Starke Argumente. Starke Persönlichkeiten.

neomedia

Geschichten aus dem Landkreis Vechta.

STARKE ARGUMENTE.

STARKE PERSÖNLICHKEITEN.

Geschichten aus dem Landkreis Vechta


Starke Argumente

Starke Persönlichkeiten

Geschichten aus dem Landkreis Vechta


KIEL

HAMBURG

AMSTERDAM

BREMEN

Landkreis Vechta

HANNOVER

Visbek

WERPEN

DÜSSELDORF

Goldenstedt

GIEN

Bakum

Vechta

Dinklage

Lohne (Oldb)

Holdorf

Steinfeld (Oldb)

Damme

Neuenkirchen-Vörden


Landkreis Vechta

in Zusammenarbeit mit der

neomediaVerlag GmbH


| 4 5

Impressum

Herausgeber

neomediaVerlag GmbH

Industriestraße 23, 48653 Coesfeld

Tel. 02546 9313-0

info@neomedia.de

www.neomedia.de

In Zusammenarbeit mit:

Landkreis Vechta

Ravensberger Straße 20

49377 Vechta

Tel. 04441 898-0

info@landkreis-vechta.de

www.landkreis-vechta.de

Idee und Konzeption

Rainer Wendorff

Redaktion/Lektorat/Texte

Landkreis Vechta

Jochen Steinkamp

Eva-Maria Dorgelo

neomediaVerlag GmbH,

Günter Poggemann

Wagner - Büro für CSR, Marketing

und Kommunikation

Barbara Wagner

Grafik/Layout

Kerstin Katemann

Projektakquise

Annette Rebers

Bildnachweis

Bitter & Co Werbeagentur GmbH,

Auferkamp, S. 10; Eva-Maria Dorgelo,

S. 18, 32, 54, 67, 113, 116, 126, 144, 178,

182, 186, 189, 192, 212; Engelkes, S. 113;

Imke Folkerts, S. 98; foto-hoelzen GmbH,

Gerald Lampe, S. 25, 26, 42, 44, 45,

57, 58, 82, 72, 73, 83, 84, 85, 89, 93, 97,

101, 102, 103, 108, 109, 110, 115, 133,

136, 137, 141, 145, 148, 149, 153, 154,

155, 159, 184, 185, 195, 196, 197, 204,

205, 209, 210, 211; Gemeinde Goldenstedt,

S. 105, 106, 130, 164; Gemeinde

Holdorf/Vollmer, S. 88, 179; Gemeinde

Neuenkirchen-Vörden/Biernath, S. 50,

187; Gemeinde Neuenkirchen-Vörden/

Perian, S. 39, 40, 132, 214; Gemeinde

Neuenkirchen-Vörden/Steinkamp, S.

170; Gemeinde Neuenkirchen-Vörden/

Stuckenberg, S. 163; Gemeinde Neuenkirchen-Vörden/Walter,

S. 61; Gemeinde

Steinfeld/Hoffmann, S. 91, 92, 144,

148; Gemeinde Visbek, S. 78, 80, 194;

Timo Lutz, S. 13, 52, 63, 75, 76, 77, 127,

139, 143, 156, 190, 207, 208; Michael

Nath, S. 11; Oldenburgische Volkszeitung/Smalian,

S. 213; Private Hochschule

für Wirtschaft und Technik, S.

22, 24; Willi Rolfes, S. 12, 15, 19, 20, 31,

33, 56, 100, 118, 119, 128, 162, 183, 193;

Georg Rosenbaum, S. 169; Stadt Damme,

S. 23, 64, 67, 68, 95, 96, 199; Stadt

Damme/Kruthaup, S. 37, 47, 181; Stadt

Damme/Nath, S. 87; Stadt Dinklage, S.

16, 17, 99, 121, 122; Stadt Lohne/Tombrägel,

S. 151; Stadt Vechta, S. 34, 172;

Tino Trubel, S. 114; Barbara Wagner, S.

38, 50, 55, 78, 104, 142, 198

Porträt- und Firmenfotos stammen,

soweit nicht anders vermerkt, von

den jeweiligen Personen und

Unternehmen.

Printed in Germany 2017

Das Manuskript ist Eigentum des

Verlages. Alle Rechte vorbehalten.

Dem Buch liegen neben den Beiträgen

der Autoren Darstellungen und Bilder

der Firmen und Einrichtungen zugrunde,

die mit ihrer finanziellen

Beteiligung das Erscheinen des Buches

ermöglicht haben.

Druck

Druckerei Rießelmann GmbH

49393 Lohne

Bibliographische Information der

Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet

diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie;

detaillierte Daten

sind im Internet über http://dnb.dbb.de

abrufbar.

ISBN 978-3-931334-78-9

Das Landkreisbuch Vechta „Starke Argumente – starke Persönlichkeiten“ wird herausgegeben in einer Buchreihe

der neomediaVerlag GmbH, in der bisher folgende Bücher erschienen sind:

- Der Landkreis Ravensburg – ganz persönlich

- Der Ostalbkreis – ganz persönlich

- Das Coburger Land – ganz persönlich

- Landkreis Lörrach – ganz persönlich

- Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald - AugenBLICKE

- Kursbuch Zukunft – Landkreis Ravensburg

- Der Ortenaukreis – ganz persönlich

- Der Landkreis Schwäbisch Hall – ganz persönlich

- Landkreis Heidenheim – ganz persönlich

- Bottrop – meine Stadt

- Rhein-Pfalz-Kreis – rein persönlich

- Landkreis Göppingen – Überraschend.Persönlich.

- 200 Jahre – Landkreis Merzig-Wadern – ganz persönlich

- Rheingau-Taunus-Kreis – ganz persönlich

- Landkreis Aichach-Friedberg – ganz persönlich

- Landkreis Oberallgäu – ganz persönlich

- Hagen – ganz persönlich

- Der Landkreis Marburg-Biedenkopf – ganz persönlich

- Kreis Plön – ganz persönlich

- Der Landkreis Gifhorn – ganz persönlich


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

Inhalt

10 Mit Mut und Tatkraft

Landrat Herbert Winkel

14 Von der Pferdehochburg an die

Weltspitze

Kristina Bröring-Sprehe

18 Dicke Bretter bohren

Uwe Bartels

22 Aus der Region, für die Region

Prof. Dr. Ludger Bölke

25 Experte für den Abfüll- und

Verschließprozess

ALWID Sondermaschinenbau GmbH

26 Leidenschaft für gutes Klima

airpool Lüftungs- und

Wärmesysteme GmbH

28 Teilhabe durch Partnerschaft

Andreaswerk e. V.

