
unser Systemgeschäft wollen wir in den nächsten Jahren weiterhin verstärkt ausbauen<br />
und weiterhin massiv in innovative Produkte und Technologien investieren.<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 31
TOP-THEMA I SPS IPC DRIVES<br />
Das lohnt sich<br />
Sicherheitskupplungen zur Erhöhung der<br />
Prozesssicherheit<br />
Sicherheitskupplungen übernehmen meistens den Part des<br />
Beschützers in einer Maschine oder einer Anlage. Sie sorgen<br />
dafür, dass die anderen Bauteile in einem Antriebsstrang vor<br />
Überlastung, hervorgerufen durch Defekte oder Störungen,<br />
geschützt und auch beschützt werden. Ein weiterer Vorteil<br />
ist, dass sie dadurch auch Stillstandszeiten verringern.<br />
Die Erwartungen, die an Sicherheitskupplungen<br />
gestellt werden, sind fast immer<br />
dieselben: Sie müssen zuverlässig und effizient<br />
arbeiten. Um die richtige Sicherheitskupplung<br />
für die entsprechende Applika tion<br />
auszuwählen, sollte ein Beratungsgespräch<br />
mit einem entsprechenden Anbieter stattfinden.<br />
Bei dem Unternehmen R+W werden<br />
im Gespräch die Applikationsdaten aufgenommen<br />
und eventuell eine Vorauswahl<br />
getroffen. Nachfolgend wird die passende<br />
Sicherheitskupplung zusammen mit den<br />
konstruierenden Ingenieuren ausgewählt –<br />
Autorin: Sina Cerny, Marketing Referentin,<br />
R+W Antriebselemente GmbH, Klingenberg<br />
wenn der Standard nicht mehr ausreicht,<br />
wird eine Sonderlösung ausgearbeitet.<br />
Ein Instandhaltungsmitarbeiter einer<br />
Firma bat um solch einen Beratungstermin.<br />
Er stellte die Anlage bzw. Maschine<br />
vor, von der insgesamt drei Stück in mobilen<br />
Brecher-Anlagen im Einsatz sind. Es<br />
wurden bisher Ausgleichelemente für die<br />
Schwingungsdämpfung verwendet und eine<br />
Brechbolzenkupplung zur Absicherung<br />
des Antriebsstranges. Diese löst<br />
im Störungsfall<br />
aus, indem die<br />
Brechbolzen<br />
auf Abscherung<br />
beansprucht<br />
und<br />
dabei zerteilt<br />
werden.<br />
Diese Lösung ist sicherlich eine preisgünstige<br />
Konstruktion und auch bis dahin völlig<br />
ausreichend. Der Hersteller der Brechbolzen<br />
änderte im Laufe der Zeit jedoch das<br />
Material der Bolzen, sodass diese nicht<br />
mehr demontagefreundlich „zerreißen“.<br />
Dadurch kann das wieder in Betrieb nehmen<br />
der Anlage von einer Stunde bis zu<br />
einem Tag dauern – je nachdem wie kompliziert<br />
die Bolzen abgeschert wurden. Ein Fall<br />
für die R+W Industrie-Sicherheitskupplung<br />
ST2, die sich durch schnelle Abschalt- und<br />
Inbetriebnahmezeiten auszeichnet.<br />
01 Die Sicherheitskupplung<br />
zeichnet sich durch schnelle Abschaltund<br />
Inbetriebnahmezeiten aus<br />
32 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
Spielfreies Kugel-Rast-Prinzip<br />
Warum überhaupt eine Sicherheitskupplung?<br />
Und wie funktioniert das genau?<br />
Sicherheitskupplungen schützen Maschinenanlagen<br />
vor Schäden, die durch<br />
Blo ckaden oder Überbelastung hervorgerufen<br />
werden können. Kommt es zu einer<br />
Überlast, d. h. das übertragene Drehmoment<br />
überschreitet eine zulässige Grenze,<br />
trennt die Sicherheitskupplung zuverlässig<br />
den An- und Abtrieb. Für die Wiederinbetriebnahme<br />
der Anlage wird keinerlei Spezialwerkzeug<br />
benötigt. Anders als bei den in<br />
der Vergangenheit üblichen Brechbolzenkupplungen<br />
müssen auch keine besonderen<br />
Ersatzteile bevorratet werden.<br />
Die Kupplung arbeitet nach dem seit Jahren<br />
bewährten spielfreien Kugel-Rast-Prinzip<br />
und besitzt im Vergleich zu anderen<br />
Kupplungen ein Sicherheitsmodul aus zwei<br />
Bauteilen: dem Einrastsegment und dem<br />
einstellbaren Schaltsegment. Im Inneren<br />
jedes Schaltelements wird über Tellerfederpakete<br />
eine Kugel axial vorgespannt. Eine<br />
Hälfte der Kugel schaut aus dem Element<br />
heraus und sitzt auf der zweiten Kupplungshälfte<br />
in einer passenden Kalotte. Über<br />
diesen Kraft-Formschluss wird das Drehmoment<br />
spielfrei und akkurat übertragen.<br />
Sobald die auf die Kugeln einwirkende<br />
Tangentialkraft, erzeugt durch das anliegende<br />
Drehmoment, so groß ist, dass die Federpakete<br />
die Kugel nicht mehr vorspannen<br />
können, rutscht die Kugel komplett in das<br />
Innere des Schaltelements zurück. Die Kugel<br />
wird innerhalb des Schaltelements<br />
durch einen Bolzen geführt, der sich beim<br />
Schaltvorgang entsprechend axial bewegt.<br />
Zur Wiederinbetriebnahme der Kupplung<br />
müssen die beiden Kupplungshälften lediglich<br />
in die Referenzposition gebracht werden<br />
und mit der Kraft eines Schonhammers<br />
02 Diese Baureihe kann für direkte oder<br />
indirekte Antriebe eingesetzt werden<br />
oder eines Hebels auf den Bolzen eines jeden<br />
Elements wird die Kugel dann in ihre<br />
Kalotte zurückgedrückt um den Kraftfluss<br />
wieder herzustellen.<br />
Durch den Einsatz der R+W Sicherheitskupplung<br />
werden unkalkulierbare Stillstandzeiten<br />
geschmälert und dadurch nachfolgende<br />
Kosten reduziert oder beseitigt. Um diesen<br />
Benefit zu erreichen, ist es erst einmal<br />
notwendig, in eine Sicherheitskupplung zu<br />
investieren. Die Kosten sind im Vergleich zu<br />
den Brechbolzen natürlich erst etwas höher.<br />
Betrachtet man jedoch im Gegenzug die Kosten,<br />
die durch einen Stillstand verursacht<br />
werden, amortisieren sich die Mehrkosten<br />
für die Sicherheitskupplung sehr schnell.<br />
Alle möglichen Lösungen<br />
Industrie-Sicherheitskupplungen der Baureihe<br />
ST können im Standard für Drehmomente<br />
bis 250 000 Nm bezogen werden – in<br />
Sonderausführungen auch weit darüber<br />
hinaus. Das maximal zulässige Drehmoment<br />
ergibt sich in der Regel aus den Spezifikationen<br />
der Maschine. Die robusten und<br />
leistungsstarken Sicherheitskupplungen<br />
dieser Modellreihe sind außerdem in diversen<br />
Anbindungsvarianten und Größen für<br />
unterschiedlichste Anforderungen und Applikationen<br />
lieferbar. Nach Rücksprache<br />
sind kundenspezifische Sonderlösungen ab<br />
einer Stückzahl von eins möglich.<br />
Die klassische Modellreihe (SK/ES) eignet<br />
sich für Drehmomente zwischen 0,1 und<br />
2 800 Nm. Die verschiedenen Modelle der<br />
Baureihe sind sowohl für eine direkte oder<br />
indirekte Anbindung, mit Klemmnaben-,<br />
Konusklemmring- oder Passfederanbindung<br />
sowie als torsionssteife Metallbalgoder<br />
als schwingungsdämpfende Elastomerversion<br />
erhältlich. Die Modellreihe ist, je<br />
nach Anforderung, zudem in unterschiedlichen<br />
Funktionsweisen verfügbar – mit winkelsynchroner<br />
Wiedereinrastung, als Durchrastkupplung,<br />
in einer Freischaltausführung<br />
und als gesperrte Version.<br />
Um den sich stetig verändernden Marktanforderungen,<br />
wie beispielsweise nach<br />
niedrigeren Massenträgheitsmomenten,<br />
höheren Betriebsdrehzahlen oder effizienteren<br />
Prozessen gerecht zu werden, verfügt<br />
R+W zudem über Leichtbau-Sicherheitskupplungen<br />
(Modellreihe SL), die sich besonders<br />
durch ihre hohe Leistungsdichte<br />
auszeichnen. Die SL-Baureihe ist ebenfalls<br />
in verschiedenen Funktionsweisen verfügbar<br />
und in unterschiedlichen Versionen für<br />
die Verwendung in direkten oder indirekten<br />
Antrieben erhältlich.<br />
Auch für die Verwendung von Industrieoder<br />
Präzisionssicherheitskupplungen in<br />
explosionsgefährdeten Bereichen werden<br />
Modelle als Atex-Ausführung angeboten.<br />
Über den Atex-Endschalter wird eine Not-Aus-<br />
Funktion installiert. Die Sicherheitskupplungen<br />
erfüllen die Atex-Richtlinie der EU.<br />
Fotos: Fotolia (Sergey Nivens), R+W<br />
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de-Steuerungen und Verteilungen sowie weiteren<br />
Produkten und Lösungen<br />
Zündschutzarten umfassen Ex d, Ex e, Ex pund<br />
Ex iinklusive kombinierter Exde-Lösungen<br />
Bester Schutz für jede Anwendung vom führenden<br />
Experten für Explosionsschutz
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Smarte Lösungen<br />
Das Internet der Dinge beginnt mit einem Sensor<br />
Das Internet der Dinge befindet sich<br />
täglich um uns herum – unabhängig<br />
vom Einsatzbereich ist der Sensor der<br />
wichtigste Datenlieferant und somit<br />
das Herzstück des IoT-Prozesses. Die<br />
Keller AG, ein Hersteller von Drucksensoren,<br />
hat zusammen mit internationalen<br />
Unternehmen bereits viele smarte, kundenspezifische<br />
Gesamtlösungen in diversen<br />
Anwendungsgebieten entwickelt.<br />
Eine Pegelmessung mit Fernübertragungseinheit<br />
ist sehr sinnvoll für Pegeloder<br />
Füllstandanwendungen – auch in<br />
Biertanks. In dieser Anwendung arbeiten<br />
zwei Drucksensoren, die den Flüssigkeitsstand<br />
im Tank messen und mit der Fernübertragungseinheit<br />
GSM-2, Mobilfunknetz<br />
und Internet eine Warnmeldung<br />
per E-Mail senden. Diese automatisierte,<br />
smarte M2M-Lösung (Machine-to-Machine)<br />
reduziert den Betriebs- und Wartungsaufwand<br />
erheblich.<br />
Neben Wasser und Getränken sind<br />
Brennstoffe weitere Flüssigkeiten, die sich<br />
ideal für die Verwaltung mit automatisierten,<br />
smarten Prozessen eignen. Die Fernüberwachung<br />
der Füllstände bei Heizöl-,<br />
Diesel- und Benzintanks ist für Mineralölkonzerne<br />
eine große Unterstützung. Dazu<br />
wurde in Zusammenarbeit mit einem<br />
Schweizer Mineralöllieferanten das Fernüberwachungssystem<br />
Easyoil entwickelt.<br />
Der Druck bzw. der Ölstand wird an der<br />
untersten Stelle des Tanks gemessen, entsprechend<br />
der Tankform der aktuelle Inhalt<br />
in Liter berechnet und die Daten via GSM<br />
übermittelt. Eine Besonderheit dieser<br />
Anwendung ist die kundenspezifische<br />
Software. Sie enthält die unterschiedlichsten<br />
Daten, die immer wieder aktualisiert<br />
werden und so einen optimierten Prozess<br />
ermöglichen.<br />
Einsatz in Ex-Zonen<br />
Bei der Füllstandüberwachung in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen wird die<br />
Fernübertragungseinheit GSM-3 verwendet,<br />
der Drucktransmitter, der in einer<br />
solchen Umgebung misst, muss eigensicher<br />
sein. Die zusätzlich eingebaute<br />
Sicherheitsbarriere begrenzt die abgegebene<br />
elektrische Leistung des Messsystems<br />
innerhalb der explosionsgefährdeten Zone<br />
und verhindert auf diese Weise die Entstehung<br />
eines Funkens.<br />
Explosionsgefahr ist auch ein wichtiges<br />
Thema bei Chemikalien. In den Lagern von<br />
Chemieherstellern und -distributoren befinden<br />
sich zahlreiche verschiedene Chemiefässer<br />
mit unterschiedlichsten explosiven<br />
Inhalten. Der Füllstand von Chemiefässern<br />
wird in den meisten Fällen weder gemessen,<br />
noch außerhalb des Fasses optisch angezeigt.<br />
Es besteht die Möglichkeit, einen<br />
medienverträglichen Schwimmer einzubauen,<br />
jedoch reicht dieser nicht aus, um<br />
einen sicheren Transport zu garantieren<br />
und die Tankinhalte währenddessen permanent<br />
zu kontrollieren. Eine permanente<br />
Kontrolle ist jedoch sehr wichtig, um eine<br />
normengerechte Lieferung zu garantieren.<br />
Am Anfang von IoT<br />
(Internet of Things)<br />
steht immer ein Sensor. Denn<br />
nur mit einem Sensor können<br />
Dinge Zustände erfassen und<br />
Aktionen ausführen. Diese<br />
beiden Tätigkeiten sowie die<br />
Verbindung zum Netz machen<br />
diese Gegenstände ohne<br />
