Industrielle Automation 6/2017
Industrielle Automation 6/2017
Industrielle Automation 6/2017
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19239<br />
6<br />
www.industrielle-automation.net<br />
November <strong>2017</strong><br />
Simply clever: Durchflussmesstechnik<br />
14für die Anforderungen von morgen<br />
Messe SPS IPC Drives:<br />
Welche Highlights und Trends<br />
12Sie in Nürnberg erwarten<br />
Druckmesstechnik:<br />
Kontrollierte Sicherheit<br />
38in Prozesssystemen<br />
IO-Link: Automatisierung und<br />
Sicherheit im Verbund –<br />
66integrativ und skalierbar
®<br />
Ein Roboter, der sieht, agiert und lernt,<br />
programmiert an einem Nachmittag.<br />
Das ist Model-Based Design.<br />
Für die Entwicklung eines<br />
fortschrittlichen humanoiden Roboters,<br />
der einen Ball erkennen, werfen<br />
und fangen kann, verwendeten<br />
DLR-Ingenieure Model-Based Design<br />
mit MATLAB und Simulink.<br />
Das Ergebnis: Das Team integrierte die<br />
Regelung und Bilderkennung für das Fangen,<br />
optimierte die Wurfbahn,<br />
generierte die Embedded Software<br />
und testete, dass alles richtig funktioniert –<br />
und das alles an einem Nachmittag.<br />
Entdecken Sie Model-Based Design<br />
mit MATLAB und Simulink unter<br />
mathworks.de/mbd<br />
Foto des autonomen<br />
Roboters Agile Justin.<br />
Mit freundlicher Genehmigung<br />
des Deutschen Zentrums<br />
für Luft- und Raumfahrt<br />
(DLR).<br />
®<br />
®<br />
©<strong>2017</strong> The MathWorks, Inc.
EDITORIAL<br />
Ausverkauf?<br />
Nein danke!<br />
Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />
das Gütesiegel „Made in Germany“ funktioniert in China hervorragend –<br />
bei Autos, Töpfen, Messern und vor allem bei Lebensmitteln. Denn unsere<br />
Produkte gelten in der Volksrepublik als qualitativ sehr hochwertig. Aber<br />
auch das Interesse chinesischer Investoren an deutschen Unternehmen<br />
ist ungebrochen – im Jahr 2016 stiegen die Ausgaben für Übernahmen<br />
auf rund 13 Mrd. Dollar – eine Verdreizehnfachung gegenüber dem<br />
Vorjahr. Über 50 % der Investitionen gingen dabei in den Maschinenbau<br />
und zu den Industrieausrüstern. Aktuell ist der Hype etwas abgeflacht,<br />
das Geld sitzt nicht mehr ganz so locker und die Bundesregierung hat<br />
eine Verordnung verabschiedet, die ihr das Vetorecht bei Verkäufen<br />
einräumt. Aber wollen Chinas Machthaber bis 2050 in allen wichtigen<br />
Schlüsselbranchen die technologische Weltmarktführung übernehmen,<br />
steht uns vielleicht noch einiges bevor. Droht uns also der Ausverkauf<br />
deutscher Spitzentechnologie?<br />
Absolut nicht! Die Chinesen zeigen sich bisher meist als sanfte Eroberer<br />
und sichern deutsche Arbeitsplätze – Bestandsgarantie und Zukunftspersektiven<br />
statt Abzug. Ausländische Investitionen bieten zudem neue<br />
Wachstumsoptionen für den Maschinenbau und gleichzeitig können<br />
sich neue Zugänge zum Wachstumsmarkt China ergeben. Der deutsche<br />
Maschinenbau ist stark genug, die Chancen dieser Entwicklung zu<br />
ergreifen. Wenn wir Automatisierer der Situation mit Weitblick<br />
begegnen, wird unsere massive Leistungsfähigkeit auch in Zukunft<br />
nicht nachlassen.<br />
Die Strahlkraft der deutschen Automatisierung<br />
werden wir auf der Messe SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
in Nürnberg wieder bestaunen dürfen – und<br />
vorab schon in dieser Ausgabe. Lassen Sie sich<br />
überraschen!<br />
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SPS/IPC/Drives<br />
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Tel. +49 8542 1680<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 3<br />
www.micro-epsilon.de/tim
www.industrielle-automation.net<br />
November <strong>2017</strong><br />
INA_AG_<strong>2017</strong>_06_001 1 07.11.<strong>2017</strong> 16:22:41<br />
INHALT<br />
EDITORIAL<br />
03 Ausverkauf? Nein danke!<br />
SZENE<br />
05 News, Aktuelles und Termine<br />
MESSE: SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
12 Zukunftsweisende Technologien auf der SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
14 TITEL Durchfluss-Messgerätelinie optimiert ihre Prozessanlage<br />
18 Schweizer Nahrungsmittelkonzern stellt höchste Anforderungen an<br />
hygienegerechte Ausführung von Maschinen und Anlagen<br />
20 Digitalisierung – was bedeutet das für den elektronischen Überstromschutz?<br />
Mit Hygienic Design ist<br />
18Nestlé auf der sicheren Seite<br />
Magnetoresistive Sensoren<br />
halten Einzug in die nächste<br />
40Roboter-Generation<br />
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
38 Eine neue Generation Manometer erfasst extreme Druckspitzen<br />
40 Magnetoresistive Sensoren erfüllen die Anforderungen der Weg- und<br />
Winkelerfassung in Robotergelenken und -händen<br />
42 Berührungslose Füllstandsmessung mit analogen Drucksensoren<br />
44 Wireless-Sensoren eröffnen neue Perspektiven in zahlreichen Anwendungen<br />
46 Von bewährten Verfahren bis hin zu modernen elektronischen Messsystemen<br />
48 Thermografie: Was Sie bei schwierigen Bedingungen beachten sollten<br />
50 Oberflächencharakterisierung zur Qualitätskontrolle in der Produktionslinie<br />
52 Produkte, Technologien, Trends<br />
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
58 Edge-Architekturen ebnen den Weg in die Cloud und machen Anlagen<br />
fit für das Industrial Internet of Things (IIoT)<br />
60 Visualisierung und Management von Anomalien in Steuernetzen<br />
62 Produkte, Technologien, Trends<br />
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
66 Sicherheitslösung basierend auf IO-Link und Profisafe setzt neue Maßstäbe<br />
68 Die Antenne als Schlüsselkomponente für IIoT<br />
70 Wie das Security-Monitoring das Risiko von Cyber-Angriffen minimiert<br />
72 Moderne Geräteträger- und Höhenverstellsysteme an der<br />
Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />
73 Produkte, Technologien, Trends<br />
Edge-Architekturen ebnen<br />
58den Weg in die Cloud<br />
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Simply clever: Durchflussmesstechnik<br />
14 für die Anforderungen von morgen<br />
19239<br />
6<br />
TITELBILD<br />
Endress+Hauser,<br />
Weil am Rhein<br />
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
76 Software erleichtert die Umsetzung von Maschinensicherheit im Zeitalter<br />
von Industrie 4.0<br />
78 Datenbankbasierte Plattform optimiert den gesamten Prozess des Engineerings<br />
80 Sicher gelenkt: Kabelführungssystem erleichtert die Verlegung von Leitern & Co.<br />
82 Embedded-Systeme: Gerätehersteller werden zunehmend zu Software-Anbietern<br />
84 Industrie-Datenkabel halten widrigen Umgebungsbedingungen stand<br />
86 Produkte, Technologien, Trends<br />
RUBRIKEN<br />
90 SERIE StartINGup – Ein Unternehmen mit dem Ziel, Roboter Sehen zu lehren<br />
83 Impressum<br />
88 Inserentenverzeichnis<br />
91 Heftvorschau 1/2018<br />
Messe SPS IPC Drives:<br />
Welche Highlights und Trends<br />
12 Sie in Nürnberg erwarten<br />
Druckmesstechnik:<br />
Kontrollierte Sicherheit<br />
38 in Prozesssystemen<br />
IO-Link: Automatisierung und<br />
Sicherheit im Verbund –<br />
66 integrativ und skalierbar
SZENE<br />
Posital als Gründungsmitglied<br />
der BiSS Association e.V.<br />
Besuchen Sie uns!<br />
SPS IPC Drives<br />
Halle 7A/Stand 520<br />
Posital gehört zu den Gründungsmitgliedern der jüngst ins<br />
Leben gerufenen BiSS Association e.V. Die neue Nutzerorganisation<br />
hat sich der Aufgabe verschrieben, die Verbreitung der<br />
kostenfrei verfügbaren BiSS-Familie von Open-Source-Kommunikationsprotokollen<br />
(www.biss-interface.com) weltweit<br />
zu forcieren. BiSS-<br />
Kommunikationsprotokolle<br />
wurden von<br />
iC-Haus als effiziente<br />
und funktionsreiche<br />
digitale Schnittstelle<br />
für die Kommunikation<br />
zwischen industriellen<br />
Sensoren, Aktoren<br />
sowie Steuergeräten<br />
entwickelt.<br />
Das Einsatzspektrum<br />
für BiSS-Schnittstellen<br />
reicht von Fertigungsrobotik,<br />
Motorfeedback<br />
und Servoantrieben<br />
über Motion<br />
Control- und<br />
Positionsgeber bis<br />
hin zu CNC-Maschinen.<br />
Die neugeschaffene User-Organisation will den Einsatz<br />
von BiSS-Technologie weltweit promoten. Ein wesentliches<br />
Tool bildet dabei eine Internet-Plattform, auf der sich Anbieter<br />
und Anwender mit BISS-Lösungen präsentieren und austauschen<br />
können.<br />
www.posital.de<br />
Spannende Anwendungen gesucht<br />
Wissen Sie wie Highspeed-Kamerafahrten über hunderte Meter<br />
unterbrechungs- und vibrationsfrei übertragen werden können?<br />
Oder wie 6-Achsen Roboter über viele Jahre hinweg zuverlässig<br />
ohne Ausfall im Einsatz sind? Die Antwort für diese unterschiedlichen<br />
Herausforderungen bieten Energiekettensysteme. Um die<br />
innovativsten Anwendungen weltweit zu finden, initiiert Igus<br />
alle zwei Jahre den<br />
vector award. „Auch<br />
heute tun sich für uns<br />
immer noch neue<br />
und unge wöhnliche<br />
Anwendungen mit<br />
teilweise rasanten<br />
Geschwindigkeiten<br />
oder irrsten Drehbewegungen<br />
auf,“ so<br />
Michael Blaß, Prokurist<br />
E-Kettensysteme bei Igus (im Bild). Die Gewinner werden<br />
auf der Hannover Messe 2018 ausgezeichnet. Der Award ist mit<br />
Preisgeldern bis 5 000 EUR dotiert. Bewerbungen werden bis<br />
23. Februar 2018 angenommen unter www.vector-award.de.<br />
www.igus.de<br />
5 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong><br />
MESSTECHNIK<br />
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und Überwachung ohne Installation<br />
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• Hochskalierbar und erweiterbar für beliebige<br />
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messtechnischen Standardanwendung bis zur<br />
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NEU!
SZENE<br />
Turck erwartet 15 % mehr Umsatz<br />
Turck prognostiziert für das Geschäftsjahr <strong>2017</strong> eine Umsatzsteigerung<br />
von rund 15 %. Der konsolidierte Gruppenumsatz dürfte<br />
demnach zum Jahresende 600 Mio. EUR übertreffen. „<strong>2017</strong> wird<br />
für Turck das erfolgreichste Geschäftsjahr“, sagte Geschäftsführer<br />
Christian Wolf (Bild). Die US-Landesgesellschaft werde ein<br />
Wachstum von 22 % auf ca. 275 Mio. USD erzielen, ein vergleichbares<br />
Ergebnis werde auch in Südostasien und Australien erreicht.<br />
Allein für China sei ein Rekordwachstum von derzeit 33 %<br />
zu vermelden. Im Oktober übernahm Turck seine ehemalige<br />
kanadische Vertretung zu 100 % und die Mehrheit am finnischen<br />
RFID-Lösungspartner Vilant Systems. Für 2018 kündigte<br />
Wolf Investitionsprojekte in Mexiko und China sowie in Osteuropa<br />
eine neue Fertigung für die Anschlusstechniklösungen an.<br />
www.turck.com<br />
In 3. Auflage erschienen: Handbuch zur<br />
<strong>Industrielle</strong>n Bildverarbeitung<br />
Die Fraunhofer-Allianz Vision hat anlässlich ihres 20-jährigen<br />
Jubiläums das „Handbuch zur <strong>Industrielle</strong>n Bildverarbeitung –<br />
Qualitätssicherung in der Praxis“ in voll- ständig überarbeiteter<br />
und aktualisierter Auflage herausgegeben.<br />
Das rund 450-seitige Werk gibt<br />
in einer anwendungsbezogenen Mischung<br />
aus Theorie und Praxis einen<br />
Überblick über die industrielle Qualitätssicherung<br />
mit automatischer Bildverarbeitung<br />
und ist zur Unterstützung<br />
von Entscheidungsträgern und<br />
Anwendern gedacht. Die Beiträge<br />
stammen von erfahrenen Wissenschaftlern<br />
und bieten eine anwendungsbezogene<br />
Mischung aus<br />
Theorie und Praxis. Nach einer<br />
technischen Einführung spannt<br />
sich der Themenbogen von der<br />
Inspektion und Charakterisierung von Oberflächen<br />
über die optische 3D-Messtechnik bis hin zu innovativen<br />
Technologien zum Messen und Prüfen unter der Oberfläche.<br />
Eine Fülle der vorgestellten Entwicklungen und Umsetzungserfahrungen<br />
steht der Industrie heute einsatzreif zur Verfügung.<br />
www.vision.fraunhofer.de<br />
<br />
Weidmüller treibt Forschung und Einsatz<br />
von Robotiklösungen in China voran<br />
Halle 3A, Stand 3A-460<br />
Weidmüller beteiligt sich als Gründungspartner an der Robotation<br />
Academy Foshan (RAF) in China – einem Zusammenschluss<br />
globaler Marktführer und lokaler Player mit Fokus auf Smart Production.<br />
„Die Robotation Academy wird unsere neue Plattform<br />
sein, um Robotiklösungen für Kunden in der Provinz Guangdong<br />
zu präsentieren“, erklärt Lance Zhao, Weidmüller Executive Vice<br />
President Asien. Weidmüller wird mit 21 Partnern Lehrgänge<br />
SIKA TP Premium – eine Revolution<br />
in der Temperatur-Kalibriertechnik<br />
<br />
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Einzigartiges Funktionsprinzip: Eigenschaften des Sensor-<br />
Prüflings werden virtuell modelliert.<br />
Es wird eine bei tragbaren Kalibratoren überragende Temperaturstabilität<br />
im Millikelvin-Bereich erreicht.<br />
Auf lange Sicht zukunftssicher durch regelmäßige Software-<br />
Updates und Erweiterungen.<br />
Quality by tradition<br />
Weitere Infomationen<br />
finden Sie unter:<br />
www.sika.net<br />
www.sika.net<br />
und Konferenzen anbieten. „Wir präsentieren in dem neuen<br />
Hightech-Zentrum u. a. Anschlusslösungen für die Versorgung<br />
der Roboter mit Energie, Daten und Signalen von der Feldebene<br />
bis in den Schaltschrank“, so Jörg Scheer, Leiter der Division<br />
Device and Field Connectivity bei Weidmüller. Die Akademie<br />
schafft die Rahmenbedingungen für eine bereichsübergreifende<br />
Forschung und Entwicklung, die Möglichkeit konkrete Anwendungen<br />
greifbar zu machen und daran zu lernen.<br />
www.weidmueller.com<br />
6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong><br />
SIKA_LHA.indd 1 08.11.<strong>2017</strong> 15:34:01
SZENE<br />
Neue Allianz zwischen Maschinenbau<br />
und IT für Industrie 4.0<br />
Mit dem Joint Venture Adamos (ADAptive Manufacturing<br />
Open Solutions) gründen DMG Mori, Dürr, Software AG, Zeiss<br />
und ASM PT eine strategische Allianz für die Zukunftsthemen<br />
Industrie 4.0 und IIoT. Die Allianz will Adamos als globalen<br />
Branchenstandard etablieren sowie weitere Maschinenbauer<br />
als Partner gewinnen. Die offene IIoT-Plattform Adamos ist<br />
herstellerneutral und verbindet modernste IT-Technologie und<br />
Branchenwissen. Sie versetzt Maschinenbauer in die Lage,<br />
Kunden mit geringem Aufwand erprobte Lösungen für die digital<br />
vernetzte Produktion anzubieten. Davon profitieren sowohl<br />
Maschinenbauunternehmen als auch ihre Lieferanten und<br />
Kunden. Die gemeinsam entwickelte Plattform Adamos ist<br />
weltweit seit dem 1. Oktober <strong>2017</strong> verfügbar.<br />
www.durr.de<br />
ZVEI sieht politischen Handlungsbedarf<br />
bei Digitalisierung und Energiewende<br />
„Die nächste Bundesregierung muss die Gestaltung der Digitalisierung<br />
in Wirtschaft und Gesellschaft ins Zentrum ihrer<br />
Agenda stellen“, sagt ZVEI-Präsident Michael Ziesemer zu Beginn<br />
der Sondierungsgespräche. Wichtig sei, Deutschland zielgerichteter<br />
auf ein neues industrielles Zeitalter vorzubereiten.<br />
„Die digitale Transformation nimmt weiter an Fahrt auf. Um im<br />
Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen, brauchen wir<br />
einen Industrie-4.0-Check, der künftige Gesetze auf ihre<br />
Bedeutung für Innovation und Industrie-4.0-Umsetzung prüft“,<br />
erläutert Ziesemer. Weiteren Handlungsbedarf sieht der ZVEI<br />
bei der Energiewende. „Wir brauchen einen auf die Zukunft<br />
ausgerichteten Ordnungsrahmen, der verlässliche Bedingungen<br />
für Investitionen schafft und die effiziente Integration erneuerbarer<br />
Energien in den Energiemarkt und das Energiesystem<br />
zum Ziel hat“, sagt Ziesemer. Zudem sei wichtig, die Energieund<br />
Klimapolitik stärker mit der Industriepolitik zu verzahnen.<br />
Foto: Fotolia<br />
www.zvei.org<br />
WIR ERÖFFNEN NEUE PERSPEKTIVEN<br />
Mit hochwertigen Sensor-, Identifikations- und Netzwerklösungen und viel Engagement steigern<br />
wir Ihre Wettbewerbsfähigkeit.<br />
SPS IPC Drives, Nürnberg, 28. – 30. November <strong>2017</strong>, Halle 7A, Stand 303<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2014 7<br />
www.balluff.de
SZENE<br />
Pilz bietet Wissensschub für die Automatisierung<br />
Die Pilz Academy erweitert ihr Schulungsprogramm, das sich aus den Themen „Maschinensicherheit“,<br />
„Technologie und Automatisierung“ sowie aus Angeboten zur<br />
„Persönlichen Weiterbildung“ zusammensetzt. Auch die Robotik findet Berücksichtigung<br />
und bildet einen Schwerpunkt im Themenbereich „Maschinensicherheit“. Ebenfalls neu<br />
ist die Schulung „Industrie 4.0 – Gut aufgestellt für die Digitalisierung“. Mehr zu den<br />
Inhalten, Terminen und zum aktuellen Programm finden Sie unter www.pilz.com/<br />
training. Dort kann auch die neue Schulungsbroschüre heruntergeladen werden.<br />
www.pilz.com<br />
Workshop-Programm rund um die industrielle Bildverarbeitung<br />
Matrix Vision startet ein umfangreiches Workshop-Programm. Dieses beinhaltet sowohl produktorientierte<br />
Schulungen als auch Grundlagenthemen, die wichtiges Basiswissen rund um die Bildverarbeitung<br />
vermitteln. Die Durchführung erfolgt durch Bildverarbeitungsexperten von Matrix Vision aus<br />
Entwicklung und Applikation. Aktuell können Workshops aus den Themenbereichen „Grundlagen für<br />
das optimale Bildverarbeitungssystem“, „mvImpact Configuration Studio“ sowie „3D-Bildverarbeitung“<br />
besucht werden. Produktbezogene Workshops sind generell kostenlos. Die Themenbereiche bestehen<br />
jeweils aus drei Blöcken, die an insgesamt drei Tagen hintereinander behandelt werden können und<br />
somit den Reiseaufwand reduzieren. Eine Übersicht aller verfügbaren Workshops finden Sie unter<br />
www.matrix-vision.com/mv-workshops.html.<br />
www.matrix-vision.de<br />
Sie brauchen flexible I/O-Systeme für Ihre Anlagen<br />
u-remote bietet mehr Performance bei weniger Komplexität<br />
Let’s connect.<br />
Mit u-remote realisieren Sie sowohl IP-20- als auch IP- 67-Signalanbindungen innerhalb eines I/O-Systems. Das besonders<br />
kompakte u-remote-System, bestehend aus IP20- und IP67-Komponenten, eröffnet bei der Automatisierung maximale<br />
Vorteile und einen flexiblen Einsatz. Die IP67-Familie von u-remote ist dabei perfekt ausgestattet für die Signalanbindung<br />
außerhalb des Schaltschranks und vereint alle Feldvorteile von u-remote IP20 in einer erhöhten Schutzart.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 9, Stand 9-351.<br />
8 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2014<br />
Und das Beste: Mit Weidmüller als Partner haben Sie gleich eine Komplettlösung an der Hand. www.u-remote.net
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Rockwell eröffnet Kompetenzzentrum<br />
in Karlsruhe<br />
Rockwell <strong>Automation</strong> eröffnet sein EMEA-weit erstes Kompetenzzentrum<br />
für Connected Enterprise in Karlsruhe. Mit dem<br />
Connected-Enterprise-Ansatz bietet das Unternehmen ein<br />
Konzept, mit dem sich viele Industrie-4.0-Ansätze realisieren<br />
lassen. Das Kompetenzzentrum bildet die ideale Plattform, um<br />
die Chancen der Digitalisierung für Kunden erlebbar zu<br />
machen und individuelle Strategien auszuarbeiten. Rockwell<br />
<strong>Automation</strong> stärkt damit seine Präsenz in EMEA und unterstreicht<br />
die Bedeutung des europäischen Marktes für das<br />
Unternehmen. Auf dem Weg zur Digitalisierung hat das Unternehmen<br />
in den eigenen Fertigungsanlagen sein Connected-<br />
Enterprise-Konzept bereits erfolgreich umgesetzt. Kunden<br />
erhalten im Kompetenzzentrum nun die Möglichkeit, an der<br />
Expertise und Erfahrung von Rockwell zu partizipieren und die<br />
Vorteile der Digitalisierung live zu erleben. Eine stärkere<br />
Vernetzung von Produktion und Unternehmens-IT steigert die<br />
Effizienz, senkt Kosten und spart gleichzeitig Ressourcen.<br />
Durch intelligentes Monitoring und transparente Abläufe<br />
behalten Unternehmen jederzeit den Überblick.<br />
www.rockwellautomation.com<br />
Alexander Stricker<br />
Technischer Kundensupport<br />
» Effizienter<br />
Netzwerkausbau<br />
bei wenig Platz.«<br />
Internationales Geschäft startete in den USA<br />
zumBeispiel:<br />
Fast EthernetSwitch,<br />
unmanaged,16-Ports<br />
Ha-VIS eCon3160B-A<br />
Artikel-Nr. 102604<br />
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203,00 EUR<br />
zzgl. MwSt.<br />
UVP:<br />
235,00 EUR<br />
zum Beispiel:<br />
Full Gigabit EthernetSwitch,<br />
PoE/PoE+,unmanaged,6-Ports<br />
Ha-VIS eCon 3060GBT-A-PP<br />
Artikel-Nr. 102608<br />
-13%<br />
522,00EUR UVP:<br />
zzgl. MwSt. 600,00EUR<br />
Vor zehn Jahren eröffnete der Dresdner Infrarotsensorik- und<br />
Messtechnik-Hersteller Infratec seine erste internationale<br />
Niederlassung Infratec infrared LLC in den USA. Was 2007 in<br />
Grapevine in der Nähe von Dallas (Texas) begann, wird seit<br />
einigen Jahren ein paar Meilen weiter östlich in Plano weitergeführt.<br />
„Einen zentralen Eckpfeiler unserer Vertriebsstrategie“<br />
nennt Matthias Heinze, Geschäftsführender Gesellschafter des<br />
Geschäftsbereiches Infrarotsensorik, die US-Tochter. Die erste<br />
Auslandsdependance habe man in den USA eröffnet, weil das<br />
Land zu den größten Märkten für die Infrarotsensorik zählt.<br />
Wichtige Partner des Unternehmens seien dort ansässig, die<br />
für einen großen Teil des immer internationaler werdenden<br />
Gesamtumsatzes verantwortlich seien. Seit 2015 koordiniert<br />
die Tochterfirma in Texas auch den Vertrieb der Thermografiesysteme.<br />
Inzwischen hat das Unternehmen auch Niederlassungen<br />
in China und Großbritannien.<br />
www.infratec.de<br />
Innovationen bei<br />
den EthernetSwitches<br />
vonHARTING<br />
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GELIEFERT<br />
9 Kleinste 16-Ports Switches auf dem Markt<br />
9 PoE+ Switches mit integriertemDC/DC Wandler<br />
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Gerne beraten wir Siepersönlich!<br />
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50
Messtechnik-Spezialist A.B. Jödden feiert Volljährigkeit<br />
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MOTOR-FEEDBACK<br />
Fast.<br />
Smart.<br />
Efficient.<br />
NEW<br />
Der Messtechnik-Spezialist A.B. Jödden feiert<br />
in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag.<br />
Das Krefelder Unternehmen wurde 1999 als<br />
Vertriebspartnerschaft von Schreiber Messtechnik<br />
und Bernd Jödden (links) als geschäftsführenden<br />
Gesellschafter gegründet.<br />
2002 zog es in die heutigen Geschäftsräume<br />
um. Das Unternehmen vertreibt Sensoren<br />
zum Messen von Weg, Winkel, Neigung,<br />
Druck, Temperatur, Beschleunigung, Vibration,<br />
Durchfluss sowie Niveau und bietet<br />
dazu technische Beratung an. 2007 kamen<br />
Neigungs- und Beschleunigungssensoren<br />
von Kelag dazu. Neben Standardprodukten<br />
entwickelt das Unternehmen auch Sonderanfertigungen.<br />
In Zusammenarbeit mit<br />
Schreiber Messtechnik und Kelag bietet<br />
A.B. Jödden darüber hinaus ein Qualitätsmanagementsystem<br />
nach EN ISO 9001:2008<br />
an. 2016 wurde mit Martin Schilling (rechts)<br />
ein zweiter Geschäftsführer neben Bernd<br />
Jödden ernannt. Das neueste Produkt im<br />
Sortiment ist der induktive Wegaufnehmer<br />
SM34 mit 5 mm Messweg sowie einer<br />
Genauigkeit von ± 0,25 %.<br />
www.abjoedden.de<br />
Kit-Encoder<br />
jetzt auch mit der Open Source<br />
One-Cable-Technology<br />
Magnetische Kit-Encoder statt Resolver<br />
oder optische Drehgeber<br />
Multiturn Energy-Harvesting-System<br />
Keine Batterien, keine Wartung<br />
Einfache Installation<br />
mit Selbstkalibrierungsfunktion<br />
Kompaktes und robustes Design<br />
zur Integration in Ihren Motor<br />
Vormerken: MSR-Spezialmessen 2018<br />
Der Veranstalter Meorga steht in den Startlöchern für die neue Saison 2018 und kündigt<br />
die Termine für die regionalen Spezialmessen der Wirtschaftsregionen Rhein-<br />
Main, Rheinland, Südwest und Rhein-Ruhr an. Im Fokus stehen die Themen Messtechnik,<br />
Steuerungstechnik, Regeltechnik, Prozessleittechnik und Automatisierung.<br />
Führende Firmen der Branche präsentieren ihr Leistungsspektrum, informieren in<br />
Fachvorträgen und bieten lösungsorientierte Gespräche in einer professionellen Atmosphäre.<br />
Die Veranstaltung wendet sich an Fachleute und Entscheider, die in ihren<br />
Unternehmen für die Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang<br />
der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich sind. Der Eintritt zur Messe sowie<br />
die Teilnahme an den Vorträgen sind kostenfrei. Den Auftakt macht die MSR-Spezialmesse<br />
Rhein-Main am 07. 03. 2018 in Frankfurt/Main. Es folgen die MSR-Spezialmesse<br />
Rheinland am 16. 05. in Leverkusen, die MSR-Spezialmesse Südwest am 12. 09. in<br />
Ludwigshafen sowie die MSR-Spezialmesse Rhein-Ruhr am 10. 10. 2018 in Bochum.<br />
www.meorga.de<br />
Elektrische Auflösung bis 17 Bit absolut<br />
Besuchen Sie uns in<br />
Halle 7A, Stand 146!<br />
www.posital.de
SZENE<br />
Ifm Electronic erhält Auszeichnung<br />
für Video „Knocking without touching“<br />
Kaum eine Sportart ist so sehr auf Körperkontakt bezogen, wie<br />
das Boxen: Im Spot taxieren sich zwei Boxer im Ring, sie lassen<br />
ihre Muskeln spielen, einer schlägt zu – und das Gesicht des<br />
Gegners schleudert zur Seite. Das Besondere dabei: Dies geschieht<br />
ganz ohne Berührung – und damit ist man direkt bei<br />
der Sensorik von Kplus: „Knocking without touching“. Mit diesem<br />
Video wurde die seit Jahrzenten bekannte Technologie<br />
neu belebt und dabei wurde die ungewöhnliche Bilderwelt so<br />
meisterhaft gewählt, dass es mit dem silbernen Delphin bei<br />
den Cannes Corporate Media & TV Awards in der Kategorie<br />
„Integrierte Kommunikation“ prämiert wurde. In dieser Kategorie<br />
werden Filme und Videos ausgezeichnet, die den Teil einer<br />
größeren Kommunikationskampagne bilden. Produziert<br />
wurde das Video von der Düsseldorfer Agentur Piratas. Werfen<br />
Sie einen Blick in das Video: http://youtu.be/lEO8RblbN00.<br />
www.ifm.com<br />
Qualität<br />
verbindet<br />
MVTec verstärkt Embedded-Vision-<br />
Geschäft mit Christoph Wagner<br />
MVTec Software verstärkt sein Team: Seit dem 1. September<br />
zeichnet Christoph Wagner für den Ausbau des Embedded-<br />
Vision-Geschäfts verantwortlich. Als neu zuständiger<br />
Produkt- und Business-Development-Manager wird Wagner<br />
für eine noch stärkere Präsenz von MVTec im internationalen<br />
Embedded-Vision-Markt sorgen. Der<br />
Maschinenbautechniker und geprüfte<br />
Wirtschaftsfachwirt verfügt über eine<br />
weitreichende Expertise in der industriellen<br />
Bildverarbeitung. Außerdem<br />
sammelte er mehr als zehn Jahre<br />
Erfahrung im Produktmanagement, im<br />
technischen Support sowie in der Forschung<br />
und Entwicklung. Embedded<br />
Vision ist innerhalb der industriellen<br />
Bildverarbeitung ein Trendthema mit<br />
hohem Zukunftspotenzial. MVTec gilt in diesem Technologiebereich<br />
als einer der führenden Anbieter und verfügt mit<br />
Halcon Embedded bereits seit 2005 über Erfahrung in der<br />
Portierung seiner Machine-Vision-Software MVTec Halcon<br />
auf unterschiedlichste Embedded-Plattformen.<br />
www.mvtec.de<br />
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Rund um die Welt sind robuste Leitungen<br />
die Lebensadern für Flugzeuge am Boden.<br />
Cavotec Fladung vertraut bei seinen<br />
Flugzeugversorgungssystemen auf<br />
die 400-Hertz-Leitung von Helukabel.<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2014 11
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I MESSE<br />
Zukunftsweisende Technologien<br />
Die digitale Transformation rückt in der Automatisierungsbranche immer stärker in den Fokus. Deshalb<br />
wird dem Thema Software & IT in der Fertigung auf der diesjährigen SPS IPC Drives zum ersten Mal<br />
eine eigene Halle gewidmet. Und was Sie darüber hinaus noch Spannendes erwartet, lesen Sie hier.<br />
Die SPS IPC Drives präsentiert sich auch<br />
im Jahr <strong>2017</strong> als führende Fachmesse für<br />
elek trische Automatisierungstechnik. Rund<br />
1 700 Aussteller aus aller Welt decken vom<br />
28. bis 30. November <strong>2017</strong> in Nürnberg das<br />
Spektrum der industriellen <strong>Automation</strong> ab –<br />
vom einfachen Sensor bis hin zu Lösungen<br />
der digitalen, smarten Automatisierung. Zudem<br />
ist zu erwarten, dass sich insbesondere<br />
die Exponate und Studien zu den Themen<br />
„Industrie 4.0“ bzw. „Digitale Transformation“<br />
wieder zu Besuchermagneten entwickeln<br />
werden. Aus diesem Grund ist das Thema<br />
Industrie 4.0 auch ein klar definiertes<br />
Schwerpunktthema der SPS IPC Drives <strong>2017</strong>.<br />
Die Digitalisierung im Fokus<br />
Gerade jetzt, im Zeitalter der Digitalen<br />
Transformation, wachsen die Branchen <strong>Automation</strong><br />
und IT immer stärker zusammen.<br />
Neben zahlreichen Produkten und Applikationsbeispielen<br />
vieler Aussteller spiegelt die<br />
SPS IPC Drives diesen Trend deshalb auch<br />
auf themenbezogenen Sonderschauflächen<br />
und in Vorträgen auf diversen Foren wieder.<br />
Darüber hinaus hat sich die Fachmesse<br />
für eine neue thematische Hallenaufteilung<br />
entschieden: Ab diesem Jahr ist Halle 6 ganz<br />
dem Thema Software und IT in der Fertigung<br />
gewidmet. Vom Start-up bis zu großen<br />
Namen wie Microsoft, SAP Deutschland<br />
und Kaspersky Lab UK finden sich dort Lösungsanbieter<br />
aus aller Welt. Namhafte<br />
Anbieter der IT-Welt werden mit Ausstellungsthemen<br />
wie industrielle Web Services,<br />
virtuelle Produktentwicklung/-gestaltung,<br />
digitale Geschäftsplattformen, IT/OT-Technologien,<br />
Fog-/Edge- und Cloud-Computing<br />
aufwarten. Aber auch Lösungen zum Thema<br />
Cyber Security werden von zahlreichen<br />
Anbietern dargeboten. Sie demonstrieren<br />
anschaulich, wie sich Unternehmen vor<br />
Cyberattacken schützen können.<br />
Die langjährig vertretenen Aussteller der<br />
Mechanischen-Infrastruktur werden zu-<br />
12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
Kurz und prägnant<br />
Informationen zur Veranstaltung, zu<br />
kostenfreien Tageskarten, Reisespecials<br />
sowie Tipps zur Messe-Vorbereitung<br />
finden Sie auf der Webseite des<br />
Veranstalters: www.sps-messe.de. Hier<br />
erhalten Sie auch einen druckfähigen<br />
Geländeplan, eine Übersicht der<br />
Hallenbelegung sowie ein Verzeichnis<br />
der Aussteller mit Kontaktdaten.<br />
künftig zusammen mit den Anbietern<br />
der <strong>Industrielle</strong>n Kommunikation<br />
sowohl in Halle 2 als<br />
auch in der neu hinzugekommenen<br />
Halle 10.1 zu finden sein.<br />
Die Branche <strong>Industrielle</strong> Kommunikation<br />
zeigt, angetrieben<br />
durch Industrie 4.0, unter anderem<br />
aktuelle Innovationen im Bereich<br />
OPC UA und TSN. Mithilfe<br />
von einem einfachen und standardisierten<br />
Zugriff auf Daten<br />
und Geräte im Feld sind Konzepte<br />
wie Cloud-basierte Anwendungen<br />
oder auch Predictive Maintenance<br />
möglich.<br />
Trendthemen in Guided<br />
Tours entdecken<br />
Premiere haben in diesem Jahr<br />
auch die Guided Tours zu den<br />
Themen IT-Security in automation,<br />
Smart production und Smart connectivity.<br />
Fachbesucher können<br />
sich mittels dieser geführten<br />
Touren gezielt und fokussiert zu<br />
wichtigen Innovationen und Exponaten<br />
dieser speziellen Themenbereiche<br />
informieren. Qualitativ<br />
hochwertige und fachspezifische<br />
Vorträge sowie Podiumsdiskussionen<br />
zu den Top-Themen<br />
bieten die Foren der Verbände<br />
ZVEI in Halle 3A und VDMA in<br />
Halle 3 sowie das gemeinsame<br />
Forum „<strong>Automation</strong> meets IT“ in<br />
Halle 6. Der begleitende <strong>Automation</strong><br />
4.0 Summit wird auch in<br />
diesem Jahr an den ersten beiden<br />
Messetagen das Messeangebot<br />
ergänzen und Themen des Industrie-4.0-Umfeldes<br />
aufgreifen.<br />
Fotos: Mesago<br />
www.mesago.de<br />
Safety@work!<br />
Einfache Sicherheitstechnik<br />
für mehr Effizienz<br />
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Energie –einfach, flexibel, system-und herstellerunabhängig, bewährt<br />
SPS-Anschlussüber alle gängigenFeldbusse,alle Diagnosedateninder<br />
Steuerung, Safety- undStandard-Signalegemischt<br />
Safety Gateways fürden Einsatz als SafetySlave (in Kombinationmit einer<br />
sicheren Steuerung)und als Safety Master(zursicheren Steuerung von<br />
Antrieben ohne zusätzlicheSafetySPS)<br />
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Halle 7, Stand200<br />
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28. –30.11.<strong>2017</strong>
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I TITEL<br />
Peter Dietrich, Produktmanager<br />
Durchflussmesstechnik,<br />
Endress+Hauser Messtechnik<br />
GmbH+Co. KG, Weil am Rhein<br />
vereinfachen. Die Systemarchitektur der<br />
neue Proline 300/500 Geräte ermöglicht eine<br />
einfache Integration zukünftiger Schnittstellen<br />
und Kommunikationstechniken. Bereits<br />
heute leisten integriertes WLAN, Profinet,<br />
Ethernet IP sowie ein integrierter Web-<br />
Server die Möglichkeit für direkte Cloud-<br />
Kommunikation. Auch Weiterentwicklungen<br />
können mit dem eigens dafür entwickelten<br />
Industrie-4.0-Ready-Konzept schnell und<br />
problemlos eingebunden werden. Neben<br />
den Geräte- und Prozessdaten aus dem Gerät<br />
stellt die Endress+Hauser Cloud alle relevanten<br />
Hersteller- und Spezifikationsdaten<br />
rund um die Geräte zur Verfügung, um über<br />
eine cloudbasierte Vernetzung der Prozesse<br />
Effizienzsteigerungen in allen Produktions-,<br />
Arbeits- und Geschäfts-prozessen zu ermöglichen.<br />
Digitale Vernetzung von Prozessen,<br />
maximale Sicherheit für Personal,<br />
Produkte und Anlagen sowie ein<br />
kosteneffizienter Messstellenbetrieb<br />
sind die aktuellen Anforderungen<br />
an die Prozessinstrumentierung.<br />
Gerade die Durchflussmesstechnik<br />
steht dabei aufgrund der<br />
dynamischen Fließprozesse vor<br />
besonderen Herausforderungen.<br />
Wir stellen Ihnen eine Geräteserie für<br />
die universelle Durchflussmessung<br />
vor, die ihre Prozesse fit für die<br />
Zukunft macht.<br />
Simply clever<br />
Eine neue Durchfluss-Messgerätelinie<br />
optimiert ihre Prozessanlage in jeder Hinsicht<br />
Um den oben genannten Anforderungen<br />
gerecht zu werden, und darüber die<br />
Instandhaltungskosten im Anlagenbetrieb<br />
zu senken, braucht es innovative Mess- und<br />
Gerätekonzepte. Die Kombination von bewährte<br />
Sensorik und innovativen Transmittern<br />
bildet dabei die Basis. Ein Beispiel hierfür<br />
stellt die neue Durchfluss-Messgerätelinie<br />
Proline 300/500 von Endress+Hauser<br />
dar. Sie kombiniert die seit über 25 Jahren<br />
bewährten Proline Messtechnologien für<br />
die Coriolis- und Magnetisch-Induktive<br />
Durchflussmessung mit einem neuen Transmitterkonzept.<br />
Die Linie steht dabei für<br />
branchenoptimierte Durchflussmessgeräte<br />
mit erweitertem Einsatzbereich und verbesserter<br />
Performance.<br />
Cloudbasierte Vernetzung<br />
der Prozesse<br />
Die fortschreitende Digitalisierung bietet<br />
auch in Produktionsprozessen stetig neue<br />
Möglichkeiten, Abläufe und Prozesse zu<br />
Neue Diagnoseparameter<br />
optimieren Wartungsintervalle<br />
Einer der meist diskutierten Use Cases ist<br />
die Möglichkeit zur ‚Vorausschauenden<br />
Wartung‘, um ungeplante Anlagenstillstände<br />
zu vermeiden und die erforderlichen<br />
Wartungsarbeiten am Gerät frühzeitig zu<br />
koordinieren. Dabei werden die relevanten<br />
Diagnosedaten aus dem Gerät parallel zum<br />
klassischen Prozessübertragungsweg, z. B.<br />
über die zusätzlich eingebaute WLAN-<br />
Schnittstelle, direkt in die Kunden-Cloud<br />
übertragen und weiterverarbeitet. In Kombination<br />
mit neuen Diagnose-parametern<br />
wie z. B. dem HBSI (Heartbeat Sensor Integrity)<br />
im Coriolis-Durchflussmessgerät Promass<br />
lassen sich dann einfache Trendaussagen<br />
zum Reinigungstermin oder zu einem<br />
Austausch des Messgerätes ableiten. Und<br />
das ohne Fehlinterpretation oder aufwendige<br />
Trendanalyse. Der Instandhalter erhält z. B.<br />
via Smartphone Informationen über die<br />
verbleibende Verschleißreserve eines Geräts<br />
und kann daraus weiterführende Wartungsmaßnahmen<br />
ableiten. Im Vergleich zur<br />
zeit- bzw. routinebasierten Wartung senkt<br />
dies die Instandhaltungskosten, da Geräte<br />
nur bei Bedarf gewartet werden. Verglichen<br />
mit der reaktiven Wartung wird die Anlagenverfügbarkeit<br />
erhöht, da ein Ausfall der<br />
Geräte rechtzeitig vermieden wird.<br />
Integrierte Sicherheit<br />
Die integrierten industriespezifischen Sicherheitskonzepte<br />
gewährleisten hohe Prozess-<br />
und Produktsicherheit. Für die chemische<br />
Industrie hilft beispielsweise das SIL-<br />
14 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
TITEL I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
01 Bereit für Industrie 4.0: Übersicht der Einbindung von Feldgerätedaten in die Unternehmenscloud<br />
Gerätekonzept der Proline 300/500, systematische<br />
Fehler zu vermeiden. Ein wichtiges<br />
Detail hierbei: die SIL-Inbetriebnahme Sequenz,<br />
die eine Falschparametrierung einer<br />
Schutzeinrichtung praktisch ausschließt, da<br />
alle relevanten Parameter geprüft werden<br />
und das Programm den Inbetriebnehmer<br />
durch eine spezifische SIL-Inbetriebnahmesequenz<br />
führt.<br />
Für die Lebensmittelindustrie ermöglicht<br />
eine integrierte hochgenaue und temperaturkompensierte<br />
Leitfähigkeitsmessung<br />
die sichere Detektion von Produktverunreinigungen,<br />
beispielweise aufgrund von Reinigungsrückständen<br />
im Endprodukt. Die<br />
Messgeräte Proline 300/500 sichern damit<br />
die hohe Produktsicherheit im Rahmen von<br />
Food-Safety-Konzepten.<br />
Eindeutig interpretierbares<br />
Diagnose-Trendmonitoring<br />
Instandhaltungskosten zu senken,<br />
steht seit jeher im Fokus von Anlagenbetreibern.<br />
Die mit der Heartbeat<br />
Technology integrierte, kontinuierliche<br />
Gerätediagnose und Prüfung (Verifikation)<br />
ermöglicht verlängerte Rekalibrierzyklen<br />
und vereinfacht die jährliche Geräteprüfung<br />
immens. Dabei werden alle rele-<br />
02 Geräte-, Diagnose-, Service- oder<br />
Prozessdaten können nicht nur via Schaltwarte<br />
abgefragt werden, sondern auch vor Ort mithilfe<br />
des integrierten Webservers; das Bild<br />
zeigt den Promass F300<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 15
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I TITEL<br />
03 Gerätezugang und Datenübertragung sind bequem<br />
mit einem Smartphone, Tablet PC oder Laptop möglich<br />
vanten Parameter und Baugruppen kontinuierlich<br />
mit den werksseitig gespeicherten<br />
Referenzwerten verglichen. Bis zu acht<br />
komplette Prüfungen können im Gerät zwischengespeichert<br />
werden. Neue Heartbeat<br />
Technology Monitoring-Funktionen der<br />
Proline 300/500 Messgeräte ermöglichen<br />
jetzt erstmals ein eindeutig interpretierbares<br />
Diag nose-Trendmonitoring. Der Promass<br />
HBSI (Heartbeat Sensor Integrity) Parameter<br />
zum Beispiel ermöglicht konkrete Aussagen<br />
über den Arbeitsvorrat des Gerätes in korrosiven,<br />
abrasiven-, oder belagsbildenden<br />
Anwendungen. Das ermöglicht die Umsetzung<br />
von vorausschauender Wartung,<br />
auch „Predicitve Maintenance“ genannt.<br />
Durchdachtes Konzept von<br />
der Planung bis zur Wartung<br />
Die aktuelle Generation der Proline Durchflussmessgeräte<br />
unterstützt den MSR-Techniker<br />
bei der Bewältigung seiner täg lichen<br />
Aufgaben von der Planung bis zur Wartung.<br />
Hierzu sind viele Neuerungen in<br />
die Geräte eingeflossen wie der vereinfachte<br />
Zugang von vorne zur Installation,<br />
die vier Status LEDs, die alle wichtigen<br />
„Die Systemarchitektur der Proline 300/500 Messgeräte<br />
ermöglicht eine einfache Integration zukünftiger<br />
Schnittstellen und Kommunikationstechniken“<br />
Gerätezustände farblich signalisieren oder<br />
das Weitbereichsnetzteil, das den Anschluss<br />
unterschiedlichster Versorgungsspannungen<br />
ermöglicht. Bei den bis zu<br />
vier Aus- und Eingängen, können drei als<br />
frei konfigurierbare I/Os gewählt werden<br />
und bieten damit bis zu 350 Kombinationsmöglichkeiten<br />
von 4...20 mA oder<br />
digitaler Bustechnologie mit weiteren<br />
Analogsignalen wie Strom-, Status-, Puls-,<br />
Frequenz-, Ein- oder Ausgänge.<br />
Das optional im Display integrierte<br />
WLAN-Modul sowie der integrierte Web-<br />
Server vereinfachen den Gerätezugang über<br />
mobile Endgeräte wie Tablet PC oder<br />
Smartphone mittels handelsüblicher Browser<br />
wie Internet Explorer, Firefox oder Safari.<br />
Weiterführende Soft- oder Hardware ist<br />
nicht erforderlich. Das vereinfacht alle geräte<br />
bezogenen Aktivitäten von der Planung<br />
bis zur Wartung und bietet für die Zukunft<br />
weitreichende Möglichkeiten zur weiteren<br />
Digitalisierung von Prozessen.<br />
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www.de.endress.com<br />
Komfortabler Gerätetausch<br />
ohne Neuparametrierung<br />
Das integrierte Datenspeicherkonzept<br />
HistoRom ermöglicht den Komponentenund<br />
Gerätetausch ohne jegliche Neuparametrierung.<br />
Dabei werden alle Daten automatisch<br />
gesichert und auf die neue Komponente<br />
übertragen. Neu dabei ist, dass mit<br />
dem integrierten Firmware-Flashspeicher<br />
alle Austausch-Komponenten auf den im<br />
Gerät vorhandenen Firmware-Stand gebracht<br />
werden, bevor die Parameter übertragen<br />
werden.<br />
Interoperabilitätskonflikte von Ersatzteilen<br />
und Komponenten gehören damit der<br />
Vergangenheit an. Darüber hinaus können<br />
Daten einfach und schnell multipliziert,<br />
verglichen oder wieder hergestellt werden.<br />
04 Die integrierte Prüffunktion Heartbeat Technology ermöglicht neben einer permanenten<br />
Geräte-Selbstdiagnose auch eine TÜV-geprüfte, metrologisch rückführbare Geräteverifikation<br />
im laufenden Betrieb – mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit (PFD) in Relation zur Betriebsdauer<br />
16 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
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Für alle offenen Prozesse in der Lebensmittelproduktion,<br />
beispielsweise wo Zutaten<br />
in offenen Förderanlagen transportiert<br />
werden, formulierte Nestlé ein umfangreiches<br />
Hygiene-Pflichtenheft. Dieses<br />
schreibt vor, wie elektrische Kabel zu fixieren<br />
sind, macht Vorschriften zur Reinigungsfähigkeit<br />
von Oberflächen von Anlagen und<br />
Maschinen oder äußert sich zu Vorsichtsmaßnahmen<br />
beim Schweißen. „In der Lebensmittelindustrie<br />
herrschen bereits hohe<br />
Hygienestandards. Wir bei Nestlé sind auf<br />
der sicheren Seite und fügen einfach noch<br />
zwei Schichten an Anforderungen hinzu“,<br />
macht Philippe Demarque, Projektleiter<br />
im Product Technology Centre (PTC) Orbe<br />
während des Rundgangs durch den Betrieb<br />
deutlich.<br />
Wo man hinschaut, bündeln sich Rohrleitungen<br />
aus Edelstahl für verschiedene<br />
Wasserqualitäten oder für Druckluft, die zu<br />
den einzelnen Behältern und Maschinen<br />
führen. Die leichte Zugänglichkeit der Installationen<br />
spielt eine Rolle bei der Instandhaltung<br />
der Anlagen und Maschinen im<br />
PTC. Das alltägliche Reinigen soll effizient<br />
vonstattengehen. Eine sogenannte CIP<br />
(Cleaning in Place)-Reinigung geschieht<br />
schrittweise: Mit Natronlauge versetzte Reinigungsflüssigkeit<br />
