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Stadt-Anzeiger 629

Stadt-Anzeiger Nr. 629 9. November 2017 Seite 18 Landesverband Lippe in Gesprächen über Kurverwaltung MediClin kauft Rose-Badehaus Der Verkauf von Immobilien des Landesverbandes im Kurort Bad Meinberg, die nicht für den Kurbetrieb notwendigen Infrastruktur gehören, geht weiter voran. Der Landesverband Lippe konnte das zuletzt nur noch von Badearzt Machalke genutzte Rose-Badehaus an die MediClin Rose Klinik abgeben und auch der Verkauf der Kurverwaltung an einen Interessenten zeichnet sich ab. „Wir sind dabei schon sehr gut vorangekommen“, sagt Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. So wurde das Ballhaus für mehrere Praxen, die dort eingezogen sind, renoviert. „Mit diesen Praxen konnten Arbeitsplätze für Bad Meinberg geschaffen bzw. gesichert werden“, so Peithmann. Zuvor konnte bereits ein Gebäude am Eingang des Kurparks, das der Landesverband Lippe für den „Eispavillon am Kurpark“ umgebaut hatte, an den Eigentümer der Eisdiele, Frank Roland, verkauft werden. Das Parkbadehaus, das viele Jahre leer stand, wurde ebenfalls verkauft, an ein Ehepaar, das dort eine Psychologische Praxis und ein Planungsbüro für technische Gebäudeausrüstung einrichten möchte. „Wir sind sehr froh, dass wir nun das Rose-Badehaus an die MediClin Rose Klinik veräußern konnten. Das Rose-Badehaus verkaufte der Landesverband Lippe jetzt an die MediClin Rose Klinik. Da ist die beste denkbare Lösung: Das Gebäude kann nun, unmittelbar neben der Klinik gelegen, für die Verwaltung oder weitere Therapiebereiche genutzt werden, auch hier könnten zusätzliche Arbeitsplätze entstehen“, betont Arne Brand, Allgemeiner Vertreter der Verbandsvorsteherin und Leiter der Immobilienabteilung. Über den Verkauf der ehemaligen Kurverwaltung, die neben dem Hotel „Zum Stern“ liegt, ist der Landeserverband Lippe in sehr guten Gesprächen. Damit würde dann nur noch das Stern-Gesundheitszentrum bleiben, für das der Landesverband Lippe neue Nutzungsmöglichkeiten bzw. Interessenten sucht. „Bei der Vermarktung hat sich gezeigt, dass der Immobilienmarkt derzeit gesättigt und gute Abschlüsse nicht von heute auf morgen zu erzielen sind. Uns war wichtig, gute Nutzungsmöglichkeiten für die betreffenden Gebäude zu finden, die zum Kurort passen und von denen die Bürger in Bad Meinberg profitieren“, so Brand. Anzeige Wer als Privatkunde oder Gewerbetreibender Büroartikel, Schreibwaren, Kopierpapier, Laser- und Inkjetdrucker sowie Original- oder Alternativverbrauchsmaterialien benötigt, findet bei der Schröder Non Food Handels GmbH als Detmolder Bürobedarf XXL eine umfassende Auswahl und kompetente Beratung. Zukunftsorientiert passen sich Geschäftsführer Holger Schröder und sein Team den sich ständig ändernden Marktbedingungen an. Besonderer Wert wurde seinerzeit auf den Ausbau des Bürobedarfssortiments und die Verfügbarkeit von Tonern und Patronen gelegt. Die intensive Betreuung und der Park- und Packservice tragen zum Wohlbefinden der Kunden bei. 