Kreis Plön - ganz persönlich

neomedia

Blick auf Plön und das Schloss

Man könnte denken, dass die schöne Lage des

Plöner Schlosses auch deshalb als Ausbildungsort

für Optiker für meine Firma und mich reizvoll gewesen

sei, weil „Weitsicht“ nun einmal etwas mit

der Philosophie Fielmanns zu tun habe. Denn „Weitund

Besser-Sehen“ heißt genauer sehen, mehr verstehen

und präziser erkennen. In die Wirklichkeit

tiefer eindringen, gehört zum Urverlangen des Menschen.

Es ist ein Gewinn, das mit Brillen zu tun, die

auch ästhetisch gefallen, bei denen man nicht die

Sozialunterschiede auf Grund von teuren und billigen

Modellen in einem für die eine Seite belastendem

Sinn wahrnimmt.

Gern gebe ich zu, dass die malerische Lage des

Plöner Schlosses, dessen heutige Gestalt auf den Bau

von 1633 bis 1636 zurückgeht, auch auf mich eine

große Wirkung ausgeübt hatte. In Wahrheit gab

aber den Ausschlag für den Erwerb aus Landesbesitz,

der 2002 zustande kam, sein miserabler Zustand.

Den unterschiedlichen Nutzungen – zuletzt

als Internat – hatte eine völlig ungenügende Bauunterhaltung

gegenüber gestanden. Schloss und umgebender

Park waren in einem Maße verfallen, dass

die Räume ihren ursprünglichen Charakter verloren

hatten und das gartenhistorisch wertvolle Umfeld

verwildert war. Es zeichnete sich ab, dass sich die

öffentliche Hand, die Schleswig-Holsteinische Landesregierung,

der Kreis und die Stadt, zusammen

mit der Denkmalpflege, zwar in der Pflicht fühlten,

aber für eine wirkliche Sanierung nicht die nötigen

Mittel aufzubringen wussten.

Dieses Schloss in seinem unverkennbaren

Weiß hat eine große Ausstrahlung nach

allen Seiten. Von wo immer ein Besucher

naht, schon aus beträchtlicher Entfernung

wird sein Blick darauf gezogen.

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