Verfahrenstechnik 12/2017
Verfahrenstechnik 12/2017
Verfahrenstechnik 12/2017
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19098<br />
<strong>12</strong><br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
Dezember <strong>2017</strong><br />
Gut getrennt<br />
Dekanter und Separatoren für die<br />
Lebensmittelindustrie<br />
Mischer<br />
Homogenisierung durch<br />
Rotation und Schwerkraft<br />
Wälzkolbenpumpen<br />
Einfacher Austausch,<br />
sicherer Betrieb<br />
Fördertechnik<br />
Antiseptikband schnell und<br />
effizient reinigen
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POLYURETHAN-SYNCHRONRIEMEN<br />
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Anpassungsmöglichkeiten, um den exakt auf Ihren individuellen Anwendungsbereich<br />
zugeschnittenen Riemen zu erhalten. Dafür steht Ihnen ein umfassendes Sortiment<br />
an unterschiedlichen Zahnteilungen, Beschichtungen, geschweißten Profilen und jede<br />
Riemenlänge zwischen 1,5 und 22,5 Metern zur Verfügung. Zusätzlich profitieren Sie dank<br />
unserer neuen und hocheffizienten Produktionsprozesse von extrem kurzen Lieferzeiten.<br />
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EDITORIAL<br />
Weltweite Geschäfte<br />
Haben Sie in der Presse die mittlerweile gekippten Fusionspläne<br />
von Clariant und Huntsman verfolgt? In der Chemieindustrie<br />
geht es seit Monaten drunter und drüber: Bayer übernimmt<br />
Monsanto, Dupont und Dow Chemical machen gemeinsame<br />
Geschäfte. Fusionen und Übernahmen im großen Stil sind in der<br />
Chemie nichts Besonderes, eine beunruhigende Ausnahme<br />
könnte die Übernahme<br />
Was am Ende zählt, ist der<br />
Unternehmenserfolg und<br />
die Kundenzufriedenheit<br />
der Schweizer Syngenta<br />
durch die chinesische<br />
Chemchina darstellen<br />
– ein milliardenschwerer<br />
Riesen-Deal, der gut zur<br />
aktuellen „Ich kauf mir ein<br />
tolles Unternehmen“ Strategie der Chinesen passt. Westliches<br />
Know-how ist in China gefragt, der Staat hat genaue Vorstellungen,<br />
wo und wann seine Konzerne sich Wissen durch<br />
Übernahmen zu sichern haben.<br />
Als Reaktion auf die Einkaufstour chinesischer Investoren in<br />
Europa hat die Bundesregierung vor kurzem ihr Vetorecht<br />
ausgebaut. Damit soll in Zukunft verhindert werden, dass<br />
strategisch bedeutende deutsche Firmen von ausländischen<br />
Unternehmen gekauft werden. Das klingt nach einem guten Plan,<br />
aber das Problem ist komplex: Wir wollen nicht, dass die<br />
Chinesen zu viel Einfluss auf unsere Wirtschaft haben und<br />
befürchten Know-how-Verlust. Noch ist<br />
nicht abzusehen, dass die deutschen<br />
Unternehmen durch eine chinesische<br />
Übernahme irreparable Schäden<br />
erleiden. Was am Ende zählt, ist der<br />
Unternehmenserfolg, die Zufriedenheit<br />
der Kunden und das Wohl der<br />
Mitarbeiter – und zwar weltweit. Ich bin<br />
gespannt, wie sich das neue Vetorecht<br />
tatsächlich auswirkt.<br />
Eva Linder<br />
Chefredakteurin<br />
e.linder@vfmz.de
www.verfahrenstechnik.de<br />
Dezember <strong>2017</strong><br />
INHALT<br />
<strong>12</strong><br />
20<br />
34<br />
Praktisch: Beim neuen Rotoform-Typ lassen<br />
sich die Produktrohre einfach wechseln<br />
Sicher: Durch das Atex-Überströmventil<br />
können Pumpen auch im Ex-Bereich<br />
betrieben werden<br />
Sauber: Ein Antiseptik-Förderband lässt<br />
sich schnell und effektiv reinigen<br />
AKTUELLES<br />
6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />
8 Seminare, Tagungen, Kurse<br />
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
10 TITEL Dekanter und Separatoren für die<br />
Lebensmittelindustrie<br />
<strong>12</strong> Pastillierung in der Süßwarenindustrie<br />
14 Mischtechnik zur Aufbereitung von Feststoffen<br />
16 Heizschläuche für den Transport von<br />
Granulat und Schüttgütern<br />
17 Produktinformationen<br />
BETRIEBSTECHNIK<br />
38 Neue Feldbuslösung sichert Verfügbarkeit bei<br />
einem Schokoladenhersteller<br />
40 Produktinformationen<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
36 Impressum<br />
41 Inserentenverzeichnis<br />
42 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />
43 Vorschau<br />
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
20 Wälzkolbenpumpen im Ex-Bereich sicher betreiben<br />
22 Spezielle Arbeitsplätze für die Reparatur von<br />
Hygienepumpen<br />
24 Einfache Verbindungstechnik in rauer Umgebung<br />
26 Produktinformationen<br />
ANZEIGE<br />
19098<br />
<strong>12</strong><br />
Gut getrennt<br />
Dekanter und Separatoren für die<br />
Lebensmittelindustrie<br />
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
30 Sensorik aus Kunststoff eröffnet neue Möglichkeiten<br />
32 Produktinformationen<br />
Mischer<br />
Wälzkolbenpumpen<br />
Fördertechnik<br />
Homogenisierung durch<br />
Einfacher Austausch,<br />
Antiseptikband schnell und<br />
Rotation und Schwerkraft<br />
sicherer Betrieb<br />
effizient reinigen<br />
TOP-THEMA<br />
FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />
34 Edelstahl-Förderband mit Sonderkomponenten<br />
TITELBILD<br />
GEA Group, Düsseldorf<br />
36 Produktinformationen<br />
MASSARBEITKORNFÜRKORN<br />
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4 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
LÖSUNGEN<br />
ENTSTEHEN, WO<br />
MAN ÜBER DEN STANDARD<br />
HINAUSDENKT<br />
Bei allem, was wir tun, verlieren wir nie aus den Augen, worum es für Sie geht:<br />
wirtschaftliche Prozesse und maximale Flexibilität.<br />
Als Erfinder der elastomerbeschichteten Drehkolbenpumpe und als Innovationstreiber im Bereich<br />
der Förderung hochviskoser und abrasiver Medien sehen wir uns bei Vogelsang dem guten Ruf<br />
der deutschen Maschinenbauindustrie verpflichtet. Seit der Gründung des Unternehmens 1929 liefern<br />
wir technische Maschinen, deren Funktionalität, Qualität und Zuverlässigkeit von unseren Kunden<br />
weltweit hoch geschätzt werden.<br />
In der chemischen Industrie sind es vor allem ihre außerordentliche Widerstandsfähigkeit und Flexibilität,<br />
die die intelligent konstruierten, kompakten Drehkolbenpumpen von Vogelsang zu einem unverzichtbaren<br />
Teil effizienter Verarbeitungsprozesse machen. Denn die Pumpen sind selbstansaugend, trockenlaufunempfindlich,<br />
in ihrer Förderrichtung umkehrbar sowie in unterschiedlichen Materialien erhältlich.<br />
Auch hier zeigt sich die praxisorientierte Denkweise des Unternehmens: Die Pumpen sind vielseitig<br />
einsetzbar, aber auch an die Erfordernisse im speziellen Einsatzfall anpassbar.<br />
vogelsang.info<br />
ENGINEERED TO WORK
AKTUELLES<br />
NEWSTICKER<br />
Endress+Hauser hat fünf Mio. EUR in ein eigenes Gebäude in<br />
Chile investiert. In Santiago entstanden auf 2 300 m 2 moderne<br />
Büros, ein Auditorium, Konferenzräume, ein Trainingscenter<br />
sowie ein Kalibrier-Labor. Kunden sowie Mitarbeiter erwarten<br />
somit eine hervorragende Infrastruktur und gute<br />
Arbeitsatmosphäre. <br />
Die Envirochemie-Gruppe baut das Dienstleistungsangebot<br />
ihres Tochterunternehmens Envirofalk GmbH für den Betrieb<br />
wassertechnischer Anlagen in der Industrie aus. Dazu wurden<br />
der Vertriebs- und Service-Standort von Evoqua bei München<br />
und die Gesellschaftsanteile der AW Abwasser-Wasser-Technik<br />
GmbH in Hamburg übernommen. <br />
Die Flexim GmbH ist umgezogen: Die neue Firmenzentrale in<br />
der Boxberger Str. 4 in Berlin soll auf 13 000 m 2 viel Platz für<br />
die Innovationen der Entwicklungsabteilung, die Produktivität<br />
der Fertigung und die Kundenorientierung des Vertriebs<br />
bieten. <br />
Die Beko Technologies GmbH wächst: Das Neusser Maschinenbauunternehmen<br />
hat das Firmengelände um eine<br />
3 850 m 2 große Logistikhalle erweitert, die nun offiziell in<br />
Betrieb genommen wurde. „Das ist auch ein klares Bekenntnis<br />
zum Standort Neuss“, sagt Norbert Strack, einer der<br />
beiden Geschäftsführer der Beko Technologies GmbH. <br />
Neuerung in der Geschäftsführung der<br />
Azo-Gruppe<br />
Nach 27 erfolgreichen Jahren geht Robert<br />
Zimmermann (Bild) als einer der geschäftsführenden<br />
Gesellschafter der<br />
Azo-Gruppe in Osterburken zum Ende<br />
des Jahres <strong>2017</strong> in den Ruhestand.<br />
Die bisherige Gesamtgeschäftsführung<br />
durch Robert und Rainer Zimmermann<br />
wird auf Rainer Zimmermann als alleinigen<br />
geschäftsführenden Gesellschafter<br />
übergehen. Die Azo-Gruppe bleibt damit<br />
ein Familienunternehmen im Besitz der<br />
Familien Zimmermann.<br />
Robert Zimmermann wurde 1951 als ältester Sohn der Firmengründer<br />
Adolf und Marianne Zimmermann geboren. 1990 übernahmen<br />
er und sein jüngerer Bruder Rainer Zimmermann gemeinsam als<br />
geschäftsführende Gesellschafter die Geschäftsleitung des 1949<br />
von den Eltern gegründeten Unternehmens.<br />
www.azo.com<br />
50-jähriges Jubiläum bei Julabo<br />
55 Jahre Labormessgerätehersteller Knauer<br />
Julabo feierte vor kurzem sein 50-jähriges Firmenjubiläum mit<br />
einem mehrtägigen Event-Paket – vom Galaabend über den Partner-Experience-Day<br />
bis zum Tag der offenen Tür, zu dem Geschäftsführer<br />
Markus Juchheim am Stammsitz in Seelbach rund<br />
4 500 Besucher begrüßen konnte. Die Julabo GmbH ist Anbieter<br />
für Temperiertechnologie und zählt über 350 Mitarbeiter in<br />
elf Niederlassungen sowie Vertriebs- und Servicepartner in über<br />
100 Ländern.<br />
www.julabo.com<br />
v. l.: Alexandra, Roswitha und Dr. Herbert Knauer<br />
Jubiläumsfeiern sind meist Anlass für einen Rückblick auf Erfolge<br />
und auf das Erreichte, so auch bei der 1962 gegründeten Firma<br />
Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH in Berlin. Grund zur Freude<br />
gibt es genug, denn was Dr.-Ing. Herbert Knauer einst mit Lötkolben,<br />
Laubsäge und einer genialen Idee für ein hochgenaues elektronisches<br />
Thermometer begann, ist heute ein Unternehmen mit<br />
135 Mitarbeitern, das Chromatografie-Geräte entwickelt und diese<br />
weltweit vertreibt. „Wir sind sehr stolz, auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung<br />
zurückblicken zu können. Ständige Weiterentwicklung<br />
und hochmotivierte Kräfte sind wichtige Voraussetzungen,<br />
um in der Hightech-Laborbranche zu bestehen“, sagte Alexandra<br />
Knauer im Rahmen des Festakts und dankte ihren Mitarbeitern für<br />
das große Engagement. Geschäftsführerin Knauer leitet das Familienunternehmen<br />
in zweiter Generation seit 22 Jahren.<br />
www.knauer.net<br />
Keller MSR feiert 50-jähriges Bestehen<br />
Der Geschäftsbereich MSR der Keller HCW GmbH feiert in diesem<br />
Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Die Erfindung des Absetzwagens für<br />
Ziegeleiwerke des Maschinisten Carl Keller war der Grundstein für<br />
die Erfolgsgeschichte der Firma Keller, die seit dem Jahr 1904<br />
im westfälischen Laggenbeck ansässig ist. Die Entwicklungen von<br />
Keller MSR im Bereich der berührungslosen Temperaturmessung<br />
werden heute in der keramischen Industrie, aber auch in der Stahlindustrie,<br />
in Gießereien, in der Labortechnik sowie in der Nahrungsmittel-<br />
und Glasindustrie eingesetzt.<br />
www.keller-msr.de<br />
6 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
BEWÄHRTE<br />
PROZESS-SICHERHEIT.<br />
JETZT IN XL.<br />
Die neuen DDA- und DDE-Modelle der SMART Digital XL-Baureihe<br />
FLEXIBILITÄT<br />
Digitales<br />
Dosieren<br />
seit 2000<br />
SICHERHEIT<br />
ZU VERLÄSSIGKEIT<br />
Mit den neuen Membran-Dosierpumpen DDA und DDE der SMART Digital XL-Baureihe ist jetzt die bewährte<br />
Prozesssicherheit der SMART Digital-Technologie auch für jede beliebige Wasseraufbereitungsanlage<br />
erhältlich – und das sogar für Dosiermengen bis 200 l/h und Viskositäten des Flüssigmediums bis 3000 mPas.<br />
Die hochwertigen Komponenten wie auch die präzise SMART Digital-Technologie sorgen zusammen mit<br />
den intelligenten Steuerungsund Überwachungsfunktionen und der umfangreichen Zubehörpalette für<br />
höchste Dosiersicherheit mit minimalen Ausfallzeiten und Prozessunterbrechungen.<br />
Überblick über die gesamte Baureihe der Grundfos-Dosierpumpen: www.grundfos.de/get-smart<br />
Dosiermenge:<br />
0,075 bis 200 l/h<br />
Systemdruck:<br />
bis zu 10 bar<br />
Einstellbereich: 1:800<br />
Dosiergenauigkeit: +/- 1,5 %<br />
Dosierkopf: PVC, PVDF oder Edelstahl
AKTUELLES<br />
70 Jahre<br />
Abel-Pumpen<br />
Am 21. November 1947 gründete<br />
Wilhelm Abel in Düsseldorf<br />
ein Ingenieurunternehmen für<br />
Bergbautechnik, spezialisiert auf<br />
die Herstellung von Pumpen für<br />
den Kohlebergbau. Inzwischen<br />
ist die Abel GmbH eine 100%ige<br />
Tochter der Hillenbrand Inc. und<br />
fertigt an ihrem heutigen Hauptsitz<br />
in Büchen bei Hamburg<br />
eine breite Produktpalette von<br />
Membran-, Feststoff-, Hochdruck-<br />
und Marinepumpen. Die<br />
Pumpen für abrasive Medien<br />
werden weltweit vertrieben.<br />
www.abel.de<br />
VDI vergibt<br />
Arnold-Eucken-Preis<br />
2018 vergibt der VDI erneut<br />
den bedeutendsten deutschen<br />
Nachwuchspreis für <strong>Verfahrenstechnik</strong>,<br />
den mit 5 000 EUR<br />
dotierten Arnold-Eucken-Preis.<br />
Mit dem Preis werden herausragende<br />
Leistungen auf dem<br />
Gebiet der <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />
ausgezeichnet.<br />
Die Verleihungsbestimmungen<br />
und Nominierungsunterlagen<br />
sind ab sofort im Internet abrufbar.<br />
Der Arnold-Eucken-Preis<br />
wird seit 1956 in Erinnerung an<br />
den deutschen Physikochemiker<br />
und ersten Obmann des<br />
VDI-Fachausschusses „<strong>Verfahrenstechnik</strong>“,<br />
Prof. Dr. phil. Dr.-<br />
Ing. E. h. Arnold Eucken, verliehen.<br />
Zu den Preisträgern zählen<br />
u. a. Eduard Kuss (1956), Ernst-<br />
Ulrich Schlünder (1966) und<br />
Friedrich Löffler (1974). Vorschläge<br />
können bis zum 15.<br />
Februar 2018 per E-Mail unter<br />
gvc@vdi.de an die VDI-Gesellschaft<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong> und<br />
Chemieingenieurwesen (VDI-<br />
GVC) gerichtet werden.<br />
www.vdi.de<br />
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />
Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />
KURS Industriebodenbeschichtung 07./08.<strong>12</strong>.17,<br />
Ostfildern<br />
TRAINING Beherrschen von Mehrphasenströmungen<br />
11.<strong>12</strong>.17,<br />
Essen<br />
SEMINAR Probenahme flüssiger Abfälle 18.<strong>12</strong>.17,<br />
Offenbach<br />
WEITERBILDUNG Gefahrstoffbeauftragter 23./24.01.18,<br />
Essen<br />
KOLLOQUIUM Advances in Chemical<br />
Biology<br />
SEMINAR Betriebswirtschaftslehre für<br />
Chemiker<br />
KURS Erfahrungs regeln bei der Auslegung<br />
von Apparaten und Anlagen<br />
30./31.01.18,<br />
Frankfurt/M.<br />
19./20.02.18,<br />
Idstein<br />
19./20.02.18,<br />
Wuppertal<br />
HOCHSCHULKURS Vom Schüttgut zum Silo 26./27.02.18,<br />
Braunschweig<br />
LEHRGANG Certified Training for Profibus<br />
PA Engineer<br />
06.–09.03.18,<br />
Reinach, Schweiz<br />
Technische Akademie Esslingen, Tel. 0711/34008-23,<br />
www.tae.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />
www.umweltinstitut.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Dechema, Tel. 069/7564-267,<br />
www.dechema.de/kolloquien<br />
GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />
www.gdch.de/fortbildung<br />
Zeppelin mit Joint Venture für Automatisierung<br />
Freuen sich über die Zusammenarbeit (v. l.): Andreas Ott,<br />
Rochus Hofmann, Joshipura Gaurang, Ashutosh Chincholikar<br />
Technische Akademie Wuppertal, Tel. 0202/7495-0,<br />
www.taw.de<br />
Ostfalia Hochschule, Tel. 05331/8573-3<strong>12</strong>,<br />
www.gvt.org<br />
Endress + Hauser, Tel. +41/61/7157378,<br />
www.endress.com<br />
Um zukünftig noch schneller<br />
auf die Entwicklungen der digitalen<br />
Welt und die Anforderungen<br />
der Kunden zu reagieren, ist<br />
Zeppelin Systems ein Joint Venture<br />
mit dem indischen Unternehmen<br />
Smart Control eingegangen.<br />
Das Unternehmen<br />
entwickelt, vertreibt und implementiert<br />
globale Automatisierungslösungen<br />
mit dem eigenen<br />
Produkt Smartmix. Weitere<br />
Schwerpunkte liegen in der IT-Integration, der Umsetzung von fabrikweiten MES-Lösungen und in der<br />
Digitalisierung mit Fokus auf IoT. Im Rahmen des Joint Ventures sollen neue Ideen in enger Abstimmung<br />
mit Zeppelin-Automation in gut handhabbare und nahtlos zu integrierende Produkte umgesetzt<br />
werden. Erste Entwicklungsprojekte wurden bereits auf den Weg gebracht. Dazu gehört der Smart<br />
Controller, mit dem sich die Automatisierung von mechanischen Komponenten weiter vorantreiben<br />
lässt. Damit werden in Zukunft viele Komponenten und Module eine dezentrale Intelligenz besitzen,<br />
die in eine verfahrenstechnische Anlage integriert werden.<br />
www.zeppelin-systems.com<br />
Zukunftsinvestition bei Cemo<br />
www.cemo.de<br />
Die Firma Cemo aus Weinstadt ist Spezialist<br />
für mobiles Tanken und Gefahrstofflagerung.<br />
Der Erfolg des Unternehmens erfordert neue<br />
Investitionen und den Ausbau der Unternehmensgruppe<br />
mit bisher ca. 220 Mitarbeitern<br />
bei einem Umsatz von 38 Mio. EUR. Da die<br />
Nachfrage die geplante Produktionskapazität<br />
mittlerweile überschreitet, schafft der mittelständische<br />
Betrieb jetzt neue Kapazitäten<br />
und Arbeitsplätze im Stammhaus bei Weinstadt<br />
und am Produktionsstandort Schnelldorf<br />
mit einem Gesamtinvestitionsvolumen<br />
von rund drei Mio. EUR.<br />
8 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
AKTUELLES<br />
Phoenix TM ist umgezogen<br />
Neues Gebäude für Kaeser<br />
Nach fast genau zwei Jahren Bauzeit ist das erste neue Firmengebäude<br />
bei Kaeser Kompressoren bezogen worden. Viel Platz und<br />
Licht für neue Ideen und Innovationen soll das neue Gebäude bieten.<br />
Im September 2015 war der Grundstein für das neue Gebäude<br />
„Forschungs- und Innovationszentrum“ gelegt worden. „Weil dort<br />
die Mitarbeiter wieder enger zusammengerückt sind, dadurch einfacher<br />
kommunizieren können und so neue Ideen zielgerichtet und<br />
nachhaltig entstehen werden“, sagt Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender<br />
des Druckluftspezialisten. Besonderes architektonisches<br />
In neuen Räumen (v. l.): Carola Konitzer, Thomas Lesemann, Dagmar<br />
Taake, Bastian Sulinski, Manfred von Prondzinski, Michael Taake<br />
Die Phoenix TM GmbH, Hersteller von Temperatur-Messsystemen<br />
aus Bad Oeynhausen, ist umgezogen. Nach über sechs erfolgreichen<br />
Jahren mit stetigem Wachstum hat das Unternehmen jetzt<br />
deutlich größere Räume im Ortsteil Dehme bezogen. Das mittlerweile<br />
siebenköpfige Team um Geschäftsführer Michael Taake<br />
kümmert sich um die Kunden in Deutschland, Österreich und der<br />
Schweiz, in Frankreich, Spanien und Benelux, Skandinavien sowie<br />
dem osteuropäischen Raum und Russland. Neben dem Verkauf von<br />
Temperatur-Messsystemen in die verschiedensten Branchen der<br />
Wärmebehandlungsindustrie steht auch der Service für die Kunden<br />
immer im Fokus.<br />
www.phoenixtm.de<br />
Highlight des Gebäudes ist die doppelt gewundene Treppe, die die<br />
sechs Ebenen miteinander verbindet. Sie ist dem Profil der<br />
Schrauben rotoren nachempfunden, das für den Unternehmenserfolg<br />
von Kaeser Kompressoren eine wichtige Rolle spielt.<br />
www.kaeser.com<br />
+++ NEU: Testen Sie exzellenten Rundumservice<br />