menschliche Hilfe intelligent.<br />
Drucksensoren beispielsweise<br />
sind wichtige Elemente bei der<br />
Realisierung von IoT-Lösungen<br />
für die Prozessindustrie.<br />
Wird zusätzlich zum Füllstand der Innendruck<br />
im Fass gemessen, lässt sich kontrollieren,<br />
ob das Fass ordnungsgemäß verschlossen<br />
ist oder ob es während des<br />
Transportes geöffnet wurde. Zudem zeigt<br />
die Aufzeichnung, ob das Fass übermäßigen<br />
Beschleunigungen ausgesetzt wurde.<br />
Der Füllstand wird auch in dieser Anwendung<br />
mit zwei Drucksensoren gemessen.<br />
Da das Fass unter Druck steht, wird der Differenzdruck<br />
zwischen dem Fassdeckel und<br />
dem Fassboden ermittelt, womit der Pegel<br />
berechnet werden kann.<br />
Keller hat eine Lösung entwickelt, die den<br />
Tank in seiner ursprünglichen Form belässt.<br />
Dazu wurden im Innenbereich des Fasses<br />
zwei kompakte Druckaufnehmer der Serie<br />
7 LD eingebaut. Die digitalen Sensoren bieten<br />
neben den oben genannten Vorteilen<br />
zusätzlich die Temperaturinformation, die für<br />
die Überwachung von Chemikalien sehr hilfreich<br />
ist. Schließlich übermittelt eine Fernübertragungseinheit<br />
die aufgezeichneten<br />
Daten. Mit der Anbindung an das Internet of<br />
Things können zusätzlich noch weitere Informationen<br />
zugänglich gemacht werden,<br />
wie beispielsweise der Standort des Fasses.<br />
Fotos: Keller, Shutterstock<br />
Halle 3A, Stand 419<br />
www.keller-druck.com<br />
34 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
SPS IPC DRIVES I TOP-THEMA<br />
Elektronikgehäuse schützen<br />
4.0-Anwendungen<br />
Ob Indoor- oder Outdoor-Einsatz, raue Industriebedingungen oder<br />
Büroatmosphäre, mobile oder stationäre Anwendung: Bopla bietet<br />
für jeden Zweck das entsprechend kleine oder große, leichte oder<br />
robuste Kunststoff- oder Metallgehäuse mit der jeweils erforderlichen<br />
Schutzart. Dazu zählen auch die modern gestalteten, kompakten<br />
Gehäuse der neuen<br />
Bopad-Serie. Sie gestatten<br />
die Integration von Folientastaturen,<br />
Touchscreens<br />
und Displays. Speziell die<br />
beiden „großen“ der<br />
insgesamt fünf Bopad-<br />
Gehäusevarianten –<br />
Bop 7.0 und Bop 10.1 für<br />
die Tisch- und Wandanwendung<br />
– wurden eigens<br />
für die Touchintegration<br />
und die Aufnahme von Li-Ionen-Akkus der Standardbauform 18650<br />
optimiert. Sie sind auf die Zweihandbedienung im Querformat<br />
ausgelegt und erlauben die Realisierung kosteneffizienter und<br />
anwenderfreundlicher Geräte mit Touchbedienung mithilfe<br />
handelsüblicher Standardkomponenten. Dabei kann die Integration<br />
kapazitiver Touchdisplays unter einer hochwertigen Glasfront bei<br />
Bopla im Haus durchgeführt werden – beispielsweise im Optical<br />
Bonding Verfahren, das eine hohe optische Qualität und mechanische<br />
Stabilität sowie gleichzeitig eine optimale Funktionalität des<br />
kapazitiven Touchsystems garantiert.<br />
Halle 5, Stand 329<br />
www.bopla.de<br />
Erweiterung des<br />
Getriebemotorenprogramms<br />
Der Antriebstechnik-Hersteller Weg<br />
erweitert zur diesjährigen SPS IPC Drives<br />
das Getriebemotorenprogramm WG20 um<br />
Stirnrad-, Flach- und Kegelstirnradgetriebe<br />
für Nennmomente bis 5 000 Nm. Die<br />
Gehäuse der neuen Getriebe sind aus<br />
Grauguss gefertigt und besonders robust,<br />
sodass sie auch für besondere<br />
Anwendungen wie beispielsweise in der Stahl- und Schwerindustrie<br />
zum Einsatz kommen. In Kombination mit leistungsstarken<br />
Motoren bis Energieeffizienzklasse IE4 bieten die Getriebemotoren<br />
viel Leistung auf wenig Raum. Zweites Highlight sind die erstmals in<br />
Deutschland gezeigten Schaltschranklösungen des spanischen<br />
Weg-Tochterunternehmens Autrial. Von dessen Sitz in Valencia aus<br />
beliefert der brasilianische Antriebstechnik-Hersteller den europäischen<br />
Markt mit kompletten industriellen Schaltschranksystemen.<br />
Darüber hinaus zeigt Weg eines der umfangreichsten Portfolios an<br />
energieeffizienten Elektromotoren sowie die aktuellen Automatisierungsprodukte<br />
für den europäischen Markt, von Frequenzumrichtern<br />
über Softstarter bis hin zu Niederspannungsschaltgeräten.<br />
„Durch die Erweiterung des WG20-Getriebemotorenprogramms<br />
können wir jetzt auch Anwendungen mit größeren Drehmomenten<br />
abdecken. In diesen anspruchsvollen Applikationen<br />
kommen die hohe Robustheit, Verarbeitungsqualität und<br />
Leistungsdichte unserer Getriebemotoren besonders zum<br />
Tragen“, erklärt Wilmar Henning, Geschäftsführer bei Weg in<br />
Deutschland.<br />
Halle 3, Stand 250<br />
www.weg.net<br />
Einfache Implementierung sicherer EAs<br />
Neben Profisafe unterstützt HMS mit dem neuen Ixxat Safe T100/<br />
CS nun auch das CIP Safety Protokoll gemäß CIP Volume 5 V2.14<br />
und ermöglicht somit die einfache Modul-basierte Implementierung<br />
sicherer EAs für CIP Safety. Das Modul ist die Komplettlösung<br />
für eine einfache<br />
und schnelle<br />
Implementierung<br />
von konfigurierbaren,<br />
sicheren Einund<br />
Ausgänge in<br />
Anwendungen bis<br />
SIL3 und PLe Kat. 4.<br />
Das Modul verfügt<br />
über drei zweikanalige<br />
Eingänge – mit<br />
der Möglichkeit zur<br />
Aufdeckung externer Verkabelungsfehler – sowie über einen<br />
zweikanaligen Ausgang. Alle Ein- und Ausgänge arbeiten mit<br />
24-V-Signalen. Parallel zu eventuell bereits bestehenden, nichtsicheren<br />
Gerätefunktionen, kann mit dem neuen Modul z. B. eine<br />
sichere Not-Halt-Funktion für Antriebe oder Prozesssteuerungen<br />
(Schweißen, Kleben, Nieten etc.) implementiert werden. Der<br />
Endanwender erhält somit ein Gerät, das sichere und nichtsichere<br />
Funktionen über nur eine Schnittstelle zur Verfügung<br />
stellt. Dies vereinfacht sowohl die Konfiguration als auch die<br />
Projektierung des Gesamtsystems maßgeblich.<br />
Halle 2, Stand 419<br />
www.hms-networks.de<br />
Gestaltungsfreiräume in der Sensorik<br />
Mit Plastosens T präsentiert<br />
Jumo ein neues Verfahren<br />
zur Herstellung von<br />
Temperaturfühlern. Die<br />
Sensoren werden dabei<br />
nicht wie bisher üblich in<br />
einem Metallrohr vergossen,<br />
sondern im Spritzgussverfahren<br />
mit Kunststoff<br />
ummantelt. Daraus resultiert<br />
der Vorteil, dass die Formgebung der Sensoren individuell<br />
erfolgen kann und sich die Produkte an die jeweilige Einbausituation<br />
anpassen lassen. So kann zum Beispiel ein Temperatursensor<br />
komplett in eine Kunststoff-Rohrleitung integriert werden.<br />
Weiterer Vorteil neben dem geringen Gewicht ist die hohe<br />
Reproduzierbarkeit. Aktuell sind ein Fühler mit einer Isolationsfestigkeit<br />
von 5 kV für den Einsatz in Transformatoren, ein vibrationsfester<br />
Einsteckfühler für das Medium Öl und ein wasser- und<br />
dampfdichter Fühler für Sterilisationsanwendungen in der<br />
Entwicklung. Sie eignen sich für Temperaturbereiche von – 50 bis<br />
zu + 200 °C. Durch den Einsatz von Spezialkunststoffen kann dabei<br />
eine vergleichbare Wärmeleitfähigkeit wie bei Metall erzielt<br />
werden. Die Verwendung spezieller Additive ermöglicht die<br />
Entwicklung maßgeschneiderter Kunststoffe für zahlreiche<br />
Applikationen. Verfügbar sind die Produkte sowohl als Katalogware<br />
als auch in Einzelfertigung.<br />
Halle 4A, Stand 435<br />
www.jumo.net<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 35
TOP-THEMA I KOMMENTAR<br />
Industrie 4.0 – Chancen<br />
für die Prozessindustrie<br />
austauschs Technik im September. 200<br />
Ingenieure aus der <strong>Verfahrenstechnik</strong>,<br />
Automatisierungstechnik und Instandhaltung<br />
der IGR-Mitgliedsfirmen und externe<br />
Referenten diskutierten über die aktuellen<br />
Herausforderungen. Klar wurde, dass<br />
interdisziplinäre Zusammenarbeit eine<br />
wachsende Bedeutung für den digitalen<br />
Wandel in der Prozessindustrie hat.<br />
Planer, Konstrukteure, Anlagenbauer,<br />
Betreiber und Instandhalter werden daher<br />
immer enger zusammenarbeiten, IT-Technologien<br />
werden in der Produktion an<br />
Bedeutung gewinnen.<br />
Bisher vorhandene proprietäre Lösungen<br />
bei der Verwendung von Geräte- und<br />
Diagnosedaten erfüllen nicht die Anforderungen<br />
der Anwender nach Einfachheit,<br />
Durchgängigkeit, Standardisierung und<br />
IT-Security. Dies betrifft Feldgeräte<br />
genauso wie Pumpen oder Wärmetauscher.<br />
Schließlich müssen alle Kompo nenten<br />
einer prozesstechnischen Anlage Industrie-4.0-tauglich<br />
sein und vernetzt werden.<br />
Dazu braucht es aber auch einheitliche<br />
Standards und offene Strukturen, wie zum<br />
Beispiel NOA – Namur Open Architecture,<br />
die Daten der bisherigen Welt der Kernautomatisierung<br />
durch offene Schnittstellen<br />
wie OPC-UA in die Systemwelt für Monitoring-<br />
und Optimierungsaufgaben exportieren.<br />
Durch geeignete Security-Maßnahmen<br />
Dipl.-Ing. Thomas Grein, Interessengemeinschaft<br />
Regelwerke Technik (IGR) e. V.,<br />
Frankfurt/M.<br />
Globalisierung und Digitalisierung von<br />
Wertschöpfungsketten fordern Unternehmen<br />
der chemischen und pharmazeutischen<br />
Industrie heraus. Produktionsweisen<br />
und Geschäftsmodelle<br />
werden sich grundlegend verändern.<br />
Um vernetzte Anlagen auch in der<br />
Praxis verfügbar und sicher zu betreiben,<br />
sind einheitliche Standards beim<br />
Datentausch wichtiger denn je. Hierzu<br />
errichtet die IGR eine Testplattform.<br />
Zudem gilt es, Risiken bei der IT-Security<br />
zu begegnen.<br />
Die Digitalisierung ist auf breiter Front<br />
in der Chemie- und Pharmaindustrie<br />
angekommen. Immer mehr Unternehmen<br />
nutzen digitale Technologien oder<br />
sehen sich als Innovatoren digitaler<br />
Entwicklungen. Treiber für den digitalen<br />
Wandel in der Prozessindustrie sind<br />
mehr Ressourcen- und Energieeffizienz<br />
sowie höhere Produktivitätsziele. Soweit<br />
wie in der Fertigungsindustrie ist man<br />
allerdings noch nicht, da in der chemischen<br />
Industrie sehr hohe Sicherheitsanforderungen<br />
bestehen. Der digitale<br />
Wandel benötigt hier deutlich mehr<br />
Umsicht und eine den besonderen<br />
Erfordernissen angepasste IT-Security.<br />
Digitalisierungsstrategien für die<br />
Prozessindustrie standen im Mittelpunkt<br />
unseres diesjährigen IGR-Erfahrungswie<br />
die „Datendiode“ und „Verification<br />
of Request“ kann sichergestellt werden,<br />
dass die Automatisierungstechnik nicht<br />
durch ungewollte Manipulation von<br />
außen beeinträchtigt wird.<br />
Die IGR installiert zurzeit im Industriepark<br />
Höchst eine Demonstrationsund<br />
Testanlage. Sie soll realistische<br />
Mess- und Diagnosedaten zur Nutzung<br />
durch Gerätehersteller, Forschungsinstitute,<br />
Softwareunternehmen und<br />
Anwender bereitstellen. Insbesondere<br />
können prozesstechnische Fehlzustände<br />
erzeugt werden, mit dem Ziel, Diagnosesoftware<br />
zu überprüfen bzw. anzulernen.<br />
Es ist geplant, Industrie-4.0-Komponenten<br />
zu testen sowie Standards zur<br />
Übertragung von Gerätedaten und<br />
IT-Security-Maßnahmen voranzutreiben.<br />
Der Betrieb der Testanlage<br />
soll zudem die Alltagstauglichkeit von<br />
Konzepten zur Messwertverarbeitung<br />
sowie Datenanalyse in der Cloud<br />
prüfen und optimieren. Frei nach dem<br />
Motto: Wir ertrinken in Daten und<br />
dürsten nach Wissen.<br />
www.igrtechnik.com<br />
