Infobroschüre_Spitzbergen_CH

polarreisen

SPITZBERGEN

UNTERWEGS ZU DEN INSELN DER EISBÄREN


78° 11 N, 16° 34 O

PHIPPSØYA

STORØYA

KVITØYA

Fuglesangen

Raudfjorden

Liefdefjorden

NORDAUSTLANDET

Palanderbukta

Alkefjellet

Fugelehuken

Krossfjorden

Ny Ålesund

SPITSBERGEN

Isfjorden

Alkhornet

Longyearbyen

BARENTSØYA

Bellsundet

AhlstrandhalvØya

Storfjorden

EDGEØYA

Hornsund


2 – 3

WILLKOMMEN IN

SPITZBERGEN

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EINE POLARE WUNDERWELT ENTDECKEN

Der von Norwegen verwaltete Aussenposten im ewigen Eis ist kaum besiedelt und urtümlich.

Eine ganze Inselgruppe voller urzeitlicher Gletscher, Eisflächen, tiefen Fjorden

und schroffen Bergspitzen. Das trockene Klima sorgt für einen unglaublichen Reichtum

an arktischer Flora und Fauna. Walrosse, Robben und riesige Kolonien von Seevögeln

haben hier ihren natürlichen Lebensraum. Aber auch der König der Arktis, der Eisbär,

ist hier in seinem Element, und nur in wenigen anderen Gebieten der Erde besteht eine

derart gute Möglichkeit, ihn zu sichten.

Die ersten Menschen waren aller Wahrscheinlichkeit nach im 12. Jahrhundert Wikinger,

die den Svalbard Archipel erreichten, aber offiziell entdeckt wurde er erst im Jahr

1596 von dem holländischen Seefahrer Wilhelm Barents. Er gab den Inseln im Norden

den Namen Spitzbergen wohl deshalb, weil das Erste, was er nach einer langen Überfahrt

zu Gesicht bekam, die spitzen, hoch aufragenden Berggipfel im Süden waren.


SPITZBERGEN

ERLEBEN

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DIE POLAREN GEGENDEN GEHÖREN ZU DEN SCHÖNSTEN

AUF UNSEREM PLANETEN…

… und Spitzbergen ist ein ganz besonderes Ziel. Wenn Sie möglichst viel von der Natur und der

Geschichte dieses Archipels erleben und Ihre Begeisterung mit Gleichgesinnten teilen möchten,

ist eine Expeditionsseereise das Richtige. Unsere Fahrten in die polaren Regionen sind spannend

und immer neu und anders, denn Routenverläufe, Anlandungen, Besichtigungspunkte

und Tiersichtungen können nie genau vorhergesagt werden. Sie sind abhängig von Wind, Wetter

und den Eisbedingungen.

Die verhältnismässig kleine Anzahl an Gästen erlaubt es uns, unsere Zeit draussen maximal

auszunutzen und die arktische Wunderwelt zu erleben. Denn dies ist der Sinn und Zweck unserer

Reisen: diese wilde, raue und doch fragile Region mit allen Sinnen in sich aufzunehmen

und mit Eindrücken und Bildern sowohl in Kopf wie auch in der Kamera nach Hause zurückzukehren.

Begleiten Sie uns auf den kommenden Seiten und erfahren Sie mehr über die Region,

die Reisen und uns.


4 – 5


RAUES LAND

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DER SOMMER IST KURZ UND KÜHL, DOCH DER WINTER IST VARIABEL

UND SCHON ENTWICKELT SICH EINE GANZ BESEONDERE UND EINZIG-

ARTIGE LEBENSWELT

SPITZBERGEN IST EIN ARKTISCHER SONDERFALL: Der Sommer ist kurz und kühl, wie üblich in

den geografischen Lagen zwischen dem 74. und dem 81. nördlichen Breitengrad. Der Winter ist

jedoch weniger arktisch als in anderen nördlichen Gebieten, zumindest an der Westküste. Denn

hier sorgt der Ausläufer des Golfstroms für wärmere Temperaturen als im Norden und Osten

und hält die Fjorde weitgehend eisfrei. Auch für Tiere bietet der Archipel mehr Möglichkeiten

als andere arktische Regionen. Entsprechend sind auf diesem Archipel mit über 400 Inseln und

Schären vor allem die arktischen Säugetiere oft anzutreffen: Rentiere und Polarfüchse, Wale,

Robben und natürlich Eisbären, von denen 3000 in der Gegend leben – das Eisbären-Warnschild

an der Ortsgrenze von Longyearbyen ist eines der berühmtesten Fotomotive von Spitzbergen.

Ein Detail am Rande: Die meisten Berge von Spitzbergen sind nicht wirklich spitz, sondern eher

tafelförmig. Schmale Gipfel findet man nur auf der Westseite der Insel. Genau die hat Willem Barents

zuerst gesehen, als er das Archipel 1596 entdeckte – und ihm den Namen Spitzbergen gab.

DIE SPEZIELLE VOGELWELT SPITZBERGENS: Auf Svalbard finden mehr als 150 Vogelarten einen

Platz, meist nur im Sommer. Dort, wo sich die Vögel niederlassen, tun sie das in grosser Zahl.

Beispielsweise am Alkefjellet, einem Küstenabschnitt in der Hinlopenstrasse. Hier versammeln

sich jedes Jahr unzählige Dickschnabellummen für ihr Brutgeschäft in den beinahe senkrechten

Basaltklippen – eine gigantische Eruption des Lebens inmitten der wilden, kargen Landschaft.

Besuchern empfehlen wir das Tragen einer Kopfbedeckung, denn nicht immer kommt Gutes von

oben.

SVALBARD – ARKTIS IN DER NUSSSCHALE: Der ganze Archipel ist in vielerlei Hinsicht speziell.

Hier findet sich beinahe alles, was die Arktis als Ganzes ausmacht, sowohl biologisch, wie auch

geologisch oder glaziologisch. Dies hat schon immer Forscher aus der ganzen Welt angezogen,

um hier unser Verständnis über die polaren Regionen zu vergrössern. Ny Ålesund, einst ein Kohlebergbauort,

ist heute ganzjährig die Heimat von Wissenschaftlern und Technikern. Und Longyearbyen,

das Zentrum des von Norwegen verwalteten Archipels, ist der Standort der nördlichsten

Universität der Welt. Die Menschen, die auf Svalbard leben, kamen einst von überall her: Europa,

Russland, Amerika, Asien. Svalbard ist international, nicht nur durch den Svalbardvertrag von

1920. Wo früher Glücksritter und Arbeiter eine Heimat fanden, kommen heute Touristen aus aller

Herren Länder per Flugzeug oder Schiff an, um meistens eines der letzten wahren Wildnisgebiete

der Erde zu erleben.


6 – 7


IM LAND DER EISBÄREN

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8 – 9

SO VIEL GLÜCK AUF EINMAL IST FAST UNFASSBAR: EINE REISE RUND UM SPITZBERGEN WIRD

ZUM GRANDIOSEN SPEKTAKEL. DA GIBT‘S AUCH MAL SPONTANEN APPLAUS FÜR DIE EISBÄREN.

Text: Michael Wenger // Bilder: Michael Wenger, Stefan Gerber

«


Reisen zum Svalbard-Archipel, wie «Spitzbergen» richtigerweise seit

dem Svalbard-Vertrag von 1920 genannt wird, starten meistens in

Oslo, der Hauptstadt Norwegens. Denn der gesamte Archipel wird seither

offiziell von Norwegen verwaltet. Auch für uns 43 Schweizer und 2

Luxemburger fängt unser Besuch mit dem Flug ab Oslo an. Nach einem

Zwischenstopp in Tromsø landen wir in Longyearbyen, dem Hauptort

auf der grössten Insel Spitzbergen und Ausgangspunkt unserer Reise.

In dem rund 1800 Einwohner zählenden Ort hat der Sysselman, wie

der Verwalter hier genannt wird, seinen Sitz. Ausserdem liegt hier der

einzige Flughafen und der Haupthafen für Schiffe wie unsere «Plancius».

