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Kreis Pinneberg

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......<br />

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Deutsche Landkreise im Portrait<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der <strong>Kreis</strong>verwaltung<br />

Redaktion: Oliver Carstens, Pressesprecher der <strong>Kreis</strong>verwaltung <strong>Pinneberg</strong><br />

Sechste, völlig neue Ausgabe 2017


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Das Buch erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien.<br />

Alle Rechte bei Kommu nikation & Wirtschaft GmbH,<br />

Oldenburg (Oldb)<br />

Herausgegeben in Zu sam menarbeit mit dem<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>;<br />

Redaktion: Oliver Carstens, Pressesprecher der<br />

<strong>Kreis</strong>verwaltung <strong>Pinneberg</strong><br />

Printed in Germany 2017<br />

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte<br />

vorbehalten. Auswahl und Zusammen stellung urheberrechtlich<br />

geschützt. Dem Buch liegen neben den illustrierten<br />

Autorentexten Bilder und PR-Texte der Firmen,<br />

Verwal tungen und Ver bände zu grunde, die mit ihrer<br />

finan ziellen Beteili gung das Ersche inen des Bandes<br />

ermöglicht ha ben. Sie sind im Anhang aufgeführt. Für<br />

die Rich tig keit der im Inhalts verzeichnis aufgeführten<br />

Autorenbeiträge und der PR-Seiten übernehmen Verlag<br />

und Redaktion keine Haftung.<br />

Bildbearbeitung:<br />

Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)<br />

Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei, Langenhagen<br />

Gedruckt auf 130g/m 2 Exceo Silk der Feldmuehle<br />

Uetersen GmbH<br />

Bildnachweis: Seite 144<br />

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek:<br />

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publi kation<br />

in der Deutschen National bibliographie; detaillierte<br />

biblio gra phische Daten sind im Internet über<br />

http://dnb.ddb.de abrufbar.<br />

ISBN 978-3-88363-386-2


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3<br />

Vorwort<br />

Vorwort 6<br />

Landrat Oliver Stolz und <strong>Kreis</strong>präsident Burkhard E. Tiemann<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> im Wandel – aus historischer Sicht 8<br />

Kai Wittig, <strong>Kreis</strong>archiv <strong>Pinneberg</strong><br />

Städte, Ämter und Gemeinden im Profil 10<br />

Oliver Carstens, Pressesprecher des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Helgoland – Insel mit wechselvoller Geschichte 24<br />

Jörg Singer, Bürgermeister, und<br />

Levke Paulsen, Assistenz Fachamt Bürgerdienste, Gemeinde Helgoland<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Die <strong>Kreis</strong>verwaltung: Von „A“ wie Abfall bis „Z“ wie Zulassung –<br />

Dienstleistungen für die Region 26<br />

Landrat Oliver Stolz<br />

Integration im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> 28<br />

Birgit Köhnke, Stabsstelle Integration, <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

„Behindert sein? Oder behindert werden?“ – Inklusion im <strong>Kreis</strong> 30<br />

Axel Vogt, Behindertenbeauftragter des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Erfolgsfaktor Wissen – passgenaue Schul- und Bildungsangebote 32<br />

Adelia Schuldt, Schulrätin, Schulamt <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>, und<br />

Andrea Pinzek, Fachdienstleiterin Jugend und Bildung des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Hochschulen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> – die Wirtschaft profitiert 34<br />

Bernd Amsberg, Journalist, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag<br />

Vorbildliche medizinische Versorgung auf hohem Niveau 38<br />

Angela Bartels, Geschäftsführerin der Regio Kliniken GmbH, Elmshorn<br />

Sicherheit im Blickpunkt – Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz 42<br />

Jürgen Tober, Leiter des Fachbereichs Ordnung des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>


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4<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

Soziale Verantwortung im demografischen Wandel 46<br />

Tobias Kuckuck, Team Regionalplanung und Europa, <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Familien im Fokus – Leben, Lernen, Arbeiten 50<br />

Tinka Juliane Frahm, Gleichstellungsbeauftragte des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Ehrenamt – Kitt der Gesellschaft 54<br />

<strong>Kreis</strong>präsident Burkhard E. Tiemann<br />

„AQUA-AGENTEN“ und „Klimaretter“ –<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> setzt auf die Jugend beim Klimaschutz 56<br />

Valerie Wilms, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, und<br />

Anja Vratny, Leitstelle Klimaschutz des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> – Zusammenarbeit in Regionen 60<br />

Andreas Köhler, Leiter des Fachbereichs Service, Recht und Bauen des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Mit Dienstleistungen zu neuen Arbeitsplätzen 62<br />

Dr. Harald Schroers, Geschäftsführer der WEP Wirtschaftsförderungs- und<br />

Entwicklungsgesellschaft des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> mbH, Tornesch<br />

Eckpfeiler der Wirtschaft – die Mischung macht’s 76<br />

Dr. Paul Raab, Leiter der Zweigstelle Elmshorn der Industrie- und Handelskammer zu Kiel<br />

Das Handwerk – bedeutende Wirtschaftskraft 94<br />

Norbert Lanz, <strong>Kreis</strong>handwerksmeister, und<br />

Claudia Mohr, Geschäftsführerin der <strong>Kreis</strong>handwerkerschaft Westholstein, Itzehoe<br />

Adern der Wirtschaft – Straße, Wasser, Schiene, Glasfaser 96<br />

Diplom-Geograph Claudius Mozer, Leiter der SVG Südwestholstein ÖPNV-<br />

Verwaltungsgemeinschaft, Stabstelle beim <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>, und<br />

Klaus Perthen, Geschäftsführer des Wegeunterhaltungsverbandes im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Power – Energieregion <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> 102<br />

Burkhard Fuchs, Journalist, Norderstedt<br />

Innovation und Zuverlässigkeit –<br />

Worauf es in der modernen <strong>Kreis</strong>laufwirtschaft ankommt 108<br />

Jens Ohde, Geschäftsführer der GAB Umwelt Service, Kummerfeld


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5<br />

Liebes Mölekül – bitte recht freundlich 112<br />

Dr. Bernd Ebeling, Gruppenleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />

European XFEL GmbH, Schenefeld<br />

Ackern mit Konzept – moderne Landwirtschaft auf engstem Raum 114<br />

Peer Jensen-Nissen, Geschäftsführer des <strong>Kreis</strong>bauernverbandes <strong>Pinneberg</strong><br />

Kompetenzregion für nachhaltige Baumschulwirtschaft 118<br />

Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund<br />

deutscher Baumschulen (BdB) e. V., Ellerhoop, und Förderverein Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Baumschulland e. V., Ellerhoop<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop 122<br />

Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter Warda, Erster Vorsitzender des Förderkreises<br />

Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V., Ellerhoop<br />

Kultur im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>: die Drostei und vieles mehr 126<br />

Stefanie Fricke, Künstlerische Leitung der Stiftung Landdrostei, <strong>Pinneberg</strong><br />

Sehenswerte Architektur – durch Ehrenamt erhalten 128<br />

Antje Metzner, Untere Denkmalschutzbehörde des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

Elbmarschen, Moore und Knicks – vielfältige und abwechslungsreiche Landschaften 132<br />

Hans-Albrecht Hewicker, <strong>Kreis</strong>naturschutzbeauftragter<br />

Attraktive Ausflugsziele im <strong>Kreis</strong>gebiet 136<br />

Katharina Kröger, Holstein-Tourismus e. V., Glückstadt, und<br />

Edelgard Heim, Elbmarschenhaus, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und<br />

ländliche Räume, Haseldorf<br />

<strong>Kreis</strong>sportverband <strong>Pinneberg</strong> – starker Sport in der Metropolregion 140<br />

Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des <strong>Kreis</strong>sportverbandes <strong>Pinneberg</strong> e. V.<br />

Register<br />

Verzeichnis der PR-Bildbeiträge 142<br />

Bildquellen 144


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6<br />

Vorwort<br />

Vorwort<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Landrat Oliver Stolz<br />

vor Ihnen liegt das neueste Portrait des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong>, des kleinsten und zugleich größten<br />

in Schleswig-Holstein. Zwar umfasst er<br />

die geringste Fläche, ist mit rund 310 000 Bürgerinnen<br />

und Bürgern jedoch der einwohnerstärkste<br />

<strong>Kreis</strong> mit der höchsten Einwohnerdichte<br />

im nördlichsten Bundesland.<br />

Dieses Buch gibt Ihnen einen interessanten<br />

Überblick über die ehemalige „Grafschaft<br />

<strong>Pinneberg</strong>“ und den mit der „königlichpreußischen<br />

Verordnung vom 22. September<br />

1867“ im südwestlichen Teil Schleswig-<br />

Holsteins gebildeten <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> und<br />

erscheint denkbar passend im Jahr seines<br />

150-jährigen Bestehens. In diesem langen<br />

Zeitraum hat er sich zu einem der wirtschaftsstärksten<br />

<strong>Kreis</strong>e in der Metropolregion Hamburg<br />

entwickelt, die wiederum eine der dynamischsten<br />

Wirtschaftsregionen in Europa<br />

darstellt.<br />

Naherholungsgebiete und -einrichtungen,<br />

weitläufige unberührte Naturschönheiten<br />

und das kulturelle Angebot in den Städten,<br />

Gemeinden und Dörfern machen den <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> lebenswert. Überzeugen Sie sich<br />

selbst davon auf den folgenden Seiten, auf<br />

denen diverse Autoren unseren <strong>Kreis</strong> aus<br />

ihren eigenen Blickwinkeln betrachten und<br />

sich hiesige Unternehmen in Kurzportraits<br />

vorstellen.<br />

Fühlen Sie sich mit diesem Bildband herzlich<br />

zu einem Streifzug durch das <strong>Kreis</strong>gebiet<br />

eingeladen inklusive Deutschlands einziger<br />

Hochseeinsel Helgoland, die ebenfalls dem<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> angehört.<br />

<strong>Kreis</strong>präsident Burkhard E. Tiemann<br />

Neben der hervorragenden Verkehrsanbindung<br />

und der gut ausgebauten Infrastruktur tragen<br />

die sogenannten weichen Standortfaktoren<br />

maßgeblich dazu bei, dass die Bevölkerung<br />

des <strong>Kreis</strong>es seit Jahrzehnten kontinuierlich<br />

wächst und Unternehmen sich gerne hier<br />

ansiedeln. Zahlreiche bereits ortsansässige<br />

Firmen haben sich für den Ausbau ihres<br />

hiesigen Standortes entschieden.<br />

<strong>Kreis</strong>präsident Burkhard E. Tiemann<br />

Landrat Oliver Stolz


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7<br />

Der Philanthrop vor der Drostei


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8<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> im Wandel –<br />

aus historischer Sicht<br />

Kai Wittig<br />

Historische <strong>Kreis</strong>verwaltung (1893<br />

bis 1935) im Rübekamp in <strong>Pinneberg</strong><br />

Die Grafschaft Holstein-Schauenburg-<strong>Pinneberg</strong>,<br />

zwischen Elbe und Alster, ist im 14. Jahrhundert<br />

als „Grafschaft <strong>Pinneberg</strong>“ entstanden.<br />

Während vieler Jahrhunderte ist sie ein abgesondertes<br />

Territorium gewesen – im Unterschied<br />

zum übrigen Holstein, welches 1474<br />

zum Herzogtum erhoben wurde. Die Herren<br />

der Grafschaft hatten von 1390 bis 1640 in<br />

Personalunion auch die Stammgrafschaft<br />

Schaumburg an der Weser inne. 1460 wurde<br />

Christian I. von Dänemark aus dem Hause<br />

Oldenburg in Ripen von den Ständen zum<br />

Landesherrn in Holstein und Schleswig gewählt.<br />

Die <strong>Pinneberg</strong>er Nebenlinie hatte auf<br />

das Herzogtum Schleswig keine Ansprüche<br />

geltend machen können. Der Ripener Vertrag<br />

hatte für die Grafschaft Holstein-<strong>Pinneberg</strong>,<br />

„diesen kleinen, nahezu souveränen Staat“,<br />

keine Geltung. 1640 starb mit Otto dem VI.<br />

das schauenburgische Haus in der „Grafschaft<br />

<strong>Pinneberg</strong>“ im Mannesstamm aus. Ein Teilungsrezess<br />

zwischen dem dänischen König<br />

und dem Gottorfer Herzog teilte das <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Gebiet auf. 1 Mit der Bildung der<br />

Landkreise in Schleswig-Holstein durch<br />

die königlich-preußische Verordnung vom<br />

22. Sep tember 1867 entstand beispielsweise<br />

der neue <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> im südwestlichen<br />

Teil Schleswig-Holsteins.<br />

Sieht man sich den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> geschicht -<br />

lich gestern und heute an, so erkennt man<br />

immer den Bezug mit Hamburg. Früher war<br />

Hamburg eine kleinere Stadt, die unter anderem<br />

mit dem „Groß-Hamburg-Gesetz“ an<br />

Umfang gewann und der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

dafür einen Teil seiner Gemeinden an die<br />

Hansestadt abtreten musste. Am 1. April 1937<br />

kam Lokstedt an Hamburg (Lokstedt bestand<br />

bereits seit 1927 aus den Gemeinden Lokstedt,<br />

Niendorf und Schnelsen). Es gibt also<br />

schon aus der Vergangenheit heraus einen geschichtlichen<br />

Bezug zu und mit Hamburg.<br />

Insbesondere die Gebietsverluste des <strong>Kreis</strong>es<br />

Ende der 1960er-Jahre für die Gründung der<br />

Stadt Norderstedt waren flächenmäßig und<br />

vor allem unter Berücksichtigung der Kaufkraft<br />

ein schwerer Schlag für den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

Die beiden bevölkerungsreichen und<br />

wirtschaftsstarken Gemeinden des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong> Friedrichsgabe und Garstedt stellten<br />

rund 35 Prozent der Wirtschaftskraft des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> dar.


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9<br />

War der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> in der Vergangenheit<br />

geprägt durch Landwirtschaft und Baumschul -<br />

tätigkeit, hat er sich nach dem Krieg sehr<br />

stark verändert. Es bestand die Notwendigkeit,<br />

die Probleme der beherbergten Flüchtlinge<br />

zu lösen und diese zu integrieren. Die<br />

Protokolle der <strong>Kreis</strong>kommission für Flüchtlingsbetreuung<br />

belegen, dass nach 1945 mehr<br />

als 88 500 Flüchtlinge im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> lebten.<br />

Dies war eine Bevölkerungszunahme im<br />

<strong>Kreis</strong> von etwa 68 Prozent. 2 Es mussten in Zusammenarbeit<br />

mit dem Nachbarn, der Hanse -<br />

stadt Hamburg, die Versorgung der Bevölkerung,<br />

die Infrastruktur und wirtschaftlichen<br />

Beziehungen koordiniert werden. Die Infrastrukturentwicklung<br />

– nicht nur in Bezug auf<br />

die Straßen, sondern auch im Bereich Wasserversorgung<br />

und ÖPNV – mussten schnellstens<br />

entwickelt werden.<br />

Nach dem Krieg bestand das Bestreben der<br />

Gemeinden im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> nach Eigenständigkeit,<br />

zum Beispiel wurde das angegliederte<br />

Amt Uetersen zum Amt Moorrege oder<br />

die Gemeinde Appen, welche aus der gemeinsamen<br />

Verwaltung des Amtes <strong>Pinneberg</strong>-Land<br />

die Selbstständigkeit wählte. In der heutigen<br />

Zeit geht der Trend eher zur Konzentration<br />

von Verwaltungen, um Kosten zu sparen, wie<br />

etwa beim ehemaligen Amt <strong>Pinneberg</strong>-Land<br />

und dem Amt Bönningstedt, die heutzutage<br />

als Amt Pinnau fusioniert sind. Oder beispielsweise<br />

das Amt Haseldorf, das gleich zweimal<br />

in kürzester Zeit den Partner wechselte: Zuerst<br />

kooperierte es mit der Stadt Uetersen, um<br />

dann zum Amt Geest und Marsch Südholstein<br />

zu wechseln.<br />

Die großen Überlandstraßen vergangener<br />

Jahrhunderte stehen im Gegensatz zu den<br />

heutigen Bedürfnissen der Einwohner des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>. Früher gab es als Fern -<br />

strecke lediglich den Ochsenweg, der von<br />

Dänemark kommend über Itzehoe–Elmshorn–Uetersen<br />

und Wedel nach Hamburg<br />

führte und dem Vorläufer der heutigen<br />

Bundes straße 431 – in Teilen – entsprach. Als<br />

Kutschenschnellweg nach Kiel diente die<br />

Strecke über Bönningstedt–Hasloh–Bilsen–<br />

Quickborn und Langeln – die heutige Bundesstraße<br />

4. Dem wachsenden Verkehrsaufkommen<br />

sind der Ausbau- und Neubau der Bundesautobahnen<br />

23 und 7 geschuldet. Viele<br />

Pendler haben heute ihren Arbeitsplatz in<br />

Hamburg und der Metropolregion. |<br />

1 Archivalische Quellennachweise zur Geschichte des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>, Dr. D. Unverhau, Jahrbuch <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> 1977<br />

2 A.-Sig. H 456<br />

Historische <strong>Kreis</strong>karte im alten<br />

<strong>Kreis</strong>haus in <strong>Pinneberg</strong>


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10<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Städte, Ämter und Gemeinden im Profil<br />

Oliver Carstens<br />

Stadt Barmstedt<br />

Fläche: 1716 Hektar<br />

Einwohner: 10 270<br />

www.barmstedt.de<br />

Gemeinde Bönningstedt<br />

Fläche: 1206 Hektar<br />

Einwohner: 4584<br />

www.boenningstedt.de<br />

Stadt Elmshorn<br />

Fläche: 2086 Hektar<br />

Einwohnerzahl: 48 902<br />

www.elmshorn.de<br />

Symbol der Stadt Barmstedt –<br />

der Schusterjunge<br />

Stadt Barmstedt<br />

Die bislang einzige Stadt im <strong>Kreis</strong>, die sich<br />

Erholungsort nennen darf, liegt im nördlichen<br />

<strong>Kreis</strong>gebiet, umschlossen vom Amt Rantzau.<br />

Das Herzstück der ehemaligen Schusterstadt<br />

ist die idyllisch gelegene, von Burggraben,<br />

Krückau und dem Rantzauer See umgebene<br />

historische Schlossinsel. Hier befand sich um<br />

1140 die Burg der Ritter von Barmstede.<br />

Heute findet man auf der Insel ein Ensemble<br />

von vier denkmalgeschützten Gebäuden,<br />

unter ihnen das Schloss Rantzau in Form<br />

eines zweigeschossigen klassizistischen<br />

Backsteinbaus von 1806.<br />

Der 7,5 Hektar umfassende Rantzauer See ist<br />

ein künstlich angelegter Stausee der Krückau.<br />

Er befindet sich inmitten seiner waldreichen<br />

Umgebung und dem angrenzenden präch -<br />

tigen Rhododendronpark. Als Naturdenkmal<br />

steht eine knorrige „1000-jährige Eiche“ unweit<br />

der Schlossinsel. Sie soll 700 Jahre alt<br />

sein.<br />

Gemeinde Bönningstedt<br />

Bönningstedt ist eine amtsfreie Gemeinde im<br />

Grünen nördlich von Hamburg am Kreuz der<br />

Bundestraße 4 und der <strong>Kreis</strong>straße 5. Erste<br />

bekannte urkundliche Erwähnung fand der<br />

Ortsteil Winzeldorf im Jahr 1369, als der Graf<br />

von Holstein, Otto von Schauenburg, dem<br />

Kapitel der Hamburger Kirche eine jährliche<br />

Rente unter anderem von zehn Mark aus den<br />

Dörfern Quickborn und Winzeldorf aussetzte.<br />

Die ursprünglich reinen Bauerndörfer Winzeldorf<br />

und Bönningstedt wurden 1942 zum<br />

heutigen Bönningstedt zusammengelegt.<br />

Noch in den 1930er-Jahren hatten beide Gemeinden<br />

zusammen nur ca. 900 Einwohner,<br />

deren Zahl wegen des Zuzugs von Flücht -<br />

lingen nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1950<br />

auf über 1900 anwuchs. Der unternommene<br />

Versuch, mit den anderen beiden Gemeinden<br />

im damaligen Amtsbereich Bönningstedt,<br />

Hasloh und Ellerbek eine Großgemeinde zu<br />

bilden, ist 1976 gescheitert. Die Einwohnerzahl<br />

stieg bis 2017 auf über 4500 an.<br />

Stadt Elmshorn<br />

„Elmshorn. Supernormal.“ Mit diesem Slogan<br />

machte die größte Stadt des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

2017 überregional auf sich aufmerksam.<br />

Als erste Stadt überhaupt hat Elmshorn damit<br />

eine Marke entwickelt, die aus dem Wettbewerb<br />

um noch tollere, noch unglaublichere Eigenschaften<br />

aussteigt.<br />

Stattdessen zeigt sich Elmshorn bewusst ge -<br />

erdet: Ein hervorragendes Bildungsangebot<br />

von Grundschulen bis zur Fachhochschule<br />

Nordakadamie, attraktive Einkaufsmöglich-


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11<br />

keiten sowie eine gute Anbindung sowohl an<br />

den öffentlichen Nahverkehr wie auch die<br />

Autobahn sind hier selbstverständlich.<br />

Genauso, wie die 1661 erbaute Kirche St.<br />

Nikolai, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten<br />

der Region zählt. Oder der Holsteiner<br />

Verband – eine der erfolgreichsten Pferdezuchten.<br />

Die Feste, wie die jährlich stattfindende<br />

Flora-Woche samt Hafenfest. Die vielen<br />

hier ansässigen Wirtschaftsunternehmen.<br />

Die idyllische Lage an der Krückau. Die lange<br />

Geschichte – seit 1141. Elmshorn eben. Supernormal.<br />

Amt Elmshorn-Land<br />

Das Amt Elmshorn-Land besteht seit der<br />

Ämtergründung in Schleswig-Holstein im<br />

Jahre 1948. Es liegt im Nordwesten des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong> und ist Verwaltungsheimat für die<br />

sieben amtsangehörigen Gemeinden Klein<br />

Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop,<br />

Kölln-Reisiek, Seester, Raa-Besenbek, Seestermühe,<br />

Seeth-Ekholt.<br />

Das Landschaftsbild wird geprägt von den<br />

Bauernhöfen mit ihren Äckern und Wiesen,<br />

Baum- und Rosenschulen, Reiterhöfen und<br />

den einzelnen Orten mit größeren und kleineren<br />

Gewerbebetrieben in der Marsch und auf<br />

der Geest. Die Wege der Feldmark laden zum<br />

Wandern ein. Reizvolle Möglichkeiten dazu<br />

bieten unter anderem die Moore (Liether,<br />

Köllner, Klein Offensether und Ekholter Moor),<br />

das Eckerngehölz, das Elbufer (Eschschallen)<br />

oder das Hammoor.<br />

Amt Geest und Marsch Südholstein<br />

Das jüngste Amt im <strong>Kreis</strong>gebiet ist das Amt<br />

Geest und Marsch Südholstein. Das Amt hieß<br />

ursprünglich Amt Moorrege und umfasste die<br />

sieben Gemeinden Appen, Groß Nordende,<br />

Heidgraben, Heist, Holm, Moorrege und<br />

Neuendeich. Zum 1. Januar 2017 löste sich das<br />

benachbarte Amt Haseldorf auf und seine<br />

drei Gemeinden Haselau, Haseldorf und Hetlingen<br />

traten dem Amt bei, das sich daraufhin<br />

in Amt Geest und Marsch Südholstein umbenannte.<br />

Das Gebiet der drei neu hinzuge -<br />

kommenen Gemeinden ist der wesentliche<br />

Der Steindammpark in Elmshorn<br />

Amt Elmshorn-Land<br />

Fläche: 8929 Hektar<br />

Einwohnerzahl: 12 883<br />

www.elmshorn-land.de<br />

Amt Geest und<br />

Marsch Südholstein<br />

Fläche: 13 765 Hektar<br />

Einwohner: 23 357<br />

www.amt-geest-undmarsch-suedholstein.de<br />

Liether Kalkgrube (Klein-Nordende)<br />

Erwähnenswert sind die alte Backsteinkirche<br />

in Seester, die Lindenallee mit Teehaus des<br />

Gutes in Seestermühe, die maritime Landschaft<br />

der Unterelbe, das Vogelschutzgebiet<br />

auf der Insel Pagensand sowie der Göpelschauer<br />

in Seestermühe (Museum für landwirtschaftliche<br />

Geräte). Überragende Bedeutung<br />

hat das Liether Kalkgrubenareal als<br />

Naturdenkmal mit seinen Besonderheiten<br />

der Geologie, Flora und Fauna.


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12<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Für die nahe Großstadt Hamburg bietet das<br />

gesamte Amtsgebiet eine vorzügliche Erholungslandschaft<br />

mit vielen besonderen Attrak -<br />

tionen und einer herausragenden Gastronomie.<br />

Hier gibt es die älteste, heute noch betriebene<br />

Hengststation des Holsteiner Verbandes,<br />

das versunkene Bishorst mit einer<br />

der letzten Hauswurten an der Elbe, den<br />

Schlosspark Haseldorf, die Integrierte Station<br />

„Elbmarschenhaus“ in Haseldorf, die großen<br />

Obstanbaugebiete und die weite Marschlandschaft<br />

zu genießen.<br />

Gemeinde Halstenbek<br />

Radfahren in der Marsch<br />

Bestandteil der ehemals eigenständigen Gutsbezirke<br />

Haselau und Haseldorf, zusammengefasst<br />

im Jahre 1749 zum Gut Haseldorf.<br />

Die Gemeinde Halstenbek liegt im südlichen<br />

Teil des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> und grenzt unmittelbar<br />

an die Freie und Hansestadt Hamburg.<br />

Aufgrund der vorteilhaften Lage ist die Gemeinde<br />

sowohl als Gewerbestandort als auch<br />

als Wohnort besonders attraktiv. Durch zwei<br />

Anschlüsse an die Autobahn 23 und zwei<br />

S-Bahn-Stationen bestehen hervorragende<br />

Verkehrsanbindungen.<br />

Gemeinde Halstenbek<br />

Fläche: 1258 Hektar<br />

Einwohner: 16 744<br />

www.halstenbek.de<br />

Das Naturschutzgebiet „Haseldorfer Binnen -<br />

elbe mit Elbvorland“ liegt im Bereich des<br />

Amtes, es ist eines der größten Naturschutzgebiete<br />

Schleswig-Holsteins.<br />

Größte Gemeinde im Amtsbezirk ist mit 4881<br />

Einwohnern Appen, überregional bekannt<br />

durch „Appen musiziert“. Südlich schließen<br />

sich die Homer Sandberge an, ein gut besuchtes<br />

Naherholungsziel. Der Großteil der 995<br />

Hektar der Gemeinde Heist, dessen Name soviel<br />

bedeutet wie „mit Buschwerk bewachsene<br />

Gegend“, wird hauptsächlich landwirtschaftlich<br />

genutzt. Attraktiv für Besucher ist<br />

auch der im Amtsbezirk gelegene Flugplatz,<br />

der zu Rundflügen und Flugstunden einlädt.<br />

Neuendeich hat ein besonders Kleinod zu<br />

bieten, die älteste Drehbrücke Deutschlands<br />

verbindet dort die Seestermüher Marsch über<br />

die Pinnau mit der Haseldorfer Marsch. Reetgedeckte<br />

Katen und Bauernhäuser bestimmen<br />

die Landschaft.<br />

Die Baumschulgemeinde bietet mit dem<br />

Krupunder See ein Naherholungsziel in dem<br />

gleichnamigen Ortsteil, der seit 1964 Teil eines<br />

Landschaftsschutzgebietes ist. Für Kinder<br />

und Erwachsene stehen moderne Bildungseinrichtungen<br />

bereit. Mit dem neu errichteten<br />

Wolfgang-Borchert-Gymnasium, der<br />

Grund- und Gemeinschaftsschule sowie der<br />

Grundschule Bickbargen stehen alle allgemeinbildenden<br />

Schulen vor Ort zur Verfügung, die<br />

vielfältige Angebote an Bildung, Erziehung<br />

und Betreuung anbieten. Sieben Kindertagesstätten<br />

halten Betreuungsplätze für Kinder ab<br />

dem ersten Lebensjahr bereit und arbeiten<br />

nach unterschiedlichen Konzepten. Auf den<br />

stetig wachsenden und veränderten Bedarf<br />

reagiert die Gemeinde durch Schaffung von<br />

entsprechenden Angeboten.<br />

Für Leben im Ort, Unterhaltung und Freizeitgestaltung<br />

sorgen zahlreiche Vereine, Verbände<br />

sowie öffentliche und soziale Einrichtungen.<br />

Attraktive Angebote gibt es für alle Interessengruppen:<br />

Sportlich Aktive, Kulturliebhaber,


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:13 Seite 13<br />

13<br />

Schule in Hasloh<br />

Bildungshungrige, Naturverbundene, Feinschmecker,<br />

Kreative, Künstler, Musiker und<br />

auch für Menschen, denen es wichtig ist, sich<br />

ehrenamtlich zu engagieren. Mit der landschaftlich<br />

sehr reizvollen Gemeinde Hart -<br />

kirchen (Oberösterreich) sowie der in einer<br />

wald- und wasserreichen Umgebung in<br />

Mecklenburg-Vorpommern gelegenen Stadt<br />

Lübz bestehen Städtepartnerschaften.<br />

Gemeinde Hasloh<br />

Hasloh ist eine amtsfreie Gemeinde und<br />

bildet mit der Stadt Quickborn eine Verwaltungsgemeinschaft.<br />

Sie liegt im Grünen, umgeben<br />

von Wald, Wiesen und Feldern. Nah -<br />

erholung im Ort wird großgeschrieben. So<br />

lädt zum einen der Pfingstwald zum Spazieren<br />

ein, aber auch die Wege rund um das Holmmoor<br />

und das Gebiet Syltkuhlen bieten dem<br />

Erholungsuchenden viel Freiraum.<br />

Die Gemeinde verfügt mit einem flächen -<br />

deckenden Glasfasernetz über eine moderne<br />

digitale Infrastruktur und über eine ausgezeichnete<br />

Verkehrsanbindung durch einen<br />

Bahnanschluss und die Nähe zur Autobahn 7.<br />

Die Städte Quickborn und Norderstedt mit<br />

ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten sind<br />

nur wenige Kilometer entfernt. Auch die Groß -<br />

stadt Hamburg ist gut erreichbar (bis zur<br />

Innenstadt sind es etwa 20 Kilometer), ebenso<br />

der Flughafen Hamburg Airport.<br />

Gemeinde Hasloh<br />

Fläche: 1107 Hektar<br />

Einwohner: 3557<br />

www.hasloh.de<br />

Gemeinde Helgoland<br />

Fläche: 421 Hektar<br />

Einwohner: 1434<br />

www.helgoland.de<br />

Helgoland – Gäste beim Ausbooten<br />

Gemeinde Helgoland<br />

Reif für die Insel? Ein touristischer Höhepunkt<br />

des <strong>Kreis</strong>es ist die einzige Hochseeinsel<br />

Deutschlands. Helgoland lockt mit einzig -<br />

artiger Fauna und Flora. Im Sommer kann<br />

man den Lummensprung beobachten, die<br />

„Lange Anna“ ist immer eine Reise wert, und<br />

Robben auf der Düne mal ganz aus der Nähe<br />

zu betrachten, ist für Groß und Klein ein<br />

Ereignis. Mit dem <strong>Pinneberg</strong> findet man auch<br />

die höchste Erhebung des <strong>Kreis</strong>es auf der<br />

Insel (61,3 Meter). Historisch hat die Insel


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:13 Seite 14<br />

14<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Das Amt Hörnerkirchen hat seit dem Jahr 2016<br />

eine 97-prozentige flächendeckende Breit -<br />

bandversorgung.<br />

Amt Pinnau<br />

Idylle in Hörnerkirchen<br />

Amt Hörnerkirchen<br />

Fläche: 4491 Hektar<br />

Einwohner: 4056<br />

www.amthoernerkirchen.de<br />

Amt Pinnau<br />

Fläche: 7136 Hektar<br />

Einwohner: 13 395<br />

www.amt-pinnau.de<br />

ein auf und ab hinter sich, und die Offshore-<br />

Projekte sind ein nicht mehr wegzudenkender<br />

Wirtschaftsfaktor. Mehr über die Insel erfahren<br />

Sie auf den Seiten 24/25.<br />

Amt Hörnerkirchen<br />

Im Norden des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>, aus den<br />

vier Gemeinden Bokel, Brande-Hörnerkirchen,<br />

Osterhorn und Westerhorn bestehend, liegt<br />

das ländlich geprägte Amt Hörnerkirchen.<br />

Der traditionelle Begriff „Hörner Dörfer“<br />

spiegelt die topografische Lage wider: „Horn“<br />

bedeutet soviel wie „Vorsprung“ und bezeichnet<br />

den Ausläufer der Geest-Sanderfläche in<br />

moorigem Gebiet. Im Holsteiner Auenland<br />

liegend, ist die Landschaft überwiegend<br />

durch Wald und Moorgebiete geprägt.<br />

Osterhorn mit 445 Einwohnern ist die kleinste<br />

Gemeinde des Amtsbezirkes und die nördlichste<br />

des gesamten <strong>Kreis</strong>es. Bokel besitzt<br />

den Beinamen „Dorf am See“. Der Mühlenteich<br />

trägt entscheidend zu dem Erholungs -<br />

charakter der Gemeinde bei.<br />

Im Sommer 2008 ist das Amt Pinnau mit seiner<br />

Verwaltung in einen Flügel des Rellinger Rathauses<br />

eingezogen und verwaltet in den fünf<br />

Amtsgemeinden über 13 000 Einwohnerinnen<br />

und Einwohner. Ellerbek ist mit über<br />

4200 Einwohnern die größte Gemeinde im<br />

Amt und bietet seinen Bürgern und Gästen<br />

neben der schönen Natur viele Sport- und<br />

Begegnungsstätten, die von den Vereinen und<br />

Verbänden der Gemeinde mit sportlichem<br />

und kulturellem Leben gefüllt werden.<br />

Die Gemeinde Prisdorf im Norden der <strong>Kreis</strong>stadt<br />

<strong>Pinneberg</strong> feierte gerade ihr 675-jähriges<br />

Bestehen. Aufgrund der guten Anbindung an<br />

die A 23 und als Haltepunkt der Regionalbahn<br />

hat sich Prisdorf zu einem idealen Gewerbestandort<br />

mit großzügigem Einzel- und Fachhandel,<br />

Verbrauchermärkten sowie leistungsfähigen<br />

Handwerksbetrieben und Produk -<br />

tionsstätten entwickelt. Die Gemeinde Tangstedt<br />

ist noch einhundert Jahre „älter“ und<br />

hat sich in den letzten Jahren immer mehr<br />

von einer Agrargemeinde zu einer Wohn -<br />

gemeinde entwickelt. Zu ihr gehört die als<br />

Ausflugsziel bekannte Wulfsmühle mit angrenzendem<br />

Golfplatz. Die Gemeinde Kummerfeld<br />

an der ehemaligen Bundesstraße 5<br />

liegt parallel zur Autobahn 23 zwischen<br />

den Anschlussstellen <strong>Pinneberg</strong>-Nord und<br />

Tornesch und verfügt ebenfalls über ein<br />

reichhaltiges Angebot an Sport-, Freizeit- und<br />

sozialen Einrichtungen. An der Landesstraße<br />

76, die <strong>Pinneberg</strong> und Quickborn sowie<br />

die beiden Autobahnen Hamburg–Kiel und<br />

Hamburg–Itzehoe verbindet, liegt die<br />

Gemeinde Borstel-Hohenraden. Mit einer<br />

ausgewogenen Bauleitplanung versucht die<br />

Gemeinde seit Jahren, die Funktionen des<br />

Wohnens und der Landwirtschaft gleicher -<br />

maßen zu erhalten.


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:14 Seite 15<br />

15<br />

<strong>Kreis</strong>stadt <strong>Pinneberg</strong><br />

Die Keimzelle <strong>Pinneberg</strong>s war eine im 14. Jahr -<br />

hundert erstmals urkundlich erwähnte Burg<br />

am Zusammenfluss von Mühlenau und Pinnau.<br />

Der Marktflecken mit etwa 3000 Einwohnern<br />

wurde erst 1875 zur Stadt erhoben.<br />

Neben seinen beliebten Wohngebieten zeichnet<br />

sich <strong>Pinneberg</strong> durch sein kulturelles<br />

Leben aus. Was in den 1920er- bis 1960er-<br />

Jahren die weit über <strong>Pinneberg</strong> hinaus bekannten<br />

Holsteiner Rosenfeste waren, sind<br />

heute die jährlich wiederkehrenden Highlights<br />

wie das Weinfest oder das Jazz-Festival.<br />

Im Stadtzentrum liegt das <strong>Pinneberg</strong> Museum<br />

im historischen ehemaligen Amtsgericht von<br />

1855 direkt neben dem bedeutendsten Denkmal<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>, der Landdrostei<br />

von 1767. Das heutige <strong>Kreis</strong>kulturzentrum<br />

zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Veranstaltungen<br />

aus wie Ausstellungen, Musikabende<br />

und Lesungen. Der bis an den Bahnhof<br />

und die Innenstadt reichende Stadtwald,<br />

der „Fahlt“, der Rosengarten und der Drosteipark<br />

bilden die „grüne Lunge“ der Stadt und<br />

laden zu Spaziergängen und zum Verweilen<br />

ein.<br />

Stadt Quickborn<br />

Quickborn, die Stadt im Grünen, besteht aus<br />

drei Ortsteilen: Quickborn-Ort, dem eigent -<br />

lichen Mittelpunkt, Quickborn-Heide mit<br />

Gartenstadtcharakter im Nordosten und<br />

Quickborn-Renzel, dem dörflich geprägten<br />

Ortsteil im Westen. Gelegen an der Bundes -<br />

autobahn 7 von Hamburg nach Flensburg,<br />

der Bundesstraße 4 von Hamburg nach Kiel,<br />

der Landesstraße 76 von Norderstedt nach<br />

<strong>Pinneberg</strong> und der Eisenbahnstrecke AKN<br />

von Hamburg über Eidelstedt und Kalten -<br />

kirchen nach Neumünster, bietet Quickborn<br />

seinen rund 21 000 Einwohnerinnen und Einwohnern<br />

alle notwendigen Hauptverkehrswege.<br />

Hinzu kommen gute ÖPNV-Verbindun-<br />

Moderne Architektur in der Innenstadt von <strong>Pinneberg</strong><br />

gen und die Nähe zum Hamburger Hafen und<br />

Flughafen. In Quickborn gibt es alle Schul -<br />

arten und Infrastruktureinrichtungen, die<br />

man von einer modernen Stadt dieser Größe<br />

erwartet.<br />

Mitten in Quickborn<br />

<strong>Kreis</strong>stadt <strong>Pinneberg</strong><br />

Fläche: 2154 Hektar<br />

Einwohnerzahl: 42 309<br />

www.pinneberg.de<br />

Stadt Quickborn<br />

Fläche: 4321 Hektar<br />

Einwohner: 20 733<br />

www.quickborn.de


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:14 Seite 16<br />

16<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Amt Rantzau<br />

Amt Rantzau<br />

Fläche: 11 199 Hektar<br />

Einwohner: 8630<br />

www.amt-rantzau.de<br />

Gemeinde Rellingen<br />

Fläche: 1319 Hektar<br />

Einwohner: 14 260<br />

www.rellingen.de<br />

Stadt Schenefeld<br />

Fläche: 999 Hektar<br />

Einwohner: 19 075<br />

www.stadt-schenefeld.de<br />

Hügelgrab in Langeln<br />

Zehn Gemeinden bilden seit 1948 das Amt<br />

Rantzau mit Sitz in Barmstedt. Der nördliche<br />

Teil der ehemaligen Grafschaft wurde 1649<br />

von Statthalter Christian Rantzau erworben,<br />

der bis heute den Namen des Amtes prägt. Im<br />

Amtsgebiet liegt Bullenkuhlen, die kleinste<br />

Gemeinde des <strong>Kreis</strong>es mit 360 Einwohnern.<br />

Eine Vielzahl von Baumschulen und Gärtnereien<br />

strukturiert das Amtsgebiet im Wesent -<br />

lichen landwirtschaftlich. Seit einigen Jahren<br />

gewinnt die Wohnfunktion zunehmend an<br />

Bedeutung und überwiegt teilweise schon.<br />

Die Naherholung ist im Amtsbezirk ein wichtiger<br />

Faktor geworden. Ein besonders beliebtes<br />

Ausflugsziel ist die Norddeutsche Gartenschau<br />

in Ellerhoop-Thiensen, siehe ab Seite<br />

122; aber auch andere Freizeitziele laden zum<br />

Schauen und Verweilen ein. Das Himmelmoor,<br />

die Heeder Tannen, das Ellerhooper Gehege<br />

mit Waldbühne sind nur einige Beispiele und<br />

immer einen Besuch wert.<br />

Gemeinde Rellingen<br />

Zwischen der <strong>Kreis</strong>stadt <strong>Pinneberg</strong> und der<br />

Hansestadt Hamburg liegt die Gemeinde<br />

Rellingen. Wahrzeichen des Ortes ist die Rellinger<br />

Kirche. Sie stellt eines der Hauptwerke<br />

des spätbarocken Kirchenbaues im Lande dar<br />

und ist ein Kunstwerk von richtungweisender<br />

Bedeutung. Ihre heutige Form mit dem achteckigen<br />

Grundriss des Gotteshauses und<br />

dem angesetzten Kirchturm erhielt sie in den<br />

Jahren 1754 bis 1756 durch den Baumeister<br />

Cai Dose. Eine zentrale Lage und gute Infrastruktur<br />

ermöglichen der amtsfreien Gemeinde<br />

drei Gewerbegebiete.<br />

Stadt Schenefeld<br />

Die Rellinger Kirche<br />

Die Stadt Schenefeld liegt im Süden des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong> und grenzt unmittelbar an die<br />

Freie und Hansestadt Hamburg. Schenefelds<br />

Reiz besteht daher neben der naturnahen<br />

Lage auch darin, die Angebote einer Großstadt<br />

wie Hamburg nutzen zu können.<br />

Fortsetzung Seite 18


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:14 Seite 17<br />

17<br />

Das Stadtzentrum Schenefeld ist ein Einkaufscenter für die ganze Familie.<br />

Auf 38 000 Quadratmetern sind fast 100 Geschäfte, Dienstleister und<br />

Ärzte vor Ort. Insgesamt stehen 1300 Parkplätze eine Stunde kostenfrei<br />

zur Verfügung. Internetanbindung für Kunden besteht über einen eigenen<br />

Hotsplots-Hotspot.<br />

Stadtzentrum Schenefeld – hier shoppen Nordlichter<br />

Die Stadt Schenefeld kann einen ganz besonderen Ortskern<br />

ihr Eigen nennen: das „Stadtzentrum Schenefeld“. Vor über<br />

25 Jahren als Einkaufscenter mit Gastronomie und Dienst -<br />

leistungen eröffnet, ist es heute Treffpunkt, Ortsmitte und<br />

moderne Shoppingoase für Jung und Alt zugleich. Ein lebendiger<br />

Bestandteil der Region Schenefeld, wenn man so will.<br />

Ein Ort mit nordischem Flair und entspannter Atmosphäre.<br />

Von Anfang an ein Markenzeichen war die lichtdurchflutete<br />

Architektur des Gebäudes mit dem imposanten Glasdach. Sie<br />

macht selbst bei schlechtem Wetter Lust auf einen Bummel<br />

oder ein gemütliches Treffen auf dem zentralen Marktplatz.<br />

Fast 100 Geschäfte, Dienstleister und Ärzte sind hier zu finden.<br />

Darunter auch eine Spielbank – die einzige in einem Einkaufs -<br />

zentrum in Deutschland.<br />

Doch das, was den Menschen wirklich unvergessliche Einkaufs -<br />

erlebnisse beschert, sind die besonderen Aktionen für Groß<br />

und Klein.<br />

Da wären zum Beispiel die stets gut besuchten Modenschauen<br />

und verkaufsoffenen Sonntage – einmal im Jahr sogar mit<br />

tollem Bühnenprogramm – oder der herbst liche Laternen -<br />

umzug mit anschließendem Feuerwerk, beeindruckende Ausstellungen<br />

und die coole Januar-Aktion: eine große Indoor-<br />

Eislaufbahn.<br />

Immer wieder spannend sind auch die wechselnde Themen-<br />

Gestaltung des Marktplatzes und die bunte Mischung weiterer<br />

Veranstaltungen – vom Comedy-Preis-Finale bis zum Kreativ -<br />

event für individuelle Designs. Hier geht eben alles: shoppen,<br />

chillen und Spaß haben.<br />

Information<br />

Jahr der Eröffnung: 1991; Geschäfte: 100<br />

Leistungsspektrum: auf 38 000 Quadratmetern rund 100 Geschäfte, 1300 Parkplätze, Hotsplots-Hotspot Internetanbindung,<br />

Kunden information, Kinderbetreuung, Wickelraum, Apotheke, elektronische Fahrplanauskunft der Busse des PVG, Barrierefreiheit<br />

www.szs.sh


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:15 Seite 18<br />

18<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Als weitere Besonderheit wurde in Schenefeld<br />

im Jahre 2017 nach 8-jähriger Bauzeit eine ca.<br />

1,2 Milliarden Euro teure Forschungsanlage<br />

der Superlative in Betrieb genommen. Das<br />

europäische Röntgenlaserprojekt „European<br />

XFEL“ wird mit seinen weltweit einzigartigen<br />

Eigenschaften völlig neue Forschungsmöglichkeiten<br />

für Naturwissenschaftler und industrielle<br />

Anwender eröffnen.<br />

Stadt Tornesch<br />

Gebäude im Kulturmuseum<br />

Esingen (Tornesch)<br />

Stadt Tornesch<br />

Fläche: 2096 Hektar<br />

Einwohner: 13 215<br />

www.tornesch.de<br />

Stadt Uetersen<br />

Fläche: 1107 Hektar<br />

Einwohner: 18 193<br />

www.uetersen.de<br />

Spaziergang durch „Langes Tannen“<br />

in Uetersen<br />

Schenefeld ist eine relativ junge Kleinstadt –<br />

die Stadtrechte wurden Schenefeld erst am<br />

1. Juli 1972 verliehen. Die erste urkundliche<br />

Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre<br />

1256. Der Aufbau der „Siedlung Schenefeld“<br />

nach dem 1. Weltkrieg prägt das heutige<br />

Stadtbild noch immer. Das 1991 eröffnete<br />

„Stadtzentrum Schenefeld“ lädt als Ortsmittelpunkt<br />

mit seinem vielfältigen Angebot zum<br />

Einkaufen, Bummeln und Kommunizieren ein.<br />

Schenefeld trägt den Belangen des Klimaschutzes<br />

in besonderem Maße Rechnung und<br />

wurde daher im Jahre 2015 von der Deutschen<br />

Energie-Agentur als „Energieeffizienz-Kommune“<br />

zertifiziert.<br />

Die Stadt Tornesch umfasst die Ortschaften<br />

Tornesch, Esingen und Ahrenlohe. Die Geschichte<br />

Torneschs ist bestimmt durch den<br />

Bau der Bahnlinie Altona–Kiel. Das Urdorf<br />

Esingen wollte dem Bau 1844 kein Grundstück<br />

zur Verfügung stellen. Ein Bauer erkannte<br />

jedoch das Potenzial der Bahnstrecke<br />

und verschenkte aus diesem Grund einen<br />

Teil seines Landes. Seitdem siedelte man sich<br />

im Ortsteil Tornesch an, sodass Esingen 1930<br />

seinen Namen in den des bekannteren Ortsteils<br />

änderte. Das Stadtrecht wurde Tornesch<br />

2005 verliehen. Tornesch hat sich in den<br />

letzten Jahren konstant von einer ländlich<br />

geprägten Großgemeinde in eine lebens- und<br />

liebenswerte junge Stadt entwickelt.<br />

Stadt Uetersen<br />

Die Stadt liegt zentral im <strong>Kreis</strong>gebiet, am<br />

äußersten Ende (ueterst end) der Geest nahe<br />

der Haseldorfer Elbmarsch. Sie bietet urbanes<br />

Wohnen, vielfältige Kultur, renommierte<br />

Schulen, Parkanlagen, Fußgängerzone und<br />

Hafen. Das Klosterviertel gilt als Geburtsstätte<br />

der Stadt, die 1234 erstmals urkundlich erwähnt<br />

wurde. Die spätbarocke Klosterkirche<br />

von 1749 ist auch Ort herausragender Konzerte.<br />

Uetersen darf den Titel Rosenstadt tragen<br />

– dank seines Rosariums mit seinen rund<br />

30 000 Rosen in mehr als Tausend Sorten.<br />

Zudem hat sich Uetersen aufgrund des besonderen<br />

Services den Ruf einer Hochzeitsstadt<br />

erworben.<br />

Fortsetzung Seite 20


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:15 Seite 19<br />

19<br />

Flugplatz Uetersen/Heist<br />

1936 landete das erste Flugzeug auf dem frisch planierten<br />

Rollfeld des Flugplatzes Uetersen. Heute landen 25 000- bis<br />

30 000-mal im Jahr Piloten ihr Flugzeug auf dem Gelände der<br />

Flugplatz Uetersen/Heist GmbH. Die heutige Trägergesellschaft<br />

wurde 1973 von zwei Segelflug- und zwei Motorflug-<br />

Vereinen gegründet, nachdem die Deutsche Luftwaffe den<br />

militärischen Flugbetrieb eingestellt hatte.<br />

Heute haben Fliegervereine mit mehreren Hundert Mitgliedern,<br />

Flugschulen, Flugzeugvercharterern und zahlreichen Privat -<br />

haltern dort ihre fliegerische Heimat. Uetersen/Heist ist ein<br />

idealer „Ausflugsplatz“ für private und geschäftliche Kurz -<br />

reisen.<br />

Herbststimmung am Flugplatz<br />

Information<br />

Eröffnung: 1936 und Militärnutzung bis 1973; parallele zivile Nutzung ab 1951 (Segelflug) und 1956 (Motorflug)<br />

Gründung der Flugplatz Uetersen GmbH: 1973; Mitarbeiter der Gesellschaft: 5; Beschäftigte am Flugplatz: ca. 50<br />

Flugbewegungen pro Jahr: Motorflug rund 55 000, Segelflug rund 6000<br />

www.edhe.de<br />

Hotel Mühlenpark<br />

Auf einem parkähnlichen Grundstück gelegen, besticht der<br />

„Mühlenpark“ schon auf den ersten Blick durch den Charme<br />

einer der schönsten Jugendstilvillen in Uetersen. Die<br />

25 Hotelzimmer befinden sich in einem 1992 errichteten<br />

Anbau zu der um die Jahrhundertwende erbauten Jugendstilvilla.<br />

Alle Zimmer sind liebevoll und individuell ausgestattet;<br />

gleichzeitig erwartet Sie eine hochwertige Funktionalität wie<br />

zum Beispiel Flachbild-TV und natürlich W-LAN.<br />

Für den Komfort, die gehobene Gastlichkeit und die sehr<br />

persönliche Atmosphäre sorgen Familie Lübbert und ihre<br />

Mitarbeiter. Diese freuen sich auf Ihren Besuch und heißen<br />

Sie recht herzlich willkommen im Hotel Mühlenpark in der<br />

Rosenstadt Uetersen.<br />

Information<br />

Das Hotel Mühlenpark in Uetersen wurde um die Jahrhundertwende im<br />

Jugendstil erbaut und wird heute von Familie Lübbert geführt.<br />

Gründungsjahr: 1899/1900; Mitarbeiter: 7; Leistungsspektrum: 25 individuelle Zimmer (Nichtraucher) mit Dusche oder<br />

Badewanne, Haarfön und Schminkspiegel, Flachbild-TV, W-LAN, Fenster mit Insektenschutz, zwei Juniorsuiten mit separatem<br />

Bade zimmer/WC, ausreichend Parkplätze, barrierefreier Zugang, Fahrstuhl, hauseigenes Restaurant<br />

www.muehlenpark.de


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:15 Seite 20<br />

20<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Symbol für den traditionsreichen<br />

Ochsenmarkt in Wedel<br />

Stadt Wedel<br />

Stadt Wedel<br />

Fläche: 3382 Hektar<br />

Einwohner: 33 204<br />

www.wedel.de<br />

Wedel, auch bezeichnet als Brücke zwischen<br />

Hamburg und Holstein oder grüne Stadt am<br />

blauen Strom, liegt mit einem schönen Elbstrand<br />

im Süden des <strong>Kreis</strong>es. Hier werden am<br />

Willkomm-Höft Schiffe aus aller Welt auf<br />

ihrem Weg in den Hamburger Hafen begrüßt.<br />

1212 erstmals erwähnt, glänzt Wedel historisch<br />

mit seinem Ochsenmarkt, der heute<br />

noch als Traditionsveranstaltung stattfindet.<br />

Wahrzeichen der Stadt ist der Roland, der als<br />

Zeichen der Marktgerechtigkeit im 18. Jahrhundert<br />

aufgestellt wurde. Wedels Wirtschaft<br />

ist überwiegend von Hochtechnologie und<br />

Pharmatechnik bestimmt.<br />

Natur- und FFH-Schutzgebiete (Fauna-Flora-<br />

Habitatrichtlinie) im Regionalpark Wedeler<br />

Au mit Binnendünen und Heiden, Feucht -<br />

wiesen und Mooren, Marschland und Sandstrand<br />

bieten vielfältige Landschaftserlebnisse,<br />

die sich zu entdecken lohnen. |<br />

Der interessierte Leser, der nun neugierig<br />

geworden ist, kann den <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> wunderbar per Rad erkunden.


