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Welt des Vergessens - Demenz-Ratgeber Hamburg

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......<br />

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<strong>Welt</strong> <strong>des</strong> <strong>Vergessens</strong><br />

<strong>Demenz</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

für Betroffene und Angehörige<br />

in <strong>Hamburg</strong>


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INHALT<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

1. Vorwort ....................................................................................................3<br />

2. Auch nach der Diagnose geht die Sonne wieder auf ..........................................4<br />

3. <strong>Demenz</strong>: Was ist das? .................................................................................8<br />

4. Noch ist keine Heilung möglich – Symptome können aber gelindert werden .........18<br />

5. Wie wird die Diagnose gestellt? ...................................................................22<br />

6. Der <strong>Demenz</strong> vorbeugen ..............................................................................26<br />

7. Information und Beratung ..........................................................................28<br />

8. Therapien für Menschen mit <strong>Demenz</strong> ...................... .....................................32<br />

9. Bewegung stärkt Lebensfreude und hält fit ...................................................38<br />

10. Unsicherheiten im Alltag abbauen... .............................................................40<br />

11. Kommunikation und Umgang mit Betroffenen ...............................................44<br />

12. Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus ......................................................................48<br />

13. Im Zwiespalt zwischen Vorwürfen und Erleichterung .......................................52<br />

14. Vielseitige Hilfen für Angehörige und Betroffene ............................................56<br />

15. Humor und Leichtigkeit sind immer gut ........................................................64<br />

16. Der Austausch mit anderen vermittelt Kraft, Mut und hilfreiche Tipps ................66<br />

17. Finanzielle Hilfen für Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörige ...........................70<br />

18. Rechtliche Aspekte bei <strong>Demenz</strong> ...................................................................74<br />

19. Rechtliche Vorsorge .................................................................................. 78<br />

20. Ansprechpartner in <strong>Hamburg</strong> / Kontaktdaten .................................................80<br />

Copyrights:<br />

Kapitel 2, 4, 9, 10, 13, 15, 16, 18: Holger Hartwig, HARTWIG3C, coaching – communication – consulting, <strong>Hamburg</strong><br />

Kapitel 3, 5, 6, 8, 11, 17, 19: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe <strong>Demenz</strong>, Berlin / Karen Roske, Hannover<br />

Kapitel 7, 12, 14: Jörn Wieking, Geschäftsführer, Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V. Selbsthilfe <strong>Demenz</strong> / Karen Roske, Journalistin, Hannover<br />

Sonstiges: Verzeichnis der PR-Darstellungen: Seite 86 // Bildquellen: Seite 87 // Impressum: Seite 87<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:22 Seite 3<br />

VORWORT<br />

Vorwort<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

Sie halten einen <strong>Ratgeber</strong> zum Thema<br />

<strong>Demenz</strong> in Ihren Händen. Ich weiß<br />

nicht, in welcher Situation Sie zu ihr<br />

gegriffen haben. Vielleicht haben Sie<br />

oder jemand in Ihrer Familie oder in<br />

Ihrer Umgebung erst vor Kurzem die<br />

Diagnose <strong>Demenz</strong> erhalten.<br />

Mir ist bewusst: Eine solche Diagnose<br />

zu hören, ist zuallererst ein Schock.<br />

Auch, wenn sie auf der anderen Seite<br />

manch' ungewöhnliche Verhaltens -<br />

weisen, die vorher aufgetreten sind,<br />

erklären helfen kann.<br />

Mit dieser Broschüre, die neben wichtigen,<br />

grundlegenden Informationen ganz<br />

speziell über Hilfsangebote in <strong>Hamburg</strong><br />

informiert, möchten wir Ihnen vor allem<br />

Mut machen, sich dem Thema <strong>Demenz</strong><br />

zu nähern und zu stellen.<br />

Natürlich wissen wir: Leben unter<br />

den Bedingungen der <strong>Demenz</strong> ist eine<br />

Herausforderung. Information und Aufklärung<br />

über die verschiedenen demenziellen<br />

Veränderungen, Hilfe beim Auffinden<br />

der verschiedenen Hilfsangebote<br />

für Betroffene (und damit meine ich so<br />

wohl Erkrankte als auch ihre An- und<br />

Zugehörigen) – das sind wichtige Impulse<br />

und Ziele, die wir mit dieser <strong>Ratgeber</strong>-Broschüre<br />

verfolgen.<br />

Wir danken allen, die uns bei der Erstellung<br />

und Verbreitung geholfen haben<br />

und helfen.<br />

Vielleicht, liebe Leserin, lieber Leser,<br />

haben Sie diese Broschüre nicht aus<br />

persönlicher Betroffenheit, sondern aus<br />

Interesse an einem gesellschaftlich<br />

immer relevanter werdenden Thema<br />

mitgenommen. Auch dann möchten wir<br />

Sie ermutigen: Mischen Sie sich ein in<br />

gesellschaftliche Debatten, in denen wir<br />

miteinander klären, wie Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> in unserer Mitte in größtmög -<br />

licher Selbstbestimmtheit leben können.<br />

Was muss neu und anders werden,<br />

damit wir die „Freie und demenzfreundliche<br />

Hansestadt <strong>Hamburg</strong>“ werden?<br />

Mit vielen engagierten Trägern setzen<br />

wir uns hierfür in der „Lan<strong>des</strong>initiative<br />

Leben mit <strong>Demenz</strong> in <strong>Hamburg</strong>“ ein.<br />

Ihre Anregung und Mitarbeit sind hier<br />

sehr willkommen!<br />

Wir, die Alzheimer Gesellschaft<br />

<strong>Hamburg</strong> e. V., sind die Selbsthilfe-<br />

Organi sation im Themenfeld <strong>Demenz</strong> in<br />

<strong>Hamburg</strong>. In Gesprächsgruppen, in der<br />

persönlichen Beratung am Alzheimer-<br />

Telefon, in unserer Geschäftsstelle oder<br />

in der Häuslichkeit, in verschiedenen<br />

Angeboten am Beginn der Herausforderungen,<br />

im Chor für Menschen mit und<br />

ohne <strong>Demenz</strong>, bei betreuten Urlauben<br />

und Angeboten, die wir vielleicht mit<br />

Ihnen gemeinsam noch entwickeln werden,<br />

sind wir an Ihrer Seite.<br />

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf,<br />

wenn Sie weitergehende Fragen haben,<br />

wenn Sie Unterstützung brauchen oder<br />

mit uns an einer demenzsensiblen Stadt<br />

arbeiten möchten.<br />

Für alles, was jetzt zu Ihrer Realität<br />

gehört, wünsche ich Ihnen von Herzen<br />

Gutes.<br />

Ihr Tobias Götting<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Der Vorsitzende<br />

3


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:22 Seite 4<br />

REPORTAGE: Leben mit <strong>Demenz</strong><br />

Auch nach der Diagnose geht die Sonne<br />

wieder auf<br />

Die <strong>Hamburg</strong>er Eheleute Angela und Gerd Griem berichten über ihr Leben mit <strong>Demenz</strong><br />

Sein gesamtes Leben lang ist „Krankheit“<br />

ein Fremdwort. Sport steht im<br />

Mittelpunkt, zunächst mehrere Jahrzehnte<br />

aktiv Volleyball, später Wandern<br />

und Schwimmen. Für Gerd Griem ist das<br />

Leben geprägt durch viel Aktivität.<br />

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Angela,<br />

die er beim Sport kennengelernt hat,<br />

genießt er den Ruhestand nach mehr als<br />

zwei Jahrzehnten als Geschäftsführer<br />

<strong>des</strong> <strong>Hamburg</strong>er Volleyballverban<strong>des</strong>.<br />

Bis 2015, als bei dem heute 77-Jährigen<br />

eine beginnende <strong>Demenz</strong> festgestellt<br />

wird – ein Schock für das Paar.<br />

Was bedeutet die Diagnose? Hätte man<br />

die Krankheit eher bemerken können?<br />

Wie kann das Leben weitergehen? Diese<br />

und andere Fragen werden von jetzt auf<br />

gleich Bestandteil <strong>des</strong> Alltags der Eheleute.<br />

Bei einem Kaffee in ihrer Wohnung<br />

in Wandsbek erzählen beide, wie<br />

Tipp<br />

<strong>Demenz</strong>-<br />

Muster wohnung<br />

Beratung und Muster gegen stände zur<br />

Orientierungshilfe und Sicherheit in der<br />

Häuslichkeit<br />

Kontakt/Adresse: siehe Kapitel 20, Seite 80<br />

sie mit der Krankheit umgehen und versuchen,<br />

„das Beste daraus zu machen“.<br />

Die ersten Anzeichen: Gerd Griem<br />

blickt zurück. Es ist etwa fünf Jahre her,<br />

dass „ich Stück für Stück gemerkt habe,<br />

dass es mit mir nicht mehr so ist, wie<br />

ich es gerne hätte“. Er sei früher sehr gut<br />

im Kopfrechnen gewesen und der Umgang<br />

mit Zahlen fiel ihm leicht. „Ich<br />

merkte, dass ich mich immer schwerer<br />

tat und es öfter Fehler gab. Am Anfang<br />

habe ich gedacht: Na ja, ich werde halt<br />

auch älter. Dann fing ich an, mir Sorgen<br />

zu machen.“ Zunächst habe er überhaupt<br />

nicht daran gedacht, dass es eine<br />

Krankheit sein könnte, „doch dann<br />

wollte ich es doch wissen“.<br />

Die erste Untersuchung: Griem berichtet,<br />

dass er 2012 das erste Mal durch<br />

eine Untersuchung klären wollte, „ob<br />

mit mir alles in Ordnung ist“. Der Arztbesuch<br />

brachte absolute Erleichterung.<br />

„Der Doktor konnte überhaupt keine<br />

Anzeichen für <strong>Demenz</strong> feststellen. Das<br />

war sehr beruhigend.“<br />

Die weiteren Anzeichen: Es vergehen<br />

etwa zwei Jahre, bis das Thema wieder<br />

im Leben der Griems auftaucht. „Mein<br />

Mann hat nachts plötzlich geschrien.<br />

Ich wurde dann aufgeschreckt und es<br />

hat mich sehr beunruhigt“, erzählt<br />

Angela Griem (63). Sie habe sich absolut<br />

nicht erklären können, was in ihrem<br />

Mann vorgeht. „Dann haben wir zufällig<br />

im Fernsehen einen Beitrag gesehen in<br />

dem es hieß, dass solche Träume eine<br />

beginnende <strong>Demenz</strong> sein können“. Die<br />

nächtlichen unerklärlichen Aktivitäten<br />

hören nicht auf und so geht es im<br />

November 2014 erneut zum Arzt.<br />

Der Tag <strong>des</strong> Schocks: Der erneute Weg<br />

zu einem Neurologen steht an. Angela<br />

Griem erinnert sich: „Der Arzt holte<br />

einen Test aus der Schublade und da<br />

kam bei meinem Mann gar nichts. Er<br />

konnte die Gedanken nicht sortieren<br />

und festhalten. Ich war völlig ver -<br />

daddert.“ Ihr Mann berichtet, dass er<br />

einfach nur sprachlos gewesen sei. „Ich<br />

war total frustriert und dachte mir:<br />

Vielleicht habe ich nur einen schlechten<br />

Tag.“ Der behandelnde Arzt habe sehr<br />

vorsichtig agiert und auch nicht sofort<br />

von <strong>Demenz</strong> gesprochen. Es gelte, erst<br />

einmal ein halbes Jahr zu schauen, habe<br />

er gemeint.<br />

Die Diagnose: Weitere Untersuchungen<br />

folgen. „Das gab uns die Chance, uns<br />

langsam an den Gedanken zu gewöhnen,<br />

dass ich vielleicht doch nicht mehr<br />

ganz gesund sein könnte“, beschreibt<br />

der Rentner die Zeit bis zur Gewissheit.<br />

Leider bringen die weiteren Test<br />

Gewissheit: Bei Gerd Griem wird eine<br />

beginnende <strong>Demenz</strong> festgestellt. Und<br />

4


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:22 Seite 5<br />

Gut ist es, immer wieder miteinander zu<br />

sprechen und dabei kein Thema auszulassen.<br />

nun? Fragen über Fragen, so beschreibt<br />

es der 77-Jährige. Was wird aus den<br />

Plänen für die kommenden Jahre, wenn<br />

seine deutlich jüngere Ehefrau auch in<br />

Rente geht?<br />

Die erste Zeit mit der Krankheit: Gerd<br />

Griem geht mit seinen Gedanken aus<br />

dieser Zeit sehr offen um. „Für mich war<br />

es schon problematisch. Ich habe gefragt,<br />

was es für meine Frau bedeutet,<br />

dass für mich vieles immer schwieriger<br />

wird und ich immer mehr auf ihre Hilfe<br />

angewiesen sein werde.“ Er habe sich<br />

dann auf vielen Wegen über die Krankheit,<br />

den Verlauf und auch Hilfs an -<br />

gebote informiert. „Das war das Beste,<br />

was ich machen konnte.“ So habe er<br />

auch den Kontakt zur Alzheimer Gesellschaft<br />

<strong>Hamburg</strong> gefunden. Seiner Frau<br />

geht es in der ersten Zeit auch nicht viel<br />

anders. „Ich wollte das so nicht wahr -<br />

haben und bin heute sehr froh, dass ich<br />

dann bei der Alzheimer Gesellschaft an<br />

Veranstaltungen teilgenommen habe<br />

und Zusammenhänge verstanden habe.“<br />

Auch sie sagt: „Es war gut und richtig,<br />

sich sofort über die Krankheit und die<br />

Zusammenhänge zu informieren.“<br />

Der Alltag mit der Krankheit: Die Eheleute<br />

berichten, dass es eine Heraus -<br />

forderung ist, sich immer wieder klar zu<br />

machen, dass die Krankheit nicht zu<br />

stoppen ist, sondern der Verlauf verlangsamt<br />

werden kann. Gerd Griem:<br />

„Ich habe Sport gemacht und gesund<br />

gelebt. Aber du hast keine Chance,<br />

wenn dich diese Krankheit erwischt.“ Er<br />

versuche, offen mit der Krankheit zu<br />

leben. Und schaut zu seiner Frau hin -<br />

über und ergänzt: „Aber manches, was<br />

ich erlebe, mag ich ihr dann auch zunächst<br />

gar nicht erzählen.“ Für ihn sei<br />

der Austausch mit anderen Betroffenen<br />

wichtig. „Die wöchentliche Gruppe bei<br />

der Alzheimer Gesellschaft ist da eine<br />

ideale Möglichkeit.“ Und er sei dankbar,<br />

dass er den Alltag noch gut meistern<br />

könne. Lediglich ans Steuer seines Autos<br />

setze er sich aus Gründen der Sicherheit<br />

nicht mehr. „Durch die Arbeit im Sport<br />

habe ich erfahren dürfen, dass es immer<br />

eine Lösung gibt. Darauf vertraue ich.<br />

„Für Angela Griem ist der Austausch mit<br />

anderen Angehörigen ebenfalls eine<br />

wichtige Stütze. „Da kann ich dann<br />

5


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:22 Seite 6<br />

REPORTAGE: Leben mit <strong>Demenz</strong><br />

auch gut einordnen, wie es um meinen<br />

Mann steht.“ Sie sei dankbar, dass sie<br />

immer wieder miteinander sprechen<br />

und dabei kein Thema auslassen. „Es<br />

gibt ja auch Partner, die es leugnen und<br />

sagen, dass sie diese Krankheit nicht<br />

haben. Dann muss das extrem schwierig<br />

sein.“<br />

Der Umgang nach außen: Mit der <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

im privaten Umfeld<br />

richtig umzugehen, sei durchaus eine<br />

Herausforderung. Angela Griem: „Die<br />

meisten Menschen wissen nicht wirklich<br />

etwas über die Krankheit und was<br />

das bedeutet.“ Deshalb würden sie<br />

nicht jedem offensiv von der Krankheit<br />

berichten, sondern situationsbedingt<br />

entscheiden. „Grundsätzlich halten wir<br />

es für sinnvoll, offen mit der Krankheit<br />

umzugehen. Erst kürzlich bei einer<br />

Chorfahrt war es wieder wichtig, die<br />

anderen Teilnehmer zu informieren.<br />

Dann haben wir sehr viel Verständnis<br />

und Hilfsbereitschaft erfahren“, erzählt<br />

Angela Griem. Ihr Mann berichtet, dass<br />

er dann manches Mal ins Nachdenken<br />

kommt, „wenn Freunde zu mir sagen:<br />

Gerd, du hast das doch nicht“.<br />

Die Zukunft: Das Ehepaar schaut sich<br />

an und beide beschreiben, was sie mit<br />

Blick auf die Zukunft bewegt. „Es macht<br />

mich schon fuchsig und ich bin nicht<br />

gelassen, wenn ich nach vorne schaue“,<br />

erzählt er. Beide würden versuchen, im<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

<strong>Demenz</strong>kompetenz Diakonie <strong>Hamburg</strong><br />

Mit <strong>Demenz</strong> leben – dafür bietet die Diakonie in <strong>Hamburg</strong><br />

umfassende Unterstützung. Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

und ihre Angehörigen werden mit Einfühlungsvermögen<br />

und Professionalität beraten, begleitet, versorgt und betreut.<br />

Von einer ersten Beratung über Besuchsdienste,<br />

Betreuungen am Tag, schützende Räume für Patienten<br />

mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus oder besondere Wohn -<br />

formen für Betroffene – die Diakonie bietet Angebote und<br />

Einrichtungen in ganz <strong>Hamburg</strong>. Die Kompetenz für den<br />

Umgang mit <strong>Demenz</strong> finden Sie bei uns auf allen Ebenen:<br />

in der Beratung, bei Schulungsangeboten, bei unseren<br />

Pflegekräften und bei unseren geschulten Freiwilligen.<br />

Diakonisches Werk <strong>Hamburg</strong> – Fachbereich Pflege und Senioren<br />

Königstraße 54 · 22767 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 30620-295<br />

info@pflege-und-diakonie.de · www.pflege-und-diakonie.de<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:23 Seite 7<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Kostenlosen Pflegekurs einfach online besuchen<br />

Hilfe für pflegende Angehörige: Die DAK-Gesundheit hat<br />

als erste Krankenkasse einen kostenlosen Online-Pflegekurs<br />

entwickelt. Der DAK-Pflegecoach ist ein zertifi -<br />

zierter Pflegekurs und kann am heimischen Computer<br />

oder Tablet absolviert werden – in völlig flexibler Zeit -<br />

einteilung. Der DAK-Pflegecoach beantwortet in verschiedenen<br />

Modulen die wichtigsten Fragen rund um<br />

die Pflege. Ein zentrales Modul ist der <strong>Demenz</strong>coach<br />

(www.dak.de/pflegecoach). Nutzer lernen, was <strong>Demenz</strong><br />

ist und wie das Leben mit Betroffenen gestaltet werden<br />

kann. Der Coach gibt auch Tipps zu Versicherungen und<br />

vernetzt mit Experten, die bei dringenden Fragen helfen.<br />

DAK-Gesundheit<br />

Nagelsweg 27–31 · 20097 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 2396-0<br />

presse@dak.de · www.dak.de/pflegecoach<br />

Moment zu leben. „Wir haben gerade<br />

mit Freunden eine Flusskreuzfahrt gemacht.<br />

So locker wie früher geht es<br />

allerdings nicht mehr.“ Er hofft, dass er<br />

mit seiner Krankheit „nur kleine Schritte<br />

in die falsche Richtung geht in den<br />

nächsten Jahren.“ Und dann spricht er<br />

über seine Frau: „Ich frage mich sehr<br />

oft: Kann ich das, was noch kommt,<br />

meiner Frau zumuten? Was macht<br />

meine Krankheit mit ihr? Wie kann sie<br />

alleine weiterleben?“<br />

Seine Gattin, mit der er seit über 35<br />

Jahren verheiratet ist, sitzt neben ihm<br />

und auch an dieser Stelle gibt es offene<br />

Worte: „Mir ist in den Kursen, die ich<br />

besucht habe, deutlich geworden: Sorge<br />

auch für dich, gebe dich nicht auf.“<br />

Manchmal schaue sie nur in die nächste<br />

Woche und denke, dass es sich schon<br />

finden werde. Dann gebe es aber auch<br />

Phasen, in denen sie sich mit Pflegegrade,<br />

Pflegeheimen und den weiteren<br />

Veränderungen auseinandersetze. „Wir<br />

haben gemeinsam Heime angeschaut,<br />

um uns rechtzeitig zu orientieren. Wir<br />

wissen ja, um was es geht und haben<br />

Ruhe im Umgang.“<br />

Für sie sei es sehr wichtig zu wissen,<br />

„dass ich mit der Krankheit nicht alleine<br />

dastehe und es viele Unterstützungs -<br />

angebote gibt.“ Das hört sich sehr rational<br />

an. Beide scheinen die Krankheit angenommen<br />

zu haben. Gerd Griem weiß:<br />

„Auch nach der Diagnose geht am<br />

nächsten Tag wieder die Sonne auf.<br />

Offen miteinander umgehen zu können,<br />

ist ein großes Geschenk. Und das<br />

Positive ist auf jeden Fall: Anders als<br />

bei anderen Krankheiten, hat man bei<br />

dieser keine Schmerzen.“<br />

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 80<br />

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DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

<strong>Demenz</strong>: Was ist das?<br />

„<strong>Demenz</strong>“ und „Alzheimer“ sind nicht dasselbe: Unter<br />

<strong>Demenz</strong> versteht man ein Muster von Symptomen, das<br />

viele verschiedene Ursachen haben kann. Die Alzheimer-<br />

Krankheit ist die häufigste dieser Ursachen.<br />

Wie häufig ist <strong>Demenz</strong>?<br />

Mit zunehmendem Alter steigt die<br />

Wahrscheinlichkeit, an einer <strong>Demenz</strong> zu<br />

erkranken. Von den 60-Jährigen ist nur<br />

jeder Hundertste betroffen, von den<br />

80-Jährigen dagegen jeder Sechste und<br />

von den 90-Jährigen sogar fast jeder<br />

Zweite. In Deutschland leiden zurzeit<br />

1,5 Millionen Menschen an einer<br />

<strong>Demenz</strong>. Je<strong>des</strong> Jahr erhöht sich die Zahl<br />

um etwa 40 000. Weil die Lebenserwartung<br />

weiter steigt und geburtenstarke<br />

Jahrgänge alt werden, wird sich die Zahl<br />

der Betroffenen bis zum Jahr 2050<br />

min<strong>des</strong>tens verdoppeln.<br />

Das Hauptmerkmal der <strong>Demenz</strong> ist, dass Menschen mit <strong>Demenz</strong> fällt es zunehmend<br />

sich mehrere geistige Fähigkeiten<br />

schwerer, sich neue Informationen<br />

verschlechtern. Es ist keine reine Ge -<br />

dächtnisstörung. Auch Aufmerksamkeit,<br />

Sprache, Auffassungsgabe, Denkver mö -<br />

gen und Orientierungssinn sind davon<br />

be einträchtigt. Das Risiko, an <strong>Demenz</strong> zu<br />

erkranken, steigt mit dem Lebensalter:<br />

Da immer mehr Menschen sehr alt werden,<br />

wird die Zahl der Erkrankten künftig<br />

weiter ansteigen, wenn kein Heilmittel<br />

gefunden wird. Nur in seltenen Fällen<br />

sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre.<br />

einzuprägen, sich auf einen Gedanken<br />

oder Gegenstand zu konzentrieren, sich<br />

sprachlich auszudrücken in Wort und<br />

Schrift, die Mitteilungen anderer zu verstehen,<br />

Situationen zu überblicken, Zusammenhänge<br />

zu erkennen, zu planen<br />

und zu organisieren, sich örtlich oder<br />

zeitlich zurechtzufinden. Ihre Fähig -<br />

keiten sind so weit eingeschränkt, dass<br />

sie gewohnte Alltagstätigkeiten nicht<br />

mehr ausüben können.<br />

Häufigkeit der <strong>Demenz</strong> nach Altersgruppen in Europa<br />

Neue Zahlen<br />

Trotzdem stimmen neuere Studien auch<br />

zuversichtlich: In den wohlhabenden<br />

Ländern scheint sich unter den alten<br />

Menschen der Anteil derer, die an<br />

<strong>Demenz</strong> erkranken, zu stabi lisieren<br />

oder sogar zurück zugehen.<br />

Man vermutet, dass das an<br />

einem gesünderen Lebens -<br />

wandel liegt und an besserer<br />

medi zinischer Behandlung,<br />

beispielsweise bei Bluthochdruck<br />

und hohen Cholesterin werten.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:23 Seite 9<br />

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

Meist verändern sich daneben auch die<br />

sozialen Verhaltensweisen, die Stimmung<br />

oder der Wirklichkeitsbezug.<br />

Manchmal stehen diese Veränderungen<br />

sogar im Vordergrund. Gefühlszustände<br />

wie Depression, Angst oder Unruhe können<br />

die geistigen Fähigkeiten zusätzlich<br />

herabsetzen.<br />

Von einer reinen Gedächtnisstörung<br />

(Amnesie) unterscheidet sich die<br />

<strong>Demenz</strong> dadurch, dass neben dem<br />

Gedächtnis auch andere geistige Fähigkeiten<br />

beeinträchtigt sind und dass<br />

die Alltagstätigkeiten eingeschränkt<br />

sind. Im Gegensatz zu einem akuten<br />

Verwirrtheitszustand (Delir) ist bei einer<br />

<strong>Demenz</strong> das Bewusstsein nicht getrübt,<br />

das heißt die Menschen bleiben wach<br />

und reak tionsfähig.<br />

Die Symptome einer <strong>Demenz</strong> können<br />

sehr unterschiedlich ausgeprägt sein,<br />

von geringen Veränderungen bis zum<br />

völligen Verlust der Selbstständigkeit.<br />

<strong>Demenz</strong>en können viele verschiedene<br />

Ursachen haben<br />

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen<br />

primären und sekundären Formen<br />

der <strong>Demenz</strong>.<br />

Primäre <strong>Demenz</strong>en sind solche, bei<br />

denen der Krankheitsprozess direkt im<br />

Gehirn beginnt. Sie sind nach heutigem<br />

Kenntnisstand irreversibel, können<br />

also nicht mehr rückgängig gemacht<br />

werden.<br />

Neben der Alzheimer-Krankheit mit<br />

einem Anteil von rund 60 Prozent aller<br />

Fälle gibt es noch andere primäre<br />

<strong>Demenz</strong>en. Die häufigsten sind gefäßbedingte<br />

<strong>Demenz</strong>en, auch vaskuläre<br />

<strong>Demenz</strong>en genannt. Diese entstehen<br />

infolge von Durchblutungsstörungen<br />

im Gehirn, zum Beispiel nach einem<br />

Infarkt, Schlaganfall oder Herzkreislauferkrankungen.<br />

Weitere Formen sind die<br />

Lewy-Körperchen-<strong>Demenz</strong> und die<br />

Fron totemperalen <strong>Demenz</strong>en.<br />

Ursachen der <strong>Demenz</strong>en<br />

INFO<br />

Primäre <strong>Demenz</strong>en entstehen direkt<br />

im Gehirn. Nach heutigem Wissen<br />

ist diese Krankheit nicht heilbar und<br />

auch nicht aufzuhalten.<br />

Sekundäre <strong>Demenz</strong>en sind Folge -<br />

erscheinungen von anderen<br />

Erkrankungen. Diese sind zumin<strong>des</strong>t<br />

zum Teil behandelbar und manchmal<br />

bilden sich auch die <strong>Demenz</strong>symptome<br />

wieder zurück.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:23 Seite 10<br />

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

Bei den sekundären <strong>Demenz</strong>formen ist<br />

die <strong>Demenz</strong> die Folge einer anderen<br />

Grunderkrankung, wie zum Beispiel<br />

Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungserscheinungen<br />

durch Medikamentenmissbrauch,<br />

Hormon- oder Vitamin -<br />

mangelzustände oder auch Depressionen.<br />

Hirntumore, -geschwulste oder<br />

eine Abflussstörung <strong>des</strong> Nervenwassers<br />

im Gehirn (Normaldruckhydrozephalus)<br />

können ebenfalls für demenzielle Symptome<br />

verantwortlich sein. Diese Grunderkrankungen<br />

sind zumin<strong>des</strong>t zum Teil<br />

behandelbar und manchmal ist auch<br />

eine Rückbildung der <strong>Demenz</strong>symptome<br />

möglich.<br />

Zu den sekundären <strong>Demenz</strong>en gehören<br />

auch das Korsakow-Syndrom und die<br />

<strong>Demenz</strong> bei Morbus Parkinson. Insgesamt<br />

machen sekundäre <strong>Demenz</strong>en bis zu zehn<br />

Prozent aller Krankheitsfälle aus.<br />

Die Alzheimer-Krankheit<br />

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste<br />

Ursache einer <strong>Demenz</strong>. Diese hirnorganische<br />

Krankheit ist benannt nach<br />

dem deutschen Neurologen Alois Alz -<br />

heimer (1864–1915). Er hat sie 1906<br />

erstmals wissenschaftlich beschrieben.<br />

Was geschieht bei einer <strong>Demenz</strong> im<br />

Gehirn?<br />

Eine <strong>Demenz</strong> entsteht, wenn Krankheiten<br />

ausgedehnte Abschnitte der Hirnrinde<br />

schädigen, die für geistige Fähigkeiten,<br />

Verhalten oder Persönlichkeit zuständig<br />

sind. Sie entsteht auch, wenn wichtige<br />

Verbindungsbahnen zwischen solchen<br />

Abschnitten unterbrochen sind. Bei<br />

neurodegenerativen Krankheiten gehen<br />

Nervenzellen verloren, weil Eiweiß -<br />

bestandteile im Gehirn fehlerhaft<br />

verarbeitet werden. Sie lagern sich<br />

zusammen und schädigen die<br />

Nervenzellen. Wenn sehr<br />

viele Nervenzellen verloren<br />

gehen, schrumpft das<br />

Hirngewebe in der<br />

betroffenen Region. Bei<br />

Krankheiten der Hirngefäße<br />

werden tief liegende Regionen <strong>des</strong><br />

Gehirns schlechter mit Blut versorgt, was<br />

ebenfalls Nervenzellen absterben lässt<br />

und Nervenfasern schädigt.<br />

Im Gehirn von Menschen mit Alzheimer<br />

sind typische Eiweißablagerungen festzustellen.<br />

Die Krankheit ist durch einen<br />

langsam fortschreitenden Verlust von<br />

Nervenzellen gekennzeichnet, vor allem<br />

im Schläfenlappen und Scheitellappen<br />

<strong>des</strong> Gehirns. Diese Abschnitte der Hirnrinde<br />

sind für Gedächtnis, Sprache und<br />

Orientierungsfähigkeit wichtig. Es gibt<br />

aber auch Varianten der Alz heimer-<br />

Krankheit, bei denen Teile <strong>des</strong> Stirnhirns<br />

oder <strong>des</strong> Hinterhauptslappens betroffen<br />

sind. Dann kommt es zu Wortfindungs -<br />

stö rungen und verlangsamter Sprache,<br />

Per sönlichkeitsveränderungen und eingeschränktem<br />

Denkvermögen oder Störungen<br />

der optischen Wahrnehmung.<br />

Alle diese Störungen sind bei den<br />

Betroffenen unterschiedlich stark aus -<br />

geprägt und nehmen im Verlauf der<br />

Erkrankung zu. Sie machen die Bewältigung<br />

<strong>des</strong> normalen Alltagslebens immer<br />

schwieriger. Die Patienten sind zunehmend<br />

auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.<br />

Die jeweiligen Anforderungen<br />

an Betreuung, Pflege, Therapie und ärztliche<br />

Behandlung sind dabei sehr unterschiedlich.<br />

Vaskuläre <strong>Demenz</strong>en: Gefäßkrank -<br />

heiten als Ursache<br />

<strong>Demenz</strong>formen, bei denen durch Durchblutungsstörungen<br />

<strong>des</strong> Gehirns Nervenzellen<br />

absterben, werden als vaskuläre<br />

<strong>Demenz</strong>en bezeichnet. Die häufigste Variante<br />

wird durch eine Wandverdickung<br />

in kleinen Blutgefäßen hervorgerufen,<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:23 Seite 11<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Hilfe im Alter durch die Malteser Caritas<br />

In den Altenhilfe-Einrichtungen der Malteser Caritas<br />

<strong>Hamburg</strong> gGmbH startete in den vergangenen zwei<br />

Jahren in Kooperation mit der ENPP-Böhm Bildung- und<br />

Forschungsgesellschaft mbH eine Schulung nach dem<br />

etablierten Pflegemodell von Professor Erwin Böhm für<br />

die in der Pflege und Betreuung tätige Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter.<br />

Bei diesem Modell handelt es sich um ein ganzheit -<br />

liches, reaktivieren<strong>des</strong>, psychobiografisches Pflegemodell,<br />

welches die gesamte Lebensgeschichte <strong>des</strong> demenziell veränderten<br />

Menschen mit seinen emotionalen Erfahrungen<br />

einbezieht: Pflegende Mitarbeitende gehen auf die Bedürfnisse<br />

der Bewohnerinnen und Bewohner ein und fördern<br />

die vorhandenen Ressourcen in individueller Weise.<br />

Der demenziell veränderte Mensch wird mit seiner<br />

Lebenswelt ernst- und angenommen. Ziel der Betreuung<br />

ist eine Form der Beziehungspflege, die der Bewohnerin<br />

bzw. dem Bewohner ein „Daheim“-Gefühl vermittelt.<br />

Durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Bio grafie<br />

der Bewohnerin bzw. <strong>des</strong> Bewohners, den Gefühlen<br />

und den individuellen Prägungen ist ein tieferes Verständnis<br />

für das individuelle Verhalten als auch ein zielorientierter<br />

Umgang mit dem Menschen möglich. Die aus<br />

der jeweiligen Prägungsgeschichte abgeleiteten Schlüsselreize<br />

versetzen den Menschen in die Lage, seine vorhandenen<br />

Ressourcen zu aktivieren und sich lebendiger zu<br />

fühlen. Seine Lebensgeschichte erfährt Würdigung und<br />

die nötige Wertschätzung.<br />

Malteser Caritas <strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Wandsbeker Allee 1 · 22041 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 675877910<br />

malteser@malteser.org · www.malteser.org<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:23 Seite 12<br />

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

INFO<br />

Risikofaktoren für vaskuläre<br />

<strong>Demenz</strong>en sind unter anderem<br />

Bluthochdruck, Herzerkrankungen,<br />

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),<br />

Fettstoffwechselstörungen (Über-<br />

maß an Blutfetten wie Cholesterin),<br />

Übergewicht, Bewegungsmangel<br />

und Rauchen.<br />

Wenn Sie diese Risiken abstellen<br />

oder rechtzeitig behandeln lassen,<br />

beugen Sie einer Erkrankung vor.<br />

welche die tiefen Strukturen <strong>des</strong> Gehirns<br />

mit Blut versorgen. Bluthochdruck ist<br />

der wichtigste Risikofaktor. Die Gefäß -<br />

erkrankung bewirkt kleine Infarkte und<br />

schädigt die Nervenfasern. Dadurch wird<br />

die Informationsweiterleitung im Gehirn<br />

eingeschränkt, was zu herabgesetzter<br />

Aufmerksamkeit führt und den Denk -<br />

prozess verlangsamt.<br />

Die vaskuläre <strong>Demenz</strong> beginnt oft<br />

schleichend und schreitet ganz allmählich<br />

voran. Deshalb ist sie schwer von<br />

der Alzheimer-Krankheit zu unter -<br />

scheiden. Allerdings sind die Symptome<br />

anders: Im Vordergrund stehen nicht<br />

Gedächtnisstörungen, sondern Verlangsamung,<br />

Denkschwierigkeiten oder<br />

labile Stimmung.<br />

Eine seltenere Form der vaskulären<br />

<strong>Demenz</strong> ist die Multi-Infarkt-<strong>Demenz</strong>,<br />

bei der das Gehirn durch viele kleine<br />

Schlaganfälle geschädigt wird. Die<br />

Krankheit beginnt meist plötzlich und<br />

schreitet in der Regel stufenweise fort.<br />

Die Symptome sind denen der Alzheimer-Krankheit<br />

sehr ähnlich, es können<br />

aber körperliche Störungen wie Taubheitsgefühle<br />

oder Lähmungserscheinungen<br />

hinzukommen.<br />

Die Lewy-Körperchen-<strong>Demenz</strong><br />

Die Lewy-Körperchen-<strong>Demenz</strong> ähnelt<br />

der Alzheimer-Krankheit sehr stark. Bei<br />

vielen Patienten sind aber starke<br />

Schwankungen der geistigen Fähig -<br />

keiten im Tagesverlauf festzustellen.<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Malteser <strong>Demenz</strong>kompetenz<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und ihre Angehörigen benötigen<br />

verständnisvolle und kompetente Ansprechpartner, die<br />

im Alltag unterstützen können. Die Malteser sind<br />

Anlaufstelle für Menschen, die an <strong>Demenz</strong> erkrankt sind.<br />

Mit unseren Beratungs- und Betreuungsangeboten<br />

möchten wir deren Lebensqualität stärken und ihre Angehörigen<br />

entlasten. Wir bieten Beratung und häusliche<br />

Besuchsdienste durch geschulte <strong>Demenz</strong>begleiter zur<br />

Entlastung Angehöriger. Die Kosten für den Besuchsdienst<br />

können von den Pflegekassen übernommen werden.<br />

Es gibt zwei Standorte: Zuständig für Volksdorf und Umgebung<br />

ist Britta Strüwe (040 53304021) und für Eidelstedt<br />

und Umgebung Sophia Schlamp (040 41918729).<br />

Malteser Hilfsdienst e. V. (Zentrale)<br />

Eichenlohweg 24 · 22309 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 209408-0<br />

malteser.hamburg@malteser.org · www.malteser-hamburg.de/demenz<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:24 Seite 13<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Was ist wenn...?<br />

