Landkreis Heidenheim - ganz persönlich

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LANDKREIS

HEIDENHEIM


Der Landkreis Heidenheim

ganz persönlich


FRANKFURT

Landkreis Heidenheim

STRASSBURG

STUTTGART

MÜNCHEN

FREIBURG i. Br.

FRANKREICH

BASEL

SCHWEIZ

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Heidenheim

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LANDKREIS

HEIDENHEIM

Landkreis Heidenheim

in Zusammenarbeit mit der

neomediaVerlag GmbH


4 I 5

IMPRESSUM

Herausgeber

Landkreis Heidenheim

Felsenstraße 36

89518 Heidenheim

Tel. 07321 321-0

post@landkreis-heidenheim.de

www.landkreis-heidenheim.de

In Zusammenarbeit mit:

neomediaVerlag GmbH

Industriestraße 23, 48653 Coesfeld

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info@neomedia.de

www.neomedia.de

Redaktion/Lektorat

Landratsamt Heidenheim,

Anja Halbauer;

Jens Eber;

neomediaVerlag GmbH,

Günter Poggemann

Projektakquise

Matthias Kurz

Bildnachweis

Oliver Vogel: Titelbild, 17, 18, 19, 20, 21,

22, 26, 27, 28, 30, 31, 32, 33, 35, 36, 37,

38, 39, 43, 45, 47, 52, 53, 55, 56, 58, 60,

63, 65, 67, 70, 73, 74, 75, 76, 77, 79, 81, 82,

83, 88, 89, 91, 93, 95, 99, 103, 104, 105,

108, 109, 111, 112, 113, 114, 115, 121, 123,

125, 126, 130, 131, 133, 134, 135, 140,

141, 142, 143, 144, 145, 146, 152, 153, 154,

155, 157, 160, 161, 163, 166, 167, 168

Sabrina Balzer: 70, 71, 150, 151

Christina Bleier für Archäopark Vogelherd: 11

Joachim Bozler: 57

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Heidenheim: 12, 142

Jens Eber: 44, 54, 92, 110

Foto Frech: 10

Siegfried Geyer: 10

Heiko Grandel: 14, 15, 100, 102, 132

Heidenheimer Zeitung: 13

Ulf Krenz: Titelbild, 20

Landkreis Heidenheim: 13

Guido Serino: 98, 101

Universität Tübingen, Hilde Jensen: 99

Helga Wintergerst: 42

Porträt- und Firmenfotos stammen, soweit

nicht anders vermerkt, von den jeweiligen

Personen und Unternehmen.

Printed in Germany 2016

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages.

Alle Rechte vorbehalten.

Dem Buch liegen neben den Beiträgen der

Autoren Darstellungen und Bilder der Firmen

und Einrichtungen zugrunde, die mit

ihrer finanziellen Beteiligung das Erscheinen

des Buches ermöglicht haben.

Druck

Druckerei Bairle GmbH, 89561 Dischingen

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese

Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie;

detaillierte Daten sind im

Internet über http://dnb.dbb.de abrufbar.

