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AusZeit Magazin HW I

Gesichter des Hauses . .

Gesichter des Hauses . . . 18

. . . Heike Meyner, Frühstücksservice Mit Unterbrechung ist Heike Meyner bereits seit 1984 auf dem Areal Hubertusstock beschäftigt. Dementsprechend kann sie eine Menge erzählen, was sich in den Jahrzehnten rund um das Jagdschloss Hubertusstock zugetragen hat. Angefangen hat Frau Meyner als ständiges Wirtschaftspersonal für das Areal. Zusammen mit ihrem Mann, der Koch gelernt hat, war sie für die Versorgung und Bewirtung des ständig stationierten Personals zuständig. Wenn dann noch Herr Honecker für einen Staatsbesuch nach Hubertusstock kam, hatte sie auch den Mitarbeiterstab von Herrn Honecker zu bewirten. Die Staatsbesucher selbst hat sie nicht bewirtet, so erzählt Frau Meyner. Dazu wurde immer extra Personal aus Berlin mitgebracht. Aber natürlich war zu den Zeiten viel los auf dem Gelände und an Ruhe nicht zu denken. Letztendlich war sie dann froh, wenn die ganze „Entourage“ wieder abgereist war und sie das Areal mit der Stammmannschaft wieder für sich hatte. Nachdem die Grenze wieder geöffnet war, begann eine ungewisse Zeit für das Areal Hubertusstock und Frau Meyner wechselte ab 1990 zur Gaststätte „Am Spring“ am Werbellinsee. Bereits 1994 kehrte sie jedoch schon auf Hubertusstock zurück. Die Savoy Hotels aus Berlin hatten das Jagdschloss in Erbpacht übernommen und die Gästeresidenzen im Park zu Hotelzimmern umgebaut. Im Jagdschloss befanden sich nun ein Restaurant und verschiedene Räumlichkeiten für Familienfeiern. Heike Meyner fing wieder im Service an und kümmerte sich um die Restaurantgäste des Jagdschlosses Hubertusstock. Es war eine sehr aufregende und doch sehr anstrengende Zeit. Das Areal wurde fast überrannt, jeder wollte sehen, wo Honecker seine Staatsgäste empfangen und in der Zeit gewohnt hat. Zu ihren Aufgaben gehörte dann auch, zusammen mit ihren Kollegen, die Massen zu bändigen und ihnen in 20ziger Gruppen das Jagdschloss und Areal für einen Eintritt von 2,00 D– Mark zu zeigen. Als dann das moderne Seminarzentrum im Jahr 1998 seine Türen öffnete, war Heike Meyner eine der ersten Mitarbeiterinnen im Restaurant „Von Hövel“. Diesem ist sie bis heute treu geblieben und betreut unsere Frühstücksgäste. Privat gibt Heike Meyner ihre Familie den nötigen Rückhalt vom stressigen Arbeitstag. Ihr „Ein und Alles“ ist ihre achtjährige Enkelin Maggie, mit der sie gern Ausflüge und Reisen in andere Ringhotels unternimmt. Ihr Lebensmotto ist „Nicht in den Tag hineinleben, sondern jeden Tag aufs Neue leben“. So springt sie, sooft sie es kann, auch in Ihren geliebten Werbellinsee und genießt die Ruhe. 19