WirtschaftsKRAFT 2011

infopforzheim

„WirtschaftsKraft“: Die Kraft der Region im Hochglanzformat. Die Leistungsfähigkeit des Standortes Nordschwarzwald in gedruckter und digitaler Form dargestellt. - Was kleine, mittlere und große Unternehmen leisten, die in der Region Nordschwarzwald aktiv sind, wird nicht selten weltweit abgerufen. Die innovativen und qualitativen Produkte sowie die Menschen, die sie mit großer Begeisterung herstellen haben international einen exzellenten Ruf. „Made in Black Forest“ ist längst zu einem wertvollen Prädikat geworden.

WirtschaftsKRAFT

Vernetzung, Innovation und Kompetenz im Nordschwarzwald


Erich Lacher Präzisionsteile

GmbH & Co. KG

Herzlich willkommen in der Welt der Präzision

Lacher steht seit 1925 für Drehen,

Verzahnen und Getriebemontage.

Wir von Lacher zerspanen als

Groß serienspezialist in Pforzheim

im Drei-Schicht-Betrieb Messing,

Stahl, Aluminium und Titan.

Unsere Teile finden Sie in Fahrzeugen,

Gebäuden, Spielwaren und

auch in der Medizintechnik – um

nur einige Bereiche zu nennen.

Kunden von überall auf der Welt

kaufen bei uns Teile, mehr als die

Hälfte unserer Präzisionsteile werden

Jahr für Jahr exportiert. Interessant

ist zum Beispiel auch, dass

Firmen aus den Niedriglohnländern

wie China, Vietnam, Taiwan, Indonesien

und Indien schon lange

zu unseren Kunden gehören. Als

Lacher-Kunde haben Sie den Vorteil,

dass Ihnen mehr als 120 Drehmaschinen

und über 50 Verzahnungsmaschinen

als Fertigungspotential

zur Verfügung stehen.

Die Unternehmenspolitik von Lacher

wird hierbei durch ein durchgängig

prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem

nach ISO/TS

16949:2002 und DIN EN ISO 9001

unterstützt. Kunden der Medizinbranche

nach ISO 13485. Kameragesteuerte

Sortiermaschinen mit

vollautomatischer 100 % Kontrolle

realisieren unsere konsequente Umsetzung

des Null-Fehler-Zieles.

Wir sind Ihr Partner von der Idee

über die Entwicklung bis hin zur

Serienfertigung. Mit über 160 motivierten

und gut ausgebildeten Mitarbeitern

und konsequenter Innovation

freuen wir uns auf eine gemeinsame

Zukunft. Unser gesundes

Wachstum wird über einen Anbau

mit 1.600 m² Produktionsfläche in

2012 weitergeführt. Kapazitäten

sind am Firmenstandort in Pforzheim

somit langfristig ausreichend

gesichert.

ERICH LACHER

Präzisionsteile GmbH & Co. KG

Im Altgefäll 22

D-75181 Pforzheim

Tel. +49 7231 6097-0

Fax +49 7231 6097-60

info@lacher-praezision.de

www.lacher-praezision.de

PORTRÄT

2


INTERVIEW

Burkhard Thost

Präsident

der IHK Nordschwarzwald

Martin Keppler

Hauptgeschäftsführer

der IHK Nordschwarzwald

„Eine Innovationsregion

mit Entwicklergeist“

Burkhard Thost, IHK-Präsident, und Martin

Keppler, IHK-Hauptgeschäftsführer, über die

„WirtschaftsKraft“ der Region Nordschwarzwald

Mit dem neuen Magazin „WirtschaftsKraft“

möchten PZ und IHK

Nordschwarzwald Einblicke in den

Innovationsstandort Nordschwarzwald

gewähren. Was macht für Sie

persönlich den Standort aus?

Burkhard Thost: Die Region Nordschwarzwald

ist mit ihren vielfältigen

Unternehmen unterschiedlicher

Branchen von Hightech bis zu

traditionsreichen Freizeitangeboten

wirklich eine Innovationsregion,

getrieben durch die Entwicklungsstärke

der Unternehmen, Weltmarktführer

mit ihren Spezialgebieten

und durch die enge Verzahnung der

Hochschulen mit der Wirtschaft.

Für mich persönlich bietet die Lage

zwischen den Metropolregionen

Stuttgart im Automotive-Sektor

und Karlsruhe als Technologieregion

einzigartiges Potenzial, was

heute in vielfältiger Zusammenarbeit

der Wirtschaft genutzt und

ausgebaut wird. Die mittelständischen

Unternehmen prägen die

Arbeitswelt mit zukunftsweisenden

Produkten der Werkstofftechnologie,

Präzisions- und Prozesstechnik,

Kreativ- und Gesundheitswirtschaft

– dem Pluspunkt für höchste Lebensqualität

im Nordschwarzwald.

Die stark wachsende Bedeutung

von Hochschulen und Wirtschaft

rundet für mich das Bild der Region

Nordschwarzwald ab – ich fühle

mich hier persönlich, beruflich und

mit meinem Unternehmen wohl

und gut aufgehoben mit sehr guten

Verkehrsanbindungen in alle Welt.

„WirtschaftsKraft“ befasst sich

bewusst nicht allzu intensiv mit

der Geschichte der Region, sondern

richtet den Blick in Gegenwart

und Zukunft. Werfen Sie

für uns doch mal einen Blick in

die Glaskugel: Wo sehen Sie die

Region langfristig?

Martin Keppler: In den kommenden

fünf Jahren werden in der Region

entscheidende Weichen gestellt. Der

Entwicklungsstand, den wir in zehn

bis fünfzehn Jahren haben werden,

wird von dieser Weichenstellung

geprägt sein. Wenn es uns nicht

gelingt, die wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekte,

wie etwa die

Brücke in Horb oder die Westtangente

in Pforzheim und auch die

Entwicklung neuer Gewerbeflächen

umzusetzen, werden wir gegenüber

dem heutigen Stand zurückfallen.

Wenn wir in der Region aber alle

an einem Strang ziehen und uns

die Politik unterstützt, dann werden

wir mit unserer Nähe zu den

Ballungszentren im Verkehrsdreieck

A5, A8, A81, flankiert von den

Flughäfen und Messestandorten

Karlsruhe und Stuttgart, eine der

interessantesten Regionen in Süddeutschland

sein, weil hier Lebensqualität,

Wirtschafts- und Innovationskraft

sowie Zentralität in

Europa aufeinandertreffen.

Wenn Sie an Innovationen der jüngeren

Vergangenheit aus der Region

denken, welche haben es Ihnen

besonders angetan und worin

steckt für Sie unübersehbar Zukunftsmusik?

Burkhard Thost: Innovationen der

Vergangenheit wurden aktuell zu

Recht mit 125 Jahren Automobil gefeiert,

schließlich endet die erste

Autofahrt von Bertha Benz in Pforzheim

und zeigt, dass hier innovativer

Geist schon lange zu Hause ist.

Ganz konkret ist die Entwicklung

WirtschaftsKRAFT 3


Region Nordschwarzwald

einer führenden Stanz- und Präzisionstechnik

– hervorgegangen aus

der früheren Schmuckindustrie –

eine Innovation und Weiterentwicklung,

die zu einer beeindruckenden

Führungsposition auf diesem

Sektor der Weltmärkte geführt hat.

Hiervon profitieren Elektronik, Automotive

und Medizintechnik heute

in gleicher Weise.

Ebenso beeindruckend sind die

führenden Entwicklungen der Unternehmen

in der Energieeffizienz.

Anwendungen, die auf der Höhe

der Zeit Lösungen für den neuen

Umgang mit Energie von morgen

bieten.

Auch sind Innovationen der Werk -

stofftechnologie mit den besonde -

ren Beispielen des Innovationsnetzwerkes

Kunststoff und Hybridbaustoffen

ein unübersehbares Zukunftsfeld

und in der Region zu

Hause. Schließlich führt die hohe

Fähigkeit in Oberflächen- und

Werkstoffbearbeitung heute zu Innovationen

im Leichtbau, die zukünftig

bis zur Energieeinsparung

in der Luftfahrtindustrie führen.

„WirtschaftsKraft“ befasst sich nicht

nur mit Innovationen, sondern wirft

unter anderem auch einen Blick

auf die Themen Bildung, Tourismus

und Tagungen. Warum sind diese

Themen mindestens ebenso wichtig

für den Nordschwarzwald wie ein

hohes Innovationspotenzial?

Martin Keppler: Alle drei genannten

Themen sind das „Salz

im Standortmix“. Standortqualität

wird durch die Menschen, die

hier leben, bestimmt. Ihre Motivation,

ihr Bildungsstand, ihre

Bindung an die Region sind entscheidende

Qualitätsfaktoren, die

sich auf die Qualität der Produktion

in den Unternehmen auswirkt. Auch

der Tourismus und das Tagungsangebot

bestimmen – übrigens ebenso

wie die Gesundheitsinfrastruktur

– die Lebensqualität in der Region.

Die Region ist auf Zuzug angewiesen,

da insbesondere das produzierende

Gewerbe im Nordschwarzwald

einen hohen Bedarf an Fachkräften

hat. Worauf sollte die Region

setzen, um sich entsprechend

attraktiv zu präsentieren?

Burkhard Thost: Fachkräfte mit guter

gewerblicher Ausbildung aus

unserem bewährten dualen System

und ebenso mit Hochschulausbildungen

sind hier in über 35.000

Unternehmen willkommen und finden

zukunftssichere Arbeitsplätze.

Es gilt, die Talente der Region nach

Ausbildung und Außenerfahrung

wieder an ihre Heimat zu binden

und Menschen aus anderen Regionen

für den Nordschwarzwald zu

gewinnen. Neben den besonderen

beruflichen Chancen ist die Attraktivität

des Lebensraumes mit

hohem Freizeitwert ein wichtiges

Plus gegenüber vielen Wettbewerbern.

Die überdurchschnittlichen

Bildungsangebote in Mittel- und

Oberzentren und ein breites Kulturangebot

ermöglichen auch Familien

mit Kindern eine Balance, wie

sie kaum eine andere Region bieten

kann.

Auch der Blick über den Tellerrand

hinaus kann sich lohnen und eine

ganze Region gleich nochmal so

attraktiv machen. Welches „große

Bild“ würden Sie von der Region

Nordschwarzwald zeichnen?

Martin Keppler: Wenn Sie die Region

„von außen“ betrachten, werden

wir zunächst einmal über den

„Schwarzwald“ definiert. Dabei ist

es in den vergangenen Jahren gelungen,

dem Schwarzwald ein deutlich

progressiveres und auch innovativeres

Image zu verleihen.

Das bezieht sich nicht nur auf den

Tourismus, sondern auch auf die

innovativen Unternehmen, die sich

mit Themen wie „Automobil“, „erneuerbare

Energien“, Maschinenbau

und Design profiliert haben.

Künftig werden wir uns im Norden

des Schwarzwaldes noch sehr

viel stärker über die Metropolregionen

mittlerer Oberrhein und

Stuttgart definieren müssen, die ja

immerhin im Herzen Europas und

an den wichtigsten Transversalen

liegen. Auch deshalb ist Stuttgart

21 für uns so wichtig.

Sie sind als Unternehmer weltweit

unterwegs. Was haben Sie für die

Region von Ihren vielen Reisen

mitgebracht?

Burkhard Thost: Meine eigene unternehmerische

Tätigkeit im internationalen

Projektmanagement

führt mich in viele Industrie- und

Ballungszentren, vornehmlich in

Europa, Asien und Mittelost. Immer

wieder kann ich die Zuversicht

mitbringen, dass die dortigen Entwicklungen

auf Lösungen für Infrastruktur,

Mobilität, Energie und

Gesundheitswirtschaft warten – und

wir können mit unseren Produkten

und Dienstleistungen hierauf Antworten

geben. Das fordert uns heraus,

spornt an, bietet Chancen und

lässt uns zuversichtlich auf die Potenziale

unserer Region blicken.

4


INTERVIEW

Ebenso verstärkt jede Reise die

Überzeugung, dass wir nur mit

großer Offenheit Partner in aller

Welt finden können. Sprachen, ein

gewisses Kulturverständnis und

die Bereitschaft, Unternehmensniederlassungen

zu gründen oder

Geschäftspartnerschaften einzugehen,

all das eröffnet uns lebendige

Märkte. Denn die Verlässlichkeit

am „Made in Germany“ findet hohe

Anerkennung. Diese Chance und

Verpflichtung als Erfahrung vieler

Reisen zu bewahren, ist auch in

Zukunft ein Erfolgsrezept.

Sie kommen von Haus aus aus

einer Traditionsindustrie, der Holzindustrie.

Welche Rolle spielen

Traditionen in Ihren Augen für

die Entwicklung des Nordschwarzwaldes?

Martin Keppler: Traditionen im

Sinne von „Werten“ werden in

den kommenden Jahren eine Renaissance

erleben. Wir können uns

in Deutschland nur über Qualität

profilieren. Zuverlässigkeit, Erfindergeist,

Präzision, Fleiß, Liefertreue

und ähnliche Werte sind hier

in der Region verwurzelt. Wenn

wir uns darauf besinnen und sie

im internationalen Wettbewerbsumfeld

entsprechend positionieren,

werden sie die Basis für unseren

Erfolg in der Zukunft sein.

Standortpolitik

Starthilfe und Unternehmensförderung

Aus- und Weiterbildung

Innovation | Umwelt

International

Recht | Fair Play

Tourismus

Dienstleistung | Handel

IHK

Nordschwarzwald -

die erste Adresse

www.nordschwarzwald.ihk24.de

Wir machen uns stark für Ihren Erfolg!

WirtschaftsKRAFT 5


FOTO: BREYER

Erich Lacher Präzisionsteile GmbH & Co. KG 02

Burkhard Thost und Martin Keppler im Interview 03 – 05

Region der Vielfalt:

Beste Lage mitten im Zentrum des Landes 08 – 13

Die Admedes Schuessler GmbH in Pforzheim:

Nitinol hat die Medizintechnik revolutioniert 14 – 16

alphamesh – Innovation. Emotion. Dimension. 19

Warum denn in die Ferne schweifen?

Sieh, der Schwarzwald liegt so nah! 20 – 21

Mit AUDAX auf der Sonnenseite 23

Die Gemeinden

Schömberg, Unterreichenbach und Engelsbrand 24 – 25

Defakto Uhren: Liebhaber-Objekt

für Design-Puristen und Entschleuniger 26 – 27

Die Dentaurum-Gruppe –

weltweit einzigartig in vielen Bereichen 29

Die Hoch-Burg der IT-Talente

steht im Nordschwarzwald 30 – 33

Hochschule Pforzheim 34 – 35

SRH-Hochschule Calw 36 – 37

Duales Hochschulstudium am Campus Horb

der DHBW Stuttgart 39 – 41

Bedeutende Verbände:

Die Präsidenten-Wiege steht im Nordschwarzwald 42 – 44

ADMEDES Schuessler GmbH: Weltmarktführer 46 – 47

Tourismus im Nordschwarzwald: Weit mehr

als nur Bollenhut und Schwarzwälder Kirschtorte 50 – 51

Gemeinde Sternenfels 52

6


Weitere

Informationen

zu WirtschaftsKRAFT

finden Sie

im Internet unter

www.pz-news.de/

wirtschaftskraft

Impressum

Herausgeber und Konzeption:

INFO – Das Magazin

Pforzheim GmbH,

ein Unternehmen der PZ Medien

Poststraße 12

75172 Pforzheim

Telefon 07231 16899-0

www.info-pforzheim.de

in Zusammenarbeit mit der

IHK – Industrie- und Handelskammer

Nordschwarzwald

INHALT | IMPRESSUM

Häfele: Der Hidden Champion aus dem Schwarzwald

mit den Funny Dots 54 – 55

Büro12 – Ihre Agentur für Werbung 56

Daimler-Ingenieur: Auf der Tüftler-Route

der Autopioniere Carl & Bertha Benz 58 – 59

Kramski GmbH: Enttäuschung als Triebfeder für Innovation 60

Regionale Gesundheitswirtschaft:

Ein Netzwerk als Ideenschmiede 62 – 63

CongressCentrum Pforzheim und Parkhotel Pforzheim:

Vorzeigemodell für Professoren und Studenten 64 – 65

Parkhotel Pforzheim 67

Saubere Energiegewinnung: Visionäre machen

den Nordschwarzwald zum Hightech-Standort 68 – 70

Tourismus-Akademie Baden-Württemberg

macht Touristiker fit für den Wettbewerb 72 – 73

PZ-Medien: Aus der Erfahrung in die Zukunft 74

Hochpräzise Metallverarbeitung: Goldstadt in Hochform 76 – 77

PS Consulting International GmbH:

Profi-Know-how für Ihr Projektmanagement 78

IMO – ein Unternehmen mit Perspektive 81

IDEA-Design:

Edel-Designer mit dem Hang zum Vernetzen 82 – 83

Rutronik Electronics Worldwide 85

Regionales Kunststoffnetzwerk Innonet 86 – 89

wvib: Wirtschaftsverband

mit Vorliebe für Tüftler und Visionäre 92 – 93

Legendärer Apple-Computer

nahm im Schwarzwald seine Gestalt an 94

Geschäftsführung:

Albert Esslinger-Kiefer

Wolfgang Altmann

Gestaltung, Layout, Satz:

Mirjam Müller

Redaktion:

Magnus Schlecht (V.i.S.d.P.)

Gerd Lache, Lothar Neff,

Ralf Recklies, Daniela Kneis,

Ralf Köhler, Yvonne Dast-Kunadt

Anzeigen:

Sabine Rupp, Wolfgang Altmann,

Reinhold Maginot, Peter Widmaier,

Annette Babick-Haist

Titelbild:

© proMesh GmbH; alphamesh

Druck und Verarbeitung:

Stark Druck GmbH + Co. KG

Pforzheim

www.stark-gruppe.de

Auflage:

6000 Exemplare

Alle Inhalte des Magazins

WirtschaftsKRAFT“ sind

urheberrechtlich geschützt.

Jeder von uns erstellte

redaktionelle Beitrag,

jedes Foto so wie jede

von uns gestaltete Anzeige

darf ohne unsere ausdrückliche

Genehmigung nicht in anderen

Print- und Online-Medien

veröffentlicht werden.

Stand:

Dezember 2011

WirtschaftsKRAFT 7


Region Nordschwarzwald

Region der Vielfalt

Attraktive Städte und Gemeinden zum Wohnen und Leben, umrahmt

von den „grünen Lungen“ der Wälder sowie sportliche Angebote aller

Art und ein Arbeitsstandort mit zahlreichen Branchenführern

FOTO: BREYER

8


Mir gefällt…

Beste Lage mitten im

Zentrum des Landes

Standort Nordschwarzwald – günstige Lebenshaltungskosten,

viele Freizeitmöglichkeiten und schnelle

Erreichbarkeit aller wichtigen Ballungsräume

VON GERD LACHE

Mitten im Herzen von Baden-Württemberg,

das ist die Lage der Region

Nordschwarzwald. Die grünen

Lungen der Tannenwälder auf insgesamt

131.000 Hektar Fläche sind

ebenso schnell erreichbar, wie die

wirtschaftlich bedeutenden Metropolen

außerhalb der Region. „Unsere

Wirtschaftsregion Nordschwarzwald

bietet Unternehmen ideale

Standortvoraussetzung mit guter

Anbindung an die Ballungszentren.

Investoren und Projektentwickler

finden hier beste Bedingungen vor,

um Visionen und Projekte zu verwirklichen“,

sagt Jens Mohrmann,

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Nordschwarzwald (WFG),

einem Zusammenschluss mehrerer

Kommunen und Landkreise und regionaler

Institutionen. Entsprechend

attraktiv seien auch die hier angesiedelten

Firmen aus den Bereichen

wie Kunststofftechnik, Medizin- und

Dentaltechnik, Oberflächentechnik,

Sondermaschinenbau und Stanzund

Präzisionstechnik. Insgesamt

sind bei der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nordschwarzwald

rund 38.000 Mitgliedsunternehmen

eingetragen.

Der Nordschwarzwald setzt sich

aus den Landkreisen Calw (rund

160.000 Einwohner), Enzkreis

(190.000 Einwohner), Freudenstadt

(rund 120.000 Einwohner) und dem

Stadtkreis Pforzheim (rund 120.000

Einwohner) zusammen. Damit leben

fast 600 000 Menschen in der Region,

die sich von Freudenstadt, Horb

und Nagold über Calw, Pforzheim

und Mühlacker bis nach Sternenfels

erstreckt. Die Vermarktungsexperten

der Schwarzwald-Tourismus

GmbH (STG) mit Sitz in Pforzheim

und Hauptsitz in Freiburg ziehen

indes die Grenzen etwas weiter.

Bei ihnen reicht der Nordschwarzwald

sogar bis nach Baden-Baden.

Durch die hohe Fokussierung der

Unternehmen auf den Export sind

die Menschen im Nordschwarzwald

auch draußen in der Welt zuhause.

Mobilität ist für sie kein Problem.

Im Gegenteil: Man nutzt die vergleichsweise

günstigen Lebenshaltungskosten

einerseits, schätzt die

bezahlbaren Gewerbegrundstückspreise

andererseits und profitiert

– durch die Infrastruktureinrichtungen

begünstigt – von den wirtschaftlichen

Ballungszentren, sei es

als Arbeitnehmer oder als Zulieferer

und Auftraggeber.

Und so sehen die Anbindungen aus:

Die Region ist umrahmt durch mehrere

Bundesautobahnen. Da ist zum

einen die Achse Stuttgart–Pforzheim–Karlsruhe,

dann die Strecke

Stuttgart–Bodensee–Zürich. Die Nähe

zum Dreiländereck Frankreich,

Schweiz und Österreich schafft

beste Standortvoraussetzungen für

Unternehmen: Sechs Anschlüsse zur

FOTO: MAURICE LACROIX

Markus Wojnar,

Geschäftsführer von Maurice Lacroix

Uhren & Schmuck GmbH, Pforzheim

Bei der Gründung des Unternehmens

Maurice Lacroix Uhren u.

Schmuck GmbH im Jahr 1979,

haben wir uns bewusst für den

Sitz in Pforzheim entschieden,

da in dieser Region eine hohe

uhrmacherische Kompetenz,

unter anderem durch die Uhrmacherschule,

vorhanden war

und noch ist. Außerdem befinden

sich hier einige Zulieferer,

die uns flexible Produktionsabläufe

ermöglichen.

Autobahn A 8 (Karlsruhe – Stuttgart)

und drei Anschlüsse zur A 81 (Heilbronn–Bodensee).

Auch zur A 5

(Freiburg–Frankfurt) sind es nur

wenige Auto-Minuten. Zum Erreichen

der internationalen Flughäfen

Stuttgart, Baden-Baden, München,

Frankfurt und Straßburg braucht es

zwischen einer bis zu zweieinhalb

Stunden. Das Schienen- und Busnetz

verbindet die Kommunen der

Region und bietet zudem Anschluss

an den überregionalen Schienenfernverkehr.

Neben der Hochschule Pforzheim

und den anderen Bildungsstätten

der Region stehen auch Hochschulund

Forschungseinrichtungen in

Stuttgart und Karlsruhe sowie in

Heidelberg, Tübingen und Freiburg

schon seit vielen Jahren in engem

Kontakt mit den hier ansässigen

Unternehmen – und dies in vielfältiger

Weise. Beispiel: Die Firma

Acandis, Pforzheimer Medizinspezialist,

lässt ihre hochwertigen Produktinnovationen

in Laboren der

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 9


Region Nordschwarzwald

22,2 %

der Gesamtbevölkerung in

der Region Nordschwarzwald

ist zwischen 0 und 20 Jahre

alt. Der Landesdurchschnitt

dieser Altersgruppe liegt

bei 21,3 Prozent.

Freiburger Universität prüfen. Umgekehrt

sitzt ein Professor aus der

Breisgaumetropole im Beirat des

Unternehmens.

Oder: Die Traditionsfirma Uniserv

entwickelt unter anderem Standard-

Software für Großunternehmen in

aller Welt. Mit ihr können Dubletten

in der digitalen Kundenkartei von

Firmen beseitigt werden – um nur

eine der Anwendungen zu nennen.

Das Pforzheimer Unternehmen unterstützt

Doktoranten des Karlsruher

Instituts für Technologie (KIT)

mit einem Förderpreis. Die Devise

von Uniserv-Chef Roland Pfeiffer:

„Wir wollen nur die besten im Unternehmen

haben.“ Also nutzt er die

kurze Distanz zwischen der Fächerstadt

und der Goldstadt, um entsprechende

Absolventen von den

Karlsruher Hochschulen nach Pforzheim

zu holen. Die Beispiele könnten

noch lange weitergeführt und

insbesondere auf den mittleren und

südlichen Teil der Region mit Calw,

Horb, Freudenstadt, Nagold und

Alpirsbach ausgedehnt werden.

