stahlmarkt 12.2017 (Dezember)

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Stahlmarkt-Barometer, Digitale Transformation, Steel International, Markieren & Kennzeichnen, Bauen mit Stahl, Steel Art & Culture, EMO Nachbericht

36 K Markieren & Kennzeichnen

Durchsatz als bei der statischen Kennzeichnung

ermöglicht, da die Teile nicht anhalten

und an einer Kennzeichnungsstation warten

müssen. Mithilfe der Ad-hoc-Markierung

lässt sich jedes Teil schnell und dauerhaft

kennzeichnen, ohne zusätzliche Schritte

unternehmen zu müssen.

Der Einsatz von Laser und Continuous Ink

Jet (CIJ) sind zwei Möglichkeiten, die für die

Ad-hoc-Kennzeichnung eingesetzt werden

können – je nach Substrat und Kennzeichnungsanforderungen.

Faserlaser eignen sich

besonders gut für die Ad-hoc-Kennzeichnung,

da das dabei verwendete Licht eine

Wellenlänge hat, die speziell eingesetzt wird,

um deutlich lesbare und kontrast reiche

Kennzeichnungen auf Metalle zu drucken.

Laserkennzeichnungen sind zudem lange

haltbar, auch in rauen Umgebungen. Faserlaser

sind schnell genug, um auch mit

schnellen Produktionslinien Schritt zu halten.

Die CIJ-Technik kann in einigen Fällen die

bessere Lösung sein, wenn es darum geht,

kontrastreiche Kennzeichnungen auf be -

stimmte Substrate wie Etiketten zu drucken.

Außerdem eignet sie sich für das Kennzeichnen

von Teilen, die nur schwer mit Lasern

bedruckt werden können.

Aufgrund der zunehmenden Automatisierung

kann es erforderlich sein, einen maschinenlesbaren

Barcode oder Ausrichtungsmarkierungen

aufzudrucken – zusätzlich zu

den herkömmlichen alphanumerischen Fertigungsinformationen.

Die Ad-hoc-Kennzeichnung

mithilfe fortschrittlicher Kennzeichnungssysteme

schafft die Möglichkeit,

Kennzeichnungsanforderungen einzuhalten,

während die Produktionsgeschwindigkeit

auf einem hohen Niveau bleibt.

Für die Kennzeichnung stehen also zahlreiche

Wahlmöglichkeiten zur Verfügung –

von der CIJ- und Lasertechnik bis hin zu

Aspekten wie Geschwindigkeit, Tinten,

Kennzeichnungsposition, Substrattyp und

Aufstellungsort des Markiersystems.

Plasmamarkierung mit

zwei Methoden

Die Kjellberg Finsterwalde Plasma und

Maschinen GmbH, Finsterwalde, stellt mit

dem FineMarker ein System zur Verfügung,

mit dem Plasma- (Bild 3) und Autogen-

Brennschneidanlagen ausgerüstet werden

können, um Markierungen auf Metalle aufzubringen.

Es handelt sich dabei um eine

autonom arbeitende Einheit, die jederzeit in

das Schneidsystem integrierbar ist. Angesteuert

wird sie über das Führungssystem.

Des Weiteren beinhalten die präzisen Plasmaschneidanlagen

der HiFocus- und Smart-

Focus-Reihe eine Plasmamarkierfunktion.

Ohne Wechsel der Verschleißteile des Brenners

können sowohl der Zuschnitt als auch

die Markierung vorgenommen werden. Realisiert

wird dies durch eine geeignete Prozesssteuerung,

mit der auf dem Material

Markierungen ab 5 A aufgebracht werden

können.

In jedem Falle kann der Anwender selbst

entscheiden, welche Stärke bzw. Tiefe die

Markierung aufweisen soll. Von einfachen

Anlauffarben des Metalls, die nach dem

Lackieren nicht mehr zu sehen sind und keinen

Einfluss auf das Materialgefüge nehmen,

bis hin zu tieferen Kerben, für Sichtbarkeit

auch nach einer Oberflächenbehandlung,

ist mit Plasma alles möglich.

Plasmamarkieren ist das Kennzeichnen

von elektrisch leitfähigen Materialien mittels

des Plasmastrahls mit variablen Linientiefen

und -breiten für die weitere Bearbeitung.

Die Markierungsart ist abhängig vom Markierstrom

und der Markiergeschwindigkeit.

Möglich sind maßliche Markierungen, das

Anreißen zum Ausschneiden, Körnungen

für Bohrungen und Zentrierpunkte sowie

Beschriftungen.

Das Markieren erfolgt ohne den Wechsel

von Verschleißteilen. Es ist eine variable

Markierintensität und die einfache Integration

in die CNC-Steuerung möglich. Der

geringe Wärmeeintrag minimiert den Verzug,

der Markierstrom ist stufenlos einstellbar.

Eine separate Markiereinheit erweitert

bestehende Plasma- und Autogenschneidanlagen.

Das Plasmamarkieren erfolgt mit

einem Markierstrom von 5 bis 50 A und mit

einer Geschwindigkeit bis 1.200 mm/min.

Es können Zeichen ab 8 mm Höhe aufgebracht

werden; die Markiertiefe reicht bis

2 mm, die Markierbreite bis 2,5 mm.

RFID im Coil-Management

etabliert

Ein Profilhersteller ging in der Lagerverwaltung

für Vormaterial neue Wege, indem er

die RFID-Technik ins Coil-Management im -

plementierte. Obwohl die Umstellung auf

automatisierte Kennzeichnung per Funk auf

den ersten Blick kostenintensiv schien und

einige Hürden zu überwinden waren, hat

(Foto: Kjellberg)

(Foto: S+P Samson)

Bild 3. Markieren mit dem Plasmabrenner PerCut 451.

Bild 4. Beispiel eines RFID-Etiketts.

stahlmarkt 12.2017

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