Tagungsband Symposium der Papieringenieure 2017

vpmmuc

next2paper

Mit Innovationen

erfolgreich

in die Zukunft von Papier

Symposium der Papieringenieure

Darmstadt, 20. und 21. Oktober 2017


Symposium

der Papieringenieure 2017 in Darmstadt

next2paper – Mit Innovationen erfolgreich in die Zukunft von Papier

Das Symposium der Papieringenieure findet dieses Jahr

an der Technischen Universität Darmstadt, in der

Heimat stadt des APV Darmstadt statt und soll den

Erfolg des Symposiums der letzten Jahre weiterführen

und ausbauen. Das interessierte Publikum erwartet eine

spannende Vortragsreihe zum Thema „next2paper – Mit

Innovationen erfolgreich in die Zukunft von Papier“ mit

Frau Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries als

prominenter Gastrednerin und vielen weiteren prominenten

Vortragenden aus unserer Industrie.

Der Erfolg des Symposiums der Papieringenieure hat

sich mittlerweile in der Branche herumgesprochen,

wodurch es uns gelingt, noch mehr Interessenten für

unsere gemeinsame Tagung zu gewinnen.

Ziel unserer Veranstaltung ist dabei, mit der Vortragsreihe

immer mit der Zeit zu gehen und neben einem

Raum für Gespräche eine umfassende Informationsquelle

zu aktuellen Themenschwerpunkten bereitzu stellen.

Auch der Kontakt zu industriefernen Personengruppen

und der Politik sollen mit berücksichtigt werden, um

sich auch mit der externen Wahrnehmung unseres

Industriezweigs auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer

haben dabei die Möglichkeit, sich über den neuesten

Stand hinsichtlich aktueller Marktentwicklungen und

neuester Techniken und Technologien zu informieren

und auszutauschen und an der Wahrnehmung unserer

Industrie in der Gesellschaft selbst aktiv mitzuwirken.

Dies ist uns sehr wichtig, um auch die zukünftige

Generation der Papieringenieure für unser Symposium

zu gewinnen und in die Papierindustrie einzuführen.

Hierbei ermöglichen wir nicht nur den Studenten unserer

drei Verbände, sondern auch darüber hinaus den

Studenten der anderen Hochschulen die Möglichkeit,

weitgehend kostenfrei an dem Symposium teilzunehmen.

Ferner bieten wir am Samstag den Rahmen für Studenten -

vorträge und Präsentationen der Hochschule und

Universitäten und binden hierüber unseren Nachwuchs

für die Papierindustrie aktiv in den Ablauf des Symposiums

ein.

Neu ist im Rahmen des Symposiums, dass wir das erste

Mal ein Mentoring Programm eingerichtet haben, bei

welchem die Studenten mit Industrievertretern die

Chance bekommen, persönlich in unsere Industrie

eingeführt zu werden. Schließlich bietet das Symposium

für künftige Absolventen eine Plattform für die Kontaktaufnahme

zu Firmen und potenziellen Arbeitgebern.

Um all diese Ziele erreichen zu können, benötigen wir

nicht zuletzt die großzügige Unterstützung unserer

Sponsoren, bei denen wir uns auf diesem Weg sehr

herzlich bedanken.

Wir freuen uns auf interessante und informative Stunden

in Darmstadt!

Ihre Vorsitzenden

Dr. E.-Ulrich Wittmann Michael Moser Thomas Villforth


Inhalt

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Editorial

Grußwort Brigitte Zypries

Grußwort Volker Bouffier

Grußwort Prof. Dr. Hans-Joachim Prömel

Grußwort Winfried Schaur

Die Absolventenvereine APV Darmstadt, APV Dresden, VPM

Tagungsprogramm

Der Tagungsort: Das Maschinenhaus der TU Darmstadt

Statements

Einführung in die Vortragsreihe

Dr. Roland Pelzer

Innovation als Erfolgsfaktor für Unternehmen der Papierwirtschaft

Arne Kant

Foresight-Management

Timo Kalefe

Die Folgen der Digitalisierung auf ein analog angelegtes Geschäftsmodell

Hans-Christoph Gallenkamp

Neue Einblicke in die Festigkeitsentwicklung von Papier

mittels Rasterelektronenmikroskop

Dr. Jürgen Belle

Produktion von dreidimensionalen Formteilen

aus hochgemahlenen Cellulosefasern

René Kleinert

Radar und Radiometrie –

das Messtechnik-Duo für einen effizienten Pulperbetrieb

Jens Lambrecht, Christian Langensiepen

Innovatives Verfahren zur Aufbereitung schwierig aufzulösender

Altpapiere erlaubt die Fertigung neuer Produkte

Christian Elsner, Stephan Wucherer


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Gastvortrag: Megatrend Digitalisierung –

wie Smartphones und Daten unsere Wirtschaft verändern werden

Prof. Dr. habil. Key Pousttchi

Bauen mit Papier

Prof. Dr. Samuel Schabel

KOHPA, das heizbare Kohlefaser-Recycling-Papier

Siegfried Fuchs, Peter Helfer

Papierbasierte Elektroden für die mikrobielle Stromerzeugung

Dr. Eva Gilbert, Johann Strauß

Einsatz von Filtration als Nachklärung einer aeroben Biologie

Anja Dabbert, Richard Huster

Innovative Produkte auf Basis von Lignocellulose

Robert Mohr

Eine neue, innovative Thermodirekt-Drucktechnologie

Dr. Markus Wildberger

Partnerprogramm

Gesellschaftsabend

Lageplan TU Darmstadt, Stadtplan

Exkursionen

Exkursion DS Smith Aschaffenburg

Exkursion Papierfabrik Sappi Stockstadt

Hochschule München

Technische Universität Dresden

Technische Universität Darmstadt

Teilnehmer des Symposiums der Papieringenieure 2017

Ankündigung des Symposiums der Papieringenieure 2018

Impressum


Brigitte Zypries

Bundesministerin fur Wirtschaft und Energie

Grußwort

zum Symposium der

Papieringenieure 2017 in Darmstadt

Papier ist ein besonderer Stoff. Wäre das nicht so,

hätten wir von Goethes schönem Satz, dass Blut ein

ganz besonderer Saft sei, niemals etwas erfahren.

Papier ist deshalb besonders, weil über lange Zeit

kein anderer so mächtiger Datenträger zur Verfügung

stand.

Ob Papier nun 140 Jahre vor Christi Geburt oder erst

105 Jahre danach erfunden wurde, will ich hier nicht

entscheiden. Sicher ist, dass das Papier einen rasanten

Siegeszug durch die entwickelte Welt machte. Konkurrenten

wie Tontafeln und Pergament konnten nicht

mithalten. Ohne Papier wäre weder das Wissen der alten

Zeit überliefert worden, noch hätten neue Ideen schnelle

Verbreitung gefunden. Luther-Bibel, Code civil oder

Kommunistisches Manifest – ohne Papier wäre der Gang

der Geschichte ein anderer gewesen.

Über zwei Jahrtausende war Papier der Datenträger

schlechthin. Er zeigte sich universell einsetzbar, konnte

per Hand beschrieben und später mit Lettern bedruckt

werden. Selbst die Digitalisierung in ihren Anfängen

wäre ohne Papier nicht denkbar gewesen. Die ersten

Computer wurden mit gestanzten Lochkarten pro -

grammiert.

Doch diese Stellung als unersetzlicher Datenträger ist

nicht mehr unangefochten. Elektronisches Papier –

bemerkenswert, dass noch von Papier die Rede ist –

verbreitet sich immer weiter. Papier bleibt ein wichtiger

Datenträger, aber die Konkurrenz holt in dem Verdrängungswettbewerb

auf. Da wird Papier – so bin ich überzeugt

– Terrain verlieren.

Trotz dieser Entwicklung wäre es falsch, jetzt den

Abschied vom Papier einzuläuten. Denn Papier wird

schließlich nicht nur als Datenträger eingesetzt. Ob als

Verpackung, als gedruckte Elektronik oder im Hygienebereich

– die Anwendungsmöglichkeiten von Papier sind

zahlreich. Und sie haben Zukunft.

Es ist gut zu wissen, dass es Symposien wie das der

Papieringenieure gibt, auf denen über die Zukunft von

Papier nachgedacht wird. Denn die Digitalisierung und

der technische Fortschritt werden auch dem Papier neue

Chancen eröffnen; man denke nur an den Bedarf an

Verpackungen im boomenden Online-Handel.

Ich wünsche Ihrer Veranstaltung Erfolg und viele neue

Ideen für die Verwendung von Papier in der Zukunft.

Brigitte Zypries


Unser Platin-Sponsor

Imbelox ist eine neue und innovative Technologie der

Firma Kolb. Imbelox zeigt eine hervorragende Reinigungseffizienz

für die Filzwäsche in der Pressenpartie

und eignet sich für diskontinuierliche Reinigung

während der Produktion sowie während der Stillstandsreinigung.

Dies wird erreicht durch die Kombination

eines alkalischen Reinigers und einer stabilisierten

oxidativen Lösung, die zeitgleich über das Hochdruckspritzrohr

appliziert werden.

Bei unseren Kunden hat der Einsatz der Imbelox

Technologie Einsparungen im 6-stelligen Bereich erzielt,

die hauptsächlich aus der Reduktion von Stillstands -

zeiten und geringeren Filzkosten durch verlängerte

Filzlaufzeiten stammen. Mehr dazu kann man in der

Ausgabe des Wochenblattes vom April 2017 erfahren.

Es ist uns bewusst, dass jede Papiermaschine anders ist.

Deshalb stehen wir (Kolb) Ihnen

gerne zur Verfügung, um eine für

Ihre Papier maschine abgestimmte

Lösung zu finden.

Wir freuen uns auf die Gespräche

mit Ihnen während der Tagung

oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Helmut Robben

Area Account Manager

Kolb gehört zur KLK Gruppe und ist einer der führenden Alkoxylierer Europas. Das Unternehmen verarbeitet

natürliche und synthetische Rohstoffe zu hochwertigen Produkten an zwei Produktionsstandorten in der

Schweiz und den Niederlanden und beschäftigt rund 280 Mitarbeiter.

Die nichtionischen Tenside, Papierprozesschemikalien und chemischen Zwischenprodukte vertreibt Kolb unter

der KLK OLEO Marke weltweit mit Erfolg. Qualität, technisches Know-how, Nachhaltigkeit sowie ein erst -

klassiger Service zeichnen das Unternehmen aus.

www.kolb.ch/imbelox


Volker Bouffier

Hessischer Ministerpräsident

Grußwort

zum Symposium der

Papieringenieure 2017 in Darmstadt

Herzlich grüße ich alle Teilnehmerinnen und

Teilnehmer des Symposiums der Papieringenieure

2017. Ich freue mich, dass das nunmehr dritte

gemeinsame Treffen aller drei Papieringenieurvereine

– des Akademischen Papieringenieurvereins

APV Darmstadt, des Vereinigten Papierfachverbands

München e.V. VPM sowie des Akademischen

Papieringenieurvereins APV Dresden – erneut in

Darmstadt statt findet.

Als Fachveranstaltung leistet das Symposium einen

wichtigen Beitrag zur Information im Technologiefeld

Papier. Hier können sich Fachleute über die aktuellsten

Entwicklungen austauschen, miteinander diskutieren

und wertvolle Kontakte knüpfen. Neuerungen umfassen

beispielsweise Fragen zur Digitalisierung bis hin zu

innovativen Verfahren bei der Be- und Verarbeitung des

Werkstoffs. Die aktuellen Anforderungen zur Zukunft

von Papier sind vielfältig und umso wichtiger ist es

daher, sich kontinuierlich weiterzubilden. Eine Veran -

staltung wie das Symposium der Papieringenieure kann

hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Darüber hinaus

ist hervorzuheben, wie wichtig dieser Bereich auch als

Berufsfeld für junge Menschen ist, die sich in der beruflichen

Orientierung befinden.

Den Referenten gilt schon jetzt mein Dank für ihre

Beiträge. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der

Veranstaltung wünsche ich neben den vielen fachlichen

Gesprächen und Informationen auch einen angenehmen

Aufenthalt in Darmstadt.

Volker Bouffier


Unser Platin-Sponsor

www.team-con.de/it.connect

www.team-con.de


Grußwort

zum Symposium der

Papieringenieure 2017 in Darmstadt

Professor Dr.

Hans Jürgen Prömel

Der Präsident

der Technischen Universität Darmstadt

Die Papierindustrie blickt auf eine lange Geschichte

zuruck, auch am Standort Darmstadt pflegen wir

eine mehr als 100-jährige Tradition bei der Ausbildung

von Papieringenieuren. Gemeinsam mit Dresden

und Munchen sind wir die einzigen Standorte, die

diese Studieninhalte anbieten. Deshalb ist es nur

folgerichtig, dass sich die Papieringenieure der drei

Standorte zusammentun, um die Zukunft des Werkstoffes

Papier zu gestalten. Ich freue mich sehr, dass

Sie in diesem Jahr in Darmstadt zum Symposium

der Papieringenieure zusammenkommen, um unter

dem Motto „next2paper – Mit Innovationen erfolgreich

in die Zukunft von Papier“ zu diskutieren, sich

auszutauschen und zukunftsweisende Akzente zu

setzen.

Insbesondere die Ausbildung von Papieringenieuren ist

uns wichtig. Die Studierenden qualifizieren sich fur

verantwortungsvolle Aufgaben in der Papierindustrie.

Dies erfolgt z. B. an der TU Darmstadt nicht nur im

Rahmen des Master-Studiengangs „Paper Science and

Technology – Papiertechnik und biobasierte Faserwerkstoffe“,

sondern auch mit Schwerpunktangeboten im

klassischen Maschinenbau-Master. Die Absolventen

werden von der Industrie stark nachgefragt und ubernehmen

mit ihren grundlegenden verfahrenstechnischen

Kenntnissen auch Aufgaben außerhalb der Papierbranche.

Die Anforderungen an die Ausbildungsinhalte haben

sich in der vergangenen Dekade jedoch dramatisch

verändert. Die Papierindustrie unterliegt heute einem

deutlichen strukturellen Wandel. Digitalisierung und

Industrie 4.0 sind hier die Schlagworte, um die sich

auch während des Symposiums vieles drehen wird.

Die Akademischen Papieringenieur-Vereine fördern den

Nachwuchs und ermöglichen mit verschiedenen

Angeboten, wie beispielsweise diesem Symposium, den

angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren den

Erfahrungsaustausch mit etablierten Fuhrungskräften

aus der Industrie. Dieser fruhe Austausch zwischen

Theorie und Praxis und die enge Verbindung zu praxisrelevanten

Fragestellungen bereits während des Studiums

ist fur uns unverzichtbar. Gerade als technische Universität

mit vielfältigen Kontakten zu Industrieunternehmen

sehen wir eine zentrale Aufgabe in der Qualifikation der

Nachwuchskräfte, die als kunftige Fuhrungspersönlichkeiten

die Entwicklung der Unternehmen mitbestimmen.

Aber auch die enge Verbundenheit mit der ausbildenden

Institution nach dem Abschluss der eigenen Qualifikation

liegt uns am Herzen. Die Akademischen Papieringenieur-

Vereine tragen in besonderer Weise dazu bei, dass die

Absolventinnen und Absolventen mit ihrer Alma Mater

in Kontakt bleiben. Ich bin mir sicher, dass Sie alle viel

von diesem Netzwerk, das schon uber so eine lange

Tradition verfugt, lernen und gemeinsam die Zukunft

von Papier gestalten können!

Ich wunsche Ihnen eine anregende Veranstaltung!

Hans Jurgen Prömel


Winfried Schaur

Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken

Executive Vice President UPM Paper ENA

… und noch viel weiter!

„Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“ lautet

das geflügelte Wort der Figur Buzz Lightyear im

Animationsfilm „Toy Story“. Was der mutige, kleine

Raketenmann mit leuchtenden Augen als Maxime

für seine Mission von sich gibt, könnte auch die

aktuelle Aufgabenstellung für Ingenieure in der

Papierindustrie sein: Über den Tellerrand hinausschauen

und das Unmögliche denken.

Die Papierindustrie hat sich seit ihrem Bestehen immer

neu erfunden. Waren es zunächst Probleme der Mechanisierung

und der Erschließung neuer Rohstoffe, kamen

später technische Spezialanforderungen, die Massen -

produktion und die Integration der Nachhaltigkeit in

allen Prozessen hinzu. Wer heute Papier, Karton und

Pappe herstellt, produziert ein für unsere Gesellschaft in

vielen Bereichen unverzichtbares, auf nachwachsenden

Rohstoffen basierendes High-Tech-Produkt. Er braucht

sich nicht zu verstecken.

Die Bewahrung des Status quo darf jedoch nicht unser

einziges Ziel sein. Wir stehen vor enormen Marktveränderungen

und einer deutlichen Verschiebung des

Sortenspektrums. Wir müssen nicht mehr nur darüber

nachdenken, welche Papiere wir immer besser, immer

kostengünstiger und immer ressourcenschonender

herstellen können. Wir müssen auch darüber nachdenken,

ob wir mit Papier – oder sagen wir vielleicht besser

Faserprodukten? – völlig neue Märkte erschließen und

damit die Papierindustrie weit in die Zukunft begleiten

können.

Das Programm des diesjährigen Symposiums der

Papieringenieure in Darmstadt lässt erahnen, wohin

die Reise gehen muss. Dreidimensionales Papier,

Erschließung neuer oder bislang ungenutzter Rohstoffe,

Digitalisierung, Bauen mit Papier, Papier in der Envirochemie,

und neue Optionen beim Umweltschutz sind

nur einige Elemente aus dem Programm.

Dinge fortzudenken, die ausgereift schienen, Dinge noch

einmal völlig neu zu denken, wo man sich in eine Sackgasse

begeben hat und über Dinge nachzudenken, an die

bisher noch niemand gedacht hat. Das ist die Pflicht aber

auch das Privileg von Ingenieuren. Ich wünsche daher

dem Symposium viel Erfolg und allen Teilnehmern, dass

sie wichtige Impulse für ihre Arbeit mit nach Hause

nehmen. Für den gedanklichen Flug bis zur Unendlichkeit

– und noch viel weiter.

Winfried Schaur


Die Absolventenvereine

Die Vereine sind Gemeinschaften

der Absolventen und Studierenden

der Fachrichtung Papiertechnik am

jeweiligen Hochschulstandort.

Der Zweck und das Ziel aller drei

Vereine ist die Unterstützung und

Förderung des Papiertechnik-

Nachwuchses an der jeweiligen

Hochschule. Die Vereine sind

bestrebt, die Verbindungen der Vereinsmitglieder

untereinander sowie

mit der Papierindustrie und ihren

verwandten Zweigen zu fördern.

Auch die Pflege der Beziehung

zwischen den drei Absolventenvereinen

ist ein erklärtes Ziel der Vereine.

Vereinigter Papierfachverband e.V.

(VPM)

Gründung: 1959 in München

Aktuelle Mitglieder:

700 in Deutschland, 60 in Österreich und 118 in

der Schweiz; davon 98 Aktivitas

Organisation:

Landesgruppen in Deutschland, Österreich und

der Schweiz

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender Dr. Ernst-Ulrich Wittmann

2. Vorsitzender Tobias Hain

Schatzmeister Cornelius Link

Schriftführer Siegfried Fuchs

Landesgruppen-Obmann Johann Schulte

Tagungsorganisator Kai Pöhler

Beisitzer: Alexander Böck, Andreas Luder,

Prof. Dr. Heinz Ziegler, Holger Baumgartner

Ehrenvorsitzender: Adolf Falter

Ehrenmitglieder:

Otto Burk, Wolfgang Guder, Wolfgang Moerler

Aktueller Aktivitas Vorstand (Paper / Packaging):

1. Vorsitzende: Marcel Prinz / Felix Hiller

2. Vorsitzende: Kilian Baumgartner / Maximilian

Krallinger

Kassenwart/in: Christian Wölfle / Eva-Maria Waltl

Schriftführer: Daniel Müller

Kontakt:

Vereinigter Papierfachverband

Riedstraße 40, 72810 Gomaringen

www.papierfachverband.de


Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Dresden e.V.

Gründung: 16.11.1990

Gründungsmitglieder: 28 Senioren, 24 Aktivitas

Aktuelle Mitglieder: 228, davon 15 Aktivitas

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender Michael Moser

2. Vorsitzender Ulrich Mallon

Kassenwartin Ina Greiffenberg

Schriftführerin Franziska Gebauer

Beisitzer:

Dr. Kerstin Graf, Prof. Dr. André Wagenführ,

Dr. Sabine Heinemann, Wolfram Kühne,

Prof. Dr. Frank Miletzky, Paul-Gerhard Weber

Ehrenvorsitzender: Rüdiger Ocken

Ehrenmitglieder:

Volker Barth, Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Blechschmidt,

Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Fischer,

Dr.-Ing. habil. Manhart Schlegel, Dr.-Ing. habil.

Jürgen Tenzer, Prof. Dr.-Ing. habil. Ernst-Wieland

Unger

Aktueller Aktivitas Vorstand:

1. Vorsitzender Jochen Steinacher

2. Vorsitzende Katharina Korb

Kassenwartin Anna-Maria Attula

Internetbeauftragter Matthias Holzweißig

Kontakt:

Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Dresden e.V.

Postfach 200111, 01804 Heidenau

www.apv-dresden.de

Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Darmstadt e.V.