30 Zeit, sich aus der Deckung zu

wagen

Silvia Breher

32 Von Hünengeistern und

kreischenden Kranichen

Katharina Bornhorn

35 Qualität als Maßstab

Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co. KG

36 Mit dem Herz in der Hand

Ansgar Brinkmann

38 „Vom Acker machen

gibt es nicht“

Regina Bye

41 Engagiert. Und geerdet.

Die Familie Bröring

42 Mit Verantwortung und

Leidenschaft

Autohaus Anders GmbH

44 Wo junge Mitarbeiter

ihre Zukunft gestalten

Bergmann GmbH & Co. KG

46 Die zweite Heimat Lohne

Ali Boydak

49 Technologie für das

Auto von morgen

BOGE Rubber & Plastics

50 „Wie möt wat daun!“

Bernard Dalinghaus

53 Tolle Knollen aus Holdorf

Kartoffel – Entrup GmbH & Co. KG

54 „Mensch – ich mag Dich!“

Werner Fangmann


| 6 7 INHALT

57 Neue Wege Richtung Zukunft

Fachkliniken St. Marien –

St. Vitus GmbH

58 Eine Anwältin im Herzen

der Agrartechnik

Ludwig Bergmann GmbH,

Maschinenfabrik

60 Mit der Heimat im Herzen

im Rausch der Geschwindigkeit

Lukas Fienhage

62 Die Kreisstadt Vechta –

die Perle des Nordens

Hans Höffmann

66 Der Dammer Carneval und

die Menschen im Landkreis

Benno Goda

69 Der Spezialist für Pipelinerohre

Finke Spezialtransporte GmbH

70 Familienbetrieb und

Weltmarktführer

Big Dutchman in Vechta-Calveslage

72 Rundum-Dienstleister im

Paragrafendschungel

Bode & Partner Partnerschaftsgesellschaft

mbB – Steuerberater,

Rechtsanwälte

74 Heimat – nicht nur ein Ort,

sondern ein Gefühl

Florian Hinxlage

78 Ein starkes Netzwerk für Litauen

Alfons Hoping

81 Steinmanufaktur – von der

Natur inspiriert

Gerwing Steinwerke GmbH

82 Unstillbarer Durst nach

Erfindungen

Büscherhoff Packaging Solutions GmbH

84 Ein Lebenswerk auf dem

Weg in die Zukunft

delo: Dettmer Verpackungen

GmbH & Co. KG

86 Glaube und Kultur – starke

Argumente für die Region

Dr. Gabriel Isenberg

89 Perfekt verpackt – seit mehr

als 100 Jahren

Hackstedt Verpackungswerk

GmbH & Co. KG

90 Aufsteh´n, aufeinander zugeh´n

Silvaraju Kativallu

93 Am Puls der Modeszene

Modehaus Hartke

94 Heimat und Quelle der Inspiration

Bernd Kessens

97 Als es in Lohne Licht wurde

Franz Holthaus Elektro GmbH


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

98 Tempo im Profisport, Rückhalt

aus der Heimat

Madita Kohorst

101 Starke Marke aus Rechterfeld

Peter Kröger GmbH

102 Vom Elektriker zum Landwirt

und Tierwirt

Alfons Diekmann GmbH Elektrotechnik

– Loher Landei GmbH & Co. KG

104 Berufung aus Menschenmund

Elke Koopmann

107 Beruflich und privat heimisch

im Oldenburger Münsterland

Dr. Lodde und Kollegen

108 Wo Künstler und Querdenker

gefragt sind

Eisengießerei Dinklage GmbH

110 Tief verwurzelt in der Region

Erzeugergroßmarkt Langförden-

Oldenburg eG

112 Stolz, ein „Sohn“ des

Landkreises zu sein

Clemens-August Krapp

115 Brandmeister, Ehemann,

Firmengründer in einem Jahr

Lüers Maschinen- und Stahlbau GmbH

116 Mit den Menschen in Goldenstedt

im Einsatz für die Natur

Christiane Lehmkuhl

120 Gelebte Menschlichkeit und

christliche Werte

Sr. Franziska Lukas OSB

123 Richtungsweisende

Fleischtechnologie aus Mühlen

Meat Cracks Technologie GmbH

124 Die Welt im Blick,

in Visbek verwurzelt

EW GROUP GmbH

126 Von Bad Waldsee über Vechta

nach Europa

Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Mayer

130 Zum Erdbeeren klau´n,

ruckzuck über´n Zaun

Anja Muhle

133 Experten für Möbelinnenausbau

Georg Meyer Tischfabrik GmbH & Co. KG

134 Den Frauen auf der Spur

GRIMME Landmaschinenfabrik

GmbH & Co. KG

136 Der Duft des Torfes

HAWITA Gruppe GmbH

138 Vom Heimkind zum

Weltrekordkünstler

Thommes Nentwig

141 Hightech – von und für Profis

P+M Schweißtechnik Vertriebs GmbH


| 8 9 INHALT

142 Wirtschaftskunde zur

Abendstunde

Juliane und Simon Overmeyer

145 Zu den Nachrichten ein

Schinkenbrot

Rheinischer Hof –

Hotel, Restaurant, Festsaal

146 Menschen verstehen,

Zukunft denken

Die LzO im Landkreis Vechta

148 Kreative Arbeit in

historischer Idylle

Meyerhof Holding GmbH & Co. KG –

Dr. B. Kiene & Kollegen GmbH

150 „Wir sind halt im

Landkreis Vechta …“

Oliver Peters

153 Die Umweltdruckerei im

Oldenburger Münsterland

Druckerei Rießelmann GmbH

154 Ein Marktführer in der

Kunststoffrohrbranche

Gebr. Ostendorf Kunststoffe GmbH

156 Eine Welt rund um die Musik

Anna Reckzeh

159 Querdenker für unvergessliche

Momente

Road Sound Veranstaltungstechnik GmbH

160 Antrieb aus Leidenschaft

POLYTEC PLASTICS Germany

GmbH & Co. KG

162 Das Moor als Vision einer

ungestörten Naturinsel

Willi Rolfes

165 Mit Sicherheit in die Höhe

Schickling Arbeitsbühnen GmbH

166 Innovative und effektive

Lösungen aus Kunststoff

Pöppelmann GmbH & Co. KG

168 In der Großstadt aufgewachsen,

fest verwurzelt im Landkreis Vechta

Georg Rosenbaum

170 Ein Reisender

zwischen den Welten

Prof. Dr. Burghart Schmidt

173 Urlaub hat einen Namen …

Schomaker Reisen

174 Eine Familie setzt auf

Schweinefleisch höchster Qualität

Schmitz GmbH

176 Zwei Silozüge, Geschäftssinn

und eine Menge Mut

Paul Schockemöhle Logistics Gruppe

177 PS – das Markenzeichen in

der Reitsportwelt

Paul Schockemöhle Pferdehaltung

GmbH


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

178 Ein Landkreis mit seinem

„typischen Geruch“

Andrea Stangenberg

180 Nicht nur ein starker

Tourismusstandort

Bernd Stolle

184 Dem Convenience-Trend auf

der Spur

Gebr. Stolle – Plukon Vertriebs GmbH

186 Das Beste daraus gemacht

Joseph Strieker

188 Die Schützenuniform in die

Wiege gelegt

Mario Trumme

191 Maßgeschneiderte Lösungen

für besondere Ansprüche

Sprematec GmbH Sondermaschinenbau

192 Auf dem Hochsitz –

morgens um vier

Heinrich Voet

195 Zum Boxenstopp nach

Bakum-Harme

Südbeck Nutzfahrzeuge GmbH

200 Nich´ lang schnacken –

mitmachen!

Dirk Witte

202 Augenblicke des Glücks

Bäckerei Bernard Wolke GmbH & Co. KG

204 Wilmerings Gespür für Mobilität

Gerhard Wilmering GmbH & Co. KG

206 Durch Hürden zum persönlichen

Wachstum

Rainer Wördemann

209 Verlässlicher Partner für

die Futtermittelproduktion

Deutsche Vilomix Tierernährung GmbH

– Part of the Vilofoss Group

210 Die Zukunft hat begonnen ...

Zerhusen Kartonagen GmbH

212 Ich war ein Zugereister

Wolfgang Zapfe

215 Von Norddöllen in die Welt

Holzmühle Westerkamp GmbH

216 Übersicht der PR-Bildbeiträge

196 Wie Zahnziehen von einem

Hochhaus aus

TOP TOOLS GmbH

198 Wenn eine Tür zufällt,

öffnen sich neue

Thomas Wedig


| 14 15 KRISTINA BRÖRING-SPREHE

Von der Pferdehochburg

an die Weltspitze

KRISTINA BRÖRING-SPREHE ERZÄHLT AUS IHREM

LEBEN UND VON IHRER GROßEN LEIDENSCHAFT:

DEN PFERDEN.

Kristina Bröring-Sprehe / geb. 1986 in Lohne, verheiratet, wohnhaft

in Dinklage / 2006 Abitur / BWL-Studium an der Universität

Oldenburg / erste Ehrenmedaillen-Trägerin der Spanischen Hofreitschule

in Wien sowie „Meggle-Champion of Honour“ für ihren

vorbildlichen, fairen und partnerschaftlichen Umgang mit Pferden

und als Verfechterin der Tradition klassischer Reitkunst.

Sportliche Erfolge: 2016 Team-Gold und Einzel-Bronze bei den

Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, 2012 Team-Silber bei den

Olympischen Spielen in London / 2014 Mannschafts-Weltmeisterin

und Einzel-Bronze in Caen/Frankreich / 2013 Mannschafts-Europameisterin

in Herning/Dänemark / 2015 Einzel-Silber bei den Europameisterschaften

in Aachen / 2014 und 2015 Deutsche Meisterin in

Balve / 2014 Nationenpreissieg beim CHIO Aachen

Als Pferdeliebhaberin in der Pferdehochburg Landkreis

Vechta geboren und aufgewachsen zu sein, war vielleicht

mein großes Glück: Wer weiß, ob ich anderswo

meinen Weg als erfolgreiche Dressurreiterin hätte gehen können.

Die ersten fünf Jahre meines Lebens habe ich zusammen mit

meiner Zwillingsschwester Tanja und meinen Eltern in Lohne

verbracht. Wir sind wohlbehütet auf einem großzügigen

Grundstück mit weitläufigem Garten aufgewachsen. Dort hatten

wir Platz für allerlei weitere „Bewohner“: Hunde, Kaninchen,

Hühner, Schafböcke. Die Liebe zu Tieren, sie ist somit

schon sehr früh in mir geweckt worden.

