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04.11.2017 Lindauer Bürgerzeitung

24 4. November 2017 ·

24 4. November 2017 · BZ Ausgabe KW 44/17 AUS DER REGION Durchs Tal der wilden Subersach BZ-Wandertipp: Von Lingenau nach Hittisau und zurück Unser heutiger Wandertipp führt uns in den Bregenzerwald. Von Lingenau geht es hinab zur Subersach und durch den wildromantischen Gschwendtobel weiter hinauf nach Hittisau. Über den Rotenberg kehren wir wieder zurück nach Lingenau. BZ WANDERTIPP Die Anfahrt erfolgt über Bregenz, den Achraintunnel, durch Alberschwende, bei Müselbach links abbiegen, dann hinauf nach Lingenau. Rund 100 Meter nach der Ortsmitte Richtung Hittisau befindet sich links ein kleiner Parkplatz. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt unsere Wanderung. Nach rund zehn Minuten kommen wir zu einer Abzweigung. Wir halten uns rechts. Wer den steilen Weg durch den Gschwendtobel vermeiden und abkürzen will, geht hier geradeaus weiter. Wir steigen ins Tal der Subersach hinunter und gelangen zu einer gedeckten Holzbrücke. Die Gschwendtobelbrücke verbindet die beiden Ufer der Subersach. In den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts wurde mit dem Bau der „Gschwendtobelstraße“ und der heute noch bestehenden Holzbrücke begonnen. Planer dieser beiden Werke war der Südtiroler Alois Negrelli, der auch als geistiger Vater des Suezkanals gilt. Nach dem schmalen und steilen Geschwendtobel geht es weiter Richtung Hittisau. Vom Rotenberg ist der Stausee Bolgenach gut zu sehen. Am oberen Bildrand liegt Sulzberg. Negrelli kam als junger Ingenieur nach Bregenz, um dort die Rheinregulierungen zu planen. Im Zuge zahlreicher Straßenplanungen im Bregenzerwald wurde Negrelli auch mit der Trassierung der Verbindung von Großdorf nach Lingenau und der Querung Ein Meisterwerk der Zimmermannsund Ingenieurskunst ist diese gedeckte Negrelli-Holzbrücke. des sogenannten Gschwendtobels beauftragt. Die gedeckte Holzbrücke, im Volksmund auch „Negrelli- Brücke“ genannt, ist noch heute trotz ihres hohen Alters ein Meisterwerk der Ingenieurs- und Zimmermannskunst. Sie war die erste sich selbsttragende Hängebrücke. Die tragende Konstruktion ist als dreifach verstärktes Hängesprengwerk, 41 Meter lang und 5,3 Meter breit, ausgebildet und befindet sich zwölf Meter über dem Wasserspiegel. Negrelli baute auch Straßen, Brücken, Eisenbahnlinien und einige Kirchen in Österreich, Italien und der Schweiz. Wir gehen vor der Brücke links abbiegend ein Stück weit an der Subersach entlang. Dann wird unser Weg immer schmaler und steiler. Am Hang entlang windet sich der Weg in die Höhe. Auf diesem Teilstück ist Trittsicherheit unabdingbar. Mehrere Steilstufen müssen bewältigt werden. Oben angekommen, verlassen wir den Wald und steigen nochmals einen steilen Weg hinauf, bis wir ein Teersträßlein erreichen. Wer kurz nach Lingenau geradeaus weiter gegangen ist, trifft hier nun auf die Wanderer, die den Gschwendtobel gemeistert haben. Wir gehen erst eben geradeaus weiter, dann steigt der Weg nochmals an, ehe wir die L 205 erreichen. Wir gehen rund 100 Meter Richtung Hittisau. An einer Straßengabelung halten wir uns bei einem Zebrastreifen (leider nicht markiert) links und steigen einen schmalen Weg hoch. Zwischen einigen Häusern hindurch erreichen wir den sogenannten „Maximilianweg“, der uns immer wieder schöne Talblicke hinunter nach Hittisau und hinüber zum Hochhädrich ermöglicht. Beim Ortsteil Häleisen nehmen wir die zweite Abzweigung nach links. Auf dem Rotenbergweg geht es jetzt nochmals bergwärts. Unten sehen wir den Bolgenachstausee, Anzeigen BZ-Fotos: WV auf dem gegenüberliegenden Berghang liegt Sulzberg. Bei der nächsten Abzweigung gehen wir geradeaus weiter und kommen auf eine Hochebene. Danach folgen wir in einigen Kehren einem Fahrweg hinab nach Oberbuch. Von hier ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt in Lingenau. WV Mehr Fotos und eine Karte, auf welcher der Wanderweg verzeichnet ist, finden Sie auf unserer Homepage: @ www.bz-lindau.de Alle Infos zur Wanderung erhalten Sie direkt und übersichtlich auf Ihr Smartphone oder Tablet, wenn Sie die Outdooractive-App herunterladen (gibt es auch als kostenlose Version), die App öffnen und unter dem Menüpunkt „Tourscanner“ den folgenden QR-Code scannen. Diese Aktion endet zum 31.12.2017. Anmelden und bestellen unter www.medieninsel.store AUF EINEN BLICK Anforderungen: Kondition ist nötig. Im Gschwendtobel ist Vorsicht geboten. Trittsicherheit ist Bedingung. Bei Nässe nicht zu empfehlen: Rutschgefahr auf nassem Laub! Dann ist es besser, die Abkürzung zu wählen. Unsere Stadt. Ihr Printshop. Zur Ziehung berechtigt sind alle, die sich im Onlineshop www.medeininsel.store als Kunden registrieren und bestellen. Die Ziehung findet unter Auschluss der Öffentlichkeit statt. Diese Aktion endet zum 31.12.2017. Gehzeit: Gut 3 Stunden für 9,2 km Höhenunterschiede: 460 m