Gründung: 27.06.1905

Gründungsmitglieder: 25 Alte Herren, 47 Aktivitas

Aktuelle Mitglieder: 346, davon 15 Aktivitas

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender Thomas Villforth

2. Vorsitzender Claus Raschka

Kassenwart Rolf Kayser

Schriftführerin Marja Ahola

Beirat:

Gerrit Lund, Carsten Melchert,

Dr. Roland Pelzer, Jannis Pfeifer, Phillip Pietsch

Ehrenmitglieder:

Dr. Hanns-Lutz Dalpke, Georg Friedrich, Prof. em.

Dr.-Ing. Dr. h.c. Lothar Göttsching, Dr. Ulrich Höke,

Dr. Ulrich Kirchner, Prof. Dr. techn. Wilhelm Kufferath

von Kendrich, Dieter Pothmann, Dr. Hans-

Joachim Putz, Sylvia Schmidt

Aktueller Aktivitas Vorstand:

1. Vorsitzender Phillip Pietsch

2. Vorsitzender Marius Merz

Kassenwart Nico Hagemann

Bibliothekar Moritz Fessenmayr

Kontakt:

Akademischer Papieringenieurverein (APV)

Darmstadt e.V.

TU Darmstadt – Fachgebiet Papierfabrikation

und Mechanische Verfahrenstechnik (PMV)

Alexanderstr. 8, 64283 Darmstadt

www.apv-darmstadt.de


Tagungsprogramm

next2paper – Mit Innovationen

erfolgreich in die Zukunft von Papier

Freitag, 20. Oktober 2017

ab 8:30 Uhr

8:50 Uhr Begrüßung

9:00 Uhr Ansprache

Get Together – Eintreffen der Teilnehmer

Dr. Ernst-Ulrich Wittmann,

1. Vorsitzender VPM

Michael Moser,

1. Vorsitzender APV Dresden

Thomas Villforth,

1. Vorsitzender APV Darmstadt

Brigitte Zypries, Bundesministerin für

Wirtschaft und Energie

Diskussion

Leitung Dr. Ernst-Ulrich Wittmann

I. Industrie im Wandel

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Frank Miletzky

10:10 Uhr Innovation als Erfolgsfaktor

für Unternehmen der Papierwirtschaft

Arne Kant, Pöyry Management Consulting

10:30 Uhr Voith Foresight-Management zur

vorausschauenden Auseinandersetzung

mit Märkten und Technologiefeldern

Timo Kalefe, Voith Paper Fabrics & Roll

Systems GmbH & Co. KG

10:50 Uhr Die Folgen der Digitalisierung auf ein

analog angelegtes Geschäftsmodell.

Die Felix Schoeller Group 2005 – 2020

Hans-Christoph Gallenkamp,

Felix Schoeller Holding GmbH

11:10 Uhr Diskussion

11:25 Uhr Kaffeepause

II. Fasern

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Markus Biesalsk

11:50 Uhr Neue Einblicke in die Ausbildung

von Festigkeiten im Papier

Dr. Jürgen Belle, mbflux GmbH

12:10 Uhr Cellulosefasern in der 3. Dimension

René Kleinert, TU Dresden

Partnerprogramm

A) Stadtrundfahrt durch Frankfurt

und Fuhrung durch das Goethe-Haus

10:00 Uhr Abfahrt am Karolinenplatz

Rückkehr nach Darmstadt gegen 17:00 Uhr

(mit Halt am Maritim- und am Welcome-Hotel)

12:30 Uhr Radar und Radiometrie – das Messtechnik-

Duo für einen effizienten Pulperbetrieb

Christian Langensiepen, VEGA Grieshaber KG;

Jens Lambrecht, erma engineering GmbH &

Co. KG

12:50 Uhr Innovatives Verfahren zur Aufbereitung

schwierig aufzulösender Altpapiere

erlaubt die Fertigung neuer Produkte

Christian Elsner, Repulping Technology

GmbH & Co. KG

13:10 Uhr Diskussion

13:25 Uhr Mittagspause

14:25 Uhr Gastvortrag:

15:10 Uhr Diskussion

Megatrend Digitalisierung –

wie Smartphones und Daten

unsere Wirtschaft verändern werden

Prof. Dr. Key Pousttchi, Universität Potsdam

III. Papier

Diskussionsleitung: Erich Kollmar

15:25 Uhr Bauen mit Papier – Neue Anwendung für

einen vielfältigen Werkstoff

Prof. Dr. Samuel Schabel, TU Darmstadt

15:45 Uhr KOHPA ® –

das heizbare Kohlefaser-Recycling-Papier

Peter Helfer, Helfer Papier;

Siegfried Fuchs, Neenah Gessner GmbH

16:05 Uhr Papierbasierte Elektroden

für die mikrobielle Stromerzeugung

Johann Strauß, PTS;

Dr. Eva Gilbert, Envirochemie

16:25 Uhr Diskussion

16:40 Uhr Kaffeepause

IV. Weiterverarbeitung

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Martin Angerhöfer

17:05 Uhr Einsatz von Filtration als Nachklärung

einer aeroben Biologie

Anja Dabbert, Algas GmbH;

Richard Huster, Sappi Alfeld GmbH

17:25 Uhr Innovative Produkte

auf Basis von Lignocellulose

Robert Mohr, Valmet GmbH

17:45 Uhr Eine neue, innovative Thermodirekt-Druck -

technologie

Dr. Markus Wildberger, PF August Koehler SE

18:05 Uhr Diskussion

18:20 Uhr Zusammenfassung und Abschluss

ab 19:30 Uhr Gesellschaftsabend

Maritim Konferenzhotel

Rheinstraße 105

64295 Darmstadt


Samstag, 21. Oktober 2017

8:00–9:00 Uhr

Mitgliederversammlung VPM München

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Wahl einer Wahlkommission

(Wahlleiter, Beisitzer, Schriftfuhrer)

3. Tätigkeitsbericht des Vorstandes

4. Bericht des Kassenwarts

5. Bericht der Kassenprufungskommission

6. Bericht aus den Bezirksgruppen

7. Bericht der Aktivitas-Vorsitzenden

(Paper & Packaging)

8. Aussprache zu den Berichten

9. Ehrungen

10. Bericht der Wahlkommission

11. Feststellung der Beschlussfähigkeit

12. Entlastung des Vorstandes

13. Wahl des Vorsitzenden

14. Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder

15. Wahl der Kassenprufungskommission

16. Allfälliges (Verschiedenes)

8:00–9:00 Uhr

Mitgliederversammlung APV Dresden

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Bericht des Vorsitzenden

3. Bericht der Aktivitas

4. Bericht der Kassenwartin

5. Revisionsbericht

6. Entlastung des Vorstandes

7. Wahl des Vorsitzenden

8. Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder

9. Wahl des Kassenprufers

10. Ehrungen

11. Sonstiges

8:00–9:00 Uhr

Mitgliederversammlung APV Darmstadt

1. Begrüßung und Eröffnung

2. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

3. Bericht des Vorsitzenden

4. Änderung der Satzung

Ergänzung der Paragraphen 2, 4, 6, 7, 8 und 9 der Anlage

5. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge für das nächste

Vereinsjahr

6. Semesterbericht der Vorsitzenden der Aktivitas

7. Jahresbericht des Kassenwarts

8. Bericht der Kassenprüfer

9. Entlastung des Beirats

10. Wahl des Beirats

11. Wahl der Kassenprüfer

12. Anträge

13. Verschiedenes

9:00–9:30 Uhr Kaffeepause

9:30–11:00 Uhr

Berichte von den Hochschulen

Prof. Dr. Stephan Kleemann & Prof. Dr. Martin

Angerhöfer, Hochschule München

Prof. Dr. André Wagenfuhr & Prof. Dr. Frank Miletzky,

Technische Universität Dresden – HFT

Prof. Dr. Samuel Schabel,

Technische Universität Darmstadt – PMV

11:00–12:00 Uhr Studentenvorträge

Studentenvortrag 1

Hochschule München

Studentenvortrag 2

Technische Universität Dresden – HFT

Studentenvortrag 3

Technische Universität Darmstadt – PMV

ab 12:00 Uhr Mittagessen

Exkursionen

B) Fuhrung uber den Campus Stadtmitte

14:00 Uhr Treffpunkt am Karolinenplatz

C) Stadtrundfahrt mit dem Datterich Express

inkl. Kaffee und Kuchen

14:00 Uhr Einstieg am Kongresszentrum Darmstadtium

(direkt neben dem Karolinenplatz)

D) Besichtigung Papierfabrik DS Smith,

Aschaffenburg

14:00 Uhr Abfahrt am Karolinenplatz,

Rückkehr nach Darmstadt gegen 17:30 Uhr

(mit Halt am Maritim- und am Welcome-Hotel)

E) Fuhrung uber die Mathildenhöhe

14:00 Uhr Treffpunkt am Karolinenplatz

14:30 Uhr Beginn der Führung

auf der Mathildenhöhe

F) Besichtigung der Papierfabrik SAPPI Stockstadt

14:00 Uhr Abfahrt am Karolinenplatz,

Rückkehr nach Darmstadt gegen 17:30 Uhr

(mit Halt am Maritim- und am Welcome-Hotel)

19:30 Uhr Ballabend

mit der Show-Band „SMASH“

Maritim Konferenzhotel

Rheinstraße 105

64295 Darmstadt


Tagungsort

Das Maschinenhaus der Technischen Universität Darmstadt

Tagungsort des Symposiums der Papieringenieure

2017 ist der Georg-Wickop-Hörsaal des ehemaligen

Kraftwerks der Technischen Hochschule Darmstadt.

Das denkmalgeschützte Maschinenhaus, in dem er

untergebracht ist, wurde ab 2011 umgebaut und 2013

wiedereröffnet. Nach Plänen des Büros K+H Architekten

aus Stuttgart entstanden der Hörsaal mit 372 Plätzen

sowie drei große Seminarräume für jeweils bis zu 90

Personen, die sich mittels mobiler Trennwände variabel

zusammenschalten lassen.

Der Bau wurde im Jahre 1904 als Ersatz für das erste

Maschinenhaus der TU Darmstadt von 1895 errichtet.

Er bestand aus einem Kesselhaus mit Schornstein im

Süden und dem eigentlichen Maschinenhaus im Norden,

das mit der ersten vielstufigen Dampfturbine über die

modernste Anlage der damaligen Zeit in Europa verfügte.

Neben der Stromerzeugung diente das Kraftwerk

zur Beheizung der Hochschulgebäude in der Stadtmitte

und seit den 1970er Jahren auch des Standorts Lichtwiese

Gut investierte Umbaukosten von 8,1 Mio Euro:

Maschinenhaus von Nordost, Treppenhaus (oben)

Innenansicht und Südostansicht um 1910 (unten)


per Fernheizung. Außerdem war es Versuchsfeld für

den Fachbereich Maschinenbau mit seinen Gebieten

Verbrennung, Thermodynamik und Abgasreinigung.

Architekt war Georg Wickop (1841–1914), seit 1895

Professor für Baukunst an der TH Darmstadt und von

1899 bis 1904 Dekan der Architektur-Abteilung. Er

entwarf für das Maschinenhaus eine Eisenkonstruktion

aus genieteten Sichelfachwerkbindern, die eine für die

damalige Zeit enorme Spannweite von 18 Metern

aufwiesen. Durch einen Brand im Jahr 1963 zerstört,

wurden sie durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt.

Die historisierende Fassadengestaltung nahm stilistisch

Bezug auf die gegenüberliegenden Renaissance-Giebelhäuser

der „Alten Vorstadt“ und das 1810 abgerissene

Sporertor. Interessant ist die wellenförmige Fassade an

der Ostseite, die sich durch zwischen den Trägern hochgezogene

Oberlichter ergibt. In den „Wellentälern“ sammelt

sich das Regenwasser und wird in innenliegende

Zisternen abgeleitet. Die auffällig ausgearbeiteten

Wasserspeier auf den Lisenen bilden den Abschluss der

Wasserkästen und dienen als Überlauf.

Die nördliche Giebelwand mit der Inschrift „Maschinenhaus“

schmückt das plastische Relief „Helios mit

Strahlen kranz“, geschaffen von Bildhauer Augusto

Varnesi (1866–1941), der 1897–1933 Professor für dekorative

Kunst an der TH Darmstadt war.

Mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks Lichtwiese im

Jahr 2001 wurde das Kraftwerk in der Maschinenhalle

überflüssig und demontiert, der 80 Meter hohe, das

Darmstädter Stadtbild prägende Schornstein abgerissen.

Bis heute dient die Maschinenhalle jedoch als Verteil -

station für Fernwärme, Strom bzw. Starkstrom, EDV,

Telefon und Gebäudeleittechnik.

Der Georg-Wickop-Hörsaal im Maschinenhaus (oben) und der neue Eingang

(unten), gut zu erkennen sind die skulpturalen Wasserspeier


Statements zum Symposium

von Diskussionsleitern ...

»

»

Prof. Dr.

Martin Angerhöfer

Hochschule München

Fakultät 05 – Verpackungstechnik

In der Verpackungstechnik bieten sich für Papier,

Pappe und Karton nicht trotz, sondern gerade

wegen der zunehmenden Digitalisierung zahl -

reiche Chancen für neue Absatzmärkte. Darüber

hinaus steigt der Anteil der Konsumenten, die

von den ökologischen Vorteilen faserbasierter

Verpackungslösungen überzeugt sind, stetig an.

Die Zukunft liegt bei den Unternehmen, die

durch innovative Technologien neue Produkt -

eigenschaften anbieten, um die vielfältigen

und komplexen Anforderungen an eine gute

Ver packung noch besser als bisher zu erfüllen.

Prof. Dr.

Markus Biesalski

Technische Universität

Darmstadt

Macromolecular Chemistry

& Paper Chemistry

Department of Chemistry

Ich freue mich auf einen intensiven Austausch

zwischen aktiven, jungen Wissenschaftlern und

den Alumni der jeweiligen Institute. Spannende

Gespräche, Vorträge sowie eine Location und

ein Rahmenprogramm, die keine Wünsche für

dieses generationenübergreifende Treffen übrig

lassen.

next2paper – ich bin dabei!

»

»

Erich Kollmar

Geschäftsführender

Gesellschafter Gebr. Bellmer

Es ist einfach großartig, dass die drei wichtigen

Studienvereinigungen so zusammenarbeiten,

damit wieder ein so hochkarätiges Programm

stattfindet. Neben dem Fachaspekt werden wir

hier erneut super Möglichkeiten zum persön -

lichen Austausch haben. Das macht diese

Veranstaltung zu einem der Höhepunkte im

Papiermacherkalender für mich!

Prof. Dr.

Frank Miletzky

Vorstandsvorsitzender

der PTS und Honorarprofessor

an der TU Dresden

Die Papierindustrie befindet sich weltweit in

einem Transformationsprozess, der durchaus

als dramatisch zu bezeichnen ist. Allein im

CEPI-Bereich haben wir in den zurückliegenden

10 Jahren ca. ein Drittel an Papierfabriken und

Mitarbeitern verloren, aber auch das Investitionsvolumen

ist entsprechend gefallen. Dieser Trend

kehrte sich in den letzten drei Jahren glück -

licherweise wieder um, so dass jetzt erkennbar

Neupositionierungen und Entwicklungen in der

Branche stattfinden. Für die Veranstaltung

erwarte ich spannende Beiträge über konkrete

Schritte zur Transformation von traditionellen

Unternehmen.


»

... und Studenten

Marius Merz

Student

»

Ich stehe kurz vor Beginn meiner Master Thesis.

Dies wird also das letzte Symposium der Papieringenieure

sein, an dem ich als Student teilnehmen

werde. In den letzten Jahren habe ich vor

allem den Kontakt und Austausch mit den

Studenten der anderen Hochschulen geschätzt.

Die Abendveranstaltungen sind eine gute Gelegenheit,

die Aktiven und Passiven der Vereine

kennen zu lernen. Durch die sehr interessanten

Vorträge sind Anknüpfpunkte für erste Gespräche

schnell gefunden und die Programmführung

durch den Abend gibt ausreichend Gelegenheit

zum gegenseitigen Kennenlernen. Ich hoffe,

bei der diesjährigen Jahrestagung wieder viele

interessante Menschen kennen zu lernen und

bin sicher, dass unser Darmstädter Heimspiel

für alle ein voller Erfolg wird.

Rosario Othen

Student

Nun, ich bin zwar mehr oder weniger „frisch“

aus der Lehre. Das dort gelernte war auch ganz

nett, jedoch ist noch so viel mehr möglich mit

Papier. Dieser Werkstoff ist so vielseitig einsetzbar.

Und sogar auf Gebieten, wo man ihn nicht

einmal erahnen würde. Das Symposium zeigt

ganz andere Möglichkeiten, vor allem die,

die realisierbar sind. So ist zumindest meine

Hoffnung. Meine Erwartungen an die Tagung:

Den Hintergrund in der Papierindustrie besser

kennenzu lernen. Vor allem die zahlreichen

Zulieferer, die mit ihren Ideen die Branche

weiterentwickeln. Am liebsten natürlich persönlich

am Gesellschafts- oder Ballabend, die ich

auf keinen Fall verpassen werde.

»

Thomas Harter

Student

APV Graz

»

Wie schon im vorherigen Jahr freut es uns vom

APV Activitas Graz, wieder am diesjährigen

Symposium teilnehmen zu dürfen. Nach unserer

Tagung in Graz im Mai ist es immer wieder sehr

interessant und aufschlussreich, was an den

deutschen Universitäten und in der Industrie

passiert. Auf das Thema Karton und Pappe als

Zukunftsprodukt folgend, freue ich mich dieses

Jahr auf Vorträge und Diskussionen über alternative

und hochmoderne Einsatzgebiete von

Papier und Faserprodukten und wie und wo

diese angenommen und verwendet werden.

Jochen Steinacher

Student

Die Papierindustrie blickt auf eine lange Geschichte

ständiger Innovationen zurück. Um diese Entwick -

lung fortzuführen ist es notwendig, das Papier

in seinen Anwendungen auf das nächste Level

zu heben. Dafür sind interdisziplinäre Ansätze

sowie das Einbinden neuer Technologien un -

umgänglich. Auch die Verfahren und Anlagen

zur Papierherstellung und -verarbeitung sind

ständigem Fortschritt unterworfen.

Vor diesem Hintergrund bringt das Symposium

der Papieringenieure in Darmstadt mit zahlreichen

Beiträgen zu topaktuellen Entwicklungen

sowohl erfahrene als auch zukünftige Papieringenieure

zusammen. Es bietet eine tolle Gelegen -

heit zu Austausch und Networking und bildet so

die Basis für ein vernetztes, interdiszi plinäres

Schaffen an den Technologien der Zukunft.


next2paper –

Mit Innovationen erfolgreich in die Zukunft von Papier

Liebe Teilnehmer der VPM/APV-Tagung

und des Symposiums der Papieringenieure 2017

in Darmstadt,

es ist eine Freude, wenn man eine von langer Hand vorbereitete

Fachtagung in einem sorgfältig ausgestalteten

Vortragsband vorstellen darf. Unsere Branche unterliegt

starken Veränderungen, nichts was sie nicht aus der

jahrhundertealten Geschichte der Papierherstellung

kennen würde, in der es immer wieder zu Umbrüchen

(Aufbrüchen?) gekommen ist. Am meisten profitieren

die Unternehmen, die sich frühzeitig auf Veränderungen

eingestellt und diese permanent mitgestaltet haben. Im

ersten Vortragsblock zum Thema „Industrie im Wandel“

werden wir hierzu mehr hören.

In den weiteren Blöcken „Fasern“, „Papier“ und „Weiterverarbeitung“

wird in vielen weiteren Beispielen vorgestellt,

was der Innovationsdruck (Evolution?) aktuell an

neuem Wissen und Produkten generiert. Jeder Block

wird von einem Fachexperten als Moderator begleitet.

Damit bin ich schon bei der Bürde dieser Veranstaltung:

aus über 20 Vortragsangeboten musste eine Auswahl

getroffen werden. Fast jeder Beitrag hatte einen Befürworter

im Programmgremium. Am Ende einigten wir

uns auf 13 Fachvorträge. Wir hoffen, damit nicht den

Bogen überspannt zu haben und dass am Ende Sie als

Teilnehmer mit vielen Anregungen positiv auf diesen

Tag zurückblicken.

Zum Schluss möchte ich allen danken, die das Symposium

mit einem Fachbeitrag bereichern, und besonders

denen, die sich diese Mühe gemacht haben, aber nicht

berücksichtigt werden konnten.

Genießen Sie die zwei Tage in meiner Geburtsstadt

Darmstadt, schließen Sie neue Freundschaften und

erneuern Sie bestehende,

mit Gunst von wegen’s Handwerk

Roland Pelzer

Leiter Vortragsprogramm

Dr. Roland Pelzer

Studium der Chemie und Papierchemie an der

TU Darmstadt.

Positionen in Anwendungstechnik, Verkauf und

Marketing für Papierchemikalien für Coating &

Wet End bei verschiedenen Anbietern von chemischen

Additiven zur Papierherstellung, aktuell bei

Dow Coating Materials.

Mitwirkung in verschiedenen technischen Fachgruppen,

im Vorstand des Vereins ZELLCHEMING

und im Vorsitz des Cellulose-Chemiker-Clubs

Darmstadt CCCD.

Privat ein begeisterter Radfahrer, Jazzfan und

mehrfacher Großvater mit Neigung zum Neben -

erwerbs-Obstbauer.


Unser Platin-Sponsor

Vorsprung mit Innovation

25 Jahre Technologieführerschaft

Gestalten Sie mit uns Ihre berufliche Zukunft

Das Bestehende hinterfragen, vollkommen neue Ansätze entwickeln und zukunftsweisende

Konzepte zur Marktreife bringen. Dafür steht Progroup AG. Mit der im Jahr 2016

begonnenen Strategie Two Twentyfive geht Progroup mit weitsichtigen Projekten und

erfolgsorientiertem Handeln den kommenden Zehnjahreszeitraum an und verfolgt konsequent

den Ausbau der Marktführerschaft im Sheet-Feeding-Markt in Zentraleuropa.

