Kreis Pinneberg

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Deutsche Landkreise im Portrait

Kreis Pinneberg

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung

Redaktion: Oliver Carstens, Pressesprecher der Kreisverwaltung Pinneberg

Sechste, völlig neue Ausgabe 2017


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Das Buch erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien.

Alle Rechte bei Kommu nikation & Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Herausgegeben in Zu sam menarbeit mit dem

Kreis Pinneberg;

Redaktion: Oliver Carstens, Pressesprecher der

Kreisverwaltung Pinneberg

Printed in Germany 2017

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte

vorbehalten. Auswahl und Zusammen stellung urheberrechtlich

geschützt. Dem Buch liegen neben den illustrierten

Autorentexten Bilder und PR-Texte der Firmen,

Verwal tungen und Ver bände zu grunde, die mit ihrer

finan ziellen Beteili gung das Ersche inen des Bandes

ermöglicht ha ben. Sie sind im Anhang aufgeführt. Für

die Rich tig keit der im Inhalts verzeichnis aufgeführten

Autorenbeiträge und der PR-Seiten übernehmen Verlag

und Redaktion keine Haftung.

Bildbearbeitung:

Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei, Langenhagen

Gedruckt auf 130g/m 2 Exceo Silk der Feldmuehle

Uetersen GmbH

Bildnachweis: Seite 144

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek:

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publi kation

in der Deutschen National bibliographie; detaillierte

biblio gra phische Daten sind im Internet über

http://dnb.ddb.de abrufbar.

ISBN 978-3-88363-386-2


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3

Vorwort

Vorwort 6

Landrat Oliver Stolz und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Der Kreis Pinneberg im Wandel – aus historischer Sicht 8

Kai Wittig, Kreisarchiv Pinneberg

Städte, Ämter und Gemeinden im Profil 10

Oliver Carstens, Pressesprecher des Kreises Pinneberg

Helgoland – Insel mit wechselvoller Geschichte 24

Jörg Singer, Bürgermeister, und

Levke Paulsen, Assistenz Fachamt Bürgerdienste, Gemeinde Helgoland

Ein Kreis mit Verantwortung

Die Kreisverwaltung: Von „A“ wie Abfall bis „Z“ wie Zulassung –

Dienstleistungen für die Region 26

Landrat Oliver Stolz

Integration im Kreis Pinneberg 28

Birgit Köhnke, Stabsstelle Integration, Kreis Pinneberg

„Behindert sein? Oder behindert werden?“ – Inklusion im Kreis 30

Axel Vogt, Behindertenbeauftragter des Kreises Pinneberg

Erfolgsfaktor Wissen – passgenaue Schul- und Bildungsangebote 32

Adelia Schuldt, Schulrätin, Schulamt Kreis Pinneberg, und

Andrea Pinzek, Fachdienstleiterin Jugend und Bildung des Kreises Pinneberg

Hochschulen im Kreis Pinneberg – die Wirtschaft profitiert 34

Bernd Amsberg, Journalist, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag

Vorbildliche medizinische Versorgung auf hohem Niveau 38

Angela Bartels, Geschäftsführerin der Regio Kliniken GmbH, Elmshorn

Sicherheit im Blickpunkt – Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz 42

Jürgen Tober, Leiter des Fachbereichs Ordnung des Kreises Pinneberg


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4

Inhaltsverzeichnis

Soziale Verantwortung im demografischen Wandel 46

Tobias Kuckuck, Team Regionalplanung und Europa, Kreis Pinneberg

Familien im Fokus – Leben, Lernen, Arbeiten 50

Tinka Juliane Frahm, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Pinneberg

Ehrenamt – Kitt der Gesellschaft 54

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann

„AQUA-AGENTEN“ und „Klimaretter“ –

Der Kreis Pinneberg setzt auf die Jugend beim Klimaschutz 56

Valerie Wilms, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, und

Anja Vratny, Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Der Kreis Pinneberg – Zusammenarbeit in Regionen 60

Andreas Köhler, Leiter des Fachbereichs Service, Recht und Bauen des Kreises Pinneberg

Mit Dienstleistungen zu neuen Arbeitsplätzen 62

Dr. Harald Schroers, Geschäftsführer der WEP Wirtschaftsförderungs- und

Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH, Tornesch

Eckpfeiler der Wirtschaft – die Mischung macht’s 76

Dr. Paul Raab, Leiter der Zweigstelle Elmshorn der Industrie- und Handelskammer zu Kiel

Das Handwerk – bedeutende Wirtschaftskraft 94

Norbert Lanz, Kreishandwerksmeister, und

Claudia Mohr, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein, Itzehoe

Adern der Wirtschaft – Straße, Wasser, Schiene, Glasfaser 96

Diplom-Geograph Claudius Mozer, Leiter der SVG Südwestholstein ÖPNV-

Verwaltungsgemeinschaft, Stabstelle beim Kreis Pinneberg, und

Klaus Perthen, Geschäftsführer des Wegeunterhaltungsverbandes im Kreis Pinneberg

Ein Kreis mit Power – Energieregion Kreis Pinneberg 102

Burkhard Fuchs, Journalist, Norderstedt

Innovation und Zuverlässigkeit –

Worauf es in der modernen Kreislaufwirtschaft ankommt 108

Jens Ohde, Geschäftsführer der GAB Umwelt Service, Kummerfeld


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5

Liebes Mölekül – bitte recht freundlich 112

Dr. Bernd Ebeling, Gruppenleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

European XFEL GmbH, Schenefeld

Ackern mit Konzept – moderne Landwirtschaft auf engstem Raum 114

Peer Jensen-Nissen, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Pinneberg

Kompetenzregion für nachhaltige Baumschulwirtschaft 118

Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund

deutscher Baumschulen (BdB) e. V., Ellerhoop, und Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger

Baumschulland e. V., Ellerhoop

Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop 122

Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter Warda, Erster Vorsitzender des Förderkreises

Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V., Ellerhoop

Kultur im Kreis Pinneberg: die Drostei und vieles mehr 126

Stefanie Fricke, Künstlerische Leitung der Stiftung Landdrostei, Pinneberg

Sehenswerte Architektur – durch Ehrenamt erhalten 128

Antje Metzner, Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises Pinneberg

Elbmarschen, Moore und Knicks – vielfältige und abwechslungsreiche Landschaften 132

Hans-Albrecht Hewicker, Kreisnaturschutzbeauftragter

Attraktive Ausflugsziele im Kreisgebiet 136

Katharina Kröger, Holstein-Tourismus e. V., Glückstadt, und

Edelgard Heim, Elbmarschenhaus, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und

ländliche Räume, Haseldorf

Kreissportverband Pinneberg – starker Sport in der Metropolregion 140

Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des Kreissportverbandes Pinneberg e. V.

Register

Verzeichnis der PR-Bildbeiträge 142

Bildquellen 144


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6

Vorwort

Vorwort

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Landrat Oliver Stolz

vor Ihnen liegt das neueste Portrait des Kreises

Pinneberg, des kleinsten und zugleich größten

in Schleswig-Holstein. Zwar umfasst er

die geringste Fläche, ist mit rund 310 000 Bürgerinnen

und Bürgern jedoch der einwohnerstärkste

Kreis mit der höchsten Einwohnerdichte

im nördlichsten Bundesland.

Dieses Buch gibt Ihnen einen interessanten

Überblick über die ehemalige „Grafschaft

Pinneberg“ und den mit der „königlichpreußischen

Verordnung vom 22. September

1867“ im südwestlichen Teil Schleswig-

Holsteins gebildeten Kreis Pinneberg und

erscheint denkbar passend im Jahr seines

150-jährigen Bestehens. In diesem langen

Zeitraum hat er sich zu einem der wirtschaftsstärksten

Kreise in der Metropolregion Hamburg

entwickelt, die wiederum eine der dynamischsten

Wirtschaftsregionen in Europa

darstellt.

Naherholungsgebiete und -einrichtungen,

weitläufige unberührte Naturschönheiten

und das kulturelle Angebot in den Städten,

Gemeinden und Dörfern machen den Kreis

Pinneberg lebenswert. Überzeugen Sie sich

selbst davon auf den folgenden Seiten, auf

denen diverse Autoren unseren Kreis aus

ihren eigenen Blickwinkeln betrachten und

sich hiesige Unternehmen in Kurzportraits

vorstellen.

Fühlen Sie sich mit diesem Bildband herzlich

zu einem Streifzug durch das Kreisgebiet

eingeladen inklusive Deutschlands einziger

Hochseeinsel Helgoland, die ebenfalls dem

Kreis Pinneberg angehört.

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann

Neben der hervorragenden Verkehrsanbindung

und der gut ausgebauten Infrastruktur tragen

die sogenannten weichen Standortfaktoren

maßgeblich dazu bei, dass die Bevölkerung

des Kreises seit Jahrzehnten kontinuierlich

wächst und Unternehmen sich gerne hier

ansiedeln. Zahlreiche bereits ortsansässige

Firmen haben sich für den Ausbau ihres

hiesigen Standortes entschieden.

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann

Landrat Oliver Stolz


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7

Der Philanthrop vor der Drostei


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8

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Der Kreis Pinneberg im Wandel –

aus historischer Sicht

Kai Wittig

Historische Kreisverwaltung (1893

bis 1935) im Rübekamp in Pinneberg

Die Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg,

zwischen Elbe und Alster, ist im 14. Jahrhundert

als „Grafschaft Pinneberg“ entstanden.

Während vieler Jahrhunderte ist sie ein abgesondertes

Territorium gewesen – im Unterschied

zum übrigen Holstein, welches 1474

zum Herzogtum erhoben wurde. Die Herren

der Grafschaft hatten von 1390 bis 1640 in

Personalunion auch die Stammgrafschaft

Schaumburg an der Weser inne. 1460 wurde

Christian I. von Dänemark aus dem Hause

Oldenburg in Ripen von den Ständen zum

Landesherrn in Holstein und Schleswig gewählt.

Die Pinneberger Nebenlinie hatte auf

das Herzogtum Schleswig keine Ansprüche

geltend machen können. Der Ripener Vertrag

hatte für die Grafschaft Holstein-Pinneberg,

„diesen kleinen, nahezu souveränen Staat“,

keine Geltung. 1640 starb mit Otto dem VI.

das schauenburgische Haus in der „Grafschaft

Pinneberg“ im Mannesstamm aus. Ein Teilungsrezess

zwischen dem dänischen König

und dem Gottorfer Herzog teilte das Pinneberger

Gebiet auf. 1 Mit der Bildung der

Landkreise in Schleswig-Holstein durch

die königlich-preußische Verordnung vom

22. Sep tember 1867 entstand beispielsweise

der neue Kreis Pinneberg im südwestlichen

Teil Schleswig-Holsteins.

Sieht man sich den Kreis Pinneberg geschicht -

lich gestern und heute an, so erkennt man

immer den Bezug mit Hamburg. Früher war

Hamburg eine kleinere Stadt, die unter anderem

mit dem „Groß-Hamburg-Gesetz“ an

Umfang gewann und der Kreis Pinneberg

dafür einen Teil seiner Gemeinden an die

Hansestadt abtreten musste. Am 1. April 1937

kam Lokstedt an Hamburg (Lokstedt bestand

bereits seit 1927 aus den Gemeinden Lokstedt,

Niendorf und Schnelsen). Es gibt also

schon aus der Vergangenheit heraus einen geschichtlichen

Bezug zu und mit Hamburg.

Insbesondere die Gebietsverluste des Kreises

Ende der 1960er-Jahre für die Gründung der

Stadt Norderstedt waren flächenmäßig und

vor allem unter Berücksichtigung der Kaufkraft

ein schwerer Schlag für den Kreis Pinneberg.

Die beiden bevölkerungsreichen und

wirtschaftsstarken Gemeinden des Kreises

Pinneberg Friedrichsgabe und Garstedt stellten

rund 35 Prozent der Wirtschaftskraft des

Kreises Pinneberg dar.


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9

War der Kreis Pinneberg in der Vergangenheit

geprägt durch Landwirtschaft und Baumschul -

tätigkeit, hat er sich nach dem Krieg sehr

stark verändert. Es bestand die Notwendigkeit,

die Probleme der beherbergten Flüchtlinge

zu lösen und diese zu integrieren. Die

Protokolle der Kreiskommission für Flüchtlingsbetreuung

belegen, dass nach 1945 mehr

als 88 500 Flüchtlinge im Kreis Pinneberg lebten.

Dies war eine Bevölkerungszunahme im

Kreis von etwa 68 Prozent. 2 Es mussten in Zusammenarbeit

mit dem Nachbarn, der Hanse -

stadt Hamburg, die Versorgung der Bevölkerung,

die Infrastruktur und wirtschaftlichen

Beziehungen koordiniert werden. Die Infrastrukturentwicklung

– nicht nur in Bezug auf

die Straßen, sondern auch im Bereich Wasserversorgung

und ÖPNV – mussten schnellstens

entwickelt werden.

Nach dem Krieg bestand das Bestreben der

Gemeinden im Kreis Pinneberg nach Eigenständigkeit,

zum Beispiel wurde das angegliederte

Amt Uetersen zum Amt Moorrege oder

die Gemeinde Appen, welche aus der gemeinsamen

Verwaltung des Amtes Pinneberg-Land

die Selbstständigkeit wählte. In der heutigen

Zeit geht der Trend eher zur Konzentration

von Verwaltungen, um Kosten zu sparen, wie

etwa beim ehemaligen Amt Pinneberg-Land

und dem Amt Bönningstedt, die heutzutage

als Amt Pinnau fusioniert sind. Oder beispielsweise

das Amt Haseldorf, das gleich zweimal

in kürzester Zeit den Partner wechselte: Zuerst

kooperierte es mit der Stadt Uetersen, um

dann zum Amt Geest und Marsch Südholstein

zu wechseln.

Die großen Überlandstraßen vergangener

Jahrhunderte stehen im Gegensatz zu den

heutigen Bedürfnissen der Einwohner des

Kreises Pinneberg. Früher gab es als Fern -

strecke lediglich den Ochsenweg, der von

Dänemark kommend über Itzehoe–Elmshorn–Uetersen

und Wedel nach Hamburg

führte und dem Vorläufer der heutigen

Bundes straße 431 – in Teilen – entsprach. Als

Kutschenschnellweg nach Kiel diente die

Strecke über Bönningstedt–Hasloh–Bilsen–

Quickborn und Langeln – die heutige Bundesstraße

4. Dem wachsenden Verkehrsaufkommen

sind der Ausbau- und Neubau der Bundesautobahnen

23 und 7 geschuldet. Viele

Pendler haben heute ihren Arbeitsplatz in

Hamburg und der Metropolregion. |

1 Archivalische Quellennachweise zur Geschichte des

Kreises Pinneberg, Dr. D. Unverhau, Jahrbuch Kreis

Pinneberg 1977

2 A.-Sig. H 456

Historische Kreiskarte im alten

Kreishaus in Pinneberg


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10

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Städte, Ämter und Gemeinden im Profil

Oliver Carstens

Stadt Barmstedt

Fläche: 1716 Hektar

Einwohner: 10 270

www.barmstedt.de

Gemeinde Bönningstedt

Fläche: 1206 Hektar

Einwohner: 4584

www.boenningstedt.de

Stadt Elmshorn

Fläche: 2086 Hektar

Einwohnerzahl: 48 902

www.elmshorn.de

Symbol der Stadt Barmstedt –

der Schusterjunge

Stadt Barmstedt

Die bislang einzige Stadt im Kreis, die sich

Erholungsort nennen darf, liegt im nördlichen

Kreisgebiet, umschlossen vom Amt Rantzau.

Das Herzstück der ehemaligen Schusterstadt

ist die idyllisch gelegene, von Burggraben,

Krückau und dem Rantzauer See umgebene

historische Schlossinsel. Hier befand sich um

1140 die Burg der Ritter von Barmstede.

Heute findet man auf der Insel ein Ensemble

von vier denkmalgeschützten Gebäuden,

unter ihnen das Schloss Rantzau in Form

eines zweigeschossigen klassizistischen

Backsteinbaus von 1806.

Der 7,5 Hektar umfassende Rantzauer See ist

ein künstlich angelegter Stausee der Krückau.

Er befindet sich inmitten seiner waldreichen

Umgebung und dem angrenzenden präch -

tigen Rhododendronpark. Als Naturdenkmal

steht eine knorrige „1000-jährige Eiche“ unweit

der Schlossinsel. Sie soll 700 Jahre alt

sein.

Gemeinde Bönningstedt

Bönningstedt ist eine amtsfreie Gemeinde im

Grünen nördlich von Hamburg am Kreuz der

Bundestraße 4 und der Kreisstraße 5. Erste

bekannte urkundliche Erwähnung fand der

Ortsteil Winzeldorf im Jahr 1369, als der Graf

von Holstein, Otto von Schauenburg, dem

Kapitel der Hamburger Kirche eine jährliche

Rente unter anderem von zehn Mark aus den

Dörfern Quickborn und Winzeldorf aussetzte.

Die ursprünglich reinen Bauerndörfer Winzeldorf

und Bönningstedt wurden 1942 zum

heutigen Bönningstedt zusammengelegt.

Noch in den 1930er-Jahren hatten beide Gemeinden

zusammen nur ca. 900 Einwohner,

deren Zahl wegen des Zuzugs von Flücht -

lingen nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1950

auf über 1900 anwuchs. Der unternommene

Versuch, mit den anderen beiden Gemeinden

im damaligen Amtsbereich Bönningstedt,

Hasloh und Ellerbek eine Großgemeinde zu

bilden, ist 1976 gescheitert. Die Einwohnerzahl

stieg bis 2017 auf über 4500 an.

Stadt Elmshorn

„Elmshorn. Supernormal.“ Mit diesem Slogan

machte die größte Stadt des Kreises Pinneberg

2017 überregional auf sich aufmerksam.

Als erste Stadt überhaupt hat Elmshorn damit

eine Marke entwickelt, die aus dem Wettbewerb

um noch tollere, noch unglaublichere Eigenschaften

aussteigt.

Stattdessen zeigt sich Elmshorn bewusst ge -

erdet: Ein hervorragendes Bildungsangebot

von Grundschulen bis zur Fachhochschule

Nordakadamie, attraktive Einkaufsmöglich-


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11

keiten sowie eine gute Anbindung sowohl an

den öffentlichen Nahverkehr wie auch die

Autobahn sind hier selbstverständlich.

Genauso, wie die 1661 erbaute Kirche St.

Nikolai, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten

der Region zählt. Oder der Holsteiner

Verband – eine der erfolgreichsten Pferdezuchten.

Die Feste, wie die jährlich stattfindende

Flora-Woche samt Hafenfest. Die vielen

hier ansässigen Wirtschaftsunternehmen.

Die idyllische Lage an der Krückau. Die lange

Geschichte – seit 1141. Elmshorn eben. Supernormal.

Amt Elmshorn-Land

Das Amt Elmshorn-Land besteht seit der

Ämtergründung in Schleswig-Holstein im

Jahre 1948. Es liegt im Nordwesten des Kreises

Pinneberg und ist Verwaltungsheimat für die

sieben amtsangehörigen Gemeinden Klein

Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop,

Kölln-Reisiek, Seester, Raa-Besenbek, Seestermühe,

Seeth-Ekholt.

Das Landschaftsbild wird geprägt von den

Bauernhöfen mit ihren Äckern und Wiesen,

Baum- und Rosenschulen, Reiterhöfen und

den einzelnen Orten mit größeren und kleineren

Gewerbebetrieben in der Marsch und auf

der Geest. Die Wege der Feldmark laden zum

Wandern ein. Reizvolle Möglichkeiten dazu

bieten unter anderem die Moore (Liether,

Köllner, Klein Offensether und Ekholter Moor),

das Eckerngehölz, das Elbufer (Eschschallen)

oder das Hammoor.

Amt Geest und Marsch Südholstein

Das jüngste Amt im Kreisgebiet ist das Amt

Geest und Marsch Südholstein. Das Amt hieß

ursprünglich Amt Moorrege und umfasste die

sieben Gemeinden Appen, Groß Nordende,

Heidgraben, Heist, Holm, Moorrege und

Neuendeich. Zum 1. Januar 2017 löste sich das

benachbarte Amt Haseldorf auf und seine

drei Gemeinden Haselau, Haseldorf und Hetlingen

traten dem Amt bei, das sich daraufhin

in Amt Geest und Marsch Südholstein umbenannte.

Das Gebiet der drei neu hinzuge -

kommenen Gemeinden ist der wesentliche

Der Steindammpark in Elmshorn

Amt Elmshorn-Land

Fläche: 8929 Hektar

Einwohnerzahl: 12 883

www.elmshorn-land.de

Amt Geest und

Marsch Südholstein

Fläche: 13 765 Hektar

Einwohner: 23 357

www.amt-geest-undmarsch-suedholstein.de

Liether Kalkgrube (Klein-Nordende)

Erwähnenswert sind die alte Backsteinkirche

in Seester, die Lindenallee mit Teehaus des

Gutes in Seestermühe, die maritime Landschaft

der Unterelbe, das Vogelschutzgebiet

auf der Insel Pagensand sowie der Göpelschauer

in Seestermühe (Museum für landwirtschaftliche

Geräte). Überragende Bedeutung

hat das Liether Kalkgrubenareal als

Naturdenkmal mit seinen Besonderheiten

der Geologie, Flora und Fauna.


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Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Für die nahe Großstadt Hamburg bietet das

gesamte Amtsgebiet eine vorzügliche Erholungslandschaft

mit vielen besonderen Attrak -

tionen und einer herausragenden Gastronomie.

Hier gibt es die älteste, heute noch betriebene

Hengststation des Holsteiner Verbandes,

das versunkene Bishorst mit einer

der letzten Hauswurten an der Elbe, den

Schlosspark Haseldorf, die Integrierte Station

„Elbmarschenhaus“ in Haseldorf, die großen

Obstanbaugebiete und die weite Marschlandschaft

zu genießen.

Gemeinde Halstenbek

Radfahren in der Marsch

Bestandteil der ehemals eigenständigen Gutsbezirke

Haselau und Haseldorf, zusammengefasst

im Jahre 1749 zum Gut Haseldorf.

Die Gemeinde Halstenbek liegt im südlichen

Teil des Kreises Pinneberg und grenzt unmittelbar

an die Freie und Hansestadt Hamburg.

Aufgrund der vorteilhaften Lage ist die Gemeinde

sowohl als Gewerbestandort als auch

als Wohnort besonders attraktiv. Durch zwei

Anschlüsse an die Autobahn 23 und zwei

S-Bahn-Stationen bestehen hervorragende

Verkehrsanbindungen.

Gemeinde Halstenbek

Fläche: 1258 Hektar

Einwohner: 16 744

www.halstenbek.de

Das Naturschutzgebiet „Haseldorfer Binnen -

elbe mit Elbvorland“ liegt im Bereich des

Amtes, es ist eines der größten Naturschutzgebiete

Schleswig-Holsteins.

Größte Gemeinde im Amtsbezirk ist mit 4881

Einwohnern Appen, überregional bekannt

durch „Appen musiziert“. Südlich schließen

sich die Homer Sandberge an, ein gut besuchtes

Naherholungsziel. Der Großteil der 995

Hektar der Gemeinde Heist, dessen Name soviel

bedeutet wie „mit Buschwerk bewachsene

Gegend“, wird hauptsächlich landwirtschaftlich

genutzt. Attraktiv für Besucher ist

auch der im Amtsbezirk gelegene Flugplatz,

der zu Rundflügen und Flugstunden einlädt.

Neuendeich hat ein besonders Kleinod zu

bieten, die älteste Drehbrücke Deutschlands

verbindet dort die Seestermüher Marsch über

die Pinnau mit der Haseldorfer Marsch. Reetgedeckte

Katen und Bauernhäuser bestimmen

die Landschaft.

Die Baumschulgemeinde bietet mit dem

Krupunder See ein Naherholungsziel in dem

gleichnamigen Ortsteil, der seit 1964 Teil eines

Landschaftsschutzgebietes ist. Für Kinder

und Erwachsene stehen moderne Bildungseinrichtungen

bereit. Mit dem neu errichteten

Wolfgang-Borchert-Gymnasium, der

Grund- und Gemeinschaftsschule sowie der

Grundschule Bickbargen stehen alle allgemeinbildenden

Schulen vor Ort zur Verfügung, die

vielfältige Angebote an Bildung, Erziehung

und Betreuung anbieten. Sieben Kindertagesstätten

halten Betreuungsplätze für Kinder ab

dem ersten Lebensjahr bereit und arbeiten

nach unterschiedlichen Konzepten. Auf den

stetig wachsenden und veränderten Bedarf

reagiert die Gemeinde durch Schaffung von

entsprechenden Angeboten.

Für Leben im Ort, Unterhaltung und Freizeitgestaltung

sorgen zahlreiche Vereine, Verbände

sowie öffentliche und soziale Einrichtungen.

Attraktive Angebote gibt es für alle Interessengruppen:

Sportlich Aktive, Kulturliebhaber,


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Schule in Hasloh

Bildungshungrige, Naturverbundene, Feinschmecker,

Kreative, Künstler, Musiker und

auch für Menschen, denen es wichtig ist, sich

ehrenamtlich zu engagieren. Mit der landschaftlich

sehr reizvollen Gemeinde Hart -

kirchen (Oberösterreich) sowie der in einer

wald- und wasserreichen Umgebung in

Mecklenburg-Vorpommern gelegenen Stadt

Lübz bestehen Städtepartnerschaften.

Gemeinde Hasloh

Hasloh ist eine amtsfreie Gemeinde und

bildet mit der Stadt Quickborn eine Verwaltungsgemeinschaft.

Sie liegt im Grünen, umgeben

von Wald, Wiesen und Feldern. Nah -

erholung im Ort wird großgeschrieben. So

lädt zum einen der Pfingstwald zum Spazieren

ein, aber auch die Wege rund um das Holmmoor

und das Gebiet Syltkuhlen bieten dem

Erholungsuchenden viel Freiraum.

Die Gemeinde verfügt mit einem flächen -

deckenden Glasfasernetz über eine moderne

digitale Infrastruktur und über eine ausgezeichnete

Verkehrsanbindung durch einen

Bahnanschluss und die Nähe zur Autobahn 7.

Die Städte Quickborn und Norderstedt mit

ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten sind

nur wenige Kilometer entfernt. Auch die Groß -

stadt Hamburg ist gut erreichbar (bis zur

Innenstadt sind es etwa 20 Kilometer), ebenso

der Flughafen Hamburg Airport.

Gemeinde Hasloh

Fläche: 1107 Hektar

Einwohner: 3557

www.hasloh.de

Gemeinde Helgoland

Fläche: 421 Hektar

Einwohner: 1434

www.helgoland.de

Helgoland – Gäste beim Ausbooten

Gemeinde Helgoland

Reif für die Insel? Ein touristischer Höhepunkt

des Kreises ist die einzige Hochseeinsel

Deutschlands. Helgoland lockt mit einzig -

artiger Fauna und Flora. Im Sommer kann

man den Lummensprung beobachten, die

„Lange Anna“ ist immer eine Reise wert, und

Robben auf der Düne mal ganz aus der Nähe

zu betrachten, ist für Groß und Klein ein

Ereignis. Mit dem Pinneberg findet man auch

die höchste Erhebung des Kreises auf der

Insel (61,3 Meter). Historisch hat die Insel


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Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Das Amt Hörnerkirchen hat seit dem Jahr 2016

eine 97-prozentige flächendeckende Breit -

bandversorgung.

Amt Pinnau

Idylle in Hörnerkirchen

Amt Hörnerkirchen

Fläche: 4491 Hektar

Einwohner: 4056

www.amthoernerkirchen.de

Amt Pinnau

Fläche: 7136 Hektar

Einwohner: 13 395

www.amt-pinnau.de

ein auf und ab hinter sich, und die Offshore-

Projekte sind ein nicht mehr wegzudenkender

Wirtschaftsfaktor. Mehr über die Insel erfahren

Sie auf den Seiten 24/25.

Amt Hörnerkirchen

Im Norden des Kreises Pinneberg, aus den

vier Gemeinden Bokel, Brande-Hörnerkirchen,

Osterhorn und Westerhorn bestehend, liegt

das ländlich geprägte Amt Hörnerkirchen.

Der traditionelle Begriff „Hörner Dörfer“

spiegelt die topografische Lage wider: „Horn“

bedeutet soviel wie „Vorsprung“ und bezeichnet

den Ausläufer der Geest-Sanderfläche in

moorigem Gebiet. Im Holsteiner Auenland

liegend, ist die Landschaft überwiegend

durch Wald und Moorgebiete geprägt.

Osterhorn mit 445 Einwohnern ist die kleinste

Gemeinde des Amtsbezirkes und die nördlichste

des gesamten Kreises. Bokel besitzt

den Beinamen „Dorf am See“. Der Mühlenteich

trägt entscheidend zu dem Erholungs -

charakter der Gemeinde bei.

Im Sommer 2008 ist das Amt Pinnau mit seiner

Verwaltung in einen Flügel des Rellinger Rathauses

eingezogen und verwaltet in den fünf

Amtsgemeinden über 13 000 Einwohnerinnen

und Einwohner. Ellerbek ist mit über

4200 Einwohnern die größte Gemeinde im

Amt und bietet seinen Bürgern und Gästen

neben der schönen Natur viele Sport- und

Begegnungsstätten, die von den Vereinen und

Verbänden der Gemeinde mit sportlichem

und kulturellem Leben gefüllt werden.

Die Gemeinde Prisdorf im Norden der Kreisstadt

Pinneberg feierte gerade ihr 675-jähriges

Bestehen. Aufgrund der guten Anbindung an

die A 23 und als Haltepunkt der Regionalbahn

hat sich Prisdorf zu einem idealen Gewerbestandort

mit großzügigem Einzel- und Fachhandel,

Verbrauchermärkten sowie leistungsfähigen

Handwerksbetrieben und Produk -

tionsstätten entwickelt. Die Gemeinde Tangstedt

ist noch einhundert Jahre „älter“ und

hat sich in den letzten Jahren immer mehr

von einer Agrargemeinde zu einer Wohn -

gemeinde entwickelt. Zu ihr gehört die als

Ausflugsziel bekannte Wulfsmühle mit angrenzendem

Golfplatz. Die Gemeinde Kummerfeld

an der ehemaligen Bundesstraße 5

liegt parallel zur Autobahn 23 zwischen

den Anschlussstellen Pinneberg-Nord und

Tornesch und verfügt ebenfalls über ein

reichhaltiges Angebot an Sport-, Freizeit- und

sozialen Einrichtungen. An der Landesstraße

76, die Pinneberg und Quickborn sowie

die beiden Autobahnen Hamburg–Kiel und

Hamburg–Itzehoe verbindet, liegt die

Gemeinde Borstel-Hohenraden. Mit einer

ausgewogenen Bauleitplanung versucht die

Gemeinde seit Jahren, die Funktionen des

Wohnens und der Landwirtschaft gleicher -

maßen zu erhalten.


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Kreisstadt Pinneberg

Die Keimzelle Pinnebergs war eine im 14. Jahr -

hundert erstmals urkundlich erwähnte Burg

am Zusammenfluss von Mühlenau und Pinnau.

Der Marktflecken mit etwa 3000 Einwohnern

wurde erst 1875 zur Stadt erhoben.

Neben seinen beliebten Wohngebieten zeichnet

sich Pinneberg durch sein kulturelles

Leben aus. Was in den 1920er- bis 1960er-

Jahren die weit über Pinneberg hinaus bekannten

Holsteiner Rosenfeste waren, sind

heute die jährlich wiederkehrenden Highlights

wie das Weinfest oder das Jazz-Festival.

Im Stadtzentrum liegt das Pinneberg Museum

im historischen ehemaligen Amtsgericht von

1855 direkt neben dem bedeutendsten Denkmal

des Kreises Pinneberg, der Landdrostei

von 1767. Das heutige Kreiskulturzentrum

zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Veranstaltungen

aus wie Ausstellungen, Musikabende

und Lesungen. Der bis an den Bahnhof

und die Innenstadt reichende Stadtwald,

der „Fahlt“, der Rosengarten und der Drosteipark

bilden die „grüne Lunge“ der Stadt und

laden zu Spaziergängen und zum Verweilen

ein.

Stadt Quickborn

Quickborn, die Stadt im Grünen, besteht aus

drei Ortsteilen: Quickborn-Ort, dem eigent -

lichen Mittelpunkt, Quickborn-Heide mit

Gartenstadtcharakter im Nordosten und

Quickborn-Renzel, dem dörflich geprägten

Ortsteil im Westen. Gelegen an der Bundes -

autobahn 7 von Hamburg nach Flensburg,

der Bundesstraße 4 von Hamburg nach Kiel,

der Landesstraße 76 von Norderstedt nach

Pinneberg und der Eisenbahnstrecke AKN

von Hamburg über Eidelstedt und Kalten -

kirchen nach Neumünster, bietet Quickborn

seinen rund 21 000 Einwohnerinnen und Einwohnern

alle notwendigen Hauptverkehrswege.

Hinzu kommen gute ÖPNV-Verbindun-

Moderne Architektur in der Innenstadt von Pinneberg

gen und die Nähe zum Hamburger Hafen und

Flughafen. In Quickborn gibt es alle Schul -

arten und Infrastruktureinrichtungen, die

man von einer modernen Stadt dieser Größe

erwartet.

Mitten in Quickborn

Kreisstadt Pinneberg

Fläche: 2154 Hektar

Einwohnerzahl: 42 309

www.pinneberg.de

Stadt Quickborn

Fläche: 4321 Hektar

Einwohner: 20 733

www.quickborn.de


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16

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Amt Rantzau

Amt Rantzau

Fläche: 11 199 Hektar

Einwohner: 8630

www.amt-rantzau.de

Gemeinde Rellingen

Fläche: 1319 Hektar

Einwohner: 14 260

www.rellingen.de

Stadt Schenefeld

Fläche: 999 Hektar

Einwohner: 19 075

www.stadt-schenefeld.de

Hügelgrab in Langeln

Zehn Gemeinden bilden seit 1948 das Amt

Rantzau mit Sitz in Barmstedt. Der nördliche

Teil der ehemaligen Grafschaft wurde 1649

von Statthalter Christian Rantzau erworben,

der bis heute den Namen des Amtes prägt. Im

Amtsgebiet liegt Bullenkuhlen, die kleinste

Gemeinde des Kreises mit 360 Einwohnern.

Eine Vielzahl von Baumschulen und Gärtnereien

strukturiert das Amtsgebiet im Wesent -

lichen landwirtschaftlich. Seit einigen Jahren

gewinnt die Wohnfunktion zunehmend an

Bedeutung und überwiegt teilweise schon.

Die Naherholung ist im Amtsbezirk ein wichtiger

Faktor geworden. Ein besonders beliebtes

Ausflugsziel ist die Norddeutsche Gartenschau

in Ellerhoop-Thiensen, siehe ab Seite

122; aber auch andere Freizeitziele laden zum

Schauen und Verweilen ein. Das Himmelmoor,

die Heeder Tannen, das Ellerhooper Gehege

mit Waldbühne sind nur einige Beispiele und

immer einen Besuch wert.

Gemeinde Rellingen

Zwischen der Kreisstadt Pinneberg und der

Hansestadt Hamburg liegt die Gemeinde

Rellingen. Wahrzeichen des Ortes ist die Rellinger

Kirche. Sie stellt eines der Hauptwerke

des spätbarocken Kirchenbaues im Lande dar

und ist ein Kunstwerk von richtungweisender

Bedeutung. Ihre heutige Form mit dem achteckigen

Grundriss des Gotteshauses und

dem angesetzten Kirchturm erhielt sie in den

Jahren 1754 bis 1756 durch den Baumeister

Cai Dose. Eine zentrale Lage und gute Infrastruktur

ermöglichen der amtsfreien Gemeinde

drei Gewerbegebiete.

Stadt Schenefeld

Die Rellinger Kirche

Die Stadt Schenefeld liegt im Süden des Kreises

Pinneberg und grenzt unmittelbar an die

Freie und Hansestadt Hamburg. Schenefelds

Reiz besteht daher neben der naturnahen

Lage auch darin, die Angebote einer Großstadt

wie Hamburg nutzen zu können.

Fortsetzung Seite 18


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17

Das Stadtzentrum Schenefeld ist ein Einkaufscenter für die ganze Familie.

Auf 38 000 Quadratmetern sind fast 100 Geschäfte, Dienstleister und

Ärzte vor Ort. Insgesamt stehen 1300 Parkplätze eine Stunde kostenfrei

zur Verfügung. Internetanbindung für Kunden besteht über einen eigenen

Hotsplots-Hotspot.

Stadtzentrum Schenefeld – hier shoppen Nordlichter

Die Stadt Schenefeld kann einen ganz besonderen Ortskern

ihr Eigen nennen: das „Stadtzentrum Schenefeld“. Vor über

25 Jahren als Einkaufscenter mit Gastronomie und Dienst -

leistungen eröffnet, ist es heute Treffpunkt, Ortsmitte und

moderne Shoppingoase für Jung und Alt zugleich. Ein lebendiger

Bestandteil der Region Schenefeld, wenn man so will.

Ein Ort mit nordischem Flair und entspannter Atmosphäre.

Von Anfang an ein Markenzeichen war die lichtdurchflutete

Architektur des Gebäudes mit dem imposanten Glasdach. Sie

macht selbst bei schlechtem Wetter Lust auf einen Bummel

oder ein gemütliches Treffen auf dem zentralen Marktplatz.

Fast 100 Geschäfte, Dienstleister und Ärzte sind hier zu finden.

Darunter auch eine Spielbank – die einzige in einem Einkaufs -

zentrum in Deutschland.

Doch das, was den Menschen wirklich unvergessliche Einkaufs -

erlebnisse beschert, sind die besonderen Aktionen für Groß

und Klein.

Da wären zum Beispiel die stets gut besuchten Modenschauen

und verkaufsoffenen Sonntage – einmal im Jahr sogar mit

tollem Bühnenprogramm – oder der herbst liche Laternen -

umzug mit anschließendem Feuerwerk, beeindruckende Ausstellungen

und die coole Januar-Aktion: eine große Indoor-

Eislaufbahn.

Immer wieder spannend sind auch die wechselnde Themen-

Gestaltung des Marktplatzes und die bunte Mischung weiterer

Veranstaltungen – vom Comedy-Preis-Finale bis zum Kreativ -

event für individuelle Designs. Hier geht eben alles: shoppen,

chillen und Spaß haben.

Information

Jahr der Eröffnung: 1991; Geschäfte: 100

Leistungsspektrum: auf 38 000 Quadratmetern rund 100 Geschäfte, 1300 Parkplätze, Hotsplots-Hotspot Internetanbindung,

Kunden information, Kinderbetreuung, Wickelraum, Apotheke, elektronische Fahrplanauskunft der Busse des PVG, Barrierefreiheit

www.szs.sh


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18

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Als weitere Besonderheit wurde in Schenefeld

im Jahre 2017 nach 8-jähriger Bauzeit eine ca.

1,2 Milliarden Euro teure Forschungsanlage

der Superlative in Betrieb genommen. Das

europäische Röntgenlaserprojekt „European

XFEL“ wird mit seinen weltweit einzigartigen

Eigenschaften völlig neue Forschungsmöglichkeiten

für Naturwissenschaftler und industrielle

Anwender eröffnen.

Stadt Tornesch

Gebäude im Kulturmuseum

Esingen (Tornesch)

Stadt Tornesch

Fläche: 2096 Hektar

Einwohner: 13 215

www.tornesch.de

Stadt Uetersen

Fläche: 1107 Hektar

Einwohner: 18 193

www.uetersen.de

Spaziergang durch „Langes Tannen“

in Uetersen

Schenefeld ist eine relativ junge Kleinstadt –

die Stadtrechte wurden Schenefeld erst am

1. Juli 1972 verliehen. Die erste urkundliche

Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre

1256. Der Aufbau der „Siedlung Schenefeld“

nach dem 1. Weltkrieg prägt das heutige

Stadtbild noch immer. Das 1991 eröffnete

„Stadtzentrum Schenefeld“ lädt als Ortsmittelpunkt

mit seinem vielfältigen Angebot zum

Einkaufen, Bummeln und Kommunizieren ein.

Schenefeld trägt den Belangen des Klimaschutzes

in besonderem Maße Rechnung und

wurde daher im Jahre 2015 von der Deutschen

Energie-Agentur als „Energieeffizienz-Kommune“

zertifiziert.

Die Stadt Tornesch umfasst die Ortschaften

Tornesch, Esingen und Ahrenlohe. Die Geschichte

Torneschs ist bestimmt durch den

Bau der Bahnlinie Altona–Kiel. Das Urdorf

Esingen wollte dem Bau 1844 kein Grundstück

zur Verfügung stellen. Ein Bauer erkannte

jedoch das Potenzial der Bahnstrecke

und verschenkte aus diesem Grund einen

Teil seines Landes. Seitdem siedelte man sich

im Ortsteil Tornesch an, sodass Esingen 1930

seinen Namen in den des bekannteren Ortsteils

änderte. Das Stadtrecht wurde Tornesch

2005 verliehen. Tornesch hat sich in den

letzten Jahren konstant von einer ländlich

geprägten Großgemeinde in eine lebens- und

liebenswerte junge Stadt entwickelt.

Stadt Uetersen

Die Stadt liegt zentral im Kreisgebiet, am

äußersten Ende (ueterst end) der Geest nahe

der Haseldorfer Elbmarsch. Sie bietet urbanes

Wohnen, vielfältige Kultur, renommierte

Schulen, Parkanlagen, Fußgängerzone und

Hafen. Das Klosterviertel gilt als Geburtsstätte

der Stadt, die 1234 erstmals urkundlich erwähnt

wurde. Die spätbarocke Klosterkirche

von 1749 ist auch Ort herausragender Konzerte.

Uetersen darf den Titel Rosenstadt tragen

– dank seines Rosariums mit seinen rund

30 000 Rosen in mehr als Tausend Sorten.

Zudem hat sich Uetersen aufgrund des besonderen

Services den Ruf einer Hochzeitsstadt

erworben.

Fortsetzung Seite 20


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19

Flugplatz Uetersen/Heist

1936 landete das erste Flugzeug auf dem frisch planierten

Rollfeld des Flugplatzes Uetersen. Heute landen 25 000- bis

30 000-mal im Jahr Piloten ihr Flugzeug auf dem Gelände der

Flugplatz Uetersen/Heist GmbH. Die heutige Trägergesellschaft

wurde 1973 von zwei Segelflug- und zwei Motorflug-

Vereinen gegründet, nachdem die Deutsche Luftwaffe den

militärischen Flugbetrieb eingestellt hatte.

Heute haben Fliegervereine mit mehreren Hundert Mitgliedern,

Flugschulen, Flugzeugvercharterern und zahlreichen Privat -

haltern dort ihre fliegerische Heimat. Uetersen/Heist ist ein

idealer „Ausflugsplatz“ für private und geschäftliche Kurz -

reisen.

Herbststimmung am Flugplatz

Information

Eröffnung: 1936 und Militärnutzung bis 1973; parallele zivile Nutzung ab 1951 (Segelflug) und 1956 (Motorflug)

Gründung der Flugplatz Uetersen GmbH: 1973; Mitarbeiter der Gesellschaft: 5; Beschäftigte am Flugplatz: ca. 50

Flugbewegungen pro Jahr: Motorflug rund 55 000, Segelflug rund 6000

www.edhe.de

Hotel Mühlenpark

Auf einem parkähnlichen Grundstück gelegen, besticht der

„Mühlenpark“ schon auf den ersten Blick durch den Charme

einer der schönsten Jugendstilvillen in Uetersen. Die

25 Hotelzimmer befinden sich in einem 1992 errichteten

Anbau zu der um die Jahrhundertwende erbauten Jugendstilvilla.

Alle Zimmer sind liebevoll und individuell ausgestattet;

gleichzeitig erwartet Sie eine hochwertige Funktionalität wie

zum Beispiel Flachbild-TV und natürlich W-LAN.

Für den Komfort, die gehobene Gastlichkeit und die sehr

persönliche Atmosphäre sorgen Familie Lübbert und ihre

Mitarbeiter. Diese freuen sich auf Ihren Besuch und heißen

Sie recht herzlich willkommen im Hotel Mühlenpark in der

Rosenstadt Uetersen.

Information

Das Hotel Mühlenpark in Uetersen wurde um die Jahrhundertwende im

Jugendstil erbaut und wird heute von Familie Lübbert geführt.

