Bildung_Ammerland_web

kommunikationundwirtschaft

INFORMATIONEN FÜR SCHÜLER UND ELTERN

AUSGABE 2017/18

Das bringt

mich weiter!

BERUFLICHE

BILDUNGSANGEBOTE

IM LANDKREIS AMMERLAND

Foto: © Daniel Ernst_ Fotolia.com


2

Foto: BBS-Ammerland/Lukaslehmann.de


VORWORT

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.

Immer öfter ist die Rede von „Schülermangel“ und vom fehlenden

qualifizierten Nachwuchs für die Unternehmen. Diese

Entwicklung erfordert, dass möglichst alle Jugendlichen die

Chancen nutzen können, die ihnen der Übergang von den allgemeinbildenden

Schulen in die berufliche Bildung bietet. Eine

Voraussetzung dafür ist, das die Schüler eine umfassende

Übersicht über die vorhandenen Möglichkeiten, zum Beispiel

durch diesen Bildungsratgeber bekommen.

Der Kreiselternrat Ammerland gibt gemeinsam mit dem Autor

Dr. Armin Lewald und dem Oldenburger Verlag Kommunikation

& Wirtschaft GmbH erstmalig den Bildungsratgeber „Berufliche

Bildungsangebote im Landkreis Ammerland“ heraus.

Auf übersichtlichen, frisch gestalteten Seiten finden die Schüler

der Abgangsklassen der allgemeinbildenden Schulen die Informationen,

die sie für die Entscheidung über ihren beruflichen

Bildungsweg brauchen. Es ist eine Informationsbroschüre, die

den Schülern, wie auch den Eltern und Lehrern eine Hilfe und

Orientierung für ihre Zukunft gibt.

Und für die Unternehmen im Landkreis ist der Ratgeber eine

hervorragende Plattform ihre Kompetenz und ihr Angebot zu

präsentieren. Gleichzeitig tragen sie so auch für ein positives

Image des Bildungsstandortes Landkreis Ammerland bei.

Kreiselternrat Ammerland

Stellv. Vorsitzende Alexandra Frers

3


INHALTSVERZEICHNIS

Foto: © Kurhan-Fotolia.com

Inhalt

VORWORT II 3

Wege zum Beruf

WEGE RICHTUNG BERUF UND EINKOMMEN:

GRUNDFRAGEN

• Berufswahl: die Wichtigkeit der eigenen Entscheidung II 6

• Berufswahl und Schulabschluss II 7

• Eltern und schulische Elternvertretungen

als Impulsgeber II 8

• Erste Überlegungen – erste Entscheidungen II 9

MÖGLICHE WEGE RICHTUNG BERUF UND

EINKOMMEN

• Schule oder Berufsausbildung: eine Zukunftsfrage II 10

• Möglichkeiten nach Haupt- bzw.

Realschulabschluss II 11

• Freiwilligendienste II 12

BETRIEBLICHE BERUFSAUSBILDUNG

ALS WEG INS BERUFSLEBEN

• Pro betriebliche Berufsausbildung –

eine erfolgsoffene Lösung II 14

• Formen betrieblicher Berufsausbildung II 15

• Das Duale/Triale Studium II 16

• Zur Wahl der Ausbildungsstätte II 16

SCHULISCHE BERUFSAUSBILDUNG

ALS WEG INS BERUFSLEBEN

• Möglichkeiten einer schulischen Berufsausbildung II 17

• Schulische Berufsausbildung: Basis Hauptschulabschluss II 18

• Schulische Berufsausbildung: Basis Realschulabschluss II 19

• Schulische Berufsausbildung durch Fachschulen II 20

• Schulische Berufsausbildung:

Basis Abitur oder Fachhochschulreife II 20

SCHULISCHE VORBEREITUNG AUF EINE

BERUFSAUSBILDUNG UND ZUR VERBESSERUNG DER

AUSBILDUNGSCHANCEN

Bildungschancen ohne Hauptschulabschluss II 21

• Berufsfachschulen zur Vorbereitung

auf eine Berufsausbildung II 23

WEGE RICHTUNG UNIVERSITÄT UND HOCHSCHULE

• Fachoberschulen als Weg zur Berufswelt

und zum Studium II 25

• Berufsoberschulen als Weg zur Universität II 25

• Berufliche Gymnasien II 26

• Weitere Wege Richtung Hochschule II 26

BERUFSINFORMATIONEN UND -ORIENTIERUNG

• Berufsinformationen

in allgemeinbildenden Schulen II 27

• Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit II 28

ZEITLEISTE FÜR BEWERBUNGEN II 29

Branchen und Berufe

LANDKREIS AMMERLAND – EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT II 30

• Industrie II 32

• Handwerk II 42

• Grüne Berufe II 54

• Dienstleistungen/Handel II 58

• Gesundheit & Soziales II 72

ADRESSEN/INSERENTENVEREZCHNIS/IMPRESSUM

• Wichtige Schuladressen im Landkreis Ammerland II 79

• Inserentenverzeichnis II 81

• Impressum II 83

4


KERNFRAGEN

Wo will

ich hin?

Wenn ich mir mit meinen

ersten Vorstellungen über

den zu wählenden Beruf

nicht sicher bin: Wen kann

ich um Rat fragen?

Wer hilft mir

bei meiner

Berufswahl?

Wie finde ich eine passende

Ausbildungsstelle?

Welche sonstigen

Voraussetzungen werden

für meinen Wunschberuf

erwartet? Kann ich den

Anforderungen schon

gerecht werden?

Reicht mein bislang erreichter

Schulabschluss für meinen

Wunschberuf oder muss ich

mich um einen höherwertigen

Schulabschluss bemühen?

Wie erreiche ich den?

Kann man eigentlich einen

Beruf auch in einer Schule

erlernen?

Kann ich in der Berufsschule

auch sonstige Qualifikationen

erwerben? Wie geht das?

Was ist ein „Duales

Studium”? Wäre das

auch etwas für mich?

>>>

5


ERSTE ENTSCHEIDUNGEN

Wege Richtung Beruf und Einkommen: Grundfragen

Berufswahl: die Wichtigkeit der eigenen Entscheidung

Foto: © drubig-photo – Fotolia.com

Haben Sie

mal einen

Beruf für

mich?

So nicht!!

Für die Berufswahl bist

ganz alleine DU

verantwortlich.

Es geht in dieser Broschüre um das Themenfeld „Berufsaus bil -

dung“ und die davor liegende Berufsorientierung bzw. Berufs -

wahl. Sie soll vorrangig jungen Menschen Hilfe bieten, die nach

dem Hauptschul- oder Realschulabschluss einschl. des erweiterten

Sekundarabschluss es I nach Wegen Rich tung Zukunft suchen

und dabei der Hilfe bedürfen. Aber entscheiden müssen sie

selbst!

Über den Weg zum Beruf sollte allerdings im Zu sammenspiel mit

den Eltern entschieden werden. Diese Entscheidung ist nicht

immer einfach und sollte deshalb sorgfältig überdacht werden.

Sie kann später bei vielen jungen Menschen vielleicht zu Rich -

tungs änderungen führen. Das ist nicht außergewöhnlich. In

jedem Fall ist es besser, seine Vorstellungen und Selbstein schätz

ungen im Laufe der Schulzeit zu ändern als später eine

Ausbildung abzubrechen, die man unüberlegt begonnen hat, die

sich aber als keine glückliche Wahl erweist. Eine Entscheidung

über die eigene berufliche Weiterent wick lung sollte bereits lange

vor Abschluss der allgemeinbildenden Schu le feststehen.

Um sie sorgfältig vorzubereiten, kann man

• Beratungshilfen von außen in Anspruch nehmen, z. B. durch

die Schule, durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

oder ähnlichen Einrichtungen.

• sich Einblicke in berufliche Möglichkeiten verschaffen, z. B.

durch Praktika, Erkundungen und Gespräche.

• sich selbst befragen, wo Interessen liegen, welche Fähig keiten

besonders ausgeprägt sind und an Kompetenzfest -

stellungs verfahren

(Potenzialanalysen) teilnehmen.

• bzw. sollte man sich fragen,

was man letztlich

erreichen möchte.

Hier finden sich gute Hinweise

für die eigene Berufswahlent

schei dung. Sie sind

nicht immer passgenau,

man kann sie aber auf

Übereinstimmung mit den

O.k., es geht um

meine Zukunft, um

mein Leben…

Da sollte ich in

Informationen und

Über legungen sowie

Gespräche

„investieren“!

eigenen Vorstellungen überprüfen. Diesem Zweck dient auch die

bereits erwähnte Potenzial ana lyse (Stichwort „Kompetenz -

feststellungsverfahren“). Hier werden vielleicht nicht alle persönlichen

Stärken erfasst oder nur solche, die nur eine nachrangige

Rolle bei der eigenen Berufswahl spielen. Denkbar ist auch,

dass sie Potenziale entdeckt, die man auf keinen Fall ausbauen

möchte. Man muss also, wie oben bereits angesprochen, die

Ergebnisse von Poten zial analysen sehr sorgfältig bewerten, sie

einordnen und dann entscheiden, welche Rolle sie für die eigene

Berufswahl spielen sollen!

Wer große Schwierigkeiten in der Schule hat und sich beim

Thema „Berufswahl“ überfordert fühlt, sollte schon während der

Schulzeit Hilfe in Anspruch nehmen, z. B. durch die Berufs bera -

tung der Agentur für Arbeit (mit ihren Sprech stunden in der

Schule und in den Dienststellen).

Wege zur Entscheidungsfindung

Hilfen in der

besuchten Schule,

Gespräch mit Lehrkräften

Eigene Erfahrungen,

Gespräche mit Freunden

Praktika

Erfahrungen,

Empfehlungen der Eltern,

Gespräche mit deren

Freunden und Kollegen

Hilfen durch Dritte,

z. B. durch die

Agentur für Arbeit

Siehe auch das Kapitel „Berufsinformationen und -orientierung“ Seite 27 f.

6


Berufswahl und Schulabschluss

Mit der Frage, in welchem Berufsfeld man später einmal sein

Geld verdienen möchte, verbindet sich auch die Frage, welche

schulischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um seine Vor -

stellungen Wirklichkeit werden zu lassen. Für manche Berufs -

tätigkeiten ist zum Beispiel das Abitur oder gar ein Studium erforderlich.

Das bedeutet dann, dass man das Abitur ablegen oder

eine Zugangsberechtigung zu Hochschulen bzw. Universi täten

erreichen muss, bevor die Berufs ausbildung beginnen kann.

Oder – etwas niedriger angesetzt – manche Berufsausbildung ist

nur mit einem Realschulabschluss möglich. Es gibt auch Betriebe,

die von künftigen Auszubildenden mindestens einen Realschul -

abschluss verlangen, obwohl der Hauptschulabschluss als formale

Voraussetzung für eine Ausbildung reicht. Man muss also rechtzeitig

prüfen:

Kernfragen:

• Welches Berufsziel (Art der Berufstätigkeit) habe ich?

• In welchem Beruf möchte ich mich ausbilden lassen?

• Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um mein

Berufsziel erreichen zu können?

• Welche Anforderungen stellt der von mir erwünschte

Ausbildungs betrieb bzw. die zu besuchende Berufsschule?

TIPP! Info für Eltern

Logos „denkend“ in Broschüre:

© Matthias Enter – Fotolia.com

Eltern gelten nach wie vor als wichtigste

Part ner ihrer Kinder, wenn es um das Thema

Be rufswahl geht. Darum sollten sich Eltern

intensiv mit den Infor ma tions möglich keiten

und Be ratungshilfen vertraut machen, die

sich ihrem Sohn, ihrer Tochter beim Thema „Berufs wahl“

sowohl in der allgemein bildenden Schule als auch außerhalb

bieten.

Das Ziel:

• Entscheidung für einen Ausbildungsberuf (mit einer

be trieblichen oder schulischen Ausbildung)

• oder für den Besuch einer öffentlichen oder privaten

weiterführenden berufsbildenden Schule, die auf ein

Berufs feld vorbereitet.

Überprüfung:

• Welchen Schulabschluss habe ich erreicht?

• Ist er, gemessen an den Anforderungen meines Wunsch -

berufes, ausreichend?

• Bin ich – unabhängig von den geforderten formalen Voraus -

setzungen – beim Bemühen um einen Ausbildungsplatz bzw.

um eine Aufnahme in der gewünschten Schule wett bewerbs -

fähig?

Schlussfolgerung/Realisierung:

• Ist eine direkte betriebliche oder schulische Berufsausbildung,

wie ich sie gern machen möchte, für mich möglich?

• Habe ich Chancen, einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb

oder in einer berufsbildenden Schule zu finden

oder

• muss ich zur Verwirklichung meiner Berufs- und Ausbildungs -

vorstellungen zunächst einen höherwertigen Schulabschluss

und/oder berufsbezogene Vorkenntnisse erreichen, weil sonst

eine Ausbildung für meinen Wunschberuf nicht möglich oder

zumindest nicht sehr wahrscheinlich ist?

Foto: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

ACHTUNG! Die Schulpflicht reicht weiter.

Grafik: © radopix – Fotolia.com

Mit der Klasse 10 endet die Sekundarstufe I, nicht aber die Schulpflicht. Wer die gymnasiale Oberstufe oder ein

Berufliches Gymnasium besucht, hat noch zwei bis drei Schuljahre vor sich, wer den Weg einer betrieblichen Berufs -

aus bildung wählt, besucht parallel die Berufs -

schule und wer weder das eine noch das andere

plant, muss eine Vollzeitklasse an einer berufsbildenden

Schule besuchen.

Die BBS Ammerland bietet hier eine breite

Auswahl an einjährigen Berufsfachschulen.

7


ERSTE ENTSCHEIDUNGEN

Eltern und schulische Elternvertretungen als Impulsgeber

Eltern haben in der allgemeinbildenden Schule ein gesetzlich

garantiertes, durch Erlasse ausführlich geregeltes Mitspracheund

Mit wirkungsrecht. Das gilt auch, wenn es um Hilfen der

Schule bei der Berufsorientierung und der Berufswahl geht (siehe

Erlass „Berufs orien tierung an allgemeinbildenden Schulen“).

Eltern können die rechtlich festgelegten Möglichkeiten nutzen

und z. B. in einer Eltern ver sammlung der Klasse ihres Kindes das

Thema „Berufsorientierung“ ansprechen oder nach dem schulischen

Konzept zur Berufs orien tierung fragen. Viele Schulen

haben ihr Konzept zur Berufsorien tierung auf der Homepage der

Schule hinterlegt oder in Papierform in der Klasse verteilt.

Das Mitspracherecht der Eltern erstreckt sich auch auf die Eltern -

vertretungen in der Schule, die auf unterschiedlichen schulischen

Ebenen installiert sind. In etlichen Gremien, in denen Eltern durch

eine Vertretung mitwirken, kann das Thema „Berufs orien tie -

rung“ angesprochen werden. Dazu eine kleine Übersicht:

Berufsorientierung – ein Thema in Gremien

Eltern bzw. ihre Vertretung können das Thema „Vorbereitung

auf den Übergang in die Berufs- und Studienwelt“ in folgenden

Gremien ansprechen:

• im Schulvorstand (beim Thema: „Entwicklung eines

Konzeptes für die Berufsorientierung in unserer Schule“,

bei der Diskussion um die Bildung einer Partnerschaft mit

einem Unternehmen oder einer Organisation der

Wirtschaft, im Zusammenhang mit der Thematik

„Schulprogramm“, beim Tagesordnungspunkt „Bericht

über die Arbeit in der Schule“)

• in der Gesamtkonferenz (Stichworte: „Betriebspraktikum,

Kooperationen mit Unternehmen, Aufbau einer

Schülerfirma, Projektwochen, Berufsorientierung und

Fachunterricht“)

• in Fachkonferenzen wie der Fachkonferenz Arbeit-

Wirtschaft-Technik (bei Stichworten wie „Erkundungen“,

„Stoffverteilungsplan“, „Betriebspraktikum“,

„Schülerfirma“) und in Fachkonferenzen anderer Fächer

(Stichwort „Berufsrelevanz des Faches“,

Berufsmöglichkeiten im jeweiligen fachlichen Spektrum)

• in Klassenkonferenzen, wenn es um das Thema

„Berufsorientierung“ geht, aber auch um Angebote an die

Schülerinnen und Schüler, die ihnen – wie im Berufsleben –

Eigenintiative ermöglichen

• bei internen Elterntreffen

Bild: © Syda Productions – Fotolia.com

Aktionsmöglichkeiten für Eltern zur Unterstützung der Berufswahl von

Schülerinnen und Schülern

Auf Messen zum Thema „Berufsinformation“ bietet sich ein

gemeinsamer Besuch an. So wichtig es ist, dass Schüler und

Schülerinnen diese Veranstaltungen mit ihrer Klasse besuchen, so

sinnvoll ist ein zweiter Besuch zusammen mit den Eltern.

Erfahrungen zeigen, dass Gespräche zwischen Anbietern von

Aus bildungsmöglichkeiten und Familien oft noch effektiver sind,

und die Informationen für die jungen Menschen auf dem Weg zu

Ausbildung und Beruf (und damit für ihre Eltern) konkreter werden,

als tags zuvor beim Besuch im Klassenverband.

Die besuchte Schule ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die

Berufsorientierung und die Berufswahl geht. Eltern sind gute

Ratgeber, wenn sie von Anfang an die Leistungen ihrer Söhne

und Töchter in der Schule begleiten. Im Wettbewerb um attraktive

Ausbildungsstellen geht es nicht zuletzt um die Art des

erreichten Schulabschlusses und die Zensuren der Zeugnisse der

letzten Jahre bis hin zum Abschlusszeugnis. Das wird besonders

deutlich, wenn es um das Thema „Studium als Weg zu Ein -

kommen und Beruf“ geht.

In den Jahrgängen vor dem Schulab schluss spielt das Thema

Berufs wahl eine herausragende Rolle. In diese Zeit fallen die

Praktika mit entsprechenden Begleitver anstal tungen. Im Vorfeld

eines „Schülerbetriebspraktikums“ können Eltern mit ihren

Kindern über das obligatorische Schülerbe triebspraktikum oder

zusätzliche freiwillige Praktika und deren persönlichen Nutzen

reden.

Hinweise auf verpflichtende Maßnahmen der jeweiligen Schule

zur Überleitung in die Berufswelt geben eine Reihe von Schul -

erlassen, die im Internet unter www.schure.de abgerufen werden

können. Ein Erlass ist bereits erwähnt worden: „Berufsorientie -

rung in allgemeinbildenden Schulen“.

Hilfreich sind auch die Grundlagenerlasse „Die Arbeit in der …

schule“. Hier geht es um Fragen der Zusammenarbeit mit außerschulischen

Einrichtungen wie der Agentur für Arbeit, freien

Bildungsträgern und Unternehmen. Eltern können in Klassenversammlungen

und bei persönlichen Gesprächen mit Lehrkräften

fragen, ob es entsprechende Kooperationen gibt. Zudem sollten

diese Themen auch in schulischen Gremien wie der Gesamtkonferenz

eine Rolle spielen.

Der Einrichtung von Schülerfirmen wird vielfach ein Nutzen für

die Berufsfindung zuerkannt. Das ist nachvollziehbar, vorausgesetzt,

die Schülerfirma arbeitet professionell. Um das sicherzustellen,

sollte die Schülerfirma durch ein Unternehmen angeleitet

werden.

Wichtig: Spätestens bei Vorstellungsgesprächen spielen Verhal -

ten und äußerliche Erscheinung eine oft entscheidende Rolle.

Eltern können hier wichtige Einflussgeber sein.

8


Erste Überlegungen – erste Entscheidungen

Die Broschüre ist in erster Linie für Schülerinnen und Schüler

gedacht, die nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung für den

Beruf ihrer Wahl beginnen bzw. durch den Besuch einer berufsbildenden

Schule die Vor aus setzungen dafür schaffen möchten.

Die folgenden Seiten informieren über Bildungswege, die –

zumindest im ersten Schritt – nicht auf ein Studium abzielen. Der

„Traum vom Studium“ wird auf späteren Seiten aufgegriffen

und Wege zu seiner Realisierung aufgezeigt.

Foto: © bluedesign – Fotolia.com

Mein erreichter Schulabschluss in der Sekundarstufe I:

„Der erreichte Schulabschluss

reicht mir vorerst.“

„Ich mache erst mal ein Jahr

einen Freiwilligendienst.

Dann sehe ich weiter!“*)

„Der erreiche Schulabschluss

reicht nicht für die Realisierung meiner

berufsbezogenen Vorstellungen.“

„Ich starte mit einer

Berufsausbildung!“

„Eine schulische

Vorbereitung auf eine

Berufsausbildung

wäre nicht schlecht.“

„Ich muss meinen Schulabschluss

aufstocken bzw. überhaupt erst einen

Schulabschluss erwerben!“

„Und zwar mit

einer

betrieblichen

Berufsausbildung.“

„Ich starte

mit einer

schulischen

Berufsausbildung…“

„… und zwar

durch eine

öffentliche

Schule.“

„Dabei will ich

berufliche

Vorkenntnisse

erwerben.“

Die Perspektive:

„Berufsaus -

bildung und

danach ein

Studium,

das wäre nicht

schlecht“

„…in einer

öffentlichen

berufsbildenden

Schule.“

„…wobei die Anrechnung von

Schulzeiten auf eine

nachfolgende Ausbildung

nicht schlecht wäre.“

„Der Traum vom

Studium

treibt mich an!

Ich will eine

Studienberechti -

gung erreichen.“

„Ich suche mir – ggf. mit Hilfen durch

die Agentur für Arbeit – eine

Ausbildungsstelle oder

Ausbildungsschule.“

„Ich suche mir eine für meine Berufsinteressen

passende, meinem erreichten Schulabschluss

Rechnung tragende Schulform.“

„Ich informiere mich

über Wege

zum Erwerb einer

Studienberechtigung.“

*) ein Freiwilligendienst macht eine Berufsentscheidung nicht überflüssig, schiebt sie nur ein wenig hinaus und ermöglicht neue Erfahrungen (siehe Seite 12)

9


WEGE ZUM BERUF

Mögliche Wege Richtung Beruf und Einkommen

Schule oder Berufsausbildung: eine Zukunftsfrage

Schon während der Schulzeit gilt es, für die Zukunft wichtige

Ent scheidungen zu fällen, zum Beispiel bei den Wahlen für den

Wahl pflichtbereich oder der Teilnahme an Arbeitsgemein -

schaften. Eine wichtige Entscheidung steht dann in der Haupt -

schule und bei vergleichbaren Schullaufbahnen in Klasse 9 an.

Für Schülerinnen und Schüler, die einen Realschulabschluss oder

das Abitur anstreben, stellt sich die Frage nach dem weiteren

Weg erst in Klasse 10.

Wenn man 9 Jahre lang eine allgemeinbildende Schule besucht

hat, aber keinen Abschluss erreicht, sondern die Schule vielleicht

schon in Klasse 8 oder 7 verlassen hat, dann bieten sich besondere

Möglich keiten.

Wenn die Entscheidung für eine Berufsausbildung fällt, dann

muss entschieden werden: Welchen Beruf möchte ich erlernen?

Diese Ent scheidung sollte gut und über eine längere Zeit hinweg

vorbereitet werden. Dass man sich nur über einen „Startberuf“

Gedanken machen kann, ist allgemeines Wissen. Aber dieser

„Startplatz in die Zukunft“ sollte gut überlegt, gut gewählt sein.

Soll ich den

Besuch der allgemeinbildenden

Schule

beenden und eine

Berufsausbildung

beginnen?

oder

oder

Sollte ich auf

der allgemein -

bildenden Schule

bleiben und die

Klasse 10

besuchen?

Ist es für mich

besser, auf eine

berufsbildende

Schule zu wechseln?

Mit welchem Ziel?

oder

Es nützt auch nichts, die Wahl hinauszuschieben und aus Un -

sicherheit heraus einfach weiter eine Schule zu besuchen. Die

Wahl einer berufsbildenden Schule sollte im Zusammenhang

mit einer Berufsweg pla nung stehen! Dabei kann man auch mit

einem Realschulabschluss über ein Studium als Teil des Weges

Richtung Beruf und Einkommen nachdenken. Wie ein solcher

Wunsch zu verwirklichen ist, wird in dieser Broschüre aufgezeigt.

Welchen Schaden eine nicht gut überlegte Berufswahl anrichten

kann, zeigen die hohen Zahlen vorzeitig aufgelöster Aus bil -

dungs verhältnisse (verlorene Lebens-Zeit) und nicht zufriedenstellender

Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen (Schwierig -

keit, mit schlechten Noten einen Arbeitsplatz zu finden).

Durch berufsbildende Schulen zu

persönlichen Bildungszielen

Der allgemeinbildenden Schule muss nach Abschluss der Sekun -

dar stufe I eine weitere Schulzeit folgen, und zwar je nach Voraus -

setzung bzw. persönlichem Ziel der Besuch einer berufsbildenden

Schule (Fachoberschule, Berufliches Gymnasium, Berufs schule

während einer Berufsausbildung) oder einer Gymnasialen Ober -

stufe an allgemeinbildenden Gymnasien bzw. Gesamtschulen.

Denkbare Gründe für den Besuch einer berufsbildenden Schule:

• Der an der allgemeinbildenden Schule erreichte

Schulabschluss reicht nicht, um das erwünschte Berufsziel zu

erreichen.

• Dem Berufsziel ist ein Studium vorgelagert und der direkte

Weg über eine gymnasiale Oberstufe ist ausgeschlossen.

Um dennoch eine Studienberechtigung zu erhalten, sollte

zuvor eine geeignete berufsbildende Schule besucht und

erfolgreich absolviert werden.

• Um die angestrebte Berufsausbildung beginnen zu können,

muss man zuvor eine auf den Beruf vorbereitende Schule

besuchen.

Erreicht:

Kein Hauptschulabschluss

Schwacher

Hauptschulabschluss

Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Erweiterter

Sekundar-I-

Abschluss

Nächstes

Ziel:

Hauptschulabschluss

Guter Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Erweiterter

Sekundar-I-

Abschluss

Zugang zur

Fachhochschule

oder Hochschule

Weg:

BVJ (Berufsvor -

bereitungsjahr) oder

BEK (je nach

bislang er reich tem

Schul erfolg)

BEK

(Berufseinstiegsklasse)

zweijährige

Berufsfachschule

einjährige

Berufsfachschule

für Realschulabsolventen

Fachoberschule

oder (Berufliches)

Gymnasium

(sofern Erw.

Sek.-I-Abschluss)

10


Kein Schulabschluss – was tun?

Neun Jahre

Schulbesuch – aber

keinen Abschluss.

Habe ich überhaupt

noch

Chancen?

Ich habe einen

Hauptschulabschluss.

Nun möchte ich eine

Berufsausbildung machen.

Oder doch noch zur Schule gehen

und einen Realschulabschluss

erreichen? Oder zur Schule gehen,

um den Hauptschulabschluss zu

verbessern?

Was ist zu tun?

Ja!!

Sieh nach auf der

Seite 28 und lass Dich

beraten von der Berufs -

beratung der Agentur

für Arbeit oder den

Beratungslehrern der

BBS Ammerland.

Hauptschulabschluss – was nun?

TIPPS! Infos für Eltern

Wenn in einem Beratungsgespräch, z. B. mit

Beratungslehrkräften der besuchten Schule,

die Empfehlung ausgesprochen wird, im

An schluss an die allgemeinbildende Schule

eine Berufsfachschule zu besuchen, dann

sollte man sofort fragen:

• Welche Art der Berufsfachschule ist gemeint?

• Welche Ziele sollen mit dem Schulbesuch erreicht

werden?

Folgende

Beratungsmöglichkeiten

sind zu benennen:

• die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

• Beratungslehrkräfte der BBS Ammerland

• Die Ausbildungsplatzinitiative des Landkreises Ammerland.

Mit dem Abschluss einer Berufsausbildung erhält man die

sogenannte Mittlere Reife, vergleichbar mit einem Real -

schulabschluss. Man kann also nach dem Abschluss einer

betrieblichen oder schulischen Berufsaus bil dung die

Fachoberschule besuchen und so den Weg Richtung

Hochschule einschlagen oder auf anderen Wegen eine

Studienbe rechtigung anstreben (siehe Seite 25 f.).

Möglichkeiten nach einem Hauptschulabschluss**)

Bei nicht gutem HS-

Abschluss: Besuch einer

Berufseinstiegsklasse

mit der Chance,

den Abschluss zu

verbessern.

Einstieg in eine

betriebliche

Berufsausbildung,

z. B. im Handwerk

Einstieg in eine

schulische

Berufsausbildung,

z. B. für Pflegeberufe

(öffentliche und

private Schulen) 1 )

Besuch einer

einjähr igen

Berufsfach schule

im Berufs -

bil den den Schulwesen

Besuch einer zweijährigen

Berufsfach -

schule im Berufs -

bildenden Schulwesen

(Ziel: RS-Abschluss,

Berufsvorbereitung) 2 )

Möglichkeiten nach einem Realschulabschluss**)

Betriebliche

Berufsausbildung

Schulische

Berufsausbildung

an öffentl. oder

privaten Schulen 1 )

Einjährige Berufsfachschule*)

mit berufsbezogenen Schwerpunkten

Öffentliche und private Schulen 1 )

Fachoberschule*)

Klasse 11 / Klasse 12

an öffentlichen und privaten

berufsbildenden Schulen

Berufstätigkeit

Aufstieg im

Beruf/im Betrieb

Fachoberschule

Klasse 12

oder

Fachschule z. B.

Sozialpädagogik

Berufsaus -

bildung

betrieblich oder

schulisch

Berufliches

Gymnasium *)

(nur mit Erw.

Sekundar -

abschluss I)

Fachhochschule

Studium, ggf.

Duales Studium

Soweit

angeboten:

Berufsausbildung

zu besonderen

Bedingungen

(Verkürzung der

Ausbildungszeit)

Berufs -

begleitendes

Studium

oder andere

Formen der

Weiterbildung

Fachhoch -

schule

Studium

Berufs -

tätigkeit

Beruflicher

Aufstieg

Berufsaus -

bildung

– verkürzt –

Berufs -

oberschule

Ziel:

Universitätsstudium

Universitätsstudium

Berufs tätigkeit

berufsbegleitendes

Studium, andere

Formen der

Weiterbildung

*) Unterschiedliche Fachrichtungen, siehe Beschreibungen der einzelnen Schulangebote.