unter www.buerkert.de/buerkertplus<br />
Durchflussmessung<br />
ohne Sensor im Rohr.<br />
FLOWave nutzt die patentierte SAW-Technologie – ohne Einbauten<br />
und Verengungen im Rohr. Hygienischer geht es nicht.<br />
Das Ergebnis: keine Wartung sowie einfache Reinigungsprozesse.<br />
FLOWave ist klein, leicht und glänzt in jeder Einbaulage.<br />
Ein Durchflussmessgerät, ussmessgerät, das unabhängig von Leitfähigkeit,<br />
Fließrichtung und -geschwindigkeit des Liquids präzise und<br />
verlässliche Messwerte liefert. Ideal für Clean-Utilities-Anwendungen<br />
in Pharmazie und Biotechnologie.<br />
FLOWave:<br />
So geht Durchflussmessung heute –<br />
weil Hygiene zählt.<br />
We make ideas flow.<br />
www.buerkert.de
Separatoren kommen hauptsächlich bei<br />
der Fischmehl- und Fischölgewinnung zur<br />
Presswasserentölung sowie Ölpolierung<br />
zum Einsatz. Bei der Presswasserentölung<br />
trennen die Separatoren, die während der<br />
Fischmehlpressung anfallende flüssige<br />
Phase in die Komponenten Öl und Leimwasser.<br />
Durch die Abtrennung der Feststoffe<br />
und des Wassers entsteht das sogenannte<br />
Truböl, das in einem weiteren<br />
Separationsschritt poliert und somit zu<br />
Reinöl aufbereitet wird. Mit dem hohen<br />
Entwicklungsstand der Separatoren ist die<br />
einwandfreie Klärung und Trennung im<br />
gesamten Verarbeitungsprozess gewährleistet.<br />
Nach Beendigung des Separier-Prozesses<br />
kann der Separator durch eine<br />
automatische chemische Reinigung (CIP)<br />
zuverlässig gereinigt werden.<br />
Qualitativ hochwertige Ausbeute<br />
Ein guter Fang<br />
Dekanter und Separatoren für die Lebensmittelindustrie<br />
Die Lebensmittelindustrie verlangt<br />
effiziente Produktionsprozesse,<br />
Standardisierung und hohe<br />
Ausbeuten. Trenntechnische<br />
Maschinen, Systeme und<br />
Prozesslinien setzen dabei weltweit<br />
Maßstäbe für Leistung und<br />
Lebensdauer sowie Ökonomie und<br />
Ökologie.<br />
Zum Gewinnen von Fischmehl und<br />
Fischöl aus Fischnebenprodukten werden<br />
seit vielen Jahrzehnten Gea Separatoren<br />
und Dekanter eingesetzt. Dabei wurden<br />
im Laufe der Jahre die eingesetzten Prozesse<br />
an die Anforderungen der Rohstoffe<br />
und der Produkte von Gea optimiert. Auch<br />
die Weiterentwicklung von Dekantern und<br />
Separatoren hat die Verarbeitungsprozesse<br />
stark beeinflusst. Neben einigen speziellen<br />
Autor: Dr. Karlheinz Bühler, Head of Separation<br />
Sales, GEA Germany GmbH, Oelde<br />
Anwendungen kommen heute hauptsächlich<br />
das sogenannte konventionelle Verfahren,<br />
das Vollfisch-Verfahren und der<br />
Drei-Phasen-Prozess zum Einsatz. Durch<br />
die wachsende Nachfrage nach kleinen<br />
Fischmehlanlagen wird vor allem der Drei-<br />
Phasen-Prozess interessant.<br />
Dekanter sind feststofforientierte Zentrifugen<br />
und werden hauptsächlich für die<br />
Klärung von Flüssigkeiten mit hohem Feststoffanteil<br />
eingesetzt, so etwa zur Presswasserklärung<br />
im konventionellen Verfahren,<br />
zur Kochmasseklärung im Vollfisch-Verfahren<br />
sowie zum Herstellen von Leberöl,<br />
Fischproteinkonzentrat und Fischproteinpülpe.<br />
Der Einsatz von Dekantern in diesen<br />
Bereichen erzielt eine hohe Feststoffkonzentration<br />
und verringert so die Kosten für<br />
das Trocknen der Mehle. Die besonderen<br />
Merkmale des Dekanters sind seine kontinuierliche<br />
Arbeitsweise und hohe Ausbeute<br />
bei geringem Platzbedarf. Betrieb und<br />
Überwachung laufen automatisch.<br />
Während Dekanter hauptsächlich feststofforientiert<br />
sind und somit als Vorreinigungsstufe<br />
dienen, sind Separatoren flüssigkeitsorientiert<br />
und für die Feinklärung<br />
und Auftrennung von Flüssigkeitsgemischen<br />
konstruiert. Bei selbstentleerenden<br />
Separatoren wird das Schleudergut in<br />
einem Tellerpaket geklärt bzw. getrennt<br />
und die einzelnen Phasen dann automatisch<br />
ausgetragen.<br />
Die wichtigste Aufgabe bei der Gewinnung<br />
von Fischmehl und Fischöl besteht darin,<br />
die drei Hauptkomponenten des Rohstoffs<br />
– Feststoff (Protein), Fett und Wasser<br />
– rationell und effektiv in relativ kurzer<br />
Prozesszeit voneinander zu trennen. Die<br />
thermische Behandlung zur Koagulation<br />
des Rohstoffs ist daher von größter Bedeutung<br />
und bestimmt Qualität und Fettgehalt.<br />
Durch die Erhitzung koaguliert das<br />
Protein und die fetthaltigen Zellen werden<br />
schonend aufgeschlossen, um das Öl freizugeben.<br />
Diese thermische Behandlung ist<br />
heute in allen angewendeten Verfahren<br />
obligatorisch.<br />
Im konventionellen Prozess wird das gekochte<br />
Rohmaterial einer Schneckenpresse<br />
zugeführt, bevor ein Zwei-Phasen-Dekanter<br />
das Presswasser klärt und dabei die<br />
Feststoffe abtrennt. Alternativ wird auch<br />
das sogenannte Vollfisch-Verfahren eingesetzt,<br />
wobei der Zwei-Phasen-Dekanter die<br />
Schneckenpresse ersetzt. Durch die Verwendung<br />
des Vollfisch-Dekanters ergeben<br />
sich bei der Verarbeitung von bestimmten<br />
Fischrohwaren im Vergleich zum konventionellen<br />
Verfahren eine Reihe von Vorteilen.<br />
Dazu zählen eine vereinfachte Prozesssteuerung,<br />
eine höhere Produktivität und<br />
eine bessere Mehlqualität in Bezug auf den<br />
Fett- und Proteingehalt. In beiden Verfahren<br />
werden anschließend selbstentleerende<br />
Separatoren eingesetzt, die in der ersten<br />
Stufe der Presswasserentölung und in der<br />
zweiten Stufe der Ölpolierung dienen.<br />
Eine spezielle Alternative zu diesen Standard-Verfahren<br />
repräsentieren die Fischmehl-<br />
und Fischölgewinnung über den<br />
Drei-Phasen-Dekanter. Dieses Verfahren<br />
zeichnet sich durch einen ausgesprochen<br />
geringen Platzbedarf aus und bietet besonders<br />
bei kleinen Verarbeitungskapazitäten<br />
eine wirtschaftliche Lösung.<br />
10 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
TITEL I VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
01 Teller-Separator für Klär- und<br />
Trennprozesse<br />
02 Drei-Phasen-Dekanter für die Fischindustrie<br />
Effektives Zusammenspiel<br />
Neben der klassischen Variante, die ähnlich<br />
wie das konventionelle Verfahren die Feststoffe<br />
mittels Presse abtrennt, kann für sehr<br />
kleine Verarbeitungsmengen auch eine<br />
Kombination aus Vollfisch- und Drei-Phasen-Dekanter<br />
eingesetzt werden. Da hierbei<br />
auf eine Presse verzichtet werden kann, vereinfacht<br />
sich der Prozess nochmals deutlich.<br />
Gerade diesen Verfahren gehört die Zukunft,<br />
ist doch die fischverarbeitende Industrie<br />
mitten im Wandel. Klimaveränderungen<br />
und schwankende Fischfangmengen in bestimmten<br />
Regionen der Welt sind Ursachen<br />
dafür, dass es immer weniger Großanlagen<br />
gibt, in denen Kapazitäten von 100 bis<br />
200 t/h verarbeitet werden. Umgekehrt<br />
wächst die Zahl der Unternehmen, die mit<br />
viel kleineren Leistungen produzieren, dabei<br />
jedoch hohe Renditen erwirtschaften.<br />
Auf diesen Wandel gibt der Drei-Phasen-<br />
Dekanter von Gea eine adäquate Antwort:<br />
Zunächst werden die Rohstoffe schonend<br />
Nachwachsende Rohstoffe<br />
zerkleinert und erhitzt. Nach der Koagulation<br />
tritt der Drei-Phasen-Dekanter in Aktion. Er<br />
trennt die Suspension sauber in die drei<br />
Phasen Feststoff, Wasser und Öl. Da die Ölphase<br />
noch geringe Restmengen an freiem<br />
Wasser und Feststoffen enthalten kann,<br />
sollte ein Polier-Separator nachgeschaltet<br />
werden, der auch diese kleinsten Verunreinigungen<br />
zuverlässig entfernt. Das Ergebnis<br />
ist reinstes Fischöl.<br />
Vielseitiger Einsatz<br />
Fettarmes Proteinhydrolysat aus Fisch gehört<br />
zu den zukunftsträchtigen Produkten.<br />
Zu den Absatzfeldern zählen unter anderem<br />
Aquakulturen ebenso wie Betriebe aus<br />
Kälbermast oder Schweine- und Geflügelzucht,<br />
die es als hochwertiges Futtermittel<br />
einsetzen. Auf diesen Sektoren kann das<br />
Produkt aufgrund seiner besseren Verwertbarkeit<br />
und der damit verbundenen<br />
schnelleren Gewichtszunahme der Tiere<br />
andere Futtermittel ersetzen. Aufgrund<br />
Das Know-how für mehr als 3 000 Verfahren und Prozesse macht Gea zum anerkannten<br />
Partner für zukunftssichere trenntechnische Systeme. Das Unternehmen bietet<br />
Lösungen für die Anwendungsbereiche Nahrungsmittelindustrie, Chemie, Pharmazie,<br />
Biotechnologie, Energie, Schifffahrt und Umwelttechnik. Es sieht sich als Kompetenzzentrum<br />
für zukunftsorientierte Ideen und Verfahren, auch und gerade bei der<br />
Gewinnung von Nebenprodukten mit hoher Wertschöpfung sowie bei vollständigem<br />
Aufschluss und effizienter Nutzung regenerativer Energieträger. Die Kernkompetenzen<br />
liegen hier in den Bereichen<br />
Stärke und Proteine,<br />
Biofuels und Fermentationsprozessen<br />
sowie in der<br />
Gewinnung und Verarbeitung<br />
von pflanzlichen und tierischen<br />
Ölen und Fetten.<br />
seiner hohen Wasserlöslichkeit ist es in der<br />
Agrarindustrie auch als flüssiges Düngemittel<br />
einsetzbar. Darüber hinaus ist Proteinhydrolysat<br />
als Lebensmittelzusatz für die<br />
menschliche Ernährung ebenfalls sehr vielversprechend.<br />
Das gewonnene Produkt<br />
zeichnet sich durch seinen extrem niedrigen<br />
Fettgehalt von unter einem Prozent aus.<br />
Das Verfahren beginnt mit einer enzymatischen<br />
Behandlung des vorzerkleinerten<br />
Materials in einem Reaktionstank bei einer<br />
Temperatur von etwa 50 °C und einer Verweilzeit<br />
von einer Stunde. Der enzymatische<br />
Prozess verändert die Proteine, indem die<br />
aus langkettigen bestehenden Proteinmoleküle<br />
in kleinere Komponenten geteilt werden.<br />
Hierdurch ändern die Proteine auch<br />
ihre Eigenschaften: Aus unlöslichen Proteinen<br />
werden wasserlösliche. Auch die biologische<br />
Verwertbarkeit wird auf diese Weise<br />
erhöht. Durch gezielte Auswahl der Enzyme<br />
und Prozessbedingungen lassen sich außerdem<br />
Eigenschaften wie Geschmack und<br />
Konsistenz exakt einstellen.<br />
Die enzymatisch aufgeschlossenen Fischabfälle<br />
gelangen anschließend zum Drei-Phasen-Dekanter,<br />
der die Suspension in Ölphase,<br />
unlösliche Feststoffe und die Hauptphase mit<br />
den wasserlöslichen Proteinen trennt. Ölphase<br />
und proteinhaltige Phase werden anschließend<br />
in Separatoren nachpoliert. Bei der Polierung<br />
der proteinhaltigen Phase kommt ein<br />
Separator mit hoher Drehzahl und großer<br />
Klärfläche zum Einsatz. Er erlaubt es, einerseits<br />
die Löslichkeit der Proteine zu erhöhen,<br />
indem er dispergierte Proteine entfernt. Andererseits<br />
trennt er auch noch feinste Fetttröpfchen<br />
ab und gewinnt auf diese Weise ein<br />
Proteinhydrolysat mit weniger als einem Prozent<br />
Fett in der Trockenmasse.<br />
Fotos: iStock, Fotolia, Gea<br />
www.gea.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 11
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Die Kunst, Schokolade<br />
in Form zu bringen<br />
Pastillierung in der Süßwarenindustrie<br />
Schokoladentropfen lassen sich mittels eines perforierten Rohrs auf<br />
der gesamten Arbeitsbreite eines Endlosbandes ablegen. So können<br />
gleichförmige Tropfen mit einem hohen Durchsatz erzeugt werden.<br />
Seit die Maya vor Jahrtausenden den Wert<br />
von Kakao entdeckten, ist dieser in verschiedensten<br />
Formen Teil unseres täglichen<br />
Lebens geworden. Erst vor etwa einem Jahrhundert<br />
wurde mit der Verarbeitung von<br />
Schokolade für den Massenkonsum begonnen.<br />
Nach der industriellen Revolution hat<br />
sich Schokolade zu einem alltäglichen Konsumgut<br />
gewandelt. Ende des 18. Jahrhunderts<br />
wurde Schokolade mit der Entwicklung<br />
von Milchschokolade und stärker gesüßten<br />
Geschmacksrichtungen immer beliebter.<br />
1903 verkaufte Sandvik das erste<br />
Stahlband für die schokoladenverarbeitende<br />
Industrie und etablierte sich damit<br />
als wichtiger Akteur bei der Herstellung<br />
dieser weltweit geschätzten Leckerei.<br />
Durch ständige Weiterentwicklung wurde<br />
die Welt der Schokoladenverarbeitung mit<br />
der Einführung des Rotoform in den 70er-<br />
Jahren revolutioniert. Der Rotoform selbst<br />
besteht aus einem beheizten zylindrischen<br />
Stator, der mit geschmolzener Schokolade<br />
beschickt wird, und einem perforierten<br />
Außenrohr, das sich konzentrisch um den<br />
Stator dreht. Schokoladentropfen werden<br />
über die gesamte Arbeitsbreite eines Endlosbandes<br />
abgelegt.<br />
Diese neue Methode der Formgebung<br />
von Schokolade wird seither von vielen<br />
schokoladenverarbeitenden Unternehmen<br />
eingesetzt. Sie ermöglicht eine äußerst<br />
schnelle und effiziente Verarbeitung von<br />
Pastillen und Schokosplittern für Produkte<br />
in Premiumqualität.<br />
Im Jahr <strong>2017</strong> wurde der Rotoform HP auf<br />
den Markt gebracht, eine neue Version, die<br />
hohe Fertigungskapazi täten ermöglicht.<br />
Der neue Rotoform-Typ zeichnet sich durch<br />
Produktrohre aus, die sich einfach wechseln<br />
lassen. In kurzer Zeit kann durch den<br />
Austausch eines Rohres auf eine andere<br />
Schokoladensorte oder Produktmischung<br />
umgestellt werden. Hierdurch können jederzeit<br />
verschiedenste Produkttypen verarbeitet<br />
werden. Geeignet für die Produktion von<br />
Chips von 30 000 bis 300 Stück pro Kilogramm,<br />
liefert dieses vielseitige Modul ein<br />
gleichmäßig geformtes Produkt bei einer<br />
Durchsatzrate von bis zu 3 000 kg/h.<br />
Alles über Kühlung<br />
Der wichtigste Prozess bei einer ordnungsgemäßen<br />
Schokoladenformgebung ist der<br />
Vorgang, der sich während der Kühlung abspielt.<br />
Man braucht deshalb eine Lösung,<br />
mit der man den gewünschten Produktausstoß<br />
erreichen kann.<br />
Sandvik SGL Technology baut eine Reihe<br />
von Kühlanlagen für verschiedene Durch<br />
Autorin: Nienke Sterenborg, Marketing & Sales<br />
Support, Sandvik SGL Technology, Breda,<br />
Niederlande<br />
<strong>12</strong> VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
AUCH FÜR IHRE<br />
ANFORDERUNGEN!<br />
01 Extruder und andere Komponenten können optional integriert<br />
werden<br />
Kurze Lieferzeiten<br />
Made in Germany<br />
ISO 9001<br />
02 Beim neuen Rotoform-Typ lassen sich die Produktrohre einfach<br />
wechseln<br />
satzanforderungen. Einzeldurchlaufkühllinien sind für niedrige bis<br />
mittlere Kapazitätsanforderungen von 200 bis 2 000 kg/h ausgelegt.<br />
Diese kostengünstigen Anlagen können ein Aufgabesystem oder<br />
einen Rotoform für die Produktion von Chips beinhalten, sowie<br />
einen Extruder und Servoschneider für die Produktion von Chunks.<br />
Mit dem von Sandvik SGL Technology entwickelten Dreifachdurchlaufsystem<br />
lassen sich hohe Durchsätze erreichen, während<br />
gleichzeitig der Grundflächenbedarf minimiert wird. Diese Technik<br />
setzt ein am Band haftendes Produkt voraus. Beim ersten Durchlauf<br />
wird das Produkt auf dem Band abgelegt, beim zweiten Durchlauf<br />
läuft das Produkt kopfüber auf der Unterseite des Bandes zurück<br />
und wird dann für den dritten Durchlauf auf ein separates Förderband<br />
gegeben.<br />
Maximale Produktionskapazität<br />
Im letzten Jahr brachte Sandvik SGL Technology den MCC 1500 auf<br />
den Markt, eine Formgebungslinie für Schokolade, die im Vergleich<br />
zu anderen Prozesslinien bei gleicher Länge den dreifachen<br />
Ausstoß liefert. Es handelt sich um eine Produktionslinie mit drei<br />
separaten, übereinander installierten Rotoform-Systemen, die<br />
jeweils eine separate Kühlungs- oder Erstarrungslinie innerhalb<br />
derselben Einheit beschicken. Die Kombination mehrerer Linien<br />
in einer einzigen Anlage ermöglicht eine Produktionskapazität<br />
zwischen 4–6 t/h.<br />
Auch die gleichzeitige Verfestigung unterschiedlicher Rezepturen<br />
oder verschiedener Produktformen und -größen ist möglich,<br />
wobei dennoch nur die Grundfläche einer einzigen Linie benötigt<br />
wird. Die Produktivität und Variantenvielfalt wird dadurch gesteigert,<br />
ohne dass in Infrastruktur investiert werden müsste.<br />
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VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Sanfte Homogenisierung<br />
Mischtechnik zur Aufbereitung von Feststoffen<br />
Aroma oder Änderung der Produktcharakteristika.<br />
Die Geschwindigkeit an jedem<br />
Punkt innerhalb der Anlage ist niemals<br />
höher als 1 m/s.<br />
Während die maximale Chargengröße<br />
üblicherweise der Hälfte des Volumens der<br />
rotierenden Trommel entspricht, beträgt die<br />
mischbare Mindestmenge hier lediglich<br />
10 % einer Charge. Dies erlaubt Flexibilität<br />
und öffnet die Möglichkeit, Vormischungen<br />
im gleichen Mischer vorzunehmen. Der<br />
Energiebedarf ist mit üblicherweise 2 W/kg<br />
bei einem in nur 3 min gemischten Produkt<br />
sehr niedrig. Oder anders ausgedrückt:<br />
An einem 500-kg-Chargenmischer ist ein<br />
2,2-kW-Motor installiert, von dem tatsächlich<br />
weniger als 1 kW verwendet wird. Das<br />
Verfahren kann hierbei nicht nur zur Verarbeitung<br />
von Chargen, sondern auch im<br />
kontinuierlichen Betrieb eingesetzt werden.<br />
Beschichtung, Imprägnierung<br />
und Einweichung von Feststoffen<br />
Das Mischprinzip beruht auf einem<br />
langsam rotierenden Behälter, der<br />
ein schonendes Mischen von<br />
Pulvern und Granulaten mittels<br />
Schwerkraft ermöglicht. Dabei<br />
können gleichzeitig Flüssigkeiten<br />
eingebracht werden, auch eine<br />
thermische Behandlung ist möglich.<br />
Autoren: Bastiaan Soeteman, geschäftsführender<br />
Inhaber, Dr. Michael Kaiser, Vertrieb Deutschland,<br />
beide Lindor Products B.V., BC Dordrecht,<br />
Niederlande<br />
D<br />
er Gentle-touch-Mischer besteht aus<br />
einem Einlass, einer Trommel in horizontaler<br />
Bauform und einem feststehenden<br />
Auslass. Das Produkt wird über den Einlass<br />
in die langsam rotierende Trommel gefördert.<br />
Während des Mischprozesses fließt<br />
das Produkt in Längs- und Querrichtung<br />
über speziell ausgerichtete und gefertigte<br />
Schaufeln. Die Partikel werden angehoben,<br />
gleiten auf einer Schaufel hinab und verbleiben<br />
schließlich in einem sich endlos<br />
bewegenden Partikelbett, fließen zurück<br />
zum Einlassbereich und erwarten dort<br />
den nächsten Durchlauf. Rotation und<br />
Schwerkraft mischen das Produkt völlig<br />
willkürlich, wobei alle Partikel in ständiger<br />
Bewegung sind.<br />
Diese Technik ermöglicht eine Homogenisierung<br />
innerhalb weniger Minuten. Nach<br />
Öffnung des Auslasses gleitet das Produkt<br />
über die Schaufeln aus der Mischtrommel<br />
in die nächste Verarbeitungsstufe. Die Entleerungsrate<br />
liegt normalerweise bei über<br />
99,8 %. Es gibt keine Rührwerke, Paddeln,<br />
Schnecken, Messer oder irgendwelche anderen<br />
beweglichen Teile. Folglich gibt es<br />
praktisch keine Scherkräfte, Reibungen<br />
oder Bruch, ebenso wenig wie potenzielle<br />
Verklumpungen durch Hitze oder Temperaturanstieg,<br />
Verschmierung, Verlust von<br />
Durch spezielle Einsprühvorrichtungen<br />
können während des Mischens Flüssigkeiten<br />
über den Pulvern oder Granulaten für<br />
Beschichtungen, Einfärbungen, Aromatisierungen<br />
oder Imprägnierungen zerstäubt<br />
werden. Je nach ausgewähltem Verfahren<br />
(einphasig, zweiphasig oder Ultraschall)<br />
kann der aufgebrachte Flüssigkeitsanteil<br />