Als Innovations- und Technologieführer bieten wir in allen Unternehmensbereichen

Karrierechancen. Wir informieren Sie gerne über die vielfältigen Möglichkeiten, Ihre Zukunft

mit uns zu planen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Alle aktuellen Stellengesuche finden

Sie unter: www.progroup.ag/karriere

Progroup AG

Horstring 12

76829 Landau

Deutschland

Tel. +49 (0) 63 41 / 55 76 - 0

Fax +49 (0) 63 41 / 55 76 - 109

info@progroup.ag

www.progroup.ag


Innovation als Erfolgsfaktor

für Unternehmen der Papierwirtschaft

Der Vortrag setzt sich mit dem Wesen der

Inno vation, ihres Zwecks und ihrer Facetten

sowie der Verteilung und Bedeutung in der

Wertschöpfungskette Papier auseinander.

Insbesondere die Fragen der verschiedenen Arten

von Innovation (Produkt, Prozess usw.) und deren

Stellung in den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette

werden beleuchtet. Neben der Multi -

dimensionalität von Innovation werden auch die

wirtschaftlich-/marktlichen Rahmenbedingungen

angesprochen, die Innovation als strategisches

Element der jeweiligen Unternehmensausrichtung

begunstigen oder behindern.

Des Weiteren wird der Frage nachgegangen,

ob es einen nachhaltigen, quantifizierbaren

Zusammenhang zwischen Innovation und unternehmerischem

Erfolg gibt. Hier werden u. a. die

Aspekte von Innovation als Wettbewerbsvorteil

bzw. Alleinstellungsmerkmal diskutiert, sowie die

Frage, welche grundsätzlichen Treiber der Innovation

zugrunde liegen (push/pull Perspektive).

Abschließend werden Wege zur Innovation bzw.

zur innovativen Ausrichtung eines Unternehmens

im Kontext der Wertschöpfungskette Papier

genannt und besprochen.

Arne Kant

Principal Pöyry Management Consulting

(Deutschland) GmbH

Arne Kant ist Absolvent der Fachrichtung

„Papieringenieurwesen“ an der TU Darmstadt.

Er startete seine berufliche Laufbahn 1991 bei der

Bertelsmann AG in Italien. Nach mehreren Jahren

im technischen Umfeld der Papiererzeugung

(Produktion, Anlagenplanung und Beratung)

wechselte er 1998 zum „Management Consulting“

und betreut seit 2015 das Zellstoff- und Papier -

geschäft der Pöyry Management Consulting in

Mittel- und Sudeuropa.


Voith Foresight-Management

zur vorausschauenden Auseinandersetzung

mit Märkten und Technologiefeldern

Unternehmen werden zunehmend mit externen

Umfeldeinflüssen konfrontiert, die heute noch nicht

im eigenen Geschäftsumfeld erkennbar sind. Die

Dynamik externer Veränderungen kann die Markt -

position eines Unternehmens radikal verändern.

Dies erfuhr auch Voith Paper, als durch den Trend der

Digitalisierung der Markt für grafische Papiermaschinen

einbrach.

Um nicht zuletzt solchen Entwicklungen frühzeitig zu

begegnen, implementierte Voith Paper im Jahr 2014 ein

sog. Foresight-Management zur vorausschauenden Auseinandersetzung

mit Märkten und Technologiefeldern.

Die frühzeitige Nutzung von Chancen sowie die Abwehr

von Risiken in schnell wandelnden Märkten beinhaltet

das Ziel des Foresight-Managements von Voith Paper.

Auf Basis von 5 Säulen (Key Pillars) wird das Ziel verfolgt,

die Zukunft der Papierindustrie aktiv zu gestalten:

Neben einem Trend-Scouting im sozialen, politischen

und technologischen Geschäftsumfeld setzt Voith „Big

Data“-Analysen ein, um aufkommende technologische

Entwicklungen in der Wissenschaft und dem Wett -

bewerbsumfeld frühzeitig zu entdecken. Ein klarer

Fokus auf die zukünftigen Erwartungen unserer Kunden

bestimmt die Ableitung von Handlungsmaßnahmen im

5-Säulen Konzept.

Nicht zuletzt sind die Kunden unserer Kunden ein

zentraler Betrachtungsgegenstand, um zukünftige

Trends in der Papierindustrie zu identifizieren. Welche

Auswirkungen haben zukünftige Geschäftsinteressen

von Amazon auf unser Kerngeschäft?

Diese Zukunftsperspektiven und Fragestellungen werden

von Voith Paper heute adressiert, um morgen ein erfolgreicher

Teilnehmer im Markt zu sein.

Timo Kalefe

Timo Kalefe ist bei Voith Paper in der Vorentwicklungsgruppe

New Business & Research als Innovations -

manager tätig. Er trat dem Unternehmen im Juni 2016

bei und ist für den Bereich Technology Foresight

verantwortlich.

Zu seinen Hauptaufgaben zählt das Trend- und

Technologiescouting mit dem Ziel relevante Zukunftsfelder

für Voith Paper zu identifizieren.

Vor seiner Tätigkeit bei Voith hat Herr Kalefe als

Student des Wirtschaftsingenieurwesens Erfah rungen

in den Bereichen Technologie- und Produkt manage -

ment in unterschiedlichen Branchen gesammelt.


Unser Platin-Sponsor

Karin und Thomas Villforth mit ihren Kindern Sissi und Lukas an der Hochgeschwindigkeits-Webmaschine Jürgens JP-5000

Qualitätssiebe vom Familienunternehmen aus Reutlingen

Villforth Siebtechnik GmbH - 100 % Made in Germany

Die Villforth Siebtechnik GmbH mit Sitz in

Reutlingen kann auf eine über 100-jährige

Firmentradition zurückblicken und ist heute

in vierter Generation zu 100 % im Familienbesitz.

Heutige Geschäftsführer sind das Ehepaar

Karin und Thomas Villforth.

Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung

und den Vertrieb von Synthetik-Sieben,

insbesondere im Bereich der Formiersiebe

spezialisiert. Alle Siebe werden unter Einhaltung

der höchsten Qualitätsstandards in Reutlingen

gefertigt.

Zum Kundenkreis zählen heute auch andere

Industriezweige, wie z. B. Faserplatten-,

Lebensmittel-, Spanplatten-, Lederfaser-,

Glas-Vliesindustrie und Non Woven. Durch ein

globales Vertriebsnetz wird die Firma in über

25 Ländern repräsentiert.

Das Unternehmen ist zu 100 % im Familienbesitz,

inzwischen schon in vierter Generation. Die

Größe des Unternehmens ermöglicht schnelle

unbürokratische Entscheidungen und damit deren

rasche Umsetzungen. Wir haben ein starkes

Team, welches sich aus Spezialisten der Textil- sowie

der Papierbranche zusammensetzt.

Alle unsere Produkte werden an unserem Standort in

Reutlingen gefertigt. Das ist wichtig, um weiterhin höchste

Qualitätsstandards garantieren zu können. Wir bieten

maßgeschneiderte Produkte je nach Kundenwunsch.

Unser Forschungs- und Entwicklungsteam arbeitet

auf Hochtouren. Besonders stolz sind wir auf ein von

uns entwickeltes und vollkommen einzigartiges Verfahren

zur Herstellung der Naht von TAD Trockensieben.

Mit diesem Produkt stellen wir im Moment einen

Laufzeitrekord nach dem anderen auf.

Viele unserer Kunden loben unsere Siebe für deren leichte

Reinigung. Das bedeutet zum einen weniger Stillstandszeiten

und zum anderen weniger eingesetzte Chemikalien, was

große Kostenersparnisse mit sich bringt. Noch bessere

Reinigung erreichen unsere Kunden mit der von uns

©

entwickelten TOPAZ NT -Beschichtung. Sie besteht aus

einem niedrigviskosen Mehrkomponenten-Kunstharz und

wird auf das ganze Sieb aufgetragen und bei hoher

Temperatur aufgesintert. Dabei werden alle Fäden sowie

deren Kreuzungspunkte umhüllt, sodass sich im Einsatz

weder Schmutz noch Fasern verklemmen können. Zudem

reduziert sich der Energiebedarf durch den leichteren Lauf

über den Entwässerungselementen wesentlich.

©

Ein weiteres Argument für die TOPAZ NT -Beschichtung ist

eine um ca. 30 % höhere Dimensionsstabilität in Längsund

Querrichtung.

V

.villforth.com


Die Folgen der Digitalisierung

auf ein analog angelegtes Geschäftsmodell

Die Felix Schoeller Group 2005 – 2020

Neue Digital Wallpaper-Kollektion der Felix Schoeller Group, die unter dem Namen STYline® vermarktet wird.

Die Felix Schoeller Group, Osnabrück, ist ein

führender Hersteller hochwertiger Spezialpapiere.

Das 1895 gegründete Unternehmen

ist noch heute in Familienbesitz. Vision des

Unternehmensgründers war die Herstellung

und Vermarktung von Fotobasispapieren,

das Kerngeschäft des Unternehmens über viele

Jahrzehnte. 1990 erfolgte eine langfristig

angelegte, strategische Neuausrichtung mit

dem Eintritt in das Dekorpapiergeschäft.

Ziel war es, die hohe Abhängigkeit vom Foto -

papiergeschäft zu reduzieren.

Der Technologiewandel von der analogen zur

digitalen Fotografie führte ab 2002 zu einem

dramatischen Einbruch im Kerngeschäft des

Unternehmens. Das bisherige, analog angelegte

Geschäftsmodell hielt den Anforderungen der

Digitalisierung nicht mehr stand, neue Wege

mussten gesucht werden und wurden gefunden.

Die Schoeller Group durchlief in den Jahren 2008

bis 2010 zwei Restrukturierungen zur Anpassung

von Strukturen und Kapazitäten. Seit 2011 wird

konsequent der Aufbau neuer Geschäftsfelder

betrieben, weiterhin mit Fokussierung auf Spezialpapiere.

Stärken sind kundenspezifische Lösungen,

eine hohe Leistungsstärke im Bereich Forschung

und Entwicklung und eine schlagkräftige Vertriebsmannschaft.

Ein Business Development Team

exploriert systematisch neue Geschäftsfelder. Neben

den Marktaktivitäten wurden intern zahlreiche

Maßnahmen ergriffen, die auf Nachhaltigkeit und

Effizienz von Strukturen und Kosten zielten. Dieser

Change Process wurde mit Maßnahmen zur Sinnstiftung

und Identitätsschaffung flankiert.

Die Felix Schoeller Group hat die strategischen

Weichen neu gestellt und einen erheblichen

Wandel durchlaufen. Erfolgsfaktoren waren eine

klare Definition der neuen strategischen Ausrichtung,

hohe Innovationskraft sowie eine langfristige

Orientierung.


Geboren 1969, studierte er nach dem Abitur Papier -

ingenieurwesen an der TU Darmstadt und absolvierte

zusätzlich berufsbegleitend eine internationale

Management-Ausbildung an der University of

Toronto, Kanada, die er mit dem Master of Business

and Administration (MBA) abgeschlossen hat.

Seit 1997 ist Hans-Christoph Gallenkamp für die Felix

Schoeller Group tätig. Schwerpunkte seiner beruflichen

Laufbahn waren seine Tätigkeit an der Papiermaschine

PM1 im Werk Osnabrück sowie später die Leitung des

Bereiches Rohstoffmanagement im Extrusionsprozess

im Werk Osnabrück. Zwischen 1999 und 2001 leitete

Hans-Christoph Gallenkamp die Produktion von

Spezialrohpapieren im amerikanischen Werk der Felix

Schoeller Group in Pulaski/NY.

Seit 2002 war er Geschäftsführer des Geschäftsbereiches

Technocell mit den Business Units Technocell

Dekor und Technocell Vlies. In dieser Funktion

zeichnete er für die Bereiche Marketing, Vertrieb und

Technologie verantwortlich. Seit Oktober 2012 ist

Gallenkamp als Technischer Geschäftsführer (Chief

Technical Officer, CTO) Mitglied der Geschäftsführung

der Felix Schoeller Holding. Zum 1. Januar 2015

wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Felix

Schoeller Group, Osnabrück, ernannt. Zum 01. Januar

2017 erfolgte seine Ernennung zum Chief Operating

Officer (COO).

Hans-Christoph Gallenkamp

Hans-Christoph Gallenkamp ist Gesellschafter

der Felix Schoeller Group in der 5. Generation.

Er ist verheiratet und hat 3 Kinder.

Auf der PM14 im Werk Günzach werden unter anderem auch intensivfarbige Dekorpapiere

produziert (oben).

Papiermaschine 1 am Standort Osnabrück, eine leistungsfähige Dekorpapier maschine (rechts).


Neue Einblicke in die Ausbildung

von Festigkeiten im Papier

mittels Rasterelektronenmikroskop

Die Theorien zur Faser-Faser-Bindung lassen unterschiedliche

Modellvorstellungen zu. Bislang war es

nicht möglich, diese Theorien durch Aufnahmen des

tatsäch lichen Zustandes zu belegen. Dies war

einerseits in der Probenvorbereitung begrundet, die

in aller Regel das Bindungsgefuge der Fasern

beeinträchtigt, andererseits konnte bisher ohne

Probenvorbereitung nur mit zu geringer Auflösung

gearbeitet werden.

Um dieses Problem zu lösen, wurden in der vorliegenden

Arbeit zunächst Blätter mit ungemahlenem Faserstoff

und unterschiedlichen Feuchten hergestellt. Die Proben

wurden schockgefroren und anschließend gefriergetrocknet,

um mit hochauflösender Rasterelektronen -

mikroskopie-Technik Bilder generieren zu können.

Die Auswertung der Bilder zeigt das Verhalten von

Mikrofibrillen während der Blattbildung und Trocknung.

Die Fibrillen stehen von der Faser in das sie umgebende

Wasser ab und interagieren auf diese Weise mit benachbarten

Fibrillen und Fasern.

Die Aufnahmen zeigen schon bei hohem Wassergehalt

die Abläufe der Annäherung der Fasern und Fibrillen

aneinander und belegen somit verschiedene Modellvorstellungen,

die bislang nur hypothetisch erklärt werden

konnten.


Jürgen Belle begann seine Arbeit in der Papier -

industrie von 1986 bis 1989 mit der erfolgreichen

Ausbildung zum Papiermacher bei der Nordland

Papier GmbH, Dörpen. 1995 beendete er sein

Ingenieur-Studium (Dipl.-Ing.) an der Fachhochschule

München. Während seines Studiums war

er als Praktikant bei der Forschungsgesellschaft

Druck e.V. (FOGRA), der Companhia Suzano Paper

e Celulose in Suzano, Brasilien und bei Stora Enso,

Baienfurt beschäftigt.

Erste Aufgaben als Ingenieur übernahm er in

Aschaffenburg bei der SCA Packaging Container -

board GmbH (heute DS Smith). 1999 wechselte

Herr Belle zur Papiertechnischen Stiftung in

München, wo er zunächst Projektleiter für nationale

und internationale Projekte war, bevor er von

2002 bis 2007 die Abteilungsleitung Papierchemie

für Forschung und Beratung übernahm. Daran

anschließend war er bis 2016 an der Hochschule

für angewandte Wissenschaften München angestellt

und hat dort seine Promotion in Kooperation

mit der Universität Hamburg, Fakultät Biologie,

zum Thema „Initiale Nassfestigkeit“ erfolgreich

abgeschlossen.

Seit 2007 ist Herr Belle Lehrbeauftragter der Hochschule

für angewandte Wissenschaften München für

den Bereich Papierherstellung, -prüfung und Labor -

methoden im Bachelor- und Masterstudiengang.

Dr. Jürgen Belle

Seit Anfang 2017 ist er geschäftsführender Gesellschafter

der mbflux GmbH. Sein Arbeitsgebiet

umfasst die Optimierung der Prozesstechnologie

der Papierherstellung durch Stoffstrommanagement

mit den Schwerpunkten Rohstoffe, Additive,

Wasserkreisläufe sowie die Festigkeiten von Papier.

Unser Gold-Sponsor

I H R S P E Z I A L I S T F Ü R T E S T L I N E R

Die Papierfabrik Niederauer Mühle ist einer der führenden

Anbieter von Testliner für die Wellpappen-Produktion.

Unser weiß gedecktes Wellpappenrohpapier besteht zu

100 Prozent aus Recyclingpapier. Dank modernster Technik

erfüllen unsere Papiere die höchsten Qualitätsstandards

bezüglich der Glätte, Verarbeitbarkeit und Zuverlässigkeit.

www.niederauer-muehle.de


Produktion von dreidimensionalen Formteilen

aus hochgemahlenen Cellulosefasern

Die europäische Papierindustrie steht gegenwärtig

vor großen Herausforderungen, um die umwelt -

politischen Zielsetzungen der EU zu erfüllen und

den in der CEPI Roadmap 2050 skizzierten Weg

zur Bioökonomie selbst mitzugestalten und zu

bewältigen.

Neben der Einsparung von 80 % der absoluten CO2-

Emissionen bis zum Jahr 2050 (Vergleich zu 1990),

muss die Industrie bestrebt sein, die Wertschöpfung des

Naturproduktes Holzfaser deutlich (lt. CEPI: 50 %) zu

erhöhen – vorzugsweise durch neue, innovative Produkte.

Aus diesen Gründen hat die Arbeitsgruppe Papiertechnik

der Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik

an der TU Dresden mehrere Forschungsprojekte initiiert

und bearbeitet, die sich mit neuen Anwendungen – insbesondere

dreidimensionalen Formteilen – für Cellulosefasern

beschäftigen.

Umfassende Materialanalysen zeigen, dass die

entwickelten Formteile aus hochgemahlenen, stark

fibrillierten und sehr bindungsaktiven Fasern Eigenschaften

besitzen, wodurch diese in der Lage sind,

petrochemisch-basierte Materialien (Kunststoffe, WPC,

etc.) mittel- und langfristig zu substituieren. Zu den

möglichen Einsatzgebieten zählen neben Leichtbau und

Automobilindustrie zudem die Luft- und Raumfahrt,

Medizintechnik, Möbelindustrie und weitere.

Schraube und Mutter als Demonstratoren für Formteile aus Cellulose

Der Vortrag beschäftigt sich im Wesentlichen mit der

Materialcharakterisierung, den prozesstechnischen

Schwierigkeiten und Lösungsansätzen für die Herstellung

von Formteilen aus bis zu 100 % Naturfasern. Die

Ergebnisse aus umfassenden Analysen an standardisierten

Probekörpern wurden zum Materialvergleich genutzt,

um zum einen mögliche Anwendungsgebiete zu eruieren

und zum anderen den weiteren Bedarf an Forschung und

Entwicklung zu identifizieren. Die an der TU Dresden

entwickelten Formteile samt der labortechnischen

Prozesse zeigen einen weiteren interessanten und

vielversprechenden Ansatz, neue Anwendungen für

Cellulose zu generieren.


René Kleinert

René Kleinert (geb. 1988) studierte Verfahrens -

technik/Papiertechnik an der TU Dresden. Nach

seinem Studium setzte er seinen akademischen

Werdegang fort und ist seit 2014 als wissenschaft -

licher Mitarbeiter und Doktorand an der TU

Dresden, Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik

beschäftigt. Während seiner Promotion

beschäftigt er sich maßgeblich mit neuen Anwendungen

für lignocellulose Fasern. Sein Ziel ist es,

Prozesse zu entwickeln, die es möglich machen,

die einzigartigen Materialeigenschaften von

Cellulose für den Einsatz im Leichtbau, im Automobilbau

oder in der Medizintechnik zu nutzen.

Unser Gold-Sponsor

ERFOLG IM TEAM

Die gleichzeitig werte- und erfolgsorientierte Kultur des

Familienunternehmens WEPA ist Grundlage unserer nachhaltigen

Personalpolitik. Wir fühlen uns verantwortlich

für unsere e Beschäftigten und fördern ihre

Leistungsbereit-eit-

schaft und -fähigkeit in einem attraktiven Arbeitsumfeld.

Denn Qualifikation und Motivation des gesamten Teams

sind Basis für unseren en gemeinsamen Erfolg in Europa.

WEPA HYGIENEPRODUKTE GMBH

www.wepa.de


Radar und Radiometrie –

das Messtechnik-Duo für einen effizienten Pulperbetrieb

Berührungslose Messverfahren haben sich in der

Papierindustrie wie in vielen anderen Industriezweigen

etabliert. Dazu gehören auch die Füllstandmessung

mit Radar und die Massenstrommessung mit

Radiometrie.

Die neueste Generation an Radarsensoren für Flüssig -

keiten arbeitet in 80 GHz-Technik. Diese sehr hohen

Sendefrequenzen ermöglichen eine exakte Fokussierung

auf den Messpunkt. Damit sind Störeinflüsse durch die

Umgebung so gut wie ausgeschlossen. Deshalb können

auch anspruchsvolle Füllstandmessungen bei Faser-/

Wassergemischen wie im Pulper realisiert werden.

Radiometrische Sensoren werden gerne zur kontinuier -

lichen Massenstrommessung eingesetzt. Die Vorteile

sind bekannt und liegen auf der Hand: Berührungslose

Messung, damit sichere Funktion unabhängig von den

Prozessbedingungen, Verschleiß- und Wartungsfreiheit

sowie Langlebigkeit. Dass diese Sensoren auch in der

Lage sind, einzelne Zellstoffballen zu erfassen, ist

weniger bekannt. Das eröffnet die Option für einen

bedarfsorientierten Eintrag in den Pulper. Die Einzel -

ballenauflösung ist somit der Schlüssel für einen

effektiveren Rohstoffeinsatz.