ISBN 978-3-931334-57-4


INHALT

LANDKREIS

HEIDENHEIM

10 Liebe auf den zweiten Blick

Landrat Thomas Reinhardt

16 Heidenheim liegt in meinem Herzen

Prof. Dr. Peter Albert

18 Heidenheim ist ein weltoffener Landkreis

Gerhard Bauer

20 Neu verliebt in diese Landschaft

Marcus Bosch

23 Probleme erkennen … Lösungen finden

AURECO GmbH

24 Der Wow-Effekt auf zwei Rädern

Jasmin Bröll/Katharina Wurster

26 Eindrücke eines Rei´gschmeckten

Dr. Daniel Budka

29 Lösungen von Print bis Online!

Druckerei BAIRLE GmbH

30 Auf den Spuren der reichen Geschichte

im Kreis

Dr. Martin Burkhardt

33 Partner für perfekte Lackierung

Werner Briel chem. techn. Präparate

34 Der Vogelherd ist einzigartig

Prof. Nicholas Conard

36 Kulturelle Leuchttürme

mit großer Reichweite

Berni Fetzer

39 Duales Studium in der Region,

für die Region

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Heidenheim

40 Innovative Kühltechnik für die ganze Welt

BSH Hausgeräte GmbH

42 Wir müssen mit der Natur leben

Reiner Gansloser

44 Der Mensch steht immer im Vorderpunkt

Reiner Genz

46 „Da, wo ich herkomme, ist das Paradies.“

Martin Grath

48 Maßgeschneiderte Energiekonzepte

aus einer Hand

EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG

49 Spezialisten für Fülltechnik

Heinrich Frey Maschinenbau GmbH


6 I 7

50 Spezialisten für mobile Raumsysteme

Grinbold-Jodag GmbH

52 Alles, was man

für ein buntes Leben braucht

Inge Grein-Feil

54 Ein lebenswerter Landkreis mit viel Natur

Rosmarie Helbich

56 Das Ich und das Wir

Hansjörg Hirschenauer

59 Gläserne Fertigung – Made in Heidenheim

PAUL HARTMANN AG

60 Innovatives Jungunternehmen

für Dosier- und Abfülltechnik

EWOTECH Verpackungs+Fülltechnik GmbH

61 Heidenheimer Nahverkehr:

Grüne Flotte in blau-weiß

Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH

62 Ein Ort, der mir guttut

Bernhard Ilg

64 Ein Heidenheimer,

der die Fühler ausstreckt

Benny Jäger

67 In der Region verwurzelt

Genossenschaftliche Bankengruppe

im Landkreis Heidenheim

68 Kluge Ideen für dichte Bauwerke

Hauff-Technik GmbH & Co. KG

70 Heidenheim ist im Kinderschutz

gut aufgestellt

Britta John

72 Heidenheim – Meine Brücke

Roderich Kiesewetter, MdB

75 Schneidmaschinen von holac

– weltweit im Einsatz

holac Maschinenbau GmbH

76 Aus dem Landkreis in alle Gärten

Husqvarna Group

GARDENA Manufacturing GmbH

78 Die Arbeit mit Holz

hat eine lange Tradition

Thomas Lehner

80 Der Sport gehört zum Wohlfühlklima

Klaus-Dieter Marx

82 36 Jahre in der „Provinz“

Klaus Moser


LANDKREIS

HEIDENHEIM

84 Die Erfolgsformel:

Logistik – Leistung – Lösung

Wilhelm Kentner

Kraftwagen-Spedition GmbH & Co. KG

85 Schotter und mehr … regionaler Rohstoff,

europaweite Verwendung

Karl Kraft, Steinwerke

86 Mehr als reine Sauberkeit

Eugen Kieffer Gebäudereinigung

GmbH & Co. KG

88 Hier oben ist die Luft besser

Dr. Alexandra Palzer

90 In Heidenheim

die schönsten Berufsjahre erlebt

Dr. Rinaldo Riguzzi

92 Ich kann das Handwerk nur empfehlen

Jasmin Rochau

94 In der Region und für die Region

Kreissparkasse Heidenheim

96 Modernes Wohnen

aus nachwachsendem Rohstoff

Lehner Haus GmbH

98 Die Heimat toller Typen

Dr. Michael Rogowski

102 Fern der Heimat

Thomas Rüdiger

105 Service hat oberste Priorität

Moroff und Baierl GmbH

106 Ein moderner Dienstleistungsbetrieb

für die Bürgerinnen, Bürger und Betriebe

Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim

107 Experten für perfekte Oberflächen

Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG

108 Vom Duft der Kindheit

Dr. Jörg Sandfort

110 Ein Sommer ohne Bergbad

ist kaum vorzustellen

Nina Schlenga

112 Liebe auf den zweiten Blick

Hans Walter Schmid

115 Elektromotoren aus Meisterhand

Schleicher GmbH


8 I 9

116 Osram Herbrechtingen –

millionenfach Sicherheit

Osram GmbH

118 Spannung made in Sontheim

Röhm GmbH

120 Mit Leidenschaft vom Giengener

Schulhof in die 2. Bundesliga

Frank Schmidt

122 Unternehmer mit Freude

an der Herausforderung

Franz Schuck

124 Von Heidenheim

aus „Rockin´ All Over The World“

Siggi Schwarz

126 Innovationen am laufenden Band

H. R. Rathgeber GmbH & Co. KG

127 Ein zukunftsorientierter

Energieversorger mit Tradition

Stadtwerke Heidenheim AG

Unternehmensgruppe

128 Mit endlosen Ideen

erfolgreich Zukunft gestalten

Max Schlatterer GmbH & Co. KG

130 Schäfer ist mein Traumberuf

Johannes Smietana

132 Ehrenamt ist Ehrensache

Uli Steeger

134 Bilder, die zurückliegen

Jürgen Stimpfig

136 Überdachter Marktplatz

mitten in der Stadt

Schloss Arkaden Heidenheim

138 Baustofflieferant, Arbeitgeber und

verlässlicher Partner der Region

SCHWENK Zement KG

140 „Unser Landkreis ist meine lebensund

liebenswerte Heimat!“

Andreas Stoch

142 Überzeugungstäter nicht nur

des dualen Studiums

Prof. Manfred Träger

144 „Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“

Prof. Dr. Sven van Meegen

147 Zuverlässiger Partner für die Bürger

Stadtwerke Giengen GmbH


LANDKREIS

HEIDENHEIM

148 „Für Kinder ist nur das Beste

gut genug“

Margarete Steiff GmbH

150 Es ist schön, nach Heidenheim

zu kommen

Sascha Vollmer

152 Wie erschlagen von der Schönheit

Roswitha Walter

und Michael Nomidis-Walter

154 Der Indian Summer auf der Alb

Markus Wick

156 28 Millionen Kilometer

pro Jahr 700-mal um die Welt

Spedition Schwarz GmbH

157 Von der Idee bis zur kompletten Anlage

SCONVEY GmbH

158 Chemikalien-Standards für die

Forschung – Engagement für die Region

Sigma-Aldrich Chemie GmbH

162 Schwierige Patrioten

Hans-Jörg Wilhelm

165 Innovationen „Made in Dischingen“

VARTA Consumer Batteries

GmbH & Co. KGaA

166 Eine aufregende Sinfonie

Joachim Ziller

168 Von der Alb direkt ins Auto

oder ins Flugzeug

T+H Metallwarenfabrik GmbH

169 Filz – spannender Werkstoff mit Zukunft

Vereinigte Filzfabriken AG

170 Eine internationale Erfolgsgeschichte

aus Heidenheim

Voith GmbH

171 Innovationen für die Sicherheit

Albert Ziegler GmbH

172 Übersicht der PR-Bildbeiträge

160 Authentische Gastlichkeit, Regionalität

und Nachhaltigkeit

Frank Widmann


20 I 21

MARCUS BOSCH

BIOGRAFIE

MARCUS BOSCH

Ich bin sehr froh und stolz, dass wir

in den ersten fünf Jahren das künstgeb.

1969 in Steinheim am Albuch | Studium

in Heidelberg und Mannheim | 2002–2012

Generalmusikdirektor der Stadt Aachen |

seit 2009 künstlerischer Direktor

der Opernfestspiele

Heidenheim | seit 2011 Generalmusikdirektor

des Staatstheaters Nürnberg | ständiger

Gastdirigent an der Hamburgischen

Staatsoper | zahlreiche Gastdirigate im

In- und Ausland

NEU VERLIEBT

in diese Landschaft

Es gibt von mir ein Kindergartenfoto, auf dem die anderen

Kinder singend vor mir stehen und ich dirigiere.

Meine Eltern leiteten damals einen Kirchenchor, und

so lag ich oft im Kinderwagen zwischen Dirigent und

Chor und habe diese Bewegungen, die Musik erzeugen, einfach

abgeguckt. In der musikalischen Früherziehung entdeckte meine

Lehrerin dann wirklich musikalisches Talent und überzeugte meine

Eltern, ich müsse Klavier lernen. Ihr und einem Lehrer im

Gymnasium habe ich viel zu verdanken. Der fand, ich müsse Kontrabass

spielen wegen meiner großen Finger. Ich habe außerdem

Klarinette gelernt, Gesangsunterricht genommen und mich ins

Orgelspiel vertieft – alles bis zum Abitur. Mit 14 übernahm ich

den Chor meiner Eltern und konnte mich auch dort zum ersten

Mal als Dirigent ausprobieren.

Musik war also für mich immer

präsent, aber meine Eltern wollten

natürlich, dass ich als Beruf „etwas

Richtiges“ lerne. Das hätte ich auch

beinahe gemacht, Agrarökonomie

oder Architektur hätten mich z. B.

sehr interessiert. Aber ich war beeindruckt

davon, was meine Schulmusiklehrer

geleistet haben, also

habe ich schließlich Schulmusik studiert

– quasi den Mittelweg zwischen

Musikmachen und der soliden

Beamtenlaufbahn. Im Landesjugendorchester bekam ich

dann die Chance, zu dirigieren – und damit stand mein Entschluss

fest, Dirigent zu werden. Ich habe dann die klassische deutsche

Kapellmeisterausbildung erlebt: erst Korrepetitor in Osnabrück,

dann Kapellmeister in Wiesbaden, dann in Saarbrücken und

schließlich Generalmusikdirektor in Aachen und jetzt in Nürnberg.

Im Schuldienst war ich nie, aber ich habe große Hochachtung

vor allen, die in der Schule arbeiten.

Als Heidenheim 2009 einen neuen Festspieldirektor suchte, habe

ich zunächst gezögert. Ich war viel unterwegs als Dirigent und hatte

die Stelle als Generalmusikdirektor in Aachen. Aber das Projekt

Opernfestspiele reizte mich sehr, weil ich hier einmal ein Festival

in seiner Gesamtheit gestalten kann.

Innerhalb eines Staats- oder Stadttheaters

bin ich eben „nur“ für die

musikalische Seite zuständig. Mit

dem Bau des Congress Centrums waren

in Heidenheim ganz neue Möglichkeiten

eröffnet worden. Dann

wurde mir die Stelle als Generalmusikdirektor

in Nürnberg angeboten

– das geht wunderbar mit der Arbeit

in Heidenheim zusammen.