Im März 1990 gründete Angelika Lembke die heutige<br />

LEMBKE Häusliche Kranken- und Altenpflege GmbH in<br />

<strong>Hamburg</strong>. Heute arbeitet das Unternehmen mit mehr als<br />

130 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die<br />

LEMBKE-Mitarbeiter betreuen derzeit circa 400 Kunden in<br />

den unterschiedlichsten Bereichen.<br />

Der Pflegedienst LEMBKE arbeitet nach den strengen und<br />

laufend aktualisierten Regeln <strong>des</strong> hauseigenen Qualitätsmanagements,<br />

um alle gesetzlichen und vertraglichen<br />

Anforderungen zu erfüllen und vor allem unsere Kunden<br />

hervorragend zu betreuen. „Ich bin bis heute davon überzeugt,<br />

dass es möglich ist, dass ein Mensch in seinen<br />

eigenen vier Wänden von uns so gut versorgt und begleitet<br />

werden kann und dies auch bis zum Lebensende",<br />

sagt Angelika Lembke. Im Mittelpunkt <strong>des</strong> täglichen Geschehens<br />

stehen unsere Mitarbeiter und unsere Kunden<br />

gleichermaßen. Unsere Mitarbeiter werden durch interne<br />

und externe Spezialisten hervorragend fort- und weiterge<br />

bildet und erhalten attraktive Zusatzleistungen neben<br />

einem bestmöglichen Gehalt.<br />

<strong>Demenz</strong> ist nur ein Wort. Wir schauen auf den Menschen<br />

und auf das, was er noch kann. Unsere große Erfahrung in<br />

der Betreuung <strong>Demenz</strong>erkrankter gibt auch den Ange -<br />

hö rigen Sicherheit und Halt.<br />

Lassen Sie uns in aller Ruhe über Ihre Wünsche sprechen<br />

– wir überzeugen Sie gern davon, dass Sie bei uns in den<br />

besten Händen sind. Selbstverständlich beraten wir Sie<br />

kostenfrei.<br />

LEMBKE Häusliche Kranken- und Altenpflege GmbH<br />

Bramfelder Chaussee 238 a · 22177 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 697065-0<br />

info@lembke-pflegedienst.de · www.lembke-pflegedienst.de<br />

13


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:24 Seite 14<br />

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

Das Hauptmerkmal der <strong>Demenz</strong> ist, dass<br />

sich mehrere geistige Fähigkeiten ver -<br />

schlech tern. Es ist keine reine Gedächtnisstörung.<br />

Bei der Lewy-Körperchen-Krankheit<br />

wird der Verlust von Nervenzellen durch<br />

Zusammenballungen eines bestimmten<br />

Proteins im Zellinneren hervorgerufen.<br />

Diese Einschlusskörper tragen den<br />

Namen von Friedrich H. Lewy (1885–<br />

1950), der als junger Arzt im Labor von<br />

Alois Alzheimer tätig war.<br />

Bei den Betroffenen treten häufig früh<br />

zu Krankheitsbeginn Halluzinationen<br />

und/oder Bewegungsstörungen auf.<br />

Kenn zeichnend für eine Lewy-Körperchen-<strong>Demenz</strong><br />

sind:<br />

– starke Schwankungen der geistigen<br />

Leistungsfähigkeit und der Aufmerksamkeit<br />

– optische Halluzinationen, die oft sehr<br />

detailreich sind<br />

– leichte Parkinsonsymptome wie unwillkürliches<br />

Zittern der Hände oder<br />

steife Bewegungen<br />

– häufig kommt es zu Stürzen oder kurzen<br />

Bewusstlosigkeiten.<br />

Es müssen allerdings nicht alle Symptome<br />

auftreten. Und es gibt auch Mischformen<br />

von Alzheimer- und Lewy-<br />

Körperchen-<strong>Demenz</strong>.<br />

Das Korsakow-Syndrom<br />

Das Korsakow-Syndrom ist häufig die<br />

Folge eines jahrelangen, übermäßigen<br />

Alkoholkonsums. Es wird jedoch auch<br />

nach Infektionen wie Enzephalitis und<br />

Traumen wie schweren Kopfverletzungen<br />

beobachtet. Die Betroffenen ver -<br />

lieren die Fähigkeit, neue Informationen<br />

zu speichern, und füllen ihre<br />

Gedächtnis lücken mit frei erfundenen<br />

Geschichten.<br />

Vielen Patienten ist dies jedoch nicht<br />

bewusst, sodass es sich dabei nicht um<br />

bewusstes Täuschen oder gar Lügen<br />

handelt. Vielmehr ist das Korsakow-<br />

Syndrom Ausdruck einer schweren chronischen<br />

Schädigung <strong>des</strong> Gehirns. Davon<br />

sind vor allem Hirnregionen betroffen,<br />

14


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:24 Seite 15<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Vielseitige Angebote der Martha Stiftung<br />

Der Name Martha Stiftung steht für soziale Dienstleistungen<br />

auf der Grundlage christlicher Werte und diakonischer<br />

Tradition. Wir unterstützen die selbstbestimmte<br />

Teilhabe von Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung<br />

und suchtkranker Menschen. Gegründet 1849, ist<br />

die Martha Stiftung heute ein modernes Sozialunternehmen<br />

mit 850 Beschäftigten und dezentral im <strong>Hamburg</strong>er<br />

Stadtgebiet mit verschiedenen Einrichtungen und Angeboten<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> organisiert:<br />

In Flottbek bestehen Betreuungsgruppen und ein Helfer<br />

innenkreis für Menschen mit <strong>Demenz</strong>, in Eimsbüttel<br />

die Tagespflege St. Markus sowie ein Wohnbereich für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> im Seniorenzentrum St. Markus.<br />

Zusätzlich gibt es in Langenhorn eine Wohngemeinschaft<br />

und eine Betreuungsgruppe für Menschen mit <strong>Demenz</strong>.<br />

In Rahlstedt besteht ein Wohnbereich für Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> im Martha Haus, eine Wohngemeinschaft und<br />

eine Betreuungsgruppe sowie ein Helferinnenkreis für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> (in Kooperation mit dem Ev.-Luth.<br />

Kirchengemeindeverband Rahlstedt).<br />

Ein besonderes Beispiel: Mit einem neuartigen Pflegekonzept<br />

ermöglicht die Martha Stiftung demenziell erkrankten<br />

Menschen, in der Vertrautheit einer kleinen<br />

Gruppe am Alltag teilzunehmen und auf diese Weise<br />

länger aktiv zu bleiben. Diese ambulant betreute Wohngemeinschaft<br />

– eine barrierefreie Wohnung mit acht<br />

Apartments – verbindet Aktivität und Alltagsnähe mit<br />

Überschaubarkeit, Geborgenheit und Sicherheit.<br />

Martha Stiftung<br />

Eilbeker Weg 86 · 22089 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 209876-0<br />

info@martha-stiftung.de · www.martha-stiftung.de<br />

15


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:24 Seite 16<br />

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere <strong>Demenz</strong>formen<br />

die für die Gedächtnisbildung und die<br />

Regulierung der Emotionen zuständig<br />

sind. Deshalb sind viele Betroffene auch<br />

in ihrer Emotionalität verändert. Sie<br />

können distanzlos oder unangemessen<br />

heiter wirken.<br />

Emotionen und Sozialverhalten kontrolliert.<br />

Die Erkrankung tritt meist schon<br />

zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr<br />

auf oder noch früher. Die Spanne ist<br />

sehr groß und liegt zwischen 20 und 85<br />

Lebensjahren.<br />

Viele Betroffene sind sehr beeinträchtigt<br />

in ihrer Alltags- und Sozialkompetenz,<br />

sodass ihnen eine selbstständige<br />

Lebensführung nicht mehr möglich ist.<br />

Frontotemporale <strong>Demenz</strong> oder<br />

Pick-Krankheit<br />

Bei der Frontotemporalen <strong>Demenz</strong> findet<br />

der Abbau von Nervenzellen zunächst im<br />

Stirn- und Schläfenbereich <strong>des</strong> Gehirns<br />

statt, in den Fronto-Temporal-Lappen.<br />

Von hier aus werden unter anderem<br />

Im Gehirn der Erkrankten findet man<br />

Zusammenballungen von zwei verschiedenen<br />

Proteinen der Nervenzellen. Aus<br />

einem davon entstehen dadurch kugelförmige<br />

Gebilde, die sogenannten Pick-<br />

Körper. Sie sind nach dem Prager Neurologen<br />

Arnold Pick benannt. Deshalb<br />

wurde diese Form der <strong>Demenz</strong> früher<br />

auch als Pick-Krankheit bezeichnet.<br />

Bei fast allen Patienten fallen zu Beginn<br />

Veränderungen der Persönlichkeit und<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Hartwig-Hesse-Stiftung – Wohnen, Betreuung und Pflege<br />

Die Hartwig-Hesse-Stiftung wurde im Jahr 1826 vom<br />

<strong>Hamburg</strong>er Kaufmann Hartwig Hesse gegründet und verfolgt<br />

ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Das Portfolio<br />

der Stiftung umfasst Wohnen, Betreuung und Pflege in<br />

Einrichtungen und in Service- oder Mehrgenerationen-<br />

Wohnanlagen. Zudem betreibt die Stiftung eine Tagespflegeeinrichtung<br />

und zwei Ambulante Pflegedienste,<br />

welche unter anderem die Betreuung von fünf Wohn-<br />

Pflege-Gemeinschaften für Menschen übernehmen, die<br />

an <strong>Demenz</strong> erkrankt sind. Die Stiftung ist auf das Thema<br />

<strong>Demenz</strong> spezialisiert und realisiert aktuell neue Wohnund<br />

Betreuungsformen.<br />

Hartwig-Hesse-Stiftung<br />

Alexanderstraße 29 · 20099 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 253284-0<br />

info@hartwig-hesse-stiftung.de · www.hartwig-hesse-stiftung.de<br />

16


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:24 Seite 17<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Die ASB-Tagespflegen in <strong>Hamburg</strong><br />

Für Menschen, die tagsüber Betreuung und Pflege brauchen,<br />

bietet der ASB <strong>Hamburg</strong> seine Tagespflegen an.<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und körperlichen Beeinträch ti -<br />

gungen erleben hier einen Tag in netter Gemeinschaft.<br />

Das qualifizierte Pflegepersonal regt die Besucher zu<br />

gemeinsamen Aktivitäten an, um Körper und Geist in<br />

Bewegung zu halten. Dazu gehören Gymnastik, Singen,<br />

Kochen, Gedächtnistraining, Spiele und mehr. Die<br />

Be sucher werden auf Wunsch von zu Hause abgeholt<br />

und nachmittags zurückgebracht. Der Aufenthalt in<br />

den Tagespflegen wird gesondert durch die Pflegekassen<br />

gefördert. Wir informieren Sie gern!<br />

ASB Sozialeinrichtungen (<strong>Hamburg</strong>) GmbH<br />

Heidenkampsweg 81 · 20097 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 83398-130<br />

stefan.pabst@asb-hamburg.de · www.asb-hamburg.de<br />

<strong>des</strong> zwischenmenschlichen Verhaltens<br />

auf. Dazu zählen insbesondere Aggressivität,<br />

Taktlosigkeit, maßloses Essen oder<br />

auch Teilnahmslosigkeit. Im Verlauf der<br />

Erkrankung entwickeln sich Störungen<br />

der Sprache, die sich in Wortfindungsstörungen,<br />

Verständnisstörungen und<br />

fehlendem Mitteilungsbedürfnis bis zum<br />

völligen Verstummen äußern. Dann<br />

kommt es zur Beeinträchtigung <strong>des</strong><br />

Gedächtnisses, die lange Zeit aber nicht<br />

so stark ausgeprägt ist wie bei der<br />

Alz heimer-Krankheit.<br />

Die Diagnostik kann schwierig sein. Weil<br />

zu Beginn Veränderungen der Persönlichkeit<br />

und <strong>des</strong> Verhaltens im Vordergrund<br />

stehen, kommt es nicht selten<br />

zu Verwechslungen mit psychischen<br />

Störungen wie Depression, Burn-out-<br />

Syndrom, Schizophrenie oder Manie.<br />

Die Betroffenen zeigen in der Regel<br />

kaum Krankheitseinsicht oder Therapie -<br />

moti vation.<br />

Weil die Vorgänge, die zum Nervenzell -<br />

untergang führen, zum größten Teil<br />

nicht bekannt und nicht beeinflussbar<br />

sind, gibt es bisher auch keine gezielten<br />

Therapiemöglichkeiten. Die medikamentöse<br />

Behandlung zielt derzeit darauf ab,<br />

die Verhaltensauffälligkeiten der Patienten<br />

zu mildern.<br />

Auch wenn eine <strong>Demenz</strong> bis heute nicht<br />

heilbar ist, hat sich die Behandlung in<br />

den letzten Jahren doch weiter ent -<br />

wickelt. Nicht-medikamentöse Therapien,<br />

neue Ansätze der Betreuung und unterstützende<br />

Hilfen erleichtern das Leben<br />

mit der Erkrankung, können Lebensfreude<br />

und Sinnhaftigkeit erhalten.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:25 Seite 18<br />

INTERVIEW: Dr. Axel Wollmer<br />

Noch ist keine Heilung möglich –<br />

Symptome können aber gelindert<br />

werden<br />

Interview mit Facharzt Dr. Axel Wollmer<br />

Immer mehr Menschen erkranken an<br />

<strong>Demenz</strong>. Im Gespräch geht Dr. Axel<br />

Wollmer, Chefarzt der Klinik für<br />

Geronto psychiatrie in der Asklepios<br />

Klinik Nord – Ochsenzoll, auf den aktuellen<br />

Stand der Forschung ein und gibt<br />

unter anderem Tipps, wann der Weg<br />

zum Arzt sinnvoll ist und wie Angehörige<br />

mit der Krankheit umgehen sollten.<br />

<strong>Demenz</strong> wird in der Gesellschaft<br />

immer mehr ein Thema. Gibt es<br />

Gründe, warum die Zahl der Erkrankungen<br />

offenbar zunimmt?<br />

Die Zahl der Erkrankungen steigt an,<br />

weil die Menschen älter werden und<br />

<strong>Demenz</strong> eine Alterserkrankung ist.<br />

Gleichzeitig hat aber der Anteil der<br />

älteren und alten Menschen, die an<br />

Dr. Axel Wollmer ist Facharzt für<br />

Psychiatrie und Psychologie und seit<br />

fünf Jahren Chefarzt der Klinik für<br />

Gerontopsychiatrie an der Asklepios<br />

Klinik Nord – Ochsenzoll.<br />

Sein Arbeitsfeld umfasst die frühe<br />

Abklärung von kognitiven Defiziten<br />

bis hin zur Behandlung von schwer an<br />

<strong>Demenz</strong> Erkrankten in stationärer<br />

Behandlung. Der Facharzt hat sich<br />

vorher intensiv mit der <strong>Demenz</strong>-<br />

Forschung beschäftigt und engagiert<br />

sich im Vorstand der Alzheimer<br />

Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> und der<br />

<strong>Hamburg</strong>ischen Brücke für die Selbstund<br />

Angehörigenhilfe zum Thema<br />

<strong>Demenz</strong>.<br />

einer <strong>Demenz</strong> leiden, in den letzten 25<br />

Jahren um etwa 25 Prozent abge -<br />

nommen. Wir bleiben also auch geistig<br />

länger gesund. Unser Gedächtnis lässt<br />

später nach.<br />

Früher hieß es oft in den Familien:<br />

Oma oder Opa werden immer<br />

tüdeliger . . .<br />

Ja, das stimmt. Früher hat man Vergesslichkeit<br />

und <strong>Demenz</strong> oft als normale<br />

Alterserscheinung wie das Ergrauen <strong>des</strong><br />

Haars hingenommen, wie es auch in<br />

dem Begriff „senil“ anklingt. Heute verstehen<br />

wir sie als Folgen von Erkrankungen<br />

<strong>des</strong> Gehirns.<br />

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, wann<br />

jemand, der Veränderungen an sich<br />

feststellt, zum Arzt gehen sollte?<br />

Ja. Vergesslichkeit ist genauso ernst zu<br />

nehmen wie etwa Schmerzen. Wer an<br />

sich Veränderungen feststellt und sich<br />

Sorgen macht, dass etwas nicht mehr<br />

stimmt, sollte zum Arzt gehen. Damit ist<br />

aber nicht gemeint, dieses gleich bei<br />

jeder kleinen Vergesslichkeit, wie wir sie<br />

alle kennen, zu tun.<br />

18


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:25 Seite 19<br />

Geben Sie bitte einen Einblick, wie das<br />

Feststellen der Krankheit erfolgt?<br />

Der erste Schritt ist in der Regel das<br />

Ansprechen <strong>des</strong> Themas durch den<br />

Betroffenen beim Hausarzt. Der macht<br />

dann einen kurzen Test. Wenn dort<br />

etwas auffällig ist, folgen in einem<br />

speziellen Zentrum, beispielweise einer<br />

Memory-Klinik, genauere Untersuchungen.<br />

Es wird unter anderem eine ausführliche<br />

Gedächtnistestung vorge -<br />

nommen und es werden Schichtbilder<br />

vom Kopf erstellt. Manchmal kommt<br />

noch eine Lumbalpunktion hinzu, also<br />

ein Entnehmen von Nervenwasser am<br />

Rücken, die etwas unangenehm sein<br />

kann. Vor den Untersuchungen muss<br />

aber niemand Angst haben.<br />

Für manchen lässt es sich vielleicht<br />

auch ohne die Diagnose noch einige<br />

Zeit besser leben . . .<br />

Das mag sein. Solange man keine Diagnose<br />

hat, ist man natürlich auch nicht<br />

offiziell krank. Ich rate dazu, die Augen<br />

nicht vor der Realität zu verschließen.<br />

Je früher jemand Bescheid weiß, umso<br />

mehr kann therapeutisch und mit Blick<br />

auf die Zukunftsplanung gemacht werden.<br />

Was sagen Sie zu der Aussage: Habe<br />

ich die Diagnose, ist mein Leben zu<br />

Ende . . .<br />

Das unterschreibe ich so keinesfalls. Ich<br />

kenne sehr viele <strong>Demenz</strong>patienten, die<br />

sich glücklich und zufrieden fühlen. Es<br />

ist wichtig, <strong>Demenz</strong> nicht fatalistisch im<br />

Sinne von „Da kann man ja sowieso<br />

nichts machen“ zu sehen. Wir können<br />

heute die Symptome mit wirksamen<br />

Medikamenten in vielen Fällen lindern.<br />

Es ist aber auch klar: Es ist die Diagnose<br />

einer voranschreitenden Krankheit, die<br />

den Kern der Person angreift, weil sich<br />

Menschen nun einmal wesentlich über<br />

die Fähigkeiten ihres Verstan<strong>des</strong> de -<br />

finieren. Das ist dann keine einfache<br />

Aufgabe, damit zurechtzukommen.<br />

Gibt es neue Erkenntnisse zu den<br />

Gründen für <strong>Demenz</strong> und zu Therapiemöglichkeiten?<br />

<strong>Demenz</strong> kann die Folge einer Reihe verschiedener<br />

Krankheiten <strong>des</strong> Gehirns<br />

sein. Die häufigste ist die Alzheimer-<br />

Krankheit, über deren Entstehung wir<br />

mittlerweile sehr viel wissen: Es lagert<br />

sich sogenanntes Beta-Amyloid im Gehirn<br />

und Tau-Protein in den Nerven -<br />

zellen ab. Das zusammen führt zu einer<br />

Degeneration der Nervenzellen, die<br />

letztlich zu den Symptomen der <strong>Demenz</strong><br />

führt. Die Veränderungen im Gehirn<br />

schreiten etwa 20 Jahre voran, ehe erste<br />

Symptome einer <strong>Demenz</strong> auftreten. Das<br />

ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass<br />

neue Therapieansätze, die vor allem<br />

gegen das Beta-Amyloid entwickelt<br />

werden, gegen die Symptome der <strong>Demenz</strong><br />

bisher nicht überzeugend wirken.<br />

Sie können in Zukunft ihr Potenzial am<br />

ehesten in einer langfristigen Vorbeugung<br />

ausspielen.<br />

19


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:25 Seite 20<br />

INTERVIEW: Dr. Axel Wollmer<br />

Die Diagnostik sollte beim Psychiater oder Neurologen erfolgen.<br />

Können Sie Empfehlungen geben, was<br />

zum Beispiel Ehepartner für sich tun<br />

sollten, um mit der fortschreitenden<br />

Krankheit zurechtzukommen?<br />

Bis zu 70 Prozent der Erkrankten werden<br />

heute in der Regel von Angehörigen<br />

zu Hause versorgt. Die Pflege eines<br />

<strong>Demenz</strong>-Patienten kann ein Liebesdienst,<br />

der gerne geleistet, und eine erfüllende<br />

Aufgabe, die gerne angenommen<br />

wird, sein. Die größte Gefahr für<br />

die Angehörigen ist, eigene Bedürfnisse<br />

völlig aus den Augen zu verlieren. Angehörige<br />

müssen sich Oasen schaffen, die<br />

frei sind von der Pflegerolle. Sie brauchen<br />

diese Kraftquellen, um die Herausforderung<br />

zu meistern.<br />

Oft ist der Umgang mit dem persön -<br />

lichen Umfeld eine Herausforderung.<br />

Gibt es einen geeigneten Zeitpunkt,<br />

wann Nachbarn oder Freunde informiert<br />

sein sollten?<br />

Das ist eine Frage, wie nah man sich<br />

steht. Mit Freunden kann man offener<br />

sprechen als mit anderen, denen man<br />

distanzierter in sozialen Rollen begegnet.<br />

Wichtig ist, Missverständnisse und<br />

Gefahren zu vermeiden. Praktische Beispiele:<br />

Jemand hat einen Freund zum<br />

Geburtstag immer angerufen, aber in<br />

diesem Jahr nicht. Hat er das Interesse<br />

an der Freundschaft verloren? Nein, er<br />

hat es wegen seiner Krankheit vergessen.<br />

Wenn der Freund um die Krankheit<br />

weiß, kann er es einordnen und ist nicht<br />

verunsichert oder enttäuscht. Oder: Eine<br />

<strong>Demenz</strong>-Patientin verlässt mitunter das<br />

Haus und verliert die Orientierung.<br />

Wenn Nachbarn Bescheid wissen, können<br />

sie helfen, dass sie sich nicht verläuft.<br />

Haben Sie Tipps, wie das Gespräch mit<br />

dem Umfeld am besten gesucht werden<br />

kann?<br />

Da gibt es kein Patentrezept. Ich würde<br />

ein persönliches Gespräch bei passender<br />

Gelegenheit in geeignetem Rahmen<br />

vorschlagen.<br />

<strong>Demenz</strong> ist auch immer mehr ein<br />

Thema der Medien. Gibt es einen<br />

Spielfilm oder eine Dokumentation,<br />

die Sie empfehlen?<br />

Zum Beispiel den Film „Honig im Kopf“<br />

mit Dieter Hallervorden, eine gelungene<br />

und auch lustige Darstellung der Krankheit<br />

bei einem älteren Mann oder auch<br />

„Still Alice“, die dramatisch erzählte<br />

Geschichte einer jüngeren Frau, die an<br />

<strong>Demenz</strong> erkrankt.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:25 Seite 21<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Balance für die Seele im Alter<br />

Das Heinrich Sengelmann Krankenhaus (HSK) ist ein Ort,<br />

an dem der Mensch im Mittelpunkt steht – ein Haus,<br />

<strong>des</strong>sen Personal durch fachliche Kompetenz, Erfahrung<br />

und Menschlichkeit überzeugt.<br />

Als Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und<br />

Psychosomatik gehören wir zu den Medizinischen<br />

Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.<br />

Wir erfüllen zentrale Versorgungsaufträge im Gesundheitswesen<br />

<strong>des</strong> Kreises Storman sowie in der Freien und<br />

Hansestadt <strong>Hamburg</strong>.<br />

In der Station G für Gerontopsychiatrie und -psycho-<br />

therapie behandeln wir mit einem ganzheitlichen<br />

Konzept ältere Menschen, die unter psychischen Erkrankungen<br />

leiden.<br />

Ältere Menschen sind meist gewohnt, ihr Leben selbst zu<br />

gestalten. Doch manchmal führen Depressionen, chro -<br />

nische Schmerzen, Hirnleistungsstörungen oder Verwirrtheitszustände<br />

dazu, dass dies nicht mehr unein -<br />

geschränkt möglich ist. Wir behandeln das gesamte<br />

Spektrum psychischer und neuropsychiatrischer Erkrankungen<br />

– dazu gehören u. a. <strong>Demenz</strong>en wie Alzheimer.<br />

Außerdem bieten wir Hilfen für pflegende Angehörige.<br />

Gemeinsam üben wir bei Ihnen zu Hause die Pflege, erproben<br />

Pflegehilfsmittel und trainieren den Umgang mit<br />

ihnen. Wir erstellen Versorgungspläne und überlegen mit<br />

Ihnen, ob es bereits soziale Netzwerke gibt, die Sie<br />

zudem entlasten können. Damit erhalten Sie insgesamt<br />

mehr Sicherheit für die Pflegesituation.<br />

Heinrich Sengelmann Krankenhaus gGmbH<br />

Kayhuder Straße 65 · 23863 Bargfeld-Stegen · Tel. 04535 505-0<br />

hsk@alsterdorf.de · www.heinrich-sengelmann-krankenhaus.de<br />

21


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:25 Seite 22<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose<br />

Wie wird die Diagnose<br />

gestellt?<br />

Nicht jede Gedächtnisstörung muss auf eine <strong>Demenz</strong><br />

zurückgehen.<br />

Warum ist die Diagnose so wichtig?<br />

Die genaue Diagnose erklärt die<br />

verminderte Leistungsfähigkeit und die<br />

Verhaltensänderungen der Betroffenen<br />

und kann dadurch entlastend wirken.<br />

Unter Umständen deckt sie eine andere<br />

behandelbare Krankheit als Ursache der<br />

Symptome auf. Die Diagnose ist die<br />

Voraussetzung für den Behandlungsplan<br />

und erleichtert den Zugang zu Hilfs -<br />

möglichkeiten. Darüber hinaus ist sie<br />

eine Grundlage für die weitere Lebens -<br />

planung.<br />

Wenn erbliche Krankheiten der<br />

<strong>Demenz</strong> zugrunde liegen, hat<br />

die Diagnose auch eine<br />

Bedeutung für die<br />

Geschwister und Kinder der<br />

Betroffenen.<br />

Wer kann die Diagnose stellen?<br />

In unkomplizierten Fällen können<br />

Haus ärzte eine <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

zwar sicher feststellen, aber weil eine<br />

genaue Diagnose so wichtig ist, sollten<br />

Be troffene und Angehörige unbedingt<br />

auch Fachärzte aufsuchen und auf einer<br />

sorgfältigen Untersuchung bestehen.<br />

Dafür stehen Fachärzte für Neurologie<br />

oder Psychiatrie bereit und andere spezi -<br />

alisierte Einrichtungen – zum Beispiel<br />

mit Gedächtnissprechstunden oder<br />

Memory-Kliniken in Kranken häusern.<br />

Der erste Schritt zur Diagnose ist wichtig,<br />

um zu entscheiden, ob eine <strong>Demenz</strong><br />

vorliegt oder eine reine Gedächtnisstörung<br />

(Amnesie) oder ein akuter Verwirrtheitszustand<br />

(Delir). Diese haben andere<br />

Ursachen, erfordern andere Behandlungsmaßnahmen<br />

und sind mit einer<br />

anderen Prognose verbunden. Ferner<br />

muss der Schweregrad der <strong>Demenz</strong> ermittelt<br />

werden, um abzuschätzen, zu<br />

welchen Problemen sie führt, welchen<br />

Unterstützungsbedarf der Betroffene<br />

hat, ob Gefahren für ihn oder seine Bezugspersonen<br />

bestehen und welche Versorgungsmaßnahmen<br />

eingeleitet werden<br />

müssen. Hierfür wird untersucht, ob die<br />

geistigen Fähigkeiten der Betroffene<br />

vermindert sind und ob sich das negativ<br />

auf ihre Alltagstätigkeiten auswirkt.<br />

Um die geistigen Funktionen zu beurteilen,<br />

gibt es Tests: Der Mini-Mental-<br />

Status-Test (MMST) ist dabei am weitesten<br />

verbreitet. Mit Fragen werden wichtige<br />

geistige Funktionen überprüft, etwa<br />

Erinnerung, Aufmerksamkeit, Orientierung,<br />

Lesen und Rechnen. Im Gespräch<br />

mit Betroffenen und Angehörigen soll<br />

auch herausgefunden werden, ob sich<br />

die Persönlichkeit, das Verhalten, die<br />

Stimmung oder der Antrieb der Erkrankten<br />

verändert haben und ob ihr Wirklichkeitsbezug<br />

gestört ist.<br />

Der zweite Schritt – die Klärung der<br />

Ur sache – ist wichtig, weil einer <strong>Demenz</strong><br />

ganz verschiedene Krankheiten zugrunde<br />

liegen können. Daraus ergeben<br />

sich andere Behandlungsmöglichkeiten,<br />

verschiedene Probleme für die Betroffenen<br />

und ihre Angehörigen und unterschiedliche,<br />

zu erwartende Verläufe. Einige<br />

Ursachen sind behebbar und dürfen<br />

daher keinesfalls übersehen werden.<br />

Hinweise auf die Ursache ergeben sich<br />

aus der Vorgeschichte, zum Beispiel<br />

Krankheiten in der Familie, frühere oder<br />

gegenwärtige eigene Krankheiten und<br />

damit verbundene Medikamenteneinnahme,<br />

Verletzungen oder Operationen,<br />

möglicherweise auch Suchtmittelmissbrauch.<br />

Weitere Anhaltspunkte liefern<br />

das Muster der Symptome, die körper -<br />

liche Untersuchung und Laborbefunde.<br />

Bei der körperlichen Untersuchung muss<br />

auch auf Einschränkungen <strong>des</strong> Seh- und<br />

Hörvermögens geachtet werden, weil<br />

sie viele Tätigkeiten im Alltag zusätzlich<br />

beeinträchtigen können.<br />

Bildgebende Verfahren, Biomarker und<br />

Frühdiagnostik<br />

Zur ersten Diagnostik gehört ein bild -<br />

geben<strong>des</strong> Verfahren wie Computer -<br />

tomografie oder Magnetresonanz tomo -<br />

grafie (Kernspintomografie). Mit diesen<br />

22


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:26 Seite 23<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose<br />

Tipp<br />

Behebbare Ursachen<br />

ausschließen<br />

Eine besonders wichtige<br />

Aufgabe der Diagnostik ist es,<br />

behebbare Ursachen zu erkennen:<br />

– Depression<br />

– Abflussbehinderung <strong>des</strong> Nervenwassers<br />

(Normaldruckhydrozephalus)<br />

– Blutungen innerhalb <strong>des</strong> Schädels<br />

– operable Tumore<br />

– Infektionen <strong>des</strong> Gehirns (zum Beispiel<br />

Herpes-simplex-Enzephalitis)<br />

– Vitaminmangelzustände<br />

(z. B. B12, Folsäure)<br />

– Hormonmangelzustände<br />

(z. B. Schilddrüsenhormon)<br />

– schädlicher Gebrauch von Medika men ten<br />

wie Beruhigungs- oder Schlaf mitteln<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Christliche Geborgenheit für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

In drei Wohngruppen von 13 bis 15 Bewohnerinnen und Alle Zimmer verfügen über ein seniorengerechtes Bad<br />

Bewohnern finden Menschen mit <strong>Demenz</strong> ein neues Zuhause<br />

in christlicher Geborgenheit. Die ausschließlich Stilrichtungen gestaltete Gemeinschaftsräume schaffen<br />

mit Dusche, WC und Waschbecken. In unterschiedlichen<br />

Einzel-Pflegeapartments können individuell mit eigenen Behaglichkeit und Wohlbefinden. Von den Gemeinschafts -<br />

Möbeln eingerichtet und gestaltet werden. Bilder, Uhren räumen gibt es einen direkten Zugang zum geschützten<br />

und andere Erinnerungsstücke sind gerne willkommen. Dachgarten mit seiner besonderen Erlebniswelt.<br />

AGAPLESION BETHANIEN-HÖFE<br />

Martinistraße 45 · 20251 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 235378-210<br />

bethanien-hoefe@bethanien-diakonie.de · www.bethanien-diakonie.de<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:26 Seite 24<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose<br />

Wenn erbliche Krankheiten der <strong>Demenz</strong><br />

zugrunde liegen, hat die Diagnose auch<br />

eine Bedeutung für die Geschwister und<br />

Kinder der Betroffenen.<br />

Die genaue Diagnose<br />

Gedächtnissprechstunden oder Memory-<br />

Kliniken sind an Klinken und Krankenhäuser<br />

angeschlossen. Sie sind Tech niken lässt sich das Gehirn darstellen.<br />

So sind beispielsweise Blutungen und<br />

spezialisiert auf die diagnostische<br />

Abklärung von<br />

Tumore zu erkennen, Folgen von Durch -<br />

Hirnleistungsstörungen und blutungsstörungen wie Infarkte oder<br />

können eine umfassende Schä digungen von Faserbahnen. Zu sehen<br />

Untersuchung vornehmen. ist aber auch, ob bestimmte Abschnitte<br />

Eine Überweisung vom Hausoder<br />

Facharzt ist erforderlich. venzellen bereits geschrumpft sind.<br />

<strong>des</strong> Gehirns durch den Verlust von Ner-<br />

(siehe Kapitel 20, Seite 80)<br />

Mit einer Positronen-Emissions-Tomo -<br />

grafie können der Hirnstoffwechsel<br />

Nur mit Zustimmung der Betroffenen<br />

Diagnostische Maßnahmen dürfen nur mit dem Einverständnis der Betroffenen<br />

vorgenommen werden. Wenn jemand den Untersuchungen nicht mehr<br />

zustimmen kann, weil er oder sie deren Bedeutung nicht versteht, können<br />

Bevollmächtigte oder rechtliche Betreuer stellvertretend einwilligen. Gegen<br />

den Willen eines Betroffenen darf eine diagnostische Unter suchung nur<br />

durchgeführt werden, wenn für ihn oder für seine Mitmenschen Gefahr<br />

besteht.<br />

Wenn Betroffene es ablehnen, zur Abklärung der Gedächtnisprobleme einen Arzt<br />

aufzusuchen, versuchen Angehörige manchmal erfolgreich, den Arztbesuch mit einer<br />

allgemeinen Vorsorgeuntersuchung zu begründen.<br />

Aufklärung über die Diagnose<br />

Die Betroffenen haben das Recht, ihre Diagnose zu erfahren oder darüber im<br />

Unklaren zu bleiben. Sie können auch entscheiden, ob Angehörige oder andere<br />

Bezugspersonen darüber informiert werden dürfen. Fast immer ist es hilfreich, die<br />

Angehörigen in die Aufklärung einzubeziehen. Bei Erkrankten, die Mitteilungen über die<br />

vorliegende Erkrankung nicht mehr verstehen, sich kein Urteil über die Therapiemöglichkeiten<br />

bilden und nicht mehr danach handeln können, kann die ärztliche Behandlung nur<br />

auf der Grundlage einer Vollmacht oder einer recht lichen Betreuung erfolgen.<br />

untersucht und Proteinablagerungen im<br />

Gehirn dargestellt werden. Diese Untersuchung<br />

gehört nicht zur Routinediagnostik.<br />

Aber beide Verfahren eignen sich<br />

dazu, den Ort der Nervenzellschädigung<br />

und damit die Art der zugrunde liegenden<br />

Krankheit nachzuweisen.<br />

Biomarker sind Messwerte für biologische<br />

Prozesse. Wenn bei Betroffenen der<br />

Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung<br />

besteht, kann das Nervenwasser<br />

<strong>des</strong> Gehirns (Liquor) untersucht werden.<br />

In einer Probe <strong>des</strong> Nervenwassers lassen<br />

sich auch die Konzentrationen bestimmter<br />

Proteine erkennen. Die Messwerte<br />

geben Hinweise auf Ablagerungen und<br />

auf einen Verlust von Nervenzellen. Bei<br />

der Alzheimer-Krankheit sind sie in charakteristischer<br />

Weise verändert.<br />

Früherkennung: Wenn es Hinweise auf<br />

eine Alzheimer-Krankheit gibt, können<br />

die Betroffenen rechtzeitig wichtige<br />

Entscheidungen treffen und das eigene<br />

Leben selbstständig gestalten. Andererseits<br />

müssen sie aber mit dem Wissen<br />

leben, dass sie an einer fortschreitenden<br />

Krankheit leiden, für die es zurzeit keine<br />

Heilung gibt. Deshalb ist es wichtig, Bedeutung<br />

und Folgen der Frühdiagnostik<br />

vorher ausführlich zu besprechen.<br />

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 80<br />

24


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:27 Seite 25<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Gemeinsam statt einsam<br />

In unserem Schilling-Stift setzen wir in vier Wohn -<br />

gemeinschaften für insgesamt 48 Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

ein auf die speziellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen<br />

und Bewohner zugeschnittenes Betreuungskonzept um.<br />

Jeweils bis zu zwölf Personen leben in einer großen<br />

Wohnung mit einem gemütlichen Wohnzimmer und<br />

einer ansprechenden, geräumigen Wohnküche. Hier<br />

essen alle zusammen.<br />

Wer mal nicht in der Gemeinschaft sein möchte, kann<br />

sich in sein individuell eingerichtetes Einzelzimmer zurückziehen.<br />

Ein geschützter Garten und Balkone ergänzen<br />

den Wohnbereich. Geburtstage und andere Festtage<br />

gestalten die Mitarbeitenden gemeinsam mit den Bewohnerinnen<br />

und Bewohnern.<br />

Das tägliche Leben ist geprägt durch Zuwendung,<br />

Freundlichkeit und individuelle Unterstützung. Mit -<br />

einander werden die Tage mit haushaltsnahen Tätig -<br />

keiten, Vorlesen, Singen, Spielen, Bewegung und Klönen<br />

gestaltet. Bereichernde Konzerte, Gottesdienste und<br />

Ausflüge gehören zum Leben in unseren Wohngruppen<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> ebenso dazu wie einfach mal<br />

nichts zu tun.<br />

Unsere speziell ausgebildeten Fach- und Betreuungskräfte<br />

erbringen die Pflege und Betreuung unter Berücksichtigung<br />

der individuellen Fähigkeiten und der persönlichen<br />

Vorlieben. Die ärztliche Versorgung wird durch<br />

Fach- und Allgemeinmediziner geleistet, die regelmäßig<br />

in die Wohngemeinschaften kommen.<br />

Hermann und Lilly Schilling-Stiftung<br />

Isfeldstraße 16 · 22589 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 866259-0<br />

info@schilling-stift.de · www.schilling-stift.de<br />

25


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:27 Seite 26<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Prävention<br />

Der <strong>Demenz</strong> vorbeugen<br />

Eine gezielte Prävention durch Medikamente oder eine<br />

bestimmte Lebensweise ist nicht möglich. Aber mit<br />

allgemeiner Vorbeugung kann man Risiken ausschalten<br />

und <strong>Demenz</strong> begünstigende Krankheiten vermeiden.<br />

Bewegung<br />

Körperliche Aktivität schützt vor <strong>Demenz</strong>:<br />

Min<strong>des</strong>tens dreimal wöchentlich<br />

sollte man spazieren gehen, im Garten<br />

Rätsellösen wirkt positiv auf das Gehirn. arbeiten oder Sport treiben. Studien<br />

Grundsätzlich beugt eine gesunde<br />

haben gezeigt, dass ältere Menschen,<br />

die sich ausgiebig bewegen, um bis zu<br />

50 Prozent seltener an geistigen Einschränkungen<br />

leiden. Fitness ist gut für<br />

Lebensweise dem Risiko vor, an einer<br />

<strong>Demenz</strong> zu erkranken. Dies ist umso bedeutsamer,<br />

wenn neuere Erkenntnisse<br />

die Lebensqualität, verbessert die geistige<br />

Leistungsfähigkeit und trägt zu<br />

einem ausgeglichenen Gemüt bei.<br />

darauf hinweisen, dass eine <strong>Demenz</strong> -<br />

erkrankung ihren Ursprung bereits 20<br />

Jahre vor dem Auftreten von Beeinträchtigungen<br />

hat. Im Hinblick auf<br />

präventive Maßnahmen von <strong>Demenz</strong> -<br />

erkrankungen hat sich herausgestellt,<br />

dass gemeinsame Aktivitäten, Wertschätzung<br />

und soziale Kontakte eine<br />

große Rolle spielen.<br />

Geistige Fitness<br />

Aktive geistige Tätigkeiten wie Lesen,<br />

Schreiben, Karten- oder Brettspiele,<br />

Gruppengespräche oder Musizieren wirken<br />

offenbar positiv aufs Gehirn. Dass es<br />

mit zunehmendem Alter langsamer wird,<br />

ist normal. Aber Training hilft. Wichtig<br />

ist, dass die Übungen die geistige Leis-<br />

Denksport treiben<br />

„Use it or loose it“: Gebrauche dein Gehirn, sonst verliert es seine Kraft. Neue<br />

Informationen beleben die Hirn regionen, die vom Abbau bedroht sind. Auch wenn<br />

es manchmal unbequem ist, wird sich die Anstrengung lohnen. Je anspruchsvoller<br />

die Aufgabe, <strong>des</strong>to besser!<br />

Risiken meiden<br />

Vermeiden Sie Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, viel Alkohol,<br />

schlechte Cholesterinwerte und Produkte mit gesättigten Fettsäuren sowie die<br />

Arbeit mit Pestiziden.<br />

Bei Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) und schlechten Cholesterinwerten gilt es, die<br />

