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PROMAGAZIN Ausgabe Juni 2017

in der Juni-Ausgabe geht es um Charakter: Um Menschen, die mit Charisma Dinge erreichen, von denen andere nicht einmal zu träumen wagen. Um einen Landkreis, der vor allem aufgrund seiner Gegensätzlichkeit von sich reden macht. Und um Unter- nehmen, die ihren Produkten Ecken und Kanten verleihen und sie deshalb erfolgreich am Markt positionieren.

in der Juni-Ausgabe geht es um Charakter: Um Menschen, die
mit Charisma Dinge erreichen, von denen andere nicht einmal
zu träumen wagen. Um einen Landkreis, der vor allem aufgrund
seiner Gegensätzlichkeit von sich reden macht. Und um Unter-
nehmen, die ihren Produkten Ecken und Kanten verleihen und
sie deshalb erfolgreich am Markt positionieren.

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SPEZIAL<br />

Carsharing & Fahrgemeinschaften | E-Mobilität | Leben ohne Auto<br />

für die Region Heilbronn-Franken.<br />

06 I 17<br />

17. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856<br />

Mit „Heft im Heft“<br />

Mobilität<br />

Mobilität<br />

Klare Sicht auf<br />

zukunftsträchtige Lösungen<br />

Charakterstark<br />

Ob fest oder flüssig:<br />

Die Region setzt auf Aufschwung<br />

Regionaltag in Külsheim I Starke Marken I Businessreisen I pro-magazin.de


verlängert bis 3. September <strong>2017</strong><br />

EDITORIAL<br />

Wasser<br />

Wolken<br />

Wind<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

in der <strong>Juni</strong>-<strong>Ausgabe</strong> geht es um Charakter: Um Menschen, die<br />

mit Charisma Dinge erreichen, von denen andere nicht einmal<br />

zu träumen wagen. Um einen Landkreis, der vor allem aufgrund<br />

seiner Gegensätzlichkeit von sich reden macht. Und um Unternehmen,<br />

die ihren Produkten Ecken und Kanten verleihen und<br />

sie deshalb erfolgreich am Markt positionieren.<br />

Kurz gesagt: Die <strong>Ausgabe</strong>, die Sie aktuell in den Händen halten,<br />

könnte abwechslungsreicher kaum sein.<br />

Abwechslung ist ein Stichwort, das einem in den Sinn kommt,<br />

wenn man an den Regionaltag der Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e. V. denkt. Am 18. <strong>Juni</strong> lockt dieser in das<br />

schöne Städtchen Külsheim. Im Interview mit Jochen K. Kübler,<br />

dem pro-Region-Vorsitzenden, schauen wir hinter die Kulissen<br />

des größten regionalen Feiertags. Mehr dazu ab Seite 10.<br />

Traditionell werfen wir einen Blick in den Landkreis, in dem der<br />

Regionaltag stattfindet. In diesem Jahr also in den Main-Tauber-<br />

Kreis. Wie vielfältig dieser ist, haben wir abermals bei unserer<br />

Recherche kennengelernt. Davon kann Landrat Reinhard Frank<br />

ein Liedchen singen. Im Gespräch mit uns hat er dies zwar nicht<br />

getan, dennoch wird deutlich, wie sehr sein Herz an „seinem“<br />

Landkreis hängt. Nachzulesen ab Seite 16.<br />

Um Charakter geht es auch in unserer Strecke zum Thema<br />

„Starke Marken“. Dass Heilbronn-Franken davon einige zu bieten<br />

hat, wissen wir. Was diese ausmacht, was die Unternehmen dafür<br />

tun, damit dies so bleibt und welche neuen Ideen in der Region<br />

heranreifen, hat uns jedoch wieder einmal verblüfft. Wir sind<br />

überzeugt, das wird auch Ihnen so ergehen. Machen Sie sich ab<br />

Seite 40 selbst ein Bild davon.<br />

Kontakt<br />

Sie haben Anmerkungen, Wünsche<br />

oder Fragen? Melden Sie sich!<br />

lydia.hilpert@pro-vs.de<br />

Elementar- und Wetterphänomene<br />

in Werken der Sammlung Würth<br />

Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall<br />

30. September 2016 – 18. <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

Täglich 10–18 Uhr, Eintritt frei<br />

Otto von Thoren, Seebad in Trouville, vor 1889, Sammlung Würth, Inv. 10566<br />

In unserem „Heft im Heft“ dreht sich im <strong>Juni</strong> alles um die Frage<br />

der Mobilität. Was passiert in Heilbronn-Franken? Welche<br />

Alternativen gibt es zum konventionellen Antrieb? Und wie ist die<br />

Region in dieser Hinsicht aufgestellt? Wir haben nachgefragt. Die<br />

Antworten bekommen Sie ab Seite 63.<br />

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen<br />

Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Redaktionsleitung<br />

Zur Ausstellung erscheint Alle Aktivitäten der Kunsthalle<br />

ein umfangreicher Katalog Würth sind Projekte der<br />

www.kunst.wuerth.com im Swiridoff Verlag.<br />

Adolf Würth GmbH & Co. KG. []<br />

3


INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Politik<br />

8 Das Mittel zum Leben<br />

Die Landwirtschaft der Region befindet sich im Wandel<br />

Titel<br />

10 „Es geht darum, das Wir-Gefühl zu stärken“<br />

Jochen K. Kübler über den Regionaltag<br />

12 Charmantes Städtlein<br />

Die Stadt Külsheim im Porträt<br />

14 „Schön, wenn es etwas enger zugeht“<br />

Thomas Schreglmann im Interview<br />

16 „Wir sind überzeugte Regionauten“<br />

Gespräch mit Landrat Reinhard Frank<br />

20 Tür auf für das Turbo-Internet<br />

Der Main-Tauber-Kreis setzt auf den Breitbandausbau<br />

30 Von den Gummistiefeln zur Krone<br />

Nicole Heinrich ist die sechste Taubertäler Weinkönigin<br />

Wirtschaft<br />

40 Die Marke aktiv leben<br />

Wie sich ein Unternehmen fest am Markt etabliert<br />

42 Nicht laut, sondern anders<br />

Wozu Virales Marketing dient<br />

46 Wo Werte zur Marke werden<br />

Die Berner Group hebt sich von der Konkurrenz ab<br />

52 Mit den Händen greifbar<br />

Werbeartikel nehmen an Stellenwert zu<br />

56 Wohlfühlatmosphäre garantiert<br />

Heilbronner Stimme modernisiert ihr Kundencenter<br />

60 Vor Ort sein – das zählt<br />

Die Relevanz persönlicher Geschäftsbegegnungen<br />

Mobilität<br />

64 Unter Strom<br />

Der Trend Elektroauto in der Region<br />

66 Zwei Räder sind besser als vier<br />

Das Fahrrad dem Auto vorziehen<br />

Serie: Museen in der Region<br />

72 Eine Welt aus Glas<br />

Auf Entdeckertour im Wertheimer Glasmuseum<br />

Der Regionaltag in Külsheim<br />

10<br />

Der Regionaltag der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-<br />

Franken e. V. findet in diesem Jahr in Külsheim statt. Wir<br />

haben nachgefragt, warum ausgerechnet dort und zugleich<br />

herausgefunden, wie vielseitig die Stadt ist.<br />

28 Auf dem Sattel durch das Taubertal<br />

Den Main-Tauber-Kreis einmal mit dem Fahrrad durchqueren<br />

und dabei die Landschaft sowie die schönen Städte<br />

und Gemeinden besuchen – das kann man auf dem Radweg<br />

„Liebliches Taubertal – Der Klassiker“. Dieser ist bereits<br />

zum zweiten Mal mit der Höchstwertung des Allgemeinen<br />

Deutschen Fahrradclubs ausgezeichnet worden.<br />

40 Starke Marken<br />

Aus einer Idee oder einem<br />

Produkt eine starke Marke<br />

zu machen und den Bestand<br />

dieser aufrechtzuerhalten, ist ein<br />

großer Schritt. Wir blicken bei<br />

Unternehmen aus Heilbronn-<br />

Franken hinter die Kulissen und<br />

zeigen auf, wie sie das erreicht<br />

haben.<br />

60 Heute hier, morgen dort<br />

Das Reisen im In- und Ausland gehört mittlerweile fast<br />

schon zum Alltag in der Geschäftswelt. Im Ausland kommt<br />

man nicht nur in Verbindung mit anderen Kulturen,<br />

sondern wächst an seinen eigenen Aufgaben und<br />

Herausforderungen. Persönliche Begegnung spielt dabei<br />

eine besonders wichtige Rolle.<br />

Fotos: Werner Palmert, Fotolia/Magele-picture, Olga Lechmann<br />

63 Rollende Räder<br />

Ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Fuß – die<br />

Möglichkeiten der Fortbewegung sind zahlreich. Gerade<br />

im Hinblick auf die Zukunft tritt Elektromobilität immer<br />

stärker in den Fokus – mit Vor- und Nachteilen.<br />

Glasklare Geschichte<br />

Es ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch unglaublich<br />

nützlich – das Glas. Im Wertheimer Glasmuseum kann<br />

man den vielseitigen Wert- und Werkstoff in allen Facetten,<br />

Farben und Formen bestaunen.<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

6 Regioskop<br />

74 Mosaik<br />

76 Veranstaltungskalender<br />

78 Ausblick & Impressum<br />

Zum Titelbild<br />

72<br />

Er: Geschäftsführer des Handelsunternehmens Berner in<br />

Künzelsau. Sie: amtierende Taubertäler Weinkönigin. Trotz<br />

ihrer unterschiedlichen Professionen haben Jochen Kuhn<br />

und Nicole Heinrich eines gemeinsam: Sie stehen mit ihren<br />

Charakteren und dem, was sie tun, für bestimmte Werte, die<br />

sie nach außen vertreten – sei es durch feste Verankerung<br />

auf dem internationalen Markt oder durch die Präsentation<br />

flüssiger Köstlichkeiten.<br />

Fotos: Lydia-Kathrin Hilpert, Foto-Studio Schwab/Walter Schwab<br />

Südwestmetall macht Bildung<br />

einzigartig<br />

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und<br />

Technik, kurz MINT, sind die für die Metall- und<br />

Elektroindustrie in Baden-Württemberg entscheidenden<br />

Kompetenzfelder. Um auch in Zukunft den hohen<br />

Bedarf an qualifizierten MINT-Fachkräften zu decken,<br />

weckt Südwestmetall bereits in Kindertageseinrichtungen<br />

das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen<br />

Themen – und begleitet den Nachwuchs<br />

mit flexiblen Angeboten an Schulen, in der Berufsausbildung<br />

und an Hochschulen.<br />

In diesen Themenfeldern ist Südwestmetall überdies<br />

aktiv:<br />

Familie und Frühförderung<br />

Ökonomische Bildung und Berufsorientierung<br />

Qualität in der Schule<br />

Aus- und Fortbildung von Pädagogen<br />

Übergang in die Ausbildung<br />

Kooperation von Hochschule und Wirtschaft<br />

Erfahren Sie mehr:<br />

www.suedwestmetall-macht-bildung.de<br />

4<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

VERBAND DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.


REGIOSKOP<br />

REGIOSKOP<br />

1 Schrozberg<br />

Bio-Baumwolle-Kollektion eingeführt<br />

Die Hakro GmbH, Anbieter von hochwertiger Kleidung,<br />

hat ihre erste Kollektion aus Bio-Baumwolle eingeführt.<br />

Die Baumwolle wird unter ökologischen Anforderungen<br />

erzeugt und verarbeitet. Konfektioniert wird die Kleidung<br />

in Bangladesch von einem Partner, welcher für Hakro<br />

unter den gleichen Sozial- und Umweltbedingungen<br />

einen Großteil des Sortiments aus Baumwolle anfertigt.<br />

Carmen Kroll, die geschäftsführende Gesellschafterin,<br />

erklärt dazu: „Wir wollen den Anteil ökologisch und<br />

nachhaltig erzeugter Naturfasern ausbauen.“<br />

5<br />

Main-Tauber-Kreis<br />

1<br />

2 Bad Wimpfen<br />

Volksfest mit Tradition<br />

Bereits zum 1052. Mal findet in Bad Wimpfen vom<br />

29. <strong>Juni</strong> bis zum 4. Juli das größte Volksfest im Unterland,<br />

der Talmarkt, statt. Neben zahlreichen Losbuden,<br />

Fahrgeschäften und Ständen der Gewerbeschau<br />

sowie des Krämermarktes gibt es Köstliches<br />

zu genießen und Beeindruckendes zu bestaunen.<br />

Die Highlights des Marktes: eine bayerische Olympiade<br />

und ein chinesisches Feuerwerk.<br />

Foto: Tourist-Information Bad Wimpfen<br />

Foto: Hakro<br />

2<br />

Hohenlohekreis<br />

3 Schwäbisch Hall<br />

Mehr als 450 Millionen Euro Umsatz<br />

Landkreis<br />

Heilbronn<br />

4<br />

3<br />

Landkreis<br />

Schwäbisch-Hall<br />

Der Flugzeugsitzhersteller Recaro Aircraft Seating<br />

hat vergangenes Jahr seinen Umsatz auf 452 Millionen<br />

Euro gesteigert. „2018 werden wir die 500-Millionen-Euro-Marke<br />

überschreiten“, so der geschäftsführende<br />

Gesellschafter Dr. Mark Hiller. Recaro<br />

verzeichnet erstmals ein Ausliefervolumen von<br />

mehr als 100 000 Sitzen. Auch die Zahl der Mitarbeiter<br />

ist gestiegen – auf 2215 weltweit.<br />

Foto: Recaro Aircraft Seating GmbH & Co. KG<br />

Herzlich willkommen!<br />

Tag der offenen Tür<br />

Talmarkt<br />

<strong>2017</strong><br />

Bad Wimpfen<br />

mit Gewerbeschau<br />

29.06. – 04.07.<strong>2017</strong><br />

4 Landkreis Heilbronn<br />

SLK-Kliniken ziehen positive Bilanz<br />

Rund 73 000 Patienten wurden 2016 an den<br />

SLK-Standorten stationär versorgt. Somit stieg die<br />

Zahl in den vergangenen zehn Jahren um etwa 30<br />

Prozent. Der Umsatz wurde auf rund 343 Millionen<br />

Euro gesteigert. „Für die Folgejahre erwarten<br />

wir bei ausgeglichen Ergebnissen, dass wir unseren<br />

Versorgungsauftrag weiterhin qualitativ erfüllen“,<br />

sagt SLK-Geschäftsführer Thomas Jendges.<br />

Foto: Bernhard Kahrmann<br />

5 Tauberbischofsheim<br />

Bauarbeiten fürs schnelle Netz beginnen<br />

Die Telekom baut ihr Netz im Main-Tauber-Kreis bis Ende <strong>2017</strong><br />

aus. Das Netz wird leistungsstärker als zuvor sein. Dazu werden<br />

in Tauberbischofsheim und Werbach-Wenkheim 33 Kilometer<br />

Glasfaser verlegt. Landrat Reinhard Frank betonte: „Der Breitbandausbau<br />

ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Der<br />

Main-Tauber-Kreis wird in Sachen Internet weit vorne liegen“.<br />

Foto: Daniel Karmann<br />

Sonntag, 16.07.17, 10 - 17 Uhr<br />

Präsentationen der Kliniken • Fachvorträge • Geführte<br />

Rundgänge über das Klinikgelände • Attraktives Programm<br />

für Kinder und Jugendliche • Rundfahrten mit der Pferdekutsche<br />

• Verkaufsstände • Secondhandshop • Bücherflohmarkt<br />

• Bewirtung durch die Klinikküche zu familienfreundlichen<br />

Preisen • Kaffee und Kuchen • Gewinnspiel<br />

und vieles andere mehr • Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Klinikum am Weissenhof·Zentrum für Psychiatrie ·<br />

74189 Weinsberg ·www.klinikum-weissenhof.de<br />

<br />

Stadt Bad Wimpfen<br />

Tel. 07063 97200<br />

www.badwimpfen.de<br />

6<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


POLITIK | Landwirtschaft<br />

Anzeige<br />

ADVERTORIAL<br />

Das Mittel zum Leben<br />

Seit vielen Jahren schon ist die Landwirtschaft im Wandel –<br />

innerhalb der Branche selbst verändert sich einiges, aber auch<br />

die Wahrnehmung der Gesellschaft ist anders als noch vor<br />

wenigen Jahren.<br />

Die Rinderzucht gehört ebenso zur Landwirtschaft wie der Acker- oder der<br />

Weinbau. Beides hat in der Region zentrale Bedeutung.<br />

Gelb leuchtet der blühende Raps.<br />

Sein Duft steigt schon von Weitem<br />

in die Nase. Wie Wellen wiegt<br />

sich der Wind in der heranwachsenden<br />

Gerste. Das hohe Gras wird erstmals in<br />

diesem Jahr gemäht. Die Kühe stehen<br />

nach dem Winter wieder auf der Weide.<br />

Traktoren brummen über Feldwege. Es<br />

steht außer Frage: Heilbronn-Franken<br />

ist eine Region der Landwirtschaft. Sie<br />

prägt die Region außerordentlich und<br />

macht Heilbronn-Franken zu dem, was<br />

es ist: eine Region der Schaffer, Genießer<br />

und Tüftler.<br />

Doch die Landwirtschaft ist im<br />

Wandel – in vielerlei Hinsicht. In Baden-<br />

Württemberg etwa nimmt die Zahl der<br />

landwirtschaftlichen Betriebe ab. Waren<br />

es 2010 noch 44 500, so sind es heute<br />

rund 4000 Betriebe weniger, nämlich<br />

40 600. Im Land wirtschaften nur ungefähr<br />

36 Prozent der Betriebe im Haupterwerb,<br />

rund 64 Prozent im Nebenerwerb.<br />

„Viele Betriebe werden nur noch<br />

nebenberuflich, also als Hobby betrieben“,<br />

erklärt Joachim Rukwied, Präsident<br />

des Deutschen Bauernverbandes<br />

und des Landesbauernverbandes<br />

in Baden-Württemberg, beim Students<br />

Executive Talk an der Dualen Hochschule<br />

Baden-Württemberg Heilbronn<br />

und ergänzt: „Nur noch Betriebe über<br />

100 Hektar Fläche nehmen zu, alle anderen<br />

werden weniger.“<br />

Der Grund dafür scheint auf der<br />

Hand zu liegen: Die Arbeit muss sich<br />

lohnen – auch finanziell. „Die Situation<br />

in der Landwirtschaft ist nach wie vor<br />

schwierig“, erklärt der Bauernpräsident.<br />

Besorgniserregend sei vor allem,<br />

dass die baden-württembergischen<br />

Betriebe keine Rücklagen bilden kön-<br />

Foto: Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V.<br />

nen. „Damit ein Familienbetrieb seine<br />

Existenz dauerhaft sichern kann,<br />

ist eine Eigenkapitalbildung von jährlich<br />

10 000 bis 15 000 Euro nötig“,<br />

zeigt Rukwied auf. Im Wirtschaftsjahr<br />

2015/16 seien es lediglich rund 2000<br />

Euro im Durchschnitt gewesen. Zu wenig,<br />

um davon leben und wirtschaften<br />

zu können. „Ändert sich nichts an der<br />

Einkommenssituation unserer Bauern,<br />

dann verlieren wir einen wichtigen<br />

Teil der regionalen Erzeugung im<br />

Land“, mahnt der 55-Jährige. Dabei<br />

ist die Landwirtschaft ein wichtiger<br />

Wirtschaftszweig in Deutschland, Baden-Württemberg<br />

und in der Region.<br />

„Jeder neunte Arbeitsplatz steht mit<br />

dem Agribusiness in Verbindung“, zeigt<br />

der Eberbacher die Bedeutung auf.<br />

Doch woher kommt diese Entwicklung?<br />

Rukwied sieht hier einen Zusammenhang<br />

mit einer Veränderung in<br />

der Gesellschaft. „Vielen Verbrauchern<br />

ist heute nicht mehr bewusst, dass die<br />

Rohstoffe für Lebensmittel von Landwirten<br />

erzeugt werden. Die Landwirtschaft<br />

ist vielen fremd geworden. Das<br />

müssen wir ändern.“ Mit einem Augenzwinkern<br />

zeigt er ein Beispiel auf,<br />

das er selbst erlebt habe: Bei einer Führung<br />

über einen Milchbetrieb habe<br />

eine Besucherin gefragt, wann am Tag<br />

die 1,5 prozentige Milch und wann die<br />

3,8 prozentige Milch gemolken werde.<br />

Diese Aussage scheint kaum zu glauben.<br />

Lachen raunt durch die Menge der<br />

Studenten.<br />

Auf der anderen Seite der Medaille<br />

sei der Berufsstand in der Bevölkerung<br />

hoch angesehen, die Bereitschaft,<br />

höhere Preise für gute Produkte<br />

zu bezahlen sei bei rund einem Fünftel<br />

der Bevölkerung durchaus vorhanden<br />

– auch wenn es eine Schmerzgrenze<br />

gebe. „Wir müssen den Menschen<br />

wieder ins Bewusstsein bringen, was<br />

Lebensmittel bedeuten. Sie sind ein<br />

Mittel zum Leben – aber dieses Mittel<br />

muss auch entsprechend honoriert<br />

werden.“ Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Foto: Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG<br />

Industrie hautnah erleben<br />

Die Würth Elektronik eiSos zeigt, was Bauteile bewirken können<br />

Unternehmen aus ganz Europa feierten<br />

am 10. Mai die Lange Nacht<br />

der Industrie in Berlin. Mit dabei war<br />

auch die Hauptstadtniederlassung der<br />

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co.<br />

KG im Technologiepark Adlershof. Das<br />

Eines der Highlights des Events: die<br />

Virtual-Reality-Brille.<br />

Competence Center Berlin des führenden<br />

europäischen Herstellers elektronischer<br />

und elektromechanischer<br />

Bauelemente unterstützt entwickelnde<br />

Unternehmen bei der Integration und<br />

Anwendungsentwicklung. Besucher<br />

aller Altersklassen erfuhren auf neun<br />

Stationen, wo ihnen unter anderem<br />

Steckverbinder, Kondensatoren, Trafound<br />

Schaltungsschutz, LEDs und Wireless<br />

Power im Alltag begegnen und was<br />

diese Bauteile so alles bewirken. Fasziniert<br />

erlebten die Besucher die Welt<br />

der Bauelemente von Würth Elektronik<br />

eiSos als interaktive Präsentation mithilfe<br />

einer Virtual-Reality-Brille.<br />

Was die Gastgeber besonders<br />

freute: Die Station „Arbeiten bei Würth<br />

Elektronik eiSos“ nutzten einige der jungen<br />

Teilnehmer, um sich intensiv über<br />

Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten<br />

Von Waldenburg in die<br />

weite Welt!<br />

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von elektronischen und elektromechanischen<br />

Bauelementen für die Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern der Welt aktiv.<br />

Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich, wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.<br />

www.we-online.de<br />

zu informieren. Das Publikum zeigte<br />

sich wissbegierig und offen für die vielen<br />

interessanten, manchmal überraschenden<br />

Einblicke in die Welt der kleinen,<br />

unbeachteten Bauteile und ihrer<br />

großen Wirkung. Mit viel Dampf bekamen<br />

die Teilnehmer zum Abschluss ein<br />

Eis vom Molekularkoch und die Gastgeber<br />

viel Lob und Dank für den tollen<br />

Abend.<br />

Info<br />

KONTAKT<br />

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG<br />

Max-Eyth-Straße 1<br />

74638 Waldenburg<br />

Tel. 07942 945-0<br />

www.we-online.de<br />

8<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

9


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

„Es geht darum,<br />

das Wir-Gefühl zu stärken“<br />

In rund zwei Wochen feiert der Regionaltag der Bürgerinitiative pro<br />

Region Heilbronn-Franken seinen 20. Geburtstag. Diesmal kommt<br />

die Veranstaltung, für die wieder mehrere Tausend Besucher erwartet<br />

werden, nach Külsheim. Jochen K. Kübler erklärt, warum dorthin.<br />

Herr Kübler, der Regionaltag der<br />

Bürgerinitiative pro Region jährt sich<br />

am 18. <strong>Juni</strong> zum 20. Mal. Ein Anlass,<br />

zurückzublicken: Wie würden Sie die<br />

Erfahrungen aus den bisherigen Regionaltagen<br />

zusammenfassen?<br />

Kübler: Bei den Regionaltagen geht es<br />

ja darum, das Wir-Gefühl zu stärken<br />

und den Menschen die Region vorzustellen.<br />

Diesbezüglich gab es bisher immer<br />

sehr gute Resonanz. Manche hatten<br />

zum Beispiel gar nicht gewusst, wie<br />

schön unsere Gegend, die vier Landkreise<br />

und der Stadtkreis, ist. Es ist uns<br />

gelungen, den Besuchern die Region<br />

näherzubringen. Und auch unser Verein<br />

ist dadurch mehr ins Bewusstsein<br />

der Menschen gerückt.<br />

Was ist das Ziel der jährlichen Regionaltage?<br />

Kübler: Das Ziel ist es, die Vielfalt unseres<br />

Gebietes von der Kurpfalz bis nach<br />

Hohenlohe und von der bayerischen<br />

Grenze – Wertheim ist ja die nördlichste<br />

Stadt Baden-Württembergs –<br />

bis zum Limpurger Land darzustellen,<br />

mit all seinen Burgen, Schlössern<br />

und Weltmarktführern. Dazu gehören<br />

der ländliche Raum, die Kreisstädte sowie<br />

die Großen Kreisstädte, alle Städte<br />

und Gemeinden sowie die vielen Vereine,<br />

die ihre unterschiedlichen Angebote<br />

auf den Regionaltagen präsentieren.<br />

Nach Städten wie Öhringen, Schwäbisch<br />

Hall und Heilbronn findet der<br />

diesjährige Regionaltag erstmals in<br />

Külsheim statt. Warum gerade dort?<br />

Kübler: Bisher hielt der Regionaltag lediglich<br />

in Städten und Gemeinden mit<br />

mehr als 10 000 Einwohnern Einzug.<br />

Doch Külsheims Bürgermeister Thomas<br />

Schreglmann fragte vor ein paar<br />

Jahren an, ob die Veranstaltung auch<br />

mal in seiner Stadt ausgetragen werden<br />

könnte. Wir von pro Region dachten,<br />

warum nicht. Schließlich hat Külsheim<br />

bereits Erfahrungen mit Events<br />

vergleichbarer Größenordnung – beispielsweise<br />

dem Großen Markt, der jedes<br />

Jahr im September stattfindet.<br />

Was zeichnet Külsheim für Sie aus?<br />

Kübler: Külsheim ist eine Brunnenstadt<br />

im ländlichen Raum – sie zählt stolze<br />

18 Stück – und hat eine sehr schöne<br />

historische Altstadt. Außerdem hat<br />

es die Stadt meiner Meinung nach geschafft,<br />

den Verlust eines Bundeswehrstandortes<br />

erfolgreich zu kompensieren.<br />

Darüber hinaus wird Külsheim mit<br />

seinem eingespielten Rathausteam die<br />

gesammelte Erfahrung für die Realisation<br />

unseres Regionaltages einbringen.<br />

Bewerben sich eigentlich viele Städte<br />

als Austragungsort für den Regionaltag?<br />

Nach welchen Kriterien wird ausgewählt?<br />

Kübler: Meistens bewerben<br />

sich eben die etwas größeren<br />

Städte und Gemeinden.<br />

Aber es kommt<br />

auch vor, dass wir selbst<br />

gezielt auf potenzielle<br />

Kandidaten zugehen.<br />

Bis 2021 sind die Austragungsorte<br />

für den Regionaltag bereits<br />

vergeben: 2018 wird es Künzelsau sein,<br />

dann Heilbronn, ein Jahr später Crailsheim,<br />

gefolgt von Bad Mergentheim.<br />

Ab dem Jahr 2022 kann man sich also<br />

wieder bewerben.<br />

Wann haben die Vorbereitungen für<br />

den 20. Regionaltag begonnen?<br />

Kübler: Nach dem Regionaltag ist immer<br />

vor dem Regionaltag: Es wird stets<br />

ein Termin zur Nachbetrachtung des<br />

jüngsten Regionaltages vereinbart, zu<br />

dem auch die Stadt, die als nächste das<br />

Ereignis austrägt, eingeladen wird. Das<br />

Treffen ist meistens im September oder<br />

Oktober. Darüber hinaus geben wir<br />

von pro Region lediglich unsere Erfahrungen<br />

von den Regionaltagen weiter,<br />

um die Organisation kümmert sich die<br />

jeweilige Gastgeberstadt – und das hat<br />

bisher sehr gut funktioniert.<br />

Foto: Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.<br />

Was wird denn in Külsheim alles geboten<br />

sein?<br />

Kübler: Um 11 Uhr wird es einen Empfang<br />

in der Festhalle für geladene Gäste<br />

geben. Dafür werden etwa 160 Teilnehmer<br />

erwartet, darunter Landräte, Abgeordnete,<br />

Unternehmer aus der Region,<br />

Vereinsmitglieder und Kollegen.<br />

Ein gemischtes Völklein also. Bürgermeister<br />

Schreglmann und ich werden<br />

ein paar Worte zur Begrüßung sagen,<br />

Katja Vonhoff vom deutschen Team des<br />

Rednerdienstes Team Europe der Europäischen<br />

Kommission in Zusammenarbeit<br />

mit dem Europabüro Wolpertshausen<br />

hält einen Vortrag zum Thema<br />

„Die Zukunft des Ländlichen Raumes<br />

in Europa“, bevor schließlich Künzelsaus<br />

Bürgermeister Stefan Neumann<br />

zum Regionaltag in seiner Stadt einlädt.<br />

Ab 12 Uhr startet dann das offizielle<br />

Programm mit Fassanstich, Musikund<br />

Tanzgruppen, einem Mentalisten<br />

sowie einem Gewinnspiel.<br />

Viel mehr als die Summe<br />

seiner Teile<br />

MULFINGEN<br />

hier MULFINGEN<br />

lässt sich’s gut leben<br />

heißen Sie in Mulfingen<br />

herzlich willkommen!<br />

Gemeinde Mulfingen<br />

Kirchweg 1 . 74673 Mulfingen . Tel. 07938/9040-0<br />

Info@mulfingen.de . www.mulfingen.de<br />

Wie viele Besucher werden in etwa in<br />

der Brunnenstadt erwartet?<br />

Kübler: Es werden mehrere Tausend<br />

Besucher in Külsheim erwartet. Die<br />

Stadt hat ja ein Einzugsgebiet bis ins<br />

Bayerische hinein. Wir hoffen auch<br />

auf Gäste aus dem Neckar-Odenwald-Kreis.<br />

Warum sind die Regionaltage wichtig<br />

für Heilbronn-Franken?<br />

Kübler: Wir wollen mit dieser Veranstaltung<br />

die gesamte Region Heilbronn-Franken<br />

präsentieren. Wenn<br />

man beispielsweise in Europa unterwegs<br />

ist, ist es wichtig, gemeinschaftlich<br />

aufzutreten. Es geht um das<br />

Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn<br />

die Menschen über ihre jeweiligen<br />

Nachbarstädte, -gemeinden und -landkreise<br />

Bescheid wissen, ist es wesentlich<br />

einfacher, dieses Gefühl zu generieren.<br />

Interview: Olga Lechmann<br />

Mulfingen ist ein Ort inmitten schönster<br />

Natur, mit einer Vielzahl erfolgreicher<br />

Unternehmen aus Handel und Industrie.<br />

Wir haben eine jahrhundertealte lebendige<br />

Historie, sind aber doch in vielen<br />

Bereichen erfrischend zukunftsorientiert.<br />

Das alles passt wunderbar zusammen und<br />

macht unsere Heimat zu etwas ganz<br />

Einzigartigem.<br />

Zur Person<br />

Jochen K. Kübler ist seit 2010 Vorsitzender<br />

der Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e. V.. Von 1994 bis<br />