Gründungsjahr: 1899/1900; Mitarbeiter: 7; Leistungsspektrum: 25 individuelle Zimmer (Nichtraucher) mit Dusche oder

Badewanne, Haarfön und Schminkspiegel, Flachbild-TV, W-LAN, Fenster mit Insektenschutz, zwei Juniorsuiten mit separatem

Bade zimmer/WC, ausreichend Parkplätze, barrierefreier Zugang, Fahrstuhl, hauseigenes Restaurant

www.muehlenpark.de


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20

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Symbol für den traditionsreichen

Ochsenmarkt in Wedel

Stadt Wedel

Stadt Wedel

Fläche: 3382 Hektar

Einwohner: 33 204

www.wedel.de

Wedel, auch bezeichnet als Brücke zwischen

Hamburg und Holstein oder grüne Stadt am

blauen Strom, liegt mit einem schönen Elbstrand

im Süden des Kreises. Hier werden am

Willkomm-Höft Schiffe aus aller Welt auf

ihrem Weg in den Hamburger Hafen begrüßt.

1212 erstmals erwähnt, glänzt Wedel historisch

mit seinem Ochsenmarkt, der heute

noch als Traditionsveranstaltung stattfindet.

Wahrzeichen der Stadt ist der Roland, der als

Zeichen der Marktgerechtigkeit im 18. Jahrhundert

aufgestellt wurde. Wedels Wirtschaft

ist überwiegend von Hochtechnologie und

Pharmatechnik bestimmt.

Natur- und FFH-Schutzgebiete (Fauna-Flora-

Habitatrichtlinie) im Regionalpark Wedeler

Au mit Binnendünen und Heiden, Feucht -

wiesen und Mooren, Marschland und Sandstrand

bieten vielfältige Landschaftserlebnisse,

die sich zu entdecken lohnen. |

Der interessierte Leser, der nun neugierig

geworden ist, kann den Kreis

Pinneberg wunderbar per Rad erkunden.


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21

Am Willkomm-Höft am Schulauer Fährhaus werden alle ein- und auslaufenden

Schiffe mit einer Vermessung von über 1000 Grosstons mit

ihrer Nationalhymne und in ihrer jeweiligen Landessprache begrüßt.

Wer in Wedel einen Tag am Strand verbringen möchte, hat die Wahl,

denn Strände gibt es hier gleich zwei. Auf jeden Fall laden beide zum

ausgiebigen Verweilen an der Elbe ein.

Wedel – Stadt mit frischem Wind

In Wedel, der Stadt an der Elbe, dreht sich vieles ums Wasser.

Herausragende Attraktion ist die Begrüßungszeremonie für

die dicken Pötte am „Willkomm-Höft“. Aber auch darüber

hinaus hat Wedel in maritimer Hinsicht einiges zu bieten:

Ein Spaziergang vom Willkomm-Höft Richtung Westen führt

entlang des Schulauer Hafens und weiter zum Strandbad.

Ein Beachclub und ein schattiger Spielplatz für Kinder direkt

hinterm Deich bieten Spaß und Entspannung für Groß und

Klein. Vorbei am Tonnenhafen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

geht es weiter zum Hamburger Yachthafen, mit

rund 2000 Liegeplätzen einer der größten, tideunabhängigen

Sportboothäfen Europas. Der Hamburger Yachthafen ist

Heimat von gleich 50 Wassersport-Vereinen. Das Hafen-Team

freut sich jährlich über mehr als 14 000 Übernachtungen von

Gastliegern, die von hier aus die Region erkunden wollen.

Die Badebucht wiederum sorgt für erholsame, sportliche,

gesunde und erlebnisreiche Stunden. Fünf unterschiedlich

temperierte Saunen, großzügige Ruheräumlichkeiten und der

schönste Saunagarten Norddeutschlands unmittelbar neben

dem Landschaftsschutzgebiet Elbmarsch bilden das Zentrum

des Wellnessbereichs. Gäste dürfen sich hier fallen lassen,

durchatmen, abschalten.

In Wedel entsteht aber auch ein Stück Zukunft an der Elbe.

Mit dem Kauf des Areals im Jahr 2011 durch die Stadt Wedel

konnte ein Stück wichtiger städtebaulicher Zukunft eingeleitet

werden. Der BusinessPark Elbufer bildet mit einer Fläche von

180 000 m² in exponierter Lage, direkt an der Elbe, eines der

wichtigsten Entwicklungsprojekte der nächsten Jahre. Das

Großprojekt wird Wedel nachhaltig prägen und das wirtschaft -

liche Potenzial der Metropolregion Hamburg weiter ausbauen.

Information

Gründungsjahr: 2012 erstmals urkundlich erwähnt; Partnerstädte: Wolgast (Deutschland), Makete (Afrika), Caudry (Frankreich)

Fläche: 33,82 km 2 ; Einwohner: rund 33 000

Sehenswertes: Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm-Höft“, Altstadt und Roland, Badebucht, Planetenlehrpfad, Elberadweg,

Theaterschiff Batavia, Hafenfest, Ochsenmarkt u. v. m.

www.wedel.de


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22

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

oben: Die Vorstandsmitglieder Jörg Mach und Jörn Press (v. l.) beraten

über eine Zeichnung der Neubaumaßnahme Feldstraße in Wedel

(45 öffentlich geförderte Wohnungen, Fertigstellung Ende 2018)

links: Unsere Wohngebäude Rudolf-Breitscheid-Straße in Wedel

(Baujahr 1951, umfangreich saniert in den Jahren 2007 bis 2010)

EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft eG

Die EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft ist in Wedel seit

über 90 Jahren eine feste Größe, wenn es um das Thema

Wohnen geht. Als klassische Siedlungsgenossenschaft haben

wir 1925 hier begonnen. Nach dem Krieg waren wir einer der

Ersten, die im großen Stil mehrgeschossige Häuser mit Mietwohnungen

errichteten und so einen wichtigen Beitrag zur

Minderung der Wohnungsknappheit leisteten. Und auch in

den folgenden Jahrzehnten haben wir immer wieder neuen

und erschwinglichen Wohnraum geschaffen.

Heute sind wir ein modernes Wohnungsunternehmen, das

sich intensiv um die Pflege und Modernisierung seines

Bestandes kümmert – und um seine Mitglieder. Denn wir sind

zwar leistungsfähig, aber nicht sehr groß: Knapp 460 Wohnungen

mit insgesamt rund 23 172 Quadratmetern Wohn -

fläche, verteilt auf 79 Häuser, umfasst unser Bestand.

Das hat für die Menschen, die bei uns und mit uns wohnen,

viele Vorteile. Wir kennen sie und ihre Bedürfnisse gut, und da

wir vor Ort sind, lassen sich Fragen oder Probleme schnell und

flexibel klären – der Vorstand ist bei Bedarf direkt ansprechbar.

Die „sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“

ist die Philosophie einer Wohnungsgenossenschaft und das

ist unverändert und uneingeschränkt unser Anspruch. Bei uns

sind die Nutzer und Kapitalanleger identisch, wir gehören uns

selbst. Unsere Überschüsse werden als Dividende an die

Mitglieder ausgeschüttet oder in das Unternehmen investiert.

Unsere Mitglieder wohnen wie ein Eigentümer, mit einem

lebenslangen Wohnrecht sowie Mitbestimmung bei der Entwicklung

der Genossenschaft. Als vergleichsweise kleines

Unternehmen sind wir zudem stolz auf unsere persönliche

Betreuung.

Information

Gründungsjahr: 1925; Mitarbeiter: 5; Mitglieder: 690

Leistungsspektrum: Lokale Wohnungsgenossenschaft mit lebenslangem Wohnrecht und Mitbestimmung; Hausmeisterdienst,

Schlichten und Vermitteln bei Nachbarschaftsproblemen, Hilfe beim Wohnungswechsel, Service- und Beratungsleistungen

Bestand: 460 Wohnungen, rund 23 172 Quadratmeter Wohnfläche, 79 Häuser mit zeitgemäßem Standard

www.eigenheim-wedel.de


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23

Der Kreis Pinneberg mit

seinen Kommunen


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24

Ein Kreis mit Geschichte und Zukunft

Helgoland –

Insel mit wechselvoller Geschichte

Jörg Singer / Levke Paulsen

Der Weg führt über das Meer. Rund 60 Kilometer

vor der Deutschen Nordseeküste liegen

zwei Inseln, die Hauptinsel aus Buntsandstein

mit ihrem Wahrzeichen, der Felsnadel „Lange

Anna“. Helgoland gehört mit seinen rund

1400 Einwohnern zum Kreis Pinneberg im

Bundesland Schleswig-Holstein und besitzt

als einzige Insel das älteste Wappen im Kreis.

Es stammt aus dem Jahre 1696 und beruht auf

einer von Herzog Friedrich IV. verliehenen

Schifffahrtsflagge. Die Farben wurden erst im

19. Jahrhundert mit dem Erscheinungsbild

der Insel begründet: „Grün ist das Land, rot ist

die Kant, weiß ist der Sand: Das sind die Farben

von Helgoland.“

Neben der Hauptinsel liegt die „kleine

Schwes ter“, die Düne. Mit tideunabhängigen

Stränden an Nord- und Südseite ist sie nicht

nur für Badegäste ein kleines Paradies. Auch

Kegelrobben und Seehunde fühlen sich hier

zunehmend wohl – ebenso wie zahlreiche

andere Seevögel.

Die Geschichte der Insel ist aufregend bis weit

in das letzte Jahrhundert hinein. Helgoland

war Seefestung, Seeräubernest, bedeutender

Stützpunkt der Seelotsen und zu Beginn des

18. Jahrhunderts sogar größtes Warenumschlagzentrum

Europas. Heute ist Helgoland

Seeheilbad, Inspirations- und Erholungsort

für Urlauber und ein zollfreies Einkaufs -

paradies für jährlich etwa 350 000 Inselgäste.

Vogel- und Küstenforschung spielen seit 125

Jahren eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren

ist Helgoland für die Energiewende auf

hoher See ein wichtiger Hafenservicestützpunkt

geworden.

Die Hafenmeile

Die Hauptinsel aus mächtigem rotem Fels ragt

aus dem Wasser und präsentiert sich mit seiner

einzigartigen Flora und Fauna und einem

milden, vom nahen Golfstrom begünstigten

Hochseeklima.

Helgoland wurde belagert und war ab 1714

dänisch. Doch bereits im Jahr 1807 wurde die

Insel britisch. 1826 gründete Jacob Andresen

Siemens das Seebad. Erst mit dem „Vertrag

über Kolonien und Helgoland“ von 1890

übergab man Helgoland an Deutschland.

Auch an den Weltkriegen war die Insel als

Marinestützpunkt beteiligt. Am 18. April 1945

wurde Helgoland fast vollständig bei einem

Bombenangriff zerstört. Die Zivilbevölkerung

fand im Bunkersystem im Felsen Schutz und

konnte evakuiert werden. Im Jahr 1947 versuchten

die Engländer sogar, die Militär -

anlagen Helgolands mit der größten nicht -

nuklearen Sprengung zu vernichten.

Erst 1952 eroberten Insulaner, Fischer und

Studenten die Insel friedlich zurück und die

Wiederbesiedelung konnte beginnen. Es entstand

ein einzigartiges bauhausinspiriertes

Architekturensemble. Zahlreiche Bauwerke

wie Rathaus, Biologische Anstalt, die Kirche

und die Jugendherberge sind Zeitzeugen dieser

Wiederaufbauepoche der Insel. An vielen


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Gemeinde Helgoland

An der deutschen Nordseeküste gibt es viele Inseln, doch

keine von ihnen ist mit Helgoland vergleichbar. Rund 60 Kilometer

vom Festland entfernt, hebt sich der mächtige, rote

Buntsandsteinfelsen mit grünem Land aus dem Wasser und

präsentiert sich Ihnen mit einer einmaligen Flora und Fauna

und einem milden, vom nahen Golfstrom begünstigten Hochseeklima.

Helgoland ist eine Oase der Ruhe für Stressgeplagte

und ein einzigartiges Naturdenkmal, das keine Umweltprobleme

kennt. Helgoland ist aber auch eine vielseitige Urlaubs- und

Erlebnisinsel, Kurort und Heilbad zu allen vier Jahreszeiten.

Dabei ist alles ein bisschen anders, als Sie es von Helgoland

vielleicht denken – denn Deutschlands einzige Hochseeinsel

ist wirklich einmalig.

Die Westseite der Insel mit starker Brandung und der Langen Anna

Information

Helgoland: gehört seit 1932 zum Kreis Pinneberg; Einwohner: ca. 1400; Ausflugs- und Übernachtungsgäste/Jahr: rd. 350 000

Bemerkenswertes: Der Pinneberg ist mit 61,3 Metern die höchste Erhebung auf der Insel und die höchste Erhebung des

Kreises Pinneberg. Die Hauptinsel misst 1,0 km 2 , die Badedüne 0,7 km 2 . Die Insel gehört zu keinem Steuergebiet.

www.helgoland.de

Orten auf der Insel erzählt Helgoland von der

unverwechselbaren Geschichte und informiert

die Besucher durch Hinweistafeln über die

historischen Ereignisse. Die traditionelle

Sprache Helgolands ist das Halunder, Helgoländer

Friesisch. Dieser inselfriesische Dialekt

der nordfriesischen Sprache ist auch Amtssprache.

Nur noch wenige Helgoländer sprechen

das für Gäste kaum zu verstehende

Halunder. Der Spatz heißt dann „Karkfink“,

die Libelle „Skiirskott“, der Fahrstuhl „Wüpp“,

Helgoland „deät Lunn“ (das Land).

Mehr und mehr entwickelt sich Helgoland

wieder – wie zu Zeiten der Dichter und Denker

vor über 125 Jahren – zur Oase der Ruhe

für stressgeplagte, natur- und sportlich interessierte

Urlaubsgäste. Zu allen Jahreszeiten

hat die vielseitige Urlaubs- und Erlebnisinsel

etwas zu bieten. Auf der Fußgängerinsel lässt

sich bei kleinen ganz spontanen Streifzügen

vielerlei Nützliches, Überraschendes, Wissenswertes

und Nachdenkliches über

Deutschlands einzige Hochseeinsel ent decken. |

Die Hauptinsel und die „kleine Schwester“, die Düne, im Hintergrund


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Ein Kreis mit Verantwortung

Die Kreisverwaltung: Von „A“ wie Abfall

bis „Z“ wie Zulassung – Dienstleistungen

für die Region

Oliver Stolz

Das alte Kreishaus in Pinneberg

steht heute unter Denkmalschutz.

Am Stadtrand von Elmshorn befindet sich der

Standort eines der größten Dienstleistungsunternehmen

im Kreis Pinneberg: die Kreisverwaltung,

Partner für rund 310 000 Ein -

wohnerinnen und Einwohner im Kreis mit

der höchsten Bevölkerungsdichte im Land

Schleswig-Holstein.

Wirtschaftsorientierung gehört ebenso zur

Maxime dieses Unternehmens wie der Dienst

für die Bürger und Kunden des Kreises.

Früher eher ordnungsrechtlich geprägt, hat

sich die Kreisverwaltung zu einem modernen

Dienstleistungsunternehmen mit rund 900

Beschäftigen entwickelt, welches über betriebswirtschaftliche

Elemente gesteuert wird.

Im Kreishaus werden tagtäglich Hunderte

Aufgaben erledigt, die zum gesellschaftlichen

Leben einfach dazugehören. Denn ein ordnendes

und planendes Handeln zur Daseins-

und Zukunftsfürsorge sichern den Kreis Pinneberg

als einen attraktiven Wirtschaftsstandort

und lebenswerte Region.

So lassen die Überschrift dieses Artikels und

die Bezeichnungen der drei großen Fach -

bereiche der Kreisverwaltung („Ordnung“,

„Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit“

und „Service, Recht und Bauen“) zumindest

ansatzweise erahnen, welche Aufgabenfülle

inzwischen in der Kurt-Wagener-Straße in

Elmshorn angesiedelt ist.

Seit Oktober 2011 hat die Kreisverwaltung

Pinneberg genau dort ihren Sitz, in einem

modernen, lichtdurchfluteten Verwaltungs -

gebäude. Lange dunkle Behördenflure gehören

der Vergangenheit an, der alte Amtssitz in

Pinneberg ist inzwischen größtenteils abgerissen

und neuer Wohnbebauung gewichen.

Die größte Außenstelle des Kreises Pinneberg,

das Straßenverkehrsamt, wird Anfang 2018

ebenfalls nach Elmshorn verlegt. Direkt

neben dem jetzigen Kreishaus entsteht ein

Neubau, welchen der Kreis anmieten wird.

Charmante Randnotiz: Ein kleines Stück

Kreisverwaltung verbleibt dennoch für immer

in der Stadt Pinneberg: Am noch bestehenden

Altbau der ehemaligen Kreisverwaltung in der

Moltkestraße prangt weiterhin der Schriftzug

Kreishaus“, dieser wird aus Denkmalschutzgründen

auch dort verbleiben.

Aber nicht nur die Örtlichkeit hat sich verändert,

im neuen Gebäude kann insgesamt ein

deutlich verbesserter Service angeboten werden:

Freundliche Mitarbeiterinnen und Mit-


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27

arbeiter empfangen die Kunden im Eingangsbereich

und helfen mit ersten Informationen

weiter, viele Anliegen unserer Bürgerinnen

und Bürger können sogar direkt vor Ort am

Infotresen erledigt werden. Auch die ehe -

malige „Telefonzentrale der Kreisverwaltung“

ist inzwischen ungleich mehr: In unserem

Service-Center ist der deutschlandweite

Dienst der Behördenrufnummer 115 fest

etabliert. Hier erhalten Anrufer zahlreiche

Informationen zu den Leistungen des Kreises,

der Städte und Gemeinden, aber auch der

Bundes- und Landesverwaltungen. Dies ist

ein Angebot, welches den Kontakt mit den

unterschiedlichen Behörden für die Bürge -

r innen und Bürger zunehmend einfacher

macht, denn der 115-Verbund vergrößert

sich von Jahr zu Jahr.

Für die Kreispolitik und die Kreisverwaltung

gibt es zukünftig genug zu tun. Die Digitalisierung

– E-Government – wird unsere Kommunikation

und die Bearbeitung von Pro -

zessen auf bisher nicht gekannte Weise ver -

ändern. Schon bald können unsere Kunden

einen hohen Komfort und breiten medialen

Zugang zu unseren vielfältigen Leistungen erwarten.

Und wie begegnen wir beispielsweise

den Auswirkungen des demografischen Wandels

für unsere Region? Oder dem wachsenden

Fachkräftebedarf? Fragen, auf die wir

Antworten finden und Maßnahmen ergreifen

werden. Als Landrat des Kreises Pinneberg

möchte ich dazu beitragen. Ich verstehe die

öffentliche Verwaltung als Partner von Wirtschaft

und Berater der Politik, die letztlich die

wichtigen Entscheidungen für die Region

trifft. Nur gemeinsam können wir die vor uns

liegenden Herausforderungen meistern und

den Kreis Pinneberg weiterentwickeln.

Die Verwaltung des Kreises Pinneberg wird

ihren Teil dazu beitragen. Und dies nicht allein,

denn der Kreis ist bei zahlreichen Gesell -

schaften (Mit-)Eigentümer und bietet einige

Dienstleistungen in Kooperation mit seinen

Nachbarkreisen an. Dazu zählen unter anderem

der gemeinsame Rettungsdienst und

eine der modernsten Leitstellen Europas, die

Kooperative Regionalleitstelle in ihrem Neubau

in Elmshorn. Wir sind gut aufgestellt –

von „A“ wie Aufbruch bis „Z“ wie Zukunft. |

Dienstleisterin für die Bürgerinnen

und Bürger: die Kreisverwaltung

in Elmshorn


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Ein Kreis mit Verantwortung

Integration im Kreis Pinneberg

Birgit Köhnke

Im Jahr 2009 wurde im Kreis Pinneberg erstmals

vom Kreistag ein Integrationskonzept

verabschiedet. Schon damals erkannten wir

Zuwanderung und Integration als Chance zur

gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung

und ebneten den Weg für geeignete Rahmenbedingungen.

2015 wurde eine Stabsstelle

Integration als strategisch-konzeptionell

wirkende Organisationseinheit gebildet.

Heute leben etwa 26 000 Einwohnerinnen

und Einwohner ausländischer Herkunft im

Kreis. Seit Mitte 2015 haben fast 4000 weitere

Männer, Frauen und Kinder hier um Asyl ersucht,

weil sie vor Krieg und Verfolgung aus

ihren Heimatländern geflohen sind. Eine Vielzahl

dieser Neuzugewanderten findet nach

positivem Ausgang ihres Asylverfahrens im

Kreis Pinneberg eine neue Heimat. Integration

wurde vor diesem Hintergrund als ein

wesentliches Querschnittsthema in die strategischen

Ziele der Kreisverwaltung aufgenommen

und findet Eingang in die langfristig ausgerichtete

Sozialplanung.

Seitens der Städte, Ämter und Gemeinden

wurde insbesondere in den letzten zwei

Jahren in einer beispielhaften Anstrengung

dafür Sorge getragen, dass die stark gestiegene

Zahl der Asylsuchenden dezentral untergebracht

und mit allem Lebensnotwendigen

ausge stattet werden konnte. Koordinierungskräfte

regeln heute die Betreuung vor Ort und

setzen integrationsförderliche Maßnahmen

um.

Im Verlauf des Jahres 2017 ist von der Stabsstelle

Integration in einem umfänglichen

partizipativen Prozess zwischen Verwaltung,

Kommunen, Politik, Ehrenamt, freien Trägern,

Einrichtungen und Institutionen als Weiterentwicklung

der bisherigen Überlegungen ein

Handlungskonzept Integration im Kreis Pinne -

berg erarbeitet worden. Darin enthalten sind

neben grundsätzlichen Betrachtungen und

einer vollständigen Darstellung der Integra -

tionskette bevorzugte Handlungsempfehlungen

für alle Bereiche der Aufnahme Neuzugewanderter.

Wesentliches Ziel des Willkommensmanagements

im Kreis Pinneberg ist, interkulturelle

Kompetenz zu erlangen – für alle Beteiligten –

sowie eine ressourcenbasierte individuelle

Integrationsplanung. Nicht in der Aufgabe

von Identitäten, Werten und Traditionen, sondern

darin, kulturelle Vielfalt als Potenzial zu

betrachten, das es zu fördern und zu nutzen

gilt, liegt das besondere Integrationsverständnis.

In diesem Zusammenhang wird auch die

dauerhafte Etablierung eines interreligiösen

Dialoges im Kreis Pinneberg angestrebt.

Besondere Anerkennung ist der herausragenden

Leistung der Ehrenamtlichen in der Integration

der Neuzugewanderten auszusprechen.

Mit unverändert anhaltendem Engagement

übernehmen sie Verantwortung, um

den Frauen, Männern und Kindern eine helfende

Hand zur Selbsthilfe zu bieten und ein

neues gesellschaftliches Miteinander zu gestalten.

|


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oben: Wo die Herkunft keine Rolle spielt – gute Informationen zu

Integrationsmaßnahmen und Sprachförderung

links: Qualifizierter Unterricht als Grundlage erfolgreicher

Integrationswege

Diakonieverein Migration – Beratung für Ausländer, Flüchtlinge und

Aussiedler e. V.

Der Diakonieverein Migration tritt für eine umfassende Integra -

tionsförderung aller zugewanderten Menschen ein. Ziel der

Förderung ist die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaft -

lichen Leben der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu gehören

der Zugang zu Bildung und Arbeit sowie die soziale, rechtliche

und politische Integration.

Integration wird vom Diakonieverein als ein wechselseitiger

Prozess verstanden. Er stellt Anforderungen an die eingewanderten

Menschen, die hiesige Lebensweise zu verstehen und

in ihre Lebensgestaltung einbeziehen zu können, aber auch

an die aufnehmende, vielfältiger gewordene Gesellschaft. Leit -

gedanke ist, dass Integration nachhaltig dort gelingt, wo positive

Einstellungen und Meinungen zur Vielfalt vorhanden sind.

In Schleswig-Holstein fördern Bund, Land und Kommunen die

Integration über die Migrationsberatung und Flüchtlingsbetreuung.

Ziel der Beratung, Betreuung und Sprachförderung ist es,

den Integrationsprozess bei Neuzugewanderten anzuregen, zu

steuern und zu begleiten.

Durch dieses bedarfs- und ressourcenorientiere Beratungsund

Betreuungsangebot für Zugewanderte soll ein qualitativer

Beitrag zur Integration geleistet werden. Im Zentrum steht

dabei die Befähigung der Neuzugewanderten zu selbststän -

digem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens.

Information

Gründungsjahr: 1996; Mitarbeiter: 32 hauptamtliche, 24 nebenamtliche sowie durchschnittlich 80 ehrenamtliche Mitarbeitende

Leistungsspektrum: Migrationsberatung, Beratung und Betreuung von Geflüchteten, Verfahrensberatung, Sprach- und Integra -

tionskurse, außerschulische Projekte, Projekte für Flüchtlinge und gemeinwesenorientierte Arbeit

www.diakonieverein-migration.de


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30

Ein Kreis mit Verantwortung

„Behindert sein? Oder behindert werden?“ –

Inklusion im Kreis

Axel Vogt

Die Reife einer Gesellschaft zeigt sich

unter anderem in ihrem Umgang mit

Minderheiten – der Kreis Pinneberg hat

dazu einen Aktionsplan erarbeitet.

Sehr provokante Fragen, die einen Paradig -

men wechsel deutlich machen. Die UN-

Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die

seit 2009 in Deutschland ratifiziert ist, stellt

die Basis für ein neues Denken im Umgang

mit Menschen mit Handicaps dar. In früheren

Jahren hatten – nach Ansicht der Gesellschaft

– behinderte Menschen personenbezogene

Einschränkungen, die sie zu Behinderten

machten und für die sie – sofern sie ihre Bedürftigkeit

nachweisen konnten – Unterstützungsleistungen

beantragen konnten. Sehr

kurz übersetzt: Menschen sind an ihrer Behinderung

selber Schuld und die Gesellschaft

hilft erst, wenn neben der Behinderung auch

noch eine Bedürftigkeit hinzu kommt. Wenn

man Behinderte einmal gefragt hätte, wäre

man sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen,

dass sie keine freie Wahl hatten, ob sie

behindert sein wollten oder nicht.

Nach der UN-BRK sollen sich das Bild und

die Einstellung zu Behinderungen deutlich

wandeln. Jede Einschränkung von Menschen

stellt nur grundsätzlich ein Problem dar.

Sofern die gesellschaftliche Situation barrierefrei

wäre, würden viele – zum Beispiel körperliche

– Einschränkungen zwar vorhanden,

aber im täglichen Geschehen nicht behindernd

sein. Es gilt also zukünftig, die individuell

vorhandene Einschränkung ins Verhältnis

zum jeweiligen Sozialraum des behinderten

Menschen zu setzen, um die individuelle

Behinderung zu erkennen.


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Schäferhof – Soziale Dienste,

Wohn- und Werkstätten

1898 erwarb die Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie den

Schäferhof in Appen, um dort aus christlicher Überzeugung

Wohnungslosen ein Zuhause, sinnvolle Beschäftigung und

einen Ausstieg aus ihrer schwierigen Lebenssituation zu

ermöglichen. Eine Aufgabe, die noch heute auf dem Schäferhof

umgesetzt wird. Den Standort Schäferhof prägt auch

der Kooperationspartner Lebenshilfe Südholstein, der dort

Menschen mit Behinderungen eine passende Beschäftigung

bietet. Außerdem sind mehrere Privatfirmen hier angesiedelt,

die mit der Sozialwirtschaft zusammenarbeiten. Der Natur -

erlebnisraum Schäferhof und das Hofcafé stehen auch

Menschen der Region offen.

Information

Noch heute bietet der Schäferhof wohnungslosen Menschen

ein Zuhause auf Zeit.

Gründungsjahr: Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie 1891, Erwerb Schäferhof 1898; Mitarbeiter: etwa 30

Leistungsspektrum: verschiedene Angebote der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie (u. a. Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe),

der Lebenshilfe Südholstein (Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) sowie von mehreren Privatfirmen

www.schaeferhof-sh.de

Neben der Erkenntnis über die tatsächliche

Behinderung, stellt das individuelle Wunschund

Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen

einen wesentlichen Aspekt für ein

selbstbestimmtes Leben dar. Kein Nichtbehinderter

würde den Anspruch auf ein selbstbestimmtes

Leben für sich in Frage stellen.

Warum denn dann für Menschen mit Behinderungen?

Die UN-BRK stellt klar, dass eine

Bevormundung von Menschen mit Handicaps,

zum Beispiel wie sie zu wohnen haben,

ausgeschlossen werden muss. Wenn also die

Gesellschaft bisher sehr exklusiv – im Sinne

von Ausschluss bestimmter Bevölkerungsgruppen

– gehandelt hat, nämlich dadurch,

das behindert werden der Normalfall war,

dann muss die Gesellschaft auch dafür sorgen,

dass der grundgesetzliche Anspruch,

niemand darf wegen einer Behinderung

diskriminiert werden, auch umgesetzt wird –

unabhängig davon, ob ein behinderter

Mensch bedürftig ist oder nicht.

Im Kreis Pinneberg wurde deshalb in 2017 ein

Aktionsplan erarbeitet, der die wichtigsten

Handlungsfelder (Gesundheit, Arbeit, Freizeit

usw.) betrachtet und Maßnahmen heraus -

arbeitet, die danach schnellstmöglich umgesetzt

werden sollen, um die Fehler der Ver -

gangenheit zu korrigieren. Die Reife einer

Gesellschaft zeigt sich unter anderem in

ihrem Umgang mit Minderheiten. Der Kreis

macht sich auf den Weg, seinen Reifegrad zu

erhöhen. |


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Ein Kreis mit Verantwortung

Erfolgsfaktor Wissen –

passgenaue Schul- und Bildungsangebote

Adelia Schuldt / Andrea Pinzek

Die Veränderungen in der Schullandschaft

waren auch im Kreis Pinneberg in den letzten

Jahren gewaltig. 2008 erfolgte die Umstruk -

turierung der

– Haupt- und Realschulen in Regionalschulen

und Gemeinschaftsschulen,

– Gesamtschulen wurden zu Gemeinschaftsschulen

mit Oberstufe

– und in 2014 erfolgte die Umstrukturierung

der Regionalschulen in Gemeinschafts -

schulen.

Gemeinschaftsschulen sind grundsätzlich

offene Ganztagsschulen, das heißt, es besteht

eine allen Schülerinnen und Schülern zur

Ver fügung stehende Nachmittagsbetreuung

mit Verpflegung in der Mensa. Eine Gemeinschaftsschule

im Kreis ist eine gebundene

Ganztagsschule, also die Teilnahme am Nachmittagsprogramm

ist verpflichtend. Bei den

Grundschulen gibt es im Kreisgebiet zurzeit

13 offene Ganztagsschulen sowie eine ge -

bundene Ganztagsschule. Die übrigen Grund -

schulen haben in der Regel in oder bei der

Schule ein Nachmittagsbetreuungsangebot

mit begrenzten Aufnahmemöglichkeiten.

Die äußeren Strukturveränderungen haben

auch umfangreiche pädagogische und orga -

nisatorische Veränderungen in den Schulen

nach sich gezogen, die an jeder Schule von

den Kollegien mit viel Engagement erarbeitet

und umgesetzt wurden.

Durch die Verbindungen mehrerer Schulen

sind die neuen Sekundarschulen teilweise

größer geworden. Dadurch konnte man die

Angebote an Profilen und Wahlpflichtunterricht

ausweiten und das Fachlehrerprinzip

besser sichern. Die Leitungsteams der Sekundarschulen

wurden durch Koordinatoren für

bestimmte Arbeitsfelder erweitert. Deren Anzahl

richtet sich nach der Größe der Schule.

Die UN-Behindertenrechtskonvention und

die damit verbundene Inklusion an den Schulen

bedeutete eine Veränderung in der Schullandschaft

und der Pädagogik in den Schulen.

Bei den meisten Eltern besteht der Wunsch

auf Beschulung der Kinder mit besonderen

Förderbedarfen an den Regelschulen. Die

Novellierung des Schulgesetzes brachte den

wesentlichen Impuls für die gemeinsame

Unterrichtung aller Schüler. Integration und

Inklusion werden oft in einem Atemzug genannt,

die Ansätze sind jedoch unterschiedlich.

Integration differenziert zwischen

Kindern mit und ohne sonderpädagogischem

Förderbedarf und ist zielgerichtet auf die Eingliederung

dieser Kinder in die vorhandenen

Strukturen. Inklusion geht von der Besonderheit

und den individuellen Bedürfnissen

eines jeden Kindes aus und erfordert die

Anpassung der Bildungseinrichtungen und

Rahmenbedingen an die Bedürfnisse und

Besonderheiten aller Kinder.

Die heutigen Schulklassen sind sehr heterogen,

nicht nur wegen der Inklusion, sondern

auch wegen der starken Zuwanderung der

letzten Jahre. Dem musste sich die Schul -

pädagogik anpassen und es entstand die Notwendigkeit

der Unterstützung durch andere

Professionen. Durch Einstellung von Schul -


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33

Information

Im Kreis Pinneberg befinden sich insgesamt

93 Schulen, die sich auf die Schularten wie folgt

verteilen:

45 Grundschulen

13 Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe,

davon 5 mit Grundschulteil

5 Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe,

davon eine mit Grundschulteil

11 Gymnasien

2 Berufliche Schulen

9 Förderzentren, davon 2 mit Schwerpunkt

geistige Entwicklung

8 Privatschulen (Ersatzschulen in freier

Trägerschaft)

Der Kreis Pinneberg hat zwei berufsbildende

Schulen, die sich in Pinneberg und Elmshorn

befinden. Die berufsbildenden Schulen gehören

zum Sekundarbereich II und unterrichten in Teilzeit-

und Vollzeitform. Der berufsbildende Bereich

umfasst folgende Angebote:

– Berufsgrundbildungsjahr

– Berufsvorbereitende Maßnahmen

– Berufsschule

– Fachschule für Gartenbau

– Berufsfachschule

– Fachoberschule

– Berufliches Gymnasium

– Berufsoberschule

begleitern, Schulsozialarbeitern und Schul -

assistenzen wurde eine Multiprofessionalität

an den Schulen geschaffen. Das ist ein Gewinn

für die Schülerinnen und Schüler, aber

die Schulen sind gefordert, sich der Situation

angemessen zu verändern, unter anderem

zeitgemäßes Schulmanagement dauerhaft

zu etablieren, die Zusammenarbeitskultur

weiterzuent wickeln, sich mit der Hetero -

genität der Schülerinnen und Schüler

auseinanderzu setzen und den Unterricht

passend zu gestalten. Hinzu kommen die

methodischen Ver änderungen durch die

zunehmende Digi talisierung.

Weitere zukunftsorientierte Impulse sind die

Einrichtung von mehr Ganztagsangeboten,

die Implementation der neuen Fachanforderungen

und Verbesserungen der Übergänge

von der Kita in die Schule und von der Schule

in den Beruf, hier zum Beispiel die Einrichtung

von Jugendberufsagenturen (JBA).

Prognosen über sinkende Schülerzahlen

haben sich im Kreis Pinneberg nicht bestätigt.

Unter anderem trugen die Kinder aus den

Migrationsbewegungen zu leicht steigenden

Schülerzahlen im Kreis Pinneberg bei.

Grundsätzlich besteht für alle Kinder freie

Schulwahl, die aber in der Praxis durch begrenzte

Aufnahmemöglichkeiten der Schulen

(Raumkapazität und Klassengrößen) eingeschränkt

ist. Bei den Grundschulen gibt es

feste Einzugsbereiche, aber auch dort können

die Eltern Alternativen wählen. Immer ist für

alle Schüler die Aufnahme an einer zustän -

digen Schule garantiert.

Circa 34 500 Schüler besuchen allgemeinbildende

Schulen und rund 7100 Schüler sind

an den berufsbildenden Schulen. Es besteht

regional Schulraummangel im Kreis Pinneberg,

dessen sich die Schulträger konstruktiv

annehmen. Auch die digitale Ausstattung der

Schulen schreitet voran. Keine Schule ist zur

Zeit von Schließung bedroht. |

Werkstattneubau an der

Beruf lichen Schule Elmshorn –

Europaschule


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34

Ein Kreis mit Verantwortung

Hochschulen im Kreis Pinneberg

die Wirtschaft profitiert

Bernd Amsberg

Durch zwei Hochschulen ist der

Kreis Pinneberg auch für Bildungshungrige

aus Hamburg attraktiv.

Der Kreis Pinneberg bietet jungen Menschen

ein breit aufgestelltes Bildungsangebot, darunter

zwei Hochschulen. Das unterscheidet

den Kreis Pinneberg von vielen anderen Land -

kreisen und macht ihn sogar für Bildungshungrige

aus Hamburg attraktiv. Für die Wirtschaft

ergibt sich der große Vorteil, dass der

Nachwuchs für die Betriebe quasi vor der

Haustür ausgebildet wird.

Eine dieser Bildungseinrichtungen ist die

NORDAKADEMIE in Elmshorn, die in mehr -

facher Hinsicht etwas Besonders ist. Die Initiative

zur Gründung der privaten Hochschule

im Jahr 1992 ging von 28 Unternehmen unter

Federführung von Nordmetall, Verband der

Metall- und Elektroindustrie, aus. Ziel war

eine Hochschule, die den gestiegenen Anforderungen

der Wirtschaftspraxis gerecht wird.

Diese Zielsetzung sollte mit der aufeinander

abgestimmten Kombination einer qualifizierten

betrieblichen Ausbildung mit einem anerkannten

Fachhochschulstudium erreicht werden.

Mittlerweile kooperieren mehr als 300

Betriebe mit der NORDAKADEMIE.

Die Hochschule bietet vier duale Bachelor -

studiengänge an: Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre,

Bachelor of Science in

Wirtschaftsinformatik, Bachelor of Science in

Wirtschaftsingenieurwesen und Bachelor of

Science in Angewandter Informatik. 2018

wird das Angebot um den neuen Studiengang

Healthcare Management erweitert.

Pro Semester sind die Studierenden zehn

Wochen an der NORDAKADEMIE und

13 Wochen in ihren jeweiligen Firmen tätig.

Sie haben auf diese Art und Weise engen Be -

zug zur betrieblichen Praxis. Fast 1700 Studien -

plätze bietet die Hochschule mittlerweile

allein in Elmshorn an.

Seit 2013 hat die Elmshorner NORDAKADEMIE

einen zweiten Standort, und zwar die NORD-

AKADEMIE Graduate School in Hamburg

Dockland. Dort werden neun berufs beglei -

ten de Masterstudiengänge angeboten. Der

große Erfolg spricht für das Konzept der

NORD AKADEMIE: Die Hochschule belegt

bei bundesweiten Rankings immer wieder

Spitzenplätze.

Fortsetzung Seite 36


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35

oben: NORDAKADEMIE-Campus – besonders im IT-Bereich kann die

NORDAKADEMIE mit moderner Ausstattung glänzen.

links: Bachelor 2017 – Die NORDAKADEMIE legt besonderen Wert auf

eine breit angelegte Qualifikation ihrer Studierenden.

NORDAKADEMIE – Hochschule der Wirtschaft

Die NORDAKADEMIE ist eine private, von der Wirtschaft getragene

Fachhochschule, die 1992 mit dem Ziel, Studium und

Praxisausbildung miteinander zu verzahnen, gegründet wurde.

Ein Konzept, das aufgeht: Bundesweit haben sich mittlerweile

über 700 Kooperationsbetriebe in vier dualen Bachelorstudien -

gängen beteiligt und über 5000 Bachelorstudierende an der

NORDAKADEMIE ausgebildet.

In Elmshorn bietet die NORDAKADEMIE auf einem eigenen

Campus vor den Toren Hamburgs herausragende, in bundesweiten

Rankings belegte Studienbedingungen. Für ihr hervorragendes

Qualitätsmanagement wurde sie von der Akkreditie -

rungsagentur FIBAA mit dem Siegel der Systemakkreditierung

ausgezeichnet. Einzigartig ist auch die Trägerschaft der

Hochschule in Rechtsform einer gemeinnützigen AG, in der

mehr als 40 überwiegend norddeutsche Unternehmen aus

den verschiedensten Branchen sowie der Arbeitgeberverband

NORDMETALL als Aktionäre auftreten.

Es studiert sich gut an der NORDAKADEMIE. Da sind sich die

Studierenden einig. Fünf international akkreditierte Studiengänge

bietet die Hochschule in dualer Form an. Voraussetzung

hierfür ist die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife

sowie ein Praktikumsplatz bei einem Unternehmen.

Denn dual studieren heißt, Theorie und Praxis zu verknüpfen.

Zehn Wochen pro Halbjahr wird an der NORDAKADEMIE

studiert, 13 Wochen pro Halbjahr kann das Erlernte bei der

Arbeit im Praktikumsunternehmen, das in der Regel auch die

Studiengebühren übernimmt und eine entsprechende Aus -

bildungs vergütung zahlt, vertieft werden. Nach einer Studiendauer

von insgesamt sieben Semestern wird der international

anerkannte Bachelor of Science verliehen.

Information

Gründungsjahr: 1992; Mitarbeiter: 100; Studierende im Bachelorbereich: etwa 1500

Niederlassung: NORDAKADEMIE Graduate School, Hamburg

Duale Bachelorstudiengänge: Angewandte Informatik (B.Sc.), Wirtschaftsinformatik (B.Sc.), Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.),

Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc.), International Business (B.Sc.) – komplett in englischer Sprache – ab 2018

www.nordakademie.de


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36

Ein Kreis mit Verantwortung

Das akademische Angebot ist ein

wichtiger Standortfaktor – der

Nachswuchs für die Unternehmen

wird quasi vor der Haustür ausgebildet.

Die zweite Hochschule im Kreis Pinneberg

fällt ebenfalls positiv aus dem Rahmen: Die

staatlich anerkannte private Fachhochschule

Wedel ist ein inhabergeführtes Familien -

unternehmen. Sie ging 1969 aus der 1948

gegründeten Physikalisch-Technischen Lehr -

anstalt hervor. Gesellschafter der gemein -

nützigen GmbH sind Professoren der Familie

Harms. Seit 2009 leitet Professor Dr. Eike

Harms die Hochschule.

Angeboten werden Studiengänge der Informatik

sowie Wirtschafts-, Ingenieurs- und

Medienwissenschaften. Seit dem Winter -

semester 2004 gibt es nur noch Bachelor- und

Masterstudiengänge. Die Fachschule mit

ihren rund 1300 Studierenden finanziert sich

über Landeszuschüsse und Studiengebühren.

Die gute Arbeit der Hochschule wird mit

Spitzenplätzen in Hochschulrankings anerkannt.

Außer den beiden Hochschulen im Kreis

Pinne berg stehen den jungen Menschen die

gut erreichbaren Hochschulen und Univer -

sitäten im benachbarten Hamburg zur Ver -

fügung. Das vielfältige akademische Angebot

ist zweifellos ein wichtiger Standortfaktor. |


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Staatlich anerkannte Fachhochschule Wedel

Die Fachhochschule Wedel ist eine private, staatlich anerkannte

Hochschule mit Sitz im Westen der Hansestadt Hamburg. Sie

ist eine der ältesten Hochschulen Deutschlands in privater

Trägerschaft und als inhabergeführtes Familienunternehmen

mit einer über 60-jährigen Tradition einmalig in Deutschland.

In der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH organisiert,

finanziert sich die Hochschule über Studiengebühren, eine

Landeszuwendung und Drittmittel. Die private Trägerschaft

hilft der Hochschule, eine persönliche Atmosphäre zu schaffen,

das Arbeitsklima auf Leistung auszurichten sowie die Studierenden

individuell zu betreuen. Das Studienangebot der Hochschule

konzentriert sich auf interdisziplinäre, gut aufeinander

abgestimmte Studiengänge in der Informatik und den Ingenieur-

und Wirtschaftswissenschaften.

Auf einem Campus mit 20 000 Quadratmetern nutzen 1350

Studierende die exzellente Infrastruktur und hochwertige Ausstattung

der Hochschule. Es bestehen Kooperationsverträge

mit 28 Partnerhochschulen in 18 verschiedenen Ländern auf

fünf Kontinenten sowie intensive Beziehungen mit Spitzenunternehmen

aller Branchen. Das Studienangebot umfasst

Bachelor- und Masterstudiengänge, die sowohl in Vollzeit,

Teilzeit und im dualen Studien modell (in Zusammenarbeit mit

über 80 Partnerunternehmen) studiert werden können.

Das Wirken der Fachhochschule Wedel ist darauf ausgerichtet,

ihren Absolventen und Absolventinnen nachhaltig zu besonders

guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verhelfen. Dies

prägt das Profil der Hochschule. Der hervorragende Ruf ihrer

Absolventen in der Wirtschaft belegt dieses eindrucksvoll.

Information

Gründungsjahr: 1948

Studenten: 1350; Lehrende: 50

Studiengänge: Betriebswirtschaftslehre, Computer Games Technology, E-Commerce, Informatik, IT-Engineering, IT-Management,

Consulting & Auditing, IT-Sicherheit, Medieninformatik, Smart Technology, Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen

www.fh-wedel.de


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Ein Kreis mit Verantwortung

Vorbildliche medizinische Versorgung auf

hohem Niveau

Angela Bartels

Hochmoderne Technik steht zur

Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten

zur Verfügung.