Auch die sogenannten weichen

Standortfaktoren der Region geben

bei einem Standortcheck locker eine

beachtliche Zahl an Pluspunkten

für die Bewertung. Zahlreiche Einrichtungen

für Kultur, Sport und

Tourismus in direkter oder naher

Umgebung bieten ausreichend Möglichkeiten

für die Freizeitgestaltung.

Die großen Kultur-Häuser

in Stuttgart, Karlsruhe oder Baden-Baden

sind ebenso bequem zu

erreichen, wie verschiedene Ausgangspunkte

für sportliche Betätigungen

in der Region. Etwa diese:

Ein Radwegenetz von annähernd

1600 Kilometer Länge und Weiterführung

auf die angrenzenden Radwege.

Mit Schwarzwald-Crossing

liegt die beste deutsche Mountain-

Bike-Strecke im Nordschwarzwald.

Wer lieber hart am Wind segelt,

kommt in erträglicher Reisezeit bequem

zum Wochenend-Törn an den

10


Daten & Fakten

Wirtschaftsförderer Jens Mohrmann

hat für die Region Nordschwarzwald

einen Fünf-Punkte-Plan erstellt.

FOTO: WFG NORDSCHWARZWALD

Bodensee. Oder doch in die Luft gehen?

Segelflieger finden in der Region

passende Reviere, Motor-Piloten

haben in Stuttgart und am Baden-

Airport Karlsruhe/Baden-Baden geeignete

Möglichkeiten. Freunde des

Gleitschirm- oder Drachen-Sports

finden gleichermaßen geeignete

Steilhänge für ihre Starts.

Vielleicht lieber Entspannung im

heilenden Nass? Bitteschön: Mineraloder

Thermalbäder in Bad Herrenalb,

Bad Liebenzell, Bad Rippoldsau-

Schapbach, Bad Teinach-Zavelstein

und Bad Wildbad verwöhnen ihre

Gäste. Ein Gourmet-Abend gefällig?

Auch das ist möglich, sogar

in großer Fülle. Nicht nur die 48

Restaurants mit insgesamt sieben

Sternen, 20 Hauben, 31 Feinschmeckern,

75 Diamanten, 56 Pfannen

und 73 Kochlöffeln verwöhnen den

Gaumen. Auch die Traditionsgasthäuser

mit ihren regionalen Produkten

laden zur Einkehr.

Fläche 233.988 ha

56 % Waldfläche

Einwohner 593.034

Kreise Landkreis Calw

Enzkreis

Landkreis

Freudenstadt

Stadtkreis

Pforzheim

Anzahl

Kommunen 71

Sozialversicherungspflichtige

Beschäftigte 181.385

Kaufkraftkennziffer

102

(Landeswert=100)

Anzahl der

Übernachtungen 3.268.647

Hochschulen 5

Studiengänge 68

Studierende mehr als 6.500

(Stand: Juni 2011)

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 11


Region Nordschwarzwald

Mit Fünf-Punkte-Plan die Wirtschaft fördern

Wirtschaftsförderer Jens Mohrmann

ist Mitte 2011 mit einem ehrgeizigen

Fünf-Punkte-Plan angetreten.

Im Einzelnen sind das folgende Inhalte:

1. Das Marketing für die Wirtschaftsregion

muss weiter vorangetrieben

werden. Es muss eine

Dachmarke Wirtschaftsregion Nordschwarzwald

geschaffen werden.

2. Die Unternehmensnetzwerke in

der Region sollen weiter ausgebaut,

neue aufgebaut werden. Vorbild

könnte das „Innonet Kunststoff“ in

Horb sein. Um die Zusammenarbeit

der Unternehmen und Forschungseinrichtungen

so effektiv wie möglich

zu gestalten, besitzt das Innonet

ein zentrales Netzwerk-Management.

3. Das Halten und Gewinnen von

Fachkräften ist ein weiterer Bestandteil

der strategischen Ausrichtung.

Mohrmann: „Bei unseren Aktivitäten

möchten wir den Wirtschaftsstandort

Nordschwarzwald mit seinen

zahlreichen attraktiven Unternehmen

in den Vordergrund rücken

und die Region als attraktiven Lebensraum

bekannt machen.“

4. Das Thema Europäische Union

steht laut Mohrmann im Hinblick auf

Fördermittel ebenfalls in der Prioritätenliste.

Hier wolle die WFG beispielsweise

Unternehmen und Kommunen

unterstützen, um in Brüssel

Gelder für Projekte zu bekommen.

5. Die regionale Vermarktung von

Gewerbeimmobilien durch die WFG

soll verstärkt werden. Mohrmans Ziel:

Die gesamte Bandbreite an medialen

Möglichkeiten ausbauen, um auf

die Angebote im Nordschwarzwald

hinweisen zu können und damit die

Kommunen bei der Vermarktung

ihrer Flächen zu unterstützen.

Nicht weniger wichtig, so der Geschäftsführer,

„ist neben der Unterstützung

der Kommunen die Bestandspflege

der bereits hier ansässigen

Unternehmen“.

Der Tourismus ist ebenfalls ein bedeutender

und starker Wirtschaftsfaktor

in der Region Nordschwarzwald

und wird nicht von der WFG,

sondern von der Industrie- und

Handelskammer (IHK) sowie den

Kommunen und der Schwarzwald

Tourismus GmbH abgedeckt.

www.nordschwarzwald.de

Gewerbegrundstücke ...

... in Knittlingen

direkt an der B 35

Tel.: 07043 373-66

www.knittlingen.de

Fauststadt im Herzen

der Region Kraichgau-Stromberg

Reges Wirtschaftsleben

Auf Erfolgskurs: Knittlingen hat

die Weichen für seine wirtschaftliche

Entwicklung gestellt.

• Ideale Rahmenbedingungen machen

eine Ansiedlung für Unternehmen

jeder Größenordnung attraktiv.

• Das neue Gewerbegebiet „Knittlinger

Kreuz“ mit 25 ha Gesamtfläche und

bester Verkehrsanbindung ergänzt

sinnvoll die vorhandenen Kapazitäten.

• Ein breiter Branchenmix sorgt

für vielfältige Synergien.

Stadt Knittlingen

Marktstraße 19, 75438 Knittlingen

E-Mail: gewerbeentwicklung@knittlingen.de

Internet: www.knittlingen.de

12


Kompetenzbranchen

in der Region Nordschwarzwald

Kunststofftechnik

Die kunststoffverarbeitende Industrie

mit ihren vielfältigen Anwendungsgebieten

ist ein bedeutender

Wirtschaftszweig in Baden-Württemberg.

In der Region Nordschwarzwald

sind mehr als 500 Unternehmen

in diesem Bereich tätig.

Medizin- und Dentaltechnik

Die Kompetenzen für die Medizin-

und Dentaltechnik sowie die

Spezialisierung in der Präzisionstechnik

sind aus der traditionellen

Schmuck- und Feinwerkindustrie

heraus entstanden. Die Kompetenzen

reichen von Endoskopie,

Implantologie und Zahntechnik bis

hin zur Herstellung von medizinischen

Geräten.

Oberflächentechnik

Spezialisierte Unternehmen leisten

qualitativ hochwertige Veredelung

und Beschichtung von Werkstoffen

und bieten ein umfangreiches

Beschichtungsangebot bei höchster

Technikvielfalt.

Sondermaschinenbau

Bedingt durch den Waldreichtum

der Region gibt es hier eine hohe

Konzentration und Spezialisierung

von Unternehmen im Bereich Forstund

Holzwirtschaft. Insbesondere

der Sondermaschinenbau ist im

Nordschwarzwald ausgeprägt und

hat neben einer Vielzahl kleiner

und spezialisierter Unternehmen

auch Weltmarktführer hervorgebracht.

Stanz- und Präzisionstechnik

Die Wertschöpfungskette im Bereich

der metallverarbeitenden Industrie

ist in der Region Nordschwarzwald

nahezu vollständig vertreten. Vorund

nachgelagerte Zulieferbereiche

mit Segmenten wie beispielsweise

Werkzeugbau, Stanztechnik oder

Fertigungstechnik-Peripherien geben

der Region den Ruf von Branchenkompetenz.

WFG

Seit 1996 hat die Wirtschaftsförderung

Zukunftsregion Nordschwarzwald

GmbH (WFG) die

Aufgabe, sich für die Weiterentwicklung

der Region (rund

600 000 Einwohner) zu einer attraktiven

Wirtschaftsregion einzusetzen.

Die WFG wird getragen

von den Landkreisen Calw,

Enzkreis und Freudenstadt, den

Kommunen Freudenstadt, Horb,

Maulbronn, Nagold, Niefern-

Öschelbronn, Bad Teinach-Zavelstein

und Pforzheim, der

Industrie- und Handelskammer

Nordschwarzwald, dem Regionalverband,

der Sparkasse Pforzheim

Calw, der Kreissparkasse

Freudenstadt sowie der Handwerkskammer

Karlsruhe.

INNOVATION

Grafik rechts:

Drei Landkreise und das Oberzentrum

Pforzheim mit insgesamt rund

600 000 Einwohnern sowie

eine optimale Infrastruktur

zu allen wichtigen Ballungszentren

und Verkehrsadern – das zeichnet

die Region Nordschwarzwald aus.

WirtschaftsKRAFT 13


Stadt Pforzheim

Die Admedes Schuessler GmbH

in Pforzheim

gilt als Weltmarktführer für selbstexpandierende Gefäßstützen.

Die sogenannten Stents entfalten sich erst im menschlichen Körper

auf ihre vorbestimmte Größe.

FOTOS: ADMEDES/ACANDIS

14


Nitinol hat die Medizintechnik

revolutioniert

Raum Pforzheim mit weltweit

einmaliger Dichte an Kompetenzen

für superelastischen Werkstoff

53

Betriebe des verarbeitenden

Gewerbes gibt es im Stadtkreis

Pforzheim. Sie beschäftigen

insgesamt 11.086 Arbeitnehmer

und machen

zusammen einen Umsatz

in Höhe von rund 498

Millionen Euro.

INNOVATION

VON GERD LACHE

Es gibt eine Unternehmer-Vision in

der Region Nordschwarzwald. Sie

lautet: Die in Deutschland reichlich

vorhandenen Expertenkenntnisse

sowie die herausragende klinische

Forschung sollen insbesondere in

dem Wachstumsgebiet der Medizintechnik

zusammengeführt werden.

Dr. Andreas Schüßler und Ehefrau

Kirsi Schüßler haben diese Vision.

In Pforzheim schickt sich das Unternehmer-Paar

an, seine Vorstellungen

in die Tat umzusetzen.

Die Goldstadt sowie der sie umschließende

Landkreis Enzkreis haben

sich zu einem starken Standort

für medizintechnische Unternehmen

entwickelt. Begründet ist dies

unter anderem durch die hier ansässige

Schmuckindustrie. In der vor

mehr als zwei Jahrzehnten beginnenden

Strukturkrise mussten sich

die „Schmuckler“ – wie die Firmen

der Branche liebevoll bezeichnet

wurden – auf neue Geschäftsfelder

konzentrieren. Feinwerktechniker,

Maschinenbauer, Uhrenzulieferer

und andere hatten mit einem Mal

neue Kunden zu bedienen: neben

der Automobilindustrie und der

Dentalbranche die Medizintechnik.

Die Umstellung auf die qualitativ

hohen Anforderungen der Medizintechnik

an feinste Handarbeit und

industrielle Miniaturisierung waren

für die Betriebe kein Problem, weil

es zu einem großen Teil ohnehin ihr

Metier im Schmuckbereich war.

Mit der Admedes Schuessler GmbH

(Andreas Schüßler ist dort Geschäftsführer)

hat ein Weltmarktführer

für selbstexpandierbare Stent -

komponenten (Stent ist eine Gefäßstütze)

seinen Sitz in der Goldstadt.

Daneben gibt es die G. Rau GmbH

& Co. KG (Pforzheim) sowie die

Vascotube GmbH (Birkenfeld) als

führende Unternehmen bei medizinischem

Halbzeug. Gemeinsam

mit der 2006 gegründeten Firma

Acandis (Gesellschafter: Kirsi und

Andreas Schüßler) können im Raum

Pforzheim somit große Synergieeffekte

im Bereich der Medizintechnik

erzielt werden.

Unter den vorgenannten Firmen

hat G. Rau die längste Tradition.

1877 hat dort alles mit der Produktion

von Werkstoffen für die

Schmuckindustrie begonnen, dazu

zählte auch das berühmte Doublé-

Gold (Goldschicht auf Messing).

Inzwischen hat das Unternehmen

einen bahnbrechenden Erfolg erzielt,

der durch die langjährige

Kompetenz im Umgang mit Metallen

begründet ist. Es geht um

den sagenhaften Werkstoff namens

Nitinol. Seit über 50 Jahren bekannt,

wurden seine beinahe magischen

Eigenschaften erst spät

entdeckt. Nitinol besteht jeweils

zur Hälfte aus Titan und aus

Nickel.

Präzisionsarbeit auf kleinstem Raum:

Die Stents von Admedes Schuessler erhalten feine lasergeschnittene Strukturen.

WirtschaftsKRAFT 15


Stadt Pforzheim

Der Werkstoff hat ein Gedächtnis

und ist zehnmal flexibler als Stahl.

Er ändert seine Eigenschaften in

Abhängigkeit der jeweiligen Temperatur.

Bei Erwärmung „erinnert“

sich die Legierung an ihre ursprüngliche

Form und nimmt diese

wieder an. Die Superelastizität

hat die Medizintechnik revolutioniert:

Implantate wie Gefäßstützen,

Herzklappen, Blutfilter und medizinische

Instrumente werden daraus

gefertigt. Vereinfacht dargestellt

bedeutet dies in der Praxis: Die

Endform eines Nitinol-Implantats

wird bei normal warmer Temperatur

bestimmt. Dann wird das Teil

stark abgekühlt und hernach derart

kleingepresst, dass es mühelos

in das jeweilige Gefäß eingeführt

werden kann. Durch den Körper

des Patienten wird das Implantat

erwärmt. Nitinol erinnert sich an

die vorgegebene Form und entfaltet

sich in seine ursprüngliche Größe.

Einsatz finden Nitinol-Produkte

in der minimal-invasiven Chirurgie

sowie wie in der Orthopädie.

G. Rau war 1992 weltweit der erste

Hersteller von medizinischen Nitinol-Rohren,

heute werden 85 Prozent

des weltweiten Bedarfs für

selbstexpandierende Gefäßstützen

(Stents) mit Formgedächtnis von der

Pforzheimer Rau-Gruppe hergestellt.

Auch der 1996 gegründete Medizintechnik-Spezialist

Admedes

Schuessler gehört dazu. Und mit

dem Neubau der Acandis GmbH &

Co. KG hat sich ein weiteres Hightech-Unternehmen

in der Goldstadt

auf Dauer niedergelassen.

Die Acandis-Produkte werden unter

anderem zur Behandlung von

Schlaganfall-Patienten eingesetzt.

Beispielsweise führen Ärzte die

kleinen Röhrchen (Stents) in die

Gefäße ein, um sie offenzuhalten.

Laut Acandis-Gesellschafter Andreas

Schüßler gibt es im Raum

Pforzheim mit dem derzeitigen

Firmenbestand „eine auf der Welt

einmalige Dichte an Kompetenzen

für den Formgedächtnis-Werkstoff

Nitinol“. Acandis ist auf Entwicklung

und den Vertrieb spezialisiert.

Das Unternehmen hat derzeit nach

eigenen Angaben zwei Produkte

am Markt: Den sogenannten neurovaskulären

Stent, eine technische

Hilfe zur Behandlung bei Gehirnblutungen

sowie den „Clot Retriever“,

ein technisches Hilfsmittel

zur Behandlung bei akutem Hirninfarkt.

Professor Gerhard Schroth (ein

gebürtiger Calwer) ist Leiter der

Interventionellen Neuroradiologie

am Inselspital Bern. Deutschland

und die Schweiz, so Schroth, seien

führende Länder in der Schlaganfallbehandlung.

Er hob die besondere

Bedeutung von miniaturisierten

Behandlungssystemen hervor,

bei denen Produkte wie jene

von Acandis zur Verbesserung der

Ergebnisse beitragen würden. Im

Übrigen sprach der Professor aus

Bern von einem wachsenden Bedarf.

Grund sei die demografische

Veränderung in der Gesellschaft,

hin zu einem hohen Anteil älterer

Menschen: „Allein in Deutschland

rechnet man bis 2050 mit einer

Zunahme der Schlaganfallpatienten

um 68 Prozent.“ Nach Angaben

der Apotheken-Rundschau ist

Schlaganfall weltweit die zweithäufigste

Todesursache. Allein in

Deutschland seien derzeit pro Jahr

rund 200 000 Menschen betroffen,

85 Prozent davon durch Hirninfarkt,

15 Prozent durch Hirnblutung.

Stents aus Nitinol sind das Kerngeschäft

von Admedes Schuessler.

Mir gefällt…

Professor Martin Schumacher vom

Universitätsklinikum Freiburg begleitet

die Pforzheimer Acandis-

Entwicklung bereits seit 2008 als

Leiter des wissenschaftlichen Beirats.

Schumacher gilt als Pionier

bei der interventionellen Aneurysmenbehandlung

– also Diagnoseoder

Therapieverfahren, bei denen

die krankhafte Gefäßerweiterung

durch einen gezielten Eingriff in

das betroffene Gewebe vorgenommen

wird. Der Freiburger Professor

begrüßte es, dass ein deutsches

Unternehmen mit seinen

Produkten die Fortschritte in der

Schlaganfall- und Gefäß-Behandlung

mit vorantreibt. „Davon brauchen

wir mehr.“

www.acandis.com

www.admedes.com

www.g-rau.de

FOTO: KETTERL

Eugen Müller, Geschäftsführer

von Meyle + Müller

Pforzheim hat eine ideale Lage

zwischen zwei sehr attraktiven

Großstädten, die über beste

Verkehrsanbindungen verfügen

und nach heutigen Maßstäben

in Pendlerreichweite liegen.

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16


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und Stadtmarketing

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und der ganzen Kunst handwerklichen Könnens Biere

von auserlesener Qualität.

Die heimatliche Verbundenheit zur Region Pforzheim

zeigt sich dabei nicht nur durch die gemeinsame

Gold-Tradition, sondern vor allem auch durch die

Verwendung bester Rohstoffe direkt von heimischen

Landwirten aus dem Enzkreis.

Zahlreiche Veranstaltungen, Vereine und Kulturträger,

Umweltorganisationen und Sozialinitiativen werden

durch uns unterstützt und können somit einen

wichtigen Beitrag zur hohen Lebensqualität unserer

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Seit 2006 produziert und entwickelt

die promesh GmbH unter dem Namen

alphamesh Ring- und Schuppengeflechte

für architektonische

Anwendungen. Qualität, Funktion

und Gestaltungsvielfalt stehen für

den alphamesh Anspruch, mit visionärer

Kraft immer wieder neue Anwendungsideen

zu verwirklichen.

Als junger unverbrauchter Werkstoff

fasziniert alphamesh bereits heute

in den unterschiedlichsten architektonischen

und gestalterischen Anwendungsfeldern

– von ganz klein

bis ganz groß. Denn die Dimension

macht alphamesh weltweit einmalig.

Möglich wird dies durch ein spezielles

Herstellungsverfahren, das nahezu

unbegrenzte Abmessungen und

Glänzendes Entrée. Transluzenten Charme

zaubert alphamesh in den Eingangsbereich

eines Bürohauses in Australien.

somit ungeahnte Spielräume ermöglicht.

Als Fassadenwerkstoff

in Gebäudeabmessung, als leichtes

Flächentragwerk oder als Element

der Innenarchitektur immer besticht

alphamesh mit der Option, den Begriff

des Raumes neu zu definieren,

denn der Wechsel von der flachen

Zwei-Dimensionalität in eine formgebende

3. Dimension ist dem flexiblen

Material in die Wiege gelegt.

Licht und Wasser nutzen alphamesh

als Bühne für eigene Inszenierung,

hier mit Reflexionen und dort mit

der Modulation der fließenden Dynamik.

Und weil das Anwendungsspektrum

von alphamesh so vielfältig

ist wie die Idee, die Architekten

und Planer damit verbinden, versteht

sich alphamesh nicht nur als Produkt,

sondern ist vielmehr ein unbegrenzter

kreativ gestaltender Prozess.

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WirtschaftsKRAFT 19


Region Nordschwarzwald

Abstecher

Auf der Westwegroute von Pforzheim nach Basel

gibt es attraktive Wandervarianten,

zum Beispiel ein Abstecher am Feldberg

FOTO: CHRISTOPH DÜPPER/ TOURISMUS-MARKETING GMBH BADEN-WÜRTTEMBERG

20


Mir gefällt…

Warum denn in die Ferne

schweifen? Sieh, der

Schwarzwald liegt so nah!

Mit den Schwerpunkten Wandern, Radfahren, Essen

und Trinken sowie Wellness legen die Touristiker in

Nord und Süd ein wirtschaftliches Erfolgsjahr 2011 hin

VON GERD LACHE

Wo gibt es Hundehotels im Schwarzwald?

Und: Leben irgendwo in der

Region noch Menschen ohne Stromanschluss?

Gaby Baur ist einiges gewöhnt,

wenn Presse-Anfragen aus

aller Welt bei ihr eintreffen. Zumindest

bei Ersterem kann die Expertin

der Schwarzwald Tourismus GmbH

(STG) aus Pforzheim bestätigen: Es

gibt eine Unterkunft, dort werden

die Vierbeiner zur Begrüßung mit

einem Knochen empfangen.

Unterdessen hat der Tourismus im

Schwarzwald ein wirtschaftliches

Erfolgsjahr hinter sich. Ein Teil dieses

Erfolgs steuert ein fünfköpfiges

Team von Pforzheim aus bei. Im

gelben Haus am Waisenhausplatz

ist eine von drei Geschäftsstellen der

STG. Ein weiterer Standort befindet

sich in Villingen-Schwenningen.

Zentralsitz der STG ist Freiburg im

Breisgau. Auch nach der Vollfusion

der Schwarzwälder Tourismusvereinigungen

Nord (Pforzheim), Mitte

(Villingen-Schwenningen) und Süd

(Freiburg) im Jahr 2006 wurden die

jeweiligen Standorte beibehalten.

Die Pforzheimer Bereichs- und Gebietsleiterin

Heide Glasstetter ist

unter anderem für die Mitgliederbetreuung

zuständig. Mitglieder, das

sind bei der STG die Tourist-Informationsstellen,

Bürgermeister-Ämter

und Beherbergungsbetriebe in 320

FOTO: HOTEL TRAUBE TONBACH

Heiner Finkbeiner,

Patron des Hotels Traube Tonbach

in Baiersbronn-Tonbach

Die Region lebt von den Geschenken

der Natur, wie der

Wald. Außerdem gibt es hier

eine traditionell gute Küche, die

sich mit den Nachbarregionen

Baden und Elsass austauscht,

wo auch wunderbare Weine

wachsen. Und nicht zuletzt sind

es die vielen Sehenswürdigkeiten

und die Ausflugsziele für

Gäste, die den Nordschwarzwald

attraktiv machen.

Orten. Mit ihnen ist Heide Glasstetter

im regelmäßigen Austausch.

Gesellschafter der STG sind zwölf

Stadt- und vier Landkreise, darunter

Pforzheim, Karlsruhe und Freiburg

sowie die Landkreise Enzkreis,

Calw und Freudenstadt.

„Wir haben vier Schwerpunktthemen:

Wandern, Radfahren, Essen

und Trinken sowie Wellness“,

erklärt Glasstetter. Klassiker beim

Wandern sei der Westweg, dessen

Startpunkt am Pforzheimer Kupferhammer

liegt. Die rund 290 Kilometer

lange Route ist online bei den

„Top Trails of Germany“ aufgeführt.