**) Zudem bietet sich die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes, siehe folgende Seite.

1) Kein Angebot an Privatschulen im Ammerland

2) Kein Angebot an der BBS Ammerland

11


WEGE ZUM BERUF

Freiwilligendienste: FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr)/FÖJ (Freiwilliges

Ökologisches Jahr) und andere Freiwilligendienste

Voraussetzung für ein Freiwilliges (Soziales/Ökologisches/Kultur -

elles) Jahr ist im Prinzip die Erfüllung der Schulpflicht, z. B. durch

Besuch der Klasse 10 einer Haupt-, Real-, Gesamt-, Oberschule

oder eines Gym na si ums und einem nachfolgenden Besuch einer

einjährigen oder zweijährigen Berufs fachschule oder einer gymnasialen

Ober stufe. Aber die Schulpflicht ruht, wenn ein

Frei willigen dienst abgeleistet wird. So wird es möglich einen

Freiwilligen dienst abzuleisten, wenn man 16 Jahre alt ge worden

ist. Ein bestimmter Schulabschluss wird in der Regel nicht vorausgesetzt.

Ein Freiwilliges Soziales bzw. Ökologisches Jahr oder ein

Freiwilliges Kulturelles Jahr werden von gemeinnützigen Unter -

nehmen bzw. vergleichbaren Einrichtungen angeboten, z. B. von

Trägern sozialer Dien ste, von Kultur- oder Sporteinrichtungen

bzw. von ökologischen Ein richtungen. Entsprechendes gilt für

Angebote des Bundes frei willigen dienstes, der vor Jahren an die

Stelle des Zivildienstes getreten ist.

Möglichkeit zur Prüfung der Berufsvorstellung

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Freiwilliges Soziales Jahr

oder einen vergleichbaren Freiwilligeneinsatz vor einer endgültigen

Berufswahl einzulegen, gewinnt damit Zeit, seine Berufsvorstellungen

zu überprüfen. Wer sich z. B. vorstellen kann, sich

für einen Pflege beruf ausbilden zu lassen, kann ein Freiwilliges

Soziales Jahr in einer Pflegeeinrichtung absolvieren und dabei

überprüfen, ob „Pflege“ der richtige Berufsbereich ist. Auf einer

Internetseite zur Information über das Freiwillige Ökologische

Jahr wird ein solches Jahr als „Entfal tungs möglichkeit zwischen

Schule und Beruf“ bezeichnet. Auch die Landesver einigung

Kulturelle Jugendbildung versteht ein Freiwilliges Kulturelles Jahr

als Unterstützung der Berufswahl.

Wenn man sich informieren möchte, welche Möglichkeiten es

für einen Freiwilligendienst gibt und wie die organisatorische

bzw. finanzielle Seite aussieht, der kann im „Netz“ schnell finden,

was er an Informationen sucht. So weist die Suchmaschine

bei Eingabe des Be griffs „Freiwilliges Soziales Jahr“ z. B. die Seite

„Das FSJ in Nieder sachsen“ aus. Hier findet man dann einen Link

zu einer Trägerliste von Organisationen, die ein Freiwilliges

Soziales Jahr anbieten. Ohne telefonische Nachfrage oder eine

E-Mail an die interessierende Organi sation wird es aber nicht

gehen, denn man muss z. B. nachfragen, worin die konkreten

Tätigkeiten bestehen, die man im Laufe des Jahres leisten soll. Es

gibt (leider) keine Zentralorganisation für das FSJ oder vergleichbare

Angebote, man muss sich schon selbst um Informa ti onen

bemühen.

Neben dem FSJ und dem Bundesfreiwilligendienst stehen für

Interessenten das Freiwillige Ökogische Jahr und das Freiwillige

Kul tu relle Jahr zur Wahl (siehe die entsprechenden Seiten im

Internet). Wer also nach dem Besuch der allgemeinbildenden

Schule eine Alter native zu einer sich anschließenden Berufsaus -

bildung oder einem wei teren Schulbesuch haben möchte:

Frei willigen dienste der unterschiedlichsten Art bieten dazu die

Mög lich keit.

Das gilt auch für den Bundesfreiwilligendienst.

Er ist ebenso im „Netz“

zu finden (www.bundesfreiwilligendienst.de),

wie die anderen Frei -

willigendienste. Auf allen relevanten

Homepages gibt es Links zu Ein satz -

feldern und zur Einsatzstellensuche.

Bewer ben muss man sich dann

bei den Anbietern des Frei willigendienstes.

Ein besonderes Angebot: ein FSJ im

Ausland. Auch das ist möglich, wenn

auch – anders als im Inland – ein Jahr

im Ausland in der Regel teuer ist

(siehe dazu die Internetseite „FSJ im

Ausland – Ausland.org“ bzw. die

entsprechenden Informationen auf

den Seiten, die über das Freiwillige

Ökologische Jahr im Ausland informieren).

Wer sich über Freiwilligendienste im

In- und Ausland informieren möchte,

wird in der Regel das Internet nutzen.

Wenn es um den Bundes freiwilligendienst und seine

Einsatzmöglichkeiten im Ammerland und umzu geht, bietet

die Datenbank „Bundesfrei willigen dienst“ die gewünschten

Informationen. Informationen über das Freiwillige Soziale Jahr

bieten die Seiten „Freiwilliges Soziales Jahr in Niedersachsen“

mit der auf der Homepage angeordneten „FSJ Trägerliste“

(rechts auf der Homepage). Zum Freiwilligen Ökologischen

Jahr findet man Informationen – auch über Einsatz stellen – auf

den Internet seiten www.nna. niedersachsen.de mit ihrer Datenbank

der Einsatzstellen, die man allerdings Seite für Seite

„durchforsten“ muss. Zudem gibt es über Google ausgewiesene

Seiten zum Freiwilligen Ökologischen Jahr in verschiedenen

Regionen.

Über Sinn und Möglichkeiten eines Freiwilligen Kulturellen

Jahres sowie über Einsatzstellen informieren die Internetseite

www.lkjnds.de. Auch hier findet man Angebote für einen Aus -

lands einsatz (z. B. durch Links zu staatlichen Einrichtungen).

Foto: © Fotolia.com

12


Foto: © mobsgrafik – Fotolia.com

13


BETRIEBLICHE

BERUFSAUSBILDUNG

Betriebliche Berufsausbildung als Weg ins Berufsleben

Pro betriebliche Berufsausbildung – eine erfolgsoffene Lösung

„Weiter zur Schule oder Start in eine Berufsausbildung?“

Das ist eine häufig gestellte Frage, wenn es darum geht, sich

Gedanken über den weiteren (Lebens-)Weg nach Abschluss der

allgemeinbildenden Schule zu machen.

• Wenn man weiter zur Schule gehen möchte, muss das einen

Sinn machen und einem Ziel dienen.

• Wenn man sich für eine Berufsausbildung entscheidet, stehen

danach viele Wege für eine persönliche Karriere offen.

Man sollte sich vor einer Entscheidung für eine Berufsausbildung

in einem bestimmten Betrieb schon Gedanken über die Zukunft

machen:

• Was will man erreichen?

• Welche Chancen bieten sich?

• Welche Risiken sollte man bedenken?

Noch drei Informationen:

• Mit einem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung wird

der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss zuerkannt.

Grafik: © Gerd Altmann/pixelio.de

• Im handwerklichen

Bereich kann

man direkt nach

der Ausbildung mit

bestandener

Prüfung die

Fortbildung zur

Meisterin bzw.

zum Meister

starten.

• Nach erfolgreichem

Abschluss

der Berufsaus -

bildung ist ein

Wechsel in die

Fachoberschule

und damit in

Richtung Studium

möglich.

Chancen für Aufstieg und Weiterbildung nach einer Berufsausbildung

Abschluss der allgemeinbildenden Schule

Betriebliche Berufsausbildung

Schulische Berufsausbildung

Abschluss: Prüfung Kammer oder Behörde

Fachoberschule

Klasse 12 *)

Berufstätigkeit

Abendgymnasium/Kolleg **)

Ziel: Hochschulreife

Fachhochschule

Entsprechende

Berufstätigkeit

Etablierung im Beruf

Innerbetriebliche

Weiterbildung

Innerbetrieblicher

Aufstieg

ggf. Betriebs-/

Berufswechsel

Besuch einer

Einjährigen

oder

Zweijährigen

Fachschule

Weiterbildung

durch Kammern,

Akade mien und

vergleichbare

Einrichtungen,

z. B. zum Fachwirt,

Betriebswirt

oder Meister.

Besondere Möglich -

keiten bieten sich

im Bereich

der IT-Techniken

(Spezialisierungen).

Selbstständigkeit

in einem eigenen

Betrieb durch

Übernahme

oder eigene

Betriebsgründung

*) Nach dem Abschluss der Fachoberschule kann man, wenn man vor dem Besuch der FOS eine Berufsausbildung absolviert hat, auch die Berufsoberschule

besuchen (siehe Seite 25). Der Besuch der Fachoberschule setzt als Schulabschluss einen Realschulabschluss voraus.

**) Nicht „eingebaut“ in die Grafik ist die auf der rechten Seite skizzierte Möglichkeit, vom 19. Lebensjahr an berufsbegleitend ein Abendgymnasium oder als

Ganztagsschule ein Kolleg zu besuchen, um dort das Abitur zu erreichen.

14


Formen betrieblicher Berufsausbildung

Ob man eine betriebliche oder eine schulische Berufsausbildung

beginnt, hängt vom gewählten Beruf ab. Ein Großteil der

Berufe wird aber in dualer Form in Betrieben ausgebildet. Nicht

ärztliche Gesund heits berufe wie Physiotherapeut/in oder

Masseur/in sind typisch für eine schulische Berufsausbildung.

Das gilt auch für wirt schaftliche Assistenzberufe wie Kauf -

männische(r) Assis tent(in) für Fremd sprachen und Korres pon -

denz oder Informationstechnische Assistenz.

Wie lange eine Berufsausbildung dauert, hängt zum einen vom

gewählten Beruf ab (2 Jahre bis 3,5 Jahre), zum anderen, ob man

eine Verkürzung der Ausbildungszeit aushandeln kann, z. B.

we gen ausbildungsrelevanter Vorleistungen – etwa durch den

Be such einer berufsvorbereitenden beruflichen Schule oder aufgrund

hoch eingeschätzter schulischer Abschlüsse wie dem Abi tur.

Grafik: © Trueffelpix – Fotolia.com

Berufsausbildung

Betriebliche Ausbildung

im dualen System

– betriebliche Ausbildung

– Besuch der Berufsschule

– ggf. überbetriebliche

Ausbildungsphasen

– Kammerprüfung

Schulische Berufsausbildung

– Ausbildung in der Schule

– Praktika

– Abschlussprüfung

Ob eine schulische Berufsaus bil -

dung in Frage kommt, hängt

vom gewählten Beruf ab. So

sind nicht-ärztliche Gesundheits -

berufe wie Physio therapeut/in

oder Pflegeassis tent/in typische

Berufe für eine schulische Aus -

bildung. Ebenso sind es Assis -

tenz berufe wie Assistent/in für

Fremdsprachen und Korrespon -

denz oder sozialpäd. Assistent/in

Berufsausbildung in

einer außerbetrieblichen

Einrichtung (BaE)

– fachpraktische Ausbildung

beim Träger der Maßnahme

oder in kooperierenden

Betrieben

– Besuch der Berufsschule

– besondere Hilfen und

Betreuung durch den

Bildungsträger

(ein Zugang zu dieser

Sonderform beruflicher

Ausbildung ist nur über die

Agentur für Arbeit möglich)

Berufsausbildung im dualen System

Der wesentliche Stützpfeiler der Berufsausbildung ist in Deutsch -

land die sogenannte duale Ausbildung. Das Duo bei der dualen

Berufsausbildung besteht typischerweise jeweils aus dem

Betrieb (hier liegt der zeitlich größte Teil der Ausbildung) und

der Berufsschule. Der Betrieb als Ausbilder kann einen weiteren

„Mitausbilder“ einbeziehen: eine überbetriebliche Ausbildungs -

stelle oder einen Kooperationspartner, der Teile der Ausbildung

übernimmt (Stichwort Verbundausbildung).

Für die betriebliche Berufsausbildung gibt es bundeseinheitliche

Vorschriften, sodass Auszubildende überall in Deutschland in

etwa das Gleiche lernen. Die betriebliche Berufsausbildung wird

durch die zuständigen Kammern überwacht (etwa in Gestalt von

Ausbildungsberatern). Zudem müssen ausbildende Betriebe für

die Berufsausbildung Personal einsetzen, das eine Ausbilder eig -

nungsprüfung abgelegt hat. Die Berufsschulen als Partner der

Berufsausbildung werden nach Vorschriften des Landes von

Schul trägern betrieben: Kommu nen, Kreisen oder Zweckver bän -

den. Im Ammerland ist die Schule in der Trägerschaft des Land -

kreises.

Ein Sonderfall kann die Berufsausbildung für Auszubildende mit

Abitur darstellen, wenn ein Studium an einer Berufsakademie

oder Fachhochschule mit einer betrieblichen Ausbildung gekoppelt

wird (Fachbegriff: Duales Studium).

Ein neues Angebot der Agentur für Arbeit ist die „Assistierte

Ausbildung“ (AsA). AsA ist ein Programm für lernbeeinträchtigte

und sozial benachteiligte Auszubildende. Sie werden bei ihrer

ersten Ausbildung von einem Ausbildungsbegleiter unterstützt.

Nachweise erfolgreicher Berufsausbildung

• Zeugnis über die Abschlussprüfung vor der zuständigen

Kammer (Gesellenbrief, Gehilfenbrief)

• Abschlusszeugnis der berufsbildenden Schule

15


BETRIEBLICHE

BERUFSAUSBILDUNG

Das Duale/Triale Studium

In den letzten Jahren hat eine Kombi-Ausbildung für Abiturien -

tinnen und Abiturienten sowie Absolventen/Absolventinnen der

Fachoberschule in starkem Maße zugenommen: das Duale

bzw. Triale Studium. Beim Dualen Studium wird in der hier

angeprochenen Form eine betriebliche Ausbildung einschließlich

eines Berufsabschlusses (Prüfung zum Beispiel durch IHK

oder HWK) kombiniert mit einem Studium an einer

Berufsakademie oder einer Fachhochschule. Weiterer Abschluss

hier: „Bachelor“. Beim Trialen Studium, das in Hannover für

den Bereich „Handwerk“ angeboten wird, beginnt nach dem

Erreichen des Abiturs bzw. der Fachhochschulreife eine Berufs -

ausbildung in einem Handwerksberuf, nach dem Erreichen des

Gesellenbriefs die Vorbereitung auf den Erwerb des Meister -

briefs und danach eine Konzentration auf den Erwerb des

Hochschulabschlusses als Bachelor of Arts (B.A.). Das Studium ist

vor allem beim Dualen Studium Teil der Ausbildungsverein ba -

rung mit einem Unternehmen, wird also in der Regel von dem

Unternehmen bezahlt. Die Gegenleistung besteht in einer meist

zeitlich begrenzten Pflicht, bei dem Unternehmen, das die Aus -

bil dung ermöglicht hat, nach den erworbenen Abschlüssen tätig

zu werden (siehe auch www.wegweiser-duales-studium.de).

Für den Bereich der Bauwirtschaft informiert auch das Bau-ABC

in Rostrup.

Zur Wahl der Ausbildungsstätte

Wer sich für eine betriebliche Berufsausbildung entscheidet, für

den wird die Wahl des Berufs im Vordergrund stehen. Es dürfte

problematisch sein, einen Betrieb bzw. ein Unternehmen zum

bestimmenden Element zu machen und zu sagen: Hauptsache

ich komme bei XY unter, für welchen Beruf ich mich dort ausbilden

lasse, ist zweitrangig. Umgekehrt wird, wie man sagt, „ein

Schuh draus“:

An erster Stelle sollte die Berufswahl stehen,

an zweiter Stelle die Wahl des Ausbildungsbetriebs.

Wenn das Berufsfeld, möglichst der konkrete Beruf feststeht, für

den man sich ausbilden lassen möchte, zeigt sich, ob die Aus -

bildung schulisch oder betrieblich organisiert ist. Für nicht ärztliche

Gesundheits berufe zum Beispiel steht die schulische Ausbil -

dung im Vordergrund, für Handwerk, Handel und Indus trie wird

überwiegend betrieblich ausgebildet.

Ob schulische oder betriebliche Berufsausbildung: In beiden

Fällen muss man sich entscheiden, wo man sich bewerben will.

Es gibt allerdings Fälle, in denen eine Wahlmöglichkeit nicht

besteht. Das gilt vor allem bei schulischen Ausbildungen.

Besonders hilfreich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

sind die Lehrstellenbörsen der HWK und IHK, die im Internet auf

den Seien der Handwerkskammer bzw. der Industrie- und Han -

dels kammer zu finden sind.

In Fällen einer betrieblichen Berufsausbildung kann es sein, dass

man froh ist, für den gewünschten Beruf überhaupt eine Aus bil -

dungsstelle zu finden. In solchen Fällen bewirbt man sich bei

allen Betrieben bzw. Unternehmen, die eine entsprechende Aus -

bil dung anbieten. Man ist nicht wählerisch.

In den meisten Fällen aber kommt man nicht darum herum, sich

auch Gedanken über die Wahl des Ausbildungsbetriebes zu

machen.

• Was ist im Zusammenhang mit der Berufsausbildung für mich

wichtig?

• Was ist von geringerer oder ohne Bedeutung?

Da sollte man klare Vorstellungen entwickeln, was man von

einem Ausbildungsbetrieb erwartet und welchem Betrieb man

sich anvertrauen will.

Bietet der Ausbildungsbetrieb

Wie steht es um

zusätzliche

innerbetriebliche

Schulungen?

bei Bedarf

überbetriebliche

Schulungen?

bisherige

Erfolge in der

Ausbildung?

Förderung

eines Auslandsaufenthalts?

Prüfungsvorbereitungskurse

im Unternehmen oder

zumindest vom

Unternehmen bezahlt

und gefördert

persönliche

Zuordnung zu

einem

Ausbilder/einer

Ausbilderin?

Aktivitäten zur

Erreichung eines

guten

Betriebsklimas?

16


SCHULISCHE

BERUFSAUSBILDUNG

Schulische Berufsausbildung als Weg ins Berufsleben

Möglichkeiten einer schulischen Berufsausbildung

Es gibt Berufe, die man ausschließlich in Schulen erlernen kann.

Am Ende der Schulzeit steht eine (staatliche) Prüfung, in der

berufsbezogenes theoretisches Wissen und fachpraktisches

Können überprüft werden. Nach bestandener Prüfung bestätigt

eine Urkunde, dass der in der Schule erlernte Beruf ausgeübt

und die entsprechende Berufsbe zeichnung geführt werden

darf, zum Beispiel auf einem Praxisschild oder einer

Namenskarte.

Zu solchen, vorwiegend in Schulen zu erlernenden

Berufen ge hören unter anderem:

• Sozialpädagogische/r Assistent/in

• nichtärztliche Gesundheitsberufe

(wie Masseur/in, Physiotherapeut/in)

• Wirtschaftsberufe

(zum Beispiel Kaufmännischer Assistent/ Assistentin)

• naturwissenschaftliche Berufe

(zum Bespiel Pharmazeutisch-technische Assistenz)

• informationstechnische Berufe

(zum Beispiel Informationstechnische Assistenz).

Wer auf der Homepage einer berufsbildenden Schule nachsehen

möch te, für welche Berufe diese Schule ausbildet, wird

meist unter „berufs qualifizierende Schulformen“ fündig.

Eine schulische Berufsausbildung wird in der Regel von öffentlichen

Schulen (Berufsbildende Schulen) und zum Teil auch von

Schulen in priva ter Trägerschaft angeboten. Wenn das für

die gleichen Berufe der Fall ist, kann man auswählen.

Von Interesse dürfte sein, dass bei nichtärztlichen Gesundheits -

berufen, zum Beispiel beim Beruf Physiotherapeut/in, eine Wei -

ter bildung in Form eines Studiums mit anerkanntem Bache -

lor-Abschluss möglich ist. Voraussetzung ist ein Realschulab -

schluss vor Aufnahme der Ausbildung. Zudem bietet sich unter

Umständen die Möglichkeit, nach einer Ausbildung in einem

nichtärztlichen Ge sundheitsberuf die Klasse 12 einer Fachober -

schule mit dem Schwer punkt Gesundheit zu besuchen, um so

eine allgemeine Berechtigung zum Besuch einer Fachhoch -

schule zu erwerben. Auch für andere schulische Berufsaus bil -

dungen gibt es vergleichbare Weiterbil dungs möglichkeiten.

Für alle diese Ausbildungsangebote ist ein Einstieg mit einem

Real schul abschluss von Vorteil oder gar unabdingbar. Es gibt

auch Chan cen für diejenigen, die mit einem Hauptschul ab -

schluss eine schulische Berufsausbildung beginnen möchten.

Welche das sind, zeigt die Übersicht auf der folgenden Seite

(zum Beispiel bei erfolgreichem Ab schluss der BFS Pflege assis -

tenz). Durch den Besuch einer zweijährigen Berufs fachschule

erwirbt man zudem den Realschulabschluss.

Foto: © Marco2811 – Fotolia.com

17


SCHULISCHE

BERUFSAUSBILDUNG

Schulische Berufsausbildung mit einem Hauptschulabschluss

Eine schulische Berufsausbildung dauert mindestens zwei

Jahre. Zu den schulischen Aus bildungs berufen zählt der Beruf

„Kos me tiker/in“. Hier gibt es die Besonderheit, dass ausbildende

Schu len der Verordnung gemäß einen Hauptschul abschluss

ver langen, darüber hinaus aber eventuell noch eine Zeit der

Berufs tätigkeit oder einer Ausbildung in einem anderen Beruf.

Der Grund: Die Ausbildung sollte nur beginnen, wer schon erste

Lebens erfah rungen gesammelt hat und sich in der Fähigkeit

erproben konnte, sich auf andere Menschen einzulassen. Da vor

allem private Schulen die Anforderung an eine ‚Zwischen zeit’

zwischen Abschluss der allgemeinbildenden Schule und dem

Beginn eines schulischen Ausbildung im Bereich Kosmetik unterschiedlich

handhaben, ist es sinnvoll, sich rechtzeitig (also etwa

ein Jahr vor dem Schulabschluss) zu informieren. Im Ammerland

gibt es die Möglichkeit zur Ausbil dung in der Pflegeassistenz.

Die berufsqualifizierende Berufsfachschule Pflegeassistenz ist

eine Schu le, die zu einem (ersten) Berufsabschluss führt. Sie

wird häufig als Einstieg in das Berufsfeld „Pflege“ gesehen.

Der nächste Baustein ist dann eine sich anschließende spezialisierte

Pflegeausbildung, zum Beispiel in der Alten- oder

Krankenpflege. In der Kran ken pflege kann nach einer Zeit der

Berufstätigkeit ein weiterer Baustein eine Rolle spielen: ein

Bachelor-Studium. Auch hier zeigt sich: Ein Durch stieg von der

Hauptschule bis zu einem Studium ist machbar. Um zu wissen,

wie das möglich ist, muss man allerdings viel suchen, viel fragen,

sich umsehen.

Für Berufe in der Pflege steht eine grundlegende Änderung an:

Die einzelnen Berufe sollen zusammengeführt werden. Es empfiehlt

sich, die Entwicklung im Auge zu behalten und sich ggf.

(via Internet) zu informieren.

Öffentliche Berufsfachschule

– berufsqualifizierend –

(Grundlage: Hauptschulabschluss)

• Pflegeassistenz

Foto: BBS-Ammerland/Lukaslehmann.de

Hauptschulabschluss

Zweijährige Berufsfachschule,

Pflegeassistenz:

öffentliche wie private Schulen

Betriebliche

Berufsausbildung

mit Besuch der

Berufsschule,

ggf. überbetrieblicher

Ausbildungsstätten

Zuerkennung

des

Realschulabschlusses

Ausbildung:

Hilfe in der

Krankenpflege,

Altenpflege

BFS

Sozialpäd. Assistenz

Schwerpunkt

Persönliche Assistenz

Praxis ein Jahr

Berufstätigkeit

Weiterbildung

Fachoberschule

FOS

Berufstätigkeit

Fachschule

Hauswirtschaft

18


Schulische Berufsausbildung mit einem Realschulabschluss

Bevor die Möglichkeiten aufgelistet werden, die sich im

Ammerland für eine schulische Berufsausbildung nach dem

Erreichen des Real schul ab schlusses bieten, seien einige Hinweise

notiert:

• Bei diesem Schultyp, Berufsausbildung auf der Grundlage eines

Realschulabschlusses, gibt es einen spürbaren Wettbewerb zwischen

öffentlichen Schulen und Schulen in privater Träger -

schaft. Wer eine solche Ausbildung anstrebt, sollte sich rechtzeitig

umsehen, sowohl bei den öffentlichen Schulen als auch

bei Schulen in privater Trägerschaft.

• „Berufsqualifizierende Schule“ bedeutet nicht unbedingt, dass

nach ihrem Abschluss auch eine Berufstätigkeit beginnt. Ob

man mit dem Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule

berufstätig wird, hängt von der Art der Schule, der Verwend -

bar keit des Abschlusses auf dem Arbeitsmarkt und von den

eigenen Zielen ab. Eine Aus bildung als Pharmazeutisch-technische

Assistentin (PTA) ist, um ein Beispiel zu nennen, für den

Einstieg in eine Berufstätigkeit geeignet. Eine Ausbildung im

Bereich „Sozialpädagogische Assistenz“ hingegen ist für viele

die Brücke zur Fachschule bzw. zur Fachhochschule.

Ziel der Schulen: Berufsausbildung mit anerkanntem Berufs -

ab schluss

• Möglich: Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses I

durch gu te Noten, damit Berechtigung zum Besuch von

(beruflichen) Gym nasien.

• Möglich: Erwerb des schulischen Teils der

Fachhochschulreife**)

• Möglich: Zugang zu Fachschulen (bei Interesse nachfragen)

Dauer: zwei Jahre bzw. drei Jahre (BFS Altenpflege)

Art der Schulen: öffentliche wie private Schulen

Abschluss: staatliche Prüfung, Abschluss als „Staatlich geprüfte(r)

Assistent/in….“

**) nicht an der BBS Ammerland

Angebote zur schulischen Berufsausbildung mit der Zugangsvoraussetzung

„Realschulabschluss“

Öffentliche Berufsfachschulen

• Altenpflege

• Informationstechnische Assistenz

(Schwerpunkt Informatik)

• Sozialpädagogische Assistenz

(Schwerpunkt Sozialpädagogik)

Schulen in privater Trägerschaft

Ammerländer Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe,

Westerstede

• Gesundheits-/Krankenpflege

• Operationstechnische Assistenz

Realschulabschluss

Zwei- bzw. dreijähriger Besuch einer Berufsfachschule mit Berufsabschluss (z. B. BFS Sozialassistenz, Ergotherapeut,

BFS Altenpflege, Krankenpflege), Anerkennung des Erweiterten Sekundarabschluss I

Abschluss der Schule mit Erwerb der Berufsqualifikation

Halbjähriges

Praktikum*)

Berufstätigkeit

Weiterbildung

(ggf. in Form eines

berufsbegleitenden

Studiums)

betrieblicher,

beruflicher Aufstieg

Besuch einer

Fachschule, z. B.

Sozialpädagogik

(Ziel: Erzieher/in),

Hauswirtschaft

(Ziel: hausw.

Management),

Heilerziehungspflege

(Arbeit mit Menschen

mit Behinderung)

Fachoberschule

Klasse 12

Berufliches

Gymnasium

Fachhochschule Berufstätigkeit Fachhochschule Universität

*) Sofern während der Berufsausbildung der schulische Teil der Fachhochschulreife absolviert wurde.

19


SCHULISCHE

BERUFSAUSBILDUNG

Schulische Berufsausbildung durch Fachschulen

Fachschulen sind vornehmlich Einrichtungen der Fort- bzw.

Weiterbildung. Wer jedoch zum Beispiel Erzieher/in werden

möchte, findet die Ausbildung für den erwünschten Beruf in der

Fachschule Sozialpädagogik, die sowohl an öffentlichen Schulen

zu finden ist wie an Schulen in privater Trägerschaft. Ent -

sprechen des gilt auch für eine Berufsausbildung in der Heil -

erziehungspflege. Hier geht es in der Regel nicht um Fort- oder

Weiterbildung, sondern um eine Ausbildung im Wunschberuf.

Der typische schulische Weg für den Beruf „Erzieher/in“ führt

nach einem Realschulabschluss über die zweijährige Berufs -

fachschule „Sozialpädagogische/r Assistent/in“ zur Fachschule

„Sozialpä dago gik“, die ebenfalls zwei Jahre besucht wird.

„Weiter bildung“ ist dieser Weg insofern, als bei erfolgreichem

Abschluss der BFS Sozialpädagogische/r Assistent/in ein

erster Berufsabschluss erreicht ist („Sozial pädagogische/r

Assis tent/in“).

Möchten Sie in der Heilerziehungspflege tätig werden, ist zu -

nächst nach dem Realschulabschluss der Besuch der einjährigen

Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, Schwerpunkt Per -

sön liche Assistenz notwendig, um dann drei Jahre lang die

Fach schule Heilerziehungspflege zu besuchen.

Nach dem Abschluss der Ausbildung steht wieder eine Entschei -

dung an: Berufstätigkeit im ausgebildeten Beruf oder die Auf -

nahme eines Studiums an einer Fachhochschule? Von der Heil -

erziehungspflege aus besteht die weitere Möglichkeit, zur

Alten pflege zu wechseln in die Klasse 3 der Berufsfachschule

Altenpflege.

An der BBS Ammerland ist die Zweijährige BFS „Sozialpä da -

go gische/r Assistent/in“ eingerichtet, der weitere Weg zur

So zi al pädagogin (Erzieherin) ist ebenfalls ab Schulj. 2017/18

mög lich, da die Fachschule Sozialpädagogik neu eingerichtet

wird.

Foto: © Dan Race – Fotolia.com

Foto: © Monkey Business – Fotolia.com

Schulische Berufsausbildung mit Abitur bzw. Fachhochschulreife

Ein Studium kann als eine klassische Form schulischer Ausbil -

dung gesehen werden. Insoweit wäre das Ziel „Studium“ eine

Form schulischer Berufsausbildung.

Es gibt aber auch andere Formen schulischer Berufsausbildung

für Abiturientinnen und Abiturienten. So bieten Schulen in privater

Trägerschaft spezielle schulische Ausbildungen für Abitu -

rientinnen und Abiturienten an, z. B. im Tourismus, Eventma -

nage ment und Marketing (so in Hannover, siehe Internet).

Zudem können von Abiturienten selbstverständlich alle schulischen

Angebote mit der Zugangsberechtigung „Realschulab -

schluss“ gewählt werden.