Wer einen Schlaganfall erleidet, benötigt

schnelle Hilfe. Je schneller die verschlossenen

Blutgefäße im Gehirn wieder geöffnet werden,

desto größer ist für die Betroffenen die

Chance, sich sogar vollständig wieder zu erholen.

Time is brain – lautet daher der Leitsatz

der Neurologen.

Wer im Kreis Pinneberg einen Schlaganfall

erleidet, der kann sich sicher sein, dass er

schnelle Hilfe erhält. Die zentrale Schlag -

anfallstation (Stroke Unit) am Regio Klinikum

Pinneberg gehört hinsichtlich der Behandlungszeiten

zu den besten in ganz Norddeutschland.

Im Vergleich zu anderen Kliniken

gelingt es auf der Pinneberger Stroke Unit

überdurchschnittlich schnell, verschlossene

Blutgefäße zu öffnen und die Sauerstoff -

versorgung des Gehirns wieder herzustellen.

Möglich werden die schnellen Eingriffszeiten

durch gut aufeinander abgestimmte Prozesse

innerhalb unserer Klinik und der optimalen

Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst

(RKiSH). Sie ermöglichen nicht nur eine

schnelle Behandlung bei Schlaganfällen,

sondern auch bei Herzinfarkten. Der Notarzt

übermittelt EKG-Daten und andere Vitalparameter

noch vom Einsatzort an die Klinik, sodass

eine reibungslose Weiterversorgung in

einem der Herzkatherlabore in Elmshorn

oder Pinneberg erfolgen kann. Dadurch wird

wertvolle Zeit gespart. Zum Wohle des Patienten,

denn auch hier gilt: Je schneller die Hilfe

kommt, desto höher der Behandlungserfolg.

Optimale Prozesse, gut aufeinander abgestimmte

Behandlungspfade und eine enge

Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb des


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39

Krankenhauses sind bei Notfällen überlebenswichtig.

Aber auch bei planbaren Behandlungen

sind sie der Schlüssel für eine

hohe Qualität und den Erfolg der Behandlung.

Daher haben die Regio Kliniken früh

damit begonnen, die fachliche Kompetenz

nach den Vorgaben von Fachgesellschaften

wie der Deutschen Krebsgesellschaft in medizinischen

Zentren zu bündeln und von unabhängigen

Experten zertifizieren zu lassen. Dadurch

erhalten die Menschen in den Kliniken

in Elmshorn, Pinneberg und Wedel eine Behandlung

nach den neuesten wissenschaft -

lichen Erkenntnissen und Methoden. Die zertifizierten

Zentren zeichnen sich durch eine

überdurchschnittlich hohe Qualität bei der

Behandlung von Darm- und Brustkrebs,

gynäkologischen Krebsleiden und Gefäßerkrankungen

aus. Außerdem darf das Geburtszentrum

als eine der wenigen Geburtskliniken

in Deutschland das WHO/UNICEF-Gütesiegel

„Babyfreundlich“ tragen. Rund 1400 Mütter

vertrauen jedes Jahr bei der Geburt ihres Kindes

auf die Regio Kliniken.

In den Zentren werden die Patienten gleichsam

an die Hand genommen und in enger

Abstimmung mit dem Hausarzt, niederge -

lassenen Fachärzten und externen Experten

durch den gesamten Behandlungsprozess

geführt.

Der Kreis Pinneberg verfügt über ein umfangreiches

Angebot an sehr qualifizierten Hausund

Fachärzten. Die Zufriedenheit der Patien -

ten ist hoch, und die Zusammenarbeit der

Klinik mit den niedergelassenen Ärzten und

anderen Kooperationspartner ist gut.

Das Geburtszentrum mit angeschlossener

Frühgeborenen Intensivstation

ist als „Babyfreundliches

Krankenhaus“ ausgezeichnet.


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40

Ein Kreis mit Verantwortung

In den Darmzentren werden nicht

nur große Tumore operiert. Polypen

und kleinere Tumore können

minimal invasiv im Rahmen einer

Darmspiegelung entfernt werden.

Alle Klinikstandorte der Regio Kliniken in

Elmshorn, Pinneberg und Wedel sind nach

den Kriterien der Kooperation für Trans pa renz

und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ)

zertifiziert. Das Siegel garantiert einen hohen

Standard bei Medizin, Pflege, Hygiene und

Patientensicherheit. Das fängt bei Hände -

des infektionsmittelspendern in nahezu allen

Zimmern an und hört bei Patientenarmbändern

und OP-Checklisten noch lange nicht auf.

Durch das breite Leistungsspektrum der

Regio Kliniken von der Altersmedizin über die

Neurologie bis hin zum Zentrum für Geburtshilfe

kann den rund 307 000 Einwohnern im

Kreis Pinneberg ein hochwertiges und nahezu

umfassendes medizinisches Versorgungs -

angebot gemacht werden.

Rund 90 000 Menschen behandeln die Kliniken

in jedem Jahr. Der Weg nach Hamburg ist

nur bei sehr speziellen Krankheitsbildern notwendig,

die in überregionalen Zentren behandelt

werden.

Die Regio Kliniken sind darüber hinaus ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor. Rund 2400 Menschen

wirken in und um die Kliniken herum

an der Versorgung der Patienten mit und

machen die Regio Kliniken damit zum größten

Arbeitgeber und wichtigen Ausbildungs -

betrieb in der Region. Mit einem eigenen Bildungszentrum

mit seinen 243 Plätzen leisten

die Kliniken einen wichtigen Beitrag gegen

den Fachkräftemangel in der Pflege. |


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Die Regio Kliniken – hier sind Sie als Patient gut aufgehoben

Ein hohes Maß an Sicherheit für die Patienten und eine hohe

Qualität in der medizinischen, pflegerischen und therapeu -

tischen Versorgung unter Einbeziehung neuester wissenschaftlicher

Erkenntnisse und Methoden – das zeichnet uns

aus. In unseren drei Krankenhäusern in Elmshorn, Pinneberg

und Wedel sind Sie als Patient gut aufgehoben.

Als Schwerpunktversorger mit rund 900 Planbetten decken

wir fast das gesamte medizinische Leistungsspektrum wohnortnah

ab. In unseren Zentren zur Behandlung von Krebs-,

Muskel- und Skelett- sowie Gefäßerkrankungen arbeiten

Spezialisten verschiedener Disziplinen nach für jeden Patienten

individuell festgelegten Behandlungsplänen.

Jährlich behandeln wir rund 35 000 Patienten stationär und

weitere 55 000 Patienten ambulant. In unserem modernen

Geburtszentrum mit angeschlossener Intensivstation für Frühgeborene

und Kinderklinik in Pinneberg erblicken jedes Jahr

rund 1400 Kinder das Licht der Welt. Das Zentrum trägt das

WHO-Gütesiegel „Babyfreundliche Geburtsklinik“.

Mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psycho -

somatik sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychotherapie und Psychosomatik und den dazugehörigen

Tageskliniken in Elmshorn (Erwachsene und Kinder), Pinneberg

(Erwachsene) und Norderstedt (Kinder) leisten wir zudem

einen wichtigen Beitrag zur psychiatrischen Versorgung im

südlichen Schleswig-Holstein.

Wir sind als Regio Kliniken nach den strengen Leitlinien der

renommierten Kooperation für Transparenz und Qualität im

Gesundheitswesen (KTQ) zertifiziert.

Information

Gründungsjahr: 2004; Mitarbeiter: rund 2400 in den Kliniken, Tochterunternehmen und Servicegesellschaften

Standorte und weitere Einrichtungen: Klinikum Elmshorn, Klinikum Pinneberg, Klinikum Wedel mit zwölf Medizinischen Zentren,

zwei Medizinische Versorgungszentren in Uetersen und Pinneberg zur Unterstützung der ambulanten Patientenversorgung,

Rehazentren Pinneberg und Schenefeld, Pflegezentrum „Haus Elbmarsch“ für bis zu 150 Seniorinnen und Senioren, Johannis

Hospiz Elmshorn, staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Bildungszentrum Elmshorn

www.regiokliniken.de


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Ein Kreis mit Verantwortung

Sicherheit im Blickpunkt –

Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz

Jürgen Tober

„Alle Ordnung ist für den einzelnen Freiheitsentzug.“

Dieser Ausspruch des deutschen

Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen

(1846–1908) hatte zu seinen Lebzeiten und

hat bis heute Gültigkeit. Und genau aus diesem

Grund müssen alle staatlichen Eingriffe

immer gut abgewogen und verhältnismäßig

sein.

Der Kreis Pinneberg setzt daher insbesondere

im Veterinärbereich, in der Lebensmittel -

überwachung, im Straßenverkehr und bei den

Umweltbelangen auf vorbeugende Beratung,

Gespräche und Handlungen. Regelverstöße

sollen so im Vorfelde vermieden werden –

hierfür wird ein hoher Aufwand betrieben.

Im Mittelpunkt steht immer das Interesse der

Allgemeinheit. Dies kann dazu führen, dass

Einzelinteressen zurückstehen müssen und

gegebenenfalls notwendige Sanktionen durchgesetzt

werden.

Dies gestaltet sich nicht immer leicht; denn

unsere Gesellschaft wird zunehmend egois -

tischer geprägt. Hier ist Konsequenz gefragt,

gepaart mit der nötigen Sensibilität von Behörden,

um in der Öffentlichkeit dafür eine

größtmögliche Akzeptanz zu erzielen.

ration in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH

sind mehr als 850 Mitarbeiterinnen und

Mitar beiter beschäftigt. In 31 Rettungswachen

(7 davon im Kreis Pinneberg) sorgen diese

Fachkräfte für eine schnelle und kompetente

Versorgung von rund 850 0000 Menschen.

Eine moderne Flotte von mehr als 150 Einsatzfahrzeugen

kann über die Kreise flexibel

eingesetzt werden. An einer eigenen Akademie

werden die Mitarbeiterinnen und Mit -

arbeiter aus- und fortgebildet. Hierbei wird

modernste Technik eingesetzt, sodass die Einsatzkräfte

immer auf dem aktuellsten Stand

und für alle Eventualitäten gerüstet sind.

Seit 2001 disponiert die „Leitstelle West“ in

Elmshorn als erste kreisübergreifende Leitstelle

Deutschlands die Einsätze von Feuerwehr,

Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Bereits damals wurde die modernste

Leitstellentechnik Europas eingesetzt. Im

Jahre 2010 wurde die Betriebsform in eine

kooperative Regionalleitstelle unter Einbeziehung

der Polizei erweitert. Durch die räum -

liche Zusammenlegung der kommunalen und

der polizeilichen Leitstelle konnte die Zusammenarbeit

und die Wirtschaftlichkeit erheblich

verbessert werden.

Keine Angst vor Sicherheit. Keine Angst

durch Sicherheit.

Für die Sicherheit der Menschen in der Region

wird viel getan. So betreiben zum Beispiel

die Kreise Pinneberg, Dithmarschen,

Rendsburg-Eckernförde und Steinburg über

ein gemeinnütziges Tochterunternehmen den

größten kommunalen Rettungsdienst in

Deutschland. Bei der Rettungsdienst Koope-

Diese Leitstelle zieht 2018 am gleichen Standort

in ein neues Haus mit allermodernster

Technik ein. Der Schutz der Bevölkerung wird

hierdurch nochmals erhöht.

Im gleichen Gebäude befinden sich auch die

Räume des Katastrophenschutzstabes des

Kreises Pinneberg. Von hier leiten und koor -

dinieren die ständig weitergebildeten Stabsmitglieder

EDV-gestützt notwendige Einsätze.


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Der Katastrophenschutz hat im Kreis einen

hohen Stellenwert. Bereits 2009 wurde nach

einer umfangreichen Gefährdungsabschätzung

durch Fachleute ein auf zehn Jahre angelegtes

Modulkonzept erarbeitet und von

der Politik beschlossen. Hierdurch wurde

sichergestellt, dass den Einheiten des Katastrophenschutzes,

geplant und finanziell abgesichert,

ausreichendes Personal und Material

zur Verfügung gestellt werden konnte.

Die Ausstattung des Katastrophenschutzes

im Kreis befindet sich auf einem sehr hohen

Niveau.

Mit 50 freiwilligen Feuerwehren, zwei Betriebsfeuerwehren

und einer Werksfeuerwehr ist

der Kreis im Brandschutz ebenfalls gut auf -

gestellt. Die Arbeit wird durch den Kreisfeuerwehrverband

koordiniert. Dieser hat seinen

Sitz in der kreiseigenen Kreisfeuerwehrzentrale

in Tornesch-Ahrenlohe. Auch diese Einrichtung

wurde in weiten Teilen neu errichtet

und auf den modernsten Stand gebracht.

Im Rahmen des Katastrophenschutzes verantwortet

der Kreisfeuerwehrverband den

ABC-Dienst des Kreises und stellt die tech -

nische Einsatzleitung sicher.

Die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr,

THW, DRK, DLRG und Verwaltung klappt im

Kreis Pinneberg hervorragend. Dies liegt zum

einen an der hohen Motivation der Organi -

sationen mit ihren Mitgliedern. Zum anderen

wird dies erst ermöglicht durch Diskussionen

und Beschlüsse der politischen Kreisgremien.

In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung

konnten so die hohen Investitionen in allen

beschriebenen Bereichen gestemmt werden.

Die Politik legt auf den Schutz und die Sicherheit

der Menschen im Kreis Pinneberg großen

Wert – und gibt somit Platon möglicherweise

ein bisschen recht . . . aber dies möge jeder

für sich selbst bewerten: „Alles nämlich, was

im Staate nach Ordnung und Gesetz geschieht,

bewirkt jegliches Gute; das meiste Ordnungswidrige

und schlecht Angeordnete dagegen

hebt wieder anderes, was wohl angeordnet

war, auf.“ Platon (427–348 oder 347 v. Chr.),

lateinisch Plato, griechischer Philosoph,

Begründer der abendländischen Philosophie.

Die Menschen im Kreis Pinneberg jedenfalls

können sicher sein, dass alles Notwendige

und Mögliche für ihre Sicherheit getan wird. |

„gut ausgerüstet“ –

die Feuerwehrtechnische Zentrale

(FTZ) in Tornesch-Ahrenlohe


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Ein Kreis mit Verantwortung

Das Unternehmen RKiSH – höchste Qualität zum Wohl der Patienten:

Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH)

gGmbH ist der größte kommunale Rettungsdienst in Deutschland.

Auf höchstem medizinischem Niveau erfüllt das Unternehmen

seinen Auftrag: die Notfallrettung und Krankentransporte.

Dazu gehört, dass die RKiSH den Rettungsdienst sowie

die Zukunft der präklinischen Versorgung zum Wohle der

Patienten ständig weiterentwickelt – strukturell, personell und

technisch. Zum Einsatzbereich der RKiSH zählen die Kreise

Dithmarschen, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde und

Steinburg. Diese haben das Unternehmen 2005 gemeinsam

gegründet.

Den Bürgern in den vier Kreisen Schleswig-Holsteins steht

mit der RKiSH ein hochmoderner Rettungsdienst mit mehr

als 850 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.

Die 31 Rettungswachen und acht Notarztstandorte der RKiSH

sind so positioniert, dass ein Rettungs wagen oder ein Notarzteinsatzfahrzeug

jeden der 850 000 Bürger im Versorgungsgebiet

in der Regel innerhalb von zwölf Minuten erreichen

kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt setzt die RKiSH acht Notarzteinsatzfahrzeuge

(NEF) sowie 83 Rettungswagen (RTW) ein. Die

Ausstattung der Fahrzeuge entspricht der einer Intensiv station.

Eigene Akademie für kontinuierliche Fortbildung der Mit arbeiter

Im Mittelpunkt steht bei der RKiSH das Wohl des Patienten.

Der Schlüssel dazu sind zufriedene und gut quali fizierte Mit -

arbeiter.

Im August 2009 hat die Rettungsdienst-Kooperation in

Schleswig-Holstein daher die staatlich anerkannte RKiSH-

Akademie auf dem Gelände des Westküstenklinikums Heide

gegründet, an der bis 2013 Rettungsassistenten erstqualifiziert

wurden.

Seit 2014 sieht der Gesetzgeber ein neues Berufsbild im

Rettungsdienst vor: den Notfallsanitäter. Die Ausbildung hierfür

ist umfangreicher und in einigen Inhalten intensiver. Die

Akademie der RKiSH hat ihren ersten Ausbildungsjahrgang

Notfallsanitäter optimal vorbereitet im August 2014 begonnen.

Außerdem werden an der RKiSH-Akademie die Mitarbeiter

kontinuierlich fortgebildet und beispielsweise Notärzte in ihrer

Laufbahn weiterentwickelt.

Das Zentrum unserer modernen Unterrichtsmethoden bildet

die Simulation. Für ihren Trainings-Rettungswagen ist die

RKiSH-Akademie sogar ausgezeichnet. Sie hat für das

bundesweit einmalige Projekt den „1. Preis für Qualität im

Rettungsdienst 2011 für Deutschland, Österreich und die

Schweiz“ gewonnen. Das Motto: „Von den Besten lernen“.


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Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein

In den mittlerweile drei Trainings-Rettungswagen werden

mittels aufwendiger Simulationstechnik seltene und damit

kritische Notfallsituationen trainiert. Das szenische Erleben

und das Lernen von Fehlern ohne Angst sollen für die signi -

fikante Erhöhung der Patientensicherheit sorgen.

Zu einem professionellen Rettungsdienst gehört selbstverständlich

ein Qualitätsmanagementsystem, medizinische Ausstattung

auf dem neusten Stand, aber auch die Bemühung,

die Mitarbeiter gesundheitlich zu schonen – beispielsweise

durch elektrohydraulische Tragen. Alarmiert werden die

Rettungskräfte in den Kreisen Dithmarschen, Pinneberg

und Steinburg zentral von der Kooperativen Regionalleitstelle

West (KRLS) mit Sitz in Elmshorn. Im Kreis Rendsburg-

Eckernförde alarmiert und steuert die Integrierte Regionalleitstelle

Mitte mit dem Sitz in Kiel die Einsätze im Kreisgebiet.

Beide Leitstellen koordinieren den Einsatz der Fahrzeuge von

Rettungsdienst und Feuerwehr.

Erreichbar sind die Leitstellen für jedermann unter der Notrufnummer

112 oder der Rufnummer 04121 19222 in Elmshorn

und 0431 19222 in Kiel.

Information

Gründungsjahr: 2005; Mitarbeiter: über 850

Leistungsspektrum: Notfallrettung und qualifizierter Krankentransport

Sitz der Gesellschaft: Heide; Geschäftsführer: Michael Reis

Rettungswachen: 31

Notarztstandorte: 8

Fahrzeuge: über 150

Einsätze: 148 734 im Jahr 2016

www.rkish.de


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Ein Kreis mit Verantwortung

Soziale Verantwortung im

demografischen Wandel

Tobias Kuckuck

Der demografische Wandel macht sich bereits

seit einigen Jahren in ganz Deutschland bemerkbar.

Während aber unter diesem Begriff

in zahlreichen Regionen Bevölkerungsrückgänge

bei gleichzeitigen Alterungstendenzen

verstanden werden, sehen die Auswirkungen

im Kreis Pinneberg anders aus. Hier ist im

Zeitraum zwischen 2005 und 2015 die Zahl

der Einwohner um stolze 7500 Personen angestiegen,

was einem Wachstum von ca. 2,4

Prozent entspricht.

Aber auch eine stete Steigerung der Bevölkerungszahl

bedeutet nicht, dass die langfris -

tigen Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung

keine Herausforderungen

für die Zukunft darstellen. Aktuelle Prognosen

sagen einen starken Anstieg der Bevölkerung

in einem Alter ab 65 Jahren und einen deut -

lichen Anstieg der Bevölkerung mit einem

Migrationshintergrund voraus. Statt der all -

gemein verwendeten Schlagworte „Weniger,

Älter, Bunter“ für die Auswirkungen des demografischen

Wandels, können diese im Kreis

Pinneberg eher mit „Mehr, Älter, Bunter“

beschrieben werden. Dementsprechend

zeichnen sich auch die zukünftigen Herausforderungen

und entsprechende Handlungsansätze

zum Umgang mit diesen Entwicklungen

ab.

Das „Mehr“ an Bevölkerung setzt den regionalen

Wohnungsmarkt unter Druck. Die Folgen

sind eine Steigerung der Kosten für das

Wohnen und ein zunehmender Mangel an

bezahlbarem Wohnraum. Durch den wohnwirtschaftlichen

Dialog, der im Kern einen

Dialogprozess mit Beteiligten aus der Wohnwirtschaft

und den Kommunen darstellt, versucht

der Kreis Pinneberg dieser Entwicklung

entgegenzuwirken.

Das „Älter“ wird zu einer deutlich steigenden

Anzahl der älteren Personen mit Unterstützungsbedarf

führen. Hier wurde im Rahmen

eines Projektes der Metropolregion Hamburg

eine prognostische Einschätzung des zukünftigen

Pflegebedarfs vorgenommen, um die

Regionen mit Unterstützungsbedarf erkennen

zu können.

Das „Bunter“ verdeutlicht die steigende Anzahl

von Menschen mit einem Migrationshintergrund

im Kreis Pinneberg. Die zunehmend

wichtiger werdende Aufgabe, diese Menschen

in unsere Gesellschaft zu integrieren, hat

im Kreis Pinneberg einen besonders hohen

Stellenwert und wird daher auch in einem

eigenen Artikel behandelt („Integration im

Kreis Pinneberg“, Seite 28).


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ASB – Regionalverband

Pinneberg/Steinburg

Der Arbeiter-Samariter-Bund e. V., Regionalverband Pinneberg/Steinburg

bietet eine Vielzahl von sozialen haupt- und

ehrenamtlichen Dienstleistungen: „Wir helfen hier und jetzt.“

Ob Sie Hilfe benötigen oder selbst helfen wollen, bei uns finden

Sie kompetente Ansprechpartner. Wir möchten ältere Men schen,

Menschen mit Behinderungen oder Menschen in besonderen

Notlagen alltagstauglich und praktisch unterstützen. Hier bei ist

jeder Mensch einzigartig, wie auch unsere Unterstützung individuell

passgenau, freundlich und kompetent. Das Spektrum

reicht vom Fahrdienst mit behindertengerechten Fahrzeugen

über die ambulante Pflege und Palliativversorgung sowie den

Hausnotruf und Menüservice bis hin zur Erste-Hilfe-Schulung

und den ASB Kinder- und Jugendgruppen (ASJ).

Ein Teil unserer Mannschaft des immer einsatzbereiten Fahrdienstes

Information

Gründungsjahr: 1888; Mitarbeiter: 95, ehrenamtlich: 60 aktive und 13 000 passive Mitglieder; Leistungsspektrum: Leben und

Pflege im Alter, Hausnotruf, Fahrdienst, Erste-Hilfe-Schulungen, Notfallversorgung, Sanitätsdienst, Behindertenhilfe/Inklusion,

Aus- und Weiterbildung, Auslandshilfe, ASB-Hospiz St. Klemens, Ehrenamt, Der Wünschewagen, ASB-Jugend (ASJ)

www.asb-sh.de

Mit dem Ausdruck des „demografischen

Wandels“ werden strukturelle Änderungen

des Bevölkerungsaufbaus und der Zusammensetzung

bezeichnet, die erst langfristig

sichtbar werden. Um auch zukünftig neue

Herausforderungen rechtzeitig erkennen zu

können, ist eine regelmäßige Raumbeobachtung

verbunden mit einer verantwortungs -

bewussten Sozialplanung unabdingbar. Das

„Konzept sozialer Entwicklung und Steuerung

für den Kreis Pinneberg“, das sich derzeit in

Erarbeitung befindet, bildet hier den geeigneten

Baustein. |

Die Zahl der älteren Personen mit

Unterstützungsbedarf wird weiter

steigen.


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Ein Kreis mit Verantwortung

Haus Thomsen

In unserer Pflegeeinrichtung möchten wir den familiären

Charakter von Pflege und Betreuung weiter stärken.

Freundliches und fachlich gut qualifiziertes Pflege- und

Betreuungspersonal bildet die Grundlage für eine überdurchschnittlich

gute Pflege und Betreuung.

Mit Respekt, Engagement und Kompetenz begegnen unsere

Mitarbeiter allen Themen, die das Alter mit sich bringt.

Die Individualität jedes Einzelnen unserer Bewohner ist uns

dabei besonders wichtig.

Strukturierte Tagesabläufe, gewohnte Rituale und die Betreuung

durch feste Bezugspersonen geben Sicherheit, Geborgenheit

und Orientierung.

Information

Engagierte Betreuungskräfte arbeiten vormittags und nachmittags an

interessanten und abwechslungsreichen Beschäftigungsangeboten.

Gründungsjahr: 2015; Mitarbeiter: 42; Bewohner: 54

Leistungsspektrum: aktivierende Pflege, Behandlungspflege, Organisation therapeutischer Behandlungen, soziale Betreuung

(einschließlich kostenfreier Logotherapie), abwechslungsreiche Haupt- und Zwischenmahlzeiten/Spätmahlzeit, komplette

hauswirtschaftliche Versorgung

www.pflege-familiaer.de

Jost Krankenpfege zu Hause

Unser höchstes Ziel ist es, bei den Kunden eine humane und

aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde zu

gewährleisten, denn wir verstehen den Menschen als Persönlichkeit

mit eigenem Lebensweg und sozialen, kulturellen und

religiösen Hintergründen.

Die Pflege und Betreuung ist nach dem Modell Monika Krohwinkel

ausgerichtet. Auf der Grundlage dieses Modells erstellen

wir individuelle Pflegepläne in Absprache mit den Kunden

und deren Angehörigen.

Die Wünsche der Kunden stehen im Mittelpunkt. Wir nehmen

an aktuellen Fort- und Weiterbildungen teil und lassen moderne

Pflegeforschung in unsere praktische Arbeit einfließen. Außerdem

bieten wir eine 24-Stunden-Verfügbarkeit.

Rund 25 Jahre ambulante Pflege in Uetersen und Umgebung

Information

Gründungsjahr: 1993; Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum: häusliche Krankenpflege in gewohnter Umgebung, Pflegeberatung, Fahrdienst und Fuhrpark, Haushalts -

hilfen, zusätzliche Betreuungsleistungen, Pflegeversicherungsleistungen

www.jost-krankenpflege.de


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Terrasse vor der Cafeteria

Hausansicht mit geschütztem Bereich

Seniorenresidenz Rüpcke GmbH – der Mensch steht im Mittelpunkt

Die Seniorenresidenz Rüpcke GmbH in Schenefeld ist ein

Seniorenwohn- und Pflegeheim. Wir pflegen einen sehr

respektvollen Umgang mit unseren Bewohnern und unseren

Mitarbeitern.

Der Bewohner steht in unserem Haus im Mittelpunkt und wird

rundum familiär und liebevoll betreut. Unsere wichtigste Begegnungsstätte

für soziales und kommunikatives Geschehen

ist unsere großzügige Cafeteria im Eingangsbereich unseres

Hauses. Alle Mahlzeiten werden hier gemeinsam eingenommen.

In unserer Küche werden täglich alle Speisen frisch

zubereitet. Im Sommer wird unsere Cafeteria bei jeder sich

bietenden Möglichkeit auf die große Sonnenterrasse ausgeweitet.

Die Pflege orientiert sich an den Bedürfnissen und Biografien

unserer Bewohner. Sie werden in ihren vorhandenen Ressourcen

gestärkt und gefördert.

Wir motivieren unsere Bewohner und deren Angehörige, die

Pflege aktiv zu gestalten. Wir verfügen fast ausschließlich über

Einzelzimmer, die von unseren Bewohnern individuell eingerichtet

werden können. Unser Ziel ist es, im Alter Selbstständig -

keit zu erhalten, zu fördern und somit Lebensqualität zu sichern.

Bei der Gestaltung unseres Betreuungsangebotes berücksichtigen

wir die individuellen, religiösen und kulturellen Bedürfnisse

unserer Bewohner und ihr Recht auf Selbstbestimmung.

Unser Angebot soll dabei dem Bewohner Freude und Abwechs -

lung bereiten und die Teilnahme ist durch Freiwilligkeit geprägt.

Beim Heimeinzug erhält der Bewohner erste Informationen

über das Angebot.

Beim Betreuungsprozess ist es uns wichtig, positive Emotionen

des Bewohners durch verschiedene, individuelle Beschäftigungs -

angebote zu fördern.

Information

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 66; Auszubildende: 4

Leistungsspektrum: Seniorenwohn- und Pflegeheim, 96 Plätze, aufgeteilt in 92 Einzel- und 2 Doppelzimmer

Apartments: 50 Einzelapartments und 38 Zwei-Zimmer-Apartments, jedes Apartment verfügt über ein Duschbad

www.seniorenresidenz-ruepcke.de


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Ein Kreis mit Verantwortung

Familien im Fokus –

Leben, Lernen, Arbeiten

Tinka Juliane Frahm

In Zeiten des demografischen Wandels nehmen

Familien für die Sicherung der Zukunftsper -

s pektiven einer Region und/oder eines Landkreises

eine Schlüsselrolle ein. Gute Bedingun -

gen für Familien können die Entscheidung für

ein Leben mit Kindern erleichtern. Familien,

die sich an ihrem Wohnort wohlfühlen, werden

langfristig an diesem bleiben und damit

für eine stabile Altersstruktur im Kreisgebiet

sorgen.

Was für Familien wichtig ist, hängt von den

unterschiedlichen Familienkonstellationen

und den persönlichen Lebensentwürfen ab.

Grundsätzlich lässt sich die Attraktivität einer

Region für Familien an drei Punkten messen:

zum einem an einer guten Vereinbarkeit von

Familie und Beruf, also durch gute und ausreichende

Kinderbetreuungsangebote sowie

gute Beschäftigungschancen für Mütter und

Väter in der jeweiligen Region. Das Wohn -

umfeld und die Wohnsituation, die Familien

vorfinden, spielen ebenso eine wichtige Rolle

wie die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen

Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

von der Krippe bis zum Abitur zu wählen.

Der Kreis Pinneberg hat für diese drei Indikatoren

gute Voraussetzungen. Die Ansprüche

an ein familienfreundliches Wohnumfeld sind

von Familie zu Familie sehr unterschiedlich.

Die einen bevorzugen eine ruhige Lage mit

viel Platz zum Spielen, während andere eine

zentrale Lage mit einer guten Anbindung an

den öffentlichen Nahverkehr, an Schule,

Arbeitsplatz und Freizeit bevorzugen. Durch

die günstige Lage des Kreises Pinneberg finden

hier (fast) alle, wonach sie suchen. Durch

die Nähe zu Hamburg und die urbanen Strukturen

im Kreis entsteht eine spannende Mischung

aus Urbanität und ländlichem Raum,

in der die Vorzüge des Lebens in einer Stadt

mit denen des Lebens auf dem Land mit -

einander kombiniert werden können. So gibt

es im Kreisgebiet zahlreiche kulturelle Angebote

wie Museen, Kinos und Theater. Es finden

sich aber ebenso viele Möglichkeiten, seine

Freizeit draußen zu verbringen: zum Beispiel

an der Elbe, beim Wandern in den Waldgebieten

oder in organisierten Verbänden und Vereinen.

Durch den gut ausgebauten öffent -

lichen Nahverkehr und die Anbindungen an

die Autobahnen 7 und 23 sind Arbeitgeber

innen und Arbeitgeber im Kreisgebiet und

darüber hinaus gut zu erreichen.

Damit das Arbeiten auch möglich gemacht

wird, ist der Kreis Pinneberg dabei, sich mit

seinen Städten und Gemeinden gut auf die

unterschiedlichen Anforderungen und Bedürf -

nisse von Familien mit kleinen Kindern einzustellen.

Im Kreisgebiet finden sich zahl -

reiche Krippen, Spielstunden und Kindergärten,

die mit unterschiedlichen pädagogischen


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Schwerpunkten arbeiten. Neben den klassischen

Kitas und Krippen gibt es zum Beispiel

Wald- und Naturkindergärten sowie viele Tages -

mütter und -väter, welche die Betreuungsmöglichkeiten

abrunden. Ähnlich vielfältig ist

das Angebot für die Bildungsmöglichkeiten

im Kreisgebiet. Schülerinnen und Schüler

haben die Option, zwischen den staat lichen

Grund- und Gemeinschaftsschulen, Gym -

nasien sowie Privat- und Reformschulen zu

wählen. Zu der Vereinbarkeit von Familien

und Beruf gehört nicht nur eine funktionierende

Kinderbetreuung, sondern auch ein

passender Arbeitgeber. Durch seine urbanen

Strukturen bietet sich im Kreisgebiet eine

Vielzahl von Arbeitsplätzen. Wer jedoch pendeln

muss oder will, kann auf den gut ausgebauten

öffentlichen Nahverkehr und die gute

Anbindung an die Autobahnen zurückgreifen.

Eine große Aufgabe der nächsten Jahre wird

es sein, dem ansteigenden Bedarf an Krippen

und Kitaplätzen gerecht zu werden und damit

auf die steigenden Anforderungen an Vereinbarkeit

von Familie und Beruf für Väter und

Mütter zu reagieren.

Der Kreis ist sich der Herausforderung der

kommenden Jahre bewusst und wird weiter

an seiner Familienfreundlichkeit arbeiten,

damit Kinder in 20 Jahren hier so gut auf -

gehoben sind wie heute. |

Für Kinder und Jugendliche gibt es

im Kreis Pinneberg ein breites

Betreuungs- und Bildungsangebot.


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Ein Kreis mit Verantwortung

oben links: Wo Maschinen und Werkzeuge nicht eingesetzt werden

können, sind die Hände der Mitarbeiter im Werkschiff gefragt.

oben rechts: In der Mutter-Kind-Einrichtung lernen die Mütter und Väter,

einen angemessen Kontakt mit ihren Kindern aufzubauen – Barbie, die

Ziege, hilft dabei geduldig.

links: Treffpunkt Begegnungsstätte – in einem der ältesten Häuser der

Kreisstadt Pinneberg treffen sich Menschen mit psychischen Erkran -

kungen.

AWO Schleswig-Holstein gGmbH

Werkstatt für behinderte Menschen – Das Werkschiff

Das Werkschiff ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen

mit seelischen Behinderungen. Hier werden Dienstleistungen

für Geschäfts- und Privatkunden angeboten, und Menschen

mit Behinderungen finden in einem geschützten Rahmen

einen Arbeitsplatz, der ihren Neigungen und Fähigkeiten

entspricht. Die Industriemontage übernimmt Konfektionierungs-

und Verpackungsaufträge von externen Firmen. In

der Wäscherei wird hauptsächlich Wäsche aus Pflegeeinrichtungen

gewaschen. Im MultiMediaService werden Schall -

platten, Dias, Filme und seit Neuestem Akten digitalisiert.

Es gibt eine Druckerei, und in der Webseitenpflege und

-gestaltung können sich Kunden zu fairen Preisen ihre Webseite

gestalten lassen. Nähere Informationen finden Sie unter:

www.daswerkschiff.de

Ambulante Versorgung von 1981 bis 2016

Seit 1981 besteht ein Gruppenangebot für psychisch erkrankte

Erwachsene in Pinneberg, aus dem sich die heutige

Begegnungsstätte im Fahltskamp entwickelte. Hier ist im

Laufe der letzten Jahrzehnte eine bunte Palette aus professionellen

Angeboten und Selbsthilfegruppen entstanden.

Das jüngste Angebot besteht seit 2016. In der Gruppe für

Kinder psychisch kranker Eltern in Pinneberg und Schenefeld

werden die Kinder unterstützt und ihre Psyche gestärkt.

Jugend- und Familienhilfe Region Süd-West

Bunt und vielfältig zeigt sich auch die Jugend- und Familienhilfe

im Kreis Pinneberg als erfahrener Träger von professionellen

Jugendhilfemaßnahmen seit nunmehr schon über

50 Jahren. Ein breites Spektrum an stationären und ambulanten

Hilfeformen sowie an Beratungsangeboten steht Kindern,

Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien individuell

und flexibel zur Verfügung.

Seit 1981 ist die Arbeiterwohlfahrt im Bereich der ambulanten

Versorgung psychisch erkrankter Bürgerinnen und Bürger

des Kreises Pinneberg aktiv. Hervorgehoben an dieser Stelle

seien der älteste und der jüngste Dienst.

Lebensweltorientiert und mit verschiedensten pädagogischen

Methoden wie zum Beispiel der tiergestützten Pädagogik oder

musisch-kreativen Zugängen zu Lerninhalten unterstützen,

betreuen, bilden und erziehen wir die sich uns anvertrauenden


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oben links: Im Kooperativen Schultraining wird Kindern auf vielfältige

Weise die Lust am Lernen neu vermittelt.

oben rechts: Der Kitaalltag ist spannend und macht neugierig . . .

rechts: . . . und Malen verlangt nach hoher Konzentration und

Innerlichkeit.

.... viele verschiedene Angebote

jungen Menschen und er reichen so gemeinsam formulierte

Entwicklungsziele. Dabei liegen uns Partizipation und Kinderschutz

sowie eine lebendige Unternehmenskultur in unseren

Einrichtungen und Diensten besonders am (AWO-)Herzen.

Kindertagesbetreuung: Unsere Aufgabe –

Bildung, Betreuung und Erziehung

Wir wollen familiengerechte Betreuungszeiten, die sich den

Bedürfnissen einer sich verändernden Gesellschaft anpassen.

Eltern und Kinder erleben uns als verlässliche Institution,

in der sie Unterstützung erfahren. Wir verstehen uns als

familienergänzende Einrichtung und nehmen die Eltern als

gleichberechtigte Erziehungspartner ernst. Unser Ziel ist es,

dass die Kinder in all ihrer kulturellen Vielfalt Sozialkompetenz

er leben und erwerben. Betreuung, Bildung und Erziehung

sind für uns gleichwertig und stehen miteinander im Einklang.

Wir nehmen die Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen

und Bildungswegen ernst. Wir stehen für Bildungskonzepte,

die Neues wagen und Vertrautes bewahren. Für uns bedeutet

Bildung ein Recht, und wir sind für freie Bildungszugänge in

der Kindertagesstätte für alle Kinder. Wir leben eine partizi

pative Haltung und verankern verbindliche demokratische

Strukturen in unseren Einrichtungen.

Information

Gründungsjahr: 1919; Mitarbeiter: 4300

Leistungsspektrum: Die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein ist ein anerkannter Spitzenverband und Einrichtungsträger der

Freien Wohlfahrtspflege. Sie bietet hochwertige Dienstleistungen in unterschied lichen Bereichen der sozialen Arbeit an, vor allem

in der Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenhilfe sowie in den Bereichen Psychosoziale Dienste und Migration. Die AWO betreibt

landes weit rund 200 soziale Einrichtungen und Dienste, davon fast 60 im Kreis Pinneberg.

www.awo-sh.de


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Ein Kreis mit Verantwortung

Ehrenamt – Kitt der Gesellschaft

Burkhard E. Tiemann

Kommunen leben von der Teilhabe ihrer

Bürgerinnen und Bürger, denn die Kreise,

Städte und Gemeinden können nicht alle

Nachfragen befriedigen und alle Probleme

allein lösen. Dabei bedarf es der aktiven Mithilfe

von Menschen, die nicht immer zuerst

ihren eigenen Vorteil sehen. Das Gemein -

wesen braucht Menschen, die bereit sind,

mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer

Kreativität Aufgaben zu übernehmen und

Mitverantwortung zu tragen, denn Gemeinsinn

ist ein Schatz, der bewahrt und gemehrt

werden muss. Gemeinsinn macht uns stark,

gemeinsam die vor uns stehenden Aufgaben

zu lösen.

In einer Zeit der Veränderungen, einer immer

älter werdenden Bevölkerung, einem Wandel

der Familienstrukturen, einer neuen Einstellung

zur Umwelt und einer technischen Entwicklung,

die Junge und Alte aus dem Lernen

nicht entlässt, stehen wir vor ganz neuen

Herausforderungen. Ehrenamtlichkeit und

freiwilliges Engagement entfalten ihre Wirkung

vor allem in den Kommunen. Hier ist die Gesellschaft

geradezu angewiesen auf die viel -

fältige Eigeninitiative der Bürgerinnen und

Bürger. Hier wird Demokratie ganz direkt

gelebt. Die Menschen erleben den Teil ihres

Engagements, bei dem es unmittelbar um

den Alltag, um Kontakte, Spaß, Kommunika -

tionserfolg oder auch nur um Organisationsnöte

geht.

Somit wird das Ehrenamt zum Kitt des Gemeinwesens.

Aber Kitt muss auch gepflegt

werden, weil er sonst bröckelt und keinen

Halt mehr bietet. In allen Bereichen gibt es

Frauen und Männer, Mädchen und Jungen,

die ihre Unterstützung anbieten und die „Ja“

sagen zu einem Gemeinwesen, das auf Mit -

einander, Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn

basiert. Freiwilliges Engagement ist nicht

nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch

persönliche Weiterentwicklung – immer dort –

wo junge und ältere Menschen Möglichkeiten

suchen, sich freiwillig in die Gestaltung der

Gesellschaft einzubringen. Ältere können

sinnvoll das Erfahrungswissen ihrer Gene -

ration für die Jungen nutzbar machen.

Ehrenamt hat aber auch öffentliche Wirkung,

und darum brauchen wir auf der lokalen

Ebene offene, an der Lebenswelt der Bürgerinnen

und Bürger orientierte Formen des

Miteinanders. Wir müssen uns darüber im

Klaren sein, dass wir für eine Kultur des freiwilligen

Helfens auch eine Veränderung des

vorherrschenden Prestige-Denkens er reichen

müssen. Der Kreis Pinneberg hat mit der

Eintragung in das „Bürgerbuch des Kreises“

deshalb eine Ehrung geschaffen, die gerade

die unzähligen kleinen Alltagsleistungen

würdigt, denn sie setzen viel mehr Energie

in die Welt als die seltenen heroischen Taten!

Mit dieser Ehrung sollen die Menschen in den

Mittelpunkt gestellt werden, die sich häufig

im Stillen, im Verborgenen bürgerschaftlich

engagieren.

Auch der Helfer- und Retter-Empfang mit

Ehrungen von Menschen, die manchmal die

eigene Gesundheit oder gar ihr Leben riskieren,

ist mir ein besonderes Bedürfnis. Solch

verantwortungsbewusstes und selbstloses

Handeln stellt bei Weitem keine Selbstver-


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55

ständlichkeit dar. Doch die Erwartungshaltung

gegenüber dem Staat ist heute größer denn je.

Dabei lässt sich ehrenamtliches Engagement

nicht anordnen. Wer sich jedoch engagiert,

entwickelt größeren Gemeinsinn und fühlt

sich für seine Region verantwortlich. Dabei

sind die Motive der Ehrenamtlichen so viel -

fältig wie das Ehrenamt selbst. Mit bürgerschaftlichem

Engagement nutzen Menschen

die Chance, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten,

indem sie sich selber einbringen. So bereichert

ihr uneigennütziges Handeln immer

auch das eigene Leben.

Ehrenamt bringt aber nicht immer Ehre, es

kann auch einfach nur Freude machen, sich

zu engagieren und zu beteiligen. Über die

Jahre hinweg hat sich im Kreis Pinneberg eine

Ehrenamtskultur entwickelt, die sich in einer

Vielzahl von Organisationen und Initiativen

manifestiert. Es wäre falsch, darin eine Art

Ausfallbürgschaft für staatliche oder kommunale

Defizite zu sehen. Es ist vielmehr ein

Zeichen für Gestaltungskraft, Tatendrang,

Entschlossenheit, Kreativität und Gestaltungswillen

von Bürgerinnen und Bürgern, die aus

eigenem Interesse und eigener Kenntnis

etwas positiv bewegen wollen – trotz knapper

Finanzmittel. Hieraus erwächst ein genera -

tionen übergreifendes Netzwerk von zwischenmenschlichem

Miteinander.

Der Reichtum unserer Gesellschaft und unser

Wohlstand sind nicht in Geld zu messen.

Unser freiheitlich demokratisches Staats -

wesen basiert auf der Bereitschaft, Verantwortung

zu übernehmen. Deshalb möchte ich

jeden, der hierzu etwas beitragen kann, herzlich

dazu einladen. Wir brauchen jeden Kopf

und jede Hand für die Bewältigung der viel -

fältigen Aufgaben, Menschen, die Probleme

selbst anpacken wollen und nicht darauf

warten, dass andere oder der Staat sie lösen,

die der Gemeinschaft ihre Zeit, ihre Tatkraft,

gute Ideen und oft auch sehr viel Erfahrung

schenken.

