hallertau magazin 2017-2

Hallertau

Lust auf Heimat. Entspannen und Geniessen: Entdecken Sie das bayerische Hopfenland! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebote, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier...

Inseln der Vielfalt

im Herzen der Region

in der Weltenburger Enge

GUT ESSEN

Pilgern auf der Via Nova

Klosterkirche Biburg

und die Legende der Seligen Bertha

Forstnerwi

H A

L L E R

U

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in Rottenburg an der Laaber


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HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft e.G. · Kellerstraße 1 · D-85283 Wolnzach · Tel.: +49 8442 957-100 · www.hvg-germany.de


Unser Titelbild:

Der „fliegende Edelstein“ unter den

heimischen Vögeln: ein Eisvogel in

Moosburg, fotografiert von Wolfgang Willner

www.naturfoto-willner.de

Freizeit & Tourismus

14 Auf dem Pilgerweg Via Nova:

Kloster Biburg und die Selige Bertha

18 Informationen vom Hopfenland Hallertau Tourismus e. V.

24 Von Kelten und Bäumen: Mystische Eiben

Die „Verwandten der Ewigkeit“ geben Rätsel auf

28 Naturschutzgebiet Weltenburger Enge

29 Wandertipp: Mit Gebietsbetreuerin

Franziska Jäger unterwegs zu Eiben,

Mönchen und feindlichen Brüdern ...

24

Verwandt mit der Ewigkeit:

Eiben, die heiligen Bäume der Kelten, zählen

zu den ältesten Bäumen unserer

Kulturlandschaft. Und zur Hausapotheke von

klugen Wildschweinen ...

34

Hallertauer Hoteliersfamilie:

Die Forstners haben ein

Bauernhaushotel neben ihren

Gasthof gebaut.

Bierland Hallertau

20 Hopsessed: Banane und Mandarine?

Lebkuchen und Schokolade?

„Hopsessed“ – eine sensorische Sprache

für den Hopfen im Bier!

40 Hallertauer Biere im Test

30

Biodiversitäts-Check:

In Au i. d. Hallertau ist die

Welt noch in Ordnung

Portrait

06 Wilde Hallertau – Im Gespräch mit dem

Moosburger Naturfotografen Wolfgang Willner

30 Serie: Biodiversitäts-Check: Natur & Vielfalt –

Ein grünes Band im Herzen der Hallertau ist die

stillgelegte Bahntrasse im Gebiet der

Marktgemeinde Au.

34 Grüß Gott beim Forstnerwirt in

Rottenburg a. d. Laaber!

Kulinarik

16 Willkommen! – Hallertauer Gastronomen

und Brauereien empfehlen sich für Ihre Feier

39 Rezept: Geschmortes von der Rehkeule

mit Serviettenkloß und Schwammerl

14

Sie ernährte sich vegetarisch und schleppte

Steine: Die Selige Bertha stiftete das

Kloster von Biburg. Die dazugehörige

Kirche Maria Immaculata gilt als

romanisches Kleinod am Pilgerweg Via Nova.

6

Schon einmal einen Albino-Maulwurf

gesehen? Zehn außergewöhnliche Naturaufnahmen

des Moosburger Fotografen

Wolfgang Willner

20

Neu: Das Verkostungsschema

Hopsessed – so

beschreiben Experten

ein Feuerwerk von

Hopfenaromen!

Manuel Glück/Crapula-Colorum Photography

Rubriken

05 Editorial

12 Zum Verschenken, zum Genießen:

In der Hallertau entdeckt

23 Tipps & Service

42 Fotorätsel & Gewinnspiel

39

Wildgerichte haben Hochsaison: Rezept für

„Geschmortes von der Rehkeule“!

IMPRESSUM:

Herausgeber, Konzept, Design: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung, Hauptstr. 22, 85395 Attenkirchen/Hallertau · Tel.: 08168-42999-50 · www.imago87.de

Redaktion: Alexander & Maité Herzog · Druck: Druckhaus Kastner, Wolnzach · www.hallertau-magazin.de · redaktion@hallertau-magazin.de


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/

EDItORIAL

/

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

&

Alexander Herzog

Herausgeber

In diesem Herbst sind zwei Kinofilme gestartet: „Ausgetreten“,

die bayerische Brexit-Kömodie von Andreas Schmidbauer

(Regisseur von „Hintertupfing“) sowie Joseph Vilsmaiers dokumentarische

Liebeserklärung „Bayern sagenhaft“. Was das mit

der Hallertau zu tun hat? Nun, beide Filme wurden teilweise

in der Hallertau gedreht, bzw. haben die Hallertau sogar zum

Thema. Vilsmaier besuchte u. a. das Deutsche Hopfenmuseum

in Wolnzach und war bei der Ernte auf einem Hopfenhof mit

der Kamera dabei. Die eindrucksvolle Kulturlandschaft der

Hallertau hat ja auch einiges zu bieten, was sich zu entdecken

lohnt. Der Film feierte Vorpremiere mit dem Regisseur in

den Amper Lichtspielen in Wolnzach; das Kino war von uns

erst in der diesjährigen Frühjahr-/Sommerausgabe der hallertau

vorgestellt worden.

Unser Magazin will dazu beitragen, Land und Leute zu entdecken

und kennenzulernen. Beispielsweise den renommierten

Tierfilmer Wolfgang Willner, dem wir über die Schulter

gesehen haben. Oder Karl Ecker, dem Bürgermeister von Au,

mit dem wir uns über ökologische Flächen in seiner Gemeinde

unterhalten haben. Kennen Sie die „Mystischen Eiben“, die

wir mit Hilfe von Gebietsbetreuerin Franziska Jäger an der

Donau „gefunden“ haben? Oder wissen Sie, wie Hopfenexperten

Biere verkosten? Wir berichten über eine exklusive Bier-

Verkostung in der Versuchsbrauerei St. Johann .

Diese und weitere Geschichten aus der Hallertau und für die

Hallertau präsentieren wir in der vorliegenden Ausgabe; dazu

viele interessante Veranstaltungshinweise und die Nachrichten-

Rubrik des Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen unterhaltsame Lektüre und

viel Freude beim Entdecken der Hallertau!

Alexander Herzog

und Ihre Redaktion hallertau-Magazin

hallertau-Magazin 5


Kleine Bartfledermaus

(Myotis mystacinus)

Die imposante Minimaus unter

den Fledermäusen misst in natura

gerade mal fünf Zentimeter bei

einem Gewicht von weniger als

acht Gramm.

Hier verlässt sie ihr Quartier hinter

einer Baumrinde und startet auf

Futtersuche in die Dämmerung.

Wer eine solch spektakuläre

Aufnahme hinbekommen will,

braucht viel Geduld, ein Quentchen

Glück ... und muss natürlich die

entsprechende Kameratechnik im

Schlaf beherrschen können!

Foto: Maité Herzog

Naturfotograf Wolfgang Willner

fotografiert in den ent legensten Regionen

Europas. Über eine halbe Million Aufnahmen

finden sich in seinen Archiven.

Doch die Hallertau ist sein „fotografisches

Wohnzimmer“. Hier dokumentiert der

Naturschützer die verborgene Tierwelt

seiner Heimatregion.

Wilde

6 hallertau-Magazin

Hallertau


Naturschutz und -fotografie ist Wolfgang

Willners Berufung. Eine Laufbahn als Architekt

schlug der gebürtige Moosburger

nach dem Studium kurzerhand in den

Wind. Die Vorstellung, seinen Alltag im

Büro zu verbringen bereitete dem jungen

Naturschützer Unbehagen. Er machte sein

Hobby zum Beruf und startete in eine Karriere

als Naturfotograf und später auch als

Naturfilmer für den Bayerischen Rundfunk.

Hinzu kamen viele Buchprojekte. Aktuell

beschäftigt der 57jährige sich intensiv mit

den Spinnen Mitteleuropas. Seine „Brotund-Butter“-Arbeit

ist die Dokumentation

der Artenvielfalt in Europa. Wolfgang Willner

macht Bestimmungsaufnahmen für wissenschaftliche

Verlage, Behörden und Redaktionen.

Und bestimmen, das muss man

können: Das Wissen, welche von beispielsweise

fast 28.000 europäischen Käferarten

man da gerade vor der Linse hat, will erst

einmal erworben sein.

Im hallertau-Magazin zeigt Wolfgang Willner

eine Auswahl seiner Aufnahmen und

beantwortet Fragen zu seinem nicht alltäglichen

Beruf in der Natur.

Bedeutet die Naturfotografie vor allem warten

zu können?

Bis zu 80% besteht aus Warten, 20% ist Zufall

– oder Glück, wie immer man es nennen mag.

Zeit und Geduld braucht man reichlich. Die

Vorbereitung einer Aufnahme stellt einen

nicht zu unterschätzenden Aufwand dar. Der

Platz will gut ausgesucht werden, die Tarn -

vorrichtungen müssen aufgestellt werden,

Witterungs- und Lichtverhältnisse sowie

Windrichtung müssen passen. Manchmal erscheint

nach langer Wartezeit das Tier, aber es

steht nicht mehr ausreichend Licht für eine

qualitativ gute Aufnahme zur Verfügung. Oder

man sitzt einfach ein paar Meter zu weit in der

falschen Richtung. Eine gewisse Frustrations -

toleranz braucht man da schon. Auf manche

Tiere wartet man vergeblich: Ein Luchs zum

Beispiel wird einen Menschen immer wahrnehmen,

bevor man ihn entdeckt. Die meisten

Luchsbilder entstehen deshalb in Gehegen.

Wie viel Zeit verbringen Sie (im Schnitt)

draußen in der Natur?

So viel wie möglich. In der Vegetationsperiode

zwischen 10 und bei längeren Exkursionen bis

zu 60 Stunden pro Woche. Viel Zeit verbringe

ich jedoch auch am Bildschirm, um das Bildmaterial

auszuwerten und zu katalogisieren

oder Filmszenen zu schneiden.

Worauf kommt es Ihnen beim Foto gra -

fieren an?

Als Naturschützer gilt für mich: nichts verändern,

vorsichtig bis wenig eingreifen. Als

Fotograf möchte ich weder verklären noch

dramatisieren, sondern das Tier treffend in seinem

Lebensraum darstellen. Reine „Schön“-

Fotografie wird man bei mir weniger finden.

Was Naturaufnahmen betrifft bin ich eher

Purist. Es geht mir um eine realistische Darstellung.

Das liegt vermutlich daran, dass ich

mit und in der Natur aufgewachsen bin.

Die Hallertauer

Natur ist schön

und vielfältig.

In Hecken,

Feldrainen,

Blühflächen und

„wilden Ecken“

können seltene

Arten noch

überleben.

Fast möchte man ihn streicheln! So plüschig wie in der Vergrößerung nimmt das

Auge den seltenen Käfer gar nicht wahr. Der Walker oder auch Türkische Maikäfer

(Polyphylla fullo) findet in den sandigen Gebieten um den Dürnbucher Forst noch

einen Lebensraum. Er lebt von Kiefernnadeln und ist aufgrund seiner Seltenheit

besonders geschützt.

Rainer Lehmann

hallertau-Magazin 7


Grauspecht

(Picus canus)

Man könnte ihn für einen Zwilling

des Grünspechts halten.

Markantestes Unterscheidungsmerkmal:

Der männliche

Grauspecht ist nur bis zur

Kopfmitte rot. Ameisen frisst der

seltene Specht am liebsten.

Aus einem Tarnzelt in der Nähe

eines Ameisennestes gelang

Wolfgang Willner die Aufnahme.

Alle Baumspechte benötigen

Wälder mit Totholz, Baumstümpfen

und morschen Baumstämmen,

in denen sie Nahrung finden und

Höhlen anlegen können.

Uferschwalbe

(Riparia riparia)

»Man liebt nur, was man

kennt, und man schützt

nur, was man liebt.«

Konrad Lorenz

Hirschkäfer

(Lucanus cervus)

Der größte europäische Käfer

wird bis zu 7,5 cm lang.

Die Männchen kämpfen

miteinander um Weibchen und

Nahrungsquellen und

versuchen sich gegenseitig

vom Baum zu befördern.

Gelbbauchunken

(Bombina variegata)

Die Aufnahme entstand

während einer

Umsiedlungsaktion

in einem Aquarium.


Laubfrosch

(Hyla arborea)

Sonnenanbeter: Laubfrösche

nehmen gerne in der Nähe

ihrer Laichgewässer

ausgedehnte Sonnenbäder

und klettern dazu auf Blätter,

Halme und Äste.

Mit ihren Haftballen an den

Füßen können sie auch glatte

Flächen besteigen.

Gelbbauch-Unken-Projekt

Der kleine Froschlurch mit den herzförmigen Pupillen

braucht Hilfe. Aufgrund der trockenlegung

vieler Auen geht sein Lebensraum verloren.

Zum Schutz der seltenen Gelbbauchunken wird im

Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt

ein Hilfsprojekt gefördert: „Allen Unkenrufen zum trotz“

Im Rahmen dieses Programms werden bestehende Lebensräume

der Art kartiert, geschützt und neue geschaffen.

Zum Projektgebiet gehören auch teile der Hallertau.

Informieren und engagieren:

www.gelbbauchunke-bayern.de

Es gehört mehr dazu, als zur richtigen Zeit

am richtigen Ort zu sein. Wie kommen Sie

an die richtige Fotoposition, ohne das Tier

zu verschrecken?