Abitur

Studium

– Uni

– Fachhochschule

Berufsausbildung

traditioneller Art oder in

einer Sonderform für

Abiturientinnen/Abiturienten

Duales Studium

betriebliche Berufsaus -

bildung/Praxisphasen plus

Studium an einer

BA*) oder FH*)

Schulische

Berufsausbildung

an einer

Berufsfachschule

*) BA: Berufsakademie FH: Fachhochschule Die Sicherheitsdienste wie Polizei, Bundeswehr, BND bieten unterschiedliche Formen der Ausbildung an.

20


CHANCEN IN DER

BERUFSWELT ERHÖHEN

Schulische Vorbereitung auf eine Berufsausbildung

und zur Verbesserung der Ausbildungschancen

Bildungschancen ohne Hauptschulabschluss

„Ich habe keinen

förmlichen

Schulabschluss erreicht,

möchte aber trotzdem

eine Berufsausbildung

machen.“

Was ist zu tun?

Vor allem rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen…

– wenn das auch schwer fällt! „Rechtzeitig“, das bedeutet

mindestens ein halbes Jahr vor dem Schulende.

Als Beratungsmöglichkeiten wären zu benennen:

• die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

• Beratungslehrkräfte der besuchten Schule

• Beratungskräfte der berufsbildenden Schule

Ohne förmlichen Schulabschluss ist eine Berufsausbildung zwar

theoretisch möglich aber in der Praxis kaum anzutreffen. Ein

(Hauptschul-)Abschluss sollte nach Möglichkeit er reicht werden.

Das ist auch nach neun Jahren des Schulbe suchs möglich. Wie,

das sollte man in einem Beratungsgespräch in Erfahrung bringen.

Eine gute Adresse für ein solches Bera tungs gespräch ist die

Berufsberatung der Agentur für Ar beit. Die Berater/innen

dort kennen alle im Umfeld gegebenen Möglichkeiten, zum

Beispiel Ju gend werk stätten, in denen man berufsvorbereitend

ausgebildet wird und zugleich die Schulpflicht erfüllt. Danach ist

eine formgerechte Berufs ausbildung sinnvoll.

Der „Königsweg“ zum Hauptschulabschluss nach neun Jahren

Schulbesuch ohne Abschluss führt über die Berufseinstiegs schule

an den Berufsbildenden Schulen, konkret über das Berufsvor -

bereitungsjahr (BVJ). Hier ist es sinnvoll, sich etliche Zeit vor

dem Anmeldetermin (im Februar) einen Beratungstermin geben

zu lassen. Danach kann man (zum Beispiel mit seinen Eltern) in

Ruhe überlegen, in welchem Berufsbereich man das BVJ absolvieren

möchte.

Eine solche Entscheidung bindet aber nicht für eine nachfolgende

Aus bildung. Die kann ggf. in einem ganz anderen Berufsfeld

liegen.

Abgang von der Hauptschule in Kl. 8 oder tiefer, Förderschule Kl. 9 mit oder

ohne Abschluss, Kl. 10 ohne oder mit schwachem HS-Abschluss

oder

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

1 Jahr – keine Abschlussprüfung – ein Zeugnis

Hauptschulabschluss möglich

Besondere Ausbildungsangebote

der Agentur für Arbeit/des JobCenters mit Erfüllung der

Schulpflicht, z. B. besondere Jugendwerkstatt

Öffentliche

berufsbildende

Schule

Berufsbildungseinrichtung

in

privater

Trägerschaft*)

*) Werden auf Nachfrage zum

Beispiel durch die Berufsberatung

der Agentur für Arbeit benannt.

Ist der Hauptschulabschluss danach erreicht,

geht es weiter nach Wahl

oder

Ob man ohne Hauptschulabschluss

nach dem BVJ, abgeschlossen

ebenfalls ohne Hauptschul -

abschluss, eine Ausbildungsstelle

findet, ist fraglich, Das ist zwar

theoretisch möglich, aber nicht

sehr wahrscheinlich. Besser ist auf

jeden Fall, einen Hauptschulab -

schluss zu erreichen.

Berufsausbildung Berufseinstiegs-Klasse (BEK) Einjährige Berufsfachschule

21


CHANCEN IN DER

BERUFSWELT ERHÖHEN

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ):

beim vorzeitigen Abgang von der HS

Das BVJ ist Pflichtschule für alle, die nach neun Jahren des Schul -

besuchs eine allgemeinbildende Schule in Klasse 7 oder 8 bzw.

die Förderschule ohne Hauptschulabschluss verlassen und keine

andere weiterführende Schule besuchen bzw. nicht an besonderen

Maßnahmen zur Schulpflichterfüllung teilnehmen.

Das BVJ ist für Schüler gedacht, die eine individuelle Förderung

benötigen, um vielleicht doch noch einen Schulabschluss zu

erreichen. Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) werden nur Berufs -

felder, keine Einzelberufe vorgestellt. Eine bewusste Wahl des

BVJ nach Interesse ist notwendig, will man im BVJ erfolgreich

sein.

BVJ-Klassen für junge Migranten

Wer keine allgemeinbildende Schule in Deutschland besucht

hat, in den Herkunftsländern aber neun Schuljahre absolviert

hat, dem stehen besondere Klassen des BVJ zur Verfügung. Sie

sind nicht an allen berufsbildenden Schulen installiert.

BVJ-Angebote in berufsbildenden Schulen

im Ammerland:

Berufsfeld

• Bautechnik

• Ernährung/Hauswirtschaft

• Farbtechnik/Raumgestaltung

• Körperpflege

• Gastronomie/Lebensmittelhandwerk

• Metalltechnik

• Sprachförderklasse für Jugendlicher ausländischer

Herkunft

• Wirtschaft und Verwaltung

Die zuständige berufsbildende Schule und die Beratungslehr -

kräfte geben Auskunft.

Abgang nach Klasse 9 ohne Schulabschluss: Berufseinstiegsklasse (BEK)

Ziele der Schule: Erreichen eines Hauptschulabschlusses durch

erfolg reichen Abschluss (Zuerkennung), ggf. Verbesserung des

Haupt schulabschlusses durch bessere Noten in relevanten

Fäch ern im Ver gleich zum bisherigen Hauptschulabschluss,

Vorberei tung einer Berufsausbildung durch Einblicke in ein

Berufsfeld (Auswahl möglich keiten von Berufsfeldern Tabelle

nebenstehend)

Eingangsvoraussetzungen: Besuch der Klasse 9 mit

schwachem oder ohne Hauptschulabschluss

Dauer: ein Jahr

Art der Schule: öffentliche BBS

Inhalte des Unterrichts: berufsfeldbezogene Inhalte in Praxis

und Theorie in Form von Qualifizierungsbausteinen, nach

jedem Baustein Überprüfung der erworbenen Kenntnisse und

Fertigkeiten (Benotung)

Zeugnisse: Zertifikate nach jeder Lernüberprüfung,

Kompetenzbild

>> weiter mit Grafik nächste Seite

Angebote an Berufseinstiegsklassen (BEK)

an der BBS Ammerland:

• Bautechnik

• Farbtechnik/Raumgestaltung

• Hauswirtschaft/Pflege

• Körperpflege*)

• Metalltechnik

• Wirtschaft

Bei Bedarf: • Gastronomie

*) Berufsziel: Friseur/-in

Aus der Stundentafel einer BEK

Berufsübergreifender Lernbereich mit den Fächern:

Deutsch/Kommunikation, Englisch, Mathematik, Politik,

Sport, Religion (mit Anforderungen wie in der Hauptschule

Klasse 9): 14 Unterrichtsstunden pro Woche

Grafik: © Daniel Ernst – Fotolia.com

Berufsbezogener Lernbereich:

je nach Berufsbereich „Qualifizierungsbausteine“, Unterricht

nach Möglichkeit in Kooperation mit Betrieben:

21 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis je Woche

Praktikum:

insgesamt 4 Wochen

(die Organisation kann unterschiedlich sein)

22


Absolviert:

Hauptschule Klasse 9

oder vergleichbar

kein Hauptschulabschluss

Hauptschule Klasse 9

oder vergleichbar

nicht so guter

Hauptschulabschluss

Berufsvorbereitungsjahr

BVJ

mit oder ohne

Hauptschulabschluss

Förderschule Klasse 10

mit oder ohne

Hauptschulabschluss

Einstieg in eine Berufseinstiegsklasse (BEK)

zur Wahl

Metalltechnik

Bautechnik

Farbtechnik/

Raumgestaltung

Bei Bedarf:

Lebensmittelhandwerk

Bei Bedarf:

Gastronomie

Wirtschaft Hauswirtschaft/Pflege Körperpflege*)

danach

Berufsausbildung

betrieblich oder

schulisch

oder

Berufsfachschule

zur Verbesserung der

Ausbildungschancen

*) bei Bedarf,

Berufsziel Friseur/in

Berufsfachschulen zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung

In vielen Berufen reicht ein Hauptschulabschluss für eine erfolgreiche

Berufsausbildung nicht aus. Betriebe und Behörden setzen

für manche Ausbildungsangebote zum Beispiel vorberufliche

Kenntnisse oder einen Real schul abschluss voraus. Das zu

erreichen ist möglich. Zum einen bieten berufsbildende Schulen

Einjährige Berufsfachschulen an, die auf eine Berufs ausbil -

dung vorbereiten. Sie sind so praxisorientiert, dass sie bei einer

nach folgenden Berufs ausbildung als 1. Ausbil dungsjahr ganz

oder zu einem Teil angerechnet werden können. Zum anderen

ermöglichen Zweijährige Berufsfachschulen (ge nauer gesagt

Klasse 2 der zweijährigen Berufsfachschule) neben einer be rufs -

bezogenen Vorbereitung und damit einer Ver besserung der

Chancen auf einen Ausbildungsplatz den Er werb des Real -

schulab schlusses oder des erweiterten Sek. I-Ab schlusses.

Wer den Hauptschulabschluss erreicht hat und nun einen Real -

schul abschluss anstrebt, um seine Berufschancen zu erhöhen,

kann das – wie im vorherigen Absatz bereits erwähnt – durch

den Besuch einer zweijährigen Berufsfachschule erreichen oder

aber durch den Besuch von Kursen, die von der VHS (Volkshoch -

schu le) angeboten werden.

Das Problem: Im Ammerland sind Klassen 2 der Berufsfach -

schule (Hauptschulabschluss) zur Berufsvorbe reitung nicht eingerichtet.

Auch hier heißt es, sich beraten zu lassen oder sich

umzusehen.

Hauptschulabschluss

Einjährige Berufsfachschule

Zweijährige Berufsfachschule, die meist aus der

einjährigen BFS und der Klasse 2**) der zweijährigen

BFS besteht – Ausnahme: BFS Sozialpädagogik

danach Wahlmöglichkeit

danach Wahlmöglichkeit

betriebliche

oder

schulische

Berufsausbildung

mit Zuerkennung des

Realschulabschlusses

bei einem Notendurchschnitt

von mindestens 3:

Einstieg in die Klasse 2 der

Zweijährigen

Berufsfachschule**,

die zu einem schulischen

Abschluss führt

(„Realschulabschluss“)

(erweiterter Sek. I-Abschluss)

Berufsausbildung

– betrieblich

– schulisch*)

Fachoberschule

Fachhochschule

*) in öffentlichen Schulen oder Schulen in privater Trägerschaft **) an den BBS Ammerland derzeitig nicht eingerichtet

23


CHANCEN IN DER

BERUFSWELT ERHÖHEN

Relevante Angebote öffentlicher und privater Schulen im Kreisgebiet

Einjährige Berufsfachschulen für

Hauptschulabsolventen

• Agrarwirtschaft (Schwerpunkt siehe Homepage)

• Bautechnik (Hochbau, Ausbau)

• Elektrotechnik (Energie-, Gebäudetechnik)

• Fahrzeugtechnik

• Gastronomie

• Hauswirtschaft/Pflege

• Holztechnik

• Metalltechnik (Konstruktion-, Metallbautechnik)

• Wirtschaft (Einzelhandel)

Foto: parentum

Einjährige Berufsfachschulen für Realschulabsolventinnen und -absolventen

Ziel der Schulen: Vorbereitung auf eine betriebliche oder

schulische Berufsausbildung in einem Berufsfeld, Verbesserung

der Chan cen bei Bewerbungen, Erwerb des Erweiterten

Sekundarab schlusses I (Möglichkeit durch entsprechende

Leistungen)

Eingangsvoraussetzung: Realschulabschluss

Dauer: ein Jahr einschließlich eines Praktikums

Träger der Schulen: öffentliche wie private Träger

Inhalte: siehe Hinweis auf Stundentafel

Zeugnisse: Abschlusszeugnis

Stundentafel für die

Einjährige Berufsfachschule

Berufsübergreifender Lernbereich mit den Fächern:

Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache, Politik, Sport,

Religion

Berufsbezogener Lernbereich:

Je nach Schwerpunkt der Berufsfachschule theoretische und

praxisorientierte Lernfelder

Praktikum:

bis zu sechs Wochen

Einjährige Berufsfachschule

für Realschulabsolventen

mit berufsbezogenen Schwerpunkten

Öffentliche Einjährige Berufsfachschulen

für Realschulabsolventen im Ammerland

• Hauswirtschaft/Persönliche Assistenz

• Wirtschaft (Groß-, Außenhandel; Bürodienste)

Berufsausbildung

betrieblich oder

schulisch

Wenn der erweiterte

Sekundar-I-Abschluss

erreicht wurde:

Berufliches

Gymnasium

Berufstätigkeit

beruflicher

Aufstieg

Studium

Uni

Fachhochschule

Duales

Studium

Foto: parentum

24


Wege Richtung Universität und Hochschule

Fachoberschulen als Weg zur Berufswelt und zum Studium

Ziele der Schule: Erwerb der Fachhochschulreife, damit

Schaff ung eines Abschlusses, der von Teilen der Wirtschaft

dem Abitur gleichgestellt wird (wichtig für sogenanntes

Duales Studium, siehe Seite 16)

Eingangsvoraussetzungen: Realschulabschluss, bei Einstieg in

Jahrgang 12: zusätzlich eine Berufsausbildung

Dauer: zwei Jahre direkt nach der Realschule oder einer

vergleichbaren Schule, nach einer vorherigen Berufsausbildung

ein Jahr

Art der Schulen: öffentliche Schulen sowie Schulen in privater

Trägerschaft

Inhalt: je nach gewähltem Bereich – 3 Tage Praktikum,

2 Tage Schule pro Woche in Klasse 11, dann in Klasse 12

Vollzeit-Unterricht (siehe Stundentafel im Internet) oder

Berufsausbildung, dann Einstieg direkt in Klasse 12

Zeugnisse: nach Abschlussprüfung Erreichen der

Fachhoch schulreife, ggf. Zugangsberechtigung zur

Berufsoberschule

Realschulabschluss

oder vergleichbarer Schulabschluss

Fachoberschule

zweijährig

(verschiedene Bereiche)

Berufs

ausbildung

im dualen

System

Berufsausbildung

einschließlich Besuch der

Berufsschule

Zusatzunterricht

in der

Berufsschule*)

Öffentliche Fachoberschulen im Ammerland

Gesundheit & Soziales:

• Gesundheit/Pflege

• Sozialpädagogik

Fachoberschule

Klasse 12

Zusatzprüfung

Technik:

• Bautechnik

• Informationstechnik

• Mechatronik

Fachhochschulreife

Besuch Fachhochschule

Wirtschaft und Verwaltung: • Wirtschaft

*) Möglichkeit im Ammerland nicht gegeben

Berufsoberschulen als Weg zur Universität

Ziele der Schule: Erreichen der Hochschulreife (fachgebundene

oder allgemeine Hochschulreife, ja nach Unterrichtsangebot)

Eingangsvoraussetzungen: Realschulabschluss plus

Berufsausbildung plus FOS 12 (Fachhochschulreife)

Dauer: ein Jahr

Art der Schule: öffentliche Schule

Inhalte: je nach Berufsbereich (siehe Stundentafel)

Die Berufsoberschule wird selten angeboten, z. B. im Ammer -

land nicht. Wer bei seinem Schulabschluss ohne erweiterten

Sek.-I-Abschluss schon weiß, dass er oder sie dennoch zur

Universität durchstarten möchte, sollte sich direkt vor An mel -

dung an einer berufsbildenden Schule bei der BBS oder bei der

Studienberatung der Universität, die für ein Studium in Frage

kommen könnte, beraten lassen. Einen einfachen Weg wird es

nicht geben. Darum ist es sinnvoll, wenn man zur Universität

will, den erweiterten Sekundarabschluss anzustreben, sei es in

der allgemeinbildenden Schule, sei es im berufsbildenden Schul -

wesen.

Realschulabschluss

oder vergleichbarer Schulabschluss

Berufsoberschule

Universität

Berufsausbildung

Fachoberschule (Klasse 12)

Fachhochschule

Reihenfolge verbindlich

25


CHANCEN IN DER

BERUFSWELT ERHÖHEN

Berufliche Gymnasien

Ziele der Schule: Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (wie

bei allgemeinbildenden Gymnasien)

Stundentafel Berufliche Gymnasien

Die Stundentafel unterscheidet zum einen zwischen der

Einführungsphase und der Qualifikationsphase, zum anderen

zwischen den Fachrichtungen.

Allen Typen gemeinsam ist der Aufbau der Stundentafel:

Kernfächer:

Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache, Mathematik

Ergänzungsfächer:

Geschichte, Politik, Religion, Sport, naturwissenschaftliche

Fächer

Profilfächer:

je nach fachlichem Schwerpunkt des Beruflichen Gymnasiums

zwei Fächer, dazu kommen Informationsverarbeitung und

Praxis im jeweiligen Berufsfeld

Genaue Informationen bietet z. B. die Übersicht „Berufliche

Gymnasien“ des Niedersächsischen Kultusministeriums,

abrufbar im Internet.

Eingangsvoraussetzung: Erweiteter Sekundarabschluss I,

Zulassung zur gymnasialen Oberstufe

Dauer: dreijährig

Art der Schulen: öffentliche Schule, Schulen in privater

Trägerschaft*)

Inhalte: allgemeinbildender Teil (siehe Stundentafel), berufsfeldbezogene

Inhalte (je nach Fachbezug des Gymnasiums)

Die beruflichen Gymnasien vermitteln, das sei noch einmal ge -

sagt, die allgemeine Hochschulreife und eröffnen damit den

Zugang zu allen Studiengängen, unabhängig von der Fach -

rich tung des besuchten Beruflichen Gymnasiums.

*) Gymnasien in privater Trägerschaft sind im Ammerland nicht vorhanden.

Berufliche Gymnasien

an der BBS Ammerland

• Wirtschaft

• Gesundheit & Soziales:

Schwerpunkt: Gesundheit/Pflege

Weitere Wege Richtung Hochschule

Während einer Berufsausbildung kann der Wunsch entstehen,

doch noch eine Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben,

weil ein Studium an einer Hochschule oder Universität und die

danach auszuübende Berufstätig keit eigenen Vorstellungen von

der beruflichen und privaten Zukunft entspricht.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diesem Wunsch Rech -

nung zu tragen. Zum einen kommt es dabei auf den bislang

erreichten Status an (erreichter Schulabschluss, Abschluss einer

Berufsausbildung, – doku mentierte – Teilnahme an Bildungs -

ange bo ten). Zum anderen geht es um die Art der Hochschule,

die besucht werden soll. Fach hoch schulen haben i.d.R. andere

Zu gangs voraussetzungen als Uni versi täten und ihnen vergleichbare

Hochschulen (zum Beispiel Tech nische Hochschulen).

Eine besondere Rolle nehmen private Fernschuleinrichtungen

ein, die den Erwerb von Hochschulabschlüssen auf dem Wege

des Fernstu diums anbieten, wobei meist Präsenzphasen vorgesehen

sind. Hier hilft zur Entscheidungsfindung nur eine ausführliche

Information. Ohne eine persönliche Check liste und deren

Abarbeit sollte man an das Abenteuer „Fern studi um“ nicht herangehen.

Wer sich mit der Frage auseinandersetzt, ob und ggf. wo und bei

wem er ein Studium aufnehmen sollte, tut gut daran, seine Mo -

tive für eine Studienentscheidung zu hinterfragen. Geht es dabei

zum Beispiel um berufliche Chancen, ist es sinnvoll, sich genauer

alternative Möglich keiten zu einem Studium der zunächst bevorzugten

Art anzusehen, zum Beispiel ein Studium an einer Fach -

hoch schule oder an einer Berufs akademie an Stelle eines Univer -

sitäts studiums.

Wenn man ein Studium aufnehmen will, sollte man sich sehr

genau informieren, welche Anforderungen im Laufe der nächs -

ten Jahre zu bewältigen sind und wie die Erfolgsaussichten beurteilt

werden können, das Ziel auch zu erreichen. Niemandem

sollte abgeraten werden, sich den Anforderungen einer Höher -

qualifikation zu stellen. Aber die Zahlen derjenigen, die ein Studi

um beginnen, aber nicht mit Erfolg beenden, mahnen zur

Vorsicht. Eine Zugangsberechti gung zu einer Hoch schule zu

bekommen ist eine Sache – ein be gonnenes Stu dium auch bis

zum erfolgreichen Abschluss durchzustehen eine andere.

Hochschulen haben ihre eigene Art der Wissensvermittlung.

Man sollte sich sicher sein, ihr gerecht werden zu können.

Hochschulen erleichtern den Zugang für Berufstätige zu

Studien gängen immer mehr. In absehbarer Zeit sollen zum

Beispiel im Beruf erworbene Qualifikationen auf ein Studium

angerechnet werden kön nen. Das ist sicherlich sinnvoll, macht

aber eine strenge Eigen über prüfung nicht gegenstandslos. Traut

man es sich zu, sich in der Welt eines Hochschul studiums

zurechtzufinden und den dort gestellten Ansprüchen gerecht zu

werden?

Noch weiter führt die sogenannte „3+3-Re ge lung“. Wer eine

dreijährige Berufsausbildung und eine dreijährige Berufstätigkeit

in einem einschlägigen Beruf vorweist, kann ein fachgebundenes

– der beruflichen Tätigkeit entsprechendes – Studium aufnehmen

(Bewer bung an einer FH oder Universität erforderlich!).

Bei aller Vorsicht ist es für manche und manchen sinnvoll, nach

einer Berufsausbildung den Schritt Richtung Studium zu wagen.

Universitäten und Hochschulen unterstützen das seit Jahren, in

dem sie zum Beispiel den fachgebundenen Zugang zu Hoch -

schulen über eine landeseinheitlich geregelte gesonderte

„Zugangs prüfung zu Hochschu len (Z-Prüfung)“ ermöglichen.

Die sog. Z-Prüfung setzt zum einen eine allgemeine Vorbe -

reitung auf den Übergang zu einer Hoch schule voraus. Zum

anderen sind an der Hochschule der eigenen Wahl in dem an -

gestrebten Studiengang fachliche Vorbereitungskurse zu absolvieren.

Beide Vorbereitungslinien enden jeweils mit einer

Prüfung.

Da für den Teil des fachgebundenen Hochschulzugangs jede

Hoch schule ihr eigenes Regelwerk hat, ist eine rechtzeitige ausführliche

Beratung in der Studien beratungsstelle der gewünschten

Hochschule unbedingt erforderlich.

26


HILFEN ZUR

BERUFSORIENTIERUNG

UND BERUFSWAHL

Berufsinformationen und -orientierung

Berufsinformationen in allgemeinbildenden Schulen

Schulen bieten, unabhängig von ihrer Schulform, Berufs- und

Stu dien in formationen an. Gymnasien setzen dabei allerdings

einen Schwerpunkt bei Studieninformationen, während die

übrigen Schul formen der Sekundarstufe I vorwiegend über

Möglichkeiten und Chancen einer Berufsausbildung informieren.

Alle Schulformen bieten Schülerbetriebspraktika an, auch

die Gymnasien. Über Stu dien möglichkeiten, vor allem an

Fachhochschulen, sollten auch Real- und (soweit eingeführt)

Oberschulen sowie Gesamtschulen informieren, während für

Gymnasien (und vergleichbare Schulen) auch Fragen der

Berufsausbildung, und das nicht nur in Form eines Dualen

Studiums, eine Rolle spielen müssten.

Die Möglichkeiten, sich als Schülerin bzw. Schüler in seiner

Schule über Berufs- und Studienmöglichkeiten zu informieren,

sind breit gestreut. Wer die verfügbaren Quellen für sich nutzen

will, muss sie kennen.

Darum sollten sich Schülerinnen und Schüler rechtzeitig (spätestens

ab Klasse 8) über alle Angebote informieren, die ihre

Schule zum Thema „Informationen über Beruf und Studium“

bereithält. Hilfe bietet eine verlässliche Führung des Berufs -

wahl-Passes, der von allen Schülerinnen und Schülern bestimmter

Schulformen geführt werden müsste, in welcher Form auch

immer.

Eine besondere Chance, Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen,

bie tet das Schülerbetriebspraktikum. Man sollte diese

Chance nutzen und das bedeutet unter anderem, sich gut auf

das Praktikum vorzu bereiten. Zusätzlich zu dem von der Schule

organisierten Prak tikum gibt es die Möglichkeit eines freiwilligen

Praktikums. In seinem Zu sammenhang gilt es, besondere

Regeln zu beachten. Welche das sind, wissen die Fachlehrkräfte

und (meistens) die Be triebe.

Eine weitere Informationsquelle über Berufe können (und sollten)

Schülerfirmen sein, vor allem wenn ein Profi sie betreut.

Die Nutzung des Internets ist heute selbstverständlich. Das sollte

auch für die Berufsinformation gelten. Dabei werden die

Kammern (IHK, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer)

mit ihren Seiten zur Berufsinformation in den Blick geraten (zum

Beispiel die Lehrstellenbörsen).

© tpx – Fotolia.com

Von der Vielfalt der Informationsmöglichkeiten

Eigene Ideen,

Vorstellungen,

Wünsche

Gespräche,

Beobachtungen,

Empfehlungen

Besuch von Messen

zur Ausbildungsthematik

Praktika, Praxistage

in Betrieben und berufsbildenden

Schulen

Mitarbeit

in einer

Schülerfirma

Aktivitäten zur

Berufsorientierung in der Schule

Gespräch mit

Beratungslehrkräften

der BBS

Erfahrungen

in der Schule, im Pflichtund

Wahlpflicht unterricht

und in AGs

Freiwilliges

Praktikum

Teilnahme an

besonderen Aktionen

wie Zukunftstag

Internetseiten zum Thema

Ausbildung/Berufe

Berufswahl

Broschüren,

Bücher zur

Berufsorientierung

Nutzung besonderer

Hilfsangebote wie

Beratungsgespräche

mit Berufsberatern schon in

der Schule (Sprechzeiten der

Berufsberatung in der Schule)

Persönliche

Informationsarbeit

im BIZ

Elternabende

der Agentur

für Arbeit

Job-/Ausbildungs-

Paten

Teilnahme an

Kompetenzanalysen *)

*) Ein Hinweis: Kompetenzanalysen sind unter schiedlich in ihrer Konzeption. Kompetenz ana lysen sind Hilfen, sich eigener Stärken bewusst

zu werden. Da sie unterschiedlich konzipiert sind, zeigen sie kaum die gesamte Bandbreite der persönlichen Möglichkeiten. Es ist also sinn voll,

an mehreren Kompetenzfeststellungs verfahren teil zunehmen.

27


HILFEN ZUR

BERUFSORIENTIERUNG

UND BERUFSWAHL

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit – individuelle Unterstützung

auf dem Weg in Ausbildung und Studium

Das Ende der Schulzeit naht, vielleicht ist der Schulabschluss

sogar schon erreicht. Für viele junge Menschen werden die

Fragen dann immer dringender: „Was will ich beruflich

machen? Welcher Beruf passt zu mir? Soll ich eine Ausbildung

beginnen oder studieren?“ Und wenn der Wunsch klar ist:

„Welcher Weg führt mich an mein Ziel?“

Gar nicht so einfach, den passenden Start ins Berufsleben zu finden.

Im Dschungel der Informationsangebote rund um Aus -

bil dung und Studium sollte es auf jeden Fall einen festen An -

laufpunkt geben: die Berufsberatung der Agentur für Arbeit.

Kompe tente Beraterinnen und Berater bieten Orientierung und

Unterstützung bei den wichtigen Schritten in die Berufswelt.

Die Anmeldung zu einem persönlichen Beratungsgespräch ist

entweder in der Agentur für Arbeit am eigenen Wohnort oder

bequem telefonisch unter der kostenfreien Service-Ruf -

nummer 0800 4555500 möglich. Montags bis freitags zwischen

8.00 und 18.00 Uhr ist der telefonische Service der

Agentur für Arbeit erreichbar, dort werden die ersten persönlichen

Daten sowie das Beratungsanliegen aufgenommen, dann

erfolgt eine Einladung zum persönlichen Gespräch in der Berufs -

beratung.

Das Beratungsgespräch

Das erste Beratungsgespräch in der Agentur dauert im Regelfall

eine Stunde. Es lohnt sich, gut vorbereitet zu sein und über sich

Bescheid zu wissen: die eigenen Interessen, Stärken und Fähig -

keiten werden erfragt und analysiert. Auch Informationen über

persönliche Hobbys und die eigenen Vorstellungen bilden eine

gute Grund lage, auf der die Berufsorientierung und die weitergehende

Beratung aufbauen. Sollte in der Schule oder durch

eine andere Einrichtung bereits eine Poten zial analyse durchgeführt

worden sein, ist deren Ergebnis für das Gespräch sehr hilfreich.

Je mehr Anhaltspunkte und Infos, desto besser! Es folgen

Hinweise zu Berufsfeldern und konkreten Berufen, die jeweils in

Frage kommen könnten und in denen die genannten Inte ressen

und Fähigkeiten gut einzubringen wären. In einem weiteren

Punkt geht es um die tatsächlichen Realisierungsmöglichkeiten

von Berufswünschen und Berufsempfehlungen. Eltern können

am Gespräch in der Berufsberatung auf Wunsch tei lnehmen.

Vermittlung von Ausbildungsstellen

Sobald ein fester und realistischer Berufswunsch existiert, gehört

natürlich auch die Vermittlung von Ausbildungsstellen zu den

Auf ga ben der Berufsberatung. Im Gespräch mit den Beratern/

-innen wird ein Bewerberprofil für jede/-n Ausbildungs su chen -

de/-n erstellt. Auf dieser Grundlage erfolgt dann die Vermittlung

passender Ausbil dungsstellen.

Beratung bei unzureichendem Schulergebnis

Wenn ein erfolgreicher Abschluss der allgemeinbildenden Schule

nicht sehr wahrscheinlich ist, sollte unbedingt rechtzeitig der Rat

einer Berufsberaterin bzw. eines Berufsberaters eingeholt werden!