Viele wichtige Aufgaben, die von freiwilliger

Mithilfe leben, sind ohne das Engagement der

Bürgerinnen und Bürger vor Ort weder rea -

lisierbar noch vorstellbar. So ist mehr als jeder

Dritte unserer Bürgerinnen und Bürger in

Kunst und Kultur, im Sport, in der Jugend -

arbeit, in Senioren- und Selbsthilfegruppen,

in der Pflege, in Rettungs- und Hilfsdiensten,

in Schulprojekten oder in der Kommunal -

politik für das Gemeinwesen ehrenamtlich

tätig. Dabei mitzumachen möchte ich die

Bürgerinnen und Bürger des Kreises Pinneberg

ermutigen, denn es erfüllt mich immer

wieder mit Stolz, wenn ich mich in Sachen

bürgerschaftlichen Engagements in unserem

Kreis umschaue. |

„Nachwuchs für das Ehrenamt“ –

Jugendfeuerwehren im Kreis

Pinneberg


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56

Ein Kreis mit Verantwortung

„AQUA-AGENTEN“ und „Klimaretter“ –

Der Kreis Pinneberg setzt auf die Jugend

beim Klimaschutz

Valerie Wilms / Anja Vratny

Der Kreis Pinneberg engagiert sich seit 2008

im Bereich des Klimaschutzes. Ein vom Kreistag

beschlossenes Rahmenkonzept legt die

Handlungsfelder und Ziele für die Aktivitäten

fest. Eine Arbeitsgruppe Klimaschutz, die mit

je einem Vertreter aus den Kreistagsfraktionen

besetzt ist, erarbeitet seit nunmehr zehn Jahren

auf Grundlage des Klimaschutzkonzeptes

die jeweiligen Maßnahmen und Aktivitäten

zum Klimaschutz. Der Ausschuss für Umwelt,

Sicherheit und Ordnung befasst sich regel -

mäßig mit klimaschutzrelevanten Fragestellungen.

Die Leitstelle Klimaschutz, die organisatorisch

zum Fachdienst Umwelt gehört,

unterstützt den politischen Beratungsprozess

und setzt die Beschlüsse um.

Mit dem im Klimaschutzkonzept festgelegten

Handlungsrahmen verfolgt der Kreis Pinneberg

unter anderem das Ziel, Bewusstsein zu

schaffen für eine nachhaltige Entwicklung,

die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen

und die Ursachen und Folgen des Klimawandels.

Darüber hinaus setzt sich der Kreis

Pinneberg dafür ein, nachhaltiges Denken

und Handeln und effektiven Klimaschutz in

der Praxis zu etablieren und zu stärken. Einige

Beispiele beschreiben, wie dieses Ziel umgesetzt

wird:

Das Bildungsprojekt AQUA-AGENTEN in

Südholstein ermöglicht es Kindern, auf kreative

Weise die Bedeutung von Wasser für

Mensch, Natur und Wirtschaft zu entdecken.

Die Jungen und Mädchen bekommen die

Gelegenheit, mit Spaß und Neugier die Vielfalt

von Wasser zu erforschen, selbstbewusst

Fragen zu stellen und Antworten zu finden,

sich auszuprobieren und gemeinsam Lösungen

für Probleme zu entwickeln. Mit dem

Bildungsangebot AQUA-AGENTEN werden

sie motiviert, sich für den Schutz der Lebensgrundlage

Wasser einzusetzen und ein ver -

antwortungsvolles Miteinander in der Gesellschaft

aktiv zu gestalten. Der Kreis Pinneberg

als Projektträger und der azv Südholstein setzen

das Modellprojekt AQUA-AGENTEN Südholstein

seit März 2017 gemeinsam mit weiteren

Partnern aus der Region um. Das Projekt

ist eine Initiative der Michael Otto Stiftung

für Umweltschutz – gefördert wird es von der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die teilnehmenden

Schulen erhalten Lehrerfort -

bildungen sowie einen kompakten AQUA-

AGENTEN-Koffer. Darin befinden sich nicht

nur spannend gestaltetes Bildungsmaterial,

sondern auch knifflige Aufgaben rund um das

Thema Wasser, die von den jungen AQUA-

AGENTEN gelöst werden. Direkt vor Ort kön-

Fortsetzung Seite 58


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57

azv Südholstein – Rein in die Zukunft

Im Einzugsgebiet der Flüsse Krückau, Pinnau und Wedeler Au

ist der azv Südholstein für die Abwasserentsorgung zuständig.

Das Einzugsgebiet umfasst den Kreis Pinneberg, Teile der

Kreise Steinburg und Segeberg sowie die nordwestlichen Stadt -

teile Hamburgs: Für mehr als 480 000 Menschen sowie für

Industrie und Gewerbe übernimmt das Umweltunternehmen die

Sammlung, den Transport und die Reinigung des Abwassers.

Jährlich werden im Klärwerk Hetlingen rund 32 Mio. Kubik -

meter Wasser gereinigt und in die Elbe eingeleitet. Damit leistet

der azv Südholstein einen entscheidenden Beitrag zu einer

guten Wasserqualität der Flüsse und Gewässer in der Region.

Mit rund 250 Mitarbeitern betreibt der azv Südholstein das Groß -

klärwerk in Hetlingen, drei kleinere Klärwerke sowie Kanalnetze

mit einer Gesamtlänge von mehr als 600 Kilometern.

Die Mitarbeiter kontrollieren die Einleitung der Abwässer von

Industrie und Gewerbe und beraten in Sachen Grundstücksentwässerung.

Zur fachgerechten Herstellung von entsprechenden

Anlagen bietet der azv Südholstein für Fachbetriebe einen

Lehr gang mit Zertifikat an. Im Vordergrund stehen Qualität und

Sicherheit der Abwasserreinigung, Umwelt- und Ressour cen -

schutz sowie der Dienstleistungsgedanke und die Kosteneffizienz.

In fünf Berufen bildet der azv Südholstein Nachwuchskräfte

aus. Die Auszubildenden durchlaufen ein vielseitiges

Programm mit guter Betreuung. Als Umweltunternehmen enga -

giert sich der azv Südholstein zudem in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung.

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Be deu -

tung der Abwasserreinigung zu stärken und Kinder, Jugend liche

und Erwachsene für einen nachhaltigen Umgang mit Was ser

zu sensibilisieren. Seit 2010 ist der azv Südholstein als außer -

schu lische Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert.

Information

Gründungsjahr: 1965 (Abwasser-Zweckverband Pinneberg); Mitarbeiter: rund 250

Leistungsspektrum: Abwasserreinigung, -sammlung und -transport; Reststoffannahme; Ansprechpartner zu Grundstücks -

entwässerung; Indirekteinleiterüberwachung; klimaschonende Energieerzeugung für den Eigenbedarf

Ausbildungsberufe: Fachkraft für Abwassertechnik, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in (Einsatzgebiet

Instandhaltung), Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau/-mann für Büromanagement (neu ab August 2018)

www.azv.sh


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58

Ein Kreis mit Verantwortung

nen die Teilnehmer außerdem die regionale

Wassersituation durch Betriebsbesichtigungen

und Aktionsangebote im Wasserwerk, im

Klärwerk, an Gewässern und zu den Klima -

folgen kennenlernen. Am Schluss bekommt

jeder Schüler einen AQUA-AGENTEN-Ausweis.

Im Mittelpunkt der Bildungsinitiative KITA21

– Die Klimaretter steht die Förderung lebendiger

Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten

Themen wie Energie, Klimaschutz, Abfall -

vermeidung, Wasser und Ernährung in Kinder -

tageseinrichtungen. Projektträger ist die GAB

Umwelt Service, die „KITA21 – Die Klima retter“

in Kooperation mit dem azv Südholstein, dem

Kreis Pinneberg und der S.O.F. Save Our Future

– Umweltstiftung in der Region umsetzt. Ziel

von KITA21 –Die Klimaretter ist es, Kitas auf

ihrem Weg hin zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung

zu unterstützen. Hierzu erhalten die

beteiligten Einrichtungen Unterstützungs -

angebote in Form von Fortbildung, Beratung

und Vernetzungsmöglichkeiten. Darüber

hinaus wird die Zusammenarbeit mit regionalen

Bildungsakteuren aktiv gefördert. Ein

wichtiger Baustein des Projektes ist die Auszeichnung

der Kindertageseinrichtungen als

KITA21, mit der das Engagement der Einrichtungen

in der Bildung für eine nachhaltige

Entwicklung gewürdigt wird. Über 60 Kitas

haben bisher an der Bildungsinitiative teil -

genommen.

Alle zwei Jahre finden im Kreis Pinneberg

zudem die Kreis-Umwelt-Tage statt. Hier

werden immer kurz vor den Sommerferien

zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen für

Kitas und Schulen, aber auch für Erwachsene

rund um den Umwelt- und Klimaschutz zu

einem informativen Mitmach-Angebot zusammengestellt.

Die Bandbreite der Themen

reicht von Klimagerechtigkeit über Wald,

Moor und Wiese sowie Wasser bis hin zum

sparsamen Umgang mit Energie. Auch die

Themen Mobilität und nachhaltiger Konsum

sind vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt

lag in 2017 auf Angeboten zum Werkstoff

Plastik und seine Auswirkung auf die Erde. In

2017 wurden über 2000 Kinder und Jugend -

liche mit den Angeboten erreicht. Insgesamt

haben sich rund 7300 Personen und zahl -

reiche regionale Bildungsakteure an der Veranstaltungsreihe

beteiligt. Die Kreis-Umwelt-

Tage haben sich inzwischen fest etabliert und

sind ein begehrtes Bildungsangebot für Kitas

und Schulen geworden.

Seit 2012 findet eine Förderung von Klimaschutzprojekten

in Schulen und Jugend -

gruppen statt. Die Themenschwerpunkte

reichen von Schulgarten, nachhaltigem Konsum

und Fairem Handel bis zu erneuerbaren

Energien und dem Thema Abfallvermeidung/

Recycling. In den letzten fünf Jahren wurden

28 Projekte gefördert.

Im Kreis Pinneberg besteht zusätzlich seit

2011 eine Arbeitsgruppe Bildung für nachhaltige

Entwicklung (AG BNE), die sich zum

Ziel gesetzt hat, das Thema in der Region

voranzubringen und zu stärken. BNE ist eine

Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem

Denken und Handeln bewegt. Sie ermöglicht

es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des

eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen

und verantwortungsvolle Entscheidungen zu

treffen. Mitglieder sind: Leitstelle Klima-


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schutz, Kreisjugendring Pinneberg e. V., azv

Südholstein, Kreisfachberater der Schulen für

BNE. In den letzten sechs Jahren wurden

mehrere Fortbildungsveranstaltungen und

Vernetzungstreffen von ihren Mitgliedern

organisiert und 2016 eine Kooperationsvereinbarung

zur strukturellen Verankerung von

BNE in der Region geschlossen. |

Der AQUA-AGENTEN-Koffer bietet

spannend gestaltetes Bildungs -

material, aber auch knifflige Auf -

gaben rund um das Thema Wasser.


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Der Kreis Pinneberg

Zusammenarbeit in Regionen

Andreas Köhler

Mit einem Blick auf die Landkarte Norddeutschlands

fällt dem Betrachter sofort die

Metropolregion Hamburg ins Auge. Kein

Wunder, denn diese seit vielen Jahrzehnten

gewachsene Kooperation besteht aus über

1000 Orten, 17 Kreisen und Landkreisen

sowie 3 kreisfreien Städten in 4 Bundes -

ländern. Sie ist eine der wirtschaftsstärksten

Regionen Nordeuropas, Drehkreuz für Handel

und Verkehr zwischen Skandinavien und

weiten Teilen Europas.

In den Folgejahren entwickelten sich die Themenbereiche

und -schwerpunkte weiter und

sind nunmehr in einem strategischen Handlungsrahmen

gebündelt, der durch jährliche

Arbeitsprogramme konkretisiert wird. Die Zusammenarbeit

in der Metropolregion erfolgt

auf freiwilliger Basis, Entscheidungen werden

grundsätzlich im Konsens getroffen. Die

Umsetzung von Projekten unterstützen die

Länder mit finanziellen Mitteln über eigens

eingerichtete Förderfonds.

Bereits seit Mitte der 1950er-Jahre arbeiteten

die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und

Niedersachsen in planerischen Fragestellungen

eng zusammen. Mit einem Regierungs -

abkommen der Länder wurde die Metropol -

region Hamburg im Jahre 1991 offiziell aus

der Taufe gehoben. Schon damals gehörte der

Kreis Pinneberg dieser Metropolregion an.

Bis 1997 erarbeiteten alle Beteiligten ein

Regio nales Entwicklungskonzept (REK), das

die Schwerpunkte der künftigen Zusammen -

arbeit beschrieb. Das Themenspektrum

reichte von Fragen zu Siedlungsentwicklung,

Wirtschaft und Verkehr bis hin zu Abfallwirtschaft

und Naherholung. Wesentliche strategische

Entscheidungen dazu wurden und

werden im Regionsrat, dem obersten Be -

schluss gremium der Metropolregion, getroffen,

wobei die operative Umsetzung über den

Lenkungsausschuss erfolgt. Die Ausführung

obliegt einer gemeinsamen Geschäftsstelle.

Zeitgleich mit dem Beschluss über das REK

wuchs die Metropolregion um weitere Kreise

und Landkreise. Seit 2012 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern

mit zwei Landkreisen

und seit 2017 mit der Landeshauptstadt

Schwerin Teil der inzwischen über fünf Millionen

Menschen umfassenden Metropolregion

Hamburg. Seit 2017 engagiert sich auch die

Wirtschaft als weiterer Träger der Metropol -

region.

Der Kreis Pinneberg gehört mit seinen rund

16 000 Unternehmen aus Industrie, Handel

und Dienstleistung zu den wirtschaftsstärksten

Kreisen der Metropolregion Hamburg.

Ein besonderes Ziel des Kreises besteht darin,

den Unternehmen und den Einwohnern bestmögliche

Voraussetzungen zu bieten, um

wirtschaftlich erfolgreich sein zu können,

Arbeiten und Wohnen miteinander zu verbinden

und für die Freizeit gute Naherholungsmöglichkeiten

vorzuhalten. Bei all diesen

Herausforderungen kommt es auf eine gute

Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen

und der Stadt Hamburg sowie in der gesamten

Metropolregion Hamburg an.

Ein bedeutendes Augenmerk liegt auf der

Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderer der

Metropolregion. Gemeinsame Messeauftritte,

Flächeninformationssystem im Internet oder

die Verständigung im Wirtschaftsrat zählen zu

den Voraussetzungen erfolgreichen Handelns.

Der Kreis Pinneberg profitiert in vielerlei Hinsicht

von der Kooperation in der Metropol -

region. Er beteiligt sich an relevanten Projekten

und nutzt die Möglichkeiten, diese Projekte

über die Förderfonds zu realisieren. Da das

Thema Elektromobilität einen hohen Stellenwert

im Kreis Pinneberg einnimmt, nutzten

der Kreis und einige Kommunen das Angebot,


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61

ein Elektro-Fahrzeug für den eigenen Fuhrpark

über die Metropolregion zu beschaffen.

Für den Bau von Radschnellwegen macht der

Kreis sich stark und initiierte eine Machbarkeitsstudie

zu diesem Thema. Weitere inhaltliche

Arbeit leistet der Kreis beispielsweise bei

Projekten zur Bewusstseinsbildung im

Flächen verbrauch und beim demografischen

Wandel, der Kooperation in der Gewerbe -

flächenentwicklung oder der Darstellung der

Kulturlandschaften in der Metropolregion auf

der Internationalen Gartenschau igs 2013 in

Hamburg. Wichtige Impulse gibt die Metropolregion

bei den Stadt-Umland-Kooperationen

im Kreis Pinneberg oder bei der Einrichtung

des Regionalparks Wedeler Au.

Allerdings ist die Zusammenarbeit in der

Metropolregion Hamburg nicht die einzige

Kooperation, bei der sich der Kreis Pinneberg

engagiert. Neben engen bilateralen Beziehungen

zu den Nachbarkreisen prägt vor allem

die Zusammenarbeit in der Regionalen Kooperation

Westküste das Handeln des Kreises.

Die Kreise der Westküste Schleswig-Holsteins,

nämlich Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg

und Steinburg, die regionalen Wirtschafts -

förderungsgesellschaften dieser Kreise sowie

die Industrie- und Handelskammern zu Kiel

und zu Flensburg entwickelten ein Konzept

für die gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung

dieser durch die Landesentwicklungsachse

A 23/B 5 geprägten Region. Sie reicht

von Hamburg bis zur Grenzregion Südtondern/

Dänemark und besitzt durch die verkehrsgünstige

Lage und die bestehende Infrastruktur

ein hohes wirtschaftliches Entwicklungspotenzial.

Dieses Potenzial kann aber nur gehoben

werden, wenn die Region auf intel -

ligenter und nachhaltiger Weise zusammen -

arbeitet und sich auf wesentliche Ziele

konzentriert. Dazu gehört die verkehrliche

Entwicklung auf der Straße, der Schiene, im

Wasser und in der Luft. Die Häfen der Westküste

bedürfen dabei einer besonderen Aufmerksamkeit.

Die wirtschaftliche Entwicklung

insbesondere des Gewerbes und der Industrie

sowie vor allem der Energiewirtschaft stehen

im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei kommt es

auch darauf an, mit anderen benachbarten

regionale Kooperationen gut zusammenzu -

arbeiten und ebenso den Blick über die Grenze

und über die Elbe zu wagen.

In der Regionalen Kooperation Westküste

arbeiten alle Partner projektbezogen auf Basis

des Entwicklungskonzeptes und nach einem

abgestimmten Maßnahmenkatalog zusammen.

Die Zusammenarbeit wird durch das Land

Schleswig-Holstein finanziell unterstützt.

Entscheidungen der Kooperation werden in

einem Lenkungsausschuss getroffen, der über

Ergebnisse aus Facharbeitsgruppen zu entscheiden

hat und die strategischen Festlegungen

trifft. Die politischen Gremien der Kreise

sind in die Entscheidungen maßgeblich eingebunden.

Eine gemeinsame Geschäftsstelle

koordiniert die Arbeit.

Ausführliche Informationen zum Kreis

Pinneberg in der Metropolregion Hamburg

und in der Regionalen Kooperation Westküste

erhalten Interessierte im Internet unter

www.metropolregion.hamburg.de und

www.rk-westkueste.de. |

Die Metropolregion Hamburg


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62

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Mit Dienstleistungen zu neuen Arbeitsplätzen

Dr. Harald Schroers

Die Wirtschaft im Kreis Pinneberg ist stark.

Das lässt sich unter anderem an den Arbeitsplätzen

ablesen, deren Zahl stetig steigt. Derzeit

finden knapp 90 000 Menschen eine so -

zialversicherungspflichtige Beschäftigung im

Kreisgebiet. Diese Zahl unterstreicht die wirtschaftliche

Stärke eindrucksvoll, denn in keinem

anderen Kreis in Schleswig-Holstein oder

in der Metropolregion Hamburg gibt es mehr

Beschäftige vor Ort.

Als besonderes wachstumsstark erwiesen sich

in den letzten Jahren Handel und Logistik

sowie freiberufliche und sonstige wirtschaft -

liche Dienstleistungen. Im vergangenen Jahr

sorgten allein die Arbeitgeber aus diesen

Wirtschaftszweigen – beispielsweise Ingenieur -

büros, Reinigungs- und Wachdienste, Maschinenvermieter

oder Messebauer – für etwa

2350 neue Arbeitsplätze und damit für Dreiviertel

des gesamten Jahreszuwachses.

Die Motoren für den erfreulichen Zuwachs

an Arbeitsplätzen sind die Unternehmen im

Dienstleistungssektor. Die Land- und Baumschulwirtschaft,

über Jahrhunderte prägend

für die Erwerbstätigkeit und noch heute für

das Landschaftsbild, spielt nur noch eine

untergeordnete Rolle als Arbeitgeber. Das Baugewerbe

sowie das verarbeitende und produzierende

Gewerbe sind zwar nach wie vor von

großer Bedeutung, allerdings ist deren Beitrag

zum Arbeitsplatzwachstum stetig geringer

geworden. Der Dienstleistungsbereich wächst

dagegen seit Jahren kontinuierlich und gibt

heute mehr als 60 000 Menschen Arbeit.

Damit sind mittlerweile zwei von drei Beschäf -

tigten in Handel, Transport und Logistik, bei

Banken und Versicherungen, im Gastgewerbe,

im Gesundheitswesen, bei Beratern und Softwarehäusern,

in der Weiterbildung, bei öffent -

lichen Arbeitgebern oder in einer der zahl -

reichen anderen Branchen des Dienstleistungsgewerbes

tätig. Auch der größte Arbeitgeber

im Kreisgebiet, die Regio Kliniken mit

rund 2400 Beschäftigten, zählt zum Dienstleistungsbereich.

Ein Blick in die autobahnnahen Gewerbe -

gebiete verbildlicht vor allem die Wachstumserfolge

in Handel und Logistik. Viele der neu

errichteten Gebäude werden von spezialisierten

und international tätigen Großhändlern

genutzt, darunter solche für Gartengeräte,

Nahrungsergänzung, Hygieneartikeln, Chemikalien,

Wein oder Medikamente. Nicht zuletzt

spiegelt sich in den neuen Werkhallen

auch das veränderte Kaufverhalten der Konsumenten.

Fast alle namhaften Paketzusteller

sind daher mit einem Verteilzentrum vertreten,

über das die Online-Käufer in den Städten

und Gemeinden der Region mit den bestellten

Waren beliefert werden.

Der Dienstleistungssektor wird sich im Kreis

Pinneberg auch zukünftig dynamisch ent -

wickeln und für neue Arbeitsplätze sorgen.

Die anhaltend hohe und überdurchschnitt -

liche Zahl von Unternehmensgründungen ist

hierfür ein sicherer Indikator. |


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63

oben: Die Online-Berater der Sparkasse beraten ihre Kunden per Video-

Chat im heimischen Wohnzimmer.

links: In ihren modernen Filialen bietet die Sparkasse Südholstein

höchste Qualität in Service und Beratung.

Sparkasse Südholstein – Ihr verlässlicher Finanzpartner vor Ort

Als Marktführer in der Region blickt die Sparkasse Südholstein

auf eine lange Tradition im Kreis Pinneberg zurück. Vor fast

200 Jahren gründeten hier engagierte Bürger zahlreiche

kleine Sparkassen zum Wohle der Bevölkerung. Der Gedanke

des Sparens für Krankheit, fürs Alter und für schlechte Zeiten

stand zunächst im Mittelpunkt. Später wurde die Unterstützung

des Mittelstands zu einer wichtigen Aufgabe.

Die Sparkasse Südholstein ist heute Partner aller Menschen

und aller Unternehmen in der Region und nach wie vor mit der

originären Sparkassenidee fest verbunden. Jeder Kunde, ob

Privatkunde mit kleinem Einkommen oder großem Vermögen,

ob kleiner Unternehmer oder international agierender Mittelständler,

ob jung oder alt, findet bei der Sparkasse Südholstein

optimale Lösungen für seine Bedürfnisse, verbunden mit einer

herausragenden persönlichen Betreuung.

Die Sparkasse Südholstein bietet ihren Kunden viele Möglichkeiten,

ihre Bankgeschäfte zu erledigen – für jedes Bedürfnis

und für jeden Kundentyp: in der Filiale oder Mobilen Filiale

vor Ort, per Online-Banking, Internetfiliale, App, Online-Chat

oder Telefon bequem von zu Hause aus. Als eine der ersten

Sparkassen bietet sie auch Videoberatung für Kunden, die

ihre Bankgeschäfte gerne unabhängig von Zeit und Raum

erledigen und dennoch nicht auf die persönliche Beratung verzichten

wollen. So holt der Kunde die Vorteile des persönlichen

Gesprächs quasi in sein Wohnzimmer.

Außerdem ist der Sparkasse die Verbesserung der Lebens -

qualität für die Menschen in der Region ein großes Anliegen.

Dafür schüttet sie – zusammen mit ihrer Stiftung – jährlich

mehrere Hunderttausend Euro an gemeinnützige Zwecke und

ehrenamtlich tätige Vereine aus.

Information

Gründungsjahr: 1827; Mitarbeiter: ca. 900

Leistungsspektrum: Konten und Karten, Zahlungsverkehr, Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen, Finanzierung,

Leasing, Bausparen, Immobilien, Private Banking, Generationenmanagement, Liquiditätsmanagement, Internationales Geschäft

und vieles mehr

www.spk-suedholstein.de


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64

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

WEP Wirtschaftsförderungsund

Entwicklungsgesellschaft

des Kreises Pinneberg mbH

Der Kreis Pinneberg gehört zu den besten deutschen Wirtschafts -

standorten. Mit seiner verkehrsgünstigen Lage und guter

Infrastruktur spielt er im Vergleich zu anderen Kreisen in der

ersten Liga. Viele Kennzahlen beweisen das: landesweit die

meisten Betriebe und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,

eine niedrige Arbeitslosenquote und eine hohe Kaufkraft.

Für diese Erfolge setzt sich die WEP kreiseigene Wirtschaftsförderungs-

und Entwicklungsgesellschaft ein. In enger Zusammenarbeit

mit Partnern und Kommunen verfolgt die WEP

ihre Primärziele: Betriebe ansiedeln, Gründungen fördern,

ansässige Betriebe unterstützen, Arbeitsplätze schaffen.

Die WEP entwickelt und vermarktet Gewerbegrundstücke, die Unternehmen

optimale Bedingungen bieten.

Information

Gründungsjahr: 1948 als Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft; Mitarbeiter: 14 am Ort und weitere in Tochtergesellschaften

Leistungsspektrum: Entwicklung und Verkauf von Gewerbegrundstücken, Beratung und Information von Unternehmen, Förderung

von Existenzgründungen, Ansiedlungswerbung, Standortmarketing, Regionalentwicklung, Projektentwicklung, Fördermittelberatung

www.wep.de

kommunit IT-Zweckverband

Schleswig-Holstein

Der IT-Zweckverband kommunit wurde 2008 gemeinsam

von der Kreisverwaltung Pinneberg und der Stadt Quickborn

gegründet. Beide Verwaltungen wollten damit die Qualität

und Wirtschaftlichkeit durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen

und die Bündelung technologischer Kompetenzen

verbessern. Dazu wurden alle IT-Aufgaben, die gesamte Hardund

Software sowie das IT-Personal beider Kommunen dem

Zweckverband übertragen. Seitdem hat sich die Qualität

der IT-Dienstleistung deutlich und kontinuierlich gesteigert.

Inzwischen sind weitere Kommunen und Kreisverwaltungen

dem Zweckverband beigetreten. An mehr als 100 Standorten

werden über 3700 Arbeitsplätze betreut.

Information

Das Dienstleistungsangebot von kommunit ist richtungweisend. Die

Zukunft wird von den Verbandsmitgliedern gemeinsam entwickelt.

Gründungsjahr: 2008; Mitarbeiter: über 90

Leistungsspektrum: IT-Dienstleister für Kreise, Städte, Ämter und Gemeinden

Produkte: Netzwerk-, Server- und Clienttechnik, IT-Datenschutz und IT-Datensicherheit, Administration u. v. m.

www.kommunit.de


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65

links: Wasserwerk in Uetersen

Holsteiner Wasser GmbH

Die Holsteiner Wasser GmbH betreibt in der Stadt Uetersen

ein Wasserwerk mit dazugehörigem Netz. Mit dem Trinkwasser

versorgen wir rund 36 000 Einwohner aus Uetersen, Tornesch

und den angrenzenden Gemeinden Heidgraben, Neuendeich,

Seester, Seestermühe und Groß Nordende.

Zusätzlichen Wasserbedarf decken wir aus unserem Wasserwerk

Hasel dorfer Marsch.

Aus dem Wasserwerk Haseldorfer Marsch werden darüber

hinaus die Stadt Wedel sowie Teile von Hamburg mit Trink -

wasser versorgt.

Information

Wasserwerk Uetersen

Standort: Quellenweg in Uetersen; Errichtungsjahr: 1925

Brunnen: 4 Vertikalfilterbrunnen bis 25 m tief

Wasserschutzgebiet Uetersen: in Kraft getreten am 1. Januar 2003

Besondere Aufbereitungstechnik: Aktivkohlefilteranlage seit November 1998

Zusatzstoffe: Sauerstoff, Chlordioxid, Calciumhydroxid

Wasserwerk Haseldorfer Marsch

Standort: Hauentwiete, 22880 Wedel; Errichtungsjahr: 1960

Brunnen: 3 Horizontalfilterbrunnen bis 29 m tief/10 Vertikalfilterbrunnen bis 107 m tief

Wasserschutzgebiet Haseldorfer Marsch: in Kraft getreten 1. Februar 1999

Wasseraufbereitung: Belüftung, Enteisenung, Entmanganung, Teilenthärtung und Desinfektion

Zusatzstoffe: Sauerstoff, Chlordioxid, Calciumhydroxid

www.holsteinerwasser.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

WBV Haseldorfer Marsch

Das Versorgungsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes

Haseldorfer Marsch umfasst die Gemeinden Haselau, Haseldorf,

Heist, Hetlingen, Holm und Moorrege – nordwestlich von

Hamburg gelegen.

Wir versorgen rund 15 300 Einwohner mit Trinkwasser, das

wir aus dem Wasserwerk Haseldorfer Marsch in Wedel be -

ziehen. Unser Hauptleitungsnetz hat eine Länge von etwa

124 Kilometern, das Hausanschlussnetz ist rund 137 Kilo -

meter lang. Die Hausanschlüsse verteilen sich auf rund 6800

einzelne Versorgungsanschlüsse und schlussendlich auf gut

5300 Mitglieder. Der Wasserverkauf liegt bei rund 700 000

Kubikmetern pro Jahr. Das entspricht einem Pro-Kopf-

Verbrauch von ungefähr 125 Litern am Tag.

Information

Die Mitarbeiter des WBV Haseldorfer Marsch sind in allen Fragen rund

um das Thema Trinkwasser Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Gründungsjahr: 1956; Mitarbeiter: 7

Leistungsspektrum: Trinkwasserversorgung von rund 15 300 Einwohnern der Gemeinden Haselau, Haseldorf, Heist, Hetlingen,

Holm und Moorrege

www.wbv-haseldorfermarsch.de

Trend Beschriftung +

Werbetechnik GmbH

Werbetechnik aus Uetersen: Aus dem ehemaligen Einmannbetrieb

entwickelt sich bis heute ein erfolgreiches Kleinunternehmen

mit stetig erweitertem Leistungsspektrum. Neben

Siebdruck, Digitaldruck, Plattendirektdruck, Lichtwerbung und

Displays kommen Fahrzeugwerbung und Fahrzeugfolierung

ebenso hinzu wie die Bereiche Werbeartikel und Arbeitsbekleidung.

Unser Team besteht aus Werbetechnikern, Lösungsfindern,

Kreativköpfen und sympathischen Kunden verstehern.

Außerdem gehören wir zu den wenigen Ausbildungs betrieben

dieser Branche in Schleswig-Holstein. Tagtäglich beschäftigen

wir uns mit Werbetechnik von A bis Z. Fortschrittlich, professionell

und immer persönlich. Unser Kundenstamm reicht mittlerweile

weit über Uetersen, Pinneberg und Hamburg hinaus.

Information

Gründungsjahr: 1980; Mitarbeiter: 6; Leistungsspektrum:

Fahrzeugwerbung, Lichtwerbung, Außenwerbung, Display -

systeme, Leitsysteme, Corporate Fashion, Werbemittel

www.trend-werbetechnik.de


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oben: Margarethenvillen – mit den Mehrfamilienhäusern an der Wegekreuzung

Ollns-/Margarethenstraße verbindet sich die (in die historisch

gewachsene Stadt Elmshorn einfügende) traditionelle Ästhetik mit

neuen ökologischen und technischen Standards.

links: moderne Architektur – das Elmshorner Dienstleistungszentrum

(EDZ im Ramskamp) – Sitz der Eggert Unternehmensgruppe

Eggert Unternehmensgruppe

Die familiengeführte Eggert Unternehmensgruppe ist seit

über 80 Jahren in den Bereichen Energie, Bauen und Dienstleistungen

erfolgreich tätig. Was 1925 mit Kohle und Futtermitteln

begann, wird heute konsequent mit Immobilien produkten

aller Art sowie Dienstleistungen im Automotive-Bereich

fortgesetzt. Als unabhängiger Investor im Immobiliensektor

kümmern wir uns bis heute um alle Projekte in Eigenregie.

Grundstücksankauf, Projektentwicklung, Baudurchführung,

Vermietung, Verpachtung und Betreuung von Immobilien –

alles kommt aus einer Hand.

Kurz gesagt: Die Firmen der Eggert Unternehmensgruppe kon -

zentrieren sich auf folgende Kernbereiche: Spezialimmobilien,

Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien, den Betrieb von Autowaschstraßen

sowie diverse Projektgesellschaften. Letztere

werden zur Projektentwicklung sowie zur Durchführung von

Immobilien-Projekten und/oder für langfristige Immobilien-

Investitionen eingesetzt. Alle Projektgesellschaften gehören

direkt zur Eggert Unternehmensgruppe, sodass wir auch

in diesem Bereich jedem unserer Kunden eine individuelle

Betreuung und fachlich kompetente Beratung aus einer Hand

garantieren können.

Wir investieren somit in ein gutes Verhältnis zu unseren Kunden

sowie in vertrauensvolle, professionelle Kontakte zu Behörden,

Kommunen und Verbänden.

Unsere Kunden und Partner sind u. a. private Bauherren, Banken,

Kommunen, die öffentliche Hand, Behörden, institutionelle

Anleger, Bauunternehmer und Planer sowie Großunternehmen

der Mineralölindustrie. Wir sind als persönlicher Ansprechpartner,

zuverlässiger Partner und erf ahrener Dienstleister für

jeden unserer Kunden da.

Information

Gründungsjahr: 1925

Leistungsspektrum: Spezialimmobilien, Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien, Betrieb von Autowaschstraßen

Eggert Unternehmensgruppe: Eggert Verwaltungs GmbH, EMV Immobilienmanagement GmbH,

Clean Car Autowaschanlagen GmbH & Co. KG

www.eggert.de


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68

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

oben links: In der Altpapiersortieranlage läuft das Material durch eine

mechanische Grob- und Feinsiebung. Hochauflösende Kameras erkennen

Kartons und durchgefärbte Papiere sowie Störstoffe. Durch Druckventile

wird das entsprechende Material herausgeblasen. Im Anschluss erfolgt

eine manuelle Sortierung zur Qualitätssicherung.

oben rechts: Baggerlader transportieren das angelieferte Altpapier zur

Sortieranlage.

links: Nach Qualität sortierte Altpapierballen nutzen Papierfabriken für

die Produktion im In- und Ausland.

Im Verbund stark: Daten- und Umweltschutz aus einer Hand

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.

Die Melosch Gruppe zählt zu den führenden Umweltdienstleistern

in Deutschland. Mit der Sammlung und Aufbereitung

von gewerblichen und kommunalen Abfällen sorgt Melosch

für die Wiederverwertung wertvoller Stoffe und Materialien im

Wirtschaftskreislauf. Hohe Qualitätsstandards sind dabei

selbstverständlich. Alle Unternehmen der Melosch Gruppe

sind nach DIN EN ISO 9001:2008 und – je nach Tätigkeitsschwerpunkt

– als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert.

Niederlassung Pinneberg – sorgsamer Umgang mit

wert vollen Ressourcen

Der Standort in Pinneberg hat sich auf die Altpapierentsorgung

spezialisiert. Täglich werden hier Tonnen von Altpapier

aus gewerblichen und kommunalen Sammlungen angeliefert.

In einer hochmodernen, kameragesteuerten Altpapiersortieranlage

durchläuft das Material verschiedene Stufen der

Sortierung bis hin zur manuellen Endkontrolle. So können die

verschiedenen Papierqualitäten voneinander getrennt und anschließend

zu Altpapierballen verpresst werden. Das Material

wird dann an unterschiedliche industrielle Endverwerter im

In- und Ausland weitergeleitet und dem Recyclingprozess zugeführt.

MAMMUT Dokumentenservice – verantwortungsvoller

Umgang mit vertraulichen Daten

Am gleichen Standort befindet sich das Betriebsgelände

inklusive des streng abgetrennten Sicherheitsbereichs der

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG. Das Tochterunternehmen

der Melosch Gruppe zählt zu den führenden

Anbietern der professionellen Akten- und Datenträgervernichtung

nach DIN 66399.

Zertifizierte Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Zur Sammlung vertraulicher Dokumente stellt MAMMUT

Sicherheitsbehälter zur Verfügung, die in mehreren Größen und

Ausführungen erhältlich sind. Die befüllten und verschlossenen

Behältersysteme werden durch speziell geschultes Per -

sonal in Fahrzeugen mit festem, verschlossenem Sicherheitsaufbau

nach Pinneberg transportiert. Hier erfolgt taggleich

die Vernichtung des Materials nach zertifizierten Qualitätsund

Sicherheitsstandards bis hin zur Schutzklasse 3 der

DIN 66399. Das geschredderte Papier wird zusätzlich ver -

wirbelt und anschließend zu Papierballen verpresst, die für

die Produktion von hochwertigem Recyclingbüropapier

erneut zum Einsatz kommen.


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oben links: Für die Abholung von datenschutzwürdigem Material

werden MAMMUT-Lkws mit einem geschlossenen Sicherheitsaufbau

verwendet. Alle Fahrzeuge sind mit GPS-Systemen zur Ortung aus -

gestattet.

oben rechts: Im kameraüberwachten Sicherheitsbereich werden die

vertraulichen Dokumente direkt vom Sicherheitsbehälter über eine

Hub-Kipp-Vorrichtung in die Schredderanlage gekippt, wo sie gemäß

DIN 66399 bis hin zur Schutzklasse 3 vernichtet werden.

rechts: Das restliche Material wird zu Papierballen verpresst, die für

die regionale Produktion von Recyclingbüropapier erneut zum Einsatz

kommen.

mit Melosch und MAMMUT am Standort Pinneberg

Für die datenschutzkonforme Vernichtung von Festplatten,

USB-Sticks oder Scheckkarten steht zusätzlich ein spezieller

Hochleistungsschredder zur Verfügung, der Speichermedien

physisch zerstört. Das verbleibende Material wird ebenfalls dem

Recyclingprozess zugeführt. MAMMUT Aktenvernichtung bietet

herausragende Branchenkompetenz zu fairen Konditionen.

Information

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.

Gründungsjahr: 1907

Mitarbeiter (in Pinneberg): 15

Niederlassungen: Pinneberg, Ahrensburg, Hamburg, Uelzen, Erfurt, Leipzig, Köln und Berlin

Leistungsspektrum: Altpapier- und Kunststoffentsorgung, Handel von Alt- und Neupapier sowie weiteren Stoffströmen,

Ent sorgungskonzepte und Kommunale Dienste

Zertifizierungen: Entsorgungsfachbetrieb und Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG

Gründungsjahr: 2009

Mitarbeiter (in Pinneberg): 5

Niederlassungen: Pinneberg und Ahrensburg

Leistungsspektrum: Akten- und Datenträgervernichtung, Aktenarchivierung und Digitalisierung, Entsorgung rund ums Büro

Zertifizierungen: Entsorgungsfachbetrieb, Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 und Prüfungszeugnis nach

DIN 66399-2:2012-10

www.melosch.de / www.mammut-hamburg.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

IfI.technology Gesellschaft für Handel, Fertigung & Montage mbH

IfI.technology GmbH ist ein leistungsstarker Anbieter von intelligenten

Lösungen für den Flüssigkeitsumschlag. 1963 als

klassisches Ingenieurbüro gegründet, gehören wir heute als

mittelständisches Unternehmen zu den Marktführern unserer

Branche.

Als modernes Planungs- und Konstruktionsbüro mit angeschlossenem

Fertigungsbetrieb und Serviceabteilung haben

wir uns durch kompetente Engineering-Leistungen und kundenoptimierte,

zuverlässige Spezialprodukte national und

international einen Namen erworben.

Unsere Produkte und Lösungen kommen schwerpunktmäßig

in der Mineralölindustrie und in der chemischen Industrie

zum Einsatz. Zu unseren Kunden zählen weltweit renommierte

Unternehmen, die höchste Anforderungen an die Leistungs -

fähigkeit und Sicherheit ihrer Anlagen und an die ausfüh -

renden Unternehmen stellen.

Das Unternehmen bietet Fachkompetenz in der Grundlagen-,

Behörden- und Ausführungsplanung bis hin zur Herstellung,

Montage und Wartung kundenspezifischer Anlagen und

Geräte speziell im Bereich der Lagerung und des Umschlages

wasser gefährdender und brennbarer Flüssig keiten sowie für

Industrienanlagen im Allgemeinen.

Für die Planung und Durchführung der Projekte ist fundiertes

Fachwissen in allen projekt relevanten Bereichen vorhanden.

Insbesondere die sich fortlaufend weiterentwickelnden Vorschriften,

Verordnungen und Ge setze – wie zum Beispiel aus

den Fachgebieten des Arbeits-, Umwelt- und des Explosionsschutzes

sowie der Eichtechnik – bedeuten für die Mit arbeiter

des Unternehmens ein hohes Maß an Flexibilität und Lern -

bereitschaft.

Bekannt geworden sind wir insbesondere durch den Bau von

Industrieanlagen in werkstattfertiger Kompaktbauweise, die

wir nach den individuellen Anforderungen des Kunden herstellen.

Mit unserem Know-how und unserer Erfahrung haben

wir den Einsatz solcher Anlagen auf dem Weltmarkt stark

vorangetrieben und wegweisend mitgestaltet.

Das Produktportfolio reicht unter anderem von Betankungsanlagen

für Helikopter und Tenderboote über Astern Refue -

ling Systems und hydraulisch verfahrbare Schiffszugänge bis

hin zu automatischen Kupplungssystemen sowie Gaspendelund

Produktionsschlauchtrommeln.


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Helikopter-Betankungsanlage

Experte für den Umschlag brennbarer Flüssigkeiten

Wir entwickeln und konstruieren hochwertige Produkte und

Leistungen nach zertifizierten Qualitätsstandards. Grundlage

ist unser im Jahr 1996 implementiertes Qualitätsmanagementsystem

nach ISO 9001:2008. Die Einhaltung der darin

festgelegten Standards wird regelmäßig durch den DNV GL

auditiert und verifiziert. Bevor ein Produkt unser Haus verlässt,

unterziehen wir es Eingangs-, Zwischen- und Endprüfungen.

Falls erforderlich oder vereinbart, nehmen wir Funktionsprüfungen

vor oder lassen von Vorlieferanten bzw. von unabhängigen

Sachverständigen Abnahmeprüfungen durchführen.

Unsere Zulieferer und Unterlieferanten wählen wir anhand

strenger Qualitätskriterien sorgfältig aus. Auch sie werden im

Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems regelmäßig

überprüft.

Information

Gründungsjahr: 1963; Mitarbeiter: 21

Leistungsspektrum: Dienstleistungen im Bereich Planung, Entwicklung und Konstruktion von Anlagen, Maschinen und Geräten;

Herstellung und Service für verfahrens- und eichtech nische Systeme; Planung sowie Um- und Neubauten von Sterilgut -

versorgungs betrieben für die sterile Aufbereitung medizinischer Instru mente; Planungsleistungen für Tanklager und Raffinerien

sowie für Industrieanlagen

Produkte: Betankungsanlagen für Helikopter und Tenderboote zur Installation auf Schiffen (sowohl im Marine- als auch im Yachtbereich)

und Seeplattformen; Astern Refueling Systems (Marine); hydraulisch verfahrbare Schiffszugänge; automatische Kupplungssysteme;

Gaspendel- und Produktionsschlauchtrommeln; Verladeanlagen für Flüssigkeiten; Pumpenstationen; Absturz -

sicherungen; Dosiereinrichtungen zur Verbesserung von Kraftstoff und Flug treibstoff durch Hinzu fügen von Addi tiven, biogenen

Stoffen sowie zur Einfärbung von Heizöl; Armaturen; SPS-Programmierung; Automatisierungs systeme, Visualisierungs systeme

www.ifi-technology.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

IWP Ingenieure, Schaller · Warnke ·

Peters · Partnerschaft mbB

Als spezialisierter Dienstleister mit Ingenieuren für Energieund

Versorgungstechnik und zertifizierten Energieberatern

beraten, unterstützen und begleiten wir unsere Kunden im

gesamten Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung. Der

Umfang unserer Beratungsleistungen umfasst alle Planungsaufgaben

nach den Leistungsphasen der HOAI.

Wir arbeiten in dem Bewusstsein, dass das persönliche Mit -

einander bei uns im Team sowie mit unseren Auftraggebern

entscheidend für das gute Gelingen unserer Leistung ist.

Hinter jedem unserer Referenzprojekte steht ein funktionierendes

Projektteam, das in allen Planungsphasen dem Auftraggeber

beratend zur Seite steht.