Inszenierung von Verdis Macbeth


Opernfestspiele Heidenheim im Rittersaal von Schloss Hellenstein

lerische Niveau in Heidenheim immens steigern konnten. Aus der

Erfahrung an vielen deutschen Opernhäusern kann ich sagen:

Wir präsentieren Produktionen auf hohem Staatstheater-Niveau.

Aber anders als die großer Repertoirehäuser sind die Opernfestspiele

ein Leuchtturmprojekt, in dem sich alles auf wenige Wochen

im Jahr fokussiert. Wir versuchen von Jahr zu Jahr mehr,

etwas zu gestalten, was in dieser Form nur in Heidenheim stattfinden

kann. Auch für Macbeth 2015 galt das: Dieses Bühnenbild

konnte nur hier funktionieren.

Dadurch stehen wir in der deutschen Festivallandschaft völlig

anders da als noch vor fünf Jahren. Heidenheim als Festspielstadt

hat heute deutschlandweit einen Klang! Als ich anfing, hatten die

Opernfestspiele ein Budget von rund 700.000 Euro, fünf Jahre

später sind wir bei etwa zwei Millionen Euro. 2014 hatten wir

15.000 Besucher, ein Drittel davon von außerhalb der Region.

Mich treibt stark an, zu beweisen, dass diese Festspiele kein Event

für die „oberen Zehntausend“ sind, sondern für jedermann. Wir

haben neue Veranstaltungen konzipiert wie „Helden am Herd“,

über die man sich ans Festival annähern kann. Auch die Kinderoper

haben wir bewusst breit aufgestellt – da bauen wir das Publikum

von morgen auf. In den Vorstellungen spürt man förmlich,

wie sehr das die Kinder berührt. Aber man braucht einen

langen Atem, wenn man Schwellenängste abbauen will.

Ich merke immer wieder, wie sehr es mir hilft, dass ich die Mentalität

der Menschen hier kenne. Ich „ticke“ genauso wie die

Menschen, die zu uns kommen – und ich schätze das auch sehr,

diese Verlässlichkeit der Schwaben. Ich glaube, die Region hat

mich stärker geprägt, als mir das lange Zeit bewusst war. Das

merke ich zum Beispiel daran, wie schnell ich mich Schwaben

verbunden fühle, die ich irgendwo anders treffe.


22 MARCUS BOSCH

Blick auf Steinheim und den Meteorkrater Steinheimer Becken

Ich habe mich auch neu verliebt in diese

Landschaft und sehe jetzt Dinge, die ich

in meiner ganzen Kindheit kaum wahrgenommen

hatte: Die „Blaue Stunde“ über

der Stadt, das Eselsburger Tal, der Brenztopf,

der Steinheimer Meteorkrater, das

Fahren über die Alb … Ich sehe so viel

Schönheit! Wenn ich nach dem passenden

Musikstück für die Region suche, fällt mir

sofort die 6. Sinfonie von Beethoven ein,

die viel von dieser Landschaft beschreibt,

etwa die Gewitter, die hier im Sommer

ganz typisch sind. Die „Pas t orale“ von

Beet hoven ist vielleicht das perfekte

Stück, um den Landkreis Heidenheim musikalisch

zu beschreiben.

Wenn ich nach dem

passenden Musikstück

Auch was die Stadt an Kultur bietet, hat eine Vielfalt und Qualität,

die den Heidenheimern selbst manchmal gar nicht bewusst

ist. Das Ensemble des Schlossbergs mit Schloss, Hotel, Congress

Centrum, Rittersaal, Naturtheater und Voith-Arena ist dabei ein

echter Glücksfall für die Stadt.

Manchmal werden wir Musiker ja gefragt, was wir eigentlich tagsüber

so machen. Ich kann Ihnen sagen: leider nicht nur Musik!

Der Produktionstag in Nürnberg beginnt um 9 Uhr mit Besprechungen,

dann folgen Proben. Mittags stehen Meetings und

Schreibtischarbeit an. Abends ist wieder Probe oder Vorstellung,

und in der Regel gehe ich nicht vor halb elf nach Hause. Die Tage

in Heidenheim sehen ganz anders aus, sind aber ebenso vollgepackt

mit Terminen. Hier bin ich eben für alles verantwortlich,

von Programmplanung bis hin zu Sponsorensuche und technischen

Fragen. Da verliert man ein bisschen das Gefühl für die

Wochentage. Ich nehme mir jedes Jahr vor, den Künstlern mal

den Landkreis zu zeigen. Bislang hat es zwar nicht geklappt – aber

irgendwann wird es die Gelegenheit geben, meine Begeisterung

für den Kreis zu teilen.

für die Region suche, fällt

mir sofort die 6. Sinfonie

von Beethoven ein.


52 I 53

INGE GREIN-FEIL

BIOGRAFIE

INGE GREIN-FEIL

geb. 1945 in Aalen | verheiratet, ein Sohn,

zwei Enkelkinder | ab 1977 selbstständig mit

der Anfertigung und dem Verkauf von kunsthandwerklichen

Artikeln | 1980 Ausbruch

der Krankheit Multiple Sklerose | 1984 Gründung

der Bürgerinitiative Aktion „Freunde schaffen

Freude“, Initiatorin und Vorsitzende | ab

1998 Ausbildung und „Einsatz“

als Spiel- und Theaterpädagogin

und Klinik-Clownin | ab 1997 Spielleitung

einer inklusiven Theatergruppe | 1995 Bundesverdienstmedaille

der BRD | 2000 Einweihung

der sozialen und kulturellen Begegnungsstätte

ARCHE und Gründung der Kleinkunstinitiative

„Kultur in der ARCHE“ | 2005 Staufermedaille

des Landes Baden-Württemberg

ALLES, WAS MAN FÜR EIN BUNTES

Leben braucht

In der Grundschule unterrichtete mich in Heimatkunde eine

ältere Lehrerin, die gerne über die „ferne Stadt an der Brenz“

und die Sehenswürdigkeiten in dieser Gegend erzählte. In

spannenden Geschichten schilderte sie das geheimnisvolle

Felsenmeer und märchenhafte Ereignisse vom stattlichen Schloss

Hellenstein, das gut sichtbar die Stadt überragen würde.

Am meisten neugierig machte uns Schüler ein großes Gewässer

an der Straße nach Heidenheim. So führte mich meine erste Radtour

mit meinen besten Freundinnen auf alten Drahteseln zum

Itzelberger See. Unser Pausenbrot verfütterten wir großzügig an

die Enten und Schwäne, die uns schnatternd am Ufer begleiteten.

Bald darauf ging es per Klassenfahrt mit dem Zug direkt nach

Heidenheim. Vom Bahnhof aus mussten wir brav in Zweier reihen

durch die Stadt den steilen Berg hinauf zum Schloss wandern. Wir

konnten nicht genug staunen beim Blick über die Mauer. Die Menschen,

Häuser, Autos, ja sogar die Fabrikanlagen waren winzig

klein. Noch heute kontrolliere ich beim Besuch der Opernfestspiele,

ob alles drunten in der Fußgängerzone noch immer so

„klein“ ist wie damals in meiner Kindheit.