Im Alter von drei Jahren schenkte uns unser Vater Paul unser

erstes Shetlandpony. Pferde spielten in seiner Familie schon

lange eine bedeutende Rolle: Sein Vater, mein Opa, züchtete

Pferde, setzte sie in der Landwirtschaft ein, trainierte sie während

des Krieges. Mein Vater hat diese enge Beziehung zu

Pferden von ihm geerbt. Er hat auf dem elterlichen landwirtschaftlichen

Betrieb, wo auch noch Pferde zum Einsatz kamen,

gearbeitet. Reiten war eher nebensächlich. Zusammen

mit seinem Bruder Albert baute er das erfolgreiche Familiengestüt

Sprehe in Löningen-Benstrup auf.

Nach unserem Umzug nach Dinklage traten meine Schwester

und ich in den dortigen Ponyclub ein. Schnell waren auch wir

vom Pferdevirus infiziert: Wir kümmerten uns täglich um

unser Pony, ritten gemeinsam aus und hatten eine Menge

Spaß. Daraus wurde schnell mehr. Während sich meine

Schwester in der Jugend auf das Springreiten fokussierte, ent-


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

EIN WEITERES WICHTIGES

PUZZLETEIL IN MEINEM

LEBEN ALS SPITZENSPORTLERIN

IST AUCH DIE REGION, IN DER

ICH LEBE: DAS OLDENBURGER

MÜNSTERLAND UND HIER IM

BESONDEREN DER LANDKREIS

VECHTA.

deckte ich meine Leidenschaft für die Dressur. Im Alter von

zwölf Jahren nahm ich mit meinem damaligen Pony Nathan

erstmals an deutschen Meisterschaften teil. 2002 qualifizierten

wir zwei uns für die Pony-Dressureuropameisterschaften.

Ein Jahr später startete ich bei den Junioren – und gewann

zum ersten Mal eine Einzelmedaille bei einem internationalen

Championat. Im selben Jahr wurde ich Deutsche Meisterin in

meiner Altersklasse. Bis zum Ende meiner Jung-Reiter-Periode

folgten weitere erfolgreiche Teilnahmen an internationalen

Championaten.

Eine spannende, sehr aufregende Zeit – in der ich spürte, wie

wichtig es ist, ein passendes Umfeld zu haben. Vor allem meine

Familie hat mich auf meinem Weg an die Weltspitze schon

immer sehr unterstützt. Mein Vater etwa ist bei jedem Turnier


| 18 19 UWE BARTELS

Dicke Bretter bohren

ES LOHNT SICH, SICH ZU ENGAGIEREN.

DIES FAZIT ZIEHT UWE BARTELS NACH VIELEN JAHREN DER

POLITISCHEN ARBEIT IN VERSCHIEDENSTEN POSITIONEN.

Uwe Bartels / geb. 1946 in Quakenbrück, wohnhaft in Vechta, verheiratet, zwei

Kinder / Lehrer / 1966 Abitur Gymnasium Antonianum Vechta / 1968 Studium an

der Pädagogischen Hochschule Vechta / seit 1972 Mitglied der SPD / 1972 bis 2005

Ratsherr der Stadt Vechta / 1977 bis 1990 Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion / 1976

bis 2005 Kreistagsabgeordneter Vechta / 1978 bis 1990 und 2002 bis 2005 Mitglied

des Niedersächsischen Landtages / 1990 bis 1998 Staatssekretär im Ministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / 1998 bis 2003 Niedersächsischer

Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / 2005 bis 2011 Bürgermeister

der Stadt Vechta / seit 2011 Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Vechta e. V. /

2012 bis 2015 Projektleiter Bioenergie-Region Südoldenburg / seit 2012 Vorsitzender

des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e. V.

Politik heißt, mitunter dicke Bretter zu bohren. 13 Jahre

lang durfte ich, beginnend in der niedersächsischen,

rot-grünen Landesregierung – 1990 zunächst als

Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, ab 1998 in der

Alleinregierung, dann als Minister für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten – mitwirken. Und habe genau das in dieser

Zeit erlebt. Man entwickelt Vorstellungen, Ideen und Visionen

und versucht, sie über verschiedene Instrumentarien wie Erlasse,

Verordnungen oder Gesetze in die Wege zu leiten. Bretter

können dabei schon mal sehr dick sein. So wurden viele

Anläufe in dieser Zeit gemacht; einiges, jedoch längst nicht

alles erreicht. Aber so ist Politik. Und doch: Es war eine zutiefst

erfüllte, herausfordernde, spannende und arbeitsreiche

Zeit.

Ich empfinde es als großes Glück, dass ich heute, mit 71 Jahren,

viele meiner damaligen, nicht immer in die Realität umgesetzten

Visionen und Ideen doch noch einmal neu aufgreifen

darf – etwa in der Funktion des Vorsitzenden des Agrarund

Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e. V.

(AEF). Mich für meine Heimat einzusetzen, dabei mitzuhelfen,

dass sie ein liebenswerter, attraktiver und starker Wirtschaftsraum

bleibt oder auch den erforderlichen Transformationsprozess

in der Agrar- und Landwirtschaft mit voranzutreiben,

das motiviert mich ungemein.

Jetzt allerdings bohre ich die dicken Bretter nicht mehr „topdown“,

also von oben (die Politik) nach unten (die Basis), sondern

„bottom-up“: von unten nach oben. Das AEF versteht

sich als Sprachrohr, Vordenker der hiesigen Agrar- und Er-


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

nährungswirtschaft und fördert das Verständnis für die wirtschaftlichen

Belange des Oldenburger Münsterlandes innerhalb

und außerhalb seiner Grenzen. Dabei gilt es, den Dialog

mit den unterschiedlichsten Interessengruppen zu suchen:

Konfliktfelder identifizieren, Perspektivwechsel vornehmen,

Probleme lösen, Konsens finden. Nie brachial, sondern achtsam.

Das ist nicht immer einfach, wenn es etwa um so herausfordernde

Themen wie die Nitratbelastung im Grundwasser,

den Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren oder tierwohlgerechtere

Haltungssysteme geht. Aber zu sehen, dass sich etwas

bewegt und der Transformationsprozess in der Region bereits

in vollem Gange ist, das freut mich sehr und treibt weiter an.

Für derlei Politik habe ich mich schon früh interessiert. Bereits

während meiner Schulzeit war ich Mitglied in einer Politik-AG.

Im Anschluss an meine Bundeswehrzeit, in der ich

viel über Menschenführung erfuhr, begann ich mein Studium

an der Universität Vechta. Für mich war es eine Selbstverständlichkeit,

mich in die studentische Selbstverwaltung einzubringen.

Nach dem Studium und Antritt einer Lehrerstelle

an der Grund- und Hauptschule Vechta-Süd haben meine

Frau Brigitte und ich geheiratet. Meine Familie – wir haben

zwei Söhne und zwei Enkelkinder – war für mich immer eine

starke Stütze und ist es auch heute noch.

UND SEIEN ES AUCH NUR KLEINE ERFOLGE ODER WINZIGE SCHRITTE AUF EINEM LANGEN

WEG DER IMAGEVERBESSERUNG: ICH SPÜRE, ES GEHT IN DIE RICHTIGE RICHTUNG. DANK

VIELER ENGAGIERTER UND KREATIVER KÖPFE, DIE GEWILLT SIND, AUCH WEITERHIN

GEMEINSAM DICKE BRETTER ZU BOHREN.


| 36 37 ANSGAR BRINKMANN

Mit dem Herz

in der Hand

ANSGAR BRINKMANN HAT ALS

PROFI-FUßBALLER VIEL ERLEBT. EIN SATZ SEINER MUTTER

HALF IHM, AM BODEN ZU BLEIBEN.

Was ich in erster Linie mit meiner Kindheit in Bakum

verbinde? Fußball. Punkt. Okay, da gab es noch die

Ausflüge mit meinen Eltern und den sechs Geschwistern

in die – aus damaliger Sicht – Großstadt Vechta. Wir

gingen ins Kino (Hallo, wie cool war das denn?) oder kauften

bei „Selve“ ein (Fahrstuhl fahren war unfassbar spannend).

Aber spätestens mit der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland

hatte mich das Fußballfieber gepackt. Als Fünfjähriger saß ich

auf dem Sofa meines Elternhauses und sah im Fernsehen zu,

wie der Holländer Johan Cruyff Fußball zelebrierte. Da war für

mich klar: So willst Du auch mal spielen!