Der Vortrag befasst sich mit den messtechnischen

Grundlagen moderner Sensoren und erläutert die

Einsatzmöglichkeiten am Pulper bzw. Eintragsband –

somit interessante Alternativen zur hydrostatischen

Füllstandmessung bzw. zur Bandwaage.

Jens Lambrecht

Automatisierungstechniker, Mechatroniktechniker,

Industriemeister Elektrotechnik, Papiermacher

Jahrgang 1980

Beruflicher Werdegang:

Papiermacherausbildung Stora Enso Baienfurt,

Technikerschulen Automatisierung und Mecha -

tronik, Projektierung bei der Paper Technology

Consulting GmbH, Projektleitung bei der erma

engineering AG, Schweiz, Geschäftsführer

der erma engineering GmbH & Co. KG, Bad

Schussenried.


Unser Gold-Sponsor

Ein Radarstrahl, fast so

fokussiert wie ein Laser!

Mit 80 GHz in die Zukunft: Die neue Generation

in der Radar-Füllstandmessung

Die neueste Spitzentechnologie vom Weltmarktführer: Die große

Stärke des VEGAPULS 64 ist seine einzigartige Fokussierung.

Dadurch lässt sich der Radarstrahl fast punktgenau auf die

Flüssigkeit ausrichten, vorbei an Behältereinbauten und

Rührwerken. Diese neue Generation von Füllstandsensoren

ist unempfindlich gegen Kondensat und Anhaftungen

und ausgestattet mit der kleinsten Antenne ihrer Art.

Einfach Weltklasse!

Drahtlose Bedienung per Bluetooth mit

Smartphone, Tablet oder PC. Einfache Nachrüstung

für alle plics ® -Sensoren seit 2002.

www.vega.com/radar

Christian Langensiepen

Jahrgang 1957

Aktuelle Tätigkeit:

Branchenmanagement Papierindustrie, das

umfasst technischen Support für Global Accounts

und Projekte weltweit, Festlegung messtechnischer

Lösungen für die Papierindustrie sowie Anwenderseminare.

Dazu langjährige Referententätigkeit im

PZ Gernsbach und DH Karlsruhe/Gernsbach,

zahlreiche Veröffentlichungen in Fachmagazinen

der Papier-, Chemie- sowie Umwelt- und Recyclingindustrie,

Gastautor für Papier + Technik

Beruflicher Werdegang:

Studium Elektrotechnik FH Hagen, Zusatzstudium

Wirtschaftsingenieurwesen FH Bochum

Projektleitung für Automatisierungsprojekte

(Elektrische Antriebe, SPS-, CNC- und Leittechnik)

in der Metall-, Holz-, Glas- und Verpackungsindustrie

bei Siemens AG, Projektierung und Vertrieb

von Mikrofiltrationsanlagen sowie Öl-/Wasser-

Trennsystemen für Energiewirtschaft und Chemieindustrie

bei einem Spezialanbieter für Wasserschutz-Systemtechnik

Seit mehr als 25 Jahren bei VEGA Grieshaber KG

in den Bereichen Marketing, Key Account Management

(Chemie- und Papierindustrie) und Produktmanagement

tätig.


Innovatives Verfahren

zur Aufbereitung schwierig aufzulösender Altpapiere

erlaubt die Fertigung neuer Produkte

Repulping Technology hat das physikalische

Phänomen der Kavitation in die industrielle Praxis

umgesetzt. Der neuartige Prozess ermöglicht das

Auflösen schwierigster Faserprodukte wie z. B. hochnassfester

oder mit Folien beschichteter Papiere und

Kartonagen, getränkter Faserbahnen, aber auch

Verbundwerkstoffe wie Getränkekarton oder

komplette Etikettenverbunde mit verschiedensten

Klebern und Silikonträgerpapier.

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei das Desintegrieren in

kaltem Wasser, wodurch unerwünschte klebende Verunreinigungen

des Altpapiers (auch Binderkomponenten)

weniger zerkleinert werden und dadurch sehr leicht

abgeschieden werden können. Die Folien der Verbundmaterialien

werden durch diese Behandlung nahezu

überhaupt nicht zerkleinert, was die Abtrennung wesentlich

vereinfacht!

Durch den schnell ablaufenden und faserschonenden

Prozess werden Materialoberflächen großflächig von -

einander gelöst, sodass deren Trennung einfach und

sauber von statten gehen kann. Faserfreie Rejekte bei der

Ausschussaufbereitung bis hin zur Erzeugung neuer

Sekundärrohstoffe sind möglich. Sauberere Papier -

maschinenkreisläufe sind die Folge.

Dieses innovative Verfahren ermöglicht die Fertigung

neuer gestrichener Produkte. Papiere und Kartonagen

deren eingeschränkte (oder gar unmögliche) Rezyklierbarkeit

des eigenen Ausschusses die Herstellung heute

noch verbietet, können so gefertigt und vermarktet

werden und den Kunden weiteren Nutzen liefern. Diese

Auflösetechnologie geht weit über die herkömm liche

Hochkonsistenzauflösung hinaus und erlaubt Produkte

herzustellen, die ein herkömmliches Aufbereitungsystem

nicht rezyklieren kann. Auch vernetzte Beschichtungen,

nassfeste- und Funktions-Striche aller Art und auch

Laminate mit anderen Materialien sind mit dem RT-

Prozess wieder einsetzbar.

Auch die Herstellung neuartiger Produkte kann durch

chemische Reaktion direkt am Ort der Applikation einer

Streichmasse auf eine Papierbahn ermöglicht werden.

Hierzu wird durch den Repulping-Technology-Prozess

zur Behandlung der Faserstoffe in einem Druckwechselverfahren

einer der beiden Reaktionsstoffe in die Faser

hineingebracht und durchläuft dann die Papierherstellung

ohne die dortigen Prozesse zu beeinflussen. Erst

beim Zusammentreffen in der flüssigen Phase der

Streichmasse trifft ein in der Streichmasse befindlicher

(flüssiger) Reaktionsstoff mit dem innerhalb der Faser

befindlichen Stoff zusammen. So kann z. B. eine Vernetzungs-

oder eine andere gewünschte Reaktion gezielt an

der Faseroberfläche hervorgerufen werden. Diese Verfahrenstechnik

eröffnet neue Wege zur Erzeugung von

Funktionen auch mit niedrigsten Strichgewichten.

Weitere Anwendungen des Prozesses zur Behandlung

von Faserstoffen sind in Vorbereitung.

Christian Elsner

Nach seiner Ausbildung zum Papiermacher studierte

Christian Elsner Verfahrenstechnik in München. Er

arbeitete zwei Jahre bei der Ahlstrom Osnabrück GmbH,

bevor er 2001 zu Mitsubishi HiTec Paper Europe

GmbH nach Bielefeld wechselte. Er begann seine Laufbahn

als Assistent der Produktionsleitung mit Beginn

des Baus der Streichmaschine 3. Ab 2008 verantwortete

er den gesamten Bereich der Streicherei und von 2012

bis 2016 die gesamte Fertigung am Standort.

Seit Mitte 2016 arbeitet Christian Elsner bei der

Repulping Technology GmbH, einem zukunftsorientierten

Start-up-Unternehmen. Er hat es sich zur

Aufgabe gemacht, durch Einsatz einer innovativen

Technologie die Energie- und Ressourceneffizienz der

Faserstoffaufbereitung signifikant zu verbessern und

als nicht-auflösbar geltende Papiere auflösen zu können.

Weiterhin beschäftigt er sich mit der Installation von

Funktionen auf der inneren Faseroberfläche, um die

Entwicklung bisher nicht dagewesener faserbasierter

Produkte zu ermöglichen.

Die detaillierten Vorgänge der physikalischen Chemie

im Zusammenspiel mit der wirtschaftlichen Produktion

sowie die Schaffung von Funktionen auf Oberflächen

zählen heute zu seinen Hauptinteressensgebieten.


Unser Gold-Sponsor

Hoya Papier und Karton GmbH

D-27318 Hoya Tel: 04251/814-0

www.smurfitkappa.de

S murfit

Kapp

a

Nach seiner Ausbildung zum Papiermacher bei den

Vereinigten Papierwerken Schickedanz & Co. war

Stephan Wucherer in unterschiedlichen Positionen

international in der Papierindustrie tätig. 1984–1991

arbeitete er für Felix Schoeller jr. an den Standorten

Osnabrück und Pulaski (USA) zur Herstellung- und

Sicherstellung des Qualitätsniveaus von Fotoroh- und

technischen Spezialpapieren. Die Ausbildung zum

Industriemeister Papiererzeugung schloss er 1991 in

Gernsbach ab. Im Anschluss wechselte Stephan

Wucherer als Schichtwerkführer und Produktionsleiter

zur Widmer–Walty AG nach Oftringen/CH. Der Fokus

seiner Tätigkeit liegt u. a. auf dem Aufbau und der

Optimierung einer neuen Altpapieraufbereitungslinie

zum Auflösen schwer auflösbarer und nassfester

Altpapierqualitäten.

1996 absolvierte er in der Schweiz das Diplom der Stufe

höhere Fachprüfung. Eine weitere berufliche Station

führte ihn von 1997–2007 zu Flexipack International

als Werksleiter, zuständig für zwei Produktionsstandorte.

Danach wechselte Herr Wucherer als Consultant

zur Siemens AG in die Business Unit „Industry Solu -

tions“. Seine Aufgabe beinhaltete Optimierungs- und

Effizienzlösungen in der Papier- und Zellstoffindustrie

mit weltweitem Kundeneinsatz in der Papierindustrie.

Ab 2009 wechselte er innerhalb der Siemens AG in den

Stephan Wucherer

Bereich Pulp & Paper als Product Lifecycle Manager

für SIPAPER Services. Seine Aufgabenschwerpunkte

lagen bei der Analyse und Evaluierung von Markt,

Kunde, Wettbewerb, Technik und Kompetenzen sowie

in der Entwicklung der Produktstrategie. Er leitete dort

u. a. diverse F&E-Projekte.

2014 hat er die Repulping Technology GmbH & Co. KG

mitgegründet. Die Aufgabe beinhaltet eine nachhaltige

Entwicklung zur energie- und ressourcenschonenden

Trennung von Fasern und Verbundstoffen.


Megatrend Digitalisierung –

wie Smartphones und Daten unsere Wirtschaft verändern werden

Würden Sie ohne Ihr Smartphone

das Haus verlassen?

Warum mobile Geräte uns so wichtig sind,

warum wir auf sie so reagieren, wie wir reagieren,

und warum dieses Verhalten so schwer zu

kontrollieren ist, bildet nur den Einstieg in das

Thema. Das Handy bietet viel Raum für Humor

und ist unser harmloser kleiner Begleiter.

Aber Schritt für Schritt macht Key Pousttchi uns

bewusst, nach welchen Regeln diese Geräte unser

Leben bestimmen, positiv wie negativ. Was für

Industrie 4.0 die Sensoren und Aktoren in den

cyber-physischen Systemen, ist für den Menschen

als Kunde und Mit arbeiter das Smartphone. Es ist

der Träger der Digitalisierung und der digitalen

Trans formation.

Und Schritt für Schritt erkennen wir die wirkliche

Bedeutung dieser Geräte für die Veränderung des

Lebens der Menschen, der Unternehmen, ganzer

Branchen und sogar ganzer Volkswirtschaften.

Die Datenökonomie ist weitaus umfassender und

anders, als sie auf den ersten Blick aussieht. Big

Data ist in aller Munde, aber wie sehen die Wertschöpfungsnetze

der Zukunft wirklich aus und wie

funktioniert das große Spiel, das im Silicon Valley

derzeit gespielt wird?


Key Pousttchi

Univ.-Prof. Dr. habil. Key Pousttchi ist Inhaber des

SAP-Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsinformatik

und Digitalisierung, insbesondere IT Strategy und IT

Business Value, an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen

Fakultät der Universität Potsdam. Von

2001 bis 2014 lehrte er Wirtschaftsinformatik und

Mobile Business an der Universität Augsburg und war

Leiter der Forschungsgruppe wi-mobile, die er ab 2001

als eine der ersten wissenschaftlichen Forschungs -

einrichtungen im Fachgebiet M-Commerce und

Mobile Business etablieren konnte. Von 1989 bis 2001

war er Offizier der Bundeswehr.

Als international renommierter Experte für Digitali -

sierungs- und Mobile-Business-Strategien führte er

eine Vielzahl von Projekten durch, u. a. war er Leiter

des National Roundtable M-Payment der deutschen

Banken und Mobilfunkanbieter sowie Mitglied des

Expertengremiums Mobile Enterprise für das Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie. Vortragseinladungen

und Projekte führten ihn nach Europa,

Nordamerika, Asien und Afrika. Seine Forschung ist

international vielfach ausgezeichnet.

Unser Gold-Sponsor

HiTec Paper.

Innovativ

und flexibel.

Mitsubishi HiTec Paper steht für innovative Produktentwicklungen

und Spezialpapiere höchster Qualität.

Natürlich stehen wir in engem Kontakt zu Kunden,

Endanwendern, OEMs und Hochschulen und orientieren

unsere Innovationen an aktuellen und zukünftigen

Marktanforderungen.

Digitaldruck

Fälschungs- und Produktsicherheit

Sechs unterschiedliche Streichtechnologien stehen

für die Realisierung unserer Produktinnovationen zur

Verfügung. Für spezielle Funktionsstriche auf eigenen

Basispapieren. State-of-the-art und sehr flexibel.

Funktions- und Barriere-Striche

Speziallösungen Verpackungsindustrie

Mitsubishi HiTec Paper Europe GmbH

www.mitsubishi-paper.com

innovations.mpe@mitsubishi-paper.com


Bauen mit Papier –

Neue Anwendung für einen vielfältigen Werkstoff

An der TU Darmstadt ist zum 1. Januar 2017 ein

mit etwa 4,6 Mio. Euro vom Land Hessen gefördertes

Grundlagenprojekt zum Thema „Bauen mit Papier –

BAMP!“ gestartet.

Papier wird zwar schon seit Jahrtausenden im Bauwesen

eingesetzt und spielt auch im modernen Hochbau und

Innenausbau eine wesentliche Rolle. Beispiele reichen

hier von Schichtholzplatten über Gipsfaserplatten bis hin

zu Laminaten. Im Gegensatz zu Holz gibt es für Papier

in diesen Anwendungsbereichen allerdings bisher kaum

wissenschaftliche Grundlagen, was z. B. die Mechanik

von Papier basierten Konstruktionen anbelangt.

Ziel des beantragten Forschungsprojektes ist es, grund -

legende Struktur-Eigenschaftsrelationen in Papier zur

Nutzung dieses Materials in Bauanwendungen zu

verstehen, um damit langfristig noch vorhandene Defizite

zur Mechanik sowie morphologischen/chemischen

Beständigkeit zu eliminieren. Damit wird ein entscheidender

Beitrag für die Realisierung der Vision geleistet,

die Grundlagen für nachhaltiges Bauen mit Papier zu

erforschen.

Prüfung von Wabenstrukturen aus Papier

Hierzu sollen Synergien aus den unterschiedlichen

beteiligten Disziplinen effizient zusammengeführt und

genutzt werden sowie eine systematische Entwicklungsmethodik

entlang der Materialverarbeitungskette

geschaffen werden. Der Fokus liegt dabei auf Bauwerken

für temporäre Nutzung (so genannte „fliegende Bauten“).

Am Projekt beteiligt sind die Disziplinen Architektur,

Bauingenieurwesen, Chemie und Maschinenbau.


Unser Gold-Sponsor

Studium:

Verfahrenstechnik an der TU Clausthal mit dem

Schwerpunkt Mechanische Verfahrenstechnik

Beruflicher Werdegang:

12.1991–09.1995: Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl

für Mechanische Verfahrenstechnik und Strömungsmechanik

der Universität Kaiserslautern

10.1995–09.2002: Forschung und Entwicklung für

Stoffaufbereitungsmaschinen Voith Ravensburg

Seit 10.2002 Leiter des Fachgebiets Papierfabrikation

und Mechanische Verfahrenstechnik, Technische

Universität Darmstadt

Arbeitsschwerpunkte:

Lehre und Forschung in den Bereichen Papiertechnik,

Papierrecycling, Umwelttechnik, Mess- und Sensortechnik,

neue Materialien mit Papier

Patente:

Mehr als 30 Patente

Prof. Dr.-Ing. Samuel Schabel

Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik


KOHPA, das heizbare Kohlefaser-Recycling-Papier

In der Industrie finden zunehmend kohlenstofffaserverstärke

Kunststoffe (CFK) als Leichtbaumaterial

Anwendung. Dieser Wachstumstrend wird weiter

anhalten. Da die Herstellung der Kohlefasern sehr

energieintensiv ist, stellt sich automatisch die Frage

der Nachhaltigkeit.

Da in naher Zukunft mit steigenden Abfallströmen aus

CFK-End-Of-Life-Teilen zu rechnen ist, sind bereits jetzt

Lösungen zur Verwertung dieser Materialien zu entwickeln

und bereitzustellen.

Die Kohlefasergewinnung aus CFK erfolgt meistens

durch pyrolytische Verfahren. Diese werden unter hoher

Temperatur und Sauerstoffausschluss betrieben. Die

Kohlenstofffaser steht im Anschluss schadenfrei für die

Weiterverwendung zur Verfügung.

Es ergeben sich nahezu unzählige Verwendungsmöglichkeiten

im Bereich Wärmeabgabe. Fußböden und Wände

sind ebenso einfach zu beheizen wie schwer zugängliche

KOHPA-Anwendung: Wandheizung im Besprechungszimmer

Flächen und komplexe Formen. Der maximale Pluspunkt

wird durch den äußerst geringen Platzbedarf und

die gute Formbarkeit erreicht.

Im Rahmen von Untersuchungen konnte auch gezeigt

werden, dass zum Beispiel elektromagnetische Strahlung

durch den Einsatz dieses Papiergefüges deutlich reduziert

werden kann. Somit ist das Papier zur Abschirmung

elektronischer Baugruppen oder zum Schutz von

Mensch und Tier vor elektrischen, magnetischen und

elektromagnetischen Feldern einsetzbar.


Siegfried Fuchs

Siegfried Fuchs (geb. 1961) studierte Papiertechnologie

an der Fachhochschule München und begann seine

berufliche Karriere 1990 bei Steinbeis Temming in

Glückstadt zuerst als Anfahringenieur, weiter als

Papiertechnologe und Produktionsleiter. Anschließend

war er als Leiter Technologie bei der Papier fabrik

Louisenthal, Werk Königstein tätig. Ab 1998 war er

zuerst Produktionsleiter bei Fibermark Gessner und

übernahm anschließend die Position Leiter Technologie

und Prozessentwicklung im heutigen Neenah Gessner.

Seine Leidenschaft gilt der Schrägsiebtechnologie und

der Entwicklung neuer Papiermedien und Verfahren.

Peter Helfer

Jahrgang: 1965

Ab 1984 Papiermacher, zuletzt als Produktionsleiter

einer Papierfabrik eines der weltweit führenden

Papierproduzenten. Danach selbständiger Unternehmer

(Papiermanufaktur Helfer Papier) im Bereich Kunst-,

Sicherheits-und Druckpapiere.

„Die Affinität zur Papierfaser reizte mein Interesse,

die Carbonfaser näher kennen zu lernen.“

Unser Gold-Sponsor


Papierbasierte Elektroden

für die mikrobielle Stromerzeugung

In einem ökologischen und effizienten Ressourcen-

Management ist die Abwasserbehandlung als Stütze

einer nachhaltigen Wasserwirtschaft von entscheidender

Bedeutung. Innovative Verfahren im Bereich

der Abwasserbehandlung sind sogenannte mikrobielle

elektrochemische Systeme (MES) wie mikrobielle

Brennstoffzellen und Elektrolysezellen.

Dabei wird die organische Schmutzfracht im Abwasser

durch Mikroorganismen abgebaut und direkt in elektrische

Energie oder chemische Energieträger umgewandelt. Im

Rahmen eines BMBF Forschungsprojekts wird an der

Optimierung und großtechnischen Anwendung eines

bioelektrochemischen Systems zur Abwasserreinigung

gearbeitet.

Ein Teilbereich befasst sich mit der Entwicklung des

Elektrodenmaterials, das als Aufwuchsfläche für die

elektrisch aktiven Mikroorganismen in Biofilmen dient.

Dabei steht die Steigerung der Leistungsfähigkeit der

bioelektrischen Systeme im Fokus, die insbesondere

durch die zur Verfügung stehende Elektrodenoberfläche

limitiert ist. Ansatz für die Elektrodenentwicklung ist die

Herstellung von hochgefüllten Papieren im Nassprozess,

die eine hohe elektrische Leitfähigkeit aufweisen, formbar

sind und eine optimale Ausbildung des Biofilms ermöglichen.

Das flächige Papiermedium wird mittels papiertechnologischer

Formgebungsverfahren in eine dreidimensionale

Geometrie überführt, um eine hohe Aufwuchsfläche

bzw. eine effiziente Ausnutzung des Reaktorvolumens zu

realisieren.

Dr. Eva Gilbert

Dr. Eva Gilbert, geboren 1983, ist studierte Verfahrenstechnikerin.

Sie erwarb 2011 Ihren M.Sc. mit Schwerpunkt

Abwasserreinigung an der TU München und

promovierte 2014 am Karlsruher Institut für Techno -

logie. Der Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeiten war

die Prozesstechnik bio logischer Abwasseraufbereitungs -

verfahren, wobei sie unter anderem Biofilmverfahren

intensiv untersucht hat.