Fachwissen ist eine Grundvoraussetzung. Man

muss sich mit der Art auskennen, die man

fotografieren will. Natur-und Tierschutz gehören

meines Erachtens unbedingt auch dazu.

Dramaturgie und Unterhaltungswert stehen an

zweiter Stelle. Bei spektakulären Tierfilmproduktionen

oder Fotos stelle ich immer auch die

Frage nach den Umständen der Entstehung.

Ich persönlich gehe ungern Kompromisse ein.

Auch die so genannten „kleinen“ Hilfsmittel

wie zum Beispiel Kältesprays – um einen Käfer

oder eine Eidechse mal eben zum Stillhalten zu

bringen – werden Sie bei mir vergeblich suchen.

Welche „Tricks“ halten Sie in der Tierfotografie

denn für zulässig?

Um meine Chancen auf gute Bilder zu erhöhen

fotografiere ich manchmal auch unter kontrollierten

Bedingungen. Viele der heimischen

Laufkäferarten z. B.

sind ständig in Bewegung.

Ich nehme kleine

Schalen mit, um sie

vor Ort mit dem Substrat,

in dem der Käfer

vorkommt, aufzufüllen

und dann mit der entsprechenden

Geduld

auf ein paar Sekundenbruchteile

des Stehenbleibens

zu warten.

Benutzen Sie denn auch Fallen oder spezielle

Unterwassertechnik – für das Foto

von den Gelbbauchunken zum Beispiel?

Bei der Kartierung von Laufkäfern an der

Isar wurden 2015 vom Bund Naturschutz

Lebendfallen eingesetzt. Dort sind viele

Aufnahmen entstanden. Während der Durchführung

von Kartierungen und Schutz -

maßnahmen ergeben sich immer gute

Gelegenheiten zum Fotografieren. Speziell

die Aufnahme der Gelbbauchunken entstand

in einem Aquarium. Das geschah im

Rahmen einer Umsiedlungsaktion, an der

ich beteiligt war. Mit heimischen Amphibienarten

habe ich mich bereits als Jugendlicher

beschäftigt. Durch die Mithilfe bei

Kröten-Aktionen des Bund Naturschutz

wurde mein Interesse geweckt.

Inwiefern braucht man Genehmigungen

für die Fotografie in der freien Natur?

Bei gezieltem Aufsuchen geschützter Arten

immer. Auch wenn man in Naturschutzgebieten

abseits öffentlicher Wege fotografieren

oder filmen will. Weil dort ein grundsätzliches

Wege-Gebot gilt. Wer diese Wege verlässt

sollte sehr genau wissen wohin er tritt –

damit, z. B. hier vor meiner Haustür in den

mittleren Isarauen, eine seltene Orchidee

nicht zertreten wird oder das Gelege eines

Bodenbrüters. Wissen Sie, dass ein Flussregenpfeifer

seine Eier ohne sichtbaren Nestbau

in den Kiesbänken ablegt? Getarnt

wie Isarkiesel. Ein Laie wird das Gelege

nicht sehen. Nur wer die wahrscheinlichen

Europäischer Maulwurf

(Talpa europaea)

Nur durch einen Zufall bekam

Wolfgang Willner diesen seltenen Maulwurf-

Albino vor die Kamera. Das Tier hatte sich in

einem Regenfallrohr verirrt und war dort von

einer Katze aufgestöbert worden.

Willner konnte eine Bilderserie machen und

ihn zur Stärkung mit einigen Regenwürmern

versorgen, bevor er sich in seinen neuen

Lebensraum eingrub. Danke für die Rettung!

9


Großer Eichenbock

(Cerambyx cerdo)

Ihre Vielfalt ist unersetzbar:

Insekten sind die Grundlage

der Nahrungskette

und der Ökosysteme.

Brutstätten kennt und die passende Jahreszeit dazu

im Kopf hat, wird entsprechend achtsam sein können.

An dieser Stelle wünsche ich mir mehr Naturkunde-Unterricht

in unseren Schulen.

Süße Tierfotos und stimmungsvolle Landschaftsbilder

sind beliebt. Sie legen sich auch für wenig

attraktive Insekten auf die Lauer. Wie kommt es?

Insekten sind ein reiches und weites Betätigungsfeld.

Die Ästhetik vieler Arten wird unterschätzt. Auch sind

die Lebens- und Verhaltensweisen spannend. Die Vielfalt

ist bei den Käfern mit ca. 7.000 Arten in Deutschland

und an die 28.000 in Europa am umfangreichsten,

da gehen mir die Motive nicht so bald aus. Darüber

hinaus spielt für mich als Naturschützer die Gefährdung

der Insekten eine Rolle und ihre Schutzwürdigkeit. In

der Beschreibung von Ökosystemen sollte ihnen deutlich

mehr Aufmerksamkeit zukommen. Insekten bilden

die Basis der Nahrungskette.

Was passiert mit all den Fotos, die Sie in ganz

Europa aufnehmen?

Nach der Auswahl und Bearbeitung werden die Bilder

mit Schlagworten versehen und alphabetisch abgelegt.

Zu jeder heimischen Art befinden sich bis zu

Der Große Eichenbock oder auch Heldbock

(Cerambyx cerdo) ist mit einer Körperlänge von bis

zu 5,3 cm einer der größten Käfer Mitteleuropas.

Im NSG Nöttinger Viehweide war diese Rarität

vor einigen Jahren nur durch Zufall zu finden.

Er braucht die dort vorkommenden alten,

absterbenden Stieleichen, in die er seine Fraßgänge

bohrt. Der Käfer ist in Bayern ausgesprochen selten.

Frühlings-Wegwespe

(Anoplius viaticus)

Blauflügelige Sandschrecke

(Sphingonotus caerulans)

Ein Frühlings-Wegwespen-Weibchen hat hier im

Siegenburger Forst gerade eine Spinne gelähmt. Nach

der Überwinterung im Boden bauen sie im Frühjahr

einen Gang in den Sand und schleppen eine

zuvor gefangene und betäubte Spinne hinein, um

darauf ihr Ei abzulegen. Die Larve ernährt sich nach

dem Schlupf von dem Tier.

Ein Glücksfall ist es, in den Sandlebensräumen des

Dürnbucher Forstes die seltene Blauflügelige

Sandschrecke (Sphingonotus caerulans) zu finden.

Nach der Paarung legt das größere Weibchen seine

Eier in den Sandboden.

300–400 Aufnahmen in meinem Archiv. Insgesamt

lagern derzeit etwa 500.000 Bildmotive und mehr als

150 Stunden Videoszenen in HD und UHD im digitalen

Archiv. Meine Kunden – Verlage, Behörden,

Redaktionen – können bald größtenteils auch schon

online darauf zugreifen.

Sie sind Mitglied im Bund Naturschutz. Was

steckt dahinter?

Während meiner Schulzeit in Freising warb mein

damaliger Kunstlehrer für den Bund Naturschutz in

Bayern e.V. In den 80er Jahren gründeten wir mit


Eisvogel

(Alcedo atthis)

Die Abens bietet dem „fliegenden

Edelstein“ unter den heimischen

Vögeln eine Heimat. Er braucht die

Ufersteilwände, um seine Niströhren

zu bauen. Zur Nahrung zählen nicht

nur Fische, sondern auch wie hier die

Kaulquappen des See frosches.

Für das Bild wurde ein Ast befestigt,

den der Vogel schon nach kurzer Zeit

immer wieder benutzte, um seine

Beute mit kräftigen Schlägen zu

töten. Das Foto wurde aus einem

Tarnzelt aufgenommen.

www.naturfoto-willner.de

interessierten Mitgliedern in Moosburg eine Ortsgruppe. Später

leistete ich meinen Zivildienst beim Bund Naturschutz in

Wiesenfelden, bei unserem damaligen Vorsitzenden Hubert

Weinzierl. Heute bin ich nach wie vor aktiv und in Freising

stellvertretender Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz in

Bayern e.V.

Dann sind Sie über den Naturschutz zur Fotografie gekommen?

Beruf als Berufung sozusagen?

Erstmal bin ich über meinen Vater zur Naturfotografie gekommen.

Er befasste sich ab Anfang der 1970er Jahre intensiv mit

dem Fotografieren von Schmetterlingen. Ich bekam damals

meine erste Spiegelreflexkamera und fotografierte Landschaft und

Architektur. Dann wurde ich von der Faszination meines Vaters

für die Naturfotografie mehr und mehr angesteckt. Wir vertrieben

unsere Bilder über Naturbildagenturen. Während meiner Zivildienstzeit

beim damaligen BN-Vorsitzenden Hubert Weinzierl

bekam ich Kontakte zu Dr. Grzimek und Heinz Sielmann, die

damals auch oft die allgegenwärtigen Grünen Seiten in vielen Zeitschriften

betreuten. Studiert habe ich Architektur, aber als es ernst

wurde mit der beruflichen Tätigkeit als Architekt erkannte ich, wie

wichtig mir die Natur ist. Beruf als Berufung, ja, das kann man

gerne so stehen lassen. Alle gezeigten Fotoaufnahmen entstanden

in der Hallertau. Das Gespräch führte Maité Herzog

hallertau-Magazin 11


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Zum Verschenken, zum Genießen, ...

GUT ESSEN

In der

Hallertau


H A

entdeckt ...

L L E R

U

T A

Onassis Geschenkgutschein

Zugegeben, ein Geschenkgutschein ist nicht gerade außergewöhnlich originell.

Es sei denn, der Beschenkte soll damit auf ein ganz außergewöhnliches Angebot

aufmerksam gemacht werden. Wie auf das griechische Restaurant „Onassis“

in der Marktgemeinde Au. Wirt Dimitri „bewirtet die Gäste nicht, sondern

umschmeichelt sie“, war in diesem Magazin in einem Porträt 2014 zu lesen.

Daran hat sich nichts geändert. Genausowenig wie an dem vorzüglichen

Angebot griechisch-mediterraner Fisch- und Fleischspezialitäten. Oder

dem Faible des Wirtes für die wechselnde, außergewöhnliche Dekoration

des schmucken Lokals, das inzwischen eine Fangemeinde von Freising

bis Regensburg hat. Wer einen Geschenkgutschein des Restaurants

„Onassis“ erhält, kann sich daher außerordentlich glücklich schätzen.

Restaurant Onassis · Untere Hauptstraße 1, 84072 Au i.d. Hallertau

Tel. 08752 8690392 · www.onassis-au.de

Lieferung von München bis

Pfeffenhausen:

Naturgarten Schönegge:

Hofladen, Selbsternte,

Ökokiste – alles bio!

Wer naturbelassene Lebensmittel sucht, ist

im Naturgarten Schönegge in Meilendorf (bei

Attenkirchen) goldrichtig. Im Hofladen gibt es

Obst und Gemüse, Eier oder Molkereiprodukte,

Brot oder Fleisch- und Wurstwaren sowie ein

breites Trockensortiment.

Das ganz Jahr über besteht die Möglichkeit, auf

den Feldern bzw. in den Gewächshäusern selbst

zu ernten. Für den, der dazu keine Möglichkeit

www.bayern.by Gert Krautbauer

Messias der Bierliqueure

HEILAND ist ein Liqueur aus

dunklem Bier, fassgelagertem

Rum und verschiedensten

Gewürzen. Der Geschmack

ist enorm vielfältig und

reicht von malzigen Noten

bis hin zu Feige und Schokolade.

Hergestellt wird dieser

außergewöhnliche Liqueur

von einer jungen und auf -

strebenden Manufaktur

aus Nandlstadt. Das Gründer-Trio hat mit HEILAND dem eingestaubten Liqueurimage den

Kampf angesagt und trifft mit ihrem Design, Geschmack und Cocktailrezepten aus

renommierten Bars den Zeitgeist. Nicht umsonst verlieh das größte deutschsprachige

Bar-Magazin HEILAND das Prädikat: „Der Messias der Bierliqueure“. beer liqueur

foundation UG Birkenstr. 10, 85405 Nandlstadt · www.heiland-liqueur.de

hat, liefern die Schönegges auf Bestellung ihre

„Ökokiste“ mit Gemüse, Obst und Salat „für

Genießer, die noch alle Sinne beisammen haben“

nach Hause. Gerade gibt es dazu eine besondere

Probier-Aktion für die Neukunden: Die „Schnupperkiste“

zum Vorzugspreis!

Naturgarten Schönegge · Meilendorf 20,

85405 Nandlstadt · Tel. 08168 96080 ·

www.schoenegge.de

12 hallertau-Magazin


Schön &

ausgefallen

Hallertauer

Hopfen-Schmuck

Auf Silberschmuck rund um den Hopfen hat sich

der Wolnzacher Christian Köhler spezialisiert.

Der Realschullehrer, der im Rahmen seines Studiums

auch Goldschmieden erlernte, begann 2009

die historischen Hopfensiegel in Silber zu fertigen.

Mit großer Resonanz. Inzwischen gibt es alle

Hopfensiegel der Hallertau in drei Größen. Es

folgten silberne Hopfenblätter und –dolden; verschiedene

Anhänger für Dirndl- und Lederhosencharivari,

Ketten und Ringe. Auf Kundenwunsch

werden auch individuelle Anpassungen seiner

Schmuckstücke vorgenommen. Zu beziehen sind

die filigranen Preziosen u.a. im Deutschen Hopfenmuseum

und im Hotel Hallertau. Oder direkt

über den Online-Shop von Christian Köhler.

Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Besuch der Ausstellungsräume

von Hannelore Senger in Kreuth

(Gemeinde Rudelzhausen). Wer mit ausgefallenen

Wohnaccessoires sich oder anderen die grauen

Wintertage aufhellen möchte, wird in den Ausstellungsräumen

des pittoresk liegenden Anwesens

bestimmt fündig. Hier finden sich zahlreiche

Anregungen, um Räume individuell zu gestalten

und ein besonderes Wohngefühl zu erzeugen:

Kunst-Objekte aus Glas oder Keramik, Bilder,

Spiegel, Möbel sowie Kerzen und Dekoartikel. Im

Innenhof sind Stein-und Bronzeskulpturen sowie

Garten-Möbel, Pavillons, Lampen oder Öfen zu

bestaunen, die einen schon jetzt an den Frühling

denken lassen. Für einen ausgiebigen Aufenthalt

im Ausstellungsstadel oder Skulpturengarten spricht

auch das heimelige Café Kreuth. Hannelore Senger

Kreuth 1, 84104 Rudelzhausen · Tel. 08754

910451, Fax 08754 910999 · www.kreuth1.de

Christian Köhler · Hubensteinerstraße 4,

85283 Wolnzach/Gosseltshausen · Tel. 08442

968219 · www.hopfenschmuck.de


Neuanfang 2018

Die Lust am kreativen Tun zu fördern und zum künstlerischen Experimentieren

zu ermutigen, das ist Katalin Bereczkí-Kossack immer ein Anliegen. Die

weit gereiste und international bekannte Künstlerin veranstaltet in ihrem

Atelier im Ziegelwerk Leipfinger-Bader regelmäßig Kurse und Workshops.

Im Rahmen ihres kunstpädagogischen Engagements berät

sie Autodidakten auch zum Brennprozess von Keramiken

und nimmt Objekte zum Brand an. Der erste Kurs findet

im Januar statt, weitere Termine auf Nachfrage. Auch

zum Verschenken – auf in ein kreatives Jahr!

Intensivkurs „Zeichnen Malen Skulpturen

gestalten“, 5.–7. Januar 2018 jeweils 11:00

bis 17:00 Uhr bei Katalin Bereczkí-

Kossack in 84048 Puttenhausen ·

Anmeldung: Katalin.B.K@gmx.de

www.katalins-keramikwelt.com

hallertau-Magazin 13


Pilgern in der Hallertau

Auf über 100 Kilometer führt eine Schlaufe des Pilgerwegs

Via Nova durch die Hallertau im Landkreis Kelheim. Auf

der Via Nova-Schlaufe liegen neben dem ehemaligen

Benediktinerkloster Biburg fünf weitere Klöster: Das

Karmeliter kloster Abensberg und das Franziskaner-Kloster in

Kelheim (mit einem einzigartigen Orgelmuseum) sind nicht

mehr aktiv. Bei den Augustinern in Paring, den Benediktinern

in Rohr i. NB. und im weltweit bekannten Kloster Weltenburg

stehen für Pilger Gästehäuser mit Übernachtungsmöglichkeit

zur Verfügung. Der gut ausgeschilderte Pilgerweg führt auf

sieben Etappenvorschlägen durch die weitläufigen Hopfengärten

der Hallertau und die Flusstäler der Großen Laaber,

der Abens und der Donau. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

sowie interessante Sehenswürdigkeiten finden

sich in Städten wie Langquaid, Rohr i. NB., Abensberg, Bad

Gögging, Kelheim und Bad Abbach. Wer nicht den ganzen

Rundweg auf einmal gehen möchte, nutzt die gute Bus- und

Bahnanbindung. Auch ist der Weg gut aufteilbar und lohnt

sich für eine stückweise Begehung – eine Etappe kann sogar

durch eine Schifffahrt durch den beeindruckenden Donaudurchbruch

ersetzt werden. Auskunft gibt der Tourismusverband

im Landkreis Kelheim e.V. Fotos: Maité Herzog,

Rainer Lehmann

Kloster

Biburg

Als Stifterin des im frühen 12. Jahrhundert erbauten

Klosters und der Kirche Maria Immaculata gilt die

„Selige Bertha“. Der Legende nach soll die Tochter

eines Grafen von Ratzenhofen höchst selbst geholfen haben, die

Steine zum Klosterbau heranzutragen. In Bavaria sancta, einem

Kompendium der bayrischen Heiligen, heißt es zur wohltätigen

Adeligen: „Sie aß kein Fleisch, nur Gemüse, betete immer, half

den Armen, wo sie konnte und wo ihre Hände nicht halfen, da

half wenigstens ihr Gebet.“ Später trat die genügsame Bertha in

das mitbegründete Frauenkloster ein. Ihr Sohn Eberhard, der

erste Abt von Biburg, wurde Erzbischof von Salzburg und im

Volk als Heiliger verehrt. Die Klosterkirche von Biburg, Maria

Immaculata, zählt heute zu den bedeutendsten romanischen

Baudenkmälern Altbayerns. Die Kirche ist frei zugänglich für

Besucher. Das Kloster wurde vor langer Zeit schon aufgehoben.

Aktuell werden die restaurierungsbedürftigen Gebäude zu

neuem Leben erweckt: Nach dem Verkauf an einen Investor

entstehen 50 Wohneinheiten unter den achtsamen Augen der

Denkmalschutzbehörden. mh

14 hallertau-Magazin


» Leg ab den

falschen Schmuck der Zeit

Und nimm das Kreuz,

dann komme wieder

In deines Herzens Einsamkeit. «

Joseph von Eichendorff

Selige Bertha

(1080–1133),

Stifterin des Klosters


Willkomm

Hallertauer Gastronomen und Brauereien empfehlen sich für Ihre Feier

Ter-

5. Hallertauer

08.–10. Juni 2018

Attenkirchen

Termin

vormerken!

www.hallertauer-bierfestival.de

Unsere Speisekarte und

alle Infos rund um unser

Café findest du unter:

stadtcafe-freising.de

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Öffnungszeiten:

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en:

So, Mo

9.0

00 bis 19.00 0 Uhr

Dienstag

Ruhetag

Mittw

tw

och

17.00 0 bis 23.00 0

Uhr

Do, Fr , Sa

9.00 bis 23.00 0 Uhr

Unsere Sieger beim

European Beer Star!

URSPRUNG DES BIERES


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Maité Herzog

Verkehrsgünstige Lage direkt an der Autobahn

Tagungen Seminare Restaurant Bankett

Ziegelstraße 4 85283 Wolnzach 08442 96 81-0

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Untere Hauptstraße 1 · 84072 Au i. d. Hallertau

Telefon 0 87 52 / 86 90 392 · www.onassis-au.de

Seit 31. Oktober ist unser Restaurant auch wieder dienstags Abend geöffnet.

Schöne Gartenterrasse!

Täglich geöffnet: 11:30–14:00 / 17:30–23:00 (warme Küche)


INFORMATIONEN VOM HOPFENLAND HALLERTAU TOURISMUS E.V.

Neues Logo für Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Das Hopfenland hat ein neues Logo! Das neue, zukunftsweisende Logo stellt

die Hopfenstangen als Wiedererkennungs-Merkmal der Hopfengärten in den

Mittelpunkt. Die geschwungenen Linien symbolisieren die hügelige Landschaft der

Hallertau. Das Besondere an dieser modernen Variante: Es steht für die Hallertau

als Ganzjahres-Destination. Der Abstimmung über das neue Logo gingen zwei

Workshops voraus, in denen die künftige Strategie und Positionierung des Tourismusvereins

erarbeitet wurden. Die Botschaft: Das Hopfenland will seinen Besuchern

und Gästen intensive Hopfenerlebnisse rund ums Jahr bieten! Der neue Slogan greift

dies auf, er lautet:„Erlebe die Heimat des Hopfens!“

5.000 Besucher

feiern beim

Hopfakranzlfest

Ein großer Erfolg war das 12.

Hallertauer Hopfakranzlfest,

welches zusammen mit dem

Hopfensiegelfest am 10. September

in Pfaffenhofen ge -

feiert wurde. Den ganzen

Tag über herrschte reges

Markttreiben auf dem Hauptplatz. Kinder zupften beim Hopfazupf-Wettbewerb

um die Wette und die Hopfen-Botschafterinnen erklärten, wie eine Hopfen-

Erlebnisführung auf ihren Höfen abläuft.

Am Stand des Tourismusvereines fand auch in diesem Jahr wieder der beliebte Hopfensack-Schätz-Wettbewerb

statt. Über 400 Personen nahmen am Gewinnspiel

teil. Die Besucher waren begeistert von dieser einzigartigen Veranstaltung in Pfaffenhofen.

„Ein ganz besonderes Fest! Viele schöne Stände, tolle Musik, überall Dolden

und es riecht so gut nach Hopfen!“

Im Jahr 2018 wird das Hopfakranzlfest im Markt Au i. d. Hallertau stattfinden.

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. The Sour Cherry Werbeagentur

Hopfenland

Hallertau auf der

Gartenschau in

Pfaffenhofen

Mit buntem Programm und

vielen Mitausstellern stellte

der Tourismusverein in der

ersten Augustwoche die

Vielfalt unserer einzigartigen

Hallertau vor. Bis zu

1.000 Gäste pro Tag konnte

das Hopfenland mit Informationen

und Aktionen für

das vielfältige Angebot

dieser Region begeistern.

Vor allem am Wochenende

kamen die Besucher in Scharen. Die zahlreichen Gäste genossen ein kurzweiliges

Programm aus Kulinarik, Hopfen und Unterhaltung. Dazu trugen zahlreiche

Akteure aus den Hallertauer Landkreisen Pfaffenhofen, Freising und Kelheim bei.

Die staade Zeit

Das Hopfenland hat in jeder Saison viel Schönes zu bieten, auch in der staaden

Jahreszeit. Selbstgefertigte Kränze und Gestecke sowie in liebevoller Hand -

arbeit gefertigte Schneemänner, Nikoläuse und Sterne findet man auf zahlreichen

Christkindlmärkten. Die vielen Adventsbasare und Weihnachtsmärkte der

Hallertauer Gemeinden sind immer einen Besuch wert.

Ein Überblick über die Weihnachtsveranstaltungen in der Hallertau finden Sie

wieder unter: www.hopfenland-hallertau.de

Ausblick: f.re.e 2018

Interessante Freizeit- und Ausflugsangebote, attraktive Broschüren, kulinarische

Schmankerl aus der Region und Aktionen zum Mitmachen bietet das Hopfenland

Hallertau den Besuchern auf Bayerns beliebtester Freizeitmesse f.re.e. vom 21.–25.

Februar 2018 in München. Mit auf dem Stand von Hopfenland Hallertau werden das

Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS)

und viele weitere Mitaussteller wie z. B. Kuchlbauer’s Bierwelt aus Abensberg oder die

Stadt Mainburg sein.

Die riesige Themenvielfalt und ihr einzigartiger Erlebnischarakter machen die f.re.e mit

Abstand zur beliebtesten und größten Freizeitmesse Bayerns. Und für die Region

Hallertau ist es eine große Chance, mit vielen Interessenten in Kontakt zu treten.

DH Studio Köln

Ausflugstipps für

kalte Wintertage:

Erholung und

Kunst im Landkreis

Kelheim

Genießen Sie an kalten Wintertagen

die Thermenwelt Bad

Gögging. Entspannen Sie wie

die alten Römer in der Salzgrotte

oder der Römer-Sauna

der Limes-Therme. Gönnen

Sie sich eine Auszeit vom

Alltag beim Wellnessen und

lassen Sie sich kaiserlich verwöhnen.

Auf der Suche nach

der Geschichte des Heilbades

in Bayern begeben Sie sich in

18 hallertau-Magazin


die Kirche St. Andreas. Dort erfahren Sie im römischen Museum für Kur- und Badewesen,

wie schon die alten Römer um Kaiser Trajan in den Gögginger Quellen die Seele baumeln

ließen. Wer anschließend eine Zeitreise von der Antike in die Moderne

machen möchte, den lädt die Kuchlbauer’s Turmweihnacht in Abensberg zum

Flanieren und Genießen ein. Rund um den bekannten „Kuchlbauer-Turm“ nach

Plänen von Friedensreich Hundertwasser und dem KunstHausAbensberg finden Sie

Kunsthandwerk, kulinarische Spezialitäten und zahlreiche festlich geschmückte

Buden. Tauchen Sie ein in die Welt des berühmten Künstlers Hundertwasser.

Es weihnachtet

wieder im Landkreis

Pfaffenhofen

a. d. Ilm

Passend zum Motto „Wichtelzeit

und Weihnachtszauber“

findet der Christkindlmarkt in

Pfaffenhofen vom 30. November

bis zum 30. Dezember

statt. Der Lichtkalender und

der Krippenweg zaubern

eine ganz besondere Stimmung.

Ein buntes Rahmenprogramm

mit Feuerwerk,

Eisskulpturen, Turmbläsern

und Engelssingen sorgt für

gute Unterhaltung.

Der Klosterhof in Scheyern ist die Kulisse für einen der wohl schönsten Weihnachtsmärkte

in der Region: Am 2. und 3. Dezember erwartet die Besucher neben dem

hl. Nikolaus auch eine reiche Palette an traditionsreichem Kunsthandwerk und

kulinarischen Köstlichkeiten. Festlich eröffnet wird der Christkindlmarkt am Samstag

um 14 Uhr mit den Glocken der Basilika, die auch den Beginn des neuen Kirchenjahres

verkünden.

Weitere Christkindlmärkte unter www.kus-pfaffenhofen.de .

