29.11.2017 Aufrufe

Verfahrenstechnik 12/2017

Verfahrenstechnik 12/2017

Verfahrenstechnik 12/2017

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

19098<br />

<strong>12</strong><br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

Dezember <strong>2017</strong><br />

Gut getrennt<br />

Dekanter und Separatoren für die<br />

Lebensmittelindustrie<br />

Mischer<br />

Homogenisierung durch<br />

Rotation und Schwerkraft<br />

Wälzkolbenpumpen<br />

Einfacher Austausch,<br />

sicherer Betrieb<br />

Fördertechnik<br />

Antiseptikband schnell und<br />

effizient reinigen


SUPER FLEX <br />

POLYURETHAN-SYNCHRONRIEMEN<br />

SUPER Flex Zahnriemen<br />

Unbegrenzte Möglichkeiten<br />

ENTDECKEN SIE DIE VORTEILE VON SUPER FLEX ANTRIEBSLÖSUNGEN<br />

Gates SUPER Flex Endloszahnriemen aus Polyurethan bieten Ihnen unbegrenzte<br />

Anpassungsmöglichkeiten, um den exakt auf Ihren individuellen Anwendungsbereich<br />

zugeschnittenen Riemen zu erhalten. Dafür steht Ihnen ein umfassendes Sortiment<br />

an unterschiedlichen Zahnteilungen, Beschichtungen, geschweißten Profilen und jede<br />

Riemenlänge zwischen 1,5 und 22,5 Metern zur Verfügung. Zusätzlich profitieren Sie dank<br />

unserer neuen und hocheffizienten Produktionsprozesse von extrem kurzen Lieferzeiten.<br />

Erfahren Sie mehr über unser Angebot an Endloszahnriemen auf<br />

GATESSUPERFLEX.COM


EDITORIAL<br />

Weltweite Geschäfte<br />

Haben Sie in der Presse die mittlerweile gekippten Fusionspläne<br />

von Clariant und Huntsman verfolgt? In der Chemieindustrie<br />

geht es seit Monaten drunter und drüber: Bayer übernimmt<br />

Monsanto, Dupont und Dow Chemical machen gemeinsame<br />

Geschäfte. Fusionen und Übernahmen im großen Stil sind in der<br />

Chemie nichts Besonderes, eine beunruhigende Ausnahme<br />

könnte die Übernahme<br />

Was am Ende zählt, ist der<br />

Unternehmenserfolg und<br />

die Kundenzufriedenheit<br />

der Schweizer Syngenta<br />

durch die chinesische<br />

Chemchina darstellen<br />

– ein milliardenschwerer<br />

Riesen-Deal, der gut zur<br />

aktuellen „Ich kauf mir ein<br />

tolles Unternehmen“ Strategie der Chinesen passt. Westliches<br />

Know-how ist in China gefragt, der Staat hat genaue Vorstellungen,<br />

wo und wann seine Konzerne sich Wissen durch<br />

Übernahmen zu sichern haben.<br />

Als Reaktion auf die Einkaufstour chinesischer Investoren in<br />

Europa hat die Bundesregierung vor kurzem ihr Vetorecht<br />

ausgebaut. Damit soll in Zukunft verhindert werden, dass<br />

strategisch bedeutende deutsche Firmen von ausländischen<br />

Unternehmen gekauft werden. Das klingt nach einem guten Plan,<br />

aber das Problem ist komplex: Wir wollen nicht, dass die<br />

Chinesen zu viel Einfluss auf unsere Wirtschaft haben und<br />

befürchten Know-how-Verlust. Noch ist<br />

nicht abzusehen, dass die deutschen<br />

Unternehmen durch eine chinesische<br />

Übernahme irreparable Schäden<br />

erleiden. Was am Ende zählt, ist der<br />

Unternehmenserfolg, die Zufriedenheit<br />

der Kunden und das Wohl der<br />

Mitarbeiter – und zwar weltweit. Ich bin<br />

gespannt, wie sich das neue Vetorecht<br />

tatsächlich auswirkt.<br />

Eva Linder<br />

Chefredakteurin<br />

e.linder@vfmz.de


www.verfahrenstechnik.de<br />

Dezember <strong>2017</strong><br />

INHALT<br />

<strong>12</strong><br />

20<br />

34<br />

Praktisch: Beim neuen Rotoform-Typ lassen<br />

sich die Produktrohre einfach wechseln<br />

Sicher: Durch das Atex-Überströmventil<br />

können Pumpen auch im Ex-Bereich<br />

betrieben werden<br />

Sauber: Ein Antiseptik-Förderband lässt<br />

sich schnell und effektiv reinigen<br />

AKTUELLES<br />

6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />

8 Seminare, Tagungen, Kurse<br />

VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

10 TITEL Dekanter und Separatoren für die<br />

Lebensmittelindustrie<br />

<strong>12</strong> Pastillierung in der Süßwarenindustrie<br />

14 Mischtechnik zur Aufbereitung von Feststoffen<br />

16 Heizschläuche für den Transport von<br />

Granulat und Schüttgütern<br />

17 Produktinformationen<br />

BETRIEBSTECHNIK<br />

38 Neue Feldbuslösung sichert Verfügbarkeit bei<br />

einem Schokoladenhersteller<br />

40 Produktinformationen<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

36 Impressum<br />

41 Inserentenverzeichnis<br />

42 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />

43 Vorschau<br />

KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

20 Wälzkolbenpumpen im Ex-Bereich sicher betreiben<br />

22 Spezielle Arbeitsplätze für die Reparatur von<br />

Hygienepumpen<br />

24 Einfache Verbindungstechnik in rauer Umgebung<br />

26 Produktinformationen<br />

ANZEIGE<br />

19098<br />

<strong>12</strong><br />

Gut getrennt<br />

Dekanter und Separatoren für die<br />

Lebensmittelindustrie<br />

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

30 Sensorik aus Kunststoff eröffnet neue Möglichkeiten<br />

32 Produktinformationen<br />

Mischer<br />

Wälzkolbenpumpen<br />

Fördertechnik<br />

Homogenisierung durch<br />

Einfacher Austausch,<br />

Antiseptikband schnell und<br />

Rotation und Schwerkraft<br />

sicherer Betrieb<br />

effizient reinigen<br />

TOP-THEMA<br />

FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />

34 Edelstahl-Förderband mit Sonderkomponenten<br />

TITELBILD<br />

GEA Group, Düsseldorf<br />

36 Produktinformationen<br />

MASSARBEITKORNFÜRKORN<br />

H-D-M.COM<br />

Bauermeister.indd 02_2015_Anzeige_HDM_BM_<strong>Verfahrenstechnik</strong>.indd 1 2 03.02.2015 03.02.1515:22:39<br />

14:21<br />

4 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


LÖSUNGEN<br />

ENTSTEHEN, WO<br />

MAN ÜBER DEN STANDARD<br />

HINAUSDENKT<br />

Bei allem, was wir tun, verlieren wir nie aus den Augen, worum es für Sie geht:<br />

wirtschaftliche Prozesse und maximale Flexibilität.<br />

Als Erfinder der elastomerbeschichteten Drehkolbenpumpe und als Innovationstreiber im Bereich<br />

der Förderung hochviskoser und abrasiver Medien sehen wir uns bei Vogelsang dem guten Ruf<br />

der deutschen Maschinenbauindustrie verpflichtet. Seit der Gründung des Unternehmens 1929 liefern<br />

wir technische Maschinen, deren Funktionalität, Qualität und Zuverlässigkeit von unseren Kunden<br />

weltweit hoch geschätzt werden.<br />

In der chemischen Industrie sind es vor allem ihre außerordentliche Widerstandsfähigkeit und Flexibilität,<br />

die die intelligent konstruierten, kompakten Drehkolbenpumpen von Vogelsang zu einem unverzichtbaren<br />

Teil effizienter Verarbeitungsprozesse machen. Denn die Pumpen sind selbstansaugend, trockenlaufunempfindlich,<br />

in ihrer Förderrichtung umkehrbar sowie in unterschiedlichen Materialien erhältlich.<br />

Auch hier zeigt sich die praxisorientierte Denkweise des Unternehmens: Die Pumpen sind vielseitig<br />

einsetzbar, aber auch an die Erfordernisse im speziellen Einsatzfall anpassbar.<br />

vogelsang.info<br />

ENGINEERED TO WORK


AKTUELLES<br />

NEWSTICKER<br />

Endress+Hauser hat fünf Mio. EUR in ein eigenes Gebäude in<br />

Chile investiert. In Santiago entstanden auf 2 300 m 2 moderne<br />

Büros, ein Auditorium, Konferenzräume, ein Trainingscenter<br />

sowie ein Kalibrier-Labor. Kunden sowie Mitarbeiter erwarten<br />

somit eine hervorragende Infrastruktur und gute<br />

Arbeitsatmosphäre. <br />

Die Envirochemie-Gruppe baut das Dienstleistungsangebot<br />

ihres Tochterunternehmens Envirofalk GmbH für den Betrieb<br />

wassertechnischer Anlagen in der Industrie aus. Dazu wurden<br />

der Vertriebs- und Service-Standort von Evoqua bei München<br />

und die Gesellschaftsanteile der AW Abwasser-Wasser-Technik<br />

GmbH in Hamburg übernommen. <br />

Die Flexim GmbH ist umgezogen: Die neue Firmenzentrale in<br />

der Boxberger Str. 4 in Berlin soll auf 13 000 m 2 viel Platz für<br />

die Innovationen der Entwicklungsabteilung, die Produktivität<br />

der Fertigung und die Kundenorientierung des Vertriebs<br />

bieten. <br />

Die Beko Technologies GmbH wächst: Das Neusser Maschinenbauunternehmen<br />

hat das Firmengelände um eine<br />

3 850 m 2 große Logistikhalle erweitert, die nun offiziell in<br />

Betrieb genommen wurde. „Das ist auch ein klares Bekenntnis<br />

zum Standort Neuss“, sagt Norbert Strack, einer der<br />

beiden Geschäftsführer der Beko Technologies GmbH. <br />

Neuerung in der Geschäftsführung der<br />

Azo-Gruppe<br />

Nach 27 erfolgreichen Jahren geht Robert<br />

Zimmermann (Bild) als einer der geschäftsführenden<br />

Gesellschafter der<br />

Azo-Gruppe in Osterburken zum Ende<br />

des Jahres <strong>2017</strong> in den Ruhestand.<br />

Die bisherige Gesamtgeschäftsführung<br />

durch Robert und Rainer Zimmermann<br />

wird auf Rainer Zimmermann als alleinigen<br />

geschäftsführenden Gesellschafter<br />

übergehen. Die Azo-Gruppe bleibt damit<br />

ein Familienunternehmen im Besitz der<br />

Familien Zimmermann.<br />

Robert Zimmermann wurde 1951 als ältester Sohn der Firmengründer<br />

Adolf und Marianne Zimmermann geboren. 1990 übernahmen<br />

er und sein jüngerer Bruder Rainer Zimmermann gemeinsam als<br />

geschäftsführende Gesellschafter die Geschäftsleitung des 1949<br />

von den Eltern gegründeten Unternehmens.<br />

www.azo.com<br />

50-jähriges Jubiläum bei Julabo<br />

55 Jahre Labormessgerätehersteller Knauer<br />

Julabo feierte vor kurzem sein 50-jähriges Firmenjubiläum mit<br />

einem mehrtägigen Event-Paket – vom Galaabend über den Partner-Experience-Day<br />

bis zum Tag der offenen Tür, zu dem Geschäftsführer<br />

Markus Juchheim am Stammsitz in Seelbach rund<br />

4 500 Besucher begrüßen konnte. Die Julabo GmbH ist Anbieter<br />

für Temperiertechnologie und zählt über 350 Mitarbeiter in<br />

elf Niederlassungen sowie Vertriebs- und Servicepartner in über<br />

100 Ländern.<br />

www.julabo.com<br />

v. l.: Alexandra, Roswitha und Dr. Herbert Knauer<br />

Jubiläumsfeiern sind meist Anlass für einen Rückblick auf Erfolge<br />

und auf das Erreichte, so auch bei der 1962 gegründeten Firma<br />

Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH in Berlin. Grund zur Freude<br />

gibt es genug, denn was Dr.-Ing. Herbert Knauer einst mit Lötkolben,<br />

Laubsäge und einer genialen Idee für ein hochgenaues elektronisches<br />

Thermometer begann, ist heute ein Unternehmen mit<br />

135 Mitarbeitern, das Chromatografie-Geräte entwickelt und diese<br />

weltweit vertreibt. „Wir sind sehr stolz, auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung<br />

zurückblicken zu können. Ständige Weiterentwicklung<br />

und hochmotivierte Kräfte sind wichtige Voraussetzungen,<br />

um in der Hightech-Laborbranche zu bestehen“, sagte Alexandra<br />

Knauer im Rahmen des Festakts und dankte ihren Mitarbeitern für<br />

das große Engagement. Geschäftsführerin Knauer leitet das Familienunternehmen<br />

in zweiter Generation seit 22 Jahren.<br />

www.knauer.net<br />

Keller MSR feiert 50-jähriges Bestehen<br />

Der Geschäftsbereich MSR der Keller HCW GmbH feiert in diesem<br />

Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Die Erfindung des Absetzwagens für<br />

Ziegeleiwerke des Maschinisten Carl Keller war der Grundstein für<br />

die Erfolgsgeschichte der Firma Keller, die seit dem Jahr 1904<br />

im westfälischen Laggenbeck ansässig ist. Die Entwicklungen von<br />

Keller MSR im Bereich der berührungslosen Temperaturmessung<br />

werden heute in der keramischen Industrie, aber auch in der Stahlindustrie,<br />

in Gießereien, in der Labortechnik sowie in der Nahrungsmittel-<br />

und Glasindustrie eingesetzt.<br />

www.keller-msr.de<br />

6 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


BEWÄHRTE<br />

PROZESS-SICHERHEIT.<br />

JETZT IN XL.<br />

Die neuen DDA- und DDE-Modelle der SMART Digital XL-Baureihe<br />

FLEXIBILITÄT<br />

Digitales<br />

Dosieren<br />

seit 2000<br />

SICHERHEIT<br />

ZU VERLÄSSIGKEIT<br />

Mit den neuen Membran-Dosierpumpen DDA und DDE der SMART Digital XL-Baureihe ist jetzt die bewährte<br />

Prozesssicherheit der SMART Digital-Technologie auch für jede beliebige Wasseraufbereitungsanlage<br />

erhältlich – und das sogar für Dosiermengen bis 200 l/h und Viskositäten des Flüssigmediums bis 3000 mPas.<br />

Die hochwertigen Komponenten wie auch die präzise SMART Digital-Technologie sorgen zusammen mit<br />

den intelligenten Steuerungsund Überwachungsfunktionen und der umfangreichen Zubehörpalette für<br />

höchste Dosiersicherheit mit minimalen Ausfallzeiten und Prozessunterbrechungen.<br />

Überblick über die gesamte Baureihe der Grundfos-Dosierpumpen: www.grundfos.de/get-smart<br />

Dosiermenge:<br />

0,075 bis 200 l/h<br />

Systemdruck:<br />

bis zu 10 bar<br />

Einstellbereich: 1:800<br />

Dosiergenauigkeit: +/- 1,5 %<br />

Dosierkopf: PVC, PVDF oder Edelstahl


AKTUELLES<br />

70 Jahre<br />

Abel-Pumpen<br />

Am 21. November 1947 gründete<br />

Wilhelm Abel in Düsseldorf<br />

ein Ingenieurunternehmen für<br />

Bergbautechnik, spezialisiert auf<br />

die Herstellung von Pumpen für<br />

den Kohlebergbau. Inzwischen<br />

ist die Abel GmbH eine 100%ige<br />

Tochter der Hillenbrand Inc. und<br />

fertigt an ihrem heutigen Hauptsitz<br />

in Büchen bei Hamburg<br />

eine breite Produktpalette von<br />

Membran-, Feststoff-, Hochdruck-<br />

und Marinepumpen. Die<br />

Pumpen für abrasive Medien<br />

werden weltweit vertrieben.<br />

www.abel.de<br />

VDI vergibt<br />

Arnold-Eucken-Preis<br />

2018 vergibt der VDI erneut<br />

den bedeutendsten deutschen<br />

Nachwuchspreis für <strong>Verfahrenstechnik</strong>,<br />

den mit 5 000 EUR<br />

dotierten Arnold-Eucken-Preis.<br />

Mit dem Preis werden herausragende<br />

Leistungen auf dem<br />

Gebiet der <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />

ausgezeichnet.<br />

Die Verleihungsbestimmungen<br />

und Nominierungsunterlagen<br />

sind ab sofort im Internet abrufbar.<br />

Der Arnold-Eucken-Preis<br />

wird seit 1956 in Erinnerung an<br />

den deutschen Physikochemiker<br />

und ersten Obmann des<br />

VDI-Fachausschusses „<strong>Verfahrenstechnik</strong>“,<br />

Prof. Dr. phil. Dr.-<br />

Ing. E. h. Arnold Eucken, verliehen.<br />

Zu den Preisträgern zählen<br />

u. a. Eduard Kuss (1956), Ernst-<br />

Ulrich Schlünder (1966) und<br />

Friedrich Löffler (1974). Vorschläge<br />

können bis zum 15.<br />

Februar 2018 per E-Mail unter<br />

gvc@vdi.de an die VDI-Gesellschaft<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong> und<br />

Chemieingenieurwesen (VDI-<br />

GVC) gerichtet werden.<br />

www.vdi.de<br />

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />

KURS Industriebodenbeschichtung 07./08.<strong>12</strong>.17,<br />

Ostfildern<br />

TRAINING Beherrschen von Mehrphasenströmungen<br />

11.<strong>12</strong>.17,<br />

Essen<br />

SEMINAR Probenahme flüssiger Abfälle 18.<strong>12</strong>.17,<br />

Offenbach<br />

WEITERBILDUNG Gefahrstoffbeauftragter 23./24.01.18,<br />

Essen<br />

KOLLOQUIUM Advances in Chemical<br />

Biology<br />

SEMINAR Betriebswirtschaftslehre für<br />

Chemiker<br />

KURS Erfahrungs regeln bei der Auslegung<br />

von Apparaten und Anlagen<br />

30./31.01.18,<br />

Frankfurt/M.<br />

19./20.02.18,<br />

Idstein<br />

19./20.02.18,<br />

Wuppertal<br />

HOCHSCHULKURS Vom Schüttgut zum Silo 26./27.02.18,<br />

Braunschweig<br />

LEHRGANG Certified Training for Profibus<br />

PA Engineer<br />

06.–09.03.18,<br />

Reinach, Schweiz<br />

Technische Akademie Esslingen, Tel. 0711/34008-23,<br />

www.tae.de<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />

www.umweltinstitut.de<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

Dechema, Tel. 069/7564-267,<br />

www.dechema.de/kolloquien<br />

GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />

www.gdch.de/fortbildung<br />

Zeppelin mit Joint Venture für Automatisierung<br />

Freuen sich über die Zusammenarbeit (v. l.): Andreas Ott,<br />

Rochus Hofmann, Joshipura Gaurang, Ashutosh Chincholikar<br />

Technische Akademie Wuppertal, Tel. 0202/7495-0,<br />

www.taw.de<br />

Ostfalia Hochschule, Tel. 05331/8573-3<strong>12</strong>,<br />

www.gvt.org<br />

Endress + Hauser, Tel. +41/61/7157378,<br />

www.endress.com<br />

Um zukünftig noch schneller<br />

auf die Entwicklungen der digitalen<br />

Welt und die Anforderungen<br />

der Kunden zu reagieren, ist<br />

Zeppelin Systems ein Joint Venture<br />

mit dem indischen Unternehmen<br />

Smart Control eingegangen.<br />

Das Unternehmen<br />

entwickelt, vertreibt und implementiert<br />

globale Automatisierungslösungen<br />

mit dem eigenen<br />

Produkt Smartmix. Weitere<br />

Schwerpunkte liegen in der IT-Integration, der Umsetzung von fabrikweiten MES-Lösungen und in der<br />

Digitalisierung mit Fokus auf IoT. Im Rahmen des Joint Ventures sollen neue Ideen in enger Abstimmung<br />

mit Zeppelin-Automation in gut handhabbare und nahtlos zu integrierende Produkte umgesetzt<br />

werden. Erste Entwicklungsprojekte wurden bereits auf den Weg gebracht. Dazu gehört der Smart<br />