Bei EnviroChemie GmbH ist Eva Gilbert zuständig für

die Forschung und Entwicklung. Seit 2016 koordiniert

sie das vom BMBF geförderte Verbundforschungs -

projekt ElektroPapier, worin papier basierte Elektroden

für ein Biofilmverfahren zur Abwasserreinigung ent -

wickelt werden.


Unser Gold-Sponsor

NEU KALISS SPEZIALPAPIER


Wir sind ein innovatives und wachstumsstarkes Unternehmen der

Papierherstellung und Papierverarbeitung, produzieren und vermarkten

international mit mehr als 200 Mitarbeitern (m/w) Spezialpapiere für die

verschiedensten Anwendungsbereiche in unseren Werken in Neu Kaliss

und Berlin.

Unter dem Dach der Unternehmensgruppe Melitta, als weltweit agierendes

Markenartikelunternehmen mit 3.600 Beschäftigten (m/w) und 1,2 Mrd.

Euro Jahresumsatz, sind wir in der Spezialpapierbranche sehr erfolgreich

tätig.

NKS – SO VIELFÄLTIG WIE DAS LEBEN

www.nkpaper.com

Johann Strauß

Ausbildung:

1976–1980

Studium Verfahrenstechnik Papier und Verpackung

(Studienrichtung Papiertechnik) an der Fachhochschule

München

Beruflicher Werdegang:

1980–1984

Papiertechnische Stiftung PTS, Entwicklungs ingenieur

Bereich Kunststoff- und Klebstofftechnik

1985–1993

Papiertechnische Stiftung PTS, Projektleiter Bereich

Papiererzeugungstechnik (Schwerpunkt Primär faser -

stofferzeugung – Holzstofferzeugung)

1994–2009

Papiertechnische Stiftung PTS, Projektleiter Bereich

Faserstofftechnik – Schwerpunkt Recycling / Technologie

der Altpapieraufbereitung (u. a. De inking, Vermeidung

und Bekämpfung von Stickys), Rezyklierbarkeit von

Papierprodukten

seit 2010

Papiertechnische Stiftung PTS, Projektleiter für Beratungs-

und Forschungsprojekte im Geschäftsbereich

Fasern & Composite – Funktionalisierte Produkte

Mitgliedschaften:

Verein ZELLCHEMING (Verein der Zellstoff- und

Papier-Chemiker und -Ingenieure)

VPM Vereinigter Papierfachverband München


Einsatz von Filtration

als Nachklärung einer aeroben Biologie

Projektziele

Reduzierung der Feststoffverluste aus der Nach klärung in den Vorfluter

Installation 4 x ALGAS Microfilter 100 W

Anja Dabbert (geb. 1988)

hat an der TU Dresden Verfahrenstechnik mit der

Spezialisierung auf Papiertechnik studiert und

2015 mit dem Diplom abgeschlossen.

Seit November 2015 ist sie Area Sales Managerin

für Deutschland bei dem schwedischen Familienunternehmen

Cellwood Machinery AB.

Richard Huster (geb. 1959)

studierte Bauingenieurwesen / Wasserbau an

der RWTH Aachen und begann seine berufliche

Karriere bei der Papiertechnischen Stiftung (PTS).

Nach verschiedenen Stationen in den Bereichen

Umwelt und Energie ist er heute für den Bereich

Pulp & Utilities bei Sappi Alfeld zuständig. Er ist

Mitglied in zahlreichen Fachgremien innerhalb

und außerhalb von Sappi.


Hintergrund

Die Nachklärstufe der biologischen Kläranlage am Standort

Sappi Alfeld bestand seit Inbetriebnahme aus sechs

Flotationsbecken und nachgeschalteten offenen Sand -

filtern. Bei veränderten Schlammeigenschaften, die zu

erhöhtem Feststoffabtrieb aus der ersten Stufe fuḧrten,

waren die Sandfilter gelegentlich am Limit. Um die

genehmigten Einleitwerte zu erfüllen, musste die

Produktion angepasst werden. In Vorversuchen konnte

für die Trennung von Belebtschlamm und Wasser eine

hohe Flächenbeschickung bei gleichzeitig guter Klar -

filtratqualität der ALGAS-Filter ermittelt werden.

Lösung

Mit dem Ersatz von Flotationseinheiten gegen die

ALGAS-Filter wird eine erhöhte Vorabscheidung und

damit Entlastung der zweiten Nachklärstufe zur weiteren

Senkung der Feststofffracht in der Einleitung sicher

erreicht.

Die 4 ALGAS-Filter wurden von Januar bis Juni 2009 in

jeweils ein bestehendes Flotationsbecken integriert. Der

Einbau und sämtliche Einbindungsarbeiten fanden im

laufenden Betrieb statt, so dass jeweils einzelne Flotations -

zellen gegen die neuen Mikrofilter getauscht wurden, die

umgehend in Betrieb genommen wurden. Nach einigen

Anpassungen an die betrieblichen Erfordernisse arbeiten

die Filter stabil und effektiv.

Prozessdaten

Zulauf ALGAS: 20.000 m³/d

TSS im Zulauf: 4,5 bis 5,5 g/l

Klarfiltrat: < 80 mg/l

Unser Gold-Sponsor

Wasser und Fasern sind unsere Passion

Was k

önnen wir

für Sie tun?

www.algas.de

www.cellwood.s

e


Innovative Produkte auf Basis von Lignocellulose

Zellstoff als Basis für eine Reihe von Verbrauchs -

gütern außerhalb der Papierindustrie wurde und

wird schon seit langem eingesetzt und es gibt

hierfür gute Beispiele.

In den vergangenen Jahren haben die Konsumgüter -

industrie und verwandte Industrien viele neue Produkte

entwickelt, die ebenfalls in Ausrüstungs-Innovationen

bei Valmet mündeten. Der Rohstoff dieser Produkte ist

Lignocellulose, also Holz und Einjahrespflanzen. Der

Vortrag gibt einen aktuellen Überblick, was die Industrie

aus den chemischen Hauptkomponenten, Cellulose,

Lignin und Hemicellulose, heute herstellen kann und

weiter plant. Einige Produkte und ihre Vorteile werden

auch direkt präsentiert.

Die Bandbreite reicht von BlackPellets über PLA Becher

und Produkte aus Stroh bis hin zu Ligninfüllstoffen und

speziellen Ölen, gewonnen aus der Pyrolyse. Nicht zuletzt

werden auch einige neuere Verpackungspapiere gezeigt.

Im Hintergrund stehen dabei oft enorme Entwicklungsanstrengungen,

die in vorgestellten Pilotanlagen von

Valmet und anderen Firmen erfolgten. Antreiber weltweit

ist der Sustainability-Gedanke, der in vielen Firmen

als langfristige Leitlinie festgelegt ist.


Unser Gold-Sponsor

The World of

Paper Machine Clothing

Heimbach hat viel zu bieten und liefert als Bespannungsexperte kundenspezifische Lösungen

für jede Papiermaschine und jede Position – und das weltweit. Ob Nasssiebe, Pressfilze,

Trockensiebe oder Schuhpressbelts: bei Heimbach erhält jeder Kunde Produkte und Serviceleistungen,

die höchste Ansprüche erfüllen – und das für jede Papiersorte.

www.heimbach.com

wherever paper is made

14:11

Robert Mohr

Nach dem Studium der Holzwirtschaft begann er

1977 als Projektingenieur im Zellstoffanlagenbau

bei Sunds GmbH. Ab Anfang der 80er Jahre

arbeitete er als Verkaufsingenieur für die Zellstoff-,

Papier- und Holzwerkstoffindustrie in Europa.

Dazu kamen einige Jahre Erfahrung bei einem französischen

Industrieunternehmen in Deutschland.

Nach den Namensänderungen von Sunds Defibrator

über Metso zu Valmet ist Herr Mohr heute Vice

President Sales für Valmet in Zentral-Europa.

Die Valmet Gesellschaften in Darmstadt, Plattling

und Leverkusen haben ca. 300 Mitarbeiter.


Eine neue, innovative

Thermodirekt-Drucktechnologie

Die Technologie des Thermodirektdrucks hat einen

hohen Entwicklungsstand erreicht. Die kosten -

günstigen, sicheren und kaum anfälligen Druckköpfe

bilden zusammen mit universell einsetzbaren

thermosensitiven Papieren ein Drucksystem mit

exzellenten Kontrast- und Farbtiefewerten.

Dieses hat sich überall da durchgesetzt, wo ad hoc mit

niedrigstem Aufwand individualisierte Printouts verlangt

werden. Kassen- und Überweisungsbelege, Supermarkt -

etiketten, Konzert- und Flugtickets sind heute Anwendungsbeispiele

für den 100%igen Einsatz dieser

Technologie. Bei bestimmungsgemäßer Aufbewahrung

sind diese Druckträger auch nach Jahren unverändert

lesbar.

Die Arbeiten zu einer radikal neuen Drucktechnologie

mit 100%iger Kompatibilität zu den global eingeführten

Thermodirektdruckköpfen gingen von der Überlegung

aus, dieses Ziel auch unter völligem Verzicht auf die

bisher üblichen Farbreaktivsysteme (aus Leukofarbstoff

und Farbentwickler) zu erreichen. In Zusammenarbeit

mit Dow als Partner bei der chemischen Entwicklung

wurde ein Thermodirektpapier entwickelt, bei dem die

Farbgebung auf physikalischen Prinzipien beruht und

kein Reaktivfarbstoff mehr eingesetzt wird. Das neuartige

Papier enthält daher auch kein Bisphenol A, das im

Zusammenhang mit Thermopapieren oft zitiert wird,

und ist auch im Papierrecycling als erheblich unbedenklicher

anzusehen.

Diese Vorteile führten dazu, dass die neue Thermodirekt-

Drucktechnologie am 12. Juni 2017 mit dem Presidential

Green Chemistry Award der EPA United States

(Environmental Protection Agency) gewürdigt wurde.

Das neuartige Druckpapier ist für alle herkömmlichen

Thermodruckköpfe geeignet und wird von der Firma

August Koehler SE unter dem Markennamen „Blue4est“

in den Markt gebracht.


Unser Gold-Sponsor

IBS PAPER PERFORMANCE GROUP

seit 50 Jahren ein zuverlässiger Partner

www.ibs-ppg.com

weltweiter Marktführer in seiner Sparte als Partner

der Papier- und Zellstoffindustrie

ein Global Player mit 18 Standorten und mehr als 660

Mitarbeiter/innen weltweit

Beruflicher Werdegang

Papierfabrik August Koehler SE:

01/2017 Corporate Director Technology

π

Mitglied des Geschäftsleitungskreises

π Verantwortungsbereich: Produkt- und Verfahrens -

entwicklung, Innovationsmanagement, Forschung

und Analytik, Produktsicherheit und Patentwesen,

Technischer Kundenservice/Druckerei, Dekor -

entwicklung

08/2016 Head of Product- and Process Development

Sappi Alfeld GmbH:

2011–2016 Head of Technology and Development

Specialties (PQM)

π

Mitglied des Mill Management

π Verantwortungsbereich: Technologie, Prozess -

entwicklung und Produktentwicklung von Spezialpapieren,

Verpackungen und funktioneller Ober -

flächen sowie Technischer Kundenservice

Sappi, Forschung & Entwicklung:

2009–2011 Product Research Manager

Alfeld & Biberist mill

2007–2009 Project Manager Base Paper Development

2005–2007 Project Manager Fibre Development

Dr. Markus Wildberger

Geboren Februar 1973 in Österreich

Bildungsweg

2005–2008 Doktorats-Studium der technischen

Wissenschaften „Verfahrenstechnik“ an der

Technischen Universität Graz

2005 Diplomstudium Verfahrenstechnik / Papierund

Zellstofftechnik


Partner-Programm, Gesellschafts- und Ballabend

Freitag, 20. Oktober 10-15 Uhr

Partnerprogramm:

A) Stadtrundfahrt Frankfurt

mit Fuhrung durch das

Goethe-Haus

Bei einer dreistündigen Rundfahrt im Bus erleben Sie

die Hauptsehenswürdigkeiten von Frankfurt am Main.

Besonders reizvoll ist dabei der Kontrast zwischen alt und

neu – die moderne Skyline mit ihren glänzenden Hochhäusern

auf der einen Seite und der historische Stadtkern

mit Paulskirche, Kaiserdom und Römer auf der anderen.

Erste Eindrücke rund um die Frankfurter Altstadt erhalten

Sie bei einem Ausstieg auf dem Römerberg.

Anschließend besuchen wir das Goethe-Haus am Großen

Hirschgraben. Hier wurde Johann Wolfgang Goethe am

28. August 1749 „mit dem Glockenschlage zwölf“ geboren,

hier wuchs er bei seinen Eltern Johann Caspar und

Catharina Elisabeth, zusammen mit seiner Schwester

Cornelia auf. In der Ausstellung in der 3. Etage finden

Sie eine Chronik über das Haus und seine Bewohner.


Mittagspausen

Freitag, 20. Oktober 13:25 Uhr im Maschinenhaus und

Samstag, 21. um 12:00 Uhr im Welcome Hotel

Darmstadt, Karolinenplatz 4, 64289 Darmstadt

Am Freitag erwartetet Sie zum Mittag ein Buffet im

Maschinenhaus. Am Samstag führen wir Sie zur

Mittagspause in das Welcome Hotel Darmstadt.

Das Welcome Hotel, welches 2007 eröffnet wurde,

befindet sich in bester Innenstadtlage ganz in der Nähe

des Alten Maschinenhauses.

Freitag, 20. Oktober 19:30 Uhr

Sie erreichen das Maritim

Konferenzhotel, welches knapp

3 km vom Alten Maschinenhaus

der TU Darmstadt entfernt

liegt, in 30 Gehminuten.

Der schnellste Weg vom

Tagungsort zum Maritim ist

von der Haltestelle Alexanderstraße/TU

mit den Buslinien

F (Richtung Darmstadt Haasstraße)

oder H (Richtung

Darmstadt Anne-Frank-

Straße) mit Ausstieg an der

Haltestelle „Berliner Allee“.

Eine andere Möglichkeit ist,

durch den Herrengarten zur

Haltestelle „Willy-Brandt-

Platz“ zu laufen und von

dort entweder in die Buslinie

K, Richtung Darmstadt

Kleyerstraße oder Darmstadt

Hauptbahnhof zu

steigen. Die gleiche

Strecke kann auch mit der

Tram 3 oder 5 (jeweils

Richtung Darmstadt

Hauptbahnhof) zurück -

gelegt werden.

Eine Einzelfahrt kostet 2,10 Euro.

Samstag, 21. Oktober 19:30 Uhr

Gesellschaftsabend

Freitag, 20. Oktober ab 19:30 Uhr im Maritim Konferenzhotel,

Rheinstraße 105, 64295 Darmstadt

Das zentral am Hauptbahnhof gelegene Maritim Konferenzhotel

wurde unlängst renoviert und erstrahlt in

neuem Glanz und moderner Ausstattung. Es befindet

sich nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt,

genau zwischen den beiden Haltestellen „Berliner Allee“

und „Hauptbahnhof“.

Hier unterhält Sie der „Pfälzer Filou“ August

(www.august-magisch.de) mit klassischen Zauberkunststücken,

die er – in pfälzischem Dialekt und immer mit

Hut – in außergewöhnliche Sinnzusammenhänge

bringt. Lassen Sie sich inspirieren! Sei es zum Gedanken -

austausch auf fachlicher Ebene oder zur entspannten

Plauderei vorm Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Ballabend

Samstag, 21. Oktober 2017 ab 19:30 Uhr im Maritim

Konferenzhotel, Rheinstraße 105, 64295 Darmstadt

SMASH ist eine fantastische Cover- und Showband,

die zu den Topbands im deutschsprachigen Raum gehört

und in jede Richtung spielen kann. (www.smash.at)

Die sympathischen SMASHer unterhalten Sie am Ballabend

von Standards bis hin zu den aktuellen Charts

mit einem breitgefächerten Musikprogramm. Wir garantieren

Ihnen ein musikalisches Erlebnis und eine tolle

Stimmung.


Orte

Maschinenhaus der TU Darmstadt

Welcome Hotel

Luisenplatz


Unsere SilberPlus-Sponsoren


Exkursionen

Samstag, 21. Oktober 14:00 Uhr

B) Fuhrung uber den

Campus Lichtwiese

Seit Ende der 1960er Jahre zeugt der Campus Lichtwiese

vom raschen Wachstum der TU Darmstadt. Bedeutende

technische Erfindungen und Erkenntnisse begleiten

diese Entwicklung, wie z. B. das preisgekrönte Energie-

Plus-Haus. 2013 erhielt die Lichtwiese mit dem Hörsaalund

Medienzentrum eine kraftvolle „neue Mitte“, das

Highlight Ihrer Campusführung.

C) Stadtrundfahrt mit dem

Datterich Express inkl. Kaffee u. Kuchen

Der Datterich-Express bietet

Ihnen ein außergewöhnliches

Ambiente für ein besonderes

Ausflugsvergnügen. Die nostalgische

Straßenbahn von 1954,

nach der berühmten Lokalposse

von Ernst Elias Niebergall

„Datterich-Express“ genannt,

wurde 2013 umfassend modernisiert

und bietet mit den

Schattenrissfiguren der Biedermeierzeit

von Hermann Pfeifer ein außer -

gewöhnliches Ambiente für eine amüsante Ausflugstour

durch Darmstadt und Umgebung.

Dank kräftiger Farben, phantasievoller Dekore und

kreativer Gestaltungsideen gleicht keiner der 51 Sitzplätze

dem anderen. So gibt es für die Datterich-Express-Gäste

nicht nur beim Blick aus dem Fenster, sondern auch im

Fahrzeug viel zu entdecken.

Besichtigungen Papierfabriken

D) DS Smith, Aschaffenburg siehe Seite 56

F) SAPPI Stockstadt siehe Seite 56

Samstag, 21. Oktober 14:30 Uhr

E) Fuhrung uber die

Mathildenhöhe

Die Darmstädter Künstlerkolonie war eine von Groß -

herzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein ins

Leben gerufene Gruppe von Künstlern, die zwischen

1899 und 1914 gemeinsam tätig waren. Ihre Wirkungsstätte

war die Mathildenhöhe, auf der sie Bauwerke entwarfen

und einrichteten, die während vier Ausstellungen

als Musterhäuser zu sehen waren.

Neben Wohnhäusern wurden auch Ausstellungshallen

und der „Hochzeitsturm“ zur Erinnerung an die Hochzeit

des Großherzogs mit Prinzessin Eleonore zu Solms-

Hohensolms-Lich errichtet. Die Anlage bildet eines der

bedeutendsten Jugendstil-Ensembles.


Unsere Silber-Sponsoren


Exkursion DS Smith Paper, Werk Aschaffenburg

Abfahrt Samstag, 21. Oktober 2017 14:00 Uhr

DS Smith ist ein international führender Verpackungs -

anbieter.

Mit mehr als 26.000 Beschäftigten werden jährlich

über 10 Milliarden Verpackungen aus Recycling -

materialien produziert.

Der Standort Aschaffenburg besteht seit 1874. Hier

stellen rund 200 Mitarbeiter jährlich 420.000 Tonnen

Well pappen roh papiere aus 100 % Alt papier her, die zur

Produktion von Well pappenver packungen eingesetzt

werden.

Die für den Produktionsprozess benötigte Energie wird

in einem hoch effizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk

erzeugt und deckt darüber hinaus 28 % des gesamten

Strombedarfs im Versorgungsgebiet der Aschaffenburger

Versorgungs-GmbH (AVG).

Kundenzufriedenheit, Produktqualität, Arbeits sicherheit

und Umweltschutz stehen bei DS Smith an erster Stelle.

DS Smith Paper Deutschland GmbH

Weichertstraße 7, 63741 Aschaffenburg

Tel. 06021 400-0

www.dssmith.com/paper

Exkursion Sappi Stockstadt GmbH

Abfahrt Samstag, 21. Oktober 2017 14:00 Uhr

Die Sappi Stockstadt GmbH ist eine Papier- und Zellstofffabrik

und wurde 1898 gegründet. Die Gesellschaft gehört

seit dem 1.1.2009 zum südafrikanischen Sappi-Konzern.

Sappi Stockstadt produziert gestrichene sowie ungestrichene

Feinpapiere für den hochwertigen Bilderdruck auf

zwei Papiermaschinen und einer Offline-Streichmaschine.

Die heutige Produktionskapazität liegt bei 450.000 t

Papier und 160.000 t Zellstoff.

Sappi Stockstadt ist ein integriertes Werk mit eigener

Zellstofffabrik, eigenem Kraftwerk und eigener Abwasserbehandlungsanlage.

Hauptabsatzmärkte sind Deutschland,

Frankreich, Italien, Großbritannien.

Wir sind zertifiziert nach:

π DIN EN ISO 9001:2000 (Qualitätsmanagementsystem)

π DIN EN ISO 14001:2004 (Umweltmanagementsystem)

π DIN EN ISO 50001:2011 (Energiemanagementsystem)

π PEFC (nachhaltige Forstbewirtschaftung),

π FSC (nachhaltige Forstbewirtschaftung),

π OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz -

management ) sowie

π EMAS (Umweltbetriebsprüfung) und

π AEO-F (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter –

Zollrechtliche Erleichterungen/Sicherheit)

Sappi Europe SA ist der führende europäische Hersteller

von gestrichenem Feinpapier, das für Premiummagazine,

Kataloge, Bücher und High-End-Druckwerbung verwendet

wird. Die europäische Zentrale des Unternehmens liegt

in Brüssel, Belgien. Sappi Europe ist bekannt für Innovation

und Qualität.