Ernährungsempfehlungen zu beachten.<br />

tungsfähigkeit auch im Alltag verbessern.<br />

Wer beispielsweise häufig Kreuzworträtsel<br />

löst und darin immer besser<br />

wird, kann sich <strong>des</strong>halb nicht auch<br />

Namen besser merken. Am besten sind<br />

Aktivitäten, die mehrere Hirnregionen<br />

ansprechen, zum Beispiel eine neue<br />

Sprache lernen oder musizieren. In<br />

Gruppen geht es noch besser, denn die<br />

Kontakte bringen Anregungen, Gefühle<br />

und Herausforderungen mit sich.<br />

Ernährung<br />

Die sogenannte Mittelmeerdiät könnte<br />

das Risiko für eine <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

verringern: Sie beinhaltet viel Gemüse<br />

und Obst, kalt gepresstes Olivenöl, viel<br />

Fisch und wenig Alkohol. Einige Untersuchungen<br />

haben gezeigt, dass viel Vitamin<br />

C und E das Risiko mindern könnten.<br />

Bluthochdruck und Diabetes behandeln<br />

Ältere Menschen haben häufig Durchblutungsstörungen<br />

<strong>des</strong> Gehirns, deren<br />

Ursache wiederum oft in einem Bluthochdruck<br />

liegt. Diese Erkrankungen zu<br />

behandeln ist wichtig, um gegen <strong>Demenz</strong><br />

vorzubeugen. Eine europäische<br />

Studie hat gezeigt, dass die systema -<br />

tische Therapie von Bluthochdruck die<br />

Häufigkeit von <strong>Demenz</strong>- und Alzheimererkrankungen<br />

um die Hälfte senken<br />

kann. Ebenso wichtig ist eine gute<br />

Diabeteseinstellung.<br />

26


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:27 Seite 27<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Professions-<strong>Demenz</strong>Netz Harburg<br />

Unsere K&S Seniorenresidenz <strong>Hamburg</strong> – Harburger<br />

Sand bietet auf insgesamt fünf Etagen ausreichend<br />

Raum für 168 Pflegeplätze in Einzel- oder Doppel -<br />

zimmern, jeweils mit eigenem Sanitärbereich. Die anspruchsvolle<br />

Grundausstattung der Pflegezimmer kann<br />

jeder Bewohner selbstverständlich mit eigenen, lieb<br />

gewordenen Möbeln vervollständigen.<br />

Mit qualifiziertem Personal und <strong>Demenz</strong>-Fachpflege vor<br />

Ort gewährleisten wir auch bei hoher Pflegebedürftigkeit<br />

optimale Unterstützung und Fürsorge – dazu zählen<br />

auch die ergotherapeutische Betreuung der Bewohner<br />

und individuelle Gespräche mit den Angehörigen. Wir<br />

sind zudem aktiver Kooperationspartner im <strong>Demenz</strong>Netz<br />

Harburg. Übergeordnetes Ziel der lokalen Allianz ist die<br />

Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> und deren pflegenden Angehörigen im Süden<br />

<strong>Hamburg</strong>s. Maßgaben <strong>des</strong> Netzwerks sind u.a. auf<br />

neue Leistungsangebote für Menschen mit <strong>Demenz</strong> hin -<br />

zu weisen, Informationen zum Thema bereitzustellen,<br />

Kooperationsangebote auszubauen, auf Problemstellungen<br />

und Handlungsbedürfnisse in der Versorgung hinzu -<br />

weisen sowie öffentlich mit den Partnern auf relevante<br />

Themen aufmerksam zu machen.<br />

Das <strong>Demenz</strong>Netz Harburg entstand 2014, initiiert durch<br />

das Projekt Herbstdrachen <strong>des</strong> Evangelisch-lutherischen<br />

Kirchenkreises <strong>Hamburg</strong>-Ost. Derzeit zählen zum Netzwerk<br />

Beratungsstellen, Selbsthilfe- und Gesprächskreise,<br />

Therapiepraxen und Anbieter von Pflegedienstleistungen.<br />

K&S Seniorenresidenz <strong>Hamburg</strong> – Harburger Sand<br />

Neue Straße 26 · 21073 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 04264 8309-0<br />

harburg@ks-unternehmensgruppe.de · www.ks-unternehmensgruppe.de<br />

27


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:27 Seite 28<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Information und Beratung<br />

Information und Beratung<br />

Es gibt viele verschiedene Beratungs mög -<br />

lich keiten und -angebote in <strong>Hamburg</strong><br />

Tipp<br />

Je früher Sie sich über die<br />

Erkrankung und mögliche Hilfen<br />

informieren, umso besser<br />

können Sie vorsorgen, Entlastung<br />

finden und Lebensqualität erhalten!<br />

Nach der Diagnose und im weiteren<br />

Verlauf der <strong>Demenz</strong> stellen sich für Erkrankte<br />

und Angehörige viele Fragen.<br />

Häufig sind sie sehr verunsichert und<br />

besorgt. Erfahrungen zeigen, dass es<br />

hilfreich ist, diese Fragen nicht aufzuschieben,<br />

sondern in einer persönlichen<br />

Beratung anzusprechen. Im Gespräch ist<br />

es möglich, die eigene Situation zu betrachten<br />

und schnell Klarheit zu schaffen,<br />

welche Schritte als nächstes vor -<br />

genommen werden sollten, was noch<br />

warten kann und was bereits geregelt<br />

ist. Die persönliche Beratung hilft, die<br />

eigene Situation besser einzuschätzen<br />

und schnell an die aktuell bedeutsamen<br />

Informationen zu kommen.<br />

So erzählt eine Angehörige: „Eigentlich<br />

wollten mein Mann und ich erstmal<br />

unsere Ruhe haben, nachdem er die<br />

Diagnose erhalten hat. Es war ein ganz<br />

schöner Schock. Aber immer wieder<br />

kamen Gedanken und Fragen auf. Wir<br />

haben einfach keine Ruhe gefunden und<br />

uns dann entschlossen, aktiv die Situation<br />

anzugehen. Es war schmerzhaft, die<br />

Fragen anzusprechen, die einem durch<br />

den Kopf gingen. Es war aber sehr hilfreich.<br />

In manchen Dingen hatten wir<br />

uns unnötig Gedanken gemacht, bei anderen<br />

wussten wir jetzt, wie wir diese<br />

angehen. Und vor allem wusste ich<br />

jetzt, wohin ich mich bei neuen Fragen<br />

wenden konnte.“<br />

Es gibt verschiedene Beratungsmöglichkeiten<br />

in <strong>Hamburg</strong>:<br />

Pflegestützpunkte beraten vertraulich,<br />

neutral und kostenlos zu allen Aspekten<br />

im Alter und bei der Pflege: Was sollte<br />

28


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:28 Seite 29<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Helfen beginnt mit einem Lächeln<br />

Das Elisabeth Alten- und Pflegeheim wird von uns, den<br />

Bewohnern und Nachbarn, kurz ELISABETH genannt. Es<br />

liegt mitten in der bewegten <strong>Hamburg</strong>er Sternschanze.<br />

Dort pulsiert das Leben genauso wie bei uns.<br />

Denn obwohl das ELISABETH ein Haus mit langer Geschichte<br />

und unzähligen guten Erinnerungen ist, bleiben<br />

wir nicht im Gestern stehen. Bei uns hat Leben vor allem<br />

ein Hier und Jetzt. Unser Ansatz will also das Spannungsfeld<br />

zwischen Normalität und dem Besonderen<br />

sichtbar machen. Darum geht es in der modernen Altenpflege.<br />

Sie muss im Alltag Sinn und Freude erzeugen<br />

können, für Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen.<br />

Helfen beginnt mit einem Lächeln – das ist unsere<br />

„innere Überschrift“, denn wir glauben an die positive<br />

Kraft die ein Lächeln und ein freundliches Wort schenken<br />

kann. Pflege ist mehr als einfach nur Versorgung. Gute<br />

Pflege basiert auf Vertrauen und Respekt.<br />

Wenn man sich in zunächst fremde Hände begibt, ist es<br />

wichtig, sich schnell wohl und gut aufgehoben zu fühlen.<br />

Das geschieht zum einen durch einwandfreie und pro -<br />

fes sionelle Pflege und zum anderen durch Sensibilität<br />

für die Bedürfnisse <strong>des</strong> Einzelnen und eine natürliche<br />

Wärme und Fürsorge im Umgang mit unseren Be -<br />

wohnern.<br />

Erfahren Sie mehr über unser Haus, die Möglichkeiten<br />

und Angebote und über die Menschen, die es mit Leben<br />

füllen. Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, sich einen<br />

persönlichen Eindruck von unserem Haus zu machen.<br />

Elisabeth Alten- und Pflegeheim der Freimaurer von 1795 e. V.<br />

Kleiner Schäferkamp 43 · 20357 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 441808-1133<br />

besucher@elisabeth-altenheim.de · www.elisabeth-altenheim.de<br />

29


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:28 Seite 30<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Leben in familiärer<br />

Gemeinschaft<br />

Bis zu zehn Menschen mit <strong>Demenz</strong> leben unter der<br />

Obhut unserer Pflege- und Betreuungskräfte in Wohnpflegegemeinschaften<br />

zusammen. Im Auftrag der Angehörigen<br />

sind wir rund um die Uhr da und sorgen für eine<br />

feste Tagesstruktur mit wiederkehrenden Ritualen.<br />

Gemeinsam kochen und essen, spazieren gehen, Musik<br />

hören, gemeinsam entspannen oder Gäste empfangen –<br />

das alles gehört zum Alltag. Außerdem schaffen wir<br />

Räume, um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.<br />

Wenn Sie für sich oder ihren Angehörigen eine Wohn -<br />

gemeinschaft suchen oder mehr erfahren wollen, freuen<br />

wir uns auf Ihren Anruf.<br />

<strong>Hamburg</strong>er Gesundheitshilfe<br />

Alter Teichweg 55 · 22049 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 209882-0<br />

mail@hgh-ggmbh.de · www.hamburger-gesundheitshilfe.de<br />

Sich zu Hause fühlen<br />

In dem sehr beliebten und schönen Stadtteil Langenhorn<br />

liegt das Altenzentrum Ansgar. Die ruhige Lage direkt am<br />

Park ist ideal für die Bewohner unseres Altenzentrums.<br />

Es bietet vieles, was Ihr Leben bequem, sicher und un be -<br />

schwerter macht: ansprechende Architektur, behinderten -<br />

gerechte Ausstattung und einen Speiseplan in Absprache<br />

mit den Bewohnern. Ein vielfältiges Programm an Beschäftigungen<br />

und Veranstaltungen, das sich stark an<br />

den Interessen der Bewohner orientiert, sorgt ebenfalls<br />

für eine lebhafte und positive Atmosphäre. Zudem sind<br />

wir Ausbildungsbetrieb für Examinierte Altenpflegekräfte<br />

und bieten FSJ-Stellen an.<br />

Altenzentrum Ansgar Diakoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong><br />

Reekamp 51 · 22415 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 530474-0<br />

ansgar@diakoniestiftung.de · www.ansgar.diakoniestiftung.de<br />

30


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:28 Seite 31<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Information und Beratung<br />

ich in meiner Situation jetzt tun? Welche<br />

Unterstützung und Hilfe könnte ich<br />

erhalten? Wie beantrage ich Leistungen<br />

der Pflegeversicherung? Wo finde ich in<br />

meiner Nähe die passende Hilfe? Es findet<br />

auch eine enge Zusammenarbeit mit<br />

der Bezirklichen Seniorenberatung<br />

statt, die ältere Bürger beim Bezug von<br />

Hilfen und deren Finanzierung unterstützt.<br />

In <strong>Hamburg</strong> gibt es <strong>Demenz</strong>-Beratungsstellen,<br />

die mit Fachkompetenz<br />

und Praxiserfahrung Menschen mit<br />

beginnender <strong>Demenz</strong> und Angehörige<br />

beraten. Sie informieren über ambulante<br />

und stationäre Leistungen in allen<br />

Stadtteilen. Hier besteht auch die<br />

Möglichkeit, psychosoziale Belastungen<br />

anzusprechen oder mit anderen Angehörigen<br />

in Kontakt zu kommen.<br />

Spezielle Kursangebote für Angehörige<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong> informieren<br />

ausführlich über <strong>Demenz</strong>erkrankungen,<br />

über den Umgang mit dem erkrankten<br />

Angehörigen und Hilfen zur Unterstützung.<br />

Die Kurse werden in der Regel von<br />

allen gesetzlichen Kassen gefördert und<br />

sind kostenfrei.<br />

Zu Möglichkeiten und Kontakten der<br />

Selbsthilfe für Menschen mit beginnender<br />

<strong>Demenz</strong> und Angehörige berät die<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e.V. als<br />

Selbsthilfeorganisation in Zusammen -<br />

arbeit mit der Kontakt- und Infor -<br />

ma tionsstelle für Selbsthilfegruppen in<br />

<strong>Hamburg</strong>.<br />

Für Fragen der rechtlichen Vorsorge<br />

oder Betreuung gibt es als zentrale<br />

Beratungsstelle die Betreuungsstelle<br />

<strong>Hamburg</strong>. Sie berät zu Vorsorgevollmachten,<br />

Betreuungsverfügungen, Einsatz<br />

von rechtlichen Betreuern und<br />

Patientenverfügungen. Daneben gibt es<br />

regionale Betreuungsvereine, die ehrenamtliche<br />

rechtliche Betreuer einsetzten,<br />

begleiten und beraten.<br />

Das Beratungszentrum für technische<br />

Hilfen und Wohnraumanpassung berät<br />

über spezielle Ausstattungen, technische<br />

Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen.<br />

Dies schließt eine Beratung über<br />

gesetzliche Leistungsansprüche ein.<br />

Die <strong>Hamburg</strong>er Koordinationsstelle für<br />

Wohn-Pflege-Gemeinschaften berät<br />

zu ambulanten und stationären Wohn -<br />

gemeinschaften für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

in <strong>Hamburg</strong>. Neben dem Kontakt<br />

zu Wohngemeinschaften informiert die<br />

Koordinationsstelle auch über die Organisation<br />

und Finanzierung der Wohn -<br />

gemeinschaften.<br />

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 80/81<br />

INFO<br />

Alzheimer-Telefon<br />

Am Alzheimer-Telefon können<br />

Sie Ihre persönliche Situation<br />

besprechen, Ihre Fragen klären<br />

oder Kontakte zu Hilfsangeboten<br />

erhalten. Das Beratungsteam<br />

besteht aus ehrenamtlichen<br />

Fachkräften und<br />

erfahrenen Angehörigen.<br />

Sprechzeiten:<br />

Montag – Freitag 10 bis 13 Uhr<br />

Montag und Donnerstag<br />

13 bis 16 Uhr<br />

Mittwoch 16 bis 19 Uhr<br />

Telefon: 040 472538<br />

Oft reicht ein erstes Gespräch<br />

am Alzheimer-Telefon aus, um<br />

die eigene Situation einschätzen<br />

und nächste Schritte<br />

vornehmen zu können.<br />

31


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:28 Seite 32<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien<br />

Therapien für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

<strong>Demenz</strong> ist zwar nicht heilbar, wohl aber behandelbar. Dafür gibt es medikamentöse<br />

und nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten.<br />

INFO<br />

Die Aussage „Da kann man nichts<br />

machen“ ist falsch. Die Erkrankten<br />

haben ein Recht auf Behandlung<br />

nach dem Stand <strong>des</strong> medizinischen<br />

Wissens. Betroffene und Angehörige<br />

sollten daher auf einer genauen<br />

Diagnose und der entsprechenden<br />

Therapie bestehen.<br />

Die medikamentöse und nicht-medikamentöse<br />

Therapie soll die geistigen und<br />

körperlichen Fähigkeiten der Betroffenen<br />

möglichst lange erhalten, ihre Lebensqualität<br />

verbessern und ihr Verhalten<br />

stabilisieren. Die Behandlung soll erreichen,<br />

dass<br />

– die Erkrankung langsamer voranschreitet<br />

– die Erkrankten möglichst lange bestehende<br />

Kompetenzen erhalten können<br />

– sich die Belastungen für Betroffene<br />

und Angehörige verringern.<br />

Denkbare Therapiemaßnahmen sollten<br />

mit den Betroffenen möglichst früh -<br />

zeitig erörtert werden. Auch Angehörige<br />

sollten von Beginn an mit einbezogen<br />

werden, um ihre Beobachtungen und<br />

Ein drücke mitteilen zu können. So können<br />

die Wirkungen und Nebenwirkungen<br />

von Medikamenten sowie die Ergebnisse<br />

der Therapien besser erfasst werden.<br />

Mit beiden Therapieansätzen können<br />

drei Bereiche behandelt werden:<br />

1. Im frühen Stadium der Erkrankung<br />

betrifft dies kognitive Fähigkeiten<br />

wie Gedächtnis, Orientierung, Urteils -<br />

fähigkeit und sprachlichen Ausdruck.<br />

2. Das psychische Wohlbefinden und<br />

Verhalten verändert sich häufig im<br />

Verlauf der Erkrankung. Diese Beeinträchtigungen<br />

belasten oft Betroffene<br />

und Angehörige in ihrem Alltag. Hier<br />

bestehen jedoch gute Möglichkeiten<br />

der Behandlung.<br />

3. Körperliche Erkrankungen, die unabhängig<br />

von der <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

bestehen können.<br />

Welche medikamentösen Therapien<br />

gibt es für <strong>Demenz</strong>kranke?<br />

Ärzte behandeln einerseits die Symptome<br />

der <strong>Demenz</strong> selbst, andererseits<br />

auch andere Krankheiten und Störungen,<br />

die die geistige Leistungsfähigkeit<br />

beeinflussen können.<br />

Antidementiva sind Medikamente, die<br />

den Verlauf der Alzheimer-Krankheit<br />

stabilisieren und das Fortschreiten der<br />

Symptome verzögern können. Als Mittel<br />

im frühen und mittleren Stadium<br />

verschreiben die Ärzte Acetylcholin -<br />

esterase-Hemmer, die unter verschiedenen<br />

Handelsnamen auf dem Markt sind.<br />

Für die mittlere bis späte Phase empfehlen<br />

die medizinischen Fachgesellschaften<br />

den Wirkstoff Memantine.<br />

Die medikamentöse Therapie schlägt<br />

nicht bei allen Patienten an. Es ist bereits<br />

ein Erfolg, wenn sich die geistige<br />

Leistungsfähigkeit für eine Weile nicht<br />

verschlechtert. Einige Patienten leiden<br />

unter Nebenwirkungen wie Übelkeit,<br />

Durchfall oder Schlaflosigkeit.<br />

32


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 33<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Sicherheit geben<br />

Mit <strong>Demenz</strong> verändert sich das Leben der Betroffenen<br />

und der Angehörigen. Die Entscheidung für eine Pflegeeinrichtung<br />

kann allen ein Gefühl der Beruhigung und<br />

Erleichterung geben. Es bleibt wieder mehr Zeit für die<br />

schönen Momente – trotz der Krankheit. Die Pflege und<br />

Betreuung von <strong>Demenz</strong>kranken erfordert viel Einfühlungs -<br />

vermögen und Fingerspitzengefühl. Mit unseren verlässlichen<br />

Betreuungsangeboten ermöglichen wir den Betroffenen<br />

ein Leben in Sicherheit und größtmöglicher<br />

Vertrautheit. Zehn Einrichtungen von PFLEGEN & WOHNEN<br />

HAMBURG sind auf die besondere Betreuung bei <strong>Demenz</strong><br />

spezialisiert. Wir beraten Sie sehr gerne – rufen Sie uns an!<br />

PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH<br />

Finkenau 11 · 22081 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 2022-0<br />

pflegeinfo@pflegenundwohnen.de · www.pflegenundwohnen.de<br />

Ein neues Zuhause im Alter!<br />

Die Senioren-Zentren Geschwister Jensen GmbH betreibt<br />

in <strong>Hamburg</strong> seit vielen Jahren drei Senioren-Zentren mit<br />

insgesamt 303 vollstationären P flegeplätzen, die gut in<br />

den Stadtteilen integriert und vernetzt sind. Getreu dem<br />

Motto „Willkommen zu Hause“, wird den Bewohnern<br />

durch die engagierten und motivierten Mitarbeiter-Teams<br />

auf möglichst liebevolle Art und Weise die Sicherheit gegeben,<br />

sich gut gep flegt, kompetent betreut und wohl<br />

umsorgt zu fühlen. Nutzen Sie gerne eine der vielfältigen<br />

Veranstaltungen zu einem Besuch und machen sich<br />

selbst ein Bild, oder vereinbaren Sie einen individuellen<br />

Termin zum Informationsaustausch. Wir freuen uns auf Sie!<br />

Senioren-Zentren Geschwister Jensen GmbH<br />

Kieler Straße 212 · 22525 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 853334-44<br />

info@geschwister-jensen.de · www.geschwister-jensen.de<br />

Seniorenzentren in <strong>Hamburg</strong><br />

www.geschwister-jensen.de<br />

33


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 34<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien<br />

INFO<br />

Die Angehörigen spielen bei der<br />

medikamentösen Therapie eine<br />

wichtige Rolle: Sie sollten sorgfältig<br />

beobachten, welche Wirkungen<br />

oder unerwünschten<br />

Nebenwirkungen auftreten und<br />

es dem Arzt oder der Ärztin mitteilen.<br />

Vielleicht muss daraufhin<br />

die Dosierung verändert oder das<br />

Medikament abgesetzt werden.<br />

Es gibt verschiedene Wege, die zur<br />

Therapie beitragen können – nicht zur<br />

Heilung, aber zur Behandlung.<br />

Auf die Mischung kommt es an<br />

Bei der Behandlung von Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> geht es immer darum, für<br />

jeden Menschen den passenden<br />

Therapie-Mix zu finden. Dazu<br />

sollten sich Betroffene,<br />

Angehörige, Ärzte und<br />

Therapeuten gut abstimmen.<br />

Denn nicht jede Thera -<br />

pie taugt für jeden Patienten.<br />

Und für manchen kann zu viel <strong>des</strong><br />

Guten auch in „Therapiestress“ ausarten.<br />

Zur medikamentösen Behandlung von<br />

psychischen Symptomen, Verhaltensstörungen<br />

und körperlichen Erkrankungen<br />

werden verschiedene Mittel eingesetzt:<br />

– Antidepressiva verbessern die<br />

Stimmung.<br />

– Neuroleptika helfen bei Unruhe,<br />

Wahn vorstellungen oder Sinnes -<br />

täuschungen.<br />

– Anxiolytika wirken gegen Angst -<br />

zustände.<br />

– Bei Parkinson- oder Lewy-Körperchen-<br />

<strong>Demenz</strong> werden auch Medikamente<br />

verordnet, die die Beweglichkeit<br />

erleichtern.<br />

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden<br />

der Betroffenen ist es wichtig, dass<br />

körperliche Leiden erkannt und behandelt<br />

werden. Dabei ist besonders an<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes<br />

zu denken, aber auch an akute<br />

Krankheiten und Infektionen, die zu Dehydration<br />

(Austrocknen) führen können.<br />

Nicht-medikamentöse Therapieformen<br />

für <strong>Demenz</strong>kranke<br />

Immer mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung<br />

erlangen Therapieformen ohne<br />

Medikamente. Generell fördern in allen<br />

Stadien der Erkrankung die Erfahrung<br />

von Freude, das Erleben der eigenen<br />

Identität und gemeinsame Aktivitäten<br />

das Wohlbefinden und die Kompetenzen.<br />

Nach folgend mög liche Therapie -<br />

formen:<br />

Erinnerungstherapie/Biografiearbeit<br />

Mit Hilfe von Fotos, Gegenständen oder<br />

Geschichten geht es darum, Erinnerungen<br />

an Ereignisse aus der eigenen<br />

Lebensgeschichte wieder zu erwecken.<br />

Das kann das Gedächtnis und den Austausch<br />

mit anderen anregen, die Stimmung<br />

und das Gefühl für die eigene<br />

Identität verbessern.<br />

Musiktherapie<br />

Mit Musik können auch Menschen kommunizieren,<br />

die sich sprachlich nicht<br />

mehr gut verständigen können. Sie<br />

spricht die Gefühle an, kann aktivieren<br />

oder beruhigen, freudige oder traurige<br />

Stimmungen ausdrücken. Gemeinsames<br />

Singen macht Spaß, stiftet Kontakte,<br />

weckt Erinnerungen und hebt die Stimmung.<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> erinnern<br />

sich oft noch sehr gut an Liedtexte aus<br />

ihrer Kindheit, nicht selten überraschen<br />

sie sich und andere beim Singen mit ungeahnten<br />

Fähigkeiten.<br />

Speziell ausgebildete Musiktherapeuten<br />

singen und musizieren mit Betroffenen<br />

und knüpfen dabei an deren Vor lieben<br />

an. So wecken sie etwa Er innerungen an<br />

Tanzvergnügen, Gottesdienste oder Konzertbesuche.<br />

Auch pflegende Angehörige<br />

oder Ehrenamt liche in Betreuungsgruppen<br />

können die Erkrankten mit<br />

Musik und Tanz fördern und anregen.<br />

Körperliches Training<br />

Gute Erfahrungen gibt es mit Kraft- und<br />

Gleichgewichtsübungen. Körperliches<br />

Training verbessert bei Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> nicht nur Beweglichkeit und<br />

Kraft, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit<br />

und das psychische Befinden.<br />

Sie werden auch aufmerksamer<br />

und stürzen nicht so leicht.<br />

Ergotherapie<br />

Die Ergotherapie wurde früher als<br />

Beschäftigungstherapie bezeichnet. Im<br />

Mittelpunkt stehen Übungen zum Erhalt<br />

der Alltagsfähigkeiten, beispielsweise<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 35<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Schaffung eines Zuhause-Gefühls<br />

Das Domicil – Seniorenpflegeheim Jenfeld liegt in zentraler<br />

Lage am grünen Stadtrand von <strong>Hamburg</strong> und ist mit<br />

öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln leicht erreichbar.<br />

Der eigene parkähnliche Garten sowie der nahe gelegene<br />

Öjendorfer Park laden zum Verweilen im Grünen<br />

ein. Ob befristete Kurzzeit- oder Verhinderungspflege<br />

oder vollstationäre Unterbringung notwendig ist: Wir<br />

bieten für je<strong>des</strong> Bedürfnis die passende Möglichkeit.<br />

In den möblierten großzügigen Einzel- und Doppel -<br />

zimmern - jeweils mit modernem Duschbad - können es<br />

sich die Bewohnerinnen und Bewohner auch mit ihren<br />

eigenen Möbeln und Einrichtungsgegenständen gemütlich<br />

machen. Unsere eigene Küche und Wäscherei<br />

(im Haus), ein Frisör und ein umfangreiches Beschäf -<br />

tigungs- und Ausflugsangebot runden den Service ab.<br />

Zusätzlich besteht ein spezielles Betreuungsangebot für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong>. Es richtet sich an Menschen mit<br />

stark ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten.<br />

Gerade Menschen mit <strong>Demenz</strong> brauchen ein überschaubares,<br />

ihnen vertrautes Wohnumfeld, menschliche Nähe,<br />

Schutz sowie eine möglichst normale, am alltäglichen<br />

Leben orientierte Umgebung, um sich wohlzufühlen.<br />

Ein besonderes Highlight: Es gibt einen Snoezelraum –<br />

ein Wohlfühlraum zum Wahrnehmen der Sinne. Wir<br />

möchten unseren Bewohnern ein Zuhause geben. Dies<br />

bieten wir in unserem beschützen Wohn bereich mit<br />

eigenem Garten im Erdgeschoss – in einer Atmos phäre,<br />

die geprägt ist von Ruhe, Akzeptanz, Toleranz und Humor.<br />

Domicil – Seniorenpflegeheim Jenfeld GmbH<br />

Öjendorfer Damm 97 · 22043 <strong>Hamburg</strong>-Jenfeld · Tel. 040 890007-0<br />

jenfeld@domicil-seniorenresidenzen.de · www.domicil-seniorenresidenzen.de<br />

35


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 36<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Gut umsorgt, professionell betreut<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> haben je nach Stadium der<br />

Erkrankung sehr unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen<br />

besondere Betreuung und Fürsorge. Als hanseatisch<br />

geprägtes Familienunternehmen unterhält die FRANK<br />

WAGNER HOLDING an neun <strong>Hamburg</strong>er Standorten<br />

Seniorenpflegedomizile. Das Unternehmen hat sich auf<br />

die Betreuung von demenziell erkrankten Menschen spezialisiert<br />

und ist offizieller Partner der Hansestadt im<br />

Rahmen <strong>des</strong> stationären Dementenprogramms BESTDEM.<br />

Die besonders geschulten Mitarbeiter in den speziellen<br />

Wohnbereichen begegnen den Betroffenen in ihrer<br />

eigenen <strong>Welt</strong>. Sie geben ihnen die Zeit, Zuwendung und<br />

Pflege, die sie jeweils brauchen. Gerade für demenz -<br />

erkrankte Menschen ist es wichtig, dass man ihre<br />

persönliche Geschichte kennt. Durch die gemeinsame<br />

Biografiearbeit, bei der auch Angehörige einbezogen<br />

werden, wird ein tieferes Verständnis für die Persönlichkeit<br />

aufgebaut. Musik- und Fototherapie aktivieren die<br />

Er innerungen; auch der Kontakt mit Tieren, zum Beispiel<br />

Kaninchen und Hunden, intensiviert die Lebensfreude.<br />

Regelmäßig gibt es Ausflüge, zum Beispiel in unseren<br />

Schrebergarten. Zu Hause wird zusammen gekocht,<br />

ge backen und gegessen. Mit zunehmender <strong>Demenz</strong> wird<br />

es wichtiger, den Menschen Rückzugsinseln zu bieten,<br />

gleich zeitig aber auch viel Zuwendung und wohltuenden,<br />

be ruhigenden Körperkontakt, etwa bei der Aromapflege<br />

oder beim „Snoezelen“. Wer sich zum Thema <strong>Demenz</strong>pflege<br />

beraten lassen möchte, vereinbart einfach einen Termin.<br />

Frank Wagner Holding Hanseatische Management GmbH<br />

Wellingsbüttler Weg 71 · 22391 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 97070-970<br />

info@fw-holding.de · www.fw-holding.de<br />

36


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 37<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien<br />

Körperpflege, Ankleiden und Haushaltstätigkeiten.<br />

Wenn die Betroffenen den<br />

Übungen nicht mehr folgen können,<br />

konzentrieren sich die Ergotherapeuten<br />

darauf, die Körperwahrnehmung und<br />

Bewegung zu fördern. Ergotherapeuten<br />

helfen dabei, in der Wohnung Gefahrenquellen<br />

für Stürze oder Verbrennungen<br />

zu beseitigen, das Bad zweckmäßig<br />

einzurichten und den Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> die Orientierung zu erleichtern.<br />

Sie beraten auch über Hilfsmittel bei<br />

Mobilitäts pro blemen oder Inkontinenz.<br />

Logopädie<br />

Viele <strong>Demenz</strong>kranke haben Schwierigkeiten<br />

beim Sprechen, Schlucken und<br />

Essen. Logopäden diagnostizieren und<br />

behandeln diese Störungen. Das ist<br />

aber bei Betroffenen nur im frühen<br />

Stadium sinnvoll.<br />

Kunsttherapie<br />

Beim Malen, Zeichnen und Gestalten<br />

können sich Menschen mit <strong>Demenz</strong> ausdrücken<br />

und beschäftigen, auch wenn<br />

Biografiearbeit kann das Gedächtnis und<br />

den Austausch mit anderen anregen.<br />

sie nicht mehr gut sprechen können. Das<br />

kreative Tun kann die Konzentration fördern,<br />

Stress und depressive Stimmung<br />

abbauen. In der Kunsttherapie können<br />

die Menschen Gefühle oder Stimmungen<br />

ausdrücken und beim Schaffen eigener<br />

Werke ihr Selbstwertgefühl steigern.<br />

Geschulte Kunsttherapeuten beobachten,<br />

welche positiven oder negativen<br />

Reaktionen auftreten und gehen darauf<br />

ein.<br />

Physiotherapie<br />

Physiotherapie oder Krankengymnastik<br />

umfasst Heilverfahren, die mit Be -<br />

wegung, Wärme oder Licht arbeiten. Sie<br />

kann zum Beispiel bei Bettlägerigen verhindern,<br />

dass ihre Glieder versteifen. Als<br />

Bewegungstherapie kann sie Mobilität,<br />

Kraft und Gleichgewicht stärken, um die<br />

Sturzgefahr zu verringern. Die Übungen<br />

sollen Freude und Bewegung fördern, ob<br />

einzeln oder in der Gruppe. Denn Gymnastik,<br />

Spazierengehen oder Sport sind<br />

gut für Körper und Geist.<br />

Snoezelen<br />

In den Niederlanden wurde die Methode<br />

<strong>des</strong> „Snoezelen“ entwickelt (sprich:<br />

snuselen). In heimeligen Räumen werden<br />

Betroffenen in entspannter Atmos -<br />

phäre Reize zum Sehen, Hören, Riechen<br />

und Tasten angeboten. In Pflege heimen<br />

gibt es damit gute Er fahrungen.<br />

Basale Stimulation<br />

Besonders im fortgeschrittenen Stadium<br />

leiden Menschen mit <strong>Demenz</strong> häufig<br />

unter Reizarmut, sie nehmen sich und<br />

ihre Umwelt nur sehr eingeschränkt<br />

wahr. Die Basale Stimulation wirkt dem<br />

entgegen, indem sie alle Sinne zum<br />

Tasten, Greifen, Sehen, Schmecken und<br />

Riechen aktiviert.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 38<br />

REPORTAGE: Bewegung stärkt Lebensfreude<br />

Bewegung stärkt Lebensfreude und hält fit<br />

Besonderes Vereinsangebot für Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörige<br />

Donnerstag, 11:30 Uhr, in einem der<br />

Gymnastikräume <strong>des</strong> Walddörfer Sportvereins.<br />

Die kleine Gruppe mit einigen<br />

Senioren bereitet sich auf die Bewegungsstunde<br />

vor. So, wie sich landauf<br />

landab viele ältere Menschen zur Gymnastik<br />

im Verein treffen. Dann kommt<br />

etwas verspätet Hannelore herein. Sie<br />

zieht sich ihre Turnschuhe an und<br />

scherzt: „Ich hab’ mich etwas ver -<br />

laufen.“ Während das in den meisten<br />

Seniorengymnastikgruppen wahrschei n -<br />

lich für ein leichtes Schmunzeln sorgt,<br />

wissen hier alle, was hinter ihrer Bemerkung<br />

steckt.<br />

Hannelore ist an Alzheimer erkrankt –<br />

und hat sich ihren Humor im Umgang<br />

mit der Krankheit erhalten. So wie sie<br />

freuen sich weitere Betroffene jede<br />

Woche auf die Stunde mit Gruppen -<br />

leiterin Ute Grunwald. „Bewegung tut<br />

mir gut, und es ist einfach schön, hier<br />

mitzumachen, weil sehr behutsam miteinander<br />

umgegangen wird.“ Es sei<br />

ein gutes Gefühl, etwas für sich und<br />

das Wohlbefinden zu tun. Es sei eine<br />

„lustige Truppe“ – an der sie mit ihrer<br />

Art ihren Anteil hat. Denn sie genieße<br />

die Zeit, während ihr Mann „zu Hause in<br />

der Küche steht und etwas Schönes für<br />

das Mittagessen kocht“.<br />

Während Hannelore alleine kommt, ist<br />

Kurt mit seiner Freundin Leni da.<br />

Donnerstags sei sein „Leni-Tag“ – und<br />

da werde gemeinsam viel unternommen.<br />

Beide sind vom ersten Moment<br />

dabei. „Der Sport tut uns beiden richtig<br />

gut“, sagt Kurt. Es gehe locker und entspannt<br />

zu und mache einfach Spaß.<br />

„Wir sind sozusagen ein sportlicher<br />

Stammtisch“, freut sich der Senior. Bei<br />

Leni ist die Krankheit im Umgang spürbar,<br />

ebenso wie ihr Vertrauen zu Kurt.<br />

Immer wieder werfen sich die beide<br />

Blicke zu. Bei der ersten Übung sind<br />

Leitet die erste Sportgruppe <strong>Hamburg</strong>s<br />

für <strong>Demenz</strong>kranke und deren Angehörige:<br />

Ute Grunwald<br />

dann beide mit viel Elan dabei. Ein Ball<br />

wird hin und her geworfen und jeder<br />

sagt: „Mein Name ist . . . und wie heißt<br />

Du?“ Nur ein Beispiel, wie durch die<br />

Bewegung die Durch blutung und<br />

Ko ordination gefördert wird und so für<br />

körperliche und geistige Anregung<br />

sorgt.<br />

Gruppenleiterin Ute Grunwald schaut<br />

sich um, und es geht schon bald zur<br />

nächsten Übung, eine von vielen, die sie<br />

sich überlegt hat. Gemeinsam mit Torge,<br />

der ein freiwilliges soziales Jahr im<br />

Sportverein macht und der jetzt für<br />

flotte Musik sorgt, wird zum lockeren<br />

Tanzen animiert. Allen ist anzumerken:<br />

Das macht Spaß. In diesem Moment<br />

denkt keiner im Raum an die Schwere<br />

der unheilbaren Krankheit. In den Gesichtern<br />

ist Freude zu sehen.<br />

Auch Sylvia, die mit ihrer Mutter<br />

Barbara seit einem Jahr zur Gruppe<br />

kommt, ist zufrieden mit der Bewegungsstunde.<br />

„Klar haben wir uns gefragt,<br />

ob das wohl das Richtige ist. Wir<br />

wussten ja nicht, ob der Sport meine<br />

Mutter überfordert und wie es in der<br />

Gruppe sein wird.“ Alle Bedenken seien<br />

schnell verflogen. Heute sei der Sport<br />

fest im Wochenplan verankert. Ihre<br />

Mutter genieße die Zeit und es komme<br />

auch vor, dass sie zu Hause beim<br />

Kochen einfach zwischen dem Umrühren<br />

anfange, sich zu dehnen oder Gelenke<br />

kreisen zu lassen.<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 39<br />

REPORTAGE: Bewegung stärkt Lebensfreude<br />

Durch den Sport wird die Beweglichkeit<br />

gefördert und Bewegungsmuster, die seit<br />

der Geburt im Körper fest verankert sind,<br />

werden wieder bewusster wahrgenommen<br />

und trainiert. Jeder macht nach seinen<br />

Möglichkeiten mit.<br />

Die Bewegungsstunde geht nun mit den<br />

unterschiedlichsten Übungen weiter.<br />

Vom ersten bis zum letzten Moment ist<br />

spürbar, wie vertraut und herzlich das<br />

Miteinander ist und welche Freude das<br />

gemeinsame Bewegen macht. Alle<br />

gehen zufrieden und beschwingt von<br />

ihrem sportlichen Stammtisch nach<br />

Hause – ganz anders, als es bei manchem<br />

Kneipen-Stammtisch der Fall ist.<br />

Energieschub für das Denken –<br />

Drei Fragen an Ute Grunwald<br />

Ute Grunwald (59) hat 2016 das Angebot<br />

„Sport für <strong>Demenz</strong>kranke und ihre<br />

Angehörige“ ins Leben gerufen. Zuvor<br />

hat die ausgebildete Motopädin und Erzieherin<br />

einige Jahre im Tagestreff der<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> ge -<br />

arbeitet.<br />

Wie ist die Idee entstanden und gibt<br />

es Besonderheiten im Vergleich zu anderen<br />

Sportangeboten für Senioren?<br />

Wir haben im Tagestreff kleine Bewegungseinheiten<br />

eingebaut und dabei<br />

spürte ich, wie gut das den Teilnehmern<br />

tut. Daraus ist von der Alzheimer<br />

Gesellschaft die Idee entstanden, ein<br />

wöchentliches Angebot zu schaffen.<br />

Beim Walddörfer SV sind wir mit offenen<br />

Armen empfangen worden. Der<br />

Unterschied zu anderen Angeboten ist<br />

sicherlich, dass ich als Leiterin vorsichtig<br />

und aufmerksam mit den Teilnehmern<br />

umgehe. Vieles geht langsamer,<br />

vorbereitete Übungen können, aber<br />

müssen nicht durchgeführt werden. Wir<br />

wollen gemeinsam eine fröhliche Zeit<br />

erleben mit Bewegung und Musik. Es<br />

darf und soll viel gelacht werden. Bei<br />

den Übungen achte ich auch darauf,<br />

dass diese auch zu Hause möglich sind.<br />

Das Angebot war das erste dieser Art<br />

in <strong>Hamburg</strong>. Glauben Sie, dass weitere<br />

folgen werden?<br />

Das wünsche ich mir, denn je<strong>des</strong> Angebot<br />

für Erkrankte und deren Angehörige<br />

ist ein Anker im Alltag und Umgang mit<br />

der Krankheit. Beim Sport werden<br />

zudem Bewegungsmuster, die vielleicht<br />

durch die Krankheit verloren gegangen<br />

sind, wieder aktiviert. Es ist ein Energieschub<br />

für das Denken.<br />

Worauf sollten Vereine achten, die ein<br />

solches Angebot schaffen wollen?<br />

Wichtig ist, dass für die Leitung einer<br />

Gruppe die normale Qualifikation als<br />

Übungsleiter nicht ausreicht. Erfahrungen<br />

im Umgang mit <strong>Demenz</strong>kranken<br />

sind wichtig, um Situationen erfassen<br />

zu können und die Teilnehmer nicht zu<br />

überfordern. Ich wünsche mir viele<br />

Nachahmer und gebe meine Erfahrungen<br />

gerne weiter. Ich kann nur allen zurufen:<br />

„Macht euch auf den Weg!“<br />

INFO<br />

Kontakt:<br />

Walddörfer Sportverein<br />

Halenreie 32–34<br />

22359 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 645062-0<br />

www.walddoerfer-sv.de<br />

E-Mail: info@walddoerfer-sv.de<br />

39


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:29 Seite 40<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Wie geht die Gesellschaft mit Menschen mit <strong>Demenz</strong> um?<br />