löst den Schmutz in den<br />
Behältern, anschließend wird diese ausgespült.<br />
Es folgt mit Sauerstoff angereichertes<br />
Wasser, schließlich heißes Wasser. Mehrmals<br />
wird gespült. Demarque schildert die<br />
Praxis: „Der Hochdruckreiniger ist unser<br />
wichtigstes Werkzeug. Gereinigt werden die<br />
Anlagen von oben nach unten; der Fluss aus<br />
Wasser und Schaum soll alles mitnehmen.“<br />
Schmutz und Bakterien keine<br />
Chance geben<br />
Hygienic Design soweit<br />
das Auge reicht<br />
Schweizer Nahrungsmittelkonzern stellt höchste Anforderungen<br />
an hygienegerechte Ausführung von Maschinen und Anlagen<br />
Das Nestlé Product Technology Centre (PTC) in Orbe in der Schweiz ist<br />
das konzernweite Forschungs- und Entwicklungszentrum für Kaffee,<br />
Schokolade- und Malzgetränke. Nestlé fordert bei Neuanschaffungen<br />
von Maschinen von seinen Lieferanten modernste Prozesstechnik, hohe<br />
Verfügbarkeit und hygienisches Design.<br />
Im Hinblick auf effiziente Reinigungsprozesse<br />
gewinnt Hygienic Design immer mehr<br />
an Bedeutung – auch bei Nestlé. Dazu Philippe<br />
Demarque: „Je weniger wir innen gewölbte<br />
Oberflächen, tote Winkel, freiliegende Gewindegänge<br />
von Schraubköpfen haben,<br />
desto weniger führt dies zu Schmutzablagerungen<br />
oder Wasserlachen und Bakterienwachstum.“<br />
Die Forderung nach Hygienic<br />
Design ist vergleichsweise jung. Noch vor<br />
über 20 Jahren bestanden die Metalloberflächen<br />
vieler Gehäuse und Schränke aus<br />
einer galvanisierten Schutzschicht. Aus Erfahrung<br />
mit deren Rostanfälligkeit gingen<br />
die Hersteller über zu Oberflächen aus rostfreiem<br />
Stahl. Gerade Rittal ist dem Hygienic<br />
Design verpflichtet und sieht sich als Systempartner<br />
der Nahrungsmittelindustrie.<br />
Im Nestlé-PTC sind gleich mehrere Rittal-<br />
Manuel Fischer ist Fachjournalist aus Spreitenbach<br />
in der Schweiz<br />
18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
chainflex®<br />
hält ...<br />
Im Nestlé-PTC<br />
sind mehrere<br />
Schaltschränke,<br />
Bediengehäuse und<br />
Klemmkästen<br />
installiert, elektronische<br />
Komponenten<br />
werden so vor Staub,<br />
Wasser und anderen<br />
Fremdeinflüssen<br />
geschützt<br />
Motorleitung<br />
18 Test<br />
Mio. Hübe<br />
getestet<br />
4831<br />
Schaltschränke, Bediengehäuse und Klemmkästen<br />
installiert. Elektronische Komponenten<br />
werden so vor Staub, Wasser und<br />
anderen Fremdeinflüssen geschützt.<br />
Die Vorteile dieser Hygienic-Design-Produkte<br />
gegenüber älteren Gehäusen fallen<br />
besonders ins Auge: Eine spaltfreie Rundum-Dichtung<br />
aus Silikon in auffälligem<br />
Blau ist auf der Innenseite von Türen und<br />
Wänden sicher eingelegt. Die Scharniere<br />
befinden sich im Innern des Schranks. Dies<br />
ermöglicht ein besonders reinigungsgerechtes<br />
Design.<br />
Zum Schutz von Tastern oder Displays<br />
sind große Sichtfelder angebracht. Der<br />
Übergang von Sichtfenster zu Rahmen ist<br />
spaltfrei. Die Schraubverschlüsse sind<br />
ebenfalls in Hygienic Design gestaltet,<br />
ebenso die Schaltschrankschlüssel. Und<br />
das Augenfälligste ist von Vorteil in einem<br />
Lebensmittelbetrieb: Die Kompakt-Schaltschränke<br />
haben eine Dachneigung von 30°.<br />
Dies lässt Flüssigkeiten schnell abfließen.<br />
Zudem sind die Hygienic-Design-Gehäuse<br />
mit runden Abstandshaltern aus Metall zur<br />
Wand montiert. Somit kann die Rückwand<br />
des Gehäuses gereinigt werden.<br />
Detaillierter<br />
Anforderungskatalog<br />
In der Lebensmittelindustrie<br />
herrschen<br />
bereits hohe Hygienestandards,<br />
aber wir fügen<br />
noch zwei Schichten an<br />
Anforderungen hinzu.<br />
Wie jeder andere Lebensmittelbetrieb ersetzt<br />
das PTC von Zeit zu Zeit ältere Anlagen<br />
und Maschinen – Extruder, Mühlen, Steuerungen<br />
usw. – durch neue. Das Nestlé-<br />
PTC formuliert gegenüber Projektanbietern<br />
einen detaillierten Anforderungskatalog zu<br />
Philippe Demarque,<br />
Projektleiter im PTC,<br />
Nestlé<br />
Schaltschränken und elektrischen Anlagen,<br />
sowohl was die mechanische als auch was<br />
die elektrotechnische Ausführung betrifft.<br />
Auch das Thema Sicherheit und hy gienisches<br />
Engineering kommt darin nicht zu<br />
kurz (SPS-Notstromversorgung, Erdungsschellen,<br />
Insektendichtigkeit usw.). Gegenüber<br />
Lieferanten tritt der PTC-Projektleiter<br />
als anspruchsvoller Kunde auf und sein<br />
Urteil kann hart sein: „Kleine Pannen können<br />
mit jeder Maschine vorkommen. Aber<br />
was wir nicht mit wenigen Handgriffen<br />
beheben können, ist für uns Schrottware.<br />
Wir lassen das sofort demontieren.“ Es<br />
mag unter diesen Voraussetzungen erstaunlich<br />
klingen, dass die Partnerschaft<br />
von Nestlé zu Rittal schon lange währt. „Wir<br />
kennen die Bedürfnisse des Kunden genau<br />
und gute Beratung ist ein<br />
wichtiger Teil unserer Aufgabe.<br />
Wir investieren viel,<br />
um die bestmögliche Lösung<br />
zu offerieren“, sagt<br />
Julien Gaillard, der Niederlassungsleiter<br />
von Rittal in<br />
der französischsprachigen<br />
Schweiz.<br />
Im PTC Orbe werden<br />
nicht nur Produktneuheiten<br />
entwickelt, sondern es<br />
kommen auch neueste<br />
Technologien der Steuerung<br />
und Überwachung<br />
von Prozessen zum Einsatz. Zwar entscheiden<br />
die Nestlé-Ländergesellschaften und<br />
deren Fabriken bei ihren Investitionen autonom.<br />
Dennoch gelten das PTC-Hygiene-<br />
Pflichtenheft und der PTC-Katalog zu<br />
technischen Spezifikationen bei Neuanschaffungen<br />
als Leitfaden innerhalb des<br />
Nestlé-Konzerns.<br />
„Ich will nicht sagen, dass der Preis keine<br />
Rolle spielt, aber wir haben einen anderen<br />
Fokus. Wir wollen einfach die besten und<br />
neuesten Produkte beschaffen, die auf dem<br />
Markt erhältlich sind“, so Demarque. Der<br />
Anspruch ist eindeutig: Das PTC will innerhalb<br />
von Nestlé weiterhin den technischen<br />
Standard vorgeben und mit Innovationen<br />
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Geräte des elektronischen Überstromschutzes waren vor einigen Jahren<br />
noch diskret aufgebaut – voll elektronisch mit Messfunktion, jedoch ohne<br />
Datenerfassung und -verarbeitung. Der Einsatz von Micro-Controllern<br />
eröffnete ganz neue Möglichkeiten. Sie erlauben es, Messdaten<br />
nicht nur zu erfassen, sondern sie aufwändiger zu verknüpfen, einer<br />
übergeordneten Steuerung zur Verfügung zu stellen und später detailliert<br />
zu verarbeiten.<br />
Grundlage dieser neuen Möglichkeiten<br />
im Bereich elektronischer Schaltgeräte<br />
ist die fortschreitende Digitalisierung und<br />
damit die sich stetig weiter entwickelnde<br />
Prozessor- und Controller-Technologie. Das<br />
Moorsches´Gesetz, postuliert in 1965 und<br />
später entsprechend angepasst, besagt,<br />
dass sich die Rechenleistung von Prozessoren<br />
alle 18 - 24 Monate verdoppelt. Neben<br />
der Verdoppelung der Rechenleistung steigt<br />
auch die Integrationsfähigkeit der Controller.<br />
Das bedeutet, bei gleichbleibender Leistungsfähigkeit<br />
steigt auch die Integrationsdichte.<br />
Dadurch reduziert sich die Baugröße<br />
der Controller und Prozessoren und<br />
ermöglicht die Anwendung in immer kleineren<br />
Geräte. Denn neben der Größe des<br />
Prozessors ist auch die zum Betrieb not-<br />
wendige Peripherie auschlaggebend. Zudem<br />
spielen auch die Kosten der Bauteile<br />
eine nicht unwesentliche Rolle. Denn digitalisiert<br />
wird ja nicht nur weil es technisch<br />
möglich ist, sondern auch weil es kommerziell<br />
immer attraktiver wird. Dies bedeutet<br />
für den elektronischen Überstromschutz,<br />
dass es nun sinnvoll ist, Micro Controller<br />
Technologie in das Produkt zu integrieren<br />
und zu digitalisieren. Denn der erwartete<br />
Mehrwert in der Geräte-Performance überwiegt<br />
nun die Kosten.<br />
Intelligenz im Gerät<br />
Beim Einbau von Micro Controllern liegt im<br />
ersten Schritt das Augenmerk auf der Verarbeitung<br />
der vor Ort bzw. im Gerät ermittelten<br />
Messwerte. Sie messen Spannungen und<br />
Ströme, überwachen Schwellwerte und sorgen<br />
für die in engen Kurven vorgegebene<br />
Auslösekennlinie. Beim Überschreiten der<br />
Kennlinie löst das Gerät aus und gibt eine<br />
Fehlermeldung. Dies alles funktioniert auf<br />
Basis von programmierten Micro Controllern<br />
und damit von Intelligenz im Gerät. Das<br />
ist jedoch noch keine Digitalisierung im engeren<br />
Sinne. Die Fehlermeldung kann auch<br />
nur durch einen einfachen Signalkontakt an<br />
die nächste Ebene gehen. Digitalisierung<br />
entsteht, wie eingangs geschildert, erst,<br />
wenn die erfassten Messdaten an eine weitere<br />
Ebene zur Verarbeitung gehen. Also<br />
wenn mit den erfassten Daten – neben der<br />
lokalen Verwendung zur Erfüllung der eigentlichen<br />
Aufgabe – eine weitere übergeordnete<br />
Ebene bedienen. Im Falle des elektronischen<br />
Überstromschutzes ist dies die<br />
Steuerungsebene mit einer SPS oder auch<br />
IPC. Die Weitergabe der Daten an eine übergeordnete<br />
Steuerung bedeutet die Einführung<br />
der Digitalisierung in die Welt des elektronischen<br />
Überstromschutzes.<br />
Implementierung einer echten<br />
Datenkommunikation<br />
Der einfachste Ansatz ist der Aufbau einer<br />
Verbindung durch die Nutzung einfacher<br />
01 Die ControlPlex-Serie erlaubt eine<br />
integrierte Prozessüberwachung und<br />
hohe Flexibilität durch programmierbare<br />
Stromstärken und steckbare Geräte<br />
01 02<br />
02 Das REX12D-T mit IO-Link schaltet, schützt<br />
und überwacht, ist jedoch nicht in dem Maße<br />
flexibel parametrierbar wie ControlPlex,<br />
anwendungsspezifisch jedoch ausreichend<br />
20 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
digitaler I/O-Matrix-Strukturen. Digitale<br />
Ein- und Ausgänge sind zwar im herkömmlichen<br />
Sinne „digital“, jedoch erfüllt eine<br />
Matrix bzw. Kommunikation durch digitale<br />
Ein-/Ausgänge noch nicht den Anspruch<br />
wirklicher Daten- bzw. Messdatenübertragung.<br />
So stellt diese Aktivierung von Überstromschutz<br />
Baugruppen zwar eine digitale<br />
Schnittstelle dar, jedoch ohne Messdatenübermittlung<br />
und damit nicht wirklich<br />
„digitalisiert“!<br />
Damit bleibt für eine echte Digitalisierung<br />
nur der nächste Schritt, die Implementierung<br />
einer echten Datenkommunikation<br />
mit dem Austausch von Messwerten<br />
zwischen dem Gerät und der übergeordneten<br />
Ebene. Dies setzt voraus, dass der<br />
elek tronische Überstromschutz neben der<br />
Kommunikation auch eine eigene Identität,<br />
also eine Adresse, erhält. Das heißt, die im<br />
Schaltschrank nebeneinander aufgebauten<br />
Geräte unterscheiden sich nur durch eine<br />
Adresse. So lassen sie sich bei einer entsprechenden<br />
Datenabfrage genau adressieren,<br />
um dann eine genaue Zuordnung der<br />
Daten zum entsprechenden Adressaten in<br />
der Steuerung vornehmen zu können.<br />
Welche Performance wird<br />
wirklich benötigt?<br />
Die Möglichkeiten zum Aufbau der Kommunikation<br />
hängen stark von der gewünschten<br />
Leistungsfähigkeit ab. Aus der<br />
Automatisierungstechnik sind die standardisierten<br />
Feldbus-Systeme wie Profibus/<br />
Profinet, Powerlink, Ethercat etc. weitgehend<br />
bekannt. Hierbei handelt es sich jedoch<br />
um eine High-end Kommunikation<br />
für den Echtzeit-Betrieb von Maschinenund<br />
Anlagen. Die erwartete Performance ist<br />
entsprechend kostenintensiv und nicht immer<br />
notwendig, wenn es um die Anbindung<br />
von elektronischem Überstromschutz<br />
geht. Diese Feldbus-Systeme sind in der<br />
Steuerungs-Ebene angesiedelt und entsprechend<br />
performant.<br />
Beispielhaft sei hier die ControlPlex Reihe<br />
von E-T-A erwähnt, die als elektronischer<br />
Überstromschutz in den Geräten ESX50-D<br />
realisiert ist. Dies ist ein steckbarer und<br />
umfänglich parametrierbarer Überstromschutz,<br />
der Schalten, Schützen und Überwachen<br />
bzw. Monitoring<br />
verbindet und<br />
mithilfe eines Koppelmoduls<br />
via Profibus<br />
oder auch Profinet<br />
mit der übergeordneten<br />
Steuerung<br />
kommuniziert.<br />
IO-Link als<br />
Alternative<br />
Wer die hohe Performance<br />
der Feldbusse<br />
auf der Steuerungsebene<br />
nicht benötigt, kann eine Stufe tie -<br />
fer, die Sensor-Aktuator-Ebene, gehen. Hier<br />
kommen einfachere Kommunikationswege<br />
zum Tragen. Eine Möglichkeit ist die Einführung<br />
von IO-Link. IO Link ist weniger performant,<br />
aber kostengünstiger als ein „echter<br />
Feldbus“ und ausreichend für die Digitalisierung<br />
von elektronischem Überstromschutz.<br />
Die Messdatenerfassung und -übertragung<br />
ist problemlos möglich. Leichte Einschränkungen<br />
gibt es bei Geschwindigkeit und<br />
Datenvolumen. Doch das Gerät ist digitalisiert<br />
und kann seinen Beitrag zur Prozesstransparenzsteigerung<br />
leisten.<br />
Hier kommt das REX12D-T mit IO-Link-<br />
Anschaltung zum Einsatz. Das Gerät schaltet,<br />
schützt und überwacht, ist jedoch nicht<br />
im gleichen Umfang flexibel parametrierbar<br />
wie der Typ ESX50-D. Jedoch ist<br />
die Schutzfunktion mit der Möglichkeit für<br />
die Messdatenerfassung-Kommunikation in<br />
die nächste Ebene je nach Anwendung ausreichend.<br />
Dies zeigt gut, was Digitalisierung für ein<br />
Produkt über die Jahre der Entwicklung<br />
bedeuten kann. Mit der zunehmenden<br />
Mit unseren Produkten zum<br />
elektronischen Überstromschutz<br />
lassen sich deutlich mehr<br />
Informationen aus der Anlage<br />
generieren als früher – ein<br />
Mehrwert, den wir unseren<br />
Kunden bieten.<br />
Verfügbarkeit elektronischer Bauteile, die<br />
Kommunikation und Messdatenerfassung<br />
ermöglichen, steigt der Grad der Digitalisierung<br />
und der entsprechenden Möglichkeiten<br />
für die Zukunft. Man sagt, das Moorsche<br />
Gesetz habe zumindest für die nächsten<br />
10 bis 15 Jahre noch Gültigkeit. So ist<br />
für die Integration von „Digitalisierung“ in<br />
immer kleinere Geräte nach wie vor kein<br />
Ende abzusehen.<br />
Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige E-T-A<br />
www.e-t-a.de<br />
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Nürnberg, 28.−30.11.<strong>2017</strong><br />
Halle 3A, Stand 260
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I MESSE<br />
Die Hauptaufgabe der Messtechnik liegt<br />
seit jeher in der quantitativen Erfassung<br />
physikalischer Größen. Unterschiedliche<br />
Arten von Sensoren verwandeln diese<br />
Messgrößen in elektrische Signale, die von<br />
einem Messverstärker konditioniert und digitalisiert<br />
werden, um sie der weiteren Verarbeitung<br />
und Analyse zuzuführen. Während<br />
diese Grundaufgabe der Messtechnik<br />
unverändert bestehen bleibt, ändern sich<br />
die Übertragungswege der Messdaten stark.<br />
Bei vielen Anwendungen im Kontext von<br />
Industrie 4.0 und IoT müssen sie dezentral<br />
erfasst, zentral gesammelt und für den weltweit<br />
verteilten Zugriff bereitgestellt werden.<br />
„Datenerfassung darf daher heute keine Insellösung<br />
mehr darstellen“, ist sich Dietmar<br />
Scheider, Senior Sales Manager bei der Delphin<br />
Technology AG sicher. Wie kann man<br />
aber diese Aufgabenstellung am besten lösen?<br />
Herkömmliche Lösungen setzen auf<br />
eine im Kundenintranet oder im Internet<br />
positionierte Cloud. Die Bereitstellung der<br />
Cloud ist dabei aber oft aufwendig und<br />
kann zu Problemen bei der Datensicherheit<br />
führen. Welche Alternativen sind denkbar?<br />
„Die Lösung liegt eigentlich auf der Hand:<br />
Die Cloud muss Bestandteil der Messhardware<br />
werden“, so Dietmar Scheider. Wenn<br />
alle Cloudbestandteile inklusive der Messtechniksoftware<br />
bereits vorinstalliert, bzw.<br />
–konfiguriert auf der Erfassungshardware<br />
bereitstehen, wachsen IT und Messtechnik<br />
zusammen und verschmelzen zu einer<br />
Messtechnik-Cloud at the edge. „Alle Vorteile<br />
des Cloudcomputing verbinden sich so<br />
mit den Vorteilen der Datenvorverarbeitung<br />
vor Ort und ermöglichen Lösungen,<br />
die bisher undenkbar schienen“, erklärt<br />
Dietmar Scheider. Delphin Technology bietet<br />
nun mit der kompakten Loggito-Serie<br />
und der webbasierten Software ProfiSignal<br />
Web ein Komplettpaket, um alle Cloudanwendungen<br />
zu erledigen, unabhängig davon,<br />
ob der Standort der Messtechnikcloud<br />
im Gerät, im Intranet des Anwenders, oder<br />
aber im Internet liegt.<br />
Dezentral, vernetzt und<br />
hochskalierbar<br />
So geht Messtechnik<br />
Wie sich Messwerterfassung und -visualisierung<br />
in Zeiten von Industrie 4.0 verändert<br />
Mit dem neuen dezentralen und<br />
hochskalierbaren Messwerterfassungssystem<br />
Loggito und der<br />
webbasierten Messtechniksoftware<br />
ProfiSignal Web präsentiert<br />
Delphin Technology zur SPS IPC<br />
Drives ein zukunftsweisendes<br />
Komplettpaket, das die dezentrale<br />
Messdatenerfassung mit der<br />
weltweiten standortunabhängigen<br />
Datenvisualisierung verknüpft.<br />
Erfahren Sie, wie sich Visualisierung<br />
und Monitoring zukunftsweisend<br />
zeigen.<br />
Die neue Loggito-Serie ist sowohl für Anwendungen<br />
mit verteilten Messstellen, als<br />
auch für zentrale Messaufgaben gerüstet.<br />
Als zentraler „Datenkonzentrator“ fungiert<br />
ein Loggito Logger, der die Koordination eines<br />
Messnetzes und die Zwischenspeichung<br />
der Messdaten übernimmt und die<br />
Schnittstelle zum PC oder in die Cloud bildet.<br />
Als Messtechnik-Cloud at the edge<br />
kann er aber auch selbst die komplette<br />
Cloudfunktionalität übernehmen. Die Erhöhung<br />
der Kanalzahlen und der Aufbau<br />
eines Messnetzes sind wahlweise kabelgebunden<br />
mit den Loggito USB-Geräten oder<br />
kabellos mit den Loggito Wireless-Geräten<br />
möglich. Mit diesem Konzept sind auch<br />
komplexe Anwendungen realisierbar, egal<br />
ob es sich um Prüfstandsanwendungen<br />
handelt, bei denen ein Messnetz drahtgebunden<br />
im Schaltschrank aufgebaut werden<br />
soll, oder um verteilte Messaufgaben<br />
wie Brücken- oder Gebäudemonitoring, bei<br />
denen eine drahtlose Kommunikation zwischen<br />
den Messstellen und dem zentralen<br />
Datensammler erforderlich ist. „Wir haben<br />
also mit dem neuen System die Weichen für<br />
neue Anwendungen gestellt. Der Anwender<br />
erhält damit genau die Lösung, die er benötigt“,<br />
sagt Dietmar Scheider.<br />
Um eine höchstmögliche Modularität zu<br />
gewährleisten, haben alle Geräte der Loggito-Serie<br />
dasselbe handliche Format. Es sind<br />
Module mit vier, bzw. acht universellen<br />
Analogeingängen verfügbar, die sich individuell<br />
für den Anschluss von mV-, mA-, Widerstand-,<br />
Thermoelement- und Pt100(0)-<br />
Sensoren konfigurieren lassen. Alle analogen<br />
Eingänge sind hochpräzise und besitzen<br />
eine Auflösung von 24 Bit. Eine<br />
Summenabtastrate von 1 kHz ermöglicht<br />
auch schnelle Messungen. Die differentielle<br />
Ausführung sowie die galvanische Tren-<br />
22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
nung der Analogeingänge gegeneinander<br />
gewährleisten jederzeit präzise Messungen<br />
unter Ausschluss von Störsignalen. Alle<br />
analogen Eingangsmodule verfügen zusätzlich<br />
über einen Analogausgang und über<br />
zwei kombinierte digitale Ein-/Ausgänge.<br />
Neben den Analogeingangsmodulen sind<br />
auch reine Digitalmodule mit sechs Einund<br />
zwei Ausgängen, bzw. zwei Ein- und<br />
sechs Ausgängen verfügbar. Die Logger-Geräte<br />
sind mit einem internen Datenspeicher<br />
von bis zu 16 GB ausgestattet.<br />
Individuelle Dashboards<br />
Mobiles Condition Monitoring, bzw. Instandhaltung<br />
und Wartung sind typische<br />
Aufgaben, bei denen bereits an der Maschine<br />
oder Anlage eine Analyse der Messdaten<br />
erforderlich ist. Bei derartigen Aufgaben ist<br />
es hilfreich und zeitsparend, diese Daten<br />
direkt vor Ort auf einem Tablet oder Handy<br />
darstellen zu können, anstatt sich zur Begutachtung<br />
zunächst ins Büro und danach<br />
zurück zur Anlage begeben zu müssen. Neben<br />
diesen Vor-Ort-Anwendungen gibt es<br />
aber auch Aufgaben, die eine völlig andere<br />
Art der Datenbereitstellung erfordern. Beispiele<br />
sind Feldversuchsanlagen, Fahrversuche<br />
oder Condition Monitoring von entfernten<br />
Maschinen, Anlagen oder Bauwerken.<br />
Die neue webbasierte Client-Server-Software<br />
ProfiSignal Web ist für diese Anwendungsszenarien<br />
geeignet. Nach der Erfassung<br />
der Daten, z.B. durch Geräte der Loggito-<br />
oder Expert Logger-Serie, können diese<br />
in individuell gestaltbaren Dashboards<br />
visualisiert werden. Für alle Anwendungen,<br />
bei denen eine Begutachtung der Daten direkt<br />
vor Ort erforderlich ist, kann ProfiSignal<br />
Web direkt im Messdatenerfassungsgerät<br />
ausgeführt werden. „Die Anzeige der<br />
Daten ist dann quasi im Vorbeigehen auf jedem<br />
beliebigen mobilen Endgerät möglich“,<br />
weiß Dietmar Scheider um die Vorteile. Eine<br />
Softwareinstallation ist nicht erforderlich,<br />
es wird nur ein beliebiger Browser benötigt.<br />
Aber auch für alle Anwendungen,<br />
bei denen ein weltweiter Zugriff auf die<br />
Messdaten erforderlich ist, ist ProfiSignal<br />
Web gerüstet. Für diese Anwendungen wird<br />
die Software auf einem zentralen Server in<br />
einer privaten oder öffentlichen Cloud installiert.<br />
Als Messtechnik-Cloud at the edge<br />
kann aber auch das Messdatenerfassungsgerät<br />
selbst die komplette Cloudfunktionalität<br />
übernehmen. Alle zugriffsberechtigten<br />
Personen haben anschließend von beliebigen<br />
Standorten aus die Möglichkeit, auf die<br />
Daten zuzugreifen und diese im Browser ihres<br />
mobilen Endgeräts zu visualisieren.<br />
Mit ProfiSignal Web können nicht nur<br />
einzelne Messstellen dargestellt, sondern<br />
auch komplexe Prozesse abgebildet werden.<br />
Dazu stehen verschiedene Analogund<br />
Digitalanzeigen, LEDs und geometrische<br />
Zeichenobjekte zur Verfügung. Zur Interaktion<br />
mit dem Prozess können auch<br />
Taster, Schiebeschalter und Texteingabefelder<br />
eingebunden werden. „Eine besondere<br />
Stärke ist die schnelle und übergangsfreie<br />
Trenddarstellung von aktuellen und historischen<br />
Messdaten. Hierbei kann sekundenschnell<br />
auf alle Daten zugegriffen werden“,<br />
erklärt Dietmar Scheider.<br />
Komplettpaket für Industrie 4.0<br />
In Zeiten von Industrie 4.0 ändern sich<br />
auch in der Messtechnik die Anforderungen.<br />
Die herkömmliche Übertragung der<br />
Daten vom Sensor an der Maschine zum<br />
Messrechner im Leitstand ist nicht mehr<br />
der Hauptanwendungsfall. Es entstehen<br />
neue Use Cases, bei denen die Messdaten<br />
teilweise weltweit verteilt erfasst und betriebssystem-<br />
und standortunabhängig auf<br />
mobilen Endgeräten dargestellt werden sollen.<br />
Für diese Anwendungsfälle sind grundlegend<br />
neue Konzepte erforderlich.<br />
„Mit der neuen Loggito-Geräteserie und<br />
der Client-Server-Software ProfiSignal Web<br />
haben wir ein Komplettpaket geschaffen,<br />
mit dem sich jeder Anwender diesen neuen<br />
Herausforderungen stellen kann“, resümiert<br />
Dietmar Scheider.<br />
www.delphin.de<br />
01 Das Bild zeigt die übersichtliche Cloud -<br />
visualisierung mit einem mobilen Dashboard<br />
02 Der Loggito Logger – Messtechnik für<br />
verteilte Anwendungen<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 23<br />
www.panasonic-electric-works.de
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I MESSE<br />
Uneingeschränkt kommunizieren<br />
Ethernet-IO-Module und integrierter IO-Link Master als universelle Vermittler im IIoT<br />
Dr. Konrad Kern, Produktmanager Geschäftsfeld<br />
Systeme Geschäftsbereich Fabrikautomation,<br />
Pepperl+Fuchs, Mannheim<br />
Bis heute hat sich im industriellen Ethernet kein<br />
einheitlicher Kommunikationsstandard durchgesetzt.<br />
Gut, wenn es also Lösungen gibt, die über alle gängigen<br />
Ethernet-Protokolle kommunizieren können. Wir<br />
stellen Ihnen ein Ethernet-IO-Modul mit Multiprotokoll<br />
und IO-Link-Masterfunktion vor, das mit dezentraler<br />
Intelligenz punktet.<br />
In der Automatisierungstechnik werden die Ethernet-Protokolle<br />
Profinet, Ethernet IP und EtherCAT am häufigsten eingesetzt, mit<br />
regional unterschiedlicher Verteilung. Diese Vielfalt ist eine<br />
Herausforderung für weltweit tätige Maschinen- und Anlagenbauer<br />
und zudem eine Hürde bei der Standardisierung. Die neuen Ethernet<br />
IO-Module von Pepperl+Fuchs schlagen mit ihrer Multiprotokoll-<br />
Funktion nun eine wirtschaftliche Brücke zur uneingeschränkten<br />
Kommunikation. Statt verschiedener Modul-Typen wird nur noch<br />
eine einzige Komponente benötigt. Das gewünschte Protokoll lässt<br />
sich mit einem einfachen Drehschalter auswählen. Das gewählte<br />
Protokoll wird bei der ersten Kommunikation mit dem Host intern<br />
gespeichert, eine versehentliche Umstellung bei laufender Anlage<br />
ist ausgeschlossen. Die Option, das Gerät für die sichere Anwendung<br />
wieder in den gesicherten Werkszustand zurückzuversetzen,<br />
bleibt davon unberührt. Die Ethernet-IO-Module werden entweder<br />
mit dem manuellen Drehwahlschalter oder per automatischer<br />
IP-Adressvergabe adressiert. Der integrierte Webserver erlaubt<br />
Dank dezentraler Intelligenz der<br />
Ethernet-IO-Module werden autarke<br />
Lösungen und praktische Schritte in<br />
Richtung Industrie 4.0 möglich, bei<br />
einer Reaktionszeit im Millisekundenbereich,<br />
voller Transparenz und<br />
zusätzlichen Diagnoseoptionen.<br />
Dr. Konrad Kern verantwortet das<br />
Produktmanagement der BU<br />
Systeme; Pepperl+Fuchs GmbH<br />
in Mannheim<br />
außerdem eine vollständige Parametrierung sowie den Abruf von<br />
Status- und Diagnosedaten. Ein Switch mit Isocron Real Time-<br />
Funktion (IRT) unterstützt die Ringtopologie, sorgt für schnelle<br />
Kommunikation und erhöhte Verfügbarkeit.<br />
IO-Link Master für I4.0<br />
Um die Feldebene in eine I4.0-Architektur einzubinden, sind<br />
Zusatzfunktionen gefragt. Neben der Übertragung von Mess- und<br />
Schaltsignalen werden Diagnosefunktionen und möglichst umfassende<br />
Transparenz benötigt. Bei IO-Link-Feldgeräten können Parameter<br />
gesetzt werden, um Vorausfallanzeige, vorbeugende Wartung<br />
und den Neustart nach Sensortausch zu vereinfachen. Zugleich<br />
gewinnt der Überblick über die Gesamtanlage an Tiefenschärfe.<br />
Die neuen Ethernet IO-Module stellen dabei die Anbindung zum<br />
Feldbus her. Der integrierte achtfache IO-Link Master (nach IEC<br />
61131-9 in der neuesten Spezifikation V1.1) unterstützt die automatische<br />
Parametrierung im Austauschfall und bietet pro Port bidirektional<br />
bis zu 32 Byte Prozessdatenbreite. IO-Link-Ports mit Class A und<br />
Class B, einer Strombelastbarkeit bis 2 A pro Port und einer galvanischen<br />
Trennung stehen für die Sensoren und Aktoren zur Verfügung.<br />
Die Class-B-Ausgangsports können ohne besondere Parametrierung<br />
auch für IO-Link-Sensoren genutzt werden. Dafür wird der IO-Link<br />
Sensor einfach über eine dreiadrige Verbindungsleitung angesteckt.<br />
Zusätzlich können weitere digitale Standardsensoren angeschlossen<br />
werden. Diese Optionen sichern große Flexibilität beim Sensor-/Aktoranschluss<br />
und eine größtmögliche Transparenz der Anlage.<br />
Die Parametrierung wird über den integrierten Webserver erledigt.<br />
Das Parametriertool kann die Konfiguration und die Funktion von<br />
IO-Link-Endgeräten festlegen. Der Zugriff auf Status-, Diagnoseund<br />
Parameterdaten ist auch ohne eine übergeordnete Steuerung<br />
jederzeit gegeben und kann zudem über Web-Server abgerufen<br />
werden.<br />
Dezentrale Intelligenz<br />
Auch wo die Automatisierungspyramide zunehmend hierarchiefreien,<br />
vernetzten Strukturen weicht, muss die Kontrolle über die<br />
Prozesse sowie die verlässliche Übersicht über den Zustand der<br />
Anlage gewahrt bleiben. Das neue Feldbusmodul trägt dazu mit integrierter,<br />
dezentraler Intelligenz mit voller Eingriffsmöglichkeit über<br />
die Steuerung und mit voller Dateninformation bei. Dank der integrierten<br />
Vorverarbeitung stehen sogar zusätzliche Prozessrückmeldungen<br />
und Diagnoseinformationen zur Verfügung. Welche Daten<br />
zur Steuerung gelangen, hängt vom Anwender ab. Schränkt man<br />
diese auf die Diagnoserückmeldungen und ein Status-OK ein,<br />
24 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
01<br />
02<br />
werden die Kommunikation und der SPS-Speicherbedarf bei vollem<br />
Funktionsumfang minimiert. Dezentrale Prozesse lasse sich auch<br />
autark steuern. Die Steuerung bekommt dann nur die Anzahl der<br />
gut /schlecht produzierten Teile gemeldet. Diagnosemeldungen,<br />
Informationen zum Materialnachfüllbedarf usw. können bedarfgesteuert<br />
mit azyklischen Protokollen übermittelt werden. Ohne<br />
Kommunikation zwischen Feldbusmodul und Steuerung können<br />
Eingänge ausgelesen und Ausgänge angesteuert werden.<br />
Stärkere Netzgeräte bei hoher Sicherheit<br />
Das Ethernet IO-Modul optimiert auch die Stromversorgung der<br />
Feldgeräte. Die bisher vorherrschenden 7/8"-Stecker konnten maximal<br />
9 A übertragen. Die neuen Module sind dagegen mit L-kodierten<br />
M12-Anschlusssteckern ausgestattet, die bis zu 16 A schaffen – 70 %<br />
mehr. Es gibt weniger Parallelverdrahtung und Nachführung der<br />
Versorgung, stärkere Netzgeräte können zum Einsatz kommen und<br />
auch die Absicherung der Leitung lässt sich auf 16 A erhöhen. Mit<br />
seinen fünf Adern bietet der M12 Power-Stecker zudem zwei galvanisch<br />
getrennte Versorgungsleitungen für die Sensorversorgung und<br />
01 Multiprotokoll Ethernet IO-Module mit integriertem 8-fach IO-Link<br />
Master und leistungsstarkem M12-Power-Anschluss bis 16 A<br />
02 Der integrierte Webserver erlaubt eine vollständige Parametrierung<br />
sowie den Abruf von Status- und Diagnosedaten<br />
die AUX-Versorgung der Aktorik. Die zusätzliche hellgraue Ader<br />
kann als Potentialausgleich und als Funktionserde genutzt werden.<br />
Damit wird auch Installation der Feldbusmodule einfacher.<br />
Die IO-Link-Module sind in robusten, vollvergossenen Metallgehäusen<br />
untergebracht, die integrierte Elektronik ist so gegen Vibration<br />
und Schockbelastung geschützt. Die Geräte entsprechen der<br />
Schutzart IP65/67/69 und sind mit nur 200 mm Länge und 18 mm<br />
Höhe kompakt gebaut. Mit adaptierbaren Montagehaltern lassen<br />
sie sich aber an das größere Montagemaß anderer Produkte anpassen.<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 25
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I MESSE<br />
Vielfalt ohne Grenzen<br />
Sensoren aus Kunststoff eröffnen zahlreiche neue Möglichkeiten in der Messtechnik<br />
Eigentlich ist es eine ganz einfache Sache, einen Temperaturfühler zu<br />
bauen. Man benötigt einen Sensor, ein Metallröhrchen und ein leitfähiges<br />
Füllmaterial, um das Ganze zu versiegeln. Genau so werden seit mehreren<br />
Jahrzehnten fast alle Temperaturfühler weltweit produziert. Aber was<br />
wäre, wenn es einen ganz anderen Weg gäbe? Einen Weg, der völlig neue<br />
Möglichkeiten in der Sensortechnik eröffnet?<br />
Die Idee klingt erst einmal einfach. In<br />
modernen Spritzgussmaschinen kann<br />
fast jede Form in beliebig hohen Stück<br />
zahlen hergestellt werden. Warum sollte<br />
man dann auch nicht einfach einen Temperatursensor<br />
mit Kunststoff umspritzen<br />
können? Zum einen liegt die Schwierigkeit<br />
darin, dass Kunststoff eine geringe Wärmeleitfähigkeit<br />
hat und deshalb zur Temperaturmessung<br />
nicht optimal geeignet ist.<br />
Zum anderen kommen die extremen Umgebungsbedingungen<br />
beim Spritzguss hinzu.<br />
Der flüssige Kunststoff erreicht Temperaturen<br />
bis zu 360 °C, der Schließdruck der Maschine<br />
beträgt bis zu 100 t und der Druck im<br />
Spritzgusswerkzeug bis zu 1 200 bar. Das ist<br />
deutlich mehr, als der Wasserdruck im<br />
Marianengraben, der tiefsten Stelle in allen<br />
Weltmeeren. Dass all das keine optimalen<br />
Umgebungsbedingungen für einen empfindlichen<br />
Temperatursensor sind, versteht sich<br />
von selbst.<br />
Was macht Kunststoff<br />
so besonders?<br />
Dass es dennoch möglich ist, funktionierende<br />
Temperaturfühler aus Kunststoff herzustellen,<br />
zeigt Jumo Plastosens. Das Problem der Wärmeleitfähigkeit<br />
wird bei diesen neuen Produkten<br />
durch den Einsatz von Spezialkunststoffen<br />
mit speziellen Additiven gelöst. Im<br />
men bei den verwen deten Thermoplasten<br />
auch noch Färbe-, Licht- und Flammschutzmittel<br />
sowie Verstärkungs fasern zum Einsatz.<br />
Neben der Materialmischung ist ein besonders<br />
großes Know-how im Bereich der<br />
Spritzgusstechnik nötig, um die Plastosens-<br />
Produkte zu realisieren. Dieses Know-how<br />
liefert die PGT Prozesstechnik GmbH, eine<br />
Jumo-Tochtergesellschaft mit langjähriger<br />
Erfahrung in der Kunststoffbranche.<br />
Frei in Gestaltung und Form<br />
„Die Sensoren werden nicht wie bisher üblich in einem<br />
Metallrohr vergossen, sondern mit Kunststoff ummantelt.“<br />
Endergebnis besteht kaum ein Unterschied<br />
zu Metallfühlern. Ein weiterer Vorteil dieser<br />
speziellen Mischungen: Für jeden Kunden<br />
kann ein Kunststoff entwickelt werden, der<br />
genau auf die jeweilige Applikation zugeschnitten<br />
ist. Denn zu den Additiven kom-<br />
Das größte Plus bei Sensoren aus Kunststoff<br />
ist die völlige Formfreiheit. Vorbei sind die<br />
Zeiten, als ein Fühler immer ein gerades<br />
Metallrohr war. Plastosens-Produkte passen<br />
sich an die jeweilige Einbausituation an. So<br />
kann zum Beispiel ein Temperatursensor in<br />
das komplette Gehäuse eines Föhns integriert<br />
werden. Oder er ist rund, spiralförmig<br />
und hat einen Winkel – der Vorstellungskraft<br />
sind fast keine Grenzen gesetzt.<br />
Weitere Vorteile von Messtechnik aus<br />
Kunststoff sind zum einen das geringe Gewicht<br />
und die Reproduzierbarkeit. Stückzahlen<br />
in beliebigen Größen können wesentlich<br />
schneller als bisher realisiert werden.<br />
Zum anderen besitzt Kunststoff eine außergewöhnliche<br />
Isolationsfestigkeit. Das bedeutet,<br />
dass der Einsatz in Umgebungen<br />
mit sehr hohen Stromstärken und -spannungen,<br />
zum Beispiel Elektromotoren oder<br />
Transformatoren, jetzt leichter möglich ist.<br />
Vom Prototyp zur Serie<br />
Abhängig von der Kunststoffmischung<br />
können Plastosens-Sensoren in einem<br />
Temperaturbereich von - 50 bis zu + 200 °C<br />
pro blemlos eingesetzt werden. Der Herstellungsprozess<br />
macht jedoch ein gewisses<br />
Umdenken im Vergleich zu herkömmlichen<br />
Temperaturfühlern nötig. Die erforderlichen<br />
Spritzgusswerkzeuge werden individuell<br />
gefertigt, wodurch die Anfangsinvestitionen<br />
höher als bei herkömmlichen Fühlern<br />
sind. Kunststoffsensoren sind deshalb nicht<br />
Alexander Dechant ist Produktingenieur Kunststoff<br />
bei der JUMO GmbH & Co. KG in Fulda
MESSE I SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong><br />
automatisch günstiger als vergleichbare<br />
Produkte aus Metall.<br />
Natürlich ist es konstruktionsbedingt auch<br />
schwierig, einzelne Musterexemplare zu produzieren.<br />
Jumo setzt deshalb eine moderne<br />
Software ein, in der beispielsweise das Ansprechverhalten<br />
und die Wärmeableit fähigkeit<br />
des geplanten Sensors unter Einbeziehung<br />
der Einbausituation bereits im<br />
Vorfeld simuliert werden können. Tests mit<br />
herkömmlichen Fühlern haben gezeigt,<br />
dass diese Software sehr gute Ergebnisse<br />
liefert. Für Montagetests und zur Beurteilung<br />
der Geometrie werden Muster im 3D-<br />
Druck hergestellt.<br />
Viele Branchen werden<br />
davon profitieren<br />
All das bedeutet aber auch, dass es sich bei<br />
Jumo Plastosens um keine „Produkte von<br />
der Stange“ handelt, sondern um individuelle<br />
Messtechnik, die in enger Zusammenarbeit<br />
mit den Kunden entwickelt wird. Der<br />
Prozess startet mit einer Machbarkeitsprüfung<br />
und einem Designvorschlag und führt<br />
über die Konstruktion und Simulation der<br />
Sensoren zum Bau der Werkzeuge. Nach<br />
einer Bemusterungsphase starten die Prüfungen,<br />
an deren Ende ein funktionsfähiger<br />
Prototyp und die Serienproduktion stehen.<br />
Plastosens-Temperaturfühler sind der erste<br />
Schritt auf einem Weg, der der Jumo-Unternehmensgruppe<br />
viele strategische Chancen<br />
eröffnet. Die Produkte können in verschiedensten<br />
Branchen eingesetzt werden, erste<br />
Kunden sind auf die neuen Möglichkeiten<br />
bereits aufmerksam geworden. Geprüft wird<br />
auch, ob andere Messgrößen wie z. B. Druck<br />
oder Analysenmesstechnik mit der neuen<br />
Technologie realisiert werden können.<br />
Computermodell möglicher<br />
Plastosens-Produkte (li.), Simulation eines<br />
Sensors zum Bau des erforderlichen Spritzgusswerkzeugs (re.) und<br />
das Resultat: Temperaturfühler mit zwei Kunststoffen unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit<br />
Aktuelle Ansätze aus<br />
der Praxis<br />
Ein Transformator ist ein denkbar schlechter<br />
Ort für einen Temperaturfühler aus Metall.<br />
Die Isolationsfestigkeit von maximal 2,5 kV<br />
reicht oft nicht aus, um den dort herrschenden<br />
Spannungsverhältnissen erfolgreich widerstehen<br />
zu können. Jumo hat daher einen<br />
Kunststoff-Fühler entwickelt, der eine Isolationsfestigkeit<br />
von 5 kV ausweist und bei einer<br />
Dauergebrauchstemperatur von 200 °C verwendbar<br />
ist. Solche Fühler können z. B. auch<br />
in Elektromotoren oder anderen „Hochspannungs“-Umgebungen<br />
eingesetzt werden.<br />
Ein weiteres Beispiel sind Einsteckfühler.<br />
Sehr raue Umgebungsbedingungen herschen<br />
auch in Motoren von Fahrzeugen oder Maschinen.<br />
Das größte Problem ist hier die Vibration.<br />
Bei herkömmlichen Fühlern ist es<br />
oft aufwändig, den Temperatursensor so im<br />
Fühlerrohr zu positionieren, dass er wirklich<br />
fest sitzt. Bei Jumo Plastosens wird der Sensor<br />
komplett in Kunststoff eingebettet. Für einen<br />
Kunden wird derzeit ein vibrationsfester<br />
Einsteckfühler für das Medium Öl entwickelt.<br />
Erste Tests haben gezeigt, dass das Produkt<br />
Kräften von bis zu 20 g problemlos widerstehen<br />
kann. Das ist eine beeindruckende Zahl,<br />
denn in den schnellsten Achterbahnen wirken<br />
maximal 6 g auf die Insassen ein.<br />
In Sterilisationsanwendungen sorgt die<br />
Kombination aus hohen Temperaturen, Feuchtigkeit<br />
und Druck für Sensorstress. Das Problem<br />
bei herkömmlichen Fühlern ist oft die<br />
Dichtigkeit. Auch hier kann die neue Methode<br />
die Lösung sein. Denn beim Spritzgussverfahren<br />
gehen die verwendeten Spezialkunststoffe<br />
eine stoffschlüssige Verbindung ein.<br />
Das ist besonders bei der kritischen Stelle<br />
des Kabelaustritts aus dem Fühler ein unschätzbarer<br />
Vorteil.<br />
Bilder: Jumo<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 27
SPS IPC DRIVES <strong>2017</strong> I MESSE<br />
Sicherheit in der ‚Smart Factory‘<br />
Neue Herausforderungen an der Mensch- und Maschine-Schnittstelle<br />
Das Sicherheitslichtgitter bietet u. a. einen<br />
vollständigen Schutz von Robotereinheiten;<br />
die Ansprechzeit beträgt max. 10 ms<br />
Dieses Sicherheitslichtgitter ist in der Lage<br />
Sensordaten zu liefern, die gesammelt, gespeichert<br />
und analysiert werden können.<br />
Maschinenausfälle können vermieden werden,<br />
da ein Defekt oder ein Fehler früh <br />
zeitig erkannt werden kann. Dies geschieht<br />
durch das kontinuierliche Auslesen der<br />
„Moderne Lichtgitter liefern<br />
Daten um frühzeitig Fehler und<br />
Defekte zu erkennen und um<br />
Anlagenstillstände zu vermeiden“<br />
Mensch und Maschine werden zukünftig noch stärker in Interaktion<br />
treten und damit rückt das Thema Sicherheit weiter in den Vordergrund.<br />
Hinzu kommt die zunehmende Komplexität der Maschinen, die ebenfalls<br />
moderne Sicherheitskonzepte erfordert. Lesen Sie, welche Rolle hierbei<br />
Sicherheitslichtgitter spielen, insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0.<br />
Lichtintensität eines jeden Sensorpaares.<br />
Dabei überprüft eine Logik, ob Schwellwerte<br />
über eine definierte Zeit unterschritten<br />
werden. Je nach zeitlichem Muster kann<br />
somit unterschieden werden, ob es sich um<br />
eine Verschmutzung der Frontscheiben, eine<br />
mechanische Abweichung der Lichtachsen<br />
oder auch einem altersbedingten Leistungsabfall<br />
der LED handelt. So können<br />
über die Parameter Intensität/Zeit vorzeitige<br />
Empfehlungen zur vorbeugenden Wartung<br />
ausgegeben und Maschinenstillstände vermieden<br />
werden.<br />
Industrieunternehmen aus Deutschland sehen<br />
sich zunehmend der starken Konkurrenz<br />
in Asien und Südamerika ausgesetzt.<br />
Niedrige Löhne, steigende Innovationskraft<br />
Chinas sowie die zunehmende Produktivität<br />
gefährden ihre internationale Wettbewerbsposition.<br />
Im Rahmen des Projekts Industrie 4.0<br />
steht Deutschland damit vor der Aufgabe,<br />
Technologien zu entwickeln, die eine flexible,<br />
aber individualisierte Großserienproduktion<br />
zulassen. Diese Individualisierung der Produktion<br />
ermöglicht es vielen Branchen,<br />
wirtschaftlich eine hohe Zahl an Produktvarianten<br />
herzustellen und auf diese Weise<br />
Stefan Klose, General Manager, Head of Sales<br />
and Product Management Sensing & Measurement<br />
bei der Panasonic Electric Works Europe AG<br />
in Ottobrunn; Dipl.-Ing (FH) Nicole Steinicke,<br />
Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION<br />
individuelle Wünsche zu bedienen. Gefordert<br />
sind also neue Konzepte im Hinblick<br />
auf vernetzte und flexible Produktionstechnologien,<br />
in die auch wesentliche Aspekte<br />
einer zuverlässigen Sicherheitstechnik einfließen<br />
sollten.<br />
Auf dem Weg zur Smart Factory<br />
Vernetzte und flexible Produktionstechnologien<br />
erlauben unter anderem die Selbstkonfiguration<br />
und Selbstoptimierung von<br />
Anlagen, Maschinen und Komponenten<br />
sowie die Selbstdiagnose systemrelevanter<br />
Bauteile. Die Anforderungen an die Sicherheitstechnik<br />
liegen vor allem in flexiblen<br />
Anpassungsmöglichkeiten, der Selbstkonfiguration<br />
und Selbstdiagnose. Eine Komponente,<br />
die diesen Anforderungen gerecht<br />
wird ist das Sicherheitslichtgitter SF4D von<br />
Panasonic Electric Works.<br />
Sicherheit in komplexen<br />
Anlagenstrukturen<br />
Eine Software zur Parametrierung und für<br />
Wartungsaufgaben unterstützt den Bediener<br />
und ermöglicht das komfortable Einstellen<br />
von zum Beispiel Lichtintensität und Ansprechzeit.<br />
Zudem können defekte Komponenten<br />
schnell ausgetauscht werden. Dies<br />
zahlt sich vor allem bei komplexen Anlagen<br />
mit mehreren Maschinen und Sicherheitslichtgittern<br />
aus. Darüber hinaus lassen sich<br />
Fehler bei der Einstellung des Lichtgitters<br />
vermeiden. Des Weiteren erlaubt eine Monitoring-Software<br />
die Aufzeichnung aller<br />
Vorgänge rund um das Sicherheitslichtgitter:<br />
Defekte und Fehler werden frühzeitig<br />
erkannt und ein möglicher Anlagenstillstand<br />
vermieden.<br />
Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige Panasonic<br />
Electric Works<br />
www.panasonic-electric-works.de<br />
28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Echtzeit Funk-Software macht<br />
Safety-Anwendungen salonfähig<br />
Die kabellose Kommunikation über mobile Endgeräte wie Smartphones, Notebooks<br />