Sappi Europe SA ist eine Division von Sappi Limited (JSE),

einem globalen Unternehmen mit Zentrale in Johannesburg,

Südafrika, mit über 12.000 Mitarbeitern und Produktionsstätten

auf drei Kontinenten in sieben Ländern,

Verkaufsbüros in 50 Ländern und Kunden in mehr als

100 Ländern weltweit.

Weitere Informationen unter www.sappi.com.


Unsere Bronze-Sponsoren

Bogner Gottschalk Heine

Unternehmensberater GmbH

Emtec Electronic GmbH

Fleuchaus & Gallo Partnerschaft mbB

Patent- und Rechtsanwälte

Gebr. Bellmer GmbH Maschinenfabrik

Glatfelter Dresden GmbH

Glatfelter Gernsbach GmbH

Hamburger Rieger GmbH

Huntsman P&A Wasserchemie GmbH

IMERYS Minerals GmbH

Kadant Johnson Deutschland GmbH

Kapp-Chemie GmbH & Co. KG

Körting Hannover AG

LEIPA Georg Leinfelder GmbH

M Consult GmbH

PAMA paper machinery GmbH

Papierfabrik Adolf Jass GmbH & Co. KG

Papierfabrik August Koehler SE

Papierfabrik Louisenthal GmbH

Pöyry Deutschland GmbH

Schönfelder Papierfabrik GmbH

Schumacher Packaging GmbH

Simto Consulting Sarl


Informationen

Herr Prof. Dr. Stephan Kleemann

Frau Prof. Dr. Helga Zollner-Croll

Hochschule München, Fakultät 05, Lothstraße 34

80335 München, www.pp.hm.edu

Hochschule München

Internationales Studium

im Herzen von München

Die Hochschule München bietet verschiedene

Studienmöglichkeiten: den klassischen Bachelor

Studiengang Papier- und Verpackungstechnik, das

duale Studium Papiertechnik zusammen mit einer

Berufsausbildung zum Papiertechnologen, den internationalen,

englischsprachigen Master Studiengang

Paper Technology, den deutsch sprachigen Master

Studiengang Verpackungstechnik und zum Schluss

die Möglichkeit zur Promotion.

Die Hochschule München

in Zahlen

Die Hochschule München ist Bayerns größte Hochschule

für angewandte Wissenschaften und die zweitgrößte

Deutschlands. In 14 Fakultäten bietet sie ein weites

Spektrum an möglichen Vorlesungen und Aktivitäten

und ist der konsequenten Ausrichtung auf die Praxis

verpflichtet – in der Lehre und in der Forschung. Zurzeit

gibt es an der Hochschule insgesamt 85 Bachelor- und

Masterstudiengänge. Neben traditionsreichen Studiengängen

bietet die Hochschule München auch eine Reihe

einzigartiger, auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden

Gesellschaft neu zugeschnittener Studiengänge. Auch

für Berufstätige gibt es ein wachsendes Angebot an

Weiterbildungs- und flexiblen Studienmöglichkeiten.

Rund 475 ProfessorInnen unterstützt von 750 Lehr -

beauftragten bilden an der Hochschule München 18.000

Studierende aus. 515 MitarbeiterInnen in der Verwaltung

helfen bei den Ablaufprozessen rund um das Studium.

140 wissenschaftliche MitarbeiterInnen runden zusammen

mit 99 DoktorandInnen den Bereich Forschung ab.

Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde in den

vergangenen Jahren weiter ausgebaut. In über 180 Laboren

werden fachliche Kompetenzen in Competence Centern

und Forschungsschwerpunkten gebündelt. Des Weiteren

wird intensive Forschung an acht An-Instituten der

Hochschule München betrieben. Ein An-Institut, das

Institut für Verfahrenstechnik Papier e.V., ermöglicht

durch diverse Forschungsarbeiten die Kompetenzerweiterung

für Papiertechnik-Studierende sowohl aus dem

Bachelor also auch aus dem Master Studiengang.

Bachelor Studiengang

Papier- und

Verpackungstechnik

Das 7-semestrige Bachelorstudium Papier- und Verpackungstechnik

(B.Eng.) wird in Deutschland nur an

dieser Hochschule angeboten, wodurch sich eine über

ganz Deutschland und auch angrenzende Länder verteilte

Studentenschaft ergibt. Auch altersmäßig ist stets eine

interessante Bandbreite festzustellen, da manche Studierende

direkt nach der Schule, andere wiederum erst nach

abgeschlossener Lehre, das Studium beginnen. Alles in

allem führt dies zu bunt gemischten Semestern von

normalerweise circa 80 StudienanfängerInnen.

Das Bachelor Studium beginnt immer zum Winter -

semester, d. h. zum 1. Oktober des Jahres. Mit einer

Regelstudienzeit von 7 Semestern ist es ein sehr

kompaktes Studium. Die Studienordnung legt pro

Semester eine sogenannte Arbeitsbelastung von

30 ECTS Punkten fest. Dies umfasst wöchentlich


Hochschule München

24–30 Unterrichtsstunden und die Vor- und Nachbearbeitung

von Lehrveranstaltungen, Bearbeiten von

Übungs aufgaben, das Erstellen von Praktikumsberichten

oder die Erstellung von Referaten oder Studienarbeiten.

Eine Besonderheit ist das 18-wöchige Praxissemester in

der Papierindustrie. Diese Praxiserfahrung ist ausgesprochen

lehrreich und hilft aufgrund der guten Bezahlung

auch bei der Finanzierung des gesamten Studiums.

Viele Studierende verbringen das Praxissemester in

interessanten Firmen sowohl im europäischen Ausland

als auch in Nord- und Südamerika oder in Australien.

Mindestens einmal pro Semester findet eine Exkursion

zu diversen Papierfabriken statt. Das Highlight ist hierbei

sicher die 8-tägige Abschlussexkursion am Studienende,

oft auch im europäischen Ausland. Eine große

praktische Hilfe ist die nur von „unseren“ Studierenden

betriebene Studentenvereinigung „Aktivitas“, welche die

Studierenden finanziell unterstützt und Vorträge, Reisen

und viele studentische Ereignisse organisiert.

Das duale Bachelorstudium

an der Hochschule München

Die Hochschule München bietet in Kooperation mit der

Initiative Hochschule Dual und zahlreichen Partner -

unternehmen eine Vielzahl von dualen Studienmöglichkeiten

an. Der Bachelor Studiengang Papiertechnik wird

als Verbundstudium, also in Kombination mit einer

Berufsausbildung, angeboten. Die Vorteile dieses dualen

Studiums liegen in der engen Verzahnung von Wissenschaft

und Praxis. Die Studierenden können das an der

Hochschule München erworbene Wissen unmittelbar im

Berufsleben einsetzen bzw. in der Arbeitswelt erfahrene

Vorgänge in Vorlesungen und Seminaren vertiefen.

Für die Papierindustrie ist deshalb sicherlich das Duale

Bachelorstudium interessant. So können sich die Unternehmen

frühzeitig hochqualifizierte, leistungsmotivierte

Nachwuchskräfte sichern, die fundiertes praktisches und

akademisches Wissen gewinnbringend für das jeweilige

Unternehmen einsetzen. In nur 4,5 Jahren werden die

jungen Leute dual ausgebildet, d. h. sie bekommen sowohl

den gewerblichen Abschluss als Papiertechnologe/in mit

einer IHK Abschlussprüfung als auch den akademischen

Abschluss zum Ingenieur/in für Papiertechnik.

Darüber hinaus gibt es zwei akkreditierte Masterstudiengänge

(konsekutiv und weiterbildend) zum Master of

Engineering in Paper Technology sowie den deutsch -

sprachigen Masterstudiengang Verpackungstechnik.

Internationaler

Master Studiengang

Paper Technology

Studierende aus dem In- und Ausland stellen sich der

Herausforderung des englischsprachigen Master Studien -

ganges „Paper Technology“ an der Hochschule München.

Momentan sind im englischsprachigen Master Studiengang

ca. 35 Studierende aus 15 verschiedenen Ländern

immatrikuliert.

Das internationale Masterstudium (Master of Engineering)

bereitet die Absolventinnen und Absolventen auf

anspruchs volle Tätigkeiten und einen schnellen Einstieg

in Führungspositionen in der weltweit stark vernetzten

Papierindustrie vor.

Besonders befähigten Studierenden eröffnet das Masterstudium

die Möglichkeit, ihre vorhandenen Kenntnisse

und Qualifikationen im internationalen Rahmen auszubauen.

Wer bereits auf einem Hochschulstudium im

Bereich Papier aufbaut, kann das Masterstudium in

3 Semestern konsekutiv und gebührenfrei absolvieren.

Interessenten/innen, die sich ausgehend von einem

anderen Hochschulstudium spezifisch weiterbilden

wollen, haben die Möglichkeit, das 4 Semester dauernde

kostenpflichtige Weiterbildungsstudium zu wählen.

Der Beginn im Masterstudium wird in jedem Semester

ermöglicht und ist sowohl als Vollzeit- als auch als Teilzeitstudiengang

zu bewältigen. Wie international üblich, sind

für den Masterabschluss insgesamt 300 anrechenbare

Kreditpunkte erforderlich. Die englischsprachigen Lehrveranstaltungen

befähigen ausländische Studierende zum

Studium in Deutschland und erhöhen bei deutschsprach -

igen Studierenden die internationale Sprach kompetenz.

Die angebotenen Fächer sind sowohl wissenschaftlich ausgerichtet

als auch mit starkem Praxisbezug versehen.

Neben einer Vertiefung der fach lichen Kenntnisse werden

dabei auch darüber hinaus gehende wichtige Qualifika -

tionen wie Sozialkompetenz, Teamarbeit und Kooperationsbereitschaft

sowie Kommunikationsfähigkeit gefördert.

Seit dem WS 2011/2012 bietet die Hochschule München

den Masterstudiengang Verpackungstechnik an. Der

Masterstudiengang „Verpackungstechnik“ richtet sich an

besonders qualifizierte Absolventinnen und Absolventen

der Bachelor-Verpackungsstudiengänge und aus thematisch

verwandten Studienrichtungen wie Drucktechnik,

Ernährungswissenschaften, Chemie. Die Masteraus -

bildung zielt darauf ab, dass die Masterabsolventen in

einem Betrieb besonders schnell Aufgaben in der Produktentwicklung

und Anwendungstechnik übernehmen

können und für spätere Leitungs- und Management -

aufgaben vorbereitet sind.

Insgesamt gibt es an der Hochschule München mit dem

Studiengang Papier- und Verpackungstechnik ein hochinteressantes

Spektrum von Studienmöglichkeiten im

Bereich der biobasierten Fasermaterialien mit stark

internationaler Ausrichtung und Betonung der künftigen

Managementfähigkeiten.

Möglichkeiten

zur Promotion

Der Abschluss „Master of Engineering“ ermöglicht den

Studierenden den direkten Zugang zur Promotion.

In der Studienrichtung „Papiertechnik“ gibt es aktuell

3 Promotionen unter der Mitbetreuung von Herrn Prof.

Gliese, Herrn Prof. Kleemann und Frau Prof. Zollner-

Croll. Herr Michael Jocher schreibt eine Promotion zum

Thema „Neuartige Polymeradditive als funktionale

Nassfestmittel“ in Kooperation mit Prof. Biesalski, TU

Darmstadt. Herr Jörg Padberg promoviert zum Thema

„Mineralienhaltige Barrierematerialien“ in Zusammen -

arbeit mit Prof. Bauer an der TU Graz und Herr Sachin

Badakh (M. Eng.) über „Enzymatic Treatment of Cellulose

Fibers“ in Kooperation mit Frau Prof. Laborie an der

Universität Freiburg.


Hochschule München

INFOR Projekt 192 – Energetische Optimierung

der Herstellung von mikrofibrillierter Cellulose

durch enzymatische Vorbehandlung

MFC bei etwa 3% Feststoffgehalt

Die Materialklasse der Nanocellulosen genießt

seit Mitte der 90er Jahre ein weltweit wachsendes

Interesse und befindet sich an der Schwelle einer

kommerziellen Nutzung.

Mikrofibrillierte Cellulose (MFC) ist im Gegensatz zur

nanofibrillierten Cellulose oder nanokristallinen Cellulose

ein in dieser Materialklasse eher grobes Material, welches

nichtsdestotrotz interessante Eigenschaften aufweist.

Hierzu gehören beispielsweise das Potential zur Steigerung

der Festigkeiten von Papier und Karton sowie die

Ausbildung von Barrieren gegen Gase oder Öle/Fette.

Eine nach wie vor große Hürde bei der kommerziellen

Verwendung von Nanocellulose ist jedoch der hohe

Energiebedarf für deren Herstellung und die damit

verbundenen hohen Kosten.

Im Rahmen des INFOR-Projektes soll die Herstellung

von MFC unter Verwendung von Enzymen energetisch

optimiert und außerdem eigenes Know-how auf diesem

Gebiet generiert werden, nachdem sich bisherige

Forschungsaktivitäten hauptsächlich in Finnland,

Schweden, Frankreich, Kanada, den USA und Japan

konzentrieren. Der Fokus liegt hierbei auf eher gröberen

MFC-Qualitäten, weswegen eigens für dieses Projekt ein

Supermasscolloider der Firma Masuko angeschafft

wurde. Das Gerät kann im Gegensatz zu vielen anderen

bekannten Aggregaten bereits mit gewöhnlichem Zellstoff

arbeiten und bedarf keiner Vorzerkleinerung der

Fasern durch zusätzliche Aggregate.

Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt: die Beschaffung

und Inbetriebnahme des Supermasscolloiders, die energetische

Optimierung der MFC-Herstellung und die

Evaluierung der hergestellten MFC im Hinblick auf

verschiedene Anwendungen im Umfeld der Papier -

industrie. Durchgeführt wurde das Vorhaben im Wesentlichen

von Beate Maur im Rahmen einer Bachelorarbeit.

Um die Forschungsaktivitäten mit den Bedürfnissen der

Industrie abzustimmen, sind die Metsä Group, SCA,

Glatfelter, Sappi, DS Smith sowie die PTS ebenfalls in

das Projekt involviert. Erste Zwischenergebnisse zeigen

eine Reduzierung des Energiebedarfs um 50 %, welche

jedoch auch vom verwendeten Faserstoff abhängt.

Jörg Padberg

Beate Maur

Der für die Herstellung von MFC verwendete Supermasscolloider (links)


Industrieprojekt – Untersuchung der Faserweichheit

Hochschule München

Marcel Prinz bei einer Messung mit dem Tissue Softness Analyzer der Firma emtec electronic GmbH

Die Weichheit ist eine der wichtigsten Eigenschaften

von Hygienepapieren. Sie beeinflusst die Kauf -

entscheidung von Kunden maßgeblich. Aber was

genau versteht man unter Weichheit? Wie kann eine

subjektive Empfindung objektiv gemessen werden?

Und wo muss angesetzt werden um Erzeugnisse

„weicher“ zu machen?

Diese Fragen sollen im Rahmen eines gemeinsamen

Forschungsprojekts zwischen der Hochschule für angewandte

Wissenschaften München, Mercer Pulp und

emtec Electronic GmbH beantwortet werden. Unter

kontrollierten Laborbedingungen sollen dabei Erkenntnisse

über Messmethodik und Einflussfaktoren gewonnen

werden. Dabei werden bekannte Phänomene wie

der Einfluss der Festigkeit oder die Auswirkung der

Mahlung nachgewiesen und bewertet.

Der Masterstudent Marcel Prinz wird zu diesem Zweck

von Prof. Dr. Helga Zollner-Croll (Hochschule München)

betreut und von den Projektpartnern Gieselher Grüner

und Diana Ohndorf (emtec Electronics GmbH) sowie

Dr. Frank Melzer (Mercer Pulp) tatkräftig unterstützt. Die

gewonnenen Ergebnisse sollen dann in Folgeprojekten

vertieft und genutzt werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt

verlief die bereits drei Monate andauernde Zusammen -

arbeit innerhalb der Projektgruppe überaus positiv.

Einige interessante Ergebnisse konnten aufgenommen

und diskutiert werden. Vor allem der wertvolle Input von

verschiedenen Partnern aus der Papierindustrie befruchtet

die Arbeit sehr.

Mit diesem Projekt soll es gelingen, das Phänomen

Weichheit besser zu verstehen und in Zukunft Potentiale

besser nutzbar zu machen. Nun bleibt abzuwarten,

welche Ergebnisse bei diesem vielversprechenden

Thema auftreten und wie sich diese auf zukünftige

Entwicklungen auswirken werden.

Marcel Prinz


Hochschule München

Neue Messverfahren an der Hochschule München

Infinite Focus G4 Topographiemessgerät von Alicona

Das Topographiemessgerät von Alicona funktioniert

prinzipiell wie ein Auflichtmikroskop, wobei das

System mit einem sensiblen xyz-Tisch verbunden ist,

sodass dreidimensionale Bilder erzeugt werden

können.

Die Bilder spiegeln auf diese Weise die Papier- oder

Kunststoffoberfläche wieder. Der Vorteil liegt zum einem

in der Echtfarbendarstellung und zum anderen in einer

Vielzahl an Analysemöglichkeiten der Papieroberfläche.

Bei der Flächenanalyse ist vor allem die Oberflächenrauhigkeit

ein häufig verwendeter Parameter. Das System

kann automatisch beliebig viele Messungen selbständig

durchführen und auch die Analyse der Kennwerte automatisch

berechnen, was sehr viel Zeit spart. Sehr gut

geeignet ist es auch für die Bemaßung einer Oberfläche,

die mit der Profilanalyse durchgeführt wird. So lassen

sich beispielsweise Krater, Rillen oder Prägestellen µm

genau analysieren. Neben der 3D-Analyse lassen sich

sehr schnell einfache Fotos einer Probe erzeugen oder

man kann die Probe in z-Richtung betrachten, um

beispielsweise einen Falzbruch darzustellen.

Michael Janiczek

Networking an der Hochschule München

Ein wichtiger Aspekt des Studiums ist der Aufbau

des eigenen Netzwerkes in der Papierindustrie.

Dies wird unter anderem durch viele Exkursionen

während des Studiums gefördert.

Neben den Besichtigungen von Papier- und Zellstoff -

werken findet ein regelmäßiger Besuch der im Master

Studierenden von Fachvorträgen bei der Firma Voith in

Heidenheim und in Ravensburg als Teil des Ausbildungsprogramms

statt. Praktische Erfahrungen an

Pilotanlagen werden im Sommersemester an der TU

Darmstadt intensiviert. Dort lernen und üben die im

Master Studierenden im Rahmen der Vorlesung Board

and Paper Technology I in den Bereichen Stoff -

aufbereitung, Fasermahlung, Sortierung und Flotation.

Auch der Austausch mit den bayrischen Papierverbänden

wird intensiv gefördert. So luden diese am 27. Juni 2017

bereits zum dritten Mal in den Garten ihres Verbandshauses

in München zum Grillen ein. In zwangloser

Runde haben die Studenten hier die Gelegenheit, sich

über die Branche zu informieren und Kontakte zu Firmen

zu knüpfen. Auch 2017 waren die Teilnehmer eine bunte

Mischung aus Verbandsmitgliedern, Studierenden,

Professoren und Industrievertretern.

Des Weiteren bietet die Hochschule München in regelmäßigen

Abständen den sogenannten Papiertechniktag

für Personalabteilungen an, zu dem alle Papierunternehmen

im deutschsprachigen Raum eingeladen sind. Bei

Topographie eines mittels Curtain Coater gestrichenen Papieres. Gut zu

erkennen sind die Defekte durch eine schlecht entlüftete Streichfarbe (links

oben). Papierfalz im Querschnitt (links)

dieser Gelegenheit können sich vor allem die Personal -

leiter der Papierindustrie über die Studienmöglichkeiten

an der Hochschule München informieren und die Ausbildungsstätte

sowie die Labore und die Versuchspapiermaschine

besichtigen. Im Jahr 2016 nahmen 9 Firmen

die Gelegenheit wahr und präsentierten im Gegenzug

auch ihr Unternehmen den anwesenden Studierenden.

Der nächste Termin für einen solchen Personaler-Tag

ist der 18. Oktober 2017. Bei dieser Veranstaltung findet

zum ersten Mal ein Speed-Dating statt, bei dem sich

Studierende mit den Personalleitern der Papierfabriken

über die Arbeitsmöglichkeiten in den verschiedenen

Unternehmen informieren können.

Eine weitere Gelegenheit für Studierende, mit Unter -

nehmen in Kontakt zu treten, bieten die regelmäßig von

der Aktivitas organisierten Abendvorträge an der Hochschule

München. Diese Vorträge werden von den Unternehmen

auch gerne zur Vorstellung ihres typischen

Aufgabengebietes genutzt und sind eine gelungene

Ergänzung der Vorlesungsinhalte, da sie den Studierenden

mögliche Anwendungen des Erlernten sowie potentielle

Jobprofile aufzeigen. Zu Besuch waren im letzten Jahr

Voith, Hamburger Rieger, BGH Consulting, Kurita, BTG,

der Verein Zellcheming, Servophil, Neenah Gessner,

Savcor, Smurfit Kappa, CPS, Heimbach und Valmet.

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Unternehmen

für ihren Besuch.

Prof. Dr. Helga Zollner-Croll | Jörg Padberg


SIEMENS Exkursion 2017

– Master Papiertechnik

Hochschule München

Wie schon in den Jahren davor wurde auch 2017 die

Vorlesung „Automation“ im Masterstudiengang der

Hochschule München durch eine Exkursion aufge -

lockert. Am 18. und 19. Mai ging es für den Kurs von

Herrn Dr. Tobias Kleemann zum Siemens-Standort

in Erlangen. Schwerpunkt der Exkursion war das

Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7.