1977 erzählten uns Reiterfreunde, dass sie mit ihren Pferden in

einer reizenden Gegend ihren Urlaub verbracht hätten. Den Namen

des Traumdomizils hörten wir allerdings zum ersten Mal:

Härtsfeldsee in der Gemeinde Dischingen


Demmingen. Kurzerhand bestellten wir im einzigen Gasthof mit

Übernachtungsmöglichkeit Zimmer für uns und unseren Sohn

Oliver samt Hauskatze Samia. Die Anfahrt von Aalen aus gestaltete

sich fast so lang wie die Reise in einen „richtigen“ Urlaub. In

Nattheim mussten wir wegen einer Autopanne einen halben Tag

auf dem Hof einer Tankstelle verbringen.

Endlich angekommen, wurden wir von der „Stern“-Wirtin Agnes

Kränzle und von den Männern am Stammtisch aufs Herzlichste

begrüßt. Der kleine Ort mit damals knapp 450 Einwohnern, am

östlichsten Zipfel des Landkreises Heidenheim und nahe der bayrischen

Grenze, eroberte unsere Herzen im Nu. „Wir werden

nach Demmingen ziehen“, ließen wir bald schon all unsere

Freunde wissen, die größtenteils in irgendeiner Stadt wohnten.

Der erste Sommer im kleinen Dorf verging wie im Flug. Wir genossen

unseren Garten und die weite Natur. Am ersten sonnigen

Nachmittag des neuen Jahres standen kleine Kinder bei uns am

Zaun und schauten uns neugierig zu. Da fragte mich ein kleines,

fürwitziges Mädchen „Flagget ui huier oh widdr en Garda nei?“

Mir wurde bewusst, dass es hier nicht üblich ist, mitten am Tag

im Garten zu liegen. Doch ab diesem Nachmittag hatten wir eine

Handvoll neuer Freunde gefunden. Es machte uns gemeinsam

Spaß, in der Hängematte zu schaukeln und Kakao zu trinken.

Inzwischen hat sich vieles geändert. Die Menschen hier sind wie

die Leute in der Stadt. Man darf sogar tagsüber und unter der

Woche mit Nordic-Walking-Stöcken die herrliche Landschaft

durchwandern. Ein Lieblingsspaziergang ist der Weg auf der Höhe

der Heidelandschaft mit Blick „von oben herab“ auf den

Härtsfeldsee. Wer im Herbst, wenn die Blätter sich bunt färben

und die Wege mit einem bunten Teppich bedecken, durch den

Englischen Wald beim fürstlichen Schloss Thurn und Taxis

schlendert, stolpert über so manches architektonische Kleinod

aus längst vergangenen Tagen.

Als wir damals das Härtsfeld und Dischingen kennenlernten, zog

es oft auch die Regenbogenpresse hierher. Denn droben im fürstlichen

Schloss fanden hinter den hohen Mauern pompöse Festlichkeiten

mit der High Society aus aller Welt statt. Sogar Mick

Jagger von den legendären Rolling Stones soll zuweilen solch

einem rauschenden Ball noch mehr Glanz verliehen haben. Mit

etwas Glück winkte einem Fürstin Gloria zu, wenn sie auf ihrer

Harley durch die umliegenden Ortschaften brauste. Bis zum Tod

ihres Gatten Fürst Johannes von Thurn und Taxis im Jahr 1990

konnte man an der aufgesteckten Fahne ersehen, wenn die Fürstenfamilie

mit ihren Kindern auf ihrem Sommersitz weilte.

Faschingsumzug in Dischingen

Wenn ich über die Kreisstadt Heidenheim rede,

merke ich selber am besten, dass mir die innere

und äußere Verbindung zwischen Land und Stadt

bestens gelungen ist – dass für mich Land

und Leute zur Heimat geworden sind.

Wenn ich jedoch über die Kreisstadt Heidenheim rede, merke ich

selber am besten, dass mir die innere und äußere Verbindung

zwischen Land und Stadt bestens gelungen ist – dass für mich

Land und Leute zur Heimat geworden sind. Kulturell ist hier so

vieles geboten und oftmals ist die Entscheidung zwischen Klassik,

Rock und Pop, Volkstümlichem, Naturtheater, Waldorfschule,

Sasse-Theater, Museen gar nicht so einfach. In einer halben Stunde

sind wir im Zentrum von Heidenheim. Traditionell kaufen wir

mittwochs auf dem gut sortierten Wochenmarkt und im Bioladen

unsere Lebensmittel ein. Dazu gehört es einfach, dass man sich

Zeit lässt und sich ein Schwätzle mit dem knitzen Bäcker Grath

und Bekannten gönnt.

Einerseits bietet unsere Kreisstadt doch so vieles, was man zu

einem bunten Leben braucht – andererseits ist alles so überschaubar,

dass sich viele Menschen gegenseitig noch kennen.

Nun wissen ja die meisten, dass ich seit 1984 aufgrund eigener Erkrankung

sozial engagiert bin. Auch hier kann ich mit Fug und

Recht behaupten, dass sich die Stadt um ihre Bürger kümmert. Wo

gibt es schon eine städtische Ehrenamtsstelle namens „Ich für uns“

– und wo findet in einem zentralen Bürgerhaus eine solche Vielzahl

unterschiedlichster Gruppierungen einen idealen Treffpunkt?

Wenn man – wie ich – gar nicht so gut zu Fuß ist, dann gibt es

einen großen Vorteil: Man kann sich mit den anderen freuen und

zuschauen – den Radfahrern, Fußgängern, Halb- und Marathonläufern,

den Alb-Guides und ihren Wanderern, den Kletterern im

Eselsburger- und im Wental und den Bootsfahrern auf der Brenz.

Beinahe hätte ich vergessen, meinen geliebten Brenzpark zu erwähnen

– und mit ihm die Erinnerung an diese wunderbare Landesgartenschau

im Jahr 2006. Als „Wandelnde Blumen“ durfte

ich mit meiner Theatergruppe vielen Besuchern und uns selber

Freude bereiten. Wie schön, dass dank der Pflege vieler Ehrenamtlicher

so viel blumiges und kulturelles Flair erhalten geblieben ist.


70 I 71

BRITTA JOHN

BIOGRAFIE

BRITTA JOHN

geb. 1966 in Dessau, Sachsen-Anhalt,

zwei erwachsene Kinder | 1972 Allgemeinbildende

Polytechnische Oberschule | 1982

Töpferlehre, dann verschiedene Tätigkeiten

als Keramikerin, Werkstattleitung in einer

Einrichtung für Behinderte | 1989 Flucht

über Budapest und Wien nach Hamburg |

1990 kaufmännische Ausbildung, dann

Tätigkeiten im Vertrieb, Verwaltungsleitung,

Ausbildung zur Sozialfachwirtin | seit 2009

Geschäftsführerin beim Kinderschutzbund

Heidenheim

HEIDENHEIM IST

im Kinderschutz gut aufgestellt

Meine erste Begegnung mit Heidenheim liegt schon

ein paar Jahre zurück. 2006 führte mich ein Betriebsausflug

zur Gartenschau. Ich wohnte damals

schon viele Jahre in Ulm und obwohl die

beiden Städte fast Nachbarn sind, war es mein erster Besuch in

Heidenheim. Als „gefühlte“ Ulmerin ist man nicht so sehr auf

Brenzpark Heidenheim

das Umland fixiert, weil Ulm sehr viel zu bieten hat. Die bunten

Schau-Schafe bereiteten uns einen freundlichen Empfang und

sind mir als tolle Aktion in Erinnerung geblieben.