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Andererseits führt die spezielle topographische Situation sowie der landwirtschaftlich geprägte Lebensraum bei vielen Mitbürgern zu spürbaren Mobilitätsproblemen: insbesondere älteren Ortsbewohnern machen steil ansteigende Straßen und Wege zu schaffen, Arbeitsplätze liegen überwiegend weiter entfernt und erfordern tagtägliches Pendeln – meistens mit dem PKW. Zudem haben Lebensmittelgeschäfte und Geldinstitute den Ort verlassen und gastronomische Betriebe gibt es immer weniger. „Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Erhaltung und Schaffung von Kommunikations-Orten. Nur kommunikative Dörfer sind lebendige Dörfer“, sagt der Vereinsvorsitzende, Thorsten Mesch. „Darüber hinaus braucht unser ländlich geprägter Raum zunehmend Menschen, die bereit sind, sich in ihrer Freizeit für die Gemeinschaft zu engagieren, um so zu einer Steigerung der Lebensqualität beizutragen“. Was läuft gut im Ort, was ist liebens- und lebenswert? Wo gibt es Probleme und was sollte verbessert werden? Welche alternativen Kommunikationsorte gibt es ohne Nahversorger und zunehmend Unternehmen aus OWL sponsern Fahrzeug weniger Gaststätten im Ort? Wie soll unser Miteinander zukünftig aussehen? Diese und viele weitere aktuelle Fragen zu Mobilität, Kommunikation und ehrenamtlichem Engagement will der Orts- und Verkehrsverein Unser Holzhausen-Externsteine gemeinsam mit den Ortsbewohnern beleuchten und diskutieren. Dazu lädt er alle Einwohner des Ortes (nicht nur Vereinsmitglieder) zu einem „Ortsgespräch“ am Donnerstag, 23. November ab 19 Uhr in den Kirchenraum der ev. Kirche am Golfweg ein. Gerne können jetzt schon vorab Fragen oder Anregungen an die Email-Adresse des Vereins Grillplatz.Externsteine@t-online.de geschickt oder bei W. Kelle im Frisörsalon abgegeben werden. Horner Schüler wieder mobil Aktion: Kopierpapier 80 g, weiß, 500 Blatt Inkjet/Laser… 2,84 € Über 25.000 Artikel am Lager. Über 50.000 Artikel / Shop24: www.nonfood.com DetmolDer BüroBeDarf XXl Startklar: Schulleiter Friedhelm Hille (2.v.l.) nimmt im Beisein einiger Sponsoren das neue Schulmobil entgegen. Noch Anfang des Jahres sah es so aus, als müsste sich die Schule am Teutoburger Wald in Horn- Bad Meinberg in seiner Mobilität einschränken und die Anzahl der Klassenausflüge reduzieren. Doch pünktlich zum neuen Schuljahr haben Sponsoren der Förderschule des Kreises ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. 23 Firmen und Organisationen aus OWL lassen künftig gemeinsam das „Mobil zum Nulltarif“ für einen guten Zweck über lippische Straßen rollen. „Unser bisheriger Kooperationspartner musste die Finanzierung einstellen, so dass eine Zeit lang unklar war, ob der Unterricht in der bisherigen Qualität fortgeführt werden kann“, berichtet Stephan Parsons vom Eigenbetrieb Schulen des Kreises Lippe, der das Projekt zusammen mit Petra Werning von der Agentur „VereintMobil“ begleitet hat. Beide haben nun den Ford Connect im Beisein einiger Sponsoren an Schulleiter Friedhelm Hille übergeben. „Mit dem Fahrzeug können wir kleinere Gruppenfahrten in die Region unternehmen und am täglichen Leben teilnehmen, wie z.B. Einkaufen fahren oder kulturelle Ziele besuchen. Das Schulmobil ist eine tolle Bereicherung für unsere pädagogische Arbeit“, betonte Hille. Damit werde die erforderliche individuelle Förderung der derzeit rund 150 Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ideal ergänzt. „Da sich, wie die meisten deutschen Kommunen, auch der Kreis Lippe in einer weiterhin angespannten Finanzlage befindet, gilt ein besonderer Dank den Sponsoren, die die Finanzierung des rund 30.000 Euro teuren Fahrzeugs sichergestellt haben“, unterstrich Parsons abschließend.

