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MSC Hockeymagazin 2017/18

60 MSC

60 MSC HOCKEYMAGAZIN 2017/18 überregionale Erfolge erzielen. Wie wir das schaffen können – dafür gibt es Ideen und Konzepte. Dann wirf doch bitte auch noch einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung im Erwachsenenbereich. » Dort gab es zuletzt eine Phase des Umbruchs – der auch dadurch bedingt war, dass in den letzten Jahren so gut wie niemand von außen oder aus dem Jugendbereich dazugekommen ist und unsere Erwachsenenmannschaften qualitativ verstärkt hat. Mittlerweile Unser Kader sollte durch die vielen, gut ausgebildeten Jugendspieler im Vergleich zum Vorjahr noch einmal breiter und besser sein sieht es jedoch anders aus: Im letzten Frühjahr ist der erste zahlenmäßig große Jugend-Jahrgang erwachsenenspielberechtigt geworden. Welchen positiven Effekt dies hatte, konnte man beispielsweise direkt an den Erfolgen der Damen und 2. Herren sehen. Dann bleiben wir doch beim Thema Hockeyherren: Mit den 1. Herren ist der Hallenaufstieg erneut denkbar knapp verpasst worden. Aus der Sicht des Trainers: Weshalb schafften unsere 1. Herren in den letzten Jahren den Sprung in die Oberliga nicht? » Ich habe nur die letzten beiden Saisons unmittelbar begleitet – die Jahre davor war ich lediglich Beobachter. Ich meine aber Folgendes feststellen zu können: In früheren Jahren sind die Herren mehr oder weniger vor allem an sich selbst gescheitert. Damit meine ich vor allem die grundsätzliche Trainingseinstellung und die Einstellung beziehungsweise Performance in den Spielen gegen vermeintlich schwächere Mannschaften. Die Jungs haben damals die sogenannten Big-Point- Spiele gewonnen, dann aber in den Partien gegen klar schwächere Teams Punkte liegen lassen. In den letzten beiden Jahren hat sich das etwas geändert: Anders als in den Jahren zuvor ist man souverän durch die Liga marschiert, hat dann aber in den Finalspielen gegen einen Gegner auf Augenhöhe – mit der Bundesligareserve von BTHV Bonn und der topeingespielten Hallenmannschaft von Schwarz-Weiß Bonn – versagt. In den beiden abgelaufenen Hallensaisons war die Einstellung also definitiv anders, wenn auch insgesamt noch nicht so, wie ich mir das wünschen würde. Meines Erachtens konnte man aber definitiv eine gewisse Entwicklung beobachten. So sehen es auch die Jungs selbst und viele Außenstehende. … die dennoch nicht für den Aufstieg gereicht hat. Richtig. Und letztendlich ist das eine Frage der Spieler-Qualität. Im aktuellen Kader findet man im Vergleich zu anderen

61 INTERVIEW MIT SIMON STARCK Mannschaften nur ganz wenige sogenannte Hallenspezialisten. Warum das so ist, lässt sich ganz einfach erklären: Der MSC hatte lange Zeit keine eigene Hockeyhalle, mit der Folge der nur sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten. Der geringe Trainingsumfang hat wiederum dazu geführt, dass viele für das Hallenhockey elementare Verhaltensweisen und -automatismen nicht antrainiert werden konnten. Von daher ist es aufgrund der unzureichenden hallenspezifischen Ausbildung nicht verwunderlich, dass man heute einige Defizite beziehungsweise aus taktischer Sicht auch großen Freestyle bei den Jungs beobachten kann. Eine weitere Folge ist, dass Hallenhockey bei vielen eine generell geringere Wertschätzung im Vergleich zum Feldhockey hat. Die Folge ist, dass viele Jungs in der Hallensaison aufgrund von Praktika, Auslandsaufenthalten und ähnlichem pausieren – und daher immer wieder wichtige Spieler nicht zur Verfügung stehen. Ganz anders als auf dem Feld. Anders als viele der gestanden Herrenspieler haben aber gerade die Jugendspieler nun doch eine längere Zeit intensiv in einer eigenen MSC-Halle trainiert… » Richtig. Und genau deswegen erhoffe ich mir – beziehungsweise bin ich mir dabei fast sicher –, dass sich das von mir oben Geschilderte in gewisser Weise irgendwann herauswächst. Was für eine Hallensaison erwartest du dann nach diesen Veränderungen im Team mit unseren 1. Herren, die im November startet? » Ich erwarte eigentlich eine ähnliche Saison wie im vergangenen Jahr: eine Gruppe mit vielen Teams, die wir klar schlagen sollten, aber auch wieder mit einem starken Gegner auf Augenhöhe in Form der Bundesligareserve von Blau- Weiß Köln. Womöglich wird es also wieder auf zwei Finalspiele hinauslaufen… Andererseits sollte unser Kader durch die vielen, gut ausgebildeten Jugendspieler im Vergleich zum Vorjahr noch einmal breiter und besser sein. Voraussetzung ist natürlich,

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