Es gibt verschiedene Programme für junge Menschen ohne

Schulabschluss – sofern sie die Schulpflicht erfüllt haben. Über

die Voraussetzungen für eine entsprechende Förderung berät

die Agentur für Arbeit oder auch das Jobcenter am Wohnort.

Beratung für Abiturientinnen und Abiturienten

Fachkräfte informieren über Studienmöglichkeiten an Univer -

sitäten, Hochschulen und Fachhochschulen sowie über Möglich -

keiten eines Dualen Studiums.

Foto: www.aboutpixel.de

28


Eine Zeitleiste für Bewerbungen im letzten Schuljahr*

Man kann sich nicht früh genug mit der Frage befassen:

In welchem

Beruf möchte

ich einmal tätig

werden?

Eine Antwort auf diese

Frage nicht herausschieben!

Viele Quellen nutzen!

Es wäre nicht gut, die falsche Wahl zu treffen, weil man schlecht

informiert ist. Das kostet Lebenszeit, Motivation und schließlich

auch Geld! Es wäre nicht gut, sinnvolle Schritte Richtung Zu -

kunft nicht zu tun, weil man sich zu spät informiert hat! Dann

gehen Bewer bungschancen verloren!

Manche Unternehmen erwarten eine Bewerbung zum Septem -

ber des vorletzten Schuljahres gemessen am Ausbildungs beginn.

Andere Unter nehmen, zum Beispiel Handwerksbetriebe, stellen

sich auf eine Bewerbung ab November des Vorjahres (gemessen

am Ausbildungs beginn) ein, also in Klasse 9 oder 10, der letzten

Klasse, die man auf einer allgemeinbildenden Schule besuchen

wird.

Spätere Bewerbungen sind oft möglich, zum Beispiel zu Beginn

des Jahres, an dem man mit einer Ausbildung beginnen möchte

(also im letzten Jahr des Besuchs einer allgemeinbildenden

Schule), aber man muss damit rechnen, dass zu diesem Zeit -

punkt schon viele Ausbildungsplätze vergeben sind.

Bitte auf den Internetseiten der Unternehmen und Betrie -

be, bei denen man vielleicht eine Ausbildung absolvieren

möchte, nachsehen, wann Bewerbungen erwartet werden.

Berufsbildende Schulen haben ihren Anmeldezeitraum i. d. R. im

Fe bru ar des Jahres, an dem der Schulbesuch beginnen soll. Ist

der Besuch eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) geplant, kann

es sein, dass die Schule vor dem Anmeldetermin verbindlich ein

Aufnahme gespräch füh ren möchte.

Also auch hier: Bitte auf den Internetseiten der Schule nachsehen,

welche Fristen einzuhalten sind, um einen Schul be -

such zu ermöglichen.

Zeitleiste

Aktivitäten

spätestens ab Klasse 8

Beschäftigung mit Fragen der Berufswahl

Suche nach Anregungen und Informationen

Schülerbetriebspraktikum

etwa 1,5 Jahre vor Schulabschluss

Beratungsgespräch in der Schule

mit Berufsberater/-in der Agentur für Arbeit

– Sprechstunde des Berufsberaters/der Berufsberaterin in der Schule –

etwa 1 Jahr vor Schulabschluss

Anmeldung bei der Berufsberatung

der Agentur für Arbeit:

Bitte um ein Beratungsgespräch (Tel. 0800 4 5555 00)

Bewerbung Ausbildungsplatz:

etwa ab September

Alternative: Suche nach geeigneter

berufsbildender Schule

Anmeldung in der berufsbildenden

Schule: Februar

sonst: weitere Suche nach

Ausbildungsplatz

falls ohne Erfolg: Juni: neues

Gespräch in der Agentur für Arbeit

*) Manche Unternehmen und Behörden planen Be -

wer bun gen mit etwa einem Jahr Vorlauf ein.

Dann verschieben sich alle Aktivi täten zeitlich,

spätestens vom Gespräch bei der Berufsbe ra tung

der Agentur für Arbeit an.

Ein Blick auf die Internetseiten infrage kommender

Unternehmen im zweiten Halbjahr der Kl. 8

zeigt, wann eine Bewerbung erwartet wird.

Dann kann man seinen persönlichen In for ma -

tions- und Bewerbungs fahr plan darauf abstellen.

Beratungsgespräch

mit einem Berufsberater/einer Berufsberaterin

in der Agentur für Arbeit

Aufarbeitung des Beratungsgesprächs zu Hause

und vielleicht in der Schule

(z. B. mit einer Beratungslehrkraft oder mit Sozialpädagogen)

Bei Empfehlung für Berufsausbildung oder weiteren Schulbesuch:

Bewerbung um Ausbildungsplatz bzw.

um einen Platz in einer als sinnvoll angesehenen Schule

Bei Erfolg:

Start in die Ausbildung

Betrieb oder Schule

Bei vergeblicher Suche: erneutes Gespräch bei der

Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit dem Ziel,

andere Wege Richtung Beruf zu gehen, als die

bislang verfolgten

29


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Branchen und Berufe

Hintergrundfoto: © Igor Mojzes – Fotolia.com

30


Landkreis Ammerland – ein starker Wirtschaftsstandort

Parklandschaft Ammerland – eine Symphonie in Grün. Mit

diesem Slogan wirbt der Landkreis Ammerland auf seiner

Tourismusseite. Und das zurecht. Neben unberührter Natur

und herrlichen Fahrradrouten ist die Region auch eines der

größten Anbauzentren für Baumschulpflanzen in Europa. Ein

sehr großer Teil der Pflanzen in privaten Gärten sowie öffentlichen

Parks und Grünanlagen in Deutschland und Europa ist

im Ammerland gewachsen.

Dass sich ein Besuch im Ammerland lohnt, davon zeugen

auch die zahlreichen Touristen mit rund 700 000 Übernachtungen.

Berühmt ist hier vor allem Bad Zwischenahn mit seinen

Kuranlagen und Wellnesseinrichtungen. Doch nicht nur die

Besucher des Landkreises sind von der üppigen grünen Pracht

begeistert, auch die rund 120 000 Einwohner der „Symphonie

in Grün“ leben und arbeiten gerne im Ammerland.

Denn die wirtschaftliche Entwicklung verlief in den letzten

Jahren äußerst günstig. Neben den sogenannten Grünen

Berufen und der Tourismus-Branche konnte vor allem der

Industriesektor im Ammerland gewinnen, der sich traditionell

fest verankert sicher auf internationalem Parkett bewegt.

31


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Industrie

Die Wirtschaftslandschaft des Ammerlandes

zeichnet sich durch einen gesunden

Branchenmix aus. Ein entscheidender

Wachstumstreiber der Region ist die Industrie.

Vertreten sind im Landkreis dabei vor allem

das Ernährungsgewerbe, die Kunststoff- und

Bauindustrie sowie Maschinenbauunternehmen.

Und das sehr erfolgreich: Der

Industrieumsatz im Landkreis Ammerland ist

im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um

über zwei Prozent gestiegen. Der Aufschwung

machte sich auch bei der Zahl der Angestellten

bemerkbar: In der Industrie nahm die Zahl der

Erwerbstätigen um zwei Prozent auf über 5300

Personen zu.

Dieser positive Effekt ist der Globalisierung zu

verdanken. Viele Ammerländer Unternehmen

sind heute spezialisiert und exportieren ihre

Produkte erfolgreich. Folglich ist auch die

Arbeitswelt internationaler geworden:

Fremdsprachenkenntnisse sind schon während

der Ausbildung von Vorteil, ermöglichen

schon Auslandsaufenthalte während der

Ausbildung und öffnen die Türen zu späteren

Aufstiegsmöglichkeiten.

STARK!

Berufs-Videos im Netz

von BERUFE.TV

Industriekaufmann/-frau

Chemikant/-in

Mechatroniker/-in

Foto linke Seite: Tina Thüer Foto rechte Seite: Broetje Automation

Einfach ein gutes Team: die Auszubildenden von Pipelife

Deutschland mit Personalreferentin Birgit Hoppe

International arbeiten

Broetje-Automation ist ein gutes Beispiel für Qualität made im

Ammerland. Das Unternehmen ist der weltweit führende Experte

für Produktionsprozesse der Luft- und Raumfahrtindustrie. Mit

einem Team von rund 850 Mitarbeitern an mehreren Standorten

sowie zahlreichen Servicestützpunkten weltweit plant und realisiert

das Traditionsunternehmen anspruchsvollste Maschinen und

Anlagen zur Montage von Flugzeugen.

„Jede Maschine, die wir verkaufen, ist individuell auf die Kundenwünsche

abgestimmt. Es kommt nur selten vor, dass es ein Modell

zwei Mal auf der Welt gibt. Das macht die Arbeit so spannend und

abwechslungsreich“, erläutert Romina Niebling, Ausbildungsleiterin

und Personalreferentin bei Broetje-Automation, die Faszination

Sondermaschinenbau.

Rund 30 Auszubildende und duale Studenten beschäftigt die

Broetje-Automation, darunter Industriekaufleute, Mechatroniker,

Industriemechaniker, Fachinformatiker für Systemintegration,

Elektroniker für Betriebstechnik und technische Produktdesigner.

„Wir bilden bedarfsgerecht aus“, erklärt Romina Niebling das

Konzept. „Somit hat jeder Auszubildende die Chance, seine

Karriere nach der Ausbildung bei uns fortzusetzen. Voraussetzung

sind natürlich gute Leistungen in der Schule und im Betrieb.“

Von Anfang an gut aufgehoben

Damit sich die Berufsneulinge schnell in ihr neues Umfeld einfügen,

betreut Broetje die neuen Azubis in der ersten Zeit besonders

intensiv. „Schon vor Ausbildungsbeginn gibt es einen Kennenlernnachmittag

inklusive Unternehmensführung, bei dem die wichtigsten

Ansprechpartner dabei sind“, führt Romina Niebling aus. Und

auch nach der Eingewöhnung fördert Broetje den kommunikativen

Austausch. „Wir organisieren ein jährliches Abendessen mit

allen Auszubildenden und Ausbildern sowie einen Kramermarktsausflug

und verschiedene Azubitreffen.“

Die Nachwuchsförderung hat einen besonderen Stellenwert im

Unternehmen. „Bei uns arbeiten Azubis von Anfang an an den

Maschinen für die Kunden mit. Je weiter die Ausbildung voranschreitet,

desto mehr eigenständige Aufgaben dürfen sie übernehmen.

32


Jannes Lemkemeyer (l.) und Manuel Gräbe (r.) werden bei Broetje-

Automation zu Mechatronikern ausgebildet.

Natürlich immer in einem geschützten Rahmen, denn ihnen stehen

feste Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite“, erläutert

Romina Niebling.

Und auch nach der Ausbildung setzt Broetje-Automation auf seine

frisch gebackenen Fachkräfte. „Uns stehen mit einem erfolgreichen

Abschluss so viele Türen hier im Betrieb offen“, zeigt sich

Manuel Gräbe, Auszubildender zum Mechatroniker, von seinem

Arbeitgeber überzeugt. „Man kann sich für ein Bachelor-

Stipendium bewerben, zahlreiche Weiterbildungen und der

Ausbilderschein werden gefördert, Fremdsprachenkenntnisse in

hauseigenen Schulungen vertieft – das ist schon toll.“

Weltweit erfolgreich,

verankert in der Region

Versteckt im Ammerland liegt Pipelife Deutschland. Und das nicht

seit gestern. Bereits seit über 30 Jahren werden im niedersächsischen

Bad Zwischenahn Kunststoffrohre hergestellt. Das

renommierte Unternehmen ist Teil der Wienerberger Gruppe und

stark international ausgerichtet. Doch bei ihren Azubis setzt

Pipelife auf Jugendliche aus der Region. „Wir haben gute

Erfahrungen mit Auszubildenden gemacht, die direkt hier aus

dem Umkreis stammen“, erklärt Birgit Hoppe, Personalreferentin

bei Pipelife.

Für die Auswahl der künftigen Auszubildenden nimmt sich Birgit

Hoppe Zeit: „Wir prüfen die Kandidaten sorgfältig. Dazu zählen

der Eindruck der Bewerbung und der Einstellungstest. Aber vor

allem setzen wir auf die persönlichen Gespräche. Der Kandidat

muss vor allem menschlich zu uns passen.“

Diese Philosophie zahlt sich aus. „Pipelife hat mich schon beim

Vorstellungsgespräch überzeugt. Da stand ein Azubi aus dem

ersten Lehrjahr und hat das Unternehmen vorgestellt. Selbstbewusst

und total überzeugt. Da hat man gemerkt: Auch als

Azubi bist du hier mittendrin“, macht Sarah Siemer, ehemalige

Auszubildende bei Pipelife, neugierig auf ihren Arbeitgeber.

Die Ausbildung selber folgt einem festgelegten Ausbildungsplan

und einer charmanten Philosophie. „Wir nehmen uns Zeit und

schaffen eine Umgebung, in der auch Fehler gemacht werden

dürfen. So können die Azubis in Ruhe ankommen und lernen.

Nach dieser Phase haben wir selbstbewusste junge Menschen,

die aktiv und selbstständig arbeiten – und uns dadurch tatkräftig

unterstützen“, überzeugt Birgit Hoppe sofort.

Und auch nach der Ausbildung setzt Pipelife auf aktive Personalentwicklung.

Dazu erstellt die Personalabteilung nicht nur ein

fachliches, sondern auch ein Stärkenprofil. Die Ergebnisse können

sich in gezielten Lehrgängen, Führungskräftetrainings oder

auch einer Studienförderung niederschlagen. „Uns ist wichtig,

bestmöglich zu fördern und zu fordern“, erläutert Birgit Hoppe

das Konzept abschließend.

Hier stimmt die Chemie

Ebenfalls in internationalen Fahrwassern bewegt sich die BÜFA-

Gruppe als unabhängiges, mittelständisches Unternehmen der

Chemischen Industrie. BÜFA wurde 1883 in Oldenburg gegründet

und ist heute international in den Geschäftsfeldern

Chemicals, Cleaning und Composites tätig.

Dass nicht nur bei den Produkten, sondern auch im Team die

Chemie stimmt, beweist Waleri Martin, Auszubildender zum

Chemikanten: „Bereits vor Antritt der Ausbildung hat BÜFA uns

zu einem Kennenlern-Wochenende eingeladen. Da wusste ich:

Wir sind wichtig. Das war ein gutes Gefühl.“

Die gute Betreuung der Azubis ist selbstverständlich. „Wir arbeiten

mit einem festen Ausbildungsplan über verschiedene

Tochterunternehmen hinweg und setzen auf Schlüsselwörter wie

Vertrauen, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Damit

haben wir gute Erfahrungen gemacht“, erläutert Sabine Hinrichs,

Ausbildungsleiterin bei der BÜFA. Das heißt beim angehenden

Chemikanten Waleri Martin auch, dass er gleich innerhalb

des Teams an Kundenaufträgen mitarbeiten darf, statt in

der Ausbildungswerkstatt zu stehen. Für ihn ein absoluter

Pluspunkt: „Ich bin live in der Produktion dabei und lerne

unglaublich viel.“

In allen Unternehmen der BÜFA-Gruppe stehen die Ausbildungsverantwortlichen

schon wieder in den Startlöchern, Azubis für

den 1. August 2018 auszuwählen: „Wir freuen uns auf interessante

Bewerbungen und spannende Gespräche mit der Jugend

des Ammerlandes.“

33


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

Romina Niebling, Personalreferentin,

Broetje-Automation GmbH

Wie finden Sie die richtigen Auszubildenden?

Wir haben ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren

etabliert. Erste Anhaltspunkte bietet das Zeugnis:

Mathe, Englisch und Deutsch sollten mindestens mit

einer drei benotet worden sein. Dann gibt es online

einen Eignungstest, in dem Allgemeinwissen, logisches

Denken, Mathe, Physik und Englisch abgefragt werden. Und

dann folgt natürlich das persönliche Einstellungsgespräch.

Worauf achten Sie beim Einstellungsgespräch?

Wie ist der erste Eindruck beim Händeschütteln? Nimmt der

Bewerber Blickkontakt auf? Wirkt er selbstsicher? Und natürlich

schauen wir, ob der Kandidat sich auf das Gespräch

vorbereitet hat, zum Beispiel, ob er sich über den Beruf und

unsere Firma informiert hat.

Was erwarten Sie von Ihren Auszubildenden?

Neugier, aktive Mitarbeit, Mitdenken, ruhig auch einmal die

eigene Meinung zu vertreten, zu hinterfragen. Wir sind bei

Broetje wie eine

Familie und gehen

respektvoll miteinander

um. Wichtig

ist daher ein offenes,

kommunikatives

und hilfsbereites

Wesen.

Foto: Tina Thüer

Romina Niebling

Übernehmen

Sie Ihre

Auszubildenden?

Wir bilden bedarfsgerecht aus. Nach erfolgreichem

Abschluss hat jeder Azubi die Chance, für mindestens ein

Jahr übernommen zu werden. Unser Ziel ist es aber ganz

klar, unserem Nachwuchs eine unbefristete Übernahme bieten

zu können.

Auszubildender

www.broetjeautomation.de

Foto: Tina Thüer

Manuel Gräbe, Auszubildender zum Mechatroniker bei

Broetje-Automation GmbH

Wie sind Sie auf den Ausbildungsberuf gekommen?

Zunächst habe ich ein Studium angefangen, jedoch schnell

gemerkt, dass mir der Praxisbezug

fehlt. Da kam die

Stellenanzeige in der Zeitung

genau richtig und

ich habe mich sofort beworben.

Nach dem Eignungstest

und dem Vorstellungsgespräch

kam

eine schnelle Zusage,

darüber habe ich mich

sehr gefreut und sofort

zugegriffen.

Wie sieht die

Ausbildung aus?

Zuerst einmal erhält

man eine überbetriebliche

Grundausbildung,

den Grundkurs Metall. Dann geht es

in die Praxis. Hierbei gibt es mechanische und elektrotechnische

Anteile in der Fertigung. Das Schöne bei Broetje ist, dass

wir alle für uns relevanten Bereiche kennenlernen, zum

Manuel Gräbe

Beispiel auch die Wartung und Instandsetzung

direkt beim Kunden vor Ort.

Ausbildungsleitung

Welche Fähigkeiten muss man für diese

Ausbildung mitbringen?

Man sollte handwerkliches Geschick mitbringen und technikbegeistert

sein. Dazu muss man fit in Mathe, logischem

Denken und Englisch sein. Da die Arbeit auch mal auf der

Maschine (6 m Höhe) gemacht werden muss, sollte man auf

jeden Fall schwindelfrei sein.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrem

Ausbildungsberuf?

Wir arbeiten bei Broetje im Bereich Sondermaschinenbau.

Keine Maschine ist wie die andere. Die Herausforderungen

sind jedes Mal neu. Und wir arbeiten international. Broetje

bietet somit auch die Möglichkeit, eine Karriere im Ausland

zu machen. Insgesamt ist es also ein Beruf, bei dem praktische

Fähigkeiten gefragt sind. Natürlich mit dem nötigen

Fachwissen im Hintergrund. Das kommt mir zugute, zumal es

zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten im Anschluss an die

Lehre gibt, die man nebenberuflich lösen kann. Das

finde ich sehr reizvoll.

Film zum

Ausbildungsberuf

34


Birgit Hoppe, Personalreferentin,

Pipelife Deutschland

Worauf achten Sie bei Bewerbern?

Schulnoten sind für uns nicht allein entscheidend. Auf den

Menschen kommt es an. Deshalb gibt es bei uns im Bewerbungsverfahren

auch eine große Vorstellungsrunde, bei der

es für uns darum geht, einen Eindruck von den Bewerbern

zu erhalten.

Wie werden die Auszubildenden in

Ihrem Unternehmen integriert?

Azubis sind bei uns mittendrin statt

nur dabei. Es gibt einen festen

Ausbildungsplan. Man wird in jeder

Abteilung an die Aufgaben herangeführt,

Ausbilderin

dann arbeitet man selbstständig. Dabei gilt immer: Es dürfen

Fehler gemacht werden – der Azubi ist ja da, um zu lernen.

Wie ist das mit der Berufsschule?

Die Ausbildungen laufen natürlich im dualen System. Die

Noten sind schon wichtig. Das Abschlusszeugnis ist schließlich

die Eintrittskarte in die Berufswelt. Wenn ein Azubi

Schwierigkeiten hat, fangen

wir das gemeinsam auf. Da

profitieren auch die verschiedenen

Lehrjahre mit ihrem

Wissen voneinander. Zusätzlich

bieten wir Vorbereitungslehrgänge

für die

Abschlussprüfung.

Übernehmen Sie Ihre

Auszubildenden?

Soweit es uns möglich ist,

übernehmen wir gerne.

Zum einen hier im eigenen Haus: Die

jungen Fachkräfte haben natürlich abteilungsübergreifendes

Wissen, was sehr wertvoll ist. Zum anderen auch in der

Wienerberger Gruppe, der wir als Pipelife angehören.

Foto: Tina Thüer

Birgit Hoppe

www.pipelife.de

Waleri Martin (25), Auszubildender als Chemikant

bei BÜFA

Auszubildender

Sie erlernen einen sehr seltenen Ausbildungsberuf.

Wie sind Sie gerade auf diesen gekommen?

Ich habe vorher auch schon eine Ausbildung gemacht –

als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Danach

habe ich studiert, das aber dann abgebrochen. Das

war nichts für mich. Den Tipp mit dem Chemikanten

habe ich aus meinem privaten Umfeld erhalten undwusste

sofort: Das liegt mir, die Zukunftsaussichten

sind gut – da habe ich mich beworben.

Können Sie beschreiben, was Sie konkret machen?

Im Prinzip stellen wir Produkte auf Bestellung her. Dazu wiegen

wir Rohstoffe ab, stellen alle Parameter ein und kümmern

uns um die Abfüllung. Dabei ist man sehr viel auf den

Beinen – ich habe mal mit einem Schrittzähler nachgemessen:

Ich laufe pro Tag fast 20 000 Schritte.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen?

Man muss gut anpacken können und fit sein. Neben den

vielen Laufwegen schleppt man auch schwere Säcke. Dazu

sollte man gut in

Mathematik und Naturwissenschaften

(vor

allem in Chemie) sein

sowie ein technisches

Grundverständnis mitbringen.

Da man im

Team arbeitet, sollte

man auch freundlich

und aufgeschlossen

sein.

Foto: Tina Thüer

Waleri Martin

Welche Pläne haben Sie nach Abschluss

der Ausbildung?

Ich verkürze meine Ausbildung und werde schon im Winter

fertig sein. Dann möchte ich erst einmal ein paar Jahre

Berufserfahrung sammeln, um dann vielleicht noch meinen

Techniker oder Meister

aufzusatteln.

www.buefa.de

Hintergrundfoto: © Kadmy – Fotolia.com

35


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

IHK Oldenburg unterstützt bei der Berufswahl

Die IHK Oldenburg engagiert sich seit vielen Jahren nachhaltig

im Themenfeld Berufsorientierung. Dabei unterstützt sie

Schülerinnen und Schüler bei der Wahl des richtigen Berufes

und setzt sich gezielt für Kontakte zwischen den Schulen

und Unternehmen ein. Lehrerinnen und Lehrer können mit

Unterstützung der IHK einen Einblick in die duale Berufsbildung

und den Arbeitsalltag im Unternehmen geben und

auch Eltern werden aktiv mit einbezogen.

Lehrstellenbörse

In der Lehrstellenbörse können Schülerinnen und Schüler

nach Ausbildungs- und Praktikumsangeboten von Unternehmen

suchen. Auch freie Plätze für ein duales Studium sind

hier verzeichnet. Wenn sich die Jugendlichen in der Lehrstellenbörse

kostenfrei registrieren, können sie ihr persönliches

Profil einstellen und werden so automatisch über passende

Ausbildungsangebote informiert.

IHK-Ausbildungsmesse „job4u“ sowie regionale

Ausbildungsmessen

Die „job4u“ ist eine der größten Ausbildungsmessen im

Nordwesten und ist das Aushängeschild für Berufsorientierung

in Oldenburg und Wilhelmshaven. Schüler und Eltern

können sich direkt bei den Unternehmen über aktuelle

Ausbildungsangebote, Studienangebote, Trends und Perspektiven

informieren. Regionale Ausbildungsmessen ergänzen

das Angebot.

Wirtschafts-Experten auf Tournee

Die Oldenburgische IHK unterstützt Schulen mit Referenten

für Fachvorträge oder Informationsveranstaltungen. Die

Experten informieren rund um die Themenfelder Wirtschaft,

Berufsorientierung, Berufswahl und duales Studium.

Elternabende

Eltern sind neben Lehrkräften die wichtigsten Ansprechpartner

für die Jugendlichen. Die IHK Oldenburg informiert

deshalb auch Eltern und Schüler über Ausbildungsberufe,

gibt Tipps zur Lehrstellensuche und berichtet über Zukunftsperspektiven

und das duale Studium. Besonders schön:

Azubis aus zahlreichen Berufen stehen den Jugendlichen bei

dieser Gelegenheit Rede und Antwort.

Vielfältiges Informationsmaterial

Um den Jugendlichen Halt und Orientierung zu geben, hat

die IHK zahlreiche Informationsmaterialien entwickelt. Egal,

ob Schülerbetriebspraktikum, die Broschüre „Karriere mit

Lehre“, Tipps zur Bewerbung oder Startup4Job, die interaktive

Arbeitshilfe zur Berufsorientierung: Die IHK führt Schüler

und Schülerinnen und Schüler systematisch und kostenfrei

an das Berufsleben heran.

Sämtliche Arbeitsmaterialien sind online kostenlos verfügbar

unter www.ihk-oldenburg.de

www.ihkoldenburg.de

36


Sarah Siemer (22), Industriekauffrau bei

Pipelife Deutschland

Foto: Tina Thüer

Viele träumen nach der Schule von exotischen

Berufen, Auslandsaufenthalten oder ähnlichem. Wie

war das bei Ihnen?

Das war bei mir nicht so

Thema. Ich wollte gerne

erst einmal eine solide

Ausbildung in der Tasche

haben. Ein Studium stand

bei mir auch nicht zur

Debatte. Man kennt ja

seine Stärken und die

liegen bei mir in der

praktischen Arbeit.

Warum wollten Sie

Industriekauffrau

werden?

Eine kaufmännische

Ausbildung stand für

mich fest. Der Beruf

Industriekauffrau hat mich dann mit seiner

Vielfältigkeit überzeugt. Man lernt den Einkauf, Verkauf, das

Marketing und die Buchhaltung kennen und kann nach der

Sarah Siemer

Ausbildung in genau dem Bereich weiterarbeiten, der den

eigenen Stärken und Neigungen entspricht.

Was hat Ihnen besonders viel Spaß in der Ausbildung

gemacht?

Bei Pipelife ist es so, dass man überall mit reingenommen

wird; man bekommt einen eigenen PC, einen eigenen

Arbeitsplatz und eigene Aufgaben. Die Möglichkeit verantwortungsvoll

von Anfang an mitzuarbeiten, das

ist genau mein Ding.

Gerade

Wie ist das zum Beispiel beim Thema

ausgelernt

Kundenberatung? Wie lernt man das

nötige Rüstzeug für solch ein Gespräch?

Das ist reine Übungssache, sozusagen Learning

by doing. Pipelife ist ein internationales Unternehmen. Die

Konzernsprache ist Englisch. Da kommt dann irgendwann

der Schreckmoment Fremdsprache. Aber man wird nicht

alleine gelassen. Man hilft sich und alles wird abgesichert. So

wächst man dann Schritt für Schritt in den Beruf hinein.

Film zum

Ausbildungsberuf

Unsere

Azubis sind

mittendrin,

statt nur

dabei!

Ausbildung bei uns – werde Teil unseres Teams!

Die Schule ist geschafft – und jetzt? Eine Frage, über die

man gründlich nachdenken sollte.

Wir haben da einen interessanten Vorschlag: Machen

Sie eine Ausbildung bei Pipelife Deutschland in Bad

Zwischenahn, einem Unternehmen der Wienerberger AG.

Im Vordergrund unserer Ausbildungsphilosophie steht die

prozessorientierte Ausbildung. Das heißt, dass das eigentliche

„Lernen“ bei Pipelife dort stattfindet, wo das Gelernte

später benötigt wird – nämlich direkt an den realen Arbeitsplätzen.

So macht Lernen Spaß und unsere Auszubildenden

Pipelife Deutschland GmbH & Co. KG I Steinfeld 40

26160 Bad Zwischenahn I Tel. 04403 605-0 I info@pipelife.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Birgit Hoppe I birgit.hoppe@pipelife.com

werden perfekt auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Klar,

dass davon alle Beteiligten profitieren!

Wir bieten folgende Ausbildungsplätze (m/w) an:

• Industriekaufleute

• Industriemechaniker

• Fachlagerist

Online-Bewerbung und weitere Infos unter:

www.pipelife.de/de/karriere/jobs_karriere.php

Hintergrundfoto: © Kadmy – Fotolia.com

37


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Ausbildungsplatz gesucht. Neue Chemie gefunden.

Dein Arbeitgeber: Die BÜFA-Gruppe

Die BÜFA GmbH & Co. KG ist ein mittelständisch geprägtes

Unternehmen der Chemiebranche und in den Geschäftsfeldern

Chemicals, Cleaning und Composites tätig.

Wir bieten Dir eine abwechslungsreiche Ausbildung, in der

Du sehr persönlich betreut wirst, aber viel eigenverantwortlich

arbeiten darfst.

Dein Start in die Ausbildung

Dein erster Schritt in die BÜFA-Welt besteht aus einem

„Kennenlern-Wochenende“. Noch vor dem eigentlichen

Ausbildungsbeginn lernst Du die anderen Azubis und Deinen

Ausbildungsbeauftragten kennen, der Dein persönlicher Ansprechpartner

für die gesamte Ausbildungsdauer ist.

Dein Highlight

Ein Highlight im ersten Ausbildungsjahr ist der zwei Wochen

dauernde Aufenthalt auf Juist. In der Jugendbildungsstätte

der Nordseeinsel trainierst Du und die anderen Azubis

Sozial- und Methodenkompetenzen, zum Beispiel Teamfähigkeit

oder Zeitmanagement.

Dabei geht es im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus:

Du erlernst das Fliegen mit einem Motorsegler (Rotax Falke)

und kannst eine Art Notfallführerschein bekommen.