zwischen 0,01 und 60 % variieren und da<br />
das Produkt immer in Bewegung ist und die<br />
Besprühung über eine feststehende Düse<br />
erfolgt, ist die Benetzung immer gleichmäßig<br />
und homogen.<br />
Ursprünglich war das Gentle-touch-System<br />
ein reines Mischverfahren, aber im<br />
Laufe der Zeit kamen mehr und mehr Funktionen<br />
hinzu, neben der Flüssigkeitseinspritzung<br />
dann auch solche wie Trocknen,<br />
Heizen, Desinfizieren, Kühlen oder Gefrieren.<br />
Dadurch hat der Mischer sich zu einem<br />
Reaktionsbehälter weiterentwickelt. Wegen<br />
der Rotation des Behälters und der speziellen<br />
Formgebung der Schaufeln befindet<br />
sich das gesamte Produkt innerhalb des<br />
Behälters immer in einer „sanften Phase“.<br />
Der Reaktor kann im Bedarfsfall auch mit<br />
Inertgas, unter Vakuum oder leichtem<br />
Druck betrieben werden.<br />
Das Produkt fließt während der Durchführung<br />
des jeweiligen Verfahrensschrittes<br />
sanft durch den Behälter. Die Verfahrensschritte<br />
können gleichzeitig oder hintereinander<br />
erfolgen. Der Reaktionsbehälter<br />
kann – geeignet für Dampfbeheizung bis zu<br />
8 bar (170 °C), Heißwasser bis zu <strong>12</strong>0 °C<br />
14 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
Nach Öffnung des<br />
Auslasses gleitet das<br />
Produkt aus der<br />
Mischtrommel<br />
Schüttguttechnik<br />
GmbH & Co. KG<br />
Wir sind Optimierer für:<br />
• Schüttgutförderung<br />
• Lagerung und<br />
• Dosierung<br />
oder Thermoöl – mit doppelwandig ausgeführtem<br />
Behälter und/oder Schaufeln gefertigt<br />
werden. Alternativ ist es auch möglich,<br />
Heißluft mit bis zu 350 °C unmittelbar<br />
in die Mischtrommel in Gegenrichtung<br />
zum Produktlauf einzuleiten.<br />
Ein wesentlicher Einsatzbereich des Systems<br />
ist das homogene Mischen von Granulat,<br />
um durch die Extrusion entstandene<br />
Farb- oder Qualitätsunterschiede auszugleichen.<br />
Ein Trommelmischer mit einer<br />
hohen Kapazität (bis zu 30 t oder 25 000 l)<br />
kann die Extruder-Produktion von 8 h verarbeiten.<br />
Die Homogenisierung dieser<br />
Charge im Mischer gewährleistet die gleichbleibende<br />
Qualität des Granulats.<br />
Verarbeitung vernetzbarer<br />
Kunststoffcompounds<br />
Für einen führenden Hersteller von Compoundieranlagen<br />
wurde ein beheizbarer<br />
Mischer zur Verbesserung der spezifischen<br />
Eigenschaften vernetzbarer Kunststoffcompounds<br />
als Ausgangsmaterial für die Herstellung<br />
von Hochspannungskabelisolationen<br />
konzipiert. Hierzu werden Mischer mit<br />
beheizter Trommel eingesetzt, in der die<br />
Imprägnierung abläuft, indem das warme<br />
Granulat mit einem vernetzenden Kontaktmittel<br />
besprüht wird. Der Mischer ist mit<br />
speziellen kontaktlosen Dichtungen ausgestattet.<br />
Die notwendige Reinheit der Compounds<br />
mit einer Verunreinigung < 1 ppm<br />
stellt dabei hohe Anforderungen an die<br />
Trommeldichtungen.<br />
Die beheizte Mischtrommel hält die Produkttemperatur<br />
während des Besprühungs-<br />
und Umwandlungsprozesses konstant.<br />
Dazu zirkuliert heißes Wasser durch<br />
den Doppelmantel und erwärmt das Produkt.<br />
Die Injektionslanze zur Flüssigkeitsdosierung<br />
des hierzu verwendeten Peroxids<br />
ist ebenfalls ummantelt und mit Warmwasser<br />
beheizt.<br />
Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit in<br />
der späteren Weiterverarbeitung und Montage<br />
werden Dichtungselemente aus Elastomeren<br />
mit dem Gentle-touch-System mit<br />
Talkum bepudert oder mit Silikonöl benetzt.<br />
Wesentliche Anforderungen sind die<br />
Bedienungssicherheit, eine nahezu vollständige<br />
Entleerung, eine einfache und<br />
vollständige anschließende Reinigung und<br />
eine störungsfreie Befüllung, ohne dass die<br />
Formlinge sich z. B. im Eintritt verhaken<br />
oder verblocken. Besondere Anforderungen<br />
an die Konzipierung des Systems ergeben<br />
sich daraus, dass das Talkum in sehr<br />
feinkörniger Pulverform anfällt und deshalb<br />
zu starker Staubentwicklung neigt.<br />
Für die Zugabe des Silikonöls wird üblicherweise<br />
ein Drei-Phasen-Injektor vorgesehen.<br />
Das Talkumpulver wird dagegen<br />
direkt mit dem Trägermaterial über den<br />
Produkteinlass zugegeben und verteilt sich<br />
unmittelbar danach homogen in der Mischtrommel,<br />
da die Befüllung immer bei<br />
bereits drehender Mischtrommel erfolgt.<br />
Tendenzen zu Pulverrückständen und zum<br />
Aufbau von Nestern gibt es während des<br />
gesamten Mischprozesses nicht. Durch die<br />
gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich<br />
verbesserte und beschleunigte Homogenisierung<br />
kann die benötigte zuzuführende<br />
Talkum- oder Ölmenge signifikant<br />
reduziert werden.<br />
Nach der Entleerung werden die Formteile<br />
nahezu rückstandsfrei entladen. Die<br />
verbleibenden nur geringen Talkumpuderreste<br />
an Schaufeln und Innenwand der<br />
Mischtrommel können leicht mittels eines<br />
Lappens gereinigt werden. Dabei können<br />
extra-große Wartungs- und Beobachtungsklappen<br />
mit Gasdruckzylinderunterstützung<br />
vorgesehen werden, um den Zugang<br />
ins Innere und die Reinigung zu erleichtern.<br />
Der verbleibende Rest an Silikonöl wird dadurch<br />
minimiert, dass das System so ausgelegt<br />
ist, dass die Injektion erst ab einem gewissen<br />
Füllstand erfolgt und der Injektor so<br />
ausgerichtet ist, dass die Flüssigkeit auf das<br />
Produkt und nicht auf die Schaufeln oder<br />
die Behälterinnenwand aufgegeben wird.<br />
www.lindor.nl<br />
Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit<br />
Verwiegung, Verdichtung<br />
und integriertem Vakuumfördergerät<br />
Unsere Kompetenzen:<br />
• Dosieren von Pulvern,<br />
Granulaten, Flüssigkeiten<br />
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• Silo- und Fördertechnik<br />
für Schüttgut<br />
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Druckförderung<br />
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Engineering<br />
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info@ags-st.de<br />
www.ags-schuettguttechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Ausgleichende<br />
Verbindung<br />
Heizschläuche für den Transport von Granulat und Schüttgütern<br />
In vielen Bereichen der Industrie<br />
können Heizschläuche eingesetzt<br />
werden. Sie dienen zur Durchleitung<br />
und zum Transport temperierter<br />
Granulate und Schüttgüter, um<br />
Wärmeverluste und Anhaftungen<br />
der Materialien an den<br />
Schlauchwänden über lange<br />
Strecken zu vermeiden.<br />
Heizschläuche werden dort eingesetzt,<br />
wo beheizte Rohrleitungen aus physikalischen<br />
oder mechanischen Gründen<br />
nicht eingebaut werden können – bspw.<br />
zwischen beweglichen Anlagenteilen, fahrbaren<br />
Verladeeinrichtungen oder an schwer<br />
zugänglichen Stellen. Zudem wirken die<br />
Heizschläuche wie Kompensatoren und<br />
können Wärmeausdehnungen abfangen<br />
(Niveauausgleich). Die Einsatztemperaturen<br />
erstrecken sich von Frostschutz bis zu<br />
einer Temperatur von 250 °C.<br />
Ein wichtiger Bereich in der Chemie-,<br />
Pharma-, Transport- und Lebensmitteltechnik,<br />
in denen Heizschläuche oft zur<br />
Anwendung kommen, ist die Förder- oder<br />
Zuführtechnik von Schüttgütern. Die Firma<br />
Hillesheim verfügt für diese Branchen über<br />
ein komplettes Programm von elektrischen<br />
Begleitheizungen inklusive beheizter Zuführ-<br />
und Förderschläuche mit der passenden<br />
Regeltechnik.<br />
Autor: Willi Hillesheim, Geschäftsführer,<br />
Hillesheim GmbH, Waghäusel<br />
Beständigkeit ist wichtig<br />
Beheizte Zuführ- und Förderschläuche<br />
werden je nach Einsatz und Verwendungszweck<br />
aus verschiedenen Materialien hergestellt.<br />
In vielen Fällen werden auch Kombinationen<br />
verschiedener Werkstoffe eingesetzt,<br />
um optimale Lösungen für den<br />
Kunden anbieten zu können. Durch die<br />
chemische Aggressivität des zu transportierenden<br />
Mediums muss daher ein ganz besonderes<br />
Augenmerk auf die chemische,<br />
thermische und mechanische Beständigkeit<br />
des Heizschlauches geworfen werden.<br />
Daher kommen für die Innenseele des<br />
Schlauches hauptsächlich folgende Werkstoffe<br />
in Betracht: Elastomere wie EPDM,<br />
NBR, SBR und NR sowie Fluor-Kunststoffe<br />
wie PTFE und FEP. Das Material wird erst<br />
durch weitere Aufbauten druckfest und<br />
flexibel. Hierzu zählen Umflechtungen mit<br />
Metalldrähten, Gewebeeinlagen und weitere<br />
Umspritzungen. Gewellte Schläuche sind<br />
durch ihre Konstruktion auch als Unterdruck-<br />
und Saugschlauch geeignet.<br />
Verschiedene Aufbauten<br />
Beim Elastomer-Heizschlauchaufbau mit<br />
einer Innenseele aus Naturkautschuk oder<br />
synthetischem Kautschuk ist das Heizelement<br />
innerhalb des Schlauchmantels aufgewendelt<br />
und liegt damit einvulkanisiert<br />
im Inneren der Schlauchwand. Der Vorteil<br />
dieser Konstruktion besteht darin, dass der<br />
Außendurchmesser des Heizschlauches<br />
keinen wesentlichen Unterschied zu einem<br />
unbeheizten Schlauch aufweist. Der Temperatursensor<br />
ist ebenfalls in den Schlauch<br />
eingearbeitet und erfasst die Temperatur<br />
des Schlauches direkt. Ein weiterer Vorteil<br />
ist die hohe Abrieb- und Witterungsbeständigkeit.<br />
Die beiden Anschlussarmaturen<br />
sind in den Schlauch einvulkanisiert und<br />
werden gleichzeitig mit beheizt.<br />
Für die Innenseele des Fluor-Kunststoff-<br />
Heizschlauchtyps werden mehrere Arten<br />
von Kunststoffen eingesetzt, wie z. B. PTFE<br />
und FEP. Eine Neuheit bei den PTFE-Glattschläuchen<br />
ist ein Schlauchaufbau in<br />
Kombination mit einer Edelstahlspirale,<br />
der sich besonders für anspruchsvolle Beheizungsanwendungen<br />
eignet, bei denen<br />
es neben der chemischen Beständigkeit<br />
auch bei großen Nennweiten bis DN50 auf<br />
eine hohe Flexibilität ankommt. Die eingebaute<br />
Edelstahlspirale verleiht dem Glattschlauch<br />
ebenso eine hohe Vakuum- und<br />
Abknickfestigkeit. Die Antihafteigenschaft<br />
des PTFE bewirkt eine problemlose Förderung<br />
der Medien, da die glatte Seele das<br />
Ansetzen von Schmutzresten und Bakterien<br />
verhindert.<br />
Neben dem PTFE-Glattschlauch ist auch<br />
ein PTFE-Schrägwellschlauch, der als universal<br />
Saug- und Druckschlauch dient, lieferbar.<br />
Dieser ist höchst flexibel und gleichzeitig<br />
beständig gegen viele Chemikalien,<br />
Säuren, Dämpfe, pharmazeutische Produkte<br />
und Lösungsmitteln. Die beiden beschriebenen<br />
Schläuche sind auch mit einer elektrisch<br />
leitfähigen Innenseele lieferbar,<br />
sodass Anwendungen in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen keine Probleme darstellen,<br />
da sich diese nicht statisch aufladen. An<br />
beiden Enden jedes Heizschlauches wird<br />
jeweils eine Schlaucharmatur nach Kundenvorgabe<br />
angebracht.<br />
Fotos: Hillesheim, Shutterstock_563378923<br />
www.hillesheim-gmbh.de<br />
16 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Kompaktiertechnik<br />
Der neue Pharmapaktor der<br />
Baureihe C 80 ist das bisher<br />
kleinste Modell dieser Baureihe<br />
der Hosokawa Alpine<br />
Aktiengesellschaft. Vor allem<br />
zeichnet sich die Maschine<br />
durch einen sehr kleinen<br />
Walzendurchmesser von nur<br />
80 mm aus. Es wird eine<br />
gewohnt hohe Linienpresskraft<br />
von 6 kN/cm erreicht.<br />
Die Dimensionierung der<br />
Walzen und eine zwischen<br />
0,5 und 2,0 mm einstellbare<br />
Walzenspaltbreite ermöglichen<br />
die weitestgehend<br />
verlustfreie Kompaktierung<br />
geringer Produktmengen ab<br />
ca. 50 g in der vergleichbaren<br />
Qualität zu einer größeren<br />
Maschine.<br />
Ein Vorteil: die Entwicklung<br />
neuer Anwendungen ist mit<br />
deutlich weniger Material<br />
möglich. Der Einspareffekt<br />
macht sich vor allem bei<br />
teuren und knappen Rohstoffen<br />
spürbar bemerkbar.<br />
Vakuumpacker zur staubfreien Abfüllung<br />
Stark staubende und schmutzende Produkte stellen im Verpackungsprozess<br />
besondere Anforderungen an die Abfülltechnik. Experten für Pulver von<br />
geringem Schüttgewicht (Stäube) kennen die üblichen Absackergebnisse nur<br />
zu gut: Voluminöse, staubige, instabile Säcke, die mehr eingeschlossene Luft<br />
enthalten als das eigentliche Produkt. Greif-Velox will das mittels eines<br />
patentierten Vakuumpackverfahrens ändern. Dabei werden Ventilsäcke mit<br />
dem Einsatz des Vakuumpackers Velovac bis zu 50 % schmaler und wesentlich<br />
kompakter und stabiler. Der Hersteller erzielt beim Abfüllen feinster<br />
Pulver durch diese Kompaktheit ein besonders akkurates und stabiles Palettenbild.<br />
Mit dem Einsatz des Vakuumpackers werden Logistikkosten von bis zu<br />
75 % bei extrem leichten und feinen Schüttgütern mit Korngrößen kleiner als 200 µm und einem<br />
Schüttgewicht von unter 350 g/l gespart. Die Vakuumkammer des Vakuumpackers ist komplett<br />
geschlossen und verhindert ein Austreten der verarbeiteten Materialien wirkungsvoll.<br />
www.greif-velox.de<br />
Darüber hinaus erlaubt die<br />
Konstruktion die Verarbeitung<br />
kleinster Partikel, sodass<br />
insbesondere die Pharmabranche<br />
damit auf den allgemeinen<br />
Trend zu immer<br />
feineren Korngrößen reagieren<br />
kann. Auch in Hinblick<br />
auf das Steuerungskonzept<br />
setzt die Baureihe neue<br />
Maßstäbe: Die gesamte<br />
Steuerungsmatrix wurde<br />
komplett neu auf der Basis<br />
robuster Fuzzylogik-Prinzipien<br />
entwickelt.<br />
Einfach traditionell.<br />
Traditionell einfach.<br />
Wirtschaftliche ESL Milchbehandlung, flexibel integriert<br />
Zwei Entkeimungs-Separatoren, die sich leicht und flexibel Ihrer Prozesslinie<br />
hinzufügen lassen –das ist prolong. Bewährte GEA Technologie für<br />
eine zuverlässige Keimabtrennung,die Ihre Milch wertvoller macht.<br />
Zu unschlagbar niedrigen Kosten.<br />
www.hosokawa-alpine.com
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Reduzierte Reinigungszeiten bei<br />
Container-Mischern<br />
Container-Mischer gelten als universell einsetzbare Mischer,<br />
die vor allem wegen ihrer Flexibilität geschätzt werden. Zeppelin<br />
System hat nun einen neuen Container-Mischer – den CMQ –<br />
entwickelt. Mit diesem lassen sich die Reinigungszeiten um bis<br />
zu 80 % reduzieren. Die außergewöhnliche Formgebung des<br />
patentierten Mischwerkzeugs verhindert die Pressung und erzielt<br />
dennoch ein hervorragendes Mischergebnis. Dabei wurden<br />
Elemente aus der Flugzeugdynamik aufgegriffen. Das spezielle<br />
Tragflächen-Profil sorgt für einen Saugeffekt, der das Material<br />
nach oben leitet. Damit wird eine hohe Mischeffizienz erreicht<br />
ohne Materialpressung auf den Mischkopf oder die Wände des<br />
Containers. Gleichzeitig wurde der bisher gewölbte Boden des<br />
Containermischers flach konstruiert. Die Kombination des<br />
ebenen Mischkopfes mit dem Tragflächenprofil-Werkzeug sorgt<br />
für eine hohe Anhebungskraft, nur minimale Turbulenzen und<br />
geringen Mischwiderstand. Dies garantiert ein schnelles und<br />
effektives Homogenisieren und eine sehr gute Farbausreibung<br />
des Mischgutes.<br />
www.zeppelin-systems.de<br />
Exakt sortieren in Sekundenbruchteilen<br />
Zwei neue, speziell für die Aufbereitung von Schüttgütern<br />
entwickelte Lösungen hat die Allgaier-Group auf den Markt<br />
gebracht. Bei dem M Sizer Extend wurde der Siebmaschinen-<br />
Klassiker nach dem Sizer-Prinzip in eine neue Form gebracht.<br />
Dank des völlig neu gestalteten Designs sind damit bisher nicht<br />
realisierbare Standards bei Siebqualität und -quantität möglich.<br />
Mit der neuen Sortiermaschine M Sort NIR lassen sich per Nahinfrarot-Technik<br />
Schüttgüter mit gleichem optischen Erscheinungsbild<br />
in Sekundenbruchteilen zuverlässig trennen. Die Sortiermaschine<br />
nutzt das physikalische Analyseverfahren der Nah-<br />
infrarot-Spektroskopie. Mit der NIR-Technologie lässt sich Material<br />
aufgrund seiner spezifischen Infrarot-Spektren eindeutig<br />
identifizieren. Zu Beginn des Sortierprozesses passiert der Materialstrom<br />
zunächst im freien Fall eine NIR-Kamera. Die hohe<br />
Leistungsfähigkeit der Kamera bildet die Basis für die eindeutige<br />
Erkennung der einzelnen Teilchen sowie die anschließende Auswertung<br />
der Bilder. Diese erfolgt mit einer speziellen Software,<br />
die in Bruchteilen von Sekunden darüber entscheidet, ob ein<br />
Teilchen aussortiert werden soll.<br />
www.allgaier-group.de<br />
Mehr Prozesssicherheit mit neuer<br />
Filtertechnik<br />
Filtrationslösungen, mit<br />
denen die Produktionskosten<br />
gesenkt und die<br />
Prozesssicherheit erhöht<br />
werden, hat Donaldson<br />
im Portfolio. Die Lifetec<br />
Tiefen- und Membranfilter<br />
für die Flüssigkeitsfiltration<br />
und das neue Sterilfilterprogramm<br />
verbessern<br />
die Effizienz der Prozessabläufe<br />
bei der Herstellung<br />
von Getränken und<br />
Liquid Food. Die Tiefenund<br />
Membranfilter für<br />
die Vor-, Fein- und Entkeimungsfiltration<br />
von<br />
Flüssigkeiten mit Rückhalteraten<br />
von 0,2 bis<br />
100 μm und Längen bis<br />
40" unterscheiden sich<br />
von den bisher bekannten<br />
Konstruktionen durch einen deutlich stabileren PP-Filterelementemantel<br />
und eine vergleichsweise höhere Schmutzaufnahmekapazität<br />
des Filtermediums. Die Zahl der Sterilisationszyklen kann<br />
erhöht werden. Mit den neuen Sterilfiltern der Baureihe P-SRF<br />
werden hohe Rückhalteraten (Viren, Bakterien und Partikel) bis<br />
≥ 3 nm erreicht und damit die Produkt- und Prozessintegrität<br />
gewährleistet. Die mechanische Stabilität und die Temperaturbeständigkeit<br />
senken die Wartungskosten und verhindern<br />
Produktionsausfallzeiten.<br />
www.donaldson.com<br />
Mobiler Lufterhitzer für den Ex-Bereich<br />
Der kompakte und tragbare Lufterhitzer „The Bulldog“ Ohmex<br />
ist mit 27 kg Gewicht für den ortsveränderlichen Einsatz in explosionsgeschützten<br />
Zonen 1 und 2 geeignet. Direkt vom Hersteller<br />
kann das Gerät mit einem bis zu 25 m langen Anschlusskabel<br />
als Plug-&-Play-Version geliefert werden. Durch einen flexiblen<br />
Anschlussschlauch können<br />
mit diesem Gerät punktuelle<br />
Bereiche beheizt werden.<br />
Somit dient es bspw. als Enteisung<br />
oder Beheizung von<br />
schwer zugänglichen Stellen.<br />
Auch ohne Schlauch ist die<br />
punktuelle Erwärmung durch<br />
den ca. 8 m langen Luftstrom<br />
realisierbar. Die Einsatzbereiche<br />
für das nach Atex, IEC<br />
Ex und CU-TR zertifizierte<br />
Gerät sind u. a. gas- und<br />
treibstoffgefährdete Areale,<br />
Batterie-, Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />
petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks<br />
und viele mehr. Der Lufterhitzer ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen der Zonen 1 und 2 in der Leistungsklasse<br />
bis 6 kW lieferbar.<br />
www.ohmex.de<br />
18 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
®<br />
Vorkonfigurierte, kompakte Rückkühlanlagen<br />
Pfannenberg hat die kompakten Rückkühlanlagen der<br />
CC-Serie weiterentwickelt und bringt nun die CCE-Serie<br />
auf den Markt. Der Hersteller bietet damit miteinander<br />
kombinierbare Vorkonfigurationen, abgestimmt auf<br />
verschiedene Anwendungsszenarien der Geräte. Dies<br />
vereinfacht die Auswahl für den Anwender und ermöglicht<br />