2009 war der 64-Jährige Oberbürgermeister<br />

von Öhringen, einer Großen<br />

Kreisstadt im Hohenlohekreis.<br />

Vom Oberrhein bis Oberschwaben, vom Bodensee bis<br />

zum Taubertal, von früh bis spät: Wir gehen die Dinge<br />

an, wir engagieren uns, nehmen uns Zeit, kümmern uns,<br />

hören zu, geben Rat und helfen. Wir sind ganz nah –<br />

und immer persönlich für Sie und Ihre Gesundheit da.<br />

AOK – Die Gesundheitskasse Heilbronn-Franken · aok-bw.de/hnf<br />

ZGH 0043/28 · 05/17 · Foto: peterheck.de<br />

10 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

11


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Charmantes Städtlein<br />

Klein, aber oho – diese Beschreibung ist wie gemacht für die Brunnenstadt<br />

Külsheim. Das vielseitige Örtchen am nördlichen Zipfel des<br />

Main-Tauber-Kreises hat an erlebbarer Geschichte, beschwingten<br />

Festen und köstlichen Rebensäften einiges zu bieten.<br />

Die im Jahr 1497 erbaute katholische Kirche Sankt Martin gehört neben den<br />

zahlreichen Brunnen zu den Wahrzeichen der Stadt Külsheim.<br />

Für Külsheim, die Stadt der 18<br />

Brunnen im Madonnenländchen,<br />

hat das Jahr <strong>2017</strong> eine ganz besondere<br />

Bedeutung. Denn mit einer Reihe<br />

von Veranstaltungen wird die Verleihung<br />

des Stadtrechts vor 725 Jahren<br />

gefeiert. Das absolute Highlight findet<br />

am Sonntag, 18. <strong>Juni</strong>, statt. Dann richtet<br />

sich der Fokus der gesamten Region<br />

auf den charmanten und lebendigen<br />

Ort zwischen der Großen Kreisstadt<br />

Wertheim am Main und der Kreisstadt<br />

Tauberbischofsheim. Die Bürgerinitiative<br />

„pro Region Heilbronn-Franken“<br />

lädt die ganze Bevölkerung zum 20. Regionaltag<br />

in die Brunnenstadt auf der<br />

Höhe Tauberfrankens ein.<br />

AKTIVES BÜRGERLEBEN<br />

Die rund 5400 Einwohner zählende<br />

ehemalige Garnisonsstadt mit den<br />

zum Teil speziell klingenden Stadttei-<br />

Foto: Werner Palmert<br />

len Eiersheim, Hundheim, Steinbach,<br />

Steinfurt und Uissigheim zeichne sich<br />

vor allem durch eine überaus engagierte<br />

Bürgerschaft und ein sehr reges<br />

Vereinsleben aus, wie Bürgermeister<br />

Thomas Schreglmann besonders unterstreicht.<br />

Auch den demografischen<br />

Wandel könne man spüren, nichtsdestotrotz<br />

bleiben die Einwohnerzahlen<br />

seit zwei Jahren aber konstant.<br />

Neben dem traditionellen Großen<br />

Markt im September, lockt seit vielen<br />

Jahren das im dreijährigen Turnus<br />

stattfindende mittelalterliche Spektakel<br />

„Burgkurzweyl zu Cullesheym“<br />

mehrere Tausend Besucher in die Stadt<br />

auf den Höhen des lieblichen Taubertales.<br />

Mehr als 500 Aktive aus allen<br />

Bevölkerungsschichten und über 50<br />

Vereinen schlüpfen in historische Gewänder,<br />

bewirten und begeistern die<br />

Massen und erinnern während des<br />

bunten Treibens auch mit der Sprache<br />

an längst vergangene Zeiten.<br />

IM WANDEL DER ZEIT<br />

In den vergangenen Jahrzehnten hat<br />

sich Külsheim von einem rein landwirtschaftlich<br />

geprägten Städtchen zu einer<br />

modernen und aufstrebenden Kleinstadt<br />

entwickelt, die durch die 2004 beschlossene<br />

Kasernenschließung einen<br />

herben Rückschlag hinnehmen musste.<br />

Von 1964 bis zum Abzug am 30. September<br />

2006 gehörten die 1200 Soldaten<br />

der Panzerbataillone 363 und 364<br />

in der Prinz-Eugen-Kaserne zum Alltagsleben<br />

in der Stadt. Zusammen mit<br />

den rund 300 Zivilbediensteten der<br />

Standortverwaltung stellte die Bundeswehr<br />

den mit Abstand größten Arbeit-<br />

geber im Ort. Jetzt waren entschlossenes,<br />

mutiges Handeln und effektive<br />

Wirtschaftsförderung gefragt, galt es<br />

doch, zusätzlich zu den vorhandenen<br />

Gewerbebetrieben neue Arbeitsplätze<br />

zu schaffen. Bereits ein Jahr später,<br />

im November 2007, wurde der Kaufvertrag<br />

für das Kasernengelände unterzeichnet.<br />

Külsheim hatte nun rund 53<br />

Hektar mehr Gelände, oder anders gesagt<br />

1000 neue Bauplätze im Angebot.<br />

Die Entscheidung war richtig: Heute<br />

sind 35 Unternehmen da angesiedelt,<br />

wo einst die Kampfpanzer „Leopard“<br />

lärmten. Die Zahl der Arbeitsplätze<br />

stieg um gut 400 und etwa ein Drittel<br />

der Gewerbesteuer kommt aus den Gewerbeparks<br />

I und II, wie das Kasernenareal<br />

heute heißt.<br />

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Auch als Bildungsstadt hat sich Külsheim<br />

gemausert. Mit Beginn des Schuljahres<br />

2009/10 hat die Pater-Alois-<br />

Grimm-Schule in den Klassen fünf und<br />

sechs begonnen, den Unterricht nach<br />

dem Modell der Schweizer Lernhäuser<br />

einzurichten. Im „Haus des Lernens“<br />

geben die Lernbegleiter (Lehrer) den<br />

Lernpartnern (Schülern) in sogenannten<br />

„Input-Räumen“ Einführungen<br />

und Hinweise zu bestimmten Unterrichtsinhalten<br />

und Kompetenzen. Die<br />

Lehrer legen im Vorhinein die Lernziele<br />

fest und überprüfen gemeinsam mit<br />

den Schülern das Erreichen der Zielvorgaben.<br />

Anschließend arbeiten die Lernpartner<br />

weitgehend selbstständig und<br />

individuell in den Lernateliers an ihren<br />

Arbeitsplätzen, die alle mit Computern<br />

ausgestattet sind. Im „Haus des Lernens“<br />

werden heute rund 500 Kinder<br />

aus dem ganzen Umland unterrichtet.<br />

300 Computer-Arbeitsplätze, eine neue<br />

Mensa, Jugendmusikschule, ausreichend<br />

Kindergartenplätze und eine gut<br />

sortierte Stadtbücherei bieten gerade<br />

Familienfreundliche<br />

Bauplätze<br />

auch für junge Familien ein breitgefächertes<br />

Angebot, das durch die vielfältigen<br />

Möglichkeiten aus dem Freizeitsektor<br />

komplettiert wird.<br />

BUNT UND AUFGEWECKT<br />

In Külsheim erleben die Besucher<br />

aus der Nähe und Ferne aber nicht<br />

nur eine engagierte Bürgerschaft<br />

und Wasser speiende Brunnen. Auch<br />

der Weinanbau spielt in der Kernstadt<br />

selbst und im Stadtteil Uissigheim<br />

seit jeher eine überaus wichtige<br />

Rolle. „Külsheimer Hoher Herrgott“<br />

und „Uissigheimer Stahlberg“, zwei<br />

heimische Gewächse, verführen zum<br />

Verweilen in den urigen Gaststätten<br />

und Besenwirtschaften. Es lässt<br />

sich gut leben in der Stadt. Mit einem<br />

attraktiven Angebot an Aktionen und<br />

Veranstaltungen kommt in Külsheim<br />

jeder – ob Jung oder Alt – auf seine<br />

Kosten. <br />

Werner Palmert<br />

12 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

13


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Zur Person<br />

Thomas Schreglmann ist seit dem<br />

1. Juli 2011 Bürgermeister der Stadt<br />

Külsheim. Der Diplomverwaltungswirt<br />

ist verheiratet<br />

und hat<br />

eine Tochter.<br />

„Schön, wenn<br />

es etwas enger<br />

zugeht“<br />

Als Bürgermeister hat man viel zu tun. Und gerade in einer kleinen<br />

Stadt ist der Schultes für so ziemlich alles verantwortlich. Da ist eine<br />

Veranstaltung wie der Regionaltag eine willkommene Abwechslung<br />

zu Hundefäkalien und Kläranlagen, wie Thomas Schreglmann weiß.<br />

Herr Schreglmann, am 18. <strong>Juni</strong> findet<br />

in Külsheim der 20. Regionaltag der<br />

Bürgerinitiative pro Region statt. Welche<br />

Bedeutung hat diese Veranstaltung<br />

für die knapp 5200-Einwohner-Stadt?<br />

Schreglmann: Es ist eine große<br />

Ehre, dieses Jahr Gastgeber<br />

sein zu dürfen. Schließlich<br />

sind wir eine relativ kleine<br />

Stadt und für uns ist die Austragung<br />

des Regionaltages eine<br />

Premiere. Wir freuen uns auf<br />

die Veranstaltung.<br />

Warum hat sich Külsheim als<br />

Austragungsort des Regionaltages beworben?<br />

Und wann und von wem haben<br />

Sie schließlich erfahren, dass er dieses<br />

Jahr in „Ihrer“ Stadt begangen wird?<br />

Schreglmann: <strong>2017</strong> ist der 725. Jahrestag<br />

der Stadtrechtsverleihung von<br />

Külsheim. Deshalb hat aus unserer<br />

Sicht dieser Anlass gepasst, den Regionaltag<br />

diesmal bei uns zu feiern. Allerdings<br />

muss man dazu sagen, dass wir<br />

uns bereits 2013 dafür beworben haben.<br />

Die Zusage kam letzten Endes von<br />

Ralph Wachter von der pro Region etwa<br />

ein halbes Jahr später.<br />

Wie war Ihre Reaktion darauf?<br />

Foto: Verena Köger<br />

Schreglmann: Wir haben uns natürlich<br />

riesig gefreut – auch deshalb, weil der<br />

Regionaltag mit dem Stadtjubiläum<br />

zusammenfällt. Dennoch hatten wir<br />

das Gefühl, dass pro Region vielleicht<br />

etwas skeptisch war, ob Külsheim diese<br />

Großveranstaltung stemmen kann.<br />

Aber dank unseres jährlich stattfindenden<br />

Großen Marktes haben wir ja Erfahrung<br />

mit Festen dieser Art.<br />

Wie bereitet sich Külsheim auf den Regionaltag<br />

vor?<br />

Schreglmann: Hier ist die Stadtverwaltung<br />

gefragt. Wir haben ein kleines<br />

Team bestehend aus Tourismusmitarbeitern,<br />

Vorzimmerdame, Hausmeister,<br />

Stadtwerke und Bauamt. Darüber<br />

hinaus unterstützen uns unsere Vereine<br />

und Institutionen, beispielsweise<br />

bei den Getränke- und Essensständen.<br />

Mit der Organisation haben wir bereits<br />

vor einem Jahr angefangen.<br />

Welche Aufgaben kommen dabei Ihnen<br />

als Bürgermeister zu?<br />

Schreglmann: Ich kümmere mich um<br />

die Gäste aus unseren beiden Partnerstädten<br />

in Frankreich und Ungarn.<br />

Und das ist alles?<br />

Schreglmann: (lacht) Nein, ich habe<br />

auch noch andere Aufgaben. Eigentlich<br />

habe ich sogar permanent Termine, so<br />

wie kürzlich erst mit der Feuerwehr<br />

und der Polizei. In einer kleinen Kommune<br />

weiß der Bürgermeister über so<br />

gut wie alles Bescheid und ist auch für<br />

fast alles verantwortlich. Aber es macht<br />

ja auch Spaß, sich nicht immer nur um<br />

Hundefäkalien und Kläranlagen kümmern<br />

zu müssen.<br />

Wie sind die Bürger darüber informiert<br />

worden, dass in ihrer (Wahl-)Heimatstadt<br />

demnächst eine Veranstaltung<br />

stattfinden wird, die für die gesamte<br />

Region eine zentrale Rolle spielt?<br />

Schreglmann: Wir haben es zum einen<br />

über die Presse kundgetan, als der Zuschlag<br />

kam. Außerdem stand es in unserem<br />

Amtsblatt. Es gibt Plakate und pro<br />

Region verschickt auch Flyer in ganz<br />

Heilbronn-Franken. Es wurden immerhin<br />

40 000 Stück für die Haushalte<br />

– auch die bayerischen – gedruckt.<br />

Gab es dazu – positive wie negative –<br />

Äußerungen von den Einwohnern?<br />

Schreglmann: Es gab ausschließlich<br />

positive Rückmeldungen. Der ein oder<br />

andere ist schon gespannt, ob der Regionaltag<br />

nicht möglicherweise eine<br />

Nummer zu groß für Külsheim ist. Aber<br />

wir haben ein reges Vereinsleben und<br />

eine engagierte Bevölkerung. Gefühlt<br />

ist der Regionaltag für uns wie der Große<br />

Markt, der ja jedes Jahr gefeiert wird<br />

und bei dem wir bereits Routine haben.<br />

Waren Sie selbst bereits Gast auf einem<br />

der 19 bisherigen Regionaltage? Welche<br />

Erfahrungen haben Sie gemacht?<br />

Schreglmann: Ich war in Wertheim und<br />

auch in Öhringen zu Gast. Überrascht<br />

hat mich, wie vielfältig die Region ist.<br />

Jede Stadt ist anders und an bestimmte<br />

Gegebenheiten gebunden.<br />

Haben Sie Erwartungen an den Regionaltag<br />

„vor der eigenen Haustür“?<br />

Schreglmann: Ich hoffe, dass sich Külsheim<br />

gut präsentiert – aber das weiß<br />

ich eigentlich. Die Besucher sollen<br />

auch nach dem 18. <strong>Juni</strong> wiederkommen.<br />

Denn wir bieten eine schöne<br />

Landschaft, abwechslungsreiche Radwege<br />

und tolle Besen.<br />

Worauf freuen Sie sich, bezogen auf das<br />

Programm, denn am meisten?<br />

Schreglmann: Ich freue mich auf die<br />

Vielfalt der Stände, auf das Programm<br />

auf der Hauptbühne und vor allem auf<br />

die Würth Big Band. Es wird allerdings<br />

eine Herausforderung, die Stände einzuplanen,<br />

weil die Altstadt nicht so luftig<br />

ist. Andererseits ist es doch schön,<br />

wenn es etwas enger zugeht. (schmunzelt)<br />

Interview: Olga Lechmann<br />

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Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

„Wir sind überzeugte<br />

Regionauten“<br />

Der Main-Tauber-Kreis überzeugt mit seiner Vielfalt.<br />

Unberührte Natur auf der einen Seite, innovative<br />

Unternehmen auf der anderen. Es gibt viele Gründe,<br />

den Kreis in sein Herz zu schließen – dies wird auch im<br />

Gespräch mit Landrat Reinhard Frank deutlich.<br />

Von Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Hier sind die Wiesen grüner, der<br />

Himmel ist blauer, die Luft frischer.<br />

Bei uns gibt es keinen<br />

Stau und keinen Feinstaubalarm. Bei<br />

uns lebt man gerne. Der Main-Tauber-<br />

Kreis tut einfach gut“, schwärmt Reinhard<br />

Frank über seine Heimat. Dass<br />

der Landrat des Main-Tauber-Kreises<br />

sein Herz an ebendiesen verloren<br />

hat, wird im Gespräch mit ihm<br />

schnell deutlich. Diesbezüglich kann<br />

er keinem etwas vormachen – aber das<br />

scheint er auch gar nicht zu wollen.<br />

Seit zwölf Jahren ist Frank inzwischen<br />

schon im Amt, steckt also mitten<br />

in seiner zweiten Amtszeit. Und<br />

obwohl er den Landkreis wie seine<br />

Westentasche kennt, lernt er ihn doch<br />

immer wieder aufs Neue kennen. „Der<br />

Kreis erfindet sich immer wieder neu“,<br />

sagt er – touristisch und wirtschaftlich.<br />

Der Main-Tauber-Kreis sei ein<br />

Landkreis der Gegensätze, was zur<br />

Abwechslung und Vielfalt der Raumschaft<br />

beitrage. „Der Gang durchs<br />

Taubertal ist wie ein Gang durch die<br />

deutsche Geschichte. Historische Burgen,<br />

Schlösser und Klöster reihen sich<br />

wie Perlen an einer Kette aneinander.“<br />

Einerseits. „Hochmoderne Firmen<br />

haben hier ihren Sitz. Sie gehören<br />

zu<br />

„<br />

den innovativsten ihrer Art in<br />

Heilbronn-Franken im<br />

Ganzen spielt in der<br />

Champions League.<br />

Reinhard Frank<br />

“<br />

ganz Baden-Württemberg.“ Andererseits.<br />

Beides trägt unter anderem dazu<br />

bei, dass die Menschen im Main-Tauber-Kreis<br />

glücklicher sind als anderswo<br />

– das zumindest ist das Ergebnis<br />

der von der Deutschen Post in Auftrag<br />

gegebenen Studie „Glücksatlas“. „Viele<br />

kleine Mosaiksteinchen formieren sich<br />

zu einem Gesamtbild“, ist der Landrat<br />

überzeugt: Die Arbeitslosenquote ist<br />

niedrig, der Landkreis zählt laut Kriminalstatistik<br />

zu den sichersten in ganz<br />

Deutschland, die Zukunftsperspektive<br />

ist groß.<br />

Und dennoch: Landrat Frank<br />

wünscht sich, dass die Menschen im<br />

Main-Tauber-Kreis noch etwas enger<br />

zusammenrücken. „Eigentlich ist der<br />

Kreis ein Beispiel für gelungene Integration.<br />

Franken, Badener, Württemberger,<br />

Hohenloher und Menschen<br />

aus dem Ausland leben hier glücklich<br />

und friedlich miteinander.“ Eigentlich.<br />

Denn: „Wir haben es noch immer nicht<br />

ganz geschafft, eine richtige Einheit zu<br />

werden. Auch heute flammt manchmal<br />

noch Lagerdenken auf“, bedauert<br />

der 62-Jährige – und relativiert im<br />

Folgesatz: „Zum Glück gibt es auch<br />

immer wieder hoffnungsvolle<br />

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17


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Ansätze. Wenn es darum geht, halten<br />

wir zusammen.“ So habe man beispielsweise<br />

alle 18 Kommunen des<br />

Kreises dazu bewegen können, sich an<br />

einem Projekt zum Breitbandausbau<br />

zu beteiligen<br />

„<br />

(mehr dazu ab Seite 20).<br />

Der Main-Tauber-Kreis<br />

spielt mindestens in der<br />

Europa League.<br />

Reinhard Frank<br />

“<br />

Mehr Miteinander wünscht sich Frank<br />

auch innerhalb der Region, auch wenn<br />

er betont, dass der Austausch untereinander<br />

rege vorhanden sei und man<br />

ein gutes Verhältnis zueinander pflege:<br />

„Es ist noch nicht final gelungen, alle<br />

Player in Heilbronn-Franken zusammenzuführen.“<br />

Im Grunde beschäftigten<br />

sich alle mit denselben Themen,<br />

ist der Landrat überzeugt: Standortmarketing,<br />

Digitalisierung, Tourismus<br />

und dem Fachkräftemangel. „Wir<br />

sollten noch sehr viel stärker mit einer<br />

gemeinsamen Stimme sprechen.“<br />

Es müsse darum gehen, die Region als<br />

Ganzes zu vermarkten – in Deutschland,<br />

aber auch im Ausland. „Wir sind<br />

überzeugte Regionauten“, sagt er<br />

lachend.<br />

Kloster Bronnbach nahe Wertheim gehört zweifelsohne zu den schönsten<br />

Sehenswürdigkeiten des Main-Tauber-Kreises.<br />

Seiner Position innerhalb der<br />

Region ist sich der Landrat sehr bewusst.<br />

„Heilbronn-Franken als Ganzes<br />

spielt in der Champions League<br />

und zählt zu den wichtigsten sowie<br />

stärksten Regionen überhaupt. Der<br />

Main-Tauber-Kreis allein spielt aber<br />

auch mindestens in der Europa League.“<br />

23 Weltmarktführer nennen<br />

den Main-Tauber-Kreis ihre Heimat.<br />

Der Branchenmix ist ausgewogen, die<br />

Unternehmen sind innovativ und entsprechend<br />

zukunftsfähig. Derzeit gibt<br />

es rund 55 000 Arbeitsplätze – eine<br />

nicht zu unterschätzende Zahl. „Wir<br />

runden die Region aufs Beste ab. Heilbronn-Franken<br />

kann nicht auf den<br />

Main-Tauber-Kreis verzichten.“<br />

Fotos: Fotolia/wira91, LRA Main-Tauber-Kreis<br />

Dieses Gefühl, so Frank, habe<br />

man aber auch nicht – trotz der regionalen<br />

Randlage. „Das ist immer eine<br />

Frage der Perspektive.“ Geografisch<br />

gesehen sei man an der Spitze von Baden-Württemberg<br />

und damit nahezu<br />

mitten in Europa. „Eine bessere Position<br />

gibt es wohl kaum.“ Zumal man<br />

sich nicht nur zur Region, sondern –<br />

aus der Historie heraus – auch schon<br />

immer zu Franken zugehörig fühle.<br />

„Wir orientieren uns in beide Richtungen.“<br />

Auch über die Landesgrenze hinweg<br />

gebe es diverse Verflechtungen,<br />

die es für beide Seiten sinnvoll zu nutzen<br />

gelte. „Es geht vor allem darum,<br />

unseren Einwohnern den Alltag zu erleichtern.“<br />

So werde beispielsweise in<br />

Sachen ÖPNV oder Berufsschulen kooperiert.<br />

Hier will sich Frank auch die<br />

Tatsache zunutze machen, dass der<br />

Main-Tauber-Kreis zwar zu den größten<br />

Kreisen in Baden-Württemberg,<br />

gleichzeitig aber auch zu den am wenigsten<br />

besiedelten gehört. „Den Ballungszentren<br />

geht der Raum aus. Bei<br />

uns gibt es, als einer der wenigen<br />

Landkreise, noch ausreichend Fläche<br />

für Gewerbeansiedlungen –<br />

und zwar entlang der Autobahn“,<br />

betont Frank. Aber auch Privatpersonen<br />

würden im Main-Tauber-Kreis<br />

nicht zu kurz kommen.<br />

„Hier kann man den Traum vom<br />

Eigenheim im Grünen nicht<br />

nur träumen, sondern<br />

auch wahr werden lassen<br />

und ihn sich leisten.“<br />

Und das sind<br />

doch schöne Aussichten<br />

– für den<br />

Landkreis und für<br />

dessen Bewohner.<br />

Zur Person<br />

Reinhard Frank wurde 2005 vom<br />

Kreistag des Main-Tauber-Kreises gewählt<br />

und für acht Jahre zum Landrat<br />

ernannt. Bei der Wahl im März 2013<br />

wurde er im Amt bestätigt. Frank lebt<br />

in Tauberbischofsheim, ist verheiratet<br />

und hat vier Kinder.<br />

Qualität in Medizin und Pflege für die Menschen in der Region<br />

Tel.: 07931 58-0<br />

www.ckbm.de<br />

Tel.: 09341 800-0<br />

www.khtbb.de<br />

Tel.: 09341 800-1451<br />

www.haus-heimberg.de<br />

Tel.: 09346 92779-20<br />

www.ghtf.de<br />

Tel.: 07931 98700<br />

www.sanitas-tauberfranken.de<br />

18<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Tür auf für das Turbo-Internet<br />

Der Main-Tauber-Kreis sieht den Breitbandausbau als wichtiges<br />

Thema an und treibt ihn voran. Durch die Zerstreutheit einzelner<br />

Orte wird das zur Herausforderung – steigert aber gleichzeitig deren<br />

Attraktivität als Gewerbe- und Industriestandorte.<br />

Schnelles Internet gehört heute<br />

zu unserem Leben dazu. Sei<br />

es bei der Arbeit oder im Privatleben.<br />

Der Breitbandausbau ist daher<br />

auch eines der wichtigsten Zukunftsthemen<br />

im Main-Tauber-Kreis. Deshalb<br />

hat der Kreistag am 26. Oktober<br />

vergangenen Jahres beschlossen, die<br />

Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte<br />

digitale Medienwelt voranzubringen.<br />

Der symbolische Spatenstich<br />

für das größte Infrastrukturprojekt des<br />

Kreises fand am 20. April dieses Jahres<br />

in Tauberbischofsheim statt. Der Main-<br />

Tauber-Kreis erstreckt sich von Creglingen<br />

am Oberlauf der Tauber im Süden<br />

bis Freudenberg am Main im Norden.<br />

Von Grünsfeld/Wittighausen im Osten<br />

verläuft der Landkreis bis Boxberg/<br />

Ahorn im Westen. Insgesamt ist er<br />

rund 1300 Quadratkilometer groß. Die<br />

Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 120<br />

Kilometer. Zum Landkreis gehören 18<br />

Städte und Gemeinden mit rund 280<br />

Siedlungsplätzen. Hierzu zählen auch<br />

kleinere Dörfer und Weiler. Daraus ergibt<br />

sich die besondere Herausforderung<br />

des Breitbandausbaus.<br />

Rund 18 Millionen Euro werden<br />

in einem beispielhaften Gemein-<br />

Durch den Ausbau auf ein leistungsfähiges Glasfaserkabel-Breitbandnetz können die rund 31 000 Haushalte im Main-<br />

Tauber-Kreis künftig mit einer deutlich höheren Surfgeschwindigkeit rechnen.<br />

Foto: Wolfram Scheible<br />

schaftsprojekt von Bund, Land, Landkreis<br />

und Kommunen investiert. Bis<br />

Ende 2018 sollen rund 31 000 Haushalte<br />

durch ein leistungsfähiges Glasfaserkabel-Breitbandnetz<br />

die Möglichkeit<br />

bekommen, Surfgeschwindigkeiten<br />

von mindestens 30 Mbit/s zu nutzen.<br />

Der Vorteil: Das neue Turbo-Internet<br />

ermöglicht nicht nur schnelle Downloads,<br />

die Nutzer können in ihrem<br />

Haushalt auch mehrere Fernsehsender<br />

oder Filme in HD-Qualität per Internet<br />

genießen. „Damit ist das Tor zur<br />

digitalen Zukunft mächtig weit aufgestoßen“,<br />

freute sich Landrat Reinhard<br />

Frank beim Spatenstich.<br />

Der Landrat sah den Baubeginn<br />

auch als den Anschluss des Kreisgebietes<br />

an eine moderne Infrastruktur,<br />

um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das<br />

Glasfaserkabel habe für ihn die gleiche<br />

Bedeutung wie ein funktionierendes<br />

Schienen- oder Straßennetz.<br />

„Insgesamt kann von einem Quantensprung<br />

für die Telekommunikation im<br />

Landkreis gesprochen werden“, blickte<br />

Frank optimistisch auf die kommenden<br />

beiden Jahre.<br />

ATTRAKTIVERE STANDORTE<br />

Auch die Bürgermeister der Kreisgemeinden<br />

sind mit dem Ergebnis<br />

sehr zufrieden, denn die Ausgangslage<br />

war doch sehr verschieden. Besonders<br />

der sogenannte „obere Bezirk“ des<br />

Main-Tauber-Kreises um Creglingen,<br />

musste aufgrund der starken Zersiedelung<br />

und der vielen Weiler und Einzelhofstellen<br />

in der Vergangenheit große<br />

Nachteile verkraften. Der Boxberger<br />

Rathauschef Christian Kremer sieht im<br />

Glasfasernetzausbau vor allem auch<br />

eine deutliche Steigerung der Attraktivität<br />

der Gewerbegebiete im ländlichen<br />

Raum und damit eine wesentliche<br />

Verbesserung der Chancen für<br />

künftige Industrie- und Gewerbeansiedlungen.<br />

Als Beispiel nannte Kremer<br />

das Gewerbegebiet „Seehof“ bei<br />

Boxberg, das schon vom Beginn der Erschließung<br />

an mit dem Kabelanschluss<br />

bedient wurde. Für die ansiedlungswilligen<br />

Firmen sei der Kabelanschluss<br />

heute eine unabdingbare Voraussetzung<br />

bei der Standortauswahl.<br />

Im Vorfeld der Maßnahme waren Planungsgeschick<br />

und intensive Verhandlungen<br />

mit den Bieterunternehmen<br />

notwendig. Nur so konnte man zum<br />

jetzt erreichten Ergebnis kommen und<br />

die Umsetzung voranbringen, betonte<br />

der für die Breitbanderschließung<br />

im Kreis zuständige Dezernent Jochen<br />

Müssig vom Landratsamt. Kürzlich hat<br />

die aus<br />

„<br />

dem Ausschreibungsverfahren<br />

Das Tor zur digitalen<br />

Zukunft ist aufgestoßen.<br />

Reinhard Frank<br />

“<br />

siegreich hervorgegangene Deutsche<br />

Telekom die Städte und Gemeinden<br />

über die Vorgehensweise des Ausbaus<br />

informiert. Es ist geplant, dass die Baumaßnahmen<br />

durch zwei Bautrupps vorangebracht<br />

werden. Die Trupps beginnen<br />

im südlichen und im mittleren<br />

Main-Tauber-Kreis. Die Bauvorhaben<br />

werden jeweils in nördlicher Richtung<br />

umgesetzt. Insgesamt werden 717 Kilometer<br />

Glasfaserstrecke verlegt und<br />

309 Kabelverzweiger mit Glasfaser angebunden.<br />

Zusätzlich werden im Fördergebiet<br />

35 neue Kabelverzweiger errichtet.<br />

Zu diesen führt die moderne<br />

Glasfasertechnologie. Von den Kabelverzweigern<br />

zu den Häusern wird<br />

noch die vorhandene Kupfertechnologie<br />

genutzt. Das Gesamtkonzept sieht<br />

allerdings ergänzend vor, dass weiterführende<br />

Schulen und Gewerbegebiete<br />

in den weißen Flecken unmittelbar<br />

mit Glasfaser angefahren werden.<br />

Dort sind dann noch wesentlich höhere<br />

Bandbreiten – je nach Bestellung<br />

der Kunden – möglich. Die gesamte Erschließung<br />

des Landkreises ist in neun<br />

Bauabschnitte gegliedert. Ziel ist es,<br />

das gesamte Vorhaben bis Ende 2018<br />

fertigzustellen. Diese Vorgabe der Bundesregierung<br />

und auch eine Forderung<br />

der Ausschreibung will die Telekom unbedingt<br />

einhalten. Werner Palmert<br />

FORMING<br />

INNOVATION<br />

Wir sind seit Jahrzehnten führender Hersteller von<br />

hochqualitativen Kunststoffkomponenten aller Art<br />

mit Produktionsstätten in Europa, Asien und den<br />

USA.<br />

In weltweit 21 Unternehmen beschäftigt die<br />

Wirthwein-Gruppe rund 3.650 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter in den Geschäftsfeldern Automotive,<br />

Bahn, Elektroindustrie, Hausgeräte, Medizintechnik<br />

und Innenausbau.<br />

www.wirthwein.de<br />

Wirthwein AG<br />

Walter-Wirthwein-Str. 2-10<br />

97993 Creglingen<br />

Germany<br />

20<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

Forming Innovation.


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Der Hauptsitz der Bartec-Gruppe in Bad Mergentheim: Die Geschichte des Weltmarktführers im Explosionsschutz begann<br />

1975 mit der Entwicklung und Herstellung eines Schalters, der Explosionen an Tankstellen verhindert.<br />

Foto: Bartec Top Holding GmbH<br />

Ex-Bereich mit der großen Welt der Automatisierung<br />

und der modernen IT zu<br />

verbinden. Wir haben mehr als 40 Jahre<br />

Erfahrung im Explosionsschutz und<br />

verfügen über ein weltweites Wissensnetzwerk“,<br />

sagt Nader Hamuschi, Managing<br />

Director Automation & Communication<br />

Systems bei Bartec in Bad<br />

Mergentheim, im Gespräch mit dem<br />

„Digital Factory Journal“.<br />

Komplettlösungen hat Bartec gemeinsam<br />

mit Partnern aus der Softwareindustrie<br />

entwickelt, um Anlagenbetreiber<br />

effizient zu unterstützen.<br />

Die Ölpreisdebatte war hierbei ein Impulsgeber,<br />

so Hamuschi. Vergangenes<br />

Jahr hatten sich die Mitgliedstaaten<br />

des Opec-Ölkartells mit anderen wichtigen<br />

Förderländern auf eine Kürzung<br />

der Produktionsmengen geeinigt. Das<br />

führte zu höheren Heiz- und Spritpreisen.<br />

Diese Förderkürzung soll nun bis<br />

Ende des ersten Quartals 2018 verlängert<br />

werden, das gaben die wichtigen<br />

Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland<br />

jüngst in Peking bekannt.<br />

Des Weiteren hat das Unternehmen<br />

durch die Umstrukturierung der<br />

gesamten Finanzierung und Verlängerung<br />

der Kreditvereinbarungen bis<br />

2022 eine stabile Basis für die Umsetzung<br />

des Fünf-Jahres-Plans und die<br />

positive Entwicklung des Weltmarktführers<br />

im Explosionsschutz geschaffen.<br />

In diesem Zuge hat Bartec 70 Millionen<br />

Euro neues Kapital erhalten.<br />

Davon sind 50 Millionen (beigesteuert<br />

vom Gesellschafter Charterhouse Capital<br />

Partners LLP) zur Erhöhung des<br />

Eigenkapitals verwendet worden.<br />

„Über den erfolgreichen Abschluss<br />

einer der anspruchsvollsten Refinanzierungen<br />

der vergangenen Jahre<br />

freuen wir uns sehr“, wirbt Thomas<br />

Lützenrath, CEO der Bartec-Gruppe,<br />

der mittlerweile von Stephan Morgan<br />

abgelöst wurde, auf der Bartec-Internetseite.<br />

Nun könne man sich noch intensiver<br />

auf das bestehende Kundennetzwerk<br />

als auch auf die Erschließung<br />

neuer Märkte fokussieren, ergänzt CFO<br />

Euard Sworski. Timo Lämmerhirt<br />

Info<br />

Gründung: 1975<br />

Geschäftsführung:<br />

Stephan Morgan (Executive Chairman)<br />

Hauptsitz: Bad Mergentheim<br />

Mitarbeiter: mehr als 1800 weltweit<br />

Business Units:<br />

• Explosionsschutz<br />

• Elektrische Begleitheizung<br />

• Elektrotechnik für den Bergbau<br />

• Analysen- und Messtechnik<br />

• Communication & Monitoring<br />

Produktionsstandorte: zwölf<br />

BARTEC – eigene Vertriebsgesellschaften:<br />

mehr als 30<br />

Fachvertretungen: über 50<br />

Quelle: Bartec<br />

Durststrecke überwinden<br />

Auch ein Weltmarktführer wie die Bartec-Gruppe muss situationsbedingte<br />

Rückschläge – verursacht durch den Niedrig-Ölpreis – in Kauf<br />

nehmen. Doch der Spezialist im Explosionsschutz will zu gewohnter<br />

Stabilität und Stärke zurückfinden.<br />

Dass man bei Durststrecken nicht<br />

gleich den Kopf in den Sand stecken<br />

muss, hat die Bartec-Gruppe<br />

mit Sitz in Bad Mergentheim,<br />

Weltmarktführer im Explosionsschutz<br />

(Ex-Bereich), in den vergangenen Monaten<br />

bewiesen. Industrie 4.0 ist nicht<br />

nur ein moderner Begriff, Unternehmen<br />

müssen sich damit auseinandersetzen,<br />

besser: sie im eigenen Unternehmen<br />

umsetzen.<br />

Ein Zauberwort bei Bartec heißt<br />

„Enterprise Mobility“. Es ist der vom<br />

Unternehmen benutzte Oberbegriff,<br />

unter den alle mobilen Produkte von<br />

Bartec zusammenfließen. 2014 noch<br />

mit der Kampagne „Bartec goes mobile“<br />

gestartet, verschmolzen die gesamten<br />

Geschäftsbereiche wie Smartphone<br />

oder Tablet-PC für den industriellen<br />

Bereich in diesem Feld.<br />

Es handelt sich um den am<br />

schnellsten wachsenden Bereich innerhalb<br />

des Segments Automatisierung<br />

und Kommunikation des Bad<br />

Mergentheimer Unternehmens. Dabei<br />

bietet Bartec seinen Kunden robuste<br />

Versionen für Nicht-Ex-Bereiche für<br />

den Industrieeinsatz bis hin zu Versionen<br />

für die Zone 1, sprich: der Bereich,<br />

in dem damit zu rechnen ist, dass eine<br />

explosionsfähige Atmosphäre aus einem<br />

Gemisch von Luft mit brennbaren<br />

Substanzen in Form von Gas, Dampf<br />

oder Nebel bei normalem Betrieb auftritt.<br />

Dank dieser zertifizierten Geräte<br />

und Systeme ist es mittlerweile gelungen,<br />

Smartphones und Tablets nutzbringend<br />

in explosionsgefährdeten Bereichen<br />

einzusetzen. Somit kann der<br />

Kunde seine Daten mit in diese Bereiche<br />

nehmen, hat sein Büro sozusagen<br />

an Bord, um direkt vor Ort auf zum Beispiel<br />

Firmendaten zurückzugreifen.<br />

Das ständige Hin und Her zwischen<br />

Anlage und Büro entfällt, da die mobilen<br />

Geräte (Mobile Devices) in Ex-Ausführung<br />

ermöglichen, alle Flächen zu<br />

verwenden, ohne an die Explosionsschutzauflagen<br />

denken zu müssen.<br />

Damit wird nicht nur Zeit, sondern<br />

auch Geld gespart. „Ganz unbescheiden:<br />

Niemand kann Bartec das Wasser<br />

reichen, wenn es darum geht, den<br />

Gemeinsam<br />

viel bewegen.<br />

Drei Länder, zehn Landkreise und eine Bahn, mit der ich<br />

zuverlässig und sicher überall ankomme.<br />

Mehr Infos auf: westfrankenbahn.de,<br />

facebook.com/westfrankenbahn, die-bembel.de<br />

22<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

Wir fahren für:


