s'Magazin usm Ländle, 12. November 2017

vorarlbergkrone

GESCHICHTE KUNST FUSSBALL

Was die einstige

„Landesirrenanstalt“ Valduna mit

dem Holocaust zu tun hat

Wahnwitziges imKunsthaus

Bregenz: Auch das kommende

Jahr bringt intensive Positionen

Bei Schwarz-Weiß-Bregenz spielte

er, nun trainiert Jan Ove Pedersen

den Lochauer Nachwuchs


SONNTAG, 12. NOVEMBER 2017

FILMFESTIVAL

ABENTEUER

LEBEN

Foto: Erik Boomer

Die European Outdoor Film Tour

lädt dazu ein, über sich

hinauszuwachsen


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12. NOVEMBER 2017 | INHALT

6

Foto: Stiplovsek Dietmar

NS-Euthanasie

Die Rolle des heutigen

LKH Rankweil

zu Zeiten der Nazis

Foto: Daniela Lais

Foto: MiroKuzmanovic

17

4

Die Verwandlung:

Kunst im KUB

Für Hungrige:

Was Fleckerl und Kraut zusammenbringt

15

Schaumgekrönt:

Ex-Wirt Walter Corona

Foto: lisamathis.at

4 AKTUELL

Warum im KUB nicht einfach

nur Bilder an den Wänden hängen

6 INTERVIEW

Dr. AlbertLingg über NS-Euthanasie

in der Landesirrenanstalt Valduna

9 SCHNEIDERSBRILLE

Robert Schneider über das verlogene

Hollywood

10 ACTION &ABENTEUER

Die größte Outdoor-Filmtour

Europasmacht Station in Wolfurt

12 HISTORISCHES BILD

Vorarlberger Landtaganno 1979

13 MUNDART

Zungenbrecherfür

Nicht-Alemannen: „drwil“

14 GSIBERGER Z’WIAN

Carola Purtscher trifft die

ORF-RedakteurinSandra Ölz

15 PORTRÄT

Wie aus einemNachtein

Tagfalterwurde

16 EVENTS

Was Sie diese Woche auf

keinen Fall versäumen sollten!

17 KULINARIK

Deftig:Krautfleckerl aus der

Steiermark!

18 WAS WURDE AUS ...

...Jan Ove Pedersen?

s’Magazin 3


Fotos: Markus Tretter (2), JörgBaumann, Martin Mischkulnig,Kulturhaus Bregenz

KUNSTHAUS

Peter Zumthor

präsentierte im KUB eine

Bibliothek. Links: Adrian

Villar Rojas baute das

Kunsthaus um.

Das Kunsthaus Bregenz zeigt noch bis Jänner die

Zumthor-Austellung „dear to me“ –eine riesenhafte

Persönlichkeitsschau des KUB-Architekten. Im

kommenden Jahr soll im Museum wieder etwas

Neues entstehen –etwa ein Museum!

Eswar eine der aufsehenerregendsten

Ausstellungen

der vergangenen Jahre

im KunsthausBregenz:

„The Theatre of Disappearence“

von Adrian Villar Rojas.

Der Argentinier nutzte das KUB nicht

als Gefäß für seine Skulpturen oder

Videoinstallationen, sondern verwandeltedas

KUB selbst, diesen sakralen,

grauen Betonbau, in seine Kunst. In

der dichten höhlenhaften Atmosphäre

seiner Neuinszenierung blieb so

manchem Besucherder Atemweg.

Die Ausstellung war ein Publikumsmagnet–wie

auch die nachfolgende:

Peter Zumthor lud ins KUB

und damit gleichzeitig in seine

Wohn-, Arbeits- oder Inspirationsräume.

Diese Großinszenierung

eines eigentlich intimen Einblicks

verwandeltedas KUB in ein Veran-

4

s’Magazin


KUNSTHAUS

Architekt

Peter

Zumthor

verwandelte

seinen

Museumsbau

Simon

Fujiwara

wirddas

Anne-Frank-

Haus im KUB

nachbauen

Künstlerische Hausbesetzer

im Kunsthaus Bregenz

staltungszentrum und lockte und

lockt das Publikum in Scharen an.

Heuer wird das KUB rund 70.000 Besucher

zählen, im Vorjahr waren es

nur 40.000.

Pause vomHashtag

Für KUB-Direktor Thomas D.

Trummer sind diese intensiven Setzungen

– oder Hausbesetzungen –

demHaus selbst geschuldet, das er als

Ort ohne Ablenkungsmanöver betrachtet

(„Die Treppen sind die Pausen

zwischen den Sätzen einer Symphonie“).

Und so bringt auch das

kommende KUB-Jahr Ausstellungen,

die irrwitzig, vielleicht auch ein

wenig wahnhaft anmuten. An erster

Stelle ist hier sicherlich Simon Fujiwaras

Idee, das Anne-Frank-Haus

nachzubauen, zu nennen.Dafür greift

Fujiwara auf ein Bastelmodell, das es

im Anne-Frank-Museum inAmsterdam

zu kaufen gibt, zurück. Dieses

Modell wird er ins KUB einpassen.