Die Entscheidung, nach Heidenheim zu ziehen, lieferte wie so oft

der Beruf. Der Kinderschutzbund Heidenheim suchte eine neue

Geschäftsführung und 2009 habe ich die Stelle angetreten. Für

den Kinderschutzbund zu arbeiten, hat mich von Anfang an begeistert.

Nach einem Jahr Pendeln zog ich dann ganz nach Heidenheim,

weil ich mich mit der Stadt, in der ich arbeite, mehr

verbinden wollte. Diese Entscheidung habe ich nur selten bereut.

Aber als „Stadtkind“ fehlt mir hier manchmal das urbane Leben.

Dafür habe ich die Region um Heidenheim lieb gewonnen. Besonders

gern fahre ich mit dem Fahrrad nach Süden, an der Brenz

entlang Richtung Donau. Im Frühsommer und Herbst sind die

Wacholderheiden ganz wunderbar. Dieses Lichte, Helle ist sehr

schön zum Wandern und Radeln. Auch die Burgen und Schlösser,

die es hier an fast jeder Ecke gibt, mag ich sehr. Ein bisschen bin

ich zwar immer noch die „Nei‘gschmeckte“, aber das Gefühl dazuzugehören,

wird immer stärker. Man braucht eben einige Jahre,

bis man in einer Region ankommt. Aber das ist vielleicht überall so.

Ursprünglich komme ich aus Sachsen-Anhalt, aus der Bauhausstadt

Dessau. Mich interessierten neben Kunst und Architektur

auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Berufe. Meine Eltern

waren politisch nicht so angepasst, da blieb mir manche Tür verschlossen.

Zunächst schlug ich daher eine künstlerisch-hand-


Lernort an der renaturierten Brenz an der Hürbemündung bei Hermaringen

werkliche Laufbahn ein. Das hatte den Vorteil, von der Stasi und

der damaligen politischen Führung unbehelligt zu bleiben. Nach

meiner Flucht aus der DDR landete ich mit meinem damals vierjährigen

Sohn zunächst in Hamburg, später zogen wir nach Ulm.

Ich hatte beruflich die kaufmännische Richtung eingeschlagen

und als meine Tochter geboren wurde, engagierte ich mich ehrenamtlich

für den Verein „Kinderpark Ulm“. Man kann zwar überall

tolle Arbeit machen, aber die Arbeit mit und für Kinder hat

mich zum ersten Mal wirklich befriedigt. Ich entschied mich deshalb,

beruflich ganz in den sozialen Bereich einzusteigen und

hatte das Glück, direkt nach der Elternzeit eine Stelle in Ulm zu

finden. Letztendlich führte mich dann mein Weg zum Kinderschutzbund

in Heidenheim.

Der Kinderschutzbund hat bei seiner Arbeit zwei große Schwerpunkte:

zum einen den sozialpolitischen Blick auf das Wohl und

die Rechte von Kindern. Schon seit

über 40 Jahren setzen wir uns für

Kinderrechte ein, und viele unserer

Mitstreiterinnen sind seit Jahrzehnten

aktiv. Dabei hat sich die politische

Arbeit stark verändert. Ging

es früher eher um elementare

Grundbedürfnisse von Kindern

oder um die Abschaffung der Prügelstrafe,

so geht es heute um Chancengleichheit

und darum, für jedes

Die Wege sind kurz, und da man

viele Menschen persönlich kennt,

kann man mehr erreichen als

anderswo. Und das macht

Heidenheim wirklich lebenswert.

Kind bestmögliche Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen

und die Entfaltung seiner Fähigkeiten zu schaffen. Damit sind

wir bei Hilfsangeboten für Eltern, dem zweiten großen Schwerpunkt

unserer Arbeit. Wir gehen davon aus, dass Eltern die besten

Erzieher für ihre Kinder sind. Also ist es wichtig, sie in der

Erziehungsarbeit zu unterstützen, ganz besonders in schwierigen

Lebensphasen. Deshalb sind wir auch in der professionellen Jugendhilfe

tätig.

Was den Kinderschutz angeht, ist Heidenheim gut aufgestellt. Der

Kinderschutzbund hat hier überdurchschnittlich viele Mitglieder,

und viele von ihnen engagieren sich freiwillig. Aber trotz Idealismus

lassen sich viele unserer Projekte nur mit Spenden oder Zuschüssen

realisieren. Viele Menschen haben ja ein Herz für Kinder

und wollen Gutes tun. Und dass wir in den vergangenen Jahren

so viele Projekte für Kinder und Familien starten konnten, ist der

Beweis dafür, dass den Menschen

hier Kinder wirklich am Herzen liegen.

Das macht mich richtig stolz.

Heidenheim ist eine Stadt, die sich

immer weiterentwickelt. Die Wege

sind kurz, und da man viele Menschen

persönlich kennt, kann man

mehr erreichen als anderswo. Und

das macht Heidenheim wirklich lebenswert.


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BIOGRAFIE

DR. MICHAEL ROGOWSKI

Wenn ich freilich ein leidenschaftlicher

Großstädter bin, der das abendliche Flair

einer Hamburger Hafenstadt oder eines

Berliner Kiez nicht missen kann, dann

tue ich mich hier womöglich schwer.

Wenn jemand die Natur liebt oder eine

Familie gründen möchte und sich die Frage

stellt, was er seinen Kindern zum Beispiel

bildungsmäßig auf engstem Raum

bieten kann, dann ist Heidenheim ein Eldorado,

an das nur wenige Städte heranreichen.

Wir haben sehr gute Gymnasien,

sehr gute Grundschulen, wir haben Songeb.

1939 in Stuttgart | verheiratet,

zwei Kinder | Wirtschaftsingenieur | ab 1974

Leiter des Personalressorts bei Voith | ab 1982

Leiter des Konzernbereichs Antriebstechnik |

von 1992–2000 an der Konzernspitze |

von 2000–2010 Aufsichtsratschef |

von 2001–2004 BDI-Präsident | unter anderem

Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande

und Ehrenbürger der Stadt Heidenheim I

Vorsitzender der Hanns-Voith-Stiftung

DIE HEIMAT

toller Typen

Ich bin gebürtiger Stuttgarter und sicher nicht der Erste,

der bekennt, dass er Heidenheim vor seinem ersten Besuch

gar nicht kannte. Nach Heidenheim kam ich nach meinem

Studium und meiner Tätigkeit in Karlsruhe, einer sehr

schönen Residenzstadt, umgeben von Schwarzwald, Elsass, Pfalz,

mit guten Weinen und einer guten Gastronomie. Beim ersten Besuch

in Heidenheim dachte ich: naja, eigentlich ziemlich trübe.

Es war aber auch nicht Heidenheim, das mich angezogen hat,

sondern die Firma Voith.

Heute, 40 Jahre später, empfinde ich, dass Heidenheim gekennzeichnet

wird durch ein buntes Treiben und auch belebt ist,

zumindest am Tage, solange die Trottoirs noch nicht hochgeklappt

sind. Aber das ist eben die schwäbische Mentalität, dass

man früh ins Bett geht, um morgens wieder schaffen zu können.