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Sie finden uns am REGIONALTAG IN KÜLSHEIM<br />

am Gemeinschaftsstand Nr. 47 – Hauptstraße<br />

Stadt Wertheim/Tourismus Region Wertheim GmbH/Wertheim Village/Erwin Hymer World<br />

Mitgedacht und mitgemacht!<br />

Das große pro Region Gewinnspiel<br />

1. Wie heißt der Wappenbrunnen der Stadt Külsheim?<br />

11<br />

2. Wie heißt einer der bedeutendsten Schüler Luthers, Reformator der<br />

Reichsstadt Schwäbisch Hall und Gestalter der evang. Kirche des Herzogtums<br />

Württemberg?<br />

3<br />

4 1<br />

3. Wie heißt eine jährlich stattfindende Kulturveranstaltung in Hohenlohe?<br />

6 9<br />

4. Welche bedeutende Veranstaltung wird 2019 in Heilbronn stattfinden?<br />

7 12<br />

5. Mit welcher Großen Kreisstadt im Landkreis Schwäbisch Hall ist die<br />

Horaffensage verbunden?<br />

8<br />

6. „Die treuen Weiber“ sind untrennbar mit einer Burgruine in dieser Stadt im<br />

Landkreis Heilbronn verbunden.<br />

5<br />

7. Welcher Lyriker, der unter anderem in Cleversulzbach als Pfarrer tätig war, verarbeitete<br />

im Gedicht „Erzengel Michaels Feder“ die Michaelsberg-Legende?<br />

2<br />

8. In welcher Stadt gilt der Haalgeist als „Hüter der Salzquelle“ und ist ein noch<br />

heute populärer Bestandteil der Tradition?<br />

9. In welchem Ort ist der Schriftsteller und bedeutende Satiriker Karl Julius Weber,<br />

dessen Geburtstag sich <strong>2017</strong> zum 250. Male jährt, begraben?<br />

Lösungswort ist der Beiname des Ortes, in dem der Regionaltag <strong>2017</strong><br />

stattfindet und der in diesem Jahr sein 725jähriges Stadtjubiläum feiert.<br />

10<br />

Die<br />

Sache im<br />

Zentrum<br />

Zwei sind besser als einer – und<br />

drei sind besser als zwei. Ganz<br />

zu schweigen davon, dass sechs<br />

Augen sehr viel mehr sehen.<br />

Daher setzt die Wirthwein AG in<br />

Creglingen auf eine dreigeteilte<br />

Führungsmannschaft – mit<br />

Erfolg.<br />

Fast sieben Jahre ist es her, dass<br />

Marcus und Frank Wirthwein sowie<br />

Rainer Zepke ein stimmiges<br />

Dreigespann im Vorstand der<br />

Wirthwein AG, führender Hersteller<br />

von hochqualitativen Kunststoffkomponenten,<br />

bilden. Dabei ergänzen<br />

sie sich gegenseitig perfekt. Während<br />

Frank Wirthwein seit dem 1. April 2014<br />

die Rolle des Vertriebsvorstands innehat<br />

und als Vorstandssprecher des Traditionsunternehmens<br />

fungiert, zeichnen<br />

Marcus Wirthwein für das Ressort<br />

Technik und Rainer Zepke für den Bereich<br />

Finanzen verantwortlich. Auf seinem<br />

jeweiligen Fachgebiet weist jeder<br />

der drei Vorstände spezielle und tiefgreifende<br />

Kenntnisse auf. „Inzwischen<br />

ist Wirthwein mit weltweit 19 Unternehmensstandorten<br />

auch einfach zu<br />

groß, um mit einem Vorstand den Herausforderungen<br />

und terminlichen<br />

Zwängen gewachsen zu sein“, begründet<br />

das Trio die Aufteilung in die drei<br />

Vorstandsfunktionen. Die Vorteile eines<br />

Shared Leadership, also einer geteilten<br />

Führungsmannschaft, liegen<br />

dabei klar auf der Hand. Aufgaben und<br />

Termine können aufgeteilt und Meinungen<br />

ausgetauscht werden. „Ganz<br />

klar profitieren wir voneinander und<br />

keiner kocht etwa sein eigenes Süppchen“,<br />

sind sich die Wirthwein-Vorstände<br />

einig. „Vielmehr kochen, dekorieren<br />

und speisen wir gemeinsam, um<br />

im Bild zu bleiben.“ Dafür stehen sogenannte<br />

Regelmeetings auf der Agenda.<br />

Darüber hinaus komme es immer wieder<br />

auch kurzfristig – aufgrund der kurzen<br />

Wege – zu Besprechungen mit den<br />

dazugehörigen Entscheidungen.<br />

Für die Wirthwein AG scheint sich<br />

das Konzept der geteilten Führung bewährt<br />

zu haben. Was würde das Vorstandstrio<br />

Start-up-Unternehmen, die<br />

ebenfalls auf mehrere Vorstände beziehungsweise<br />

Geschäftsführer setzen,<br />

als gut gemeinten Rat mit auf den Weg<br />

geben? „Ideal ist es unserer Meinung<br />

nach, wenn die Aufgaben gemäß den<br />

Interessen und Themenschwerpunkten<br />

des Führungsteams aufgeteilt werden.<br />

Außerdem sollte immer die Sache<br />

im Zentrum der Arbeit stehen und<br />

persönliche Belange sollten hinten<br />

angestellt werden“, so die Firmenleiter.<br />

Der wichtigste Aspekt sei allerdings ohnehin,<br />

dass eine Führungskraft immer<br />

nur so gut sein kann, wie die Mitarbeiter,<br />

die diese unterstützen.<br />

<br />

Olga Lechmann<br />

Wirtschaftsstandort Wertheim<br />

10 Weltmarktführer können sich nicht irren<br />

• Größter Wirtschaftsstandort in der Region<br />

• Günstige, voll erschlossene Gewerbeflächen<br />

• Zentrale Lage in Deutschland und Europa<br />

• Gute Verkehrsanbindung (A3 und A81)<br />

• Zentrum der deutschen Glasindustrie<br />

• Standort für die Industrie-Cluster Laborglas,<br />

Löttechnik, Vakuumtechnik und Kabelprüftechnik<br />

• Flächendeckende DSL-Versorgung<br />

• Günstig Wohnen in idyllischer Umgebung<br />

• Lebenswertes Umfeld mit vielfältigsten Kultur-,<br />

Gastronomie-, Freizeit- und Shoppingattraktionen<br />

Das Lösungswort:<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12<br />

Ihre Lösungen können Sie wie folgt einsenden:<br />

Postalisch: Einsendeschluß 14. <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

Es gilt das Datum des Poststempels<br />

per eMail: Einsendeschluß 17. <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>, 24.00 Uhr<br />

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Ihre Karte mit der Lösung und Anschrift<br />

am 18. <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>, bis 17.00 Uhr in die Losbox am Stand der Bürgerinitiative<br />

einzuwerfen.<br />

Bitte Anschrift nicht vergessen!<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach · 74650 Künzelsau<br />

www.pro-region.de<br />

Tel. 07940/152329 · info@pro-region.de<br />

24<br />

Seit dem 1. Juli 2010 ein<br />

eingespieltes Team:<br />

Marcus und Frank<br />

Wirthwein sowie Rainer<br />

Zepke stehen gemeinsam<br />

an der Spitze der<br />

Wirthwein AG.<br />

Foto: Wirthwein AG<br />

Stadtverwaltung Wertheim<br />

Referat Wirtschaftsförderung<br />

Kontakt: Jürgen Strahlheim<br />

Telefon: (0 93 42) 301-120<br />

juergen.strahlheim@wertheim.de<br />

www.wertheim.de


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Von der Entwicklung zum Einzelhandel:<br />

Die Ansmann AG bietet ihren<br />

Kunden eine breite Produktpalette an<br />

diversen Akkus und Ladegeräten.<br />

Foto: Horst Bernhard<br />

ein offenes Ohr für Ideen und Anregungen<br />

und war sowohl für den Vorstand<br />

als auch für die Belegschaft ein guter<br />

Diskussionspartner und Ratgeber“,<br />

bestätigt der Marketingleiter das positive<br />

Gesamtbild.<br />

Mit der Erweiterung des Vorstands<br />

zum Jahresbeginn <strong>2017</strong> hat die<br />

erfahrene Unternehmerpersönlichkeit<br />

noch einmal ein klares Zeichen für<br />

weiteres Wachstum gesetzt. „Gleichzeitig<br />

hat er damit seine Philosophie eines<br />

starken Teams eindrucksvoll untermauert“,<br />

bekräftigt Dunkel. Der<br />

Marketingleiter schätzte nicht nur die<br />

unternehmerischen Fähigkeiten des<br />

früheren Firmenbosses.<br />

FÜRSORGE<br />

„Edgar Ansmann war ein bescheidener<br />

Mensch mit hoher Sozialkompetenz<br />

und einer engen Verbindung zu seinen<br />

Mitmenschen und seiner Heimat“, betont<br />

er. Die Erfolge seines Unternehmens<br />

hätten ihn mit großem Stolz, vor<br />

allem aber mit Dankbarkeit gegenüber<br />

seiner Belegschaft erfüllt. „Seine Mitarbeiter<br />

und die Sicherung der Arbeitsplätze<br />

standen stets im Mittelpunkt<br />

seines<br />

„<br />

Handelns.“<br />

Er bleibt uns für<br />

immer Vorbild<br />

und Inspiration.<br />

Maximilian Dunkel<br />

“<br />

Auch die zupackende und hilfsbereite<br />

Art des Chefs kam bei den Mitarbeitern<br />

stets sehr gut an. In Erinnerung bleibt<br />

ebenso das starke Engagement von Edgar<br />

Ansmann für seine Heimat. Zusammen<br />

mit seiner Frau gründete er die<br />

„Helene und Edgar Ansmann Stiftung“,<br />

um die Region nachhaltig zu fördern.<br />

„Er bleibt uns für immer Vorbild und<br />

Inspiration“, gibt Dunkel ein klares Statement<br />

als Sprachrohr der kompletten<br />

Belegschaft ab.<br />

Edgar Ansmann wäre sicher gespannt<br />

auf den weiteren Verlauf des<br />

laufenden Geschäftsjahres gewesen.<br />

Aktuelle Produktinnovationen sind ein<br />

deutliches Signal dafür, dass Ansmann<br />

auch im Jahr <strong>2017</strong> klar auf Erfolgskurs<br />

steuert. „Wir entwickeln in Assamstadt<br />

die Zukunft mobiler Energieversorgung<br />

weiter“, verspricht Dunkel.<br />

Ein Beleg dafür ist die patentierte<br />

Battery-Intelligence-Lösung, die<br />

beim Industriepreis <strong>2017</strong> im Finale<br />

vertreten ist. „Die neue Technologie<br />

ermöglicht durch eine kabellose<br />

und bidirektionale Kommunikationsschnittstelle<br />

direkt im Akku völlig neue<br />

Möglichkeiten bei der Anwendung in<br />

mobilen Geräten oder Cloud-Technologien“,<br />

so Dunkel über die Vorzüge der<br />

neuesten Produktinnovation der Ansmann<br />

AG.<br />

Andreas Scholz<br />

Blick geht nach vorne<br />

Die Erfolgsgeschichte der Ansmann AG in Assamstadt ist eng mit<br />

dem Lebensweg von Edgar Ansmann verbunden. Der plötzliche<br />

Tod des Firmengründers im März <strong>2017</strong> war für die Familie und die<br />

Mitarbeiter des Lade- und Akkuspezialisten kurzzeitig ein Schock.<br />

Der festliche Rahmen stand bereits<br />

fest. Am 23. März <strong>2017</strong> sollte<br />

dem Unternehmer Edgar Ansmann<br />

das Bundesverdienstkreuz am<br />

Bande verliehen werden. Doch dazu<br />

kam es nicht mehr. Bevor er die Ehrung<br />

entgegennehmen konnte, verstarb<br />

der Firmengründer des Ladeund<br />

Akkuspezialisten Ansmann am<br />

18. März überraschend im Alter von<br />

knapp 70 Jahren.<br />

Edgar Ansmann hatte das Unternehmen<br />

Anfang der 1990er Jahre<br />

in Assamstadt im Main-Tauber-Kreis<br />

gegründet und sukzessive zu einem<br />

Marktführer für Akkus, Ladegeräte und<br />

Elektroantriebe entwickelt. Zuletzt<br />

erzielte das Unternehmen einen Umsatz<br />

von rund 55 Millionen Euro. Am<br />

Stammhaus in Assamstadt sind derzeit<br />

270 Mitarbeiter beschäftigt. Mit eigenen<br />

Tochtergesellschaften in den Ländermärkten<br />

Frankreich, Großbritannien,<br />

Skandinavien, USA, China sowie<br />

Hongkong ist die Firmengruppe weltweit<br />

aufgestellt.<br />

WEITSICHT<br />

Edgar Ansmann hinterlässt nach seinem<br />

unerwarteten Ableben zweifelsohne<br />

eine große Lücke. Nach der ersten<br />

Trauerverarbeitung setzen die<br />

Mitarbeiter von Ansmann jedoch alles<br />

daran, um das Lebenswerk des Firmengründers<br />

erfolgreich fortzusetzen.<br />

Schon zu Lebzeiten hat der Unternehmer<br />

mit Weitsicht die Weichen für eine<br />

geregelte Nachfolge gestellt. „Bereits im<br />

Jahr 2011 zog er sich aus dem Vorstand<br />

der Ansmann AG zurück und übergab<br />

die operative Führung des Unternehmens<br />

an ein Management-Team“,<br />

blickt Marketingleiter Maximilian<br />

Dunkel zurück.<br />

Nach dem Rückzug aus dem Vorstand<br />

wechselte Edgar Ansmann in den<br />

Aufsichtsrat. „In dieser Funktion blieb<br />

er der erste Ansprechpartner des Vorstands<br />

in allen strategischen Fragestellungen“,<br />

ergänzt Dunkel. Auch in der<br />

Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden<br />

achtete er auf eine regelmäßige Präsenz<br />

im Unternehmen und blieb dadurch<br />

bei allen wichtigen Entwicklungen<br />

auf Augenhöhe. „Er hatte immer<br />

DER RICHTIGE DREH<br />

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an der Spitze Baden-Württembergs<br />

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Tel. 09341/82-5708 | wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de<br />

26 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

27


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Abwärts der Tauber zum Main<br />

Entlang der schönen Landschaft des Main-Tauber-Kreises verläuft<br />

der Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“. Dieser ist nicht<br />

nur bei den Radlern beliebt, sondern auch vom Allgemeinen Deutschen<br />

Fahrradclub mit der Höchstwertung ausgezeichnet worden.<br />

Mit einer Länge von über 100 Kilometern vom Taubertal bis an den Main führt<br />

der Radweg die Fahrradfahrer vorbei an vielen kulturellen Höhepunkten.<br />

Foto: Peter Frischmuth/Tourismusverband „Liebliches Taubertal“<br />

Der Wind zischt durch die Haare<br />

bei der Fahrt mit dem Fahrrad<br />

von Rothenburg ob der Tauber<br />

hinab ins Taubertal. Durch die rund<br />

100 Meter Höhenunterschied nimmt<br />

das Rad ordentlich Fahrt auf. Beim weiteren<br />

Tritt in die Pedale führt der Weg<br />

entlang an Wiesen und Feldern und ermöglicht<br />

einen Blick auf von der Sonne<br />

geküsste Rebhänge. Bei warmen Temperaturen<br />

bieten die Abschnitte im<br />

schattigen Wald eine wohltuende Abkühlung.<br />

Die Strecke passiert neben<br />

schönen Landschaftsabstrichen auch<br />

zahlreiche historische Städte und Ortschaften.<br />

Endstation ist die Spitze des<br />

Main-Tauber-Kreises: die Stadt Wertheim<br />

an Main und Tauber.<br />

Über rund 100 Kilometer erstreckt<br />

sich der Radweg „Liebliches<br />

Taubertal – Der Klassiker“. Dieser ist<br />

bei den Radfahrenden beliebt: „Er hat<br />

einfach alles, was einen sehr guten Radweg<br />

ausmacht“, beschreibt ein begeisterter<br />

Pedaleur auf der Online-Feedback-Seite<br />

der Strecke. Eine andere<br />

Radfahrerin weist auf die kulturellen<br />

Höhepunkte des „Klassikers“ hin: „Ein<br />

schöner Radweg, der gerade auch kulturhistorisch<br />

sehr interessant ist. Wer<br />

hier nur blind durchradelt und sich keine<br />

Zeit für die diversen Sehenswürdigkeiten<br />

nimmt, hat das Beste verpasst.“<br />

Aus diesem Grund ist die Route auf drei<br />

Tagesetappen ausgelegt.<br />

Die erste Etappe startet in Rothenburg<br />

ob der Tauber und geht bis nach<br />

Weikersheim. Zur Belohnung wartet am<br />

Etappenziel das gleichnamige Schloss<br />

mit seinen barocken Einflüssen. Der<br />

zweite Tagesabschnitt leitet die Radler<br />

über Bad Mergentheim. Dort lässt ein<br />

Besuch im Schlossmuseum die Passanten<br />

in die Geschichte des Deutsch-<br />

ordens eintauchen, bevor es nach Tauberbischofsheim<br />

geht. Die finale Etappe<br />

endet in Wertheim, das mit der eindrucksvollen<br />

Burg, dem Glasmuseum<br />

oder dem schönen Kloster Bronnbach<br />

für die sportliche Aktivität entschädigt.<br />

Mit einer angedachten Fahrzeit von<br />

rund sieben Stunden auf meist asphaltierten<br />

Strecken ist der Radweg für Fahrer<br />

jeden Alters und mit jedem sportlichen<br />

Leistungsvermögen zu meistern.<br />

Dass der Weg ein rundum gelungenes<br />

Fahrraderlebnis bietet, beweist<br />

auch die Fünf-Sterne-Bewertung<br />

und damit die Höchstwertung des Allgemeinen<br />

Deutschen Fahrradclubs<br />

(ADFC). Der Verkehrsclub mit mehr<br />

als 160 000 Mitgliedern setzt sich für<br />

die Förderung des Fahrradverkehrs in<br />

Deutschland ein. „Die ADFC-Radwege-<br />

Klassifizierung nimmt die Bewertung<br />

der Radrouten anhand von zehn Kriterien<br />

vor“, erklärt Kathleen Lumma, die<br />

Landesgeschäftsführerin des ADFC<br />

Baden-Württemberg. Zwei Kriterien<br />

ab 43,-<br />

€/ m²<br />

Bauen<br />

+ Wohnen<br />

in Niederstetten<br />

Die Stadt Niederstetten fördert<br />

Familien beim Hausbau.<br />

Junge Familien erhalten<br />

finanzielle Unterstützung auf<br />

dem Weg zum Eigenheim!<br />

Weitere Beratung und<br />

Informationen erhalten Sie von<br />

Bürgermeister Rüdiger Zibold<br />

und Benjamin Czernin<br />

Albert-Sammt-Str. 1 | 97996 Niederstetten<br />

Telefon: 07932/ 91 02-0<br />

E-Mail: info@niederstetten.de<br />

stellten sogenannte Zugangsvoraussetzungen<br />

dar, die eigentliche Bewertung<br />

erfolge anhand von acht Kriterien. Zu<br />

diesen zählen unter anderem die komfortable<br />

Befahrbarkeit der Strecke, die<br />

allgemeine Sicherheit, die Wegweisung<br />

für die Passanten und die touristische<br />

Infrastruktur.<br />

Der „Klassiker“ wurde bereits<br />

zum zweiten Mal als einer von zwei<br />

Radwegen in ganz Deutschland und als<br />

alleiniger Preisträger der Fünf-Sterne-<br />

Wertung in Baden-Württemberg ausgezeichnet.<br />

„Die Klassifizierungsbewertung<br />

ergab, dass der Radweg mehr<br />

als 90 Prozent der erreichbaren Punkte<br />

erlangen konnte“, begründet Lumma<br />

das Erreichen der höchsten Qualitätsstufe.<br />

Das Zertifikat besitzt eine<br />

Gültigkeit von drei Jahren. Zur Erneuerung<br />

muss es wiederholt beantragt<br />

und überprüft werden. Eine weitere<br />

Höchstwertung erreiche der Radweg<br />

bei mindestens 91 Prozent der möglichen<br />

Punkte. Alexander Liedtke<br />

Info<br />

Der Radweg „Liebliches Taubertal –<br />

Der Klassiker“ kurz zusammengefasst:<br />

• Strecke: Rothenburg ob der Tauber<br />

bis Wertheim am Main<br />

• Länge: 103,9 Kilometer<br />

• Geschätzte Gesamtdauer: 7 Stunden<br />

• Höhenmeter: 481 Meter<br />

20. REGIONALTAG<br />

KÜLSHEIM<br />

SONNTAG<br />

18. JUNI <strong>2017</strong><br />

Livemusik, SWR Studio<br />

Heilbronn, touristische<br />

Infostände, bäuerlicher<br />

Genießermarkt, Weindorf<br />

und verkaufsoffener<br />

Sonntag<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach · 74650 Künzelsau<br />

www.pro-region.de · Tel. 07940/152329<br />

28 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

29


Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Von den<br />

Gummistiefeln<br />

zur Krone<br />

Welches Mädchen wollte nicht schon einmal Königin sein?<br />

Nicole Heinrich hat sich diesen Traum erfüllt. Als 6. Taubertäler<br />

Weinkönigin repräsentiert sie ein Jahr lang die vielseitige<br />

Landschaft und den schmackhaften Wein des Taubertals.<br />

Foto: Foto-Studio Schwab/Walter Schwab<br />

Der Himmel ist grau und wolkenverhangen.<br />

Der Schirm hält<br />

kaum der Last des Regens stand.<br />

Am verabredeten Café angekommen,<br />

ist sie bereits durch die Scheibe hindurch<br />

zu erkennen. Ihr mittlerweile<br />

aus den regionalen Medien bekanntes<br />

Gesicht, das stets strahlt, tut dies auch<br />

in diesem Augenblick. Es bleibt einem<br />

nichts anderes übrig, als zu denken:<br />

„Tolle Ausstrahlung.“ Und das ist wohl<br />

mit ein Grund, warum Nicole Heinrich<br />

am 21. März zur 6. Taubertäler Weinkönigin<br />

gekürt worden ist.<br />

Mit Inthronisierungen hat die<br />

23-Jährige allerdings bereits Erfahrung.<br />

Sie trug 2015/16 schon mal in ihrem<br />

Heimatort Dertingen den Titel Weinprinzessin<br />

und war 2016/17 Taubertäler<br />

Weinprinzessin. Dennoch bedeutet<br />

die diesjährige Krönung etwas Besonderes<br />

für Nicole. „Ich habe anfangs<br />

nicht damit gerechnet, dass ich gewählt<br />

werde“, räumt sie mit bescheidenem<br />

Lächeln ein. In den Schoß gefallen<br />

ist ihr der Titel Weinkönigin nämlich<br />

nicht. Im Gegenteil – das Bewerbungsverfahren<br />

hatte es in sich: Ein mündliches<br />

Interview mit Jochen Müssig, dem<br />

Geschäftsführer des Tourismusverbandes<br />

„Liebliches Taubertal“, und dessen<br />

Assistentin sowie ein schriftlicher Test<br />

mit Fragen zu dieser vielseitigen Ferienlandschaft<br />

im Main-Tauber-Kreis<br />

wurden von ihr und den vier Mitbewerberinnen<br />

absolviert.<br />

Wie auf glühenden Kohlen sitzend<br />

musste Nicole auf die Entscheidung<br />

der Jury warten, bis schließlich<br />

ein paar Wochen später ein Brief ins<br />

Elternhaus flatterte. Als sie den Umschlag<br />

öffnete, stand ihr Vater gespannt<br />

daneben. Es dauerte eine Weile, bis sie<br />

zu der Passage vordrang, in der verkündet<br />

wurde, dass sie zur nächsten<br />

Taubertäler Weinkönigin gekrönt werde.<br />

„Nach so langer Zeit des Wartens<br />

überkommen einen die Glücksgefühle“,<br />

erzählt Nicole rückblickend. Auch<br />

bei ihrem Vater, der sie sofort in seine<br />

Arme geschlossen hatte, sei die Freude<br />

groß gewesen, genauso wie bei ihrer<br />

Mutter. „Mama hatte länger darauf<br />

hingefiebert als ich“, schmunzelt sie.<br />

Kein Wunder: Die Eltern der amtierenden<br />

Weinhoheit haben ihrer Tochter<br />

schließlich teilweise den Weg zum Titel<br />

geebnet. Diese betreiben in der dritten<br />

Generation Weinbau im Nebenerwerb.<br />

Auf die Weinlesen freute sich Nicole<br />

immer das ganze Jahr über. Schon mit<br />

zwei Jahren watete sie mit Gummistiefeln<br />

im Zuber umher. Es ist übrigens<br />

auch eine der Voraussetzungen für das<br />

Amt einer Taubertäler Weinhoheit, dass<br />

die Kandidatin aus einer Winzerfamilie<br />

stammt oder eine adäquate Ausbildung<br />

vorweisen kann. Außerdem muss<br />

sie mindestens 18 Jahre alt und unverheiratet<br />

sein. Letzteres rührt daher,<br />

dass früher die Weinköniginnen und<br />

-prinzessinnen während ihrer Amtszeit<br />

Ausschau nach einem potenziellen<br />

Ehegatten hielten.<br />

Heutzutage gestaltet sich das etwas<br />

anders: Der prallgefüllte Terminkalender<br />

einer Weinkönigin lässt kaum<br />

Zeit für Privates. Trotzdem schafft es<br />

Nicole, sich mit ihren Aufgaben zu arrangieren<br />

– obwohl sie seit Oktober darüber<br />

hinaus Soziale Arbeit in Würzburg<br />

studiert. „Man bekommt alles hin,<br />

wenn man es will“, ist sie überzeugt.<br />

„Meine Familie und Freunde gehen<br />

auch oft mit auf Weinfeste oder andere<br />

Termine, so bekomme ich alle unter<br />

einen Hut.“<br />

Was gehört denn alles zum Amt<br />

einer Weinkönigin? In erster Linie gehe<br />

es um die Repräsentation der Region,<br />

der Winzer und auch darum, für das<br />

„<br />

Man bekommt alles<br />

hin, wenn man es will.<br />

Nicole Heinrich<br />

“<br />

Taubertal die Werbetrommel zu rühren.<br />

Selbstverständlich darf die Leidenschaft<br />

für den Wein nicht zu kurz<br />

kommen, denn man sollte nicht nur<br />

Kenner, sondern auch Liebhaber des<br />

Rebensaftes sein. Einen Lieblingswein<br />

hat Nicole natürlich auch – den Silvaner<br />

trocken. „Er ist fruchtig und hat den<br />

typischen Geschmack von Birne und<br />

Apfel mit einem leichten Geruch nach<br />

Heu“, beschreibt die Nachwuchswinzerin<br />

versiert. Ihr Wissen auf diesem<br />

Gebiet hat sich das Einzelkind durch<br />

die Mithilfe im elterlichen Weinbaugeschäft,<br />

aber auch durch Gespräche<br />

mit örtlichen Winzern angeeignet. Das<br />

ist es auch, was Nicole so viel Freude in<br />

ihrer Funktion als Weinkönigin bereitet<br />

– das Knüpfen von Kontakten und der<br />

Austausch mit unterschiedlichen Menschen.<br />

„Man investiert fürs Leben“, betont<br />

die Studentin nachdrücklich.<br />

Deshalb sammelt sie so viele Erfahrungen<br />

wie möglich und versucht,<br />

sich keine Veranstaltung entgehen zu<br />

lassen. Zudem ist es eine Ehre für Nicole,<br />

das Taubertal zu repräsentieren.<br />

Es erfülle sie mit Stolz und Dankbarkeit,<br />

für ihre Heimat stehen zu dürfen.<br />

„Der Main-Tauber-Kreis ist einzigartig,<br />

schon aufgrund seiner vielseitigen<br />

Landschaft. Die Menschen sind freundlich<br />

und offen. Wir haben ausgezeichnete<br />

Winzer, weshalb unsere Weine<br />

hervorragend schmecken.“<br />

Verena Köger/Olga Lechmann<br />

A1000<br />

DIE NEUE GENUSS-DIMENSION.<br />

Jede Person hat einen eigenen, persönlichen Lieblings - Kaffee.<br />

Für diese enormen Ansprüche haben wir von Franke die neue, wegweisende<br />

A1000 entwickelt. Sie ist 5-mal einzigartig:<br />

• Noch mehr Kaffee-Genuss, neu mit 6 Flavors<br />

• Neue, intelligente Kühleinheit: Bis zu 2 Milchsorten mit 2 parallelen<br />

Kühlkreisläufen<br />

• CleanMaster: Vollautomatisches Reinigungssystem serienmässig<br />

• Multimedia-Touchscreen: Video inklusive Ton, Nährwert- und Allergen-<br />

Informationen<br />

• IoT: Zugriff via Internet auf jede A1000<br />

Mit der A1000 wird Kaffee zum ganz<br />

persönlichen Lebensstil.<br />

a1000.franke.com<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Alle Kommunen im Überblick<br />

Flächenmäßig gehört der Main-Tauber-Kreis zu den größten<br />

Landkreisen Baden-Württembergs. Der Landkreis zählt elf Städte<br />

und sieben Gemeinden. Wir präsentieren die wichtigsten Daten und<br />

Fakten aller Kommunen im Überblick.<br />

Boxberg<br />

Einwohner: 6630<br />

Fläche: 101,8 km²<br />

Bürgermeister: Christian Kremer<br />

Boxberg umfasst zwölf Ortsteile<br />

und beheimatet die Burg Boxberg.<br />

Die Gemeinde wurde vermutlich<br />

um das Jahr 600<br />

gegründet.<br />

Creglingen<br />

Einwohner: 4731<br />

Fläche: 117,2 km²<br />

Bürgermeister: Uwe Hehn<br />

Creglingen besteht aus der Kernstadt<br />

und zwölf Teilgemeinden.<br />

Schriftlich erwähnt wurde der<br />

Ort erstmalig 1045 vom Bischof<br />

von Bamberg.<br />

Freudenberg/Main<br />

Einwohner: 3800<br />

Fläche: 34,78 km²<br />

Bürgermeister: Roger Henning<br />

Freudenberg ist eine Stadt am<br />

Main. Die Kernstadt Freudenberg<br />

blickt auf eine fast 800-jährige<br />

Geschichte zurück. Zu ihr zählen<br />

vier weitere Ortsteile.<br />

Bad Mergentheim<br />

Ahorn<br />

Einwohner: 2186<br />

Fläche: 53,96 km²<br />

Bürgermeister: Elmar Haas<br />

Die Gemeinde Ahorn wurde<br />

1971 gegründet und besteht aus<br />

den fünf Ortsteilen Berolzheim,<br />

Buch, Eubigheim, Hohenstadt<br />

und Schillingstadt.<br />

Assamstadt<br />

Einwohner: 2246<br />

Fläche: 17,2 km²<br />

Bürgermeister: Joachim Döffinger<br />

Die kleine Gemeinde Assamstadt<br />

wurde erstmals 1228 urkundlich<br />

erwähnt und besteht aus einer<br />

Wohn- und einer Industriegemeinde.<br />

Einwohner: 23 064<br />

Fläche: 130 km²<br />

Oberbürgermeister: Udo<br />

Glatthaar<br />

Bad Mergentheim ist die zweitgrößte<br />

Stadt im Landkreis und<br />

besteht aus der Kernstadt sowie<br />

13 weiteren Stadtteilen.<br />

Foto: Fotolia/Style-Photography<br />

Großrinderfeld<br />

Einwohner: 3920<br />

Fläche: 56,28 km²<br />

Bürgermeisterin: Anette Schmidt<br />

Die Gemeinde Großrinderfeld<br />

vereint die bis in die 1970er Jahre<br />

selbstständigen Gemeinden<br />

Gerchsheim, Ilmspan und<br />

Schönfeld.<br />

Grünsfeld<br />

Einwohner: 3603<br />

Fläche: 44,72 km²<br />

Bürgermeister: Joachim Markert<br />

Die Stadt Grünsfeld am Grünbach<br />

taucht schriftlich erstmals<br />

im Jahr 750 auf. Ihr gehören fünf<br />

ehemals eigenständige Gemeinden<br />

an.<br />

Firmenkundenbetreuung in der Region:<br />

Weltweit kompetent – vor Ort präsent<br />

Für <strong>2017</strong> und 2018 suchen wir Azubis zum/zur:<br />

• Industriekaufmann/-frau *<br />

• Parkettleger/-in<br />

• Fachkraft für Lagerlogistik<br />

Matthias Horn<br />

Leiter<br />

Firmenkunden<br />

Stefan Volkert<br />

Regionalmarktleiter<br />

Firmenkunden<br />

Tauberbischofsheim<br />

Christian Arlt<br />

Regionalmarktleiter<br />

Firmenkunden<br />

Wertheim<br />

Marco David<br />

Regionalmarktleiter<br />

Firmenkunden<br />

Bad Mergentheim<br />

• Holzmechaniker/-in<br />

* Nur für 2018.<br />

Du bist engagiert, flexibel, besitzt Teamgeist und den<br />

Willen vorwärts zu kommen, dann fühl Dich angesprochen.<br />

Bei Bembé erwarten Dich eine qualifi zierte<br />

Ausbildung und interessante Zukunftsperspektiven.<br />

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung.<br />

Bembé Parkett GmbH & Co. KG<br />

Wolfgangstraße 15 • 97980 Bad Mergentheim<br />

info@bembe.de • www.bembe.de<br />

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Kompetenz vor Ort<br />

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Schnelle Entscheidungen<br />