Der Brite hat diese Arbeit, „Hope

House“, bereits einmal gezeigt,inTel

Aviv. Nebendem offensichtlichen Bezug

zwischen den Ausstellungsorten

und dem Kernthema der Schau beschäftigt

sich Fujiwara in „Hope

House“ auch mit Kapitalismus und

seinen Auswüchsen. Immerhin, ein

Bastelset, umsich daheim ein kleines

Modell des Anne-Frank-Hauses aufzustellen,

bedarf einiger einfallsreicherGeschäftstüchtigkeit.

Spannend wird auch die Schau von

Mika Rottenberg. Die in Argentinien

geboreneund in Israel aufgewachsene

Künstlerin arbeitetgerne mit Installationenund

schickt ihreBesucher mitunter

in beklemmende Räume, um

dort ihre Videoarbeiten zu sehen. Gut

möglich, dass sich das KUB dann in

ein Rottenberg-Labyrinth verwandelt.

Trummer lässt hieraber nocheiniges

offen. Mal sehen, was Rottenberg

bei ihren kommenden KUB-Besuchen

nocheinfällt.

Angelika Drnek

s’Magazin 5


INTERVIEW

Was geschah eigentlich in

der Valduna, Herr Lingg?

INTER

VIEW

Dr. Albert Lingg war viele Jahre lang Primar und Chefarzt des Landeskrankenhauses

Rankweil –einst „Landesirrenstalt Valduna“, unter den Nazis „GauanstaltValduna“.

„Krone“-Redakteur Harald Küng sprach mit dem pensionierten Mediziner über die

„schwere Hypothek“, die er übernahm und eine dunkle Zeit in der Rankweiler Anstalt.

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Wir treffen Dr. Albert

Lingg zum

Gespräch im

„vorarlberg museum“,

wo er wenige

Minuten später amRednerpult

steht und vor vollem Haus über „NS-

Euthanasie inVorarlberg“ referiert.

Was folgt, ist ein hochspannendes,

in gleichem Maße aber auch bedrückendes

Interview über eine finstere

Zeit im Ländle, dielaut demlangjährigen

Leiter des heutigen LKH

Rankweil alsTestlauf für die spätere

Judenvernichtung angesehen werden

kann.

Herr Dr.Lingg,bevor wir über die Geschehnisse

in der einstigen Valduna

sprechen, kommen wir kurz zum Begriff

Euthanasie: Bevor der Begriff von

den Nazis verwendet wurde, bezeichnete

man damit in der Medizin allgemein

die Sterbehilfe, nicht wahr?

Der Begriff „Euthanasie“ geht ursprünglich

auf die griechischen Philosophenzurück

undwar grundsätzlichpositiv

behaftet. Durch die Naziswurde

er allerdings vollkommen

pervertiert. Hitlerhat in seinem Erlass

vom 1. September 1939 –der

abererst imOktober in Kraft trat–

vom „Gnadentod“ gesprochen. Als

hätte man den MenschenGutesmit

ihrer Ermordung getan, sie erlöst.

Der 1. September war zudem ein

bewusst gewähltes Datum, am selben

Tag überfielen die Deutschen

Polen. Der Krieg nach außen und

der Feldzug nach innen begannen

amselbenTag.

Die Euthanasie richtete sich gegen

„unwertes Leben“. Wie kam diese

schreckliche Idee zustande?

Es gabdrei große Faktoren: Erstens

die Eugenik, also das Erbgut, betreffend.

Das ging bis hin zur Rassenhygiene.

Der zweite Faktor war

wirtschaftliches Denken. Man

sprach deshalb auch von sogenannten

„Ballast-Existenzen“.Und drittens

kann man die NS-Euthanasie

als Generalprobe für den Holocaust

verstehen. Das Ganze wurde in der

Berliner Tiergartenstraße 4 minutiös

vorbereitet, daher auch der

Tarnname „Aktion T4“. Ab 1940

wurden an alle großen Anstalten

Meldebögen ausgeschickt, die entsprechend

ausgefüllt werden mussten.

Welche Krankheit hat der Patient?

Ist er oder sie arbeitsfähig?

Wie sieht es mit Verwandtschaft

aus? GibteseineerblicheBelastung?

Je nach Antwort wurde entschieden,

ob jemand überleben durfte oder

nicht. Vor allem Menschen mit intellektueller

Behinderung waren betroffen

–Schwachsinnige, wie es damals

hieß,sowie Schizophrenie- und

Epilepsiepatienten. Aber auch Menschen

mit Alzheimer, schwerem Alkoholismus

etc. sind drangekommen.

Wie viele Patienten sind der NS-Euthanasie

in Vorarlberg zum Opfer gefallen?

Im Rahmen von Deportationen

sind 330 Patienten inder


6

s’Magazin


INTERVIEW

s’Magazin 7


INTERVIEW

FORTSETZUNG

Valduna zu Tode gekommen, wovon

262 nachweislich in der Linzer TötungsanlageSchloss

Hartheim –heute

ein Gedenk- und Forschungszentrum

–vergast wurden. 227 Menschen

wurdenindie Pflege- und Heilanstalt

Hall in Tirol verlegt –68Personenkamen

dabei unter nicht ganz geklärten

Umständen ums Leben. Es waren

schreckliche Szenen, die Menschen

ahnten, was mit ihnen passiert. Sie

wehrten sich mit aller Kraft,umnicht

in die Busseund Züge gezerrt zu werden.

Kinder schrien nach ihren Müttern.