Ich finde, Heidenheim hat sich sehr

positiv entwickelt. Und wenn man in

die Umgebung fährt, sei es mit dem

Fahrrad, mit dem Auto oder auch mit

den Langlaufskiern, dann offenbart

sich einem eine wundervolle Landschaft,

mit Hügeln, Heiden, Wäldern

und Höhlen in Hülle und Fülle.

Schloss Brenz in Sontheim an der Brenz

Schon allein die Funde am Vogelherd

sind eine begeisternde Sache, einmalig

auf der ganzen Welt! Ich schäme mich im

Grunde, dass es ungefähr 35 Jahre gedauert

hat, bis mir bewusst wurde, welche Schätze der Kreis im

Lonetal zu bieten hat, und wie wenig über viele Jahrzehnte daraus

gemacht wurde. Umso schöner, dass es jetzt geschieht. Den neu

geschaffenen „Archäopark“ am Vogelherd muss man erleben.

Man kann in Heidenheim also auch als Auswärtiger Wurzeln

schlagen. Meine Frau Gabriele und ich sind hier in der Region

längst verwurzelt, wir genießen die Nähe unseres Hauses zur

Stadtmitte und erfreuen uns am vielseitigen kulturellen Angebot

wie Opernfestspiele, Kunstmuseum, Bildhauersymposion, Naturtheater

und vieles mehr. Eine einmalige Vielfalt für eine Mittelstadt.

Ähnliches gilt für den Sport. Man denke nur an Fußball,

Fechten oder Baseball – überall Spitze! Und wenn wir in die

Großstadt wollen, ist das auch kein weiter Weg.


Blick auf Schloss Hellenstein

derschulen. Die Duale Hochschule möchte

ich besonders hervorheben. Alle Städte

in Deutschland sind konfrontiert mit der

demografischen Entwicklung, deshalb ist

auch die Bevölkerung in Heidenheim geschrumpft.

Und da könnte die Duale

Hochschule und ihr weiterer Ausbau ein

Gegengewicht sein, denn wenn junge

Menschen nicht weggehen müssen, um eine

attraktive Ausbildung zu erfahren,

dann ist das enorm wichtig für die Zukunft

der Stadt.

Man kann in Heidenheim

auch als Auswärtiger Wurzeln

schlagen. Meine Frau und ich

sind hier längst verwurzelt,

wir genießen die Nähe unseres

Hauses zur Stadtmitte und

erfreuen uns am vielseitigen

kulturellen Angebot.

Mammut vom Vogelherd

Der Landkreis hat natürlich Herausforderungen,

er ist wirtschaftlich gesehen nicht

sehr finanzstark. Er wird stark geprägt

durch einige große und mittelgroße Industrieunternehmen,

Voith, Zeiss, Hartmann,

Edelmann, C. F. Maier, Schuck,

Althammer, um einige zu nennen, neben

vielen weiteren kleineren Mittelständlern.

Deren Zukunft ist maßgeblich für die

Entwicklung des Kreises und der Stadt.

Deshalb gibt es Aufgaben, die dazu beitragen

können, finanziell noch besser auf

die Beine zu kommen. Stichworte sind: Ausbau der Bildungslandschaft,

Straßenverkehrsanbindung, Brenzbahn, Stadttunnel etc.

So könnte es gelingen, noch mehr Industrie und Dienstleistungen

anzusiedeln. Mir ist dabei allerdings überhaupt nicht bange um

den Landkreis. Man muss eben gestalten, und wir haben, insbesondere

in Heidenheim, aber auch in kleineren Städten,

Bürgermeis ter und einen Landrat, die Gestalter sind.

Die Heidenheimer selber sind schon speziell. Ich vertrete die These,

dass Landschaft prägt. Und die ist bekanntlich rau. Wenn man


100 I 101 DR. MICHAEL ROGOWSKI

Wenn jemand die Natur liebt oder eine

Familie gründen möchte und sich die

Frage stellt, was er seinen Kindern zum

Beispiel bildungsmäßig auf engstem

Raum bieten kann, dann ist Heidenheim

ein Eldorado, an das nur wenige

Städte heranreichen.

zurückblickt, hat es lange gedauert, bis Heidenheim an die Welt

angeschlossen war. Insofern sind gewisse Isolationsmerkmale zu

spüren gewesen – Verschlossenheit, Abgrenzung. Man muss die

Heidenheimer erst aufbrechen, aber wenn man in ihre Herzen

eingedrungen ist, dann offenbaren sich tolle Menschen. Richtig

handgestrickte und verlässliche, treue Typen. Davon hat auch die

Firma Voith profitiert. Maschinenbau passt gut zu diesem Bastlertypus

der Schwaben. Es gibt großartige Talente und Fachkräfte

in dieser Region, und Voith trägt durch eine hervorragende

Ausbildung dazu bei.

Im Zuge der Entwicklung von Voith vom Handwerksbetrieb über

ein mittelständisches Industrieunternehmen zu einem internationalen

Weltkonzern hat sich die Region natürlich geöffnet, es kamen

Menschen aus vielen Ländern hierher. Wenn ich heute durch

die Stadt gehe, dann treffe ich Menschen, die hätte ich vor zwanzig

Jahren hier allenfalls vereinzelt gesehen – Japaner, Chinesen,

Inder, Brasilianer, um nur einige Beispiele zu nennen.

Meine Frau würde sagen, ich sei ein furchtbar ungeduldiger

Mensch. Das hat Vor- und Nachteile. Manchmal rennt man in

der Ungeduld mit dem Schädel an die Wand und muss warten,

bis der Schmerz nachlässt. Auf der anderen Seite ist Ungeduld

auch ein Motor. Das war für mich immer das Positive daran. Ich

habe meine Karriere an der Uni begonnen und mit der Leitung

Steinerne Jungfrauen im Eselsburger Tal (Herbrechtingen)


eines Beratungsinstituts, das der Uni Karlsruhe angeschlossen

war. Da kam ich zu der Erkenntnis: Ich will nicht nur den anderen

sagen, wie man kocht – ich will selber kochen.

Wenn man dann einen so riesigen Betrieb wie Voith leitet, ist am

Schluss nicht mehr sehr viel mit Kochen. Aber ich habe immer

versucht, wenigstens zu wissen, wie das Rezept zusammengesetzt

ist. Abgehobener Chef sein, das war nie mein Ding. Ich musste in

die Hallen rausgehen, ich musste an die Vertriebsfront; wenn wir

Konzepte entwickelten, musste ich selber „mitkochen“. Das

schafft auch Verbundenheit mit den Mitarbeitern.

2001 bin ich außerdem in der Politik gelandet, durfte mich im

Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) als Lobbyist in der

Aus einandersetzung mit der Politik wiederfinden. Das war spannend,

weil politische Entscheidungsprozesse völlig anders funktionieren

als in einem Unternehmen. Man ist viel mehr schwer

abschätzbaren Einflussgrößen ausgesetzt, die es erschweren, das

ursprünglich gefasste Ziel auch zu realisieren. Meistens setzt man

allenfalls einen Kompromiss um. Wenn das auf die unternehmerische

Ungeduld stößt, die einen Menschen wie mich geprägt hat,

dann ist das schwierig.

vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales, Geld

ausgeben.