Information

Lassen Sie sich nicht nur von den Kompetenzen unserer Mitarbeiter überzeugen,

sondern auch von unserer gelebten Unternehmenskultur.

Sitz: Elmshorn, Ramskamp 70; Gründungsjahr: 1980

Mitarbeiter: 26; Leistungsspektrum: Technische Gebäudeausrüstung, Energiekonzepte, Sicherheitstechnik und Brandschutz,

sonstige Leistungen wie zum Beispiel technische Projektsteuerung, technische Bestandsaufnahmen mit Anlagenbewertungen,

Durchführung Energieaudits und Energieberatung im Mittelstand

www.iwp-ingenieure.de

Butzlaff Tewes

Architekten + Ingenieure GmbH

Das inhabergeführte Architektur- und Ingenieurbüro bietet

die ideale Kombination aus technischer und gestalterischer

Kompetenz. Die Integrierte Planung, das heißt eine frühzeitige

Bearbeitung von Architektur, Wärmeschutz, Statik und Haustechnik,

ermöglicht nachhaltiges Bauen mit Vorteilen in puncto

Kosten und Bauzeit. Das breit aufgestellte Team beherrscht

vielfältige Planungsleistungen und Gebäudetypen sowohl im

Neubau als auch im Bestand: Von Schulen, Feuerwachen und

hochwertigem Wohnungsbau bis zu Gewerbe- und Industriebau

bietet das Büro reichhaltige Erfahrungen. Zu den Kunden

zählen Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen in

Schleswig-Holstein und Hamburg.

Information

Im Büro Butzlaff Tewes sind insgesamt 19 Mitarbeiter als Architekten,

Bauingenieure, Fachingenieure und technische Mitarbeiter tätig.

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 19; Standort: Brande-Hörnerkirchen und Wasserturm Uetersen

Leistungsspektrum: Planungsbüro für Architektur, Wärmeschutz-, Brandschutz- und Tragwerksplanung sowie

Technische Gebäudeausrüstung

www.butzlafftewes.de


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Gemeinde Halstenbek: Erschließung Ostereschweg

Stadt Ahrensburg: Erschließung B-Plan Nr. 92 – Erlenhof

d+p ■ dänekamp und partner Beratende Ingenieure VBI

Planung bis ins Detail ist das oberste Prinzip von d+p dänekamp

und partner Beratende Ingenieure VBI. Offenheit, persönliches

Engagement und das neueste Fachwissen, kombiniert mit dem

Know-how einer fast siebzigjährigen Büro entwicklung sind

weitere Faktoren, die das Wesen des Pinne berger Unternehmens

bestimmen.

Mit inzwischen rund vierzig Mitarbeitern sind alle Büros an den

Standorten Heikendorf, Pinneberg, Ludwigslust, Radeberg

und München sowohl regional als auch überregional tätig und

stehen in engem Kontakt miteinander. Der Einsatz modernster

Technik ermöglicht den kontinuierlichen Austausch von Informationen

und Erfahrungen sowie bei Bedarf eine gemeinsame

und übergreifende Projektbearbeitung.

Jeder der Mitarbeiter ist ein Spezialist auf einem oder mehreren

Gebieten. Um die Abwicklung von Projekten aus einer

Hand zu gewährleisten, hat das Team engen Kontakt zu unterschiedlichen

Partnerbüros wie etwa Architekten, Statikern,

Landschaftsplanern und Vermessungsbüros, mit denen es im

Bedarfsfall Arbeitsgemeinschaften bildet.

Unsere hohen Standards, die erprobten Prozesse sowie die

Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens garantieren Ihnen

eine umfassende Betreuung in allen Phasen der Projekt -

abwicklung.

d+p dänekamp und partner bietet individuelle, unabhängige

Beratung, maßgeschneiderte Lösungen in jeder Planungsphase

und Projektbetreuung u.a. in folgenden Leistungs -

bereichen: Erschließungsplanung, Freianlagenplanung, GIS-

Anwendungen, Infrastrukturplanung, Ingenieurbauwerke,

Kanalkataster, Kanalsanierung, Verkehrsplanung, Verkehrs -

untersuchung und Wasserwirtschaft.

Information

Gründungsjahr: 1948; Mitarbeiter: 42

Standorte: Pinneberg, Radeberg, Ludwigslust, München, Heikendorf

Leistungsspektrum: Erschließungsplanung, Freianlagenplanung, GIS-Anwendungen, Infrastrukturplanung, Kanalkataster, Kanalsanierung,

Verkehrsplanung, Verkehrsuntersuchung, Wasserwirtschaft

www.daenekamp.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

GRS Reimer Architekten GmbH

GRS Architekten blickt auf über 45 Jahre Planungserfahrung

zurück. 1971 von Rolf Reimer gegründet, sitzt unser Architekturbüro

in Elmshorn. Mit einem weiteren Standort in Hamburg

agieren wir mit Schwerpunkt in der Hansestadt und im norddeutschen

Raum. Das Leistungsspektrum umfasst Bauten in

den Bereichen Wohnen und Arbeiten sowie Handel, Gewerbe

und Bildung. GRS plant für private und öffentliche Bauherren

Gebäude in allen Leistungsphasen und Größenordnungen.

Wir haben Erfahrung mit den komplexen Aufgabenstellungen

beim Bauen im Bestand und unter denkmalpflegerischen

Aspekten.

Neben Entwurf und Planung rundet die Bauleitung unsere

umfassende Kompetenz ab. 40 Mitarbeiter unter der Leitung

von Helge Reimer und Thomas Ritscher erarbeiten Architekturlösungen,

die ökonomische, ökologische und ästhetische

Gesichtspunkte gleichermaßen berücksichtigen. Wir bilden uns

regelmäßig weiter und sind technisch auf dem aktuellen Stand.

Bauherren profitieren von professionellen Planungsstrukturen.

Von Beginn an zeichnen für jedes Projekt ein Projektpartner

sowie ein Projektleiter verantwortlich, die sich je nach Planungsphase

bedarfsgerecht ein Team zusammenstellen.

Sie kommunizieren, informieren und dokumentieren. Das

garantiert Transparenz und eine Rückkopplung der Erkenntnisse

des aktuellen Projektstands von GRS zum Auftraggeber

und vice versa während der gesamten Planungs- und Bauphase.

Informationen und Erfahrungen aller Projekte werden

zudem in wöchentlichen internen Planungsrunden kontinuierlich

ausgetauscht und evaluiert.

Information

Gründungsjahr: 1971; Mitarbeiter: 40; Leistungsspektrum: Projektentwicklung: Analyse von Grundstücken und Immobilien,

Beratung bei Immobilien/Grundstückskauf (Technische Due Dilligence), Beratung bei der Vermarktung von Immobilien und

Grundstücken in enger Zusammenarbeit mit Maklern und Eigentümern; Objektplanung: Planung in allen Leistungsphasen

gemäß HOAI; Generalplanung: Übernahme ganzheitlicher Planungsprozesse

www.grs-architekten.de


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Seapack – Perfect Packaging. Safe Shipping.

Die Seapack Verpackung und Transport GmbH ist seit 1994

erfolgreich für ihre Kunden im norddeutschen Raum tätig.

Unser Unternehmen ist auf die Fertigung von Verpackungen

sowie Dienstleistungen rund um die Warenlogistik spezia -

lisiert.

Ob Standardverpackungen oder individuelle Lösung, die

Unversehrtheit Ihres Produktes hat stets oberste Priorität –

getreu unserem Motto: Perfect Packaging. Safe Shipping.

Dieses gilt für Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung,

Verpackung, Verladung oder Transport. Von der Kleinstverpackung

bis hin zum Großprojekt, ob als Inlandslieferung

oder weltweit, per Kurier, Land-, See- oder Luftfracht – unser

erfahrenes Team kennt sich in der globalen Warenlogistik aus

und kümmert sich um eine zuverlässige, sichere logistische

Abwicklung Ihrer Aufträge. Denn bei uns zählt das Motto: Die

richtige Ware zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Von Paletten über Verschläge und Kisten bis zu Gestellen: Die

Fertigung unserer individuellen Holzverpackungen findet direkt

auf unserem Firmengelände statt.

Hier ist auch unser hochmodernes, automatisches Kleinteil -

lager im Einsatz (siehe Foto oben rechts): Ein softwarege

steuerter, batteriebetriebener Roboter fährt in Sekundenschnelle

über die Boxenreihen, um die für den jeweiligen Auftrag

benötigten Boxen zusammenzustellen und herauszu -

geben.

Innovationen wie das automatische Kleinteillager tragen

dazu bei, dass sich Seapack auch in Zukunft als erstklassiger

Logistik-Partner am Markt positionieren wird.

Information

Gründungsjahr: 1994; Mitarbeiter: rund 50

Leistungsspektrum: Service: Beratung, Planung, Dokumentation von Transportlösungen; Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung;

Fertigung von Paletten, Verschlägen, Kisten, Gestellen und Transportsätteln; Kartonverpackung, Seemäßige Kistenverpackung,

Transportschlittenverpackung für Container; Organisation von Transporten aller Art, Erstellung der Transportdokumente;

Verladung der Sendungen auf Lkws in Container, Flat-Racks inkl. Ladungssicherung

www.seapack.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Eckpfeiler der Wirtschaft –

die Mischung macht’s

Dr. Paul Raab

Die Wirtschaft im Kreis Pinneberg ist vielfältig.

Der Grund für diese Vielfalt ist schon in der

Geschichte zu finden. Man kann an der Unter -

elbe sehr gut nachvollziehen, wie aus einer

überwiegend landwirtschaftlich geprägten

Region ein Standort für Hochtechnologie

wurde. Noch um 1925 gewannen über die

Hälfte der Erwerbstätigen im Kreis Pinneberg

ihren Unterhalt direkt oder indirekt über die

Landwirtschaft. Die hiesigen Baumschul -

erzeugnisse hatten damals schon Weltruf.

Neben der Landwirtschaft entstand eine

prosperierende Industrie, die die landwirtschaftlichen

Produkte verarbeitete, vor allem

Leder und Lebensmittel. Diese Industrie -

betriebe wiederum brauchten Maschinen,

weshalb sich Maschinenbau und Metallgießerei

entwickelten. Die günstige Lage der

Region an der Elbe und deren Nebenflüssen

führte zur Ansiedlung größerer Betriebe, die

den Wasserweg zum Transport umfangreicher

Warenmengen nutzten, zum Beispiel Mühlen

oder Papierproduzenten. Einige damals gegründete

Unternehmen bestehen noch heute.

Prägend für die Region waren und sind also

nicht wenige Großunternehmen wie in

anderen Regionen Deutschlands, sondern

vielmehr kleine und mittelständische Betriebe.

Die Bandbreite der Tätigkeitsfelder

ist über die Zeit erheblich größer geworden.

Neben der Nahrungs- und Genussmittel -

industrie, der Metallverarbeitung und dem

Maschinenbau stehen Unternehmen der

Medizintechnik und Pharmazie sowie der

Papier- und der Kunststoffverarbeitung. Starke

Spezialisierungen führen nicht selten zur

Marktführerschaft in der jeweiligen Branche.

Rund 25 Unternehmen im Kreis Pinneberg

haben mit mindestens einem ihrer Produkte

einen Weltmarktanteil von mehr als 50 Prozent.

Den Absatz der Produkte aus der Region befördern

zahlreiche Unternehmen des Großund

Außenhandels, die zusammen mit Dienstleistern,

darunter Logistiker, die regionale

Wirtschaftsstruktur vervollständigen. Eine

gute Entwicklung nimmt auch der Tourismus.

Die Zahl der Tagestouristen, aber auch der

Übernachtungsgäste, nimmt stetig zu. Viele

Geschäftsreisende mit Terminen in Hamburg

genießen eine ruhige Nacht nahe der Großstadt.

Das Konzept Helgolands, mehr auf

Übernachtungsgäste zu setzen, scheint aufzugehen.

Die Zahl der jährlichen Übernachtungen

liegt bei rund 350 000. Im Einzelhandel

zeigen sich erste Ansätze einer Wende:

Einzelne Online-Händler haben Ladengeschäfte

eröffnet und schaffen damit ein neues Bild in

den Innenstädten.

Diese Vielfalt führt zu einer bemerkenswerten

Verflechtung der Unternehmen, die kennzeichnend

ist für das stetige Zusammenwachsen

der gesamten Region an der Unterelbe. |


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Die optimale Verkehrsanbindung

des Kreises Pinneberg ist ein wich tiger

Standortfaktor für Unternehmen.


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Feldmuehle Uetersen GmbH

Die Feldmuehle entwickelt und produziert hochwertige weiße

Papiere für Etiketten, Verpackungen und grafische Erzeugnisse.

Mit mehr als 400 Mitarbeitern und einer Produktions -

kapazität von circa 250 000 Tonnen pro Jahr zählt der Papierhersteller

zu den größten Industriebetrieben Schleswig-

Holsteins.

Die Feldmuehle Uetersen GmbH ist ein junges Unternehmen,

das nach langjähriger Konzernzugehörigkeit seit 2015 erfolgreich

eigene Wege beschreitet. Zugleich blickt man auf eine

lange Geschichte zurück: Denn die Papierherstellung hat am

Standort Uetersen eine über 100-jährige Tradition, die nun

unter dem früheren Namen Feldmuehle fortgeführt wird. Zu

den Kunden gehören heute die Etiketten- und Verpackungs -

industrie, Druckereien und Verlage, Markenartikler, Agenturen

und weiterverarbeitende Betriebe.

Für die Papierherstellung in Uetersen wird ausschließlich Zellstoff

genutzt, der aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen

stammt. Das Unternehmen ist entsprechend der anspruchsvollen

FSC ® - und PEFC TM -Standards zertifiziert.

Hochwertige Papiere für internationale Märkte

Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählt die Entwicklung

und Herstellung von Etikettenpapier, das den hohen

und komplexen Anforderungen von Verarbeitern, Marken -

artiklern und Verbrauchern gewachsen ist. In diesem Bereich

gehört Feldmuehle zu den führenden Anbietern: Ungefähr

jedes dritte Etikett auf Flaschen und Gläsern in Deutschland

wird auf Papier aus Uetersen gedruckt.

Die längste Tradition des Werkes ist die Herstellung von

Papieren für den Druck grafischer Erzeugnisse. Dabei setzt

man heute auf Papiere und Karton für höchste Ansprüche an

eine originalgetreue Bildwiedergabe. Diese kommen bei vielfältigen

Anwendungen wie Bild- und Kunstbänden, Katalogen,

Zeitschriften, Beilagen, Broschüren, Postkarten, Eintrittskarten

und Faltschachteln zum Einsatz. Der Fokus liegt auf hoch -

weißen Premiumprodukten für besonders brillante Druck -

ergebnisse.


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Die Papierfabrik Feldmuehle in Uetersen: Hochwertige Etiketten-,

Verpackungs- und grafische Papiere werden hier für den deutschen und

internationalen Markt hergestellt.

Auch im Segment der Verpackungspapiere hat sich das

Unternehmen in den vergangenen Jahren einen Namen

gemacht. Die flexiblen Verpackungspapiere werden unter

anderem bei vielen Anwendungen für Lebensmittel genutzt:

Einschlag papier von Schokoladen, Banderolen von Joghurt -

bechern, Umverpackungen von Teebeuteln und Kaffee. Zum

Portfolio gehören zudem hochwertige Liner zur Kaschierung

von Wellpappe, zum Beispiel für verkaufsstarke Verpackungen

und Displays.

Neue Entwicklungen von Feldmuehle

Die Entwicklungsstärke bei Feldmuehle sorgt dafür, dass das

Unternehmen auch individuelle Kundenwünsche erfüllen kann

und gestiegenen Ansprüchen, zum Beispiel der Lebensmittelindustrie,

durch Spezialpapiere gerecht werden kann: Zu den

neuen Entwicklungen zählen Papiere mit Mineralölbarriere

zum wirksamen Schutz des verpackten Gutes vor Konta mina -

tion mit Mineralölen zum Beispiel aus altpapierhaltigen

Umver packungen. Diese werden von Markenartiklern bereits

erfolgreich für Verpackungen von Lebensmitteln eingesetzt.

Information

Gründungsjahr: 2015 (1904)

Mitarbeiter: über 400

Leistungsspektrum: Produktion und Entwicklung von hochwertigen weißen gestrichenen Papieren

Produkte: Etikettenpapiere, flexible Verpackungspapiere und Liner, Bilderdruckpapiere und Zellstoffkarton

www.feldmuehle-uetersen.com


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Die JENOPTIK Advanced Systems GmbH

oben: Am Standort Wedel werden auf mehr als 15 000 Quadratmetern

Produktions- und Lagerfläche mechatronische Produkte für zivile und

militärische Märkte produziert.

links: Unterschiedliche Angebote unterstützen Mitarbeiter/-innen bei der

Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die JENOPTIK Advanced Systems GmbH gehört zum Segment

Defense & Civil Systems (DCS) der JENOPTIK AG und

beschäftigt am Standort Wedel rund 450 Mitarbeiter sowie

35 Auszubildende. Weitere deutsche Organisationseinheiten

befinden sich in Göschwitz bei Jena, Altenstadt und Essen.

Das Segment entwickelt, produziert und vertreibt mecha -

tronische und sensorische Produkte für zivile und militärische

Märkte. Definierte Kompetenzfelder sind Energiesysteme,

optische Sensorsysteme, Stabilisierungssysteme, Luftfahrt -

systeme sowie Radome & Composites. Ein leistungsfähiger

Kundendienst rundet das Portfolio ab. Insgesamt arbeiten

880 Mitarbeiter/-innen für den Erfolg des Segments.

In Wedel sind die Einheiten Aviation, Energy & Drive sowie der

Kundendienst beheimatet. Das Unternehmen unterstützt die

Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Seit 2012 besteht eine

Kooperation mit der Fröbel Kita in Wedel, die 2017 auch auf

die Fröbeleinrichtungen in Hamburg ausgeweitet wurde. Weiterhin

wird über eine Kooperation mit famPLUS eine Fachberatung

und Vermittlung individueller Lösungen für eine bessere

Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeboten. Auch sozial

steht das Engagement für Familien im Fokus. Das Segment

spendet regelmäßig an den Verein Familienhafen, einem ambulanten

Kinderhospizdienst.

Als Spezialist der Luftfahrtzulieferindustrie blickt die Einheit

Aviation in Wedel auf eine über vierzigjährige Tradition in der

Windenproduktion. Im März 2017 stellte das Aviation-Team

einen designprämierten, neuen Prototyp der zivilen Rettungswinde

„SkyHoist 800“ vor. Jenoptik ist ein global agierender

integrierter Photonik-Konzern mit Präsenz in über 80 Ländern.

Der Hauptsitz befindet sich in Jena.

Information

Mitarbeiter: weltweit 880, in Wedel 450 und 35 Auszubildende (gewerbliche und kaufmännische Berufe sowie duales Studium)

Produkte: elektrische Energieversorgungssysteme (Aggregate, Generatoren, Rotat ions umformer und Leistungselektroniken), elektromechanische

Antriebs- und Stabilisierungssysteme (Elektromotoren, Richtantriebe und Sensorplattformen), Luftfahrtsysteme

(Heiz- und Liftsysteme, Rettungswinden und Radome), elektrooptische Sensoren (Laser-Entfernungsmesser, Infrarotkameras

und Aufklärungsgeräte); Standorte: Deutschland, China, Korea, Japan, Singapur, USA

www.jenoptik.com


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Yamaha Music Europe GmbH – Live it up, share the fun

Yamaha ist einer der weltweit führenden Hersteller von

Musikinstrumenten und Hi-Fi-Komponenten. Am Standort

in Rellingen (nordwestlich von Hamburg) befindet sich das

euro päische Headquarter. Mit europaweit etwa 800 Mitar -

beitern vertreibt das Unternehmen die Yamaha-Produkte im

gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

Zahlreiche Innovationen aus dem Hause Yamaha haben die

Musikbranche nachhaltig verändert – so zum Beispiel die

Silent-Technologie. Dank ihr können Klavier, Gitarre, Violine,

Cello oder Trompete über Kopfhörer nahezu lautlos ohne

Störung der Nachbarn gespielt werden. Mittlerweile sind

35 Prozent aller verkauften Klaviere bei Yamaha Silent-Instrumente.

Wegweisend ist auch das Disklavier, das vollkommen

neue Möglichkeiten für die Musikpädagogik und -rezeption

sowie fürs Entertainment eröffnet: Beim Spiel werden alle

ausgelösten Tasten-, Hämmer- und Pedalbewegungen digital

aufgezeichnet und können auf Knopfdruck wiedergegeben

werden.

Es gibt heute kein Unternehmen, dessen musikalisches Sor -

timent so breit gefächert ist wie das von Yamaha. Zum Angebot

zählen vom Flügel über das Klavier bis hin zum Digitalpiano

und weiter über Entertainer-Keyboards und Synthesizer

nahezu alle Tasteninstrumente. Auch Orchester- und Blas -

instrumente stehen ebenso auf dem Programm wie Band -

instrumente (Gitarre, Bass, Schlagzeug). Abgerundet wird

das Spektrum durch Pro-Audio-Produkte – also Endstufen,

Mischpulte und Klangprozessoren – sowie Heimkino- und

Hi-Fi- Produkte.

Information

Gründungsjahr: 1887; Mitarbeiter: europaweit etwa 800

Produktsortiment: Klaviere, Flügel und Digitalpianos, Keyboards und Synthesizer, Gitarren und Bassgitarren, Drums

Blech- und Holzblasinstrumente, Streichinstrumente, Konzertperkussion, Marching-Instrumente, Musikproduk tions-Tools,

elektronische Unterhaltungsinstrumente, Audio und Video, Professional Audio, Kopfhörer, Apps

de.yamaha.com


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82

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

SMB International und MBA Instruments: Planung, Konstruktion und

Herstellung sowie weltweiter Vertrieb und Service von hochkomplexem

Anlagenbau und robuster Füllstandmesstechnik

SMB Group

Zwei Marken – eine Idee: Die SMB Group ist mit SMB

International und MBA Instruments eine führende Unternehmensgruppe

im Bereich „Material Handling“. SMB International

entwickelt und fertigt komplexe Beladesysteme, Abfüll anlagen,

Palettierer, Fördertechnik, vollautomatische Lager systeme

sowie Schiffsbeladeanlagen, während MBA Instruments

innovative Messtechnik für Füllstand und Leitfähigkeit bereitstellt.

Das weltweite Vertriebsnetz und die Zusammenarbeit mit inter -

nationalen Partnern reicht weit über Europa hinaus. Regionalschwerpunkte

liegen mit Bangladesch und Indien unter anderem

in Asien. In Südamerika steht Brasilien im Fokus; in

Europa sind es Polen, Bulgarien, die Ukraine und Tschechien.

Das Angebot von SMB und MBA wird in über 40 Ländern

vertrieben – so können Produktspezifikationen sehr schnell

der regionalen Nachfrage entsprechend festgelegt werden.

Die SMB Group hat sich bewusst für eine hohe Fertigungstiefe

am Standort Quickborn entschieden. Durch die Eigen -

konstruktion und -produktion mechanischer und elektrischer

Baugruppen können Kundenwünsche schnell, gezielt und

mit gleichbleibend hoher Qualität realisiert werden. Schon

seit 1974 entwickelt SMB Förderanlagen; die ersten SMB

Kompaktlager wurden 2003 produziert. Durch die Unter -

nehmensgründung der MBA Instruments GmbH im Jahr

2008 erweiterte sich das Angebot der SMB Group um die

Füllstandmesstechnik. 2017 erfolgte mit Gründung der SMB

Service GmbH ganz aktuell ein Ausbau des Angebots rund

um Wartung und Reparatur komplexer Industriesysteme.

Information

Gründungsjahr SMB International: 1973; Gründungsjahr MBA Instruments: 2008

Mitarbeiter SMB Group: 104

Leistungsspektrum: Material Handling mit den Schwerpunkten Sondermaschinenbau, Beladesysteme, Förder- und Lagertechnik

sowie Füllstand- und Leitfähigkeitsmessung

www.smb-group.de


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Peter Kölln GmbH & Co. KGaA

„Für bessere Ernährung. Seit 1820“ – diesem Anspruch fühlt

sich die Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in besonderer Weise

verpflichtet.

Die Wurzeln des unternehmerischen Engagements reichen

zurück bis ins Jahr 1795, als Hans Hinrich Kölln eine kleine,

pferdegetriebene Grützmühle baute und die von Elmshorn

nach Grönland auslaufenden Seefahrer mit Schiffszwieback

versorgte. Neben dem Getreidehandel wurde in den folgenden

Jahren die Verarbeitung des Hafers immer wichtiger,

sodass heute Hafervollkorn-Erzeugnisse in großer Vielfalt ein

ebenso klassisches wie innovatives Produktsortiment bilden.

Mit den 1938 als Warenzeichen eingetragenen „Blütenzarten

Köllnflocken“ in der blau-blauen Packung schuf Peter Kölln

eine der bekanntesten deutschen Markenikonen.

Sie sind bis heute ein Synonym für qualitativ hochwertige

Haferflocken. Daneben wurden Müslis und traditionelle Cere -

alien, aber auch Haferspezialitäten wie Schmelzflocken ® ,

Kleieflocken und Instantflocken entwickelt. Zu den jüngsten

Pro duktinnovationen gehören die Zarten Köllnflocken glutenfrei

sowie Müsli-Riegel in fünf verschiedenen Geschmacks -

richtungen.

Im Jahr 2004 erwarb Kölln die Marken Biskin ® , Palmin ® , Livio ®

und Becht’s ® ; außerdem wurden Pomps ® Kindergrieß und als

Lizenzmarke Edelweiss ® Milchzucker in das Produktportfolio

aufgenommen. Diese Diversifizierungsstrategie wurde 2014

mit dem Kauf der Marke Mazola ® fortgesetzt.

Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz und wird von

Dr. Christian von Boetticher geführt.

Information

Gründungsjahr: 1820

Mitarbeiter: 365

Leistungsspektrum: Nährmittel der Marken Kölln, Biskin ® , Livio ® , Mazola ® , Palmin ® , Becht’s ® , Pomps ® und Edelweiss ®

www.koelln.com


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84

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

oben: Das HansSchütt-Team am Standort in Halstenbek. Viele Mit -

arbeiter sind seit über 15 Jahren dabei und deren Erfahrungsschatz

die Stützpfeiler des langjährigen Erfolges des Unternehmens.

links: Der Maschinenpark, der für die Verarbeitung der Kunstdärme benötigt

wird, besteht ausschließlich aus Sonderanfertigungen und Eigenbauten.

Die Automation der Prozesse ist zwar relativ hoch, jedoch ohne

die Erfahrung und das geschulte Auge der Mitarbeiter geht es nicht.

HansSchütt e.K. – Fachhändler für Kunstdärme und flexible Folien

Das Unternehmen HansSchütt in Halstenbek ist aufgrund

seiner Spezialisierung als Weiter ver arbeiter bundesweit der

größte Händler auf dem Markt für Wursthüllen sowie Wurst -

hüllen konfekt ionierung und führt das komplette Sortiment

aller auf dem Weltmarkt relevanten Wursthüllen.

Eine besondere Stärke des Unternehmens ist die konsequente

Kundenorientierung: HansSchütt setzt jeden Kundenwunsch

schneller und flexibler um als jeder andere Hersteller.

Mit einem Neubau hat das Unternehmen seine Lager- und

Produktionskapazitäten erheblich vergrößert und hält nun rund

2,5 Mio. Meter unbedrucktes und bedrucktes Rohmaterial zur

Weiterverarbeitung und Veredelung vor.

Täglich werden in Halstenbek zwischen 200 000 und 250000

Meter Wurst hüllen konfektioniert und weltweit versandt.

Damit gehört HansSchütt zu den führenden Anbietern in

Europa.

Der Unternehmenserfolg ist nicht zuletzt zurückzuführen auf

die jahrzehntelange Erfahrung und Marktkenntnisse, mit denen

HansSchütt Kunden in der ganzen Welt überzeugt.

Als In-Verkehr -Bringer von Primärverpackungen für die Lebens -

mittel industrie muss sich auch die Firma HansSchütt den

stetig steigenden Anforderungen bezüglich der Hygiene, Rück -

verfolgbarkeit und Dokumentation stellen. Daher wurde das

international anerkannte Management System BRC/IOP ein -

ge führt, welches zum wiederholten Male vom TÜV Nord mit

einem „A“ zertifiziert wurde.

Auch setzt sich das Unternehmen HansSchütt aktiv für den

schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die Umwelt

ein: So werden der Großteil der anfallenden Verpackung

recycelt, auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage montiert und

die Pkw-Fahrzeugflotte besteht komplett aus Elektro -

fahrzeugen.

Information

Gründungsjahr: 1932; Mitarbeiter: 25

Leistungsspektrum: Kunstdarm-Großhandel und -Konfektionierung; flexible Folien, Beutel und Tüten aus Polyethylen PE,

Polypropylen PP, Cellophan; Zubehör usw.

www.hans-schuett.de


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Betriebsleiter Mehmet Sarioglu und sein gut ausgebildetes Team arbeiten mit höchsten Qualitäts- und Hygienestandards.

Dimen GmbH: feinster Geschmack

Die Dimen GmbH mit Sitz in Quickborn, Kreis Pinneberg,

2006 gegründet, ist heute einer der größten Hersteller und

Lieferanten Norddeutschlands für feinste Döner-, Imbisswaren

und Fleischprodukte. Zusätzlich verfügt unser mittelständisches

Unternehmen über einen Abholmarkt.

Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern werden Kalbfleischund

Hähnchen-Döner in höchster Qualität hergestellt. Unser

strenges Qualitätsmanagement und im Hygiene manage ment

der Einsatz von HACCP (Hazard Analytic Critical Control

Point) ermög lichen höchste Standards. Ein externes Hygiene -

institut und das ortsansässige Veterinäramt kontrollieren und

überwachen uns zudem fortlaufend.

Mit unseren Qualitätsprodukten (Dönerspieße, Fertigdöner,

Feinkost, Getränken und Verpackungen), jahrelanger Erfahrung

sowie zuverlässigem Service sind wir nicht nur als Lieferant,

sondern auch als qualifizierter Ansprechpartner in der Gastronomiebranche

gefragt.

Unser Geschäftsführer Nurali Erdogan arbeitet mit seinem

Team stets an der Verbesserung der Produkte und Herstellungsprozesse.

Mit unserem flächendeckenden Vertriebsnetz erreichen wir

Kunden in ganz Deutschland, Europa und Skandinavien.

Be liefert werden unter anderem Restaurants, Imbisse, Schul -

kantinen und Mensen.

Information

Gründungsjahr: 2006; Mitarbeiter: 52

Leistungsspektrum: einer der größten Hersteller und Lieferanten Norddeutschlands für feinste Döner-, Imbisswaren und

Fleischprodukte, zertifiziert

Produkte: Convenience-Produkte, Feinkost, Trocken- und Tiefkühlprodukte, Verpackungsmaterial, Getränke

Abholmarkt: Fertig-Döner (gegart), Feinkostartikel, Feinkostverpackung und Getränke

www.dimen-gmbh.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Sprühtrocknungsanlage im Lebensmittelwerk

rechts: firmeneigene Qualitätskontrolle/Labor

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH ist ein Familienunternehmen,

das sich bereits seit der Gründung im Jahr 1947 auf tige Meierei wurde mit viel Engagement und Arbeitseinsatz zu

70 Jahre enorm verändert und ist stetig gewachsen. Die eins-

die Extraktion und Veredelung von tierischen und pflanzlichen einem modernen Produktionsunternehmen weiterentwickelt.

Rohstoffen spezialisiert und sich auf diesem Sektor weltweit Der Produktionsstandort ist von ursprünglich einem Werk um

einen Namen gemacht hat.

ein weiteres für die Lebensmittelproduktion im Jahr 2011

Die Verarbeitung der Rohstoffe erfolgt unter hohen Qualitätsstandards

und mit speziell angewandten Verfahren, die es Produktionsstätte, die 2013 fertiggestellt wurde, bietet seither

erweitert worden. Die Investition in den Bau einer dritten

ermöglichen, die physiologische Zusammensetzung der ein - zusätzliche Kapazitäten.

gesetzten Rohstoffe zu erhalten. Die Produkte, die zumeist Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern

in Pulverform aber auch als Flüssigextrakte und Konzentrate konnten innovative Ideen in einzigartige Produkte einfließen.

sowie Pasten hergestellt werden, finden in den verschiedensten

Bereichen Verwendung. Insbesondere die Kosmetik-, mens hat einen außerordentlichen Stellenwert. So gelingt es

Auch die marktorientierte Forschung innerhalb des Unterneh-

Pharma-, Tierfutter- und die Nahrungsergänzungsmittel - immer wieder, neuartige Produkte in einem wettbewerbsträchtigen

Umfeld zu etablieren.

industrie zählen zu den etablierten Kunden. Darüber hinaus

werden Lohnverarbeitungen und Auftragsextraktionen von Die stetige Entwicklung und der wachsende Qualitätsanspruch

Produkten angeboten.

tragen dazu bei, dass kontinuierlich neue Arbeitsplätze ent -

Der Standort in Westerhorn hat sich während der letzten stehen, die überwiegend durch Nachwuchskräfte aus der

Region besetzt werden.

Information

Gründungsjahr: 1947; Mitarbeiter: 44

Leistungsspektrum: Extraktion, Sprühtrocknung, Vermahlung, Mischungen, Lohnherstellung, Entwicklung

www.paninkret.com


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medac – regional verankert, weltweit für Ärzte und Patienten tätig

Seit der Gründung 1970 in Hamburg widmet sich das Pharma -

unternehmen medac der Unterstützung von Ärzten und

Patienten bei der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen.

Der Start erfolgte mit der Entwicklung von Krebs -

therapien. Dies ist nach wie vor einer der Eckpfeiler des

Pharmaunternehmens, das heute mit mehr als 1200 Mitar -

beitern in über 80 Ländern weltweit tätig ist.

Die medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH,

wie das Unternehmen mit vollem Namen heißt, ist stolz auf

ihren Ursprung. Heute entwickelt, produziert und vertreibt

medac neben Krebsmedikamenten ebenfalls Therapeutika

für Rheuma, Schuppenflechte und Harnwegserkrankungen.

Da für eine erfolgreiche Behandlung die richtige Diagnose

entscheidend ist, liegt ein weiterer Schwerpunkt in der

Entwicklung und Produktion diagnostischer Testsysteme. Mit

dem Hauptsitz in Wedel, dem Logistikzentrum in Tornesch und

Deutschland als Produktionsstandort, setzt medac zudem ein

klares regionales Standortbekenntnis.

Kein Patient ist wie der andere und dementsprechend unterschiedlich

sind die Krankheitsverläufe und Therapieanforderungen.

Neben der Herstellung etablierter Arzneimittel engagiert

sich medac daher in der Neu- und Weiterentwicklung bedarfsgerechter

Therapeutika. Ziel ist es, Betroffenen zunehmend

wegweisende Individualtherapien zu ermöglichen. So bietet

medac beispielsweise medizinische Nischenprodukte für

seltene Erkrankungen und spezielle Darreichungsformen von

Medikamenten an.

Information

Gründungsjahr: 1970; Mitarbeiter: ca. 1200 weltweit, davon 1100 in Wedel und Tornesch

Niederlassungen und Repräsentanzen: in über 80 Ländern weltweit

Leistungsspektrum: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Therapeutika und Diagnostika

Erkrankungen, auf die sich medac unter anderem spezialisiert hat: Krebs- und Harnwegserkrankungen sowie Rheuma und

Schuppenflechte

www.medac.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Oelckers GmbH & Co. Vertriebs KG – Hygiene für Profis

Der Versorgungsspezialist Oelckers in Tornesch entwickelt

Lösungen für die professionelle Beschaffung von Ge- und

Verbrauchsmitteln. Industrie, Hotellerie, Gastronomie und

medizinische Einrichtungen in und um Hamburg werden von

Oelckers mit Produkten aus den Bereichen Reinigung, Hygiene,

Arbeitsschutz und Verpackung umfassend versorgt.

Seit 2014 befindet sich das Unternehmen am hochmodernen

Logistikstandort im WEP-Gewerbegebiet. „Dieser Standort

hat sich für uns als Großhändler bewährt, da wir die gesamte

Region in und um die Hansestadt Hamburg versorgen. Da ist

ein autobahnnaher Standort von großem Wert. Die über 90

Mitarbeiter, die überwiegend aus der Region kommen, freuen

sich über die modernen und optimal ausgestatteten Räumlichkeiten“,

erläutert Niederlassungsleiter Thomas Voß.

Im Jahr 1950 gründeten Helmut Wittrock und Helmut

Uhlenwinkel das erste Unternehmen Wittrock & Uhlenwinkel.

Den beiden Herren genügten für ihren erfolgreichen Geschäftsstart

zwei Fahrräder, ein Anhänger, ein Lagerraum

und ein Startkapital von je 1000 DM, um Seifen und Waschmittel

an den Mann zu bringen.

Mit Erfolg: Der Stammsitz in Bremen gilt heute als das Herz

der Unternehmensgruppe mit Betrieben in Niedersachsen,

Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und

Thüringen. 90 Mitarbeiter betreuen von der Hansestadt aus

gewerbliche Kunden der Gastronomie, Hotellerie, Industrie

und medizinischer Einrichtungen. Wittrock & Uhlenwinkel war

eines der Gründungsmitglieder der igefa.

Information

Gründungsjahr: 1950; Mitarbeiter: über 90; Produktsortiment: Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemittel (für Oberflächen

und Gerätschaften als auch für den Körper), Wäscherei- und chemischer Reinigungsbedarf, Hygienepapiere, Reinigungsgeräte

und -zubehör, maschinelle Reinigung und Ersatzteile, Entsorgungshilfen, Verpackungen, Einwegprodukte und Gastranomiebedarf,

Verbrauchs- und Hilfsmittel des medizinischen Bedarfs, Arbeitsschutz/persönliche Schutzausrüstung, Büromaterialien

www.igefa.de


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Das Werksgelände der Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG

Willkommen bei Nordmark

Nordmark ist ein international erfolgreicher und führender

Spezialist für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung

von biologischen und biotechnologischen Wirkstoffen und

Arzneimitteln – mittelständisch und inhabergeführt. Gegründet

in Hamburg, wurde 1937 die erste Nordmark-Produktionsstätte

in Uetersen eröffnet, zu der ein weiterer Werksteil auf

der Moorreger Seite der Pinnau gehört.

Wir bieten unseren Kunden nicht nur hochwertige Produkte,

sondern auch pharmazeutische Dienstleistungen an: von der

Durch führung klinischer Studien über die Entwicklung und

Formulierung von Arzneimitteln bis zur Produktion und Qualitätskontrolle.

Auch in den zukunftsträchtigen Bereichen der Biotechnologie

und des Mikrobioms entwickelt Nordmark in Partnerschaften

innovative Wirkstoffe. Die Verbindung von Tradition

und Innovation machen uns dabei zu einem geschätzten

Partner.

Für den internationalen Markt produzieren wir das hochwirksame

Pankreatin, das auch den strengen arzneimittelrecht lichen Anforderungen

der Zulassungsbehörden (so u. a. der amerikanischen

FDA) genügt. Es wird eingesetzt bei Erkrankungen des Magen-

Darm-Traktes als Ersatz für fehlende Pankreasenzyme. Ein wei -

teres Nordmarkprodukt, das Enzym Kollagenase, wird bei der

Wund heilung zur Wiederherstellung von geschädigtem Körper -

gewebe eingesetzt. Nordmark ist außerdem mit einigen eigenen

Arzneimitteln im deutschen Markt aktiv. Eine Besonderheit ist unsere

Schlangenfarm: Aus dem Gift der Malaiischen Grubenotter

isolieren wir den Wirkstoff Ancrod, der die Blutgerinnung hemmt

und derzeit in eigener klinischer Studie in der Indikation Hörsturz

untersucht wird. Unser Erfolg basiert in außerordentlichem Maße

auf der Expertise und Innovationskraft unserer 500 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Wir legen daher großen Wert auf Ausbildung

und Qualifikation – ab 2018 in elf Ausbildungsberufen.

Information

Gründungsjahr: 1927; Mitarbeiter: rund 500, ab 2018: 27 Auszubildende in 11 Ausbildungsberufen

Leistungsspektrum: Entwicklung, Produktion und Vermarktung von biologischen und biotechnologischen Wirkstoffen und

Arzneimitteln, klinische Studien

Produkte: Pankreatin, Kollagenase, Pankreatan ® , Enzynorm ® f und Thrombophob ®

www.nordmark-pharma.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Firmensitz in Elmshorn

Mehrgenerationenquartier Henry-Dunant-Ring in Elmshorn

Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. Th. Semmelhaack

Seit über 35 Jahren steht der Name SEMMELHAACK für

hochwertigen Wohnungsbau und eine werterhaltende Objektbetreuung.

Der Stammsitz des inhabergeführten Unternehmens

ist in Elmshorn, eine Niederlassung befindet sich in

Potsdam. Das bundesweite Portfolio umfasst zurzeit rund

20 000 Wohnungen, über 40 Sozialimmobilien und zahlreiche

Handels- und Gewerbeimmobilien. Mit eigenen Projektentwicklungen

und einer professionellen Immobilienverwaltung

wird das Portfolio ständig erweitert. Einen der beiden Schwerpunkte

bildet der Geschosswohnungsbau. Moderne Grundrisse

und eine ökologische Bauweise nach neuesten energetischen

Standards prägen den Baustil des SEMMELHAACK Wohnungsunternehmens

seit Jahren. Der Fokus liegt darauf, allen Bevölkerungsgruppen

hochwer tigen, bezahlbaren Wohnraum

nach durchdachten Konzepten anzubieten.

Im Mittelpunkt steht außerdem der Bereich Sozialimmobilien,

insbesondere Altenpflegeeinrichtungen. Das Unternehmen

verfügt hier über eine mehr als 15-jährige Erfahrung. Dieses

fundierte Know-how spiegelt sich wider in modernen Einrichtungen

mit hoher Wohnqualität. Darüber hinaus sind seniorengerechte,

barrierefreie Wohnungen mit Service- und Betreu ungs -

angeboten entstanden.

Das SEMMELHAACK Wohnungsunter nehmen ist auch

über das Tochterunternehmen DSG Deutsche Seniorenstift

Gesellschaft als Betreiber von Altenpflege einrichtungen tätig.

Die DSG bietet Service-Wohnen, betreute Wohngemein -

schaften und stationäre Pflegezentren auf hohem Qualitäts -

niveau an.

Information

Gründungsjahr: 1978; Mitarbeiter: 220; Standorte: Elmshorn, Potsdam

Leistungsspektrum: hochwertiger Wohnungsbau für den eigenen Bestand (neueste energetische Standards),

Projektentwicklungen, professionelle Immobilienverwaltung, Objektbetreuung

Stiftung: Seit dem 1. Juni 2016 hält die Theodor Semmelhaack Familienstiftung große Teile des Gesamtportfolios.

www.semmelhaack.de


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Crown Technologies GmbH

Seit ihrer Gründung zählt die Crown Technologies GmbH

in Rellingen zu den innovativsten Anbietern von Premium-

Geldgewinnspielgeräten in Deutschland.

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Hirscher Money -

systems GmbH werden außerdem zukunftsweisende Geldwechselautomaten

und Cash-Management-Lösungen für

Spielhallen, internationale Casinos und Sportwettlokale

ent wickelt, pro duziert und vertrieben. Dabei haben hohe

Qua litätsstandards in allen Unternehmensbereichen oberste

Priorität.

Auch Ausbildung wird bei Crown Technologies großgeschrieben

und Know-how im eigenen Hause aufgebaut. Junge

Menschen können bei Crown Lehren in verschiedenen

Berufen absolvieren wie zum Beispiel als Industriekaufmann

und -frau und als Fachkraft für Lagerlogistik. Darüber hinaus

bietet das Technologieunternehmen Praktika in der Produktion

zum beruflichen Ein stieg für Flüchtlinge.

Seit Jahren unterstützt Crown diverse Projekte für Kinder und

Jugendliche vorrangig in der Region. Neben verschiedenen

Sport-Sponsoring-Aktivitäten fördert Crown kontinuierlich den

Verein „Arche e. V.“ für benachteiligte Jugendliche sowie den

„Wendepunkt e. V.“, eine interdisziplinäre Trauma-Ambulanz für

Westholstein.

Auch unterstützt Crown als Hauptsponsor das Integrations -

projekt „Durchboxen und Ankommen“ für geflüchtete

Menschen und ist Mitglied der bundesweiten Initiative der

deutschen Wirtschaft zur Integration von Flücht lingen „Wir

zusammen“.