Angehörige hatten oft keineAhnung,

wasmit ihrenFamilienmitgliedern

passiert, erhielten Bescheide

über Verlegungen undirgendwanndie

Urne. In einer Predigtforderte derdamalige

Bischof von Münster, C. A.

Graf vanGalenschließlich, „das Morden

müsse aufhören“. Diese Predigt

wurde hektografiert und aus Flugzeugen

abgeworfen. DieNazis befürchteten

Widerstand, Hitler stoppte die

Euthanasiedrei Wochenspäter.

Hörte das Sterben dadurch auf?

Nein. In der darauffolgenden „wilden

Euthanasie“ wurden die Menschen

zwar nicht mehr vergast, man ließ sie

aber verhungern oder wandte das sogenannte

„Luminalschema“ an: Den

Patienten wurden Mittel verabreicht,

die sie einschlafenließen. Schließlich

setzte das Atemzentrum aus. Im gesamten

großdeutschen Reich wurden

so 70.000 Menschenermordet.

Wie sah die Situation in der damaligen

„Landesirrenanstalt“ Valduna aus –

Ihrem späteren Arbeitsplatz?

Der damalige Leiter der Anstalt wurde

abgesetzt und Josef Vonbun, ein

SA-Mann und klarer Unterstützer der

Euthanasie, folgte nach. Vonbun war

Psychiater und Neurologe und

Sturmarzt der SA. Als er die Leitung

der Valduna übernahm, fand er dort

schrecklicheVerhältnissevor, die Anstalt

war heillos überfüllt. Für die bis

zu 600 Patienten gabesnur zwei Ärz-

Dr.Albert

Lingg spricht

mit der

„Krone“

über die

NS-Euthanasie

in Vorarlberg.

STECK

BRIEF

Geboren 1949 in Au, Bregenzerwald.

Medizinstudium an den Universitäten

Innsbruck und Wien. Von

1981 bis 2014 Leiter der Psychiatrie

II, zudem langjähriger Chefarzt des

LKH Rankweil. Seit 2014 in Pension.

Lebt in Lustenau. Verheiratet,

fünf Kinder.

······························································································································

Und zu welcher Antwort sind Sie dabei

gekommen?

Ich hoffe, ich hätte richtig gehandelt.

Aber das ist aus heutiger Sicht oft

leicht zu sagen, solange man selbst

nicht in dieserMaschineriesteckt.Ich

habe 1981 im heutigen LKH Rankweil

angefangen und über all die Jahrzehnte

versucht,das Geschehene aufzuarbeiten.Hierbei

hat auchOberarzt

Hubert Schneider größte Verdienste.

Er hat all die Akten von der Wohltätigkeitsanstalt

und der Landesirrenanstalt

–sodie beiden Anstalten der

damaligen Valduna –zusammengetragen.

Dadurchkonnten wirauch interessierten

Angehörigen Auskunft

geben. DieAnstalthat heute natürlich

nichts mehr damit zu tun, aber esist

schon eine schwere Hypothek. Deshalb

gibtesnochimmer viele Vorträge,

Gedenk- und Bedenktage, wir behandeln

das Thema auch in allen

Fort- und Ausbildungslehrgängen.

Doch gerade die Jungen sind heute

nichtmehrsosehr an dem Thema inte.

Vonbun hatpolitisch gleichgesinnte

„Pfleger“ angestellt –allesamt ohne

Ausbildung. Immer wieder kam eszu

Misshandlungen und Todesfällen.

Aber nach dem Krieg wurde Vonbun

nie zur Rechenschaft gezogen, der

Akt wurde zurückgelegt. Er soll später

in Deutschland sogar noch ordiniert

haben.

Regte sich denn kein Widerstand?

Doch, natürlich: Die barmherzigen

Schwestern etwa versteckten Patienten.

Auch ein Bürgermeister aus dem

Bregenzerwald holte einen Patienten

zu sich, unter dem Vorwand, er braucheHilfe

beim Heuen.Auch der Feldkircher

Amtsarzt Johann Müller

lehnte sich mit aller Kraft gegen das

Regime auf und rettete einige Menschenleben.

Doch in einem totalitären

Regime Widerstand zu leisten, ist

sehr sehr schwierig. Ich habe mich

selbst schon oft gefragt, wieesmir ergangen

wäre: Mache ich als Chefarzt

mit oder nicht? Sehe ichweg oder leiste

ich Widerstand und lande an der

russischen Front – und meine fünf

Kinder bleiben unversorgt zuhause.

8

s’Magazin


KOLUMNE

teressiert. Ich höre immer wieder den

Spruch: „Jetzt hört doch mal auf mit

diesem altenZeug.“ Dasist gefährlich.

Denn um denitalienischen Holocaust-

Überlebenden und Autor Primo Levi

zu zitieren: „Esist geschehen, und kann

wieder geschehen…“

Wie ist es Ihnen persönlich ergangen, als

sie damit angefangen haben, sich intensiv

mit dem Thema zu beschäftigen?

