stahlmarkt 12.2017 (Dezember)

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20 K Steel International

Höhere Investitionen und robuste Exporte

Eurofer erwartet 2018 weiter steigenden Stahleinsatz

Brüssel. Die Rahmenbedingungen für die Stahl einsetzende Industrie

Europas verbessern sich. Steigende Investitionen und ein lebhaftes

Exportgeschäft dürften die Stahlnachfrage im Jahr 2017 um 2,3 %

erhöhen und auch im kommenden Jahr für eine weitere Erholung sorgen.

In welchem Umfang die heimischen

Stahlerzeuger von dieser positiven Entwicklung

profitieren werden, prognostizierte der

europäische Stahlverband Eurofer nicht. Er

verwies stattdessen auf die anhaltend hohen

Importe, die auch weiterhin das größte Risiko

für das Gleichgewicht des europäischen

Stahlmarktes seien.

Nachdem der sichtbare Stahleinsatz im

ersten Quartal des Jahres 2017 gegenüber

dem Vorjahr kräftig gestiegen war, zeigte

sich im zweiten Quartal ein leichter Rückgang.

Dies erklärt der Verband eher mit

einer technischen Korrektur aufgrund des

zyklischen Geschäftes als mit einer Ab -

schwächung infolge einer nachlassenden

Nachfrage.

Drittländerimporte bleiben

eine Bedrohung

Unglücklicherweise hätten die europäischen

Stahlerzeuger die Hauptlast dieser kleinen

Delle tragen müssen, teilte der Verband mit.

Ihr Absatz im Binnenmarkt reduziert sich um

3,5 %. Indes stiegen die Importe aus Drittländern

im gleichen Zeitraum um mehr als

10 %. »Trotz rückläufiger Importe aus China

und einigen anderen Ländern aufgrund von

Antidumpingmaßnahmen sind die Einfuhren

aus Drittländern im zweiten Quartal

erneut gestiegen«, sagte Eurofer-Generaldirektor

Axel Eggert.

Erste Berechnungen des sichtbaren Stahleinsatzes

im dritten Quartal 2017 deuten

auf eine Rückkehr von europäischen Stahleinkäufern

im Markt hin. Der bereits im

zweiten Quartal erfolgte Lagerabbau dürfte

zudem die Abgänge im dritten Quartal

geringer als üblich ausfallen lassen. Für das

Schlussquartal 2017 rechnet der Stahlverband

mit einem weiteren Anstieg des Stahleinsatzes,

allerdings würden die Lagerbestände

von Anfang Oktober bis Ende De -

zember traditionell reduziert.

Im Jahr 2018 wird der Stahleinsatz nach Einschätzung

von Eurofer vor allem von einer

Aufhellung der realen Stahlnachfrage in der

EU profitieren. Hinzu komme eine leichte

Unterstützung aus dem Lagerbestand. Die

Erholung der Stahlnachfrage, die im Jahr

2014 begonnen hat, dürfte sich 2018 weiter

fortsetzen.

Die Stahl einsetzende Industrie der Europäischen

Union wird nach Schätzungen des

Verbandes ihre Erzeugung um 1,9 % erhöhen.

Hierzu würden höhere Investitionen,

ein anziehender privater Konsum und höhere

Exporte beitragen.

Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen

Gemeinschaft soll Eurofer zufolge im

Jahr 2018 um 1,9 % steigen – nach einem

Zuwachs von 2,1 % im Jahr 2017. Immer

mehr Staaten würden von besseren Rahmenbedingungen

profitieren, hieß es weiter.

Hierzu gehören hohe Zufriedenheitsindikatoren

und gute Entwicklungen auf den

Arbeitsmärkten sowie in den Dienstleistungs-

und Herstellungsbereichen.

(sm 171205686)

stahlmarkt 12.2017

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