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Wir sind für Sie da - sprechen Sie uns an!<br />

09341 802-0<br />

vobamt.de/firmenkunden<br />

Für Sie<br />

vor Ort<br />

32 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

33


TITEL | Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis<br />

Kommunalporträt Main-Tauber-Kreis | TITEL<br />

Igersheim<br />

Einwohner: 5543<br />

Fläche: 42,83 km²<br />

Bürgermeister: Frank Menikheim<br />

Die Gemeinde Igersheim, erstmals<br />

1090 erwähnt, vereint die<br />

Ortschaften Igersheim, Bernsfelden,<br />

Harthausen, Simmringen<br />

und Neuses.<br />

Königheim<br />

Einwohner: 3035<br />

Fläche: 61,23 km²<br />

Bürgermeister: Ludger Krug<br />

Königheim ist eine Gemeinde<br />

mit den drei Ortsteilen Brehmen,<br />

Gissigheim und Pülfringen. Ihr<br />

Bestehen geht auf eine Urkunde<br />

aus dem Jahr 1149 zurück.<br />

Lauda-Königshofen<br />

Einwohner: 14 573<br />

Fläche: 94,47 km²<br />

Bürgermeister: Thomas<br />

Maertens<br />

Die Weinstadt Lauda-Königshofen<br />

besteht aus zwölf Stadtteilen.<br />

Die Stadt Lauda und die Stadt<br />

Königshofen vereinten sich 1975.<br />

Külsheim<br />

Einwohner: 5187<br />

Fläche: 81,46 km²<br />

Bürgermeister: Thomas<br />

Schreglmann<br />

Zu Külsheim gehören die ehemals<br />

eigenständigen Gemeinden<br />

Eiersheim, Hundheim, Steinbach,<br />

Steinfurt und Uissigheim.<br />

Niederstetten<br />

Einwohner: 4822<br />

Fläche: 104,06 km²<br />

Bürgermeister: Rüdiger Zibold<br />

Niederstetten ist eine Stadt mit<br />

insgesamt zehn Stadtteilen. Ihre<br />

erste Erwähnung in einer Urkunde<br />

soll auf das Jahr 780 zurückgehen.<br />

Tauberbischofsheim<br />

Einwohner: 13 201<br />

Fläche: 69,32 km²<br />

Bürgermeister: Wolfgang Vockel<br />

Tauberbischofsheim ist eine<br />

Kreisstadt mit sieben Stadtteilen.<br />

Historische Funde deuten auf<br />

eine Besiedelung des Gebiets vor<br />

über 5000 Jahren hin.<br />

Werbach<br />

Einwohner: 3264<br />

Fläche: 43,18 km²<br />

Bürgermeister: Ottmar Dürr<br />

Die Gemeinde Werbach vereint<br />

die ehemaligen Gemeinden<br />

Niklashausen, Brunntal, Gamburg,<br />

Werbachhausen und<br />

Wenkheim.<br />

Weikersheim<br />

Einwohner: 7324<br />

Fläche: 80,94 km²<br />

Bürgermeister: Klaus Kornberger<br />

Der Stadt Weikersheim gehören<br />

acht Teilorte an. In einer Urkunde<br />

des Klosters Fulda taucht Weikersheim<br />

das erste Mal im Jahr<br />

837 auf.<br />

Wertheim<br />

Einwohner: 23 405<br />

Fläche: 138,6 km²<br />

Oberbürgermeister: Stefan<br />

Mikulicz<br />

Wertheim ist seit 1976 große<br />

Kreisstadt. Sie besteht aus der<br />

Kernstadt, 15 Ortschaften und<br />

fünf Stadtteilen.<br />

Die Langfassungen der<br />

Gemeindeporträts finden Sie<br />

zum Nachlesen auf<br />

www.pro-magazin.de.<br />

Wittighausen<br />

Einwohner: 1647<br />

Fläche: 32,36 km²<br />

Bürgermeister: Marcus Wessels<br />

Die Gemeinde Wittighausen<br />

besteht aus den vier Ortsteilen<br />

Poppenhausen, Vilchband,<br />

Oberwittighausen und Unterwittighausen.<br />

>> offene Sprechzeiten


NEUES AUS DER REGION<br />

Wirtschaftsstandort im Grünen<br />

Für Gesundheit, Geist und Seele<br />

Schraubenwelt<br />

Köstlicher Kaffee schafft wunderbare Momente<br />

Die Stadt Wertheim ist<br />

das wirtschaftliche Zentrum<br />

des Main-Tauber-Kreises<br />

und der größte Industriestandort<br />

in der Region<br />

Heilbronn-Franken nördlich<br />

von Heilbronn. Von den rund<br />

100 Weltmarktführern der Region<br />

sind 23 im Main-Tauber-<br />

Kreis beheimatet. Der Wirtschaftsstandort<br />

Wertheim<br />

weist die höchste Dichte an<br />

Welt-, Europa- und Deutschlandmarktführern<br />

in Heilbronn-Franken<br />

auf. Er ist<br />

mit 12 000 Arbeitsplätzen der<br />

Stammsitz weltweit operierender<br />

Unternehmen und Standort<br />

innovativer mittelständischer<br />

Betriebe.<br />

Wertheim ist nicht nur<br />

attraktiver Arbeitsplatz, sondern<br />

auch Zentralort für einen<br />

großen Umkreis. Dieser<br />

erfüllt alle wirtschaftlichen,<br />

sozialen und kulturellen<br />

Funktionen. Das Mittelzentrum<br />

ist Tourismusziel und<br />

Einkaufszentrum sowie Sitz<br />

von Behörden und Dienstleistungseinrichtungen.<br />

Als<br />

Bildungsstandort verfügt die<br />

Stadt über Schulen aller Bildungsrichtungen<br />

und ist führend<br />

in der Ganztagesbetreuung.<br />

Sie ermöglicht ein<br />

vielfältiges Wohnungs- und ein<br />

breites Kultur- und Freizeitangebot.<br />

Investoren finden hier<br />

mehr als 23 Hektar erschlossene<br />

Gewerbe- und Industrieflächen<br />

vor.<br />

@ www.wertheim.de<br />

Als eines der größten Heilbäder<br />

in Baden-Württemberg ist<br />

Bad Mergentheim besonders<br />

wegen seiner Heilquellen bekannt.<br />

Die drei Trinkquellen<br />

haben bis heute unverändert<br />

ihren Stellenwert in der Therapie<br />

von Magen-Darm-Erkrankungen<br />

und Stoffwechselstörungen.<br />

Die Badequelle<br />

entfaltet im Gradierpavillon<br />

und in der nahe am Kurpark<br />

gelegenen Solymar-Therme<br />

ihre gesundheitsfördernde<br />

Wirkung. Im Gradierpavillon<br />

tropft Sole über Schwarzdornreisig<br />

herab und verbreitet<br />

salzhaltige Luft.<br />

@ www.bad-mergentheim.de<br />

Der Gradierpavillon mit der herabtropfenden Sole ist die<br />

neue Attraktion im Kurpark Bad Mergentheim.<br />

Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim<br />

Seit über 35 Jahren bietet Sonderschrauben<br />

Güldner mit<br />

Sitz in Niederstetten seinen<br />

Kunden Erfahrung und Kompetenz<br />

im Bereich der Verbindungstechnik<br />

für höchste<br />

Anforderungen. Schrauben<br />

und Verbindungselemente für<br />

extreme Ansprüche sind das<br />

Spezialgebiet. Güldner ist Hersteller<br />

von CNC-Dreh- und<br />

Frästeilen, Sonderschrauben,<br />

Muttern sowie Bauteilen nach<br />

Kundenanforderungen und<br />

aus speziellen Materialien.<br />

Das Unternehmen beliefert<br />

weltweit Kunden unter anderem<br />

im Maschinen- und Anlagenbau,<br />

in der chemischen Industrie<br />

sowie im Rennsport.<br />

@ www.gueldner.de<br />

Franke Coffee Systems ist ein<br />

führender Lösungsanbieter für<br />

die Außer-Haus-Kaffeezubereitung.<br />

Als Unternehmen der<br />

Franke Gruppe, mit Hauptsitz<br />

in Aarburg (Schweiz), stehen<br />

in Deutschland rund 400 Mitarbeiter<br />

in Vertrieb und Service<br />

im Dienst der optimalen<br />

Kaffeelösung.<br />

Köstlicher Kaffee schafft<br />

wunderbare Momente. Im betrieblichen<br />

Entwicklungsprozess<br />

lernen die Mitarbeiter von<br />

Gastronomen, spüren die Bedürfnisse<br />

von Kaffeeröstern<br />

und Kaffeeliebhabern auf und<br />

arbeiten unentwegt, um die<br />

Produkte weiter zu verbessern.<br />

Mit den vollautomatischen<br />

Kaffeemaschinen zaubert<br />

man seinen Gästen mühelos<br />

jeden Wunsch per<br />

Knopfdruck in die Tasse. Denn<br />

Genuss ist, wenn alles stimmt.<br />

Ob in der Einstiegsklasse oder<br />

im gehobenen Leistungssegment<br />

– mit der A-Serie ist für<br />

endlose Vielfalt der Getränke<br />

gesorgt.<br />

Als absolutes Highlight<br />

steht die A1000-Maschine für<br />

Know-how, Erfahrung, Innovationsgeist<br />

und Leidenschaft<br />

innerhalb des Portfolios von<br />

Franke Coffee Systems.<br />

Die Maschine ermöglicht<br />

eine noch nie dagewesene<br />

Prozesssicherheit, Individualität<br />

und erfüllt jeden noch<br />

so persönlichen Wunsch nach<br />

einem Lieblings-Kaffee.<br />

@ www.franke.com<br />

Foto: Franke Coffee Systems<br />

Die Maschine A1000 von<br />

Franke Coffee Systems.<br />

Kompetenter Partner vor Ort<br />

Familienfreundliche Gemeinde<br />

Mehr Hilfe für werdende Eltern<br />

Die Volksbank-Main-Tauber<br />

berät Kunden aller Art.<br />

Foto: Volksbank-Main-Tauber eG<br />

Als Unternehmer braucht<br />

man einen starken Partner an<br />

seiner Seite mit kompetenten<br />

Antworten und schnellen<br />

Entscheidungen vor Ort. Die<br />

Volksbank-Main-Tauber eG<br />

bietet fachlich fundierte Beratung<br />

in allen Finanzangelegenheiten<br />

und kurze Entscheidungswege<br />

ohne unnötige<br />

Wartezeiten. Die Mitarbeiter<br />

der Volksbank arbeiten ständig<br />

an der Weiterentwicklung<br />

möglichst effizienter Abläufe.<br />

Immer „das Ohr am Kunden“<br />

zu haben, ist die wichtigste Voraussetzung,<br />

um Unternehmen<br />

maßgeschneiderte Angebote<br />

unterbreiten zu können. Dabei<br />

gibt es keine Standard-Lösung,<br />

denn jedes Unternehmen<br />

hat seine individuellen<br />

Anforderungen. Deshalb lässt<br />

die Bank in ihre Angeboten immer<br />

auch die notwendige Flexibilität<br />

und etwas Pragmatismus<br />

einfließen. Ob regionaler<br />

Handwerksbetrieb oder internationales<br />

Unternehmen, die<br />

Volksbank Main-Tauber ist ein<br />

starker Partner vor Ort.<br />

@ www.vobamt.de<br />

Dörzbach bietet als zentraler<br />

Ort im mittleren Jagsttal<br />

eine hohe Lebensqualität mit<br />

attraktiven Bauplätzen. Ein<br />

abwechslungsreiches Kulturund<br />

Freizeitangebot in den<br />

Bereichen Sport, Musik, Reiten<br />

und Ultraleichtfliegen lässt<br />

keine Langeweile aufkommen.<br />

Im Sommer stehen die<br />

Jagst und der Badesee im Teilort<br />

Laibach hoch im Kurs.<br />

Der Pfad der Stille mit seinen<br />

Kleinoden wie der Rokokokirche<br />

in Meßbach und der Kapelle<br />

St. Wendel zum Stein<br />

führt vorbei an vielen Besonderheiten.<br />

Der interaktive Generationenpfad<br />

Jeudenstein –<br />

ein Abschnitt auf dem Pfad<br />

der Stille – lädt zu Spaß, Entspannung<br />

und Naturerlebnis<br />

ein. Die fünfte Erlebnisstation<br />

„WaldesLust“ mit Träumerliegen<br />

bietet Platz zum Entspannen<br />

und liefert Informationen<br />

zum Hirschkäfer. Zusammen<br />

mit den anderen vier Stationen<br />

macht diese Haltestelle<br />

den Generationenpfad noch<br />

interessanter.<br />

Der Kulturwanderweg<br />

an der Jagst zählt zu den<br />

schönsten Wanderwegen in<br />

Hohenlohe. Umgeben von den<br />

für die Gegend typischen Trockenhängen<br />

führt er durch die<br />

Terrassenweinberge vorbei an<br />

Zebuweiden bis hin zum jüdischen<br />

Friedhof in Hohebach.<br />

Auf dem Kocher-Jagst-Radweg<br />

– dem bekanntesten Radweg<br />

– kann die Gemeinde und ihre<br />

Landschaft mit dem Fahrrad<br />

erkundet werden.<br />

@ www.doerzbach.de<br />

Foto: Henry Doll<br />

Die Gemeinde Mulfingen setzt auf viele<br />

familienfreundliche Angebote.<br />

Bauen, Bildung und Betreuung<br />

Die Gemeinde Mulfingen bereitet<br />

Familien mit Kindern ein<br />

spezielles Angebot: Beim Kauf<br />

eines Bauplatzes erhält eine<br />

Famile eine Ermäßigung von<br />

fünf Euro je Quadratmeter für<br />

maximal zwei minderjährige<br />

Kinder. In der Kleinkindgruppe<br />

und den Kindertagesstätten<br />

unterstützen Fachkräfte die Eltern<br />

bei ihrer Erziehungsarbeit<br />

nach neuesten pädagogischen<br />

Erkenntnissen. Neben der<br />

staatlichen Grundschule als<br />

Ganztagesschule gibt es eine<br />

Gemeinschaftsschule in privater<br />

Trägerschaft der St. Josefspflege.<br />

Die „Kinderinsel Panama“<br />

betreut Schulkinder auch<br />

in den Ferien. Das Kinderferienprogramm<br />

der Gemeinde<br />

rundet das Angebot ab.<br />

@ www.mulfingen.de<br />

Das Caritas-Krankenhaus Bad<br />

Mergentheim baut sein Informationsangebot<br />

für künftige<br />

Familien weiter aus: Ab sofort<br />

findet der Elterninfoabend<br />

zweimal pro Monat an jedem<br />

ersten und dritten Dienstag<br />

statt. Ein Arzt der Geburtshilfe<br />

und eine Hebamme informieren<br />

jeweils ab 19 Uhr gemeinsam<br />

über Fragen rund<br />

um Schwangerschaft, Geburt<br />

und Wochenbett. Dabei<br />

besteht auch die Gelegenheit,<br />

einen der Kreißsäle und<br />

die geburtshilfliche Station zu<br />

besichtigen. Außerdem kann<br />

jede Schwangere nach vorheriger<br />

Anmeldung zur Schwangerensprechstunde<br />

ins Caritas-Krankenhaus<br />

kommen,<br />

um etwa bei Unklarheiten<br />

oder Problemschwangerschaften<br />

frühzeitig Kontakt mit den<br />

Ärzten und Hebammen aufzunehmen.<br />

Auch das Hebammenteam<br />

wurde verstärkt. Insgesamt<br />

kümmern sich nun<br />

14 Hebammen um die werdenden<br />

Mütter während der<br />

Geburt. Dazu kommen drei<br />

Beleghebammen, die ihre<br />

Schwangeren bei der Geburt<br />

im Caritas begleiten. Gemeinsam<br />

haben Peggy Bürkle und<br />

Friederike Ehrmann die Leitung<br />

des Hebammenteams<br />

übernommen. Am 25. Juli feiert<br />

das Mutter-Kind-Zentrum<br />

im Caritas-Krankenhaus Jubiläum<br />

mit einem Tag der offenen<br />

Tür. Von 13 bis 17 Uhr gibt<br />

es viele Informationen rund<br />

um die Geburt und Führungen<br />

durch den Kreißsaal.<br />

@ www.ckbm.de<br />

36 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

37


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Die Bildungsstadt im schönen Taubertal<br />