Ich gehöre noch zu jener Generation,

die in der Schule kein Wort über das

Thema gelernt hat. Daseinzige, das ich

in meinerGymnasialzeit über das DritteReich

gehörthatte,warenErzählungen

meines Geografielehrers über eine

Skitour, die er in Norwegen unternommen

hatte. Als Student inWien habe

ich erstmals von der Euthanasie-Thematik

gehört und daraufhin Ernst

Klees Buch „EuthanasieimNS-Staat –

Die Vernichtung lebensunwerten Lebens“

gelesen. Ich las das Buch auf

einem Campingurlaub in Holland –

nach der Lektüre war der Urlaub für

mich gelaufen…Ich sehemich als ehemaligen

langjährigen Anstaltsleiter

auch fast schon als Betroffenen –

schließlich habe ich ineiner Einrichtung

gearbeitet, in der unglaublich tragische

undfurchtbare Dingegeschehen

sind. Doch deshalb konnte ich nicht

einfachdie Arbeit ruhen lassen.

Zuletzt ging ein starker Rechtsruck durch

Europa. Bereiten Ihnen diese Entwicklungen

Sorge?

Es wirdsich weisen, wie gefährlich diese

Entwicklungenwirklich sind. Ich habe

eine gewisse Skepsis gegenüber

manchen Dingen, bin aber nicht pessimistisch.Zudem

muss man klar sagen,

dass es auch ein großes Versagen der

kritischen Linken gibt, die in ihrer

Überheblichkeit teilweise die Menschen

nicht mehr dort abgeholt haben,

wo sie eigentlich stehen. Und davon

profitieren nun jene, die einfache Rezepte

bieten. Und solche sind immer

gefährlich. Was daraus entsteht? Lassen

wir uns mal überraschen. Allerdings

sind wir wach und können uns

wehren.


Die Besetzungscouch

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Ein erbärmlicher Skandal erschüttert seit Oktober

die amerikanische Nation. Er wird, wie ich vermute,

bald auch Deutschland und Österreich erfassen.

Vordergründig geht es um sexuelle Belästigung

und Nötigung im Film- und Theaterbusiness. In

Wirklichkeit ist es ein Hexenprozess vongnadenloser

Infamie, Verlogenheit und Denunziationswut.

Ausgehend vomFall des Filmproduzenten Harvey

Weinstein („Pulp Fiction“), den dutzende von

Schauspielerinnen sexueller Übergriffebeschuldigen,

hat eine Treibjagd auf Persönlichkeiten der

Filmindustrie begonnen, die unerhört ist.Damit das

klar ist:Esist nicht zu entschuldigen, dass einer seine

Macht ausnutzt,umsich an jemandem zu vergehen,

der/die vonihm abhängig ist.Was mich allerdings

an dieser Debatte empört,ist das stille Hinnehmen

dieses Zustands. Wenn schon nicht die Opferden

Mut hatten, Anzeige zu erstatten, weil sie

sich davor fürchteten, keine Rolle oder Anstellung

mehr zu bekommen, weshalb haben die geschwiegen,

die ungeniert auf die Missstände hätten öffentlich

hinweisen können? Z.B. ein so mächtiger Mann

wie Quentin Tarantino,der über zwanzig Jahremit

Weinstein gearbeitet hat.Tarantino fiel nichts Eiligeres

ein, als Weinstein in den Rücken zu fallen: „Ich

wusste genug,ummehr zu tun, als ich getan habe“,

sagte er kleinlaut der „New York Times“.

Die Täter gehören bestraft –aber auch die Mitwisser.Zwischenzeitlich

steht jeder in der Branche

unter Generalverdacht.Nach Kevin Spacy hat es

jetzt auch den 80-jährigen Dustin Hoffman erwischt.Erhabe

vorJahrzehnten einer 17-Jährigen an

den Po gegriffen und eine obszöne Bemerkung gemacht.Die

heute 49-Jährige schreibt aber auch,

dass Hoffman „süß sein konnte“und sie ihn „gemocht“

habe. Eine aufgebrachte Bloggerin resümiert

auf dem Yahoo-Nachrichtenportal: „Abjetzt

ist jeder Mann, der eine Frau berührt hat,verdächtig.

Sollte er reich sein, ist er schuldig.“Die Debatte

geht weiter.Sie zeigt in Wirklichkeit die Verlogenheit

und das tiefeElend vonHollywood.

s’Magazin 9


OUTDOOR &ABENTEUER

Echte Abenteuer verspricht die European Outdoor

Film Tour (EOFT), die am kommendenDienstag im

Wolfurter Cubus Station macht. „s’Magazin usm

Ländle“ sprach mit der Extremsportlerin und

EOFT-Moderatorin Lisa Zeitter über das größte

Outdoorfilmfestival Europas und verlost 2x2Tickets!

Bereits seit 17

Jahren tourt das

Outdoor-Filmspektakel

EOFT

durch Europa.

„Wir haben damals in vier

deutschen Städten angefangen,

mittlerweile machen

wir mit der Tour täglich mit

bis zu fünf Teams an einem

anderen Ort halt“, erklärt

Lisa Zeitter. Am Dienstag,

dem 14. November, stoppt

die EOFT im Wolfurt Cubus.

Das Film-Line-up lässt

Abenteurer-Herzen höher

schlagen: „Wir bieten einen

bunten Mix aus verschiedensten

Extremsportarten.

Action, Emotion, persönliche

Geschichten. Und alles

nach demMotto: This is real

–und kein Hollywood!“, erklärt

die 32-Jährige, selbst

leidenschaftliche Extremsportlerin.