Controller, mit dem sich die Automatisierung von mechanischen Komponenten weiter vorantreiben<br />

lässt. Damit werden in Zukunft viele Komponenten und Module eine dezentrale Intelligenz besitzen,<br />

die in eine verfahrenstechnische Anlage integriert werden.<br />

www.zeppelin-systems.com<br />

Zukunftsinvestition bei Cemo<br />

www.cemo.de<br />

Die Firma Cemo aus Weinstadt ist Spezialist<br />

für mobiles Tanken und Gefahrstofflagerung.<br />

Der Erfolg des Unternehmens erfordert neue<br />

Investitionen und den Ausbau der Unternehmensgruppe<br />

mit bisher ca. 220 Mitarbeitern<br />

bei einem Umsatz von 38 Mio. EUR. Da die<br />

Nachfrage die geplante Produktionskapazität<br />

mittlerweile überschreitet, schafft der mittelständische<br />

Betrieb jetzt neue Kapazitäten<br />

und Arbeitsplätze im Stammhaus bei Weinstadt<br />

und am Produktionsstandort Schnelldorf<br />

mit einem Gesamtinvestitionsvolumen<br />

von rund drei Mio. EUR.<br />

8 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


AKTUELLES<br />

Phoenix TM ist umgezogen<br />

Neues Gebäude für Kaeser<br />

Nach fast genau zwei Jahren Bauzeit ist das erste neue Firmengebäude<br />

bei Kaeser Kompressoren bezogen worden. Viel Platz und<br />

Licht für neue Ideen und Innovationen soll das neue Gebäude bieten.<br />

Im September 2015 war der Grundstein für das neue Gebäude<br />

„Forschungs- und Innovationszentrum“ gelegt worden. „Weil dort<br />

die Mitarbeiter wieder enger zusammengerückt sind, dadurch einfacher<br />

kommunizieren können und so neue Ideen zielgerichtet und<br />

nachhaltig entstehen werden“, sagt Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender<br />

des Druckluftspezialisten. Besonderes architektonisches<br />

In neuen Räumen (v. l.): Carola Konitzer, Thomas Lesemann, Dagmar<br />

Taake, Bastian Sulinski, Manfred von Prondzinski, Michael Taake<br />

Die Phoenix TM GmbH, Hersteller von Temperatur-Messsystemen<br />

aus Bad Oeynhausen, ist umgezogen. Nach über sechs erfolgreichen<br />

Jahren mit stetigem Wachstum hat das Unternehmen jetzt<br />

deutlich größere Räume im Ortsteil Dehme bezogen. Das mittlerweile<br />

siebenköpfige Team um Geschäftsführer Michael Taake<br />

kümmert sich um die Kunden in Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz, in Frankreich, Spanien und Benelux, Skandinavien sowie<br />

dem osteuropäischen Raum und Russland. Neben dem Verkauf von<br />

Temperatur-Messsystemen in die verschiedensten Branchen der<br />

Wärmebehandlungsindustrie steht auch der Service für die Kunden<br />

immer im Fokus.<br />

www.phoenixtm.de<br />

Highlight des Gebäudes ist die doppelt gewundene Treppe, die die<br />

sechs Ebenen miteinander verbindet. Sie ist dem Profil der<br />

Schrauben rotoren nachempfunden, das für den Unternehmenserfolg<br />

von Kaeser Kompressoren eine wichtige Rolle spielt.<br />

www.kaeser.com<br />

+++ NEU: Testen Sie exzellenten Rundumservice<br />

unter www.buerkert.de/buerkertplus<br />

Durchflussmessung<br />

ohne Sensor im Rohr.<br />

FLOWave nutzt die patentierte SAW-Technologie – ohne Einbauten<br />

und Verengungen im Rohr. Hygienischer geht es nicht.<br />

Das Ergebnis: keine Wartung sowie einfache Reinigungsprozesse.<br />

FLOWave ist klein, leicht und glänzt in jeder Einbaulage.<br />

Ein Durchflussmessgerät, ussmessgerät, das unabhängig von Leitfähigkeit,<br />

Fließrichtung und -geschwindigkeit des Liquids präzise und<br />

verlässliche Messwerte liefert. Ideal für Clean-Utilities-Anwendungen<br />

in Pharmazie und Biotechnologie.<br />

FLOWave:<br />

So geht Durchflussmessung heute –<br />

weil Hygiene zählt.<br />

We make ideas flow.<br />

www.buerkert.de


Separatoren kommen hauptsächlich bei<br />

der Fischmehl- und Fischölgewinnung zur<br />

Presswasserentölung sowie Ölpolierung<br />

zum Einsatz. Bei der Presswasserentölung<br />

trennen die Separatoren, die während der<br />

Fischmehlpressung anfallende flüssige<br />

Phase in die Komponenten Öl und Leimwasser.<br />

Durch die Abtrennung der Feststoffe<br />

und des Wassers entsteht das sogenannte<br />

Truböl, das in einem weiteren<br />

Separationsschritt poliert und somit zu<br />

Reinöl aufbereitet wird. Mit dem hohen<br />

Entwicklungsstand der Separatoren ist die<br />

einwandfreie Klärung und Trennung im<br />

gesamten Verarbeitungsprozess gewährleistet.<br />

Nach Beendigung des Separier-Prozesses<br />

kann der Separator durch eine<br />

automatische chemische Reinigung (CIP)<br />

zuverlässig gereinigt werden.<br />

Qualitativ hochwertige Ausbeute<br />

Ein guter Fang<br />

Dekanter und Separatoren für die Lebensmittelindustrie<br />

Die Lebensmittelindustrie verlangt<br />

effiziente Produktionsprozesse,<br />

Standardisierung und hohe<br />

Ausbeuten. Trenntechnische<br />

Maschinen, Systeme und<br />

Prozesslinien setzen dabei weltweit<br />

Maßstäbe für Leistung und<br />

Lebensdauer sowie Ökonomie und<br />

Ökologie.<br />

Zum Gewinnen von Fischmehl und<br />

Fischöl aus Fischnebenprodukten werden<br />

seit vielen Jahrzehnten Gea Separatoren<br />

und Dekanter eingesetzt. Dabei wurden<br />

im Laufe der Jahre die eingesetzten Prozesse<br />

an die Anforderungen der Rohstoffe<br />

und der Produkte von Gea optimiert. Auch<br />

die Weiterentwicklung von Dekantern und<br />

Separatoren hat die Verarbeitungsprozesse<br />

stark beeinflusst. Neben einigen speziellen<br />

Autor: Dr. Karlheinz Bühler, Head of Separation<br />

Sales, GEA Germany GmbH, Oelde<br />

Anwendungen kommen heute hauptsächlich<br />

das sogenannte konventionelle Verfahren,<br />

das Vollfisch-Verfahren und der<br />

Drei-Phasen-Prozess zum Einsatz. Durch<br />

die wachsende Nachfrage nach kleinen<br />

Fischmehlanlagen wird vor allem der Drei-<br />

Phasen-Prozess interessant.<br />

Dekanter sind feststofforientierte Zentrifugen<br />

und werden hauptsächlich für die<br />

Klärung von Flüssigkeiten mit hohem Feststoffanteil<br />

eingesetzt, so etwa zur Presswasserklärung<br />

im konventionellen Verfahren,<br />

zur Kochmasseklärung im Vollfisch-Verfahren<br />

sowie zum Herstellen von Leberöl,<br />

Fischproteinkonzentrat und Fischproteinpülpe.<br />

Der Einsatz von Dekantern in diesen<br />

Bereichen erzielt eine hohe Feststoffkonzentration<br />

und verringert so die Kosten für<br />

das Trocknen der Mehle. Die besonderen<br />

Merkmale des Dekanters sind seine kontinuierliche<br />

Arbeitsweise und hohe Ausbeute<br />

bei geringem Platzbedarf. Betrieb und<br />

Überwachung laufen automatisch.<br />

Während Dekanter hauptsächlich feststofforientiert<br />

sind und somit als Vorreinigungsstufe<br />

dienen, sind Separatoren flüssigkeitsorientiert<br />

und für die Feinklärung<br />

und Auftrennung von Flüssigkeitsgemischen<br />

konstruiert. Bei selbstentleerenden<br />

Separatoren wird das Schleudergut in<br />

einem Tellerpaket geklärt bzw. getrennt<br />

und die einzelnen Phasen dann automatisch<br />

ausgetragen.<br />

Die wichtigste Aufgabe bei der Gewinnung<br />

von Fischmehl und Fischöl besteht darin,<br />

die drei Hauptkomponenten des Rohstoffs<br />

– Feststoff (Protein), Fett und Wasser<br />

– rationell und effektiv in relativ kurzer<br />

Prozesszeit voneinander zu trennen. Die<br />

thermische Behandlung zur Koagulation<br />

des Rohstoffs ist daher von größter Bedeutung<br />

und bestimmt Qualität und Fettgehalt.<br />

Durch die Erhitzung koaguliert das<br />

Protein und die fetthaltigen Zellen werden<br />

schonend aufgeschlossen, um das Öl freizugeben.<br />

Diese thermische Behandlung ist<br />

heute in allen angewendeten Verfahren<br />

obligatorisch.<br />

Im konventionellen Prozess wird das gekochte<br />

Rohmaterial einer Schneckenpresse<br />

zugeführt, bevor ein Zwei-Phasen-Dekanter<br />

das Presswasser klärt und dabei die<br />

Feststoffe abtrennt. Alternativ wird auch<br />

das sogenannte Vollfisch-Verfahren eingesetzt,<br />

wobei der Zwei-Phasen-Dekanter die<br />

Schneckenpresse ersetzt. Durch die Verwendung<br />

des Vollfisch-Dekanters ergeben<br />

sich bei der Verarbeitung von bestimmten<br />

Fischrohwaren im Vergleich zum konventionellen<br />

Verfahren eine Reihe von Vorteilen.<br />

Dazu zählen eine vereinfachte Prozesssteuerung,<br />

eine höhere Produktivität und<br />

eine bessere Mehlqualität in Bezug auf den<br />

Fett- und Proteingehalt. In beiden Verfahren<br />

werden anschließend selbstentleerende<br />

Separatoren eingesetzt, die in der ersten<br />

Stufe der Presswasserentölung und in der<br />

zweiten Stufe der Ölpolierung dienen.<br />

Eine spezielle Alternative zu diesen Standard-Verfahren<br />

repräsentieren die Fischmehl-<br />

und Fischölgewinnung über den<br />

Drei-Phasen-Dekanter. Dieses Verfahren<br />

zeichnet sich durch einen ausgesprochen<br />

geringen Platzbedarf aus und bietet besonders<br />

bei kleinen Verarbeitungskapazitäten<br />

eine wirtschaftliche Lösung.<br />

10 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


TITEL I VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

01 Teller-Separator für Klär- und<br />

Trennprozesse<br />

02 Drei-Phasen-Dekanter für die Fischindustrie<br />

Effektives Zusammenspiel<br />

Neben der klassischen Variante, die ähnlich<br />

wie das konventionelle Verfahren die Feststoffe<br />

mittels Presse abtrennt, kann für sehr<br />

kleine Verarbeitungsmengen auch eine<br />

Kombination aus Vollfisch- und Drei-Phasen-Dekanter<br />

eingesetzt werden. Da hierbei<br />

auf eine Presse verzichtet werden kann, vereinfacht<br />

sich der Prozess nochmals deutlich.<br />

Gerade diesen Verfahren gehört die Zukunft,<br />

ist doch die fischverarbeitende Industrie<br />

mitten im Wandel. Klimaveränderungen<br />

und schwankende Fischfangmengen in bestimmten<br />

Regionen der Welt sind Ursachen<br />

dafür, dass es immer weniger Großanlagen<br />

gibt, in denen Kapazitäten von 100 bis<br />

200 t/h verarbeitet werden. Umgekehrt<br />

wächst die Zahl der Unternehmen, die mit<br />

viel kleineren Leistungen produzieren, dabei<br />

jedoch hohe Renditen erwirtschaften.<br />

Auf diesen Wandel gibt der Drei-Phasen-<br />

Dekanter von Gea eine adäquate Antwort:<br />

Zunächst werden die Rohstoffe schonend<br />

Nachwachsende Rohstoffe<br />

zerkleinert und erhitzt. Nach der Koagulation<br />

tritt der Drei-Phasen-Dekanter in Aktion. Er<br />

trennt die Suspension sauber in die drei<br />

Phasen Feststoff, Wasser und Öl. Da die Ölphase<br />

noch geringe Restmengen an freiem<br />

Wasser und Feststoffen enthalten kann,<br />

sollte ein Polier-Separator nachgeschaltet<br />

werden, der auch diese kleinsten Verunreinigungen<br />

zuverlässig entfernt. Das Ergebnis<br />

ist reinstes Fischöl.<br />

Vielseitiger Einsatz<br />

Fettarmes Proteinhydrolysat aus Fisch gehört<br />

zu den zukunftsträchtigen Produkten.<br />

Zu den Absatzfeldern zählen unter anderem<br />

Aquakulturen ebenso wie Betriebe aus<br />

Kälbermast oder Schweine- und Geflügelzucht,<br />

die es als hochwertiges Futtermittel<br />

einsetzen. Auf diesen Sektoren kann das<br />

Produkt aufgrund seiner besseren Verwertbarkeit<br />

und der damit verbundenen<br />

schnelleren Gewichtszunahme der Tiere<br />

andere Futtermittel ersetzen. Aufgrund<br />

Das Know-how für mehr als 3 000 Verfahren und Prozesse macht Gea zum anerkannten<br />

Partner für zukunftssichere trenntechnische Systeme. Das Unternehmen bietet<br />

Lösungen für die Anwendungsbereiche Nahrungsmittelindustrie, Chemie, Pharmazie,<br />

Biotechnologie, Energie, Schifffahrt und Umwelttechnik. Es sieht sich als Kompetenzzentrum<br />

für zukunftsorientierte Ideen und Verfahren, auch und gerade bei der<br />

Gewinnung von Nebenprodukten mit hoher Wertschöpfung sowie bei vollständigem<br />

Aufschluss und effizienter Nutzung regenerativer Energieträger. Die Kernkompetenzen<br />

liegen hier in den Bereichen<br />

Stärke und Proteine,<br />

Biofuels und Fermentationsprozessen<br />

sowie in der<br />

Gewinnung und Verarbeitung<br />

von pflanzlichen und tierischen<br />

Ölen und Fetten.<br />

seiner hohen Wasserlöslichkeit ist es in der<br />

Agrarindustrie auch als flüssiges Düngemittel<br />

einsetzbar. Darüber hinaus ist Proteinhydrolysat<br />

als Lebensmittelzusatz für die<br />

menschliche Ernährung ebenfalls sehr vielversprechend.<br />

Das gewonnene Produkt<br />

zeichnet sich durch seinen extrem niedrigen<br />

Fettgehalt von unter einem Prozent aus.<br />

Das Verfahren beginnt mit einer enzymatischen<br />

Behandlung des vorzerkleinerten<br />

Materials in einem Reaktionstank bei einer<br />

Temperatur von etwa 50 °C und einer Verweilzeit<br />

von einer Stunde. Der enzymatische<br />

Prozess verändert die Proteine, indem die<br />

aus langkettigen bestehenden Proteinmoleküle<br />

in kleinere Komponenten geteilt werden.<br />

Hierdurch ändern die Proteine auch<br />

ihre Eigenschaften: Aus unlöslichen Proteinen<br />

werden wasserlösliche. Auch die biologische<br />

Verwertbarkeit wird auf diese Weise<br />

erhöht. Durch gezielte Auswahl der Enzyme<br />

und Prozessbedingungen lassen sich außerdem<br />

Eigenschaften wie Geschmack und<br />

Konsistenz exakt einstellen.<br />

Die enzymatisch aufgeschlossenen Fischabfälle<br />

gelangen anschließend zum Drei-Phasen-Dekanter,<br />

der die Suspension in Ölphase,<br />

unlösliche Feststoffe und die Hauptphase mit<br />

den wasserlöslichen Proteinen trennt. Ölphase<br />

und proteinhaltige Phase werden anschließend<br />

in Separatoren nachpoliert. Bei der Polierung<br />

der proteinhaltigen Phase kommt ein<br />

Separator mit hoher Drehzahl und großer<br />

Klärfläche zum Einsatz. Er erlaubt es, einerseits<br />

die Löslichkeit der Proteine zu erhöhen,<br />

indem er dispergierte Proteine entfernt. Andererseits<br />

trennt er auch noch feinste Fetttröpfchen<br />

ab und gewinnt auf diese Weise ein<br />

Proteinhydrolysat mit weniger als einem Prozent<br />

Fett in der Trockenmasse.<br />

Fotos: iStock, Fotolia, Gea<br />

www.gea.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 11


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Die Kunst, Schokolade<br />

in Form zu bringen<br />

Pastillierung in der Süßwarenindustrie<br />

Schokoladentropfen lassen sich mittels eines perforierten Rohrs auf<br />

der gesamten Arbeitsbreite eines Endlosbandes ablegen. So können<br />

gleichförmige Tropfen mit einem hohen Durchsatz erzeugt werden.<br />

Seit die Maya vor Jahrtausenden den Wert<br />

von Kakao entdeckten, ist dieser in verschiedensten<br />

Formen Teil unseres täglichen<br />

Lebens geworden. Erst vor etwa einem Jahrhundert<br />

wurde mit der Verarbeitung von<br />

Schokolade für den Massenkonsum begonnen.<br />

Nach der industriellen Revolution hat<br />

sich Schokolade zu einem alltäglichen Konsumgut<br />

gewandelt. Ende des 18. Jahrhunderts<br />

wurde Schokolade mit der Entwicklung<br />

von Milchschokolade und stärker gesüßten<br />

Geschmacksrichtungen immer beliebter.<br />

1903 verkaufte Sandvik das erste<br />

Stahlband für die schokoladenverarbeitende<br />

Industrie und etablierte sich damit<br />

als wichtiger Akteur bei der Herstellung<br />

dieser weltweit geschätzten Leckerei.<br />

Durch ständige Weiterentwicklung wurde<br />

die Welt der Schokoladenverarbeitung mit<br />

der Einführung des Rotoform in den 70er-<br />

Jahren revolutioniert. Der Rotoform selbst<br />

besteht aus einem beheizten zylindrischen<br />

Stator, der mit geschmolzener Schokolade<br />

beschickt wird, und einem perforierten<br />

Außenrohr, das sich konzentrisch um den<br />

Stator dreht. Schokoladentropfen werden<br />

über die gesamte Arbeitsbreite eines Endlosbandes<br />

abgelegt.<br />

Diese neue Methode der Formgebung<br />

von Schokolade wird seither von vielen<br />

schokoladenverarbeitenden Unternehmen<br />

eingesetzt. Sie ermöglicht eine äußerst<br />

schnelle und effiziente Verarbeitung von<br />

Pastillen und Schokosplittern für Produkte<br />

in Premiumqualität.<br />

Im Jahr <strong>2017</strong> wurde der Rotoform HP auf<br />

den Markt gebracht, eine neue Version, die<br />

hohe Fertigungskapazi täten ermöglicht.<br />

Der neue Rotoform-Typ zeichnet sich durch<br />

Produktrohre aus, die sich einfach wechseln<br />

lassen. In kurzer Zeit kann durch den<br />

Austausch eines Rohres auf eine andere<br />

Schokoladensorte oder Produktmischung<br />

umgestellt werden. Hierdurch können jederzeit<br />

verschiedenste Produkttypen verarbeitet<br />

werden. Geeignet für die Produktion von<br />

Chips von 30 000 bis 300 Stück pro Kilogramm,<br />

liefert dieses vielseitige Modul ein<br />

gleichmäßig geformtes Produkt bei einer<br />

Durchsatzrate von bis zu 3 000 kg/h.<br />

Alles über Kühlung<br />

Der wichtigste Prozess bei einer ordnungsgemäßen<br />

Schokoladenformgebung ist der<br />

Vorgang, der sich während der Kühlung abspielt.<br />

Man braucht deshalb eine Lösung,<br />

mit der man den gewünschten Produktausstoß<br />

erreichen kann.<br />

Sandvik SGL Technology baut eine Reihe<br />

von Kühlanlagen für verschiedene Durch­<br />

Autorin: Nienke Sterenborg, Marketing & Sales<br />

Support, Sandvik SGL Technology, Breda,<br />

Niederlande<br />

<strong>12</strong> VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


AUCH FÜR IHRE<br />

ANFORDERUNGEN!<br />

01 Extruder und andere Komponenten können optional integriert<br />

werden<br />

Kurze Lieferzeiten<br />

Made in Germany<br />

ISO 9001<br />

02 Beim neuen Rotoform-Typ lassen sich die Produktrohre einfach<br />

wechseln<br />

satzanforderungen. Einzeldurchlaufkühllinien sind für niedrige bis<br />

mittlere Kapazitätsanforderungen von 200 bis 2 000 kg/h ausgelegt.<br />

Diese kostengünstigen Anlagen können ein Aufgabesystem oder<br />

einen Rotoform für die Produktion von Chips beinhalten, sowie<br />

einen Extruder und Servoschneider für die Produktion von Chunks.<br />

Mit dem von Sandvik SGL Technology entwickelten Dreifachdurchlaufsystem<br />

lassen sich hohe Durchsätze erreichen, während<br />

gleichzeitig der Grundflächenbedarf minimiert wird. Diese Technik<br />

setzt ein am Band haftendes Produkt voraus. Beim ersten Durchlauf<br />

wird das Produkt auf dem Band abgelegt, beim zweiten Durchlauf<br />

läuft das Produkt kopfüber auf der Unterseite des Bandes zurück<br />

und wird dann für den dritten Durchlauf auf ein separates Förderband<br />

gegeben.<br />

Maximale Produktionskapazität<br />

Im letzten Jahr brachte Sandvik SGL Technology den MCC 1500 auf<br />

den Markt, eine Formgebungslinie für Schokolade, die im Vergleich<br />

zu anderen Prozesslinien bei gleicher Länge den dreifachen<br />

Ausstoß liefert. Es handelt sich um eine Produktionslinie mit drei<br />

separaten, übereinander installierten Rotoform-Systemen, die<br />

jeweils eine separate Kühlungs- oder Erstarrungslinie innerhalb<br />

derselben Einheit beschicken. Die Kombination mehrerer Linien<br />

in einer einzigen Anlage ermöglicht eine Produktionskapazität<br />

zwischen 4–6 t/h.<br />

Auch die gleichzeitige Verfestigung unterschiedlicher Rezepturen<br />

oder verschiedener Produktformen und -größen ist möglich,<br />

wobei dennoch nur die Grundfläche einer einzigen Linie benötigt<br />

wird. Die Produktivität und Variantenvielfalt wird dadurch gesteigert,<br />

ohne dass in Infrastruktur investiert werden müsste.<br />

Dosier-Zahnradpumpe<br />

Hochwertige Standardbauteile & individuelles Design:<br />

für Wasser, Lösungsmittel, Säuren, Laugen und mehr...<br />

Gather macht‘s möglich!<br />

• Differenzdruck bis 20 bar<br />

• Temperatur von –200°C bis +450°C<br />

• Förderleistung von 0,02 bis 2.000 l/h<br />

www.gather-industrie.de · pumpe@gather-industrie.de · +49 2058 89381-23<br />

www.sgl-technology.com<br />

Pumpentechnik · Dosiertechnik · Kupplungstechnik


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Sanfte Homogenisierung<br />