36 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
SPS IPC DRIVES I TOP-THEMA<br />
Kontaktlose und wartungsfreie<br />
Energieübertragung<br />
Eine Energieübertragung<br />
findet in<br />
der industriellen<br />
Automatisierung<br />
in der Regel mit<br />
Steckverbindern<br />
statt. Bei dieser<br />
„herkömmlichen“<br />
Lösung sind abgebrannte,<br />
verbogene<br />
oder verschmutzte<br />
Kontakte ein häufiger<br />
Grund für zeit- und kostenintensive Produktionsausfälle. Das<br />
gilt umso mehr für Applikationen, in denen häufige Steckzyklen<br />
erforderlich sind. Für diese Art von Applikationen hat Weidmüller<br />
die kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung Freecon<br />
Contactless entwickelt. Das System erlaubt es, Energie mittels<br />
induktiver Resonanzkopplung kontaktlos über einen Luftspalt<br />
von bis zu 5 mm zu übertragen – gänzlich verschleißfrei und<br />
besonders effizient.<br />
Das System überträgt mittels induktiver Resonanzkopplung eine<br />
Leistung von 240 W – 24 V DC und 10 A – bei einem Wirkungsgrad<br />
von bis zu 90 %. Ein neues Wärmemanagement und der hohe<br />
Wirkungsgrad ermöglichen die besonders hohe Leistung. Bei<br />
Freecon Contactless wird auf der Primärseite über eine Spule ein<br />
magnetisches Feld erzeugt. Der Empfänger besteht ebenfalls aus<br />
einer Spule, in der durch das magnetische Feld eine Spannung<br />
induziert wird. Sobald an der Spule eine elektrische Last angeschlossen<br />
wird, kommt es zum Stromfluss – eine elektrische<br />
Leistung wird übertragen. Der aus dem Übertragungsprinzip<br />
resultierenden erhöhten Wärmeentwicklung begegnet<br />
Weidmüller mit einem Thermomanagement, das die Wärmeentwicklung<br />
in handhabbaren Grenzen hält und eine kompakte<br />
Bauform des Systems zulässt.<br />
Halle 9, Stand 351<br />
www.weidmueller.com<br />
Automatisieren außerhalb des<br />
Schaltschranks<br />
Im Bereich Steuerungstechnik stellt Pilz auf der SPS IPC Drives<br />
mit PSS67 PLC die erste sichere SPS-Steuerung mit Schutzart IP67<br />
vor. Durch die vollvergossene Modulelektronik ist diese Steuerung<br />
mechanisch besonders robust. Sie lässt sich direkt an der<br />
Maschine montieren und benötigt nur wenig Platz. Das reduziert<br />
den Verkabelungsaufwand gegenüber Schaltschrank-basierten<br />
Systemen deutlich und erhöht die Flexibilität bei der Umsetzung<br />
von modularen Anlagen-Architekturen.<br />
Zudem stellt das Unternehmen seine neue Sicherheitsschaltmatte<br />
Psenmat vor. Eine Weltneuheit ist die integrierte Ortsdetektion,<br />
die neue Maschinenbedienkonzepte ermöglicht. Der Werker kann<br />
beispielsweise über definierte und markierte Mattenbereiche die<br />
integrierte Schalterfunktionalität nutzen und freihändig arbeiten.<br />
Psenmat vereint in einem Sensor die sichere Flächenüberwachung<br />
mit der Bedienung von Maschinen und Anlagen. Die<br />
drucksensitiven Sensoren von Psenmat eignen sich besonders für<br />
raue Umgebungsbedingungen mit Blick auf Lichtverhältnisse,<br />
Verschmutzung und Abschattung.<br />
Halle 9, Stand 370<br />
www.pilz.com<br />
Sensorlösungen in der Smart Factory<br />
Sick präsentiert intelligente und kommunikative Sensoren und<br />
Sensorlösungen für die Smart Factory. Arbeitsstationen können<br />
damit ihre Abläufe und Funktionen eigenständig koordinieren.<br />
So entstehen Einheiten, die sich selbst organisieren und optimieren.<br />
Die Voraussetzung dafür: Neue Funktionalitäten im Sensor,<br />
die die benötigten Daten an die Smart Factory liefern. Ein weiterer<br />
Schwerpunkt ist das Thema Safety. Auf Applikationen abgestimmte<br />
Sicherheitssysteme bestimmen mehr und mehr die Zukunft der<br />
funktionalen Sicherheitstechnik. Der Hersteller bietet deshalb<br />
seinen Kunden einbaufertige Pakete und entwickelt die Komponente<br />
zum Sicherheitssystem weiter. Hierin enthalten sind die<br />
Hardware samt der kompletten<br />
Dokumentation und alle für die<br />
Zertifizierung relevanten Informationen.<br />
Zudem erweitert<br />
der Spezialist diese Systeme<br />
um speziell auf die Fertigungsindustrie<br />
abgestimmte Sicherheitsdienstleistungen.<br />
Halle 7A, Stand 340<br />
www.sick.de<br />
Positionssensoren für Ex-Bereiche<br />
MTS Sensors hat die Sensoren der Temposonics T-Serie um eine<br />
Canbus-Schnittstelle erweitert. Diese ist auch entsprechend der<br />
NEC Standards 500, 505 und 506 sowie CEC und auch Atex und<br />
IECEx zertifiziert. Weitere wichtige Neuerungen für die T-Serie<br />
sind die Zertifikate für explosionsgefährdete Bereiche in den<br />
russischen und japanischen Märkten. Die nun verfügbare<br />
Canbus-Schnittstelle bietet den Vorteil, dass außer den Positionsdaten<br />
weitere Informationen digital und bis auf 2 µm genau<br />
übertragen werden können. So können die Statusinformationen<br />
im Betrieb überwacht werden und im Fehlerfall stehen umfangreiche<br />
Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Diese magnetostriktiven<br />
linearen Positionssensoren wurden speziell für den<br />
Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt, in denen<br />
sie bspw. Flammen oder ätzenden Stoffen ausgesetzt sind. Das<br />
extrem genaue, berührungslose<br />
Temposonics Messverfahren ist<br />
besonders für anspruchsvolle<br />
Applikationen heutiger Industrieanwendungen<br />
geeignet.<br />
Halle 7A, Stand 410<br />
www.mtssensors.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 37
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Auswahl mit Bedacht<br />
Die richtige Gasentnahmesonde entscheidet über die Qualität der Messwerte<br />
Als erster Schritt im Prozess der Gasanalytik ist die<br />
Probenahme entscheidend für die Qualität der<br />
Messwerte. Eine ungeeignete Gasentnahmesonde<br />
sorgt für unbrauchbare Messwerte, kann die<br />
Lebensdauer des Analysensystems herabsetzen<br />
und im Extremfall sogar zu kritischen Situationen<br />
im Prozess führen. Die sorgfältige Selektion der<br />
richtigen Sonde basiert auf den Prozess- und<br />
Umgebungsparametern sowie der Anwendung.<br />
Bei jedem analytischen Verfahren hat die<br />
Probenahme großen Einfluss auf die<br />
Zuverlässigkeit des Ergebnisses. Verläuft sie<br />
nicht repräsentativ und fehlerfrei oder wird<br />
sie durch äußere Einflüsse gestört, kann die<br />
Analysetechnik noch so exakt arbeiten – die<br />
Werte sind mit einem unter Umständen<br />
nicht zu tolerierenden Fehler behaftet. Insbesondere<br />
bei der Prozessanalytik muss die<br />
gesamte Kette aus Probenahme, Probeaufbereitung<br />
und Analytik einwandfrei arbeiten.<br />
Den ersten beiden Schritten kommt<br />
dabei auch die Funktion zu, die nachgeschaltete,<br />
oft empfindliche Analysetechnik<br />
vor Einflüssen zu schützen, die diese schädigen<br />
oder gar zerstören könnten.<br />
Die Probenahme ist also ein kritischer<br />
Prozessschritt an der Schnittstelle zwischen<br />
Prozess und Analysesystem. Das gilt<br />
insbesondere auch bei der Gasanalyse. Bei<br />
ihr bilden Gasentnahmesonden ein zentrales<br />
Element – neben Gasanalysatoren,<br />
Messgaspumpen und -kühlern sowie unter<br />
Umständen zusätzlichem Analysefilter.<br />
Neben den allgemeinen Anforderungen für<br />
die Probenahme, wie die Bereitstellung einer<br />
repräsentativen, unverfälschten Probe, müssen<br />
sie weitere Bedingungen erfüllen:<br />
n Gasentnahmesonden sollen Verunreinigungen<br />
im Gas, insbesondere Staub, entfernen.<br />
n Sie sollen sicherstellen, dass kein Kondensat<br />
entsteht, da dieses die Messwerte<br />
verfälschen und das Analysesystem schädigen<br />
kann.<br />
Autorin: Dr. Ulla Reutner, Fachjourna<br />
listin, Kaufering<br />
n Sie müssen den Gegebenheiten wie Explosionsgefährdung<br />
oder raue Umgebung<br />
sowohl im Prozessgas wie auch im Außenbereich<br />
angepasst sein.<br />
n Nicht zuletzt werden von zahlreichen<br />
Anwendern einfache Möglichkeiten der<br />
Wartung gefordert, um dadurch Betriebskosten<br />
einsparen zu können.<br />
Zur Basisfunktion einer Gasentnahmesonde,<br />
das Messgas aus dem Prozessstrom<br />
zu extrahieren und es der nachgelagerten<br />
Analysetechnik zuzuführen, kommt also in<br />
der Regel die Partikelfilterfunktion hinzu.<br />
Dies gilt insbesondere, wenn der zu analysierende<br />
Gasstrom stark staubbelastet ist.<br />
Neben der Reduktion der Staubbelastung ist<br />
die Verhinderung von Kondensation eine<br />
weitere wichtige Basisfunktion der Sonde. In<br />
Fällen, in denen das Prozessgas Feuchtigkeit<br />
mit sich trägt, müssen daher Kältebrücken<br />
vermieden sowie häufig eine Temperierung<br />
der Sonde vorgesehen werden. Zudem ist<br />
die Eignung für das jeweilige Sicherheitsprofil<br />
eines Prozesses ein wichtiges Kriterium<br />
für die Wahl der Gasentnahmesonde.<br />
Lösungen für kaltes Prozessgas …<br />
Sehr einfache Modelle für die Gasextraktion<br />
wie die Gasentnahmesonden Eco und<br />
Apo der Firma Bühler Technologies decken<br />
lediglich Anwendungen ab, in denen Kondensation<br />
kein Thema oder – seltener –<br />
für das nachgelagerte Analysesystem unkritisch<br />
ist und Explosionsschutzmaßnahmen<br />
nicht erforderlich sind. Beide sind<br />
unbeheizt, wobei die Sonden der Baureihe<br />
Apo aus einem Basisflansch und einem<br />
Ent nahmerohr bzw. Eintrittsfilter bestehen.<br />
Diese können applikationsspezifisch<br />
aus diversen Materialien und Längen gewählt<br />
werden.<br />
Eco-Sonden, die für Applikationen mit<br />
mittlerer bis hoher Staubbelastung und kalten<br />
Prozessgasen geeignet sind, verfügen<br />
über einen rückspülbaren Filterschlauch aus<br />
Polyester oder PTFE. Ein 2-l-Druckluftbehälter<br />
und ein Steuerventil für die Rückspülung<br />
sind ebenfalls integriert. Angesammelter<br />
Staub auf dem Filterschlauch, der sich im<br />
Prozess befindet, wird beim Rückspülen<br />
unmittelbar in den Prozess zurückgeblasen.<br />
… und für heiße Prozesse<br />
Bei der Mehrheit der Anwendungen handelt<br />
es sich jedoch um Applikationen bei höherer<br />
Gastemperatur. Das Prozessgas wird häufig<br />
nicht nur staubbeladen, sondern zudem auch<br />
mehr oder weniger feucht sein. In diesen<br />
Fällen sollten beheizte Gasentnahmesonden<br />
gewählt werden, bei denen eine Messgaskondensation<br />
vermieden wird. Sie bestehen<br />
im Wesentlichen aus Entnahmerohr,<br />
Flansch und Sondenkörper, in dem Eintrittssowie<br />
ggf. Austrittsfilterelemente eingebracht<br />
sind. Am Messgasausgang werden über frei<br />
wählbare Anschlussverschraubungen die<br />
beheizten Messgasleitungen angeschlossen.<br />
Speziell geformte Aufnahmen an den Isolationsschalen<br />
der Sonden sorgen für einen<br />
sicheren Übergang zur beheizten Leitung<br />
ohne Kältebrücken.<br />
Die Baureihe Gas umfasst unterschiedlichste<br />
Ausführungen derartiger Gasentnahmesonden.<br />
Die Vielfalt der verfügbaren Filter,<br />
Beheizungsmöglichkeiten (auch unbeheizte<br />
Varianten) und Rückspüloptionen lassen<br />
Kombinationen zu, die nahezu allen Anforderungen<br />
gerecht werden. Ihnen gemeinsam<br />
38 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
ist, dass der Hersteller Bedienung und Wartung<br />
so einfach wie möglich gestaltet hat. Von<br />
besonderer Bedeutung ist das bei Sonden,<br />
die an schwer zugänglichen Entnahmestellen<br />
angebracht sind. Zur Rückspülung wird<br />
ein Druckluftstoß aufgegeben, dessen Stärke<br />
optimiert für die Filteroberfläche in der<br />
Regel 6-10 bar beträgt. Die dahinterliegenden<br />