Unsicherheiten im Alltag abbauen<br />

Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörigen<br />

BasisQ: Schulung für Firmen zum<br />

Umgang mit Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

im Berufsalltag<br />

Menschen mit einer <strong>Demenz</strong> leben auch<br />

mit der Erkrankung lange in ihrem gewohnten<br />

Umfeld und Stadtteil. Der Verbleib<br />

in der vertrauten Umgebung unterstützt<br />

die Selbstständigkeit und die<br />

Teilhaben am gesellschaftlichen Leben.<br />

Vermehrt sind dann auch Mitarbeiter<br />

von Geschäften und Betrieben, Nah -<br />

verkehr oder Polizei, gefordert in ihrem<br />

Berufsalltag mit irritierenden Äußerungen<br />

und veränderten Verhaltensweisen<br />

umzugehen. Um Mitarbeiter hier niedrig -<br />

schwellig und individuell im Umgang<br />

mit Menschen mit <strong>Demenz</strong> zu unterstützen<br />

wurde 2014 vom Competence<br />

Center Gesundheit (CCG), der Hochschule<br />

für Angewandte Wissenschaften<br />

<strong>Hamburg</strong>, das spezielle Schulungs -<br />

angebot BasisQ in <strong>Hamburg</strong> ins Leben<br />

ge rufen.<br />

Die BasisQ-Schulungen nutzten bislang<br />

etwa 1000 Personen in <strong>Hamburg</strong> aus<br />

ganz unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen.<br />

„Ob Apotheken, Kirchenkreise,<br />

Restaurants oder auch Taxi unter nehmen<br />

– sie alle und viele mehr haben davon<br />

profitiert, dass schwierige Situationen<br />

verstanden und im Sinne der Betroffenen<br />

bewältigt werden können“, sagt Susanne<br />

Busch, die das CCG leitet.<br />

Eine Besonderheit von BasisQ ist, dass<br />

die Schulungen von einer geronto -<br />

psychiatrischen Fachkraft und einem Angehörigen<br />

eines Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

als Tandem durchgeführt werden. Wichtigster<br />

Lernpunkt ist das Verstehen <strong>des</strong><br />

Verhaltens. „So merkwürdig es im Einzelfall<br />

auch erscheinen mag, das Ver halten<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong> repräsentiert<br />

ihre Wahrnehmungen und ihr Erleben.<br />

Um adäquat reagieren zu können, muss<br />

das Verhalten verstanden werden. BasisQ<br />

baut Unsicherheiten bei allen Beteiligten<br />

ab“, ist Busch überzeugt.<br />

Auch Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser<br />

nehmen mittlerweile diesen<br />

besonderen Schulungsansatz für pflegeunterstützen<strong>des</strong><br />

Personal – wie etwa<br />

Reinigungs- oder Transportdienste in<br />

Anspruch. Hauptzielgruppe sind aber All -<br />

tagsdienstleister wie etwa der öffent liche<br />

Personennahverkehr, die Gastro nomie<br />

oder der Einzelhandel. „Gespräche mit<br />

Mitarbeitenden weisen darauf hin, dass<br />

es immer wieder zu schwierigen Situationen<br />

kommen kann, und hierfür Schulungsbedarf<br />

gesehen würde. Unter -<br />

nehmensleitungen bzw. Per sonal verant -<br />

wortliche sehen aber oftmals keinen<br />

Handlungsbedarf.“ Das sei umso be -<br />

dauerlicher, als dass die Auswertungen<br />

gezeigt haben, dass sich die Teilnehmenden<br />

der Basisqualifikation auch noch<br />

nach Monaten sicherer im Umgang mit<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> fühlen.<br />

Diese Einschätzung bestätigt Matthias<br />

Neugebauer von der Pflegeschule<br />

Alster tal. Auf dem Gelände <strong>des</strong> <strong>Hamburg</strong>er<br />

Hospitals zum Heiligen Geist<br />

gibt es eine „kleine Stadt“ für Senioren<br />

mit Bankfiliale, Restaurant und Läden.<br />

„Die Mitarbeiter dort haben viel Kontakt<br />

zu dementen Menschen und deren Angehörigen.<br />

Das ist für sie eine Herausforderung,<br />

weil sie berufsfremd sind. Die<br />

Schulung war dafür genau richtig und<br />

traf auf großes Interesse.“ Die Rück -<br />

meldungen auf die Schulung seien<br />

durchweg positiv gewesen. Neugebauer<br />

weiter: „Die Teilnehmer können nun die<br />

Situationen mit <strong>Demenz</strong>kranken viel besser<br />

einschätzen. Die Teilnahme am Seminar<br />

ist definitiv gut investierte Zeit.“<br />

In der geförderten Projektphase bis<br />

2016 konnte die Schulung kostenfrei<br />

angeboten werden. Heute kann die<br />

Schulung für einen geringen Kostensatz<br />

als Basisqualifikation für Interessierte<br />

aus allen Branchen personenbezogener<br />

Dienstleistungen gebucht werden, so<br />

Ralf Schattschneider, der BasisQ koor -<br />

diniert.<br />

INFO<br />

Kontakt BasisQ:<br />

Ralf Schattschneider<br />

Telefon: 040 42875-7211<br />

www.basisq.de<br />

E-Mail: ralf.schattschneider@<br />

haw-hamburg.de<br />

40


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 41<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Wie geht die Gesellschaft mit Menschen mit <strong>Demenz</strong> um?<br />

Freuen sich auf weitere Anfragen von<br />

<strong>Hamburg</strong>er Unternehmen, die ihre Mit -<br />

arbeiter im Umgang mit <strong>Demenz</strong>kranken<br />

schulen lassen wollen: Ralf Schattschneider<br />

(links) und Professor Dr. Susanne Busch<br />

vom <strong>Hamburg</strong>er Competence Center<br />

Gesundheit (CCG)<br />

Neue Plattform „AniTa“ vernetzt Unterstützungsmöglichkeiten – Ziel: Bun<strong>des</strong>weiter „Tausch“ von persönlicher (Für-)Sorge<br />

Ein neues Projekt für Angehörige von Pflegebedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen – nicht nur, aber auch mit<br />

beginnender <strong>Demenz</strong> – denen es aufgrund einer räumlichen Distanz nicht möglich ist, ihre Angehörigen zu begleiten, ist seit Mitte 2017<br />

am Competence Center Gesundheit (CCG) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften <strong>Hamburg</strong> gestartet. Ziel ist es, über eine<br />

internetgestützte überregionale Plattform Menschen zu vernetzen und so gegenseitige Hilfe bei der Unterstützung von Angehörigen<br />

zu ermöglichen.<br />

Starten wird das Pilotprojekt unter der Bezeichnung „AniTa – Angehörige von älteren Menschen mit Pflege-/Unterstützungs -<br />

bedarf im (Aus-)Tausch“ in den Modellregionen Nord (insbesondere Stadt <strong>Hamburg</strong> und Kreis Pinneberg) und Süd (Stadt<br />

München und Kreis Augsburg). Projektleiterin Professor Dr. Susanne Busch vom CCG: „Wir wollen Menschen zusammenbringen,<br />

damit sie im möglichst gegenseitigen Tausch die persönliche Fürsorge für Angehörige übernehmen, die weit entfernt wohnen.“<br />

Hintergrund sei die zunehmende Alterung der Bevölkerung, die mit einer zunehmenden Zahl an hilfepflegebedürftigen Menschen<br />

und sich wandelnden Familienformen einhergeht. Busch: „Manchmal wohnen die Kinder viele hundert Kilometer weit weg von den<br />

Eltern. Dann fehlt das familiäre Unterstützungspotenzial vor Ort.“ Hier Vernetzung und Austausch voranzubringen, könnte eine sinnvolle<br />

Unterstützung von Hilfe- und Pflegebedürftigen werden und emotional entlastend für die Familienangehörigen wirken.<br />

Ein wissenschaftlicher Beirat und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begleiten das Projekt, das bis 2020 läuft. Busch: „In Kürze wird die<br />

Internetplattform starten und wir hoffen, dass sich viele <strong>Hamburg</strong>er dort melden. Es wird aber auch möglich sein, sich schriftlich oder<br />

telefonisch anzumelden.“ In den kommenden Jahren werde sich dann zeigen, ob die Vernetzung und der Austausch mit AniTa gelingt.<br />

Kontakt: „AniTa – Angehörige von älteren Menschen mit Pflege-/Unterstützungsbedarf im (Aus-)Tausch“<br />

Hochschule für Angewandte Wissenschaften <strong>Hamburg</strong>, Competence Center Gesundheit (CCG)<br />

Telefon: 040 42875-9257<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 42<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Wie geht die Gesellschaft mit Menschen mit <strong>Demenz</strong> um?<br />

Lan<strong>des</strong>initiative Leben mit <strong>Demenz</strong> in<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

In <strong>Hamburg</strong> sind über 30 000 Menschen<br />

an einer <strong>Demenz</strong> erkrankt. Das Risiko an<br />

einer <strong>Demenz</strong> zu erkranken steigt mit<br />

dem Lebensalter. Im Zuge <strong>des</strong> demografischen<br />

Wandels und steigender Lebenserwartung<br />

wird <strong>des</strong>halb von einem weiteren<br />

Anstieg demenzieller Erkrankungen<br />

in der Bevölkerung ausgegangen.<br />

Eine <strong>Demenz</strong>erkrankung verändert nicht<br />

nur das Leben der erkrankten Person<br />

sondern <strong>des</strong> familiären Umfel<strong>des</strong> und<br />

<strong>des</strong> gesellschaftlichen Lebens. Betroffenen<br />

Personen benötigen die liebvolle<br />

Begleitung und Betreuung von Angehörigen<br />

und Freunden. Professionelle Angebote<br />

der medizinischen Behandlung<br />

INFO<br />

und pflegerischen Versorgung sind gefordert<br />

sich auf Anforderungen von<br />

Menschen mit einer <strong>Demenz</strong> einzustellen.<br />

Schließlich nehmen und sollen erkrankte<br />

Personen solange wie möglich<br />

im vertrauten Umfeld leben und weiterhin<br />

am gesellschaftlichen Leben teil -<br />

haben können.<br />

Um diesen Herausforderungen gerecht<br />

zu werden, wurde im September 2012<br />

die Lan<strong>des</strong>initiative Leben mit <strong>Demenz</strong><br />

in <strong>Hamburg</strong> von der Behörde für<br />

Gesundheit und Verbraucherschutz,<br />

vielen Vereinen und Organisationen<br />

sowie Angehörigen ins Leben gerufen.<br />

Ziel der Lan<strong>des</strong>initiative ist eine um -<br />

fassende Verbesserung der Lebensbedin-<br />

Lan<strong>des</strong>initiative Leben mit <strong>Demenz</strong><br />

in <strong>Hamburg</strong><br />

Kontakt:<br />

<strong>Hamburg</strong>ische Arbeitsgemeinschaft<br />

für Gesundheitsförderung e. V.<br />

Hammerbrookstraße 73<br />

20097 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2880364-0<br />

E-Mail: buero@hag-gesundheit.de<br />

gungen für Menschen mit <strong>Demenz</strong> und<br />

deren Angehörige in der Hansestadt.<br />

Verbunden damit ist die Herstellung von<br />

Transparenz über Hilfs- und Entlastungsangeboten,<br />

aber auch Initiativen<br />

und Projekte zur Weiterentwicklung von<br />

Angeboten und der sozialen Teilhabe<br />

von Betroffenen und Angehörigen.<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Leben in einem beschützten Rahmen<br />

In unserem Bereich für Menschen mit <strong>Demenz</strong> werden<br />

unsere Bewohner entsprechend ihren Fähigkeiten, Gewohnheiten<br />

und ihrem Grad der demenziellen Erkrankung<br />

betreut. Sie werden als vollständige Person mit all<br />

ihren Gefühlen, Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten<br />

wahrgenommen und respektiert und gestalten ihren Alltag<br />

aktiv mit. Grundlage unseres Betreuungskonzeptes<br />

ist der personenzentrierte Ansatz nach Kitwood. Dieser<br />

hat den Grundgedanken, dass jeder Mensch mit <strong>Demenz</strong><br />

einzigartig ist, in sich und in seinem Erleben. In unserem<br />

familiären Wohnbereich leben und arbeiten wir gemeinsam<br />

mit den uns anvertrauten Bewohnern.<br />

Pflegewohnstift Garstedter Weg<br />

Garstedter Weg 79–85 · 22453 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 696666-0<br />

info.garstedter-weg@<strong>des</strong>sg.de · www.pws-garstedter-weg.de<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 43<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Besonderer Garten- und Dementenbereich<br />

Unser Bereich für Menschen mit <strong>Demenz</strong> im Matthias-<br />

Claudius-Heim ist nach den Voraussetzungen der Rahmenvereinbarung<br />

zur besonderen Dementenbetreuung<br />

in <strong>Hamburg</strong> durch die Behörde anerkannt. Er gilt somit<br />

als offizieller, geschützter Bereich mit den erfüllten<br />

Zulassungsvoraussetzungen für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

oder anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen.<br />

Die Bewohner werden hier von einem multidisziplinären<br />

Team begleitet und betreut. Unser Ziel ist es, ihnen einen<br />

Alltag zu ermöglichen, in dem sie sich sicher und geborgen<br />

fühlen. Die Bedürfnisse der Bewohner, in der Pflege<br />

sowie in der Betreuung, haben oberste Priorität und<br />

bilden eine Einheit. Wir sind flexibel und passen uns den<br />

Bewohnern an und nicht umgekehrt.<br />

In unserem Handeln verbinden wir Herzlichkeit mit Professionalität.<br />

Erfolg ist für uns der Aufbau einer inten -<br />

siven, respektvollen, menschenwürdigen, vertrauens -<br />

vollen und liebenswürdigen Beziehung zu unseren Bewohnern.<br />

Sie stehen im Mittelpunkt und nicht ihre<br />

Erkrankungen und Defizite.<br />

Garten und Gartenarbeit ist oft ein wichtiger Teil der<br />

Biografie unserer Bewohner gewesen, und so bieten wir<br />

ihnen das gemeinsame Planen, Handeln und auch Genießen<br />

in unserem Garten an. Hochbeete ermöglichen allen<br />

Bewohnern einen ungehinderten Zugang zu den duftenden<br />

Pflanzen und Kräutern, die zum Schmecken und<br />

Riechen einladen – selber aktiv den Boden vorbereiten,<br />

aussäen, wachsen sehen, pflegen und ernten.<br />

Matthias-Claudius-Heim · Alten- und Pflegeheim der Diakoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong><br />

Walther-Mahlau-Stieg 8 · 22041 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 696953-0<br />

verwaltung@mch.diakoniestiftung.de · www.matthias-claudius-heim.de<br />

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Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 44<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit <strong>Demenz</strong>kranken<br />

Kommunikation und<br />

Umgang mit Betroffenen<br />

Wertschätzender Umgang<br />

Wenn an <strong>Demenz</strong> erkrankte Menschen<br />

die Merk- und Erinnerungsfähigkeit<br />

verloren haben, hat sich für den Umgang<br />

mit ihnen eine wertschätzende Grund -<br />

haltung bewährt, die „Validation“<br />

genannt wird. Validation bedeutet<br />

richtig, zutreffend und meint hier, dass<br />

die aktuelle Realität <strong>des</strong> erkrankten<br />

Angehörigen, auch wenn diese nicht<br />

zutrifft, als gültig angenommen und<br />

wertgeschätzt wird. Der Grundsatz ist:<br />

Man akzeptiert, dass Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> in ihrer eigenen <strong>Welt</strong> leben und<br />

korrigiert sie nicht ständig. Auch schein -<br />

bar verrücktes Verhalten wird ernst<br />

genommen und zu verstehen versucht.<br />

So kann man die Betroffenen in „ihrer<br />

<strong>Welt</strong>“ erreichen.<br />

Ein Beispiel: Frau M. sagt immer wieder,<br />

sie müsse schnell nach Hause, weil die<br />

Mutter mit dem Essen warten würde.<br />

Die Antwort, dass die Mutter schon<br />

lange tot sei und dass Frau M. auch<br />

gerade ge gessen habe, hilft in einer<br />

solchen Situation oft nicht weiter.<br />

Günstiger ist es, ein Gespräch darüber<br />

anzufangen. Hilfreich könnten<br />

Bemerkungen sein, wie: „Ihre<br />

Mutter kochte wohl sehr<br />

gut. Was schmeckte Ihnen<br />

besonders gut?“ oder: „Ihrer<br />

Mutter war es immer wichtig,<br />

dass am Abend alle rechtzeitig<br />

zu Hause sind? Wie war es, wenn<br />

jemand zu spät kam?“<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> benötigen sehr viel Aufmerksamkeit<br />

und Hilfe. Für die Kommunikation und den Umgang mit<br />

ihnen gibt es aber hilfreiche Regeln und praktische Tipps.<br />

In den meisten Fällen ist es gut, mit der<br />

Diagnose <strong>Demenz</strong> offen umzugehen,<br />

denn Angehörige und Erkrankte können<br />

häufig mit Verständnis und Unterstützung<br />

von ihren Mitmenschen rechnen.<br />

Die Betroffenen befürchten oft, nicht<br />

mehr ernst genommen zu werden. Sie<br />

haben Angst, dass andere sich in ihre<br />

Angelegenheiten einmischen. Ab einem<br />

bestimmten Stadium erleben sich Betroffene<br />

häufig als jünger und kompetenter<br />

und nicht als krank. Entsprechende<br />

Zuschreibungen lehnen sie daher<br />

ab. Angehörige sollten darauf Rücksicht<br />

nehmen.<br />

Wenn die Diagnose früh gestellt wird, ist<br />

es noch möglich hierüber zu sprechen<br />

und wichtige Punkte für die Zukunft<br />

festzulegen. Betroffene können medizi -<br />

nische und therapeutische Maßnahmen<br />

besprechen und noch selbst darüber<br />

mitentscheiden. Wie sie später leben,<br />

wohnen, versorgt und behandelt werden<br />

möchten, lässt sich vielleicht ebenfalls<br />

herausfinden.<br />

Wenn sie selbst keine Auskunft mehr<br />

geben können, ist es für andere Betreuungspersonen<br />

hilfreich, Informationen<br />

über ihre Lebensweise und Persönlichkeit<br />

zu erhalten. Das Wissen über Gewohnheiten<br />

in Bezug auf Körperpflege,<br />

Frisur, Kleidung und Ernährungs -<br />

gewohnheiten spielt im Umgang mit<br />

Betroffenen und für ihr Wohlbefinden<br />

eine große Rolle. Das gilt auch für<br />

soziale Kontakte, Lieblingsbeschäfti -<br />

gungen, frühere berufliche Tätigkeiten,<br />

den Umgang mit Geld sowie Wert -<br />

vorstellungen und Überzeugungen.<br />

Um diese Informationen festzuhalten,<br />

gibt es vielfältige Möglichkeiten wie<br />

Biografiebögen, Lebensbücher oder<br />

elek tronische Biografiebücher, in die<br />

sogar Filme eingefügt werden können.<br />

Angehörige können im Alltag viel tun,<br />

um den erkrankten Angehörigen anzu -<br />

regen, zu beschäftigen und zu fördern.<br />

Dies lässt sich auch gut mit der Einbindung<br />

geschulter Betreuungspersonen<br />

verbinden. Hierdurch kann der pflegende<br />

Angehörige zugleich freie Zeit für sich<br />

erhalten. Angehörige oder die Betreuungsperson<br />

können für Bewegung sorgen,<br />

beispielsweise mit Spazierengehen,<br />

Sport, Ballspielen oder Tanzen. Sie sollten<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> am Haushalt<br />

beteiligen, beim Kochen und Backen,<br />

Auto waschen oder anderen vertrauten<br />

Tätigkeiten. Es ist wichtig, gemeinsam<br />

Schönes zu erleben: Freunde einladen<br />

oder besuchen, ins Café oder Restaurant<br />

gehen, Ausflüge und Reisen machen,<br />

44


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 45<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit <strong>Demenz</strong>kranken<br />

INFO<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> möchten<br />

– verstanden werden<br />

– akzeptiert und respektiert werden<br />

– sozial eingebunden sein<br />

– nützlich sein<br />

– sich sicher fühlen<br />

– in ihrer gewohnten Umgebung<br />

bleiben<br />

– so selbstständig wie möglich<br />

handeln können<br />

– sich frei bewegen dürfen<br />

Das Konzept eines wertschätzenden<br />

Umgangs (Validation) hat sich bewährt.<br />

Konzerte besuchen oder sich einen kleinen<br />

Luxus gönnen. Gespräche und Gesellschaftsspiele<br />

trainieren das Gedächtnis,<br />

ebenso wie Fotoalben an sehen, vorlesen<br />

oder singen.<br />

Das gemeinsame Tun soll Freude machen,<br />

aus Langeweile, Traurigkeit und<br />

Apathie herausführen. Es kann auch<br />

schwierige Verhaltensweisen wie Unruhe<br />

oder Aggressivität beeinflussen und<br />

den alltäglichen Umgang insgesamt<br />

erleichtern. Auf das Tun kommt es an –<br />

nicht auf das Ergebnis. Humor und<br />

Lachen tun gut!<br />

Empfehlungen für Konfliktsituationen<br />

Schwierige Situationen lassen sich oftmals<br />

nicht vermeiden. Wird der erkrankte<br />

Angehörige plötzlich unge -<br />

halten und ärgerlich oder ist stark<br />

verängstigt, sollte man zunächst<br />

herausfinden, ob es einen erkennbaren<br />

Grund oder eine Erklärung für dieses<br />

Verhalten gibt. Kann die Situa tion beruhigt<br />

werden, indem die Rahmenbedingungen<br />

verändert werden? Oder liegt<br />

das Verhalten in der Biografie begründet?<br />

Grundsätzlich ist es wichtig, darauf<br />

zu achten, dass die Situa tion nicht eskaliert.<br />

Man sollte nicht über richtig oder falsch<br />

diskutieren und nicht versuchen, die betroffenen<br />

Angehörigen mit Argumenten<br />

zu überzeugen. Aufgrund der beeinträchtigten<br />

Merkfähigkeit können sie<br />

längere Ausführungen nicht verstehen.<br />

Argumente und Erklärungen können sie<br />

daher nicht mehr abgewägen, sie bleiben<br />

somit wirkungslos. Aber die mit den<br />

Aussagen verbundenen Gefühle nehmen<br />

sie weiterhin wahr. Ihre Reaktion erfolgt<br />

dann nicht auf den Inhalt der Aussage,<br />

Mobilität ermöglichen<br />

Für viele Menschen ist das<br />

Autofahren ein wichtiger<br />

Ausdruck von Unabhängigkeit<br />

und Kompetenz.<br />

Manchmal erscheint es für<br />

Einkäufe oder Arztbesuche<br />

sogar unverzichtbar. Die Fähig keit,<br />

sicher Auto zu fahren, geht aber mit<br />

einer <strong>Demenz</strong> oft schneller verloren, als<br />

die Betroffenen selbst meinen. Deshalb<br />

ist es wichtig, möglichst früh nach<br />

Alternativen zu suchen. Neben öffent -<br />

lichen Verkehrsmitteln können das<br />

Fahrgemeinschaften mit Nachbarn sein,<br />

Lieferdienste der Supermärkte oder<br />

Freunde, die den Fahrdienst für be -<br />

stimmte Wege übernehmen.<br />

Wenn Betroffene nicht vom Autofahren<br />

abgebracht werden können, sollten<br />

Angehörige Kontakt zu einer Beratungsstelle<br />

aufnehmen.<br />

45


Flipping_BOOK_1.qxp_Layout 1 22.11.17 14:30 Seite 46<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit <strong>Demenz</strong>kranken<br />

Es ist wichtig, gemeinsam Schönes<br />

zu erleben: Freunde einladen oder besuchen,<br />

ins Café oder Restaurant gehen, Ausflüge<br />

sowie Reisen machen und vieles mehr.<br />

sondern auf die mit ihr verbundenen<br />

Gefühle. So kann ein nachdrücklicher<br />

Grundton als Bevormundung aufgenommen<br />

werden und ein entsprechend ablehnen<strong>des</strong><br />

Verhalten hervor rufen.<br />

Im Krankenhaus<br />

Wenn Menschen mit einer <strong>Demenz</strong> ins<br />

Krankenhaus müssen, ist das für sie und<br />

ihre Angehörigen oftmals eine große<br />

Herausforderung. Aber auch für das<br />

ärztliche und pflegerische Personal ist es<br />

nicht einfach. Denn die meisten Krankenhäuser<br />

sind bisher nicht darauf eingestellt,<br />

dass diese Patienten mehr Zeit<br />

und Einfühlungsvermögen brauchen. Hilf -<br />

reiche Tipps für diese Ausnahme situation<br />

folgen auf den Seiten 48 bis 50.<br />

10 Regeln helfen Angehörigen im Umgang mit Menschen mit <strong>Demenz</strong>:<br />

1. Informieren Sie sich gründlich über die Krankheit.<br />

2. Nehmen Sie den Menschen mit seiner Erkrankung so an, wie er ist.<br />

3. Versuchen Sie, die Gewohnheiten <strong>des</strong> Erkrankten beizubehalten.<br />

4. Lenken Sie Ihren Blick auf die noch vorhandenen Fähigkeiten.<br />

5. Ein überschaubarer und gleichbleibender Tagesablauf gibt dem Betroffenen ein Gefühl der Sicherheit.<br />

6. Nehmen Sie dem Betroffenen nicht alle Aufgaben ab.<br />

7. Versuchen Sie, durch langsames Sprechen und durch kurze Sätze mit nur einer Mitteilung Ihre Sprechweise zu vereinfachen.<br />

8. Reagieren Sie mit Ruhe und Ge lassen heit auf Unruhe zustände und Gereiztheit und ver suchen Sie, den Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

abzulenken.<br />

9. Liebevolle Zuwendung, Zärtlichkeit und Körperkontakt werden für die Beziehung zu dem Betrof fenen immer wichtiger.<br />

10. Vergessen Sie nicht sich selbst!<br />

46


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 47<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

ELIM – leben und arbeiten in der Oase<br />

ELIM war in der Geschichte Israels ein Ort, an dem die<br />

Menschen sich ausruhten und neue Kräfte sammelten.<br />

Ein Stück Himmel auf Erden. Als ELIM Diakonie wollen<br />

wir ein solcher Ort der Zuflucht und Ruhe sein. Menschen,<br />

die Hilfe brauchen, erfahren bei uns Zuspruch für<br />

Leib und Seele sowie kompetente Dienstleistungen.<br />

Wir verantworten das Serviceangebot in sechs Seniorenwohnanlagen<br />

– fünf in nicht eigener und eine in eigener<br />

Trägerschaft. Für die Begleitung im häuslichen Um -<br />

feld sorgen unsere beiden ambulanten Pflegedienste in<br />

<strong>Hamburg</strong>-Hamm und Norderstedt.<br />

In den drei stationären Einrichtungen (HH-Eppendorf,<br />

Niendorf und Bergedorf) bieten wir Seniorinnen und<br />

Senioren ein neues Zuhause. Die speziellen Bedürfnisse<br />

von demenziell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern<br />

werden durch entsprechende Angebote berück -<br />

sichtigt, zum Beispiel die besondere Organisation der<br />

Wohngruppen und das Engagement der geschulten<br />

Alltags begleiterinnen und -begleiter. Unser ambulanter<br />

Hos piz dienst gewährleistet eine fachkundige und einfühlsame<br />

Begleitung bis zum Lebensende. Als Arbeit -<br />

geber mit christlich-diakonischer Grundausrichtung liegen<br />

uns die Dienstgemeinschaft und die Mitarbeitenden<br />

am Herzen. Weil die Dienstleistungen von Menschen an<br />

Menschen erbracht werden, legen wir besonderen Wert<br />

auf die Mitarbeiterführung. Wir pflegen eine wertschätzende<br />

Unternehmenskultur, fördern unsere Mitarbeitenden<br />

und sorgen für angemessene Arbeitsbedingungen.<br />

ELIM Diakonie<br />

Bondenwald 56 · 22459 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 55425-145<br />

elim-diakonie@fegn.de · www.elim-diakonie.de<br />

47


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 48<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus<br />

Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus<br />

Für Menschen mit <strong>Demenz</strong> bedeutet ein Krankenhausaufenthalt<br />

aufgrund der Beeinträchtigungen eine besondere<br />

Herausforderung. Die fremde Umgebung erleben sie oft als<br />

verwirrend und bedrohlich. Für Betroffene und Angehörige<br />

gibt es hilfreiche Informationen und spezielle Angebote in<br />

einigen <strong>Hamburg</strong>er Krankenhäusern.<br />

Am besten schriftlich<br />

Wichtige Informationen sollten schrift -<br />

lich in der Patientenakte hinterlegt<br />

werden: Braucht der Patient Hilfe beim<br />

Essen, Anziehen und Aufstehen? Welches<br />

sind seine Gewohnheiten, Vorlieben und<br />

Abneigungen? Was macht ihn<br />

unruhig oder vielleicht<br />

aggressiv? Für diese<br />

Angaben eignet sich der<br />

„Informationsbogen für<br />

Patienten mit einer <strong>Demenz</strong><br />

bei Aufnahme ins Krankenhaus“<br />

der Deutschen Alzheimer Gesell -<br />

schaft. Er kann heruntergeladen werden<br />

unter www.deutsche-alzheimer.de –<br />

unter Angehörige, dann „Mit <strong>Demenz</strong> im<br />

Krankenhaus“.<br />

Egal, ob es um einen geplanten Eingriff<br />

oder einen plötzlichen Notfall geht – ein<br />

Krankenhausaufenthalt ist für Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> und ihre Angehörigen<br />

immer eine Ausnahmesituation. Die<br />

Erkrankten sind aufgrund der <strong>Demenz</strong><br />

kaum in der Lage, sich in der fremden<br />

Umgebung zurechtzufinden. Sie wissen<br />

häufig nicht, warum sie im Krankenhaus<br />

sind, können ihre Beschwerden kaum<br />

beschreiben und den Aufklärungs -<br />

gesprächen nur eingeschränkt folgen.<br />

Patienten mit <strong>Demenz</strong> gut zu versorgen,<br />

erfordert mehr Zeit, als dem medizinischen<br />

und pflegerischen Personal zur<br />

Verfügung steht. Die Angehörigen machen<br />

sich meist große Sorgen und haben<br />

viele Fragen vor, während und manchmal<br />

auch noch nach einem Krankenausaufenthalt.<br />

Gleichzeitig sind sie als<br />

Bezugsperson für die erkrankte Person<br />

wichtiger denn je – als Fürsprecher der<br />

Erkrankten und als Ansprechpartner für<br />

Ärzte und Pfleger.<br />

Von allen Patienten, die in <strong>Hamburg</strong>er<br />

Kliniken wegen körperlicher Erkrankungen<br />

behandelt werden, sind schätzungsweise<br />

10 bis 15 Prozent an <strong>Demenz</strong><br />

erkrankt. Dieser Anteil wird wachsen,<br />

aber bisher sind nur wenige Einrichtungen<br />

darauf vorbereitet und können mit<br />

geschultem Personal auf diese Menschen<br />

eingehen. Seit 2016 setzt sich in<br />

<strong>Hamburg</strong> die Arbeitsgruppe „<strong>Demenz</strong>ielle<br />

Erkrankungen im Krankenhaus“<br />

für Verbesserungen ein. Dort engagieren<br />

sich neben pflegerischen und ärztlichen<br />

Fachleuten sowie Mitgliedern der<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> auch<br />

Vertreter der Angehörigen. Die Arbeitsgruppe<br />

regt einen engen Austausch<br />

zwischen allen Beteiligten an und will<br />

die Rolle der Angehörigen stärken.<br />

Vor der Aufnahme im Krankenhaus<br />

Patienten mit <strong>Demenz</strong> sollten nur<br />

stationär behandelt werden, wenn es<br />

un bedingt notwendig ist. Möglichst<br />

viele Untersuchungen sollten vorher<br />

ambulant erledigt werden. Manche<br />

Krankenhäuser haben eine Abteilung für<br />

Geriatrie oder Gerontopsychiatrie, zum<br />

Teil mit einer speziellen <strong>Demenz</strong>station.<br />

Diese sind auf die Bedürfnisse von<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> vorbereitet und<br />

können sie entsprechend behandeln. In<br />

jedem Fall sollte der Krankenhausaufenthalt<br />

so kurz wie möglich bleiben.<br />

48


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 49<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus<br />

Zur Aufnahme im Krankenhaus müssen<br />

alle erforderlichen Unterlagen wie<br />

Einweisung, Befunde, aktueller Medikamentenplan<br />

und sonstige Informationen<br />

der behandelnden Ärzte mitgebracht<br />

werden. Das Krankenhauspersonal, aber<br />

auch die Zimmernachbarn sollten von<br />

Beginn an wissen, dass der Patient oder<br />

die Patientin an einer <strong>Demenz</strong> leidet und<br />

dass sie mit besonderen Verhaltensweisen<br />

rechnen müssen.<br />

Um die Patienten nicht zu überfordern,<br />

sollten sie nur die Kleidungsstücke und<br />

Hygieneartikel mitnehmen, die sie im<br />

Krankenhaus brauchen. Alle notwen -<br />

digen Hilfsmittel wie Brille, Rollator,<br />

Kalender oder Uhr sollten in Reichweite<br />

sein. Daneben können vertraute Gegenstände<br />

hilfreich sein: zum Beispiel ein<br />

Foto der Familie, das sonst zu Hause auf<br />

dem Nachttisch steht, oder das Lieblingskissen<br />

vom Sofa. Ein Buch zum<br />

(Vor-)Lesen oder gewohnte Beschäf -<br />

tigungen lassen die Zeit schneller ver -<br />

gehen und tragen zur Entspannung bei.<br />

Nahe Angehörige sind häufig auch die<br />

Bevollmächtigten oder rechtlichen Betreuer<br />

der Patienten mit einer <strong>Demenz</strong>erkrankung.<br />

Wenn dies auch die<br />

Gesundheitssorge umfasst, sind die Angehörigen<br />

Hauptansprechpartner für das<br />

Krankenhaus. Sie sollten eine Kopie der<br />

Vorsorgevollmacht oder <strong>des</strong> Betreuerausweises<br />

im Krankenhaus hinterlassen.<br />

Auf der Station<br />

Ansprechpartner im Krankenhaus sind<br />

das medizinische Personal auf der Station,<br />

aber auch die Mitarbeitenden <strong>des</strong><br />

Sozialdienstes. Sie beraten zum Beispiel<br />

über Pflegegrade und wie man sie beantragt,<br />

unterstützen die Verlegung in eine<br />

Ist das medizinische und pflegerische<br />

Personal über die <strong>Demenz</strong> eines Patienten<br />

informiert, erleichtert dies seinen Aufent -<br />

halt.<br />

Besuchen oder bleiben?<br />

Für demenzkranke Patienten<br />

ist die Gesellschaft<br />

vertrauter Personen im<br />

Krankenhaus sehr wichtig.<br />

Besuchen Sie sie so oft wie<br />

möglich, auch im Wechsel<br />

mit anderen Verwandten. Wenn<br />

Sie über Nacht bei der bzw. dem<br />

Erkrankten bleiben möchten, fragen Sie<br />

nach der Möglichkeit <strong>des</strong> „Rooming-in“.<br />

Eine Übernahme der Kosten durch die<br />

Krankenkasse ist möglich, viele<br />

Krankenhäuser berechnen hier auch<br />

keine Kosten aufgrund der erhaltenden<br />

Unterstützung durch die Angehörigen.<br />

49


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 50<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus<br />

Rehabilitationsklinik oder vermitteln<br />

therapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik,<br />

die nach der Entlassung<br />

vielleicht nötig werden.<br />

Viele Krankenhäuser arbeiten mit Ehrenamtlichen<br />

zusammen. Am bekanntesten<br />

sind die „Grünen Damen und Herren“<br />

der evangelischen und katholischen<br />

Krankenhaushilfe. Sie begleiten die<br />

Patienten im Krankenhaus durch Gespräche<br />

und Beschäftigungsangebote,<br />

erledigen kleinere Besorgungen oder<br />

gehen mit ihnen zu Untersuchungen.<br />

Akutkrankenhäuser und Kranken -<br />

häuser mit speziellen Angeboten<br />

Einige <strong>Hamburg</strong>er Krankenhäuser bieten<br />

eine spezielle Versorgung für Patienten<br />

mit <strong>Demenz</strong>erkrankungen an. Diese Angebote<br />

kommen insbesondere bei planbaren<br />

Krankenhausaufenthalten in<br />

Frage. Akutkrankenhäuser, die bei Notfällen<br />

aufgesucht werden, bieten diese<br />

besondere Begleitung für Menschen mit<br />

kognitiven Einschränkungen zumeist<br />

nicht. In diesen Fällen sollten Angehörige<br />

– sofern der erkrankte Angehörige<br />

bereits in einem Krankenhaus behandelt<br />

wurde und dort bekannt ist – die Mit -<br />

arbeiter <strong>des</strong> Krankentransportes nachdrücklich<br />

darauf hinweisen. Grundsätzlich<br />

sollte eine Begleitung der erkrankten<br />

Angehörigen auf der Notaufnahme<br />

im Krankenhaus erfolgen.<br />

Spezielle Angebote in <strong>Hamburg</strong><br />

Die Station Siloah im AGAPLESION<br />

DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG und<br />

die Gedächtnisstation in der Asklepios<br />

Klinik Wandsbek bieten schützende<br />

Räume für Patienten, die an Unruhe,<br />

Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit<br />

leiden. Die Stationen sind baulich und<br />

therapeutisch so zugeschnitten, dass sie<br />

den Patienten Sicherheit in der fremden<br />

Umgebung vermitteln und dass sie sich<br />

leichter orientieren können.<br />

Auf der Station für kognitive Geriatrie<br />

im Albertinen-Haus sind die Pflegekräfte,<br />

das Therapeutenteam sowie die Ärztinnen<br />

und Ärzte besonders geschult. Sie behandeln<br />

ältere, meist mehrfach erkrankte<br />

Menschen mit akuten Krankheitsbildern<br />

mit kognitiven Einschränkungen als Zusatzerkrankung<br />

internistisch, neurologisch<br />

und chirurgisch-orthopädisch.<br />

Das Katholische Marienkrankenhaus<br />

hat eine eigene Station für <strong>Demenz</strong>und<br />

Delirpatienten mit professioneller<br />

Betreuung in einem patientengerechten<br />

Umfeld. Ein spezielles Architektur- und<br />

Farbkonzept bietet ihnen Orientierung<br />

und Sicherheit. Das Personal ist kompetent<br />

geschult und wird durch Ehrenamtliche<br />

unterstützt. Die Hilfe und Beratung<br />

<strong>des</strong> Sozialdienstes für Angehörige umfasst<br />

Pflegestufenanträge, Vollmachten,<br />

Kurzzeitpflege, Heimunterbringung und<br />

Pflegedienste. Es gibt auch spezielle<br />

Schulungen für pflegende Angehörige,<br />

eine enge Kooperation mit Selbsthilfegruppen,<br />

Angehörigenhilfe und anderen.<br />

Im Zentrum für Ältere in der Asklepios<br />

Klinik Nord – Ochsenzoll gibt es zwei<br />

Stationen mit orientierungsförderndem<br />

Raumkonzept und geschütztem Atriumgarten.<br />

Im interdisziplinären Team kümmern<br />

sich Geriater, Psychiater und Neurologen<br />

um Patienten mit geriatrischen<br />

Erkrankungen und <strong>Demenz</strong>, Delir oder<br />

anderen Begleiterkrankungen.<br />

Innere Medizin<br />

Die Station DAVID im Evangelischen<br />

Krankenhaus Alsterdorf ist auf die Bedürfnisse<br />

von Patientinnen und Patienten<br />

mit <strong>Demenz</strong> ausgerichtet. Das Per -<br />

sonal ist entsprechend geschult und gut<br />

vernetzt mit Hausärzten, Fachärzten,<br />

Pflegediensten und Beratungsstellen.<br />

Psychiatrie und Psychotherapie<br />

Folgende Kliniken bieten eine gute Versorgung<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong>:<br />