Glaub an dich selbst!

Europas größtesOutdoorfilmfestival

erzählt seit 2001

jährlich im Herbst in kurzen

Filmen die Geschichten wagemutiger

– und in der

Ausübung ihrer Leidenschaft

oftmals auch kompromissloser

–Menschen.

Ohne Script, Schauspieler

oder Special Effects. Die

Protagonisten, Sportarten,

Länder und Abenteuer ändern

sich dabei jedes Jahr.

Die Filmabende voller

Spannung, Adrenalin und

Nervenkitzel vor meist ma-

gischer und atemberaubender

Naturkulisse sollen die

Zuschauerdazu bewegen, an

sich selbst zu glauben und

ein Abenteuer inder großen

weiten Welt zu wagen. „Die

gezeigten Filme sollen eine

Anregung sein, die eigenen

sportlichen Ziele stets zu

verfolgen“,erklärtZeitter.

Höher,schneller, weiter

Und das erwartet die Besucher

der EOFT heuer

unter anderem: Bergsteigerin

und Basejumperin Steph

Davis brach ihr Jura-Studium

ab und führt heute ein

Leben on the Road. Benjamin

Sadd und James Trundle

erkunden in einem ausgehöhlten

Baumstamm den

Amazonas. Und Ben Stookesberry,

Sarah McNair-

Landry und Erik Boomer

durchqueren auf Snowkites

das grönländischeEis.

Da kommt wohl selbst der

größte Stubenhocker


in

Abenteuer-Stimmung.

Harald Küng

Fotos: EOFT/Choices-Scott Rogers

Das Filmfestival

bietet

einen buntenMix aus

verschiedensten

Extremsportarten.

Und alles nach dem

Motto: „This is real –

und kein Hollywood!

Lisa Zeitter,EOFT

„Into Twin

Galaxies“ (2017):

mit Kajaks und

Snowkites durch

den gigantischen

grönländischen

Eisschild.

MitdemEinbaumdurchEquador(„Dug

Out“), mit Skiern über Frankreichs

größtenGletscher („IceCall“)oder mit

dem Mountainbikedurch Kanada

(„Follow The Fraser“) –auf der

European Outdoor Film Tour ist für

jeden Extremsportfan was dabei.

10

s’Magazin


OUTDOOR &ABENTEUER

SpektakuläreAction

und pureEmotionen

„Choices“ (2017):

15-minütiges Porträt der

Kletterin und

Basejumperin Steph Davis

–ein sprichwörtliches

Leben am Abgrund.

Verlosung: 2x2Tickets zu gewinnen!

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„s’Magazin usm Ländle“ verlost 2x2Tickets für

die European Outdoor Film Tour 2017/18 am 14.

November (20 Uhr)imCubus,Wolfurt!

Gewinnspiel-Frage: Wie lautet der Name der

Bergsteigerin, die im Film „Choices“ zusehen ist?

Werdie Antwort weiß, schickt eine E-Mail mit Betreff

„EOFT2017“ und der richtigen Antwort an

harald.kueng@kronenzeitung.at. Einsendeschluss

ist der 14. November, 12Uhr. Die Gewinner werden

per E-Mail verständigt.Viel Glück!

s’Magazin 11


Regierungsbank im Landtag,anno 1979

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Dieses Bild zeigt den Vorarlberger

Landtag im einstigen

Landhaus in der Jahnstraße.

In der vorderen Reihe der

Regierungsbank zu sehen sind

Karl-Werner Rüsch, Konrad

Blank, Siegfried Gasser, Herbert

Keßler,Rudolf Mandl, Elmar

Rümmele und Fredy Mayer.

In der hinteren Reihe haben

zudem Karl Falschlunger,

Friedrich Heinzle, Martin

Purtscher und weitere Landespolitiker

Platz genommen.

Welche Beschlüsse an diesem

Tag gefasst wurden, darüber

kann heute allerdings nur

mehr spekuliert werden.

Der Vorarlberger Landtag

ist das Parlament des Ländles,

die Gesetzgebung in Vorarlberg

obliegt allein ihm. Wie

auch in den Bundesländern

Tirol, Salzburg, Burgenland

und Kärnten besteht der Vorarlberger

Landtag aus 36 Abgeordneten.

Wie eingangs erwähnt,

befand sich der Landtag

bis zu seinem Umzug

1981 in die Römerstraße im

heutigen Hauptgebäude der

Hypo Vorarlberg. Den aktuel-

12

s’Magazin


MUNDART
















drwil

Adverb

len Vorsitz hat Landtagspräsident

Harald Sonderegger.

Haben Sie auch historische Fotoschätze

zuhause, dann schicken

Sie sie uns per E-Mail an vorarlberg@kronenzeitung.at.

Die besten

Bilder werden veröffentlicht.

Foto: Vorarlberger Landesbibliothek/Helmut Klapper

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In der Hochsprache klingt das Umstandswort derweil

veraltet,imAlemannischen dagegen ist drwil so lebendig

und bedeutungsvielfältig geblieben wie eh und je: Eine

seiner wichtigsten Verwendungen liegt im Ausdruck

drwil ha,also Zeit haben („Loß mi in Ruah, ihan etz ned

drwil!“), sowie auch in si drwil lo und neh, also sich Zeit

lassen und nehmen:„Loß dr nur drwil –inimm drwil no

an Achtile.“Aus dem gerade genannten

zweiten Satzteil ist noch eine weitere

Bedeutungvon drwil ersichtlich,

nämlich jene des hochdeutschen

inzwischen, unterdessen, während:

„Er hot Fernseh gluagt,

und ihadrwil gstrickt“,also: Er

sahfern, während ich strickte.

