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| 6 | LUDWIGSFELDER BOTE

| 6 | LUDWIGSFELDER BOTE | Ausgabe 21 | 11. November 2017 Freizeitsport mit Herz und Fuß VERBUNDEN DURCH DIE LIEBE ZUM 1. FC UNION – UNION-FAN-CLUB LUDWIGSFELDE E.V. Foto: OttmarWinter Schon lange vor der eigentlichen Vereinsgründung fand eine Gruppe junger Männer regelmäßg zusammen, um gemeinsam „Ihren“ 1. FC Union im Stadion anzufeuern und auch selbst Fußball zu spielen. Aus den Überlegungen, wie man das Ausleben dieser Interessen intensivieren könnte, entstand im März 1979 einer der ältesten Fanclubs der Eisernen, der Union-Fan- Club (UFC) Ludwigsfelde. Das erste Logo zeigte den Fernsehturm, „krumm und schief mit Hand gestickt“, amüsieren sich die Brüder Georg und Christian Bartossek heute beim Betrachten alter Fotos. Seit dem 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2004 ziert der Brandenburger Adler das moderne Logo. Überhaupt hat sich in der fast 40-jährigen Vereinsgeschichte so einiges verändert, vieles ist professioneller geworden. Besonders stolz ist man auf den eigenen Vereinsbus, der die Mitglieder seit April diesen Jahres zu eigenen und Union-Spielen fährt. „Die Planungen für diese Anschaffung laufen schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten“, erklärt Christian Bartossek. „Dank unserer Sponsoren hat es nun geklappt. Und der Bus ist fast jedes Wochenende Vorgestellt VEREINE in Ludwigsfelde im Einsatz!“ Denn eines hat sich in den vielen Jahren nicht verändert: Die Liebe zum FC Union. „In den letzten Jahren gab es kein einziges Spiel, wo nicht mindestens ein Vereinsmitglied vertreten war – egal, ob Heimspiel oder Auswärtsspiel“. Doch die Mitglieder des Union-Fan- Clubs schauen nicht nur zu, wie andere Fußball spielen, sondern sind auch selbst aktiv. Jeden Mittwoch wird trainiert, um für Turniere gerüstet zu sein. Und das harte Training zahlt sich aus: Letzten Sommer holte der UFC Ludwigsfelde den mittlerweile dritten Unionpokalsieg (nach den Siegen 1999 und 2000). Für Vereinsmitglied Kevin Senft ein ganz besonderes Erlebnis: „Ich habe 1999 vom Spielfeldrand meinen Vater angefeuert, der damals mit der Mannschaft um den Pokal gekämpft hat. Nach dem Sieg habe ich natürlich mitgefeiert. Ohne genau zu verstehen um was es ging, habe ich gespürt, dass da etwas ganz Großes passiert ist. Die Freude der Spieler war grenzenlos. Dasselbe 18 Jahre später selbst erleben zu dürfen, war der Wahnsinn!“ Um die Freude am Freizeitfußball mit den Ludwigsfeldern zu teilen, veranstaltet der UFC jährlich ein Sommer- und ein STECKBRIEF Gründungsjahr: März 1979 Mitglieder: 78 Vereinsräume: Gottlieb-Daimler- Schule Ludwigsfelde Training: mittwochs 20-22 Uhr, Waldstadion Ludwigsfelde Kontakt: Georg Bartossek, 0162 49 65 791 Winterturnier. Das Sommerturnier erstreckt sich über drei Tage und findet im Waldstadion statt. Freitags ist Anreisetag, der das Turnier je nach Anmeldestatus durch ein Altherrenturnier oder eine Stadtmeisterschaft einläutet. Samstags finden die Vorrunden der circa 50 Mannschaften statt und am Sonntag treten die besten 10 Mannschaften gegeneinander an, bis sich der Sieger über den Gewinn von einer Trommel Bier und einer Flasche Pfeffi freuen darf. „Der Anreiz scheint zu stimmen“, freut sich Georg Bartossek über die rege Teilnahme. „Aber die Veranstaltung ist schon auch ein kleiner Kraftakt, vom Beantragen der Genehmigungen fürs Zelten am Waldstadion über das Pfeifen der Spiele, die Essens- und Getränkeversorgung bis zum Toilettendienst – es müssen schon alle mit anpacken, damit das klappen kann. Aber es funktioniert und am Ende sind wir immer erschöpft, aber glücklich.“ Zum nächsten Winterturnier am 16. Dezember werden knapp 70 Mannschaften in Ludwigsfelde erwartet. Eine hervorragende Gelegenheit, den Union-Fan-Club Ludwigsfelde kennen zu lernen und anzufeuern... Angelika Laag