Mischtechnik zur Aufbereitung von Feststoffen<br />

Aroma oder Änderung der Produktcharakteristika.<br />

Die Geschwindigkeit an jedem<br />

Punkt innerhalb der Anlage ist niemals<br />

höher als 1 m/s.<br />

Während die maximale Chargengröße<br />

üblicherweise der Hälfte des Volumens der<br />

rotierenden Trommel entspricht, beträgt die<br />

mischbare Mindestmenge hier lediglich<br />

10 % einer Charge. Dies erlaubt Flexibilität<br />

und öffnet die Möglichkeit, Vormischungen<br />

im gleichen Mischer vorzunehmen. Der<br />

Energiebedarf ist mit üblicherweise 2 W/kg<br />

bei einem in nur 3 min gemischten Produkt<br />

sehr niedrig. Oder anders ausgedrückt:<br />

An einem 500-kg-Chargenmischer ist ein<br />

2,2-kW-Motor installiert, von dem tatsächlich<br />

weniger als 1 kW verwendet wird. Das<br />

Verfahren kann hierbei nicht nur zur Verarbeitung<br />

von Chargen, sondern auch im<br />

kontinuierlichen Betrieb eingesetzt werden.<br />

Beschichtung, Imprägnierung<br />

und Einweichung von Feststoffen<br />

Das Mischprinzip beruht auf einem<br />

langsam rotierenden Behälter, der<br />

ein schonendes Mischen von<br />

Pulvern und Granulaten mittels<br />

Schwerkraft ermöglicht. Dabei<br />

können gleichzeitig Flüssigkeiten<br />

eingebracht werden, auch eine<br />

thermische Behandlung ist möglich.<br />

Autoren: Bastiaan Soeteman, geschäftsführender<br />

Inhaber, Dr. Michael Kaiser, Vertrieb Deutschland,<br />

beide Lindor Products B.V., BC Dordrecht,<br />

Niederlande<br />

D<br />

er Gentle-touch-Mischer besteht aus<br />

einem Einlass, einer Trommel in horizontaler<br />

Bauform und einem feststehenden<br />

Auslass. Das Produkt wird über den Einlass<br />

in die langsam rotierende Trommel gefördert.<br />

Während des Mischprozesses fließt<br />

das Produkt in Längs- und Querrichtung<br />

über speziell ausgerichtete und gefertigte<br />

Schaufeln. Die Partikel werden angehoben,<br />

gleiten auf einer Schaufel hinab und verbleiben<br />

schließlich in einem sich endlos<br />

bewegenden Partikelbett, fließen zurück<br />

zum Einlassbereich und erwarten dort<br />

den nächsten Durchlauf. Rotation und<br />

Schwerkraft mischen das Produkt völlig<br />

willkürlich, wobei alle Partikel in ständiger<br />

Bewegung sind.<br />

Diese Technik ermöglicht eine Homogenisierung<br />

innerhalb weniger Minuten. Nach<br />

Öffnung des Auslasses gleitet das Produkt<br />

über die Schaufeln aus der Mischtrommel<br />

in die nächste Verarbeitungsstufe. Die Entleerungsrate<br />

liegt normalerweise bei über<br />

99,8 %. Es gibt keine Rührwerke, Paddeln,<br />

Schnecken, Messer oder irgendwelche anderen<br />

beweglichen Teile. Folglich gibt es<br />

praktisch keine Scherkräfte, Reibungen<br />

oder Bruch, ebenso wenig wie potenzielle<br />

Verklumpungen durch Hitze oder Temperaturanstieg,<br />

Verschmierung, Verlust von<br />

Durch spezielle Einsprühvorrichtungen<br />

können während des Mischens Flüssigkeiten<br />

über den Pulvern oder Granulaten für<br />

Beschichtungen, Einfärbungen, Aromatisierungen<br />

oder Imprägnierungen zerstäubt<br />

werden. Je nach ausgewähltem Verfahren<br />

(einphasig, zweiphasig oder Ultraschall)<br />

kann der aufgebrachte Flüssigkeitsanteil<br />

zwischen 0,01 und 60 % variieren und da<br />

das Produkt immer in Bewegung ist und die<br />

Besprühung über eine feststehende Düse<br />

erfolgt, ist die Benetzung immer gleichmäßig<br />

und homogen.<br />

Ursprünglich war das Gentle-touch-System<br />

ein reines Mischverfahren, aber im<br />

Laufe der Zeit kamen mehr und mehr Funktionen<br />

hinzu, neben der Flüssigkeitseinspritzung<br />

dann auch solche wie Trocknen,<br />

Heizen, Desinfizieren, Kühlen oder Gefrieren.<br />

Dadurch hat der Mischer sich zu einem<br />

Reaktionsbehälter weiterentwickelt. Wegen<br />

der Rotation des Behälters und der speziellen<br />

Formgebung der Schaufeln befindet<br />

sich das gesamte Produkt innerhalb des<br />

Behälters immer in einer „sanften Phase“.<br />

Der Reaktor kann im Bedarfsfall auch mit<br />

Inertgas, unter Vakuum oder leichtem<br />

Druck betrieben werden.<br />

Das Produkt fließt während der Durchführung<br />

des jeweiligen Verfahrensschrittes<br />

sanft durch den Behälter. Die Verfahrensschritte<br />

können gleichzeitig oder hintereinander<br />

erfolgen. Der Reaktionsbehälter<br />

kann – geeignet für Dampfbeheizung bis zu<br />

8 bar (170 °C), Heißwasser bis zu <strong>12</strong>0 °C<br />

14 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


Nach Öffnung des<br />

Auslasses gleitet das<br />

Produkt aus der<br />

Mischtrommel<br />

Schüttguttechnik<br />

GmbH & Co. KG<br />

Wir sind Optimierer für:<br />

• Schüttgutförderung<br />

• Lagerung und<br />

• Dosierung<br />

oder Thermoöl – mit doppelwandig ausgeführtem<br />

Behälter und/oder Schaufeln gefertigt<br />

werden. Alternativ ist es auch möglich,<br />

Heißluft mit bis zu 350 °C unmittelbar<br />

in die Mischtrommel in Gegenrichtung<br />

zum Produktlauf einzuleiten.<br />

Ein wesentlicher Einsatzbereich des Systems<br />

ist das homogene Mischen von Granulat,<br />

um durch die Extrusion entstandene<br />

Farb- oder Qualitätsunterschiede auszugleichen.<br />

Ein Trommelmischer mit einer<br />

hohen Kapazität (bis zu 30 t oder 25 000 l)<br />

kann die Extruder-Produktion von 8 h verarbeiten.<br />

Die Homogenisierung dieser<br />

Charge im Mischer gewährleistet die gleichbleibende<br />

Qualität des Granulats.<br />

Verarbeitung vernetzbarer<br />

Kunststoffcompounds<br />

Für einen führenden Hersteller von Compoundieranlagen<br />

wurde ein beheizbarer<br />

Mischer zur Verbesserung der spezifischen<br />

Eigenschaften vernetzbarer Kunststoffcompounds<br />

als Ausgangsmaterial für die Herstellung<br />

von Hochspannungskabelisolationen<br />

konzipiert. Hierzu werden Mischer mit<br />

beheizter Trommel eingesetzt, in der die<br />

Imprägnierung abläuft, indem das warme<br />

Granulat mit einem vernetzenden Kontaktmittel<br />

besprüht wird. Der Mischer ist mit<br />

speziellen kontaktlosen Dichtungen ausgestattet.<br />

Die notwendige Reinheit der Compounds<br />

mit einer Verunreinigung < 1 ppm<br />

stellt dabei hohe Anforderungen an die<br />

Trommeldichtungen.<br />

Die beheizte Mischtrommel hält die Produkttemperatur<br />

während des Besprühungs-<br />

und Umwandlungsprozesses konstant.<br />

Dazu zirkuliert heißes Wasser durch<br />

den Doppelmantel und erwärmt das Produkt.<br />

Die Injektionslanze zur Flüssigkeitsdosierung<br />

des hierzu verwendeten Peroxids<br />

ist ebenfalls ummantelt und mit Warmwasser<br />

beheizt.<br />

Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit in<br />

der späteren Weiterverarbeitung und Montage<br />

werden Dichtungselemente aus Elastomeren<br />

mit dem Gentle-touch-System mit<br />

Talkum bepudert oder mit Silikonöl benetzt.<br />

Wesentliche Anforderungen sind die<br />

Bedienungssicherheit, eine nahezu vollständige<br />

Entleerung, eine einfache und<br />

vollständige anschließende Reinigung und<br />

eine störungsfreie Befüllung, ohne dass die<br />

Formlinge sich z. B. im Eintritt verhaken<br />

oder verblocken. Besondere Anforderungen<br />

an die Konzipierung des Systems ergeben<br />

sich daraus, dass das Talkum in sehr<br />

feinkörniger Pulverform anfällt und deshalb<br />

zu starker Staubentwicklung neigt.<br />

Für die Zugabe des Silikonöls wird üblicherweise<br />

ein Drei-Phasen-Injektor vorgesehen.<br />

Das Talkumpulver wird dagegen<br />

direkt mit dem Trägermaterial über den<br />

Produkteinlass zugegeben und verteilt sich<br />

unmittelbar danach homogen in der Mischtrommel,<br />

da die Befüllung immer bei<br />

bereits drehender Mischtrommel erfolgt.<br />

Tendenzen zu Pulverrückständen und zum<br />

Aufbau von Nestern gibt es während des<br />

gesamten Mischprozesses nicht. Durch die<br />

gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich<br />

verbesserte und beschleunigte Homogenisierung<br />

kann die benötigte zuzuführende<br />

Talkum- oder Ölmenge signifikant<br />

reduziert werden.<br />

Nach der Entleerung werden die Formteile<br />

nahezu rückstandsfrei entladen. Die<br />

verbleibenden nur geringen Talkumpuderreste<br />

an Schaufeln und Innenwand der<br />

Mischtrommel können leicht mittels eines<br />

Lappens gereinigt werden. Dabei können<br />

extra-große Wartungs- und Beobachtungsklappen<br />

mit Gasdruckzylinderunterstützung<br />

vorgesehen werden, um den Zugang<br />

ins Innere und die Reinigung zu erleichtern.<br />

Der verbleibende Rest an Silikonöl wird dadurch<br />

minimiert, dass das System so ausgelegt<br />

ist, dass die Injektion erst ab einem gewissen<br />

Füllstand erfolgt und der Injektor so<br />

ausgerichtet ist, dass die Flüssigkeit auf das<br />

Produkt und nicht auf die Schaufeln oder<br />

die Behälterinnenwand aufgegeben wird.<br />

www.lindor.nl<br />

Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit<br />

Verwiegung, Verdichtung<br />

und integriertem Vakuumfördergerät<br />

Unsere Kompetenzen:<br />

• Dosieren von Pulvern,<br />

Granulaten, Flüssigkeiten<br />

• BIG-BAG-Entleerstation/<br />

-Befüllstation<br />

• Silo- und Fördertechnik<br />

für Schüttgut<br />

• Vakuum- bzw. Saugförderung<br />

• pneum. Förderung als<br />

Druckförderung<br />

• Anlagenbau und<br />

Engineering<br />

• Automatisierung<br />

• Mietanlagen<br />

AGS-Schüttguttechnik<br />

GmbH & Co. KG<br />

Großer Kamp 10 –<strong>12</strong> · 32791 Lage<br />

Telefon: 0 52 32 - 6 91 90 - 200<br />

Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10<br />

info@ags-st.de<br />

www.ags-schuettguttechnik.de


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Ausgleichende<br />

Verbindung<br />

Heizschläuche für den Transport von Granulat und Schüttgütern<br />

In vielen Bereichen der Industrie<br />

können Heizschläuche eingesetzt<br />

werden. Sie dienen zur Durchleitung<br />

und zum Transport temperierter<br />

Granulate und Schüttgüter, um<br />

Wärmeverluste und Anhaftungen<br />

der Materialien an den<br />

Schlauchwänden über lange<br />

Strecken zu vermeiden.<br />

Heizschläuche werden dort eingesetzt,<br />

wo beheizte Rohrleitungen aus physikalischen<br />

oder mechanischen Gründen<br />

nicht eingebaut werden können – bspw.<br />

zwischen beweglichen Anlagenteilen, fahrbaren<br />

Verladeeinrichtungen oder an schwer<br />

zugänglichen Stellen. Zudem wirken die<br />

Heizschläuche wie Kompensatoren und<br />

können Wärmeausdehnungen abfangen<br />

(Niveauausgleich). Die Einsatztemperaturen<br />

erstrecken sich von Frostschutz bis zu<br />

einer Temperatur von 250 °C.<br />

Ein wichtiger Bereich in der Chemie-,<br />

Pharma-, Transport- und Lebensmitteltechnik,<br />

in denen Heizschläuche oft zur<br />

Anwendung kommen, ist die Förder- oder<br />

Zuführtechnik von Schüttgütern. Die Firma<br />

Hillesheim verfügt für diese Branchen über<br />

ein komplettes Programm von elektrischen<br />

Begleitheizungen inklusive beheizter Zuführ-<br />

und Förderschläuche mit der passenden<br />

Regeltechnik.<br />

Autor: Willi Hillesheim, Geschäftsführer,<br />

Hillesheim GmbH, Waghäusel<br />

Beständigkeit ist wichtig<br />

Beheizte Zuführ- und Förderschläuche<br />

werden je nach Einsatz und Verwendungszweck<br />

aus verschiedenen Materialien hergestellt.<br />

In vielen Fällen werden auch Kombinationen<br />

verschiedener Werkstoffe eingesetzt,<br />

um optimale Lösungen für den<br />

Kunden anbieten zu können. Durch die<br />

chemische Aggressivität des zu transportierenden<br />

Mediums muss daher ein ganz besonderes<br />

Augenmerk auf die chemische,<br />

thermische und mechanische Beständigkeit<br />

des Heizschlauches geworfen werden.<br />

Daher kommen für die Innenseele des<br />

Schlauches hauptsächlich folgende Werkstoffe<br />

in Betracht: Elastomere wie EPDM,<br />

NBR, SBR und NR sowie Fluor-Kunststoffe<br />

wie PTFE und FEP. Das Material wird erst<br />

durch weitere Aufbauten druckfest und<br />

flexibel. Hierzu zählen Umflechtungen mit<br />

Metalldrähten, Gewebeeinlagen und weitere<br />

Umspritzungen. Gewellte Schläuche sind<br />

durch ihre Konstruktion auch als Unterdruck-<br />

und Saugschlauch geeignet.<br />

Verschiedene Aufbauten<br />

Beim Elastomer-Heizschlauchaufbau mit<br />

einer Innenseele aus Naturkautschuk oder<br />

synthetischem Kautschuk ist das Heizelement<br />

innerhalb des Schlauchmantels aufgewendelt<br />

und liegt damit einvulkanisiert<br />

im Inneren der Schlauchwand. Der Vorteil<br />

dieser Konstruktion besteht darin, dass der<br />

Außendurchmesser des Heizschlauches<br />

keinen wesentlichen Unterschied zu einem<br />

unbeheizten Schlauch aufweist. Der Temperatursensor<br />

ist ebenfalls in den Schlauch<br />

eingearbeitet und erfasst die Temperatur<br />

des Schlauches direkt. Ein weiterer Vorteil<br />

ist die hohe Abrieb- und Witterungsbeständigkeit.<br />

Die beiden Anschlussarmaturen<br />

sind in den Schlauch einvulkanisiert und<br />

werden gleichzeitig mit beheizt.<br />

Für die Innenseele des Fluor-Kunststoff-<br />

Heizschlauchtyps werden mehrere Arten<br />

von Kunststoffen eingesetzt, wie z. B. PTFE<br />

und FEP. Eine Neuheit bei den PTFE-Glattschläuchen<br />

ist ein Schlauchaufbau in<br />

Kombination mit einer Edelstahlspirale,<br />

der sich besonders für anspruchsvolle Beheizungsanwendungen<br />

eignet, bei denen<br />

es neben der chemischen Beständigkeit<br />

auch bei großen Nennweiten bis DN50 auf<br />

eine hohe Flexibilität ankommt. Die eingebaute<br />

Edelstahlspirale verleiht dem Glattschlauch<br />

ebenso eine hohe Vakuum- und<br />

Abknickfestigkeit. Die Antihafteigenschaft<br />

des PTFE bewirkt eine problemlose Förderung<br />

der Medien, da die glatte Seele das<br />

Ansetzen von Schmutzresten und Bakterien<br />

verhindert.<br />

Neben dem PTFE-Glattschlauch ist auch<br />

ein PTFE-Schrägwellschlauch, der als universal<br />

Saug- und Druckschlauch dient, lieferbar.<br />

Dieser ist höchst flexibel und gleichzeitig<br />

beständig gegen viele Chemikalien,<br />

Säuren, Dämpfe, pharmazeutische Produkte<br />

und Lösungsmitteln. Die beiden beschriebenen<br />

Schläuche sind auch mit einer elektrisch<br />

leitfähigen Innenseele lieferbar,<br />

sodass Anwendungen in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen keine Probleme darstellen,<br />

da sich diese nicht statisch aufladen. An<br />

beiden Enden jedes Heizschlauches wird<br />

jeweils eine Schlaucharmatur nach Kundenvorgabe<br />

angebracht.<br />

Fotos: Hillesheim, Shutterstock_563378923<br />

www.hillesheim-gmbh.de<br />

16 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Kompaktiertechnik<br />

Der neue Pharmapaktor der<br />

Baureihe C 80 ist das bisher<br />

kleinste Modell dieser Baureihe<br />

der Hosokawa Alpine<br />

Aktiengesellschaft. Vor allem<br />

zeichnet sich die Maschine<br />

durch einen sehr kleinen<br />

Walzendurchmesser von nur<br />

80 mm aus. Es wird eine<br />

gewohnt hohe Linienpresskraft<br />

von 6 kN/cm erreicht.<br />

Die Dimensionierung der<br />

Walzen und eine zwischen<br />

0,5 und 2,0 mm einstellbare<br />

Walzenspaltbreite ermöglichen<br />

die weitestgehend<br />

verlustfreie Kompaktierung<br />

geringer Produktmengen ab<br />

ca. 50 g in der vergleichbaren<br />

Qualität zu einer größeren<br />

Maschine.<br />

Ein Vorteil: die Entwicklung<br />

neuer Anwendungen ist mit<br />

deutlich weniger Material<br />

möglich. Der Einspareffekt<br />

macht sich vor allem bei<br />

teuren und knappen Rohstoffen<br />

spürbar bemerkbar.<br />

Vakuumpacker zur staubfreien Abfüllung<br />

Stark staubende und schmutzende Produkte stellen im Verpackungsprozess<br />

besondere Anforderungen an die Abfülltechnik. Experten für Pulver von<br />

geringem Schüttgewicht (Stäube) kennen die üblichen Absackergebnisse nur<br />

zu gut: Voluminöse, staubige, instabile Säcke, die mehr eingeschlossene Luft<br />

enthalten als das eigentliche Produkt. Greif-Velox will das mittels eines<br />

patentierten Vakuumpackverfahrens ändern. Dabei werden Ventilsäcke mit<br />

dem Einsatz des Vakuumpackers Velovac bis zu 50 % schmaler und wesentlich<br />

kompakter und stabiler. Der Hersteller erzielt beim Abfüllen feinster<br />

Pulver durch diese Kompaktheit ein besonders akkurates und stabiles Palettenbild.<br />

Mit dem Einsatz des Vakuumpackers werden Logistikkosten von bis zu<br />

75 % bei extrem leichten und feinen Schüttgütern mit Korngrößen kleiner als 200 µm und einem<br />

Schüttgewicht von unter 350 g/l gespart. Die Vakuumkammer des Vakuumpackers ist komplett<br />

geschlossen und verhindert ein Austreten der verarbeiteten Materialien wirkungsvoll.<br />

www.greif-velox.de<br />

Darüber hinaus erlaubt die<br />

Konstruktion die Verarbeitung<br />

kleinster Partikel, sodass<br />

insbesondere die Pharmabranche<br />

damit auf den allgemeinen<br />

Trend zu immer<br />

feineren Korngrößen reagieren<br />

kann. Auch in Hinblick<br />

auf das Steuerungskonzept<br />

setzt die Baureihe neue<br />

Maßstäbe: Die gesamte<br />

Steuerungsmatrix wurde<br />

komplett neu auf der Basis<br />

robuster Fuzzylogik-Prinzipien<br />

entwickelt.<br />

Einfach traditionell.<br />

Traditionell einfach.<br />

Wirtschaftliche ESL Milchbehandlung, flexibel integriert<br />

Zwei Entkeimungs-Separatoren, die sich leicht und flexibel Ihrer Prozesslinie<br />

hinzufügen lassen –das ist prolong. Bewährte GEA Technologie für<br />

eine zuverlässige Keimabtrennung,die Ihre Milch wertvoller macht.<br />

Zu unschlagbar niedrigen Kosten.<br />

www.hosokawa-alpine.com


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Reduzierte Reinigungszeiten bei<br />

Container-Mischern<br />

Container-Mischer gelten als universell einsetzbare Mischer,<br />

die vor allem wegen ihrer Flexibilität geschätzt werden. Zeppelin<br />

System hat nun einen neuen Container-Mischer – den CMQ –<br />

entwickelt. Mit diesem lassen sich die Reinigungszeiten um bis<br />

zu 80 % reduzieren. Die außergewöhnliche Formgebung des<br />

patentierten Mischwerkzeugs verhindert die Pressung und erzielt<br />

dennoch ein hervorragendes Mischergebnis. Dabei wurden<br />

Elemente aus der Flugzeugdynamik aufgegriffen. Das spezielle<br />

Tragflächen-Profil sorgt für einen Saugeffekt, der das Material<br />

nach oben leitet. Damit wird eine hohe Mischeffizienz erreicht<br />

ohne Materialpressung auf den Mischkopf oder die Wände des<br />

Containers. Gleichzeitig wurde der bisher gewölbte Boden des<br />

Containermischers flach konstruiert. Die Kombination des<br />

ebenen Mischkopfes mit dem Tragflächenprofil-Werkzeug sorgt<br />

für eine hohe Anhebungskraft, nur minimale Turbulenzen und<br />

geringen Mischwiderstand. Dies garantiert ein schnelles und<br />

effektives Homogenisieren und eine sehr gute Farbausreibung<br />

des Mischgutes.<br />

www.zeppelin-systems.de<br />

Exakt sortieren in Sekundenbruchteilen<br />

Zwei neue, speziell für die Aufbereitung von Schüttgütern<br />

entwickelte Lösungen hat die Allgaier-Group auf den Markt<br />

gebracht. Bei dem M Sizer Extend wurde der Siebmaschinen-<br />

Klassiker nach dem Sizer-Prinzip in eine neue Form gebracht.<br />

Dank des völlig neu gestalteten Designs sind damit bisher nicht<br />

realisierbare Standards bei Siebqualität und -quantität möglich.<br />

Mit der neuen Sortiermaschine M Sort NIR lassen sich per Nahinfrarot-Technik<br />

Schüttgüter mit gleichem optischen Erscheinungsbild<br />

in Sekundenbruchteilen zuverlässig trennen. Die Sortiermaschine<br />

nutzt das physikalische Analyseverfahren der Nah-<br />

infrarot-Spektroskopie. Mit der NIR-Technologie lässt sich Material<br />

aufgrund seiner spezifischen Infrarot-Spektren eindeutig<br />

identifizieren. Zu Beginn des Sortierprozesses passiert der Materialstrom<br />

zunächst im freien Fall eine NIR-Kamera. Die hohe<br />

Leistungsfähigkeit der Kamera bildet die Basis für die eindeutige<br />

Erkennung der einzelnen Teilchen sowie die anschließende Auswertung<br />

der Bilder. Diese erfolgt mit einer speziellen Software,<br />

die in Bruchteilen von Sekunden darüber entscheidet, ob ein<br />

Teilchen aussortiert werden soll.<br />

www.allgaier-group.de<br />

Mehr Prozesssicherheit mit neuer<br />

Filtertechnik<br />

Filtrationslösungen, mit<br />

denen die Produktionskosten<br />

gesenkt und die<br />

Prozesssicherheit erhöht<br />

werden, hat Donaldson<br />

im Portfolio. Die Lifetec<br />

Tiefen- und Membranfilter<br />

für die Flüssigkeitsfiltration<br />

und das neue Sterilfilterprogramm<br />

verbessern<br />

die Effizienz der Prozessabläufe<br />

bei der Herstellung<br />

von Getränken und<br />

Liquid Food. Die Tiefenund<br />

Membranfilter für<br />

die Vor-, Fein- und Entkeimungsfiltration<br />

von<br />

Flüssigkeiten mit Rückhalteraten<br />

von 0,2 bis<br />

100 μm und Längen bis<br />

40" unterscheiden sich<br />

von den bisher bekannten<br />

Konstruktionen durch einen deutlich stabileren PP-Filterelementemantel<br />

und eine vergleichsweise höhere Schmutzaufnahmekapazität<br />

des Filtermediums. Die Zahl der Sterilisationszyklen kann<br />

erhöht werden. Mit den neuen Sterilfiltern der Baureihe P-SRF<br />

werden hohe Rückhalteraten (Viren, Bakterien und Partikel) bis<br />

≥ 3 nm erreicht und damit die Produkt- und Prozessintegrität<br />

gewährleistet. Die mechanische Stabilität und die Temperaturbeständigkeit<br />

senken die Wartungskosten und verhindern<br />

Produktionsausfallzeiten.<br />

www.donaldson.com<br />

Mobiler Lufterhitzer für den Ex-Bereich<br />

Der kompakte und tragbare Lufterhitzer „The Bulldog“ Ohmex<br />

ist mit 27 kg Gewicht für den ortsveränderlichen Einsatz in explosionsgeschützten<br />

Zonen 1 und 2 geeignet. Direkt vom Hersteller<br />

kann das Gerät mit einem bis zu 25 m langen Anschlusskabel<br />

als Plug-&-Play-Version geliefert werden. Durch einen flexiblen<br />

Anschlussschlauch können<br />

mit diesem Gerät punktuelle<br />

Bereiche beheizt werden.<br />

Somit dient es bspw. als Enteisung<br />

oder Beheizung von<br />

schwer zugänglichen Stellen.<br />

Auch ohne Schlauch ist die<br />

punktuelle Erwärmung durch<br />

den ca. 8 m langen Luftstrom<br />

realisierbar. Die Einsatzbereiche<br />

für das nach Atex, IEC<br />

Ex und CU-TR zertifizierte<br />

Gerät sind u. a. gas- und<br />

treibstoffgefährdete Areale,<br />

Batterie-, Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />

petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks<br />

und viele mehr. Der Lufterhitzer ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen der Zonen 1 und 2 in der Leistungsklasse<br />

bis 6 kW lieferbar.<br />

www.ohmex.de<br />

18 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


®<br />

Vorkonfigurierte, kompakte Rückkühlanlagen<br />

Pfannenberg hat die kompakten Rückkühlanlagen der<br />

CC-Serie weiterentwickelt und bringt nun die CCE-Serie<br />

auf den Markt. Der Hersteller bietet damit miteinander<br />

kombinierbare Vorkonfigurationen, abgestimmt auf<br />

verschiedene Anwendungsszenarien der Geräte. Dies<br />

vereinfacht die Auswahl für den Anwender und ermöglicht<br />

kurze Lieferzeiten. Die CCE-Rückkühlanlagen sind<br />

in sechs Leistungsklassen und zwei Baugrößen verfügbar<br />

und decken damit Leistungen von 1,1 bis 6,5 kW ab.<br />

Basierend auf langjähriger Erfahrung entwickelte<br />

Pfannenberg für die CCE-Prozesskühler drei Konfigurationspakete:<br />

Hydraulic Protection, Smart Cooling und<br />

Precision Cooling. Bei der Konfiguration „Hydraulic Protection“ steht der Schutz der Anlage im<br />