Landratsamt Freising

Neu:

Freizeitbroschüre

für den Landkreis

Freising

Der Landkreis Freising plant

derzeit eine neue Freizeitbroschüre

mit den beliebtesten

Sehenswürdigkeiten,

Ausflugszielen und Freizeitmöglichkeiten

für die gesamte

Region: spannende

Outdoor-Aktivitäten, Erlebnisbäder,

interessante Themenwege,

Attraktionen rund um

„Hopfen & Bier“ bis hin zu

Museen und historischen

Orten. Ob mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß – die über 70-seitige

Broschüre liefert sowohl für Einheimische als auch für auswärtige Gäste und Besucher

wertvolle Informationen zur Freizeitgestaltung und Ausflugsplanung und

zeigt die Highlights im Landkreis auf. Ende Januar 2018 ist die Broschüre

im Landratsamt Freising, den Tourist-Infos und Gemeinden oder unter

tourismus@kreis-fs.de kostenlos erhältlich.

Landkreis Landshut

veröffentlicht neue

Freizeit-Broschüren

Wandern, Radfahren, Kultur,

Natur, Museen, Sport – der

Landkreis Landshut kann mit

einem vielfältigen Freizeitangebot

punkten. Zwei neue

Freizeit-Broschüren geben nun

einen guten Überblick über

den Reichtum an Freizeitmöglichkeiten,

Natur- und

Kulturschätzen. Sie zeigen,

wie liebens- und lebenswert

der Landkreis Landshut ist –

für alteingesessene Bewohner

ebenso wie für Zugezogene

oder Gäste.

In sechs Kapiteln wird die Freizeit-Region Landshut im 78-seitigen Freizeitführer

buchstäblich aufgeblättert: Im Kapitel „Landschaft und Natur“ erfährt man zum

Beispiel, welche Natur-Erlebnispfade es zwischen Vilsbiburg und Rottenburg gibt.

Die Themenbereiche „Spaß und Sport“, „Museen und Kultur“ sowie „Genuss und

Kulinarik“ runden das gelungene Nachschlagewerk ab.

Die Freizeitführer liegen im Landratsamt Landshut aus oder können im Online-Shop

unter www.landkreis-landshut.de/Freizeit-Tourismus/Broschueren.aspx bestellt

werden. Außerdem sind die Broschüren beim Verkehrsverein Landshut, in den

Rathäusern der Landkreisgemeinden oder bei den vorgestellten Freizeiteinrichtungen

erhältlich.

Veranstaltungen im Hopfenland Hallertau:

24. 11.–22. 12.: (Mi bis So) Kuchlbauer’s Turmweihnacht, Abensberg

26.11.–24.12.: Moosburger Advent

30.11.–10. 12.: (Do bis So) Niklasmarkt, Abensberg

30.11.–23.12.: Altstadt-Christkindlmarkt, Freising

02.12.: „Die Weihnachts-Wunschlaterne“:

Kinder-Marionetten-Theater, Geisenfeld

02.–03.12.: Nikolausmarkt, Furth

09.12.–10.12.: Wald-Christkindlmarkt im Waldkletterpark Jetzendorf

09. –10.12.: Christkindlmarkt, Rottenburg a.d. Laaber

10. 12.: Weihnachtslesung mit Wolfgang Fierek,

Gögginger Christkindlmarkt

15.12.–17.12.: Weihnachtsmarkt, Vohburg

27.01.18: Ball der Hallertau, Au i. d. Hallertau

13.02.18: Größter Faschingsumzug der Hallertau, Pfeffenhausen

Weitere Infos zur Mitgliedschaft und

zum Tourismusverein unter:

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. · Spitalstraße 7 · 85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Telefon 08441 4009-284 · info@hopfenland-hallertau.de

www.hopfenland-hallertau.de

Projektmanagement gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

hallertau-Magazin 19


Banane und Mandarine? Lebkuchen und Schokolade?

„Hopsessed“ – eine sensorische Sprache für den Hopfen im Bier!

Aktuell hat sich die Verwendung von Hopfen in der Brauerei grundlegend verändert. Heute wird z. T. mit sehr

großen Hopfenmengen während des Kochvorgangs gearbeitet. Voll im Trend liegt die anschließende Kalthopfung

mit neuen geschmacksintensiven Hopfensorten. Um sich über das Feuerwerk von Hopfenaromen

auszutauschen, bedarf es einer auf Hopfen basierenden sensorischen Sprache. So sind Vergleiche von Hopfensorten

und hopfenintensiven Bieren einfacher darstellbar. Zusammen mit Parfümeuren und Sommeliers

hat Joh. Barth & Sohn das Barth-Haas Verkostungsschema entwickelt – die Grundlage einer gemeinsamen

Sprache. Für hallertau-Magazin verkosteten Experten Hallertauer Siegerbiere des European Beer Stars

gemäß dieser sensorischen Skala.

Hopfenhandels- und Hopfenverarbeitungsunternehmen sind

gefragte Berater der Brauwirtschaft. Der internationale Hype

um die überwiegend stärker gehopften sogenannten Craft-Biere

stellt die Branche vor völlig neue Herausforderungen. Barth in

Nürnberg und Mainburg gehört zur weltweit tätigen Barth-Haas

Group. Um den Anforderungen der Kunden frühzeitig Rechnung

tragen zu können, wurde die „Barth-Hops-Academy“ gegründet.

Hier finden Schulungen für Pflanzer und Brauer zu unterschiedlichen

Themen statt, angefangen von Hopfenanbau über die

Hopfenverarbeitung und zur Qualitätserhaltung bis hin zur Sensorik.

Außerdem werden Biere mit unterschiedlichen Hopfensorten

und -gaben verkostet. Im Rahmen der Akademie-Aktivitäten

wurde von Barth mit dem Parfumeur Frank Rittler und den Bier-

Sommelier-Weltmeistern Karl Schiffner und Dr. Sebastian Priller

ein Bewertungsschema für die Verkostung hopfenbetonter Biere

entwickelt. Darin wurden Kategorien wie „Blumig“, „Grüne

Früchte“ oder „Würzig“ spezifische Attribute zugeordnet, die ein

Bier beschreibbar machen.

Was die Barth-Experten normalerweise vor allem für und mit

Kunden machen, demonstrierten sie dem hallertau-Magazin:

eine Verkostung ausgesuchter Biere anhand des Barth-Haas-

Verkostungsschemas. Von der Redaktion ausgesucht wurden

20 hallertau-Magazin


Hallertauer Biere, die bei einem der weltweit bedeutendsten

Bier-Wettbewerbe, dem European Beer Star der Privaten Brauereien,

in diesem Jahr Medaillen gewonnen haben. An der Verkostung

teilgenommen hat deshalb auch Sebastian Unertl vom

Verband Private Brauereien, der Verkostungsleiter dieses

renommierten Wettbewerbes. Die Auswahl der Medaillengewinner

„Weltenburger Urtyp Hell“ (Silber), „Müllerbräu leichtes

Weißbier“(Silber), „Weihenstephaner Kristallweizen"(Silber),

„Weihenstephaner Vitus“ (Gold) und „Schneider Aventinus“

(Silber) wurde zudem durch das „Grünhopfen“ der Schlossbrauerei

Hohenthann ergänzt.

Verkosten nach dem Verkostungsschema von Barth-Haas

Die Tafel im Verkosterraum der Versuchsbrauerei im Hopfenverarbeitungswerk

in St. Johann ist gedeckt: Alle Biere sind aufgereiht,

die Gläser stehen bereit und die Verkostungsblätter

liegen auf. Los geht’s mit dem Urtyp Hell, das reihum gleich viel

» Ausgeprägte Karamellnoten …

leicht röstiges Aroma mit einem Hauch

von Leder und Tabak … «

Das Barth-Haas Verkostungsschema ist

eine Attributsammlung zur

Beschreibung und geschmacklichen

Ein ordnung von Bieren. Der Name leitet

sich ab von „Hops“ (engl. für Hopfen) und

„obsessed“ (engl. für „besessen“).

Vom Hopfen vollauf begeistert also!

Lob für den schönen, stabilen Schaum erhält. „Cling“ nennt der

Experte die Beschreibung der Schaumqualität beim Bier.

Sortentypisch sind die Hopfenaromen eher dezent; trotzdem

vernimmt die Verkosterrunde leichte Zitrus-Aromen sowie würzige

und krautige Noten. Krautig?! „Was für den Laien eher

negativ klingt, umschreibt Attribute wie Fenchel, Rosmarin,

Tee, Koriander, Petersilie oder Liebstöckel“, erklärt Dr. Alicia

Munoz, „Gewürznoten finden sich sehr häufig in Bieren.“ Einig

ist sich die Runde, dass das Urtyp Hell ein frisches Bier mit sehr

feinem Aroma ist. Urteil von Brauingenieur Roland Novy: „Ich

wusste gar nicht, dass die Weltenburger Klosterbrauerei ein so

tolles Helles braut!“

Als nächstes kommt das leichte Weißbier von Müllerbräu,

Pfaffenhofen, in die Verkostungsgläser. Typische Hefearomen

werden von den Experten im Geruch und im Antrunk identifiziert,

dazu sortentypische Aromen wie Banane und Nelke.

Franziska Sternecker, Brauerin in der Forschungsbrauerei,

identifiziert karamellig-malzige Noten und kann gar nicht

glauben, dass es sich dabei um ein leichtes Weißbier mit nur

3,1 % Alkoholgehalt handelt. Ihrem Urteil („sehr ausgewogen,

ein perfektes, leichtes Weißbier“) schließen sich die übrigen

Verkoster an.

In Runde 3 kommt gleich noch ein Weißbier zur Verkostung:

das Kristallweizen von Weihenstephan. „Eine Sorte, die früher

in Bayern sehr populär war“, erläutert Sebastian Unertl, „in

Baden-Württemberg wird Kristallweizen noch viel nachgefragt.“

Ganz klar liegt das Bier im Glas. Der feinporige, cremige

Schaum fasziniert die Runde. Banane und Nelke wird identifiziert.

„Durch die Filtration fehlen ansonsten die hefebasierten

Aromen“, erklärt Dr. Elisabeth Wiesen, „das Bier besticht durch

seinen extrem weichen, milden Geschmack und kommt doch

ganz frisch daher.“ Einstimmiges Lob der „Jury“: ein sehr gelungenes

Kristallweizen!

Das nächste Bier verspricht mehr von dem Rohstoff, der die

Hallertau geprägt hat: das Grünhopfen der Schlossbrauerei

Hohenthann, mit den erntefrischen Hopfensorten Mittelfrüh

und Tradition „grün“ eingebraut und dann noch kaltgehopft mit

der neuen Hopfensorte Mandarina Bavaria. Dementsprechend

werden von den Verkostern eine Vielzahl von Fruchtaromen

wie Holunder, Mandarine, Birne, rote Johannisbeere, grüne

Paprika, ja sogar Sellerie wahrgenommen und Bestnoten für die

Aromaqualität vergeben. Begeistert zeigt sich Munoz von der

„wunderbar eingebundenen Bittere“.

In den beiden folgenden Runden widmen sich die Verkoster

zwei legendären Bockbieren: dem European Beer Star-Sieger

2017 „Vitus“ der Staatsbrauerei Weihenstephan (Freising) und

dem ebenfalls seit Jahren vielfach prämierten „Aventinus“ der

Weißbierbrauerei Schneider (Kelheim).

Dr. Elisabeth Wiesen,

technical Sales, Barth

hallertau-Magazin 21


Sebastian Unertl,

Private Brauereien

Dr. Alicia Munoz,

Technical Sales, Barth

Roland Novy,

Technical Sales, Barth

Franziska Sternecker,

Braumeisterin Versuchsbrauerei

St. Johann

Kaum ist der Vitus im Glas, verströmt er einen intensiven Duft nach

Honig, Zimt, Nelke, Erdbeere, Banana, Vanille und Karamell.

Ein Biersommelier hat diesen Weißbier-Doppelbock einmal

als „flüssigen Pfannkuchen“ charakterisiert. Die

Runde ist begeistert. „Der hohe Alkoholgehalt von

7,7 % ist kaum wahrnehmbar, weil wunderbar

eingebunden“, analysiert Wiesen, „was überrascht,

ist die Frische, die gar nicht typisch für

einen Doppelbock ist.“ Kollegin Munoz pflichtet

ihr bei: „Es gibt Bockbiere und es gibt den Vitus,

ein geniales Bier!“ Ebenfalls ein Bockbier „für

den Abend vorm offenen Kamin“ (Unertl) ist

der Aventinus. Mit 8,2 % Alkohol bildet er den

„krönenden“ Abschluss dieser Verkostung. Der tolle

cremige, stabile Schaum beeindruckt die Experten. Genauso

wie die Aromenvielfalt, die der fast schwarze Aventinus

verströmt: Kaffee, Schokolade, Lebkuchen und trockene Früchte.

Auf 30–40 Bittereinheiten schätzen die Verkoster den Doppelbock,

„die man aber gar nicht schmeckt, weil das Bier so

phantastisch ausbalanciert ist“, schwärmt die Braumeisterin

Sternecker.