Ansgar Brinkmann / geb. 1969 in Vechta, aufgewachsen

in Bakum, wohnhaft in Bielefeld /

Ausbildung zum Kfz-Handwerker / 1987 bis 2007

Fußball-Profi, u. a. für Eintracht Frankfurt, 1. FC Mainz

05, Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück, Preußen Münster,

Tennis Borussia Berlin, FC Kärnten (Österreich) /

59 Bundesligaspiele, 389 Zweitligaspiele, insgesamt

rund 600 Spiele als Profi in 20 Jahren / Sportchef

„FairPlay Sports Consulting“ in Berlin, Sky-Fußballexperte,

Radio-Kolumnist 1LIVE („Der weiße Brasilianer“),

A-Lizenztrainer

Die Tage, Wochen, Monate danach sahen dann meistens so aus:

nach der Schule die Tasche in die Ecke, Fußballklamotten an,

den Ball unter den Arm und ab zum Sportplatz. Dort trafen sich

einfach alle. Gab ja außer Seilspringen, Verstecken spielen und

bei Wind und Wetter im Wald herumstromern sonst nicht viel

zu tun. Boxen sollte lieber der Ali (wenn der kämpfte, weckte

mich mein Vater in der Nacht) und Boris hatte Wimbledon noch

nicht gewonnen. So maßen wir uns eben auf dem Fußballplatz.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich habe diese Kindheit

geliebt! Wenn um 14 Uhr die Bakumer D-Jugend Training

hatte, war ich dabei. Um 16 Uhr kam die C-Jugend. Ich war da.

Um 19.30 Uhr betraten dann die Herren den Platz. Ich mogelte

mich dazwischen. Und wenn die Jungs nach dem Training in die

Kabine gingen und das Flutlicht noch zehn Minuten brannte,

dann war ich immer noch da und zirkelte die Bälle ins Netz.

Mitunter rief man meine Mutter an und bat sie, mich doch abzuholen.

Doch die meinte nur: „Das geht nicht, dann weint der

Ansgar zwei Stunden zu Hause!“ Das war schon irre, irgendwie.

Allgegenwärtig auf dem Bakumer Sportplatz war damals – und

ist es übrigens auch noch heute, 40 Jahre später – Josef „Rolli“

Rolfes. Er war mein erster Trainer. Während man andere Betreuer

schon mal aus der Kneipe oder vom Sofa holen musste,

um uns zu trainieren: Der „Rolli“ war immer da. Solch leidenschaftlich

engagierte Menschen wie er – aus den Vereinen hier

in der Region sind sie überhaupt nicht wegzudenken.


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

In diesen jungen Jahren spielte jedoch noch ein anderer Mensch

eine ganz entscheidende Rolle für mich: meine Mutter. Sie fuhr

meine Schwester, die übrigens auch mal Fußball-Bundesliga

spielte, und mich etwa zum Weser-Stadion nach Bremen. Dort

standen wir beim Training am Zaun, blickten ehrfurchtsvoll

auf Rudi Völler, Thomas Schaaf oder Otto Rehagel und träumten

davon, einmal selbst Profis zu werden. Meine Mutter war

es, die mich mit 15 Jahren ins Jugendleistungszentrum von Bayer

05 Uerdingen brachte und für mich ein Zimmer anmietete,

in dem ich alleine wohnte. Im Gepäck hatte sie ein paar Einmachgläser,

damit ich nicht verhungerte. Und die mir einen

ganz wichtigen Satz mit auf den Weg in die weite Fußball-Welt

gab: „Du bist reich, wenn Du gesund bist. Alles, was dazu

kommt, ist Luxus.“ Ich habe in meinem Leben sicherlich nicht

kurz vorher noch ein Interview geführt und gesagt: 1. Bundesliga,

das wäre ein Traum! Und jetzt sollte es soweit sein? Hammer! Die

wollten mir, dem Brinkmann, `ne Chance geben? Ich sollte gegen

die Bayern spielen dürfen? Der Fußball-Gott hatte mich erhört...

59 Mal durfte ich insgesamt in der 1. Bundesliga auflaufen. Berti

Vogts meinte einmal zu mir: „Du müsstest eigentlich 50 Länderspiele

haben.“ „Weißer Brasilianer“ nannten sie mich, weil

ich angeblich so filigran Fußball spielte. Das alles ehrt mich

natürlich. Am Ende bin ich aber einfach nur mega froh, dass

ich so ein Glück gehabt habe und das Abenteuer „Fußball-Profi“

erleben durfte. Ich bin etliche Male umgezogen, habe in 16

Vereinen gespielt, mit Jürgen Klopp in einem Zimmer geschlafen,

mit Oliver Bierhoff an einer Seite gestürmt und war zwei

FUßBALL WAR UND IST

NACH WIE VOR MEIN

LEBEN. WO ICH MICH

JEDOCH – NEBEN DEM

PLATZ – NACH WIE VOR

AM WOHLSTEN FÜHLE,

DAS IST MEINE HEIMAT.

immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich war auch

mal unangepasst, ein Sturkopf, ein Lautsprecher und habe mein

Herz auf der Zunge getragen. Doch es war mein Weg. Dazu

stehe ich, wenn ich zurückblicke. Und dieser Satz meiner Mutter,

er hat mich dabei immer wieder auf den Boden zurückgeholt.

Meine Mutter war und ist mein Fels in der Brandung. Gott

sei Dank ist sie mit ihren 85 Jahren noch immer topfit.

Von Uerdingen ging es also damals unter anderen über Osnabrück,

Münster, Mainz 05 und den BV Cloppenburg schließlich

in die 1. Bundesliga zu Eintracht Frankfurt. Ich weiß noch, als

ich 1997 im Auto sitzend den Anruf mit dem Angebot aus Frankfurt

bekam. Ich konnte es nicht fassen! Mit Sportredakteur Flanny

Schlömer von der Oldenburgischen Volkszeitung hatte ich

Mal zu Gast im Aktuellen Sportstudio. Fußball war und ist

nach wie vor mein Leben. Wo ich mich jedoch – neben dem

Platz – nach wie vor am wohlsten fühle, das ist meine Heimat.

Das ist Bakum, der Landkreis Vechta, meine Familie, sind meine

Freunde. Zum Kaffee bei meinem Kumpel Clemens Hoping

zu sitzen, an den Fußballplätzen im Landkreis zu stehen und

alte Weggefährten zu treffen oder mit meiner Mutter zu klönen

ist einfach durch nichts zu ersetzen.

Wenn ich mich in Bielefeld ins Auto setze und das Oldenburger

Münsterland ansteuere, dann bin ich gut drauf. Und wenn ich

es mir richtig überlege, dann habe ich nach all den Jahren genau

auf dieses Leben in der Heimat wieder richtig Lust. Ich glaube,

ich werde mal Pläne schmieden...


| 62 63 HANS HÖFFMANN

Die Kreisstadt Vechta –

die Perle des Nordens

HANS HÖFFMANN ORGANSIERT REISEN

IN VIELE LÄNDER DER ERDE, FÜR IHN IST ES ABER

AM SCHÖNSTEN ZU HAUSE IN VECHTA.

Hans Höffmann / geb. 1953 in Friesoythe, aufgewachsen

mit acht Geschwistern in Bösel, wohnt

seit 1980 in Vechta, verheiratet, drei Kinder /

Ausbildung als Bankkaufmann / 1980 bis 1986

Jugendpfleger im Jugendzentrum „Gulfhaus“ in

Vechta / 1986 Gründung der Firma Höffmann

Reisen, heute ist die Firmengruppe Höffmann

Reisen überall auf der Welt zu Hause

Am 1. Mai 1953 bin ich am Tag der Arbeit in Friesoythe

geboren. In Bösel bin ich gemeinsam mit

meinen acht Geschwistern im elterlichen Wohnhaus

aufgewachsen, und in Cloppenburg habe ich in den ersten

Ehejahren gemeinsam mit meiner Ehefrau Maria gelebt.

1980 zogen wir aus dem Landkreis Cloppenburg in den

Landkreis Vechta und wohnten in Vechta zunächst zur Miete

in einem kleinen Reihenhaus. Meine Frau arbeitete als Sozialpädagogin

in der JVA für Frauen in Vechta, und ich erhielt

eine Anstellung als Jugendpfleger im Jugendzentrum

„Gulfhaus“ in Vechta.

Als 16-Jähriger kam ich auf den Gedanken, ein Sommerferienlager

anzubieten, denn wir zu Hause waren mit Mama und

Papa 11 Personen und an große Fahrten und ferne Reisen war

nicht zu denken. So organisierte ich mein erstes Ferienlager.

Wo ich auch war und was ich auch machte, meine Ferienlager

im Sommer habe ich immer gemacht.

Eigentlich mache ich bis heute nichts anderes, aber meine Mama

bestand darauf, dass ich einen „ordentlichen Beruf“ erlernte,

und so wurde ich Bankkaufmann. Doch als die Ausbildung

vorbei war, sollte ich bei der Bank arbeiten, dazu hatte

ich keinen Bock und dachte mir: „Dann kannst du besser

wieder die Schule besuchen!“

Meine Zeit im Jugendzentrum „Gulfhaus“ war eine wunderschöne

Zeit. Doch 1986 sollte das Jugendzentrum geschlossen

werden. Es ist zwar heute immer noch geöffnet, aber 1986 sah

es so aus, dass ich meinen Arbeitsplatz verlieren würde.