kurze Lieferzeiten. Die CCE-Rückkühlanlagen sind<br />
in sechs Leistungsklassen und zwei Baugrößen verfügbar<br />
und decken damit Leistungen von 1,1 bis 6,5 kW ab.<br />
Basierend auf langjähriger Erfahrung entwickelte<br />
Pfannenberg für die CCE-Prozesskühler drei Konfigurationspakete:<br />
Hydraulic Protection, Smart Cooling und<br />
Precision Cooling. Bei der Konfiguration „Hydraulic Protection“ steht der Schutz der Anlage im<br />
Vordergrund. „Smart Cooling“ ist für die professionelle Temperaturüberwachung und Fehlererfassung<br />
ausgelegt. Zur Begrenzung der Temperaturabweichung auf maximal ± 1 K wurde die Konfiguration<br />
„Precision Cooling“ entwickelt.<br />
www.pfannenberg.com<br />
Schüttgutförderung ohne Staub<br />
B+W aus Bottrop, bietet seit 20 Jahren Lösungen für die<br />
Schüttgutindustrie. Über die Jahre hinweg wurden mit<br />
den Produktlinien Naltec, Matakt und Flaer effektive<br />
Systeme aufgebaut. Diese lösen mit Wassernebel oder<br />
Wasserberegnung sowie Luftstößen und Förderbandabstreifern<br />
Probleme bei der Schüttgutförderung.<br />
Ob es um die Staubbindung oder Kühlung geht, um<br />
die Beseitigung von Anbackungen und Austragsschwierigkeiten<br />
in Silos sowie Reinigung von Förderbändern:<br />
Die Systeme des Herstellers führen für diese<br />
Einsatzfälle mit neuartiger Technologie zu besten<br />
Ergebnissen. Die individuellen Ausführungen, abgestimmt<br />
auf Gegebenheiten vor Ort, haben wesentlichen Anteil am Geschäftserfolg. Um Oberflächen-<br />
und Brauchwasser als Sprühmedium einzusetzen, werden neben der Anlagenplanung immer<br />
häufiger Wasseraufbereitungsanlagen mitgeplant und geliefert. Hierdurch wird die teure Ressource<br />
Trinkwasser gespart.<br />
Innovationen rund ums<br />
Heizen und Beheizen<br />
Flexible<br />
elektrische<br />
Heiztechnik<br />
• Begleitheizungen<br />
• Heizschlauchsysteme<br />
• Analyse-Heizleitungen<br />
• Flächenheizelemente<br />
• Ex-Heizungen<br />
www.buwip.de<br />
Modul für die Aufbereitung von Kesselspeisewasser<br />
TWA-V von Viessmann ist eine kompakte thermische<br />
Wasseraufbereitungsstation zur Vollentgasung.<br />
Sie sorgt dafür, dass der Dampferzeuger<br />
stets mit aufbereitetem Kesselspeisewasser versorgt<br />
wird und gewährleistet damit den sicheren<br />
Betrieb und eine lange Nutzungsdauer der gesamten<br />
Dampferzeugeranlage. Die Wasseraufbereitungsstation<br />
besteht aus einem isolierten Speisewasserbehälter,<br />
einem Entgaserdom, den erforderlichen<br />
Armaturen, Einrichtungen zur Anzeige,<br />
Sicherheitstechnik sowie einem Probenkühler.<br />
Alle Komponenten sind exakt aufeinander abgestimmt<br />
und zu einer anschlussfertigen Einheit<br />
auf einem Grundrahmen vormontiert. Optional<br />
können weitere Module hinzugefügt werden: Ein<br />
oder mehrere Speisewasser-Pumpenmodule, Absalzentspannermodul zur Nutzung der Energie aus<br />
dem Entspannungsdampf und ein Mischkühlermodul zur Entspannung, Kühlung und sicheren Ableitung<br />
der temperaturgeführten Abschlamm- und Absalzlauge.<br />
www.viessmann.com<br />
Hillesheim GmbH<br />
Am Haltepunkt <strong>12</strong><br />
D-68753 Waghäusel<br />
Tel.: 0 72 54 / 92 56-0<br />
E-Mail: info@hillesheim-gmbh.de<br />
www.hillesheim-gmbh.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Einfacher Austausch<br />
Wälzkolbenpumpen im Ex-Bereich sicher betreiben<br />
Die neuen Atex-zertifizierten Wälzkolbenpumpen sorgen<br />
mit einem nicht blockierten Überströmventil dafür, dass<br />
der Austausch und Betrieb der Pumpen sehr einfach wird.<br />
Seit 2003 existieren zwei Atex-Richtlinien:<br />
Atex 95 (Richtlinie 2014/34/EU) und<br />
Atex 137 (Richtlinie 1999/92/EG). Atex 95<br />
definiert die generellen Sicherheits- und<br />
Gesundheitsanforderungen für Geräte, die<br />
in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt<br />
werden. In Atex 137 sind die „Mindestvorschriften<br />
zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes<br />
und der Sicherheit der<br />
Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige<br />
Atmosphären gefährdet werden können“<br />
(RL 199/92/EG, S. 1), aufgeführt. Vakuumpumpen<br />
für den Einsatz in einem explosionsgefährdeten<br />
Bereich müssen gemäß<br />
Atex 95 zertifiziert werden.<br />
Der erste Schritt ist die Analyse potenzieller<br />
Zündquellen. Dabei werden je nach<br />
Kategorie in der CE-Kennzeichnung die Zustände<br />
Regelbetrieb, zu erwartender Fehlerfall<br />
sowie seltener Fehlerfall im Hinblick<br />
auf potenzielle Zündquellen betrachtet. Als<br />
Nächstes gilt es, das Wirksamwerden der<br />
identifizierten Zündquellen zu verhindern.<br />
Zeitgleich wird vom Betreiber geprüft, ob<br />
eine explosive Atmosphäre vermieden werden<br />
kann. Diese liegt vor, wenn eine kritische<br />
Menge an brennbarem Material in Gas-,<br />
Nebel-, Dampf- oder Staubform und ausreichend<br />
Sauerstoff gleichzeitig auftreten. In<br />
Kombination mit einer wirksamen Zündquelle<br />
führt dies zur Explosion. Mögliche<br />
Brennstoffe sind Methan, Wasserstoff oder<br />
Kohlenstäube. Mögliche Zündquellen sind<br />
z. B. heiße Oberflächen, statische Elektrizität<br />
oder exotherme chemische Reaktionen.<br />
Eigenschaften der Pumpe<br />
begünstigen Aufheizen<br />
Das geförderte Medium wird im Inneren<br />
der Wälzkolbenpumpen nicht komprimiert.<br />
Auch ein Auslassventil ist in den Pumpen<br />
nicht enthalten. Aus diesem Grund kommt<br />
es bei geöffneten Kolben zu einem Rückstrom<br />
des Gases vom Auslass in den Schöpfraum.<br />
Als Konsequenz muss dieser Rückstrom<br />
auch gegen den Auslassdruck gefördert<br />
werden. Durch diesen Effekt kommt es<br />
insbesondere bei großem Differenzdruck<br />
zwischen Ein- und Auslass zu einem hohen<br />
Energieverbrauch, was in einer deutlichen<br />
Erwärmung der Pumpe resultiert. Die rotie-<br />
renden Wälzkolben sind im Schöpfraum<br />
der Pumpe quasi vakuumisoliert.<br />
Dadurch können sie, anders als das Gehäuse,<br />
nur sehr schwer gekühlt werden.<br />
Dies führt zu einer stärkeren Ausdehnung<br />
der Wälzkolben im Vergleich zum Gehäuse.<br />
Ein eingebautes Überströmventil verhindert<br />
durch Begrenzung des maximalen Differenzdrucks,<br />
dass sich die Teile im Inneren<br />
der Pumpe berühren. Dieses Überströmventil<br />
öffnet und schließt einen Bypass, mit<br />
dem die Saug- und die Druckseite des Gehäuses<br />
verbunden werden. Wird der maximale<br />
Differenzdruck überschritten, hebt<br />
sich der Ventilkörper an. Entsprechend der<br />
Höhe des Gegendrucks strömt dann ein Teil<br />
des Gasdurchsatzes zum Einlass zurück.<br />
Standard-Wälzkolbenpumpen können<br />
nicht gegen Atmosphärendruck arbeiten,<br />
da ihr Differenzdruck aus den genannten<br />
Gründen begrenzt ist. Mithilfe von Vorpumpen<br />
kann der Druck am Auslass ausreichend<br />
gering gehalten werden. Dank des<br />
Überströmventils kann die Wälzkolbenpumpe<br />
bereits bei Atmosphärendruck zusammen<br />
mit der Vorpumpe angeschaltet<br />
werden. So ist eine schnellere Evakuierung<br />
möglich; zudem wird die Nutzung der<br />
Pumpe deutlich einfacher.<br />
Wälzkolbenpumpen mit<br />
Atex-Zertifizierung<br />
Bei den Atex-zertifizierten Pumpen ist das<br />
zuvor beschriebene Überströmventil blockiert.<br />
Diese Maßnahme ist notwendig, da<br />
das Ventil beim Betrieb der Wälzkolbenpumpen<br />
mit hoher Beschleunigung auf das<br />
Gehäuse trifft. Beide Teile bestehen aus<br />
Metall, sodass mechanisch erzeugte Funken<br />
entstehen können. Aus diesem Grund<br />
stellt das Überströmventil eine potenzielle<br />
Zündquelle dar, deren Wirksamwerden verhindert<br />
werden muss.<br />
Durch das Blockieren des Ventils wird das<br />
Zurückströmen des Gases vermieden. In<br />
diesem Fall muss die Wälzkolbenpumpe<br />
mit einem Frequenzumrichter betrieben<br />
werden. Dieser stellt das langsame Hochfahren<br />
der Pumpe sicher. Alternativ kann<br />
auch der Druck am Auslass überwacht und<br />
die Pumpe erst bei ausreichend niedrigem<br />
Gegendruck eingeschaltet werden. Vor<br />
Markteinführung der Atex-Pumpen galt die<br />
Nutzung eines Frequenzumrichters als hinreichender<br />
Ersatz für das Überströmventil.<br />
Durch den engen Kontakt zu den Kunden<br />
und den kontinuierlichen Austausch mit<br />
ihnen stellten die Experten von Pfeiffer<br />
Vacuum jedoch schnell fest, dass der nachträgliche<br />
Einbau eines Frequenzumrichters<br />
in einigen Fällen nicht möglich war – insbesondere<br />
in allen Anwendungen, in denen<br />
die Atex-Wälzkolbenpumpe eine bisher verwendete<br />
Standard-Version ersetzen sollte.<br />
Wenn außerdem keine zusätzlichen Druckmessgeräte<br />
vorhanden sind, ist auch das<br />
20 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Starten der Pumpe bei einem definierten<br />
Gegendruck nicht möglich.<br />
Anhand dieser Fälle erkannten die Entwicklungsexperten<br />
den Bedarf einiger<br />
Kunden an Atex-zertifizierten Wälzkolbenpumpen<br />
mit einem nicht blockierten Überströmventil,<br />
um den Austausch und den<br />
Betrieb der Pumpen so einfach wie möglich<br />
gestalten zu können.<br />
Entwicklung des Atex-zertifizierten<br />
Überströmventils<br />
Vor diesem Hintergrund war für die Entwickler<br />
bei Pfeiffer Vacuum klar: Eine neue<br />
Version des Überströmventils musste entwickelt<br />
werden. Größte Herausforderung<br />
war dabei, eine Materialkombination zu<br />
finden, bei der sowohl im Normalbetrieb<br />
als auch im Fall von zu erwartenden Fehlern<br />
des Ventils keine Funkenbildung und<br />
somit keine Zündquelle entsteht. Die<br />
Lösung ist ein Atex-Ventil aus PTFE und<br />
Edelstahl, bei dem im Kontakt mit dem<br />
Gehäuse (Material EN-GJS-400-15) keine<br />
Funken entstehen können.<br />
Neben der Materialpaarung hat auch die<br />
kinetische Energie beim Öffnen oder Schließen<br />
Einfluss auf die Funkenbildung. Versuche<br />
haben gezeigt, dass bei den Standard-<br />
Wälzkolbenpumpen die kinetische Energie<br />
beim Öffnen des Ventils ausreichend hoch<br />
ist, um ein brennbares Gemisch zu entzünden.<br />
Somit musste für die Atex-Version ein<br />
Weg gefunden werden, den Aufprall des<br />
Ventils zu dämpfen. Besonders wichtig ist<br />
dies beim Öffnen, da hier eine besonders<br />
hohe kinetische Energie frei wird.<br />
In verschiedenen Tests wurde die Wirksamkeit<br />
der Maßnahmen auf die Probe<br />
Durch das Atex-Überströmventil<br />
kann die Pumpe auch<br />
in Bereichen mit explosionsfähiger<br />
Atmosphäre sicher<br />
betrieben werden<br />
gestellt. Dazu führten die Entwickler bei<br />
Pfeiffer Vacuum den Vorgang des Öffnens<br />
und Schließens mehr als 20 000-mal durch.<br />
So war es möglich, auch längerfristige<br />
Belastungen des Ventils zu simulieren. Die<br />
Testergebnisse belegten, dass dank der Veränderungen<br />
des Ventils weder beim Öffnen<br />
noch beim Schließen Funken gebildet werden.<br />
Die kinetische Energie war in keinem<br />
der beiden Fälle ausreichend. Somit ermöglicht<br />
das Atex-Überströmventil den<br />
sicheren Betrieb in Bereichen mit explosionsfähiger<br />
Atmosphäre und stellt keine<br />
Zündquelle mehr dar.<br />
Standardpumpen können problemlos<br />
gegen die neuen Atex-Pumpe mit nicht<br />
blockiertem Überströmventil ausgetauscht<br />
werden. Dazu müssen weder Frequenzumrichter<br />
noch Geräte zur Drucküberwachung<br />
installiert werden. Die Wälzkolbenpumpe<br />
kann nun weiterhin zeitgleich mit der Vor-<br />
pumpe gestartet werden, sodass das neue<br />
Überströmventil nicht nur sicheren Betrieb,<br />
sondern auch eine kürzere Evakuierungszeit<br />
gewährleistet. Wird das Atex-Überströmventil<br />
zusätzlich zu einem Frequenzumrichter<br />
verwendet, ermöglicht es auch<br />
im Fall einer Störung des Umrichters den<br />
einwandfreien Betrieb.<br />
Auch wenn der Ersatz von älteren Aggregaten<br />
nun einfacher durchzuführen<br />
ist, empfehlen die Experten von Pfeiffer<br />
Vacuum, die bisherige Auslegung immer<br />
zu überprüfen. Erfahrungen zeigen, dass<br />
Prozessabläufe sich mit der Zeit ändern<br />
und alte Auslegungen nicht mehr exakt<br />
auf den Prozess zugeschnitten sind. Durch<br />
eine genaue Betrachtung sind Einsparungen<br />
oder Verteilungen der Lasten/Temperaturen<br />
möglich.<br />
www.pfeiffer-vacuum.com<br />
Auswascheffekte minimiert<br />
DIN EN 15267 kompatibel<br />
Analysentechnik<br />
TC-Standard + TC-Double +<br />
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KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Neue Standards setzen<br />
Spezielle Arbeitsplätze für die Reparatur von Hygienepumpen<br />
Für die Wartung und Reparatur<br />
von Pumpen, die im Lebensmittelund<br />
Kosmetikumfeld eingesetzt<br />
werden, gibt es derzeit keine<br />
verbindlichen Vorgaben. Ein<br />
Hersteller hat daher die Initiative<br />
ergriffen und spezielle Arbeitsplätze<br />
für die Instandhaltung dieser<br />
Pumpen errichtet.<br />
Autor: Christoph P. Pauly, Pressereferent,<br />
KSB AG, Frankenthal<br />
Das Vertrauen in Lebensmittel, die in<br />
europäischen Supermärkten erhältlich<br />
sind, ist groß. Die meisten Verbraucher<br />
schätzen es, dass sie sich auf hygienisch einwandfreie<br />
Lebensmittel verlassen können.<br />
Zahlreiche Richtlinien und Verordnungen<br />
wachen über die einzelnen Produktionsabschnitte,<br />
sodass sich der Verbraucher sicher<br />
fühlen kann. Während jedoch in der Produktion<br />
der großen Lebensmittel-, Getränkeoder<br />
Kosmetikkonzerne genaue Regeln vorherrschen,<br />
wie sich das Personal oder auch<br />
Besucher zu verhalten haben, existieren bisher<br />
keine genauen Vorgaben, wie etwa mit<br />
einer Pumpe bei der Reparatur und Instandhaltung<br />
umgegangen werden soll.<br />
„Im Prinzip stellt jeder seine eigenen Regeln<br />
auf und hier kann die Diskrepanz zwischen<br />
dem, was in der Produktion gilt und<br />
dem, was in der Werkstatt passiert, sehr groß<br />
sein“, beschreibt Christoph Polzer, verantwortlich<br />
für Life Sciences Applikationen bei<br />
KSB, die Problematik. „Mir ist zwar noch<br />
kein Fall vorgekommen, dass eine Hygiene-<br />
Pumpe auf dem gleichen Arbeitsplatz wie<br />
eine Abwasserpumpe repariert wird. Aber<br />
es ist durchaus denkbar, dass aus Versehen<br />
Wir haben einen Standard<br />
für alle KSB-Reparaturstützpunkte<br />
entwickelt,<br />
der nun flächendeckend<br />
ausgerollt wird<br />
ein nicht FDA-zugelassener Schmierstoff<br />
verwendet wird oder dass es doch zu einer<br />
Kontamination kommt.“ Vereinzelt machen<br />
die Unternehmen Vorgaben hinsichtlich<br />
der Hygiene, aber: „Hier geht jeder anders<br />
vor“, so die Erfahrung von Polzer.<br />
Neues Konzept<br />
Christoph Polzer,<br />
verantwortlich für<br />
Life-Sciences-Applikationen,<br />
KSB AG<br />
KSB setzt daher nun einen neuen eigenen<br />
Standard. Nach umfangreichen Marktrecherchen<br />
und Rücksprache mit großen<br />
Lebensmittelkonzernen<br />
hat man nun ein<br />
Konzept entwickelt,<br />
auf dessen Grundlage<br />
Instandhaltungs-<br />
Arbeitsplätze ausschließlich<br />
für Pumpen<br />
aus den Life Sciences<br />
Applikationen<br />
errichtet wurden. Dabei<br />
orientierte man<br />
sich auch an den<br />
eigenen Erfahrungen<br />
bei der Produktion der Vita-Baureihen. Das<br />
Vita-Pumpenprogramm mit insgesamt fünf<br />
verschiedenen Baureihen von KSB steht für<br />
eine keimfreie Prozessführung. Die Pumpen<br />
lassen sich rückstandslos reinigen und<br />
richten sich nach den Kriterien der Euro-<br />
22 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Optimierung von Pumpen in Life-Sciences-<br />
Applikationen<br />
Ob eine Pumpe im optimalen Betriebsbereich läuft, lässt sich von außen schwer<br />
beurteilen. Zwar weisen Vibrationen oder ungewöhnliche Geräuschentwicklung auf<br />
Unstimmigkeiten hin, aber wie es im Innern einer Pumpe genau aussieht, blieb lange<br />
verborgen. Vor einigen Jahren entwickelte KSB den Pump Meter für Kreiselpumpen,<br />
den es auch für Anwendungen in der sterilen <strong>Verfahrenstechnik</strong> gibt. Der Pump Meter<br />
misst den Saug- und Enddruck der Pumpe und errechnet anhand des Differenzdrucks<br />
den Betriebspunkt. Diese Daten lassen sich einfach vom Display ablesen. Damit lässt<br />
sich nicht nur die Pumpe effizient betreiben, sondern auch die Lebensdauer verlängern.<br />
Für die Hygiene-Applikationen wurden die Sensoren hygienegerecht konstruiert und<br />
mit einem größeren Durchmesser versehen. Auch der Einbau wird den Ansprüchen<br />
hygienisch anspruchsvoller Prozesse gerecht – dank frontbündiger Abdichtung und<br />
Totraumfreiheit und damit einfacher Reinigbarkeit.<br />
Markus Hanuja von der Uder Elektromechanik<br />
GmbH setzt das Hygienekonzept<br />
als Pilotprojekt in seinem Betrieb um<br />
pean Hygienic Engineering & Design Group<br />
(EHEDG). Pumpen des Vita-Pumpenprogramms<br />
bedienen das gesamte Anwendungsgebiet<br />
der Life Sciences Anwendungen<br />
und übernehmen den Transport von<br />
jeglichen flüssigen Fördermengen mit allen<br />
Anforderungen – sei es der schonende<br />
Transport, die Förderung hochviskoser<br />
Medien, die Notwendigkeit höherer Drücke<br />
oder die Möglichkeit des Selbstansaugens.<br />
„Durch die Vita-Pumpen kennen wir die<br />
Branche genau und haben in den vergangenen<br />
Jahren einfach gemerkt, dass das Bewusstsein<br />
für Hygieneanforderungen, auch<br />
bei Instandhaltungsarbeiten, natürlich ein<br />
ganz anderes ist“, beschreibt Polzer den<br />
Anstoß für die Alternative. Zwar wird in der<br />
Regel jede Hygiene-Pumpe vor ihrem Einsatz<br />
seitens des Anwenders noch einmal gereinigt,<br />
aber dennoch will KSB auf Nummer<br />
sicher gehen. Mit Markus Hanuja von der<br />
Uder Elektromechanik GmbH aus dem<br />
saarländischen Friedrichsthal, eine hundertprozentige<br />
Tochter von KSB, fand man<br />
einen begeisterten Mitstreiter, der das Hygienekonzept<br />
als Pilotprojekt in seinem<br />
Betrieb umsetzte.<br />
Verwechslung ausgeschlossen<br />
Der neue Arbeitsplatz wurde zu allererst<br />
einmal räumlich getrennt von den Arbeitsplätzen,<br />
auf denen die restlichen Pumpen<br />
zerlegt werden. Der LSA-Arbeitsplatz<br />
(LSA = Life Sciences Applications) zeichnet<br />
sich u. a. durch Edelstahloberflächen und<br />
leicht zu reinigende Werkbänke, eigenes<br />
Werkzeug und Kleidung sowie die Bereitstellung<br />
von ausschließlich FDA-zugelassenen<br />
Schmierstoffen aus, sodass es zu keiner<br />
Verwechselung kommt. Zudem gibt es<br />
eigene Waschapparaturen für die Hygienepumpen<br />
und es arbeiten nur geschulte Mitarbeiter,<br />
die sich an vorgegebene Anleitungen<br />
halten. „Das fängt vor der eigentlichen<br />
Arbeit mit der Begutachtung des Arbeitsplatzes,<br />
ob dieser sauber ist, und dem<br />
Hände waschen an“, verdeutlicht Hanuja.<br />
„Das hört sich im ersten Moment selbstverständlich<br />
an, aber solche Regeln helfen,<br />
die Bedeutung von hygienischen Prozessen<br />
zu verinnerlichen.“<br />
Dann geht es an die üblichen Arbeiten,<br />
etwa den Einbau eines neuen Laufrades, die<br />
Erneuerung der Abdichtungen oder auch<br />
einmal ein Lagerwechsel. Selbstverständlich<br />
erhalten die Kunden ein Prüfprotokoll,<br />
woraus die einzelnen Punkte ersichtlich<br />
sind. „Wenn unsere Kunden branchenspezifische<br />
Zertifikate benötigen (z. B.<br />
EHEDG, FDA), sind sie es gewohnt, dass<br />
j eder Schritt dokumentiert wird. Dies gilt<br />