oder Tablets hat sich im Bereich von Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben in<br />
Produktionsumgebungen sowie im Anlagen-Monitoring weitestgehend etabliert.<br />
Bei sicherheitskritischen Applikationen finden funkbasierte Lösungen bisher<br />
jedoch kaum Verwendung. Die Bedenken bestehen nachwievor in punkto Qualität,<br />
Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Funkverbindung sowie in der sicheren<br />
Vermittlung der Datenströme. Das Unternehmen R3 Communications setzt genau<br />
hier an und präsentiert ein auf Standard-Hardware basiertes, deterministisches<br />
und hochzuverlässiges Safety-Echtzeit-Funksystem: EchoRing. Das eigens<br />
entwickelte System basiert auf dem sogenannten logischen Token-Ring-Verfahren,<br />
bei dem das Token-Paket als Austauschplattform für Kanalzustände genutzt wird<br />
(Token = Hilfsmittel zur Synchronisation paralleler Prozesse – nur wer das Token-<br />
Paket hat, darf auf die Ressource zugreifen.*). Gegebenenfalls notwendige Wiederholungen<br />
können hierdurch von besser positionierten Partnerknoten getätigt<br />
werden, auch bezeichnet als „massive Kooperation“. Das auf dieser Technologie<br />
basierende EchoRing Radio Board stellt R3 nun gemeinsam mit Schleicher<br />
Electronic auf der Messe SPS IPC Drives vor. In einer ersten Anwendung dient<br />
es als Basis für ein Schleicher Tablet-Dock HMI (Human-Machine-Interface),<br />
das Consumer Tablets unter Verwendung von ProfiSafe fit für Wireless-Safety-<br />
Anwendungen macht. Darüber hinaus kann die EchoRing-Technologie, ähnlich<br />
Mit den neuen Safety<br />
Installationssystemen.<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Einfache Verdrahtung von Sicherheitsschaltern<br />
in Reihenschaltung<br />
Passive Feldbox PFB für den<br />
vielseitigen industriellen Einsatz<br />
Passives Verteilermodul PDM für<br />
hygienesensible Anwendungen<br />
Aktive Eingangserweiterung<br />
SRB-E-PE für alle Sicherheitsschalter<br />
SD-Interface für die Übertragung<br />
umfangreicher Diagnosedaten<br />
www.schmersal.com<br />
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der SPS IPC Drives <strong>2017</strong>,<br />
Halle 9, Stand 460.<br />
Wir machen Ihre<br />
Maschine sicher.<br />
einem WLAN-Modul, für beliebige Systeme genutzt werden und findet überall<br />
dort ihren Einsatz, wo Kabel anfällig oder inflexibel sind. Infrage kommt auch<br />
die Einbindung in Closed-Loop-Verfahren, beispielweise in der Ansteuerung<br />
von Robotern aus der Edge-Cloud. Diese Anwendung erforscht das Unternehmen<br />
R3 derzeit im Rahmen des fastRobotics-Projekts in einem Konsortium rund um<br />
den Roboter-Hersteller Kuka. (ni)<br />
*Quelle: Wikipedia<br />
www.echoring.com
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Direkt einsatzbereit durch vorgegebene Logik<br />
Die M8x1 I/O-Verteiler mit aktiver Logikfunktion von Escha sind kompakt, platzieren Intelligenz<br />
nahe an Sensoren und übermitteln vorverarbeitete Signale an eine zentrale Steuerungseinheit.<br />
Für eine sichere Verbindung zwischen Passivverteilern und Steuereinheit sind hochpolige<br />
Leitungen oder sogar geschirmte Leitungen erforderlich. Im Gegensatz dazu greifen Logikverteiler<br />
auf ein ungeschirmtes 4- oder 5-poliges Sensorkabel zurück, das zudem flexibler verlegt<br />
werden kann. Die Verteiler eignen sich für kleine Bauräume, z. B. in Greifern, Robotern oder<br />
kompakten Handlingseinheiten. Durch mehrere Befestigungsbohrungen können sie in unterschiedlichen<br />
Einbausituationen montiert werden. Bezeichnungsschildträger an allen Steckplätzen<br />
erleichtern Markierung und Zuordnung. Es gibt sie in 4-, 8- und 10-fach-Ausführung mit<br />
verschiedenen fixen Kombinationen aus Und- und Oder-Logik. Durch eine vorgegebene Logik<br />
müssen sie nicht programmiert werden.<br />
www.escha.net<br />
Die Zukunft der Echtzeitkommunikation im Industrial IoT<br />
Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) zeigt auf der diesjährigen<br />
SPS IPC Drives, wie eine vollständig schnittstellenfreie Kommunikation von der<br />
Sensor- bis zur ERP-Ebene und in die Cloud funktioniert. Basis hierfür ist die<br />
Companion Specification zwischen OPC UA und Powerlink. Zudem präsentiert<br />
EPSG neue Produkte von Mitgliedern mit IEEE-61158-Powerlink-Schnittstelle,<br />
u. a. eine Managing-Node-Lösung von IBV für das QNX-Betriebssystem. Robodev<br />
zeigt, wie Powerlink in das Open-Source-Robot-Operating-System (ROS) integriert<br />
wurde und welche Projekte sich damit umsetzen lassen. Des Weiteren ist eine<br />
interaktive Demozelle zu sehen, die das Zusammenspiel von ABB-Robotik und<br />
Spinner-Infrastrukturkomponenten zeigt.<br />
www.ethernet-powerlink.org
Kompakte Gigabit-Medienkonverter<br />
Die Ethernet-Medienkonverter<br />
E-Light 1000XS-G und E-Light<br />
1000XS-GP von EKS Engel sind<br />
für Anwendungen wie die<br />
Vernetzung von Maschinen<br />
oder die Anbindung von<br />
IP-Kameras konzipiert. Sie<br />
haben je einen elektrischen<br />
und einen optischen Port, die Datenraten bis 1 Gbit/s unterstützen.<br />
Der Cut-through-Mode ermöglicht eine verzögerungsfreie<br />
Kommunikation ohne Zwischenspeicherung. Mit dem Modell GP<br />
lassen sich zudem Endgeräte über PoE/PoE+ mit einer Leistung<br />
von 30 W bzw. einem Strom bis 600 mA versorgen. Die Medienkonverter,<br />
die auf Hutschienen montiert werden können, haben<br />
ein Gehäuse aus pulverbeschichtetem Edelstahl. Mit den Maßen<br />
85 × 63 × 26 mm lassen sie sich in engen Einbauräumen, z. B. in<br />
kleinen Verteilergehäusen, installieren. Sie sind unempfindlich<br />
gegen elektromagnetische Störungen und in einem Temperaturbereich<br />
von – 40 bis + 70 °C einsetzbar. Sie sind für Singlemodeund<br />
Multimode-Fasern erhältlich, die Übertragungsentfernungen<br />
bis 30 km ermöglichen.<br />
www.eks-engel.de<br />
Kabelschutz leicht gemacht<br />
Mit dem neuen T-Adapter ATPA-CA stellt Fränkische Industrial<br />
Pipes eine Produktneuheit vor, die Anwender künftig individuell<br />
positionieren und platzsparend direkt in Serie montieren können.<br />
Die neue Komponente erweitert das Sortiment zur Kabelschutz-<br />
Wellrohranschlussverschraubung<br />
FiplockOne, die für alle IP-Schutzklassen<br />
passt. Mit den innenliegenden<br />
Rohrdichtungen und<br />
dem neu entwickelten 360°-Verriegelungsmechanismus<br />
erfüllt der<br />
UV-beständige Adapter die höchste<br />
Schutzklasse IP69, wenn er mit den<br />
Fiplock Wellrohren verbaut wird.<br />
Das neue Kabelschutz-Element aus<br />
halogenfreiem Polyamid 6 ermöglicht viele Kombinationen und<br />
spart Zeit bei Montage sowie Demontage: FIP liefert den stabilen<br />
T-Adapter fertig konfektioniert, und das installierte Bauteil lässt<br />
sich mit einem einfachen Schlitz-Schraubenzieher jederzeit<br />
wieder öffnen.<br />
www.fipsystems.com<br />
GPUs in der Visionbox integriert<br />
Imago integriert in die Visionbox längerfristig verfügbare<br />
GPU-Karten – und dies im kompakten Formfaktor. Ausgestattet<br />
mit i-Core-Prozessor unter Windows Embedded oder Linux OS<br />
ist die Visionbox Serval+ bzw. Visionbox Panther mit einer<br />
GPU-Karte von halber Baulänge ausgestattet und stellt somit<br />
weitere Rechenpower für Anwendungen wie hyperspektrale<br />
Bildverarbeitung oder 3D zur Verfügung. Ergänzend hierzu berät<br />
das Unternehmen seine Kunden auch bei SW-Optimierungen von<br />
C++ oder OpenCL-Code auf dieser bzw. alternativen Embedded-<br />
Vision-Plattformen.<br />
SPS IPC Drives<br />
28 – 30 November <strong>2017</strong><br />
Hall 7, booth 206 / 114<br />
br-automation.com/ultimate<br />
www.imago-technologies.com
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Hybrid-Busleitungen für Ethernet und Profinet<br />
www.igus.de<br />
Viele Steuerungsbaugruppen benötigen neben den Busleitungen zusätzlich<br />
eine Energieversorgung. Zu finden sind solche Kombinationen aus Power- und<br />
Datenadern bspw. an Bedienpanels oder intelligenten Endkomponenten. Neben<br />
den Hybridleitungen mit Profibus- und Lichtwellen-Elementen bietet Igus die<br />
CFbus.PUR.H01.049 mit CAT6 und die CFbus.PUR.H01.060 mit Profinet an.<br />
Das besondere Verseilelement wird durch einen mit Druck extrudierten, hoch<br />
ölbeständigen PUR-Außenmantel geschützt. Um eine weltweite Nutzung zu<br />
ermöglichen, besitzt die Leitungsfamilie eine UL- und NFPA-Zulassung und<br />
erfüllt die Anforderungen nach EAC und CTP. Im Testlabor zeigte sich, dass die<br />
neuen Ethernetleitungen mit einem Biegeradius von bis zu 12,5 × d in der e-Kette<br />
dauerhaft sicher betrieben werden können. Aufgrund der Realtests ist das<br />
Unternehmen in der Lage, eine Garantie von 36 Monaten auf seine Chainflex-<br />
Leitungen zu vergeben.<br />
Highspeed-Bildverarbeitung mit hoher Bandbreite<br />
Mit der QX-Serie bietet Baumer neue Kameras für die Highspeed-Bildverarbeitung. Mit 12 Megapixel<br />
Auflösung bei 335 Bilder/s im Burst Mode erfassen sie feine Details und Abweichungen in sehr<br />
schnellen Prozessen präzise. Die 10-GigE-Schnittstelle stellt eine kontinuierliche Datenübertragung<br />
mit hoher Bandbreite von 1,1 GB/s sicher. Das macht die Kameras ideal für Applikationen, die für<br />
kurze Sequenzen sehr hohe Bildraten benötigen. Damit eignen sie sich z. B. für die Prozessanalyse<br />
industrieller Applikationen, für Lebendzellanalyse in Medizinanwendungen, für die wissenschaftliche<br />
Forschung oder zur Bewegungsanalyse im Sport. Die hohe Geschwindigkeit wird mit einem internen<br />
Bildspeicher von 2 GB ermöglicht. Bis zu 169 Aufnahmen können so bei voller Auflösung gepuffert<br />
werden. Bei maximaler Geschwindigkeit entspricht dies einer Aufzeichnungsdauer von 0,5 s. Neben<br />
der hohen Bandbreite sind die Kameras zudem mit nur einem Kabel integrierbar, da sie auf den weit<br />
verbreiteten Industriestandard GigE Vision setzen, der Kabellängen bis 100 m unterstützt.<br />
www.baumer.com<br />
„50°C am Arbeitsplatz.<br />
Im Winter! Hält das<br />
ein Schaltschrank aus?“
Hochsichere Digitalisierungslösung<br />
für die Industrie 4.0<br />
Schubert System Elektronik und das IT-Sicherheitsunternehmen<br />
Genua präsentieren das neue<br />
GS Gate. Die Lösung kann herstellerunabhängig<br />
an Maschinen angebunden werden, um Zustandsund<br />
Leistungsdaten von Maschinen zu erfassen,<br />
zu analysieren und zu filtern sowie sicher an<br />
Monitoring-Systeme oder in die Cloud weiterzuleiten.<br />
Ein zentrales Merkmal ist das Security<br />
by Design, das ein hohes Schutzniveau an der<br />
sensiblen Schnittstelle Maschine-LAN bzw.<br />
Internet garantiert. So wird der geschützte Datenaustausch in<br />
Produktionsbereichen ermöglicht. Das GS Gate bietet zwei<br />
getrennte Bereiche: In einem können Anwendungen für individuelle<br />
Anforderungen installiert werden. Von diesen werden<br />
über die gängigen Schnittstellen IO-Link, Gbit-Ethernet oder<br />
Industrial Ethernet Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen<br />
abgerufen und analysiert. Im zweiten Bereich befinden sich<br />
Sicherheitssysteme. Ein VPN-Gateway leitet die Informationen<br />
über verschlüsselte Verbindungen zu den Monitoring-Systemen<br />
oder zur Cloud weiter, und eine Firewall schützt vor unbefugten<br />
Zugriffen.<br />
www.schubert-system-elektronik.de<br />
Schnell und ganz kompakt:<br />
Folgen Sie uns bei Twitter:<br />
twitter.com/inautomation<br />
Mehr News rund um die Automatisierung:<br />
industrielle-automation.net<br />
Wir sind Medienpartner des AMA Verband<br />
für Sensorik und Messtechnik e. V.<br />
Mit IO-Link-Hub analoge Signale<br />
digitalisieren<br />
Wer wissen will, wie analoge Signale kostengünstig digitalisiert<br />
werden können, sollte sich den neuen IO-Link-Hub von Balluff<br />
für maximal acht analoge Eingangssignale anschauen, denn er<br />
leitet die analogen Eingangssignale als digitales Signal an den<br />
IO-Link-Master weiter. Damit entfallen geschirmte oder<br />
ungeschirmte Sonderkabel, Rangierverteiler oder teure Analoginterfaces<br />
ebenso wie zusätzliche Anschaltboxen.<br />
Weiterer Vorteil: Durch den Wechsel von der<br />
analogen zur digitalen Datenübertragung steigt<br />
die Prozessqualität deutlich. Jeder Port lässt<br />
sich frei als Eingang eines Strom-/<br />
Spannungssignals oder auch eines<br />
Pt-Sensors oder Thermoelements<br />
konfigurieren.<br />
www.balluff.com<br />
Industrieswitches für hochverfügbare Netze<br />
Lotsen im Datenverkehr: Mit Etherline Access stellt das Unternehmen<br />
Lapp erstmals eigene industrielle Ethernet-Switches, die<br />
sich für anspruchsvolle Anwendungen in der Industrie eignen. So<br />
beträgt die kritische Rekonfigurationszeit, bis wann nach einer<br />
Unterbrechung die Kommunikation wieder hergestellt ist, nur<br />
20 ms bei 250 aktiven Komponenten im Netzwerk. Auch sonst<br />
sind die Switches komplett ausgestattet mit den modernsten<br />
Diagnose- und Redundanzverfahren. Sie stellen eine vollständige<br />
Kommunikationslösung für höchste Ansprüche aus einer Hand<br />
dar. Die Switches gibt es in vier Varianten: „Managed“ mit<br />
Konfigurationsmöglichkeit, und mit fünf bzw. acht RJ45-Ports<br />
unter der Bezeichnung M05T und M08T. „Unmanaged“ sind die<br />
Switches U05T und U08T. Alle vier Varianten sind lüfterlos,<br />
wartungsfrei und haben zwei redundante Anschlüsse zur ausfallsicheren<br />
Energieversorgung.<br />
www.lappkabel.de<br />
LET’S TALK ABOUT<br />
Wie sehen Ihre Herausforderungen im Steuerungs- und Schaltanlagenbau aus?<br />
Haben Sie eine Frage, die Ihnen unter den Nägeln brennt?<br />
Sagen Sie es uns auf: www.rittal.de/sps<strong>2017</strong><br />
Antworten auf Ihre Fragen erwarten Sie auf der SPS IPC Drives<br />
in Nürnberg vom 28. bis 30. November.<br />
Rittal: Halle 5, Stand 111; Eplan: Halle 6, Stand 210
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Standard- und SafetyController in einem<br />
Zwei unabhängig arbeitende<br />
32-Bit-SPS besitzt der neue<br />
Controller aus der Baureihe<br />
Ecomat von Ifm Electronic.<br />
Zertifiziert wird eine davon<br />
als Safety-Steuerung (SIL2/<br />
PL d) mit CANopen-Safety-<br />
Unterstützung. Die Triple-<br />
Core-Controller haben einen<br />
6 MB großen Applikationsspeicher.<br />
Moderne Fahrzeuge<br />
sowie mobile Arbeitsmaschinen<br />
benötigen eine<br />
leistungsstarke Steuerungselektronik. Dafür wurde der ecomat-<br />
Controller der 3. Generation entwickelt. Beide Steuerungen<br />
besitzen skalierbare E/A-Zuordnungen für Standard- und Sicherheitsapplikationen.<br />
Auch können Safe- und Non-Safe-Controller<br />
miteinander kommunizieren. Neben den diagnosefähigen,<br />
multifunktionalen Ein- und Ausgängen ist das Gerät mit zwei<br />
Ethernet-Ports und vier CAN-Schnittstellen ausgerüstet. Die<br />
CAN-Schnittstellen unterstützen alle wichtigen Bus-Protokolle<br />
und den transparenten und vorverarbeitenden Datenaustausch.<br />
Die Codesys-Programmierung erlaubt die Integration der<br />
Steuerungsfunktionen in das Applikationsprogramm. Alle Einund<br />
Ausgänge sind bei Bedarf auch als sichere Kanäle<br />
konfigurierbar.<br />
www.ifm.com<br />
Sicherheitssensoren zum Schutz<br />
des Bedienpersonals<br />
Contrinex präsentiert auf der SPS IPC Drives neue Baureihen von<br />
Sicherheitssensoren der Kategorie 4 gemäß ISO 13849-1. Zur<br />
Auswahl stehen Versionen mit Magnet- oder RFID-Codierung, die<br />
die Störsicherheit gewähren und die Gefahr missbräuchlicher<br />
Manipulation ausschließen. Die Sensoren erlauben es, auch bei<br />
Multisensorsystemen den<br />
Zustand von Schutztüren,<br />
Hauben oder Abdeckungen<br />
kontaktlos und sicher zu<br />
überwachen. In einem<br />
kompakten Gehäuse<br />
verfügen sie über Ecolab-<br />
Zulassung sowie Schutzart<br />
IP6K9K. Sie eignen sich für<br />
den Personenschutz und<br />
für hygienische Bereiche der<br />
Lebensmittel- oder Pharmaindustrie. Die schlanken und robusten<br />
Lichtgitter der Slim-Baureihe für den Handschutz bei beengten<br />
Platzverhältnissen erhöhen mit einem Profil von 26 × 26 mm<br />
weiterhin die Arbeitsplatzergonomie im Umgang mit Förder-,<br />
Umformungs- und Druckmaschinen, Montageautomaten sowie<br />
Pick-and-Place-Systemen. Spanfeste Induktivsensoren, optoelektronische<br />
Distanzsensoren und M18-Sensoren sowie<br />
RFID-Transponder und -Software werden zudem vorgestellt.<br />
www.contrinex.de<br />
Digitalisierung für optimalen Support<br />
über den gesamten Lebenszyklus<br />
Danfoss zeigt auf der SPS IPC Drives unter dem Slogan „Simplify<br />
your application“, wie das Zusammenspiel von innovativen<br />
Antriebslösungen und digitalen Tools industrielle Anwendungen<br />
sicherer, transparenter und einfacher macht. Dabei greifen diese<br />
Werkzeuge über den gesamten Lebenszyklus – vom Engineering<br />
über den Betrieb bis hin<br />
zum Service. Anhand<br />
mehrerer Funktionsmodelle<br />
erlebt der Anwender, wie<br />
flexibel und variabel die<br />
Lösungen sind, mit denen<br />
er die digitale Integration<br />
genau seinen Ansprüchen<br />
skalieren kann. Von der<br />
Bedienung mittels Smartphone über Webserveranbindung bis<br />
hin zur Cloudintegration bietet das Unternehmen eine Vielzahl<br />
neuer digitaler Tools an. Neben Motor- und Feldbusunabhängigkeit<br />
garantiert Danfoss damit auch bei der IIoT-Anbindung<br />
höchste Flexibilität für den Anwender. Danfoss bietet zahlreiche<br />
Werkzeuge, die die Anlagenplanung und Systemintegration<br />
erleichtern, bspw. zur Berechnung der Energieeffizienz oder zur<br />
Kalkulation der Oberwellenbelastung einer Anlage.<br />
www.danfoss.de<br />
Gigabit/PoE-Medienkonverter<br />
in Schutzart IP67<br />
Diamond präsentiert den Ethernet-<br />
Medienkonverter Optelcon HE-2000<br />
und ein neues Hybridkabel, mit dem<br />
das Einsatzspektrum des optischen<br />
Verkabelungssystems FlexMile erweitert<br />
wird, etwa für eine effiziente Anbindung<br />
von IP-Kameras und WLAN-Access-Points. Der Medienkonverter,<br />
der Schutzart IP67 erfüllt und einen Temperaturbereich von - 40<br />
bis + 70 °C hat, unterstützt Datenraten von bis zu 1 Gbit/s sowie<br />
eine Stromversorgung von Endgeräten via PoE+. Zusammen mit<br />
dem robusten Hybridkabel, in das zwei Singlemode-Fasern und<br />
zwei Kupferleitungen integriert sind, lässt sich eine Leistung von<br />
30 W über eine Entfernung von bis zu 200 m übertragen.<br />
Angeschlossen wird es über HE-2000-Stecker, die im Feld konfektioniert<br />
werden können. Außerdem stehen vorkonfektionierte<br />
Kabel bereit, die in kundenspezifischen Varianten erhältlich<br />
sind. Für die elektrische Datenübertragung und die Spannungsversorgung<br />
hat der Medienkonverter zwei M12-Ports.<br />
Der Medienkonverter misst<br />
230 × 80 × 80 mm. Er lässt sich direkt<br />
an Maschinengehäusen anschrauben<br />
oder frei liegend einsetzen.<br />
www.diamond.de<br />
34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
Roboter findet Teile selbstständig<br />
Isys Vision stellt die überarbeitete Version seiner Applikation „Mikado ARC – Adaptive<br />
Robot Control“ vor. Das 3D-Visionsystem an einem Mitsubishi-Electric-Knickarmroboter<br />
vom Typ RV-4FLM kommuniziert in Echtzeit mit dem zugehörigen Robotercontroller.<br />
Mit einer Mikado-ARC-Steuerung werden Greifpositionen beim Bin-Picking<br />
nicht mehr fest geteacht oder programmiert, sondern der Roboter findet die Teile selbstständig<br />
auf Basis des 3D-Bildes. Der Bewegungsablauf für Greifen, Fahren und Ablegen<br />
ist kollisionsgeprüft. Innerhalb des Arbeitsraumes kann Mikado ARC auch die zugeführten<br />
Kisten finden. Dabei lässt sich die Sensibilität des Greif- und Bewegungsvorgangs in<br />
Mikado ARC anpassen. Die 3D-Bildverarbeitung kann auch schwierige, d. h. besonders<br />
dunkle oder metallisch glänzende Teile sicher erkennen und ist weitgehend unempfindlich<br />
gegen Fremdlicht. Werkstücke werden per Übernahme der vorliegenden CAD-Daten<br />
definiert. Die Bahnberechnung und das Finden sowie das Ablegen der Teile erfolgen<br />
anschließend autonom und unbeaufsichtigt.<br />
de3a.mitsubishielectric.com<br />
Sensor mit Profinet<br />
für niederfrequente<br />
Schwingungen<br />
Der Schwingungssensor<br />
NVT90/S3 von TWK basiert auf<br />
MEMS-Sensorik und misst<br />
niederfrequente Schwingungen.<br />
Durch den Frequenzbereich<br />
von 0,05 bis 60 Hz registriert er<br />
auch Getriebe-Störschwingungen.<br />
Der Sensor misst<br />
Beschleunigungen bis ± 2 g in<br />
der horizontalen x- und y-Achse<br />
und gibt über die Profinet-<br />
I am the new generation<br />
Schnittstelle die Momentanwerte<br />
sowie auf Wunsch aufbereitete<br />
Werte wie RMS-Mittelwerte<br />
oder PEAK-Werte aus.<br />
Durch die gleichzeitige Übertragung<br />
von Nutzdaten mit den<br />
zugehörigen Checksummen ist<br />
die Kommunikation zwischen<br />
Sensor und Steuerung sicher.<br />
Eine Spezialfunktion ist die<br />
Berechnung eines Summenwertes<br />
bei Überschreiten<br />
eingestellter Grenzwerte,<br />
auch über Stunden hinweg.<br />
Die eingebauten Leuchtdioden<br />
erleichtern die Inbetriebnahme<br />
und Diagnose im<br />
Profinet-Bussystem. Das<br />
robuste Gehäuse aus<br />
Aluminium trotzt widrigen<br />
Umweltbedingungen und ist<br />
offshore-tauglich.<br />
www.twk.de<br />
Temposonics ® R-Series V<br />
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Halle 7A, Stand 410<br />
28. - 30. November, Nürnberg<br />
info.de@mtssensors.com • www.mtssensors.com/RSeriesV
SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
Lösungen für den digitalen Datenaustausch<br />
in der vernetzten Produktion<br />
Auf der SPS IPC Drives präsentiert Softing Produkte sowie<br />
Lösungen, um die technologischen Lücken zwischen OT und<br />
IT zu schließen und schafft die Voraussetzung für reibungslosen<br />
Datenaustausch in Industrie-4.0-Anwendungen. Highlight im<br />
Bereich der Datenintegration ist das neue „Industrial IoT Starter<br />
Kit“. Es bietet einen schnellen und einfachen Weg, um die Produktionslinie<br />
mit der Cloud zu verknüpfen. Die Plug-&-Play-Lösung<br />
bringt die Leistung von HPE-Hardware, Softing-Software und<br />
Microsoft Azure<br />
zusammen. Das neue<br />
Release 4.45 der<br />
„dataFeed OPC Suite“<br />
ermöglicht den direkten<br />
symbolischen Datenzugriff<br />
auf „optimierte<br />
Bausteine“ in Siemens<br />
Simatic S7-1200 und<br />
-1500-Steuerungen.<br />
Die Suite vereint alle<br />
Komponenten für die<br />
OPC- und IoT-Cloud-Kommunikation. Weitere Funktionalitäten<br />
sind die sichere Kommunikation über REST-Protokolle und der<br />
schreibende Zugriff auf NoSQL-Datenbanken. Auf der Messe<br />
zeigt Softing das „dataFeed uaGate MB“, für die Integration von<br />
SPS-Daten aus Modbus-Steuerungen in lokale Anwendungen<br />
und die Cloud.<br />
www.softing.com<br />
Wabenzugentlastung ersetzt Kabelbinder<br />
Igus stellt die verbesserte Wabenzugentlastung CFU für E-Ketten<br />
vor. Sie ersetzt die bisher häufig verwendeten Kabelbinder. Wurde<br />
bisher jede Leitung an der Energiekette einzeln fixiert, werden bei<br />
der neuen Lösung die<br />
Leitungen und Schläuche<br />
einfach in die Wabe<br />
eingelegt und verschlossen.<br />
Dabei legen sich die Außenwände<br />
der Wabenhohlräume<br />
schonend und<br />
gleichzeitig fest um die<br />
Leitungen. Die Wabe ist<br />
in Sekundenschnelle<br />
montiert und außerdem<br />
sehr flexibel, denn neue<br />
Leitungen lassen sich<br />
schnell einlegen oder<br />
ersetzen. Die weiter verbesserte<br />
CFU kombiniert einen<br />
kompakten Aufbau mit einer einfachen und flexiblen Befüllung.<br />
Durch den bündigen Abschluss mit dem E-Ketten-Anschlusselement<br />
kann sie sowohl in freitragenden als auch gleitenden<br />
Anwendungen eingesetzt werden. Der vertikale Aufbau ermöglicht<br />
eine leichte Skalierung für individuelle Kettenbreiten. Unterschiedliche<br />
Leitungen werden einfach in die vertikalen Reihen eingelegt,<br />
das System wird geschlossen und anschließend oben verschraubt.<br />
Optionale Clips an den Seitenteilen verbinden Energiekette und<br />
Zugentlastung.<br />
www.igus.de<br />
Intelligente optische Sensoren<br />
Von Tast-Reflexschranken<br />
mit Sender und Empfänger<br />
in einem Gerät bis hin zu<br />
Lichttastern, ebenfalls mit<br />
integriertem Sender und<br />
Empfänger, erstreckt sich<br />
das Lösungsspektrum der<br />
neuen optischen Sensoren<br />
mit IO-Link aus dem Hause<br />
IPF Electronic. Durch die integrierte Hintergrundausblendung<br />
sind die Geräte OT33 und OT45 dazu geeignet, Objekte mit stark<br />
wechselnden Oberflächenfarben sicher zu detektieren und Bauteile<br />
im Hintergrund auszublenden. Die Taster der Serie OT43 hingegen<br />
wandeln den Objektabstand in ein entfernungsproportionales<br />
Messsignal um. Die Sensoren gibt es in drei Baugrößen: ON33<br />
und OT33 (39 × 13 × 23 mm), ON43 (43 × 14,8 × 32,5 mm), OT43<br />
(43 × 14,8 × 36,5 mm) sowie ON45 und OT45 (56 × 18 × 32 mm).<br />
Die maximalen Schaltabstände der Geräte reichen von 300 bis<br />
800 mm. Alle Geräte verfügen über Schutzart IP67. Sie sind<br />
hinsichtlich ihrer Bauform und ihren technischen Eigenschaften<br />
identisch mit den Gerätereihen des Herstellers ohne IO-Link-<br />
Schnittstelle.<br />
www.ipf.de<br />
Lichtleiter zur Statusanzeige<br />
Die 10-A-Gerätesteckdosen der Serie 6610-5 von Schurter verfügen<br />
über passgenaue, integrierte Führungen für Lichtleiter. Bis zu zwei<br />
optionale Lichtleiter lassen sich hierbei über LEDs auf der Leiterplatte<br />
einsetzen. Sie teilt dem Techniker exakt die Informationen<br />
mit, die er braucht. Die Ansteuerung der LEDs ist hierbei frei<br />
konfigurierbar. Mit den IDC-<br />
Anschlüssen lassen sich mehrere<br />
Dosen in einem einzigen Schritt<br />
verdrahten. Für eine individuelle<br />
Speisung und Statusindikation<br />
kann der Phasenkontakt auch als<br />
Leiterplatten-, Steck- oder Lötanschluss<br />
konfiguriert werden.<br />
Die Serie ist in zwei Versionen<br />
erhältlich: „along“ und „cross“.<br />
Je nach Design der Verteilliste<br />
werden mehrere Dosen vertikal<br />
(cross) oder horizontal (along)<br />
hintereinander platziert. Entsprechend dieser Ausrichtung sind<br />
dann auch die IDC-Anschlüsse angelegt. Die Schnapp-Montage<br />
ist für Plattendicken von 0,8 bis 3,0 mm ausgelegt. Gerätesteckdosen<br />
in 16-A-Ausführung sollen folgen.<br />
www.schurter.com<br />
36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
Manipulationsschutz erhöht durch RFID<br />
Die Sicherheitszuhaltung AZM201 mit Türgriffbetätiger von Schmersal gibt es nun mit RFID-Technologie.<br />
Damit wird die Codierstufe „hoch“ erreicht, und die Zuhaltung bietet einen erhöhten Manipulationsschutz<br />
nach DIN ISO 14119. Zudem kann die Zuhaltung Diagnoseinformationen an eine übergeordnete<br />
Steuerung weiterleiten, sodass eine vorbeugende Instandhaltung möglich<br />
wird. In Griffhöhe montiert, erspart der Türgriffbetätiger einen separaten Türgriff.<br />
Er kann auch durch eine Fluchtentriegelung auf der Innenseite ergänzt<br />
werden. Die Sicherheitszuhaltung ist auch mit einer Stangenverriegelung<br />
lieferbar, die sich für größere Türen eignet. Mit der RFID-Technologie kann<br />
zwischen drei Codierungsarten gewählt und so das nötige Niveau der<br />
Manipulationssicherheit festgelegt werden. Eine Freigabesperre von zehn<br />
Minuten verhindert den kurzfristigen Wechsel eines Betätigers und erhöht<br />
den Manipulationsschutz zusätzlich.<br />
©Victoria/Fotolia.com<br />
www.schmersal.com<br />
Automatisierung innovativ und sicher vernetzen<br />
Strahlwasserhaube für Filterlüfter<br />
Innovative und dabei einfache Fernwartung: Das<br />
Myrex24-V2-Portal von Helmholz ermöglicht die<br />
Visualisierung der Anlagenwerte, Alarmierung bei<br />
Überschreitung von Grenzwerten, Protokollierung<br />
von Betriebsdaten und den Zugriff von überall aus<br />
auf Maschinen und Anlagen. Bei Störungen in der<br />
Anlage durch Materialmangel, Verschleiß oder<br />
Bedienfehler wird das entsprechende Personal<br />
C<br />
schnell per SMS oder E-Mail benachrichtigt. Das<br />
M<br />
Portal ist für Projekte mit vielen Anlagen, Benutzern<br />
und Endkunden konzipiert. Ein flexibles Benutzer-management<br />
mit umfangreichen Zugriffsrechten<br />
CM<br />
und Mandantenverwaltung ermöglicht es, den<br />
MY<br />
Überblick zu behalten und Zugriffe auf die Anlagen<br />
und ihre Daten sicher zu gestalten.<br />
www.helmholz.de<br />
Auf den ersten Blick mag die Strahlwasserhaube FFH 086 von Stego ein unscheinbares Zubehör sein.<br />
Jedoch sind die Ein- und Austrittsöffnungen von Filterlüftersystemen eine unterschätzte Quelle für<br />
Korrosion, welche die sichere Funktion von Schaltschrankanwendungen gefährden kann. Hier schafft<br />
eine Strahlwasserhaube Abhilfe, indem sie diese Stellen sicher nach Schutzart IP56 abdichtet. Sie wird<br />
mittels einer Silikondichtung wirksam vor Strahlwasser und Fremdkörpern geschützt. Die Haube besteht<br />
aus einer robusten Konstruktion aus Edelstahl und erweist sich als witterungsbeständig und schlagfest.<br />
Ein optional nutzbares Sicherungsgewinde verhindert unbefugtes Abnehmen der Schutzabdeckung.<br />
www.stego.de<br />
CY<br />
CMY<br />
K<br />
EBU10-T –<br />
die Weltneuheit...<br />
...zur Absicherung von AC 230 V<br />
USV-Anlagen. Garantiert selektiven<br />
Überstromschutz!<br />
Der Strom, den die USV bereitstellt,<br />
kann im Fehlerfall einen herkömmlichen<br />
Schutzschalter nicht auslösen.<br />
Ohne die Weltneuheit EBU10-T<br />
kann dies zur kompletten Abschaltung<br />
der USV-Anlage führen!<br />
Ihr Nutzen:<br />
● Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit<br />
● Reduzierung der Gesamtkosten<br />
● Vereinfachung der Planung<br />
Infos unter: www.e-t-a.de/EBU10-T<br />
facebook.com/eta.germany<br />
Induktive Leistungsübertragung statt Steckverbinder<br />
Die kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung „FreeCon Contactless“<br />
von Weidmüller erlaubt es, Energie mittels induktiver Resonanzkopplung<br />
kontaktlos über einen Luftspalt von bis zu 5 mm zu übertragen.<br />
Gegenüber vergleichbaren Lösungen erzielt FreeCon Contactless die<br />
doppelte Leistungsdichte und einen höheren Wirkungsgrad. Anlagen,<br />
die mit diesem System ausgestattet sind, laufen länger fehlerfrei und<br />
damit ohne Unterbrechungen. Das System überträgt eine Leistung von<br />
240 W bis 24 V/DC und 10 A – bei einem Wirkungsgrad von bis zu 90 %. Auf der Primärseite wird über<br />
eine Spule ein magnetisches Feld erzeugt, in der Empfängerspule wird dadurch eine Spannung induziert.<br />
www.weidmueller.com<br />
Besuchen Sie uns auf der<br />
SPS/IPC/DRIVES<br />
vom 28.-30. Nov. <strong>2017</strong><br />
Halle 5, Stand Nr. 5-310<br />
www.e-t-a.de
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Kontrollierte Sicherheit<br />
Eine neue Generation Manometer erfasst extreme Druckspitzen<br />
und verhindert weitreichende Schäden an Prozesssystemen<br />
Über die Schnittstelle Long Range lassen sich<br />
Messwerte wie Druck, Druckspitzen, Temperatur<br />
und Messzeit aus dem Speicher auslesen<br />
Gas- oder flüssigkeitsgefüllte Rohrleitungen spielen in der Industrie<br />
eine zentrale Rolle. Ob beim Fördern und Abfüllen von Fluiden, Einsatz<br />
von Druckluft und Hydraulik oder bei der Wasserversorgung im<br />
Unternehmen - dynamische Druckschwankungen durch Änderungen<br />
der Strömungsgeschwindigkeit können Schäden verursachen. Spezieller<br />
Manometer erkennen Druckspitzen frühzeitig und verhindern<br />
weitreichende Schäden.<br />
Druckstöße in flüssigkeitsgefüllten Rohrleitungen<br />
können weitreichende Folgen<br />
mit sich bringen. So fielen beispielsweise<br />
im Juli 2009 nach einem Spannungseinbruch<br />
im gesamten Hamburger Stadtgebiet<br />
14 Wasserwerke aus. Der abrupte Ausfall<br />
der Pumpen in den Wasserwerken verursachte<br />
einen Druckstoß, der sich wie eine<br />
Schockwelle im Wassernetz ausbreitete und<br />
die Rohrleitungen bis an ihre Grenzen belastete.<br />
Als dann wieder Strom vorhanden<br />
war und die Wasserwerke langsam anliefen,<br />
zerstörte der sich aufbauende Druck die<br />
zuvor geschädigten Leitungen. Beinahe<br />
100 000 Einwohner aus Hamburg hatten für<br />
viele Stunden kein Wasser.<br />
Ursache der Druckstöße ist, dass bei bewegten<br />
Flüssigkeiten in Rohrleitungen unter<br />
dem Einfluss der Massenträgheit der Druck<br />
stark ansteigt. Da Wasser praktisch nicht<br />
komprimierbar ist, ist der Druckanstieg hier<br />
besonders hoch. Die Wirkung ähnelt der<br />
eines festen Gegenstandes, der mit voller<br />
Wucht an eine Wand kracht. Dabei gilt:<br />
Druckstöße, ob in fluid- oder gasgefüllten<br />
Rohrsystemen, sind generell unvermeidlich,<br />
da man Ventile nicht unendlich langsam<br />
schließen lassen kann.<br />
Unkalkulierbares Gefahrenmoment<br />
Überdruckspitze<br />
Die Anlagendimensionen in Unternehmen<br />
lassen sich kaum mit denen Hamburgs vergleichen,<br />
aber die Auswirkungen von<br />
Druckstößen sind hier gleichermaßen fatal:<br />
Rohrleitungen können platzen, Halterungen<br />
und weitere Anlagenteile beschädigt<br />
werden, auch Armaturen, Pumpen und<br />
Fundamente leiden darunter. Die Folge<br />
sind teure Reparaturen, Maschinenstillstände<br />
und Produktionsausfälle. Aus diesem<br />
Grund sind fluid- oder<br />
gasgefüllte Systeme in der<br />
Regel mit Druckdämpfern und Sensoren<br />
ausgestattet. Dies alleine reicht jedoch<br />
nicht aus, um zuverlässig extreme Druckspitzen<br />
zu erkennen und zu erfassen und<br />
um Schäden zu vermeiden.<br />
Die Überdruckventile in Druckdämpfern<br />
sprechen zwar an, wenn eine gewisse<br />
Druckgrenze überschritten wird, aber für<br />
Überdruckspitzen, die in Millisekunden<br />
auftreten können, sind sie zu langsam. Eine<br />
Lösung ist die Integration spezieller Manometer<br />
wie das Leo 5 von Keller Druckmesstechnik.<br />
Dieses Manometer misst den<br />
Druckverlauf bis zu 5 000 ×/s und erkennt<br />
so sämtliche Druckextrema mit hoher zeitlicher<br />
Auflösung. Da die Auswertung den<br />
Druckverlauf auf Tage, Stunden, Minuten<br />
und Sekunden genau anzeigt, kann auf diese<br />
Weise eine detaillierte Ursachenforschung<br />
betrieben werden.<br />
Sensorik, Signalverarbeitung<br />
und Spitzenwerterfassung<br />
Leo 5, ein Manometer der neuesten Generation,<br />
kombiniert präzise Sensorik mit<br />
schneller, hochauflösender Signalverarbeitung,<br />
Spitzenwerterfassung und einem<br />
Speicher mit Zeitstempel. All das befindet<br />
sich in einem robusten Edelstahlgehäuse<br />
mit Sicherheitsglas. Das große LCD-Display<br />
ist durch die 16 mm Ziffernhöhe und<br />
38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
Hintergrundbeleuchtung sehr<br />
gut lesbar. Die kapazitiven<br />
Touch-Tasten ermöglichen<br />
die Navigation der Einstellungen<br />
und Messwerte.<br />
Die in Schutzart IP 66<br />
ausgeführte Manometer-<br />
Serie umfasst sieben<br />
Standard-Messbereiche<br />
zwischen 3 und 1 000 bar<br />
You CAN get it...<br />
Hardware und Software<br />
für CAN-Bus-Anwendungen…<br />
Sicherheit durch<br />
stetige Überwachung<br />
In seinem speziellen Druckspitzen-Analysemodus<br />
bietet das<br />
Manometer eine Abtastfrequenz von<br />
5 kHz und eine Auflösung des Analog/<br />
Digital-Wandlers von 16 Bit. Im normalen<br />
Messbetrieb mit der exakten<br />
Überwachung von Grenzwerten werden<br />
die Drücke zweimal pro Sekunde mit<br />
einem A/D-Wandler von 20 Bit gemessen<br />
und angezeigt. Das kleinste konfigurierbare<br />
Speicherintervall beträgt eine Sekunde.<br />
Insgesamt bietet der Manometerspeicher<br />
Platz für über 50 000 Druckspitzen-Werte<br />
samt Temperatur und Zeitstempel. Über<br />
die USB-Schnittstelle lässt sich das Gerät<br />
mit einem Computer verbinden und mithilfe<br />
der Software „Logger 5“ komfortabel<br />
konfigurieren und auslesen. Die aufgezeichneten<br />
Daten können grafisch dargestellt,<br />
ausgewertet sowie weiterverarbeitet<br />
werden.<br />
Die Leo 5 Geräteserie umfasst sieben<br />
Standard-Messbereiche zwischen 3 und<br />
1 000 bar. Im Temperaturbereich von 0 bis<br />
50 °C liegt das Gesamtfehlerband des Druckes<br />
innerhalb von 0,1 %FS. Bei stabilen<br />
Temperaturverhältnissen erreicht das Manometer<br />
bei spezifischen Ausführungen<br />
eine Präzision von ± 0,01 %FS. Für schlecht<br />
erreichbare oder bewegliche Messorte steht<br />
eine Bluetooth-Funkschnittstelle zur Verfügung.<br />
Parametrierung und Datenübertragung<br />
erfolgen über die USB- oder Bluetooth-Schnittstelle.<br />
Individualisierbare und<br />
flexible Messtechnik<br />
Das Manometer besitzt einen hohen Schutzgrad<br />
bis zu IP66. Über die Schnittstelle lassen<br />
sich aktuelle Messwerte sowie aufgezeichnete<br />
Messdaten wie Druck, Druckspitzen,<br />
Temperatur und Messzeit<br />
aus dem Speicher auslesen.<br />
Remote-Zugriff erlaubt das<br />
erweiterte Manometer Leo 5 mit<br />
integriertem Long Range-Funkmodul<br />
(LoRa), das einen sicheren,<br />
bidirektionalen Service bietet. Dank<br />
des modularen Aufbaus der Elektronik<br />
und der seriellen Schnittstelle lässt<br />
sich das System flexibel an Messaufgaben<br />
anpassen. Alle Manometer können<br />
mittels Korrektur der Verstärkung und des<br />
Nullpunktes mit einer Kalibrationssoftware<br />
an jeden Standard angepasst beziehungsweise<br />
nachjustiert werden. Spezielle Gewinde,<br />
die Wahl bestimmter Temperaturund<br />
Druckbe reiche, Anpassungen am Gehäuse<br />
oder an der Firmware erleichtern die<br />
Integration in die jeweilige Anlage.<br />
Resümee<br />
Druckstöße in flüssigkeits- oder gasgefüllten<br />
Rohren sind unvermeidbar. Verhindert<br />
werden kann allerdings, dass sie Schäden<br />
verursachen. Das Manometer Leo 5 erkennt<br />
frühzeitig Druckspitzen, sodass notwendige<br />
Vorkehrungen getroffen werden können.<br />
Damit werden Kosten für Tests, durch<br />
Maschinen- oder Anlagenstillstand, Produktionsausfall<br />
oder Reparaturen vermieden.<br />
Im Zusammenhang mit den modernen<br />
Herausforderungen einer vernetzten Produktion<br />
bietet Leo 5 die Möglichkeit der<br />
zustandsbasierten Instandhaltung. Aus dem<br />
Druckverlauf oder den erfassten Druckspitzen<br />
ist zu sehen, ob die jeweilige Maschine in<br />
absehbarer Zeit beschädigt werden könnte.<br />
Damit amortisiert sich der Einsatz dieser<br />
Manometer in kürzester Zeit.<br />
Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige Keller AG<br />
www.keller-druck.com<br />
Sekundengenaue und exakte Druckspitzenmessung<br />
Die Software Logger 5 unterstützt das<br />
Auslesen und Konfigurieren der Datenlogger<br />
sowie die grafische Darstellung und den<br />
Export der Messdaten. Das Manometer<br />
tastet mit 5 kHz den Druckverlauf ab und<br />
weist die Extremwerte in kundenspezifisch<br />
gewählten Intervallen aus. Grafik: Die<br />
Druckspitze (y-Achse) wurde im 5-Minuten-<br />
Intervall (x-Achse) abgespeichert. Mit dieser exakten Zeitangabe konnte die Ursache<br />
für einen starken Druckanstieg exakt ermittelt und Schäden vorgebeugt werden.<br />
Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt., Porto und Verpackung. Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.<br />
PCAN-PCI Express FD<br />
CAN-FD-Interface für PCI Express-<br />
Steckplätze mit Datenübertragungsraten<br />
bis 12 Mbit/s. Lieferung inkl.<br />
Monitor-Software, APIs und Treiber<br />
für Windows ® und Linux.<br />
PCAN-USB X6<br />
Sechskanal-CAN-FD-Interface<br />
für den USB-Port mit Datenübertragungsraten<br />
bis 12 Mbit/s.<br />
Auslieferung mit D-Sub- oder M12-<br />
Anschlüssen inkl. Software und APIs.<br />
PCAN-Router FD<br />
ab 240 €<br />
ab 735 €<br />
Frei programmierbarer Router für CAN<br />
und CAN FD mit 2 Kanälen. Erhältlich<br />
im Aluminiumgehäuse mit D-Sub- oder<br />
Phoenix-Anschlusssteckern.<br />
250 €<br />
www.peak-system.com<br />
Otto-Röhm-Str. 69<br />
64293 Darmstadt / Germany<br />
Tel.: +49 6151 8173-20<br />
Fax: +49 6151 8173-29<br />
info@peak-system.com
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Jedes Bein des Spaceclimber<br />
besteht aus vier Gelenken,<br />
in denen sich jeweils ein<br />
MR-basierter Positionssensor<br />
befindet<br />
Bereit für die nächste Robotergeneration<br />
Magnetoresistive Sensoren erfüllen die Anforderungen der Weg- und Winkelerfassung<br />
in Robotergelenken und -händen<br />
Roboter spielen in der Industrie sowie Forschung und Entwicklung eine<br />
immer wichtigere Rolle. Dementsprechend steigen die Anforderungen<br />
an die Sensoren, die eingesetzt werden, um die Position des Roboterarms<br />
bzw. -greifers zu erfassen. Hier kommen vermehrt Winkel- und<br />
Wegmesssysteme, die auf magnetoresistiven Sensoren beruhen, zum<br />
Einsatz. So können inkrementelle und absolute Messungen in einer<br />
Vielzahl von unterschiedlichen Konfigurationen durchgeführt werden.<br />
Dr. Rolf Slatter, Dipl.-Ing (FH)<br />
René Buß, Sensitec GmbH,<br />
Lahnau<br />
ten und kooperativen Robotern etabliert.<br />
Zu den wichtigsten Forschungsbereichen<br />
gehören Leichtbauroboter für die Mensch-<br />
Roboter-Kollaboration (MRK), humanoide<br />
Roboter, bionische Roboter, Exo-Skelette<br />
und miniaturisierte Roboter. Sie alle bedingen<br />
nicht nur neue Antriebsprinzipien,<br />
sondern erfordern auch Neuentwicklungen<br />
im Bereich der Sensortechnologie.<br />
Neue Anforderungen für<br />
Positionssensoren<br />
Die Anforderungen an Positionssensoren<br />
für die Erfassung von Weg oder Winkel in<br />
Robotergelenken oder -händen sind vielfältig.<br />
Die Abmessungen sollen immer kleiner<br />
und die Konstruktion extrem leicht sein.<br />
Zudem besteht die Notwendigkeit einer<br />
großen, zentralen Hohlwelle, um die Durchführung<br />
von Kabeln, Wellen und so weiter<br />
Robotik ist ein sehr „bewegter“ Bereich,<br />
wenn es um Forschung und Entwicklung<br />
geht. Seit den späten 1970er-Jahren<br />
mit der ersten breitflächigen industriellen<br />
Nutzung von stationären Robotern<br />
wird die Mehrzahl von Robotern<br />
noch immer in Fertigungsumgebungen<br />
für Großserien unter<br />
streng kontrollierten Bedingungen<br />
eingesetzt.<br />
Seit Beginn des neuen<br />
Jahrhunderts hat sich<br />
eine neue Generation<br />
von mobilen,<br />
intelligenzu<br />
ermöglichen. Die Positionssensoren müssen<br />
unter zunehmend schwierigen Bedingungen<br />
(niedrige beziehungsweise sehr<br />
hohe Temperaturen, Strahlung usw.) arbeiten<br />
und die funktionale Sicherheit (mindestens<br />
bis Safety Integrated Level SIL3)<br />
muss gewährleistet sein.<br />
Viele Sensortechnologien sind bisher<br />
nicht in der Lage, die vielfältigen Anforderungen<br />
zu erfüllen. Herkömmliche Resolver<br />
werden für die indirekte Messung der Gelenkwinkel<br />
in Industrierobotern eingesetzt.<br />
Der Resolver ist üblicherweise an der Motorwelle<br />
angebracht und liefert absolute<br />
Winkelinformation für Position und Motorkommutierung.<br />
Obwohl Resolver eine robuste<br />
Technologie darstellen, können sie<br />
einige der geforderten Eigenschaften nicht<br />
erfüllen. Sie sind „schwer“ und verfügen<br />
nur über eine begrenzte zentrale Hohlwelle.<br />
Außerdem bieten sie nur eine begrenzte<br />
Konstruktionsfreiheit in Bezug auf Form<br />
und Abmessung. Optische Drehgeber werden<br />
in Industrierobotern selten eingesetzt.<br />
Eine zentrale Hohlwelle ist möglich, aber<br />
optische Geber sind nicht besonders robust<br />
und sehr anfällig gegenüber Kontamination.<br />
Zudem sind optische Geber nicht geeignet<br />
für Anwendungen mit einer Vibrationsoder<br />
Schockbelastung. Magnetische Geber<br />
sind eine Alternative zu konventionellen<br />
Lösungen. Sie werden immer häufiger in<br />
der Industrieautomation eingesetzt und ersetzen<br />
Resolver und optische Drehgeber.