Information

Gründungsjahr: 2007; Mitarbeiter: ca. 130

Leistungsspektrum: Entwicklung und Produktion von Premium-Geldgewinnspielgeräten;

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von intelligenten Geldwechselsystemen für die Geldspielbranche

Produkte: Premium-Geldgewinnspielgeräte, Geldwechselsysteme

Zertifizierungen: DIN EN ISO 9001:2008 und 50001:2011

www.crown-tec.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Wolfgang Henkel, geschäftsführender Gesellschafter, erläutert die vielen

Vorteile von CSG-Kassenautomaten.

rechts: Egal welche Geldvolumen Sie bewegen – wir haben den Kassenautomaten

für Ihren Bedarf, maßgeschneidert und mit praxiserprobten

Schnittstellen.

CSG Systems GmbH – smart ideas that work for you

Die CSG Systems GmbH zählt zu den führenden Anbietern

von vollautomatischen, innovativen Kassenautomaten, Geldwechsel-

und Zahlungssystemen sowie komplexen Softwarelösungen

für das Geldmanagement. Unser Unternehmen realisiert

maßgeschneiderte Kassenautomatenlösungen, die unter

anderem bei Landkreisen, Kommunen, Zulassungsstellen, sonstigen

Behörden, Energie versorgern, im Gesundheits wesen und

in der Abfallwirtschaft, zum Beispiel bei Recycling- oder Wertstoffhöfen,

erfolgreich im Einsatz sind. Im Vordergrund

stehen dabei die individuellen Anforderungen unserer Kunden –

sowohl im Handling als auch bei der Anbindung an vorhandene

Schnittstellen der kundeneigenen ERP-Systeme. Von

der Planung über die Umsetzung bis hin zur Wartung bieten

wir umfassende und kompetente Beratung und Betreuung.

Als ehemaliger Unternehmensbereich der Crown Technologies

GmbH basiert die CSG Systems GmbH auf dem Know-how

eines über 100 Jahre alten Automatenunternehmens.

Die umfangreiche Erfahrung im Bereich der Zahlungssysteme

wurde seitdem fortwährend weiterentwickelt und stellt heute

die sichere Basis für die Qualität unserer Produkte dar.

Ob mit Bargeld, bargeldlos per EC-/Kreditkarte oder mit NFC-

Technologie (Zahlung über Smartphone usw.), unsere CSG

Systems-Kassenautomaten übernehmen mühelos die Abwicklung

Ihres Zahlungsverkehrs. Profitieren auch Sie von den

Vorteilen, die unsere Systeme Ihrem Unternehmen bieten.

CSG Systems GmbH ist zudem zertifiziert nach der Qualitätsmanagementnorm

ISO 9001:2008.

Information

Gründungsjahr: 2012; Mitarbeiter: 23

Leistungsspektrum: individuelle Lösungen zur Automatisierung des Zahlungsverkehrs; innovative Kassenautomaten;

vollautomatische Zahlungssysteme; unterschiedlichste Einsatzgebiete, zum Beispiel Recycling- oder Wertstoffhöfe, Landkreise,

Kommunen, Zulassungsstellen, sonstige Behörden, Bibliotheken u.v.m.; Umsetzung von individuellen Anforderungen;

umfassende und kompetente Beratung und Betreuung; Planung, Umsetzung und Wartung

www.csg-systems.de


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oben: Mit unseren Heizkesseln können Sie Gebäudeflächen von ca. 100

bis 500 Quadratmetern je nach Kesselmodell beheizen.

links: Umweltfreundlich Heizen und gleichzeitig ein tolles Wohngefühl.

Die Kamin-Holzvergaser HV-W/H sind leistungsstark und verfügen über

die moderne Technik eines wasserführenden Zentralheizkessels.

KÜNZEL Heiztechnik GmbH – modern und energieeffizient heizen

KÜNZEL ist ein Familienunternehmen in vierter Generation. Das Familiäre spiegelt sich auch in unserem Team wider.

Unsere Produkte und unsere Kompetenz überzeugen seit über Dank unserer langjährigen Mitarbeiter und innovativ-enga -

100 Jahren durch Qualität und Beständigkeit.

gierten Nachwuchskräfte entsteht wertvolles Know-how und

Als einer der ersten Serienhersteller von Holzvergaserkesseln eine ausgewogene Atmosphäre.

sind wir mit unserer Verbrennungstechnologie seit Jahrzehnten

etabliert. Unseren Kunden können wir einen hohen Stan-

Dauerausstellung, die Sie nach Terminvereinbarung besuchen

Wir haben in unserer Unternehmenszentrale in Prisdorf eine

dard an Materialqualität und Verarbeitung bieten, die wir durch können. Weitere Dauerausstellungen finden sich auf unserer

eine zu 100 Prozent in Deutschland befindliche Produktion Homepage unter „Ausstellungen“. Oder buchen Sie Ihren

sicher stellen.

persönlichen Heizlehrgang mit einem unserer Servicetechniker.

Bei uns finden Sie hochwertige Produkte zum Heizen mit Lernen Sie im Rahmen dieser Schulung, Ihren KÜNZEL-

Biomasse: effiziente KÜNZEL-Holzvergaserkessel, innovative Heizkessel richtig zu bedienen und selbstständig zu warten.

und elegante Kamin-Holzvergaserkessel, den traditionellen Kommen Sie dadurch in die Situation der Unabhängigkeit

PA-KÜ-Heizungsherd und viele andere bewährte KÜNZEL- und ergattern Sie entsprechendes Know-how. Kurz gesagt:

Produkte …

Wir freuen uns darauf, Sie mit unserem Kundenservice und

unserer persönlichen Beratung zu überzeugen.

Information

Gründungsjahr: 1910; Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum: Holzvergaserheizkessel, Kamin-Holzvergaserheizkessel, Pelletheizkessel, Ölbrennwertkessel RL-B,

Doppel-Heizkessel-Holzvergaser-Öl, Heizungsherd PG für Holz, Kompakt-Heizzentrale Öl, Standspeicher, Puffer- und Hygiene-

Kombipuffer, Zubehör, bewährte Systempakete

www.kuenzel.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Das Handwerk –

bedeutende Wirtschaftskraft

Norbert Lanz / Claudia Mohr

Handwerk ist weit mehr als nur mit den

Händen arbeiten. Handwerk ist vielschichtig,

abwechslungsreich, traditionell und zugleich

innovativ.

Was vor langer Zeit mit einem Steinrad begann,

hat sich beispielsweise zur Elektro -

mobilität verändert. Heute kann man aus der

Entfernung nicht nur die Heizung zu Hause

anstellen oder die Rollläden hoch- und runter -

fahren. Eine Smart Home vernetzte Wohnung

ist nichts Besonderes mehr. Handwerk und

Technik sind eng miteinander verbunden.

Trotzdem gibt es auch noch gute alte Traditionen,

die sich an die Bedürfnisse der heutigen

Welt angepasst haben. So kannten die Bäcker

vergangener Jahrzehnte beispielsweise noch

kein glutenfreies Brot.

Das, was sich bewährt hat, wird fortgeführt.

Dort, wo Veränderungen sinnvoll sind, setzt

das Handwerk sie um. Ziel des Handwerks ist

es, kundenorientierte und nachhaltige Lösungen

für verschiedenste Problemstellungen zu

finden. Das Handwerk stößt Entwicklungsprozesse

an und führt neue Produkte bis

hin zur Marktreife. Unsere Meisterbetriebe

(re)agieren auf qualitativ hohem Niveau flexibel,

passen sich kreativ und verantwortungsvoll

dem wirtschaftlichen Wandel umgehend

an und werden so den gewachsenen Ansprüchen

der Verbraucher nach individuellen

Dienstleistungen beim Friseur, beim Tischler,

Maurer . . . gerecht.

Handwerk definiert sich nicht nach Umsatz

und Anzahl der Beschäftigten, sondern nach

der fachlichen Qualifikation und den spezi -

ellen Dienstleistungs- und Produktangeboten.

Hier arbeiten Menschen für Menschen. Generationen

von Handwerkern haben so erfolgreich

gearbeitet und sorgen dafür, dass dies

auch in Zeiten des Fachkräftemangels bleiben

kann.

Unser Wirtschaftszweig ist für Jung und Alt

attraktiv, für jeden Schulabschluss gibt es Einsatzmöglichkeiten

und Karrierechancen. Dies

zeigen Differenzierung, Flexibilisierung und

Spezialisierung. Das gilt genauso für den, der

ein Studium an eine Ausbildung anschließen

möchte oder der dem Gesellenbrief die Meisterprüfung

folgen lässt, um einmal Betriebsleiter

zu werden oder sich als Meister selbstständig

zu machen. Zudem ebnet das Bestehen der

Meisterprüfung zugleich den Weg für den

beruflichen Hochschulzugang. Generalisten

werden ebenso benötigt wie Spezialisten.

Lebenslanges Lernen ist für unsere Betriebe

eine Selbstverständlichkeit und Ausdruck

ihrer Qualitätsarbeit.

Die Meisterbetriebe des Handwerks bilden

95 Prozent des Nachwuchses aus. Sie sind

damit nicht nur größter Arbeitgeber und Ausbilder,

sondern übernehmen auch eine wichtige

Verantwortung in der und für die Region.

Das Handwerk im Kreis Pinneberg ist vorwiegend

mittelständisch geprägt und inhaber -

geführt – die Inhaber bringen sich aktiv in

gesellschaftliche Organisationen ein. Sie sind

starke Einmannbetriebe oder haben motivierte

und leistungsorientierte Mitarbeiter innen

und Mitarbeiter. Sie sorgen mit viel Herz und

Hand, aufgeschlossen für neue Techniken

und Technologien dafür, dass Kundenwünsche


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Wohlmeier GmbH

In den über 20 Jahren seines Bestehens ist aus dem Ein-Mann-

Handwerksbetrieb unter der Geschäftsführung von Mike

Wohlmeier ein am Markt gut situiertes Handwerksunter neh men

mit einem 20-köpfigen Mitarbeiterteam geworden. Wir sind

ein kompetenter Berater rund um Bodenbeläge aller Art. Aber

wir beraten nicht nur, wir planen mit Ihnen gemeinsam Ihren

neuen Bodenbelag und verlegen diesen natürlich ebenso fach -

gerecht. Wir sind kompetente Partner für die Ausführung

hochwertiger Bodenbelagsarbeiten mit Fertigparkett, Schleifarbeiten,

Laminat, Teppich, Linoleum und PVC. Individuelle

Beratung, professionelle Planung und Ausführung sowie ein

hohes Maß an Zuverlässigkeit und Kundenzufrieden heit zeichnen

unsere Arbeit aus und sind der Schlüssel unseres Erfolges.

Information

Gründungsjahr: 1996; Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum: Beratung, Planung, Verlegung, Verkauf – Fertigparkett, Schleifarbeiten, Laminat, Gummibeläge, Teppich,

Linoleum, Rohholz, Designbeläge, PVC

www.wohlmeier-bodenbelaege.de

erfüllt werden. Somit leben viele Menschen

im Kreis Pinneberg in, vom und für das Handwerk.

Als Kreishandwerkerschaft Westholstein betreuen

wir im Kreis Pinneberg die bei uns ansässigen

Innungen, sind aber auch Ansprechpartner

für andere Handwerksbetriebe, die

kreisweit ihren Sitz haben. Wir stehen un seren

Innungsbetrieben mit Rat und Tat zur Seite,

beraten sie in wirtschaftlichen Fragen, er -

teilen Auskünfte im Tarifrecht und vertreten

unsere Innungsmitglieder vor den Arbeitsund

Sozialgerichten.

Für die Zukunft ist das Handwerk gut gerüstet

– die Pinneberger Handwerker sind für ihre

Kunden da – ganz im Sinne der Imagekam -

pagne des deutschen Handwerks: Das Handwerk.

Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan. |

Information

Innungen der Kreishandwerkerschaft West -

holstein im Kreis Pinneberg

– Baugewerbe-Innung Westholstein für die

Kreise Pinneberg und Steinburg

– Dachdecker-Innung der Kreise Pinneberg und

Steinburg

– Elektro-Innung für den Kreis Pinneberg

– Friseur-Innung der Kreise Pinneberg und

Steinburg

– Innung des Kraftfahrzeuggewerbes für den

Kreis Pinneberg

– Innung des Metallhandwerks für den Kreis

Pinneberg

– Innung für Sanitär- und Heizungstechnik für

den Kreis Pinneberg

– Landesinnung für das Textilreinigungsgewerbe

Schleswig-Holstein

– Maler- und Lackierer-Innung für den Kreis

Pinneberg

– Tischler-Innung für den Kreis Pinneberg


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96

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Adern der Wirtschaft –

Straße, Wasser, Schiene, Glasfaser

Claudius Mozer / Klaus Perthen

Spricht man von Infrastrukturen, so weckt

dies Assoziationen zum Menschen, dessen

Blutkreislauf durch ein ausgeklügeltes Adersystem

zirkuliert, das die infrastrukturelle

Basis für das Funktionieren des gesamten

Organismus darstellt. Ganz ähnlich verhalten

sich Funktionsweise und Bedeutung der Verkehrsinfrastrukturen.

So bestehen die Lebensadern

des Kreises Pinneberg aus einem komplexen,

arbeitsteilig organisierten Geflecht

unterschiedlichster Straßen-, Schienen- und

Wasserwege als infrastrukturelle Basis für alle

verkehrlichen Ausprägungen menschlichen

Wirkens.

Die bedeutendsten verkehrlichen Adern sind

die Autobahnen 7 Flensburg–Quickborn–

Hamburg und 23 Heide–Elmshorn–Pinneberg–Hamburg;

diese werden perspektivisch

von der Autobahn 20 ergänzt, die aus Lübeck

kommend in Ost-West-Richtung durch den

äußersten Norden des Kreises verlaufen, bei

Glückstadt die Elbe queren und die sehr stark

frequentierten Autobahnen 7 und 23 entlasten

wird. Dazu kommen die Schienenstrecken

Westerland/Kiel–Elmshorn–Pinneberg

Hamburg sowie Neumünster–Quickborn–

Hamburg.

Hier spielt sich der dominierende Teil des

Verkehrsgeschehens in Form konzentrierter,

axial auf das Zentrum der Metropolregion

Hamburg ausgerichteter Verkehrsströme ab.

Diese Verkehrsachsen, die zugleich Siedlungsachsen

sind, vereinen den überwiegenden

Teil der zentralen Orte und damit der Kreis -

bevölkerung auf sich; sie werden durch ein

engmaschiges Netz aus Bundes-, Landes-,

Kreis- und Gemeindestraßen fein erschlossen

und mit den axialen Hauptschlagadern des

Verkehrs vernetzt. Wasserseitig verzeichnet

der Kreis Pinneberg entlang der Elbe sowie an

Krückau und Pinnau diverse Sportboothäfen

mit wichtiger Bedeutung für Tourismus, Freizeit

und Naherholung. Zudem verfügt Wedel

über drei Linienschiffsverbindungen mit entsprechender

Bedeutung: die Lühe-Schulau-

Fähre ins Alte Land sowie im Sommerhalbjahr

den Halunder Jet nach Helgoland und

den Elb-Hüpfer Hamburg–Wedel. Die Pinnau

ist überdies von Bedeutung für den Wirtschaftsverkehr

zur Belieferung der Papier -

fabrik in Uetersen.

Damit verfügt der Kreis Pinneberg in der Tat

über erstklassige infrastrukturelle Lebensadern.

Besonders fein verästelt sind diese

Adern im Bereich der gemeindlichen Wege

und Straßen. Diese werden sorgsam gehegt

und gepflegt vom Wegeunterhaltungsverband,

kurz WUV. Dieser ist als Zweckverband dem

Amt Rantzau angegliedert und betreut rund

1100 Straßen und Wege mit rund 900 Kilo -

metern Länge – und hat immer mehr zu tun:

Das Verkehrsaufkommen steigt, und unter

anderem in der Landwirtschaft werden vermehrt

größere Fahrzeuge eingesetzt. Schlaglöcher,

ausgefahrene Randstreifen, Risse im

Asphalt, bröckelnde Betonspurbahnen – all das

haben die Experten vom WUV genau im Blick.

Fortsetzung Seite 99


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97

Uetersen, naturnahe Gestaltung „Heidgraben“ während (Bild oben) und

ca. ein Jahr (Bild links) nach der Bauausführung

Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende Ingenieure VBI

Die Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende

Ingenieure VBI, aus Rellingen ist seit mehr als 50 Jahren im

Bereich des kommunalen Tief- und Straßenbaus überregional

tätig. In dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Projekten aus den

Bereichen kommunale Abwasserentsorgung, Wasserversorgung,

naturnaher Gewässerausbau, Erschließung von Wohnbau-

und Gewerbegebieten, Innerstädtische Sanierungs -

maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, Neu- und

Umbau von Sportanlagen und diverse Straßenbaumaßnahmen

an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie kommunaler

Straßen erfolgreich bearbeitet.

Gegründet wurde das Büro von den beiden Ingenieuren

Günter Lenk und Lothar Rauchfuß im Jahr 1964. Seit 2004

wird die Gesellschaft in zweiter Generation von Michael

Ahrens und Wolfgang Rauchfuß mit wenigen, aber sehr

erfahrenen und engagierten Spezialisten geführt. Die besonderen

Stärken eines kleinen Mitarbeiterteams bilden von

Anfang an die Basis für die erfolgreiche Positionierung am

Markt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit kom -

munalen und privaten Auftraggebern.

Lenk + Rauchfuß sind Mitglied in folgenden Verbänden:

– VBI (Verband Beratender Ingenieure)

– DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser

und Abfall e. V.)

– DVGW (Deutscher Verein Gas- und Wasserfaches e. V.)

– BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft

und Kulturbau e. V.)

– VSB (Verband zertifizierter Sanierungs-Berater für Ent -

wässerungssysteme e. V.)

Information

Gründungsjahr: 1964; Mitarbeiter: 6

Leistungsspektrum: Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung von Ingenieurleistungen in den Bereichen Abwasserent -

sorgung, Kanalsanierung, Kanalkataster, Wasser- und Gasversorgung, Wasserbau und Gewässerrenaturierung, Straßenbau,

Erschließungen, allgemeiner Tiefbau, Sport- und Freizeitanlagen sowie Baukoordination für Sicherheits- und Gesundheitsschutz

www.lenk-rauchfuss.de


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98

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Auf dem Betriebshof Uetersen befinden sich unter anderem die Leitstelle,

die Werkstatt und die Verwaltung. Hier haben zurzeit auch alle Linienbusse

ihren Standort.

Bild links: zwei Busse der neuesten Generation mit Hybridantrieb

KViP Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH

Im Dezember 1993 wurde die Bussparte der traditionsreichen

Uetersener Eisenbahn AG aus dem Unternehmen heraus -

gelöst und die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH

(KViP) gegründet. Gesellschafter der KViP sind der Kreis

Pinneberg sowie die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein

GmbH (VHH).

Die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH ist mit zurzeit

rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 32 Bussen

ein mittelständisches Nahverkehrsunternehmen mit Sitz in

Uetersen. Die KViP ist Partner im Hamburger Verkehrsverbund

(HVV), dessen Verkehrsgebiet tariflich weit in die

Umlandkreise der Hansestadt hineinragt und zum Beispiel

das gesamte Gebiet des Kreises Pinneberg abdeckt. Mit ihren

Mitarbeitern erbringt die KViP einen Großteil des ÖPNVs im

Kreis Pinneberg und im westlichen Hamburger Stadtgebiet.

Bei Kundenbefragungen des HVV über die Zufriedenheit mit

dem Nahverkehr und dem Service erhält die KViP durch das

Engagement ihrer Mitarbeiter seit Jahren sehr gute Noten.

Mit ihrem umfassenden Angebot, Rundumservice und moderner

Technik setzt die KViP nicht nur Zeichen, sondern bietet

ein vertrauensvolles Miteinander, Respekt, Fairness und

Verantwortung als zuverlässiger Partner für den öffentlichen

Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis Pinneberg.

Die Leistungen der KViP werden von öffentlichen Auftrag -

gebern bestellt. Dazu zählen der HVV, Städte, Kommunen,

Kreise, Schulen usw. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember

2017 wird die KViP auch den Stadtverkehr Elmshorn mit

15 neuen MAN-Solofahrzeugen mit Klimaanlage sowie einem

Gelenkbus bedienen.

Information

Gründungsjahr: 1993; Mitarbeiter: rund 70 aus zehn verschiedenen Nationen

Leistungsspektrum: Heute befördert die KViP etwa 3 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Sie bietet Beförderungsleistungen auf

12 Linien. Das Bedienungsgebiet erstreckt sich von Wedel, über Uetersen/Tornesch bis Elmshorn und von der Haseldorfer

Marsch über Pinneberg, Barmstedt bis nach Norderstedt.

www.kvip.de


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99

Im Jahr 1967 mit 39 Gemeinden gegründet,

konnte der Verband im Jahr 2017 Jahr auf eine

50-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Im WUV sind heute 38 Gemeinden zusammengeschlossen.

Dies hat den Vorteil, dass nicht

jede Gemeinde das Know-how vorhalten

muss. Außerdem können bei gemeinsamer

Ausschreibung und Vergabe aufgrund der

größeren Flächen von zurzeit 2,7 Millionen

Quadratmetern bessere Konditionen erzielt

werden. Damit werden Steuergelder kostenbewusst

eingesetzt. Die jährlichen Unterhaltungskosten

zahlen die Mitgliedsgemeinden;

auf Antrag gibt es jährlich noch einen Landeszuschuss.

Durch ein gerechtes Verteilungssystem

ist dafür gesorgt, dass jeder Beitragszahler

die Leistungen in Höhe seiner Ausgaben erhält.

Die systematische Bearbeitung der Unter -

haltungsaufgaben dient dem Erhalt des Infrastrukturvermögens

der Gemeinden im Kreis

Pinneberg. Diese kostenoptimierte Vorgehensweise

betrifft nicht nur die Bündelung

der Maßnahmen über Gemeindegrenzen hinweg,

sondern auch den Einsatz von moderner

IT-Technik mittels Datenbanken und Geo -

daten. Mit der datenbankgestützten Bestandsverwaltung

geht der WUV einen weiteren

Schritt, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Doch jedes noch so leistungsfähige Adernetz

kann nur eine bestimmte Durchflussmenge

bewältigen – wird diese überschritten, kommt

es zu Stauungen. Aufgrund einer seit Jahren

anhaltenden Phase kontinuierlich zunehmender

Straßenverkehrsvolumina häufen

Auch schnelle „Datenautobahnen“

sind für die Zukunftsfähigkeit

einer jeden Stadt und Gemeinde

als Wohn- und Gewerbestandort

unverzichtbar.


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100

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

sich diese Erscheinungen, insbesondere auf

den Hauptschlagadern des Kreises. Und da

die Flächenreserven für entlastende Verkehrsprojekte

knapp und deren Ökobilanzen

zudem problematisch sind, müssen alter -

native Wege gefunden werden. Deshalb ist ein

konsequenter Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs

(ÖPNV) schon seit vielen

Jahren integraler Bestandteil der Kreis Pinneberger

Verkehrspolitik. Zahlreiche offensive

Fahrplanmaßnahmen auf diversen Bus- und

Bahnlinien 1 haben die ÖPNV-Attraktivität insgesamt

kontinuierlich gesteigert. Stetig wachsende

Nachfragezahlen belegen dies. So stieg

die ÖPNV-Gesamtnachfrage im Kreisgebiet

von 2008 bis 2016 um 13,5 Prozent von 33,4

auf 37,9 Mio. Nutzer/-innen pro Jahr. Zudem

drückt sich die erfolgreiche ÖPNV-Politik des

Kreises Pinneberg auch im Anteil des ÖPNV

am Verkehrsmarkt aus, der mit über 10 Prozent

den Spitzenplatz unter den Kreisen in

Schleswig-Holstein belegt und zudem vor

zwei kreisfreien Städten liegt.

zählt auch und gerade die Reduzierung von

CO 2 -Emissionen zu seinen großen Stärken.

Für die Zukunft gilt es, diesen ganzheitlicharbeitsteiligen

Ansatz intelligent weiterzu -

entwickeln; Schritte in diese Richtung werden

bereits unternommen. So wird die emissionsfreie

E-Mobilität im Bus-ÖPNV Einzug halten

und erheblichen ökologischen Nutzen ent -

falten. Darüber hinaus sind im Busverkehr

diverse attraktivitätssteigernde Entwicklungsmaßnahmen

zum Beispiel in Elmshorn sowie

im übergreifenden Regionalbusnetz geplant.

Zudem wird die S-Bahnlinie S21 mittelfristig

aus Hamburg kommend über Quickborn

nach Kaltenkirchen verlängert werden und

für einen deutlichen Qualitätsschub auf dieser

Achse sorgen. Auf diese Weise wird es gelingen,

die vielfältigen Verkehre auf der nicht beliebig

erweiterbaren infrastrukturellen Basis auch

weiterhin effektiv durch die Lebensadern des

Kreises Pinneberg als starkem Bestandteil der

Metropolregion Hamburg pulsieren zu lassen.

Die Motivation dafür ist vielfältigen Ursprungs.

So befriedigen attraktive ÖPNV-Verbindungen

nicht nur die Mobilitätsbedürfnisse großer

Bevölkerungsteile, sie reduzieren auch Verkehrsemissionen,

erhöhen die Lebensqualität

und entlasten die öffentlichen Haushalte,

indem diese weniger finanzielle Mittel zur

Behebung von individualverkehrsbedingten

Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie zur

Straßeninstandhaltung aufwenden müssen.

Und indem ein attraktiver ÖPNV eine interessante

Alternative für alle Menschen ist, deren

Mobilitätsbedürfnisse eine Pkw-Nutzung

nicht zwingend erfordern (zum Beispiel große

Teile der Berufspendler), verbessert er durch

ein geringeres Fahrzeugaufkommen den

Verkehrsfluss, wovon auch der auf die Straße

angewiesene Teil des Wirtschaftsverkehrs profitiert

(zum Beispiel Güterverkehr auf kurzen

und mittleren Distanzen). Doch insbesondere

vor dem Hintergrund notwendiger, verstärkter

Anstrengungen zum Klimaschutz sowie

steigender Energiekosten wird die ohnehin

hohe Bedeutung des ÖPNV noch deutlich

zunehmen. Denn neben preislichen Vorteilen

Und ein weiterer Verkehrsweg darf dabei

nicht fehlen: die „Datenautobahn“. Für die

Zukunftsfähigkeit einer jeden Stadt und Gemeinde

als Wohn- und Gewerbestandort ist

die Verfügbarkeit schneller und leistungsfähiger

Internetanschlüsse unverzichtbar. Selbst

im stark verdichteten Kreis Pinneberg sind

zahlreiche Gemeinden und Ortsteile noch unzureichend

versorgt. Der Kreis Pinneberg hat

daher beschlossen, das Ziel einer koordinierten,

flächendeckenden und nachhaltig zukunftsorientierten

Versorgung aller Haushalte

und Gewerbebetriebe mit leistungsfähigen

Breitbandanschlüssen aktiv zu verfolgen.

Planungsziel des Kreises ist dabei die hundertprozentige

Anbindung aller Haushalte

und Gewerbebetriebe an eine zukunftsorientierte

Breitbandinfrastruktur. Hierdurch sollen

die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen

Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe

gesteigert sowie die Attraktivität des

Wirtschaftsstandortes Kreis Pinneberg nachhaltig

gefördert werden. |

1 Busverkehr liegt in der Verantwortung des Kreises und eini -

ger Städte, Bahnverkehr in der Verantwortung des Landes.


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101

oben: Aktuelle Hard- und Software unterstützen das vernetzte Bearbeiten

der komplexen Infrastrukturvorhaben.

links: Eine qualifizierte Bauüberwachung ist für Reese + Wulff ein maßgeblicher

Beitrag für eine fachlich einwandfreie Umsetzung der Bauvorhaben.

Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH

Die Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH aus Elmshorn

ist ein unabhängiges Büro und bearbeitet Projekte aus

den Bereichen Verkehrsanlagen, Wasserwirtschaft, Stadtplanung

und Landschaftsarchitektur.

Die Planung und Umsetzung der Bauvorhaben erfolgt vernetzt

mit Bauingenieuren, Hydrologen, Stadt- und Landschafts -

planern, Landschaftsarchitekten sowie Technikern und Bauzeichnern

als CAD-Fachkräfte.

Der alleinige geschäftsführende Gesellschafter Stefan Reese

erklärt: „Spezialisten unserer vier Fachrichtungen sind bei

nahezu jedem unserer Projekte eingebunden. Im Kreis Pinneberg

sind wir seit über 40 Jahren ansässig und können auf

eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten zurückblicken.“

Reese + Wulff legt großen Wert auf eine aktuelle Hard- und

Software, etwa für Geoinformationssysteme (GIS). Außerdem

ist die Aus- und Fortbildung für das Unternehmen wichtig. Mit

dem Blick für die Nachwuchsförderung werden Praktika, die

Ausbildung als Bauzeichner und das Duale Studium angeboten.

Das Familienunternehmen Reese + Wulff ist in der Region ein

fester Begriff, wenn es um Infrastruktur geht. Neben der Planung

und Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten

werden Straßen, Fußgängerzonen, Spielplätze, das Wohnumfeld,

Gründächer und vieles mehr geplant.

Das Team kennt sich aus mit Naturschutz und Regenwasser

und der naturnahen Umgestaltung von Gewässern, wie der

Krückau, aber auch mit Windenergie und Breitbandversorgung.

Information

Gründungsjahr: 1975; Mitarbeiter: 27; Leistungsspektrum: Straßen- und Wegebau inkl. Instandhaltung/Sanierung; Erschließung;

Entwässerung, offene Regenwasserbewirtschaftung; Kanalsanierung (zertifiziert), Kanalkataster, Generalentwässerungsplan

(GEP); Wasserbau, Renaturierung von Gewässern; Brückenprüfung und -sanierung; GIS-Kataster für Bäume, Grünflächen,

Ausstattung und Breitband; Freianlagen- und Freiraumplanung; Baumkontrolle (zertifiziert) zur Verkehrssicherungspflicht und

Baumpflege; Bebauungs- und Flächennutzungsplan, Potenzial zur Innenentwicklung von Städten und Gemeinden; Umweltbericht,

Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), UVP-/FHH-Verträglichkeitsuntersuchung; Beratung, Konzepte, Genehmigungs -

anträge, Planung, Ausschreibung und Baubegleitung

www.ing-reese-wulff.de


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102

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Ein Kreis mit Power –

Energieregion Kreis Pinneberg

Burkhard Fuchs

Ihr Geschäftsmodell schien mit der Libera -

lisierung des Energiemarktes vor 20 Jahren

überholt zu sein. Doch die bereits totgesagten

Stadtwerke trotzten der Konkurrenz der großen

Energiekonzerne. Heute sind sie in vielen

Bereichen die Bewahrer der Daseinsvorsorge

und Trendsetter in der Region für moderne

Energiewirtschaft und Kommunikation. Vor

allem der Kreis Pinneberg mit seinen neun

Stadt- und Gemeindewerken erweist sich hier

als „Kreis mit Power“.

Längst versorgen sie die Bevölkerung in ihrem

Einzugsgebiet nicht mehr nur mit Strom, Gas,

Wasser und Wärme zu angemessenen Preisen.

Sie investieren in Zukunftstechnologien wie

das Breitband für das schnelle Internet, forcieren

die Elektromobilität hier vor Ort, erzeugen

mit Blockheizkraftwerken eigenen

Strom und sorgen für mehr Lebensqualität

für die Bürger, indem sie ihnen modernste

Smart-Home-Technologie anbieten, mit der

sie über Apps die Haushaltsgeräte mit ihrem

Smartphone steuern können. Darüber hinaus

sind die Stadtwerke ein sicherer Arbeitgeber

für rund 1000 Mitarbeiter allein im Kreis Pinneberg

und oft die größte Einnahmequelle für

die Städte und Gemeinden, um die örtliche

Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten und

Straßen auf dem neuesten Stand zu halten.

„Wir sorgen für Daseinsvorsorge und sehen

uns ökonomisch wie ökologisch in der Verantwortung

direkt vor Ort“, beschreibt Pinnebergs

Stadtwerkechef Sven Hanson sein

Selbstverständnis als Energieversorger in

kommunaler Hand, der für „Regionalität,

Bodenständigkeit, Wahrheit und Klarheit

steht“. Die Wertschöpfung bleibe in der

Region, weil der Gewinn den Kommunen zugutekomme

und nicht in irgendwelche Konzernzentralen

abfließe und regionale Unternehmen

von den Stadtwerken beauftragt

würden, ergänzt Amtskollege Adam Krüppel

von den Wedeler Stadtwerken. Der Kunde, der

oft ein jahrzehntelang treuer Stammkunde

sei, genieße den direkten Draht zum Service,

ohne sich mit einem anonymen Callcenter

über seine Probleme austauschen zu müssen.

„Der Bürger hat über seine gewählten Ver -

treter direkten Einfluss auf sein Stadtwerk.“

Wie bei der Glasfasertechnik, mit der zahl -

reiche Stadtwerke ihre Kunden mit hochauflösendem

Fernsehen, schnellsten Internet -

verbindungen und preisgünstiger Telefonie

beglücken, sind die Stadtwerke im Kreis Pinneberg

Vorreiter der Zukunftstechnologie Elektromobilität,

indem sie angefangen haben,

ein bald flächendeckendes Netz von Lade -

säulen für die Elektrofahrzeuge zu errichten,

das durch die Einspeisung des Stromes von

regenerativen Energiequellen für eine ausgeglichene

Klimabilanz sorgt.

Im Kreis Pinneberg gibt es Stadt- und Gemeindewerke

in Elmshorn, Wedel, Pinneberg,

Quickborn, Uetersen, Tornesch, Barmstedt,

Halstenbek und Rellingen, die zusammen

einen Jahresumsatz von etwa 250 Mio. Euro

erwirtschaften. |


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Neun Stadt- und Gemeindewerke

sorgen für einen „Kreis mit Power“.


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104

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Stadtwerke Elmshorn: Energie, Wasser, Mobilität, Multimedia ...

Die Stadtwerke Elmshorn versorgen Elmshorn und die Region

mit Strom, Erdgas, Wärme, Wasser und bieten innovative

Lösungen zu Eigenerzeugung, Mobilität und Glasfaser.

Sie schaffen eine innovative Infrastruktur für eine smarte

Zukunft! Glasfasernetze für Neubaugebiete, Ladesäulen für

Elektroautos, WLAN-Hotspots in der Innenstadt oder intel -

ligente Zähler in Ihren eigenen vier Wänden – das alles

machen sie möglich.

Die Stadtwerke übernehmen Verantwortung für die Region.

Das Motto „Aus Liebe zur Region“ wird bei den Stadtwerken

Elmshorn gelebt. Daher schaffen die Stadtwerke Energie -

lösungen, die umweltfreundlich und sicher sind, und fördern

nachhaltige Ideen ebenso wie das kulturelle Leben in der

Stadt.

Die Stadtwerke Elmshorn versorgen mehr als 70 000 Kunden

in Elmshorn und in 14 umliegenden Gemeinden. Damit gehören

die Stadtwerke Elmshorn zu den leistungsstärksten Energie -

versorgern Schleswig-Holsteins.

Als umweltbewusstes Unternehmen setzen die Stadtwerke

Elmshorn voll auf erneuerbare Energien. Es ist geplant, den

gesamten Strom der Privatkunden in eigenen Wind- und

Solar anlagen sowie in regenerativen Kundenanlagen zu pro -

duzieren.

Fotovoltaikanlagen

Selbst umweltfreundlichen Sonnenstrom produzieren und

überschüssige Energie ins Stromnetz einspeisen – das wünschen

sich immer mehr Privat- und Gewerbekunden. Mit dem

„EnergieDach“ der Stadtwerke Elmshorn kann sich heute

jeder Eigenheimbesitzer diesen Wunsch erfüllen.

Die ersten Anlagen wurden bereits im Jahr 2016 in Betrieb

genommen. Die Stadtwerkekunden mussten dafür fast gar

nichts tun: Ähnlich wie beim Auto-Leasing entfallen die Investitionskosten,

denn als Kunde pachten Sie die Anlage von den

Stadtwerken. Darüber hinaus kümmern sich die Stadtwerke

um die Planung, Installation und Wartung der Anlage sowie

um Verwaltungsaufgaben. Den größten Teil des produzierten

Stroms nutzen Sie selbst, den Rest speisen Sie in das Stromnetz

ein und bekommen dafür eine Vergütung.

Elektromobilität

Wer schon einmal mit einem Elektroauto unterwegs war, er -

innert sich bestimmt noch ans große Staunen: Ist der Motor

überhaupt an? „An die Stille gewöhnt man sich schnell, sodass

man am liebsten nur noch mit Elektroantrieb fahren

möchte“, erklärt der Vertriebsleiter Mathias Wiontzek. „Wir

fördern die E-Mobilität, weil wir von der Technologie überzeugt


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Michael Krieg, Abteilungsleiter Vertrieb

Marc Lange, Geschäftskundenberater bei den Stadtwerken Elmshorn

. . . alles nach dem Motto: „Aus Liebe zur Region“

sind. Das möchten wir an unsere Kunden weitergeben und

wollen Elmshorn und unsere Region zum Vorreiter in Sachen

Elektromobilität machen. Deswegen tanken unsere Kunden

an unseren Elektro-Ladesäulen kostenlos. Das Einzige, was

Sie dafür brauchen, ist eine RFID-Tankkarte, die Sie im Kundenzentrum

erhalten. „Nicht-Kunden müssen sich ebenfalls

freischalten lassen und können unsere Ladesäulen nutzen.

Allerdings bekommen sie anschließend eine Rechnung“, erklärt

Wiontzek. Noch sind E-Autos meist nicht das Fahrzeug

erster Wahl und vergleichsweise teuer, aber die Technologie

schreitet voran.

„Wenn die Preise weiter fallen – und davon ist auszugehen –

werden sie immer interessanter“, ist Wiontzek überzeugt. Deswegen

investieren die Stadtwerke Elmshorn seit Jahren in

das Ladenetz in Elmshorn und werden dieses weiter ausbauen.

Gute Nachrichten kommen auch aus der Politik: Mitte

Februar 2017 hat ein 300 Mio. Euro schweres Bundesförderprogramm

für die Elektroauto-Lade infrastruktur den Segen

der EU-Kommission erhalten. Mit dessen Hilfe sollen bundesweit

15 000 Ladesäulen entstehen. Die Ladestationen der

Stadtwerke werden übrigens ausschließlich mit Strom aus

erneuerbaren Energien beliefert.

Information

Gründungsjahr: 1900; Mitarbeiter: 179 und 11 Auszubildende

Leistungsspektrum: Versorgungsdienstleister in Elmshorn und 14 Umlandgemeinden für Strom, Erdgas, Wasser, Wärme;

Energiedienstleistungen; Ansprechpartner in allen Fragen der Energie; Badepark Elmshorn

Strom: Netzlänge 1151 km, Kilowattstunden/Jahr 208 GWh, Hausanschlüsse 16 207, Kundenanzahl 31 621

Erdgas: Netzlänge 601 km, Kilowattstunden/Jahr 710 GWh, Hausanschlüsse 13 300, Kundenanzahl 15 620

Wärme: Netzlänge 7,4 km, Kilowattstunden/Jahr 20 GWh, Hausanschlüsse 229, Kundenanzahl 370

Wasser: Netzlänge 480 km, Kubikmeter/Jahr 3,33 Mio., Hausanschlüsse 13 916, Kundenanzahl 15 272

www.stadtwerke-elmshorn.de


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106

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Stadtwerke Pinneberg GmbH

Die Stadtwerke Pinneberg sind ein Unternehmen mit Tradition,

Verantwortung und einer zukunftsorientierten Ausrichtung. Seit

mehr als 100 Jahren stellen sie die Energie- und Wasserversorgung

der Pinneberger Haushalte und Unternehmen sicher.

Die Stadtwerke haben sich für ihre Kunden immer weiterent -

wickelt – zu einem leistungsstarken Partner mit Sinn für den

effizienten Einsatz von Energie und Wasser. Auch mit der

Liberalisierung des Energiemarktes besteht für die Menschen

und Unternehmen in Pinneberg weiterhin der Vorteil eines

eigenständigen Stadtwerks. Die Stadtwerke Pinneberg GmbH

engagiert sich für eine sichere und moderne Energieversorgung

in der Region und unterstützt lokale Projekte in Bildung, Kultur

und Sport. Die Kunden der Stadtwerke Pinneberg GmbH

bleiben stets sicher und fair versorgt: „Von hier. Für hier.“

Das Service Center der Stadtwerke Pinneberg und pinnau.com in der

Fußgängerzone

Information

Mitarbeiter: 120; versorgte Menschen: 56 000

Leistungsspektrum: Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme, Abwasserbetrieb, Pinneberger Bäder

www.stadtwerke-pinneberg.de

pinnau.com GmbH & Co. KG

pinnau.com, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Pinne -

berg, versorgt Privathaushalte, gewerbliche und industrielle

Kunden zuverlässig mit schnellem Internet und weiteren Telekommunikationsdiensten

wie HD-Telefonie und digitalen TVund

Radio-Sendern über ein eigenes Glasfasernetz. Das Glas -

fasernetz der pinnau.com ist im gan zen Pinneberger Innenstadt -

gebiet und in den Gewerbe gebieten verfügbar. Die flächen -

deckende Versorgung mit Glasfaser bietet Haushalten und

Unternehmen in Pinneberg einen echten Standortvorteil. Auch

Smart-Home-Lösungen, welche den Alltag erleichtern, werden

angeboten. Die stabile Übertragungsrate von über 1 Gbit/s

eignet sich für anspruchsvolle Einsatzbereiche. Datenfest -

verbindungen sowie symmetrische Onlinezugänge ermöglichen

im Up- und Download gleich hohe Geschwindigkeiten.

Das Service Center der Stadtwerke Pinneberg und pinnau.com in der

Fußgängerzone

Information

Mitarbeiter: 20; versorgte Menschen: 12 000; Leistungsspektrum: Glasfaser-Netzausbau, Triple Play-Dienste (Fernsehen,

Telefon, Internet), Mobilfunk sowie Smart-Home-Lösungen

www.pinnau.com


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HanseWerk AG

Die HanseWerk-Gruppe bietet moderne Energielösungen mit

Schwerpunkten auf Netzbetrieb und dezentraler Energie -

erzeugung. Das Unternehmen betreibt selbst oder über seine

Tochtergesellschaften rund 51000 Kilometer Strom- und

25000 Kilometer Gasleitungen in vielen Kommunen in Norddeutschland.

Über die Tochter gesellschaft HanseWerk Natur

ist sie für 800 Kilometer Nahwärmenetze, 1000 Heizanlagen

sowie 200 umweltschonende Blockheizkraftwerke verant -

wort lich. Durch die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen

Kreise sowie von über 330 Kommunen ist die HanseWerk-

Gruppe regional stark verwurzelt. Das Unternehmen engagiert

sich im sozialen und kulturellen Bereich sowie in Sportpro -

jekten.

Information

Blick auf die Unternehmenszentrale der in ganz Norddeutschland

engagierten HanseWerk AG

Gründungsjahr: 1928 (Gründung der Schleswag); Mitarbeiter: rund 2000

Leistungsspektrum: einer der größten Energiedienstleister Norddeutschlands, Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien

Tochtergesellschaften: Schleswig-Holstein Netz AG, Hamburg Netz GmbH, HanseGas GmbH, HanseWerk Natur u. v. m.

www.hansewerk.com

Schleswig-Holstein Netz AG

Als Netzbetreiber sorgt die Schleswig-Holstein Netz AG in

sechs Ämtern und 47 Gemeinden des Kreises Pinneberg

dafür, dass die Menschen vor Ort sicher mit Strom und Gas

versorgt werden – überall dort, wo Energie gebraucht wird:

zu Hause, in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen vom Netzcenter in

Uetersen aus dafür, dass die Versorgung rund um die Uhr

gewährleistet ist. Dabei betreuen sie rund 33000 Strom- und

22000 Gasanschlüsse. 2100 Kilometer Strom- und 1000

Kilometer Gasleitungen sowie 15 Umspannwerke und Hunderte

Ortsnetzstationen haben sie stets im Blick. Sie wohnen

größtenteils im Kreisgebiet und sind im Falle einer Störung in

kürzester Zeit vor Ort.