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21<br />

Am Willkomm-Höft am Schulauer Fährhaus werden alle ein- und auslaufenden<br />

Schiffe mit einer Vermessung von über 1000 Grosstons mit<br />

ihrer Nationalhymne und in ihrer jeweiligen Landessprache begrüßt.<br />

Wer in Wedel einen Tag am Strand verbringen möchte, hat die Wahl,<br />

denn Strände gibt es hier gleich zwei. Auf jeden Fall laden beide zum<br />

ausgiebigen Verweilen an der Elbe ein.<br />

Wedel – Stadt mit frischem Wind<br />

In Wedel, der Stadt an der Elbe, dreht sich vieles ums Wasser.<br />

Herausragende Attraktion ist die Begrüßungszeremonie für<br />

die dicken Pötte am „Willkomm-Höft“. Aber auch darüber<br />

hinaus hat Wedel in maritimer Hinsicht einiges zu bieten:<br />

Ein Spaziergang vom Willkomm-Höft Richtung Westen führt<br />

entlang des Schulauer Hafens und weiter zum Strandbad.<br />

Ein Beachclub und ein schattiger Spielplatz für Kinder direkt<br />

hinterm Deich bieten Spaß und Entspannung für Groß und<br />

Klein. Vorbei am Tonnenhafen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung<br />

geht es weiter zum Hamburger Yachthafen, mit<br />

rund 2000 Liegeplätzen einer der größten, tideunabhängigen<br />

Sportboothäfen Europas. Der Hamburger Yachthafen ist<br />

Heimat von gleich 50 Wassersport-Vereinen. Das Hafen-Team<br />

freut sich jährlich über mehr als 14 000 Übernachtungen von<br />

Gastliegern, die von hier aus die Region erkunden wollen.<br />

Die Badebucht wiederum sorgt für erholsame, sportliche,<br />

gesunde und erlebnisreiche Stunden. Fünf unterschiedlich<br />

temperierte Saunen, großzügige Ruheräumlichkeiten und der<br />

schönste Saunagarten Norddeutschlands unmittelbar neben<br />

dem Landschaftsschutzgebiet Elbmarsch bilden das Zentrum<br />

des Wellnessbereichs. Gäste dürfen sich hier fallen lassen,<br />

durchatmen, abschalten.<br />

In Wedel entsteht aber auch ein Stück Zukunft an der Elbe.<br />

Mit dem Kauf des Areals im Jahr 2011 durch die Stadt Wedel<br />

konnte ein Stück wichtiger städtebaulicher Zukunft eingeleitet<br />

werden. Der BusinessPark Elbufer bildet mit einer Fläche von<br />

180 000 m² in exponierter Lage, direkt an der Elbe, eines der<br />

wichtigsten Entwicklungsprojekte der nächsten Jahre. Das<br />

Großprojekt wird Wedel nachhaltig prägen und das wirtschaft -<br />

liche Potenzial der Metropolregion Hamburg weiter ausbauen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2012 erstmals urkundlich erwähnt; Partnerstädte: Wolgast (Deutschland), Makete (Afrika), Caudry (Frankreich)<br />

Fläche: 33,82 km 2 ; Einwohner: rund 33 000<br />

Sehenswertes: Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm-Höft“, Altstadt und Roland, Badebucht, Planetenlehrpfad, Elberadweg,<br />

Theaterschiff Batavia, Hafenfest, Ochsenmarkt u. v. m.<br />

www.wedel.de


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22<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

oben: Die Vorstandsmitglieder Jörg Mach und Jörn Press (v. l.) beraten<br />

über eine Zeichnung der Neubaumaßnahme Feldstraße in Wedel<br />

(45 öffentlich geförderte Wohnungen, Fertigstellung Ende 2018)<br />

links: Unsere Wohngebäude Rudolf-Breitscheid-Straße in Wedel<br />

(Baujahr 1951, umfangreich saniert in den Jahren 2007 bis 2010)<br />

EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft eG<br />

Die EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft ist in Wedel seit<br />

über 90 Jahren eine feste Größe, wenn es um das Thema<br />

Wohnen geht. Als klassische Siedlungsgenossenschaft haben<br />

wir 1925 hier begonnen. Nach dem Krieg waren wir einer der<br />

Ersten, die im großen Stil mehrgeschossige Häuser mit Mietwohnungen<br />

errichteten und so einen wichtigen Beitrag zur<br />

Minderung der Wohnungsknappheit leisteten. Und auch in<br />

den folgenden Jahrzehnten haben wir immer wieder neuen<br />

und erschwinglichen Wohnraum geschaffen.<br />

Heute sind wir ein modernes Wohnungsunternehmen, das<br />

sich intensiv um die Pflege und Modernisierung seines<br />

Bestandes kümmert – und um seine Mitglieder. Denn wir sind<br />

zwar leistungsfähig, aber nicht sehr groß: Knapp 460 Wohnungen<br />

mit insgesamt rund 23 172 Quadratmetern Wohn -<br />

fläche, verteilt auf 79 Häuser, umfasst unser Bestand.<br />

Das hat für die Menschen, die bei uns und mit uns wohnen,<br />

viele Vorteile. Wir kennen sie und ihre Bedürfnisse gut, und da<br />

wir vor Ort sind, lassen sich Fragen oder Probleme schnell und<br />

flexibel klären – der Vorstand ist bei Bedarf direkt ansprechbar.<br />

Die „sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“<br />

ist die Philosophie einer Wohnungsgenossenschaft und das<br />

ist unverändert und uneingeschränkt unser Anspruch. Bei uns<br />

sind die Nutzer und Kapitalanleger identisch, wir gehören uns<br />

selbst. Unsere Überschüsse werden als Dividende an die<br />

Mitglieder ausgeschüttet oder in das Unternehmen investiert.<br />

Unsere Mitglieder wohnen wie ein Eigentümer, mit einem<br />

lebenslangen Wohnrecht sowie Mitbestimmung bei der Entwicklung<br />

der Genossenschaft. Als vergleichsweise kleines<br />

Unternehmen sind wir zudem stolz auf unsere persönliche<br />

Betreuung.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1925; Mitarbeiter: 5; Mitglieder: 690<br />

Leistungsspektrum: Lokale Wohnungsgenossenschaft mit lebenslangem Wohnrecht und Mitbestimmung; Hausmeisterdienst,<br />

Schlichten und Vermitteln bei Nachbarschaftsproblemen, Hilfe beim Wohnungswechsel, Service- und Beratungsleistungen<br />

Bestand: 460 Wohnungen, rund 23 172 Quadratmeter Wohnfläche, 79 Häuser mit zeitgemäßem Standard<br />

www.eigenheim-wedel.de


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23<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> mit<br />

seinen Kommunen


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24<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Geschichte und Zukunft<br />

Helgoland –<br />

Insel mit wechselvoller Geschichte<br />

Jörg Singer / Levke Paulsen<br />

Der Weg führt über das Meer. Rund 60 Kilometer<br />

vor der Deutschen Nordseeküste liegen<br />

zwei Inseln, die Hauptinsel aus Buntsandstein<br />

mit ihrem Wahrzeichen, der Felsnadel „Lange<br />

Anna“. Helgoland gehört mit seinen rund<br />

1400 Einwohnern zum <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> im<br />

Bundesland Schleswig-Holstein und besitzt<br />

als einzige Insel das älteste Wappen im <strong>Kreis</strong>.<br />

Es stammt aus dem Jahre 1696 und beruht auf<br />

einer von Herzog Friedrich IV. verliehenen<br />

Schifffahrtsflagge. Die Farben wurden erst im<br />

19. Jahrhundert mit dem Erscheinungsbild<br />

der Insel begründet: „Grün ist das Land, rot ist<br />

die Kant, weiß ist der Sand: Das sind die Farben<br />

von Helgoland.“<br />

Neben der Hauptinsel liegt die „kleine<br />

Schwes ter“, die Düne. Mit tideunabhängigen<br />

Stränden an Nord- und Südseite ist sie nicht<br />

nur für Badegäste ein kleines Paradies. Auch<br />

Kegelrobben und Seehunde fühlen sich hier<br />

zunehmend wohl – ebenso wie zahlreiche<br />

andere Seevögel.<br />

Die Geschichte der Insel ist aufregend bis weit<br />

in das letzte Jahrhundert hinein. Helgoland<br />

war Seefestung, Seeräubernest, bedeutender<br />

Stützpunkt der Seelotsen und zu Beginn des<br />

18. Jahrhunderts sogar größtes Warenumschlagzentrum<br />

Europas. Heute ist Helgoland<br />

Seeheilbad, Inspirations- und Erholungsort<br />

für Urlauber und ein zollfreies Einkaufs -<br />

paradies für jährlich etwa 350 000 Inselgäste.<br />

Vogel- und Küstenforschung spielen seit 125<br />

Jahren eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren<br />

ist Helgoland für die Energiewende auf<br />

hoher See ein wichtiger Hafenservicestützpunkt<br />

geworden.<br />

Die Hafenmeile<br />

Die Hauptinsel aus mächtigem rotem Fels ragt<br />

aus dem Wasser und präsentiert sich mit seiner<br />

einzigartigen Flora und Fauna und einem<br />

milden, vom nahen Golfstrom begünstigten<br />

Hochseeklima.<br />

Helgoland wurde belagert und war ab 1714<br />

dänisch. Doch bereits im Jahr 1807 wurde die<br />

Insel britisch. 1826 gründete Jacob Andresen<br />

Siemens das Seebad. Erst mit dem „Vertrag<br />

über Kolonien und Helgoland“ von 1890<br />

übergab man Helgoland an Deutschland.<br />

Auch an den Weltkriegen war die Insel als<br />

Marinestützpunkt beteiligt. Am 18. April 1945<br />

wurde Helgoland fast vollständig bei einem<br />

Bombenangriff zerstört. Die Zivilbevölkerung<br />

fand im Bunkersystem im Felsen Schutz und<br />

konnte evakuiert werden. Im Jahr 1947 versuchten<br />

die Engländer sogar, die Militär -<br />

anlagen Helgolands mit der größten nicht -<br />

nuklearen Sprengung zu vernichten.<br />

Erst 1952 eroberten Insulaner, Fischer und<br />

Studenten die Insel friedlich zurück und die<br />

Wiederbesiedelung konnte beginnen. Es entstand<br />

ein einzigartiges bauhausinspiriertes<br />

Architekturensemble. Zahlreiche Bauwerke<br />

wie Rathaus, Biologische Anstalt, die Kirche<br />

und die Jugendherberge sind Zeitzeugen dieser<br />

Wiederaufbauepoche der Insel. An vielen


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25<br />

Gemeinde Helgoland<br />

An der deutschen Nordseeküste gibt es viele Inseln, doch<br />

keine von ihnen ist mit Helgoland vergleichbar. Rund 60 Kilometer<br />

vom Festland entfernt, hebt sich der mächtige, rote<br />

Buntsandsteinfelsen mit grünem Land aus dem Wasser und<br />

präsentiert sich Ihnen mit einer einmaligen Flora und Fauna<br />

und einem milden, vom nahen Golfstrom begünstigten Hochseeklima.<br />

Helgoland ist eine Oase der Ruhe für Stressgeplagte<br />

und ein einzigartiges Naturdenkmal, das keine Umweltprobleme<br />

kennt. Helgoland ist aber auch eine vielseitige Urlaubs- und<br />

Erlebnisinsel, Kurort und Heilbad zu allen vier Jahreszeiten.<br />

Dabei ist alles ein bisschen anders, als Sie es von Helgoland<br />

vielleicht denken – denn Deutschlands einzige Hochseeinsel<br />

ist wirklich einmalig.<br />

Die Westseite der Insel mit starker Brandung und der Langen Anna<br />

Information<br />

Helgoland: gehört seit 1932 zum <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>; Einwohner: ca. 1400; Ausflugs- und Übernachtungsgäste/Jahr: rd. 350 000<br />

Bemerkenswertes: Der <strong>Pinneberg</strong> ist mit 61,3 Metern die höchste Erhebung auf der Insel und die höchste Erhebung des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>. Die Hauptinsel misst 1,0 km 2 , die Badedüne 0,7 km 2 . Die Insel gehört zu keinem Steuergebiet.<br />

www.helgoland.de<br />

Orten auf der Insel erzählt Helgoland von der<br />

unverwechselbaren Geschichte und informiert<br />

die Besucher durch Hinweistafeln über die<br />

historischen Ereignisse. Die traditionelle<br />

Sprache Helgolands ist das Halunder, Helgoländer<br />

Friesisch. Dieser inselfriesische Dialekt<br />

der nordfriesischen Sprache ist auch Amtssprache.<br />

Nur noch wenige Helgoländer sprechen<br />

das für Gäste kaum zu verstehende<br />

Halunder. Der Spatz heißt dann „Karkfink“,<br />

die Libelle „Skiirskott“, der Fahrstuhl „Wüpp“,<br />

Helgoland „deät Lunn“ (das Land).<br />

Mehr und mehr entwickelt sich Helgoland<br />

wieder – wie zu Zeiten der Dichter und Denker<br />

vor über 125 Jahren – zur Oase der Ruhe<br />

für stressgeplagte, natur- und sportlich interessierte<br />

Urlaubsgäste. Zu allen Jahreszeiten<br />

hat die vielseitige Urlaubs- und Erlebnisinsel<br />

etwas zu bieten. Auf der Fußgängerinsel lässt<br />

sich bei kleinen ganz spontanen Streifzügen<br />

vielerlei Nützliches, Überraschendes, Wissenswertes<br />

und Nachdenkliches über<br />

Deutschlands einzige Hochseeinsel ent decken. |<br />

Die Hauptinsel und die „kleine Schwester“, die Düne, im Hintergrund


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26<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Die <strong>Kreis</strong>verwaltung: Von „A“ wie Abfall<br />

bis „Z“ wie Zulassung – Dienstleistungen<br />

für die Region<br />

Oliver Stolz<br />

Das alte <strong>Kreis</strong>haus in <strong>Pinneberg</strong><br />

steht heute unter Denkmalschutz.<br />

Am Stadtrand von Elmshorn befindet sich der<br />

Standort eines der größten Dienstleistungsunternehmen<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>: die <strong>Kreis</strong>verwaltung,<br />

Partner für rund 310 000 Ein -<br />

wohnerinnen und Einwohner im <strong>Kreis</strong> mit<br />

der höchsten Bevölkerungsdichte im Land<br />

Schleswig-Holstein.<br />

Wirtschaftsorientierung gehört ebenso zur<br />

Maxime dieses Unternehmens wie der Dienst<br />

für die Bürger und Kunden des <strong>Kreis</strong>es.<br />

Früher eher ordnungsrechtlich geprägt, hat<br />

sich die <strong>Kreis</strong>verwaltung zu einem modernen<br />

Dienstleistungsunternehmen mit rund 900<br />

Beschäftigen entwickelt, welches über betriebswirtschaftliche<br />

Elemente gesteuert wird.<br />

Im <strong>Kreis</strong>haus werden tagtäglich Hunderte<br />

Aufgaben erledigt, die zum gesellschaftlichen<br />

Leben einfach dazugehören. Denn ein ordnendes<br />

und planendes Handeln zur Daseins-<br />

und Zukunftsfürsorge sichern den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

als einen attraktiven Wirtschaftsstandort<br />

und lebenswerte Region.<br />

So lassen die Überschrift dieses Artikels und<br />

die Bezeichnungen der drei großen Fach -<br />

bereiche der <strong>Kreis</strong>verwaltung („Ordnung“,<br />

„Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit“<br />

und „Service, Recht und Bauen“) zumindest<br />

ansatzweise erahnen, welche Aufgabenfülle<br />

inzwischen in der Kurt-Wagener-Straße in<br />

Elmshorn angesiedelt ist.<br />

Seit Oktober 2011 hat die <strong>Kreis</strong>verwaltung<br />

<strong>Pinneberg</strong> genau dort ihren Sitz, in einem<br />

modernen, lichtdurchfluteten Verwaltungs -<br />

gebäude. Lange dunkle Behördenflure gehören<br />

der Vergangenheit an, der alte Amtssitz in<br />

<strong>Pinneberg</strong> ist inzwischen größtenteils abgerissen<br />

und neuer Wohnbebauung gewichen.<br />

Die größte Außenstelle des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>,<br />

das Straßenverkehrsamt, wird Anfang 2018<br />

ebenfalls nach Elmshorn verlegt. Direkt<br />

neben dem jetzigen <strong>Kreis</strong>haus entsteht ein<br />

Neubau, welchen der <strong>Kreis</strong> anmieten wird.<br />

Charmante Randnotiz: Ein kleines Stück<br />

<strong>Kreis</strong>verwaltung verbleibt dennoch für immer<br />

in der Stadt <strong>Pinneberg</strong>: Am noch bestehenden<br />

Altbau der ehemaligen <strong>Kreis</strong>verwaltung in der<br />

Moltkestraße prangt weiterhin der Schriftzug<br />

„<strong>Kreis</strong>haus“, dieser wird aus Denkmalschutzgründen<br />

auch dort verbleiben.<br />

Aber nicht nur die Örtlichkeit hat sich verändert,<br />

im neuen Gebäude kann insgesamt ein<br />

deutlich verbesserter Service angeboten werden:<br />

Freundliche Mitarbeiterinnen und Mit-


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27<br />

arbeiter empfangen die Kunden im Eingangsbereich<br />

und helfen mit ersten Informationen<br />

weiter, viele Anliegen unserer Bürgerinnen<br />

und Bürger können sogar direkt vor Ort am<br />

Infotresen erledigt werden. Auch die ehe -<br />

malige „Telefonzentrale der <strong>Kreis</strong>verwaltung“<br />

ist inzwischen ungleich mehr: In unserem<br />

Service-Center ist der deutschlandweite<br />

Dienst der Behördenrufnummer 115 fest<br />

etabliert. Hier erhalten Anrufer zahlreiche<br />

Informationen zu den Leistungen des <strong>Kreis</strong>es,<br />

der Städte und Gemeinden, aber auch der<br />

Bundes- und Landesverwaltungen. Dies ist<br />

ein Angebot, welches den Kontakt mit den<br />

unterschiedlichen Behörden für die Bürge -<br />

r innen und Bürger zunehmend einfacher<br />

macht, denn der 115-Verbund vergrößert<br />

sich von Jahr zu Jahr.<br />

Für die <strong>Kreis</strong>politik und die <strong>Kreis</strong>verwaltung<br />

gibt es zukünftig genug zu tun. Die Digitalisierung<br />

– E-Government – wird unsere Kommunikation<br />

und die Bearbeitung von Pro -<br />

zessen auf bisher nicht gekannte Weise ver -<br />

ändern. Schon bald können unsere Kunden<br />

einen hohen Komfort und breiten medialen<br />

Zugang zu unseren vielfältigen Leistungen erwarten.<br />

Und wie begegnen wir beispielsweise<br />

den Auswirkungen des demografischen Wandels<br />

für unsere Region? Oder dem wachsenden<br />

Fachkräftebedarf? Fragen, auf die wir<br />

Antworten finden und Maßnahmen ergreifen<br />

werden. Als Landrat des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

möchte ich dazu beitragen. Ich verstehe die<br />

öffentliche Verwaltung als Partner von Wirtschaft<br />

und Berater der Politik, die letztlich die<br />

wichtigen Entscheidungen für die Region<br />

trifft. Nur gemeinsam können wir die vor uns<br />

liegenden Herausforderungen meistern und<br />

den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> weiterentwickeln.<br />

Die Verwaltung des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> wird<br />

ihren Teil dazu beitragen. Und dies nicht allein,<br />

denn der <strong>Kreis</strong> ist bei zahlreichen Gesell -<br />

schaften (Mit-)Eigentümer und bietet einige<br />

Dienstleistungen in Kooperation mit seinen<br />

Nachbarkreisen an. Dazu zählen unter anderem<br />

der gemeinsame Rettungsdienst und<br />

eine der modernsten Leitstellen Europas, die<br />

Kooperative Regionalleitstelle in ihrem Neubau<br />

in Elmshorn. Wir sind gut aufgestellt –<br />

von „A“ wie Aufbruch bis „Z“ wie Zukunft. |<br />

Dienstleisterin für die Bürgerinnen<br />

und Bürger: die <strong>Kreis</strong>verwaltung<br />

in Elmshorn


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28<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Integration im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Birgit Köhnke<br />

Im Jahr 2009 wurde im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> erstmals<br />

vom <strong>Kreis</strong>tag ein Integrationskonzept<br />

verabschiedet. Schon damals erkannten wir<br />

Zuwanderung und Integration als Chance zur<br />

gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung<br />

und ebneten den Weg für geeignete Rahmenbedingungen.<br />

2015 wurde eine Stabsstelle<br />

Integration als strategisch-konzeptionell<br />

wirkende Organisationseinheit gebildet.<br />

Heute leben etwa 26 000 Einwohnerinnen<br />

und Einwohner ausländischer Herkunft im<br />

<strong>Kreis</strong>. Seit Mitte 2015 haben fast 4000 weitere<br />

Männer, Frauen und Kinder hier um Asyl ersucht,<br />

weil sie vor Krieg und Verfolgung aus<br />

ihren Heimatländern geflohen sind. Eine Vielzahl<br />

dieser Neuzugewanderten findet nach<br />

positivem Ausgang ihres Asylverfahrens im<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> eine neue Heimat. Integration<br />

wurde vor diesem Hintergrund als ein<br />

wesentliches Querschnittsthema in die strategischen<br />

Ziele der <strong>Kreis</strong>verwaltung aufgenommen<br />

und findet Eingang in die langfristig ausgerichtete<br />

Sozialplanung.<br />

Seitens der Städte, Ämter und Gemeinden<br />

wurde insbesondere in den letzten zwei<br />

Jahren in einer beispielhaften Anstrengung<br />

dafür Sorge getragen, dass die stark gestiegene<br />

Zahl der Asylsuchenden dezentral untergebracht<br />

und mit allem Lebensnotwendigen<br />

ausge stattet werden konnte. Koordinierungskräfte<br />

regeln heute die Betreuung vor Ort und<br />

setzen integrationsförderliche Maßnahmen<br />

um.<br />

Im Verlauf des Jahres 2017 ist von der Stabsstelle<br />

Integration in einem umfänglichen<br />

partizipativen Prozess zwischen Verwaltung,<br />

Kommunen, Politik, Ehrenamt, freien Trägern,<br />

Einrichtungen und Institutionen als Weiterentwicklung<br />

der bisherigen Überlegungen ein<br />

Handlungskonzept Integration im <strong>Kreis</strong> Pinne -<br />

berg erarbeitet worden. Darin enthalten sind<br />

neben grundsätzlichen Betrachtungen und<br />

einer vollständigen Darstellung der Integra -<br />

tionskette bevorzugte Handlungsempfehlungen<br />

für alle Bereiche der Aufnahme Neuzugewanderter.<br />

Wesentliches Ziel des Willkommensmanagements<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist, interkulturelle<br />

Kompetenz zu erlangen – für alle Beteiligten –<br />

sowie eine ressourcenbasierte individuelle<br />

Integrationsplanung. Nicht in der Aufgabe<br />

von Identitäten, Werten und Traditionen, sondern<br />

darin, kulturelle Vielfalt als Potenzial zu<br />

betrachten, das es zu fördern und zu nutzen<br />

gilt, liegt das besondere Integrationsverständnis.<br />

In diesem Zusammenhang wird auch die<br />

dauerhafte Etablierung eines interreligiösen<br />

Dialoges im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> angestrebt.<br />

Besondere Anerkennung ist der herausragenden<br />

Leistung der Ehrenamtlichen in der Integration<br />

der Neuzugewanderten auszusprechen.<br />

Mit unverändert anhaltendem Engagement<br />

übernehmen sie Verantwortung, um<br />

den Frauen, Männern und Kindern eine helfende<br />

Hand zur Selbsthilfe zu bieten und ein<br />

neues gesellschaftliches Miteinander zu gestalten.<br />

|


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29<br />

oben: Wo die Herkunft keine Rolle spielt – gute Informationen zu<br />

Integrationsmaßnahmen und Sprachförderung<br />

links: Qualifizierter Unterricht als Grundlage erfolgreicher<br />

Integrationswege<br />

Diakonieverein Migration – Beratung für Ausländer, Flüchtlinge und<br />

Aussiedler e. V.<br />

Der Diakonieverein Migration tritt für eine umfassende Integra -<br />

tionsförderung aller zugewanderten Menschen ein. Ziel der<br />

Förderung ist die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaft -<br />

lichen Leben der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu gehören<br />

der Zugang zu Bildung und Arbeit sowie die soziale, rechtliche<br />

und politische Integration.<br />

Integration wird vom Diakonieverein als ein wechselseitiger<br />

Prozess verstanden. Er stellt Anforderungen an die eingewanderten<br />

Menschen, die hiesige Lebensweise zu verstehen und<br />

in ihre Lebensgestaltung einbeziehen zu können, aber auch<br />

an die aufnehmende, vielfältiger gewordene Gesellschaft. Leit -<br />

gedanke ist, dass Integration nachhaltig dort gelingt, wo positive<br />

Einstellungen und Meinungen zur Vielfalt vorhanden sind.<br />

In Schleswig-Holstein fördern Bund, Land und Kommunen die<br />

Integration über die Migrationsberatung und Flüchtlingsbetreuung.<br />

Ziel der Beratung, Betreuung und Sprachförderung ist es,<br />

den Integrationsprozess bei Neuzugewanderten anzuregen, zu<br />

steuern und zu begleiten.<br />

Durch dieses bedarfs- und ressourcenorientiere Beratungsund<br />

Betreuungsangebot für Zugewanderte soll ein qualitativer<br />

Beitrag zur Integration geleistet werden. Im Zentrum steht<br />

dabei die Befähigung der Neuzugewanderten zu selbststän -<br />

digem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1996; Mitarbeiter: 32 hauptamtliche, 24 nebenamtliche sowie durchschnittlich 80 ehrenamtliche Mitarbeitende<br />

Leistungsspektrum: Migrationsberatung, Beratung und Betreuung von Geflüchteten, Verfahrensberatung, Sprach- und Integra -<br />

tionskurse, außerschulische Projekte, Projekte für Flüchtlinge und gemeinwesenorientierte Arbeit<br />

www.diakonieverein-migration.de


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30<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

„Behindert sein? Oder behindert werden?“ –<br />

Inklusion im <strong>Kreis</strong><br />

Axel Vogt<br />

Die Reife einer Gesellschaft zeigt sich<br />

unter anderem in ihrem Umgang mit<br />

Minderheiten – der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat<br />

dazu einen Aktionsplan erarbeitet.<br />

Sehr provokante Fragen, die einen Paradig -<br />

men wechsel deutlich machen. Die UN-<br />

Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die<br />

seit 2009 in Deutschland ratifiziert ist, stellt<br />

die Basis für ein neues Denken im Umgang<br />

mit Menschen mit Handicaps dar. In früheren<br />

Jahren hatten – nach Ansicht der Gesellschaft<br />

– behinderte Menschen personenbezogene<br />

Einschränkungen, die sie zu Behinderten<br />

machten und für die sie – sofern sie ihre Bedürftigkeit<br />

nachweisen konnten – Unterstützungsleistungen<br />

beantragen konnten. Sehr<br />

kurz übersetzt: Menschen sind an ihrer Behinderung<br />

selber Schuld und die Gesellschaft<br />

hilft erst, wenn neben der Behinderung auch<br />

noch eine Bedürftigkeit hinzu kommt. Wenn<br />

man Behinderte einmal gefragt hätte, wäre<br />

man sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen,<br />

dass sie keine freie Wahl hatten, ob sie<br />

behindert sein wollten oder nicht.<br />

Nach der UN-BRK sollen sich das Bild und<br />

die Einstellung zu Behinderungen deutlich<br />

wandeln. Jede Einschränkung von Menschen<br />

stellt nur grundsätzlich ein Problem dar.<br />

Sofern die gesellschaftliche Situation barrierefrei<br />

wäre, würden viele – zum Beispiel körperliche<br />

– Einschränkungen zwar vorhanden,<br />

aber im täglichen Geschehen nicht behindernd<br />

sein. Es gilt also zukünftig, die individuell<br />

vorhandene Einschränkung ins Verhältnis<br />

zum jeweiligen Sozialraum des behinderten<br />

Menschen zu setzen, um die individuelle<br />

Behinderung zu erkennen.


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31<br />

Schäferhof – Soziale Dienste,<br />

Wohn- und Werkstätten<br />

1898 erwarb die Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie den<br />

Schäferhof in Appen, um dort aus christlicher Überzeugung<br />

Wohnungslosen ein Zuhause, sinnvolle Beschäftigung und<br />

einen Ausstieg aus ihrer schwierigen Lebenssituation zu<br />

ermöglichen. Eine Aufgabe, die noch heute auf dem Schäferhof<br />

umgesetzt wird. Den Standort Schäferhof prägt auch<br />

der Kooperationspartner Lebenshilfe Südholstein, der dort<br />

Menschen mit Behinderungen eine passende Beschäftigung<br />

bietet. Außerdem sind mehrere Privatfirmen hier angesiedelt,<br />

die mit der Sozialwirtschaft zusammenarbeiten. Der Natur -<br />

erlebnisraum Schäferhof und das Hofcafé stehen auch<br />

Menschen der Region offen.<br />

Information<br />

Noch heute bietet der Schäferhof wohnungslosen Menschen<br />

ein Zuhause auf Zeit.<br />

Gründungsjahr: Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie 1891, Erwerb Schäferhof 1898; Mitarbeiter: etwa 30<br />

Leistungsspektrum: verschiedene Angebote der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie (u. a. Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe),<br />

der Lebenshilfe Südholstein (Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) sowie von mehreren Privatfirmen<br />

www.schaeferhof-sh.de<br />

Neben der Erkenntnis über die tatsächliche<br />

Behinderung, stellt das individuelle Wunschund<br />

Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen<br />

einen wesentlichen Aspekt für ein<br />

selbstbestimmtes Leben dar. Kein Nichtbehinderter<br />

würde den Anspruch auf ein selbstbestimmtes<br />

Leben für sich in Frage stellen.<br />

Warum denn dann für Menschen mit Behinderungen?<br />

Die UN-BRK stellt klar, dass eine<br />

Bevormundung von Menschen mit Handicaps,<br />

zum Beispiel wie sie zu wohnen haben,<br />

ausgeschlossen werden muss. Wenn also die<br />

Gesellschaft bisher sehr exklusiv – im Sinne<br />

von Ausschluss bestimmter Bevölkerungsgruppen<br />

– gehandelt hat, nämlich dadurch,<br />

das behindert werden der Normalfall war,<br />

dann muss die Gesellschaft auch dafür sorgen,<br />

dass der grundgesetzliche Anspruch,<br />

niemand darf wegen einer Behinderung<br />

diskriminiert werden, auch umgesetzt wird –<br />

unabhängig davon, ob ein behinderter<br />

Mensch bedürftig ist oder nicht.<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> wurde deshalb in 2017 ein<br />

Aktionsplan erarbeitet, der die wichtigsten<br />

Handlungsfelder (Gesundheit, Arbeit, Freizeit<br />

usw.) betrachtet und Maßnahmen heraus -<br />

arbeitet, die danach schnellstmöglich umgesetzt<br />

werden sollen, um die Fehler der Ver -<br />

gangenheit zu korrigieren. Die Reife einer<br />

Gesellschaft zeigt sich unter anderem in<br />

ihrem Umgang mit Minderheiten. Der <strong>Kreis</strong><br />

macht sich auf den Weg, seinen Reifegrad zu<br />

erhöhen. |


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:17 Seite 32<br />

32<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Erfolgsfaktor Wissen –<br />

passgenaue Schul- und Bildungsangebote<br />

Adelia Schuldt / Andrea Pinzek<br />

Die Veränderungen in der Schullandschaft<br />

waren auch im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> in den letzten<br />

Jahren gewaltig. 2008 erfolgte die Umstruk -<br />

turierung der<br />

– Haupt- und Realschulen in Regionalschulen<br />

und Gemeinschaftsschulen,<br />

– Gesamtschulen wurden zu Gemeinschaftsschulen<br />

mit Oberstufe<br />

– und in 2014 erfolgte die Umstrukturierung<br />

der Regionalschulen in Gemeinschafts -<br />

schulen.<br />

Gemeinschaftsschulen sind grundsätzlich<br />

offene Ganztagsschulen, das heißt, es besteht<br />

eine allen Schülerinnen und Schülern zur<br />

Ver fügung stehende Nachmittagsbetreuung<br />

mit Verpflegung in der Mensa. Eine Gemeinschaftsschule<br />

im <strong>Kreis</strong> ist eine gebundene<br />

Ganztagsschule, also die Teilnahme am Nachmittagsprogramm<br />

ist verpflichtend. Bei den<br />

Grundschulen gibt es im <strong>Kreis</strong>gebiet zurzeit<br />

13 offene Ganztagsschulen sowie eine ge -<br />

bundene Ganztagsschule. Die übrigen Grund -<br />

schulen haben in der Regel in oder bei der<br />

Schule ein Nachmittagsbetreuungsangebot<br />

mit begrenzten Aufnahmemöglichkeiten.<br />

Die äußeren Strukturveränderungen haben<br />

auch umfangreiche pädagogische und orga -<br />

nisatorische Veränderungen in den Schulen<br />

nach sich gezogen, die an jeder Schule von<br />

den Kollegien mit viel Engagement erarbeitet<br />

und umgesetzt wurden.<br />

Durch die Verbindungen mehrerer Schulen<br />

sind die neuen Sekundarschulen teilweise<br />

größer geworden. Dadurch konnte man die<br />

Angebote an Profilen und Wahlpflichtunterricht<br />

ausweiten und das Fachlehrerprinzip<br />

besser sichern. Die Leitungsteams der Sekundarschulen<br />

wurden durch Koordinatoren für<br />

bestimmte Arbeitsfelder erweitert. Deren Anzahl<br />

richtet sich nach der Größe der Schule.<br />

Die UN-Behindertenrechtskonvention und<br />

die damit verbundene Inklusion an den Schulen<br />

bedeutete eine Veränderung in der Schullandschaft<br />

und der Pädagogik in den Schulen.<br />

Bei den meisten Eltern besteht der Wunsch<br />

auf Beschulung der Kinder mit besonderen<br />

Förderbedarfen an den Regelschulen. Die<br />

Novellierung des Schulgesetzes brachte den<br />

wesentlichen Impuls für die gemeinsame<br />

Unterrichtung aller Schüler. Integration und<br />

Inklusion werden oft in einem Atemzug genannt,<br />

die Ansätze sind jedoch unterschiedlich.<br />

Integration differenziert zwischen<br />

Kindern mit und ohne sonderpädagogischem<br />

Förderbedarf und ist zielgerichtet auf die Eingliederung<br />

dieser Kinder in die vorhandenen<br />

Strukturen. Inklusion geht von der Besonderheit<br />

und den individuellen Bedürfnissen<br />

eines jeden Kindes aus und erfordert die<br />

Anpassung der Bildungseinrichtungen und<br />

Rahmenbedingen an die Bedürfnisse und<br />

Besonderheiten aller Kinder.<br />

Die heutigen Schulklassen sind sehr heterogen,<br />

nicht nur wegen der Inklusion, sondern<br />

auch wegen der starken Zuwanderung der<br />

letzten Jahre. Dem musste sich die Schul -<br />

pädagogik anpassen und es entstand die Notwendigkeit<br />

der Unterstützung durch andere<br />

Professionen. Durch Einstellung von Schul -


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:17 Seite 33<br />

33<br />

Information<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> befinden sich insgesamt<br />

93 Schulen, die sich auf die Schularten wie folgt<br />

verteilen:<br />

45 Grundschulen<br />

13 Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe,<br />

davon 5 mit Grundschulteil<br />

5 Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe,<br />

davon eine mit Grundschulteil<br />

11 Gymnasien<br />

2 Berufliche Schulen<br />

9 Förderzentren, davon 2 mit Schwerpunkt<br />

geistige Entwicklung<br />

8 Privatschulen (Ersatzschulen in freier<br />

Trägerschaft)<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat zwei berufsbildende<br />

Schulen, die sich in <strong>Pinneberg</strong> und Elmshorn<br />

befinden. Die berufsbildenden Schulen gehören<br />

zum Sekundarbereich II und unterrichten in Teilzeit-<br />

und Vollzeitform. Der berufsbildende Bereich<br />

umfasst folgende Angebote:<br />

– Berufsgrundbildungsjahr<br />

– Berufsvorbereitende Maßnahmen<br />

– Berufsschule<br />

– Fachschule für Gartenbau<br />

– Berufsfachschule<br />

– Fachoberschule<br />

– Berufliches Gymnasium<br />

– Berufsoberschule<br />

begleitern, Schulsozialarbeitern und Schul -<br />

assistenzen wurde eine Multiprofessionalität<br />

an den Schulen geschaffen. Das ist ein Gewinn<br />

für die Schülerinnen und Schüler, aber<br />

die Schulen sind gefordert, sich der Situation<br />

angemessen zu verändern, unter anderem<br />

zeitgemäßes Schulmanagement dauerhaft<br />

zu etablieren, die Zusammenarbeitskultur<br />

weiterzuent wickeln, sich mit der Hetero -<br />

genität der Schülerinnen und Schüler<br />

auseinanderzu setzen und den Unterricht<br />

passend zu gestalten. Hinzu kommen die<br />

methodischen Ver änderungen durch die<br />

zunehmende Digi talisierung.<br />

Weitere zukunftsorientierte Impulse sind die<br />

Einrichtung von mehr Ganztagsangeboten,<br />

die Implementation der neuen Fachanforderungen<br />

und Verbesserungen der Übergänge<br />

von der Kita in die Schule und von der Schule<br />

in den Beruf, hier zum Beispiel die Einrichtung<br />

von Jugendberufsagenturen (JBA).<br />

Prognosen über sinkende Schülerzahlen<br />

haben sich im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> nicht bestätigt.<br />

Unter anderem trugen die Kinder aus den<br />

Migrationsbewegungen zu leicht steigenden<br />

Schülerzahlen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> bei.<br />

Grundsätzlich besteht für alle Kinder freie<br />

Schulwahl, die aber in der Praxis durch begrenzte<br />

Aufnahmemöglichkeiten der Schulen<br />

(Raumkapazität und Klassengrößen) eingeschränkt<br />

ist. Bei den Grundschulen gibt es<br />

feste Einzugsbereiche, aber auch dort können<br />

die Eltern Alternativen wählen. Immer ist für<br />

alle Schüler die Aufnahme an einer zustän -<br />

digen Schule garantiert.<br />

Circa 34 500 Schüler besuchen allgemeinbildende<br />

Schulen und rund 7100 Schüler sind<br />

an den berufsbildenden Schulen. Es besteht<br />

regional Schulraummangel im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>,<br />

dessen sich die Schulträger konstruktiv<br />

annehmen. Auch die digitale Ausstattung der<br />

Schulen schreitet voran. Keine Schule ist zur<br />

Zeit von Schließung bedroht. |<br />

Werkstattneubau an der<br />

Beruf lichen Schule Elmshorn –<br />

Europaschule


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:17 Seite 34<br />

34<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Hochschulen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> –<br />

die Wirtschaft profitiert<br />

Bernd Amsberg<br />

Durch zwei Hochschulen ist der<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> auch für Bildungshungrige<br />

aus Hamburg attraktiv.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> bietet jungen Menschen<br />

ein breit aufgestelltes Bildungsangebot, darunter<br />

zwei Hochschulen. Das unterscheidet<br />

den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> von vielen anderen Land -<br />

kreisen und macht ihn sogar für Bildungshungrige<br />

aus Hamburg attraktiv. Für die Wirtschaft<br />

ergibt sich der große Vorteil, dass der<br />

Nachwuchs für die Betriebe quasi vor der<br />

Haustür ausgebildet wird.<br />

Eine dieser Bildungseinrichtungen ist die<br />

NORDAKADEMIE in Elmshorn, die in mehr -<br />

facher Hinsicht etwas Besonders ist. Die Initiative<br />

zur Gründung der privaten Hochschule<br />

im Jahr 1992 ging von 28 Unternehmen unter<br />

Federführung von Nordmetall, Verband der<br />

Metall- und Elektroindustrie, aus. Ziel war<br />

eine Hochschule, die den gestiegenen Anforderungen<br />

der Wirtschaftspraxis gerecht wird.<br />

Diese Zielsetzung sollte mit der aufeinander<br />

abgestimmten Kombination einer qualifizierten<br />

betrieblichen Ausbildung mit einem anerkannten<br />

Fachhochschulstudium erreicht werden.<br />

Mittlerweile kooperieren mehr als 300<br />

Betriebe mit der NORDAKADEMIE.<br />

Die Hochschule bietet vier duale Bachelor -<br />

studiengänge an: Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre,<br />

Bachelor of Science in<br />

Wirtschaftsinformatik, Bachelor of Science in<br />

Wirtschaftsingenieurwesen und Bachelor of<br />

Science in Angewandter Informatik. 2018<br />

wird das Angebot um den neuen Studiengang<br />

Healthcare Management erweitert.<br />

Pro Semester sind die Studierenden zehn<br />

Wochen an der NORDAKADEMIE und<br />

13 Wochen in ihren jeweiligen Firmen tätig.<br />

Sie haben auf diese Art und Weise engen Be -<br />

zug zur betrieblichen Praxis. Fast 1700 Studien -<br />

plätze bietet die Hochschule mittlerweile<br />

allein in Elmshorn an.<br />

Seit 2013 hat die Elmshorner NORDAKADEMIE<br />

einen zweiten Standort, und zwar die NORD-<br />

AKADEMIE Graduate School in Hamburg<br />

Dockland. Dort werden neun berufs beglei -<br />

ten de Masterstudiengänge angeboten. Der<br />

große Erfolg spricht für das Konzept der<br />

NORD AKADEMIE: Die Hochschule belegt<br />

bei bundesweiten Rankings immer wieder<br />

Spitzenplätze.<br />

Fortsetzung Seite 36


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:17 Seite 35<br />

35<br />

oben: NORDAKADEMIE-Campus – besonders im IT-Bereich kann die<br />

NORDAKADEMIE mit moderner Ausstattung glänzen.<br />

links: Bachelor 2017 – Die NORDAKADEMIE legt besonderen Wert auf<br />

eine breit angelegte Qualifikation ihrer Studierenden.<br />

NORDAKADEMIE – Hochschule der Wirtschaft<br />

Die NORDAKADEMIE ist eine private, von der Wirtschaft getragene<br />

Fachhochschule, die 1992 mit dem Ziel, Studium und<br />

Praxisausbildung miteinander zu verzahnen, gegründet wurde.<br />

Ein Konzept, das aufgeht: Bundesweit haben sich mittlerweile<br />

über 700 Kooperationsbetriebe in vier dualen Bachelorstudien -<br />

gängen beteiligt und über 5000 Bachelorstudierende an der<br />

NORDAKADEMIE ausgebildet.<br />

In Elmshorn bietet die NORDAKADEMIE auf einem eigenen<br />

Campus vor den Toren Hamburgs herausragende, in bundesweiten<br />

Rankings belegte Studienbedingungen. Für ihr hervorragendes<br />

Qualitätsmanagement wurde sie von der Akkreditie -<br />

rungsagentur FIBAA mit dem Siegel der Systemakkreditierung<br />

ausgezeichnet. Einzigartig ist auch die Trägerschaft der<br />

Hochschule in Rechtsform einer gemeinnützigen AG, in der<br />

mehr als 40 überwiegend norddeutsche Unternehmen aus<br />

den verschiedensten Branchen sowie der Arbeitgeberverband<br />

NORDMETALL als Aktionäre auftreten.<br />

Es studiert sich gut an der NORDAKADEMIE. Da sind sich die<br />

Studierenden einig. Fünf international akkreditierte Studiengänge<br />

bietet die Hochschule in dualer Form an. Voraussetzung<br />

hierfür ist die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife<br />

sowie ein Praktikumsplatz bei einem Unternehmen.<br />

Denn dual studieren heißt, Theorie und Praxis zu verknüpfen.<br />

Zehn Wochen pro Halbjahr wird an der NORDAKADEMIE<br />

studiert, 13 Wochen pro Halbjahr kann das Erlernte bei der<br />

Arbeit im Praktikumsunternehmen, das in der Regel auch die<br />

Studiengebühren übernimmt und eine entsprechende Aus -<br />

bildungs vergütung zahlt, vertieft werden. Nach einer Studiendauer<br />

von insgesamt sieben Semestern wird der international<br />

anerkannte Bachelor of Science verliehen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1992; Mitarbeiter: 100; Studierende im Bachelorbereich: etwa 1500<br />

Niederlassung: NORDAKADEMIE Graduate School, Hamburg<br />

Duale Bachelorstudiengänge: Angewandte Informatik (B.Sc.), Wirtschaftsinformatik (B.Sc.), Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.),<br />

Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc.), International Business (B.Sc.) – komplett in englischer Sprache – ab 2018<br />

www.nordakademie.de


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36<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Das akademische Angebot ist ein<br />

wichtiger Standortfaktor – der<br />

Nachswuchs für die Unternehmen<br />

wird quasi vor der Haustür ausgebildet.<br />

Die zweite Hochschule im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

fällt ebenfalls positiv aus dem Rahmen: Die<br />

staatlich anerkannte private Fachhochschule<br />

Wedel ist ein inhabergeführtes Familien -<br />

unternehmen. Sie ging 1969 aus der 1948<br />

gegründeten Physikalisch-Technischen Lehr -<br />

anstalt hervor. Gesellschafter der gemein -<br />

nützigen GmbH sind Professoren der Familie<br />

Harms. Seit 2009 leitet Professor Dr. Eike<br />

Harms die Hochschule.<br />

Angeboten werden Studiengänge der Informatik<br />

sowie Wirtschafts-, Ingenieurs- und<br />

Medienwissenschaften. Seit dem Winter -<br />

semester 2004 gibt es nur noch Bachelor- und<br />

Masterstudiengänge. Die Fachschule mit<br />

ihren rund 1300 Studierenden finanziert sich<br />

über Landeszuschüsse und Studiengebühren.<br />

Die gute Arbeit der Hochschule wird mit<br />

Spitzenplätzen in Hochschulrankings anerkannt.<br />

Außer den beiden Hochschulen im <strong>Kreis</strong><br />

Pinne berg stehen den jungen Menschen die<br />

gut erreichbaren Hochschulen und Univer -<br />

sitäten im benachbarten Hamburg zur Ver -<br />

fügung. Das vielfältige akademische Angebot<br />

ist zweifellos ein wichtiger Standortfaktor. |


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37<br />

Staatlich anerkannte Fachhochschule Wedel<br />

Die Fachhochschule Wedel ist eine private, staatlich anerkannte<br />

Hochschule mit Sitz im Westen der Hansestadt Hamburg. Sie<br />

ist eine der ältesten Hochschulen Deutschlands in privater<br />

Trägerschaft und als inhabergeführtes Familienunternehmen<br />

mit einer über 60-jährigen Tradition einmalig in Deutschland.<br />

In der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH organisiert,<br />

finanziert sich die Hochschule über Studiengebühren, eine<br />

Landeszuwendung und Drittmittel. Die private Trägerschaft<br />

hilft der Hochschule, eine persönliche Atmosphäre zu schaffen,<br />

das Arbeitsklima auf Leistung auszurichten sowie die Studierenden<br />

individuell zu betreuen. Das Studienangebot der Hochschule<br />

konzentriert sich auf interdisziplinäre, gut aufeinander<br />

abgestimmte Studiengänge in der Informatik und den Ingenieur-<br />

und Wirtschaftswissenschaften.<br />

Auf einem Campus mit 20 000 Quadratmetern nutzen 1350<br />

Studierende die exzellente Infrastruktur und hochwertige Ausstattung<br />

der Hochschule. Es bestehen Kooperationsverträge<br />

mit 28 Partnerhochschulen in 18 verschiedenen Ländern auf<br />

fünf Kontinenten sowie intensive Beziehungen mit Spitzenunternehmen<br />

aller Branchen. Das Studienangebot umfasst<br />

Bachelor- und Masterstudiengänge, die sowohl in Vollzeit,<br />

Teilzeit und im dualen Studien modell (in Zusammenarbeit mit<br />

über 80 Partnerunternehmen) studiert werden können.<br />

Das Wirken der Fachhochschule Wedel ist darauf ausgerichtet,<br />

ihren Absolventen und Absolventinnen nachhaltig zu besonders<br />

guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verhelfen. Dies<br />

prägt das Profil der Hochschule. Der hervorragende Ruf ihrer<br />

Absolventen in der Wirtschaft belegt dieses eindrucksvoll.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1948<br />

Studenten: 1350; Lehrende: 50<br />

Studiengänge: Betriebswirtschaftslehre, Computer Games Technology, E-Commerce, Informatik, IT-Engineering, IT-Management,<br />

Consulting & Auditing, IT-Sicherheit, Medieninformatik, Smart Technology, Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen<br />

www.fh-wedel.de


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38<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Vorbildliche medizinische Versorgung auf<br />

hohem Niveau<br />

Angela Bartels<br />

Hochmoderne Technik steht zur<br />

Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten<br />

zur Verfügung.<br />

Wer einen Schlaganfall erleidet, benötigt<br />

schnelle Hilfe. Je schneller die verschlossenen<br />

Blutgefäße im Gehirn wieder geöffnet werden,<br />

desto größer ist für die Betroffenen die<br />

Chance, sich sogar vollständig wieder zu erholen.<br />

Time is brain – lautet daher der Leitsatz<br />

der Neurologen.<br />

Wer im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> einen Schlaganfall<br />

erleidet, der kann sich sicher sein, dass er<br />

schnelle Hilfe erhält. Die zentrale Schlag -<br />

anfallstation (Stroke Unit) am Regio Klinikum<br />

<strong>Pinneberg</strong> gehört hinsichtlich der Behandlungszeiten<br />

zu den besten in ganz Norddeutschland.<br />

Im Vergleich zu anderen Kliniken<br />

gelingt es auf der <strong>Pinneberg</strong>er Stroke Unit<br />

überdurchschnittlich schnell, verschlossene<br />

Blutgefäße zu öffnen und die Sauerstoff -<br />

versorgung des Gehirns wieder herzustellen.<br />

Möglich werden die schnellen Eingriffszeiten<br />

durch gut aufeinander abgestimmte Prozesse<br />

innerhalb unserer Klinik und der optimalen<br />

Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst<br />

(RKiSH). Sie ermöglichen nicht nur eine<br />

schnelle Behandlung bei Schlaganfällen,<br />

sondern auch bei Herzinfarkten. Der Notarzt<br />

übermittelt EKG-Daten und andere Vitalparameter<br />

noch vom Einsatzort an die Klinik, sodass<br />

eine reibungslose Weiterversorgung in<br />

einem der Herzkatherlabore in Elmshorn<br />

oder <strong>Pinneberg</strong> erfolgen kann. Dadurch wird<br />

wertvolle Zeit gespart. Zum Wohle des Patienten,<br />

denn auch hier gilt: Je schneller die Hilfe<br />

kommt, desto höher der Behandlungserfolg.<br />

Optimale Prozesse, gut aufeinander abgestimmte<br />

Behandlungspfade und eine enge<br />

Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb des


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:18 Seite 39<br />

39<br />

Krankenhauses sind bei Notfällen überlebenswichtig.<br />

Aber auch bei planbaren Behandlungen<br />

sind sie der Schlüssel für eine<br />

hohe Qualität und den Erfolg der Behandlung.<br />

Daher haben die Regio Kliniken früh<br />

damit begonnen, die fachliche Kompetenz<br />

nach den Vorgaben von Fachgesellschaften<br />

wie der Deutschen Krebsgesellschaft in medizinischen<br />

Zentren zu bündeln und von unabhängigen<br />

Experten zertifizieren zu lassen. Dadurch<br />

erhalten die Menschen in den Kliniken<br />

in Elmshorn, <strong>Pinneberg</strong> und Wedel eine Behandlung<br />

nach den neuesten wissenschaft -<br />

lichen Erkenntnissen und Methoden. Die zertifizierten<br />

Zentren zeichnen sich durch eine<br />

überdurchschnittlich hohe Qualität bei der<br />

Behandlung von Darm- und Brustkrebs,<br />

gynäkologischen Krebsleiden und Gefäßerkrankungen<br />

aus. Außerdem darf das Geburtszentrum<br />

als eine der wenigen Geburtskliniken<br />

in Deutschland das WHO/UNICEF-Gütesiegel<br />

„Babyfreundlich“ tragen. Rund 1400 Mütter<br />

vertrauen jedes Jahr bei der Geburt ihres Kindes<br />

auf die Regio Kliniken.<br />

In den Zentren werden die Patienten gleichsam<br />

an die Hand genommen und in enger<br />

Abstimmung mit dem Hausarzt, niederge -<br />

lassenen Fachärzten und externen Experten<br />

durch den gesamten Behandlungsprozess<br />

geführt.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> verfügt über ein umfangreiches<br />

Angebot an sehr qualifizierten Hausund<br />

Fachärzten. Die Zufriedenheit der Patien -<br />

ten ist hoch, und die Zusammenarbeit der<br />

Klinik mit den niedergelassenen Ärzten und<br />

anderen Kooperationspartner ist gut.<br />

Das Geburtszentrum mit angeschlossener<br />

Frühgeborenen Intensivstation<br />

ist als „Babyfreundliches<br />

Krankenhaus“ ausgezeichnet.