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
01 MR-Sensoren für die präzise Erkennung<br />
von hochdynamischen Bewegungen und<br />
Positionen, z. B. in Automatisierungssystemen,<br />
in der Luft- und Raumfahrt<br />
oder in der Automobilproduktion<br />
Es gibt verschiedene Arten von magnetischen<br />
Sensoren, aber die stärksten<br />
Wachstumsraten verzeichnen Sen soren,<br />
die auf dem magnetoresistiven Effekt<br />
basieren.<br />
Grundlagen magnetoresistiver<br />
Sensortechnologie<br />
Magnetoresistive Sensoren basieren auf<br />
verschiedenen Technologien: dem anisotropen<br />
magnetoresistiven Effekt (AMR),<br />
dem Giant magnetoresistive Effekt (GMR)<br />
und dem Tunnel magnetoresistiven (TMR)<br />
Effekt. Die MR-Effekte verfügen über Vorteile,<br />
die alle dazu beigetragen haben, dass<br />
sich MR-Sensorik als richtige Wahl in den<br />
anschließend beschriebenen Anwendungen<br />
erwiesen hat. So bietet sie eine hohe<br />
Auflösung, hohe Genauigkeit und eine<br />
hohe Dynamik mit einer Bandbreite bis<br />
über 10 MHz. Zudem ist die MR-Sensorik<br />
sehr robust mit hoher Unempfindlichkeit<br />
gegenüber Öl, Schmutz und sehr hohen<br />
oder sehr niedrigen Umgebungstemperaturen.<br />
Hohe Zuverlässigkeit, kleine Abmessungen,<br />
niedrige Leistungsaufnahme und<br />
lange Lebensdauer durch verschleißfreien<br />
Betrieb sind weitere Vorteile.<br />
Humanoider Roboter<br />
Der mobile humanoide Roboter Rollin’<br />
Justin aus dem Robotik- und Mechatronik-<br />
Zentrum des DLR bietet eine Forschungsplattform<br />
für autonome mobile Manipulation<br />
in menschlicher Umgebung mit hoher<br />
Fingerfertigkeit. Die nachgiebigen Leichtbauarme<br />
und Vierfingerhände machen ihn<br />
zu einer idealen Plattform für die Forschung<br />
zur feinfühligen, beidhändigen Manipulation.<br />
Die mobile Basis ermöglicht einen<br />
autonomen Betrieb über eine große<br />
Reichweite. Der Oberkörper auf Basis von<br />
LBR-Technologie und die mobile Plattform<br />
erweitern den Arbeitsbereich der Arme<br />
und Hände.<br />
Beide Arme des Roboters verfügen über<br />
sieben Gelenke und beide Hände haben je<br />
vier Finger. Der Arm wiegt 13,5 kg, kann<br />
aber Gewichte bis zu 15 kg heben. Eine Besonderheit<br />
ist die Vollintegration der gesamten<br />
Leistungselektronik in die Armstruktur.<br />
Jedes Gelenk verfügt über einen<br />
Positionssensor basierend auf der MR-<br />
Technologie. Eine weitere Entwicklungsstufe<br />
beinhaltet ein anthropomorphisches<br />
Hand-Arm-System für zukünftige Service-<br />
Roboter. Dies sollte ähnliche kinematische,<br />
dynamische und kraftführende Eigenschaften<br />
wie der menschliche Arm besitzen. Das<br />
hochintegrierte mechatronische System<br />
verfügt über 52 Antriebe und nutzt 112 Positionssensoren,<br />
viele davon auf MR-Basis.<br />
Die mobile Plattform des Roboters, die<br />
autonomen Betrieb über lange Reichweiten<br />
ermöglicht, ist auch mit mehreren MRbasierten<br />
Geberbausätzen bestückt.<br />
Bionischer Roboter<br />
02 Im Marsrover kommen insgesamt<br />
40 MR-Sensoren zum Einsatz<br />
Am DFKI Robotics Innovation Center wurde<br />
seit vielen Jahren an bionisch inspirierten<br />
Robotern für Raumfahrtanwendungen<br />
geforscht. Besonderes Augenmerk wurde<br />
auf Roboter mit Beinen gelegt, da diese eine<br />
höhere Mobilität im Vergleich zu Robotern<br />
mit Rädern oder Ketten zur Fortbewegung<br />
aufweisen. Roboter mit Beinen können Krater<br />
und Canyons erkunden, die für Planetenerkundungsrover<br />
mit Rädern unzugänglich<br />
sind. Geologische Beschaffenheiten<br />
sind von wissenschaftlichem Interesse, da<br />
sie Aufschluss über Sedimentschichten<br />
oder Spuren von Wasser und Eis geben, die<br />
auf der Oberfläche des Planeten in der Regel<br />
nicht zu finden sind. Spaceclimber ist<br />
ein bionisch-inspirierter, energieeffizienter,<br />
sechsbeiniger Kletterroboter für außerirdische<br />
Erkundungen. Er wurde so konstruiert,<br />
dass er sich frei und sicher in Kratern<br />
bewegen sowie Steigungen bis 80 %<br />
und Hindernisse bis zu 40 cm hoch überwinden<br />
kann. Zudem kann er sich halbautomatisch<br />
navigieren und wissenschaftliche<br />
Instrumentenlast bis zu 20 kg tragen.<br />
Jedes Bein besteht aus vier Gelenken mit<br />
bürstenlosen Motoren von Robodrive, die<br />
hochuntersetzende spielfreie Harmonic<br />
Drive Getriebe antreiben. Jedes Gelenk<br />
verfügt über einen MR-basierten Positionssensor.<br />
Planetenrover<br />
Als besonders schwierig gelten Roboteranwendungen<br />
auf Planeten, z. B. im Marsrover<br />
Curiosity. Es handelt sich praktisch um<br />
ein fahrendes Labor, denn Roboterarm, Kameramast,<br />
Antenne und Instrumente werden<br />
elektromechanisch angetrieben. Um<br />
die Bewegungen der Motoren zu regeln,<br />
wurde der Cold Encoder entwickelt. Zwei<br />
AMR-Sensoren pro Motor werden für die<br />
inkrementelle Winkelmessung eingesetzt.<br />
Insgesamt kommen 40 MR-Sensoren zur<br />
Anwendung.<br />
Fotos: Spaceclimber: DFKI GmbH / Robotics Innovation<br />
Center Bremen, Rollin‘ Justin: DLR, Robotics and Mechatronics<br />
Center, 01 Sensitec GmbH, 02 NASA/JPL-Caltech<br />
www.sensitec.com<br />
CE-CON.indd 1 27.03.<strong>2017</strong> 07:49:52<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 41
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Exakt im Millibarbereich<br />
Berührungslose Füllstandsmessung und Pumpenansteuerung mit analogen Drucksensoren<br />
Bei den Filteranlagen des Unternehmens<br />
aus Wipperfürth wird grundsätzlich zwischen<br />
Vlies- und Endlosfilter unterschieden.<br />
Während Vlies ein klassisches Verbrauchsmaterial<br />
zur Aufbereitung von Medien ist,<br />
können die Gewebe von Endlosfiltern immer<br />
wieder gereinigt werden. Beide Verfahren<br />
bietet Isyko Filtersysteme als Zentralanlage,<br />
Kompaktanlage oder mobile<br />
Anlage an. Zentralanlagen bereiten<br />
technischen Flüssigkeiten zum<br />
Beispiel von mehreren Maschinen<br />
auf, während Kompaktanlagen<br />
als Insellösung<br />
für eine Maschine konzipiert<br />
sind. Mobile Anlagen<br />
wiederum lassen sich flexibel<br />
an verschiedenen Maschinen<br />
einsetzen.<br />
Filteranlage mit<br />
einem Drucksensor<br />
(Bildmitte) zur Füllstandskontrolle<br />
über dem Filtervlies<br />
Analoge Drucksensoren können<br />
weitaus mehr als es den Anschein<br />
hat. Ein Hersteller von Filteranlagen<br />
zeigt, wie sich mit Drucksensoren<br />
eine kontinuierliche<br />
Füllstandskontrolle und in diesem<br />
Zusammenhang die Ansteuerung<br />
von drehzahlgeregelten<br />
Pumpenantrieben realisieren lässt.<br />
Hierfür sind jedoch Sensorlösungen<br />
für kleinste Druckbereiche<br />
erforderlich.<br />
Rainer Koch ist Applikationsspezialist bei der<br />
ipf electronic gmbh, in Lüdenscheid<br />
Die Isyko Filtersysteme stellt Filteranlagen<br />
und Komponenten für die Aufbereitung<br />
technischer Flüssigkeiten her. „Der Begriff<br />
‚technische Flüssigkeiten‘ trifft es in unserem<br />
Fall am besten, da wir mittlerweile eine<br />
Vielzahl an Kunden aus den unterschiedlichsten<br />
Branchen haben, beispielsweise<br />
aus der Holzindustrie, der Metallverarbeitung,<br />
der Chemie- und Kunststoffindustrie,<br />
der Automobilindustrie, Großwäschereien,<br />
etc. Und alle haben unterschiedlichste<br />
Medien, die zu reinigen bzw. aufzubereiten<br />
sind“, erklärt Volker Koczkowski, Geschäftsführer<br />
der Isyko Filtersysteme, die sich<br />
außerdem auf die Entwicklung kundenspezifischer<br />
Sonderlösungen im Bereich der<br />
Filtertechnik spezialisiert hat.<br />
Zwei Verfahren für drei<br />
Anlagenvarianten<br />
Kontinuierliche<br />
Abfrage des Füllstandes<br />
Im Allgemeinen verfügen alle Filteranlagen<br />
über zwei Becken, eine sogenannte Umhebestation,<br />
aus der die verschmutzte<br />
Flüssigkeit in den Filter geleitet wird, und<br />
einen Reinbehälter bzw. Saubertank für<br />
das gereinigte Medium, das von hieraus<br />
wieder in einen Produktionsprozess zurückgeführt<br />
wird. Da sich in beiden Becken<br />
zur Förderung der Flüssigkeiten<br />
Pumpen befinden, muss für deren Betrieb<br />
das Füllstandsniveau kontinuierlich abgefragt<br />
werden.<br />
Berührungslose Füllstandskontrolle<br />
Nun gibt es eine Fülle an Lösungen für die<br />
Füllstandskontrolle, die aber in der Regel<br />
alle mit dem zu überwachenden Medium<br />
in irgendeiner Weise in Berührung kommen.<br />
„Wir verwenden zur Füllstandsmessung<br />
und Ansteuerung der Pumpen in den<br />
Umhebestationen als auch Reinbehältern<br />
digitale sowie analoge Drucksensoren als<br />
Staudrucksensoren. Diese Geräte haben<br />
den Vorteil, dass sie berührungslos arbeiten,<br />
dadurch mit den verschmutzten Medien<br />
nicht in Kontakt kommen und somit<br />
weitestgehend verschleißfrei sind“, betont<br />
Koczkowski. Er erklärt vereinfacht das<br />
Prinzip der Füllstandsmessung in den Filteranlagen:<br />
„Die Anlagenbehälter sind mit<br />
sogenannten Staudrucksonden ausgestattet,<br />
vergleichbar mit einem zum Beckenboden<br />
hin offenem und nach oben geschlossenem<br />
Rohr, in dem ein Drucksensor luftdicht<br />
eingeschraubt ist. Steigt die Flüssigkeit in<br />
einem Behälter und somit in der Sonde an,<br />
baut sich in ihrem oberen Bereich ein gewisser<br />
Staudruck auf. Dieser wird vom<br />
Drucksensor erfasst und in ein entsprechendes<br />
Signal umgewandelt, mit dem wir<br />
unter anderem die Pumpe im Behälter ansteuern<br />
können.“<br />
42 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Die Krux digitaler Drucksensoren<br />
Bei digitalen Drucksensoren lässt sich allerdings<br />
nur ein Schaltpunkt für einen spezifischen<br />
Druck und somit einen zuvor definierten<br />
Flüssigkeitspegel in einem Behälter<br />
festlegen, bei der eine Pumpe einschaltet.<br />
Sinkt die Flüssigkeit auf ein bestimmtes<br />
Niveau, schaltet die Pumpe ab. „Eine kontinuierliche<br />
Ansteuerung der Pumpe und<br />
somit eine permanente Regelung ihrer Förderleistung<br />
ist somit nicht möglich. Je nach<br />
Flüssigkeitsstand schaltet die Pumpe also<br />
ab und dann wieder an usw.“, beschreibt<br />
Koczkowski einen Nachteil solcher Geräte.<br />
Permanente Pumpenregelung<br />
über analoges Signal<br />
Betrachten wir die analogen Drucksensoren<br />
DW35311A und DW35311M von IPF Electronic,<br />
so verhält sich dies anders. Die analogen<br />
Signale dieser Geräte lassen sich parallel<br />
zur kontinuierlichen Staudruckmessung<br />
und somit Füllstandsbestimmung in einem<br />
Becken dazu nutzen, die SPS einer Filteranlage<br />
anzusprechen, um einen Pumpenantrieb<br />
über einen Frequenzumrichter permanent<br />
zu regeln. Hierzu Volker Koczkowski:<br />
„Mit dieser permanenten Regelung erreichen<br />
wir, dass die Pumpe in Abhängigkeit<br />
zum Flüssigkeitsstand in einem Behälter<br />
entweder schneller oder langsamer läuft<br />
und somit ihre Förderleistung stets anpasst.<br />
Insbesondere bei einem hohen Fördervolumen<br />
können mit den analogen Drucksensoren<br />
die häufig auftretenden Ein- und<br />
Ausschaltzyklen, wie sie für digitale Drucksensoren<br />
typisch sind, vermieden werden,<br />
die letztendlich auch einen höheren Verschleiß<br />
der Pumpe bedeuten.“<br />
Hohe Signal-Auflösung<br />
Die zwei kompakten und analogen Drucksensoren<br />
DW35311A und in Schutzklasse<br />
IP65 mit Sensorkopf aus Edelstahl ausgelegt<br />
und eignen sich für einen weiten Einsatztemperaturbereich<br />
von - 20 bis + 80 °C. Während<br />
der Sensor DW35311A für Drücke von<br />
0 bis 100 mbar entwickelt wurde, eignet<br />
sich der Drucksensor DW35311M für einen<br />
Bereich von 0 bis 200 mbar.<br />
„Wir verwenden für unsere Filteranlagen<br />
bereits von Anfang an auch diese Sensoren<br />
von IPF Electronic, wobei wir je nach Anwendung<br />
und Behältertiefe entweder das<br />
Gerät mit dem kleineren oder größeren<br />
Druckbereich benötigen. Da beide Sensorversionen<br />
im Millibarbereich arbeiten, liefern<br />
sie uns auf jeden Fall die hohe Auflösung<br />
beziehungsweise exakten Ausgangssignale,<br />
die wir für unsere Umhebestationen sowie<br />
Saubertanks mit vergleichsweise geringer<br />
Füllstandshöhe von ein oder zwei Metern<br />
benötigen. Die Messbereiche herkömmlicher<br />
analoger Drucksensoren, die sich beispielsweise<br />
zwischen 0 bis 1 bar bewegen, wären<br />
hierfür einfach viel zu ungenau“, erklärt<br />
Volker Koczkowski.<br />
Die analogen Drucksensoren<br />
von IPF verhindern häufige<br />
Ein- und Ausschaltzyklen und<br />
reduzieren somit deutlich den<br />
Verschleiß der Pumpe.<br />
Volker Koczkowski,<br />
Geschäftsführer, Isyko Filtersysteme<br />
Weitere Vorteile für die Praxis<br />
Bei digitalen Drucksensoren mit einem fixen<br />
Schaltpunkt werden die Filter einer Anlage<br />
schlagartig mit einem verschmutztem Medium<br />
beaufschlagt, während bei einem<br />
drehzahlgeregelten Pumpenantrieb über<br />
einen analogen Drucksensor die Beaufschlagung<br />
gleichmäßiger erfolgt. Darüber<br />
hinaus lassen sich die analogen Drucksensoren<br />
nicht nur zur kontinuierlichen Pumpensteuerung<br />
einsetzen, sondern über den<br />
Staudruck sämtliche Füllstände darstellen,<br />
verarbeiten und in der Anlagensteuerung<br />
zur Festlegung verschiedenster Betriebspunkte<br />
einbinden, etwa zum Nachspeisen<br />
von Flüssigkeit oder zur Erfassung und<br />
Auswertung verschiedener Medienniveaus.<br />
Fotos: ipf electronic<br />
www.ipf.de<br />
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Zirox.indd 1 22.09.<strong>2017</strong> 11:05:04<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 43
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Schluss mit dem Exoten-Dasein<br />
Intelligente Wireless-Sensoren eröffnen neue Perspektiven in zahlreichen Anwendungen<br />
Kriterien für die Auswahl der<br />
geeigneten Wireless-Sensoren<br />
Smartphones können Daten<br />
über Bluetooth, WLAN und NFC<br />
übertragen, Smartwatches sind<br />
ähnlich anbindbar. Im Consumer-<br />
Bereich sind Wireless-Lösungen<br />
längst Alltag. In der Industrie<br />
hingegen fristen sie noch immer<br />
ein Exoten-Dasein. Grund dafür<br />
ist unter anderem eine fehlende<br />
Standardisierung. Der Beitrag<br />
erläutert, warum es nicht den<br />
einen Standard geben kann und<br />
beschreibt Anwendungen, in<br />
denen kabellose Sensoren ihre<br />
Vorteile gänzlich entfalten.<br />
Christian Wirl ist Key Account/ Product Manager<br />
(Industrial instrumentation) bei der Wika<br />
Alexander Wiegand SE & Co. KG in Klingenberg<br />
Der Einsatz von Wireless-Sensoren ist in<br />
der Prozessindustrie im Vergleich zu anderen<br />
Branchen bereits weit fortgeschritten.<br />
Grund dafür sind die prozessbedingt oft weit<br />
auseinander liegenden oder isolierten Messstellen.<br />
Zwar gibt es auch in anderen Industriezweigen<br />
viele Ansätze drahtlose Sensoren<br />
zur besseren Überwachung von Prozessen<br />
einzubinden. Diese sind allerdings an zwei<br />
Bedingungen geknüpft: ein echter Vorteil<br />
gegenüber einer kabelgebundenen Variante<br />
muss vorhanden sein und der gewünschte<br />
und technisch sinnvolle Standard muss am<br />
Markt verfügbar sein. Und genau hier liegt<br />
die Krux: Es gibt keinen einheitlichen Standard,<br />
und es kann ihn aufgrund der unterschiedlichen<br />
Anforderungen auf Seiten der<br />
Anwendungen auch nicht geben.<br />
Viele Wireless-Technologien kämpfen am<br />
Markt um Akzeptanz, von Bluetooth bis Long<br />
Range Wide Area Network (LoRaWAN). Für<br />
jede von ihnen gibt es gute Gründe und das<br />
macht es Herstellern von System-Komponenten<br />
nahezu unmöglich, die weitere Entwicklung<br />
auf ein Ziel hin zu optimieren. Eine<br />
Instrumentierung mit drahtlosen Sensoren<br />
läuft daher meistens auf eine anwendungsspezifische<br />
Lösung hinaus, entworfen auch<br />
in direkter Kooperation mit dem Kunden.<br />
Kernfragen zur Ermittlung der passenden<br />
Funkübertragung betreffen zum Beispiel die<br />
Sendeleistung und damit die mögliche<br />
Reichweite, die Menge der zu übertragenden<br />
Daten, die Batterielebensdauer und einen<br />
allgemein verwendbaren Standard, der zugleich<br />
die Sicherheit der Übertragung gewährleistet.<br />
Für den Anwender gilt es zudem<br />
zu berücksichtigen, dass eine hohe Reichweite<br />
der Funksignale gleichzeitig den unbefigten<br />
Datenzugriff von Externen erleichtert.<br />
Damit gewinnt die sichere Authentisierung<br />
der User zunehmend an Bedeutung.<br />
In der Entscheidungsfrage nach den passenden<br />
Wireless-Sensoren spielt nicht nur<br />
die Übertragungsart eine Rolle, sondern<br />
auch welche Funktionen für die jeweilige<br />
Anwendung von Nutzen sind. Sie können<br />
zum Beispiel mit zusätzlicher Intelligenz<br />
kombiniert werden. Dazu gehört in erster<br />
Linie das Aufbereiten der gesammelten Daten<br />
verschiedener Messgrößen über selbstlernende<br />
Algorithmen. Im Verbund mit Gateways<br />
und Softwarelösungen können drahtlose<br />
Sensoren den Weg zu neuen Geschäftsfeldern,<br />
zum Beispiel im Bereich Preventive<br />
Maintenance oder in der Logistik eröffnen.<br />
Konkrete Anwendungsbeispiele<br />
Die unterschiedlichen Möglichkeiten und<br />
Anforderungen lassen sich an konkreten<br />
Lösungen demonstrieren. In Kalibrierlaboren<br />
kann das Loggen der Daten und deren<br />
Übertragung hilfreich sein, z. B. für das Ausstellen<br />
von Zeugnissen. Die Reichweite des<br />
Funksignals spielt dabei eine eher untergeordnete<br />
Rolle, da Sender und Empfänger<br />
nur über kurze Distanz getrennt sind. Eine<br />
Lösung auf Bluetooth-Basis reicht hierbei<br />
aus. Wika hat diese Funktionalität zweimal<br />
in unterschiedlichen Geräten implementiert,<br />
beim Präzisions-Digitalmanometer<br />
CPG1500 sowie beim portablen Prozesskalibrator<br />
CPH7000. Über die Wika-Wireless-<br />
Schnittstelle können beide Geräte mit Bluetooth-fähigen<br />
Geräten verbunden werden.<br />
Das CPG1500 ist zudem „mobilfähig“, eine<br />
App ermöglicht das Parametrieren sowie<br />
das Auslesen der Daten via Smartphone.<br />
Gute Flächenabdeckung<br />
Bei der Überwachung von Anlagen an weit<br />
entfernten Standorten oder mobilen Einheiten,<br />
die sich über große Distanzen bewegen,<br />
44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
02<br />
01 Das Präzisions-Digitalmanometer<br />
erlaubt die Verbindung<br />
mit Bluetooth-fähigen Geräten<br />
und kommt zum Beispiel im<br />
Kalibrierservice zum Einsatz<br />
01<br />
02 Datenfernübertragungs-<br />
Modul in Kombination mit einer<br />
Cryo-Gauge-Messeinheit zur<br />
Überwachung von Füllständen<br />
in Tieftemperaturgastanks – die<br />
Daten werden über das GSM-Netz<br />
an den Gaslieferanten übermittelt<br />
bietet sich nach heutigem Standard eine<br />
Übertragung über das GSM/LTE-Netz an.<br />
Anwender erhalten hier eine sehr gute<br />
Flächenabdeckung und damit große Reichweite.<br />
Zwar können zukünftig auch Standards<br />
wie Narrow-Band-Internet of Things<br />
(NB-IoT), LTE CAT-M1 oder LoRaWAN eine<br />
Rolle spielen. Es zeichnet sich aber ab, dass<br />
es auch in diesem Bereich nicht den einen,<br />
einheitlichen Standard geben wird.<br />
Auf Basis bestehender Technologien hat<br />
Wika zum Beispiel das Datenfernübertragungs-Modul<br />
intelliMetry in Kombination<br />
mit der Cryo-Gauge-Messeinheit realisiert.<br />
Mit dieser Lösung werden die Füllstände<br />
von Tieftemperaturgastanks überwacht<br />
und die Daten über das GSM-Netz dem<br />
Gaslieferanten übermittelt. Wika stellt neben<br />
dem Druckmessgerät und dem Übertragungsmodul<br />
als Zusatzservice noch eine<br />
Daten-Cloud zur Verfügung. Der Gaslieferant<br />
wiederum kann durch die Fernabfrage<br />
des Tankinhaltes seinen Kunden eine kontinuierliche<br />
Versorgung ohne manuelle Nachbestellprozesse<br />
anbieten.<br />
Kombination mit diversen<br />
Funkprotokollen<br />
Hersteller arbeiten daran, Sensoren nebst<br />
korrespondierenden Systemen zur Datenaufbereitung<br />
für ein breites Anwendungsspektrum<br />
in unterschiedlichen Industrien<br />
anzubieten. Als Basis hierfür wird Wika die<br />
erste Hardware-Version eines rein elektronischen<br />
Drucksensors mit integriertem<br />
Funkmodul auf der SPS IPC Drives <strong>2017</strong><br />
zeigen. Diese markiert den Auftakt einer<br />
Produktreihe mit digitalen Sensoren für allgemeine<br />
Industrieanwendungen, bei denen<br />
Standardkomponenten mit unterschiedlichen<br />
Funkprotokollen verknüpft werden<br />
können. Neben GSM und LTE stehen unter<br />
anderem LoRaWAN, Bluetooth/Bluetooth<br />
Low Energy und NB-IoT im Fokus. Das modulare<br />
Konzept wird die flexible und schnelle<br />
Anpassung an individuelle Kundenwünsche<br />
ermöglichen.<br />
Der Drucksensor nutzt ein proprietäres<br />
Signal zur Datenübertragung und kann Anwendern<br />
eine Funkdistanz von mehreren<br />
hundert Metern bei einer hohen Datensicherheit<br />
bieten. Neben dem Druckwert<br />
wird auch ein Temperaturwert ausgegeben.<br />
Über eine entsprechende Software kann der<br />
Sensor per Funk parametriert werden. Einstellbar<br />
sind beispielsweise das Sendeintervall<br />
oder die Schwellenwerte, bei denen<br />
automatisch eine Funkübertragung ausgelöst<br />
wird. Auch eine graphische Darstellung<br />
des Druck- und des Temperaturwertes über<br />
die Zeit steht zur Verfügung.<br />
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SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Zeitreise der<br />
Längenmesstechnik<br />
Von bewährten Verfahren bis hin zu modernen<br />
elektronischen Messsystemen der Gegenwart<br />
Für die präzise Messung linearer<br />
Distanzen oder Bewegungen gibt<br />
es verschiedene Möglichkeiten.<br />
Je nach Anforderungen zum<br />
Messbereich und der Genauigkeit<br />
werden Maßbänder, Messschieber<br />
oder Mikrometerschrauben<br />
verwendet. Doch für welche<br />
Anwendung eignet sich welches<br />
Messsystem, wie ist deren<br />
Funktionsweise und worin liegen<br />
die Unterschiede?<br />
Ob Maßbänder, Messschieber oder Mikrometerschrauben<br />
– all diese Messmethoden<br />
beruhen auf dem Vergleich mit<br />
einem Messwerkzeug, das als Referenz<br />
dient. Die bekannteste Referenz für Längenmessungen<br />
ist das Urmeter in Paris.<br />
Hiermit wurden fast zwei Jahrhunderte lang<br />
alle metrischen Längenmesssysteme verglichen<br />
und kalibriert. Im Zuge der internationalen<br />
Harmonisierung von Maßen und<br />
Gewichten beruht auch das Zoll neuerdings<br />
auf dem Meter. Der Beitrag beschreibt nun<br />
bekannte Messverfahren mit einem neuen<br />
elektronischen Messsystem.<br />
Detlef Oldach ist Vertriebsleiter bei der<br />
TWK-Elektronik GmbH in Düsseldorf<br />
Elektronische und<br />
potentiometrische Messung<br />
Bei der automatisierten Messung kommen<br />
ausschließlich Messsysteme mit elektronischer<br />
Schnittstelle zum Einsatz. Auch sie<br />
basieren auf einer Referenz als Maßverkörperung.<br />
Bei den elektronischen Messsystemen<br />
ist das Spektrum der Ausführungen<br />
sehr breit, denn auch hier gibt es eine Vielzahl<br />
an Messbereichen, geforderten Genauigkeiten<br />
und benötigten Schnittstellen. Das<br />
einfachste und bekannteste elektrische<br />
Längenmesssystem ist das Potentiometer.<br />
Es besteht aus einer Widerstandsbahn, die<br />
von einem Schleifer abgetastet wird. Diese<br />
Widerstandsbahn besteht aus einer Drahtwicklung<br />
oder bei neueren Potentiometern<br />
aus Leitplastik. Die Leitplastikbahn kann<br />
zur Steigerung der Genauigkeit mit Lasertrimming<br />
nachgearbeitet werden. Bei diesem<br />
Lasertrimming wird die Leitplastikbahn<br />
mit einem hochgenauen Referenzgeber<br />
verglichen und von einem Laserstrahl<br />
entsprechend zurechtgeschnitten. An die<br />
Widerstandsbahn wird eine Spannung angelegt,<br />
die sich gleichmäßig über die gesamte<br />
Länge der Widerstandsbahn verteilt. So<br />
ergibt sich am Schleifer eine Spannung zwischen<br />
0 V und UB je nach seiner Position.<br />
01 Das Planarspulen-Messsystem besteht<br />
aus einem Sensor mit Planarspule, montiert<br />
mit Kugelgelenken – sie arbeiten<br />
berührungslos und verschleißfrei<br />
Der Vorteil dieses Messsystems ist die Einfachheit<br />
im Aufbau und die niedrigen Herstellungskosten.<br />
Nachteil ist die Abnutzung<br />
der Widerstandsbahn durch den Schleifer.<br />
Moderne Potentiometer erlauben 50 bis<br />
100 Mio. Schleiferspiele. Die Anzahl der zulässigen<br />
Schleiferspiele scheint groß zu<br />
sein – aber nur auf den ersten Blick. Denn<br />
für die Abnutzung ist es unerheblich, ob<br />
wirklich eine Messung erfolgt oder ob Vibrationen<br />
die Ursache für die Bewegungen<br />
des Schleifers sind. Eine Anlage, die mit 3 Hz<br />
vibriert, hat im Dauerbetrieb nach 24 h<br />
1/2 Mio. Schleiferspiele erzeugt. Nach weniger<br />
als einem Jahr ist das Potentiometer<br />
dann unbrauchbar.<br />
Induktive Längenmessung<br />
In einer Doppelspule bewirkt ein Stößelkern<br />
aus Nickeleisen eine Änderung der<br />
Induktivitäten. Die Spule hat eine Mittenanzapfung<br />
und besteht somit aus zwei Teilen.<br />
Der Nickeleisenkern sitzt mittig in der<br />
Spule, sodass eine Verschiebung des Stößels<br />
die Induktivität beider Spulenteile gegensinnig<br />
ändert. Eine anschließende Elektronik<br />
misst den Wechselstromwiderstand beider<br />
Spulenhälften und erzeugt ein Ausgangssignal,<br />
das der Verschiebung des Stößels<br />
entspricht.<br />
Die Spule mit Mittenanzapfung arbeitet<br />
nach dem Prinzip einer sog. Halbbrücke.<br />
Das Halbbrücken-Prinzip ist in<br />
der Messtechnik weit verbreitet.<br />
Es liefert zuverlässige Ergebnisse<br />
über weite Anwendungsbereiche<br />
und erlaubt die Kompensation von<br />
Fremdeinflüssen wie Temperaturänderungen<br />
und Alterungseffekten. Ein Mikroprozessor<br />
in der Elektronik erlaubt verschiedene<br />
Anpassungen. So kann die Kennlinie<br />
linearisiert oder an Kundenwünsche<br />
angepasst werden. Der Ausgangsübertrager<br />
46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
02 Heutige<br />
Planarspulen sind<br />
gedruckte Spulen,<br />
die auf einer Leiterplatte<br />
als Leiterbahn<br />
aufgebracht<br />
werden – sie ersetzen<br />
gewickelte Spulen<br />
aus Kupferdraht (Bild)<br />
03 Längenmesssysteme<br />
finden<br />
beispielsweise in der<br />
Druckindustrie beim<br />
Vermessen bewegter<br />
Bahnware ihren<br />
Einsatz<br />
Ganz groß,<br />
wenn’s eng wird:<br />
der neue RFD-4000<br />
Präzise Winkelmessung auf<br />
engstem Raum:<br />
Der neue RFD-4000 ist die<br />
Sensorlösung, wo Platz knapp<br />
und Budgets klein sind.<br />
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• Kennlinien nach Wunsch<br />
Datenblatt-Download<br />
kann das Signal in ein Übertragungsprotokoll<br />
umsetzen oder einfach nur verstärken.<br />
Das Sensorsystem arbeitet intern berührungslos.<br />
Die Stößelstange läuft im Gehäuse,<br />
eine Berührung ist nicht erforderlich. Seitliche<br />
Kräfte können zu einer Berührung des<br />
Stößels führen, aber sie erzeugen keine Abnutzung,<br />
die die Messung beeinträchtigt.<br />
Das Messprinzip erlaubt das Vergießen des<br />
Sensors, um seine Festigkeit gegen Vibrationen<br />
und Erschütterungen zu verbessern.<br />
Längenmessung mit Planarspulen<br />
Planarspulen sind gedruckte Spulen. Sie<br />
werden auf eine Leiterplatte als Leiterbahn<br />
mit einigen Windungen aufgebracht. Die<br />
gewickelte Spule aus Kupferdraht wird dadurch<br />
ersetzt. Planarspulen haben weniger<br />
Induktivität als gewickelte Spulen und sind<br />
kostengünstig herzustellen.<br />
Der Wegaufnehmer erfasst berührungslos<br />
und verschleißfrei die absolute Position<br />
eines Stößels mit einem induktiven Resonator.<br />
Das System besteht aus einer Erregerspule,<br />
die einen am beweglichen Stößel<br />
befestigten Resonatorschwingkreis zu elektrischen<br />
Schwingungen anregt. Diese<br />
Schwingungen werden auf die gedruckten<br />
Spulen übertragen. Diese Spulen sind unbeweglich<br />
im Gehäuse fixiert. Eine interne<br />
Elektronik wertet die Schwingungen nach<br />
Amplitude und Phasenlage aus. Da sich<br />
Phasenlage und Amplitude der Schwingungen<br />
in den gedruckten Spulen nach dem<br />
Abstand zur Resonatorspule ändern, kann<br />
so die Position des Resonaturspule exakt ermittelt<br />
und in ein wegproportionales Signal<br />
umgewandelt werden. Das Planarspulen-<br />
Messsystem ähnelt dem Potentiometer und<br />
dem induktiven System gleichermaßen und<br />
wird daher mit den beiden beschriebenen<br />
Systemen verglichen.<br />
Bilder: Aufmacher Fotolia, sonsige TWK<br />
www.twk.de<br />
Zusammenfassung<br />
Durch die gute Reproduzierbarkeit<br />
von gedruckten Spulen reicht die<br />
Präzision von Messsystemen mit<br />
Planarspulen an die Genauigkeit von<br />
Präzisionspotentiometern heran. Die<br />
Verschleißfreiheit ergibt eine sehr<br />
lange Lebensdauer wie bei den<br />
induktiven Systemen. Somit füllen<br />
Messsysteme mit Planarspulen den<br />
Bereich zwischen Potentiometern und<br />
induktiven Wegmessern aus. Das gilt<br />
auch für die Herstellkosten.<br />
Wir stellen aus:<br />
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SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Thermografische<br />
Messmethoden<br />
Was Sie bei anspruchsvollen Objekten und<br />
schwierigen Bedingungen beachten sollten<br />
Thermografie ist das geeignete Mittel<br />
der Wahl, wenn berührungslos und<br />
zerstörungsfrei Temperaturen gemessen<br />
werden sollen. Sie eignet sich für viele<br />
Anwendungen und liefert wichtige<br />
Daten im Bereich der Fehleranalyse und<br />
vorbeugenden Instandhaltung. Doch<br />
nicht jede Messaufgabe lässt sich einfach<br />
durchführen.<br />
Thermografische Messmethoden setzen<br />
sich in den letzten Jahren immer stärker<br />
durch. Setzt man dabei allerdings auf Lowcost-Modelle,<br />
geht leider häufig verloren,<br />
dass es sich neben den Standardanwendungen<br />
um ein äußerst aussagekräftiges Messverfahren<br />
zur Aufklärung verschiedenster<br />
Effekte handelt. Thermografie bietet zum<br />
Beispiel die Möglichkeit einer exakten Temperaturmessung<br />
auch bei zeitkritischen<br />
Prozessen, kleinen Messobjekten, bewegten<br />
Objekten oder strahlungsphysikalisch ungünstigen<br />
Oberflächen. Auch kann sie herangezogen<br />
werden, um kritische Prozessund<br />
Anlagenbetriebspunkte zu ermittlen<br />
oder um Objektsignaturen zu erfassen, die<br />
im optischen Bereich schwierig visualisierbar<br />
sind und als Grundlage weiterführender<br />
Bildverarbeitungsprozeduren dienen sollen.<br />
Auch im Bereich der Visualisierung und<br />
Vermessung fluider Medien liefert Thermografie<br />
wesentliche Informationen.<br />
Dipl.-Ing. Frank Zahorszki, Itema GmbH, Merseburg<br />
Der Anwendung gerecht werden<br />
„Infrarot-Messtechnik erlaubt zuverlässige und exakte<br />
Messungen von Oberflächen- und Medientemperaturen.“<br />
Muss man die Einsatzfähigkeit von thermografischen<br />
Messmitteln beurteilen, benötigt<br />
man Messtechnik, die über eine Standardausrüstung<br />
von üblichen Thermografie-Dienstleistern<br />
oder innerbetrieblichen<br />
Messabteilungen hinausgeht. Eine Studie<br />
hilft dabei, zwischen den geeigneten und<br />
abwählbaren Optionen unterscheiden zu<br />
können. Auch lassen sich die Fehlerabweichungen<br />
bei verschiedenen Kamera-/Filter-/<br />
Optik-Konfigurationen abschätzen. Erfolgen<br />
Tests mit einer unzureichenden Kamera, so<br />
lässt sich oft nicht das maximal erreichbare<br />
Ergebnis als Grenzpunkt bestimmen.<br />
Das richtige Equipment wählen<br />
Zu den zweckmäßigen Kamera-Ausstattungen<br />
sollten folgende Objekte gehören: spektrale<br />
Filter (Aufglas, Laser, Durchflamme …),<br />
Aufzeichnung radiometrischer Sequenzen<br />
bis zum High-Speed-Bereich (> 100 Bilder/s),<br />
verschiedene Optiken (Mikroskop, Makro,<br />
Weitwinkel, Tele), Triggerung und Synchronisierung<br />
von Aufnahmen sowie umfangreiche<br />
Software-Auswertepakete. Gerade<br />
das „spektrale Tuning“ der Messtechnik,<br />
d. h. das Ausnutzen verschiedener Wellenlängenbereiche<br />
bringt oftmals einen deutlichen<br />
Erkenntniszuwachs gegenüber Standard-IR-Kameras.<br />
Mit schnell aufzeichnenden Kamerasystemen<br />
können Anwender die für einen Prozess<br />
erforderliche Bildrate und Belichtungszeit<br />
in Einzelbildern wählen. Dabei kommen<br />
dann oft MWIR-Kameras (2 bis 5 µm)<br />
zum Einsatz, da hier durch die Quantendetektoren<br />
(i. Vgl. zu den LWIR-Mikrobolometerdetektoren<br />
der einfacheren Kameras)<br />
das „Verschmieren“ durch eine langsame<br />
Ausbelichtung des Detektors nicht stattfindet.<br />
Gas-Leckagen und<br />
transparente Oberflächen<br />
Betrachten wir zunächst die Visualisierung<br />
von Gasleckagen und die Messung von Fluiden.<br />
Hierbei kommen IR-Kameras mit einem<br />
Spektralfilter zum Einsatz, der exakt<br />
auf der Absorptionswellenlänge des zu<br />
messenden Gases liegt. Dadurch wird dieses<br />
Gas vor dem Hintergrund deutlicher sichtbar,<br />
so dass entweder durch visuelle Beobachtung<br />
oder durch automatisierte Algorithmen<br />
eine Leckage klar erkannt werden<br />
48 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
kann. Durch die sehr hohe thermische Auflösung<br />
solcher Kameras (NETD um 10 mK)<br />
ergeben sich zudem neue Möglichkeiten,<br />
wenn es um die Untersuchung fluider Strömungen,<br />
z. B. von Konvektionswirbeln in<br />
Flüssigkeiten geht.<br />
Ein weiteres Beispiel ist die Messung von<br />
Glas-Oberflächen. Die Herausforderung<br />
hierbei liegt in einem materialbedingt stark<br />
abweichenden strahlungsphysikalischen<br />
Verhalten in verschiedenen Wellenlängenbereichen.<br />
Damit eine Infrarotkamera relativ<br />
genau messen kann, ist sie dann mit<br />
einem sogenannten Aufglasfilter ausgestattet.<br />
Werden die Glastemperaturen bei<br />
der Flammenbearbeitung benötigt, ist es<br />
sinnvoll, die Kamera mit einem Temperatursensor<br />
oder Spektralfilter zu kombinieren,<br />
der in der Lage ist störungsfrei durch<br />
die Flamme zu messen.<br />
Herausforderung bei Messungen<br />
in Laserbearbeitungsprozessen<br />
Messungen in Laserbearbeitungsprozessen<br />
stellen bestimmte Anforderungen an den<br />
Einsatz bildgebender Messverfahren. Setzt<br />
man nämlich eine ungeschützte LW-Infrarotkamera<br />
(7,5 bis 14 µm) ein, besteht die<br />
Gefahr, dass diese Kamera zeitnah durch einen<br />
eindringenden Laserstrahl zerstört<br />
wird – da geht dann schon mal schnell ein<br />
Loch durch die Kamera. Dieses Risiko kann<br />
durch den Einsatz eines Spezialfilters minimiert<br />
werden, da er auftreffende Laserstrahlung<br />
abblocken kann. Kameras mit<br />
entsprechender Optik-/Filter-Kombination<br />
sind kalibriert und in der Lage, Temperaturfelder<br />
bei der Laserbearbeitung genau und<br />
ohne Risiko zu messen.<br />
Dreidimensionales Problem<br />
bei Messungen an Flammen<br />
Messungen an Flammen stellen ebenso besondere<br />
Anforderungen an das Messsystem.<br />
Hierbei ist der Einsatz spektraler Filter in<br />
Infrarotkameras unabdingbar. In der Praxis<br />
kommen u. a. folgende Aufgabenstellungen<br />
vor: Visualisierung der Flammenform bzw.<br />
der Heißgasströmung, Temperaturmessung<br />
an Flammen, Temperaturmessung des Objektes<br />
hinter der Flamme oder die Visualisierung<br />
der Verhältnisse an Mehrstoffbrennern.<br />
Sehr gut möglich ist die Visualisierung<br />
von Abgasströmungen / Leckagen in einem<br />
Abgassystem mittels sogenannter CO 2<br />
-Gaskameras<br />
bzw. Abgaskameras.<br />
Eine exakte Temperaturmessung an<br />
Flammen ist im Prinzip nicht möglich, da es<br />
sich um ein dreidimensionales Problem von<br />
Temperatur-, Stoff- und Konzentrationsschichten<br />
der verschiedenen Flammenbestandteile<br />
(Gase, CO 2<br />
, Ruß, Wasserdampf, …)<br />
handelt. Eine eindeutige Zuordnung der auf<br />
den Detektor treffenden Strahlung zu einer<br />
Flammenkoordinate ist nicht möglich.<br />
Durch verschiedene Techniken kann eine<br />
Annäherung an reale Verhältnisse versucht<br />
bzw. zwischen Flamme und Heißgas unterschieden<br />
werden. Eine Kopplung mit verschiedenen<br />
Abgassensoren erweitert die<br />
Möglichkeiten beträchtlich.<br />
Implementierung in<br />
Automatisierungsumgebungen<br />
Manchmal muss es gar keine umfangreiche<br />
Messlösung sein und es reicht oft schon, eine<br />
Standardsoftware in geeigneter Weise anzupassen<br />
bzw. eine Kamera in neuer Weise<br />
mit dieser Software zu kombinieren. Die<br />
Implementierung in Software-Systeme und<br />
Automatisierungsumgebungen erfolgt über<br />
entsprechende Schnittstellen wie EtherNet,<br />
CameraLink und USB.<br />
Eigene Technik wird dann benötigt, wenn<br />
Thermografie-Systeme aufgrund akuter Ereignisse<br />
schnell verfügbar sein müssen<br />
oder die Wahrung von Produktionsgeheimnissen<br />
im Vordergrund stehen muss. Dem<br />
stehen Kosten und Lieferzeiten für diese<br />
Technik, u. a. durch Lizensierung, entgegen.<br />
Dienstleister wie Itema unterstützen Unternehmen<br />
dabei, derartige Technik schnell<br />
und fachlich fundiert zum Einsatz bringen<br />
zu können. Durch die aktive Problemlösung<br />
wird gleichzeitig eine Evaluierung der ggf.<br />
selbst anzuschaffenden Technik möglich –<br />
ohne das Risiko eines Fehlkaufes.<br />
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01 Gasleck: deutlich sichtbarer Austritt von<br />
Gas an einer Manometerverschraubung<br />
02 Infrarotbild einer Messung von<br />
Rohrwand- und Feuerfesttemperaturen<br />
durch Flammen und Abgase hindurch<br />
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Auf den Punkt genau<br />
Oberflächencharakterisierung zur Qualitätskontrolle in der Produktionslinie<br />
Die optische Oberflächen-<br />
Messtechnik zur berührungsfreien<br />
Charakterisierung von Flächen<br />
und Strukturen ermöglicht, die<br />
Einhaltung gegebener Toleranzen<br />
zu prüfen. So wird gewährleistet,<br />
dass das Bauteil voll funktionsfähig<br />
ist und mangelhafte Teile vor<br />
jedem Weiterverarbeitungsschritt<br />
aussortiert werden. Zudem werden<br />
die geforderten kurzen Prüfzeiten<br />
eingehalten, die mit traditionellen<br />
taktilen Oberflächenmessverfahren<br />
nur bedingt möglich sind.<br />
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Bei der Oberflächencharakterisierung als<br />
Qualitätskontrollaufgabe werden noch<br />
häufig taktile Messgeräte eingesetzt. Dies ist<br />
historisch gesehen das erste Messverfahren<br />
zur quantitativen Beschreibung der Rauheit<br />
technischer Oberflächen und wird in den<br />
einschlägigen Normen, zum Beispiel DIN<br />
EN ISO 3274 oder 4760, detailliert beschrieben.<br />
Die punktuelle, taktile Oberflächenmessung<br />
ist aber im Vergleich zu optischen<br />
Lösungen recht langsam, außerdem sind<br />
die Ergebnisse beeinflussbar, weil die Geometrie<br />
des Messtasters einem gewissen Verschleiß<br />
unterliegt. Wegen des erforderlichen<br />
Kontakts mit der Oberfläche können<br />
empfind liche Proben zudem beschädigt<br />
werden. Weiche und elastische Oberflächen<br />
hingegen können damit kaum oder gar<br />
nicht gemessen werden. Optische Oberflächenmesstechnik<br />
wie die Weißlicht-Interferometrie<br />
(WLI) kennen solche Probleme<br />
nicht. Vor allem die Fortschritte in der<br />
Rechnerleistung<br />
führten dazu, dass<br />
diese Verfahren die<br />
Oberflächeninformationen<br />
hochaufgelöst<br />
und mit hohen<br />
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bieten eine hohe Reproduzierbarkeit<br />
und arbeiten berührungslos, also ohne<br />
mechanischen Verschleiß an Messsystem<br />
oder Probe.<br />
Im Einsatz: die Weißlicht-<br />
Interferometrie<br />
Das Messverfahren basiert auf dem Prinzip<br />
des Michelson-Interferometers, wobei der<br />
optische Aufbau eine Lichtquelle mit einer<br />
Kohärenzlänge im μm-Bereich enthält. Ein<br />
Strahlteiler splittet den kollimierten Lichtstrahl<br />
in einen Mess- und einen Referenzstrahl.<br />
Der Messstrahl trifft auf das Messobjekt,<br />
der Referenzstrahl auf einen Spiegel.<br />
Das vom Spiegel und Messobjekt<br />
jeweils zurückgeworfene Licht wird am<br />
Strahlteiler wieder überlagert und auf eine<br />
Kamera abgebildet. Immer dann, wenn der<br />
optische Weg für einen Objektpunkt im<br />
Messarm mit dem optischen Weg im Referenzarm<br />
übereinstimmt, kommt es für<br />
alle Wellenlängen im Spektrum der Lichtquelle<br />
zu einer konstruktiven Interferenz<br />
und das Kamerapixel des betreffenden<br />
Objektpunktes hat eine hohe Intensität. Für<br />
Objektpunkte, die diese Bedingung nicht<br />
50 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong><br />
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SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
erfüllen, hat das zugeordnete Kamerapixel<br />
eine niedrige Intensität. Die Kamera registriert<br />
folglich alle Bildpunkte derselben Höhe.<br />
Im Interferometer bewegen sich entweder<br />
der Referenzarm oder das Messobjekt relativ<br />
zum Strahlteiler. Beim Durchfahren<br />
der Messstrecke erhält man pixelweise Interferenzen<br />
und somit einen Höhenscan<br />
des Messobjektes. Nach dem Messdurchlauf<br />
ist die topografische Struktur der Probe<br />
digitalisiert.<br />
Bei der Weißlicht-Interferometrie ist die<br />
vertikale Auflösung unabhängig von der<br />
numerischen Apertur des Objektivs und<br />
von der Größe des Gesichtsfeldes, weshalb<br />
auch größere Prüflinge flächenhaft mit<br />
einer Auflösung im Nanometer-Bereich<br />
(ohne Stitching) gemessen werden.<br />
Vorteile für die Oberflächenmessung<br />
in der Fertigung<br />
Die in der Qualitätskontrolle geforderten<br />
kurzen Prüfzeiten lassen sich mit optischen<br />
Oberflächenmessgeräten aus Polytecs Topmap-Familie<br />
einhalten. Die Messung ist<br />
schnell und vollständig automatisiert,<br />
ebenso die Auswertung und Datenbearbeitung.<br />
Die programmierbare Mess- und<br />
Auswerte-Software erlaubt Anpassungen an<br />
die jeweiligen Prozessabläufe. Messdaten<br />
werden in die eigene Datenbank exportiert<br />
und der integrierte QS-Stat-Export ermöglicht<br />
eine umfassende Prozessdatenanalyse.<br />
Weitere Geschwindigkeitsvorteile eröffnen<br />
sich durch automatisierte und vordefinierte<br />
Konfigurationen von Mess- und Auswerteparametern<br />
(sog. Ein-Klick-Messungen).<br />
Über anwendungsspezifische Softwareanpassungen<br />
lassen sich leicht individuelle<br />
Prozessabläufe automatisieren. Mit telezentrischer<br />
Optik messen Weißlicht-Interferometer<br />
die exakte Stufenhöhe berührungslos,<br />
aus sicherem Abstand und erfassen<br />
selbst in Bohrungen liegende Innenflächen<br />
mit steilen Flanken.<br />
Drei Anwendungsbeispiele<br />
für die Produktionslinie<br />