Vordergrund. „Smart Cooling“ ist für die professionelle Temperaturüberwachung und Fehlererfassung<br />

ausgelegt. Zur Begrenzung der Temperaturabweichung auf maximal ± 1 K wurde die Konfiguration<br />

„Precision Cooling“ entwickelt.<br />

www.pfannenberg.com<br />

Schüttgutförderung ohne Staub<br />

B+W aus Bottrop, bietet seit 20 Jahren Lösungen für die<br />

Schüttgutindustrie. Über die Jahre hinweg wurden mit<br />

den Produktlinien Naltec, Matakt und Flaer effektive<br />

Systeme aufgebaut. Diese lösen mit Wassernebel oder<br />

Wasserberegnung sowie Luftstößen und Förderbandabstreifern<br />

Probleme bei der Schüttgutförderung.<br />

Ob es um die Staubbindung oder Kühlung geht, um<br />

die Beseitigung von Anbackungen und Austragsschwierigkeiten<br />

in Silos sowie Reinigung von Förderbändern:<br />

Die Systeme des Herstellers führen für diese<br />

Einsatzfälle mit neuartiger Technologie zu besten<br />

Ergebnissen. Die individuellen Ausführungen, abgestimmt<br />

auf Gegebenheiten vor Ort, haben wesentlichen Anteil am Geschäftserfolg. Um Oberflächen-<br />

und Brauchwasser als Sprühmedium einzusetzen, werden neben der Anlagenplanung immer<br />

häufiger Wasseraufbereitungsanlagen mitgeplant und geliefert. Hierdurch wird die teure Ressource<br />

Trinkwasser gespart.<br />

Innovationen rund ums<br />

Heizen und Beheizen<br />

Flexible<br />

elektrische<br />

Heiztechnik<br />

• Begleitheizungen<br />

• Heizschlauchsysteme<br />

• Analyse-Heizleitungen<br />

• Flächenheizelemente<br />

• Ex-Heizungen<br />

www.buwip.de<br />

Modul für die Aufbereitung von Kesselspeisewasser<br />

TWA-V von Viessmann ist eine kompakte thermische<br />

Wasseraufbereitungsstation zur Vollentgasung.<br />

Sie sorgt dafür, dass der Dampferzeuger<br />

stets mit aufbereitetem Kesselspeisewasser versorgt<br />

wird und gewährleistet damit den sicheren<br />

Betrieb und eine lange Nutzungsdauer der gesamten<br />

Dampferzeugeranlage. Die Wasseraufbereitungsstation<br />

besteht aus einem isolierten Speisewasserbehälter,<br />

einem Entgaserdom, den erforderlichen<br />

Armaturen, Einrichtungen zur Anzeige,<br />

Sicherheitstechnik sowie einem Probenkühler.<br />

Alle Komponenten sind exakt aufeinander abgestimmt<br />

und zu einer anschlussfertigen Einheit<br />

auf einem Grundrahmen vormontiert. Optional<br />

können weitere Module hinzugefügt werden: Ein<br />

oder mehrere Speisewasser-Pumpenmodule, Absalzentspannermodul zur Nutzung der Energie aus<br />

dem Entspannungsdampf und ein Mischkühlermodul zur Entspannung, Kühlung und sicheren Ableitung<br />

der temperaturgeführten Abschlamm- und Absalzlauge.<br />

www.viessmann.com<br />

Hillesheim GmbH<br />

Am Haltepunkt <strong>12</strong><br />

D-68753 Waghäusel<br />

Tel.: 0 72 54 / 92 56-0<br />

E-Mail: info@hillesheim-gmbh.de<br />

www.hillesheim-gmbh.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Einfacher Austausch<br />

Wälzkolbenpumpen im Ex-Bereich sicher betreiben<br />

Die neuen Atex-zertifizierten Wälzkolbenpumpen sorgen<br />

mit einem nicht blockierten Überströmventil dafür, dass<br />

der Austausch und Betrieb der Pumpen sehr einfach wird.<br />

Seit 2003 existieren zwei Atex-Richtlinien:<br />

Atex 95 (Richtlinie 2014/34/EU) und<br />

Atex 137 (Richtlinie 1999/92/EG). Atex 95<br />

definiert die generellen Sicherheits- und<br />

Gesundheitsanforderungen für Geräte, die<br />

in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt<br />

werden. In Atex 137 sind die „Mindestvorschriften<br />

zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes<br />

und der Sicherheit der<br />

Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige<br />

Atmosphären gefährdet werden können“<br />

(RL 199/92/EG, S. 1), aufgeführt. Vakuumpumpen<br />

für den Einsatz in einem explosionsgefährdeten<br />

Bereich müssen gemäß<br />

Atex 95 zertifiziert werden.<br />

Der erste Schritt ist die Analyse potenzieller<br />

Zündquellen. Dabei werden je nach<br />

Kategorie in der CE-Kennzeichnung die Zustände<br />

Regelbetrieb, zu erwartender Fehlerfall<br />

sowie seltener Fehlerfall im Hinblick<br />

auf potenzielle Zündquellen betrachtet. Als<br />

Nächstes gilt es, das Wirksamwerden der<br />

identifizierten Zündquellen zu verhindern.<br />

Zeitgleich wird vom Betreiber geprüft, ob<br />

eine explosive Atmosphäre vermieden werden<br />

kann. Diese liegt vor, wenn eine kritische<br />

Menge an brennbarem Material in Gas-,<br />

Nebel-, Dampf- oder Staubform und ausreichend<br />

Sauerstoff gleichzeitig auftreten. In<br />

Kombination mit einer wirksamen Zündquelle<br />

führt dies zur Explosion. Mögliche<br />

Brennstoffe sind Methan, Wasserstoff oder<br />

Kohlenstäube. Mögliche Zündquellen sind<br />

z. B. heiße Oberflächen, statische Elektrizität<br />

oder exotherme chemische Reaktionen.<br />

Eigenschaften der Pumpe<br />

begünstigen Aufheizen<br />

Das geförderte Medium wird im Inneren<br />

der Wälzkolbenpumpen nicht komprimiert.<br />

Auch ein Auslassventil ist in den Pumpen<br />

nicht enthalten. Aus diesem Grund kommt<br />

es bei geöffneten Kolben zu einem Rückstrom<br />

des Gases vom Auslass in den Schöpfraum.<br />

Als Konsequenz muss dieser Rückstrom<br />

auch gegen den Auslassdruck gefördert<br />

werden. Durch diesen Effekt kommt es<br />

insbesondere bei großem Differenzdruck<br />

zwischen Ein- und Auslass zu einem hohen<br />

Energieverbrauch, was in einer deutlichen<br />

Erwärmung der Pumpe resultiert. Die rotie-<br />

renden Wälzkolben sind im Schöpfraum<br />

der Pumpe quasi vakuumisoliert.<br />

Dadurch können sie, anders als das Gehäuse,<br />

nur sehr schwer gekühlt werden.<br />

Dies führt zu einer stärkeren Ausdehnung<br />

der Wälzkolben im Vergleich zum Gehäuse.<br />

Ein eingebautes Überströmventil verhindert<br />

durch Begrenzung des maximalen Differenzdrucks,<br />

dass sich die Teile im Inneren<br />

der Pumpe berühren. Dieses Überströmventil<br />

öffnet und schließt einen Bypass, mit<br />

dem die Saug- und die Druckseite des Gehäuses<br />

verbunden werden. Wird der maximale<br />

Differenzdruck überschritten, hebt<br />

sich der Ventilkörper an. Entsprechend der<br />

Höhe des Gegendrucks strömt dann ein Teil<br />

des Gasdurchsatzes zum Einlass zurück.<br />

Standard-Wälzkolbenpumpen können<br />

nicht gegen Atmosphärendruck arbeiten,<br />

da ihr Differenzdruck aus den genannten<br />

Gründen begrenzt ist. Mithilfe von Vorpumpen<br />

kann der Druck am Auslass ausreichend<br />

gering gehalten werden. Dank des<br />

Überströmventils kann die Wälzkolbenpumpe<br />

bereits bei Atmosphärendruck zusammen<br />

mit der Vorpumpe angeschaltet<br />

werden. So ist eine schnellere Evakuierung<br />

möglich; zudem wird die Nutzung der<br />

Pumpe deutlich einfacher.<br />

Wälzkolbenpumpen mit<br />

Atex-Zertifizierung<br />

Bei den Atex-zertifizierten Pumpen ist das<br />

zuvor beschriebene Überströmventil blockiert.<br />

Diese Maßnahme ist notwendig, da<br />

das Ventil beim Betrieb der Wälzkolbenpumpen<br />

mit hoher Beschleunigung auf das<br />

Gehäuse trifft. Beide Teile bestehen aus<br />

Metall, sodass mechanisch erzeugte Funken<br />

entstehen können. Aus diesem Grund<br />

stellt das Überströmventil eine potenzielle<br />

Zündquelle dar, deren Wirksamwerden verhindert<br />

werden muss.<br />

Durch das Blockieren des Ventils wird das<br />

Zurückströmen des Gases vermieden. In<br />

diesem Fall muss die Wälzkolbenpumpe<br />

mit einem Frequenzumrichter betrieben<br />

werden. Dieser stellt das langsame Hochfahren<br />

der Pumpe sicher. Alternativ kann<br />

auch der Druck am Auslass überwacht und<br />

die Pumpe erst bei ausreichend niedrigem<br />

Gegendruck eingeschaltet werden. Vor<br />

Markteinführung der Atex-Pumpen galt die<br />

Nutzung eines Frequenzumrichters als hinreichender<br />

Ersatz für das Überströmventil.<br />

Durch den engen Kontakt zu den Kunden<br />

und den kontinuierlichen Austausch mit<br />

ihnen stellten die Experten von Pfeiffer<br />

Vacuum jedoch schnell fest, dass der nachträgliche<br />

Einbau eines Frequenzumrichters<br />

in einigen Fällen nicht möglich war – insbesondere<br />

in allen Anwendungen, in denen<br />

die Atex-Wälzkolbenpumpe eine bisher verwendete<br />

Standard-Version ersetzen sollte.<br />

Wenn außerdem keine zusätzlichen Druckmessgeräte<br />

vorhanden sind, ist auch das<br />

20 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Starten der Pumpe bei einem definierten<br />

Gegendruck nicht möglich.<br />

Anhand dieser Fälle erkannten die Entwicklungsexperten<br />

den Bedarf einiger<br />

Kunden an Atex-zertifizierten Wälzkolbenpumpen<br />

mit einem nicht blockierten Überströmventil,<br />

um den Austausch und den<br />

Betrieb der Pumpen so einfach wie möglich<br />

gestalten zu können.<br />

Entwicklung des Atex-zertifizierten<br />

Überströmventils<br />

Vor diesem Hintergrund war für die Entwickler<br />

bei Pfeiffer Vacuum klar: Eine neue<br />

Version des Überströmventils musste entwickelt<br />

werden. Größte Herausforderung<br />

war dabei, eine Materialkombination zu<br />

finden, bei der sowohl im Normalbetrieb<br />

als auch im Fall von zu erwartenden Fehlern<br />

des Ventils keine Funkenbildung und<br />

somit keine Zündquelle entsteht. Die<br />

Lösung ist ein Atex-Ventil aus PTFE und<br />

Edelstahl, bei dem im Kontakt mit dem<br />

Gehäuse (Material EN-GJS-400-15) keine<br />

Funken entstehen können.<br />

Neben der Materialpaarung hat auch die<br />

kinetische Energie beim Öffnen oder Schließen<br />

Einfluss auf die Funkenbildung. Versuche<br />

haben gezeigt, dass bei den Standard-<br />

Wälzkolbenpumpen die kinetische Energie<br />

beim Öffnen des Ventils ausreichend hoch<br />

ist, um ein brennbares Gemisch zu entzünden.<br />

Somit musste für die Atex-Version ein<br />

Weg gefunden werden, den Aufprall des<br />

Ventils zu dämpfen. Besonders wichtig ist<br />

dies beim Öffnen, da hier eine besonders<br />

hohe kinetische Energie frei wird.<br />

In verschiedenen Tests wurde die Wirksamkeit<br />

der Maßnahmen auf die Probe<br />

Durch das Atex-Überströmventil<br />

kann die Pumpe auch<br />

in Bereichen mit explosionsfähiger<br />

Atmosphäre sicher<br />

betrieben werden<br />

gestellt. Dazu führten die Entwickler bei<br />

Pfeiffer Vacuum den Vorgang des Öffnens<br />

und Schließens mehr als 20 000-mal durch.<br />

So war es möglich, auch längerfristige<br />

Belastungen des Ventils zu simulieren. Die<br />

Testergebnisse belegten, dass dank der Veränderungen<br />

des Ventils weder beim Öffnen<br />

noch beim Schließen Funken gebildet werden.<br />

Die kinetische Energie war in keinem<br />

der beiden Fälle ausreichend. Somit ermöglicht<br />

das Atex-Überströmventil den<br />

sicheren Betrieb in Bereichen mit explosionsfähiger<br />

Atmosphäre und stellt keine<br />

Zündquelle mehr dar.<br />

Standardpumpen können problemlos<br />

gegen die neuen Atex-Pumpe mit nicht<br />

blockiertem Überströmventil ausgetauscht<br />

werden. Dazu müssen weder Frequenzumrichter<br />

noch Geräte zur Drucküberwachung<br />

installiert werden. Die Wälzkolbenpumpe<br />

kann nun weiterhin zeitgleich mit der Vor-<br />

pumpe gestartet werden, sodass das neue<br />

Überströmventil nicht nur sicheren Betrieb,<br />

sondern auch eine kürzere Evakuierungszeit<br />

gewährleistet. Wird das Atex-Überströmventil<br />

zusätzlich zu einem Frequenzumrichter<br />

verwendet, ermöglicht es auch<br />

im Fall einer Störung des Umrichters den<br />

einwandfreien Betrieb.<br />

Auch wenn der Ersatz von älteren Aggregaten<br />

nun einfacher durchzuführen<br />

ist, empfehlen die Experten von Pfeiffer<br />

Vacuum, die bisherige Auslegung immer<br />

zu überprüfen. Erfahrungen zeigen, dass<br />

Prozessabläufe sich mit der Zeit ändern<br />

und alte Auslegungen nicht mehr exakt<br />

auf den Prozess zugeschnitten sind. Durch<br />

eine genaue Betrachtung sind Einsparungen<br />

oder Verteilungen der Lasten/Temperaturen<br />

möglich.<br />

www.pfeiffer-vacuum.com<br />

Auswascheffekte minimiert<br />

DIN EN 15267 kompatibel<br />

Analysentechnik<br />

TC-Standard + TC-Double +<br />

EGK 2-19+<br />

JETZT INFOBLATT BESTELLEN >> kontakt@buehler-technologies.com • www.buehler-technologies.com


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Neue Standards setzen<br />

Spezielle Arbeitsplätze für die Reparatur von Hygienepumpen<br />

Für die Wartung und Reparatur<br />

von Pumpen, die im Lebensmittelund<br />

Kosmetikumfeld eingesetzt<br />

werden, gibt es derzeit keine<br />

verbindlichen Vorgaben. Ein<br />

Hersteller hat daher die Initiative<br />

ergriffen und spezielle Arbeitsplätze<br />

für die Instandhaltung dieser<br />

Pumpen errichtet.<br />

Autor: Christoph P. Pauly, Pressereferent,<br />

KSB AG, Frankenthal<br />

Das Vertrauen in Lebensmittel, die in<br />

europäischen Supermärkten erhältlich<br />

sind, ist groß. Die meisten Verbraucher<br />

schätzen es, dass sie sich auf hygienisch einwandfreie<br />

Lebensmittel verlassen können.<br />

Zahlreiche Richtlinien und Verordnungen<br />

wachen über die einzelnen Produktionsabschnitte,<br />

sodass sich der Verbraucher sicher<br />

fühlen kann. Während jedoch in der Produktion<br />

der großen Lebensmittel-, Getränkeoder<br />

Kosmetikkonzerne genaue Regeln vorherrschen,<br />

wie sich das Personal oder auch<br />

Besucher zu verhalten haben, existieren bisher<br />

keine genauen Vorgaben, wie etwa mit<br />

einer Pumpe bei der Reparatur und Instandhaltung<br />

umgegangen werden soll.<br />

„Im Prinzip stellt jeder seine eigenen Regeln<br />

auf und hier kann die Diskrepanz zwischen<br />

dem, was in der Produktion gilt und<br />

dem, was in der Werkstatt passiert, sehr groß<br />

sein“, beschreibt Christoph Polzer, verantwortlich<br />

für Life Sciences Applikationen bei<br />

KSB, die Problematik. „Mir ist zwar noch<br />

kein Fall vorgekommen, dass eine Hygiene-<br />

Pumpe auf dem gleichen Arbeitsplatz wie<br />

eine Abwasserpumpe repariert wird. Aber<br />

es ist durchaus denkbar, dass aus Versehen<br />

Wir haben einen Standard<br />

für alle KSB-Reparaturstützpunkte<br />

entwickelt,<br />

der nun flächendeckend<br />

ausgerollt wird<br />

ein nicht FDA-zugelassener Schmierstoff<br />

verwendet wird oder dass es doch zu einer<br />

Kontamination kommt.“ Vereinzelt machen<br />

die Unternehmen Vorgaben hinsichtlich<br />

der Hygiene, aber: „Hier geht jeder anders<br />

vor“, so die Erfahrung von Polzer.<br />

Neues Konzept<br />

Christoph Polzer,<br />

verantwortlich für<br />

Life-Sciences-Applikationen,<br />

KSB AG<br />

KSB setzt daher nun einen neuen eigenen<br />

Standard. Nach umfangreichen Marktrecherchen<br />

und Rücksprache mit großen<br />

Lebensmittelkonzernen<br />

hat man nun ein<br />

Konzept entwickelt,<br />

auf dessen Grundlage<br />

Instandhaltungs-<br />

Arbeitsplätze ausschließlich<br />

für Pumpen<br />

aus den Life Sciences<br />

Applikationen<br />

errichtet wurden. Dabei<br />

orientierte man<br />

sich auch an den<br />

eigenen Erfahrungen<br />

bei der Produktion der Vita-Baureihen. Das<br />

Vita-Pumpenprogramm mit insgesamt fünf<br />

verschiedenen Baureihen von KSB steht für<br />

eine keimfreie Prozessführung. Die Pumpen<br />

lassen sich rückstandslos reinigen und<br />

richten sich nach den Kriterien der Euro-<br />

22 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Optimierung von Pumpen in Life-Sciences-<br />

Applikationen<br />

Ob eine Pumpe im optimalen Betriebsbereich läuft, lässt sich von außen schwer<br />

beurteilen. Zwar weisen Vibrationen oder ungewöhnliche Geräuschentwicklung auf<br />

Unstimmigkeiten hin, aber wie es im Innern einer Pumpe genau aussieht, blieb lange<br />

verborgen. Vor einigen Jahren entwickelte KSB den Pump Meter für Kreiselpumpen,<br />

den es auch für Anwendungen in der sterilen <strong>Verfahrenstechnik</strong> gibt. Der Pump Meter<br />

misst den Saug- und Enddruck der Pumpe und errechnet anhand des Differenzdrucks<br />

den Betriebspunkt. Diese Daten lassen sich einfach vom Display ablesen. Damit lässt<br />

sich nicht nur die Pumpe effizient betreiben, sondern auch die Lebensdauer verlängern.<br />

Für die Hygiene-Applikationen wurden die Sensoren hygienegerecht konstruiert und<br />

mit einem größeren Durchmesser versehen. Auch der Einbau wird den Ansprüchen<br />

hygienisch anspruchsvoller Prozesse gerecht – dank frontbündiger Abdichtung und<br />

Totraumfreiheit und damit einfacher Reinigbarkeit.<br />

Markus Hanuja von der Uder Elektromechanik<br />

GmbH setzt das Hygienekonzept<br />

als Pilotprojekt in seinem Betrieb um<br />

pean Hygienic Engineering & Design Group<br />

(EHEDG). Pumpen des Vita-Pumpenprogramms<br />

bedienen das gesamte Anwendungsgebiet<br />

der Life Sciences Anwendungen<br />

und übernehmen den Transport von<br />

jeglichen flüssigen Fördermengen mit allen<br />

Anforderungen – sei es der schonende<br />

Transport, die Förderung hochviskoser<br />

Medien, die Notwendigkeit höherer Drücke<br />

oder die Möglichkeit des Selbstansaugens.<br />

„Durch die Vita-Pumpen kennen wir die<br />

Branche genau und haben in den vergangenen<br />

Jahren einfach gemerkt, dass das Bewusstsein<br />

für Hygieneanforderungen, auch<br />

bei Instandhaltungsarbeiten, natürlich ein<br />

ganz anderes ist“, beschreibt Polzer den<br />

Anstoß für die Alternative. Zwar wird in der<br />

Regel jede Hygiene-Pumpe vor ihrem Einsatz<br />

seitens des Anwenders noch einmal gereinigt,<br />

aber dennoch will KSB auf Nummer<br />

sicher gehen. Mit Markus Hanuja von der<br />

Uder Elektromechanik GmbH aus dem<br />

saarländischen Friedrichsthal, eine hundertprozentige<br />

Tochter von KSB, fand man<br />

einen begeisterten Mitstreiter, der das Hygienekonzept<br />

als Pilotprojekt in seinem<br />

Betrieb umsetzte.<br />

Verwechslung ausgeschlossen<br />

Der neue Arbeitsplatz wurde zu allererst<br />

einmal räumlich getrennt von den Arbeitsplätzen,<br />

auf denen die restlichen Pumpen<br />

zerlegt werden. Der LSA-Arbeitsplatz<br />

(LSA = Life Sciences Applications) zeichnet<br />

sich u. a. durch Edelstahloberflächen und<br />

leicht zu reinigende Werkbänke, eigenes<br />

Werkzeug und Kleidung sowie die Bereitstellung<br />

von ausschließlich FDA-zugelassenen<br />

Schmierstoffen aus, sodass es zu keiner<br />

Verwechselung kommt. Zudem gibt es<br />

eigene Waschapparaturen für die Hygienepumpen<br />

und es arbeiten nur geschulte Mitarbeiter,<br />

die sich an vorgegebene Anleitungen<br />

halten. „Das fängt vor der eigentlichen<br />

Arbeit mit der Begutachtung des Arbeitsplatzes,<br />

ob dieser sauber ist, und dem<br />

Hände waschen an“, verdeutlicht Hanuja.<br />

„Das hört sich im ersten Moment selbstverständlich<br />

an, aber solche Regeln helfen,<br />

die Bedeutung von hygienischen Prozessen<br />

zu verinnerlichen.“<br />

Dann geht es an die üblichen Arbeiten,<br />

etwa den Einbau eines neuen Laufrades, die<br />

Erneuerung der Abdichtungen oder auch<br />

einmal ein Lagerwechsel. Selbstverständlich<br />

erhalten die Kunden ein Prüfprotokoll,<br />

woraus die einzelnen Punkte ersichtlich<br />

sind. „Wenn unsere Kunden branchenspezifische<br />

Zertifikate benötigen (z. B.<br />

EHEDG, FDA), sind sie es gewohnt, dass<br />

j eder Schritt dokumentiert wird. Dies gilt<br />

ab sofort eben auch für die Pumpen-<br />

Instandhaltung“, erklärt Hanuja.<br />

Für Polzer war es wichtig, einen Standard<br />

für alle KSB-Reparaturstützpunkte zu entwickeln,<br />

der flächendeckend ausgerollt<br />

werden kann. Jeder einzelne Standort mit<br />

entsprechendem Arbeitsplatz soll dann von<br />

KSB zertifiziert werden. Zudem arbeitet<br />

man daran, eine eigene Lagerhaltung für<br />

die Hygienepumpen an den speziellen LSA-<br />

Arbeitsplätzen aufzubauen. „Für den Kunden<br />

ist dies einfacher, weil er weiß, dass er<br />

sich auf KSB verlassen kann. Es erleichtert<br />

aber auch unsere Arbeit, weil unsere Partner<br />

nicht jedes Mal von neuem nachdenken<br />

müssen, welche Anforderungen sie für die<br />

Instandhaltung einer hygienischen Pumpe<br />

erfüllen müssen“, so Polzer abschließend.<br />

www.ksb.com<br />

Transfer- und Dosierpumpen für anspruchsvolle Prozesse in der Chemieindustrie.<br />

