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AusZeit Magazin HW I

Bewohner auf dem Areal:

Bewohner auf dem Areal: der „Eremit“ Da unser Haus mitten im Biosphärenreservat Schorfheide– Chorin liegt, gibt es auf unserem Areal natürlich auch eine ausgeprägte Flora und Fauna. Eine Besonderheit darunter ist der Eremit. Gerade das Areal Hubertusstock ist einer der Hotspots für den weltweit geschützten Käfer. Der Eremit (Osmoderma eremita) ist ein Käfer aus der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae), er wird auch Juchtenkäfer genannt. Das seltene und unauffällig lebende Insekt ist in der Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union aufgeführt und dort als prioritäre Art eingestuft, für deren Art der Gemeinschaft besondere Verantwortung zukommt. Die Käfer leben in Baumhöhlen, die sie oft ihr ganzes Leben lang nicht verlassen. Ihre Anwesenheit ist mit einem Duft verknüpft, der von den Männchen als Sexuallockstoff produziert wird. Er wird mit „wie Juchtenleder“ oder „nach Aprikose duftend“ umschrieben. Die Männchen posieren an heißen Tagen in den Höhlenöffnungen. Dabei geben sie den charakteristischen Lockstoff ab, der 500 bis 1000 Meter weit wirksam sein soll. Die Paarung erfolgt in der Höhle. Flugaktiv werden die Tiere erst an Tagen, an denen 25 °C erreicht werden. Man kann die Käfer dann nicht nur um die Öffnung der Bruthöhle, sondern auch auf Blüten antreffen. Sie entfernen sich dabei gewöhnlich nur bis zu 200 Meter vom Brutbaum. Die Männchen leben nur zwei bis drei Wochen, die Weibchen bis zu drei Monate lang. Alle geeigneten Höhlen in Laubbäumen werden angenommen. Höhlen bildende Laubholzarten wie z. B. die Eiche oder im Süden die Platane sind besonders häufig Brutbäume. Die Tiere wählen gern Höhlen in größerer Höhe, als Richtgröße werden 6 bis 12 Meter angegeben. Bricht ein Baum zusammen und gelangt die Bruthöhle so in Bodennähe, wird Osmoderma schnell durch andere Tierarten (Schnellkäfer, Regenwürmer, Nashornkäfer) verdrängt. Ein guter Brutbaum kann jahrzehntelang bewohnt werden, vielleicht sogar über hundert Jahre lang. Man bezeichnet die Käfer eines Baumes als Population, die Käfer in einem zusammenhängenden Verbreitungsgebiet als Metapopulation. Die primären Lebensräume des Käfers sind Auenwaldreste (Hart- und Weichholzaue) sowie Eichen- und Hainbuchenwälder. In Deutschland ist der Käfer selten, jedoch noch überall verbreitet. Im Rahmen der politischen Auseinandersetzungen um den Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs („Stuttgart 21“) erlangte der Juchtenkäfer seit Herbst 2010 öffentliche Aufmerksamkeit und Bekanntheit. Von den Baumfällarbeiten im mittleren Schlossgarten waren auch Brutbäume des Juchtenkäfers betroffen. Nachdem die Deutsche Bahn durch Erhalt der Brutbäume die Artenschutzauflagen erfüllt hatte, hob das Eisenbahnbundesamt Ende Januar 2012 das bis dahin geltende generelle Fällverbot für die restlichen Bäume auf. Weitere Information über den Eremiten erhalten Sie auf der Seite www.eremit.net. 12

„Fresh Up“, unsere neuen KomfportPlus Zimmer Vielen Gästen gefällt unser moderne Stil, der sich heutzutage immer noch als zeitlos beschreiben lässt und architektonisch im Landkreis Barnim eine Besonderheit darstellt. Ziel des damaligen Architekten war, dass durch die vielen Glasflächen immer wieder die Natur in das Haus geholt wird. So ist fast jedes Fenster in unserem Hause, gleichzeitig eine Tür zum Park oder auf einen Balkon. Energetisch würde man heutzutage vielleicht nicht mehr mit so vielen Glasflächen arbeiten, da die Heizkosten zum Teil vom normalen Standard abweichen, obwohl im Jahr 2011 ein modernes Blockkraftheizwerk eingebaut wurde. Eine weitere Besonderheit in unserem Hause sind die vielen großzügigen Zimmer und Gänge, in der Fachsprache würde man sagen, dass wir sehr viele Quadratmeter pro Gast anbieten. Auch dies gefällt unseren Gästen sehr gut. In diesem Frühjahr haben wir nun 20 Zimmer in der obersten Etage renoviert und bis auf das Bett die Möbel und die Gardienen ausgetauscht. In Zusammenarbeit mit der Firma Furncon aus Stadtlohn wurde ein Raum– und Farbkonzept mit den Farben dunkelrot, grau und weiß entwickelt, dass den Charakter des Hauses wiederspiegelt. Der Stil im eher nordischen Design wurde beibehalten. Ein großzügiger Schreibtisch mit bequemen Echtlederstuhl, ein Beistelltisch zum Relax– Sessel, sowie zwei neue großzügige Nachttische bilden zusammen ein frisches und dennoch gemütliches Ambiente. Als besonderen Akzent hat die Firma Furncon eine Bogenlampe geplant, die das Licht an die richtige Stelle bringt und die gemütliche Atmosphäre unterstreicht. Die Qualität der Möbel aus dem Hülsta Now Programm unterstreicht die hochwertige Ausstattung des ganzen Hauses. Neu sind auch die Vorhänge in grau gehalten, die als Blackouts angefertigt wurden und das Zimmer gut verdunkeln. Obwohl, eigentlich ist es fast zu schade die Gardienen zuzuziehen, schaut man doch im Sommer direkt auf eine blühende Wiese und unseren drei Bienenstöcken. Wenn auch Sie in den unsere neuen Zimmer genießen möchten buchen Sie diese zum Preis ab 85,00 Euro im Einzelzimmer und 125,00 Euro im Doppelzimmer. 13