Neben zeitlichen Relationen

kann drwil jedoch auch adversativ

eingesetzt werden, im Sinne von

stattdessen,und damit einen Gegen-

„Lond eu drwil

drwil, drwil ige

schaffa gang!“

Satz einleiten: „I ha denkt,erhoaßt Heinz –drwil hoaßt

er Peter!“.Zur echten Herausforderung für jeden Schüler

der alemannischen Mundart wirdesnun aber,wenn all

diese unterschiedlichen Bedeutungen von drwil vom

einheimischen Sprecher zu einem einzigen und dennoch

für alle Voradelberger verständlichen Satz verdichtet

werden: „I ha gmoant,ikamrdrwil lo,drwil er Sitzung

hot –drwil isch em d’Sitzung drwil usgfalla, drum han i

denn doch ned drwil ka.“ Ich dachte,ich kann mir Zeit

lassen, während er Sitzung hat –dabei ist ihm unterdessen

die Sitzung ausgefallen, weshalb ich dann doch keine Zeit

hatte.Übung macht den Meister!

s’Magazin 13


GESELLSCHAFT



SandraÖlz

ORF-Kulturredakteurin

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„Die ganzeStadt ist ein Wunder“ erklärt mir

SandraÖlz (46) begeistert.Die gebürtige Lauteracherin

wurde nicht enttäuscht,als sie –gleich nach

der MaturaamGymnasium Riedenburg–den berühmten

Kaffeehaus-Literaten in die Bundeshauptstadt

nachreiste. Neben ihrem Anglistik-und Germanistik-Studium

jobbte sie in den Sommermonaten

im Sekretariat der Bregenzer Festspiele, was für

Sandrasowohl privat als auch beruflich prägend

war: Hier lernte sie ihren Mann kennen und begeisterte

sich für die Kulturarbeit.Nach diversen Jobs

beim ORF ist Sandraheute renommierte Redakteurin

in der Kulturredaktion des österreichischen

Rundfunks und gestaltet Inhalte für die ZIB, den

Kultur-Montag oder übernimmt die Funktion als

Chefin vomDienst bei der ORF-Matinée am Sonntag.

Dazu zählen auch Beiträge, die historische Themen

als Basis für das heutige Leben beleuchten. Die

Mutter eines Teenagersist zwei bis drei Mal jährlich

in der „alten“Heimat „dahoam“bei ihren Eltern.

Und es geht der Neo-Cello-Spielerin ähnlich wie

mir: „Jeälter ich werde, umso mehr erkenne ich die

Schönheit des Landes!“ Dazu zählt auch unser Dialekt,der

früher auch

mit Unterstützung

vonBabysitterinnen

mit Ländle-Herkunft

der nächsten Generation

weitergegeben

wurde.

Die Vorarlberger Kommunikationsberaterin

Carola

Purtscher (PR-Agentur

Purtscher Relations) lebt

seit über 30 Jahren in Wien.

Als Netzwerkerin lädt sie

regelmäßig zu ihrer exklusiven

„Tafelrunde“.

twitter.com/

CarolaPurtscher

Ihr Selfie: Die ORF

Redakteurin SandraÖlz bei

der Arbeit in Stockholm.

Die Krone

der Nacht

Er war König des Abends, Prinz der

Cocktails, Schöpfer eines ganz

besonderen Sonnenaufgangs und die

wohl bekannteste Glatze der Stadt:

Walter Corona prägte einst das

Bregenzer Nachtlebenwie kein Zweiter.

Und empfindet wohl deshalb sein neues

(viertes) Leben in einem „normalen

Beruf“ immer noch als sehr

ungewöhnlich...

Sein Name ist Programm:

Walter Corona (italienisch

für „Krone“) war

lange das Schmuckstück

der Bregenzer Gastronomie.

Statt seine Lehre zum Technischen

Zeichner abzuschließen, lernte

er schon als Teenager in der In-Disco

Opal die Licht- und Schattenseiten

des Nachtlebens kennen. „Das war

genau mein Ding, und ich wollte

schnellstmöglich eine eigene Bar

eröffnen“, schwärmt er von seiner

Sturm und Drang-Zeit. Also holte er

den Lehrabschluss nach, erwarb eine

Konzession und eröffnete Ende der

90er-Jahre mit der Corona-Bar das

erste urbane Nachtlokal der Region.

„So richtig los ging es meist erst nach

Mitternacht, und wenn wir schlossen,

strahlten nicht nur die Gäste,

sondern meist auch schon die Sonne“,

erinnert er sich auch heute noch

gerne an das Kult-Lokal. Erstaunlich

genug, dass er neben diesem Job

seine Lebensliebe Sandra heiratete

und mit ihr drei Kinder großzog.