Energiepartner<br />

Mit wenigen Klicks zum Traumjob in der Region<br />

Tauberbischofsheim ist nicht<br />

nur familienfreundliche<br />

Kommune und Wirtschaftsstandort,<br />

sondern vor allem<br />

Bildungs- und Dienstleistungszentrum.<br />

Die Bildungslandschaft<br />

reicht von der Betreuung<br />

in einer Kinderkrippe<br />

über die Ganztagsbetreuung<br />

bis zur Erwachsenen- und<br />

Weiterbildung. Den Kleinsten<br />

stehen vier Grundschulen<br />

zur Auswahl, zwei davon<br />

mit Ganztagsbetreuung. Weiterführende<br />

Schulen bietet<br />

die Stadt direkt vor Ort. Neben<br />

dem allgemeinbildenden<br />

Gymnasium mit integrierter<br />

Ganztagsschule gibt es das<br />

Wirtschaftsgymnasium sowie<br />

Die Stadt Tauberbischofsheim setzt auf die Themen Bildung<br />

und Weiterbildung für Bürger jeden Alters.<br />

Foto: Stadtverwaltung Tauberbischofsheim<br />

das „Schulzentrum am Wört“<br />

mit einer Real- und einer<br />

Werkrealschule. Für Schüler<br />

mit besonderem Förderbedarf<br />

stehen die Christophorus-Förderschule<br />

sowie die Nardini-<br />

Schule zur Verfügung. Auch für<br />

eine berufliche Bildung bietet<br />

Tauberbischofsheim eine<br />

breite Auswahl: eine Gewerbliche<br />

und eine Kaufmännische<br />

Schule, das Bildungszentrum<br />

„Gesundheit und<br />

Pflege“ sowie die Euro-Schulen<br />

gGmbH, die Fachschule für<br />

Sozialpädagogik. Ein breites<br />

Weiterbildungsangebot bieten<br />

unter anderem die aim, das<br />

Kolping Bildungswerk und die<br />

Inlingua Sprachschule.<br />

@ www.tauberbischofsheim.de<br />

Seit zehn Jahren gibt es das<br />

Stadtwerk Külsheim. Seitdem<br />

ist es Energiepartner der<br />

Brunnenstadt und hat bereits<br />

zahlreiche Kunden überzeugt.<br />

Auch beim 20. Regionaltag am<br />

18. <strong>Juni</strong> ist das Stadtwerk Külsheim<br />

dabei. Am Stand können<br />

Lebkuchenherzen verziert<br />

und mit nach Hause genommen<br />

werden. Darüber hinaus<br />

informieren die Mitarbeiter<br />

über aktuelle Strom- und Erdgasangebote.<br />

Neukunden erhalten<br />

aktuell einen 30-Euro-<br />

Gutschein. Auch bestehende<br />

Kunden, die einen neuen Kunden<br />

überzeugen, erhalten einen<br />

solchen Gutschein.<br />

@ www.stadtwerkkuelsheim.de<br />

Das regionale Stellenportal<br />

Jobstimme.de bietet Nutzern<br />

einen nahezu kompletten<br />

Überblick an freien Stellen in<br />

der Region.<br />

Jeder soll den Job finden,<br />

der zu ihm passt – und<br />

zwar direkt in der Region. Das<br />

ist der Grundgedanke von<br />

Jobstimme.de. Das regionale<br />

Stellenportal ist komplett<br />

auf die Bedürfnisse der Nutzer<br />

zugeschnitten. Neben<br />

dem Wirtschaftsraum Heilbronn-Franken<br />

bietet die<br />

Online-Jobbörse einen nahezu<br />

kompletten Marktüberblick<br />

für den Kraichgau, den Raum<br />

Ludwigsburg und Mosbach.<br />

„Mit rund 30 000 Stellenangeboten<br />

in diesen bedeutenden<br />

Wirtschaftsregionen bietet<br />

Foto: Medienunternehmen Heilbronner Stimme<br />

Jobstimme.de mehr Stellen als<br />

jede andere klassische Jobbörse“,<br />

sagt Salvatore Buscemi,<br />

Teamleiter bei Jobstimme.de.<br />

„Etwa 40 000 Menschen aus<br />

der Region nutzen das Portal<br />

monatlich.“<br />

Die Internetseite wurde<br />

für mobile Endgeräte optimiert<br />

und bietet in jeder Situation<br />

hohen Komfort. Denn so<br />

kann man bequem schon von<br />

unterwegs aus die angebotenen<br />

Stellen auf eine Merkliste<br />

setzen und sich zu Hause auf<br />

das Bewerben konzentrieren.<br />

Jobstimme.de ist auch<br />

bei den Sozialen Netzwerken<br />

Facebook, Xing und Instagram<br />

aktiv. Über diese Kanäle werden<br />

jeden Tag neue Stellenanzeigen,<br />

aber auch Gewinnspiele,<br />

Neues aus dem Arbeitsrecht<br />

und Tipps zur Bewerbung veröffentlicht.<br />

Darüber hinaus liefert<br />

das Portal Jobstimme.de<br />

mehr als lediglich die Stellenanzeigen:<br />

In den Arbeitgeber-<br />

porträts von interessanten Unternehmen<br />

aus der Region finden<br />

die Bewerber wichtige Informationen<br />

zu potenziellen<br />

Arbeitgebern.<br />

@ www.jobstimme.de<br />

Das Portal Jobstimme.de ist die führende Online-Jobbörse<br />

für Arbeitssuchende aus der Region.<br />

„Genau meine Schiene“<br />

Neuer Versicherten-Rekord<br />

20 Jahre Nahverkehrspartner in Main-Tauber<br />

Weinerlebnis<br />

Selbstbewusst und regional<br />

verbunden präsentiert sich die<br />

Westfrankenbahn (WFB) seit<br />

Mitte Februar dieses Jahres<br />

mit einer eigenen Imagekampagne.<br />

„Genau meine Schiene“<br />

ist der Titel der neuen<br />

Kampagne, in der verschiedene<br />

Zielgruppen angesprochen<br />

werden. Neben den Personen<br />

zeigen die Motive große Zugfenster,<br />

durch die die Betrachter<br />

regional bekannte Orte sehen.<br />

Die Kommunikation<br />

verdeutlicht den starken regionalen<br />

Bezug und zeigt, dass<br />

die Westfrankenbahn flexibel,<br />

verlässlich und nah am Kunden<br />

ist. Kurz: Sie ist die Bahn<br />

aus der Region für die Region.<br />

Das Leitmotiv wird von dem<br />

Slogan geprägt, den die Westfrankenbahn<br />

sich zum Ziel gesetzt<br />

hat: „Gemeinsam viel bewegen!“<br />

Auf einem der fünf<br />

Motive blickt einem der sympathische<br />

Eisenbahner Stefan<br />

Lipski entgegen. Lipski ist vielen<br />

Reisenden als freundlicher<br />

Kundenbetreuer im Nahverkehr<br />

in Erinnerung, überwiegend<br />

auf der Tauberbahn. Seit<br />

Anfang des Jahres unterstützt<br />

er als Linienbetreuer Süd<br />

die Vertragsmanager. Lipski<br />

strahlt eine Zufriedenheit aus,<br />

die er positiv in seine tägliche<br />

Arbeit einbringt Die weiteren<br />

vier Motive bilden einen Querschnitt<br />

der Reisenden-Palette<br />

ab: Pendler, Senioren, Ausflügler<br />

und Schüler. Alle Motive<br />

transportieren eine Botschaft.<br />

Alle sitzen im „gleichen Zug“<br />

und alle haben die schöne, regionale<br />

Landschaft vor Augen.<br />

@ www.deutschebahn.com<br />

Die AOK im Main-Tauber-<br />

Kreis hat es geschafft: Seit Anfang<br />

April sind bei der größten<br />

Krankenkasse des Landkreises<br />

mehr als 60 000 Menschen<br />

versichert. Andreas Wolf ist der<br />

60 000.Versicherte.<br />

Zusammen mit seiner<br />

Frau Andrea und den Kindern<br />

Sarah und Simon wechselte<br />

er zum Marktführer. Den<br />

Zuwachs auf einen Marktanteil<br />

von nun knapp 46 Prozent<br />

führt AOK-Netzwerkleiter<br />

Klaus Burger auf mehrere Faktoren<br />

zurück: „Die Mitbewerber<br />

ziehen sich aus der Fläche<br />

zurück, uns kann man schnell<br />

vor Ort erreichen. Ein persönlicher<br />

Ansprechpartner ist besser<br />

als die Warteschleife einer<br />

Telefonhotline.“<br />

@ www.aok-bw.de<br />

Die Familie Wolf hebt die AOK im Main-Tauber-Kreis über<br />

die 60 000er-Grenze der Versicherten.<br />

Foto: AOK Heilbronn-Franken<br />

Am 27. Mai 1997 wurde die VerkehrsGesellschaft<br />

Main-Tauber<br />

mbH (VGMT) gegründet<br />

und nahm als Nachfolgerin der<br />

drei Verkehrsgemeinschaften<br />

Main-Tauber Nord, Mitte und<br />

Süd ihren Betrieb auf. Seither<br />

laufen die Fäden der Verkehrsplanung<br />

und -lenkung<br />

im Busverkehr für den Main-<br />

Tauber-Kreis in der VGMT-<br />

Geschäftsstelle in Lauda zusammen.<br />

VGMT-Gesellschafter<br />

sind zehn mittelständische<br />

Busunternehmen sowie<br />

die SWEG, die RBS, die OVF<br />

und die DB Regio AG. Auf den<br />

VGMT-Buslinien sind täglich<br />

rund 110 Omnibusse unterschiedlicher<br />

Größe im Einsatz.<br />

Das Streckennetz umfasst<br />

etwa 900 Kilometer mit über<br />

900 Haltepunkten. An Schultagen<br />

verkehren auf 36 Buslinien<br />

Foto: VerkehrsGesellschaft Main-Tauber<br />

etwa 1100 Fahrten. Bis zu 230<br />

Fahrer kommen dabei zum<br />

Einsatz, die etwa 24 000 Kilometer<br />

am Tag fahren. Pro Jahr<br />

kommen so rund 4,2 Millionen<br />

Kilometer mit etwa 4,5 Millionen<br />

beförderten Fahrgästen<br />

zusammen. Am 27. Mai dieses<br />

Jahres feiert die VGMT ihr<br />

20-jähriges Bestehen im Rahmen<br />

des Tags der offenen Tür<br />

im „i_Park Tauberfranken“ in<br />

Lauda. Die Besucher erwartet<br />

ein buntes Programm mit<br />

Informationen rund um den<br />

ÖPNV, Gewinnspielen, einer<br />

Ausstellung moderner Linienbusse,<br />

einem stündlichen<br />

kostenfreien Bus-Shuttle zwischen<br />

Lauda und Königshofen<br />

sowie Stadtrundfahrten mit einem<br />

Oldtimerbus.<br />

@ www.vgmt.de<br />

Das Logo zum 20-jährigen Bestehen der VerkehrsGesellschaft<br />

Main-Tauber.<br />

Das Weinland Taubertal erstreckt<br />

sich über drei Weinbaugebiete:<br />

Baden, Franken<br />

und Württemberg. Von Wertheim<br />

am Main bis Rothenburg<br />

ob der Tauber und Niederstetten<br />

verläuft die 204 Kilometer<br />

lange Weinstraße Taubertal.<br />

Sie verbindet gleichermaßen<br />

die herrliche Landschaft, die<br />

schönen Städte und Gemeinden,<br />

die Kultur sowie die Winzer-<br />

und Weingärtnerbetriebe.<br />

Von den Rebhängen bieten<br />

sich wunderbare Panoramablicke<br />

auf das Main- oder Taubertal<br />

und die angrenzenden<br />

Regionen. Es besteht zudem<br />

die Möglichkeit, bei einem<br />

der Weingästeführer ein Weinerlebnis<br />

zu buchen.<br />

@ www.weinlandtaubertal.de<br />

38 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

39


WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

Die Marke aktiv leben<br />

Um eine Marke dauerhaft auf dem Markt zu etablieren, braucht es<br />

mehr als gute Qualität und durchdachtes Marketing. Wiedererkennung,<br />

Innovation und Anpassungsfähigkeit sind gefragt. Wie schaffen<br />

es die Unternehmen in der Region, diese Faktoren umzusetzen?<br />

Von Jochen Becker<br />

Business-to-Business-Geschäft (B2B)<br />

häufig unterschätzt. Allgemein wurde<br />

davon ausgegangen, dass Unternehmenskunden<br />

in ihrem Kaufentscheidungsprozess<br />

im Gegensatz zu Konsumenten<br />

„<br />

weniger empfänglich für<br />

Die Basis bildet eine<br />

gute Produkt- und<br />

Servicequalität.<br />

Jochen Becker<br />

lässt Geschäftsführer Henrik Schunk<br />

verlauten: „Kümmern heißt für uns<br />

zuallererst verstehen, was der Kunde<br />

braucht.“ Schunk positioniert sich<br />

damit als ein kundenorientiertes Unternehmen,<br />

welches sein Lösungsangebot<br />

aus der Perspektive des Kunden<br />

erstellt.<br />

Welche Faktoren sind es, die<br />

den Wert der Marken aus Heilbronn-<br />

Franken bestimmen? Die Basis bildet<br />

eine gute Produkt- und Servicequalität<br />

– idealerweise gepaart mit hoher<br />

Zuverlässigkeit. Viele der Unternehmen<br />

weisen zudem einen hohen<br />

Spezialisierungsgrad auf und bewegen<br />

sich damit erfolgreich in einer Nische.<br />

Durch ihre hohe Innovationsfähigkeit<br />

können sie sich außerdem von<br />

ihren Mitwettbewerbern differenzieren.<br />

Zudem verfügen sie als Familienunternehmen<br />

häufig über eine lange<br />

Tradition und sind mehr an nachhaltigem<br />

Erfolg als an kurzfristigem Gewinnstreben<br />

interessiert. Dies schafft<br />

Vertrauen und Glaubwürdigkeit.<br />

Wichtig ist, Marken müssen<br />

nicht nur gepflegt, sie müssen auch<br />

aktiv gelebt werden. Das heißt, eine<br />

Marke muss sich den vielfältigsten<br />

Herausforderungen eines Unternehmens<br />

anpassen. Mit der Digitalisierung<br />

schreitet das Internet der<br />

Dinge zügig voran. So werden zukünftig<br />

immer kleinere Computer<br />

den Menschen bei seinen Tätigkeiten<br />

unmerklich helfen. Virtuelle Welten<br />

werden Facharbeiter dabei unterstützen,<br />

komplexe Arbeitsschritte<br />

zu erlernen und stetig zu perfektionieren.<br />

Um auf dem neuesten Stand<br />

zu bleiben, bietet es sich für die klassischen<br />

B2B-Unternehmen an, aktiv<br />

mit jungen Start-up-Unternehmen zu<br />

interagieren: als Vitalisierungsquelle<br />

innovativer Geschäftsideen. Losgelöst<br />

vom Zwang des Tagesgeschäfts setzen<br />

diese Start-ups auf die Trends der<br />

Zukunft und können auf diese Weise<br />

mit den etablierten B2B-Unternehmen<br />

eine fruchtbare Symbiose<br />

eingehen.<br />

Zur Person<br />

Dr. Jochen Becker ist seit<br />

2008 Post-Doktorand<br />

für Marketing und<br />

Finanzkommunikation<br />

an der German Graduate<br />

School of Management and<br />

Law (GGS) in Heilbronn. Einer<br />

seiner Forschungsschwerpunkte ist die<br />

Wirkung von Marketingkenngrößen<br />

auf den Unternehmenserfolg.<br />

Unternehmen der Region, etwa die<br />

Firma Schunk, wissen sich durch ihr<br />

technisches Know-how zu behaupten.<br />

Die Unternehmenslandschaft<br />

der Region Heilbronn-Franken<br />

ist gekennzeichnet durch eine<br />

Vielzahl mittelständischer Unternehmen,<br />

die schwerpunktmäßig im Bereich<br />

hochspezialisierter Industrieprodukte<br />

tätig sind. In ihren Branchen<br />

sind sie oftmals als Weltmarktführer<br />

etabliert. Diesen Erfolg verdanken die<br />

sogenannten „Hidden Champions“<br />

nicht nur ihrem technischen Knowhow<br />

und der ausgeprägten Innovationsbereitschaft,<br />

sondern auch einem<br />

zunehmenden Bewusstsein für strategische<br />

Markenführung.<br />

In der Vergangenheit wurde die<br />

Bedeutung einer starken Marke im<br />

“<br />

das Markenimage sind. Doch wie aktuelle<br />

Forschungsergebnisse zeigen,<br />

deutet sich hier ein Paradigmenwechsel<br />

an. Der wachsende Konkurrenzdruck<br />

und die steigende Angleichung<br />

in der Produktqualität erfordern eine<br />

stärkere Differenzierung und die damit<br />

verbundene Wiedererkennung<br />

des eigenen Produktes. Dies ist nur<br />

durch eine durchdachte Markenführung<br />

zu erreichen, mit der Fokussierung<br />

auf die Kundenbedürfnisse und<br />

die intensive Pflege der Kundenbeziehungen.<br />

Ziel eines B2B-Unternehmens<br />

sollte es sein, eine Markenidentität<br />

aufzubauen, in der sich das<br />

Angebot gesamtheitlicher Lösungen<br />

widerspiegelt.<br />

Viele „Hidden Champions“ der<br />

Region verfolgen bereits diese Markenstrategie.<br />

Ein Beispiel ist das Lauffener<br />

Unternehmen für Greifsysteme<br />

und Spanntechnik, die Schunk<br />

GmbH & Co.KG. In einer 2015 durchgeführten<br />

Studie zum Thema Marken<br />

mit deutschen „Hidden Champions“<br />

Fotos: Schunk GmbH & Co. KG, GGS<br />

40<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

Zur Person<br />

Prof. Dr. Daniel Stenger ist Studiengangsleiter<br />

im Studiengang<br />

Betriebswirtschaftslehre-Handel an<br />

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg<br />

Heilbronn. Er ist Experte für<br />

strategisches Marketing, insbesondere<br />

im Markenmanagement und Pricing.<br />

Seine Doktorarbeit verfasste<br />

er über die Wirkung<br />

viraler Markenkommunikation.<br />

Nicht laut,<br />

sondern anders<br />

Die Angebotspalette an Produkten auf dem Markt reicht fast bis ins<br />

Unendliche. Doch nicht alle Unternehmen schaffen es, ihre Ware<br />

als Marke zu etablieren. Daniel Stenger verrät das Geheimnis für<br />

dauerhaften Erfolg. Eine Schlüsselfunktion dabei: Virales Marketing.<br />

2012 veröffentlichte<br />

Daniel Stenger<br />

sein Buch „Virale<br />

Markenkommunikation“,<br />

in dem er<br />

die Wirkung viraler<br />

Videos thematisiert.<br />

Start-ups und kleinere Mittelständler<br />

eint die Herausforderung, ihre<br />

neue oder noch unbekannte Marke<br />

mit wenig Budget ins Licht der Öffentlichkeit<br />

zu rücken. Das Team ist<br />

motiviert, das Produkt top – aber Kunden<br />

kaufen Marken, nicht Produkte.<br />

Mit geringem Budget ist es jedoch nahezu<br />

unmöglich, über klassische Kanäle<br />

den nötigen Werbedruck aufzubauen,<br />

um den Konsumenten zu<br />

erreichen. Studien schätzen,<br />

dass täglich zirka<br />

3000 bis 5000 Werbebotschaften<br />

auf den<br />

Konsumenten einprasseln.<br />

Ein „lauter<br />

schreien, um<br />

gehört zu werden“<br />

ist somit eine bloße<br />

Verschwendung von Werbebudget.<br />

Aus diesem Grund setzen Unternehmen<br />

zunehmend auf zwei alternative<br />

Strategien im Kampf um Aufmerksamkeit:<br />

Guerilla Marketing und Virales<br />

Marketing.<br />

LOKAL UND VIRAL<br />

Die Grundidee von Guerilla Marketing<br />

besteht darin, durch gezielte Aktionen<br />

mit überraschenden Inhalten den gewohnten<br />

Alltagstrott des Konsumenten<br />

zu durchbrechen. Der Betrachter<br />

setzt sich deutlich intensiver mit<br />

der Marke auseinander und das ungewöhnliche<br />

Erlebnis wird zudem mit<br />

Freunden geteilt.<br />

So stellte die Restaurantkette<br />

Vapiano beispielsweise mit mediterranen<br />

Kräutern bepflanzte Europaletten<br />

in der Heilbronner Innenstadt auf.<br />

Diese konnten in Tüten mitgenommen<br />

werden, auf denen das Logo versehen<br />

war. Auf diese Weise entstand<br />

eine gelungene Vermittlung der Markenbotschaft<br />

„Vapiano – Mediterraner,<br />

frischer Genuss“. Die Erwähnung in sozialen<br />

Netzwerken und regionalen Medien<br />

verstärkte hierbei zusätzlich die<br />

Reichweite.<br />

Während Guerilla Aktionen lokal<br />

begrenzt sind, kann Virales Marketing<br />

innerhalb kurzer Zeit eine<br />

große Zielgruppe erreichen. Die<br />

Verbreitung der Botschaft übernimmt<br />

die Zielgruppe selbst<br />

durch Teilen, Liken und Mailen<br />

Foto: Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn<br />

der Werbebotschaft im Netz. Mögliche<br />

Werbemittel sind Spiele, Bilder oder<br />

kurze Videos. Hierbei muss das sogenannte<br />

„Kampagnengut“ dem Nutzer<br />

einen Mehrwert erkenntlich machen.<br />

Eine Studie des Autors zeigt, dass Inhalte,<br />

die eine starke emotionale Wirkung<br />

haben, zum Teilen im Freundeskreis<br />

führen.<br />

DAS POTENZIAL NUTZEN<br />

Ein Beispiel: Der 90-sekündige Clip<br />

„Adidas – Break Free“ von Eigen Merher,<br />

Student an der Filmakademie<br />

Baden-Württemberg, berührte die Onlinenutzer<br />

und erreichte seit Dezember<br />

2016 über 13 Millionen Views auf You-<br />

Tube. Ein riesiger Erfolg mit geringem<br />

Budget.<br />

„<br />

Es empfiehlt sich,<br />

vor der Umsetzung<br />

die Ideen mit der<br />

Zielgruppe zu testen.<br />

Daniel Stenger<br />

“<br />

Erste Ansätze, dieses Potenzial zu nutzen,<br />

gibt es auch in Heilbronn-Franken.<br />

Um die Botschaft „Lamm. Einfach,<br />

lecker, los“ zu vermitteln, drehte<br />

die Agentur Hettenbach aus Heilbronn<br />

einen kurzen Clip, in dem<br />

Lamm-Montadidos in weniger als einer<br />

Minute zubereitet werden – von<br />

drei Fallschirmspringern im freien<br />

Fall. Das Video erreichte knapp<br />

40 000 Views und generierte zudem<br />

über 4500 Abonnenten auf Facebook.<br />

In der eigenen Umsetzung gilt es,<br />

zwei Erfolgsfaktoren zu beachten: Gestaltung/Inhalt<br />

und Seeding. Es empfiehlt<br />

sich, vor der Umsetzung die<br />

Ideen mit der Zielgruppe zu testen.<br />

Werden wirklich Emotionen ausgelöst?<br />

In der Anfangsphase bedarf es eines<br />

„Anschiebens“ der Verbreitung – dem<br />

Seeding. Pro Stunde werden auf You-<br />

Tube etwa 300 Stunden Videomaterial<br />

hochgeladen. Es wäre etwas naiv, anzunehmen,<br />

dass der eigene Clip von<br />

selbst gefunden wird. Neben der Einbindung<br />

in Social Media, Newsletter<br />

oder private Netzwerke helfen spezialisierte<br />

Agenturen, die nötige kritische<br />

Masse (rund zehn Prozent der Zielgruppe)<br />

zu erreichen.<br />

MATHEMATIK DES ERFOLGS<br />

Die Formel des Durchbruchs bei beiden<br />

Strategien lautet: „Reichweite“<br />

multipliziert mit „Markenwirkung“.<br />

Das heißt: Nur Botschaften, die durch<br />

Schneeballeffekte eine große Masse erreichen<br />

und gleichzeitig auf das Markenkonto<br />

einzahlen, können als erfolgreich<br />

gesehen werden. Insbesondere<br />

bei viralen Videos ist die Erfolgsquote<br />

jedoch überschaubar. Nur zwei von 100<br />

viralen Spots erzielen eine relevante<br />

Verbreitung. Der Grundgedanke „Nicht<br />

laut schreien, sondern anders“ kann<br />

aber in den verschiedensten Kommunikationskanälen<br />

berücksichtigt werden<br />

und zu neuen, überraschenden<br />

Präsentationsformen der eigenen Marke<br />

beitragen.<br />

Daniel Stenger<br />

Wir verbessern die Effizienz.<br />

Wir reduzieren die Emissionen.<br />

Wir erhöhen die Reichweite von Elektrofahrzeugen.<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

www.rheinmetall-automotive.com


WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

Die heiligen Hallen der Optima Packaging Group in Schwäbisch Hall: Arbeiter und Maschinen sind in vollem Einsatz.<br />

Foto: Jürgen Weller<br />

füllte Kunststoff- und Papierbeutel<br />

verschließen konnte.<br />

Hans Otto Bühler, der Sohn von<br />

Max Bühler, tritt 1980 in die Geschäftsleitung<br />

ein. In den darauffolgenden<br />

Jahren wird das Tochterunternehmen<br />

Optima Machinery Corporation in<br />

Green Bay, Wisconsin, U. S. A., als erster<br />

von vielen weiteren internationalen<br />

Standorten gegründet. Dazu gehören<br />

unter anderem seit 1999 auch Amotek<br />

S. r. l. a socio unico im italienischen Bologna,<br />

ein Hersteller von Verpackungsmaschinen<br />

für Papierhygiene und<br />

Consumer-Produkte. Der größte internationale<br />

Standort ist die Optima do<br />

Brasil Máquinas de Embalagem Ltda.<br />

in Vinhedo, Brasilien, welche 1997 eingeweiht<br />

wurde.<br />

Im Kosmetikmarkt steigt Optima<br />

mit dem Unternehmen Kugler ein, das<br />

Teil der Firmenfamilie wird: Hierbei<br />

handelt es sich um einen Hersteller von<br />

Füll- und Verschließmaschinen für die<br />

pharmazeutische und kosmetische Industrie.<br />

Außerdem vernetzt der Verein<br />

Packaging Valley Germany e. V., welcher<br />

2007 gegründet wurde, mehr als 40 Unternehmen<br />

aus der Verpackungsindustrie.<br />

Optima ist dort nicht nur Gründungsmitglied,<br />

sondern gleichzeitig<br />

aktiv im Vorstand vertreten. Die Firma<br />

Metall + Plastic in Radolfzell, die sich<br />

auf Isolatoren und Dekontaminationssysteme<br />

für pharmazeutische Produkte<br />

spezialisiert hat, wird 2011 schließlich<br />

Teil der Optima pharma GmbH.<br />

Es sei ein großes Stück Arbeit<br />

für das Unternehmen gewesen, aus<br />

den einzelnen Gruppen eine Marke<br />

zu kreieren, die nach außen geschlossen<br />

auftritt. „Das war ein langjähriger<br />

Prozess, den wir bereits im<br />

Jahr 2006 gestartet haben“, erzählt<br />

Gauger. „Sechs Jahre später haben<br />

wir den kompletten Markenauftritt<br />

neu gestaltet. Inzwischen ist Optima<br />

die weltweite Dachmarke.“ Darüber<br />

hinaus gebe es aber einige Ausnahmen<br />

in bestimmten Bereichen. „Zum<br />

Beispiel neue Tochterunternehmen,<br />

die derzeit noch unter ihrem eigenen<br />

Namen vermarktet werden“, erklärt die<br />

Marketingleiterin. Durch die Konzentration<br />

auf eine Marke werde die weltweite<br />

Bekanntheit gesteigert. Doch der<br />

Zusammenschluss zu einer Marke bedeutete<br />

auch so manche Herausforderungen<br />

für das Unternehmen. Intern<br />

sei es die Akzeptanz und die Identifikation<br />

mit der Marke gewesen, erinnert<br />

sich die Marketingleiterin. Es mussten<br />

alte Denkmuster überwunden werden.<br />

Auch die Umstellung sämtlicher<br />

Unterlagen, Formulare und Messeauftritte<br />

sei eine große Herausforderung<br />

gewesen. „Wir haben dies schrittweise<br />

gemacht und auch in der Kundenkommunikation<br />

einige Jahre die Markenlogos<br />

der bisherigen Unternehmen<br />

als Produktmarken mitgeführt.“<br />

Doch die Mühe hat sich für das<br />

Unternehmen gelohnt. Die Bilanz sei<br />

sehr gut. Und: „Die Kommunikation<br />

ist einfacher und verständlicher“, stellt<br />

Gauger heraus. „Wir haben seitens der<br />

Kunden sehr positive Rückmeldungen<br />

bekommen.“ Tanja Capuana<br />

Ein großes Stück Arbeit<br />

Hinter der 1922 gegründeten Schwäbisch Haller Firma Optima<br />

verbirgt sich eine langjährige Unternehmensgeschichte. Zahlreiche<br />

Tochtergesellschaften gehen aus ihr hervor. Trotz des weltweiten<br />

Auftritts steckt hinter der Gruppe eine gemeinsame Marke.<br />

Wer sich morgens einen Kaffee<br />

oder Tee aus Kapseln<br />

und Pads brüht, hält ein Produkt<br />

eines regionalen Weltmarktführers<br />

in den Händen. Die kleinen Helfer,<br />

die uns gut in den Tag starten lassen,<br />

wurden von Maschinen der Optima<br />

Packaging Group mit Sitz in Schwäbisch<br />

Hall angefertigt. Das Unternehmen<br />

steht auch bei Anlagen für die<br />

Verpackung von Windeln und Damenhygieneprodukten<br />

in Folienbeuteln<br />

sowie Funktionsverschlüssen für<br />

Lebensmittel an der globalen Spitze.<br />

44<br />

Die Firma Optima blickt auf eine<br />

langjährige Firmengeschichte zurück.<br />

1922 gründete Otto Bühler das Unternehmen<br />

unter dem Namen „Optima-Maschinenfabrik“.<br />

Inzwischen<br />

stehen zahlreiche Einzelunternehmen<br />

hinter der Marke, die Niederlassungen<br />

auf der ganzen Welt hat. „Optima<br />

konzipiert und realisiert mit<br />

ihren Tochterunternehmen Verpackungsmaschinen,<br />

Abfüll- und Herstellanlagen“,<br />

erklärt Marketingleiterin<br />

Sabine Gauger. „Und zwar von der<br />

Einzelmaschine bis hin zu komplexen<br />

Turnkey-Komplettanlagen für Pharma-,<br />

Consumer-, Nonwovens- und Life-Science-Produkte“,<br />

zählt sie auf.<br />

Um nachvollziehen zu können,<br />

welche Meilensteine Optima ausmachen,<br />

lohnt es sich, einen Blick in die<br />

Vergangenheit zu werfen. Das Unternehmen<br />

produzierte zunächst Abfüllwaagen<br />

für Lebensmittel und diverse<br />

andere Produkte. Bereits im Jahr<br />

1921 wurde das erste Patent angemeldet.<br />

Nachdem im zweiten Weltkrieg<br />

große Teile der Firma zerstört worden<br />

sind, baute Otto Bühlers Sohn,<br />

Max Bühler, Optima direkt nach Ende<br />

des Krieges wieder auf. Schließlich<br />

wurde im Jahr 1950 das Programm<br />

durch Verpackungsmaschinen erweitert.<br />

Zu den Neuerungen aus den<br />

1960ern gehörte etwa die Beutelverschließmaschine<br />

CH, welche be-<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

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WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

Jochen Kuhn setzt auf Vertrauen – nicht nur in die eigenen Produkte, sondern auch auf die Mitarbeiter im Hause Berner.<br />

„<br />

Vertrauen zahlt<br />

sich aus.<br />

Jochen Kuhn<br />

“<br />

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

allein, sondern setze etwa auf gezielte<br />

Schulungen. „Ein Beispiel: Wir haben<br />

mittlerweile alle Außendienstler mit<br />

Tablets ausgestattet. Da nicht jeder mit<br />

der Technik aufgewachsen ist, wurden<br />

unsere Mitarbeiter intensiv geschult,<br />

um diese auch bedienen zu können.“<br />

Man wolle Schritt für Schritt Erfolgserlebnisse<br />

herbeiführen. Ein anderes<br />

Beispiel: der Profi Point in Künzelsau,<br />

eine Berner-Verkaufsniederlassung, in<br />

der Auszubildende den Betrieb führen.<br />

„Hier hat sich gezeigt, dass sich Vertrauen<br />

auch auszahlt. Der Profi Point<br />

läuft gut und ist sehr profitabel.“<br />

Um dieses Vertrauen an die Mitarbeiter<br />

zurückzugeben, hat man sich<br />

für einen – für die Branche eher ungewöhnlichen<br />

– Schritt entschieden. „Wir<br />

haben das Gehaltsmodell im Vertrieb<br />

angepasst: zu 80 Prozent Fixgehalt und<br />

20 Prozent Provisionsbasis.“ Damit<br />

wolle man der Belegschaft im Außendienst<br />

Sicherheit bieten. Diese Einstellung<br />

ist nicht nur im Interesse des Mitarbeiters,<br />

sondern auch des Kunden.<br />

„Bei allem, was wir tun, geht es letztlich<br />

darum, unsere Kunden zufriedenzustellen.“<br />

Neben den Werten müsse deshalb<br />

natürlich auch die Leistung stimmen.<br />

Dabei schrecke man nicht davor<br />

zurück, neue Wege zu gehen: „Wir haben<br />

auf zentraler Ebene Produktmanagement<br />

und Einkauf eng verzahnt,<br />

um noch besser auf die Wünsche unserer<br />

Kunden reagieren zu können, um<br />

noch näher dran zu sein.“ Berner, gibt<br />

der Diplom-Betriebswirt einen Ausblick,<br />

wird sich künftig noch mehr zum<br />

Multikanalvertriebsunternehmen entwickeln.<br />

„Die Welt ist kleiner geworden.<br />

Wir müssen mit unseren Kunden<br />

mitgehen; uns mit ihnen beschäftigen;<br />

für sie erreichbar sein, nicht nur dann,<br />

wenn der Mitarbeiter vor Ort ist. Es soll<br />

eine noch engere Verzahnung von Direktvertrieb<br />

und Onlinegeschäft geben.“<br />

Berner ist fit für die Zukunft –<br />

ohne dabei seine traditionellen Werte<br />

zu vergessen. Lydia-Kathrin Hilpert<br />

Zur Person<br />

Jochen Kuhn ist seit März 2015<br />

Geschäftsführer der Albert Berner<br />

Deutschland GmbH. Der 48-Jährige<br />

lebt in fester Partnerschaft und ist<br />

Vater eines Kindes.<br />

Wo Werte zur Marke werden<br />

Wer sich dauerhaft erfolgreich am Markt positionieren will, braucht<br />

eine Marke, die im Gedächtnis bleibt und sich von der Konkurrenz<br />

abhebt. Das Handelsunternehmen Berner mit Sitz in Künzelsau hat<br />

eine Marke geschaffen, die beides tut. Wir zeigen, wie.<br />

Konkurrenz belebt das Geschäft.<br />

Diese Redewendung ist fast so alt<br />

wie die Menschheit selbst. Und es<br />

stimmt: Funktionierender Wettbewerb<br />

macht Unternehmen stärker, zwingt<br />

sie zur Innovation. Stetig werden Produkte<br />

und Abläufe verbessert.<br />

Um am Markt erfolgreich zu sein,<br />

ist auch ein starker Name wichtig. Es<br />

gilt, eine Marke zu entwickeln, sie zu<br />

schärfen, ihr Ecken und Kanten zu verleihen,<br />

sich von der Konkurrenz zu<br />

unterscheiden – insbesondere dann,<br />

wenn der wohl größte Mitbewerber nur<br />

rund zehn Kilometer entfernt ist. Genau<br />

das hat das Handelsunternehmen<br />

Berner mit Sitz in Künzelsau getan. Seit<br />

60 Jahren ist das Unternehmen erfolgreich<br />

am Markt. Und in den vergangenen<br />

Jahrzehnten hat sich nicht nur die<br />

Firma um Gründer Albert Berner weiterentwickelt,<br />

auch die Marke selbst<br />

hat sich der Zeit angepasst. „Berner ist<br />

ein Familienunternehmen durch und<br />

durch“, sagt Jochen Kuhn, Geschäftsführer<br />

der Albert Berner Deutschland<br />

GmbH. Das spüre man nicht nur daran,<br />

dass die Familie Berner jeden Tag<br />

in der Firma präsent sei, sondern auch<br />

daran, dass die Marke für besondere<br />

Werte stehe. Werte, die in einer Familie<br />

wichtig sind: „Be proud“, heißt es in<br />

der Firmenphilosophie etwa – sei stolz<br />

darauf, Teil der Berner-Familie zu sein.<br />

„Be hungry“ lautet ein anderer Wert –<br />

sei hungrig auf neues Wissen, gib dich<br />

nicht mit dem Erreichten zufrieden.<br />

„Be brave“ – sei mutig, es dürfen auch<br />

Fehler gemacht werden. „Be responsible“<br />

– übernimm Verantwortung – für<br />

dich, deine Kollegen und die Region.<br />

Und besonders wichtig: „Be real“ – sei<br />

du selbst, spiele keinem etwas vor.<br />

„Wir haben uns bewusst dafür<br />

entschieden, unsere Firmenwerte in<br />

Englisch zu verfassen“, schildert Kuhn<br />

und ergänzt: „Berner ist ein Handelsunternehmen,<br />

das in 25 Ländern Europas<br />

tätig ist. Diese Werte sollen nicht nur<br />

in Deutschland gelten.“ Wichtig dabei:<br />

Die Philosophie auch täglich mit<br />

Leben zu füllen. „Bei uns stehen Kunden<br />

und Mitarbeiter gleichermaßen im<br />

Mittelpunkt“, fasst Kuhn zusammen<br />

und erklärt: „Wir bieten unseren Mitarbeitern<br />

Entwicklungsperspektiven. Sie<br />

können, ja sollen sogar, Verantwortung<br />

übernehmen, eigene Entscheidungen<br />

treffen.“ Dabei – so der Geschäftsführer<br />

– ließe man die Kollegen aber nicht<br />

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46 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

47


WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

„Attribute, auf die<br />

man stolz sein kann“<br />

Die Organisation „Superbrands Germany“ zeichnet jedes Jahr die<br />

besten und stärksten Marken eines Landes aus. Auch Wüstenrot<br />

zählt – zum wiederholten Mal – zu den Preisträgern. Pressesprecher<br />

Immo Dehnert erklärt, wofür die Marke Wüstenrot steht.<br />

Herr Dr. Dehnert, welche Bedeutung<br />

misst Wüstenrot der Auszeichnung<br />

„Superbrands Germany“ zu?<br />

Dehnert: Die wiederholte Auszeichnung<br />

bestätigt uns in unserem Engagement,<br />

mit der Marke Wüstenrot nah<br />

an den Wünschen unserer Kunden zu<br />

agieren.<br />

Wofür steht – Ihrer Definition nach –<br />

die Marke Wüstenrot?<br />

Dehnert: Wüstenrot zählt zu den<br />

stärksten Marken in der Finanzdienstleistung.<br />

Die Marktforschung belegt regelmäßig,<br />

dass sowohl Bausparen als<br />

auch Baufinanzierungen aus dem Hause<br />

Wüstenrot in der Bevölkerung eine<br />

hohe Bekanntheit sowie Kompetenzzuweisung<br />

von jeweils deutlich über 80<br />

Prozent genießen. Die Marke wird als<br />

seriös, sicher und bodenständig wahrgenommen.<br />

Attribute, auf die ein Finanzdienstleister<br />

in Zeiten volatiler<br />

Märkte stolz sein kann.<br />

Was macht Wüstenrot<br />

zu einer starken<br />

Marke?<br />

Dehnert: Wüstenrot<br />

ist der Erfinder des Bausparens<br />

in Deutschland. Seit<br />

mehr als 90 Jahren ermöglicht<br />

Wüstenrot, sich den Traum vom<br />

Eigenheim erfüllen zu können.<br />

Den unterschiedlichen Wünschen<br />

unserer Kunden begegnen<br />

wir mit unendlichen Möglichkeiten.<br />

Dazu bieten wir<br />

vielfach ausgezeichnete Finanzierungsprodukte<br />

rund<br />

um das Wohnen, Bauen, den Immobilienerwerb<br />

und -erhalt. Qualität und<br />

Beständigkeit – dadurch zeichnet sich<br />

Wüstenrot in besonderem Maße aus.<br />

Wie wichtig ist es in der heutigen Zeit<br />

und bei der Fülle an Konkurrenz (auch<br />

aus dem Ausland), einen starken Markennamen<br />

zu haben?<br />

Dehnert: Eine starke<br />

Markenpräsenz<br />

ist wertvoll. Sie erleichtert<br />

es, Menschen<br />

zu erreichen.<br />

Gleichwohl<br />

ersetzt sie nicht das<br />

fortwährende Bemühen<br />

darum, Kundenbedürfnisse<br />

nach innovativen Finanzprodukten<br />

frühzeitig zu erkennen.<br />

Ernst nehmen wir auch die<br />

Aufgabe, Kunden und Interessenten<br />

diverse Informations-<br />

und Zugangswege zu<br />

Wüstenrot zu bieten – vom<br />

„persönlichen Draht“ über<br />

telefonische Kanäle bis<br />

Foto: Fotolia/chones<br />

hin zu den Möglichkeiten des Online-<br />

Kontakts.<br />

Wie gelingt es dem Unternehmen, sich<br />

seit vielen Jahren erfolgreich am Markt<br />

zu positionieren?<br />

Dehnert: Millionen von Menschen haben<br />

bisher Wohnwünsche mit Wüstenrot<br />

realisiert. Ein Unternehmen<br />

lebt aber nicht von seiner Geschichte<br />

– wesentlich ist vielmehr die fortwährende<br />

Innovation. 2016 hat Wüstenrot<br />

beispielsweise mit dem „Wohnsparen“<br />

einen neuen Bauspartarif eingeführt,<br />

der auf die vielfältigen Kundenbedürfnisse<br />

zugeschnitten werden kann. Bausparen,<br />

Modernisieren, Bauen, Kaufen<br />

oder Anschlussfinanzieren – all das ist<br />

mit „Wohnsparen“ möglich.<br />

Was machen Sie anders als die Konkurrenz?<br />

Dehnert: Wüstenrot ist seit 1999<br />

Teil der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe(W&W),<br />

die mit den<br />

Württembergischen Versicherungen<br />

einen traditionsreichen und leistungsstarken<br />

Versicherer umfasst. Alle Unternehmen<br />

der W&W-Gruppe können<br />

durch diesen Zusammenschluss ihren<br />

rund sechs Millionen Kunden die vier<br />

Bausteine moderner Vorsorge aus einer<br />

Hand bieten: Absicherung, Wohneigentum,<br />

Risikoschutz und Vermögensbildung.<br />

Das ist einzigartig am deutschen<br />

Markt.<br />

Wie richtet sich Wüstenrot in Zukunft<br />

aus?<br />

Dehnert: Innovationsfähigkeit wird das<br />

Thema der Zukunft bleiben. Zudem<br />

verstärkt Wüstenrot seine Aktivitäten<br />

im Bereich Digitalisierung. Allgemein<br />

geht es darum, Wüstenrot weiterhin für<br />

zukünftige Entwicklungen fit zu machen.<br />

Dazu werden Prozesse überarbeitet<br />

und die informationstechnische<br />

Landschaft an künftige Anforderungen<br />

angepasst. Auch die Produktentwicklung<br />

beschäftigt sich schon heute damit,<br />

wie man die Kundenbedürfnisse<br />

der Zukunft erfüllen kann.<br />

Welche Märkte möchten Sie noch<br />

erobern?<br />

Dehnert: Auch künftig konzentrieren<br />

wir uns auf unseren Heimatmarkt<br />

Deutschland und sehen hier unsere<br />

geschäftliche Basis. Deutschland verzeichnet<br />

– verglichen mit anderen europäischen<br />

Ländern – eine bislang<br />

überschaubare Wohneigentumsquote<br />

von 46 Prozent. Hier besteht Luft<br />

nach oben. Noch mehr Menschen ihre<br />

Wohnwünsche zu erfüllen, ist daher für<br />

Wüstenrot eine lohnende Aufgabe.<br />

Wie gehen Sie dabei vor?<br />

Dehnert: Wir wollen unverändert mit<br />

Innovationen am Markt punkten und<br />

rund um das Thema Wohnen passgenaue<br />

Produktlösungen offerieren.<br />

Interview: Lydia-Kathrin Hilpert<br />

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WIRTSCHAFT | Starke Marken<br />

Starke Marken | WIRTSCHAFT<br />

Ein Hauch von Silicon Valley<br />

Online-Shops für Schuhe sind für Unternehmen ein florierendes Geschäft<br />

– für den Käufer aber oft nervenaufreibend. Dieses Problems<br />

nehmen sich die Männer von Everysize an. Uns haben sie erklärt, wie<br />

es gelingt, aus einem Start-up eine starke Marke aufzubauen.<br />

Jeder hat bestimmt schon folgende<br />

Situation erlebt: Bei einer Shoppingtour<br />

verliebt man sich unsterblich<br />

in ein Paar Schuhe. Voller<br />

Vorfreude probiert man sie an, muss<br />

dann aber voller Enttäuschung feststellen,<br />

dass sie zu groß sind. Die letzte<br />

Hoffnung ist der Schuhverkäufer, welcher<br />

nach der Suche im Lager nur mit<br />

einem Schulterzucken zurückkommt.<br />

Beim Online-Shopping ist das nichts<br />

anderes. Immer ist das Wunschpaar im<br />

Webshop in der passenden Größe vergriffen.<br />

Genau diesem Problem widmen<br />

sich die Männer von Everysize.<br />

Everysize ist eine Produktsuchmaschine<br />

im Internet für Schuhe und<br />

Sneaker. Das Besondere daran: Bei dieser<br />

Suchmaschine steht die Schuhgröße<br />

im Fokus. Zwei der Gründer, Denis<br />

Falkenstein und Pascal Prehn, kannten<br />

sich durch ihre Vergangenheit in der<br />

Mode- und Schuhwelt. Anhand eigener<br />

Erfahrung, aber auch des Kontakts zu<br />

Kunden und Schuhinteressierten, stellten<br />

sie fest: „Es wäre cool, wenn es eine<br />

Seite gäbe, die Sneaker bündelt. Ohne<br />

den Stress zu haben, immer wieder Online-Shops<br />

durchsuchen zu müssen.“<br />

Die Idee für den Schritt in die Selbstständigkeit<br />

war geboren. Die beiden<br />

holten sich Eugen Falkenstein ins Boot,<br />

der heute für die Technik zuständig ist,<br />

und gründeten gemeinsam Everysize.<br />

Gerade mal ein halbes Jahr danach – im<br />

November 2015 – ging die Seite online.<br />

Was dann folgte, ist eine echte<br />

Erfolgsgeschichte. Heute findet man<br />

auf der Firmenseite rund 22 000 Paar<br />

Schuhe bei fast 45 Partnershops. Monatlich<br />

besuchen rund 200 000 Interessierte<br />

die Webseite. Das Unternehmen<br />

finanziert sich über die Klicks, die<br />

von ihrer Seite auf den Webshop der<br />

Partner übergehen. So funktioniert das<br />

Prinzip nämlich für den Nutzer: Die<br />

Suchmaschine ermöglicht es, gezielt<br />

nach einem Schuh in der gewünschten<br />

Größe zu suchen. Anschließend zeigt<br />

die Seite, in welchen Online-Shops das<br />

Zielobjekt in der passenden Größe vor-<br />

Foto: Everysize<br />

Pascal Prehn, Denis und Eugen Falkenstein (von links) stehen hinter Everysize.<br />

handen ist und leitet direkt zu deren<br />

Homepage weiter.<br />

Wie gelang es aber, die Idee zu einer<br />

richtigen Marke aufzubauen? Gestartet<br />

sind die drei jungen Männer lediglich<br />

mit ihrem Eigenkapital. Durch<br />

Kontakte bauten sich die Gründer ein<br />

Netzwerk in der Branche auf. Mit zehn<br />

Partnerfirmen starteten sie dann ihr<br />

Online-Projekt. „Die Sneakerliebhaber<br />

sind gleich drauf angesprungen. Allmählich<br />

aber auch die normalen Käufer“,<br />

beschreibt Eugen Falkenstein<br />

das anfängliche Wachstum. Dieses sei<br />

schnell vorangegangen, auch internationale<br />

Anbieter seien auf die Webseite<br />

aufmerksam geworden. Eine schöne<br />

Etappe war für die jungen Männer,<br />

als die Shops sich mit den Ergebnissen<br />

zufrieden zeigten. „Es ist ein toller Moment,<br />

wenn du siehst, dass deine Idee<br />

funktioniert“, fasst Denis Falkenstein<br />

zusammen. Die Herausforderung war<br />

und ist immer noch, aus den begrenzten<br />

finanziellen Mitteln das Beste zu<br />

machen. Das Ziel der Unternehmer ist,<br />

die Besucher auf ihre Seite zu bekommen.<br />

Der Marketingchef Denis Falkenstein<br />

erläutert: „Wir wachsen nur,<br />

wenn die Besucherzahlen steigen.“<br />

Der ganze Betrieb ist so, wie man<br />

sich ein junges Start-up-Unterneh-<br />

men vorstellt: Kreative Köpfe, die aber<br />

gleichzeitig Ehrgeiz und das Knowhow<br />

ausstrahlen. Die Büroräume sind<br />

locker, hell und mit allerhand Technik<br />

eingerichtet. Wer eine Pause braucht,<br />

kann sich hier zum Beispiel mit Fußbällen<br />

die Zeit vertreiben. Ein Hauch<br />

von Silicon Valley liegt in der Heilbronner<br />

Innenstadt. Und damit weit weg<br />

von Orten wie Berlin, Hamburg oder<br />

München, wo die deutsche Start-up-<br />

Kultur sonst zu verorten ist. Heilbronn<br />

sei als Standort immer gesetzt gewesen.<br />

„Das ist unsere Heimat“, erklären<br />

die Brüder. So wohl sie sich hier fühlen,<br />

so sehr haben sie auch mit den Kehrseiten<br />

der Stadt zu kämpfen. Dies betrifft<br />

das Team im Bereich der qualifizierten<br />

Fachkräfte, welche die großen<br />

Firmen der Region als Arbeitgeber vorziehen.<br />

Dennoch wird bei angestrebtem<br />

Wachstum sowie einer geplanten<br />

Ausweitung auf alle Schuharten und<br />

Modeartikel Heilbronn als Firmensitz<br />

immer mit Everysize verankert sein.ali<br />

Genuss<br />

aus alter Zeit<br />

In Heilbronn u. a. erhältlich bei:<br />

- Feinkost Müller, Titotstr. 14<br />

- Weinhandlung Kirchner, Karlstr. 109<br />

- Tourist Information, Kaiserstr. 17<br />

www.Jubelbrand.de<br />

Bild: Original Postkarte Marktplatz Heilbronn, 1906<br />

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Der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung – Ihr zentraler Ansprechpartner<br />

Der Firmenberater in Ihrer Region<br />

unterstützt und berät Sie bei allen<br />

Fragen rund um das Leistungsspektrum<br />

der gesetzlichen Rentenversicherung<br />

und ist Ihr zentraler Ansprechpartner<br />

im Hause der Deutschen Rentenversicherung<br />

Baden-Württemberg, insbesondere<br />

für die Präventionsprogramme<br />

BETSI (Beschäftigungsfähigkeit<br />

teilhabeorientiert sichern) und „BalancePlus“.<br />

Die Angebote richten sich an Beschäftigte,<br />

die bei der Deutschen Rentenversicherung<br />

versichert sind und<br />

bei denen aus gesundheitlichen Gründen<br />

ein Bedarf für entsprechende präventive<br />

Leistungen zur Sicherung der<br />

Beschäftigungsfähigkeit besteht. Auf<br />

unserer Homepage www.deutsche-rentenversicherung-bw.de<br />

stehen Ihnen<br />

die notwendigen Antragsunterlagen<br />

G0180, G0185 sowie G0190 auch online<br />

zur Verfügung.<br />

Im Landkreis Schwäbisch Hall besteht<br />

außerdem seit über sieben Jahren<br />

ein Netzwerk mit Demografielotsen<br />

der Deutschen Rentenversicherung<br />

Regionalzentrum Schwäbisch Hall, der<br />

Agentur für Arbeit, der WFG Schwäbisch<br />

Hall und einem hauptberuflichen<br />

Demografielotsen. Hier können Sie als<br />

Unternehmen weitere kostenlose Beratungen<br />

in Anspruch nehmen, um Ihr<br />

Unternehmen zukunftsfest zu machen.<br />

Sie erreichen unsere Firmenberaterin<br />

für Heilbronn und Neckar-Odenwald,<br />

Astrid Kersten, unter der Telefonnummer<br />

07131 6088-352 oder per<br />

E-Mail an firmenservice-hn@drv-bw.<br />

de. Die Firmenberaterin für den Landkreis<br />

Schwäbisch Hall und den Hohenlohekreis<br />

sowie die Stadt Schwäbisch<br />

Hall, Johanna Göller, können Sie unter<br />

der Telefonnummer 0791 97130-417<br />

oder per E-Mail an firmenservice-sha@<br />

drv-bw.de kontaktieren.<br />

Info<br />

KONTAKT<br />

Deutsche Rentenversicherung<br />

Baden-Württemberg<br />

Regionalzentrum Schwäbisch Hall<br />

Bahnhofstraße 28<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Tel. 0791 97130-0<br />

