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"A Tavola" Ausgabe 1 Apulien

Geschichten über Apulien und seine Küche

Geschichten über Apulien und seine Küche

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A TAVOLA<br />

GESCHICHTEN ÜBER ITALIEN UND SEINE KÜCHE<br />

001<br />

NOVEMBER<br />

2 0 1 7<br />

APULIEN<br />

S P<br />

I T<br />

E C<br />

A<br />

I A<br />

L I<br />

L I<br />

A N<br />

T I<br />

E S<br />

In der Küche läuft hier<br />

alles wie geschmiert.<br />

Trattoria<br />

Il Buco dei Golosi<br />

IN DER HÖHLE DER<br />

GENIESSER IN ANDRIA<br />

Olio<br />

Guglielmi<br />

IM OLIVENHAIN HÖREN<br />

DIE GUGLIELMI DAS GRAS<br />

WACHSEN<br />

Terra Aqua<br />

WARUM ALESSANDRO ROSSI<br />

ZURÜCK AUF DEN<br />

BODEN WOLLTE


A TAVOLA<br />

NOVEMBRE 2017<br />

Inhalt<br />

Zibibbo<br />

Genussbox.<br />

So geht’s.<br />

22<br />

4. Region des Monats:<br />

<strong>Apulien</strong><br />

Kurioses über die Region und ihr Essen<br />

6. Genussbox <strong>Apulien</strong><br />

Was Sie alles in der Genussbox finden<br />

15<br />

“Zibibbo bringt jeden Monat eine italienische Region in Ihre Küche:<br />

kompakt in der Box, mit Produkten direkt vom Bauern<br />

und von kleinen Herstellern.<br />

”<br />

Jede Region schmeckt anders.<br />

18<br />

8. Restaurant des Monats<br />

Tipps von der Trattoria<br />

Il Buco dei Golosi in Andria<br />

10. Unser Menüvorschlag<br />

Antipasto Pugliese, die typischen<br />

Orecchiette, Caciocavallo und etwas Süßes<br />

Lassen Sie uns mal machen. Jeden<br />

Monat probieren wir typische<br />

Lebensmittel einer italienischen<br />

Region und stellen aus den besten<br />

eine Genussbox für Sie zusammen.<br />

Vom Antipasto bis zum Dessert,<br />

ein Menü mit 4-5 Gängen. Jede<br />

Box enthält eine Broschüre mit<br />

Rezepten, Geschichten zu<br />

Produkten, Herstellern, kleinen<br />

Restaurants. So gehen Sie mit<br />

uns auf Reisen. Und können<br />

beim Essen mit Freunden davon<br />

erzählen. Wenn’s geschmeckt<br />

hat: In unserem Shop gibt’s die<br />

Produkte auch einzeln.<br />

15. Olio Guglielmi<br />

Lernen Sie die Guglielmi’s und ihre<br />

Passion für das Olivenöl kennen<br />

18. Terra Aqua<br />

Alessandro Rossi, der Ingenieur,<br />

der Marmeladen liebt<br />

10<br />

PRODUKTE AUS<br />

EINER REGION<br />

Eine Box ist ein Menü.<br />

Jeden Monat aus einer<br />

anderen italienischen<br />

Region. Laden Sie schon<br />

mal Ihre Freunde ein.<br />

HERSTELLER AUS<br />

LEIDENSCHAFT<br />

Wir kennen alle<br />

Hersteller persönlich. Sie<br />

lieben ihr Stück Land,<br />

ihr Erbe, die Tradition.<br />

Sie können Ihnen in die<br />

Augen schauen.<br />

REZEPTE<br />

MIT TRADITION<br />

Kein Plan? Trattoria-<br />

Köche, Produzenten,<br />

Freunde zeigen Ihnen feine<br />

Küchentricks. Machen<br />

Sie es einfach wie wir in<br />

Italien.<br />

HIER KOMMT<br />

DIE BOX<br />

Ihre Wunschbox wird<br />

frisch zusammengestellt<br />

und verschickt. Wir<br />

klingeln, Sie müssen bloß<br />

die Tür aufmachen.<br />

21. Geschenkbox<br />

Terra Aqua<br />

Die ganz besonderen Marmeldaden<br />

aus Sizilien in limitierter Auflage<br />

22. Produktliste<br />

Genussbox<br />

Alle Produkte der Box mit<br />

detaillierten Angaben<br />

2<br />

3


Region des Monats<br />

Produkt des Monats<br />

APULIEN<br />

CIME DI RAPA<br />

Die Erde ist karg<br />

hier, Wasser rar,<br />

wer essen wollte,<br />

tat gut daran, zu<br />

experimentieren.<br />

Die italienischen<br />

Kohlköpfchen.<br />

“White, Red &<br />

Green è l’espressione<br />

di un’italianità<br />

contemporanea,<br />

etica ed efficiente...<br />

È la dichiarazione di<br />

In der Küche läuft hier alles wie geschmiert.<br />

Eine inspirierende Mischung aus eingewanderten<br />

Ideen und lokalen Zutaten.<br />

"Der Stöckel eines<br />

Stiefels kann ganz schön was<br />

aushalten. Wie man an <strong>Apulien</strong><br />

im italienischen Finis terrae<br />

sieht. Im Lauf der Geschichte<br />

wurde es x-mal erobert und<br />

als Sprungbrett für große<br />

Expeditionen missbraucht: vom<br />

Okzident in den Orient, vom<br />

Orient nach Europa. Dazwischen<br />

machten die Pugliesi, wie die<br />

Einwohner genannt werden,<br />

ihre Rücken auf Kornfeldern und<br />

Schafweiden krumm oder in<br />

ihren Fischerbooten, um über<br />

die Runden zu kommen. Die<br />

Erde ist karg hier, Wasser rar,<br />

wer essen wollte, tat gut daran,<br />

zu experimentieren, sich auf die<br />

Traditionen seiner Familie zu<br />

verlassen – und Olivenbäume<br />

zu pflanzen. In <strong>Apulien</strong> werden<br />

70 Prozent des italienischen<br />

Olivenöls hergestellt.<br />

Die Eigenart der Pugliesi ist eine<br />

perfekte mediterrane Mischung<br />

aus eingewanderten Ideen<br />

und lokalen Zutaten. So lieben<br />

die Süditaliener den bitteren<br />

Geschmack ihrer Gemüsesorten,<br />

nehmen diesem jedoch durch<br />

Gewürze, Weichkäse oder gar<br />

