Die wilden Berge der Ardèche (Auszug, Blick ins Buch)
Reise- und Wanderführer rund um das Massif du Tanargue in den Cevennen
Reise- und Wanderführer rund um das Massif du Tanargue in den Cevennen
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GPS<br />
Uli Frings<br />
<strong>Die</strong> <strong>wilden</strong> <strong>Berge</strong> <strong>der</strong><br />
<strong>Ardèche</strong><br />
Reise- und Wan<strong>der</strong>führer<br />
rund um das Massif du<br />
Tanargue in den Cevennen
Uli Frings<br />
<strong>Die</strong> <strong>wilden</strong> <strong>Berge</strong> <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong><br />
Reise- und Wan<strong>der</strong>führer<br />
rund um das Massif du Tanargue<br />
in den Cevennen
Legende zu den Wan<strong>der</strong>karten<br />
1<br />
Ausgangspunkt mit<br />
GPS-Koordinaten<br />
Restaurant und/<br />
o<strong>der</strong> Unterkunft*<br />
Fernblicke<br />
Campingplatz<br />
Kirche<br />
Höhle/Grotte<br />
Beschriebener<br />
Wan<strong>der</strong>weg<br />
Alternativweg o<strong>der</strong><br />
Abkürzung<br />
An<strong>der</strong>e Wege<br />
* Gîtes d’étapes und Chambres d’hôtes bewirten normalerweise nur Übernachtungsgäste.<br />
Aktuelle Än<strong>der</strong>ungen, die erst nach Drucklegung eingetreten sind, sowie Ergän -<br />
zungen unserer Leser finden Sie unter www.ardechereisen.de/aktuelles. Für<br />
jeden Tipp o<strong>der</strong> Verbesserungsvorschlag, den wir auf unserer Website veröffent -<br />
lichen, bedanken wir uns mit <strong>der</strong> Zusendung eines Reiseführers (siehe Seite 101).<br />
GPS-Tracks zu allen Wan<strong>der</strong>touren zum Download:<br />
www.ardechereisen.de/gps_ardecheberge<br />
GPS<br />
Benutzername:<br />
Passwort:<br />
<strong>Die</strong> Ausarbeitung aller Wan<strong>der</strong>ungen und Informationen in diesem <strong>Buch</strong> erfolgte<br />
nach bestem Wissen und so sorgfältig wie möglich. Trotzdem sind – im Sinne des<br />
Produkt haftungs rechts – inhaltliche Fehler nicht vollständig auszuschließen. Daher<br />
erfolgen alle Angaben ohne Garantie und Haftung des Herausgebers. Wir freuen<br />
uns über Ergänzungen und Anregungen an die E-Mail-Adresse ulifrings@gmx.de.<br />
ISBN 978-3-00-025751-3<br />
5. überarbeitete Auflage, Juni 2017<br />
Alle Rechte, auch die Wie<strong>der</strong>gabe von Auszügen in elektronischen Medien, vorbehalten.<br />
Karten: Werner Ulkann, Bonn<br />
Lektorat/Korrektorat: Gunter Morche, Hamburg<br />
Bildnachweis:<br />
Erwin Bauer: Seiten 66/67, Tania Beilfuß: Seiten Titel, 8/9, 54, Ronald Burkhardt:<br />
Seiten 6/7, Regina Eidner: Seiten 66/67, 79, Alexandra Fries: Seiten 31, 33, 35, 50, 52,<br />
80/81, 90, Raimund Friese: Seiten 9, 21, 49, 69, 79, Claudia Hartfiel: Seiten 36/37, Prof. Dr.<br />
Günter Huber: Seiten 17, 66/67, Christine Irmscher: Seiten 32/33, Christiane Jach mann:<br />
Seite 85, Ruth Kle ving haus: Seiten 40, 86/87, Gunter Morche: Seite 28, Musée de la<br />
Châtaigneraie: Seiten 58/59, Katharina Queißer: Seiten 44, 84/85, Werner Reimann: Seite<br />
20, Bärbel Smarz: Seiten 38/39, Volker Terasa: Seiten 66/67, 71, 83, Katrin Wagner: Seiten<br />
14/15, 83, Ilka Wahl: Seite 24, Foto zur Grotte Chauvet Seite 31 © DRAC Rhône-Alpes -<br />
Ministère de la Culture et de la Communication, alle an<strong>der</strong>en Fotos: Uli Frings.<br />
<strong>Die</strong>ses <strong>Buch</strong> wurde klimaneutral gedruckt, d. h. die CO 2 -Emissionen, die<br />
während <strong>der</strong> Produktion dieses Druckprodukts angefallen sind, wurden durch<br />