– Albertinen-Krankenhaus, Station für<br />

Ältere im Zentrum für Psychiatrie und<br />

Psychotherapie<br />

– Asklepios Klinik Harburg, Tagesklinik<br />

für Ältere (Gerontopsychiatrie)<br />

– Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll,<br />

Klinik für Gerontopsychiatrie, Zentrum<br />

für Ältere inklusive Tageskliniken<br />

(Geriatrie und Gerontopsychiatrie)<br />

– Asklepios Klinik Nord – Standort<br />

Wandsbek, Gerontopsychiatrie<br />

– Asklepios Westklinikum <strong>Hamburg</strong>,<br />

Abteilung für Psychiatrie und Psycho -<br />

therapie, Station für ältere Menschen<br />

– Schön Klinik <strong>Hamburg</strong>-Eilbek,<br />

Tagesklinik für Ältere (Geronto-<br />

psychiatrie)<br />

– Universitätsklinikum <strong>Hamburg</strong>-<br />

Eppen dorf, Klinik und Poliklinik<br />

für Psychiatrie und Psychotherapie<br />

(Gerontopsychiatrie mit Tagesklinik)<br />

Zentrale Notaufnahme<br />

Das Albertinen-Krankenhaus, das<br />

Katholische Marienkrankenhaus und<br />

das Bethesda Krankenhaus Bergedorf<br />

setzen Konzepte für ein „<strong>Demenz</strong>-<br />

sen sibles Krankenhaus“ um.<br />

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 81/82<br />

50


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 51<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Mit <strong>Demenz</strong> im Krankenhaus<br />

Ein Krankenhausaufenthalt ist für Patienten mit <strong>Demenz</strong><br />

oft mit Ängsten und Unsicherheit verbunden. Das Marienkrankenhaus<br />

<strong>Hamburg</strong> ist <strong>des</strong>halb ganz besonders auf<br />

körperlich erkrankte Menschen mit <strong>Demenz</strong> eingerichtet –<br />

und auf Patienten, bei denen sich im Rahmen einer<br />

körperlichen Erkrankung ein Verwirrtheitszustand einstellt.<br />

Eine behutsame Betreuung hilft diesen Patienten, sich in<br />

der fremden Umgebung sicher zu fühlen. Entsprechend<br />

qualifizierte Mitarbeiter werden von eigens geschulten,<br />

ehrenamtlichen <strong>Demenz</strong>lotsen unterstützt. Die besondere<br />

Stationsarchitektur sorgt dafür, dass sich Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> oder Verwirrtheitszuständen gut zurechtfinden.<br />

Angehörigenschulung: Gewusst wie<br />

Neben den therapeutischen Teams auf den Stationen steht<br />

den Angehörigen eine speziell ausgebildete Krankenschwester<br />

zur Seite, die die häusliche Pflege vorbereitet<br />

und in der ersten Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus<br />

begleitet. Sie berät, ob ein demenzkranker Patient<br />

überhaupt in die häusliche Umgebung zurückkehren kann.<br />

Bestimmte Pflegetechniken können bereits vor Ort geübt<br />

werden. In einem Initialpflegekurs werden Angehörige auf<br />

die besonderen pflegerischen Bedürfnisse <strong>Demenz</strong>kranker<br />

vorbereitet und können sich mit anderen Angehörigen<br />

austauschen. Auf Wunsch kommt die Pflegetrainerin auch<br />

nach Hause, um das Wohnumfeld zu optimieren.<br />

Kath. Marienkrankenhaus gGmbH<br />

Alfredstraße 9 · 22087 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 2546-0<br />

info@marienkrankenhaus.org · www.marienkrankenhaus.org<br />

51


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 52<br />

REPORTAGE: Von zu Hause ins Heim<br />

Im Zwiespalt zwischen Vorwürfen und<br />

Erleichterung<br />

Von zu Hause ins Heim: eine schwere Entscheidung für die Angehörigen<br />

Schlechtes Gewissen, schwere Entscheidung<br />

und Angst – diese Begriffe fallen,<br />

wenn Britta K. über die Zeit spricht, in<br />

der sie sich mit der Pflege ihrer an Alzheimer<br />

erkrankten Mutter Renate am<br />

Ende ihrer Kräfte sah und über den Einzug<br />

ins Heim nachdachte.<br />

„Bis zum Wechsel in das Heim sagte mir<br />

der Verstand: Es kann so nicht weitergehen.<br />

Alles dreht sich nur noch um die<br />

Betreuung. Ich hatte permanent Angst,<br />

dass etwas passiert, wenn ich nicht bei<br />

ihr bin“, erzählt die 47-Jährige. Bei aller<br />

Einsicht kreiste aber auch ein anderer<br />

Gedanke im Kopf: „Ich kann doch meine<br />

Mutter nicht einfach in ein Heim abschieben.“<br />

Das schlechte Gewissen sei<br />

stärker gewesen als die Vernunft und<br />

„ich wollte lange keine Entscheidung<br />

treffen“. Geholfen haben Britta dann die<br />

Umstände. „Nachdem meine Mutter<br />

nachts aus ihrer Wohnung allein in ein<br />

Krankenhaus gelaufen war, weil sie<br />

wohl Angst allein hatte, habe ich am<br />

nächsten Tag mit der Leitung <strong>des</strong> Heimes<br />

gesprochen, in dem wir einen<br />

Schnupperbesuch gemacht hatten. Die<br />

sagte dann ‚Kommen Sie heute und<br />

bringen Sie Ihre Mutter‘.“<br />

Wie ist die Tochter das Thema Wechsel<br />

in ein Heim angegangen? Sie hat sich<br />

bei der Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

Hilfe geholt, berichtet die 47-Jährige.<br />

Und sie hat mit ihrer Mutter zwei Einrichtungen<br />

besucht. „Das würde ich<br />

jedem, der vor einer so Entscheidung<br />

steht, empfehlen.“ So sei dann die Wahl<br />

für das neue Zuhause der Mutter am<br />

Tag X einfacher gewesen und „ich war<br />

froh, dass in dem Heim auch ein Platz<br />

frei war“. Trotz allem habe sie beim Abschied<br />

am ersten Tag „eine Runde geheult,<br />

als meine Mutter zu mir sagte:<br />

‚Ich wusste, dass Du mich abschiebst‘“.<br />

Diese Bemerkung saß und es kostete<br />

Britta Überwindung, am nächsten Tag<br />

wieder zur Mutter zu gehen. Als es dann<br />

soweit war, gab es eine Überraschung.<br />

„Meine Mutter sagte, dass sie sich<br />

wohlfühlt.“ Es sei für sie wichtig zu wissen,<br />

dass ihre Mutter jetzt in guten<br />

Händen ist und im Alltag alle Hilfen bekommt,<br />

die notwendig sind, sagt Britta<br />

rückblickend. Nach den intensiven Monaten<br />

der Pflege habe sie gelernt, ihre<br />

Mutter loszulassen. „Gleichzeitig habe<br />

ich mich gefragt: Was tut meiner Mutter<br />

neben den Angeboten <strong>des</strong> Heimes<br />

gut? Wie kann ich dafür sorgen, dass sie<br />

weiter am Leben teilnehmen kann?“<br />

Heute unternehmen Mutter und Tochter<br />

einmal in der Woche etwas zusammen.<br />

Regelmäßige Besuche einer Ergotherapeutin<br />

sind ebenfalls fest im Wochenablauf<br />

verankert. Als Glücksgriff habe<br />

sich das Angebot einer „Hundefrau“<br />

vom Hospizdienst erwiesen, berichtet<br />

Britta begeistert. Gemeinsam mit dem<br />

Hund geht es für ihre Mutter dann auf<br />

einen Spaziergang an der frischen Luft.<br />

In der Rückschau steht für Britta fest:<br />

„Es ist gut, wie es ist. Meine Mutter hat<br />

ihren Frieden gefunden, und auch ich<br />

habe wieder mehr Lebensqualität.“ Zu<br />

den Begriffen, die vor der Entscheidung<br />

für ein Heim in ihrem Kopf kreisten,<br />

habe sie inzwischen einen weiteren hinzugefügt:<br />

Erleichterung.<br />

Eine Abwechslung im Alltag ist der Spazier -<br />

gang gemeinsam mit einem Hund.<br />

52


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 53<br />

REPORTAGE: Von zu Hause ins Heim<br />

Mit einem Lächeln geht’s nach Hause:<br />

Wohn-Paten unterstützen Betroffene<br />

ehrenamtlich – Schulung gibt Sicherheit<br />

Es gibt viele Möglichkeiten sich für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörige<br />

zu engagieren. So setzen sich Wohn-<br />

Paten für alleinstehend Betroffene ein,<br />

unterstützen Ombudspersonen den Mitwirkungsbeirat<br />

in Wohneinrichtungen<br />

oder WG-Begleiter die Selbstorganisation<br />

pflegender Angehörigen in Wohngemeinschaften.<br />

„Alle drei Formen sind eine schöne Aufgabe<br />

für Menschen, die etwas von ihrer<br />

persönlichen Zeit für andere abgeben<br />

möchten“, sagt Projektkoordinatorin<br />

Sabine Wannags von der Alzheimer Gesellschaft<br />

<strong>Hamburg</strong>. Im Gegensatz zum<br />

WG-Begleiter und Ombudsmann, die jeweils<br />

Gruppen beratend begleiten (siehe<br />

Infokasten), sind Wohn-Paten in Zusammenarbeit<br />

mit gesetzlichen Betreu-<br />

Zwei der Wohn-Paten der Alzheimer<br />

Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> sind Renate<br />

Messaoudi und Edith Feldhaus (von links),<br />

hier im Gespräch über ihre Arbeit mit<br />

Projektkoordinatorin Sabine Wannags.<br />

ern oder entfernt lebenden Angehörigen<br />

direkt in der Begleitung alleinlebender<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> tätig.<br />

Renate Messaoudi ist eine der Wohn-<br />

Patinnen, die sich in der Hansestadt engagieren.<br />

Bevor sie als Pate begonnen<br />

hat, ließ sie sich in einem Seminar schulen.<br />

Dort habe es Informationen über<br />

die Krankheit, über die Aufgaben und<br />

die rechtlichen Rahmenbedingungen<br />

gegeben. Sie unterstütze seit einigen<br />

Monaten mit Petra eine Bewohnerin<br />

einer Wohneinrichtung. „Ich wollte<br />

mich engagieren und sage heute: ‚Jemanden<br />

als Wohn-Pate zu unterstützen<br />

macht Freude, strengt nicht an und ich<br />

gehe je<strong>des</strong> Mal mit einem Lächeln nach<br />

Ehrenamtliche Alltagshilfe<br />

Zur Steigerung der Lebens qualität<br />

von Menschen mit Pflege- und<br />

Assistenz bedarf gibt es drei<br />

Formen für ehrenamtliches<br />

Engagement:<br />

Wohn-Paten<br />

Wohn-Paten übernehmen<br />

ehrenamtlich Angehörigenfunktionen.<br />

Sie unterstützen<br />

alleinstehende Menschen in einer<br />

Wohngemeinschaft oder Wohneinrichtungen.<br />

Der Pate übernimmt typische<br />

Aufgaben eines Angehörigen, beispielsweise<br />

gemeinsam angenehme Stunden<br />

zu erleben, kleinere Besorgungen zu<br />

erledigen oder bei Aktivtäten der Wohn -<br />

gemeinschaft zu begleiten. Er steht in<br />

Kontakt mit dem gesetzlichen Betreuer,<br />

der weiterhin für alle rechtlichen<br />

Belange verantwortlich bleibt.<br />

WG-Begleiter<br />

Ein Begleiter einer ambulanten Wohn -<br />

gemeinschaft (WG) unterstützt die<br />

Angehörigengruppe bei allen organisatorischen<br />

Fragen einer WG. Dabei geht<br />

es um die Umsetzung von Mitwirkungsrechten.<br />

Ombudsperson<br />

Eine Ombudsperson wird durch die<br />

Wohnpflegeaufsicht bestellt. Sie vertritt<br />

die Interessen von Menschen, die in<br />

Wohneinrichtungen leben, und unter -<br />

stützt den Wohnbeirat gegenüber der<br />

Einrichtungsleitung.<br />

Hause.‘“ Viele interessante Gespräche<br />

habe sie mit Petra geführt, auch über<br />

Themen wie Testament oder To<strong>des</strong>fall.<br />

„Ich freue mich, dass ich Petra auch bei<br />

Problemen im Alltag unterstütze, wenn<br />

sie es alleine nicht schafft.“<br />

53


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:08 Seite 54<br />

REPORTAGE: Von zu Hause ins Heim<br />

Ganz ähnlich sind die Erfahrungen, die<br />

Edith Feldhaus gemacht hat. Sie pflegte<br />

viele Jahre ihre demente Mutter und<br />

wollte dann etwas zurückgeben. „Zunächst<br />

war ich WG-Begleiterin, habe<br />

dann aber gemerkt, dass mir die Arbeit<br />

als Patin mit dem persönlichen Kontakt<br />

mehr liegt.“ Einmal pro Woche besuche<br />

sie Eddie. „Ich habe das Ziel, dass es uns<br />

beiden dann gut geht und Eddie sich<br />

wohlfühlt“, erzählt Feldhaus. Manchmal<br />

reiche es aus, einfach nur da zu sein.<br />

Wichtig sei für sie, aber auch Grenzen<br />

zu setzen. „Wer einen anderen Menschen<br />

unterstützt, sollte darauf achten,<br />

dass es nicht zu einer Belastung wird,<br />

weil immer mehr Zeit abgefordert wird.“<br />

Für sie seien für ihre Arbeit ebenso die<br />

regelmäßigen Treffen der Wohn-Paten<br />

interessant, da „wir dort einen regen<br />

Austausch über die Erlebnisse, aber<br />

auch über mögliche Probleme haben“.<br />

Für Projektkoordinatorin Wannags und<br />

ihre Kollegin Anya Freese wird die Herausforderung<br />

immer größer. „Wir bekommen<br />

immer mehr Anfragen“. Deshalb<br />

würden sie sich freuen, wenn sich<br />

noch mehr Menschen als Wohn-Pate<br />

engagieren. Die Grundschulung erfolge<br />

in zehn Seminarstunden und dann bestimme<br />

jeder, wieviel er an Zeit einbringe.<br />

„Die, die mitmachen, berichten<br />

uns, dass sie die Aufgabe als eine Bereicherung<br />

empfinden“, so Wannags.<br />

INFO<br />

WG-Begleiter und Wohn-Paten<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Sabine Wannags / Anya Freese<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: s.wannags@alzheimer-hamburg.de<br />

Ombudsperson<br />

STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft<br />

mbH<br />

Martina Kuhn<br />

Telefon: 040 432952-36<br />

E-Mail: m.kuhn@stattbau-hamburg.de<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Besondere stationäre Dementenbetreuung<br />

Das Senioren- und Therapiezentrum Rahlstedter Höhe<br />

besticht durch seine Vielfältigkeit. Die Wohnbereiche für<br />

Menschen im stationären Bereich, der Dementen be treu -<br />

ung und Palliativpflege bilden nahezu alle Versorgungsstrukturen<br />

ab. Im Fachbereich <strong>Demenz</strong> werden bis zu 53<br />

Bewohner pflegerisch und therapeutisch betreut.<br />

Eine groß zügige Terrasse bietet zudem einen Aktiv-Park<br />

mit Sinneswelten, die pädagogische und therapeutische<br />

Elemente verbinden. Der Aufenthalt dient der Entspannung<br />

und sorgt außerdem für ein ganzheitliches Wohlbefinden.<br />

Die individuelle Gestaltung der Räumlichkeiten<br />

hilft zusätzlich bei der Orientierung.<br />

Senioren- und Therapiezentrum Rahlstedter Höhe GmbH<br />

Kühlungsborner Straße 7–11 · 22147 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 648996-0<br />

info@haus-rahlstedter-hoehe.de · www.haus-rahlstedter-hoehe.de<br />

54


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 55<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Sicherheit. Würde. Lebensfreude.<br />

Das Haus Ilse ist eine staatlich anerkannte geschlossene<br />

gerontopsychiatrische Fachpflegeeinrichtung. Uns ist es<br />

wichtig, die Gefühle unserer Bewohner zu respektieren<br />

und ihnen ein würdiges Altern als erwachsene und<br />

lebenserfahrene Menschen zu ermöglichen. Gleichzeitig<br />

ist es unser Wunsch, dass sich unsere Bewohner geborgen<br />

und in Sicherheit fühlen. Dazu verhilft ein strukturierter<br />

Tagesablauf mit orientierenden Grenzen, in <strong>des</strong>sen Verlauf<br />

eine behütende Fürsorge erkennbar ist. Neben der<br />

täglichen therapeutischen Begleitung, fördern jahreszeitliche<br />

Feste und eingestreute Events die Lebensfreude<br />

und das lebendige Miteinander in unserem Hause.<br />

Haus Ilse Alten- und Pflegeheim<br />

Segeberger Chaussee 23 · 22850 Norderstedt · Tel. 040 5294153<br />

info@hausilse.com · www.hausilse.com<br />

Mit Kakadu und Reiki gegen das Vergessen<br />

„Das Wichtigste ist, die Bedürfnisse von an <strong>Demenz</strong><br />

erkrankten Menschen wahrzunehmen und darauf individuell<br />

einzugehen“, erklärt Lutz Richter, Residenzleiter <strong>des</strong><br />

SenVital Senioren- und Pflegezentrums <strong>Hamburg</strong> am<br />

Barmbeker Markt. Neben menschlicher Wärme setzt man<br />

hier <strong>des</strong>halb auf verschiedene ganzheitliche Behandlungswege.<br />

Dazu gehören die klassische Biografiearbeit,<br />

beschäftigungstherapeutische Angebote, aber auch inno -<br />

vative Konzepte. So schaut in dem behütenden Bereich<br />

regelmäßig Kakadu Kimi vorbei. Sogar eine Reiki-Lehrerin<br />

kümmert sich um die positiven Energien der Gäste – mit<br />

großem Erfolg: „Diese blühen regelrecht auf“, so Richter.<br />

SenVital Senioren- und Pflegezentrum <strong>Hamburg</strong> am Barmbeker Markt<br />

Stückenstraße 1 · 22081 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 2000381-0<br />

info-hamburg@senvital.de · www.senvital.de<br />

55


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 56<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

Vielseitige Hilfen für Angehörige<br />

und Betroffene<br />

Die meisten Menschen mit einer <strong>Demenz</strong> leben zu Hause und werden von Angehörigen<br />

betreut. Beratung, Gesprächs gruppen und professionelle Dienste unterstützen und sichern<br />

die häusliche Pflege und Betreuung.<br />

Das Leben im gewohnten Zuhause und in<br />

der vertrauten Umgebung unterstützt<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> dabei, ihr Leben<br />

möglichst lange weitgehend selbstständig<br />

und selbstbestimmt zu führen. Wenn<br />

die Erkrankung fortschreitet, sind Angehörige<br />

gefordert: Sie übernehmen immer<br />

mehr Aufgaben und sichern so den gewohnten<br />

Alltag. Ihr persönlicher Freiraum<br />

für eigene Aktivitäten nimmt dadurch ab,<br />

gesundheitliche Belastungen durch<br />

Stress und nächtliche Unruhe nehmen zu.<br />

Damit Angehörige möglichst lange und<br />

gesund den Alltag tragen können, gibt<br />

es viele Hilfen zur Unterstützung der<br />

tägliche Begleitung und Betreuung <strong>des</strong><br />

Betroffenen. Aber vielen Angehörigen<br />

fällt es nicht leicht, Hilfe anzunehmen.<br />

Tipp<br />

Beratung<br />

Angehörige, die sich stark<br />

belastet fühlen und zugleich<br />

Bedenken haben, Hilfe<br />

anzunehmen, sollten Kontakt zu<br />

einer Beratungsstelle aufnehmen.<br />

Dort können sie den Zwiespalt<br />

besprechen und Klarheit finden oder sich<br />

über mögliche Hilfen in der persönlichen<br />

Situation informieren (siehe auch Artikel 7,<br />

Information und Beratung, ab Seite 28).<br />

Sie machen sich häufig Vorwürfe, es<br />

nicht selbst geschafft zu haben. Sie<br />

meinen, fremde Personen könnten nicht<br />

mit dem Angehörigen umgehen. Auch<br />

Schamgefühle kommen hier häufig ins<br />

Spiel. Für die Angehörigen ist es dann<br />

wichtig zu erkennen, dass die Entlastung<br />

nicht nur ihre Gesundheit stärkt, sondern<br />

auch für den erkrankten Angehö -<br />

rigen eine positive Abwechslung sein<br />

kann. Indem sie Hilfe annehmen, nehmen<br />

sie ihre Verantwortung wahr und<br />

geben sie eben gerade nicht ab.<br />

Kurse für Angehörige<br />

Ergänzend zur Einzelberatung, bieten<br />

Kurse speziell für Angehörige von Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> eine gute Möglichkeit,<br />

sich umfassender und im Austausch<br />

mit anderen zu informieren. Hier können<br />

sie über das Krankheitsbild <strong>Demenz</strong><br />

sprechen, über den Umgang mit erkrankten<br />

Angehörigen, die eigenen Belastungen,<br />

mögliche Unterstützungs -<br />

leistungen sowie gesetzlichen Ansprüchen<br />

und rechtliche Aspekte. Die Kurse<br />

werden von verschiedenen Trägern angeboten.<br />

Sie werden über ein Wochenende,<br />

aber auch in kürzeren Einheiten<br />

unter der Woche angeboten. Die Teilnahme<br />

ist meist kostenfrei und zugleich<br />

besteht bei den meisten das Angebot<br />

einer zeitgleichen Betreuung <strong>des</strong> erkrankten<br />

Angehörigen.<br />

Gesprächsgruppen für Angehörige<br />

Es ist gut nachvollziehbar, dass es Angehörigen<br />

oft schwerfällt, die Erkrankung<br />

ihres Familienmitglieds und die veränderten<br />

Rollenanforderungen anzunehmen.<br />

Der Austausch mit Gleichbetroffenen<br />

in Gesprächsgruppen kann ihnen<br />

helfen, sich nicht allein vor diesen Fragen<br />

zu sehen. Durch gemeinsame Er -<br />

fahrungen, Verständnis und Zuspruch<br />

gewinnen sie Klarheit und Kraft. Angehörige<br />

können sich in diesen Gruppen<br />

emotional stärken und von den Erfahrungen<br />

anderer profitieren. Die Alz -<br />

heimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V. und<br />

andere Träger bieten viele Gesprächs -<br />

gruppen in <strong>Hamburg</strong>er Stadtteilen an.<br />

Darüber hinaus gibt es spezielle Gesprächsgruppen<br />

für Angehörige von jüngeren<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und von<br />

Menschen, die an einer frontotemporalen<br />

<strong>Demenz</strong> erkrankt sind.<br />

Gesprächsgruppen für Betroffene<br />

Auch für Betroffene, die die Diagnose im<br />

frühen Stadium erhalten haben, bietet<br />

die Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e. V. eine spezielle Beratung und zwei<br />

fachlich geleitete Gesprächsgruppen an.<br />

Die Themen werden von den Teilnehmern<br />

der Gruppe bestimmt. Neben Gesprächsrunden<br />

werden auch gemeinsame<br />

Freizeitaktivitäten unternommen.<br />

56


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 57<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

Einzel- und Gruppenbetreuung durch<br />

ehrenamtliche Helfer<br />

In <strong>Hamburg</strong> werden von Mitgliedern der<br />

Angehörigenhilfe <strong>Demenz</strong> und weiteren<br />

Anbietern Unterstützungs- und Entlastungsleistungen<br />

durch geschulte ehrenamtliche<br />

Helfer angeboten.<br />

Einzelbetreuung<br />

Die Einzelbetreuung findet meist zu<br />

Hause oder im näheren Umfeld statt. Es<br />

handelt sich um eine sehr individuelle<br />

Betreuung, in der persönliche Vorlieben<br />

und Kompetenzen aufgenommen werden.<br />

Im Verlauf werden die Einsätze zumeist<br />

direkt von den ehrenamtlichen<br />

Helfern und Angehörigen abgestimmt.<br />

Oft werden die ehrenamtlichen Helfer<br />

auch zu einem vertrauten Ansprech -<br />

partner für die Angehörigen. Nicht zuletzt<br />

stellt die ehrenamtliche Betreuung<br />

auch eine gute Möglichkeit für Angehörige<br />

dar, das erste Mal auszuprobieren,<br />

wie es ist, wenn andere Personen den erkrankten<br />

Angehörigen betreuen. Erfahrungen<br />

zeigen, dass pflegende Ange -<br />

hörige immer wieder überrascht sind,<br />

wie gut dies geht.<br />

Betreuungsgruppen<br />

Betreuungsgruppen werden in verschiedenen<br />

Stadtteilen angeboten, meist<br />

einmal in der Woche für acht Gäste.<br />

Unter Leitung einer Fachkraft findet die<br />

Betreuung in einer Kleingruppe mit geschulten<br />

ehrenamtlichen Helfern statt.<br />

Sie gehen in entspannter Atmosphäre<br />

individuell auf die Gäste ein, leiten<br />

spielerische, kreative und musikalische<br />

Aktivitäten an. Dazu gehören auch<br />

Spaziergänge und eine kleine Mahlzeit,<br />

die gemeinsam eingenommen wird. Wie<br />

die Einzelbetreuung, ist auch die Be -<br />

treuungsgruppe ein guter Einstieg für<br />

weitere Unterstützungsangebote.<br />

Angebote für Menschen im frühen<br />

Stadium der <strong>Demenz</strong><br />

In <strong>Hamburg</strong> gibt es zunehmend auch<br />

Angebote, die sich speziell an Menschen<br />

im frühen Stadium der Erkrankung<br />

richten. Sie sind auf Nachfrage von<br />

Be troffenen entstanden, die Kontakt<br />

zu Gleichbetroffenen suchen und mit<br />

Begleitung gemeinsame Aktivitäten<br />

unternehmen wollen. Es handelt sich<br />

um Gruppenangebote, die bis zu sechs<br />

Stunden dauern.<br />

Ambulante Pflegedienste<br />

Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste<br />

können die häusliche Betreuung der Angehörigen<br />

unterstützen, in Einzelbetreuung<br />

und durch Übernahme der Pflege.<br />

Auf sich selber achten<br />

Als pflegende Angehörige sollten Sie<br />

nicht zuletzt auf ihre eigene körperliche<br />

und seelische Gesundheit achten. Dazu<br />

gehören regelmäßige ärztliche<br />

Betreuung, eventuell psychologische<br />

Hilfe, entspannende Tätigkeiten<br />

und Übungen. Bewegen Sie<br />

sich ausreichend, essen Sie<br />

gesund, verfolgen Sie<br />

weiter Ihre Interessen und<br />

halten Sie Kontakte zu<br />

Familie, Freunden und<br />

Bekannten aufrecht. Wenn Sie<br />

selbst ausgeglichen sind, tragen Sie<br />

damit auch zum Wohlbefinden der<br />

Betroffenen bei.<br />

57


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MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

Die betroffene Person kann so auch zusätzliche<br />

Anregung und Kontakte erhalten<br />

und der Angehörige kann Entlastung<br />

bei der körperlichen Pflege bekommen.<br />

Bestimmte Pflegedienste bieten auch<br />

spezielle medizinische und pflegerische<br />

Leistungen der häuslichen Versorgung in<br />

der letzten Lebensphase an. Diese palliativen<br />

Pflegeleistungen können unabhängig<br />

von den Leistungen der Pflegeversicherung<br />

genutzt werden, ambulant oder<br />

auch in der stationären Pflege.<br />

Tagespflege<br />

In <strong>Hamburg</strong> gibt es über 30 Tages -<br />

pflegen, in denen mehrheitlich bis zu 25<br />

Gäste über einen Zeitraum von sechs<br />

Stunden betreut werden. Die Arbeit ist<br />

zumeist besonders auf die Betreuung<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong> ausgerichtet.<br />

Im Mittelpunkt stehen spielerische, körperliche<br />

und musikalische Aktivitäten.<br />

Die Gäste erhalten drei Mahlzeiten und<br />

werden mit einem eigenen Bustransfer<br />

von Zuhause in die Tagespflege und zurück<br />

gebracht. Die Tagespflege eignet<br />

sich besonders für die Entlastung von<br />

Angehörigen, da sie neben einer anregenden<br />

Betreuung für den Betroffenen<br />

auch für den Transfer und die Mahl -<br />

zeiten sorgt.<br />

Pflege und Betreuung bei Verhinderung<br />

<strong>des</strong> Angehörigen<br />

Um Angehörigen eine Auszeit zu ermöglichen<br />

oder wenn sie aus gesundheit -<br />

lichen Gründen die Pflege nicht übernehmen<br />

können, gibt es die Möglichkeit,<br />

den Erkrankten eine Zeit lang im Rahmen<br />

der Verhinderungspflege zu Hause<br />

oder in der Kurzzeitpflege in einer stationären<br />

Pflegeeinrichtung zu versorgen.<br />

Bei Menschen mit einer <strong>Demenz</strong> ist<br />

jedoch genau zu prüfen, ob die Ver -<br />

sorgung im Rahmen der Verhinderungspflege<br />

zu Hause sichergestellt werden<br />

kann. Zumeist kann die Kurzzeitpflege<br />

eine sichere Betreuung <strong>des</strong> erkrankten<br />

Angehörigen am besten gewährleisten.<br />

Zugleich bietet die Kurzzeitpflege die<br />

Möglichkeit, eine stationäre Pflegeeinrichtung<br />

näher kennenzulernen.<br />

Freizeit, Kultur und Urlaubsangebote<br />

In den letzten Jahren sind viele Freizeitangebote<br />

entstanden, die sowohl gemeinsam<br />

als auch einzeln von Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> und ihren Angehörigen genutzt<br />

werden können.<br />

Chöre<br />

Musik und das gemeinsame Singen von<br />

Liedern spricht Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

zumeist gut an. Musik belebt, verbindet<br />

die Menschen miteinander und bereitet<br />

viel Freude. In <strong>Hamburg</strong> gibt es unter<br />

Leitung von Musikpädagogen auch<br />

Chorangebote für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

und Angehörige. Mit viel Freude<br />

und Elan werden in zwei Chorproben im<br />

Monat bekannte und weniger bekannte<br />

Lieder gesungen, um mit einem kleinen<br />

Repertoire auch öffentlich aufzutreten.<br />

Im Mittelpunkt steht die Freude am<br />

gemeinsamen Singen und nicht das Er -<br />

gebnis.<br />

Museumsführungen<br />

In der <strong>Hamburg</strong>er Kunsthalle und vielen<br />

weiteren Museen gibt es spezielle Führungen,<br />

die sich in Dauer, Ansprache und<br />

Konzentration am Bedarf von Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> orientieren.<br />

Kreativ- und Kunstgruppen<br />

Unter Leitung von Kunstpädagogen und<br />

freien Künstlern können sich Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> kreativ ausprobieren. Im<br />

Mittelpunkt stehen nicht das Ergebnis,<br />

sondern der Gestaltungsprozess und der<br />

Kontakt. Die Begegnung und die gemeinsame<br />

Freude über das geschaffene<br />

Bild oder Objekt ist immer wieder eine<br />

schöne Erfahrung. Die Angebote richten<br />

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UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Angehörigenschule & Pflegeleitstelle <strong>Demenz</strong><br />

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der <strong>Hamburg</strong>er<br />

Angehörigenschule und der AOK Rheinland/<strong>Hamburg</strong><br />

bieten wir für pflegende Angehörige, Nahestehende und<br />

ehrenamtlich Unterstützende spezielle Pflegedemenz-<br />

Kurse an. Hier erhalten die Teilnehmer Informationen<br />

und Anregungen zur Pflege und Alltagsbewältigung und<br />

natürlich Wissenswertes zur Erkrankung <strong>Demenz</strong>. Die<br />

Pflegekurse vermitteln Sicherheit im Umgang mit der<br />

besonderen Situation und können auch zu einem Austausch<br />

mit anderen Betroffenen beitragen. Die Teilnahme<br />

ist kostenlos und unabhängig von der Kassen -<br />

zugehörigkeit möglich.<br />

Das aktuelle Kursprogramm ist bei der AOK Rheinland/<br />

<strong>Hamburg</strong> und bei der <strong>Hamburg</strong>er Angehörigenschule<br />

(www.hamburgerangehoerigenschule.de) erhältlich. Die<br />

AOK Rheinland/<strong>Hamburg</strong> bietet zudem mit ihrer Pflegeleitstelle<br />

<strong>Demenz</strong> eine wichtige Unterstützung für<br />

pflegende Angehörige und steht für Fragen mit einem<br />

Expertenteam zur Verfügung (Telefon: 0241 464-275).<br />

Wir helfen bei der exklusiven Beratung und Begleitung,<br />

nennen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen in der<br />

Nähe, geben einen Überblick über Entlastungsmöglichkeiten<br />

und deren Finanzierung, informieren u. a. über<br />

spezialisierte Pflegedienste, Tagespflegehäuser und stationäre<br />

Pflegeeinrichtungen und wir zeigen spezialisierte<br />

medizinische sowie pflegerische Versorgungsangebote<br />

auf. Die Pflegeleitstelle <strong>Demenz</strong> ist ein besonderer<br />

Service für pflegende Angehörige von AOK-Versicherten.<br />

AOK Rheinland/<strong>Hamburg</strong><br />

Pappelallee 22–26 · 22089 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 2023-2023<br />

aok.hh@rh.aok.de · www.aok.de/rh<br />

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UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Ein zweites Zuhause für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

Sich sicher und geborgen fühlen in einem Umfeld, das<br />

größtmögliche Selbstständigkeit bietet – mit diesem<br />

Anspruch haben wir unsere Senioreneinrichtungen speziell<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> ausgestattet. Für sie bieten<br />

unsere Häuser in Altona, Stellingen, St. Georg und<br />

Wellingsbüttel maßgeschneiderte Betreuung und Hilfe<br />

an – egal ob in der häuslichen Pflege, der Tagespflege<br />

oder im Seniorenheim. Unser qualifiziertes Fachpersonal<br />

geht individuell auf die Ansprüche demenziell Erkrankter<br />

ein und bietet Beratung und Entlastung auch für pflegende<br />

Angehörige. Lernen Sie uns kennen: Diakonie<br />

Alten Eichen – seit 150 Jahren „Dem Menschen zuliebe“.<br />

Diakonie Alten Eichen<br />

Wördemanns Weg 19–23 · 22527 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 5487-1010<br />

demenz@diakonie-alten-eichen.de · www.diakonie-alten-eichen.de<br />

Besondere Betreuung für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

Das Theodor-Fliedner-Haus bietet die stationäre Pflege<br />

und Betreuung von älteren und kranken Menschen an.<br />

Wir handeln nach den Leitsätzen der diakonischen Pflege -<br />

qualität. Individuelle Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen<br />

und Bewohner sowie der Respekt vor den Menschen<br />

stehen bei uns ebenso im Vordergrund wie die pflege -<br />

rische Qualität und eine professionelle medizinische<br />

Versorgung. In ruhiger Lage in <strong>Hamburg</strong>-Bramfeld geben<br />

wir unseren Bewohnern die Sicherheit und die Geborgenheit<br />

eines neuen Zuhauses. Schwerpunkte unseres<br />

Hauses sind neben der stationären Pflege die besondere<br />

Betreuung von an <strong>Demenz</strong> erkrankten Menschen.<br />

Theodor-Fliedner-Haus | Evangelisches Seniorenwohn- und Pflegezentrum Bramfeld<br />

Berner Chaussee 37–41 · 22175 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 646045-0<br />

info@tfh-hamburg.de · www.tfh-hamburg.de<br />

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Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 61<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

sich nicht nur an Menschen mit beginnender<br />

<strong>Demenz</strong>, Angehörige können<br />

auch teilnehmen.<br />

Theater, Schul- und KITA-Projekte<br />

Es gibt in verschiedenen Stadtteilen<br />

gemeinsame Projekte mit Kindern, Schülern<br />

und Menschen mit <strong>Demenz</strong>. In<br />

Theaterprojekten kommen Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> mit Grundschülern zusammen<br />

und drücken unter Anleitung einer<br />

Theaterpädagogin Gedichte, Lieder und<br />

Szenen kreativ im darstellenden Spiel<br />

aus.<br />

Sportangebote<br />

Sport und Bewegung sind in jedem Alter<br />

für den Erhalt von Gesundheit und Lebensfreude<br />

wichtig. Oft überfordern die<br />

üblichen Sportangebote aber Menschen<br />

mit einer <strong>Demenz</strong>. In Zusammenarbeit<br />

mit Sportvereinen sind <strong>des</strong>halb Angebote<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörige<br />

entstanden, in denen Kraft,<br />

Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination<br />

unter Berücksichtigung der per -<br />

sönlichen Leistungsfähigkeit trainiert<br />

werden.<br />

Musik und Tanz<br />

In vielen Stadtteilen in <strong>Hamburg</strong> gibt es<br />

Musik und Tanzcafés für Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> und ihre Angehörigen. In einem<br />

schönen Rahmen erleben die Gäste bei<br />

Live-Musik, Kaffee und Kuchen einen<br />

unbeschwerten Nachmittag. Ehrenamtliche<br />

Betreuerinnen kümmern sich um<br />

die Erkrankten, tanzen mit ihnen und<br />

geben den Angehörigen Freiraum für<br />

Gespräche. Es kommt zu Begegnungen<br />

und Gesprächen, die in anderer Umgebung<br />

vielleicht nie zustande gekommen<br />

wären. Einige schunkeln, andere singen<br />

oder summen mit oder wippen mit den<br />

Füßen.<br />

Stadtteilführungen, Stadtparkspaziergänge<br />

Immer wieder werden spezielle Stadtteilführungen<br />

und Parkspaziergänge angeboten.<br />

Die Stadtteilführungen verbinden<br />

Bewegung, Erinnerung und Wiederentdecken.<br />

Und die Spaziergänge ermöglichen<br />

Bewegung und Entspannung in der Natur.<br />

Die Rundgänge schaffen darüber hinaus<br />

Begegnungen mit anderen und sind in<br />

Umfang und Konzen tration an Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> ausgerichtet.<br />

Hausnotrufdienste<br />

Wenn Sie einen Hausnotrufdienst<br />

nutzen, tragen Sie einen kleinen<br />

Alarmgeber am Körper, der über das<br />

Telefonnetz mit einer Notrufzentrale<br />

verbunden ist. Rund um die Uhr wird<br />

dort bei Bedarf die notwendige Hilfe<br />

veranlasst, zum Beispiel wird<br />

ein Arzt, eine Pflegekraft,<br />

eine Person Ihres Vertrauens<br />

oder auch ein Rettungsdienst<br />

verständigt.<br />

Hausnotrufdienste können<br />

alleinlebende Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> im frühen Stadium der<br />