süße Noten die Spitze. Das<br />

entspricht ihrem Naturell: Alles<br />

soll zur Geltung kommen,<br />

kein Geschmack darf sich<br />

vordrängen. Neue Studien<br />

meinen, dass hier im Süden<br />

das erste Kochbuch entstand.<br />

Friedrich II., der moderne<br />

Stauferkaiser, soll es im 13.<br />

Jahrhundert in Auftrag gegeben<br />

haben. Eine der Regionen, wo<br />

er sich am liebsten aufhielt, war<br />

<strong>Apulien</strong>. Ob das der Beginn der<br />

deutschen Liebe zu Italien war?<br />

Wer in <strong>Apulien</strong> einen Garten<br />

hat, hat auch Cime di rapa<br />

angepflanzt. Die Pugliesi lieben<br />

das Stängelkohlgemüse mit dem<br />

leicht bitteren Aroma. Verkuppelt<br />

mit den Orecchiette, einer<br />

typischen Nudelform, werden<br />

die Cime di rapa zum apulischen<br />

Nationalgericht. Die Ernte erfolgt<br />

im Herbst, wenn die Pflanzen<br />

knapp einen Meter hoch und<br />

die Blüten noch in der Knospe<br />

sind. Cime di rapa gelten als<br />

hautreinigend und kraftspendend:<br />

sie enthalten Folsäure, Eisen und<br />

Kalzium, Vitamin A, B2 und C.<br />

Das Gemüse wurde in die Liste<br />

der traditionellen regionalen<br />

Produkte aufgenommen. Und wie<br />

kocht man es, dass die Pugliesi<br />

zufrieden sind? Entdecken Sie<br />

das Rezept auf Seite 13.<br />

Der Nationalpark<br />

Alta Murgia ist ein<br />

Kalksteinplateau<br />

mit ausgedehnten<br />

Kornfeldern und<br />

Wiesen, die von<br />

Schafspuren, alten<br />

Johannisbrotbäumen<br />

und Lentiskusbüschen<br />

geprägt sind.<br />

4<br />

5


GENUSSBOX APULIEN<br />

Was finden Sie in der Box?<br />

NATIVES OLIVENÖL EXTRA<br />

erste Güteklasse, Sorte fruchtig,<br />

aus Coratina und Oligarola Oliven<br />

der Ölmühle Guglielmi<br />

aus Andria<br />

KEKSE “BISCOTTI DEL SENATORE”<br />

nach einem traditionellen<br />

Rezept von der Bäckerei Biscò<br />

in Altamura aus der alten<br />

Getreidesorte Senatore Cappelli<br />

ORECCHIETTE NUDELN<br />

die typische apulische<br />

Nudelspezialität aus<br />

Hartweizen von der<br />

Manufaktur Centoni<br />

QUITTEN KONFITÜRE EXTRA<br />

mit einem Fruchtanteil von 78%<br />

und einem Zuckergehalt von nur<br />

40% von der Manufaktur Perchè<br />

ci credo aus dem Salento<br />

CONDIMENTO-<br />

EINGELEGTES GEMÜSE<br />

CIME DI RAPA<br />

von der Manufaktur<br />

Perchè ci credo aus dem Salento<br />

CACIOCAVALLO HALBSCHARF<br />

der typische Käse hergestellt<br />

nach dem traditionellen Filata<br />

Verfahren von der Käserei<br />

der Familie Olanda aus Andria<br />

CAPOCOLLO PICCANTE<br />

traditionelle Wurstspezialität<br />

hergestellt aus dem Kopf und<br />

Nacken des Schweins von der<br />

Manufaktur Vizzuso an der<br />

Grenze der Murgia Hochebene<br />

zu Basilicata<br />

FRISE GEBÄCK AUS HARTWEIZEN<br />

nach einem traditionellen<br />

Rezept von der Bäckerei Biscò<br />

in Altamura<br />

BRUSCHETTA AUFSTRICH<br />

mit getrockneten Tomaten und<br />

Kapern von der Manufaktur<br />

Perchè ci credo aus dem Salento<br />

WEIN LA PRUINA<br />

NEGROAMARO IGP ROSE’<br />

vom Landwirtschaftsbetrieb<br />

D’Apolito Pietro aus dem<br />

Salento<br />

6<br />

7<br />

MEHRKORN TARALLUCCI<br />

nach einem traditionellen<br />

Rezept von der Bäckerei Biscò<br />

aus Altamura


Restaurant des Monats<br />

TRATTORIA<br />

IL BUCO<br />

DEI GOLOSI<br />

In der Höhle<br />

der Genießer.<br />

Meinen die uns?<br />

Gemüsemarkt<br />

Als wir Anfang September<br />

die Speisekarte studieren,<br />

bestellen wir natürlich<br />

Orecchiette con cime di rapa,<br />

das apulische Nationalgericht:<br />

Nudeln, die aussehen wie<br />

Öhrchen, angemacht mit<br />

Stängelkohlspitzen. Es ist noch<br />

Sommer, wir sitzen draußen<br />

und schauen auf den weiß<br />

leuchtenden Hauptplatz von<br />

Andria nördlich von Bari, der um<br />

diese Zeit menschenleer ist. Zu<br />

Mittag sitzen alle Süditaliener<br />

um einen gedeckten Tisch.<br />

Giuseppe Piombarolo, der Wirt,<br />

lässt uns süße, gekochte Oliven<br />

probieren, die wir gar nicht<br />

bestellt haben. Seine Tochter<br />

Alessia hat sie zubereitet, sie<br />

ist 26 und Giuseppe, das merkt<br />

man, ist stolz auf sie. Vor sechs<br />

Jahren haben die Piombarolo<br />

ihre Trattoria „Il buco dei golosi“<br />

eingerichtet. Vater Giuseppe<br />

und Tochter Simona machen<br />

den Service, die Mutter ist der<br />

Jolly, sagt Köchin Alessia, meist<br />

hilft sie in der Küche mit. „Ich<br />

weiß ja erst seit kurzem, dass<br />

ich Köchin sein will. Und das<br />

auch kann“, verrät Alessia. Mehr<br />

oder weniger hat sie sich das<br />

Kochen selber beigebracht,<br />

Hausfrauen über die Schulter<br />

geschaut, Bücher gelesen, im<br />

Internet gelernt. „Spaghetti<br />

können wir“, scherzt sie. Wenn<br />

sie jedoch ganz sicher gehen<br />

will, kocht sie noch heute nach<br />

Familienrezept. Zum Beispiel<br />

Orecchiette con cime di rapa.<br />

Ihre Augen leuchten, als sie<br />

