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SHE works! Magazin #Frauen #Wirtschaft #Karriere - Motivation statt Novemberblues

wer an den grauen November denkt und meint, dass jetzt die Zeit zum Ausruhen gekommen ist, weit gefehlt! In den kommenden Wochen stehen viele informative und interessante Termine an. SHE works! stellt einige davon vor und gibt Infos für Interessierte Frauen.

Als Frau in der

Als Frau in der IT-Branche ist man doch immer noch eine Seltenheit. War das bei der Gründung von Vor- oder Nachteil? Ich konnte weder bei der Gründung, noch seither einen Nachteil feststellen. Ganz selten kam es zu Missverständnissen, aber die stelle ich einfach klar und halte mich nicht lange daran auf. Frau Schirwinski, Sie sind Role model für den Niedersächsischen Unternehmerinnentag. Wie fühlt sich das an? Der Niedersächsische Unternehmerinnentag wird sehr stark beworben, also stoßen Freunde oder ich selbst auch mal unerwartet auf die Anzeige - das ist schon sehr ungewohnt. Sie haben das Unternehmen “undpaul” gegründet, eine Agentur, die sich auf die Umsetzung von Webseiten spezialisiert hat. Was macht Ihre Agentur im Gegensatz zu anderen Agenturen dieser Art aus? Meine Mitgründer und ich haben uns in der Community des Content- Management-Systems unserer Wahl, Drupal, kennengelernt. 2010 haben wir uns entschieden, ein eigenes Unternehmen zu gründen, um zukunftsfähige Projekte umsetzen zu können, die für unsere Kunden letztlich einen großen Mehrwert bieten – anders als bei den Projekten, bei denen wir vor der Gründung als Freelancer mitgewirkt hatten und bei denen wir kein großes Mitspracherecht hatten. In den letzten Jahren hat sich unser Fokus auf die Umsetzung inhaltsstarker und ambitionierter Plattformen geschärft. Uns ist wichtig, dass die Redaktionen leichte Arbeit bei der Inhaltserstellung haben und die Marketingabteilungen schnell neue Ideen ausprobieren können. Wir sind sehr stolz auf unsere Kunden, zu denen z. B. Warner Music oder Hubert Burda Media gehören. Nun sind Sie als „echte Unternehmerin“ auf dem Plakat des Unternehmerinnentages zu sehen. Wie kam es dazu? Die Agentur des Unternehmerinnentages, Bureau Bordeaux, hatte mich angesprochen, vermutlich als Tipp des Projekts Grünnerinnen-Consult von hannoverimpuls. Noch sind Unternehmerinnen in der Minderheit. Gibt es einen Tipp oder einen Rat, den Sie anderen Frauen bzw. Unternehmerinnen und Gründerinnen mit auf den Weg geben könnten? Es gibt leider nicht den einen oder gar die 10 Tipps oder Ratschläge, auch wenn manche Ratgeber einen das glauben machen wollen. Vielleicht eine der größten Hürden im eigenen Kopf vor einer Gründung ist der Gedanke, nicht genug zu wissen, um ein Unternehmen zu gründen. Dafür der Ratschlag: Nur mit dem Nötigsten befassen, um alles andere kann man sich kümmern, wenn es soweit ist. Eine bestimmte Bildung ist in vielen Branchen nicht notwendig, aber dafür die Leidenschaft für die Sache. Das komplette Programm des Niedersächsischen Unternehmerinnentags finden Sie unter: http://www.unternehmerinnentag2017.de/

Gender-Studie: Wer hat in den Medien die Hosen an? von Carolin Schäufele Entgegen dem Vorurteil, dass Frauen ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis haben, wird in den Medien deutlich mehr über Männer berichtet. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse der Echobot Media Technologies GmbH aus Karlsruhe. Das Technologieunternehmen untersuchte einige der bekanntesten Nachrichtenportale hinsichtlich der Berichterstattung über Männer und Frauen in verschiedenen Ressorts. Die Natur gibt uns Bedingungen vor und stellt uns manchmal vor große Herausforderungen: Erdbeben zum Beispiel. Diese hat Thomas Wagener vor seiner Zeit bei Echobot statistisch analysiert. Weil er die Vielfältigkeit seines Berufs als Data Scientist gerne richtig ausreizt, widmet er sich im Karlsruher Unternehmen zur Abwechslung einem alltäglichen naturgegebenen Fall: dem Unterschied zwischen Mann und Frau und der scheinbar endlosen Aufgabe, zumindest eine annähernde Gleichstellung der Geschlechter zu erlangen. Ausgeglichene Verhältnisse aber kein Gleichheit Die Natur macht mit der Gleichberechtigung kurzen Prozess. Über die Zeit sorgt sie in der Masse der Geburten dafür, dass das Verhältnis Mann/Frau auf der Welt ungefähr ausgeglichen ist. In den Führungsetagen klappt das noch nicht so richtig, deshalb soll das seit 2015 ein Gesetz regeln. Thomas Wagener hat jetzt untersucht, wie es denn Plattformen halten, über die viele Gender-Diskussionen ins Rollen kommen – die Medien. Er nutzte das Archiv von Echobot und wertete die Nennungen von Vornamen in einigen großen Online-Nachrichtenportalen aus. Man könnte meinen, dass wir uns im Jahr 2017, in dem Deutschland gerade eine Bundeskanzlerin wiedergewählt hat, eigentlich langsam aus der Gender-Debatte verabschieden können. Die Ergebnisse sagen etwas anderes.