Beispiel 1: Binnen weniger Sekunden erfassen<br />
Polytec Messgeräte ohne Stitching<br />
bereits 2 Millionen Messpunkte auf einer<br />
44 × 33 mm² großen Messfläche – erweiterbar<br />
durch zusätzliches Stitching auf<br />
230 × 220 mm². Integrierte Bildverarbeitungswerkzeuge<br />
messen mehrere Prüflinge<br />
gleichzeitig in einer einzigen Messung und<br />
benötigen hierfür nicht einmal eine mechanische<br />
Fixierung. Das schematische Vorgehen<br />
sieht wie folgt aus: Konfiguration der<br />
Messeinstellungen, Erkennung der Bauteile<br />
unabhängig von der Lage und Erfassung<br />
mehrerer Teile gleichzeitig durch verfügbare<br />
Messfläche.<br />
01<br />
02<br />
LED<br />
Kamera<br />
Vergleich zwischen taktiler<br />
und optischer Messung<br />
Erfassbar durch taktile Messverfahren<br />
Erfassbar durch optische Messverfahren<br />
Strahlteiler<br />
Schematischer Aufbau des<br />
Weißlicht-Interferometers<br />
Prüfling<br />
Referenzstrahl<br />
Messstrahl<br />
Referenzebene<br />
Beispiel 2: Durch die hohe Messgeschwindigkeit<br />
sind optische Oberflächenmessgeräte<br />
der Topmap-Reihe für In-line-Messungen<br />
geeignet. Das kompakte 3-D-Messgerät<br />
wird in einer Fertigungslinie inte griert,<br />
wo es vorgegebene Kenngrößen (Ebenheit,<br />
Stufe) misst und Oberflächendefekte innerhalb<br />
kurzer Taktzeiten erkennt. Die Messung<br />
erfolgt vollautomatisiert. Durch den<br />
Verzicht auf externe Objektive werden Kollisionen<br />
und Beschädigungen an der Optik<br />
oder der Bauteiloberflächen vermieden.<br />
Beispiel 3: In der Fertigung ist es oft der<br />
Fall, dass unterschiedliche Teile mit einem<br />
Messgerät gemessen werden sollen, wobei<br />
jedes Bauteil wiederum seine spezifischen<br />
Messeinstellungen benötigt. Hier ruft ein<br />
integrierter Barcodescanner (optional) die<br />
bauteilspezifische Konfiguration ab und<br />
stellt sicher, dass die Messung mit definierten<br />
Einstellungen erfolgt.<br />
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intelligenter Kameras vor. Die Baureihe besteht aus sieben<br />
Modellen mit innovativen Bildsensoren. Die Geräte sind klein,<br />
kompakt, robust und leistungsfähig: 80 × 45 × 20 mm bieten einem<br />
Dual-Core Prozessor ARM Cortex A9 und integriertem FPGA-Raum.<br />
CMOS-Sensoren höchster Präzision und Performance runden das<br />
leistungsfähige Innenleben ab. Die sieben Modelle der Pictor N-Serie<br />
(403M-ETH/403C-ETH/413M-ETH/413C-ETH/413NIR-ETH/<br />
420M-ETH/420C-ETH) bieten<br />
Sensorgrößen von 1/4 bis 1/1.8".<br />
Sie beherrschen Auflösungen von<br />
752 × 480 bis 1 600 × 1 200 Pixel,<br />
was 0,3 bis 2 Megapixel entspricht.<br />
Die Pixelgröße variiert von<br />
4,5 × 4,5 µm bis 5,3 × 5,3 µm. Mit<br />
bis zu 120 fps liefern die Kameras<br />
sehr gute Kontrollmöglichkeiten.<br />
Die Kommunikation erfolgt via<br />
optoentkoppelter digitaler I/Os sowie via Ethernet. Das bereits<br />
im Basismodell integrierte Web-Interface ermöglicht nicht nur<br />
die Darstellung des Livebildes, es stellt auch eine leistungsfähige<br />
Schnittstelle zur Industrie 4.0 dar.<br />
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aus dem Messumformer mit<br />
Strömungssensor und einem<br />
passenden Edelstahl- oder<br />
Aluminium-Messblock.<br />
Verschiedene Messblöcke für DN5,<br />
20, 25 und jetzt neu für DN32, 40, 50 erlauben den Einsatz für<br />
kleine bis mittlere Rohrdurchmesser. Die Montage mittels Messblock<br />
ermöglicht eine präzise und reproduzierbare Installation<br />
des Mess-umformers in Rohrleitungen mit einem Betriebsdruck<br />
von bis zu 16 bar. Für eine hohe Messgenauigkeit selbst im<br />
unteren Messbereich sorgt die Mehrpunkt-Justage des EE741<br />
unter Druck bei 7 bar. Damit kann der Druckluftverbrauch<br />
besonders genau erfasst und Leckagen im Druckluftnetz können<br />
frühzeitig erkannt werden. Ein integrierter Verbrauchszähler<br />
ermöglicht eine kostengünstige Verbrauchsanalyse ohne zusätzlichen<br />
Datenlogger.<br />
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nach der DIN 16001 qualifiziert<br />
Das Unternehmen Wika stellt eine neue Generation von Hochdruckmanometern<br />
vor. Es sind die ersten Geräte ihrer Art, die nach der<br />
neuen Hochdrucknorm DIN 16001 gebaut und qualifiziert sind.<br />
Die Hochdrucknorm bescheinigt, dass von den Messgeräten auch<br />
in kritischen Situationen keine Gefahr ausgeht. Sie erfüllen normgemäß<br />
die Kriterien der Kategorie „S3“ (Sicherheitsdruckmessgeräte<br />
mit bruchsicherer Trennwand). Typ PG23HP-P bietet<br />
Anzeigenbereiche bis 6 000 bar und eine hohe Anzeigegenauigkeit<br />
bis zu Klasse 0,6 %. Seine Lastwechselbeständigkeit liegt über<br />
den Anforderungen der Norm und hält auch dynamischen Druckverläufen<br />
stand. Version PG23HP-S ist für niedrigere Mess- und<br />
Genauigkeitsanforderungen konzipiert.<br />
www.wika.de<br />
Kleinste Temperaturdifferenzen dank<br />
Mikroskopoptik erkennen<br />
MULTIFUNKTIONS<br />
DATENLOGGER<br />
Multifunktions-<br />
Datenlogger<br />
•Temperatur,Feuchte<br />
•WLAN/USB-Datenlogger<br />
•LiPo Akku<br />
•–20...+ 60°C (+ 400°C)<br />
•IP55<br />
•läuft bis zu1Jahr<br />
•Strom, Spannung<br />
•Alarmgeber<br />
ELECTRONIC ASSEMBLYGmbH·Fon: +49 (0)81 05/778090<br />
vertrieb@lcd-module.de ·www.lcd-module.de<br />
Optris erweitert seine Produktlinie berührungslos messender<br />
Temperatursensoren um kompakte, hochauflösende Infrarotkameras<br />
mit Mikroskopoptik. Diese können dank wechselbarer<br />
Objektive flexibel benutzt werden. Für die Kameras PI 450<br />
(Auflösung 382 × 288 px) und PI 640 (Auflösung 640 × 480 px) sind<br />
zusätzlich Mikroskopoptiken erhältlich, sodass Makroaufnahmen<br />
einzelner Bauelemente mit einer Ortsauflösung von 28 µm möglich<br />
sind. Die Entfernung zwischen Messobjekt und Kamera kann von<br />
80 bis 100 mm variieren. Mit der lizenzfreien Software können<br />
sowohl radiometrische Bilder als auch radiometrische Videos<br />
mit bis zu 125 Hz aufgezeichnet werden. Geliefert werden die<br />
Kameras im Set mit einer Tischhalterung, wodurch im Bereich<br />
Test & Measurement eine einfache Fein-Justierung des Kamerafokus<br />
gewährleistet ist. Die gute thermische und geometrische<br />
Detailauflösung der Kameras ermöglicht das Erkennen kleinster<br />
Temperaturdifferenzen und somit eine effektive und präzise<br />
Funktionsprüfung von Elektronikprodukten.<br />
www.optris.de<br />
52 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong><br />
Assembly.indd 1 18.10.<strong>2017</strong> 15:54:47
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Temperaturüberwachung in der Metallindustrie<br />
Eine exakte Temperaturüberwachung von Metallen im Herstellungsprozess ist<br />
entscheidend für die Qualität. Für Temperaturüberwachungsaufgaben in der metallverarbeitenden<br />
Industrie wurde die Wärmebildkamera Thermoimager TIM M1 von<br />
Micro-Epsilon konzipiert. Da die Kamera berührungslos misst, wirkt sie nicht auf das<br />
Messobjekt ein. Aufgrund ihres kurzwelligen Spektralbereichs von 1 µm eignet sie sich<br />
besonders für Temperaturmessungen an Metallen, deren Oberflächen bei kurzen<br />
Messwellenlängen eine höhere Strahlungsintensität und einen höheren Emissionsgrad<br />
besitzen als bei anderen Wellenlängen. Für Laserschweißanwendungen ist<br />
eine Erweiterung durch Lasersperrfilter notwendig, welche die Laser-Wellenlänge<br />
ausblenden. Diese Wärmebildkamera besitzt einen Notch-Filter bei 1064 nm mit<br />
einer Bandbreite von 44 nm. Diodenlaser, die exakt in diesem Bereich arbeiten,<br />
werden somit durch den Filter blockiert. Alle anderen Wellenlängen werden durchgelassen<br />
und von der Wärmebildkamera erfasst.<br />
www.micro-epsilon.de<br />
Laser-Vibrometer<br />
als Spürnasen<br />
SPS IPC Drives<br />
Messe Nürnberg <strong>2017</strong><br />
28.-30.11.<strong>2017</strong>·Halle 3A ·Stand 710<br />
»Mein starkerPartner –<br />
fürAutomatisierung und<br />
Industrie 4.0«<br />
Die hochempfindliche Lasertechnologie<br />
der berührungslosen<br />
Schwingungssensoren<br />
aus dem Hause Polytec spürt<br />
schwingungstechnische<br />
Schwachstellen an Leiterplatten<br />
oder einzelnen Bauteilen<br />
bis hinunter zu einzelnen<br />
Bonddrähten zuverlässig auf.<br />
Modaltests und Ordnungsanalysen<br />
liefern schnell die<br />
richtigen Daten zur Optimierung<br />
von Bauteilen, Leiterplatten,<br />
Gehäusen und<br />
Aufhängungen. Mit Polytec<br />
Scanning Vibrometer können<br />
Anwender beim Layout die<br />
Schwingungsmoden der<br />
Platine berücksichtigen.<br />
Schwere Bauteile wie Kondensatoren<br />
oder Prozessoren mit<br />
Kühlelementen lassen sich<br />
so einfach in die Knoten der<br />
Schwingform platzieren. Die<br />
Dauerbelastung kann dadurch<br />
um 80 % reduziert und die<br />
Lebensdauer entsprechend<br />
gesteigert werden. Scanningund<br />
Einpunktvibrometer sind<br />
daher eine gute Wahl bei OEM<br />
und Tier-1-Zulieferern auf der<br />
ganzen Welt.<br />
www.polytec.de<br />
Erleben Sie 3Tage<br />
LiveProdukt-Demos,<br />
Innovationen und<br />
spannende Vorträge!<br />
sps.conrad.de<br />
Innovative Lösungen aus dem<br />
Bereich elektrische Automatisierung<br />
Produkt-Highlights<br />
Live-Demos und interessanteVorträge<br />
Exklusive Services
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Robuste und präzise Sensoren<br />
Unitronic hat industrielle Drucksensoren von HYB in sein Sensor-<br />
2-Cloud-Portfolio aufgenommen. Diese können auch bei kleinsten<br />
Messbereichen ab 0 bis 1 mbar genutzt werden. Sie bieten Analogund<br />
Digitalausgänge sowie eine Unterstützung für alle gängigen<br />
Mikrocontroller. Durch die LTCC-Technologie ist ihr Einsatz auch<br />
in aggressivsten Umgebungen möglich. Sie eignen sich zudem<br />
speziell für Wet-on-Wet-Anwendungen. Ein Highlight der Serie ist<br />
der Miniatur-Druck- und Temperatursensor HPSD 8000 für Ultra-<br />
Niederdruck-Bereiche und anspruchsvolle Umgebungen. Er ist<br />
u. a. auch für Differenzdruckmessungen<br />
einsetzbar.<br />
Sein Temperaturbereich<br />
reicht von - 25<br />
bis + 85 °C, dazu liefert<br />
er eine Präzision von<br />
0,5 % FS 0 bis + 70 °C.<br />
Anwendungsfelder sind<br />
z. B. HVAC- und Filter-<br />
Anlagen, Klimaanlagen, Luft- und Gasflussüberwachung, Sportausrüstung,<br />
industrielle Prozess- und Pneumatiksteuerungen,<br />
maschinelle Leckerkennungen oder Beatmungsgeräte sowie<br />
Atemschutzmasken.<br />
www.unitronic.de<br />
Höhere Genauigkeit und<br />
weniger Verkabelung<br />
Die Luftspaltsensoren ISA3 aus dem Hause SMC helfen dabei, den<br />
Luftverbrauch zu senken, die Genauigkeit zu erhöhen und den<br />
Verkabelungsaufwand zu reduzieren. Damit können sie bei der<br />
Güteprüfung und der prozessbegleitenden Qualitätssicherung bei<br />
schnelleren und präziseren Prozessen eingesetzt werden. Die Schaltpunkte<br />
lassen sich in nur drei Schritten einstellen. Eine Tastensperre-Funktion<br />
verhindert, dass Einstellwerte unbeabsichtigt<br />
verändert werden. Dazu sind die Sensoren kompakt und leicht.<br />
Die Serie umfasst drei Typen: Zu den Typen G mit einer Abfragedistanz<br />
von 0,02 bis 0,15 mm und H mit einer Abfragedistanz von<br />
0,05 bis 0,3 mm ist mit dem Typ F der Nennbereich von 0,01 bis<br />
0,03 mm hinzugekommen. Neu sind auch das Anschlusskabel<br />
zur zentralen Verdrahtung und der rechtsseitige Anschluss der<br />
Steuerungseinheit. Der Luftverbrauch wurde gegenüber der<br />
Vorgängerserie ISA2 um rund 60 % reduziert.<br />
www.smc.de<br />
Anwendungsberatung<br />
und OEM-Betreuung<br />
für FLIR-Kameras<br />
- Betreuung von Integratoren und Endanwendern<br />
- Vielzahl von Kameras, Optiken und Filtern vorrätig<br />
- Begleitung von Applikationstests<br />
- Teststellung von Kameras<br />
- Referenzen auf Anfrage<br />
ITEMA GmbH,<br />
Tel.: 03461-502510<br />
info@itema.de<br />
www.flir-infrarot.de www.itema.de<br />
Hand-Multimeter für anspruchsvolle<br />
Messaufgaben<br />
Conrad Business Supplies hat das genaue und zuverlässige True<br />
RMS-Digital-Multimeter MM12 von Benning in sein Sortiment an<br />
Messgeräten aufgenommen. Es eignet sich u. a. für Industrieelektroniker,<br />
Hardware-Entwickler und Labortechniker, die das<br />
praktische Hand-Multimeter für anspruchsvolle Messaufgaben in<br />
elektrischen Anlagen der höchsten Messkategorie (CAT lV 600 V<br />
und CAT III 1 000 V) nutzen können. Als Besonderheit lassen sich<br />
mit dem MM12 Messwerte nicht nur überwachen, aufzeichnen<br />
und speichern, sondern auch mithilfe der App „Benning MM-CM<br />
Link” mit anderen Abteilungen einer Organisation zur weiteren<br />
Auswertung in Echtzeit austauschen.<br />
www.conrad.biz<br />
Digitales Messgeräte-Portfolio erweitert<br />
Siemens hat die Einsatzmöglichkeiten seiner digitalen Plattform<br />
Sitrans F C erweitert. Die Messumformer Sitrans FCT030 und<br />
FCT010 lassen sich mit den Coriolis-Messaufnehmern Sitrans F C<br />
MASS 2100 und FC300 bei kleinen Nennweiten von DI1.5 bis DN15<br />
einsetzen. Das System bietet eine Messgenauigkeit von 0,1 % des<br />
Durchflusses bzw. 0,5 kg/m 3 bei Dichtemessung. Zudem wurde die<br />
Palette erweitert, um die Geräte auch in großen Nennweiten<br />
einsetzbar zu machen: Den in den Nennweiten DN15 bis DN80<br />
verfügbaren Messaufnehmer Sitrans FCS400 gibt es nun auch in<br />
DN100 und DN150. Dieser ist besonders kompakt und verfügt über<br />
einen robusten Rahmen zur Halterung der vibrierenden Messrohre<br />
mit hoher Widerstandsfähigkeit<br />
gegenüber Prozessgeräuschen.<br />
Für mehr Flexibilität bei der<br />
Installation und eine vereinfachte<br />
Handhabung wurde die<br />
Sitrans-Messumformer-Linie<br />
erweitert.<br />
www.siemens.de<br />
Hochgenaue Drehmomentmessung<br />
am Prüfstand mit Torque-Sensoren<br />
Für die hochgenaue Drehmomentmessung am Prüfstand hat<br />
Manner den Xtrema Torque Sensor entwickelt, der sich durch seine<br />
kurze Bauform mit geringem Rotorengewicht und Massenträgheitsmomenten<br />
auszeichnet. Dies ist insbesondere bei Elektromotoren-<br />
Prüfständen mit Nenndrehzahlen von bis zu 24 000 min -1 wichtig<br />
und im Hinblick auf zukünftige Drehzahlanforderungen eine gute<br />
Basis. Die dem Sensor zugehörige Stator Pick-Up-Einheit mit<br />
integrierter Auswerteelektronik speist den Drehmomentsensor<br />
induktiv. In der Ausführung mit abgesetztem Stator kann die<br />
Auswerteeinheit im Schaltschrank montiert werden, sodass der<br />
Messflansch und die Pick-Up bei höheren Umgebungstemperaturen<br />
von bis zu - 40..+ 160 °C und in Öl betrieben werden. Die zugehörigige<br />
Statoreinheit in Tubusausführung (Bild) erlaubt neben den<br />
klassischen Analogsignalen mit 0.. ± 10 V/4..20 mA oder dem<br />
Frequenzausgang auch die Ausgabe von Digitalsignalen<br />
über EtherCAT, CAN,<br />
Ethernet, EtherCAT oder USB.<br />
www.sensortelemetrie.de<br />
54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong><br />
Itema-2.indd 1 06.10.<strong>2017</strong> 11:48:58
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
DasyLab Treiber für Erfassungssysteme<br />
mit ADAS3022<br />
Spürbar perfekt.<br />
leicht zu konfigurierendes, modulares Regelsystem,<br />
erweitert um eine leistungsstarke SPS (CODESYS V3)<br />
Messwerterfassung über hochwertige,<br />
universelle Analogeingänge<br />
manipulationssichere Prozessdatenaufzeichnung<br />
mit umfangreicher Auswertesoftware<br />
Anbindung der Thyristor-<br />
Leistungssteller-Serie JUMO TYA 200<br />
sowie des JUMO digiLine-Systems<br />
für Flüssigkeitsanalyse<br />
Die Erweiterung des Goldammer Multichoice.ETH und Multichoice.USB<br />
Basic Produktportfolios um Erfassungssysteme auf<br />
Basis des ADAS3022 setzt aus funktioneller Sicht eine Anpassung<br />
der verfügbaren Anwendungstreiber voraus. Mit den überarbeiteten<br />
Treibermodulen für NI DasyLab erhält der Anwender den<br />
uneingeschränkten Zugriff auf den ADAS3022 von Analog Devices.<br />
Das erweiterte Bedienkonzept erlaubt eine optimale Anpassung<br />
des Schaltbildes an die jeweilige Messaufgabe. In den unterschiedlichen<br />
Ausbaustufen mit einem oder zwei physikalischen<br />
Wandlern kann der Anwender zwischen acht massebezogenen<br />
oder vier differenziellen Eingangskanälen pro Wandler wählen.<br />
Der für jeden Kanal separat konfigurierbare Messbereich von<br />
± 0,64 bis ± 24,576 V erlaubt ein gleichzeitiges Erfassen unterschiedlichster<br />
Sensorsignale. Zudem ist eine freie Aktivierung<br />
bzw. Deaktivierung physikalischer Eingangskanäle möglich.<br />
Sensorsignale werden so erfasst oder vernachlässigt und die<br />
maximal verfügbare Abtastrate von 1 MS/s pro Wandler wird<br />
voll ausgenutzt.<br />
www.goldammer.de<br />
Mess-, Regel- und Automatisierungssystem<br />
JUMO mTRON T – Systemversion 4.0<br />
Willkommen bei JUMO.<br />
www.jumo.net<br />
Besuchen Sie uns auf<br />
der SPS/IPC/DRIVES<br />
in Halle 4A, auf Stand 435<br />
Jumo_LHA.indd 1 02.11.<strong>2017</strong> 15:18:50<br />
Teachbarer Magnetsensor mit IO-Link<br />
Der Magnetschalter MMS 22-IO-Link von<br />
Schunk bietet mehr Auswertemöglichkeiten<br />
für die pneumatischen Universalgreifer<br />
PGN-plus-P sowie die pneumatischen Kleinteilegreifer<br />
MPG-plus. Der Sensor kann störkonturfrei<br />
in der C-Nut der Greifmodule platziert<br />
werden. Mit ihm lässt sich der gesamte Hubbereich des<br />
Greifers erfassen, sodass unterschiedlich große Teile präzise<br />
detektierbar sind. Mit IO-Link können neben der Positionsabfrage<br />
zusätzliche Daten generiert werden, beispielsweise<br />
Zyklenzahl, Temperatur, Auswertungsqualität oder Sensoriden<br />
tifikation. Eine durchgängige Kommunikation zwischen<br />
Magnetschalter und Steuerung ist gewährleistet. Hierfür wird<br />
der Sensor, der den IO-Link Class A Standard erfüllt, direkt<br />
mit dem IO-Link-Master verbunden. Statt den Schaltpunkt<br />
mechanisch einzustellen, lässt sich der Sensor über die<br />
IO-Link-Schnittstelle teachen. Alternativ können auch kabelgebundene<br />
Stecker- oder berührungslose Magnet-Teachwerkzeuge<br />
zum Einsatz kommen.<br />
www.schunk.com<br />
Ihr Vorteil liegt auf der Hand<br />
Schwingungs- und Stoßerreger für<br />
· Qualitätssicherung in der Sensorherstellung<br />
· MEMS-Sensor-Tests<br />
Prüfen mikromechanischer<br />
Bauelemente<br />
Ermüdungstests<br />
unter praxisnahen<br />
Einsatzbedingungen<br />
Sensorsystemtests in Laborund<br />
Entwicklungsumgebungen<br />
SPEKTRA Schwingungstechnik und Akustik GmbH Dresden<br />
Heidelberger Str. 12 · DE - 01189 Dresden<br />
Tel.: +49 351 400 24 0 · Fax: +49 351 400 24 99 · E-Mail: sales@spektra-dresden.com<br />
www.spektra-dresden.com<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 55<br />
SPEKTRA.indd 1 18.10.<strong>2017</strong> 20:04:07
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
3D-Roboterführung und Inline-<br />
Messungen in einem<br />
Ein Allround-System, das<br />
3D-Roboterführung und<br />
3D-Messtechnik vereint, ist<br />
der Area Profile Scanner 3D<br />
von Isra Vision. Neben der<br />
Kombination aus Stereometrie,<br />
Triangulation und<br />
diversen Beleuchtungsmodi<br />
bietet das System ein Zufallsmuster<br />
oder eine Multi-Linien-Beleuchtung. Das Zufallsmuster<br />
liefert dem Sensor die notwendigen Referenzpunkte in einem Bild.<br />
So werden bewegte Objekte ohne Unschärfe erfasst. Mit der Multi-<br />
Linien-Beleuchtung werden Strukturen detailliert in 3D erfasst.<br />
Die erhobenen Daten stehen als Punktewolke und mit On-Board-<br />
Rechenkapazität auch direkt im STL-Format für den CAD-Vergleich<br />
zur Verfügung. Mit automatischem Data-Meshing werden komplexe<br />
Oberflächen digital abgebildet. So werden komplexe Merkmale wie<br />
Ebenen oder Bohrlöcher sicher erfasst. Für die Inline-Messtechnik<br />
bietet der Scanner ein Teach-In: Mit wenigen Klicks lassen sich die<br />
relevanten Kanten, Spalten oder Bohrlöcher definieren.<br />
www.isravision.com<br />
3D-Kameras für raue<br />
Umgebungsbedingungen<br />
Mit X30 FA und X36 FA<br />
stellt IDS zwei weitere<br />
Modelle seines<br />
3D-Kamerasystems<br />
Ensenso X vor. Diese<br />
sind für Einsätze unter rauen<br />
Umgebungsbedingungen ausgelegt. Alle<br />
Komponenten erfüllen die Anforderungen der Schutzart IP65/67.<br />
Das 3D-Kamerasystem kombiniert ein Projektionsmodul mit einem<br />
Gigabit-Ethernet-Switch und zwei GigE-uEye-FA-Kameras mit<br />
1,3 MPixel CMOS-Sensor. Die Ensenso-X-Serie ist ein flexibles<br />
Kamerasystem zur 3D-Erfassung von Objekten mit einem Volumen<br />
von bis zu mehreren Kubikmetern. Möglich sind Arbeitsabstände<br />
von 0,5 bis 5 m, das Anwendungsspektrum reicht damit vom Bin-<br />
Picking bis zur Lager- und Logistikautomation. Das System besteht<br />
aus einer 100-W-Projektoreinheit, an die sich zwei GigE-Kameras in<br />
variablen Abständen montieren lassen. Ensenso X36 FA ist zudem<br />
mit dem FlexView2-Projektor ausgestattet, der für eine noch bessere<br />
räumliche Auflösung sowie eine sehr hohe Robustheit des Systems<br />
bei dunklen, glänzenden oder spiegelnden Oberflächen sorgt.<br />
www.ids-imaging.de<br />
Schwingungsmonitoring steigert Produktivität<br />
Die Messdaten der piezoelektrischen Schwingungssensoren<br />
HS-100, HS-150 und HS-100I aus dem Hause Hansford erlauben<br />
jederzeit hochpräzise Aussagen über den Betriebszustand eines<br />
Bauteils in einer Anlage, z. B. einem Lager oder Getriebe. So können<br />
entstehende Defekte vorab sicher identifiziert und die Wartung<br />
frühzeitig geplant werden. Zudem liefern sie auch Daten für eine<br />
automatisierte Maschinensteuerung: Auf Basis der Analyse des<br />
Schwingungsverhaltens kann bei Bedarf – etwa, um kritische<br />
Resonanzschwingungen zu vermeiden – schnell nachgeregelt<br />
oder eine Notabschaltung ausgelöst werden. Neben einem<br />
kleineren und leichteren Gehäuse verfügen die neuen Varianten<br />
auch über eine höhere Resonanzfrequenz. Der Hersteller bietet<br />
eine anwendungsspezifische Konstruktion von Gehäusen oder<br />
Anschlüssen. Individuell gestalten lassen sich auch Anschlussspezifikationen<br />
wie Montagegewinde oder Konnektoren; darüber<br />
hinaus können fast alle Sensoren Atex-zertifiziert werden.<br />
www.hansfordsensors.de<br />
Präzise Analyse von Sauerstoffspuren<br />
in inerten Gasen<br />
Der XZR400 Sauerstoff-Analysator von Michell Instruments wurde<br />
für die Messung von Sauerstoffspuren in inerten reinen Gasen wie<br />
Nitrogen, Argon, Helium oder Kohlendioxid entwickelt. Er ist ideal<br />
für die Detektion von Sauerstoff bis zu 0,01 ppm und wird in der<br />
Gasherstellung durch kryogene Luftzerlegung zur Überwachung<br />
der Reinheit eingesetzt. Darüber hinaus der Analysator den MSRS<br />
Zirkonium-Oxid-Sensor von Michell mit integrierter metallischer<br />
Referenz. Die Serie gibt es in vier Konfigurationen: Rack-Einbauversion,<br />
Wandmontagegehäuse, Auftischvariante, transportable<br />
Ausführung. Alle Modelle haben eine intuitive Touchscreen-Schnittstelle<br />
und standardmäßig barometrische Druck- und digitale<br />
Durchflussmesser. Es sind ein oder<br />
zwei 4 - 20-mA-Ausgänge verfügbar,<br />
optional auch digitale Ausgänge wie<br />
Modbus RTU über RS485 Protokoll,<br />
RS232, interne oder externe<br />
Aufbereitungspumpen und<br />
Prozessdruckkompensation.<br />
www.michell.com<br />
Kompakte 5 MP-Objektive für große<br />
Bildsensoren<br />
Für hochauflösende Bildverarbeitungs-Anwendungen hat Fujinon<br />
die Objektiv-Serie HF-XA-5M herausgebracht. Speziell für große<br />
Sensoren bis 1/1.2 und 1" entwickelt, erreichen die Objektive eine<br />
konstante Auflösung von 5 MP<br />
über das gesamte Bildfeld bei<br />
einem Pixelabstand von 3,45 µm.<br />
Dies gilt sowohl bei offener<br />
Blende als auch bei verschiedenen<br />
Arbeitsabständen. Mit<br />
29,5 mm Außendurchmesser<br />
kann diese Bauform vor allem bei<br />
platzkritischen Anwendungen<br />
zum Einsatz kommen. Die Serie<br />
eignet sich z. B. für BV-Kameras<br />
mit großen Sony Pregius IMX-Sensoren. Die Objektive gibt es in<br />
sechs Brennweiten zwischen 6 und 35 mm. Erhältlich sind sie<br />
beim Distributor Polytec, der auch Anwendungsberatung und<br />
Machbarkeitsstudien anbietet.<br />
www.polytec.de<br />
56 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
SENSORIK UND MESSTECHNIK<br />
Größer, schärfer, spannender<br />
Die Datenlogger GL2000 und GL980<br />
von Althen bieten ein größeres und<br />
schärferes Display als Vorgängermodelle.<br />
Zudem haben sie einen<br />
Gummischutz, der den Einsatz in<br />
robusteren Umgebungen vereinfacht.<br />
Der GL2000 eignet sich z. B. für<br />
die Fehlersuche und -aufzeichnung in Schaltschränken, die<br />
Dokumentation von Spannungen oder die Maschinendiagnose in<br />
der Elektrotechnikbranche. Ausgelegt für High Voltage kann er bis<br />
600 bzw. maximal 1 000 V auf die Eingangsklemmen geben und eine<br />
Echt-Effektivwertmessung durchführen. Er bietet vier Kanäle, wobei<br />
jedem ein AD-Wandler vorgeschaltet ist. Das ermöglicht Abtastraten<br />
von bis zu einer Mikrosekunde. Er misst Thermoelemente sowie<br />
Feuchte und kann mit allen vier Kanälen Puls und Logik aufzeichnen.<br />
Als Acht-Kanal-Gerät ermöglicht der GL980 Aufzeichnungen von<br />
bis zu 500 V. Die Abtastraten sind mit einer Mikrosekunde ähnlich.<br />
www.althen.de<br />
Python-Schnittstelle für Messmodule und<br />
Messkarten<br />
Measurement Computing (MCC) hat den Software-Support für seine<br />
Messgeräte und Messkarten mit USB-, Ethernet- oder Bluetooth-<br />
Anschluss erweitert. Ab sofort ist eine Open-Source-Schnittstelle für<br />
die universelle Programmiersprache Python verfügbar, die auf der<br />
Universal Library von MCC basiert. Das API ist als Wrapper um<br />
die Universal Library C API<br />
ausgeführt. Die Schnittstelle<br />
unterstützt den Zugriff auf die<br />
analogen und digitalen Einund<br />
Ausgänge sowie Zähler<br />
der meisten Multifunktionsmessgeräte<br />
und Digital-I/O-<br />
Module der MCC-Produktlinie.<br />
Neben dem Quellcode stehen<br />
auch Beispiele zum kostenfreien Download bereit. Die mobilen<br />
PC-gestützten Messgeräte sind zur langsamen Aufzeichnung von<br />
Temperaturen und Spannungen genauso geeignet wie zur simultanen<br />
Erfassung mehrerer Kanäle bei hohen Abtastraten bis 20 MHz.<br />
www.mccdaq.de<br />
Triax-Beschleunigungssensoren mit TEDS<br />
Die ICP-Beschleunigungssensoren 354A04 und 354A05 von PCB<br />
Piezotronics messen in drei Raumachsen und bieten standardmäßig<br />
TEDS (Transducer Electronic Data Sheet) mit den Daten<br />
zu Empfindlichkeit, Kalibrierdatum sowie Seriennummer. Für<br />
Messungen auf potentialbehafteten Strukturen sind die Sensoren<br />
mit einer Masseisolierung ausgeführt. Die hermetisch dicht verschweißten<br />
Titangehäuse mit einer Kantenlänge von 21 mm wiegen<br />
ca. 14 Gramm, zur Montage dient eine Durchgangsbohrung.<br />
Die elektrische Verbindung wird mit einem 4-Pin-Stecker in der<br />
Größe ¼-28" hergestellt und ermöglicht die Verwendung von<br />
triaxialen Standardmesskabeln. Die beiden Modelle decken die<br />
Messbereiche 50 g (354A05) und 500 g (354A04) ab und messen<br />
im Frequenzbereich bis 5 000 Hz.<br />
Intelligente Füllstandsmessung<br />
Die Füllstandsensoren LFP Inox und LFP Cubic von Sick eignen<br />
sich für viele Arten der Füll- und Grenzstandmessung. Sie arbeiten<br />
mit TDR-Technologie: Dieses Prinzip der „geführten Mikrowelle“<br />
ermittelt die Laufzeiten elektromagnetischer Wellen. Aus der Zeitdifferenz<br />
zwischen dem ausgesandten und dem reflektierten Impuls<br />
wird ein Füllstandsignal generiert. Der Sensor gibt diesen als<br />
kontinuierlichen Messwert aus und<br />
leitet daraus frei positionierbare<br />
Schaltpunkte ab. Faktoren wie<br />
Druck, Temperatur, Vakuum oder<br />
Staub haben keinen nennenswerten<br />
Einfluss auf die Messergebnisse.<br />
Der LFP Cubic ist in nahezu allen<br />
Flüssigkeiten einsetzbar – auch bei<br />
belagbildenden und schäumenden<br />
Flüssigkeiten. Mit FDA-konformen<br />
Werkstoffen und einem EHEDGzertifizierten<br />
Design ermöglicht der Sensor eine uneingeschränkte<br />
Reinhaltung bei höchsten hygienischen Anforderungen. Der Einsatz<br />
unter CIP- und SIP-Bedingungen ist durch die hohe Temperaturund<br />
Druckbeständigkeit uneingeschränkt möglich. Die Kommunikation<br />
zu übergeordneten Steuerungen erfolgt via IO-Link.<br />
www.sick.de<br />
IC-Sensoren<br />
für die Industrie<br />
www.amsys.de<br />
Amsys.indd 1 11.10.<strong>2017</strong> 14:10:02<br />
Schnellster Vektor-Nachlaufwandler<br />
zur Interpolation<br />
Das Unternehmen iC-Haus stellt einen neuen 12-Bit Sin/Cos-<br />
Interpolator iC-PI vor. Der integrierte Baustein eignet sich für<br />
optische und magnetische Weg- und Winkelmesssysteme sowie<br />
für die sensorgesteuerte Kommutierung<br />
bürstenloser Motoren. Als<br />
schnellster derzeit am Markt verfügbarer<br />
Vektor-Nachlaufwandler sorgt<br />
er für eine latenzfreie A/D-Wandlung:<br />
Bei einer Nachlaufzeit < 250 ns löst<br />
der iC-PI bis zu 4 000 Sinusflanken<br />
pro AB-Zyklus auf (binär: 4 096).<br />
Gegenüber bekannten Bausteinen<br />
ist er vier Mal schneller und erreicht eine AB-Ausgabefrequenz von<br />
bis zu 10 MHz und einen minimalen AB-Flankenabstand von 25 ns.<br />
Der Flankenabstand ist dabei vorwählbar, wodurch sich die Störfestigkeit<br />
des Positionsgebers effektiv optimieren lässt. Für einen<br />
sicheren Datenaustausch sorgt der fehlertolerante on-Chip RS422-<br />
Treiber zur Ausgabe der Inkrementalsignale (ABZ) und Kommutierungssignale<br />
(UVW). Das Doppelkern-Design des Bauteils erlaubt<br />
es, binäre oder dezimale Auflösungen zuverlässig zu berechnen, was<br />
systematische Teilungsfehler vermeidet. Ready-to-use Demo-Boards<br />
inkl. PC-Bedienprogramm mit GUI sowie DLL-Dateien stellt<br />
iC-Haus zur Bemusterung bereit.<br />
www.synotech.de<br />
www.ichaus.com<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 57
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
Vernetzte<br />
Produktion<br />
Edge-Architekturen ebnen den Weg in die<br />
Cloud und machen Anlagen fit für das IIoT<br />
Ein zentraler Aspekt des Industrial<br />
Internet of Things (IIoT) ist die<br />
digitale Vernetzung von Anlagen<br />
und Produktionsstätten. Maschinenund<br />
Anlagenbetreiber erhoffen sich<br />
dadurch effizientere und flexiblere<br />
Prozesse. Um die Vorteile auch<br />
umfänglich nutzen zu können,<br />
müssen Maschinen und Anlagen<br />
eine Verbindung in die Cloud<br />
ermöglichen. Dies geschieht mit<br />
sogenannten Edge-Geräten.<br />
Carmen Klingler-Deiseroth, freie Fachjournalistin<br />
in München<br />
Mit Hilfe des Industrial Internet of Things<br />
(IIoT) kann der Anwender Informationen<br />
aus seinen Maschinen und Anlagen<br />
ziehen, die weit über einfache Alarmmeldungen<br />
oder Eventinformationen hinausgehen.<br />
Beispielsweise „Informationen<br />
darüber, ob ein Maschinenteil Verschleißerscheinungen<br />
aufweist und wann es zum<br />
Ausfall kommen wird“, sagt Ralf Pühler,<br />
Produktmanager Industrial IoT bei B&R<br />
und hebt hervor: „Derzeit werden nur rund<br />
ein Prozent der Daten, die in einer Produktion<br />
entstehen, effektiv genutzt.“ Diese Quote<br />
möchte der Automatisierungsspezialist mit<br />
einem modularen Lösungspaket erhöhen,<br />
das aus Hard- und Software-Bausteinen<br />
besteht und sich an die Bedürfnisse des<br />
Kunden anpassen lässt.<br />
So ermöglichen die modularen Software-<br />
Bausteine von Mapp Technology, Maschinendaten<br />
zu erfassen, auszuwerten und zu<br />
visualisieren. Soll zum Beispiel ein Energie-<br />
Monitoring-System eingerichtet werden,<br />
zieht der Automatisierungstechniker die<br />
Komponente Mapp Energy in sein Projekt<br />
in <strong>Automation</strong> Studio. Der Software-Baustein<br />
sammelt automatisch die Verbrauchsdaten<br />
von allen Achsen in der Maschine,<br />
errechnet Kennzahlen und visualisiert diese.<br />
„Neben Mapp Energy gibt es zahlreiche<br />
weitere Bausteine, darunter einen zum Berechnen<br />
der Gesamtanlageneffektivität“, ergänzt<br />
Ralf Pühler.<br />
Maschinen und Fertigungslinien<br />
weltweit vergleichen<br />
Bisher werden Daten von Maschinen nur<br />
kurze Zeit gespeichert und anschließend<br />
gelöscht, um Platz für aktuellere zu schaffen.<br />
„Wenn wir diese Daten jedoch weiter<br />
nutzen und analysieren wollen, müssen wir<br />
einen Platz finden, sie zu speichern“, sagt<br />
Pühler. Das kann eine lokale Datenbank<br />
sein oder ein Rechenzentrum in der Cloud.<br />
In Zeiten des Industrial IoT sind aber<br />
nicht nur Daten und die daraus gewonnenen<br />
Informationen einzelner Maschinen interessant.<br />
„Ich will Maschinen und Linien untereinander<br />
vergleichen können, nicht zuletzt<br />
unterschiedliche Produktionsstätten<br />
auf der ganzen Welt“, betont Pühler. Das<br />
dafür entstehende Datenvolumen lässt sich<br />
prinzipiell mit lokalen Computern analysieren<br />
und auswerten. „Häufig ist es jedoch<br />
sinnvoll, dafür die nahezu unbegrenzte<br />
Rechen- und Speicherkapazität der Cloud<br />
zu nutzen“, sagt der IIoT-Spezialist.<br />
Um die aggregierten Daten in die Cloud<br />
zu schicken, kommen als Hardware sog.<br />
58 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
USB Messtechnik<br />
IEC 60381-1 u. IEC 60381-2<br />
DASYLab<br />
2016<br />
Goldammer Messtechnik<br />
eine starke Kombination.<br />
Edge-Geräte sitzen an der Schnittstelle von der<br />
Automatisierung (OT) auf Maschinenebene zur<br />
Informationstechnologie (IT) in der Cloud<br />
Edge-Geräte zum Einsatz. Edge-Geräte stellen<br />
für B&R die letzte physikalische Instanz vor<br />
der Cloud dar und bilden die Schnittstelle<br />
von der OT (Operational Technology) auf<br />
Maschinenebene zur IT in der Cloud. Zur<br />
OT gehören Hardware- und Software-Komponenten,<br />
die Geräte, Prozesse und Ereignisse<br />
in Echtzeit überwachen und steuern.<br />
Je nach Anwendung und Datenvolumen<br />
werden die auf OT-Ebene gesammelten<br />
Daten mit unterschiedlichen Herangehensweisen<br />
in die Cloud übertragen.<br />
Edge-Varianten, Edge-Connect<br />
und Embedded Edge<br />
B&R bietet drei Typen von Edge-Geräten<br />
an, um für jeden Anwendungsfall eine Lösung<br />
zu bieten. Greift etwa ein Sensor<br />
stündlich ein Signal ab, kann es zweckmäßig<br />
sein, die Daten direkt in die Cloud zu<br />
eingesetzt werden“, erwähnt Pühler und erklärt<br />
weiter: „Hier sprechen wir von einer<br />
Embedded Edge, die gleichzeitig die Maschinenlogik<br />
in Echtzeit abarbeitet und<br />
Daten in die Cloud schickt.“<br />
Edge-Architekturen auch für<br />
Bestandsanlagen<br />
Sollen ganze Produktionslinien überwacht<br />
und Daten von hunderten I/Os für die<br />
Cloud vorverarbeitet werden, reicht eine<br />
Steuerung nicht mehr aus. Für solche Anwendungen<br />
kommt ein <strong>Automation</strong> PC<br />
kombiniert mit einer vollumfassenden Industrial-IoT-Plattform<br />
als sogenannter Edge<br />
Controller zum Einsatz. Aufgrund seiner<br />
hohen Rechenleistung und Speicherkapazität<br />
kann der Industrie-PC, im Gegensatz zu<br />
den beiden anderen Edge-Geräten, Daten<br />
zu einem wesentlichen Teil vorverarbeiten<br />
G0I-1034-6<br />
• Galvanisch entkoppelt<br />
• 16/8 analog(AI) 16 Bit 2000kHz<br />
• 4 * (AO) 16 Bit<br />
• 2 32 Bit Counter<br />
• 8 DIN Ue- 2,4-30V.<br />
• 8 DOUT UA- max. 30V.<br />
Attraktive Buddelrabatte<br />
auf unsere Hardware<br />
Derzeit werden nur rund 1 % der Daten, die in<br />
einer Produktion entstehen, effektiv genutzt.<br />
schicken. Ein konkretes Beispiel dafür sind<br />
Pipelines, die mit Sensoren auf Leckage<br />
überwacht werden. „In so einem Fall ist<br />
keine Echtzeitsteuerung notwendig, daher<br />
braucht es auch keine Steuerungslogik vor<br />
Ort“, sagt Pühler. Zudem reicht es, wenn<br />
der Wartungstrupp die Pipeline innerhalb<br />
weniger Tage überprüft. Für solche einfachen<br />
Anwendungen ist ein B&R-Buscontroller<br />
ausreichend, der unverarbeitete I/O-<br />
Signale verschlüsselt über OPC UA in die<br />
Cloud schickt. Diese Möglichkeit bezeichnet<br />
B&R als Edge-Connect.<br />
Ist das Volumen an Daten jedoch größer,<br />
lohnt es sich, diese schon an der Maschine<br />
zu aggregieren. Das hat zwei Vorteile: Zum<br />
einen sinken Bandbreitenbedarf und Kosten<br />
für die Cloud; zum anderen gehen keine<br />
Daten verloren, wenn die Verbindung unterbrochen<br />
wird, da ausreichend Speicherplatz<br />
zum Puffern vorhanden ist. „In diesem<br />
Fall können unsere Standard-Steuerungen<br />
und analysieren. Zudem können dort komplexe<br />
Algorithmen berechnet werden, wie<br />
sie zum Beispiel bei selbstlernenden Systemen<br />
eingesetzt werden.<br />
Mit den unterschiedlichen Edge-Architekturen<br />
können neue Anlagen fit für das<br />
Industrial IoT gemacht werden. Edge-Architekturen<br />
sind jedoch nicht nur für neue<br />
Anlagen und Maschinen interessant, sondern<br />
auch für Bestandsanlagen, die bisher unvernetzt<br />
in der Fabrikhalle stehen. Mit der<br />
Orange Box hat B&R auch eine Lösung für<br />
diese sogenannten Brownfield-Anlagen im<br />
Portfolio. Die Box mit einer Kombination<br />
aus Software und Hardware wird an eine<br />
bestehende Maschine angeschlossen und<br />
kann in eine Edge-Architektur eingebunden<br />
werden.<br />
Bilder: Fotolia, B&R<br />
www.br-automation.com<br />
*649€ iDAS<br />
G0I-1034-8<br />
• Galvanisch entkoppelt<br />
• 8 analog(AI) 16 Bit 1000kHz<br />
• 4 DIN Ue- 2,4-30V.<br />
• 4 DOUT UA- max. 30V.<br />
Softwarebibliothek:<br />
DASYLab, DIAdem, IPE-motion VI<br />
Bibliothek für LabVIEW, Assembly +<br />
viele Erweiterungen zur Verwendung<br />
in .NET (C#,VB.NET, MATLAB,<br />
Mathematica, Agilent-VEE, Crossplatform<br />
kompatible API für Win32,<br />
MacOSX, Linux (Debian/<br />
Android) inklusive Header<br />
Wrapper für C/C++,Object<br />
Pascal/Delphi, Python,<br />
MATLAB.<br />
Goldammer.de<br />
Telefon (0 53 61) 29 95 - 0
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Intelligente Anomalie-Erkennung<br />
Wie die Visualisierung und das Management von Anomalien in Steuernetzen gelingt<br />
Stefan Sebastian,<br />
Produkt & Strategie bei der<br />
Rhebo GmbH in Leipzig<br />
Eine umfassende Überwachung eigener Steuernetze in Echtzeit können<br />
Unternehmen aufgrund fehlender effektiver Werkzeuge nicht realisieren.<br />
Um jedoch die Produktivität zu gewährleisten, sind eine intelligente<br />
Visualisierung von Steuernetz-Anomalien, eine sinnvolle Risikobewertung<br />
und ein klares Regelwerk für entsprechende Maßnahmen von Bedeutung.<br />
Mit der zunehmenden Komplexität und<br />
Offenheit werden Steuernetze anfälliger<br />
für Anomalien und Angriffe. Es bedarf eines<br />
neuen Netzwerkmanagements, das Störungen<br />
in der Produktivität verhindert. Bislang<br />
beschränken sich Lösungsansätze auf die<br />
Absicherung gegen bekannte externe Angriffe.<br />
Firewalls oder Intrusion-Detection-<br />
Systeme erkennen und blockieren Gefahren,<br />
die in der Bedrohungsliste definiert sind.<br />
Hinzu kommt, dass die Produktivität nicht<br />
nur durch externe Cyberangriffe gestört werden<br />
kann. Selbst in kleinen Fer tigungszellen<br />
finden sich häufig mehr als 50 verschiedene<br />
Komponenten unterschiedlicher Hersteller.<br />
Das bedeutet auch eine Vielzahl an Funktionalitäten<br />
und Konfigurationen, die nicht<br />
selten in Konflikt sowie ungehindert und<br />
kontinuierlich in Kommunikation zueinander<br />
stehen. Diese Komplexität fördert Netzwerkprobleme<br />
und Störungen.<br />
Sicherheitsaudits zeigen, dass Betreiber von<br />
Steuernetzen weder eine Übersicht ihrer<br />
eingebundenen Komponenten besitzen,<br />
noch die Kommunikationsstruktur kennen.<br />
Eine intelligente Anomalieerkennung für<br />
industrielle Steuernetze fängt mehrere Fliegen<br />
mit einer Klappe: Erstens schafft sie eine<br />
vollständige Transparenz im Steuernetz.<br />
Zweitens meldet sie verdächtige Vorfälle im<br />
Steuernetz inklusive Cyberangriffe, Netzwerkprobleme<br />
und Änderungen im Kommunikationsverhalten<br />
aufgrund von Manipulation,<br />
Netzwerk- oder Anlagenverschleiß.<br />
Und drittens sortiert sie Meldungen nach<br />
Relevanz und erlaubt eine effektive Reaktion<br />
auf identifizierte Anomalien.<br />
Das eigene Steuernetz verstehen<br />
Der Kern einer IT-Sicherheitsstrategie für<br />
Industrie-4.0-Umgebungen darf sich nicht<br />
auf eine Blackbox-Technologie verlassen,<br />
die über Updates und Feature-Listen Sicherheit<br />
verspricht. Unternehmen müssen die<br />
Souveränität über ihre Netzwerke wiedergewinnen.<br />
Basis einer jeden Strategie ist<br />
deshalb ein sauberes Network Mapping.<br />
Über das Network Mapping werden alle<br />
Komponenten im Steuernetz identifiziert<br />
und ihre Kommunikationsmuster vollständig<br />
analysiert. So erhalten Unternehmen ein<br />
Bild darüber, wer im Steuernetz aktiv ist, mit<br />
wem kommuniziert wird, welche hierarchischen<br />
(Befehls-)Strukturen vorherrschen,<br />
wie hoch das Datenvolumen über die Zeit ist<br />
und welche Abfragen und Befehle im Steuernetz<br />
kommuniziert werden (Inhaltsanalyse).<br />
Das Network Mapping erfolgt asset- und<br />
eventbasiert. Es ist Grundlage, das eigene<br />
Steuernetz zu verstehen und die aktiven<br />
Komponenten auf ihre Tätigkeiten und ihren<br />
Einflussbereich zu prüfen. Die Visualisierung<br />
des Netzwerkes weist dabei IP- und MAC-<br />
Nummer der Komponenten, bestehende<br />
Zugriffsmuster zwischen den Komponenten,<br />
Kommunikationshierarchien, verwendete<br />
Protokolle, Frequenz der Kommunikationsmuster<br />
und Inhalte der Datenpakete aus. So<br />
können fehlerhafte, redundante, konfliktbehaftete<br />
oder sicherheitsrelevante Komponenten,<br />
Konfigurationen und Kommunikationsstrukturen<br />
gezielt beseitigt werden.<br />
60 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
Beispielhafte Visualisierung des Wirkens der Malware WannaCry<br />
in einem Steuernetz<br />
Risikolandkarte erstellen<br />
In komplexen Steuernetzen können diverse Anomalien auftauchen,<br />
z. B. Cyberhacks, Malware-Angriffe, nicht autorisierte Zugriffe, neue<br />
Netzwerkteilnehmer, Veränderungen der Kommunikationshierarchie,<br />
Netzwerk- oder Anlagenverschleiß, fehlerhafte Datenpakete<br />
und Kapazitätsengpässe. Die Administratoren des Steuernetzes<br />
müssen schnell erkennen, welche Anomaliemeldung die Produktion<br />
empfindlich stören kann. Nur so können sie effektiv handeln.<br />
Auf Basis des Network Mappings wird deshalb eine Risikolandkarte<br />
für das Steuerungssystem erstellt. Sie definiert, zu welcher<br />
Risikostufe eine Komponenten und zu welcher Risikostufe Aktionen<br />
bzw. Eingriffe im Steuernetz gehören. Die Komponenten und Eingriffe<br />
werden auf einer Skala von 0 bis 100 eingestuft. Somit erhalten<br />
Steuernetzbetreiber einen Überblick, welche Komponenten und<br />