aufzählt, was es dazu braucht.<br />

„Kleine frische Tomaten,<br />

Sardellen, Öl, Knoblauch, die<br />

vorher in Wasser gekochten<br />

Cime di rapa.“ Sie kauft sie<br />

am Gemüsemarkt oder bei<br />

ausgewählten Händlern. „Kein Käse!<br />

Das passt gar nicht!“, sagt<br />

sie streng. „Kennt ihr die Version<br />

mit in Öl getoasteten Brotbröseln“,<br />

fragt sie, als wir uns verabschieden,<br />

„das mache ich, wenn ich das<br />

Rezept verfeinern will.“<br />

Nein, sagen wir. Arrivederci,<br />

ruft uns Alessia nach.<br />

Auf Wiedersehen. Natürlich.<br />

Wirt Giuseppe Piombarolo<br />

und Tochter Simona kennen<br />

alle Rezepte aus ihrer Küche.<br />

“Cime di rapa oder Fisch? Da passt kein Hartkäse<br />

dazu. Aber wie ein Sprichwort bei uns sagt: Binde den<br />

Esel dort an, wo der Besitzer es will.<br />

”<br />

Giuseppe Piombarolo,<br />

WIRT IM „IL BUCO DEI GOLOSI“<br />

8<br />

9


Zum Start<br />

ANTIPASTO<br />

PUGLIESE<br />

VORBEREITUNG<br />

10 MIN<br />

SCHWIERIGKEIT<br />

EINFACH<br />

ZUTATEN FÜR<br />

4 PERSONEn<br />

Unser<br />

Menüvorschlag<br />

für <strong>Apulien</strong>:<br />

Frise und Bruschetta Aufstrich mit<br />

getrockneten Tomaten und Kapern<br />

Capocollo mit Mehrkorn Tarallucci<br />

Orechiette mit Cima di rapa<br />

Caciocavallo mit Quitten Konfitüre<br />

Etwas Süßes zum Abschluß:<br />

Kekse “Biscotti del Senatore”<br />

mit einem Caffé Espresso<br />

Anleitung Frise:<br />

Die Frise mit etwas lauwarmen<br />

Wasser beträufeln. Dadurch<br />

weichen sie leicht auf und<br />

zerbröseln nicht so sehr beim<br />

Essen. Darauf einige Tropfen des<br />

nativen Olivenöls extra fruttato<br />

von Guglielmi geben. Das Öl aus<br />

Coratina und Ogliarola Oliven hat<br />

einen fruchtigen Geschmack nach<br />

frischen Mandeln und Artischoke,<br />

ideal für Pasta, Fleischgerichte<br />

oder Pizza und Bruschette. Die<br />

Frise nun mit dem Bruschetta<br />

Aufstrich mit getrockneten<br />

Tomaten und Kapern belegen.<br />

Zum Schluß noch einige Tropfen<br />

des Olivenöls zur Verfeinerung.<br />

Eventuell mit einigen frischen<br />

Basilicobätter dekorieren.<br />

FRISE AUS HARTWEIZEN<br />

Frise sind typische Backwaren aus <strong>Apulien</strong> die sich hervorragend für die Zubereitung<br />

eines typischen Antipasto eignen oder zu Pastagerichten gegessen werden. Wir<br />

schlagen Ihnen einen Antipasto mit Frise aus Hartweizen von der kleinen Bäckerei<br />

Biscò aus Altamura und einem Bruschetta Aufstrich mit getrockneten Tomaten und<br />

Kapern des handwerklichen Herstellers Perché ci credo aus dem Salento vor.<br />

CAPOCOLLO MIT MEHRKORN TARALLUCCI<br />

Capocollo ist eine Spezialität die im Gebiet um Martinafranca in <strong>Apulien</strong> beheimatet<br />

ist. Der Zuschnitt aus dem Kopf und Nacken des Schweins wird 8-10 Tage gepökelt<br />

und danach 100-120 Tage gereift. Der Capocollo der Metzgerei Vizzuso wird mit einer<br />

speziellen von den Vorfahren überlieferten Kräutermischung gewürzt. Wir haben uns<br />

für die etwas pikantere Variante entschieden die unserer Meinung nach besonders gut<br />

mit den Mehrkorn Tarallucci der Bäckerei Biscò aus Altamura harmoniert.<br />

Anleitung Capocollo:<br />

Den Capocollo aus dem Naturdarm<br />

nehmen, mit einem scharfen<br />

Messer dünn aufschneiden<br />

und mit den Tarallucci geniessen.<br />

Am Besten isst man den Capocollo<br />

direkt auf einem Holzbrett wo jeder<br />

zugreift. Besonders schmeckt er mit<br />

einem Glas Negroamaro Igp Rot<br />

La Pruina oder einem Primitivo<br />

di Manduria Doc Morante - aus<br />

dem Shop.<br />

Weinbegleitung:<br />

Negroamaro rosè IGP <strong>Apulien</strong> La<br />

Pruina<br />

des Landwirtschaftsbetriebes Pietro<br />

D’Apolito<br />

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10


Pasta<br />

Zutaten:<br />

500 g Orecchiette aus<br />

Hartweizen von Centoni<br />

2 Gläser des Condimento<br />

Cime di Rapa (Stängelkohl)<br />

ORECCHIETTE<br />

MIT CIME<br />

DI RAPA<br />

4-5 Löffel natives Olivenöl extra<br />

fruttato von Guglielmi<br />

Salz, Peperoncino<br />

ev. 2 Knoblauchzehen<br />

ev. 8-9 frische Kirschtomaten<br />

VORBEREITUNG<br />

10 MIN<br />

KOCHZEIT<br />

20 MIN<br />

SCHWIERIGKEIT<br />

LEICHT<br />

REZEPT FÜR<br />

4 PERSONEN<br />

“Wenn Sie alles richtig machen wollen, achten Sie auf die Nudelform. Die Frauen von<br />

Bari haben für das apulische Nationalgericht eine eigene Nudelgestalt entwickelt: Öhrchen,<br />

die orecchiette, in deren Muschel sich die Sauce gut sammeln kann. Zum ersten Mal tauchen<br />

Orecchiette um 1300 auf; sie entstehen, indem man den Daumen in den Nudelteig drückt.<br />

Manche Forscher wollen darin einen Einfluss jüdischer Küchentradition erkennen, andere<br />

vermuten die Ursprünge in der Provence. Egal, in <strong>Apulien</strong> gehören die Orecchiette mit den<br />

leicht bitteren Stängelkohlsprossen zum fixen Speiseplan. Und jeder Koch und jede Köchin<br />