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40<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

In den Darmzentren werden nicht<br />

nur große Tumore operiert. Polypen<br />

und kleinere Tumore können<br />

minimal invasiv im Rahmen einer<br />

Darmspiegelung entfernt werden.<br />

Alle Klinikstandorte der Regio Kliniken in<br />

Elmshorn, <strong>Pinneberg</strong> und Wedel sind nach<br />

den Kriterien der Kooperation für Trans pa renz<br />

und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ)<br />

zertifiziert. Das Siegel garantiert einen hohen<br />

Standard bei Medizin, Pflege, Hygiene und<br />

Patientensicherheit. Das fängt bei Hände -<br />

des infektionsmittelspendern in nahezu allen<br />

Zimmern an und hört bei Patientenarmbändern<br />

und OP-Checklisten noch lange nicht auf.<br />

Durch das breite Leistungsspektrum der<br />

Regio Kliniken von der Altersmedizin über die<br />

Neurologie bis hin zum Zentrum für Geburtshilfe<br />

kann den rund 307 000 Einwohnern im<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ein hochwertiges und nahezu<br />

umfassendes medizinisches Versorgungs -<br />

angebot gemacht werden.<br />

Rund 90 000 Menschen behandeln die Kliniken<br />

in jedem Jahr. Der Weg nach Hamburg ist<br />

nur bei sehr speziellen Krankheitsbildern notwendig,<br />

die in überregionalen Zentren behandelt<br />

werden.<br />

Die Regio Kliniken sind darüber hinaus ein<br />

wichtiger Wirtschaftsfaktor. Rund 2400 Menschen<br />

wirken in und um die Kliniken herum<br />

an der Versorgung der Patienten mit und<br />

machen die Regio Kliniken damit zum größten<br />

Arbeitgeber und wichtigen Ausbildungs -<br />

betrieb in der Region. Mit einem eigenen Bildungszentrum<br />

mit seinen 243 Plätzen leisten<br />

die Kliniken einen wichtigen Beitrag gegen<br />

den Fachkräftemangel in der Pflege. |


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:18 Seite 41<br />

41<br />

Die Regio Kliniken – hier sind Sie als Patient gut aufgehoben<br />

Ein hohes Maß an Sicherheit für die Patienten und eine hohe<br />

Qualität in der medizinischen, pflegerischen und therapeu -<br />

tischen Versorgung unter Einbeziehung neuester wissenschaftlicher<br />

Erkenntnisse und Methoden – das zeichnet uns<br />

aus. In unseren drei Krankenhäusern in Elmshorn, <strong>Pinneberg</strong><br />

und Wedel sind Sie als Patient gut aufgehoben.<br />

Als Schwerpunktversorger mit rund 900 Planbetten decken<br />

wir fast das gesamte medizinische Leistungsspektrum wohnortnah<br />

ab. In unseren Zentren zur Behandlung von Krebs-,<br />

Muskel- und Skelett- sowie Gefäßerkrankungen arbeiten<br />

Spezialisten verschiedener Disziplinen nach für jeden Patienten<br />

individuell festgelegten Behandlungsplänen.<br />

Jährlich behandeln wir rund 35 000 Patienten stationär und<br />

weitere 55 000 Patienten ambulant. In unserem modernen<br />

Geburtszentrum mit angeschlossener Intensivstation für Frühgeborene<br />

und Kinderklinik in <strong>Pinneberg</strong> erblicken jedes Jahr<br />

rund 1400 Kinder das Licht der Welt. Das Zentrum trägt das<br />

WHO-Gütesiegel „Babyfreundliche Geburtsklinik“.<br />

Mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psycho -<br />

somatik sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,<br />

Psychotherapie und Psychosomatik und den dazugehörigen<br />

Tageskliniken in Elmshorn (Erwachsene und Kinder), <strong>Pinneberg</strong><br />

(Erwachsene) und Norderstedt (Kinder) leisten wir zudem<br />

einen wichtigen Beitrag zur psychiatrischen Versorgung im<br />

südlichen Schleswig-Holstein.<br />

Wir sind als Regio Kliniken nach den strengen Leitlinien der<br />

renommierten Kooperation für Transparenz und Qualität im<br />

Gesundheitswesen (KTQ) zertifiziert.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2004; Mitarbeiter: rund 2400 in den Kliniken, Tochterunternehmen und Servicegesellschaften<br />

Standorte und weitere Einrichtungen: Klinikum Elmshorn, Klinikum <strong>Pinneberg</strong>, Klinikum Wedel mit zwölf Medizinischen Zentren,<br />

zwei Medizinische Versorgungszentren in Uetersen und <strong>Pinneberg</strong> zur Unterstützung der ambulanten Patientenversorgung,<br />

Rehazentren <strong>Pinneberg</strong> und Schenefeld, Pflegezentrum „Haus Elbmarsch“ für bis zu 150 Seniorinnen und Senioren, Johannis<br />

Hospiz Elmshorn, staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Bildungszentrum Elmshorn<br />

www.regiokliniken.de


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42<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Sicherheit im Blickpunkt –<br />

Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz<br />

Jürgen Tober<br />

„Alle Ordnung ist für den einzelnen Freiheitsentzug.“<br />

Dieser Ausspruch des deutschen<br />

Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen<br />

(1846–1908) hatte zu seinen Lebzeiten und<br />

hat bis heute Gültigkeit. Und genau aus diesem<br />

Grund müssen alle staatlichen Eingriffe<br />

immer gut abgewogen und verhältnismäßig<br />

sein.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> setzt daher insbesondere<br />

im Veterinärbereich, in der Lebensmittel -<br />

überwachung, im Straßenverkehr und bei den<br />

Umweltbelangen auf vorbeugende Beratung,<br />

Gespräche und Handlungen. Regelverstöße<br />

sollen so im Vorfelde vermieden werden –<br />

hierfür wird ein hoher Aufwand betrieben.<br />

Im Mittelpunkt steht immer das Interesse der<br />

Allgemeinheit. Dies kann dazu führen, dass<br />

Einzelinteressen zurückstehen müssen und<br />

gegebenenfalls notwendige Sanktionen durchgesetzt<br />

werden.<br />

Dies gestaltet sich nicht immer leicht; denn<br />

unsere Gesellschaft wird zunehmend egois -<br />

tischer geprägt. Hier ist Konsequenz gefragt,<br />

gepaart mit der nötigen Sensibilität von Behörden,<br />

um in der Öffentlichkeit dafür eine<br />

größtmögliche Akzeptanz zu erzielen.<br />

ration in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH<br />

sind mehr als 850 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitar beiter beschäftigt. In 31 Rettungswachen<br />

(7 davon im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>) sorgen diese<br />

Fachkräfte für eine schnelle und kompetente<br />

Versorgung von rund 850 0000 Menschen.<br />

Eine moderne Flotte von mehr als 150 Einsatzfahrzeugen<br />

kann über die <strong>Kreis</strong>e flexibel<br />

eingesetzt werden. An einer eigenen Akademie<br />

werden die Mitarbeiterinnen und Mit -<br />

arbeiter aus- und fortgebildet. Hierbei wird<br />

modernste Technik eingesetzt, sodass die Einsatzkräfte<br />

immer auf dem aktuellsten Stand<br />

und für alle Eventualitäten gerüstet sind.<br />

Seit 2001 disponiert die „Leitstelle West“ in<br />

Elmshorn als erste kreisübergreifende Leitstelle<br />

Deutschlands die Einsätze von Feuerwehr,<br />

Rettungsdienst und Katastrophenschutz.<br />

Bereits damals wurde die modernste<br />

Leitstellentechnik Europas eingesetzt. Im<br />

Jahre 2010 wurde die Betriebsform in eine<br />

kooperative Regionalleitstelle unter Einbeziehung<br />

der Polizei erweitert. Durch die räum -<br />

liche Zusammenlegung der kommunalen und<br />

der polizeilichen Leitstelle konnte die Zusammenarbeit<br />

und die Wirtschaftlichkeit erheblich<br />

verbessert werden.<br />

Keine Angst vor Sicherheit. Keine Angst<br />

durch Sicherheit.<br />

Für die Sicherheit der Menschen in der Region<br />

wird viel getan. So betreiben zum Beispiel<br />

die <strong>Kreis</strong>e <strong>Pinneberg</strong>, Dithmarschen,<br />

Rendsburg-Eckernförde und Steinburg über<br />

ein gemeinnütziges Tochterunternehmen den<br />

größten kommunalen Rettungsdienst in<br />

Deutschland. Bei der Rettungsdienst Koope-<br />

Diese Leitstelle zieht 2018 am gleichen Standort<br />

in ein neues Haus mit allermodernster<br />

Technik ein. Der Schutz der Bevölkerung wird<br />

hierdurch nochmals erhöht.<br />

Im gleichen Gebäude befinden sich auch die<br />

Räume des Katastrophenschutzstabes des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>. Von hier leiten und koor -<br />

dinieren die ständig weitergebildeten Stabsmitglieder<br />

EDV-gestützt notwendige Einsätze.


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43<br />

Der Katastrophenschutz hat im <strong>Kreis</strong> einen<br />

hohen Stellenwert. Bereits 2009 wurde nach<br />

einer umfangreichen Gefährdungsabschätzung<br />

durch Fachleute ein auf zehn Jahre angelegtes<br />

Modulkonzept erarbeitet und von<br />

der Politik beschlossen. Hierdurch wurde<br />

sichergestellt, dass den Einheiten des Katastrophenschutzes,<br />

geplant und finanziell abgesichert,<br />

ausreichendes Personal und Material<br />

zur Verfügung gestellt werden konnte.<br />

Die Ausstattung des Katastrophenschutzes<br />

im <strong>Kreis</strong> befindet sich auf einem sehr hohen<br />

Niveau.<br />

Mit 50 freiwilligen Feuerwehren, zwei Betriebsfeuerwehren<br />

und einer Werksfeuerwehr ist<br />

der <strong>Kreis</strong> im Brandschutz ebenfalls gut auf -<br />

gestellt. Die Arbeit wird durch den <strong>Kreis</strong>feuerwehrverband<br />

koordiniert. Dieser hat seinen<br />

Sitz in der kreiseigenen <strong>Kreis</strong>feuerwehrzentrale<br />

in Tornesch-Ahrenlohe. Auch diese Einrichtung<br />

wurde in weiten Teilen neu errichtet<br />

und auf den modernsten Stand gebracht.<br />

Im Rahmen des Katastrophenschutzes verantwortet<br />

der <strong>Kreis</strong>feuerwehrverband den<br />

ABC-Dienst des <strong>Kreis</strong>es und stellt die tech -<br />

nische Einsatzleitung sicher.<br />

Die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr,<br />

THW, DRK, DLRG und Verwaltung klappt im<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hervorragend. Dies liegt zum<br />

einen an der hohen Motivation der Organi -<br />

sationen mit ihren Mitgliedern. Zum anderen<br />

wird dies erst ermöglicht durch Diskussionen<br />

und Beschlüsse der politischen <strong>Kreis</strong>gremien.<br />

In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung<br />

konnten so die hohen Investitionen in allen<br />

beschriebenen Bereichen gestemmt werden.<br />

Die Politik legt auf den Schutz und die Sicherheit<br />

der Menschen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> großen<br />

Wert – und gibt somit Platon möglicherweise<br />

ein bisschen recht . . . aber dies möge jeder<br />

für sich selbst bewerten: „Alles nämlich, was<br />

im Staate nach Ordnung und Gesetz geschieht,<br />

bewirkt jegliches Gute; das meiste Ordnungswidrige<br />

und schlecht Angeordnete dagegen<br />

hebt wieder anderes, was wohl angeordnet<br />

war, auf.“ Platon (427–348 oder 347 v. Chr.),<br />

lateinisch Plato, griechischer Philosoph,<br />

Begründer der abendländischen Philosophie.<br />

Die Menschen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> jedenfalls<br />

können sicher sein, dass alles Notwendige<br />

und Mögliche für ihre Sicherheit getan wird. |<br />

„gut ausgerüstet“ –<br />

die Feuerwehrtechnische Zentrale<br />

(FTZ) in Tornesch-Ahrenlohe


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44<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Das Unternehmen RKiSH – höchste Qualität zum Wohl der Patienten:<br />

Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH)<br />

gGmbH ist der größte kommunale Rettungsdienst in Deutschland.<br />

Auf höchstem medizinischem Niveau erfüllt das Unternehmen<br />

seinen Auftrag: die Notfallrettung und Krankentransporte.<br />

Dazu gehört, dass die RKiSH den Rettungsdienst sowie<br />

die Zukunft der präklinischen Versorgung zum Wohle der<br />

Patienten ständig weiterentwickelt – strukturell, personell und<br />

technisch. Zum Einsatzbereich der RKiSH zählen die <strong>Kreis</strong>e<br />

Dithmarschen, <strong>Pinneberg</strong>, Rendsburg-Eckernförde und<br />

Steinburg. Diese haben das Unternehmen 2005 gemeinsam<br />

gegründet.<br />

Den Bürgern in den vier <strong>Kreis</strong>en Schleswig-Holsteins steht<br />

mit der RKiSH ein hochmoderner Rettungsdienst mit mehr<br />

als 850 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.<br />

Die 31 Rettungswachen und acht Notarztstandorte der RKiSH<br />

sind so positioniert, dass ein Rettungs wagen oder ein Notarzteinsatzfahrzeug<br />

jeden der 850 000 Bürger im Versorgungsgebiet<br />

in der Regel innerhalb von zwölf Minuten erreichen<br />

kann.<br />

Zum jetzigen Zeitpunkt setzt die RKiSH acht Notarzteinsatzfahrzeuge<br />

(NEF) sowie 83 Rettungswagen (RTW) ein. Die<br />

Ausstattung der Fahrzeuge entspricht der einer Intensiv station.<br />

Eigene Akademie für kontinuierliche Fortbildung der Mit arbeiter<br />

Im Mittelpunkt steht bei der RKiSH das Wohl des Patienten.<br />

Der Schlüssel dazu sind zufriedene und gut quali fizierte Mit -<br />

arbeiter.<br />

Im August 2009 hat die Rettungsdienst-Kooperation in<br />

Schleswig-Holstein daher die staatlich anerkannte RKiSH-<br />

Akademie auf dem Gelände des Westküstenklinikums Heide<br />

gegründet, an der bis 2013 Rettungsassistenten erstqualifiziert<br />

wurden.<br />

Seit 2014 sieht der Gesetzgeber ein neues Berufsbild im<br />

Rettungsdienst vor: den Notfallsanitäter. Die Ausbildung hierfür<br />

ist umfangreicher und in einigen Inhalten intensiver. Die<br />

Akademie der RKiSH hat ihren ersten Ausbildungsjahrgang<br />

Notfallsanitäter optimal vorbereitet im August 2014 begonnen.<br />

Außerdem werden an der RKiSH-Akademie die Mitarbeiter<br />

kontinuierlich fortgebildet und beispielsweise Notärzte in ihrer<br />

Laufbahn weiterentwickelt.<br />

Das Zentrum unserer modernen Unterrichtsmethoden bildet<br />

die Simulation. Für ihren Trainings-Rettungswagen ist die<br />

RKiSH-Akademie sogar ausgezeichnet. Sie hat für das<br />

bundesweit einmalige Projekt den „1. Preis für Qualität im<br />

Rettungsdienst 2011 für Deutschland, Österreich und die<br />

Schweiz“ gewonnen. Das Motto: „Von den Besten lernen“.


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45<br />

Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein<br />

In den mittlerweile drei Trainings-Rettungswagen werden<br />

mittels aufwendiger Simulationstechnik seltene und damit<br />

kritische Notfallsituationen trainiert. Das szenische Erleben<br />

und das Lernen von Fehlern ohne Angst sollen für die signi -<br />

fikante Erhöhung der Patientensicherheit sorgen.<br />

Zu einem professionellen Rettungsdienst gehört selbstverständlich<br />

ein Qualitätsmanagementsystem, medizinische Ausstattung<br />

auf dem neusten Stand, aber auch die Bemühung,<br />

die Mitarbeiter gesundheitlich zu schonen – beispielsweise<br />

durch elektrohydraulische Tragen. Alarmiert werden die<br />

Rettungskräfte in den <strong>Kreis</strong>en Dithmarschen, <strong>Pinneberg</strong><br />

und Steinburg zentral von der Kooperativen Regionalleitstelle<br />

West (KRLS) mit Sitz in Elmshorn. Im <strong>Kreis</strong> Rendsburg-<br />

Eckernförde alarmiert und steuert die Integrierte Regionalleitstelle<br />

Mitte mit dem Sitz in Kiel die Einsätze im <strong>Kreis</strong>gebiet.<br />

Beide Leitstellen koordinieren den Einsatz der Fahrzeuge von<br />

Rettungsdienst und Feuerwehr.<br />

Erreichbar sind die Leitstellen für jedermann unter der Notrufnummer<br />

112 oder der Rufnummer 04121 19222 in Elmshorn<br />

und 0431 19222 in Kiel.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2005; Mitarbeiter: über 850<br />

Leistungsspektrum: Notfallrettung und qualifizierter Krankentransport<br />

Sitz der Gesellschaft: Heide; Geschäftsführer: Michael Reis<br />

Rettungswachen: 31<br />

Notarztstandorte: 8<br />

Fahrzeuge: über 150<br />

Einsätze: 148 734 im Jahr 2016<br />

www.rkish.de


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46<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Soziale Verantwortung im<br />

demografischen Wandel<br />

Tobias Kuckuck<br />

Der demografische Wandel macht sich bereits<br />

seit einigen Jahren in ganz Deutschland bemerkbar.<br />

Während aber unter diesem Begriff<br />

in zahlreichen Regionen Bevölkerungsrückgänge<br />

bei gleichzeitigen Alterungstendenzen<br />

verstanden werden, sehen die Auswirkungen<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> anders aus. Hier ist im<br />

Zeitraum zwischen 2005 und 2015 die Zahl<br />

der Einwohner um stolze 7500 Personen angestiegen,<br />

was einem Wachstum von ca. 2,4<br />

Prozent entspricht.<br />

Aber auch eine stete Steigerung der Bevölkerungszahl<br />

bedeutet nicht, dass die langfris -<br />

tigen Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung<br />

keine Herausforderungen<br />

für die Zukunft darstellen. Aktuelle Prognosen<br />

sagen einen starken Anstieg der Bevölkerung<br />

in einem Alter ab 65 Jahren und einen deut -<br />

lichen Anstieg der Bevölkerung mit einem<br />

Migrationshintergrund voraus. Statt der all -<br />

gemein verwendeten Schlagworte „Weniger,<br />

Älter, Bunter“ für die Auswirkungen des demografischen<br />

Wandels, können diese im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> eher mit „Mehr, Älter, Bunter“<br />

beschrieben werden. Dementsprechend<br />

zeichnen sich auch die zukünftigen Herausforderungen<br />

und entsprechende Handlungsansätze<br />

zum Umgang mit diesen Entwicklungen<br />

ab.<br />

Das „Mehr“ an Bevölkerung setzt den regionalen<br />

Wohnungsmarkt unter Druck. Die Folgen<br />

sind eine Steigerung der Kosten für das<br />

Wohnen und ein zunehmender Mangel an<br />

bezahlbarem Wohnraum. Durch den wohnwirtschaftlichen<br />

Dialog, der im Kern einen<br />

Dialogprozess mit Beteiligten aus der Wohnwirtschaft<br />

und den Kommunen darstellt, versucht<br />

der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> dieser Entwicklung<br />

entgegenzuwirken.<br />

Das „Älter“ wird zu einer deutlich steigenden<br />

Anzahl der älteren Personen mit Unterstützungsbedarf<br />

führen. Hier wurde im Rahmen<br />

eines Projektes der Metropolregion Hamburg<br />

eine prognostische Einschätzung des zukünftigen<br />

Pflegebedarfs vorgenommen, um die<br />

Regionen mit Unterstützungsbedarf erkennen<br />

zu können.<br />

Das „Bunter“ verdeutlicht die steigende Anzahl<br />

von Menschen mit einem Migrationshintergrund<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>. Die zunehmend<br />

wichtiger werdende Aufgabe, diese Menschen<br />

in unsere Gesellschaft zu integrieren, hat<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> einen besonders hohen<br />

Stellenwert und wird daher auch in einem<br />

eigenen Artikel behandelt („Integration im<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>“, Seite 28).


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47<br />

ASB – Regionalverband<br />

<strong>Pinneberg</strong>/Steinburg<br />

Der Arbeiter-Samariter-Bund e. V., Regionalverband <strong>Pinneberg</strong>/Steinburg<br />

bietet eine Vielzahl von sozialen haupt- und<br />

ehrenamtlichen Dienstleistungen: „Wir helfen hier und jetzt.“<br />

Ob Sie Hilfe benötigen oder selbst helfen wollen, bei uns finden<br />

Sie kompetente Ansprechpartner. Wir möchten ältere Men schen,<br />

Menschen mit Behinderungen oder Menschen in besonderen<br />

Notlagen alltagstauglich und praktisch unterstützen. Hier bei ist<br />

jeder Mensch einzigartig, wie auch unsere Unterstützung individuell<br />

passgenau, freundlich und kompetent. Das Spektrum<br />

reicht vom Fahrdienst mit behindertengerechten Fahrzeugen<br />

über die ambulante Pflege und Palliativversorgung sowie den<br />

Hausnotruf und Menüservice bis hin zur Erste-Hilfe-Schulung<br />

und den ASB Kinder- und Jugendgruppen (ASJ).<br />

Ein Teil unserer Mannschaft des immer einsatzbereiten Fahrdienstes<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1888; Mitarbeiter: 95, ehrenamtlich: 60 aktive und 13 000 passive Mitglieder; Leistungsspektrum: Leben und<br />

Pflege im Alter, Hausnotruf, Fahrdienst, Erste-Hilfe-Schulungen, Notfallversorgung, Sanitätsdienst, Behindertenhilfe/Inklusion,<br />

Aus- und Weiterbildung, Auslandshilfe, ASB-Hospiz St. Klemens, Ehrenamt, Der Wünschewagen, ASB-Jugend (ASJ)<br />

www.asb-sh.de<br />

Mit dem Ausdruck des „demografischen<br />

Wandels“ werden strukturelle Änderungen<br />

des Bevölkerungsaufbaus und der Zusammensetzung<br />

bezeichnet, die erst langfristig<br />

sichtbar werden. Um auch zukünftig neue<br />

Herausforderungen rechtzeitig erkennen zu<br />

können, ist eine regelmäßige Raumbeobachtung<br />

verbunden mit einer verantwortungs -<br />

bewussten Sozialplanung unabdingbar. Das<br />

„Konzept sozialer Entwicklung und Steuerung<br />

für den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>“, das sich derzeit in<br />

Erarbeitung befindet, bildet hier den geeigneten<br />

Baustein. |<br />

Die Zahl der älteren Personen mit<br />

Unterstützungsbedarf wird weiter<br />

steigen.


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48<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Haus Thomsen<br />

In unserer Pflegeeinrichtung möchten wir den familiären<br />

Charakter von Pflege und Betreuung weiter stärken.<br />

Freundliches und fachlich gut qualifiziertes Pflege- und<br />

Betreuungspersonal bildet die Grundlage für eine überdurchschnittlich<br />

gute Pflege und Betreuung.<br />

Mit Respekt, Engagement und Kompetenz begegnen unsere<br />

Mitarbeiter allen Themen, die das Alter mit sich bringt.<br />

Die Individualität jedes Einzelnen unserer Bewohner ist uns<br />

dabei besonders wichtig.<br />

Strukturierte Tagesabläufe, gewohnte Rituale und die Betreuung<br />

durch feste Bezugspersonen geben Sicherheit, Geborgenheit<br />

und Orientierung.<br />

Information<br />

Engagierte Betreuungskräfte arbeiten vormittags und nachmittags an<br />

interessanten und abwechslungsreichen Beschäftigungsangeboten.<br />

Gründungsjahr: 2015; Mitarbeiter: 42; Bewohner: 54<br />

Leistungsspektrum: aktivierende Pflege, Behandlungspflege, Organisation therapeutischer Behandlungen, soziale Betreuung<br />

(einschließlich kostenfreier Logotherapie), abwechslungsreiche Haupt- und Zwischenmahlzeiten/Spätmahlzeit, komplette<br />

hauswirtschaftliche Versorgung<br />

www.pflege-familiaer.de<br />

Jost Krankenpfege zu Hause<br />

Unser höchstes Ziel ist es, bei den Kunden eine humane und<br />

aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde zu<br />

gewährleisten, denn wir verstehen den Menschen als Persönlichkeit<br />

mit eigenem Lebensweg und sozialen, kulturellen und<br />

religiösen Hintergründen.<br />

Die Pflege und Betreuung ist nach dem Modell Monika Krohwinkel<br />

ausgerichtet. Auf der Grundlage dieses Modells erstellen<br />

wir individuelle Pflegepläne in Absprache mit den Kunden<br />

und deren Angehörigen.<br />

Die Wünsche der Kunden stehen im Mittelpunkt. Wir nehmen<br />

an aktuellen Fort- und Weiterbildungen teil und lassen moderne<br />

Pflegeforschung in unsere praktische Arbeit einfließen. Außerdem<br />

bieten wir eine 24-Stunden-Verfügbarkeit.<br />

Rund 25 Jahre ambulante Pflege in Uetersen und Umgebung<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1993; Mitarbeiter: 20<br />

Leistungsspektrum: häusliche Krankenpflege in gewohnter Umgebung, Pflegeberatung, Fahrdienst und Fuhrpark, Haushalts -<br />

hilfen, zusätzliche Betreuungsleistungen, Pflegeversicherungsleistungen<br />

www.jost-krankenpflege.de


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49<br />

Terrasse vor der Cafeteria<br />

Hausansicht mit geschütztem Bereich<br />

Seniorenresidenz Rüpcke GmbH – der Mensch steht im Mittelpunkt<br />

Die Seniorenresidenz Rüpcke GmbH in Schenefeld ist ein<br />

Seniorenwohn- und Pflegeheim. Wir pflegen einen sehr<br />

respektvollen Umgang mit unseren Bewohnern und unseren<br />

Mitarbeitern.<br />

Der Bewohner steht in unserem Haus im Mittelpunkt und wird<br />

rundum familiär und liebevoll betreut. Unsere wichtigste Begegnungsstätte<br />

für soziales und kommunikatives Geschehen<br />

ist unsere großzügige Cafeteria im Eingangsbereich unseres<br />

Hauses. Alle Mahlzeiten werden hier gemeinsam eingenommen.<br />

In unserer Küche werden täglich alle Speisen frisch<br />

zubereitet. Im Sommer wird unsere Cafeteria bei jeder sich<br />

bietenden Möglichkeit auf die große Sonnenterrasse ausgeweitet.<br />

Die Pflege orientiert sich an den Bedürfnissen und Biografien<br />

unserer Bewohner. Sie werden in ihren vorhandenen Ressourcen<br />

gestärkt und gefördert.<br />

Wir motivieren unsere Bewohner und deren Angehörige, die<br />

Pflege aktiv zu gestalten. Wir verfügen fast ausschließlich über<br />

Einzelzimmer, die von unseren Bewohnern individuell eingerichtet<br />

werden können. Unser Ziel ist es, im Alter Selbstständig -<br />

keit zu erhalten, zu fördern und somit Lebensqualität zu sichern.<br />

Bei der Gestaltung unseres Betreuungsangebotes berücksichtigen<br />

wir die individuellen, religiösen und kulturellen Bedürfnisse<br />

unserer Bewohner und ihr Recht auf Selbstbestimmung.<br />

Unser Angebot soll dabei dem Bewohner Freude und Abwechs -<br />

lung bereiten und die Teilnahme ist durch Freiwilligkeit geprägt.<br />

Beim Heimeinzug erhält der Bewohner erste Informationen<br />

über das Angebot.<br />

Beim Betreuungsprozess ist es uns wichtig, positive Emotionen<br />

des Bewohners durch verschiedene, individuelle Beschäftigungs -<br />

angebote zu fördern.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 66; Auszubildende: 4<br />

Leistungsspektrum: Seniorenwohn- und Pflegeheim, 96 Plätze, aufgeteilt in 92 Einzel- und 2 Doppelzimmer<br />

Apartments: 50 Einzelapartments und 38 Zwei-Zimmer-Apartments, jedes Apartment verfügt über ein Duschbad<br />

www.seniorenresidenz-ruepcke.de


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50<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Familien im Fokus –<br />

Leben, Lernen, Arbeiten<br />

Tinka Juliane Frahm<br />

In Zeiten des demografischen Wandels nehmen<br />

Familien für die Sicherung der Zukunftsper -<br />

s pektiven einer Region und/oder eines Landkreises<br />

eine Schlüsselrolle ein. Gute Bedingun -<br />

gen für Familien können die Entscheidung für<br />

ein Leben mit Kindern erleichtern. Familien,<br />

die sich an ihrem Wohnort wohlfühlen, werden<br />

langfristig an diesem bleiben und damit<br />

für eine stabile Altersstruktur im <strong>Kreis</strong>gebiet<br />

sorgen.<br />

Was für Familien wichtig ist, hängt von den<br />

unterschiedlichen Familienkonstellationen<br />

und den persönlichen Lebensentwürfen ab.<br />

Grundsätzlich lässt sich die Attraktivität einer<br />

Region für Familien an drei Punkten messen:<br />

zum einem an einer guten Vereinbarkeit von<br />

Familie und Beruf, also durch gute und ausreichende<br />

Kinderbetreuungsangebote sowie<br />

gute Beschäftigungschancen für Mütter und<br />

Väter in der jeweiligen Region. Das Wohn -<br />

umfeld und die Wohnsituation, die Familien<br />

vorfinden, spielen ebenso eine wichtige Rolle<br />

wie die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen<br />

Bildungs- und Betreuungseinrichtungen<br />

von der Krippe bis zum Abitur zu wählen.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat für diese drei Indikatoren<br />

gute Voraussetzungen. Die Ansprüche<br />

an ein familienfreundliches Wohnumfeld sind<br />

von Familie zu Familie sehr unterschiedlich.<br />

Die einen bevorzugen eine ruhige Lage mit<br />

viel Platz zum Spielen, während andere eine<br />

zentrale Lage mit einer guten Anbindung an<br />

den öffentlichen Nahverkehr, an Schule,<br />

Arbeitsplatz und Freizeit bevorzugen. Durch<br />

die günstige Lage des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> finden<br />

hier (fast) alle, wonach sie suchen. Durch<br />

die Nähe zu Hamburg und die urbanen Strukturen<br />

im <strong>Kreis</strong> entsteht eine spannende Mischung<br />

aus Urbanität und ländlichem Raum,<br />

in der die Vorzüge des Lebens in einer Stadt<br />

mit denen des Lebens auf dem Land mit -<br />

einander kombiniert werden können. So gibt<br />

es im <strong>Kreis</strong>gebiet zahlreiche kulturelle Angebote<br />

wie Museen, Kinos und Theater. Es finden<br />

sich aber ebenso viele Möglichkeiten, seine<br />

Freizeit draußen zu verbringen: zum Beispiel<br />

an der Elbe, beim Wandern in den Waldgebieten<br />

oder in organisierten Verbänden und Vereinen.<br />

Durch den gut ausgebauten öffent -<br />

lichen Nahverkehr und die Anbindungen an<br />

die Autobahnen 7 und 23 sind Arbeitgeber<br />

innen und Arbeitgeber im <strong>Kreis</strong>gebiet und<br />

darüber hinaus gut zu erreichen.<br />

Damit das Arbeiten auch möglich gemacht<br />

wird, ist der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> dabei, sich mit<br />

seinen Städten und Gemeinden gut auf die<br />

unterschiedlichen Anforderungen und Bedürf -<br />

nisse von Familien mit kleinen Kindern einzustellen.<br />

Im <strong>Kreis</strong>gebiet finden sich zahl -<br />

reiche Krippen, Spielstunden und Kindergärten,<br />

die mit unterschiedlichen pädagogischen


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51<br />

Schwerpunkten arbeiten. Neben den klassischen<br />

Kitas und Krippen gibt es zum Beispiel<br />

Wald- und Naturkindergärten sowie viele Tages -<br />

mütter und -väter, welche die Betreuungsmöglichkeiten<br />

abrunden. Ähnlich vielfältig ist<br />

das Angebot für die Bildungsmöglichkeiten<br />

im <strong>Kreis</strong>gebiet. Schülerinnen und Schüler<br />

haben die Option, zwischen den staat lichen<br />

Grund- und Gemeinschaftsschulen, Gym -<br />

nasien sowie Privat- und Reformschulen zu<br />

wählen. Zu der Vereinbarkeit von Familien<br />

und Beruf gehört nicht nur eine funktionierende<br />

Kinderbetreuung, sondern auch ein<br />

passender Arbeitgeber. Durch seine urbanen<br />

Strukturen bietet sich im <strong>Kreis</strong>gebiet eine<br />

Vielzahl von Arbeitsplätzen. Wer jedoch pendeln<br />

muss oder will, kann auf den gut ausgebauten<br />

öffentlichen Nahverkehr und die gute<br />

Anbindung an die Autobahnen zurückgreifen.<br />

Eine große Aufgabe der nächsten Jahre wird<br />

es sein, dem ansteigenden Bedarf an Krippen<br />

und Kitaplätzen gerecht zu werden und damit<br />

auf die steigenden Anforderungen an Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf für Väter und<br />

Mütter zu reagieren.<br />

Der <strong>Kreis</strong> ist sich der Herausforderung der<br />

kommenden Jahre bewusst und wird weiter<br />

an seiner Familienfreundlichkeit arbeiten,<br />

damit Kinder in 20 Jahren hier so gut auf -<br />

gehoben sind wie heute. |<br />

Für Kinder und Jugendliche gibt es<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ein breites<br />

Betreuungs- und Bildungsangebot.


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52<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

oben links: Wo Maschinen und Werkzeuge nicht eingesetzt werden<br />

können, sind die Hände der Mitarbeiter im Werkschiff gefragt.<br />

oben rechts: In der Mutter-Kind-Einrichtung lernen die Mütter und Väter,<br />

einen angemessen Kontakt mit ihren Kindern aufzubauen – Barbie, die<br />

Ziege, hilft dabei geduldig.<br />

links: Treffpunkt Begegnungsstätte – in einem der ältesten Häuser der<br />

<strong>Kreis</strong>stadt <strong>Pinneberg</strong> treffen sich Menschen mit psychischen Erkran -<br />

kungen.<br />

AWO Schleswig-Holstein gGmbH<br />

Werkstatt für behinderte Menschen – Das Werkschiff<br />

Das Werkschiff ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen<br />

mit seelischen Behinderungen. Hier werden Dienstleistungen<br />

für Geschäfts- und Privatkunden angeboten, und Menschen<br />

mit Behinderungen finden in einem geschützten Rahmen<br />

einen Arbeitsplatz, der ihren Neigungen und Fähigkeiten<br />

entspricht. Die Industriemontage übernimmt Konfektionierungs-<br />

und Verpackungsaufträge von externen Firmen. In<br />

der Wäscherei wird hauptsächlich Wäsche aus Pflegeeinrichtungen<br />

gewaschen. Im MultiMediaService werden Schall -<br />

platten, Dias, Filme und seit Neuestem Akten digitalisiert.<br />

Es gibt eine Druckerei, und in der Webseitenpflege und<br />

-gestaltung können sich Kunden zu fairen Preisen ihre Webseite<br />

gestalten lassen. Nähere Informationen finden Sie unter:<br />

www.daswerkschiff.de<br />

Ambulante Versorgung von 1981 bis 2016<br />

Seit 1981 besteht ein Gruppenangebot für psychisch erkrankte<br />

Erwachsene in <strong>Pinneberg</strong>, aus dem sich die heutige<br />

Begegnungsstätte im Fahltskamp entwickelte. Hier ist im<br />

Laufe der letzten Jahrzehnte eine bunte Palette aus professionellen<br />

Angeboten und Selbsthilfegruppen entstanden.<br />

Das jüngste Angebot besteht seit 2016. In der Gruppe für<br />

Kinder psychisch kranker Eltern in <strong>Pinneberg</strong> und Schenefeld<br />

werden die Kinder unterstützt und ihre Psyche gestärkt.<br />

Jugend- und Familienhilfe Region Süd-West<br />

Bunt und vielfältig zeigt sich auch die Jugend- und Familienhilfe<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> als erfahrener Träger von professionellen<br />

Jugendhilfemaßnahmen seit nunmehr schon über<br />

50 Jahren. Ein breites Spektrum an stationären und ambulanten<br />

Hilfeformen sowie an Beratungsangeboten steht Kindern,<br />

Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien individuell<br />

und flexibel zur Verfügung.<br />

Seit 1981 ist die Arbeiterwohlfahrt im Bereich der ambulanten<br />

Versorgung psychisch erkrankter Bürgerinnen und Bürger<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> aktiv. Hervorgehoben an dieser Stelle<br />

seien der älteste und der jüngste Dienst.<br />

Lebensweltorientiert und mit verschiedensten pädagogischen<br />

Methoden wie zum Beispiel der tiergestützten Pädagogik oder<br />

musisch-kreativen Zugängen zu Lerninhalten unterstützen,<br />

betreuen, bilden und erziehen wir die sich uns anvertrauenden


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53<br />

oben links: Im Kooperativen Schultraining wird Kindern auf vielfältige<br />

Weise die Lust am Lernen neu vermittelt.<br />

oben rechts: Der Kitaalltag ist spannend und macht neugierig . . .<br />

rechts: . . . und Malen verlangt nach hoher Konzentration und<br />

Innerlichkeit.<br />

.... viele verschiedene Angebote<br />

jungen Menschen und er reichen so gemeinsam formulierte<br />

Entwicklungsziele. Dabei liegen uns Partizipation und Kinderschutz<br />

sowie eine lebendige Unternehmenskultur in unseren<br />

Einrichtungen und Diensten besonders am (AWO-)Herzen.<br />

Kindertagesbetreuung: Unsere Aufgabe –<br />

Bildung, Betreuung und Erziehung<br />

Wir wollen familiengerechte Betreuungszeiten, die sich den<br />

Bedürfnissen einer sich verändernden Gesellschaft anpassen.<br />

Eltern und Kinder erleben uns als verlässliche Institution,<br />

in der sie Unterstützung erfahren. Wir verstehen uns als<br />

familienergänzende Einrichtung und nehmen die Eltern als<br />

gleichberechtigte Erziehungspartner ernst. Unser Ziel ist es,<br />

dass die Kinder in all ihrer kulturellen Vielfalt Sozialkompetenz<br />

er leben und erwerben. Betreuung, Bildung und Erziehung<br />

sind für uns gleichwertig und stehen miteinander im Einklang.<br />

Wir nehmen die Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen<br />

und Bildungswegen ernst. Wir stehen für Bildungskonzepte,<br />

die Neues wagen und Vertrautes bewahren. Für uns bedeutet<br />

Bildung ein Recht, und wir sind für freie Bildungszugänge in<br />

der Kindertagesstätte für alle Kinder. Wir leben eine partizi<br />

pative Haltung und verankern verbindliche demokratische<br />

Strukturen in unseren Einrichtungen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1919; Mitarbeiter: 4300<br />

Leistungsspektrum: Die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein ist ein anerkannter Spitzenverband und Einrichtungsträger der<br />

Freien Wohlfahrtspflege. Sie bietet hochwertige Dienstleistungen in unterschied lichen Bereichen der sozialen Arbeit an, vor allem<br />

in der Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenhilfe sowie in den Bereichen Psychosoziale Dienste und Migration. Die AWO betreibt<br />

landes weit rund 200 soziale Einrichtungen und Dienste, davon fast 60 im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

www.awo-sh.de


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54<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

Ehrenamt – Kitt der Gesellschaft<br />

Burkhard E. Tiemann<br />

Kommunen leben von der Teilhabe ihrer<br />

Bürgerinnen und Bürger, denn die <strong>Kreis</strong>e,<br />

Städte und Gemeinden können nicht alle<br />

Nachfragen befriedigen und alle Probleme<br />

allein lösen. Dabei bedarf es der aktiven Mithilfe<br />

von Menschen, die nicht immer zuerst<br />

ihren eigenen Vorteil sehen. Das Gemein -<br />

wesen braucht Menschen, die bereit sind,<br />

mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer<br />

Kreativität Aufgaben zu übernehmen und<br />

Mitverantwortung zu tragen, denn Gemeinsinn<br />

ist ein Schatz, der bewahrt und gemehrt<br />

werden muss. Gemeinsinn macht uns stark,<br />

gemeinsam die vor uns stehenden Aufgaben<br />

zu lösen.<br />

In einer Zeit der Veränderungen, einer immer<br />

älter werdenden Bevölkerung, einem Wandel<br />

der Familienstrukturen, einer neuen Einstellung<br />

zur Umwelt und einer technischen Entwicklung,<br />

die Junge und Alte aus dem Lernen<br />

nicht entlässt, stehen wir vor ganz neuen<br />

Herausforderungen. Ehrenamtlichkeit und<br />

freiwilliges Engagement entfalten ihre Wirkung<br />

vor allem in den Kommunen. Hier ist die Gesellschaft<br />

geradezu angewiesen auf die viel -<br />

fältige Eigeninitiative der Bürgerinnen und<br />

Bürger. Hier wird Demokratie ganz direkt<br />

gelebt. Die Menschen erleben den Teil ihres<br />

Engagements, bei dem es unmittelbar um<br />

den Alltag, um Kontakte, Spaß, Kommunika -<br />

tionserfolg oder auch nur um Organisationsnöte<br />

geht.<br />

Somit wird das Ehrenamt zum Kitt des Gemeinwesens.<br />

Aber Kitt muss auch gepflegt<br />

werden, weil er sonst bröckelt und keinen<br />

Halt mehr bietet. In allen Bereichen gibt es<br />

Frauen und Männer, Mädchen und Jungen,<br />

die ihre Unterstützung anbieten und die „Ja“<br />

sagen zu einem Gemeinwesen, das auf Mit -<br />

einander, Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn<br />

basiert. Freiwilliges Engagement ist nicht<br />

nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch<br />

persönliche Weiterentwicklung – immer dort –<br />

wo junge und ältere Menschen Möglichkeiten<br />

suchen, sich freiwillig in die Gestaltung der<br />

Gesellschaft einzubringen. Ältere können<br />

sinnvoll das Erfahrungswissen ihrer Gene -<br />

ration für die Jungen nutzbar machen.<br />

Ehrenamt hat aber auch öffentliche Wirkung,<br />

und darum brauchen wir auf der lokalen<br />

Ebene offene, an der Lebenswelt der Bürgerinnen<br />

und Bürger orientierte Formen des<br />

Miteinanders. Wir müssen uns darüber im<br />

Klaren sein, dass wir für eine Kultur des freiwilligen<br />

Helfens auch eine Veränderung des<br />

vorherrschenden Prestige-Denkens er reichen<br />

müssen. Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat mit der<br />

Eintragung in das „Bürgerbuch des <strong>Kreis</strong>es“<br />

deshalb eine Ehrung geschaffen, die gerade<br />

die unzähligen kleinen Alltagsleistungen<br />

würdigt, denn sie setzen viel mehr Energie<br />

in die Welt als die seltenen heroischen Taten!<br />

Mit dieser Ehrung sollen die Menschen in den<br />

Mittelpunkt gestellt werden, die sich häufig<br />

im Stillen, im Verborgenen bürgerschaftlich<br />

engagieren.<br />

Auch der Helfer- und Retter-Empfang mit<br />

Ehrungen von Menschen, die manchmal die<br />

eigene Gesundheit oder gar ihr Leben riskieren,<br />

ist mir ein besonderes Bedürfnis. Solch<br />

verantwortungsbewusstes und selbstloses<br />

Handeln stellt bei Weitem keine Selbstver-


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:20 Seite 55<br />

55<br />

ständlichkeit dar. Doch die Erwartungshaltung<br />

gegenüber dem Staat ist heute größer denn je.<br />

Dabei lässt sich ehrenamtliches Engagement<br />

nicht anordnen. Wer sich jedoch engagiert,<br />

entwickelt größeren Gemeinsinn und fühlt<br />

sich für seine Region verantwortlich. Dabei<br />

sind die Motive der Ehrenamtlichen so viel -<br />

fältig wie das Ehrenamt selbst. Mit bürgerschaftlichem<br />

Engagement nutzen Menschen<br />

die Chance, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten,<br />

indem sie sich selber einbringen. So bereichert<br />

ihr uneigennütziges Handeln immer<br />

auch das eigene Leben.<br />

Ehrenamt bringt aber nicht immer Ehre, es<br />

kann auch einfach nur Freude machen, sich<br />

zu engagieren und zu beteiligen. Über die<br />

Jahre hinweg hat sich im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> eine<br />