Stadt-Anzeiger Nr. 629 9. November 2017 Seite 19 SPD-Ortsverein Holzhausen-Externsteine/Fromhausen feiert mit prominenten Gästen sein 111-jähriges Bestehen „Zuversicht in die Gestaltbarkeit der Verhältnisse darf nicht verloren gehen“ Von Arnold Pöhlker Beate Raupach hatte mit ihren Helfern ein glückliches Händchen. Zum 111. Geburtstag des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Externsteine/Fromhausen konnte die rührige Vorsitzende zahlreiche Gäste im Rittersaal der Hornschen Burg begrüßen. Es war aber auch ein Anlass, den es gebührend zu feiern gab. Dabei wurde zurück und nach vorn geschaut, begleitet durch musikalische Einlagen von Leonie Wobbe und Lena Berster (Gitarre, Gesang). Außerdem Festlich-fröhliche Stimmung beim 111-jährigen Geburtstag des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Externsteine/ Fromhausen (v.l. Beate Raupach, Franz Müntefering, Marlene Stoll (25 Jahre Mitglied in der SPD) Ellen Stock, Elisabeth Kespohl (40 Jahre SPD), Dr. Dennis Maelzer und Landrat Dr. Axel Lehmann. Foto: Arnold Pöhlker standen Mitgliederehrungen auf dem Programm. Raupach erinnerte zu Beginn an die unvergänglichen Werte von Freiheit, Frieden und Solidarität, für die die Sozialdemokraten seit jeher eintreten. Ein solches stolzes Jubiläum verdient natürlich prominente Ehrengäste. Unter den Gratulanten war der ehemaligen Vizekanzler und SPD- Vorsitzende Franz Müntefering, der die Festrede hielt. Außerdem Landrat Dr. Axel Lehmann, der in seinem Grußwort an Willy Brandts Abschiedsrede 1992 erinnerte und so der Partei Mut machte: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll“. Dies, so Lehmann, gelte gerade auch jetzt nach der krachenden Niederlage bei der Bundestagswahl. Ein 111. Geburtstag wie die SPD in Holzhausen- Externsteine/Fromhausen könne dazu beitragen, sich auf die eigene Kraft zu besinnen. In ihrer über 150-jährigen Geschichte sei die SPD nach Tiefschlägen immer wieder aufgestanden, um Antworten für die Zeit zu geben. Der Landrat zeichnete die Geschichte des Jubiläumsvereins in verschiedenen Epochen nach. MdL Ellen Stock, Kreisvorsitzende der SPD, hob die Bedeutung der SPD- Vereine vor Ort und deren Teilhabe am Leben der Menschen hervor. Sie betonte, dass ohne deren Mitwirkung das politische System in Deutschland gefährdet sei. „450.000 SPD-Parteimitglieder schauen heute nach Horn-Bad Meinberg auf den seit 111 Jahren bestehenden SPD-Ortsverein in Holzhausen-Externsteine/Fromhausen“, so Franz Müntefering in seiner typisch sauerländischen Art, und er legte gleich los. Mit Blick auf die im Burgmuseum als Original präsentierte „1848er Fahne“ der einstigen Holzhauser Revolutionäre betonte der Politiker, dass das Ziel damals gewesen sei, dass die Menschen mehr Bescheid wissen sollten. Politische Bildung sei damals wie heute eine ganz zentrale Frage, so der ehemalige SPD-Chef. Gleichberechtigung von Männer und Frauen Müntefering ging auf weitere namhafte Repräsentanten der Arbeiterbewegung ein. So Ferdinand Lassalle, der 1863 gleiche, geheime und direkte Wahlen gefordert hatte. Damals sei das ein umstrittenes Verlangen gewesen, weil nicht alle Menschen gleich viel wert sein sollten. Auch für das Frauenwahlrecht zur Weimarer Nationalversammlung habe sich die SPD von Anfang an eingesetzt. So konnte die Sozialdemokratin Marie Juchacz am 19. Februar 1919 als erste Parlamentarierin sagen: „Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass eine Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf…“. Deshalb, so Müntefering, habe August