verfeinern auf ihre Weise das Grundrezept.<br />

”<br />

12<br />

Die Weinempfehlung:<br />

Negroamaro rosato<br />

IGP Puglia La Pruina.<br />

Farbe leuchtend rosa,<br />

im Geschmack<br />

wohltuend fruchtig nach<br />

Himbeere<br />

und Erdbeere.<br />

Rund und voll im<br />

Körper.<br />

Anleitung:<br />

1. Füllen Sie reichlich Wasser<br />

in einen großen Topf und<br />

erhitzen Sie es, bis es kocht.<br />

Salzen Sie das Wasser sobald<br />

es zu kochen beginnt. Geben<br />

Sie die Nudeln in das kochende<br />

Wasser und lassen Sie diese<br />

bei leicht kochendem Wasser<br />

ungefähr 15-18 Minuten kochen.<br />

2. Während die Nudeln<br />

kochen, erhitzen Sie das<br />

Olivenöl in einer Pfanne. Je<br />

nach Geschmack geben Sie<br />

eventuell die 2 Knoblauchzehen<br />

als ganze Stücke dazu und<br />

lassen diese für 2-3 Minuten<br />

anbraten. Danach aber in jedem<br />

Fall die Knoblauchzehen wieder<br />

entfernen. Wenn Sie die Sauce<br />

etwas würziger haben möchten<br />

geben Sie 4-5 Sardellenfilets<br />

in das heiße Olivenöl. Lassen<br />

Sie alles ziehen, bis die<br />

Sardellenfilets sich aufgelöst<br />

haben. Geben Sie jetzt die<br />

2 Gläser mit den gekochten<br />

Cime di rapa ins Öl und<br />

erhitzen alles einige Minuten.<br />

Würzen Sie nach Belieben<br />

mit Salz und Peperoncino.<br />

Die bissfest gekochten<br />

Orecchiette (entscheiden<br />

Sie selber wie Sie die Pasta<br />

möchten, wir empfehlen ca.<br />

13<br />

16-17 Minuten) werden in der<br />

Sauce geschwenkt, bis alles gut<br />

vermischt ist. Unser Tipp geben<br />

Sie auch einige Esslöffel des<br />

Nudelwassers dazu dann wird<br />

die gesamte Sauce cremiger.<br />

Richten Sie die Orechiette auf<br />

den Tellern an.<br />

3. Alessia Piombarolo, die<br />

junge Köchin in der Trattoria<br />

„Il buco dei golosi“ in Andria<br />

nördlich von Bari, verfeinert<br />

die Sauce mit frischen kleinen<br />

Kirschtomaten, die geviertelt<br />

und kurz im Öl angebraten<br />

werden. Der Olivenölhersteller<br />

Riccardo Guglielmi mag das<br />

Gericht am liebsten, wenn über<br />

die fertige Pasta in Olivenöl<br />

geröstete Weißbrotkrümel<br />

gestreut werden.