Ehrenamtskultur entwickelt, die sich in einer<br />

Vielzahl von Organisationen und Initiativen<br />

manifestiert. Es wäre falsch, darin eine Art<br />

Ausfallbürgschaft für staatliche oder kommunale<br />

Defizite zu sehen. Es ist vielmehr ein<br />

Zeichen für Gestaltungskraft, Tatendrang,<br />

Entschlossenheit, Kreativität und Gestaltungswillen<br />

von Bürgerinnen und Bürgern, die aus<br />

eigenem Interesse und eigener Kenntnis<br />

etwas positiv bewegen wollen – trotz knapper<br />

Finanzmittel. Hieraus erwächst ein genera -<br />

tionen übergreifendes Netzwerk von zwischenmenschlichem<br />

Miteinander.<br />

Der Reichtum unserer Gesellschaft und unser<br />

Wohlstand sind nicht in Geld zu messen.<br />

Unser freiheitlich demokratisches Staats -<br />

wesen basiert auf der Bereitschaft, Verantwortung<br />

zu übernehmen. Deshalb möchte ich<br />

jeden, der hierzu etwas beitragen kann, herzlich<br />

dazu einladen. Wir brauchen jeden Kopf<br />

und jede Hand für die Bewältigung der viel -<br />

fältigen Aufgaben, Menschen, die Probleme<br />

selbst anpacken wollen und nicht darauf<br />

warten, dass andere oder der Staat sie lösen,<br />

die der Gemeinschaft ihre Zeit, ihre Tatkraft,<br />

gute Ideen und oft auch sehr viel Erfahrung<br />

schenken.<br />

Viele wichtige Aufgaben, die von freiwilliger<br />

Mithilfe leben, sind ohne das Engagement der<br />

Bürgerinnen und Bürger vor Ort weder rea -<br />

lisierbar noch vorstellbar. So ist mehr als jeder<br />

Dritte unserer Bürgerinnen und Bürger in<br />

Kunst und Kultur, im Sport, in der Jugend -<br />

arbeit, in Senioren- und Selbsthilfegruppen,<br />

in der Pflege, in Rettungs- und Hilfsdiensten,<br />

in Schulprojekten oder in der Kommunal -<br />

politik für das Gemeinwesen ehrenamtlich<br />

tätig. Dabei mitzumachen möchte ich die<br />

Bürgerinnen und Bürger des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

ermutigen, denn es erfüllt mich immer<br />

wieder mit Stolz, wenn ich mich in Sachen<br />

bürgerschaftlichen Engagements in unserem<br />

<strong>Kreis</strong> umschaue. |<br />

„Nachwuchs für das Ehrenamt“ –<br />

Jugendfeuerwehren im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong>


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:20 Seite 56<br />

56<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

„AQUA-AGENTEN“ und „Klimaretter“ –<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> setzt auf die Jugend<br />

beim Klimaschutz<br />

Valerie Wilms / Anja Vratny<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> engagiert sich seit 2008<br />

im Bereich des Klimaschutzes. Ein vom <strong>Kreis</strong>tag<br />

beschlossenes Rahmenkonzept legt die<br />

Handlungsfelder und Ziele für die Aktivitäten<br />

fest. Eine Arbeitsgruppe Klimaschutz, die mit<br />

je einem Vertreter aus den <strong>Kreis</strong>tagsfraktionen<br />

besetzt ist, erarbeitet seit nunmehr zehn Jahren<br />

auf Grundlage des Klimaschutzkonzeptes<br />

die jeweiligen Maßnahmen und Aktivitäten<br />

zum Klimaschutz. Der Ausschuss für Umwelt,<br />

Sicherheit und Ordnung befasst sich regel -<br />

mäßig mit klimaschutzrelevanten Fragestellungen.<br />

Die Leitstelle Klimaschutz, die organisatorisch<br />

zum Fachdienst Umwelt gehört,<br />

unterstützt den politischen Beratungsprozess<br />

und setzt die Beschlüsse um.<br />

Mit dem im Klimaschutzkonzept festgelegten<br />

Handlungsrahmen verfolgt der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

unter anderem das Ziel, Bewusstsein zu<br />

schaffen für eine nachhaltige Entwicklung,<br />

die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen<br />

und die Ursachen und Folgen des Klimawandels.<br />

Darüber hinaus setzt sich der <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> dafür ein, nachhaltiges Denken<br />

und Handeln und effektiven Klimaschutz in<br />

der Praxis zu etablieren und zu stärken. Einige<br />

Beispiele beschreiben, wie dieses Ziel umgesetzt<br />

wird:<br />

Das Bildungsprojekt AQUA-AGENTEN in<br />

Südholstein ermöglicht es Kindern, auf kreative<br />

Weise die Bedeutung von Wasser für<br />

Mensch, Natur und Wirtschaft zu entdecken.<br />

Die Jungen und Mädchen bekommen die<br />

Gelegenheit, mit Spaß und Neugier die Vielfalt<br />

von Wasser zu erforschen, selbstbewusst<br />

Fragen zu stellen und Antworten zu finden,<br />

sich auszuprobieren und gemeinsam Lösungen<br />

für Probleme zu entwickeln. Mit dem<br />

Bildungsangebot AQUA-AGENTEN werden<br />

sie motiviert, sich für den Schutz der Lebensgrundlage<br />

Wasser einzusetzen und ein ver -<br />

antwortungsvolles Miteinander in der Gesellschaft<br />

aktiv zu gestalten. Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

als Projektträger und der azv Südholstein setzen<br />

das Modellprojekt AQUA-AGENTEN Südholstein<br />

seit März 2017 gemeinsam mit weiteren<br />

Partnern aus der Region um. Das Projekt<br />

ist eine Initiative der Michael Otto Stiftung<br />

für Umweltschutz – gefördert wird es von der<br />

Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die teilnehmenden<br />

Schulen erhalten Lehrerfort -<br />

bildungen sowie einen kompakten AQUA-<br />

AGENTEN-Koffer. Darin befinden sich nicht<br />

nur spannend gestaltetes Bildungsmaterial,<br />

sondern auch knifflige Aufgaben rund um das<br />

Thema Wasser, die von den jungen AQUA-<br />

AGENTEN gelöst werden. Direkt vor Ort kön-<br />

Fortsetzung Seite 58


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:20 Seite 57<br />

57<br />

azv Südholstein – Rein in die Zukunft<br />

Im Einzugsgebiet der Flüsse Krückau, Pinnau und Wedeler Au<br />

ist der azv Südholstein für die Abwasserentsorgung zuständig.<br />

Das Einzugsgebiet umfasst den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>, Teile der<br />

<strong>Kreis</strong>e Steinburg und Segeberg sowie die nordwestlichen Stadt -<br />

teile Hamburgs: Für mehr als 480 000 Menschen sowie für<br />

Industrie und Gewerbe übernimmt das Umweltunternehmen die<br />

Sammlung, den Transport und die Reinigung des Abwassers.<br />

Jährlich werden im Klärwerk Hetlingen rund 32 Mio. Kubik -<br />

meter Wasser gereinigt und in die Elbe eingeleitet. Damit leistet<br />

der azv Südholstein einen entscheidenden Beitrag zu einer<br />

guten Wasserqualität der Flüsse und Gewässer in der Region.<br />

Mit rund 250 Mitarbeitern betreibt der azv Südholstein das Groß -<br />

klärwerk in Hetlingen, drei kleinere Klärwerke sowie Kanalnetze<br />

mit einer Gesamtlänge von mehr als 600 Kilometern.<br />

Die Mitarbeiter kontrollieren die Einleitung der Abwässer von<br />

Industrie und Gewerbe und beraten in Sachen Grundstücksentwässerung.<br />

Zur fachgerechten Herstellung von entsprechenden<br />

Anlagen bietet der azv Südholstein für Fachbetriebe einen<br />

Lehr gang mit Zertifikat an. Im Vordergrund stehen Qualität und<br />

Sicherheit der Abwasserreinigung, Umwelt- und Ressour cen -<br />

schutz sowie der Dienstleistungsgedanke und die Kosteneffizienz.<br />

In fünf Berufen bildet der azv Südholstein Nachwuchskräfte<br />

aus. Die Auszubildenden durchlaufen ein vielseitiges<br />

Programm mit guter Betreuung. Als Umweltunternehmen enga -<br />

giert sich der azv Südholstein zudem in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung.<br />

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Be deu -<br />

tung der Abwasserreinigung zu stärken und Kinder, Jugend liche<br />

und Erwachsene für einen nachhaltigen Umgang mit Was ser<br />

zu sensibilisieren. Seit 2010 ist der azv Südholstein als außer -<br />

schu lische Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1965 (Abwasser-Zweckverband <strong>Pinneberg</strong>); Mitarbeiter: rund 250<br />

Leistungsspektrum: Abwasserreinigung, -sammlung und -transport; Reststoffannahme; Ansprechpartner zu Grundstücks -<br />

entwässerung; Indirekteinleiterüberwachung; klimaschonende Energieerzeugung für den Eigenbedarf<br />

Ausbildungsberufe: Fachkraft für Abwassertechnik, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in (Einsatzgebiet<br />

Instandhaltung), Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau/-mann für Büromanagement (neu ab August 2018)<br />

www.azv.sh


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:20 Seite 58<br />

58<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Verantwortung<br />

nen die Teilnehmer außerdem die regionale<br />

Wassersituation durch Betriebsbesichtigungen<br />

und Aktionsangebote im Wasserwerk, im<br />

Klärwerk, an Gewässern und zu den Klima -<br />

folgen kennenlernen. Am Schluss bekommt<br />

jeder Schüler einen AQUA-AGENTEN-Ausweis.<br />

Im Mittelpunkt der Bildungsinitiative KITA21<br />

– Die Klimaretter steht die Förderung lebendiger<br />

Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten<br />

Themen wie Energie, Klimaschutz, Abfall -<br />

vermeidung, Wasser und Ernährung in Kinder -<br />

tageseinrichtungen. Projektträger ist die GAB<br />

Umwelt Service, die „KITA21 – Die Klima retter“<br />

in Kooperation mit dem azv Südholstein, dem<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> und der S.O.F. Save Our Future<br />

– Umweltstiftung in der Region umsetzt. Ziel<br />

von KITA21 –Die Klimaretter ist es, Kitas auf<br />

ihrem Weg hin zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung<br />

zu unterstützen. Hierzu erhalten die<br />

beteiligten Einrichtungen Unterstützungs -<br />

angebote in Form von Fortbildung, Beratung<br />

und Vernetzungsmöglichkeiten. Darüber<br />

hinaus wird die Zusammenarbeit mit regionalen<br />

Bildungsakteuren aktiv gefördert. Ein<br />

wichtiger Baustein des Projektes ist die Auszeichnung<br />

der Kindertageseinrichtungen als<br />

KITA21, mit der das Engagement der Einrichtungen<br />

in der Bildung für eine nachhaltige<br />

Entwicklung gewürdigt wird. Über 60 Kitas<br />

haben bisher an der Bildungsinitiative teil -<br />

genommen.<br />

Alle zwei Jahre finden im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

zudem die <strong>Kreis</strong>-Umwelt-Tage statt. Hier<br />

werden immer kurz vor den Sommerferien<br />

zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen für<br />

Kitas und Schulen, aber auch für Erwachsene<br />

rund um den Umwelt- und Klimaschutz zu<br />

einem informativen Mitmach-Angebot zusammengestellt.<br />

Die Bandbreite der Themen<br />

reicht von Klimagerechtigkeit über Wald,<br />

Moor und Wiese sowie Wasser bis hin zum<br />

sparsamen Umgang mit Energie. Auch die<br />

Themen Mobilität und nachhaltiger Konsum<br />

sind vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt<br />

lag in 2017 auf Angeboten zum Werkstoff<br />

Plastik und seine Auswirkung auf die Erde. In<br />

2017 wurden über 2000 Kinder und Jugend -<br />

liche mit den Angeboten erreicht. Insgesamt<br />

haben sich rund 7300 Personen und zahl -<br />

reiche regionale Bildungsakteure an der Veranstaltungsreihe<br />

beteiligt. Die <strong>Kreis</strong>-Umwelt-<br />

Tage haben sich inzwischen fest etabliert und<br />

sind ein begehrtes Bildungsangebot für Kitas<br />

und Schulen geworden.<br />

Seit 2012 findet eine Förderung von Klimaschutzprojekten<br />

in Schulen und Jugend -<br />

gruppen statt. Die Themenschwerpunkte<br />

reichen von Schulgarten, nachhaltigem Konsum<br />

und Fairem Handel bis zu erneuerbaren<br />

Energien und dem Thema Abfallvermeidung/<br />

Recycling. In den letzten fünf Jahren wurden<br />

28 Projekte gefördert.<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> besteht zusätzlich seit<br />

2011 eine Arbeitsgruppe Bildung für nachhaltige<br />

Entwicklung (AG BNE), die sich zum<br />

Ziel gesetzt hat, das Thema in der Region<br />

voranzubringen und zu stärken. BNE ist eine<br />

Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem<br />

Denken und Handeln bewegt. Sie ermöglicht<br />

es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des<br />

eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen<br />

und verantwortungsvolle Entscheidungen zu<br />

treffen. Mitglieder sind: Leitstelle Klima-


Umbruch_S._1_bis_62.qxp_Layout 1 22.11.17 16:20 Seite 59<br />

59<br />

schutz, <strong>Kreis</strong>jugendring <strong>Pinneberg</strong> e. V., azv<br />

Südholstein, <strong>Kreis</strong>fachberater der Schulen für<br />

BNE. In den letzten sechs Jahren wurden<br />

mehrere Fortbildungsveranstaltungen und<br />

Vernetzungstreffen von ihren Mitgliedern<br />

organisiert und 2016 eine Kooperationsvereinbarung<br />

zur strukturellen Verankerung von<br />

BNE in der Region geschlossen. |<br />

Der AQUA-AGENTEN-Koffer bietet<br />

spannend gestaltetes Bildungs -<br />

material, aber auch knifflige Auf -<br />

gaben rund um das Thema Wasser.


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60<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> –<br />

Zusammenarbeit in Regionen<br />

Andreas Köhler<br />

Mit einem Blick auf die Landkarte Norddeutschlands<br />

fällt dem Betrachter sofort die<br />

Metropolregion Hamburg ins Auge. Kein<br />

Wunder, denn diese seit vielen Jahrzehnten<br />

gewachsene Kooperation besteht aus über<br />

1000 Orten, 17 <strong>Kreis</strong>en und Landkreisen<br />

sowie 3 kreisfreien Städten in 4 Bundes -<br />

ländern. Sie ist eine der wirtschaftsstärksten<br />

Regionen Nordeuropas, Drehkreuz für Handel<br />

und Verkehr zwischen Skandinavien und<br />

weiten Teilen Europas.<br />

In den Folgejahren entwickelten sich die Themenbereiche<br />

und -schwerpunkte weiter und<br />

sind nunmehr in einem strategischen Handlungsrahmen<br />

gebündelt, der durch jährliche<br />

Arbeitsprogramme konkretisiert wird. Die Zusammenarbeit<br />

in der Metropolregion erfolgt<br />

auf freiwilliger Basis, Entscheidungen werden<br />

grundsätzlich im Konsens getroffen. Die<br />

Umsetzung von Projekten unterstützen die<br />

Länder mit finanziellen Mitteln über eigens<br />

eingerichtete Förderfonds.<br />

Bereits seit Mitte der 1950er-Jahre arbeiteten<br />

die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und<br />

Niedersachsen in planerischen Fragestellungen<br />

eng zusammen. Mit einem Regierungs -<br />

abkommen der Länder wurde die Metropol -<br />

region Hamburg im Jahre 1991 offiziell aus<br />

der Taufe gehoben. Schon damals gehörte der<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> dieser Metropolregion an.<br />

Bis 1997 erarbeiteten alle Beteiligten ein<br />

Regio nales Entwicklungskonzept (REK), das<br />

die Schwerpunkte der künftigen Zusammen -<br />

arbeit beschrieb. Das Themenspektrum<br />

reichte von Fragen zu Siedlungsentwicklung,<br />

Wirtschaft und Verkehr bis hin zu Abfallwirtschaft<br />

und Naherholung. Wesentliche strategische<br />

Entscheidungen dazu wurden und<br />

werden im Regionsrat, dem obersten Be -<br />

schluss gremium der Metropolregion, getroffen,<br />

wobei die operative Umsetzung über den<br />

Lenkungsausschuss erfolgt. Die Ausführung<br />

obliegt einer gemeinsamen Geschäftsstelle.<br />

Zeitgleich mit dem Beschluss über das REK<br />

wuchs die Metropolregion um weitere <strong>Kreis</strong>e<br />

und Landkreise. Seit 2012 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern<br />

mit zwei Landkreisen<br />

und seit 2017 mit der Landeshauptstadt<br />

Schwerin Teil der inzwischen über fünf Millionen<br />

Menschen umfassenden Metropolregion<br />

Hamburg. Seit 2017 engagiert sich auch die<br />

Wirtschaft als weiterer Träger der Metropol -<br />

region.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gehört mit seinen rund<br />

16 000 Unternehmen aus Industrie, Handel<br />

und Dienstleistung zu den wirtschaftsstärksten<br />

<strong>Kreis</strong>en der Metropolregion Hamburg.<br />

Ein besonderes Ziel des <strong>Kreis</strong>es besteht darin,<br />

den Unternehmen und den Einwohnern bestmögliche<br />

Voraussetzungen zu bieten, um<br />

wirtschaftlich erfolgreich sein zu können,<br />

Arbeiten und Wohnen miteinander zu verbinden<br />

und für die Freizeit gute Naherholungsmöglichkeiten<br />

vorzuhalten. Bei all diesen<br />

Herausforderungen kommt es auf eine gute<br />

Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen<br />

und der Stadt Hamburg sowie in der gesamten<br />

Metropolregion Hamburg an.<br />

Ein bedeutendes Augenmerk liegt auf der<br />

Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderer der<br />

Metropolregion. Gemeinsame Messeauftritte,<br />

Flächeninformationssystem im Internet oder<br />

die Verständigung im Wirtschaftsrat zählen zu<br />

den Voraussetzungen erfolgreichen Handelns.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> profitiert in vielerlei Hinsicht<br />

von der Kooperation in der Metropol -<br />

region. Er beteiligt sich an relevanten Projekten<br />

und nutzt die Möglichkeiten, diese Projekte<br />

über die Förderfonds zu realisieren. Da das<br />

Thema Elektromobilität einen hohen Stellenwert<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> einnimmt, nutzten<br />

der <strong>Kreis</strong> und einige Kommunen das Angebot,


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61<br />

ein Elektro-Fahrzeug für den eigenen Fuhrpark<br />

über die Metropolregion zu beschaffen.<br />

Für den Bau von Radschnellwegen macht der<br />

<strong>Kreis</strong> sich stark und initiierte eine Machbarkeitsstudie<br />

zu diesem Thema. Weitere inhaltliche<br />

Arbeit leistet der <strong>Kreis</strong> beispielsweise bei<br />

Projekten zur Bewusstseinsbildung im<br />

Flächen verbrauch und beim demografischen<br />

Wandel, der Kooperation in der Gewerbe -<br />

flächenentwicklung oder der Darstellung der<br />

Kulturlandschaften in der Metropolregion auf<br />

der Internationalen Gartenschau igs 2013 in<br />

Hamburg. Wichtige Impulse gibt die Metropolregion<br />

bei den Stadt-Umland-Kooperationen<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> oder bei der Einrichtung<br />

des Regionalparks Wedeler Au.<br />

Allerdings ist die Zusammenarbeit in der<br />

Metropolregion Hamburg nicht die einzige<br />

Kooperation, bei der sich der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

engagiert. Neben engen bilateralen Beziehungen<br />

zu den Nachbarkreisen prägt vor allem<br />

die Zusammenarbeit in der Regionalen Kooperation<br />

Westküste das Handeln des <strong>Kreis</strong>es.<br />

Die <strong>Kreis</strong>e der Westküste Schleswig-Holsteins,<br />

nämlich Dithmarschen, Nordfriesland, <strong>Pinneberg</strong><br />

und Steinburg, die regionalen Wirtschafts -<br />

förderungsgesellschaften dieser <strong>Kreis</strong>e sowie<br />

die Industrie- und Handelskammern zu Kiel<br />

und zu Flensburg entwickelten ein Konzept<br />

für die gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung<br />

dieser durch die Landesentwicklungsachse<br />

A 23/B 5 geprägten Region. Sie reicht<br />

von Hamburg bis zur Grenzregion Südtondern/<br />

Dänemark und besitzt durch die verkehrsgünstige<br />

Lage und die bestehende Infrastruktur<br />

ein hohes wirtschaftliches Entwicklungspotenzial.<br />

Dieses Potenzial kann aber nur gehoben<br />

werden, wenn die Region auf intel -<br />

ligenter und nachhaltiger Weise zusammen -<br />

arbeitet und sich auf wesentliche Ziele<br />

konzentriert. Dazu gehört die verkehrliche<br />

Entwicklung auf der Straße, der Schiene, im<br />

Wasser und in der Luft. Die Häfen der Westküste<br />

bedürfen dabei einer besonderen Aufmerksamkeit.<br />

Die wirtschaftliche Entwicklung<br />

insbesondere des Gewerbes und der Industrie<br />

sowie vor allem der Energiewirtschaft stehen<br />

im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei kommt es<br />

auch darauf an, mit anderen benachbarten<br />

regionale Kooperationen gut zusammenzu -<br />

arbeiten und ebenso den Blick über die Grenze<br />

und über die Elbe zu wagen.<br />

In der Regionalen Kooperation Westküste<br />

arbeiten alle Partner projektbezogen auf Basis<br />

des Entwicklungskonzeptes und nach einem<br />

abgestimmten Maßnahmenkatalog zusammen.<br />

Die Zusammenarbeit wird durch das Land<br />

Schleswig-Holstein finanziell unterstützt.<br />

Entscheidungen der Kooperation werden in<br />

einem Lenkungsausschuss getroffen, der über<br />

Ergebnisse aus Facharbeitsgruppen zu entscheiden<br />

hat und die strategischen Festlegungen<br />

trifft. Die politischen Gremien der <strong>Kreis</strong>e<br />

sind in die Entscheidungen maßgeblich eingebunden.<br />

Eine gemeinsame Geschäftsstelle<br />

koordiniert die Arbeit.<br />

Ausführliche Informationen zum <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> in der Metropolregion Hamburg<br />

und in der Regionalen Kooperation Westküste<br />

erhalten Interessierte im Internet unter<br />

www.metropolregion.hamburg.de und<br />

www.rk-westkueste.de. |<br />

Die Metropolregion Hamburg


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62<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Mit Dienstleistungen zu neuen Arbeitsplätzen<br />

Dr. Harald Schroers<br />

Die Wirtschaft im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist stark.<br />

Das lässt sich unter anderem an den Arbeitsplätzen<br />

ablesen, deren Zahl stetig steigt. Derzeit<br />

finden knapp 90 000 Menschen eine so -<br />

zialversicherungspflichtige Beschäftigung im<br />

<strong>Kreis</strong>gebiet. Diese Zahl unterstreicht die wirtschaftliche<br />

Stärke eindrucksvoll, denn in keinem<br />

anderen <strong>Kreis</strong> in Schleswig-Holstein oder<br />

in der Metropolregion Hamburg gibt es mehr<br />

Beschäftige vor Ort.<br />

Als besonderes wachstumsstark erwiesen sich<br />

in den letzten Jahren Handel und Logistik<br />

sowie freiberufliche und sonstige wirtschaft -<br />

liche Dienstleistungen. Im vergangenen Jahr<br />

sorgten allein die Arbeitgeber aus diesen<br />

Wirtschaftszweigen – beispielsweise Ingenieur -<br />

büros, Reinigungs- und Wachdienste, Maschinenvermieter<br />

oder Messebauer – für etwa<br />

2350 neue Arbeitsplätze und damit für Dreiviertel<br />

des gesamten Jahreszuwachses.<br />

Die Motoren für den erfreulichen Zuwachs<br />

an Arbeitsplätzen sind die Unternehmen im<br />

Dienstleistungssektor. Die Land- und Baumschulwirtschaft,<br />

über Jahrhunderte prägend<br />

für die Erwerbstätigkeit und noch heute für<br />

das Landschaftsbild, spielt nur noch eine<br />

untergeordnete Rolle als Arbeitgeber. Das Baugewerbe<br />

sowie das verarbeitende und produzierende<br />

Gewerbe sind zwar nach wie vor von<br />

großer Bedeutung, allerdings ist deren Beitrag<br />

zum Arbeitsplatzwachstum stetig geringer<br />

geworden. Der Dienstleistungsbereich wächst<br />

dagegen seit Jahren kontinuierlich und gibt<br />

heute mehr als 60 000 Menschen Arbeit.<br />

Damit sind mittlerweile zwei von drei Beschäf -<br />

tigten in Handel, Transport und Logistik, bei<br />

Banken und Versicherungen, im Gastgewerbe,<br />

im Gesundheitswesen, bei Beratern und Softwarehäusern,<br />

in der Weiterbildung, bei öffent -<br />

lichen Arbeitgebern oder in einer der zahl -<br />

reichen anderen Branchen des Dienstleistungsgewerbes<br />

tätig. Auch der größte Arbeitgeber<br />

im <strong>Kreis</strong>gebiet, die Regio Kliniken mit<br />

rund 2400 Beschäftigten, zählt zum Dienstleistungsbereich.<br />

Ein Blick in die autobahnnahen Gewerbe -<br />

gebiete verbildlicht vor allem die Wachstumserfolge<br />

in Handel und Logistik. Viele der neu<br />

errichteten Gebäude werden von spezialisierten<br />

und international tätigen Großhändlern<br />

genutzt, darunter solche für Gartengeräte,<br />

Nahrungsergänzung, Hygieneartikeln, Chemikalien,<br />

Wein oder Medikamente. Nicht zuletzt<br />

spiegelt sich in den neuen Werkhallen<br />

auch das veränderte Kaufverhalten der Konsumenten.<br />

Fast alle namhaften Paketzusteller<br />

sind daher mit einem Verteilzentrum vertreten,<br />

über das die Online-Käufer in den Städten<br />

und Gemeinden der Region mit den bestellten<br />

Waren beliefert werden.<br />

Der Dienstleistungssektor wird sich im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> auch zukünftig dynamisch ent -<br />

wickeln und für neue Arbeitsplätze sorgen.<br />

Die anhaltend hohe und überdurchschnitt -<br />

liche Zahl von Unternehmensgründungen ist<br />

hierfür ein sicherer Indikator. |


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:56 Seite 63<br />

63<br />

oben: Die Online-Berater der Sparkasse beraten ihre Kunden per Video-<br />

Chat im heimischen Wohnzimmer.<br />

links: In ihren modernen Filialen bietet die Sparkasse Südholstein<br />

höchste Qualität in Service und Beratung.<br />

Sparkasse Südholstein – Ihr verlässlicher Finanzpartner vor Ort<br />

Als Marktführer in der Region blickt die Sparkasse Südholstein<br />

auf eine lange Tradition im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> zurück. Vor fast<br />

200 Jahren gründeten hier engagierte Bürger zahlreiche<br />

kleine Sparkassen zum Wohle der Bevölkerung. Der Gedanke<br />

des Sparens für Krankheit, fürs Alter und für schlechte Zeiten<br />

stand zunächst im Mittelpunkt. Später wurde die Unterstützung<br />

des Mittelstands zu einer wichtigen Aufgabe.<br />

Die Sparkasse Südholstein ist heute Partner aller Menschen<br />

und aller Unternehmen in der Region und nach wie vor mit der<br />

originären Sparkassenidee fest verbunden. Jeder Kunde, ob<br />

Privatkunde mit kleinem Einkommen oder großem Vermögen,<br />

ob kleiner Unternehmer oder international agierender Mittelständler,<br />

ob jung oder alt, findet bei der Sparkasse Südholstein<br />

optimale Lösungen für seine Bedürfnisse, verbunden mit einer<br />

herausragenden persönlichen Betreuung.<br />

Die Sparkasse Südholstein bietet ihren Kunden viele Möglichkeiten,<br />

ihre Bankgeschäfte zu erledigen – für jedes Bedürfnis<br />

und für jeden Kundentyp: in der Filiale oder Mobilen Filiale<br />

vor Ort, per Online-Banking, Internetfiliale, App, Online-Chat<br />

oder Telefon bequem von zu Hause aus. Als eine der ersten<br />

Sparkassen bietet sie auch Videoberatung für Kunden, die<br />

ihre Bankgeschäfte gerne unabhängig von Zeit und Raum<br />

erledigen und dennoch nicht auf die persönliche Beratung verzichten<br />

wollen. So holt der Kunde die Vorteile des persönlichen<br />

Gesprächs quasi in sein Wohnzimmer.<br />

Außerdem ist der Sparkasse die Verbesserung der Lebens -<br />

qualität für die Menschen in der Region ein großes Anliegen.<br />

Dafür schüttet sie – zusammen mit ihrer Stiftung – jährlich<br />

mehrere Hunderttausend Euro an gemeinnützige Zwecke und<br />

ehrenamtlich tätige Vereine aus.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1827; Mitarbeiter: ca. 900<br />

Leistungsspektrum: Konten und Karten, Zahlungsverkehr, Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen, Finanzierung,<br />

Leasing, Bausparen, Immobilien, Private Banking, Generationenmanagement, Liquiditätsmanagement, Internationales Geschäft<br />

und vieles mehr<br />

www.spk-suedholstein.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:56 Seite 64<br />

64<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

WEP Wirtschaftsförderungsund<br />

Entwicklungsgesellschaft<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> mbH<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gehört zu den besten deutschen Wirtschafts -<br />

standorten. Mit seiner verkehrsgünstigen Lage und guter<br />

Infrastruktur spielt er im Vergleich zu anderen <strong>Kreis</strong>en in der<br />

ersten Liga. Viele Kennzahlen beweisen das: landesweit die<br />

meisten Betriebe und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,<br />

eine niedrige Arbeitslosenquote und eine hohe Kaufkraft.<br />

Für diese Erfolge setzt sich die WEP kreiseigene Wirtschaftsförderungs-<br />

und Entwicklungsgesellschaft ein. In enger Zusammenarbeit<br />

mit Partnern und Kommunen verfolgt die WEP<br />

ihre Primärziele: Betriebe ansiedeln, Gründungen fördern,<br />

ansässige Betriebe unterstützen, Arbeitsplätze schaffen.<br />

Die WEP entwickelt und vermarktet Gewerbegrundstücke, die Unternehmen<br />

optimale Bedingungen bieten.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1948 als Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft; Mitarbeiter: 14 am Ort und weitere in Tochtergesellschaften<br />

Leistungsspektrum: Entwicklung und Verkauf von Gewerbegrundstücken, Beratung und Information von Unternehmen, Förderung<br />

von Existenzgründungen, Ansiedlungswerbung, Standortmarketing, Regionalentwicklung, Projektentwicklung, Fördermittelberatung<br />

www.wep.de<br />

kommunit IT-Zweckverband<br />

Schleswig-Holstein<br />

Der IT-Zweckverband kommunit wurde 2008 gemeinsam<br />

von der <strong>Kreis</strong>verwaltung <strong>Pinneberg</strong> und der Stadt Quickborn<br />

gegründet. Beide Verwaltungen wollten damit die Qualität<br />

und Wirtschaftlichkeit durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen<br />

und die Bündelung technologischer Kompetenzen<br />

verbessern. Dazu wurden alle IT-Aufgaben, die gesamte Hardund<br />

Software sowie das IT-Personal beider Kommunen dem<br />

Zweckverband übertragen. Seitdem hat sich die Qualität<br />

der IT-Dienstleistung deutlich und kontinuierlich gesteigert.<br />

Inzwischen sind weitere Kommunen und <strong>Kreis</strong>verwaltungen<br />

dem Zweckverband beigetreten. An mehr als 100 Standorten<br />

werden über 3700 Arbeitsplätze betreut.<br />

Information<br />

Das Dienstleistungsangebot von kommunit ist richtungweisend. Die<br />

Zukunft wird von den Verbandsmitgliedern gemeinsam entwickelt.<br />

Gründungsjahr: 2008; Mitarbeiter: über 90<br />

Leistungsspektrum: IT-Dienstleister für <strong>Kreis</strong>e, Städte, Ämter und Gemeinden<br />

Produkte: Netzwerk-, Server- und Clienttechnik, IT-Datenschutz und IT-Datensicherheit, Administration u. v. m.<br />

www.kommunit.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:56 Seite 65<br />

65<br />

links: Wasserwerk in Uetersen<br />

Holsteiner Wasser GmbH<br />

Die Holsteiner Wasser GmbH betreibt in der Stadt Uetersen<br />

ein Wasserwerk mit dazugehörigem Netz. Mit dem Trinkwasser<br />

versorgen wir rund 36 000 Einwohner aus Uetersen, Tornesch<br />

und den angrenzenden Gemeinden Heidgraben, Neuendeich,<br />

Seester, Seestermühe und Groß Nordende.<br />

Zusätzlichen Wasserbedarf decken wir aus unserem Wasserwerk<br />

Hasel dorfer Marsch.<br />

Aus dem Wasserwerk Haseldorfer Marsch werden darüber<br />

hinaus die Stadt Wedel sowie Teile von Hamburg mit Trink -<br />

wasser versorgt.<br />

Information<br />

Wasserwerk Uetersen<br />

Standort: Quellenweg in Uetersen; Errichtungsjahr: 1925<br />

Brunnen: 4 Vertikalfilterbrunnen bis 25 m tief<br />

Wasserschutzgebiet Uetersen: in Kraft getreten am 1. Januar 2003<br />

Besondere Aufbereitungstechnik: Aktivkohlefilteranlage seit November 1998<br />

Zusatzstoffe: Sauerstoff, Chlordioxid, Calciumhydroxid<br />

Wasserwerk Haseldorfer Marsch<br />

Standort: Hauentwiete, 22880 Wedel; Errichtungsjahr: 1960<br />

Brunnen: 3 Horizontalfilterbrunnen bis 29 m tief/10 Vertikalfilterbrunnen bis 107 m tief<br />

Wasserschutzgebiet Haseldorfer Marsch: in Kraft getreten 1. Februar 1999<br />

Wasseraufbereitung: Belüftung, Enteisenung, Entmanganung, Teilenthärtung und Desinfektion<br />

Zusatzstoffe: Sauerstoff, Chlordioxid, Calciumhydroxid<br />

www.holsteinerwasser.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:56 Seite 66<br />

66<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

WBV Haseldorfer Marsch<br />

Das Versorgungsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes<br />

Haseldorfer Marsch umfasst die Gemeinden Haselau, Haseldorf,<br />

Heist, Hetlingen, Holm und Moorrege – nordwestlich von<br />

Hamburg gelegen.<br />

Wir versorgen rund 15 300 Einwohner mit Trinkwasser, das<br />

wir aus dem Wasserwerk Haseldorfer Marsch in Wedel be -<br />

ziehen. Unser Hauptleitungsnetz hat eine Länge von etwa<br />

124 Kilometern, das Hausanschlussnetz ist rund 137 Kilo -<br />

meter lang. Die Hausanschlüsse verteilen sich auf rund 6800<br />

einzelne Versorgungsanschlüsse und schlussendlich auf gut<br />

5300 Mitglieder. Der Wasserverkauf liegt bei rund 700 000<br />

Kubikmetern pro Jahr. Das entspricht einem Pro-Kopf-<br />

Verbrauch von ungefähr 125 Litern am Tag.<br />

Information<br />

Die Mitarbeiter des WBV Haseldorfer Marsch sind in allen Fragen rund<br />

um das Thema Trinkwasser Ihr kompetenter Ansprechpartner.<br />

Gründungsjahr: 1956; Mitarbeiter: 7<br />

Leistungsspektrum: Trinkwasserversorgung von rund 15 300 Einwohnern der Gemeinden Haselau, Haseldorf, Heist, Hetlingen,<br />

Holm und Moorrege<br />

www.wbv-haseldorfermarsch.de<br />

Trend Beschriftung +<br />

Werbetechnik GmbH<br />

Werbetechnik aus Uetersen: Aus dem ehemaligen Einmannbetrieb<br />

entwickelt sich bis heute ein erfolgreiches Kleinunternehmen<br />

mit stetig erweitertem Leistungsspektrum. Neben<br />

Siebdruck, Digitaldruck, Plattendirektdruck, Lichtwerbung und<br />

Displays kommen Fahrzeugwerbung und Fahrzeugfolierung<br />

ebenso hinzu wie die Bereiche Werbeartikel und Arbeitsbekleidung.<br />

Unser Team besteht aus Werbetechnikern, Lösungsfindern,<br />

Kreativköpfen und sympathischen Kunden verstehern.<br />

Außerdem gehören wir zu den wenigen Ausbildungs betrieben<br />

dieser Branche in Schleswig-Holstein. Tagtäglich beschäftigen<br />

wir uns mit Werbetechnik von A bis Z. Fortschrittlich, professionell<br />

und immer persönlich. Unser Kundenstamm reicht mittlerweile<br />

weit über Uetersen, <strong>Pinneberg</strong> und Hamburg hinaus.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1980; Mitarbeiter: 6; Leistungsspektrum:<br />

Fahrzeugwerbung, Lichtwerbung, Außenwerbung, Display -<br />

systeme, Leitsysteme, Corporate Fashion, Werbemittel<br />

www.trend-werbetechnik.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:57 Seite 67<br />

67<br />

oben: Margarethenvillen – mit den Mehrfamilienhäusern an der Wegekreuzung<br />

Ollns-/Margarethenstraße verbindet sich die (in die historisch<br />

gewachsene Stadt Elmshorn einfügende) traditionelle Ästhetik mit<br />

neuen ökologischen und technischen Standards.<br />

links: moderne Architektur – das Elmshorner Dienstleistungszentrum<br />

(EDZ im Ramskamp) – Sitz der Eggert Unternehmensgruppe<br />

Eggert Unternehmensgruppe<br />

Die familiengeführte Eggert Unternehmensgruppe ist seit<br />

über 80 Jahren in den Bereichen Energie, Bauen und Dienstleistungen<br />

erfolgreich tätig. Was 1925 mit Kohle und Futtermitteln<br />

begann, wird heute konsequent mit Immobilien produkten<br />

aller Art sowie Dienstleistungen im Automotive-Bereich<br />

fortgesetzt. Als unabhängiger Investor im Immobiliensektor<br />

kümmern wir uns bis heute um alle Projekte in Eigenregie.<br />

Grundstücksankauf, Projektentwicklung, Baudurchführung,<br />

Vermietung, Verpachtung und Betreuung von Immobilien –<br />

alles kommt aus einer Hand.<br />

Kurz gesagt: Die Firmen der Eggert Unternehmensgruppe kon -<br />

zentrieren sich auf folgende Kernbereiche: Spezialimmobilien,<br />

Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien, den Betrieb von Autowaschstraßen<br />

sowie diverse Projektgesellschaften. Letztere<br />

werden zur Projektentwicklung sowie zur Durchführung von<br />

Immobilien-Projekten und/oder für langfristige Immobilien-<br />

Investitionen eingesetzt. Alle Projektgesellschaften gehören<br />

direkt zur Eggert Unternehmensgruppe, sodass wir auch<br />

in diesem Bereich jedem unserer Kunden eine individuelle<br />

Betreuung und fachlich kompetente Beratung aus einer Hand<br />

garantieren können.<br />

Wir investieren somit in ein gutes Verhältnis zu unseren Kunden<br />

sowie in vertrauensvolle, professionelle Kontakte zu Behörden,<br />

Kommunen und Verbänden.<br />

Unsere Kunden und Partner sind u. a. private Bauherren, Banken,<br />

Kommunen, die öffentliche Hand, Behörden, institutionelle<br />

Anleger, Bauunternehmer und Planer sowie Großunternehmen<br />

der Mineralölindustrie. Wir sind als persönlicher Ansprechpartner,<br />

zuverlässiger Partner und erf ahrener Dienstleister für<br />

jeden unserer Kunden da.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1925<br />

Leistungsspektrum: Spezialimmobilien, Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien, Betrieb von Autowaschstraßen<br />

Eggert Unternehmensgruppe: Eggert Verwaltungs GmbH, EMV Immobilienmanagement GmbH,<br />

Clean Car Autowaschanlagen GmbH & Co. KG<br />

www.eggert.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 08:59 Seite 68<br />

68<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

oben links: In der Altpapiersortieranlage läuft das Material durch eine<br />

mechanische Grob- und Feinsiebung. Hochauflösende Kameras erkennen<br />

Kartons und durchgefärbte Papiere sowie Störstoffe. Durch Druckventile<br />

wird das entsprechende Material herausgeblasen. Im Anschluss erfolgt<br />

eine manuelle Sortierung zur Qualitätssicherung.<br />

oben rechts: Baggerlader transportieren das angelieferte Altpapier zur<br />

Sortieranlage.<br />

links: Nach Qualität sortierte Altpapierballen nutzen Papierfabriken für<br />

die Produktion im In- und Ausland.<br />

Im Verbund stark: Daten- und Umweltschutz aus einer Hand<br />

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.<br />

Die Melosch Gruppe zählt zu den führenden Umweltdienstleistern<br />

in Deutschland. Mit der Sammlung und Aufbereitung<br />

von gewerblichen und kommunalen Abfällen sorgt Melosch<br />

für die Wiederverwertung wertvoller Stoffe und Materialien im<br />

Wirtschaftskreislauf. Hohe Qualitätsstandards sind dabei<br />

selbstverständlich. Alle Unternehmen der Melosch Gruppe<br />

sind nach DIN EN ISO 9001:2008 und – je nach Tätigkeitsschwerpunkt<br />

– als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert.<br />

Niederlassung <strong>Pinneberg</strong> – sorgsamer Umgang mit<br />

wert vollen Ressourcen<br />

Der Standort in <strong>Pinneberg</strong> hat sich auf die Altpapierentsorgung<br />

spezialisiert. Täglich werden hier Tonnen von Altpapier<br />

aus gewerblichen und kommunalen Sammlungen angeliefert.<br />

In einer hochmodernen, kameragesteuerten Altpapiersortieranlage<br />

durchläuft das Material verschiedene Stufen der<br />

Sortierung bis hin zur manuellen Endkontrolle. So können die<br />

verschiedenen Papierqualitäten voneinander getrennt und anschließend<br />

zu Altpapierballen verpresst werden. Das Material<br />

wird dann an unterschiedliche industrielle Endverwerter im<br />

In- und Ausland weitergeleitet und dem Recyclingprozess zugeführt.<br />

MAMMUT Dokumentenservice – verantwortungsvoller<br />

Umgang mit vertraulichen Daten<br />

Am gleichen Standort befindet sich das Betriebsgelände<br />

inklusive des streng abgetrennten Sicherheitsbereichs der<br />

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG. Das Tochterunternehmen<br />

der Melosch Gruppe zählt zu den führenden<br />

Anbietern der professionellen Akten- und Datenträgervernichtung<br />

nach DIN 66399.<br />

Zertifizierte Qualitäts- und Sicherheitsstandards<br />

Zur Sammlung vertraulicher Dokumente stellt MAMMUT<br />

Sicherheitsbehälter zur Verfügung, die in mehreren Größen und<br />

Ausführungen erhältlich sind. Die befüllten und verschlossenen<br />

Behältersysteme werden durch speziell geschultes Per -<br />

sonal in Fahrzeugen mit festem, verschlossenem Sicherheitsaufbau<br />

nach <strong>Pinneberg</strong> transportiert. Hier erfolgt taggleich<br />

die Vernichtung des Materials nach zertifizierten Qualitätsund<br />

Sicherheitsstandards bis hin zur Schutzklasse 3 der<br />

DIN 66399. Das geschredderte Papier wird zusätzlich ver -<br />

wirbelt und anschließend zu Papierballen verpresst, die für<br />

die Produktion von hochwertigem Recyclingbüropapier<br />

erneut zum Einsatz kommen.


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69<br />

oben links: Für die Abholung von datenschutzwürdigem Material<br />

werden MAMMUT-Lkws mit einem geschlossenen Sicherheitsaufbau<br />

verwendet. Alle Fahrzeuge sind mit GPS-Systemen zur Ortung aus -<br />

gestattet.<br />

oben rechts: Im kameraüberwachten Sicherheitsbereich werden die<br />

vertraulichen Dokumente direkt vom Sicherheitsbehälter über eine<br />

Hub-Kipp-Vorrichtung in die Schredderanlage gekippt, wo sie gemäß<br />

DIN 66399 bis hin zur Schutzklasse 3 vernichtet werden.<br />

rechts: Das restliche Material wird zu Papierballen verpresst, die für<br />

die regionale Produktion von Recyclingbüropapier erneut zum Einsatz<br />

kommen.<br />

mit Melosch und MAMMUT am Standort <strong>Pinneberg</strong><br />

Für die datenschutzkonforme Vernichtung von Festplatten,<br />

USB-Sticks oder Scheckkarten steht zusätzlich ein spezieller<br />

Hochleistungsschredder zur Verfügung, der Speichermedien<br />

physisch zerstört. Das verbleibende Material wird ebenfalls dem<br />

Recyclingprozess zugeführt. MAMMUT Aktenvernichtung bietet<br />

herausragende Branchenkompetenz zu fairen Konditionen.<br />

Information<br />

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.<br />

Gründungsjahr: 1907<br />

Mitarbeiter (in <strong>Pinneberg</strong>): 15<br />

Niederlassungen: <strong>Pinneberg</strong>, Ahrensburg, Hamburg, Uelzen, Erfurt, Leipzig, Köln und Berlin<br />

Leistungsspektrum: Altpapier- und Kunststoffentsorgung, Handel von Alt- und Neupapier sowie weiteren Stoffströmen,<br />

Ent sorgungskonzepte und Kommunale Dienste<br />

Zertifizierungen: Entsorgungsfachbetrieb und Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008<br />

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG<br />

Gründungsjahr: 2009<br />

Mitarbeiter (in <strong>Pinneberg</strong>): 5<br />

Niederlassungen: <strong>Pinneberg</strong> und Ahrensburg<br />

Leistungsspektrum: Akten- und Datenträgervernichtung, Aktenarchivierung und Digitalisierung, Entsorgung rund ums Büro<br />

Zertifizierungen: Entsorgungsfachbetrieb, Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 und Prüfungszeugnis nach<br />

DIN 66399-2:2012-10<br />

www.melosch.de / www.mammut-hamburg.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:00 Seite 70<br />

70<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

IfI.technology Gesellschaft für Handel, Fertigung & Montage mbH<br />

IfI.technology GmbH ist ein leistungsstarker Anbieter von intelligenten<br />

Lösungen für den Flüssigkeitsumschlag. 1963 als<br />

klassisches Ingenieurbüro gegründet, gehören wir heute als<br />

mittelständisches Unternehmen zu den Marktführern unserer<br />

Branche.<br />

Als modernes Planungs- und Konstruktionsbüro mit angeschlossenem<br />

Fertigungsbetrieb und Serviceabteilung haben<br />

wir uns durch kompetente Engineering-Leistungen und kundenoptimierte,<br />

zuverlässige Spezialprodukte national und<br />

international einen Namen erworben.<br />

Unsere Produkte und Lösungen kommen schwerpunktmäßig<br />

in der Mineralölindustrie und in der chemischen Industrie<br />

zum Einsatz. Zu unseren Kunden zählen weltweit renommierte<br />

Unternehmen, die höchste Anforderungen an die Leistungs -<br />

fähigkeit und Sicherheit ihrer Anlagen und an die ausfüh -<br />

renden Unternehmen stellen.<br />

Das Unternehmen bietet Fachkompetenz in der Grundlagen-,<br />

Behörden- und Ausführungsplanung bis hin zur Herstellung,<br />

Montage und Wartung kundenspezifischer Anlagen und<br />

Geräte speziell im Bereich der Lagerung und des Umschlages<br />

wasser gefährdender und brennbarer Flüssig keiten sowie für<br />

Industrienanlagen im Allgemeinen.<br />

Für die Planung und Durchführung der Projekte ist fundiertes<br />

Fachwissen in allen projekt relevanten Bereichen vorhanden.<br />

Insbesondere die sich fortlaufend weiterentwickelnden Vorschriften,<br />

Verordnungen und Ge setze – wie zum Beispiel aus<br />

den Fachgebieten des Arbeits-, Umwelt- und des Explosionsschutzes<br />

sowie der Eichtechnik – bedeuten für die Mit arbeiter<br />

des Unternehmens ein hohes Maß an Flexibilität und Lern -<br />

bereitschaft.<br />

Bekannt geworden sind wir insbesondere durch den Bau von<br />

Industrieanlagen in werkstattfertiger Kompaktbauweise, die<br />

wir nach den individuellen Anforderungen des Kunden herstellen.<br />

Mit unserem Know-how und unserer Erfahrung haben<br />

wir den Einsatz solcher Anlagen auf dem Weltmarkt stark<br />

vorangetrieben und wegweisend mitgestaltet.<br />

Das Produktportfolio reicht unter anderem von Betankungsanlagen<br />

für Helikopter und Tenderboote über Astern Refue -<br />

ling Systems und hydraulisch verfahrbare Schiffszugänge bis<br />

hin zu automatischen Kupplungssystemen sowie Gaspendelund<br />

Produktionsschlauchtrommeln.