Abschließend wird die Expertenrunde um ein

Fazit gebeten. Elisabeth Wiesen ist begeistert

von den „Wahnsinnsbieren in jeder Kategorie.“

Franziska Sternecker zeigt sich insbesondere

von dem leichten Weißbier überrascht. Alicia

Munoz findet alle Biere sehr gut. Roland Novy

spricht gar von einer „Sternstunde bayerischer

Braukunst“. Sebastian Unertl schließlich

sieht in der Einschätzung der Barth-Experten

bestätigt, „dass diese Biere alle zu Recht beim European

Beer Star prämiert wurden – und das Verkostungsschema

von Barth-Haas ist eine vorzügliche Grundlage zur Bewertung von

hopfenbetonten Bieren“ Alexander Herzog, Fotos: Rainer Lehmann

Kategorie

• Blumig

• Zitrus

• Süße Früchte

• Grüne Früchte

• Rote Beeren

• Sahne Karamell

• Holzig Aromatisch

• Menthol

• Krautig

• Würzig

• Grün Grasig

• Vegetal

Spezifische Attribute

Holunderblüte, Kamillenblüte, Maiglöckchen, Jasmin, Apfelblüte,

Rose, Geranie, Nelke, Lilie, Lavendel

Grapefruit, Orange, Limette, Zitrone, Bergamotte, Zitronengras, Ingwer

Banane, Wassermelone, Honigmelone, Pfirsich, Aprikose, Maracuja,

Lychee, Trockenfrucht, Pflaume, Ananas, Kirschen, Kiwi, Mango, Guave

Birne, Apfel, Quitte, Stachelbeere, Weißweintrauben

Cassis, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, rote Johannisbeeren,

schwarze Johannisbeeren, Walderdbeeren

Butter, Schokolade, Joghurt, Honig, Sahne, Karamell, Toffee, Kaffee, Tonka

Tabak, Cognac, Barrique, Leder, Tonka, Waldmeister, Weihrauch,

Myrrhe, Harz, Zeder, Pinie, Erde

Minze, Melisse, Kampfer, Menthol, Weinhefe

Majoran, Estragon, Dill, Petersilie, Basilikum, Fenchel, Koriander,

Rosmarin, Thymian, Grüner Tee, Schwarzer Tee, Mate-Tee, Salbei

Maggi, Pfeffer, Chili, Curry, Wacholder, Anis, Lakritz, Fenchelsamen,

Nelke, Zimt, Lebkuchen, Koriandersamen

grün grasig, Tomatenblätter, grüne Paprika, Heu, Brennnessel

Sellerieknolle, Stangensellerie, Lauch, Zwiebel, Artischocke,

Knoblauch, Bärlauch

Für Biere

• Aromaintensität

• Intensität der Bittere

• Qualität der Bittere

• Harmonie

• Körper, Mundgefühl

• Geschätzte IBU

Intensität

(0 – 10)

22 hallertau-Magazin


24. November – 03. Dezember:

Keramikausstellung Rupert Grottenthaler

Freisinger Str. 9, Nandlstadt

www.sasukenei.de

09. Dezember: Altbayerisches

Advents singen, Kelheim 17:00–18:15 Uhr,

Eintritt frei! Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt,

Pfarrhofgasse 5 09441 10991

09./10. Dezember: „Weihenstephaner

Werkformen 2017“, Ausstellung der

Fachschule für Blumenkunst jeweils

10:00 bis 18:00 Uhr · Am Staudengarten 6,

85354 Freising

09./10. Dezember: Advents-Austellung

14:00–18:00 Uhr · Keramik, Gemälde

Schmuck · Aussteller: Katalin Bereczkí-Kossack,

Tamas Sipos, Katalina Kossack, Edit Eina -

mann · Abensstraße 1, 84048 Puttenhausen

www.katalins-keramikwelt.com

16. Dezember: „Weihnachtsbräuch’

und Lichterglanz“ Szenische Weihnachtsführung,

Kelheim · 17:00 bis 18:30

Uhr, Treffpunkt Tourist-Information

Kelheim · Preis 9,50 € , ermäßigt: 7,50 € ,

Familien: 25,00 € · Weitere Termine:

02.12. / 09.12. / 10.12. / 17.12.

09441 701-234, www.kelheim.de

16./17. Dezember: Ausstellung

14:00–18:00 Uhr · Schmuck, Skulpturen,

Gemälde · Gewölbe Galerie Edit & Mök

Untereinöd 1, 84091 Attenhofen

17. Dezember: MitMachMärchen am

Lagerfeuer 14:00 Uhr · Lustig, spannend,

kreativ – interaktive Märchenstunde ·

Dauer etwa 60 Minuten, Eintritt frei!

Feuerzelt · Landgasthof Wäscherhartl,

Sausthal 1, 93346 Ihrlerstein

www.dasfeuerherz.de

31. Dezember: Silvesterkonzert

„Sauglocknläutn“, Mainburg

21:00 Uhr, Musikalisch-satirischer Ausblick

aufs neue Jahr und amüsanter

Rückblick auf 2017, frei nach dem Motto

„Glacht muass wern, aa wenn de Welt

no so schlecht is!!!“ · Eintritt 10 €

www.sauglocknläutn.de ,

www.hallertau.info (Termine)

03. Januar: Die FeuerHerz Rauhnacht

18:00 Uhr · Zeit der Deifl, Perchten &

Dämonen: Vertreibt die bösen Geister mit

Musik & Schmankerln! · Eintritt 10 €

(für Musik) Feuerzelt · Landgasthof

Tipps & Service – Winter 2017 bis Frühjahr 2018

Wäscherhartl, Sausthal 1, 93346 Ihrlerstein

+ weitere Veranstaltungen:

www.dasfeuerherz.de

05. Januar: Faszination Astronomie

„Kindersternführung“

Donausternwarte (neben Landgasthof

Wäscherhartl) ab 18:00 Uhr · Erfahrene

Sternenkundler vermitteln anschaulich

viel astronomisches Wissen speziell für

Kinder aufbereitet - Findet bei jedem

Wetter statt! · Erwachsene 3 €, Kinder 2 € ·

Landgasthof Wäscherhartl, Sausthal 1,

93346 Ihrlerstein www.sternfreundekelheim.de,

Info-Tel.: 09405 - 60 94 88

Wissenschaft –

erklärt für ALLE!

Ein spannender Themen-Querschnitt aus

dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan

(WZW) der Technischen Universität

München (TUM): Führende Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler vom Life-

Science-Campus der TUM halten einen

Vortrag über ihre Forschung. Relevante

Inhalte, verständliche Sprache und unterhaltsame

Präsentation. Eine anschließende

Diskussion ist nach jedem Vortrag ausdrücklich

erwünscht, denn Wissenschaft

lebt vom Meinungsaustausch.

jeweils 19:00 Uhr im Lindenkeller

(Veitsmüllerweg 2) · Eintritt frei!

Do, 18. Januar

Mensch und Mikrobe – wie Mikroorganismen

unsere Gesundheit beeinflussen

können · Prof. Dr. Dirk Haller

Di, 06. Februar

Grüne Biotechnologie – Chancen

und Zukunftsperspektiven · Prof. Dr.

Chris-Carolin Schön

Di, 13. März

Was schmeckt, wenn’s schmeckt?

Eine Reise in die Welt der Gerüche

und des Geschmacks · Prof. Dr. Thomas

Hofmann

Di, 17. April

Gut oder schlecht? Wie innerer

Zustand und Erfahrung Entscheidungen

beeinflussen · Prof. Dr. Ilona

Grunwald Kadow

Tel.: 08161 713260

11. Februar: Faschingsumzug

mit Open-Air-Party, Neustadt

a.d. Donau 13:30 – 18:00 Uhr

www.neustadt-donau.de

22. Februar: „Wellküren“ Musikkabarett,

19:30 Uhr · Gasthof Zeidlmaier,

Rohrbach www.zeidlmaier.de

25. Februar: Internationale

Jubiläums-Winterwandertage

Sa: Start von 12:00 –17:00 Uhr, ab 16:00

Uhr Abendwanderung, Zielschuss 20:00 Uhr

So: Start von 07:00 - 12:00 Uhr; Zielschuss

15:00 Uhr · Start Donau-Gymnasium Kelheim,

Rennweg 61, Kelheim · Eintritt frei!

Veranstalter: Wanderverein Kelheim e.V.

Karl Riedl, 09441 3474

25. Februar: Mainburger Fastenmarkt

mit verkaufsoffenem Sonntag

ab 9:00 Uhr · Eintritt frei!

www.mainburg.de

02. März + 22. April: Volxgesang:

Public Singing, Pfaffenhofen

Lust auf Singen? Bei dieser außergewöhnlichen

Veranstaltung kann das

Publikum lauthals selbst mitsingen.

Die erste Regel des Volxgesang lautet:

Es gibt kein zu laut! Und die zweite lautet:

Es gibt kein zu falsch! intakt Musikbühne ·

Raiffeisenstraße 33, Pfaffenhofen

+ Karten: www.intakt-musikinstitut.de

04. März: Hochzeitsmesse

im Kurhaus Bad Gögging

11:00 – 17:00 Uhr

www.bad-goegging.de

18. März: Saisoneröffnung an der

Donau Am 3. Wochenende im März wird

die Personenschifffahrt zwischen Kelheim

und Kloster Weltenburg durch den

Donaudurchbruch eröffnet.

18. März: Josephidult Pfaffenhofen

mit verkaufsoffenem Sonntag

www.pfaffenhofen.de

21. März – 2. April: Ostermarkt

Abensberg täglich von 11:00 – 19:00 Uhr

Karfreitag geschlossen · Gelände am

Kuchlbauer Turm

22. März: „A’Zwickt“ Tom & Basti

Wirtshausmusik,

19:30 Uhr · brasilianischer Jazz und

kabarettistische Lebenserinnerungen ·

Gasthof Zeidlmaier, Rohrbach

www.zeidlmaier.de

08. April: Mittelaltermarkt mit verkaufsoffenem

Sonntag, Moosburg

www.moosburg.de

26. April: „Allein unter Schwarzen“,

Simon Pearce, 19:30 Uhr · Comedy ·

Gasthof Zeidlmaier, Rohrbach Gasthof

Zeidlmaier, www.zeidlmaier.de

29. April: Mainburger Eisenmarkt

mit verkaufsoffenem Sonntag

ab 9:00 Uhr · Eintritt frei!

www.mainburg.de

30. April: Altbaierisches Maibaumaufstellen,

Bad Gögging

18:00-23:00 · Sportplatz Heiligenstädter

Str. 4a, TSV Bad Gögging

www.bad-goegging.de

06. Mai: Maidult Pfaffenhofen

mit verkaufsoffenem Sonntag

www.pfaffenhofen.de

09. Mai: Hallertauer Kleinkunstpreis

2018, Unterpindhart · 20:00 Uhr, Gasthof

Rockermeier, Geisenfeld-Unterpindhart

www.kleinkunst-unterpindhart.de

09.–13. Mai: Kelheimer Fischerfest

Volksfestplatz „Pflegerspitz“, Kelheim

Eintritt frei! 09441 701234

jeden Samstag: Altstadtrundgang

Freising um 11 Uhr, Treffpunkt: Tourist-

Information Rindermarkt 20 · Erw. 7 €,

Kinder bis 18 frei, Schüler, Studenten,

Rentner 4 €, ohne Anmeldung 08161

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Aktuelle Hinweise finden Sie in

den Veranstaltungskalendern

online:

www.hopfenland-hallertau.de

(„Aktivitäten“)

www.tourismus-landkreis-kelheim.de

(„Veranstaltungen“)

www.hallertau.info („Termine“)

www.freising.de („Veranstaltungskalender“)

Naturfreunde: Veranstaltungen des

Landschaftspflegeverbandes Kelheim

unter www.voef.de

W


Im äußersten Nordosten der Hallertau, in den schwer zugänglichen Felswänden der Weltenburger

Enge, finden die geheimnisumwitterten, knorrigen Nadelbäume einen geschützten Lebensraum.

König Ludwig I. sei Dank, der dieses Gebiet bereits 1840 unter Schutz stellte. Von den Kelten wurden

die Eiben als älteste Lebewesen dieser Erde verehrt. Einst prägte die extrem langsam wachsende

Baumart das Bild unserer Wälder, heute sind Eiben in Bayern so selten, dass sie auf der roten Liste

der gefährdeten Arten geführt und in Stückzahlen erfasst werden. Über eine außergewöhnliche

Baumart, auf die man selten trifft …

24 hallertau-Magazin


Blick auf die Donau vor der Weltenburger Enge:

Zahlreiche gut beschilderte Wanderwege führen durch das Gebiet.

In der wärmeren Jahreszeit kann man mit einer Zille oder

Seilfähre übersetzen ins Kloster Weltenburg und mit dem Schiff

zurück nach Kelheim fahren. Immer ein unvergessliches Erlebnis!

WWeshalb galt die Eibe in vergangenen Kulturen

wie denen der Kelten und Germanen als ein

heiliger Baum? Diese Frage beschäftigt Anthropologen,

Archäologen und Ethnobotaniker. Die

Antwort ist vielschichtig. Als immergrüne Pflanze verkörpert

die Eibe Lebenskraft. Als einziger Baum unserer Heimatregion

ist sie sogar im tiefen Winter noch fähig, Photosynthese zu

betreiben. Als Verjüngungskünstler kann sie sich aus einem

winzigen Zweigstück heraus erneuern. Insgesamt gilt „Taxus

baccata“ als die älteste in Europa heimische Baumart. Bis zu

140 Millionen Jahre lässt sie sich zurückverfolgen. Für unsere

keltischen Vorfahren galt sie als das älteste Lebewesen

schlechthin: Ein Baum verbunden mit der Ewigkeit. Zwar

wachsen Eiben außerordentlich langsam, jedoch können sie

mehrere tausend Jahre alt werden. Wenn man sie lässt. Im

Mittelalter war Eibenholz ein Exportschlager. Das harte, elastische

Holz war der perfekte Werkstoff für die damalige Waffenindustrie:

Langbögen à la Robin Hood – die Engländer gehörten

hallertau-Magazin 25


Eiben wachsen sehr langsam, können aber

mehrere tausend Jahre alt werden. Vor ca.