CACIOCAVALLO MIT<br />

QUITTEN KONFITÜRE.<br />

Caciocavallo ist ein Käse der in den süditalienischen<br />

Regionen hergestellt wird und durch seine Birnenform<br />

zu erkennen ist. Unser Caciocavallo wird nach<br />

dem traditionellen Filata Verfahren von dem<br />

handwerklichen Familienbetrieb Olanda in Andria<br />

hergestellt, der vielfach national und international<br />

ausgezeichnet wurde. Er bildet einen perfekten<br />

Abschluß für ein typisches apulisches Essen. Schneiden<br />

Sie den Caciocavallo in ca. 1 cm dicke Scheiben und<br />

servieren Sie dazu die Quitten Konfitüre von Perché<br />

ci credo. Die Quitten werden im Herbst gepflückt<br />

und mit nur 15% Zucker und Zitronensaft langsam<br />

gekocht. Die Konfitüre enthält kein Pektin oder andere<br />

Zusatzstoffe. Der kräftige Geschmack der Quitten<br />

kommt dadurch besonders hervor und kombiniert sich<br />

ausgezeichnet mit dem vollen, halbscharfen Geschmack<br />

des Caciocavallo von Olanda. Sollte der Caciocavallo<br />

auf der Kruste einen leichten Schimmel aufweisen ist<br />

dies kein Grund zur Sorge. Dies ist ein natürlicher<br />

Edelschimmel der von der Reifung in den Grotten<br />

stammt und den Sie ganz einfach mit einem feuchten<br />

Tuch entfernen sollten.<br />

Zum Schluß<br />

KÄSE UND SÜSSES,<br />

DAS SCHLIESST<br />

DEN MAGEN<br />

14<br />

DAS SÜSSE ENDE<br />

MIT KEKSEN DER<br />

GETREIDESORTE<br />

SENATOR CAPELLI<br />

Zum süßen Schluss empfehlen wir die Kekse aus der<br />

Linie Gustosano der Bäckerei Biscò aus Altamura zu<br />

einer Tasse Kaffee.<br />

Wir haben die Kekse “Biscotti del Senatore”<br />

ausgewählt. Dabei handelt es sich um Kekse nach<br />

einem alten, überlieferten Familienrezept die aus<br />

dem Hartweizenkorn der Sorte Senatore Cappelli,<br />

braunem Zuckerrohrzucker und nativem Olivenöl<br />

extra hergestellt werden. Einfache, wohlschmeckende<br />

Kekse für einen Abschluss unserer Genussreise durch<br />

<strong>Apulien</strong>. Schmecken hervorragend zu einer Tasse<br />

echtem italienischen Espresso oder für ganz süße<br />

Genießer einer Zabaione Creme, eine luftig leichte<br />

italienische Weinschaum-Creme aus Eigelb und<br />

Zucker, mit Marsala Wein. aus Sizilien verfeinert.<br />

1954kauft Saverio Guglielmi<br />

im apulischen Oliveneldorado<br />

eine Ölmühle und pflanzt<br />

seinen ersten Olivenbaum.<br />

Heute gehören zum<br />

Familienbetrieb 50.000<br />

Bäume, darunter autochthone<br />

Sorten wie Peranzana,<br />

Coratina, Ogliarola. Die<br />

ältesten Bäume sind 300<br />

Jahre alt. In energieautarken<br />

Anlagen und mit modernster<br />

Technologie wird kalt<br />

gepresstes Öl hergestellt.<br />

Ein gelbes Etwas zittert in der<br />

Ferne zwischen den Bäumen.<br />

Riccardo Guglielmi geht forschen<br />

Schrittes darauf zu, die Hände<br />

in den Jeans vergraben. Sein<br />

Neffe Saverio schaut zufrieden<br />

in die Baumkronen, bevor er uns<br />

nachhastet. Was ist das?<br />

Das Gelbe sieht wie ein Häuschen<br />

aus. Riccardo späht hinein:<br />

„Das ist eine Schädlingsfalle.“<br />

Die Guglielmi halten nichts<br />

davon, feste Daten in den<br />

Kalender einzutragen, an denen<br />

vorbeugend gespritzt wird.<br />

„Wir bekämpfen Schädlinge,<br />

wenn sie da sind.“ Fast 50.000<br />

Olivenbäume werden mit diesem<br />

System regelmäßig kontrolliert, die<br />

ältesten sind 300 Jahre alt. 4.000<br />

Bäumchen haben die Guglielmi im<br />

vergangenen Jahr neu gepflanzt.<br />

Hersteller Story<br />

FRANTOIO<br />

GUGLIELMI<br />

Die jungen Olivenbäume sind<br />

am empfindlichsten. Wächter<br />

patrouillieren dann durch<br />

die Haine. Zu leicht kann ein<br />

Jungbaum ausgerissen werden.<br />

Es gibt eben vielerlei Schädlinge.<br />

Wie Grossvater Saverio<br />

den ersten Olivenbaum<br />

pflanzte.<br />

In der Olivenölproduktion lassen<br />

sich die Guglielmi schon lange<br />

Im Olivenhain hören<br />

die Guglielmi<br />

das Gras wachsen.<br />

nicht mehr aus der Ruhe bringen.<br />

1954 kaufte Saverios Großvater<br />

mit seinen Brüdern in Andria die<br />

erste Ölmühle. Andria ist <strong>Apulien</strong>s<br />

Ölkessel, soweit man sehen kann,<br />

stehen hier knorrige Olivenbäume<br />

in roter Erde und färben die Luft<br />

graugrün. Damals gab es in Andria<br />

130 Mühlen, heute sind es noch<br />

18. „Jede Familie hatte ein paar<br />

Olivenbäume. Es war Tradition,<br />

15<br />

dass man sein Olivenöl selber<br />

presste“, erzählt uns Saverio.<br />

„Nur wir hatten bis dahin keinen<br />

einzigen Olivenbaum.“<br />

Die Guglielmi waren<br />

Tauschhändler. „Mit Karren und<br />

Esel transportierte mein Großvater<br />

Mandeln in die Berge des Gargano<br />

und brachte von dort Käse mit.“<br />

Endlich konnte er sich ein Stück<br />

Land leisten. Für den Olivenanbau.<br />

Mit den Jahren kam da noch ein<br />

Stückchen dazu und dort und<br />

damit immer mehr Oliven.<br />

Saverios Vater Vincenzo und<br />

Onkel Riccardo sind am liebsten<br />

draußen bei den Bäumen.<br />

Saverio, der Betriebswirtschaft<br />

studiert hat, kümmert sich<br />

um die Produktionsabläufe<br />

und ums Marketing. Er sagt<br />

es nicht, aber man spürt, er<br />

ist der Impulsgeber, der den<br />

Familienbetrieb modernisiert.<br />

Neue, energieautarke Anlagen<br />

wurden gekauft, aus dem Abfall<br />

der Olivenkerne wird jetzt Strom<br />

produziert, das frisch gepresste<br />

Öl wird sofort luftdicht unter<br />

Stickstoff gelagert, autochthone<br />

Olivenbaumsorten wie Coratina,<br />

Peranzana, Ogliarola ergänzen<br />

den Bestand.