Zuverlässig! Sicher! Effizient!<br />

Spezifisches Fördervolumen:<br />

0,2 cm 3 /U bis <strong>12</strong>.000 cm 3 /U<br />

Viskositäten:<br />

Bis 1.000.000 mPas<br />

Temperaturen:<br />

Bis 300 Grad °C und höher<br />

Saugdruck:<br />

Von Vakuum bis 15 bar<br />

Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen nach Kundenwunsch<br />

und einen umfassenden Service weit über den<br />

Verkauf von Pumpen hinaus.<br />

Die WITTE CHEM - Baureihe:<br />

Hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Abrasion<br />

Flexible Auslegung durch Baukastensystem<br />

Etabliertes Heizsystem für zuverlässige Temperierung<br />

Sonderbau nach Kundenwunsch<br />

Erfüllt die Anforderungen nach TA -Luft<br />

Viele Bauteile auch in Sonderwerkstoffen verfügbar.<br />

WITTE PUMPS & TECHNOLOGY GmbH<br />

Lise-Meitner-Allee 20<br />

25436 Tornesch<br />

Deutschland<br />

Jetzt informieren!<br />

Tel. 04<strong>12</strong>0 70 65 9 -0<br />

www.witte-pumps.de<br />

sales@witte-pumps.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Mit dem neuen, hochqualitativen Wellrohranschluss<br />

vereinfacht FIP die Verbindungstechnik:<br />

Waren bislang für die<br />

verschiedenen IP-Schutzklassen jeweils<br />

unterschied liche Wellrohranschlüsse erforderlich,<br />

so vereinigt Fiplock One nun alle<br />

Schutzklassen-Anforderungen im industriellen<br />

Einsatz, auch unter anspruchsvollen<br />

Umgebungsbedingungen. In Verbindung<br />

mit den Fiplock-Wellrohren im Fein- und<br />

Grobprofil von NW 07 bis NW 48 bietet das<br />

neue System zuverlässigen und dauerhaften<br />

Schutz nach IP69.<br />

Spart Platz und Zeit<br />

Maximale Sicherheit<br />

Einfache Verbindungstechnik in rauer Umgebung<br />

Kabelschutz ist im industriellen Umfeld meist unverzichtbar.<br />

Schutzrohre aus Kunststoff und Metall, Gewebe- und<br />

Strickschläuche sowie ein abgestimmtes Zubehör-Sortiment<br />

schützen Leitungen zuverlässig.<br />

Die vormontierten, montagefertig gelieferten<br />

Anschlussverschraubungen gewährleisten<br />

somit höchste Sicherheit für verschiedenste<br />

Anwendungen: Fiplock One aus<br />

speziell formuliertem Polyamid 6 lässt sich<br />

durch einfaches Einstoßen des Wellrohres<br />

in die Anschlussverschraubung verbinden.<br />

Mit einem handelsüblichen Schraubenzieher<br />

kann die Verbindung schnell und<br />

problemlos wieder geöffnet werden. Das<br />

System zeichnet sich zudem durch sehr<br />

gute Witterungsbeständigkeit sowie Schlagund<br />

Ausreißfestigkeit aus.<br />

Der T-Adapter Atpa-Ca ist individuell positionierbar<br />

und platzsparend direkt in Serie<br />

montierbar. Er erweitert das Sortiment zur<br />

Verschraubungslösung Fiplock One. Mit den<br />

innenliegenden Rohrdichtungen und dem neu<br />

entwickelten 360°-Verriegelungsmechanismus<br />

erfüllt der UV-beständige Adapter die höchste<br />

Schutzklasse IP69, wenn er gemeinsam mit<br />

den Fiplock-Wellrohren verbaut wird. Die<br />

neue Kabelschutz-Komponente aus halogenfreiem<br />

Polyamid 6 ermöglicht viele Kombinationen<br />

und spart Zeit bei Montage sowie<br />

Demontage: Der stabile T-Adapter wird<br />

fertig konfektioniert angeliefert und lässt<br />

sich mit einem einfachen Schlitz-Schraubenzieher<br />

jederzeit wieder öffnen.<br />

www.fipsystems.com<br />

Als 100%ige Tochtergesellschaft von<br />

Fränkische Rohrwerke ist Fränkische<br />

Industrial Pipes (FIP) spezialisiert auf<br />

hochwertige Wellrohre, Wellrohrsysteme<br />

und Schutzschläuche für Kabelschutzund<br />

Fluid systeme im Industrie- und<br />

Automobil- Bereich. Im Fokus des Unternehmens<br />

stehen Produkte, die sich an den<br />

Bedürf nissen der Kunden orientieren.<br />

Der neue Adapter<br />

erfüllt die höchste<br />

Schutzklasse IP69<br />

Autorin: Svenja Tödter, Marketing, Fränkische<br />

Industrial Pipes, Königsberg in Bayern<br />

24 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


Die Königsklasse<br />

der Lufttechnik<br />

Zukunft spüren<br />

Hightech Prozessventilatoren mit ATEX Zertifizierung<br />

Wirkungsoptimiert auf den Betriebspunkt genau. Einzigartig und unschlagbar in Leistung und Effizienz bei<br />

jeder Industrieanwendung. Sehr hohe Medientemperaturen –bis 600°C (PRdry). Höchste Volumenströme<br />

ganz nach Bedarf, dank modernster Technik kombiniert mit extra stabilem Gehäusedesign.<br />

So sieht Technik der Zukunft aus!<br />

ziehl-abegg.de<br />

PRT Prozessventilator<br />

Prozessventilatoren<br />

mit<br />

ATEX-Zertifizierung<br />

nach 94/9 EG<br />

Geeignet fürden Einsatz inden<br />

Zonen 1und 2sowie 21/22<br />

PRdry PRdry PR285<br />

PERFEKTE ABSAUGUNG z.B. in<br />

Produktionshallen mit Lackierstraßen,<br />

sonstigen Bearbeitungszentren, etc.<br />

Die Königsklasse in Lufttechnik, Regeltechnik und Antriebstechnik<br />

Bewegung durch Perfektion<br />

ZAvblue ZAwheel ZAbluefin


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Schraubenkompressor der Zukunft<br />

„Unsere S-4-Baureihe ist heute schon führend bei Energieeffizienz<br />

und Wartungsfreundlichkeit und leiser als der Vorgänger“,<br />

so Frank Hilbrink, Produkt-Markt-Manager bei Boge. Der S 76-4<br />

LF Optimus ist der Versuchsträger für zukünftige Detailentwicklungen<br />

in der Baureihe ölgeschmierter Schraubenkompressoren.<br />

Diese sind stark<br />

nachgefragt in<br />

Anwendungsbereichen,<br />

in<br />

denen Kosteneffizienz,<br />

eine<br />

dauerhafte<br />

Prozesssicherheit<br />

und eine<br />

hohe Druckluftqualität<br />

maßgebend<br />

sind.<br />

Dazu zählen<br />

u. a. die Öl-,<br />

Gas- und<br />

Chemieindustrie. Maximale Betriebssicherheit und ein bedarfsgerechter<br />

Ressourceneinsatz stehen auf der Agenda der Designstudie<br />

S-4 Optimus. Ein technischer Ansatzpunkt ist bspw. ein<br />

Ölkreislauf, bei dem auf das Thermostatventil verzichtet wird.<br />

Dadurch entfällt ein Wartungsteil und die Zuverlässigkeit des<br />

Kompressors steigt.<br />

www.boge.de<br />

Großrohre sicher verbinden<br />

Die Manschettendichtung<br />

Typ LCW verbindet Rohre aus<br />

allen Materialien und von allen<br />

Herstellern dauerhaft und dicht<br />

miteinander. Der Spannbereich<br />

der mit 300 mm extrabreiten<br />

Manschette beträgt 30 mm. Die<br />

durchdachte Spannvorrichtung<br />

verbessert die Dichteigenschaften<br />

der LCW Manschette und<br />

vereinfacht die Montage. Dafür<br />

sind die Spannschlösser im<br />

idealen Winkel zur Tangente der Manschette angeordnet. Das<br />

optimiert die Umsetzung des erforderlichen Drehmoments beim<br />

Anziehen der Spannbänder und maximiert den Dichtdruck für<br />

das Drehmoment. Die Manschetten mit einer Größe von LCW 600<br />

bis LCW 999 halten bei fachgerechter Montage einem Wasserinnendruck<br />

von 1,5 bar stand.<br />

Flexseal produziert die LCW Manschette individuell nach Kundenangaben,<br />

auch in exakten Millimeter-Schritten. Um das Dichtelement<br />

aus EPDM (Ethylen-Propylen- Dien- Kautschuk) herzustellen,<br />

nutzt der Experte für Rohrverbindungstechnik modernste<br />

Formverfahren. „Wir fertigen in einer Härte von 60 IRHD, die der<br />

beste Kompromiss zwischen Stabilität und ausreichenden Dichteigenschaften<br />

ist“, erläutert Roland Mertens, technischer Leiter<br />

der Flexseal GmbH.<br />

www.flexseal.de<br />

Lüfter und Sichter sind aufeinander<br />

abgestimmt<br />

Die drehstarre Ganzstahllamellenkupplung N-Arpex von Currax<br />

zeigt sich in neuem Design und mit optimierten Leistungsdaten.<br />

Das überarbeitete Lamellenpaket und ein neues Bauteildesign ermöglichen<br />

die Übertragung höherer Drehmomente und Drehzahlen<br />

sowie eine größere<br />

Bohrungskapazität<br />

bei Standardnaben.<br />

Die Kupplungen<br />

sind verdrehspielfrei,<br />

sehr kompakt<br />

gebaut und bestechen<br />

durch ein<br />

geringes Leistungsgewicht.<br />

Sie eignen<br />

sich für besonders<br />

hohe und sehr<br />

niedrige Temperaturen<br />

bis zu – 50 °C. Der Versatzausgleich kann in axialer, winkliger<br />

und radialer Richtung erfolgen. Die Lamellenkupplungen sind aus<br />

nicht rostendem Federstahl, unterliegen keinem Verschleiß und<br />

sind somit wartungsfrei.<br />

Simotics Reluktanzmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad im<br />

Nennpunkt als vergleichbare Asynchronmotoren mit Effizienzklasse<br />

IE4. Zudem machen sich im Teillastbereich die deutlich reduzierten<br />

Verluste im Vergleich zu Asynchronmotoren bemerkbar. Synchronreluktanz-Motoren<br />

haben gegenüber hocheffizienten Asynchronmotoren<br />

ein um bis zu 50 % geringeres Eigenträgheitsmoment.<br />

Das ermöglicht eine höhere Beschleunigung im Taktbetrieb, eine<br />

schnellere Taktung und letztlich eine höhere Produktivität.<br />

www.currax.net<br />

Kompakte Hochdruckpumpe<br />

Die KSB AG, Frankenthal, hat ihr Portfolio an kompakten Hochdruckpumpen<br />

der Baureihe Movitec um eine neue horizontale<br />

Variante erweitert. Die neue H(S)I-Ausführung ist für eine horizontale<br />

Aufstellung konzipiert. Saug- und Druckstutzen sind in<br />

der für Prozesskreiselpumpen üblichen 90°-Ausrichtung angeordnet<br />

und nicht wie bei dieser Pumpenbauweise üblich auf<br />

einer Achse (Inline-<br />

Bauweise). Der<br />

Druckstutzen lässt<br />

sich wahlweise auch<br />

nach links, rechts<br />

und unten anordnen.<br />

Dank dieser Konfiguration<br />

haben OEMs<br />

und Anlagenbauer<br />

mehr Möglichkeiten,<br />

diese vielseitig nutzbaren<br />

und effizienten Pumpen einzusetzen. Sie eignen sich ganz<br />

besonders für den Einsatz in der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung,<br />

Kühlwasserversorgung, Kesselspeisung und Druckerhöhung.<br />

Alle medienberührten Bauteile sind aus hochwertigem<br />

Edelstahl gefertigt.<br />

Wie auch die anderen Mitglieder der Movitec-Familie, zeichnen<br />

sich die Pumpen der neuen H(S)I-Baureihe durch die Verwendung<br />

hydraulisch optimierter Stufengehäuse und Laufräder aus.<br />

Dadurch sind sie äußerst sparsam und günstig in Bezug auf die<br />

Energiekosten. Leicht austauschbare Patronengleitringdichtungen<br />

erleichtern die Wartung und bieten eine große Auswahl an lieferbaren<br />

Werkstoffkombinationen. So kann der Betreiber für jede<br />

Anwendung die optimale Gleitringdichtung auswählen. Das ermöglicht<br />

einen langen und störungsfreien Betrieb.<br />

www.ksb.com<br />

26 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


Lösungen für Kühlwasseranschlüsse<br />

Kühlwasser, Schweiß- und Schutzgase müssen stets sicher an<br />

ihren Einsatzort gebracht werden. Genau dafür hat Eisele die<br />

Liquidline-Kühlwasseranschlüsse aus Ganzmetall entwickelt.<br />

Mit der Liquidline bietet Eisele ein umfassendes Programm<br />

an Verschraubungen und Kühlwasseranschlüssen. Die Produkte<br />

können<br />

sowohl aus<br />

entzinkungsbeständigem<br />

Messing, als<br />

auch teilweise<br />

aus Aluminium<br />

sowie aus Edelstahl<br />

gefertigt<br />

werden. Außerdem<br />

wurden<br />

45°- und 90°-<br />

Rohrbögen<br />

mit optimiertem Durchfluss in das Sortiment aufgenommen,<br />

die aus Messing oder Edelstahl gefertigt werden. Die neuen<br />

Bogen-Einschraubanschlüsse haben in Vergleichstests eine<br />

deutlich bessere Durchflussrate als herkömmliche Winkelanschlüsse<br />

erreicht, da es zu keinen Verwirbelungen im<br />

Flüssigkeitsstrom kommt und der volle Durchgang für den<br />

Wärmeabtransport zur Verfügung steht. Geeignet sind sie<br />

z. B. als Kühlwasseranschlüsse in Schweißprozessen, bei der<br />

Hochfrequenz-Induktionserwärmung oder für die Leistungselektronik.<br />

Aufgrund der besseren Durchflussrate der Rohrbögen<br />

können außerdem kleinere Durchmesser verwendet<br />

werden, um die gleiche Kühlleistung wie mit bisherigen<br />

Winkelanschlüssen zu erreichen.<br />

NEU<br />

Wiederverwendbare Schlaucharmatur<br />

Für Pharma, Biochemie und Lebensmittel<br />

• betriebssicher und effizient<br />

• Anschlüsse nach DIN, ISO und BS/ASME BPE Normen<br />

Silikon-<br />

• einfache Montage mit<br />

und PTFE-Schläuchen<br />

www.marsoflex.de<br />

SIL 300 PTFE<br />

SIL 300<br />

SIL 200<br />

SIL 100<br />

www.eisele.eu<br />

Distanzkupplung in sieben Baugrößen<br />

Auch in anspruchsvollen Bereichen, wie Medizin, Pharma,<br />

Lebensmittel- und Getränketechnik, müssen oft weit auseinanderliegende<br />

Wellen verbunden werden. Enemac Maschinentechnik<br />

bietet hierfür die neue Distanzkupplung EWLC an.<br />

Mit einer Baulänge von bis zu 3 m, hat sie ein längenvariables<br />

Zwischenrohr aus Edelstahl A2 oder A4, das entsprechend dem<br />

Kundenwunsch angepasst wird. Verbunden ist dieses Rohr mit<br />

zwei Metallbalgkupplungen<br />

aus Edelstahl<br />

A4. In vielen Fällen<br />

kann die Distanzkupplung<br />

als spielfreie<br />

Verbindungs-,<br />

Gelenk- oder Synchronwelle<br />

eingesetzt<br />

werden. Fluchtungsfehler,<br />

insbesondere<br />

Parallelversatz, können in erheblicher Größenordnung mit<br />

diesem Typ ausgeglichen werden. Die Halbschalennaben<br />

erleichtern die Montage und gewährleisten eine sichere, kraftschlüssige<br />

Verbindung. Die Kupplung ist torsionssteif und<br />

eignet sich für hohe Betriebsdrehzahlen bis zu 6 000 min -1 bei<br />

geringem Trägheitsmoment. Sie ist in sieben Baugrößen mit<br />

einem Nennmoment von bis zu 1 200 Nm erhältlich. Wellendurchmesser<br />

zwischen 7 und 85 mm können aufgenommen<br />

werden.<br />

www.enemac.de<br />

Weltneuheit für den explosionsgefährdeten Bereich<br />

Markert.indd 1 13.11.<strong>2017</strong> 15:49:46<br />

OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH ist Ihr kompetenter Partner für elektrische<br />

Prozesserhitzer.<br />

Der kompakte und tragbare<br />

Lufterhitzer<br />

„The Bulldog“ ist mit nur<br />

25 Kilogramm Gewicht<br />

perfekt für den ortsveränderlichen<br />

Einsatz in<br />

explosionsgefährdeten<br />

Zonen 1 & 2.<br />

Direkt vom Hersteller<br />

kann das Gerät mit einem<br />

bis zu 25 Meter langen<br />

Anschlusskabel als „Plug<br />

and Play“ Version geliefert<br />

werden. Durch einen flexiblen<br />

Anschluss-Schlauch<br />

können mit diesem<br />

Gerät punktuelle Bereiche<br />

beheizt werden. Somit<br />

dient es beispielsweise als<br />

Enteisung oder Beheizung<br />

von schwer zugänglichen<br />

Stellen. Auch ohne<br />

Schlauch ist die punktuelle<br />

Erwärmung durch den ca. 8 Meter langen Luftstrom optimal realisierbar.<br />

Die Einsatzbereiche für das nach ATEX, IEC Ex und CU-TR zertifizierte Gerät sind<br />

Onshore- und Offshore-Anwendungen, gas- und treibstoffgefährdete Areale,<br />

Flugzeughangars, Batterie- , Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />

petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks und viele mehr.<br />

Der Lufterhitzer „The Bulldog“ ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereiche<br />

der Zonen 1 & 2 in der Leistungsklasse bis 6 kW lieferbar.<br />

www.ohmex.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Modulares Schrägsitzventil<br />

Das Schrägsitzventil VZXA von Festo steuert die<br />

Medienströme schnell und zuverlässig. Seine durchdachte<br />

Produktarchitektur mit patentierter Schnittstelle<br />

ermöglicht es, Ventilkörper und Antriebe frei zu<br />

kombinieren und bietet so noch mehr Flexibilität in<br />

der Gestaltung der Anwendung. Für die einfache<br />

Integration in die Applikation lassen sich unterschiedliche<br />

Antriebe und Ventilkörper kombinieren. Funktionsgetestete<br />

individuelle Module unterstützen den<br />

einfachen Austausch des Antriebs bei einem Umbau<br />

oder Wartung. Das patentierte Dichtsystem verhindert<br />

den Austritt des Betriebsmediums nach außen. Durch<br />

die einzigartige Schnittstelle zwischen den Modulen ist<br />

ein Austausch des Antriebs ohne Öffnen der Rohrleitung<br />

möglich. Die einfache Trennung von Ventilkörper und<br />

Antrieb erleichtert und beschleunigt die Montage in der<br />

Rohrleitung. Die Spindeldichtung ist in Form einer Kartusche<br />

aufgebaut. Sie besteht aus einer Edelstahlhülse mit vorgespannter<br />

Dachmanschettenpackung aus PTFE-Dichtringen und kann<br />

dadurch ohne Spezialwerkzeug einfach und sicher ausgetauscht<br />

werden. Das Schrägsitzventil VZXA besteht aus dem Schrägsitzventilkörper,<br />

dem Kolbenantrieb oder dem Membranantrieb<br />

sowie der optischen Stellungsanzeige. Der strömungsoptimierte<br />

Ventilkörper aus Edelstahl ist in den Nennweiten DN15-DN65<br />

verfügbar. Die vorgesehenen Anschlussvarianten sind Gewinde-,<br />

Klemm- und Schweißanschlüsse nach amerikanischen und<br />

europäischen Normen.<br />

www.festo.com<br />

Kleine Mengen genau regeln<br />

Das Ventil Gemü 567 Bio Star Control ist die neue,<br />

sichere Lösung für Medienregelungen von 0,08<br />

bis 4,1 m³/h. Die Abdichtung erfolgt über eine<br />

PTFE-Membran mit PD-Technologie (plug<br />

diaphragm), die die Vorteile eines Membranventils<br />

mit denen eines Sitzventils verbindet.<br />

Dabei ist das Ventil sowohl mit linearer, als<br />

auch mit gleichprozentiger Regelcharakteristik<br />

verfügbar.<br />

Häufig werden aseptische Membranventile als<br />

Regelventile für sterile Prozesse eingesetzt.<br />

Kleine Mengen lassen sich damit nur mit<br />

unzureichender Genauigkeit oder gar nicht<br />

regeln. Diese Lücke schließt das neue<br />

2/2-Wege-Membransitzventil mit Regelnadel<br />

bzw. Regelkegel. Die Abdichtung zum Antrieb<br />

erfolgt über eine FDA- und USP-Class-VI-konforme<br />

PTFE-Membran. Diese gewährleistet in Kombination mit einer<br />

Tellerfeder eine dauerhafte temperaturunabhängige Abdichtung,<br />

sodass ein Nachziehen der Membran entfällt. Im Vergleich zu<br />

Faltenbalgventilen ermöglicht die hygienegerechte Konstruktion<br />

eine signifikant bessere Reinigung des Ventils.<br />

Auch in Sachen hygienische Sicherheit ist das Ventil optimal<br />

ausgestattet: So erfüllt es sowohl die Standards des EHEDG-<br />

Reinigungstests als auch die nach der amerikanischen 3A-Definition.<br />

Eingesetzt wird die Regelarmatur z. B. bei der Kleinmengendosage<br />

in der Getränkeindustrie bei Inline-Mixern (bspw. für<br />

Vitamine, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe), bei der Regelung<br />