Am Standort Uetersen der Schleswig-Holstein Netz AG arbeiten über

30 Mitarbeiter.

Information

Gründungsjahr: 1928 (Gründung der Schleswag); Mitarbeiter: 575 insgesamt, 31 in Uetersen

Leistungsspektrum: Betreiber von Strom- und Gasleitungen in rund 1000 Kommunen in Schleswig-Holstein und Nordniedersachsen,

Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Ausbau und Instandhaltung der Energienetze

www.sh-netz.com


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108

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Innovation und Zuverlässigkeit –

Worauf es in der modernen

Kreislaufwirtschaft ankommt

Jens Ohde

Wer im Kreis Pinneberg zu Hause ist, arbeitet

oder seinem Handwerk und Gewerbe nachgeht,

muss wie überall auf der Welt die ungewünschten

Nebenprodukte „entsorgen“. War

bislang von großer Bedeutung, mit diesen Abfällen

umweltschonend umzugehen, rücken

jetzt auch der zusätzliche Nutzen und die

ökologische Effizienz in den Fokus. Die Strategien

zur weiteren Verwendung, zur stoff -

lichen Verwertung und zur Energieerzeugung

werden immer moderner, komplexer und

vielfältiger. Um der Pinneberger Wirtschaft

und den Bürgerinnen und Bürgern des wachsenden

Kreises in der Metropolregion Hamburg

nachhaltige Entsorgungssicherheit und

zugleich moderne Lösungen anzubieten,

investiert GAB Umwelt Service jedes Jahr

mehrere Millionen Euro in Innovationen und

Modernisierungen ihrer Behandlungsanlagen

und der Logistik.

Aus den Verpackungsabfällen sortiert GAB

Umwelt Service einzelne Kunststoffarten wie

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Poly -

styrol (PS), Folien, PET, Dosen, Hohlkörper,

Getränkekarton und Papier. Die Kunststoff -

arten werden weiter zu Sekundär-Recyklaten

aufbereitet und in der Herstellung von neuen

Kunststoffprodukten eingesetzt. GAB Umwelt

Service setzt auch beim Recycling anderer

Wertstoffe wie Papier, Altmetallen oder Holz

auf Qualität. Das erfordert dauerhafte Be -

ziehungen zu Kunden und Vermarktungs -

partnern.

Organische Abfälle (Bioabfälle wie Lebensmittelreste

und Gartenabfälle) werden in

einer Kaskade behandelt (Recycling von

Abfällen in zwei oder mehr hintereinander

geschalteten Verwertungsstufen nennt man

Kaskadennutzung), sodass am Ende ein

humusbildender und organischer Dünger mit

definierten Inhaltsstoffen entsteht. Gegenwärtig

investiert GAB Umwelt Service rund 10

Mio. Euro in eine zusätzliche Vergärungsstufe

für die Bioabfälle, um vor der Kompostierung

die im Bioabfall vorhandene Energie als Bio-

Methan zu gewinnen. In einer Vergärungsstufe

wird Methan erzeugt, das zur Erzeugung

von Strom eingesetzt werden soll. Anschließend

werden die Gärreste zusammen mit

anderen Grünabfällen zu Fertigkompost verarbeitet

und als gütegesichertes Produkt im

Pflanzenbau vermarktet.

Stofflich nicht mehr verwertbare Abfälle

werden bei GAB Umwelt Service thermisch so

behandelt, dass Wärme und Strom erzeugt

werden kann. Mit der Wärme werden die privaten

Haushalte der Stadt Pinneberg beheizt.

Der grüne Strom wird an der Leipziger Strombörse

verkauft.

Die Wärmeversorgung in Schleswig-Holstein

aus der thermischen Behandlung von Ab -

fällen deckt den Wärmebedarf in Höhe von

vier Prozent. Das ist keine marktbeherrschende

Menge aber ein relevanter Beitrag

zur Energiewende.

Die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft,

die angegangen werden müssen, um auch für

die Zukunft den Menschen und der Wirtschaft

gleichwohl Entsorgungssicherheit und Lösun -

gen für ihre Probleme zu bieten, lauten Digitalisierung,

demografischer Wandel und Klimaschutz.

Diese Themen sind für die Qualitätsentwicklung

der GAB Umwelt Service von

zentraler Bedeutung und flankieren die Strategie

der langfristigen Standortsicherung.

Die Entwicklung der Märkte macht langfristig

eine Modernisierung der Anlagentechnik am

Standort Tornesch unumgänglich. Und auch

für die mineralischen Abfälle der Bauwirtschaft

wird langfristig im Südwesten Schleswig-

Holsteins eine Lösung gebraucht. |


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109

Die HAMEG ist ein Unternehmen, das über Jahrzehnte in der Abfall -

entsorgung des Kreises Pinneberg tätig ist. Mit ihrer täglichen Einsatz -

bereitschaft, Zuverlässigkeit und Kompetenz leisten unsere Mitarbeiter

einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens.

Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH (HAMEG)

Die Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH (HAMEG) ist

ein modernes Unternehmen im Bereich der Abfallentsorgung.

Mit über 40 Spezialfahrzeugen führen wir nicht nur die Einsammlung

und den Transport von Rest- und Bioabfällen im

gesamten Kreisgebiet durch, sondern sind auch in den

Bereichen Sperrmüllabfuhr, Einsammlung von Elektroalt -

geräten sowie Sammlung der Gelben Säcke unterwegs.

Jährlich sammeln unsere Mitarbeiter dabei rund 55 500 Tonnen

Restmüll, knapp 30 000 Tonnen Bioabfall sowie etwa

3300 Tonnen Sperrmüll und Elektroschrott ein. Mit unseren

Containerfahrzeugen sind wir in der Lage, auch Abrollcon -

tainer mit einer Größe von bis zu 36 Kubikmetern aufzunehmen

und zu transportieren. Innerhalb des Abfallwirtschaftszentrums

(AWZ) in Tornesch-Ahrenlohe sorgen wir so für den

rechtzeitigen Austausch der Sammelbehälter auf dem Recyclinghof

und transportieren auch Abfälle zu speziellen Entsorgungsanlagen

im norddeutschen Raum.

Im Abfallwirtschaftszentrum sorgen unsere Radlader und

Mobilbagger dafür, dass die angelieferten Abfälle in die unterschiedlichen

Anlagen zur weiteren Behandlung gelangen. Ob

bei der Zerkleinerung sperriger Abfälle vor der Verbrennung

oder dem Verladen von Schrott – unsere Bagger sind hierbei

gern gesehene Helfer. Auch beim Verladen von Schlacke

und Kompost können unsere Radlader zeigen, was in ihnen

steckt.

Die HAMEG wurde im Jahr 1997 vom Kreis Pinneberg

gegründet und ist neben der Abfalleinsammlung auch Logistikpartner

für andere Unternehmen im Kreis Pinneberg.

Information

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 83

Standorte: Kummerfeld (Sitz des Unternehmens), Tornesch (Sitz des Betriebes)

Leistungsspektrum: Rest- und Bioabfallentsorgung, Sperrmüllsammlung, Elektroaltgerätesammlung, Sammlung Gelbe Säcke,

Umschlagarbeiten, Containertransport, Transportdienste

www.hameg-pi.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

GAB Umwelt Service

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung

mbH – GAB – wurde 1984 gegründet und organisiert seit

33 Jahren die Kreislaufwirtschaft im Kreis Pinneberg. Die

GAB hat sich von einem kommunalen Unternehmen zu einem

der führenden Unternehmen im Kreis Pinneberg entwickelt.

Die Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Entsorgung,

Recycling und Energiewirtschaft sowie Fullservice für Kunden

aus Kommunen und Gewerbe. Eine zukunftsorientierte und

ökoeffektive Entsorgung spielt bei GAB Umwelt Service

eine zentrale Rolle – immer im Sinne von Mensch und Umwelt.

Zentral gelegen mitten im Kreis Pinneberg, betreibt GAB

Umwelt Service ein modernes Abfallwirtschaftszentrum mit

Recyclinghof, den circa 110 000 Kunden im Jahr nutzen. Im

Müllheizkraftwerk, das sich ebenfalls auf dem Gelände be findet,

werden knapp 80 000 Tonnen Haus- und Sperrmüll sowie

Gewerbeabfälle pro Jahr in Strom und Wärme umgewandelt.

Dazu wird Restabfall bei bis zu 1000 Grad Celsius verbrannt,

Energie freigesetzt und durch Kraft-Wärme-Kopplung anschließend

in Strom und Wärme umgewandelt. Mit dieser

Energie speisen wir nicht zuletzt das Fernwärmenetz der gesamten

Stadt Pinneberg und versorgen Tausende Wohnungen

mit heißem Wasser. Selbst die in der Verbrennung anfallenden

Rückstände sind meist noch für etwas gut: So wird zum Beispiel

die Schlacke aufbereitet und kommt als Zwischenschicht

im Straßenbau zum Einsatz.

Weitere Einrichtungen des Abfallwirtschaftszentrums sind

ein Sondermüllzwischenlager, eine Bioabfallkompostierungsanlage,

wo gütegesicherter Kompost produziert wird, sowie

eine Sortieranlage.

Der Spezialist bei GAB Umwelt Service für Logistik, Grün -

abfallkompostierung sowie Verwertung von Gewerbeabfällen

und Sperrmüll ist die Umweltservice Nord GmbH (USN).


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links: Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Tornesch-Ahrenlohe

Sortieranlage (linke Seite oben) und Kompostierungsanlage

(linke Seite unten) von GAB Umwelt Service

Viel mehr als ein Entsorger

Unser Denken und Handeln ist geprägt von der Vision einer

nachhaltigen Abfallwirtschaft, die sowohl ökologischen und

ökonomischen Ansprüchen genügt. Deshalb setzen wir nicht

nur hohe Standards in Produktqualität und Umweltschutz,

sondern investieren auch fortlaufend in Produktinnovationen

und die strategische Weiterentwicklung unserer Geschäfts -

felder. Dadurch stärken wir unsere Marktposition und sichern

zugleich die Vielzahl unserer Arbeitsplätze.

Umweltschutz ist Unternehmenszweck und Herzensangelegen -

heit zugleich. Deshalb ver suchen wir, schon bei Kindern und

Jugendlichen ein Be wusst sein dafür zu entwickeln. Dazu gehört

auch ein Besuch im Erlebnisraum „Abfallwirtschaftszentrum“.

GAB Umwelt Service beschäftigt mehr als 200 Mitarbeite -

rinnen und Mitarbeiter und setzt konkrete Ziele im Bereich

Personalentwicklung, damit die Marktposition durch Leistungsfähigkeit

gestärkt und Arbeitsplätze gesichert sind.

Als Spezialist in der Ver- und Entsorgung bietet GAB Umwelt

Service fachgerechte und schnelle Lösungen – immer im Team

mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.

Information

Gründungsjahr: 1984; Mitarbeiter: ca. 200

Leistungsspektrum: alle abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen für Gewerbetreibende und für private Haushalte

Tochtergesellschaften: Umweltservice Nord GmbH (USN); Abfallverbrennungs- und Biokompost-Gesellschaft mbH (AVBKG);

Abfallverwertungsgesellschaft mbH (AVG)

Standorte: Kummerfeld, Tornesch, Hamburg, Hohenlockstedt

www.gab-umweltservice.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Liebes Molekül – bitte recht freundlich

Dr. Bernd Ebeling

Auf der Weltkarte der Forschung ist Schenefeld

im Kreis Pinneberg eine Top-Adresse für

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus

aller Welt: An der Landesgrenze zu Hamburg

liegt der Forschungscampus des internatio -

nalen Röntgenlasers European XFEL. Die

3,4 Kilometer lange Anlage, die sich in unterirdischen

Tunneln von Hamburg-Bahrenfeld

bis nach Schenefeld im Kreis Pinneberg erstreckt,

ist der größte Röntgenlaser der Welt.

Er produziert ultrahelle Röntgenlichtblitze –

27 000-mal pro Sekunde und milliardenfach

heller als die herkömmlicher Röntgenlichtquellen.

Forscher aus aller Welt können die Blitze

nutzen, um mit ihnen wie mit einem Super-

Mikroskop oder einer Super-Kamera den

Nanokosmos zu erkunden. Das Resultat sind

gestochen scharfe 3-D-Bilder und Filme von

Molekülen, Materialien oder schnellen Prozessen

mit atomgenauer Auflösung. Auf Basis

solcher Bilder und Filme von Zellen, Viren

und Molekülen können beispielsweise neue

Medikamente und Therapien entwickelt werden.

Auch für die Entwicklung umweltfreundlicherer

Produktionsverfahren, neuer Wege

der Energiegewinnung oder in der Materialforschung

werden durch solche Einblicke in

den Nanokosmos wichtige Impulse erwartet.

Weitere Forschungsfelder am European XFEL

sind extreme Materiezustände, wie sie im

Inneren von Exoplaneten existieren, oder

ultraschnelle Änderungen von Magnetisierungszuständen,

die für die Entwicklung

schnellerer Speichermedien eingesetzt werden

könnten.

Wer am European XFEL forschen will, muss

seine Vorschläge von einem internationalen

Expertengremium begutachten lassen. Die

erfolgreichen Forscher erhalten dann einige

Tage Experimentierzeit, in denen ihnen

Teams von European XFEL-Wissenschaftlern

und -Technikern zur Seite stehen. Voraus -

setzung dafür ist, dass sie ihre Forschungs -

ergebnisse veröffentlichen und sie so der

Allgemeinheit zugänglich machen.

European XFEL möchte den Spitzenforschern

die besten Arbeitsbedingungen bieten. Ihre

Arbeit verspricht spannende Entdeckungen

zum Nutzen der Gesellschaft. Schlechte Karten

haben in Schenefeld nur die Stars des

molekularen Film- und Fotoshootings: Trifft

die Moleküle ein Röntgenblitz mit voller

Wucht, werden sie im selben Augenblick zerstört,

in dem das Bild entsteht. Die Kürze der

Lichtblitze ermöglicht es, die Fotos schneller

zu machen, als die Moleküle durch die Energie

des auftreffenden Strahls zerbersten. Dagegen

hätte nicht einmal der Cowboy Lucky Luke

eine Chance, der bekanntlich seinen Revolver

schneller ziehen kann als sein Schatten. |


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European XFEL – eine neue Forschungseinrichtung der Superlative

Der Röntgenlaser European XFEL ist eine internationale

Forschungseinrichtung der Superlative. Sie eröffnet Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftlern aus aller Welt seit Herbst

2017 völlig neue Forschungsmöglichkeiten auf den Gebieten

Struktur der Materie, medizinische Forschung, erneuerbare

Energien, Entwicklung von Materialien für neue Technologien

und eine saubere Umwelt.

Die größtenteils unterirdische Forschungsanlage reicht vom

Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld bis nach Schenefeld

im Kreis Pinneberg. Sie wird von der gemeinnützigen European

XFEL GmbH betrieben, die eng mit dem Forschungszentrum

DESY und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit

kooperiert. Zum Bau der Anlage haben Gesellschafter

und Partner nicht nur finanziell, sondern zu einem großen Teil

auch mit Personal und Sachleistungen beigetragen.

Finanziert und getragen wird die Spitzenforschung in

Schenefeld von zwölf Partnerländern: Deutschland (Bund,

Hamburg und Schleswig-Holstein) trägt mehr als die Hälfte

der Kosten, Russland mehr als ein Viertel und zehn weitere

europäische Partnerländer zwischen einem und drei Prozent.

Die Investi tionskosten für Bau- und Inbetriebnahme lagen

bei mehr als 1,2 Mrd. Euro – damit gehört der European XFEL

zu den ambitioniertesten neuen Forschungseinrichtungen

Europas.

Information

Gründungsjahr: 2009

Mitarbeiter: 300

Leistungsspektrum: internationale Forschungseinrichtung

www.xfel.eu/de


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114

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Ackern mit Konzept – moderne

Landwirtschaft auf engstem Raum

Peer Jensen-Nissen

Die Landwirtschaft im Kreis Pinneberg stellt

ein spannendes Feld dar und ist ein bunter

Strauß Blumen – man findet von allem etwas.

Dabei prägen nicht nur der Ackerbau und die

Rinderhaltung, sondern auch die Pensionspferdehaltung,

die Baumschulbetriebe und

die Obstbauernbetriebe die Landschaft im

Kreis. Der Kreis Pinneberg zeichnet sich vor

allem durch zwei Naturräume aus. Das ist

zum einen die Marsch entlang der Elbe und

Krückau sowie der Geestrücken, der sich über

den restlichen Kreis erstreckt. In der Marsch

befinden sich größtenteils der Ackerbau sowie

die Obstbaubetriebe. Auf der Geest rund um

Hamburg wirtschaften Baumschulbetriebe

und pferdehaltende Betriebe. Im nördlichen

Teil des Kreises liegt das Haupt augenmerk auf

der Rinderhaltung, insbesondere der Produktion

von Milch.

Die große Bevölkerungsdichte im Kreis Pinneberg

und die Nähe zu Hamburg stellt die

Landwirtschaft jedoch auch vor schwierige

Aufgaben. Das Spannungsfeld zwischen der

Gesellschaft, der Politik und der Landwirtschaft

wird immer größer. Daher geht die

Landwirtschaft im Kreis Pinneberg – im Hinblick

auf die Bewirtschaftung ihrer Flächen –

immer moderne Wege und versucht, die Nähe

zu der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehört

die Direktvermarktung von landwirtschaft -

lichen Produkten über Hofläden sowie die

Freizeitgestaltung in Hofcafés oder auf Er -

lebnisbauernhöfen.

Trotz der Nähe zu Hamburg und der damit

verbundenen engen Besiedelung im Kreis

Pinneberg zeigt sich die Landwirtschaft im

Kreis sehr nachhaltig. Es gibt viele Betriebe,

die über Generationen von einer Familie bewirtschaftet

werden. Entscheidend für einen

erfolgreichen Generationswechsel auf den

Betrieben ist jedoch, dass jeder Betriebsleiter

seinen eigenen, erfolgreichen Weg geht und

dabei die Nachhaltigkeit nicht außer Acht

lässt.

In Zahlen kann die Landwirtschaft im Kreis

wie folgt beschrieben werden: 34 000 Hektar

landwirtschaftliche Nutzfläche, davon wird

auf rund 15 000 Hektar geackert. Auf weiteren

15 000 Hektar befindet sich Dauergrünland,

das im Wesentlichen für die 45 000 Rinder

und 4500 Pferde benötigt wird. Auf den rest -

lichen 4000 Hektar wirtschaften die Baumschulen

sowie die Obstbaubetriebe. Jedoch ist

heute schon klar, dass die landwirtschaftliche

Nutzfläche von 34 000 Hektar im Kreis durch

weiteres städtisches Wachstum in Verbindung

mit Kompensationsmaßnahmen abnehmen

wird. Daher müssen für die Zukunft die

Konzepte der Landnutzung weiter angepasst

werden, um weiterhin ein nachhaltiges Wirtschaften

für die Landwirtschaft zu ermög -

lichen. |


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Kühe auf dem Deich –

typisch Kreis Pinneberg


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116

Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Das Altenteiler-Haus (oben) wurde im Jahr 1564 erbaut.

rechts: Die 5. Generation steht schon in den Startlöchern:

Kim (links) und Ben

Hof Hachmann – herzlich willkommen

Der Hof Hachmann liegt kurz vor den Toren Hamburgs in

Bevern. Seit rund 110 Jahren ist der Hof im Besitz der Familie

Hachmann und wird, in jetzt vierter Generation, bewirtschaftet.

Zurzeit wird auf 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche

das Futter für unsere Tiere erzeugt. Im Gegensatz zu vielen

anderen Betrieben haben wir den Weg eines Gemischt -

betriebs eingeschlagen. Demzufolge gibt es heute bei uns

die Milchviehhaltung, den Getreideanbau, Weihnachtsgänse

und Hähnchen.

„Alles aus einer Hand“ lautet unsere Strategie in der

Vermarktung der Hähnchen. Die Küken ziehen wir in großen,

lichtdurchfluteten Ställen artgerecht auf. Im Futter liegt

das Geheimnis für den einzigartigen Geschmack unserer

Hähnchen. Diese bekommen von Beginn an ausschließlich

Futter, das wir auf unseren landwirtschaftlichen Flächen selbst

erzeugen und mit ausge wählten Zutaten verfeinern, beispielsweise

mit guter Butter. Die Schlachtung erfolgt stressfrei und

ohne große Transportwege im hofeigenen Schlachthaus.

Auch unsere Gänse können bei uns artgerecht aufwachsen,

denn wir halten sie auf den saftig-grünen Wiesen direkt am

Hof. Viel Bewegung, frische Landluft und bestes Futter garantieren

dem Verbraucher zartes und saftiges Fleisch.

Unser Handeln ist stets darauf ausgerichtet, gesunde

Lebensmittel zu erzeugen – ohne Kompromisse! Diesem

Anspruch möchten wir jeden Tag gerecht werden.

Information

Gründungsjahr: seit 1899 im Familienbesitz; Mitarbeiter: 7

Leistungsspektrum: Milchviehhaltung, Getreideanbau, Gänse und Hähnchen

Spezialitäten: Hähnchen – frisch, geräuchert, als Ganzes oder zerlegt, Grill- und Geflügelwurstspezialitäten, Geflügelsalate

Verkaufsstellen: auf Märkten (Barmstedter Wochenmarkt, Elmshorner Wochenmarkt, Wochenmarkt Tornesch), in ausgewählten

Hofläden in der Region, direkt bei uns im Hofladen (mittwochs von 14:00 bis 17:00 Uhr oder nach Absprache)

www.mein.hof-hachmann.de


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oben: Seit 1974 steuert das Unternehmen alle Aktivitäten aus der

Zentrale in Pinneberg.

links: Auf Gut Hülsenberg wird seit 1953 die Basis der Produkt -

entwicklungen gelegt.

H. Wilhelm Schaumann GmbH

Das Unternehmen wurde 1938 von H. Wilhelm Schaumann

(1904–1992) gegründet. Mit Pioniergeist und erstklassigen

Fachleuten baute H. Wilhelm Schaumann im Laufe der Jahrzehnte

eine weit über die Grenzen Europas anerkannte Unternehmensgruppe

auf.

Die Firmenzentrale in Pinneberg koordiniert alle Unternehmensbereiche

wie Forschung und Entwicklung, Herstellung der

Schaumann-Produkte in den Werken in Sachsen-Anhalt und

Bayern, Einsatz der gut 250 Außendienst-Mitarbeiter in der

gesamten Bundesrepublik. Seit Anfang der 1960er-Jahre

erfolgte der Aufbau der zahlreichen Schwester-Unternehmen

in Europa.

Schaumann entwickelt und produziert spezielle Mineral- und

Wirkstoffe für hofeigene Futtermischungen zur Unterstützung

der Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung von Rindern, Schwei -

nen, Geflügel und Pferden sowie biologische Siliermittel für die

Erzeugung hochwertiger Silagen. Heimisches Getreide/Grundfutter,

pflanzliches Eiweiß und die hochwertigen Schaumann-

Produkte legen den Grundstein für eine gesunde, sichere Tierernährung

und Lebensmittelproduktion.

Das Konzept „Erfolg im Stall“ geht weit über den Bereich der

Fütterung hinaus. Schaumann steht für schnelle, flexible und

sichere Lösungen in der Tierhaltung. Kompetente Fach beraterund

Spezialisten-Teams schaffen vor Ort die Voraussetzungen

für den bestmöglichen Einsatz der Produkte und bieten indi -

viduelle Lösungshilfen für alle betriebswirtschaft lichen und

produktionstechnischen Fragen auf den landwirtschaftlichen

Betrieben.

Information

Gründungsjahr: 1938; Mitarbeiter: 350

Leistungsspektrum: Herstellung und Vertrieb von Mineralfutter, Spezialprodukten, Siliermitteln, umfassende Beratung der tier -

haltenden landwirtschaftlichen Betriebe

Produkte: Produktprogramme zur Mineral- und Wirkstoffergänzung der hofeigenen Futtermischungen von Rindern, Schweinen,

Geflügel und Pferden, Produkte zur Futterkonservierung sowie Reinigung und Desinfektion

www.schaumann.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Kompetenzregion für nachhaltige

Baumschulwirtschaft

Dr. Frank Schoppa

In Schleswig-Holstein stellen die Baumschulen

einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Zwischen Hamburg und der dänischen Grenze

gibt es rund 300 Baumschulbetriebe, die zusammen

etwa 4200 Hektar bewirtschaften.

80 Prozent der Betriebe bzw. 90 Prozent der

Produktionsfläche befinden sich im Kreis

Pinneberg – einem der größten geschlossenen

Baumschulgebiete der Welt mit über 250-jähriger

Tradition. Die schleswig-holsteinische

Baumschulwirtschaft erwirtschaftet rund

20 Prozent aller in Deutschland im Baumschulsegment

getätigten Umsätze (1,2 Mrd.

Euro) und beschäftigt rund 3500 Erwerbs -

tätige. Zu den Hauptabnehmern gehören die

Länder Mittel-, Nord- und Osteuropas sowie

Russland. Die Baumschulwirtschaft Schleswig-

Holsteins steht damit für die grüne Kompetenz

Europas.

Alle Produktionsschwerpunkte „Vom Alleebaum

bis zum Ziergehölz“ sind durch spe -

zialisierte Baumschulen vorzufinden: Alleebäume,

Bodendecker, Containerpflanzen,

Forstpflanzen, Immergrüne, Jungpflanzen,

Koniferen, Landschaftsgehölze, Laubgehölze,

Obstgehölze, Raritäten, Rhododendron,

Rosen, Schlingpflanzen, Stauden, Sträucher,

Unterlagen, Wildgehölze, Ziergehölze. Be -

zogen auf die gesamtdeutsche Gehölzpro -

duktion, liegen beispielsweise über 50 Prozent

der Anbauflächen von Rosen (Unterlagen und

Veredelungen) sowie über 30 Prozent der Anzuchtflächen

für Forstgehölze Deutschlands

im Kreis Pinneberg.

Deshalb hat das Pinneberger Baumschulland

auch den Beinamen „Wiege des Waldes“ erhalten.

Obgleich das Kreisgebiet sehr waldarm

ist, gibt es wohl dank der Baumschulen

vor Ort keine Gegend in Mitteleuropa mit

mehr Bäumen! Nachdem die Bäume „zur

Schule gegangen“ sind und schließlich an

ihrem Endstandort gepflanzt wurden, müssen

sie weiterhin gepflegt werden, bis sie schließlich

als Charakterbäume in der Feldmark oder

im Knick oder als Straßenbaum die Landschaft

prägen. So wird beispielsweise in Sees ter -

mühe zurzeit gemäß eines baumpflege rischen

Fachkonzeptes eine 300 Jahre alte Lindenallee

vor dem Auseinanderbrechen bewahrt, zahlreiche

Bäume bekommen – quasi wie beim

Friseur – einen Pflegeschnitt. Nur so sind

diese einst als Kopfbäume geschnittenen

Linden für weitere Jahrzehnte als Gartenkultur -

denkmal zu erhalten. Und wussten Sie schon?

In Schleswig-Holstein ist Pinneberg der Kreis

mit den meisten Naturdenkmalen, rund 600

Einzelbäume sind unter den höchsten Schutz

gestellt, der einem Baum zugute kommen

kann.

Fortsetzung Seite 121


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119

Die Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland erleben!

Der Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein gilt mit derzeit

rund 300 Baumschulen als eines der größten geschlossenen

Baumschulgebiete Europas und der Welt. Seine Geschichte

und Entwicklung reicht über 250 Jahre zurück. Jede zweite

Freilandrose und jeder dritte Waldbaum in Deutschland stammen

aus dem Pinneberger Baumschulland. Aber das Pinneberger

Baumschulland bietet noch viel mehr:

– Besondere grüne Einrichtungen: das Arboretum Ellerhoop-

Thiensen, das Rosarium Uetersen, den Rosengarten Pinneberg,

Sichtungsgärten von Baumschulen und das einzige

Baumschulmuseum Deutschlands. Viele dieser Einrichtungen

finden Sie in der Gartenroute „Von Baumschulbaronen

und Pflanzenjägern“ der Landwirtschaftskammer Schleswig-

Holstein.

– Besondere grüne Kompetenz: Neben den Baumschulern

selbst, die ihr Wissen oftmals in den Familienbetrieben über

viele Generationen weitergeben, hat das Land Schleswig-

Holstein die grüne Kompetenz im Gartenbauzentrum

Ellerhoop im Herzen des Pinneberger Baumschullandes

konzentriert. Die Fachschule und alle relevanten Verbände

und Vereine haben hier ihren Sitz.

Der 2014 gegründete, gemeinnützige Förderverein Kulturlandschaft

Pinneberger Baumschulland e. V. möchte die Entwicklung

der Region nachhaltig fördern. Im Verein sind Gebiets -

körperschaften, Vereine und Verbände sowie wichtige Einrichtungen

im Kreis Pinneberg mit dem Ziel zusammengeschlossen,

die über 250-jährige Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland

zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Dazu gehören explizit auch die touristische Erschließung und

das Erlebbarmachen der Kulturlandschaft. Mit der Veranstaltungsreihe

„Kulturlandschaft erleben!“ bringt er Akteure und

Interessierte zusammen.

Information

Gründungsjahr: 2014; Mitglieder: 44, vor allem Kommunen, Verbände und Vereine

Vereinsziel: Die Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland erhalten, pflegen und weiterentwickeln – auch die touristische

Erschließung und das Erlebbarmachen der Kulturlandschaft.

www.pinneberger-baumschulland.de


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Ein Kreis mit starker Wirtschaft

Baumpflege Uwe Thomsen e.K.

Baumpflege sorgt dafür, den Baum in seiner Substanz, seiner

Schönheit und Sicherheit langfristig und nachhaltig zu sichern

und zu erhalten. In diesem Sinne arbeitet Baumpflege Uwe

Thomsen e.K. Das Team untersucht, begutachtet, bewertet

und behandelt Bäume, es pflanzt und fällt auch Bäume.

Es tritt jedoch vehement dafür ein, Bäume alt werden zu lassen

und nicht vorzeitig zu fällen. Erst alte Bäume erfüllen die

vielfältigen Aufgaben und Funktionen, die wir ihnen abver -

langen. Dem Team ist es bei jeder baumpflegerischen Sicherungs-

und Erhaltungs maßnahme außerordentlich wichtig, den

Charakter und das Erscheinungsbild des Baumes möglichst

zu halten bzw. nur geringfügig zu verändern. Der Baum muss

schön bleiben.

Information

Baumstatische Überprüfung – hier Zugversuch – an der Tilly-Eiche in

Pinneberg (2017)

Gründungsjahr: 1980; Mitarbeiter: 44; Unternehmenszweige: Baumpflege, Baumgutachten, arbor control ® , Wertermittlungen,

Baumstatische Überprüfungen (Zugversuche, schalltomografische Untersuchungen, keine verletzenden Methoden), Pensionsbäume,

Art- und Individuenerhaltung über vegetative Vermehrung (hier auch molekulargenetische Art- und Sortenbestimmung)

www.baumpflege-thomsen.de

Kublun Landmaschinen

Schon in der zweiten Generation ist Kublun-Landmaschinen

im Dienste der Landwirtschaft und Baumschulen tätig. In

unserem Meisterbetrieb kümmern sich hoch qualifizierte Mit -

arbeiter um die Fragen und Wünsche unserer Kunden: Service

ist unsere Stärke, denn wir bieten ein umfangreiches Ersatzteillager,

um schnell helfen zu können. Im Verkauf beraten

wir Sie kompetent bei der Anschaffung von Neumaschinen,

Geräten und Eigenentwicklungen.

Bei unserer Arbeit werden wir täglich mit den speziellen Wünschen

unserer Kunden aus Baumschulen und Landwirtschaft

konfrontiert. Unsere Spezialität sind technische Entwicklungen

im Bereich Transport und Bearbeitung, die auf die individuellen

Anforderungen unser Kunden zugeschnitten sind.

Information

Das Team von Kublun Landmaschinen – Dank unserer langjährigen

Erfahrung werden die Kunden immer kompetent beraten.

Gründungsjahr: 1981; Mitarbeiter: 18

Leistungsspektrum: Landtechnik (McCormick, Pöttinger, Lely, Schuitemaker), Kleingeräte (Dolmar, Kränzle, Cramer), Kommunaltechnik

(Kioti), Spielzeug (Rolly Toys, Dino Cars), Specials und Eigenentwicklungen

www.kublun.de


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Die Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland

Im Pinneberger Baumschulland konzentrieren

sich die Baumschulen seit mehr als zwei

Jahrhunderten. Die lockeren Geestböden, das

gemäßigte Klima und die Nähe zu Hamburg

haben zu einer Bündelung baumschulgärtnerischen

Fachwissens geführt, die einmalig ist.

Der gemeinnützige Förderverein Kulturlandschaft

Pinneberger Baumschulland e. V.

möchte die entstandene Kulturlandschaft

und die (garten-)kulturelle Entwicklung der

Region durch den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen,

ökologischen, sozialen und

kulturellen Interessen nachhaltig fördern. Er

bringt Akteure und Interessierte zusammen

und macht unsere besondere Kulturlandschaft

für die Menschen erlebbar. Das Erleben,

das Erfahren und das Verstehen ist die Grundlage,

unsere Kulturlandschaft in Südwestholstein

als etwas Einzigartiges zu begreifen,

nämlich als Pinneberger Baumschulland. |

Information

Landesverband Schleswig-Holstein im Bund

deutscher Baumschulen (BdB) e. V.

www.bdb-schleswig-holstein.de

Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger

Baumschulland e. V.

www.pinneberger-baumschulland.de

Im Kreis Pinneberg bündelt sich

baumschulgärtnerisches Fachwissen.


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Norddeutsche Gartenschau

Arboretum Ellerhoop

Professor Hans-Dieter Warda

Bis zu einer Höhe von zehn Metern

absolut originalgetreue und weltweit

einmalige Eins-zu-eins-Nachbildung

des größten, noch lebenden

Baumes der Erde. Der im Innenraum

wachsende, etwa 40-jährige

Mammutbaum wird die Betonhülle

in ca. 2000 Jahren sprengen.

Baum-Sammlungen – Schulbiologie –

Naturlehrpark – Gartenparadies

In Ellerhoop, mitten im Kreis Pinneberg, liegt

ein grünes Kleinod, eine Park- und Garten -

anlage, die aufgrund ihrer sehr großen thematischen

Vielseitigkeit, der gestalterischen

Schönheit und ihrer ganz besonderen Pflanzenschätze

nicht nur deutschland-, sondern

sogar europaweite Bekanntheit erlangt hat.

Zu verdanken haben wir diese Anlage der

Vision eines Landrats und dem Weitblick der

politischen Entscheidungsträger des Kreises

Pinneberg. Sie haben nach der Insolvenz der

einst berühmten Baumschule Timm & Co. ein

drei Hektar umfassendes Baumparkgelände

einschließlich einer zehn Hektar großen Erweiterungsfläche

für die Allgemeinheit ge -

sichert. Es sollte schul- und volksbildenden

Zwecken sowie der Naherholung dienen.

Park- und Gartenanlagen, die neben ihrer Erholungsfunktion

einen Bildungsauftrag wahrnehmen,

sind ein wichtiges Kulturgut, das es

zu erhalten gilt. Gerade in den Ballungszentren

werden sie zukünftig an Bedeutung gewinnen.

Der Kreis Pinneberg hat 1996 dem damals

1400 Mitglieder umfassenden Förderkreis

Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen

e. V. die Betriebsträgerschaft übertragen,

verbunden mit einem festen, jährlichen Zuschuss.

Seit dieser Zeit liegen Konzeption

der vielfältigen Thematik, die Freiraum- und

Bepflanzungsplanung, ihre Umsetzung sowie

die wissenschaftliche und gartenkünstlerische

Leitung der Anlage in der Hand des Vorsitzenden.

Das Arboretum ist heute eine Stätte der

kulturellen Begegnung und Bildung. Die landschaftsgärtnerisch

reizvoll gestaltete Anlage

bietet dem Besucher eine spannende Kombination

aus Schulbiologie, Baumwissenschaft,

Umweltthemen, Gartenkultur und Gartenkunst.

Lernen von der Natur

In der schulbiologischen Abteilung „Entwicklungsgeschichte

der Bäume“, die vor 300 Millionen

Jahren beginnt, lernen die Kinder die

Baum-Farne und Riesen-Libellen der Steinkohlenwälder

kennen. Neben dem lebens -

großen Modell eines pflanzenfressenden

Apato-Sauriers wachsen Sumpfzypressen

und Nymphenbäume in einem urweltlich anmutenden

Wasserwald. Dieses Bild vermittelt

sehr eindrucksvoll, wie unsere Landschaft zur

Braunkohlenzeit ausgesehen hat.

Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts

mit der Otto Henneberg-Poppen -

büttel Stiftung werden an verschiedenen Ge-


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hölzen des Wasserwaldes – wie zum Beispiel

Cephalanthus occidentalis, Magnolia virginiana,

Nyssa aquatica, Nyssa biflora und

Taxodium ascendens – deren anatomische

Anpassung und ihre hochinteressanten Über -

lebensstrategien auf permanent überfluteten

Standorten untersucht. Die Erkenntnisse sind

für die Landschaftsarchitektur, aber auch im

Hinblick auf die Klimaerwärmung und den

Anstieg des Meeresspiegels von Bedeutung.

Der größte Baum-Gigant der Welt –

Lehrobjekt und monumentales Kunstwerk

Im Mittelpunkt der Baumerlebniswelt erhebt

sich die bis zu einer Höhe von zehn Metern

absolut originalgetreue Eins-zu-eins-Nach -

bildung des größten, noch lebenden Baumes

der Welt. Es ist der 2300 Jahre alte General

Sherman Tree, ein 83 Meter hoher Berg-

Mammutbaum mit einem Stammumfang von

34 Metern(!). In seine Modellierbetonhülle

wurde ein „40 Jahre junger“ Mammutbaum

gepflanzt. Der Anblick des Baumriesen soll

bei den Kindern, aber auch bei Erwachsenen,

Ehrfurcht und tiefe Bewunderung vor der

Baumwelt auslösen. „Alles Verständnis fängt

mit Bewunderung an.“ (J. W. von Goethe)

Sie lebten schon 2500 Jahre vor Christi!

In unmittelbarer Nachbarschaft zum größten

Baum stehen hier wertvolle Abkömmlinge der

ältesten Lebewesen der Welt. Man kann die

über 4500 Jahre alten „Langlebigen Kiefern“

(Pinus longaeva) aus Kalifornien wirklich nur

bewundern.

Spannend aufbereitetes Wissen über die Ökologie

und Biologie der Bäume erfahren die

Kinder im neuen Bauminformationszentrum.

Ein als Leuchtdisplay gestaltetes Baum-Funktionsschema

zeigt einen Längsschnitt durch

den Mammutbaum-Stamm. Farbige LED-

Lauflichtketten simulieren die Bewegung und

den Transport von Wasser und Aufbaustoffen

innerhalb des Baumes. Weitere schulbiolo -

gische Themen sind ein Bernsteingarten, ein

Geologischer Erlebnispfad, Bäume für den

Klimawandel und ein Garten mit den wichtigsten

Nutzpflanzen der Welt.

Heimische Pflanzen schützen – Wissenschaftliche

Sammlungen – Gehölzforschung

Die Bewahrung seltener Gehölzarten, insbesondere

von potenziell gefährdeten schleswigholsteinischen

Standorten, ist ein wichtiger

Beitrag zum Artenschutz. Ein Beispiel aus

jüngster Zeit ist die extrem seltene Strauch-

Birke (Betula humilis). 2014 konnten Nachzuchten

der verschollenen Gehölzart von

Arboretum-Pflanzen wieder am Naturstandort

angesiedelt werden. Ein Forschungsschwerpunkt

sind Züchtung und Selektion der kostbaren

chinesischen Strauch-Pfingstrosen. Mit

rund 2500 Pflanzen ist es die größte Sammlung

Deutschlands. Im Mai bewundern Fachleute

und Pflanzenfreunde auch aus dem

benachbarten Ausland die großen, seidigen

Päonien-Blüten mit ihren so unendlich zarten

Pastelltönen.

In der Sichtung befinden sich ebenso die für

die Landschaftsarchitektur sehr wertvollen,

aber häufig noch unbekannten Herbstfärber

und die Bäume des Wasserwaldes. Es sind vor

Strauch-Pfingstrosen-Hybride

„Susanne“


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Information

Frau Loki Schmidt zum Arboretum:

Welchen Wert und welche Bedeutung die Anlage

in Ellerhoop für die unterschiedlichsten Besuchergruppen

hat, beschreibt Frau Loki Schmidt, die

eine große Unterstützerin und häufige Besucherin

war, im Schlusswort ihrer Laudatio: „Ellerhoop-

Thiensen ist heute ein Ort, an dem Schulkinder

einen lebendigen Naturkundeunterricht erleben

können, an dem Fachleute sich informieren, wo

alte und junge Menschen sich weiterbilden oder

sich erholen können, wo jeder Besucher ein

Fleckchen findet, das ihm besonders gefällt.“

Rot-Ahorn-Sorten in brennender

Herbstfärbung

allem die Rot-Ahorn-Sorten, Amberbäume

und Tupelobäume, die im Oktober mit ihren

brennend orangeroten Farben das Ufer des

Arboretum-Sees in ein wahres „Indian Summer

Feuermeer“ verwandeln.

Bauerngärten – Lebende Denkmäler bäuer -

licher Kultur – Urerlebnis des Gärtnerns

Eine wichtige Aufgabe ist die Erhaltung alten

bäuerlichen Kulturgutes. Vor dem Südgiebel

des historischen Münsterhofes wurde einer

der schönsten Bauerngärten Deutschlands

angelegt. Üppigkeit, kräftige bunte Farben

und die heitere Mischung von Nutz- und Zierpflanzen

auf buchsbaumeingefassten Beeten

machen den Charme dieses liebenswerten

Gartentyps aus, der über Jahrhunderte das

Bild unserer Dörfer mitgeprägt hat.

Überwältigend schönes Pflanzenreich –

die größten Blüten-Highlights

Wenn auch die traumhafte Wiese mit den

500 000 weißen, betörend duftenden Dichter-

Narzissen, der Blauregentunnel, der Zauber

des farbenprächtigen Mittelmeergartens und

die vielen anderen aufregenden Blütenereignisse

die Besucher immer wieder begeistern,

so ist doch der unbestrittene Star im Ellerhooper

Gartenparadies die Indische Lotosblume.

Ihre atemberaubende Blüte ist der

absolute Höhepunkt des Gartenjahres. Die

mehrere Tausend Quadratmeter großen

schwimmenden Lotos-Blütenflächen sind

einmalig in Deutschland.

Gartenkultur – Gartenkunst – Gartenästhetik

Die Norddeutsche Gartenschau ist zudem bekannt

für ein ungewöhnlich vielfältiges Sommerblumensortiment.

Etwa 23 000 Einjahresblumen

kommen vor allem bei der Anlage

von Farbpflanzungen und den stimmungs -

vollen Farbgärten mit ihren perfekten Farbprogressionen

zum Einsatz. Fachleute, wie

auch Gartenliebhaber können in den Farb -

gärten Wesen und Wirkung der Farben in der

Landschaftsarchitektur studieren.

Der Park soll neben den vielen Sonderbereichen

und Lehrobjekten aber auch ein Ort der

Erholung, Sehnsucht, der Träumerei und vor

allem der Begegnung mit dem Schönen sein,

ohne das der Mensch nicht leben kann. Eine

der Hauptintensionen sieht der Vor sitzende

des Förderkreises deshalb auch darin, ästhetisch

überzeugende Räume und hinreißend

schöne Pflanzenbilder zu schaffen, die Geist

und Seele als anregend und wohl tuend empfinden.

|


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Die Dichter-Narzissenwiese: ein weißes Meer aus 500 000 Blüten

Die Lotosblume verkörpert das Idealbild einer Blüte. Sie ist von einer

unerklärlichen Aura umgeben.

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop

Baum-Sammlungen – Schulbiologie –

Naturlehrpark – Gartenparadies

Die kreiseigene Parkanlage, die ursprünglich aus einem drei

Hektar großen Sichtungsgarten der Baumschule Timm & Co.

hervorgegangen ist und nunmehr eine Gesamtgröße von

16 Hektar hat, wird seit 1996 vom Förderkreis Arboretum

Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V. gestaltet und weiterent -

wickelt.

Um eine für alle Besuchergruppen ganzjährig attraktive Garten -

schauanlage zu präsentieren, sind die unterschied lichen Lehrobjekte

und Sonderthemen wie Schulbiologie, Gehölzforschung

und Artenschutz didaktisch und gestalterisch so in das gartenkünstlerische

Gesamtkonzept eingebunden, dass sie sich zu

einer harmonischen Einheit zusammenfügen.

Der Besucher soll auf seinem Spaziergang einen Wohlklang

und eine Übereinstimmung von Ruhe und Reiz verspüren.

Da sich Menschen nach schönen Pflanzungen sehnen und

spannende Blumenerlebnisse geradezu suchen, gilt in der

Norddeutschen Gartenschau uneingeschränkt das Motto von

Karl Foerster: „Es wird durchgeblüht.“

Es ist dem Know-how unserer leidenschaftlich tätigen Gärtner

zu verdanken, dass im Spielplan von Januar bis November eine

hinreißend schöne Blüteninszenierung nach der anderen auf der

Parkbühne erscheint. Für die Besetzung der unterschied lichen

Rollen steht den Gärtnern ein Ensemble von 4500 verschiedenen

Pflanzen arten und -sorten aus aller Welt zur Verfügung.