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71<br />

Helikopter-Betankungsanlage<br />

Experte für den Umschlag brennbarer Flüssigkeiten<br />

Wir entwickeln und konstruieren hochwertige Produkte und<br />

Leistungen nach zertifizierten Qualitätsstandards. Grundlage<br />

ist unser im Jahr 1996 implementiertes Qualitätsmanagementsystem<br />

nach ISO 9001:2008. Die Einhaltung der darin<br />

festgelegten Standards wird regelmäßig durch den DNV GL<br />

auditiert und verifiziert. Bevor ein Produkt unser Haus verlässt,<br />

unterziehen wir es Eingangs-, Zwischen- und Endprüfungen.<br />

Falls erforderlich oder vereinbart, nehmen wir Funktionsprüfungen<br />

vor oder lassen von Vorlieferanten bzw. von unabhängigen<br />

Sachverständigen Abnahmeprüfungen durchführen.<br />

Unsere Zulieferer und Unterlieferanten wählen wir anhand<br />

strenger Qualitätskriterien sorgfältig aus. Auch sie werden im<br />

Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems regelmäßig<br />

überprüft.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1963; Mitarbeiter: 21<br />

Leistungsspektrum: Dienstleistungen im Bereich Planung, Entwicklung und Konstruktion von Anlagen, Maschinen und Geräten;<br />

Herstellung und Service für verfahrens- und eichtech nische Systeme; Planung sowie Um- und Neubauten von Sterilgut -<br />

versorgungs betrieben für die sterile Aufbereitung medizinischer Instru mente; Planungsleistungen für Tanklager und Raffinerien<br />

sowie für Industrieanlagen<br />

Produkte: Betankungsanlagen für Helikopter und Tenderboote zur Installation auf Schiffen (sowohl im Marine- als auch im Yachtbereich)<br />

und Seeplattformen; Astern Refueling Systems (Marine); hydraulisch verfahrbare Schiffszugänge; automatische Kupplungssysteme;<br />

Gaspendel- und Produktionsschlauchtrommeln; Verladeanlagen für Flüssigkeiten; Pumpenstationen; Absturz -<br />

sicherungen; Dosiereinrichtungen zur Verbesserung von Kraftstoff und Flug treibstoff durch Hinzu fügen von Addi tiven, biogenen<br />

Stoffen sowie zur Einfärbung von Heizöl; Armaturen; SPS-Programmierung; Automatisierungs systeme, Visualisierungs systeme<br />

www.ifi-technology.de


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72<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

IWP Ingenieure, Schaller · Warnke ·<br />

Peters · Partnerschaft mbB<br />

Als spezialisierter Dienstleister mit Ingenieuren für Energieund<br />

Versorgungstechnik und zertifizierten Energieberatern<br />

beraten, unterstützen und begleiten wir unsere Kunden im<br />

gesamten Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung. Der<br />

Umfang unserer Beratungsleistungen umfasst alle Planungsaufgaben<br />

nach den Leistungsphasen der HOAI.<br />

Wir arbeiten in dem Bewusstsein, dass das persönliche Mit -<br />

einander bei uns im Team sowie mit unseren Auftraggebern<br />

entscheidend für das gute Gelingen unserer Leistung ist.<br />

Hinter jedem unserer Referenzprojekte steht ein funktionierendes<br />

Projektteam, das in allen Planungsphasen dem Auftraggeber<br />

beratend zur Seite steht.<br />

Information<br />

Lassen Sie sich nicht nur von den Kompetenzen unserer Mitarbeiter überzeugen,<br />

sondern auch von unserer gelebten Unternehmenskultur.<br />

Sitz: Elmshorn, Ramskamp 70; Gründungsjahr: 1980<br />

Mitarbeiter: 26; Leistungsspektrum: Technische Gebäudeausrüstung, Energiekonzepte, Sicherheitstechnik und Brandschutz,<br />

sonstige Leistungen wie zum Beispiel technische Projektsteuerung, technische Bestandsaufnahmen mit Anlagenbewertungen,<br />

Durchführung Energieaudits und Energieberatung im Mittelstand<br />

www.iwp-ingenieure.de<br />

Butzlaff Tewes<br />

Architekten + Ingenieure GmbH<br />

Das inhabergeführte Architektur- und Ingenieurbüro bietet<br />

die ideale Kombination aus technischer und gestalterischer<br />

Kompetenz. Die Integrierte Planung, das heißt eine frühzeitige<br />

Bearbeitung von Architektur, Wärmeschutz, Statik und Haustechnik,<br />

ermöglicht nachhaltiges Bauen mit Vorteilen in puncto<br />

Kosten und Bauzeit. Das breit aufgestellte Team beherrscht<br />

vielfältige Planungsleistungen und Gebäudetypen sowohl im<br />

Neubau als auch im Bestand: Von Schulen, Feuerwachen und<br />

hochwertigem Wohnungsbau bis zu Gewerbe- und Industriebau<br />

bietet das Büro reichhaltige Erfahrungen. Zu den Kunden<br />

zählen Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen in<br />

Schleswig-Holstein und Hamburg.<br />

Information<br />

Im Büro Butzlaff Tewes sind insgesamt 19 Mitarbeiter als Architekten,<br />

Bauingenieure, Fachingenieure und technische Mitarbeiter tätig.<br />

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 19; Standort: Brande-Hörnerkirchen und Wasserturm Uetersen<br />

Leistungsspektrum: Planungsbüro für Architektur, Wärmeschutz-, Brandschutz- und Tragwerksplanung sowie<br />

Technische Gebäudeausrüstung<br />

www.butzlafftewes.de


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73<br />

Gemeinde Halstenbek: Erschließung Ostereschweg<br />

Stadt Ahrensburg: Erschließung B-Plan Nr. 92 – Erlenhof<br />

d+p ■ dänekamp und partner Beratende Ingenieure VBI<br />

Planung bis ins Detail ist das oberste Prinzip von d+p dänekamp<br />

und partner Beratende Ingenieure VBI. Offenheit, persönliches<br />

Engagement und das neueste Fachwissen, kombiniert mit dem<br />

Know-how einer fast siebzigjährigen Büro entwicklung sind<br />

weitere Faktoren, die das Wesen des Pinne berger Unternehmens<br />

bestimmen.<br />

Mit inzwischen rund vierzig Mitarbeitern sind alle Büros an den<br />

Standorten Heikendorf, <strong>Pinneberg</strong>, Ludwigslust, Radeberg<br />

und München sowohl regional als auch überregional tätig und<br />

stehen in engem Kontakt miteinander. Der Einsatz modernster<br />

Technik ermöglicht den kontinuierlichen Austausch von Informationen<br />

und Erfahrungen sowie bei Bedarf eine gemeinsame<br />

und übergreifende Projektbearbeitung.<br />

Jeder der Mitarbeiter ist ein Spezialist auf einem oder mehreren<br />

Gebieten. Um die Abwicklung von Projekten aus einer<br />

Hand zu gewährleisten, hat das Team engen Kontakt zu unterschiedlichen<br />

Partnerbüros wie etwa Architekten, Statikern,<br />

Landschaftsplanern und Vermessungsbüros, mit denen es im<br />

Bedarfsfall Arbeitsgemeinschaften bildet.<br />

Unsere hohen Standards, die erprobten Prozesse sowie die<br />

Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens garantieren Ihnen<br />

eine umfassende Betreuung in allen Phasen der Projekt -<br />

abwicklung.<br />

d+p dänekamp und partner bietet individuelle, unabhängige<br />

Beratung, maßgeschneiderte Lösungen in jeder Planungsphase<br />

und Projektbetreuung u.a. in folgenden Leistungs -<br />

bereichen: Erschließungsplanung, Freianlagenplanung, GIS-<br />

Anwendungen, Infrastrukturplanung, Ingenieurbauwerke,<br />

Kanalkataster, Kanalsanierung, Verkehrsplanung, Verkehrs -<br />

untersuchung und Wasserwirtschaft.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1948; Mitarbeiter: 42<br />

Standorte: <strong>Pinneberg</strong>, Radeberg, Ludwigslust, München, Heikendorf<br />

Leistungsspektrum: Erschließungsplanung, Freianlagenplanung, GIS-Anwendungen, Infrastrukturplanung, Kanalkataster, Kanalsanierung,<br />

Verkehrsplanung, Verkehrsuntersuchung, Wasserwirtschaft<br />

www.daenekamp.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:00 Seite 74<br />

74<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

GRS Reimer Architekten GmbH<br />

GRS Architekten blickt auf über 45 Jahre Planungserfahrung<br />

zurück. 1971 von Rolf Reimer gegründet, sitzt unser Architekturbüro<br />

in Elmshorn. Mit einem weiteren Standort in Hamburg<br />

agieren wir mit Schwerpunkt in der Hansestadt und im norddeutschen<br />

Raum. Das Leistungsspektrum umfasst Bauten in<br />

den Bereichen Wohnen und Arbeiten sowie Handel, Gewerbe<br />

und Bildung. GRS plant für private und öffentliche Bauherren<br />

Gebäude in allen Leistungsphasen und Größenordnungen.<br />

Wir haben Erfahrung mit den komplexen Aufgabenstellungen<br />

beim Bauen im Bestand und unter denkmalpflegerischen<br />

Aspekten.<br />

Neben Entwurf und Planung rundet die Bauleitung unsere<br />

umfassende Kompetenz ab. 40 Mitarbeiter unter der Leitung<br />

von Helge Reimer und Thomas Ritscher erarbeiten Architekturlösungen,<br />

die ökonomische, ökologische und ästhetische<br />

Gesichtspunkte gleichermaßen berücksichtigen. Wir bilden uns<br />

regelmäßig weiter und sind technisch auf dem aktuellen Stand.<br />

Bauherren profitieren von professionellen Planungsstrukturen.<br />

Von Beginn an zeichnen für jedes Projekt ein Projektpartner<br />

sowie ein Projektleiter verantwortlich, die sich je nach Planungsphase<br />

bedarfsgerecht ein Team zusammenstellen.<br />

Sie kommunizieren, informieren und dokumentieren. Das<br />

garantiert Transparenz und eine Rückkopplung der Erkenntnisse<br />

des aktuellen Projektstands von GRS zum Auftraggeber<br />

und vice versa während der gesamten Planungs- und Bauphase.<br />

Informationen und Erfahrungen aller Projekte werden<br />

zudem in wöchentlichen internen Planungsrunden kontinuierlich<br />

ausgetauscht und evaluiert.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1971; Mitarbeiter: 40; Leistungsspektrum: Projektentwicklung: Analyse von Grundstücken und Immobilien,<br />

Beratung bei Immobilien/Grundstückskauf (Technische Due Dilligence), Beratung bei der Vermarktung von Immobilien und<br />

Grundstücken in enger Zusammenarbeit mit Maklern und Eigentümern; Objektplanung: Planung in allen Leistungsphasen<br />

gemäß HOAI; Generalplanung: Übernahme ganzheitlicher Planungsprozesse<br />

www.grs-architekten.de


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75<br />

Seapack – Perfect Packaging. Safe Shipping.<br />

Die Seapack Verpackung und Transport GmbH ist seit 1994<br />

erfolgreich für ihre Kunden im norddeutschen Raum tätig.<br />

Unser Unternehmen ist auf die Fertigung von Verpackungen<br />

sowie Dienstleistungen rund um die Warenlogistik spezia -<br />

lisiert.<br />

Ob Standardverpackungen oder individuelle Lösung, die<br />

Unversehrtheit Ihres Produktes hat stets oberste Priorität –<br />

getreu unserem Motto: Perfect Packaging. Safe Shipping.<br />

Dieses gilt für Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung,<br />

Verpackung, Verladung oder Transport. Von der Kleinstverpackung<br />

bis hin zum Großprojekt, ob als Inlandslieferung<br />

oder weltweit, per Kurier, Land-, See- oder Luftfracht – unser<br />

erfahrenes Team kennt sich in der globalen Warenlogistik aus<br />

und kümmert sich um eine zuverlässige, sichere logistische<br />

Abwicklung Ihrer Aufträge. Denn bei uns zählt das Motto: Die<br />

richtige Ware zur richtigen Zeit am richtigen Ort.<br />

Von Paletten über Verschläge und Kisten bis zu Gestellen: Die<br />

Fertigung unserer individuellen Holzverpackungen findet direkt<br />

auf unserem Firmengelände statt.<br />

Hier ist auch unser hochmodernes, automatisches Kleinteil -<br />

lager im Einsatz (siehe Foto oben rechts): Ein softwarege<br />

steuerter, batteriebetriebener Roboter fährt in Sekundenschnelle<br />

über die Boxenreihen, um die für den jeweiligen Auftrag<br />

benötigten Boxen zusammenzustellen und herauszu -<br />

geben.<br />

Innovationen wie das automatische Kleinteillager tragen<br />

dazu bei, dass sich Seapack auch in Zukunft als erstklassiger<br />

Logistik-Partner am Markt positionieren wird.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1994; Mitarbeiter: rund 50<br />

Leistungsspektrum: Service: Beratung, Planung, Dokumentation von Transportlösungen; Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung;<br />

Fertigung von Paletten, Verschlägen, Kisten, Gestellen und Transportsätteln; Kartonverpackung, Seemäßige Kistenverpackung,<br />

Transportschlittenverpackung für Container; Organisation von Transporten aller Art, Erstellung der Transportdokumente;<br />

Verladung der Sendungen auf Lkws in Container, Flat-Racks inkl. Ladungssicherung<br />

www.seapack.de


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76<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Eckpfeiler der Wirtschaft –<br />

die Mischung macht’s<br />

Dr. Paul Raab<br />

Die Wirtschaft im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist vielfältig.<br />

Der Grund für diese Vielfalt ist schon in der<br />

Geschichte zu finden. Man kann an der Unter -<br />

elbe sehr gut nachvollziehen, wie aus einer<br />

überwiegend landwirtschaftlich geprägten<br />

Region ein Standort für Hochtechnologie<br />

wurde. Noch um 1925 gewannen über die<br />

Hälfte der Erwerbstätigen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

ihren Unterhalt direkt oder indirekt über die<br />

Landwirtschaft. Die hiesigen Baumschul -<br />

erzeugnisse hatten damals schon Weltruf.<br />

Neben der Landwirtschaft entstand eine<br />

prosperierende Industrie, die die landwirtschaftlichen<br />

Produkte verarbeitete, vor allem<br />

Leder und Lebensmittel. Diese Industrie -<br />

betriebe wiederum brauchten Maschinen,<br />

weshalb sich Maschinenbau und Metallgießerei<br />

entwickelten. Die günstige Lage der<br />

Region an der Elbe und deren Nebenflüssen<br />

führte zur Ansiedlung größerer Betriebe, die<br />

den Wasserweg zum Transport umfangreicher<br />

Warenmengen nutzten, zum Beispiel Mühlen<br />

oder Papierproduzenten. Einige damals gegründete<br />

Unternehmen bestehen noch heute.<br />

Prägend für die Region waren und sind also<br />

nicht wenige Großunternehmen wie in<br />

anderen Regionen Deutschlands, sondern<br />

vielmehr kleine und mittelständische Betriebe.<br />

Die Bandbreite der Tätigkeitsfelder<br />

ist über die Zeit erheblich größer geworden.<br />

Neben der Nahrungs- und Genussmittel -<br />

industrie, der Metallverarbeitung und dem<br />

Maschinenbau stehen Unternehmen der<br />

Medizintechnik und Pharmazie sowie der<br />

Papier- und der Kunststoffverarbeitung. Starke<br />

Spezialisierungen führen nicht selten zur<br />

Marktführerschaft in der jeweiligen Branche.<br />

Rund 25 Unternehmen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

haben mit mindestens einem ihrer Produkte<br />

einen Weltmarktanteil von mehr als 50 Prozent.<br />

Den Absatz der Produkte aus der Region befördern<br />

zahlreiche Unternehmen des Großund<br />

Außenhandels, die zusammen mit Dienstleistern,<br />

darunter Logistiker, die regionale<br />

Wirtschaftsstruktur vervollständigen. Eine<br />

gute Entwicklung nimmt auch der Tourismus.<br />

Die Zahl der Tagestouristen, aber auch der<br />

Übernachtungsgäste, nimmt stetig zu. Viele<br />

Geschäftsreisende mit Terminen in Hamburg<br />

genießen eine ruhige Nacht nahe der Großstadt.<br />

Das Konzept Helgolands, mehr auf<br />

Übernachtungsgäste zu setzen, scheint aufzugehen.<br />

Die Zahl der jährlichen Übernachtungen<br />

liegt bei rund 350 000. Im Einzelhandel<br />

zeigen sich erste Ansätze einer Wende:<br />

Einzelne Online-Händler haben Ladengeschäfte<br />

eröffnet und schaffen damit ein neues Bild in<br />

den Innenstädten.<br />

Diese Vielfalt führt zu einer bemerkenswerten<br />

Verflechtung der Unternehmen, die kennzeichnend<br />

ist für das stetige Zusammenwachsen<br />

der gesamten Region an der Unterelbe. |


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77<br />

Die optimale Verkehrsanbindung<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> ist ein wich tiger<br />

Standortfaktor für Unternehmen.


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78<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Feldmuehle Uetersen GmbH<br />

Die Feldmuehle entwickelt und produziert hochwertige weiße<br />

Papiere für Etiketten, Verpackungen und grafische Erzeugnisse.<br />

Mit mehr als 400 Mitarbeitern und einer Produktions -<br />

kapazität von circa 250 000 Tonnen pro Jahr zählt der Papierhersteller<br />

zu den größten Industriebetrieben Schleswig-<br />

Holsteins.<br />

Die Feldmuehle Uetersen GmbH ist ein junges Unternehmen,<br />

das nach langjähriger Konzernzugehörigkeit seit 2015 erfolgreich<br />

eigene Wege beschreitet. Zugleich blickt man auf eine<br />

lange Geschichte zurück: Denn die Papierherstellung hat am<br />

Standort Uetersen eine über 100-jährige Tradition, die nun<br />

unter dem früheren Namen Feldmuehle fortgeführt wird. Zu<br />

den Kunden gehören heute die Etiketten- und Verpackungs -<br />

industrie, Druckereien und Verlage, Markenartikler, Agenturen<br />

und weiterverarbeitende Betriebe.<br />

Für die Papierherstellung in Uetersen wird ausschließlich Zellstoff<br />

genutzt, der aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen<br />

stammt. Das Unternehmen ist entsprechend der anspruchsvollen<br />

FSC ® - und PEFC TM -Standards zertifiziert.<br />

Hochwertige Papiere für internationale Märkte<br />

Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählt die Entwicklung<br />

und Herstellung von Etikettenpapier, das den hohen<br />

und komplexen Anforderungen von Verarbeitern, Marken -<br />

artiklern und Verbrauchern gewachsen ist. In diesem Bereich<br />

gehört Feldmuehle zu den führenden Anbietern: Ungefähr<br />

jedes dritte Etikett auf Flaschen und Gläsern in Deutschland<br />

wird auf Papier aus Uetersen gedruckt.<br />

Die längste Tradition des Werkes ist die Herstellung von<br />

Papieren für den Druck grafischer Erzeugnisse. Dabei setzt<br />

man heute auf Papiere und Karton für höchste Ansprüche an<br />

eine originalgetreue Bildwiedergabe. Diese kommen bei vielfältigen<br />

Anwendungen wie Bild- und Kunstbänden, Katalogen,<br />

Zeitschriften, Beilagen, Broschüren, Postkarten, Eintrittskarten<br />

und Faltschachteln zum Einsatz. Der Fokus liegt auf hoch -<br />

weißen Premiumprodukten für besonders brillante Druck -<br />

ergebnisse.


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79<br />

Die Papierfabrik Feldmuehle in Uetersen: Hochwertige Etiketten-,<br />

Verpackungs- und grafische Papiere werden hier für den deutschen und<br />

internationalen Markt hergestellt.<br />

Auch im Segment der Verpackungspapiere hat sich das<br />

Unternehmen in den vergangenen Jahren einen Namen<br />

gemacht. Die flexiblen Verpackungspapiere werden unter<br />

anderem bei vielen Anwendungen für Lebensmittel genutzt:<br />

Einschlag papier von Schokoladen, Banderolen von Joghurt -<br />

bechern, Umverpackungen von Teebeuteln und Kaffee. Zum<br />

Portfolio gehören zudem hochwertige Liner zur Kaschierung<br />

von Wellpappe, zum Beispiel für verkaufsstarke Verpackungen<br />

und Displays.<br />

Neue Entwicklungen von Feldmuehle<br />

Die Entwicklungsstärke bei Feldmuehle sorgt dafür, dass das<br />

Unternehmen auch individuelle Kundenwünsche erfüllen kann<br />

und gestiegenen Ansprüchen, zum Beispiel der Lebensmittelindustrie,<br />

durch Spezialpapiere gerecht werden kann: Zu den<br />

neuen Entwicklungen zählen Papiere mit Mineralölbarriere<br />

zum wirksamen Schutz des verpackten Gutes vor Konta mina -<br />

tion mit Mineralölen zum Beispiel aus altpapierhaltigen<br />

Umver packungen. Diese werden von Markenartiklern bereits<br />

erfolgreich für Verpackungen von Lebensmitteln eingesetzt.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2015 (1904)<br />

Mitarbeiter: über 400<br />

Leistungsspektrum: Produktion und Entwicklung von hochwertigen weißen gestrichenen Papieren<br />

Produkte: Etikettenpapiere, flexible Verpackungspapiere und Liner, Bilderdruckpapiere und Zellstoffkarton<br />

www.feldmuehle-uetersen.com


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 80<br />

80<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Die JENOPTIK Advanced Systems GmbH<br />

oben: Am Standort Wedel werden auf mehr als 15 000 Quadratmetern<br />

Produktions- und Lagerfläche mechatronische Produkte für zivile und<br />

militärische Märkte produziert.<br />

links: Unterschiedliche Angebote unterstützen Mitarbeiter/-innen bei der<br />

Vereinbarkeit von Beruf und Familie.<br />

Die JENOPTIK Advanced Systems GmbH gehört zum Segment<br />

Defense & Civil Systems (DCS) der JENOPTIK AG und<br />

beschäftigt am Standort Wedel rund 450 Mitarbeiter sowie<br />

35 Auszubildende. Weitere deutsche Organisationseinheiten<br />

befinden sich in Göschwitz bei Jena, Altenstadt und Essen.<br />

Das Segment entwickelt, produziert und vertreibt mecha -<br />

tronische und sensorische Produkte für zivile und militärische<br />

Märkte. Definierte Kompetenzfelder sind Energiesysteme,<br />

optische Sensorsysteme, Stabilisierungssysteme, Luftfahrt -<br />

systeme sowie Radome & Composites. Ein leistungsfähiger<br />

Kundendienst rundet das Portfolio ab. Insgesamt arbeiten<br />

880 Mitarbeiter/-innen für den Erfolg des Segments.<br />

In Wedel sind die Einheiten Aviation, Energy & Drive sowie der<br />

Kundendienst beheimatet. Das Unternehmen unterstützt die<br />

Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Seit 2012 besteht eine<br />

Kooperation mit der Fröbel Kita in Wedel, die 2017 auch auf<br />

die Fröbeleinrichtungen in Hamburg ausgeweitet wurde. Weiterhin<br />

wird über eine Kooperation mit famPLUS eine Fachberatung<br />

und Vermittlung individueller Lösungen für eine bessere<br />

Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeboten. Auch sozial<br />

steht das Engagement für Familien im Fokus. Das Segment<br />

spendet regelmäßig an den Verein Familienhafen, einem ambulanten<br />

Kinderhospizdienst.<br />

Als Spezialist der Luftfahrtzulieferindustrie blickt die Einheit<br />

Aviation in Wedel auf eine über vierzigjährige Tradition in der<br />

Windenproduktion. Im März 2017 stellte das Aviation-Team<br />

einen designprämierten, neuen Prototyp der zivilen Rettungswinde<br />

„SkyHoist 800“ vor. Jenoptik ist ein global agierender<br />

integrierter Photonik-Konzern mit Präsenz in über 80 Ländern.<br />

Der Hauptsitz befindet sich in Jena.<br />

Information<br />

Mitarbeiter: weltweit 880, in Wedel 450 und 35 Auszubildende (gewerbliche und kaufmännische Berufe sowie duales Studium)<br />

Produkte: elektrische Energieversorgungssysteme (Aggregate, Generatoren, Rotat ions umformer und Leistungselektroniken), elektromechanische<br />

Antriebs- und Stabilisierungssysteme (Elektromotoren, Richtantriebe und Sensorplattformen), Luftfahrtsysteme<br />

(Heiz- und Liftsysteme, Rettungswinden und Radome), elektrooptische Sensoren (Laser-Entfernungsmesser, Infrarotkameras<br />

und Aufklärungsgeräte); Standorte: Deutschland, China, Korea, Japan, Singapur, USA<br />

www.jenoptik.com


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81<br />

Yamaha Music Europe GmbH – Live it up, share the fun<br />

Yamaha ist einer der weltweit führenden Hersteller von<br />

Musikinstrumenten und Hi-Fi-Komponenten. Am Standort<br />

in Rellingen (nordwestlich von Hamburg) befindet sich das<br />

euro päische Headquarter. Mit europaweit etwa 800 Mitar -<br />

beitern vertreibt das Unternehmen die Yamaha-Produkte im<br />

gesamten europäischen Wirtschaftsraum.<br />

Zahlreiche Innovationen aus dem Hause Yamaha haben die<br />

Musikbranche nachhaltig verändert – so zum Beispiel die<br />

Silent-Technologie. Dank ihr können Klavier, Gitarre, Violine,<br />

Cello oder Trompete über Kopfhörer nahezu lautlos ohne<br />

Störung der Nachbarn gespielt werden. Mittlerweile sind<br />

35 Prozent aller verkauften Klaviere bei Yamaha Silent-Instrumente.<br />

Wegweisend ist auch das Disklavier, das vollkommen<br />

neue Möglichkeiten für die Musikpädagogik und -rezeption<br />

sowie fürs Entertainment eröffnet: Beim Spiel werden alle<br />

ausgelösten Tasten-, Hämmer- und Pedalbewegungen digital<br />

aufgezeichnet und können auf Knopfdruck wiedergegeben<br />

werden.<br />

Es gibt heute kein Unternehmen, dessen musikalisches Sor -<br />

timent so breit gefächert ist wie das von Yamaha. Zum Angebot<br />

zählen vom Flügel über das Klavier bis hin zum Digitalpiano<br />

und weiter über Entertainer-Keyboards und Synthesizer<br />

nahezu alle Tasteninstrumente. Auch Orchester- und Blas -<br />

instrumente stehen ebenso auf dem Programm wie Band -<br />

instrumente (Gitarre, Bass, Schlagzeug). Abgerundet wird<br />

das Spektrum durch Pro-Audio-Produkte – also Endstufen,<br />

Mischpulte und Klangprozessoren – sowie Heimkino- und<br />

Hi-Fi- Produkte.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1887; Mitarbeiter: europaweit etwa 800<br />

Produktsortiment: Klaviere, Flügel und Digitalpianos, Keyboards und Synthesizer, Gitarren und Bassgitarren, Drums<br />

Blech- und Holzblasinstrumente, Streichinstrumente, Konzertperkussion, Marching-Instrumente, Musikproduk tions-Tools,<br />

elektronische Unterhaltungsinstrumente, Audio und Video, Professional Audio, Kopfhörer, Apps<br />

de.yamaha.com


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 82<br />

82<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

SMB International und MBA Instruments: Planung, Konstruktion und<br />

Herstellung sowie weltweiter Vertrieb und Service von hochkomplexem<br />

Anlagenbau und robuster Füllstandmesstechnik<br />

SMB Group<br />

Zwei Marken – eine Idee: Die SMB Group ist mit SMB<br />

International und MBA Instruments eine führende Unternehmensgruppe<br />

im Bereich „Material Handling“. SMB International<br />

entwickelt und fertigt komplexe Beladesysteme, Abfüll anlagen,<br />

Palettierer, Fördertechnik, vollautomatische Lager systeme<br />

sowie Schiffsbeladeanlagen, während MBA Instruments<br />

innovative Messtechnik für Füllstand und Leitfähigkeit bereitstellt.<br />

Das weltweite Vertriebsnetz und die Zusammenarbeit mit inter -<br />

nationalen Partnern reicht weit über Europa hinaus. Regionalschwerpunkte<br />

liegen mit Bangladesch und Indien unter anderem<br />

in Asien. In Südamerika steht Brasilien im Fokus; in<br />

Europa sind es Polen, Bulgarien, die Ukraine und Tschechien.<br />

Das Angebot von SMB und MBA wird in über 40 Ländern<br />

vertrieben – so können Produktspezifikationen sehr schnell<br />

der regionalen Nachfrage entsprechend festgelegt werden.<br />

Die SMB Group hat sich bewusst für eine hohe Fertigungstiefe<br />

am Standort Quickborn entschieden. Durch die Eigen -<br />

konstruktion und -produktion mechanischer und elektrischer<br />

Baugruppen können Kundenwünsche schnell, gezielt und<br />

mit gleichbleibend hoher Qualität realisiert werden. Schon<br />

seit 1974 entwickelt SMB Förderanlagen; die ersten SMB<br />

Kompaktlager wurden 2003 produziert. Durch die Unter -<br />

nehmensgründung der MBA Instruments GmbH im Jahr<br />

2008 erweiterte sich das Angebot der SMB Group um die<br />

Füllstandmesstechnik. 2017 erfolgte mit Gründung der SMB<br />

Service GmbH ganz aktuell ein Ausbau des Angebots rund<br />

um Wartung und Reparatur komplexer Industriesysteme.<br />

Information<br />

Gründungsjahr SMB International: 1973; Gründungsjahr MBA Instruments: 2008<br />

Mitarbeiter SMB Group: 104<br />

Leistungsspektrum: Material Handling mit den Schwerpunkten Sondermaschinenbau, Beladesysteme, Förder- und Lagertechnik<br />

sowie Füllstand- und Leitfähigkeitsmessung<br />

www.smb-group.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 83<br />

83<br />

Peter Kölln GmbH & Co. KGaA<br />

„Für bessere Ernährung. Seit 1820“ – diesem Anspruch fühlt<br />

sich die Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in besonderer Weise<br />

verpflichtet.<br />

Die Wurzeln des unternehmerischen Engagements reichen<br />

zurück bis ins Jahr 1795, als Hans Hinrich Kölln eine kleine,<br />

pferdegetriebene Grützmühle baute und die von Elmshorn<br />

nach Grönland auslaufenden Seefahrer mit Schiffszwieback<br />

versorgte. Neben dem Getreidehandel wurde in den folgenden<br />

Jahren die Verarbeitung des Hafers immer wichtiger,<br />

sodass heute Hafervollkorn-Erzeugnisse in großer Vielfalt ein<br />

ebenso klassisches wie innovatives Produktsortiment bilden.<br />

Mit den 1938 als Warenzeichen eingetragenen „Blütenzarten<br />

Köllnflocken“ in der blau-blauen Packung schuf Peter Kölln<br />

eine der bekanntesten deutschen Markenikonen.<br />

Sie sind bis heute ein Synonym für qualitativ hochwertige<br />

Haferflocken. Daneben wurden Müslis und traditionelle Cere -<br />

alien, aber auch Haferspezialitäten wie Schmelzflocken ® ,<br />

Kleieflocken und Instantflocken entwickelt. Zu den jüngsten<br />

Pro duktinnovationen gehören die Zarten Köllnflocken glutenfrei<br />

sowie Müsli-Riegel in fünf verschiedenen Geschmacks -<br />

richtungen.<br />

Im Jahr 2004 erwarb Kölln die Marken Biskin ® , Palmin ® , Livio ®<br />

und Becht’s ® ; außerdem wurden Pomps ® Kindergrieß und als<br />

Lizenzmarke Edelweiss ® Milchzucker in das Produktportfolio<br />

aufgenommen. Diese Diversifizierungsstrategie wurde 2014<br />

mit dem Kauf der Marke Mazola ® fortgesetzt.<br />

Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz und wird von<br />

Dr. Christian von Boetticher geführt.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1820<br />

Mitarbeiter: 365<br />

Leistungsspektrum: Nährmittel der Marken Kölln, Biskin ® , Livio ® , Mazola ® , Palmin ® , Becht’s ® , Pomps ® und Edelweiss ®<br />

www.koelln.com


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 84<br />

84<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

oben: Das HansSchütt-Team am Standort in Halstenbek. Viele Mit -<br />

arbeiter sind seit über 15 Jahren dabei und deren Erfahrungsschatz<br />

die Stützpfeiler des langjährigen Erfolges des Unternehmens.<br />

links: Der Maschinenpark, der für die Verarbeitung der Kunstdärme benötigt<br />

wird, besteht ausschließlich aus Sonderanfertigungen und Eigenbauten.<br />

Die Automation der Prozesse ist zwar relativ hoch, jedoch ohne<br />

die Erfahrung und das geschulte Auge der Mitarbeiter geht es nicht.<br />

HansSchütt e.K. – Fachhändler für Kunstdärme und flexible Folien<br />

Das Unternehmen HansSchütt in Halstenbek ist aufgrund<br />

seiner Spezialisierung als Weiter ver arbeiter bundesweit der<br />

größte Händler auf dem Markt für Wursthüllen sowie Wurst -<br />

hüllen konfekt ionierung und führt das komplette Sortiment<br />

aller auf dem Weltmarkt relevanten Wursthüllen.<br />

Eine besondere Stärke des Unternehmens ist die konsequente<br />

Kundenorientierung: HansSchütt setzt jeden Kundenwunsch<br />

schneller und flexibler um als jeder andere Hersteller.<br />

Mit einem Neubau hat das Unternehmen seine Lager- und<br />

Produktionskapazitäten erheblich vergrößert und hält nun rund<br />

2,5 Mio. Meter unbedrucktes und bedrucktes Rohmaterial zur<br />

Weiterverarbeitung und Veredelung vor.<br />

Täglich werden in Halstenbek zwischen 200 000 und 250000<br />

Meter Wurst hüllen konfektioniert und weltweit versandt.<br />

Damit gehört HansSchütt zu den führenden Anbietern in<br />

Europa.<br />

Der Unternehmenserfolg ist nicht zuletzt zurückzuführen auf<br />

die jahrzehntelange Erfahrung und Marktkenntnisse, mit denen<br />

HansSchütt Kunden in der ganzen Welt überzeugt.<br />

Als In-Verkehr -Bringer von Primärverpackungen für die Lebens -<br />

mittel industrie muss sich auch die Firma HansSchütt den<br />

stetig steigenden Anforderungen bezüglich der Hygiene, Rück -<br />

verfolgbarkeit und Dokumentation stellen. Daher wurde das<br />

international anerkannte Management System BRC/IOP ein -<br />

ge führt, welches zum wiederholten Male vom TÜV Nord mit<br />

einem „A“ zertifiziert wurde.<br />

Auch setzt sich das Unternehmen HansSchütt aktiv für den<br />

schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die Umwelt<br />

ein: So werden der Großteil der anfallenden Verpackung<br />

recycelt, auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage montiert und<br />

die Pkw-Fahrzeugflotte besteht komplett aus Elektro -<br />

fahrzeugen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1932; Mitarbeiter: 25<br />

Leistungsspektrum: Kunstdarm-Großhandel und -Konfektionierung; flexible Folien, Beutel und Tüten aus Polyethylen PE,<br />

Polypropylen PP, Cellophan; Zubehör usw.<br />

www.hans-schuett.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 85<br />

85<br />

Betriebsleiter Mehmet Sarioglu und sein gut ausgebildetes Team arbeiten mit höchsten Qualitäts- und Hygienestandards.<br />

Dimen GmbH: feinster Geschmack<br />

Die Dimen GmbH mit Sitz in Quickborn, <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>,<br />

2006 gegründet, ist heute einer der größten Hersteller und<br />

Lieferanten Norddeutschlands für feinste Döner-, Imbisswaren<br />

und Fleischprodukte. Zusätzlich verfügt unser mittelständisches<br />

Unternehmen über einen Abholmarkt.<br />

Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern werden Kalbfleischund<br />

Hähnchen-Döner in höchster Qualität hergestellt. Unser<br />

strenges Qualitätsmanagement und im Hygiene manage ment<br />

der Einsatz von HACCP (Hazard Analytic Critical Control<br />

Point) ermög lichen höchste Standards. Ein externes Hygiene -<br />

institut und das ortsansässige Veterinäramt kontrollieren und<br />

überwachen uns zudem fortlaufend.<br />

Mit unseren Qualitätsprodukten (Dönerspieße, Fertigdöner,<br />

Feinkost, Getränken und Verpackungen), jahrelanger Erfahrung<br />

sowie zuverlässigem Service sind wir nicht nur als Lieferant,<br />

sondern auch als qualifizierter Ansprechpartner in der Gastronomiebranche<br />

gefragt.<br />

Unser Geschäftsführer Nurali Erdogan arbeitet mit seinem<br />

Team stets an der Verbesserung der Produkte und Herstellungsprozesse.<br />

Mit unserem flächendeckenden Vertriebsnetz erreichen wir<br />

Kunden in ganz Deutschland, Europa und Skandinavien.<br />

Be liefert werden unter anderem Restaurants, Imbisse, Schul -<br />

kantinen und Mensen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2006; Mitarbeiter: 52<br />

Leistungsspektrum: einer der größten Hersteller und Lieferanten Norddeutschlands für feinste Döner-, Imbisswaren und<br />

Fleischprodukte, zertifiziert<br />

Produkte: Convenience-Produkte, Feinkost, Trocken- und Tiefkühlprodukte, Verpackungsmaterial, Getränke<br />

Abholmarkt: Fertig-Döner (gegart), Feinkostartikel, Feinkostverpackung und Getränke<br />

www.dimen-gmbh.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 86<br />

86<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Sprühtrocknungsanlage im Lebensmittelwerk<br />

rechts: firmeneigene Qualitätskontrolle/Labor<br />

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH<br />

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH ist ein Familienunternehmen,<br />

das sich bereits seit der Gründung im Jahr 1947 auf tige Meierei wurde mit viel Engagement und Arbeitseinsatz zu<br />

70 Jahre enorm verändert und ist stetig gewachsen. Die eins-<br />

die Extraktion und Veredelung von tierischen und pflanzlichen einem modernen Produktionsunternehmen weiterentwickelt.<br />

Rohstoffen spezialisiert und sich auf diesem Sektor weltweit Der Produktionsstandort ist von ursprünglich einem Werk um<br />

einen Namen gemacht hat.<br />

ein weiteres für die Lebensmittelproduktion im Jahr 2011<br />

Die Verarbeitung der Rohstoffe erfolgt unter hohen Qualitätsstandards<br />

und mit speziell angewandten Verfahren, die es Produktionsstätte, die 2013 fertiggestellt wurde, bietet seither<br />

erweitert worden. Die Investition in den Bau einer dritten<br />

ermöglichen, die physiologische Zusammensetzung der ein - zusätzliche Kapazitäten.<br />

gesetzten Rohstoffe zu erhalten. Die Produkte, die zumeist Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern<br />

in Pulverform aber auch als Flüssigextrakte und Konzentrate konnten innovative Ideen in einzigartige Produkte einfließen.<br />

sowie Pasten hergestellt werden, finden in den verschiedensten<br />

Bereichen Verwendung. Insbesondere die Kosmetik-, mens hat einen außerordentlichen Stellenwert. So gelingt es<br />

Auch die marktorientierte Forschung innerhalb des Unterneh-<br />

Pharma-, Tierfutter- und die Nahrungsergänzungsmittel - immer wieder, neuartige Produkte in einem wettbewerbsträchtigen<br />

Umfeld zu etablieren.<br />

industrie zählen zu den etablierten Kunden. Darüber hinaus<br />

werden Lohnverarbeitungen und Auftragsextraktionen von Die stetige Entwicklung und der wachsende Qualitätsanspruch<br />

Produkten angeboten.<br />

tragen dazu bei, dass kontinuierlich neue Arbeitsplätze ent -<br />

Der Standort in Westerhorn hat sich während der letzten stehen, die überwiegend durch Nachwuchskräfte aus der<br />

Region besetzt werden.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1947; Mitarbeiter: 44<br />

Leistungsspektrum: Extraktion, Sprühtrocknung, Vermahlung, Mischungen, Lohnherstellung, Entwicklung<br />

www.paninkret.com


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 87<br />

87<br />

medac – regional verankert, weltweit für Ärzte und Patienten tätig<br />

Seit der Gründung 1970 in Hamburg widmet sich das Pharma -<br />

unternehmen medac der Unterstützung von Ärzten und<br />

Patienten bei der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen.<br />

Der Start erfolgte mit der Entwicklung von Krebs -<br />

therapien. Dies ist nach wie vor einer der Eckpfeiler des<br />

Pharmaunternehmens, das heute mit mehr als 1200 Mitar -<br />

beitern in über 80 Ländern weltweit tätig ist.<br />

Die medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH,<br />

wie das Unternehmen mit vollem Namen heißt, ist stolz auf<br />

ihren Ursprung. Heute entwickelt, produziert und vertreibt<br />

medac neben Krebsmedikamenten ebenfalls Therapeutika<br />

für Rheuma, Schuppenflechte und Harnwegserkrankungen.<br />

Da für eine erfolgreiche Behandlung die richtige Diagnose<br />

entscheidend ist, liegt ein weiterer Schwerpunkt in der<br />

Entwicklung und Produktion diagnostischer Testsysteme. Mit<br />

dem Hauptsitz in Wedel, dem Logistikzentrum in Tornesch und<br />

Deutschland als Produktionsstandort, setzt medac zudem ein<br />

klares regionales Standortbekenntnis.<br />

Kein Patient ist wie der andere und dementsprechend unterschiedlich<br />

sind die Krankheitsverläufe und Therapieanforderungen.<br />

Neben der Herstellung etablierter Arzneimittel engagiert<br />

sich medac daher in der Neu- und Weiterentwicklung bedarfsgerechter<br />

Therapeutika. Ziel ist es, Betroffenen zunehmend<br />

wegweisende Individualtherapien zu ermöglichen. So bietet<br />

medac beispielsweise medizinische Nischenprodukte für<br />

seltene Erkrankungen und spezielle Darreichungsformen von<br />

Medikamenten an.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1970; Mitarbeiter: ca. 1200 weltweit, davon 1100 in Wedel und Tornesch<br />

Niederlassungen und Repräsentanzen: in über 80 Ländern weltweit<br />

Leistungsspektrum: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Therapeutika und Diagnostika<br />

Erkrankungen, auf die sich medac unter anderem spezialisiert hat: Krebs- und Harnwegserkrankungen sowie Rheuma und<br />

Schuppenflechte<br />

www.medac.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 88<br />

88<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Oelckers GmbH & Co. Vertriebs KG – Hygiene für Profis<br />

Der Versorgungsspezialist Oelckers in Tornesch entwickelt<br />

Lösungen für die professionelle Beschaffung von Ge- und<br />

Verbrauchsmitteln. Industrie, Hotellerie, Gastronomie und<br />

medizinische Einrichtungen in und um Hamburg werden von<br />

Oelckers mit Produkten aus den Bereichen Reinigung, Hygiene,<br />

Arbeitsschutz und Verpackung umfassend versorgt.<br />

Seit 2014 befindet sich das Unternehmen am hochmodernen<br />

Logistikstandort im WEP-Gewerbegebiet. „Dieser Standort<br />

hat sich für uns als Großhändler bewährt, da wir die gesamte<br />

Region in und um die Hansestadt Hamburg versorgen. Da ist<br />

ein autobahnnaher Standort von großem Wert. Die über 90<br />

Mitarbeiter, die überwiegend aus der Region kommen, freuen<br />

sich über die modernen und optimal ausgestatteten Räumlichkeiten“,<br />

erläutert Niederlassungsleiter Thomas Voß.<br />

Im Jahr 1950 gründeten Helmut Wittrock und Helmut<br />

Uhlenwinkel das erste Unternehmen Wittrock & Uhlenwinkel.<br />

Den beiden Herren genügten für ihren erfolgreichen Geschäftsstart<br />

zwei Fahrräder, ein Anhänger, ein Lagerraum<br />

und ein Startkapital von je 1000 DM, um Seifen und Waschmittel<br />

an den Mann zu bringen.<br />

Mit Erfolg: Der Stammsitz in Bremen gilt heute als das Herz<br />

der Unternehmensgruppe mit Betrieben in Niedersachsen,<br />

Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und<br />

Thüringen. 90 Mitarbeiter betreuen von der Hansestadt aus<br />

gewerbliche Kunden der Gastronomie, Hotellerie, Industrie<br />

und medizinischer Einrichtungen. Wittrock & Uhlenwinkel war<br />

eines der Gründungsmitglieder der igefa.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1950; Mitarbeiter: über 90; Produktsortiment: Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemittel (für Oberflächen<br />

und Gerätschaften als auch für den Körper), Wäscherei- und chemischer Reinigungsbedarf, Hygienepapiere, Reinigungsgeräte<br />

und -zubehör, maschinelle Reinigung und Ersatzteile, Entsorgungshilfen, Verpackungen, Einwegprodukte und Gastranomiebedarf,<br />

Verbrauchs- und Hilfsmittel des medizinischen Bedarfs, Arbeitsschutz/persönliche Schutzausrüstung, Büromaterialien<br />

www.igefa.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:01 Seite 89<br />

89<br />

Das Werksgelände der Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG<br />

Willkommen bei Nordmark<br />

Nordmark ist ein international erfolgreicher und führender<br />

Spezialist für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung<br />

von biologischen und biotechnologischen Wirkstoffen und<br />

Arzneimitteln – mittelständisch und inhabergeführt. Gegründet<br />

in Hamburg, wurde 1937 die erste Nordmark-Produktionsstätte<br />

in Uetersen eröffnet, zu der ein weiterer Werksteil auf<br />

der Moorreger Seite der Pinnau gehört.<br />

Wir bieten unseren Kunden nicht nur hochwertige Produkte,<br />

sondern auch pharmazeutische Dienstleistungen an: von der<br />

Durch führung klinischer Studien über die Entwicklung und<br />

Formulierung von Arzneimitteln bis zur Produktion und Qualitätskontrolle.<br />

Auch in den zukunftsträchtigen Bereichen der Biotechnologie<br />

und des Mikrobioms entwickelt Nordmark in Partnerschaften<br />

innovative Wirkstoffe. Die Verbindung von Tradition<br />

und Innovation machen uns dabei zu einem geschätzten<br />

Partner.<br />

Für den internationalen Markt produzieren wir das hochwirksame<br />

Pankreatin, das auch den strengen arzneimittelrecht lichen Anforderungen<br />

der Zulassungsbehörden (so u. a. der amerikanischen<br />

FDA) genügt. Es wird eingesetzt bei Erkrankungen des Magen-<br />

Darm-Traktes als Ersatz für fehlende Pankreasenzyme. Ein wei -<br />

teres Nordmarkprodukt, das Enzym Kollagenase, wird bei der<br />

Wund heilung zur Wiederherstellung von geschädigtem Körper -<br />

gewebe eingesetzt. Nordmark ist außerdem mit einigen eigenen<br />

Arzneimitteln im deutschen Markt aktiv. Eine Besonderheit ist unsere<br />

Schlangenfarm: Aus dem Gift der Malaiischen Grubenotter<br />

isolieren wir den Wirkstoff Ancrod, der die Blutgerinnung hemmt<br />

und derzeit in eigener klinischer Studie in der Indikation Hörsturz<br />

untersucht wird. Unser Erfolg basiert in außerordentlichem Maße<br />

auf der Expertise und Innovationskraft unserer 500 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Wir legen daher großen Wert auf Ausbildung<br />

und Qualifikation – ab 2018 in elf Ausbildungsberufen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1927; Mitarbeiter: rund 500, ab 2018: 27 Auszubildende in 11 Ausbildungsberufen<br />

Leistungsspektrum: Entwicklung, Produktion und Vermarktung von biologischen und biotechnologischen Wirkstoffen und<br />

Arzneimitteln, klinische Studien<br />

Produkte: Pankreatin, Kollagenase, Pankreatan ® , Enzynorm ® f und Thrombophob ®<br />

www.nordmark-pharma.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:02 Seite 90<br />

90<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Firmensitz in Elmshorn<br />

Mehrgenerationenquartier Henry-Dunant-Ring in Elmshorn<br />

Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. Th. Semmelhaack<br />

Seit über 35 Jahren steht der Name SEMMELHAACK für<br />

hochwertigen Wohnungsbau und eine werterhaltende Objektbetreuung.<br />

Der Stammsitz des inhabergeführten Unternehmens<br />

ist in Elmshorn, eine Niederlassung befindet sich in<br />

Potsdam. Das bundesweite Portfolio umfasst zurzeit rund<br />

20 000 Wohnungen, über 40 Sozialimmobilien und zahlreiche<br />

Handels- und Gewerbeimmobilien. Mit eigenen Projektentwicklungen<br />

und einer professionellen Immobilienverwaltung<br />

wird das Portfolio ständig erweitert. Einen der beiden Schwerpunkte<br />

bildet der Geschosswohnungsbau. Moderne Grundrisse<br />

und eine ökologische Bauweise nach neuesten energetischen<br />

Standards prägen den Baustil des SEMMELHAACK Wohnungsunternehmens<br />

seit Jahren. Der Fokus liegt darauf, allen Bevölkerungsgruppen<br />

hochwer tigen, bezahlbaren Wohnraum<br />

nach durchdachten Konzepten anzubieten.<br />

Im Mittelpunkt steht außerdem der Bereich Sozialimmobilien,<br />

insbesondere Altenpflegeeinrichtungen. Das Unternehmen<br />

verfügt hier über eine mehr als 15-jährige Erfahrung. Dieses<br />

fundierte Know-how spiegelt sich wider in modernen Einrichtungen<br />

mit hoher Wohnqualität. Darüber hinaus sind seniorengerechte,<br />

barrierefreie Wohnungen mit Service- und Betreu ungs -<br />

angeboten entstanden.<br />

Das SEMMELHAACK Wohnungsunter nehmen ist auch<br />

über das Tochterunternehmen DSG Deutsche Seniorenstift<br />

Gesellschaft als Betreiber von Altenpflege einrichtungen tätig.<br />

Die DSG bietet Service-Wohnen, betreute Wohngemein -<br />

schaften und stationäre Pflegezentren auf hohem Qualitäts -<br />

niveau an.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1978; Mitarbeiter: 220; Standorte: Elmshorn, Potsdam<br />

Leistungsspektrum: hochwertiger Wohnungsbau für den eigenen Bestand (neueste energetische Standards),<br />

Projektentwicklungen, professionelle Immobilienverwaltung, Objektbetreuung<br />

Stiftung: Seit dem 1. Juni 2016 hält die Theodor Semmelhaack Familienstiftung große Teile des Gesamtportfolios.<br />

www.semmelhaack.de


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91<br />

Crown Technologies GmbH<br />

Seit ihrer Gründung zählt die Crown Technologies GmbH<br />

in Rellingen zu den innovativsten Anbietern von Premium-<br />

Geldgewinnspielgeräten in Deutschland.<br />

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Hirscher Money -<br />

systems GmbH werden außerdem zukunftsweisende Geldwechselautomaten<br />

und Cash-Management-Lösungen für<br />

Spielhallen, internationale Casinos und Sportwettlokale<br />

ent wickelt, pro duziert und vertrieben. Dabei haben hohe<br />

Qua litätsstandards in allen Unternehmensbereichen oberste<br />

Priorität.<br />

Auch Ausbildung wird bei Crown Technologies großgeschrieben<br />

und Know-how im eigenen Hause aufgebaut. Junge<br />

Menschen können bei Crown Lehren in verschiedenen<br />

Berufen absolvieren wie zum Beispiel als Industriekaufmann<br />

und -frau und als Fachkraft für Lagerlogistik. Darüber hinaus<br />

bietet das Technologieunternehmen Praktika in der Produktion<br />

zum beruflichen Ein stieg für Flüchtlinge.<br />

Seit Jahren unterstützt Crown diverse Projekte für Kinder und<br />

Jugendliche vorrangig in der Region. Neben verschiedenen<br />

Sport-Sponsoring-Aktivitäten fördert Crown kontinuierlich den<br />

Verein „Arche e. V.“ für benachteiligte Jugendliche sowie den<br />

„Wendepunkt e. V.“, eine interdisziplinäre Trauma-Ambulanz für<br />

Westholstein.<br />

Auch unterstützt Crown als Hauptsponsor das Integrations -<br />

projekt „Durchboxen und Ankommen“ für geflüchtete<br />

Menschen und ist Mitglied der bundesweiten Initiative der<br />

deutschen Wirtschaft zur Integration von Flücht lingen „Wir<br />

zusammen“.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2007; Mitarbeiter: ca. 130<br />

Leistungsspektrum: Entwicklung und Produktion von Premium-Geldgewinnspielgeräten;<br />

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von intelligenten Geldwechselsystemen für die Geldspielbranche<br />

Produkte: Premium-Geldgewinnspielgeräte, Geldwechselsysteme<br />

Zertifizierungen: DIN EN ISO 9001:2008 und 50001:2011<br />

www.crown-tec.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:03 Seite 92<br />

92<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Wolfgang Henkel, geschäftsführender Gesellschafter, erläutert die vielen<br />