Ich durfte viele nationale und internationale Auszeichnungen entgegennehmen.

Die Heidenheimer Ehrenbürgerschaft hat für mich

den höchsten Stellenwert unter diesen. Allerdings frage ich mich

manchmal, ob es gerecht ist, dass ich diese und andere Ehrungen

erfahren habe, denn zu allem, was ich bewirken durfte, haben

immer viele beigetragen. Besonders hervorheben möchte ich den

von mir hochverehrten „Ziehvater“ Hugo Rupf, der neben und

nach Hanns Voith langjähriger Chef von Voith und Ehrenbürger

von Heidenheim war, aber auch die mir so eng verbundenen Gesellschafter

von Voith sowie meine jeweiligen Kollegen. Auch deshalb

fühle ich mich verpflichtet, wo immer ich kann auch heute

noch dazu beizutragen, dass die Stadt und der Kreis sich weiterentwickeln.

Und wenn ich nochmal von vorn anfangen würde,

raten Sie mal – dann natürlich in Heidenheim bei Voith!

Ich bekam durch solche Erfahrungen aber auch einen anderen

Blick auf Heidenheim. Wenn man viel unterwegs ist, dann freut

man sich umso mehr, wenn man wieder zurückkommt zum Ursprung,

zur Nähe. Das gilt im Übrigen auch für die Politik, das

begreift sie nur nicht wirklich. Wenn man Europa schaffen möchte,

und daran sollten wir unbedingt festhalten, dann muss man

natürlich bestimmte Sachverhalte zentralisieren – aber man muss

so viel wie möglich so lokal wie möglich entscheiden lassen, dann

fühlen sich die Menschen wohl. Was in Brüssel passiert, ist zwar

wichtig, interessiert den „Herrn Mayer in Schnaitheim“ jedoch

meis tens nur ganz am Rande. Aber was in Schnaitheim und in

Heidenheim passiert, das interessiert ihn sehr.

Mit der Firma Voith habe ich heute operativ nichts mehr zu tun,

außer – und das ist sehr schön – mit der Hanns-Voith-Stiftung.

Erstmals in meinen Leben muss ich nicht primär Geld eintreiben,

sondern kann gemeinsam mit den anderen Kuratoriumsmitgliedern

und dem Vorstand in erster Linie für gute Zwecke,

Brenztopf und Hammerschmiede in Königsbronn


120 I 121 FRANK SCHMIDT

BIOGRAFIE

FRANK SCHMIDT

geb. 1974, verheiratet, zwei Kinder |

Ausbildung zum Bankkaufmann |

Vereine: SC und TSG Giengen,

SSV Ulm, 1. FC Nürnberg,

TSV Vestenbergsgreuth, SpVgg

Greuther Fürth, Wiener SC,

Vienna Wien, Alemannia Aachen,

Waldhof Mannheim | 2003–2007

Spieler beim Heidenheimer SB

(heute: 1. FC Heidenheim) /

seit 2007 Cheftrainer

des 1. FC Heidenheim

MIT LEIDENSCHAFT

vom Giengener Schulhof in die 2. Bundesliga

Ich finde, in unserem Vereinslied „Geradeaus und ehrlich“

treffen wir die Mentalität der Region schon ganz gut: Wir

bruddeln uns von Sieg zu Sieg. Wenn ich mit Menschen zu

tun habe, die zum ersten Mal nach Heidenheim kommen

und den Verein kennenlernen wollen, bereite ich sie auf einen

wichtigen Grundsatz der Menschen hier vor. Wir sagen: Net

g‘schimpft isch g‘lobt g‘nug. Die Distanz ist manchmal groß,

wenn du fremd bist. Allerdings werden Fehler hier auch schnell

vergessen. Ich darf es mir ja erlauben, ein bisschen zu urteilen,

weil ich in Heidenheim geboren wurde und ein Kind der Region

bin. Die Menschen zu begeistern, das wussten wir schon bald,

wird länger dauern als bei anderen Vereinen, und wir sind noch

lange nicht am Ende der Fahnenstange. Man muss viel investieren,

um die Menschen zu begeistern. Aber wenn man sie hat,

dann sind sie auch sehr treu, das ist viel wert. Die Menschen in

der Region sind es gewohnt, hart zu arbeiten – und so wollen wir

auch Fußball spielen.

Ich nehme wahr, dass sich insbesondere

die Stadt Heidenheim enorm

verändert hat, mit der Landesgartenschau,

mit dem Congress Centrum.

Wenn ein neuer Spieler zum FCH kommt, dann bereite ich ihn

darauf vor, was ihn hier erwartet. Zuerst muss er sich auf die

klimatischen Bedingungen einstellen: Hier ist es im Winter sehr

kalt, es hat viel Nebel und manchmal auch viel Schnee. Das kann

auch mal zu einer bedrückten Stimmung führen. Dafür ist es

landschaftlich unheimlich schön. Wir haben viele Wälder, viel

Grün, man kann sich zurückziehen und die Natur genießen, ist

aber auch schnell in einer größeren Stadt wie Ulm, Stuttgart oder

München.

Meine Philosophie als Trainer war von Anfang an, nicht nur erfolgreich

zu sein, sondern vor allem für Identifikation zu sorgen.

Es ist unser Ziel, dass Menschen hierherkommen und sagen: Mit

diesem Verein, mit dieser Mannschaft kann man sich identifizieren.

Das ist in der Region ein Stück weit Neuland: Ich bin Giengener,

und in meiner Kindheit war der Fußball in Giengen und

Heidenheim auf Augenhöhe. Da war es unmöglich, dass ein Giengener

nach Heidenheim fuhr und sich ein Spiel anschaute. Aber

genau das wollte ich erreichen. Mir war klar: Wir werden nicht

erfolgreich sein, wenn wir es nicht schaffen, die Menschen zu

begeistern. Und es gibt jetzt dieses Wir-Gefühl. Da bin ich ein

bisschen stolz, dass wir das geschafft haben.

Laut meinen Eltern habe ich Ball gespielt, bevor ich gehen konnte.

In der Bühlschule gab es in der Pause für mich nur Fußball,

damals mit dem Tennisball. Wir spielten „Stuttgart gegen Bayern“

oder „Deutschland gegen Türkei“. Dann ging es nassgeschwitzt

zurück in den Unterricht. Ich habe in der Südstadt Tag


und Nacht Fußball gespielt. Das gab natürlich auch Ärger, wenn

wir den Ball gegen die Garagentore getreten haben. Ich war immer

der Jüngste, und beim Garagenkick musste ich da manchmal

durch ein Stahlbad. Aber ich lernte auch früh, die Ellbogen auszufahren.

Der SC Giengen hatte damals sehr gute Jugendarbeit,

das war für mich der Schritt in den Vereinsfußball.

Die Kindheit war für mich sehr prägend, weil ich noch tun durfte,

wozu ich Lust hatte. Wenn ich heute auch meine eigenen Kinder

sehe, glaube ich, dass ich manchmal mehr Kind bin als meine

Töchter. Die haben ein Programm, das es kaum mehr zulässt, die

Zeit einfach so zu genießen, wie ich es früher konnte. Ich hatte

alle Möglichkeiten, durfte mein Hobby leben und war trotzdem

fleißig in der Schule.