Unsere ersten neugierigen Blicke auf die erwarteten Gletscher

und hohen Berge werden durch Nebel und tiefhängende Wolken

getrübt, erst beim Landeanflug erhaschen wir durch die Fenster die

eine oder andere Aussicht. Vielleicht sah der holländische Seefahrer

Willem Barents auch bloss Wolkenvorhänge, als er 1596 den Archipel

entdeckt hatte. Doch trotz grauer Suppe und ein wenig Nieselregen ist

es immer noch hell. Denn dank der Lage auf 78 Grad nördlicher Breite

geht hier mitten im Juli die Sonne nicht unter. Allerdings ist dieser Tage

von Sonne nicht viel zu spüren. Gerade erst der mitteleuropäischen

Hitze entflohen, sind nun Regenjacken, Handschuhe und Mützen

unser Sommeroutfit. Das Wetter ändere sich schnell auf Spitzbergen,

meint unser lokaler Guide Marcel Schütz lakonisch, deshalb sei man

irgendwann plötzlich richtig angezogen. Er muss es wissen, lebt er

doch seit einigen Jahren hier oben, nachdem er der Schweiz Adieu

gesagt hat. Hier oben führt er Besucher durch Longyearbyen und das

Advendalen und kann einiges über die Geschichte des Ortes und Svalbard

erzählen. Ein Besuch im Svalbard-Museum führt uns vor Augen,

was uns in den nächsten zehn Tagen erwartet. Um aber dies alles live

zu sehen, müssen wir zunächst unser neues Heim beziehen, das Motorschiff

«Plancius». Es wird als Basis dienen während unserer Reise.

Nur gerade eine Woche ist es her, als ich das Schiff verlassen hatte

mit einer Gruppe, deren Reisebegleiter ich war. Deshalb ist die Rückkehr

mit vielen freudigen Begrüssungen seitens der Crew-Mitglieder

verbunden. Bald schon sind alle Gäste an Bord, und nach den obligatorischen

Sicherheitsvorträgen und -übungen stechen wir in See, den

Wundern und Bewohnern der Arktis entgegen.


10 – 11

GLETSCHER UND ERSTE WUNDER

Die ersten Eindrücke der Arktis erhalten wir am 14.-Juli-Gletscher im

Krossfjord, einem Seitenarm des mächtigen Kongsfjorden. Delphine

Aurés, unsere Expeditionsleiterin, möchte uns eine erste Gelegenheit

für eine Schlauchbootfahrt entlang einer imposanten Gletscherfront

geben. Obwohl für uns Alpenbewohner solche Gletscher nichts Neues

sein sollten, staunen wir über die Mächtigkeit der Wand, die sich am

Ende der Bucht zeigt. Das Wetter ist einmal mehr Spitzbergen-typisch:

bewölkt, leicht nieselig und etwas windig, was das Einsteigen in die

Schlauchboote zu einem kleinen Abenteuer macht. Doch die Szenerie

entschädigt für die Schaukelei: Überall treiben Eisbrocken des Gletschers

im Wasser mit Dreizehenmöwen als Passagiere; in den Felsen

an der Küste sitzen Dickschnabellummen und sogar Papageientaucher

beim Brutgeschäft. Hoch oben fliegen Eismöwen und andere Seevögel

und an den Hängen der Berge entdecken wir sogar Rentiere.

Zum Glück sind wir am Nachmittag in Ny Ålesund, der nördlichsten

Siedlung der Welt, um diese ersten Eindrücke zu verarbeiten. Denn

der Ort ist klein und übersichtlich und erlaubt es uns, noch einmal

einen Hauch von Zivilisation zu geniessen. Die rund 150 Wissenschaftler,

die hier im Sommer leben, teilen sich trotzdem den Raum

mit Weisswangengänsen, Küstenseeschwalben, Eis- und Elfenbeinmöwen

und unzähligen anderen Vogelarten, die hier auch als Sommergäste

brüten. Gemütlich können wir der Strasse entlang gehen

und erhalten dennoch Gelegenheiten, die Tiere aus nächster Nähe zu

beobachten. Noch ein paar Postkarten vom nördlichsten Postamt abschicken,

etwas Geschichte über Amundsen und die Luftfahrt in der

Arktis lernen, und schon ist auch der Nachmittag vorbei. Wir machen

uns auf den Weg in den wilden Norden des Archipels.

GLÜCK GEHABT

Der Norden der Hauptinsel Spitzbergen wird von zwei Fjorden

tief eingeschnitten, dem Wijdefjord und dem Woodfjord. Letzterer

ist auch unser erstes Ziel für eine Anlandung in die arktische

Tundra. Passend dazu hat sich das Wetter signifikant verbessert,


hin und wieder bricht die Sonne durch die Wolkendecke. Genau

das Richtige für eine kleine Wanderung über weichen Tundraboden

mit unzähligen Fotostopps. Svalbard-Mohn, verschiedene

Steinbrecharten und sogar Pilze lassen beinahe jeden auf die

Knie gehen.. Fantastisch, wie die Farben der Blüten, der Moose

und Flechten leuchten, umrahmt von Bergen, Gletschern und dem

Meer. Hier sieht es völlig anders aus als das Bild, das sich die meisten

Leute von der Arktis machen. Auch am Nachmittag am Monacobreen,

einer der bekanntesten Gletscherfronten, sind unsere

Gefühle zweigeteilt: Hohe Berge, massive Gletscher und Eis im

Wasser sind zwar untrügliche Zeugnisse der Arktis; aber gleichzeitig

scheint die Sonne, und die Temperaturen sind auf der eher

angenehmen Seite. Das Resultat der globalen Erwärmung?, fragt

sich mancher insgeheim. Jedenfalls geniessen wir die ruhige und

friedliche Atmosphäre. Doch nicht für lange: Ein Eisbär auf einer

kleinen Insel der Andøyane! Unverzüglich bringt Kapitän Alexey

Nazarov das Schiff in eine geeignete Halteposition, während wir

eilig die Schlauchboote bemannen. Gespannte Aufmerksamkeit

macht sich breit. Doch der Bär spielt Verstecken mit uns. Zuerst

noch näher am Ufer, verzieht er sich bald in eine Senke in der Mitte

der Insel, um sich auszuruhen und Energie zu sparen. Denn der

Sommer ist die Fastenzeit für Eisbären, und wenn nur wenig Nahrung

zu finden ist, müssen längere Ruhepausen eingelegt werden.

Und wir gelangen unversehrt zurück an Bord der «Plancius». Dafür

präsentieren sich andere Tiere umso lebendiger, zum Beispiel die

Eiderenten, die auf den Inseln nisten und als Namensgeber der

Enteninseln dienen. Herrlich, wie die schwarz-weissen Erpel und

die fast perfekt getarnten Enten vom Wasser zu ihren Brutplätzen

watscheln und wie Küstenseeschwalben im Sonnenlicht über dem

Wasser schweben auf der Suche nach Nahrung.

ZAUBERHAFTE SZENERIE

Kann die Szenerie noch besser werden? O ja, sie kann! Denn die

weiter nördlich gelegenen Sieben-Inseln (Sjuøyane), die uns zuerst

mit Nebel empfangen, sind genau das, was wir uns zu Hause unter

«Arktis» vorgestellt haben: Eis und Schnee sind immer noch an den

Hängen zu sehen, Pflanzenwuchs ist praktisch nicht sichtbar, im

Wasser treiben Eisschollen… und eine grosse Zahl Walrosse. Auch

am Strand liegen mindestens 100 der urtümlichen Kolosse dicht an

dicht und ruhen sich von der Suche nach Muscheln, ihrer Hauptnahrung,

aus. Diese Ruhe strahlt auch auf uns aus. Wir geniessen

das Schauspiel, obwohl uns hin und wieder eine Wolke der Marke

«Chanel Walrus» entgegenweht. Eines ist sicher: Dieses Parfum

wird es nicht in die Geschäfte der Zürcher Bahnhofstrasse schaffen.

Hin und wieder können wir auch das Sportprogramm von Walrossen

beobachten. Es ist schon spektakulär, wie die Tiere ihre bis zu

1,5 Tonnen schweren Körper hochwuchten und wie wendig sie sich

bewegen können. Die Stosszähne, die wie Dolche aus den Schnauzen

ragen und derentwegen die Tiere an den Rand der Ausrottung

getrieben wurden, leuchten aus dem rostbraun-roten Gewimmel der

Leiber heraus. Einfach grossartig und faszinierend!

EISBÄREN!