Vorteile von CSG-Kassenautomaten.<br />

rechts: Egal welche Geldvolumen Sie bewegen – wir haben den Kassenautomaten<br />

für Ihren Bedarf, maßgeschneidert und mit praxiserprobten<br />

Schnittstellen.<br />

CSG Systems GmbH – smart ideas that work for you<br />

Die CSG Systems GmbH zählt zu den führenden Anbietern<br />

von vollautomatischen, innovativen Kassenautomaten, Geldwechsel-<br />

und Zahlungssystemen sowie komplexen Softwarelösungen<br />

für das Geldmanagement. Unser Unternehmen realisiert<br />

maßgeschneiderte Kassenautomatenlösungen, die unter<br />

anderem bei Landkreisen, Kommunen, Zulassungsstellen, sonstigen<br />

Behörden, Energie versorgern, im Gesundheits wesen und<br />

in der Abfallwirtschaft, zum Beispiel bei Recycling- oder Wertstoffhöfen,<br />

erfolgreich im Einsatz sind. Im Vordergrund<br />

stehen dabei die individuellen Anforderungen unserer Kunden –<br />

sowohl im Handling als auch bei der Anbindung an vorhandene<br />

Schnittstellen der kundeneigenen ERP-Systeme. Von<br />

der Planung über die Umsetzung bis hin zur Wartung bieten<br />

wir umfassende und kompetente Beratung und Betreuung.<br />

Als ehemaliger Unternehmensbereich der Crown Technologies<br />

GmbH basiert die CSG Systems GmbH auf dem Know-how<br />

eines über 100 Jahre alten Automatenunternehmens.<br />

Die umfangreiche Erfahrung im Bereich der Zahlungssysteme<br />

wurde seitdem fortwährend weiterentwickelt und stellt heute<br />

die sichere Basis für die Qualität unserer Produkte dar.<br />

Ob mit Bargeld, bargeldlos per EC-/Kreditkarte oder mit NFC-<br />

Technologie (Zahlung über Smartphone usw.), unsere CSG<br />

Systems-Kassenautomaten übernehmen mühelos die Abwicklung<br />

Ihres Zahlungsverkehrs. Profitieren auch Sie von den<br />

Vorteilen, die unsere Systeme Ihrem Unternehmen bieten.<br />

CSG Systems GmbH ist zudem zertifiziert nach der Qualitätsmanagementnorm<br />

ISO 9001:2008.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2012; Mitarbeiter: 23<br />

Leistungsspektrum: individuelle Lösungen zur Automatisierung des Zahlungsverkehrs; innovative Kassenautomaten;<br />

vollautomatische Zahlungssysteme; unterschiedlichste Einsatzgebiete, zum Beispiel Recycling- oder Wertstoffhöfe, Landkreise,<br />

Kommunen, Zulassungsstellen, sonstige Behörden, Bibliotheken u.v.m.; Umsetzung von individuellen Anforderungen;<br />

umfassende und kompetente Beratung und Betreuung; Planung, Umsetzung und Wartung<br />

www.csg-systems.de


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93<br />

oben: Mit unseren Heizkesseln können Sie Gebäudeflächen von ca. 100<br />

bis 500 Quadratmetern je nach Kesselmodell beheizen.<br />

links: Umweltfreundlich Heizen und gleichzeitig ein tolles Wohngefühl.<br />

Die Kamin-Holzvergaser HV-W/H sind leistungsstark und verfügen über<br />

die moderne Technik eines wasserführenden Zentralheizkessels.<br />

KÜNZEL Heiztechnik GmbH – modern und energieeffizient heizen<br />

KÜNZEL ist ein Familienunternehmen in vierter Generation. Das Familiäre spiegelt sich auch in unserem Team wider.<br />

Unsere Produkte und unsere Kompetenz überzeugen seit über Dank unserer langjährigen Mitarbeiter und innovativ-enga -<br />

100 Jahren durch Qualität und Beständigkeit.<br />

gierten Nachwuchskräfte entsteht wertvolles Know-how und<br />

Als einer der ersten Serienhersteller von Holzvergaserkesseln eine ausgewogene Atmosphäre.<br />

sind wir mit unserer Verbrennungstechnologie seit Jahrzehnten<br />

etabliert. Unseren Kunden können wir einen hohen Stan-<br />

Dauerausstellung, die Sie nach Terminvereinbarung besuchen<br />

Wir haben in unserer Unternehmenszentrale in Prisdorf eine<br />

dard an Materialqualität und Verarbeitung bieten, die wir durch können. Weitere Dauerausstellungen finden sich auf unserer<br />

eine zu 100 Prozent in Deutschland befindliche Produktion Homepage unter „Ausstellungen“. Oder buchen Sie Ihren<br />

sicher stellen.<br />

persönlichen Heizlehrgang mit einem unserer Servicetechniker.<br />

Bei uns finden Sie hochwertige Produkte zum Heizen mit Lernen Sie im Rahmen dieser Schulung, Ihren KÜNZEL-<br />

Biomasse: effiziente KÜNZEL-Holzvergaserkessel, innovative Heizkessel richtig zu bedienen und selbstständig zu warten.<br />

und elegante Kamin-Holzvergaserkessel, den traditionellen Kommen Sie dadurch in die Situation der Unabhängigkeit<br />

PA-KÜ-Heizungsherd und viele andere bewährte KÜNZEL- und ergattern Sie entsprechendes Know-how. Kurz gesagt:<br />

Produkte …<br />

Wir freuen uns darauf, Sie mit unserem Kundenservice und<br />

unserer persönlichen Beratung zu überzeugen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1910; Mitarbeiter: 20<br />

Leistungsspektrum: Holzvergaserheizkessel, Kamin-Holzvergaserheizkessel, Pelletheizkessel, Ölbrennwertkessel RL-B,<br />

Doppel-Heizkessel-Holzvergaser-Öl, Heizungsherd PG für Holz, Kompakt-Heizzentrale Öl, Standspeicher, Puffer- und Hygiene-<br />

Kombipuffer, Zubehör, bewährte Systempakete<br />

www.kuenzel.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:03 Seite 94<br />

94<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Das Handwerk –<br />

bedeutende Wirtschaftskraft<br />

Norbert Lanz / Claudia Mohr<br />

Handwerk ist weit mehr als nur mit den<br />

Händen arbeiten. Handwerk ist vielschichtig,<br />

abwechslungsreich, traditionell und zugleich<br />

innovativ.<br />

Was vor langer Zeit mit einem Steinrad begann,<br />

hat sich beispielsweise zur Elektro -<br />

mobilität verändert. Heute kann man aus der<br />

Entfernung nicht nur die Heizung zu Hause<br />

anstellen oder die Rollläden hoch- und runter -<br />

fahren. Eine Smart Home vernetzte Wohnung<br />

ist nichts Besonderes mehr. Handwerk und<br />

Technik sind eng miteinander verbunden.<br />

Trotzdem gibt es auch noch gute alte Traditionen,<br />

die sich an die Bedürfnisse der heutigen<br />

Welt angepasst haben. So kannten die Bäcker<br />

vergangener Jahrzehnte beispielsweise noch<br />

kein glutenfreies Brot.<br />

Das, was sich bewährt hat, wird fortgeführt.<br />

Dort, wo Veränderungen sinnvoll sind, setzt<br />

das Handwerk sie um. Ziel des Handwerks ist<br />

es, kundenorientierte und nachhaltige Lösungen<br />

für verschiedenste Problemstellungen zu<br />

finden. Das Handwerk stößt Entwicklungsprozesse<br />

an und führt neue Produkte bis<br />

hin zur Marktreife. Unsere Meisterbetriebe<br />

(re)agieren auf qualitativ hohem Niveau flexibel,<br />

passen sich kreativ und verantwortungsvoll<br />

dem wirtschaftlichen Wandel umgehend<br />

an und werden so den gewachsenen Ansprüchen<br />

der Verbraucher nach individuellen<br />

Dienstleistungen beim Friseur, beim Tischler,<br />

Maurer . . . gerecht.<br />

Handwerk definiert sich nicht nach Umsatz<br />

und Anzahl der Beschäftigten, sondern nach<br />

der fachlichen Qualifikation und den spezi -<br />

ellen Dienstleistungs- und Produktangeboten.<br />

Hier arbeiten Menschen für Menschen. Generationen<br />

von Handwerkern haben so erfolgreich<br />

gearbeitet und sorgen dafür, dass dies<br />

auch in Zeiten des Fachkräftemangels bleiben<br />

kann.<br />

Unser Wirtschaftszweig ist für Jung und Alt<br />

attraktiv, für jeden Schulabschluss gibt es Einsatzmöglichkeiten<br />

und Karrierechancen. Dies<br />

zeigen Differenzierung, Flexibilisierung und<br />

Spezialisierung. Das gilt genauso für den, der<br />

ein Studium an eine Ausbildung anschließen<br />

möchte oder der dem Gesellenbrief die Meisterprüfung<br />

folgen lässt, um einmal Betriebsleiter<br />

zu werden oder sich als Meister selbstständig<br />

zu machen. Zudem ebnet das Bestehen der<br />

Meisterprüfung zugleich den Weg für den<br />

beruflichen Hochschulzugang. Generalisten<br />

werden ebenso benötigt wie Spezialisten.<br />

Lebenslanges Lernen ist für unsere Betriebe<br />

eine Selbstverständlichkeit und Ausdruck<br />

ihrer Qualitätsarbeit.<br />

Die Meisterbetriebe des Handwerks bilden<br />

95 Prozent des Nachwuchses aus. Sie sind<br />

damit nicht nur größter Arbeitgeber und Ausbilder,<br />

sondern übernehmen auch eine wichtige<br />

Verantwortung in der und für die Region.<br />

Das Handwerk im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist vorwiegend<br />

mittelständisch geprägt und inhaber -<br />

geführt – die Inhaber bringen sich aktiv in<br />

gesellschaftliche Organisationen ein. Sie sind<br />

starke Einmannbetriebe oder haben motivierte<br />

und leistungsorientierte Mitarbeiter innen<br />

und Mitarbeiter. Sie sorgen mit viel Herz und<br />

Hand, aufgeschlossen für neue Techniken<br />

und Technologien dafür, dass Kundenwünsche


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95<br />

Wohlmeier GmbH<br />

In den über 20 Jahren seines Bestehens ist aus dem Ein-Mann-<br />

Handwerksbetrieb unter der Geschäftsführung von Mike<br />

Wohlmeier ein am Markt gut situiertes Handwerksunter neh men<br />

mit einem 20-köpfigen Mitarbeiterteam geworden. Wir sind<br />

ein kompetenter Berater rund um Bodenbeläge aller Art. Aber<br />

wir beraten nicht nur, wir planen mit Ihnen gemeinsam Ihren<br />

neuen Bodenbelag und verlegen diesen natürlich ebenso fach -<br />

gerecht. Wir sind kompetente Partner für die Ausführung<br />

hochwertiger Bodenbelagsarbeiten mit Fertigparkett, Schleifarbeiten,<br />

Laminat, Teppich, Linoleum und PVC. Individuelle<br />

Beratung, professionelle Planung und Ausführung sowie ein<br />

hohes Maß an Zuverlässigkeit und Kundenzufrieden heit zeichnen<br />

unsere Arbeit aus und sind der Schlüssel unseres Erfolges.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1996; Mitarbeiter: 20<br />

Leistungsspektrum: Beratung, Planung, Verlegung, Verkauf – Fertigparkett, Schleifarbeiten, Laminat, Gummibeläge, Teppich,<br />

Linoleum, Rohholz, Designbeläge, PVC<br />

www.wohlmeier-bodenbelaege.de<br />

erfüllt werden. Somit leben viele Menschen<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> in, vom und für das Handwerk.<br />

Als <strong>Kreis</strong>handwerkerschaft Westholstein betreuen<br />

wir im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> die bei uns ansässigen<br />

Innungen, sind aber auch Ansprechpartner<br />

für andere Handwerksbetriebe, die<br />

kreisweit ihren Sitz haben. Wir stehen un seren<br />

Innungsbetrieben mit Rat und Tat zur Seite,<br />

beraten sie in wirtschaftlichen Fragen, er -<br />

teilen Auskünfte im Tarifrecht und vertreten<br />

unsere Innungsmitglieder vor den Arbeitsund<br />

Sozialgerichten.<br />

Für die Zukunft ist das Handwerk gut gerüstet<br />

– die <strong>Pinneberg</strong>er Handwerker sind für ihre<br />

Kunden da – ganz im Sinne der Imagekam -<br />

pagne des deutschen Handwerks: Das Handwerk.<br />

Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan. |<br />

Information<br />

Innungen der <strong>Kreis</strong>handwerkerschaft West -<br />

holstein im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

– Baugewerbe-Innung Westholstein für die<br />

<strong>Kreis</strong>e <strong>Pinneberg</strong> und Steinburg<br />

– Dachdecker-Innung der <strong>Kreis</strong>e <strong>Pinneberg</strong> und<br />

Steinburg<br />

– Elektro-Innung für den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

– Friseur-Innung der <strong>Kreis</strong>e <strong>Pinneberg</strong> und<br />

Steinburg<br />

– Innung des Kraftfahrzeuggewerbes für den<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

– Innung des Metallhandwerks für den <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong><br />

– Innung für Sanitär- und Heizungstechnik für<br />

den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

– Landesinnung für das Textilreinigungsgewerbe<br />

Schleswig-Holstein<br />

– Maler- und Lackierer-Innung für den <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong><br />

– Tischler-Innung für den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>


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96<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Adern der Wirtschaft –<br />

Straße, Wasser, Schiene, Glasfaser<br />

Claudius Mozer / Klaus Perthen<br />

Spricht man von Infrastrukturen, so weckt<br />

dies Assoziationen zum Menschen, dessen<br />

Blutkreislauf durch ein ausgeklügeltes Adersystem<br />

zirkuliert, das die infrastrukturelle<br />

Basis für das Funktionieren des gesamten<br />

Organismus darstellt. Ganz ähnlich verhalten<br />

sich Funktionsweise und Bedeutung der Verkehrsinfrastrukturen.<br />

So bestehen die Lebensadern<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> aus einem komplexen,<br />

arbeitsteilig organisierten Geflecht<br />

unterschiedlichster Straßen-, Schienen- und<br />

Wasserwege als infrastrukturelle Basis für alle<br />

verkehrlichen Ausprägungen menschlichen<br />

Wirkens.<br />

Die bedeutendsten verkehrlichen Adern sind<br />

die Autobahnen 7 Flensburg–Quickborn–<br />

Hamburg und 23 Heide–Elmshorn–<strong>Pinneberg</strong>–Hamburg;<br />

diese werden perspektivisch<br />

von der Autobahn 20 ergänzt, die aus Lübeck<br />

kommend in Ost-West-Richtung durch den<br />

äußersten Norden des <strong>Kreis</strong>es verlaufen, bei<br />

Glückstadt die Elbe queren und die sehr stark<br />

frequentierten Autobahnen 7 und 23 entlasten<br />

wird. Dazu kommen die Schienenstrecken<br />

Westerland/Kiel–Elmshorn–<strong>Pinneberg</strong>–<br />

Hamburg sowie Neumünster–Quickborn–<br />

Hamburg.<br />

Hier spielt sich der dominierende Teil des<br />

Verkehrsgeschehens in Form konzentrierter,<br />

axial auf das Zentrum der Metropolregion<br />

Hamburg ausgerichteter Verkehrsströme ab.<br />

Diese Verkehrsachsen, die zugleich Siedlungsachsen<br />

sind, vereinen den überwiegenden<br />

Teil der zentralen Orte und damit der <strong>Kreis</strong> -<br />

bevölkerung auf sich; sie werden durch ein<br />

engmaschiges Netz aus Bundes-, Landes-,<br />

<strong>Kreis</strong>- und Gemeindestraßen fein erschlossen<br />

und mit den axialen Hauptschlagadern des<br />

Verkehrs vernetzt. Wasserseitig verzeichnet<br />

der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> entlang der Elbe sowie an<br />

Krückau und Pinnau diverse Sportboothäfen<br />

mit wichtiger Bedeutung für Tourismus, Freizeit<br />

und Naherholung. Zudem verfügt Wedel<br />

über drei Linienschiffsverbindungen mit entsprechender<br />

Bedeutung: die Lühe-Schulau-<br />

Fähre ins Alte Land sowie im Sommerhalbjahr<br />

den Halunder Jet nach Helgoland und<br />

den Elb-Hüpfer Hamburg–Wedel. Die Pinnau<br />

ist überdies von Bedeutung für den Wirtschaftsverkehr<br />

zur Belieferung der Papier -<br />

fabrik in Uetersen.<br />

Damit verfügt der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> in der Tat<br />

über erstklassige infrastrukturelle Lebensadern.<br />

Besonders fein verästelt sind diese<br />

Adern im Bereich der gemeindlichen Wege<br />

und Straßen. Diese werden sorgsam gehegt<br />

und gepflegt vom Wegeunterhaltungsverband,<br />

kurz WUV. Dieser ist als Zweckverband dem<br />

Amt Rantzau angegliedert und betreut rund<br />

1100 Straßen und Wege mit rund 900 Kilo -<br />

metern Länge – und hat immer mehr zu tun:<br />

Das Verkehrsaufkommen steigt, und unter<br />

anderem in der Landwirtschaft werden vermehrt<br />

größere Fahrzeuge eingesetzt. Schlaglöcher,<br />

ausgefahrene Randstreifen, Risse im<br />

Asphalt, bröckelnde Betonspurbahnen – all das<br />

haben die Experten vom WUV genau im Blick.<br />

Fortsetzung Seite 99


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:03 Seite 97<br />

97<br />

Uetersen, naturnahe Gestaltung „Heidgraben“ während (Bild oben) und<br />

ca. ein Jahr (Bild links) nach der Bauausführung<br />

Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende Ingenieure VBI<br />

Die Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende<br />

Ingenieure VBI, aus Rellingen ist seit mehr als 50 Jahren im<br />

Bereich des kommunalen Tief- und Straßenbaus überregional<br />

tätig. In dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Projekten aus den<br />

Bereichen kommunale Abwasserentsorgung, Wasserversorgung,<br />

naturnaher Gewässerausbau, Erschließung von Wohnbau-<br />

und Gewerbegebieten, Innerstädtische Sanierungs -<br />

maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, Neu- und<br />

Umbau von Sportanlagen und diverse Straßenbaumaßnahmen<br />

an Bundes-, Landes- und <strong>Kreis</strong>straßen sowie kommunaler<br />

Straßen erfolgreich bearbeitet.<br />

Gegründet wurde das Büro von den beiden Ingenieuren<br />

Günter Lenk und Lothar Rauchfuß im Jahr 1964. Seit 2004<br />

wird die Gesellschaft in zweiter Generation von Michael<br />

Ahrens und Wolfgang Rauchfuß mit wenigen, aber sehr<br />

erfahrenen und engagierten Spezialisten geführt. Die besonderen<br />

Stärken eines kleinen Mitarbeiterteams bilden von<br />

Anfang an die Basis für die erfolgreiche Positionierung am<br />

Markt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit kom -<br />

munalen und privaten Auftraggebern.<br />

Lenk + Rauchfuß sind Mitglied in folgenden Verbänden:<br />

– VBI (Verband Beratender Ingenieure)<br />

– DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser<br />

und Abfall e. V.)<br />

– DVGW (Deutscher Verein Gas- und Wasserfaches e. V.)<br />

– BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft<br />

und Kulturbau e. V.)<br />

– VSB (Verband zertifizierter Sanierungs-Berater für Ent -<br />

wässerungssysteme e. V.)<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1964; Mitarbeiter: 6<br />

Leistungsspektrum: Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung von Ingenieurleistungen in den Bereichen Abwasserent -<br />

sorgung, Kanalsanierung, Kanalkataster, Wasser- und Gasversorgung, Wasserbau und Gewässerrenaturierung, Straßenbau,<br />

Erschließungen, allgemeiner Tiefbau, Sport- und Freizeitanlagen sowie Baukoordination für Sicherheits- und Gesundheitsschutz<br />

www.lenk-rauchfuss.de


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98<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Auf dem Betriebshof Uetersen befinden sich unter anderem die Leitstelle,<br />

die Werkstatt und die Verwaltung. Hier haben zurzeit auch alle Linienbusse<br />

ihren Standort.<br />

Bild links: zwei Busse der neuesten Generation mit Hybridantrieb<br />

KViP <strong>Kreis</strong>verkehrsgesellschaft in <strong>Pinneberg</strong> mbH<br />

Im Dezember 1993 wurde die Bussparte der traditionsreichen<br />

Uetersener Eisenbahn AG aus dem Unternehmen heraus -<br />

gelöst und die <strong>Kreis</strong>verkehrsgesellschaft in <strong>Pinneberg</strong> mbH<br />

(KViP) gegründet. Gesellschafter der KViP sind der <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> sowie die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein<br />

GmbH (VHH).<br />

Die <strong>Kreis</strong>verkehrsgesellschaft in <strong>Pinneberg</strong> mbH ist mit zurzeit<br />

rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 32 Bussen<br />

ein mittelständisches Nahverkehrsunternehmen mit Sitz in<br />

Uetersen. Die KViP ist Partner im Hamburger Verkehrsverbund<br />

(HVV), dessen Verkehrsgebiet tariflich weit in die<br />

Umlandkreise der Hansestadt hineinragt und zum Beispiel<br />

das gesamte Gebiet des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> abdeckt. Mit ihren<br />

Mitarbeitern erbringt die KViP einen Großteil des ÖPNVs im<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> und im westlichen Hamburger Stadtgebiet.<br />

Bei Kundenbefragungen des HVV über die Zufriedenheit mit<br />

dem Nahverkehr und dem Service erhält die KViP durch das<br />

Engagement ihrer Mitarbeiter seit Jahren sehr gute Noten.<br />

Mit ihrem umfassenden Angebot, Rundumservice und moderner<br />

Technik setzt die KViP nicht nur Zeichen, sondern bietet<br />

ein vertrauensvolles Miteinander, Respekt, Fairness und<br />

Verantwortung als zuverlässiger Partner für den öffentlichen<br />

Personennahverkehr (ÖPNV) im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

Die Leistungen der KViP werden von öffentlichen Auftrag -<br />

gebern bestellt. Dazu zählen der HVV, Städte, Kommunen,<br />

<strong>Kreis</strong>e, Schulen usw. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember<br />

2017 wird die KViP auch den Stadtverkehr Elmshorn mit<br />

15 neuen MAN-Solofahrzeugen mit Klimaanlage sowie einem<br />

Gelenkbus bedienen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1993; Mitarbeiter: rund 70 aus zehn verschiedenen Nationen<br />

Leistungsspektrum: Heute befördert die KViP etwa 3 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Sie bietet Beförderungsleistungen auf<br />

12 Linien. Das Bedienungsgebiet erstreckt sich von Wedel, über Uetersen/Tornesch bis Elmshorn und von der Haseldorfer<br />

Marsch über <strong>Pinneberg</strong>, Barmstedt bis nach Norderstedt.<br />

www.kvip.de


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99<br />

Im Jahr 1967 mit 39 Gemeinden gegründet,<br />

konnte der Verband im Jahr 2017 Jahr auf eine<br />

50-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken.<br />

Im WUV sind heute 38 Gemeinden zusammengeschlossen.<br />

Dies hat den Vorteil, dass nicht<br />

jede Gemeinde das Know-how vorhalten<br />

muss. Außerdem können bei gemeinsamer<br />

Ausschreibung und Vergabe aufgrund der<br />

größeren Flächen von zurzeit 2,7 Millionen<br />

Quadratmetern bessere Konditionen erzielt<br />

werden. Damit werden Steuergelder kostenbewusst<br />

eingesetzt. Die jährlichen Unterhaltungskosten<br />

zahlen die Mitgliedsgemeinden;<br />

auf Antrag gibt es jährlich noch einen Landeszuschuss.<br />

Durch ein gerechtes Verteilungssystem<br />

ist dafür gesorgt, dass jeder Beitragszahler<br />

die Leistungen in Höhe seiner Ausgaben erhält.<br />

Die systematische Bearbeitung der Unter -<br />

haltungsaufgaben dient dem Erhalt des Infrastrukturvermögens<br />

der Gemeinden im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong>. Diese kostenoptimierte Vorgehensweise<br />

betrifft nicht nur die Bündelung<br />

der Maßnahmen über Gemeindegrenzen hinweg,<br />

sondern auch den Einsatz von moderner<br />

IT-Technik mittels Datenbanken und Geo -<br />

daten. Mit der datenbankgestützten Bestandsverwaltung<br />

geht der WUV einen weiteren<br />

Schritt, um für die Zukunft gerüstet zu sein.<br />

Doch jedes noch so leistungsfähige Adernetz<br />

kann nur eine bestimmte Durchflussmenge<br />

bewältigen – wird diese überschritten, kommt<br />

es zu Stauungen. Aufgrund einer seit Jahren<br />

anhaltenden Phase kontinuierlich zunehmender<br />

Straßenverkehrsvolumina häufen<br />

Auch schnelle „Datenautobahnen“<br />

sind für die Zukunftsfähigkeit<br />

einer jeden Stadt und Gemeinde<br />

als Wohn- und Gewerbestandort<br />

unverzichtbar.


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100<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

sich diese Erscheinungen, insbesondere auf<br />

den Hauptschlagadern des <strong>Kreis</strong>es. Und da<br />

die Flächenreserven für entlastende Verkehrsprojekte<br />

knapp und deren Ökobilanzen<br />

zudem problematisch sind, müssen alter -<br />

native Wege gefunden werden. Deshalb ist ein<br />

konsequenter Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs<br />

(ÖPNV) schon seit vielen<br />

Jahren integraler Bestandteil der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Verkehrspolitik. Zahlreiche offensive<br />

Fahrplanmaßnahmen auf diversen Bus- und<br />

Bahnlinien 1 haben die ÖPNV-Attraktivität insgesamt<br />

kontinuierlich gesteigert. Stetig wachsende<br />

Nachfragezahlen belegen dies. So stieg<br />

die ÖPNV-Gesamtnachfrage im <strong>Kreis</strong>gebiet<br />

von 2008 bis 2016 um 13,5 Prozent von 33,4<br />

auf 37,9 Mio. Nutzer/-innen pro Jahr. Zudem<br />

drückt sich die erfolgreiche ÖPNV-Politik des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> auch im Anteil des ÖPNV<br />

am Verkehrsmarkt aus, der mit über 10 Prozent<br />

den Spitzenplatz unter den <strong>Kreis</strong>en in<br />

Schleswig-Holstein belegt und zudem vor<br />

zwei kreisfreien Städten liegt.<br />

zählt auch und gerade die Reduzierung von<br />

CO 2 -Emissionen zu seinen großen Stärken.<br />

Für die Zukunft gilt es, diesen ganzheitlicharbeitsteiligen<br />

Ansatz intelligent weiterzu -<br />

entwickeln; Schritte in diese Richtung werden<br />

bereits unternommen. So wird die emissionsfreie<br />

E-Mobilität im Bus-ÖPNV Einzug halten<br />

und erheblichen ökologischen Nutzen ent -<br />

falten. Darüber hinaus sind im Busverkehr<br />

diverse attraktivitätssteigernde Entwicklungsmaßnahmen<br />

zum Beispiel in Elmshorn sowie<br />

im übergreifenden Regionalbusnetz geplant.<br />

Zudem wird die S-Bahnlinie S21 mittelfristig<br />

aus Hamburg kommend über Quickborn<br />

nach Kaltenkirchen verlängert werden und<br />

für einen deutlichen Qualitätsschub auf dieser<br />

Achse sorgen. Auf diese Weise wird es gelingen,<br />

die vielfältigen Verkehre auf der nicht beliebig<br />

erweiterbaren infrastrukturellen Basis auch<br />

weiterhin effektiv durch die Lebensadern des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> als starkem Bestandteil der<br />

Metropolregion Hamburg pulsieren zu lassen.<br />

Die Motivation dafür ist vielfältigen Ursprungs.<br />

So befriedigen attraktive ÖPNV-Verbindungen<br />

nicht nur die Mobilitätsbedürfnisse großer<br />

Bevölkerungsteile, sie reduzieren auch Verkehrsemissionen,<br />

erhöhen die Lebensqualität<br />

und entlasten die öffentlichen Haushalte,<br />

indem diese weniger finanzielle Mittel zur<br />

Behebung von individualverkehrsbedingten<br />

Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie zur<br />

Straßeninstandhaltung aufwenden müssen.<br />

Und indem ein attraktiver ÖPNV eine interessante<br />

Alternative für alle Menschen ist, deren<br />

Mobilitätsbedürfnisse eine Pkw-Nutzung<br />

nicht zwingend erfordern (zum Beispiel große<br />

Teile der Berufspendler), verbessert er durch<br />

ein geringeres Fahrzeugaufkommen den<br />

Verkehrsfluss, wovon auch der auf die Straße<br />

angewiesene Teil des Wirtschaftsverkehrs profitiert<br />

(zum Beispiel Güterverkehr auf kurzen<br />

und mittleren Distanzen). Doch insbesondere<br />

vor dem Hintergrund notwendiger, verstärkter<br />

Anstrengungen zum Klimaschutz sowie<br />

steigender Energiekosten wird die ohnehin<br />

hohe Bedeutung des ÖPNV noch deutlich<br />

zunehmen. Denn neben preislichen Vorteilen<br />

Und ein weiterer Verkehrsweg darf dabei<br />

nicht fehlen: die „Datenautobahn“. Für die<br />

Zukunftsfähigkeit einer jeden Stadt und Gemeinde<br />

als Wohn- und Gewerbestandort ist<br />

die Verfügbarkeit schneller und leistungsfähiger<br />

Internetanschlüsse unverzichtbar. Selbst<br />

im stark verdichteten <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> sind<br />

zahlreiche Gemeinden und Ortsteile noch unzureichend<br />

versorgt. Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat<br />

daher beschlossen, das Ziel einer koordinierten,<br />

flächendeckenden und nachhaltig zukunftsorientierten<br />

Versorgung aller Haushalte<br />

und Gewerbebetriebe mit leistungsfähigen<br />

Breitbandanschlüssen aktiv zu verfolgen.<br />

Planungsziel des <strong>Kreis</strong>es ist dabei die hundertprozentige<br />

Anbindung aller Haushalte<br />

und Gewerbebetriebe an eine zukunftsorientierte<br />

Breitbandinfrastruktur. Hierdurch sollen<br />

die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen<br />

Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe<br />

gesteigert sowie die Attraktivität des<br />

Wirtschaftsstandortes <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> nachhaltig<br />

gefördert werden. |<br />

1 Busverkehr liegt in der Verantwortung des <strong>Kreis</strong>es und eini -<br />

ger Städte, Bahnverkehr in der Verantwortung des Landes.


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101<br />

oben: Aktuelle Hard- und Software unterstützen das vernetzte Bearbeiten<br />

der komplexen Infrastrukturvorhaben.<br />

links: Eine qualifizierte Bauüberwachung ist für Reese + Wulff ein maßgeblicher<br />

Beitrag für eine fachlich einwandfreie Umsetzung der Bauvorhaben.<br />

Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH<br />

Die Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH aus Elmshorn<br />

ist ein unabhängiges Büro und bearbeitet Projekte aus<br />

den Bereichen Verkehrsanlagen, Wasserwirtschaft, Stadtplanung<br />

und Landschaftsarchitektur.<br />

Die Planung und Umsetzung der Bauvorhaben erfolgt vernetzt<br />

mit Bauingenieuren, Hydrologen, Stadt- und Landschafts -<br />

planern, Landschaftsarchitekten sowie Technikern und Bauzeichnern<br />

als CAD-Fachkräfte.<br />

Der alleinige geschäftsführende Gesellschafter Stefan Reese<br />

erklärt: „Spezialisten unserer vier Fachrichtungen sind bei<br />

nahezu jedem unserer Projekte eingebunden. Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

sind wir seit über 40 Jahren ansässig und können auf<br />

eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten zurückblicken.“<br />

Reese + Wulff legt großen Wert auf eine aktuelle Hard- und<br />

Software, etwa für Geoinformationssysteme (GIS). Außerdem<br />

ist die Aus- und Fortbildung für das Unternehmen wichtig. Mit<br />

dem Blick für die Nachwuchsförderung werden Praktika, die<br />

Ausbildung als Bauzeichner und das Duale Studium angeboten.<br />

Das Familienunternehmen Reese + Wulff ist in der Region ein<br />

fester Begriff, wenn es um Infrastruktur geht. Neben der Planung<br />

und Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten<br />

werden Straßen, Fußgängerzonen, Spielplätze, das Wohnumfeld,<br />

Gründächer und vieles mehr geplant.<br />

Das Team kennt sich aus mit Naturschutz und Regenwasser<br />

und der naturnahen Umgestaltung von Gewässern, wie der<br />

Krückau, aber auch mit Windenergie und Breitbandversorgung.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1975; Mitarbeiter: 27; Leistungsspektrum: Straßen- und Wegebau inkl. Instandhaltung/Sanierung; Erschließung;<br />

Entwässerung, offene Regenwasserbewirtschaftung; Kanalsanierung (zertifiziert), Kanalkataster, Generalentwässerungsplan<br />

(GEP); Wasserbau, Renaturierung von Gewässern; Brückenprüfung und -sanierung; GIS-Kataster für Bäume, Grünflächen,<br />

Ausstattung und Breitband; Freianlagen- und Freiraumplanung; Baumkontrolle (zertifiziert) zur Verkehrssicherungspflicht und<br />

Baumpflege; Bebauungs- und Flächennutzungsplan, Potenzial zur Innenentwicklung von Städten und Gemeinden; Umweltbericht,<br />

Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), UVP-/FHH-Verträglichkeitsuntersuchung; Beratung, Konzepte, Genehmigungs -<br />

anträge, Planung, Ausschreibung und Baubegleitung<br />

www.ing-reese-wulff.de


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102<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Power –<br />

Energieregion <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Burkhard Fuchs<br />

Ihr Geschäftsmodell schien mit der Libera -<br />

lisierung des Energiemarktes vor 20 Jahren<br />

überholt zu sein. Doch die bereits totgesagten<br />

Stadtwerke trotzten der Konkurrenz der großen<br />

Energiekonzerne. Heute sind sie in vielen<br />

Bereichen die Bewahrer der Daseinsvorsorge<br />

und Trendsetter in der Region für moderne<br />

Energiewirtschaft und Kommunikation. Vor<br />

allem der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> mit seinen neun<br />

Stadt- und Gemeindewerken erweist sich hier<br />

als „<strong>Kreis</strong> mit Power“.<br />

Längst versorgen sie die Bevölkerung in ihrem<br />

Einzugsgebiet nicht mehr nur mit Strom, Gas,<br />

Wasser und Wärme zu angemessenen Preisen.<br />

Sie investieren in Zukunftstechnologien wie<br />

das Breitband für das schnelle Internet, forcieren<br />

die Elektromobilität hier vor Ort, erzeugen<br />

mit Blockheizkraftwerken eigenen<br />

Strom und sorgen für mehr Lebensqualität<br />

für die Bürger, indem sie ihnen modernste<br />

Smart-Home-Technologie anbieten, mit der<br />

sie über Apps die Haushaltsgeräte mit ihrem<br />

Smartphone steuern können. Darüber hinaus<br />

sind die Stadtwerke ein sicherer Arbeitgeber<br />

für rund 1000 Mitarbeiter allein im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

und oft die größte Einnahmequelle für<br />

die Städte und Gemeinden, um die örtliche<br />

Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten und<br />

Straßen auf dem neuesten Stand zu halten.<br />

„Wir sorgen für Daseinsvorsorge und sehen<br />

uns ökonomisch wie ökologisch in der Verantwortung<br />

direkt vor Ort“, beschreibt <strong>Pinneberg</strong>s<br />

Stadtwerkechef Sven Hanson sein<br />

Selbstverständnis als Energieversorger in<br />

kommunaler Hand, der für „Regionalität,<br />

Bodenständigkeit, Wahrheit und Klarheit<br />

steht“. Die Wertschöpfung bleibe in der<br />

Region, weil der Gewinn den Kommunen zugutekomme<br />

und nicht in irgendwelche Konzernzentralen<br />

abfließe und regionale Unternehmen<br />

von den Stadtwerken beauftragt<br />

würden, ergänzt Amtskollege Adam Krüppel<br />

von den Wedeler Stadtwerken. Der Kunde, der<br />

oft ein jahrzehntelang treuer Stammkunde<br />

sei, genieße den direkten Draht zum Service,<br />

ohne sich mit einem anonymen Callcenter<br />

über seine Probleme austauschen zu müssen.<br />

„Der Bürger hat über seine gewählten Ver -<br />

treter direkten Einfluss auf sein Stadtwerk.“<br />

Wie bei der Glasfasertechnik, mit der zahl -<br />

reiche Stadtwerke ihre Kunden mit hochauflösendem<br />

Fernsehen, schnellsten Internet -<br />

verbindungen und preisgünstiger Telefonie<br />

beglücken, sind die Stadtwerke im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Vorreiter der Zukunftstechnologie Elektromobilität,<br />

indem sie angefangen haben,<br />

ein bald flächendeckendes Netz von Lade -<br />

säulen für die Elektrofahrzeuge zu errichten,<br />

das durch die Einspeisung des Stromes von<br />

regenerativen Energiequellen für eine ausgeglichene<br />

Klimabilanz sorgt.<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gibt es Stadt- und Gemeindewerke<br />

in Elmshorn, Wedel, <strong>Pinneberg</strong>,<br />

Quickborn, Uetersen, Tornesch, Barmstedt,<br />

Halstenbek und Rellingen, die zusammen<br />

einen Jahresumsatz von etwa 250 Mio. Euro<br />

erwirtschaften. |


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103<br />

Neun Stadt- und Gemeindewerke<br />

sorgen für einen „<strong>Kreis</strong> mit Power“.


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104<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Stadtwerke Elmshorn: Energie, Wasser, Mobilität, Multimedia ...<br />

Die Stadtwerke Elmshorn versorgen Elmshorn und die Region<br />

mit Strom, Erdgas, Wärme, Wasser und bieten innovative<br />

Lösungen zu Eigenerzeugung, Mobilität und Glasfaser.<br />

Sie schaffen eine innovative Infrastruktur für eine smarte<br />

Zukunft! Glasfasernetze für Neubaugebiete, Ladesäulen für<br />

Elektroautos, WLAN-Hotspots in der Innenstadt oder intel -<br />

ligente Zähler in Ihren eigenen vier Wänden – das alles<br />

machen sie möglich.<br />

Die Stadtwerke übernehmen Verantwortung für die Region.<br />

Das Motto „Aus Liebe zur Region“ wird bei den Stadtwerken<br />

Elmshorn gelebt. Daher schaffen die Stadtwerke Energie -<br />

lösungen, die umweltfreundlich und sicher sind, und fördern<br />

nachhaltige Ideen ebenso wie das kulturelle Leben in der<br />

Stadt.<br />

Die Stadtwerke Elmshorn versorgen mehr als 70 000 Kunden<br />

in Elmshorn und in 14 umliegenden Gemeinden. Damit gehören<br />

die Stadtwerke Elmshorn zu den leistungsstärksten Energie -<br />

versorgern Schleswig-Holsteins.<br />

Als umweltbewusstes Unternehmen setzen die Stadtwerke<br />

Elmshorn voll auf erneuerbare Energien. Es ist geplant, den<br />

gesamten Strom der Privatkunden in eigenen Wind- und<br />

Solar anlagen sowie in regenerativen Kundenanlagen zu pro -<br />

duzieren.<br />

Fotovoltaikanlagen<br />

Selbst umweltfreundlichen Sonnenstrom produzieren und<br />

überschüssige Energie ins Stromnetz einspeisen – das wünschen<br />

sich immer mehr Privat- und Gewerbekunden. Mit dem<br />

„EnergieDach“ der Stadtwerke Elmshorn kann sich heute<br />

jeder Eigenheimbesitzer diesen Wunsch erfüllen.<br />

Die ersten Anlagen wurden bereits im Jahr 2016 in Betrieb<br />

genommen. Die Stadtwerkekunden mussten dafür fast gar<br />

nichts tun: Ähnlich wie beim Auto-Leasing entfallen die Investitionskosten,<br />

denn als Kunde pachten Sie die Anlage von den<br />

Stadtwerken. Darüber hinaus kümmern sich die Stadtwerke<br />

um die Planung, Installation und Wartung der Anlage sowie<br />

um Verwaltungsaufgaben. Den größten Teil des produzierten<br />

Stroms nutzen Sie selbst, den Rest speisen Sie in das Stromnetz<br />

ein und bekommen dafür eine Vergütung.<br />

Elektromobilität<br />

Wer schon einmal mit einem Elektroauto unterwegs war, er -<br />

innert sich bestimmt noch ans große Staunen: Ist der Motor<br />

überhaupt an? „An die Stille gewöhnt man sich schnell, sodass<br />

man am liebsten nur noch mit Elektroantrieb fahren<br />

möchte“, erklärt der Vertriebsleiter Mathias Wiontzek. „Wir<br />

fördern die E-Mobilität, weil wir von der Technologie überzeugt


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105<br />

Michael Krieg, Abteilungsleiter Vertrieb<br />

Marc Lange, Geschäftskundenberater bei den Stadtwerken Elmshorn<br />

. . . alles nach dem Motto: „Aus Liebe zur Region“<br />

sind. Das möchten wir an unsere Kunden weitergeben und<br />

wollen Elmshorn und unsere Region zum Vorreiter in Sachen<br />

Elektromobilität machen. Deswegen tanken unsere Kunden<br />

an unseren Elektro-Ladesäulen kostenlos. Das Einzige, was<br />

Sie dafür brauchen, ist eine RFID-Tankkarte, die Sie im Kundenzentrum<br />

erhalten. „Nicht-Kunden müssen sich ebenfalls<br />

freischalten lassen und können unsere Ladesäulen nutzen.<br />

Allerdings bekommen sie anschließend eine Rechnung“, erklärt<br />

Wiontzek. Noch sind E-Autos meist nicht das Fahrzeug<br />

erster Wahl und vergleichsweise teuer, aber die Technologie<br />

schreitet voran.<br />

„Wenn die Preise weiter fallen – und davon ist auszugehen –<br />

werden sie immer interessanter“, ist Wiontzek überzeugt. Deswegen<br />

investieren die Stadtwerke Elmshorn seit Jahren in<br />

das Ladenetz in Elmshorn und werden dieses weiter ausbauen.<br />

Gute Nachrichten kommen auch aus der Politik: Mitte<br />

Februar 2017 hat ein 300 Mio. Euro schweres Bundesförderprogramm<br />

für die Elektroauto-Lade infrastruktur den Segen<br />

der EU-Kommission erhalten. Mit dessen Hilfe sollen bundesweit<br />

15 000 Ladesäulen entstehen. Die Ladestationen der<br />

Stadtwerke werden übrigens ausschließlich mit Strom aus<br />

erneuerbaren Energien beliefert.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1900; Mitarbeiter: 179 und 11 Auszubildende<br />

Leistungsspektrum: Versorgungsdienstleister in Elmshorn und 14 Umlandgemeinden für Strom, Erdgas, Wasser, Wärme;<br />

Energiedienstleistungen; Ansprechpartner in allen Fragen der Energie; Badepark Elmshorn<br />

Strom: Netzlänge 1151 km, Kilowattstunden/Jahr 208 GWh, Hausanschlüsse 16 207, Kundenanzahl 31 621<br />

Erdgas: Netzlänge 601 km, Kilowattstunden/Jahr 710 GWh, Hausanschlüsse 13 300, Kundenanzahl 15 620<br />

Wärme: Netzlänge 7,4 km, Kilowattstunden/Jahr 20 GWh, Hausanschlüsse 229, Kundenanzahl 370<br />

Wasser: Netzlänge 480 km, Kubikmeter/Jahr 3,33 Mio., Hausanschlüsse 13 916, Kundenanzahl 15 272<br />

www.stadtwerke-elmshorn.de


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:04 Seite 106<br />

106<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> GmbH<br />

Die Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> sind ein Unternehmen mit Tradition,<br />

Verantwortung und einer zukunftsorientierten Ausrichtung. Seit<br />

mehr als 100 Jahren stellen sie die Energie- und Wasserversorgung<br />

der <strong>Pinneberg</strong>er Haushalte und Unternehmen sicher.<br />

Die Stadtwerke haben sich für ihre Kunden immer weiterent -<br />

wickelt – zu einem leistungsstarken Partner mit Sinn für den<br />

effizienten Einsatz von Energie und Wasser. Auch mit der<br />

Liberalisierung des Energiemarktes besteht für die Menschen<br />

und Unternehmen in <strong>Pinneberg</strong> weiterhin der Vorteil eines<br />

eigenständigen Stadtwerks. Die Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> GmbH<br />

engagiert sich für eine sichere und moderne Energieversorgung<br />

in der Region und unterstützt lokale Projekte in Bildung, Kultur<br />

und Sport. Die Kunden der Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> GmbH<br />

bleiben stets sicher und fair versorgt: „Von hier. Für hier.“<br />

Das Service Center der Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> und pinnau.com in der<br />

Fußgängerzone<br />

Information<br />

Mitarbeiter: 120; versorgte Menschen: 56 000<br />

Leistungsspektrum: Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme, Abwasserbetrieb, <strong>Pinneberg</strong>er Bäder<br />

www.stadtwerke-pinneberg.de<br />

pinnau.com GmbH & Co. KG<br />

pinnau.com, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Pinne -<br />

berg, versorgt Privathaushalte, gewerbliche und industrielle<br />

Kunden zuverlässig mit schnellem Internet und weiteren Telekommunikationsdiensten<br />

wie HD-Telefonie und digitalen TVund<br />

Radio-Sendern über ein eigenes Glasfasernetz. Das Glas -<br />

fasernetz der pinnau.com ist im gan zen <strong>Pinneberg</strong>er Innenstadt -<br />

gebiet und in den Gewerbe gebieten verfügbar. Die flächen -<br />

deckende Versorgung mit Glasfaser bietet Haushalten und<br />

Unternehmen in <strong>Pinneberg</strong> einen echten Standortvorteil. Auch<br />

Smart-Home-Lösungen, welche den Alltag erleichtern, werden<br />

angeboten. Die stabile Übertragungsrate von über 1 Gbit/s<br />

eignet sich für anspruchsvolle Einsatzbereiche. Datenfest -<br />

verbindungen sowie symmetrische Onlinezugänge ermöglichen<br />

im Up- und Download gleich hohe Geschwindigkeiten.<br />

Das Service Center der Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> und pinnau.com in der<br />

Fußgängerzone<br />

Information<br />

Mitarbeiter: 20; versorgte Menschen: 12 000; Leistungsspektrum: Glasfaser-Netzausbau, Triple Play-Dienste (Fernsehen,<br />

Telefon, Internet), Mobilfunk sowie Smart-Home-Lösungen<br />

www.pinnau.com


Umbruch_S._63_bis_112.qxp_Layout 1 23.11.17 09:05 Seite 107<br />

107<br />

HanseWerk AG<br />

Die HanseWerk-Gruppe bietet moderne Energielösungen mit<br />

Schwerpunkten auf Netzbetrieb und dezentraler Energie -<br />

erzeugung. Das Unternehmen betreibt selbst oder über seine<br />

Tochtergesellschaften rund 51000 Kilometer Strom- und<br />

25000 Kilometer Gasleitungen in vielen Kommunen in Norddeutschland.<br />

Über die Tochter gesellschaft HanseWerk Natur<br />

ist sie für 800 Kilometer Nahwärmenetze, 1000 Heizanlagen<br />

sowie 200 umweltschonende Blockheizkraftwerke verant -<br />

wort lich. Durch die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen<br />

<strong>Kreis</strong>e sowie von über 330 Kommunen ist die HanseWerk-<br />

Gruppe regional stark verwurzelt. Das Unternehmen engagiert<br />

sich im sozialen und kulturellen Bereich sowie in Sportpro -<br />

jekten.<br />

Information<br />

Blick auf die Unternehmenszentrale der in ganz Norddeutschland<br />

engagierten HanseWerk AG<br />

Gründungsjahr: 1928 (Gründung der Schleswag); Mitarbeiter: rund 2000<br />

Leistungsspektrum: einer der größten Energiedienstleister Norddeutschlands, Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien<br />

Tochtergesellschaften: Schleswig-Holstein Netz AG, Hamburg Netz GmbH, HanseGas GmbH, HanseWerk Natur u. v. m.<br />

www.hansewerk.com<br />

Schleswig-Holstein Netz AG<br />

Als Netzbetreiber sorgt die Schleswig-Holstein Netz AG in<br />

sechs Ämtern und 47 Gemeinden des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

dafür, dass die Menschen vor Ort sicher mit Strom und Gas<br />

versorgt werden – überall dort, wo Energie gebraucht wird:<br />

zu Hause, in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.<br />

31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen vom Netzcenter in<br />

Uetersen aus dafür, dass die Versorgung rund um die Uhr<br />

gewährleistet ist. Dabei betreuen sie rund 33000 Strom- und<br />

22000 Gasanschlüsse. 2100 Kilometer Strom- und 1000<br />

Kilometer Gasleitungen sowie 15 Umspannwerke und Hunderte<br />

Ortsnetzstationen haben sie stets im Blick. Sie wohnen<br />

größtenteils im <strong>Kreis</strong>gebiet und sind im Falle einer Störung in<br />

kürzester Zeit vor Ort.<br />

Am Standort Uetersen der Schleswig-Holstein Netz AG arbeiten über<br />

30 Mitarbeiter.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1928 (Gründung der Schleswag); Mitarbeiter: 575 insgesamt, 31 in Uetersen<br />

Leistungsspektrum: Betreiber von Strom- und Gasleitungen in rund 1000 Kommunen in Schleswig-Holstein und Nordniedersachsen,<br />

Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Ausbau und Instandhaltung der Energienetze<br />

www.sh-netz.com


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108<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Innovation und Zuverlässigkeit –<br />