Nur an einem wird nicht<br />

mehr als ein Olivenöl in der Küche<br />

gerüttelt: Das sind die Regeln<br />

haben. Noch wichtiger: Achten Sie<br />

von Großvater Saverio. Er hatte<br />

auf die Farbe. Sattgrün ist genauso<br />

großes Vertrauen in die Natur.<br />

schlecht wie strohgelb.“<br />

„Ein Olivenbaum ist robust, aber<br />

Wir nehmen uns vor,<br />

alles, was du tust, macht ihn<br />

nachzusehen, sobald wir zu Hause<br />

besser“, fasst Saverio das Credo<br />

sind. Gehen Sie schon mal vor in<br />

zusammen. So werden die<br />

Ihre Küche, ja?<br />

Einen Olivenbaum haut<br />

so schnell nichts um.<br />

Aber: kann man<br />

sicher sein?<br />

Bäume jedes Jahr geschnitten,<br />

damit sie Luft bekommen und<br />

die Sonne jeden Zentimeter<br />

der Pflanze erreichen kann.<br />

Jeder Baum der Guglielmi wird<br />

künstlich bewässert, damit er die<br />

nötigen Nährstoffe aufnehmen<br />

kann. Rund um den Stamm<br />

und die Wurzeln wird das Gras<br />

gemäht und das Unkraut von<br />

Hand ausgerissen.<br />

„Das kostet ganz schön viel<br />

Zeit und Geld“, sagt Saverio,<br />

„aber gerade kurz vor der Ernte<br />

sammelt der Baum noch einmal<br />

alle Kräfte“.<br />

Wir schauen uns um. Tatsächlich<br />

ist die Erde wie geputzt. Und<br />

aschtrocken. „Zuletzt hat es bei<br />

uns zu Ostern geregnet“, erinnert<br />

Wie mögen Sie ihr<br />

Olivenöl: kratzig, bitter<br />

oder fruchtig?<br />

In diesem Jahr kommt es<br />

besonders darauf an, nichts<br />

falsch zu machen, die Launen<br />

der Natur auszugleichen durch<br />

Erfahrung in der Produktion. Die<br />

Oliven müssen sofort gewaschen<br />

und kalt gepresst werden,<br />

spätestens zwölf Stunden nach<br />

der Ernte, die Flaschen besonders<br />

umsichtig gelagert werden.<br />

Beim Olivenöl wird sehr schnell<br />

klar, ob alles gut ist. „Man<br />

muss es riechen und kosten.<br />

Körperwarm, dann entfalten<br />

sich die Aromen am besten“,<br />

sagt Saverio. Wie beim Wein<br />

erkennt er Noten von frischen<br />

Tomaten, reifer Mandel,<br />

Was ist jetzt? Sitzt ein<br />

Schädling in der Falle?<br />

Als Onkel Riccardo Guglielmi sich<br />

ins Gespräch mischt, verstehen<br />

wir, warum es wichtig ist, gutes<br />

Olivenöl zu erwischen: „Ich gebe<br />

auf alle Speisen bei Tisch noch<br />

einen Faden rohes Öl.“ Auch auf<br />

die Pasta mit Cime di rapa?<br />

Er nickt. „Meine Mutter hat dann<br />

immer noch das Innere vom<br />

Weißbrot im Öl geröstet als letzten<br />

Schliff. Bis heute mag ich sie so<br />

am liebsten.“ Im Rezept, das wir<br />

kennen, kommt das nicht vor. Aber<br />

wir haben gelernt, in der Küche<br />

soll man einer apulischen Hausfrau<br />

nie widersprechen.<br />

10.000 Menschen sind in den<br />

Hainen rund um Andria auf den<br />

Beinen, wenn die Oliven geerntet<br />

werden. Der Arbeitstag beginnt<br />

um 4.30 Uhr und endet knapp vor<br />

Mitternacht. Für Saverio ist es die<br />

aufregendste Zeit im Jahr. „Pflicht<br />

und Freude“, sagt er.<br />

Er dreht sich um. Schaut in die<br />

Abendsonne. Genießt die Stille.<br />

Wir spähen in die gelbe Falle.<br />

Sie ist leer.<br />

Artischockenblättern. „Ich mag es<br />

frisch gepresst am<br />

sich Saverio. Es ist September.<br />

Die Ernte beginnt im Oktober.<br />

Ende Jänner werden die letzten<br />

Oliven vom Baum geschüttelt.<br />

„In diesen Monaten gibt es<br />

für uns keinen Sonntag und<br />

keinen Feiertag. Höchstens den<br />

Weihnachtstag“, sagt Saverio.<br />

Heuer wird der Ertrag magerer<br />

ausfallen als in den vergangenen<br />

Jahren. Aber es wird doch Öl<br />

geben? Gutes? „Ja“, sagt Saverio.<br />

liebsten“, sagt der<br />

junge Ölexperte.<br />

Darüber hinaus<br />

hat jeder seine<br />

Vorlieben: der<br />

eine mag es<br />

lieber bitterer, den<br />

anderen muss es<br />

im Hals kratzen.<br />

Saverio: „Ich<br />

sage den Leuten<br />

immer, sie müssen<br />

16<br />

17


Hersteller Story<br />

TERRA AQUA<br />

Der Ingenieur, der zurück auf den<br />

Boden wollte.<br />

Zurück auf den Boden<br />

wollte Alessandro Rossi,<br />

als er in Sizilien die<br />

Marmeladenmanufaktur<br />

TerraAqua gründete.<br />

Der Ingenieur bezeichnet<br />

sich als Träumer. Er lässt<br />

Marmeladen aus Früchten<br />

herstellen, die von einem<br />

einzigen Baum stammen oder<br />

von Obsthainen, die durch<br />

geografische Koordinaten<br />

exakt aufspürbar sind. So<br />

wissen Sie genau, wessen<br />

Zitronen, Orangen, Feigen<br />

Sie essen, wo und wie diese<br />

vor 20 Jahren verfügt. Die Bauern<br />

suchten sich einen Job und aßen<br />

ihre Orangen fortan selber. Mit<br />

Alessandro Rossi konnte ja keiner<br />

rechnen. Aus dem Veneto im<br />

Norden fuhr er 2016 nach Sizilien,<br />

hob die unförmigen Orangen<br />

vom Boden auf, war betört von<br />

ihrem Duft und gründete eine<br />

Marmeladenmanufaktur. Die<br />

kaum exklusiver sein könnte.<br />

Wie man Qualität orten<br />

lassen kann.<br />

Die Orangengärten und<br />

Zitronenhaine, aus deren<br />

Früchten Alessandro Rossi<br />

seine Marmeladen<br />

herstellen lässt,<br />

kann man mit den<br />

geografischen<br />

Koordinaten, die auf<br />

dem Etikett jedes<br />

Gläschens sichtbar<br />

sind, genau orten.<br />

Also nicht besonders gut und<br />

mit einem leicht verklärten<br />

Blick. Rossis Vorfahren waren<br />

Wanderbauern. Sie heuerten<br />

bei Großgrundbesitzern in<br />

der Valpolicella im Veneto an.<br />

Arbeiteten sich hinauf. „Adelino<br />

Lucchese, der Onkel meiner<br />

Großmutter, hat den Recioto<br />

Amarone entwickelt“, sagt<br />

Alessandro. Der Vater handelte<br />

mit Obst und Gemüse und half<br />

Bauern bei Restaurierungen am<br />

Haus. „Im Sommer haben wir<br />

Kirschen gepflückt, mein Vater<br />

ganz oben im Baum, ich in der<br />

Mitte, meine Schwester unten.“<br />

Der Duft reifer Früchte, danach<br />

gierte Alessandros Nase schon<br />

als Kind. „Und der Gaumen, das<br />

war ein Teil des Körpers, der<br />

in meiner Familie gehätschelt<br />

wurde“, erinnert er sich,<br />

„Rauchen und Alkohol gab es bei<br />

uns nicht.“<br />

Die ehrliche Art<br />

ein Produkt zu schaffen.<br />

Sogar das Datum der<br />

Ernte ist verzeichnet.<br />

Alle Früchte werden<br />

im Labor untersucht.<br />

Früher Kartone, heute<br />

Gläschen aus Sizilien.<br />

Vor 25 Jahren kam das Obst<br />

Alessandro Rossi<br />

dann plötzlich zu Weihnachten.<br />

will keine bösen<br />

Alessandro hatte geheiratet, die<br />

wachsen. Schauen Sie einfach<br />

vorbei auf Ihrer Italienreise.<br />

Wie Alessandro Rossi<br />

den Bauern einen Floh<br />

ins Ohr setzte.<br />

Gut, sagten die sizilianischen<br />

Bauern, dann lassen wir die<br />

Orangen halt von den Bäumen<br />

fallen. Zu hässlich seien diese<br />

geworden für die Kunden,<br />

unverkäuflich, hatten die Händler<br />

Überraschungen.<br />

Davon gibt es in der<br />

Lebensmittelindustrie schon zu<br />

viele, sagt er. Die Früchte, die<br />

für TerraAqua zu Marmelade<br />

verarbeitet werden, müssen<br />

einwandfrei sein. Nicht in der<br />

Form, aber in der Qualität.<br />

Bis vor kurzem kannte Alessandro<br />

