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diabetes Herausgegeben von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 2. Jahrgang · Nr. 11 · 22. November 2017 zeitung Foto: fotolia/peshkova Digitale Transformation DDG erstellt Verhaltenskodex BERLIN. Die Digitalisierung wird die Dia betologie grundlegend verändern. Die DDG schlägt Pflöcke in dieses wichtige Handlungs- und Entwicklungsfeld ein. „Die digitale Transformation ist mehr als nur Apps und Telemedizin“, betont DDG-Präsident Professor Dr. Dirk Müller-Wieland im Interview mit der diabetes zeitung. Doch es fehlen „Blaupausen“ für den Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten. Die DDG hat sich dieses Themas angenommen und einen Code of Conduct erstellt, um einen Rahmen von der Forschung bis zur Versorgung abzustecken. „Er spiegelt unsere Erwartungen wider, mit denen sich nun die anderen Akteure im Gesundheitswesen auseinandersetzen können“, fordert Prof. Müller- Wieland zur Diskussion auf. Er ist überzeugt: „Digitale Anwendungen können und werden nicht das ärztliche Gespräch und die ärztliche Begleitung ersetzen.“ 17 Diabetestechnologie & Digitalisierung WIESBADEN. Die dritte Aus- gabe des diatec journals finden Sie als eigene Lage in dieser diabetes zeitung! Volkskrankheiten im Blick Diabetes Herbsttagung und Hypertonie-Kongress MANNHEIM. „Mehr als 6 Mio. Diabetespatienten und 20–30 Mio. Patienten mit Bluthochdruck leben in Deutschland“, sagte Pro- fessor Dr. Monika Kellerer, Präsidentin der Diabetes Herbsttagung. Da sich beide Krankheiten gegenseitig för- dern, tagten DDG und DHL nun gemeinsam. „Wenn ein Patient Diabetes und Bluthochdruck hat, steigt das Risiko für ein schweres kardiovaskuläres Ereignis um 30 %“, erläuterte Professor Dr. Martin Hausberg, einer der Präsidenten des Hypertonie-Kongresses. Blutdruckselbstmessungen haben in diesem Zusammenhang einen besonderen Stellenwert, so der zweite Kongresspräsident Professor Dr. Bernhard Krämer, „denn der Blutdruck im Alltag ist entscheidend“. Aber auch weitere Themen wurden diskutiert, z.B. Herausforderungen für die Versorgung von Gestationsdiabetes oder des diabetischen Fußsyndroms sowie die Effekte von Bewegung und Ernährung. Eindrücke der besten Momente des Kongresses finden Sie auf den Seiten 8/9, 10 Adipositas gezielt ausbremsen POTSDAM. Unter dem Motto „Adipositas – mehr (als) Gewicht. verstehen – vorbeugen – gemeinsam behandeln“ fand die 33. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) statt. Im Fokus standen u.a. die Forschung an neuen antiadipösen Substanzkombinationen sowie die Umsetzung der Adipositas-Leitlinien in der täglichen Praxis. 10/12 Adressfeld MAGDEBURG. Angehende Ärztinnnen und Ärzte kommen erst spät mit der Diabetologie und der Komplexität der Erkrankung in Berührung. Es muss daher Ziel Typ 1: Pumpe oder Injektionen? Praxen für Studierende öffnen Den Nachwuchs früh an die Diabetologie heranführen AACHEN. Daten der DPV-Initiative zeigen, womit akute Komplikationen wie Hypoglyk ämien und diabetische Ketoazidosen seltener auftreten. Das könnte bei der Therapiewahl helfen. der Diabetologen sein, den akademischen Nachwuchs in seinen Praxis-Phasen für das Fach und die sprechende Medizin zu begeistern. DDG und BVND fordern deshalb Diabetesberater jetzt tariflich anerkannt Seite 3 Seite 4 Seite 20 BERLIN. Viele Angehörige von Pflegeund Gesundheitsberufen können sich über mehr Gehalt freuen, auch Diabetesberater. Der neue Tarifvertrag steht. Es gibt jedoch Einschränkungen. alle niedergelassenen Diabetologen auf, sich für das Blockpraktikum Allgemeinmedizin sowie als Lehrpraxis für Famulanten, aber auch als Akademische Lehrpraxis fürs PJ zur Verfügung zu stellen. Die Diabetologin Antje Weichard informiert über Ziele und Fördermöglichkeiten. Sie berichtet auch über eigene Erfahrungen. 28 Die DDS – ein verlässlicher Partner MÜNCHEN. Mehr als drei Jahrzehnte klärt die Deutsche Diabetes Stiftung bereits hierzulande über die Risiken von Diabetes Typ 2 auf. Sie informiert die Menschen und berät bei Fragen. Foto: Dr. Thomas Hummel Diabetes und Gefäßprobleme BOCHUM. Diabetes gilt als Risikofaktor für die Entwicklung einer peripheren Durchblutungsstörung. Leiden Patienten an einer Mangeldurchblutung der unteren Extremitäten, sollten sie einer besonders strikten Kontrolle unterzogen werden, um so einen langfristigen Extremitätenerhalt zu erzielen. Einen Überblick der aktuellen Diagnostik- und Behandlungsmethoden sowie Leitsätze für die Praxis finden Sie auf den Seiten 24–25