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

Unsere Sorgen waren damals groß. Wir hatten ein Haus gebaut,

unsere Schulden waren groß, unsere drei Kinder waren

klein. Was tun? Ich gründete meine Firma „Höffmann Reisen“,

wurde quasi aus Versehen Unternehmer und machte damit

mein Hobby zum Beruf. 30 Jahre ist das jetzt her, und bis

zum heutigen Tag ist es uns vergönnt, stetig zu wachsen und

erfolgreich zu sein. Nicht nur unsere großen Jugendreisen sind

einmalig, auch unsere Schulfahrten mit oftmals weit über

1.000 Schülerinnen und Schülern erfreuen sich in ganz

Deutschland und sogar im Ausland einer außerordentlichen

Beliebtheit.

Unsere Busabteilung ist mit vielen begeisterten Reisegästen

in ganz Europa unterwegs und mit unseren Flugreisen besuchen

viele unserer Reisegäste alle Kontinente dieser Erde.

DAS SOZIALVERHALTEN DER MENSCHEN IM

LANDKREIS VECHTA IST GROßARTIG, SIE

LIEBEN UND EHREN IHRE FAMILIEN UND

SIND FÜREINANDER DA.

Großartige und außergewöhnliche Reisen ganz besonderer

Art kommen jährlich hinzu. Viele Kirchengemeinden besuchen

mit uns das Zentrum der Christenheit und den Heiligen

Vater in Rom. Zur Eröffnung der 500-Jahrfeier der Luther

Reformation waren wir mit über 1.000 Pilgern aus dem Bistum

Magdeburg „mit Luther zum Papst“. Papst Franziskus

empfing – unter der Leitung der Schirmherrin Frau Annette


| 64 65 HANS HÖFFMANN

Der Dümmer See

Schavan, der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland

beim Heiligen Stuhl – die vielen Pilger in Privat audienz und

das ZDF berichtete später darüber. Bewegende Momente für

alle!

Wir sind überall und in der ganzen Welt unterwegs – Busse,

Schiffe, Eisenbahnen, Fahrräder und Flugzeuge – alles nutzen

wir tausendfach. Auf unseren unterschiedlichen Reisen begrüßen

wir jährlich 80.000 Reisegäste. Ob in Europa oder Afrika,

in Asien, Australien oder USA, ob Übersee oder Baggersee

– wir fühlen uns an allen Enden der Erde pudelwohl.

Aber glauben Sie mir, egal wo Sie sich auch aufhalten, ob im

Norden oder Süden, im Osten oder Westen, zu Hause in Vechta

ist es stets am besten!

Auch unsere drei Kinder wohnen mit ihren jungen Familien

in unserer Kreisstadt. Das Angebot an Kitas, Kindergärten

und Grundschulen ist großzügig und auch die Möglichkeit,

weiterführende Schulen zu besuchen, lässt keine Wünsche offen.

Konfessionsfreie Schulen, aber auch Schulen beider Konfessionen

stehen zur Verfügung und auch Gymnasien in privater

oder staatlicher Trägerschaft finden wir in unserer Stadt.

Den krönenden Abschluss des Bildungsweges stellt in unserer

Kreisstadt mit Bischofssitz unsere Universität da. „Reisen veredelt

wunderbar den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen

auf“, so schreibt es der irische Lyriker Oscar Wilde, und

ich füge hinzu: Nicht nur eine Reise, auch unsere Uni veredelt

den Geist und hilft zu verstehen: „Die Sehnsucht zeigt dir deine

Ziele, dein Verstand den Weg dahin!“


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

Und wenn uns auch alles wie selbstverständlich erscheint, so

möchte ich es abschließend nicht versäumen, unserem erstklassigen

Krankenhaus mit Kinderklinik und Kinderfrühgeburtenstation

für alles recht herzlich „danke“ zu sagen. Diese

großartige Klinik hat für uns alle einen unschätzbaren Wert!

Wir und unsere Familie haben oft die Hilfe der vielen tüchtigen

und engagierten Fachärzte und des hilfsbereiten Pflegepersonals

erfolgreich in Anspruch genommen. Für die Arbeit

des Personals in diesem Haus ist jeder Dank zu klein, der an

dieser Stelle aber nicht ausbleiben soll. „Danke für alles!“

Das Sozialverhalten der Menschen im Landkreis Vechta ist

großartig, sie lieben und ehren ihre Familien und sind füreinander

da. Fremde werden mit offenem Herzen empfangen

und mit vielen freundlichen Aktionen werden Kinder, Jugendliche

und Erwachsene in den Vereinen, den Schulen und Familien

begrüßt. Wir wissen um den Wert der Gemeinschaft.

Unsere Firmen, unser Wohlstand, unser Leben bauen darauf

auf. Wir sind regional, aber ebenso global ausgerichtet. Gerade

unsere Enkelkinder spüren keine Vorbehalte – aus Fremden

werden Freunde – diese Leichtigkeit ist ein Geschenk des

Himmels.

Prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wohnen

bei uns im Landkreis Vechta. Es erfüllt uns mit Stolz und

Freude, dass in unserem Landkreis die weltbesten Reiter und

das Gestüt „Schockemöhle“ beheimatet sind. Wir sind stolz

über den Erfolg von Kristina Bröring-Sprehe aus dem Landkreis

Vechta bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Wir sind stolz auf unsere Basketballmannschaft „SC Rasta

Vechta“, die für uns alle in der Bundesliga spielt. Eine relativ

kleine Region mit großen Erfolgen!

Bodenständig und fleißig erfüllen Alt und Jung ihre täglichen

Herausforderungen und mit viel Liebe und Hingabe pflegen

sie die Traditionen, zu denen ganz besonders die großen

Kirchfeste, die Pferdezucht und der Stoppelmarkt gehören.

ABER GLAUBEN SIE MIR, EGAL WO SIE SICH

AUCH AUFHALTEN, OB IM NORDEN ODER

SÜDEN, IM OSTEN ODER WESTEN, ZU HAUSE

IN VECHTA IST ES STETS AM BESTEN!

Unsere Kreisstadt ist die Perle des Nordens, alle wichtigen

Ämter finden wir hier und erreichen sie an einem Vormittag

zu Fuß oder mit dem Fahrrad: „Behördengänge leicht gemacht.“

Am Stadtrand von Vechta unterhalten wir unseren Firmensitz.

Fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, BA-Studentinnen

und Studenten, Auszubildende und Praktikantinnen

und Praktikanten sichern gemeinsam mit uns die Qualität

unserer Arbeit. Meine Ehefrau hat ihre sozialpädagogische

Tätigkeit in der JVA beendet und ist zu uns in die Firma gekommen.

Auch unsere beiden Söhne Andreas und Martin

sind als Nachfolger aus der Firma nicht mehr wegzudenken!

Hier in der Idylle des Nordens habe ich vor über dreißig Jahren

meine Firma gegründet. Bis zum heutigen Tag ist es uns

vergönnt, erfolgreich zu sein – wir sind sehr froh darüber!

Wir haben im Landkreis Vechta festgestellt: „Wer von einer

Hoffnung erfüllt sein kann, bei dem kann sich Hoffnung erfüllen

– hier im Oldenburger Münsterland im Landkreis

Vechta!“


| 126 127 PROF. DR. DR. HANS-PETER MAYER

Von Bad Waldsee

über Vechta nach Europa

PROF. DR. DR. HANS-PETER MAYER LÄSST DIE ZAHLREICHEN

STATIONEN SEINES BERUFLICHEN UND

POLITISCHEN LEBENSWEGES REVUE PASSIEREN.

Prof. Dr. iur. utr., Dr. phil. Hans-Peter Mayer / geb. 1944 in Riedlingen,

verheiratet, drei Kinder, wohnhaft in Vechta / Studium der

Rechtswissenschaften an den Universitäten Tübingen, Kiel und Würzburg

/ 1974 Promotion zum Dr. iur. utr. (des weltlichen und kirchlichen

Rechts) / ab 1975 selbstständiger Rechtsanwalt / 1975 Stadtrat in Bad

Waldsee als CDU-Mitglied / 1980 Professor an der Kath. Fachhochschule

Vechta-Osnabrück, 1989 Rektor dieser Hochschule / 1985 bis

1991 Vorsitzender der Europa-Union Kreisverband Vechta / 1991 bis

1994 Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt /

1994 bis 1999 selbstständiger Rechtsanwalt / 1999 bis 2014 Mitglied

des Europäischen Parlaments / seither wieder Rechtsanwalt / seit

2014 Mitglied im Vorstand des „IDEC Institut pour le Droit Européen

de la Circulation“ (Verkehrsrecht)

Im Amtsgericht in Biberach erzählte ich einigen Anwaltskollegen

meine Absicht, von Bad Waldsee nach Vechta umzuziehen.