den Erwerb von Emissionszertifikaten ausgeglichen. Printed in Germany.<br />
Herausgeber und Autor:<br />
© Uli Frings<br />
Valousset-haut<br />
07110 Laboule, Frankreich<br />
Telefon 0049-170-2138066<br />
E-Mail: ulifrings@gmx.de<br />
www.ardechereisen.de
Inhaltsverzeichnis<br />
Seite<br />
Anreise in die <strong>Ardèche</strong>, regionale Busverbindungen 4<br />
<strong>Die</strong> <strong>Ardèche</strong> und das Massif du Tanargue 8<br />
Übersichtskarte aller Wan<strong>der</strong>ungen 10<br />
Wan<strong>der</strong>tour 1: Tour du Tanargue, Übersicht <strong>der</strong> 4-Tage-Rundwan<strong>der</strong>ung 12<br />
1. Tag, Largentière -- Rocles 14<br />
2. Tag, Rocles -- Loubaresse 16<br />
3. Tag, Loubaresse -- La Roche 18<br />
4. Tag, La Roche -- Largentière 20<br />
Vorspeisen-Rezepte 22 bis 27<br />
Salat ardèchoise, Ziegenkäse in Blätterteig, Fleischpastete,<br />
Quark mit Kürbis, Kastaniencreme, Tapenade, Spinatsoufflé<br />
<strong>Die</strong> Weine <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> und des Rhônetals 28<br />
Meine Restauranttipps 29<br />
Wan<strong>der</strong>tour 2: Das wilde Tal <strong>der</strong> Borne 32<br />
Wan<strong>der</strong>tour 3: Rund um das Bergdorf Loubaresse 34<br />
Wan<strong>der</strong>tour 4: Der Druidenweg rund um Valgorge 36<br />
Wan<strong>der</strong>tour 5: Yin-und-Yang-Weg (Le Tour de Laboule) 40<br />
Wan<strong>der</strong>tour 6: Massif du Tanargue über den Col du Merle 42<br />
Das Leben in den <strong>Berge</strong>n <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> vor fast 100 Jahren 44<br />
Wan<strong>der</strong>tour 7: Wildwasser und Kastanienwäl<strong>der</strong> 48<br />
Wan<strong>der</strong>tour 8: Bergdörfer und verwunschene Bachtäler 50<br />
Wan<strong>der</strong>tour 9: Rund um Rocles über Le Perrier und Leyval 52<br />
Wan<strong>der</strong>tour 10: Der Siebentälerweg rund um Joannas 54<br />
Wan<strong>der</strong>tour 11: Der Weg des Schiefers (Sentier des Lauzes) 56<br />
Das Kastanienmuseum in Joyeuse 58<br />
Hauptspeisen-Rezepte 60 bis 65<br />
Daube, Mangold mit Blauschimmelkäse, Gemüse aus dem<br />
Backofen, Kastanienbraten, Lachsforellenterrine, Hähnchen-Tajine<br />
Wan<strong>der</strong>tour 12: Sentier botanique de Beaumont 66<br />
Wan<strong>der</strong>tour 13: Rund um den Sarazenenturm Tour de Brison 68<br />
Wan<strong>der</strong>tour 14: Largentière -- mittelalterliche Burgen, Silberminen 70<br />
Wan<strong>der</strong>tour 15: Von Sanilhac zum Château von Versas 72<br />
Wan<strong>der</strong>tour 16: Chassiers -- Schutzort von Largentière 74<br />
Wan<strong>der</strong>tour 17: Château de Montréal und weite Weinfel<strong>der</strong> 76<br />
Badestellen in den Flüssen Beaume, Drobie, Ligne und Salindres 78<br />
Wan<strong>der</strong>tour 18: Thines -- Pilgerort und Römerweg 80<br />
Wan<strong>der</strong>tour 19: Ribes -- Fernblicke, Wein und Kiefernwäl<strong>der</strong> 82<br />
Tagesausflüge rund um das Massif du Tanargue 84<br />
<strong>Die</strong> Markttage <strong>der</strong> Umgebung 86<br />
Nachspeisen-Rezepte 88 bis 92<br />
Kastanienmousse, Kastanienkuchen, Crème brûlée,<br />
Crêpes aus Kastanienmehl, Feigen in Cognac, Tarte Tatin<br />
Seidenraupenzucht in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> 93<br />
Wan<strong>der</strong>französisch 95<br />
Wan<strong>der</strong>wegmarkierungen, Ausrüstung und Gefahren 100<br />
3
Anreise in die <strong>Ardèche</strong><br />
Mit dem TGV nach Valence o<strong>der</strong> Montélimar<br />
Mit dem TGV (Train à Grande Vitesse) nach<br />