Fax 0791 97130-190<br />

50 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

51


WIRTSCHAFT | Werbeartikel<br />

Zur Person<br />

Dr. Mischa Delbrouck, geboren 1972,<br />

ist Chefredakteur und Prokurist bei der<br />

Kölner WA Media GmbH. Der Fachverlag<br />

hat sich auf die Herausgabe von<br />

Magazinen für den Werbeartikelmarkt<br />

spezialisiert. Zu den Produkten des<br />

Hauses gehören etwa die Publikationen<br />

Promotion Products und Haptica<br />

sowie die Haptica live, eine Erlebniswelt<br />

für haptische Werbung, die jedes<br />

Jahr im März in Bonn stattfindet.<br />

Mit den Händen<br />

greifbar<br />

Ein Kugelschreiber hier, ein Notizblöckchen da – Werbeartikel haben<br />

in den vergangen Jahren deutlich an Stellenwert gewonnen. Mischa<br />

Delbrouck erklärt, wieso Schlüsselanhänger und Co. die Sehnsucht<br />

nach realen Dingen in den Konsumenten wecken.<br />

W<br />

as tut der gestresste Mensch<br />

der digitalisierten Welt, um<br />

zu sich zu kommen? Er lädt<br />

sich eine Entspannungs-App herunter.<br />

Oder er greift zu Buntstift und Malblock<br />

und beginnt, Mandalas auszumalen<br />

– nach Angaben des Handelsverbands<br />

Büro- und Schreibkultur ist<br />

der Absatz von Mal- und Zeichenbedarf<br />

im letzten Jahr um 80 Prozent auf<br />

insgesamt 45 Millionen Euro gestiegen.<br />

Auch andere reichlich „old school“<br />

wirkende Produktbereiche boomen:<br />

Schallplatten aus Vinyl verkauften<br />

sich 2016 um 40 Prozent besser als in<br />

2015, Brettspiele für Erwachsene um<br />

26 Prozent. Es scheint, als gäbe es eine<br />

Renaissance der Dinglichkeit im flüchtigen<br />

Zeitalter der Bits und Bytes. Die<br />

Sehnsucht nach realen Dingen ist mit<br />

den Händen greifbar. Der kanadische<br />

Journalist und Buchautor David Sax<br />

spricht in diesem Zusammenhang von<br />

der „Rache des Analogen“.<br />

Ein ähnliches Phänomen kann<br />

man im Marketing beobachten. Unternehmen<br />

kontaktieren den Konsumenten<br />

auf immer mehr – vor allem digitalen<br />

– Kanälen, dringen jedoch im<br />

Info-Overkill kaum noch zur Zielgruppe<br />

durch. Haptische Werbung, also Giveaways,<br />

Onpacks, Zugaben, Prämien,<br />

„<br />

Der beste Werbeartikel<br />

ist immer derjenige, der<br />

zum Unternehmen wie<br />

zur Zielgruppe passt.<br />

Mischa Delbrouck<br />

Mischa Delbrouck<br />

“<br />

Foto: WA Media GmbH<br />

Kundengeschenke und Co., dagegen<br />

sichert Logos und Botschaften einen<br />

dauerhaften Platz im Umfeld der Umworbenen.<br />

Etwas anfassen zu können,<br />

aktiviert zusätzliche Areale im Gehirn<br />

und weckt die Aufmerksamkeit – die<br />

härteste Währung unserer Zeit. Lange<br />

Präsenzzeiten beim Empfänger und<br />

hohe Recall-Werte – doppelt so gut wie<br />

bei Radio, TV oder Zeitschriften – sind<br />

weitere Argumente für den Einsatz<br />

haptischer Werbung.<br />

Dass diese Argumente schlagend<br />

sind, belegen die aktuellen Branchenzahlen,<br />

die der Gesamtverband der<br />

Werbeartikel-Wirtschaft e. V. (GWW)<br />

Anfang des Jahres veröffentlicht hat.<br />

Demnach liegen die <strong>Ausgabe</strong>n für haptische<br />

Werbung in Deutschland seit<br />

Jahren stabil bei 3,5 Milliarden Euro.<br />

Keine andere Werbeform wird von so<br />

vielen Unternehmen eingesetzt wie<br />

haptische Werbung. 87 Prozent der<br />

Großunternehmen mit mehr als 250<br />

Mitarbeitern setzen auf die Wirkung<br />

greifbarerer Werbeträger, auch bei den<br />

Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen<br />

belegt gegenständliche Werbung<br />

Platz 1.<br />

Der beste Werbeartikel ist immer<br />

derjenige, der zum Unternehmen wie<br />

zur Zielgruppe passt. Schaut man sich<br />

auf den einschlägigen Messen wie der<br />

Haptica live in Bonn um, so sieht man,<br />

dass angesichts der geradezu überbordenden<br />

Produktfülle für jeden Anlass<br />

und jedes Budget etwas dabei ist:<br />

von Klassikern wie Kugelschreibern<br />

und Kalendern über Briefumschläge<br />

aus Baumwolle und individualisierbare<br />

Socken bis hin zu aufblasbaren<br />

Sesseln und kabellosen Kopfhörern.<br />

Waren Werbeartikel früher oft als Wegwerfprodukte<br />

verschrien, sind solche<br />

Artikel heutzutage besonders gefragt,<br />

die qualitativ hochwertig sind und somit<br />

lange Nutzungszeiten versprechen.<br />

Auch Attribute wie „Made in Germany“<br />

und Nachhaltigkeit gewinnen immer<br />

mehr an Bedeutung. Im Trend liegen<br />

zudem Artikel, die mithilfe von<br />

Augmented Reality, QR-Codes und Co.<br />

den Bogen in virtuelle Welten schlagen<br />

– analoge Anker auf dem Meer der Digitalisierung.<br />

Mischa Delbrouck<br />

52<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


WIRTSCHAFT | Werbeartikel<br />

Werbeartikel | WIRTSCHAFT<br />

Von wertigen Kugelschreibern über Notizbücher bis hin zu Geldbörsen bietet profipresent eine breite Werbeartikelpalette.<br />

„Wenige Produkte<br />

von der Stange“<br />

Unter dem Begriff Werbeartikel stellen sich die meisten von uns<br />

wohl Kugelschreiber oder USB-Sticks vor. Doch es steckt viel mehr<br />

hinter dieser kreativen Branche. Sibylle Kolb vom Unternehmen<br />

profipresent.com mit Sitz in Kupferzell verrät im Interview, was alles.<br />

Warum haben Sie sich gerade für die<br />

Artikel entschieden, die Sie anbieten?<br />

Kolb: Das ist eine Mischung aus Erfahrung,<br />

Online-Kundenbefragungen, Impulsen<br />

aus Messen und natürlich den<br />

Innovationen, nach denen wir ständig<br />

suchen. Haptische Werbung wirkt, das<br />

haben viele Studien belegt. Keine andere<br />

Werbeform ist aktuell so beliebt bei<br />

den Entscheidern im Marketing und in<br />

der Kommunikation. Ebenso umfangreich<br />

und spannend ist das Produktangebot<br />

in diesem Bereich.<br />

Was wird denn von den Kunden am<br />

meisten nachgefragt?<br />

Kolb: Das sind auf der einen Seite Klassiker<br />

wie Kugelschreiber, Feuerzeuge,<br />

T-Shirts, aber auch hochwertige Notizbücher<br />

oder Taschen und Rucksäcke.<br />

Der Trend geht darüber hinaus zu individuellen<br />

Sonderproduktionen wie<br />

speziellen USB-Sticks in Produktform.<br />

Wir fragen uns stets: Welches Produkt<br />

eignet sich, um eine Marke zu transportieren?<br />

Ein Werbeartikel-Produkt ist<br />

wie ein Kommunikationsmittel, es soll<br />

genutzt werden – und es müssen alle<br />

Sinne angesprochen werden.<br />

Was zeichnet Ihre Produkte aus?<br />

Kolb: Wir haben nur wenige Produkte<br />

von der Stange. Denn wir möchten,<br />

dass jeder Kunde genau das Produkt<br />

oder die Serviceleistung bekommt, die<br />

er wirklich benötigt. Dafür setzen wir<br />

uns intensiv mit dem Kunden auseinander.<br />

Wir wollen wissen und verstehen,<br />

was die Strategie und Botschaft<br />

des jeweiligen Unternehmens ist, das<br />

unsere Expertise schätzt. Die Nähe<br />

zu vielen Firmen zeigt uns aber, wie<br />

schwierig es ist, qualitativ und inhaltlich<br />

richtige Artikel zu finden. Doch<br />

gerade die haptische Kommunikation<br />

schafft es wie kaum eine andere Disziplin,<br />

die Markenwerte und -versprechen<br />

auf nachhaltige Weise zu transportieren<br />

und bei den Kunden lange<br />

im Gedächtnis und in der Anwendung<br />

zu bleiben.<br />

Was unterscheidet Sie von anderen<br />

Werbemittelpartnern?<br />

Kolb: „Alles – außer gewöhnlich“ lautet<br />

unser Leitspruch. Wir verstehen<br />

uns als eine Full-Service-Agentur für<br />

haptische Kommunikation. Wir bieten<br />

alles von der individuellen Beratung<br />

über Außendienst und Service-Center<br />

bis hin zum Webshop. Darüber hinaus<br />

übernimmt profipresent die komplette<br />

Versendung und das Thema Aftersales.<br />

Kurz gesagt: Wir managen den Werbeartikel-<br />

oder Corporate-Fashion-<br />

Prozess unserer Kunden ganzheitlich<br />

– ganz nach Wunsch und Bedarf – und<br />

schaffen so konkreten Mehrwert für die<br />

Unternehmen entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette.<br />

<br />

Interview: Olga Lechmann<br />

Zur Person<br />

Sibylle Kolb (52) ist seit<br />

2014 bei profipresent<br />

und hat dort den Bereich<br />

Kommunikation und Marketing<br />

sukzessive weiter ausgebaut.<br />

Sie war zuvor in verschiedenen<br />

leitenden Funktionen bei international<br />

agierenden Konzernen tätig.<br />

Frau Kolb, profipresent.com hat hunderte<br />

verschiedener Werbeartikel<br />

– vom Kugelschreiber über die<br />

Smartwatch bis hin zum Grillset.<br />

Wird wirklich die gesamte Breite<br />

Ihrer mehr als üppigen Palette<br />

nachgefragt?<br />

Kolb: Wir bilden in unserem Katalog<br />

alle Produkte ab, weil auch alle nachgefragt<br />

werden. Darüber hinaus bieten<br />

wir noch die ganze Bandbreite speziell<br />

für Kunden entwickelter Sonderprodukte<br />

im eigenen Corporate Design<br />

(zum Beispiel Arbeitsbekleidung) an.<br />

Außerdem wickeln wir die komplette<br />

Logistik ab.<br />

Wer sind Ihre Kunden und wie viele<br />

haben Sie in etwa?<br />

Kolb: Unsere Kunden sind so vielfältig<br />

wie unser Sortiment. Kleine und große<br />

Unternehmen, regionale Mittelständler<br />

und international aktive Konzerne,<br />

Institutionen und Organisationen<br />

unterschiedlicher Branchen schenken<br />

uns bereits ihr Vertrauen. Nahezu jedes<br />

Unternehmen braucht Werbeartikel<br />

und/oder Corporate-Fashion-Textilien.<br />

Aktuell haben wir rund 1000<br />

Kaufkunden und es kommen jedes Jahr<br />

ungefähr 100 dazu. Mit unserem Webshop,<br />

der in den nächsten Monaten online<br />

geht, wollen wir das noch sehr viel<br />

stärker ausbauen.<br />

Woher nehmen Sie die Inspiration für<br />

Ihr beeindruckendes Sortiment?<br />

Kolb: Die Inspiration kommt überwiegend<br />

aus unseren eigenen Teams. Unsere<br />

Mitarbeiter, die ursprünglich aus<br />

unterschiedlichen Branchen kommen,<br />

schöpfen ihre Ideen aus ihrem langjährigen<br />

jeweiligen Erfahrungsschatz,<br />

den sie mit Begeisterung für die Marken<br />

unserer Kunden einsetzen. Diesen<br />

bieten wir die Lösungen, die ihre Markenbotschaft<br />

am besten transportieren<br />

und die für lange Zeit in ihrer Erinnerung<br />

bleiben.<br />

Fotos: profipresent.com GmbH, Memo Filiz<br />

54 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

55


WIRTSCHAFT | Kundencenter<br />

Kundencenter | WIRTSCHAFT<br />

Wohlfühlatmosphäre garantiert<br />

Das Kundencenter des Medienunternehmens Heilbronner Stimme<br />

in der Allee 2 wurde rundum modernisiert. Die Räumlichkeiten<br />

sind jetzt innovativ ausgestattet und ganz auf die Bedürfnisse der<br />

Kunden zugeschnitten.<br />

Ab sofort erstrahlt das Kundencenter<br />

des Medienunternehmens<br />

Heilbronner Stimme in<br />

neuem Glanz. Ende November vergangenen<br />

Jahres wurde an der Allee<br />

2 mit den Abrissarbeiten begonnen<br />

– nun wurde das komplett entkernte<br />

und modernisierte Kundencenter feierlich<br />

eröffnet. „Die Räumlichkeiten<br />

waren etwas in die Jahre gekommen“,<br />

sagt Michael Beck, Prokurist und Leiter<br />

Gesamteinkauf, der das Projekt verantwortet<br />

hat. „Unsere Philosophie ist<br />

es, nah am Kunden zu sein und ihm<br />

einen persönlichen Service zu bieten.<br />

Dies können wir nun in einem ansprechenden,<br />

modernen Ambiente“, betont<br />

Tilmann Distelbarth, Geschäftsführer<br />

des Medienunternehmens. Zum<br />

letzten Mal grundlegend umgebaut<br />

wurde das Kundencenter im Jahr 1991.<br />

Nach 26 Jahren war es an der Zeit für<br />

eine Auffrischung – mit freundlicheren<br />

Farben, einladenden Möbeln und einer<br />

insgesamt veränderten Aufteilung.<br />

Denn: Servicecenter und Kundenhalle<br />

sind nun in einem großen Raum zusammengefasst.<br />

Des Weiteren haben<br />

die Kunden nun zwei Anlaufstellen:<br />

den Verkaufsbereich, an dem beispielsweise<br />

Accessoires, Zeitungen und Tickets<br />

für Konzerte angeboten werden,<br />

und ein optisch abgetrennter Desk, an<br />

dem Kunden Familien- und Traueranzeigen<br />

aufgeben können. „Diese Plätze<br />

bieten ein hohes Maß an Privatsphäre,<br />

was uns sehr wichtig war“, betont<br />

Beck. Was Kunden im Regelfall nicht<br />

zu sehen bekommen, ist der neu eingerichtete<br />

Sozialbereich für die Mitarbeiter<br />

des Medienunternehmens, der<br />

mit Stehtheke und Küche ausgestattet<br />

ist. Dort können Kollegen sich untereinander<br />

locker austauschen sowie<br />

Mitarbeiter und Vorgesetzte in einem<br />

ungezwungenen Rahmen auf kurzem<br />

Dienstweg anstehende Themen besprechen.<br />

Komplett erneuert wurde<br />

Fotos: Dennis Mugler, Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG<br />

Einladend und freundlich – Michael<br />

Beck ist mit der Neugestaltung des<br />

Kundencenters rundum zufrieden<br />

unter anderem die Beleuchtung durch<br />

energiesparende LED-Lampen, welche<br />

die Räumlichkeiten bei Nacht freundlich<br />

illuminieren. Decken wurden mit<br />

Schallschutz-Technik ausgerüstet, Böden<br />

getauscht, der Brandschutz nach<br />

den aktuellsten Vorgaben konzipiert<br />

und die Fluchtwege angepasst.<br />

Auch die komplette Netzwerktechnik<br />

wurde upgedated. „Und un-<br />

sere Mitarbeiter sitzen nun an höhenverstellbaren<br />

Büromöbeln nach neuesten<br />

ergonomischen Erkenntnissen“,<br />

ergänzt Beck.<br />

Wer das Kundencenter jetzt betritt<br />

und es noch aus der Periode vor<br />

dem Umbau kennt, dem sticht das offene,<br />

helle und freundliche Ambiente<br />

sofort ins Auge. „Transparenz zu schaffen,<br />

war eine der maßgeblichen Vorgaben“,<br />

sagt Beck. „Natürlich können<br />

unsere Kunden per Telefon oder auch<br />

via Internet Kontakt mit uns aufnehmen.<br />

Doch die persönliche Ansprache<br />

ist durch nichts zu ersetzen – und<br />

die findet nun in einem freien, äußerst<br />

angenehmen Umfeld statt.“ Das<br />

ans Kundencenter angrenzende Zwischengeschoss<br />

wurde mit modernen<br />

Glaswänden abgetrennt, um für ein<br />

ansprechendes Raumklima zu sorgen.<br />

Im ebenfalls renovierten Zwischengeschoss<br />

finden künftig Mitarbeiterschulungen<br />

statt – hierfür wurden die Räume<br />

umgebaut. Alexander Rülke<br />

Bei unserem langjährigen Partner,<br />

der Heilbronner Stimme, bedanken<br />

wir uns für das Vertrauen und<br />

die tolle Zusammenarbeit.<br />

Wir realisierten:<br />

✓ die EDV-Verkabelung in Kupfer und Glas<br />

✓ eine zukunftsorientierte Gebäudesystemtechnik<br />

in KNX-Technologie<br />

✓ ein modernes und ergonomisches Beleuchtungssystem<br />

mit spannenden Funktionen<br />

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Wir führten bei diesem Projekt die Bodenbelagsarbeiten<br />

aus und gratulieren zur Neueröffnung.<br />

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56 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

57


WIRTSCHAFT | Kundencenter<br />

Kundencenter | WIRTSCHAFT<br />

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„Vom Kunden<br />

kommen die<br />

besten Hinweise“<br />

Artur Zscherpe, Leiter des Servicecenters des Medienunternehmens<br />

Heilbronner Stimme, und seine Stellvertreterin Carolin Lingnau haben<br />

alle Hände voll zu tun im neuen Kundencenter. Sie beantworten<br />

alle Fragen rund um die Themen Service und Dienstleistungen.<br />

Was können Kunden im neuen Kundencenter<br />

an der Allee 2 erledigen?<br />

Lingnau: Kunden erleben hier einen direkten<br />

und persönlichen Kontakt. Unsere<br />

Serviceangebote umfassen die<br />

Anzeigenberatung und -annahme,<br />

dazu zählen Klein- sowie Familienanzeigen<br />

für die Heilbronner Stimme, der<br />

Chiffreservice und Kleinanzeigen für<br />

die Wochenzeitung Echo. Zudem beraten<br />

wir rund um den Abo- und Leserservice,<br />

zu Print- und Onlineabonnements,<br />

Urlaubsservice, Hilfe bei der<br />

Zustellung oder bei digitalen Problemen,<br />

Stammdatenänderungen und<br />

vieles Weitere.<br />

Was bietet der Stimme Shop?<br />

Lingnau: Wir bieten eine große Auswahl<br />

an Fach-, Sach-, Koch- und Kinderbüchern,<br />

Romanen<br />

und Geschenkartikeln<br />

sowie ab Herbst<br />

Kalender – und das<br />

zu einem günstigen<br />

Preis. Das PROMA-<br />

GAZIN, das „Lebens-<br />

Art Magazin“ sowie<br />

Regio-Mail-Briefmarken<br />

für den deutschlandweiten<br />

Postversand sind ebenfalls<br />

im Kundencenter erhältlich.<br />

Übrigens: Abonnenten erhalten im<br />

Stimme Shop zehn Prozent Rabatt auf<br />

Handelsware.<br />

Und was bietet Stimme Ticket?<br />

Lingnau: Wir bieten Eintrittskarten für<br />

eine riesige Auswahl an Veranstaltungen<br />

und Events in der Region sowie<br />

deutschlandweit. Ob Ausstellung, Klassik-<br />

oder Rockkonzert, Musical- oder<br />

Theaterbesuch – kein Wunsch bleibt<br />

bei uns offen. Für unsere Leser und<br />

Abonnenten bieten wir außerdem eine<br />

große Palette an Veranstaltungen mit<br />

Rabatt oder Zugabe an, wenn die Karten<br />

in unseren Kundencentern erworben<br />

werden. Neben dem Kunden- gibt<br />

es auch noch das Servicecenter.<br />

Foto: Dennis Mugler<br />

Was hat es damit auf sich?<br />

Zscherpe: Als Servicecenter sind wir<br />

die erste telefonische Anlaufstelle für<br />

so ziemlich alles, was unsere Leser bewegt.<br />

Wie die Kollegen im Kundencenter<br />

beantworten auch wir Fragen<br />

rund um die Zustellung, Rückfragen<br />

zu Rechnungen und Aktionen und notieren<br />

Adress- und Datenänderungen.<br />

Wir nehmen Bestellungen und Anzeigen<br />

entgegen, informieren und beraten<br />

über unsere digitalen Leseprodukte,<br />

beantworten sämtliche Fragen zu<br />

unserem Vorteilsprogramm „Stimme<br />

Bonus“ oder leiten Anrufer an die verantwortlichen<br />

Fachabteilungen weiter.<br />

Wie managen Sie dieses große Angebot<br />

in Kunden- und Servicecenter?<br />

Zscherpe: Zunächst einmal beschäftigen<br />

wir viele langjährige Mitarbeiter,<br />

die über einen entsprechenden Erfahrungsschatz<br />

verfügen. Im Laufe der<br />

Jahre hat sich hierbei sehr viel Wissen<br />

aufgebaut. Darauf sind wir besonders<br />

stolz, denn so lange Zeit in einem Bereich<br />

zu arbeiten, spricht für eine besonders<br />

gute Stimmung im Team. Für<br />

die einzelnen Anfragen haben wir unterschiedliche<br />

Servicenummern geschaltet,<br />

die auch von speziell dafür geschulten<br />

Mitarbeitern betreut werden.<br />

Zu welchen Zeiten ist das Kundencenter<br />

in der Allee für Besucher geöffnet?<br />

Lingnau: Das Kundencenter hat von<br />

Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr<br />

geöffnet.<br />

Und ab wann ist das Servicecenter telefonisch<br />

erreichbar?<br />

Zscherpe: Von Montag bis Samstag<br />

sind wir telefonisch bereits ab 7 Uhr<br />

erreichbar.<br />

Wie viele Anrufe gehen pro Tag im Servicecenter<br />

ein?<br />

Zscherpe: Es sind zwischen 500 und<br />

1200 Anrufe am Tag – im vergangenen<br />

Jahr waren es rund 160 000.<br />

Wie viele Mitarbeiter nehmen die Anrufe<br />

entgegen?<br />

Zscherpe: Zum Servicecenter zählen<br />

insgesamt 19 Mitarbeiter. Dazu kommen<br />

dann nochmals weitere 16 Mitarbeiter,<br />

die in den Kundencentern<br />

beschäftigt sind und sich im Bedarfsfalle<br />

in die einzelnen Hotlines aufschalten<br />

können.<br />

Was passiert, wenn zu viele Leser auf<br />

einmal anrufen?<br />

Zscherpe: Wenn alle Leitungen belegt<br />

sein sollten, kann der Anrufer<br />

eine Nachricht hinterlassen oder mittels<br />

Sprachnachricht einen Rückruf<br />

buchen – und wir rufen zeitnah zurück.<br />

Haben Sie eine Bitte, die Sie an die<br />

Leser richten wollen?<br />

Zscherpe: Wir prüfen ständig, an<br />

welcher Stelle wir unseren Service<br />

immer noch ein Stück besser machen<br />

können. Vor diesem Hintergrund freuen<br />

wir uns über jede Rückmeldung<br />

von unseren Lesern. Sie können uns<br />

anrufen, schreiben oder einfach direkt<br />

vorbeikommen. Die besten Hinweise<br />

kommen immer von unseren Kunden.<br />

Hätten Sie noch einen besonderen Hinweis<br />

oder Tipp für die Leser der Heilbronner<br />

Stimme, Hohenloher Zeitung<br />

und Kraichgau Stimme?<br />

Zscherpe: Da fallen mir unsere aktuellen<br />

Tablet-Angebote ein, mit denen<br />

Abonnenten und Neukunden unserer<br />

digitalen Leseangebote Tablets von<br />

Apple und Samsung zu absoluten Vorzugspreisen<br />

erhalten und damit richtig<br />

Geld sparen können. Jeder Leser,<br />

der darüber nachdenkt, sich ein neues<br />

Gerät zuzulegen, sollte sich unbedingt<br />

vorher bei uns über die aktuellen Aktionen<br />

informieren. Was sich ebenfalls<br />

noch lohnt, ist unser Vorteilsprogramm<br />

„Stimme Bonus“. Dieses Programm gilt<br />

exklusiv nur für Abonnenten unserer<br />

Zeitung und beinhaltet viele abwechslungsreiche,<br />

attraktive Aktionen.<br />

Interview: Alexander Rülke<br />

Unsere Serviceleistungen<br />

• Fassadenanstriche<br />

• Betoninstandsetzungen<br />

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Maler Rendle GmbH<br />

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Wannenäckerstraße 29<br />

74078 Heilbronn<br />

Telefon 07131 7211-0<br />

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Wir fertigten<br />

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gelungenen Umbau<br />

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58 59


WIRTSCHAFT | Businessreisen<br />

Businessreisen | WIRTSCHAFT<br />

Face-to-Face: Trotz weltweiter digitaler Vernetzung stellt der persönliche Kontakt ein immer wichtiger werdendes Gut<br />

innerhalb internationaler Geschäftsbeziehungen dar.<br />

Foto: Fotolia/Robert Kneschke<br />

cher Begegnungen jedoch bleibt ungebrochen.<br />

In der Wahrnehmung der befragten<br />

Fach- und Führungskräfte ist er<br />

sogar noch wertvoller geworden“, sagt<br />

Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses<br />

Business Travel im DRV. „Die<br />

Erfahrung zeigt: Netzwerke funktionieren<br />

auch über digitale Kanäle besser,<br />

wenn sie bei persönlichen Treffen geschmiedet<br />

und gestählt werden.“<br />

Wie wichtig den Führungskräften<br />

von heute das Thema Businessreisen<br />

ist, zeigt auch der Trend, dass sie diese<br />

Angelegenheit nicht mehr an Angestellte<br />

navigieren, sondern sich selbstständig<br />

darum kümmern. Wenn Führungskräfte<br />

ihre Geschäftsreisen planen,<br />

nutzen sie am liebsten den Online-<br />

Buchungsservice ihres professionellen<br />

Geschäftsreisebüros. Mittlerweile lassen<br />

es sich 88 Prozent der Geschäftsreisenden<br />

des oberen und mittleren<br />

Managements häufig nicht mehr nehmen,<br />

ihren Businesstrip über die Internetplattform<br />

ihres Reiseagenten selbst<br />

zu organisieren. Nur noch zwölf Prozent<br />

delegieren diese Aufgabe regelmäßig<br />

an Mitarbeiter oder die hauseigene<br />

Reiseabteilung. Der Trend geht klar<br />

zur Buchung am eigenen Bildschirm:<br />

65 Prozent nutzen diesen Weg. Die Zusammenarbeit<br />

„<br />

mit einem Geschäftsreisebüro<br />

sorgt offenbar nicht dafür, dass<br />

Persönliche<br />

Begegnungen sind noch<br />

wertvoller geworden.<br />

Stefan Vorndran<br />

“<br />

die reisenden Manager bei der Reiseplanung<br />

die Hände in den Schoß legen,<br />

wie die Studie belegt. „Vielmehr<br />

wissen Führungskräfte die Vorzüge<br />

der Online-Plattform ihres Reiseexperten<br />

zu schätzen. Dieser Buchungsservice<br />

bietet alle Komponenten der<br />

Reise aus einer Hand“, sagt Vorndran.<br />

Schnell, komfortabel und rund um die<br />

Uhr nutzbar – das sind laut Studie die<br />

meistgenannten Gründe, über den Online-Kanal<br />

zu buchen. 35 Prozent der<br />

Befragten buchen ihre Reise häufig lieber<br />

telefonisch, 27 Prozent bevorzugen<br />

die Buchungsmöglichkeit per E-Mail.<br />

Am telefonischen Kontakt schätzen<br />

die Manager vor allem die individuelle<br />

Beratung und die direkte<br />

persönliche Rückmeldung. Dennoch<br />

greifen immer weniger Manager zum<br />

Hörer: Im vergangenen Jahr suchte<br />

noch jeder Zweite, das sind 47 Prozent,<br />

häufig den persönlichen Telefonkontakt<br />

zum Reiseagenten. „Die Topkräfte<br />

in Unternehmen wollen ihre Arbeitszeit<br />

nicht unnötig mit langen Reisevorbereitungen<br />

vergeuden. Viele schätzen<br />

es daher, ihre Trips bequem nach Feierabend<br />

zu Hause oder am Wochenende<br />

zu buchen, ohne dadurch das Tagesgeschäft<br />

zu belasten“, so Vorndran. Red.<br />

Vor Ort sein – das zählt<br />

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„Wir sind dabei!“<br />

Auch wenn digitale Kanäle die Zusammenarbeit über viele Kilometer<br />

hinweg jederzeit ermöglichen, sind persönliche Treffen wichtiger<br />

denn je. Nicht zuletzt deshalb sollten Unternehmer Geschäftsreisen<br />

einen großen Stellenwert einräumen – und sich vor allem eines<br />

nehmen: Zeit.<br />

Der Aufbau von Netzwerken<br />

ist unverändert ein wichtiger<br />

Grund für Geschäftsreisen. Und<br />

nicht selten fördern sie Geschäftsabschlüsse.<br />

Sieben von zehn Geschäftsreisenden<br />

schätzen, dass ihr persönlicher<br />

Besuch einen großen Einfluss auf<br />

den Abschluss von Neu- und Folgeaufträgen<br />

hat. Das sind deutlich mehr als<br />

im Vorjahr. Das zumindest ist das Ergebnis<br />

der Studie „Chefsache Business<br />

Travel 2016“, die im Auftrag des Deutschen<br />

Reiseverbands (DRV) durchgeführt<br />

wurde. 110 Geschäftsführer, die<br />

selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen<br />

sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs-<br />

und Fachkräfte aus Unternehmen<br />

ab 250 Mitarbeitern wurden dafür<br />

zum Thema Geschäftsreisen befragt.<br />

Dieser Einfluss auf den Geschäftserfolg<br />

lässt sich auch beziffern: Die befragten<br />

Geschäftsreisenden schätzen, dass<br />

persönliche Treffen die Abschlussbereitschaft<br />

von Aufträgen um durchschnittlich<br />

46 Prozent erhöhen. Damit<br />

zeigt sich auch hier eine steigende Tendenz.<br />

In der Vorjahresstudie lag dieser<br />

Wert bei 41 Prozent.<br />

Wichtigster Grund für Geschäftsreisen<br />

ist aus Sicht der befragten Manager<br />

der Aufbau von Netzwerken.<br />

65 Prozent halten Reisen dafür für unerlässlich.<br />

Zu den Top drei der Reisegründe<br />

gehören außerdem das Fördern<br />

von Geschäftsabschlüssen und das<br />

bessere Kennenlernen der Geschäftspartner.<br />

Alle diese Ziele haben im Vergleich<br />

zu den Vorjahren noch an Bedeutung<br />

gewonnen.<br />

Dabei machen zahlreiche neue<br />

Kommunikations- und Vertriebswege,<br />

die mit dem Internet entstanden sind,<br />

die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern<br />

zunehmend ortsunabhängig.<br />

„Schnelles Internet und mobile Endgeräte,<br />

Videokonferenzen, Sharing-Plattformen<br />

und Messenger-Dienste erleichtern<br />

den Austausch über viele<br />

Kilometer hinweg. Der Wert persönli-<br />

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60 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