LUDWIGSFELDER BOTE | Ausgabe 21 | 11. November 2017 | 7 | Kultur macht Spaß KULTURPASS FÜR SCHÜLER Mitte Oktober verteilte die Stadtverwaltung Ludwigsfelde hunderte Kulturpässe an ihre Grundschüler. Der Kulturpass, der vollständig „Kultur & Freizeit(S)PASS“ heißt, soll bei Kindern ein Bewusstsein für Kultur schaffen, unabhängig von den Interessen der Eltern. Er motiviert die Schülerinnen und Schüler, möglichst viele kulturelle Veranstaltungen kennenzulernen und so ein Verständnis für Kultur zu entwickeln. „Dabei ist Kultur deutlich mehr als Oper oder Museumsbesuch“, erklärt Stadtmarketingverantwortlicher Kevin Senft. „Dank der vielen Partner des Kulturpasses können wir zeigen, wieviel Kultur in Ludwigsfelde steckt. Neben dem Klubhaus als unser kulturelles Zentrum nehmen auch die Stadtbibliothek, die Musik- und Kunstschule, die Tanzschule Hueber, das DRK Jugendzentrum sowie das Stadt- und Technikmuseum an diesem Projekt teil.“ Ziel ist es, zehn der im Kulturpass aufgeführten Veranstaltungen bzw. Angebote zu besuchen und dafür Aufkleber oder Stempel zu sammeln. Auch eigene schulische Veranstaltungen oder Angebote im Urlaub können quittiert und gesammelt werden. Wer bis zum 28. Februar 2018 zehn Sticker oder Unterschriften gesammelt hat, kann das Heft in einem mit Absender versehenen Briefumschlag an die Stadtverwaltung Ludwigsfelde, Abteilung Kultur, Rathausstr. 3, 14974 Ludwigsfelde einsenden. Als Belohnung werden die kleinen Kulturfans ins Klubhaus Ludwigsfelde eingeladen, wo sie ein kleines Geschenk sowie ihre KULTURkunden erhalten. Entstanden ist der Kulturpass auf Initiative des Klubhauses Ludwigsfelde und der Agentur für Ansichtssache. Herausgeber ist die Stadt Ludwigsfelde. Der Kulturpass wird ab sofort regelmäßig zu jedem neuen Schulhalbjahr verteilt. Alternative Schulform gefordert INITIATIVE „PRO GESAMTSCHULE“ SAMMELT UNTERSCHRIFTEN Rund 1200 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die Grundschulen in Ludwigsfelde. Tendenz dank des großen Zuzugs von Familien mit Kindern steigend. Um den daraus resultierenden schulischen Herausforderungen gerecht zu werden, fordert die Initiative „Pro Gesamtschule“ die Errichtung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Ludwigsfelde. Aus zahlreichen Elterngesprächen wisse man, dass der Bedarf nach einer „wohnortnahen, begabungsgerechten Schulbildung, in der sich sowohl künftige Facharbeiter als auch Akademiker zuhause fühlen“ vorhanden ist. Auch die Tatsache, dass in einer solchen Schule ein Jahr mehr Zeit bleibt, das Abitur abzuschließen, wecke in vielen Eltern von gestressten oder gar überforderten Schülerinnen und Schülern den Wunsch nach einer alternativen Schulform. Unterstützer der Initiative können sich bis Ende dieses Jahres in der Unterschriftenliste eintragen. Diese liegt im KreativKollektiv in der Potsdamer Straße 92 in Ludwigsfelde aus. A.L. Thank you for the Music BENEFIZBALL DES FÖRDERVEREINS DER MUSIK- UND KUNSTSCHULE Kerzenleuchter auf den Tischen, festliche Roben und geschmackvolle Unterhaltung – so ließe sich der nunmehr siebte Benefizball des Fördervereins der Musik- und Kunstschule Ludwigsfelde in wenigen Worten zusammenfassen. „Der Benefizball ist eines der größten Events, die wir zu Gunsten der Musik- und Kunstschule organisieren“, erklärte Vorstandsmitglied Engelbert Rölver stolz mit Blick auf 119 vorverkaufte Karten. Er freute sich, neben zahlreichen Ludwigsfeldern auch Potsdamer, Berliner und Königs Wusterhausener Freunde des Fördervereins begrüßen zu dürfen. Der Ball sei eine hervorragende Möglichkeit, finanzielle Mittel für den Verein und somit zur Förderung der Musik- und Kunstschule zu sammeln und gleichzeitig die Früchte der Ernte zu präsentieren. Dass diese durchaus ertragreich ist, stellten die Musikschülerinnen und -schüler unter Beweis. Manon Rüdenburg (Fachlehrerin für Violine) eröffnete das musikalische Fotos: Angelika Laag Auftaktprogramm mit einigen barocken Sätzen. Begleitet wurde sie von ihrer Schülerin Elina Hanselmann am Klavier. Anschließend füllte die Musikschülerin Frieda Gleim mit ihrer Stimme den großen Klubhaussaal und begeisterte die anwesenden Gäste. Nikolas Heinemann, der seine Mitschülerin am Klavier begleitete, stand ihr in nichts nach und spielte die Klaviatur in bemerkenswerter Leichtigkeit rauf und runter. Für ihren finalen Titel „Thank you for the Music“, der durchaus auch als Motto des Abends herhalten könnte, erhielten sie minutenlangen Applaus. Nach dem gelungenen Auftakt genossen die Besucher ein schmackhaftes Büffet und tanzten bis spät in die Nacht zu Live-Musik der „Let’s Dance Band“. „Wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, sollte sich den 6. Oktober 2018 schonmal vormerken“, kündigte Rölver an. Dann wird der achte Benefizball stattfinden und den Spenden-Geigenkasten erneut zum Klingen bringen. A.L.

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