Unsere Ausbildungsberufe (w/m):

• Industriekaufmann • Produktionsfachkraft Chemie

• Chemielaborant • Fachkraft für Lagerlostik

• Chemikant • Mechatroniker

Weitere Infos zu den Ausbildungsberufen

findest Du auf unserem Jobportal im Netz:

Unsere Benefits für Euch

• Praktika in allen Bereichen

• Hohe Übernahmechancen nach

erfolgreichem Abschluss

• Spannende Projekte

• Sehr gute Ausbildungsbegleitung

BÜFA GmbH & Co. KG I Stubbenweg 40 I 26125 Oldenburg

Tel. 0441 9317-0 I personal@buefa.de I www.buefa.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Sabine Hinrichs I Tel. 0441 9317-950

38


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Ausbildung bei BRÖTJE – Einfach näher dran

BRÖTJE ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und

kann auf über 90 Jahre Erfahrung im Bereich Heiztechnik

zurückblicken. Eine Unternehmensgeschichte, die von innovativen

und qualitativ hochwertigen Produkten geprägt ist

und im Laufe dieser Geschichte eine Vielzahl an neuen

Technologien und Produkten für Gas- und Öl-Heizsysteme

und Solartechnik entwickelt hat. BRÖTJE ist Mitglied der

BDR Thermea Gruppe, einer der weltweit führenden Heiztechnik-Hersteller,

in dem trotz seiner Größe ein freundschaftliches

Verhältnis zu Mitarbeitern, Kunden und Handwerkern

gepflegt wird. „Einfach näher dran" ist daher nicht

nur ein Slogan, sondern auch unser Anspruch an das

gemeinsame Miteinander.

Werde Teil unseres Teams!

Das erwarten wir von Dir

• erfolgreicher Schulabschluss • gute Englischkenntnisse

• Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen • Kommunikationsfähigkeit,

Aufgeschlossenheit und Kundenorientierung

• Teamfähigkeit • Selbstständiges und diszipliniertes

Verhalten • Organisationstalent • Flexibilität

Unser Ausbildungsangebot

• Industriekauffrau/-mann

• Kauffrau/-mann für Büromanagement

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

• Informatikkauffrau/-man (alle 3 Jahre, 1.8.2019)

Duales Studium

• Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik

Schicke uns Deine aussagekräftige Bewerbung

an: ausbildung@broetje.de

Weitere Infos auf unserer Karriereseite

Unsere Benefits für Euch

• Abwechslungsreiche Ausbildung • Angenehmes

Betriebsklima • Interne und externe

Schulungen • Mitwirkung bei Projektarbeiten

• Professionelle Prüfungsvorbereitung

• Flexible Arbeitszeiten • Weiterentwicklungsmöglichkeiten

nach der Ausbildung

August Brötje GmbH I August-Brötje-Straße 17 I 26180 Rastede

Tel. +49 (4402) 80 0 I broetje.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Marlene Thiede I Tel. +49 (4402) 80 587

39


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Werde Teil eines starken Teams

Wir machen die Kartons

Damit wir optimale Verpackungslösungen schnell, effizient

und flexibel herstellen können, benötigen wir neben

modernster Technik vor allem hochqualifiziertes Personal.

Seit der Gründung unseres mittelständischen Familienbetriebs

im Jahre 1972 legen wir deshalb größten Wert

auf perfekt aus- und fortgebildete Mitarbeiter. Der faire

Umgang sowohl innerhalb des Teams als auch mit unseren

Kunden und Lieferanten ist dabei ein wichtiger Grundpfeiler

unserer über 40-jährigen Erfolgsgeschichte.

Weitere Informationen unter

www.oldenburger-kartonagenfabrik.de

Wir bilden aus

Packmitteltechnologen: Hauptschulabschluss, gute

Mathenoten

Maschinen- und Anlagenführer: Hauptschulabschluss,

handwerkliches Geschick

Industriekaufleute: Realschulabschluss, kommunikativ,

technisches Verständnis, Computeraffinität

Oldenburger Kartonagenfabrik U. Burmeister GmbH

Industriestraße 22 I 26160 Bad Zwischenahn I Tel. 04403 4411

Ansprechpartnerin: Sabine Burmeister I sabine.burmeister@oldenburger-kartonagenfabrik.de

SC System-Etiketten startet durch und sucht Unterstützung!

Kompetenz, Sicherheit, Termintreue und 100%ige Kundenorientierung

– das alles bei höchster Fertigungsqualität.

Dafür steht SC-Etiketten seit 1980 bei Kunden in aller Welt.

Zur Bewältigung unserer wachsenden Aufgaben suchen wir

weitere Auszubildende für den Beruf:

Medientechnologe/-in – Druck

Du suchst einen handwerklichen Beruf und bringst technisches

Verständnis mit? Du möchtest Dein selbsterstelltes

Etikett beim Einkauf im Handel sehen? Medientechnologen

Druck betreuen den gesamten Druckprozess, treffen alle

Vorbereitungen für den Druck und richten die Maschine ein.

Das Abstimmen der Farben und Korrigieren von Fehlern

gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Ein hoher Anspruch an

Qualität und Sorgfalt ist Voraussetzung für ein einwandfreies

Druckerzeugnis. Innovative Technologien erwarten

Dich. Gestalte mit uns Deine Zukunft und bewirb Dich.

Weitere Infos unter: www.sc-etiketten.de

SC System-Etiketten GmbH I Schwarzer Weg 8 I 26215 Wiefelstede/Metjendorf

Tel. 0441 9626-0 I info@sc-etiketten.de

Ansprechpartner Ausbildung: Alfons Weiß I alfons.weiss@sc-etiketten.de

40


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Kleines Teil – große Wirkung!

Broetje-Automation ist der weltweit führende Experte für

Produktionsprozesse der Luft- und Raumfahrtindustrie. Mit

einem Team von rund 800 Mitarbeitenden an weltweiten

Standorten plant und realisiert das Unternehmen hoch effiziente

Lösungen für die Flugzeugmontage.

Beim Bau eines Flugzeuges werden große Bauteile, wie

zum Beispiel Rumpfschalen, Leitwerke und Flügel bewegt.

Sie müssen präzise bearbeitet und beim Zusammenbau

exakt zueinander positioniert werden.

Die Prozesse müssen zudem aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen

in der Luftfahrt eine hohe Wiederholgenauigkeit

aufweisen. Deswegen umfasst das Broetje-

Automation-Leistungsportfolio das gesamte in der Luftfahrt

relevante Prozess-, Fertigungs- und Automatisierungs-

Know-how. So entwickelt Broetje-Automation nachhaltig

effiziente, schlüsselfertige Produktionslösungen für alle

Flugzeugtypen.

Deine Zukunft beginnt heute!

Du hast technisches Verständnis, Organisationstalent und

bist flexibel? Zusätzlich bist du neugierig und möchtest in

einem engagierten und innovativen Team arbeiten? Dann

freuen wir uns auf deine Online-Bewerbung ab August

2017!

Unser Azubi-Bedarf für 2018 in folgenden Berufen

(m/w):

1 Fachinformatiker für Systemintegration

2 Elektroniker für Betriebstechnik

3 Industriemechaniker

3 Industriekaufleute

www.broetje-automation.de

Unsere Benefits für Euch

• tolles Team

• reizvolle Arbeit

• betriebseigenes Sportprogramm

• fachliche und persönliche Weiterentwicklung

Broetje-Automation GmbH I Am Autobahnkreuz 14 I 26180 Rastede

Tel. 04402 966-0 I jobs@broetje-automation.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Romina Niebling I Tel. 04402 966-544

41


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Handwerk

Das Handwerk im Ammerland ist vielfältig.

Die rund 1715 Betriebe des Landkreises sind

dabei eine entscheidende Säule der regionalen

Wirtschaft. Besonders die Unternehmen aus

dem Bereich Lebensmittelhandwerk, Metallbau

und Bauwirtschaft geben nicht nur der Region

Charakter, sondern sind in ganz Deutschland

und auch international erfolgreich am Markt.

Dabei ist die „Wirtschaftsmacht von nebenan“

nah bei den Menschen und tief in der Region

verwurzelt. Gleichzeitig setzt sie auf neue

Technologien und innovative Werkstoffe. Diese

Mischung ist es, was die rund 80 verschiedenen

handwerklichen Berufe des Ammerlandes so

spannend und gleichzeitig zukunftssicher

macht.

Rund 380 neu begonnene Lehrverhältnisse pro

Jahr verzeichnet die Handwerkskammer

Oldenburg jedes Jahr für das Ammerland. Das

diese Zahl konstant bleibt, zeugt von der guten

Konjunktur der letzten Jahre. Das eröffnet für

junge Menschen beste Chancen auf eine fundierte

Ausbildung. Und nach bestandenem

Abschluss beste Aussichten auf dem

Ammerländer Arbeitsmarkt.

Foto links: Handwerkskammer Oldenburg / Fotos rechts: Tina Thüer

Freuen sich auf ihre berufliche

Zukunft: Die Friseurmeister/-innen

nach der Ehrung durch die

Handwerkskammer Oldenburg.

Handwerk hat im Ammerland

goldenen Boden

Die Qualität der Ausbildung im Handwerk ist hoch. „Die Betriebe

haben ein großes Interesse daran, am Ende der Lehrzeit bestens

ausgebildete Fachkräfte zu übernehmen. Denn der Dreiklang aus

Berufsschule, betrieblicher sowie überbetrieblicher Ausbildung ist

topp“, weiß Torsten Heidemann, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

der Handwerkskammer Oldenburg. Darüber hinaus

bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten: Von

Kursen und Schulungen, über die Meisterschule bis hin zum

anschließenden Studium stehen die Türen offen. Und auch wer

eine Beschäftigung im Ausland ins Auge fasst, hat mit einer

abgeschlossenen Lehre beste Voraussetzungen.

Die Handwerkskammer steht bei der Berufsorientierung bewusst

zur Seite. Neben einer Broschüre und dem Tag der Ausbildung im

Berufsbildungszentrum wurde deshalb eine individuelle Ausbildungsberatung

etabliert. „Darüber bieten wir eine Mobilitätsberatung,

die bei der Vermittlung von Auslandspraktika unterstützend

zur Seite steht“, erklärt Torsten Heidemann weiter.

STARK!

Berufs-Videos im Netz

von BERUFE.TV

Fachkraft für

Lebensmitteltechnik (m/w)

Fleischer/-in

Maurer/-in

Strahlende Gesellen

Im Jahr 2016 wurden bei den Freisprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft

Ammerland 154 Gesellinnen und Gesellen im

Frühjahr und 116 im Herbst geehrt. Dazu haben 23 Meisterinnen

und Meister aus dem Landkreis Ammerland ihre Prüfung im gleichen

Jahr erfolgreich bestanden. Insgesamt blicken damit 293

gut ausgebildete Fachkräfte einer erfolgreichen beruflichen

Zukunft entgegen.

Beste berufliche Perspektiven in der

Bauwirtschaft

Das auch die Bauwirtschaft im Ammerland boomt, bestätigt

Rainer Fürste, Geschäftsführer der Firma Fepa aus Apen: „Es wird

immer gebaut. In der Regel werden unsere Maurerlehrlinge

deshalb übernommen.“ Wer sich gut macht, hat bei Fepa gute

Chancen, sich weiterzuentwickeln. Ein Wechsel von der Baustelle

ins Büro ist nicht ausgeschlossen. „Wir investieren in unsere

Mitarbeiter und in ihre Stärken. Man kann Kalkulator, Polier,

42


Fepa-Mitarbeiterin Rieke

Ehlers zeigt als Auszubildende

zur Maurerin ihr

Können auf dem Bau.

Sind begeistert von der Ausbildung

in der Rügenwalder

Mühle (v. l. n. r.): Sabri,

Nevzet und Dilsoz Akan.

Kolonnenführer und Bauleiter werden – oder sich zu einem unersetzlichen

Spezialisten machen“, erklärt Rainer Fürste.

Wenn’s um Lebensmittel geht

Traditionell schwerer bei der Suche nach Lehrlingen haben es die

fleischverarbeitenden Betriebe wie die Rügenwalder Mühle. Das

Familienunternehmen ist bekannt für Wurst und Schinken – und

neuerdings auch für fleischfreie Produkte. Für Jörg Albers, Ausbildungsleiter

bei der Rügenwalder Mühle, ist besonders wichtig,

dass die Bewerber Lust auf den Beruf haben und motiviert ans

Werk gehen: „Entscheidend ist die Persönlichkeit. Wenn man

beim Vorstellungsgespräch gut vorbereitet ist und selbstsicher

und kernig auftritt, dann hat man bei uns gute Karten.“

Drei, die es bereits geschafft haben, sind Nevzet, Dilsoz und Sabri

Akan. Die drei Cousins haben ihre Berufung bei der Rügenwalder

Mühle gefunden. Die beiden älteren, Nevzet und Dilsoz Akan,

haben sich für eine klassische Fleischerlehre entschieden. Zuerst

möchten sie mit einem klaren Vorurteil aufräumen. „Man steht

hier nicht den ganzen Tag mit blutverschmierter Schürze herum“,

sagen sie. „Wer schlachten lernen möchte, für den wird das

möglich gemacht, aber Pflicht ist es nicht.“ Stattdessen erlernen

sie von der Zerlegung, über die Produktion bis hin zum küchenfertigen

Produkt, der Verpackung und dem Transport alle Schritte

des Betriebes kennen.

Der jüngste im Bunde, Sabri Akan, hat sich dagegen für den

Beruf der Fachkraft für Lebensmitteltechnik entschieden und legt

seinen Schwerpunkt damit auf die Erstellung der fleischfreien

Produkte des Familienunternehmens.

Talente gezielt fördern

Den Anfang des Gespanns machte Nevzet. Er bewarb sich als

Produktionshelfer – und ging nach dem Vorstellungsgespräch mit

einem Ausbildungsvertrag in der Tasche. „Wenn wir Talente

sehen, dann greifen wir zu“, erklärt Jörg Albers die Philosophie

des Unternehmens. Er bewies mit dieser Entscheidung ein gutes

Gespür. Nevzet Akan absolvierte nicht nur erfolgreich seine

Ausbildung, er wurde kurze Zeit später schon zum Vorarbeiter

befördert. Parallel hierzu machte er seinen Industriemeister für

Lebensmittel. Die Rügenwalder Mühle stärkte ihm während

dieser Zeit den Rücken, stellte ihn frei und unterstützte finanziell.

„Als ich mit der Ausbildung begann, habe ich nicht geahnt, welche

Perspektiven mir die Lehre als Fleischer bieten kann. Bald

gehe ich noch einen Schritt weiter und werde Lebensmitteltechnologie

in Münster studieren.“ In dieser Zeit wird Nevzet Akan

auf Grund der räumlichen Distanz nicht arbeiten können. Der

Abschied fällt ihm schwer. „Rückkehr absolut nicht ausgeschlossen“,

erklärt er.

Dilsoz Akan ist inzwischen im 2. Lehrjahr. Auch er wird systematisch

gefördert und gefordert. Erstes Etappenziel ist für ihn die

Tätigkeit als Vorarbeiter nach der Ausbildung. „Neben der nötigen

Neugier muss man vor allem auch Lust haben zu arbeiten.

Man braucht einfach Biss und muss sich natürlich auch mit den

Kollegen verstehen“, erklärt er sein Erfolgsrezept. Der Dritte und

Jüngste im Bunde ist Sabri Akan. Seine Ausbildung als Fachkraft

für Lebensmitteltechnik unterscheidet sich von der des Fleischers.

„Wir sind die Alleskönner“, schmunzelt er. „Bei uns dreht sich

vieles um Kohlenhydrate und Nährstoffe – und um die technische

Bereitstellung der Maschinen. Es ist wirklich vielseitig.“

Auch die Wahl des Arbeitgebers ist

entscheidend

Positiv beeindruckt sind die drei aber nicht nur von ihrem

Ausbildungsberuf. Auch die Rügenwalder Mühle als Arbeitgeber

hat sie restlos überzeugt. „Das Unternehmen gibt einfach viel

zurück; Arbeit und Engagement werden gesehen und honoriert“,

sind sie sich einig. Neben der gezielten beruflichen Förderung

des eigenen Nachwuchses bedeutet dies vor allem ein

gutes Betriebsklima und vielfältige Projekte, die den Zusammenhalt

stärken. „Wir durften zum Beispiel den Stand für die

Azubimessen selbst gestalten – und uns auch bei den Spielen und

Gadgets austoben“, gibt Dilsoz ein Beispiel für das Vertrauen in

die Belegschaft.

Nevzet Akan gibt abschließend noch einen Tipp. „Wer einen

Ausbildungsplatz sucht, der sollte sich den Ausbildungsbetrieb

vorher einfach mal anschauen. Passt die Arbeit zu mir, passe ich

zum Betrieb? Nur wenn das funktioniert kann man mit Leidenschaft

seinen Beruf ausüben und richtig gut werden.“

43


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

Jörg Albers, Ausbildungsleiter bei

der Rügenwalder Mühle

Was macht das Berufsbild des Fleischers so besonders?

Seine Vielseitigkeit: Es geht um Feingespür für das Rohprodukt

Fleisch, um Rezepte, Lebensmitteltechnik, um Zubereitungsprozesse,

computergestützte Anlagen, saubere Dokumentationen.

Und natürlich um die Themen Hygiene, Verpackung und

Transport. Insgesamt ist das Berufsbild sehr anspruchsvoll.

Gibt es Vorurteile, mit denen dieser Beruf zu

kämpfen hat? Wie räumen Sie damit auf?

Natürlich gibt es Vorurteile. Wir schlachten nicht, wir

waten nicht knietief im Blut. Unsere Mitarbeiter und

Azubis stellen das in ihrem privaten Umfeld oft richtig.

Das ist glaubwürdig und wirksam.

Wie verläuft die Ausbildung?

Unsere Azubis durchlaufen alle Abteilungen: von der

Rohstoffvorbereitung, über die Verarbeitung inklusive dem

Rüsten von Maschinen bis zu dem Punkt, an dem die küchenfertigen

Produkte das Werk verlassen.

Und natürlich springen sie auch mal ein, wenn Not am Mann

ist. Das machen wir alle.

Foto: Rügenwlder Mühle

Wie werden die

Lehrlinge in den

Betrieb eingebunden?

Eingesetzt werden die

Lehrlinge in der Frühschicht,

das heißt sie

arbeiten von 6 bis 15 Uhr. Erst

Jörg Albers

lernen sie die jeweilige Abteilung kennen, dann verrichten

sie eigenverantwortlich übertragene Aufgaben.

Natürlich steht ihnen dabei immer ein definierter

Ansprechpartner zur Seite.

Ausbildungsleiter

Welche Tipps können Sie potenziellen Bewerbern

mit auf den Weg geben?

Schulnoten spielen für uns nicht die Hauptrolle, aber rechnen

sollte man können und technisches Verständnis mitbringen.

Ansonsten ist eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

wichtig. Wir legen Wert auf ein selbstsicheres Auftreten

und Begeisterung für den

Beruf.

www.ruegenwalder.de

Rainer Fürste, Geschäftsführer FEPA GmbH

44

Welche Perspektiven bietet die Ausbildung

als Maurer?

Gute Maurer werden im Landkreis Ammerland gesucht. Das

gilt sowohl für junge Fachkräfte als auch für „alte Hasen“ mit

viel Erfahrung.

Was macht den Beruf so interessant?

Erst einmal wechseln die Baustellen und die Kunden – und

damit natürlich auch die Anforderungen. Dann

gibt es stetig Produktinnovationen. Techniken

Geschäftsführer

verändern sich. Da muss man schon neugierig

sein und am Ball bleiben.

Viele junge Leute haben Angst, dass in

der kalten Jahreszeit eine Entlassung

droht…

Das ist in der Regel nicht mehr der Fall. Es gibt das sogenannte

Saison-Kurzarbeitergeld. Dabei bleiben die Beschäftigungsverhältnisse

auch bestehen, wenn es zu saisonbedingtem Baustopp

kommt.

Was sollte ein Maurer-Azubi mitbringen?

Er oder sie sollte sich für den Beruf interessieren. Außerdem

braucht man Biss, sollte körperlich fit und beweglich sein und

eine gute Ausdauer besitzen. Am besten ist es, den Beruf

durch ein Praktikum

kennenzulernen.

Dann

kann man für

sich abschätzen,

ob die Arbeit auf

dem Bau das

Richtige ist.

Foto: FEPA GmbH

Welche

Einsatzgebiete

gibt es nach der

erfolgreich

absolvierten

Gesellenprüfung?

Natürlich ist es gut, als junge Fachkraft erst einmal Berufserfahrung

zu sammeln. Dann stehen je nach Talent und

Interessensgebiet viele Wege offen. Man kann Karriere direkt

auf dem Bau machen, zum Beispiel als Kolonnenführer oder

sogenannter „Flick“. Das sind unsere Spezialkräfte, die eigentlich

alles können und auch ausrücken, wenn es brennt. Oder

man zeigt Interesse für Organisation und Kalkulation – dann

wechselt man vielleicht irgendwann ins Büro.

Rainer Fürste

www.fepa.de


Emke Emken, Geschäftsführer des Bau ABC in Rostrup

Geschäftsführer

Herr Emken, was macht die Arbeit im Handwerk für

Sie so spannend?

Es ist einfach ein abwechslungsreiches Berufsfeld. Jeder

Arbeitsauftrag ist anders, es bieten sich stetig neue Herausforderungen.

Und man muss sich immer vor Augen führen: In

allem, was einem im Alltag begegnet, steckt Handwerk drin.

Ohne das Handwerk geht es einfach nicht.

Hier im Bau ABC übernehmen Sie die überbetriebliche

Ausbildung für die Bauwirtschaft, sehen also Azubis

vieler Gewerke. Was fällt Ihnen auf?

Erfolgreich sind die jungen Leute, die sich vorher mit dem Beruf

auseinandergesetzt haben und dadurch eine Ausbildung absolvieren,

die sie gerne machen.

Was raten Sie also angehenden Azubis?

Machen Sie eine Potenzialanalyse, konzentrieren Sie sich

auf Ihre Stärken und dann stellen Sie sich die entscheidende

Frage: Was ist für mich eine befriedigende

Tätigkeit? Die sich ergebenen Berufe kann man dann

anhand von Praktika kennenlernen. Das können auch

ganz unterschiedliche Berufe sein.

Welche weiteren Vorteile bieten die Praktika?

Man lernt die potentiellen Arbeitgeber kennen. Damit grenzt

man automatisch nicht nur die passenden Berufe ein, sondern

bekommt ein Gespür dafür, ob der Betrieb auch der richtige ist,

ob man dort reinpasst.

Welchen Schulabschluss braucht man für eine Lehre im

Handwerk?

Das ist tatsächlich ganz

unterschiedlich. Im Allgemeinen

lässt sich sagen,

dass durch den Einsatz

von digital gesteuerten

Maschinen neben handwerklichem

Geschick auch

zunehmend Anwendungsintelligenz

gefragt ist. Diese

ist aber unabhängig von

einem Schulabschluss. Immer

wieder höre ich, dass

vermeintlich lernschwache

Schüler im praktischen Unterricht

aufblühen und über dieses Arbeiten beispielsweise auch

Berechnungen auf einmal anwendungsspezifisch keine Hürde

mehr darstellen. Und das ist es, was am Ende der Ausbildung

gefragt ist: handlungsorientierte Facharbeiter, die im Alltag

bestehen.

Welche Wege stehen Gesellen nach ihrem Abschluss

offen?

Zuerst einmal: seinen Beruf weiter mit Freude auszuüben. Die

Übernahmechancen sind gut. Wer sich weiterbilden möchte,

hat mit dem Gesellenbrief praktisch eine Fahrkarte in der

Hand. Man darf nicht vergessen: mit Hauptschulabschluss plus

bestandener Lehre hat man gleich noch den Realschulabschluss

in der Tasche. Man kann auch seinen Meister

machen, danach sogar noch studieren.

Foto: Bau ABC

Emke Emken

www.

bauausbildung.com

Rieke Ehlers (18), Auszubildende zur Maurerin bei Fepa

Frauen sind im Maurerhandwerk

nach wie vor

selten. Was hat Sie dazu

bewogen, diesen Beruf zu

ergreifen?

Ich habe den Beruf zum ersten

Mal bei der Potenzialanalyse

im Bau ABC in Rostrup wahrgenommen.

Ich fand ihn ganz

einfach interessant. Daraufhin

habe ich mein Schulpraktikum

bei Fepa gemacht. Das hat mich

dann überzeugt. Danach habe

ich mich kurzerhand um eine

Lehrstelle beworben und es hat

geklappt.

Rieke Ehlers

Gibt es in Ihrer Familie oder

bei Freunden Vorbehalte

gegen diese Entscheidung?

Naja, man muss sich ab und zu mal nen dummen Spruch von

Bekannten gefallen lassen. Aber meine Familie und Freunde

haben mich durchweg unterstützt.

Ihr erstes Lehrjahr absolvieren Sie als Berufsfachjahr

komplett in der Schule. Wie ist das so?

Foto: Tina Thüer

Die Schule bestätigt absolut

mein Berufsbild. Das ist genau

das, was ich machen will. Wir

haben zu 60 Prozent Praxis und ich fühle mich

gut auf das 2. Lehrjahr im Betrieb vorbereitet.

Worauf freuen Sie sich besonders, wenn

Sie mit der Praxis starten?

Klingt jetzt komisch, aber: aufs Mauern. Das

man einfach sieht, wie etwas entsteht. Wenn

einem die Tagesleistung vor Augen steht.

Und natürlich auf die Arbeit mit den

Kollegen. Man lernt noch mehr dazu, ist

mittendrin und schafft gemeinsam was.

Was können Sie anderen Frauen mit

auf den Weg geben, die auch diesen

Berufsweg einschlagen wollen?

Einfach nicht auf Vorbehalte hören, sondern machen.

Der Beruf ist als Frau gut zu schaffen, man sollte allerdings körperlich

fit und beweglich sein und Ausdauer mitbringen. Bei

schweren Arbeiten gibt es technische Hilfsmittel und Kollegen,

die helfen – das wuppt man gemeinsam. Wenn man also

Interesse hat, einfach

ausprobieren!

www.fepa.de

Auszubildende

45


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Uns interessieren weniger Deine Schulnoten!

Berufe in der Bauwirtschaft sind vielseitig, modern und

zukunftsorientiert

Insgesamt bilden in Deutschland über 16 000 Baubetriebe in

einem oder mehreren der vielen Berufe in der Bauwirtschaft

aus. Egal ob Hoch-, Tief- oder Ausbau und egal, in welchem

Baubetrieb Du Deine Ausbildung machst, Du kannst Dir sicher

sein, fundiertes Wissen und solides Handwerk im Betrieb

und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum zu erlernen.

Es wird Dich beruflich und persönlich bereichern. Und vielleicht

stehst Du irgendwann vor einem baulichen Meisterwerk

und kannst sagen: „Das habe ich mitgebaut!“

Entdecke Deinen Beruf

Die Bauwirtschaft bietet eine Vielzahl von Ausbildungsberufen,

die für junge Frauen und Männer attraktiv sind. Gute

Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten machen

es möglich, später eventuell auch einen eigenen Betrieb zu

führen. Moderne Technik und Materialien haben das Berufsbild

in der Bauwirtschaft nachhaltig verändert. Neue Verfahren,

wie z. B. das energieeffiziente Bauen, der Einsatz digital

gesteuerter Baumaschinentechnik, die Arbeit mit elektronischen

Planungs- und Dokumentationsmitteln sowie ausgeprägte

Systeme zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz

machen diesen Wirtschaftszweig immer interessanter.

Hier ist eine Auswahl der Ausbildungsmöglichkeiten,

die auf Dich warten:

Bauwerke faszinieren Dich?

Ausbau: Zimmerer/Zimmerin, Fliesen-, Platten- und

Mosaikleger/-in, Trockenbaumonteur/-in, Wärme-, Kälteund

Schallschutzisolierer/-in

Hochbau: Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in,

Bauwerksmechaniker/-in

Du arbeitest gerne draußen?

Tiefbau: Straßenbauer/-in, Rohrleitungsbauer/-in,

Kanalbauer/-in, Brunnenbauer/-in, Spezialtiefbauer/-in,

Gleisbauer/-in

Ohne Technik geht bei Dir nichts?

Baumaschinentechnik: Baugeräteführer/-in, Land- und

Baumaschinenmechatroniker/-in

Du planst und organisierst gern?

Technisch/Kaufmännisch: Bauzeichner/-in, Kaufmann/

-frau im Groß- und Außenhandel, Kaufmann/-frau für

Büromanagement

46


Wir wollen Deine Talente weiterentwickeln!!!

Diese Ausbildungsberufe bieten Bauunternehmen auch im

Ammerland und in den umliegenden Regionen an.

Schulische Voraussetzungen: Alle Schulabschlüsse, von der

Förderschule, Hauptschule, Realschule bis zum Gymnasium,

berechtigen zur Teilnahme an der Ausbildung in einem der

aufgeführten Berufe.

Abschluss inklusive: Mit dem Hauptschulabschluss und dem

erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung wird der

Sek-I-Abschluss erreicht! Damit steht der Karriere im Berufsleben

mit einem sicheren Arbeitsplatz bei sehr guter Bezahlung

nichts mehr im Weg.

Ausbildungsvergütung: Bis zu 1.410,– € im 3. Ausbildungsjahr,

somit Platz 1* der bestbezahltesten Ausbildungsberufe

(*Quelle: Bundesinstitut für berufliche Bildung/www.bibb.de/Datenbank von 181 Ausbildungsberufen)

Über die Sozialkasse der Bauwirtschaft gibt es zusätzlich kostenlose

Lehrgänge (37 Wochen über 3 Jahre) und eine Zusatzrente

sowie entsprechende Sozialleistungen. Dies bietet

kein anderer Ausbildungsberuf!

Duales Studium: Wer den schulischen Abschluss für ein Studium

erworben hat, kann z. B. auch ein Duales Studium in

der Bauwirtschaft absolvieren. Dabei werden ein vollwertiger

Weitere Informationen kannst Du unter

www.bauausbildung.com erfahren:

Berufsabschluss und ein Bachelorabschluss erworben. Ein

Duales Studium in der Bauwirtschaft ist auch finanziell interessant,

da während der gesamten Dauer entweder die attraktive

Ausbildungsvergütung und während der Studienzeit eine

fest vereinbarte Studienvergütung durch das Bauunternehmen

gezahlt wird.

Sofortige Weiterbildung ist nach der Ausbildung in Stufen

möglich: Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier oder auch

eine komplette Meisterausbildung.

Unsere Benefits für Euch

• Guter Beruf

• Gutes Geld

• Gute Perspektiven

Bau-ABC Rostrup – Bildungszentrum der Bauwirtschaft

Virchowstraße 5 I 26160 Bad Zwischenahn I Tel. 04403 9795-0 I info@bau-abc-rostrup.de

Deine Startseite in die Bau-Ausbildung: www.bauausbildung.com

47


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Seien Sie ein Teil eines großartigen Teams!