Doch gestreng dem Motto «Und wenn man glaubt, es kann nicht

mehr besser werden, kommt es knüppeldick» wird der Nachmittag

zum grossartigen Spektakel: Delphine und Kapitän Nazarov haben

die «Plancius» ins Eis geführt, um nach Robben und vor allem nach

Eisbären Ausschau zu halten. Und tatsächlich: Kaum sind wir im

Eis, entdecken wir unseren ersten Bären – der allerdings von uns

weg wandert. Doch gleich darauf finden die Expeditionsguides

einen weiteren, diesmal schlafenden Bären auf einer Scholle. Gekonnt

steuert der Kapitän unser Schiff zur Scholle, und wir werden

Zeugen, wie Eisbären aufwachen. Doch damit nicht genug: Das Tier

hat uns gewittert und will herausfinden, was sich da seiner Scholle

genähert hat. Der Bär kommt näher und näher, bis er schliesslich

direkt an der Bordwand steht und zu uns hoch blickt. Ein atemberaubender

Moment, der von unzähligen Kameras festgehalten

wird. Niemand scheint mehr zu atmen. Nur das Klicken der Fotoapparate

ist zu hören. In der glatten Wasseroberfläche zwischen den

Schollen spiegelt sich das Tier perfekt und bietet ein unglaubliches

Bildmotiv. Mehr als 15 Minuten bleibt das imposante Männchen

bei uns, bevor es weiter seiner Wege geht. Noch haben wir uns

nicht richtig von diesem einzigartigen Moment erholt, als bereits

der nächste Eisbär entdeckt wird und der direkt in unsere Richtung

läuft. Auch dieses Männchen kann seine Neugier nicht bezähmen

und kommt vorsichtig näher an die «Plancius» heran. Nur wenige

Meter vom Schiff entfernt bleibt der Eisbär stehen und begutachtet

uns, die Nase immer wieder in die Luft haltend. Eisbären sind mit

einem sehr sensiblen Geruchssinn ausgestattet. Auch dieser Bär


12 – 13

bleibt länger als eine Viertelstunde am Schiff, um dann wieder weiter

über das Eis zu ziehen, auf der Suche nach Robben. Wir können

unser Glück kaum fassen und sind noch voll euphorisch, als auf

einer Eisscholle gleich eine ganze Gruppe von Eisbären entdeckt

wird, und auch diese Bären scheinen keinerlei Eile zu haben.

NOCH MEHR EISBÄREN!

Als wir langsam näher kommen, wird uns klar, wie viel Glück

wir haben: Insgesamt sechs (!) Eisbären sind um eine frisch geschlagene

Bartrobbe versammelt, drei davon fressen genüsslich

und friedlich an den Überresten. Ihre roten, blutverschmierten

Gesichter blicken immer wieder in unsere Richtung, sie lassen

sich aber nicht stören. Die Zeit scheint stillzustehen. Sprachlos

betrachten wir die gleichermassen unheimliche und faszinierende

Szene, hören das Brummen und Brüllen der Bären und das Geschrei

der Möwen, das Knacken des Eises und das Summen des

Schiffs. Einer der Bären folgt seiner Neugier und kommt mit vorsichtigen

Schritten näher an uns heran. Sein Gesicht ist komplett

eingefärbt mit dem Blut der Robbe. Er setzt sich nahe bei uns einfach

hin, betrachtet uns eine Weile und kehrt dann zum Kadaver

zurück. Eine Stunde sitzen wir schon da und haben weder Kälte

noch Hunger noch Durst gespürt und kaum ein Wort gesprochen.

Doch langsam wird es Zeit, das schaurige Mahl zu verlassen und

uns wieder in Richtung Süden zu wenden. Die Bilder werden uns

noch lange begleiten… zumindest bis zum nächsten Morgen. Denn

Spitzbergen steckt voller Überraschungen.

DIE GROSSE WAL-SHOW

Am nächsten Morgen fahren wir bereits in der Hinlopenstrasse

und wollen gerade ein leckeres Frühstück geniessen, als das

Schiff eine scharfe Drehung vollführt und wir die Durchsage erhalten,

dass Buckelwale hinter uns gesichtet worden sind. Soviel

zum Thema «ruhiges Frühstück». Kamera und Jacke geschnappt

und nichts wie raus an Deck. Tatsächlich sind nur ein paar hundert

Meter vom Schiff entfernt Kreise im Wasser zu sehen,wo die Wale

noch vor ein paar Sekunden zuvor aufgetaucht waren. Unzählige

Dreizehenmöwen und Eissturmvögel, Eismöwen und Dickschnabellummen

sitzen in der Nähe auf dem Wasser. Sie bilden ein ideales

Wal-Auftauch-Frühwarnsystem, denn sie fliegen immer dorthin,

wo ein Wal gerade auftauchen wird. Tatsächlich stieben die Vögel

urplötzlich auseinander, und schon steigen die Giganten aus der

Tiefe auf. Drei Meter hohe Blaswolken, dunkle Rücken und zum

Schluss riesige Fluken lassen unsere Herzen höher schlagen und

die Finger auf den Auslösern kleben. Und schon verschwinden die

sanften Riesen wieder in der Tiefe, um erneut kleine Fische und

Krebse an die Oberfläche zu treiben. Wir stehen gespannt an der

Reling und spähen in alle Richtungen, bis wieder das charakteristische

Ausschnaufen zu hören ist, diesmal hinter uns. Zwei Wale

schwimmen tatsächlich in Richtung unseres Schiffes! Einmal auftauchen,

zweimal auftauchen und schon sind sie direkt vor unserem

Bug. Was für ein Augenblick! Knapp unter der Wasseroberfläche

schwimmen die beiden Wale direkt an uns vorbei. Wir können die

fünf Meter langen weissen Flipper genau erkennen, die Follikel auf

dem Kopf… und sogar die einzelnen Markierungen auf der Fluke, als

beide Tiere abtauchen. Jetzt gibt es kein Halten mehr: Jeder freie

Platz an der Reling wird bemannt, die Kameras werden neu eingestellt.

Gespanntes Warten. Wo sind die Vögel? Endlich wieder das

Brummen des Ausatmens, direkt hinter uns… und dann taucht der

erste Wal direkt quer zum Schiff unter dem Kiel langsam auf, und

alles geschieht wie in Zeitlupe: Das Auftauchen der Blaslöcher an

die Oberfläche, das Aufklappen und die Entstehung der Blaswolke,

der Rücken und die Flipper, die Finne, und zum Schluss die Fluke…

alles ist ganz genau sichtbar! Und dann kommt Nummer zwei mit

derselben Show. Ungläubiges Schweigen auf Deck. Geschieht das

wirklich? Oder ist das nur ein Traum? Schon kommen die Tiere wieder

an die Oberfläche, mit weit geöffneten Mäulern und klar sichtbaren

Barten, der Kehlsack riesig aufgebläht mit Wasser und Krill.

Frühstücken auf Walart. Eine halbe Stunde lang sind die Wale ums

Schiff herum mit Fressen beschäftigt, bis sie weiterziehen… und

wir vor Freude auf dem Vordeck tanzen. Und das vor dem Frühstück.


14 – 15

ZIRKUSREIFER EISBÄR

Zur Abkühlung der Kameras und unserer Köpfe, die eigentlich

immer noch die grossartigen Eindrücke vom Vortag zu verarbeiten

haben, setzen wir uns in die Schlauchboote und fahren den

mächtigen Basaltfelsen des Alkefjellets entlang. Über 120’000

Dickschnabellummen, unzählige Eis- und Dreizehenmöwen fliegen

über unseren Köpfen, schiessen neben und hinter uns ins

Wasser oder schwimmen gemächlich dahin. Ein Eisfuchs bietet

uns Einblick in seine Fressgewohnheiten und präsentiert sich den

Kameras wie ein Profi am Strand. Da erklingt schon wieder der Ruf

«Eisbär!». Wir fahren langsam an das südliche Ende des Fjellets

und suchen zuerst auf der Oberkante nach dem Tier. Doch zu unserer

Überraschung sitzt der Bär, ein junges Männchen, nicht auf

den Felsen, sondern mittendrin in der Felswand. Ein Kletterbär auf

der Jagd nach Lummenküken! Eine unglaubliche Leistung für ein

über 400 Kilogramm und mehr als zwei Meter grosses Tier. Fasziniert

sitzen wir in unseren Booten und beobachten, wie der Bär auf

einem Vorsprung kopfüber eine tiefergelegene Stelle erreicht und

geschickt mit seinen riesigen Tatzen ein Küken packt. Wenn er jetzt

abstürzt, ist der nächste Halt rund 80 Meter weiter unten. Doch der

Bär zeigt keinerlei Unsicherheit,sondern verblüfft uns im Gegenteil

mit seiner Akrobatik. Keiner von den Guides, die schon seit Jahren

hier hoch kommen, hat jemals etwas Vergleichbares beobachtet.

Nach fünf Minuten entschliesst sich der Eisbär, weiter nach oben

zu klettern. Nun wird es spannend, denn wie sollte das Tier an dieser

steil aufragenden Wand klettern? Wie beim Höhepunkt einer

Zirkusnummer stockt uns der Atem, als der Bär anfängt, die Felsen

zu erklimmen. Im Geist höre ich den Trommelwirbel, während

der Bär immer weiter nach oben klettert. Wie ein Freihandkletterer.Trrrrrrrrrrrrr....

und täräää: Er hat es geschafft! Er steht oben

auf der Kante! Und wie ein richtiger Artist präsentiert er sich uns

auch noch in voller Grösse! Spontaner Applaus und Jubelschreie

für einen Eisbären in freier Wildbahn, das hat es wohl noch nie

gegeben, aber jetzt tobt das Publikum förmlich.