61


WIRTSCHAFT | Businessreisen<br />

„Fast schon wie Zuhause“<br />

Heute Brasilien, morgen Indien. Als Montagearbeiter ist Atilay Akgül<br />

seit zehn Jahren auf der ganzen Welt unterwegs. Uns hat er erzählt,<br />

wie er persönlich an den Geschäftsreisen gewachsen ist und gelernt<br />

hat, mit fremden Kulturen umzugehen.<br />

Eine leichte Erschütterung reißt ihn<br />

aus seinen Träumen. Noch etwas<br />

verschlafen nimmt er die Durchsage<br />

der Stewardess wahr. Sie bittet die<br />

Passagiere, sich für den Landeanflug<br />

bereit zu machen. Nach zwölf Stunden<br />

in der Luft neigt sich der Flieger nach<br />

und nach gen Boden. „Welcome to<br />

Brasilia. The temperature is about 29<br />

degrees“, ertönt es vom Piloten durch<br />

den Lautsprecher. Da kann der Urlaub<br />

am Strand ja beginnen. Doch weit gefehlt:<br />

Atilay Akgül fliegt zum Arbeiten<br />

nach Brasilien.<br />

Als Servicemitarbeiter der Rommelag<br />

Kunststoff-Maschinen Vertriebsgesellschaft<br />

mbH mit Werk in<br />

Sulzbach-Laufen ist er durch seine Tätigkeit<br />

im Außendienst auf der ganzen<br />

Welt unterwegs. Mexico, China, Indien,<br />

Spanien – und das sind nur einige Beispiele<br />

der Länder, in denen der gelernte<br />

Elektriker seit nunmehr zehn Jahren<br />

für den Auf- und Umbau der Maschinenanlagen<br />

zuständig ist.<br />

Als er zum ersten Mal den Auftrag<br />

für einen Auslandseinsatz bekam,<br />

hat er sich sofort auf das Abenteuer gefreut.<br />

„Ich war jung, ungebunden und<br />

neugierig, was mich erwarten wird“,<br />

erinnert sich der 36-Jährige zurück.<br />

Rauskommen. Die Welt kennenlernen.<br />

Nichts wie weg. So einfach war es aber<br />

dann doch nicht. Denn mit Ablauf der<br />

letzten Tage bis zur Abreise war sie da:<br />

die Nervosität vor der großen Reise.<br />

Wie verständige ich mich? Was erwartet<br />

mich in dem Unternehmen? Wo ge-<br />

nau muss ich hin? Nicht die Arbeit an<br />

sich habe ihm Bauchschmerzen bereitet,<br />

sondern eher das Zurechtkommen<br />

mit dem Umfeld, den Menschen und<br />

deren Mentalität, die, wie es Atilay Akgül<br />

erlebt hat, von Land zu Land einfach<br />

unterschiedlich ist. „Man muss<br />

sich bewusst sein, dass vieles nicht<br />

so strukturiert abläuft wie bei uns in<br />

Deutschland und dem Chaos seine<br />

Zeit lassen, sich zu entwirren“, gibt der<br />

erfahrene Montagearbeiter als Tipp für<br />

den Umgang mit fremden Kulturen.<br />

Mittlerweile habe er aber eine Routine<br />

entwickelt, sich in ungewohnten Situationen<br />

zurechtzufinden, weshalb<br />

er den Reisen immer gelassener entgegensieht.<br />

Vor allem, was die Essensgewohnheiten<br />

angeht, hat der Deutsche<br />

mit türkischen Wurzeln schon<br />

viel dazugelernt. „Die Spanier lassen<br />

sich beim Essen wirklich Zeit. Für eine<br />

Portion, die ich in 20 Minuten verputze,<br />

brauchen die fast drei Stunden.<br />

Das sind wirkliche Ge-<br />

Wenn Atilay Akgül mal nicht<br />

unterwegs oder bei seiner<br />

Familie ist, verbringt<br />

er seine Freizeit<br />

gerne auf dem<br />

heimischen<br />

Fußballplatz.<br />

nießer“, erzählt er unter Lachen. In<br />

Spanien ist er übrigens – auch wenn<br />

es ihm bisher überall gut gefallen hat<br />

– am liebsten. Dort kenne er sich aus<br />

und sei auf Du und Du mit den Mitarbeitern<br />

der Firma. „Da fühle ich mich<br />

fast schon wie Zuhause.“<br />

Apropos: Was sagen eigentlich<br />

Frau und Kinder dazu,<br />

wenn der Mann im Haus so<br />

oft – zum Teil über mehrere Wochen<br />

– unterwegs ist? „Meine beiden<br />

Söhne wissen mittlerweile genau,<br />

was es heißt, wenn die Koffer im Flur<br />

stehen. Da ist der Kummer natürlich<br />

groß“, erzählt der Familienvater und<br />

schaut dabei zu seinem Jüngsten, der<br />

an seinem Getränk schlürft. Durch<br />

gemeinsame Absprachen und auch<br />

die Geduld und das Verständnis seiner<br />

Frau habe seine Familie aber die Zeit<br />

seiner Abwesenheit bisher immer<br />

gut überstanden. Und Hausaufgaben<br />

kontrollieren könne man schließlich<br />

auch über diverse Nachrichtendienste.<br />

Schmunzeln muss der Auslandserfahrene<br />

jedes Mal aufs Neue, wenn<br />

er seinen Söhnen am Telefon erklärt,<br />

warum er schon schlafen geht, obwohl<br />

es bei ihnen, in Deutschland, noch<br />

hell ist.<br />

Abgesehen von diesen organisatorischen<br />

Feinheiten und dem Heimweh,<br />

welches den Sulzbach-Laufener<br />

des Öfteren plagt – das gibt er ungeniert<br />

zu –, hätten die Geschäftsreisen<br />

aus seiner Sicht ansonsten nur Vorteile.<br />

„Man wird selbstsicherer und<br />

verliert die Hemmungen, auf andere<br />

Menschen zuzugehen“, sagt<br />

er überzeugt. Sein Fremdsprachenvokabular<br />

konnte Atilay Akgül über<br />

die Jahre auch etwas verbessern.<br />

Dadurch erlaubt<br />

er sich bei der Arbeit<br />

den ein oder anderen<br />

Scherz mit<br />

seinen ausländischen<br />

Kollegen.<br />

Verena Köger<br />

Fotos: Fotolia/rebius, Verena Köger<br />

62<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


SPEZIAL<br />

Mobilität<br />

Klare Sicht auf<br />

zukunftsträchtige Lösungen<br />

Carsharing & Fahrgemeinschaften | E-Mobilität | Leben ohne Auto


Mobilität | SPEZIAL<br />

Unter Strom<br />

Hätte jeder von uns die freie Wahl zwischen einem Auto mit Elektro- und<br />

einem mit Verbrennungsmotor, würden sich bestimmt die meisten für<br />

ersteren entscheiden. Wären da nicht Schönheitsfehler wie ungenügende<br />

Reichweite, hoher Preis und ausbaufähige Ladeinfrastruktur.<br />

Der emissionsfreie Fuhrpark der Schwarz Gruppe besteht aus den Modellen Tesla Model S, E-Smart und E-VW-Up.<br />

Wenn Sie den Begriff Elektroauto<br />

hören, woran denken Sie<br />

dann? An Tesla – richtig? Kein<br />

Wunder, ist doch das amerikanische<br />

Unternehmen 2003 eigens mit dem<br />

Ziel aus der Taufe gehoben worden,<br />

einem breiten Publikum das Umsteigen<br />

auf eine nachhaltige Alternative<br />

zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor<br />

zu ermöglichen. Mit seinem Roadster<br />

– einem schnittigen Sportwagen<br />

mit 350 Kilometern Reichweite – gilt<br />

Tesla als Pionier in der Sparte „autobahnfähiges,<br />

für längere Strecken geeignetes<br />

Elektroauto“. Doch selbst,<br />

wenn dieses batteriebetriebene Gefährt<br />

den Ästhetik- und Praxistauglichkeitstest<br />

besteht, bleibt immer noch<br />

der stolze Preis von mehr als 100 000<br />

Euro. Für Otto-Normalverbraucher<br />

nicht unbedingt problemlos finanzierbar<br />

– wie allgemein Elektrofahrzeuge.<br />

Trotz Kaufprämie der Bundesregierung<br />

von 4000 Euro ist vielen der Betrag für<br />

die Stromer von BMW, Renault, Nissan<br />

und Co. immer noch zu hoch.<br />

Wie sich dieser zusammensetzt,<br />

weiß Ansgar Meroth, Professor im Studiengang<br />

Automotive Systems Engineering<br />

an der Hochschule Heilbronn:<br />

Für einen Elektromotor müsse<br />

man 30 Euro pro Kilowatt rechnen, also<br />

kostet die Herstellung eines 50-Kilowatt-Motors<br />

– das entspricht 67 PS –<br />

1500 Euro. Die Batterie schlage mit 120<br />

bis 150 Euro pro Kilowattstunde zu Buche,<br />

sprich, 4500 Euro für den Produzenten.<br />

Insgesamt kostet der Antrieb<br />

demnach 6000 Euro. „Um damit Geld<br />

zu verdienen – abzüglich Vertriebs-,<br />

Entwicklungs- und Verwaltungskosten<br />

sowie Abschreibung der Anlagen<br />

–, muss der Hersteller diese 6000<br />

Euro mit dem Faktor 1,7 multiplizieren“,<br />

erklärt Meroth. Für den Kunden<br />

heißt das: 10 200 Euro lediglich für den<br />

E-Antrieb. „Ein Diesel mit Abgasnachbehandlung<br />

kostet etwa 4000 Euro,<br />

also für den Kunden 6800“, vergleicht<br />

der Professor. Solange die Komponenten<br />

nicht günstiger werden, bleibe die-<br />

Foto: Schwarz Dienstleistung KG<br />

se Differenz bestehen. Auf der anderen<br />

Seite könne die Produktion nicht<br />

von heute auf morgen komplett auf E-<br />

Autos umgestellt werden, so Meroth.<br />

Tesla fahre zum Beispiel seit Jahren rote<br />

Zahlen ein, aber das störe niemanden,<br />

da es sich um das Geld von CEO Elon<br />

Musk handelt. „Bei VW oder Daimler<br />

würden die Aktionäre ganz schön<br />

schreien“, ist sich der Experte sicher.<br />

Dazu komme, dass eine fünfstellige<br />

Zahl von Mitarbeitern allein bei Bosch<br />

im Bereich Motorentechnik sitzt. „Diese<br />

Leute kann man weder rauswerfen<br />

noch bis übermorgen umschulen.“<br />

Angenommen, mehr Verbraucher<br />

würden für ein emissionsfreies Vehikel<br />

tiefer in die Tasche greifen. Das Manko<br />

Ladeinfrastruktur ist nicht von der<br />

Hand zu weisen. Thomas-Peter Müller,<br />

Geschäftsführer der Netzwerkgesellschaft<br />

„<br />

Heilbronn-Franken, prognostiziert,<br />

dass 2020 bis zu 4000 E-Autos<br />

Es ist wichtig, dass<br />

Parkplätze mit Lademöglichkeit<br />

bestehen.<br />

Thomas-Peter Müller<br />

“<br />

in Heilbronn zugelassen sein werden.<br />

2012 rollten gerade mal 250 Elektround<br />

Hybridfahrzeuge auf den Straßen<br />

des Oberzentrums. Zurzeit gibt es an<br />

mehr als 40 Standorten im Stadt- und<br />

Landkreis Heilbronn Ladestationen für<br />

E-Bikes und -Autos. Klar ist, dass die<br />

Herausforderung des Ladesäulendefizits<br />

pragmatisch angegangen werden<br />

muss. „Es ist wichtig, dass Parkplätze<br />

mit Lademöglichkeit – beispielsweise<br />

in der Innenstadt, in Parkhäusern,<br />

nahe Bahnhöfen und vor Supermärkten<br />

– bestehen“, findet Müller. Hier seien<br />

Land, Städte und Gemeinden, aber<br />

auch Unternehmen gefragt.<br />

Mit gutem Beispiel voran geht dabei<br />

die Schwarz-Gruppe: Sowohl Kaufland<br />

als auch Lidl bieten Schnell- und<br />

Normalladestationen für ihre Kunden<br />

– in Heilbronn, Offenau, Neckarsulm<br />

und Ilsfeld. Die Stationen werden<br />

von der Schwarz Gruppe selbst betrieben<br />

und mit Grünstrom versorgt. Der<br />

Einkauf soll mit dem Tanken verbunden<br />

werden können, so die Meinung<br />

des Discounters Lidl. Kauflands Unternehmenssprecherin<br />

Andrea Kübler<br />

ergänzt: „Der zukünftige Ausbau von<br />

Ladestationen hängt von der weiteren<br />

Nachfrage nach E-Autos und dem<br />

damit verbundenen Bedarf nach Ladesäulen<br />

ab.“<br />

Auch die ZEAG Energie AG hat<br />

bereits vor Jahren 17 Ladestationen im<br />

Heilbronner Raum auf eigene Rechnung<br />

installiert. Aufgrund einer Ladesäulenverordnung<br />

von 2016 des<br />

Bundesministeriums für Wirtschaft<br />

und Energie muss nun ein anderes<br />

Konzept her. Denn während bislang<br />

der Fokus auf Ladestationen mit etwa<br />

drei Kilowatt Abgabeleistung auf Basis<br />

von Schutzkontaktsteckern lag, wird<br />

das neue Netzwerk auf ein deutlich<br />

höheres Volumen mit adäquaten Kabeln<br />

und Steckern ausgelegt. Durch<br />

eine intelligente Steuerung für ein<br />

abgestimmtes Lastmanagement sollen<br />

außerdem die Kosten für das Netz<br />

und die Transformatoren überschaubar<br />

bleiben.<br />

Olga Lechmann<br />

Wir verbessern die Effizienz.<br />

Wir reduzieren die Emissionen.<br />

Wir erhöhen die Reichweite von Elektrofahrzeugen.<br />

64<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

www.rheinmetall-automotive.com


SPEZIAL | Mobilität<br />

Mobilität | SPEZIAL<br />

Zwei Räder sind<br />

besser als vier<br />

Wie oft hat man sich schon vorgenommen, das Auto einmal stehen<br />

zu lassen und kleine Strecken mit dem Rad zu bewältigen? Friedrich<br />

Zahn hält sich schon sein ganzes Leben an diesen Vorsatz und nimmt<br />

dafür auch lange Fahrten und schlechtes Wetter in Kauf.<br />

Wie schafft man es, sieben Kisten<br />

Apfelsaft mit dem Fahrrad<br />

zu transportieren? Das<br />

geht nicht? „Das geht sehr wohl“, bekräftigt<br />

Friedrich Zahn aus Bröckingen<br />

bei Gaildorf. Ein Anhänger ist die<br />

Lösung. Und ein Großeinkauf ist nicht<br />

das Einzige, das der pensionierte Lehrer<br />

mit dem Fahrrad erledigt. Ob früher<br />

jeden Tag zur Schule, Donnerstagabend<br />

zum Posaunenchor oder zum<br />

Parteitag nach Ingolstadt – das Mitglied<br />

Friedrich Zahn in einem Velomobil<br />

Typ Alleweder 4. Er nennt ihn seinen<br />

„Ersatzporsche“.<br />

der Ökologisch-Demokratischen Partei<br />

(ÖDP) nimmt es mit jeder Strecke auf,<br />

ist sie auch noch so steil und das Wetter<br />

noch so schlecht. Denn, so lautet<br />

das Motto des Pedaleurs: „Es gibt kein<br />

schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte<br />

Kleidung.“ Deshalb ist es nicht verwunderlich,<br />

dass er selbst bei Aufziehen<br />

eines schlimmen Gewitters nicht<br />

bereut, das Auto daheim stehen gelassen<br />

zu haben.<br />

Viele Jahre lang hatten Friedrich<br />

Zahn und seine Familie sogar gar<br />

kein Auto. „Als der älteste Sohn 18 wurde,<br />

haben wir dann eines angeschafft“,<br />

erzählt der Vater von<br />

Foto: Verena Köger<br />

vier Söhnen. Das steht jedoch die meiste<br />

Zeit vor der Haustür, was der Kilometerstand<br />

beweist: Circa 2000 sind es<br />

im Jahr. Die Tachostände seiner Fahrräder<br />

zeigen dagegen eine ganz andere<br />

Zahl an. Zwischen 5 000 und 10 000 Kilometer<br />

fährt der ehemalige Sportlehrer<br />

jährlich auf den unterschiedlichsten<br />

Strecken. „Ein Fahrrad für jeden<br />

Zweck gibt es leider nicht“, bekennt er<br />

mit einem leichten Anflug von Enttäuschung<br />

in seinem Blick. Deshalb steht<br />

mittlerweile ein Fuhrpark an Fahrrädern<br />

in seinem Geräteschuppen.<br />

Rennrad, Tandem, Liegerad, Mountainbike<br />

„– zehn sind es insgesamt.<br />

Es tut mir einfach<br />

ungeheuer gut und<br />

gewährt mir ein<br />

Stück Freiheit.<br />

Friedrich Zahn<br />

“<br />

Sein erstes Fahrrad wurde dem jetzt<br />

65-Jährigen vererbt. „Schwarz war<br />

es“, erinnert er sich zurück. „Das war<br />

mir eigentlich viel zu groß. Den Berg<br />

runter konnte ich kaum bremsen“, erzählt<br />

er unter Lachen. Vom Radfahren<br />

hat es ihn trotzdem nicht abgehalten<br />

– bis heute nicht. „Es tut mir einfach<br />

ungeheuer gut und gewährt mir ein<br />

Stück Freiheit. Auf dem Fahrrad kann<br />

ich nach einem anstrengenden Tag<br />

wieder runterkommen. Und das Beste<br />

ist: Ich kann das Angenehme mit<br />

dem Notwendigen und Nützlichen<br />

verbinden.“ Der Gesundheit zuliebe<br />

verzichtet er also auf das<br />

Auto und umweltfreundlich<br />

ist es obendrein.<br />

Auch auf Urlaubsreisen<br />

waren die Fahrräder<br />

stets die treuen<br />

Begleiter von Familie<br />

Zahn. Geplant wurde<br />

so, dass die Hin- und<br />

Rückfahrten mit der<br />

Bahn und dem Fahrrad,<br />

welche sich beide wunderbar<br />

verbinden ließen, zu bewältigen<br />

waren. „Immer wieder umsteigen,<br />

das Gepäck von A nach B bringen, das<br />

muss die Familie schon mitmachen.“<br />

Einmal habe er sogar fast den Anschluss<br />

verpasst, weil er noch einmal<br />

zurückgehen musste, um die restlichen<br />

Sachen zu holen. „Das war schon immer<br />

ein Abenteuer“, beschreibt der Familienvater<br />

den Urlaub mit dem Fahrrad.<br />

Auch heute noch zieht es ihn und<br />

seine Frau zum Radeln in die Ferne,<br />

wie zum Beispiel auf den Südtiroler Reschenpass.<br />

Das soll aber nicht heißen,<br />

dass der gebürtige Ansbacher die Nase<br />

voll hat von den hiesigen Fahrradstrecken.<br />

Ganz im Gegenteil: Seine Lieblingstour<br />

führe von Waldenburg nach<br />

Künzelsau entlang der stillgelegten Kochertalbahn.<br />

Allgemein ist Friedrich Zahn der<br />

Meinung, dass die Region ein sehr gutes<br />

Angebot an schönen Radstrecken<br />

habe und ein Trend zum Fahrradfahren<br />

und zur umweltfreundlichen Mobilität<br />

zu erkennen sei: „Die E-Bikes<br />

haben einen großen Teil dazu beigetragen,<br />

dass sich mehr Menschen aufs<br />

Rad schwingen.“ Das könne man auch<br />

durch den Ausbau der Radwegenetze<br />

feststellen. „In den vergangenen Jahren<br />

ist viel in diesem Bereich passiert. Diese<br />

Entwicklung wird auch in Zukunft<br />

zu beobachten sein“, prognostiziert<br />

Friedrich Zahn zuversichtlich. Auf die<br />

Frage, wie er selbst andere zum Fahrradfahren<br />

motiviert, antwortet er ganz<br />

salopp: „Einfach, indem ich fahre.“ Der<br />

besonnene Velofahrer sei noch nie der<br />

Typ Mensch gewesen, der anderen seine<br />

Meinung aufzwinge. Nichtsdestotrotz<br />

hätten sich in den letzten Jahren<br />

seiner Berufszeit als Lehrer immer<br />

mehr Fahrräder der Kollegen zu dem<br />

seinigen dazugesellt – ganz freiwillig.<br />

Gewisse Dinge, wie das Holzholen<br />

im Wald, gebe es dennoch, die<br />

nur mit dem Auto zu erledigen seien.<br />

Das muss auch ein so leidenschaftlicher<br />

Fahrradfahrer wie er eingestehen.<br />

Ein Elektroauto wäre für ihn ein guter<br />

Kompromiss, allerdings mit einer Einschränkung:<br />

„Betreiben würde ich es<br />

mit selbsterzeugtem Strom. Das wäre<br />

mein Traum.“<br />

Verena Köger<br />

Aktiv für<br />

den<br />

Klimaschutz<br />

67


SPEZIAL | Mobilität<br />

Mobilität | SPEZIAL<br />

Ein Auto für die Stadt<br />

Schnell noch etwas einkaufen oder die Tochter zum Ballett fahren<br />

– kurze Fahrten innerhalb der Stadt sind umweltschädlich und<br />

kostenintensiv. Carsharing kann Abhilfe schaffen. In Heilbronn gibt<br />

es den Service seit 2012 – mit guter Resonanz.<br />

Autos sind für viele ein notwendiger<br />

Luxus, um von A nach B zu<br />

kommen. Doch wer ein Fahrzeug<br />

besitzt, weiß auch, dass die Gefährten<br />

auf vier Reifen durchaus kosten-<br />

und zeitintensiv sind. Wie es ist,<br />

die Vorteile eines Pkws zu genießen,<br />

ohne sich über die Nachteile ärgern<br />

zu müssen, wissen Carsharing-Nutzer.<br />

In einigen größeren Städten Deutschlands<br />

bildeten sich in den 90er Jahren<br />

Carsharing-Gruppen, die sich als Verein<br />

zusammenschlossen, wie in Heilbronn.<br />

Seit 2012 gibt es dort – als eine<br />

Zweigstelle der 1995 initiierten Stadtmobil<br />

Karlsruhe GmbH & Co. KG – den<br />

Verein Stadtmobil e. V..<br />

Während der Verein die ideelle<br />

Seite des Angebots vertrete, sei<br />

Karlsruhe für die Finanzen zuständig<br />

und gleichzeitig Inhaber des Fuhrparks,<br />

erklärt Tilmann Sticher, Stellvertretender<br />

Regionalsprecher von<br />

Stadtmobil e. V.. Von den rund 900 elektrobetriebenen<br />

Fahrzeugen stehen laut<br />

Anja Orth, Leiterin der Marketingabteilung,<br />

17 in Heilbronn mit 13 Ladestationen,<br />

unter anderem auf dem Parkplatz<br />

der Experimenta. Die Fahrzeuge<br />

sollen durch kurze Wege erreichbar<br />

sein. „Carsharing kann nur da funktionieren,<br />

wo es ein gutes Netz für öffentlichen<br />

Nahverkehr gibt“, erläutert Sticher.<br />

Wer sich ein Auto mietet, bezahlt<br />

zunächst die Anmelde- sowie eine monatliche<br />

Grundgebühr. Das Fahrzeug<br />

kann per App für mindestens eine<br />

Stunde ausgesucht und gemietet werden.<br />

Spritkosten sind in den Stundentarifen<br />

inbegriffen.<br />

Tilmann Sticher nutzt den umweltfreundlichen<br />

Service für Familienurlaube.<br />

Ihm geht es um den<br />

Umweltgedanken dahinter und gleichzeitig<br />

kann er dem Mangel an Parkplätzen<br />

sowie den Fixkosten für<br />

Pkws aus dem Weg gehen. „Im Prinzip<br />

steht ein Auto 90 Prozent der Zeit.<br />

Ein Carsharing-Fahrzeug kann acht<br />

bis zehn Pkws ersetzen.“ Für Berufstätige,<br />

die damit zur Arbeit fahren<br />

wollen, lohne sich Carsharing<br />

dagegen nicht, bedenkt man die ungenutzte<br />

Zeit, in der das Auto steht<br />

und die Stundenpreise, die dennoch<br />

anfallen.<br />

Für solche Fälle gibt es klassische<br />

Fahrgemeinschaften. Wenn Markus<br />

Betz aus Stebbach Schulungen in der<br />

Hauptzentrale seiner Firma in Wiesloch<br />

hat, nutzt er eine solche. Dann<br />

fährt der Financial Consultant mit einem<br />

Kollegen aus Gemmingen, der im<br />

Innendienst arbeitet. Etwa an zehn Tagen<br />

im Jahr sei dies der Fall. „Wenn ich<br />

etwas früher Feierabend habe als mein<br />

Kollege, nutze ich die Wartezeit zum<br />

E-Mails checken.“ Auch wirtschaftliche<br />

Aspekte sprächen dafür. „Mein<br />

Bekannter will kein Geld dafür. Die<br />

Fahrtkosten setzt er steuerlich ab“, erzählt<br />

Betz. Seine Dankbarkeit zeigt der<br />

48-Jährige durch eine Aufmerksamkeit<br />

an Weihnachten. Doch nicht immer<br />

lohnt sich das Modell. „Wenn die<br />

Arbeitszeit zu sehr differiert, sind die<br />

Grenzen erreicht“, wägt Betz ab. Ideale<br />

Voraussetzungen für eine Fahrgemeinschaft<br />

seien daher Schichtdienste.<br />

Egal, ob Fahrgemeinschaft oder<br />

Carsharing – jeder sollte für sich überlegen,<br />

ob sich die Angebote lohnen.<br />

„Carsharing ist nicht die einzig richtige<br />

Lösung für alle Verkehrsprobleme“,<br />

sagt Sticher. „Aber ein wichtiger<br />

Beitrag.“<br />

Tanja Capuana<br />

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68 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

69


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Klarer strategischer Vorteil im Betrieblichen Gesundheitsmanagement<br />

Beste Technik<br />

Werbemittel<br />

Viel Erfahrung<br />

Azubis gesucht<br />

4Schritte zu einem<br />

gesünderen Leben<br />

So funktioniert<br />

Prävention<br />

Die Deutsche<br />

Rentenversicherung<br />

hilft Versicherten<br />

mit Präventionsprogrammen,<br />

wenn sie<br />

besonderen Belastungen<br />

ausgesetzt<br />

sind. Das Ziel ist, die<br />

Gesundheit nachhaltig<br />

zu stärken. Dazu<br />

werden die Teilnehmer<br />

unter ärztlicher<br />

Anleitung aktiv.<br />

1<br />

INITIAL<br />

PHASE<br />

Gruppen von zehn bis 15 Teilnehmer<br />

innen und Teilnehmern<br />

kommen zu einer mehrtägigen<br />

stationären oder ganztägig<br />

ambulanten Initialphase in einer<br />

Reha-Einrichtung zusammen.<br />

Im Mittelpunkt stehen die Themen<br />

Bewegung, Ernährung und Umgang<br />

mit psychischer Belastung. Dazu<br />

wird ein Trainingsplan erstellt.<br />

2 TRAINING<br />

Danach folgt die Trainingsphase.<br />

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

treffen sich regelmäßig<br />

berufsbegleitend in ihrer Freizeit<br />

in einer Reha-Einrichtung.<br />

Auf dem Programm stehen theoretische<br />

Einheiten und praktische<br />

Übungen.<br />

Mit dem Firmenservice der<br />

Deutschen Rentenversicherung<br />

Baden-Württemberg und<br />

den Präventionsprogrammen<br />

„Betsi“ (Beschäftigungsfähigkeit<br />

teilhabeorientiert sichern)<br />

sowie „BalancePlus“ kann ein<br />

Unternehmen qualifizierte<br />

Mitarbeiter erhalten, krankheitsbedingte<br />

Ausfälle reduzieren<br />

und Frühverrentungen<br />

vermeiden. „Wie sollen Unternehmen<br />

bei der Vielfalt der Angebote<br />

beurteilen, welcher Anbieter<br />

mit welchen Produkten<br />

und Dienstleistungen sie beim<br />

Betrieblichen Gesundheitsmanagement<br />

(BGM) wirklich voranbringt?<br />

Wir bieten mit unseren<br />

Präventionsprogrammen<br />

,Betsi‘ und ,BalancePlus‘ zwei<br />

Produkte an, die auf der langjährigen<br />

Erfahrung der Deutschen<br />

Rentenversicherung als<br />

einem der größten Rehabilitationsträger<br />

innerhalb der gesetzlichen<br />

Sozialversicherung<br />

aufbauen. Damit sollten die<br />

Programme insbesondere für<br />

Unternehmen ein unverzichtbarer<br />

Bestandteil des BGM<br />

sein“, sagt Johanna Göller, Firmenberaterin<br />

des Regionalzentrums<br />

Schwäbisch Hall der<br />

Deutschen Rentenversicherung<br />

Baden-Württemberg.<br />

Das Programm „Betsi“<br />

richtet sich an Beschäftigte<br />

mit auffälligen Krankheitszeiten,<br />

Herzkreislaufproblemen,<br />

Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen<br />

oder Problemen<br />

des Bewegungsapparates. Sofern<br />

eine psychische Fehlbelastung<br />

im Vordergrund steht,<br />

ist das Programm „Balance-<br />

Plus“ die richtige Alternative.<br />

Weitere Informationen und<br />

der richtige Ansprechpartner<br />

sind auf der Webseite unter<br />

„Services“, „Kontakt und<br />

Beratung“, „Firmenservice“<br />

verfügbar.<br />

@ www.deutsche<br />

-rentenversicherung<br />

-baden-wuerttemberg.de<br />

3<br />

EIGENINITIATIVE<br />

Nach den einzelnen Phasen setzt<br />

jeder eigenverantwortlich das<br />

Gelernte in seinem Alltag um.<br />

4 AUFFRISCHUNG<br />

Nach einiger Zeit kommen Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer noch einmal für ein oder zwei Tage<br />

in der Reha-Einrichtung zusammen. Mehrere Module<br />

unter fachlicher Anleitung sorgen dafür, dass das<br />

Erlernte nicht in Vergessenheit gerät.<br />

ONLINE-INFO:<br />

praevention.drv.info<br />

Das Schaubild zeigt den Ablauf eines Präventionsprogramms<br />

der Deutschen Rentenversicherung in vier Schritten.<br />

Das Ziel ist ein gesünderes Leben des Teilnehmers.<br />

Illustration: E. Nohel<br />

Illustration: E. Nohel<br />

Mit langjähriger Erfahrung in<br />

der Entwicklung von explosionsgeschützten<br />

Geräten gehört<br />

i.safe Mobile zu den Spezialisten<br />

am Weltmarkt. Das<br />

Unternehmen bezieht in seine<br />

Produktentwicklung internationale<br />

Standards ein und<br />

ist Mitglied in entsprechenden<br />

Normungsgremien. Technologie<br />

auf aktuellem Stand<br />

ist garantiert. Mit der Marke<br />

„RugGear Europe“ stellt i.safe<br />

Mobile robuste Industrie- und<br />

Outdoor-Mobiltelefone zur<br />

Verfügung. Die Produkte werden<br />

speziell für Nutzer aus Industrie,<br />

Landwirtschaft, dem<br />

Handwerk oder der Dienstleistungsbranche<br />

hergestellt.<br />

@ www.isafe-mobile.de<br />

Aloys Hohn, der Gründer und<br />

Seniorchef der Firma Hohn in<br />

Talheim bei Heilbronn, entwickelte<br />

1978 in Zusammenarbeit<br />

mit dem Verkehrsministerium<br />

die noch heute geltende<br />

Parkscheibe. Viele Jahre war<br />

diese von ihm patentiert. Die<br />

Farbe, Funktion und Bedruckung<br />

der Vorderseite ist vorgeschrieben,<br />

die Rückseite<br />

kann frei gestaltet werden.<br />

Hohn bietet verschiedene Modelle<br />

mit beispielsweise Eiskratzer,<br />

Einkaufschip oder<br />

Profiltiefenmesser an. Die Bedruckung<br />

erfolgt im UV-Digital-<br />

oder Siebdruck, ab einer<br />

Menge von 100 Stück sogar mit<br />

individuellem Druck.<br />

@ www.hohnwerbemittel.com<br />

Reisen ist Vertrauenssache. Vor<br />

allem, wenn es darum geht,<br />

in einer globalen Welt Mitarbeiter<br />

auf erfolgreiche Geschäftsreisen<br />

zu entsenden, ist<br />

Professionalität gefragt. Persönlich,<br />

kompetent und regional<br />

– dies sind die Stärken des<br />

Heilbronner Familienunternehmens<br />

Reisebüro Gross. Das<br />

Unternehmen berät und betreut<br />

seine Kunden individuell<br />

anhand von Best-Buy-Systemen.<br />

Eingebunden ist man in<br />

das weltweite Partnernetz der<br />

Lufthansa City Center. Travel<br />

Reporting und Consulting sowie<br />

Krisenmanagement sind<br />

nur einige Beispiele der angebotenen<br />

Dienstleistungen.<br />

@ www.gross-reisebuero.de<br />

Die Job-Börse der VR Bank<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG bietet eine Vielfalt an Berufs-,<br />