Komponenten werden dadurch nicht<br />
wesentlich belastet. Ein eventuell zusätzlich<br />
erforder licher Austrittsfilter verfügt nicht<br />
über eine derartige Rückspüleinrichtung,<br />
kann aber einfach und ohne Werkzeug ausgewechselt<br />
werden.<br />
Bei der Auswahl der Sonde für die jeweilige<br />
Applikation muss sorgfältig vorgegangen<br />
werden. Insbesondere unerfahrene Anwender<br />
oder Anwender mit einer für sie neuen<br />
Applikation sollten sich durch Experten des<br />
Herstellers beraten lassen. Dieser berücksichtigt<br />
alle Rahmenbedingungen und Anforderungen<br />
und kann beurteilen, ob auch<br />
für das Zubehör spezielles Material, etwa<br />
ein säurebeständiger Demister oder ein<br />
korrosionsstabiler Flansch aus Hastelloy<br />
notwendig ist, beispielsweise bei einem<br />
sehr nassen, korrosiven Prozess.<br />
Zu berücksichtigen ist, ob bei aggressiven<br />
Medien Säuretropfen mitgerissen werden<br />
oder sich an Flanschen absetzen können.<br />
Unter Umständen werden für außergewöhnliche<br />
Anwendungen auch Ausführungen<br />
speziell nach Kundenspezifikation gefertigt.<br />
Für wenig und für viel Staub<br />
Beispielhaft sollen im Folgenden einige Ausführungen<br />
näher betrachtet werden. Bei der<br />
Sonde GAS 222.15 handelt es sich um eine<br />
Ausführung mit selbstregulierender Beheizung<br />
auf ca. 180 °C. Ein Temperaturalarm<br />
warnt bei Unterschreitung von 140 °C. Der<br />
integrierte Partikelfilter ist für Messgase mit<br />
geringer Staubbeladung bis zu 2 g/m³ geeignet.<br />
Die Sonde kann bei einer Gaseintrittstemperatur<br />
von bis zu 200 °C und einem<br />
Betriebsdruck von bis zu 6 bar betrieben<br />
werden. Sie wird ergänzt durch Entnahmerohre,<br />
Austrittsfilter sowie einen optionalen<br />
Kalibriergasanschluss und weiteres, mögliches<br />
Zubehör. Bei den Filterelementen hat<br />
der Nutzer die Wahl zwischen Keramikfiltern,<br />
gesinterten Edelstahl filtern, gefalteten<br />
Edelstahlgewebe-Filtern sowie Mikroglasfaser-Filterelementen,<br />
sodass sich die Sonde<br />
den aus unterschiedlich aggressiven Prozessgasen<br />
resultierenden Anforderungen<br />
anpassen lässt.<br />
Für Anwendungen mit hoher Staubbeladung<br />
ist beispielsweise die Gasentnahmesonde<br />
Gas 222.21 ausgelegt. Sie verfügt<br />
über einen rückspülbaren Filter und einen<br />
zusätzlichen integrierten Sicherheitsfilter,<br />
der sich ohne Werkzeuge wechseln lässt.<br />
Von den oben beschriebenen Varianten unterscheidet<br />
sie sich insbesondere durch die<br />
Art der Beheizung: Die Heizung ist elektronisch<br />
im Bereich von 50 bis 200 °C regelbar,<br />
wobei der Alarm einstellbar bei einer Abweichung<br />
von 5 bis 30 K vom Sollwert ist.<br />
Die zulässigen Umgebungstemperaturen<br />
liegen zwischen – 20 und + 70 °C.<br />
Ein in der Basisausführung vorhandener<br />
Absperrhahn kann optional über einen<br />
pneumatischen Antrieb angesteuert werden.<br />
Solche rückspülbaren Sonden werden<br />
zum Beispiel in Kraftwerken, bei der Kalkherstellung,<br />
teilweise auch für Zementwerke<br />
– also den wohl denkbar staubigsten<br />
Anwendungen eingesetzt.<br />
Ex-Ausführungen<br />
Stellvertretend für die diversen Ausführungen<br />
von Gasentnahmesonden für explosionsgefährdete<br />
Bereiche steht die Gasentnahmesonde<br />
GAS 222.20 Atex, die für die<br />
Gasentnahme bis Zone 0 sowie die Aufstellung<br />
in Zone 1, 2, 21 und 22 geeignet und<br />
zugelassen ist. Bei geringer Staubbeladung<br />
erfüllt sie die Anforderungen – dank selbstregelnder<br />
Heizung und Wetterschutzhaube<br />
– in einer Vielzahl von Anwendungen.<br />
Bei höherer Staubbeladung ist dagegen<br />
die Ausführung Gas 222.21 Atex erste Wahl,<br />
die über einen rückspülbaren Filter verfügt.<br />
Sie eignet sich beispielsweise für den Einsatz<br />
an Kohlesilos und Kohlemühlen.<br />
Eine Vielzahl von explosionsgeschützten<br />
Ausführungen stellt die zuverlässige<br />
Gasentnahme in Anwendungen der<br />
chemischen Industrie sicher<br />
Zu den Gasentnahmesonden mit Dampfbeheizung<br />
zählt die Gas 222.20 DH, die über<br />
einen integrierten Partikelfilter verfügt und<br />
daher für Prozesse mit geringer Staubbeladung<br />
bis zu 2 g/m³ geeignet ist. Sie hat keine<br />
eigene Zündquelle und ist daher ebenfalls<br />
für den Einsatz im Ex-Bereich verwendbar.<br />
Bei der Installation und beim Betrieb gilt<br />
es einiges zu beachten. So sollte die Sonde<br />
mit leichter Neigung in den Prozessstrom<br />
installiert werden, eine Isolierung des Anschlussstutzens<br />
inklusive der Flansche sollte<br />
nach Befestigung der Sonde erfolgen. Bei<br />
Reinigungsbedarf der Filter kann in der<br />
Regel mit Instrumentenluft gereinigt werden.<br />
Ist ein Filterwechsel nötig, sollten die Dichtungsringe<br />
mit ausgetauscht werden. Bei<br />
den rückspülbaren Sonden ist eine regelmäßige<br />
Überprüfung der Anbauteile notwendig.<br />
Damit sind eine lange Lebensdauer<br />
des Probenahmesystems und seine Zuverlässigkeit<br />
sichergestellt.<br />
www.buehler-technologies.com<br />
NEU<br />
GTV light<br />
Höhenverstellbares Tragarmsystem<br />
Modulare und variable<br />
Aufbaumöglichkeiten<br />
Lastbereich optimiert für Panel PC’s<br />
und schlanke Steuergehäuse<br />
Sichere Kabelführung in IP54<br />
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VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 39
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Lösungen für brennende Probleme<br />
Analyse der Leistungsfähigkeit von Schwefel-Reaktionsöfen<br />
Starke, unerwartete Vibrationen und Risse rund um<br />
Messgeberanschlüsse sind kritische Ereignisse. Vor allem wenn<br />
es sich dabei um den Reaktor einer Schwefelproduktionsanlage<br />
handelt, in dem sehr heiße Gasströme als Teil eines Prozesses<br />
zur Produktion von elementarem Schwefel chemisch reagieren.<br />
In dieser Situation wurden die Spezialisten eines Simulationsund<br />
Ingenieursdienstleister damit beauftragt,<br />
Gegenmaßnahmen zu entwickeln.<br />
Autoren: Javier Garriz, Ravindra Aglave, Siemens<br />
PLM Software, Maryland Heights, Missouri, USA<br />
Porter McGuffie, Inc., ein Simulationsund<br />
Ingenieursdienstleister in Lawrence,<br />
Kansas, USA, untersuchte die Stabilitätsprobleme<br />
einer Schwefelproduktionsanlage.<br />
Seine Lösung basiert auf einer<br />
neuartigen Anwendung der Strömungssimulation<br />
(Computational Fluid Dynamics<br />
(CFD)) mit Star-CCM+ von Siemens PLM-<br />
Software – eine Herangehensweise, die<br />
nicht nur das Problem des Kunden löste,<br />
sondern auch zur Entwicklung eines einzigartigen<br />
Frameworks für die Analyse der<br />
thermoakustischen und chemischen Prozessleistung<br />
beliebiger verbrennungsgetriebener<br />
Anlagen führte.<br />
Das Framework verbindet Beobachtungen,<br />
Messungen und Multiphysik-Strömungsanalyse,<br />
um detaillierte Einsichten in<br />
die komplexen Interaktionen in den Reaktoren<br />
zu liefern – Einsichten, die ohne<br />
Multiphysik-Strömungsanalyse als Teil<br />
eines umfassenden Ansatzes nicht zu gewinnen<br />
gewesen wären. Das Ergebnis ist<br />
ein leistungsstarker Werkzeugkasten für die<br />
Problemanalyse in existierenden Reaktoren<br />
01 CFD-Simulationen der Flammenmuster in einem Thermoreaktor bei gedrosseltem Betrieb (l.) und in vollem Betrieb ohne Drosselring (r.)<br />
40 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
wie auch für die Entwicklung neuer, leistungsstarker<br />
Reaktoren.<br />
Anatomie eines Thermoreaktors<br />
Der Prozess der Produktion bzw. der Rückgewinnung<br />
elementaren Schwefels aus<br />
Gasen, die Schwefelwasserstoffe enthalten,<br />
basiert auf dem modifizierten Claus-Prozess<br />
– eine mehrstufige Abfolge von chemischen<br />
Reaktionen, die im Thermoreaktor<br />
beginnt, wo zwei Prozessströme vermischt<br />
werden und miteinander reagieren. Der<br />
erste Strom enthält eine saure Gasmischung,<br />
der zweite besteht aus Luft, die<br />
zusätzlich mit Sauerstoff angereichert sein<br />
kann. Als erster Prozessschritt beeinflusst<br />
die Leistungsfähigkeit des Thermoreaktors<br />
direkt den Durchsatz der Schwefelproduktionsanlage<br />
und damit auch die Leistung<br />
der folgenden Prozesskomponenten, bspw.<br />
der Abhitzekessel.<br />
Der Zweck jeder Art von Separator, wie<br />
einem Drosselring oder einer Gitterwand,<br />
ist es, den Strom aufzubrechen und vom<br />
Brenner weg zu zerstreuen und damit das<br />
Verhalten in einem Rohrreaktor nachzuahmen<br />
– eine Konfiguration, die Rückvermischung<br />
verhindert. Rückvermischung ist<br />
das Auftreten einer zusätzlichen Vermischung<br />
in der Längsrichtung, was die Reaktionsstoffe<br />
verdünnt, die Reaktionsrate<br />
herabsetzt und so die Gesamtperformance<br />
des Brenners reduziert.<br />
Stationäre CFD-Simulationen werden<br />
schon seit Längerem für einige Probleme<br />
wie die Flammenform oder die Hitzebeständigkeit<br />
eingesetzt. Die grundsätzliche<br />
Zeitabhängigkeit der anderen wichtigen<br />
Phänomene – Vibrationen, Geräusche und<br />
chemischer Umsatz – erfordert jedoch transiente<br />
Methoden. Die Ingenieure bei Porter<br />
McGuffie setzen schon seit vielen Jahren<br />
CFD ein, um die unterschiedlichsten Probleme<br />
aus dem Bereich der chemischen<br />
Prozessindustrie zu lösen. Deshalb wussten<br />
sie, dass die Möglichkeit, die zeitlichen Abläufe<br />
der chemischen und Fluidinteraktionen<br />
innerhalb des Reaktors zu simulieren,<br />
eine vollständige Charakterisierung der<br />
Reaktorleistung liefern würde.<br />
Das richtige Modell<br />
Die Ingenieure von Porter McGuffie nutzten<br />
Daten aus CFD-Berechnungen, um ihre<br />
Konstruktionsentscheidungen zu treffen –<br />
das bedeutet allerdings, dass diese Daten<br />
innerhalb der für die Konstruktion zur Verfügung<br />
stehenden Zeit vorliegen mussten.<br />
Im Fall der Thermoreaktorsimulation wurde<br />
02 CAD-Geometrie (l.) und zwei Ansichten des Berechnungsgitters (r.) für die CFD-Simulationen<br />
deshalb zur Turbulenzmodellierung das<br />
Detached Eddy Simulation (DES) Modell<br />
in Star-CCM+ verwendet. DES ist ein hybrider<br />
Modellieransatz, der Features der<br />
Reynolds-Averaged-Navier-Stokes-(RANS)-<br />
Simulation in bestimmten Bereichen des<br />
Stroms – bspw. in den Grenzschichtlayern –<br />
mit der Large Eddy Simulation (LES) in den<br />
instationären Bereichen kombiniert. Damit<br />
bietet diese Methode eine gute Balance zwischen<br />
der Genauigkeit, die für die Erfassung<br />
akustischer Charakteristika notwendig ist,<br />
und einem annehmbaren Aufwand an Rechenzeit<br />
und Ressourcen.<br />
Da der Thermoreaktor Teil eines größeren<br />
chemischen Prozesses ist, wurden die<br />
davor angeordneten Gebläse und die dahinter<br />
folgenden Abhitzekessel durch eine<br />
entsprechende Wahl der Randbedingungen<br />
berücksichtigt. So ließ sich das Rechengebiet<br />
auf wenige Komponenten beschränken:<br />
Brenner, Innenvolumen des Reaktors<br />
und einen stromabwärts gelegenen Bereich,<br />
der die Effekte der nach dem Reaktor<br />
gelegenen Komponenten mithilfe eines<br />
porösen Mediums simuliert. Temperaturen,<br />
Strömungsgeschwindigkeiten und Gaszusammensetzung<br />
wurden der Wärmeund<br />
Materialbilanz (Heat and Material<br />
Balance, HMB) des Reaktors entnommen<br />
und in Form von Randbedingungen am<br />
Einlass des Modells aufgebracht.<br />