„Mein ganzer Stolz –Tochter Chiara

ist Journalistin, Sohn Lino ein begnadeter

Koch und Nesthäkchen

Gianni noch in der Volksschule“, so

der überzeugte Familienmensch. Das

14

s’Magazin


ORIGINAL

sprach sich offenbar bis Wien durch:

„Jemand von der „Barbara Karlich

Show“ rief mich an und meinte, wir

sollten zum Thema ‘Beziehungen in

der Gastronomie‘ Stellung beziehen.

Erstaunlicherweise hieß das Motto

dann aber ‘Macht guter Sex Frauen

schöner?‘ und statt neben Wirten und

Winzern saßen wir plötzlich neben

Liebesdienerinnen. Sandra und ich

haben uns entgeistert angesehen; die

Sendung allerdings nie“, schildert

Walter seine Erfahrungen mit dem

öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Foto: Lisa Mathis

Prinz CocktailI.

Natürlich waren Walter und seine

Familie auch ideale Kandidaten für

das Bregenzer Prinzenpaar, und der

frühere Faschings-Skeptiker zeigt

sich seit 2002, als er als „Prinz

Cocktail“ in der 5. Jahreszeit regierte,

vom närrischen Treiben

durchaus angetan; Gattin Sandra

organisiert seitdem den Bregenzer

Kinderball. Walter selbst organisierte

sich ebenfalls umund eröffnete

– bezeichnenderweise am Ore-Ore-

Platz –seine Corona Espresso Bar.

Der Wunsch, mehr Zeit für sich und

seine Familie zu haben, erfüllte sich

aber nicht: „Statt um neun Uhr

abends stand ich nun schon um neun

Uhr vormittags hinter der Theke –

und das wie schon zuvor bis spät in

die Nacht.“ Also zog er mit 40 endgültig

die Reißleine und kehrte der

Gastronomie den Rücken. „Das, was

andere als normales Leben bezeichnen,

ist für mich immer noch ungewöhnlich.

Freie Wochenenden, geregelte

Arbeitszeiten, Urlaub –fast

wie auf einem anderen Planeten“, so

der Neo-Versicherungs-Berater der

Generali, der sein neues Leben liebt,

aber keine Sekunde seines alten bereut.

„Hätte hätte Fahrradkette“, so

Walter scherzhaft und meint: „Irgendwie

habe ich schon drei Leben

gelebt“. Vielleicht kommen ja noch

ein paar dazu ...

Raimund Jäger

s’Magazin 15


EVENTS

DominiqueHorwitz

spielt in

„Tod eines

Komikers“

Am Donnerstag,

16.

November,

feiert das

Stück „Tod

eines Komikers“

von

Owen McCafferty

mit dem

deutschen

Schauspieler

Dominique

Horwitz (Regie

und Hauptrolle), Lisa Hofer

und Marcus Widmann im Theater

Kosmos in Bregenz Premiere.

Infos und Tickets unter:

www.theaterkosmos.at,wwwv-ticket.at,

und bei www.laendleticket.at

Die Triad Theatercompany

spielt im TaKinSchaan

Die Welt einmal mit anderen Augen sehen: TaK zeigt

mit „Lulje –Tagebuch aus Anderland“ ein weiteres Stück

der Werkschau „10 Jahre TRIAD Theatercompany“ aus

Zürich. Termin: Dienstag, 14.November, um14und 18

Uhr im TaKinSchaan. Tickets: www.tak.li

Foto: EDGAR LEISSING

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Opas Diandl

Die Band „Opas Diandl“ ist am

Freitag, dem 17. November, um20

Uhr im Alten Kino in Rankweil zu

erleben. Die Verbundenheit der

Musiker zur alpenländischen Musik-Tradition

ist spürbar, doch zugleich

wird diese Tradition frei von

Foto: TaK

Berührungsängsten mit den musikalischen

Hintergründen der fünf

Bandmitglieder vermischt,bearbeitet

und zu etwas gänzlich Neuem –

und Aufregenden –zusammengesetzt.

Hörenswert! Tickets:

www.alteskino.at

Visite-Medizin trifft Poesie

PoetrySlam im Alten Hallenbad

In einem spannenden

literarischen

Wettstreit

treten Dichter

der Neuzeit

gegen Mediziner

des Alltags an!

Natürlich rund

um die Themen,

die die Medizin

zu bieten hat.

Slamlabor bringt

in Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Landeskrankenhäusern

dieses besondereSpektakel am Freitag,dem

17.November,um20Uhr ins Alte Hallenbad in Feldkirch.

Tickets: www.v-ticket.at

Foto: Altes Kino

Foto: www.khbg.at

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Impressum

Medieninhaber: KRONE-Verlag GmbH &Co. KG .Herausgeber und Chefredakteur: Dr.Christoph Dichand

Verleger: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH &CoKG, Alle: 1190 Wien, Muthgasse 2

Redaktionsleitung: EmanuelWalser, Redaktion: Harald Küng, Sandra Nemetschke, Angelika Drnek, Sekretariat: Nicole Kinzel, Quellenstr.16, 6900 Bregenz, Tel. 057060-59300

vorarlberg@kronenzeitung.at, emanuel.walser@kronenzeitung.at, harald.kueng@kronenzeitung.at, sandra.nemetschke@kronenzeitung.at, angelika.drnek@kronenzeitung.at

Herstellung:Druckzentrum Salzburg Betriebsges. m. b. H. ,5020 Salzburg; Offenlegung gem. §25 MedienG online unter www.krone.at/krone-offenlegung

16

s’Magazin


KULINARIK



SteirischeKrautfleckerl

Zubereitung:

1 Den Krautkopf in Fleckerl schneiden, den

Strunk dabeientfernen, ebenso die äußeren

Blätter.