In Erlangen angekommen wurden wir zunächst von

Herrn Dr. Hermann Schwarz durch die Endmontage der

Steuerungstechnik geführt. Besonders beeindruckend

war die Tatsache, dass mittlerweile nahezu die komplette

Montage von Robotern durchgeführt wird. Die Mitarbeiter

sind nur noch für die Wartung und teilweise für die

Logistik zuständig. Eine besonders hervorzuhebende

Station der Werksbesichtigung ist die interne Produkttestabteilung.

Hier werden Stichproben einem Belastungs -

test unterzogen, um sicherzustellen, dass die Bauteile

auch unter extremen Bedingungen in der Praxis über

Jahre ihren Dienst verrichten können.

Bei einer anschließenden Einladung zum Mittagessen

hatten wir die Gelegenheit, mit einigen Mitarbeitern des

Siemens Fiber-Departments über deren Erfahrungen in

der internationalen Papierindustrie zu diskutieren. Nach

einer Firmenvorstellung durch Herrn Jürgen Mielke

konnten wir im Rahmen eines PCS 7 Workshops mit

Herrn Joao Fernandes unser bereits in der Vorlesung

erlangtes theoretisches Wissen anwenden. Mit Hilfe

einer Simulationssoftware erstellten wir unter Anleitung

eigene Regelkreise und konnten dabei selbst entscheiden,

welchen Reglertyp wir einsetzen. Am Ende der Übungszeit

hatten wir die Möglichkeit, unsere selbstgebauten

Regelungspläne zu simulieren. Hierbei war es sehr faszinierend

zu sehen, was hinter einer noch so einfachen

Regelung steht und wie diese funktioniert. Bei einem

gemeinsamen Abendessen ließen wir schließlich den

ersten Tag ausklingen.

Am zweiten Tag unserer Exkursion lernten wir mehr

über die Hintergründe von PCS 7. In einem anschließenden

„Hands-on Training“ hatten wir die Gelegenheit,

mit verschiedenen Parametern eines Regelkreises aus

Vorratsbehälter, Pumpe und Ventil zu experimentieren.

Das Beobachten der entsprechenden Auswirkungen

machte die Thematik sehr anschaulich.

Nach einer weiteren Einladung zum Mittagessen setzten

wir unser Training fort und lernten weitere Funktionen

der Software kennen. Zum Abschluss des Trainings

hatten wir noch die Gelegenheit, eine Pilotmaschine zu

fahren. Den Abschluss des zweiten Exkursionstages

bildete dann ein Einblick von Herrn Wolf-Martin Rasenack

in die SiPaper Drives, also das Antriebssystem einer

Papiermaschine und die damit verbundenen technischen

Herausforderungen.

Adrian Honig | Christoph Kümpel


Hochschule München

Düren-Exkursion der Münchner Studierenden

Gemäß dem Motto „Nichts entwickelt die Intelligenz

wie das Reisen“ (Émile Zola, französischer Schriftsteller)

begaben sich die Studierenden der Papierund

Verpackungstechnik vom 7. bis 10. Juni 2017

auf die alle 2 Jahre stattfindende Düren-Exkursion.

Die 27 Studierenden aus den Bachelorsemestern

2, 4, 6 sowie einige aus dem Masterstudiengang

erwarteten zahlreiche Werksbesichtigungen und

wertvolle neue Kontakte.

UPM Hürth

Unser erster Halt war bei UPM in Hürth. Dort wurde

die Gruppe von Guido Clemens in Empfang genommen.

Herr Clemens stellte sich und sein Unternehmen mit

einer ausführlichen Präsentation vor.

Das Werk wurde 2002 gebaut und gehört seit 2011 zur

UPM Gruppe. Der Standort stellt mit 125 Mitarbeitern

auf einer Papiermaschine mit 8,1 m Arbeitsbreite

310.000 Jahrestonnen Zeitungsdruckpapier aus 100 %

Altpapier her – und das bei Grammaturen zwischen

40 und 55 g/m². Dabei hält die Papiermaschine fünf

Weltrekorde, unter anderem den der schnellsten Papierherstellung

über 32 Stunden mit Zeitungsdruckpapier.

Neben den technischen Aspekten wurde zudem auf die

Vor- und Nachteile der Region und umliegenden Firmen,

den kontinuierlichen Optimierungsprozess und die

Zukunft des Werkes im Kontext der sehr angespannten

Marktsituation eingegangen. Bei einer abschließenden

Werksführung durch Rohstoffaufbewahrung, Stoffauf -

bereitung, Papiermaschine und Ausrüstung konnte die

Gruppe viele interessante Eindrücke gewinnen.

Christian Klar

Metsä Tissue in Kreuzau

Die nächste Station der Exkursion führte die Gruppe zu

Metsä Tissue nach Kreuzau. Empfangen wurde sie hier

von Produktionsleiter Jürgen Klenk und Teamleiter

Michael Westhofen. Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung

und einem kurzen Überblick über das

finnische Unternehmen Metsä folgte eine Präsentation

über den Standort Kreuzau, in deren Anschluss die

Werksbesichtigung stattfand. Ein besonderes Highlight

waren hier die Tissue-Maschinen, die sich mit ihren

riesigen Yankee Zylindern stark von anderen Papier -

maschinen unterscheiden. Sehr interessant war auch der

Weiterverarbeitungsprozess von der Mutterrolle bis zu

den fertig abgepackten Hygieneprodukten. Mit vielen

neuen Informationen und aufregenden Einblicken ging

es für die Studierenden mit dem Bus zurück in die

Unterkunft nach Düren.

Valentin Mayrhofer

Johann Schulte

An der Unterkunft wartete bereits Johann Schulte auf die

Gruppe, um vor einem gemeinsamen Abendessen einen

kurzen Einblick in seine Tätigkeit zu geben. Johann

Schulte befasst sich vor allem mit Online-Messmethoden

und Optimierungen im Bereich der Kreislaufwässer. Besondere

Aufmerksamkeit legt er dabei auf die Steuerung

der Wasserhärte. Hier sieht der ehemalige Münchener

Papiertechnik-Absolvent weitreichendes Optimierungspotential

innerhalb der Papierindustrie. Auch ein paar

erfolgreiche Projekte konnte Herr Schulte bei dieser

Gelegenheit den Studenten vorstellen. Nach der interessanten

Präsentation und dem Abendessen ließ man den

Abend gemeinsam auf der Bowlingbahn ausklingen.

Valentin Mayrhofer

Niederauer Mühle

Am nächsten Morgen stand ein Besuch der Papierfabrik

Niederauer Mühle auf dem Programm. Der Familien -

betrieb steht seit 1984 unter der Leitung der Familie

Autenrieb. Am Standort in Kreuzau werden Wellpappenrohpapiere

hergestellt. 1999 war die Niederauer Mühle

der erste altpapierverarbeitende Betrieb, in dem in großem

Stil Getränkekartons als Rohstoff verwertet wurden.


Dabei werden die gewonnenen Fasern in der Papierproduktion

eingesetzt, während die Polyethylen-Bestandteile

und das Aluminium ausgeschleust und zur weiteren

Verwertung weitergegeben werden.

Nach einer Begrüßung durch Familienoberhaupt Holger

Autenrieb gab es eine ausführliche und interessante

Werkspräsentation vom Assistent der Geschäftsleitung

Roman Knorr. Er führte uns im Anschluss, zusammen

mit Werksleiter Peter Czoski, durch den Betrieb. Die

ganze Gruppe konnte hier neue Erfahrungen sammeln

und tolle Einblicke in einzelne Aggregate, besonders in

der Stoffaufbereitung gewinnen. Bei einem gemeinsamen

Mittagessen mit den drei Beteiligten der Niederauer

Mühle wurden letzte Fragen geklärt, ehe sich die Gruppe

zur nächsten Station aufmachte.

Arne Schaper

Schoellershammer

Bei Schoellershammer wurde die Gruppe von Torsten

Käsler bereits erwartet. Das im Jahre 1784 gegründete

Unternehmen gehört mit seinen weit über 230 Jahren

Firmengeschichte zu den ältesten Produzenten in der

Branche. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für

seine qualitativ hochwertigen Transparent- und Künstlerpapiere.

In dieser Sparte ging Schoellershammer lange

Zeit als Marktführer voran. Doch wie viele Produzenten

im grafischen Bereich der Papierindustrie hat sich das

Unternehmen entschieden, den Fokus auf andere

Bereiche zu legen. So produziert das Unternehmen nun

ausschließlich Wellpappenrohpapiere und Testliner. Im

Zuge dessen wurde Ende letzten Jahres die neue PM6

in Betrieb genommen, welche sich die Studierenden

der Hochschule München als erste Studentengruppe

ansehen durften.

Die Führung begann an den alten Papiermaschinen für

Transparentpapiere, welche schon stillgelegt, verkauft

und zum Teil sogar schon abgebaut waren. Für viele

Studenten war dies ein Highlight, da an den stillgelegten

Maschinen eine ausgiebige Begehung möglich war.

Danach folgte eine Präsentation, welche das Unternehmen

den Studenten genauer vorstellte. Hauptpunkt dieser

Präsentation war der Neubau der PM6, welche die

Produktionskapazität des Werkes sowie den Umsatz des

Unternehmens verdoppeln soll. Zu diesem Zweck wurden

ca. 100 Mio Euro in Papiermaschine und Stoffaufbereitung

sowie ca. 10 Mio Euro in eine Erweiterung der bestehenden

Kläranlage investiert. Als Ergebnis entstand eine hochmoderne

Anlage, die vor allem durch ihre hocheffiziente

Wärmenutzung glänzen kann. Als weitere Besonderheit

fiel auf, dass man in der Schaltwarte nahezu nichts von

der laufenden Maschine mitbekam. Dies wurde durch

eine Entkopplung des Fundaments der Maschine von

dem eigentlichen Fundament der Halle erreicht. Danach

ging es für die Studierenden noch durch das vollautomatische

Rollenlager, an den Kläranlagen vorbei und in die

Kesselhäuser des Unternehmens. Dort konnte das

Innere des Kessels bei Betrieb beobachtet werden. Nach

einer abschließenden Fragerunde ging es dann für die

Studierenden zum gemeinsamen Abend zurück in den

Jägerhof.

Pascal Prinz

Voith Paper Düren

Am letzten Exkursionstag führte der Weg zu Voith Paper

in Düren. Empfangen wurden die Exkursionsteilnehmer

hier von Jörg Kirchhoff (Operations Manager Rolls),

Michael Fürst (Produktmanager Mechanical Roll Service)

und Thomas Kreutzkamp (Operations Manager Fabrics).

Nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte der Firma

Voith mit ihren drei Geschäftsbereichen Projects,

Products and Service sowie Rolls and Fabrics lag der

Fokus des Vormittags auf dem Geschäftszweig Voith

Paper Rolls. In diversen Vorträgen wurden hier Saug -

walzen, Voith HydroSeal, Biegeausgleichswalzen und

Trockenzylinder thematisiert. Auch das Thema Industrie

4.0 wurde in diesem Rahmen nicht ausgelassen. Die

genannten Themen boten viel Raum für Fragen und

Diskussionen, den die Studenten gerne nutzten. Im

Anschluss an die ausführlichen Vorträge folgte die

Werksbesichtigung im Bereich Rolls.

Nach einem Mittagessen übernahmen die Herren Kreuzkamp,

Breuer und Heinzer vom Bereich Voith Paper

Fabrics und stellten ihren Geschäftszweig vor. Zentrale

Punkte des Vortrages über die Herstellung von Press -

filzen waren unter anderem die Aufgaben von und

Anforderungen an Pressfilze, der prinzipielle Aufbau

und die Struktur sowie das verwendete Material. Auch

dieser Teil des Tages wurde wieder mit einer Besichtigung

des entsprechenden Produktionsbereiches abgeschlossen.

Daniel Müller

Nach diesen drei intensiven Exkursionstagen trat die

Gruppe am Folgetag den Rückweg nach München

an. Mit im Gepäck: viele neue Eindrücke und ein

starker Motivationsschub für das Studium und die

bevorstehenden Prüfungen.

Marcel Prinz

Hochschule München


Technische Universität Dresden

Auf dem Weg in die Naturstofftechnik

Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energie

nehmen in der heutigen und künftigen Gesellschaft

einen immer höheren Stellenwert ein.

Dabei hat Nachhaltigkeit in Sachsen eine über 300jährige

Tradition. Der Oberberghauptmann Hans Carl von

Carlowitz begründete 1713 mit seinem Werk den forstwirt -

schaftlichen Nachhaltigkeitsbegriff in Freiberg/Sachsen.

Dorthinein gliedert sich die Naturstofftechnik. Sie

be inhaltet die Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung

von nachwachsenden (regenerierbaren) Naturstoffen.

Nachhaltige Bioproduktion unter Einbeziehung aller

Produktionsphasen und verantwortungsvoller Umgang

mit der Biosphäre: Regenerationsfähigkeit und nach -

haltige Nutzung stehen an zentraler Stelle.

Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik ist die Ingenieur -

wissenschaft von der physikalischen, chemischen und

biologischen Stoffwandlung unter besonderer Beachtung

von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Sie nimmt

eine Schlüsselstellung bei der Entwicklung und Realisierung

innovativer ökonomischer und ökologischer

Prozesse und Produkte ein, wie auch in der Holz- und

Papiertechnik. Auf der Basis der verwendeten Rohstoffe

sind die Holz- und Papiertechnik der Biotechnologie

zuzuordnen, die selbst als eine interdisziplinäre Wissenschaft

verstanden wird, die sich mit der Nutzung von

Enzymen, Zellen und ganzen Organismen in technischen

Anwendungen beschäftigt.

Einzigartig in Deutschland ist die Kompetenz in der

gesamten Holzwertschöpfungskette, beginnend bei der

Erzeugung der forstlichen Biomasse über den Holzbau,

die Holzwerkstoffindustrie, die Zellstoff- und Papier -

industrie, das Recycling des verarbeiteten Holzes bis

hin zur energetischen Holznutzung gebündelt im Kompetenzzentrum

LignoSax, der auch die Professur für

Holztechnik und Faserwerkstofftechnik angehört.

Informationen

Technische Universität Dresden

Institut für Naturstofftechnik

Professur für Holztechnik

und Faserwerkstofftechnik

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ

01062 Dresden

Telefon: +49 (0)351 463 38101

E-Mail: andre.wagenfuehr@tu-dresden.de

www.tu-dresden/hft

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ

Prof. Dr. rer.nat. Frank Miletzky


Wissenschaftsstandort Dresden

Technische Universität Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden ist als Kunstund

Kulturstadt ebenso bekannt wie durch ihre faszinierende

Lage im oberen Elbtal. Hier sind seit langem

Wissenschaft und Bildung, Technik und industrieller

Fortschritt zu Hause.

Als eine der ältesten technischen Hochschulen Deutschlands

hat die Technische Universität Dresden (TUD)

traditionell großen Anteil an der Anziehungskraft des

Industrie- und Forschungsstandortes Dresden.

Dresden ist Deutschlands Stadt mit der größten

Forschungsdichte. Sowohl was die Anzahl des wissenschaftlichen

Personals als auch die der Forschungseinrichtungen

angeht, erreicht Dresden Spitzenwerte unter

den deutschen Großstädten: 46 Forschungseinrichtungen

sind lt. DFG-Erhebung in Dresden angesiedelt, darunter

12 Fraunhofer-Institute bzw. Applikationszentren, 3 Max-

Planck-Institute, 3 Leibniz-Institute sowie ein Helmholtz-

Center. Neben der TUD gibt es 5 weitere Hochschulen,

5 Fachhochschulen und 3 Berufsakademien sowie auch

außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (wie z. B.

IHD u. a.).

Die TUD ist seit 1994 eine Volluniversität mit 14 Fakul -

täten und umfasst als größte Universität Sachsens alle

Bereiche der Ingenieur-, Geistes-, Sozial- und Natur -

wissenschaften sowie der Medizin. Besonders heraushebenswerte

Disziplinen sind die Ingenieurwissenschaften

mit Schwerpunkten im Maschinenbau, der Verfahrenstechnik,

der Naturstofftechnik und dem Leichtbau.

Struktur des Instituts für Naturstofftechnik der Fakultät Maschinenwesen der

TU Dresden ab 2017

Gegenwärtig studieren hier mehr als 36.000 Studenten,

davon über 3.500 Ausländer aus etwa 100 Ländern.

Insgesamt über 7.700 Mitarbeiter (inkl. Medizin), darunter

über 530 Professoren und Dozenten, gewährleisten in

mehr als 100 Studienrichtungen günstige Studien- und

Forschungsbedingungen für die Studierenden. Seit 2012

ist die TU Dresden eine von 11 deutschen Exzellenz -

universitäten.

Am 01.07.2016 haben sich die Institute für Verarbeitungs -

maschinen und Mobile Arbeitsmaschinen, für Holz- und

Papiertechnik und für Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik

zum Institut für Naturstofftechnik (INT) an der

Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universität

Dresden zusammengeschlossen.

Im Institut bündeln sich Kompetenzen auf dem Gebiet

der Gewinnung, Verarbeitung und Veredlung von Naturstoffen

entlang der Wertschöpfungskette z. B. für

Lebensmittel, biotechnologische Produkte oder Holzund

Faserwerkstoffe im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Die vor kurzem gemeinsam mit dem Helmholtzzentrum

für Umweltforschung Leipzig (UFZ) erfolgte Etablierung

einer neuen Professur „Technologie produktiver Biofilme“

und die Ernennung des Vorstandes der Papiertechnischen

Stiftung zum Honorarprofessor für Papiertechnik stärken

das Institut für Naturstofftechnik inhaltlich weiter und

unterstreichen die Vernetzung in der Region. Damit

werden universitäre Ausbildung und Forschung mit

industrienaher Forschung und Entwicklung noch besser

verknüpft, wie sich dies auch in einer intensiven Beziehung

zur Außenstelle des Fraunhofer IVV für Verarbeitungsmaschinen

und Verpackungstechnik manifestiert.

Am neuen Institut forschen und lehren ca. 160 Mitarbeiter.

Diese werben jährlich ca. 6 Mio. Euro Drittmittel ein und

entlassen etwa 100 Diplomanden und 10 Doktorranden

in die Praxis. Zum Institutssprecher wurde Prof. Dr.

Thomas Herlitzius gewählt.

Die Mitarbeiter des Institutes für Naturstofftechnik sind

auf folgenden Handlungsfeldern aktiv:

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π

π

π

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Sicherung der weltweiten Ernährung,

Nachhaltige Gestaltung der Agrarproduktion,

Produktion gesunder und sicherer Lebensmittel,

Industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe,

Entwicklung von Energieträgern auf Basis von

Biomasse.


Technische Universität Dresden

Studium der

Verfahrenstechnik und

Naturstofftechnik –

eine sinnvolle Klammer

für die Papier technik

Interdisziplinarität ist ein wesentliches Merkmal im

Studiengang Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik,

der viele Berührungspunkte zu den Naturwissenschaften,

zum Anlagenbau sowie zur Mess- und Automatisierungs -

technik hat. Über die Teilgebiete Konstruktion und

Fertigungstechnik besteht eine enge Verbindung zum

Maschinenbau. Das Studium im Studiengang Verfahrens -

technik und Naturstofftechnik an der TU Dresden

verknüpft Theorie und Praxis, indem es die natur- und

ingenieurwissenschaftliche Grundlagenausbildung mit

der anwendungsorientierten Wissensvermittlung im

Rahmen umfangreicher Spezialisierungsmöglichkeiten

verbindet

Holztechnik

Die technische Nutzung des Rohstoffes Holz ist Gegenstand

der Holztechnik: Sowohl der anatomische und chemische

Aufbau wie auch die mechanisch-physikalischen

Eigenschaften sind dafür von grundlegender Bedeutung.

Vor allem die Möglichkeit der Verarbeitung des Rohstoffes

zu Halbwaren (z. B. Schnittholz, Holzwerkstoffe) und

Verbundwerkstoffe mit innovativen Papierwaben -

konstruktionen oder Endprodukten (z. B. Bauelemente)

stehen im Mittelpunkt der betrachteten Technologien.

Dazu gehören die notwendigen Maschinen und Anlagen

genauso wie z. B. Beschichtungsmittel oder Klebstoffe.

Faserwerkstofftechnik

Die Gewinnung, Modifizierung und Verarbeitung pflanzlicher

Fasern allgemein zu Naturfaser-Dämmstoffen,

Faser-Kunststoff-Verbunden bis hin zu Biocompositen

stehen hier im Fokus. Umweltverträglicher Leichtbau ist

dabei eine mögliche Anwendung.


Papiertechnik

Die Erzeugung und Aufbereitung von Papierfaserstoffen,

meist aus pflanzlichen Fasern, sowie die Erzeugung,

Veredlung und Verarbeitung von Papier, Karton und

Pappe beinhaltet die Papiertechnik. Dabei sind die Einsparung

von Energie und Material sowie die Entwicklung

von Verbunden (cellulosebasiert und auch aus Reststoffen

der Papierindustrie) wesentliche Forschungsaspekte für

ein auch in Zukunft nachhaltiges Material.

Studium

Die Studienrichtung „Holztechnik und Faserwerkstofftechnik“

bietet das einzige ingenieurtechnische Diplom-

Studium der Holzwissenschaften an einer deutschen

Universität und ist im o. g. Studiengang „Verfahrenstechnik

und Naturstofftechnik (VNT)“ integriert. Seit 2012 ist

die bisher separate Studienrichtung „Papiertechnik“

integraler Bestandteil der Studienrichtung.