Vechta? meinte der erste, noch nie gehört. Ein

anderer Kollege kam auf mich zu, schlug mir auf die Schultern

und rief begeistert: „Ach, super, Stoppelmarkt!“ Das war 1979.

Am 5. Mai 1944 kam ich zur Welt, also ein Jahr vor dem Ende

des fürchterlichen Zweiten Weltkriegs. Es war die Zeit, in der

in der Schule gelehrt wurde: Franzosen sind Erbfeinde! Die

Welt, die Menschen waren zweigeteilt, in Freunde und Feinde.

Als Kind begriff ich die Nachkriegsjahre: Überall herrschte

Mangel. Es gab zwar Brot, aber „Sanella“, Butter oder Brotaufstrich

waren – wenn vorhanden – nur dünn erlaubt. Ordentliche

Kleidung war nur schwer zu besorgen. Wie anderen Kindern

gefiel es mir gar nicht, kurze Hosen mit langen Strümp-

fen zu tragen, die an Strapsen befestigt waren. In der Grundschule

waren viele Lehrer beschäftigt, denen ein Arm oder ein

Bein fehlte.

Die Oberstufe verbrachte ich im Internat Salem. Dort gab es

ein breites Angebot neben dem Schulunterricht. Ich nahm teil

an der Ausbildung zum Seenotrettungsdienst, zum Feuerwehrmann,

zum staatlich anerkannten Maat und zum Bodenseeschifferpatent.

Im Unterschied zum bisherigen Befehlston

der Lehrer gab es eine ausgeprägte Schülervertretung, die in

vielen Fragen der Lehre und der Freizeitgestaltung mit entscheiden

konnte.

Das Studium der Rechtswissenschaften absolvierte ich in Tübingen,

Kiel und Würzburg. Kiel war allerdings mehr ein Se-


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

DIE MENSCHEN IM LANDKREIS

VECHTA, IM OLDENBURGER

MÜNSTERLAND, NAHMEN UNS

MIT OFFENEN ARMEN AUF. WIR

FÜHLTEN UNS ALLE PUDELWOHL.

gelsemester als ein Studiensemester. In Tübingen wurde ich

Mitglied einer katholischen Studentenverbindung und in

Würzburg lernte ich das Segelfliegen. Nach dem ersten Staatsexamen

verging die Zeit irgendwie schneller: Heirat, drei Kinder,

Hauskauf und Renovierung, Baum pflanzen, Buch schreiben,

nämlich die Dissertation mit Promotion zum Dr. iur. utr.,

also des weltlichen und kirchlichen Rechts. Ich wurde Mitglied

der Jungen Union und der CDU, Mitglied im Stadtrat,

Vorsitzender des Stadtjugendrings und Vorsitzender einer katholischen

Grund- und Hauptschule. Zwischendurch war

noch etwas Zeit für den Erwerb der Motorflug-Lizenz. Das

zweite Staatsexamen beendete diese etwas turbulente Ausbildungszeit.

Nach einem halben Jahr als angestellter Rechtsanwalt machte

ich mich selbstständig. Im Wohnzimmer wurden der Schreibtisch

und eine Sitzgruppe aufgestellt, nach dem Anbringen

eines Hinweisschildes am Eingangstor und dem Kauf von

Stempeln und Briefpapier wartete ich auf den Ansturm künftiger

Mandanten. Immerhin, es tröpfelte. Nach einem Jahr zog

ich mit der Kanzlei in die Stadtmitte, zwei Jahre später in eine

schöne Villa Baujahr 1896. Einige Angestellte (Rechtsanwalt

und Schreibkräfte) und große Unternehmen als Mandanten

kamen hinzu, meist an den Wochenenden begannen Konkurs-

und Vergleichsverfahren. Die Familie rückte in den

Hintergrund. Nach etlichen familieninternen Diskussionen

verkaufte ich die Praxis – und wurde Professor an der Katholischen

Fachhochschule Norddeutschland in Vechta.

Die ersten fünf Jahre wohnten wir in Langförden. Ein neuer

Anfang: eine neue Siedlung, ein neues frisches Haus, neue

Freunde, ein neuer Tennisplatz. Die Menschen im Landkreis

Vechta, im Oldenburger Münsterland, nahmen uns mit offenen

Armen auf. Wir fühlten uns alle pudelwohl. Die Kinder

akklimatisierten sich sehr schnell, besuchten den Kindergarten

und die Schule. Das Freizeit- und Hobby-Angebot in Vechta

war groß: Klavierunterricht, Akkordeonunterricht,

Schwimmen bis zum Rettungsschwimmer, Judo- und Karateunterricht,

Reitunterricht, Tanzen und Autofahren lernen.

1985 zogen wir in das neu gebaute Haus in Vechta. Es folgte

die Promotion zum Dr. phil., und 1990 wurde ich zum Rektor

der Fachhochschule gewählt. Es war eine herrliche Zeit.

Dann kam Anfang 1991 die nächste Änderung, das Angebot

des damaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Prof.

Dr. Münch, in Magdeburg Staatssekretär zu werden. Die erste

Aufgabe war, ein neues Ministerium zu organisieren: Ministerium

für Raumordnung, Städtebau und Wohnungswesen.

Meine erste Ministerin, Frau Wernicke, wechselte nach

zwei Wochen in das Landwirtschaftsministerium, da der amtierende

Landwirtschaftsminister wegen der geleugneten vorherigen

Stasi-Mitgliedschaft seinen Stuhl räumen musste. Die

Stasi-Unterlagen brachte übrigens der damalige „Bundesbeauftragte

für die Stasi-Unterlagen“, der ehemalige Rostocker

Pastor und spätere Bundespräsident Joachim Gauck persönlich

nach Magdeburg. Nach einigen Wochen ohne Minister

wurde Dr. Daehre der neue Minister. Nach insgesamt sieben

Monaten wechselte ich in das Wirtschaftsministerium. In dieser

Zeit hatte ich viele Besucher aus dem Landkreis Vechta:

Behörden, Mittelständler, Vereine.

Bei meiner ersten Fahrt nach Vechta erlebte ich, wie die Welt

flach und flacher wurde. Immerhin stand damals am Rand der

Autobahn ein Schild: Achtung, Steigung, Abstand halten.

Gleichzeitig wurden Dammer Berge angekündigt. Nichts dergleichen

sah ich. Später erfuhr ich, dass die Spitze der Dammer

Berge der Signalberg ist, 146 Meter über dem Meeresspiegel.

Eine solche Höhendifferenz gibt es innerhalb meiner Heimatstadt

in Oberschwaben.

Public Viewing zur WM 2014 in Vechta


| 156 157 ANNA RECKZEH

Eine Welt

rund um die Musik

BEI ANNA RECKZEH DREHT SICH FAST ALLES

UM DIE MUSIK. SIE HAT IHR ABER AUCH DEN

LANDKREIS VECHTA NÄHERGEBRACHT.

Anna Reckzeh / geb. 2002 in Bochum, wohnhaft in

Dinklage und Düsseldorf / Schülerin des Gymnasiums

Liebfrauenschule in Vechta / seit 2014 Vorklasse des

Instituts zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter

(Viff) / seit 2015 Studienvorbereitende Ausbildung

(SVA) im Fach Musik mit den Hauptfächern Rock-Pop-

Gesang und Violine an der Musik- und Kunstschule der

Stadt Osnabrück / 2015 Halbfinalistin der TV-Show „The

Voice Kids“ / 2016 2. Platz beim Bundeswettbewerb

„Jugend musiziert“ in der Kategorie Rock-Pop-Gesang

III / 2016 Teilnahme an der Spring Academy an der

Hochschule Osnabrück, Meisterkurs für Violine / 2016 Teilnahme

an der Morgenlandakademie des Morgenlandfestivals

Osnabrück / diverse Konzerte und Auftritte

solo und mit anderen Künstler/innen


GESCHICHTEN AUS DEM LANDKREIS VECHTA

Ich möchte Geige spielen lernen und irgendwann so gut

sein wie Mozart!“ Ungefähr so etwas sagte ich vor etwa

zwölf Jahren zu meinen Eltern, nachdem ich mit riesiger

Faszination die Zeichentrickserie „Little Amadeus“ angeschaut

hatte. Mit dreieinhalb Jahren begann ich dann tatsächlich,

Geige zu spielen, und seitdem behandelte ich mein Instrument

wie etwas Heiliges. Zur Geige kamen im Laufe der Zeit dann

noch die Gitarre und das Klavier hinzu.