CFD + Messungen = Vertrauen<br />
Mithilfe der Simulation ließ sich die<br />
Ursache für die Vibrationen im Reaktor<br />
identifizieren, die stark genug waren, um<br />
die Schäden zu verursachen. Die Porter-<br />
McGuffie-Ingenieure nutzten eine weitere<br />
ihrer Kernkompetenzen – Instrumentierung<br />
und Messungen – um die Rechenergebnisse<br />
zu validieren. Es zeigte sich,<br />
dass die Vorhersagen der CFD-Modelle<br />
innerhalb einer Spanne von fünf Prozent<br />
mit den Messwerten des betroffenen Reaktors<br />
übereinstimmten.<br />
Um den Nutzen des neuen Werkzeugs<br />
nochmals zu demonstrieren und ohne geschützte<br />
Informationen über den Brenner<br />
zu verraten, wurde dieselbe Simulationsmethode<br />
auf drei weitere Szenarien angewandt.<br />
Diese haben ähnliche, aber eben<br />
nicht die gleichen Geometrien und Prozessparameter<br />
wie der Reaktor mit den<br />
Vibrationsproblemen. In jedem Szenario<br />
wurde die Leistung des Reaktors auf<br />
Basis derselben Parameter gemessen wie<br />
oben beschrieben.<br />
Die markant höhere Intensität des Geräuschs<br />
bei Vollbetrieb mit Drosselring korrelierte<br />
extrem gut mit den Messungen vor<br />
Ort – es gab weniger als fünf Prozent Differenz<br />
zwischen den berechneten Frequenzen<br />
und den gemessenen Vibrationen.<br />
Die neuartige Nutzung fortschrittlicher<br />
physikalischer Modelle in Star-CCM+ durch<br />
Porter McGuffie hat den Umfang der Einsichten<br />
erweitert, die Simulationen beim<br />
Verständnis ansonsten schwer zugänglicher<br />
Prozesse und bei der Optimierung von<br />
Thermoreaktoren liefern können. Und dies<br />
weit über die Beschränkungen der stationären<br />
Analyse hinaus. Tatsächlich führte dies<br />
zu einer Premiere in der Industrie: Einem<br />
validierten Analyseframework, das zum<br />
einen in der Lage ist, problematische Reaktoren<br />
umfassend zu untersuchen, zum<br />
anderen aber auch völlig neue Systeme im<br />
Vorhinein untersuchen und optimieren<br />
kann. Diese Arbeit zeigt den Wert von Multiphysik-CFD<br />
als Teil eines ganzheitlichen<br />
Ansatzes, der Beobachtung, Messungen,<br />
Experimente und Simulation umfasst, um<br />
bisher unlösbare multidisziplinäre Aufgabenstellungen<br />
anzugehen.<br />
www.siemens.com/plm<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 41
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
PCs mit Zulassungen für USA und Kanada<br />
Europäischen Unternehmen, die im Dollar-Raum produzieren<br />
wollen, nutzen Prüfungen auf Basis der europäischen EN-Normen<br />
oder auf Basis der weltweit geltenden IEC-Normen in der Regel<br />
nichts. Denn in den USA prüfen national anerkannte Prüflabore<br />
elektrische Produkte und Maschinen nach eigenen amerikanischen<br />
Standards, den sogenannten UL-Normen. CRE Rösler<br />
Electronic, ein Anbieter von Industrielösungen für Prozessautomatisierung,<br />
Steuerungsund<br />
Antriebstechnik,<br />
bietet seinen Kunden<br />
für, die im Hause CRE<br />
Rösler produzierten,<br />
Industrie-Panel-PCs,<br />
Box-PCs sowie Industriemonitore<br />
Zertifizierungen<br />
nach UL-Norm<br />
für Amerika und Kanada<br />
an. Die Industrie-PCs<br />
nach UL-Norm erhalten eine Tüv-Süd-Prüfplakette, dadurch<br />
ergeben sich für den Anwender wesentliche Vorteile: Bei der<br />
Prüfung durch die Inspektoren ist sofort ersichtlich, dass das<br />
Gerät nach UL-Norm durch ein zertifiziertes Unternehmen gebaut<br />
wurde und eine UL-Zulassung hat. Die Prüfplakette bedeutet<br />
für die Prüfer, dass die Geräte normgemäß gefertigt wurden.<br />
Weitere, erforderliche Prüfungen können zügig und problemlos<br />
durchgeführt werden.<br />
CRE Rösler Electronic bietet den Kunden ein kostenfreies Angebot<br />
auf Basis der Anforderungen an – die Leistung beinhaltet die<br />
Dokumentation, Planung, Fertigung und Begleitung der Zertifizierung<br />
nach UL-Norm 62368-1:2014-12, bei der eine genaue<br />
Stückliste mit den richtig ausgewählten Komponenten selektiert<br />
wird.<br />
www.cre-electronic.de<br />
Durchflusssensoren jetzt mit IO-Link<br />
Seine magnetisch-induktiven Sensoren (MID) der Produktfamilie<br />
SM6000, SM7000 sowie SM8000 hat ifm Electronic ab sofort mit<br />
IO-Link 1.1 ausgestattet. Die Geräte sind für leitfähige Medien ab<br />
20 µS/cm geeignet und besitzen eine Totalisatorfunktion. Gut<br />
ablesbar ist zudem die 4-stellige alphanumerische LED-Anzeige.<br />
Der magnetisch-induktive Durchflusssensor arbeitet nach dem<br />
Faraday'schen Induktionsprinzip. Leitfähige Medien fließen in<br />
einem Magnetfeld<br />
durch ein Rohr.<br />
Die dabei erzeugte<br />
Spannung ist<br />
proportional zur<br />
Geschwindigkeit,<br />
bzw. der Durchflussmenge.<br />
Über<br />
Elektroden wird<br />
diese Spannung<br />
abgegriffen und<br />
in einer Auswerteelektronik<br />
aufbereitet. Neben Flüssigkeiten bis 900 l/min messen<br />
die Geräte Temperaturen von –10 bis 70 °C. Ferner spart die integrierte<br />
Temperaturüberwachung eine zusätzliche Messstelle.<br />
Das robuste kompakte Gehäuse, der Einsatz beständiger Materialien<br />
sowie die Druckfestigkeit bis 16 bar erlauben den flexiblen<br />
Einsatz. Mittels der IO-Link-Technologie stehen die Prozesswerte<br />
nun digital zur Verfügung. Wandlungsverluste bei der Messwerteübertragung<br />
gehören der Vergangenheit an. Nicht nur ein einfacher<br />
Sensortausch ist durch die Speicherung aller Sensorparameter<br />
möglich, auch eine einfache Konfiguration sowie Fernparametrierung<br />
ist schnell und mühelos durchführbar. Mit der neuen<br />
IO-Link-Funktionalität ist der Anwender bereits jetzt für<br />
Industrie 4.0 bestens gerüstet.<br />
www.ifm.com<br />
Grenzstands-Überwachungen mit<br />
Schaltern<br />
Mütec stellt sein<br />
erweitertes Produktportfolio<br />
im Bereich der<br />
Füllstandssensorik vor.<br />
Durch die verschiedenen<br />
physikalischen<br />
Messprinzipien der<br />
Sensoren, wie z. B.<br />
Schwinggabel-, Drehflügel-,<br />
Mikrowellenoder<br />
kapazitive Verfahren, kann der Hersteller jedem Kunden<br />
eine individuelle und optimale Messtechnik für seine Messaufgabe<br />
anbieten. Die Mikrowellenschranken der Serie Level Check<br />
510 M dienen zur Grenzstands-Detektion von Feststoffen in<br />
Behälter bzw. Fördersystemen. Darüber hinaus sind die Geräte<br />
in weiteren Prozessschritten anwendbar: Melden von Verstopfungen,<br />
für Zählaufgaben von Stückgut oder zum Positionieren<br />
von Gegenständen. Das Messverfahren dieses Sensors beruht auf<br />
der neuen Mikrowellentechnologie. Dazu sendet der Sender ein<br />
Mikrowellensignal aus. Dieses Signal wird von dem gegenüber<br />
liegenden Empfänger ausgewertet. Material, das sich innerhalb<br />
dieses Feldes aufbaut, dämpft dessen Signalwirkung. Dies wird in<br />
einem Schaltvorgang umgesetzt.<br />
www.muetec.de<br />
Fernüberwachung sichert<br />
Qualität<br />
Eine renommierte<br />
schottische Whisky-<br />
Destillerie setzt auf<br />
Viledon Water Solutions<br />
mit Aquabio-Technologie.<br />
Herzstück der<br />
Technologie sind<br />
energie- und kosteneffizient<br />
arbeitende<br />
Membranbioreaktoren.<br />
Sie trennen die im<br />
Klärprozess entstehende Biomasse vom Wasser. Zurück bleibt<br />
kontrolliert sauberes Wasser, das mit reinem Gewissen rechtskonform<br />
in die Umwelt eingeleitet werden kann. Für den Betreiber<br />
der Destillerie ebenfalls von großer Bedeutung ist der vollautomatische<br />
Betrieb der Anlage und deren Echtzeit-Fernüberwachung<br />
durch die Freudenberg Filtration Technologies. Dank der Fernüberwachung<br />
aller Komponenten lassen sich Prozess- und<br />
Qualitätsveränderungen frühzeitig erkennen. So können unverzüglich<br />
Maßnahmen ergriffen werden, die die hohe Qualität des<br />
aufbereiteten Wassers durchweg sicherstellen. Bei Veränderungen<br />
im Produktionsbetrieb lässt sich die Anlage online aus der Ferne<br />
steuern und an die neuen Betriebsbedingungen anpassen.<br />
www.freudenberg-filter.de<br />
42 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Zwei Werte auf einen Blick<br />
Das neue Thermo-Manometer TM von Afriso, bestehend aus<br />
einem Rohrfeder-Messsystem zur Druckmessung und einem<br />
Bimetall-Messsystem zur Temperaturmessung, ist zur gleichzeitigen<br />
kombinierten Druck- und Temperaturmessung für flüssige,<br />
nicht hochviskose und nicht<br />
kristallisierende Medien<br />
einsetzbar. Das Thermo-<br />
Manometer/Thermo-<br />
Hydrometer TM verfügt zur<br />
schnellen Montage über ein<br />
selbstdichtendes Anschlussgewinde<br />
sowie ein selbstschließendes<br />
Montageventil, das<br />
einen einfachen und problemlosen<br />
Austausch des Messgerätes<br />
ohne Entleerung oder<br />
Stilllegung der Anlage<br />
ermöglicht. Das Thermometer ist für einen Einsatzbereich von<br />
20/120 °C und das Manometer/Hydrometer für Drücke von<br />
0/4 bar bis 0/10 bar bzw. 0/6 mWS bis 0/60 mWS geeignet. Das<br />
Messgerät ist in verschiedenen Ausführungen mit radialen oder<br />
axialen Messing-Anschlüssen (G¼B mit Montageventil G¼ auf<br />
R½) oder optional auch mit einem Adapter (M 18 × 1 auf G¼)<br />
erhältlich, falls es in eine vorhandene Tauchhülse mit Innengewinde<br />
M 18 × 1 eingebaut werden soll. Auf Anfrage können die<br />
Messgeräte aber auch mit anderen Prozessanschlüssen oder<br />
Sonderskalen ausgestattet werden.<br />
www.afriso.de<br />
Robuster Messumformer in neuem<br />
Design<br />
Der überarbeitete Messumformer<br />
8349900 von IMI Precision<br />
Engineering misst den Druckunterschied<br />
zwischen dem Rohgas<br />
und dem Reingasraum in einer<br />
Filteranwendung und erfasst dabei<br />
sowohl kleine als auch mittlere<br />
Differenzdrücke von Luft und<br />
trockenen sowie nicht aggressiven<br />
Gasen exakt. Wird ein bestimmter<br />
Wert überschritten, sendet das Gerät ein Signal zur Abreinigung<br />
an die Filtersteuerung. Zur Verfügung stehen verschiedene<br />
Messbereiche zwischen 2,5 und 1 000 mbar Full-Scale. Darüber<br />
hinaus können auch Sondermessbereiche realisiert werden. Das<br />
staubdichte Polycarbonat-Gehäuse ist kompakt und besonders<br />
montagefreundlich. Grund dafür ist der Einsatz praktischer<br />
Scharniertechnik. Diese ermöglicht es, das Gehäuse zu öffnen<br />
und zu schließen, ohne Schrauben heraus- und wieder hineinzudrehen.<br />
Die Verriegelung des Gerätes lässt sich schnell und<br />
einfach mithilfe eines Schlitz-Schraubendrehers aufhebeln. Der<br />
Gehäusedeckel verbleibt während dieses Vorgangs am Gerät. Da<br />
er sich bis zu einem Winkel von 105° öffnen lässt, bleibt auch der<br />
Anschlussbereich gut zugänglich. Dank Zwei-Leitertechnik ist der<br />
Verdrahtungsaufwand ebenfalls gering.<br />
Neben dem Einsatz unter normalen Bedingungen kann der<br />
Messumformer 8349900 auch in staubbelasteten Umgebungen<br />
verwendet werden. Zulassungen bestehen sowohl für die<br />
Ex-Zone 22 als auch für die Ex-Zone 2.<br />
www.imi-precision.com<br />
Broschüre Hochtemperatursensoren<br />
Um an Turbinen und Maschinen bei<br />
hohen Temperaturen Vibrationen oder<br />
Drücke messen zu können, müssen die<br />
verwendeten Sensoren extrem hohe<br />
Anforderungen erfüllen. Durch den<br />
Einsatz spezieller Materialien ist es<br />
möglich, extrem hohe Einsatztemperaturen<br />
zu erreichen. Die Broschüre<br />
„Hochtemperatursensoren für Energieerzeugung<br />
und Industrie“ stellt Vibrationsund<br />
Drucksensoren für den Einsatz in<br />
Kraftwerken und Industrieanlagen vor, ergänzt durch Kabel und<br />