ENDLICH «RUHIGE» TAGE

Nach diesen aufregenden Erlebnissen, die den Adrenalinspiegel auf

das Maximum hochgeschraubt und die Speicherkarten gefüllt haben,

sind die folgenden Tage etwas ruhiger. Aber nicht weniger speziell:

Wir erkunden die zweite grosse Insel des Archipels, Nordaustlandet,

und geniessen die karge Schönheit der Polarwüste. Stehen staunend

vor der mit 190 Kilometern längsten Gletscherkante Europas und betrachten

die beeindruckenden Schmelzwasserfälle, die sich tosend ins

Meer ergiessen. Auf Barentsøya wandern wir zwischen zehntausenden

nistenden Dreizehenmöwen, beobachten einen Eisfuchs auf der Jagd

und geniessen den Anblick weidender Rentiere; die Mitternachtssonne

scheint uns auf der Fahrt um die Südspitze der Hauptinsel mitten ins

Gesicht. Wir beobachten einige Finn- und Zwergwale, die am Eingang

zum Hornsund am Frühstücken sind. Mit den Schlauchbooten kurven

wir zwischen Eisbrocken und einer Gletscherkante entlang und wandern

zwischen Überresten aus der Walfang- und der Pelztierjägerzeit.

All dies sind wunderbare Erlebnisse, die uns die Wunder und die Vielfältigkeit

der Arktis vor Augen führen. Doch am Abend im Hornsund

kommt noch einmal der Adrenalinspiegel in Wallung. Wir möchten uns

gerade für das traditionelle Grillfest auf dem Schiff vorbereiten, als

eine grosse Gruppe von Belugawalen auftaucht. Über zwanzig Minuten

dauert die Parade dieser weissen Meeressäugetiere, die hier auf

Spitzbergen einst zu tausenden gejagt und getötet wurden. Unseren

letzten Tag auf Spitzbergen lassen wir nochmals zwischen tausenden

von Krabbentauchern, die mit ihrem lauten Geschrei trotzdem eine entspannende

Wirkung auf uns haben, und auf einer letzten Tundrawanderung

ausklingen. Hier können wir noch einmal tief durchatmen, in uns

gehen und uns von Spitzbergen und all seinen Wundern in aller Ruhe

verabschieden. Diese Inselwelt hat uns auf einer aussergewöhnlichen

Reise einen tiefen Einblick in ihre Schönheit, ihre Wildheit, aber auch in

ihre Zerbrechlichkeit gewährt. Wie auf jeder Reise hierher haben wir die

Wunder der Arktis gefunden. Und eines ist uns allen klar gemacht worden:

Spitzbergen ist wirklich Top of Europe, wie das Archipel genannt

wird. In jeder Hinsicht.


SPITZBERGEN

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UNSERE EXPEDITIONSREISEN NACH SPITZBERGEN

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Spitzbergen-Touren aus unserem

Reiseprogramm in die polaren Regionen vorstellen. Die Reisen werden Tag

für Tag kurz beschrieben um Ihnen ein Gefühl für den Ablauf einer Expeditionsreise

zu geben. Alle Reisen beginnen mit dem Flug über Oslo nach Longyearbyen.

Bevor die Reise auf See beginnt, haben Sie die Gelegenheit Longyearbyen kennenzulernen.

In der grössten Stadt der Inselgruppe, Longyearbyen, sind häufig viele

Sprachen zu hören – und eigentlich ist Spitzbergen eine internationale Inselgruppe.

Politisch wird der Archipel aus ca. 400 Inseln und Schären von Norwegen

verwaltet, doch der Spitzbergen-Vertrag von 1920 sichert 41 Unterzeichnerstaaten

das Recht zu, auf den Inseln Rohstoffe zu fördern, dort zu leben und zu arbeiten.

In Longyearbyen, welches 1906 von dem Amerikaner John Munroe Longyear gegründet

wurde, darf also fast jeder sein Glück suchen.

Meist nachmittags beginnt dann die Einschiffung auf einem der beiden Expeditionsschiffe,

der Plancius oder der Ortelius.


16 – 17

SCHIFFE AUF DER REISE

NACH SPITZBERGEN:

MS ORTELIUS_26

MS PLANCIUS_27

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REISEVERLAUF

TAG 1 Linienflug nach Oslo, Übernachtung im Flughafenhotel.

2 Weiterflug nach Longyearbyen. Stadtbesichtigung mit Besuch

des sehr sehenswerten Museums. Im Anschluss Spaziergang

zur Pier und Einschiffung. Bezug der Kabinen und

Ablegen des Schiffs aus Longyearbyen.

3 Entlang der Westküste zum Raudfjorden im Norden Spitzbergens

mit toller Gletscherszenerie.

4 Je nach Wetterlage, ostwärts entlang der Packeisgrenze zum

Liefdefjorden, mit einer Tundra-Wanderung. Weiterfahrt zum

Monaco-Gletscher.

5 Zwischen Spitzbergen und Nordaustlandet Einfahrt in die

Hinlopenstrasse, immer auf der Suche nach Eisbären. Zodiac-

Exkursion am Vogelfelsen Alkefjellet und Weiterfahrt zur

Palanderbukta auf der Insel Nordaustlandet.

6 Zurück durch die Hinlopenstrasse nach Seven Islands – Spitzbergens

nördlichste Inselgruppe. Geplant ist eine Anladung

auf Phippsøya, wo wir Walrosse vermuten. Weiter geht es bis

ins Packeis, wo immer wieder Eisbären, Elfenbein- und Rosenmöwen

zu sehen sind.

7 Unser Weg führt uns zurück nach Westen weiterhin auf der

Suche nach Eisbären. Westlich des Kongsfjorden hoffen wir

Buckelwale zu sehen.

8 In Forlandsundet, bei Sarstangen, befindet sich ein Ruheplatz

von Walrossen. Alternativ Besuch der Vogelkolonie bei

Alkhornet, wo unzählige Seevögel an den Klippen nisten und

Polarfüchse auf Beutesuche gehen. Spitzbergen-Rentiere

grasen auf den relativ saftigen Weiden. In der Nacht erreichen

wir wieder Longyearbyen.

9 Ausschiffung am frühen Morgen und Gruppentransfer zum

Flughafen. Rückflug nach Oslo mit Zwischenübernachtung.

10 Rückflug und ggf. Weiterflug zum gebuchten Zielflughafen.

HINWEIS: Der dargestellte Reiseverlauf kann sich aufgrund

von Eis- und Wetterbedingungen sowie Tiersichtungen vor Ort

laufend ändern. Flexibilität ist angesagt. Der endgültige Routenentscheid

liegt beim Expeditionsleiter und beim Kapitän.

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18 – 19

SPITZBERGEN–EISBÄREN

SPEZIAL

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MS PLANCIUS / MS ORTELIUS

Wir durchkreuzen die nördlichste und grösste

Wildnis Europas und wandeln auf den Spuren

arktischer Pioniere. Auf unseren „Eisbär-Spezialreisen“

versuchen wir, so weit wie möglich

nach Nordspitzbergen vorzudringen, um

Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren.

Dabei erleben wir auch eine wilde,

ungezähmte Natur, einzigartige geologische

Formationen, die grandiose Weiträumigkeit der

arktischen Landschaft, ihre Einsamkeit und die

unerwartete sommerliche Farbenpracht. Denn

bereits ab Mitte April strahlt die Mitternachtssonne

rund um die Uhr vom Himmel und lässt

die arktische Fauna erblühen. Die langen Tage

bieten uns viel Zeit um nach den Eisbären Ausschau

zu halten.

AUF EINEN BLICK

PolarNEWS-Leser-Reise mit deutschsprachiger

Reiseleitung

Bordsprache: Deutsch/Englisch

Spitzbergen, ein arktisches Naturparadies

Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung

TOURLEISTUNGEN

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Linienflug inkl. Steuer und Gebühren

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PolarNEWS-Reiseleiter

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Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

inkl. Vollpension an Bord

··

jeweils eine Übernachtung vor und nach der

Fahrt in Oslo

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alle Landgänge und Zodiacfahrten während

der Seereise

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Gruppentransfers in Spitzbergen

··

erfahrenes Expeditionsteam an Bord

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Vorträge zu Flora, Fauna & Region

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Gummistiefel während der Reise

··

Reisehandbuch und Reiserucksack


REISEVERLAUF

TAG 1 Linienflug nach Oslo, Übernachtung im Flughafenhotel.

2 Weiterflug nach Longyearbyen. Stadtbesichtigung mit Besuch

des sehr sehenswerten Museums. Im Anschluss Spaziergang

zur Pier und Einschiffung. Bezug der Kabinen und Ablegen des

Schiffs aus Longyearbyen.