Kommunikationsveränderungen besonders empfindlich auf die<br />
Anlagenverfügbarkeit und Produktivität wirken. Die Risikolandkarte<br />
erlaubt im laufenden Betrieb der Anomalieerkennung eine Priorisierung<br />
von Meldungen. Wird eine Anomalie erkannt, wird sie automatisch<br />
mit einer Risikostufe versehen (Risk Score). Der Risk Score<br />
definiert, wie gefährlich eine Veränderung im Steuernetz auf die<br />
Fertigung wirkt. Da die Priorisierung in Echtzeit erfolgt, können<br />
Maßnahmen schnellstmöglich ergriffen werden. Auf dem Display<br />
der Anomalieerkennung kann der Administrator die Meldungen<br />
z. B. nach Risk Score filtern und gezielt überprüfen. Weitere Filtermöglichkeiten<br />
sind z. B. Protokolltyp, Anlage und MAC-Adresse.<br />
ANZ0967ad<br />
Neigungssensor NBT/S3<br />
mit PROFIsafe über PROFINET<br />
www.twk.de<br />
Abwehrmaßnahmen einleiten<br />
Ein weiterer Aspekt der operativen Umsetzung ist die Integration<br />
der Anomalieerkennung in die bestehenden Kontrollsysteme. Diese<br />
können sich im Leitstand und in der Unternehmens-IT befinden.<br />
Über ein individuell definierbares Data-Filtering-Tool können<br />
Regeln festgelegt werden, an welches operativ ausführende System<br />
bestimmte Anomaliemeldungen gesendet werden sollen. So kann<br />
eine Anomaliemeldung, die auf eine unbekannte Malware hinweist,<br />
automatisch und in Echtzeit an die Firewall oder das Security Information<br />
und Event Management System (SIEMS) gesendet werden,<br />
um Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Meldungen, die auf einen<br />
Verschleiß eines Anlagenteils hinweisen, können für die vorausschauende<br />
Instandhaltung an das MES gesendet werden.<br />
Sowohl die Visualisierung der Meldungen (Filter) als auch die<br />
Policys (Senderegeln) können Unternehmen selbstbestimmt einrichten.<br />
So kann die Anomalieerkennung individuell auf die Anforderungen<br />
eines Unternehmens an Sicherheit und Produktivitätssteuerung<br />
abgestimmt werden.<br />
www.rhebo.com<br />
Das Ziel fest im Blick, die Segel perfekt getrimmt: So manövriert<br />
unsere eingespielte Crew Ihre Maschinen auf optimalem Kurs<br />
durch die Gewässer der Automatisierung. Erleben Sie auf der<br />
SPS IPC Drives innovative Ingenieur-Lösungen von Eckelmann,<br />
die begeistern!<br />
Unsere Messe-Highlights <strong>2017</strong>:<br />
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Stand<br />
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Halle 7<br />
WIR STEUERN IHRE<br />
MASCHINE AUF ERFOLGSKURS<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 61<br />
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Eckelmann.indd 1 03.11.<strong>2017</strong> 08:24:19
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
Industrie-PC nun auch mit Intel-Xeon-<br />
Prozessor verfügbar<br />
Der <strong>Automation</strong> PC 910 von B&R<br />
ist nun auch optional mit einem<br />
Intel-Xeon-Prozessor erhältlich.<br />
Gegenüber den bisherigen Corei-Prozessoren<br />
ermöglicht die neue<br />
Mikroarchitektur einen Performance-Sprung<br />
um 50 %. Mit dieser<br />
Performance können alle Applikationen<br />
bedient werden, die eine<br />
schnelle Analyse großer Datenmengen benötigen, z. B. Vision-<br />
Systeme, Daten-Vorverarbeitung für Cloud-Anwendungen sowie<br />
Data Mining zur Qualitätsdatenerfassung und -analyse. Die<br />
gesamte Prozessorpalette bietet hohe Rechenleistung für<br />
komplexe Aufgaben. Mit dem neuen Quadcore-Xeon-Prozessor<br />
steht für den <strong>Automation</strong> PC 910 nun zusätzlich eine CPU zur<br />
Verfügung, die bisher großen Servern vorbehalten war. Die<br />
Vorteile der skalierbaren und vollmodularen Reihe bleiben<br />
erhalten. Es stehen drei Gehäusevarianten mit einem bis fünf<br />
Erweiterungs-Slots zur Verfügung, die mit einer Vielzahl von<br />
Interface-Karten und Datenträgern ausgestattet werden können.<br />
Für den neuen Prozessor stehen die Standardbetriebssysteme<br />
Windows10 IoT Enterprise und Linux zur Verfügung.<br />
www.br-automation.com<br />
Modulares Baukastensystem für Antriebssteuerungen,<br />
Servoregler und Umrichter<br />
Der OEM-Elektronikproduzent Knestel<br />
präsentiert ein modulares Baukastensystem<br />
für Antriebssteuerungen,<br />
Servoregler und<br />
Umrichter. Damit kann jeder<br />
Kunde seine Komponenten<br />
kostenoptimiert und flexibel<br />
zusammenstellen. Die Einmalkosten<br />
können mit dem Baukasten<br />
durch Adaption von Basisbausteinen gering<br />
gehalten werden, sodass bereits bei kleineren Serien eine kostenoptimale<br />
Lösung generiert wird. Hohe Ansprüche an kundenspezifische<br />
Lösungen werden durch moderne Regler-Bausteine<br />
und durch detaillierte Abstimmung auf die Applikation erreicht.<br />
Bei der Integration in das Gesamtsystem werden für nahezu alle<br />
Motortypen die spezifischen Ansprüche an Applikation,<br />
Umgebungsbedingungen sowie Energieeffizienz berücksichtigt,<br />
z.B. mit einer eingangsseitigen Power Factor Correction (PFC).<br />
Darüber hinaus bieten sich verschiedene Strategien zur Motoransteuerung<br />
an, bspw. die feldorientierte Regelung (FOC), die<br />
direkte Drehmomentregelung (DTC) und die Ausführung als<br />
Multilevel-Umrichter.<br />
www.knestel.de<br />
Zweigang-Schaltgetriebe mit SensorShift<br />
Das zweistufige Planetenschaltgetriebe PS von Stöber wurde umfassend weiterentwickelt und ist nun in der<br />
Ausführung PS SensorShift verfügbar. Ein hochauflösender Magnetsensor erfasst exakt die Lage der Schaltverzahnungen.<br />
Der kritische Moment beim Schalten ist das Einfädeln der Schaltverzahnungen ineinander.<br />
SensorShift weiß, wann dieser Moment kommt, und reduziert kurzzeitig die Geschwindigkeit. Sollte die<br />
Schaltung trotzdem einmal nicht einfädeln, erkennt das die integrierte Momentenmessung, der Schaltmotor<br />
macht dann eine kurze „Reversierbewegung“ und die Schaltung fädelt ein ohne weiteren Eingriff von der<br />
übergeordneten Maschinensteuerung. Da dieser Vorgang bei Bedarf mehrfach wiederholt wird, reduziert<br />
sich die Schaltfehlerquote auf unter 0,01 %.<br />
www.stoeber.de<br />
Roboterarm-Applikation selbst<br />
maßschneidern<br />
Die Online-Plattform Universal Robots+ von Universal Robots<br />
präsentiert Entwicklern, Vertriebspartnern und Endkunden alle<br />
denkbaren Applikationen rund um die Roboterarme UR3, UR5<br />
und UR10. Dazu bietet sie einen „Werkzeugkoffer” an, der alles<br />
enthält, um für jedes Unternehmen und jede Anwendung die<br />
geeignete Roboterapplikation als Plug-and-Play-Lösung<br />
zusammenzustellen. Im Showroom finden sich Endeffektoren,<br />
Zubehör und Softwarelösungen als Plug-and-Play-Komponenten.<br />
Mit dem kostenfreien UR+ Developer Program stellt das Unternehmen<br />
Entwicklern darüber hinaus eine Support- und<br />
Marketing-Plattform zur Verfügung, z. B. mit Unterstützung bei<br />
der Entwicklung von neuem Zubehör für die Roboter und Zugang<br />
zu einem globalen Distributoren- und Kundennetzwerk. Die<br />
Online-Plattform wurde gerade beim Industriepreis <strong>2017</strong> in der<br />
Kategorie „Service & Dienstleistungen“ mit dem Prädikat „Best<br />
of <strong>2017</strong>“ ausgezeichnet.<br />
www.universal-robots.com<br />
Fertigung bei voller Fahrt<br />
Ein für die Lineartransfertechnik neuartiges Conveyor System<br />
ist Fast Lane aus dem Hause Weiss. Bei ihm sind Transportbewegungen<br />
der einzelnen Werkstückträger – also Richtung,<br />
Beschleunigung, Geschwindigkeit und Positionierung – flexibel<br />
und frei programmierbar. Die Werk stückträger können schnell<br />
und langsam, vorwärts und rückwärts sowie einzeln oder gekoppelt<br />
bewegt werden. Da sie sich mit der Prozess achse synchronisieren<br />
lassen, können die Werkstücke können in voller Fahrt entnommen<br />
oder abgesetzt werden – es ist nicht mehr nötig, das System<br />
anzuhalten oder die Palette auszuschleusen. So können sie<br />
ungebremst, in voller Fahrt bearbeitet werden. Auch in den<br />
Kurvenstrecken müssen die Werkstückpaletten nicht langsamer<br />
werden. Durch Direktantriebe<br />
benötigt das System zudem keine<br />
herkömmlichen mechanischen<br />
Antriebselemente mehr. So erfolgt<br />
auch das Abbremsen und Anfahren<br />
verschleißfrei.<br />
www. weiss-gmbh.de<br />
62 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
Präzision unter<br />
schwierigen<br />
Bedingungen<br />
TE Connectivity präsentiert<br />
Hohlwellenresolver mit hochpräzisen<br />
Winkelpositionsmessungen<br />
für intelligente Servomotoren.<br />
Sie bieten eine<br />
Genauigkeit von ± 8 Winkelminuten.<br />
Zudem sind sie unter<br />
extremen Umweltbedingungen<br />
funktionsfähig<br />
und beständig gegenüber<br />
elektromagnetischen<br />
Interferenzen. Dazu<br />
sind sie stoß- und<br />
vibrationsfest und<br />
beständig gegen<br />
Feuchtigkeit und<br />
viele Lösungsmittel.<br />
Für die Signalübertragung<br />
vom Stator<br />
zum Rotor und die Winkelerfassung<br />
haben die Resolver<br />
je einen Transformator. Mit<br />
einer Motordrehzahl bis<br />
20 000 rpm bieten sie absolute<br />
Winkelinformationen über 360°.<br />
Sie sind als Ein-Poolpaar-<br />
Variante oder als Multi-Speed-<br />
Resolver mit bis zu vier Poolpaaren<br />
verfügbar. Ihre Einsatztemperatur<br />
liegt zwischen - 55<br />
und + 150 °C.<br />
Industrie-PC für High-End-Grafikkarten<br />
Speziell für schnelles GPU-Processing entwickelt, stellt der neue Industrie-PC CamCollect 6108GC<br />
von Aprotech Bildverarbeitungsanwendern eine hoch performante Rechenplattform zur Verfügung.<br />
Erst vor wenigen Monaten hatte das Unternehmen den Box-PC CamCollect 61 vorgestellt, der<br />
optional mit Nvidia GTX 950/1050 Grafikkarten ausgestattet werden kann. Jetzt wurde das Angebot<br />
um den industriellen Box-PC CamCollect 6108GC erweitert, der speziell für High-End-GPU-<br />
Processing entwickelt wurde. Der Box-PC ist für Grafikkarten mit einer Leistungsaufnahme bis<br />
zu 250 W konzipiert. Den anspruchsvollen Temperaturbedingungen in<br />
industriellen Anwendungen trägt der GPU-PC durch ein patentiertes<br />
Design Rechnung: Eine ausgeklügelte Luftkühlung sorgt dafür, dass die<br />
durch die GPU verursachte Wärme effektiv abgeleitet wird, um eine<br />
dauerhafte, zuverlässige Leistung zu gewährleisten. Selbst bei 60 °C<br />
Einsatztemperatur garantiert dieses einzigartige Design eine 100-%ige<br />
Leistung der GPU.<br />
www.aprotech.de<br />
FieldLink ® MC<br />
a star is born.<br />
www.leoni-industrial-solutions.com<br />
www.te.com<br />
Software vor der<br />
Inbetriebnahme<br />
optimieren<br />
Siemens hat die Software-<br />
Version 5.1 für das High-End-<br />
Motion-Control-System<br />
Simotion mit der Simulation<br />
des Anwenderprogramms ausgestattet.<br />
Mit der im Engineering<br />
integrierten Simulation<br />
Simosim testet der Anwender<br />
in einer virtuellen Testumgebung<br />
– ohne angeschlossene<br />
Hardware – seine Software. So<br />
optimiert er frühzeitig in der<br />
Entwicklungsphase Programmteile<br />
und reduziert spätere<br />
Inbetriebnahmezeiten. Zudem<br />
wurde in der neuen Version die<br />
objektorientierte Programmierung<br />
(OOP) zwecks höherer<br />
Flexibilität in der Software-<br />
Erstellung funktional erweitert.<br />
www.siemens.de<br />
· Nürnberg<br />
Besuchen Sie uns ➔<br />
Halle 2-230/Halle 2-539/Halle 3-510<br />
➔ 28.–30. November <strong>2017</strong><br />
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LEONI Feedback-, Power- und Hybridkabel<br />
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>> auch konfektioniert verfügbar<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/<strong>2017</strong> 63
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
CNCs für großen Durchsatz<br />
und höchste Präzision<br />
Die CNC-Steuerungen<br />
M800 und M80 von<br />
Mitsubishi Electric<br />
ermöglichen Produktivitätssteigerungen<br />
bei<br />
Anwendungen im<br />
Automobilbau, in der<br />
Produktion, der<br />
Fertigung sowie der<br />
Bearbeitung von medizinischen<br />
Komponenten,<br />
die einen großen<br />
Durchsatz und höchste<br />
Präzision verlangen. Die<br />
M800 wird bei der Hochgeschwindigkeits- und Hochgenauigkeitsbearbeitung<br />
zur Multi-Achsen- und Multi-Teilsystem-Steuerung<br />
eingesetzt. Für einfachere Bearbeitungsmaschinen mit weniger<br />
Achsen und Spindeln bietet sich die M80 an. Die Serie unterstützt<br />
bis zu acht Teilsysteme, 32 Achsen und acht Spindeln mit<br />
Synchronisationsoptionen. Sie verfügt außerdem über die „Super<br />
Smooth Surface-Regelung“ zur Optimierung der Beschleunigung<br />
oder Verzögerung der einzelnen Achsen. Die flüssigere Bewegung<br />
der Drehachse reduziert die Vibration des Werkzeugs. So lässt<br />
sich entweder bei gleicher Bearbeitungszeit eine höhere Genauigkeit<br />
erreichen oder die Taktzeit reduzieren.<br />
www.mitsubishi-cnc.de<br />
Mit modularem Konzept zum<br />
passenden Mini-PC<br />
Die Spectra Powerbox 300 ist ein modulares Mini-PC-Komplettsystem<br />
und bietet durch die Kombination von Standardmodulen<br />
mehr als 100 Varianten. Durch kabelloses Einstecken von Multi-<br />
I/O-Modulen in den entsprechenden Sockel werden vier zusätzliche<br />
LAN- oder PoE-Ports, auch in M12-Ausführung, geschaffen.<br />
Die Anschlüsse werden mit dem zugehörigen Bracket sauber<br />
herausgeführt. Für<br />
Erweiterungen wie<br />
WiFi, GSM, COM,<br />
USB, LAN, Firewire<br />
oder Feldbusse<br />
stehen zwei mPCIe-<br />
Sockel zur Verfügung.<br />
Spectra bietet dafür<br />
passende mPCIe-<br />
Montage-Kits,<br />
bestehend aus<br />
mPCIe-Karte, Kabel und Bracket. Die für mobile Anwendungen<br />
notwendige Power-Ignition-Funktion wird durch ein Funktionsmodul<br />
realisiert. Bei der Rechenleistung haben Anwender die Wahl<br />
zwischen einem Intel Core i5-6300U oder i3-6100U Prozessor, deren<br />
Low-Voltage-Eigenschaften einen lüfterlosen Betrieb erlauben. Ein<br />
erweiterter Betriebstemperaturbereich von - 40 bis + 70 °C und<br />
eine große Robustheit gegen Schock und Vibration unterstützen<br />
den industriellen Einsatz.<br />
www.spectra.de<br />
Servoantriebe mit umfangreichen Sicherheitsfunktionen<br />
Panasonic Electric Works stellt die Servoantriebe der Serie Minas A6<br />
als SX mit Advanced Safety vor. Auf der SPS IPC Drives können sich<br />
Besucher über die neuen Sicherheitsfunktionen<br />
der Antriebsregler informieren. Am eigens für<br />
die Messe entwickelten Demo-Modell können<br />
diese Safty-Funktionen vor Ort getestet werden.<br />
Es wird der Prototyp einer Basisversion von<br />
Antriebsreglern mit den zwölf gängigsten<br />
Sicherheitsfunktionen und neun integrierten<br />
und sicheren Ein- und Ausgängen präsentiert.<br />
Diese Version wird Ende 2018 auf den Markt<br />
kommen. Nach dem Launch ist ferner eine Vollversion mit insgesamt<br />
17 Sicherheitsfunktionen und neun sicheren Ein- und Ausgängen<br />
geplant. Die Antriebsregler-Serie Minas A6 mit<br />
integrierten Sicherheitsfunktionen gewährleistet<br />
geringere Kosten, minimalen Platzbedarf<br />
sowie maximale Sicherheit für Bediener,<br />
Maschine und Werkzeuge. Gleichzeitig erfüllen<br />
die Antriebsregler die Sicherheitsanforderungen<br />
der Norm EN 61800-5-2.<br />
www.panasonic-electric-works.com/de<br />
Durchgängige Kommunikation mit<br />
übergelagerten Systemen<br />
Schrittmotor-Controller von SMC kommunizieren<br />
direkt und offen in Bussysteme – JXCP1 in Profinet-<br />
Netzwerke und JXC91 in EtherNet/IP-Netzwerke.<br />
Die Parametrierung erfolgt über eine Windows-<br />
Software. Im Feld können sie per Handheld-Terminal<br />
bedient werden. Aktuator, Controller und Anschlusskabel<br />
sind zusammen über eine Bestellnummer<br />
erhältlich. Montiert wird der Controller per Schraubbefestigung<br />
oder DIN-Schiene. Die Controller sind<br />
flexibel für vernetzte Anwendungen in der Industrie<br />
geeignet. Beispiele sind der Maschinenbau sowie<br />
die Verpackungs- und Elektronikindustrie.<br />
www.smc.de<br />
Modularer TouchIPC in weiteren<br />
Versionen verfügbar<br />
Advantech hat seine modularen TPC-TouchPanel PCs weiter<br />
ausgebaut und um neue Bildschirmgrößen und Rechnermodule<br />
ergänzt. Das Sortiment besteht aus fünf FlatPanel-Bildschirmen<br />
mit den Maßen von 12 bis 21,5", die für viele Drahtlosschnitstellen<br />
„Connectivity “ bereithalten. So ist die WiFi-Antenne im Frontpanel<br />
untergebracht, ebenfalls an der Frontseite gibt es optional<br />
ein NFC-Interface. Auch kann eine Antenne für Bluetooth LE<br />
integriert werden. Die FlatPanels verfügen über eine kapazitive<br />
MultiTouch-Oberfläche (resistiv optional). Angetrieben werden<br />
die Rechner von einem Intel-Prozessor in unterschiedlichen<br />
Leistungstufen von Veleron bis Core i7 mit bis zu 2,6-GHz-Taktung<br />
und 8-GB-Speicher (aufrüstbar auf 16 GB).<br />
www.bmc.de<br />
64 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
STEUERN UND ANTREIBEN<br />
Dual Gripper für eine nahtlose<br />
Mensch-Roboter-Kollaboration<br />
Das Unternehmen Osvald Jensen aus Kopenhagen ist Hersteller<br />
von Zahnrädern und Schnecken, das die Getriebeteile mithilfe<br />
von CNC-Maschinen fertigt. Kollaborierende Roboter – kurz:<br />
Cobots – aus dem Hause Universal Robots sind dabei für die<br />
Be- und Entladung der Maschinen im Einsatz. Durch die kostengünstige<br />
Umrüstung der Cobots von Einzel-Greifern auf den<br />
RG2 Dual Gripper von On Robot hat Osvald Jensen die Effizienz<br />
seiner Maschinen weiter gesteigert und erleichterte zudem den<br />
Mitarbeitern die Arbeit. Monotone und ermüdende Aufgaben<br />
wurden ihnen abgenommen, sodass sie sich nun anspruchsvolleren<br />
Aufgaben widmen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass<br />
der RG2 auch dann<br />
einsatzfähig ist, wenn<br />
kein Mitarbeiter an<br />
der CNC-Maschine<br />
anwesend ist, wodurch<br />
auch über die üblichen<br />
Arbeitszeiten hinaus<br />
produziert werden kann.<br />
Die einzige Voraussetzung<br />
dafür ist die<br />
permanente Verfügbarkeit<br />
von Rohmaterial<br />
im Magazin. Weiterhin<br />
verbesserte sich bei dem dänischen Hersteller die Produktqualität.<br />
Durch stabilere und konstantere Be- und Entladeprozesse<br />
produzieren die CNC-Maschinen näher an den idealen Toleranzwerten,<br />
da es durch den automatisierten Arbeitsprozess weniger<br />
Schwankungen bei Temperatur, Feuchtigkeit und weiteren<br />
äußeren Einflussfaktoren gibt.<br />
www.onrobot.com<br />
www.industrielle-automation.net<br />
Software: Abläufe zeichnen, simulieren<br />
und in eine SPS übertragen<br />
Die Beschreibungssprache Grafcet von MHJ-Software erlaubt die<br />
Definition technischer Abläufe. Durch die Software Grafcet-Studio<br />
wird sie nun zusätzlich zur Programmiersprache für Steuerungssysteme.<br />
Damit genügen<br />
Grafcet-Kenntnisse, um ein<br />
Steuerungsprogramm zu<br />
entwickeln. Ab Dezember<br />
unterstützt Grafcet-Studio die<br />
Siemens-Systeme S7-300,<br />
S7-400, S7-1200 und S7-1500.<br />
Weitere SPS-Familien sowie<br />
die Unterstützung für Arduino<br />
und Raspberry Pi sind geplant. Die Software besteht im Wesentlichen<br />
aus drei Teilen: Der Editor erlaubt das Zeichnen des Grafcet.<br />
Durch den Einsatz von vektorbasierter Grafik kann dieser verlustfrei<br />
vergrößert oder verkleinert werden. Die Grafcet-Engine übernimmt<br />
die Simulation auf dem PC. Mithilfe des Connectors wird<br />
der Grafcet in das Steuerungssystem übertragen. Die Grafcet-<br />
Engine kommt auch in den Steuerungssystemen zum Einsatz.<br />
www.mhj.de<br />
Touch-Bedienpanel für SPS- und<br />
Motion-Applikationen<br />
Das Bedienpanel E°PC P0210 von Ferrocontrol ist geeignet für<br />
kleinere und mittlere SPS- und Motion-Applikationen. Das<br />
resistive Single-Touch-Display lässt sich über die DVI-Schnittstelle<br />
an die CNC- oder SPS-Steuerung anbinden. Dank Codesys Target-<br />
Visu ist eine Visualisierung ohne zusätzliche Hardware möglich.<br />
Das 10,1"-Display bietet eine Auflösung von 1 024 × 600 Pixel und<br />
eine 16 bit-Farbtabelle. Touch (RS232) und Video-Signale (DVI)<br />
werden per Hybridkabel übertragen.<br />
www.ferrocontrol.de<br />
101272_UR_Toolbench_185x90_DK_ART01_HV.indd<br />
Universal-Robots.indd 1<br />
1<br />
16.10.<strong>2017</strong><br />
13/10/<strong>2017</strong><br />
17:24:06<br />
10.00<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 65
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Integrativ, skalierbar und wirtschaftlich<br />
Sicherheitslösung basierend auf IO-Link und Profisafe setzt neue Maßstäbe<br />
IO-Link gilt als einer der<br />
Wegbereiter im Hinblick auf<br />
die netzwerkfähige Anbindung<br />
intelligenter Sensoren und Aktoren<br />
an ein Automatisierungssystem.<br />
Nur wie sieht es mit dem Thema<br />
Maschinensicherheit aus? Wir<br />
stellen Ihnen mit Safety over<br />
IO-Link eine Lösung vor, die<br />
effiziente Sicherheitskonzepte<br />
ermöglicht.<br />
Der Safety-Hub<br />
In Sachen IO-Link zählt Balluff zu den Pionieren:<br />
Bereits seit 2006 treibt das Unternehmen<br />
die Entwicklung des universellen<br />
Kommunikationsstandard voran. Eine fortwährend<br />
wachsende Zahl an Unternehmen<br />
aus unterschiedlichen Branchen hat erkannt,<br />
welche Vorzüge IO-Link bietet. „Ich<br />
habe die letzten Jahre eigentlich nur darauf<br />
gewartet, dass Kunden fragen, ob man denn<br />
mit IO-Link nicht auch sichere Signale<br />
Safety over IO-Link verbindet<br />
Automatisierungs- und<br />
Sicherheitstechnik, ist einfach<br />
im System und erhöht die<br />
Anlagenleistung.<br />
Andreas Glasenapp,<br />
Produktmangager Safety, Balluff<br />
handhaben könne“, sagt Andreas Glasenapp,<br />
Produktmanager Safety bei Balluff. Selbst<br />
heute sind Steuerung und Sicherheit vielfach<br />
noch strikt getrennte Welten. Eine erste<br />
Anfrage, die nach EN ISO 13849 an die funktionale<br />
Sicherheit gestellten Anforderungen<br />
gegebenenfalls mit IO-Link umzusetzen,<br />
wurde im Jahre 2008 von einem Kunden aus<br />
der Werkzeugmaschinenindustrie an Balluff<br />
gerichtet. Seit dem treibt Balluff die Entwicklung<br />
einer geeigneten Lösung<br />
auf IO-Link-Basis voran.<br />
Automatisierung und<br />
Sicherheit im Verbund<br />
Ende vergangenen Jahres nach<br />
mehrjähriger Entwicklungszeit<br />
und einer Testphase mit ausgewählten<br />
Pilotkunden war es<br />
schließlich soweit: Balluff präsentierte<br />
mit Safety over IO-<br />
Link eine kostensparende Automatisierungs-<br />
und Sicherheitslösung<br />
in einem System.<br />
Das integrierte Sicherheitskonzept baut auf<br />
die bewährten Standards IO-Link und Profisafe<br />
auf. Sicherheitsgerichtete Daten gelangen<br />
per Tunneling von Profisafe über einen<br />
Standard IO-Link-Master zur Steuerung.<br />
Per M12-Standardkabel werden Sicherheitskomponenten<br />
auf den neu entwickelten<br />
Safety-Hub von Balluff, dem Kernstück des<br />
neuen Sicherheitskonzeptes, gesteckt. Dabei<br />
ist Safety over IO-Link einfach instal -<br />
lier- und problemlos in bestehende Anlagen<br />
integrierbar.<br />
Als E/A-Modul mit zwölf sicheren Einund<br />
zwei sicheren Ausgängen rangiert der<br />
gelbe Safety-Hub in der Anlagen-Kommunikationstopologie<br />
auf der Ebene der<br />
IO-Link-Devices. Der Safety-Hub muss<br />
lediglich am Port eines bereits vorhandenen<br />
IO-Link-Masters angeschlossen und für den<br />
jeweiligen Einsatzzweck zentral über die<br />
Steuerung parametriert werden.<br />
Andreas Glasenapp ist Projektleiter Business<br />
Development bei der Balluff GmbH in Neuhausen<br />
66 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Das sichere E/A-Modul, der Safety-Hub<br />
Passend zum Safety-Hub bietet Balluff verschiedenste Feldgeräte<br />
wie Lichtvorhänge für die Finger-, Hand- und Körperdetektion, berührungslose<br />
induktive, magnetcodierte und transpondercodierte<br />
Sicherheitssensoren, robuste Sicherheitsschalter und –zuhaltungen<br />
und ein Not-Halt-Gerät sowie umfangreiches Zubehör an. Dabei<br />
sind der jetzt vorgestellte Safety-Hub und die erwähnten Feldgeräte<br />
nicht die ersten Sicherheitsprodukte im Portfolio von Balluff. Bereits<br />
2010 hat Balluff einen passiven Safety Hub entwickelt, zertifiziert<br />
und seitdem erfolgreich vermarktet.<br />
Der Balluff Safety-Hub kann sämtliche Sicherheitssignale wie<br />
Schaltkontakte oder OSSD-Signale sicher verarbeiten. Er überwacht<br />
die angeschlossene Sensorik, übermittelt deren Status an die übergeordnete<br />
Profisafe-Steuerung und kann auf umgekehrtem Wege<br />
Aktoren sicher abschalten. Eine weitere Besonderheit ist, dass das<br />
Gerät auch Standard-Sensorik und -Aktorik aufnehmen kann und<br />
damit gegebenenfalls einen zusätzlichen Standard-Sensor-/Aktorhub<br />
überflüssig macht. Charakteristisch an der Sicherheitslösung ist:<br />
Der eingesetzte IO-Link-Master ist und bleibt ein nicht sicherheitsgerichtetes<br />
Standardgerät: Sicherheitsbezogene Signale werden unangetastet<br />
durch den Master hindurch über alle dazwischen liegenden<br />
Ebenen hinweg zur Steuerungsebene getunnelt und erst dort verarbeitet.<br />
Dass dafür ein vorhandener IO-Link-Master genutzt wird,<br />
der selbst kein Safety-Gerät ist, erweist sich als Kostenvorteil.<br />
nach Drag-and-drop-Manier zentral über die Programmieroberfläche<br />
der Steuerung. Safety over IO-Link realisiert Sicherheitsanforderungen<br />
bis PLe/SIL3 und reduziert die Anzahl der benötigten<br />
IP-Adressen. Durchgängige Diagnosen und einfacher Gerätetausch<br />
leisten ein weiteres, um in der Betriebsphase sowie im Servicefall<br />
die Kosten niedrig zu halten. Davon profitieren Anlagenhersteller<br />
wie Nutzer gleichermaßen.<br />
Auf den Punkt gebracht<br />
Safety over IO-Link ist zur Sensorebene hin offen: An das von Balluff<br />
entwickelte sichere E/A-Modul lassen sich per M12-Standardkabel<br />
nicht nur Balluff-Sicherheitskomponenten anschließen, sondern<br />
auch Safety-Devices anderer Hersteller. Das E/A-Modul ist an einen<br />
IO-Link-Master angeschlossen, die sichere Kommunikation mit der<br />
Steuerungsebene erfolgt via Profisafe/Profinet. Sicherheitsrelevante<br />
Daten werden dabei über ein so genanntes Tunneling-Verfahren<br />
über den Master direkt an die sichere Steuerung übermittelt. Sicherheitsanforderungen<br />
bis PLe/SIL3 sind realisierbar.<br />
Bilder: Balluff<br />
www.balluff.com<br />
Transparente Parametrierung und Diagnose<br />
Zu den weiteren Vorteilen von IO-Link zählen auch die<br />
vereinfachte Installation, Feldbusneutralität, der ungehinderte<br />
Datenaustausch sowie einfache und transparente<br />
Parametrierung und Diagnose mit Blick bis auf<br />
die Prozessebene. All das spricht auch auf der<br />
sicherheits relevanten Ebene für das neue Konzept.<br />
Mit der nach Aida standar disierten Verdrahtung<br />
mit M12-Steckern sind Verbindungen in kurzer<br />
Zeit hergestellt. Die vielfältigen Möglichkeiten<br />
der Vorverkabelung von Maschinensegmenten,<br />
kurze Stillstandszeiten durch einfachen<br />
Komponententausch sowie das<br />
einfache Duplizieren von (SPS) Projekten<br />
erweisen sich auch wirtschaftlich zum<br />
Vorteil.<br />
Auf Anforderungen<br />
flexibel reagieren<br />
Alles in allem führt die hochintegrative<br />
Infrastruktur des<br />
Systems zu mehr Übersicht<br />
und Flexibilität. Anlagen<br />
lassen sich jederzeit<br />
und schnell an geänderte<br />
Anforderungen<br />
anpassen. Die<br />
finale Programmierung<br />
erfolgt<br />
Das Funktionsprinzip<br />
von<br />
Safety over<br />
IO-Link
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Gut vernetzt<br />
Die Antenne als Schlüsselkomponente für IIoT<br />
Eine einwandfreie Konnektivität ist Voraussetzung für IIoT-Netzwerke.<br />
Das gilt auch für den drahtlosen Datenaustausch im IoT, da die meisten<br />
dieser Netzwerke kabellos arbeiten. Hier sind Hochleistungsantennen<br />
an jedem Knotenpunkt der Kommunikationskette gefordert. Doch<br />
welche Aspekte gilt es bei der Auswahl der richtigen Lösungen und<br />
Übertragungstechnologien zu beachten?<br />
Prozessautomatisierung und damit verbundene<br />
IIoT-Anwendungen verlangen<br />
nach drahtloser Netzwerktechnologie, die<br />
sich auf dem neuesten Stand befindet. Das<br />
drahtlose Überwachen und Steuern technischer<br />
Prozesse mittels eines Computersystems<br />
(Scada) gibt es zwar schon eine Weile,<br />
aber die moderne Prozessautomatisierung<br />
schraubt die Anforderungen an die drahtlose<br />
Vernetzung weiter nach oben. IIoT bedeutet<br />
perfekte Konnektivität immer und<br />
überall – von Maschine zu Maschine (M2M)<br />
und von der Maschine zum Personal (M2P).<br />
Drahtlostechnologien für das IoT<br />
Bei IIoT-Anwendungen, die mit relativ wenig<br />
Bandbreite auskommen, werden die alten<br />
VHF- und UHF-Netze, die mit ISA100 oder<br />
GSM arbeiteten, durch LPWAN-Technologien<br />
ersetzt. LPWAN verbindet niedrige Latenzraten<br />
und geringen Energieverbrauch mit<br />
großflächiger Abdeckung, zum Beispiel in<br />
einer Werkshalle. Einige LPWAN-Technolo-<br />
Leo Nieminen ist Regional Sales Manager<br />
EMEA & India bei der PCTel, PCTel Inc., Bloomingdale<br />
in den USA<br />
gien unterstützen auch Fernüberwachungsanwendungen,<br />
bei denen eine Datenübertragung<br />
über große Entfernungen nötig ist.<br />
Doch können die Herausforderungen einer<br />
„überfüllten“ Industrieumgebung für LP-<br />
WAN auch schnell zu viel werden. Dann<br />
kommen vermaschte Netze (Mesh-Netzwerke)<br />
ins Spiel. Dabei handelt es sich um<br />
zwischengeschaltete Antennen, die als Knotenpunkte<br />
dienen und Signale von isolierten<br />
Antennen auffangen und an andere Empfänger<br />
im Netz weiterleiten. Bei automatischen<br />
Prozessen kann so die zuverlässige<br />
Kommunikation zwischen lokalen Ressourcen<br />
sichergestellt werden. Zu den verbreitetsten<br />
Drahtlosprotokollen für Mesh-Netzwerke<br />
gehören Zigbee und WirelessHart.<br />
Datenintensive Applikationen hingegen<br />
benötigen Breitband-Standards, die mit großen<br />
und schnell getakteten Datenmengen<br />
zurechtkommen. Bei Anwendungen im unlizenzierten<br />
Spektrum bietet sich oft WLAN<br />
an. LTE weist niedrige Latenzraten auf und<br />
kann in Spektren eingesetzt werden, die von<br />
einem Carrier geleast werden, oder in einem<br />
privaten Spektrum. Auch MulteFire kann<br />
LTE-Anwendungen ermöglichen, allerdings<br />
unter ausschließlicher Verwendung unlizenzierter<br />
Spektren. Es wird erwartet, dass 5G-<br />
Netze demnächst noch höhere Datendurchsatzraten<br />
und niedrigere Latenzen unterstützen<br />
– sowohl im drahtlosen Bereich als<br />
auch im Millimeterwellenspektrum.<br />
Welche Antenne eignet sich<br />
für IIoT-Anwendungen?<br />
Nicht nur in Produktionsumgebungen entscheidet<br />
die Leistung der Antenne, ob eine<br />
Übertragung den Empfänger erreicht und<br />
wie viel Datenvolumen übertragen werden<br />
kann. Dabei ist die maximale Ausbreitung<br />
der Funkwellen nicht zwangsläufig ideal, da<br />
sich überlappende Systeme gegenseitig stören<br />
können. IIoT-Antennen müssen daher<br />
gerade so viel Reichweite haben, wie für ihre<br />
Aufgabe unbedingt erforderlich ist. Zudem<br />
sollten sie große Datenmengen bei minimalen<br />
Interferenzen übermitteln, kompakt sein<br />
und widrigen Umständen trotzen.<br />
Bezüglich der Strahlungscharakteristik<br />
stehen verschiedene Antennendiagramme<br />
zur Auswahl. In einem Netz mag die direkte<br />
Übertragung von Punkt zu Punkt (PTP) gefordert<br />
sein, in einem anderen von Punkt zu<br />
Mehrpunkt (PTMP). Die einfache PTP-Datenübermittlung<br />
erfordert eine Richtantenne,<br />
während der Kommunikation mit vielen<br />
Empfängern (PTMP) mit einer Rundstrahlantenne<br />
besser gedient wäre. Der Netzentwickler<br />
kann auch für eine PTP-Anwendung<br />
eine Rundstrahlantenne einplanen und so<br />
Flexibilität gewinnen. Dies wäre eine Lösung<br />
für ein Mesh-Netzwerk mit vielen mobilen<br />
Elementen: Dort überträgt eine Antenne aus<br />
rein technischer Sicht nur PTP, aber zu verschiedenen<br />
Zeiten in unterschiedliche Richtungen<br />
– je nachdem, wo die nächste Antenne<br />
empfangsbereit ist. Unabhängig von Richt-<br />
68 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
oder Rundstrahlantenne kommt es auf das<br />
optimale Antennendiagramm an, damit die<br />
Abdeckung gewährleistet bleibt und Interferenzen<br />
minimiert werden.<br />
Zur Optimierung von Datendurchsatz<br />
und Abdeckung verfügen IIoT-Antennen<br />
über diverse technische Lösungen. Die Mimo-<br />
Technologie (Multiple Input, Multiple Output)<br />
ermöglicht es der Antenne, Datenströme<br />
auf derselben Frequenz zu unterscheiden.<br />
Viele Mimo-Antennen verfügen zudem<br />
über doppelte Polarisierung, was die Netzwerkkonnektivität<br />
dank Isolierung der HF-<br />
Eingänge stabilisiert. Netze, die meh rere<br />
HF-Frequenzen verwenden, benötigen Multibandantennen,<br />
die mehrere Antennenelemente<br />
in einem Gehäuse vereinen.<br />
Hochqualitative Multibandantennen verfügen<br />
über Port-to-Port-Isolation, was Interferenzen<br />
zwischen den Frequenzen verringert<br />
und das Endprodukt kompakt macht.<br />
Platzsparend und robust<br />
Bei der Auswahl von IIoT-Antennen kommt<br />
es auch darauf an, Platz für die eigentliche<br />
Produktion zu sparen. Eine Lösung besteht<br />
darin, die Antenne in das Gerät zu integrieren,<br />
das sie bedienen soll. Komplexe Geräte<br />
wie Zeilensensoren enthalten manchmal ein<br />
komplettes, integriertes HF-System, wohingegen<br />
Router und WAPs oft nur über ein Mobilfunkgerät<br />
und eine Antenne verfügen.<br />
Das spart Platz und vereinfacht die Installation.<br />
Externe Antennen, die für IIoT optimiert<br />
sind, können zudem da montiert werden, wo<br />
Platz ist, unabhängig vom Untergrund.<br />
Für bestimmte Anwendungen muss die<br />
Antenne sehr robust (gehärtet) sein, um<br />
widrigen Umständen oder Manipulation zu<br />
widerstehen. Besonders wichtig sind gehärtete<br />
Gehäuse für drahtlose Netzwerke im<br />
Außenbereich, wo die Antenne Klimaeinflüssen<br />
oder Vandalismus ausgesetzt sein<br />
kann. Die meisten qualitativ hochwertigen<br />
Antennensysteme verfügen über robuste und<br />
flache Gehäuse, die gegen Wasser und Staub<br />
geschützt und vandalismussicher sind.<br />
01 Multibandantennen eignen sich für<br />
Netze mit mehreren HF-Frequenzen<br />
02 Antennen für IIoT-Anwendungen müssen<br />
leistungsstark und kompakt sein<br />
Den Anschluss nicht verlieren<br />
Dank Datenkommunikation in Echtzeit zwischen<br />
Produktionsanlagen und dem Mitarbeiter<br />
agieren Unternehmen effizienter und<br />
beschleunigen die Produktion. Doch hängt<br />
der potenzielle Vorteil von der Antennen-<br />
Qualität ab: Antennen, die im Rahmen des<br />
IIoT eingesetzt werden, müssen flexibel sein,<br />
um eine Bandbreite von HF-Frequenzen und<br />
Anwendungen abzudecken; zugleich auch<br />
robust genug sein, um unter extremsten Bedingungen<br />
zuverlässig zu funktionieren, und<br />
schließlich kompakt genug sein, um dort eingesetzt<br />
zu werden, wo Platz Mangelware ist.<br />
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INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Sind Ihre Anlagen sicher?<br />
Wie das Security-Monitoring das Risiko<br />
von Cyber-Angriffen minimiert<br />
Die Digitalisierung und Vernetzung schreitet speziell auch in Industrial<br />
Control System (ICS) Infrastrukturen stetig voran. Zum einen, um Kosten<br />
zu sparen und zum anderen, um die Effizienz zu steigern. Mit diesen<br />
Vorteilen vergrößert sich aber auch das Risiko durch gezielte Cyber-Angriffe.<br />
Ein klares Bild über die eigene Sicherheitslage<br />
zu besitzen und die eigene Handlungsfähigkeit<br />
in Bezug auf Sicherheitsbedrohungen<br />
und -vorfälle zu wahren, sollte im<br />
Interesse eines jeden Systembetreibers liegen.<br />
Dennoch besagt eine Auswertung des<br />
ICS-CERT, dass über 38 % der erfassten<br />
Vorfälle im Umfeld von Industrial-Control-<br />
Systems (ICS) nicht aufgeklärt werden<br />
konnten, weil keine ausreichenden Security-<br />
Monitoring-Fähigkeiten vorhanden waren.<br />
Um ICS-Anlagen nachhaltig gegen Cyber-<br />
Angriffe zu schützen, sollte die komplette<br />
Wertschöpfungs- und Lieferkette betrachtet<br />
werden. Angreifer nutzen sehr häufig Infrastrukturen<br />
weniger geschützter Zulieferer,<br />
um Zugriff auf das eigentliche Angriffsziel<br />
zu erhalten, indem sie bspw. Updateserver<br />
von Herstellern industrieller Geräte (SPS,<br />
Industrial Switches, Embedded PCs usw.)<br />
manipulieren/infizieren. Statt kritische<br />
Schwachstellen zu schließen, schleust ein<br />
Software-Update von einem derart infizierten<br />
Server dann selbst manipulierte Firmware<br />
in die ICS-Landschaften ein – die Gefahren<br />
solch einer Malware sind nicht sofort erkennbar.<br />
So ermöglicht die Korrelation verschiedener<br />
Quellen ein Security Lagebild<br />
für die ICS-Infrastruktur und sichert somit<br />
die eigene Handlungsfähigkeit.<br />
Bewährt: mehrschichtiges<br />
Monitoring von Industrienetzen<br />
Auch müssen Gefahren durch absichtlich<br />
und unabsichtlich initiiertes Fehlverhalten<br />
erkannt werden. Deshalb ist ein mehrschichtiges<br />
Security-Monitoring notwendig. Die<br />
bewährte Praxis im industriellen Umfeld ist<br />
die Unterteilung von Industrienetzen in<br />
Zonen: etwa nach Fertigungslinien, Produktionsbereichen<br />
oder gar einzelnen Anlagen,<br />
die von Drittanbietern geliefert und gegebenenfalls<br />
(fern-)gewartet werden. Diese<br />
gelebte Praxis hat auch in aktuelle Standards<br />
Einzug gehalten, etwa in den Entwurf zur<br />
IEC 62443-3-2 „Industrial communication<br />
networks – Network and system security –<br />
Part 3-2: Security levels for zones and conduits“.<br />
Die Kritikalität einer Zone/Zelle lässt<br />
sich dabei je nach dem Umfeld ihrer Auswirkung<br />
auf folgende Bereiche definieren:<br />
Bedrohung für Mensch und Umwelt, Auswirkungen<br />
auf Geschäftsaktivitäten, Compliance<br />
sowie mediale Darstellung.<br />
Risikobehaftete Schnittstellen<br />
Schließt man den einfachsten und plakativsten<br />
Fall aus, dass Anlagen wissentlich oder<br />
durch menschliches Fehlverhalten direkt an<br />
das Internet angeschlossen sind, bleiben<br />
dennoch eine ganze Reihe weiterer Schnittstellen<br />
zu betrachten. Neben netzwerkbasierten<br />
Zugriffen ist der Weg über portable<br />
Medien weit verbreitet (z. B. per USB-Stick).<br />
Solcherlei Probleme sind längst nicht mit<br />
Windows XP und der Änderung der Standardeinstellung<br />
zur Windows-Autostart-<br />
Funktion verschwunden, sondern bedeuten<br />
weiterhin ein deutliches Risiko. Daraus resultiert,<br />
dass auch die Endgeräteüberwachung<br />
Teil des Security-Monitorings sein muss.<br />
Die Aufzeichnung sicherheitsrelevanter Daten<br />
ist bei Windows-basierten Systemen<br />
(etwa MES, HMI oder SCADA) technisch<br />
Michael Gerhards, Managing Director Germany,<br />
Airbus CyberSecurity, Taufkirchen<br />
70 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
relativ einfach zu realisieren. Darunter fallen<br />
Informationen, welches Gerät oder welcher<br />
Benutzer Zugriff hatte, wann dieser erfolgt<br />
ist und welche Systeme kommuniziert haben.<br />
Folgende Fragen lassen sich zum Beispiel<br />
damit klären: Hat sich ein Benutzer angemeldet?<br />
Mit welchen Privilegien? Wurde<br />
ein USB-Stick eingesteckt? Welche Fertigungsdaten<br />
wurden übertragen? Wurden<br />
Konfigurationen verändert?<br />
Das Aufzeichnen sicherheitsrelevanter<br />
Daten innerhalb von SPS-Systemen ist keinesfalls<br />
eine Standardlösung. Um bereits<br />
produktive Systeme mit langer prognostizierter<br />
Laufzeit in ein Monitoring einzubinden,<br />
müssen andere Möglichkeiten gefunden<br />
werden: Eine zusätzliche passive<br />
Sensorik ist hierfür eine erprobte Variante.<br />
„Low Interactive Honeypots“ bieten sich<br />
für diese Aufgabe an, um SCADA-Systeme,<br />
HMIs, SPS und ganze Fertigungsanlagen zu<br />
simulieren. Zugriffe bzw. Aktivitäten auf<br />
solchen Systemen lösen einen berechtigten<br />
Alarm aus, der sich anschließend nachverfolgen<br />
lässt. In hochkritischen Bereichen<br />
kann die Alarmierung über einen 24-V-Ausgang<br />
auch in eine bestehende SCADA-Umgebung<br />
eingebunden werden. Bei Anlagen<br />
mit niedrigerem Schutzbedarf kann dies<br />
über Management-Netze erfolgen.<br />
Nur ein Gesamtprogramm bringt<br />
Sicherheit für Technik und Mensch<br />
Effektives Security-Monitoring erfordert eine<br />
vollständige Übersicht der vorhandenen<br />
ICS-Systeme und ihrer Kommunikationsverbindungen,<br />
um Abweichungen vom Normalzustand<br />
erkennen zu können. Nicht erfasste<br />
Human-Machine-Interfaces (HMIs) – etwa<br />
zur Anzeige der Produktionsauslastung –<br />
01 Im Airbus CyberSecurity Cyber<br />
Defence Center wird ein umfassendes<br />
Security-Monitoring sichergestellt<br />
wurden in der Praxis schon als Sprungbrett<br />
für Angriffe missbraucht. Die Sicherheitsanforderungen<br />
an Service- und Wartungszugriffe<br />
(Geräte und Personen) sollten denen<br />
der eigenen Systeme entsprechen – dies bezieht<br />
sich sowohl auf eingesetzte Technik als<br />
auch auf Prozesse und Mitarbeiter. Das<br />
Security-Monitoring muss in ein Security<br />
Gesamtprogramm eingebunden werden,<br />
um effektiv und nachhaltig zu wirken.<br />
Ein Beispiel aus der Praxis<br />
Ein Black Hat-Vortrag hatte zum Inhalt, wie<br />
man eine speicherprogrammierbare Steuerung<br />
(SPS, engl.: Programmable Logic Controller,<br />
PLC) zum Netzwerkscanner und<br />
Relais umprogrammieren kann, ohne dabei<br />
ihre originäre Funktionsweise zu beeinträchtigen.<br />
Der Angreifer nutzt eine SPS als<br />
Anker in der Infrastruktur, um das ICS-Netz<br />
auszuspähen und Attacken auf ganze In-<br />
02 Produktionsanlagen sind heute in<br />
Industrienetzwerke eingebunden und damit<br />
Cyber-Angriffen und Datenklau ausgesetzt<br />
dustrieanlagen umzusetzen. Das Beispiel<br />
zeigt klar, dass heute auch innerhalb der<br />
ICS-Infrastruktur Erkennungsmöglichkeiten<br />
durch Security-Monitoring notwendig sind.<br />
Für Betreiber bleibt die Frage, über welche<br />
Schnittstellen eine veränderte Software in<br />
eine SPS gelangen und wie man dies zielgerichtet<br />
überwachen kann. Um das Risiko<br />
durch Cyber-Angriffe zu minimieren, müssen<br />
sämtliche Schnittstellen erfasst werden. In<br />
der Praxis kann dies nur in Zusammenarbeit<br />
mit dem Hersteller bzw. dem Integrator<br />
einer Anlage erfolgen. Zudem sind rechtliche<br />
und organisatorische Übergänge zu klären,<br />
um eine wirksame technische Umsetzung<br />
anzugehen.<br />
Airbus CyberSecurity sind europäische<br />
Spezialisten für Cyber-Sicherheit und bieten<br />
Cyber-Lösungen, Dienstleistungen und<br />