2 Mit zwei EsslöffelSalz vermengen und gut

durchkneten. Für etwa15Minuten stehen

lassen.

3 In einer Pfanne den Zwiebelschmelz erhitzen,

die Zwiebelnfein würfeln und dazugeben.Gut

rösten, mit Zucker bestreuen und

karamellisieren lassen. Das ausgedrückte

Kraut dazugebenund so lange rösten, bis das

Kraut weich ist.

4 Inzwischen die Fleckerl kochen. Pfeffer,

Paprikapulverund Kümmel zum Kraut geben.

Die Fleckerl daruntermengen und alles nochmals

abschmecken.

Fotos: Mathis Fotografie, Daniela Lais


Steirische

Krautfleckerl sind

nicht nurinder Steiermark

ein Hit, sondern machen

überall gute Figur!

Noch mehr Rezepte findet man

in Danielas Kochbüchern

„Einfach Vegan Backen“und

„Vegane Lunchbox“.

Ein simples Gericht für den schnellen Hunger! Steirische

Krautfleckerl sindnicht nurinder Steiermark ein Hit,das

Traditionsgericht macht sich überallinÖsterreich gut auf

dem Teller. Karamellisierte Zwiebel, gesundes Kraut und

der aromatische Kümmel sorgen zusammen mit der Pasta

für ein echtes Wohlfühlerlebnis zuMittag oder abends. Gerade in der

kalten Jahreszeit bereiten Gerichte wie dieses besonderes Vergnügen.

Serviert mit einem frisch-knackigen Salat werden dieKrautfleckerlzu

einem Hochgenuss.

www.facebook.com/laisdaniela

Zutaten (für zwei Personen):

1kleiner Krautkopf

100 g Zwiebelschmelz (z.B. vonRapunzel

im Bioladen)

2kleine Zwiebeln

2ElZucker

2ElSalz

1TlKümmel

2Prisen schwarzer Pfeffer

1TlPaprikapulver

350 g Fleckerl

s’Magazin


WAS WURDE EIGENTLICH AUS ...

...Jan OvePedersen?

Die Leidenschaft für Fußball packte den gebürtigen Norweger

bereits als Kind. Der Mittelfeldspieler war bei Lillestrøm SK und

Brann Bergen in Norwegen unter Vertrag und schließlich bei

Schwarz-Weiß Bregenz, wo er die erfolgreichsten Zeiten des Vereins

miterlebte. Heute ist er am liebsten in den Bergen oder auf Reisen.

entschieden uns ganzbewusst für Österreich,

weil wir eine neue Sprache

und ein anderes Land kennenlernen

wollten.“ Bei Schwarz-Weiß Bregenz

hatte er eine „super Zeit“ und das

Ländle lässt ihn bis heute nicht los.

„Es ist wunderschön. Wirsind fast jeden

TagamPfänder undgenießen die

Bergwelt in Vorarlberg.“ Reisensteht

auch ganz oben bei seinen bevorzugten

Tätigkeiten. Eines seiner Lieblingsziele

ist seinealteHeimat Norwegen.

„Wir sind oft dort und haben

auch Hütten, die wir vermieten. Wer

weiß, vielleicht gehen wir wieder einmal

zurück, wenn die Kinder mit der

Ausbildung fertig sind.“

Fußball spielt nach wie vor eine

Rolle für ihn. In seiner Heimatgemeinde

Lochauist er Assistenztrainer

der ersten Mannschaft und er kümmertsich

zudemumden Nachwuchs–

dort gibt er auch sein Motto weiter:

„Im Fußball geht es immer um Entwicklung.

Man muss nach vorne

schauen!“

S.Nemetschke

1999-2007: Jan OvePedersen spielte

im besten Team der Vereinsgeschichte

vonSchwarz-Weiß Bregenz.Auch nach

dem Konkursblieb er dem Verein noch

als Spielertrainer treu.

Jan Ove hat in seinem 4000-

Seelen-Dorf in derNähe von

Oslo als Jugendlicher den

ganzen TagFußball gespielt.

Schonmit 12 Jahren erkannte

sein Trainer das Nachwuchs-Talent.

„Er meinte,wennich fleißig bin,

dann kann ich Profi werden.“ Für seinen

Traum brach er sogar die Schule

ab. „Meine Eltern hatten erst keine

Freude, aber es gab damals nur Fußball

für mich!“Das Hobby wurde zum

Beruf. Der heute 49-Jährige spielte

schon mit 16 bei Lillestrøm SK sowie

in der Nationalmannschaft. Brann

Bergen, Cercle Brügge und der englische

Klub Hartlepool United zählten

zu seinen weiteren Stationen. 1999

wechselteereher aus Zufall nachBregenz.

Eigentlich hatte er ein Angebot

vom GAK,dieses kam aberdann doch

nicht zustande. „Meine Frau und ich

2017: Der 49-Jährige lebt mit seiner

Frau und drei Kindern in Lochau

und verbringt seine Freizeit am

liebsten hoch oben in den Bergen.

Fotos: Pedersen

18

s’Magazin


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