von Sterildampf und -luft (bspw. bei DIP-Prozessen) oder bei der<br />

Zu- und Abflussregelung von Bioreaktoren in der Pharmazie.<br />

www.gemu-group.com<br />

Kreiselpumpen-Portfolio erweitert<br />

Knoll Maschinenbau, bekannt<br />

als führender Kühlschmierstoff-<br />

Systemanbieter, produziert die<br />

dafür benötigten Kreiselpumpen<br />

selbst. <strong>2017</strong> präsentierte das<br />

Unternehmen ein neues Pumpenprogramm,<br />

in das eigene<br />

Erfahrungen der letzten Jahre<br />

eingeflossen sind. Erzielt wurden<br />

vielfältige Verbesserungen hinsichtlich<br />

Leistung, Wirtschaftlichkeit<br />

und Verschleiß sowie ein<br />

durchgängig modularer Aufbau,<br />

der u. a. zu extrem kurzen Lieferzeiten<br />

beiträgt.<br />

Ob in Einzel- oder Zentralanlagen – zu den Herzstücken von<br />

KSS-Anlagen gehören Kreiselpumpen. Der Hersteller entwickelt<br />

und produziert diese in unterschiedlicher Ausprägung und Größe<br />

seit vielen Jahren selbst. Je nach Bauart und -größe erreichen die<br />

Pumpen Volumenströme bis 1 600 l/min, Drücke bis 6 bar und<br />

eignen sich für Korngrößen bis 30 mm.<br />

www.knoll-mb.de<br />

Präzisionsarmaturen in Einzel- und<br />

Serienfertigung<br />

Eine besonders auf die<br />

Anwendung ausgelegte<br />

Präzisionsarmatur ist<br />

in vielerlei Hinsicht vorteilhaft:<br />

Eine optimale<br />

Anpassung kann z. B.<br />

durch die Auswahl der<br />

für das zu fördernde<br />

Medium am besten<br />

geeigneten Materialien<br />

die Wartungs- und<br />

Reparaturintervalle verlängern. Dies kann darüber hinaus auch<br />

die allgemeine Lebensdauer erhöhen und die Anschaffungskosten<br />

innerhalb eines sehr überschaubaren Zeitraumes relativieren.<br />

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Flexibilität der<br />

Anschlussmöglichkeiten. Hier lässt sich bspw. durch eine direkte<br />

Reduzierung an der Armatur nicht nur Geld durch gesparte<br />

Verschraubungen erzielen, sondern auch ein technischer Vorteil<br />

durch die Einsparung unnötiger Dichtstellen erarbeiten.<br />

Die VSM Engineering GmbH mit Firmensitz in Meerbusch (NRW)<br />

nutzt ihre über 40-jährige Erfahrung, um gezielt auch auf spezielle<br />

Kundenwünsche einzugehen. In eigener Fertigung werden neben<br />

Einzelstücken und Serienproduktionen auch Sonderwünsche<br />

realisiert.<br />

Dank eingespielter Arbeitsabläufe, von der Planung und Projektierung<br />

bis hin zur Herstellung, können individuelle Projekte auch<br />

kurzfristig erfasst und abgewickelt werden. Für sehr kritische<br />

Medien bietet VSM Armaturen aus Hastelloy ab Lager an.<br />

Marktüblich haben diese Produkte erhebliche Lieferzeiten, doch<br />

durch die Bevorratung kann der Bedarf des Kunden an Standardgrößen<br />

zeitnah gedeckt werden. Das Material kommt dann zum<br />

Einsatz, wenn Edelstahl die Ansprüche des zu fördernden Mediums<br />

nicht erfüllt. So werden VSM-Armaturen aus Hastelloy u. a. in vielen<br />

kritischen Bereichen eingesetzt.<br />

www.vsm-gmbh.de<br />

28 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Antriebsdaten in der Cloud<br />

Nord Drivesystems bietet<br />

Maschinenbauern und Anlagenbauern<br />

Lösungen dafür an, Zustandsdaten<br />

von Antrieben in<br />

Echtzeit über eine Cloud bereitzustellen.<br />

Grundsätzlich können<br />

alle Antriebsachsen über eine<br />

Internetverbindung überwacht<br />

werden. Im Applikationstestzentrum<br />

von Nord wurde das<br />

Konzept in einem vernetzten<br />

Antriebsaufbau erprobt, der<br />

auf Standardschnittstellen und -komponenten beruht. Die Antriebe<br />

senden Daten über ihre Stromaufnahme, Drehzahl und<br />

Spannung sowie das Statuswort, getunnelt durch eine Siemens-<br />

PLC, an ein IoT-Gateway und in die Cloud. Die Zustandsdaten<br />

lassen sich für Energiemanagement und Fernwartung auswerten.<br />

Überlastung und Fehlerzustände lassen sich visualisieren.<br />

Es können auch weitere Applikationsdaten wie die der angeschlossenen<br />

Sensoren und Aktoren in die Cloud gespeist werden.<br />

Aus den Zustandsdaten lassen sich zudem weitere Werte ableiten,<br />

insbesondere die aktuellen Öltemperaturen. Dies wurde<br />

bereits in ersten Versuchen validiert. Die daraus folgende Ermittlung<br />

der Ölalterung kann für die vorausschauende Wartung genutzt<br />

werden.<br />

www.nord.com<br />

Schutz in Stresssituationen<br />

Die Anti-Surge-<br />

Einsitz-Durchgangsregelventile<br />

der Arca Regler<br />

GmbH kommen<br />

aus dem bewährten<br />

Ecotrol-Baukasten.<br />

Die Armaturen<br />

müssen bei Stresssituationen<br />

in der<br />

Anlage die Verdichter<br />

vor dem<br />

Pumpen schützen.<br />

Sie verhindern<br />

einen Strömungsabriss<br />

an den Verdichterschaufeln,<br />

um Schäden am Verdichter vorzubeugen. Die<br />

Verdichterstränge bestehen aus je einem Einwellen-Verdichter<br />

und werden von einer Gasturbine angetrieben.<br />

Die Arca Regler GmbH bietet modernste Lösungen zur Pumpgrenzregelung<br />

an und kann auf einen großen Wissens- und<br />

Erfahrungsschatz zurückblicken. Hoher Durchfluss, geringer<br />

Lärmpegel, schnelle Reaktionszeiten als auch hohe Regelgenauigkeiten<br />

sind nur eine der wenigen Vorteile, die diese Baureihe<br />

auszeichnet.<br />

www.arca-valve.com


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Messtechnik neu gedacht<br />

Sensorik aus Kunststoff eröffnet viele Möglichkeiten<br />

Bei einem neuen Verfahren werden Temperaturfühler nicht wie<br />

bisher üblich in einem Metallrohr vergossen, sondern im<br />

Spritzgussverfahren mit Kunststoff ummantelt. Dieses patentierte<br />

System bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen<br />

Temperaturfühlern.<br />

Autor: Alexander Dechant, Produktingenieur,<br />

Jumo GmbH & Co. KG, Fulda<br />

Die Idee klingt erst einmal einfach: In<br />

modernen Spritzgussmaschinen kann<br />

fast jede Form in beliebig hohen Stückzahlen<br />

hergestellt werden. Warum sollte man<br />

dann nicht auch einfach einen Temperatursensor<br />

mit Kunststoff umspritzen können?<br />

Zum einen liegt die Schwierigkeit darin,<br />

dass Kunststoff eine geringe Wärmeleitfähigkeit<br />

hat und deshalb zur Temperaturmessung<br />

nicht optimal geeignet ist. Zum<br />

anderen kommen noch die extremen<br />

Umgebungsbedingungen beim Spritzguss<br />

hinzu. Der flüssige Kunststoff erreicht<br />

Temperaturen bis zu 360 °C, der Schließdruck<br />

der Maschine bis zu 100 t und der<br />

Druck im Gusswerkzeug beträgt bis zu<br />

1 200 bar. Die Herausforderung bestand<br />

darin, trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen<br />

einen funktionierenden Produktionsprozess<br />

zu etablieren.<br />

Dass es möglich ist, Temperaturfühler<br />

aus Kunststoff herzustellen, zeigt Jumo<br />

Plastosens T. Das Problem der Wärmeleitfähigkeit<br />

wird bei diesen neuen Produkten<br />

durch den Einsatz von Spezialkunststoffen<br />

mit speziellen Additiven gelöst. Im Endergebnis<br />

besteht kaum ein Unterschied zu<br />

Metallfühlern. Ein weiterer Vorteil dieser<br />

speziellen Mischungen: Für jeden Kunden<br />

kann ein Kunststoff entwickelt werden, der<br />

genau auf die jeweilige Applikation zugeschnitten<br />

ist. Als weitere Additive kommen<br />

bei den verwendeten Thermoplasten noch<br />

Färbe-, Licht- und Flammschutzmittel sowie<br />

Verstärkungsfasern zum Einsatz.<br />

30 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


NEWSLETTER<br />

Absolute Gestaltungsfreiheit<br />

Das größte Plus bei Sensorik aus Kunststoff<br />

ist die völlige Formfreiheit. Die Plastosens-Produkte<br />

passen sich an die jeweilige<br />

Einbausituation an. So kann z. B. ein<br />

Tempe ratursensor komplett in eine Kunststoff-Rohrleitung<br />

integriert werden. Oder<br />

er ist rund, spiralförmig und hat einen<br />

Winkel – der Vorstellungskraft sind fast<br />

keine Grenzen gesetzt. Kunststoff bietet<br />

aber durch das geringe Gewicht und die<br />

Reproduzierbarkeit noch weitere Vorteile.<br />

Abhängig von der Kunststoffmischung<br />

können die Temperaturfühler in einem<br />

Temperaturbereich von – 50 bis zu + 200 °C<br />

problemlos eingesetzt werden. Der Herstellungsprozess<br />

macht jedoch ein gewisses<br />

Umdenken im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Temperaturfühlern nötig.<br />

Plastosens-Produkte werden in enger<br />

Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt.<br />

Der Prozess startet mit einer<br />

Machbarkeitsprüfung und einem Designvorschlag<br />

und führt über die Konstruktion<br />

Die erforderlichen Spritzgusswerkzeuge<br />

werden individuell<br />

gefertigt, wodurch die Anfangsinvestitionen<br />

höher als bei herkömmlichen<br />

Fühlern sind. Jumo setzt<br />

deshalb eine moderne Software ein,<br />

in der das Ansprechverhalten und<br />

die Wärmeableitfähigkeit des<br />

geplanten Tempe raturfühlers<br />

im Vorfeld simuliert werden.<br />

und Simulation der Temperaturfühler<br />

zum Bau der Spritzguss-Werkzeuge. Nach<br />

einer Bemusterungsphase starten die<br />

Prüfungen, an deren Ende ein funktionsfähiger<br />

Pro totyp und die Serienproduktion<br />

stehen. Mithilfe einer modernen<br />

Simulationssoftware kann bereits sehr<br />

früh im Entwicklungsprozess das Ansprechverhalten<br />

und die Wärmeableitfähigkeit<br />

des geplanten Temperaturfühlers<br />

simuliert werden.<br />

Erste Entwicklungen<br />

Alexander Dechant<br />

Ein Transformator ist ein denkbar<br />

schlechter Ort für einen Temperaturfühler<br />

aus Metall. Die Isolationsfestigkeit von<br />

maximal 2,5 kV reicht oft nicht aus, um<br />

den dort herrschenden Spannungsverhältnissen<br />

erfolgreich widerstehen zu<br />

können. Jumo hat deshalb einen Kunststoff-Fühler<br />

entwickelt, der eine Isolationsfestigkeit<br />

von 5 kV ausweist und bei einer<br />

Dauergebrauchstemperatur von<br />

+ 200 °C verwendbar ist. Solche Fühler<br />

Eine unlösbare Verbindung<br />

am Kabelaustritt dichtet<br />

den Fühler zuverlässig ab<br />

können bspw. auch in Elektromotoren<br />

oder anderen Hochspannungs-Umgebungen<br />

eingesetzt werden.<br />

Besonders raue Umgebungsbedingungen<br />

herrschen auch in Maschinen. Das<br />

größte Problem ist hier die Vibration. Bei<br />

herkömmlichen Fühlern ist es oft aufwändig,<br />

den Temperatursensor so im Fühlerrohr<br />

zu positionieren,<br />

dass er wirklich<br />

fest sitzt. Bei Plastosens<br />

T wird der Sensor<br />

komplett in<br />

Kunststoff eingebettet.<br />

Für einen Kunden<br />

wird derzeit ein<br />

vibrationsfester Einsteckfühler<br />

für das<br />

Medium Öl entwickelt.<br />

Erste Tests haben<br />

gezeigt, dass das<br />

Produkt Kräften von<br />

bis zu 20 g problemlos<br />

widerstehen<br />

kann. Das ist eine beeindruckende Zahl,<br />

denn in einem modernen Kampfjet wirken<br />

maximal 9 g auf den Piloten ein.<br />

In Sterilisationsanwendungen sorgt die<br />

Kombination aus hohen Temperaturen,<br />

Feuchtigkeit und Druck für Sensorstress.<br />

Das Problem bei herkömmlichen Fühlern<br />

ist oft die Dichtigkeit. Auch hier kann Plastosens<br />

T die Lösung sein: Denn beim<br />

Spritzgussverfahren gehen die verwendeten<br />

Spezialkunststoffe eine unlösbare Verbindung<br />

ein. Das ist besonders bei der kritischen<br />

Stelle des Kabelaustritts aus dem<br />

Fühler ein unschätzbarer Vorteil.<br />

www.jumo.net<br />

Der E-Mail-Service<br />

für Verfahrens ingenieure<br />

in der Prozessindustrie.<br />

Aktuelle und<br />

branchenüber greifende<br />

technische Informationen<br />

über Anlagen,<br />

Komponenten und<br />

Systeme.<br />

Jetzt<br />

kostenlos<br />

anmelden!<br />

IMMER<br />

AKTUELL<br />

INFORMIERT<br />

http://bit.ly/News_VFV


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Controller für flexible Automatisierung<br />

Emerson bringt den Deltav PK Controller heraus, der die erweiterte<br />

Automatisierung seines Deltav Leitsystems für schnell<br />

wachsende Branchen verfügbar macht, die sich in der Regel<br />

weniger auf Automatisierung in großem Umfang verlassen.<br />

Der Controller bietet allen Prozessindustrien, die sich bisher<br />

auf komplexe, nicht<br />

integrierte, speicherprogrammierbare<br />

Steuerungen (SPS) mit<br />

eingeschränkten Betriebsmöglichkeiten<br />

verlassen haben, eine<br />

skalierbare Automatisierungssteuerung.<br />

Der gebrauchsfertige<br />

Controller ist der erste<br />

in der Prozessindustrie,<br />

den Hersteller<br />

kleiner Produktionseinheiten<br />

(Skids) herunterskalieren oder für die Einbindung in<br />

das Leitsystem in einer größeren Anlage hochskalieren können.<br />

Der Controller ist von vornherein mit dem Ziel der Konnektivität<br />

entwickelt worden und zwar insbesondere in Bezug auf IIoT.<br />

Der skalierbare Controller nutzt eine Auswahl von Kommunikationsprotokollen<br />

und ist der erste Controller des Herstellers mit<br />

eingebautem OPC UA-Server. Außerdem verfügt er über sechs<br />

Ethernet-Anschlüsse, die mit jedem Deltav E/A-Typ betrieben<br />

werden können.<br />

www.emerson.com<br />

Mineralwasser wird jetzt digital<br />

produziert<br />

Mehr Effektivität und Transparenz durch durchgängige Digitalisierung<br />

der Produktion in Echtzeit – dieses Ziel verfolgt der<br />

Gerolsteiner Brunnen in Zusammenarbeit mit den SAP-Ingenieuren<br />

von IGZ<br />

aus Falkenberg.<br />

Dabei profitiert<br />

der Mineralwasserexporteur<br />

insbesondere<br />

von den IGZ Best<br />

Practices Fill &<br />

Pack für SAP MII<br />

in den Bereichen<br />

MDE (Prozesswerte,<br />

Stillstandsauswertung,<br />

OEE-<br />

Kennzahlen), BDE,<br />

Online-Kennzahlen,<br />

Schichtbuch und Anlagenvisualisierung. Zudem bietet das<br />

Systemhaus mit seinen SAP MII Best Practices ein umfangreiches<br />

Reporting zur Generierung von Produktions- und Schichtberichten<br />

sowie Stillstands- und Artikelanalysen. Durch die enge und<br />

standardkonforme Integration von SAP MII mit SAP ERP kann<br />

der Mineralwasserhersteller Auftragsinformationen und Rückmeldungen<br />

sowie Vorgaben von gemeinsamen Stammdaten<br />

papierlos zwischen den technischen und administrativen IT-<br />

Ebenen austauschen.<br />

www.igz.com<br />

Selbst kalibrierende Sensortechnologie<br />

Endress+Hauser präsentierte<br />

auf der SPS<br />

IPC Drives sein neues<br />

Thermometer mit einzigartiger,<br />

sich selbst<br />

kalibrierender Sensortechnologie.<br />

Das hygienische<br />

iTherm Trust<br />

Sens Thermometer ist<br />

für Anwender der Foodund<br />

Life-Sciences-Industrie bestimmt, die eine lückenlose Übereinstimmung<br />

zu den FDA- bzw. GMP-Regeln benötigen.<br />

Das in Kürze erhältliche Thermometer bietet hohe Prozesssicherheit<br />

und Anlagenverfügbarkeit durch permanente Inline-Selbstkalibrierung<br />

und eliminiert das Risiko von Nichtkonformitäten<br />

während der Produktion.<br />

Die neue Messgerätelinie Proline 300/500 steht für die branchenoptimierte<br />

Durchflussmesstechnik mit erweitertem Einsatzbereich<br />

und verbesserter Performance. Mit Wlan und neuen<br />

Geräte- und Prozessdiagnoseparametern ist die Messstelle für<br />

die Zukunft gerüstet und sorgt für hohe Prozess- und Produktsicherheit.<br />

Dazu leisten auch das Historom Datenmanagement<br />

und die Heartbeat Technology einen wertvollen Beitrag. Mit dem<br />

Micropilot FMR60, FMR62 und FMR67 wird das Portfolio an<br />

Radarmessgeräten komplettiert. Damit summiert Endress+<br />

Hauser seine Radarkompetenz auf 113 GHz auf, um mit einem<br />

Augenzwinkern darauf hinzuweisen, dass jede Applikation eben<br />

nicht die höchste Frequenz, sondern eine individuelle Antwort<br />

und passende Radarfrequenz benötigt: ob 1, 6, 26 oder 80 GHz.<br />

Die neue Micropilot-Serie ist der erste 80-GHz-Radar, der nach<br />

IEC 61508 entwickelt wurde und somit höchsten Sicherheitsanforderungen<br />

genügt.<br />

www.de.endress.com<br />

Reaktionsschneller Helium-Leckdetektor<br />

Leybold bringt mit dem Phoenix 4 eine neue Helium-Leckdetektoren-Familie<br />

für die steigenden Qualitätsanforderungen heraus.<br />

Diese eignet sich gleichermaßen gut für den Bereich Forschung<br />

und Entwicklung wie für industrielle Applikationen. Mit seinem<br />

ergonomischen Design und den verbesserten Mess-Eigenschaften<br />

setzt der Leckdetektor<br />

neue<br />

Maßstäbe – vor<br />

allem in puncto<br />

Bedienkomfort,<br />

Ansprechzeiten,<br />

Helium-Sensitivität<br />

und Zuverlässigkeit.<br />

Überdies sind<br />

die stationär und<br />

mobil einsetzbaren<br />

Modelle einfacher zu handhaben und zu warten als die Vorgänger.<br />

So ist es z. B. jetzt möglich, einen Filterwechsel durchzuführen,<br />

ohne das Gehäuse zu entfernen. Der kompakte Helium-Leckdetektor<br />

für ein breites Applikationsspektrum ist in drei Modellklassen<br />

erhältlich, die mit ihren unterschiedlichen Saugvermögenskonfigurationen<br />

für diverse Kundenanwendungen ausgelegt sind.<br />

Der gründliche Facelift stand ganz im Zeichen einer verbesserten<br />

Überwachungs- und Steuerungsfunktionalität sowie der gestiegenen<br />

Ansprüche an die Lecksuch-Performance.<br />

www.leybold.com<br />

32 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Multimeter mit Wärmebildkamera<br />