Knapp 280 Kilometer weist die von

den Schwarzwald-Touristikern neu

zusammengestellte Strecke des Panorama-Radwegs

aus. Route: Von

Pforzheim nach Waldshut-Tiengen

in fünf Etappen. 450 Kilometer lang

ist die Bike-Crossing-Route von

Pforzheim nach Bad Säckingen. Neu

aufgelegt wurde eine Karte mit E-

Bike-Tankstellen. Für das Wellness-

Profil hat die STG unter dem Titel

„Schwarzwald Balance“ ein Produkt

entwickelt, das auch das Schwerpunkt-Thema

„Essen und Trinken“

einbindet. Das Programm: Gesundheitsorientierte

Wohlfühl-Urlauber

können sich mit Fichtennadel-Bädern,

Holunderblüten-Duft, Schlacke

lösenden Massagen und Entspannung

bei ruhiger Musik verwöhnen

lassen. Bei der Ernährung aus regionaler

Produktion wird darauf geachtet,

dass der Säure-Basen-Haushalt

wieder ins richtige Lot kommt.

Was die Urlaubsprogramm-Erfinder

der Pforzheimer STG zusammenstellen,

das lanciert Gaby Baur als

Berichte und Filme in Zeitungen,

Zeitschriften und elektronischen

Medien, indem sie beispielsweise

Pressereisen durch den Schwarzwald

organisiert. „In den vergangenen

zwei Jahren haben die Anfragen

von spanischen und italienischen

Journalisten stark zugenommen“,

sagt Baur. Das Interesse reiche

von Kulinarik über Brauchtum bis

zu Museen. Unterdessen gewinne

das Thema Erneuerbare Energien

im Tourismus an Bedeutung, etwa

im Hinblick auf klimaneutrale Hotels

oder alternative Antriebstechniken

wie der Verleih von E-Bikes

am Urlaubsstandort.

www.schwarzwald-tourismus.info

www.top-trails-of-germany.de

TOURISMUS

WirtschaftsKRAFT 21


MUSEUMSFÜHRUNG

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Mit AUDAX

auf der Sonnenseite

Energiesparen mit 3M-Sonnenschutzfolien

VON WOLFGANG PFAU,

WERBEFORM GMBH

Die AUDAX-Keck GmbH in Calw

ist ein international tätiges Unternehmen,

das sich auf verschiedene

Bereiche der Industrietechnik

spezialisiert hat. Neben Entwicklung,

Produktion und Vertrieb innovativer

Produkte gehören auch

Dienstleistungen und Consulting

zum Portfolio.

Im Unternehmensbereich „Sonnenschutz“

ist AUDAX seit über 25

Jahren autorisierter Fachverlegebetrieb

und Handelspartner von 3M

Deutschland. Als maßgeschneiderte

Lösungen sorgen professionell verlegte

3M-Sonnenschutzfolien für

3M-Sonnenschutzfolien, von AUDAX

professionell verlegt, bieten effektiven

UV- und Hitzeschutz und tragen so

nachhaltig zu Energieeinsparung und

CO2-Reduzierung bei.

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ein nachhaltig angenehmes Raumund

Arbeitsklima, u.a. in Büround

Verwaltungsgebäuden, Werkstätten

und Produktionsräumen,

Laden- und Verkaufsräumen sowie

in öffentlichen Gebäuden und

Verkehrsmitteln. AUDAX-Sonnenschutzfilme

bieten effektiven UVund

Hitzeschutz, indem sie die

Hitzeentwicklung im Raum dauerhaft

reduzieren. Da der Energiebedarf

der Klimatechnik im Gebäude

entsprechend sinkt, lassen

sich auf diese Weise signifikante

Einsparungen bei den Stromkosten

erzielen. Hierdurch ergibt sich auch

eine nachhaltige CO 2

-Reduzierung.

3M-Sonnenschutzfolien übernehmen

zudem noch weitere wichtige

Funktionen wie Kratz-, Sicherheitsund

Splitterschutz.

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D-75365 Calw

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WirtschaftsKRAFT 23


Glücksgemeinde Schömberg Gemeinde Unterreichenbach Wohlfühlgemeinde Engelsbrand

LUFTBILDER: WERBEWIRTSCHAFT SCHÖMBERG

Für die stressgeplagten Menschen

im Großraum Stuttgart, Karlsruhe

und Pforzheim erfüllt die Portalgemeinde

in den Naturpark Schwarzwald

Mitte/Nord eine besondere

Naherholungsfunktion.

Neben dem hohen Freizeitwert genießt

Schömberg aber auch noch

einige andere Vorzüge. Die soziale

und wirtschaftliche Struktur bietet

viele Möglichkeiten für Neubürger

und interessierte Unternehmen.

Glücksgemeinde

Schömberg

Die im nördlichen Landkreis Calw

gelegene Glücksgemeinde Schömberg

wird erstmals in einer Schenkungsurkunde

des Klosters Hirsau

in den Jahren 1176/77 urkundlich

erwähnt. Durch die Gründung eines

Lungensanatoriums im Jahr 1888

wird Schömberg zu einem bedeutenden

Lungenkurort.

Heute präsentiert sich der Heilklimatische

Kurort der Premium

Class den Gästen als idealer Ferienund

Erholungsort mit besonders

familienfreundlichen Einrichtungen

für Sommer- wie Wintersportler sowie

einem attraktiven Einzelhandel.

Landschaftlich äußerst reizvoll auf

einem Hochplateau gelegen, ist

Schömberg eine lebendige Gemeinde

mit hohem Freizeitwert, einem

intakten Vereinsleben und einem

abwechslungsreichen kulturellen

Programm.

Gemeinde Schömberg

Bürgermeisterin Bettina Mettler

Lindenstraße 7

75328 Schömberg

Tel. 07084 14444

Fax 07084 14445

touristik@schoemberg.de

www.schoemberg.de

Gemeinde

Unterreichenbach

Im Tal wo Nagold und Reichenbach

zusammenfließen, liegt Unterreichenbach.

Mit seiner zentralen Lage zwischen

Karlsruhe und Stuttgart und seiner

unmittelbaren Nähe zu Pforzheim

und Calw ist Unterreichenbach

ein idealer Wohn- und Erholungsort

und eignet sich besonders für

Familien. Eine sehr gute Kinderbetreuung,

Grundschule und alle

weiterführenden Schulen in unmittelbarer

Nähe, sowie ein reges

Vereinsleben laden ein. Die Nagoldtalbahn

bildet das Herzstück

einer idealen Nahverkehrsanbindung.

Wer an der Geschichte unserer

Gemeinde interessiert ist, stößt

unwillkürlich auch auf das Flößerleben

der Unterreichenbacher. In

Unterreichenbach gibt das neu gestaltete

Flößermuseum Einblick in

24


die Arbeit der ehemaligen Flößer.

Um an die Geschichte der Flößer

zu erinnern, wurde ein Waldflößerdenkmal

in Unterreichenbach

aufgestellt. Darüber hinaus

findet alle 3 Jahre das so genannte

Talhubenfest statt. Neben zahlreichen

Attraktionen, zählen

Schaufahrten der Unterreichenbacher

Talhubenflößer auf einem

über 100 Meter langen Originalfloß

dazu.

In den Teilorten Engelsbrand und

Grunbach befindet sich jeweils

eine moderne Grundschule. Für

die „Jüngsten“ gibt es in jedem

Ortsteil eine Kindertagesstätte sowie

sehr gut gepflegte und modern

ausgestattete Kinderfreizeitanlagen.

Sehr vielseitige Aktivitäten bietet

die Gesamtgemeinde Engelsbrand

auch im sportlichen sowie im kulturellen

Bereich.

PORTRÄT

Gemeinde Unterreichenbach

Bürgermeister Carsten Lachenauer

Im Oberdorf 15

75399 Unterreichenbach

Tel. 07235 9333-0

Fax 07235 9333-33

info@unterreichenbach.de

www.unterreichenbach.de

Wohlfühlgemeinde

Engelsbrand

Auf einer Hochlage von 550 m –

650 m über dem Meeresspiegel hat

sich einst die Gemeinde Engelsbrand

angesiedelt und wurde im Jahre

1075 erstmals urkundlich erwähnt.

Mit ihren Teilorten Engelsbrand, Grunbach

und Salmbach liegt sie im wahrsten

Sinne des Wortes ganz auf der Höhe

im nördlichen Schwarzwald und

erhielt bis Mitte des 20. Jahrhunderts

das Prädikat „Höhenluftkurort“.

Die nahegelegene Stadt Pforzheim ist

die 5. größte Stadt in Baden-Württemberg

(Oberzentrum der Region

Nordschwarzwald) und nur ganze

10 km von Engelsbrand entfernt.

Unsere Wohnbaupreise mit Kinderbonus

machen unsere Gemeinde

für die Familien attraktiv und zum

Wohlfühlen.

Gemeinde Engelsbrand

Bürgermeister Bastian Rosenau

Eichbergstraße 1

75331 Engelsbrand

Tel. 07235 9324-0

Fax 07235 9324-19

gemeinde@engelsbrand.de

www.engelsbrand.de

Interkommunales Gewerbegebiet

der Gemeinden Schömberg, Unterreichenbach und Engelsbrand

Lage – Anbindung:

Gemeinde Schömberg,

Landkreis Calw

Ca. 15 km südlich von Pforzheim,

Gemeinde Schömberg/

Ortsteil Langenbrand direkt

an der Landesstraße L582.

Nächster Autobahnanschluss

ist Pforzheim oder Heimsheim.

Zum Flughafen Stuttgart ca. 40 km.

Gebietsgröße: 100 000 m 2 ,

variable Zuschnitte möglich.

Planungsrechtliche Situation:

Gewerbegebiet gemäß § 8 Bau NVO;

FH 12 m, ebene Topographie.

Verfügbarkeit:

Die Bauplätze sind verfügbar

und bebaubar.

Ansprechpartner:

Frau Bettina Mettler, Tel. 07084 14-110

www.intercom-nordschwarzwald.de

WirtschaftsKRAFT 25


Stadt Pforzheim

Reicht völlig aus

Trotz der Reduzierung auf nur einen Uhrzeiger

kann der Geübte die Zeit bis auf wenige Minuten genau ablesen

FOTO: DEFAKTO UHREN

26


Liebhaber-Objekt

für Design-Puristen

und Entschleuniger

Wem nur noch die Stunde schlägt.

Die Einzeigeruhr von Raphael Ickler soll

dem Träger seinen eigenen Rhythmus geben.

VON GERD LACHE

Braucht man heutzutage noch

eine Uhr am Armgelenk? „Eigentlich

nicht“, behauptet der Student

Raphael Ickler und weist auf die

komfortablen Zeitanzeige-Funktionen

seines Smartphones hin. Genau

deshalb hat der Sohn eines Pforzheimer

Uhrenfabrikanten ein Produkt

entwickelt, bei dem nicht die

Funktion, sondern das Lifestyle-

Gefühl dominiert: die Einzeigeruhr.

Keine Sekundenanzeige. Keine

Minutenanzeige. Nur die Stunde

wird angezeigt.

Das Konzept sei zwar nicht völlig

neu, aber die Umsetzung sei sehr

eigenständig und unterscheide sich

deutlich von anderen Modellen mit

dieser besonderen Anzeige, bewertete

die Fachpresse das Produkt

aus Pforzheimer Herstellung. „Wer

geübt ist, kann bis auf zwei oder

drei Minuten Genauigkeit ablesen“,

sagt Ickler und sinniert: „In unserer

schnelllebigen Zeit kann der Träger

der Uhr damit seinen eigenen

Rhythmus finden.“

Zielgruppe der Einzeigeruhr seien

zum Beispiel Design-Puristen und

Liebhaber von ausgefallenen Objekten,

außerdem „Leute, die runter

kommen wollen von ihrem Termindruck

und die das Tempo reduzieren

möchten“, erklärt er.

Der 26-Jährige ist Chef des

Ein-Mann-Unternehmens „Defakto

Einzeigeruhren Uhrenmanufaktur

Ickler GmbH“ an der Hirsauer

Straße in Pforzheim, dem Oberzentrum

der Region Nordschwarzwald.

Zu seinen Kunden zählt

Ickler Künstler, Architekten, „im

Prinzip die ganze Bandbreite der

Kreativszene“. Altersstruktur: „25

bis 55 Jahre, aber in der Mehrzahl

eher die Jüngeren.“ Ist damit Geld

zu verdienen? 270 Exemplare habe

er bereits verkauft. Preisspanne

zwischen 395 (Edelstahlausführung)

und 480 Euro (Edelstahl in

Mattschwarz mit PVD-Beschichtung).

Er finanzierte damit sein

Betriebswirtschaftsstudium an der

FOTO: DEFAKTO UHREN

Hochschule Pforzheim, dort im

Fachbereich Werbung. Mit der Vermarktung

der Einzeigeruhr nutzte

er demnach eine ideale Verbindung

zwischen Hochschullehre und praktischer

Anwendung.

Der Jungunternehmer setzt auf die

digitalen Verkaufskanäle. Große

Messen wie Inhorgenta oder Baselworld

nutzt er lediglich als Besucher.

Seine Einzeigeruhr bringt

Ickler via Internet an den Kunden.

„Ich habe 2009 ohne großes Budget

und nur mit einer Website begonnen“,

erklärt er. Google, Facebook

& Co. als Verkaufshilfen seien ihm

anfangs suspekt gewesen.

Inzwischen nutze er die gesamte

digitale Bandbreite des Social Media

und anderer Segmente des Web

2.0. „Das sind sehr kosteneffiziente

Kanäle“, meint der Uhrenbauer.

Ideal sei auch die Möglichkeit zur

Interaktion in Form von User-Kommentaren

oder Blogs.

Design, Konzept, Vermarktung

– „alles Ickler“, sagt der Jungunternehmer

stolz. Und: „Die Uhr ist

komplett Made in Germany“ – vom

hochwertigen Schweizer ETA-Werk

einmal abgesehen.

Kürzlich hat Ickler sein Produktportfolio

in Richtung Funktionalität

erweitert. Er brachte eine herkömmliche

Zweizeigeruhr „Made

in Nordschwarzwald“ auf den

Markt: die Defakto Akkord. Und

warum der Sinneswandel? „Es gab

eine sehr hohe Nachfrage der Kunden.

Und man kann ja das eine tun

ohne das andere zu lassen“, sagt

der geschäftstüchtige Uhrenbauer.

www.defakto-uhren.de

FOTO: BECHTLE

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 27


28


Die Dentaurum-Gruppe –

weltweit einzigartig

in vielen Bereichen

Beim ältesten unabhängigen Dentalunternehmen der Welt

stehen die Charakteristika Innovation, Nachhaltigkeit, Umweltschutz

und Tradition perfekt miteinander im Einklang

PORTRÄT

Von der Wurzel bis zur Krone

Das Ispringer Dentalunternehmen

feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges

Jubiläum. Mit einer außergewöhnlich

umfangreichen Pro dukt -

palette von der Wurzel bis zur Krone,

hat sich die Dentaurum-Gruppe

international einen ausgezeichneten

Namen in der Kieferorthopädie,

Implantologie, Zahntechnik und

Dentalkeramik erarbeitet. Dentaurum

steht für erstklassige Produkte

made in Germany zur Herstellung

eines perfekten Zahnersatzes, für

besonders ästhetische und bioverträgliche

kieferorthopädische Therapien

sowie für eine Fülle an Ser -

vice- und Dienstleistungen, wie beispielsweise

Fortbildungsveranstaltungen.

Über eigene Niederlassungen

in 8 Ländern und Vertretungen

weltweit, sind die Dentalprodukte

in mehr als 130 Ländern erhältlich.

Innovation und Tradition, Technologie,

Umweltschutz und soziales

Engagement werden im Hause Dentaurum

als Einheit verstanden und

konsequent gelebt. Innovative Produkte,

zuverlässige Qualität und

ein umfassender Service kennzeichnen

das Familienunternehmen zum

Nutzen des Kunden und letztlich

zum Wohle des Patienten.

Modernste Technologien

Der Name Dentaurum ist untrennbar

mit hoher Qualität verbunden.

Bezeichnend für die Dentaurum-

Gruppe sind die Kurzstatements:

Wege erforschen, Erfolgsrezepte lie -

fern, Begeisterung erzielen und Visionen

realisieren. Damit wird bereits

deutlich zum Ausdruck gebracht,

dass innovative Technologien

sowohl in der Entwicklung und

Produktion als auch auf der Angebotsseite

im Denken bei Dentaurum

eine zentrale Rolle spielen. In der

Fertigungstechnologie nimmt Dentaurum

durch den Einsatz eines extrem

breiten Spektrums an verschiedenen

Produktionstechnologien in

einem einzigen Unternehmen eine

einzigartige Stellung ein. In den

meisten Unternehmen kommen nur

sehr wenige spezielle Maschinen

und Fertigungsverfahren in größeren

Umfang zum Einsatz. Ganz anders

bei Dentaurum: Hier wird parallel

eine außergewöhnlich breite

Palette von Verfahren genutzt. Dieser

Umfang und dieses Spektrum

werden sonst nur bei Konzernen

und Großunternehmen mit einem

vielfachen des Dentaurum Personals

und Umsatzes erreicht. Die außergewöhnliche

Fertigungstiefe sichert

der Dentaurum-Gruppe die notwendige

Wettbewerbsfähigkeit durch Risikostreuung,

macht Synergieeffekte

bei der Produktpalette nutzbar und

erlaubt eine sehr hohe Wertschöpfung

im eigenen Unternehmen.

Umweltschutz wird

großgeschrieben und gelebt

Dem Familienunternehmen in der

vierten Generation lag der verantwortungsvolle

Umgang mit der Umwelt

schon immer sehr am Herzen.

Bereits 1991 wurde Dentaurum ein

Umweltpreis für die Vermeidung und

Verwertung von Gewerbeabfällen

verliehen. Als erstes Unternehmen

der Dentalindustrie in Deutschland,

wurde 1994 die herkömmliche Einweg-Transport-Verpackung

durch

ein modernes, ökologisch sinnvolles

Mehrwegkonzept ersetzt. 1995 wurde

Dentaurum als Mitglied im Bundesdeutschen

Arbeitskreis für Umweltbewusstes

Management (B.A.U.M.)

aufgenommen und nach einer ökologischen

Schwachstellenanalyse als

umweltbewusstes Unternehmen aus -

gezeichnet. Die Wirksamkeit der

Umweltpolitik wird durch das 1996

eingeführte Umweltmanagementsystem

(EMAS) und die Zertifizierung

nach DIN EN ISO 14001 kontinuierlich

gewährleistet und durch

interne und externe Prüfungen regelmäßig

kontrolliert.

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WirtschaftsKRAFT 29


Region Nordschwarzwald

Sprungbrett

Das Innotec Pforzheim - Zentrum für Software, Technik und Design –

unterstützt junge Unternehmen auf ihrem Weg nach oben

FOTO: WINFRIED REINHARDT

30


Mir gefällt…

Die Hoch-Burg der IT-Talente

steht im Nordschwarzwald

Unternehmen der Region räumen Preise

für Software-Innovationen ab

und bilden Top-Fachkräfte heran

VON GERD LACHE

Bis zum frühen Morgen an Softwareaufgaben

knobeln, Vertreter

von IT-Unternehmen kennen lernen

und mit Gleichgesinnten diskutieren

– das ist das Projekt „IT Hochburg

Deutschland“ in Bad Liebenzell.

Einmal im Jahr wurden bisher

junge Talente der Informationstechnologie

(IT) für ein langes Arbeitswochenende

auf die Burg in

den Nordschwarzwald eingeladen.

Es handelt sich dabei um die 30

Sieger der Initiative „Bundesweit

Informatiknachwuchs fördern“. Das

Ziel: Neben der Talentförderung die

jungen Software- und Computer-

Experten mit Vertreten von Firmen

aus der Region zusammenzubringen.

Stichwort: Fachkräfte-Akquisition

für den Nordschwarzwald.

Einer der Förderer dieser Bad Liebenzeller

Initiative ist neben der

Sparkasse Pforzheim Calw die Firma

Omikron Data Quality GmbH aus

Pforzheim. Im Jahr 1981 gründete

Carsten Kraus noch vor seinem

Abitur das Unternehmen. Heute ist

Omikron nach eigenen Angaben

eines der führenden deutschen Unternehmen

im Bereich Datenqualität

sowie europäischer Marktführer

für Suche und Navigation in Online-Shops.

Unlängst räumte Omikron

gleich zweimal einen Preis

ab: Zum einen beim „CyberOne“-

Businessplan-Wettbewerb von Baden-

Württemberg connected (bwcon).

Und für die Geschäftsidee „Fact-

Finder Travel“ gab es den „Sonderpreis

der Deutschen Börse“. Das

ist die Idee dahinter: Wer bisher

im Internet eine Reise buchen wollte,

musste vorgegebene Antwortoptionen

ausfüllen und sich bei

der Information durch Unmengen

von Webseiten hindurch klicken.

Die Software Fact-Finder Travel

von Omikron hat eine „semantische

Reisesuche“ entwickelt. Das bedeutet:

Der Nutzer kann in einem Suchfeld

Begriffe formulieren, wie ihm

„der Schnabel gewachsen“ ist. Er

nennt individuelle Wünsche wie bei

einer Volltextsuche. Also beispielsweise

neben dem Reiseziel auch

Richard Eberhardt

Geschäftsführer der

Unternehmens-Gruppe Eberhardt

Die Standortwahl war durch die

Bedürfnisse unserer Kunden aus

dem hiesigen Wirtschaftsraum

vorbestimmt. Dort zu sein, wo

wir gebraucht werden, um dann

gemeinsam Infrastruktur voranzubringen,

bedingten sich

einander. Mit Engelsbrand bildet

unser Firmenstandort den

Mittelpunkt unserer konzessionierten

Linienverkehre. Die

erweiterten Anbindungen an die

A8 und die Nähe zu den Flughäfen

Stuttgart, Karlsruhe und

Frankfurt am Main ist ein besonderer

Standortvorteil.

Begriffe wie „Sommer, Sonne, drei

Kinder mit Hund“. Fact-Finder präsentiert

dem Suchenden all jene

infrage kommenden Reiseziele und

Unterkünfte, die genau seinen Kriterien

entsprechen. Und das in kurzer

Zeit.

Nachwuchsförderung im Bereich der Informationstechnologie betrachten die Firmen der

Region als ständige Aufgabe. FOTO: KETTERL

FOTO: KETTERL

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 31


Region Nordschwarzwald

Ohnehin glänzt die Region Nordschwarzwald

durch innovative IT-

Firmen. Da ist zum Beispiel der

Suchmaschinen-Optimierer e-wolff:

Der Heimsheimer Spezialist für

Online-Marketing ist eines von acht

Unternehmen, die „zu den Besten

ihrer Profession“ zählen, wie Vorstandschef

Michael Riese von UDG

sagt. Unter dem Namen UDG –

United Digital Group (wörtlich übersetzt:

Vereinigte Digital-Gruppe)

schlossen sich unterschiedlich gelagerte

Spezialisten zusammen.

Eines der Gründungsmitglieder:

e-wolff. Dessen Spezialthemen sind

Google, Facebook, YouTube & Co.

Aus dem Zusammenschluss der Unternehmen

entstand unter dem Dach

der UDG „eine der größten Agenturen

für digitale Markenführung

mit rund 500 Mitarbeitern“, macht

Martin Gaubitz deutlich. Er ist

Senior-Berater bei e-wolff. Nach

UDG-Angaben erzielen die Agenturen

zusammen einen Honorarumsatz

von 89 Millionen Euro.

Damit verdrängen sie den Digitaldienstleister

T-Systems Multimedia

Solutions von der Spitzenstellung

mit 83 Millionen Umsatz.

Unterdessen trafen sich 40 junge

Medienleute, Architekten, Ingenieure,

Designer aus ganz Europa

im sogenannten Kreativ-Labor an

der Fakultät für Gestaltung der

Hochschule Pforzheim. Ihr Auftrag:

Neue Strategien für die alte Goldstadt

zu entwickeln. Ihre Lösung:

Zum Thema Urbanität und Stadtentwicklung

wird eine App (Applikation),

also ein kleines Programm

für das Smartphone, entwickelt, mit

dem Informationen über die Stadt,

ihre Geschichte, ihre Zukunft, vorgestellt

werden können. Die Teilnehmer

des Spitzentreffens unter

dem Titel „Future Media Vision“

waren vor allem „Young European

Talents“, also junge Talente aus

Europa, die sich im vergangenen

Jahr über ein EU-Projekt in Brüssel

kennengelernt haben.

Isabella Zahorka von „Dumbo &

Gerald“, einem Pforzheimer Studio

für interdisziplinäres Design,

gehörte 2009 zu den EU-Talenten,

knüpfte dort ein Netzwerk und

holte die Gruppe der europäischen

Kreativen in die Goldstadt. Unterstützt

wurde sie von Philipp Bauknecht,

Geschäftsführer der medialesson

GmbH Pforzheim, ebenfalls

32


ein „Young European Talent“.