Bebel später in seinem Buch „Die Frau und der Sozialismus“ feststellen können, dass bei gleicher Förderung beider Geschlechter die Gesellschaft daraus nur mit Gewinn wachsen kann. Bei der Entstehung des Bonner Grundgesetzes habe sich der Parlamentarische Rat an der Weimarer Reichsverfassung orientiert, erläuterte Müntefering. Eine der vier Mütter des Grundgesetzes, die Sozialdemokratin und Juristin Elisabeth Selbert, habe sich dafür eingesetzt, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ohne einschränkenden Zusatz festzuschreiben. Am Beispiel dieser Veränderungen werde aber, so Müntefering, auch deutlich, dass es Zeit braucht, etwas Großes zu erreichen. Für ein friedliches Europa eintreten Der sauerländische Vollblutpolitiker im aktiven Ruhestand erinnerte in seiner Rede auch daran, dass seit 72 Jahren in Europa Frieden herrscht und dass man sich ohne Grenzen frei bewegen kann. Eindringlich appellierte er an die Bürger und Parteien: „An der Stelle darf Deutschland nicht wackeln. Das muss uns erhalten bleiben!“ Inzwischen befände sich Deutschland nicht mehr in der Puffer-Rolle zwischen den Systemen des Kalten Krieges, sondern trage mit seiner zentralen Lage in Europa Mitverantwortung. „Deshalb muss das demokratische Werk auf diesem Kon- tinent gelingen.“ Was die Zukunft der SPD angeht, zitierte Müntefering ein Wort von Willy Brandt: „Seid auf der Höhe der Zeit, nichts kommt von allein“. Die Zuversicht in die Gestaltbarkeit der Verhältnisse dürfe nicht verloren gehen – in der Politik nicht, auch nicht in der Gesellschaft, erklärte der 77-Jährige. Sozialdemokraten seien sicher nicht allmächtig, aber auch nicht ohnmächtig. Man könne immer etwas verändern. Einen praktischen Verfahrensrat, wie das geschehen kann, lieferte er gleich mit. Die sozial-liberale Koalition von 1969 zwischen SPD (Brandt) und FDP (Scheel) habe sich mutig mit „nur vier oder fünf Stimmen über den Durst“ für den Leitgedanken „Mehr Demokratie wagen“ ausgesprochen. Dies sei auf der Grundlage einer untereinander abgestimmten Regierungserklärung von Brandt geschehen, die zugleich als Koalitionsvereinbarung gegolten habe. Müntefering: „Es war klug, nicht so sehr im Detail etwas aufzuschreiben“. Ähnliches könne heute auch funktionieren, um konkrete Aufgaben beherzter anzugehen und nicht erst auf das nächste Wahldatum zu schielen. Der ehemalige Bundestagesabgeordnete schränkte allerdings ein, dass man die Probleme von heute nicht mit Mitteln von gestern lösen kann. Wichtig sei in jedem Fall, für die sozialdemokratischen Ideale einzutreten. Für die Sozialdemokraten vor Ort gelte im Übrigen: Kümmert euch um die Lebensverhältnisse der Menschen. Sorgt für Attraktivität beispielsweise durch Kitas, medizinische Versorgung, schulische Bildung, duale Ausbildung und Arbeitsplätze. „Dazu ist der unmittelbare Kontakt zu den Menschen nötig. Das kann die Bundesebene nicht leisten, sondern das muss vor Ort in der Kommune geschehen“, mahnte Franz Müntefering. An den Jubilar gerichtet erklärte der Politiker: „Eine solche Gelegenheit, an einer 111-jährigen Jubiläumsfeier teilzunehmen, hatte ich bisher noch nicht. Wenn ihr das 125. Bestehen des Vereins feiert, werde ich 91 Jahre alt sein und komme dann noch einmal vorbei.“ SPD-Ortsverein: Zusammenhalt, Mut und Engagement Landrat Dr. Axel Lehmann ging auf die Grundgedanken Münteferings kurz ein: „Die Rede hat deutlich gemacht, dass man in der Politik nicht nur pragmatisch handeln soll (Helmut Schmidt), sondern dass man sich auch von Werten leiten lässt und weiß, wohin man gehen will.