Consulting an.<br />
www.cybersecurity-airbusds.com<br />
R3.indd 1 02.11.<strong>2017</strong> 09:37:51<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 71
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
zentrale Antriebseinheit verbaut sind. Die<br />
erste Gasdruckfeder liefert den größten Teil<br />
der benötigten Energie und wird daher als<br />
Kraftfeder bezeichnet. Die zweite dient als<br />
Steuerfeder und kommt in zwei unterschiedlichen<br />
Varianten zum Einsatz.<br />
Höhenverstellsystem in vier<br />
Basisvarianten<br />
Funktionale Einheit<br />
Moderne Geräteträger- und Höhenverstellsysteme<br />
an der Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />
Panel-PCs sollten nicht nur unter<br />
ergonomischen Gesichtspunkten<br />
konzipiert werden, sondern auch<br />
möglichst funktionell sein und<br />
sich intuitiv bedienen lassen.<br />
Heutige Generationen erfüllen<br />
exakt diese Anforderungen<br />
und können zudem auch noch<br />
individuell angepasst werden.<br />
aufgrund der immer komplexer werdenden<br />
Maschinen ergeben sich zu-<br />
A<br />
gleich an der Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />
neue Anforderungen. Dabei geht es<br />
einerseits darum, wie Mensch und Maschine<br />
miteinander kommunizieren, wie<br />
der Mensch Anweisungen an eine Maschine<br />
übermittelt, wie Anweisungen ausgeführt<br />
werden und in welcher Form Ergebnisse<br />
dargestellt werden. An der Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />
kommt auch die Ergonomie<br />
ins Spiel. Das Ziel ergonomischer<br />
Katharina Lange ist Marketingleitung bei der<br />
Rose Systemtechnik GmbH in Porta Westfalica<br />
Gestaltung von Arbeitsplätzen besteht darin,<br />
die Arbeitsweise an die Fähigkeiten<br />
und Eigenschaften des Menschen anzupassen<br />
– und somit das Wohlbefinden des<br />
Menschen und letztlich die Leistung des<br />
Gesamtsystems zu optimieren.<br />
Auf individuelle Anforderungen<br />
abgestimmt<br />
Um sowohl Funktionalität als auch Ergonomie<br />
in Einklang zu bringen, hat Rose Systemtechnik<br />
für Anwender im Maschinen- und<br />
Anlagenbau das vertikale Höhenverstellsystem<br />
GTV entwickelt. Basierend auf etablierten<br />
Standardkomponenten wurde es für<br />
hohe Lasten von Steuergehäusen, die mit<br />
dem Höhenverstellsystem selbst an sehr beengten<br />
Arbeitsplätzen aus dem Arbeitsraum<br />
geschwenkt werden müssen, konzipiert.<br />
Der Lastbereich des GTV erstreckt sich<br />
von 20 bis 60 kg, unterteilt in fünf Gewichtsbereiche<br />
à 8 kg. „Dank dieser Abstufung<br />
erhält man ein System, das sich auf die individuellen<br />
Anforderungen und Einbauten<br />
abstimmen lässt. Die Einstellung auf das<br />
genaue Commander-Gewicht innerhalb<br />
des Lastbereiches erfolgt durch eine zentrale<br />
Einstellschraube“, erklärt Nils Stello, Produktmanager<br />
bei Rose Systemtechnik.<br />
Das System arbeitet als Parallelogramm-<br />
Verstellung, in der zwei Gasdruckfedern als<br />
Das GTV-System steht in einer Variante mit<br />
sowie ohne Blockiermöglichkeit zur Verfügung.<br />
Auch die Montageart kann gewählt<br />
werden: Das Höhenverstellsystem ist in jeweils<br />
einer unter dem Abgang hängenden<br />
sowie in einer auf dem Abgang stehenden<br />
Ausführung erhältlich. Somit bietet Rose das<br />
GTV-System in vier Basisvarianten an.<br />
Weiterer Vorteil des Systems ist die universelle<br />
Kabelführung: „Die Kabel werden,<br />
getrennt von den beweglichen Teilen, außerhalb<br />
des Systems in einer Kabelwanne geführt.<br />
So sind sie im Einsatz vor Beschädigung<br />
und Kabelbruch geschützt“, so<br />
Stello. Die Kabelöffnung mit 70 × 30 mm erlaubt<br />
auch den Einsatz konfektionierter Leitungen<br />
und Kabel mit großem Querschnitt.<br />
Unzählige Gestaltungs- und<br />
Konfigurationsmöglichkeiten<br />
Während das Steuergehäuse über das Geräteträgersystem<br />
GTN II angebunden wird, erfolgt<br />
die maschinenseitige Anbindung des<br />
GTV über das Standardgeräteträgersystem<br />
GTL. Dieses Aluminiumprofil-Schwerlast-<br />
Geräteträgersystem rundet das Programm<br />
von Rose ab: Während das Modell GTS für<br />
geringe Lasten bis 30 kg und die mittlere<br />
Ausführung GTN II für Lasten bis 80 kg<br />
ausgelegt sind, wurde die GTL-Variante für<br />
schwere Lasten bis 125 kg konzipiert.<br />
Die GTL-Geräteträger bieten zudem eine<br />
elegante und harmonische Form. „Wir haben<br />
sie in Anlehnung an die kleineren GTS- und<br />
GTN-II-Systeme gestaltet und die Produktfamilie<br />
somit nicht nur technisch, sondern<br />
auch optisch erweitert“, so Stello. Die lichtgrauen,<br />
mit Pulverlack versehenen Geräteträger<br />
lassen sich horizontal ausrichten und<br />
verfügen über Schutzart IP 54.<br />
Mit einer maximalen Auslegerlänge von<br />
3 m deckt das GTL einen großen Anwendungsbereich<br />
ab. Eine breite Auswahl an<br />
Systemaufbauten und Komponenten wie<br />
Kupplungen, Wand- und Zwischengelenken<br />
sowie Profilen vervollständigt das System<br />
und bietet viele Gestaltungs- und Konfigurationsmöglichkeiten.<br />
Der Durchgang von<br />
70 mm im Aluminiumprofil garantiert eine<br />
problemlose Kabeldurchführung. Damit<br />
bieten die Geräteträgersysteme und das<br />
neue Höhenverstellsystem eine funktionale<br />
Einheit auf hohem Niveau.<br />
www.rose-pw.de<br />
72 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
IoT-Controller, der die Sprache der<br />
Mitarbeiter spricht<br />
Nach der kompakten Steuerung<br />
Sysworxx CTR-100 von Sys Tec<br />
steht nun eine zweite, größere<br />
und funktionell umfangreichere<br />
Steuerung des Herstellers kurz<br />
vor dem Launch: die Sysworxx<br />
CTR-700. Das Besondere an ihr<br />
sind neben Meshnet-Funktionalitäten<br />
die zahlreichen Programmiersprachen, die<br />
jedem Mitarbeiter das Programmieren der Steuerung<br />
ermöglichen soll. Die Steuerung ist u. a. für Condition Monitoring<br />
und Predictive Maintenance entwickelt. Neben industriellen Einund<br />
Ausgängen, TCP/IP, MQTT, Modbus, CANopen, USB, µSD<br />
enthält die Steuerung zwei Ethernet-Schnittstellen. Damit wird<br />
die Trennung von Enterprise IT und Shop Floor OT gewährleistet.<br />
Die Software der Steuerung kann sowohl via IEC 61131-3 als<br />
auch in verschiedenen IoT-Sprachen (C#/.Net, Node-RED, Java,<br />
Python) programmiert werden. Demnach werden keine kostenintensiven<br />
externen Dienstleistungen zur Programmierung<br />
benötigt. Die Steuerung wird zur SPS IPC Drives <strong>2017</strong> auf den<br />
Markt kommen.<br />
www.systec-electronic.com<br />
Cloud Services für die sichere Speicherung<br />
und Analyse von Daten<br />
Bei der diesjährigen Osisoft EMEA Users Conference trafen sich<br />
rund 1 400 Teilnehmer in London, um sich in rund 100 technischen<br />
Sessions und Labs Anregungen und Informationen über das PI<br />
System zu holen. Das System erfasst, analysiert und visualisiert<br />
große Mengen sensorbasierter Zeitreihendaten zur Nutzung durch<br />
Anwender und Systeme in allen Unternehmensbereichen. Nutzer<br />
bekommen damit eine hoch skalierbare offene Echtzeit-Dateninfrastruktur<br />
und gewinnen konkrete, verwertbare Erkenntnisse<br />
aus der Umwandlung ihrer Betriebsdaten. Unternehmen profitieren<br />
so von messbaren Einsparungen, langlebigeren Produktionsgütern<br />
sowie besserer Qualität der Fertigung und können neue Services<br />
bereitstellen. Auf der Konferenz kündigte Osisoft ein neues Portfolio<br />
von Cloud Services für die sichere Speicherung, den gemeinsamen<br />
Zugriff und die Analyse von Daten mit der PI-System-Technologie<br />
in der Cloud an. Kunden können so dezentrale Standorte sowie<br />
Anlagen einfacher an ihre bestehende PI-System-Infrastruktur<br />
anbinden oder neue Einsatzszenarien und Applikationen für das<br />
System realisieren – ob für prädiktive Wartung oder die Nutzung<br />
der Daten aus dem PI-System für die Einhaltung behördlicher<br />
Vorschriften.<br />
Robuste<br />
Drucktransmitter<br />
im Metallgehäuse<br />
www.analogmicro.de<br />
Kommunikation in jeder Ebene<br />
Microelectronics.indd 1 11.10.<strong>2017</strong> 14:10:50<br />
In der Automatisierungstechnik mussten sich Anwender bisher für<br />
ein bestimmtes System bzw. eine spezifische Plattform entscheiden<br />
und sich somit langfristig festlegen. Bei u-mation von Weidmüller<br />
ist das anders: Hier profitieren sie von einem offenen System mit<br />
durchgängiger Kommunikation, das sie in die Lage versetzt,<br />
flexibel auf neue technische Entwicklungen zu reagieren. Auf der<br />
Feldebene erfassen und wandeln kommunikationsfähige Signalwandler<br />
die analogen Maschinen- und Anlagendaten und stellen<br />
diese der Steuerung zur Verfügung. Alternativ können die Daten<br />
in einer Cloud bereitgestellt und analysiert werden. Über ein<br />
aufsteckbares Kommunikationsmodul lassen sich elektrische<br />
Betriebsmittel in ein Netzwerk einbinden. Anwender erhalten auf<br />
diese Weise detaillierte Rückschlüsse und Erkenntnisse über ihre<br />
Produktions- oder Fertigungsanlage. Das System u-mation umfasst<br />
das Remote I/O-System<br />
u-remote, inkl. der Safety-<br />
Module; Remote I/O Module<br />
in Schutzart IP67; u-control<br />
(Steuerungssystem auf Basis<br />
offener, herstellerunabhängiger<br />
Web-Technologien)<br />
sowie u-view (HMI’s).<br />
www.weidmueller.com<br />
Intuitive Bedienung durch individuellen<br />
Zuschnitt<br />
Der konfigurierbare Display-Schalter CDS1 von Schurter bietet<br />
eine Reihe von Funktionen, die über die Maschinensteuerung des<br />
Kunden angesteuert werden können. Die Benutzereingabe erfolgt<br />
über Fingerbewegungen, wie Bediener es von Smartphones gewohnt<br />
sind: Antippen, wischen oder rotieren. Diese Mensch-Maschinen-<br />
Schnittstelle kann an die Fähigkeiten, Ansprüche und Eigenschaften<br />
des Nutzers und seine Aufgaben<br />
angepasst werden. Was bei<br />
einem Wischen auf dem leuchtstarken,<br />
runden OLED-Display<br />
und der Home-LED angezeigt<br />
oder aktiviert wird, entscheidet<br />
der Bediener, z. B. ob er einen<br />
harten Bildwechsel oder sanftes<br />
Fade-in und Fade-out wünscht.<br />
Darüber hinaus können jedem<br />
der fünf Softkeys Funktionen<br />
zugeordnet werden. Einer der<br />
Softkeys bietet zusätzlich die<br />
Möglichkeit einer RGB-Farb-Hintergrundbeleuchtung mit<br />
unterschiedlichen Beleuchtungsmodi wie „konstant“, „blinkend“<br />
oder „pulsierend“.<br />
www.osisoft.de<br />
www.schurter.com<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 73
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Vereinfachte Diagnose mit<br />
Safety-to-Cloud-Lösung<br />
Die Schmersal Gruppe stellt eine Safety-to-Cloud-Lösung vor.<br />
Alle Sicherheitszuhaltungen sowie Sicherheitssensoren des Unternehmens,<br />
die mit einem SD-Interface ausgestattet sind, sowie<br />
einige Sicherheitslichtgitter können über die Sicherheitssteuerung<br />
PSC1 oder ein SD-Gateway sowie über ein Edge-Gateway Daten<br />
in eine beliebige Cloud übertragen. Das SD („Serielle Diagnose“)-<br />
Interface dient der Übertragung nicht-sicherer Daten von Sicherheitssensoren<br />
und -zuhaltungen in der sicheren Reihenschaltung.<br />
Mit der Smart Safety Solution können damit alle zyklischen SD-<br />
Interface-Sensordaten in die Cloud übermittelt werden. Eine<br />
Verknüpfung dieser<br />
zyklischen SD-Daten<br />
innerhalb der Cloud<br />
bietet dem Anwender<br />
umfangreiche Diagnosemöglichkeiten.<br />
Hierzu<br />
zählen bspw. Schaltzyklen,<br />
die Zustandssituation<br />
der Sicherheit,<br />
Grenzbereichswarnungen sowie auch Abstandswarnungen. Das<br />
Edge-Gateway leitet die Daten im OPC UA-Format weiter, einem<br />
standardisierten Protokoll für die M2M-Kommunikation. Diese<br />
Diagnoseinformationen können auf Bildschirmen visualisiert und<br />
über mobile Endgeräte abgerufen werden.<br />
www.schmersal.com<br />
Grundlagen für Ethernet/IP-Projekte<br />
lernen<br />
Eine integrierte Lernumgebung für Produktentwickler zur Ethernet/<br />
IP-Technologie ist die Toolbox ILE des Handelsverbands von<br />
Automatisierungstechnik-Lieferanten ODVA. Das PC-basierte<br />
Software-Tool bietet<br />
eine in sich<br />
geschlossene<br />
Lernumgebung<br />
für die Ethernet-/<br />
IP-Technologie<br />
sowie deren<br />
Standards. Die<br />
Werkzeuge vermitteln<br />
Grundlagen<br />
für eigene<br />
Ethernet/IP-Projekte oder für die Definition von Anforderungen,<br />
die sich in Kooperation mit einem Technologiepartner ergeben.<br />
Der Verband will damit seine lizenzierten Ethernet/IP-Anbieter<br />
unterstützen, die Produktfreigabe für neue Projekte zu verkürzen.<br />
Die Software enthält die Schulungsanleitung Short Course, den<br />
Reference Stack CIPengine, zwei virtuelle Beispielgeräte und ein<br />
Virtual Lab mit Know-how zur Erstellung eigener virtueller<br />
EtherNet/IP-Geräte. Sie läuft innerhalb der Eclipse-Entwicklungsumgebung.<br />
Die Benutzerlizenz gibt es für ODVA-lizensierte<br />
Anbieter unter https://www.odva.org/Submit-Order.<br />
www.odva.org<br />
Maschinen aus der Ferne steuern<br />
und warten<br />
Für Unternehmen mit vielen Produktionsstandorten in ganz<br />
Europa ist der logistische Prozess für Reparaturarbeiten einzelner<br />
Maschinen bislang zeitintensiv. Die Kosten steigen mit jeder Minute,<br />
die Technik- oder IT-Experten benötigen, um zum jeweiligen Standort<br />
zu gelangen. Vodafone und TeamViewer lösen diese Problematik<br />
mit einer globalen IoT-Plattform aus der Ferne. Maschinen, die im<br />
IoT funken, melden automatisch, wenn sie defekt sind. Über eine<br />
leicht verständliche Benutzeroberfläche können Experten aus der<br />
Zentrale alle Maschinen an allen Standorten steuern. Sie greifen auf<br />
sie zu, analysieren mögliche Software-Fehler und beheben diese<br />
aus hunderten Kilometern Entfernung. Zudem lassen sich Updates<br />
einspielen, als stünde die Maschine vor ihnen. Die IoT-SIM-Karte<br />
stellt eine sichere Netzverbindung<br />
sogar dann sicher, wenn<br />
das eigene Netz kurzfristig von<br />
einer Störung betroffen sein<br />
sollte. Als Weltmarktführer<br />
für das IoT vernetzt Vodafone<br />
weltweit schon heute fast<br />
60 Mio. Geräte. TeamViewer<br />
ist ein Anbieter von Software<br />
zur digitalen Vernetzung und<br />
Collaboration. Das Produkt TeamViewer ist eine All-in-one-Lösung<br />
für Remote Support, Remote Access und Online-Meetings. Die Software<br />
ist auf mehr als 400 Mio. Geräten aktiv, von denen mindestens<br />
25 Mio. zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit TeamViewer verbunden<br />
sind. Ergänzt wird das Portfolio durch Lösungen für IT-Monitoring,<br />
Datensicherung, Anti-Malware und Web-Conferencing.<br />
Bildquelle: Fotolia<br />
www.vodafone-deutschland.de<br />
Maschinen „einfach smart“ überwachen<br />
und steuern<br />
Die Smart HMIs der<br />
cMT-Serie aus dem Hause<br />
Wachendorff Prozesstechnik<br />
bieten für das<br />
<strong>Industrielle</strong> Internet der<br />
Dinge (IIoT) die ideale<br />
Architektur, um<br />
Maschinen und Anlagen<br />
komfortabel über das<br />
Internet zu überwachen und zu steuern. Die Serie unterstützt<br />
standardisierte Protokolle wie MQTT und OPC UA und versetzt<br />
den Bediener außerdem in die Lage, die für seine Anwendung<br />
optimalen Schnittstellen flexibel auszuwählen. So kann bspw. ein<br />
Bediengerät mit Touchscreen, ein bildschirmloses Kommunikationsgateway<br />
oder ein Smart HMI-Server verwendet werden. Der cMT-<br />
Viewer-Monitor-Modus liefert einen Echtzeitstatus von Vor-Ort-<br />
Geräten und realisiert eine einfach umsetzbare Rundum-Überwachung.<br />
Bis zu 50 Bediengeräteanzeigen lassen sich gleichzeitig<br />
überwachen, was zu einer erheblichen Effizienzsteigerung durch<br />
die Reduzierung von Bearbeitungszeiten führt. Darüber hinaus<br />
lassen sich Echtzeitdaten im Monitor-Mode anzeigen. Tritt ein<br />
Fehler bei einer Anlage/Maschine vor Ort auf, wird dies unmittelbar<br />
durch eine rote Lampe auf dem Bildschirm angezeigt, um somit<br />
eine schnelle Fehlerbehebung zu ermöglichen. Fazit: Mit ihren<br />
vielfältigen Leistungsmerkmalen wie „Unterstützung mehrerer<br />
Plattformen“, Wireless-Zugang, „IIoT-Kommunikationsgateway<br />
(Bild)“ sowie „Fernzugriff-Service“ ist die cMT-Serie eine<br />
umfassende und skalierbare Lösung für die Realisierung der<br />
Smart Factory.<br />
www.wachendorff-prozesstechnik.de<br />
74 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION<br />
Neue Plattform für die Lizenzierung<br />
in der Cloud<br />
Einer der weltweit führenden Experten für Lizenzierung,<br />
Wibu-Systems, ergänzt die vorhandenen Lösungen, die das<br />
digitale Vermögen und geistige Eigentum vor Produktpiraterie<br />
schützen, lizenzieren und Security bieten, um CodeMeter Cloud<br />
Lite. Damit können Entwickler ihre Software über die Cloud<br />
lizenzieren, egal ob es sich dabei um SaaS-Anwendungen,<br />
PC-Software oder mobile Apps handelt. Der CodeMeter Cloud<br />
Lite Server verwendet CodeMeter License Central, das flexible<br />
Tool zum Erzeugen, Ausliefern und Verwalten von Lizenzen.<br />
CodeMeter Cloud Lite wird von Softwareherstellern oder von<br />
Wibu-Systems betrieben. Es fügt sich durch Schnittstellen wie<br />
OAuth2 oder SAML zu bestehenden SSO-Lösungen nahtlos in die<br />
bestehende IT-Landschaft ein. Mobile Anwendungen für Tablets<br />
oder Mobiltelefone<br />
können ebenfalls mit<br />
dieser Lösung lizenziert<br />
werden, entweder durch<br />
direkte Integration in der<br />
App oder über Abfragen<br />
auf der Server-Seite. Für<br />
lokale Anwendungen<br />
besteht die Möglichkeit,<br />
diese Lizenzierungstechnologie<br />
mit CodeMeter Protection Suite sowie einer lokalen<br />
„Protection Only“-Lizenz zusätzlich vor Manipulation und<br />
Reverse Engineering zu schützen.<br />
www.wibu.com<br />
Cloud-Gateway mit Multi-Cloud-Support<br />
Die Anzahl der Cloud-Services erhöht sich weiterhin sehr rasant.<br />
Hinter den einzelnen Angeboten stehen verschiedene Spezialisierungen<br />
der jeweiligen Anbieter. Für die IGW/936-Gateways bietet<br />
das Unternehmen SSV nun eine per Connectivity-App erweiterbare<br />
Softwarearchitektur an, die es erlaubt, Industrie-4.0- und Industrial-<br />
IoT-Anwendungen mit praktisch jeder Cloud zu verbinden, die auf<br />
offenen Standards basiert. Auch mehrere Clouds gleichzeitig sind<br />
möglich. Die einzelnen Binärdateien mit den App-Erweiterungen<br />
sind signiert, sodass die Softwareintegrität immer gewährleistet<br />
ist. Die Apps lassen sich jederzeit über eine HTTP(S)-Verbindung<br />
installieren. Sie werden auf dem Gateway in einer gesicherten<br />
Umgebung ausgeführt, sodass eine Beeinträchtigung der Grundfunktionen<br />
ausgeschlossen ist. Die auf dem Gateway installierten<br />
Apps lassen sich über eine Web-Oberfläche verwalten. Aktuell<br />
werden Cloud-Connectivity-Apps für Amazon, Cumolocity, Google,<br />
IBM, Mindsphere, Predix sowie grundsätzlich alle Cloud Foundrybasierten<br />
Plattformen angeboten.<br />
www.ssv-embedded.de<br />
Auf dem Weg<br />
zu Industrie 4.0<br />
Besuchen Sie unsauf der<br />
Nürnberg, 28.– 30.11.<strong>2017</strong><br />
Halle 4A, Stand 401<br />
Konnektivität<br />
E-Mobilität<br />
Energieeffizienz<br />
Fernzugriff<br />
Maschinenverfügbarkeit<br />
Funktionale Sicherheit<br />
Predictive Maintenance<br />
IO-Link<br />
Entwicklungspartner für innovative Lösungen.<br />
Systeme, Steuerungen und<br />
Komponenten in der Antriebstechnik:<br />
l Sensorik<br />
l Messtechnik<br />
l Steuergeräte<br />
l Kühlung von Leistungselektronik<br />
und Antrieben<br />
l Antriebslösungen für elektromechanische<br />
und elektrohydraulische Systeme<br />
www.hydac.com
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Risiken erkennen, Gefahren vorbeugen<br />
Software erleichtert die Umsetzung von Maschinensicherheit im Zeitalter von Industrie 4.0<br />
Sowohl die Maschinensicherheit als auch die Bewertung funktionaler<br />
Sicherheit stellen große Herausforderungen im Rahmen von Industrie 4.0<br />
dar. Ob eine Maschine tatsächlich den Anforderungen der EG-Richtlinie<br />
entspricht, kann nur durch eine ausführliche Risikobeurteilung<br />
nachgewiesen werden. Unterstützung bietet hierbei eine Software,<br />
die den Anwender Schritt für Schritt durch die einzelnen Phasen der<br />
Risikobeurteilung leitet.<br />
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung<br />
(BetrSichV) besteht die Verpflichtung,<br />
dass eine Gefährdungsbeurteilung<br />
regelmäßig oder anlassbezogen an jedem<br />
Arbeitsplatz durchgeführt werden muss.<br />
Hierbei ist immer der aktuelle Stand der<br />
Sicherheitstechnik zu berücksichtigen. Mit<br />
der Gefährdungsbeurteilung soll bereits vor<br />
der Auswahl und der Beschaffung der Arbeitsmittel<br />
begonnen werden. Dabei sind<br />
ins besondere die Eignung des Arbeitsmittels<br />
für die geplante Verwendung, die Arbeitsabläufe<br />
und die Arbeitsorganisation zu<br />
berücksichtigen.<br />
Interaktion von Mensch,<br />
Maschine und Logistiksystemen<br />
Ein Unternehmen plant bspw. eine Produktionsanlage<br />
durch einen Fertigungsschritt zu<br />
ergänzen. Eine zusätzliche Maschine soll zum<br />
Einsatz kommen, die aber nur bei einem be<br />
stimmten Produkttyp benötigt wird. Dafür ist<br />
vorgesehen, einen Mani pulator zu integrieren,<br />
der die zusätzliche Maschine mit Material<br />
versorgt. Um diese Änderungen integrieren<br />
zu können, muss das Schutzsystem verändert<br />
werden. Zudem entstehen neue Gefahrenstellen.<br />
Diese werden durch das Fördersystem<br />
verursacht. Das Unternehmen muss das<br />
Schutzkonzept den Veränderungen entsprechend<br />
anpassen. Hierbei entstehen gegebenenfalls<br />
neue Gefährdungen und vorhandene<br />
Risiken können sich verändern.<br />
Dieses Beispiel veranschaulicht, welche<br />
neuen Herausforderungen für den Arbeitsschutz<br />
und die Maschinensicherheit durch<br />
Automatisierung entstehen. Früher hatte<br />
man die Gefahrenbereiche der Maschinen<br />
mithilfe von Zäunen komplett gegen Erreichen<br />
gesichert. Das ist im Zeitalter von<br />
Industrie 4.0 nicht mehr möglich, weil<br />
Mensch, Maschine und Logistiksysteme<br />
interagieren müssen.<br />
Risikominderung mithilfe<br />
des 3-Stufen-Verfahrens<br />
Die Grundnorm DIN EN ISO 12100:2010<br />
(Sicherheit von Maschinen) gibt allgemeine<br />
Gestaltungsleitsätze sowie Begriffsdefinitionen<br />
vor. Sie liefert Informationen, welche<br />
Kriterien bei der Durchführung einer Risikobeurteilung<br />
beachtet werden müssen, und<br />
beleuchtet den Weg zur Vermeidung und<br />
Reduzierung von Risiken. Die Risikominderung<br />
wird in der DIN EN ISO 12100 als dreistufiges<br />
Verfahren beschrieben. Die Maßnahmen<br />
nach dem 3-Stufen-Ver fahren werden<br />
in der Software Ce-Con Safety in Typen<br />
unterteilt. Dabei führen die Fragestellungen<br />
im System den Anwender sicher durch den<br />
Ablauf und liefern die Angaben, die für eine<br />
klare Ausführung der Schutzeinrichtung unumgänglich<br />
sind.<br />
Jedes im Prozess der Risikobeurteilung betrachtete<br />
Risiko ist zunächst durch eine inhärent<br />
sichere Konstruktion der Maschine zu<br />
minimieren. Wenn dies nicht möglich ist,<br />
sind in der zweiten Stufe technische Schutzmaßnahmen<br />
und ergänzende Schutzmaßnahmen<br />
anzuwenden, zu denen trennende<br />
sowie nichttrennende Schutzeinrichtungen<br />
zählen können. Verbleiben trotz aller getroffenen<br />
Schutzmaßnahmen Restrisiken, kann<br />
Alexandra Langstrof ist freie Mitarbeiterin der<br />
CE-CON GmbH in Bremen<br />
76 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
man die Risikominderung in der letzten, dritten Stufe nur noch durch<br />
Benutzerinformationen und organisatorische Maßnahmen erreichen.<br />
Inhärent sichere Konstruktion<br />
Unter den Begriff „inhärent sichere Kons truktion“ fallen alle Maßnahmen,<br />
auf die ausschließlich während der Konstruktionsphase<br />
Einfluss genommen werden kann. Es geht darum, die potenzielle<br />
Gefährdung bereits an der Quelle zu eliminieren und damit gar<br />
nicht erst entstehen zu lassen. Inhärent sichere Konstruktionsmerkmale<br />
können somit kaum umgangen oder von einem Maschinenbediener<br />
außer Kraft gesetzt werden. Eine inhärent sichere Konstruktion<br />
ist „der erste und wichtigste Schritt im Prozess der Risikominderung“.<br />
So legt es die DIN EN ISO 12100 in Abschnitt 6.2.1 fest.<br />
Laut dieser Norm fällt eine Schutzmaßnahme, „die entweder<br />
Gefährdungen be seitigt oder die mit den Gefährdungen verbundene<br />
Risiken mindert“ unter die Definition einer inhärent sicheren<br />
Konstruktion, wenn sie „ohne Anwendung von trennenden oder<br />
nichttrennenden Schutzeinrichtungen die Konstruktions- oder<br />
Betriebs eigenschaften der Maschine verändert“.<br />
Gefährdungen vorbeugen<br />
Ce-Con Safety bietet Hilfestellungen (gemäß Flowchart der DIN EN<br />
ISO 12100), aus denen hervorgeht, ob Gefährdungen durch<br />
bewegliche Kraftübertragungselemente oder durch bewegliche<br />
Teile des Arbeitsprozesses einer Maschine hervorgerufen werden.<br />
Im ersten Fall sollen feststehende trennende Schutzeinrichtungen<br />
oder bewegliche, aber verriegelte trennende Schutzeinrichtungen<br />
vorgesehen werden. Dabei handelt es sich um Schutzeinrichtungen,<br />
die mit einem Schalter versehen sind, der verriegelt sein kann,<br />
aber nicht muss. Das Öffnen der Schutzein-richtung nimmt Einfluss<br />
auf die Maschinensteuerung.<br />
Wird die Gefahr nicht von Antriebselementen, sondern von beweglichen<br />
Maschinenteilen hervorgerufen, muss überprüft werden,<br />
ob der Zugang bspw. durch trennende oder nichttrennende Schutzeinrichtungen<br />
verwehrt werden kann. Dazu zählen u. a. Lichtgitter,<br />
Laserscanner oder Trittschutzmatten. Bei nicht trennenden Schutzeinrichtungen<br />
entsteht ein erhöhter technischer Aufwand, da z. B.<br />
vom Risiko abhängige Performance-Level bestimmt und bestätigt<br />
werden müssen. Ist es nicht möglich, den Zugang zu beweglichen<br />
Mit der richtigen Software lassen sich Gefahrenstellen mit ihrer<br />
zugrunde-liegenden Gefährdung dokumentieren<br />
Teilen vollkommen unzugänglich zu machen, können neben trennenden<br />
Schutzeinrichtungen auch einstellbare trennende Schutzeinrichtungen<br />
helfen.<br />
Auf Restgefahren aufmerksam machen<br />
Die dritte Stufe sieht als Risikominderungsmaßnahme die Information<br />
der Benutzer der Anlage bzw. der Maschine vor. Sie wird<br />
erforderlich, wenn sich ein Risiko auch durch eine inhärent sichere<br />
Konstruktionsweise, technische Schutzmaßnahmen und ergänzende<br />
technische Sicherheitsvorkehrungen nicht ausschließen oder mindern<br />
lässt. Diese Benutzerinformation kann durch die Anbringung von<br />
Piktogrammen realisiert werden, aber auch durch Sicherheitshinweise<br />
in der Betriebsanleitung, die auf Restgefahren aufmerksam<br />
machen oder zum Tragen persönlicher Schutzausrüstung<br />
auffordern. Denn auf eine Gefahrenquelle, die konstruktiv nicht<br />
auszuschließen oder nicht wirksam abzuschirmen ist, muss eindeutig<br />
zuordenbar hingewiesen werden. Auf Knopfdruck lassen<br />
sich aus Ce-Con Safety ein ausführlicher Bericht der Risikobeurteilung<br />
und EG-Erklärungen drucken.<br />
Fotos: terminic/vankann<br />
www.ce-con.de<br />
Sicherheitstechnik für den Maschinenbau w w w.euchner.de<br />
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Einfacher Austausch von Funktionen durch Submodule<br />
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28. -30.11.<strong>2017</strong><br />
Halle 7/Stand 314<br />
EUCHNERGMBH+CO. KG I KOHLHAMMERSTRASSE16 I 70771LEINFELDEN-ECHTERDINGEN I 0711 7597-0 I INFO@EUCHNER.DE
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Informationsfluss auf allen Ebenen<br />
Datenbankbasierte Plattform optimiert den gesamten Prozess des Engineerings<br />
Workflows ohne unnötige Medienbrüche, in denen alle Mitarbeiter<br />
jederzeit auf dem gleichen Kenntnisstand sind und simultan arbeiten<br />
können, sind das A und O für ein effizientes Engineering. Die Basis dafür<br />
bietet eine datenbankbasierte Plattform, die sämtliche Disziplinen<br />
vereint. Und die nächste Stufe dieses Konzepts steckt schon in den<br />
Kinderschuhen: via Web-Server bereits erste Anlagenentwürfe direkt<br />
ins Engineering übertragen – und das von jedem Platz der Welt aus.<br />
Laut Gablers Wirtschaftslexikon beschreibt<br />
ein Workflow einen arbeitsteiligen Geschäftsprozess,<br />
durch den Aufgaben, Verarbeitungseinheiten<br />
und deren Beziehungsgeflecht<br />
festgelegt werden. Das Online-<br />
Lexikon „IT Wissen“ spricht von der strukturierten<br />
Steuerung logisch verknüpfter und<br />
in zeitlicher Abfolge zueinander stehender<br />
Vorgänge unter Beteiligung mehrerer Abteilungen.<br />
Im Engineering, besonders bei kom-<br />
Johanna Kiesel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br />
bei der Aucotec AG in Hannover<br />
plexeren Anlagen, stehen jede Menge arbeitsteilige<br />
Vorgänge in einem logischen<br />
und zeitlichen Zusammenhang. Doch der<br />
Einsatz unterschiedlicher Werkzeuge und<br />
eine File-basierte Datenhaltung sind wie<br />
trennende Schleusen zwischen den Vorgängen<br />
– der Informationsfluss stockt. Auch<br />
wenn sich das Absprechen mit Kollegen<br />
anderer Abteilungen, das Umtragen, Mehrfacheingeben<br />
und Korrigieren von Daten<br />
ohne Weiteres einem Arbeitsablauf zurechnen<br />
lässt: Von flow kann da kaum<br />
die Rede sein.<br />
Um die heute höchst anspruchsvollen Engineering-Aufgaben<br />
wirklich fließend be-<br />
herrschen zu können, ist datenbankbasiertes<br />
Arbeiten, wie es die Plattform Engineering<br />
Base (EB) von Aucotec bietet, elementar.<br />
Nicht nur, weil das zentrale Datenmodel<br />
sämtliche Engineering-Informationen<br />
zu einer Anlage oder Maschine jederzeit<br />
jedem Beteiligten zur Verfügung<br />
stellt und Änderungen sofort automatisch<br />
für jeden ersichtlich sind. Sondern auch,<br />
weil die Nutzer der betroffenen Abteilungen<br />
wie Vertrieb, E-Konstruktion, Fluid/<br />
Pneumatik oder Verfahrenstechnik deutlich<br />
freier in ihrem Zeitmanagement sind. Sie<br />
müssen nicht mehr auf bestimmte Daten<br />
oder Informationen der Nachbar-Disziplinen<br />
warten, sondern können simultan<br />
arbeiten. Außerdem bedingt EBs Datenbank-Prinzip,<br />
dass man Objekte auch ohne<br />
grafische Entsprechung, also unabhängig<br />
vom Plan, in Listen oder im Explorer erstellen<br />
und editieren kann.<br />
Datenintegrationen<br />
automatisiert steuern<br />
Diesem Prinzip des hocheffizienten Workflows<br />
ohne unnötige Medienbrüche hat<br />
Aucotec mit dem Advanced Typical Manager<br />
78 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Weit mehr als ECAD: System-Architektur der Engineering-Software EB, die bis hin<br />
zur Web-Ebene und Anbindung externer Applikationen stringent durchdacht ist<br />
(ATM) noch eine Komponente hinzugefügt,<br />
die die Fließgeschwindigkeit weiter erhöht:<br />
die automatisierte Konfiguration. Mit herkömmlichen<br />
Werkzeugen wird das Rohkonzept<br />
einer Maschine oder Anlage, also<br />
die in unterschiedlichen Listen festgehaltenen<br />
Anforderungen, händisch über mehrere<br />
Stufen ins Engineering übertragen und daraus<br />
die gewünschte Anlage erarbeitet.<br />
Der ATM hingegen entwickelt aus standardisierten,<br />
abstrakten Funktionsbeschreibungen<br />
mit übersichtlichem Variantenund<br />
Optionen-Handling automatisiert die<br />
reale Dokumentation. Dabei kann die Konfiguration<br />
direkt im Typical Manager vorgenommen<br />
werden, die relevanten Informationen<br />
zur Anlagenbeschreibung können<br />
aber auch aus anderen Quellen stammen,<br />
beispielsweise dem bestehenden ERP-System.<br />
Denn mit dem offen ausge legten EB<br />
funktioniert auch der Datenfluss in die<br />
„Nebenarme“ des Engineerings fließend – in<br />
beide Richtungen.<br />
Über einen individuell konfigurierbaren<br />
Projektstatus-Manager (PSM) lassen sich<br />
Arbeitsabläufe oder Datenintegrationen automatisiert<br />
steuern. Zudem gibt der PSM<br />
einen Überblick über die Fortschritte des<br />
jeweiligen Projekts, zeigt also quasi den<br />
Wasserstand an. Intelligentes Update- und<br />
Änderungsmanagement sind zusätzliche<br />
Deiche, die den Datenfluss sicher machen.<br />
Schneller kommt man heute nicht von der<br />
ursprünglichen Auslegung einer Anlage, die<br />
im Fall von EB nicht einmal von einem<br />
Technik-Profi stammen muss, zu einem<br />
konkreten, konsistenten Ergebnis. EB schafft<br />
einen Workflow, der Handarbeit – und damit<br />
Fehler – minimiert. So kommt das Engineering<br />
in Fluss – gezielt, ab-teilungsübergreifend,<br />
effizient, automatisiert. Ergebnis:<br />
Eine bessere Engineering-Qualität in kürzerer<br />
Zeit, und zwar durchgängig von der<br />
Angebots- oder Konzeptphase bis hin zu<br />
nach gelagerten Industrie-4.0-Prozessen wie<br />
Predictive Maintenance.<br />
Weltweite Mobilität ohne Grenzen<br />
Die Unabhängigkeit vom Arbeitsplatz wird<br />
noch weiter an Bedeutung gewinnen. Ohne<br />
die in einem zentralen Anlagenmodell gehaltenen,<br />
für alle simultan und an verteilten<br />
Orten bearbeitbaren Daten ist modernes, effizientes<br />
Engineering schon heute kaum realisierbar.<br />
Da den EB-Entwicklern von Anfang<br />
an klar war, dass die Dynamik in diesem<br />
Bereich nicht bis in jedes Detail vorhersehbar<br />
ist, haben sie mit Weitsicht ein System geschaffen,<br />
das jeden Weg in die Zukunft mitgehen<br />
kann. So gibt es bereits erste Ideen,<br />
den Web Communication Server für EB so<br />
weiterzuentwickeln, dass sich die erste Anlagen-Definition,<br />
die auf einer beliebigen<br />
Oberfläche ohne lokale System-Installation<br />
entstehen kann, via Webserver direkt ins<br />
Engineering übertragen lässt. Ein Konzeptteam<br />
könnte dann mit seiner An lagenidee,<br />
auf abstrakter Ebene nur über Funktionen<br />
und ihre Auslegungen konfiguriert, von jedem<br />
Platz der Welt aus den Advanced Typical<br />
Manager „füttern“. So ließe sich eine erste<br />
Kalkulation abrufen oder die reale Umsetzung<br />
im Engineering unmittelbar anstoßen.<br />
Bilder: Fotolia, Aucotec<br />
www.aucotec.com<br />
NEUGIER AUFNEUES.<br />
Das haben wir uns bei STEGObis heutebewahrt.Und<br />
genau deshalbgelingt es uns, immer neue Thermal<br />
Management Lösungen zu entwickeln,die nur ein Ziel<br />
haben: sensible elektronische Anwendungen vor Hitze,<br />
Kälteund Feuchtigkeit zu schützen.<br />
Ein gutes Beispiel für effektiven Elektronikschutz<br />
bietet der elektronische Temperatur-und Feuchteregler<br />
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Regler-Generation, die in anspruchsvollen Anwendungen<br />
die Funktion der Komponenten kompromisslos<br />
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KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
01<br />
02<br />
Sicher gelenkt<br />
Kabelführungssystem erleichtert die Verlegung von<br />
Leitern, Kabeln und Kabelbäumen zur Schaltschranktür<br />
Aufgrund der zunehmenden<br />
Automatisierung und<br />
Dezentralisierung gewinnt das<br />
Kabelmanagement innerhalb<br />
und außerhalb des Schaltschranks<br />
immer mehr an Bedeutung. Im<br />
Fokus steht dabei – neben<br />
geeigneten Montage-Vorrichtungen,<br />
Markierungsmöglichkeiten und<br />
Schutzsystemen – auch die einfache<br />
Kabelführung im Schaltschrank.<br />
Möglich macht dies ein Kabel-<br />
Führungssystem, das Kabel und<br />
Leitungen in einer gelenkartigen<br />
Konstruktion sicher zur<br />
Schaltschranktür führt.<br />
Das Thema Kabelführung ist aufgrund<br />
der vielschichtigen Anforderungen ein<br />
durchaus anspruchsvolles. Denn immer<br />
häufiger muss eine wachsende Anzahl von<br />
Kabeln in zunehmend kleineren und kompakteren<br />
Anwendungen verlegt und angeschlossen<br />
werden. Auch heute noch werden<br />
Schaltschränke häufig dort mit Komponenten<br />
bestückt, wo sie dann auch verdrahtet<br />
werden. Auch hier greift der Trend zur Modularisierung<br />
– die Komponenten müssen<br />
nicht am gleichen Standort gefertigt und<br />
zusammengesetzt werden. Dieser Trend<br />
stellt zahlreiche neue Anforderungen an<br />
die Schaltschrankbauer sowie an die Her <br />
steller von Schaltschrank-Komponenten<br />
und Zubehör.<br />
Trotz zunehmender Digitalisierung der<br />
Produktion und Steuerung aus der Ferne<br />
werden weiterhin Bedien- und Anzeigegeräte<br />
in die Schaltschranktür eingebaut.<br />
Modular aufgebaute Schaltschränke erfordern<br />
zudem zahlreiche Steckverbindungen.<br />
Immer häufiger werden steckbare Kabelbäume<br />
auch maschinell konfektioniert. Dabei<br />
müssen entscheidende Weichen bereits<br />
in der Planungsphase gestellt werden, hier<br />
unterstützen CAD-Systeme diese Trends.<br />
Wo bisher Musterschränke gebaut wurden,<br />
um z. B. Kollisionsprüfungen durchzuführen,<br />
werden heute vermehrt 3-D-Planungstools<br />
eingesetzt. Auch in der Abbildung sämtlicher<br />
Komponenten im CAD-System liegt<br />
eine große Herausforderung.<br />
Kabelschlauch und Kabelstrumpf<br />
versus Schleppkette<br />
Die Leitungsführung kennt zwei gängige<br />
Lösungen: auf der einen Seite der Kabelschlauch<br />
und der Kabelstrumpf, auf der anderen<br />
Seite die Schleppkette. Kabelschlauch<br />
und Kabelstrumpf werden in aller Regel<br />
innen an der Schaltschrankwand und an<br />
der Tür befestigt. Meist werden dafür spezielle<br />
Halterungen sowie eventuell eine<br />
Zugentlastung benötigt, die Gewicht und<br />
Bewegung der Leitungen abfängt. Die Leitungen<br />
müssen durchgezogen werden, was<br />
je nach Länge des Schlauchs und der Leitungen<br />
bisweilen umständlich ist. Werden<br />
größere Leitungsbündel oder gar vorverdrahtete<br />
Stecker verwendet, ist ein Durchfädeln<br />
nahezu unmöglich.<br />
Die Schleppkette ist eine interessante<br />
Alternative, in welche die Kabel und Leitungen<br />
eingelegt werden. Die meisten Schleppketten<br />
sind für die Verwendung in verfahrbaren<br />
beweglichen Maschinen und Robotern<br />
ausgelegt. Schleppketten haben eine<br />
hohe Beweglichkeit und eine lange Lebensdauer.<br />
Allerdings ist der Platzbedarf hoch<br />
und die Montage bei der Anbindung an<br />
eine Schaltschranktür umständlich.<br />
Von beiden Systemen profitieren<br />
Das neue Kabelführungssystem CGS von<br />
Phoenix Contact vereint die Vorteile beider<br />
Systeme – es wurde speziell für die Leitungs-<br />
und Kabelführung vom Schaltschrankinnern<br />
zur -tür ausgelegt. Das entscheidende<br />
Moment dabei ist, dass die Tür<br />
sich bewegt – das impliziert, dass das CGS<br />
an die Bewegung der Tür ausgerichtet werden<br />
musste. Die Lösung liegt darin, dass<br />
das Kabelführungssystem wie ein Gelenk<br />
funktioniert. Die beiden Flansche werden<br />
in der Tür oder an der Schaltschrankwand<br />
Ruben Winter B.Eng. M.Sc., Produkt Marketing<br />
Clipline Energy, Industrial Cabinet Connectivity,<br />
Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg<br />
80 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
03<br />
Nürnberg 28.-30.11.<strong>2017</strong> | Halle 10/414 | sps/ipc/drives<br />
Patchcordes mit gewinkeltem Abgang<br />
für optimale, sichere Leitungsführung<br />
vollumspritzte RJ45 | IP20<br />
sichere Datenübertragung | Cat5e<br />
Sie<br />
01 Durch den definierten Schwenkbereich ist die Darstellung im<br />
CAD-System – etwa für Kollisionsprüfungen – problemlos möglich<br />
02 Mit dem Kabelführungssystem lassen sich auch vorkonfektionierte<br />
Leitungen wie Datenleitungen in die Tür verlegen<br />
03 Mit der orangefarbenen Drehkulisse lassen sich die Drehgelenke<br />
werkzeuglos öffnen, um Leitungen und Kabel ein- oder nachzuführen<br />
es drehen<br />
Egal wie herum<br />
befestigt, dabei dienen sie gleichzeitig als Einführung für die Kabel<br />
und Leitungen.<br />
Das Kabelführungssystem besteht aus zwei Schenkeln und drei<br />
Gelenken. Durch diese Konstruktion sind der Bewegungsradius<br />
und damit auch der Platzbedarf des Systems bereits definiert. Dieser<br />
Umstand erleichtert die Abbildung des Systems im CAD.<br />
Das Kabelführungssystem wird mit den vormontierten Flanschen<br />
ausgeliefert. In diese Flansche ist eine Nut für einen Kabelbinder<br />
integriert, der für die Zugentlastung sorgt. Mit dieser Zugentlastung<br />
lassen sich das Gewicht der Leitungen und die Bewegung gut abfangen.<br />
Dabei gibt es zwei Positionen, an denen der Binder befestigt<br />
und an die Dicke des Kabelbaumes angepasst werden kann. Das<br />
Bohrbild der Flansche wurde zudem an die gängigen Lochraster<br />
der Schaltschrankhersteller angepasst – damit erübrigt sich bei<br />
zahlreichen Anwendungen aufwendiges Nacharbeiten wie etwa<br />
das Bohren.<br />
escha.net<br />
Schutz für Leitungen und Kabel<br />
Weil sich die Drehpunkte öffnen lassen, können Leitungen und<br />
Kabel auch mit Steckern sowie gebündelt eingelegt werden. Dazu<br />
dienen farbige Kulissen in den Drehpunkten, die im geschlossenen<br />
Zustand verrasten und damit verhindern, dass die Leitungen wieder<br />
herausrutschen. Durch die Farbe hebt sich die Kulisse vom Rest des<br />
Systems ab. Auf diese Weise lässt sich stets gut erkennen, ob das<br />
Gelenk geschlossen oder geöffnet ist.<br />
Das CGS-Führungssystem gibt es in zwei Ausführungen. Die<br />
Standard-Variante verzichtet auf die drehbaren Kulissen – die Leitungen<br />
werden durch die kurzen Durchlässe im Gelenk gefädelt.<br />
Dieses System eignet sich immer dann, wenn keine vorverdrahteten<br />
Stecker zum Einsatz kommen. Eine aufwendigere „Avcanced“<br />
Variante – CGSA – verfügt über die oben beschriebenen drehbaren<br />
Kulissen, in die vorverdrahtete Kabelbäume auch mit Stecker<br />
eingeführt und auch nachgeführt werden können.<br />
Mit den als Zubehör erhältlichen Hauben, die paarweise geliefert<br />
werden, lässt sich das Führungssystem vollständig schließen – dabei<br />
werden die Leitungen besonders sorgfältig geschützt. Die tragenden<br />
Bestandteile des Führungssystems sind aus Polycarbonat gefertigt,<br />
das eine hohe Festigkeit aufweist. Das Material ist auch unempfindlich<br />
gegenüber Feuchtigkeit. Zudem genügen alle CGS-Bestandteile<br />
der Brennbarkeitsklasse V0 nach UL 94.<br />
www.phoenixcontact.de<br />
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Nürnberg 28.-30.11.<strong>2017</strong> | Halle 10/414 | sps/ipc/drives
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Einfluss des Internet of Things<br />
Embedded-Systeme: Gerätehersteller werden zunehmend zu Software-Anbietern<br />
Die Grafik zeigt, wie das Internet der Dinge (IoT) und damit einhergehende Software-Revolution<br />
zu höheren Investitionen und Einnahmen für die Industrie führen<br />
Im IoT Zeitalter ist die Software der<br />
entscheidende Wachstumstreiber.<br />