Bauknecht ist einer von 5000 ausgewählten

Entwicklern, die unlängst

an der „Build Windows“ im

kalifornischen Anaheim/USA teilgenommen

haben und zu jenen

gehören, die ein Geräte mit der ersten

Version des künftigen Betriebssystems

Windows 8 zum Test mit

nach Hause bekamen. Bauknecht

hat bereits erste Anwendungen für

Windows 8 in seiner IT-Werkstatt

im Innotec Innovationszentrum

Pforzheim entwickelt.

Ebenfalls zu den Großen der

Branche gehört Meyle+Müller.

Unternehmen wie Volkswagen und

Ikea stehen in der Kundenkartei des

Pforzheimer Mediendienstleisters.

Sein jüngster Coup: Die Entwicklung

einer „intuitiven Shopping-

App“ für den größten europäischen

Outdoorhändler Globetrotter. Dieser

macht seinen Kunden das mobile

Einkaufserlebnis auf dem Tablet-Computer

iPad noch komfortabler.

Intuitiv bedeutet hier: Ohne

Schulung findet sich auch der ungeübte

Anwender mühelos in dem digitalen

Globetrotter-Katalog zurecht.

Als „Methusalem in der IT-Branche“,

bezeichnet Geschäftsführer Roland

Pfeiffer sein Unternehmen, die

Uniserv GmbH mit Sitz in Pforzheim.

Gründungsjahr: 1969. Neben

dem Versandhandel lassen

Verlage, Banken und große Institutionen

wie der ADAC die Pforzheimer

Software über ihre Computer

laufen. „Wir waren die Ersten

in Europa, die eine Standard-

Software zur Dubletten-Erkennung

32,2 %

beträgt die Exportquote

von 283 Betrieben

des verarbeitenden

Gewerbes in der Region

Nordschwarzwald.

erstellt haben“, sagt der Geschäftsführer.

Neben der ursprünglichen

Dublettenprüfung gibt es inzwischen

zahlreiche weitere Funktionen,

die den Datenbestand der Unternehmen

sauber halten und die

Verwaltung effizient gestalten.

Weltweit sind mehrere Tausend

Computerprogramme von Uniserv

auf Großrechnern installiert. Das

Unternehmen aus Pforzheim ist

damit nach eigenen Angaben „der

größte spezialisierte Anbieter von

Data Quality Solutions in Europa“.

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WirtschaftsKRAFT 33


Stadt Pforzheim

Hochschule Pforzheim

5100 Studierende und ihre Professoren

arbeiten an den drei Fakultäten täglich an innovativen Ideen

FOTOS: KETTERL

34


Von der Theorie zur Praxis:

Forschung am Puls der Zeit

Betriebswirtschaftliches Fachwissen,

gestalterische Kreativität und technische

Präzision formen die Hochschule Pforzheim

VON DANIELA KNEIS

Innovationen stehen hier auf der

Tagesordung: In den drei Fakultäten

– Gestaltung, Technik sowie

Wirtschaft und Recht – wird jeweils

eine solide, breit aufgestellte Grundausbildung

vermittelt. Vom ersten

Semester an profitieren die Studierenden

von den guten Beziehungen

der Hochschule zu regionalen und

überregionalen Unternehmen.

Nach Abschluss des Ausbauprogramms

„Hochschule 2012“ werden

über 200 Professoren, zwischen

150 und 250 Lehrbeauftragte und

300 Mitarbeiter rund 5800 Studierende

betreuen. Somit ist sie eine

der größten Fachhochschulen des

Landes Baden-Württemberg.

Angewandte Forschung ist dort ein

zentraler Bestandteil. Forschungsvorhaben

finden im Verbund mit

anderen wissenschaftlichen Einrichtungen

statt, werden von Professoren

initiiert oder von Unternehmen an

die Hochschule herangetragen. Beispielsweise

das Schmucktechnologische

Institut entwickelt feinwerktechnische

Verfahren, Geräte

und schmuckrelevante Werkstoffe.

Im Institut für Industrial Ecology

(INEC) werden Fragen nach einem

effizienten Einsatz von Ressourcen

erforscht und beantwortet. Über

die Akademie an der Hochschule

Pforzheim (ahp) können Unternehmen

Forschungs- und Projektanfragen

in Auftrag geben.

„Zehn Prozent sind immer drin“

mit dieser Aufforderung lässt Professor

Dr. Mario Schmidt, Leiter

des Studiengangs Ressourceneffizienzmanagement,

die Unternehmen

aufhorchen. Einsparungen in

den Betrieben sind häufig nicht

– wie oft angenommen – über die

Personalkosten, sondern über die

Materialkosten zu erzielen. „Gerade

mittelständischen Firmen ist

oft das Einsparpotenzial in diesen

Stoffkreisläufen nicht deutlich.“

Dr. Fritz Gairing, Professor für Personalmanagement,

ist zurzeit in einem

Forschungsprojekt für Personalentwicklung

in mittelständischen Unternehmen

involviert, das vom badenwürttembergischen

Wirtschaftsministerium

und der Industrie- und

Handelskammer initiiert wurde.

Professor Dr. Peter Kohmann forscht

seit knapp zehn Jahren in Kooperation

mit dem Unternehmen Canyon:

Er entwickelte im Studiengang

Maschinenbau mehrere Fahrradprüfstände,

mit deren Hilfe neue

Rahmenkonzepte mehrachsig vor

der Serienproduktion auf „Herz und

Nieren“ geprüft werden können.

Für Dr. Karlheinz Blankenbach gibt

es unterdesssen viel Forschungsarbeit

im Bereich Displaytechnik zu

leisten.

Der Professor im Studiengang Informations-

und Elektrotechnik entwickelt

leistungsstarke Displays in

Kooperation mit der Industrie. Die

von ihm konstruierten Bildschirme

sind im Cockpit von Großflugzeugen

genauso zu finden wie bei Handys.

Mit dem Entwurf und der Architektur

eingebetteter Systeme beschäftigt

sich das Promotionskolleg

an der Hochschule Pforzheim, das

in Kooperation mit der Universität

Tübingen in diesem Jahr an den

Start ging.

Die Frage, wie muss ein modernes

Print-Magazin aussehen und konzipiert

sein, war nur ein Thema, mit

dem sich die Studierenden in der

Fakultät für Gestaltung zusammen

mit den betreuenden Professoren

im vergangenen Jahr auseinandersetzten.

In einem Stegreifprojekt

wurde im Oktober 2011 der Frage

nachgegangen, mit welchen Produkten

der Porsche Design Store

sein Sortiment erweitern könnte.

www.hs-pforzheim.de

Abendlicher Hingucker: der beleuchtete Campus an der Tiefenbronner Straße.

BILDUNG

WirtschaftsKRAFT 35


Landkreis Calw

SRH-Hochschule Calw

Die Zahl der Studiengänge und die der Studierenden soll bis zum Jahr 2015

verdoppelt werden. Künftig ist ein Studienbeginn auch unterjährig möglich.

FOTOS: SRH-HOCHSCHULE CALW

36


Solide akademische

Ausbildung mit

internationaler Ausrichtung

Die Hochschule für Wirtschaft und Medien will sich

durch engere Kontakte zu den Unternehmen und

Institutionen noch besser in der Region verankern

VON RALF RECKLIES

Die SRH-Hochschule Calw wird in

den nächsten Jahren weiter kräftig

wachsen. Die Zahl der Studierenden

soll laut dem Geschäftsführer

Christian Gerard bis zum Jahr

2015 auf rund 600 ansteigen und

sich damit nahezu verdoppeln. Dies

soll unter anderem durch die Einrichtung

von zwei neuen Studiengängen

geschehen. Zum einen soll

ab dem Mai des nächsten Jahres

ein Studiengang Controlling angeboten

werden. Bis zum Ende 2012

ist dann zusätzlich der Start eines

Studiengangs Financial Services

geplant. Die Akkreditierung soll

Anfang des nächsten Jahres erfolgen.

Knapp mehr als 300 Studenten

werden derzeit an der SRH-Hochschule

für Wirtschaft und Medien

Calw ausgebildet. „Im Fachbereich

Medien- und Kommunikationsmanagement

sind bei uns aktuell etwas

mehr Studenten als im Bereich

Steuern und Prüfungswesen eingeschrieben“,

sagt Gerard. Hier werde

angestrebt, wieder ein ausgewogenes

Verhältnis der Studierendenzahl

zu erreichen.

Neuerungen wird es aber auch bezüglich

der Startmöglichkeiten an

der Hochschule geben. „Wir werden

künftig auch unterjährig neue

Studenten aufnehmen“, sagt Gerard.

Enger soll auch die Vernetzung

zwischen Hochschule und den

Modern und zentral gelegen –

die SRH in Calw.

Unternehmen der Region werden.

„Wir wollen, dass die jungen Leute

hier nicht nur gut ausgebildet werden,

sondern auch hier ihre beruflichen

Chancen nutzen können.“

Auch eine enge Zusammenarbeit

mit der IHK und anderen Verbänden

strebt Gerard an, um die

Calwer Hochschule noch besser in

der Region zu verankern.

Wichtig ist Gerard, dass die Einrichtung

eine „Politik der offenen

Tür“ betreibt, sich weiter öffnet

und zu einer konstanten Größe

in der Bildungs- und Wirtschaftslandschaft

wird. Eine Öffnung

wird es zudem hinsichtlich der

Organisation geben. So will die

SRH-Hochschule künftig neue Formen

des Studierens anbieten und

nicht mehr nur „das reine Präsenzstudium“.

An Online-Seminare und

andere moderne Formen der Wissensvermittlung

wird dabei gedacht

– „wir wollen auf jeden Fall auch den

aktuellen Bedürfnissen des Marktes

gerecht werden“, so Christian

Gerard.

Die Hochschule mit starker internationaler

Ausrichtung hat sich Lehre

und Forschung verschrieben. Gleich

drei Institute sind am Calwer

Hochschulstandort angesiedelt: das

Institut für Steuer- und Sozialversicherungsrecht,

das Institut für

Konsumverhalten und europäische

Verbraucherpolitik sowie das Institut

für Verbraucherjournalismus.

Schon seit der Gründung der Hochschule

im Jahr 2001 – der Studienbetrieb

wurde ein Jahr später

aufgenommen – ist es ein Ziel der

Bildungseinrichtung, Theorie und

Praxis eng miteinander zu verzahnen.

Viele der renommierten

Professoren und Lehrbeauftragten

haben gute Praxiskenntnisse und

schaffen es daher, die Inhalte anhand

vieler praktischer und realer

Beispiele aufzuzeigen.

Die Studenten der SRH Hochschule

können in den angebotenen Studiengängen

sowohl ihren Bachelorals

auch Masterabschluss machen

und sind damit nach Einschätzung

der Verantwortlichen für die Herausforderungen

auf dem internationalen

Markt bestens gerüstet

– egal, ob die Absolventen eine

Karriere als Freiberufler oder in

einem Unternehmen anstreben.

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Medienmanager.

BILDUNG

WirtschaftsKRAFT 37


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38


Duales Hochschulstudium

am Campus Horb

der DHBW Stuttgart

Die DHBW Stuttgart zählt mit fast

7.000 Studierenden zu den größten

Hochschuleinrichtungen in den

Regionen Stuttgart und Oberer

Neckar. Der Campus Horb betreut

davon über 800 Studierende in Kooperation

mit rund 300 ausgewählten

Unternehmen und bietet derzeit

sechs international akkreditierte

Bachelor-Studiengänge der Fakultät

Technik an. Im Rahmen des dualen

Studienkonzepts werden am Campus

Horb die wissenschaftlichen und

theoretischen Kenntnisse sowie

wichtige Schlüsselqualifikationen

vermittelt, während die Dualen

Partner die berufspraktischen Erfahrungen

gewährleisten.

Nach dem dreijährigen Intensivstudium

und einer wissenschaftlichen

FOTO: DHBW STUTTGART CAMPUS HORB

Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis)

wird den Absolventen ein Bachelor-

Titel (Bachelor of Arts, Bachelor of

Science oder Bachelor of Engineering)

verliehen. Alle Studiengänge

der Dualen Hochschule Baden-

Württemberg wurden im Jahr 2006

durch die Zentrale Evaluations- und

Akkreditierungsagentur (ZeVA) in

Hannover akkreditiert.

Neben der Wertschätzung durch die

Personalverantwortlichen in den

Unternehmen sind die Abschlüsse

damit auch hochschulrechtlich anerkannt

und eröffnen den Zugang

zu Masterstudiengängen. Seit dem

Jahr 2001 wurden die Studiengänge

mehrfach durch eine britische

Akkreditierungsagentur, den

Open University Validation Service

(OUVS), evaluiert und akkreditiert.

Daher besteht die Möglichkeit, den in

den angelsächsisch geprägten Ländern

bekannten und angesehenen

Bachelor’s Degree with Honours zu

erwerben.

Seit Herbst 2011 bietet die DHBW

außerdem Masterprogramme in allen

Fakultäten an. Gemäß dem dualen

Prinzip finden diese berufsintegriert

und berufsbegleitend statt.

Dies macht eine wissenschaftlich orientierte

Weiterbildung ohne Unterbrechung

der Berufstätigkeit möglich!

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PORTRÄT

WirtschaftsKRAFT 39


Landkreis Freudenstadt

Campus Horb der Dualen Hochschule

Baden-Württemberg

In der Kooperation mit mehr als 300 Unternehmen der Region

werden die mehr als 800 Studierenden gut

auf die vor ihnen liegenden Aufgaben vorbereitet

FOTOS: JUNKOV

40


Ein Studium

am Puls der Zeit

Mit den neuen Fachbereichen wie E-Mobilität und

Anlagenbau erneuerbare Energien setzt die DHBW

gezielt auf zukunftsweisende Technikentwicklungen

VON RALF RECKLIES

Für Prof. Peter von Viebahn, den

Leiter und Prorektor des Campus

Horb der seit 2009 bestehenden Dualen

Hochschule Baden-Württemberg

Stuttgart (DHBW), steht außer

Frage: die positive Entwicklung der

vor zwei Jahren aus der Berufsakademie

Baden-Württemberg (BA)

hervorgegangenen Hochschule wird

sich auch in den kommenden Jahren

weiter fortsetzen. „Die Zahl unserer

Studierenden hat sich in den vergangenen

fünf Jahren verdoppelt“,

sagt Viebahn. Er ist überzeugt, dass

die zuletzt kräftig gestiegene Zahl

der Studierenden, nicht, wie vom

Kultusministerium erwartet, auf

Grund der demografischen Entwicklung

vom Jahr 2017 an zurückgehen

wird. Viebahn glaubt vielmehr,

dass der Bedarf an Studienplätzen

am Campus Horb sogar eher

steigen wird. Derzeit werden dort

814 Studierende in sechs Studienfächern

ausgebildet.

Bei der Gründung des dualen Studienstandortes

Horb im Jahr 1989

sind es gerade mal 66 Studierende

gewesen, die sich mit dem Start

eines Studiums und der Verbindung

von Theorie und Praxis in

einer dreijährigen akademischen

Ausbildung eine solide Basis für

ihre berufliche Zukunft geschaffen

haben. An dem dualen Prinzip aus

den Anfangstagen – theoretische

Wissensvermittlung auf Hochschulniveau

und praktischer Einsatz im

Unternehmen – hat sich bis heute

nichts verändert. Aus gutem Grund:

die beruflichen Perspektiven für die

DHBW-Absolventen sind glänzend.

Im Dreimonatsrhythmus wechseln

die Studenten der DHBW zwischen

dem wissenschaftlichen Studienbetrieb

an der Hochschule und

dem praktischen Einsatz in einem

Unternehmen. Neben fachlichem

und methodischem Wissen sammeln

die Absolventen daher auch

die im Berufsalltag erforderliche

Handlungs- und Sozialkompetenz.

Doch ein Studium an der DHBW

hat noch andere Vorteile. Die aktuellen

Entwicklungen in Wirtschaft,

Technik und Gesellschaft fließen in

die ständig aktualisierten Lehrpläne

mit ein, so dass die jungen Leute mit

ihrem Bachelor-Abschluss in ihrem

Unternehmen sofort in die Praxis

starten können.

Großen Wert legt die DHBW, die

am Standort Horb mit mehr als 300

Wirtschaftsunternehmen überwiegend

aus der Region Nordschwarzwald

kooperiert, auf eine international

ausgerichtete Ausbildung der

Studierenden in den Studiengängen

Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau,

Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen

und Technical Management.

Aber auch die neuesten

technischen Entwicklungen hat die

Hochschule stets im Blick. So soll

nicht zuletzt für den Bereich E-Mobilität

im kommenden Jahr ein eigenes

Labor eingerichtet werden. Im

Studiengang Maschinenbau-Produktionstechnik

wird zudem eine Ausprägung

in die Richtung Anlagenbau

erneuerbare Energien angestrebt.

Die Stadt Horb wird bis 2012 zudem

ein Studentenheim für bis zu 28 Studierende

bauen, das in den Folgejahren

möglicherweise noch erweitert

werden soll. „Damit bekommen

wir hier sicher einen noch besseren

Campus-Charakter“, sagt Viebahn.

Da inzwischen auch verstärkt Techniker

und Meister ein Studium an

der DHBW beginnen, wurde am

Campus Horb ein Aufbaukurs für

Mathematik etabliert. Das Mathelifting

sorge dafür, dass die Studierenden

mit guten Ausgangsvoraussetzungen

starten können. Dies

habe sich bewährt, so Viebahn.

www.dhbw-stuttgart.de/horb.html

Praxisorientiert: Die Ausbildung der Studenten an der Dualen Hochschule in Horb.

BILDUNG

WirtschaftsKRAFT 41


Region Nordschwarzwald

Den Durchblick

haben die Unternehmer der Region Nordschwarzwald in besonderer Weise. Einige von

ihnen sind Präsidenten bedeutender Verbände – zum Beispiel Witzenmann-Chef

Hans-Eberhard Koch beim Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie.

FOTOS: KETTERL

42


Mir gefällt…

Die Präsidenten-Wiege

steht im Nordschwarzwald

Große Verbände in Deutschland

besetzen ihre Spitzenpositionen

mit Unternehmern aus der Region

VON GERD LACHE

Ob Handel, Tourismuswirtschaft

oder Industrie – es scheint, als

wäre die Region Nordschwarzwald

der ideale Nährboden für Präsidenten

bedeutender Verbände. Einige

Beispiele: Horst Lenk, Inhaber

eines Pforzheimer Textilhauses, ist

Präsident des Handelsverbandes

Baden-Württemberg (Stuttgart)

sowie Vizepräsident der Dachorganisation

HDE, Handelsverband

Deutschland (Berlin). Immerhin ist

der Handel in Baden-Württemberg

mit 37 500 Unternehmen

der drittgrößte Wirtschaftszweig.

Etwa 490 000 Mitarbeiter werden

beschäftigt, davon 18 000 Auszubildende.

Der Handel des Landes

erwirtschaftet rund 90 Milliarden

Euro pro Jahr.

Als Spitzenorganisation ist der

HDE nach eigenen Angaben „das

legitimierte Sprachrohr der Branche

gegenüber der Politik auf

Bundes- und EU-Ebene“ sowie gegenüber

anderen Wirtschaftsbereichen,

den Medien und der Öffentlichkeit.

Lenk hebt hervor: „In

allen Bereichen der Wirtschaftspolitik,

der Steuerpolitik, der Gesetzgebung

und der Qualitätssicherung

ist unser Verband für seine

Mitglieder tätig. Die Themen

Verbraucher- und Umweltschutz

genießen dabei einen besonderen

Stellenwert.“

Oder Dr. Hans-Eberhard Koch:

Der Chef der Pforzheimer Witzenmann-Gruppe

und Verdienstkreuz-Träger

ist Präsident des

LVI, des Landesverbandes der Baden-Württembergischen

Industrie

(Ostfildern). Der LVI gehört dem

mächtigen BDI (Bundesverband

der Deutschen Industrie, Berlin) an.

Die Firma Witzenmann mit ihren

weltweit 3000 Beschäftigten ist

Erfinder des beweglichen Metallschlauchs

und gilt als Technologieführer

sowie Europas Nummer

eins im Bereich beweglicher und

druckdichter Rohrleitungen aller Art.

Das Hauptanliegen des LVI besteht

darin, „die Attraktivität des Wirtschaftstandortes

Baden-Württemberg

ständig zu verbessern. Grundvoraussetzung

hierfür sind politische,

steuerliche und infrastrukturelle

Rahmenbedingungen, die es

der Industrie erlauben, erfolgreich

und nachhaltig zu wirtschaften“,

heißt es in der Selbstdarstellung.

Und weiter: „Eine funktionierende

Wirtschaft und Industrie stellt

einen Grundpfeiler unseres Wohlstands

dar. Der LVI steht für wirtschaftspolitische

Konzepte, die

diesen Pfeiler stützen, so zum Beispiel

den Föderalismus, die soziale

Marktwirtschaft und den freien

Wettbewerb.“ Als Spitzenverband

der Industrie will der LVI „die Wirtschaftspolitik

des Landes aktiv mitgestalten“.

Horst Lenk,

Präsident des Handelsverbandes

Baden-Württemberg

Die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes

und einer lebenswerten

Kommune definiert

sich heute mehr denn je über

einen lebendigen Einzelhandel.

Den hat die Region Nordschwarzwald

nachweislich. In

ihr sind viele starke mittelständische

und inhabergeführte

Handelsunternehmen beheimatet.

Was wäre beispielsweise

Pforzheim ohne die pulsierende

Fußgängerzone, Calw ohne die

Geschäfte der historischen Innenstadt,

Mühlacker ohne seine

Einkaufsmeile, Nagold ohne

seine attraktiven Geschäfte im

Innenstadtkern und Freudenstadt

ohne die ansprechende

Atmosphäre der Einzelhandelsbetriebe

oder die Kernstadt von

Horb ohne ihre zentrenrelevanten

Versorger. Aktionen des

Handels werben immer wieder

weit hinaus über die Grenzen

für die Region.

Außerdem Richard Eberhardt: Der

Reise- sowie Busreise-Unternehmer

aus Engelsbrand/Landkreis

Enzkreis ist bei Politikern in Europa

ein geschätzter Gesprächspartner.

Eberhardt war Präsident des

Busverbandes RDA (Köln), dem Mitglieder

aus 40 Ländern angehören.

Im April 2011 führte der Enzkreis-

Unternehemer den RDA mit dem

Verband gbk – Gütegemeinschaft

Buskomfort (Böblingen) – zu einer

schlagkräftigen Einheit zusammen.

VERBÄNDE

WirtschaftsKRAFT 43


Region Nordschwarzwald

VERBÄNDE

Am Steuer des Busverbands RDA:

Richard Eberhardt.

Die neue Plattform heißt „Internationaler

Bustourismus Verband“.

Präsident ist Richard Eberhardt.

Das Ziel des neuen Konstrukts:

„Die Ressourcen bündeln, Synergien

nutzen und die Lobbyarbeit

für den Bus in Berlin und Brüssel

effektiver gestalten“, erklärt Eberhardt.

Indes bleiben die bisherigen

Verbände RDA (Köln) und gbk

(Böblingen) erhalten. Die ihnen

übergeordnete Plattform „Internationaler

Bustourismus Verband“

repräsentiert rund 3000 Mitglieder

der Branche. RDA war bisher stark

in der politischen Lobbyarbeit

engagiert und unterhält ein

Lobby-Büro in Brüssel. gbk ist

spezialisiert auf die Klassifizierung

von Bussen und Fahrerausbildung

sowie die Nachwuchsförderung.

Die deutsche Busbranche hat 2010

einen Umsatz von 10,5 Milliarden

Euro erwirtschaftet. Für 5,6 Millionen

Urlauber war der Bus das

Hauptverkehrsmittel, 19,4 Millionen

Touristen unternahmen eine

Urlaubsreise mit begleitender Busnutzung.

Nicht zuletzt Dr. Philipp Reisert: Er

ist geschäftsführender Gesellschafter

von C. Hafner in Pforzheim,

eine der führenden Gold- und Silberscheideanstalten

in Europa, die

im Dentalbereich ebenfalls aktiv

ist. Reisert steht als Präsident an

der Spitze des Bundesverbandes

Schmuck + Uhren. Mehr noch: Die

deutsche Uhren- und Schmuck-

Branche hat in den vergangenen

Jahren einige ihrer bedeutenden

Verbände im Pforzheimer Industriehaus

konzentriert. Die rund 200

Mitglieder des BV Schmuck+Uhren

sind überwiegend kleine und mittelständische

Betriebe. Aufgaben des

Verbandes sind unter anderem: die

Interessenvertretung in fachlichen

sowie wirtschafts- und sozialpolitischen

Angelegenheiten für die

Hersteller von Schmuck, Uhren,

Silberwaren und verwandten Erzeugnissen.