Neben dem grundständigen Studiengang existiert ein

Diplom-Aufbaustudiengang VNT, der eine Fortsetzung

des Studiums in der Studienrichtung „Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik“ für Absolventen mit anerkannten

berufsqualifiziertem Hochschulabschluss (BA, FH, Uni)

Verfahrenstechnik (Holztechnik oder vergleichbar)

ermöglicht.

Die Inhalte des Grundfachstudiums sind fachüber -

greifend:

π

π

π

Physikalische Grundlagen der Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik

Chemische Grundlagen der Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik

Grundlagen der Holzanatomie

π Grundlagen der Holztechnik und Faserwerkstoff -

erzeugung

π

Grundlagen der Holztechnik und Faserwerkstoffverarbeitung

Anschließend werden sowohl holztechnische als auch

papiertechnische Vertiefungsmodule mit folgenden

Inhalten angeboten:

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π

Möbel- und Bauelementeentwicklung

Holzschutz

Holztrocknung und -modifikation

Praxis der Holztechnologie

Produktfertigung

Füge- und Beschichtungstechnik

Trenntechnik

Holzbau

Technisches Design

Design-Grundlagen

Fertigung von Faserverbundstrukturen

Kunststofftechnologien

Maschinen und Prozesse der Papierherstellung

Maschinen und Prozesse der Papierverarbeitung

Papierphysik und Papierprüfung

Papier- und Zellstoffchemie

Innovative naturfaserbasierte Produkte

Spezielle Prozess- und Regelungsstrategien der

Papiertechnik

Papierkreisläufe und Altpapieraufbereitung

Praxis steht Pate

Technische Universität Dresden

Die Vorteile des integrierten Studienganges liegen auf

der Hand: branchenübergreifende Vermittlung von

Kenntnissen, die sich aus den Stärken und Spezifika der

jeweiligen Bereiche ableiten; dadurch fachübergreifende

Methodik und stärkere Festigung der gemeinsamen

Grundlagen.


Technische Universität Dresden

Im Studienverlauf ergeben sich für die Studierenden

vielfältige Möglichkeiten, das gesamte holzbasierte

wirtschaftliche Umfeld kennen zu lernen und sich

praxis orientiert zu vertiefen. Dazu tragen neben einigen

Vertiefungsmodulen auch die gemeinsamen Exkursionen

zu Unternehmen und Einrichtungen sowohl der Holzund

Holzwerkstofftechnik als auch der Papierindustrie

sowie Praktika an der Papiertechnischen Stiftung (PTS)

in Heidenau bei.

Förderung

durch die Wirtschaft

Das vielseitige, praxisnahe Studium bietet tiefe Einblicke

in die Holz-, Holzwerkstoff-, Papier- und Zulieferindustrie,

weiterverarbeitende Industrien sowie in weitere

Branchen. Im fünfjährigen Studium werden neben den

naturwissenschaftlichen und verfahrenstechnischen

Kenntnissen auch interdisziplinäre Denkweisen vermittelt,

die für den späteren beruflichen Erfolg notwendig

sind.

Dabei zeichnet sich das Studium durch:

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π

Eine zielgerichtete Qualifikation für zukünftige

Nachwuchskräfte, z. B. durch geförderte Tagungsbesuche

und Einbindung in Netzwerke der Holzund

Papierindustrie

Eine international anerkannte Ausbildung

Hervorragende Möglichkeiten, während des

Stu diums Erfahrungen im Ausland zu sammeln

(entweder im Studium durch das Belegen

von Auslandssemestern und/oder während des

Praktikums)

Eine breite Unterstützung aus der Industrie sowie

den Verbänden (Vielzahl von Stipendien)

Frühzeitige Kontakte zu Industrieunternehmen

durch Exkursionen und Firmenpräsentationen

sowie

Keine Studiengebühren für das Erststudium an der

TU Dresden aus.


Studienvoraussetzungen

Folgende in Deutschland erworbene Hochschulzugangsberechtigungen

ermöglichen die Zulassung für ein

grundständiges Studium an der TU Dresden:

π

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π

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π

Die allgemeine Hochschulreife (Abitur).

Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt zum

Studium bestimmter Studiengänge.

Ein bereits in Deutschland erfolgreich abgeschlossenes

Hochschulstudium.

Der Abschluss einer bestimmten beruflichen

Aufstiegsfortbildung (z. B. Meisterabschluss) nach

einem Beratungsgespräch an der TU Dresden.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung und

mindestens dreijährige Berufserfahrung sowie

eine erfolgreich an der TU Dresden absolvierte

Zugangsprüfung.

Eine abgeschlossenen Berufsausbildung und ein

Studium von 2 Semestern an einer staatlichen oder

staatlich anerkannten Hochschule.

Nähere Informationen zu den Studienvoraussetzungen

sind unter https://tu-dresden.de/studium/organisation/

studienvoraussetzungen/stdv_grundstaendig nachzulesen.

Promotionen

Der Abschluss Diplomingenieur ermöglicht nach wie vor

den Anschluss einer Promotion zum Doktor-Ingenieur.

Im Juni 2016 wurden drei Promotionen abgeschlossen:

Frau Martina Härting beendete ihre Arbeit mit dem

Titel „Einfluss des Papiers auf die Bildwiedergabe im

Rollen- und Bogenoffsetdruck“. Das Thema der Arbeit

von Herrn Tobias Brenner lautete „Anwendung von

Ultraschall zur Verbesserung der Papierfestigkeit durch

Beeinflussung der Fasermorphologie“. Herr Tiemo

Arndt befasste sich in seiner Promotion mit der

„hydrodynamischen Kavitation zur Faserstoffbehandlung

in der Stoffaufbereitung der Papierherstellung“.

Auf dem papiertechnischen Gebiet beendet Uwe Müller

im Rahmen seiner Promotion die Arbeit an dem Thema

„Neue Ansätze für das Konzept Demand-Response unter

Verwendung papiersortenspezifischer Kennzahlen“.

Alexandra Hodes von der Hochschule Leipzig promoviert

zum Themas „Charakterisierung der Oberflächeneigenschaften

von Bedruckstoffen hinsichtlich der Verarbeitbar -

keit im Druck- und Verpackungsprozess mit spektro -

skopischen Methoden und dynamischen Penetrationsmessungen“

in Kooperation mit Prof. Lutz Engisch

(HTWK Leipzig).

Das Arbeitsthema der Promotion von René Kleinert

lautet „Elektronenstrahlvorbehandlung zur energie -

effizienten Gewinnung von biogenen Rohstoffen“.

Thomas Schrinner schreibt eine Promotion zum Thema

„Energetische Prozessoptimierung und nachhaltiger

Ressourceneinsatz in der Altpapierstoffaufbereitung.“

Weitere Arbeiten auf dem Gebiet der Papiertechnik

werden durch Prof. Frank Miletzky betreut.

Informationen

Technische Universität Dresden

Frau Anke Steinberg arbeitet an dem Thema „Entwicklung

einer verfahrenstechnischen Vorgehensweise zur

Funktionalisierung von Papieroberflächen am Beispiel

antimikrobieller Ausrüstung“. Frau Birgit Lutsch promoviert

zum Thema „Herstellung von Nanocompositen

aus Cellulose und präzipitiertem Calciumcarbonat zur

Festigkeitssteuerung in Papier“.

Herr Gerrit Roosen bearbeitet das Thema „Untersuchungen

zur Ursächlichkeit fingerrilliger Planlageabweichungen

in der Papierherstellung“. Frau Marie Kühne arbeitet auf

dem Gebiet des 3D-Umformens von Papier und Karton.

Auszeichnungen

von Studentenarbeiten

Die Bedeutung und auch Qualität der wissenschaftlichen

Arbeit auf dem Gebiet der Papiertechnik innerhalb der

TU Dresden wird deutlich an wichtigen Auszeichnungen

von Absolventen:

„Science Match" ist ein innovatives Veranstaltungsformat,

das Wissenschaft, Wirtschaft, Start-ups, Nachwuchskräfte,

Medien und gesellschaftliche Akteure über die

Zukunftsfragen eines Themas vernetzt. Frau Dipl.-Ing.

Birgit Lutsch wurde ausgewählt, auf dieser hochrangigen

Veranstaltung ihre Forschungsarbeit vorzustellen.

Ausgewählt wurde sie als eine der besten Absolventen

der Fakultät: für ihre Diplomarbeit wurde sie mit

der Enno Heidebroek Urkunde der TU Dresden aus -

gezeichnet. Sie ist derzeit an der Papiertechnischen

Stiftung in Heidenau als Projektleiterin tätig.

Dr.-Ing. Tiemo Arndt, Geschäftsbereichsleiter Fasern &

Composite an der PTS in Heidenau, ist auf dem Tag der

Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden am 17. Juni

2017 mit dem Förderpreis der Friedrich und Elisabeth

Boysen-Stiftung ausgezeichnet worden. Das ist eine der

höchsten Auszeichnungen für Absolventen der TU

Dresden. Sie wird jährlich an der Universität Stuttgart,

der Technischen Universität Dresden und am Karlsruher

Institut für Technologie für die jeweils beste Dissertation

vergeben.

Sie finden nähere Informationen auf der unserer

Homepage und der Homepage der TU Dresden.

http://tu-dresden.de/hft bzw. http://tu-dresden.de

Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen auch

persönlich an uns wenden.


Technische Universität Darmstadt

Papiertechnik und

biobasierte Faserwerkstoffe

Nachhaltig Zukunft sichern

– auf dem Weg

in eine Bio-Ökonomie

Künftig wird unsere Gesellschaft ihre Bedürfnisse

aus nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren

Energiequellen decken. Produkte werden rezyklierbar

und kompostierbar sein.

Die Zukunft der Papiertechnik nutzt die von der Natur

sehr hoch entwickelten Fasern aus Holz und Pflanzen

und liefert eine Vielzahl von Produkten für alltägliche

Anwendungen (Zeitschriften, Verpackungen, Filter,

Elektronikbauteile, usw.).

Deutschland ist weltweit führend auf dem Gebiet der

Papiertechnik, die Nummer eins in Europa bei der

Papierproduktion. Viele Weltmarktführer aus dem

Anlagen- und Maschinenbau und der chemischen

Industrie befinden sich hier. Diese Branchen machen

sich mit besten Voraussetzungen auf den Weg in die

Bio-Ökonomie und entwickeln Leichtbaulösungen für

Fahrzeuge und Mobilität auf Faserbasis, Werkstoffe für

intelligente Baumaterialien aus nachwachsenden

Rohstoffen, funktionale Lösungen für die medizinische

Diagnostik und vieles mehr. Diese interdisziplinäre

Branche freut sich auf kreativen Nachwuchs, der die

Zukunft gestalten möchte.

Inbetriebnahme unserer neuen Papiermaschine „Athene“


In ausgezeichnetem Umfeld

studieren

Technische Universität Darmstadt

Die Studiengänge im Fachbereich Maschinenbau

an der TU Darmstadt, zu denen auch der Master-

Studiengang Papiertechnik und biobasierte

Faserwerkstoffe gehört, zählen zu den besten in

Deutschland und wurden in den letzten Jahren

regelmäßig ausgezeichnet.

Sie sind z. B. stets unter den besten drei Studiengängen

in verschiedenen Rankings zu finden. Unerreicht sind

die äußerst hohen Erfolgsquoten im Fachbereich Maschinenbau.

Mindestens 80 Prozent der Studienanfänger

schaffen einen erfolgreichen Abschluss.

Wer diesen Studiengang absolviert hat, ist zu wissenschaftlich

ausgerichteter, selbstständiger Berufstätigkeit

auf dem gesamten Gebiet der Papierfabrikation, der

Entwicklung von Maschinen zur Herstellung und Veredlung

von Papier und der Drucktechnik befähigt. Für den

Masterstudiengang Papiertechnik und biobasierte Faserwerkstoffe

mit etwa fünf Studierenden pro Jahrgang ist

eine sehr persönliche Betreuung charakteristisch.

Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben! Die unter den

Oberbegriffen Advanced Design Project und Advanced

Research Project angebotenen Projektkurse bereiten auf

ingenieurtypisches Arbeiten in Teams vor und haben

den Anspruch eines gemeinsamen Forschens und

Lernens von Studierenden und Lehrenden. Dies wird

auch durch eine Vielzahl von Abschlussarbeiten und

HiWi-Jobs im Rahmen von aktuellen Forschungsprojekten

untermauert. So erfolgte beispielsweise die Inbetriebnahme

der Pilot-Papiermaschine Hand in Hand

zwischen studentischen Hilfskräften und wissenschaftlichen

Mitarbeitern des Fachgebietes. Vielfältige Veranstaltungen

außerhalb des Studiums, wie z. B. Firmenbesuche

und Exkursionen im In- und Ausland sind ebenfalls

wert voller Bestandteil des Studiums und ermöglichen

den Blick über den Tellerrand hinaus. Der Alumni-Verein

(APV Darmstadt) hat über 350 Mitglieder und bietet

eine tolle Möglichkeit, Kontakte in Industrie und Forschung

zu knüpfen.

Bei der APV Sommerexkursion im Mai 2017 besuchten wir die Papierfabriken

Scheufelen in Lenningen und Koehler in Kehl am Rhein. Die Exkursion klang

mit einer Stadtbesichtigung von Straßburg aus (2. von oben).

Die APV Wanderung (3. von oben) mit Sommerfest fand am 24. Juni statt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachgebiets (rechts)


Technische Universität Darmstadt

Interdisziplinärer Studiengang

mit breiter ingenieurwissenschaftlicher Basis

Voraussetzung für ein Studium im Masterprogramm

Papiertechnik und biobasierte Faserwerkstoffe ist ein

Bachelor-Abschluss in einer Natur- und Ingenieurwissenschaft.

Auch Absolventen von Hochschulen

und dualen Hochschulen haben Zugang zu diesem

Studiengang. Hier sind jedoch ggf. Übergangsregelungen

zu beachten, über die das Fachgebiet gerne

persönlich informiert.

Der Masterstudiengang ist interdisziplinär angelegt und

hat folgende übergeordnete Ziele:

π

π

π

π

π

π

π

π

π

Ausbau von Kompetenzen zur Lösung technischer

Probleme

Entwicklung innovativer Produkte, Prozesse und

Methoden

Strukturierung komplexer Probleme unter Berücksichtigung

der relevanten technologischen, ökono -

mischen und ökologischen Kriterien

Kooperationen mit anderen Disziplinen, gemeinsame

Erarbeitung von Lösungen mit anderen Wissensbereichen

Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen

Auswirkungen neugeschaffener Produkte, Prozesse

oder Methoden

Schaffung einer Basis für unternehmerisches Denken

Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen

Herausforderungen und Folgen der Ingenieursarbeit

Motivation zur Übernahme von Verantwortung in

Technik und Gesellschaft

Grundlegendes Verständnis der Prozesse zur Herstellung

und zum Recycling von Papier- und Faserwerkstoffen.

Während des viersemestrigen Studiengangs beschäftigen

sich die Studierenden mit den Grundlagen der Makromolekularen

Chemie, mit verfahrenstechnischen

Grundlagen und Anwendungen zum Recycling, zur

Herstellung und Aufbereitung von Papier und anderen

faserbasierten Werkstoffen und mit einer Einführung in

die Biologie der Pflanzen. Der Studiengang ist geprägt

von einem breiten Wahlpflichtbereich, in dem Studierende

ihren eigenen Schwerpunkt bilden können.

Informationen

Nähere Informationen zum Studiengang und den

Studieninhalten finden sich unter

www.pmv.tu-darmstadt.de


Technische Universität Darmstadt

Innovationen

aus nachwachsenden Rohstoffen gestalten

Am Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische

Verfahrenstechnik, welches den Studiengang Papiertechnik

und biobasierte Faserwerkstoffe verantwortet, laufen

ständig etwa 20 Forschungsprojekte unterschiedlicher

Ausprägung. Studierende haben von Anfang an die

Möglichkeit, aktiv in der Forschung mitzuwirken, z. B.

als wissenschaftliche Hilfskraft oder im Rahmen von

Projekt- oder Abschlussarbeiten.

Im Fokus der Forschung stehen Wertstoffkreisläufe,

Umwelt- und Verbraucherschutz, sowie neue und

innovative Lösungen auf Faserbasis. Hier bieten das

Fachwissen und die Erfahrungen aus dem Bereich der

Papiertechnik sehr gute Chancen, Beiträge zur Entwicklung

neuer nachhaltiger und biobasierter Werkstoffe für

verschiedenste Anwendungen zu leisten.

Das kreative Umfeld der Technischen Universität

Darmstadt, die zu den besten in Deutschland gehört

und an der insbesondere auch interdisziplinäre Arbeiten

und Projektansätze gefördert werden, bietet hierfür eine

nahezu unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Aktuelle Forschungsthemen

sind z. B.

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π

Die Entfernung von umwelt- oder gesundheitsgefährdenden

Stoffen aus Altpapier mit Hilfe der Extraktion

mit überkritischem CO2

3D-Drucken mit faserbasierten Pasten, so dass vollständig

kompostierbare Druckprodukte entstehen

Entwicklung von Baustoffen und Komponenten auf

Papierbasis für energieeffizienten, lastpfadoptimierten

und umweltgerechten Leichtbau

π Modellierung und Simulation der trockenen Altpapier -

sortierung und Weiterentwicklung einer automa tischen

Messanlage zur Bestimmung der Altpapierzusammen -

setzung

π

π

Optimierung von Trennprozessen in Stoffaufbereitungsanlagen

unter Anwendung von Methoden aus

dem Operations Research

Entwicklung von biobasierten Faserschäumen als

Ersatz für konventionelle Dämmstoffe


Technische Universität Darmstadt

Forschungsprojekt BAMP! –

Bauen mit Papier

Der vom LOEWE-Programm des Landes Hessen

geförderte Schwerpunkt soll langfristig dazu beitragen,

die Vorteile des Werkstoffes Papier für das Bauwesen

systematisch zu erschließen, Voraussetzungen für ein

neues Wirtschaftsfeld mit einem international sichtbaren

Schwerpunkt in Hessen zu etablieren und an den

beteiligten Universitäten und Hochschulen langfristig zu

verankern.

Modellhaft sollen Stab- und Flächenelemente auf Papierbasis

entwickelt werden.

Der Fokus liegt dabei auf Bauwerken für temporäre

Nutzung. Technologien und Systeme zur Herstellung

solcher Bauwerke für Einsatzbereiche, wie Übergangsbauten

für gewerbliche Zwecke oder Schulen, Notunterkünfte

oder einmalige Großveranstaltungen sowie für

so genannte „Microhomes“ oder im Messebau, wurden

bisher in Deutschland nur wenig entwickelt.

Sie stellen aber ein größeres Potential dar, sowohl für

Material, Konstruktion als auch den optimierten Einsatz

von Ressourcen und Finanzmitteln, da gerade bei temporär

genutzten Bauwerken die Verwendung nachhaltiger

Materialien und effizienter Prozesse eine große Rolle

spielt.

Das von Professor Samuel Schabel, Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik, Professor Ariel Auslender, Fachbereich

Architektur und Professor Markus Biesalski, Fachbereich Chemie gemeinsam

entwickelte „Instant Home“ aus Papier


Technische Universität Darmstadt

Im April 2017 wurden die Umbaumaßnahmen am

Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik

der Technischen Universität Darmstadt

abgeschlossen und der BAMP!-Raum mit Leben gefüllt.

Die Schleiferei musste dem Fortschritt weichen.

Den frei gewordenen und neu renovierten Raum mit

altem Industriecharme nehmen nun Architekten,

Bauingenieure, Chemiker, Maschinenbauer und

Papieringenieure gleichermaßen gemeinsam ein und

nutzen ihn für interdisziplinäres Arbeiten.


VPM/APV Vortragsreihe 2018

Symposium 12. und 201713. Oktober 2018 in Köln

KLARTEXT. DIGITALISIERUNG.

Standortbestimmung –

Chancen und Risiken für die Papierindustrie

Die Vortragsreihe des Symposiums der Papieringenieure 2018 nimmt eine kritische

Betrachtung verschiedener Aspekte der Digitalisierung und deren Auswirkung auf

Mensch/Maschine/Märkte in unserem Umfeld vor.

Vortragsangebote zum Programm der Tagung 2018 sind uns willkommen.

Wir bitten diese bis zum 31.12.2017 mit Titel, Autor und einem kurzen Abstract

einzusenden an rapelzer@dow.com

Impressum

Tagungsband zum Symposium der Papieringenieure 2017, Darmstadt, 20. und 21. Oktober 2017

Herausgeber:

Vereinigter Papierfachverband München e.V., Riedstraße 40, 72810 Gomaringen,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Dr. Ernst-Ulrich Wittmann

Akademischer Papieringenieurverein an der TU Dresden e.V. (APV), Postfach 200111, 01804 Heidenau,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Dipl.-Ing. Michael Moser

Akademischer Papieringenieurverein (APV) Darmstadt e.V., TU Darmstadt –

Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik (PMV), Alexanderstraße 8, 64283 Darmstadt,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Dipl.-Ing. Thomas Villforth

Redaktion:

Dr. Kerstin Graf, Ina Greiffenberg, Dr. Ernst-Ulrich Wittmann

Fotos:

Seite 16 oben, Mitte und Seite 17: Thomas Ott Fotografie, Mühltal;

Seite 50 oben und unten: „Dontworry“ (Wickimedia), Mitte: Roland Meinecke (Wickimedia)

Gestaltung:

Müller-Stoiber+Reuss, Darmstadt

Copyright © 2017

Nachdruck, auch auszugsweise, und Veröffentlichung der Texte und Bilder nur mit schriftlicher Genehmigung

der Herausgeber


next2paper | Symposium der Papieringenieure 2017

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