“ Der Chef des Kreises erinnerte an das Gründungsjahr 1906 des SPD-Ortsvereins Holzhausen. Nach alten Rezepten immer Lecker & hausgemacht! Gurken SÜß/SAUER Currysauce eingelegte Zucchini Brotchips Rotkohl JETZT AKTUELL: Adventsleckereien Weihnachtsgebäck versch. Brotsorten Lassen Sie sich überraschen! Fromhauser Str. 23 · 32805 Horn-Bad Meinberg Tel. 0 52 34 / 87 96 565 - Auf FACEBOOK: Hofladen Fiener Damals seien die wirtschaftlichen Verhältnisse in Lippe für die Familien außerordentlich schwierig gewesen. Trotz der alltäglichen harten Arbeit hätten sich 21 Männer dazu berufen gefühlt, sich für ein besseres Leben einzusetzen. Sie gründeten den SPD- Ortsverein und wählten Fritz Richts zu ihrem ersten Vorsitzenden. Nach dem Ersten Weltkrieg hat sich die SPD unter ihrem Vorsitzenden Ernst Herde um das wichtige Friedensthema gekümmert. Otto Hermann hat später für den Zusatz „Externsteine“ im Vereinsnamen gesorgt. Seit 1924 gibt es den Namen Stoll in der Sozialdemokratie des späteren Luftkurortes, beginnend mit dem SPD-Vereinsvorsitzenden Wilhelm Stoll und vielen Familienmitgliedern bis in die heutige Zeit. Dr. Lehmann: „Das spricht für familiären Zusammenhalt“. Im September 1930 hat sich der Ortsverein für ein Denkmal zu Ehren des ersten Reichspräsidenten Ebert stark gemacht. Kurz vor der Eröffnung sei dies, so Dr. Lehmann, durch Nazis zerstört worden. Doch die Holzhauser hätten nicht nachgegeben und im zweiten Anlauf einen neuen Stein gesetzt. Der Landrat wies auch darauf hin, dass ein wichtiger Informant in der Nazi-Zeit für den Chefredakteur des sozialdemokratischen Volksblattes, Felix Fechenbach, bei dessen Kolumne „Nazi-Jüsgen“ Wilhelm Stoll aus Holzhausen gewesen sei. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben Willy Kottmann und August Frevert die Geschicke des Vereins geführt. Beständigkeit hat es auch in Person von Walter Stoll gegeben, der von 1970 bis 1992 Vorsitzender war. Zwei weitere Holzhauser standen bei der Feierstunde im Mittelpunkt. Elisabeth Kespohl wurde für ihre 40-jährige Treue zur SPD, Marlene Stoll für 25 Jahre SPD-Mitgliedschaft von Franz Müntefering und Beate Raupach geehrt. Der Einsatz von Elisabeth Kespohl für den Tourismus im Luftkurort sei ihr eine Herzangelegenheit gewesen, erklärte Raupach bei ihrer Würdigung. Wenn es darum ging, Aktivitäten und Veranstaltungen zu unterstützen, dann war Marlene Stoll zur Stelle. Gemeinsam mit ihrem Mann habe sie viel bewegt für die Sozialdemokratie, so Raupach. Aus dem Leben eines SPD-Urgesteins Franz Müntefering (77), gebürtig aus dem Sauerland. SPD-Mitglied seit 1966. Abgeordneter des Deutschen Bundestages von 1975 bis 1992 und von 1998 bis 2013. Zweimal SPD-Vorsitzender von 2004 bis 2005 und von 2008 bis 2009. Bundesverkehrsminister unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder von 1998 bis 1999. Chef der SPD-Bundestagsfraktion von 2002 bis 2005. Vizekanzler und Bundesarbeitsminister unter Unions-Kanzlerin Angela Merkel von 2005 bis 2007. Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes seit 2013. Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen seit 2015. Am Rande der Feierlichkeiten des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Externsteine/Fromhausen aus Anlass seines 111. Geburtstages bot sich unserem Redakteur Arnold Pöhlker die Gelegenheit zu diesem Interview mit Franz Müntefering im Burgmuseum. Stadt-Anzeiger: Kaum zu glauben: Franz Müntefering, der ehemalige Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzende, ist nach Horn-Bad Meinberg gekommen. Haben Sie sich verfahren oder führte Sie der Weg bewusst hier her? Franz Müntefering: Gerne habe ich die Einladung von Beate Raupach zu 111. Jahre SPD in Holzhausen-Externsteine/ Fromhausen angenommen. Es war wirklich ein guter Abend. StAz: Offiziell sind Sie doch Politiker im Ruhestand. Oder sind Sie doch hin und wieder auch noch mal ein Politiker „in Reichweite“ mit guten Ratschlägen? Müntefering: Das Grundgesetz Exklusiv-Interview des Stadt-Anzeigers mit dem ehemaligen Vizekanzler und SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering „Demokratie kennt keinen Schaukelstuhl“ gilt nicht nur bis zum Alter von 65 Jahren. Demokratie kennt keinen Schaukelstuhl. Aber das Tempo von früher gibt es natürlich nicht mehr. StAz: Was bewegt Sie, wenn Sie als ehemaliger Vorsitzender einer stolzen, alten Arbeiterpartei, die vor nicht so langer Zeit auch den Kanzler gestellt hat, auf das heutige Ergebnis der Bundestagswahl von 20,5 Prozent zurückschauen? Müntefering: Viel erreicht, aber noch viel mehr zu tun. Unsere Ziele und Wege stimmen. Wir werden die Menschen auch wieder überzeugen. StAz: Nun geht es für die SPD in die Opposition. Da kann ich Ihnen Ihren früheren Ausspruch, Opposition sei Mist, nicht ersparen. Aber ist dieser Weg nicht doch richtig und sinnvoll, um die gute, alte SPD wieder auf einen modernen, attraktiven Politikkurs zu bringen? Müntefering: Mein Appell stammte von 2004, als ich Vorsitzender geworden war und meine Partei Sehnsucht hatte, aus der Regierung in die Opposition zu Markant sauerländisch-unterhaltsam, aber auch deutliche Worte fand das SPD-Urgestein Franz Müntefering beim Interview mit dem Stadt- Anzeiger. Foto: Arnold Pöhlker kommen. Da habe ich ihr gesagt: Demokratie braucht auch Opposition, aber lasst das die anderen machen. Denn Opposition ist Mist, wir wollen regieren. Doch 2017 ist nicht 2004. StAz: Sie haben kritisiert, dass jetzt Partei- und Fraktionsvorsitz getrennt sind. Macht das nicht gerade deshalb Sinn, um das Alltags- Politikgeschäft von der inneren und äußeren Führung der Partei zu trennen? Müntefering: Das kann man so und so sehen. Ich bin für die Konzentration der beiden Funktionen. Und für eine Opposition aus einem Guss. StAz: Olaf Scholz plädiert dafür, wirtschaftliches Wachstum und soziale Gerechtigkeit enger zu verbinden, um zum klassischen Kompetenzfeld der SPD zurückzufinden. Müntefering: Das Thema Gerechtigkeit war und ist richtig. Genauer muss es heißen: Gerechtigkeit auf gutem Niveau. StAz: Jüngere Gesichter in führender politischer Verantwortung treten inzwischen weltweit vermehrt auf: Macron (Frankreich), Trudeau (Kanada), Kurz (Österreich) – nach innen geschaut: haben die führenden Parteien ein Nachwuchsproblem? Müntefering: Es ist nicht so sehr die Frage des Alters, sondern die Betonung der Spitzenposition, die nicht bei allen Staatschefs mit unserer Vorstellung von Demokratie kompatibel ist. Zu den genannten Namen gehören ja auch noch die Männer an der Spitze in der Türkei, in Russland, in Polen und in den USA. StAz: Was raten Sie den SPD- Ortsvereinen, die Jugend wieder für Politik zu begeistern? Müntefering: Man begeistert am ehesten, wenn man selbst begeistert ist. Das müssen die jungen Menschen auch merken können. In der Realität verändert sich viel. Aber wir dürfen zuversichtlich sein was die Jugend angeht.

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Ausgabe 7, November 2013 - Quartier-Anzeiger für Witikon und ...
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