ab sofort eben auch für die Pumpen-<br />
Instandhaltung“, erklärt Hanuja.<br />
Für Polzer war es wichtig, einen Standard<br />
für alle KSB-Reparaturstützpunkte zu entwickeln,<br />
der flächendeckend ausgerollt<br />
werden kann. Jeder einzelne Standort mit<br />
entsprechendem Arbeitsplatz soll dann von<br />
KSB zertifiziert werden. Zudem arbeitet<br />
man daran, eine eigene Lagerhaltung für<br />
die Hygienepumpen an den speziellen LSA-<br />
Arbeitsplätzen aufzubauen. „Für den Kunden<br />
ist dies einfacher, weil er weiß, dass er<br />
sich auf KSB verlassen kann. Es erleichtert<br />
aber auch unsere Arbeit, weil unsere Partner<br />
nicht jedes Mal von neuem nachdenken<br />
müssen, welche Anforderungen sie für die<br />
Instandhaltung einer hygienischen Pumpe<br />
erfüllen müssen“, so Polzer abschließend.<br />
www.ksb.com<br />
Transfer- und Dosierpumpen für anspruchsvolle Prozesse in der Chemieindustrie.<br />
Zuverlässig! Sicher! Effizient!<br />
Spezifisches Fördervolumen:<br />
0,2 cm 3 /U bis <strong>12</strong>.000 cm 3 /U<br />
Viskositäten:<br />
Bis 1.000.000 mPas<br />
Temperaturen:<br />
Bis 300 Grad °C und höher<br />
Saugdruck:<br />
Von Vakuum bis 15 bar<br />
Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen nach Kundenwunsch<br />
und einen umfassenden Service weit über den<br />
Verkauf von Pumpen hinaus.<br />
Die WITTE CHEM - Baureihe:<br />
Hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Abrasion<br />
Flexible Auslegung durch Baukastensystem<br />
Etabliertes Heizsystem für zuverlässige Temperierung<br />
Sonderbau nach Kundenwunsch<br />
Erfüllt die Anforderungen nach TA -Luft<br />
Viele Bauteile auch in Sonderwerkstoffen verfügbar.<br />
WITTE PUMPS & TECHNOLOGY GmbH<br />
Lise-Meitner-Allee 20<br />
25436 Tornesch<br />
Deutschland<br />
Jetzt informieren!<br />
Tel. 04<strong>12</strong>0 70 65 9 -0<br />
www.witte-pumps.de<br />
sales@witte-pumps.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Mit dem neuen, hochqualitativen Wellrohranschluss<br />
vereinfacht FIP die Verbindungstechnik:<br />
Waren bislang für die<br />
verschiedenen IP-Schutzklassen jeweils<br />
unterschied liche Wellrohranschlüsse erforderlich,<br />
so vereinigt Fiplock One nun alle<br />
Schutzklassen-Anforderungen im industriellen<br />
Einsatz, auch unter anspruchsvollen<br />
Umgebungsbedingungen. In Verbindung<br />
mit den Fiplock-Wellrohren im Fein- und<br />
Grobprofil von NW 07 bis NW 48 bietet das<br />
neue System zuverlässigen und dauerhaften<br />
Schutz nach IP69.<br />
Spart Platz und Zeit<br />
Maximale Sicherheit<br />
Einfache Verbindungstechnik in rauer Umgebung<br />
Kabelschutz ist im industriellen Umfeld meist unverzichtbar.<br />
Schutzrohre aus Kunststoff und Metall, Gewebe- und<br />
Strickschläuche sowie ein abgestimmtes Zubehör-Sortiment<br />
schützen Leitungen zuverlässig.<br />
Die vormontierten, montagefertig gelieferten<br />
Anschlussverschraubungen gewährleisten<br />
somit höchste Sicherheit für verschiedenste<br />
Anwendungen: Fiplock One aus<br />
speziell formuliertem Polyamid 6 lässt sich<br />
durch einfaches Einstoßen des Wellrohres<br />
in die Anschlussverschraubung verbinden.<br />
Mit einem handelsüblichen Schraubenzieher<br />
kann die Verbindung schnell und<br />
problemlos wieder geöffnet werden. Das<br />
System zeichnet sich zudem durch sehr<br />
gute Witterungsbeständigkeit sowie Schlagund<br />
Ausreißfestigkeit aus.<br />
Der T-Adapter Atpa-Ca ist individuell positionierbar<br />
und platzsparend direkt in Serie<br />
montierbar. Er erweitert das Sortiment zur<br />
Verschraubungslösung Fiplock One. Mit den<br />
innenliegenden Rohrdichtungen und dem neu<br />
entwickelten 360°-Verriegelungsmechanismus<br />
erfüllt der UV-beständige Adapter die höchste<br />
Schutzklasse IP69, wenn er gemeinsam mit<br />
den Fiplock-Wellrohren verbaut wird. Die<br />
neue Kabelschutz-Komponente aus halogenfreiem<br />
Polyamid 6 ermöglicht viele Kombinationen<br />
und spart Zeit bei Montage sowie<br />
Demontage: Der stabile T-Adapter wird<br />
fertig konfektioniert angeliefert und lässt<br />
sich mit einem einfachen Schlitz-Schraubenzieher<br />
jederzeit wieder öffnen.<br />
www.fipsystems.com<br />
Als 100%ige Tochtergesellschaft von<br />
Fränkische Rohrwerke ist Fränkische<br />
Industrial Pipes (FIP) spezialisiert auf<br />
hochwertige Wellrohre, Wellrohrsysteme<br />
und Schutzschläuche für Kabelschutzund<br />
Fluid systeme im Industrie- und<br />
Automobil- Bereich. Im Fokus des Unternehmens<br />
stehen Produkte, die sich an den<br />
Bedürf nissen der Kunden orientieren.<br />
Der neue Adapter<br />
erfüllt die höchste<br />
Schutzklasse IP69<br />
Autorin: Svenja Tödter, Marketing, Fränkische<br />
Industrial Pipes, Königsberg in Bayern<br />
24 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
Die Königsklasse<br />
der Lufttechnik<br />
Zukunft spüren<br />
Hightech Prozessventilatoren mit ATEX Zertifizierung<br />
Wirkungsoptimiert auf den Betriebspunkt genau. Einzigartig und unschlagbar in Leistung und Effizienz bei<br />
jeder Industrieanwendung. Sehr hohe Medientemperaturen –bis 600°C (PRdry). Höchste Volumenströme<br />
ganz nach Bedarf, dank modernster Technik kombiniert mit extra stabilem Gehäusedesign.<br />
So sieht Technik der Zukunft aus!<br />
ziehl-abegg.de<br />
PRT Prozessventilator<br />
Prozessventilatoren<br />
mit<br />
ATEX-Zertifizierung<br />
nach 94/9 EG<br />
Geeignet fürden Einsatz inden<br />
Zonen 1und 2sowie 21/22<br />
PRdry PRdry PR285<br />
PERFEKTE ABSAUGUNG z.B. in<br />
Produktionshallen mit Lackierstraßen,<br />
sonstigen Bearbeitungszentren, etc.<br />
Die Königsklasse in Lufttechnik, Regeltechnik und Antriebstechnik<br />
Bewegung durch Perfektion<br />
ZAvblue ZAwheel ZAbluefin
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Schraubenkompressor der Zukunft<br />
„Unsere S-4-Baureihe ist heute schon führend bei Energieeffizienz<br />
und Wartungsfreundlichkeit und leiser als der Vorgänger“,<br />
so Frank Hilbrink, Produkt-Markt-Manager bei Boge. Der S 76-4<br />
LF Optimus ist der Versuchsträger für zukünftige Detailentwicklungen<br />
in der Baureihe ölgeschmierter Schraubenkompressoren.<br />
Diese sind stark<br />
nachgefragt in<br />
Anwendungsbereichen,<br />
in<br />
denen Kosteneffizienz,<br />
eine<br />
dauerhafte<br />
Prozesssicherheit<br />
und eine<br />
hohe Druckluftqualität<br />
maßgebend<br />
sind.<br />
Dazu zählen<br />
u. a. die Öl-,<br />
Gas- und<br />
Chemieindustrie. Maximale Betriebssicherheit und ein bedarfsgerechter<br />
Ressourceneinsatz stehen auf der Agenda der Designstudie<br />
S-4 Optimus. Ein technischer Ansatzpunkt ist bspw. ein<br />
Ölkreislauf, bei dem auf das Thermostatventil verzichtet wird.<br />
Dadurch entfällt ein Wartungsteil und die Zuverlässigkeit des<br />
Kompressors steigt.<br />
www.boge.de<br />
Großrohre sicher verbinden<br />
Die Manschettendichtung<br />
Typ LCW verbindet Rohre aus<br />
allen Materialien und von allen<br />
Herstellern dauerhaft und dicht<br />
miteinander. Der Spannbereich<br />
der mit 300 mm extrabreiten<br />
Manschette beträgt 30 mm. Die<br />
durchdachte Spannvorrichtung<br />
verbessert die Dichteigenschaften<br />
der LCW Manschette und<br />
vereinfacht die Montage. Dafür<br />
sind die Spannschlösser im<br />
idealen Winkel zur Tangente der Manschette angeordnet. Das<br />
optimiert die Umsetzung des erforderlichen Drehmoments beim<br />
Anziehen der Spannbänder und maximiert den Dichtdruck für<br />
das Drehmoment. Die Manschetten mit einer Größe von LCW 600<br />
bis LCW 999 halten bei fachgerechter Montage einem Wasserinnendruck<br />
von 1,5 bar stand.<br />
Flexseal produziert die LCW Manschette individuell nach Kundenangaben,<br />
auch in exakten Millimeter-Schritten. Um das Dichtelement<br />
aus EPDM (Ethylen-Propylen- Dien- Kautschuk) herzustellen,<br />
nutzt der Experte für Rohrverbindungstechnik modernste<br />
Formverfahren. „Wir fertigen in einer Härte von 60 IRHD, die der<br />
beste Kompromiss zwischen Stabilität und ausreichenden Dichteigenschaften<br />
ist“, erläutert Roland Mertens, technischer Leiter<br />
der Flexseal GmbH.<br />
www.flexseal.de<br />
Lüfter und Sichter sind aufeinander<br />
abgestimmt<br />
Die drehstarre Ganzstahllamellenkupplung N-Arpex von Currax<br />
zeigt sich in neuem Design und mit optimierten Leistungsdaten.<br />
Das überarbeitete Lamellenpaket und ein neues Bauteildesign ermöglichen<br />
die Übertragung höherer Drehmomente und Drehzahlen<br />
sowie eine größere<br />
Bohrungskapazität<br />
bei Standardnaben.<br />
Die Kupplungen<br />
sind verdrehspielfrei,<br />
sehr kompakt<br />
gebaut und bestechen<br />
durch ein<br />
geringes Leistungsgewicht.<br />
Sie eignen<br />
sich für besonders<br />
hohe und sehr<br />
niedrige Temperaturen<br />
bis zu – 50 °C. Der Versatzausgleich kann in axialer, winkliger<br />
und radialer Richtung erfolgen. Die Lamellenkupplungen sind aus<br />
nicht rostendem Federstahl, unterliegen keinem Verschleiß und<br />
sind somit wartungsfrei.<br />
Simotics Reluktanzmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad im<br />
Nennpunkt als vergleichbare Asynchronmotoren mit Effizienzklasse<br />
IE4. Zudem machen sich im Teillastbereich die deutlich reduzierten<br />
Verluste im Vergleich zu Asynchronmotoren bemerkbar. Synchronreluktanz-Motoren<br />
haben gegenüber hocheffizienten Asynchronmotoren<br />
ein um bis zu 50 % geringeres Eigenträgheitsmoment.<br />
Das ermöglicht eine höhere Beschleunigung im Taktbetrieb, eine<br />
schnellere Taktung und letztlich eine höhere Produktivität.<br />
www.currax.net<br />
Kompakte Hochdruckpumpe<br />
Die KSB AG, Frankenthal, hat ihr Portfolio an kompakten Hochdruckpumpen<br />
der Baureihe Movitec um eine neue horizontale<br />
Variante erweitert. Die neue H(S)I-Ausführung ist für eine horizontale<br />
Aufstellung konzipiert. Saug- und Druckstutzen sind in<br />
der für Prozesskreiselpumpen üblichen 90°-Ausrichtung angeordnet<br />
und nicht wie bei dieser Pumpenbauweise üblich auf<br />
einer Achse (Inline-<br />
Bauweise). Der<br />
Druckstutzen lässt<br />
sich wahlweise auch<br />
nach links, rechts<br />
und unten anordnen.<br />
Dank dieser Konfiguration<br />
haben OEMs<br />
und Anlagenbauer<br />
mehr Möglichkeiten,<br />
diese vielseitig nutzbaren<br />
und effizienten Pumpen einzusetzen. Sie eignen sich ganz<br />
besonders für den Einsatz in der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung,<br />
Kühlwasserversorgung, Kesselspeisung und Druckerhöhung.<br />
Alle medienberührten Bauteile sind aus hochwertigem<br />
Edelstahl gefertigt.<br />
Wie auch die anderen Mitglieder der Movitec-Familie, zeichnen<br />
sich die Pumpen der neuen H(S)I-Baureihe durch die Verwendung<br />
hydraulisch optimierter Stufengehäuse und Laufräder aus.<br />
Dadurch sind sie äußerst sparsam und günstig in Bezug auf die<br />
Energiekosten. Leicht austauschbare Patronengleitringdichtungen<br />
erleichtern die Wartung und bieten eine große Auswahl an lieferbaren<br />
Werkstoffkombinationen. So kann der Betreiber für jede<br />
Anwendung die optimale Gleitringdichtung auswählen. Das ermöglicht<br />
einen langen und störungsfreien Betrieb.<br />
www.ksb.com<br />
26 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
Lösungen für Kühlwasseranschlüsse<br />
Kühlwasser, Schweiß- und Schutzgase müssen stets sicher an<br />
ihren Einsatzort gebracht werden. Genau dafür hat Eisele die<br />
Liquidline-Kühlwasseranschlüsse aus Ganzmetall entwickelt.<br />
Mit der Liquidline bietet Eisele ein umfassendes Programm<br />
an Verschraubungen und Kühlwasseranschlüssen. Die Produkte<br />
können<br />
sowohl aus<br />
entzinkungsbeständigem<br />
Messing, als<br />
auch teilweise<br />
aus Aluminium<br />
sowie aus Edelstahl<br />
gefertigt<br />
werden. Außerdem<br />
wurden<br />
45°- und 90°-<br />
Rohrbögen<br />
mit optimiertem Durchfluss in das Sortiment aufgenommen,<br />
die aus Messing oder Edelstahl gefertigt werden. Die neuen<br />
Bogen-Einschraubanschlüsse haben in Vergleichstests eine<br />
deutlich bessere Durchflussrate als herkömmliche Winkelanschlüsse<br />
erreicht, da es zu keinen Verwirbelungen im<br />
Flüssigkeitsstrom kommt und der volle Durchgang für den<br />
Wärmeabtransport zur Verfügung steht. Geeignet sind sie<br />
z. B. als Kühlwasseranschlüsse in Schweißprozessen, bei der<br />
Hochfrequenz-Induktionserwärmung oder für die Leistungselektronik.<br />
Aufgrund der besseren Durchflussrate der Rohrbögen<br />
können außerdem kleinere Durchmesser verwendet<br />
werden, um die gleiche Kühlleistung wie mit bisherigen<br />
Winkelanschlüssen zu erreichen.<br />
NEU<br />
Wiederverwendbare Schlaucharmatur<br />
Für Pharma, Biochemie und Lebensmittel<br />
• betriebssicher und effizient<br />
• Anschlüsse nach DIN, ISO und BS/ASME BPE Normen<br />
Silikon-<br />
• einfache Montage mit<br />
und PTFE-Schläuchen<br />
www.marsoflex.de<br />
SIL 300 PTFE<br />
SIL 300<br />
SIL 200<br />
SIL 100<br />
www.eisele.eu<br />
Distanzkupplung in sieben Baugrößen<br />
Auch in anspruchsvollen Bereichen, wie Medizin, Pharma,<br />
Lebensmittel- und Getränketechnik, müssen oft weit auseinanderliegende<br />
Wellen verbunden werden. Enemac Maschinentechnik<br />
bietet hierfür die neue Distanzkupplung EWLC an.<br />
Mit einer Baulänge von bis zu 3 m, hat sie ein längenvariables<br />
Zwischenrohr aus Edelstahl A2 oder A4, das entsprechend dem<br />
Kundenwunsch angepasst wird. Verbunden ist dieses Rohr mit<br />
zwei Metallbalgkupplungen<br />
aus Edelstahl<br />
A4. In vielen Fällen<br />
kann die Distanzkupplung<br />
als spielfreie<br />
Verbindungs-,<br />
Gelenk- oder Synchronwelle<br />
eingesetzt<br />
werden. Fluchtungsfehler,<br />
insbesondere<br />
Parallelversatz, können in erheblicher Größenordnung mit<br />
diesem Typ ausgeglichen werden. Die Halbschalennaben<br />
erleichtern die Montage und gewährleisten eine sichere, kraftschlüssige<br />
Verbindung. Die Kupplung ist torsionssteif und<br />
eignet sich für hohe Betriebsdrehzahlen bis zu 6 000 min -1 bei<br />
geringem Trägheitsmoment. Sie ist in sieben Baugrößen mit<br />
einem Nennmoment von bis zu 1 200 Nm erhältlich. Wellendurchmesser<br />
zwischen 7 und 85 mm können aufgenommen<br />
werden.<br />
www.enemac.de<br />
Weltneuheit für den explosionsgefährdeten Bereich<br />
Markert.indd 1 13.11.<strong>2017</strong> 15:49:46<br />
OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH ist Ihr kompetenter Partner für elektrische<br />
Prozesserhitzer.<br />
Der kompakte und tragbare<br />
Lufterhitzer<br />
„The Bulldog“ ist mit nur<br />
25 Kilogramm Gewicht<br />
perfekt für den ortsveränderlichen<br />
Einsatz in<br />
explosionsgefährdeten<br />
Zonen 1 & 2.<br />
Direkt vom Hersteller<br />
kann das Gerät mit einem<br />
bis zu 25 Meter langen<br />
Anschlusskabel als „Plug<br />
and Play“ Version geliefert<br />
werden. Durch einen flexiblen<br />
Anschluss-Schlauch<br />
können mit diesem<br />
Gerät punktuelle Bereiche<br />
beheizt werden. Somit<br />
dient es beispielsweise als<br />
Enteisung oder Beheizung<br />
von schwer zugänglichen<br />
Stellen. Auch ohne<br />
Schlauch ist die punktuelle<br />
Erwärmung durch den ca. 8 Meter langen Luftstrom optimal realisierbar.<br />
Die Einsatzbereiche für das nach ATEX, IEC Ex und CU-TR zertifizierte Gerät sind<br />
Onshore- und Offshore-Anwendungen, gas- und treibstoffgefährdete Areale,<br />
Flugzeughangars, Batterie- , Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />
petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks und viele mehr.<br />
Der Lufterhitzer „The Bulldog“ ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereiche<br />
der Zonen 1 & 2 in der Leistungsklasse bis 6 kW lieferbar.<br />
www.ohmex.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Modulares Schrägsitzventil<br />
Das Schrägsitzventil VZXA von Festo steuert die<br />
Medienströme schnell und zuverlässig. Seine durchdachte<br />
Produktarchitektur mit patentierter Schnittstelle<br />
ermöglicht es, Ventilkörper und Antriebe frei zu<br />
kombinieren und bietet so noch mehr Flexibilität in<br />
der Gestaltung der Anwendung. Für die einfache<br />
Integration in die Applikation lassen sich unterschiedliche<br />
Antriebe und Ventilkörper kombinieren. Funktionsgetestete<br />
individuelle Module unterstützen den<br />
einfachen Austausch des Antriebs bei einem Umbau<br />
oder Wartung. Das patentierte Dichtsystem verhindert<br />
den Austritt des Betriebsmediums nach außen. Durch<br />
die einzigartige Schnittstelle zwischen den Modulen ist<br />
ein Austausch des Antriebs ohne Öffnen der Rohrleitung<br />
möglich. Die einfache Trennung von Ventilkörper und<br />
Antrieb erleichtert und beschleunigt die Montage in der<br />
Rohrleitung. Die Spindeldichtung ist in Form einer Kartusche<br />
aufgebaut. Sie besteht aus einer Edelstahlhülse mit vorgespannter<br />
Dachmanschettenpackung aus PTFE-Dichtringen und kann<br />
dadurch ohne Spezialwerkzeug einfach und sicher ausgetauscht<br />
werden. Das Schrägsitzventil VZXA besteht aus dem Schrägsitzventilkörper,<br />
dem Kolbenantrieb oder dem Membranantrieb<br />
sowie der optischen Stellungsanzeige. Der strömungsoptimierte<br />
Ventilkörper aus Edelstahl ist in den Nennweiten DN15-DN65<br />
verfügbar. Die vorgesehenen Anschlussvarianten sind Gewinde-,<br />
Klemm- und Schweißanschlüsse nach amerikanischen und<br />
europäischen Normen.<br />
www.festo.com<br />
Kleine Mengen genau regeln<br />
Das Ventil Gemü 567 Bio Star Control ist die neue,<br />
sichere Lösung für Medienregelungen von 0,08<br />
bis 4,1 m³/h. Die Abdichtung erfolgt über eine<br />
PTFE-Membran mit PD-Technologie (plug<br />
diaphragm), die die Vorteile eines Membranventils<br />
mit denen eines Sitzventils verbindet.<br />
Dabei ist das Ventil sowohl mit linearer, als<br />
auch mit gleichprozentiger Regelcharakteristik<br />
verfügbar.<br />
Häufig werden aseptische Membranventile als<br />
Regelventile für sterile Prozesse eingesetzt.<br />
Kleine Mengen lassen sich damit nur mit<br />
unzureichender Genauigkeit oder gar nicht<br />
regeln. Diese Lücke schließt das neue<br />
2/2-Wege-Membransitzventil mit Regelnadel<br />
bzw. Regelkegel. Die Abdichtung zum Antrieb<br />
erfolgt über eine FDA- und USP-Class-VI-konforme<br />
PTFE-Membran. Diese gewährleistet in Kombination mit einer<br />
Tellerfeder eine dauerhafte temperaturunabhängige Abdichtung,<br />
sodass ein Nachziehen der Membran entfällt. Im Vergleich zu<br />
Faltenbalgventilen ermöglicht die hygienegerechte Konstruktion<br />
eine signifikant bessere Reinigung des Ventils.<br />
Auch in Sachen hygienische Sicherheit ist das Ventil optimal<br />
ausgestattet: So erfüllt es sowohl die Standards des EHEDG-<br />
Reinigungstests als auch die nach der amerikanischen 3A-Definition.<br />
Eingesetzt wird die Regelarmatur z. B. bei der Kleinmengendosage<br />
in der Getränkeindustrie bei Inline-Mixern (bspw. für<br />
Vitamine, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe), bei der Regelung<br />
von Sterildampf und -luft (bspw. bei DIP-Prozessen) oder bei der<br />
Zu- und Abflussregelung von Bioreaktoren in der Pharmazie.<br />
www.gemu-group.com<br />
Kreiselpumpen-Portfolio erweitert<br />
Knoll Maschinenbau, bekannt<br />
als führender Kühlschmierstoff-<br />
Systemanbieter, produziert die<br />
dafür benötigten Kreiselpumpen<br />
selbst. <strong>2017</strong> präsentierte das<br />
Unternehmen ein neues Pumpenprogramm,<br />
in das eigene<br />
Erfahrungen der letzten Jahre<br />
eingeflossen sind. Erzielt wurden<br />