150 bis 200 Jahren ist diese Eibe im Naturschutzgebiet

Weltenburger Enge „angeflogen“

und darf hier im Unterholz ungestört aufwachsen.

26 hallertau-Magazin


Eine Eibe krallt sich in die bizarren Felsformationen im geschichtsträchtigen, ehemals keltischen Gebiet. Manch ein Schatz mag noch in

den Wäldern verborgen liegen. Hügelgräber und Viereckschanzen, die einem kultischen Zweck dienten, sind die Spuren der Kelten rings

um Kelheim. Eine Metropole der Keltenzeit war die Siedlung Alkimoennis auf einem Hügel über Kelheim. Zur Blütezeit wohl ein bedeutender

Herrschaftsmittelpunkt. Bisher ist nur ein kleiner teil ausgegraben und wissenschaftlich untersucht. Im Archäologischen Museum

Kelheim und im Archäologiepark lässt sich mehr erfahren vom Leben des faszinierenden und geheimnisvollen Volks der Kelten.

In der keltischen Vorstellung

gehören alte Eiben zu

den magischen Schwellenorten,

an denen ein Übergang

in eine andere Welt möglich ist.

Orte, die den Druiden

vorbehalten waren.

Der keltische Name der Eibe

„ivo“ oder „ibar“

ist mit dem alten Wort „ewa“

oder „ewig“ verwandt.

Eiben sind in allen teilen

äußerst giftig. Nur Wildtiere wie

Rehe und Wildschweine

vertragen die grüne Kost.

In den in der Eibe

enthaltenen taxinen wurde

eine Substanz gefunden, die

gegen Krebs hilft.

zu den besten Kunden. Viele Eibenhaine

fielen deshalb der Axt zum Opfer und

wurden später durch schnell wachsende

Wirtschaftshölzer ersetzt. Die Kelten

mögen sich im Grab umgedreht haben,

denn Eiben waren ihnen heilig. Aus

ihrem Holz fertigten sie schützende

Amulette, mit Eibensud verliehen sie

ihren Waffen giftige Unfehlbarkeit. In

der keltischen Vorstellung gehörten

Eiben zu den magischen Schwellenorten,

an denen ein Übergang oder eine Verbindung

in ein Jenseits möglich ist. Dort, auf

einer anderen Wahrnehmungsebene, in

der „Anderswelt“, glaubte man mythologische

Wesen und Verstorbene treffen zu

können. Das war allerdings mit Gefahren

verbunden und deshalb wenigen vorbehalten:

den Druiden, die als eine Art

weise und heilkundige spirituelle Führer

galten. Die Druiden sollen diese Art Grenzgang

mittels Räucherwerk und Zaubertränken

beherrscht haben. Psychoaktive

Wirkstoffe wie das Alkaloid Ephedrin,

das in der Eibe enthalten ist, werden

hierbei eine Rolle gespielt haben.

War Yggdrasil, der sagenumwobene

Weltenbaum, eine Eibe?

Ethnobotaniker belegen neuerdings, dass

es sich bei dem in der Edda erwähnten

Weltenbaum Yggdrasil um eine Eibe

handelt, nicht eine Esche, wie bisher angenommen

(Edda: älteste Niederschrift

germanischer Sagen und Lieder). Yggdrasil

wird der Sage nach geschildert als der

Baum, der die Welten verbindet. Ein

Übersetzungsfehler soll die kurzlebige,

laubabwerfende Esche jahrhundertelang

zum Weltenbaum befördert haben, obwohl

dieser ursprünglich als immergrüner

Nadelbaum beschrieben war.

„Vor Eiben kann kein Zauber bleiben“

Wie unsere keltischen und germanischen

Vorfahren die Eibe zum Heilen nutzten,

bleibt im Dunkel der Zeit verborgen. Das

Wissen, das Druiden und weise Kräuterfrauen

einst gehabt haben, ist nicht oder

nur fragmentarisch überliefert. In der

Naturmedizin der Mystikerin Hildegard

von Bingen (1098–1179) ist das Räuchern

von Eibenrinde erwähnt. Heilpraktiker

setzen Wirkstoffe der Eibe nur

in sehr hohen Verdünnungsgraden ein.

Experimente sind aufgrund der extremen

Giftigkeit lebensgefährlich: schon wenige

Nadeln der Eibe können tödlich sein.

Auch die Rinde und die Samen der roten

Früchte sind giftig.

Dass es heute so wenige Eiben gibt,

liegt sicher auch in dieser Giftigkeit begründet.

Hirten, Bauern und Fuhrleute

eliminierten den Nadelbaum auf Weiden

und an Wegrändern, um ihre Tiere vor

Schaden zu bewahren. Waldbewohner

wie Rehe und Wildschweine scheinen

immun gegen das Gift. Rehe berauschen

sich sogar an den jungen Trieben. Einige

Biologen vertreten die These, dass sich

Wildtiere gezielt medikamentieren durch

den Verzehr von Eibenrinde und -nadeln:

Das darin enthaltene Gift mache lästigen

Darmparasiten den Garaus. Die Inhaltsstoffe

der Eibe beschäftigen auch die

Pharmaindustrie. Aus ihnen wurde eine

Substanz isoliert, die aufgrund ihrer

krebshemmenden Eigenschaften erfolgreich

in der Therapie eingesetzt wird.

Das verspricht gute Aussichten für Menschen

und für die in Vergessenheit geratene,

langsame Eibe. Maité Herzog

Fotos: Oskar Schad, Maité Herzog, Illustrationen:

Fotolia (© bourbonbourbon,

© Aleksandr [Tiere])

hallertau-Magazin 27


Blick auf Kloster

Weltenburg im

Frühjahr, wenn die

Kuhschelle blüht.

Foto: Oskar Schad

Herbstleuchten auf dem „Räuberfelsen“.

Die Felsformationen entlang

der Donau haben im Volksmund

überlieferte Namen.

Zu den bekanntesten zählen der

„Bienenkorb“, die „Drei feindlichen

Brüder“ und die „Steinerne Kanzel“

Die „Weltenburger Enge“ zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Bayerns. Bereits

im Jahr 1840 hatte König Ludwig I. von Bayern ihren Schutz angeordnet. Im Jahr

1995 wurde das Areal um das Naturschutzgebiet Hirschberg und Altmühlleiten

erweitert und umfasst nunmehr insgesamt 900 ha. Es reicht von den Altwassern der

Altmühl hinauf zum Michelsberg und weiter nach Süden über den Donaudurchbruch

hinaus. Die „Weltenburger Enge“ ist von herausragender Bedeutung. Natur und Kultur

verbinden sich hier in einzigartiger Weise. Als bisher einzigem Naturschutzgebiet in

Bayern wurde der „Weltenburger Enge“ daher das Europadiplom verliehen, wodurch

es seit 1978 unter der Schirmherrschaft des Europarates steht.

Highlights: zweitgrößtes Eibenvorkommen in Bayern mit Deutschlands

höchster Eibe (23 m), seltene Arten wie Uhu, Wanderfalke oder

Donau-Kahnschnecke (der lateinische Name Theodoxus danubialis

bedeutet so viel wie „Gottes Geschenk an die Donau“ oder „Der

Lobpreis Gottes in der Donau“). Die auffälligen Gehäuse der Donau-

Kahnschnecke spielten in den frühen Kulturen an der Donau eine

wichtige Rolle als Schmuckstücke und Grabbeigaben.

28 hallertau-Magazin


WA N D E R T I P P

Mit der Gebietsbetreuerin

unterwegs zu Eiben, Mönchen

und feindlichen Brüdern…

Vielfältige Wälder, herrliche Ausblicke, Fantasie an -

regende Felsbastionen, sagenumwobene Orte. All dies

gibt es auf naturkundlich-kulturhistorischen Wanderungen

in der „Weltenburger Enge“ zu entdecken, dem

einzigen mit dem Europadiplom ausgezeichneten

Naturschutzgebiet Bayerns. Franziska Jäger, Gebiets -

betreuerin Weltenburger Enge, bietet im Rahmen der

Veranstaltungsreihe „Mit der Gebietsbetreuerin unterwegs

...“ unter anderem eine Wanderung entlang der

„Donauroute“ an.

Der Streifzug durch das Schutzgebiet beginnt in der

Wittelsbacher-Stadt Kelheim, geht entlang der Donau

über das Kloster Trauntal, besser bekannt unter dem

Namen „Einsiedelei Klösterl“, weiter zur Wipfelsfurt

durch den malerischen Buchenwald bis zum Kloster

Weltenburg. Die Wanderung nennt sich „Von Eiben,

Mönchen und feindlichen Brüdern“ und ist teil eines

umfangreichen Veranstaltungsprogramms des Landschaftspflegeverbandes

Kelheim. Im April 2018 beginnt

die nächste Wandersaison mit einem vielfältigen

Angebot an Erlebniswanderungen (Jahresprogramm

ständig aktuell unter www.voef.de )

Franziska Jäger führt Interessierte zu Eiben und weiteren naturkundlichen Attraktionen im Naturschutzgebiet

Weltenburger Enge. Die Gebietsbetreuerin (Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur und

Landschaftsplanung und M.Sc. Forst- und Holzwissenschaften) ist im Naturschutzgebiet Weltenburger

Enge seit 2008 im Einsatz, Schwerpunkt Umweltbildung, Besucherlenkung, Öffentlichkeitsarbeit,

Arten- und Biotopschutz inkl. Monitoring Fauna und Flora.

Naturerlebnis für Menschen mit Behinderung Abgestimmt auf Wünsche und Bedürfnisse die

Natur im Gebiet des Donaudurchbruchs erkunden: Route und Weglänge können variiert und gegebenenfalls

auch für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet gewählt werden. Gruppen ab 5 Personen; Anmeldung:

Tel. 09441 207-7324 · www.voef.de · www.tourismus-landkreis-kelheim.de

Bezaubernder Advent

Florale Weihnachtswelten, Inspirationen und Ideen für die Weihnachtszeit in unserer Adventsausstellung.


Natur & Vielfalt :

Au in der Hallertau

Ein grünes Band im Herzen der Hallertau ist die stillgelegte Bahntrasse im Gebiet der Marktgemeinde Au. In den mit

Brombeeren und Wildblumen bewachsenen Böschungen entlang des zum Wander- und Radweg umgestalteten Damms

finden zahlreiche Arten noch einen sicheren Lebensraum. Als Wander korridor ist die Trasse im Abens-Tal mit seinen

Auen und Feuchtwiesen für Insekten und Amphibien von vitaler Bedeutung. Die ökologisch wertvollen Flächen werden

deshalb sehr behutsam gepflegt. Auch zur Freude der Menschen: Erholungssuchende schätzen den idyllischen und

komfortablen Weg abseits verkehrsreicher Straßen. Wobei es nicht unbedingt still ist: Viele Vögel zwitschern hier

gerne mal um die Wette ...

Seit langem fordern Wissenschaftler wie der

renommierte Ornithologe Peter Berthold

die Schaffung von mehr Biotopen als Rückzugsgebiete

für bedrohte Arten in einer

zunehmend agrarindustriell geprägten Landschaft.

Seit 1950 hat die Zahl der Vögel in

Deutschland um zwei Drittel abgenommen.

Jüngst wurde das Ergebnis einer Studie

publiziert, wonach drei Viertel aller Insekten

in den vergangenen 27 Jahren aus Deutschland

verschwunden sind. Wer nun denkt,

30 hallertau-Magazin

dass lästige Fliegen und Stechmücken keiner

vermisst, der irrt. Insekten sind überlebenswichtig

für viele Tierarten, wie Vögel oder

Igel. Rund 80 Prozent aller Wildpflanzen

und viele Nutzpflanzen sind auf die Bestäubungsleistung

von Insekten angewiesen.

Wenn die Stabilität der Nahrungskette ins

Wanken gerät, wird das auch zu Lasten der

Menschen gehen. Nach Bertholds „Faustformel“

sollte in jeder Gemeinde zehn

Prozent der Fläche für naturbelassene

Wälder, Feuchtwiesen und Weiher vorbehalten

sein, als „Rettungsinsel für Vögel und

Insekten.“ Die Redaktion des hallertau-

Magazins geht in einer neuen Serie der

Frage nach, wie es um ökologische Flächen

in den Hallertauer Gemeinden bestellt

ist. Der erste Besuch führt in die Marktgemeinde

Au, wo bei einem Ortstermin mit

Bürgermeister Karl Ecker entsprechende

Ausgleichsflächen in seiner Gemeinde in

Augenschein genommen wurden.