Ripken ist eine familiengeführte Bäckerei in vierter Generation,

in der noch in traditioneller Art aber auch mit moderner

Technik gebacken wird. Die Holzofenbäckerei bildet in folgenden

Berufen aus:

Fachverkäufer/-in – Lebensmittelhandwerk (Bäckerei):

Sie sind das Gesicht unserer Bäckerei und stehen im direkten

Kontakt zum Kunden.

Bäcker/-in: Sie stellen den Teig selbst her, formen ihn mit den

Händen, backen ihn und schmecken das selbst hergestellte

Brot. Besonderheit bei uns ist die Kunst des Holzofenbackens.

Konditor/-in: Sie versüßen den Kunden den Tag mit Torten,

Teegebäck und arbeiten täglich mit frischen Rohstoffen.

Kaufmann/-frau für Büromanagement: Kostenrechnungen,

Kalkulation und Buchführung gehören ebenfalls zu den

täglichen Arbeiten eines Bäckereibetriebes.

Fachkraft für Lagerlogistik (m/w): Sie nehmen Ware an,

kommissionieren und liefern aus. Sie arbeiten eng mit dem

Büro-Team zusammen.

www.baeckerei-ripken.de

Ripken Holzofenbäckerei

Tiegelstraße 1 I 26689 Apen-Augustfehn

Tel. 04489 405690 I info@baeckerei-ripken.de

Herzlich Willkommen bei der Claus-Unternehmensgruppe

„Frische und allerbeste Qualität“ – das ist das Motto der

Claus-Unternehmensgruppe seit 1986. Als traditionelles

Familienunternehmen aus dem Ammerland sind wir auf den

europaweiten Geflügel-Großhandel und die Feinzerlegung

spezialisiert. Namhafte deutsche und internationale Produktionsbetriebe

zählen zu unseren Kunden.

Frisch-Geflügel Claus GmbH liefert hochwertiges Geflügel.

Das vielfältige Produktsortiment finden Sie auf den lokalen

Wochenmärkten der Region sowie in ausgewählten Frischeund

SB-Theken im Supermarkt. Profitieren auch Sie von

unserer leistungsstarken Kühlflotte und unserem Knowhow

im Logistikbereich. Ohne Umweg zum Erfolg und

immer die Frische im Blick.

Wir bilden aus:

Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel

Bürokauffrau/-mann

Kauffrau/-mann für Spedition- und Logistik-

Dienstleistungen

Berufskraftfahrer/-in

www.claus-frischgefluegel.de

Claus-Unternehmensgruppe I Friesenstraße 10 I 26655 Westerstede

Tel. 04488 86031-50 I info@claus-frischgefluegel.de I www.claus-frischgefluegel.de

Bei Interesse Bewerbung an: bewerbung@claus-frischgefluegel.de oder Tel. 04488 86031-58

48


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Werde Teil eines starken Teams!

Bestimmt hast Du schon als Kind gerne unsere Pommersche

Leberwurst oder Rügenwalder Teewurst gegessen oder vor

kurzem mal unsere neuen vegetarischen Produkte probiert.

Hinter allen unseren leckeren Lebensmitteln steht ein starkes

Team und wir suchen Dich als tatkräftige Unterstützung.

Wir sind einer der bekanntesten Lebensmittelhersteller in

Deutschland, schon über 180 Jahre alt und ein Familienunternehmen.

Immer wieder bringen wir mit außergewöhnlichen

neuen Produkten oder Verpackungen Bewegung in

den Markt. Dabei liegen uns unsere Mitarbeiter besonders

am Herzen. Denn jeder Einzelne leistet einen maßgeblichen

Beitrag zu unserem Erfolg. Bei uns in Bad Zwischenahn sind

rund 575 Kollegen in verschiedenen Bereichen von der

Forschung & Entwicklung über die Produktion und Technik bis

hin zum Vertrieb beschäftigt.

Wir möchten weiter wachsen und die Verbraucher mit noch

mehr leckeren Produkten begeistern – dafür suchen wir immer

nach talentierten Köpfen mit frischen Ideen. Als starker Ausbildungsbetrieb

bieten wir seit über 60 Jahren Auszubildenden

eine aussichtsreiche Zukunftsperspektive.

Junge Menschen mit gutem Schulabschluss können sich bei uns

um einen Ausbildungsplatz in folgenden Berufen bewerben:

• Fleischer/-in

• Fachkraft für Lebensmitteltechnik (m/w)

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

• Mechatroniker/-in

• Industriekaufmann/-frau

• Fachinformatiker/-in für Systemintegration

Werde auch Du Teil eines starken Teams und

bewirb Dich direkt über unsere Homepage

www.ruegenwalder.de!

Unsere Benefits für Euch

• Familiäres, freundliches Betriebsklima

• Sehr gute Übernahmechancen

• Individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten

und Aufstiegschancen

• Betriebssport und Hansefit Firmenfitness

• Betriebliche Altersvorsorge

Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG

Ansprechpartnerin Ausbildung:

Julia Bergmann I Tel. 04403 66-110

49


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Willkommen bei FEPA Wohnbau

Seit unserer Gründung im Jahr 1976 haben wir uns weit über

das Ammerland hinaus einen ausgezeichneten Ruf als „der“

Spezialist für professionelles Bauen erworben. Wir verfügen

über ein umfassendes Know-How im schlüsselfertigen Bau

von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Ebenso gehören der Bau

von Miets- und Geschäftshäusern, Bürogebäuden und anderen

gewerblichen Bauten sowie Sanierungs- und Umbauarbeiten

zu unserem Tätigkeitsfeld. Unser umfangreiches

Wissen und unsere Erfahrung ermöglichen den Traum vom

eigenen Haus.

Weitere Infos auf unserer Homepage

www.fepa.de

Darüber hinaus sorgen wir für kompetenten Nachwuchs

im Handwerk. Wir bilden kontinuierlich im Berufsfeld

Maurer/-in und temporär auch Bauzeichner/-in aus.

Hast auch Du Lust auf eine interessante Ausbildung in einem

kreativen Team, dann schick uns jetzt Deine Bewerbung. Wir

freuen uns auf Dich! Dein Team von FEPA-Wohnbau

FEPA-Wohnbau Apen GmbH I An der Wiek 17 I 26689 Apen

Tel. 04489 9588-30 I rfuerste@fepa.de I www.fepa.de

Ansprechpartner Ausbildung: Rainer Fürste I Tel. 04489 9588-24

High Quality Steel

Wir sind ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der

Edelstahlverarbeitung. Unser Leistungsspektrum umfasst die

Herstellung von Systemkomponenten bis hin zu kompletten

Prozessanlagen für die Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie.

Wir bilden aus:

Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w)

Es wartet auf Sie eine interessante, vielseitige Ausbildung in

verschiedenen Fachabteilungen. Als Auszubildende(r) lernen

Sie unterschiedliche Fertigungsverfahren kennen, angefangen

beim Laserzuschnitt, über die Blechumformung bis zum

Fügen mit verschiedenen Schweißverfahren.

Anforderungsprofil

• Teamfähigkeit • Leistungsbereitschaft

• Handwerkliches Geschick

• Technisches Verständnis

Weitere Infos auf unserer Homepage

Klarmann Edelstahlverarbeitung GmbH I Willerfang 2 I 26655 Westerstede/Ocholt

Tel. 04409 9288-0 I info@klarmann-edelstahl.de I www.klarmann-edelstahl.de

Ansprechpartner Ausbildung: Wilfried de Vries I Tel. 04409 9288-14

50


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Tischler/Tischlerin – anders als Du denkst?!

Die Dringenburger Interieur GmbH produziert anspruchsvolle

Laden- und Objekteinrichtungen, zum Beispiel für internationale

Modemarken, Juweliere, Hotels, Büros und für die

Gastronomie. Aus dem Ammerland gehen unsere Produkte in

die ganze Welt.

Wir arbeiten mit durchgängiger EDV-Unterstützung, 2D und

3D Konstruktionen und schnittstellenunterstützter Arbeitsvorbereitung.

Fachliche Kompetenz, innovative Ideen, ethisches

Handeln, Kundenorientierung und Teamgeist sind die Werte,

die unseren Erfolg nachhaltig begründen. Fast ausnahmslos

haben unsere hochqualifizierten Fachkräfte als Auszubildende

in unseren Unternehmen begonnen.

Ausbildung

Wir bilden zum Tischler / zur Tischlerin im Handwerk aus.

Handwerkliches Geschick und Interesse sind da natürlich

Grundvoraussetzung. Da wir ein hochmoderner, technisierter

Fertigungsbetrieb sind, sollte auch eine gewisse Affinität für

EDV und Technik vorhanden sein. Offenheit und Teamgeist

sind wichtige Eigenschaften, die Du mitbringen solltest. Wir

bieten darüber hinaus optimale Entwicklungschancen und

schätzen darum Engagement und Eigeninitiative.

Perspektiven

Die klassische Ausbildung im Tischlerhandwerk in einem hochmodernen

Betrieb wie den Dringenburgern bietet mehr

Entwicklungschancen, als Du vielleicht denkst! Nach der

Ausbildung besteht bei uns die Möglichkeit, sich für die

Arbeitsvorbereitung zu qualifizieren. Kontinuierliche Teilnahme

an Weiterbildungsseminaren für die aktuellsten Softwareprogramme

wird von uns voll unterstützt.

Hochqualifizierte Fachkraft in der Fertigung, Tischlermeister/in,

Holztechniker/in, Ingenieur/in, Maschinenbauingenieur/in,

Architekt/in, Interior Designer/in sind

Berufswege, die Du einschlagen kannst.

Weitere Infos unter: www.dringenburger.de

Unsere Benefits für Euch

• Praktika für den ersten Einblick

• Moderner Ausbildungsplatz

• Starkes Team

• Hohe Übernahmechancen

• Sehr gute Zukunftsperspektiven

Dringenburger Interieur GmbH

Oldenburger Landstr. 2b I 26215 Wiefelstede/Dringenburg

Tel. 04458 9119-50 I zentrale@dringenburger.de

51


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Wir sorgen für den richtigen Durchblick

Fensterbau Eeten liefert und montiert Fenster, Türen,

Rollläden, Markisen und Insektenschutz-Systeme. Dazu gehören

auch Energiespar- und Schallschutzfenster.

Fast alle Kundenwünsche können bei uns erfüllt werden.

Vom Aufmaß bis zur Endmontage – wir bieten alles aus

einer Hand. Die Besonderheit: Wir arbeiten ausschließlich

mit Kunststoff, der ist nicht nur robust und pflegeleicht,

sondern auch in den unterschiedlichsten Farben und

Designs erhältlich.

Haben wir dein Interesse geweckt, dann bewirb dich für den

Ausbildungsberuf:

Rolladen- und Sonnenschutzmechatroniker (m/w).

Auf der Seite www.eeten-fensterbau.de/jobs kannst du dich

in einem Film über das Berufsbild informieren.

Wir freuen uns auf deine aussagekräftige Bewerbung per

E-Mail an die info@eeten-fensterbau.de oder schriftlich an

die untenstehende Adresse.

www.eeten-fensterbau.de/jobs

Fensterbau Eeten I Karl-Fischer-Straße 2 I 26215 Wiefelstede-Metjendorf

Tel. 0441 39018770 I info@eeten-fensterbau.de I www.facebook.com/Fensterbau.Eeten

Ansprechpartnerin Ausbildung: Andrea Eeten

Wir suchen Verstärkung!

Die Liepert Blitzschutz GmbH ist ein mit Hauptsitz in Rastede

ansässiges Familienunternehmen, das sich seit seiner

Gründung vor mehr als einem Vierteljahrhundert zu einer

festen Größe der Branche entwickelt hat.

Mit 90 Mitarbeitern und insgesamt sieben Niederlassungen

im ganzen Bundesgebiet bietet das Unternehmen gewerblichen

und privaten Kunden ein breites Leistungsportfolio im

Bereich Blitzschutz und hochwertigen Service.

Qualität steht an erster Stelle. Damit diese dauerhaft

gewährleistet werden kann, investiert Liepert in erstklassig

Weitere Informationen auf

unserer Homepage

qualifiziertes Personal und eine moderne Betriebsausstattung.

Dazu zählen die Montagefahrzeuge, hochwertige

Arbeitsmaterialien, zukunftsweisende Technik und ein innovatives

Bürosystem.

Gerade für diesen Bereich sucht der Spezialist Auszubildende

für den Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement.

Liepert Blitzschutz GmbH I Klinkerstraße 14 I 26180 Rastede

Tel. 04402 92909-0 I info@blitzplanung.de I www.blitzplanung.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Frau Anja Zytur

52


UNTERNEHMENSPORTRÄT

LOBO Türen – Deine Zukunft in einem wachsenden Unternehmen

LOBO Türen zählt zu den führenden deutschen Großhändlern

im Bereich Innentüren. Seit mehr als 25 Jahren liefert

unser mittelständisches Familienunternehmen deutschlandweit

jährlich rund 200 000 Innentüren, Glastüren und Funktionstüren.

Etwa 60 Mitarbeiter kümmern sich um die

Abläufe vom Einkauf der Waren über die fachgerechte

Lagerung bis hin zum Versand an die Kunden.

Ausbildung bei LOBO

Jedes Unternehmen ist so gut wie seine Mitarbeiter. Um für

die Anforderungen unserer Kunden bestens ausgerüstet zu

sein, bilden wir unser Fachpersonal für die unterschiedlichen

Abteilungen selbst aus, unter anderem in den Bereichen

• Kauffrau/-mann für Bürokommunikation

• Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

• Informatikkauffrau/-mann

• Fachinformatiker/in (Fachrichtung Systemintegration)

• Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien

Perspektiven

Neben deiner ausbildenden Abteilung wirst du auch alle

anderen Sparten des Unternehmens durchlaufen: Lager,

Vertrieb, Einkauf, Finanzbuchhaltung und die Marketing-

Abteilung. Lerne in einem freundlichen und angenehmen

Arbeitsumfeld mit offenen Ohren für deine persönlichen

Wünsche. Neben der Förderung deiner beruflichen Weiterentwicklung

bieten wir sehr gute Übernahmechancen in

unser Unternehmen nach deiner erfolgreich abgeschlossenen

Ausbildung.

Ausführliche Infos zu den einzelnen Berufen

sowie weitere wichtige Angaben findest du

hier: www.lobo-tueren.de/ausbildung.

Unsere Benefits für Euch

• Förderung der beruflichen Weiterbildung

• Moderne Arbeitsplätze in einem

angenehmen Arbeitsumfeld

• Hohe Übernahmechancen nach

erfolgreichem Abschluss

LOBO Türen GmbH I Bokeler Landstraße 10 I 26215 Wiefelstede

Tel. 04402 6900-0 I info@lobo-tueren.de

Ansprechpartner/innen Ausbildung: Jens Ruge, Dennis Fröhlich, Petra Lothringer, Insa Richter

53


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Grüne Berufe

STARK!

Berufs-Video im Netz

von BERUFE.TV

Gärtner/-in

Gärtner werden – ein Grüner Beruf

mit Anspruch

Wer sich für den Beruf Gärtner entscheidet, macht die Welt ein

wenig grüner und schöner. Denn Gärtner ziehen Pflanzen,

gestalten Gärten, Parks und Balkone und bauen Obst und

Gemüse an. Je nach Fachrichtung kommt es dabei besonders

auf Naturverständnis, Kreativität, Technikbegeisterung oder den

sicheren Umgang mit Kunden an.

Ein krisensicherer Beruf im Ammerland

Eine Ausbildung in diesem „Grünen Beruf“ ist nicht nur vielseitig,

sie hat auch Zukunft. Das Ammerland ist eines der größten

Anbauzentren für Baumschulpflanzen in Europa. Ein sehr

großer Teil der Pflanzen in privaten Gärten sowie öffentlichen

Parks und Grünanlagen in Deutschland und Europa ist hier im

Ammerland gewachsen.

Beste Karrierechancen durch Weiterbildung

Nach dem Berufsabschluss warten zahlreiche Fort- und

Weiterbildungsmöglichkeiten, die gute Berufsaussichten versprechen.

Neben der typischen Techniker- und Meisterprüfung

bieten sich zahlreiche Studiengänge an. Die Ausbildung ersetzt

hierbei das erforderliche Praktikum und vermittelt praktisches

Verständnis. Das hilft während des Studiums und auch bei der

anschließenden Stellensuche. Aber auch im Ausland, beispielsweise

in der Entwicklungshilfe, ist deutsches Gärtnerwissen

gefragt.

Insiderwissen

Michaela Hahn (20), Auzubildende zur Gärtnerin,

Fachrichtung Baumschule bei Diderk Heinje

Auszubildende

Wie sind Sie darauf gekommen, eine Ausbildung als

Gärtnerin zu machen?

Meine Eltern haben einen Garten-Landschaftsbau-Betrieb in

Sachsen. Der grüne Daumen wurde mir quasi in die Wiege

gelegt. Die Ausbildung ist für mich der Grundstein zu einem

weiterführenden Studium der Landschaftsarchitektur. Danach

möchte ich gerne im Ausland Erfahrungen sammeln, um dann

eventuell den elterlichen Betrieb zu übernehmen oder in ganz

andere Fußstapfen zu treten.

Hatten Sie vorher noch andere Ideen?

Zuerst wollte ich direkt nach dem Abitur Biotechnologie

studieren und anschließend in die Forschung gehen. So

ganz kann ich mit diesem Traum auch noch nicht

abschließen. Wir werden sehen.

Ist Gärtner ein anstrengender Beruf?

Natürlich arbeiten wir körperlich. Aber das ist auch als Mädel

gut zu schaffen. Die ganz schweren Arbeiten übernehmen für

uns Maschinen wie Stapler und Ballenstechmaschinen.

Was gefällt Ihnen am Beruf des Gärtners besonders?

Die Arbeit draußen. Wir veredeln und kultivieren Pflanzen – wir

pflegen genauso das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit wie wir

selber Neues schaffen. Das macht stolz. Ansonsten gefällt mir

besonders, dass es ein Beruf ist, in dem vor allem der Wille

zählt. Wenn du Gas gibst, kannst du richtig was erreichen.

Egal, welchen Schulabschluss man

mitbringt.

Wie ist die

Ausbildung

strukturiert?

Einmal in der

Woche habe ich

Schule, den Rest

verbringe ich im

Betrieb. Hier rotiere

ich durch die

Abteilungen und

lerne regelmäßig

etwas Neues kennen.

Auch als Azubi

bin ich voll integriert,

übernehme

eigenständig Aufgaben und Verantwortung. Dabei habe ich

immer einen Ansprechpartner, der bei Fragen für mich da ist.

Dazu bin ich Mitglied bei den Junggärtnern. Jede Woche

besichtigen wir einen Betrieb in der Region. Das ist superspannend

und bringt mir unheimlich viel.

Foto: Tina Thüer

Michaela Hahn

Gibt es etwas, was Ihnen an diesem Beruf nicht gefällt?

Gewitter mit Hagel! Aber das geht dann auch schnell wieder

vorbei und weiter geht’s.

54


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Zukunft für Dich – Zukunft für die Umwelt

Der Baumschulgärtner ist der größte unter den Gärtnern.

Seine „Sprösslinge“ werden 30 Meter hoch und größer, 100

Jahre alt und noch älter. In der Region Oldenburg-

Ostfriesland haben Baumschulen eine lange Tradition. Klima

und Böden sind wie geschaffen für die Anzucht verschiedenster

Gehölze – angefangen bei kleinen Ziersträuchern für

den Vorgarten bis hin zu Bäumen für Parks und Grünanlagen

in den Städten. Die unendliche Vielfalt der produzierten

Pflanzen wird in ganz Deutschland, dem europäischen

Ausland und teilweise auch weltweit vermarktet.

Die Arbeit in den Baumschulen hat sich im Laufe der Jahre

stark verändert. Wurden früher die meisten Tätigkeiten von

Hand erledigt, so kommen heute moderne Maschinen zum

Einsatz.

Ausbildung zum/zur Baumschulgärtner/-in

Baumschulgärtner gestalten aktiv unsere Umwelt! Wer

gerne draußen in der Natur arbeiten möchte und Interesse

an seiner Umwelt hat, für den bietet diese Ausbildung eine

spannende Tätigkeit mit vielen Facetten. Baumschulgärtner

planen die Kultur von Gehölzen von der Jungpflanze bis zum

Verkauf. Sie teilen Flächen ein, bearbeiten und pflegen den

Boden. Die verschiedensten Gehölze werden vermehrt und

veredelt, ihr Wachstum wird gesteuert, kontrolliert und

dokumentiert. Die kultivierten Pflanzen werden gerodet, sortiert

und gekennzeichnet, transportiert und für den Versand

verpackt. Bei der Arbeit helfen Maschinen und technische

Geräte, die bedient und gewartet werden müssen. Auch die

Präsentation und der Verkauf der Gehölze gehört zu den

Tätigkeiten eines Baumschulgärtners. Dafür müssen Kunden

im Einzel- und Großhandel beraten werden.

www.meineoldenburger.de

Unsere Benefits für Euch

• Sehr gute Übernahmechancen

• Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Bund deutscher Baumschulen, Landesverband Weser-Ems e.V.

Kolberger Straße 20 I 26655 Westerstede I Tel. 04488 77712 I info@bdb-weser-ems.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Cornelia Lüttmann

55


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Ein Familienunternehmen mit einer großen Leidenschaft für Pflanzen

Die Baumschule Bruns bietet auf einer über 500 Hektar großen

Produktionsfläche ein breitgefächertes Sortiment an

hochwertigen Pflanzen.

Unser Ausbildungsangebot:

• Gärtner/-in Fachrichtung Baumschule

• Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

• Duales Studium Gartenbau (Bachelor of Science)

Unsere Extras: zusätzlicher innerbetrieblicher Unterricht

(theoretisch und praktisch) • frühzeitige Prüfungsvorbereitung

• Fachexkursionen • Mitarbeit auf Fachmessen

www.bruns.de/karriere

Außerdem…

• sehr gute Übernahmechancen

• Azubiprojekte und gemeinsame Veranstaltungen

• als Gärtner-Azubi oder dualer Student statten wir dich mit

hochwertiger Arbeitskleidung, Werkzeug und wichtiger

Fachliteratur aus und finanzieren dir deinen Gabelstaplerführerschein

• wir sponsern dir die Mitgliedschaft bei den Junggärtnern

• eine Azubibibliothek steht dir zur Verfügung

BRUNS Pflanzen I Johann-Bruns-Allee 1 I 26160 Bad Zwischenahn

h-j.laabs@bruns.de I www.bruns.de

Ansprechpartner Ausbildung: Hans-Joachim Laabs I Tel. 04403 601-228

Hilf uns dabei, die Welt grüner zu machen!

Interessierst Du dich für Natur und Umwelt, aber auch für

Technik und Maschinen? Möchtest du lernen, wie aus zarten

Pflänzchen große Bäume und Sträucher werden?

Dann komm zu uns und mach deine Ausbildung als

Gärtner/-in – Fachrichtung Baumschule.

In 3 Jahren gehst du bei uns durch alle Abteilungen und

lernst alles kennen – vom Einpflanzen bis zum Versand der

Pflanzen. Unser junges Mitarbeiterteam hiflt dir dabei.

Mehr Informationen findest Du unter

www.hinrichs-pflanzen.de oder bei Facebook

Hinrichs Pflanzen ist ein zukunftsorientierter Familienbetrieb

in Edewecht. Wir produzieren auf eigenen Flächen

ein großes Pflanzensortiment zur kompletten Belieferung

von Gartencentern in ganz Deutschland und Europa. Laubund

Nadelgehölze von klein bis groß, Heckenpflanzen,

Hausbäume sowie Rhododendron wachsen gesund und

munter sowohl im Container als auch im Freiland.

Hinrichs Pflanzen I Hübscher Berg 5 I 26188 Edewecht

Tel. 04497 921230 I info@hinrichs-pflanzen.de

Ansprechpartner Ausbildung: Hajo Hinrichs I hajo.hinrichs@hinrichs-pflanzen.de

56


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Heinje macht Schule

Ausbildung zum Baumschulgärtner

Gegründet am 1. Juli 1972 produzieren wir mittlerweile mit

fast 120 Mitarbeitern auf ca. 55 ha Containerfläche und 45 ha

Freilandfläche. Unser besonderer Service und die hervorragende

Qualität unserer Produkte tragen dazu bei, dass wir

uns zu einem der größten Containerbetriebe Deutschlands

entwickelt haben. Wir haben uns als Vollsortimentslieferant

für erstklassige Baumschulware einen Namen gemacht.

Anfang 2014 riefen wir die Initiative GREEN up ins Leben. Ein

Programm, das die Auszubildenden und die Ausbildungsinhalte

stärker in den Fokus rückt. Für die Ausbildung zur

Gärtnerin bzw. zum Gärtner, Fachrichtung Baumschule, solltest

du mindestens einen guten Oberschulabschluss mitbringen.

Der Baumschulgärtner ist ein abwechslungsreicher Beruf.

Das erlernst du: Gehölze vermehren und veredeln, Gehölze

von der Jungpflanze bis zur fertigen Verkaufsgröße kultivieren,

ihr Wachstum steuern und kontrollieren, Maschinen

bedienen und Pflanzen für den Verkauf vorbereiten.

3 Jahre lang bereiten wir dich mit unserem riesigen

Pflanzensortiment und innerbetrieblichen Schulungen in den

unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen optimal auf deine

berufliche Karriere vor. Deine Ausbildung findet im Betrieb

und in der Berufsschule statt. Als Mitglied im Bonusprogramm

GREEN up wird dein Wissen gefördert und

du wirst von Anfang an ins Team eingebunden. Dieser Einsatz

zahlt sich monatlich in Form eines zusätzlichen Entgelts

aus.

Interesse geweckt? Dann bewirb dich jetzt.

www.heinje.de

Unsere Benefits für Euch

Starte mit GREEN up in deine Zukunft!

• Dein Einsatz wird extra belohnt

• Abwechslungsreicher Alltag

• Super Weiterbildungsmöglichkeiten

Diderk Heinje Pflanzenhandelsges. mbH & Co. KG

Rüsseldorf 6 | 26188 Jeddeloh 1 I Tel. 04486 9283-0 I baumschule@heinje.de

Ansprechpartner Ausbildung: Sebastian Heinje

57


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Dienstleistungen/Handel

Deutschland hat sich bedingt durch den

Strukturwandel verstärkt von der Industriehin

zur Dienstleistungsgesellschaft entwickelt.

Das heißt, dass die Mehrheit aller Erwerbstätigen

heutzutage in diesem Bereich arbeitet.

Denn Dienstleistungen werden auch von der

Industrie, im Handwerk und im Gesundheitswesen

angeboten.

Aber was bedeutet das? Grundsätzlich gilt:

Dienstleister ist, wer keine transportierbaren

Güter herstellt. Darunter fallen im Handwerk

beispielsweise die Friseure, in den freien

Berufen Rechtsanwälte und Steuerberater

sowie Banken, Versicherungen, IT, Gastronomie

und nicht zuletzt die öffentliche Verwaltung.

Die Vielfalt an Ausbildungsberufen in diesem

Bereich ist riesig, die Zukunftsaussichten rosig.

Denn gelernte Fachkräfte sind gefragt. Nicht

zuletzt deshalb locken viele Unternehmen mit

flexiblen Arbeitszeitmodellen und attraktiven

Zusatzkonditionen. Besonders interessant für

angehende Verwaltungsführungskräfte: das

Duale Studium. Für die Studenten fallen dabei

keine Studiengebühren an, sie erhalten vielmehr

ein Gehalt.

STARK!

Berufs-Videos im Netz

von BERUFE.TV

Verwaltungsfachangestellte/-r

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Kaufmann/-frau im

Groß- und Außenhandel

Foto links: Stadt Westerstede / Mitte: Steinoff Gruppe / rechts: Tina Thüer

Den Auszubildenden bei der Stadt Westerstede

gefällt ihre abwechslungsreiche Ausbildung.

Beste Aussichten im öffentlichen Dienst

Wer eine praxisnahe, vielseitige Ausbildung mit besten Zukunftsaussichten

absolvieren möchte, ist im öffentlichen Dienst genau

richtig. Im Ammerland bietet neben dem Landkreis und den

Gemeinden auch die Kreisstadt Westerstede in jedem Jahr Ausbildungsplätze

an. Dabei spiegelt sich die Vielfalt der städtischen

Aufgaben auch in den unterschiedlichen Ausbildungsplatzangeboten

wieder. So werden innerhalb von Westerstede

• Verwaltungsfachangestellte

• Fachinformatiker/in, Fachrichtung Systemintegration

• Kaufleute für Tourismus und Freizeit

• Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

• Kaufleute für Büromanagement

• Fachangestellte für Bäderbetriebe

ausgebildet. Insa Wetenkamp, Hauptamtsleiterin der Stadt Westerstede,

erläutert: „Da wir Wert auf eine gute Betreuung und fundierte

Ausbildung legen, können wir nicht in jedem der genannten

Berufe jährlich einen Ausbildungsplatz bereitstellen. Interessierte

können sich immer gerne melden und die aktuellen Stellenangebote

abfragen.“

Gesamtbild der Bewerber ist wichtig

Für die Auswahl der geeigneten Kandidaten aus den eingegangenen

Bewerbungen nimmt sich Insa Wetenkamp Zeit. Sie

legt Wert auf Qualifikationen wie Interesse an Menschen,

Offenheit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.

„Unsere Auszubildenden werden viel Kontakt mit den Bürgern der

Stadt Westerstede haben. Deshalb spielen Schulnoten wie Mathe,

Deutsch, Rechtschreibung und Allgemeinwissen zwar eine Rolle in

der Vorauswahl, zum Beispiel im Eignungstest. Im Endeffekt muss

dann aber der Gesamteindruck stimmen“, erläutert Insa Wetenkamp.

Dabei zählt für die Hauptamtsleiterin neben dem persönlichen

Eindruck auch ehrenamtliches Engagement, Vereinsaktivitäten,

Hobbies und Nebenjobs, die Hinweise auf soziale Kompetenz

und die Verbundenheit mit der Region geben.

Berufliche Aussichten sind gut

Genauso vielfältig wie die Ausbildungsberufe sind auch die späteren

Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Verwaltung. Je nach per-

58


Tatjana Pfeiffer an ihrem Arbeitsplatz

bei der Bruno Steinhoff Trading GmbH.

Moustafa Aksousi findet seine Ausbildung

bei EDEKA Claus einfach klasse.

sönlicher Neigung streben die Auszubildenden in unterschiedliche

Bereiche. Das Organisationstalent wird vielleicht die Bereiche

Kultur, Sport, Schulen und Kitas bevorzugen, während

der„Zahlenmensch“ sich in der Kämmerei und Kasse sieht. Wer

den Kontakt zu Bürgern liebt, findet diesen zum Beispiel im

Bürgerbüro, Standesamt oder im Amt für Arbeit und Soziales.