3 Nordwärts entlang der Westküste zum Krossfjorden mit einer

Zodiac-Exkursion am 14. Juli-Gletscher. Am Nachmittag nach

Ny Ålesund, nördlichste Siedlung der Welt.

4 Weiter nordwärts und eine Tundra-Wanderung beim Liefdefjorden.

Weiterfahrt zum Monaco-Gletscher, mit seiner

spektakulären Abbruchkante.

5 – 7 Wir fahren der Packeisgrenze nordwärts entgegen. Seven Island

Spitzbergens nördlichste Inselgruppe. Anlandung auf

Phippsøya, fast am 81. Breitengrad gelegen. Weiter zur Hinlopenstrasse,

zwischen Spitzbergen und Nordaustlandet

und zum Vogelfelsen Alkefjellet, wo Tausende von Dickschnabellummen

nisten. Anlandungsversuch in der Augustabukta.

8 Inseln im Südosten: Anlandungen auf Barentsøya oder Edgeøya

mit Wanderungen, bei welchen wir hoffentlich viele

Tierarten beobachten können.

9 Um die Südspitze, hinein in den Hornsund bis zum Brepollen.

10 Nordwärts entlang der Westküste. Anlandungen bei Ahlstrandhalvøya

im van Keulenfjorden und im Recherchefjorden.

11 Rückfahrt durch den Isfjorden nach Longyearbyen, Ausschiffung.

Rückflug und ggf. Weiterflug zum gebuchten

Zielflughafen.

HINWEIS: Der dargestellte Reiseverlauf kann sich aufgrund

von Eis- und Wetterbedingungen sowie Tiersichtungen vor Ort

laufend ändern. Flexibilität ist angesagt. Der endgültige Routenentscheid

liegt beim Expeditionsleiter und beim Kapitän.

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20 – 21

SPITZBERGEN UMRUNDUNG

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MS PLANCIUS

Bei einer Spitzbergen-Umrundung entdeckt

man am intensivsten die Schönheit des Archipels.

Mit unserem Expeditions-Schiff dringen

wir im Schein der Mitternachtssonne tief in die

Fjorde und Küstengewässer des ursprünglichen

Naturparadieses vor. Norwegens nördlicher

Aussenposten ist zum grossen Teil von

Gletschern bedeckt. Im Süden ragen hohe

Bergspitzen hervor, wegen derer ihr Entdecker

Wilhelm Barents der Insel wohl ihren Namen

gegeben hat. In den Gewässern rund um die

Insel tummeln sich Walrosse, Robben und riesige

Kolonien von Seevögeln. Und sie sind Heimat

des Eisbären, den wir ehrfürchtig von Deck

unseres Schiffes aus beobachten können.

AUF EINEN BLICK

PolarNEWS-Leser-Reise mit deutschsprachiger

Reiseleitung

Bordsprache: Deutsch / Englisch

atemberaubende Gletscherwelten

und tiefe Fjorde

begeisternde und vielfältige Tierwelt

TOURLEISTUNGEN

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Linienflug inkl. Steuer und Gebühren

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eine Übernachtung in Oslo

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PolarNEWS-Reiseleiter

··

Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

inkl. Vollpension an Bord

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alle Landgänge und Zodiacfahrten

während der Seereise

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Gruppentransfers in Spitzbergen

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erfahrenes Expeditionsteam an Bord

··

Vorträge zu Flora, Fauna & Region

··

Gummistiefel während der Reise

··

Reisehandbuch und Reiserucksack


REISEVERLAUF

TAG 1 Linienflug nach Oslo, Übernachtung im Flughafenhotel.

2 Weiterflug nach Longyearbyen. Stadtbesichtigung mit Besuch

des sehr sehenswerten Museums. Im Anschluss Spaziergang

zur Pier und Einschiffung. Bezug der Kabinen und Ablegen des

Schiffs aus Longyearbyen.

3 Nordwärts entlang der Westküste zum Krossfjorden. Zodiac-

Exkursion am 14. Juli-Gletscher. Nachmittags nach Ny Ålesund,

einst Ausgangspunkt der Amundsen-Nordpolexpedition.

4 Durch den Beverleysundet – weiter zu unserem nördlichsten

Punkt bei Phippsøya in den „Sieben Inseln“, nur 540 Seemeilen

vom geographischen Nordpol entfernt. Eisbären und

Elfenbeinmöwen leben hier.

5 Nach Osten, Richtung Nordaustlandet. Wir haben das Gebiet

von Alpinøya zum Ziel. Weiter bis zum Finn Malmgrenfjord, und

der Albertinibukta, um den Soraberget (205 Meter ü.N.) zu besteigen.

Uns bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Eiskappe

von Nordaustlandet. Alternativprogramm: Anlandung

bei Storøya, mit vielen Walrossen.

6 Wir hoffen, die sehr selten besuchte, und am östlichsten gelegene

Insel Kvitoya zu besuchen und eine Anlandung auf der

Westseite von Andréenset durchzuführen. Die Insel ist die Heimat

von von Walrossen und Eisbären.

7 Weiter geht es südlich von Nordaustlandet entlag der Front des

Brasvell-Gletschers, der längsten Gletscherstirn Spitzbergens.

In der Olga Strait halten wir Ausschau nach Walen.

8 Im Freemansund Anlandung in Sundneset. Besuch einer alten

Trapperhütte. Möglichkeit, an einem flotten Marsch über die

Tundra teilzunehmen. Anschliessend Weiterfahrt südwärts zur

Diskobukta an der Westseite von Edgeøya.

9 Wir kreuzen durch Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes

in Südspitzbergen mit seinen hohen Bergen und atemberaubenden

Gletschern. Es gibt gute Chancen, Robben und Eisbären

zu sehen.

10 Anlandung auf Ahlstrandhalvøya an der Mündung des Van Keulenfjordes.

Im Wasser können wir grössere Gruppen von Belugas

antreffen. Nachmittags zum Recherchefjord. Gegen Mitternacht

zurück in Longyearbyen.

11 Nachts Ausschiffung in Longyearbyen. Rückflug und ggf. Weiterflug

zum gebuchten Zielflughafen.

HINWEIS: Der dargestellte Reiseverlauf kann sich aufgrund

von Eis- und Wetterbedingungen sowie Tiersichtungen vor Ort

laufend ändern. Flexibilität ist angesagt. Der endgültige Routenentscheid

liegt beim Expeditionsleiter und beim Kapitän.


22 – 23

SPITZBERGEN-UMRUNDUNG

MIT KVITOYA

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MS PLANCIUS

Eine spezielle Spitzbergen-Umrundung steht

an. Wir versuchen auf Kvitøya, der östlichsten

Insel Svalbards, anzulanden. Zu unserer Reisezeit

Ende August sind die Aussichten dafür am

besten, dass wir diese, sonst von Eismassen abgeschirmte

Insel, erreichen. Die Gewässer des

restlichen Svalbard-Archipels sind im Sommer

gut zu befahren. Zudem sorgt das trockene Klima

für einen unglaublichen Reichtum an arktischer

Flora und Fauna. Walrosse, Robben und riesige

Kolonien von Seevögeln haben hier ihren natürlichen

Lebensraum. Auch der Eisbär ist hier zu

Hause und nur in wenigen anderen Gebieten der

Erde besteht eine derart gute Möglichkeit, ihn

zu sichten.

AUF EINEN BLICK

PolarNEWS-Leser-Reise mit deutschsprachiger

Reiseleitung

Bordsprache: Deutsch / Englisch

Eisbären, Walrosse, Robben und die

arktische Vogelwelt

Kvitøya

TOURLEISTUNGEN

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Linienflug inkl. Steuer und Gebühren

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eine Übernachtung in Oslo

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PolarNEWS-Reiseleiter

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Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

inkl. Vollpension an Bord

··

alle Landgänge und Zodiacfahrten während

der Seereise

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Gruppentransfers in Spitzbergen

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erfahrenes Expeditionsteam an Bord

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informative Vorträge zu Flora, Fauna & Region

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Gummistiefel während der Reise

··

Reisehandbuch und Reiserucksack


24 – 25

POLARE

WEGBEREITER

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DIE BESONDEREN SCHIFFE

Die Reiseerlebnisse auf unseren Routen sind die eigentlichen Höhepunkte unserer

Reisen. Ergänzt um das Wissen über diese faszinierenden Regionen und

natürlich auch um die vielen Geschichten und Legenden der Forscher und Entdecker,

die sich lange vor uns auf das Abenteuer eingelassen hatten. Dafür sind

die Expeditionsschiffe, die in ihrem früheren Dasein oft Forschungszwecken

gedient hatten, bestens ausgestattet.