Worauf es in der modernen<br />

<strong>Kreis</strong>laufwirtschaft ankommt<br />

Jens Ohde<br />

Wer im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> zu Hause ist, arbeitet<br />

oder seinem Handwerk und Gewerbe nachgeht,<br />

muss wie überall auf der Welt die ungewünschten<br />

Nebenprodukte „entsorgen“. War<br />

bislang von großer Bedeutung, mit diesen Abfällen<br />

umweltschonend umzugehen, rücken<br />

jetzt auch der zusätzliche Nutzen und die<br />

ökologische Effizienz in den Fokus. Die Strategien<br />

zur weiteren Verwendung, zur stoff -<br />

lichen Verwertung und zur Energieerzeugung<br />

werden immer moderner, komplexer und<br />

vielfältiger. Um der <strong>Pinneberg</strong>er Wirtschaft<br />

und den Bürgerinnen und Bürgern des wachsenden<br />

<strong>Kreis</strong>es in der Metropolregion Hamburg<br />

nachhaltige Entsorgungssicherheit und<br />

zugleich moderne Lösungen anzubieten,<br />

investiert GAB Umwelt Service jedes Jahr<br />

mehrere Millionen Euro in Innovationen und<br />

Modernisierungen ihrer Behandlungsanlagen<br />

und der Logistik.<br />

Aus den Verpackungsabfällen sortiert GAB<br />

Umwelt Service einzelne Kunststoffarten wie<br />

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Poly -<br />

styrol (PS), Folien, PET, Dosen, Hohlkörper,<br />

Getränkekarton und Papier. Die Kunststoff -<br />

arten werden weiter zu Sekundär-Recyklaten<br />

aufbereitet und in der Herstellung von neuen<br />

Kunststoffprodukten eingesetzt. GAB Umwelt<br />

Service setzt auch beim Recycling anderer<br />

Wertstoffe wie Papier, Altmetallen oder Holz<br />

auf Qualität. Das erfordert dauerhafte Be -<br />

ziehungen zu Kunden und Vermarktungs -<br />

partnern.<br />

Organische Abfälle (Bioabfälle wie Lebensmittelreste<br />

und Gartenabfälle) werden in<br />

einer Kaskade behandelt (Recycling von<br />

Abfällen in zwei oder mehr hintereinander<br />

geschalteten Verwertungsstufen nennt man<br />

Kaskadennutzung), sodass am Ende ein<br />

humusbildender und organischer Dünger mit<br />

definierten Inhaltsstoffen entsteht. Gegenwärtig<br />

investiert GAB Umwelt Service rund 10<br />

Mio. Euro in eine zusätzliche Vergärungsstufe<br />

für die Bioabfälle, um vor der Kompostierung<br />

die im Bioabfall vorhandene Energie als Bio-<br />

Methan zu gewinnen. In einer Vergärungsstufe<br />

wird Methan erzeugt, das zur Erzeugung<br />

von Strom eingesetzt werden soll. Anschließend<br />

werden die Gärreste zusammen mit<br />

anderen Grünabfällen zu Fertigkompost verarbeitet<br />

und als gütegesichertes Produkt im<br />

Pflanzenbau vermarktet.<br />

Stofflich nicht mehr verwertbare Abfälle<br />

werden bei GAB Umwelt Service thermisch so<br />

behandelt, dass Wärme und Strom erzeugt<br />

werden kann. Mit der Wärme werden die privaten<br />

Haushalte der Stadt <strong>Pinneberg</strong> beheizt.<br />

Der grüne Strom wird an der Leipziger Strombörse<br />

verkauft.<br />

Die Wärmeversorgung in Schleswig-Holstein<br />

aus der thermischen Behandlung von Ab -<br />

fällen deckt den Wärmebedarf in Höhe von<br />

vier Prozent. Das ist keine marktbeherrschende<br />

Menge aber ein relevanter Beitrag<br />

zur Energiewende.<br />

Die Herausforderungen der <strong>Kreis</strong>laufwirtschaft,<br />

die angegangen werden müssen, um auch für<br />

die Zukunft den Menschen und der Wirtschaft<br />

gleichwohl Entsorgungssicherheit und Lösun -<br />

gen für ihre Probleme zu bieten, lauten Digitalisierung,<br />

demografischer Wandel und Klimaschutz.<br />

Diese Themen sind für die Qualitätsentwicklung<br />

der GAB Umwelt Service von<br />

zentraler Bedeutung und flankieren die Strategie<br />

der langfristigen Standortsicherung.<br />

Die Entwicklung der Märkte macht langfristig<br />

eine Modernisierung der Anlagentechnik am<br />

Standort Tornesch unumgänglich. Und auch<br />

für die mineralischen Abfälle der Bauwirtschaft<br />

wird langfristig im Südwesten Schleswig-<br />

Holsteins eine Lösung gebraucht. |


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109<br />

Die HAMEG ist ein Unternehmen, das über Jahrzehnte in der Abfall -<br />

entsorgung des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> tätig ist. Mit ihrer täglichen Einsatz -<br />

bereitschaft, Zuverlässigkeit und Kompetenz leisten unsere Mitarbeiter<br />

einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens.<br />

Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH (HAMEG)<br />

Die Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH (HAMEG) ist<br />

ein modernes Unternehmen im Bereich der Abfallentsorgung.<br />

Mit über 40 Spezialfahrzeugen führen wir nicht nur die Einsammlung<br />

und den Transport von Rest- und Bioabfällen im<br />

gesamten <strong>Kreis</strong>gebiet durch, sondern sind auch in den<br />

Bereichen Sperrmüllabfuhr, Einsammlung von Elektroalt -<br />

geräten sowie Sammlung der Gelben Säcke unterwegs.<br />

Jährlich sammeln unsere Mitarbeiter dabei rund 55 500 Tonnen<br />

Restmüll, knapp 30 000 Tonnen Bioabfall sowie etwa<br />

3300 Tonnen Sperrmüll und Elektroschrott ein. Mit unseren<br />

Containerfahrzeugen sind wir in der Lage, auch Abrollcon -<br />

tainer mit einer Größe von bis zu 36 Kubikmetern aufzunehmen<br />

und zu transportieren. Innerhalb des Abfallwirtschaftszentrums<br />

(AWZ) in Tornesch-Ahrenlohe sorgen wir so für den<br />

rechtzeitigen Austausch der Sammelbehälter auf dem Recyclinghof<br />

und transportieren auch Abfälle zu speziellen Entsorgungsanlagen<br />

im norddeutschen Raum.<br />

Im Abfallwirtschaftszentrum sorgen unsere Radlader und<br />

Mobilbagger dafür, dass die angelieferten Abfälle in die unterschiedlichen<br />

Anlagen zur weiteren Behandlung gelangen. Ob<br />

bei der Zerkleinerung sperriger Abfälle vor der Verbrennung<br />

oder dem Verladen von Schrott – unsere Bagger sind hierbei<br />

gern gesehene Helfer. Auch beim Verladen von Schlacke<br />

und Kompost können unsere Radlader zeigen, was in ihnen<br />

steckt.<br />

Die HAMEG wurde im Jahr 1997 vom <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

gegründet und ist neben der Abfalleinsammlung auch Logistikpartner<br />

für andere Unternehmen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1997; Mitarbeiter: 83<br />

Standorte: Kummerfeld (Sitz des Unternehmens), Tornesch (Sitz des Betriebes)<br />

Leistungsspektrum: Rest- und Bioabfallentsorgung, Sperrmüllsammlung, Elektroaltgerätesammlung, Sammlung Gelbe Säcke,<br />

Umschlagarbeiten, Containertransport, Transportdienste<br />

www.hameg-pi.de


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110<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

GAB Umwelt Service<br />

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung<br />

mbH – GAB – wurde 1984 gegründet und organisiert seit<br />

33 Jahren die <strong>Kreis</strong>laufwirtschaft im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>. Die<br />

GAB hat sich von einem kommunalen Unternehmen zu einem<br />

der führenden Unternehmen im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> entwickelt.<br />

Die Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Entsorgung,<br />

Recycling und Energiewirtschaft sowie Fullservice für Kunden<br />

aus Kommunen und Gewerbe. Eine zukunftsorientierte und<br />

ökoeffektive Entsorgung spielt bei GAB Umwelt Service<br />

eine zentrale Rolle – immer im Sinne von Mensch und Umwelt.<br />

Zentral gelegen mitten im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>, betreibt GAB<br />

Umwelt Service ein modernes Abfallwirtschaftszentrum mit<br />

Recyclinghof, den circa 110 000 Kunden im Jahr nutzen. Im<br />

Müllheizkraftwerk, das sich ebenfalls auf dem Gelände be findet,<br />

werden knapp 80 000 Tonnen Haus- und Sperrmüll sowie<br />

Gewerbeabfälle pro Jahr in Strom und Wärme umgewandelt.<br />

Dazu wird Restabfall bei bis zu 1000 Grad Celsius verbrannt,<br />

Energie freigesetzt und durch Kraft-Wärme-Kopplung anschließend<br />

in Strom und Wärme umgewandelt. Mit dieser<br />

Energie speisen wir nicht zuletzt das Fernwärmenetz der gesamten<br />

Stadt <strong>Pinneberg</strong> und versorgen Tausende Wohnungen<br />

mit heißem Wasser. Selbst die in der Verbrennung anfallenden<br />

Rückstände sind meist noch für etwas gut: So wird zum Beispiel<br />

die Schlacke aufbereitet und kommt als Zwischenschicht<br />

im Straßenbau zum Einsatz.<br />

Weitere Einrichtungen des Abfallwirtschaftszentrums sind<br />

ein Sondermüllzwischenlager, eine Bioabfallkompostierungsanlage,<br />

wo gütegesicherter Kompost produziert wird, sowie<br />

eine Sortieranlage.<br />

Der Spezialist bei GAB Umwelt Service für Logistik, Grün -<br />

abfallkompostierung sowie Verwertung von Gewerbeabfällen<br />

und Sperrmüll ist die Umweltservice Nord GmbH (USN).


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111<br />

links: Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Tornesch-Ahrenlohe<br />

Sortieranlage (linke Seite oben) und Kompostierungsanlage<br />

(linke Seite unten) von GAB Umwelt Service<br />

Viel mehr als ein Entsorger<br />

Unser Denken und Handeln ist geprägt von der Vision einer<br />

nachhaltigen Abfallwirtschaft, die sowohl ökologischen und<br />

ökonomischen Ansprüchen genügt. Deshalb setzen wir nicht<br />

nur hohe Standards in Produktqualität und Umweltschutz,<br />

sondern investieren auch fortlaufend in Produktinnovationen<br />

und die strategische Weiterentwicklung unserer Geschäfts -<br />

felder. Dadurch stärken wir unsere Marktposition und sichern<br />

zugleich die Vielzahl unserer Arbeitsplätze.<br />

Umweltschutz ist Unternehmenszweck und Herzensangelegen -<br />

heit zugleich. Deshalb ver suchen wir, schon bei Kindern und<br />

Jugendlichen ein Be wusst sein dafür zu entwickeln. Dazu gehört<br />

auch ein Besuch im Erlebnisraum „Abfallwirtschaftszentrum“.<br />

GAB Umwelt Service beschäftigt mehr als 200 Mitarbeite -<br />

rinnen und Mitarbeiter und setzt konkrete Ziele im Bereich<br />

Personalentwicklung, damit die Marktposition durch Leistungsfähigkeit<br />

gestärkt und Arbeitsplätze gesichert sind.<br />

Als Spezialist in der Ver- und Entsorgung bietet GAB Umwelt<br />

Service fachgerechte und schnelle Lösungen – immer im Team<br />

mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1984; Mitarbeiter: ca. 200<br />

Leistungsspektrum: alle abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen für Gewerbetreibende und für private Haushalte<br />

Tochtergesellschaften: Umweltservice Nord GmbH (USN); Abfallverbrennungs- und Biokompost-Gesellschaft mbH (AVBKG);<br />

Abfallverwertungsgesellschaft mbH (AVG)<br />

Standorte: Kummerfeld, Tornesch, Hamburg, Hohenlockstedt<br />

www.gab-umweltservice.de


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112<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Liebes Molekül – bitte recht freundlich<br />

Dr. Bernd Ebeling<br />

Auf der Weltkarte der Forschung ist Schenefeld<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> eine Top-Adresse für<br />

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus<br />

aller Welt: An der Landesgrenze zu Hamburg<br />

liegt der Forschungscampus des internatio -<br />

nalen Röntgenlasers European XFEL. Die<br />

3,4 Kilometer lange Anlage, die sich in unterirdischen<br />

Tunneln von Hamburg-Bahrenfeld<br />

bis nach Schenefeld im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> erstreckt,<br />

ist der größte Röntgenlaser der Welt.<br />

Er produziert ultrahelle Röntgenlichtblitze –<br />

27 000-mal pro Sekunde und milliardenfach<br />

heller als die herkömmlicher Röntgenlichtquellen.<br />

Forscher aus aller Welt können die Blitze<br />

nutzen, um mit ihnen wie mit einem Super-<br />

Mikroskop oder einer Super-Kamera den<br />

Nanokosmos zu erkunden. Das Resultat sind<br />

gestochen scharfe 3-D-Bilder und Filme von<br />

Molekülen, Materialien oder schnellen Prozessen<br />

mit atomgenauer Auflösung. Auf Basis<br />

solcher Bilder und Filme von Zellen, Viren<br />

und Molekülen können beispielsweise neue<br />

Medikamente und Therapien entwickelt werden.<br />

Auch für die Entwicklung umweltfreundlicherer<br />

Produktionsverfahren, neuer Wege<br />

der Energiegewinnung oder in der Materialforschung<br />

werden durch solche Einblicke in<br />

den Nanokosmos wichtige Impulse erwartet.<br />

Weitere Forschungsfelder am European XFEL<br />

sind extreme Materiezustände, wie sie im<br />

Inneren von Exoplaneten existieren, oder<br />

ultraschnelle Änderungen von Magnetisierungszuständen,<br />

die für die Entwicklung<br />

schnellerer Speichermedien eingesetzt werden<br />

könnten.<br />

Wer am European XFEL forschen will, muss<br />

seine Vorschläge von einem internationalen<br />

Expertengremium begutachten lassen. Die<br />

erfolgreichen Forscher erhalten dann einige<br />

Tage Experimentierzeit, in denen ihnen<br />

Teams von European XFEL-Wissenschaftlern<br />

und -Technikern zur Seite stehen. Voraus -<br />

setzung dafür ist, dass sie ihre Forschungs -<br />

ergebnisse veröffentlichen und sie so der<br />

Allgemeinheit zugänglich machen.<br />

European XFEL möchte den Spitzenforschern<br />

die besten Arbeitsbedingungen bieten. Ihre<br />

Arbeit verspricht spannende Entdeckungen<br />

zum Nutzen der Gesellschaft. Schlechte Karten<br />

haben in Schenefeld nur die Stars des<br />

molekularen Film- und Fotoshootings: Trifft<br />

die Moleküle ein Röntgenblitz mit voller<br />

Wucht, werden sie im selben Augenblick zerstört,<br />

in dem das Bild entsteht. Die Kürze der<br />

Lichtblitze ermöglicht es, die Fotos schneller<br />

zu machen, als die Moleküle durch die Energie<br />

des auftreffenden Strahls zerbersten. Dagegen<br />

hätte nicht einmal der Cowboy Lucky Luke<br />

eine Chance, der bekanntlich seinen Revolver<br />

schneller ziehen kann als sein Schatten. |


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113<br />

European XFEL – eine neue Forschungseinrichtung der Superlative<br />

Der Röntgenlaser European XFEL ist eine internationale<br />

Forschungseinrichtung der Superlative. Sie eröffnet Wissenschaftlerinnen<br />

und Wissenschaftlern aus aller Welt seit Herbst<br />

2017 völlig neue Forschungsmöglichkeiten auf den Gebieten<br />

Struktur der Materie, medizinische Forschung, erneuerbare<br />

Energien, Entwicklung von Materialien für neue Technologien<br />

und eine saubere Umwelt.<br />

Die größtenteils unterirdische Forschungsanlage reicht vom<br />

Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld bis nach Schenefeld<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>. Sie wird von der gemeinnützigen European<br />

XFEL GmbH betrieben, die eng mit dem Forschungszentrum<br />

DESY und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit<br />

kooperiert. Zum Bau der Anlage haben Gesellschafter<br />

und Partner nicht nur finanziell, sondern zu einem großen Teil<br />

auch mit Personal und Sachleistungen beigetragen.<br />

Finanziert und getragen wird die Spitzenforschung in<br />

Schenefeld von zwölf Partnerländern: Deutschland (Bund,<br />

Hamburg und Schleswig-Holstein) trägt mehr als die Hälfte<br />

der Kosten, Russland mehr als ein Viertel und zehn weitere<br />

europäische Partnerländer zwischen einem und drei Prozent.<br />

Die Investi tionskosten für Bau- und Inbetriebnahme lagen<br />

bei mehr als 1,2 Mrd. Euro – damit gehört der European XFEL<br />

zu den ambitioniertesten neuen Forschungseinrichtungen<br />

Europas.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2009<br />

Mitarbeiter: 300<br />

Leistungsspektrum: internationale Forschungseinrichtung<br />

www.xfel.eu/de


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114<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Ackern mit Konzept – moderne<br />

Landwirtschaft auf engstem Raum<br />

Peer Jensen-Nissen<br />

Die Landwirtschaft im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> stellt<br />

ein spannendes Feld dar und ist ein bunter<br />

Strauß Blumen – man findet von allem etwas.<br />

Dabei prägen nicht nur der Ackerbau und die<br />

Rinderhaltung, sondern auch die Pensionspferdehaltung,<br />

die Baumschulbetriebe und<br />

die Obstbauernbetriebe die Landschaft im<br />

<strong>Kreis</strong>. Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> zeichnet sich vor<br />

allem durch zwei Naturräume aus. Das ist<br />

zum einen die Marsch entlang der Elbe und<br />

Krückau sowie der Geestrücken, der sich über<br />

den restlichen <strong>Kreis</strong> erstreckt. In der Marsch<br />

befinden sich größtenteils der Ackerbau sowie<br />

die Obstbaubetriebe. Auf der Geest rund um<br />

Hamburg wirtschaften Baumschulbetriebe<br />

und pferdehaltende Betriebe. Im nördlichen<br />

Teil des <strong>Kreis</strong>es liegt das Haupt augenmerk auf<br />

der Rinderhaltung, insbesondere der Produktion<br />

von Milch.<br />

Die große Bevölkerungsdichte im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

und die Nähe zu Hamburg stellt die<br />

Landwirtschaft jedoch auch vor schwierige<br />

Aufgaben. Das Spannungsfeld zwischen der<br />

Gesellschaft, der Politik und der Landwirtschaft<br />

wird immer größer. Daher geht die<br />

Landwirtschaft im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> – im Hinblick<br />

auf die Bewirtschaftung ihrer Flächen –<br />

immer moderne Wege und versucht, die Nähe<br />

zu der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehört<br />

die Direktvermarktung von landwirtschaft -<br />

lichen Produkten über Hofläden sowie die<br />

Freizeitgestaltung in Hofcafés oder auf Er -<br />

lebnisbauernhöfen.<br />

Trotz der Nähe zu Hamburg und der damit<br />

verbundenen engen Besiedelung im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> zeigt sich die Landwirtschaft im<br />

<strong>Kreis</strong> sehr nachhaltig. Es gibt viele Betriebe,<br />

die über Generationen von einer Familie bewirtschaftet<br />

werden. Entscheidend für einen<br />

erfolgreichen Generationswechsel auf den<br />

Betrieben ist jedoch, dass jeder Betriebsleiter<br />

seinen eigenen, erfolgreichen Weg geht und<br />

dabei die Nachhaltigkeit nicht außer Acht<br />

lässt.<br />

In Zahlen kann die Landwirtschaft im <strong>Kreis</strong><br />

wie folgt beschrieben werden: 34 000 Hektar<br />

landwirtschaftliche Nutzfläche, davon wird<br />

auf rund 15 000 Hektar geackert. Auf weiteren<br />

15 000 Hektar befindet sich Dauergrünland,<br />

das im Wesentlichen für die 45 000 Rinder<br />

und 4500 Pferde benötigt wird. Auf den rest -<br />

lichen 4000 Hektar wirtschaften die Baumschulen<br />

sowie die Obstbaubetriebe. Jedoch ist<br />

heute schon klar, dass die landwirtschaftliche<br />

Nutzfläche von 34 000 Hektar im <strong>Kreis</strong> durch<br />

weiteres städtisches Wachstum in Verbindung<br />

mit Kompensationsmaßnahmen abnehmen<br />

wird. Daher müssen für die Zukunft die<br />

Konzepte der Landnutzung weiter angepasst<br />

werden, um weiterhin ein nachhaltiges Wirtschaften<br />

für die Landwirtschaft zu ermög -<br />

lichen. |


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115<br />

Kühe auf dem Deich –<br />

typisch <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>


Umbruch_S._113_bis_144.qxp_Layout 1 23.11.17 09:17 Seite 116<br />

116<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Das Altenteiler-Haus (oben) wurde im Jahr 1564 erbaut.<br />

rechts: Die 5. Generation steht schon in den Startlöchern:<br />

Kim (links) und Ben<br />

Hof Hachmann – herzlich willkommen<br />

Der Hof Hachmann liegt kurz vor den Toren Hamburgs in<br />

Bevern. Seit rund 110 Jahren ist der Hof im Besitz der Familie<br />

Hachmann und wird, in jetzt vierter Generation, bewirtschaftet.<br />

Zurzeit wird auf 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche<br />

das Futter für unsere Tiere erzeugt. Im Gegensatz zu vielen<br />

anderen Betrieben haben wir den Weg eines Gemischt -<br />

betriebs eingeschlagen. Demzufolge gibt es heute bei uns<br />

die Milchviehhaltung, den Getreideanbau, Weihnachtsgänse<br />

und Hähnchen.<br />

„Alles aus einer Hand“ lautet unsere Strategie in der<br />

Vermarktung der Hähnchen. Die Küken ziehen wir in großen,<br />

lichtdurchfluteten Ställen artgerecht auf. Im Futter liegt<br />

das Geheimnis für den einzigartigen Geschmack unserer<br />

Hähnchen. Diese bekommen von Beginn an ausschließlich<br />

Futter, das wir auf unseren landwirtschaftlichen Flächen selbst<br />

erzeugen und mit ausge wählten Zutaten verfeinern, beispielsweise<br />

mit guter Butter. Die Schlachtung erfolgt stressfrei und<br />

ohne große Transportwege im hofeigenen Schlachthaus.<br />

Auch unsere Gänse können bei uns artgerecht aufwachsen,<br />

denn wir halten sie auf den saftig-grünen Wiesen direkt am<br />

Hof. Viel Bewegung, frische Landluft und bestes Futter garantieren<br />

dem Verbraucher zartes und saftiges Fleisch.<br />

Unser Handeln ist stets darauf ausgerichtet, gesunde<br />

Lebensmittel zu erzeugen – ohne Kompromisse! Diesem<br />

Anspruch möchten wir jeden Tag gerecht werden.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: seit 1899 im Familienbesitz; Mitarbeiter: 7<br />

Leistungsspektrum: Milchviehhaltung, Getreideanbau, Gänse und Hähnchen<br />

Spezialitäten: Hähnchen – frisch, geräuchert, als Ganzes oder zerlegt, Grill- und Geflügelwurstspezialitäten, Geflügelsalate<br />

Verkaufsstellen: auf Märkten (Barmstedter Wochenmarkt, Elmshorner Wochenmarkt, Wochenmarkt Tornesch), in ausgewählten<br />

Hofläden in der Region, direkt bei uns im Hofladen (mittwochs von 14:00 bis 17:00 Uhr oder nach Absprache)<br />

www.mein.hof-hachmann.de


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117<br />

oben: Seit 1974 steuert das Unternehmen alle Aktivitäten aus der<br />

Zentrale in <strong>Pinneberg</strong>.<br />

links: Auf Gut Hülsenberg wird seit 1953 die Basis der Produkt -<br />

entwicklungen gelegt.<br />

H. Wilhelm Schaumann GmbH<br />

Das Unternehmen wurde 1938 von H. Wilhelm Schaumann<br />

(1904–1992) gegründet. Mit Pioniergeist und erstklassigen<br />

Fachleuten baute H. Wilhelm Schaumann im Laufe der Jahrzehnte<br />

eine weit über die Grenzen Europas anerkannte Unternehmensgruppe<br />

auf.<br />

Die Firmenzentrale in <strong>Pinneberg</strong> koordiniert alle Unternehmensbereiche<br />

wie Forschung und Entwicklung, Herstellung der<br />

Schaumann-Produkte in den Werken in Sachsen-Anhalt und<br />

Bayern, Einsatz der gut 250 Außendienst-Mitarbeiter in der<br />

gesamten Bundesrepublik. Seit Anfang der 1960er-Jahre<br />

erfolgte der Aufbau der zahlreichen Schwester-Unternehmen<br />

in Europa.<br />

Schaumann entwickelt und produziert spezielle Mineral- und<br />

Wirkstoffe für hofeigene Futtermischungen zur Unterstützung<br />

der Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung von Rindern, Schwei -<br />

nen, Geflügel und Pferden sowie biologische Siliermittel für die<br />

Erzeugung hochwertiger Silagen. Heimisches Getreide/Grundfutter,<br />

pflanzliches Eiweiß und die hochwertigen Schaumann-<br />

Produkte legen den Grundstein für eine gesunde, sichere Tierernährung<br />

und Lebensmittelproduktion.<br />

Das Konzept „Erfolg im Stall“ geht weit über den Bereich der<br />

Fütterung hinaus. Schaumann steht für schnelle, flexible und<br />

sichere Lösungen in der Tierhaltung. Kompetente Fach beraterund<br />

Spezialisten-Teams schaffen vor Ort die Voraussetzungen<br />

für den bestmöglichen Einsatz der Produkte und bieten indi -<br />

viduelle Lösungshilfen für alle betriebswirtschaft lichen und<br />

produktionstechnischen Fragen auf den landwirtschaftlichen<br />

Betrieben.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 1938; Mitarbeiter: 350<br />

Leistungsspektrum: Herstellung und Vertrieb von Mineralfutter, Spezialprodukten, Siliermitteln, umfassende Beratung der tier -<br />

haltenden landwirtschaftlichen Betriebe<br />

Produkte: Produktprogramme zur Mineral- und Wirkstoffergänzung der hofeigenen Futtermischungen von Rindern, Schweinen,<br />

Geflügel und Pferden, Produkte zur Futterkonservierung sowie Reinigung und Desinfektion<br />

www.schaumann.de


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118<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Kompetenzregion für nachhaltige<br />

Baumschulwirtschaft<br />

Dr. Frank Schoppa<br />

In Schleswig-Holstein stellen die Baumschulen<br />

einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.<br />

Zwischen Hamburg und der dänischen Grenze<br />

gibt es rund 300 Baumschulbetriebe, die zusammen<br />

etwa 4200 Hektar bewirtschaften.<br />

80 Prozent der Betriebe bzw. 90 Prozent der<br />

Produktionsfläche befinden sich im <strong>Kreis</strong><br />

<strong>Pinneberg</strong> – einem der größten geschlossenen<br />

Baumschulgebiete der Welt mit über 250-jähriger<br />

Tradition. Die schleswig-holsteinische<br />

Baumschulwirtschaft erwirtschaftet rund<br />

20 Prozent aller in Deutschland im Baumschulsegment<br />

getätigten Umsätze (1,2 Mrd.<br />

Euro) und beschäftigt rund 3500 Erwerbs -<br />

tätige. Zu den Hauptabnehmern gehören die<br />

Länder Mittel-, Nord- und Osteuropas sowie<br />

Russland. Die Baumschulwirtschaft Schleswig-<br />

Holsteins steht damit für die grüne Kompetenz<br />

Europas.<br />

Alle Produktionsschwerpunkte „Vom Alleebaum<br />

bis zum Ziergehölz“ sind durch spe -<br />

zialisierte Baumschulen vorzufinden: Alleebäume,<br />

Bodendecker, Containerpflanzen,<br />

Forstpflanzen, Immergrüne, Jungpflanzen,<br />

Koniferen, Landschaftsgehölze, Laubgehölze,<br />

Obstgehölze, Raritäten, Rhododendron,<br />

Rosen, Schlingpflanzen, Stauden, Sträucher,<br />

Unterlagen, Wildgehölze, Ziergehölze. Be -<br />

zogen auf die gesamtdeutsche Gehölzpro -<br />

duktion, liegen beispielsweise über 50 Prozent<br />

der Anbauflächen von Rosen (Unterlagen und<br />

Veredelungen) sowie über 30 Prozent der Anzuchtflächen<br />

für Forstgehölze Deutschlands<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

Deshalb hat das <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland<br />

auch den Beinamen „Wiege des Waldes“ erhalten.<br />

Obgleich das <strong>Kreis</strong>gebiet sehr waldarm<br />

ist, gibt es wohl dank der Baumschulen<br />

vor Ort keine Gegend in Mitteleuropa mit<br />

mehr Bäumen! Nachdem die Bäume „zur<br />

Schule gegangen“ sind und schließlich an<br />

ihrem Endstandort gepflanzt wurden, müssen<br />

sie weiterhin gepflegt werden, bis sie schließlich<br />

als Charakterbäume in der Feldmark oder<br />

im Knick oder als Straßenbaum die Landschaft<br />

prägen. So wird beispielsweise in Sees ter -<br />

mühe zurzeit gemäß eines baumpflege rischen<br />

Fachkonzeptes eine 300 Jahre alte Lindenallee<br />

vor dem Auseinanderbrechen bewahrt, zahlreiche<br />

Bäume bekommen – quasi wie beim<br />

Friseur – einen Pflegeschnitt. Nur so sind<br />

diese einst als Kopfbäume geschnittenen<br />

Linden für weitere Jahrzehnte als Gartenkultur -<br />

denkmal zu erhalten. Und wussten Sie schon?<br />

In Schleswig-Holstein ist <strong>Pinneberg</strong> der <strong>Kreis</strong><br />

mit den meisten Naturdenkmalen, rund 600<br />

Einzelbäume sind unter den höchsten Schutz<br />

gestellt, der einem Baum zugute kommen<br />

kann.<br />

Fortsetzung Seite 121


Umbruch_S._113_bis_144.qxp_Layout 1 23.11.17 09:17 Seite 119<br />

119<br />

Die Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland erleben!<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> in Schleswig-Holstein gilt mit derzeit<br />

rund 300 Baumschulen als eines der größten geschlossenen<br />

Baumschulgebiete Europas und der Welt. Seine Geschichte<br />

und Entwicklung reicht über 250 Jahre zurück. Jede zweite<br />

Freilandrose und jeder dritte Waldbaum in Deutschland stammen<br />

aus dem <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland. Aber das <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Baumschulland bietet noch viel mehr:<br />

– Besondere grüne Einrichtungen: das Arboretum Ellerhoop-<br />

Thiensen, das Rosarium Uetersen, den Rosengarten <strong>Pinneberg</strong>,<br />

Sichtungsgärten von Baumschulen und das einzige<br />

Baumschulmuseum Deutschlands. Viele dieser Einrichtungen<br />

finden Sie in der Gartenroute „Von Baumschulbaronen<br />

und Pflanzenjägern“ der Landwirtschaftskammer Schleswig-<br />

Holstein.<br />

– Besondere grüne Kompetenz: Neben den Baumschulern<br />

selbst, die ihr Wissen oftmals in den Familienbetrieben über<br />

viele Generationen weitergeben, hat das Land Schleswig-<br />

Holstein die grüne Kompetenz im Gartenbauzentrum<br />

Ellerhoop im Herzen des <strong>Pinneberg</strong>er Baumschullandes<br />

konzentriert. Die Fachschule und alle relevanten Verbände<br />

und Vereine haben hier ihren Sitz.<br />

Der 2014 gegründete, gemeinnützige Förderverein Kulturlandschaft<br />

<strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland e. V. möchte die Entwicklung<br />

der Region nachhaltig fördern. Im Verein sind Gebiets -<br />

körperschaften, Vereine und Verbände sowie wichtige Einrichtungen<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> mit dem Ziel zusammengeschlossen,<br />

die über 250-jährige Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland<br />

zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln.<br />

Dazu gehören explizit auch die touristische Erschließung und<br />

das Erlebbarmachen der Kulturlandschaft. Mit der Veranstaltungsreihe<br />

„Kulturlandschaft erleben!“ bringt er Akteure und<br />

Interessierte zusammen.<br />

Information<br />

Gründungsjahr: 2014; Mitglieder: 44, vor allem Kommunen, Verbände und Vereine<br />

Vereinsziel: Die Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland erhalten, pflegen und weiterentwickeln – auch die touristische<br />

Erschließung und das Erlebbarmachen der Kulturlandschaft.<br />

www.pinneberger-baumschulland.de


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Ein <strong>Kreis</strong> mit starker Wirtschaft<br />

Baumpflege Uwe Thomsen e.K.<br />

Baumpflege sorgt dafür, den Baum in seiner Substanz, seiner<br />

Schönheit und Sicherheit langfristig und nachhaltig zu sichern<br />

und zu erhalten. In diesem Sinne arbeitet Baumpflege Uwe<br />

Thomsen e.K. Das Team untersucht, begutachtet, bewertet<br />

und behandelt Bäume, es pflanzt und fällt auch Bäume.<br />

Es tritt jedoch vehement dafür ein, Bäume alt werden zu lassen<br />

und nicht vorzeitig zu fällen. Erst alte Bäume erfüllen die<br />

vielfältigen Aufgaben und Funktionen, die wir ihnen abver -<br />

langen. Dem Team ist es bei jeder baumpflegerischen Sicherungs-<br />

und Erhaltungs maßnahme außerordentlich wichtig, den<br />

Charakter und das Erscheinungsbild des Baumes möglichst<br />

zu halten bzw. nur geringfügig zu verändern. Der Baum muss<br />

schön bleiben.<br />

Information<br />

Baumstatische Überprüfung – hier Zugversuch – an der Tilly-Eiche in<br />

<strong>Pinneberg</strong> (2017)<br />

Gründungsjahr: 1980; Mitarbeiter: 44; Unternehmenszweige: Baumpflege, Baumgutachten, arbor control ® , Wertermittlungen,<br />

Baumstatische Überprüfungen (Zugversuche, schalltomografische Untersuchungen, keine verletzenden Methoden), Pensionsbäume,<br />

Art- und Individuenerhaltung über vegetative Vermehrung (hier auch molekulargenetische Art- und Sortenbestimmung)<br />

www.baumpflege-thomsen.de<br />

Kublun Landmaschinen<br />

Schon in der zweiten Generation ist Kublun-Landmaschinen<br />

im Dienste der Landwirtschaft und Baumschulen tätig. In<br />

unserem Meisterbetrieb kümmern sich hoch qualifizierte Mit -<br />

arbeiter um die Fragen und Wünsche unserer Kunden: Service<br />

ist unsere Stärke, denn wir bieten ein umfangreiches Ersatzteillager,<br />

um schnell helfen zu können. Im Verkauf beraten<br />

wir Sie kompetent bei der Anschaffung von Neumaschinen,<br />

Geräten und Eigenentwicklungen.<br />

Bei unserer Arbeit werden wir täglich mit den speziellen Wünschen<br />

unserer Kunden aus Baumschulen und Landwirtschaft<br />

konfrontiert. Unsere Spezialität sind technische Entwicklungen<br />

im Bereich Transport und Bearbeitung, die auf die individuellen<br />

Anforderungen unser Kunden zugeschnitten sind.<br />

Information<br />

Das Team von Kublun Landmaschinen – Dank unserer langjährigen<br />

Erfahrung werden die Kunden immer kompetent beraten.<br />

Gründungsjahr: 1981; Mitarbeiter: 18<br />

Leistungsspektrum: Landtechnik (McCormick, Pöttinger, Lely, Schuitemaker), Kleingeräte (Dolmar, Kränzle, Cramer), Kommunaltechnik<br />

(Kioti), Spielzeug (Rolly Toys, Dino Cars), Specials und Eigenentwicklungen<br />

www.kublun.de


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Die Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland<br />

Im <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland konzentrieren<br />

sich die Baumschulen seit mehr als zwei<br />

Jahrhunderten. Die lockeren Geestböden, das<br />

gemäßigte Klima und die Nähe zu Hamburg<br />

haben zu einer Bündelung baumschulgärtnerischen<br />

Fachwissens geführt, die einmalig ist.<br />

Der gemeinnützige Förderverein Kulturlandschaft<br />

<strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland e. V.<br />

möchte die entstandene Kulturlandschaft<br />

und die (garten-)kulturelle Entwicklung der<br />

Region durch den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen,<br />

ökologischen, sozialen und<br />

kulturellen Interessen nachhaltig fördern. Er<br />

bringt Akteure und Interessierte zusammen<br />

und macht unsere besondere Kulturlandschaft<br />

für die Menschen erlebbar. Das Erleben,<br />

das Erfahren und das Verstehen ist die Grundlage,<br />

unsere Kulturlandschaft in Südwestholstein<br />

als etwas Einzigartiges zu begreifen,<br />

nämlich als <strong>Pinneberg</strong>er Baumschulland. |<br />

Information<br />

Landesverband Schleswig-Holstein im Bund<br />

deutscher Baumschulen (BdB) e. V.<br />

www.bdb-schleswig-holstein.de<br />

Förderverein Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Baumschulland e. V.<br />

www.pinneberger-baumschulland.de<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> bündelt sich<br />

baumschulgärtnerisches Fachwissen.


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Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Norddeutsche Gartenschau<br />

Arboretum Ellerhoop<br />

Professor Hans-Dieter Warda<br />

Bis zu einer Höhe von zehn Metern<br />

absolut originalgetreue und weltweit<br />

einmalige Eins-zu-eins-Nachbildung<br />

des größten, noch lebenden<br />

Baumes der Erde. Der im Innenraum<br />

wachsende, etwa 40-jährige<br />

Mammutbaum wird die Betonhülle<br />

in ca. 2000 Jahren sprengen.<br />

Baum-Sammlungen – Schulbiologie –<br />

Naturlehrpark – Gartenparadies<br />

In Ellerhoop, mitten im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>, liegt<br />

ein grünes Kleinod, eine Park- und Garten -<br />

anlage, die aufgrund ihrer sehr großen thematischen<br />

Vielseitigkeit, der gestalterischen<br />

Schönheit und ihrer ganz besonderen Pflanzenschätze<br />

nicht nur deutschland-, sondern<br />

sogar europaweite Bekanntheit erlangt hat.<br />

Zu verdanken haben wir diese Anlage der<br />

Vision eines Landrats und dem Weitblick der<br />

politischen Entscheidungsträger des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong>. Sie haben nach der Insolvenz der<br />

einst berühmten Baumschule Timm & Co. ein<br />

drei Hektar umfassendes Baumparkgelände<br />

einschließlich einer zehn Hektar großen Erweiterungsfläche<br />

für die Allgemeinheit ge -<br />

sichert. Es sollte schul- und volksbildenden<br />

Zwecken sowie der Naherholung dienen.<br />

Park- und Gartenanlagen, die neben ihrer Erholungsfunktion<br />

einen Bildungsauftrag wahrnehmen,<br />

sind ein wichtiges Kulturgut, das es<br />

zu erhalten gilt. Gerade in den Ballungszentren<br />

werden sie zukünftig an Bedeutung gewinnen.<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat 1996 dem damals<br />

1400 Mitglieder umfassenden Förderkreis<br />

Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen<br />

e. V. die Betriebsträgerschaft übertragen,<br />

verbunden mit einem festen, jährlichen Zuschuss.<br />

Seit dieser Zeit liegen Konzeption<br />

der vielfältigen Thematik, die Freiraum- und<br />

Bepflanzungsplanung, ihre Umsetzung sowie<br />

die wissenschaftliche und gartenkünstlerische<br />

Leitung der Anlage in der Hand des Vorsitzenden.<br />

Das Arboretum ist heute eine Stätte der<br />

kulturellen Begegnung und Bildung. Die landschaftsgärtnerisch<br />

reizvoll gestaltete Anlage<br />

bietet dem Besucher eine spannende Kombination<br />

aus Schulbiologie, Baumwissenschaft,<br />

Umweltthemen, Gartenkultur und Gartenkunst.<br />

Lernen von der Natur<br />

In der schulbiologischen Abteilung „Entwicklungsgeschichte<br />

der Bäume“, die vor 300 Millionen<br />

Jahren beginnt, lernen die Kinder die<br />

Baum-Farne und Riesen-Libellen der Steinkohlenwälder<br />

kennen. Neben dem lebens -<br />

großen Modell eines pflanzenfressenden<br />

Apato-Sauriers wachsen Sumpfzypressen<br />

und Nymphenbäume in einem urweltlich anmutenden<br />

Wasserwald. Dieses Bild vermittelt<br />

sehr eindrucksvoll, wie unsere Landschaft zur<br />

Braunkohlenzeit ausgesehen hat.<br />

Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts<br />

mit der Otto Henneberg-Poppen -<br />

büttel Stiftung werden an verschiedenen Ge-


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123<br />

hölzen des Wasserwaldes – wie zum Beispiel<br />

Cephalanthus occidentalis, Magnolia virginiana,<br />

Nyssa aquatica, Nyssa biflora und<br />

Taxodium ascendens – deren anatomische<br />

Anpassung und ihre hochinteressanten Über -<br />

lebensstrategien auf permanent überfluteten<br />

Standorten untersucht. Die Erkenntnisse sind<br />

für die Landschaftsarchitektur, aber auch im<br />

Hinblick auf die Klimaerwärmung und den<br />

Anstieg des Meeresspiegels von Bedeutung.<br />

Der größte Baum-Gigant der Welt –<br />

Lehrobjekt und monumentales Kunstwerk<br />

Im Mittelpunkt der Baumerlebniswelt erhebt<br />

sich die bis zu einer Höhe von zehn Metern<br />

absolut originalgetreue Eins-zu-eins-Nach -<br />

bildung des größten, noch lebenden Baumes<br />

der Welt. Es ist der 2300 Jahre alte General<br />

Sherman Tree, ein 83 Meter hoher Berg-<br />

Mammutbaum mit einem Stammumfang von<br />

34 Metern(!). In seine Modellierbetonhülle<br />

wurde ein „40 Jahre junger“ Mammutbaum<br />

gepflanzt. Der Anblick des Baumriesen soll<br />

bei den Kindern, aber auch bei Erwachsenen,<br />

Ehrfurcht und tiefe Bewunderung vor der<br />

Baumwelt auslösen. „Alles Verständnis fängt<br />

mit Bewunderung an.“ (J. W. von Goethe)<br />

Sie lebten schon 2500 Jahre vor Christi!<br />

In unmittelbarer Nachbarschaft zum größten<br />

Baum stehen hier wertvolle Abkömmlinge der<br />

ältesten Lebewesen der Welt. Man kann die<br />

über 4500 Jahre alten „Langlebigen Kiefern“<br />

(Pinus longaeva) aus Kalifornien wirklich nur<br />

bewundern.<br />

Spannend aufbereitetes Wissen über die Ökologie<br />

und Biologie der Bäume erfahren die<br />

Kinder im neuen Bauminformationszentrum.<br />

Ein als Leuchtdisplay gestaltetes Baum-Funktionsschema<br />

zeigt einen Längsschnitt durch<br />

den Mammutbaum-Stamm. Farbige LED-<br />

Lauflichtketten simulieren die Bewegung und<br />

den Transport von Wasser und Aufbaustoffen<br />

innerhalb des Baumes. Weitere schulbiolo -<br />

gische Themen sind ein Bernsteingarten, ein<br />

Geologischer Erlebnispfad, Bäume für den<br />

Klimawandel und ein Garten mit den wichtigsten<br />

Nutzpflanzen der Welt.<br />

Heimische Pflanzen schützen – Wissenschaftliche<br />

Sammlungen – Gehölzforschung<br />

Die Bewahrung seltener Gehölzarten, insbesondere<br />

von potenziell gefährdeten schleswigholsteinischen<br />

Standorten, ist ein wichtiger<br />

Beitrag zum Artenschutz. Ein Beispiel aus<br />

jüngster Zeit ist die extrem seltene Strauch-<br />

Birke (Betula humilis). 2014 konnten Nachzuchten<br />

der verschollenen Gehölzart von<br />

Arboretum-Pflanzen wieder am Naturstandort<br />

angesiedelt werden. Ein Forschungsschwerpunkt<br />

sind Züchtung und Selektion der kostbaren<br />

chinesischen Strauch-Pfingstrosen. Mit<br />

rund 2500 Pflanzen ist es die größte Sammlung<br />

Deutschlands. Im Mai bewundern Fachleute<br />

und Pflanzenfreunde auch aus dem<br />

benachbarten Ausland die großen, seidigen<br />

Päonien-Blüten mit ihren so unendlich zarten<br />

Pastelltönen.<br />

In der Sichtung befinden sich ebenso die für<br />

die Landschaftsarchitektur sehr wertvollen,<br />

aber häufig noch unbekannten Herbstfärber<br />

und die Bäume des Wasserwaldes. Es sind vor<br />

Strauch-Pfingstrosen-Hybride<br />

„Susanne“


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124<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Information<br />

Frau Loki Schmidt zum Arboretum:<br />

Welchen Wert und welche Bedeutung die Anlage<br />

in Ellerhoop für die unterschiedlichsten Besuchergruppen<br />

hat, beschreibt Frau Loki Schmidt, die<br />

eine große Unterstützerin und häufige Besucherin<br />

war, im Schlusswort ihrer Laudatio: „Ellerhoop-<br />

Thiensen ist heute ein Ort, an dem Schulkinder<br />

einen lebendigen Naturkundeunterricht erleben<br />

können, an dem Fachleute sich informieren, wo<br />

alte und junge Menschen sich weiterbilden oder<br />

sich erholen können, wo jeder Besucher ein<br />

Fleckchen findet, das ihm besonders gefällt.“<br />

Rot-Ahorn-Sorten in brennender<br />

Herbstfärbung<br />

allem die Rot-Ahorn-Sorten, Amberbäume<br />

und Tupelobäume, die im Oktober mit ihren<br />

brennend orangeroten Farben das Ufer des<br />

Arboretum-Sees in ein wahres „Indian Summer<br />

Feuermeer“ verwandeln.<br />

Bauerngärten – Lebende Denkmäler bäuer -<br />

licher Kultur – Urerlebnis des Gärtnerns<br />

Eine wichtige Aufgabe ist die Erhaltung alten<br />

bäuerlichen Kulturgutes. Vor dem Südgiebel<br />

des historischen Münsterhofes wurde einer<br />

der schönsten Bauerngärten Deutschlands<br />

angelegt. Üppigkeit, kräftige bunte Farben<br />

und die heitere Mischung von Nutz- und Zierpflanzen<br />

auf buchsbaumeingefassten Beeten<br />

machen den Charme dieses liebenswerten<br />

Gartentyps aus, der über Jahrhunderte das<br />

Bild unserer Dörfer mitgeprägt hat.<br />

Überwältigend schönes Pflanzenreich –<br />

die größten Blüten-Highlights<br />

Wenn auch die traumhafte Wiese mit den<br />

500 000 weißen, betörend duftenden Dichter-<br />

Narzissen, der Blauregentunnel, der Zauber<br />

des farbenprächtigen Mittelmeergartens und<br />

die vielen anderen aufregenden Blütenereignisse<br />

die Besucher immer wieder begeistern,<br />

so ist doch der unbestrittene Star im Ellerhooper<br />

Gartenparadies die Indische Lotosblume.<br />

Ihre atemberaubende Blüte ist der<br />

absolute Höhepunkt des Gartenjahres. Die<br />

mehrere Tausend Quadratmeter großen<br />

schwimmenden Lotos-Blütenflächen sind<br />

einmalig in Deutschland.<br />

Gartenkultur – Gartenkunst – Gartenästhetik<br />

Die Norddeutsche Gartenschau ist zudem bekannt<br />

für ein ungewöhnlich vielfältiges Sommerblumensortiment.<br />

Etwa 23 000 Einjahresblumen<br />

kommen vor allem bei der Anlage<br />

von Farbpflanzungen und den stimmungs -<br />

vollen Farbgärten mit ihren perfekten Farbprogressionen<br />

zum Einsatz. Fachleute, wie<br />

auch Gartenliebhaber können in den Farb -<br />

gärten Wesen und Wirkung der Farben in der<br />

Landschaftsarchitektur studieren.<br />

Der Park soll neben den vielen Sonderbereichen<br />

und Lehrobjekten aber auch ein Ort der<br />

Erholung, Sehnsucht, der Träumerei und vor<br />

allem der Begegnung mit dem Schönen sein,<br />

ohne das der Mensch nicht leben kann. Eine<br />

der Hauptintensionen sieht der Vor sitzende<br />

des Förderkreises deshalb auch darin, ästhetisch<br />

überzeugende Räume und hinreißend<br />

schöne Pflanzenbilder zu schaffen, die Geist<br />

und Seele als anregend und wohl tuend empfinden.<br />

|


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Die Dichter-Narzissenwiese: ein weißes Meer aus 500 000 Blüten<br />

Die Lotosblume verkörpert das Idealbild einer Blüte. Sie ist von einer<br />

unerklärlichen Aura umgeben.<br />

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop<br />

Baum-Sammlungen – Schulbiologie –<br />

Naturlehrpark – Gartenparadies<br />

Die kreiseigene Parkanlage, die ursprünglich aus einem drei<br />

Hektar großen Sichtungsgarten der Baumschule Timm & Co.<br />

hervorgegangen ist und nunmehr eine Gesamtgröße von<br />

16 Hektar hat, wird seit 1996 vom Förderkreis Arboretum<br />

Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V. gestaltet und weiterent -<br />

wickelt.<br />

Um eine für alle Besuchergruppen ganzjährig attraktive Garten -<br />

schauanlage zu präsentieren, sind die unterschied lichen Lehrobjekte<br />

und Sonderthemen wie Schulbiologie, Gehölzforschung<br />

und Artenschutz didaktisch und gestalterisch so in das gartenkünstlerische<br />

Gesamtkonzept eingebunden, dass sie sich zu<br />

einer harmonischen Einheit zusammenfügen.<br />

Der Besucher soll auf seinem Spaziergang einen Wohlklang<br />

und eine Übereinstimmung von Ruhe und Reiz verspüren.<br />

Da sich Menschen nach schönen Pflanzungen sehnen und<br />

spannende Blumenerlebnisse geradezu suchen, gilt in der<br />

Norddeutschen Gartenschau uneingeschränkt das Motto von<br />

Karl Foerster: „Es wird durchgeblüht.“<br />

Es ist dem Know-how unserer leidenschaftlich tätigen Gärtner<br />

zu verdanken, dass im Spielplan von Januar bis November eine<br />

hinreißend schöne Blüteninszenierung nach der anderen auf der<br />

Parkbühne erscheint. Für die Besetzung der unterschied lichen<br />

Rollen steht den Gärtnern ein Ensemble von 4500 verschiedenen<br />

Pflanzen arten und -sorten aus aller Welt zur Verfügung.<br />

Information<br />

Öffnungszeiten: Januar bis November; Dielen-Café: geöffnet von März bis Oktober<br />

NDR-Fernsehgarten: Livesendung in „Mein Nachmittag“<br />

Pflanzenverkauf auf dem Hof: Gehölze, Stauden, Raritäten<br />

Träger: Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V.<br />

Vorsitzender: Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter Warda<br />

www.norddeutsche-gartenschau.de


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Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Kultur im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>:<br />

die Drostei und vieles mehr<br />

Stefanie Fricke<br />

Kultur stellt im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> keinen Luxusartikel<br />

dar. Wo andernorts angesichts klammer<br />

Kassen der Rotstift allzu leichtfertig und vorschnell<br />

bei Museen, Theatern, Bibliotheken<br />

oder Kulturzentren angesetzt wird, haben die<br />

Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung<br />

im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> erkannt, dass Kultur ein<br />

Stück Daseinsvorsorge ist. Etwas, das zur<br />

Strahlkraft einer Region beiträgt. Etwas, das<br />

zur Lebensqualität beiträgt. Etwas, das zu<br />

mehr Aufmerksamkeit und Wahrnehmung,<br />

auch überregional, beiträgt. Etwas, das zu<br />

Kommunikation und Identifikation beiträgt.<br />

Etwas, das zu außerschulischer Bildung beiträgt.<br />

Die Reihe ließe sich weiter fortsetzen.<br />

Und so kann es nur als Glücksfall bezeichnet<br />

werden, dass der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> im Jahr<br />

1984 die barocke Drostei (erbaut 1765–1767)<br />

durch einen Schenkungsvertrag vom Land<br />

Schleswig-Holstein übereignet bekam – mit<br />

der Auflage, ein Kulturzentrum für den <strong>Kreis</strong><br />

einzurichten. Gesagt, getan. Natürlich nicht<br />

so schnell und schon gar nicht so einfach, aber<br />

nach Jahren umfassender Sanierung unter<br />

dem strengen Auge des Denkmalschutzes,<br />

erstrahlte die Drostei in neuer Pracht und<br />

öffnet seit 1991 ihre Türen für kulturinteressiertes<br />

Publikum aus nah und fern. Die hohen<br />

Decken und großen Wandflächen schätzen<br />

<strong>Kreis</strong>-<strong>Pinneberg</strong>er Künstler ebenso, wie ihre<br />

Kollegen aus dem gesamten Norddeutschen<br />

Raum und darüber hinaus. Der Konzertsaal<br />

mit seiner prachtvollen, stuckverzierten<br />

Decke bildet einen wunderschönen und einzigartigen<br />

Rahmen für Kammerkonzerte, insbesondere<br />

Konzerte Alter Musik. Die Drostei<br />

initiiert und begleitet immer wieder auch<br />

Kooperationen mit Kulturpartnern aus dem<br />

<strong>Kreis</strong>gebiet und pflegt mit diversen Formaten<br />

ebenso die Zusammenarbeit mit den Schulen.<br />

Natürlich speist sich kulturelles Leben und<br />

kulturelle Vielfalt nicht allein aus einer Quelle.<br />

Zwar unterhält der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> selbst<br />

neben der Drostei kein weiteres Museum bzw.<br />

Kulturzentrum, aber mit seiner Kulturförderrichtlinie<br />

sorgt er für die Verbesserung der<br />

Rahmenbedingungen für Künstler, Kunstund<br />

Kulturvereine, Museen, Theatern u. v. m.,<br />

ganz gleich in welcher Trägerschaft. Im Zentrum<br />

der Bemühung steht die Förderung von<br />

kreisweit relevanten Ausstellungen, Konzerten<br />

oder Literaturveranstaltungen. Und die<br />

Bandbreite im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist riesig: Jede<br />

Stadt, jede Gemeinde, ja, nahezu jedes Dorf<br />

des bevölkerungsreichsten <strong>Kreis</strong>es Schleswig-<br />

Holsteins bietet seinen Bürgerinnen und<br />

Bürgern Kultur vor der Haustür. Einzelne<br />

Institutionen zu nennen, ist an dieser Stelle<br />

kaum möglich, würde es doch bedeuten, dass<br />

die Großzahl unerwähnt bliebe. Die Fördersumme,<br />

die jährlich ausgeschüttet wird, beträgt<br />

zurzeit 121 000 Euro – die Auswirkung<br />

geht in die Breite und erreicht Künstler, Musiker,<br />

Chöre, Orchester, Theater, Kulturvereine<br />

u. v. m.