Erkrankung Sicherheit geben. Dies<br />

verändert sich im Verlauf der Erkrankung,<br />

da dann die Fähigkeiten zur Bedienung<br />

abnehmen. Für ältere pflegende<br />

Angehörige von Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

sind Hausnotrufdienste sinnvoll, um<br />

Notfallsituationen der pflegenden<br />

Angehörigen abzusichern.<br />

Hausnotrufsysteme werden von den<br />

Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege<br />

und von privaten Anbietern angeboten.<br />

Unter bestimmten Voraussetzungen<br />

übernimmt Ihre Pflegekasse die Kosten,<br />

oder das Grundsicherungs- und<br />

Sozialamt gibt einen Zuschuss.<br />

Einen Anspruch auf Hausnotruf nach<br />

dem Pflegeversicherungsgesetz haben<br />

alle Pflegebedürftigen, die alleine<br />

wohnen oder am Tage überwiegend auf<br />

sich selbst gestellt sind, die mit dem<br />

Telefon in Notsituationen keinen Hilferuf<br />

absetzen können und bei denen<br />

aufgrund <strong>des</strong> Krankheits- beziehungsweise<br />

Pflegezustan<strong>des</strong> jederzeit mit einer<br />

derartigen Notsituation zu rechnen ist.<br />

Auskünfte erteilt die Bezirkliche<br />

Seniorenberatung in <strong>Hamburg</strong>.<br />

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MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

Geben Sie einer vertrauten Person einen Zweitschlüssel zu Ihrer Wohnung.<br />

Betreute Urlaube<br />

Ein gemeinsamer Urlaub wird im Verlauf<br />

der <strong>Demenz</strong> immer schwieriger. Deshalb<br />

sind spezielle Urlaubsangebote für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und Angehörige<br />

entstanden. Die Angehörigen sind tagsüber<br />

von der Begleitung und Betreuung<br />

entlastet, können entspannen und Ausflüge<br />

unternehmen. Der Kontakt zu anderen<br />

Angehörigen schafft Vertrautheit<br />

und kann Anregungen über den Urlaub<br />

hinaus bringen. Die Begleitung der erkrankten<br />

Angehörigen erfolgt durch eine<br />

feste Bezugsperson.<br />

Wohn-Pflege-Angebote für Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong><br />

In <strong>Hamburg</strong> stehen verschiedene Wohn-<br />

Pflege-Angebote zur Verfügung, wenn<br />

die Pflege und Betreuung zu Hause nicht<br />

mehr möglich sein sollte. Viele Pflegeheime<br />

haben sich in den letzten Jahren<br />

auf Bewohner mit einer <strong>Demenz</strong> ausgerichtet.<br />

Der Personenkreis benötigt eine<br />

besondere Betreuung und Umgebung,<br />

die Stress reduziert, die Erfahrung <strong>des</strong><br />

Personseins stärkt und die Sinne gezielt<br />

anregt. Daneben bestehen Wohngemeinschaften<br />

und Pflegeeinrichtungen,<br />

die speziell auf Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

ausgerichtet sind.<br />

Wohngemeinschaften<br />

Für viele Menschen mit einer <strong>Demenz</strong><br />

sind überschaubare und familiäre<br />

Wohngemeinschaften besonders ge -<br />

eignet. Denn so werden die Orientierung,<br />

die Zugehörigkeit und sinnliche<br />

Anregungen unterstützt. Wohngemeinschaften<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> gibt<br />

es in vielen Stadtteilen mit ambulanter<br />

oder stationärer Versorgung.<br />

Besondere stationäre Pflegeeinrichtungen<br />

Immer wieder sind mit einer <strong>Demenz</strong> -<br />

erkrankung auch Verhaltensweisen verbunden,<br />

die besondere Anforderungen<br />

an die Begleitung und Betreuung stellen.<br />

Dies kann zum Beispiel starke Unruhe,<br />

ein hoher Bewegungsdrang, ein zwanghaftes<br />

Handeln oder ein verbal und<br />

körperlich aggressiver Ausdruck sein. In<br />

diesen Fällen ist eine Betreuung in<br />

einem Heim oder einer Wohngemeinschaft<br />

für die Menschen mit <strong>Demenz</strong> zumeist<br />

nicht möglich. Um ihren Ver -<br />

haltensweisen gerechter zu werden, sind<br />

zum Beispiel größere Räume mit Rückzugsbereichen<br />

erforderlich. In <strong>Hamburg</strong><br />

gibt es <strong>des</strong>halb Pflegeeinrichtungen, die<br />

sich auf Menschen mit <strong>Demenz</strong> mit besonderen<br />

Verhaltensweisen spezialisiert<br />

haben.<br />

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 82<br />

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MENSCHEN MIT DEMENZ: Vielseitige Hilfen<br />

Tipp<br />

Tipps für Alleinlebende mit einer <strong>Demenz</strong><br />

– Sollten Sie die rechtliche Vorsorge für sich noch nicht geregelt haben, informieren Sie sich hierüber und nehmen Sie Kontakt<br />

zu einer Beratungsstelle auf (siehe Artikel 8 und 18).<br />

– Nutzen Sie Gedächtnisstützen wie Kalender, Notiz- und Klebezettel oder lassen Sie sich von einer vertrauten Person an<br />

Termine erinnern.<br />

– Strukturieren Sie Ihren Alltag mit Tages- und Wochenplänen.<br />

– Bewahren Sie wichtige Dinge immer am selben Platz auf.<br />

– Vereinfachen Sie Ihren Alltag, beispielsweise mit Fertiggerichten oder „Essen auf Rädern“, mit einem Seniorentelefon, indem Sie<br />

unbenutzte Kleidung und Hausrat aussortieren.<br />

– Sorgen Sie für Sicherheit: Geben Sie einer vertrauten Person einen Zweitschlüssel zu Ihrer Wohnung, schaffen Sie zu Hause gute<br />

Beleuchtung und entfernen Sie Stolperfallen. Hängen Sie wichtige Kontakte direkt neben das Telefon. Verabreden Sie regelmäßige<br />

Telefonate oder Notrufzeichen mit den Nachbarn. Sie können auch einen Hausnotruf nutzen.<br />

– Gestalten Sie Ihre Freizeit so aktiv wie möglich und tun Sie alles, was Ihnen Spaß macht.<br />

– Verzichten Sie aufs Autofahren, aber bleiben Sie mobil, zum Beispiel mit Fahrgemeinschaften, öffentlichen Verkehrsmitteln und<br />

gelegentlich per Taxi.<br />

– Machen Sie Urlaub, wenn Sie gern verreisen. Wenn Sie mehr Unterstützung brauchen, könnten Sie einen guten Freund oder eine<br />

Freundin bitten mitzukommen. Es gibt auch betreute Gruppenreisen für Menschen mit <strong>Demenz</strong>.<br />

Viele moderne Haushaltsgeräte haben eine Abschaltautomatik – bei einem Elektroherd zum Beispiel bei Überhitzung der Kochfelder.<br />

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INTERVIEW: Ehrenamtliche Helferin<br />

Humor und Leichtigkeit sind immer gut<br />

Ehrenamtliche Helfer betreuen Menschen mit <strong>Demenz</strong> und entlasten Angehörige –<br />

Gespräch mit einer Helferin<br />

Gabriela Kochbati (62) ist eine von vielen<br />

engagierten ehrenamtlichen Betreuungspersonen<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

in <strong>Hamburg</strong>. Die frühere Kellnerin,<br />

engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich<br />

in der häuslichen Betreuung<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong>. Sie spricht<br />

über ihre Motivation und Erfahrung mit<br />

Betroffenen und Angehörigen.<br />

Frau Kochbati, wie sind Sie zu der<br />

Aufgabe der ehrenamtlichen Helferin<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> gekommen?<br />

Ausschlaggebend war meine Nachbarin,<br />

die nachts um drei angetroffen wurde,<br />

um eine Bild-Zeitung zu kaufen. Da<br />

habe ich das erste Mal mit dem Thema<br />

<strong>Demenz</strong> persönliche Erfahrungen gemacht.<br />

Kurz darauf wurden ehrenamtliche<br />

Helfer für den Besuchsdienst älterer<br />

Menschen gesucht. Nach einer Schulung<br />

habe ich dann eine erste Begleitung<br />

übernommen. Der erste Besuch in<br />

einer Familie war eine Herausforderung,<br />

aber ich bin bis heute dankbar für diese<br />

und die vielen anderen Erfahrungen.<br />

Erzählen Sie uns aus Ihrer Tätigkeit.<br />

Wie verlaufen die ersten Begegnungen<br />

oft?<br />

Am Anfang steht ein gemeinsamer Besuch<br />

mit der Koordinatorin der Ehrenamtlichen<br />

in der Häuslichkeit der zu betreuenden<br />

Person und dem Angehörigen.<br />

Nach Absprache der Besuchszeit<br />

und Aktivitäten folgt dann der erste Besuch.<br />

Zumeist freuen sich die Menschen,<br />

wenn ich komme. Manchmal<br />

lehnt mich die Person, die ich betreuen<br />

Die ehrenamtliche Helferin, Gabriela<br />

Kochbati, begleitet und betreut seit<br />

vielen Jahren Menschen mit <strong>Demenz</strong>.<br />

Mit Freude blickt sie auf viele<br />

Erlebnisse und Erfahrungen mit<br />

Betroffenen und Angehörigen zurück.<br />

soll ab. Dann muss das Eis oft erst gebrochen<br />

werden. Dies gelingt dann nach<br />

weiteren Treffen auch meistens.<br />

Worauf kommt es Ihnen in der gemeinsamen<br />

Zeit mit dem an <strong>Demenz</strong><br />

Erkrankten an?<br />

Für mich ist das Wichtigste, möglichst<br />

viel Fröhlichkeit mitzubringen durch<br />

eine positive, motivierende Lebenseinstellung.<br />

Ohne diese Haltung geht das<br />

nicht. Das Wichtigste ist: Für die an<br />

einer <strong>Demenz</strong> erkrankte Person soll es<br />

eine angenehme Zeit sein. Was wir unternehmen,<br />

hängt einzig und allein von<br />

den Interessen und Vorlieben <strong>des</strong> Erkrankten<br />

ab. Diese erfahre ich meist,<br />

weil wir viel über die Biografie <strong>des</strong><br />

Menschen sprechen. Die Zeit, die wir<br />

haben, gilt es, gut zu nutzen. Je nachdem,<br />

was Spaß macht, wird zusammen<br />

gekocht, gebastelt oder wir singen<br />

Volkslieder. Die Palette ist unendlich<br />

groß. Manchmal sind es auch Alltagsdinge<br />

wie Staub wischen oder Blumen<br />

gießen. Oder wir gehen zusammen spazieren.<br />

Dabei ist es wichtig für mich:<br />

Meine Zeit verbringe ich nur mit der erkrankten<br />

Person nicht nur, um ihr anregende<br />

Stunden zu geben, sondern auch<br />

um den Angehörigen zu entlasten; denn<br />

es ist unheimlich schwierig, dem geliebten<br />

Partner zur Seite zu stehen, wenn er<br />

verwirrt ist. Das zerrt an den Nerven.<br />

64


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 65<br />

INTERVIEW: Ehrenamtliche Helferin<br />

Sie wissen durch die Ausbildung und<br />

die vielen Jahre in der Betreuung viel<br />

über die Krankheit und deren Verlauf.<br />

Sind diese Gedanken im Hinterkopf<br />

immer mit dabei?<br />

Nein. Das schalte ich aus. Ich bin immer<br />

in dem Moment. Wir sprechen zwar<br />

über die Vergangenheit, aber die Zukunft<br />

ist ganz weit weg. Nur einmal<br />

habe ich es erlebt, dass ich gefragt<br />

wurde, ob es ein Leben nach dem Tod<br />

gibt. In solchen Situationen versuche<br />

ich locker zu bleiben; denn ich glaube<br />

daran und habe damals gesagt: „Woher<br />

soll ich das wissen, ich bin ja auch noch<br />

nicht von dort zurückgekommen.“<br />

Humor und eine gewisse Leichtigkeit<br />

sind immer gut.<br />

Wie gehen Sie damit um, wenn ein<br />

Betroffener darüber spricht, was er ja<br />

alles nicht mehr kann?<br />

Klarheit, Wahrheit und Offenheit sind<br />

mir absolut wichtig. Es bringt nichts,<br />

eine Situation zu überspielen oder nicht<br />

auf Gedanken einzugehen. Wenn jemand<br />

beklagt, dass er dieses oder jenes<br />

nicht mehr kann und zu viel vergisst,<br />

dann sage ich meistens: „Denken Sie<br />

doch mal daran, dass Sie über 80 Jahre<br />

alt sind – und Sie verlangen, dass sie<br />

noch Rock ‘n‘ Roll tanzen wie eine<br />

Zwanzigjährige? Das geht nicht.“ Oft<br />

können so die Beeinträchtigungen<br />

leichter angenommen werden.<br />

Haben Sie aus Ihrer Sicht im Umgang<br />

auch einen Vorteil gegenüber den direkten<br />

Angehörigen?<br />

Auf jeden Fall. Ich kenne die gemeinsame<br />

Geschichte mit allen Erlebnissen<br />

nicht. Das macht den Umgang und das<br />

Gespräch mit dem erkrankten Angehörigen<br />

oft einfacher, weil er sich so gibt,<br />

wie er ist. Er muss keine Rücksicht nehmen.<br />

Das ist für viele dann auch befreiend.<br />

Auch im Vergleich zu den Angehörigen<br />

habe ich es einfacher, weil ich<br />

nicht die vielen Erfahrungen <strong>des</strong> Alltags<br />

im Hinterkopf habe. Es gibt manchmal<br />

Angehörige, die können sich aufgrund<br />

ihres Alltags gar nicht vorstellen, was<br />

ich mit dem Erkrankten noch an Freude<br />

und schönen Momente erleben kann,<br />

weil wir uns so begegnen, wie es der<br />

Moment gerade möglich macht.<br />

Haben Sie Grundsätze im Umgang mit<br />

den Erkrankten?<br />

Ja, es ist mir sehr wichtig, dass die <strong>Demenz</strong>erkrankten<br />

weiter selbst entscheiden,<br />

was sie wollen. Sie können, wenn<br />

sie etwas wollen, viel mehr, als ihnen oft<br />

von den Angehörigen zugetraut wird.<br />

Wichtig ist, den Menschen etwas zuzutrauen,<br />

solange es keine auf den ersten<br />

Blick erkennbare Gefahr ist. Wenn ein<br />

Mensch etwas wirklich will, dann kann<br />

er verdammt viel.<br />

Woher nehmen Sie die Kraft für Ihre<br />

Tätigkeit?<br />

Mich erfreut es heute, wenn Menschen<br />

lächeln. Früher habe ich mich nie intensiv<br />

mit Menschen beschäftigt, sie waren<br />

mir ziemlich egal. Das änderte sich, als<br />

ich mit 42 Jahren überfallen wurde und<br />

ins Krankenhaus musste. Mir war plötzlich<br />

bewusst wie verletzlich unser Leben<br />

ist und wie wichtig Aufmerksamkeit<br />

INFO<br />

Sie haben Interesse an der<br />

ehrenamtlichen Betreuung<br />

von Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong>?<br />

Die Träger der Angehörigenhilfe<br />

<strong>Demenz</strong> für <strong>Hamburg</strong> bieten in<br />

verschiedenen Stadtteilen Schulungen<br />

und Einsätze für ehrenamtliche Helfer<br />

in der Betreuung von Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> an. Information und Kontakt:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Gabrielle Stohwasser<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

www.angehoerigenhilfe.de<br />

und Zuwendung von anderen ist. Da war<br />

klar: Ich werde in meinem Leben etwas<br />

ändern. Heute mit den Senioren zu arbeiten,<br />

ist für mich zu einer Berufung<br />

geworden. Ich erlebe Freude und Dankbarkeit<br />

durch viele Momente und Reaktionen.<br />

Und auch der Kontakt und Austausch<br />

mit den anderen Ehrenamtlichen<br />

gibt mir Sicherheit und Freude.<br />

Erleben Sie auch Dankbarkeit von den<br />

Angehörigen?<br />

Ja. Viele lassen es mich schon in der Zeit<br />

der Betreuung spüren, wie sehr sie<br />

meine Unterstützung schätzen. Für<br />

mein eigenes Leben nehme ich unendlich<br />

viel aus den Betreuungen und Begegnungen<br />

mit.<br />

65


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 66<br />

REPORTAGE: Gesprächsgruppen<br />

Der Austausch mit anderen vermittelt<br />

Kraft, Mut und hilfreiche Tipps<br />

Gesprächsgruppen für Angehörige – Gegenseitige Hilfe steht im Mittelpunkt<br />

Auf dem Tisch stehen Kaffee, kalte<br />

Getränke, Kekse und kleine Süßigkeiten.<br />

Es ist gemütlich im Bastelraum der<br />

DRK-Tagespflege Süderelbe. Heute trifft<br />

sich hier – wie jeden Monat einmal –<br />

die Gesprächsgruppe für Angehörige<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong>. Etwa zwei<br />

Stunden werden sich die Angehörigen –<br />

so wie in vielen weiteren Gruppen in der<br />

Hansestadt – über ihre Herausforderungen<br />

im Alltag mit dem von <strong>Demenz</strong><br />

betroffenen Partner oder Elternteil austauschen,<br />

sich gegenseitig ermutigen<br />

und Tipps geben.<br />

Geleitet wird die Süderelbe-Gruppe seit<br />

elf Jahren von Sigrid Rudolph. An erster<br />

Stelle steht für sie bei den Treffen der<br />

direkte Austausch zwischen den Angehörigen.<br />

„Wir haben keinen Themenplan.<br />

Das ergibt sich, je nachdem, was<br />

die Teilnehmer zu Hause bewegt hat“,<br />

erzählt Rudolph, die sich freut, beim<br />

DRK immer mit offenen Armen empfangen<br />

zu werden. Das Spektrum reiche<br />

von dem Austausch über Verhaltens -<br />

weisen <strong>des</strong> Erkrankten, Problemen mit<br />

dem Pflegedienst, Erfahrungen mit<br />

Behörden und Medikamenten bis hin zu<br />

Fragen rund um die Sexualität. Wenn<br />

sich dann herausstelle, dass die Mitglieder<br />

der Gruppe Bedarf an weitergehenden<br />

Informationen zu einem Thema<br />

haben, dann „führe ich persönliche<br />

Gespräche oder organisiere, dass ein<br />

Experte zu dem Thema zu uns in die<br />

Gruppe kommt und informiert“.<br />

Sigrid Rudolph weiß, wovon sie spricht.<br />

Ihre Eltern seien beide an Alzheimer<br />

erkrankt gewesen. Dadurch verfüge sie<br />

über viele persönliche Erfahrungen im<br />

Umgang mit <strong>Demenz</strong>. Auch den Austausch<br />

unter Angehörigen kennt sie aus<br />

eigener Erfahrung. „Ich war selbst Mitglied<br />

der Gruppe und habe erlebt, wie<br />

wichtig der Austausch mit anderen ist.<br />

Als die Zukunft der Gruppe ungeklärt<br />

war, wurde die Leitung an mich herangetragen.<br />

Mir war klar: ‚Es muss weitergehen.‘“,<br />

so Rudolph. Sie habe sich dann<br />

über die Alzheimer Gesellschaft weiterqualifiziert<br />

und freut sich heute über bis<br />

zu 20 Mitglieder der Gruppe.<br />

Seit elf Jahren leitet sie eine Angehörigen-<br />

Gruppe: Sigrid Rudolph<br />

Für sie sei es wichtig, dass die Atmos -<br />

phäre bei den Treffen stimmt. Vertraut<br />

und vertraulich müssten sich die Treffen<br />

für die Teilnehmer anfühlen. „Es geht<br />

schon sehr persönlich zu und oft kullern<br />

auch die Tränen.“ Ihr Ziel sei es, dann<br />

mit gebotener Zurückhaltung den Austausch<br />

zu fördern, auch mal in den Arm<br />

zu nehmen und Tipps zu geben.<br />

66


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:09 Seite 67<br />

REPORTAGE: Gesprächsgruppen<br />

„Manchmal ist meine Bitte nach einem<br />

Gespräch auch nur: ‚Kümmere Dich<br />

auch selbst, damit es Dir besser geht.‘“,<br />

so die erfahrene Gruppenleiterin. Bei<br />

allem Austausch sei ihr klar, dass die<br />

Krankheit für die Angehörigen „immer<br />

ein schwerer Weg bleibt und wir mit -<br />

einander nur lernen dürfen, besser<br />

damit umzugehen“. Manches Mal würden<br />

sie die Erzählungen auch belasten.<br />

„Da ist es dann gut, dass wir Gruppenleiter<br />

uns alle zwei Monate bei der<br />

Alzheimer Gesellschaft zum Austausch<br />

treffen.“<br />

Für Sigrid Rudolph steht fest: Wer in die<br />

Gruppen kommt, der könne eine Nähe<br />

und Distanz zugleich erfahren. Nähe,<br />

weil die Erfahrungen mit der Krankheit<br />

ähnlich sind. Und Distanz, weil die Teilnehmer<br />

nicht verwandt und meist auch<br />

nicht bekannt sind. Vielleicht sei es<br />

genau diese Kombination, die es allen<br />

möglich mache, sich zu öffnen, von Gefühlen<br />

und Problemen zu sprechen und<br />

dann genau dadurch voneinander zu<br />

profitieren. Häufig teilten Angehörige<br />

mit: „Ich hätte nicht gedacht, dass die<br />

Gesprächsgruppe meine größte Hilfe in<br />

der Zeit meiner Pflege war.“<br />

Stimmen von Gruppenmitgliedern:<br />

Renate Nagorny: „Ich bin zufällig vor<br />

vier Jahren in die Gruppe gekommen<br />

und wusste nicht, was mich erwartet.<br />

Mein Mann konnte kaum noch etwas.<br />

Durch den Austausch habe ich gemerkt,<br />

dass andere es auch schwer haben und<br />

ich mit meinen Herausforderungen<br />

nicht alleine dastehe. Ich kann in der<br />

Gruppe vieles ansprechen, was mit anderen,<br />

die die Situation nicht kennen,<br />

Einmal im Monat treffen sich Angehörige in<br />

der DRK-Tagespflege Süderelbe zum<br />

Austausch von Erfahrungen, aber auch<br />

Sorgen und Nöten. Wenn sich aus den<br />

Gesprächen weitergehende Fragen ergeben,<br />

wird durch die Gruppenleiterin ein Experte<br />

zur Beantwortung von Fragen eingeladen.<br />

einfach nicht möglich ist. Darüber<br />

hinaus habe ich viele Informationen und<br />

auch den einen oder anderen Hinweis<br />

bekommen, den man sonst von den<br />

Pflegediensten, Krankenkassen oder<br />

Behörden so nicht bekommt.“<br />

Günter Burat: „Es tut gut, Menschen zu<br />

treffen, die vom gleichen Schicksal betroffen<br />

sind. In der Gruppe werde ich<br />

verstanden, wenn ich beschreibe, was<br />

ich gerade mit meiner Frau und der<br />

Krankheit erlebe. Das hilft.“<br />

67


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 68<br />

REPORTAGE: Gesprächsgruppen<br />

Sabine Lange: „Wer zu dieser Gruppe<br />

kommt, der wird für die schwierigen<br />

Momente im Alltag gestärkt. Selbst zu<br />

erzählen, was einen beschäftigt, und<br />

auch von anderen zu erfahren, dass<br />

viele Themen sehr ähnlich sind, tut einfach<br />

gut. Außerdem habe ich hier auch<br />

Selbstvertrauen bekommen, gegenüber<br />

Ärzten, Krankenkassen und Pflege -<br />

diensten robuster aufzutreten.“<br />

Gisela von Allwörden: „Viele Menschen<br />

wissen mit <strong>Demenz</strong> nichts anzufangen.<br />

Hier einfach so reden zu können, wie<br />

einem zumute ist – das tut sehr gut. Ich<br />

war ein Wrack und habe viel geweint.<br />

Das war auch beim ersten Besuch der<br />

Gruppe so. Ich komme regelmäßig, weil<br />

der Erfahrungsaustausch – beispielsweise<br />

auch über Medikamente –<br />

unheim lich hilfreich ist.“<br />

Ursula Krüger: „In der Gruppe kann ich<br />

über vieles sprechen, was für Menschen,<br />

die mit <strong>Demenz</strong> im Alltag keine Erfahrung<br />

haben, nicht zu verstehen ist. Auch<br />

in der Familie ist es manches Mal nicht<br />

so einfach, sich auszutauschen. Hier<br />

klare Worte zu sprechen und zu hören,<br />

dabei verstanden zu werden und wichtige<br />

Informationen zu bekommen, ist<br />

einfach sehr, sehr schön.“<br />

INFO<br />

Gesprächsgruppen in den <strong>Hamburg</strong>er Stadtteilen<br />

In diesen <strong>Hamburg</strong>er Stadtteilen bietet die Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> Gesprächsgruppen für Angehörige von Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> an:<br />

– Altona, Gefionstraße 3 (Bürgertreff Altona-Nord), jeden vierten Dienstag im Monat von 16:30 bis 18:30 Uhr<br />

– Barmbek, Steilshooper Straße 2 (DRK <strong>Hamburg</strong>-Nord), jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 16 Uhr<br />

– Bergedorf, Leuschnerstraße 93 b, jeden vierten Mittwoch im Monat von 17:30 bis 19:30 Uhr<br />

– Eimsbüttel, Bei der Christuskirche 2, jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr<br />

– Harburg, Am Frankenberg 34 (Seniorenwohnanlage), jeden dritten Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr<br />

– Jenfeld, Charlottenburger Straße 1 (Jenfeld-Haus), jeden dritten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17:30 Uhr<br />

– Langenhorn, Wördenmoorweg 22 (Gemeindehaus Ansgar-Kirche), jeden zweiten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr<br />

– Rissen, Am Rissener Bahnhof 17 (ASB Tagespflege Rissen), jeden dritten Montag im Monat von 16 bis 18 Uhr<br />

– Süderelbe, Hausbrucher Straße 121 a (DRK-Tagespflege), jeden ersten Dienstag im Monat von 16:30 bis 18:00 Uhr<br />

– Volksdorf, Farmsener Landstraße 71–73 (Diakonissen-Mutterhaus), jeden letzten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr<br />

– Wandsbek<br />

Gruppe I: Litzowstraße 20, jeden ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr<br />

Gruppe II: Wandsbeker Allee 68, jeden dritten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr<br />

Darüber hinaus gibt es noch eine Gruppe für Angehörige von Menschen mit einer frontotemporalen <strong>Demenz</strong> in Wandsbek,<br />

Litzowstraße 20. Das Treffen ist dort jeden ersten Dienstag von 17 bis 19 Uhr.<br />

Weitere Informationen und Anmeldung zu den Gruppen über unser Alzheimer-Telefon: 040 472538<br />

(montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie montags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr und mittwochs von 16 bis 19 Uhr)<br />

68


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 69<br />

REPORTAGE: Gesprächsgruppen<br />

Gesprächsgruppen helfen Angehörigen<br />

dabei, auch mal loslassen zu können sowie<br />

die eigenen Belange und Fragen in den<br />

Mittelpunkt zu stellen.<br />

69


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 70<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen<br />

Finanzielle Hilfen für<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> und<br />

Angehörige<br />

Die Reform der Pflegeversicherung kommt Menschen mit<br />

<strong>Demenz</strong> zugute<br />

Tipp<br />

Angehörige<br />

können den<br />

Gutachter beim<br />

Hausbesuch zusätzlich<br />

um ein Gespräch unter vier Augen ohne<br />

Beisein <strong>des</strong> Kranken bitten, um offen<br />

über die Defizite <strong>des</strong> Betroffenen spre -<br />

chen zu können, ohne diesen dadurch<br />

zu kränken.<br />

Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, ein<br />

Pflegetagebuch auszufüllen, das die<br />

Deutsche Alzheimer Gesellschaft im<br />

Internet zur Verfügung stellt.<br />

Um Leistungen der Pflegeversicherung<br />

zu erhalten, muss der Betreffende oder<br />

sein rechtlicher Vertreter einen Antrag<br />

bei der Pflegekasse stellen. Diese ist<br />

immer bei der Krankenkasse <strong>des</strong> Ver -<br />

sicherten angesiedelt. Sie beauftragt<br />

den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung<br />

oder einen unabhängigen<br />

Gutachter, einen Hausbesuch zur Einstufung<br />

<strong>des</strong> Pflegebedürftigen vorzunehmen.<br />

Der Gutachter kündigt seinen<br />

Besuch schriftlich an.<br />

Zum Hausbesuch sollten ein aktueller<br />

Medikamentenplan, ärztliche Bescheinigungen<br />

oder Krankenhausberichte und<br />

gegebenenfalls die Pflegedokumentation<br />

<strong>des</strong> Pflegedienstes bereitliegen.<br />

Beim Einstufungsbesuch müssen die<br />

Gutachter auch die pflegenden Angehörigen<br />

befragen. Gerade bei Menschen<br />

mit <strong>Demenz</strong> ist es unabdingbar, dass sie<br />

die Aussagen von Angehörigen oder<br />

Pflegekräften berücksichtigen, da die<br />

Leistungsfähigkeit <strong>des</strong> Kranken stark<br />

schwanken kann. Angehörige können zu<br />

ihrer Unterstützung eine Vertrauens -<br />

person hinzuziehen, auch von der Alzheimer<br />

Gesellschaft oder einem ambulanten<br />

Pflegedienst.<br />

Die Pflegebedürftigen erhalten das Gutachten<br />

und den Bescheid über den festgestellten<br />

Pflegegrad. Wenn der Bescheid<br />

falsch oder ungünstig erscheint,<br />

kann man dagegen Widerspruch einlegen.<br />

Wird der Widerspruch abgelehnt,<br />

ist eine kostenfreie Klage vor dem Sozialgericht<br />

möglich. In jedem Fall ist es<br />

sinnvoll bei abweichender Einschätzung<br />

von Bescheiden Kontakt zu den bezirk -<br />

lichen Pflegestützpunkten aufzunehmen.<br />

Pflegebedürftig im Sinne <strong>des</strong> Sozial -<br />

gesetzbuches sind Personen, die „gesundheitlich<br />

bedingte Beeinträchtigungen<br />

der Selbstständigkeit oder der<br />

Fähigkeiten aufweisen und <strong>des</strong>halb der<br />

Hilfe durch andere bedürfen. Es muss<br />

sich um Personen handeln, die körper -<br />

liche, kognitive oder psychische Be -<br />

einträchtigungen oder gesundheitlich<br />

bedingte Belastungen oder Anforderungen<br />

nicht selbstständig kompensieren<br />

oder bewältigen können.“<br />

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen<br />

können folgende sechs „Module“ betreffen,<br />

die prozentual gewichtet werden:<br />

1. Mobilität (10 Prozent): Wie selbstständig<br />

kann sich ein Mensch fortbewegen<br />

und seine Körperhaltung ändern?<br />

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Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 71<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen<br />

Den nachfolgenden Modulen 2 und 3<br />

wird mit 15 Prozent ein gemeinsam<br />

gewichteter Prozentsatz zugeordnet.<br />

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten:<br />

Wie gut findet sich ein<br />

Mensch im Alltag örtlich und zeitlich<br />

zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen<br />

treffen? Kann er Gespräche<br />

führen und Bedürfnisse mitteilen?<br />

3. Verhaltensweisen und psychische<br />

Pro blemlagen: Wie häufig benötigt<br />

ein Mensch Hilfe aufgrund von psychischen<br />

Problemen und Verhaltensweisen<br />

wie etwa aggressivem oder<br />

ängstlichem Verhalten?<br />

4. Selbstversorgung (40 Prozent): Wie<br />

selbstständig kann sich ein Mensch<br />

im Alltag versorgen bei der Körperpflege,<br />

beim Ankleiden, beim Essen<br />

und Trinken?<br />

5. Bewältigung von und selbstständiger<br />

Umgang mit krankheits- oder the -<br />

rapiebedingten Anforderungen und<br />

Belastungen (20 Prozent): Welche<br />

Unterstützung benötigt ein Mensch<br />

beim Umgang mit der Krankheit und<br />

bei Behandlungen – zum Beispiel bei<br />

Medikamentengabe, Verbandswechsel,<br />

Diät, Dialyse oder Beatmung?<br />

6. Gestaltung <strong>des</strong> Alltagslebens und<br />

sozialer Kontakte (15 Prozent): Wie<br />

selbstständig kann ein Mensch seinen<br />

Tagesablauf planen oder Kontakte<br />

pflegen?<br />

Ermittlung <strong>des</strong> Pflegegra<strong>des</strong><br />

Vereinfacht formuliert erfolgt die 2. Schritt: Die Summe der Einzelpunkte<br />

Ermittlung <strong>des</strong> Pflegegra<strong>des</strong> in drei<br />

Schritten (siehe auch Abbildung unten):<br />

1. Schritt: Die Einzelpunkte je Modul<br />

werden addiert und als Tageswert ausgewiesen.<br />

wird nach einer festgelegten Berechnungsregel<br />

entsprechend der prozentualen<br />

Gewichtung <strong>des</strong> Moduls in einen gewichteten<br />

Punktwert umgerechnet.<br />

DIE PFLEGEGRADE ENTSPRECHEND DER GEWICHTETEN PUNKTE<br />

1<br />

2<br />

3<br />

geringe Beeinträchtigung der Selbst -<br />

ständigkeit oder der Fähigkeiten<br />

erhebliche Beeinträchtigung der Selbst -<br />

ständigkeit oder der Fähigkeiten<br />

schwere Beeinträchtigung der Selbst -<br />

ständigkeit oder der Fähigkeiten<br />

12,5 – unter 27<br />

27 – unter 47,5<br />

47,5 – unter 70<br />

Der Gutachter schätzt für jede der sechs<br />

4<br />

schwerste Beeinträchtigung der Selbst -<br />

70 – unter 90<br />

Module den Grad der Selbstständigkeit.<br />

ständigkeit oder der Fähigkeiten<br />

Es ergibt sich für jeden Bereich ein Wert<br />

zwischen 0 und 3 Punkten. Die Punkt-<br />

5<br />

schwerste Beeinträchtigung der Selbst -<br />

90 – 100<br />

werte fließen dann in unterschiedlicher<br />

ständigkeit oder der Fähigkeiten mit<br />

Gewichtung in die Ermittlung <strong>des</strong> Pflege -<br />

besonderen Anforderungen an die<br />

gra<strong>des</strong> ein.<br />

pflegerische Versorgung<br />

71


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 72<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen<br />

Übergang von Pflegestufen in<br />

Pflegegrade<br />

Wer am 31. Dezember 2016 bereits<br />

eine Pflegestufe hatte, muss wegen der<br />

Änderung keinen neuen Antrag stellen.<br />

Pflegebedürftige mit ambulantem<br />

zusätzlichem Betreuungsbedarf werden<br />

in den übernächsten Pflegegrad über -<br />

geleitet: Aus Pflegestufe 0 wird Pflege -<br />

grad 2, aus Pflegestufe 1 Pflegegrad 3<br />

usw. Dadurch ergeben sich für <strong>Demenz</strong> -<br />

kranke, die nach dem alten Recht als<br />

„in ihrer Alltags kompetenz erheblich<br />

ein geschränkt“ galten, teils erhebliche<br />

Verbesserungen.<br />

Lassen Sie sich beraten<br />

Die Bestimmungen der<br />

Pflegeversicherung und die<br />

Beantragung von Leis tun gen<br />

sind zum Teil recht kom pli -<br />

ziert. Deshalb sollten Sie sich<br />

ausführlich informieren oder eine<br />

Beratung auf suchen, zum Beispiel bei<br />

Pflegestützpunkten, Pflegekassen oder<br />

der Alzheimer Gesellschaft. Ausführliche<br />

Informationen enthält der von der<br />

Deutschen Alzheimer Gesell schaft<br />

herausgegebene „Leitfaden zur Pflege -<br />

versicherung“. Mit dem Pflegeleistungs-<br />

Helfer <strong>des</strong> Bun<strong>des</strong>gesundheitsministe -<br />

riums können Sie sich im Internet die<br />

indi viduellen Leistungsansprüche<br />

zu sammenstellen:<br />

www.bun<strong>des</strong>gesundheitsministerium.de/<br />

service/pflegeleistungs-helfer.html. Weitere<br />

Informationen zum Pflegestärkungsgesetz<br />

finden Sie unter: www.pflegestaerkungsgesetz.de.<br />

Informationen über das neue<br />

Begutachtungsverfahren geben die<br />

Medizinischen Dienste unter:<br />

www.pflegebegutachtung.de.<br />

3. Schritt: Schließlich werden die gewichteten<br />

Punkte der sechs Lebens -<br />

bereiche (Module) zu einem Gesamtpunktwert<br />

addiert, der zwischen 0 und<br />

100 Punkten liegen kann.<br />

Monatliche Leistungen<br />

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 erhalten<br />

aus der Pflegeversicherung monat -<br />

liche Leistungen entweder als Pflegegeld,<br />

das zur freien Verfügung steht,<br />

oder als Pflegesachleistungen, die über<br />

ambulante Pflegedienste oder freie<br />

Pflegefachkräfte abgerechnet werden<br />

können. Pflegegeld und -sachleistungen<br />

können auch kombiniert werden.<br />

Zusätzlich stehen Leistungen für teil -<br />

stationäre Tages- oder Nacht-Pflege -<br />

einrichtungen zur Verfügung.<br />

Jeder Pflegebedürftige hat unabhängig<br />

vom Pflegegrad Anspruch auf einen<br />

sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe<br />

von 125 Euro pro Monat. Dieser Betrag<br />

ist zweckgebunden und wird nicht bar<br />

ausgezahlt. Damit können beispielsweise<br />

Tages- und Nachtpflege finanziert<br />

werden, Einsätze von Pflegediensten<br />

(außer zur Unterstützung bei der<br />

Körperpflege) oder Kurzzeitpflege, aber<br />

auch die Vermittlung von ehrenamt -<br />

lichen Helferinnen und Betreuungs -<br />

gruppen, Unterstützung im Haushalt<br />

und weitere Entlastungshilfen.<br />

Auch für die stationäre Pflege im Heim<br />

werden monatliche Leistungen zur Verfügung<br />

gestellt.<br />

Jährliche Leistungen<br />

Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 stehen<br />

für einen Kurzzeitpflegeaufenthalt<br />

bis 1612 Euro pro Kalenderjahr zu. Für<br />

die Verhinderungspflege im häuslichen<br />

oder im stationären Bereich wird bei<br />

Verhinderung <strong>des</strong> pflegenden Angehörigen<br />

oder einer ehrenamtlichen Pflegeperson<br />

die gleiche Leistung gewährt.<br />

Wird eine der Leistungen nur teilweise<br />

in Anspruch genommen, können bis zu<br />

806 Euro der Kurzzeitpflegeleistung für<br />

Verhinderungspflege genutzt werden<br />

oder umgekehrt die gesamte Verhinderungspflegeleistung<br />

von 1612 Euro für<br />

Kurzzeitpflege. Eine Pflegeperson kann<br />

auch stundenweise verhindert sein,<br />

etwa um einzukaufen, private Termine<br />

wahrzunehmen oder sich zu erholen.<br />

72


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 73<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen<br />