Durch ihre „kleine“ Grösse sind sie flexibel und wendig. Rund 110 Expeditionsteilnehmer

finden auf ihnen Platz. So kommen wir ganz dicht ran an das „Geschehen“

und erreichen Anlandeplätze, Buchten und Fjorde, die grossen

Schiffen vorenthalten sind. Wendige, schnelle Schlauchboote, sogenannte Zodiacs,

bringen uns sicher an Land oder erlauben uns, auf Fahrten die Arktis aus

einer anderen Perspektive zu erleben.


MS ORTELIUS

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MS ORTELIUS wurde nach dem holländischen Kartograph Abraham

Ortelius (1527 – 1598) benannt. Sie wurde im Jahr 1989 als eisbrechendes

Passagierschiff gebaut. Im Sommer 2012 und im Frühjahr

2014 bzw. 2016 wurde MS ORTELIUS erneuert und die Kabinen

wurden komfortabler eingerichtet. Das Schiff hat die russische

Eis-Klasse L1 (entspricht 1A) und ist daher sehr gut geeignet, um

in festem Ein-Jahres-Meereis und losem mehrjährigen Packeises zu

navigieren. MS ORTELIUS ist ein robustes, wendiges Schiff. Die mitgeführten

Zodiacs ermöglichen die Anlandungen, auch in kleinen

Buchten. Das Schiff zeichnet sich durch grosse geräumige Kabinen

und Aufenthaltsräume sowie der offenen Brücke aus. Mit dem sehr

guten Standard unseres holländischen Reedereipartners werden

Reisen in Arktis und Antarktis zu einem unvergesslichen Erlebnis.

DECKPLAN

SCHIFFS-INFORMATIONEN

Bordsprache: englisch, deutsch

Zahlungsmittel : Euro und

gängige Kreditkarten

Ausfüllen eines medizinischen

Fragebogens vor Reiseantritt ist

vorgeschrieben

53 Kabinen mit Dusche und

WC ausgestattet

Restaurant, Bar

Bibliothek, Vorlesungssaal

Kleidung: sportlich und leger

Helikopter (nur bei speziellen

Antarktisreisen), Zodiac Flotte

Reederei: Oceanwide

Expeditions

Flagge: Zypern

Baujahr: 1989, letzte Renovation

2014

Länge: 91,25 m, Breite: 17,61 m

Tiefgang: 5,80 m

Geschw.: 12 – 14 Knoten

Passagiere: max. 116,

Besatzung: 41

Strom: 220 Volt

Eisklasse: L1 / 1A

DECK 5

DECK 6

528 526

527 525 524 523 522

521

Lifeboat

529

520

Bar

T

Bridge

509

519

Obervation lounge

Captain

529

528 526

527 525 524 523 522

510 511 512 513 515 516 517

521

518

520

Lifeboat

Lifeboat

Bar

T

Bridge

509

519

Obervation lounge

Captain

DECK 4

529

456 455 454 453 452 Lifeboat451 450 449 448 447

510 511 512 513 515 516 517

Dining

518

521

528 527 526 525 524 523 522

Lifeboat

Reception

Lobby

Hospital

520

EHBO

T

T

Bar

446 445

T

Bridge

509

Observation deck

Observation deck

DECK 3

Observation deck

510

511

512

Dining

513

Dining

Dining

Galley

Dining

Crew dining

Galley

Dining

Galley

515

Reception

Reception

Crew dining

Crew dining

516

Lobby

Lobby

Obervation lounge

456 455 519 454 453 452 451 450 449 448 447

428

517

428 429 430 431 432 433 434 435 436 437

456 455 454 453 452 451 450 449 448 447

Lecture room

T

T

Hospital T

EHBO

344 343 342 341 340 339 338 337

334

428

429

429

518

Hospital

EHBO

T

T

344 343 342 341 340 339 338 337

T

T

430

430

431

431

432 433

Lifeboat

344 343 342 341 340 339 338 337

432

T

433

T

T

T

T

434

434

435

435

334

334

436

T

T

T

T

437

436 Lecture room 437

Lecture room

438 439

446 445

438

446 445

438

439

439

Captain

A Vierbettkabine | Deck 3 // Zwei Etagenbetten, Bullaugen, Dusche/WC,

Schreibtisch, Stuhl

B Dreibettkabine | Deck 3 // Ein Etagenbett, ein Einzelbett, Bullaugen,

Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl

C Zweibettkabine | Deck 3, 4 // Zwei untenstehenden Betten, Bullaugen,

Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl

D Zweibettkabine | Deck 5 // Zwei untenstehenden Betten, Dusche/

WC, Fenster, Schreibtisch, Stuhl

E Zweibettkabine deluxe | Deck 5 // Eckkabine, zwei untenstehende

Betten, Dusche/WC, mehrere Fenster, Schreibtisch, Stuhl

F Doppel-Superiorkabine | Deck 5 // Ein Doppelbett, ein Sofabett,

Dusche/WC, Fenster


26 – 27

MS PLANCIUS

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MS PLANCIUS begann ihre Karriere bereits 1976 als ein ozeanografisches

Forschungsschiff für die Königlich Holländische Marine. Seit

Dezember 2006 fährt sie für eine bekannte holländische Reederei,

die auf Polarreisen spezialisiert ist. 2009 wurde die PLANCIUS umgebaut

und renoviert. Seit Januar 2010 ist sie wieder im Eis unterwegs,

ausgestattet mit den neusten Sicherheitseinrichtungen. Das

Schiff ist komfortabel ausgestattet, dennoch aber nicht luxuriös.

Bei den von ihr angelaufenen Destinationen steht das Erleben der

Landschaft und Region im Vordergrund. Dafür ist es das perfekte

Schiff. Die internationalen Crewmitglieder werden alles dafür tun,

um Ihnen eine unvergessliche Reise in diese Regionen unserer Erde

zu ermöglichen.

DECKPLAN

SCHIFFS-INFORMATIONEN

Bordsprache: englisch, deutsch

Zahlungsmittel: Euro und

gängige Kreditkarten

Ausfüllen eines medizinischen

Fragebogens vor Reiseantritt ist

vorgeschrieben

53 Kabinen, mit Dusche und WC

Restaurant und Bar

Bibliothek, Vorlesungssaal

Kleidungsvorschlag:

sportlich und leger

Expeditionsteam: englisch-,

teilweise deutschsprachig

Zodiac Flotte

Reederei: Oceanwide

Expeditions

Flagge: Holland

Baujahr: 1976 / Totalumbau

2009 – 10

Länge: 89,00 m, Breite: 14,50 m

Tiefgang: 4,80 m

Geschw.: 10 – 12 Knoten

Passagiere: max. 116,

Besatzung: 41

Strom: 220 Volt

Eisklasse: 1D

DECK 5

DECK 6

501 503

501 503

Library

Library

603

Deck office

501 503

601 603

Deck office

Library

T

601 603

Deck office

T

T

604 606

Captain's cabin

602 604

606

Captain's cabin

502 504

Bar

502 504

Bar

602 604

606

Captain's cabin

Observation lounge/Lecture room

Observation lounge/Lecture room

Bar

501 503

502 504

Library

601 603

Deck office

Observation lounge/Lecture room

401

403 405 407DECK 409 4

T

411 413 415

T

T

417 419 421 425

423 427 429

401

403 405 407

409

411 413 415

T

T

417 419 421 425

423 427 429

402

404

406

408

602 604

606

401

410

403 405 407

Captain's cabin

412 414409

T T

416

418

420

411 413 415

422

424

426

502 504

428

Bar

417 419 421 425

423 402 427 429 404

Observation lounge/Lecture room

406

408

410

412 414

T T

416

418

420

422

424

426

428

3 205

4 206

201 203 205

202 204 206

402

Restaurant/Lecture room

404

406

Galley

401

T

408

Reception

Infirmary

Galley

DECK 2 DECK 3

Boarding Restaurant/Lecture area

room

Zodiac boarding area

201 203 205

202 204 206

402

410

403 405 407

404

406

408

Restaurant/Lecture room

Reception

410

409

301 303 305 307 309 311

412 414

T

Boarding area

Reception

302

T

304

Galley

Boarding area

Infirmary

T

T

T T

411 413 415

416

306 412 414

Infirmary

T

T

T T

Zodiac boarding area

418 420 422 424 426 428

417 419 421 423 425 427 429

416

201 203 205

418

202 204 206

301 303 305 307 309 311

Zodiac boarding area

420

301 303 305 307 309 311

302

422

302

304

424

304

426

306

306

428

Restaurant/Lecture room

A Vierbettkabine | Deck 2 | ca. 12 m² // Zwei Etagenbetten, Bullauge,

Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl,

Galley

301 303 305 307 309 311

B Dreibettkabine | Deck 2 | ca. 13 m² // Ein Etagenbetten, ein Einzelbett,

Bullauge, Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl

C Zweibettkabine | Deck 3 | ca. 13 m² // Zwei untenstehende Einzelbetten,

Bullauge, Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl

T

302 304 306

Reception

Infirmary

Boarding area

Zodiac boarding area

D Zweibettkabine | Deck 4 | ca. 13 m² // Zwei untenstehende Einzelbetten,

Fenster, Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl

E Zweibettkabine deluxe | Deck 4 | ca. 15 m² // Eckkabine, zwei

untenstehende Einzelbetten, mehrere Fenster, Dusche/WC, Schreibtisch,

Stuhl

F Doppel-Superiorkabine | Deck 4, 5, 6 | ca. 21 m² // Ein Doppelbett,

Fenster, Dusche/WC, Schreibtisch, Stuhl


LEBEN AN BORD

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ANSPRECHENDER, GEMÜTLICHER KOMFORT, GUTE VERPFLEGUNG,

FUNKTIONELLE EINRICHTUNG, WISSENSVERMITTLUNG UND TRAUM-

HAFTE AUSBLICKE – MEHR BRAUCHT ES AUF EXPEDITIONSSCHIFFEN

NICHT. DIE ERLEBNISSE UNTERWEGS SIND DER EIGENT-

LICHE HÖHEPUNKT DER REISE.