Flir hat sechs neue Messgeräte angekündigt, darunter zwei Digital-<br />

Multimeter und eine Stromzange mit der Infrarot-Messhilfetechnologie<br />

Flir IGM. Die Digital-Multimeter sind mit Lepton Wärmebildkamerakernen<br />

ausgestattet. Die Stromzange hat einen Bildschirm,<br />

auf dem die<br />

Wärmeabstrahlung<br />

elektrischer Störstellen<br />

angezeigt wird. Alle<br />

neuen Messgeräte<br />

bieten Funktionen,<br />

mit denen Techniker<br />

elektrische und<br />

elektromechanische<br />

Systeme sowie HLK-<br />

Systeme besonders<br />

effizient prüfen und<br />

entstören können. Die<br />

Produkte mit Wärmebildsensoren bieten zusätzlich den Vorteil<br />

der Visualisierung von Wärmequellen. Temperaturanomalien<br />

sind für die Techniker auf den integrierten Bildschirmen sichtbar.<br />

Inmitten von Kabelgewirr, komplexen Schaltschränken und<br />

zugesetzten Kondensatorschlangen leitet IGM die Anwender<br />

berührungsfrei, schnell und sicher zur gesuchten Problemstelle.<br />

Alle Produkte zeichnen sich durch eine robuste Bauweise aus<br />

und wurden auf Sturzfestigkeit getestet.<br />

www.flir.de<br />

Hochauflösende Pyrometer mit robustem<br />

Messkopf<br />

Fluke Process Instruments erweitert seine Pyrometerbaureihe<br />

Endurance um Modelle mit einem abgesetzten Sensorkopf, der<br />

Umgebungstemperaturen bis 315 °C verträgt. Besonders prak<br />

tisch ist diese Ausführung bei beengten Platzverhältnissen am<br />

Einsatzort. Sie kann außerdem in der Nähe einer Wärmequelle<br />

montiert oder in anderweitig herausfordernden Umgebungen<br />

verwendet werden. Die Messköpfe bieten auch eine erhöhte<br />

Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Wellen. Sie werden<br />

über ein bis zu 22 m langes Glasfaserkabel mit einer robusten<br />

IP65-Elektronikbox verbunden. Mehrere Sensoren für mittlere<br />

und hohe Temperaturen decken insgesamt einen Messtemperaturbereich<br />

von 250 bis 3 200 °C ab. Die Baureihe umfasst Einfarbund<br />

Quotientenpyrometer mit verschiedenen Messspektren von<br />

1 oder 1,6 µm. Die Quotientenpyrometer ermöglichen genaue<br />

Messungen an teilweise verdeckten Objekten, in schmutzigen<br />

oder verrauchten Atmosphären und von kleinen oder sich<br />

bewegenden Objekten, die den Messfleck nicht vollständig<br />

ausfüllen.<br />

www.flukeprocessinstruments.de<br />

Steuerung aus dem Baukasten<br />

Currax bietet ab sofort Totally Integrated Automation an. Die<br />

Siemens-Steuerungssysteme Simatic S7 wurden aufgenommen,<br />

um ein gebündeltes Leistungsspektrum für den Weg zur Digital<br />

Factory anbieten zu können. Die Simatic-S7-Familie wurde für<br />

maximale Flexibilität bei der Konfiguration spezieller Maschinen<br />

konzipiert. Steuerungslösungen können aus dem Baukasten zusammengestellt<br />

werden. So lassen sich Lösungen an die Anforderungen<br />

anpassen. Strikte Aufwärtskompatibilität sorgt für Investitionsschutz.<br />

Ein Schwerpunkt sind die Simatic Advanced Controller.<br />

Sie automatisieren sowohl komplette Produktionsanlagen als<br />

auch Anwendungen mit höchsten Ansprüchen an Performance,<br />

Flexibilität und Vernetzbarkeit. Die Simatic S7-1500 kommen bei<br />

der kompletten Produktionsautomatisierung und Applikationen<br />

für mittelgroße und High-End-Maschinen zum Einsatz. Für die<br />

Produktgruppe stehen verschiedene CPU-Ausprägungen in<br />

mehreren Leistungsklassen zur Verfügung.<br />

www.currax.net<br />

Handliches Mehrgasmessgerät<br />

Das Dräger X-am 8000 misst bis zu sieben<br />

toxische oder brennbare Gase und Dämpfe<br />

sowie Sauerstoff gleichzeitig – im Pumpenoder<br />

Diffusionsbetrieb. Ein klares Signalisierungskonzept<br />

und praktische Assistenzfunktionen<br />

sorgen für umfassende Prozesssicherheit.<br />

Das Gerät unterstützt verschiedene<br />

typische Anwendungen mit speziell entwickelten<br />

Assistenzfunktionen, die den<br />

Nutzer Schritt für Schritt durch den<br />

jeweiligen Prozess führen. Beim Freimessen<br />

bspw. berechnet das Gerät aus Parametern<br />

wie Messgasen, Temperaturgrenzen und<br />

eingegebener Schlauchlänge die erforderliche<br />

Flutungszeit mit der verwendeten<br />

Sonde. Handlich und robust, lässt es sich<br />

intuitiv über drei Funktionstasten mit nur<br />

einer Hand bedienen. Das übersichtliche Farbdisplay zeigt alle<br />

Informationen gut lesbar an. Im Alarmfall warnt das Gerät mit<br />

farbigen Alarm-LEDs, einer lauten Hupe sowie deutlich spürbarer<br />

Vibration. Das Messgerät ist außerdem mit einer leistungsstarken<br />

Pumpe ausgestattet. Es kann mit Schläuchen von bis zu 45 m<br />

Länge verbunden werden.<br />

www.draeger.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 33


TOP-THEMA I FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />

Form follows function<br />

Edelstahl-Förderband mit Sonderkomponenten<br />

Die Produktion frischer Tortellini<br />

erfordert besondere Hygiene-<br />

Maßnahmen. Ein italienischer<br />

Lebensmittelhersteller setzt ein<br />

neues Antiseptik-Förderband ein,<br />

dessen Komponenten ausnahmslos<br />

schnell und effizient zu reinigen<br />

sind – eine der wichtigsten<br />

Voraussetzungen zur<br />

Qualitätssicherung bei der<br />

Produktion sensibler Teigwaren.<br />

Autor: André Czajka, Tschaika Marketingkommunikation,<br />

Aachen<br />

Auf der Tortellini-Produktionsstraße eines<br />

italienischen Pasta-Produzenten fungiert<br />

ein 320 cm langes Förderband aus Edelstahl<br />

als Bindeglied zwischen einer Formmaschine<br />

und einem Pasteurisierer. Im Gegensatz zu<br />

den Förderbändern aus Standardkomponenten,<br />

von denen einige in der Pasta-Fabrik<br />

bereits im Einsatz sind, mussten für diese<br />

Anwendung fast alle Einzelteile optimiert<br />

oder ausgetauscht werden, um mögliche<br />

Schwachstellen auszuschließen.<br />

Denn die Anforderung ist hoch: Das Antiseptik-Förderband<br />

soll so gestaltet sein,<br />

dass die Reinigung und Desinfektion unter<br />

Einsparung von Zeit, Energie und Reinigungsmitteln<br />

wirkungsvoll durchgeführt<br />

werden kann und damit auch die Produktionszeiten<br />

maximiert werden. Gleichzeitig<br />

soll die Gefahr einer Kreuzkontamination,<br />

z. B. durch das Bedienpersonal der Anlage,<br />

gegenüber herkömmlichen Konstruktionen<br />

auf ein Minimum reduziert werden.<br />

Gemäß dem Leitsatz „Form follows function“<br />

wurden sämtliche Hohlprofile zugeschweißt.<br />

Zusätzlich wurden die Schweißnähte<br />

des Edelstahltrichters mit einer Korrosionsschutzschicht<br />

passiviert, da nur so<br />

eine Lokalkorrosion in Form von Lochfraß<br />

oder Spaltkorrosion ausgeschlossen werden<br />

kann. Denn dort, wo der Sauerstoffzutritt<br />

unterbunden ist, kann auch bei rostfreiem<br />

Stahl eine nicht behandelte Oberfläche<br />

durchaus lokal aktiv werden. Das gilt insbesondere<br />

für unzugängliche Ecken oder auch<br />

bei fehlerhaften Schweißnähten.<br />

01 Das Antiseptik-Förderband lässt sich<br />

schnell und effektiv reinigen<br />

34 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


Temperaturmessung<br />

in<br />

Durchlauföfen<br />

02 Ein Plexiglasdeckel schützt vor<br />

Kontaminationen<br />

Neu!<br />

PTM<strong>12</strong>00<br />

• Temperaturen an bis zu 20 Punkten<br />

• Kalibriert - auf Wunsch DAkkS!<br />

• Optional Echtzeitanzeige<br />

• Bluetooth mit Android App<br />

• 3.8 Mio. Datenpunkte<br />

• Kalibrationsdaten im Logger<br />

• Kurzer Messintervall von 0,2 sek.<br />

Hygienic Design<br />

Für den kompletten Grundrahmen mit<br />

den Traversen sowie für die Förderbandständer<br />

wurden ausschließlich Vollprofile<br />

verwendet. Auch der Motor ist aseptisch:<br />

An seiner weitgehend glatten Oberfläche<br />

bleibt – anders als an Kühlrippen von herkömmlichen<br />

Motoren – kein Schmutz haften.<br />

Durch seine Konvektionskühlung – im<br />

Gegensatz zu den Standard-Lüftern – verwirbelt<br />

er zudem keine Luft und damit<br />

auch keine Keime und Bakterien. Der mit<br />

speziellen Oberflächen- und Korrosionsschutzmaßnahmen<br />

ausgerüstete Motor<br />

kann ohne Probleme auch mit aggressiven<br />

Reinigungs- und Desinfektionsmitteln behandelt<br />

werden. Die Lackierung und die<br />

verwendeten Materialien halten regelmäßigen<br />

Reinigungsvorgängen stand.<br />

Der Frequenzumrichter ist in einem gut<br />

einsehbaren Gehäuseschrank aus Edelstahl<br />

untergebracht. Er bietet optimalen<br />

Schutz vor dem Eindringen von Keimen,<br />

aber auch vor Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln,<br />

die sicher ablaufen können:<br />

Mit einer im Dach integrierten Tropfkante,<br />

die wirksam den oberen Bereich der Türdichtung<br />

schützt, einem um 30° nach vorn<br />

geneigten Schrägdach und umlaufend um<br />

10° geneigten Umkantungen. Die blau eingefärbte<br />

Dichtung lässt sich ähnlich wie<br />

beim Fördergurt deutlich von Lebensmitteln<br />

unterscheiden.<br />

Wirksamen Schutz vor Kontamination<br />

während der Produktion bietet auch der<br />

Plexiglasdeckel über der gesamten Förderstrecke,<br />

der innerhalb weniger Sekunden<br />

hochklappbar ist.<br />

Individuelle Einstellung<br />

Einziges Standardelement ist die patentierte<br />

Cleantec-Schnellreinigungsklappe, deren<br />

Umlenkwalze mit nur einem Griff nach<br />

oben weggeklappt werden kann, sodass der<br />

antimikrobakteriell beschichtete Fördergurt<br />

locker aufliegt. Förderband und -gurt lassen<br />

sich so sorgfältig und bequem reinigen.<br />

Neben den hohen Anforderungen an die<br />

Antiseptik legte der Kunde Wert auf die Variabilität.<br />

Deshalb besitzen die Edelstahlständer<br />

einen großen Verstellweg von ganz<br />

unten bis auf 2 m Höhe. Möglich wird dies<br />

durch ein langes Innenrohr in Kombination<br />

mit einem kurzen Außenrohr. Die Tortellini-<br />

Produktionsstraße mit Formmaschine, Pasteurisierer<br />

und Antiseptik-Förderband ist<br />

für den Dauerbetrieb ausgerichtet.<br />

Nachdem die Anlage zwei Monate zur<br />

Zufriedenheit des Kunden störungsfrei gelaufen<br />

ist, investiert das Unternehmen weiter:<br />

Ebenfalls modernisiert wird eine bestehende<br />

Anlage zur Produktion von trockenen,<br />

nicht gefüllten Teigwaren. Nach dem Passieren<br />

einer Walzmaschine transportiert ein<br />

Antiseptik-Förderband mit anderen Spezifikationen<br />

die Pasta zur Weiterverarbeitung<br />

in Trockenschränken.<br />

Fotos: Fotolia (Andrey Starostin, 134088569),<br />

Geppert-Band, André Czajka<br />

www.geppert-band.de<br />

Einfach!<br />

• Keine Schleppkabel<br />

• Minimaler Arbeitsaufwand<br />

• Standardsysteme für Prozesse bis zu<br />

1350°C<br />

• Auch für Prozesse mit Wasser-, Öloder<br />

Gasabschreckung<br />

Exakt!<br />

•Einfache und vollständige<br />

AMS2750E und CQI-9<br />

Analyse und Berichtserstellung<br />

PhoenixTM GmbH<br />

32547 Bad Oeynhausen<br />

Tel.: +49 5731 30028 0<br />

www.PhoenixTM.de<br />

info@phoenixtm.de


TOP-THEMA I FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />

Lebensmittel schnell verwiegen<br />

Mit der neuen Kontrollwaage Flexus Highspeed präsentiert<br />

Minebea Intec nun Hygienic Design bis ins Detail und dazu<br />

höhere Prozessgeschwindigkeiten. Die Inline-Kontrollwaage<br />

überprüft zuverlässig das Gewicht kleiner verpackter Lebensmittel<br />

in Highspeed.<br />

Entlang einer Produktionslinie<br />

sind es nicht<br />

selten Kontrollwaagen,<br />

die die Produktionsgeschwindigkeit<br />

und damit<br />

die Effizienz der Produktion<br />

drosseln. Die neue<br />

Waage ermöglicht<br />

Prozessgeschwindigkeiten<br />

von bis zu<br />

2,6 m/s. Alle Kontrollwaagen<br />

der Baureihe<br />

sind konsequent nach<br />

den Hygienic-Design-<br />

Richtlinien der EHEDG<br />

entwickelt worden, um<br />

den strengen Standards<br />

der Lebensmittelindustrie<br />

zu entsprechen.<br />

Dabei wurden Kontaktflächen und auch horizontale Flächen<br />

minimiert. Das offene Gestell verzichtet auf Hohlkörper.<br />

Zusammen mit der erhöhten Bodenfreiheit, den hygienischen<br />

Füßen und einer hygienischen Box für die Pneumatik gewährleisten<br />

die Kontrollwaagen damit eine einfache Inspektion sowie<br />

schnelle und sichere Reinigung. Die damit verbundenen kürzeren<br />

Reinigungszeiten bieten zusätzliches Potenzial in puncto Wirtschaftlichkeit<br />

und Effizienz.<br />

www.minebea-intec.com<br />

Raum- und zeitsparendes Pulverabfüllen<br />

Bosch Packaging Technology hat eine neue Generation der<br />

AFG-Baureihe vorgestellt. Die Füll- und Verschließmaschine zur<br />

sterilen Abfüllung pharmazeutischer Pulver in Glas-Vials bietet<br />

Herstellern eine große Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten.<br />

Auf der Grundlage einer einzigen Maschinenplattform lassen<br />

sich sowohl kleine als auch große Pulvermengen exakt dosieren.<br />

Kunden haben die Wahl zwischen einer Dosierstelle für eine<br />

Ausbringung von 160 Behältnissen pro Minute bis hin zu drei<br />

Dosierstellen für bis zu 480 Vials pro Minute. Dosiert wird mittels<br />

Vakuum-Druckluft-Prinzip – ein Verfahren, das bei kleinen<br />

Dosiermengen eine große Ausbringung ermöglicht. Die Anwender<br />

können bei allen Varianten zwischen einer statistischen oder<br />

100%-in-Prozess-Kontrolle der Dosiergewichte wählen. Neben<br />

der Flexibilität stand bei der Entwicklung eine schlanke Bauweise<br />

im Mittelpunkt. Sämtliche Teile mit Produktkontakt lassen sich<br />

zudem leicht für den Reinigungs- und Sterilisationsprozess<br />

demontieren.<br />

www.boschpackaging.com<br />

IMPRESSUM<br />

vereinigt mit BioTec<br />

erscheint <strong>2017</strong> im 51. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />

Redaktion<br />

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />

Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />

Redakteurinnen: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />

Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />

Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),<br />

Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de<br />

Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as),<br />

Tel.: 06131/992-330, E-Mail: a.schaar@vfmz.de<br />

Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />

Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />

Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter<br />

(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />

Gestaltung<br />

Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer,<br />

Mario Wüst<br />

Chef vom Dienst<br />

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />

Anzeigen<br />

Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />

E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />

E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />

Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />

Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 51: gültig ab 1. Oktober <strong>2017</strong><br />

www.vereinigte-fachverlage.info<br />

Leserservice<br />

vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06<strong>12</strong>3/9238-266<br />

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />

Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />

(Fax: 06<strong>12</strong>3/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />

Preise und Lieferbedingungen:<br />

Einzelheftpreis: € <strong>12</strong>,50 (zzgl. Versandkosten)<br />

Jahresabonnement: Inland: € 96,- (inkl. Versandkosten)<br />

Ausland: € 111,- (inkl. Versandkosten)<br />

Abonnements verlängern sich automatisch um ein<br />

weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />

Verlag<br />

Vereinigte Fachverlage GmbH<br />

Lise-Meitner-Straße 2, 55<strong>12</strong>9 Mainz<br />

Postfach 100465, 55135 Mainz<br />

Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100<br />

E-Mail: info@engineering-news.net,<br />

www.engineering-news.net<br />

Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />

Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />

Umsatzsteur-ID: DE 149063659<br />

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen<br />

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401<br />

Gesamtanzeigenleiterin: Beatrice Thomas-Meyer,<br />

Tel.: 06131/992-265, E-Mail: b.thomas-meyer@vfmz.de<br />

(verantwortlich für den Anzeigenteil)<br />

Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-200,<br />

E-Mail: l.rach@vfmz.de<br />

Druck und Verarbeitung<br />

Limburger Vereinsdruckerei GmbH<br />

Senefelderstraße 2, 65549 Limburg<br />

Datenspeicherung<br />

Ihre Daten werden von der Vereinigten Fachverlage GmbH<br />

gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen<br />

zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von<br />

ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie über berufsbezogene<br />

Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Dieser<br />

Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich beim<br />

Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).<br />

Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen<br />

sind urheberrechtlich geschützt. Mit der Annahme<br />

des redaktionellen Contents (Texte, Fotos, Grafiken etc.)<br />

und seiner Veröffentlichung in dieser Zeitschrift geht das<br />

umfassende, ausschließliche, räumlich, zeitlich und inhaltlich<br />

unbeschränkte Nutzungsrecht auf den Verlag über. Dies<br />

umfasst insbesondere das Recht zur Veröffentlichung in<br />

Printmedien aller Art sowie entsprechender Vervielfältigung<br />

und Verbreitung, das Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung<br />

und Übersetzung, das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke,<br />

das Recht zur elektronischen/digitalen Verwertung,<br />

z. B. Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen,<br />

zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger<br />

jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen von Internet-<br />

und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD und DVD<br />

und der Datenbanknutzung und das Recht, die vorgenannten<br />

Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen, d. h. Nachdruckrechte<br />

einzuräumen. Eine Haftung für die Richtigkeit des redaktionellen<br />

Contents kann trotz sorgfältiger Prüfung durch<br />

die Redaktion nicht übernommen werden. Signierte Beiträge<br />

stellen nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion dar. Für unverlangt<br />

eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen<br />

werden. Grundsätzlich dürfen nur Werke eingesandt<br />

werden, über deren Nutzungsrechte der Einsender verfügt,<br />

und die nicht gleichzeitig an anderer Stelle zur Veröffentlichung<br />

eingereicht oder bereits veröffent licht wurden.<br />

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.<br />

Mitglied der Informations-Gemeinschaft<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.<br />