Weitere Leistungen<br />

Pflegebedürftige haben Anspruch auf<br />

technische Hilfsmittel. Wenn die Pflegekasse<br />

zum Beispiel den Bedarf für ein<br />

Pflegebett anerkennt, wird es finanziert.<br />

Für Verbesserungen <strong>des</strong> Wohnumfel<strong>des</strong><br />

können Zuschüsse von bis zu 4000<br />

Euro je Maßnahme gezahlt werden. Bei<br />

Bedarf übernehmen die Pflegekassen<br />

auch die Kosten für Hilfsmittel zum<br />

Verbrauch wie Einmalhandschuhe von<br />

bis zu 40 Euro pro Monat.<br />

Wer ausschließlich Pflegegeld erhält,<br />

muss ab Pflegegrad 2 in bestimmten<br />

Zeitabständen Pflegeberatungsbesuche<br />

von ambulanten Diensten oder neu -<br />

tralen Beratungsstellen in Anspruch<br />

nehmen. Wer Sachleistungen bekommt,<br />

kann die Besuche ebenfalls anfordern,<br />

ist aber nicht dazu verpflichtet. Darüber<br />

hinaus besteht Anspruch auf eine Beratung<br />

durch Pflegeberater bei den Pflegestützpunkten<br />

und bei der Pflegekasse.<br />

Das Leben in selbst organisierten am -<br />

bulant betreuten Wohngemeinschaften<br />

wird gesondert unterstützt. Unter<br />

bestimmten Voraussetzungen erhalten<br />

Pflegebedürftige dafür monatlich<br />

214 Euro zusätzlich. Zudem bekommen<br />

sie als Starthilfe zum Aufbau einer WG<br />

pro Person 2500 Euro, insgesamt jedoch<br />

maximal 10000 Euro pro WG.<br />

Die Pflegekassen übernehmen unter<br />

bestimmten Umständen Sozialversicherungsbeiträge<br />

für pflegende Angehörige<br />

und schließen diese in die gesetzliche<br />

Unfallversicherung ein. Ab Pflegegrad 2<br />

und einem zeitlichen Aufwand von min<strong>des</strong>tens<br />

10 Stunden pro Woche, verteilt<br />

auf zwei oder mehr Tage, erhalten private<br />

Pflegepersonen, die nicht mehr<br />

als 30 Stunden wöchentlich berufstätig<br />

sind, Beiträge zur Rentenversicherung.<br />

Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege<br />

und Beruf gibt es für Arbeitnehmerinnen<br />

und Arbeitnehmer Möglichkeiten zur<br />

unbezahlten, aber sozialversicherungspflichtigen<br />

Freistellung für bis zu sechs<br />

Monate nach dem Pflegezeitgesetz oder<br />

zur Reduzierung der Arbeitszeit für bis<br />

zu zwei Jahre nach dem Familienpflegezeitgesetz.<br />

Leistungen bei Pflegegrad 1<br />

Bei Pflegegrad 1 stehen als finanzielle<br />

Leistungen nur der monatliche Entlastungsbetrag<br />

von 125 Euro, bis zu 4000<br />

Euro für die Verbesserung <strong>des</strong> Wohnumfel<strong>des</strong>,<br />

genehmigte technische Hilfs -<br />

mittel zur Pflege und die Sonderleistung<br />

von 214 Euro monatlich zum Leben in<br />

einer Pflegewohngemeinschaft zur Verfügung.<br />

Eine Besonderheit ist, dass der<br />

Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1 daneben<br />

auch für Unterstützung bei der<br />

Körperpflege durch einen Pflegedienst<br />

sowie für die Kosten stationärer Pflege<br />

eingesetzt werden kann.<br />

Schwerbehindertenausweis<br />

Einen Schwerbehindertenausweis<br />

bekommen Personen, deren Alltag<br />

zum Beispiel infolge einer chronischen<br />

Erkrankung stark beeinträchtigt ist. Dazu<br />

zählen auch Menschen mit <strong>Demenz</strong>. Auf<br />

dem Ausweis wird der Grad der<br />

Behinderung von 20 bis 100<br />

angegeben. Außerdem<br />

zeigen Merk zeichen<br />

besondere Beein -<br />

trächtigungen an, zum Bei -<br />

spiel „G“ für Gehbehinderung.<br />

Je nach Behinderungsgrad und<br />

Merkzeichen berechtigt der Ausweis zum<br />

Beispiel:<br />

– zur unentgeltlichen Nutzung<br />

öffentlicher Verkehrsmittel<br />

(bei Bedarf mit einer Begleitperson)<br />

– zur Ermäßigung der Rundfunkgebühr<br />

– zur Gewährung von Steuer -<br />

erleichterungen.<br />

Der Schwerbehindertenausweis wird beim<br />

Versorgungsamt <strong>Hamburg</strong> beantragt:<br />

Versorgungsamt <strong>Hamburg</strong><br />

Adolph-Schönfelder-Straße 5<br />

22083 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42863-0<br />

E-Mail: versorgungsamt@basfi.hamburg.de<br />

73


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 74<br />

INTERVIEW: Fachanwältin Bärbel Schönhof<br />

Rechtliche Aspekte bei <strong>Demenz</strong><br />

Fragen an die Fachanwältin Bärbel Schönhof<br />

Der Arzt hat die Diagnose ausgesprochen:<br />

<strong>Demenz</strong>. Was bedeutet die Krankheit<br />

unter rechtlichen Gesichtspunkten?<br />

Worauf ist zu achten? Bärbel Schönhof,<br />

Fachanwältin aus Bochum, gibt im<br />

Gespräch Angehörigen und Erkrankten<br />

wichtige Hinweise und praktische Tipps.<br />

Schönhof kann dabei neben ihren juristischen<br />

Fachkenntnissen auch auf persönliche<br />

Erfahrungen zurückgreifen.<br />

Ihre Mutter erkrankte im Alter von 48<br />

Jahren und die Juristin hat diese 15<br />

Jahre betreut und gepflegt.<br />

Frau Schönhof, was sollten aus rechtlicher<br />

Sicht, die ersten Schritte nach<br />

einer <strong>Demenz</strong>diagnose sein?<br />

Grundsätzlich ist es für den erkrankten<br />

Menschen und seine Angehörigen wichtig,<br />

sich bewusst zu werden, dass der<br />

Erkrankte früher oder später Entscheidungen<br />

nicht mehr für sich treffen<br />

kann. Daraus ergeben sich Fragen: Was<br />

bedeutet das für mein weiteres Leben?<br />

Wer soll für mich die Entscheidungen<br />

treffen? Sich diese Fragen so zu stellen,<br />

bedeutet ganz automatisch, sich mit<br />

Patientenvollmacht, Vorsorgevollmacht<br />

und Testament zu beschäftigen. Fest<br />

steht: Je eher und je intensiver die Auseinandersetzung<br />

mit diesen Themen beginnt,<br />

umso besser und einfacher ist das<br />

für alle Beteiligten. Es ist wichtig, sich<br />

bewusst zu sein, dass man nicht mehr<br />

vor diesen Fragen weglaufen kann.<br />

Wie gehen Angehörige aus Ihrer Sicht<br />

diese Themen am besten an?<br />

Entscheidend ist, wie krankheitseinsichtig<br />

der Betroffene ist. Wenn die Diagnose<br />

eher ignoriert wird, empfehle ich,<br />

das Thema unverfänglich zu beginnen<br />

und den Fokus von dem Betroffenen abzulenken<br />

und die Familie insgesamt zu<br />

betrachten. Das geht beispielsweise,<br />

wenn man sagt: Wir müssen uns einmal<br />

gegenseitig Gedanken machen, was ist,<br />

wenn einem von uns etwas passiert.<br />

Dann gibt das dem Erkrankten nicht das<br />

Gefühl, dass es nur an ihm liegt und<br />

aufgrund seiner Defizite gehandelt wird.<br />

Bärbel Schönhof ist Rechtsanwältin<br />

mit den Schwerpunkten Sozialrecht,<br />

dem Pflege-, Medizin- und<br />

Gesundheitsrecht, dem Familien- und<br />

Erbrecht. Die Bochumerin engagiert<br />

sich zudem als stellvertretende<br />

Vorsitzende der Deutschen Alzheimer<br />

Gesellschaft e. V. und hat einen<br />

Lehrauftrag an der Universität<br />

Witten/Herdecke für den Masterstudiengang<br />

<strong>Demenz</strong>. Der Studiengang<br />

ist auf die Versorgung mit <strong>Demenz</strong><br />

ausgerichtet.<br />

Wie lange kann ein Mensch mit <strong>Demenz</strong><br />

überhaupt Schriftstücke rechtswirksam<br />

verfassen?<br />

Dafür gibt es keine Regelung. Das muss<br />

immer individuell geprüft werden. Es<br />

gilt der Grundsatz: Der Betroffene muss<br />

noch wissen, was er tut und was er unterschreibt.<br />

Es wird sehr schwierig,<br />

wenn Vater oder Mutter alles unterschreiben,<br />

was ihnen vorgelegt wird.<br />

Weil niemand weiß, wieviel Zeit im Einzelfall<br />

bleibt, sollten alle Beteiligten die<br />

wichtigen Fragen zügig regeln.<br />

74


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:10 Seite 75<br />

INTERVIEW: Fachanwältin Bärbel Schönhof<br />

Worauf sollte bei Vollmachten und<br />

Testament geachtet werden?<br />

Die Vollmacht gilt zu Lebzeiten. Sie betrifft<br />

Entscheidungen, die der Angehörige<br />

für den Erkrankten trifft. Das Testament<br />

gilt ab dem Tod. Für bei<strong>des</strong> gilt:<br />

Der Unterzeichner muss noch selbst<br />

wissen, was er tut. Problematisch wird<br />

es immer dann, wenn innerhalb kürzester<br />

Zeit mehrere Dokumente unterschrieben<br />

werden, die sich inhaltlich<br />

widersprechen. Das ist dann ein Indiz,<br />

dass eine starke Beeinflussung erfolgt<br />

ist und Manipulation nicht auszuschließen<br />

ist. Es gilt: Je frühzeitiger diese Fragen<br />

geregelt werden, umso besser.<br />

Neben Vollmachten und Testament<br />

gibt es einen dritten Bereich, der eine<br />

Herausforderung sein kann. Wie ist<br />

mit Schenkungen umzugehen?<br />

Es gibt zwei Arten von Schenkungen.<br />

Wenn jemand einem anderen Geld gibt,<br />

dann ist die Schenkung vollzogen. Bei<br />

anderen Arten, zum Beispiel Über tra -<br />

gungen von Immobilien, ist ein Notar<br />

not wendig. Dieser muss dann die Geschäftsfähigkeit<br />

<strong>des</strong> Erkrankten prüfen.<br />

Dabei muss man aber wissen, dass diese<br />

Gespräche zur Prüfung oft sehr kurz sein<br />

können. Manchmal ist ein ärzt liches<br />

Attest sinnvoll. Mir ist es auch wichtig,<br />

darauf hinzuweisen: Tritt später einmal<br />

Pflegebedürftigkeit ein und es sind Kosten<br />

zu übernehmen, werden die Beschenk -<br />

ten herangezogen, wenn die Schenkung<br />

nicht mehr als zehn Jahre zurückliegt.<br />

Blicken wir auf den Alltag mit Betroffenen:<br />

Wer haftet bei Schäden, die ein<br />

Erkrankter verursacht?<br />

Grundsätzlich gilt hier: Wenn der Erkrankte<br />

keine Einsicht hat, dass er einen<br />

Schaden verursacht hat – zum Beispiel<br />

mit seinem Fahrrad ein Auto beschädigt<br />

zu haben – wird es schwierig. Die Haftpflichtversicherung<br />

wird dann nichts<br />

zahlen. Es ist wichtig, sich rechtzeitig<br />

die Policen anzusehen. Die Versicherungen<br />

bieten in der Regel heute in den Verträgen<br />

eine sogenannte Delikt un fähig -<br />

keitsklausel an. Dann werden Schä den<br />

auch von Deliktunfähigen über nommen.<br />

Fehlt diese Klausel, sollte eine Ergänzung<br />

vorgenommen werden, auch wenn der<br />

Beitrag dann teurer wird.<br />

Wann kann ein Angehöriger gegebenenfalls<br />

für Schäden, die der Betroffene<br />

verursacht hat, verantwortlich<br />

gemacht werden?<br />

Das ist nur der Fall, wenn der Angehörige<br />

seine Aufsichtspflicht verletzt hat.<br />

Das ist bei einer gängigen Vorsorgevollmacht<br />

oder rechtlicher Betreuung nur<br />

sehr selten der Fall. Aufmerksam zu sein<br />

ist wichtig, Angst mit Blick auf die Haftung<br />

bei Schäden aber nicht erforderlich,<br />

zumal die Geschädigten ja auch<br />

nachweisen müssen, dass der Schaden<br />

nicht entstanden wäre, wenn der Angehörige<br />

aufgepasst hätte.<br />

Ein heikles Thema ist die Frage der<br />

Mo bilität. Wie sieht es bei einer <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

mit dem Autofahren<br />

aus?<br />

Die wichtigste Frage ist für mich: Wie<br />

bekomme ich den Erkrankten dazu, sich<br />

nicht mehr hinter das Steuer zu setzen?<br />

Aus meiner Erfahrung heraus empfehle<br />

ich, sehr frühzeitig und sehr offen über<br />

das Autofahren mit dem Erkrankten zu<br />

sprechen. Die Diagnose <strong>Demenz</strong> ist ja<br />

nicht gleichbedeutend mit der Fahr -<br />

untüchtigkeit. Bei diesem Thema ist<br />

auch der behandelnde Arzt in der<br />

Pflicht. Er muss aufklären, sonst haftet<br />

er auch für Schäden mit.<br />

Kann nach einer Diagnose der Ver -<br />

sicherungsschutz wegfallen?<br />

Nein. Der Versicherungsschutz ist auch<br />

nach einer Diagnose weiterhin gegeben<br />

und deckt auf jeden Fall die Schäden<br />

Dritter ab. Es besteht allerdings die<br />

Möglichkeit, dass sich die Versicherung<br />

einen Teil der Kosten für die Regu -<br />

lierung <strong>des</strong> Schadens – bis zu 5000 Euro<br />

sind denkbar – vom <strong>Demenz</strong>kranken zurückholt.<br />

Ich finde es wichtig, dass die<br />

Angehörigen sich immer die Frage stellen<br />

sollten, ob das Fahren <strong>des</strong> Erkrankten<br />

für andere zu einer Lebensbedrohung<br />

werden könnte. Dann muss man<br />

abwägen, ob es nicht sogar sinnvoll ist,<br />

auch die Polizei zu rufen, wenn der Erkrankte<br />

sich weiterhin hinter das Steuer<br />

<strong>des</strong> Autos setzt.<br />

Stichwort Geschäftsfähigkeit: Wie<br />

kann man sich beispielsweise gegen<br />

die eines Haustürgeschäfts mit einem<br />

erkrankten Anghörigen schützen?<br />

Grundsätzlich besteht bei allen diesen<br />

Geschäften die Rücktrittsmöglichkeit<br />

innerhalb von zwei Wochen. Das Problem<br />

ist oft, dass erst viel später bekannt<br />

wird, dass ein Vertrag an der Tür<br />

oder per Telefon abgeschlossen wurde.<br />

Es gilt dann: Wenn der Nachweis<br />

er bracht werden kann, dass der Angehörige<br />

geschäftsunfähig ist, dann gelten<br />

die Verträge nicht. Mein Tipp an die<br />

Angehörigen ist, regelmäßig die Post<br />

durchzusehen, ob irgendwelche Vertragsbestätigungen<br />

kommen, um dann<br />

sofort zu reagieren und den Vertragspartner<br />

zu kontaktieren.<br />

75


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:11 Seite 76<br />

UNTERNEHMENSPORTRÄT<br />

Sterben ist Leben bis zuletzt<br />

In der stationären Pflegeeinrichtung „TABEA – Leben in<br />

Geborgenheit“ wurde eine Palliativeinheit mit beson -<br />

deren Möglichkeiten der Versorgung im Rahmen von<br />

Palliative Care geschaffen. Die Einheit ist integriert in<br />

einem Pflegewohnbereich und umfasst fünf Betten für<br />

Bewohnerinnen und Bewohner, die sich in einer palliativpflegerischen<br />

Situation befinden.<br />

Der Schwerpunkt in der palliativen Versorgung ist das<br />

ganzheitliche fürsorgliche Begleiten von sterbenden<br />

Menschen und ihren Angehörigen, um ihnen bis zuletzt<br />

ein Leben in Würde zu ermöglichen. Eine besondere<br />

Beachtung erhalten die Symptomkontrolle und die<br />

Linderung von schweren, belastenden Symptomen wie<br />

zum Beispiel Schmerzen oder Angst. Hierzu trägt ein<br />

interdisziplinäres Team bei, das aus Palliativen Care-<br />

Fachkräften, Pallia tivmedi zinern und Seelsorgern besteht<br />

und mit weiteren Spezialisten aus den Bereichen ambulante<br />

Hospiz arbeit, Vernetzung mit spezialisierter am -<br />

bulanter Palliativ versorgung, Physiotherapie, Ethikberatung,<br />

Palliative Care Beratung u. v. a. ergänzt wird.<br />

Unsere Einrichtung arbeitet aktiv und kontinuierlich in<br />

Netzwerken der Hospiz- und Palliativarbeit mit. Außerdem<br />

sind wir Mitglied in der Fachgesellschaft für Palliative<br />

Geriatrie (FGPG) e. V.<br />

„Wenn keine Heilung mehr möglich ist,<br />

können wir noch viel tun!“<br />

Diakoniewerk TABEA e. V.<br />

Am Isfeld 19 · 22589 <strong>Hamburg</strong> · Tel. 040 8092-0<br />

info@tabea.de · www.tabea.de<br />

76


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:11 Seite 77<br />

INTERVIEW: Fachanwältin Bärbel Schönhof<br />

Ein weiteres Thema ist die Freizeit -<br />

gestaltung: Gibt es rechtliche Besonderheiten,<br />

wenn ein Mensch mit<br />

<strong>Demenz</strong> seinen Hobbys, beispielsweise<br />

in einem Verein nachgeht?<br />

Im Freizeitbereich kann es leicht Probleme<br />

geben, weil bei Unfällen jeglicher<br />

Art oft die <strong>Demenz</strong> in den Vordergrund<br />

gestellt wird. Wichtig ist, die private<br />

Unfallversicherung über die <strong>Demenz</strong>erkrankung<br />

zu informieren. Viele Ver -<br />

sicherer haben eine Klausel, die den<br />

Versicherungsschutz für <strong>Demenz</strong>kranke<br />

ausschließt. Andere haben festgelegt,<br />

dass sie als Versicherung nur noch dann<br />

zahlen, wenn der Unfall nicht demenzbedingt<br />

ist. Hier hilft das Gespräch mit<br />

dem Versicherer, um Klarheit zu be -<br />

kommen.<br />

Schauen wir auf das Thema Pflege zu<br />

Hause. Gibt es rechtliche Aspekte, die<br />

der Angehörige bei der Pflege eines<br />

<strong>Demenz</strong>erkrankten berücksichtigen<br />

muss?<br />

Auch hier ist die Aufsichtspflicht ein<br />

wichtiger Aspekt. Es gilt: Als Pflegekraft<br />

haben sie nicht rund um die Uhr diese<br />

Pflicht und sind damit auch nicht für<br />

alles zur Verantwortung zu ziehen. Sehr<br />

wichtig ist mir der Hinweis auf privat<br />

beschäftigte Pflege- oder Haushalts -<br />

hilfen. Dabei geht es nicht um Familienangehörige,<br />

die stundenweise aus -<br />

helfen. Die wenigsten dieser Kräfte sind<br />

selbstständig und müssen <strong>des</strong>halb keine<br />

Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Sie<br />

müssen also daran denken, diese Kräfte<br />

anzumelden und dann auch dafür zu<br />

zahlen. Sonst drohen Strafverfahren<br />

und Nachforderungen.<br />

Letztes Thema: Welche Tipps geben Sie<br />

Angehörigen, um im Umgang mit dem<br />

Medizinischen Dienst der Kranken -<br />

versicherungen und bei der Frage der<br />

Pflegegrad-Einstufung gut vorbereitet<br />

zu sein?<br />

Mein Rat ist: Bereiten Sie sich auf den<br />

Besuch <strong>des</strong> Medizinischen Dienst vor.<br />

Besorgen Sie sich ein aktuelles Pflege -<br />

tagebuch. Das kann man sich aus dem<br />

Internet herunterladen. Füllen Sie dieses<br />

Buch für einige Tage aus. Das ist eine<br />

gute Grundlage für das Gespräch.<br />

Grundsätzlich empfehle ich bei allen<br />

Themen rund um die <strong>Demenz</strong>: Wer sich<br />

unsicher ist oder Fragen hat, der sollte<br />

auf <strong>Ratgeber</strong> zurückgreifen, eine Be -<br />

ratungsstelle aufsuchen oder auch zu<br />

einem Rechtsanwalt gehen, der das<br />

Krankheitsbild <strong>des</strong> Angehörigen kennt.<br />

77


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:11 Seite 78<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Rechtliches<br />

INFO<br />

Testament<br />

Ein gültiges Testament muss hand -<br />

schriftlich verfasst, mit Datum<br />

versehen und eigenhändig unter -<br />

schrieben sein. Der Verfasser muss<br />

noch voll geschäftsfähig sein und<br />

sich darüber im Klaren sein, was<br />

seine Entscheidungen für die Erben<br />

bedeuten. Wenn die Testierfähigkeit<br />

infrage steht, sollte das Testament<br />

notariell beurkundet werden, um<br />

eine spätere Anfechtung zu ver -<br />

meiden. Zusätzlich kann man die<br />

Testierfähigkeit zum Zeitpunkt der<br />

Unterzeichnung <strong>des</strong> Testaments<br />

durch ein fachärztliches Gutachten<br />

bestätigen lassen.<br />

Am besten frühzeitig alles in die Wege<br />

leiten und bei Rechtsfragen nichts dem<br />

Schicksal überlassen<br />

Rechtliche Vorsorge<br />

Spätestens im frühen Stadium der Erkrankung sollten<br />

mit einer Vorsorgevollmacht, einer Patientenverfügung<br />

und einem Testament persönliche Entscheidungen<br />

recht lich abgesichert werden.<br />

Vorsorgevollmacht<br />

Wer für den Fall vorsorgen will, dass er<br />

sich aus gesundheitlichen Gründen nicht<br />

mehr selbst um seine Angelegenheiten<br />

kümmern kann, kann mit einer Vor -<br />

sorgevollmacht wichtige Entscheidungen<br />

auf eine Person seines Vertrauens<br />

übertragen. Diese Person kann zum Beispiel<br />

bevollmächtigt werden,<br />

– Entscheidungen über medizinische<br />

Behandlungen zu treffen<br />

– die finanziellen Angelegenheiten zu<br />

regeln<br />

– Verträge zu unterschreiben<br />

– zu entscheiden, wo der erkrankte<br />

Mensch leben soll.<br />

Für die finanzielle Vorsorge kann es<br />

sinnvoll sein, gemeinsam zur Bank zu<br />

gehen. Banken verwenden häufig eigene<br />

Formulare für Vollmachten.<br />

Rechtsgültige Vollmachten können nur<br />

voll geschäftsfähige Personen erteilen.<br />

Betroffene müssen sie daher rechtzeitig<br />

ausstellen, spätestens im frühen Stadium<br />

einer <strong>Demenz</strong>. Im Zweifelsfall kann man<br />

die Vollmacht von einem Notar beglaubigen<br />

lassen. Wenn Immobilien vorhanden<br />

sind, ist zum Verkauf immer eine notariell<br />

beglaubigte Vollmacht erforderlich.<br />

Die Vorsorgevollmacht sollte bei den<br />

wichtigen Unterlagen verwahrt werden.<br />

Der oder die Bevollmächtigte sollte<br />

darüber informiert sein und darauf Zugriff<br />

haben. Eine Vorsorgevollmacht ist<br />

an keine bestimmte Form gebunden, sie<br />

kann handschriftlich oder auf Vor -<br />

drucken verfasst werden.<br />

Rechtliche Betreuung<br />

Wenn jemand wichtige Entscheidungen<br />

nicht mehr selbst treffen kann und keine<br />

(Vorsorge-)Vollmacht ausgestellt hat,<br />

können Angehörige beim zuständigen<br />

Amtsgericht eine „rechtliche Betreuung“<br />

anregen. Wenn eine Vorsorgevollmacht<br />

vorliegt, ist ein gerichtliches Betreuungsverfahren<br />

entbehrlich – aber nur für<br />

die Bereiche, die ausdrücklich durch die<br />

Vollmacht abgedeckt werden. Die An -<br />

regung kann sowohl von Angehörigen<br />

als auch von Ärzten oder anderen Personen<br />

ausgehen, die einen Hilfebedarf erkennen.<br />

Das Gericht bestellt dann eine<br />

Person, die den Betreffenden in allen<br />

notwendigen Bereichen vertreten kann,<br />

zum Beispiel in Vermögens- und Gesundheitsfragen<br />

oder Wohnungsange -<br />

legenheiten. Mit der Einrichtung einer<br />

Betreuung sind Kosten verbunden, die<br />

der Betroffene in der Regel selbst zahlen<br />

muss. Kann er das nicht, übernimmt der<br />

Staat die Kosten. Rechtliche Betreuer<br />

unterstehen der Kontrolle <strong>des</strong> Gerichts<br />

und müssen regelmäßig Rechenschaft<br />

ablegen, insbesondere über die Finanzen.<br />

78


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 79<br />

MENSCHEN MIT DEMENZ: Rechtliches<br />

Patientenverfügung<br />

Patienten müssen allen ärztlichen Maßnahmen<br />

zustimmen. Für den Fall, dass<br />

sie die Art und den Zweck der ärztlichen<br />

Maßnahmen nicht mehr verstehen, ist<br />

eine Patientenverfügung wichtig. Sie<br />

legt fest, welche medizinischen Maßnahmen<br />

im Fall eines lebensbedroh -<br />

lichen Zustan<strong>des</strong> ergriffen oder unterlassen<br />

werden sollen – beispielsweise<br />

wird die Flüssigkeitszufuhr erlaubt, aber<br />

die künstliche Ernährung untersagt.<br />

In der Patientenverfügung kann auch<br />

eine Person bestimmt werden, die für<br />

den Betroffenen gegebenenfalls über<br />

solche Maßnahmen entscheiden kann.<br />

Vor dem Aufsetzen einer Patientenver -<br />

fügung ist eine ausführliche Beratung<br />

empfehlenswert, zum Beispiel beim<br />

Hausarzt.<br />

Patientenverfügungen müssen erstellt<br />

werden, wenn die Betreffenden noch<br />

einwilligungsfähig sind, das heißt solange<br />

sie verstehen, was ihnen erklärt<br />

wird und daraufhin eine Entscheidung<br />

treffen und diese mitteilen können.<br />

Geschäftsfähigkeit<br />

Wer durch eine <strong>Demenz</strong>erkrankung so<br />

weit in seiner Denk- und Urteilsfähigkeit<br />

beeinträchtigt ist, dass er die Bedeutung<br />

und Folgen eines Rechtsgeschäfts – zum<br />

Beispiel eines Kaufvertrags – nicht mehr<br />

verstehen und vernünftig abwägen<br />

kann, gilt im juristischen Sinn als geschäftsunfähig.<br />

Im frühen Stadium einer<br />

<strong>Demenz</strong> ist die Geschäftsfähigkeit häufig<br />

noch vorhanden. Bei einer mittelschweren<br />

oder schweren <strong>Demenz</strong> ist sie<br />

meist nicht mehr gegeben.<br />

In der Geschäftsfähigkeit kann es Abstufungen<br />

geben: Jemand ist beispielsweise<br />

nicht mehr in der Lage, einen komplizierten<br />

Pachtvertrag mit vielen Klauseln<br />

zu verstehen, kann aber noch problemlos<br />

einen neuen Staubsauger kaufen.<br />

Wenn die Geschäftsfähigkeit ständig<br />

und in allen Bereichen nicht mehr<br />

besteht, kann ein Arzt die Geschäfts -<br />

un fähigkeit bescheinigen. Damit kann<br />

man auch Käufe und Verträge rück -<br />

gängig machen, die eine an <strong>Demenz</strong><br />

erkrankte Person abgeschlossen hat.<br />

Haftung und Versicherung<br />

Wer aufgrund einer <strong>Demenz</strong> nicht in der<br />

Lage ist, die Folgen seines Handelns zu<br />

überblicken oder die Unrechtmäßigkeit<br />

einzusehen, der gilt vor dem Gesetz als<br />

„nicht schuldfähig“ oder „nicht delikt -<br />

fähig“. Für Schäden, die eine nicht schuldfähige<br />

Person verursacht, kann in der<br />

Regel weder sie selbst noch ihre Angehörigen<br />

verantwortlich gemacht werden<br />

– beispielsweise wenn sie im Laden<br />

etwas mitnimmt, ohne zu be zahlen. Nur<br />

wenn einem Angehörigen vom Betreuungsgericht<br />

ausdrücklich die gesamte<br />

Personensorge und Beaufsich tigung<br />

eines Menschen mit <strong>Demenz</strong> übertragen<br />

wurde, haftet dieser für Schäden.<br />

Allerdings sollten Angehörige grund -<br />

sätzlich versuchen, vorhersehbare Ge -<br />

fahrensituationen zu vermeiden. Wenn<br />

beispielsweise die demenzkranke Ehefrau<br />

schon wiederholt Blumentöpfe vom<br />

Balkon auf den Gehweg geworfen hat,<br />

dann sollte der Ehemann darauf achten,<br />

dass dort keine Blumen töpfe oder<br />

ähnliche Gegenstände mehr<br />

stehen. Sonst kann er unter<br />

Umständen mitverantwort -<br />

lich gemacht werden, wenn<br />

etwas passiert.<br />

Die private Haftpflichtversicherung<br />

muss über die <strong>Demenz</strong> -<br />

erkrankung informiert werden. Sie prüft<br />

im Schadensfall automatisch, ob der<br />

Angehörige überhaupt haftbar gemacht<br />

werden kann. Es gibt auch Haftpflichtversicherungen,<br />

die die Absicherung von<br />

„deliktunfähigen erwachsenen Personen“<br />

mit einschließen. Sie zahlen in einem<br />

gewissen Rahmen auch für Schäden, für<br />

die diese nach dem Gesetz nicht ver -<br />

antwortlich gemacht werden können.<br />

79


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 80<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Adressen zu den Artikeln:<br />

Artikel 2<br />

(Leben mit <strong>Demenz</strong>):<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e.V.<br />

Wandsbeker Allee 68<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 472538<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

<strong>Demenz</strong>-Muster wohnung<br />

Beratung und Muster gegen stände<br />

zur Orientierungshilfe und Sicherheit<br />

in der Häuslichkeit<br />

Diakonie Stiftung MitMenschlichkeit<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

Königstraße 54<br />

22767 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 30620261<br />

E-Mail: fugmann-gutzeit@<br />

diakonie-hamburg.de<br />

Artikel 5<br />

(Diagnose):<br />

Memory Clinic Albertinen-<br />

Krankenhaus<br />

Psychiatrie und Psychotherapie<br />

Süntelstraße 11 a<br />

22457 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55882177<br />

Memory Clinic Asklepios Klinik<br />

Harburg<br />

Psychiatrische Institutsambulanz II,<br />

Haus 6, 2 Stock<br />

Eißendorfer Pferdeweg 52<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 1818-864555<br />

Gedächtnissprechstunde<br />

Asklepios Klinik Altona<br />

Paul-Ehrlich-Straße 1<br />

22763 <strong>Hamburg</strong><br />

Neurologie, 18 Stock, Station 18 A<br />

Telefon: 040 1818-811403<br />

Gedächtnissprechstunde<br />

Asklepios Klinik Nord/<br />

AK Ochsenzoll<br />

Klinik für Gerontopsychiatrie<br />

Memory-Clinic-Gedächtnissprechstunde<br />

Langenhorner Chaussee 560<br />

22419 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 1818-872337<br />

<strong>Demenz</strong> – Gedächtnissprechstunde<br />

Asklepios Klinik Barmbek<br />

Rübenkamp 220<br />

22307 <strong>Hamburg</strong><br />

Neurologie, 3. Stock<br />

Telefon: 040 1818823841<br />

Gedächtnissprechstunde<br />

Asklepios Klinik Wandsek<br />

Alphonstraße 14<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 1818831413<br />

Gedächtnissprechstunde<br />

Westklinikum <strong>Hamburg</strong> Rissen<br />

Suurheid 20<br />

22559 <strong>Hamburg</strong><br />

Abteilung für Psychatrie und<br />

Psychotherapie<br />

Telefon: 040 81912840<br />

Gedächtnissprechstunde Univer -<br />

sitätsklinikum <strong>Hamburg</strong> Eppendorf<br />

Klinik für Psychiatrie und<br />

Psychotherapie<br />

Martinistraße 52<br />

20246 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 741053210<br />

Artikel 7 (Information<br />

und Beratung):<br />

Pflegestützpunkte in <strong>Hamburg</strong><br />

Pflegestützpunkt Altona<br />

Achtern Born 135<br />

22549 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 428991010<br />

pflegestuetzpunkt@<br />

altona.hamburg.de<br />

Bezirksamt Bergedorf –<br />

Pflegestützpunkt und Beratungszentrum<br />

für ältere, pflegebedürftige<br />

und körperbehinderte<br />

Menschen (PBM)<br />

Weidenbaumsweg 21<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1020<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

bergedorf.hamburg.de<br />

Pflegestützpunkt Eimsbüttel<br />

Garstedter Weg 13<br />

22453 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1030<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

eimsbuettel.hamburg.de<br />

Pflegestützpunkt <strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Bezirksamt <strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Dezernat Soziales, Jugend und<br />

Gesundheit, Fachamt Gesundheit,<br />

Gutachten und Gesundheitshilfen,<br />

Beratung und Hilfen für Senioren<br />

und körperbehinderte Menschen<br />

Besenbinderhof 41<br />

20097 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1050<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

hamburg-mitte.hamburg.de<br />

Pflegestützpunkt <strong>Hamburg</strong>-Nord<br />

Kümmellstraße 5–7<br />

20144 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 428991060<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

hamburg-nord.hamburg.de<br />

Pflegestützpunkt Harburg<br />

Harburger Rathausforum 1<br />

21073 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1040<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

harburg.hamburg.de<br />

Bezirksamt Wandsbek – Soziales<br />

Dienstleistungszentrum Wandsbek<br />

– Pflegestützpunkt Wandsbek<br />

Wandsbeker Allee 62<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1070<br />

E-Mail: pflegestuetzpunkt@<br />

wandsbek.hamburg.de<br />

Pflegestützpunkt Rahlstedt<br />

Bezirksamt Wandsbek – Soziales<br />

Dienstleistungszentrum Rahlstedt –<br />

Pflegestützpunkt Rahlstedt<br />

Rahlstedter Straße 151–157<br />

22143 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 42899-1080<br />

E-Mail: pflegestuetzpunktrahlstedt@wandsbek.hamburg.de<br />

<strong>Demenz</strong>-Beratungsstellen<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e.V.<br />

Wandsbeker Allee 68<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 472538<br />

info@alzheimer-hamburg.de<br />

Beratungsstelle für ältere<br />

Menschen und ihre Angehörigen<br />

<strong>Hamburg</strong>ische Brücke<br />

Hellbrookkamp 58<br />

22177 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4602158<br />

E-Mail: bst@hamburgischebruecke.de<br />

Beratungsstelle <strong>Demenz</strong><br />

Albertinen-Haus<br />

Zentrum für Geriatrie und<br />

Gerontologie<br />

Sellhopsweg 18-22<br />

22459 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5581-1850<br />

<strong>Demenz</strong>-Sorgentelefon der<br />

Diakonie<br />

Sprechzeit: Montag bis Freitag von<br />

9–12 Uhr<br />

Telefon: 040 30620-349<br />

Lotsenbüro: <strong>Demenz</strong> Information<br />

Beratung<br />

Kirchenkreis <strong>Hamburg</strong>-West/<br />

Südholstein<br />

Bei der Flottbecker Mühle 25b<br />

22607 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 97071327<br />

E-Mail: lotsenbuero@<br />

kirchenkreis-hhsh.de<br />

80


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 81<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Kursangebote für Angehörige<br />

von Menschen mit <strong>Demenz</strong><br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e.V.<br />

Wandsbeker Allee 68<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 472538<br />

info@alzheimer-hamburg.de<br />

HAS <strong>Hamburg</strong>er Angehörigenschule<br />

<strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Telefon: 040 30620-436<br />

info@hamburgerangehoerigenschule.de<br />

DIE ANGEHÖRIGENSCHULE<br />

Richardstraße 45<br />

22081 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 18204026<br />

moritz@angehoerigenschule.de<br />

Selbsthilfe<br />

Kontakt und Informationsstelle für<br />

Selbsthilfegruppen in <strong>Hamburg</strong><br />

KISS <strong>Hamburg</strong><br />

Kontaktstelle Altona<br />

Gaußstraße 21–23<br />

22765 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 49292201<br />

E-Mail: kissaltona@<br />

paritaet-hamburg.de<br />

Kontaktstelle Harburg<br />

Neue Straße 27<br />

21073 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 30087322<br />

E-Mail: kissharburg@<br />

paritaet-hamburg.de<br />

Kontaktstelle Mitte<br />

Kreuzweg 7<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 537978-979<br />

E-Mail: kissmitte@<br />

paritaet-hamburg.de<br />

Kontaktstelle Wandsbek<br />

Brauhausstieg 15–17<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 39926350<br />

E-Mail: kisswandsbek@<br />

paritaet-hamburg.de<br />

KISS Selbsthilfe – Beratung für<br />

pflegende Angehörige<br />

Telefon: 040 39926355<br />

Betreuungsstellen<br />

Betreuungsstelle <strong>Hamburg</strong><br />

Abschnitt Altona/Eimsbüttel<br />

Eschelsweg 27<br />

22767 <strong>Hamburg</strong><br />

Betreuungsstelle <strong>Hamburg</strong><br />

Abschnitt Harburg/Bergedorf<br />

Steindamm 9<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Betreuungsstelle <strong>Hamburg</strong><br />

Abschnitte <strong>Hamburg</strong>-Mitte, Nord<br />

und Wandsbek<br />

Winterhuder Weg 31<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Kontakt zu allen Betreuungsstellen<br />

Telefon: 040 428635452<br />

E-Mail: betreuungsstellen@<br />

altona.hamburg.de<br />

Betreuungsvereine<br />

Altona<br />

Diakonieverein Vormundschaften<br />

und Betreuungen e.V.<br />

Mühlenberger Weg 57<br />

22587 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 87971626<br />

Bergedorf<br />

Betreuungsverein Bergedorf e.V.<br />

Ernst-Manitius-Straße 5<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 7213320<br />

Eimsbüttel<br />

Insel e. V. Betreuungsverein<br />

Eimsbüttel<br />

Heußweg 25<br />

20255 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4200226<br />

<strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Zukunftswerkstatt der Generationen<br />

e.V.<br />

Betreuungsvereine Wandsbek &<br />

<strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Papenstraße 27<br />

22089 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 201111<br />

<strong>Hamburg</strong>-Nord<br />

Betreuungsverein <strong>Hamburg</strong>-Nord<br />

e.V.<br />

Wohldorfer Straße 9<br />

22081 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 27287780<br />

Harburg<br />

Insel e. V. Betreuungsverein für<br />

Harburg und Wilhelmsburg<br />

Deichhausweg 2<br />

21073 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 32873924<br />

Wandsbek<br />

Zukunftswerkstatt der Generationen<br />

e.V.<br />

Betreuungsvereine Wandsbek und<br />

<strong>Hamburg</strong> Mitte<br />

Papenstraße 27<br />

22089 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 201111<br />

Beratungsstellen:<br />

Beratungszentrum für Technische<br />

Hilfen & Wohnraumanpassung<br />

Richardstraße 45 (Richardhof)<br />

22081 <strong>Hamburg</strong>-Barmbek<br />

Telefon 040 2999560<br />

E-Mail: beratung@<br />

barrierefrei-leben.de<br />

<strong>Hamburg</strong>er Koordinationsstelle<br />

für Wohn-Pflege-Gemeinschaften<br />

STATTBAU HAMBURG GmbH<br />

Sternstraße 106<br />

20357 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 43294223<br />

E-Mail: koordinationsstelle@<br />

stattbau-hamburg.de<br />

<strong>Demenz</strong>-Musterwohnung<br />

Beratung und Mustergegenstände<br />

zur Orientierungshilfe und Sicherheit<br />

in der Häuslichkeit<br />

Diakonie Stiftung MitMenschlichkeit<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

Königstraße 54<br />

22767 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 30620261<br />

fugmann-gutzeit@<br />

diakonie-hamburg.de<br />

Hospiz & Palliativarbeit<br />

Koordinierungsstelle <strong>Hamburg</strong><br />

Lan<strong>des</strong>verband Hospiz &<br />

Palliativarbeit <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Winterhuder Weg 29<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 226303030<br />