Hersteller von Embedded Systemen<br />
sollten daher ihre Hardware um ein<br />
entsprechendes Software-Angebot<br />
erweitern. Nur so bleiben sie<br />
wettbewerbsfähig.<br />
dert hat, Produktportfolios zu konfigurieren<br />
und zu monetarisieren.<br />
Die Auswirkungen sind für alle Anbieter<br />
von Hardware-Produkten und Embedded-<br />
Systemen gleich: In allen Märkten findet<br />
eine deutliche Veränderung der Denkweisen<br />
statt. Für traditionelle Hersteller zum Beispiel<br />
von industriellen Steuerungen oder<br />
Medizingeräten, hat das enorme Konsequenzen.<br />
Wenn sie sich nämlich nicht hin<br />
zum Software-Unternehmen wandeln, riskieren<br />
sie fallende Gewinne und wegbrechende<br />
Marktanteile<br />
Gesteigerte Profitabilität<br />
Der Übergang zu Software-Geschäftsmodellen<br />
steht in direkter Korrelation zu erhöhten<br />
Gewinnen und das in erster Linie<br />
aufgrund der geringen Stückkosten und<br />
Variantenvielfalt der Hardware sowie auch<br />
durch sinkende Kosten für der Herstellung<br />
und des laufenden Betriebs. Software ist zudem<br />
von Natur aus rentabler als Hardware.<br />
Die Bruttomargen für reine Software-Unternehmen<br />
übersteigen oftmals 50 %, während<br />
die Hardware-Margen in losgrößenstarken<br />
Branchen oft sogar unter 10 % liegen.<br />
Der Paradigmenwandel hin zur Software<br />
führt aber auch zur Bestandsbereinigung,<br />
Konsolidierung der Bestände, schnelleren<br />
Verkaufszyklen und damit insgesamt auch<br />
zu einer operativ höheren Effizienz. Diese<br />
Transformation aber für Endanwender<br />
transparent, zuverlässig und sicher sowie<br />
ohne Einnahmeverluste durch Piraterie<br />
Weder für Hardware-Produkte noch für<br />
Embedded-Systeme ist Software ein<br />
neues Kapitel. Devices werden nämlich bereits<br />
seit vielen Jahren immer intelligenter,<br />
flexibel programmierbarer und sind zunehmend<br />
miteinander vernetzt. Geändert<br />
hat sich jedoch die Tatsache, dass die bislang<br />
eher tröpfelnde Produkt-Evolution mit<br />
dem Internet of Things (IoT) zu einer Flutwelle<br />
von echten Geschäfts-Revolutionen<br />
in Richtung softwarebasierter Geschäftsmodelle<br />
geworden ist. Marktführende Hardware-<br />
und Embedded-Systeme Hersteller,<br />
die eine Transformation hin zum Softwarebusiness<br />
vollzogen haben, profitieren<br />
am meisten davon, denn sie treiben dadurch<br />
auch den Erfolg ihrer Kunden voran.<br />
General Electric hat sich beispielsweise auf<br />
das Industrial Internet ausgerichtet und<br />
auch Rockwell <strong>Automation</strong> hat sich fest als<br />
Connected Enterprise Unternehmen positioniert.<br />
Auch das Software Programm<br />
Cisco One von Cisco Systems zeigt deutlich,<br />
wie sehr sich die Art und Weise veränumzusetzen,<br />
ist dabei eine große Herausforderung.<br />
Sie kann dabei recht elegant und<br />
effizient mit professionellen Monetarisierungslösungen<br />
neuester Auslegung gemeistert<br />
werden. Und hat man diesen Prozess<br />
erst einmal im Griff, kann man ihn auch<br />
mehrfach nutzen, und beispielsweise Upgrades<br />
für bereits bereitgestellte Produkte<br />
anbieten, um sich so neue Einnahmequellen<br />
bei Bestandskunden zu verschaffen.<br />
Hohe Agilität<br />
Softwaregetriebene Geschäftsmodelle ermöglichen<br />
auch ein höchst flexibles, softwareentwicklungstechnisch<br />
auch als agil<br />
umsetzbares Reagieren auf sich ändernde<br />
Kundenbedürfnisse und den damit einhergehenden<br />
Funktionsanforderungen. Anbieter<br />
können Software-Funktionen schnell<br />
ein- und ausschalten oder auf Anfrage beispielsweise<br />
über Clouds zusätzliche Kapazitäten<br />
freischalten. Wenn sie von einem<br />
entsprechenden Bereitstellungs- und Monetarisierungs-Layer<br />
unterstützt werden,<br />
können solche Vorgänge auch ohne manuelle<br />
Auftragsbearbeitung oder physikalische<br />
Neukonfigurationen mit wenigen Klicks<br />
ausgeführt werden. Um die Vorteile von<br />
solchen softwaregetriebene Geschäftsmodellen<br />
voll und ganz nutzen zu können,<br />
Ansgar Dodt ist Geschäftsführer und VP Global<br />
Sales für Software-Monetarisierung bei der<br />
Gemalto GmbH in München<br />
82 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
müssen Unternehmen jedoch lernen, ihre<br />
Lösungen auf Basis einer einzigen Cots<br />
Hardware aufzubauen, sodass Features und<br />
Funktionen rein elektronisch durch Lizensierung<br />
aktiviert, parametriert und optional<br />
auch aus der Ferne jederzeit auch aktualisiert<br />
werden können.<br />
IoT und kontinuierliche<br />
Verbesserungen<br />
Internet der Dinge basierte Applikationen<br />
setzten oft auf die Philosophie der umsetzungsorientierten<br />
Kennzahlen und Messgrößen,<br />
aus deren Analyse man Entscheidungen<br />
zur Verbesserung ableiten kann. Es<br />
gibt viele reale Beispiele, bei denen eine<br />
Datenerfassung und Analyse zu eindrucksvollen<br />
Verbesserungen bei Unternehmen<br />
geführt hat. Frost & Sullivan fand beispielsweise<br />
heraus, dass 82 % der Unternehmen,<br />
die einen intelligenten Fertigungsprozess<br />
implementiert haben, auch die Effizienz<br />
ihres Produktentwicklungsprozesses steigern<br />
konnten. Viele verzeichnen zudem durch<br />
die Einführung von IoT-Technologien in<br />
ihre Produktionslinien eine Zunahme des<br />
Produktionsausstoßes, der nicht selten bei<br />
20 bis 30 % liegt.<br />
Flexibilität bei Lagerware<br />
und Feature-Bundles<br />
Anbieter von Hardware und Embedded-<br />
Systemen wissen, dass ihre Kunden nur so<br />
viel vom Produkt erwerben und bezahlen<br />
wollen, wie sie tatsächlich brauchen. Wenn<br />
Hardware-Unternehmen anfangen, ihre<br />
Produkte auf die gleiche Weise wie Software-<br />
Unternehmen zu bauen, zu lizensieren und<br />
zu monetarisieren, sind sie zunehmend<br />
besser aufgestellt, den Prozess der Bereitstellung<br />
und Parametrierung von Features<br />
zu automatisieren, was dem Bedarf der<br />
Offensiv bewegen<br />
Kunden oder Endanwender, unmittelbare<br />
Lösungen zu erhalten, optimal entspricht.<br />
Software-Architekturen bieten hierzu eine<br />
immanente Produktagilität, die heute auch<br />
umfassend von einer zunehmend standardisierten<br />
Hardware unterstützt wird. Das<br />
Ergebnis: bessere Produkte, niedrigere Forschungs-<br />
und Entwicklungskosten sowie<br />
eine höhere Differenzierung vom Wettbewerb<br />
durch Software.<br />
Bild: Gemalto<br />
www.gemalto.com<br />
Aufgrund der Wachstumschancen, die sowohl durch die objektive Analysen von<br />
Marktforschern als auch durch Best Practice Beispiele belegbar sind, sollten sich<br />
Unternehmen offensiv in Richtung Software-basiertes Feature-Management,<br />
nutzungsbasierte Preisgestaltungen und virtualisierungsfreundliche Cloud-<br />
Architekturen bewegen. Moderne Systemlösungen zur Software-Monetarisierung<br />
unterstützen Anbieter dabei umfassend. Gleichzeitig bieten sie auch den Zusatznutzen,<br />
Herausforderungen wie den Schutz vor IP-Diebstahl, Produktfälschung<br />
und Umsatzverlusten meistern zu können, die bei Software-basierten Produkten<br />
unweigerlich auftreten.<br />
IMPRESSUM<br />
erscheint <strong>2017</strong> im 30. Jahrgang, ISSN: 2194-1157<br />
Redaktion<br />
Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar<br />
Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />
Stv. Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke,<br />
Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de<br />
Redakteurin: Alexandra Pisek M.A.,<br />
Tel.: 06131/992-266, E-Mail: a.pisek@vfmz.de<br />
Redaktionsassistenz: Ulla Winter,<br />
Tel.: 06131/992-347, E-Mail: u.winter@vfmz.de,<br />
Angelina Haas, Melanie Lerch, Petra Weidt<br />
(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />
Gestaltung<br />
Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder,<br />
Mario Wüst<br />
Chef vom Dienst<br />
Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />
Anzeigen<br />
Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />
E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />
E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />
Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />
Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />
Anzeigenpreisliste Nr. 30: gültig ab 1. Oktober <strong>2017</strong><br />
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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />
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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 83
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
„Nervenbahnen“, die Industrie 4.0<br />
erst möglich machen<br />
Schnelle und robuste Industrie-Datenkabel halten widrigen<br />
Umgebungsbedingungen stand<br />
Mit der Übernahme von Ceam Cavi Speciali, eines italienischen Hersteller von Datenleitungen für<br />
industrielles Ethernet und Feldbus, stärkt die Lapp Gruppe ihre Position im wachsenden Markt für<br />
Industrie-Datenkabel. Im Portfolio enthalten sind Leitungen mit hohen Datenübertragungsraten,<br />
die Langlebigkeit garantieren und für enge Biegeradien ausgelegt sind.<br />
Industrie 4.0 macht auch vor Kabeln und<br />
Leitungen nicht halt. Besonders die Anforderungen<br />
an Datenleitungen sind in den<br />
letzten Jahren erheblich gestiegen und damit<br />
auch die Anforderungen an die Hersteller.<br />
Die Lapp Gruppe war hier immer schon gut<br />
aufgestellt mit ihren Unitronic- und Etherline-Leitungen<br />
für industrielles Ethernet<br />
und Feldbusse. Die kommen aus Italien: von<br />
Ceam Cavi Speciali. In Monselice bei Padua<br />
entwickeln und fertigen 110 Mitarbeiter für<br />
Lapp Leitungen des Unitronic und Etherline-Portfolios.<br />
Ceam-Leitungen gelten als<br />
zuverlässig bei den Datenübertragungseigenschaften<br />
und der Langlebigkeit – nicht<br />
zuletzt dank eines hochautomatisierten<br />
Herstellungsprozesses und vielen Jahren<br />
Erfahrung. Aus der Partnerschaft zwischen<br />
den beiden Unternehmen ist im Oktober<br />
2016 eine Ehe geworden: Lapp hat Ceam<br />
übernommen. Damit holt sich die Lapp<br />
Gruppe Kompetenz bei der Entwicklung<br />
und Herstellung von Industrie-Datenkabeln<br />
ins eigene Haus. „Das profitable<br />
Geschäft von Ceam ist ein Schlüsselbau-<br />
Bernd Müller, freier Journalist, Bonn<br />
stein in der Wachstumsstrategie der Lapp<br />
Gruppe“ sagt Georg Stawowy, Vorstand<br />
Technik und Innovation der Lapp Holding.<br />
Den Anforderungen stets<br />
eine Nasenspitze voraus<br />
Für die bisherigen Ceam-Kunden soll sich<br />
durch den Eigentümerwechsel nichts ändern.<br />
Sie profitieren von der zusätzlichen Expertise<br />
bei Datenleitungen aus Italien, weil das<br />
Unternehmen ihre Anforderungen schneller<br />
in neue leistungsfähige Produkte umsetzen<br />
kann. Das ist besonders wichtig im sich<br />
schnell entwickelnden Markt für Netz- und<br />
Datentechnik, der die Basis für die rasante<br />
Entwicklung in der Automatisierungstechnik<br />
und bei Industrie 4.0 ist, etwa durch die<br />
Vernetzung der Maschinen und die Zunahme<br />
der Sensorik. So übernehmen Roboter<br />
immer mehr Aufgaben in Kooperation<br />
mit dem Menschen – dazu müssen sie sehen<br />
und fühlen können, etwa mit Kameras für<br />
die Qualitätsinspektion oder taktiler „Haut“,<br />
um Kollisionen zu vermeiden.<br />
Kabel dürfen da nicht zum Engpass werden,<br />
sie sind die „Nervenbahnen“, die Industrie<br />
4.0 erst möglich machen. „Bei Lapp<br />
haben wir den Anspruch, den wachsenden<br />
Anforderungen stets eine Nasenspitze voraus<br />
zu sein“, so Stawowy. Eine Maßnahme<br />
sind Leitungen mit immer höheren Datenübertragungsraten.<br />
Ein Beispiel ist die erste<br />
torsionsfähige und Profinet-konforme Cat.7-<br />
Leitung der Welt. Sie heißt Etherline Torsion<br />
Cat.7. Es gibt auch eine Variante für die Installation<br />
in Schaltschränken, in denen es<br />
eng zugeht. Diese heißt Etherline Flex Cat.7.<br />
Langlebigkeit als<br />
Grundvoraussetzung<br />
Doch Geschwindigkeit ist nur die halbe<br />
Miete, es gehört immer auch die Langlebigkeit<br />
dazu. Das erwarten die Kunden, die<br />
vorwiegend aus Branchen wie dem Maschinenbau,<br />
der Robotik, der Bahntechnik oder<br />
der Lebensmittelindustrie kommen. Die<br />
Standards, die man z. B. von Ethernet-Leitungen<br />
aus dem Büro kennt, reichen in der<br />
Fabrik nicht aus – dort kommen sie mit<br />
aggressiven Ölen oder Reinigungsmitteln in<br />
Berührung, es können sehr hohe oder tiefe<br />
Temperaturen herrschen, oder die Leitungen<br />
werden millionenfach hin und her bewegt.<br />
Robuste Kabel sind zudem einfacher zu<br />
verlegen, weil für sie keine zusätzlichen<br />
Schutzmaßnahmen notwendig sind wie ein<br />
84 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Kabelkanal oder zusätzliche Maßnahmen,<br />
um das Kabel unter dem Boden zu verlegen.<br />
Kunden erwarten, dass Produkte auch<br />
nach zehn Jahren noch einwandfrei funktionieren,<br />
und somit im Falle der oben<br />
genannten Datenkabel auch dann noch die<br />
Cat.7-Spezifikation erfüllen. Weniger robuste<br />
Leitungen können dagegen mit der<br />
Zeit ihre Eigenschaften verlieren. Es muss<br />
dann nicht unbedingt zu Kurzschlüssen<br />
kommen, aber möglicherweise bilden sich<br />
feine Risse in der Isolation oder in der<br />
Schirmung, was zu Störungen bei der Übertragung<br />
und damit zu einem Absinken der<br />
Datenrate führt.<br />
Dünne Leitungen für<br />
enge Biegeradien<br />
Um das zu verhindern, ist ein lückenloses<br />
Qualitätsmanagement notwendig. Im Falle<br />
Ceam bedeutet das, dass in jedem Schritt<br />
der Kabelherstellung Qualitätstests ausgeführt<br />
werden – entweder automatisch über<br />
Sensoren oder manuell durch die Mitarbeiter.<br />
Die Daten aus den Qualitätsprüfungen<br />
werden im Computer gesammelt und lassen<br />
sich jederzeit nachvollziehen.<br />
Geschwindigkeit und Robustheit – auch<br />
das reicht noch nicht. Weil Roboter immer<br />
kompakter werden und Leitungen zunehmend<br />
im Roboter-Arm und damit in engen<br />
Biegeradien verlegt werden, müssen auch<br />
die Verbindungssysteme kompakter sein.<br />
Die neuen Etherline-Varianten sind deswegen<br />
besonders dünn. Dabei hilft z. B. der<br />
Prozess der Skin-Foam-Skin-Extrusion bei<br />
der Aderisolation, den Ceam anwendet.<br />
Dabei wird die Aderisolation in einem<br />
Schritt von drei Exrudern in drei Schichten<br />
aufgebracht: Die Extruder 1 und 3 erzeugen<br />
innen an der Litze sowie außen auf dem<br />
Isolator eine glatte Haut, die dazwischenliegende<br />
Schicht wird im Moment des Extrudierens<br />
mit Stickstoff aufgeschäumt. Da<br />
das Stickstoffgas ein besserer Isolator als<br />
Kunststoff ist, werden einerseits hohe Übertragungsgeschwindigkeiten<br />
auch über größere<br />
Distanzen möglich. Andererseits kann<br />
die Isolation dünner ausfallen, was den<br />
Durchmesser der Leitung reduziert. Dazu<br />
ist es essenziell, die richtige Größe und die<br />
gleichmäßige Verteilung der Stickstoffblasen<br />
zu erzielen. Und passend zu den<br />
dünnen Leitungen hat Lapp neue kompakte<br />
und modulare Steckverbindungssysteme<br />
im Programm.<br />
01 Im Skin-Foam-Skin-Prozess bringen<br />
drei Extruder die Aderisolation auf,<br />
die so besonders dünn ausfallen kann<br />
02 Ceam entwickelt und fertigt in Italien<br />
industrielle Datenleitungen in höchster Qualität<br />
03 Beispiel für eine Skin-Foam-Skin-Extrusion<br />
Kompetenzzentrum<br />
für Datenleitungen<br />
Insofern ergänzen sich die Expertisen von<br />
Lapp als Hersteller von Verbindungssystemen<br />
und Ceam als Spezialist für Hochgeschwindigkeits-Datenleitungen.<br />
Die neuen<br />
Etherline Cat.7-Leitungen sind ein gutes<br />
Beispiel für die langjährige fruchtbare<br />
Zusammenarbeit. Die Entwicklung dieser<br />
Leitungen hat bereits vor der Übernahme<br />
stattgefunden. In Zukunft will Lapp Ceam<br />
als Kompetenzzentrum für Datenleitungen<br />
der Lapp Gruppe auf- und für Etherline-Lösungen<br />
ausbauen. Überschneidungen<br />
oder gar Konkurrenz innerhalb der<br />
Gruppe werde es nicht geben, versichert<br />
Georg Stawowy, da beide Unternehmen<br />
schon in der Vergangenheit eng kooperiert<br />
haben. „Im Gegenteil: Die Erfahrungen<br />
von Lapp und Ceam ergänzen sich sehr<br />
gut, dadurch ergeben sich für beide Seiten<br />
neue Perspektiven.“<br />
www.lappkabel.de<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 85
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Kompakte, robuste und gut sichtbare<br />
Not-Halt-Taste<br />
Das wichtigste Sicherheits-Bedienelement, die Not-Halt-Taste,<br />
gibt es mit der Baureihe 61 von EAO in einer besonders<br />
kompakten und robusten Ausführung. Die Tasten der Reihe<br />
eignen sich besonders für mobile Bedieneinheiten und können<br />
direkt an der Maschine und an gut erreichbaren Stellen verbaut<br />
werden. Die Einbautiefe ist mit 21,2 mm sehr gering. Die<br />
Monoblock-Bauweise bietet einen manipulationssicheren<br />
Auslösemechanismus für die Unter-brechung der elektrischen<br />
Kontakte sowie eine grüne<br />
Ringmarkierung zum Anzeigen,<br />
ob die Taste betätigt wurde. Die<br />
Auslösung der Schalt-elemente<br />
ist mechanisch entkoppelt. Die<br />
Frontschutzart beträgt IP69K<br />
und IP67. Jede Taste kann mit<br />
bis zu drei individuellen<br />
Öffnern oder Schließern, einer<br />
Druckhaube mit 27 oder 40 mm Durchmesser und optional mit<br />
einer 24 V DC LED kombiniert werden. Die optionale Ausleuchtung<br />
mit der zentrierten LED macht das Gerät selbst bei<br />
schwachen Lichtverhältnissen deutlich sichtbar.<br />
www.eao.com<br />
Sicherheitszuhaltung mit höchstem<br />
Manipulationsschutz<br />
Die Aux-Variante der AZM300-AS, eine Sicherheitszuhaltung von<br />
Schmersal mit integrierter AS-i-Safety-at-Work-Schnittstelle,<br />
erreicht bei der sicheren zweikanaligen Entsperrfunktion das<br />
höchste Sicherheitsniveau PL e<br />
und erfüllt damit die Norm<br />
ISO 14119. Aufgrund der<br />
integrierten RFID-Technologie<br />
erreicht sie die Codierstufe<br />
„hoch“ und gewährleistet so<br />
einen hohen Manipulationsschutz.<br />
Neben der Aux-Power-<br />
Version ist die Sicherheitszuhaltung<br />
auch in der AS-i-<br />
Power-Variante erhältlich.<br />
Über den Feldbusstandard AS-i<br />
können nicht sichere und sichere Schalter, Sensoren sowie<br />
Zuhaltungen einfach verdrahtet werden. AS-i-Sicherheitslösungen<br />
bieten weitreichende Diagnosemöglichkeiten und ermöglichen so<br />
z. B. eine frühzeitige Fehlererkennung. Darüber hinaus gestattet<br />
AS-I-Safety-at-Work den Aufbau individuell skalierbarer Sicherheitslösungen<br />
für unterschiedliche Maschinengrößen.<br />
www.schmersal.com<br />
Schaltschränke effizient passiv kühlen<br />
Die Lebensdauer elektrotechnischer Komponenten hängt stark<br />
von der Temperatur ab. Als Idealtemperatur zwischen Lebensdauer<br />
der Komponenten und Aufwand für die Schaltschrank-<br />
Klimatisierung wird meist eine Temperatur von 35 °C gewählt.<br />
Für die Abführung der Verlustleistung aus dem Schaltschrank<br />
gibt es zwei Möglichkeiten: Die aktive oder passive Kühlung. Bei<br />
der aktiven Kühlung sind zusätzliche Geräte notwendig. Bei der<br />
passiven Entwärmung erfolgt der Wärmetransport über die Schaltschrankwände.<br />
Gleichzeitig ist der<br />
EMV-Schutz eines geschlossenen<br />
Schaltschranks einfacher. Entscheidend<br />
für die Entwärmung sind das<br />
Material bzw. der Wärmeübertragungskoeffizient<br />
des Schaltschrankmaterials<br />
und die Schaltschrankoberfläche.<br />
Die effektive<br />
Schaltschrankoberfläche ist bei<br />
gegebener Schaltschrankgröße<br />
maximal, wenn der Schrank frei im<br />
Raum steht. Sie verringert sich<br />
durch Anreihung mehrerer Schaltschränke,<br />
Wandanbau oder<br />
Abdeckung der Dachflächen.<br />
Wenn die Verlustleistung und die<br />
Umgebungstemperatur gegeben<br />
sind, lässt sich die mittlere<br />
Temperatur im Inneren des Schaltschranks berechnen. Liegt die<br />
berechnete über der gewünschten Innentemperatur, ist keine<br />
aktive Kühlung notwendig. Wenn ein etwas größerer Schaltschrank<br />
verwendet wird, kann dies ausreichen. Eine weitere Möglichkeit<br />
besteht darin, Komponenten mit hoher Verlustleistung außerhalb<br />
des Schaltschranks zu installieren. Mit geschickter Planung einer<br />
Steuerungs- und Schaltanlage lassen sich Kosten für die Entwärmung<br />
effektiv sparen.<br />
www.rittal.de<br />
Energieketten noch einfacher<br />
konfektionierbar<br />
Igus hat seine Wabenzugentlastung CFU für E-Ketten weiterentwickelt.<br />
Mit ihr muss nicht mehr jede Leitung an der Energiekette<br />
einzeln fixiert werden, sondern die Leitungen und Schläuche<br />
werden in die Wabe eingelegt und verschlossen. Dabei legen sich<br />
die Außenwände der Wabenhohlräume um die Leitungen. Die<br />
optimierte Version kann durch den bündigen Abschluss mit dem<br />
E-Ketten-Anschlusselement in freitragenden und gleitenden<br />
Anwendungen eingesetzt werden. Der vertikale Aufbau ermöglicht<br />
eine leichte Skalierung für individuelle Kettenbreiten. Unterschiedliche<br />
Leitungen werden einfach in die vertikalen Reihen<br />
eingelegt, das System wird<br />
geschlossen und anschließend<br />
oben verschraubt. Optionale Clips<br />
an den Seitenteilen verbinden<br />
Energiekette und Zugentlastung.<br />
Mit der Wabenzugentlastung kann<br />
der Konstrukteur die E-Kette und<br />
Zugentlastung einplanen, bevor er<br />
die genaue Leitungsbelegung<br />
kennt. Im späteren Verlauf lässt sie<br />
sich unkompliziert ändern.<br />
im Internet:<br />
www.igus.de<br />
www.industrielle-automation.net<br />
86 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
LED-Großanzeigen mit neuer<br />
Ansteuerung<br />
Die grafikfähigen<br />
LED-Großanzeigen aus<br />
der Migra-Reihe von<br />
Microsyst verfügen ab<br />
sofort über ein neues<br />
Ansteuerungskonzept.<br />
Darüber hinaus sind die<br />
neuen Migra-Anzeigesysteme<br />
in auch in sieben Leuchtfarben erhältlich – bislang wurde<br />
maximal das Dreifarbspektrum abgedeckt. Damit eröffnen sich<br />
auch im Bereich der grafikfähigen LED-Großanzeigen neue<br />
Möglichkeiten der Darstellung: Ziffern, Buchstaben, Zahlen und<br />
Grafiken werden leuchtstark und kontrastreich, jedoch durch die<br />
Farbvielfalt noch weitaus differenzierter dargestellt. Die neue<br />
integrierte Steuerplatine ist für die eigenständige Ermittlung,<br />
Berechnung und Protokollierung von Messwerten konzipiert.<br />
Über die Konfigurationssoftware wird die Platine adaptiert und<br />
mit Daten versorgt. Das Konzept macht sowohl Anzeigesysteme<br />
als auch autarke Kleinsteuerungen für unterschiedliche Aufgaben<br />
verwendbar. Die Logik des Anzeigesystems kann werkseitig oder<br />
vor Ort programmiert werden. Klassische Anwendungsfälle<br />
betreffen bspw. programmierbare Reaktionen auf Zustände und<br />
Ereignisse mit direkter Ausgabe am Display oder auf einer<br />
Schnittstelle.<br />
www.microsyst.de<br />
Hochflexible Allround-Schlauchleitung<br />
Eine halogenfreie und flammwidrige Gummischlauchleitung, die<br />
zudem für den ständigen Einsatz im Wasser geeignet ist, ist die<br />
H07RN-F Premium von TKD Kabel. Sie erlaubt eine Betriebstemperatur<br />
bis + 90 °C und ist fest verlegt bis - 50 °C kältebeständig.<br />
Gegenüber dem Standardmodell H07RN-F bietet sie außerdem<br />
eine geringere Verlustleistung und eine höhere Strombelastbarkeit.<br />
Eingesetzt werden kann sie z. B. in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen, in landwirtschaftlichen Betrieben, auf Baustellen, an<br />
Kran- und Hafenanlagen, in Kläranlagen oder in der Veranstaltungstechnik.<br />
Sie ist sowohl für die feste Verlegung auf Putz oder Bauteilen<br />
als auch für flexible Anwendungen mit hohen mechanischen,<br />
thermischen oder elektrischen Anforderungen geeignet. Im<br />
Wasser – außer Trinkwasser – kann sie bewegt in bis zu 10 m Tiefe<br />
eingesetzt werden, fest verlegt in bis zu 100 m Tiefe, auch in<br />
Salzwasser. Sie lässt sich mit einer Betriebsspannung von bis zu<br />
1 000 V verwenden.<br />
www.tkd-kabel.de<br />
Anzeige<br />
Zuverlässigkeit im Industrieeinsatz durch<br />
DNV-GL-zertifizierte Signalgeber von Pfannenberg<br />
Kontakt<br />
Pfannenberg Europe GmbH<br />
Werner-Witt-Str. 1<br />
D-21035 Hamburg<br />
Tel: +49 73412-0<br />
Fax: + 49 73412-101<br />
Die DNV-GL-Signalgeräte erweisen<br />
sich dank verwindungssteifen Kunststoffgehäusen<br />
mit Schlagfestigkeit IK08<br />
als besonders robust<br />
Email: info@pfannenberg.com<br />
Web: www.pfannenberg.com<br />
Messen etc.<br />
SPS IPC Drives<br />
Halle 5, Stand 339<br />
In rauen Industrieanwendungen müssen<br />
Signalgeräte starken Erschütterungen,<br />
andauernden Vibrationen oder harten<br />
Stößen standhalten. Leistungsstarke<br />
DNV-GL-zertifizierte Signalgeber von<br />
Pfannenberg eignen sich dabei optimal für<br />
Industrien mit hohen Anforderungen.<br />
Dazu zählt nicht nur die maritime<br />
Industrie: Sie kommen auch in der Schwerund<br />
Automobil-Industrie, bei Hafenanlagen<br />
und Werften, Lager- und Transportbereichen<br />
der Logistik bis hin zur<br />
prozesstechnischen Anlagen der Baustoff-,<br />
Holz-, Glas- und Pharmaindustrie zum<br />
Einsatz. Zertifizierungen der DNV-GL sind<br />
weltweit führend und gelten durch<br />
strengen Bewertungskriterien als<br />
Qualitätssiegel für Robustheit und<br />
Zuverlässigkeit. Zu den DNV-GL-zertifizierten<br />
Geräten zählen dabei unter<br />
anderem die Schallgeber der DS-Serie,<br />
XENON-Blitzleuchten der PMF-Serie<br />
sowie PAX Blitzschallgeber-Kombinationen<br />
der PATROL-Serie.<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 87
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Autonomer Betrieb von Prozesskranen<br />
Steigende Produktnachfragen aufgrund<br />
wachsender Bevölkerungszahlen<br />
erfordern meist kürzere<br />
Material-Umschlagszeiten. Das<br />
gilt im Schüttgutbereich bei der<br />
Biomasse-Verwertung oder in der<br />
Zementindustrie und im Stückgutumschlag<br />
von z. B. Papier oder<br />
Stahl-Coils bzw. bei der Containerlagerung.<br />
Ein 24/7-Betrieb mit<br />
möglichst gleichbleibender Lagergeometrie<br />
in Altanlagen und ohne zusätzlichen Personaleinsatz<br />
ist zu gewährleisten. Das Unternehmen Aucoteam ist seit 2004 mit<br />
der Prozessautomation von Brückenkranen am Markt. Ein hochflexibles<br />
Kranmanagement und Lagerverwaltungssystem mit frei<br />
einstellbarer Lagergeometrie ermöglicht eine effiziente Auslastung<br />
der vorhandenen Lagerkapazitäten. Jede Anlage wird vor der<br />
Inbetriebnahme unter Verwendung von detailgetreuen Anlagensimulationen<br />
überprüft. Über einen gesicherten Fernzugang<br />
haben Anwender bzw. ihr Service-Team die Anlage(n) jederzeit<br />
im Blick, 24/7 weltweit.<br />
www.aucoteam.de<br />
Mehr Funktionen, mehr Speed<br />
Mit Mechanismen zur Automatisierung<br />
von Konstruktionsprozessen<br />
und vielen Schnittstellen in die<br />
Fertigung, zu PLM-, ERP- und<br />
anderen IT-Systemen eröffnet die<br />
WSCAD Suite 2018 neue Möglichkeiten<br />
für Planung, Entwicklung<br />
und Konstruktion. Eine neue<br />
Funktion ohne Zusatzkosten ist<br />
z. B. die Add-On Advanced Project<br />
Structure (APS) für eine disziplinübergreifende, normengerechte<br />
Produktgliederung mit übergeordneten Strukturkennzeichen. Für<br />
die Gebäudeautomation sind im Modul Building <strong>Automation</strong> vier<br />
neue Plugins für Datenpunktschlüssel verfügbar. Im Modul<br />
Cabinet Engineering ist die 3D-Ansicht überarbeitet: 3D-Daten<br />
im Step-Format aus wscaduniverse.com oder anderen Portalen<br />
werden über die Artikelverwaltung zugewiesen. Ebenfalls neu ist<br />
die kostenlose WSCAD Augmented Reality App. Darüber hinaus<br />
können nun Lizenzen über ein Online-Portal verwaltet und bis zu<br />
30 Tage ausgeliehen werden. Eine Übersicht über alle Neuerungen<br />
findet sich unter www.wscad.com/suite2018.<br />
www.wscad.com<br />
Unterstützung bei kritischen Betriebsabläufen<br />
Eine integrierte, modulare Softwaresuite mit Funktionen entlang<br />
der Wertschöpfungskette auf Industrie- und Infrastrukturmärkten<br />
ist die Ecostruxure Industrial Software Platform von Schneider<br />
Electric. Sie unterstützt bei komplexen und unternehmenskritischen<br />
industriellen Betriebsabläufen. Sie ist ein Neuzugang zur<br />
bestehenden Ecostruxure-Platform, einer IoT-fähigen offenen<br />
Architektur mit Plug-&-Play-Komponente, die End-to-End-<br />
Lösungen für Gebäude, Rechenzentren, Industrie und Infrastruktur<br />
bereitstellt. Die Industrial Software Platform ist hardware- sowie<br />
systemunabhängig und kann maßstabsgerecht und modular<br />
installiert werden. Sie ist im Abonnement, als SaaS oder ohne<br />
Beschränkung erhältlich und kann mit allen Funktionen entweder<br />
vor Ort oder cloudbasiert bereitgestellt werden. Mit branchenspezifischer<br />
Funktionalität verbessert sie Technik, betriebliche<br />
Abläufe, Anlagenmanagement sowie die Befähigung von<br />
Mitarbeitern.<br />
www.schneider-electric.de<br />
Inserentenverzeichnis Heft 6/<strong>2017</strong><br />
Amsys, Mainz57<br />
Analog Microelectronics, Mainz73<br />
<strong>Automation</strong>24, Essen 9<br />
B&R Industrie-Elektronik,<br />
Bad Homburg31<br />
Balluff, Neuhausen 7<br />
Bihl+Wiedemann, Mannheim13<br />
CE-CON, Bremen41<br />
Conrad Electronic, Hirschau53<br />
Delphin, Bergisch Gladbach 5<br />
E-T-A, Altdorf37<br />
Eckelmann, Wiesbaden61<br />
Electronic Assembly, Gilching52<br />
EPSG, Fredersdorf-Vogelsdorf17<br />
Escha, Halver81<br />
Euchner, Leinfelden-Echterdingen77<br />
Falcon Illumination MV,<br />
Untereisesheim50<br />
Fränkische Inudustrial Pipes,<br />
Königsberg85<br />
FuehlerSysteme, Nürnberg27<br />
Goldammer, Wolfsburg59<br />
Helukabel, Hemmingen11<br />
Hydac International, Sulzbach75<br />
Icotek, Eschach51<br />
Igus, Köln19<br />
Itema, Merseburg54<br />
Jumo, Fulda55<br />
Leoni Special Cables, Friesoythe63<br />
Micro-Epsilon, Ortenburg 3<br />
MTS Sensor Technologie, Lüdenscheid35<br />
Novotechnik, Ostfildern47<br />
Panasonic Electric Works, Ottobrunn23<br />
PEAK-System Technik, Darmstadt39<br />
Pepperl+Fuchs, Mannheim30<br />
Pfannenberg, Hamburg87<br />
Posital Fraba, Köln10<br />
R3 - Reliable Realtime Radio<br />
Communications, Berlin71<br />
Rittal, Herborn 32 + 33<br />
Schmersal, Wuppertal29<br />
Schubert System Elektronik,<br />
Neuhausen49<br />
Sensitec, Lahnau21<br />
Sika, Kaufungen 6<br />
Spektra, Dresden55<br />
Stego, Schwäbisch Hall79<br />
Stöber, Pforzheim4. US<br />
The Mathworks, Ismaning 2.US<br />
Turck, Mülheim45<br />
TWK, Düsseldorf61<br />
Universal Robots, DK-Odense65<br />
Wachendorff Prozesstechnik,<br />
Geisenheim69<br />
Weidmüller, Detmold 8<br />
WIBU-Systems, Karlsruhe25<br />
Zirox, Greifswald43<br />
Beilage:<br />
Profibus, Karlsruhe<br />
Effizientes Modell der Kabeleinführung<br />
Icotek wird eine neue Stufe der effizienten Kabeleinführung<br />
vorstellen. Die komplett neu überarbeitete Kabeleinführungsleiste<br />
der werkzeuglosen Kel-Quick-Baureihe ist ein kompaktes<br />
System zur schnellen und problemlosen Einführung<br />
sowie Abdichtung vorkonfektionierter Leitungen<br />
sowie Schläuchen und Pneumatikleitungen.<br />
Verwendung finden die bisher gängigen und<br />
im Markt eingesetzten geschlitzten Tüllen des<br />
Herstellers der Serie QT. Neu ist u. a. der<br />
Abschlussdeckel kopfseitig, der auf den<br />
bestückten Rahmen aufgerastet wird.<br />
Diese Baureihe setzt auf Ausbrüche für<br />
24-/16-/10-polige schwere Steckverbinder<br />
sowie Ausbrüche der Größe 36 × 46 mm auf.<br />
Die werkzeuglose leichte Montage erfolgt<br />
entweder durch Anschrauben oder durch<br />
Einrasten in den Kel-Snap-Rahmen. Spätere Nachrüstungen und<br />
Servicearbeiten sind bequem durchführbar. Die Garantie konfektionierter<br />
Leitungen bleibt erhalten. Mit der Kel-Quick-E ist<br />
zusätzlich eine einreihige Variante erhältlich. Die neue Baureihe<br />
ist neben einer Vielzahl an Zulassungen und Zertifikaten geprüft<br />
nach IP54 und UL.<br />
www.icotek.com<br />
88 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SOFTWARE<br />
Dezentrale Stromversorgung<br />
in neuer Dimension<br />
Das Schaltnetzgerät Emparro67<br />
Hybrid aus dem Hause Murrelektronik<br />
verlagert nicht nur die Strom-versorgung<br />
aus dem Schaltschrank ins<br />
industrielle Feld. Mit zwei integrierten<br />
Kanälen zur 24-VD C-Lastkreisüberwachnung<br />
überwacht es auch die<br />
Ströme für hohe Betriebssicherheit.<br />
Mit den vollvergossenen IP67-Schaltnetzteilen<br />
des Geräts werden bis zu<br />
93,8 % der eingesetzten Energie umgesetzt. Die Wandlung von<br />
230 V AC auf 24 VD C erfolgt direkt am Verbraucher. Dadurch<br />
reduzieren sich Leitungsverluste. Schaltschränke können kleiner<br />
dimensioniert und manchmal sogar weggelassen werden. Die<br />
beiden Mico-Kanäle dienen der elektronischen Stromüberwachung<br />
von z. B. separaten Anlagenteilen, Sensoren, Aktoren oder<br />
Feldbusmodulen. Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Schnittstelle<br />
und kann als Device mit einem übergeordneten IO-Link-<br />
Master kommunizieren. Damit kann man es in durchgängig<br />
vernetzten intelligenten Anwendungen einsetzen, etwa zur<br />
Überwachung der Lebensdauer eines Gerätes.<br />
www.murrelektronik.com<br />
Kabelschutz durch<br />
Wellrohr-Verschraubung<br />
Der Zulieferer für Industrie,<br />
Handwerk und Schiffbau<br />
Wiska führt eine Neuentwicklung<br />
im Kabelschutz<br />
ein: die Verschraubung für<br />
Wellrohre Bracefitting. Die<br />
Verschraubung aus hochwertigem<br />
Kunststoff ist so entwickelt, dass sie<br />
umfassenden Schutz bietet und zeitsparend<br />
in der Handhabung ist. Neben dem umfassenden Schutz spart das<br />
neue Produkt vor allem Zeit bei der Montage und der Wartung.<br />
Der Verschluss ist so konzipiert, dass er umfassend in das Wellrohr<br />
greift und sich mit einem einfachen Standardwerkzeug in<br />
Sekundenschnelle öffnen und wieder schließen lässt. Durch den<br />
Zwei-Komponenten-Spritzguss ist der Dichtungsring direkt mit<br />
dem Produkt verbunden. Das sorgt für perfekte Dichtungseigenschaften<br />
und dafür, dass der Ring bei der Montage nicht verloren<br />
gehen kann. Neben der Wellrohrverschraubung bietet Wiska<br />
ebenso die zugehörigen Wellrohre aus Kunststoff und das metallische<br />
Programm aus Schutzschlauchverschraubungen und<br />
-schläuchen an.<br />
www.wiska.de<br />
Lichtvorhang mit integrierter Muting-Logik<br />
Der Lichtvorhang Safegate von Reer kann dank seines modularen<br />
Aufbaus und der integrierten Muting-Logik flexibel zum Einsatz<br />
kommen. L- und T-Muting sowie Parallel- und Kreuz-Muting sind<br />
mit den voreingestellten und vorkonfigurierten Muting-Armen einfach<br />
zu realisieren. Die integrierte Muting-Lampe zeigt über Farben<br />
und Impulse den Status des Lichtvorhanges an. Für komplexere<br />
Anwendungen ist der Lichtvorhang individuell programmierbar<br />
und bei unübersichtlichen, lückenhaften Ladungen lassen sich<br />
fünfstrahlige Fotozellen als Muting-Sensoren verwenden. Den<br />
Vertrieb in Deutschland übernimmt SSP-Safety System Products.<br />
www.safety-products.de<br />
Führungsrinne mit hoher<br />
Chemikalienbeständigkeit<br />
Das Rinnensystem Guidelite Plus von Igus für Energieketten aus<br />
Kunststoff wird nun aus dem Werkstoff Igumid EG+ gefertigt.<br />
Dieser sorgt für eine hohe Chemikalienbeständigkeit, sodass die<br />
Führungsrinne in der Galvanik und der Düngemittelherstellung<br />
eingesetzt werden kann. Durch ihr geringes Gewicht und ihren<br />
modularen Aufbau lässt sie sich einfach montieren. Dazu hat sie<br />
nun einen neuen Verschluss-<br />
Mechanismus und flexible<br />
Dehnungsfugen, die sich den<br />
Umgebungsbedingungen<br />
anpassen. Der Werkstoff Igumid<br />
EG+ ist mit seinen optimierten<br />
Gleiteigenschaften für die<br />
Führungsrinne und auch für<br />
die meisten E-Kettenserien bei<br />
Temperaturen von 0 bis + 100 °C<br />
einsetzbar. Dabei ist er halogen- und silikonfrei, RoHS-konform<br />
und durch seine blaue Farbe leicht zu erkennen. Das modulare<br />
System aus Führungsrinne und E-Ketten aus Igumid EG+ sowie<br />
hochflexiblen Chainflex-Leitungen mit TPE-Außenmantel eignet<br />
sich für lange Verfahrwege mit geringer Geschwindigkeit.<br />
www.igus.de<br />
Vorreiter in automatisierter und<br />
robotergestützter Fertigung<br />
Schon heute vernetzt Leoni Maschinen in Produktionswerken,<br />
nutzt die virtuelle Realität zur Verbesserung der Effizienz oder<br />
setzt kollaborierende Roboter für die Fertigung von Kabelsätzen<br />
ein. Der führende europäische Anbieter von Kabeln und<br />
Kabelsystemen zählt zu den Vorreitern in der Entwicklung und<br />
Fertigung von Bordnetz-Systemen und stellte jüngst seine<br />
Zukunftslösungen für eine noch stärker automatisierte und<br />
roboter-gestützte Fertigung vor. So verfügt Leoni z. B. über eine<br />
vollautomatische Fertigung für Stromschienen. Bis 2020 plant<br />
man die vollautomatisierte Montage kleinerer Leitungssätze.<br />
Zudem müssen Hersteller der steigenden Datenrate bei der<br />
Datenübertragung in künftigen Fahrzeugen gerecht werden<br />
und den damit höheren Anforderungen an die Konfektion der<br />
Leitungen. Auch hier produziert Leoni bereits vollautomatisch<br />
und konfektioniert Fakra-Leitungen. Derzeit laufen zudem<br />
Versuche mit kollaborierenden Robotern: Dabei wird zum<br />
Beispiel deren<br />
Einsatz im<br />
Bereich der<br />
Leitungsvorbereitung<br />
getestet.<br />
www.leoni.com<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 89
Ein Unternehmen mit<br />
dem Ziel, Roboter das<br />
Sehen zu lehren<br />
Die Gründer: Dr. Michael Suppa<br />
(Geschäftsführer), Dr. Heiko Hirschmüller<br />
und Dr. Korbinian Schmid.<br />
Die robotische Bildverarbeitung ist heute eine der<br />
größten Herausforderungen im Kontext der flexiblen<br />
Produktion im Industrie-4.0-Umfeld: Gängige Lösungen<br />
entsprechen diesen Anforderungen in der Regel nicht –<br />
dabei sind autonome Navigation, Echtzeit-Erkennung<br />
und Manipulation die Schlüssel zum erfolgreichen<br />
Einsatz flexibler Roboter. Das Münchner Start-Up<br />
Roboception hat mit dem rc_visard einen 3D-Stereosensor<br />
vorgestellt, der buchstäblich jeden Roboter<br />
flexibel einsetzbar macht.<br />
Roboceptions Stereosensor rc_visard kann zur mobilen Navigation<br />
und 3D-Erkennung eingesetzt werden. Damit können Roboter nun<br />
auch für Aufgaben über die industrielle <strong>Automation</strong> hinaus zum<br />
Einsatz kommen, die bisher aufgrund der geringen Stückzahl oder<br />
großen Variantenanzahl nicht automatisiert werden konnten.<br />
Bildverarbeitungssysteme sind meistens hoch spezialisiert (und<br />
damit weder flexibel noch kosteneffizient) und darüber hinaus<br />
üblicherweise nur von Experten zu bedienen. Das Münchner<br />
Unternehmen Roboception, im März 2015 als ein Spin-Off des<br />
Instituts für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für<br />
Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründet, schließt mit seinen innovativen<br />
Sensorlösungen gleich beide Lücken: Kunden in allen<br />
Anwendungsbereichen der Robotik ermöglicht Roboception nicht<br />
nur, in Echtzeit zeit- und ortsbezogene Daten zu generieren, sondern<br />
auch, robotische Systeme mit stabiler, nahtloser und infrastrukturfreier<br />
Navigation auszustatten. Die intuitiven und anwenderfreundlichen<br />
Nutzeroberflächen erlauben zudem die Einrichtung und den<br />
Betrieb ohne detaillierte robotische Kenntnisse.<br />
Roboception hat auf der Hannover Messe <strong>2017</strong> den passiven<br />
Stereosensor rc_visard in einer rein sensorgesteuerten Griff-ins-<br />
Regal-Anwendung vorgestellt – mit großem Erfolg: Die Applikation,<br />
in der ein Roboter ausgewählte Objekte aus einem Regal nahm und<br />
sie zunächst in einer Kiste ablegte, um diese später auch wieder<br />
auszuräumen, beeindruckte das Fachpublikum nachhaltig. Dabei<br />
waren weder Objekt- und Regalposition noch die ausgeführten<br />
Griffe vorprogrammiert.<br />
Die Demonstration unterstrich eindrucksvoll, wie die Lösungen<br />
von Roboception Industrierobotern mit einer nur moderaten<br />
Relativgenauigkeit die erforderliche Präzision verleihen und damit<br />
eine neue Form der Manipulationsplanung ermöglichen. Der autonome<br />
Griff ins Regal ist dabei nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten:<br />
Die hohe Präzision und die einfache Programmierbarkeit<br />
erhöht die Einsatzfähigkeit von Robotern allgemein – und<br />
das macht sie dank einer signifikant verbesserten Flexibilität auch<br />
für Bereiche interessant, in denen bisher aus Effizienzgründen auf<br />
den Einsatz von Robotern verzichtet werden musste.<br />
Der rc_visard erkennt seine Umgebung bei natürlichem Licht<br />
ebenso wie in geschlossenen Räumen mit schlechter Beleuchtung.<br />
Präzise Bilddaten werden auch bei schnellen Bewegungen zuverlässig<br />
erstellt; selbst unvorhergesehene Erschütterungen beeinflussen<br />
die Datenerfassung nicht. Zudem können problemlos mehrere<br />
Sensoren störungsfrei auf engem Raum (ko)operieren. Die erfassten<br />
Daten werden direkt im Sensor verarbeitet und benötigen keine<br />
externe Rechenleistung – eine ideale Voraussetzung auch für mobile<br />
Robotersysteme.<br />
Ganz im Sinne des Firmenslogans „Sense - Reason - Act“ wird das<br />
Team von Roboception, das mittlerweile 16 Mitarbeiter umfasst, ab<br />
2018 weitere 3D-Technologien auf den Markt bringen: Neben einem<br />
SLAM-Modul werden weitere Softwareprodukte zur Objekterkennung<br />
und auch zum Griff-in-die-Kiste angeboten – natürlich ebenso<br />
intuitiv nutzbar wie der rc_visard.<br />
www.roboception.de<br />
90 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 1/2018<br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 27. 02. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 08. 02. 2018<br />
01<br />
02<br />
03<br />
01 Hybridleitungen: Energie und Bussignale in einer beweglichen<br />
Leitung beweisen sich in anspruchsvollem Einsatz an Bohrautomaten<br />
04<br />
Der direkte Weg<br />
Internet:<br />
www.industrielle-automation.net<br />
E-Paper:<br />
www.engineering-news.net<br />
Redaktion:<br />
Redaktion@industrielle-automation.net<br />
AUTOMATION TECHNOLOGIES:<br />
www.en.engineering-news.net<br />
02 Qualitätskontrolle sorgt für fehlerfreie Aluminiumbehälter<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
03 Sonderteil IndustrialVISION: Neuheiten, Trends und Entwicklungen<br />
aus der industriellen Bildbearbeitung (Bild: Pixabay)<br />
04 Die Vielfalt moderner Positionssensorik bietet für jede Anwendung<br />
die passende Technologie<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/<strong>2017</strong> 91
STARK<br />
ROBUST<br />
KOMPAKT<br />
PRÄZISE