Rossi sich in landwirtschaftlichen<br />

Belangen aus wie all jene, deren<br />

Großeltern einmal Bauern waren.<br />

Wurzeln seiner Frau reichen bis<br />

Sizilien und zu den Festtagen<br />

trudelte jedes Jahr per Post<br />

ein mit Bindfaden verschnürter<br />

Karton voll Zitrusfrüchte ein.<br />

Gleichzeitig sah Alessandro,<br />

dass die Verwandten seiner<br />

Frau immer seltener von der<br />

Landwirtschaft lebten. Mit<br />

„cugino Nino“ kam er schließlich<br />

ins Gespräch. „Ich wollte ihre<br />

Tradition erhalten und für meine<br />

18 19


Hersteller Story<br />

TERRA AQUA<br />

GESCHENKBOX TERRA AQUA<br />

Was enthält die Box?<br />

Familie, die immer für andere<br />

gearbeitet hat, endlich etwas<br />

Eigenes schaffen“, sagt er.<br />

Er wollte das Beste. Natürlich<br />

kultivierte Früchte aus Sizilien<br />

und anderen italienischen<br />

Regionen, eine nachvollziehbare<br />

Produktion, neue<br />

Geschmacksverbindungen. Und<br />

eine reine Weste. „Ich lege den<br />

gesamten Prozess vom Anbau<br />

bis zur Auslieferung offen.“<br />

Wie der Funke auf die<br />

Bauern übersprang.<br />

In Sizilien findet er endlich einen<br />

Marmeladenmacher, dem er<br />

vertraut. Alessandro: „Er war<br />

die jede Baumreihe abschließen,<br />

stecken andere mit dem neuen<br />

Enthusiasmus an.<br />

Alessandro Rossi ist der Funke,<br />

der überspringt. Er nutzt alle<br />

Kontakte, lässt die frischen<br />

Marmeladen verkosten,<br />

präsentiert ungewöhnliche<br />

Geschmackskombination,<br />

wie Zitronenkonfitüre im<br />

ungezuckerten Kaffee oder<br />

Pandoro, den italienischen<br />

Weihnachtskuchen, getränkt<br />

in Whiskey, mit einem Hauch<br />

Orangenmarmelade. In der<br />

Kochschule Teatro 7 in Mailand<br />

kriegten kürzlich zwei italienische<br />

Spitzenköche Wind von der<br />

Sache. Fabio Zanetello e Stefano<br />

Callegaro lieferten sich ein Duell,<br />

wer wohl das bessere Fingerfood<br />

mit TerraAqua Marmeladen<br />

kreiert, dazu mixte ein Barmann<br />

drei Cocktails auf der Basis der<br />

Marmeladen.<br />

Die ehrliche Art, ein<br />

Produkt zu schaffen.<br />

„Die Leute finden die Philosophie<br />

dahinter toll. Die ehrliche Art,<br />

ein Produkt zu schaffen, das<br />

schon immer existiert hat. Das<br />

gibt ein gutes Gefühl“, resümiert<br />

Alessandro.<br />

Auf die Menge kommt es<br />

Alessandro Rossi nicht an. Es<br />

gibt, was es gibt. Seine jüngste<br />

Marmeladenlinie stammt von<br />

einem einzigen Birnbaum in<br />

Maniace an den Hängen des<br />

Ätna. Der Baum der Sorte Butirra<br />

ist 80 Jahre alt, hat eine Krone<br />

von acht Meter Durchmesser<br />

und trug heuer im Sommer 350<br />

Kilo Birnen. Macht 500 Gläschen<br />

Marmelade.<br />

Das sind die GPS-Koordinaten<br />

des Baums: 37°52’33.5’’;<br />

Eine Geschenkbox<br />

in limitierter Auflage<br />

Alessandro Rossi hat für Zibibbo eine<br />

spezielle Geschenkbox kreiiert mit einer<br />

Auswahl von 4 speziellen Marmeladen<br />

aus seiner Terra Aqua Linie.<br />

Exklusiv<br />

bei Zibibbo<br />

ab 1. November 2017!<br />

Die Box gibt es nur in limitierter<br />

Auflage von 200 Stück und enthält<br />

neben den Marmeladen auch eine<br />

kleine Broschüre mit besonderen<br />

Rezepten die von Alessandro Rossi<br />

gemeinsam mit ausgewählten<br />

Köchen entwickelt wurden.<br />

1 Glas Orangenmarmelade 360g<br />

mit Orangen der Sorte Tarocco<br />

aus Sizilien<br />

1 Glas Zitronenmarmelade 360g<br />

mit Zitronen der Sorte Famulari<br />

aus Sizilien<br />

1 Glas Orangenmarmelade mit<br />

Zimt 240g mit Orangen der Sorte<br />

Tarocco aus Sizilien<br />

1 Glas Mandarinenmarmelade mit<br />

Kurkuma 240g mit Mandarinen<br />

der Sorte Avana aus Sizilien<br />

1 Rezeptfolder mit ausgefallenen<br />

Rezepten von Alessandro Rossi<br />

skeptisch, aber ich gab nicht<br />

auf. Als wir uns zum dritten Mal<br />

trafen, sagte er Ja.“ So kam es,<br />

dass auch die Bauern wieder<br />

mitmachen wollten. Ihre Felder<br />

waren zugewachsen, ihre<br />

Zitrusbäume zum Teil 70 Jahre<br />

alt. „Aber die tragen noch“, freut<br />

sich Alessandro, „die halten<br />

viel aus, selbst wenn man sie<br />

eine Zeitlang nicht pflegt.“ Die<br />

Verwandten sind die Ersten, sie<br />

putzen ihre Haine, setzen die<br />

Trockenmauern instand, stutzen<br />

die Feigenkakteen, fichi d’India,<br />

21


Produktliste<br />

GENUSSBOX<br />

APULIEN<br />

Unsere Produkte kommen nur von ausgesuchten Manufakturen und Landwirtschaftsbetrieben die naturnahe Produkte herstellen.<br />

Daher wollen wir Ihnen auch so transparent wie möglich die detaillierten Angaben zu den Zutaten, Allergenen und zu den<br />

Nährwerten der einzelnen Produkte auflisten. Für weitere Fragen zu den Produkten stehen wir Ihnen auch gerne persönlich zur<br />

Verfügung über unsere Servicenummer 80006565, per email info@zibibbo.de oder auf Facebook.<br />

CACIOCAVALLO AUS ROHMILCH HALBSCHARF<br />

ca. 300g-350g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Caseificio Olanda<br />

Michele Via Santa Maria dei Miracoli 150<br />

76123 Andria (BT)<br />

ZUTATEN: MILCH, Salz, Lab,<br />

Milchsäurebakterien<br />

ALLERGENE: MILCH und DERIVATE<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert<br />

466 Kcal 1948 KJ<br />

Fett 30,4g<br />

Kohlenhydrate 0,2g<br />

Eiweiß 35,8g<br />

Salz 0,46g<br />

CAPOCOLLO WÜRZIG<br />

ca. 300-350g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Salumificio Vizzuso<br />

C.so Vittorio Emanuele 2 - nc. 182<br />

76014 Spinazzola (BT)<br />

ZUTATEN: Schweinefleisch, Salz,<br />

Traubenzucker, Saccharose, Chili, natürliche<br />

Aromen; Antioxidantien: Ascorbinsäure (E300);<br />

Konservierungsmittel: Kaliumnitrat (E252).<br />

ALLERGENE: Keine<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert<br />

512 Kcal 2118 KJ<br />

Fett 45,61g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 13,60g<br />

Kohlenhydrate 3,5g<br />

davon Zucker 0,27g<br />

Eiweiß 21,8g<br />

Salz 2,178g<br />

ORECCHIETTE NUDELN AUS HARTWEIZEN<br />

500g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Loré’ Srl<br />

Via Giudice Paolo Borsellino 4<br />

74017 Mottola (TA)<br />

ZUTATEN: HARTWEIZENGRIESS, Wasser.<br />

ALLERGENE: GLUTEN<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert<br />

353 Kcal 1495 KJ<br />

Fett 1,9g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 0,6g<br />

Kohlenhydrate 71,5g<br />

davon Zucker 3,6g<br />

Eiweiß 11,3g<br />

Salz 0,01g<br />

MEHRKORN TARALLUCCI<br />

250g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Biscò<br />

di Luigi Picerno - Via Martin Luther King 70<br />

70022 Altamura (BA)<br />

ZUTATEN: Weizenmehl, Roggenmehl<br />

Typ „2“, Mehl aus gerösteten Weizen,<br />

Gerstenmehl, Hafermehl, natürliche<br />

Hefe aus Weizen in Pulverform, gemalztes<br />

Weizenmehl, Behandlungsmittel<br />

Mehl: Ascorbinsäureamylase, Weißwein,<br />

natives Olivenöl extra 14%, Olivenöl,<br />

(Sonnenblumenkerne, Sesamsamen,<br />

Kürbiskerne, Leinsamen) 3%, Salz.<br />

ALLERGENE: GLUTEN, SULFITE aus<br />

Weißwein; kann Spuren<br />

von LAKTOSE enthalten<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert 467,81 Kcal 1960,48 KJ<br />