Blick auf die Marktgemeinde

Au in der Hallertau

Mit 55 Quadratkilometer ist die Marktgemeinde

Au in der Hallertau (6.000 Einwohner)

– inklusive der verschiedenen

Gemeindeteile – die zweitgrößte Gemeinde

im Landkreis Freising. Davon entfallen

3.826 Hektar auf Flächen, die landwirtschaftlich

genutzt werden, 1.316 Hektar

im Gemeindegebiet sind Wald, immerhin

10 Hektar Gewässer.

Ökologische Ausgleichsflächen werden

vor Ort geschaffen

Aufgrund der Ausdehnung fällt es dem

Markt Au relativ leicht, die gesetzlich

vorgeschrieben Ausgleichsflächen auszuweisen,

die notwendig sind, wenn neue

Wohngebiete oder – wie zuletzt im Ortsteil

Seysdorf – Gewerbeflächen erschlossen

werden. „Wir haben in Au einen Flächennutzungsplan,

der für uns verbindliche

Handlungsanleitung ist“, bekräftigt Bürgermeister

Karl Ecker, „auch wenn der Gesetzgeber

dies nicht vorschreibt, werden bei

uns ökologische Ausgleichsflächen vor Ort

geschaffen und nicht in Aschaffenburg

oder Zwickau, was rechtlich möglich

wäre!“ Begleitet und bewertet wird die

Ausweisung der Ausgleichsflächen durch

die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt

Freising.

Der Beharrlichkeit von Bürgermeister

Ecker ist es zu verdanken, dass die Marktgemeinde

seit zehn Jahren ein „Grünes

Band“ durchzieht: die Trasse der ehemaligen

Hallertauer-Bockerlbahn. Fast sieben

Jahre habe es gedauert, bis man sich über

Die alte Bahnstation erinnert noch an

den Verlauf der ehemaligen Bockerlbahn

durch die Hallertau. Bürgermeister

Karl Ecker freut sich über

das „grüne Band“, das heute seine

Gemeinde durchzieht.

den Erwerb der fast 100.000 Quadratmeter

großen Fläche mit der Bahn geeinigt hat,

erinnert sich Ecker. Heute ist die ehemalige

Bahntrasse zwischen den Gemeindegrenzen

von Nandlstadt und Wolnzach ein

attraktives und vielgenutztes Angebot für

hallertau-Magazin 31


Der Rad- und Wanderweg

entlang der ehemaligen Bahntrasse

ist ein Gewinn für die Natur und

den Menschen.

Wanderer und Radfahrer – und ein ökologisch

wertvolles Biotop für Tier-und Pflanzenarten.

Denn diese Flächen werden im

Rahmen der Verkehrssicherungspflicht

vom örtlichen Bauhof und einer Fachfirma

nur sehr behutsam gepflegt.

„Bei uns sind viele Bürger sehr engagiert“

Auf weit mehr als 10 Prozent der Gemeindefläche

schätzt Ecker die Bereiche, die als

ökologisch wertvoll zu bezeichnen sind. Im

Ortsteil Haslach und entlang dem Flüsschen

Abens hat die Gemeinde zudem in

jüngster Zeit Grundstücke erworben, die

als Retentionsflächen für Hochwasser

dienen und für die entsprechende Renaturierungsmaßnahmen

umgesetzt wurden

bzw. geplant sind. Die Marktgemeinde Au

in der Hallertau, Mitglied im Landschaftspflegeverband,

werde auch weiterhin versuchen,

Grundstücke zu erwerben, die für

die Landwirtschaft wenig interessant sind,

verspricht der Bürgermeister, um ökologisch

bedeutsame Rückzugsgebiete im

Auszug aus der Bayerischen

Biodiversitätsstrategie 2030

„Für das Überleben der Menschheit ist die

biologische Vielfalt unverzichtbar. Pflanzen,

Tiere, Pilze und Mikroorganismen versorgen

die Atmosphäre mit Sauerstoff, reinigen Wasser

und Luft, speichern klimaschädliche Gase,

sorgen für fruchtbare Böden und Nahrung,

schützen vor Naturgefahren und versorgen

die Gesellschaft mit Rohstoffen und lebenserhaltenden

Medikamenten. Sie sind damit

die Basis für unser Leben und unsere Lebensgestaltung,

für Arbeit, aber auch für Erholung

und Tourismus, Vorbilder für die Architektur,

technische Innovationen und vieles mehr. Die

biologische Vielfalt hat neben dem ökologischen

somit auch einen erheblichen sozialen

und ökonomischen Wert.“

Gemeindegebiet zu entwickeln. So sehr

Ecker die Zusammenarbeit mit vielen

Grundstückseignern in Sachen Biotopentwicklung

lobt („viele Bürger sind sehr engagiert“),

so sehr bedauert er, dass es in

Bayern keine Gesetze gebe, die Abstandsflächen

von landwirtschaftlich genutzten

Böden zu Fließgewässern festsetzen. „In

anderen Bundesländern gibt es die verbindliche

5-Meter-Regel, die sich sehr

positiv auf die Wasserqualität von Bächen

oder Flüssen auswirkt“, weiß Bürgermeister

Ecker, „bei uns ist das nur eine Empfehlung.“

Neben der Bockerlbahn-Trasse gibt es

weitere bedeutsame Biotope in Au:

Herausragend ist der große Fischweiher

des örtlichen Fischereivereins, der diese

Fläche gepachtet hat und auch selbstständig

unterhält. Die umgebenden Flächen sind

weitgehend im Besitz der Marktgemeinde,

die diese nachhaltig pflegt.

Fazit von Bürgermeister Karl Ecker:

„Auch wenn es immer Verbesserungspotential

gibt: Was die Ökologie in Au betrifft,

können wir uns schon sehen lassen!“

Fotos: Rainer Lehmann

Lasst Leben im Laub!

Der Schutz der Insektenfauna beginnt im eigenen Garten. Wer auf Laubsauger und -bläser verzichtet und stattdessen

mit Besen und Rechen kehrt, zeigt Herz und Verständnis für die Kleintiere und Kleinstlebewesen, von denen auch unser

Wohl abhängt. Naturschutzorganisationen weisen darauf hin, dass Insekten bis hin zu Fröschen, Molchen und kleinen

Igeln durch den Einsatz solcher Geräte verletzt und auch zerstückelt werden. Und weiterer, ohnehin schon knapper

Lebensraum wird ihnen entzogen. Wo immer möglich sollten Blätter liegenbleiben dürfen. Das ist auch gut für den

Garten: Laub dient als nützliches Mulchmaterial und wirkt als schützende Isolierschicht. Der Boden trocknet nicht so

schnell aus und im Frühjahr stehen Nährstoffe zur Verfügung. Ein Laubhaufen in einer Gartenecke schafft Lebensraum

für wertvolle Nützlinge: Marienkäfer, Igel oder auch Erdkröten verkriechen sich darin und stehen dann im nächsten Frühjahr

rechtzeitig bereit, um Schädlinge zu vertilgen. Bis auf das dramatische Insektensterben in Deutschland in der

Agrarindustrie reagiert wird, kann der eigene Garten zur Arche der Vielfalt werden!

32 hallertau-Magazin


Freising.

Das südliche Tor zur Hallertau.

Bummeln durch die historische Altstadt

und Genuss bayerischer Gemütlichkeit

Kraft sammeln auf dem fürstbischöfliche

en

Domberg und in der romanischen Krypta

Staunen über den Weihenstephaner Berg mit der

ältesten Brauerei der Welt und seinen Schaugärten

Entspannen im stimmungsvollen Weltwald ld und

auf Ausstellungen des Künstlerhauses Schafhof

Touristinformation Freising

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Grüß Gott

beim Forstnerwirt!

In Rottenburg an der Laaber:

Die Gastwirtschaft mit Hotel in Rottenburg an der Laaber wird mit Herzblut geführt. Fritz Forstner kocht mit großer

Leidenschaft. Ehefrau Sandra leitet den Hotelbetrieb. Dann sind da auch noch die beiden Söhne Xaver und Vinzenz.

Und nicht zu vergessen, „d’Mam“, Christa Forstner. Von ihr, seiner Mutter (der „Mehlspeisen-Zauberin“), hat Fritz

Forstner wohl das Talent zum Kochen geerbt. 2017 hat die Familie in ein Bauernhaus-Hotel investiert. Das nachhaltige

Konzept kommt bei Reisenden, Ausflüglern und Einheimischen gut an. Beim Forstnerwirt kann man sich wohlfühlen

und zeitgemäß bayrisch genießen.

H A

L L E R

U

T A

34 hallertau-Magazin


q

Rechts das neu gebaute Hotel, links das

historische Gasthaus. Im Sommer sind

terrasse und Biergarten mit offener

Feuerstelle großzügig bestuhlt.

Mittagstisch gibt es bereits ab 11 Uhr

(Dienstag Ruhetag). Die Küche bietet saisonal

variierende Gerichte an, auch Vegetarier

werden fündig.

Abgebildet: Bandnudeln mit frischen

Pfifferlingen und Kirschtomaten, Lammhaxe

aus dem Ofen, gebackener Ziegenkäse mit

Walnüssen und Honig auf Salat.

Der französische Kaiser Napoleon hat hier die Parade seiner

Richtung Landshut ziehenden Truppen abgenommen. Im

nahen Schloss Gisseltshausen (heute Privatbesitz) traf sich

der bayerische König Ludwig I. mit seiner Geliebten Lola Montez,

wenn die Münchner Bürgerseele mal wieder überkochte ob dieser

unstatthaften Liaison. Die Rede ist von Rottenburg an der Laaber

(Landkreis Landshut), mit knapp 8.000 Bewohnern eine der kleinsten

Städte Bayerns, im Nordwesten der Hallertau. Heute gilt Rottenburg

vor allem bei Freunden gepflegter bayerischer Gastlichkeit als

beliebtes Ausflugsziel. Das ist der Familie Forstner zu verdanken. Seit

1895 gibt es den gleichnamigen Gasthof bereits, der ehemals als klassische

Bierwirtschaft neben der Landwirtschaft geführt wurde. Schon

mit 18 Jahren übernahm Fritz Forstner (41) nach dem frühen Tod

des Vaters die Verantwortung, machte zunächst seinen Landwirtschaftsmeister,

setzte dann aber immer mehr auf Bewirtung und

Beherbergung von Gästen. Nach seiner Ausbildung zum Koch investierte

Forstner Zug um Zug in Hotel und Gastronomie und gab

schließlich die Landwirtschaft auf. Um die Jahrtausendwende erfolgte

Information zur Barrierefreiheit:

· mobile Rampe für Treppe zur Gaststube vorhanden (auf Zuruf);

· Behinderten-WC von Terrasse/Hof stufenlos erreichbar;

· Zimmer mit bodengleichen Duschen, Aufzug

Einkehr-Tipp für Radler:

· Rottenburg ist an drei überregionale Radwege angebunden

· Fernanbindung Donauradweg gegeben

· e-bike Ladestation beim Forstnerwirt, Radl-Shop im Ort

hallertau-Magazin 35


ein gründlicher Umbau des alten Gasthofes und

schließlich von Herbst 2015 bis Frühjahr 2017 der

Neubau des schmucken Hotels auf der ehemaligen

Hofstelle. Entstanden ist ein ausnehmend

geschmackvolles Ensemble, das die Architektur

des ehemaligen Dreiseithofes aufgreift, aber

völlig neu interpretiert: Tradi tionelles verschmilzt

hier mit Modernem. Stilsicher haben Fritz

Forstner und seine Frau Sandra den Architekten

Franz Zettl mit eigenen Entwürfen und sogar

Modellen inspiriert und dafür gesorgt, dass alte

Materialien wie Türen und Dielen Wiederverwendung

fanden, um reizvolle Akzente in dem

modernen Gebäude zu setzen.

Durchaus vergleichbar ist auch der Ansatz in der Küche.

Die Karte dominieren traditionelle bayerische Gerichte, die

aber bei Fritz Forstner eine

zeitgemäße Interpretation

und Ergänzung erfahren.

Die Speisekarte mit

wechselnder Tageskarte

umfasst neben den bayerischen

Wirtshaus-Klassikern

auch Wild-, Lammund

Fischgerichte sowie

Angebote für Vegetarier.

Alles frisch à la Minute

zubereitet. „Wir verwenden

keinerlei Convenience-

Produkte“, versichert Küchen-Chef

Fritz Forstner,

der am Herd von seiner

Mutter Christa unterstützt

wird, „und verwenden

wo immer möglich

Produkte aus der Region.“ Manchmal werden aber auch Ausnahmen

gemacht. Ein Beispiel: Der Sohn vom örtlichen Jäger,

bei dem die Forstners Wild beziehen, lernt gerade Fischer am

Chiemsee und bringt regelmäßig frische Renken mit nach Rottenburg.

Zielsetzung ist aber, nach und nach für alle Produkte

Lieferanten aus der direkten Umgebung zu finden, erläutert

Fritz Forstner. Die Enten für Kirchweih kommen vom örtlichen

Bauern; der Honig künftig von einer nahen Bio-Imkerei. In

Planung ist ein eigener Kräutergarten im kommenden Jahr.

#

» Unsere Gäste

sollen sich

wohlfühlen! «

120 Sitzplätze gibt es in den verschiedenen Räumlichkeiten

des Gasthofes, im Sommer wird die

Terrasse und der neue Biergarten im Hof bewirtet,

für Feierlichkeiten finden im urigen Stadl bis

zu 80 Gäste Platz.

Sandra Forstner war früher als pharmazeutisch-technische

Assistentin tätig und arbeitete

zunächst nur an den Wochenenden im Gasthof.

Mit 25 Jahren, noch vor ihrer Heirat,

begann sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau.

Heute leitet sie das 3-Sterne-Hotel mit 31 Zimmern

und kümmert sich um Marketing, Internet

und Social Media. Offensichtlich mit großem Erfolg,

denn das Hotel wird seit dem ersten Tag „hervorragend

angenommen“. Zu den Gästen der Forstners zählen Geschäftsreisende

– in Rottenburg und Umgebung gibt es einige

große Automobilzulie -

ferer – Stammkunden aus

der Umgebung sowie

immer häufiger Radfahrer,

die den Laabertal-Radweg

entdeckt haben, der

durch Rottenburg führt.