Insbesondere geht es

dabei um Tarifpolitik, Außenhandelsbestimmungen

für die stark

Philipp Reisert führt den Bundesverband

Schmuck + Uhren.

267.500

Erwerbstätige sind

in der Region

Nordschwarzwald

beschäftigt.

exportorientierte Branche, um Arbeits-

und Sozialrecht sowie um

Messen und Ausstellungen.

Zur Vereinigung der Bundesverbände

im Industriehaus zählen:

Bundesverband (BV) Schmuck und

Uhren; BV der Edelstein- und Diamantindustrie;

BV der Gablonzer

Industrie; BV des Schmuck- und

Uhrengroßhandels; BV der Importeure

und Exporteure von Edelsteinen

und Perlen; BV der Juweliere,

Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte;

Zentralverband der Deutschen

Gold- und Silberschmiede und Juweliere;

Zentralverband für Uhren,

Schmuck und Zeitmesstechnik; Gesellschaft

für Goldschmiedekunst.

Auch das DDI, das Deutsche Diamant-Institut

sowie das USE (Weiterbildungsinstitut

für den Uhrenund

Schmuckfacheinzelhandel) mit

Geschäftsführerin Jeanette Fiedler

residieren im Industriehaus.

www.hv-bw.de

www.lvi-online.de

www.rda.de

www.bv-schmuck-uhren.de

44


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ADMEDES Schuessler GmbH

Weltmarktführer

im Bereich der OEM 1 -Herstellung

von Implantaten für Blutgefäße, wie Stents,

Herzklappenrahmen oder Blutfilter

PORTRÄT

Die ADMEDES Schuessler GmbH ist

unangefochtener Weltmarktführer

im Bereich der OEM 1 -Herstellung

von Implantaten für Blutgefäße, wie

Stents, Herzklappenrahmen oder

Blut filter. Die Weltmarktführerschaft

von ADMEDES ist besonders bemer -

kenswert, da der Weltmarkt zu über

90% von US-amerikanischen Firmen

beherrscht wird, die Haupt-Produktionsstätte

von ADMEDES jedoch in

Pforzheim ist. Hier beschäftigt das

Unternehmen ca. 500 Mitarbeiter.

Im Jahr 2007 wurde das Tochterunternehmen

ADMEDES Inc. in Kalifornien

gegründet, welches 2010

ein eigenes Gebäude in Livermore,

CA. bezog. Diese Tochtergesellschaft

wird zu einem weiteren Produktions-

und Technologiestandort ausgebaut

und beschäftigt derzeit 30

Mitarbeiter.

Dr. Andreas Schüßler, Gründer und

geschäftsführender Gesellschafter

der ADMEDES Schuessler GmbH

beschäftigte sich schon früh als

Leiter der Arbeitsgruppe Lasermaterialbearbeitung

am Institut für

Materialforschung des damaligen

Kernforschungszentrums Karlsruhe

mit der Formgedächtnislegierung

Nitinol und erkannte das enorme

Potential dieses Werkstoffes für eine

Anwendung als Material für Gefäßimplantate.

Er transferierte als Pio -

nier Forschungsergebnisse auf diesem

Gebiet in die praktische Anwendung,

wobei das Risiko darin bestand,

in einen gänzlich neuen Markt

vorzustoßen sowie darin, dass der

Erfolg maßgeblich von der Realisierung

noch zu entwickelnder Technologien

abhing.

Zur Gründung des Unternehmens

(damals EUROflex Schuessler GmbH)

kam es am 27. Juni 1996 durch Dr.

Schüßler und die Firma Euroflex G.

Rau GmbH, dem Spezialisten auf

dem Gebiet der Nitinolrohr-Herstellung.

Kompetenzen auf dem Gebiet

der Lasertechnologie und des

Materials wurden also zusammengeführt.

Bereits im Jahr 2001 – nur 5 Jahre

nach Unternehmensgründung –

konnte das erste eigene Gebäude

mit 1.600 qm Fläche bezogen werden.

Inzwischen besteht der Firmenkomplex

in der Rastatter Straße aus

4 Gebäuden mit einer Gesamtfläche

von ca. 12.000 qm.

Das Unternehmen hat seit seiner

Gründung soziale Institutionen unterstützt.

Aktuell erhalten im Bereich

der Kinder- und Jugendhilfe das

Evangelische Hohberghaus in Bretten

und der Verein ‚Aktionkinderschutz

e.V. regelmäßige Spenden.

Weiterhin unterstützt ADMEDES die

Handballvereine „SG Pforzheim/

Eutingen“ und „HSG Pforzheim“

sowie den Fußballverein TSV Gumbach.

Das Engagement, der unternehmerische

Geist und die Risikobereitschaft

von Dr. Schüßler wurden

1999 mit der Auszeichnung durch

Bundespräsident Roman Herzog im

Dr. Andreas Schüßler, Gründer und

geschäftsführender Gesellschafter

der ADMEDES Schuessler GmbH

Rahmen der Initiative „Mutige Unternehmer

braucht das Land“ gewürdigt.

In den Jahren 2007, 2009 und 2011

wurde Dr. Schüßler Finalist in der

Kategorie „Industrie“ in der Ernst &

Young Initiative „Entrepreneur des

Jahres“.

Das CRF 2 Institut verlieh der AD-

MEDES Schuessler GmbH in den

Jahren 2009, 2010 und 2011 das Zertifizierungssiegel

‚TOP Arbeitgeber

Ingenieure’ für ausgezeichnetes Personalmanagement.

Im Jahr 2011 wurde die ADMEDES

Schuessler GmbH mit dem von der

Sparkasse Pforzheim-Calw ausgelobten

Preis „Glanzlicht der Wirtschaft“

ausgezeichnet und zählt

somit zu den Top-Unternehmen der

Region.

1

OEM = Original Equipment Manufacturer

2

CRF= Corporate Research Foundation

ADMEDES Schuessler GmbH · Rastatter Str. 15 · 75179 Pforzheim

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WirtschaftsKRAFT 47


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Region Nordschwarzwald

Goldrichtig

Der Besuch der Schmuckwelten in Pforzheim ist für Nordschwarzwald-Touristen ein Muss,

nicht nur wegen der goldenen Präsente im Shop. In dem Haus am Leopoldplatz können

sowohl Geschichte wie auch Gegenwart der Schmuck- und Uhrenindustrie erlebt werden.

FOTOS: SCHMUCKWELTEN PFORZHEIM

50


Weit mehr als nur

Bollenhut und

Schwarzwälder Kirschtorte

Tagestourismus im Nordschwarzwald: Jährlich rund 37

Millionen Ausflugsgäste und Geschäftsreisende – Expertin

beschreibt Vorteile im Zusammenspiel der Branchen

71,2 %

der Erwerbstätigen

im Dienstleistungsgewerbe

in der Region

Nordschwarzwald sind

im Stadtkreis Pforzheim

zu finden.

TOURISMUS

VON GERD LACHE

Satte 1,3 Milliarden Umsatz generiert

die Tourismus-Industrie der

Region Nordschwarzwald durchschnittlich

pro Jahr. Rund 800

Millionen Euro kommen an Vorleistungen

wie etwa Wareneinkauf,

Dienstleistung und Investitionen

hinzu. Damit ist klar, so die Tourismusexpertin

Vera Haueisen: „Hinter

den schönsten Wochen des Jahres

steckt ein großer Wirtschaftsbereich

mit beträchtlichen Umsätzen.“

Tourismus im Nordschwarzwald sei

ein wichtiger Standortfaktor. Dank

ihrer rund 25-jährigen Tätigkeit als

Hoteldirektorin beim renommierten

„Bareis“ in Baiersbronn sowie durch

ihr Engagement in verschiedenen

Kuratorien und Aufsichtsräten der

Branche hat Vera Haueisen einen

reichhaltigen Erfahrungsschatz gesammelt.

Inzwischen ist sie selbstständige

Beraterin für Hotellerie

und Dienstleistungsunternehmen.

Und was assoziiert der Urlauber mit

dem Schwarzwald? Nicht nur Bollenhut-Romantik

und Schwarzwälder

Kirschtorte, sondern: Natur, Wandern,

Wellness, Radfahren, kulturelle

und kulinarische Genüsse –

um nur einiges zu nennen. Jährlich

kommen mehr als eine Million Gäste

in die Region. Annähernd vier

Millionen Übernachtungen werden

gezählt. Ergänzt wird dies durch

knapp 37 Millionen Tagesreisende,

sowohl Geschäftsreisende wie auch

Ausflugsgäste. In der Datenbank der

Industrie- und Handelskammer (IHK)

Nordschwarzwald sind rund 2450

Unternehmen gelistet, die dem Gastgewerbe

zuzuordnen sind, hinzu kommen

fast 400 aus der Reisebranche.

Das Statistische Landesamt zählt

Haueisen zufolge fast 6000 Beschäftigte

und knapp über 800 Auszubildende

sind in den Tourismusberufen

bei der IHK eingetragen.

So profitieren dem Tourismus verbundene

Branchen direkt und indirekt

von der Wertschöpfungskette

dieses Wirtschaftsbereichs. Die oftmals

nicht aus der Region stammenden

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

bringen laut Haueisen „durch

Miete, Konsum und Dienstleistungsbedarf

in vielen Bereichen zusätzlichen

Nutzen und Umsätze“. Ohnehin

sei das Image der Ferienregion

Schwarzwald gut. Beleg dafür: Die

Forscher der Gesellschaft für Konsumforschung

(GfK) fanden bei einer

Die Goldwand in den Schmuckwelten

fasziniert Jung und Alt.

Studie zur Bekanntheit deutscher

Reisegebiete heraus, dass der Schwarzwald

auf Platz acht liegt – nach

dem härtesten Mitwettbewerber

Bayern. Bei der Markensympathie

schafft es der Schwarzwald sogar

auf Platz sieben.

Unterdessen werde die Urlaubsreise

immer mehr ein emotionales Produkt.

„Gerade hier müssen Ambiente, Sinnstiftung,

Service und Qualität stimmen“,

sagte Haueisen. Diese „weichen“

Erfolgsfaktoren hängen maßgeblich

mit der Ausbildung und Qualifizierung

der Fachkräfte zusammen.

Maschinenbau, Schmuckindustrie und

Automobilzulieferer würden laut Haueisen

oftmals deutlicher als wichtige

Branchen in der Region wahrgenommen.

Die Bedeutung des Tourismus

hingegen werde unterschätzt.

Die Tourismusexpertin plädiert für

eine branchenübergreifende Aktion.

In diesem Zusammenhang lobte sie

das von der IHK und der Schwarzwald

Tourismus GmbH (STG) initiierte

„Touristische Aktionsbündnis“.

Haueisen apelliert in einem IHK-Interview:

„Der Nordschwarzwald hat

durch seine starken – teilweise weltweit

agierenden Betriebe der Wirtschaft

– eine einzigartige Position.

Lassen Sie uns das Zusammenspiel

der Branchen, die Synergieeffekte

in der Region nutzen.“ Denn: „Qualität,

Exzellenz, Innovationsfähigkeit,

made in Germany – für all das

stehe der Nordschwarzwald.

WirtschaftsKRAFT 51


Gemeinde Sternenfels

Sternenfels

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Arbeiten im Gewerbepark

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Sternenfels, 2.810 EW,

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Gewerbegebiet, 2 Vollgeschosse,

Höhenbeschränkung 1,

Satteldach oder Flachdach begrünt,

Zone 3

Lage – Anbindung:

Im Naturpark Stromberg-

Heuchelberg. Kurze Wege

in die Wirtschaftsräume

Pforzheim, Heilbronn,

Karlsruhe und Stuttgart.

Die Autobahnen A5, A6, A8

und A81 sind gut erreichbar.

Der Gewerbepark befindet

sich in ruhiger Waldrandlage.

Bisher angesiedelte

Branchen:

Blechbearbeitung, CD- und Halbleitertechnologie,

CNC-Präzisionsmessung,

CNC-Teilefertigung,

Edelstahlbearbeitung, Funktionelle

Metall-Beschichtung, Packsysteme,

Schweißtechnik, Wiederaufbereitung

und Vertrieb von Tonermodulen

und Laserdruckern.

Gebietsgröße ca. 14.000 m²

GRZ: 0,6 GFZ: 1,2

Copyright: Architekturwerkstatt Ludwigsburg Dipl.-Ing. Hans Schänzel

Ansprechpartner

Sigrid Hornauer, Bürgermeisterin Telefon 07045 970-4020

Maulbronner Straße 7 Telefax 07045 970-4015

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WirtschaftsKRAFT 53


Landkreis Calw

Die Kugelbar ist ein

Kooperations-Beispiel von

Häfele und Handwerk

Vom Unternehmen stammen die Produktidee sowie sämtliche Metallteile

wie Füße mit Feststellern, die Luftfeder zum Anheben der oberen Halbkugel.

Ein Schreinerbetrieb hat die Holzarbeiten der Kugelbar ausgeführt.

FOTO: HÄFELE

54


Mir gefällt…

Der Hidden Champion

aus dem Schwarzwald

mit den Funny Dots

Mit der Ausstellung „Functionality“ in Nagold will

die Firma Häfele ihre Produkte populär machen

VON GERD LACHE

„Wir haben unseren Firmensitz im

Schwarzwald – und nicht im Nordschwarzwald“,

sagt Sibylle Thierer

mit Nachdruck. Die geschäftsführende

Gesellschafterin von Häfele,

einem international führenden Unternehmen

der Beschlagsbranche,

hat ihr Arbeitsdomizil zwar in Nagold.

Aber auf den nördlichen Teil

des „Black Forest“ beschränken will

sie ihre unternehmerische Standortbestimmung

nicht. Einerseits deshalb,

weil es mit der Tochterfirma

Anton Schneider GmbH & Co eine

der Häfele-Produktionen im südlichen

Kenzingen bei Freiburg gibt.

Andererseits aber auch deshalb, weil

„draußen in der Welt unseren Kunden

der Begriff Schwarzwald einfach

geläufiger ist“. Ausländische

Kunden, etwa in den USA, sprechen

von der Firma mit den „funny dots“,

also den lustigen Punkten. Gemeint

ist das „Ä“ im Namen, das in vielen

Ländern unbekannt ist.

Und was kommt aus dem Hause

Häfele? Möbel- und Baubeschläge,

Elektronische Schließtechnik und

Montagetechnik. Das sind zum Beispiel:

Griffe, Haken, Scharniere,

Verbinder, Roll- und Ziehschrankführungen,

außerdem Türdrücker-

Garnituren, elektronische Schließsysteme,

Fenstergriffe und Schiebetürbeschläge.

Rund 100 000 Produkte

seien katalogisiert, sagt Sibylle

Thierer. Im Logistikzentrum mit

130 000 Lagerplätzen auf dem Nagolder

Wolfsberg werden täglich

rund 4500 Sendungen in alle Welt

verschickt. Mehr als 160 000 Fach-

Kunden sind gelistet. Hinzu kommen

etwa 1700 Lieferanten.

Häfele, 1923 gegründet, ist das, was

man neudeutsch als Hidden Champion

bezeichnet, also ein äußerst erfolgreiches

Unternehmen, das in der

Öffentlichkeit aber kaum bekannt

ist – anders als jene Nordschwarzwald-Unternehmen

mit Standorten

im Umfeld von Häfele: Fischer-

Technik, Maschinenbauer Homag,

Möbelhersteller Rolf Benz oder auch

Bosch, Mercedes Benz und Porsche.

Einige Unternehmensdaten: 5700

Mitarbeiter weltweit, davon 1200 in

Deutschland, 881 Millionen Euro

Umsatz in 2010, 49 Vertriebsgesellschaften

und Verkaufsbüros auf

allen Kontinenten, vier Werke in

Deutschland und ein Joint-Venture-

Unternehmen in Budapest, 74 Prozent

des Umsatzes werden im Ausland

erwirtschaftet.

Warum hat sich der Erfolg von

Häfele bislang im Verborgenen abgespielt?

„Wir beliefern keine Endkunden“,

erklärt Sibylle Thierer. Zu

den Abnehmern des Unternehmens

gehören größtenteils Schreinereiund

verwandte Handwerksbetriebe

sowie zu gut einem Drittel die Industrie.

Diese verbauten die Qualitätsware

in ihren eigenen Produkten.

Und da der Kunde die Scharniere

oder Schubladenführungen teilweise

nicht einmal sehen könne, nutze

er zwar die hohe Funktionalität,

wisse aber nicht, dass Häfele dahinter

stehe.

Dieses Bekanntheits-Defizit will die

Firmen-Chefin ausmerzen. Mit der

Erlebnisausstellung „Functionality

World“ präsentiert das Unternehmen

den Einsatz seiner Produkte im Alltagsgebrauch.

Dazu wurden in Nagold

verschiedene Wohnlandschaften

geschaffen. Zum Beispiel diese:

Der Lichteffekte-Raum ermöglicht es,

die Wirkung von Möbeln, Teppichen

und Einrichtungsgegenständen bei

unterschiedlicher Beleuchtung zu

erfahren. Das Single-Zimmer zeigt,

wie man durch den Einsatz von

technischen Raffinessen auf kleinstem

Raum viele Wohnfunktionen

unterbringen kann. Das Familienzimmer

präsentiert die „intelligenten

Beschläge“ von Häfele im Mobiliar.

Nicht zuletzt zeigen verschiedene

Küchenräume, was selbst

auf kleinen Flächen an Arbeitshilfen

geschaffen werden kann.

www.haefele.de

FOTO: HÄFELE

Sibylle Thierer,

Geschäftsführende Gesellschafterin

der Häfele GmbH & Co KG, Nagold,

Funktionalität für Möbel und Türen

Der Großraum Nagold ist das

Möbelzentrum im Schwarzwald.

Die in den letzten Jahren sehr

attraktiv gewordene Stadt Nagold

erleichtert uns die Gewinnung

von neuen Mitarbeitern.

Für ausländische Besucher ist

der Besuch im Schwarzwald

immer schon ein Highlight.

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WirtschaftsKRAFT 55


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Stadt Pforzheim

Tüftler und

Enthusiast

Dr. Gert Hinsenkamp arbeitet

fieberhaft an der bezahlbaren

Elektroantriebsversion für Jedermann

FOTOS: KETTERL

58


Auf der Tüftler-Route

der Autopioniere

Carl & Bertha Benz

Daimler-Ingenieur aus Pforzheim will sauberes

Brennstoffzellen-Auto auf die Straßen bringen

VON GERD LACHE

Daimler-Ingenieur Gert Hinsenkamp

wandelt auf den Spuren von „Carl

& Bertha“, wie der Titel eines ARD-

Films über das Autopionier-Paar

Benz heißt. Bekanntlich hat die gebürtige

Pforzheimerin Bertha Benz

im August 1888 die erste Fernfahrt

der Welt auf dem dreirädrigen Motorwagen

ihres Gatten von Mannheim

in die Goldstadt unternommen

und demonstrierte damit die

Alltagstauglichkeit der Erfindung.

Und Hinsenkamp? Der ebenfalls

aus Pforzheim stammende Tüftler

arbeitet heutzutage am emissionsfreien

Elektroantrieb, der mit Energie

aus der Brennstoffzelle gespeist

wird. Derzeit ist Hinsenkamp mit

einem Testwagen der B-Klasse vom

Typ F-Cell unterwegs – unter anderem

auch im Nordschwarzwald.

„Mit einem Prototyp hat das Fahrzeug

längst nichts mehr zu tun.

Das ist ein vollwertiges Auto“,

sagt der Ingenieur. Immerhin habe

die F-Cell-Flotte im vergangenen

Jahr rund 2,5 Millionen Straßenkilometer

zurückgelegt. Zähle man

die Brennstoffzellen-Busse hinzu,

so kämen gut fünf Millionen Erfahrungskilometer

mit der neuen

Technologie zusammen. Und: Die

Weltumrundung der drei leuchtgrün

lackierten Brennstoffzellen-

Mercedes endete vor einigen Monaten

in Stuttgart.

Daimler hat die diesjährigen Jubiläumsfeiern

zum 125. Geburtstag

des Automobils genutzt, um die

„World Drive“-Tour der F-Celler

entsprechend in Szene zu setzen

und um zu beweisen, dass der Elektroantrieb

durchaus alltagstauglich

ist.

In der Tat, eine Probefahrt zeigt,

dass beim F-Cell die Kindertage

längst vorüber sind. Die Vorzüge

einer traditionellen Stern-Karosse

treten deutlich hervor. Die 136 Pferdestärken

sorgen für einen flotten

Start aus dem Stand. 290 Newtonmeter

Drehmoment schickt der

Motor auf den Antriebsstrang und

lässt das Fahrzeug damit in knapp

elf Sekunden auf 100 Stundenkilometer

beschleunigen. Die Schaltautomatik

arbeitet ruckelfrei. Bestens

auch die Straßen- und Kurvenlage.

Spitzengeschwindigkeit: 170 Stundenkilometer.

Nur eines ist anders:

Entspannende Ruhe. Kein lästiges

Röhren beim Beschleunigen, kein

aufbrausendes Motorbrüllen.

Etwa ein Kilogramm Wasserstoff

verbraucht die F-Cell-B-Klasse auf

100 Kilometern. Umgerechnet auf

ein Diesel-Aggregat sind das gerade

mal knapp drei Liter. Allerdings

liegen die Emissionswerte am

Brennstoffzellen-Fahrzeug bei null.

Hinsenkamp: „Wenn nun noch der

Wasserstoff zum Betanken mit

Wind- oder Sonnenkraft erzeugt wird,

dann haben wir auch in der Vorstufe

keinerlei CO 2

-Ausstoß“. Laut

dem Zusammenschluss Clean Energy

Partnership (CEP), dem auch

Daimler angehört, muss derzeit noch

von einem Preis zwischen sieben

und acht Euro je Kilogramm Wasserstoff

ausgegangen werden. Für

die Zeit ab 2015 sind fünf Euro im

Gespräch. Eine Tankfüllung reicht

für knapp 400 Kilometer, sagt Hinsenkamp.

Zum Vergleich: Batterie

gespeiste Elektromotoren kommen

aktuell auf Reichweiten zwischen

100 und 150 Kilometern. Danach

müssen sie für mehrere Stunden an

die Steckdose. Anders beim F-Cell-

Stromaggregat, es bezieht seine

Energie aus dem eigenen Brennstoffzellen-Kraftwerk,

das platzsparend

unter dem Kofferraum und unter

der Fahrerkabine im sogenannten

Sandwichboden untergebracht

ist. Ist der Tank leergefahren, wird

wie beim herkömmlichen Verbrennungsmotor

in kurzer Zeit aufgetankt.

Eine „tägliche Herausforderung“ für

den Ingenieur ist es, die Kosten so

zu reduzieren, „dass wir beim Preis

auf das Niveau eines Hybrid-Fahrzeugs

kommen“. Noch liegt alleine

die monatliche Leasinggebühr für

eine B-Klasse bei knapp 1000 Euro.

Dieser Preis ist von Daimler subventioniert.

Hinsenkamp und sein

Team arbeiten fieberhaft an der

Aufgabe, ein Jedermann-Auto auf

die Straße zu bringen.

www.daimler.com

Das Brennstoffzellenauto von Daimler hat

sich bereits im Alltagsgebrauch bewährt.

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 59


Enttäuschung als Triebfeder

für Innovation

Golf-Fanatiker und Unternehmer Wiestaw Kramski aus

Pforzheim entwickelt den Porsche unter den Puttern

VON GERD LACHE

Wiestaw Kramski ist ein Mann der

Tat. Wenn der Markt nicht das geeignete

Produkt liefert, dann wird

es kurzerhand selbst produziert.

Und zwar in allerhöchster Qualität.

Zum Beispiel ein Golfschläger,

oder genauer: Ein Putter. Dem Unbedarften

erläutert Wikipedia: „Der

Putt ist ein Schlag mit dem Putter

auf dem Grün, bei welchem der

Ball nicht fliegt, sondern nur rollt

– idealerweise direkt ins Loch.“

Kramski ist schon viele Jahre mit

hoher Begeisterung auf der grünen

Sport-Vegetation unterwegs. Als

er wieder einmal von einem kurz

zuvor gekauften Putter enttäuscht

FOTO: KRAMSKI-GRUPPE

war, man schrieb das Jahr 2002,

beschloss er: „Ich baue mir selbst

einen.“ Die persönlichen Grundlagen

waren gegeben. Kramski ist

gelernter Werkzeugmacher und

Konstrukteur. 1978 gründete er sein

eigenes Unternehmen. Die Unternehmensgruppe

Kramski entwickelt

und produziert nach eigenen Angaben

technologisch anspruchsvolle

Stanz- und Spritzgießteile sowie

Baugruppen und Werkzeuge für

komplizierte Produkte.