Ausbildungs- und Studienangeboten.<br />

Am Samstag,<br />

24. <strong>Juni</strong>, findet die<br />

Informationsveranstaltung<br />

auf den Kocherwiesen in<br />

Schwäbisch Hall-Steinbach<br />

statt. Über 100 Unternehmen,<br />

Behörden, Innungen und<br />

(Hoch-)Schulen zeigen mehr<br />

als 200 verschiedene Berufsbilder.<br />

Insgesamt stehen rund<br />

2500 Ausbildungsplätze zur<br />

Auswahl. Ziel der Job-Börse ist<br />

es, junge Menschen und die<br />

Unternehmen zusammenzubringen<br />

und einen ersten Kontakt<br />

herzustellen.<br />

@ www.vrbank-sha.de<br />

Edel gebrannt<br />

Schutz zu jeder Tages- und Nachtzeit<br />

Großes Portfolio<br />

Ob Print, Online oder Werbeartikel – das Rundum-Programm überzeugt<br />

Der Offenauer Unternehmer<br />

Markus Weisser hat 2015 den<br />

Heilbronner Edelbranntwein<br />

„Hammer-Jubelbrand“ neu<br />

aufgelegt. Der Weinbrand wurde<br />

1961 zum 100-jährigen Bestehen<br />

auf den Markt gebracht.<br />

Nun legt Weisser nach und<br />

bringt einen „Jubelbrand XO“<br />

heraus, dessen jüngstes Destillat<br />

mindestens zehn Jahre<br />

gereift ist. Flasche „Nummer<br />

0001/1861“ erhält das<br />

Schnapsmuseum in Bönnigheim<br />

als Dauerleihgabe für<br />

den Ausstellungsraum zu Landauer<br />

und Macholl. Weisser<br />

bietet unter der Marke „Jubelbrand“<br />

auch einen weichen<br />

Williams-Christ und einen<br />

mild-fruchtigen Kräuterbrand<br />

nach alter Hammer-Tradition.<br />

@ www.jubelbrand.de<br />

Über 1100 zufriedene Kunden<br />

hat Hasenbein Sicherheitssysteme<br />

aus Schwaigern mit<br />

leicht bedien- und bezahlbaren<br />

Funk-Alarmanlagen des<br />

Weltmarktführers in Sicherheitstechnik<br />

gewonnen. Früher<br />

waren Alarmsysteme fehleranfällig<br />

und kompliziert in<br />

Bedienung und Montage. Das<br />

ist heute anders. Allerdings ist<br />

auch die Sicherheitslage eine<br />

andere: Die Medien berichten<br />

oft von organisierten Banden,<br />

die sich nicht einmal mehr<br />

durch die Anwesenheit der Bewohner<br />

abschrecken lassen.<br />

Oft steigen die Täter durch<br />

Terrassentüren oder Fenster<br />

nahezu geräuschlos ein. „Deshalb<br />

haben wir uns auf die Außenhautsicherung<br />

der Objekte<br />

spezialisiert“, sagt Günter Hasenbein.<br />

„So kann die Alarmanlage<br />

auch bei Anwesenheit<br />

der Bewohner eingeschaltet<br />

werden.“<br />

Wenn gesicherte Stellen<br />

aufgehebelt werden, ertönen<br />

sofort gleichzeitig die Innen-<br />

und Außensirenen. Über<br />

ein integriertes Telefonwahlgerät<br />

wird der Einbruch an bis<br />

zu drei Rufnummern gemeldet.<br />

Eine Wachdienstaufschaltung<br />

ist auch möglich. Der<br />

Preis richtet sich nach Zahl der<br />

Fenster und Türen. Das System<br />

ist nach rund vier Stunden<br />

Montage einsatzbereit. Neben<br />

Alarmanlagen installiert<br />

Hasenbein Sicherheitssysteme<br />

professionelle Videoüberwachung,<br />

Türsprechanlagen<br />

und Notrufsysteme.<br />

@ www.hasenbeinsicherheit.de<br />

Reisser-Schraubentechnik ist<br />

Produzent und Händler von<br />

Verbindungs- und Befestigungselementen.<br />

Ergänzt wird<br />

das Produktportfolio durch<br />

die hauseigene Galvanik. Dieser<br />

eigenständige Bereich des<br />

Unternehmens ist der Spezialist,<br />

wenn es um Oberflächenveredelung<br />

geht. Zukunftsweisende<br />

Investitionen in<br />

innovative Anlagen und neue<br />

Veredelungsarten bieten den<br />

neuesten Stand der Technik.<br />

In der Galvanik werden Beschichtungslösungen<br />

für Komponenten<br />

aus unterschiedlichen<br />

Branchen angeboten.<br />

Das Portfolio umfasst etwa<br />

das Polieren, Verzinken, das<br />

chemische Vernickeln sowie<br />

Nasslackieren.<br />

@ www.reisser-screws.com<br />

Foto: Eindruck Werbeagentur<br />

Als Fullservice-Werbeagentur<br />

ist die Eindruck Werbeagentur<br />

ein zuverlässiger Ansprechpartner<br />

im gesamten Bereich<br />

der Werbung – von der Gestaltung<br />

über den Druck bis hin<br />

zu modernem Webdesign. Das<br />

bedeutet, dass der Kunde sich<br />

um nichts weiter kümmern<br />

muss.<br />

Ein Brillenputztuch mit individuellem Branding und individueller<br />

Botschaft ist nur eines der vielen Produkte, welche<br />

die Eindruck Werbeagentur als Werbemittel anbietet.<br />

Die grafische Darstellung<br />

eines Unternehmens und<br />

der Werbemittel ist nicht nur<br />

repräsentativ, sondern auch<br />

prägend für das Image, die jeweilige<br />

Botschaft und für den<br />

Erfolg.<br />

Die Eindruck Werbeagentur<br />

beschäftigt Experten,<br />

die für den Kunden das Layout<br />

und die Gestaltung der Werbemittel<br />

nach wirkungsvollen<br />

Maßstäben übernehmen. Die<br />

Fullservice-Agentur bietet eine<br />

große Auswahl ausgefallener<br />

Werbeartikel und Give-Aways<br />

– auf Wunsch individualisiert<br />

mit entsprechenden Branding<br />

und der Kundenbotschaft.<br />

Zum Portfolio gehören<br />

auch wirkungsvolle Werbegeschenke<br />

für den nächsten<br />

Messe-Auftritt – oder eine besondere<br />

Zutat zu einem Mailing.<br />

Selbst die Ausstattung<br />

von Mitarbeitern gehört zur<br />

Produktpalette des Unternehmens<br />

aus Feuchtwangen.<br />

Zusätzlich ist die Werbeagentur<br />

Experte für Werbeartikel<br />

rund um das Thema<br />

Reinigung. Zum Beispiel<br />

werden vielseitig einsetzbare<br />

Werbeschwämme oder funktionale<br />

Microfaserprodukte<br />

mit Premium-HD-Fotodruck<br />

vereint. Die Produkte bleiben<br />

beim Kunden langfristig in Gebrauch<br />

und der Kunde selbst<br />

vor allem in Erinnerung. Praktisch,<br />

edel, lustig oder einfach<br />

– die Werbemittel werden passend<br />

zu jedem Anlass kreirt.<br />

Die Artikel sind maßgeblich<br />

für den Werbeerfolg eines<br />

Unternehmens.<br />

@ www.ein-druck.net<br />

70 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

71


SERIE | Museen in der Region<br />

Museen in der Region | SERIE<br />

Ralf Marlok hält zwei Glasröhren mit langen Stielen über die tausende Grad heiße<br />

Flamme seiner Gebläselampe. Später entstehen daraus Kugeln oder auch Fische.<br />

Eine Welt aus Glas<br />

Die Museumslandschaft in Heilbronn-Franken kann sich definitiv sehen<br />

lassen – von diversen Automobilmuseen über ein Jeansmuseum<br />

bis hin zum Weinbaumuseum gibt es viel zu entdecken und bestaunen.<br />

Auch das Glasmuseum in Wertheim ist etwas für alle Sinne.<br />

Ein ganz normaler Morgen: Aufstehen,<br />

Zähne putzen, einen Blick<br />

in den Spiegel werfen, ein Wasser<br />

oder auch einen Orangensaft zum<br />

Frühstück trinken, beim Essen auf dem<br />

Smartphone E-Mails checken, ins Auto<br />

steigen, zur Arbeit fahren, an der Ampel<br />

stehen. Preisfrage: Wie oft kommen wir<br />

bei diesem Ablauf, der fast jeden von<br />

uns tagtäglich betrifft, mit dem Werkstoff<br />

Glas in Berührung? Öfter, als Sie<br />

wahrscheinlich vermuten – nämlich<br />

exakt fünfmal: beim Badezimmerspiegel,<br />

beim Trinkglas, beim Smartphone-Display,<br />

bei der Autowindschutzscheibe<br />

und bei der Ampelanlage. Glas<br />

begegnet uns im Alltag praktisch von<br />

morgens bis abends. Warum sollte es<br />

also nicht auch ein Museum für das<br />

Gemisch aus Sand, Soda und Kalk geben?<br />

Und das gibt es auch. Seit dem<br />

29. Mai 1976 steht in der rund<br />

23 000-Einwohner-Stadt Wertheim,<br />

am nördlichsten Zipfel<br />

Baden-Württembergs gelegen,<br />

das Glasmuseum Wertheim.<br />

Auf einer Ausstellungsfläche<br />

von insgesamt etwa 650 Quadratmetern<br />

werden dem Besucher gut<br />

1000 „zerbrechliche“ Exponate, aus allen<br />

Epochen stammend, in alphabetischer<br />

Reihenfolge präsentiert – angefangen<br />

bei A wie Ägyptisches Glas über<br />

L wie Laborglas bis hin zu Z wie Zähne<br />

aus Glas. Weitere 6000 befinden sich<br />

im Archiv.<br />

Folge 3<br />

Marianne Tazlari ist eine herzliche<br />

Frau. Sie strahlt bei der Begrüßung<br />

und es ist ihr anzumerken, dass sie es<br />

kaum erwarten kann, vom Museum,<br />

vor dem übrigens ein roter Teppich<br />

ausgelegt ist, zu erzählen. Die 60-Jährige<br />

arbeitet seit 1992 im Haus, zwei<br />

Jahre nach ihrem Einstieg avancierte<br />

sie zur Museumsleiterin. Über die<br />

beinahe zwei Dekaden vor ihrer<br />

Zeit spricht Tazlari, als wäre<br />

sie selbst dabei gewesen. Im<br />

Museumsshop stehend – umgeben<br />

von gläsernen Schalen,<br />

Vasen, Flakons und Schmuckstücken,<br />

Thermometer und Kaleidoskopen<br />

– berichtet sie euphorisch<br />

von der Gründung des Glaswerkes<br />

Wertheim durch den Glasphysiker und<br />

-unternehmer Dr. Hans Löber (1900-<br />

1978) aus Thüringen und der daraus<br />

resultierenden Entstehung des Trägervereins<br />

Wertheimer Glasmuseum e. V..<br />

„Dr. Löber war leidenschaftlicher Glas-<br />

Fotos: Olga Lechmann<br />

sammler“, weiß Tazlari. Sein Konvolut<br />

vermachte der Vereinsvorsitzende naheliegenderweise<br />

dem Museum, denn<br />

es war immer sein Traum, ein solches<br />

ins Leben zu rufen. Und das nicht nur,<br />

um die Vielfalt des Werkstoffes zu zeigen,<br />

sondern auch, um junge Glaskünstler<br />

zu fördern und ihnen für ihre<br />

Kreativität eine Plattform zu bieten.<br />

In ganz Baden-Württemberg ist<br />

das Wertheimer Glasmuseum einzigartig.<br />

Deutschlandweit gibt es knapp<br />

20 dieser Art. Doch warum sollte man<br />

überhaupt ein solches Museum besuchen,<br />

wenn einen Glas ohnehin nahezu<br />

ständig umgibt? Weil es nicht nur<br />

um die Optik, sondern auch um die<br />

Haptik, nicht bloß um Sehen, sondern<br />

auch um Verstehen geht. Dafür ist natürlich<br />

auch der Dialog von immenser<br />

Bedeutung. „Die Besucher schätzen<br />

immer noch eine persönliche Betreuung“,<br />

sagt Tazlari.<br />

Weil die Nachfrage besteht, werden<br />

die Führungen für die jährlich<br />

etwa 12 000 Gäste neben Deutsch auch<br />

auf Französisch und Englisch angeboten.<br />

Das übernehmen – zusammen<br />

mit zwei ehrenamtlichen Kolleginnen<br />

– Marianne Tazlari und Barbara<br />

Benz, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin,<br />

selbst. So versiert sind sie in den<br />

beiden Fremdsprachen. Aber es gibt<br />

auch Audioguides – in Deutsch und<br />

Englisch. Und dass sie die Ausstellungen,<br />

die regelmäßig wechseln, so gut<br />

wie ihre eigene Westentasche kennen,<br />

ist nur logisch. Denn Tazlari und Benz<br />

konzipieren sie selbst. Darüber hinaus<br />

kümmern sie sich auch noch um die<br />

Pressearbeit und das Marketing. Insgesamt<br />

hat das Glasmuseum 18 Mitarbeiter,<br />

davon ist der Großteil ehrenamtlich<br />

tätig, schließlich handelt es sich um einen<br />

Verein. Auch drei Glasbläser sind<br />

im Haus, das der Stadt Wertheim gehört,<br />

beschäftigt – eine Besonderheit,<br />

da wenige Glasmuseen diese Kunsthandwerker<br />

unter ihrem Dach haben.<br />

An diesem Freitag im Mai sitzt einer<br />

von ihnen – sein Name ist Ralf Marlok<br />

– an einem Holztisch, umrahmt von<br />

einer Fülle an Glasröhren und -stäben,<br />

fertigen und unvollendeten Glasprodukten<br />

Werkzeugen und anderen Utensilien.<br />

Vor Marlok steht sein wichtigstes<br />

Arbeitsmittel: die Gebläselampe. Über<br />

deren tausende Grad heißer Flamme<br />

hält er zwei Glaskolben mit langen<br />

Stielen – den sogenannten Glasspieß.<br />

Durch diese Kolben können Besucher<br />

in das Glas hineinblasen und daraus<br />

eine einfache Kugel oder auch einen<br />

Fisch formen. Allerdings ist dabei Behutsamkeit<br />

geboten, denn man sollte<br />

die Luftzufuhr gut dosieren, damit das<br />

gewünschte Objekt eine schöne Rundung<br />

erhält. Das Glasblasen ist jedenfalls<br />

sehr beliebt bei den Besuchern.<br />

Vor allem Kinder würden sich über ihre<br />

Fische freuen, die sie dann auch mit<br />

nach Hause nehmen dürfen, erzählt<br />

Marlok.<br />

Neben der Glaswerkstatt und<br />

den klassischen Vitrinen mit Exponaten<br />

zum Bewundern und Bestaunen<br />

bietet das Glasmuseum Wertheim 30<br />

Glas-Spielstationen für Kinder und Jugendliche<br />

– wie „Flaschenteufel“, Liebesbarometer,<br />

Temperamentsmesser,<br />

Parabolspiegel als „Zerrspiegel“ oder<br />

Murmellabyrinth. Dabei wird spielerisch<br />

die technische Seite des Werkstoffes<br />

vermittelt. Absolutes Highlight ist<br />

jedoch die Weihnachtsausstellung mit<br />

ihrem gläsernen Christbaumschmuck<br />

an teilweise echten Bäumen – zumindest<br />

im Advent. Blickfang ist dabei<br />

definitiv der drei Meter hohe „Glasröhrenbaum“<br />

aus Kapillarröhren der<br />

Wertheimer Glasindustrie verziert mit<br />

silbernen Kugeln, Zapfen und Teelichthaltern.<br />

Da kommt selbst im Frühling<br />

Weihnachtsstimmung auf.<br />

Das Herz des Museums sei dennoch<br />

die Vitrine G, sind sich Tazlari<br />

und Benz einig. Dort stehen mehrere<br />

Guttrolfe, die auch Gluckerflaschen<br />

genannt werden. Dabei handelt es sich<br />

um Trinkgefäße mit bauchigem Körper<br />

und schlankem Hals, der manchmal<br />

aus ineinander verdrehten Röhren<br />

besteht. Das Aufnehmen des Flascheninhalts<br />

wird durch diese absichtlich erschwert,<br />

da die Gefäße meistens Hochprozentiges<br />

enthalten. „Sie sind die<br />

ersten Stücke in der Sammlung von<br />

Dr. Löber“, schwärmt die Museumsleiterin.<br />

„Damit hat alles begonnen.“<br />

<br />

Olga Lechmann<br />

Zeitreisen in die<br />

Vergangenheit …<br />

dazu laden die historischen Gebäude im<br />

Hohenloher Freilandmuseum ein.<br />

Originalgetreu eingerichtet und umgeben<br />

von einem Gelände mit Gärten, Feldern<br />

und vielen Tieren vom Bauernhof bieten<br />

sie einzigartige Einblicke in das Leben der<br />

Menschen in früheren Jahrhunderten.<br />

Hohenloher<br />

Freilandmuseum<br />

– Immer ein<br />

Erlebnis!<br />

HoHenloHer Freilandmuseum - scHwäbiscH Hall<br />

[www.wackershofen.de] Tel. 0791 97101-0<br />

Print<br />

Broschüren<br />

www.pro-vs.de<br />

Apps<br />

Magazine<br />

Werbung<br />

Corporate<br />

Publishing<br />

Marketing<br />

Bücher<br />

72 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

73


MOSAIK<br />

Heilbronn<br />

Chris de Burgh kommt in die Harmonie<br />

Chris de Burgh ist stark gefragt. Am 20. <strong>Juni</strong>, um 20 Uhr, kommt er<br />

in die Harmonie. Auf seiner Tour im Sommer wird er unter anderem<br />

Songs seines Albums „A Better World“ spielen. „Homeland“<br />

stellt die Flüchtlingsthematik ins Zentrum und zeigt ihn als lyrischen<br />

Chronisten. Chris de Burghs Shows wären aber nicht rund,<br />

wenn er nicht auch Hits wie „The Lady In<br />

Red“ oder „Missing You“ spielen würde.<br />

Foto: Chris de Burgh<br />

@ www.heilbronn-marketing.de<br />

Neckarsulm<br />

Kabarett mal drei<br />

Gleich drei bekannte Kabarettisten an einem Abend: Rolf<br />

Miller, Nessi Tausendschön und Thomas Schreckenberger<br />

setzen am 1. <strong>Juni</strong> die Veranstaltungsreihe „After Work<br />

meets…“ im Audi Forum Neckarsulm in komödiantischer<br />

Manier fort. Sie unterhalten mit Highlights aus ihren aktuellen<br />

Programmen. Ob „Knietief im Paradies“ mit Nessi Tausendschön,<br />

„Alles andere ist primär“ mit Rolf Miller oder<br />

„Ene, mene, muh – wem traust du?“ mit Thomas Schreckenberger<br />

– alle drei preisgekrönten Comedians behandeln bei<br />

ihren Auftritten sowohl politisches Zeitgeschehen als auch<br />

Alltägliches. Ab 18.30 Uhr geht es mit einem musikalischen<br />

Warm-Up los. Das Comedy-Programm startet um 20 Uhr.<br />

Danach lässt DJ Richie de Bell den Abend mit angesagten<br />

Hits ausklingen.<br />

Foto: Audi AG<br />

@ www.audi-mediacenter.com<br />

Finde alles auf einen Blick<br />

Kurzportrait des<br />

Arbeitgebers<br />

Ansprechpartner<br />

für Bewerbungen<br />

TOP-ARBEITGEBER<br />

STELLEN SICH VOR<br />

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf<br />

portrait.jobstimme.de<br />

•<br />

Finanzielle<br />

Sonderleistungen<br />

Beruf, Familie<br />

und Perspektiven<br />

Bronnbach<br />

Trompeten klingen<br />

Zu einer schönen Tradition ist es geworden,<br />

Pfingsten in Bronnbach mit<br />

festlichen Trompeten- und Orgelklängen<br />

zu feiern. In einzigartiger Weise<br />

verbindet sich dort Architektur und<br />

Orgelklang zu einer außergewöhnlichen<br />

Konzertatmosphäre. Am 4. <strong>Juni</strong>,<br />

um 17 Uhr, wird Claude Rippas gemeinsam<br />

mit seinem Trompetenensemble<br />

in der Klosterkirche für glanzvolle<br />

Musik unter anderem von Johann<br />

Sebastian Bach sorgen. Claude Rippas<br />

gilt als einer der führenden und gefragten<br />

Trompetensolisten der Schweiz.<br />

Seine künstlerische Ausbildung erhielt<br />

er in Bern, in Zürich und in Paris.<br />

Bis 2009 unterrichtete er als Professor<br />

für Trompete und Barocktrompete an<br />

der Musikhochschule Zürich. Als Solist<br />

spielt Claude Rippas mit zahlreichen<br />

namhaften Sinfonieorchestern<br />

und Organisten in ganz Europa ein<br />

vielfältiges Konzertrepertoire.<br />

Bad Mergentheim<br />

Ode an die Daseinsfreude<br />

Das poetisch-virtuose Flamenco-Gitarren-Duo<br />

Café del Mundo<br />

gastiert am 29. <strong>Juni</strong> in der Wandelhalle<br />

Bad Mergentheim. Sein neues<br />

Album „Dance of Joy“ ist eine Ode an<br />

die pure Daseinsfreude – quicklebendig,<br />

frisch und funkelnd. Komponiert<br />

haben es die begnadeten Künstler Jan<br />

Pascal und Alexander Kilian, die für<br />

pure Musik stehen. Mit einer magnetischen<br />

Aura erzählen sie auf ihren Instrumenten<br />

von Himmel, Erde und<br />

Leben, von Träumen, Mut sowie Paradiesgärten<br />

und begeistern mit reiner<br />

Spielfreude. Das Konzert von Café del<br />

Mundo beginnt um 19.30 Uhr.<br />

Kirchberg an der Jagst<br />

Alles rund ums Buch<br />

Beim 19. Büchermarkt am 17. <strong>Juni</strong> bieten<br />

Buchhändler von 10 bis 17 Uhr seltene<br />

und spannende Lektüre an. Zu jeder<br />

vollen Stunde finden in der evangelischen<br />

Stadtkirche besinnliche Lesungen<br />

statt. Der Autorenverband Franken<br />

lädt danach in den Rittersaal des<br />

Schlosses ein, wo der Schaeff-Scheefen-<br />

Literaturpreis <strong>2017</strong> verliehen wird.<br />

Künzelsau<br />

„Mit Vollgas in den Sommer“<br />

Unter diesem Motto findet am 26. <strong>Juni</strong> der Johannes-Krämermarkt<br />

in Künzelsau statt. Der Untere Markt wird von<br />

8 bis 20 Uhr mit vielseitigem Rahmenprogramm und einem<br />

reichhaltigen Essens- und Getränkeangebot für Jung und Alt<br />

in Szene gesetzt. Die gemütliche Atmosphäre lädt zu Gesprächen<br />

mit Freunden, einem Feierabendgetränk mit den Kollegen<br />

oder einem Erlebnistag mit der Familie ein. Zudem verwandeln<br />

die Beschicker des Krämermarktes die Hauptstraße<br />

mit ihrem bunten Warensortiment in einen Basar.<br />

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■<br />

|<br />

Foto: privat<br />

Foto: Mike Meyer<br />

Foto: Fotolia/connel_design<br />

Foto: Fotolia/tournee<br />

@ www.kloster-bronnbach.de<br />

@ www.bad-mergentheim.de<br />

@ www.kirchberg-jagst.de<br />

@ www.kuenzelsau.de<br />

74<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong>


VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM JUNI<br />

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.<br />

Weitere Termine unter www.pro-region.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

23.6. – 24.6. Lauda-Königshofen<br />

Kabarett Comedy Wochenende<br />

Weinhaus Ruthardt<br />

30.6. Bad Rappenau<br />

Comedy & Co: PassParTu „Die<br />

demografische Windel“<br />

Kurhaus, 19.30 Uhr<br />

30.6. Bad Mergentheim<br />

Lieder im Schloss mit Philipp Poisel<br />

Schlosshof, 20 Uhr<br />

Mix<br />

10.6. Jagsthausen<br />

Premiere: „Die Analphabetin,<br />

die rechnen konnte“<br />

Freilichtbühne Götzenburg, 20.30 Uhr<br />

16.6. Neuenstadt<br />

Premiere: „Die blaue Maus“<br />

Freilichtbühne, 20.30 Uhr<br />

Ausstellungen<br />

1.6. – 2.7. Bad Mergentheim<br />

„Licht und Farbe“<br />

Kulturforum<br />

2.6. – 30.11. Bad Mergentheim<br />

„Reformations-Störer“<br />

Deutschordensmuseum<br />

und Schlosskirche<br />

2.6. – 5.10. Schwäbisch Hall<br />

„Brotloskunst“<br />

Bürgeramt<br />

4.6. – 25.6. Lauda-Königshofen<br />

„Gemeinschaftsausstellung der<br />

Kunstkreismitglieder<br />

Galerie „das auge“<br />

11.6. Schwäbisch Hall<br />

Emil Cimiotti (Skulptur) und<br />

Roland Dörfler (Malerei/Zeichnung)<br />

Galerie Cyprian Brenner<br />

16.6. Creglingen<br />

„Was habt ihr da für einen Brauch?“<br />

Jüdisches Museum<br />

23.6. Tauberbischofsheim<br />

Greser & Lenz: Witze für<br />

Deutschland (Karikaturen)<br />

Engelsaal<br />

25.6. – 5.8. Bad Rappenau<br />

„Moonlight Serenade“<br />

Kulturamt<br />

25.6. – 5.11. Michelfeld<br />

„Ein` feste Burg ist unser Gott“<br />

Ludwigs Scheune<br />

28.6. – 25.7. Crailsheim<br />

„Reformation und Flucht“<br />

Gottesackerkapelle (Ehrenfriedhof)<br />

Feste/Messen<br />

2.6. – 5.6. Blaufelden<br />

Hohenloher Volksfest mit Heimattag<br />

Festplatz<br />

2.6. – 5.6. Heilbronn<br />

Sommerfest<br />

Genossenschaftskeller Heilbronn-<br />

Erlenbach-Weinsberg<br />

2.6. – 5.6. Schwäbisch Hall<br />

Kuchen- und Brunnenfest<br />

Unterwöhrd<br />

3.6. Tauberbischhofsheim<br />

22. Oldtimerturnier<br />

Kurmainzisches Schloss<br />

4.6. Mainhardt<br />

Aktionstag „Am Limes grenzenlos“<br />

Römermuseum<br />

4.6. Pfedelbach<br />

„Am Limes grenzenlos“<br />

Cappelaue<br />

6.6. Eppingen-Mühlbach<br />

Kuckucksumzug<br />

Gesamtort, 13.30 Uhr<br />

7.6. – 9.6. Crailsheim<br />

Mooswiesenmesse<br />

Marktplatz<br />

10.6. – 11.6. Creglingen-Reinsbronn<br />

Historisches Ritterlager<br />

Geyer-Schloss<br />

11.6. Bad Mergentheim<br />

14. Regionaler Bauernmarkt<br />

Kurpark, Wandelhalle, 10.30 Uhr<br />

11.6. Schwäbisch Hall<br />

Eröffnungfest der Freilichtspielesaison<br />

Haller Theaterzelt, 12 Uhr<br />

17.6. – 18.6. Creglingen<br />

Rosenblüten- und Lichterfest<br />

Altstadt<br />

17.6. – 18.6. Külsheim<br />

5. Weindorf<br />

Kulturhof<br />

18.6. Külsheim<br />

Regionaltag pro Region<br />

Altstadt<br />

23.6. – 25.6. Gundelsheim<br />

Festwochenende, Stadtjubiläum<br />

Historische Altstadt<br />

23.6. – 24.6. Wertheim<br />

Craft Beer Festival<br />

Rathaus, Arkadensaal<br />

Kleinkunst<br />

3.6. Wertheim<br />

Severin Groeber: Vom kleinen Mann,<br />

der wissen wollte, wer ihm auf den<br />

Kopf geschissen hat<br />

Convenartis, 20 Uhr<br />

8.6. Bad Mergentheim<br />

Harry G – Bayerischer Komiker<br />

und Kabarettist<br />

Kurhaus, Kursaal, 19.30 Uhr<br />

9.6. Bad Wimpfen<br />

Letzter Aufruf! Abschiedstour Vol. 1<br />

Altes Spital, 19.30 Uhr<br />

22.6. Künzelsau<br />

Michl Müller „Ausfahrt freihalten“<br />

Stadthalle, 20 Uhr<br />

23.6. Erlenbach-Binswangen<br />

Alois Gscheidle – „Rei´gschmeckt“<br />

Weinbaumuseum, 19.30 Uhr<br />

Konzerte<br />

3.6. Bad Mergentheim<br />

„Zurück zu Dir“ mit<br />

Schlagersänger Mario Steffen<br />

Kurhaus, großer Kursaal, 19.30 Uhr<br />

3.6. Bad Wimpfen<br />

Salonmusik der Belle Epoque<br />

Kursaal, 19.30 Uhr<br />

4.6. Wertheim-Bronnbach<br />

Festliche Bach-Trompeten-Gala:<br />

„Tönet, Ihr Pauken! Erschallet,<br />

Trompeten!“<br />

Kloster Bronnbach, 17 Uhr<br />

4.6. Bad Rappenau<br />

Weltklassik am Klavier – Chaminade –<br />

für Sie wiederentdeckt! mit<br />

Johann Blanchard<br />

Wasserschloss, Dachgeschoss<br />

13.6. Heilbronn<br />

Kammermusikreihe „Les Vendredis“<br />

Kreissparkasse, 19 Uhr<br />

16.6. Bad Mergentheim<br />

SWR4 Blechduell<br />

Marktplatz, 19 Uhr<br />

18.6. Bad Mergentheim<br />

Schlosserlebnistage für Familien<br />

Deutschordensmuseum, 13 Uhr<br />

25.6. Offenau<br />

„Des Geyers schwarzer Haufen“<br />

Neckarstrand, Johann-Michl-<br />

Promenade, 18 Uhr<br />

26.6. Schwaigern<br />

Dresdner Kreuzchor<br />

Evangelische Stadtkirche, 20 Uhr<br />

28.6. Mainhardt<br />

„Annâwech“<br />

Spielwiese Gögelhof, 19 Uhr<br />

4.6. Jagsthausen<br />

Aktionstag „Am Limes grenzenlos“<br />

Altes Rathaus, 15 Uhr<br />

10.6. Stimpfach-Rechenberg<br />

Schloss-Open-Air mit High Life<br />

Schloss, 20 Uhr<br />

10.6. Weinsberg<br />

Kulturreihe <strong>2017</strong>: Der große Heinz-<br />

Erhard-Abend mit Hajo Heist<br />

„Noch`n Gedicht“<br />

Hildthalle, 20 Uhr<br />

21.6. Bad Wimpfen<br />

„Piraten“<br />

Kursaal, 17 Uhr<br />

22.6. – 24.6. Bad Rappenau-Bonfeld<br />

4. blacksheep Festival<br />

Schlosspark und Schlosshof<br />

25.6. Heilbronn<br />

Musik im Park: SWR 1 Pop & Poesie<br />

Wertwiesenpark, 20 Uhr<br />

30.6. – 1.7. Lauda-Königshofen<br />

Bildungsmesse<br />

Audi Forum, 20.30 Uhr<br />

30.6. Neckarsulm<br />

Izah – Soul, Rn’B, Jazz und Hip Hop<br />

Audi Forum, 20.30 Uhr<br />

Theater<br />

3.6. Jagsthausen<br />

Premiere: „Ziemlich beste Freunde“<br />

Freilichtbühne Götzenburg, 20.30 Uhr<br />

7.6. Künzelsau<br />

Premiere: „Angst essen Seele auf“<br />

Kocherfreibad, 18.30 Uhr<br />

10.6. Schwäbisch Hall<br />

Dirk Schäfer singt: Tango und Piaf<br />

mit dem Trio Total<br />

Haller Theaterzelt, 19.30 Uhr<br />

17.6. Freudenberg<br />

Premiere: „Adam Lux. Frei leben oder<br />

sterben“<br />

Freudenburg, 20.30 Uhr<br />

23.6. – 15.7. Ilshofen<br />

„Die Päpstin“<br />

Ruine Leofels, 20.30 Uhr<br />

27.6. Heilbronn<br />

Premiere „Das triadische Ballett“<br />

Großes Haus, 19.30 Uhr<br />

Sport<br />

4.6. Elpersheim<br />

Pfingstlauf Weikersheim-Elpersheim<br />

Sportplatz, 9.30 Uhr<br />

18.6. Heilbronn<br />

Sparkassen-Challenge-Cup<br />

Entlang des Neckars, 9 Uhr<br />

20.6. Bad Mergentheim<br />

Nordic-Walking-Mittsommernacht<br />

Kurpark, Musikpavillon, 10.30 Uhr<br />

24.6. Neuenstein<br />

19. Stadtlauf<br />

Vorstadtplatz, 18 Uhr<br />

Kontakt<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach, 74650 Künzelsau<br />

Ansprechpartner für Termine:<br />

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329<br />

www.pro-region.de<br />

76 <strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

77


AUSBLICK<br />

Die nächste<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

erscheint am<br />

3. Juli<br />

Impressum<br />

VORSPRUNG<br />

Herausforderung Familienunternehmen<br />

Die Arbeit Arbeit sein lassen oder die Gelegenheit für ständigen Austausch<br />

– auch Zuhause – nutzen? Wir verraten, wie das Urgestein unter den<br />

Familienunternehmen in der Region familiären Zusammenhalt in seinen<br />

Führungsstil integriert. Thema ist auch der Umgang mit Konflikten.<br />

Wohnen im Alter<br />

Wie verbringe ich meinen<br />

Lebensabend und wie finanziere<br />

ich diesen? Den verschiedenen<br />

Möglichkeiten und zukünftigen<br />

Entwicklungen gehen wir in der Juli-<br />

<strong>Ausgabe</strong> auf den Grund und klären,<br />

wie die passende Einrichtung gefunden<br />

werden kann. Ein Altenpfleger<br />

erzählt außerdem von seinen<br />

Erfahrungen.<br />

Land, Kultur, Genuss<br />

Dafür steht das Weinsberger Tal und<br />

der 2013 gegründete gleichnamige<br />

Verein. In unserem „Heft im Heft“<br />

gehen wir darauf ein, was die dortige<br />

Wirtschaft und auch das Leben attraktiv<br />

macht. Die vielseitige Landschaft<br />

ist ein beliebtes Touristenziel – nicht<br />

zuletzt aufgrund des einzigartigen<br />

Weines.<br />

Fotos: Fotolia/Patrizia Tilly, dpa-mag/Kai Remmers, Fotolia/lesslemon<br />

Offizielles Organ der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;<br />

www.pro-region.de<br />

Herausgeber<br />

pVS - pro Verlag und Service<br />

GmbH & Co. KG<br />

Geschäftsführer<br />

Marcus Baumann, Tilmann Distelbarth,<br />

Bernd Herzberger<br />

Chefredakteur<br />

Marcus Baumann<br />

Redaktion<br />

Lydia-Kathrin Hilpert (Ltg.),<br />

Olga Lechmann, Alexander Liedtke (Volo.)<br />

Annika Wieland (Volo.)<br />

Redaktionelle Mitarbeit<br />

Tanja Capuana, Verena Köger (Prakt.)<br />

Timo Lämmerhirt, Werner Palmert,<br />

Andreas Scholz<br />

Gastautoren<br />

Jochen Becker, Mischa Delbrouck,<br />

Daniel Stenger<br />

Layout und Grafik<br />

HSt Medienproduktion,<br />

Stefanie Völlinger, Stefanie Massa<br />

Anzeigenleitung<br />

Rainer Paschke, Telefon 0791 95061-23<br />

rainer.paschke@pro-vs.de<br />

Sales Management<br />

Heike Bischoff, Stephanie Fuchs,<br />

Dunja Moll<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 17 vom 1. 1. <strong>2017</strong><br />

Vertrieb<br />

Natalie Toth, Telefon 0791 95061-0<br />

Erscheinungsweise: monatlich<br />

Bezugsbedingungen<br />

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.<br />

Nachdruck und Vervielfältigung nur mit<br />

Genehmigung des Verlages.<br />

Verlags- und Redaktionsanschrift<br />

pVS - pro Verlag und Service<br />

GmbH & Co. KG<br />

Stauffenbergstraße 18<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791 95061-0<br />

info@pro-vs.de<br />

Druck und Herstellung<br />

Möller Druck und Verlag GmbH<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde<br />

Gedruckt auf umweltfreundlichem<br />

UltraMag Plus Silk-Recyclingpapier aus<br />

100% Altpapier, zertifiziert mit den<br />

Umweltsiegeln „Der Blaue Engel“,<br />

„EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-Siegel<br />

ISSN 2509-5528<br />

www.pro-magazin.de<br />

Mit unseren Innovationen setzen wir Maßstäbe im Verpackungsmaschinenbau.<br />

Unsere Kunden profitieren von unserem Vorsprung.<br />

Was könnte mehr Spaß machen, als die Zukunft zu gestalten?<br />

Gerhard Schubert GmbH Verpackungsmaschinen<br />

Industriegebiet Südost Hofäckerstraße 7<br />

74564 Crailsheim<br />

www.schubert-magazin.de<br />

78<br />

<strong>Juni</strong> <strong>2017</strong><br />

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sehr gefragt. Das können Sie nicht sehen. Aber spüren!

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