vielfältige Verbesserungen hinsichtlich<br />
Leistung, Wirtschaftlichkeit<br />
und Verschleiß sowie ein<br />
durchgängig modularer Aufbau,<br />
der u. a. zu extrem kurzen Lieferzeiten<br />
beiträgt.<br />
Ob in Einzel- oder Zentralanlagen – zu den Herzstücken von<br />
KSS-Anlagen gehören Kreiselpumpen. Der Hersteller entwickelt<br />
und produziert diese in unterschiedlicher Ausprägung und Größe<br />
seit vielen Jahren selbst. Je nach Bauart und -größe erreichen die<br />
Pumpen Volumenströme bis 1 600 l/min, Drücke bis 6 bar und<br />
eignen sich für Korngrößen bis 30 mm.<br />
www.knoll-mb.de<br />
Präzisionsarmaturen in Einzel- und<br />
Serienfertigung<br />
Eine besonders auf die<br />
Anwendung ausgelegte<br />
Präzisionsarmatur ist<br />
in vielerlei Hinsicht vorteilhaft:<br />
Eine optimale<br />
Anpassung kann z. B.<br />
durch die Auswahl der<br />
für das zu fördernde<br />
Medium am besten<br />
geeigneten Materialien<br />
die Wartungs- und<br />
Reparaturintervalle verlängern. Dies kann darüber hinaus auch<br />
die allgemeine Lebensdauer erhöhen und die Anschaffungskosten<br />
innerhalb eines sehr überschaubaren Zeitraumes relativieren.<br />
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Flexibilität der<br />
Anschlussmöglichkeiten. Hier lässt sich bspw. durch eine direkte<br />
Reduzierung an der Armatur nicht nur Geld durch gesparte<br />
Verschraubungen erzielen, sondern auch ein technischer Vorteil<br />
durch die Einsparung unnötiger Dichtstellen erarbeiten.<br />
Die VSM Engineering GmbH mit Firmensitz in Meerbusch (NRW)<br />
nutzt ihre über 40-jährige Erfahrung, um gezielt auch auf spezielle<br />
Kundenwünsche einzugehen. In eigener Fertigung werden neben<br />
Einzelstücken und Serienproduktionen auch Sonderwünsche<br />
realisiert.<br />
Dank eingespielter Arbeitsabläufe, von der Planung und Projektierung<br />
bis hin zur Herstellung, können individuelle Projekte auch<br />
kurzfristig erfasst und abgewickelt werden. Für sehr kritische<br />
Medien bietet VSM Armaturen aus Hastelloy ab Lager an.<br />
Marktüblich haben diese Produkte erhebliche Lieferzeiten, doch<br />
durch die Bevorratung kann der Bedarf des Kunden an Standardgrößen<br />
zeitnah gedeckt werden. Das Material kommt dann zum<br />
Einsatz, wenn Edelstahl die Ansprüche des zu fördernden Mediums<br />
nicht erfüllt. So werden VSM-Armaturen aus Hastelloy u. a. in vielen<br />
kritischen Bereichen eingesetzt.<br />
www.vsm-gmbh.de<br />
28 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Antriebsdaten in der Cloud<br />
Nord Drivesystems bietet<br />
Maschinenbauern und Anlagenbauern<br />
Lösungen dafür an, Zustandsdaten<br />
von Antrieben in<br />
Echtzeit über eine Cloud bereitzustellen.<br />
Grundsätzlich können<br />
alle Antriebsachsen über eine<br />
Internetverbindung überwacht<br />
werden. Im Applikationstestzentrum<br />
von Nord wurde das<br />
Konzept in einem vernetzten<br />
Antriebsaufbau erprobt, der<br />
auf Standardschnittstellen und -komponenten beruht. Die Antriebe<br />
senden Daten über ihre Stromaufnahme, Drehzahl und<br />
Spannung sowie das Statuswort, getunnelt durch eine Siemens-<br />
PLC, an ein IoT-Gateway und in die Cloud. Die Zustandsdaten<br />
lassen sich für Energiemanagement und Fernwartung auswerten.<br />
Überlastung und Fehlerzustände lassen sich visualisieren.<br />
Es können auch weitere Applikationsdaten wie die der angeschlossenen<br />
Sensoren und Aktoren in die Cloud gespeist werden.<br />
Aus den Zustandsdaten lassen sich zudem weitere Werte ableiten,<br />
insbesondere die aktuellen Öltemperaturen. Dies wurde<br />
bereits in ersten Versuchen validiert. Die daraus folgende Ermittlung<br />
der Ölalterung kann für die vorausschauende Wartung genutzt<br />
werden.<br />
www.nord.com<br />
Schutz in Stresssituationen<br />
Die Anti-Surge-<br />
Einsitz-Durchgangsregelventile<br />
der Arca Regler<br />
GmbH kommen<br />
aus dem bewährten<br />
Ecotrol-Baukasten.<br />
Die Armaturen<br />
müssen bei Stresssituationen<br />
in der<br />
Anlage die Verdichter<br />
vor dem<br />
Pumpen schützen.<br />
Sie verhindern<br />
einen Strömungsabriss<br />
an den Verdichterschaufeln,<br />
um Schäden am Verdichter vorzubeugen. Die<br />
Verdichterstränge bestehen aus je einem Einwellen-Verdichter<br />
und werden von einer Gasturbine angetrieben.<br />
Die Arca Regler GmbH bietet modernste Lösungen zur Pumpgrenzregelung<br />
an und kann auf einen großen Wissens- und<br />
Erfahrungsschatz zurückblicken. Hoher Durchfluss, geringer<br />
Lärmpegel, schnelle Reaktionszeiten als auch hohe Regelgenauigkeiten<br />
sind nur eine der wenigen Vorteile, die diese Baureihe<br />
auszeichnet.<br />
www.arca-valve.com
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Messtechnik neu gedacht<br />
Sensorik aus Kunststoff eröffnet viele Möglichkeiten<br />
Bei einem neuen Verfahren werden Temperaturfühler nicht wie<br />
bisher üblich in einem Metallrohr vergossen, sondern im<br />
Spritzgussverfahren mit Kunststoff ummantelt. Dieses patentierte<br />
System bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen<br />
Temperaturfühlern.<br />
Autor: Alexander Dechant, Produktingenieur,<br />
Jumo GmbH & Co. KG, Fulda<br />
Die Idee klingt erst einmal einfach: In<br />
modernen Spritzgussmaschinen kann<br />
fast jede Form in beliebig hohen Stückzahlen<br />
hergestellt werden. Warum sollte man<br />
dann nicht auch einfach einen Temperatursensor<br />
mit Kunststoff umspritzen können?<br />
Zum einen liegt die Schwierigkeit darin,<br />
dass Kunststoff eine geringe Wärmeleitfähigkeit<br />
hat und deshalb zur Temperaturmessung<br />
nicht optimal geeignet ist. Zum<br />
anderen kommen noch die extremen<br />
Umgebungsbedingungen beim Spritzguss<br />
hinzu. Der flüssige Kunststoff erreicht<br />
Temperaturen bis zu 360 °C, der Schließdruck<br />
der Maschine bis zu 100 t und der<br />
Druck im Gusswerkzeug beträgt bis zu<br />
1 200 bar. Die Herausforderung bestand<br />
darin, trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen<br />
einen funktionierenden Produktionsprozess<br />
zu etablieren.<br />
Dass es möglich ist, Temperaturfühler<br />
aus Kunststoff herzustellen, zeigt Jumo<br />
Plastosens T. Das Problem der Wärmeleitfähigkeit<br />
wird bei diesen neuen Produkten<br />
durch den Einsatz von Spezialkunststoffen<br />
mit speziellen Additiven gelöst. Im Endergebnis<br />
besteht kaum ein Unterschied zu<br />
Metallfühlern. Ein weiterer Vorteil dieser<br />
speziellen Mischungen: Für jeden Kunden<br />
kann ein Kunststoff entwickelt werden, der<br />
genau auf die jeweilige Applikation zugeschnitten<br />
ist. Als weitere Additive kommen<br />
bei den verwendeten Thermoplasten noch<br />
Färbe-, Licht- und Flammschutzmittel sowie<br />
Verstärkungsfasern zum Einsatz.<br />
30 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
NEWSLETTER<br />
Absolute Gestaltungsfreiheit<br />
Das größte Plus bei Sensorik aus Kunststoff<br />
ist die völlige Formfreiheit. Die Plastosens-Produkte<br />
passen sich an die jeweilige<br />
Einbausituation an. So kann z. B. ein<br />
Tempe ratursensor komplett in eine Kunststoff-Rohrleitung<br />
integriert werden. Oder<br />
er ist rund, spiralförmig und hat einen<br />
Winkel – der Vorstellungskraft sind fast<br />
keine Grenzen gesetzt. Kunststoff bietet<br />
aber durch das geringe Gewicht und die<br />
Reproduzierbarkeit noch weitere Vorteile.<br />
Abhängig von der Kunststoffmischung<br />
können die Temperaturfühler in einem<br />
Temperaturbereich von – 50 bis zu + 200 °C<br />
problemlos eingesetzt werden. Der Herstellungsprozess<br />
macht jedoch ein gewisses<br />
Umdenken im Vergleich zu herkömmlichen<br />
Temperaturfühlern nötig.<br />
Plastosens-Produkte werden in enger<br />
Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt.<br />
Der Prozess startet mit einer<br />
Machbarkeitsprüfung und einem Designvorschlag<br />
und führt über die Konstruktion<br />
Die erforderlichen Spritzgusswerkzeuge<br />
werden individuell<br />
gefertigt, wodurch die Anfangsinvestitionen<br />
höher als bei herkömmlichen<br />
Fühlern sind. Jumo setzt<br />
deshalb eine moderne Software ein,<br />
in der das Ansprechverhalten und<br />
die Wärmeableitfähigkeit des<br />
geplanten Tempe raturfühlers<br />
im Vorfeld simuliert werden.<br />
und Simulation der Temperaturfühler<br />
zum Bau der Spritzguss-Werkzeuge. Nach<br />
einer Bemusterungsphase starten die<br />
Prüfungen, an deren Ende ein funktionsfähiger<br />
Pro totyp und die Serienproduktion<br />
stehen. Mithilfe einer modernen<br />
Simulationssoftware kann bereits sehr<br />
früh im Entwicklungsprozess das Ansprechverhalten<br />
und die Wärmeableitfähigkeit<br />
des geplanten Temperaturfühlers<br />
simuliert werden.<br />
Erste Entwicklungen<br />
Alexander Dechant<br />
Ein Transformator ist ein denkbar<br />
schlechter Ort für einen Temperaturfühler<br />
aus Metall. Die Isolationsfestigkeit von<br />
maximal 2,5 kV reicht oft nicht aus, um<br />
den dort herrschenden Spannungsverhältnissen<br />
erfolgreich widerstehen zu<br />
können. Jumo hat deshalb einen Kunststoff-Fühler<br />
entwickelt, der eine Isolationsfestigkeit<br />
von 5 kV ausweist und bei einer<br />
Dauergebrauchstemperatur von<br />
+ 200 °C verwendbar ist. Solche Fühler<br />
Eine unlösbare Verbindung<br />
am Kabelaustritt dichtet<br />
den Fühler zuverlässig ab<br />
können bspw. auch in Elektromotoren<br />
oder anderen Hochspannungs-Umgebungen<br />
eingesetzt werden.<br />
Besonders raue Umgebungsbedingungen<br />
herrschen auch in Maschinen. Das<br />
größte Problem ist hier die Vibration. Bei<br />
herkömmlichen Fühlern ist es oft aufwändig,<br />
den Temperatursensor so im Fühlerrohr<br />
zu positionieren,<br />
dass er wirklich<br />
fest sitzt. Bei Plastosens<br />
T wird der Sensor<br />
komplett in<br />
Kunststoff eingebettet.<br />
Für einen Kunden<br />
wird derzeit ein<br />
vibrationsfester Einsteckfühler<br />
für das<br />
Medium Öl entwickelt.<br />
Erste Tests haben<br />
gezeigt, dass das<br />
Produkt Kräften von<br />
bis zu 20 g problemlos<br />
widerstehen<br />
kann. Das ist eine beeindruckende Zahl,<br />
denn in einem modernen Kampfjet wirken<br />
maximal 9 g auf den Piloten ein.<br />
In Sterilisationsanwendungen sorgt die<br />
Kombination aus hohen Temperaturen,<br />
Feuchtigkeit und Druck für Sensorstress.<br />
Das Problem bei herkömmlichen Fühlern<br />
ist oft die Dichtigkeit. Auch hier kann Plastosens<br />
T die Lösung sein: Denn beim<br />
Spritzgussverfahren gehen die verwendeten<br />
Spezialkunststoffe eine unlösbare Verbindung<br />
ein. Das ist besonders bei der kritischen<br />
Stelle des Kabelaustritts aus dem<br />
Fühler ein unschätzbarer Vorteil.<br />
www.jumo.net<br />
Der E-Mail-Service<br />
für Verfahrens ingenieure<br />
in der Prozessindustrie.<br />
Aktuelle und<br />
branchenüber greifende<br />
technische Informationen<br />
über Anlagen,<br />
Komponenten und<br />
Systeme.<br />
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INFORMIERT<br />
http://bit.ly/News_VFV
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Controller für flexible Automatisierung<br />
Emerson bringt den Deltav PK Controller heraus, der die erweiterte<br />
Automatisierung seines Deltav Leitsystems für schnell<br />
wachsende Branchen verfügbar macht, die sich in der Regel<br />
weniger auf Automatisierung in großem Umfang verlassen.<br />
Der Controller bietet allen Prozessindustrien, die sich bisher<br />
auf komplexe, nicht<br />
integrierte, speicherprogrammierbare<br />
Steuerungen (SPS) mit<br />
eingeschränkten Betriebsmöglichkeiten<br />
verlassen haben, eine<br />
skalierbare Automatisierungssteuerung.<br />
Der gebrauchsfertige<br />
Controller ist der erste<br />
in der Prozessindustrie,<br />
den Hersteller<br />
kleiner Produktionseinheiten<br />
(Skids) herunterskalieren oder für die Einbindung in<br />
das Leitsystem in einer größeren Anlage hochskalieren können.<br />
Der Controller ist von vornherein mit dem Ziel der Konnektivität<br />
entwickelt worden und zwar insbesondere in Bezug auf IIoT.<br />
Der skalierbare Controller nutzt eine Auswahl von Kommunikationsprotokollen<br />
und ist der erste Controller des Herstellers mit<br />
eingebautem OPC UA-Server. Außerdem verfügt er über sechs<br />
Ethernet-Anschlüsse, die mit jedem Deltav E/A-Typ betrieben<br />
werden können.<br />
www.emerson.com<br />
Mineralwasser wird jetzt digital<br />
produziert<br />
Mehr Effektivität und Transparenz durch durchgängige Digitalisierung<br />
der Produktion in Echtzeit – dieses Ziel verfolgt der<br />
Gerolsteiner Brunnen in Zusammenarbeit mit den SAP-Ingenieuren<br />
von IGZ<br />
aus Falkenberg.<br />
Dabei profitiert<br />
der Mineralwasserexporteur<br />
insbesondere<br />
von den IGZ Best<br />
Practices Fill &<br />
Pack für SAP MII<br />
in den Bereichen<br />
MDE (Prozesswerte,<br />
Stillstandsauswertung,<br />
OEE-<br />
Kennzahlen), BDE,<br />
Online-Kennzahlen,<br />
Schichtbuch und Anlagenvisualisierung. Zudem bietet das<br />
Systemhaus mit seinen SAP MII Best Practices ein umfangreiches<br />
Reporting zur Generierung von Produktions- und Schichtberichten<br />
sowie Stillstands- und Artikelanalysen. Durch die enge und<br />
standardkonforme Integration von SAP MII mit SAP ERP kann<br />
der Mineralwasserhersteller Auftragsinformationen und Rückmeldungen<br />
sowie Vorgaben von gemeinsamen Stammdaten<br />
papierlos zwischen den technischen und administrativen IT-<br />
Ebenen austauschen.<br />
www.igz.com<br />
Selbst kalibrierende Sensortechnologie<br />
Endress+Hauser präsentierte<br />
auf der SPS<br />
IPC Drives sein neues<br />
Thermometer mit einzigartiger,<br />
sich selbst<br />
kalibrierender Sensortechnologie.<br />
Das hygienische<br />
iTherm Trust<br />
Sens Thermometer ist<br />
für Anwender der Foodund<br />
Life-Sciences-Industrie bestimmt, die eine lückenlose Übereinstimmung<br />
zu den FDA- bzw. GMP-Regeln benötigen.<br />
Das in Kürze erhältliche Thermometer bietet hohe Prozesssicherheit<br />
und Anlagenverfügbarkeit durch permanente Inline-Selbstkalibrierung<br />
und eliminiert das Risiko von Nichtkonformitäten<br />
während der Produktion.<br />
Die neue Messgerätelinie Proline 300/500 steht für die branchenoptimierte<br />
Durchflussmesstechnik mit erweitertem Einsatzbereich<br />
und verbesserter Performance. Mit Wlan und neuen<br />
Geräte- und Prozessdiagnoseparametern ist die Messstelle für<br />
die Zukunft gerüstet und sorgt für hohe Prozess- und Produktsicherheit.<br />
Dazu leisten auch das Historom Datenmanagement<br />
und die Heartbeat Technology einen wertvollen Beitrag. Mit dem<br />
Micropilot FMR60, FMR62 und FMR67 wird das Portfolio an<br />
Radarmessgeräten komplettiert. Damit summiert Endress+<br />
Hauser seine Radarkompetenz auf 113 GHz auf, um mit einem<br />
Augenzwinkern darauf hinzuweisen, dass jede Applikation eben<br />
nicht die höchste Frequenz, sondern eine individuelle Antwort<br />
und passende Radarfrequenz benötigt: ob 1, 6, 26 oder 80 GHz.<br />
Die neue Micropilot-Serie ist der erste 80-GHz-Radar, der nach<br />
IEC 61508 entwickelt wurde und somit höchsten Sicherheitsanforderungen<br />
genügt.<br />
www.de.endress.com<br />
Reaktionsschneller Helium-Leckdetektor<br />
Leybold bringt mit dem Phoenix 4 eine neue Helium-Leckdetektoren-Familie<br />
für die steigenden Qualitätsanforderungen heraus.<br />
Diese eignet sich gleichermaßen gut für den Bereich Forschung<br />
und Entwicklung wie für industrielle Applikationen. Mit seinem<br />
ergonomischen Design und den verbesserten Mess-Eigenschaften<br />
setzt der Leckdetektor<br />
neue<br />
Maßstäbe – vor<br />
allem in puncto<br />
Bedienkomfort,<br />
Ansprechzeiten,<br />
Helium-Sensitivität<br />
und Zuverlässigkeit.<br />
Überdies sind<br />
die stationär und<br />
mobil einsetzbaren<br />
Modelle einfacher zu handhaben und zu warten als die Vorgänger.<br />
So ist es z. B. jetzt möglich, einen Filterwechsel durchzuführen,<br />
ohne das Gehäuse zu entfernen. Der kompakte Helium-Leckdetektor<br />
für ein breites Applikationsspektrum ist in drei Modellklassen<br />
erhältlich, die mit ihren unterschiedlichen Saugvermögenskonfigurationen<br />
für diverse Kundenanwendungen ausgelegt sind.<br />
Der gründliche Facelift stand ganz im Zeichen einer verbesserten<br />
Überwachungs- und Steuerungsfunktionalität sowie der gestiegenen<br />
Ansprüche an die Lecksuch-Performance.<br />
www.leybold.com<br />
32 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Multimeter mit Wärmebildkamera<br />
Flir hat sechs neue Messgeräte angekündigt, darunter zwei Digital-<br />
Multimeter und eine Stromzange mit der Infrarot-Messhilfetechnologie<br />
Flir IGM. Die Digital-Multimeter sind mit Lepton Wärmebildkamerakernen<br />
ausgestattet. Die Stromzange hat einen Bildschirm,<br />
auf dem die<br />
Wärmeabstrahlung<br />
elektrischer Störstellen<br />
angezeigt wird. Alle<br />
neuen Messgeräte<br />
bieten Funktionen,<br />
mit denen Techniker<br />
elektrische und<br />
elektromechanische<br />
Systeme sowie HLK-<br />
Systeme besonders<br />
effizient prüfen und<br />
entstören können. Die<br />
Produkte mit Wärmebildsensoren bieten zusätzlich den Vorteil<br />
der Visualisierung von Wärmequellen. Temperaturanomalien<br />
sind für die Techniker auf den integrierten Bildschirmen sichtbar.<br />
Inmitten von Kabelgewirr, komplexen Schaltschränken und<br />
zugesetzten Kondensatorschlangen leitet IGM die Anwender<br />
berührungsfrei, schnell und sicher zur gesuchten Problemstelle.<br />
Alle Produkte zeichnen sich durch eine robuste Bauweise aus<br />
und wurden auf Sturzfestigkeit getestet.<br />
www.flir.de<br />
Hochauflösende Pyrometer mit robustem<br />
Messkopf<br />
Fluke Process Instruments erweitert seine Pyrometerbaureihe<br />
Endurance um Modelle mit einem abgesetzten Sensorkopf, der<br />
Umgebungstemperaturen bis 315 °C verträgt. Besonders prak<br />
tisch ist diese Ausführung bei beengten Platzverhältnissen am<br />
Einsatzort. Sie kann außerdem in der Nähe einer Wärmequelle<br />
montiert oder in anderweitig herausfordernden Umgebungen<br />
verwendet werden. Die Messköpfe bieten auch eine erhöhte<br />
Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Wellen. Sie werden<br />
über ein bis zu 22 m langes Glasfaserkabel mit einer robusten<br />
IP65-Elektronikbox verbunden. Mehrere Sensoren für mittlere<br />
und hohe Temperaturen decken insgesamt einen Messtemperaturbereich<br />
von 250 bis 3 200 °C ab. Die Baureihe umfasst Einfarbund<br />
Quotientenpyrometer mit verschiedenen Messspektren von<br />
1 oder 1,6 µm. Die Quotientenpyrometer ermöglichen genaue<br />
Messungen an teilweise verdeckten Objekten, in schmutzigen<br />
oder verrauchten Atmosphären und von kleinen oder sich<br />
bewegenden Objekten, die den Messfleck nicht vollständig<br />
ausfüllen.<br />
www.flukeprocessinstruments.de<br />
Steuerung aus dem Baukasten<br />
Currax bietet ab sofort Totally Integrated Automation an. Die<br />
Siemens-Steuerungssysteme Simatic S7 wurden aufgenommen,<br />
um ein gebündeltes Leistungsspektrum für den Weg zur Digital<br />
Factory anbieten zu können. Die Simatic-S7-Familie wurde für<br />
maximale Flexibilität bei der Konfiguration spezieller Maschinen<br />
konzipiert. Steuerungslösungen können aus dem Baukasten zusammengestellt<br />
werden. So lassen sich Lösungen an die Anforderungen<br />
anpassen. Strikte Aufwärtskompatibilität sorgt für Investitionsschutz.<br />
Ein Schwerpunkt sind die Simatic Advanced Controller.<br />
