Landkreis Marburg Biedenkopf - ganz persönlich

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Das Landgrafenschloss in Marburg dominiert das Erscheinungsbild der Universitätsstadt.

„Es berührt mich immer wieder, wenn ich von meinem Büro

derschlagung des ungarischen Volksaufstands 1956 ebenso

tief bewegt wie die Ereignisse, die mit dem Berliner Mauerbau

1961 einhergingen. Damit war der Weg in die Politik

fast programmiert: 1963 trat ich in die CDU ein und wurde

im gleichen Jahr Vorsitzender der Jungen Union Kirchhain.

Aus unserem Landkreis sind eine Reihe bekannter und prominenter

Politiker hervorgegangen, die zum großen Teil an

unserer Philipps-Universität studiert haben. Ich denke aus

früherer Zeit vor allem an Heinrich Schneider, Hans-Jochen

Vogel, Alfred Dregger, Egon Klepsch, Walter Wallmann,

aber auch an Gerhard Jahn und Ludwig Preiß. Auch meine

Schulklasse war politisch ganz schön „aufgemischt“. Mit

den späteren SPD-Größen Thomas Naumann und Hans-

Joachim Wölk habe ich zusammen Abitur gemacht und mir

manch hitzige politische Diskussion geliefert. Besonders

dankbar denke ich dabei an unseren verstorbenen Deutschund

Geschichtslehrer Dr. Helmut Krause, den Vater der heutigen

Uni-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Krause, der nicht

von der Deutschen Vermögensberatung in Frankfurt zurück

nach Marburg fahre. Dann sehe ich schon von Weitem das

Marburger Schloss und weiß, dass ich nun zu Hause bin.“

nur fachlich auf der Höhe der Zeit war, sondern uns auch

Toleranz und gegenseitigen Respekt gelehrt hat.

Mein anschließendes Jurastudium von 1964 bis 1969 habe

ich in Marburg absolviert. Es waren politisch sehr stürmische

Zeiten – gerade auch an unserer Hochschule selbst –

und ich als Mitglied des Stadtparlaments mittendrin. Der

Slogan „Die rote Uni“ war zu hören.

Wohltuend davon hob sich mein Studentenjob als Steinesetzer

bei den Flurbereinigungen in Mardorf und Amöneburg

ab. Zusammen mit meinem Freund Ludwig Schick,

dem heutigen Bamberger Erzbischof, habe ich Löcher für

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