Messverstärker.<br />
www.synotech.de<br />
Laborgerätesteuerung per App<br />
CEM bietet eine neue App<br />
zur Steuerung der Mikrowellen-Laborgeräte<br />
an.<br />
Mit dieser iLink App können<br />
auf Tablet PCs und Smart<br />
Phones mehrere Mars 6<br />
Labor-Mikrowellengeräte<br />
kontrolliert und angesteuert<br />
werden. So kann der Anwender<br />
jederzeit im Büro oder<br />
gar unterwegs des Labors<br />
den aktuellen Status der Mars 6 Mikrowellen ablesen. Es werden<br />
Mikrowellenleistung, Temperatur, Druck und die aktuelle Laufzeit<br />
visualisiert. Zusätzlich können zur Dokumentation die Proben ID,<br />
Reagenzien, Einwaage, Probenbeschreibung und sogar Bilder<br />
eingefügt werden. Diese Neuigkeit stellt der Hersteller auch auf<br />
seinen November-Seminaren in der Praxis vor.<br />
www.cem.de<br />
Alleskönner für kleine Rohrleitungen<br />
Der Leitfähigkeitssensor<br />
Memosens CLS82D ist ein<br />
konduktiver 4-Elektroden-<br />
Sensor, der wie folgt arbeitet:<br />
Über das äußere Elektrodenpaar<br />
wird ein Wechselstrom<br />
angelegt. Gleichzeitig wird<br />
die an den beiden inneren<br />
Elektroden anliegende Spannung<br />
gemessen. Aus der gemessenen<br />
Spannung und dem aus dem Widerstand der Flüssigkeit<br />
resultierenden Stromfluss, wird zuverlässig die zwischen den<br />
Elektroden liegende elektrolytische Leitfähigkeit ermittelt. Dieses<br />
Messprinzip kompensiert die Polarisationseffekte, die bei hohen<br />
Leitfähigkeitswerten auftreten und zu verfälschten Messergebnissen<br />
führen. Es sorgt somit für konstant zuverlässige Werte über<br />
einen Messbereich von 1 µS/cm bis 500 mS/cm mit einer außergewöhnlichen<br />
Systemgenauigkeit von kleiner 4 % vom Messwert<br />
über den gesamten Messbereich sowie einer Wiederholbarkeit<br />
von 0,2 % vom Messwert.<br />
www.endress.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 43
BETRIEBSTECHNIK<br />
Reproduzierbares Ergebnis<br />
Hochdruck-Reinigung von Wärmeübertragern mit robotergestütztem Verfahren<br />
In einem Chemiewerk plante die<br />
Betriebsleitung einen Stillstand<br />
mit anschließender Tüv-Prüfung<br />
rund zehn Monate vorab –<br />
allerdings sollte dann auch alles<br />
nach Plan verlaufen. Mit einer<br />
robotergestützten Wasserhochdruck-<br />
Reinigung der Wärmeübertrager<br />
war das möglich.<br />
Autorin: Sabine Günther, Pressesprecherin, Lobbe<br />
Industrieservice GmbH & Co. KG, Iserlohn<br />
Arsol Aromatics in Gelsenkirchen zählt<br />
zu den Chemiewerken, die nach<br />
einem effizienten Zeitplan und gut organisiert<br />
einen möglichst kurzen Stillstand<br />
für Reparatur und Wartung durchführen,<br />
um wirtschaftlich produzieren zu können.<br />
Seit rund acht Jahren ist das Werk<br />
unfallfrei, deshalb werden Dienstleistungen<br />
mit zeitlich präzisem Abschluss<br />
verlangt, und Dienstleistungen, die ein<br />
Höchstmaß an Arbeitssicherheit gewährleisten.<br />
Die robotergestützte Wasserhochdruck-Reinigung<br />
der Wärmeübertrager<br />
zählt dazu.<br />
Die Betriebsleitung plant den Stillstand<br />
rund zehn Monate vorab – allerdings sollte<br />
dann auch alles nach Plan verlaufen. Mit<br />
seiner Erwartungshaltung steht die Betriebsleitung<br />
nicht allein. Auch große Konzerne<br />
nehmen Stillstände nur ungern in<br />
Kauf und setzen sich und den Dienstleistern<br />
ehrgeizige Ziele in puncto Zeitmanagement.<br />
Im Rahmen des Stillstandes<br />
werden Bestandteile der Anlagen wie<br />
Tanks, Rohrleitungen und Wärmeübertrager<br />
zunächst gereinigt, bevor Wartungsund<br />
Reparaturarbeiten stattfinden können.<br />
01 Der Prozess, der im ersten Schritt etwas<br />
Geduld erfordert, ist das Justieren des<br />
Arbeitskopfes über den einzelnen Löchern<br />
44 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Anschließend erfolgt die Tüv-Abnahme der<br />
gereinigten Anlage.<br />
Bei Arsol Aromatics werden hochreine<br />
Chemikalien produziert, so bspw. Benzol,<br />
Toluol, Xylol und Arsol. Die Rohstoffe stammen<br />
nicht etwa aus dem Raffinerieprozess,<br />
sondern vielmehr von Kokereien. Die Wurzeln<br />
von Arsol Aromatics reichen bis in das<br />
Jahr 1898 zurück, als Kokereibetreiber den<br />
Benzolverband (B. V.) gründeten.<br />
02 Durch die<br />
Verwendung einer<br />
Fernbedienung ist der<br />
Fachwerker geschützt<br />
vor schädlichen<br />
Substanzen<br />
Robotergestützt und schonend<br />
Lobbe Industrieservice hat bei dem diesjährigen<br />
Stillstand im dritten Jahr in Folge<br />
auf robotergestützte Verfahren gesetzt und<br />
aufgrund der zeitlichen Anforderung<br />
gleichzeitig drei Wärmeübertrager mit dem<br />
Robotized Lance Frame gereinigt. Insgesamt<br />
acht Wärmeübertrager mit je mehreren<br />
Hundert Rohren, verschiedene Tanks<br />
und Rohrleitungen standen auf dem<br />
Einsatzplan. Lobbe setzte hauptsächlich<br />
Wasserhochdrucktechnik ein – mit einem<br />
Druck von bis zu 2 500 bar.<br />
„Wir setzen eine spezielle Düsentechnik<br />
ein. Durch Position, Anzahl und Größe der<br />
Düseneinsätze können wir nach Abstimmung<br />
mit unseren Kunden den Reinigungsprozess<br />
gezielt beeinflussen. Wichtig ist,<br />
dass bei diesem System nicht die Düse die<br />
treibende Kraft ist, sondern die Antriebsmotoren“,<br />
erläutert Bodo Skaletz, technischer<br />
Leiter Lobbe Indus trieservice. Zudem<br />
kann je nach Material und Abmessungen<br />
des Wärmeübertragers eine rotierende oder<br />
nicht rotierende Düse eingesetzt werden.<br />
Beim Robotized Lance Frame (RLF) wird<br />
zunächst ein Rahmen (Frame) mit drei Achsen<br />
(Breite, Höhe, Tiefe) aufgebaut, auf dem<br />
sich der Vortrieb für die Hochdruckschläuche<br />
bewegt. Die Motoren des Schlauchvortriebs<br />
entstammen dabei zwar handelsüblichen<br />
Antrieben, die gesamte Konstruktion –<br />
insbesondere die Schlauchvortriebseinheit<br />
selbst sowie der Rahmen, auf dem der RLF<br />
später läuft, ist entweder eine Lobbe-eigene<br />
Konstruktion oder eine Spezialanfertigung.<br />
Auch Steuerungskabel, Steuergerät und das<br />
Kernstück, die Software, sind eigens entwickelte<br />
und gefertigte Systemteile. Der<br />
Arbeitskopf, in dem der Antrieb verbaut ist,<br />
ist gerade einmal ungefähr 50 cm lang und<br />
15 cm breit. Er führt drei Stahlschläuche<br />
(auch flexible Lanzen genannt), die exakt in<br />
die kleinen Rohre hineinpassen. Die Längen<br />
und Durch messer der stählernen Wasserhöchstdruck-Schläuche<br />
werden für den jeweiligen<br />
Einsatzort passend gewählt.<br />
Drei Rohre gleichzeitig<br />
Mit der computergesteuerten Technik ist<br />
es möglich, drei Wärmeübertragerrohre<br />
zugleich zu reinigen. Der hohe Druck<br />
fräst sich dabei auch durch Verkrustungen<br />
und Ver backungen – und das, ohne das<br />
Mate rial der Rohre zu schädigen oder vorzeitig<br />
altern zu lassen. Gereinigt wird<br />
sowohl beim Hinein- als auch beim<br />
Hinausfahren der Schläuche. „Bei einer<br />
Erst-Reinigung müssen wir uns sowohl mit<br />
den unterschiedlichen Düsen, als auch mit<br />
dem Wasserdruck und dem Wasservolumen<br />
zunächst an die optimalen Werte<br />
heran tasten“, erläutert Bodo Skaletz. Der<br />
Prozess, der im ersten Schritt etwas Geduld<br />
erfordert, ist das Justieren des<br />
Arbeitskopfes über den einzelnen Löchern.<br />
Das ist zwar einer von zwei Schritten für<br />
das Teachen, dieses selbst umfasst aber<br />
auch das Ein lesen der Daten des Wärmeübertragers<br />
und das Abspeichern der erfassten<br />
Daten.<br />
Das sogenannte Teachen muss allerdings<br />
nur einmal pro Wärmeübertrager durchgeführt<br />
werden, denn die Daten sind für die<br />
nächste Reinigung dann sofort abrufbar.<br />
„Die verschiedenen Parameter unseres<br />
Systems stellen wir individuell auf das<br />
Verschmutzungsbild ein und auf die Materialeigenschaften<br />
des Wärmeübertragers.<br />
Die Kombination aus Wasserhöchstdruck,<br />
Wassermenge, Reinigungsgeschwindigkeit<br />
und den jeweiligen Bohrungen der eingesetzten<br />
Düsen eröffnen da großen Spielraum“,<br />
fasst Bodo Skaletz die technischen<br />
Vorteile des Systems zusammen.<br />
„Zusätzlich können die computerge<br />
steuerten Abläufe, die je nach Art und<br />
Größe des Wärmeübertragers individuell<br />
konfiguriert sind, gespeichert werden“, so<br />
Bodo Skaletz. Die Vortriebsgeschwindigkeit<br />
ist einer der Parameter, der die<br />
Reinigung materialschonend gestaltet und<br />
wird bereits bei einigen Auftraggebern<br />
vorgegeben. Bei dem Lobbe-RLF wird<br />
mit konstanter Vortriebsgeschwindigkeit<br />
gearbeitet, um Materialschäden zu vermeiden<br />
und ein Höchstmaß an Reinigungsleistung<br />
auch für einen längeren Zeitraum<br />
zu erzielen.<br />
Ansteuern über Fernbedienung<br />
Ein Fachwerker reguliert mittels Fernbedienung<br />
das Ansteuern der nächsten<br />
Reinigungsposition. Durch die Flexibilität<br />
und Reichweite der Fernbedienung kann<br />
er seinen eigenen Standort frei wählen und<br />
im Verlauf des Reinigungsprozesses verändern.<br />
Stimmt die Position, steuert der<br />
Rechner, der in einem wassergeschützten<br />
Gehäuse sitzt, den nächsten, ausgewählten<br />
Zielpunkt präzise an. Würde man diesen<br />
großen Wärmeübertrager manuell reinigen,<br />
müsste jedes einzelne der rund<br />
4 000 Rohre separat mit der HD-Lanze<br />
gespült werden.<br />
Das bedeutet allerdings auch, dass sich<br />
der Facharbeiter dann auf der Oberfläche<br />
des Wärmeübertragers befindet. Er ist den<br />
chemischen Substanzen und der Gefährdung<br />
durch Wasserhöchstdruck ausgesetzt<br />
– trotz persönlicher Schutzausrüstung.<br />
Die körperliche und psychische Belastung<br />
bei dieser Form der manuellen Reinigung<br />
würde daher einen signifikant höheren<br />
Personalbedarf zur Folge haben. Denn das<br />
Atmen mit einer Atemschutzmaske ist für<br />
den Körper höchst anstrengend.<br />
Dabei ist es nicht einfach, den Überblick<br />
über gereinigte und noch nicht gereinigte<br />
Rohre des Wärmeübertragers zu behalten,<br />
denn der aufsteigende Wasserdampf gestaltet<br />
die Arbeitsfläche unübersichtlich.<br />
Zudem ist bei manueller Reinigung eine<br />
Dokumentation des Reinigungserfolgs so<br />
ebenfalls nicht möglich. „Manuell wäre das<br />
auch im hier vorgegebenen Zeitrahmen<br />
von vier Nächten nicht zu bewältigen“, sagt<br />
Bodo Skaletz.<br />
www.lobbe.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 45
BETRIEBSTECHNIK<br />
Klarheit von Anfang an<br />
Korrosionstest für nichtrostende Stähle<br />
Der Test im Einsatz<br />
Eine Passivschicht schützt die<br />
Oberflächen nichtrostender Stähle<br />
vor Korrosion. Ist sie unvollständig,<br />
drohen Schäden an Rohrsystemen<br />
oder Behältern. Ein neuer<br />
Schnelltest soll in nur 15 Minuten<br />
ein valides Prüfergebnis zum<br />
Zustand der Passivschicht liefern.<br />
Autoren: Dr. Helga Leonhard, Prüfingenieurin<br />
Materials Eng. & Testing, Tüv Süd Chemie Service<br />
GmbH, Frankfurt am Main; Dipl.-Ing. (FH) Jens<br />
Lehmann, wissenschaftl. Mitarbeiter, BAM – Bundesanstalt<br />
für Materialforschung und -prüfung, Berlin<br />
In Chemieanlagen werden die Oberflächen<br />
nichtrostender Stähle extremen Umgebungsbedingungen<br />
ausgesetzt. Der Kontakt<br />
mit Säuren, korrosiven Gasen oder anderen<br />
aggressiven Medien gehört zum Produktionsalltag.<br />
Der Zustand der aus Chromoxid bestehenden<br />
Passivschicht auf den Stahloberflächen<br />