Sie automatisieren sowohl komplette Produktionsanlagen als<br />
auch Anwendungen mit höchsten Ansprüchen an Performance,<br />
Flexibilität und Vernetzbarkeit. Die Simatic S7-1500 kommen bei<br />
der kompletten Produktionsautomatisierung und Applikationen<br />
für mittelgroße und High-End-Maschinen zum Einsatz. Für die<br />
Produktgruppe stehen verschiedene CPU-Ausprägungen in<br />
mehreren Leistungsklassen zur Verfügung.<br />
www.currax.net<br />
Handliches Mehrgasmessgerät<br />
Das Dräger X-am 8000 misst bis zu sieben<br />
toxische oder brennbare Gase und Dämpfe<br />
sowie Sauerstoff gleichzeitig – im Pumpenoder<br />
Diffusionsbetrieb. Ein klares Signalisierungskonzept<br />
und praktische Assistenzfunktionen<br />
sorgen für umfassende Prozesssicherheit.<br />
Das Gerät unterstützt verschiedene<br />
typische Anwendungen mit speziell entwickelten<br />
Assistenzfunktionen, die den<br />
Nutzer Schritt für Schritt durch den<br />
jeweiligen Prozess führen. Beim Freimessen<br />
bspw. berechnet das Gerät aus Parametern<br />
wie Messgasen, Temperaturgrenzen und<br />
eingegebener Schlauchlänge die erforderliche<br />
Flutungszeit mit der verwendeten<br />
Sonde. Handlich und robust, lässt es sich<br />
intuitiv über drei Funktionstasten mit nur<br />
einer Hand bedienen. Das übersichtliche Farbdisplay zeigt alle<br />
Informationen gut lesbar an. Im Alarmfall warnt das Gerät mit<br />
farbigen Alarm-LEDs, einer lauten Hupe sowie deutlich spürbarer<br />
Vibration. Das Messgerät ist außerdem mit einer leistungsstarken<br />
Pumpe ausgestattet. Es kann mit Schläuchen von bis zu 45 m<br />
Länge verbunden werden.<br />
www.draeger.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 33
TOP-THEMA I FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />
Form follows function<br />
Edelstahl-Förderband mit Sonderkomponenten<br />
Die Produktion frischer Tortellini<br />
erfordert besondere Hygiene-<br />
Maßnahmen. Ein italienischer<br />
Lebensmittelhersteller setzt ein<br />
neues Antiseptik-Förderband ein,<br />
dessen Komponenten ausnahmslos<br />
schnell und effizient zu reinigen<br />
sind – eine der wichtigsten<br />
Voraussetzungen zur<br />
Qualitätssicherung bei der<br />
Produktion sensibler Teigwaren.<br />
Autor: André Czajka, Tschaika Marketingkommunikation,<br />
Aachen<br />
Auf der Tortellini-Produktionsstraße eines<br />
italienischen Pasta-Produzenten fungiert<br />
ein 320 cm langes Förderband aus Edelstahl<br />
als Bindeglied zwischen einer Formmaschine<br />
und einem Pasteurisierer. Im Gegensatz zu<br />
den Förderbändern aus Standardkomponenten,<br />
von denen einige in der Pasta-Fabrik<br />
bereits im Einsatz sind, mussten für diese<br />
Anwendung fast alle Einzelteile optimiert<br />
oder ausgetauscht werden, um mögliche<br />
Schwachstellen auszuschließen.<br />
Denn die Anforderung ist hoch: Das Antiseptik-Förderband<br />
soll so gestaltet sein,<br />
dass die Reinigung und Desinfektion unter<br />
Einsparung von Zeit, Energie und Reinigungsmitteln<br />
wirkungsvoll durchgeführt<br />
werden kann und damit auch die Produktionszeiten<br />
maximiert werden. Gleichzeitig<br />
soll die Gefahr einer Kreuzkontamination,<br />
z. B. durch das Bedienpersonal der Anlage,<br />
gegenüber herkömmlichen Konstruktionen<br />
auf ein Minimum reduziert werden.<br />
Gemäß dem Leitsatz „Form follows function“<br />
wurden sämtliche Hohlprofile zugeschweißt.<br />
Zusätzlich wurden die Schweißnähte<br />
des Edelstahltrichters mit einer Korrosionsschutzschicht<br />
passiviert, da nur so<br />
eine Lokalkorrosion in Form von Lochfraß<br />
oder Spaltkorrosion ausgeschlossen werden<br />
kann. Denn dort, wo der Sauerstoffzutritt<br />
unterbunden ist, kann auch bei rostfreiem<br />
Stahl eine nicht behandelte Oberfläche<br />
durchaus lokal aktiv werden. Das gilt insbesondere<br />
für unzugängliche Ecken oder auch<br />
bei fehlerhaften Schweißnähten.<br />
01 Das Antiseptik-Förderband lässt sich<br />
schnell und effektiv reinigen<br />
34 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
Temperaturmessung<br />
in<br />
Durchlauföfen<br />
02 Ein Plexiglasdeckel schützt vor<br />
Kontaminationen<br />
Neu!<br />
PTM<strong>12</strong>00<br />
• Temperaturen an bis zu 20 Punkten<br />
• Kalibriert - auf Wunsch DAkkS!<br />
• Optional Echtzeitanzeige<br />
• Bluetooth mit Android App<br />
• 3.8 Mio. Datenpunkte<br />
• Kalibrationsdaten im Logger<br />
• Kurzer Messintervall von 0,2 sek.<br />
Hygienic Design<br />
Für den kompletten Grundrahmen mit<br />
den Traversen sowie für die Förderbandständer<br />
wurden ausschließlich Vollprofile<br />
verwendet. Auch der Motor ist aseptisch:<br />
An seiner weitgehend glatten Oberfläche<br />
bleibt – anders als an Kühlrippen von herkömmlichen<br />
Motoren – kein Schmutz haften.<br />
Durch seine Konvektionskühlung – im<br />
Gegensatz zu den Standard-Lüftern – verwirbelt<br />
er zudem keine Luft und damit<br />
auch keine Keime und Bakterien. Der mit<br />
speziellen Oberflächen- und Korrosionsschutzmaßnahmen<br />
ausgerüstete Motor<br />
kann ohne Probleme auch mit aggressiven<br />
Reinigungs- und Desinfektionsmitteln behandelt<br />
werden. Die Lackierung und die<br />
verwendeten Materialien halten regelmäßigen<br />
Reinigungsvorgängen stand.<br />
Der Frequenzumrichter ist in einem gut<br />
einsehbaren Gehäuseschrank aus Edelstahl<br />
untergebracht. Er bietet optimalen<br />
Schutz vor dem Eindringen von Keimen,<br />
aber auch vor Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln,<br />
die sicher ablaufen können:<br />
Mit einer im Dach integrierten Tropfkante,<br />
die wirksam den oberen Bereich der Türdichtung<br />
schützt, einem um 30° nach vorn<br />
geneigten Schrägdach und umlaufend um<br />
10° geneigten Umkantungen. Die blau eingefärbte<br />
Dichtung lässt sich ähnlich wie<br />
beim Fördergurt deutlich von Lebensmitteln<br />
unterscheiden.<br />
Wirksamen Schutz vor Kontamination<br />
während der Produktion bietet auch der<br />
Plexiglasdeckel über der gesamten Förderstrecke,<br />
der innerhalb weniger Sekunden<br />
hochklappbar ist.<br />
Individuelle Einstellung<br />
Einziges Standardelement ist die patentierte<br />
Cleantec-Schnellreinigungsklappe, deren<br />
Umlenkwalze mit nur einem Griff nach<br />
oben weggeklappt werden kann, sodass der<br />
antimikrobakteriell beschichtete Fördergurt<br />
locker aufliegt. Förderband und -gurt lassen<br />
sich so sorgfältig und bequem reinigen.<br />
Neben den hohen Anforderungen an die<br />
Antiseptik legte der Kunde Wert auf die Variabilität.<br />
Deshalb besitzen die Edelstahlständer<br />
einen großen Verstellweg von ganz<br />
unten bis auf 2 m Höhe. Möglich wird dies<br />
durch ein langes Innenrohr in Kombination<br />
mit einem kurzen Außenrohr. Die Tortellini-<br />
Produktionsstraße mit Formmaschine, Pasteurisierer<br />
und Antiseptik-Förderband ist<br />
für den Dauerbetrieb ausgerichtet.<br />
Nachdem die Anlage zwei Monate zur<br />
Zufriedenheit des Kunden störungsfrei gelaufen<br />
ist, investiert das Unternehmen weiter:<br />
Ebenfalls modernisiert wird eine bestehende<br />
Anlage zur Produktion von trockenen,<br />
nicht gefüllten Teigwaren. Nach dem Passieren<br />
einer Walzmaschine transportiert ein<br />
Antiseptik-Förderband mit anderen Spezifikationen<br />
die Pasta zur Weiterverarbeitung<br />
in Trockenschränken.<br />
Fotos: Fotolia (Andrey Starostin, 134088569),<br />
Geppert-Band, André Czajka<br />
www.geppert-band.de<br />
Einfach!<br />
• Keine Schleppkabel<br />
• Minimaler Arbeitsaufwand<br />
• Standardsysteme für Prozesse bis zu<br />
1350°C<br />
• Auch für Prozesse mit Wasser-, Öloder<br />
Gasabschreckung<br />
Exakt!<br />
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AMS2750E und CQI-9<br />
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PhoenixTM GmbH<br />
32547 Bad Oeynhausen<br />
Tel.: +49 5731 30028 0<br />
www.PhoenixTM.de<br />
info@phoenixtm.de
TOP-THEMA I FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK<br />
Lebensmittel schnell verwiegen<br />
Mit der neuen Kontrollwaage Flexus Highspeed präsentiert<br />
Minebea Intec nun Hygienic Design bis ins Detail und dazu<br />
höhere Prozessgeschwindigkeiten. Die Inline-Kontrollwaage<br />
überprüft zuverlässig das Gewicht kleiner verpackter Lebensmittel<br />
in Highspeed.<br />
Entlang einer Produktionslinie<br />
sind es nicht<br />
selten Kontrollwaagen,<br />
die die Produktionsgeschwindigkeit<br />
und damit<br />
die Effizienz der Produktion<br />
drosseln. Die neue<br />
Waage ermöglicht<br />
Prozessgeschwindigkeiten<br />
von bis zu<br />
2,6 m/s. Alle Kontrollwaagen<br />
der Baureihe<br />
sind konsequent nach<br />
den Hygienic-Design-<br />
Richtlinien der EHEDG<br />
entwickelt worden, um<br />
den strengen Standards<br />
der Lebensmittelindustrie<br />
zu entsprechen.<br />
Dabei wurden Kontaktflächen und auch horizontale Flächen<br />
minimiert. Das offene Gestell verzichtet auf Hohlkörper.<br />
Zusammen mit der erhöhten Bodenfreiheit, den hygienischen<br />
Füßen und einer hygienischen Box für die Pneumatik gewährleisten<br />
die Kontrollwaagen damit eine einfache Inspektion sowie<br />
schnelle und sichere Reinigung. Die damit verbundenen kürzeren<br />
Reinigungszeiten bieten zusätzliches Potenzial in puncto Wirtschaftlichkeit<br />
und Effizienz.<br />
www.minebea-intec.com<br />
Raum- und zeitsparendes Pulverabfüllen<br />
Bosch Packaging Technology hat eine neue Generation der<br />
AFG-Baureihe vorgestellt. Die Füll- und Verschließmaschine zur<br />
sterilen Abfüllung pharmazeutischer Pulver in Glas-Vials bietet<br />
Herstellern eine große Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten.<br />
Auf der Grundlage einer einzigen Maschinenplattform lassen<br />
sich sowohl kleine als auch große Pulvermengen exakt dosieren.<br />
Kunden haben die Wahl zwischen einer Dosierstelle für eine<br />
Ausbringung von 160 Behältnissen pro Minute bis hin zu drei<br />
Dosierstellen für bis zu 480 Vials pro Minute. Dosiert wird mittels<br />
Vakuum-Druckluft-Prinzip – ein Verfahren, das bei kleinen<br />
Dosiermengen eine große Ausbringung ermöglicht. Die Anwender<br />
können bei allen Varianten zwischen einer statistischen oder<br />
100%-in-Prozess-Kontrolle der Dosiergewichte wählen. Neben<br />
der Flexibilität stand bei der Entwicklung eine schlanke Bauweise<br />
im Mittelpunkt. Sämtliche Teile mit Produktkontakt lassen sich<br />
zudem leicht für den Reinigungs- und Sterilisationsprozess<br />
demontieren.<br />
www.boschpackaging.com<br />
IMPRESSUM<br />
vereinigt mit BioTec<br />
erscheint <strong>2017</strong> im 51. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />
Redaktion<br />
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />
Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />
Redakteurinnen: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />
Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />
Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),<br />
Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de<br />
Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as),<br />
Tel.: 06131/992-330, E-Mail: a.schaar@vfmz.de<br />
Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />
Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />
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(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />
Gestaltung<br />
Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer,<br />
Mario Wüst<br />
Chef vom Dienst<br />
Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />
Anzeigen<br />
Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />
E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />
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Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />
Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />
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Leserservice<br />
vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />
Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06<strong>12</strong>3/9238-266<br />
Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />
Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />
(Fax: 06<strong>12</strong>3/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />
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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />
Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />
Verlag<br />
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Postfach 100465, 55135 Mainz<br />
Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100<br />
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www.engineering-news.net<br />
Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />
Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />
Umsatzsteur-ID: DE 149063659<br />
Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen<br />
Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401<br />
Gesamtanzeigenleiterin: Beatrice Thomas-Meyer,<br />
Tel.: 06131/992-265, E-Mail: b.thomas-meyer@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den Anzeigenteil)<br />
Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-200,<br />
E-Mail: l.rach@vfmz.de<br />
Druck und Verarbeitung<br />
Limburger Vereinsdruckerei GmbH<br />
Senefelderstraße 2, 65549 Limburg<br />
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36 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
FÖRDER- UND DOSIERTECHNIK I TOP-THEMA<br />
Energieeffizientes Schrumpffoliensystem<br />
Evo Film ist ein robustes,<br />
flexibles, dabei kompaktes<br />
und energieeffizientes<br />
Schrumpffoliensystem<br />
von Gebo Cermex. Die<br />
für das anspruchsvolle<br />
Segment der Highspeed-<br />
Produktion entwickelte<br />
Lösung hat einen schonenden<br />
Produkteinlauf und<br />
optimierte Transportzonen<br />
– Schlüsselfunktionen<br />
für die Produktionsraten<br />
von bis zu<br />
150 Zyklen/Minute auf<br />
drei Bahnen. Das umfangreiche<br />
Primär- und<br />
Sekundärverpackungspotenzial,<br />
die präzise<br />
Folienhandhabung und die vollautomatischen Umstellungen in<br />
nur fünf Minuten ermöglichen zahlreiche SKU-Konfigurationen<br />
und reduzieren Stillstandszeiten. Dabei wird die hohe Leistung<br />
und Flexibilität nicht auf Kosten der Bedienerfreundlichkeit erreicht.<br />
Beispielsweise garantiert der komplett ausziehbare Folienvakuumtisch<br />
eine gute Zugänglichkeit für Reinigung und Wartung,<br />
die Ketten schmieren sich selbst und das Schmiersystem ist automatisch.<br />
Für ihren einfachen Austausch ohne Neuprogrammierung<br />
sind alle Bewegungskomponenten Plug & Play.<br />
www.gebocermex.com<br />
Holzwerkstoffe flexibel fördern<br />
Ein Hersteller von Holzwerkstoffen möchte seinen CO 2<br />
-Ausstoß<br />
deutlich verringern und fossile Brennstoffe überwiegend durch<br />
erneuerbare Energien aus Rinde und Holzabfällen ersetzen. Dazu<br />
investiert der Hersteller in ein Biomasse-Heizkraftwerk. Um das<br />
unterschiedliche Material effizient zu lagern, zu dosieren und zu<br />
fördern, lieferte die<br />
Vecoplan AG die<br />
entsprechenden<br />
Anlagen und passte<br />
sie an die vorhandene<br />
Gebäudestruktur<br />
an. Beispielsweise<br />
kommt das<br />
Aufgabematerial<br />
zum einen direkt<br />
von der Produktion,<br />
zum anderen<br />
liefern Lkw weitere<br />
Biomassen an. In beiden Fällen transportieren Radlader diese zu<br />
einem Schub-Zug-Boden, der in eines der Bestandsgebäude eingebaut<br />
wurde. Er besteht aus hydraulisch angetriebenen nebeneinanderliegenden<br />
Schubstangen. Diese bewegen sich wechselseitig<br />
langsam über den Boden des Bunkers vor und zurück. Dadurch<br />
gelangt das Material in eine Vibrorinne, die als Austrageförderer<br />
dient. Über Vibration wandert die Masse zu einem Muldengurtförderer.<br />
Der modular aufgebaute Stetigförderer ist mit verschiedenen<br />
Gurtreinigungs-, Sicherheits- und Überwachungssystemen<br />
ausgerüstet.<br />
www.vecoplan.de<br />
Metallfreie Vakuumabfüllung<br />
Mettler-Toledo Safeline hat auf Basis seiner bewährten Signature-<br />
Plattform eine Reihe von HDS-Pipeline-Suchsystemen entwickelt.<br />
Diese Metallsuchlösung wurde gezielt für den Einsatz in Vakuum-<br />
Abfülllinien entwickelt. In diesem Anwendungsbereich bieten die<br />
Systeme eine sehr gute Erkennungsempfindlichkeit und Stabilität.<br />
Sie zeichnen sich außerdem<br />
durch eine hohe<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
auch in extremen Umgebungsbedingungen<br />
aus.<br />
Die auf nahtlose Integration<br />
mit allen gängigen<br />
Vakuumfüllern und<br />
anderen Verarbeitungsanlagen<br />
ausgelegten<br />
Systeme liefern eine<br />
gleichbleibend hohe<br />
und zuverlässige Leistung.<br />
Um den zuverlässigen<br />
Betrieb unter<br />
extremen Umgebungsbedingungen<br />
und bei<br />
intensiver Nassreinigung<br />
zu ermöglichen,<br />
sind die HDS-Systeme<br />
vollständig aus Edelstahl gefertigt und in Schutzart IP69K ausgeführt.<br />
Die moderne Suchspulen-Technologie und die Signature-<br />
Softwareplattform von Safeline bieten eine sehr hohe Empfindlichkeit<br />
gegenüber allen Metallarten.<br />
www.mt.com<br />
Vernetzte Wägetechnik<br />
Die Anforderungen an die Mess- und Wägetechnik steigen rasant,<br />
daher ist ein verlässlicher und schneller Wägeservice von großer<br />
Bedeutung. Kalibrierung, Fernwartung und Instandsetzung für<br />
den laufenden Betrieb stellen sicher, dass die eingesetzten Technologien<br />
zuverlässig arbeiten. Höfelmeyer Waagen versteht sich nicht<br />
nur als Waagenhersteller, sondern als Prozessdienstleister und<br />
Spezialist für alle Stationen der Wägetechnik. Egal ob die technische<br />
Lösung eine Kompaktwaage, ein modulares System oder eine<br />
Spezialentwicklung umfasst – um die Wertschöpfungskette effektiv<br />
zu optimieren, gilt es verschiedene Komponenten aufeinander<br />
abzustimmen, an strategischen Punkten zu positionieren und in<br />
das vorhandene System voll zu integrieren. Somit nehmen Leistungen<br />
wie die Aufnahme von Produktionsprozessen, Schnittstellen<br />
und Datenmanagement, Kommunikation mit Drittanbietern<br />
u. v. m. einen immer größeren Raum ein.<br />
www.hoefelmeyer.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 37
BETRIEBSTECHNIK<br />
Gelungener Retrofit<br />
Neue Feldbuslösung sichert Verfügbarkeit bei einem Schokoladenhersteller<br />
Die Elektrokonstrukteure der Alfred<br />
Ritter GmbH nutzen die Versetzung<br />
einer Anlage, um sie auch<br />
elektrotechnisch grundlegend zu<br />
erneuern.<br />
Autor: Alexander Hornauer, Corporate<br />
Marketing, Murrelektronik GmbH, Oppenweiler<br />
Die Schokoladen von Ritter Sport werden<br />
auf der ganzen Welt gerne gegessen.<br />
Ihre quadratische Form ist ein unverwechselbares<br />
Markenzeichen. Ein beliebter<br />
Dauerbrenner im Sortiment des Unternehmens<br />
ist der Rum-Riegel. Die Anlage, mit<br />
der das knusprige Stückchen gefertigt wird,<br />
wurde einem Retrofit unterzogen. Die Kommunikation<br />
geschieht nun mit Feldbusmodulen<br />
von Murrelektronik.<br />
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG hat ihren<br />
Unternehmenssitz in Waldenbuch, einem<br />
südlich von Stuttgart gelegen Ort. Das Unternehmen<br />
setzt auf nachhaltige Strom- und<br />
Energiegewinnung und hat dazu ein neues<br />
Gebäude mit einem modernen Blockheizkraftwerk<br />
gebaut. Dazu musste eine bestehende<br />
Anlage für die Produktion des Schokoriegels<br />