Wer nach der Ausbildung eine höhere Laufbahn einschlagen

möchte, kann sich für ein Studium an der Hochschule für Verwaltung

in Niedersachsen bewerben. Voraussetzung ist neben einer

Hochschulzugangsberechtigung ein Ausbildungsverhältnis bei

einer Kommune wie der Stadt Westerstede. Bemerkenswert: Da

die Studenten zugleich in einem Beschäftigungsverhältnis stehen,

wird das Studium von der jeweiligen Einstellungsbehörde mit

einem Gehalt finanziert. Nach dem erfolgreichen Abschluss erhält

man den Grad „Bachelor of Arts“.

Möbel im Mittelpunkt

Bei der Steinhoff Gruppe dreht sich alles um Möbel. Als eines der

weltweit führenden Unternehmen in der Möbelbranche stellt sich

das Unternehmen am Standort in Westerstede auch seiner

Ausbildungsverantwortung. „Wir stellen jedes Jahr neue Azubis

ein. Dabei ist uns die Qualität der Ausbildung wichtig, so dass wir

bestens gerüstete Fachkräfte in die Arbeitswelt entlassen“, erläutert

Katrin Husmann, Personalentwicklerin im Hause Steinhoff.

Neben einem umfangreichen Ausbildungsplan sorgen regelmäßige

Gespräche und interne sowie externe Prüfungsvorbereitungen dafür,

dass der Nachwuchs gefördert wird und einen guten Abschluss

machen kann. So wie Tatjana Pfeiffer, die im zweiten Lehrjahr zur

Groß- und Außenhandelskauffrau ist: „Mein Interesse liegt vor

allem im Bereich Rechnungswesen und Controlling. Das kann ich

so genau sagen, weil ich viele verschiedene Bereiche bei Steinhoff

kennenlernen durfte. Mit dieser Grundlage bin ich sehr gut für

meine berufliche Zukunft aufgestellt.“

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen den jungen

Nachwuchskräften viele Türen in der Steinhoff Gruppe offen.

„Natürlich ist es das Ziel, unsere Schützlinge nach erfolgreich

bestandener Ausbildung zu übernehmen. Hier schauen wir gesellschaftsübergreifend

nach einer passenden Stelle.“, erklärt Torsten

Willms, Innendienstleiter und Ausbildungsbeauftragter der Bruno

Steinhoff Trading GmbH. Er selbst ist auch ein Eigengewächs des

Unternehmens. „Steinhoff gibt ambitionierten Mitarbeitern vielfältige

Möglichkeiten sich weiter zu qualifizieren und Karriere zu

machen. Das ist eine unglaublich wertvolle Einstellung“, überzeugt

er sofort.

Lebensmitteleinzelhandel als

Lebenseinstellung

Bei EDEKA dreht sich alles darum, Menschen mit guten Lebensmitteln

und allem für den täglichen Bedarf zu versorgen. „Das ist

einfach unser Leben, unsere Leidenschaft“, erklärt Sonja

Ackermann, stellvertretende Geschäftsleitung bei EDEKA Claus. Sie

fasziniert in erster Linie die Vielfältigkeit der Aufgaben, die Arbeit

mit den Lebensmitteln und die gelebte Teamkultur. „Jeder hat seinen

Bereich, für den er brennt. Nehmen wir mal eine toll gepflegte

Obst- und Gemüseabteilung: Alles ist frisch und knackig, duftet,

eine schöne Verkostungsaktion ist aufgebaut, das passende Rezept

zur Frucht ist liebevoll recherchiert und ausgedruckt – das ist eine

sehr befriedigende Arbeit.“

Dieses Beispiel lässt sich auf jeden Bereich der Verkaufsfläche übertragen.

Neben Fleiß und Sorgfalt ist immer auch Kreativität gefragt,

um die Produkte ins rechte Licht zu rücken. Neben der Arbeit direkt

im Markt profitieren EDEKA Azubis von den zahlreichen marktübergreifenden

Angeboten wie Seminaren, E-Learning und

Warenkundeschulungen. „Wir bilden aus, um zu übernehmen.

Dazu investieren wir viel in die Bildung unserer Azubis“, erklärt

Sonja Ackermann.

Einer, der in den Genuss dieser Vorteile kommt, ist Moustafa

Aksousi. Er lässt sich im zweiten Lehrjahr zum Kaufmann im Einzelhandel

ausbilden und liebt seinen Beruf schon jetzt: „Es ist einfach

wunderbar zu verkaufen. Wir richten den Laden immer genauso

her wie wir es als Kunden erwarten würden.“ Sein Engagement

wird honoriert. Er übernimmt schon jetzt eigenständig die

Bestellungen und die Pflege der Obst- und Gemüseabteilung. Für

ihn steht fest: „Die Arbeit mit Lebensmitteln ist ein Traumberuf.

Natürlich gehört auch packen und putzen dazu, und manchmal

nervt es, samstags zu arbeiten – aber ich würde diesen Beruf jederzeit

wieder wählen und kann ihn nur wärmstens empfehlen.“

59


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

Sonja Ackermann, stellvertretende

Geschäftsleitung bei EDEKA Claus

Was suchen Sie für junge Leute? Was muss ein

Bewerber mitbringen?

Der ideale Azubi sollte neugierig, aufgeschlossen und

kommunikativ und sich für den Bereich Lebensmittel

interessieren. In der täglichen Arbeit erwartet ihn eine

Mischung aus körperlicher Arbeit und Kreativität in der

Gestaltung des Marktes.

Welche Schulnoten sind für Sie entscheidend?

Entscheidend sind die Kopfnoten. Wir möchten wissen, ob

Lernmotivation vorhanden war, er ein wacher und interessierter

Kopf ist, ob er sich sozial engagiert hat. Ein Abschluss im

Dreierbereich wäre ansonsten schon gut. Vieles zeigt sich auch

beim Probearbeiten: Mag er die Arbeit? Denkt er mit? Passt er

ins Team?

Foto: Tina Thüer

Was macht den Beruf so interessant?

Der Lebensmitteleinzelhandel ist eine Lebenseinstellung. Wir

versorgen die Menschen mit guten Lebensmitteln, das macht

unglaublich zufrieden. Das Berufsbild ist einfach so interessant

und vielfältig. Egal, ob Feinkost, Fleischerei, Käse, Obst und

Gemüse, Molkereiprodukte – jeder Bereich ist wichtig und will

gepflegt werden. Dabei kann man auch viel ausprobieren,

kreativ werden.

Wer möchte,

kann schnell

viel Verantwortung

übernehmen

und eigenverantwortlich arbeiten.

Sonja Ackermann

Was erwartet Auszubildende bei EDEKA?

Eine sehr gute Ausbildung inklusive Seminare, Warenkunde,

Prüfungsvorbereitung, E-Learning und fester Betreuung hier

auf der Verkaufsfläche. Der Azubi lernt alle Facetten des

Lebensmitteleinzelhandels kennen und ist hier voll in das Team

integriert. Dazu sind die Zukunftsaussichten gut. Wer Engagement

und Einsatz zeigt, hat gute Chancen auch schnell

Karriere zu machen.

Was schreckt die Bewerber ab?

Oft gehört ist die Sechs-Tage-Woche oder dass man sich die

Hände dreckig macht. Na gut, das gehört auch dazu. Aber wir

wuppen das im Team, wir brennen für unsere Arbeit und freuen

uns, wenn der Markt für die Kunden perfekt ist. Kurz

gesagt: Wer Lebensmittel liebt, der ist hier richtig und bei uns

herzlich willkommen.

Moustafa Arksousi (25), Auszubildender zum Einzelhandelskaufmann

Lebensmittel bei EDEKA Claus

Warum haben Sie sich für

diesen Beruf entschieden?

Ich bin erst seit 2,5 Jahren in

Deutschland. Die Ausbildung bei

EDEKA war da für mich ideal, denn

ich liebe es zu verkaufen, befasse

mich auch privat viel mit dem Thema

Kochen und Lebensmittel. Dazu

komme ich in Kontakt mit vielen

Menschen, was mir Riesenspaß

macht.

Wenn Sie nicht in den Lebensmitteleinzelhandel

eingestiegen

wären, was wäre Ihr Plan B

gewesen?

In meinem Heimatland habe ich eigentlich

Informatik studiert. Das kann ich in Deutschland bisher

nicht weiterführen. Da habe ich meine zweite Leidenschaft,

den Verkauf von Lebensmitteln zu meinem Plan A gemacht.

Foto: Tina Thüer

Moustafa Arksousi

Was gefällt Ihnen besonders?

Mir gefällt besonders die Abteilung Obst und

Gemüse. In dieser Abteilung werden einfach

alle Sinne angesprochen. Ständig gibt es

neue exotische Produkte, die wir den

Kunden vorstellen. Da ist schon Sorgfalt

und Kreativität gefragt.

Geschäftsleitung

Auszubildender

Dass mir diese Abteilung

liegt, haben

auch meine Vorgesetzten

bemerkt.

Jetzt darf ich eigenverantwortlich

bestellen,

bin dafür verantwortlich, dass es

keinen Verderb gibt und die Abteilung

stets so dasteht, wie man es sich selber als Kunde wünschen

würde. Dieses Vertrauen

macht mich stolz.

www.edeka.de

60


Torsten Willms, Innendienstleiter und Ausbildungsbeauftragter

bei der Bruno Steinhoff Trading GmbH

Ausbilder

Wie lange sind Sie schon bei Steinhoff tätig?

Lange! Ich habe hier selbst meine Ausbildung gemacht und

dabei viele Bereiche kennengelernt. Inzwischen bin ich

Führungskraft und leite den Innendienst bei der Bruno Steinhoff

Trading GmbH.

Wie viele Auszubildende haben Sie zurzeit?

In der Bruno Steinhoff Trading GmbH haben wir derzeit 3 Auszubildende

und zwei duale Studenten. Insgesamt beschäftigen

wir am Standort zurzeit achtzehn Auszubildende und vier duale

Studenten.

Worauf achten Sie bei Bewerbern?

Das hängt natürlich vom jeweiligen Ausbildungsberuf

ab. Schulisch setzen wir im kaufmännischen Bereich

auf einen guten Abschluss auf der höheren

Handelsschule, dem Wirtschaftsgymnasium oder

einen sehr guten Realschulabschluss. Relevante Fächer

sind dabei vor allem Englisch, Deutsch und Mathe.

Menschlich sollte der Kandidat einfach gut zu uns passen und

zum Beispiel bodenständig, kontaktfreudig und teamfähig sein

sowie ein gepflegtes Auftreten haben.

Wie ist das Bewerbungsverfahren bei Steinhoff

aufgebaut?

Es handelt sich je nach Ausbildungsberuf um ein mehrstufiges

Bewerbungsverfahren. Innerhalb der Bruno Steinhoff Trading

sichten wir natürlich erst einmal die eingegangenen Unterlagen.

Die daraus resultierende Auswahl an Bewerbern wird zum

Eignungstest mit anschließender

Vorstellungsrunde

eingeladen.

Diese Stufe im

Verfahren dient gleichzeitig

dazu, auch einen

ersten Eindruck von

den einzelnen Kandidaten

zu erhalten. Dann

werden die Bewerber,

die am besten zu unseren Anforderungen passen, zu einem persönlichen

Vorstellungsgespräch eingeladen.

Foto: Steinhoff-Gruppe

Torsten Willms

Übernehmen Sie Ihre Auszubildenden?

Die Chancen sind groß, mit einem erfolgreichen Abschluss

übernommen zu werden. Das heißt für uns, dass nicht nur die

betrieblichen Leistungen stimmen müssen, sondern auch die

Leistungen in der Berufsschule. Zum Ende der Ausbildung wird

mit jedem Auszubildenden gesprochen, was er oder sie nach

der Ausbildung gerne machen möchte. Im Anschluss prüfen wir

gesellschaftsübergreifend, welche Möglichkeiten wir innerhalb

der Steinhoff-Gruppe haben.

Welche Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten

bieten Sie?

Wie man an meinem eigenen Beispiel sieht, kann man auch als

Eigengewächs Karriere machen. Wer sich berufsbegleitend weiterbilden

will, wird unterstützt und gefördert, zum Beispiel mit

flexiblen Arbeitszeiten und Freistellungen.

Tatjana Pfeiffer (20) Auszubildende zur Groß- und Außenhandelskauffrau

bei der Bruno Steinhoff Trading GmbH

Wie sind Sie auf den Ausbildungsberuf Groß- und

Außenhandelskauffrau gekommen?

Ich habe vorher im Rahmen der Fachoberschule bei Steinhoff

ein einjähriges Praktikum gemacht. Das war für mich der richtige

Weg. Mit Beginn der Ausbildung war ich mir dann sehr

sicher, dass dieser Beruf genau der Richtige für mich ist.

Haben Sie sich bewusst für eine Ausbildung in

einem international agierenden Unternehmen

entschieden? Was hat Sie dazu bewogen?

Unbedingt. Ich interessiere mich sehr für Fremdsprachen

und in den meisten Berufen gehört das

heute auch einfach dazu. Natürlich ist man am Anfang

nervös, wenn eine andere Sprache gesprochen wird, aber man

gewöhnt sich schnell daran.

Auszubildende

Können Sie beschreiben, was zu Ihrer Ausbildung

gehört? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Vieles wird im Arbeitsalltag vom Schreibtisch aus geregelt. Dazu

gehören zum Beispiel der Blick in den Einkauf, den Verkauf, den

Wareneingang und -ausgang. Wir lernen Bestände zu prüfen,

Reklamationen zu bearbeiten, Rechnungen zu erstellen und zu

bearbeiten und noch vieles mehr. Darüber hinaus durfte ich ein

Fotoshooting begleiten, zur Messe mitfahren und in einem

Azubiprojekt mitarbeiten.

Kurz: Wir werden abteilungsübergreifend

ausgebildet.

Dazu gehört

auch eine Vertiefung

zum Ende der Ausbildung.

Hier wird gemeinsam

in einem

Gespräch über die

Stärken und Interessen

gesprochen und die

passende Spezialisierung

ausgewählt.

Foto: Steinhoff-Gruppe

Tatjana Pfeiffer

Welche Eigenschaften

muss man als

angehende Groß- und

Außenhandelskauffrau mitbringen?

Man sollte teamfähig, kontaktfreudig und fremdsprachenaffin

sein. Darüber hinaus gehört es zum Berufsbild, seine Aufgaben

selbstständig, sorgfältig und genau auszuführen.

www.steinhoff-moebel.de

61


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

Wiebke Ohliger (21), Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten bei

der Stadt Westerstede

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung im

öffentlichen Dienst entschieden?

Ich bin eng mit dieser Region verbunden. Da viele Menschen in

meinem Umfeld in diesem Bereich tätig sind, wusste ich: Da

kannst du was bewegen, was Sinnvolles für die Gemeinschaft

tun. Der Gedanke gefiel mir.

Auszubildende

Sie haben die Ausbildung gleich an Ihre

Schullaufbahn angeschlossen…

Ja, das war von Anfang der Plan. Ich bin jetzt noch

voll im Lernen drin, das wollte ich ausnutzen und es

macht mir Riesenspaß.

Sie sind in der Jugend- und Auszubildendenvertretung

der Stadt Westerstede aktiv?

Genau. Wir setzen uns für die Azubis ein und sind aktiv im

Verbesserungsmanagement. So habe ich beispielsweise den

Eignungstest und eine Umfrage für Azubis mitentwickelt.

Welche Abteilung ist Ihr persönlicher Favorit?

Das Bauamt. Da kann man seine Stadt aktiv mitgestalten, man

sieht wie etwas zum Gemeinwohl entsteht. Das finde ich klasse.

Aber auch das Bürgerbüro und das Standesamt haben mir

gefallen.

Was können Sie potenziellen

Bewerbern mit auf den

Weg geben?

Ich kann die Ausbildung im

öffentlichen Dienst sehr empfehlen.

Sie ist vielseitig, die

Vergütung und die beruflichen

Aussichten sind gut.

Allerdings ist die Ausbildung

auch stark schulisch

geprägt, man muss es

mögen, sich mit Gesetzestexten

auseinanderzusetzen.

Aber das Beste

ist: Man gestaltet seine

Stadt und seine Region

aktiv mit.

Foto: Tina Thüer

Wiebke Ohliger

Stadt Westerstede – TOP Ausbildung

Die Stadtverwaltung Westerstede ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen

und legt Wert auf eine qualitativ hochwertige

Ausbildung. Neben einer umfangreichen Betreuung,

interessanten Aufgabengebieten und einer guten technischen

Ausstattung des Arbeitsplatzes überzeugen auch die

Rahmenbedingungen, wie die flexible Arbeitszeitgestaltung,

die Ausbildungsvergütung und die Urlaubsregelung.

Wir bieten Schulabgängern, die Einsatzfreude und Leistungsbereitschaft

zeigen, die Möglichkeit, den Grundstein für ihre

berufliche Zukunft zu legen.

Gestalten Sie die Zukunft mit! Bewerben Sie sich und

werden Sie Teil unseres Teams!

Wir bilden 2018 aus:

2 Verwaltungsfachangestellte (m/w)

1 Fachinformatiker/-in – Fachrichtung Systemintegration

Nähere Informationen unter

http://ausbildung.westerstede.de

Stadt Westerstede I Hauptamt

Am Markt 2 I 26655 Westerstede I Tel. 04488 55-121

Ansprechpartnerin Ausbildung: Insa Wetenkamp I ausbildung@westerstede.de

62


63


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Rathaus oder Swemmbad?

Ausbildung in der Gemeinde Wiefelstede

Die Zukunft der Gemeinde Wiefelstede mitgestalten, mit

einer Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten –

Fachrichtung Kommunalverwaltung oder zur/zum Fachangestellten

für Bäderbetriebe kannst du den „Grundstein“

legen!

Verwaltungsfachangestellte werden in allen Fachbereichen

der Gemeindeverwaltung ausgebildet. Keine verstaubten

Arbeitsweisen, sondern eine fortschrittliche kommunale

Verwaltung erwartet dich als Auszubildende/n.

Fachangestellte für Bäderbetriebe erlernen die praktischen

Ausbildungsinhalte im gemeindeeigenen Frei- und Hallenbad

Swemmbad Wiefelstede. Ausbildung dort, wo andere

ihre Freizeit genießen!

Ausbildungsdauer: jeweils 3 Jahre

www.wiefelstede.de

Gemeinde Wiefelstede I Fachdienst Innere Dienste und Ordnung

Kirchstraße 1 I 26215 Wiefelstede I Tel. 04402 965-112 I personal@wiefelstede.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Barbara Hülsmann-Lenke I Tel. 04402 965-114

Du wirst staunen, was Du mit Sofas noch alles tun kannst…

…zum Beispiel Deine berufliche Zukunft aufmöbeln. Zur

Steinhoff-Gruppe am Standort Westerstede gehören mehrere

Gesellschaften mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern. Die

Ausbildung wird je nach Schwerpunkt in der entsprechenden

Gesellschaft und den dazugehörigen Fachbereichen durchgeführt:

• Kauffrau/-mann für Spedition und

Logistikdienstleistungen

• Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel

(Fachrichtung Außenhandel)

• Kauffrau/-mann für Büromanagement

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

• Berufskraftfahrer/-in

Darüber hinaus bieten wir auch Duale Studiengänge an:

• Duales Studium (B.A.) Business Administration

• Duales Studium (B.A.) Wirtschaft im Praxisverbund

(Schwerpunkt Logistik)

Weitere Infos unter: www.steinhoff-moebel.de

Steinhoff-Gruppe I Langebrügger Straße 5

26655 Westerstede I ausbildung@steinhoff-moebel.de

Bewerbermanagement – Stichwort: BBA 2017/18 I Tel. 04488 58-0

64


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Frische Karrierechancen bei EDEKA.

EDEKA Claus – das ist ein familiär geführter Lebensmitteleinzelhandel

in Rostrup und Bad Zwischenahn. Uns alle

verbindet die Leidenschaft für Lebensmittel und was man

daraus machen kann. Wir arbeiten kunden- und serviceorientiert

jeden Tag, um unsere Leidenschaft mit Anderen

zu teilen, zu beraten und auch neugierig auf Neues zu

machen. Dafür bilden wir aus zum/zur

• Verkäufer/in

• Kaufmann/frau im Einzelhandel

(Schwerpunkt Lebensmittel)

• Fleischer/in

• Verkäufer/in im Lebensmittelhandwerk

(Schwerpunkt Fleischerei)

Was solltest du dazu mitbringen?

Einen Notendurchschnitt von mindestens 3, die Schule ist

dabei egal, gute Umgangsformen und ein gepflegtes

Äußeres, neugierig und aufgeschlossen solltest du sein,

körperlich fit sowie teamfähig.

Was erwartet dich?

Ein tolles Team, abwechslungsreiche Tätigkeit mit Zukunft,

Umgang mit Menschen, Kreativität zum Beispiel bei

Dekoration und Präsentation der Ware, eine individuelle

Förderung während der Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob einer dieser Berufe das

Richtige für dich ist, kannst du sehr gerne ein Praktikum

machen, um dir selbst ein Bild zu machen. Es ist schließlich

deine Zukunft!

Klickt auch auf die Karriereseiten vom

EDEKA-Verbund:

Unsere Benefits für Euch

• sehr gute Ausbildung

• Aufbauseminare

• intensive Prüfungsvorbereitung

• gute Übernahme- und Aufstiegsmöglichkeiten

EDEKA Claus I Westersteder Straße 3 I 26160 Bad Zwischenahn

Tel. 04403 7440 I edeka-rostrup@t-online.de

Ansprechpartner/in Ausbildung: S. Ackermann und J. Claus

65


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Interessante Berufe mit tollen Aufstiegschancen – auch im Ausland

Wir, das Team im HansenS Haus am Meer mit ca. 80 Kolleginnen

und Kollegen, verwöhnen unsere Gäste in unserem

familiengeführten Hotel in Bad Zwischenahn. Das 4-Sterne-

Haus wurde im Juli 1997 eröffnet. Derzeit erlernen insgesamt

19 Auszubildende ihren (Traum-) Beruf Köchin/Koch,

Restaurantfach-, Hotelfach- oder Hotelkauffrau/-mann.

Für unsere Dienstleistung benötigen Sie Begeisterung und

Leidenschaft sowie Freude am Umgang mit Menschen. Flexibilität

und Belastbarkeit sowie Freundlichkeit und Kommunikation

gehören ebenfalls zu unserem Handwerk.

Besuchen Sie unsere Jobseite:

Neben einem Haupt- oder Realschulabschluss bringen Sie

auch Englischkenntnisse mit. Erfahrungen aus einem Praktikum

in diesem Beruf wären toll, ansonsten setzen wir

das gerne in unserem Team um. Bei uns erwartet Sie eine

spannende, anspruchsvolle und sehr abwechslungsreiche

Ausbildung, die den qualitativen Grundstein für Ihre Karriere

bildet. Wir freuen uns auf Sie!

HansenS Haus am Meer I Auf dem Hohen Ufer 25 I 26160 Bad Zwischenahn

Tel. 04403 940-0 I www.hausammeer.de

Ansprechpartnerin Ausbildung/Bewerbung: Heike Thomas I heike.thomas@hausammeer.de

Lust auf

e Ausbildung?

Wir sind die August Brötje Handel KG, ein junger und aufstrebender

Fachgroßhandel für Gebäude- und Umwelttechnik.

Du suchst einen Ausbildungsberuf, der dir langfristige

Perspektiven bietet? Dann komm zur G.U.T.-GRUPPE und

starte deine Ausbildung als:

• Kaufmann im Groß- und Außenhandel (m/w)

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

Du passt zu uns mit Teamfähigkeit, Organisationstalent,

Eigenmotivation und großem Interesse an praktischen Tätigkeiten

sowie an Verantwortung.

Wie wir dir G.U.T.e Aussichten bieten? Mit

• tiefen Einblicken in die betriebl. und logistischen Abläufe

• regelmäßigem innerbetrieblichen Unterricht

• gezielter Vorbereitung auf deine Abschlussprüfung

• hervorragenden Chancen auf eine Übernahme nach

deiner Ausbildung (Übernahmequote: mehr als 90%).

Jetzt bist du am Zug!

www.gut-gruppe.de/

de/unternehmen/broetje-handel

August Brötje Handel KG I Schafjückenweg 1 I 26180 Rastede

Tel. 04402 87-0 I heike.eilers@gut-gruppe.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Heike Eilers I Tel. 04402 87-131

66


UNTERNEHMENSPORTRÄT

EDEKA: Ausbildung im Logistikzentrum Wiefelstede

Die EDEKA Minden-Hannover Logistik-Service GmbH ist

der Logistik-Dienstleister des Unternehmensverbundes.

Über seine Distributionslogistik steuert das Unternehmen

die Warenströme der zur Region Minden-Hannover

gehörenden ca. 1600 Kunden aus Einzelhandel und

Großhandel.

Die EDEKA Minden-Hannover Logistik-Service GmbH

unterhält 7 Lagerbetriebe sowie einen Fuhrpark von ca.

800 LKW.

Das Sortiment der Lagerstandorte umfasst rund 25 000

Artikel aus den Bereichen Feinkost, Tiefkühlkost, Food-

Trocken, Non Food sowie mehrere Hundert Artikel aus

den Bereichen Obst, Gemüse und Blumen.

75 Ausbildungsplätze für 6 Berufszweige

Derzeit beschäftigt die EDEKA Minden-Hannover rund

29 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon am

Standort Wiefelstede rund 1200 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter einschließlich 75 Auszubildenden.

In Wiefelstede bilden wir aus:

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)

• Fachlagerist/-in

• Mechatroniker/-in

• Berufskraftfahrer/-in

• Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

• Koch/Köchin

Info unter www.edekaminden.de/karriere

über das Ihr Euch

auch online bewerben könnt.

Unsere Benefits für Euch

• Praktika

• Ein hohes Ausbildungsniveau

• Azubi Wettbewerbe U21

und Mega Azubi

• Übernahmechancen

EDEKA Minden-Hannover Zentralverwaltungsgesellschaft mbH

Wittelsbacherallee 61 I 32427 Minden

Ansprechpartnerin Ausbildung: Christiane Wolfgang I Tel. 0571 802-7052

67


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Dein Start ins Berufsleben bei der Ammerländer Versicherung

Wir sind ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, 1923

in Westerstede gegründet. Seither sind wir unserem Standort

treu. Gleichzeitig entwickeln wir uns stetig weiter. Bundesweit

vertrauen uns rund 400 000 Kunden, Tendenz steigend.

Unser Erfolgsrezept? Tatkraft und Innovation!

Ausbildungsberufe:

• Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen

– Fachrichtung Versicherungen (Innendienst)

• Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung

• Fachinformatiker/-in für Systemintegration

Wer zu uns passt:

Wir suchen Menschen, die sich mit vollem Einsatz ihrer Ausbildung

widmen möchten. Du verfügst über einen weiterführenden

Schulabschluss (allg. Fachhochschulreife/Wirtschaftsassistent

o. ä.), kannst dich schriftlich und mündlich

gut darstellen und hast Interesse am jeweiligen Fachgebiet.

Neugierig? Mehr unter:

www.ammerlaender-versicherung.de

Ammerländer Versicherung I Bahnhofstraße 8 I 26655 Westerstede

Kundenservice: 04488 52959-800 I info@ammerlaender-versicherungen.de

Ansprechpartner Ausbildung: Alexander Schwarze I Tel. 04488 52959-50

Wir suchen: Anpacker. Durchstarter. Möglichmacher.

Wir sind unkompliziert, denn unser Geschäft ist denkbar einfach:

Wir kaufen und verkaufen mit dem Ziel, unseren

Kundinnen und Kunden stets beste Qualität zum günstigen

Preis zu bieten. In den Lidl-Filialen findet man ein reichhaltiges

Sortiment von über 1600 verschiedenen Artikeln des

täglichen Bedarfs. Und in unseren 39 Logistikzentren organisieren

wir den kompletten Warenfluss auf einer Fläche von

165 Fußballfeldern.

Wichtig für uns: das Bewusstsein, dass wir uns mit unserem

Engagement in erster Linie gegenseitig unterstützen. Und

damit als Gemeinschaft Lidl möglich machen. Wenig Raum

also für Ellenbogen, viel Platz für Herz und Verstand. Ein

Aspekt, der das Lidl-Team zu einem besonderen macht.

Entdecke deine Möglichkeiten bei Lidl:

• Ausbildung

• Abiturientenprogramm

• Duales Studium

Jetzt bewerben auf jobs.lidl.de/schueler

Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG I Brookweg 55–57 I 49661 Cloppenburg

jan.zuppke@lidl.de I www.facebook.com/Lidl.de

Ansprechpartner Ausbildung: Jan Zuppke I Tel. 04471 940-164

68


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Schöner wohnen

Du glaubst, Baustoffe verkaufen ist reine

Männersache? Falsch gedacht!

Baustoffe sind viel mehr als nur Steine, Sand und Zement.

Gerade der kreative Gestaltungsbereich beim Hausbau

gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es geht um Farben,

Formen und Kreativität. Und da, nach erwiesenen Studien,

bei Frauen der kreative Bereich noch stärker ausgeprägt ist

als bei Männern, bist du vielleicht genau die Richtige für

uns. Aber natürlich sind auch männliche Schulabgänger bei

uns herzlich willkommen. Unsere Kunden haben meist schon

eine gewisse Vorstellung, doch kommen sie mit Fragen zu

uns, die sich stellen wie „Was passt eigentlich zu mir?

Welcher Farbtyp bin ich?“. Um unseren Kunden bei diesen

Fragen der richtige Beratungspartner zu sein, sucht unser junges,

dynamisches Team Verstärkung für unsere nagelneue

Fachhandelsausstellung. Hier findet man alles, was das Herz

des Häuslebauers begehrt. Vom Gesicht des Hauses (den

Steinen) über eine schicke Frisur (das Dach) bis zum Herzen

des Hauses (dem Innenausbau). Bodenbeläge und Fliesen in

allen Farben und Formen, Innentüren und Glas sowie Artikel

für die kreative Gartengestaltung warten nur darauf, endlich

dem neuen Besitzer ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Deshalb bieten wir zum 1.8.2018 einen Ausbildungsplatz

zur/zum Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel

(Schwerpunkt Innenausbau, Türen, Bodenbeläge und kreative

Baustoffe) an.

Du hast mindestens einen Realschulabschluss, bist kreativ und

teamfähig? Du gehst gern auf Menschen zu und hast Spaß

an Kommunikation?

Dann bewirb dich schriftlich bei uns. Gerne auch per

Email.