Information

Öffnungszeiten: Januar bis November; Dielen-Café: geöffnet von März bis Oktober

NDR-Fernsehgarten: Livesendung in „Mein Nachmittag“

Pflanzenverkauf auf dem Hof: Gehölze, Stauden, Raritäten

Träger: Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V.

Vorsitzender: Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter Warda

www.norddeutsche-gartenschau.de


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Kultur im Kreis Pinneberg:

die Drostei und vieles mehr

Stefanie Fricke

Kultur stellt im Kreis Pinneberg keinen Luxusartikel

dar. Wo andernorts angesichts klammer

Kassen der Rotstift allzu leichtfertig und vorschnell

bei Museen, Theatern, Bibliotheken

oder Kulturzentren angesetzt wird, haben die

Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung

im Kreis Pinneberg erkannt, dass Kultur ein

Stück Daseinsvorsorge ist. Etwas, das zur

Strahlkraft einer Region beiträgt. Etwas, das

zur Lebensqualität beiträgt. Etwas, das zu

mehr Aufmerksamkeit und Wahrnehmung,

auch überregional, beiträgt. Etwas, das zu

Kommunikation und Identifikation beiträgt.

Etwas, das zu außerschulischer Bildung beiträgt.

Die Reihe ließe sich weiter fortsetzen.

Und so kann es nur als Glücksfall bezeichnet

werden, dass der Kreis Pinneberg im Jahr

1984 die barocke Drostei (erbaut 1765–1767)

durch einen Schenkungsvertrag vom Land

Schleswig-Holstein übereignet bekam – mit

der Auflage, ein Kulturzentrum für den Kreis

einzurichten. Gesagt, getan. Natürlich nicht

so schnell und schon gar nicht so einfach, aber

nach Jahren umfassender Sanierung unter

dem strengen Auge des Denkmalschutzes,

erstrahlte die Drostei in neuer Pracht und

öffnet seit 1991 ihre Türen für kulturinteressiertes

Publikum aus nah und fern. Die hohen

Decken und großen Wandflächen schätzen

Kreis-Pinneberger Künstler ebenso, wie ihre

Kollegen aus dem gesamten Norddeutschen

Raum und darüber hinaus. Der Konzertsaal

mit seiner prachtvollen, stuckverzierten

Decke bildet einen wunderschönen und einzigartigen

Rahmen für Kammerkonzerte, insbesondere

Konzerte Alter Musik. Die Drostei

initiiert und begleitet immer wieder auch

Kooperationen mit Kulturpartnern aus dem

Kreisgebiet und pflegt mit diversen Formaten

ebenso die Zusammenarbeit mit den Schulen.

Natürlich speist sich kulturelles Leben und

kulturelle Vielfalt nicht allein aus einer Quelle.

Zwar unterhält der Kreis Pinneberg selbst

neben der Drostei kein weiteres Museum bzw.

Kulturzentrum, aber mit seiner Kulturförderrichtlinie

sorgt er für die Verbesserung der

Rahmenbedingungen für Künstler, Kunstund

Kulturvereine, Museen, Theatern u. v. m.,

ganz gleich in welcher Trägerschaft. Im Zentrum

der Bemühung steht die Förderung von

kreisweit relevanten Ausstellungen, Konzerten

oder Literaturveranstaltungen. Und die

Bandbreite im Kreis Pinneberg ist riesig: Jede

Stadt, jede Gemeinde, ja, nahezu jedes Dorf

des bevölkerungsreichsten Kreises Schleswig-

Holsteins bietet seinen Bürgerinnen und

Bürgern Kultur vor der Haustür. Einzelne

Institutionen zu nennen, ist an dieser Stelle

kaum möglich, würde es doch bedeuten, dass

die Großzahl unerwähnt bliebe. Die Fördersumme,

die jährlich ausgeschüttet wird, beträgt

zurzeit 121 000 Euro – die Auswirkung

geht in die Breite und erreicht Künstler, Musiker,

Chöre, Orchester, Theater, Kulturvereine

u. v. m.


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Aber der Kreis Pinneberg betreibt darüber

hinaus auch Exzellenzförderung: Mit dem

Drosteipreis, dem Kulturpreis des Kreises

Pinneberg, wird seit 1981 jedes Jahr eine

herausragende Künstlerpersönlichkeit der

Region ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis

mit 5000 Euro sowie noch einmal 2500 Euro

als Förderpreis für den künstlerischen Nachwuchs.

Mit ihrer direkten Nachbarschaft zur Metropole

Hamburg und deren reichhaltigem Angebot

an Möglichkeiten steht die Kulturlandschaft

des Kreises Pinneberg vor besonderen

Herausforderungen. Die drei Säulen „Drostei,

Kulturförderrichtlinie und Drosteipreis“ bilden

die Grundlage für eine sich immer weiter entwickelnde

und lebendige Kulturlandschaft, in

der Traditionsveranstaltungen wie selbstverständlich

neben innovativen und ungewöhnlichen

Projekten stehen dürfen und gleichermaßen

gefördert werden.

Kultur im Kreis Pinneberg: Neben der Drostei

als kulturellem Mittelpunkt bedeutet dies vor

allem Verbesserung von Rahmenbedingungen,

Unterstützung und Wertschätzung von künstlerischem

Engagement und Eigeninitiative.

Kultur im Kreis Pinneberg ist so vielschichtig

und kreativ wie seine Bewohnerinnen und

Bewohner. Und das schätzen nicht nur die

Kreis-Pinneberger! |

Das Zentrum der Kultur im Kreis

Pinnberg: die Drostei


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Sehenswerte Architektur –

durch Ehrenamt erhalten

Antje Metzner

Im Kreis Pinneberg gibt es eine Vielzahl von

bedeutenden Denkmälern, die als Zeugen

der Vergangenheit die Gegenwart bereichern.

Diese bilden eine bunte Palette einer sehenswerten

Architektur. Sowohl Herrenhäuser und

Kirchen als auch die moderne Architektur

prägen diesen Landstrich. Bei einem Gang

durch den Kreis Pinneberg gibt es viele bekannte

und unbekanntere Denkmäler zu

entdecken.

Seit dem 30. Januar 2015 gilt in Schleswig-

Holstein ein neues Denkmalschutzgesetz.

Die Denkmäler in Schleswig-Holstein werden

derzeit vor diesem Hintergrund neu erfasst

und inventarisiert. Dies wird als wichtige

Voraussetzung für die Denkmalpflege ange -

sehen. Erst wenn man weiß, was in einer

Region als erhaltenswert und schutzwürdig

erkannt wird, kann eine nachhaltige Denkmalpflege

betrieben werden.

Die Rolandstatue in Wedel

Zu den bekanntesten gehören neben der 1765

bis 1767 im barocken Stil erbauten Drostei in

Pinneberg auch das von Zisterzienserinnen

im 13. Jahrhundert gegründete Kloster in

Uetersen, die 1756 eingeweihte Kirche in

Rellingen, die wahrscheinlich aus dem Jahr

1558 stammende Rolandstatue in Wedel, die

Güter in Haseldorf und in Seestermühe und

die Schlossinsel in Barmstedt.

Kulturgüter liegen wegen ihres besonderen

geschichtlichen, wissenschaftlichen, künst -

lerischen, technischen, städtebaulichen oder

Kulturlandschaft prägenden Wertes im öffentlichen

Interesse. Denkmalschutz und Denkmalpflege

ermöglichen es zukünftigen Generationen,

Geschichte zu erfahren, wahrzunehmen,

zu interpretieren und zu hinter -

fragen. Erste Ergebnisse zur Inventarisierung

der Kulturdenkmäler im Kreis Pinneberg

können im Internet unter der Seite des Landesamtes

für Denkmalpflege in Schleswig-

Holstein eingesehen werden.

Die Erhaltung von Kulturgütern liegt nicht

nur in der Verantwortung von Behörden, Ämtern

und privaten Eigentümern, sondern setzt

auch die Zusammenarbeit mit Betroffenen

oder ehrenamtlich Tätigen voraus. Ohne die

Hilfe der vielen Heimatvereine, Interessen -

gemeinschaften, Kirchen, Bürgerinitiativen

oder anderen Ehrenamtlichen wäre der Denk-


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malschutz in dieser Form nicht denkbar. Dies

wird im Kreis Pinneberg schon sehr lange

erfolgreich praktiziert.

Ein Beispiel für das große Engagement aus

der Bevölkerung ist unter anderem das Reepschlägerhaus

in Wedel, welches als Handwerkerhaus

für Seilmacher 1758 als Drei -

ständerhaus errichtet wurde. Anfang der

1970er-Jahre konnte es mithilfe von enga -

gierten Bürgern nicht nur vor der Abrissbirne

gerettet werden, sondern auch die Sanierung

und Restaurierung des Gebäudes wurden

durchgeführt. Heute befindet sich in dem

Gebäude ein gastronomischer Betrieb, in

dem unter anderem kulturelle Veranstaltungen

statt finden.

Das Reepschlägerhaus wurde als

Dreiständerhaus errichtet.


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Der Ostermannsche Hof in

Tornesch-Esingen

Ein weiteres Zeugnis für das Engagement

der Heimatvereine ist die Bandreißerkate in

Haseldorf. Früher wurden hier aus Weiden -

gehölzen Reifen für die Ummantelung von

Holzfässern aus angebauten Korb-Weiden

hergestellt, die für die Fassreifen für Butterund

Heringsfässer benötigt wurden. In der

1764 erbauten Reetdachkate finden seit dem

Jahr 1995 Ausstellungen der typischen Wohnund

Handwerkskultur der Bandreißer statt.

Die Kate ist an jedem ersten Sonntag im

Monat zu besichtigen. Es finden hier besondere

Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und

auch standesamtliche Trauungen statt, wodurch

es zu einem beliebten Veranstaltungsort

geworden ist. Auch dieses Programm wird

von Ehrenamtlichen zusammengestellt und

begleitet.

Der sogenannte Ostermannsche Hof ist eine

Hofanlage in Tornesch-Esingen. Sie besteht

aus einem Hauptgebäude von 1738, dem

sogenannten Durchfahrtshaus, einem 1906

angebauten Kuhstall, einer freistehenden

Dreiständer Bohlenscheune und einer Remise.

Auf dem Gelände befinden sich außerdem

noch zwei historische Brunnenanlagen. Eine

Gruppe von Bürgern hat sich vor mehr als

30 Jahren zusammengefunden und es sich zur

Aufgabe gemacht, in vielen Arbeitsstunden

die Instandsetzung und den Umbau des

Heimathauses voranzutreiben. In dem Gebäudekomplex

sind heute diverse Veranstaltungsräume,

das Stadtarchiv, das Trauzimmer

und das Archiv der Kulturgemeinschaft untergebracht.

Ein Team aus ehrenamtlichen

Mitgliedern setzt sich für die Pflege und den

Erhalt des Heimathauses ein und bewahrt so

das älteste Gebäude in Tornesch.


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Ein Kulturgut ganz anderer Art ist die einzige

handbetriebene Fähre Schleswig-Holsteins,

Kronsnest, die den Kreis Pinneberg bei Seester

mit dem Kreis Steinburg bei Neuendorf über

die Krückau verbindet. Sie ist die kleinste

Fähre Deutschlands und wurde urkundlich

zum ersten Mal im Jahr 1576 erwähnt. Sie ist

die Verbindung eines alten Handelsweges,

auf dem jahrhundertelang Mensch, Vieh und

Güter über die Krückau befördert wurden.

Der gemeinnützige Verein der Gemeinde

Neuendorf machte es sich zur Aufgabe, die

historische Fähre Kronsnest zu erhalten und

zu pflegen. Der Fährkahn wurde nach histo -

rischen Vorbildern nachgebaut und wird an

den Wochenenden und Feiertagen der Sommermonate

betrieben. Pro Jahr überqueren

hier mehr als 7000 Wanderer und Radfahrer

den Fluss auf traditionelle Weise.

Diese Beispiele stehen für viele weitere, an

dieser Stelle nicht genannten Denkmäler unserer

Region, die ohne das große ehrenamt -

liche Engagement aus der Bevölkerung nicht

gerettet worden und für immer für unsere

Nachkommen verloren wären. Sie zeigen,

dass jeder Bürger seinen Teil zum Erhalt

unserer Kulturgüter beitragen kann. |

Die historische Fähre Kronsnest


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Elbmarschen, Moore und Knicks –

vielfältige und abwechslungsreiche

Landschaften

Hans-Albrecht Hewicker

Gewitterstimmung im FFH-Gebiet

Bilsbekniederung

Der Kreis Pinneberg hat Anteil an den beiden

Naturraumgruppen Schleswig-Holsteinische

Marschen (mit der naturräumlichen Region

Elbmarschen, die im Kreisgebiet aus der

Wedeler, Haseldorfer und Seestermüher

Marsch besteht) und Schleswig-Holsteinische

Geest (mit den naturräumlichen Regionen

Hohe Geest und Vorgeest, die im Kreisgebiet

als Hamburger Ring und Barmstedt-Kisdorfer

Geest bezeichnet werden).

In der Saale-Kaltzeit (325 000–117 000 v. Chr.)

war ganz Schleswig-Holstein vollständig mit

Eis bedeckt. Die Gletscher brachten aus dem

Inneren Skandinaviens ungeheure Massen

von Geröll und Schutt mit, die hier abgelagert

wurden. In der der Saale-Kaltzeit folgenden

Eem-Warmzeit (117 000–105 000 v. Chr.)

formten diese Grund- und Endmoränen in

unserem Raum eine Landschaft, wie wir sie

heute in Ostholstein vorfinden. In der auf die

Eem-Warmzeit folgenden Weichselkaltzeit

(105 000–10 000 v. Chr.) lag der Eisrand auf

der Linie Mölln–Grande–Ahrensburg–Wahlstedt–Neumünster.

Das heißt, der Kreis Pinne -

berg war eisfrei, lag aber direkt vor dem

Gletscherrand und war baumlose Kältesteppe

(Tundra), wie wir sie heute unter anderem im

Norden Sibiriens finden.

In dieser Zeit wurden die damaligen Landschaftsformen

durch Wind- und Wassererosion

sowie durch Bodenfließen (Solifluktion) eingeebnet

und verfüllt. Außerdem wurde der

offenliegende Boden in diesen fast 100 000

Jahren weitgehend entkalkt und verarmte

durch die Bodenalterung. Daher sind die

Geest landschaften sehr flach ohne große

Höhenunterschiede und damit auch weitgehend

ohne Seen und ihre Böden nur schwach

mit Nährstoffen versorgt. Erst vor 10 000

Jahren mit dem Ende der Weichsel-Kaltzeit

begann die Wiederbesiedlung unserer Landschaft

mit den heute vorhandenen Pflanzenund

Tiergesellschaften.

Der Marschenbereich ist noch wesentlich

jünger als die erdgeschichtlich ja sehr junge

Geest, da die Ablagerungen im Urstromtal

der Elbe erst nach Ende der letzten Eiszeit

entstanden und daher außerordentlich nährstoffreich

und fruchtbar sind. Große Teile der

Elbmarschen sind heute insbesondere wegen

ihrer Bedeutung als Gänse-Rastgebiet (zum

Beispiel im Winter 2010/2011 allein 30 000

Nonnengänse ) als EU-Vogelschutzgebiet

besonders geschützt.


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Aber auch auf der Geest war die Entwicklung

mit dem Ende der letzten Eiszeit nicht abgeschlossen,

sondern in den verfüllten Senken

ehemaliger Seen aus der Eem-Warmzeit sind

in den letzten 12 000 Jahren Moore entstanden,

die je nach Höhenlage und Wasserhaushalt

entweder als Niedermoore heute weit -

gehend in Grünland umgewandelt sind oder

als Hochmoore über die umgebende Landschaft

hinauswuchsen und aufgrund ihrer

Vielzahl und Großflächigkeit für unseren

Bereich außerordentlich prägend wurden.

Durch Entwässerung, Torfabbau und Kulti -

vierung sind diese ökologisch ganz besonders

wertvollen Bereiche stark dezimiert und fast

völlig zerstört worden. Heute ist es ein Hauptbestreben

des Naturschutzes im Kreis, die

Reste dieser Hochmoore soweit wie möglich

zu erhalten und wieder in einen naturnäheren

Zustand zurückzuversetzen. Darum bemühen

sich insbesondere lokale Moorschutzvereine

(jeweils für Täwsmoor, Holmmoor,

Himmelmoor, Liether Moor, Hammoor und

Klein Offenseth-Bokelseßer Moor), die als

besonders typisch für den Kreis Pinneberg

gelten dürfen.

Die Sanddünen, die sich wie eine Hügelkette

vom Süllberg bei Blankenese entlang des Elbhochufers

bis nach Elmshorn (Liether Wald,

Sibirien) erstrecken und in den Holmer Sandbergen

in ihrer ehemaligen Struktur noch besonders

gut zu erkennen sind, sind aus Aufwehungen

aus den riesigen Sandflächen im

Elburstromtal auch erst während der Nacheiszeit

entstanden.

In den Tälern der den Kreis Pinneberg prägenden

Elbnebenflüsse Pinnau und Krückau

mit ihren Nebenbächen laufen seit vielen

Jahren Bemühungen, die durch landwirtschaft -

liche Innutzungnahme der Auen, Begradigung

und Abflussbeschleunigung stattgefundene

Veränderung wieder rückgängig zu machen

und insbesondere den fast ausgestorbenen

Biotoptyp der Auwälder hier neu zu schaffen.

Sprossender Bärlapp im

Naturschutzgebiet Holmmoor

in Quickborn – heute eine

extrem seltene Pflanze


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Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Heute werden diese Bemühungen durch die

EU-Wasserrahmenrichtlinie direkt gefordert

und auch stark gefördert, die auch die Durchgängigkeit

der Flussläufe von der Mündung

bis zur Quelle sichergestellt wissen will. In

diesem Zusammenhang ist auf ein besonderes

Naturkleinod im Kreis Pinneberg hinzuweisen,

das als in dieser Form europaweit

einmalig bezeichnet werden kann: die im

Gezeiteneinfluss liegenden Auwälder auf den

Elbinseln Drommel und Auberg (Tideauwälder).

Ähnlich bedeutungsvoll und schützenswert

ist der Fährmannssand bei Wedel als das

größte Süßwasser-Schlickwatt Europas.

Kastanienallee in Bullenkuhlen in

voller Blüte. Das Foto stammt von

2007, heute sind nach Krankheitsausfällen

durch Kastanienminiermotte

und eine grassierende Rindenkrankheit

nur noch Reste der Allee

vorhanden.

Die als Naturdenkmal ausgewiesene

1000-jährige Eiche in Barmstedt ist

tatsächlich ungefähr 450 bis 500

Jahre alt, aber wohl der älteste

Baum im Kreis.

Von Natur aus wäre das gesamte Gebiet des

Kreises Pinneberg heute mit Wald bedeckt

bis auf offene Wasserflächen, baumfreie

Hochmoore und offenliegende Binnendünen,

wie wir sie zum Beispiel in Form der Heeder

Sanddünen finden. Wir Menschen haben

diese Wälder beseitigt und in landwirtschaft -

liche Nutzflächen überführt, die auf der Geest

nur kurze Zeit als Acker nutzbar waren und

dann zu riesigen Heideflächen verarmten, die

jahrhundertelang nur durch Schafweide und

Plaggenhieb genutzt werden konnten. Als um

1800 nur noch weniger als vier Prozent des

Kreisgebiets Waldfläche waren, begannen

die Bemühungen um die Neuschaffung von

Wäldern, durch die der Waldanteil auf heute

wieder sieben Prozent erhöht wurde. Gegenüber

dem Landesdurchschnitt von zehn Prozent

und noch mehr gegenüber dem Bundesdurchschnitt

von 30 Prozent ist das natürlich

ein extrem geringer Wert, der im dichtest -

besiedelten und bevölkerungsreichsten Landkreis

besondere Probleme aufwirft.

Gerade angesichts der Waldarmut ist das im

18. Jahrhundert im Zuge der Verkoppelung

geschaffene Knicknetz besonders prägend

für das Landschaftsbild unseres Kreises. Trotz

massiver Beseitigung im Zuge der Flurbereinigungen

der 1950er- und 1960er-Jahre weist

der Kreis immer noch ein Knicknetz von rund

3000 Kilometern Länge auf. Die Knicks sind

gesetzlich geschützte Biotope und ihrer Erhaltung

gilt intensives Bemühen der unteren

Naturschutzbehörde. Besonders markant

sind die Bäche, Gräben oder auch Wege begleitenden

Kopfweiden („Pullwicheln“), die

nur durch regelmäßige Pflege in ihrer typischen

Form erhalten werden können.

Viele markante Bäume im Kreisgebiet sind

wegen ihres Alters, ihrer Größe oder beson -

derer Eigenarten als Naturdenkmäler unter

Schutz gestellt.


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135

Von den zehn Naturschutzgebieten sei das

NSG Liether Kalkgrube erwähnt, das wegen

seiner hier an der Erdoberfläche sichtbar

werdenden 270 Millionen Jahre alten Gestein s -

typen als Nationaler Geotop deutschlandweite

Bedeutung hat.

Das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands

ist der Helgoländer Lummenfelsen (1,8 Hektar),

der gleichzeitig der einzige Seevogelfelsen

Deutschlands ist. Und auch das Helgoländer

Felswatt ist eine absolute Rarität. Auf Helgoland

bildet der Pinneberg die höchste Erhebung

des Kreises Pinneberg mit 61,3 Metern

über NN. Auf der Helgoländer Düne bringen

alljährlich im Dezember/Januar die Kegel -

robben (größtes Säugetier Deutschlands) ihre

Jungen zur Welt (327 Stück im Winter 2016/

2017).

Schon der vorstehende kurze Aufriss zeigt,

wie liebenswert und schutzbedürftig unsere

Heimatnatur ist. |

Information

Der Kreis in Zahlen

Einwohner: rund 310 000

Fläche des Kreises: 66 426 Hektar, davon:

Siedlungs- und Verkehrsfläche:

12 682 Hektar = 19,1 %

landwirtschaftliche Nutzfläche:

43 247 Hektar = 65,1 %

Wald: 4638 Hektar = 7,0 %

Wasser: 4345 Hektar = 6,5 %

andere: 1397 Hektar = 2,1 %

Bevölkerungsdichte: 466 Einwohner pro km²

gegenüber 179 in Schleswig-Holstein

Waldfläche pro Einwohner:

– 5000 m² in Gesamteuropa

– 2500 m² in der EU

– 1200 m² in Deutschland

– 580 m² in Schleswig-Holstein

– 151 m² im Kreis Pinneberg

Naturschutzgebiete:

10 (2 davon Helgoland) = ca. 4 %

FFH-Gebiete: 11

Vogelschutzgebiete: 2 = 13 Natura-2000-Gebiete

Landschaftsschutzgebiete: 8 = 50 %

Bäume als Naturdenkmal geschützt: 600

Knicks: rd. 3000 km (gesetzlich geschützt)

Basstölpel im Naturschutzgebiet

Helgoländer Lummenfelsen –

einziger Brutstandort in

Deutschland


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136

Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Attraktive Ausflugsziele im Kreisgebiet

Katharina Kröger / Edelgard Heim

Die Carl-Zeiss-Vogelstation und

Weißwangengänse

Beeindruckende Kulturlandschaften, lebendige

Städte, ein reiches kulturelles Leben,

malerische Dörfer und beeindruckende

Naturlandschaften und das alles auf engstem

Raum – das ist der Kreis Pinneberg.

Nicht verpassen sollten Gäste dabei das Pinneberger

Baumschulland, denn der Einfluss des

Menschen auf die Landschaft ist hier greifbar

– mit derzeit rund 300 Baumschulen und

einer Fläche von 4200 Hektar, also einem der

größten geschlossenen Baumschulgebiete

Europas und der Welt. Ein Highlight ist die

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop,

welches in diesem Buch schon näher

beleuchtet wurde.

In den Städten des Kreises lockt ein reiches

kulturelles Angebot Besucher in Konzerte,

Theateraufführungen oder Museen. So wird

zum Beispiel im Industriemuseum Elmshorn

das industrielle Erbe der Region dargestellt

und erlebbar gemacht – Gäste probieren

Getreidemühlen oder Tretnähmaschinen aus

und Kinder gehen mit einem Detektivkoffer

auf Forschungsreise. Auf der idyllischen

Schlossinsel im Rantzauer See in Barmstedt

zeigt das Gerichtsschreiberhaus wechselnde

Ausstellungen zeitgenössischer Künstler.

Diverse Stadt- und Heimatmuseen runden das

kulturelle Angebot ab und locken Besucher in

die lebendigen kleinen und großen Städte der

Region.

Im Kreis Pinneberg geht es aber auch ganz ursprünglich

zu – vielerorts werden einzigartige

Naturräume geschützt, und Besucher haben

die Möglichkeit, die beeindruckende Flora

und Fauna der Region zu entdecken. Die ehemalige

Kleientnahme Fährmannsand wird

dabei von der Carl-Zeiss-Vogelstation spek -

takulär in Szene gesetzt. Inmitten der flachen

und tieferen Wasserstellen sowie der Marschwiesen

beobachten Gäste von der Station aus

die vielfältige Vogelwelt der Wedeler Marsch

von eigens angelegten Aussichtspunkten.

Einen Perspektivwechsel ermöglicht der

Tidenkieker, mit dem sich Besucher dem

ehemals größten Süßwasserwatt Europas,


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137

der Haseldorfer Binnenelbe, vom Wasser aus

nähern. Auge in Auge mit dem Schilfrohr -

sänger und dem Seeadler geht es mitten in

die unberührte Natur – denn mit dem Schiff

landen Gäste dort an, wo es keinen festen

Anleger gibt!

Das Elbmarschenhaus in Haseldorf ist Anlaufstelle

für Besuch und Freizeitaufenthalt in den

holsteinischen Elbmarschen und der Pinneberger

Geest. Eine informative Ausstellung

und ein Außengelände, in dem man Natur

erleben kann, bieten Abwechslung und Entspannung.

Getragen wird das Haus, das mitten

im Dorf liegt, von vier Institutionen: dem

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und

ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

(LLUR), dem NABU, der Kreisjägerschaft

und dem Verein „Tourismus in Marsch und

Geest“ (TiMuG). Die Aufgaben dieses Vereins,

der am 29. September 1997 gegründet wurde,

bestehen darin, einen sanften naturfreund -

lichen Tourismus zu fördern. Dies meint, die

vorhandenen natürlichen Möglichkeiten

schonend und nachhaltig zu nutzen und den

Gästen zugänglich zu machen anhand von

Kartenmaterial oder persönlichen Auskünften.

Der Verein veranstaltet touristische Events in

der Region wie das Frühlingsfest in Haseldorf,

das Blütenfest in Seester und den Kunst- und

Handwerkermarkt Kunst & Mehr in Seestermühe.

Ein Erlebnis besonderer Art ist auch

das Schachblumenfest, das jährlich im April/

Mai in Hetlingen stattfindet.

Das Elbmarschenhaus in Haseldorf


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138

Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Das Schulauer Fährhaus am

Willkomm-Höft ist ein Publikumsmagnet.

Auch im „Binnenland“ wollen ganz unterschiedliche

Naturräume entdeckt werden –

vom Himmelmoor bei Quickborn, dem größten

Hochmoor Schleswig-Holsteins, bis hin

zur Liether Kalkgrube, einem ehemaligen

Tagebau für Kalk, Ton und Sand. Die 35 Meter

tiefe Liether Kalkgrube hat eine weit über -

regionale Bedeutung als geologisches Naturdenkmal

und ist einziger Nationaler Geotop

des schleswig-holsteinischen Festlands.

In der Seestermüher, Haseldorfer und Wedeler

Marsch wird der maritime Einfluss der Elbe

immer deutlicher. Die großen „Pötte“ sind in

Sichtweite und werden am Willkomm-Höft

sogar einzeln begrüßt. Die kleinste Fähre

Deutschlands über die Krückau ist nur einen

Katzensprung entfernt, und kleine und große

Häfen, ruhige Strände sowie die Wedeler Auen

prägen die Landschaft. Inmitten der hübschen

Marschendörfer mit ihren reetgedeckten

Dächern, den Hofläden, Restaurants und Cafés

können Besucher auch selbst in See stechen,

zum Beispiel mit dem Heckschiff Ewer Gloria.

Hintergründe zur Haseldorfer Marsch erhalten

Besucher in der multimedialen Ausstellung

des Elbmarschenhauses. Kurzum, in der

Region vor den Toren Hamburgs findet jeder

sein Urlaubs- oder Ausflugsglück! |


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139

Das Gefängnis und das Gerichtsschreiberhaus

auf der Schlossinsel

in Barmstedt locken ebenfalls zahlreiche

Ausflügler an.


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140

Ein Kreis mit Kultur und Lebensqualität

Kreissportverband Pinneberg

starker Sport in der Metropolregion

Karsten Tiedemann

Der Kreissportverband Pinneberg e. V. (KSV)

ist mit 189 Vereinen und insgesamt 80 426 Mit -

gliedern per 1. Januar 2017 die größte Dachorganisation

des Kreises Pinneberg. Von Ballsport

über Reiten, Turnen, Segeln, Schwimmen

bis hin zum modernen Trendsport bieten

die Sportvereine des bevölkerungsreichsten

Kreises in Schleswig-Holstein eine breite

Palette an sportlichen Möglichkeiten an.

Durch die als gut zu bezeichnende Sport -

förderung des Kreises selbst, aber auch der

meisten Kommunen, gibt es im Verhältnis

viele vereinseigene Anlagen. Die Anzahl der

eigenen Kunstrasenplätze wächst. Mehrere

Vereine verfügen über eigene Fitness-Studios,

die sich im Wettbewerb mit vielen kommerziellen

Studios behaupten können.

Die Nähe zu Hamburg wirkt sich positiv auf

den Sport im Kreis Pinneberg aus. So stellen

sich unsere Vereine dem ständigen Wandel im

Sport in besonderem Maße und bieten vielfach

flexible Mitgliedschaftsmodelle und

Kurse an. 26,13 Prozent der Bevölkerung sind

Mitglied in einem Sportverein; die Anzahl

Sporttreibender ist durch Kurse und Reha-

Angebote erheblich höher. Typisch für den

Sport im Kreis Pinneberg: 21 Vereine verfügen

über mehr als 1000 Mitglieder. Nirgendwo

sonst im Land gibt es so viele hauptamtliche

Mitarbeiter im Sport.

Der KSV-Pinneberg wird von einem Vorstand

geleitet. Zu seiner Unterstützung besteht seit

1983 eine hauptamtliche Geschäftsstelle – seit

2017 mitten in Elmshorn mit vier Mitarbeitern

– die in erster Linie als Servicestelle und Dienstleister

für die Vereine verstanden werden will.

Mehr und mehr gewinnen Kooperationen mit

Schulen an Bedeutung, gerade in Zeiten der

Entwicklung der Ganztagsschule. Ein wesentlicher

Schwerpunkt der Arbeit ist die Aus- und

Weiterbildung von Trainern. In einer Quali -

fikation der Mitarbeiter der Vereine liegt die

Chance der Vereine, guten und gesunden

Sport anzubieten.

Der KSV-Pinneberg verfügt über eines der

größten Bildungsprogramme der KSVs in

Schleswig-Holstein und arbeitet dabei eng

mit dem Bildungswerk des Landessportverbandes

Schleswig-Holstein zusammen. Der

KSV bietet seinen Vereinen außerdem eine

umfassende Vereinsberatung und neben dem

Kreis Pinneberg gute Sportförderung, Tagesseminare,

Übungsleiterlizenzlehrgänge sowie

eine zertifizierte „Jugendfreizeitstätte Feriencamp

Neukirchen“ bei Malente mit Zimmern,

Zelten und Tagesräumen am See.

Eine weitere Stärke des Kreissportverbandes

Pinneberg (der seit 1946 besteht) und seiner

Vereine ist, dass er mit ihnen etliche aktuelle

Projekte im Bereich der Prävention und der

sozialen Arbeit im Sport begleitet und umsetzt.

Die Arbeit der Vereine des Kreises Pinneberg

ist oft beispielgebend im Land. |


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141

Für jeden etwas dabei – der Kreis -

sportverband bietet eine breite Palette

an sportlichen Möglichkeiten an.


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142

Register

Verzeichnis der PR-Bildbeiträge

Die nachstehenden Firmen, Verwaltungen und Verbände haben mit ihren Public-Relations- Beiträgen das

Zustandekommen dieses Buches in dankenswerter Weise gefördert.

Arbeiter-Samariter-Bund e. V.

Landesverband Schleswig-Holstein e. V.,

Regionalverband Pinneberg/Steinburg, Elmshorn .....47

www.asb-sh.de / info@asb-sh.de

AWO Schleswig-Holstein gGmbH, Kreis Pinneberg ....52, 53

www.awo-sh.de / info@awo-sh.de

azv Südholstein, Hetlingen ...........................57

www.azv.sh / presse@azv.sh

Baumpflege Uwe Thomsen e. K., Pinneberg ............120

www.baumpflege-thomsen.de

baumpflege-thomsen@web.de

Butzlaff Tewes Architekten + Ingenieure GmbH,

Brande-Hörnerkirchen ............................72

www.butzlafftewes.de / post@butzlafftewes.de

Crown Technologies GmbH, Rellingen ..................91

www.crown-tec.de / info@crown-tec.de

CSG Systems GmbH, Pinneberg .......................92

www.csg-systems.de / info@csg-systems.de

d+p dänekamp und partner Beratende Ingenieure

VBI, Pinneberg ...................................73

www.daenekamp.de / info@daenekamp.de

Diakonieverein Migration – Beratung für Ausländer,

Flüchtlinge und Aussiedler e. V., Pinneberg . ...........29

www.diakonieverein-migration.de

info@diakonieverein-migration.de

Dimen GmbH, Quickborn ............................85

www.dimen-gmbh.de / info@dimen-gmbh.de

Eggert Unternehmensgruppe, Elmshorn ................67

www.eggert.de / www.emv-immobilien.de /

www.clean-car.com / info@eggert.de

EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft eG, Wedel ........22

www.eigenheim-wedel.de / eigenheim-wedel@t-online.de

European XFEL GmbH, Schenefeld ...................113

www.xfel.eu/de / contact@xfel.eu

Feldmuehle Uetersen GmbH, Uetersen ..............78, 79

www.feldmuehle-uetersen.com

info@feldmuehle-uetersen.com

Flugplatz Uetersen/Heist GmbH, Heist .................19

www.edhe.de / info@edhe.de

Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-

Thiensen e. V., Ellerhoop ..........................125

www.norddeutsche-gartenschau.de

info@norddeutsche-gartenschau.de

Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger

Baumschulland e. V., Ellerhoop ....................119

www.pinneberger-baumschulland.de

kontakt@pinneberger-baumschulland.de

GAB Gesellschaft für Abfallwirtschaft und

Abfallbehandlung mbH, Kummerfeld ...........110, 111

www.gab-umweltservice.de / info@gab-umweltservice.de

Gemeinde Helgoland ................................25

www.helgoland.de / info@helgoland.de

GRS Reimer Architekten GmbH, Elmshorn ..............74

www.grs-architekten.de / info@grs-architekten.de

HAMEG Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH,

Kummerfeld ....................................109

www.hameg-pi.de / info@hameg-pi.de

HanseWerk AG, Quickborn ..........................107

www.hansewerk.com / kundenservice@hansewerk.com

Haus Thomsen, Senioren- und Pflegeheim, Elmshorn .....48

www.pflege-familiaer.de / info@pflege-familiaer.de

Hof Hachmann, Bevern .............................116

www.mein.hof-hachmann.de

regio@mein.hof-hachmann.de

Holsteiner Wasser GmbH, Wedel .......................65

www.holsteinerwasser.de

info@holsteinerwasser.de

Hotel Mühlenpark, Uetersen ..........................20

www.muehlenpark.de / hotel@muehlenpark.de

IfI.technology Gesellschaft für Handel, Fertigung &

Montage mbH, Pinneberg .......................70, 71

www.ifi-technology.de / post@ifi-technology.de

Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende

Ingenieure VBI, Rellingen ...........................97

www.lenk-rauchfuss.de / buero@lenk-rauchfuss.de

Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH,

Elmshorn . ......................................101

www.ing-reese-wulff.de / info@ing-reese-wulff.de

IWP Ingenieure, Schaller • Warnke • Peters •

Partnerschaft mbB, Elmshorn ......................72

www.iwp-ingenieure.de / info@iwp-ingenieure.de

JENOPTIK Advanced Systems GmbH, Wedel .............80

www.jenoptik.de / advanced-systems@jenoptik.com

Jost Krankenpflege zu Hause, Uetersen .................48

www.jost-krankenpflege.de

info@jost-krankenpflege.de


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143

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.,

Pinneberg ....................................68, 69

www.melosch.de / info@melosch.de

Kölln GmbH & Co. KGaA, Peter, Elmshorn ...............83

www.koelln.com / koelln@koelln.com

kommunit IT-Zweckverband Schleswig-Holstein,

Elmshorn ........................................64

www.kommunit.de / info@kommunit.de

Kublun Landmaschinen, Lutzhorn ....................120

www.kublun.de / info@kublun.de

KÜNZEL Heiztechnik GmbH, Prisdorf ..................93

www.kuenzel.de / info@kuenzel.de

KViP Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH,

Uetersen ........................................98

www.kvip.de / info@kvip.de

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG,

Pinneberg ....................................68, 69

www.mammut-hamburg.de

info@mammut-hamburg.de

medac Gesellschaft für klinische

Spezialpräparate mbH, Wedel . ......................87

www.medac.de / contact@medac.de

NORDAKADEMIE gemeinnützige AG, Elmshorn

Staatlich anerkannte Fachhochschule mit

dualen Studiengängen .............................35

www.nordakademie.de / info@nordakademie.de

Norddeutsche Gartenschau Arboretum

Ellerhoop .......................................125

www.norddeutsche-gartenschau.de

info@norddeutsche-gartenschau.de

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG,

Uetersen ........................................89

www.nordmark-pharma.de / info@nordmark-pharma.de

Oelckers GmbH & Co. Vertriebs KG, Tornesch ............88

www.igefa.de / oelckers.hamburg@igefa.de

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH,

Westerhorn ................................ ......86

www.paninkret.com / info@paninkret.com

pinnau.com GmbH & Co. KG, Pinneberg ...............106

www.pinnau.com / kundenservice@pinnau.com

Regio Kliniken GmbH, Elmshorn ......................41

www.regiokliniken.de / info-regiokliniken@sana.de

RKiSH Rettungsdienst-Kooperation in

Schleswig-Holstein gGmbH, Pinneberg . ...........44, 45

www.rkish.de / info@rkish.de

Schäferhof, Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, Appen ...31

www.schaeferhof-sh.de / info@schaeferhof-sh.de

Schaumann GmbH, H. Wilhelm, Pinneberg ............117

www.schaumann.de / info@schaumann.de

Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn ...............107

www.sh-netz.com / kundenservice@sh-netz.com

Schütt e. K., Hans, Halstenbek ........................84

www.hans-schuett.de / info@hans-schuett.de

Seapack Verpackung und Transport GmbH, Uetersen .....75

www.seapack.de / info@seapack.de

Seniorenresidenz Rüpcke GmbH, Schenefeld ............49

www.seniorenresidenz-ruepcke.de

heimleitung@seniorenresidenz-ruepcke.de

SMB Group – SMB International und MBA

Instruments –, Quickborn ..........................82

www.smb-group.de / info@smb-group.de

Sparkasse Südholstein, Neumünster ...................63

www.spk-suedholstein.de / service@spk-suedholstein.de

Staatlich anerkannte Fachhochschule Wedel

Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH, Wedel . ........37

www.fh-wedel.de / info@fh-wedel.de

Stadt Wedel ........................................21

www.wedel.de / info@stadt.wedel.de

Stadtwerke Elmshorn ...........................104, 105

www.stadtwerke-elmshorn.de

info@stadtwerke-elmshorn.de

Stadtwerke Pinneberg GmbH, Pinneberg ..............106

www.stadtwerke-pinneberg.de

post@stadtwerke-pinneberg.de

Stadtzentrum Schenefeld GbR, Werbegemeinschaft,

Schenefeld .......................................17

www.szs.sh / wg@szs.sh

Trend Beschriftung + Werbetechnik GmbH, Uetersen .....66

www.trend-werbetechnik.de / info@trend-werbetechnik.de

WBV Haseldorfer Marsch, Moorrege ...................66

www.wbv-haseldorfermarsch.de

info@wbv-haseldorfermarsch.de

WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft

des Kreises Pinneberg mbH, Tornesch .....64

www.wep.de / info@wep.de

Wohlmeier GmbH, Elmshorn .........................95

www.wohlmeier-bodenbelaege.de

info@wohlmeier-gmbh.de

Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. Th. Semmelhaack,

Elmshorn ........................................90

www.semmelhaack.de / info@semmelhaack.de

Yamaha Music Europe GmbH, Rellingen ................81

de.yamaha.com / info@yamaha.de


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144

Register

Bildquellen

Michael-Uwe Dreyling, Brande-Hornerkirchen: Einband vorne (3), hinten (1), S. 7, 8, 10, 11 o.,

12–15, 16 u., 18, 20, 27, 77, 103, 115, 128, 129, 131, 138, 139.

Sky View Imaging, Matthias Ulrichs, Bremen: S. 17, 19, 20, 22, 47 o., 48, 63, 65 l., 66, 72 o., 75, 81, 82,

86 r., 88, 95, 104–106, 116, 117 r., 120 u.

Archiv (Werkaufnahmen): S. 35, 64 o., 65 r., 71 l., 71 r. u., 73, 78–80, 85, 86 l., 90, 98, 101, 107,

109–111, 120 o.

Kreis Pinneberg: S. 6, 33, 43, 59.

Rainer Adomat, Schäferhof, Appen: S. 31; Christian Augustin, Bönnigstedt: S. 91 r.; Bavaria Luftbild

Verlags GmbH: S. 117 l.; Arne Biederbeck, Kiel: S. 67 r.; Katja Bruhn, Lichtblick Fotoatelier, Elmshorn:

S. 72 u.; Ludolf Dahmen, Köln: S. 44, 45; European XFEL GmbH, Schenefeld: Einband vorne (1),

S. 113; Falcon Crest Air, Hamburg: S. 89; Firma V/Fotolia.com: S. 30; Fotokreis Pinneberg e. V.,

Pinneberg: S. 119; Fotokreis Pinneberg für Bund deutscher Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein:

S. 121; Fotostudio Chris Reiner, Pinneberg: S. 93; Katrin Gottschalk, Hamburg: S. 70, 71 r. o.; Helge

Hammermann, Oldenburg: S. 68, 69; Hans-A. Hewicker, Bokholt-Hanredder: S. 132–135 ; Hayo

Heye, Hamburg: S. 127; Michaela Kaiser, Hamburg: S. 29 r.; Julia Kneuse, Hamburg: S. 37; Kreissportverband

Pinneberg e. V., Elmshorn: S. 141; Kurverwaltung Helgoland: S. 24, 25; Luftbildservice

Carsten Bernot, Westerrönfeld: S. 83; Metropolregion Hamburg: S. 61; NABU/Florian Braun: S. 136;

Bernd-Ulrich Netz, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: S. 137; Bodo

Nussdorfer, Bielefeld: S. 29 l., 52, 53, 84, 92; Picture-Factory/Fotolia.com: S. 36; https://pixabay.com/

de/kompass-bindestrich-richtung-691146/: S. 64 u.; RAM/Fotolia.com: S. 99; Wolfgang Rauchfuß,

Rellingen: S. 97; Regio Kliniken GmbH, Elmshorn: S. 38–41; RKiSH Rettungsdienst-Kooperation in

Schleswig-Holstein gGmbH, Pinneberg: S. 9, 26; Hans-Jürgen Rüpcke, Schenefeld: S. 49; Pieter-

Pan Rupprecht, Hamburg: S. 67 l.; Manfred Schönrock/Fotokreis Pinneberg für Bund deutscher

Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein: Einband vorne (1); Harald Schulz, Gemeinschaft zur

Erhaltung von Kulturgut in Tornesch von 1985 e. V.: S. 130; Christian Schwier/Fotolia.com: S. 51;

Gerhard Seybert/Fotolia.com: S. 47; René Sievert, Hamburg: S. 74; Ralf Svenosen, Stadt Wedel:

S. 21; Burkhard E. Tiemann, Kummerfeld: S. 16 o., 55; TUBS/Wikimedia Commons: S. 23; Dr. Roland

Vinx, Elmshorn: S. 11 u.; Jan-Frederik Wäller, Hamburg: S. 91 l.; Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter

Warda, Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop: S. 122–125; Woodapple/Fotolia.com:

S. 34; Reimer Wulf, Elmshorn: S. 57; Michael Zapf, Wedel: S. 87.


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