LUXUS UND EIN GROSSES UNTERHALTUNGSANGEBOT SUCHT MAN AUF UNSEREN SCHIFFEN

VERGEBLICH. Unsere Schiffe dienten einst wissenschaftlichen Zwecken und jetzt der Entdeckung

einzigartiger Regionen für interessierte Touristen. Der Weg ist hier das Ziel. Deswegen

sind daher ansprechender Komfort, legere Gemütlichkeit und eine gute Küche mit vielen

frischen Produkten. Dazu Möglichkeiten, von wo man den Blick auf das spektakuläre Geschehen

rund um das Schiff geniessen kann. Auch Lesemöglichkeiten, in denen man sein Wissen

über polare Themen vertiefen kann, befinden sich an Bord. Auf den grosszügigen Aussendecks

nehmen Sie die Arktis in sich auf und auf zugänglichen der Brücke beobachten Sie die

Mannschaft beim Navigieren. Das Bordrestaurant serviert köstliche Gerichte und wenn sich

die Gelegenheit bietet, stillen wissenschaftliche Vorträge den geistigen Hunger. Die Kabinen

sind funktional eingerichtet und gemütlich, die Hotelcrew sorgt für Ihr tägliches Wohlbefinden.

Wollen Sie mit der Aussenwelt kommunizieren, stehen Ihnen Internet und Satellitentelefon

gegen Gebühr zur Verfügung.

BORDSPRACHE Die Bordsprache ist in der Regel Englisch. Unsere Abfahrten heben sich

jedoch dadurch hervor, dass ein oder zwei deutschsprachige Reiseleiter Sie mit allen Informationen

versorgen. Ausserdem ist ein Teil des Expeditionsteams oder alle Mitglieder

deutschsprachig.

KLEIDUNG An Bord der Schiffe herrscht eine legere Atmosphäre. Die Kleidung sollte daher

bequem, zweckmässig dem Expeditionscharakter der Reise und dem lokalen Klima angepasst

sein. In den kühleren Breiten ist eine Kleidung nach dem „Schichtprinzip“ sinnvoll;

eine wind- und wetterfeste atmungsaktive Aussenschicht und wärmende Innenkleidung

(Funktionskleidung, z.B. Wolle, Seide oder Synthetikfaser bzw. Fleece), ggf. diese auch in

mehreren Lagen, um ein Schwitzen zu vermeiden. Selbst wenn draussen die Temperaturen

nicht unter dem Gefrierpunkt liegen, sorgen Wind und Spritzwasser für eine starke Abkühlung.

Da die Bootsanlandungen praktisch immer nass sind und es bei allen Landungen durch

den Permafrostboden feucht sein kann, erhalten Sie leihweise robuste Gummistiefel für die

Dauer der Reise.


28 – 29

AKTIVITÄTEN Die arktische Inselwelt Svalbards hautnah zu erleben ist das Ziel unserer Reisen.

Dazu sind wir mit dem Expeditionsteam zu Fuss auf verschiedenen Wanderungen und

Spaziergängen unterwegs. Ob in der feuchten, aber bunten Tundra Westspitzbergens oder

der kargen Polarwüste von Nordaustlandet gibt es immer Spannendes und Interessantes

zu entdecken. Oder wir fahren mit den wendigen Schlauchbooten der Küste entlang und

erleben aus einer anderen Perspektive majestätische Gletscherwände oder das reichhaltige

Vogelleben, immer begleitet mit interessanten Informationen des Expeditionsteams oder

des Reiseleiters. Svalbard bietet die Arktis in all seiner Reichhaltigkeit und Schönheit.

PERSÖNLICHE GESUNDHEIT Bei den Wanderungen gibt es normalerweise drei unterschiedliche

Gruppen (von zügig bis gemütlich). Um die Arktis richtig zu erleben sollten Sie genügend

Fit sein um an den Wanderungen teil zu haben. Natürlich können Sie auch an Bord

bleiben, sofern Sie dies vorziehen. Wir befinden uns fern medizinischer Versorgungstationen.

Regelmässige Behandlungen z.B. bei chronischen Leiden, sind nicht möglich. An Bord

steht ein Arzt zur Verfügung.

FINANZIELLES / NEBENKOSTEN AN BORD Bei unseren Spitzbergenreisen ist der Flug ab/bis

Startflughafen (siehe Beiblatt mit den Terminen und Preisen) nach Oslo und Longyearbyen

in der Economyklasse, Hotelübernachtung/en sowie die Schiffspassage in der gebuchten

Kategorie enthalten. Ferner sind sämtliche Landausflügen, Zodiactouren sowie Vollpension

an Bord im Preis inbegriffen. Beide Schiffe verfügen über eine Kaffeemaschine, welche die

Gäste jederzeit (kostenlos) benutzen können. Das Trinkgeld ist nicht im Reisepreis inbegriffen.

Es steht Ihnen frei, ob und welche Summe Sie geben möchten. Persönliche Auslagen

können an Bord mit Kreditkarten (MasterCard / VisaCard) oder in Bar (Euro / USD) beglichen

werden.

UNTERBRINGUNG AUF DEM SCHIFF Die MS Plancius sowie die MS Ortelius sind funktional

und komfortabel, jedoch keine klassischen Kreuzfahrtschiffe. Dennoch bieten sie alle notwendigen

Annehmlichkeiten, die den Aufenthalt an Bord zu einem bleibenden Erlebnis werden

lassen. Auch die Verpflegung an Bord lässt keine Wünsche offen und die internationalen

Küchenteams können beinahe alle Wünsche erfüllen.


FILM

DIE DVD LIEGT NICHT MEHR BEI?

Auf unserer Website können Sie sich gerne Ihr Exemplar

kostenfrei bestellen:

POLAR-NEWS.CH

FASZINATION IN BEWEGENDEN BILDERN

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In unseren Kurzfilmen aus eigener Produktion berichten wir live über das Reisen in polare Regionen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und spannende Unterhaltung


IM ÜBERBLICK

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SPITZBERGEN: FAKTEN

SPITZBERGEN – SVALBARD

Svalbard ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean.

Im deutschen Sprachgebrauch hat es sich eingebürgert, die gesamte Inselgruppe nach der

Hauptinsel Spitzbergen zu bezeichnen. Die Besiedlung Svalbards erfolgte in erster Linie ab

etwa 1900 wegen der reichen Kohlevorkommen. In neuerer Zeit gilt Svalbard als „grösstes

Labor der Welt“ für die Arktisforschung. In Ny Ålesund leben und forschen im Winter rund 30

Personen und im Sommer etwa 120 Personen verschiedenster Nationen.

FAUNA UND FLORA

Das Ökosystem reagiert sehr empfindlich auf jeden Eingriff, und die Blütezeit ist sehr kurz

in Spitzbergen. Das Pflücken von arktischen Gewächsen während der Landgänge ist daher

untersagt! Während der Expeditionsfahrten wird kein Müll ins Meer geleitet. Wir bitten auch

Sie, keinen Müll auf Landgängen zu hinterlassen.

KLIMA

Auf der Höhe von Spitzbergen scheint die Mitternachtssonne von Mitte April bis Mitte August.

Die Durchschnittstemperatur beträgt in Longyearbyen Mitte Juli 5 bis 10 Grad, die

Tageshöchstwerte können auch höher liegen. Das Wetter ist meist stabil, der Himmel ist oft

bedeckt. Auch Regen ist zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit.

POLARNEWS IST MITGLIED DER AECO – ASSOCIATION OF ARCTIC EXPEDITION CRUISE OPERATORS.