Weitere Infos auf der Karriereseite unter

www.bauzentrum-ziese.de

Unsere Benefits für Euch

• Arbeiten in einem jungen, sympathischen

und dynamischen Team

• Angenehme Arbeitszeiten

• externe und interne Schulungsmaßnahmen

BZN Baustoffzentrum ZIESE GmbH & Co. KG I Langebrügger Straße 21

26655 Westerstede I udo.reil@bauzentrum-ziese.de

Ansprechpartner Ausbildung: Udo Reil I Tel. 04488 841-34

69


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

#Joinus

Als internationales Omni-Channel-Unternehmen ist die

POPKEN FASHION GROUP heute in über 30 Ländern aktiv.

Mehr als 4000 Mitarbeiter/innen sind mit Leidenschaft für

unsere vier erfolgreichen Fashionlabels Ulla Popken, GINA

LAURA, STUDIO UNTOLD und JP 1880 tätig.

Wir suchen Menschen, die unsere Begeisterung für Mode

teilen und sich mit Engagement in unser Team einbringen

möchten. Du interessierst Dich für kaufmännische oder

kreative Berufe, für die Logistik oder die IT? Bewirb Dich ab

sofort für Deine Ausbildung oder Dein Duales Studium.

Möchtest Du mehr über die Ausbildung in der

Popken Fashion Group erfahren?

Weitere Infos findest Du hier: job.popken.de

Neben herausfordernden und abwechslungsreichen Aufgaben,

erwarten Dich spannende Azubi-Projekte und -Aktivitäten,

zahlreiche Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten sowie die

Möglichkeit auf ein Auslandspraktikum. Nach erfolgreichem

Abschluss der Ausbildung ist es unser Ziel, Dich in die Popken

Fashion Group zu übernehmen.

Popken Fashion Services GmbH

Am Waldrand 19 I 26180 Rastede

Ansprechpartner Ausbildung: Christian Janßen I Tel. 04402 799-627

NOWEDA eG Apothekergenossenschaft – „Fördern durch Fordern“

„Ihr Arzneimittel haben wir gerade nicht da, aber in zwei

Stunden können Sie es abholen.“ Sie haben diesen Satz

schon gehört? Täglich bestellen ca. 8 700 Apotheker/innen

aus über 160 000 Arzneimitteln und apothekenüblichen

Waren in einer unserer 21 Niederlassungen deutschlandweit.

Kaufmännische Ausbildung? Fachkraft für

Lagerlogistik (m/w)!

Voraussetzung: guter Haupt- oder Realschulabschluss

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (evtl. 2 ½ Jahre oder 2 Jahre)

Schwerpunkte: Warenbeschaffung, -distribution und

-annahme, Lager- und Bestandshaltung, Personaleinsatzund

Tourenplanung, Lageroptimierung

Zusätzlich: Prüfungsvorbereitung, Auszubildendenaustausch,

Staplerschein, Urlaubs- und Weihnachtsgeld

www.noweda.de/karriere/ausbildung/

berufsausbildung/

NOWEDA I Schafjückenweg 6 I 26180 Rastede

Tel. 04402 596-0 I info@noweda.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Frau Börger I tatjana.boerger@noweda.de

70


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

„Wir suchen Verstärkung“

Die Rita Bosse Software GmbH blickt inzwischen auf 28 Jahre

Erfahrung in der Softwareentwicklung zurück. Wir sind stolz

darauf, unseren Kunden individuell anpassbare Softwarelösungen,

für alle Bereiche der Grünen Branche, zu bieten.

Dich erwartet eine interessante und anspruchsvolle Ausbildung

in einem zukunftsorientierten Unternehmen. Innerhalb

unseres erfahrenen und hochmotivierten Teams, wirst du mit

abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Aufgaben

betraut. Dein zukünftiges Team erwartet von dir Kenntnisse

im Umgang mit dem PC und MS-Office-Programmen.

Lernbereitschaft, Motivation und Engagement sollten keine

Fremdworte für dich sein. Der freundliche Umgang mit

Menschen und das Arbeiten im Team sind für dich wichtig?

Dann bewirb dich jetzt als:

Kaufmann/-frau für Büromanagement

oder als

Fachinformatiker/-in.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung.

www.rita-bosse.de

Rita Bosse Software GmbH I Am Ortsrand 3 I 26188 Edewecht

Tel. 04486 92810 I ausbildung@rita-bosse.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Nadine Bosse

Überlasse Deine Karriere nicht dem Zufall!

Wir sind ein junges, auf ITK-Infrastrukturlösungen spezialisiertes,

Unternehmen mit erstklassigem Dienstleistungsportfolio

innerhalb der Allgeier Gruppe, einem der führenden

IT-Unternehmen für Business Performance mit über 7500

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die dezentrale Organisationsstruktur der Allgeier Gruppe

ermöglicht es uns ein lokal geführtes, schlagkräftiges und

flexibles Unternehmen für unsere Kunden und unsere

Mitarbeiter zu sein. Wir haben ein hervorragendes Team mit

einem tollen Betriebsklima. Innerhalb unserer flachen

Hierarchien arbeiten wir auf Du und Du – vom Auszubildenden

bis zum Geschäftsführer.

Wir bieten ständig die Ausbildung zum/zur

• IT-Systemkaufmann/-frau und

• Fachinformatiker/-in für Systemintegration

an und freuen uns auf Deine Bewerbung.

Besucht auch unsere Karriereseite im Netz:

BSH IT Solutions GmbH I Wilhelm-Geiler-Straße 5 I 26655 Westerstede

www.bsh-it.de I bewerbung@bsh-it.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Karin Budde I Tel. 04488 52808-18

71


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Gesundheit & Soziales

Der Landkreis Ammerland ist durch 60 praktische

Ärzte, 86 Zahnärzte und 71 Fachärzte

bestens versorgt. Dazu kommen drei

Krankenhäuser mit insgesamt 1024 Betten.

Neben diesen Institutionen gibt es aber

auch das Reha-Zentrum am Meer, die Kurklinik

für orthopädische und rheumatologische

Rehabilitation, die Klinik für onkologische

Rehabilitation (390 Betten), die Mutter-Vater-

Kind-Klinik für Prävention und Rehabilitation

(150 Betten) und die Privatklinik Bad Zwischenahn

als Klinik für Psychotherapeutische

Medizin und Psychomotorik mit 23 Betten.

Dazu kommen die Beschäftigten der stetig

wachsenden Gesundheitsbranche sowie

Hebammen, Kaufleute im Gesundheitswesen

und viele weitere angegliederte Berufsbilder.

Parallel hierzu gewinnt das Thema Altersmedizin

und Altenpflege im Ammerland stetig

an Bedeutung. Hier stehen die Einrichtungen

in hartem Konkurrenzkampf, nicht nur um

Patienten, sondern auch um die besten Köpfe

beim Personal. Die Übernahmechancen im

Ammerland sind nach einer erfolgreich

abgeschlossenen Ausbildung dementsprechend

gut.

STARK!

Berufs-Videos im Netz

von BERUFE.TV

Hebamme/Entbindungspfleger

Altenpfleger/-in

Krankenpfleger/-in

Foto linke Seite: Tina Thüer, Foto rechte Seite: BBS-Ammerland/Lukaslehmann.de

Michaela Baum liebt ihre Arbeit mit den

Bewohnern der ‚Residenz zwischen den Auen‘.

Ammerland als Kurregion beliebt

Das Ammerland rund um das Zwischenahner Meer mit dem

Residenzort Rastede und dem Kurort Bad Zwischenahn ist

bekannt für seine Wellness- und Gesundheitsangebote. Und das

ganzjährig, denn ob Sommer oder Winter, aus ganz Deutschland

kommt zu jeder Jahreszeit eine hohe Anzahl an Kurgästen ins

Ammerland, die Entspannung sucht oder mehrwöchige Kuren in

den Sanatorien oder den Wellnesshotels in Anspruch nimmt.

Doch viele Gäste kommen, um zu bleiben. So erfreut sich das

Ammerland hoher Beliebtheit als Altersruhesitz – der Altersdurchschnitt

der Einwohner ist deshalb relativ hoch. Im Umkehrschluss

erhöht sich damit für junge Menschen die Chance auf einen

Ausbildungsplatz im Gesundheitssektor.

Und auch die Übernahmechancen stehen gut. „Das ist ein

Arbeitsmarkt der Zukunft“, erklärt Ria Hawighorst, Einrichtungsleitung

bei der Peter Janssen Gruppe in Bad Zwischenahn. „Alle

Pflegeberufe, insbesondere die Altenpflege, bieten absehbar

immer ein sicheres Beschäftigungsverhältnis.“ Sie geht sogar

noch einen Schritt weiter: „Meiner Erfahrung nach haben gelernte

Altenpfleger und Altenpflegerinnen im Ammerland nach dem

erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung im Schnitt zwischen drei

und fünf Jobangeboten, aus denen sie wählen können.“

Empathie ist wichtig

Mehr noch als gute Schulnoten sind im Bereich Gesundheit und

Soziales die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten gefragt:

Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit, Kreativität, Geduld, Flexibilität

und die Bereitschaft, für andere Menschen Verantwortung

zu tragen. Ria Hawighorst führt aus:„Da die Auszubildenden im

Bereich Gesundheit und Soziales mit Menschen arbeiten, müssen

sie empathisch sein, sich in andere hineinfühlen können und auch

einmal damit umgehen, wenn Patienten oder Bewohner einen

nicht so guten Tag haben.“

Deshalb sind auch Auszubildende mit Lebens- und Berufserfahrung

gerne gesehen. „Im Bereich Altenpflege ist es sogar möglich,

als ungelernte Kraft einzusteigen und dann in die Ausbildung zur

Altenpfleger/-in zu wechseln – für einen Berufseinstieg ist es in

72


Azubis lernen die richtigen Handgriffe

unter fachlicher Anleitung.

diesem Bereich selten zu spät.“ Wer sich unsicher ist, der sollte vor

dem Beginn der Ausbildung ein Praktikum im Wunschberuf zu

machen. Ein bis zwei Wochen reichen oft schon, um die

Berufswahl auf sichere Füße zu stellen.

Michaela Baum, Auszubildende zur Altenpflegerin im 1. Lehrjahr,

hat ihren Traumberuf gefunden. Für sie ist die Mischung aus fachlichen

Themen wie Behandlungspflege, Prävention und Pflegeprozesse

gepaart mit der emotionalen Arbeit direkt mit den alten

Damen und Herren genau das Richtige. „Das Lächeln und

Vertrauen der Bewohner ist wie der Spiegel der eigenen Arbeit“,

erklärt sie. In ihrem Arbeitsalltag ist sie neben der Pflege der

Bewohner der ‚Residenz zwischen den Auen‘ vor allem für die

Begleitung des Alltags da. Dazu gehören unter anderem Aufräumen,

Gedächtnisspiele, Kunst und Wellness. „Unser Ziel ist es,

dass alle soweit wie möglich ihre Selbstständigkeit bewahren. Das

heißt, wir erhalten auch das, was den Bewohnern früher wichtig

war. Eine schöne Frisur, lackierte Nägel, Malerei, Ausflüge – eben

alles, was zu einem erfüllten Leben dazu gehört.“

Ammerländer Ausbildungszentrum für

Gesundheitsberufe

Wer sich für die Ausbildung zum/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in

interessiert, trifft im Landkreis Ammerland auf eine ganz

besondere Institution: das Ammerländer Ausbildungszentrum für

Gesundheitsberufe. Diese Kooperation der Gesundheits- und

Krankenpflegeschulen der Ammerland-Klinik GmbH und der Karl-

Jaspers-Klinik verfügt über insgesamt 155 Ausbildungsplätze. Der

große Vorteil: In der Praxis werden die Auszubildenden in beiden

Verbunds-Krankenhäusern eingesetzt. Hierdurch ergibt sich für

die Berufseinsteiger die perfekte Möglichkeit, die Pflege psychisch

erkrankter Menschen ebenso kennenzulernen wie die somatischen

Fächer des Allgemeinkrankenhauses.

Und das Ammerländer Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe

hält noch weitere spannende Arbeitsfelder für ihre Auszubildenden

bereit. Beispielsweise das Evangelische Krankenhaus und

die Kinderklinik in Oldenburg, sowie die Sozialstationen der

Diakonie, der AWO in Oldenburg, Sozialstationen Rose in

Westerstede und Bad Zwischenahn, sowie das ZMBR und der

ambulante Kinderkrankenpflegedienst Petzi.

Die Folge: Der gut ausgebildete Nachwuchs kann sich nach

bestandener Ausbildung ganz auf seine Stärken und Neigungen in

dem weit gefächerten Berufsbild konzentrieren. In der dreijährigen

Ausbildung wechseln sich theoretische und praktische Blöcke

ab. Im 2100 Stunden dauernden theoretischen Teil lernen die Auszubildenden

unter anderem den menschlichen Körper und seine

Erkrankungen kennen. Sie lernen bei der Körperpflege, bei der

Nahrungsaufnahme und bei den Ausscheidungen zu helfen sowie

die Patienten bei der Gesundung zu unterstützen, beispielsweise

durch das Anlegen von Verbänden und die Verabreichung von

Injektionen. In der 2500 Stunden umfassenden praktischen Ausbildung

gilt es dann, das erlernte Wissen auf verschiedenen Stationen

der Krankenhäuser zum Wohle der Patienten einzusetzen,

zum Beispiel in der Inneren Medizin, der Neurologie, der Chirurgie,

der Gynäkologie, der Psychiatrie, der Pädiatrie, der Wochenund

Neugeborenenpflege sowie der ambulanten und der palliativen

Pflege. Dabei arbeitet man im Früh- und Spätdienst auf den

Stationen. Ab dem 2. Ausbildungsjahr kommt dann die Nachtschicht

dazu.

Sicheres Fundament für die Karriere

Mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche öffnen sich für die Berufsanfänger

nicht nur beste Berufsaussichten, sondern auch verschiedenste

Weiterbildungswege, zum Beispiel eine Weiterbildung in

Palliativpflege, das Studium der Pflegewissenschaften oder

Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Dabei fördern viele

Institutionen ihren Nachwuchs gezielt. Ria Hawighorst erklärt:

„Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter. Karrierewünsche unterstützen

wir etwa mit Freistellungen oder Kostenübernahmen.

Bei der Peter Janssen Gruppe gibt es ein großes Personalentwicklungsprogramm.

Dies besteht aus regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen.

Dabei stützen wir uns sowohl auf verschiedene externe

Kooperationspartner als auch auf Inhouse-Schulungen.“Sie empfiehlt

jedoch erst einmal, in den gelernten Beruf zu investieren:„Bevor

man seinen Kompetenzbereich erweitert, sollte man

eine Zeitlang arbeiten und Berufserfahrung sammeln. Im Bereich

Gesundheit und Soziales trägt man so viel Verantwortung für

Menschen – man muss nach der Ausbildung einfach noch

weiter in die Eigenständigkeit und -verantwortung hinwachsen,

um dann in höheren Positionen weitsichtige Entscheidungen treffen

zu können.“

73


LANDKREIS HILDESHEIM –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Insiderwissen

Ria Hawighorst, Einrichtungsleitung bei der

Peter Janssen Gruppe

Leitung

Worauf achten Sie bei Bewerbern?

Noten spielen bei uns keine große Rolle, aber einen

Schulabschluss erwarten wir schon. Die Bewerber

sollten sich über den Beruf informiert haben. Wichtig

ist mir vor allem, dass die Liebe zum Menschen spürbar

ist – und die Gewissheit, dass auch schlechte Tage

der Bewohner aufgefangen werden können.

Wer bewirbt sich bei Ihnen?

Tatsächlich viele Menschen, die ihre Erfüllung in diesem Beruf

erst auf dem zweiten Bildungsweg finden oder schon Lebensund

Berufserfahrung in anderen Bereichen gesammelt haben.

Und wir sind sehr zufrieden damit, denn unsere Auszubildenden

üben ihren Beruf dadurch mit Leidenschaft und Freude

aus.

Übernehmen Sie Ihre Auszubildenden?

Die Übernahmechancen sind sehr gut. Tatsächlich ist die

Altenpflege ein

Berufszweig, der

allein durch den

demografischen

Wandel eine riesengroße

Auswahl

an Arbeitsplätzen

bietet.

Foto: Tina Thüer

Ria Hawighorst

Fördern Sie

nach erfolgreichem Abschluss

der Ausbildung auch die Weiterbildung Ihrer

Schützlinge?

Unbedingt, das kann vom einfachen Lehrgang bis zum

Studium gehen. Je nachdem, was die Fachkraft sich vorstellt

und bei uns im Hause sinnbringend ist, stellen wir unsere

Angestellten frei und tragen auch die Kosten für die

Weiterbildung.

Michaela Baum (24), Auszubildende zur Altenpflegerin bei der

Residenz zwischen den Auen (Peter Janssen Gruppe)

Auszubildende

Wie sind Sie auf Ihren Ausbildungsberuf gekommen?

Mein eigentliches Ziel war es, Gesundheits- und Krankenpflegerin

zu werden. Das habe ich aber aus persönlichen

Gründen nicht verwirklicht und stattdessen das Abitur

gemacht. Danach wollte ich Maschinenbau studieren. Zum

Glück habe ich mir dann aber noch einmal die Frage gestellt,

was mich wirklich glücklich macht – und das ist der Dienst am

Menschen.

Also haben Sie sich bewusst für eine Ausbildung

als Altenpflegerin entschieden?

Ja, und zwar ganz kurzentschlossen. Ich habe bei der

Residenz zwischen den Auen angerufen, hatte am

gleichen Tag mein Vorstellungsgespräch und wusste

sofort: Genau das ist es! Das hat auch mein Ausbilder

gespürt und mir sofort einen Vertrag angeboten.

Was genau macht diese Arbeit so erfüllend?

Ich komme jeden Tag gerne, es ist ein Geben und Nehmen.

Wir leben das Bezugspflegemodell, ich kümmere mich also

um festgelegte Damen und Herren. Das schafft Vertrauen und

Vertrautheit. Mich freut es, für sie zu sorgen und sie glücklich

zu machen. Ich liebe diesen Beruf, ich bin angekommen.

Wie sieht Ihr

Arbeitsalltag aus?

Zum einen versorgen wir

die Bewohner. Natürlich

gehört auch die Grundund

Behandlungspflege

dazu. Zum anderen geht

es darum, ein Stück altes

Leben und Normalität für

unsere Damen und Herren

zu bewahren. Das können

Gedächtnisspiele sein, Wellness,

Sport oder Kunst. Es

geht darum, die Freizeit der

Menschen zu gestalten.

Foto: Tina Thüer

Michaela Baum

Welche Eigenschaften muss man mitbringen?

Viel Geduld, Empathie, eine offene Haltung (zum Beispiel

beim Thema Religion) und ein sonniges und positives Gemüt.

www.peterjanssengruppe.de

74


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Gemeinsam auf dem Weg – Voneinander lernen und professionell pflegen

Durch den Verbund der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen

der Ammerland-Klinik GmbH und der Karl-Jaspers-

Klinik gGmbH entstand 2013 ein Zentrum mit heute 170

Ausbildungsplätzen für Gesundheits- und Krankenpflege.

Am AAfG erwartet Sie eine zukunftsorientierte Ausbildung,

welche sich stets am aktuellen Stand der Wissenschaft orientiert.

Durch Praxisanleitungen und Lernbegleitungen auf

den Stationen stellen wir die enge Vernetzung von Theorie

und Praxis sicher. Theorie- und Praxisblöcke wechseln sich

ab. Der Schulstandort ist Westerstede.

Wir bieten unsere Ausbildung zum/r Gesundheits- und

Krankenpfleger/in in Vollzeit und in Teilzeit an. Die 3-jährige

Vollzeitausbildung startet am 1. März und 1. September

eines jeden Kalenderjahres. In Teilzeit dauert die Ausbildung

4 Jahre. Sie beginnt erstmals am 1. November 2017.

Weitere Infos unter www.ammerlaenderausbildungszentrum.de/ausbildung/

Ammerländer Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe gGmbH (AAfG)

Lange Straße 38 I 26655 Westerstede I Tel. 04488 50-3840 I ausbildungszentrum@a-a-f-g.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Ruth Wienöbst

75


UNTERNEHMENSPORTRÄTS

Gemeinsam unterstützen – Vielfalt leben

Die GPS ist in den Landkreisen Ammerland, Friesland und

der Stadt Wilhelmshaven der größte Anbieter sozialer

Dienste für Menschen mit Behinderungen. Bei der GPS

arbeiten Fachkräfte aus allen sozialen Berufen sowie Handwerk,

Technik und Verwaltung.

Individuelle berufliche Bildung

Die GPS bietet Menschen mit Unterstützungsbedarf im

Berufsbildungszentrum Ammerland eine nach individuellen

Fähigkeiten abgestufte berufliche Bildung. Dabei werden

auch lebenspraktische Fähigkeiten und die Entwicklung der

Persönlichkeit gefördert.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Das FSJ ist ein gesetzlich geregeltes Bildungs- und Orientierungsjahr

für Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren.

Im Ammerland arbeiten FSJ’ler mit Kindern, Jugendlichen

oder Erwachsenen mit Unterstützungsbedarf.

Zusätzlich gibt es spannende Seminare.

www.gemeinsam-unterstuetzen.de

GPS I Banter Weg 12 I 26389 Wilhelmshaven I Tel. 04421 206-0

Ansprechpartner für berufliche Bildung:

Torsten Enneking I Tel. 04221 206-365 I torsten.enneking@gps-wilhelmshaven.de

Schule beendet – was kommt dann?

Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg mit ihren 424 000 Mitgliedern

im Gebiet von Wangerooge bis Damme bietet eine

solide Ausbildung im öffentlichen Dienst in den Berufen

Verwaltungsfachangestellte (m/w) und Fachinformatiker

Systemintegration (m/w) an.

Spannend ab dem ersten Tag:

www.kirche-oldenburg.de

Während Ihrer Ausbildung sammeln Sie praktische Erfahrungen

in den Bereichen Finanzen, Allgemeine Verwaltung,

Bau und Liegenschaften, Personal, bzw. IT-/Netzwerk. Die

duale Ausbildung bietet die Möglichkeit einer zweimonatigen

Fremdausbildung in einer anderen Verwaltung und

ggf. die Durchführung eines Auslandspraktikums. Wir bieten

tarifliche Bezahlung und mindestens eine befristete

Übernahme nach der Ausbildung. Wenn Sie engagiert sind,

Freude am Umgang mit Menschen haben und einen abwechslungsreichen

Ausbildungsplatz suchen, sind wir der

richtige Ausbildungspartner für Sie.

Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

Philosophenweg 1 I 26121 Oldenburg I pg.perso@kirche-oldenburg.de

Ansprechpartnerin Ausbildung: Kerstin Bölts I Tel. 0441 7701-2006

76


UNTERNEHMENSPORTRÄT

Start in eine Zukunft voller Chancen

Wir sind

• ein engagiertes Team von knapp 100 Mitarbeitern in

den verschiedensten Berufsfeldern

• und engagieren uns täglich für das Wohl pflegebedürftiger

Menschen.

• tätig in einem Unternehmen mit über 850 Pflegeplätzen,

ca. 800 Mitarbeitern und insgesamt 12 Standorten in

Niedersachen, Ostfriesland, Friesland, Ammerland und

dem Saterland.

Qualifiziertes Personal ist der wichtigste Erfolgsfaktor

eines jeden Unternehmens. Deshalb ist es uns besonders

wichtig, den eigenen Nachwuchs auszubilden und zu

fördern.

Wir bieten dir

• eine Ausbildung mit Perspektive

• einen Ausbildungsplatz in einem Beruf mit Zukunft als

Basis für einen sicheren Arbeitsplatz

• ein weites Spektrum an Fort- und

Weiterbildungsmöglichkeiten

• ein modernes Arbeitsumfeld

• eine attraktive Ausbildungsvergütung

• ein angenehmes Arbeitsklima

• Karrierechancen, Ausbildungen und mehr…

Ausbildung zum/zur

• examinierten Altenpfleger/-in

• Koch/Köchin

• Kaufmann/-frau für Büromanagement

• Kaufmann/-frau im Gesundheitsweisen

• Pflegeassistent/-in

Informiere dich auf unserer Ausbildungsseite:

www.peterjanssengruppe.de

Unsere Benefits für Euch

• staatlich annerkannte Ausbildung

• Entwicklungs- und Aufstiegschancen

• Mitarbeiterbenefitsystem

Residenz zwischen den Auen I Bahnhofstr. 13–17

26160 Bad Zwischenahn I zwischen-den-auen@peterjanssengruppe.de

Tel. 04403 819-0

77


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Hintergrundfoto: © Igor Mojzes – Fotolia.com

78


Kontaktdaten

Wichtige Schuladressen im Landkreis Ammerland

Astrid-Lindgren-Schule

Hohenacker 14

26188 Edewecht

Tel. 04405 8621

BBS Berufsbildende Schulen Ammerland

Elmendorfer Straße 59

26160 Bad Zwischenahn

Tel. 04403 9798-0

Carlo Collodi Schule

Zum Hullen 1

26655 Westerstede

Tel. 04488 86032-0

Edewechter Oberschule

Breeweg 42

26188 Edewecht

Tel. 04405 4350

EIBENHORST-Schule

Zentrum für heilpädagogische

Lern- und Erziehungshilfe e. V.

Torsholter Hauptstraße 44

26655 Westerstede-Torsholt

Tel. 04488 78922

Förderschule an der Goethestraße

Goethestraße 2

26655 Westerstede

Tel. 04488 8454-0

KGS Rastede

Wilhelmstraße 5

26180 Rastede

Tel. 04402 9264-0

Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht

Humboldtstraße 1

26160 Bad Zwischenahn

Tel. 04403 94880

Gymnasium Westerstede Europaschule

Gartenstraße 16

26655 Westerstede

Tel. 04488 84550

Oberschule Augustfehn

Doris Zoetman

Schulstraße 2/Hauptstraße 201

26689 Augustfehn

Tel. 04489 92700

Oberschule Bad Zwischenahn

Schillerstraße 2

26160 Bad Zwischenahn

Tel. 04403 94870

Oberschule Wiefelstede

Am Breeden 7/9

26215 Wiefelstede

Tel. 04402 9682-0

Robert-Dannemann-Schule

Oberschule mit gymnasialem Zweig

Heinz-Böhnke-Straße 3

26655 Westerstede

Tel. 04488 84570

Schule am Voßbarg

Schillerstraße 2

26180 Rastede

Tel. 04402 2152

Grund- und Oberschule Friedrichsfehn

Schulstraße 12

26188 Edewecht

Tel. 04486 9271-0

79


80

Foto: BBS-Ammerland/Lukaslehmann.de


LANDKREIS AMMERLAND –

EIN STARKER

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Inserentenverzeichnis

Ammerländer Ausbildungszentrum für

Gesundheitsberufe gGmbH (AAfG), Westerstede ......... Seite 75

Ammerländer Versicherung, Westerstede ..................... Seite 68

August Brötje GmbH, Rastede ...................................... Seite 39

August Brötje Handel KG (G.U.T.), Rastede ................... Seite 66

Bau-ABC Rostrup – Bildungszentrum der

Bauwirtschaft, Bad Zwischenahn ................................... Seiten 46/47

Broetje-Automation GmbH, Rastede ............................. Seite 41

BRUNS Pflanzen, Bad Zwischenahn ............................... Seite 56

BSH IT Solutions GmbH, Westerstede ........................... Seite 71

BÜFA GmbH & Co. KG, Oldenburg ............................... Seite 38

Bund deutscher Baumschulen,

Landesverband Weser-Ems e. V., Westerstede ............... Seite 55

BZN Baustoffzentrum Ziese

GmbH & Co. KG, Westerstede ...................................... Seite 69

Claus-Unternehmensgruppe, Westerstede .................... Seite 48

Diderk Heinje

Pflanzenhandelsges. mbH & Co. KG, Jeddeloh ............. Seite 57

Dringenburger Interieur GmbH, Wiefelstede ................. Seite 51

EDEKA Claus, Bad Zwischenahn ................................... Seite 65

EDEKA Minden-Hannover

Zentralverwaltungsgesellschaft mbH, Minden ............... Seite 67

Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Oldenburg ..................... Seite 76

Fensterbau Eeten, Wiefelstede ...................................... Seite 52

FEPA-Wohnbau Apen GmbH, Apen .............................. Seite 50

Gemeinde Wiefelstede .................................................. Seite 64

GPS, Wilhelmshaven ..................................................... Seite 76

HansenS Haus am Meer, Bad Zwischenahn ................... Seite 66

Hinrichs Pflanzen, Edewecht ......................................... Seite 56

Klarmann Edelstahlverarbeitung GmbH, Westerstede ... Seite 50

Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG, Cloppenburg ............... Seite 68

Liepert Bltzschutz GmbH, Rastede ............................... Seite 52

LOBO Türen GmbH, Wiefelstede ................................... Seite 53

NOWEDA Die Apothekergenossenschaft, Rastede ........ Seite 70

Oldenburger Kartonagenfabrik U. Burmeister GmbH,

Bad Zwischenahn ........................................................... Seite 40

Pipelife Deutschland GmbH & Co. KG,

Bad Zwischenahn ........................................................... Seite 37

Popken Fashion Services GmbH, Rastede ...................... Seite 70

Residenz zwischen den Auen, Bad Zwischenahn ........... Seite 77

Ripken Holzofenbäckerei, Apen .................................... Seite 48

Rita Bosse Software GmbH, Edewecht .......................... Seite 71

Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG,

Bad Zwischenahn ........................................................... Seite 49

SC System-Etiketten GmbH, Wiefelstede ...................... Seite 40

Stadt Westerstede ......................................................... Seite 62

Steinhoff-Gruppe, Westerstede ..................................... Seite 64

81


Wichtig! – Allgemeiner Hinweis der Redaktion:

Der Ratgeber „Berufliche Bildungsangebote im Landkreis Ammerland

wird im Landkreis zum ersten Mal aufgelegt.

Da können schnell Informationen fehlen oder sich Fehler einschleichen,

die es zukünftig zu vermeiden gilt. Die Redaktion ist daher für Verbesserungsvorschläge

und Ergänzungshinweise sehr dankbar. Bitte nehmen Sie im

Bedarfsfall mit uns Kontakt (info@kuw.de) auf.

– Die Redaktion –

Foto: BBS-Ammerland/Lukaslehmann.de

82


Impressum

Baumschulenweg 28, 26127 Oldenburg

Tel. 0441 9353-0, Fax 0441 9353-200

info@kuw.de, www.kuw.de

Redaktion: Dr. Armin Lewald, Wilma Eberlei, Alexandra Frers,

Tina Thüer, Norbert Mandel

Porträtverkauf: Thomas Wester

Layout: Ramona Bolte

Herstellung: Britta Remberg-Brand, Norbert Mandel

Druck: Silber Druck oHG, Niestetal

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Kreiselternrat

Landkreis Ammerland

83


UNSERE INSIDER

GEBEN HILFREICHE

TIPPS

Weitere Magazine dieses Users