Beste Voraussetzungen also, ein „Präzisionswerkzeug“

für Golf-Enthusiasten

zu bauen. Heraus kam der HPP,

der High Precision Putter. Über ihn

sagt der langjährige Trainer von Golf-

Ass Bernhard Langer: „Der Putter

ist genial.“ Die Golfszene spricht

vom „Porsche unter den Puttern“.

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Aufgestellt mit einer ganzheitlichen Prozesskette entwickelt und produziert die Kramski Gruppe in Deutschland,

Asien und den USA komplexe und technologisch anspruchsvolle Stanz-, Kunststoff- und Systemteile.

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Mir gefällt…

Ein Netzwerk

als Ideenschmiede

FOTO: ALPIRSBACHER

GESUNDHEIT

Gute Aussichten für die regionale

Gesundheitswirtschaft

VON RALF KÖHLER

Die Änderung der Alterstruktur in

unserer Gesellschaft, Entwicklung

neuer Technologien und Kostenexplosion

sind drei wichtige Kriterien,

die das Gesundheitswesen in

wenigen Jahren zum bedeutendsten

Faktor unserer Volkswirtschaft gemacht

haben. Und doch spielt die

sogenannte Gesundheitswirtschaft

– vor gerade mal sechs Jahren von

einer ersten nationalen Branchenkonferenz

als Begriff definiert – in

Sachen Bekanntheit auch in der Region

Nordschwarzwald weiterhin eher

die Rolle eines Hidden Champion.

Die IHK Nordschwarzwald will dies

ändern und hat mit ihrem Netzwerk

Gesundheitswirtschaft (www.

gesundheitswirtschaft.org) eine lebendige

Plattform geschaffen. Sie

rührt seit diesem Frühjahr die Werbetrommel

für die Branche und ihre

Akteure aus rund 1700 Betrieben

mit mehr als 22 500 Beschäftigten.

Das Netzwerk ist Ideenschmiede

für Synergien und Kooperationen,

führt zusammen und fördert strukturell

und unternehmensbezogen

mit großem Erfolg, wie die wachsende

Zahl an Mitgliedsunternehmen

zeigt.

Chancen für Firmengründer

„Die Entwicklungschancen von

neuen und bereits bestehenden

Unternehmen in der Wachstumsbranche

Gesundheitswirtschaft der

Region Nordschwarzwald sind überaus

günstig. Hier schlummert ein

großes Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenzial“,

stellt Hubert

Spannagel von der Industrie und Handelskammer

Nordschwarzwald fest.

Die Region verfügt nämlich neben

einem breiten Spektrum an modernsten

Kliniken in den städtischen

Zentren wie Pforzheim, Calw, Nagold,

Wildbad auch über Reha- und

Bädereinrichtungen in den Badeund

Kurorten und flächendeckend

über Senioren- und Pflegeheime,

über Allgemein- und Facharztpraxen,

Praxen für Physiotherapie und

Massagen.

Alle Einrichtungen sind auf effiziente

Dienstleistungen von außen

angewiesen. Sie brauchen die Zuarbeit

und intelligente Vernetzung

mit Biotechnologie, Medizintechnik,

Pharmazeutik, Apotheken,

Transportlogistik, EDV usw.

Telemedizin als Zukunftstechnologie

In der Flächenregion Nordschwarzwald

sind maßgeschneiderte innovative

Themen besonders gefragt.

Spannagel prophezeit deshalb beispielsweise

der Telemedizin eine

große Zukunft, weil sie wichtige

Beiträge zur Erhaltung der medizinischen

Infrastruktur leisten

kann. Die Telemedizin ermöglicht

Diagnostik und Therapie unter Überbrückung

einer räumlichen oder

auch zeitlichen Distanz zwischen

Arzt, Apotheker und Patient oder

zwischen konsultierenden Ärzten

mittels Telekommunikation.

Gesundheit ist ein Megatrend

Nun beschränkt sich die Gesundheitswirtschaft

längst nicht mehr nur auf

die genannten Themen. Gesundheit

ist ein gesamtgesellschaftlicher

Carl Glauner, Geschäftsführer

der Alpirsbacher Klosterbräu

Alpirsbach und der Schwarzwald

stehen für Traditionsbewusstsein,

unberührte, reine Natur,

handwerkliche Herstellung

und Familienbetriebe, die von Generation

zu Generation ihr Können

weitergeben. So pflegen wir

die natürlichen Rohstoffe und

die handwerkliche Herstellung

unserer Biere. Mit einer starken

Marktposition in unserer Heimat

leisten wir einen Beitrag zu

einer funktionierenden regionalen

Wirtschaftsstruktur mit gesunder

Ertragskraft und gesunden

Betrieben. Wir arbeiten für

den Erhalt lokaler Arbeitsplätze

und bilden gerne aus. Wir identifizieren

uns mit den individuellen

Belangen unserer Region

und den dort ansässigen Einwohnern,

Organisationen, Absatzpartnern,

Vereinen und Wirtschaftsbetrieben.

Megatrend, eine allgegenwärtige

Frage des Komforts im Alltag, im

Privaten wie am Arbeitsplatz. Gesunde

Ernährung, der Handel mit

Gesundheitsprodukten, gesundes,

altersgerechtes bzw. barrierefreies

Wohnen, Sport und Freizeit, Arbeitsmedizin

inspirieren zu immer neuen

Geschäftsideen. Die Qualifizierung

der Akteure in allen genannten Bereichen,

Beratungsleistungen, Gesundheitsmanagement

lassen ständig

neue Unternehmen entstehen

und schaffen neue Arbeitsplätze.

Kein Wunder also, dass heute schon

rund 13 Prozent aller Beschäftigten

in der Region ihr Geld in der Gesundheitswirtschaft

verdienen.

WirtschaftsKRAFT 63


Stadt Pforzheim

Ideale Kombination

für Tagungsteilnehmer

Das CongressCentrum Pforzheim (CCP) und das Parkhotel Pforzheim

sind nur einen Steinwurf voneinander entfernt

FOTOS: GÜNTER BECK

64


Pforzheimer Event-Arena

gilt als Vorzeigemodell für

Professoren und Studenten

Kongresse und Tagungen inmitten der Goldstadt

mit Blick auf Flusslandschaft und grüne Oase

593.034

Menschen leben

in der Region

Nordschwarzwald.

TAGUNGSSTÄTTE

VON GERD LACHE

Die Autohersteller Daimler, Audi

und BMW waren schon da. Ebenso

die Versicherungskonzerne Allianz

und Axa Colonia. Auch die Deutsche

Telekom fand gefallen daran,

genauso wie der Lebensmittler

Rewe und Coiffeur-Partner Wella.

Die Zahl bedeutender Unternehmen,

die schon einmal eine Kongress-,

Kunden- oder Mitarbeiter-Veranstaltung

im CongressCentrum Pforzheim

(CCP) organisiert haben, kann locker

um ein Vielfaches dieser Aufzählung

erhöht werden. Die Referenz-Liste

des CCP kommt einem Who-is-who

unterschiedlicher Branchen gleich.

Daneben finden gesellschaftliche

Ball-Ereignisse sowie Konzerte von

der Klassik bis zur Moderne und

Shows auf Parkett und Bühne des

CCP statt. Messe-Veranstaltungen

sind für mehrere Tausend Besucher

möglich. „Wir erfüllen alle Anforderungen“,

sagt Geschäftsführer

Günter Ihlenfeld selbstbewusst.

Mit Reihenbestuhlung des großen

Saales beispielsweise finden annähernd

2000 Personen Platz. 2010 wurde

die Pforzheimer Veranstaltungsstätte

als gutes Beispiel für ökologische,

wirtschaftliche und soziale

Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Die

weltweit aktive Bewertungsorganisation

„Green Globe“ übergab ihr

Zertifikat für „besonders Ressourcen

schonende Arbeitsweise des CCP“.

Im Übrigen bekommt das Haus

höchstes Lob von professoraler Seite.

Wenn Stefan Luppold gefragt wird,

wo eines der am besten organisierten

Kongress-Zentren in Deutschland

zu finden ist, dann ist die Antwort

für ihn klar: Das CCP in der

Goldstadt. Der Mann muss es wissen,

denn er lehrt Event-Marketing

– bis vor kurzem noch in Karlsruhe,

seit September hat er einen Lehrstuhl

an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

in Ravensburg.

Regelmäßig führt Luppold seine

Studentinnen und Studenten zur

praktischen Anschauung nach

Pforz heim ins CongressCentrum

Pforzheim. Der Grund: „Das Haus

ist betriebswirtschaftlich gut geführt.

Sein Erfolg basiert auch auf

der professionellen Vertriebsstruktur“,

sagt er und lobt zudem die

technische Ausstattung sowie das

flexible Raumangebot. Drei verschieden

große Säle und mehrere

Foyers geben ausreichend Spielraum

für unterschiedliche Event-

Planungen.

Ideal sei außerdem, dass das Parkhotel

in unmittelbarer Nähe des CCP

liege. „Vom Bett auf den Sitzungsstuhl“,

umschrieb Luppold den Vorzug,

dass beispielsweise Kongress-

Gäste kurze Wege hätten. „Die moderne

Architektur des First Class

Hotels bildet mit dem Stadttheater,

dem CongressCentrum, der Flusslandschaft

und den Grünanlagen

ein schönes Ensemble im Herzen

der Goldstadt“, heißt es denn auch

in der Eigendarstellung. Die 208

komfortabel ausgestatteten Zimmer

und Suiten mit 390 Betten

bieten demnach „ein höchstes Maß

an Komfort und Annehmlichkeiten

eines Vier-Sterne-Superior Dehoga

klassifizierten Hotels“, heißt es

da über die noble Herberge direkt

neben dem Kongresshaus.

Nicht zuletzt: „Das Team im CCP ist

sehr dienstleistungsorientiert ausgerichtet“,

lobte Professor Luppold

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Angesichts der zahlreichen

Kunden, die schon über mehrere

Jahre hinweg einen der drei Säle

oder die gesamte Halle buchen,

resultiert der Event-Experte: „Die

würden nicht kommen, wenn die

Infrastruktur und die Organisation

ungenügend wären.“

www.ccp-pforzheim.de

www.parkhotel-pforzheim.de

WirtschaftsKRAFT 65


Das moderne Tagungs- und Bildungszentrum

der Evangelischen Kirche Pforzheim

im Nordschwarzwald vor den Toren der

Gold- und Schmuckstadt Pforzheim.

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Modernste Tagungstechnik in hellen Räumen,

mit direktem Zugang zur Natur, sind die idealen

Voraussetzungen für erfolgreiche Tagungen.

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Hochwertig ausgestattete Gästezimmer schaffen

die Grundlage für Entspannung und komfortable

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Professionelle Gastlichkeit und eine vitale,

kreative Küche machen Ihre Veranstaltung zu einem

besonderen Erlebnis.

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Architektur, Natur und Kunst im Dialog mit dezenter

Spiritualität schaffen die besondere Atmosphäre.

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und Incentives bis zu 80 Personen.

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Exzellente Tagungshotels „Trainerbefragung 2011

Michelin Bib Gourmand

2011/2012

66


Das Parkhotel Pforzheim

Im November 2011 – 20 Jahre alt

PORTRÄT

Am schönsten Platz der Stadt, an den

Flussauen der Enz, neben dem CongressCentrum

Pforzheim und dem

Stadttheater, bauten vier Pforzheimer

Unternehmerfamilien im Jahr

1991 das Parkhotel Pforzheim als

First Class Hotel mit 208 Zimmern.

Das Hotel wurde von der DEHOGA

mit 4**** Superior ausgezeichnet.

Die internationale Anmutung des

Parkhotel Pforzheim in Verbindung

mit seiner persönlichen und herzlichen

Atmosphäre begeistert die vielen

Gäste aus dem In- und Ausland,

die als Geschäftsreisende, Touristen

oder Teilnehmer an den vielen Seminaren,

Kongressen und Events im

Parkhotel Pforzheim zu Gast sind.

Im 20. Jahr seines Bestehens gab es

besonders viele Ereignisse.

Als „Glanzlicht der Wirtschaft 2011

der Wirtschaftsregion Pforzheim, Enzkreis

und Landkreis Calw wurde das

Parkhotel Pforzheim ausgezeichnet.

Parkhotel Stuttgart Messe-Airport

Auch beim „Grand Prix 2011 der

ausgesuchten Tagungshotels zum

Wohlfühlen“ in München konnte

das Parkhotel punkten und erreichte

den 3. Platz von insgesamt

205 Hotels. Bei einem weiteren

Wettbewerb um „Die besten 250

Tagungshotels in Deutschland“

wurde das Parkhotel ebenfalls bei

einer festlichen Galaveranstaltung

in Wiesloch in der Kategorie „Kongress“

mit dem 12. Platz geehrt.

„Diese Preise und Auszeichnungen

freuen uns sehr, sie sind eine großartige

Anerkennung unserer Gäste

und eine hervorragende Motivation

für unser Team“ – so Andrea Scheidt -

weiler, Direktorin des Parkhotel

Pforzheim.

Die historische Villa Trautz mit

Remise und Park in Pforzheim-

Dillweißenstein sind vom Parkhotel

Pforzheim denkmalgerecht

renoviert worden. 16 komfortable

Appartements in unterschiedlichen

Größen wurden für Langzeitgäste

eingerichtet und individuell – teils

mit antiken Möbelstücken – möbliert

und mit modernen Marmorbädern

und Küchenzeilen ausgestattet.

Im Herbst sind dort schon

die ersten Gäste eingezogen.

Im Frühjahr wurde das „Schwesterhotel“

Parkhotel Stuttgart Messe-

Airport mitten in Leinfelden-Echterdingen

eröffnet – erbaut durch

dieselben Gesellschafter, demselben

Architekturbüro und Innenarchitekt

wie vor 20 Jahren das

Parkhotel Pforzheim.

Die ökologische Ausrichtung mit

niedrigem Energieeinsatz und Naturmaterialien

entsprechen voll den Anforderungen

unserer heutigen Zeit.

Die perfekte Lage zur Stuttgarter

Messe und zum Flughafen sowie

zur Autobahn A8 zeichnen das

neue Parkhotel aus.

Das 4**** Parkhotel Stuttgart Messe-

Airport verfügt über 220 Zimmer

und 18 Veranstaltungsräume. Bereits

nach neun Monaten kann auch

das Stuttgarter Haus Auszeichnungen

vorweisen. Beim „Grand Prix 2011

der ausgesuchten Tagungshotels zum

Wohlfühlen“ in München erreichte

es auf Anhieb den 20. Platz von insgesamt

205 Hotels. Beim Wettbewerb

um „Die besten 250 Tagungshotels

in Deutschland“ wurde das

Parkhotel Messe-Airport in der Kategorie

„Meeting“ mit dem 17. Platz

belohnt. „Der gelungene Start verspricht

eine gute Zukunft unseres

Hotels“, so Andrea Scheidtweiler.

Villa Trautz

Parkhotel Pforzheim · Deimlingstraße 32 – 36 · D-75175 Pforzheim

Tel. +49 7231 161-0 · Fax +49 7231 161-690

info@parkhotel-pforzheim.de · www.parkhotel-pforzheim.de

WirtschaftsKRAFT 67


Region Nordschwarzwald

Sonne satt

Das Steuerungsmodul der Horber Firma DEGERenergie richtet

Solarmodule immer auf den energiereichsten Punkt am Himmel aus

FOTOS: DEGERENERGIE

68


Visionäre machen

den Nordschwarzwald

zum Hightech-Standort

DEGERenergie, Intersolar Europe und

Paradigma gehören zu den Innovationstreibern

für saubere Energiegewinnung

VON GERD LACHE

Die Wiege der bedeutenden Firmen,

die sich schon sehr früh mit regenerativen

Energien befasst haben,

steht eindeutig im Nordschwarzwald.

Unter den Gründern der ersten

Stunde befinden sich Visionäre,

Innovationstreiber und Idealisten.

Einige der Unternehmen sind heutzutage

Weltmarktführer. Zum Beispiel

DEGERenergie in Horb. 1999

hat Artur Deger im südlichen Teil

der Region Nordschwarzwald die

DEGERenergie GmbH gegründet.

Am Hauptsitz in Horb sowie in den

Niederlassungen und bei Zulieferern

sind fast 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Produziert wird in Deutschland,

Kanada und den USA. 2001

erhielt das Unternehmen den Erfinderpreis

des Landes Baden-Württemberg

für das sogenannte MLD-

Steuermodul DEGERconecter. MLD

steht für Maximum Light Detection.

Die von Artur Deger entwickelte

patentierte Technologie ermöglicht

es, „die Erträge von solaren Kraftwerken

durch intelligente Steuerung

zu maximieren“, heißt es in

der Beschreibung. Die Funktionsweise:

Die Solarmodule werden mithilfe

des DEGERconecters immer

in Richtung zum energiereichsten

Punkt am Himmel ausgerichtet. Die

MLD-geführten Solaranlagen erzielen

damit bis zu 45 Prozent mehr

Ertrag als starr installierte Systeme.

Mit rund 45000 installierten Systemen

in mehr als 45 Ländern behauptet

sich das Nordschwarzwald-

Unternehmen bislang unangefochten

als Weltmarkt- und Technologieführer.

Markus Elsässer ist ein weiteres

Beispiel für visionäres Denken. Er

war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus.

Der Geschäftsführer der Solar

Promotion GmbH (Pforzheim) stieg

in das Geschäftsfeld der Erneuerbaren

Energien ein, als es die Bezeichnung

„grüne Technologien“

noch gar nicht gab und als diese

Art der Energieerzeugung geringschätzig

als Phantasterei belächelt

wurde. Elsässer hielt durch. Mit

Erfolg. Das Unternehmen veranstaltet

Messen und Kongresse mit

dem Schwerpunkt auf regenerative

Energien und umweltverträgliche

Produkte.

Rückblende: Der dramatische Unfall

im Kernkraftwerk von Tschernobyl

im Jahr 1986 ist für den Maschinenbau-Studenten

Elsässer, Jahrgang

1969, der Auslöser seiner Vision:

Energie darf nicht mehr atombasiert

erzeugt werden. Fasziniert ist er von

alternativen Modellen, über die berichtet

wird. Er besucht zahlreiche

Seminare und Kongresse, die sich

mit der schadlosen Nutzung der

Natur als Energiequelle befassen.

Schließlich ist er mit dabei, als im

Jahr 1991 der Arbeitskreis für Umwelttechnologie

in der Pforzheimer

Stadthalle eine eintägige Veranstaltung

organisiert. Inhalt: Vorträge

über den Einsatz der Sonnenenergie.

Zudem stellen fünf Solarfirmen

ihre Produkte vor. In den folgenden

Jahren wächst die Zahl der Aussteller

und Besucher. Bald ist die Stadthalle

zu klein und die Messe zieht

von Pforzheim nach Freiburg. Doch

auch in der Breisgaumetropole ist

das Hallen- und Freiflächen-Potenzial

von etwa 25000 Quadratmetern

schnell ausgereizt. 2008 erfolgt

der Umzug aufs neue Messeareal

nach München – gemeinsam mit

der Freiburg Wirtschaft Touristik

und Messe GmbH (FWTM) als

Partnerveranstalter.

ERNEUERBARE ENERGIEN

Die zukunftsweisende Solar-Technologie der Region Nordschwarzwald ist auf der ganzen Welt gefragt,

wie hier im italienischen Casteltermini/Sizilien.

WirtschaftsKRAFT 69


Region Nordschwarzwald

Im Juni 2011 bilanziert die „Intersolar

Europe“ nach Messeschluss:

2286 Aussteller, 76738 Besucher

aus 154 Ländern sowie 2543 Teilnehmer

aus 60 Ländern auf dem begleitenden

Intersolar-Kongress und

bei den „Side Events“. Die Ausstellungsfläche

in der bayrischen Metropole

wuchs von anfangs 100000

auf rund 170000 Quadratmeter.

Das Solar-Promotion-Zugpferd Intersolar

hat sich damit zur weltweit

größten Fachmesse für Solartechnik

entwickelt. Indes blieb Elsässer seinem

Firmensitz treu: Von der Goldstadt

aus werden die weltweiten

Aktivitäten gesteuert.

Veranstaltungsorte neben München:

San Francisco/USA, Mumbai/Indien

und Peking/China. Weitere Messen

veranstaltet Elsässers Unternehmen

in Stuttgart (Pelletsmesse) und Freiburg

(Gebäude, Energie, Technik

– GET).

Bemerkenswert: Auch für den

Schokoladenfabrikanten Alfred T.

Ritter (Ritter Sport) war das Tschernobyl-Jahr

1986 ein entscheidender

Impuls: „Wir müssen unsere

Energie künftig anders gewinnen.“

Als er für sein eigenes Haus keine

umweltgerechte Heizanlage fand,

gründete er kurzerhand die Firma

Paradigma. Seit 1989 entwickelt das

Unternehmen ökologische Heizsysteme.

Seit 1994 befindet sich

der Unternehmenssitz in Karlsbad-Langensteinbach,

unweit von

Pforzheim. Rund 160 Mitarbeiter

sind dort im kaufmännischen Bereich,

in Forschung und Entwicklung,

Beratung, Marketing, Vertrieb

und Logistik tätig. Sie werden unterstützt

von zwei Tochterfirmen,

Ritter Solar und RNO Kesselfabrik

in Dettenhausen bei Stuttgart, mit

weiteren 160 Mitarbeitern.

Firmengründer Ritter erhielt zahlreiche

Auszeichnungen: Öko-Manager

des Jahres, Prognos-Zukunftspreis,

Bundesverdienstkreuz, deutscher

Solar-Sonderpreis und den Umwelt-Nana-Preis

der Umwelt-Akademie.

Paradigma entwickelt und

vertreibt thermische Solaranlagen,

umweltfreundliche Pelletsheizungen

sowie moderne Gasheizungen.

www.DEGERenergie.de

www.intersolar.de

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einzugehen. In dieser Konsequenz haben wir uns neben der

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WirtschaftsKRAFT 71


Landkreis Freudenstadt

Die Tourismus-Akademie

Baden-Württemberg

Vor rund 10 Jahren in Freudenstadt gegründet

FOTOS: IHK

72


Akademie macht

Touristiker fit

für den Wettbewerb

Trends erfahren, Wissen austauschen und

Netzwerke knüpfen gehören zum Lehrplan

VON GERD LACHE

„Bierwissen für Gastronomen. Ausbildung

zum Qualitätscoach. Medical

Wellness als Gästemagnet.

Profiseminar für Online-Marketing.

Englisch für Hotel-Rezeptionen und

Tourist-Informationen. Zertifikatslehrgang

zum Reiseleiter oder Gästebetreuer

im Schwarzwald. Kalkulation

und Marketing in Gastgewerbe,

Reisebranche und Freizeitwirtschaft.

- Diese Liste der Veranstaltungsthemen

der Tourismus-Akademie

Baden-Württemberg könnte um ein

Vielfaches erweitert werden.

Mehrere Tausend Tourismus-Fachleute,

insbesondere Führungskräfte,

waren in den vergangenen Jahren

bei der Abfahrt aus Freudenstadt

deutlich klüger, als bei ihrer Ankunft

in dem Schwarzwälder Mittelzentrum.

Grund: Der heilklimatische

Kneipp-Kurort ist Sitz der

Akademie. Im Jahr 1999 traf sich

eine illustre Schar mit Vertretern

aus Politik und Wirtschaft im

Freudenstädter Kongresshaus und

feierte die Gründung der Experten-Schmiede

für eine Branche, die

sich mit den schönsten Wochen des

Jahres der Bürgerinnen und Bürger

beschäftigt.

Akademiesitz ist die Geschäftsstelle

der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nordschwarzwald in Freudenstadt.

Ohnehin hat die IHK Nordschwarzwald

die Federführung beim

Thema Tourismus innerhalb der

Kammern von Baden-Württemberg.