E-Mail: kontakt@koordinierungsstelle-hospiz.de<br />

Beratungsstelle CHARON<br />

<strong>Hamburg</strong>er Gesundheitshilfe<br />

gGmbH<br />

Hilfen im Umgang mit Sterben, Tod<br />

und Trauer<br />

Winterhuder Weg 29<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 22630300<br />

E-Mail: info@charon-hamburg.de<br />

Artikel 12<br />

(Mit <strong>Demenz</strong> im<br />

Krankenhaus):<br />

Anschriften der Krankenhäuser<br />

Agaplesion Diakonieklinikum<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

Hohe Weide 17<br />

20259 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 79020-0<br />

www.d-k-h.de<br />

Albertinen-Haus –<br />

Medizinisch-Geriatrische Klinik<br />

Sellhopsweg 18–22<br />

22459 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5581-0<br />

www.albertinen.de<br />

Albertinen-Krankenhaus<br />

Suntelstraße 11 a<br />

22457 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5588-0<br />

www.albertinen.de<br />

Asklepios Klinik Altona<br />

Paul-Ehrlich-Straße 1<br />

22763 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181881-0<br />

www.asklepios.com/altona<br />

Asklepios Klinik Barmbek<br />

Rubenkamp 220<br />

22307 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181882-0<br />

www.asklepios.com/barmbek<br />

Asklepios Klinik Harburg<br />

Eißendorfer Pferdeweg 52<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181886-0<br />

www.asklepios.com/harburg<br />

Asklepios Klinik Nord –<br />

Standort Ochsenzoll<br />

Geriatrie und Psychiatrie<br />

Langenhorner Chaussee 560<br />

22419 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181887-0<br />

www.asklepios.com/nord<br />

Asklepios Klinik Nord –<br />

Standort Wandsbek<br />

Psychiatrie, Juthornstraße 71<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181883-0<br />

www.asklepios.com/<br />

nord_wandsbek.Asklepios<br />

Asklepios Klinik Wandsbek<br />

Alphonsstraße 14<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 181883-0<br />

www.asklepios.com/wandsbek<br />

Asklepios Westklinikum <strong>Hamburg</strong><br />

Suurheid 20<br />

22559 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 8191-2865<br />

www.asklepios.com/westklinikum<br />

Bethesda Krankenhaus Bergedorf<br />

Glindersweg 80<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 725540<br />

www.klinik-bergedorf.de<br />

Ev. Krankenhaus Alsterdorf<br />

Bodelschwinghstraße 24<br />

22337 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 507703<br />

www.evangelischeskrankenhaus-alsterdorf.de<br />

Heinrich Sengelmann<br />

Krankenhaus gGmbH<br />

Kayhuder Straße 65<br />

23863 Bargfeld-Stegen<br />

04535 505-0<br />

www.heinrich-sengelmannkrankenhaus.de<br />

PR-Darstellung: Seite 21<br />

81


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 82<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Kath. Marienkrankenhaus gGmbH<br />

Alfredstraße 9<br />

22087 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2546-0<br />

www.marienkrankenhaus.org<br />

PR-Darstellung: Seite 51<br />

Schön Klink <strong>Hamburg</strong> Eilbek<br />

Dehnhaide 120<br />

22081 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2092-0<br />

www.schoen-kliniken.de<br />

Universitätsklinikum<br />

<strong>Hamburg</strong>-Eppendorf<br />

Martinistraße 52<br />

20246 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 7410-0<br />

www.uke.de<br />

Artikel 14<br />

(Vielseitige Hilfen):<br />

Kurse für Angehörige<br />

Kurse werden von verschiedenen<br />

Anbietern angeboten,<br />

Information und Anmeldung:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e.V.<br />

Telefon: 040 68913625<br />

info@alzheimer-hamburg.de<br />

DIE ANGEHÖRIGENSCHULE –<br />

DAnS – gemeinnützige UG<br />

Telefon: 040 18204026<br />

moritz@angehoerigenschule.de<br />

<strong>Hamburg</strong>er Angehörigenschule<br />

<strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Telefon: 040 30620-436<br />

info@hamburgerangehoerigenschule.de<br />

Angehörigengruppen in<br />

verschiedenen Stadtteilen<br />

Information und Kontakt:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e.V.<br />

Telefon: 040 472538<br />

info@alzheimer-hamburg.de<br />

Kontakt und Informationsstelle für<br />

Selbsthilfegruppen <strong>Hamburg</strong><br />

Altona<br />

Telefon: 040 49292201<br />

kissaltona@paritaet-hamburg.de<br />

Harburg<br />

Telefon: 040 30087322<br />

kissharburg@paritaet-hamburg.de<br />

<strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Telefon: 040 537978979<br />

kissmitte@paritaet-hamburg.de<br />

Wandsbek<br />

Telefon: 040 39926350<br />

kisswandsbek@paritaet-hamburg.de<br />

Angebote für Menschen mit<br />

beginnender <strong>Demenz</strong>:<br />

– Beratung<br />

– Gesprächsgruppen<br />

– Tagestreffs (Wandsbek, Lohbrügge)<br />

– Malgruppe<br />

– Chor Vergissmeinnicht<br />

– Erinnerungswerkstatt<br />

– Gedächtnisspaß und persönliche<br />

Sozialberatung<br />

Information und Anmeldung:<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

Ehrenamtliche Betreuungs -<br />

angebote:<br />

Anbieter von Betreuungsangeboten<br />

für Menschen mit <strong>Demenz</strong> mit<br />

geschulten Ehrenamtlichen haben<br />

sich in der „Angehörigenhilfe<br />

<strong>Demenz</strong> für <strong>Hamburg</strong>“ zusammengeschlossen.<br />

Es handelt sich um<br />

anerkannte Angebote der Stadt<br />

<strong>Hamburg</strong> und der Pflegekassen.<br />

Information und Kontakt:<br />

Angehörigenhilfe <strong>Demenz</strong> für<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

c/o: Alzheimer Gesellschaft<br />

<strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Telefon: 040 68913625<br />

info@alzheimer-hamburg.de<br />

www.angehoerigenhilfe.de<br />

Unterstützung in Wohngemeinschaften<br />

und Heimen<br />

Engagierte Menschen unterstützen<br />

über die Alzheimer Gesellschaft<br />

<strong>Hamburg</strong> e.V. und die Stattbau<br />

<strong>Hamburg</strong> GmbH pflegebedürftige<br />

Menschen mit <strong>Demenz</strong> sowie<br />

Angehörige in diesen Wohn-Pflege-<br />

Angeboten. Es gibt ehrenamtlich<br />

tätige<br />

– Wohn-Paten<br />

– WG-Begleiter<br />

– Ombudspersonen<br />

Information und Kontakt:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e. V.<br />

Telefon: 040 472538<br />

s.wannags@alzheimer-hamburg.de<br />

Stattbau <strong>Hamburg</strong> Stadtentwicklungsgesellschaft<br />

GmbH<br />

Telefon: 040 432942-36<br />

m.kuhn@stattbau-hamburg.de<br />

Klöncafés mit Musik und Tanz<br />

Regelmäßige Angebote in<br />

Wandsbek, Bergedorf und<br />

Langenhorn<br />

Information und Anmeldung:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e. V.<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

Chor Vergissmeinnicht<br />

in Wandsbek und Altona<br />

Informationen und Anmeldung:<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: a.hassel@alzheimer-hamburg.de<br />

Betreute Urlaube<br />

Für Menschen mit beginnender<br />

<strong>Demenz</strong> und Angehörige:<br />

Baabe auf Rügen<br />

Für Menschen mit <strong>Demenz</strong> und<br />

Angehörige: Ostseebad Rerik<br />

weitere Informationen:<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong><br />

e. V.<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

Sportangebote<br />

„Fit bleiben!“ richtet sich speziell<br />

an ältere Menschen mit Gedächtnis -<br />

problemen, Partner können auch<br />

teilnehmen. Die angeleiteten<br />

Gruppen werden in Zusammen -<br />

arbeit mit Sportvereinen in Volksdorf<br />

und Eimsbüttel angeboten.<br />

Informationen:<br />

Telefon: 040 68913625<br />

E-Mail: info@alzheimer-hamburg.de<br />

Ansprechpartner:<br />

Krankenkassen<br />

AOK Rheinland/<strong>Hamburg</strong><br />

Pappelallee 22–26<br />

22089 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2023-2023<br />

PR-Darstellung: Seite 59<br />

Barmer Ersatzkasse<br />

Hammerbrookstraße 92<br />

20097 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 0800 333004603101<br />

DAK Gesundheit<br />

Nagelsweg 27-31<br />

20097 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2396-0<br />

PR-Darstellung: Seite 7<br />

HEK – Hanseatische Krankenkasse<br />

Wandsbeker Zollstraße 86–90<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 0800 0213213<br />

Techniker Krankenkasse<br />

Bramfelder Straße 140<br />

22305 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 69090<br />

Betreuung / Pflege /<br />

Wohnen / Verschiedenes<br />

AGAPLESION BETHANIEN-HÖFE<br />

Martinistraße 45<br />

20251 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 235378-210<br />

PR-Darstellung: Seite 23<br />

Albertinen-Diakoniewerk e. V.<br />

Süntelstraße 11 a<br />

22457 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55881<br />

Alida Schmidt-Stiftung<br />

<strong>Hamburg</strong>er Straße 152<br />

22083 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 227101-0<br />

alsterdorf assistenz ost gGmbH<br />

Steilshooper Straße 54<br />

22305 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 697981-37<br />

alsterdorf assistenz west GmbH<br />

Max-Brauer-Allee 50<br />

22765 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 35748138<br />

Alten- und Pflegeheim<br />

„Fallen Anker“<br />

Bernadottestraße 140<br />

22605 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 8890270<br />

Alten- und Pflegeheim<br />

Haus Weinberg<br />

Beim Rauhen Hause 21<br />

22111 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 65591150<br />

Altenzentrum Ansgar<br />

Dikoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong><br />

Reekamp 51<br />

22415 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 530474-0<br />

PR-Darstellung: Seite 30<br />

82


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 83<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Alter und Pflege e. V.<br />

Elsässer Straße 4<br />

22049 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 63644733<br />

ÄKS Ärztliche Krankenpflege<br />

Süderelbe<br />

Cuxhavener Straße 170<br />

21147 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 637972874<br />

AMARITA <strong>Hamburg</strong>-Mitte<br />

Angerstraße 20–22<br />

22087 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55500298<br />

Ambulante Pflege<br />

medicur Billstedt GmbH<br />

Billstedter Hauptstraße 34–36<br />

22111 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 731065-0<br />

Ambulanter Pflegedienst<br />

Wicht-Baasch GmbH<br />

Ahrensburger Straße 102<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6567575<br />

Ambulanter Pflegedienst<br />

Tobias Carstens<br />

Kollaustraße 109<br />

22453 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 586566<br />

Arbeiterwohlfahrt<br />

Lan<strong>des</strong>verband <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Witthöfftstraße 5–7<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4140230<br />

Arbeitsgemeinschaft der<br />

Freien Wohlfahrtspflege<br />

<strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Burchardstraße 19<br />

20095 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 231586<br />

ASB Sozialeinrichtungen<br />

(<strong>Hamburg</strong>) GmbH<br />

Heidenkampsweg 81<br />

20097 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 83398-0<br />

PR-Darstellung: Seite 17<br />

Augustinum <strong>Hamburg</strong><br />

Neumühlen 37<br />

22763 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 39194400<br />

AWO Seniorenzentrum<br />

Hagenbeckstraße gGmbH<br />

Hagenbeckstraße 12<br />

22527 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 401907-0<br />

Balsam Vital GmbH<br />

Poppenspälerweg 26–28<br />

22149 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 631285625<br />

Baugenossenschaft „Süderelbe“ eG<br />

Kleinfeld 86<br />

21149 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 702052-0<br />

Bun<strong>des</strong>verband privater Anbieter<br />

sozialer Dienste e. V. (bpa)<br />

Lan<strong>des</strong>gruppe <strong>Hamburg</strong><br />

Heinrich-Hertz-Straße 90<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2530716-0<br />

Caritasverband für <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Danziger Straße 66<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 280140-0<br />

Matthias-Claudius-Heim<br />

Alten- und PFlegeheim der<br />

Dikoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong><br />

Walther-Mahlau-Stieg 8<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 696953-0<br />

PR-Darstellung: Seite 43<br />

Cura Seniorenzentrum Bergedorf<br />

GmbH<br />

Gojenbergsweg 30<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 897256-0<br />

Cura Seniorenzentrum<br />

Langenhorn GmbH<br />

Röweland 6 a<br />

22419 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 530465-0<br />

Curatio Pflegedienst GmbH<br />

Elsässer Straße 26<br />

22049 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 611614-0<br />

Pflegedienst Claussen GmbH<br />

Tannenhofstraße 5<br />

22848 Norderstedt<br />

Telefon: 040 52368225<br />

Delphin Ambulante Pflege für<br />

<strong>Hamburg</strong> GbR<br />

Danziger Straße 35 a<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 28055484<br />

Deutsches Rotes Kreuz<br />

Lan<strong>des</strong>verband <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Behrmannplatz 3<br />

22529 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55420-0<br />

Diakoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong><br />

Bebelallee 10<br />

22299 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4068911767<br />

Diakoniewerk TABEA e. V.<br />

Am Isfeld 19<br />

22589 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 8092-0<br />

PR-Darstellung: Seite 76<br />

Diakonisches Werk <strong>Hamburg</strong> –<br />

Fachbereich Pflege und Senioren<br />

Königstraße 54<br />

22767 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 30620-295<br />

PR-Darstellung: Seite 6<br />

Diesterweg-Stiftung<br />

Tierparkallee 30<br />

22527 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5407024<br />

Domicil Seniorenpflegeheim<br />

Heimfeld GmbH<br />

Petersweg 3–5<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 300965-0<br />

Domicil – Seniorenpflegeheim<br />

Jenfeld GmbH<br />

Öjendorfer Damm 97<br />

22043 <strong>Hamburg</strong>-Jenfeld<br />

Telefon: 040 890007-0<br />

PR-Darstellung: Seite 35<br />

Elbstern GmbH<br />

Friedensallee 27<br />

22765 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 557755600<br />

ELIM Diakonie<br />

Bondenwald 56<br />

22459 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55425-145<br />

PR-Darstellung: Seite 47<br />

Elisabeth Alten- und Pflegeheim<br />

der Freimaurer von 1795 e. V.<br />

Kleiner Schäferkamp 43<br />

20357 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 441808-1528<br />

PR-Darstellung: Seite 29<br />

Ev.-luth. Diakonissenanstalt<br />

Alten Eichen in <strong>Hamburg</strong><br />

Gemeinnützige Stiftung<br />

Wördemanns Weg 19-23<br />

22527 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5487-1010<br />

PR-Darstellung: Seite 60<br />

Evangelische Stiftung der<br />

Bodelschwingh-Gemeinde<br />

Forsmannstraße 17/19<br />

22303 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 696591-15<br />

Evangelisch-Reformierte<br />

Stiftung Altenhof<br />

Winterhuder Weg 98–106<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 229411-0<br />

EXCELLENT Pflege- und<br />

Gesundheitsdienst GmbH<br />

Hellkamp 7<br />

20255 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 43214667<br />

Fahrenkroen Seniorenpflege &<br />

Betreuungszentrum GmbH<br />

Fahrenkrön 125<br />

22179 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 800040-0<br />

K.D. Feddersen Stiftung<br />

Feldhoopstücken 36–40<br />

22529 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 58957-0<br />

Gemeinschaftspraxis Apostelweg<br />

Apostelweg 12<br />

22143 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6770022<br />

Georg-Behrmann-Stiftung<br />

Justus-Brinkmann-Straße 60<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 724184-0<br />

<strong>Hamburg</strong>er Gesundheitshilfe<br />

gGmbH<br />

Alter Teichweg 55<br />

22049 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 209882-0<br />

PR-Darstellung: Seite 30<br />

<strong>Hamburg</strong>er Senioren Domizile<br />

GmbH<br />

Reichsbahnstraße 20<br />

22525 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 57203-0<br />

<strong>Hamburg</strong>er Senioren- und<br />

Behinderten-Hilfsdienst e. V.<br />

Scharbeutzer Straße 54<br />

22147 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 253052-200<br />

<strong>Hamburg</strong>ische Brücke<br />

Uhlenhorster Weg 7–11<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 227298-0<br />

<strong>Hamburg</strong>ische Pflegegesellschaft<br />

e. V.<br />

Burchardstraße 19<br />

20095 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 23808788<br />

Hanseatic Pflegedienst GmbH<br />

Meckelfelder Weg 2 a<br />

21079 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 22637110<br />

HAP Hanse Ambulanter<br />

Pflegedienst GmbH<br />

Bramfelder Chaussee 29<br />

22177 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 637971697<br />

Hartwig-Hesse-Stiftung<br />

Alexanderstraße 29<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 253284-0<br />

PR-Darstellung: Seite 16<br />

83


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 84<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Home Instead Seniorenbetreuung<br />

<strong>Hamburg</strong><br />

Sönke Hinrichs & André Schulz GbR<br />

Schrankenwerg 8<br />

22143 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 67585043<br />

Hospital zum Heiligen Geist<br />

Hinsbleek 11<br />

22391 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 60601-111<br />

Tagespflege Hamel GmbH<br />

Petersweg 1<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 7661220<br />

Haus Ilse<br />

Alten- und Pflegeheim<br />

Segeberger Chaussee 23<br />

22850 Norderstedt<br />

Telefon: 040 5294153<br />

PR-Darstellung: Seite 55<br />

INTEGRA Seniorenimmobilien<br />

GmbH & Co. KG<br />

Rolandsbrücke 4<br />

20095 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 333013870<br />

Interkultureller Pflegedienst GmbH<br />

Bramfelder Chaussee 1<br />

22177 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 64220740<br />

Ernst & Claere Jung Stiftung<br />

Emkendorfstraße 49<br />

22605 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 8801036<br />

Johanniter Unfallhilfe e. V.<br />

Regionalverband <strong>Hamburg</strong><br />

Helbingstraße 47<br />

22047 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 65054171<br />

JWO <strong>Hamburg</strong> Care GmbH<br />

Friedensallee 290<br />

22763 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 890667670<br />

K&S Seniorenresidenz<br />

<strong>Hamburg</strong> – Harburger Sand<br />

Neue Straße 26<br />

21073 <strong>Hamburg</strong>-Harburg<br />

Telefon: 04264 8309-0<br />

PR-Darstellung: Seite 27<br />

KerVita Betriebs GmbH<br />

Kuehnstraße 71 d<br />

22045 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 696486-0<br />

KONFETTI IM KOPF e. V.<br />

Friedensallee 290<br />

22763 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 890667679<br />

Kursana ambulanter Pflegedienst<br />

Schluchtmann GmbH<br />

Tangstedter Landstraße 234 a<br />

22417 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 5207051<br />

Kursana Domizil <strong>Hamburg</strong>-<br />

Billstedt<br />

Sonnenland 15<br />

22115 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 7148640-0<br />

Kursana Domizil Oststeinbek<br />

Eichredder 23<br />

22113 Oststeinbek<br />

Telefon: 040 7148670-0<br />

Kursana Residenz <strong>Hamburg</strong><br />

Ernst-Mittelbach-Ring 47<br />

22455 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55202-0<br />

Marie Kroos-Stiftung<br />

Ehestorfer Weg 148<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 70970980<br />

LEMBKE Häusliche Krankenund<br />

Altenpflege GmbH<br />

Bramfelder Chaussee 238 a<br />

22177 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 697065-0<br />

PR-Darstellung: Seite 13<br />

Lundbeck GmbH<br />

Ericusspitze 2<br />

20457 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 236490<br />

Malteser Caritas <strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Wandsbeker Allee 1<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 675877910<br />

PR-Darstellung: Seite 11<br />

Malteser Hilfsdienst e. V.<br />

Diözesangeschäftsstelle<br />

Eichenlohweg 24<br />

22309 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 209408-0<br />

PR-Darstellung: Seite 12<br />

Malteser Hilfsdienst e. V.<br />

Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard<br />

Halenreie 5<br />

22359 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6033001<br />

Martha Stiftung<br />

Eilbeker Weg 86<br />

22089 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 209876-0<br />

PR-Darstellung: Seite 15<br />

MBD Medicare Brigitte Dornia<br />

GmbH & Co. KG<br />

Heidhorst 4<br />

21031 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4038086339-0<br />

Mediplex <strong>Hamburg</strong> GmbH<br />

An der Alster 26<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 468989320<br />

Multi-Kulti Gesundheits- und<br />

Pflegedienst International GmbH<br />

Veringstraße 29<br />

21107 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 75665940<br />

Neurologie Neuer Wall<br />

Fachärzte für Neurologie &<br />

Psychiatrie<br />

Neuer Wall 19<br />

20354 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 300687640<br />

Neurologische-Praxisgemeinschaft-<strong>Hamburg</strong>er-Straße<br />

<strong>Hamburg</strong>er Straße 146<br />

22083 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 223220<br />

Neuropsychiatrisches Zentrum<br />

<strong>Hamburg</strong>-Altona GmbH<br />

Stresemannstraße 23<br />

22769 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 53307380<br />

Notmütterdienst<br />

Familien- und Seniorenhilfe e. V.<br />

Geschäftsstelle <strong>Hamburg</strong><br />

Schloßstraße 94<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 361119-0<br />

Der PARITÄTISCHE<br />

Wohlfahrtsverband <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Wandsbeker Chaussee 8<br />

22089 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 41520151<br />

Parkresidenz Greve & Co.<br />

Karl-Lippert-Stieg 1<br />

22391 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 60608-0<br />

Passat Pflegeresidenz GmbH<br />

Rothenbaumchaussee 101<br />

20148 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 37027991-0<br />

Pflegediakonie <strong>Hamburg</strong>-West/<br />

Südholstein gemeinnützige<br />

GmbH<br />

Klopstockplatz 2<br />

22765 <strong>Hamburg</strong>-Ottensen<br />

Telefon: 040 39825100<br />

PFLEGEN & WOHNEN Alsterberg<br />

Maienweg 145<br />

22297 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-3900<br />

PFLEGEN & WOHNEN Altona<br />

Thadenstraße 118 a<br />

22767 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-2024<br />

PFLEGEN & WOHNEN Farmsen<br />

August-Krogmann-Straße 100<br />

22159 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-2214<br />

PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG<br />

GmbH<br />

Finkenau 11<br />

22081 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-0<br />

PR-Darstellung: Seite 33<br />

PFLEGEN & WOHNEN Heimfeld<br />

An der Rennkoppel 1<br />

21075 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4040<br />

PFLEGEN & WOHNEN Holstenhof<br />

Elfsaal 20<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4834<br />

PFLEGEN & WOHNEN Horn<br />

Bauerberg 10<br />

22111 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4631<br />

PFLEGEN & WOHNEN Husarendenkmal<br />

Am Husarendenkmal 16<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4725<br />

PFLEGEN & WOHNEN Lutherpark<br />

Holstenkamp 119<br />

22525 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-2816<br />

PFLEGEN & WOHNEN Moosberg<br />

Moosberg 3<br />

21033 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-2752<br />

PFLEGEN & WOHNEN Öjendorf<br />

Deelwischredder 37<br />

22043 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4834<br />

PFLEGEN & WOHNEN Uhlenhorst<br />

Heinrich-Hertz-Straße 90<br />

22085 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4305<br />

PFLEGEN & WOHNEN<br />

Wilhelmsburg<br />

Hermann-Westphal-Straße 9<br />

21107 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2022-4235<br />

Pflegewerk <strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Haus St. Hildegard<br />

Rothenburgsorter Marktplatz 2<br />

20539 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4689720<br />

Pflegewerk <strong>Hamburg</strong> gGmbH<br />

Haus Wandsbek<br />

Ölmühlenweg 78<br />

22047 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 413486100<br />

Pflegewohnstift Alsterkrug -<br />

chaussee<br />

Alsterkrugchaussee 614<br />

22335 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 512088-0<br />

84


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 85<br />

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN<br />

Pflegewohnstift Garstedter Weg<br />

Garstedter Weg 79–85<br />

22453 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 696666-0<br />

PR-Darstellung: Seite 42<br />

Pro Seniore Residenz <strong>Hamburg</strong><br />

Gazellenkamp 38<br />

22529 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4192509<br />

Tagespflege Bei Philipps<br />

Altenpension Philipps GmbH<br />

& Co. KG<br />

Wentorfer Straße 70–72<br />

21029 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 7219405<br />

Krankenpflegedienst Ritter GmbH<br />

Alsterdorfer Straße 268<br />

22297 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 80007760<br />

Philipp F. Reemtsma Stiftung<br />

Storchenheimweg 15<br />

22559 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 81905-0<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Barmbek<br />

Fuhlsbütteler Straße 181<br />

22307 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 61137400<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Eidelstedt<br />

Pinneberger Chaussee 3<br />

22523 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 8666421-0<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Eimsbüttel<br />

Eimsbütteler Chaussee 35<br />

22529 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 400211<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Harburg<br />

Lüneburger Straße 2<br />

21073 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 76752970<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Volksdorf<br />

Farmsener Landstraße191<br />

22359 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2987240<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Wandsbek<br />

Wandsbeker Marktstraße164<br />

22041 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 696544-0<br />

RENAFAN GmbH<br />

Ambulante Pflege Wedel<br />

Rolandstraße 6<br />

22880 Wedel<br />

Telefon: 04103 919771<br />

RENAFAN Intensivpflege<br />

<strong>Hamburg</strong> Ambulante Intensivpflege<br />

Bürgerweide 4<br />

20535 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 55449165<br />

Hermann und Lilly Schilling-<br />

Stiftung<br />

Isfeldstraße 16<br />

22589 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 866259-0<br />

PR-Darstellung: Seite 25<br />

Senator-Ernst-Weiß-Haus<br />

Bullenkoppel 17<br />

22047 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6946-0<br />

Senator Seniorenzentrum<br />

„Kapernaum“<br />

Rennbahnstraße 51–53<br />

22111 <strong>Hamburg</strong>-Horn<br />

Telefon: 040 3501860<br />

Senioren- und Pflegeheim<br />

Margarethenhof GmbH<br />

Wohldorfer Damm 156<br />

22395 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6048742<br />

Senioren- und Therapiezentrum<br />

„Haus am Wehbers Park“<br />

Fruchtallee 82–84<br />

20259 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2393668-0<br />

Senioren- und Therapiezentrum<br />

Haus Burgwedel GmbH<br />

Walter-Jungleib-Straße 1<br />

22457 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 559773-0<br />

Senioren- und Therapiezentrum<br />

Rahlstedter Höhe GmbH<br />

Kühlungsborner Straße 7–11<br />

22147 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 648996-0<br />

PR-Darstellung: Seite 54<br />

Seniorenresidenz Eidelstedt<br />

Eidelstedter Dorfstraße 19<br />

22527 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4689530<br />

Seniorenresidenz Fischbek<br />

An de Geest 22<br />

22149 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 570063-0<br />

Seniorenresidenz Groß Flottbek<br />

Müllenhoffweg 15<br />

22607 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 89951-0<br />

Anmerkung:<br />

Seniorenresidenz Lurup<br />

Luruper Hauptstraße 119<br />

22547 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 840523-0<br />

Seniorenresidenz Reinbek<br />

Bogenstraße 2<br />

21465 Reinbek<br />

Telefon: 040 8197890<br />

Seniorensitz am Hegen<br />

Am Hegen 29<br />

22149 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6737040<br />

Senioren-Zentren<br />

Geschwister Jensen GmbH<br />

Kieler Straße 212<br />

22525 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 85333-40<br />

PR-Darstellung: Seite 33<br />

Seniorenzentrum St. Markus<br />

Gärtnerstraße 63<br />

20253 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 401908-0<br />

SenVital Senioren- und<br />

Pflegezentrum <strong>Hamburg</strong><br />

am Barmbeker Markt<br />

Stückenstraße 1<br />

22081 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 2000381-0<br />

PR-Darstellung: Seite 55<br />

Stadtdomizil<br />

Lippmannstraße 19–21<br />

22769 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 43281-0<br />

STATTBAU HAMBURG<br />

Stadtentwicklungs mbH<br />

<strong>Hamburg</strong>er Koordinationsstelle<br />

für Wohn-Pflege-Gemeinschaften<br />

Sternstraße 106<br />

20357 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 432942-23<br />

Stiftung Anscharhöhe<br />

Tarpenbekstraße 107<br />

20251 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 4669-0<br />

Stiftung Hanna Reemtsma Haus<br />

Kriemhildstraße 15<br />

22559 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 81958-0<br />

TaP Tagespflege Poppenbüttel<br />

gGmbH<br />

Poppenbüttler Bogen 2<br />

22399 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 61188999-0<br />

Sollten Angaben bzw. die Auflistung der Anbieter nicht vollständig oder richtig<br />

sein, bitten wir dies zu entschuldigen. Gerne können Sie uns für eine neue<br />

Ausgabe, die fehlenden oder nicht vollständigen Angaben zukommen lassen:<br />

info@kuw.de – Stichwort: „<strong>Demenz</strong>-<strong>Ratgeber</strong> in <strong>Hamburg</strong>“.<br />

Theodor-Fliedner-Haus<br />

Ev. Seniorenwohn- und<br />

Pflegezentrum Bramfeld<br />

Berner Chaussee 37-41<br />

22175 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 646045-0<br />

PR-Darstellung: Seite 60<br />

Therapie am Hafen<br />

Seewartenstraße 10, Haus 1<br />

20459 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 33442479<br />

Trägerverbund <strong>Hamburg</strong>er Osten<br />

Moorende 4<br />

20535 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 6557336<br />

Verbraucherzentrale <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Kirchenallee 22<br />

20099 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 24832-0<br />

Vereinigte <strong>Hamburg</strong>er Wohnungsbaugenossenschaft<br />

eG<br />

Hohenfelder Allee 2<br />

22087 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 251512-0<br />

Frank Wagner Holding<br />

Hanseatische Management GmbH<br />

Wellingsbüttler Weg 71<br />

22391 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 97070-970<br />

PR-Darstellung: Seite 36<br />

Wilhelmsburger Krankenhaus<br />

Groß-Sand Geriatriezentrum/<br />

Kognitive Geriatrie<br />

Groß-Sand 3<br />

21107 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 75205-0<br />

Wohnpark Fama<br />

Luruper Hauptstraße 247–249<br />

22547 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 84004080<br />

Wohnungsbaugenossenschaft<br />

„Süderelbe“ eG<br />

„Haus am Frankenberg“<br />

Am Frankenberg 34<br />

21077 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 76403-0<br />

Wohnungsbaugenossenschaft<br />

„Süderelbe“ eG<br />

„Haus Hammer Landstraße“<br />

Hammer Landstraße 168<br />

20537 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 80608100<br />

Zentralverband <strong>Hamburg</strong>er<br />

Pflegedienste e. V. – ZHP<br />

Bramfelder Straße 60 a<br />

22305 <strong>Hamburg</strong><br />

Telefon: 040 46070270<br />

85


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 86<br />

VERZEICHNIS DER PR-DARSTELLUNGEN<br />

Verzeichnis der PR-Darstellungen<br />

Die nachstehenden Firmen und gemeinnützigen Einrichtungen haben mit ihren Public-Relations-Beiträgen<br />

das Zustandekommen dieser Broschüre in dankenswerter Weise gefördert.<br />

AGAPLESION BETHANIEN-HÖFE, <strong>Hamburg</strong> ..............23<br />

Altenzentrum Ansgar Diakoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong> ........30<br />

AOK Rheinland/<strong>Hamburg</strong> ...............................59<br />

ASB Sozialeinrichtungen (<strong>Hamburg</strong>) GmbH, <strong>Hamburg</strong> ......17<br />

Matthias-Claudius-Heim<br />

Alten- und Pflegeheim der Diakoniestiftung Alt-<strong>Hamburg</strong> ...43<br />

DAK-Gesundheit, <strong>Hamburg</strong> ...............................7<br />

Diakonie Alten Eichen, <strong>Hamburg</strong> .........................60<br />

Diakonisches Werk <strong>Hamburg</strong> –<br />

Fachbereich Pflege und Senioren, <strong>Hamburg</strong> ................6<br />

Diakoniewerk TABEA e. V., <strong>Hamburg</strong> .....................76<br />

Domicil – Seniorenpflegeheim Jenfeld GmbH,<br />

<strong>Hamburg</strong>-Jenfeld .......................................35<br />

ELIM Diakonie, <strong>Hamburg</strong> ...............................47<br />

Elisabeth Alten- und Pflegeheim der Freimaurer<br />

von 1795 e. V., <strong>Hamburg</strong> ................................29<br />

<strong>Hamburg</strong>er Gesundheitshilfe gGmbH, <strong>Hamburg</strong> ...........30<br />

Haus Ilse Alten- und Pflegeheim, Norderstedt .............55<br />

Hartwig-Hesse-Stiftung, <strong>Hamburg</strong> .......................16<br />

Kath. Marienkrankenhaus gGmbH, <strong>Hamburg</strong> ..............51<br />

K&S Seniorenresidenz <strong>Hamburg</strong> – Harburger Sand,<br />

<strong>Hamburg</strong>-Harburg ......................................27<br />

LEMBKE Häusliche Kranken- und Altenpflege GmbH,<br />

<strong>Hamburg</strong> ..............................................13<br />

Malteser Caritas <strong>Hamburg</strong> gGmH, <strong>Hamburg</strong> ..............11<br />

Malteser Hilfsdienst e. V. (Zentrale), <strong>Hamburg</strong> .............12<br />

Martha Stiftung, <strong>Hamburg</strong> ..............................15<br />

PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH,<br />

<strong>Hamburg</strong> ..............................................33<br />

Pflegewohnstift Garstedter Weg, <strong>Hamburg</strong> ...............42<br />

Hermann und Lilly Schilling-Stiftung, <strong>Hamburg</strong> ............25<br />

Heinrich Sengelmann Krankenhaus gGmbH,<br />

Bargfeld-Stegen ........................................21<br />

Senioren- und Therapiezentrum Rahlstedter Höhe<br />

GmbH, <strong>Hamburg</strong> .......................................54<br />

Senioren-Zentren Geschwister Jensen GmbH,<br />

<strong>Hamburg</strong> .............................................33<br />

SenVital Senioren- und Pflegezentrum <strong>Hamburg</strong> ...........55<br />

Theodor-Fliedner-Haus І Evangelisches Seniorenwohnund<br />

Pflegezentrum Bramfeld, <strong>Hamburg</strong> ...................60<br />

Frank-Wagner-Holding Hanseatische Management<br />

GmbH, <strong>Hamburg</strong> .......................................36<br />

86


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 87<br />

BILDQUELLEN / IMPRESSUM<br />

Bildquellen<br />

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe <strong>Demenz</strong>, Berlin: S. 8 re., 9 u., 72 re., 73 o.<br />

Holger Hartwig, <strong>Hamburg</strong>: S. 5, 38, 39, 41 o., 53 li., 64, 66, 67.<br />

Archiv (Werkaufnahmen): S. 7, 11, 13, 27, 30, 33, 35, 42, 43, 54, 76.<br />

AA+W/fotolia.com: S. 28 u., 41 u., 45 u., 53 re., 65; Africa Studio/fotolia.com: S. 31; Stefan Albrecht, <strong>Hamburg</strong>: S. 6 u.; auremar/<br />

fotolia.com: S. 46 o.; Cathrin Bach: S. 23 u. li.; beeboys/fotolia.com: S. 34 o.; BillionPhotos/fotolia.com: S. 69; blickgrafie І bea albers:<br />

S. 55. o.; Peggy Blume/fotolia.com: S. 30 o.; Ilka Bressem, Hermann und Lilly Schilling-Stiftung: S. 25 u.; Matthias Büchner/<br />

fotolia.com: S. 78; contrastwerkstatt/fotolia.com: S. 28 o.; Chepko Danil/fotolia.com: S. 9 o.; Uwe Dankert, <strong>Hamburg</strong>: S. 3; Elnur/<br />

fotolia.com: S. 10 u., 24 li. u., 49 u., 61 re., 73 u.; Sebastian Engels, <strong>Hamburg</strong>: S. 16 u. li.; Jost Fink, <strong>Hamburg</strong>: S. 51; fotohansel/<br />

fotolia.com: S. 77; galina2015/fotolia.com: S. 7; Johannes Groht, <strong>Hamburg</strong>: S. 60 u.; Michael Hagedorn, Pinneberg: S.16 u. re., 29,<br />

36; highwaystarz/fotolia.com: S. 62; Tim Hoppe Fotografie: S. 47 o. li.; IBOLD, <strong>Hamburg</strong>: S. 15; JSB31/fotolia.com: S. 14; khalaziy/<br />

fotolia.com: S. 18/19; Robert Kneschke, Köln/fotolia.com: S. 59; Kzenon/fotolia.com: S. 49 o.; littlebell/fotolia.com: S. 57 o.; Jacob<br />

Lund/fotolia.com: S. 79 o.; Marco2811/fotolia.com: S. 16; michaelheim/fotolia.com: Buchtitel, S. 1; Nomad_Soul/fotolia.com: S. 23 li.;<br />

Ocskay Bence/fotolia.com: S. 20, 61 li.; Ocskay Mark/fotolia.com: S. 45 o.; Osterland/fotolia.com: S. 4, 17, 23 re., 56, 70; pathdoc/<br />

fotolia.com: S. 32; Bernd Perlbach, Preetz/Heinrich Sengelmann Krankenhaus gGmbH: S. 21; Picture_Factory/fotolia.com: S 24 re.,<br />

58; RAM/fotolia.com: S. 63 u.; Alexander Raths/fotolia.com: S. 8 li., 22, 24 li. o., 26 u., 34 u., 44, 46 u., 48, 57 u., 63 o.; Birgit Reitz-<br />

Hofmann/fotolia.com: S. 10 o.; Gabriele Rohde/fotolia.com: S. 37; Juliane Schmidt, Hermann und Lilly Schilling-Stiftung: S. 25 o.;<br />

Bärbel Schönhof, Bochum: S. 74; Annette Schrader, <strong>Hamburg</strong>: S. 17, 47 o. re. und u.; Philipp Schumann, Berlin: S. 23 u. re.; SenVital/<br />

Manfred Schwellies, <strong>Hamburg</strong>: S. 55 u.; Sir_Oliver/fotolia.com: S. 70 o.; Konstantin Sytyagin/fotolia.com: S. 6 o.; Jana Tolle,<br />

<strong>Hamburg</strong>: S. 60 o.; weyo/fotolia.com: S. 71; Sabine Wigbers, <strong>Hamburg</strong>: S. 12; Axel Wollmer, <strong>Hamburg</strong>: S. 18 u.; Franco Zehnder,<br />

Rellingen: S. 52.<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der<br />

Alzheimer Gesellschaft <strong>Hamburg</strong> e. V.<br />

Redaktion:<br />

Jörn Wieking (Geschäftsführer),<br />

Katharina Auberger (Öffentlichkeitsarbeit)<br />

Autoren:<br />

Holger Hartwig, HARTWIG3C, coaching – communication –<br />

consulting, <strong>Hamburg</strong>;<br />

Karen Roske, Journalistin, Hannover<br />

Erste Ausgabe 2017<br />

Verlag Kommunikation & Wirtschaft GmbH,<br />

Oldenburg (Oldb)<br />

Bildquellen: Seite 87<br />

Die Publikation erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien.<br />

Alle Rechte bei Kommunikation & Wirtschaft GmbH,<br />

Oldenburg (Oldb)<br />

Das Manuskript ist Eigentum <strong>des</strong> Verlages. Alle Rechte vor -<br />

behalten. Auswahl und Zusammenstellung sind urheberrechtlich<br />

geschützt. Für die Richtigkeit der im Inhaltsverzeichnis<br />

aufgeführten Autorenbeiträge und der PR-Texte übernehmen<br />

Verlag und Redaktion keine Haftung.<br />

Printed in Germany 2017<br />

Bildbearbeitung:<br />

Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)<br />

Druck:<br />

Gutenberg Beuys Feindruckerei, Langenhagen<br />

87


Flipping_Book_2.qxp_Layout 1 21.11.17 10:12 Seite 88<br />

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