nimmt großen Einfluss auf die<br />
Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Anlage.<br />
Die Schicht kann aufgrund von fehlerhaften<br />
oder ungünstigen Bedingungen bei<br />
Herstellung, Bearbeitung, Transport oder<br />
Lagerung Fehlstellen aufweisen. Mit bloßem<br />
Auge ist aber nicht sichtbar, wo die<br />
Passivierung unvollständig ist.<br />
Tüv Süd Chemie Service setzt zur Überprüfung<br />
des Passivschichtzustandes routinemäßig<br />
elektrochemische Messmethoden<br />
ein. In Labormesszellen oder an Bauteilen<br />
werden Stromdichte-Potenzial-Kurven zur<br />
Ermittlung des Lochkorrosionspotenzials<br />
aufgenommen. Von großem Interesse war<br />
daher, einen Vergleich zu ziehen zwischen<br />
den Ergebnissen elektrochemischer Messungen<br />
und der Prüfung mit dem Schnelltest<br />
Korropads. Im Fokus stand dabei, den von<br />
der Bundesanstalt für Materialforschung<br />
und -prüfung (BAM) entwickelten Test zu<br />
bewerten und bei Eignung eine einfache<br />
Vor-Ort-Methode zur Verfügung zu stellen.<br />
Korropad-Prüfung: Anzeige bei gestörter Passivschicht<br />
Korropad<br />
Passivschicht<br />
Nichtrostender Stahl<br />
Defekt<br />
Ist die schützende Chromoxidschicht auf<br />
der Stahloberfläche unvollständig, treten<br />
Eisenionen aus den Fehlstellen heraus.<br />
Die gelartigen Korropads bestehen aus<br />
Wasser mit geringen Mengen an Natriumchlorid<br />
und einem Indikator für Eisenionen.<br />
Der in wässriger Lösung gelblichtransparente<br />
Indikator Kaliumhexacyanoferrat<br />
(III) zeigt bei Kontakt mit den Eisenionen<br />
einen Farbumschlag zu „Berliner<br />
Blau“. Auf den schwachgelben Pads erscheinen<br />
blaue Punkte als Anzeigen. Die<br />
Durchführung der Tests ist sehr einfach –<br />
eigens geschultes Prüfpersonal wird nicht<br />
benötigt. Wird Korrosionsgefahr entdeckt,<br />
beraten die Werkstoff-Experten zusammen<br />
mit dem Anlagenbetreiber die nächsten<br />
Schritte. Im Fokus stehen dabei die Anlagensicherheit<br />
und der Schutz der<br />
Produktionsmitarbeiter.<br />
Der Korropad-Test ist zerstörungsfrei:<br />
Rohrkomponenten oder Behälter können<br />
bereits vor dem Einbau in die Chemieanlage<br />
geprüft werden. Das schafft von<br />
Anfang an Klarheit beim Korrosionsschutz.<br />
Zu bedenken ist aber auch, dass<br />
nichtrostende Stähle Ausgangsmaterial<br />
sind für die Herstellung von Behältern für<br />
Gefahrgüter oder komplex aufgebauten<br />
Produktionsanlagen. So dient die Anwendung<br />
des Korropad-Verfahrens vor allem<br />
auch der technischen Sicherheit. Die Ergebnisse<br />
der Tests bei Tüv Süd Chemie<br />
Service bestätigten die Wirksamkeit des<br />
Prüfverfahrens. Zudem wurde eine gute<br />
Korrelation mit den Ergebnissen der elektrochemischen<br />
Messungen festgestellt.<br />
Fotos: Tüv Süd, BAM<br />
www.tuev-sued.de<br />
Fe 2+<br />
Fe<br />
2e –<br />
46 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Rutschhemmende Trittauflage<br />
Die Günzburger Steigtechnik stellte auf der Fachmesse A+A<br />
erstmals seine neue rutschhemmende Trittauflage Sprossensafe<br />
R13 vor, die für den Einsatz in rutschgefährdeten Arbeitsbereichen<br />
zertifiziert ist. Mit seiner rutschhemmenden Triffauflage<br />
Clip-Step R13 für Stufenleitern hat der bayerische Qualitätshersteller<br />
bereits neue Maßstäbe gesetzt und sich als Trendsetter<br />
im Bereich Ergonomie und<br />
rutschhemmende Trittflächen<br />
in der Steigtechnik etabliert.<br />
„Mit dem neuen Sprossensafe<br />
R13 legen wir jetzt konsequent<br />
nach und runden unser Angebot<br />
an Trittauflagen ab. Ich bin stolz<br />
darauf, dass wir den R13-Standard<br />
nun auch für Sprossenleitern<br />
anbieten und das Einsatzgebiet<br />
damit deutlich erweitern“, sagt<br />
Ferdinand Munk, Geschäftsführer<br />
der Günzburger Steigtechnik<br />
GmbH.<br />
Mit einer Rutschhemmung nach<br />
den Vorgaben der Bewertungsgruppe<br />
R13 sorgt der neue und zertifizierte Belag selbst an<br />
nassen, ölverschmierten und staubigen Einsatzorten für einen<br />
sicheren Stand. „Mit dem Sprossensafe R13 geben wir unseren<br />
Kunden ein weiteres Instrument an die Hand, mit dem sie die<br />
Sicherheit ihrer Mitarbeiter steigern können. Wer darauf Wert<br />
legt, kommt an unseren R13-Belägen nicht vorbei“, betont Munk.<br />
www.steigtechnik.de<br />
Fremdkörperdetektion bei Schüttgütern<br />
Minebea Intec vervollständigt<br />
konsequent das Produktsortiment<br />
Fremdkörperdetektion<br />
durch die Einführung<br />
des neuen Röntgeninspektionssystems<br />
Dymond<br />
Bulk. Der Anbieter industrieller<br />
Wäge- und Inspektionstechnologien<br />
entwickelte<br />
dieses Inspektionssystem<br />
speziell für Schüttgut. Das<br />
Röntgeninspektionssystem<br />
eignet sich insbesondere für<br />
Prozesse zwischen Wareneingang und Verpackungslinie in der<br />
Lebensmittelindustrie. Schüttgüter wie Nüsse, kleinere Früchte,<br />
gefrorenes Gemüse, aber auch Gewürze, Kaffee und Saat<br />
inspiziert Dymond Bulk zuverlässig und scheidet identifizierte<br />
Fremdkörper effizient aus. Das Röntgeninspektionssystem<br />
erkennt dabei nicht nur Fremdkörper aus Metall, Kunststoff und<br />
Gestein, sondern auch Schmutzklumpen und Glas. Ein deutlicher<br />
Pluspunkt für alle Waren, die „direkt vom Feld“ in den Produktionsprozess<br />
eingeführt werden.<br />
Dymond Bulk zeichnet sich durch eine besonders benutzerfreundliche<br />
Bedienung aus. Komplexe Technologien wurden für<br />
den Anwender bewusst leicht gemacht. Von der Echtzeit-<br />
Erkennung mit farbiger Kontaminationsanalyse bis zum<br />
einfachen Gurtwechsel und der mühelosen Reinigung des<br />
Inspektionssystems.<br />
www.minebea-intec.com<br />
Sauggreifer für Flowpacks<br />
Für die Vakuum-Handhabung stellt<br />
die Flexibilität der Verpackungen eine<br />
besondere Herausforderung dar.<br />
Diese Flexibilität birgt eine große<br />
Gefahr der Leckagenbildung, sodass<br />
das Produkt nicht optimal<br />
aufgenommen werden kann oder der<br />
Prozess eine Kompensation durch<br />
größeren Energieaufwand erfordert.<br />
Coval ist es gelungen, diese Herausforderung<br />
mit dem Sauggreifer der<br />
Baureihe FPC zu meistern. Der<br />
Sauggreifer ist speziell auf die Art von<br />
Verpackungen ausgerichtet und<br />
umschließt das Produkt unabhängig von Form oder Werkstoff<br />
eng. Durch diese Neuentwicklung können äußerst hohe Arbeitstakte<br />
erreicht werden. Die blütenkelchartige Form des Greifers<br />
mit dünnen, gewellten Greiflippen, passt sich perfekt den Formen<br />
der Verpackung an, Stütznoppen auf der Innenseite optimieren<br />
das Vakuum, verstärken den Halt des aufgenommenen Produktes<br />
und verhindern, dass die Verpackung zerdrückt wird. Die<br />
Sauggreifer der Baureihe FPC sind aus Silikon und erfüllen die<br />
FDA-Normen für die Lebensmittelhandhabung (FDA 21 CFR<br />
177.2600.) sowie der europäischen Verordnung EG 1935/2004. Die<br />
Kunststoffbefestigung entsprechen zudem dem Lebensmittelstandard<br />
nach FDA und CE Norm. Dank der optimalen Abdichtung<br />
der Sauggreifer der Baureihe FPC müssen keine überdimensionalen<br />
Vakuumerzeuger eingesetzt werden, wodurch deutlich<br />
Energie eingespart werden kann.<br />
www.coval.com<br />
Wir saugen<br />
alles ...<br />
… wirklich alles<br />
RUWAC<br />
Industriesauger GmbH<br />
Westhoyeler Str.25<br />
49328 Melle-Riemsloh<br />
Telefon: 0 52 26 - 98 30-0<br />
Telefax: 0 52 26 - 98 30-44<br />
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E-Mail: ruwac@ruwac.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 47<br />
Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40
BETRIEBSTECHNIK<br />
Schnell und präzise<br />
Die vertikale FFS-Schlauchbeutelmaschine<br />
Inspira von Ishida ist eine<br />
Verpackungslösung für die Hochleistungsverarbeitung<br />
von Snacks.<br />
Trotz ihrer großen Geschwindigkeit<br />
gewährleistet die Maschine eine einwandfreie<br />
Verpackungsqualität. Die<br />
Schlauchbeutelmaschine erreicht<br />
Geschwindigkeiten von 120 Beuteln pro<br />
Minute (intermittierende Version) bzw.<br />
von mehr als 200 Beuteln pro Minute<br />
(kontinuierliche Version). Verarbeitet wird<br />
ein großes Spektrum von Verpackungsformaten<br />
einsetzend mit Beuteln von nur 50 mm<br />
Breite. Die Folienrollen können ein Gewicht bis zu 50 kg Gewicht<br />
haben. Inspira überzeugt mit einem neuen Vakuum-System zur<br />
Spannung der Folie und einem optimierten Servo-Antrieb. Die<br />
ausgeklügelte Motor- und Steuerungstechnologie ermöglicht eine<br />
präzise Kontrolle der Siegelwerkzeuge im Moment der Versiegelung.<br />
Für einen störungsfreien Betrieb sorgen die hohe Stabilität<br />
der Schlauchbeutelmaschine und die präzise Antriebssteuerung.<br />
Ein neu entwickelter Versiegelungsmechanismus arbeitet mit<br />
weitaus mehr Siegeldruck als herkömmliche Maschinen für<br />
Siegelnähte von höchster Qualität. Viele automatische Funktionen<br />
wie die Positionierung des Druckers, die Justierung der<br />
Folienzufuhr, die Regulierung der Stickstoff-Zugabe und die<br />
Zentrierung der Folienrolle sind mit den Voreinstellungen<br />
abgestimmt, um Bedienerfehler zu vermeiden. Neu ist auch das<br />
große Touchscreen-Panel für die komfortable Bedienung.<br />
Schnelle Produktwechsel ermöglichen die 500 per Knopfdruck<br />
abrufbaren Voreinstellungen.<br />
www.ishida.de<br />
Keinen Stillstand mehr verpassen<br />
Auf der Motek in Stuttgart präsentierte Werma Signaltechnik<br />
neben Systemen zur Prozessoptimierung auch ein umfangreiches<br />
Angebot an optischen und akustischen Signalgeräten. Diese<br />
entsprechen den modernsten Standards und bieten für nahezu<br />
alle Anwendungsbereiche die passende Lösung. Signalsäulen von<br />
Werma signalisieren zuverlässig verschiedene Zustände und<br />
sorgen so durch ihre Anwendungen für mehr Sicherheit und<br />
Professionalität. Die Leuchtbilder und Warntöne sind flexibel<br />
anpassbar, die Montage funktioniert einfach und intuitiv. Durch<br />
die intelligente Vernetzung von Signalsäulen entsteht eine<br />
Alternative zu herkömmlichen komplexen MDE-Systemen. Mit<br />
Smart Monitor erhalten Anwender alle relevanten Daten sämtlicher<br />
Maschinen, Anlagen und manueller Arbeitsplätze einfach<br />
auf Knopfdruck. Reaktionszeiten werden erheblich verkürzt,<br />
der Fertigungsprozess optimiert und der Anwender verpasst<br />
garantiert keinen Stillstand mehr. Darüber hinaus wird alles<br />
detailliert dokumentiert und die Reports zeigen Möglichkeiten<br />
zur dauerhaften Prozess- und Produktivitätssteigerung auf.<br />
www.werma.com<br />
Ultraschallbad für die<br />
Probenvorbereitung<br />
Neben der bewährten Anwendung<br />
für die Reinigung wurde das<br />
Sonorex DA 300 von Bandelin<br />
speziell für die Probenvorbereitung<br />
entwickelt. Dabei führt die<br />
eingebrachte Ultraschallenergie zu<br />
der Bildung feinster Kavitationsblasen<br />
in der Flüssigkeit, die das<br />
Probenmaterial mittels hoher<br />
Scherkräfte aufschließen. Mit<br />
einer besonders hohen spezifischen<br />
Ultraschallleistung von<br />
200 W/l ermöglicht es eine für<br />
Ultraschallbäder einzigartig intensive<br />
Beschallung und erreicht damit je nach Anwendung eine<br />
deutliche Prozessverkürzung in der täglichen Laborroutine. Die<br />
Degas-Funktion bewirkt eine schnelle Probenentgasung durch<br />
hocheffektiven Impulsschall. Folglich stehen die Proben schneller<br />
für die Analyse zur Verfügung. Bis zu fünf Reaktionsgefäße mit<br />
