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kunst:stück Magazin | Osnabrück & Münsterland | issue 71

Ausgabe für Dezember + Januar 2017/18 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

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. paderborn MORE than ROME Foto- und Videoarbeiten von Christoph Brech treffen auf Schätze des Diözesanmuseums Paderborn 12. Oktober 2017 bis 01. Juli 2018 Diözesanmuseum Paderborn | www.dioezesanmuseum-paderborn.de Vielschichtig, ungewöhnlich, manchmal irritierend sind die Arbeiten des Münchner Foto- und Videokünstlers Christoph Brech. In der Ausstellung treffen rund 50 Arbeiten des international bekannten Fotokünstlers auf ausgewählte Stücke aus der hochkarätigen Sammlung des Museums. Themen wie „Fragmentierung – Versehrtheit – Rekonstruktion“, „Zerstörung – Tod – Endzeit“ aber auch „Zyklen des Lebens“ stehen im Zentrum der das ganze Haus umfassenden Schau. Dabei bezieht Brech bestehende Werke und neue Installationen ein, die er eigens für die Paderborner Ausstellung konzipiert hat, und verbindet sie dialogisch mit Objekten aus unterschiedlichen Zeiten und Kontexten, darunter mittelalterliche Skulptur, Gemälde, Goldschmiedekunst und Grafik. Insgesamt werden 18 Video-Installationen und 30 Foto-Arbeiten gezeigt. Die große Schau knüpft an die poetischen Rom- Bilder Brechs an, die den Schlusspunkt der zurückliegenden WUNDER ROMs-Ausstellung bildeten. „Wir haben Christoph Brech eingeladen, das ganze Haus zu bespielen, weil wir gesehen haben, auf welche beeindruckende Weise seine zeitgenössischen Arbeiten neue Wahrnehmungsebenen für alte Kunst schaffen können.“ Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Wellen, Wolken, Küste, Inseln – eine leere Landschaft, in der Zeit und Raum in einer silbrigen Balance verschmelzen. Christoph Brechs Video „Sounds of Raasay“ steht am Beginn der ungewöhnlichen Ausstellung des Diözesanmuseums Paderborn und lädt den Betrachter ein zu einer sinnlichen, meditativen Reise. Entstanden ist es im Herkunftsgebiet der iro-schottischen Mönche, die einst zur Verbreitung des Christentums aufbrachen. 44 kunst:stück

. paderborn Portrait Wolfgang Koch (2013) , Christoph Brech, München / 1-Kanal-Video (Farbe), 16:9, Full HD, 8' 15", Deutschland, Sammlung Goetz, München und Reliquienbüste des hl. Liborius, geschaffen vom Hamburger Meister Jürgen Richels (1664-1711) Abb. rechts: Christoph Brech im Diözesanmuseum Paderborn, 2017, © Diözesanmuseum Paderborn, Christoph Brech Fotos: Wolfgang Noltenhans Brech arbeitet subtil, fängt immer wieder Momente großer Stille ein. Oft betreibt er ein feinsinniges Spiel mit verschiedenen Bedeutungsebenen. Auch Musik hat für ihn einen hohen Stellenwert, auf überraschende und unmittelbare Weise überträgt er sie ins Bild. Seine Videoabeit „Monsalvat“ zeigt ein nächtliches Schwanenballett, gefilmt bei eisiger Kälte von einer Berliner Brücke aus. Die Tiere bewegen sich langsam im noch nicht zugefrorenen Bereich des Wassers. Das Licht der Stadt erhellt die ansonsten nachtschwarze Szene und taucht das Gefieder der Tiere in goldenes Licht. Der Eindruck eines unwirklichen Tanzes entsteht, untermalt mit einem Klanggemisch aus Richard Wagners Lohengrin und Straßenlärm. Inszeniert wird diese Arbeit zusammen mit vier graziösen, überlebensgroßen Allegorien und einem schwebenden Engel. Die imposanten Skulpturen entstanden 1736 für die Festarchitektur des „Mausoleum Liborianum“ im Hohen Dom zu Paderborn. Dem Marienleben widmet die Ausstellung einen eigenen Bereich. Leuchtkästen mit Bildern des abnehmenden und zunehmenden Mondes stehen unterschiedlichen Marien-Skulpturen gegenüber. In zwei Leuchtkästen, in denen Christoph Brech Röntgenbilder einer zu restaurierenden Skulptur und einer erneuerten menschlichen Hüfte kombiniert, greift er das Thema „Restaurierung“ auf. Diese Arbeiten stehen in Bezug zu einer temporären Restaurierungswerkstatt auf einer der Museumsebenen. Dort können Besucher live verfolgen, wie Grabungsfunde und Skulpturenfragmente für die kommende Ausstellung „Gotik – Der Paderborner Dom und die Baukultur um 1300“ (21. Sept. 2018 – 13. Jan. 2019) gereinigt und konserviert werden. Die Ausstellung mit neuen Installationen des Münchner Künstlers wurde im Diözesanmuseum Paderborn von Christiane Ruhmann unter Mitarbeit von Ursula Pütz in engem Austausch mit Christoph Brech kuratiert. Erzbischöfliches Diözesanmuseum Markt 17, 33098 Paderborn kunst:stück 45

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