Die AECO ist ein internationaler Zusammenschluss von Veranstaltern von Expeditionskreuzfahrten

in arktische Gebiete. Mitglieder der AECO verpflichten sich, Expeditionsreisen in der

Arktis unter grösstmöglicher Berücksichtigung der sensiblen Umwelt, heimischen Kultur und

historischen Stätten durchzuführen sowie Sicherheit auf See und an Land zu gewährleisten.

IMPRESSUM

Auflage // 65.000

Herausgeber //

PolarNEWS AG

CH-8049 Zürich

Redaktion //

Michael Wenger

& Vreni Gerber

Redaktion Schweiz //

PolarNEWS AG

Ackersteinstrasse 20,

CH-8049 Zürich

Tel.: +41 44 342 36 60

Mail:

redaktion@polarnews.ch

Web: www.polarnews.ch

Redaktion Deutschland //

PolarNEWS

Am Kaltenborn 49-51

D-61462 Königstein

Layout //

and.kommunikationsdesign

D-67061 Ludwigshafen

Druck //

Pmc,

CH-8618 Oetwil

am See


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DER WELT KÖNNEN SIE GRATIS ABONNIEREN:

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POLARNEWS | ACKERSTEINSTRASSE 20 | CH-8049 ZÜRICH

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SPITZBERGEN REISEN 2018

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SPITZBERGEN – EISBÄREN SPEZIAL

04.06. – 13.06.2018 // MS ORTELIUS Tour 867402-01

28.06. – 07.07.2018 // MS PLANCIUS Tour 867402-02

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

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EZ-Zuschlag Landprogramm : + CHF 180.–

SPITZBERGEN UMRUNDUNG

05.07. – 15.07. 2018 // MS PLANCIUS Tour 867405-01

14.07. – 24.07. 2018 * Tour 867400-01

23.07. – 02.08. 2018 * Tour 867400-02

10.08. – 20.08. 2018 Tour 867406-01

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

6.590 7.550 8.330 8.790 9.290 9.990

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FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.17 CHF 400.–

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* MS PLANCIUS EXKLUSIVREISE FÜR POLARNEWS- UND IKARUS TOURS REISEGÄSTE

KABINENKATEGORIEN

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Kategorie A: = Vierbettkabine mit Bullauge *

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Kategorie B: = Dreibettkabine mit Bullauge *

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Kategorie C: = Zweibettkabine mit Bullauge *

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Kategorie D: = Zweibettkabine mit Fenster *

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Kategorie E: = Zweibett-Deluxekabine mit Fenster

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Kategorie F: = Doppel-Superiorkabine mit Fenster

Sämtliche Kabinen verfügen über ein Bad mit

Dusche und WC

* Buchung einer „halben“ Kabine resp. 1 Bett ist

möglich

Erläuterungen:

EK-Zuschlag = Zuschlag Kabine zur Alleinbenutzung

EZ-Zuschlag Landprogramm = Hotelzimmer zur

Alleinbenutzung (bei Buchung einer „halben“

Kabine)

TOURLEISTUNGEN

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Linienflüge ab/bis Zürich in der Economyklasse

inkl. Steuer und Gebühren

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Hotelübernachtung/en

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kulturelle und geschichtliche Führung in

Longyearbyen

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Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

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Vollpension an Bord

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alle Landgänge und Zodiacfahrten

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deutschsprachige PolarNEWS Reiseleitung

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erfahrenes Expeditionsteam an Bord

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Informationen zu Flora, Fauna und Tierwelt

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Gummistiefel während der Schiffsreise

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Reiseführer Spitzbergen

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PolarNEWS Reiserucksack

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Informationstreffen vor der Reise in Zürich

ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

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Bei Buchung 20% des Reisepreises

Restzahlung 45 Tage vor Reiseantritt

SPITZBERGEN UMRUNDUNG MIT KVITOYA

19.08. – 29.08.2018 // MS PLANCIUS Tour 867407-01

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

6.590 7.550 8.330 8.790 9.290 9.990

EK-Zuschlag: 6.220 6.590

FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.17 CHF 200.–

EZ-Zuschlag Landprogramm : + CHF 180.–

ANNULLATIONSBEDINGUNGEN

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bis 90 Tage vor Reisebeginn 20% des Reisepreises

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89 – 60 Tage vor Abreise 50% des Reisepreises

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59 – 0 Tage vor Abreise 95% des Reisepreises

BEDINGUNGEN FÜR EXKLUSIVREISEN *

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bis 90 Tage vor Reisebeginn 20% des Reisepreises

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89 – 80 Tage vor Abreise 50% des Reisepreises

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79 – 0 Tage vor Abreise 95% des Reisepreises

Diese PolarNEWS-Leserreisen werden von unserem

Partner IKARUS TOURS mitveranstaltet.

SPITZBERGENREISEN 2019 → BITTE WENDEN


SPITZBERGEN REISEN 2019

TERMINE UND PREISE in CHF pro Person

SPITZBERGEN – EISBÄREN SPEZIAL

02.06. – 11.06.2019 // MS PLANCIUS Tour 967402-01

16.06. – 25.06.2019 // MS PLANCIUS Tour 967402-02

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

6.650 7.370 7.970 8.350 8.790 9.600

EK-Zuschlag: 5.930 6.290

FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.18 CHF 300.–

EZ-Zuschlag Landprogramm : + CHF 180.–

SPITZBERGEN UMRUNDUNG

02.07. – 12.07. 2019 // MS PLANCIUS Tour 967405-01

11.07. – 21.07. 2019 * // MS PLANCIUS Tour 967400-01

20.07. – 30.07. 2019 * // MS PLANCIUS Tour 967400-02

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

7.130 8.630 9.640 9.880 10.610 10.990

EK-Zuschlag: 6.890 7.690

FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.18 CHF 300.–

FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.18 CHF 500.– FÜR DIE EXKLUSIVREISE

EZ-Zuschlag Landprogramm : + CHF 180.–

* MS PLANCIUS EXKLUSIVREISE FÜR POLARNEWS- UND IKARUS TOURS REISEGÄSTE

KABINENKATEGORIEN

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Kategorie A: = Vierbettkabine mit Bullauge *

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Kategorie B: = Dreibettkabine mit Bullauge *

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Kategorie C: = Zweibettkabine mit Bullauge *

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Kategorie D: = Zweibettkabine mit Fenster *

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Kategorie E: = Zweibett-Deluxekabine mit Fenster

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Kategorie F: = Doppel-Superiorkabine mit Fenster

Sämtliche Kabinen verfügen über ein Bad mit

Dusche und WC

* Buchung einer „halben“ Kabine resp. 1 Bett ist

möglich

Erläuterungen:

EK-Zuschlag = Zuschlag Kabine zur Alleinbenutzung

EZ-Zuschlag Landprogramm = Hotelzimmer zur

Alleinbenutzung (bei Buchung einer „halben“

Kabine)

TOURLEISTUNGEN

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Linienflüge ab/bis Zürich in der Economyklasse

inkl. Steuer und Gebühren

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Hotelübernachtung/en

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kulturelle und geschichtliche Führung in

Longyearbyen

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Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

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Vollpension an Bord

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alle Landgänge und Zodiacfahrten

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deutschsprachige PolarNEWS Reiseleitung

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erfahrenes Expeditionsteam an Bord

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Informationen zu Flora, Fauna und Tierwelt

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Gummistiefel während der Schiffsreise

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Reiseführer Spitzbergen

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PolarNEWS Reiserucksack

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Informationstreffen vor der Reise in Zürich

SPITZBERGEN UMRUNDUNG MIT KVITOYA*

18.08. – 31.08.2019 // MS ORTELIUS Tour 967407-01

Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Kat. E Kat. F

8.330 9.290 10.850 11.570 11.990 12.990

EK-Zuschlag: 7.320 7.850

FRÜHBUCHERRABATT BIS 31.12.18 CHF 300.–

EZ-Zuschlag Landprogramm : + CHF 180.–

* Die Reise im 2019 hat einen anderen Tourverlauf als in der Dokumentation beschrieben

ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

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Bei Buchung 20% des Reisepreises

Restzahlung 45 Tage vor Reiseantritt

ANNULLATIONSBEDINGUNGEN

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bis 90 Tage vor Reisebeginn 20% des Reisepreises

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89 – 60 Tage vor Abreise 50% des Reisepreises

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59 – 0 Tage vor Abreise 95% des Reisepreises

BEDINGUNGEN FÜR EXKLUSIVREISEN *

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bis 90 Tage vor Reisebeginn 20% des Reisepreises

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89 – 80 Tage vor Abreise 50% des Reisepreises

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79 – 0 Tage vor Abreise 95% des Reisepreises

Diese PolarNEWS-Leserreisen werden von unserem

Partner IKARUS TOURS mitveranstaltet.

SPITZBERGENREISEN 2018 → BITTE WENDEN

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