Diplom-Betriebswirtin Elke Schönborn,

eine ausgewiesene Spezialistin

für Hotellerie, Destinationsmanagement

und Reiserecht, leitet

die Akademie. Seit mehreren Jahren

ist Schönborn zudem nebenberuflich

als Dozentin an verschiedenen

Hochschulen in Deutschland und

auf Mallorca aktiv.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

decken die gesamte Bandbreite

der Branche ab. Dazu zählen neben

Kur und Tourismus auch Hotelund

Gaststättengewerbe, außerdem

die Reisebranche und Dienstleister

und produzierende Unternehmen

in den Tourismusgebieten. Sie alle

können sich komprimiert über neueste

Entwicklungen informieren

und sich zu zahlreichen Segmenten

der Branche schulen lassen. Unterdessen

wird der Freudenstädter

Einrichtung nachgesagt, dass sie

„nicht nur Trends aufgezeigt hat, sondern

Geburtshelfer mancher Trends

gewesen ist“, wie aus dem Wirtschaftsministerium

verlautet. Als

Kompetenzdrehscheibe mit Raum

für Erfahrungsaustausch und Qualifizierung

bezeichnete IHK-Hauptgeschäftsführer

Martin Keppler die

Akademie.

Zwar sei der Tourismus eine der

wenigen Wirtschaftsbranchen, die

weltweit noch Wachstumspotenziale

haben. Allerdings, macht Keppler

deutlich: „Die Marktbedingungen

werden schwieriger.“ Knappe Mittel

der öffentlichen und privaten Haushalte,

steigender Konkurrenzdruck

und anspruchsvollere Gäste stellen

demnach immer größere Anforderungen

an die Qualifikation aller

Beschäftigten im Tourismus und

dessen Umfeld. Eine große Chance

sieht der IHK-Hauptgeschäftsführer

im Dialog zwischen Tourismusverantwortlichen

und Vertretern anderer

Branchen. Das Ziel: Aus Erfahrungen

zu lernen und gute Lösungsansätze

für ähnliche Problemstellungen

in der eigenen Branche

nutzbar machen. „Gerade dieser

Dialog soll im Mittelpunkt der Tourismus-Akademie

Baden-Württemberg

stehen.

Initiator der Einrichtung ist Roger

Heidt, damals Geschäftsführer der

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg

(TMBW), heute

Erster Bürgermeister der Stadt Pforzheim.

Heidt trat vor über zehn Jahren

mit einer Idee an den damaligen IHK-

Hauptgeschäftsführer Achim Rummel

heran: Für die Touristiker der

Region sollte ein Netzwerk geknüpft

werden, es sollten der Austausch von

Ideen, Wissen und Erfahrung möglich

sein und es sollte ein Kreativpool

geschaffen werden. Das wird

inzwischen erfolgreich umgesetzt.

www.tourismus-akademie.de

TOURISMUS

WirtschaftsKRAFT 73


PZ-Medien

Aus der Erfahrung in die Zukunft

PZ-news.de

Die Pforzheimer Zeitung, als Flaggschiff

der J. Esslinger GmbH & Co.

KG, ist heute der mit Abstand wichtigste

Nachrichtenlieferant in der Region.

Mit „PZ-Extra“ veröffentlicht

sie auch das führende Anzeigenblatt

in der Region und mit „INFO“ das

monatliche Veranstaltungsmagazin.

Stillstand ist für den Verlag ein Fremdwort.

Doch mit der Zeitung allein ist

es heutzutage nicht getan. Mit dem

Internetauftritt www.pz-news.de beweist

die PZ, dass sie auch für die digitalen

Herausforderungen der Zukunft

gerüstet ist. Multimedia, Interaktion,

Schnelligkeit, Vernetzung

– das Onlineportal der PZ hat diese

Stichworte in die Praxis umgesetzt.

Und schon befindet sich PZ-news auf

neuen Wegen: Mit Mobile Web und

iPad-App geht es noch höher hinaus.

PZ-Medien –

J. Esslinger GmbH & Co. KG

Poststraße 5

D-75172 Pforzheim

Tel. +49 7231 933-0

Fax +49 7231 933-32393

verlag@pz-news.de

www.pz-news.de

PORTRÄT

PZ-news.de

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Noch vernetzter.

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Die neue PZ im Internet!

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Gleich reinklicken und reinblicken – in die angesagtesten News der Region.

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74

PZ Vertrieb

Noch vernetzter.

Pforzheimer Zeitung

Pforzheimer Zeitung

PZ News

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PZ Extra

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INFO Magazin

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PZ Kreativ

PZ Kreativ

PZ Vertrieb

PZ Forum

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Stadt Pforzheim

Hochpräzise

Aufbauend auf den traditionellen Fertigkeiten der Schmuck- und

Uhrenindustrie hat sich Pforzheim zu einem aufstrebenden Zentrum

für hochpräzise Metallverarbeitung entwickelt

FOTO: CONTTEK

76


Mir gefällt…

Goldstadt in Hochform

Rund 300 mittelständische Unternehmen

in Pforzheim und dem Enzkreis sind in der

Präzisions-, Dental- und Medizintechnik tätig

FOTO: KRAMSKI

Wiestaw Kramski,

Geschäftsführer der Kramski-

Unternehmensgruppe Pforzheim,

Stanz- und Spritzgießteile,

Putter & Golf-Zubehör

INNOVATION

VON LOTHAR NEFF

Der Wirtschaftsraum Pforzheim wird

in der Öffentlichkeit vorwiegend als

Standort der Schmuck- und Uhrenindustrie

wahrgenommen, erläutert

Reiner Müller vom städtischen Eigenbetrieb

Wirtschaft und Stadtmarketing

Pforzheim (WSP). Pforz -

heim wurde durch die 1767 von

Markgraf Karl Friedrich von Baden

begründete Schmuck- und Uhrenindustrie

weltberühmt, was sich im

schmückenden Beinamen Goldstadt

ausdrückt. In Pforzheim wird noch

immer der Löwenanteil der deutschen

Schmuckwaren produziert.

Die Schmuckwelten und das Schmuckmuseum

sind Anziehungspunkte für

Touristen. Doch der schmerzhafte

Strukturwandel der vergangenen

Jahre – mit massiven Arbeitsplatzverlusten

in der Schmuckindustrie

– hat Spuren hinterlassen.

Aufbauend auf den Kenntnissen und

Fertigkeiten der Traditionsindustrien

hat sich die Goldstadt zu einem aufstrebenden

Zentrum für hochmoderne

und präzise Metallverarbeitung

entwickelt. Von der dynamischen

Entwicklung der Präzisions- und

Feinwerktechnik profitiere auch die

Dental- und Medizintechnik, betont

Müller. Mit der Initiative Hochform

möchte der WSP den wachstumsorientierten

Unternehmen dieser

Branchen seine Unterstützung anbieten.

Durch gezieltes Marketing,

so Müller, wolle man so dem Standort

Pforzheim zusätzliches Profil

verleihen. Unterstützt werden sollen

die Firmen nicht nur durch

Infoveranstaltungen, Seminare und

Workshops, sondern auch bei Messeaktivitäten,

bei der Suche nach

Gewerbeflächen und Fördermitteln.

Rund 300 kleine und mittelständische

Unternehmen sowie eine

stattliche Anzahl von Großbetrieben

sind im Pforzheimer Raum im

Bereich Präzisionstechnik tätig.

Im vergangenen Jahr hat sich der

WSP am Clusterwettbewerb des Landes

Baden-Württemberg beteiligt

und wurde dabei für das Konzept

seiner Clusterinitiative „Hochform“

ausgezeichnet. „Das ist schon ein

kleiner Ritterschlag“, freut sich der

Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung,

über die Auszeichnung

durch das baden-württembergische

Wirtschaftsministerium. Die Pforzheimer

Clusterinitiative Hochform

zählt damit zu den zehn innovativsten

im Land. Aus 20 eingereichten

Wettbewerbsbeiträgen der

zweiten Runde des Wettbewerbs

„Regionale Clusterinitiativen“ hatte

eine Jury die zehn besten Ansätze

ausgewählt. Darunter eben auch

Hochform. Damit versucht die Stadt

Pforzheim ihre Kompetenz in Sachen

Präzisionstechnik und Design

weiter auszubauen.

Durch die gezielte Förderung regionaler

Vernetzungen von Wirtschaft,

Wissenschaft und weiteren unterstützenden

Organisationen – regionaler

Cluster – könne die Entwicklung

von innovativen Produkten,

Verfahren und Dienstleistungen unterstützt

werden. Die Förderung von

Clusterinitiativen zum Auf- und

Den Standort Pforzheim habe

ich seinerzeit bei der Unternehmensgründung

ganz gezielt

ausgewählt. Denn in der

Region sind die Fachleute für

Feinwerkmechanik beheimatet.

Und inzwischen ist Pforzheim

die europäische Hochburg für

Stanztechnik.

Ausbau professioneller Cluster-

Managementstrukturen ist auch ein

wichtiger Baustein der Wirtschaftsund

Innovationspolitik des Landes

Baden-Württemberg.

Zum Thema:

Hochform – eine Initiative des städtischen

Eigenbetriebs Wirtschaft und

Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

zur Unterstützung der sogenannten

Kompetenzbranchen in der Wirtschaftsregion

Pforzheim – richtet

sich vor allem an die Unternehmen

im Bereich der Präzisionstechnik

– Metallverarbeitung, Dental- und

Medizintechnik. Durch den Aufbau

eines Unternehmensnetzwerkes, die

Durchführung von Fachveranstaltungen,

gemeinsamen Messeaktivitäten

sowie durch den intensiven

Austausch der Unternehmen in

Arbeitskreisen zu Themen wie Forschung

und Entwicklung, Innovation,

Marketing und vielem mehr

sollen die Unternehmen der genannten

Branchen in ihrer Entwicklung

unterstützt werden.

WirtschaftsKRAFT 77


Profi-Know-how für Ihr

Projektmanagement

PS Consulting ist ein führendes

Beratungs- und Trainingsunternehmen

für Projektmanagement

in Deutschland. Seine Kunden sind

Konzerne wie Hewlett-Packard oder

Swarovski, genauso wie viele regionale

Unternehmen. Wenn Sie Ihre

Projekte kostengünstiger oder zu-

verlässiger abwickeln wollen, sind

Sie hier richtig. Patrick Schmid, der

Geschäftsführer, erklärt: „Was uns

auszeichnet, ist unsere konsequente

Praxisorientierung. Unser Kunde soll

den Nutzen spüren. Dafür gestalten

wir unsere Angebote individuell

und arbeiten mit Spaß und Elan.“

Lebendige Seminare

PS Consulting bietet ein attraktives

Curriculum für Projektleiter. Es

reicht von Methoden über wichtige

Soft-Skills wie Führung und Kommunikation

bis zu Spezialthemen

wie Claim Management. Abgerundet

wird es durch die Zertifizierung

von Projektleitern nach internationalen

Standards. PS Consulting

hat seit 1997 schon tausende Projektleiter

geschult. Offene Seminare

finden in Haiterbach statt.

Auch die Beratungs-Palette ist

vielfältig: „Für einen Kunden entwickeln

wir ein komplettes Projekt-

Verfahren mit passenden Tools und

führen dies ein. Oder wir coachen

regelmäßig den Projektleiter, um

den Erfolg wichtiger Projekte zu

sichern“, so Schmid.

PORTRÄT

PS Consulting International GmbH

Horber Straße 142

D-72221 Haiterbach

Tel. +49 7456 79572-60

Fax +49 7456 79572-66

info@psconsult.de

www.psconsult.de

78


Vakuumöfen bis 3000°C

Gero Hochtemperaturöfen

Fast drei Jahrzehnte fundierter Erfahrung

sind ein solider Grundstock für

die Konzeption auch anspruchsvollster

Lösungen im Bereich der Wärmebehandlung.

Wir betrachten jede Aufgabe

erneut als Herausforderung, innovative

und wirtschaftliche Lösungen

zu entwickeln. Unsere Experten aus

verschiedenen Wissenschafts- und

Technologiedisziplinen stehen Ihnen

als zuverlässige und kompetente

Partner zur Seite. Sie befassen sich

seit vielen Jahren mit den unterschiedlichsten

Anwendungen auf dem

Gebiet der Wärmebehandlung und

setzen ihre Erfahrung zielgerichtet und

praxisorientiert für Sie ein.

Mit der Qualität und Zuverlässigkeit

unserer Anlagen haben wir uns einen

Namen gemacht. Dies verdanken

wir im Wesentlichen unserer

konsequenten Kundenorientierung,

einem breiten theoretischen und praktischen

Wissen, einem gut ausgebauten

Vertriebsnetz und nicht zuletzt

auch unserem unkomplizierten Service.

Unsere größte Stärke sehen wir

in der Effizienz und Wirtschaftlichkeit

bei der Projektierung und Konstruktion,

der Werkstoff- und Verfahrenstechnik

sowie der Mess-, Regel- und

Steuerungstechnik.

GERO Hochtemperaturöfen GmbH & Co.KG

Hesselbachstraße 15

D-75242 Neuhausen

Telefon +49 (0)7234 9522-0

Telefax +49 (0)7234 9522-99

E-Mail info@gero-gmbh.com

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Sie haben besondere Anforderungen?

Sprechen Sie mit uns !

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KOMPETENZ IN KUNSTSTOFF-

SPRITZGUSSTECHNIK

Kundenwünsche und -vorstellungen in perfekte

Lösungen umsetzen und mit modernster Technik

realisieren – das ist unsere Arbeitsweise, das

hat sich bewährt. Wenn auch Sie davon

profitieren möchten, könnte ein Gespräch der

erste Schritt in eine gemeinsame Zukunft sein.

Gindele GmbH

Aschengasse 20 · 75242 Neuhausen

Telefon: +49 7234 9517-0

Telefax: +49 7234 9517-95

E-Mail: info@gindele.de · Internet: w w w. g i n d e l e . d e

F O R M E N B A U

P R Ä Z I S I O N ST E I L E

B A U G R U P P E N

80


IMO – ein Unternehmen

mit Perspektive

Umweltfreundliche Oberflächen, eine energieeffiziente

Produktion sowie eine mitarbeiterorientierte Unternehmensführung

bereiten dem Königsbacher Traditionsunternehmen

den Weg in eine erfolgreiche Zukunft

PORTRÄT

Die 1973 gegründete IMO Oberflächentechnik

GmbH ist ein innovatives,

dynamisches und international

tätiges Unternehmen, führend

in der galvanischen Beschichtung

von Präzisionsteilen für die Elektronik,

Automobilindustrie, Telekommunikation,

Medizin und Solartechnik.

Mit 30 Bandanlagen

und 4 Schüttgutvollautomaten verfügt

das Unternehmen über eine

einzigartige Technikvielfalt und

ein umfangreiches Beschichtungsangebot.

Vollbänder, Stanzteile,

Drehteile sowie technische Einzelteile

werden selektiv mit Gold, Silber,

Weißbronze, Palladium, Palladium/Nickel,

Kupfer, Nickel, Zinn

und Mehrschichtsystemen veredelt.

Als Anbieter von technischen Oberflächen

hat IMO hinsichtlich Chemikalieneinsatz,

Wasser, Luft und

Energieverbrauch eine besondere

Umweltrelevanz. Die bestehenden

gesetzlichen Auflagen werden

jederzeit erfüllt, das Konzept der

Nachhaltigkeit wird umfassend verfolgt.

Aufgrund der sehr energieintensiven

Produktion wird ein

beträchtlicher Teil der Ausgaben

für Strom getätigt. Zielsetzung im

Jahr 2010 war daher die erfolgreiche

Zertifizierung des Energiemanagementsystems.

Hierzu gehören

zum einen Investitionen in

energiesparende Anlagen und Techniken.

Zum anderen muss aber auch

das Bewusstsein aller Mitarbeiter

zur Energieeinsparung gefördert

und nachhaltig gestärkt werden.

Speziell die Auszubildenden im

Hause sollen gleich zu Beginn ihrer

beruflichen Zukunft mit einbezogen

werden und einen verantwortungsvollen

Umgang mit den natürlichen

Ressourcen lernen. Mit den

Auszubildenden wurde eine Projektgruppe

„Energieeffizienz“ geschaffen,

welche die Mitarbeiter für

das Thema sensibilisiert, Verständnis

schafft und das Verhalten ändert.

Die Auszubildenden informieren in

regelmäßigen Abständen die Kollegen

über aktuelle Themen zur Energieeffizienz

und geben hilfreiche

Tipps zur Energieeinsparung im

Betrieb wie auch im privaten Bereich.

IMO ist als einziges Unternehmen

der Branche nach ISO 9001,

ISO/TS 16949, ISO 14001, EMAS

und DIN EN 16001 zertifiziert.

Dieses Engagement wurde bereits

mehrfach durch den Umweltpreis

des Landes Baden-Württemberg,

den Umweltpreis der Sparkasse

Pforzheim Calw und nicht zuletzt

mit der Auszeichnung als Glanzlicht

der Wirtschaft bestätigt.

Wie bei jedem erfolgreichen Unternehmen

sind auch bei IMO leistungsstarke

Mitarbeiter das Kapital

für die Zukunft. Momentan bildet

das Unternehmen 20 junge Menschen

in den unterschiedlichsten

Berufen aus. Von großer Bedeutung

ist dabei die Ausbildung zum

Oberflächenbeschichter. Ein Berufsbild

mit besten Perspektiven

und Aufstiegsmöglichkeiten, für

den aber nur schwer Auszubildende

zu bekommen sind. IMO leistet sich

eigens hierfür einen Ausbildungsleiter,

welcher für die betriebliche

Ausbildung und den Betriebsunterricht

zuständig ist. Zum anderen

übernimmt er als Personaltrainer

aber auch die Aufgabe, neu eingestellte

Mitarbeiter für die spezifischen

Anforderungen in einem

Betrieb für technische Oberflächen

zu schulen und einzuarbeiten.

IMO Oberflächentechnik GmbH · Remchinger Straße 5 · D-75203 Königsbach-Stein

Tel. +49 7232 3006-0 · Fax +49 7232 3006-8000 · info@imo-gmbh.com · www.imo-gmbh.com

WirtschaftsKRAFT 81


Landkreis Enzkreis

Aus einem trivialen Uhren-Aufbewahrungsbehältnis

wird bei Idea ein Zeitobjekt

Manche der Teile haben einen

sechsstelligen Kaufpreis

FOTOS: IDEA

82


Edel-Designer mit

dem Hang zum Vernetzen

Eberhard Hagmann schätzt am

Nordschwarzwald das hohe Fachkräftepotenzial

an Technikern und Handwerkern

VON GERD LACHE

Eberhard Hagmann ist voll des

Lobes über den Standort Nordschwarzwald:

„Es gibt in der Region

ein beachtliches Innovationspotenzial

an Tüftlern und Denkern. Man

muss dieses Netzwerk nur knüpfen

und nutzen, dann hat man Zugriff

auf die besten Techniker und Handwerker“,

ist der Designer überzeugt.

Ebenso lobt er die Nähe zu den

akademischen Einrichtungen: „Ein

großer Teil unserer Mitarbeiter

kommt von der Hochschule Pforzheim.“

Er appelliert an die ansässigen

Unternehmen, sich noch intensiver

zu vernetzen: „Das ist ein

Vorteil für alle Beteiligten.“

Hagmann ist Inhaber und Chefdesigner

des Kreativbüros IDEA-

Design mit Sitz in Ölbronn im Enzkreis.

Zudem ist er an einigen anderen

Unternehmen verschiedener

Branchen beteiligt. Alle haben sie

eines gemeinsam: „Wir bedienen uns

des Potenzials im Nordschwarzwald.“

Hochwertige Feinwerktechnik

und bodenständige Handwerkskunst

vereinigen sich in der Region

mit einem gewaltigen Innovationsfundus,

ist der Unternehmer Hagmann

überzeugt.

Eines von Hagmanns Vorzeigeprojekten:

Für den österreichischen Edelhersteller

und Marktführer Buben&

Zörweg (B&Z) entwickelt und produziert

er in einer gemeinsam gegründeten

Firma sogenannte Zeit-

Objekte. Das sind hochwertige Auf -

bewahrungsvitrinen mit Uhrenbeweger,

in denen edle Automatikuhren

auf Trab gehalten werden.

Zum einen bleibt der Zeitanzeiger

damit im nicht getragenen Zustand

betriebsbereit. Besonders vorteilhaft

ist dies bei komplizierten technischen

Einrichtungen wie ewiger

Kalender oder Mondphasenanzeige.

Sie bei stehengebliebenem Werk

jedes Mal neu einzustellen, wäre

sehr aufwendig. Überdies können

wertvolle Sammlerobjekte so zur

Präsentation bereitgehalten werden.

Weiterer Vorteil: Eine Verharzung

des Uhrwerkes durch Stillstand

wird vermieden. Kürzlich

wurde die B&Z-Produktionsstätte

von Knittlingen nach Ölbronn

verlagert. „Kurze Wege sind von

Vorteil“, erklärt Hagmann.

Aus einem trivialen Uhrenaufbewahrungsbehältnis

macht Hagmann

– bei der Planung in Zusammenarbeit

mit Innenarchitekten – eine

Inszenierung. Das sieht dann beispielsweise

so aus: Ein riesiger

Raum mit edlem Bodenbelag und

ornamentierter Decke. In der Mitte

eine bequeme Sitzgelegenheit.

Daneben ein Sideboard für Getränke,

das außer dem kühlen

Champagner-Abteil ein klimatisiertes

Zigarrenfach beherbergt.

Die Fernbedienung für die Hörgenuss-Hifi-Anlage

und für das hochauflösende

TV-Edel-Flatscreen-Gerät

in greifbarer Nähe.

Und ringsherum, an allen vier

Wänden: Uhren, Uhren, Uhren –

rund 1000 Exemplare.

Jeder der wertvollen Automatik-

Zeitanzeiger ist in einer kleinen

Vorrichtung eingebettet, in der ein

Elektromotorantrieb dafür sorgt,

dass die Automatik-Teile auf Trab

gehalten werden. Mittendrin suhlt

sich der stolze Inhaber auf dem

Sofa, schmaucht eine Havanna,

schlürft den Schaumwein, lässt sich

musikalisch berieseln – und freut

sich über seine Zeit-Sammlung

ringsherum.

Bestellt hat dieses tickende Kult-

Zimmer ein Scheich. „Produktion

made in Nordschwarzwald“, sagt

Hagmann.

Es muss nicht immer ein komplettes

Uhrenzimmer sein. Auch

für kleinere, aber „standesgemäße

Unikate“ blättern die Kunden bis

zu 150 000 Euro auf den Tisch. Zur

Zielgruppe zählen laut Hagmann

gut verdienende Uhren-Enthusiasten

aus der Sportwelt und dem

Showbiz, außerdem saudische Sultanen

und russische Milliardäre.

Namen? Keine! „Diskretion ist Ehrensache“,

sagt der Chefdesigner

und erklärte Nordschwarzwald-Fan.

www.idea-taurus.de

INNOVATION

WirtschaftsKRAFT 83


WOLF_ihk_2011_154x115 03.11.2011 09:55 Seite 1

Richard Wolf GmbH

Knittlingen

Humanmedizin Industrie Veterinärmedizin

Zukunftsperspektiven gemeinsam fest im Blick!

Richard Wolf ist ein innovatives, weltweit agierendes Medizintechnik-Unternehmen

mit mehr als 100 Jahren Tradition und

außergewöhnlichem Knowhow in der medizinischen und

technischen Endoskopie. In enger Zusammenarbeit mit der

medizinischen Wissenschaft entstehen immer neue Produktideen

für neue Applikationen.

Moderne Fertigungstechnologien und weltweit über 1400 fachkompetente

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Garant für

das Entwickeln, Produzieren und Vertreiben von Produkten und

Produktsystemen von höchster Qualität und Anwendersicherheit

für die Human- und Veterinärmedizin sowie für die Industrie in

über 100 Ländern.

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84


Rutronik

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Rutronik bietet weltweit durchgängigen

Support und das gesamte

Spektrum elektronischer Komponenten.

Als inhabergeführter

Distributor in privater Hand agiert

Rutronik unabhängig. Im Fokus

stehen langfristige Geschäftsbeziehungen,

bei denen alle Partner

profitieren.

Weltweit durchgängiger technischer,

logistischer und kommerzieller

Support mit identischem

Pro duktportfolio – das zeichnet

Rutronik aus.

Zahlreiche Field Application Engineers,

Produkt- und Linemanager

sowie Business Development

Manager beraten und unterstützen

unsere Kunden vor Ort in allen

Phasen der Produktentwicklung

und -produktion. Für strategische,

globale Belange verfügt jeder

Kunde außerdem über einen Global

Key Account Manager. Dank

unserem niederlassungsübergreifenden

EDV-System hat er stets

den Überblick über alle Aktivitäten.