Mit 15 war ich Jugendnationalspieler und der Einzige, der noch

in seinem Heimatverein spielte. Alle anderen waren schon beim

VfB Stuttgart oder bei Bayern München. Ich hätte es mir aussuchen

können, wo ich hingehe, aber meine Eltern und mein

Schwiegervater, der damals mein Jugendtrainer war, überzeugten

mich gegen meinen Willen, eine Lehre zu machen. Das war mit

Sicherheit kein Nachteil. Ich habe ein Jahr bei der Giengener

Volksbank gelernt, und trotz einer Verletzung bekam ich dann

ein Angebot vom 1. FC Nürnberg, der damals in der 1. Bundesliga

war. Der Club bot mir die Möglichkeit, mit den Profis zu

trainieren und trotzdem meine Lehre abzuschließen. Das war

nicht einfach in so jungen Jahren. Ich war in Nürnberg plötzlich

alleine. Im Nachhinein betrachtet, hat es mir natürlich sehr geholfen,

dass ich damals mit mir selber klarkommen musste.

Ein bisschen bedaure ich, dass ich nicht mehr Zeit habe, im Landkreis

unterwegs zu sein. Ich nehme aber wahr, dass sich insbesondere

die Stadt Heidenheim enorm verändert hat, mit der Landesgartenschau,

mit dem Congress Centrum. Als Kind war ich

oft im Henne-Nest, weil meine Mutter dort gearbeitet hat. Der

Abriss war ein Einschnitt, aber dabei wurden auch die Weichen

für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Natürlich hat sich auch mit

der Voith-Arena sehr viel getan, wenn man zehn Jahre zurückblickt.

Als ich 2003 zurückkam, war ich ein Zweitligaspieler, der seine

Karriere beendet hatte, und konnte nahezu unbehelligt durch die

Stadt gehen. Das kannte ich aus der Profizeit auch anders. Das

hat sich mit dem Erfolg des 1. FC Heidenheim natürlich wieder

geändert. Jetzt bin ich wieder zum Kind der Öffentlichkeit geworden,

90 Prozent der Menschen hier wissen, wer ich bin. In

einer kleinen Stadt gehört es aber dazu, dass der Trainer und die

Spieler nahbar sind. Es ist auch schön, dass mittlerweile praktisch

die ganze Stadt mitredet. Da passt mich auch mal eine Großmutter

vor dem Stadion ab und sagt: „Herr Schmidt, wir haben jetzt

leider die letzten drei Heimspiele verloren, aber ich bitte Sie, tun

Sie alles, damit wir weiter Zweite Liga spielen. Das macht so viel

Spaß, dabei zu sein!“ Wenn ich mit einer Frau jenseits der Siebzig

solche Gespräche führen kann, dann wird mir klar: So viel können

wir nicht verkehrt gemacht haben.

In Aachen ist Fußball Kult, dieser Zusammenhalt in der Stadt,

diese Atmosphäre am alten Tivoli, das war prägend. Wir sind hier

auf dem besten Weg dahin, die Stimmung ist grandios.

Aber kein Mensch garantiert, dass es immer nur in eine Richtung

erfolgreich weitergeht. Dann sind wir bei der Frage, was passiert,

wenn es mal nicht so gut läuft. Fallen wir dann in tiefe Depression?

Oder denkt man zurück, was man hier aufgebaut hat und

gibt uns ein bisschen Kredit? Das ist für mich eine spannende

Frage. In diesem Geschäft gibt es keinen Fünfjahresplan. Unser

Spiel ist immer mit Risiko behaftet, und ohne Risiko wären wir

nicht da, wo wir heute sind.

Trainingsauftakt beim 1. FC Heidenheim 1846 e. V.

Kapitän Marc Schnatterer


172

Übersicht der PR-Bildbeiträge

Wir danken den folgenden Firmen, Einrichtungen und Verbänden, die mit ihren

Beiträgen das Zustandekommen dieses Buches ermöglicht haben.

AURECO GmbH 23

www.aureco.de

Druckerei BAIRLE GmbH 29

www.bairle.de

Werner Briel chem. techn. Präparate 33

www.staubfix.com

BSH Hausgeräte GmbH 40-41

www.bsh-group.de

Duale Hochschule

Baden-Württemberg Heidenheim 39

www.dhbw-heidenheim.de

EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG 48

www.odr.de

EWOTECH

Verpackungs+Fülltechnik GmbH 60

www.ewotech.de

Heinrich Frey Maschinenbau GmbH 49

www.frey-maschinenbau.de

Genossenschaftliche Bankengruppe

im Landkreis Heidenheim 67

www.hdh-voba.de

www.volksbank-brenztal.de

www.raiba-steinheim.de

Grinbold-Jodag GmbH 50-51

www.grinbold-jodag.de

PAUL HARTMANN AG 59

www.hartmann.info

Hauff-Technik GmbH & Co. KG 68-69

www.hauff-technik.de

Heidenheimer

Verkehrsgesellschaft mbH 61

www.hvg-bus.de

holac Maschinenbau GmbH 75

www.holac.de

Husqvarna Group GARDENA

Manufacturing GmbH 76-77

Wilhelm Kentner Kraftwagen-Spedition

GmbH & Co. KG 84

www.kentner.de

Eugen Kieffer Gebäudereinigung

GmbH & Co. KG 86-87

www.kieffer.de

Karl Kraft, Steinwerke 85

www.steinwerke-kraft.de

Kreisabfallwirtschaftsbetrieb

Heidenheim 106

www.abfallwirtschaft-heidenheim.de

Kreissparkasse Heidenheim 94-95

www.ksk-heidenheim.de

Lehner Haus GmbH 96-97

www.lehner-haus.de

Moroff und Baierl GmbH 105

www.moroff-baierl.de

Osram GmbH 116-117

www.osram.de

H. R. Rathgeber GmbH & Co. KG 126

www.gurtshop.de

Rieger Metallveredlung

GmbH & Co. KG 107

www.rieger-mv.de

Röhm GmbH 118-119

www.roehm.biz.de

Max Schlatterer

GmbH & Co. KG 128-129

www.esband.de

Schleicher GmbH 115

www.schleicher-motoren.de

Schloss Arkaden Heidenheim 136-137

www.schloss-arkaden-heidenheim.de

Spedition Schwarz GmbH 156

www.spedition-schwarz.com

SCHWENK Zement KG 138-139

www.schwenk.de

SCONVEY GmbH 157

www.sconvey.com

Sigma-Aldrich Chemie

GmbH 158-159

www.sigmaaldrich.com

Stadtwerke Giengen GmbH 147

www.swgiengen.de

Stadtwerke Heidenheim AG –

Unternehmensgruppe 127

www.stadtwerke-heidenheim.de

Margarete Steiff GmbH 148-149

www.steiff.com

T+H Metallwarenfabrik GmbH 168

www.tuh-gmbh.de

VARTA Consumer Batteries

GmbH & Co. KGaA 165

www.varta-consumer.de

Vereinigte Filzfabriken AG 169

www.vfg.de

Voith GmbH 170

www.voith.com

Albert Ziegler GmbH 171

www.ziegler.de

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