Fett 19,85g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 2,40g<br />

Kohlenhydrate 57,47g<br />

davon Zucker 1,6g<br />

Eiweiß 11,92g<br />

Salz 2,54g<br />

FRISE AUS HARTWEIZEN<br />

300g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Biscò di Luigi<br />

Picerno - Via Martin Luther King 70<br />

70022 Altamura (BA)<br />

ZUTATEN: Mehl aus HartweizengrieSS,<br />

Wasser, Hefe, Salz.<br />

ALLERGENE: GLUTEN; kann Spuren von<br />

LAKTOSE, EI, HÜLSENFRÜCHTE<br />

und SOJA enthalten<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert<br />

398 Kcal 1686 KJ<br />

Fett 2,2g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 0,3g<br />

Kohlenhydrate 83,2g<br />

davon Zucker 6,5g<br />

Eiweiß<br />

10,3 g<br />

Salz 1,5g<br />

VOLLKORNKEKSE SENATORE<br />

250g<br />

MIT NATIVEN OLIVENÖL EXTRA<br />

INVERKEHRSBRINGER: Biscò<br />

di Luigi Picerno - Via Martin Luther King 70<br />

70022 Altamura (BA)<br />

ZUTATEN: Vollkorn HartweizengrieSS<br />

Typ “Senatore Cappelli“ 28%,<br />

HartweizengrieSS, Rohrzucker unraffiniert<br />

20%, Olivenöl 8%, Backtriebmittel: Ammonium-<br />

Hydrogencarbonat, Natriumhydrogencarbonat,<br />

Creme aus Weinstein.<br />

ALLERGENE: GLUTEN; kann Spuren von<br />

LAKTOSE, EI, HÜLSENFRÜCHTE<br />

und SOJA enthalten<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

Brennwert<br />

452 Kcal 1896 KJ<br />

Fett 17,1g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 2,4g<br />

Kohlenhydrate 61,6g<br />

davon Zucker 16,2g<br />

Eiweiß 9,6g<br />

Salz 0,1g<br />

SAUCE MIT<br />

CIME DI RAPA - STÄNGELKRAUT<br />

180g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Perche’ Ci Credo<br />

Di De Lorenzo Enrico & C. S.A.S.<br />

Via Francesco Ribezzo n° 1 - 73100 Lecce.<br />

ZUTATEN: Stängelkraut 72,54%, natives<br />

Olivenöl extra, Zitronensaft, Knoblauch,<br />

Weißwein, Chili, Salz.<br />

ALLERGENE: SULFITE aus dem Weißwein<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

BRUSCHETTA - AUFSTRICH<br />

AUS GETROCKNETEN TOMATEN UND KAPERN<br />

180g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Perche’ Ci Credo<br />

Di De Lorenzo Enrico & C. S.A.S.<br />

Via Francesco Ribezzo n° 1 - 73100 Lecce.<br />

ZUTATEN: Getrocknete Tomaten 64,52%,<br />

Kapern 14,29%, natives Olivenöl extra,<br />

Weißweinessig, Knoblauch, Origano, Salz.<br />

ALLERGENE: SULFITE aus dem<br />

Weißweinessig<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

KONFITÜRE EXTRA AUS QUITTEN<br />

220g<br />

INVERKEHRSBRINGER: Perche’ Ci Credo<br />

Di De Lorenzo Enrico & C. S.A.S.<br />

Via Francesco Ribezzo n° 1 - 73100 Lecce.<br />

ZUTATEN: Quitten 78,61%, Brauner Zucker,<br />

Zucker, Zitronenschale, Zitronensaft, Zimt.<br />

ALLERGENE: Keine<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100g<br />

NATIVES OLIVENÖL EXTRA „FRUCHTIG“<br />

250ml<br />

INVERKEHRSBRINGER: Guglielmi Saverio<br />

di Guglielmi Riccardo & Vincenzo s.n.c<br />

Via Canosa 443 – 76123 Andria (BT)<br />

ZUTATEN: Natives Olivenöl extra– aus<br />

Coratina und Oligarola Oliven<br />

ALLERGENE: Keine<br />

DURCHSCHNITTLICHE NÄHRWERTE PRO 100ml<br />

NEGROAMARO ROSATO IGP APULIEN<br />

„LA PRUINA“<br />

750ml<br />

INVERKEHRSBRINGER: Azienda Agricola<br />

D’Apolito Pietro - Via Giusti 99<br />

72028 Torre S. Susanna (BR).<br />

ZUTATEN: Rebsorte 100% Negroamaro,<br />

Alkoholgehalt 12 Vol. %.<br />

ALLERGENE: Sulfite<br />

Brennwert<br />

113,17 Kcal 471,3 KJ<br />

Fett 20,74g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 2,72g<br />

Kohlenhydrate 3,45g<br />

davon Zucker 0,90g<br />

Eiweiß 5,5g<br />

Salz 0,46g<br />

Brennwert 275,51 Kcal 1148,8 KJ<br />

Fett 6,00g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 2,37g<br />

Kohlenhydrate 23,58g<br />

davon Zucker 18,73g<br />

Eiweiß 0,38g<br />

Salz 2,96g<br />

Brennwert 158,16 Kcal 659,55 KJ<br />

Fett 1,04g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 0,00g<br />

Kohlenhydrate 41,67g<br />

davon Zucker 39,72g<br />

Eiweiß 0,45g<br />

Salz 0,03g<br />

Brennwert<br />

824 Kcal 3389 KJ<br />

Fett 91,6g<br />

davon gesättigte Fettsäuren 14g<br />

Kohlenhydrate<br />

0g<br />

davon Zucker<br />

0g<br />

Eiweiß<br />

0 g<br />

Salz<br />

0g<br />

22 23


Die Genussbox des Monats Dezember<br />

UMBRIEN<br />

Schon neugierig?<br />

Es erwarten Sie Dinkel aus Monteleone, Wurstwaren<br />

aus Norcia, Trüffel, Olivenöl aus Spello,<br />

ein prämierter Montefalco rosso, die Geschichte<br />

einer Wette und ein Trüffeljäger,<br />

der ein Geheimnis ausplaudert.<br />

AB 1. DEZEMBER<br />

AUF ZIBIBBO.DE<br />

I T<br />

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