räumlich versetzt werden.<br />
Das Team der Elektrokonstruktion um<br />
ihren Leiter Peter Schetter begriff dies als<br />
Chance. „Wir haben uns dafür entschieden,<br />
die Anlage in diesem Zusammenhang gleich<br />
in mechanischer und in steuerungstechnischer<br />
Hinsicht grundlegend zu erneuern“,<br />
sagt der Konstruktionsleiter. Im Fokus standen<br />
auch Fragen der Sicherheitstechnik. Für<br />
die Elektrokonstrukteure von Ritter Sport<br />
war dabei klar, dass „die Lösung nicht nur in<br />
jeder Hinsicht normerfüllend sein sollte,<br />
sondern zugleich einen maximalen Kosten-<br />
Nutzen-Effekt erreichen soll“.<br />
Die Anlage für die Herstellung der Schokoriegel<br />
ist über drei Stockwerke aufgebaut.<br />
38 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
01 Peter Schetter (Ritter Sport) im Dialog mit Nancy Locher<br />
(Murrelektronik)<br />
02 Vorkonfektionierte M<strong>12</strong>-Leitungen vereinfachen die Installation<br />
Die Prozesse sind exakt aufeinander abgestimmt,<br />
ein Rädchen greift ins andere. Zunächst<br />
werden die Komponenten zu einer<br />
Grundmasse vermischt. Anschließend werden<br />
Waffelstückchen und Sultaninen zugegeben,<br />
die zuvor über einen Zeitraum von<br />
mehr als 20 Stunden in Rum eingelegt<br />
waren. Im nächsten Schritt werden die Riegel<br />
aus dieser Dessertmasse geformt, mit<br />
Vollmilchschokolade überzogen und ganz<br />
am Ende des Prozesses verpackt.<br />
Weitläufige Installation<br />
Wurden die zahlreichen Sensoren und Aktoren<br />
der einzelnen Anlagenkomponenten<br />
an ihrem bisherigen Aufstellungsort noch<br />
per Einzeladerverdrahtung angeschlossen,<br />
so wurde die räumlich weitläufige Installation<br />
nun mit Feldbusmodulen der Baureihe<br />
MVK Metall von Murrelektronik umgesetzt.<br />
Es besteht aus einem widerstandsfähigen<br />
Zinkdruckgehäuse, ist oberflächenveredelt<br />
und durch den Vollverguss hervorragend<br />
für den Einsatz in rauer industrieller Umgebung<br />
ausgelegt.<br />
„Bei einer Anlage über drei Stockwerke<br />
spart man durch die Feldbuslösung ganz<br />
erheblich Kabelwege“, sagt Peter Schetter.<br />
Die Feldbusmodule werden in unmittelbarer<br />
Prozessnähe angebracht, von dort<br />
werden die Sensoren und Aktoren mit<br />
kürzesten Verbindungsleitungen angeschlossen.<br />
Ermüdet eine Leitung, kann sie<br />
in kurzer Zeit ausgetauscht werden. Beim<br />
Feldbusmodul MVK Metall werden alle<br />
Kanäle einzeln auf mögliche Fehler wie<br />
Überlast, Sensorkurzschluss oder Kabelbruch<br />
überwacht. Tritt ein Fehler auf,<br />
dann wird dies durch eine leuchtende<br />
LED unmittelbar am betroffenen Steckplatz<br />
angezeigt. Außerdem erfolgt eine<br />
Meldung an die Steuerung. „Diese Diagnosemöglichkeiten<br />
reizen wir vollumfänglich<br />
aus“, sagt Peter Schetter. Fehler<br />
werden schnell erkannt und können<br />
schnell behoben werden, das dient der<br />
Vermeidung von Stillstandzeiten.<br />
Der Leiter der Elektrokonstruktion erklärt,<br />
weshalb eine hohe Verfügbarkeit der Anlage<br />
von wirtschaftlicher Bedeutung ist: „Wir produzieren<br />
just in time ohne große Vorratshaltung,<br />
um so frisch wie möglich im Handel zu<br />
sein.“ Außerdem ergibt sich im sensiblen Lebensmittelbereich<br />
die besondere Situation,<br />
dass sich schon ein eher kleineres Problem<br />
zu einem zeitintensiven Ausfall aufaddieren<br />
kann, wenn vor der Wiederaufnahme des<br />
Betriebs eine Grund reinigung der ganzen<br />
Anlage durchgeführt werden muss.<br />
Potenziale voll ausschöpfen<br />
In vielen Fällen kommen in der Installation<br />
einseitig vorkonfektionierte M<strong>12</strong>-Leitungen<br />
von Murrelektronik zum Einsatz. An zahlreichen<br />
Steckplätzen nutzen die Elektrokonstrukteure<br />
von Ritter Sport auch T-Stücke,<br />
um beide Kanäle für die Signalübertragung<br />
nutzen zu können und damit mehr<br />
Sensoren und Aktoren an einem Modul anschließen<br />
zu können. Die Leitungen werden<br />
mit dem Drehmomentschlüssel von<br />
Murrelektronik festgezogen, „damit kommen<br />
wir auch in räumlich beengten Situationen<br />
geschickt an die Muttern“, sagt Peter<br />
Schetter. Das richtige Drehmoment ist<br />
wichtig, da es auf den Maschinen, zum Beispiel<br />
am Rührwerk, Schwingungen hat und<br />
sich nicht akkurat angedrehte Verbindungen<br />
lösen könnten.<br />
Auch die Arbeitssicherheit ist in der<br />
Anlage für die Herstellung von Ritter Sport<br />
Rum von großer Relevanz; in allen Bereichen<br />
der Anlage finden sich deshalb<br />
Schutzeinrichtungen, die die Sicherheit<br />
von Mensch und Maschine gewährleisten.<br />
So kann beispielsweise das Rührwerk nicht<br />
anlaufen, solange der Deckel nicht geschlossen<br />
ist. Sicherheitsrelevante Sensoren<br />
und Aktoren haben die Elektrokonstrukteure<br />
bei Ritter nun zum ersten Mal<br />
dezentral aufgebaut. Dazu haben sie das<br />
sichere Feldbusmodul MVK Metall Safety<br />
von Murrelektronik in der Anlage integriert;<br />
es ermöglicht, sicherheitsrelevante<br />
Daten direkt über Profisafe zu übertragen,<br />
einer sicherheitsgerichteten Erweiterung<br />
von Profinet. Die Elektrokonstrukteure<br />
mussten so nicht mehr passiv in den<br />
Schaltschrank verdrahten und erreichen<br />
dennoch höchste sicherheitstechnische<br />
Standards (SIL3 und PLe).<br />
www.murrelektronik.de<br />
OBERFLÄCHENTECHNIK • KORROSIONSSCHUTZ<br />
Weltneuheit<br />
Nie mehr ROST !<br />
über 6.000 Std. Salzsprühtest, Chemiebeständig<br />
Oberflächentechnik: Garantie bis 50 Jahre<br />
die bunte Alternative zu Zink<br />
Korrosionsschutz<br />
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VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 39
BETRIEBSTECHNIK<br />
Ganzheitliches Konzept für den<br />
Arbeitsschutz<br />
Kimberly-Clark Professional erweitert sein Portfolio aus Waschraum-<br />
und Wischtuchlösungen um ein ganzheitliches Konzept<br />
für den Arbeitsschutz. Anwender können neben Spezialhandschuhen<br />
und Schutzbrillen auch Atemschutzmasken und Schutzanzüge<br />
zu individuellen Produktbündeln kombinieren. Mit dem<br />
Rundumpaket erhalten Kunden so alle Lösungen für den Schutz<br />
vor aggressiven Reinigern und reizenden Chemikalien aus einer<br />
Hand. Beispielsweise erfordern Reinigungsarbeiten, die vollen<br />
Explosionsschutzschieber sichert<br />
Granulationsanlage<br />
Rico konnte kürzlich im Rahmen eines<br />
gemeinsamen Projektes mit einem<br />
Entstaubungsexperten die Produktionsumgebung<br />
eines international<br />
agierenden Pharmaunternehmens vor<br />
Explosionen schützen. Letzterer setzt<br />
seine Sicherheitsstandards nicht nur<br />
höher als gesetzlich vorgeschrieben, sondern produziert zudem<br />
in explosionsgefährdeten Umgebungen. Der Entstaubungsexperte<br />
stattete die neue Granulationslinie mit explosionsfesten<br />
und robusten Filtern aus. Im Zuge eines umfassenden Explosionsschutzkonzeptes<br />
lieferte Rico ihre weiterentwickelten Explosionsschutzschieber<br />
RSV sowie die bewährten Ventex-Ventile.<br />
Der neue Explosionsschutzschieber wird nun dort eingesetzt, wo<br />
Rohrleitungen die unterschiedlichen Anlagenteile verbinden.<br />
Die Lösung soll aktuell nicht nur die schnellste am Markt sein,<br />
sie wird außerdem den hohen Sicherheitsansprüchen des<br />
Endkunden gerecht.<br />
www.rico.ch<br />
Körpereinsatz notwendig machen, auch einen ganzheitlichen<br />
Schutz der Arbeiter: Die Jackson Safety R10 FFP1 NR Korb-<br />
Atemschutzmaske passt sich dank konvexer Form und verstellbarem<br />
extrabreitem Kopfband perfekt an die Gesichtszüge des<br />
Anwenders an. Der Schutz vor Feinstaub sowie wasser- und<br />
ölbasierenden Nebeln und Dämpfen ist jederzeit gewährleistet.<br />
Die leichten und atmungsaktiven Einweg-Schutzanzüge<br />
Klennguard A30 verhindern zudem den Hautkontakt mit<br />
wasserbasierten Spritzern, Sprühnebel, Chemikalienspritzern<br />
und Staubpartikeln. Außerdem reduziert sich durch das Tragen<br />
des Anzugs das Kontaminationsrisiko in fusselkritischen<br />
Anwendungsbereichen.<br />
www.kcprofessional.de<br />
Expediting gewährleistet termingerechte<br />
Inbetriebnahme<br />
Die IWT GmbH ist durch professionelle Services in den Bereichen<br />
Industrieinspektionen sowie der zerstörenden und zerstörungsfreien<br />
Werkstoffprüfung bekannt. Die Kernkompetenzen bei Druckgeräten<br />
wie Armaturen, Wärmetauschern und Behältern, dem Stahlbau und<br />
der Schweißtechnik werden mit einer Vielzahl verschiedener Dienstleistungen<br />
bedient. Das Expediting wurde in den letzten Jahren verstärkt<br />
nachgefragt, da viele Unternehmen erkannt haben, dass die<br />
frühzeitige und konsequente Inanspruchnahme dieser Dienstleistung<br />
sowohl die Qualität als auch die Pünktlichkeit der Lieferanten<br />
sichert und damit Kosten eingespart werden. Durch das Expediting<br />
wird die termingerechte und effektive Inbetriebnahme von Anlagen<br />
und Kraftwerken gewährleistet. Jedoch<br />
gehen die Dienstleistungen<br />
weit darüber hinaus: Die Spezialisten<br />
haben jederzeit Zugriff auf diverses<br />
Prüfequipment wie z. B. PMI, Mobile<br />
Härte und Holiday Test, und sind<br />
somit in der Lage auch qualitätssichernde<br />
Tests und Prüfungen parallel<br />
zum Expediting durchzuführen.<br />
Dieses All-in-one-Konzept ist neben<br />
der Terminsicherung auch qualitätssichernd,<br />
erhöht die Effizienz der<br />
Besuche und spart Kosten.<br />
www.iwtec.de<br />
IWA-Riehle.indd 1 13.11.<strong>2017</strong> 15:45:47<br />
40 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Reparatur hochbelasteter Bauteile<br />
Eine der größten Herausforderungen in den Bereichen Offshore,<br />
Automobil-, Maschinen- oder Werkzeugbau ist es, den Ausfall<br />
kritischer Komponenten zu minimieren. Zeit- und kostensparende<br />
Alternative zu Ersatz oder Neuanfertigung beschädigter Bauteile ist<br />
deren Reparatur durch ausgewiesene Experten. Pallas bietet aus<br />
einer Hand komplexes Werkstoffwissen und das Gesamtspektrum<br />
der Bearbeitungstechnologien. Ob thermisches Beschichten, Hartverchromen<br />
oder Laserauftragschweißen: Durch die Vielzahl der<br />
zur Verfügung stehenden Anlagen, Verfahren und Werkstoffe<br />
werden hier in kürzester Zeit verschlissene oder fehlerhaft bearbeitete<br />
Bauteile – optimal abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzfall –<br />
wiederhergestellt. Dank vollständig abgebildeter Prozessketten<br />
bleibt dabei auch die Wirtschaftlichkeit nicht auf der Strecke.<br />
www.pallaskg.de<br />
Sicherheit für Sprühtrocknungsanlagen<br />
Bilfinger hat ein vollumfängliches<br />
Paket rund um die Sicherheit der<br />
Sprühtrocknungsanlage im Angebot<br />
– von der Analyse der Ausgangssituation<br />
über das mit Behörden<br />
abgestimmte Konzept zur Verbesserung<br />
der Sicherheit bis zur Montage<br />
der Komponenten. Im Anschluss<br />
stellt das Unternehmen bei Bedarf<br />
auch umfassende Service- und Wartungsleistungen bereit. Ein<br />
Baustein des Angebots ist das Kohlenmonoxid-Detektionssystem<br />
„Detex“ für die Sprühtrocknung, das seit mittlerweile drei Jahren<br />
für eine sichere Produktion von Milchpulver sorgt. Es dient der<br />
Überwachung der Sprühtrockner auf Glimmnester, die im schlimmsten<br />
Fall zu einer Explosion führen können. Das Detektionssystem<br />
ist mit einem zweikanaligen Analysemodul ausgerüstet. Sowohl bei<br />
der Zuluft als auch bei der Abluft steht der absolute Messwert<br />
jederzeit zur Verfügung. So lassen sich Störeinflüsse auch außerhalb<br />
des Prozesses klar erkennen und unnötig herbeigeführte Produktionsstillstände<br />
minimieren.<br />
Leckagen an Hochdruckleitungen orten<br />
Mit dem neuen Ultraschalldetektor<br />
Sonochek steigt<br />
Prüftechnik, der bayerische<br />
Spezialist für Condition-<br />
Monitoring-Systeme, in ein<br />
neues Feld der Anlagenund<br />
Maschinenüberwachung<br />
ein. Das Herzstück<br />
des neuen Handheld-Geräts<br />
Sonochek sind seine beiden<br />
Apps Sonolevel und Sonoleak.<br />
Die Sonolevel-App ist<br />
das Universaltool in Sonochek.<br />
Damit können Lecks<br />
gesucht und gefunden, einfache Condition-Monitoring-Aufgaben<br />
zur Lagerüberwachung durchgeführt, Kondensatabscheider auf<br />
Funktion überprüft und Elektroschaltschränke auf Funkenentwicklung<br />
hin abgehört werden. Hierzu ist das Handheld-Gerät<br />
mit verschiedenen Sensoraufsätzen sowohl für die akustische<br />
(berührungslose) wie auch die taktile (berührungsbedingte)<br />
Übertragung von Ultraschall ausgerüstet.<br />
Erst die Sonoleak-App macht das neue Leckageortungssystem<br />
besonders. Damit wird die präzise Ortung von Lecks an sämtlichen<br />
Hochdruckgasleitungen ermöglicht, gleichzeitig kann die genaue<br />
Mengenbestimmung des Austrittsverlusts erfolgen. Eine zielgerichtete<br />
Messung in nur einer Sekunde ist bereits ausreichend, um die<br />
exakte Verlustmenge zu bestimmen.<br />
www.pruftechnik.com<br />
Wir saugen<br />
alles ...<br />
www.bilfinger.com<br />
Inserentenverzeichnis Heft <strong>12</strong>/<strong>2017</strong><br />
AGS, Lage15<br />
BOT Oberflächentechnik,<br />
Kulmbach39<br />
Bühler Technologies, Ratingen21<br />
Bürkert, Ingelfingen9<br />
Gates, B-Erembodegem 2. US<br />
Gather, Wülfrath13<br />
GEA Group, Oelde17<br />
Grundfos, Erkrath/Wahlstedt7<br />
Hillesheim, Waghäusel19<br />
IWA Riehle, Denkendorf40<br />
Markert Gruppe Otto Markert &<br />
Sohn, Neumünster27<br />
OhmEx, Großwallstadt27<br />
PhoenixTM, Bad Oeynhausen35<br />
Pneumax, Gelnhausen3<br />
Probat, Norderstedt4<br />
Ruwac, Melle41<br />
SPX Flow Technology,<br />
Norderstedt29<br />
Vogelsang, Essen 5<br />
Witte Pumps, Tornesch23<br />
Yokogawa, Ratingen 4. US<br />
Ziehl-Abegg, Künzelsau25<br />
Beilage:<br />
easyFairs, München (Teilbeilage)<br />
… wirklich alles<br />
RUWAC<br />
Industriesauger GmbH<br />
Westhoyeler Str.25<br />
49328 Melle-Riemsloh<br />
Telefon: 0 52 26 - 98 30-0<br />
Telefax: 0 52 26 - 98 30-44<br />
Web: www.ruwac.de<br />
E-Mail: ruwac@ruwac.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 41<br />
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VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />
Im Wandel der Zeiten<br />
Adventskalender sind mehr als Schokolade<br />
Wer einen Adventskalender<br />
sucht, hat unter anderem die Wahl<br />
zwischen traditionellen Bildchen,<br />
Spielzeug der unterschiedlichsten<br />
Marken und natürlich dem<br />
Klassiker mit Schoko-Füllung:<br />
Adventskalender verkürzen die Zeit<br />
bis Weihnachten jeden Tag mit<br />
einer kleinen Überraschung.<br />
Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts gehören<br />
Adventskalender zur Vorweihnachtszeit.<br />
Alles begann vermutlich mit<br />
Bildern, die in den 24 Tagen vor Weihnachten<br />
an die Wand gehängt, oder mit Strohhalmen,<br />
die nach und nach in eine Krippe<br />
gelegt wurden. Auch Adventskerzen waren<br />
üblich, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung<br />
abgebrannt wurden.<br />
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die<br />
ersten kommerziellen Adventskalender in<br />
die Läden: Es gab gedruckte Kalender, bei<br />
denen Bilder ausgeschnitten und aufgeklebt<br />
oder auch abgerissen werden konnten. Seit<br />
den 1920er-Jahren gibt es Adventskalender<br />
zu kaufen, bei denen man Fensterchen öffnen<br />
konnte, hinter denen sich kleine Motive<br />
verstecken.<br />
Die ersten mit Schokolade gefüllten<br />
Adventskalender gibt es laut Wikipedia seit<br />
1958 zu kaufen. Seit nunmehr fast 60 Jahren<br />
bringen sie Kinderaugen zum Leuchten.<br />
Der Aufbau ist einfach: eine Pappschachtel<br />
umschließt eine Plastikform, in deren modellierten<br />
Mulden Schokolade steckt.<br />
Prunklose Produktion<br />
Die Herstellung ist weitgehend automatisiert<br />
und beginnt mit dem Bedrucken des<br />
Kartons, der anschließend geschnitten, gefaltet<br />
und geklebt wird. Für den Schokoladenträger<br />
wird eine Kunststofffolie im<br />
Tiefziehverfahren so geformt, dass Mulden<br />
– meist Motive aus der Weihnachtsoder<br />
Tierwelt – entstehen. Diese Model<br />
werden nach dem Abkühlen auf das rich<br />
tige Maß geschnitten und mit Schokolade<br />
gefühlt. In einer Kühlstraße härtet die<br />
Schokolade anschließend aus. Eine Verpackungsmaschine<br />
schiebt am Ende den<br />
Schokoladenträger in die Pappschachtel<br />
und verschließt das offene Ende.<br />
In den letzten Jahren kam eine Vielzahl<br />
neuer Varianten ins Adventskalendersortiment:<br />
Neben edlen Pralinen erfreuen nun<br />
kleine Spielzeuge, Parfümfläschchen oder<br />
(alkoholische) Getränke die Jungen und<br />
Junggebliebenen. Und auch virtuelle Adventskalender<br />
finden sich im Angebot: So<br />
gibt es z. B. 24 Erzählungen im Download,<br />
mit denen die Nutzer jeden Tag bis Weihnachten<br />
mit einer kleiner Episode auf die<br />
Jahreszeit eingestimmt werden.<br />
Wem das alles zu kommerziell ist, bastelt<br />
einfach selber: Socken, alte Blechdosen,<br />
Jutesäckchen oder kleine Schachteln – alles<br />
lässt sich zum Adventskalender umfunktionieren<br />
und mit individuell auf den Adressaten<br />
zugeschnittenen Überraschungen füllen.<br />
Das Team der VERFAHRENSTECHNIK<br />
wünscht Ihnen frohe Festtage und ein<br />
glückliches neues Jahr.<br />
(kf)<br />
Foto: Fotolia (#58550116, Brigitte Bonaposta)<br />
42 VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 1-2/2018<br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 14. 02. 2018 • ANZEIGENSCHLUSS: 30. 01. 2018<br />
02<br />
01<br />
04<br />
03<br />
01 Benutzerfreundliche Produktivitätstools sollen dem technischen<br />
Nachwuchs über den gesamten Lebenszyklus einer Feldinstrumentierung<br />
eine schnellere Einarbeitung in die Praxis ermöglichen<br />
02 Chargenmischer mit optimierten Mischelementen sorgen bei der<br />
Herstellung von Spezialzement durch extra große Klappen für einen<br />
hohen Durchsatz<br />
03 Füllstandmessgeräte für die Prozessindustrie müssen sich durch<br />
eine hohe Temperatur- und Materialbeständigkeit auszeichnen<br />
04 Mit explosionsgeschützten Smartphones, Tablets und Beacons<br />
kann die technologische Basis für vernetzte Anwendungen gesetzt<br />
werden, um die Produktivität, Effizienz, Flexibilität und Anlagensicherheit<br />
zu erhöhen – auch im Ex-Bereich<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
Der direkte Weg<br />
Internet:<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
E-Paper:<br />
www.engineering-news.net<br />
Redaktion:<br />
redaktion@verfahrenstechnik.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK <strong>12</strong>/<strong>2017</strong> 43
„Wir machen DaaS.“<br />
Yokogawa Experte für<br />
Automatisierungstechnik<br />
Mehr Chancen für Ihre Daten.<br />
Anlagen, Geräte und Maschinen liefern Unmengen an Daten. Sie bergen<br />
Antworten auf Fragen, die wir noch gar nicht kennen. Das Potenzial, das<br />
hier lauert, hat einen Namen: Data as a Service. Damit lassen sich Aufgaben<br />
der Logistik oder der Warenwirtschaft einfach und kostengünstig<br />
durchführen. Eine cloudbasierte Infrastruktur schafft die Voraussetzungen.<br />
Nutzen Sie DaaS und entwickeln Sie mit uns neue Geschäftsmodelle für<br />
sich und Ihre Kunden.<br />
Yokogawa Deutschland GmbH<br />
Broichhofstraße 7–11<br />
D-40880 Ratingen<br />
Telefon +49(0)2102- 4983-0<br />
Telefax +49(0)2102- 4983-22<br />
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