einem Durchmesser von 12 mm und vier Reaktionsgefäße mit<br />
einem Durchmesser bis zu 23 mm können dazu in den Halter<br />
ER 0 platziert werden. Die Sweep-Funktion garantiert ein gleichmäßiges<br />
Schallfeld und gewährleistet dadurch reproduzierbare<br />
Ergebnisse.<br />
www.bandelin.com<br />
Temperaturbeständigkeit erhöht<br />
Igus hat seinen Allround-<br />
Gleitlager-Werkstoff weiter<br />
verbessert und präsentiert<br />
Iglidur G1. Der neue<br />
schmier- und wartungsfreie<br />
Tribo-Polymer-Werkstoff<br />
soll mit höherer Temperaturbeständigkeit,<br />
niedriger<br />
Feuchtigkeitsaufnahme<br />
sowie weiter verbessertem<br />
Reibungs-und Verschleißverhalten<br />
überzeugen. Das<br />
neue Gleitlager verfügt<br />
über erheblich verbesserte<br />
Werkstoffeigenschaften und das zum nahezu gleichen Preis. So<br />
haben die Entwickler die Verschleißraten bei niedrigen Lasten<br />
(bis 5 MPa) auf bis zu ein Viertel reduziert. Die Standzeiten<br />
bei hohen Belastungen konnten je nach Anwendungsparametern<br />
nahezu verdoppelt werden. Gleichzeitig lässt sich<br />
der Allrounder jetzt bei Anwendungstemperaturen bis 180 °C<br />
dauerhaft einsetzen. Darüber hinaus wurde die Temperatur,<br />
ab der neben dem Presssitz eine zusätzliche axiale Sicherung<br />
empfohlen wird, um die Hälfte auf 120 °C gesteigert. Damit und<br />
mit der um mehr als 50 % gesenkten Feuchtigkeitsaufnahme ist<br />
der Werkstoff für ein noch breiteres Spektrum an Umgebungsbedingungen<br />
geeignet.<br />
www.igus.de<br />
48 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Visuelle Kontrolle von Glasbehältern<br />
Die Glas Inspektion<br />
System Software GIS von<br />
Antares Vision ist eine<br />
Komplettlösung<br />
bestehend aus Hardware<br />
und einer intelligenten<br />
Software-Suite für die<br />
visuelle Kontrolle für alle<br />
Arten von Glasbehältern<br />
wie Flaschen, Röhrchen,<br />
Karpulen, Spritzen und<br />
Ampullen. Die Software stellt eine Kontrolle für Hochgeschwindigkeitsinspektionen<br />
mit einem Durchsatz von bis zu 12 000<br />
Glasbehältern pro Stunde mit Durchmessern von 50 bis 200 mm<br />
sicher, unabhängig von der Farbe oder Form des Glases.<br />
Die ausgefeilten Analysealgorithmen der Software ermöglichen<br />
eine Identifizierung aller möglichen Mängel aufgrund von Maßoder<br />
kosmetischen Kontrollen, wie Risse, Blasen, Verunreinigungen<br />
etc., zur Sicherstellung der vollständigen Konformität<br />
der Behälter. Typische Messungen sind Außen- und Innendurchmesser<br />
der Öffnung, Abmessungen von Hals und Körper, Exzentrizität<br />
und Ovalität. Das System verifiziert die Einhaltung der<br />
Abmessungen mit den eingestellten Toleranzen.<br />
www.antaresvision.de<br />
Leistungsfähige Bildanalysesoftware<br />
Olympus<br />
aktualisiert<br />
seine Bildanalysesoftware<br />
Cellsens (jetzt<br />
Version 1.16).<br />
und erweitert<br />
auf diese Weise die Mittel manueller Mikroskope für eine effiziente,<br />
zuverlässige Bildaufnahme im Bereich Life Sciences. Die<br />
Funktion Instant Multiple Image Alignment (Instant MIA)<br />
beispielsweise ermöglicht die schnelle, automatische und detailgenaue<br />
Aufnahme von hochaufgelösten Panoramabildern in<br />
Echtzeit – jetzt auch mit manuellen Mikroskopen, ganz ohne<br />
teuren motorischen oder codierten Tisch. Darüber hinaus<br />
erlaubt die erweiterte Unterstützung für die neueste Hardware<br />
eine verbesserte Bildgebung an lebenden Objekten.<br />
Während der Anwender frei über eine große Probe navigiert,<br />
fasst die Software die erhaltenen Daten in Echtzeit zu einem<br />
einzelnen, detailgenauen Panoramabild zusammen. Die<br />
Aufnahmen stehen unmittelbar für die Betrachtung und Analyse<br />
zur Verfügung. So können sowohl die Gesamtstruktur als auch<br />
feinste Details eines Objekts ganz einfach und gleichzeitig<br />
dokumentiert werden.<br />
www.olympus-lifescience.com<br />
Auswirkungen von Staubexplosionen<br />
vermindern<br />
Die Atex-zertifizierten Explosionsschutz-Berstscheiben Vent-Saf<br />
von Bormann & Neupert by BS&B schützen Menschen und<br />
Anlagen nach dem Prinzip einer Druckentlastung vor unzulässig<br />
hohem Explosionsdruck. Als Sollschwachstelle geben sie im<br />
Notfall kontrolliert nach und lassen Explosionsdruck, heiße<br />
Verbrennungsgase sowie verbranntes und unverbranntes<br />
Gemisch nach außen in<br />
eine Sicherheitszone<br />
entweichen. Es gibt sie in<br />
vielen Varianten mit<br />
Ansprechdrücken von 20<br />
bis 350 mbar. In der<br />
Ausführung mit<br />
integriertem Montagerahmen<br />
sind sie besonders<br />
montagefreundlich, und aufgrund ihrer sehr flachen Bauart sind<br />
sie leicht zu handhaben. Einsatz finden sie bei Anwendungen, bei<br />
denen durch Handling von Staub und pulverförmigen Stoffen<br />
oder durch Abrieb von grobkörnigem Schüttgut ein Gefahrenpotenzial<br />
entstehen kann. Das sind z. B. die Produktion von<br />
Nahrungsmitteln und Tierfutter, die Holzverarbeitung, die<br />
Pharmazeutik oder die Kohleindustrie.<br />
www.bormann-neupertbsb.de<br />
Erdschleifen-Messzange führt spießlose<br />
Messungen durch<br />
Die Prüfung des Erdungswiderstands von<br />
elektrischen Anlagen durch Auftrennung<br />
der Erdungsverbindungen kann gefährlich<br />
und das Setzen von Hilfserdern kann sehr<br />
zeitaufwändig sein. Mit der neuen<br />
Erdschleifen-Messzange Fluke 1630-2 FC<br />
können Elektriker und Instandhaltungstechniker<br />
Erdschleifenwiderstände von<br />
mehrfach geerdeten Anlagen mit nur einer<br />
Erdschleifenmesszange prüfen. Da keine<br />
Hilfserder gesetzt und Erdanschlüsse<br />
aufgetrennt werden müssen, können<br />
Messungen schnell und sicher durchgeführt<br />
werden. Die Zange kann die<br />
Messwerte automatisch in eingestellten<br />
Messintervallen erfassen und bis zu<br />
32 760 Messwerte speichern. Die robusten Zangenbacken sind so<br />
ausgelegt, dass sie sogar den rauesten industriellen Umgebungsbedingungen<br />
standhalten und die Messgenauigkeit gewährleistet<br />
bleibt. Die Zange ist Teil von Fluke Connect, einem System mit<br />
mehr als 40 Wireless-Messgeräten, die über die Fluke Connect App<br />
oder Fluke Connect Assets Software kommunizieren.<br />
www.fluke.de<br />
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die bunte Alternative zu Zink<br />
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VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 49
VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />
Intensiv und<br />
natürlich<br />
Fruchtaromen dank energieeffizienter<br />
und produktschonender Trocknung<br />
einfangen<br />
Mikrowellen bieten eine neue<br />
Möglichkeit, Früchte dauerhaft zu<br />
konservieren und so andere<br />
Lebensmittel mit den spezifischen<br />
Fruchtaromen anzureichern.<br />
Ob heimische Himbeeren oder exotische<br />
Gojibeeren: Um in den Genuss ihres<br />
besonderen Geschmacks und Aromas<br />
außerhalb ihrer Frische-Saison kommen<br />
zu können, werden viele Früchte tiefgefroren<br />
oder getrocknet. In ihrer getrockneten<br />
Form werden sie Frühstückscerealien, Süßoder<br />
Backwaren zugefügt. Zwei Verfahren<br />
haben sich für die Trocknung von Beerenobst<br />
sowie exotischen Früchten etabliert:<br />
Die Heißluft- und die Gefriertrocknung.<br />
Beide Verfahren sind mit Nachteilen behaftet:<br />
Bei der Heißlufttrocknung schrumpfen<br />
die Früchte stark und verlieren nicht<br />
nur ihre natürliche Farbe, sondern auch<br />
Autorin: Dipl.-Ing. Daniela Kinkel, Forschungskreis<br />
der Ernährungsindustrie e. V. (FEI), Bonn<br />
viele ihrer Mikronährstoffe. Die Gefriertrocknung<br />
hingegen ist produktschonender,<br />
doch der Zeit- und Energiebedarf ist<br />
immens – das Verfahren rechnet sich für die<br />
meisten Produkte nicht.<br />
Vor diesem Hintergrund suchen Wissenschaftler<br />
nach alternativen Trocknungsverfahren,<br />
mit denen der natürliche Geschmack<br />
von frischen Früchten besser und<br />
mit einem angemessenen Aufwand erhalten<br />
bleibt. Ein neues Produktkonzept in<br />
Verbindung mit der schnellen und effizienten<br />
Mikrowellen-Vakuumtrocknung zu entwickeln,<br />
ist daher Ziel eines aktuellen FEI-<br />
Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung,<br />
an dem Forscher der Technischen<br />
Universität München und der<br />
Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie<br />
gemeinsam arbeiten.<br />
Als Modellfrucht setzen sie dafür Himbeeren<br />
ein: Aus Himbeerpüree werden<br />
Fruchtschäume hergestellt, die anschließend<br />
getrocknet und als solche verzehrt<br />
werden können. Vorversuche zeigen, dass<br />
dabei Produkte entstehen, die durch den<br />
Kontakt mit dem Speichel auf der Zunge<br />
sehr schnell zerfallen – dabei kommt es zu<br />
einer spontanen Aromafreisetzung, die als<br />
besonders positives Geschmackserlebnis<br />
wahrgenommen wird.<br />
Trockenschaum und Kondensat<br />
Mit der angewandten Mikrowellen-Vakuumtrocknung<br />
kann der Trocknungsprozess<br />
dank des volumetrischen Energieeintrags<br />
wesentlich beschleunigt werden. Ein neuartiges<br />
Element dieses Verfahrens ist außerdem,<br />
dass bei der Früchtetrocknung ein<br />
Kondensat mit intensivem Aroma anfällt,<br />
das den Charakter der Frucht sehr gut<br />
wiedergibt – so wird zusätzlich ein ganz<br />
natürliches Aromaextrakt gewonnen. Damit<br />
entsteht in Form der Fruchtschaumstruktur<br />
und des Aromakondensats ein<br />
zweifach nutzbares Produktkonzept.<br />
Die Ergebnisse schaffen die Grundlage<br />
für die Entwicklung qualitativ hochwertiger<br />
und natürlicher Snackprodukte.<br />
Neben direkt verzehrbaren Snacks können<br />
die Schäume auch nach Vermahlen als<br />
Pulver vertrieben oder in stabiler Form<br />
Müslis, Riegeln oder Schokoladeprodukten<br />
zugesetzt werden. Zudem entsteht<br />
durch die parallele Nutzung der Kondensate<br />
als natürliche Aromen eine zusätzliche<br />
Wertschöpfungsmöglichkeit.<br />
Foto: Fotolia (JKaminska, 34508927)<br />
www.fei-bonn.de<br />
50 VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 12/<strong>2017</strong><br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 01. 12. <strong>2017</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 16. <strong>11</strong>. <strong>2017</strong><br />
01 02<br />
04<br />
01 Mit dem hohen Entwicklungsstand der Separatoren ist die einwandfreie Klärung<br />
und Trennung in den Verarbeitungsprozessen der Lebensmittelindustrie gewährleistet<br />
02 Die Feldbusmodule werden in unmittel barer Prozessnähe angebracht, von dort<br />
werden die Sensoren und Aktoren mit kurzen Verbindungsleitungen angeschlossen<br />
03<br />
03 Füllstandmessgeräte für die Prozessindustrie müssen sich durch eine hohe<br />
Temperatur- sowie Materialbeständigkeit auszeichnen<br />
04 Bei dieser Version der Wälzkolben-Vakuumpumpe mit Überströmventil für den<br />
Ex-Bereich kommt es dank der neuen Materialkombination weder im Normalbetrieb<br />
noch im Fall von zu erwartenden Fehlern des Ventils zu Funkenbildung<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
Der direkte Weg<br />
Internet:<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
E-Paper:<br />
www.engineering-news.net<br />
Redaktion:<br />
redaktion@verfahrenstechnik.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>11</strong>/<strong>2017</strong> 51
Die Königsklasse<br />
der Antriebstechnik<br />
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