36 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK I TOP-THEMA<br />

Energieeffizientes Schrumpffoliensystem<br />

Evo Film ist ein robustes,<br />

flexibles, dabei kompaktes<br />

und energieeffizientes<br />

Schrumpffoliensystem<br />

von Gebo Cermex. Die<br />

für das anspruchsvolle<br />

Segment der Highspeed-<br />

Produktion entwickelte<br />

Lösung hat einen schonenden<br />

Produkteinlauf und<br />

optimierte Transportzonen<br />

– Schlüsselfunktionen<br />

für die Produktionsraten<br />

von bis zu<br />

150 Zyklen/Minute auf<br />

drei Bahnen. Das umfangreiche<br />

Primär- und<br />

Sekundärverpackungspotenzial,<br />

die präzise<br />

Folienhandhabung und die vollautomatischen Umstellungen in<br />

nur fünf Minuten ermöglichen zahlreiche SKU-Konfigurationen<br />

und reduzieren Stillstandszeiten. Dabei wird die hohe Leistung<br />

und Flexibilität nicht auf Kosten der Bedienerfreundlichkeit erreicht.<br />

Beispielsweise garantiert der komplett ausziehbare Folienvakuumtisch<br />

eine gute Zugänglichkeit für Reinigung und Wartung,<br />

die Ketten schmieren sich selbst und das Schmiersystem ist automatisch.<br />

Für ihren einfachen Austausch ohne Neuprogrammierung<br />

sind alle Bewegungskomponenten Plug & Play.<br />

www.gebocermex.com<br />

Holzwerkstoffe flexibel fördern<br />

Ein Hersteller von Holzwerkstoffen möchte seinen CO 2<br />

-Ausstoß<br />

deutlich verringern und fossile Brennstoffe überwiegend durch<br />

erneuerbare Energien aus Rinde und Holzabfällen ersetzen. Dazu<br />

investiert der Hersteller in ein Biomasse-Heizkraftwerk. Um das<br />

unterschiedliche Material effizient zu lagern, zu dosieren und zu<br />

fördern, lieferte die<br />

Vecoplan AG die<br />

entsprechenden<br />

Anlagen und passte<br />

sie an die vorhandene<br />

Gebäudestruktur<br />

an. Beispielsweise<br />

kommt das<br />

Aufgabematerial<br />

zum einen direkt<br />

von der Produktion,<br />

zum anderen<br />

liefern Lkw weitere<br />

Biomassen an. In beiden Fällen transportieren Radlader diese zu<br />

einem Schub-Zug-Boden, der in eines der Bestandsgebäude eingebaut<br />

wurde. Er besteht aus hydraulisch angetriebenen nebeneinanderliegenden<br />

Schubstangen. Diese bewegen sich wechselseitig<br />

langsam über den Boden des Bunkers vor und zurück. Dadurch<br />

gelangt das Material in eine Vibrorinne, die als Austrageförderer<br />

dient. Über Vibration wandert die Masse zu einem Muldengurtförderer.<br />

Der modular aufgebaute Stetigförderer ist mit verschiedenen<br />

Gurtreinigungs-, Sicherheits- und Überwachungssystemen<br />

ausgerüstet.<br />

www.vecoplan.de<br />

Metallfreie Vakuumabfüllung<br />

Mettler-Toledo Safeline hat auf Basis seiner bewährten Signature-<br />

Plattform eine Reihe von HDS-Pipeline-Suchsystemen entwickelt.<br />

Diese Metallsuchlösung wurde gezielt für den Einsatz in Vakuum-<br />

Abfülllinien entwickelt. In diesem Anwendungsbereich bieten die<br />

Systeme eine sehr gute Erkennungsempfindlichkeit und Stabilität.<br />

Sie zeichnen sich außerdem<br />

durch eine hohe<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

auch in extremen Umgebungsbedingungen<br />

aus.<br />

Die auf nahtlose Integration<br />

mit allen gängigen<br />

Vakuumfüllern und<br />

anderen Verarbeitungsanlagen<br />

ausgelegten<br />

Systeme liefern eine<br />

gleichbleibend hohe<br />

und zuverlässige Leistung.<br />

Um den zuverlässigen<br />

Betrieb unter<br />

extremen Umgebungsbedingungen<br />

und bei<br />

intensiver Nassreinigung<br />

zu ermöglichen,<br />

sind die HDS-Systeme<br />

vollständig aus Edelstahl gefertigt und in Schutzart IP69K ausgeführt.<br />

Die moderne Suchspulen-Technologie und die Signature-<br />

Softwareplattform von Safeline bieten eine sehr hohe Empfindlichkeit<br />

gegenüber allen Metallarten.<br />

www.mt.com<br />

Vernetzte Wägetechnik<br />

Die Anforderungen an die Mess- und Wägetechnik steigen rasant,<br />

daher ist ein verlässlicher und schneller Wägeservice von großer<br />

Bedeutung. Kalibrierung, Fernwartung und Instandsetzung für<br />

den laufenden Betrieb stellen sicher, dass die eingesetzten Technologien<br />

zuverlässig arbeiten. Höfelmeyer Waagen versteht sich nicht<br />

nur als Waagenhersteller, sondern als Prozessdienstleister und<br />

Spezialist für alle Stationen der Wägetechnik. Egal ob die technische<br />

Lösung eine Kompaktwaage, ein modulares System oder eine<br />

Spezialentwicklung umfasst – um die Wertschöpfungskette effektiv<br />

zu optimieren, gilt es verschiedene Komponenten aufeinander<br />

abzustimmen, an strategischen Punkten zu positionieren und in<br />

das vorhandene System voll zu integrieren. Somit nehmen Leistungen<br />

wie die Aufnahme von Produktionsprozessen, Schnittstellen<br />

und Datenmanagement, Kommunikation mit Drittanbietern<br />

u. v. m. einen immer größeren Raum ein.<br />

www.hoefelmeyer.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 37


BETRIEBSTECHNIK<br />

Gelungener Retrofit<br />

Neue Feldbuslösung sichert Verfügbarkeit bei einem Schokoladenhersteller<br />

Die Elektrokonstrukteure der Alfred<br />

Ritter GmbH nutzen die Versetzung<br />

einer Anlage, um sie auch<br />

elektrotechnisch grundlegend zu<br />

erneuern.<br />

Autor: Alexander Hornauer, Corporate<br />

Marketing, Murrelektronik GmbH, Oppenweiler<br />

Die Schokoladen von Ritter Sport werden<br />

auf der ganzen Welt gerne gegessen.<br />

Ihre quadratische Form ist ein unverwechselbares<br />

Markenzeichen. Ein beliebter<br />

Dauerbrenner im Sortiment des Unternehmens<br />

ist der Rum-Riegel. Die Anlage, mit<br />

der das knusprige Stückchen gefertigt wird,<br />

wurde einem Retrofit unterzogen. Die Kommunikation<br />

geschieht nun mit Feldbusmodulen<br />

von Murrelektronik.<br />

Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG hat ihren<br />

Unternehmenssitz in Waldenbuch, einem<br />

südlich von Stuttgart gelegen Ort. Das Unternehmen<br />

setzt auf nachhaltige Strom- und<br />

Energiegewinnung und hat dazu ein neues<br />

Gebäude mit einem modernen Blockheizkraftwerk<br />

gebaut. Dazu musste eine bestehende<br />

Anlage für die Produktion des Schokoriegels<br />

räumlich versetzt werden.<br />

Das Team der Elektrokonstruktion um<br />

ihren Leiter Peter Schetter begriff dies als<br />

Chance. „Wir haben uns dafür entschieden,<br />

die Anlage in diesem Zusammenhang gleich<br />

in mechanischer und in steuerungstechnischer<br />

Hinsicht grundlegend zu erneuern“,<br />

sagt der Konstruktionsleiter. Im Fokus standen<br />

auch Fragen der Sicherheitstechnik. Für<br />

die Elektrokonstrukteure von Ritter Sport<br />

war dabei klar, dass „die Lösung nicht nur in<br />

jeder Hinsicht normerfüllend sein sollte,<br />

sondern zugleich einen maximalen Kosten-<br />

Nutzen-Effekt erreichen soll“.<br />

Die Anlage für die Herstellung der Schokoriegel<br />

ist über drei Stockwerke aufgebaut.<br />

38 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


BETRIEBSTECHNIK<br />

01 Peter Schetter (Ritter Sport) im Dialog mit Nancy Locher<br />

(Murrelektronik)<br />

02 Vorkonfektionierte M<strong>12</strong>-Leitungen vereinfachen die Installation<br />

Die Prozesse sind exakt aufeinander abgestimmt,<br />

ein Rädchen greift ins andere. Zunächst<br />

werden die Komponenten zu einer<br />

Grundmasse vermischt. Anschließend werden<br />

Waffelstückchen und Sultaninen zugegeben,<br />

die zuvor über einen Zeitraum von<br />

mehr als 20 Stunden in Rum eingelegt<br />

waren. Im nächsten Schritt werden die Riegel<br />

aus dieser Dessertmasse geformt, mit<br />

Vollmilchschokolade überzogen und ganz<br />

am Ende des Prozesses verpackt.<br />

Weitläufige Installation<br />

Wurden die zahlreichen Sensoren und Aktoren<br />

der einzelnen Anlagenkomponenten<br />

an ihrem bisherigen Aufstellungsort noch<br />

per Einzeladerverdrahtung angeschlossen,<br />

so wurde die räumlich weitläufige Installation<br />

nun mit Feldbusmodulen der Baureihe<br />

MVK Metall von Murrelektronik umgesetzt.<br />

Es besteht aus einem widerstandsfähigen<br />

Zinkdruckgehäuse, ist oberflächenveredelt<br />

und durch den Vollverguss hervorragend<br />

für den Einsatz in rauer industrieller Umgebung<br />

ausgelegt.<br />

„Bei einer Anlage über drei Stockwerke<br />

spart man durch die Feldbuslösung ganz<br />

erheblich Kabelwege“, sagt Peter Schetter.<br />

Die Feldbusmodule werden in unmittelbarer<br />

Prozessnähe angebracht, von dort<br />

werden die Sensoren und Aktoren mit<br />

kürzesten Verbindungsleitungen angeschlossen.<br />

Ermüdet eine Leitung, kann sie<br />

in kurzer Zeit ausgetauscht werden. Beim<br />

Feldbusmodul MVK Metall werden alle<br />

Kanäle einzeln auf mögliche Fehler wie<br />

Überlast, Sensorkurzschluss oder Kabelbruch<br />

überwacht. Tritt ein Fehler auf,<br />

dann wird dies durch eine leuchtende<br />

LED unmittelbar am betroffenen Steckplatz<br />

angezeigt. Außerdem erfolgt eine<br />

Meldung an die Steuerung. „Diese Diagnosemöglichkeiten<br />

reizen wir vollumfänglich<br />

aus“, sagt Peter Schetter. Fehler<br />

werden schnell erkannt und können<br />

schnell behoben werden, das dient der<br />

Vermeidung von Stillstandzeiten.<br />

Der Leiter der Elektrokonstruktion erklärt,<br />

weshalb eine hohe Verfügbarkeit der Anlage<br />

von wirtschaftlicher Bedeutung ist: „Wir produzieren<br />

just in time ohne große Vorratshaltung,<br />

um so frisch wie möglich im Handel zu<br />

sein.“ Außerdem ergibt sich im sensiblen Lebensmittelbereich<br />

die besondere Situation,<br />

dass sich schon ein eher kleineres Problem<br />

zu einem zeitintensiven Ausfall aufaddieren<br />

kann, wenn vor der Wiederaufnahme des<br />

Betriebs eine Grund reinigung der ganzen<br />

Anlage durchgeführt werden muss.<br />

Potenziale voll ausschöpfen<br />

In vielen Fällen kommen in der Installation<br />

einseitig vorkonfektionierte M<strong>12</strong>-Leitungen<br />

von Murrelektronik zum Einsatz. An zahlreichen<br />

Steckplätzen nutzen die Elektrokonstrukteure<br />

von Ritter Sport auch T-Stücke,<br />

um beide Kanäle für die Signalübertragung<br />

nutzen zu können und damit mehr<br />

Sensoren und Aktoren an einem Modul anschließen<br />

zu können. Die Leitungen werden<br />

mit dem Drehmomentschlüssel von<br />

Murrelektronik festgezogen, „damit kommen<br />

wir auch in räumlich beengten Situationen<br />

geschickt an die Muttern“, sagt Peter<br />

Schetter. Das richtige Drehmoment ist<br />

wichtig, da es auf den Maschinen, zum Beispiel<br />

am Rührwerk, Schwingungen hat und<br />

sich nicht akkurat angedrehte Verbindungen<br />

lösen könnten.<br />

Auch die Arbeitssicherheit ist in der<br />

Anlage für die Herstellung von Ritter Sport<br />

Rum von großer Relevanz; in allen Bereichen<br />

der Anlage finden sich deshalb<br />

Schutzeinrichtungen, die die Sicherheit<br />

von Mensch und Maschine gewährleisten.<br />

So kann beispielsweise das Rührwerk nicht<br />

anlaufen, solange der Deckel nicht geschlossen<br />

ist. Sicherheitsrelevante Sensoren<br />

und Aktoren haben die Elektrokonstrukteure<br />

bei Ritter nun zum ersten Mal<br />

dezentral aufgebaut. Dazu haben sie das<br />

sichere Feldbusmodul MVK Metall Safety<br />

von Murrelektronik in der Anlage integriert;<br />

es ermöglicht, sicherheitsrelevante<br />

Daten direkt über Profisafe zu übertragen,<br />

einer sicherheitsgerichteten Erweiterung<br />

von Profinet. Die Elektrokonstrukteure<br />

mussten so nicht mehr passiv in den<br />

Schaltschrank verdrahten und erreichen<br />

dennoch höchste sicherheitstechnische<br />

Standards (SIL3 und PLe).<br />

www.murrelektronik.de<br />

OBERFLÄCHENTECHNIK • KORROSIONSSCHUTZ<br />

Weltneuheit<br />

Nie mehr ROST !<br />

über 6.000 Std. Salzsprühtest, Chemiebeständig<br />

Oberflächentechnik: Garantie bis 50 Jahre<br />

die bunte Alternative zu Zink<br />

Korrosionsschutz<br />

OR 6000®<br />

- Weltrekord<br />

www.OR6000.de<br />

BOT.indd 1 19.01.2016 15:29:40<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 39


BETRIEBSTECHNIK<br />

Ganzheitliches Konzept für den<br />

Arbeitsschutz<br />

Kimberly-Clark Professional erweitert sein Portfolio aus Waschraum-<br />

und Wischtuchlösungen um ein ganzheitliches Konzept<br />

für den Arbeitsschutz. Anwender können neben Spezialhandschuhen<br />

und Schutzbrillen auch Atemschutzmasken und Schutzanzüge<br />

zu individuellen Produktbündeln kombinieren. Mit dem<br />

Rundumpaket erhalten Kunden so alle Lösungen für den Schutz<br />

vor aggressiven Reinigern und reizenden Chemikalien aus einer<br />

Hand. Beispielsweise erfordern Reinigungsarbeiten, die vollen<br />

Explosionsschutzschieber sichert<br />

Granulationsanlage<br />

Rico konnte kürzlich im Rahmen eines<br />

gemeinsamen Projektes mit einem<br />

Entstaubungsexperten die Produktionsumgebung<br />

eines international<br />

agierenden Pharmaunternehmens vor<br />

Explosionen schützen. Letzterer setzt<br />

seine Sicherheitsstandards nicht nur<br />

höher als gesetzlich vorgeschrieben, sondern produziert zudem<br />

in explosionsgefährdeten Umgebungen. Der Entstaubungsexperte<br />

stattete die neue Granulationslinie mit explosionsfesten<br />

und robusten Filtern aus. Im Zuge eines umfassenden Explosionsschutzkonzeptes<br />

lieferte Rico ihre weiterentwickelten Explosionsschutzschieber<br />

RSV sowie die bewährten Ventex-Ventile.<br />

Der neue Explosionsschutzschieber wird nun dort eingesetzt, wo<br />

Rohrleitungen die unterschiedlichen Anlagenteile verbinden.<br />

Die Lösung soll aktuell nicht nur die schnellste am Markt sein,<br />

sie wird außerdem den hohen Sicherheitsansprüchen des<br />

Endkunden gerecht.<br />

www.rico.ch<br />

Körpereinsatz notwendig machen, auch einen ganzheitlichen<br />

Schutz der Arbeiter: Die Jackson Safety R10 FFP1 NR Korb-<br />

Atemschutzmaske passt sich dank konvexer Form und verstellbarem<br />

extrabreitem Kopfband perfekt an die Gesichtszüge des<br />

Anwenders an. Der Schutz vor Feinstaub sowie wasser- und<br />

ölbasierenden Nebeln und Dämpfen ist jederzeit gewährleistet.<br />

Die leichten und atmungsaktiven Einweg-Schutzanzüge<br />

Klennguard A30 verhindern zudem den Hautkontakt mit<br />

wasserbasierten Spritzern, Sprühnebel, Chemikalienspritzern<br />

und Staubpartikeln. Außerdem reduziert sich durch das Tragen<br />

des Anzugs das Kontaminationsrisiko in fusselkritischen<br />

Anwendungsbereichen.<br />

www.kcprofessional.de<br />

Expediting gewährleistet termingerechte<br />

Inbetriebnahme<br />

Die IWT GmbH ist durch professionelle Services in den Bereichen<br />

Industrieinspektionen sowie der zerstörenden und zerstörungsfreien<br />

Werkstoffprüfung bekannt. Die Kernkompetenzen bei Druckgeräten<br />

wie Armaturen, Wärmetauschern und Behältern, dem Stahlbau und<br />

der Schweißtechnik werden mit einer Vielzahl verschiedener Dienstleistungen<br />

bedient. Das Expediting wurde in den letzten Jahren verstärkt<br />

nachgefragt, da viele Unternehmen erkannt haben, dass die<br />

frühzeitige und konsequente Inanspruchnahme dieser Dienstleistung<br />

sowohl die Qualität als auch die Pünktlichkeit der Lieferanten<br />

sichert und damit Kosten eingespart werden. Durch das Expediting<br />

wird die termingerechte und effektive Inbetriebnahme von Anlagen<br />

und Kraftwerken gewährleistet. Jedoch<br />

gehen die Dienstleistungen<br />

weit darüber hinaus: Die Spezialisten<br />

haben jederzeit Zugriff auf diverses<br />

Prüfequipment wie z. B. PMI, Mobile<br />

Härte und Holiday Test, und sind<br />

somit in der Lage auch qualitätssichernde<br />

Tests und Prüfungen parallel<br />

zum Expediting durchzuführen.<br />

Dieses All-in-one-Konzept ist neben<br />

der Terminsicherung auch qualitätssichernd,<br />

erhöht die Effizienz der<br />

Besuche und spart Kosten.<br />

www.iwtec.de<br />

IWA-Riehle.indd 1 13.11.<strong>2017</strong> 15:45:47<br />

40 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


BETRIEBSTECHNIK<br />

Reparatur hochbelasteter Bauteile<br />

Eine der größten Herausforderungen in den Bereichen Offshore,<br />

Automobil-, Maschinen- oder Werkzeugbau ist es, den Ausfall<br />

kritischer Komponenten zu minimieren. Zeit- und kostensparende<br />

Alternative zu Ersatz oder Neuanfertigung beschädigter Bauteile ist<br />

deren Reparatur durch ausgewiesene Experten. Pallas bietet aus<br />

einer Hand komplexes Werkstoffwissen und das Gesamtspektrum<br />

der Bearbeitungstechnologien. Ob thermisches Beschichten, Hartverchromen<br />

oder Laserauftragschweißen: Durch die Vielzahl der<br />

zur Verfügung stehenden Anlagen, Verfahren und Werkstoffe<br />

werden hier in kürzester Zeit verschlissene oder fehlerhaft bearbeitete<br />

Bauteile – optimal abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzfall –<br />

wiederhergestellt. Dank vollständig abgebildeter Prozessketten<br />

bleibt dabei auch die Wirtschaftlichkeit nicht auf der Strecke.<br />

www.pallaskg.de<br />

Sicherheit für Sprühtrocknungsanlagen<br />

Bilfinger hat ein vollumfängliches<br />

Paket rund um die Sicherheit der<br />

Sprühtrocknungsanlage im Angebot<br />

– von der Analyse der Ausgangssituation<br />

über das mit Behörden<br />

abgestimmte Konzept zur Verbesserung<br />

der Sicherheit bis zur Montage<br />

der Komponenten. Im Anschluss<br />

stellt das Unternehmen bei Bedarf<br />

auch umfassende Service- und Wartungsleistungen bereit. Ein<br />

Baustein des Angebots ist das Kohlenmonoxid-Detektionssystem<br />

„Detex“ für die Sprühtrocknung, das seit mittlerweile drei Jahren<br />

für eine sichere Produktion von Milchpulver sorgt. Es dient der<br />

Überwachung der Sprühtrockner auf Glimmnester, die im schlimmsten<br />

Fall zu einer Explosion führen können. Das Detektionssystem<br />

ist mit einem zweikanaligen Analysemodul ausgerüstet. Sowohl bei<br />

der Zuluft als auch bei der Abluft steht der absolute Messwert<br />

jederzeit zur Verfügung. So lassen sich Störeinflüsse auch außerhalb<br />

des Prozesses klar erkennen und unnötig herbeigeführte Produktionsstillstände<br />

minimieren.<br />

Leckagen an Hochdruckleitungen orten<br />

Mit dem neuen Ultraschalldetektor<br />

Sonochek steigt<br />

Prüftechnik, der bayerische<br />

Spezialist für Condition-<br />

Monitoring-Systeme, in ein<br />

neues Feld der Anlagenund<br />

Maschinenüberwachung<br />

ein. Das Herzstück<br />

des neuen Handheld-Geräts<br />

Sonochek sind seine beiden<br />

Apps Sonolevel und Sonoleak.<br />

Die Sonolevel-App ist<br />

das Universaltool in Sonochek.<br />

Damit können Lecks<br />

gesucht und gefunden, einfache Condition-Monitoring-Aufgaben<br />

zur Lagerüberwachung durchgeführt, Kondensatabscheider auf<br />

Funktion überprüft und Elektroschaltschränke auf Funkenentwicklung<br />

hin abgehört werden. Hierzu ist das Handheld-Gerät<br />

mit verschiedenen Sensoraufsätzen sowohl für die akustische<br />

(berührungslose) wie auch die taktile (berührungsbedingte)<br />

Übertragung von Ultraschall ausgerüstet.<br />

Erst die Sonoleak-App macht das neue Leckageortungssystem<br />

besonders. Damit wird die präzise Ortung von Lecks an sämtlichen<br />

Hochdruckgasleitungen ermöglicht, gleichzeitig kann die genaue<br />

Mengenbestimmung des Austrittsverlusts erfolgen. Eine zielgerichtete<br />

Messung in nur einer Sekunde ist bereits ausreichend, um die<br />

exakte Verlustmenge zu bestimmen.<br />

www.pruftechnik.com<br />

Wir saugen<br />

alles ...<br />

www.bilfinger.com<br />

Inserentenverzeichnis Heft <strong>12</strong>/<strong>2017</strong><br />

AGS, Lage15<br />

BOT Oberflächentechnik,<br />

Kulmbach39<br />

Bühler Technologies, Ratingen21<br />

Bürkert, Ingelfingen9<br />

Gates, B-Erembodegem 2. US<br />

Gather, Wülfrath13<br />

GEA Group, Oelde17<br />

Grundfos, Erkrath/Wahlstedt7<br />

Hillesheim, Waghäusel19<br />

IWA Riehle, Denkendorf40<br />

Markert Gruppe Otto Markert &<br />

Sohn, Neumünster27<br />

OhmEx, Großwallstadt27<br />

PhoenixTM, Bad Oeynhausen35<br />

Pneumax, Gelnhausen3<br />

Probat, Norderstedt4<br />

Ruwac, Melle41<br />

SPX Flow Technology,<br />

Norderstedt29<br />

Vogelsang, Essen 5<br />

Witte Pumps, Tornesch23<br />

Yokogawa, Ratingen 4. US<br />

Ziehl-Abegg, Künzelsau25<br />

Beilage:<br />

easyFairs, München (Teilbeilage)<br />

… wirklich alles<br />

RUWAC<br />

Industriesauger GmbH<br />

Westhoyeler Str.25<br />

49328 Melle-Riemsloh<br />

Telefon: 0 52 26 - 98 30-0<br />

Telefax: 0 52 26 - 98 30-44<br />

Web: www.ruwac.de<br />

E-Mail: ruwac@ruwac.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 41<br />

Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />

Im Wandel der Zeiten<br />

Adventskalender sind mehr als Schokolade<br />

Wer einen Adventskalender<br />

sucht, hat unter anderem die Wahl<br />

zwischen traditionellen Bildchen,<br />

Spielzeug der unterschiedlichsten<br />

Marken und natürlich dem<br />

Klassiker mit Schoko-Füllung:<br />

Adventskalender verkürzen die Zeit<br />

bis Weihnachten jeden Tag mit<br />

einer kleinen Überraschung.<br />

Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts gehören<br />

Adventskalender zur Vorweihnachtszeit.<br />

Alles begann vermutlich mit<br />

Bildern, die in den 24 Tagen vor Weihnachten<br />

an die Wand gehängt, oder mit Strohhalmen,<br />

die nach und nach in eine Krippe<br />

gelegt wurden. Auch Adventskerzen waren<br />

üblich, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung<br />

abgebrannt wurden.<br />

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die<br />

ersten kommerziellen Adventskalender in<br />

die Läden: Es gab gedruckte Kalender, bei<br />

denen Bilder ausgeschnitten und aufgeklebt<br />

oder auch abgerissen werden konnten. Seit<br />

den 1920er-Jahren gibt es Adventskalender<br />

zu kaufen, bei denen man Fensterchen öffnen<br />

konnte, hinter denen sich kleine Motive<br />

verstecken.<br />

Die ersten mit Schokolade gefüllten<br />

Adventskalender gibt es laut Wikipedia seit<br />

1958 zu kaufen. Seit nunmehr fast 60 Jahren<br />

bringen sie Kinderaugen zum Leuchten.<br />

Der Aufbau ist einfach: eine Pappschachtel<br />

umschließt eine Plastikform, in deren modellierten<br />

Mulden Schokolade steckt.<br />

Prunklose Produktion<br />

Die Herstellung ist weitgehend automatisiert<br />

und beginnt mit dem Bedrucken des<br />

Kartons, der anschließend geschnitten, gefaltet<br />

und geklebt wird. Für den Schokoladenträger<br />

wird eine Kunststofffolie im<br />

Tiefziehverfahren so geformt, dass Mulden<br />

– meist Motive aus der Weihnachtsoder<br />

Tierwelt – entstehen. Diese Model<br />

werden nach dem Abkühlen auf das rich­<br />

tige Maß geschnitten und mit Schokolade<br />

gefühlt. In einer Kühlstraße härtet die<br />

Schokolade anschließend aus. Eine Verpackungsmaschine<br />

schiebt am Ende den<br />

Schokoladenträger in die Pappschachtel<br />

und verschließt das offene Ende.<br />

In den letzten Jahren kam eine Vielzahl<br />

neuer Varianten ins Adventskalendersortiment:<br />

Neben edlen Pralinen erfreuen nun<br />

kleine Spielzeuge, Parfümfläschchen oder<br />

(alkoholische) Getränke die Jungen und<br />

Junggebliebenen. Und auch virtuelle Adventskalender<br />

finden sich im Angebot: So<br />

gibt es z. B. 24 Erzählungen im Download,<br />

mit denen die Nutzer jeden Tag bis Weihnachten<br />

mit einer kleiner Episode auf die<br />

Jahreszeit eingestimmt werden.<br />

Wem das alles zu kommerziell ist, bastelt<br />

einfach selber: Socken, alte Blechdosen,<br />

Jutesäckchen oder kleine Schachteln – alles<br />

lässt sich zum Adventskalender umfunktionieren<br />

und mit individuell auf den Adressaten<br />

zugeschnittenen Überraschungen füllen.<br />

Das Team der VERFAHRENSTECHNIK<br />

wünscht Ihnen frohe Festtage und ein<br />

glückliches neues Jahr.<br />

(kf)<br />

Foto: Fotolia (#58550116, Brigitte Bonaposta)<br />

42 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>


VORSCHAU<br />

IM NÄCHSTEN HEFT: 1-2/2018<br />

ERSCHEINUNGSTERMIN: 14. 02. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 30. 01. 2018<br />

02<br />

01<br />

04<br />

03<br />

01 Benutzerfreundliche Produktivitätstools sollen dem technischen<br />

Nachwuchs über den gesamten Lebenszyklus einer Feldinstrumentierung<br />

eine schnellere Einarbeitung in die Praxis ermöglichen<br />

02 Chargenmischer mit optimierten Mischelementen sorgen bei der<br />

Herstellung von Spezialzement durch extra große Klappen für einen<br />

hohen Durchsatz<br />

03 Füllstandmessgeräte für die Prozessindustrie müssen sich durch<br />

eine hohe Temperatur- und Materialbeständigkeit auszeichnen<br />

04 Mit explosionsgeschützten Smartphones, Tablets und Beacons<br />

kann die technologische Basis für vernetzte Anwendungen gesetzt<br />

werden, um die Produktivität, Effizienz, Flexibilität und Anlagensicherheit<br />

zu erhöhen – auch im Ex-Bereich<br />

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />

Der direkte Weg<br />

Internet:<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

E-Paper:<br />

www.engineering-news.net<br />

Redaktion:<br />

redaktion@verfahrenstechnik.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 43


„Wir machen DaaS.“<br />

Yokogawa Experte für<br />

Automatisierungstechnik<br />

Mehr Chancen für Ihre Daten.<br />

Anlagen, Geräte und Maschinen liefern Unmengen an Daten. Sie bergen<br />

Antworten auf Fragen, die wir noch gar nicht kennen. Das Potenzial, das<br />

hier lauert, hat einen Namen: Data as a Service. Damit lassen sich Aufgaben<br />

der Logistik oder der Warenwirtschaft einfach und kostengünstig<br />

durchführen. Eine cloudbasierte Infrastruktur schafft die Voraussetzungen.<br />

Nutzen Sie DaaS und entwickeln Sie mit uns neue Geschäftsmodelle für<br />

sich und Ihre Kunden.<br />

Yokogawa Deutschland GmbH<br />

Broichhofstraße 7–11<br />

D-40880 Ratingen<br />

Telefon +49(0)2102- 4983-0<br />

Telefax +49(0)2102- 4983-22<br />

www.yokogawa.com/de<br />

info@de.yokogawa.com

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!