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127<br />

Aber der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> betreibt darüber<br />

hinaus auch Exzellenzförderung: Mit dem<br />

Drosteipreis, dem Kulturpreis des <strong>Kreis</strong>es<br />

<strong>Pinneberg</strong>, wird seit 1981 jedes Jahr eine<br />

herausragende Künstlerpersönlichkeit der<br />

Region ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis<br />

mit 5000 Euro sowie noch einmal 2500 Euro<br />

als Förderpreis für den künstlerischen Nachwuchs.<br />

Mit ihrer direkten Nachbarschaft zur Metropole<br />

Hamburg und deren reichhaltigem Angebot<br />

an Möglichkeiten steht die Kulturlandschaft<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> vor besonderen<br />

Herausforderungen. Die drei Säulen „Drostei,<br />

Kulturförderrichtlinie und Drosteipreis“ bilden<br />

die Grundlage für eine sich immer weiter entwickelnde<br />

und lebendige Kulturlandschaft, in<br />

der Traditionsveranstaltungen wie selbstverständlich<br />

neben innovativen und ungewöhnlichen<br />

Projekten stehen dürfen und gleichermaßen<br />

gefördert werden.<br />

Kultur im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>: Neben der Drostei<br />

als kulturellem Mittelpunkt bedeutet dies vor<br />

allem Verbesserung von Rahmenbedingungen,<br />

Unterstützung und Wertschätzung von künstlerischem<br />

Engagement und Eigeninitiative.<br />

Kultur im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ist so vielschichtig<br />

und kreativ wie seine Bewohnerinnen und<br />

Bewohner. Und das schätzen nicht nur die<br />

<strong>Kreis</strong>-<strong>Pinneberg</strong>er! |<br />

Das Zentrum der Kultur im <strong>Kreis</strong><br />

Pinnberg: die Drostei


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Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Sehenswerte Architektur –<br />

durch Ehrenamt erhalten<br />

Antje Metzner<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gibt es eine Vielzahl von<br />

bedeutenden Denkmälern, die als Zeugen<br />

der Vergangenheit die Gegenwart bereichern.<br />

Diese bilden eine bunte Palette einer sehenswerten<br />

Architektur. Sowohl Herrenhäuser und<br />

Kirchen als auch die moderne Architektur<br />

prägen diesen Landstrich. Bei einem Gang<br />

durch den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gibt es viele bekannte<br />

und unbekanntere Denkmäler zu<br />

entdecken.<br />

Seit dem 30. Januar 2015 gilt in Schleswig-<br />

Holstein ein neues Denkmalschutzgesetz.<br />

Die Denkmäler in Schleswig-Holstein werden<br />

derzeit vor diesem Hintergrund neu erfasst<br />

und inventarisiert. Dies wird als wichtige<br />

Voraussetzung für die Denkmalpflege ange -<br />

sehen. Erst wenn man weiß, was in einer<br />

Region als erhaltenswert und schutzwürdig<br />

erkannt wird, kann eine nachhaltige Denkmalpflege<br />

betrieben werden.<br />

Die Rolandstatue in Wedel<br />

Zu den bekanntesten gehören neben der 1765<br />

bis 1767 im barocken Stil erbauten Drostei in<br />

<strong>Pinneberg</strong> auch das von Zisterzienserinnen<br />

im 13. Jahrhundert gegründete Kloster in<br />

Uetersen, die 1756 eingeweihte Kirche in<br />

Rellingen, die wahrscheinlich aus dem Jahr<br />

1558 stammende Rolandstatue in Wedel, die<br />

Güter in Haseldorf und in Seestermühe und<br />

die Schlossinsel in Barmstedt.<br />

Kulturgüter liegen wegen ihres besonderen<br />

geschichtlichen, wissenschaftlichen, künst -<br />

lerischen, technischen, städtebaulichen oder<br />

Kulturlandschaft prägenden Wertes im öffentlichen<br />

Interesse. Denkmalschutz und Denkmalpflege<br />

ermöglichen es zukünftigen Generationen,<br />

Geschichte zu erfahren, wahrzunehmen,<br />

zu interpretieren und zu hinter -<br />

fragen. Erste Ergebnisse zur Inventarisierung<br />

der Kulturdenkmäler im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

können im Internet unter der Seite des Landesamtes<br />

für Denkmalpflege in Schleswig-<br />

Holstein eingesehen werden.<br />

Die Erhaltung von Kulturgütern liegt nicht<br />

nur in der Verantwortung von Behörden, Ämtern<br />

und privaten Eigentümern, sondern setzt<br />

auch die Zusammenarbeit mit Betroffenen<br />

oder ehrenamtlich Tätigen voraus. Ohne die<br />

Hilfe der vielen Heimatvereine, Interessen -<br />

gemeinschaften, Kirchen, Bürgerinitiativen<br />

oder anderen Ehrenamtlichen wäre der Denk-


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129<br />

malschutz in dieser Form nicht denkbar. Dies<br />

wird im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> schon sehr lange<br />

erfolgreich praktiziert.<br />

Ein Beispiel für das große Engagement aus<br />

der Bevölkerung ist unter anderem das Reepschlägerhaus<br />

in Wedel, welches als Handwerkerhaus<br />

für Seilmacher 1758 als Drei -<br />

ständerhaus errichtet wurde. Anfang der<br />

1970er-Jahre konnte es mithilfe von enga -<br />

gierten Bürgern nicht nur vor der Abrissbirne<br />

gerettet werden, sondern auch die Sanierung<br />

und Restaurierung des Gebäudes wurden<br />

durchgeführt. Heute befindet sich in dem<br />

Gebäude ein gastronomischer Betrieb, in<br />

dem unter anderem kulturelle Veranstaltungen<br />

statt finden.<br />

Das Reepschlägerhaus wurde als<br />

Dreiständerhaus errichtet.


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130<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Der Ostermannsche Hof in<br />

Tornesch-Esingen<br />

Ein weiteres Zeugnis für das Engagement<br />

der Heimatvereine ist die Bandreißerkate in<br />

Haseldorf. Früher wurden hier aus Weiden -<br />

gehölzen Reifen für die Ummantelung von<br />

Holzfässern aus angebauten Korb-Weiden<br />

hergestellt, die für die Fassreifen für Butterund<br />

Heringsfässer benötigt wurden. In der<br />

1764 erbauten Reetdachkate finden seit dem<br />

Jahr 1995 Ausstellungen der typischen Wohnund<br />

Handwerkskultur der Bandreißer statt.<br />

Die Kate ist an jedem ersten Sonntag im<br />

Monat zu besichtigen. Es finden hier besondere<br />

Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und<br />

auch standesamtliche Trauungen statt, wodurch<br />

es zu einem beliebten Veranstaltungsort<br />

geworden ist. Auch dieses Programm wird<br />

von Ehrenamtlichen zusammengestellt und<br />

begleitet.<br />

Der sogenannte Ostermannsche Hof ist eine<br />

Hofanlage in Tornesch-Esingen. Sie besteht<br />

aus einem Hauptgebäude von 1738, dem<br />

sogenannten Durchfahrtshaus, einem 1906<br />

angebauten Kuhstall, einer freistehenden<br />

Dreiständer Bohlenscheune und einer Remise.<br />

Auf dem Gelände befinden sich außerdem<br />

noch zwei historische Brunnenanlagen. Eine<br />

Gruppe von Bürgern hat sich vor mehr als<br />

30 Jahren zusammengefunden und es sich zur<br />

Aufgabe gemacht, in vielen Arbeitsstunden<br />

die Instandsetzung und den Umbau des<br />

Heimathauses voranzutreiben. In dem Gebäudekomplex<br />

sind heute diverse Veranstaltungsräume,<br />

das Stadtarchiv, das Trauzimmer<br />

und das Archiv der Kulturgemeinschaft untergebracht.<br />

Ein Team aus ehrenamtlichen<br />

Mitgliedern setzt sich für die Pflege und den<br />

Erhalt des Heimathauses ein und bewahrt so<br />

das älteste Gebäude in Tornesch.


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131<br />

Ein Kulturgut ganz anderer Art ist die einzige<br />

handbetriebene Fähre Schleswig-Holsteins,<br />

Kronsnest, die den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> bei Seester<br />

mit dem <strong>Kreis</strong> Steinburg bei Neuendorf über<br />

die Krückau verbindet. Sie ist die kleinste<br />

Fähre Deutschlands und wurde urkundlich<br />

zum ersten Mal im Jahr 1576 erwähnt. Sie ist<br />

die Verbindung eines alten Handelsweges,<br />

auf dem jahrhundertelang Mensch, Vieh und<br />

Güter über die Krückau befördert wurden.<br />

Der gemeinnützige Verein der Gemeinde<br />

Neuendorf machte es sich zur Aufgabe, die<br />

historische Fähre Kronsnest zu erhalten und<br />

zu pflegen. Der Fährkahn wurde nach histo -<br />

rischen Vorbildern nachgebaut und wird an<br />

den Wochenenden und Feiertagen der Sommermonate<br />

betrieben. Pro Jahr überqueren<br />

hier mehr als 7000 Wanderer und Radfahrer<br />

den Fluss auf traditionelle Weise.<br />

Diese Beispiele stehen für viele weitere, an<br />

dieser Stelle nicht genannten Denkmäler unserer<br />

Region, die ohne das große ehrenamt -<br />

liche Engagement aus der Bevölkerung nicht<br />

gerettet worden und für immer für unsere<br />

Nachkommen verloren wären. Sie zeigen,<br />

dass jeder Bürger seinen Teil zum Erhalt<br />

unserer Kulturgüter beitragen kann. |<br />

Die historische Fähre Kronsnest


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132<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Elbmarschen, Moore und Knicks –<br />

vielfältige und abwechslungsreiche<br />

Landschaften<br />

Hans-Albrecht Hewicker<br />

Gewitterstimmung im FFH-Gebiet<br />

Bilsbekniederung<br />

Der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hat Anteil an den beiden<br />

Naturraumgruppen Schleswig-Holsteinische<br />

Marschen (mit der naturräumlichen Region<br />

Elbmarschen, die im <strong>Kreis</strong>gebiet aus der<br />

Wedeler, Haseldorfer und Seestermüher<br />

Marsch besteht) und Schleswig-Holsteinische<br />

Geest (mit den naturräumlichen Regionen<br />

Hohe Geest und Vorgeest, die im <strong>Kreis</strong>gebiet<br />

als Hamburger Ring und Barmstedt-Kisdorfer<br />

Geest bezeichnet werden).<br />

In der Saale-Kaltzeit (325 000–117 000 v. Chr.)<br />

war ganz Schleswig-Holstein vollständig mit<br />

Eis bedeckt. Die Gletscher brachten aus dem<br />

Inneren Skandinaviens ungeheure Massen<br />

von Geröll und Schutt mit, die hier abgelagert<br />

wurden. In der der Saale-Kaltzeit folgenden<br />

Eem-Warmzeit (117 000–105 000 v. Chr.)<br />

formten diese Grund- und Endmoränen in<br />

unserem Raum eine Landschaft, wie wir sie<br />

heute in Ostholstein vorfinden. In der auf die<br />

Eem-Warmzeit folgenden Weichselkaltzeit<br />

(105 000–10 000 v. Chr.) lag der Eisrand auf<br />

der Linie Mölln–Grande–Ahrensburg–Wahlstedt–Neumünster.<br />

Das heißt, der <strong>Kreis</strong> Pinne -<br />

berg war eisfrei, lag aber direkt vor dem<br />

Gletscherrand und war baumlose Kältesteppe<br />

(Tundra), wie wir sie heute unter anderem im<br />

Norden Sibiriens finden.<br />

In dieser Zeit wurden die damaligen Landschaftsformen<br />

durch Wind- und Wassererosion<br />

sowie durch Bodenfließen (Solifluktion) eingeebnet<br />

und verfüllt. Außerdem wurde der<br />

offenliegende Boden in diesen fast 100 000<br />

Jahren weitgehend entkalkt und verarmte<br />

durch die Bodenalterung. Daher sind die<br />

Geest landschaften sehr flach ohne große<br />

Höhenunterschiede und damit auch weitgehend<br />

ohne Seen und ihre Böden nur schwach<br />

mit Nährstoffen versorgt. Erst vor 10 000<br />

Jahren mit dem Ende der Weichsel-Kaltzeit<br />

begann die Wiederbesiedlung unserer Landschaft<br />

mit den heute vorhandenen Pflanzenund<br />

Tiergesellschaften.<br />

Der Marschenbereich ist noch wesentlich<br />

jünger als die erdgeschichtlich ja sehr junge<br />

Geest, da die Ablagerungen im Urstromtal<br />

der Elbe erst nach Ende der letzten Eiszeit<br />

entstanden und daher außerordentlich nährstoffreich<br />

und fruchtbar sind. Große Teile der<br />

Elbmarschen sind heute insbesondere wegen<br />

ihrer Bedeutung als Gänse-Rastgebiet (zum<br />

Beispiel im Winter 2010/2011 allein 30 000<br />

Nonnengänse ) als EU-Vogelschutzgebiet<br />

besonders geschützt.


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133<br />

Aber auch auf der Geest war die Entwicklung<br />

mit dem Ende der letzten Eiszeit nicht abgeschlossen,<br />

sondern in den verfüllten Senken<br />

ehemaliger Seen aus der Eem-Warmzeit sind<br />

in den letzten 12 000 Jahren Moore entstanden,<br />

die je nach Höhenlage und Wasserhaushalt<br />

entweder als Niedermoore heute weit -<br />

gehend in Grünland umgewandelt sind oder<br />

als Hochmoore über die umgebende Landschaft<br />

hinauswuchsen und aufgrund ihrer<br />

Vielzahl und Großflächigkeit für unseren<br />

Bereich außerordentlich prägend wurden.<br />

Durch Entwässerung, Torfabbau und Kulti -<br />

vierung sind diese ökologisch ganz besonders<br />

wertvollen Bereiche stark dezimiert und fast<br />

völlig zerstört worden. Heute ist es ein Hauptbestreben<br />

des Naturschutzes im <strong>Kreis</strong>, die<br />

Reste dieser Hochmoore soweit wie möglich<br />

zu erhalten und wieder in einen naturnäheren<br />

Zustand zurückzuversetzen. Darum bemühen<br />

sich insbesondere lokale Moorschutzvereine<br />

(jeweils für Täwsmoor, Holmmoor,<br />

Himmelmoor, Liether Moor, Hammoor und<br />

Klein Offenseth-Bokelseßer Moor), die als<br />

besonders typisch für den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

gelten dürfen.<br />

Die Sanddünen, die sich wie eine Hügelkette<br />

vom Süllberg bei Blankenese entlang des Elbhochufers<br />

bis nach Elmshorn (Liether Wald,<br />

Sibirien) erstrecken und in den Holmer Sandbergen<br />

in ihrer ehemaligen Struktur noch besonders<br />

gut zu erkennen sind, sind aus Aufwehungen<br />

aus den riesigen Sandflächen im<br />

Elburstromtal auch erst während der Nacheiszeit<br />

entstanden.<br />

In den Tälern der den <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> prägenden<br />

Elbnebenflüsse Pinnau und Krückau<br />

mit ihren Nebenbächen laufen seit vielen<br />

Jahren Bemühungen, die durch landwirtschaft -<br />

liche Innutzungnahme der Auen, Begradigung<br />

und Abflussbeschleunigung stattgefundene<br />

Veränderung wieder rückgängig zu machen<br />

und insbesondere den fast ausgestorbenen<br />

Biotoptyp der Auwälder hier neu zu schaffen.<br />

Sprossender Bärlapp im<br />

Naturschutzgebiet Holmmoor<br />

in Quickborn – heute eine<br />

extrem seltene Pflanze


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134<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Heute werden diese Bemühungen durch die<br />

EU-Wasserrahmenrichtlinie direkt gefordert<br />

und auch stark gefördert, die auch die Durchgängigkeit<br />

der Flussläufe von der Mündung<br />

bis zur Quelle sichergestellt wissen will. In<br />

diesem Zusammenhang ist auf ein besonderes<br />

Naturkleinod im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> hinzuweisen,<br />

das als in dieser Form europaweit<br />

einmalig bezeichnet werden kann: die im<br />

Gezeiteneinfluss liegenden Auwälder auf den<br />

Elbinseln Drommel und Auberg (Tideauwälder).<br />

Ähnlich bedeutungsvoll und schützenswert<br />

ist der Fährmannssand bei Wedel als das<br />

größte Süßwasser-Schlickwatt Europas.<br />

Kastanienallee in Bullenkuhlen in<br />

voller Blüte. Das Foto stammt von<br />

2007, heute sind nach Krankheitsausfällen<br />

durch Kastanienminiermotte<br />

und eine grassierende Rindenkrankheit<br />

nur noch Reste der Allee<br />

vorhanden.<br />

Die als Naturdenkmal ausgewiesene<br />

1000-jährige Eiche in Barmstedt ist<br />

tatsächlich ungefähr 450 bis 500<br />

Jahre alt, aber wohl der älteste<br />

Baum im <strong>Kreis</strong>.<br />

Von Natur aus wäre das gesamte Gebiet des<br />

<strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> heute mit Wald bedeckt<br />

bis auf offene Wasserflächen, baumfreie<br />

Hochmoore und offenliegende Binnendünen,<br />

wie wir sie zum Beispiel in Form der Heeder<br />

Sanddünen finden. Wir Menschen haben<br />

diese Wälder beseitigt und in landwirtschaft -<br />

liche Nutzflächen überführt, die auf der Geest<br />

nur kurze Zeit als Acker nutzbar waren und<br />

dann zu riesigen Heideflächen verarmten, die<br />

jahrhundertelang nur durch Schafweide und<br />

Plaggenhieb genutzt werden konnten. Als um<br />

1800 nur noch weniger als vier Prozent des<br />

<strong>Kreis</strong>gebiets Waldfläche waren, begannen<br />

die Bemühungen um die Neuschaffung von<br />

Wäldern, durch die der Waldanteil auf heute<br />

wieder sieben Prozent erhöht wurde. Gegenüber<br />

dem Landesdurchschnitt von zehn Prozent<br />

und noch mehr gegenüber dem Bundesdurchschnitt<br />

von 30 Prozent ist das natürlich<br />

ein extrem geringer Wert, der im dichtest -<br />

besiedelten und bevölkerungsreichsten Landkreis<br />

besondere Probleme aufwirft.<br />

Gerade angesichts der Waldarmut ist das im<br />

18. Jahrhundert im Zuge der Verkoppelung<br />

geschaffene Knicknetz besonders prägend<br />

für das Landschaftsbild unseres <strong>Kreis</strong>es. Trotz<br />

massiver Beseitigung im Zuge der Flurbereinigungen<br />

der 1950er- und 1960er-Jahre weist<br />

der <strong>Kreis</strong> immer noch ein Knicknetz von rund<br />

3000 Kilometern Länge auf. Die Knicks sind<br />

gesetzlich geschützte Biotope und ihrer Erhaltung<br />

gilt intensives Bemühen der unteren<br />

Naturschutzbehörde. Besonders markant<br />

sind die Bäche, Gräben oder auch Wege begleitenden<br />

Kopfweiden („Pullwicheln“), die<br />

nur durch regelmäßige Pflege in ihrer typischen<br />

Form erhalten werden können.<br />

Viele markante Bäume im <strong>Kreis</strong>gebiet sind<br />

wegen ihres Alters, ihrer Größe oder beson -<br />

derer Eigenarten als Naturdenkmäler unter<br />

Schutz gestellt.


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135<br />

Von den zehn Naturschutzgebieten sei das<br />

NSG Liether Kalkgrube erwähnt, das wegen<br />

seiner hier an der Erdoberfläche sichtbar<br />

werdenden 270 Millionen Jahre alten Gestein s -<br />

typen als Nationaler Geotop deutschlandweite<br />

Bedeutung hat.<br />

Das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands<br />

ist der Helgoländer Lummenfelsen (1,8 Hektar),<br />

der gleichzeitig der einzige Seevogelfelsen<br />

Deutschlands ist. Und auch das Helgoländer<br />

Felswatt ist eine absolute Rarität. Auf Helgoland<br />

bildet der <strong>Pinneberg</strong> die höchste Erhebung<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> mit 61,3 Metern<br />

über NN. Auf der Helgoländer Düne bringen<br />

alljährlich im Dezember/Januar die Kegel -<br />

robben (größtes Säugetier Deutschlands) ihre<br />

Jungen zur Welt (327 Stück im Winter 2016/<br />

2017).<br />

Schon der vorstehende kurze Aufriss zeigt,<br />

wie liebenswert und schutzbedürftig unsere<br />

Heimatnatur ist. |<br />

Information<br />

Der <strong>Kreis</strong> in Zahlen<br />

Einwohner: rund 310 000<br />

Fläche des <strong>Kreis</strong>es: 66 426 Hektar, davon:<br />

Siedlungs- und Verkehrsfläche:<br />

12 682 Hektar = 19,1 %<br />

landwirtschaftliche Nutzfläche:<br />

43 247 Hektar = 65,1 %<br />

Wald: 4638 Hektar = 7,0 %<br />

Wasser: 4345 Hektar = 6,5 %<br />

andere: 1397 Hektar = 2,1 %<br />

Bevölkerungsdichte: 466 Einwohner pro km²<br />

gegenüber 179 in Schleswig-Holstein<br />

Waldfläche pro Einwohner:<br />

– 5000 m² in Gesamteuropa<br />

– 2500 m² in der EU<br />

– 1200 m² in Deutschland<br />

– 580 m² in Schleswig-Holstein<br />

– 151 m² im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong><br />

Naturschutzgebiete:<br />

10 (2 davon Helgoland) = ca. 4 %<br />

FFH-Gebiete: 11<br />

Vogelschutzgebiete: 2 = 13 Natura-2000-Gebiete<br />

Landschaftsschutzgebiete: 8 = 50 %<br />

Bäume als Naturdenkmal geschützt: 600<br />

Knicks: rd. 3000 km (gesetzlich geschützt)<br />

Basstölpel im Naturschutzgebiet<br />

Helgoländer Lummenfelsen –<br />

einziger Brutstandort in<br />

Deutschland


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136<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Attraktive Ausflugsziele im <strong>Kreis</strong>gebiet<br />

Katharina Kröger / Edelgard Heim<br />

Die Carl-Zeiss-Vogelstation und<br />

Weißwangengänse<br />

Beeindruckende Kulturlandschaften, lebendige<br />

Städte, ein reiches kulturelles Leben,<br />

malerische Dörfer und beeindruckende<br />

Naturlandschaften und das alles auf engstem<br />

Raum – das ist der <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>.<br />

Nicht verpassen sollten Gäste dabei das <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Baumschulland, denn der Einfluss des<br />

Menschen auf die Landschaft ist hier greifbar<br />

– mit derzeit rund 300 Baumschulen und<br />

einer Fläche von 4200 Hektar, also einem der<br />

größten geschlossenen Baumschulgebiete<br />

Europas und der Welt. Ein Highlight ist die<br />

Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop,<br />

welches in diesem Buch schon näher<br />

beleuchtet wurde.<br />

In den Städten des <strong>Kreis</strong>es lockt ein reiches<br />

kulturelles Angebot Besucher in Konzerte,<br />

Theateraufführungen oder Museen. So wird<br />

zum Beispiel im Industriemuseum Elmshorn<br />

das industrielle Erbe der Region dargestellt<br />

und erlebbar gemacht – Gäste probieren<br />

Getreidemühlen oder Tretnähmaschinen aus<br />

und Kinder gehen mit einem Detektivkoffer<br />

auf Forschungsreise. Auf der idyllischen<br />

Schlossinsel im Rantzauer See in Barmstedt<br />

zeigt das Gerichtsschreiberhaus wechselnde<br />

Ausstellungen zeitgenössischer Künstler.<br />

Diverse Stadt- und Heimatmuseen runden das<br />

kulturelle Angebot ab und locken Besucher in<br />

die lebendigen kleinen und großen Städte der<br />

Region.<br />

Im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> geht es aber auch ganz ursprünglich<br />

zu – vielerorts werden einzigartige<br />

Naturräume geschützt, und Besucher haben<br />

die Möglichkeit, die beeindruckende Flora<br />

und Fauna der Region zu entdecken. Die ehemalige<br />

Kleientnahme Fährmannsand wird<br />

dabei von der Carl-Zeiss-Vogelstation spek -<br />

takulär in Szene gesetzt. Inmitten der flachen<br />

und tieferen Wasserstellen sowie der Marschwiesen<br />

beobachten Gäste von der Station aus<br />

die vielfältige Vogelwelt der Wedeler Marsch<br />

von eigens angelegten Aussichtspunkten.<br />

Einen Perspektivwechsel ermöglicht der<br />

Tidenkieker, mit dem sich Besucher dem<br />

ehemals größten Süßwasserwatt Europas,


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137<br />

der Haseldorfer Binnenelbe, vom Wasser aus<br />

nähern. Auge in Auge mit dem Schilfrohr -<br />

sänger und dem Seeadler geht es mitten in<br />

die unberührte Natur – denn mit dem Schiff<br />

landen Gäste dort an, wo es keinen festen<br />

Anleger gibt!<br />

Das Elbmarschenhaus in Haseldorf ist Anlaufstelle<br />

für Besuch und Freizeitaufenthalt in den<br />

holsteinischen Elbmarschen und der <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Geest. Eine informative Ausstellung<br />

und ein Außengelände, in dem man Natur<br />

erleben kann, bieten Abwechslung und Entspannung.<br />

Getragen wird das Haus, das mitten<br />

im Dorf liegt, von vier Institutionen: dem<br />

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und<br />

ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein<br />

(LLUR), dem NABU, der <strong>Kreis</strong>jägerschaft<br />

und dem Verein „Tourismus in Marsch und<br />

Geest“ (TiMuG). Die Aufgaben dieses Vereins,<br />

der am 29. September 1997 gegründet wurde,<br />

bestehen darin, einen sanften naturfreund -<br />

lichen Tourismus zu fördern. Dies meint, die<br />

vorhandenen natürlichen Möglichkeiten<br />

schonend und nachhaltig zu nutzen und den<br />

Gästen zugänglich zu machen anhand von<br />

Kartenmaterial oder persönlichen Auskünften.<br />

Der Verein veranstaltet touristische Events in<br />

der Region wie das Frühlingsfest in Haseldorf,<br />

das Blütenfest in Seester und den Kunst- und<br />

Handwerkermarkt Kunst & Mehr in Seestermühe.<br />

Ein Erlebnis besonderer Art ist auch<br />

das Schachblumenfest, das jährlich im April/<br />

Mai in Hetlingen stattfindet.<br />

Das Elbmarschenhaus in Haseldorf


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138<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

Das Schulauer Fährhaus am<br />

Willkomm-Höft ist ein Publikumsmagnet.<br />

Auch im „Binnenland“ wollen ganz unterschiedliche<br />

Naturräume entdeckt werden –<br />

vom Himmelmoor bei Quickborn, dem größten<br />

Hochmoor Schleswig-Holsteins, bis hin<br />

zur Liether Kalkgrube, einem ehemaligen<br />

Tagebau für Kalk, Ton und Sand. Die 35 Meter<br />

tiefe Liether Kalkgrube hat eine weit über -<br />

regionale Bedeutung als geologisches Naturdenkmal<br />

und ist einziger Nationaler Geotop<br />

des schleswig-holsteinischen Festlands.<br />

In der Seestermüher, Haseldorfer und Wedeler<br />

Marsch wird der maritime Einfluss der Elbe<br />

immer deutlicher. Die großen „Pötte“ sind in<br />

Sichtweite und werden am Willkomm-Höft<br />

sogar einzeln begrüßt. Die kleinste Fähre<br />

Deutschlands über die Krückau ist nur einen<br />

Katzensprung entfernt, und kleine und große<br />

Häfen, ruhige Strände sowie die Wedeler Auen<br />

prägen die Landschaft. Inmitten der hübschen<br />

Marschendörfer mit ihren reetgedeckten<br />

Dächern, den Hofläden, Restaurants und Cafés<br />

können Besucher auch selbst in See stechen,<br />

zum Beispiel mit dem Heckschiff Ewer Gloria.<br />

Hintergründe zur Haseldorfer Marsch erhalten<br />

Besucher in der multimedialen Ausstellung<br />

des Elbmarschenhauses. Kurzum, in der<br />

Region vor den Toren Hamburgs findet jeder<br />

sein Urlaubs- oder Ausflugsglück! |


Umbruch_S._113_bis_144.qxp_Layout 1 23.11.17 09:19 Seite 139<br />

139<br />

Das Gefängnis und das Gerichtsschreiberhaus<br />

auf der Schlossinsel<br />

in Barmstedt locken ebenfalls zahlreiche<br />

Ausflügler an.


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140<br />

Ein <strong>Kreis</strong> mit Kultur und Lebensqualität<br />

<strong>Kreis</strong>sportverband <strong>Pinneberg</strong> –<br />

starker Sport in der Metropolregion<br />

Karsten Tiedemann<br />

Der <strong>Kreis</strong>sportverband <strong>Pinneberg</strong> e. V. (KSV)<br />

ist mit 189 Vereinen und insgesamt 80 426 Mit -<br />

gliedern per 1. Januar 2017 die größte Dachorganisation<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong>. Von Ballsport<br />

über Reiten, Turnen, Segeln, Schwimmen<br />

bis hin zum modernen Trendsport bieten<br />

die Sportvereine des bevölkerungsreichsten<br />

<strong>Kreis</strong>es in Schleswig-Holstein eine breite<br />

Palette an sportlichen Möglichkeiten an.<br />

Durch die als gut zu bezeichnende Sport -<br />

förderung des <strong>Kreis</strong>es selbst, aber auch der<br />

meisten Kommunen, gibt es im Verhältnis<br />

viele vereinseigene Anlagen. Die Anzahl der<br />

eigenen Kunstrasenplätze wächst. Mehrere<br />

Vereine verfügen über eigene Fitness-Studios,<br />

die sich im Wettbewerb mit vielen kommerziellen<br />

Studios behaupten können.<br />

Die Nähe zu Hamburg wirkt sich positiv auf<br />

den Sport im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> aus. So stellen<br />

sich unsere Vereine dem ständigen Wandel im<br />

Sport in besonderem Maße und bieten vielfach<br />

flexible Mitgliedschaftsmodelle und<br />

Kurse an. 26,13 Prozent der Bevölkerung sind<br />

Mitglied in einem Sportverein; die Anzahl<br />

Sporttreibender ist durch Kurse und Reha-<br />

Angebote erheblich höher. Typisch für den<br />

Sport im <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>: 21 Vereine verfügen<br />

über mehr als 1000 Mitglieder. Nirgendwo<br />

sonst im Land gibt es so viele hauptamtliche<br />

Mitarbeiter im Sport.<br />

Der KSV-<strong>Pinneberg</strong> wird von einem Vorstand<br />

geleitet. Zu seiner Unterstützung besteht seit<br />

1983 eine hauptamtliche Geschäftsstelle – seit<br />

2017 mitten in Elmshorn mit vier Mitarbeitern<br />

– die in erster Linie als Servicestelle und Dienstleister<br />

für die Vereine verstanden werden will.<br />

Mehr und mehr gewinnen Kooperationen mit<br />

Schulen an Bedeutung, gerade in Zeiten der<br />

Entwicklung der Ganztagsschule. Ein wesentlicher<br />

Schwerpunkt der Arbeit ist die Aus- und<br />

Weiterbildung von Trainern. In einer Quali -<br />

fikation der Mitarbeiter der Vereine liegt die<br />

Chance der Vereine, guten und gesunden<br />

Sport anzubieten.<br />

Der KSV-<strong>Pinneberg</strong> verfügt über eines der<br />

größten Bildungsprogramme der KSVs in<br />

Schleswig-Holstein und arbeitet dabei eng<br />

mit dem Bildungswerk des Landessportverbandes<br />

Schleswig-Holstein zusammen. Der<br />

KSV bietet seinen Vereinen außerdem eine<br />

umfassende Vereinsberatung und neben dem<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> gute Sportförderung, Tagesseminare,<br />

Übungsleiterlizenzlehrgänge sowie<br />

eine zertifizierte „Jugendfreizeitstätte Feriencamp<br />

Neukirchen“ bei Malente mit Zimmern,<br />

Zelten und Tagesräumen am See.<br />

Eine weitere Stärke des <strong>Kreis</strong>sportverbandes<br />

<strong>Pinneberg</strong> (der seit 1946 besteht) und seiner<br />

Vereine ist, dass er mit ihnen etliche aktuelle<br />

Projekte im Bereich der Prävention und der<br />

sozialen Arbeit im Sport begleitet und umsetzt.<br />

Die Arbeit der Vereine des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong><br />

ist oft beispielgebend im Land. |


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141<br />

Für jeden etwas dabei – der <strong>Kreis</strong> -<br />

sportverband bietet eine breite Palette<br />

an sportlichen Möglichkeiten an.


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142<br />

Register<br />

Verzeichnis der PR-Bildbeiträge<br />

Die nachstehenden Firmen, Verwaltungen und Verbände haben mit ihren Public-Relations- Beiträgen das<br />

Zustandekommen dieses Buches in dankenswerter Weise gefördert.<br />

Arbeiter-Samariter-Bund e. V.<br />

Landesverband Schleswig-Holstein e. V.,<br />

Regionalverband <strong>Pinneberg</strong>/Steinburg, Elmshorn .....47<br />

www.asb-sh.de / info@asb-sh.de<br />

AWO Schleswig-Holstein gGmbH, <strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong> ....52, 53<br />

www.awo-sh.de / info@awo-sh.de<br />

azv Südholstein, Hetlingen ...........................57<br />

www.azv.sh / presse@azv.sh<br />

Baumpflege Uwe Thomsen e. K., <strong>Pinneberg</strong> ............120<br />

www.baumpflege-thomsen.de<br />

baumpflege-thomsen@web.de<br />

Butzlaff Tewes Architekten + Ingenieure GmbH,<br />

Brande-Hörnerkirchen ............................72<br />

www.butzlafftewes.de / post@butzlafftewes.de<br />

Crown Technologies GmbH, Rellingen ..................91<br />

www.crown-tec.de / info@crown-tec.de<br />

CSG Systems GmbH, <strong>Pinneberg</strong> .......................92<br />

www.csg-systems.de / info@csg-systems.de<br />

d+p dänekamp und partner Beratende Ingenieure<br />

VBI, <strong>Pinneberg</strong> ...................................73<br />

www.daenekamp.de / info@daenekamp.de<br />

Diakonieverein Migration – Beratung für Ausländer,<br />

Flüchtlinge und Aussiedler e. V., <strong>Pinneberg</strong> . ...........29<br />

www.diakonieverein-migration.de<br />

info@diakonieverein-migration.de<br />

Dimen GmbH, Quickborn ............................85<br />

www.dimen-gmbh.de / info@dimen-gmbh.de<br />

Eggert Unternehmensgruppe, Elmshorn ................67<br />

www.eggert.de / www.emv-immobilien.de /<br />

www.clean-car.com / info@eggert.de<br />

EIGENHEIM Wohnungsgenossenschaft eG, Wedel ........22<br />

www.eigenheim-wedel.de / eigenheim-wedel@t-online.de<br />

European XFEL GmbH, Schenefeld ...................113<br />

www.xfel.eu/de / contact@xfel.eu<br />

Feldmuehle Uetersen GmbH, Uetersen ..............78, 79<br />

www.feldmuehle-uetersen.com<br />

info@feldmuehle-uetersen.com<br />

Flugplatz Uetersen/Heist GmbH, Heist .................19<br />

www.edhe.de / info@edhe.de<br />

Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-<br />

Thiensen e. V., Ellerhoop ..........................125<br />

www.norddeutsche-gartenschau.de<br />

info@norddeutsche-gartenschau.de<br />

Förderverein Kulturlandschaft <strong>Pinneberg</strong>er<br />

Baumschulland e. V., Ellerhoop ....................119<br />

www.pinneberger-baumschulland.de<br />

kontakt@pinneberger-baumschulland.de<br />

GAB Gesellschaft für Abfallwirtschaft und<br />

Abfallbehandlung mbH, Kummerfeld ...........110, 111<br />

www.gab-umweltservice.de / info@gab-umweltservice.de<br />

Gemeinde Helgoland ................................25<br />

www.helgoland.de / info@helgoland.de<br />

GRS Reimer Architekten GmbH, Elmshorn ..............74<br />

www.grs-architekten.de / info@grs-architekten.de<br />

HAMEG Hausmülleinsammlungsgesellschaft mbH,<br />

Kummerfeld ....................................109<br />

www.hameg-pi.de / info@hameg-pi.de<br />

HanseWerk AG, Quickborn ..........................107<br />

www.hansewerk.com / kundenservice@hansewerk.com<br />

Haus Thomsen, Senioren- und Pflegeheim, Elmshorn .....48<br />

www.pflege-familiaer.de / info@pflege-familiaer.de<br />

Hof Hachmann, Bevern .............................116<br />

www.mein.hof-hachmann.de<br />

regio@mein.hof-hachmann.de<br />

Holsteiner Wasser GmbH, Wedel .......................65<br />

www.holsteinerwasser.de<br />

info@holsteinerwasser.de<br />

Hotel Mühlenpark, Uetersen ..........................20<br />

www.muehlenpark.de / hotel@muehlenpark.de<br />

IfI.technology Gesellschaft für Handel, Fertigung &<br />

Montage mbH, <strong>Pinneberg</strong> .......................70, 71<br />

www.ifi-technology.de / post@ifi-technology.de<br />

Ingenieurbüro Lenk + Rauchfuß GmbH, Beratende<br />

Ingenieure VBI, Rellingen ...........................97<br />

www.lenk-rauchfuss.de / buero@lenk-rauchfuss.de<br />

Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff GmbH,<br />

Elmshorn . ......................................101<br />

www.ing-reese-wulff.de / info@ing-reese-wulff.de<br />

IWP Ingenieure, Schaller • Warnke • Peters •<br />

Partnerschaft mbB, Elmshorn ......................72<br />

www.iwp-ingenieure.de / info@iwp-ingenieure.de<br />

JENOPTIK Advanced Systems GmbH, Wedel .............80<br />

www.jenoptik.de / advanced-systems@jenoptik.com<br />

Jost Krankenpflege zu Hause, Uetersen .................48<br />

www.jost-krankenpflege.de<br />

info@jost-krankenpflege.de


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143<br />

KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co.,<br />

<strong>Pinneberg</strong> ....................................68, 69<br />

www.melosch.de / info@melosch.de<br />

Kölln GmbH & Co. KGaA, Peter, Elmshorn ...............83<br />

www.koelln.com / koelln@koelln.com<br />

kommunit IT-Zweckverband Schleswig-Holstein,<br />

Elmshorn ........................................64<br />

www.kommunit.de / info@kommunit.de<br />

Kublun Landmaschinen, Lutzhorn ....................120<br />

www.kublun.de / info@kublun.de<br />

KÜNZEL Heiztechnik GmbH, Prisdorf ..................93<br />

www.kuenzel.de / info@kuenzel.de<br />

KViP <strong>Kreis</strong>verkehrsgesellschaft in <strong>Pinneberg</strong> mbH,<br />

Uetersen ........................................98<br />

www.kvip.de / info@kvip.de<br />

MAMMUT Dokumentenservice GmbH & Co. KG,<br />

<strong>Pinneberg</strong> ....................................68, 69<br />

www.mammut-hamburg.de<br />

info@mammut-hamburg.de<br />

medac Gesellschaft für klinische<br />

Spezialpräparate mbH, Wedel . ......................87<br />

www.medac.de / contact@medac.de<br />

NORDAKADEMIE gemeinnützige AG, Elmshorn<br />

Staatlich anerkannte Fachhochschule mit<br />

dualen Studiengängen .............................35<br />

www.nordakademie.de / info@nordakademie.de<br />

Norddeutsche Gartenschau Arboretum<br />

Ellerhoop .......................................125<br />

www.norddeutsche-gartenschau.de<br />

info@norddeutsche-gartenschau.de<br />

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG,<br />

Uetersen ........................................89<br />

www.nordmark-pharma.de / info@nordmark-pharma.de<br />

Oelckers GmbH & Co. Vertriebs KG, Tornesch ............88<br />

www.igefa.de / oelckers.hamburg@igefa.de<br />

PANINKRET chem.-pharm. Werk GmbH,<br />

Westerhorn ................................ ......86<br />

www.paninkret.com / info@paninkret.com<br />

pinnau.com GmbH & Co. KG, <strong>Pinneberg</strong> ...............106<br />

www.pinnau.com / kundenservice@pinnau.com<br />

Regio Kliniken GmbH, Elmshorn ......................41<br />

www.regiokliniken.de / info-regiokliniken@sana.de<br />

RKiSH Rettungsdienst-Kooperation in<br />

Schleswig-Holstein gGmbH, <strong>Pinneberg</strong> . ...........44, 45<br />

www.rkish.de / info@rkish.de<br />

Schäferhof, Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, Appen ...31<br />

www.schaeferhof-sh.de / info@schaeferhof-sh.de<br />

Schaumann GmbH, H. Wilhelm, <strong>Pinneberg</strong> ............117<br />

www.schaumann.de / info@schaumann.de<br />

Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn ...............107<br />

www.sh-netz.com / kundenservice@sh-netz.com<br />

Schütt e. K., Hans, Halstenbek ........................84<br />

www.hans-schuett.de / info@hans-schuett.de<br />

Seapack Verpackung und Transport GmbH, Uetersen .....75<br />

www.seapack.de / info@seapack.de<br />

Seniorenresidenz Rüpcke GmbH, Schenefeld ............49<br />

www.seniorenresidenz-ruepcke.de<br />

heimleitung@seniorenresidenz-ruepcke.de<br />

SMB Group – SMB International und MBA<br />

Instruments –, Quickborn ..........................82<br />

www.smb-group.de / info@smb-group.de<br />

Sparkasse Südholstein, Neumünster ...................63<br />

www.spk-suedholstein.de / service@spk-suedholstein.de<br />

Staatlich anerkannte Fachhochschule Wedel<br />

Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH, Wedel . ........37<br />

www.fh-wedel.de / info@fh-wedel.de<br />

Stadt Wedel ........................................21<br />

www.wedel.de / info@stadt.wedel.de<br />

Stadtwerke Elmshorn ...........................104, 105<br />

www.stadtwerke-elmshorn.de<br />

info@stadtwerke-elmshorn.de<br />

Stadtwerke <strong>Pinneberg</strong> GmbH, <strong>Pinneberg</strong> ..............106<br />

www.stadtwerke-pinneberg.de<br />

post@stadtwerke-pinneberg.de<br />

Stadtzentrum Schenefeld GbR, Werbegemeinschaft,<br />

Schenefeld .......................................17<br />

www.szs.sh / wg@szs.sh<br />

Trend Beschriftung + Werbetechnik GmbH, Uetersen .....66<br />

www.trend-werbetechnik.de / info@trend-werbetechnik.de<br />

WBV Haseldorfer Marsch, Moorrege ...................66<br />

www.wbv-haseldorfermarsch.de<br />

info@wbv-haseldorfermarsch.de<br />

WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft<br />

des <strong>Kreis</strong>es <strong>Pinneberg</strong> mbH, Tornesch .....64<br />

www.wep.de / info@wep.de<br />

Wohlmeier GmbH, Elmshorn .........................95<br />

www.wohlmeier-bodenbelaege.de<br />

info@wohlmeier-gmbh.de<br />

Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. Th. Semmelhaack,<br />

Elmshorn ........................................90<br />

www.semmelhaack.de / info@semmelhaack.de<br />

Yamaha Music Europe GmbH, Rellingen ................81<br />

de.yamaha.com / info@yamaha.de


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144<br />

Register<br />

Bildquellen<br />

Michael-Uwe Dreyling, Brande-Hornerkirchen: Einband vorne (3), hinten (1), S. 7, 8, 10, 11 o.,<br />

12–15, 16 u., 18, 20, 27, 77, 103, 115, 128, 129, 131, 138, 139.<br />

Sky View Imaging, Matthias Ulrichs, Bremen: S. 17, 19, 20, 22, 47 o., 48, 63, 65 l., 66, 72 o., 75, 81, 82,<br />

86 r., 88, 95, 104–106, 116, 117 r., 120 u.<br />

Archiv (Werkaufnahmen): S. 35, 64 o., 65 r., 71 l., 71 r. u., 73, 78–80, 85, 86 l., 90, 98, 101, 107,<br />

109–111, 120 o.<br />

<strong>Kreis</strong> <strong>Pinneberg</strong>: S. 6, 33, 43, 59.<br />

Rainer Adomat, Schäferhof, Appen: S. 31; Christian Augustin, Bönnigstedt: S. 91 r.; Bavaria Luftbild<br />

Verlags GmbH: S. 117 l.; Arne Biederbeck, Kiel: S. 67 r.; Katja Bruhn, Lichtblick Fotoatelier, Elmshorn:<br />

S. 72 u.; Ludolf Dahmen, Köln: S. 44, 45; European XFEL GmbH, Schenefeld: Einband vorne (1),<br />

S. 113; Falcon Crest Air, Hamburg: S. 89; Firma V/Fotolia.com: S. 30; Fotokreis <strong>Pinneberg</strong> e. V.,<br />

<strong>Pinneberg</strong>: S. 119; Fotokreis <strong>Pinneberg</strong> für Bund deutscher Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein:<br />

S. 121; Fotostudio Chris Reiner, <strong>Pinneberg</strong>: S. 93; Katrin Gottschalk, Hamburg: S. 70, 71 r. o.; Helge<br />

Hammermann, Oldenburg: S. 68, 69; Hans-A. Hewicker, Bokholt-Hanredder: S. 132–135 ; Hayo<br />

Heye, Hamburg: S. 127; Michaela Kaiser, Hamburg: S. 29 r.; Julia Kneuse, Hamburg: S. 37; <strong>Kreis</strong>sportverband<br />

<strong>Pinneberg</strong> e. V., Elmshorn: S. 141; Kurverwaltung Helgoland: S. 24, 25; Luftbildservice<br />

Carsten Bernot, Westerrönfeld: S. 83; Metropolregion Hamburg: S. 61; NABU/Florian Braun: S. 136;<br />

Bernd-Ulrich Netz, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: S. 137; Bodo<br />

Nussdorfer, Bielefeld: S. 29 l., 52, 53, 84, 92; Picture-Factory/Fotolia.com: S. 36; https://pixabay.com/<br />

de/kompass-bindestrich-richtung-691146/: S. 64 u.; RAM/Fotolia.com: S. 99; Wolfgang Rauchfuß,<br />

Rellingen: S. 97; Regio Kliniken GmbH, Elmshorn: S. 38–41; RKiSH Rettungsdienst-Kooperation in<br />

Schleswig-Holstein gGmbH, <strong>Pinneberg</strong>: S. 9, 26; Hans-Jürgen Rüpcke, Schenefeld: S. 49; Pieter-<br />

Pan Rupprecht, Hamburg: S. 67 l.; Manfred Schönrock/Fotokreis <strong>Pinneberg</strong> für Bund deutscher<br />

Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein: Einband vorne (1); Harald Schulz, Gemeinschaft zur<br />

Erhaltung von Kulturgut in Tornesch von 1985 e. V.: S. 130; Christian Schwier/Fotolia.com: S. 51;<br />

Gerhard Seybert/Fotolia.com: S. 47; René Sievert, Hamburg: S. 74; Ralf Svenosen, Stadt Wedel:<br />

S. 21; Burkhard E. Tiemann, Kummerfeld: S. 16 o., 55; TUBS/Wikimedia Commons: S. 23; Dr. Roland<br />

Vinx, Elmshorn: S. 11 u.; Jan-Frederik Wäller, Hamburg: S. 91 l.; Professor Dipl.-Ing. Hans-Dieter<br />

Warda, Norddeutsche Gartenschau Arboretum Ellerhoop: S. 122–125; Woodapple/Fotolia.com:<br />

S. 34; Reimer Wulf, Elmshorn: S. 57; Michael Zapf, Wedel: S. 87.


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