„Unsere Gäste sollen sich

wohlfühlen“, betont die

Hotel-Chefin, „deshalb

Sandra Forstner leitet den

Hotelbetrieb. Viel Naturholz, Wolle

und Leinenstoffe wurden im

Neubau eingesetzt.

31 Zimmer „für alle Sinne“ stehen

zur Disposition, ein Tagungsraum,

dazu auch eine Sauna, ein Ruheraum

mit Yoga-Ausstattung und ein

Fitnessstudio.

haben wir die Zimmer mit

Naturmaterialien wie

Holz, Leinen oder Filz

gestaltet und uns dafür

sogar die Unterstützung

eines Feng-Shui-Beraters

geholt.“ Zur Wohlfühl-

Atmosphäre bei den

Forstners trägt jedoch vor

allem bei: eine ausgeprägte Herzlichkeit, die natürlich wirkt und

jedem Gast schmeichelt. Man spürt die Leidenschaft, mit der die

Forstners ihren Betrieb führen. Diese scheint auch an die nächste

Generation übergegangen zu sein. Die beiden Söhne, 8 und 11

Jahre, zeigen schon Interesse. „Unser Älterer hat bereits angekündigt,

Koch werden zu wollen“, freut sich Sandra Forstner. Es

ist eine schöne Vorstellung, dass der traditionsreiche Gastbetrieb

in Rottenburg an der Laaber auch von der nächsten Generation

fortgeführt wird. Nicht nur für die Forstners!

Gebrautpaar

aus LA

36 hallertau-Magazin


Der weitläufige Platz vor Hotel und Gastwirtschaft

wird in den Sommermonaten als

Biergarten genutzt. Es gibt auch einen urigen

kleinen Stadl, den Gäste für ungezwungene Feste

mieten können, sogar zur Selbstversorgung,

auch ein beliebter Ort für Brautentführungen

(siehe Foto unten links). Daneben, hinter der

massiven ehemaligen Wirtshaustüre, verbirgt

sich ein gesicherter Fahrradabstellraum mit

Ladestation für E-Bikes.

Christa Forstner („d’Mam“) gefällt,

dass ihr Sohn das alteingesessene

Gasthaus mit Freude führt und

zukunftsträchtig weiterentwickelt.

Gerne unterstützt sie

Fritz in der Küche, wo sie kann.

Viel Holz „ohne dass es jodelt".

Denn Holz tut einfach gut, findet

Fritz Forstner. Auch Logo und

Schriftzug ließ er ins Holz

schneiden und hinterleuchten.

Alle Zimmer im ruhigen Neubau

haben einen Blick auf den Garten

und das benachbarte Wasserschloß

mit viel Wald. Einige verfügen

über eine eigene kleine terrasse.

Fotos: Rainer Lehmann (RL),

Mauricio Dreher (MD)


» Das Reh ist frisch

vom Jäger, Ente und Rind sind

aus der Region, die Kräuter aus

dem eigenen Garten! «

m

Fritz und Christa zaubern in

der Küche: Geschmortes von der

Rehkeule. Sonn- und feiertags

wird traditioneller bayrischer

Mittagstisch bereitet:

Schweinsbraten im Reindl,

Bauernente mit Kartoffelknödel

und Blaukraut, Apfelkücherl.

Zu bestimmten Terminen gibt es

auch einen Sonntagsbrunch, der

in der Region sehr beliebt ist.

Reservierung empfohlen!

Beim Forstnerwirt in Rottenburg

sind Rad-Wanderer herzlich willkommen!

Eine E-Bike Ladestation und ein gesicherter

Fahrradabstellraum sind vorhanden, eine

Sauna zur Muskelkater-Prophylaxe ebenso!

Rottenburg an der Laaber ist angebunden an drei überregionale

Radwege: an die „Hallertauer Hopfentour“ mit 170 km Strecke

und fünf gut beschilderten Querverbindungen zur individuellen

Streckenanpassung, an den großen Laaber-Radweg mit

85 km und den Laaber-Abens-Radweg mit 36 km. Über diese

Strecken besteht Anschluss an den Donauradweg.

Ein Fahrradladen mit Werkstatt befindet sich im Ort (Ferdls

Zweirad Store).

Ausflügler und Freizeitaktivitäten

Für Ausflügler bietet sich der Rottenburger Natur-Erlebnispfad

an (6,7 km, ca. 1,5 Std. Gehzeit auf leichtem Gelände)

oder ein Besuch des Radio-Museums (geöffnet 1. und 3.

Sonntag im Monat, 13–17 Uhr). Von Mitte Mai bis Anfang

September lockt außerdem ein beheiztes Freibad mit 50m

Wasserrutsche und Wasserspielplatz.


Rezept

Geschmortes von der Rehkeule

mit Serviettenkloß und Schwammerl

Zubereitung:

Zutaten für 4 Personen:

800 g Rehkeule

Sonnenblumenöl zum Anbraten

150 g Knollensellerie

1 Petersilienwurzel

1 große Karotte

2 mittelgroße Zwiebeln

2 Esslöffel Tomatenmark

½ l Rotwein und ½ l Brühe zum

Aufgießen

Gewürze:

5 Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt,

1 Zimtstange, Sternanis,

Salz, Pfeffer sowie Zucker und

Preiselbeeren zum Abschmecken

Gemüse würfeln und mit Öl anbraten, Tomatenmark

dunkel anrösten, dann mit Rotwein ablöschen

und einreduzieren lassen. Angesetztes mit Spatel

vom Topfboden entfernen, ablöschen, Vorgang

insgesamt bis zu fünfmal wiederholen (um Röst -

aromen zu gewinnen), dann Gemüse mit Brühe

aufgießen und weich schmoren.

Rehkeule auslösen und in 2 cm große Würfel

schneiden, scharf anbraten und zum Gemüse in

die Soße geben. Etwa 50 Minuten bei sanfter

Hitze schmoren lassen. Gewürze ca. 10 Minuten

vor Ende der Garzeit zugeben.

Soße mit einem Spitzsieb von Gemüseresten

befreien. Gegebenenfalls mit etwas Maisstärke leicht

binden. Zucker und Preiselbeeren karamellisieren lassen

und die Soße damit süßlich pikant abschmecken.

Zutaten für

die Servietten-Knödel:

200 g Semmeln geschnitten

5 Eigelb, 5 Eiweiß

100 ml Milch

etwas Butter, Salz und Pfeffer

1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt

Petersilie (optional), fein gehackt

Klarsicht- und Alufolie

Die fein geschnittenen Semmeln mit Milch und Eigelb

mischen, 10 Minuten einweichen lassen, währenddessen

Eiweiß zu Schnee schlagen. Zwiebel mit Petersilie in

Butter glasig anschwitzen, abkühlen lassen, dann zum

Semmelteig geben, mit Salz und Pfeffer würzen.

Eischnee nach und nach unter die Masse heben und

ca. 20 cm lange Stränge auf die Klarsichtfolie geben,

dann einwickeln und zur Stabilisierung mit Alufolie

Gutes Gelingen wünscht Ihnen

Fritz Forstner!

umwickeln. Bei 90 Grad im Dampfgarer oder im Wasserbad

garziehen lassen. In dicke Scheiben schneiden und

in Butterschmalz goldbraun anbraten.

Schwammerl (Waldpilze oder Champignons, je nach Verfügbarkeit,

Menge nach Wunsch)

Die geputzten Pilze kurz vor dem Anrichten 3–4 Minuten

in Butter anbraten und auf die Knödelscheiben geben.

Unsere Weinempfehlung: „Heideboden Rot, 2015“ von Hannes Reeh

Beschreibung: dunkles Rubingranat, in der Nase Waldbeeren, dezenter

Holztouch, am Gaumen saftig und rund, etwas Nougat, feines Tannin

39 hallertau-Magazin

hallertau-Magazin 39


HALLERTAUER

BIERE

Christian Hermann, Bernhard

Nieder, Thilo Steindorf und

Alexander Herzog (v.l.n.r.) verkosten

besondere Hallertauer Biere*

In dieser Rubrik stellt das hallertau-Magazin

jeweils drei Bier-Besonderheiten vor:

z. B. besonders gehopfte, temporär

erhältliche, prämierte oder erstmals

gebraute Biere.

„Aurum“

Privatbrauerei Schweiger

Alkohol: 5,1 Vol. · Stammwürze: 12

Besonderheit: Naturtrübes Kellerbier, kalt -

gehopft, ungewöhnliche Flasche mit 0,25 l

Farbe/Optik: schöne Trübung, lichtgelb,

opalisierend, wenig stabiler Schaum

Geruch: frisch, leichte Hefenoten, ausgeprägtes

florales Hopfenaroma

Hopfenaroma: durch die Kalthopfung stark

wahrnehmbar

Vollmundigkeit: fruchtig, v. a. Zitrusnoten

(durch den Hallertauer Cascade), süffig

Rezenz: frisch, leicht moussierend, spritzig,

harmonisch ausklingend mit angenehmer Hopfenbittere,

sehr gute Drinkability

Gesamteindruck:

Aurum (lat. Gold): die Erwartungshaltung wird

mehr als erfüllt, ein großartiges Bier

BEWERTUNG

„Winterfestbier“

Hohenthanner Schlossbrauerei

Alkohol: 5,8 Vol. · Stammwürze: 13,5

Besonderheit: saisonal eingebrautes Märzen

Farbe/Optik: goldbraun, schöner, feinporiger

Schaum

Geruch: sortentypische dominante Malznoten

Hopfenaroma: nicht wahrnehmbar

Vollmundigkeit: malzaromatisch, fast

honigsüß, Karamell-Noten, sehr vollmundig

Rezenz: leicht moussierend

Gesamteindruck:

ein gelungenes Winterbier, das man sich

sehr gut in Kombination mit einem Bratapfel

und Vanilleeis vorstellen kann

BEWERTUNG

„Braupakt“

Staatsbrauerei Weihenstephan

Alkohol: 6,0 Vol. · Stammwürze: 14,5

Besonderheit: Gebraut in Kooperation mit der

US-Brauerei Sierra Nevada, Kalifornien; limitierte

Abfüllung, ab Januar 2018 im Handel erhältlich

Farbe/Optik: cremiger, sahniger Schaum, naturtrüb,

bernsteinfarben

Geruch: ausgeprägte Fruchtnoten: Pfirsich, Aprikose,

Zitrus, Nelke, Grapefruit; echte Fruchtbombe, typische

Hefenoten

Hopfenaroma: die ausgeprägten Fruchtnoten

kommen von den Hopfensorten Shinook und Amarillo

Vollmundigkeit: sehr ausgeprägte Vollmundigkeit,

eher sortenuntypisch dominieren die Fruchtnoten,

die aus der Hopfung stammen

Rezenz: angenehm, sortentypisch stark moussierend

Gesamteindruck:

ein sehr interesantes Weißbier jenseits des Mainstreams;

macht große Lust auf mehr

BEWERTUNG

* Biere aus der Hallertau oder mit Hallertauer Hopfen gebraut

SKALA

Der Braumeister sollte sich Rat holen

Akzeptabel, hinterlässt wenig Eindruck

Ein gut trinkbares „Tafel-Bier“

Ein feines Bier, lohnt auch einen Umweg!

Ein herausragendes Bier, unbedingt probieren!

Sensation, ein Bier zum Niederknien!


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41

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41 hallertau-Magazin

hallertau-Magazin

Wir freuen uns auf Sie!

Hildegard und Bernhard Nieder

hallertau-Magazin 41


Gewinnen Sie

einen bayerischen Abend

für zwei Personen im Forstnerwirt!

Welches Gebäude zeigt unser Suchbild?

Unter allen Einsendern, die bis zum 30.04.2018 die richtige Lösung einsenden,

verlosen wir ein Menü für zwei Personen im Forstnerwirt in Rottenburg an der Laaber.

Einsendungen an:

redaktion@hallertau-magazin.de

(Bitte Name und Telefonnummer angeben!)

Die Auflösung gibt es dann in der nächsten

Ausgabe des hallertau-Magazins (Frühjahr 2018).

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des hallertau-Magazins sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Gewinner der letzten Ausgabe:

Fotorätsel:

Unser letztes Suchbild zeigte die katholische Kirche „Unsere

Liebe Frau“ im niederbayerischen Gasseltshausen bei Aiglsbach.

Unter den Einsendern, die das Rätsel korrekt gelöst haben,

wurde per Los eine Gewinnerin ermittelt: Andrea Steffel aus

Mainburg hatte das Glück und darf einen bayerischen Abend

für zwei Personen im „Schuhbauers“ in Kirchdorf genießen

( www.schuhbauers.de ).

42 hallertau-Magazin


620n.Chr.

www.janda-roscher.de

Das älteste Kloster Bayerns

wurde vor fast 1400 Jahren am sogenannten

Donaudurchbruch gegründet. Dass die „Weltenburger

Enge” heute Naturschutzgebiet ist und

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ein Verdienst des BN.

Für welche einmaligen Naturschönheiten wir uns

noch einsetzen, erfahren Sie unter:

www.bund-naturschutz.de

Infos zu schützenswerten Landschaften unserer

Heimat – einfach kostenlos anfordern:

Dr.-Johann-Maier-Str. 4 Tel. 09 41/2 97 20 - 0

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