Die Nachfrage nach technologisch

und kommerziell optimierten Gesamtlösungen

beantworten wir mit

unseren Vertical Market Teams.

Hier steht unseren Kunden das gebündelte

Know-How all unserer

Produktbereiche für eine marktspezifische

Kundenberatung und

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Dabei können wir als Broadliner

Applikationen 100-prozentig abdecken,

die Feinabstimmung zwischen

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Die Teams adressieren die

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Energy, Industrial, Automotive

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WirtschaftsKRAFT 85


Region Nordschwarzwald

Bunte Vielfalt

Die Einsatzmöglichkeiten für Kunststoffe

sind nahezu unbegrenzt.

400 Unternehmen beschäftigen sich

im Nordschwarzwald mit der Verarbeitung.

FOTO: HERMANN HAUFF

86


Alles Kunststoff –

oder was?

Region Nordschwarzwald stärkt Profil

mit Unternehmens-Netzwerk Innonet

VON LOTHAR NEFF

Adam Riese gilt als legendärer

Rechenmeister. Ob sein Nachfahre

Oliver Riese aus Horb im Nordschwarzwald

einmal ähnliche Berühmtheit

erlangen wird, bleibt abzuwarten.

Immerhin ist Oliver Riese

Chef der Firma Riese Electronic

und Mitglied im regionalen Kunststoffnetzwerk

Innonet. Riese hat

gemeinsam mit dem Schalungshersteller

Meva aus Haiterbach ein

Ultraschall-Messgerät entwickelt,

das präzise ermittelt, wann der Beton

auf Baustellen hart genug für das

Weiterbetonieren ist. Früher ging das

im wahrsten Sinn des Wortes „Pi mal

Daumen“, denn bisher wurde ein

Plastikbeutel mit etwas Beton gefüllt

und in längeren Zeitabständen mit

dem Daumen getestet, bis sich die

abgefüllte Masse nicht mehr eindrücken

ließ. Dieses Testverfahren

um die mutmaßliche Erstarrungszeit

des Betons festzulegen, barg

erhebliche Risiken. Jetzt kommt das

USM-Messgerät auf Baustellen zum

Einsatz. Riese und Meva teilen sich

auch den Vertrieb.

„Die erfolgreiche Kooperation der

beiden Firmen zeigt, dass gerade im

optimalen Zusammenspiel individueller

Kompetenzen innovative

Lösungen entstehen“, freut sich Jens

Mohrmann, Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderung (WFG) Nordschwarzwald.

„Unsere Netzwerkarbeit

trägt erste Früchte.“ Darauf

konnten auch die Mitglieder des

Mir gefällt…

FOTO: KETTERL

Dr. Hans-Eberhard Koch,

Vorsitzender der

Geschäftsführung/Gesellschafter

der Witzenmann GmbH,

Pforzheim

Der Standort Pforzheim

ist der Traditionsstandort

der Witzenmann-

Gruppe seit mehr als

150 Jahren. Durch seine

langfristig geschaffene

industrielle Infrastruktur

ist dieser Standort

das Kompetenz-Zentrum

und Herz eines internationalen

und innovativen

Weltmarktführers.

INNOVATION

Auf der Fachmesse Fakuma in Friedrichshafen am Bodensee präsentierten sich 40 Firmen aus dem Nordschwarzwald, viele sind im

Kunststoffnetzwerk Innonet organisiert. FOTOS: NEFF

WirtschaftsKRAFT 87


Region Nordschwarzwald

Kunststoffnetzwerks Innonet auf

der Fachmesse Fakuma in Friedrichshafen

anstoßen, die im Oktober

2011 stattfand. In Halle A3 war

der Gemeinschaftsstand der Nordschwarzwälder

dicht umlagert.

Das lag sicher nicht nur am technischen

Know-how, sondern auch

an den farbenfrohen Cocktails, die

am Innonet-Messestand von einem

Profi-Barkeeper gemixt wurden.

Die Erwartungen der Fakuma-Aussteller

waren hoch und wurden

nicht enttäuscht.

Rund 400 Unternehmen in der

Region Nordschwarzwald beschäftigen

sich mit Kunststoffen. Einen

„Thermo-Shake“ mit Cranberry und

Ananas oder lieber ein „Kompetenz-Mix“

aus Curacao-Sirup und

Maracuja?

Dass Technik keine trockene Angelegenheit

sein muss, bewiesen

die Aussteller am Gemeinschaftsstand

des Kunststoffnetzwerks auf

der Fakuma. Die farbenfrohen Drinks

sorgten nicht nur für einen fruchtig-alkoholfreien

Energieschub,

sondern wecken auch das Interesse

der Messebesucher am technologischen

Know-how. Knapp

40 Unternehmen aus der Region

Nordschwarzwald, davon 21 aus

Pforzheim und dem Enzkreis, präsentierten

dort ihre Produkte und

Dienstleistungen. Unter dem Motto

„Der Kompetenz-Mix für Ihre

Lösungen“ präsentierten sich zehn

Aussteller unter dem Dach des

Innonet.

„Die Messe kam gerade zur richtigen

Zeit. Die Investitionsbereitschaft

in den Unternehmen ist wieder

da, so dass wir vielversprechende

Projektegespräche geführt haben“

berichtete Jörg Vetter, technischer

Leiter bei der Firma Hauff, Spezialist

für Präzisionskunststoffteile

und Formenbau. Matthias Gindele,

Geschäftsführer der Gindele GmbH

in Neuhausen, freute sich über die

vielen Anfragen von potenziellen

Kunden. „Wir haben die Krise genutzt

und unsere Produkte und

Prozesse weiterentwickelt, das zahlt

sich nun aus.“

Marktführer in Sachen Kunststoffmaschinen

ist die Firma Arburg mit

weltweit 2100 Mitarbeitern, davon

1750 am Stammsitz in Loßburg.

Die Exportquote liegt über 60 Prozent,

wie Technik-Geschäftsführer

Herbert Kraibühler erläutert. Kunststoff

sei als moderner Werkstoff

aus der Industrie heute nicht mehr

wegzudenken. Die Menschen kommen

damit tagtäglich in Berührung:

„Morgens klingelt der Radiowecker,

wir betätigen den Lichtschalter,

benutzen kurz darauf die

Zahnbürste, die Kaffeemaschine.“

40 Prozent der verarbeiteten Kunststoffe

kommen im Automobilbau

Bild oben: Axel Blochwitz (links), Leiter des Technologiezentrums Horb, informierte sich am Arburg-Messestand über Innovationen.

Bild unten links: Kontaktpflege am Messestand – Jens und Wolfgang Hofmann, Geschäftsführer der Firma Kummer in Ötisheim,

im Gespräch mit Wirtschaftsförderer Jens Mohrmann und Kummer-Vertriebsleiter Ulrich Hornung (von links).

Bild unten rechts: Jörg Vetter (rechts) von der Firma Hauff aus Pforzheim. FOTOS: NEFF

88


zum Einsatz. Die Spritzgießmaschine

der Zukunft kann noch wesentlich

mehr: Sie übernimmt alle

Schritte vor und nach dem Prozess

wie das Einlegen von Teilen,

das Lackieren oder Dekorieren. Sie

steuert und optimiert sich selbst.

Und sie spritzt komplexe Stahl-,

Hartmetall- und Keramikteile, die

sich konventionell nicht fertigen

lassen. Immer öfter macht sie damit

das Zerspanen überflüssig, erläutert

Kraibühler. Selbst Brillengläser

werden mittlerweile auf Arburg-

Maschinen gespritzt.

Schutz vor Plagiaten bietet beispielsweise

ein chemisches Additiv,

das dem Kunststoff bei der Verarbeitung

beigemischt wird und so

den Herkunftsnachweis ermöglicht.

Dadurch wird – laut Herstellerfirma

Polysecure aus Freiburg – ein

68

Betriebe des verarbeitenden

Gewerbes gibt es im

Kreis Freudenstadt. Sie

beschäftigen insgesamt 15.201

Arbeitnehmer und machen

zusammen einen Umsatz

in Höhe von rund 260

Millionen Euro.

gerichtsfester Nachweis von Fälschungen

erbracht. Dieses System

kann auch zum Schutz von Medikamenten

und Implantaten verwendet

werden. Einzigartig ist die

Möglichkeit, einen vom Anwender

vorgegebenen Zahlencode in chemischer

Form verschlüsseln und

diesen mit geringem Aufwand wieder

auslesen zu können, wie Geschäftsführer

Jochen Moesslein erläutert.

Der optische Marker erzeuge

einen Leuchteffekt, der überall und

schnell als Originalitätsmerkmal

genutzt werden könne – quasi eine

künstliche DNA.

Zum Thema:

40 Unternehmen, überwiegend

aus der Region Nordschwarzwald,

sind Mitglied im Kunststoffnetzwerk.

Es ist eine gemeinschaftliche

Initiative des

Technologiezentrums Horb und

der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald.

Eine Clusteranalyse

hatte schon 2005 empfohlen,

sich auf die kunststoffverarbeitende

Industrie zu konzentrieren.

2008 wurde die

Initiative Innonet Kunststoff

offiziell gegründet. Dieses Netzwerk

wurde auf ganz Baden-

Württemberg erweitert. Vertreten

sind Unternehmen der gesamten

Wertschöpfungskette vom

Maschinenhersteller bis zum Anwender.

„Das Netzwerk wird gelebt.“

Das liegt sicherlich auch

am reibungslosen Zusammenspiel

von großen und kleinen

Firmen aus dem Nordschwarzwald

und darüber hinaus.

www.innonet-kunststoff.de

INNOVATION

Machen Sie mehr aus Ihrer Energie

DALS-N

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Machen Sie mehr aus Ihrer Energie: Im Gesamtsystem einer Druckluftanlage

gibt es viele Möglichkeiten, Energie einzusparen – und beinahe ebenso viele,

Energie zu verschwenden. Nillius bietet Ihnen ein zuverlässiges Analyse-

System, welches im Rahmen einer Gesambetrachtung Ihrer Anlage Schwachstellen

aufdeckt und Einsparpotentiale aufzeigt.

Holen Sie mehr aus Ihrem Kompressor heraus

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Geld, weil mit ihr 72 Prozent der am Kompressor eingesetzten

Energie in Form von Wärme zur Nutzung für die Erwärmung

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977/740388

info@nillius.es

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WirtschaftsKRAFT 89


INNOVATIVE LÖSUNGEN AUS METALL

... sind bei G.RAU Leitmotiv und kompetente Antwort auf individuelle Kundenanforderungen

in Einem.

Mit über 130-jähriger Erfahrung auf dem komplexen Gebiet der Metalle verarbeitet

man hier eine Vielzahl metallischer Werkstoffe und Legierungen,

derzeit um die 170.

Das Unternehmen wurde 1877 von Gustav Rau als Fertigungsbetrieb für

Pressungen aus Gold- und Silberlegierungen ins Leben gerufen. Heute umfasst

es eine über 500 Mitarbeiter starke Produktion an zwei Pforzheimer

Standorten. Als Partner namhafter Unternehmen aus der Automobilzulieferund

Elektroindustrie sowie den Bereichen Mess- und Regeltechnik und Medizintechnik

ist G.RAU ausgesprochen kundenorientiert. Um eine nachhaltige

Kooperation mit den Geschäftspartnern zu ermöglichen, legt man hier Wert

auf die eigenständige Werkstoff- und Verfahrensentwicklung, kompetente

technische Beratung, Flexibilität und zeitgemäße Logistik.

Die umfassende Leistungspalette basiert auf höchste Ansprüche an Qualität

und Wirtschaftlichkeit und bietet auszugsweise:

Fliesspressteile, Tiefziehteile mit komplexem Formbeschnitt, massive oder

plattierte Halbzeuge aus metallischen Werkstoffen in Form von Bändern,

Profilen, Präzisionsrohren und –drähten sowie Bänder, Teile und Baugruppen

aus Thermobimetallen und die selektive oder vollflächige chemische

und galvanische Oberflächenbeschichtung von Bändern, Drähten und Teilen.

Innerhalb der Kontaktteile-Familie sind Massiv- und Bimetallniete, Stanzbiegeteile

und Baugruppen mit integrierten Schweißprozessen, Memoryelemente

und -baugruppen sowie Metall-Kunststoff-Verbundprodukte einige

der intelligenten Metall-Lösungen des Spezialisten G.RAU. Zu dessen Unternehmensgruppe

gehören neben der G.RAU GmbH und Co. KG vier weitere

Gesellschaften, darunter auch die in Pforzheim ansässigen GmbHs

ADMEDES Schuessler und EUROFLEX, beide Marktführer in Teilbereichen

der Medizintechnik.

G.RAU GmbH & Co. KG

Kaiser-Friedrich-Str. 7 Tel.: +49(0)72 31/208-0 www.g-rau.de

D-75172 Pforzheim Fax: +49(0)72 31/208-7599 info@g-rau.de


Nitinol & mehr!

EUROFLEX ist Ihr Partner für innovative Werkstoffe der Medizintechnik.

Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen erfolgreiche und kreative

Lösungen, die Ihren Erwartungen und Anforderungen gerecht werden.

Unsere Werkstoffe sind weit mehr, als nur Mittel zum Zweck: Sie sind

Teil des Erfolges eines Stents, eines Implantats, eines Instruments. Jedes

Produkt kann nur so gut sein, wie der Stoff aus dem es gefertigt wurde.

Differenzierte Ansprüche erfordern eben differenzierte Werkstoffe.

NITINOL, Edelstahl, Ni-freie Legierungen

Cobalt-Basis Legierungen, Titan-Basis Legierungen

Tantal, Platin-Legierungen

resorbierbare Legierungen ...

Seit 1993 vertreibt EUROFLEX hochwertige Halbzeuge aus

NITINOL auf dem europäischen Markt und hat sich dort von

Beginn an als der führende Lieferant etabliert. EUROFLEX

ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft von G.RAU GmbH

& Co. KG, Pforzheim, Deutschland. Dort erfolgt auch die

Produktion der Rohre, Drähte, Bleche und Komponenten.

Die langjährige Erfahrung in der Metallkunde, die Besonderheiten

der Werkstoffe sowie die Anforderungen

der Medizintechnik sind die Basis für ständige Erweiterung

des Lieferprogramms der EUROFLEX GmbH. Schnelle

Musterfertigung, Begleitung der Kunden vom Musterrohr bis

zur Serienproduktion sowie umfangreiche Analyse- und Untersuchungsverfahren

gehören zum selbstverständlichen Service des

Unternehmens.

EUROFLEX GmbH

Kaiser-Friedrich-Str. 7

75172 Pforzheim

Tel. +49(0)7231.208.210

Fax +49(0)7231.208.7599

info@euroflex-gmbh.de

www.euroflex-gmbh.de


Region Nordschwarzwald

Hereinspaziert

Die Zahl der Mitglieder im Wirtschaftsverband wvib mit Sitz

in Freiburg nimmt beständig zu. Insbesondere auch im Nordschwarzwald

möchte sich der wvib noch stärker positionieren.

FOTO: LÖFFLER-LACHE

92


Wirtschaftsverband

mit Vorliebe für Tüftler

und Visionäre

Der badische Raum ist für den Expansionsdrang

des wvib längst nicht mehr ausreichend

VON GERD LACHE

„Tüftlergeist. Innovationsfreude.

Hartnäckigkeit. Internationalität.“

Diese positiven Eigenschaften kommen

Christoph Münzer beim Stichwort

Nordschwarzwald unvermittelt

in den Sinn. Münzer ist Hauptgeschäftsführer

des Wirtschaftsverbandes

industrieller Unternehmen

in Baden (wvib). Knapp ein halbes

Hundert verschieden großer Betriebe

von Alpirsbach über Freudenstadt

und Horb sowie Calw bis Pforzheim

und Mühlacker ist Mitglied

in dem – nach eigenen Angaben –

größten Netzwerk für den industriellen

Mittelstand im Südwesten. 1000

Firmen im badischen und schwäbischen

Raum haben sich bisher der

Organisation angeschlossen. Hauptsitz

ist Freiburg. Allerdings geht der

Verband auch vor Ort zu den Betrieben.

Für den Nordschwarzwald gibt

es eigens ein wvib-Betreuerteam.

Mehr noch: Der Verbandschef sieht

im Hinblick auf eine Beteiligung

weiterer Unternehmen am wvib-

Netzwerk „noch großes Potenzial“ im

Nordschwarzwald. Neben OBE stehen

bereits Namen wie Kramski,

Reeb Stahl- und Blechtechnik sowie

Schmalz, PKT oder Bürkle-Gruppe

(Käufer der Elektrogroßhandlung

Emil Ratz, Pforzheim) auf der

Mitgliederliste – um nur einige zu

nennen. Neu hinzu gekommen ist

Hermann Ultraschall (Karlsbad).

Vor 65 Jahren wurde die „Schwarzwald

AG“, wie sich der wvib auch

nennt, gegründet. Der Ursprung

seinerzeit war die Gründung einer

Rohstoffbörse. Daraus erwuchs ein

Unternehmensnetzwerk, das weder

als Tarifpartner auftreten, noch in

Konkurrenz zu anderen Verbänden

treten will. Was also ist die Leistung

des wvib? „Information, Beratung,

Vernetzung, Schulung“, nennt

Münzer als Stichworte und meint:

„Es gibt so gut wie kein Problem,

bei dem wir nicht helfen können.

Und wenn wir’s nicht können, dann

kennen wir jemanden, der es kann.“

Beispiel: Wer ein Hochregallager

bauen lassen will, kann sich des

wvib-Netzwerks bedienen und auf

die Erfahrungen anderer Kolleginnen

und Kollegen zurückgreifen.

Ohnehin, fügte wvib-Präsident

Klaus Endress (Endress+Hauser AG)

hinzu: „Die Erfahrungsaustauschgruppen

sind eine hervorragende

Einrichtung. Ich habe aus den Grup -

pen viele Ideen mit nach Hause genommen,

die wir bei Endress+Hauser

umgesetzt haben.“

Der wvib besetzt schwerpunktmäßig

die Themenfelder Technik, Betriebswirtschaft

sowie Recht und

Personal. Hier können sich Unternehmen

beraten lassen. 35 Beschäftigte

sind im Verband tätig,

davon vier Juristen. Die Kosten für

Beratung und andere Leistungen

sind durch den Mitgliederbeitrag

abgedeckt. Münzer: „Wir sind ein

Flatrate-Dienstleister.“ Die Seminare

und Workshops werden indes

separat berechnet. Sie bilden ein

weiteres Standbein des wvib. Hinzu

kommen Gemeinschaftsstände auf

Messen sowie die Veranstaltung der

Fachmesse „Industrie+Elektronik“

mit zuletzt rund 340 Ausstellern

und über 10 000 Besuchern.

Unterdessen ist die Bezeichnung

„Baden“ im Verbandsnamen mit

den Jahren insofern etwas verblasst,

als inzwischen auch Unternehmen

aus dem schwäbischen

Raum, ebenso aus der Pfalz und

dem Elsass sowie der Nordwestschweiz

eine wvib-Mitgliedschaft

haben. Ihr Anteil: „Rund 30 Prozent“,

erklärt Münzer. Und: „Seit

eini gen Tagen ist auch ein bayerisches

Unternehmen bei uns.“

Im September 2011 hat der Hauptgeschäftsführer

gemeinsam mit

wvib-Präsident Endress den Erweiterungsbau

in der Breisgaumetropole

vorgestellt. Gleichzeitig wurde

der 65. Geburtstag des Verbandes

gefeiert. Ministerpräsident Winfried

Kretschmann war prominenter

Gratulant mit den Worten:

„Gerade für mittelständische Industrieunternehmen

in Baden-Württemberg

ist es wichtig, dass Institutionen

wie der wvib ihre Anliegen

vertreten, sie fördern und vernetzen

und mit ihrem Fachwissen beraten.“

www.wvib.de

INNOVATION

Bilder oben und unten: Erfahrungsaustausch, Unternehmensbesuche und Vortragsveranstaltungen gehören zum Dienstleistungsangebot

des Wirtschaftsverbandes wvib. FOTOS: WILHELM

WirtschaftsKRAFT 93


Landkreis Calw

INNOVATION

FOTO: WEISSBROD/DPA

Legendärer Apple-Computer

nahm im Schwarzwald

seine Gestalt an

VON GERD LACHE

Was haben der Nordschwarzwald und

Silicon Valley in den USA gemeinsam?

Antwort: Die Erfolgsgeschichte

von Apple. Das Design des ersten

maßgeblichen Computers wur de in

der Schwarzwald-Gemeinde Altensteig

ersonnen. Professor Hartmut

Esslinger entwickelte dort unter anderem

das optische Erscheinungsbild

des Apple IIc (1983) und des

Macintosh SE (1987). Esslinger wurde

1944 im Simmersfelder Ortsteil

Beuren geboren. 1969 gründete er

im nahe gelegenen Altensteig das

Designstudio „Esslinger Design“ und

taufte es 1982 in „Frog Design“ um.

Das englische Frog heißt übersetzt

Frosch. Tatsächlich aber sollen

die Buchstaben Frog für „Federal

Republic of Germany“ stehen.

Esslinger galt als Design-Revolutionär.

Sein Ruf reichte bis nach Kalifornien,

wo ein ebenso revolutionärer

Computer-Enthusiast namens

Steve Jobs unter dem Symbol eines

angebissenen Apfels angetreten war,

die digitale Welt grundlegend auf

den Kopf zu stellen. Marc Esslinger

(Jahrgang 1971), Sohn des Designers,

veröffentlichte im Jahr 2007 auf dem

Online-Portal „fudder.de“ sowie via

„fontblog.de“ einige Episoden über

die Zusammenarbeit des Vaters mit

dem Apple-Gründer, der am 5. Oktober

2011 seinem Krebsleiden erlag.

Das Altensteiger Unternehmen habe

„den Emporkömmling aus dem

Silicon Valley“ in Sachen Produktstrategie

und Design beraten, erinnert

sich der damals elfjährige

Marc Esslinger: „Unten im Haus saß

Steve Jobs noch spät abends mit

meinem Dad über Handskizzen und

Styropormodellen, die Beatles spielten

Revolution aus einer Yamaha

Stereo-Anlage.“

Indes sind die Erinnerungen von

Esslinger Junior an Jobs nach eigenen

Angaben sehr vage, da ihn damals

seine E-Gitarre und Spiele wie

Choplifter auf dem „Apple II“ mehr

interessierten „als der Geschäftspartner

meines Dads“. Im Gedächtnis

haften blieb das: Steve Jobs sei

für Spätzle nicht zu begeistern gewesen.

Und weiter: Der Inhaber der

kleinen Schwarzwaldpension, in der

Steve Jobs nächtigte, sei mächtig in

Rage geraten, weil er Zweifel hatte,

ob „der Ami seine Telefonrechnung

wohl bezahlen könne. Und wer dafür

aufkomme, sollte dies nicht der

Fall sein.“

Laut Esslinger hat der Apple-Chef

von Altensteig aus stundenlang

Telefongespräche mit Cupertino

(eine Stadt im kalifornischen Silicon

Valley, d. Red.) geführt. „Das

erschien dem Gastronom suspekt“.

Ebenso wie die Garderobe des Apple-

Gründers: Die ansonsten in der

Pension übernachtenden Geschäftskunden

„trugen im Gegensatz zu

Jobs nicht Jeans und T-Shirt“.

Was aus Apple wurde, ist hinlänglich

bekannt. Wie aber entwickelten

sich Frog Design und Hartmut Esslinger?

Das Unternehmen ist heute

weltweit für Produktdesign, Digitale

Medien, Software, Branding und

Geschäftsstrategien tätig und beschäftigt

500 Mitarbeiter. Neben dem

Hauptsitz im kalifornischen Silicon

Valley unterhält Frog Design Studios

in San Francisco, San Jose,

Austin, New York, Seattle, Washington,

Mailand und Shanghai.

Der Unternehmensgründer und

Porsche-Fahrer Hartmut Esslinger

lebt in den USA. 2006 verkaufte er

seine letzten Firmenanteile, schied

aus der Geschäftsführung aus und

übernahm eine Professur für Industrial

Design an der Universität für

angewandte Kunst Wien. 1992 war

er Gründungsmitglied der Hochschule

für Gestaltung in Karlsruhe.

Seiner ehemaligen Firma Frog

Design ist er indes noch immer als

externer Berater verbunden.

www.frogdesign.com

Bild oben: Vom Revolutionär zum Museumsstück – Der Apple IIc (links), designed by Schwarzwald, und der Commodore Pet 2001

in einer Sonderausstellung.

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