Da es um mich herum immer Menschen gab, die Gitarre spielten,

lernte auch ich in einem Winterurlaub meine ersten drei

Akkorde auf der Gitarre. Mein Vater gibt seit einigen Jahren

Gitarrenunterricht an der Dinklager Musikschule Romberg.

DER ERSTE RICHTIGE SONG, DEN ICH BEI KON-

ZERTEN SANG, WAR „99 LUFTBALLONS“ VON

NENA. AUS EINEM LIED WURDEN LANGSAM

MEHRERE. SO WUCHS ICH MIT DER FREUDE

AM MUSIZIEREN AUF UND MACHTE DIE MUSIK

NACH UND NACH ZU MEINER LEIDENSCHAFT.

Seitdem sitze ich oft mit in seinem Unterricht und arbeite. Ich

kann mich dort einfach gut konzentrieren – im Hintergrund

ein bisschen Musik. Dabei höre ich mit einem Ohr, was mein

Vater seinen Schülern auf der Gitarre zeigt und entwickle

mich dadurch auf diesem Instrument weiter. Das Klavierspielen

lernte ich eher nebenbei über Videoclips und Tutorials aus

dem Internet, also ansehen und nachspielen.

Meine Eltern machten auch zu Hause immer viel Musik und

probten mit verschiedensten Bands. Ich wollte schon als

Kleinkind gerne ans Mikrofon und war manchmal ziemlich

beleidigt, wenn das nicht ging. Der erste richtige Song, den ich

bei Konzerten sang, war „99 Luftballons“ von Nena. Aus einem

Lied wurden langsam mehrere und ich übernahm oft die

zweite Stimme. So wuchs ich mit der Freude am Musizieren

auf und machte die Musik nach und nach zu meiner Leidenschaft.

Nach sieben Jahren Geigenunterricht an der Musikschule

Romberg spürte ich, dass ich mehr über Musik lernen möchte

und dass diese für mich auch ein mögliches Berufsfeld wäre.

Ich hatte damals von der „Viff“ in Osnabrück gehört und

spielte dort für das Fach Violine vor. Ein Jahr später machte

ich dann die Aufnahmeprüfung für die Studienvorbereitende

Ausbildung und belege jetzt als Hauptfach Rock-Pop-Gesang,

als Nebenfach Violine sowie die Grundlagenfächer Musiktheorie,

Gehörbildung, Musikgeschichte und seit Kurzem auch

Klavier. Durch mein Vorstudium veränderte sich mein Bezug

zur Musik nochmals enorm. Aus meinem sehr wichtigen Hobby

wurde mit der Zeit mehr. Und auch wenn das Vorstudium

sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und viel Arbeit bedeutet,

liebe ich es, denn es eröffnet mir viele Möglichkeiten und ich

mache vielfältige Erfahrungen. Ich habe einen Satz aus der

Titelmusik von „Little Amadeus“ nach wie vor im Kopf: „Solange

die Welt sich dreht, Musik macht alles gut.“ So dreht sich

in meiner Welt mittlerweile sehr viel um die Musik.

Das Afdreiht un Buten Festival


| 158 159 ANNA RECKZEH

Eine weitere riesige Erfahrung war meine Teilnahme bei „The

Voice Kids“ im Jahr 2015. Als ich mich 2012 mit zehn Jahren

für die erste Staffel beworben hatte, sagte man mir, ich sei gut,

aber zu jung, und solle in einem Jahr wiederkommen. Zwei

Jahre später kam mir dann einen Tag vor unserem Sommerurlaub

die Idee, unbedingt jetzt noch ein Bewerbungsvideo

aufzunehmen. Angesichts des bevorstehenden Urlaubs stieß

ich damit bei meinen Eltern jedoch nicht nur auf offene Ohren.

Doch schließlich drehten wir ein Video und damit begann

meine aufregende Reise zu „The Voice Kids“.

Es war eine wunderschöne Zeit für mich – aber auch für unsere

ganze Familie. Wir waren alle zusammen immer wieder

in Berlin, ich habe arg viel gelernt und tolle Leute kennengelernt.

Außerdem war es Wahnsinn, einmal in diese ganz andere

Welt des Fernsehens einzutauchen: mehrere Wochen immer

wieder in der Maske geschminkt werden, Stilberatung,

Interviews, mit tollen Vocalcoaches und Choreographen arbeiten

und Teil dieser großen Familie werden. Die Show begleitete

in dieser Zeit unser Leben und auch nach der Show

ging es mit vielen schönen Erfahrungen weiter. Ich bekam die

Möglichkeit, viele Konzerte zu spielen, stand mit tollen Musikern

zusammen auf der Bühne und lernte sie dabei kennen.

Auch ich selbst entwickelte mich dadurch weiter, gewann

mehr Bühnenerfahrung und Selbstbewusstsein. Die Unterstützung

und das Feedback so vieler Menschen zu erleben, das

war einzigartig für mich.

Nach „The Voice Kids“ begann ich auch, meine eigenen Songs

zu schreiben. Mein erster Song „Palmen im Regen“ entstand,

nachdem ich bei einem Revolverheld-Konzert ein brasilianisches

Mädchen kennengelernt hatte. Sie stand neben mir vor

der Bühne, fragte mich nach einem Autogramm und einem

Foto und erzählte mir, sie habe in Brasilien mit ihren Freundinnen

übers Internet „The Voice Kids“ aus Deutschland geschaut.

Wir verbrachten dann den gesamten Abend zusammen

und sind mittlerweile sehr eng befreundet, auch wenn sie

jetzt wieder in Brasilien ist. Eine Begegnung, die mich sehr

inspirierte und Anstoß war, einen Song darüber zu schreiben.

Seitdem schrieb ich viele Texte und komponierte Melodien.

Mein aktuelles Projekt ist es nun, die mittlerweile entstandenen

Songs professionell aufzunehmen, um hoffentlich schon

bald meine erste eigene CD – sie wird „Currygelb“ heißen –

präsentieren zu können.

Die Teilnahme bei „The Voice Kids“ veränderte auch meine

Beziehung zum Landkreis Vechta und vor allem zu Dinklage.

Um dies zu erklären und zu verstehen, muss man aber wieder

etwas weiter vorne anfangen: Ich wurde in Bochum geboren.

Da meine weitere Familie und auch meine „zweiten Eltern“

(Tante und Onkel) im Rheinland und Ruhrgebiet wohnen,

fühle ich mich dort sehr zu Hause. Seit zwölf Jahren wohne

ich nun mit meinen Eltern in Dinklage, nachdem meine Mutter

eine Stelle an der Universität Vechta angenommen hat. Zunächst

hatte ich einige Probleme damit, jetzt „auf dem Land“

zu wohnen. Ich war zwar bei unserem Umzug noch sehr klein,

doch durch unsere häufigen Fahrten nach Nordrhein-Westfalen

erlebte ich ständig den Unterschied zwischen Stadt und

Land und fühlte mich eher von der Stadt angezogen. Dies ist

heute immer noch so, jedoch denke ich mittlerweile, dass genau

der Wechsel zwischen Stadt und Land das Spannende ausmacht:

Ich wohne quasi halb auf dem Land, halb in der Stadt

und genieße es sehr, an den Wochenenden in die Stadt zu fahren,

meine Familie zu sehen und liebe es gleichzeitig, meinen

Alltag auf dem Land und bei meinen Freunden zu leben. Für

mich ist dieser Wechsel wahnsinnig inspirierend und wichtig.

Beide Surroundings bringen Unterschiedliches mit sich und

wecken verschiedene Anstöße und Ideen – auch wenn es vielleicht

etwas seltsam klingen mag – zum Beispiel für meine

Liedtexte.

Besonders über meine Teilnahme bei „The Voice Kids“ in der

Großstadt Berlin wuchs ich enger mit unserem Landkreis zusammen.

Ich erfuhr während dieser Zeit und auch jetzt immer

noch eine große Unterstützung durch die Menschen hier. Die

Zeitung berichtete darüber, es kamen viele zu meinen Konzerten

und interessierten sich dafür, was ich mache. Ich erlebte

Dinklage und auch den Landkreis auf eine neue, eine andere

Art und Weise, wie ich dies vorher nie getan hatte. In so

einem kleinen Ort wie Dinklage fällt man viel mehr mit dem

auf, was man tut, als in einer Großstadt. Das große Interesse,

die Unterstützung und der Zusammenhalt, sicherlich nicht

nur in meinem Fall, sind sehr faszinierend und dies ist ein

liebenswerter Vorteil des Lebens in diesem Landkreis.

ICH GENIEßE ES SEHR, AN DEN WOCHENENDEN IN DIE STADT ZU FAHREN, MEINE

FAMILIE ZU SEHEN UND LIEBE ES GLEICHZEITIG, MEINEN ALLTAG AUF DEM LAND

UND BEI MEINEN FREUNDEN ZU LEBEN.


ROAD SOUND VERANSTALTUNGSTECHNIK GMBH

Querdenker für

unvergessliche Momente

ROAD SOUND VERANSTALTUNGSTECHNIK GMBH

Wenn 400 kleine Hufeisen über die Köpfe der Besucher

hinwegschweben, effektvoll inszenierte

und beleuchtete Segeltücher und Pagoden sowie

eine brillante Video-, Ton- und Lichttechnik die Eröffnungsfeier

einer neuen Produktionshalle einer Feuerverzinkerei zu

einem unvergesslichen Event machen oder zum Betriebsfest

eines Bauunternehmens eine ganze Westernstadt entsteht,

dann kann man sicher sein, dass die Firma Road Sound aus

Lohne ihre Hände im Spiel hat. „Feiern Sie dort, wo Sie zu

Hause sind. Ihre Gäste wollen erleben, wo und wie Sie arbeiten“,

empfehlen Ludger und Reinhard Menke. Den Blickwinkel

verändern, die Perspektive wechseln, querdenken – das

ist ihre Devise.

Schon die Geschichte der Firma Road Sound ist ungewöhnlich.

In den 70er-Jahren, als die Brüder Menke selbst als Musiker

„on the road“ waren, bauten sie nicht nur die eigene

Musikanlage, sondern auch erste eigene, aus Autoscheinwerfern

hergestellte Beleuchtungselemente. Die kreativen Ideen

der Menkes sprachen sich schnell herum und so dauerte es

nicht lange, bis sie Hochzeiten, Schützenfeste und Saalveranstaltungen

mit ihrer Technik ausstatteten. 1983 erfolgte

die Unternehmensgründung. Im Jahre 2000 sagte Ludger

Menke dem krisenfesten Job bei einer Bank ade und wurde

hauptamtlicher Geschäftsführer des Unternehmens. 2007

stieg sein Bruder, der bis dahin als Kfz-Elektromeister tätig

war, in die Geschäftsführung ein. Heute gehören 20 Mitarbeiter

mit exzellenten Kenntnissen in den verschiedensten

Bereichen zum Team der Road Sound Veranstaltungstechnik

GmbH.

Veranstaltungstechnik, Eventmanagement, Medienproduktion

und Messebau sind die Schwerpunkte des Leistungsspektrums

des Unternehmens. Die Licht-, Ton- und Videotechnik

führender Hersteller ist dabei die Basis. Immer wieder

neue Ideen für 3D-Visualisierungen und faszinierende

Animationen oder unerwartete Überraschungseffekte, wenn

die Veranstaltungsfläche sich im Laufe eines Events gleich

mehrfach verändert, sorgen für eine unvergleichliche At-

Erfolgreiche Querdenker aus Lohne: v.l. Ludger Menke, Christina Wobbeler-Menke,

Reinhard Menke

mosphäre – ob bei Firmengalas, Outdoor-Events, Hochzeiten

im Zelt oder beim Public Viewing. Auch der Messestand

wird mit Road Sound zur Bühne. „Bei uns gibt es keine

Schubladenlösungen und Baukastensysteme. Jeder Messeauftritt

wird mit unserer hochwertigen Technik individuell

gestaltet“, betont Ludger Menke. „Full Service“ in allen Details

aus einer Hand lautet die Überschrift. „Denn unser Ziel

ist es, unvergessliche Momente für die Kunden zu schaffen“,

fasst Reinhard Menke zusammen.

Road Sound Veranstaltungstechnik GmbH

Gewerbering 13, 49393 Lohne

www.road-sound.de


216

Übersicht der PR-Bildbeiträge

Wir danken den folgenden Unternehmen und Einrichtungen,

die mit ihren Beiträgen das Zustandekommen dieses Buches ermöglicht haben.

airpool Lüftungs- und Wärmesystem GmbH 26 - 27

www.airpool.de

ALWID Sondermaschinenbau GmbH 25

www.alwid.de

Autohaus Anders 42 - 43

www.auto-anders.de

Andreaswerk e. V. 28 - 29

www.andreaswerk.de

Ludwig Bergmann GmbH 58 - 59

www.bergmann-goldenstedt.de

Bergmann GmbH & Co. KG 44 - 45

www.bergmann-online.de

Big Dutchman AG 70 - 71

www.bigdutchman.de

Bode & Partner Partnerschaftsgesellschaft mbB -

Steuerberater, Rechtsanwälte 72 - 73

www.bode-und-partner.de

BOGE Rubber & Plastics 49

www.boge-rubber-plastics.com

Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co. KG 35

www.brand-lohne.de

Bröring GmbH 41

www.broering-vechta.de

Büscherhoff Packaging Solutions GmbH 82 - 83

www.buescherhoff.com

delo: Dettmer Verpackungen GmbH & Co. KG 84 - 85

www.de-lo.de

Alfons Diekmann GmbH Elektrotechnik 102 - 103

www.diekmann.tv.

Eisengießerei Dinklage GmbH 108 - 109

Kartoffel-Entrup GmbH & Co. KG 53

www.kartoffel-entrup.de

Erzeugergroßmarkt Langförden-Oldenburg eG 110 - 111

www.elo-online.de

EW GROUP GmbH 124 - 125

www.ew-group.de

Fachkliniken St. Marien - St. Vitus GmbH 57

www.sucht-fachkliniken.de

Finke Spezialtransporte GmbH 69

www.finke-spezialtransporte.de

Gerwing Steinwerke GmbH 81

www.gerwing.de

GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG 134 - 135

www.grimme.com

Hackstedt Verpackungswerk GmbH & Co. KG 89

www.hackstedt-co.de

Hartke Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung GmbH 93

www.modehaus-hartke.de

HAWITA Gruppe GmbH 136 - 137

www.hawita.de

Franz Holthaus Elektro GmbH 97

www.elektro-holthaus.de

Peter Kröger GmbH 101

www.kroeger-nutzfahrzeuge.de

Landessparkasse zu Oldenburg 146 - 147

www.lzo.com

Fachpraxis für Kieferorthopädie Dr. Lodde und Kollegen 107

www.praxis-lodde.de

Loher-Landei GmbH & Co. KG 102 - 103

www.loher-landei.de

Lüers Maschinen- und Stahlbau GmbH 115

www.lueers-lutten.de

Meat Cracks Technologie GmbH 123

www.meatcracks.de

Meyerhof Holding GmbH & Co. KG -

Dr. B. Kiene & Kollegen GmbH 148 - 149

www.meyerhof.org

Georg Meyer Tischfabrik GmbH & Co. KG 133

www.meyertische.de

Gebr. Ostendorf Kunststoffe GmbH 154 - 155

www.ostendorf-kunststoffe.com

POLYTEC PLASTICS Germany GmbH & Co. KG 160 - 161

www.polytec-group.com

P+M Schweißtechnik Vertriebs GmbH 141

www.pm-schweisstechnik.de

Pöppelmann GmbH & Co. KG 166 - 167

www.poeppelmann.com

Rheinischer Hof - Hotel, Restaurant, Festsaal 145

www.hotel-rheinischer-hof.de

Druckerei Rießelmann GmbH 153

www.riesselmann-druck.de

Road Sound Veranstaltungstechnik GmbH 159

www.road-sound.de

Schickling Arbeitsbühnen GmbH 165

www.schickling-arbeitsbuehnen.de

Schmitz GmbH 174 - 175

www.schmitz-lohne.de

Reisebüro Aloys Schomaker Omnibus- und

Gesellschaftsfahrten GmbH & Co. KG 173

www.schomaker.de

Paul Schockemöhle Logistics Gruppe 176

www.schockemoehle.de

Paul Schockemöhle Pferdehaltung GmbH 177

www.schockemoehle.com

Sprematec GmbH Sondermaschinenbau 191

www.sprematec.de

Gebr. Stolle - Plukon Vertriebs GmbH 184 - 185

www.stolle.de

Südbeck Nutzfahrzeuge GmbH 195

www.suedbeck-nutzfahrzeuge.de

TOP TOOLS GmbH 196 - 197

www.toptools-vechta.com

Deutsche Vilomix Tierernährung GmbH 209

www.vilomix.de

Holzmühle Westerkamp GmbH 215

www.westerkamp-gmbh.de

Gerhard Wilmering GmbH & Co. KG 204 - 205

www.wilmering-buslinien.de

Bäckerei Bernard Wolke GmbH & Co. KG 202 - 203

www.baeckerei-wolke.de

Zerhusen Kartonagen GmbH 210 - 211

www.zerhusen.de

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