Valence TGV o<strong>der</strong> Va lence Ville o<strong>der</strong><br />
Montélimar, von dort weiter mit dem Bus<br />
nach Aubenas, Vallon Pont d’Arc o<strong>der</strong> Les<br />
Vans (1 bis 2,5 Stunden Bus fahrt). <strong>Die</strong> Ver -<br />
bindungen (auch die Busverbin dung en) las sen<br />
sich am besten unter www.sncf.de o<strong>der</strong><br />
www.trainline.de recherchieren. Bei <strong>der</strong><br />
SNCF (französiche Eisenbahn gesellschaft) be -<br />
kommt man oft Son<strong>der</strong>ange bote, die in<br />
Deutschland nicht o<strong>der</strong> nur schwer erhältlich<br />
sind. <strong>Die</strong> Tickets und die im TGV obligatorische<br />
Platz re servierung werden kostenlos nach<br />
Deutsch land versendet. Bei mehr als drei<br />
Um stiegen bringt die Datenbank meist kein<br />
Ergebnis, die Verbin dung muss dann in mehreren<br />
Schritten gesucht werden. Bei <strong>der</strong> SNCF<br />
und Trainline kann man auch die Bustickets<br />
mitbuchen.<br />
Regionale Busverbindungen:<br />
Linie 73: Valence TGV -- Valence Ville -- Privas --<br />
Aubenas. Abfahrt ca. 6.30, 10.30, 12.30, 14.30,<br />
15.00, 16.00, 18.00 und 19.30 Uhr.<br />
Linie 74: Valence TGV -- Montélimar -- Aube -<br />
nas -- Les Vans. Abfahrt ab Valence TGV ca.<br />
10.30, 14.30 und 21.40 Uhr. Sonst zunächst mit<br />
dem Regionalzug nach Montélimar, ab dort<br />
fährt fast stündlich ein Bus nach Aubenas.<br />
Wei ter nach Les Vans über Largentière gibt<br />
es fünf Verbin dungen pro Tag.<br />
Linie 76: Valence TGV -- Montélimar -- Vallon<br />
Pont d’Arc. Abfahrt ca. 10.30, 16.30, 18.30<br />
und 20.30 Uhr.<br />
Aktuelle Busfahrpläne unter:<br />
www.auvergnerhonealpes.fr/91-cars-auvergnerhone-alpes.htm<br />
Sehr gute Erfahrungen bei <strong>der</strong> Organisation<br />
<strong>der</strong> Anreise haben wir mit <strong>der</strong> Bahn agentur<br />
www.gleisnost.de gemacht. Guter Service<br />
und günstige Verbindungen.<br />
Und: Jede Bahnfahrt er spart <strong>der</strong> Umwelt im<br />
Ver gleich zur Fahrt mit dem PKW durchschnittlich<br />
zwei Drittel des klimaschädli chen CO 2 -<br />
Ausstoßes, nur die Anfahrt mit dem Fern -<br />
reise bus ist noch ökologischer.<br />
Mit dem Fernreisebus<br />
Der CO 2 -Ausstoß eines Reisebusses ist im Ver -<br />
gleich zur Bahn etwas niedriger und die An -<br />
reise sehr preisgünstig (oft schon ab 120 € für<br />
Mit dem PKW<br />
In die <strong>Ardèche</strong> nimmt man die A7, die Auto -<br />
route du Soleil, über Lyon bis zu den Ab -<br />
fahr ten Loriol, Montélimar o<strong>der</strong> Bollène.<br />
Gerade im Sommer ist diese Strecke sehr stark<br />
befahren und es gibt häufig lange Staus. Bau -<br />
Mit dem Flugzeug<br />
<strong>Die</strong> Flughäfen Lyon Saint Exupéry und Mar -<br />
seille Provence fliegen neben AirFrance und<br />
Lufthansa auch einige Billigfluglinien wie Ger -<br />
manwings und Ryanair an. <strong>Die</strong> Weiterfahrt<br />
von Lyon ist am einfachsten, da <strong>der</strong> Flug -<br />
hafen direkt am TGV-Bahnhof liegt. O<strong>der</strong><br />
man fährt mit dem Rhône-Express in die In -<br />
nen stadt von Lyon und von dort weiter mit<br />
dem Regional zug.<br />
Vom Flughafen Marseille Provence (mp)<br />
fährt alle 15 Min. ein Shuttlebus (Navette)<br />
4<br />
Hin- und Rückfahrt). <strong>Die</strong> Fahrt geht mit<br />
Umstieg in Lyon nach Valence Ville.<br />
Fahrzeit z. B. ab Hamburg 22, ab Köln 14, ab<br />
München 15 Stunden: www.eurolines.de.<br />
stellen- und Verkehrsprogno sen gibt es unter:<br />
www.autoroutes.fr. An den Maut stel len<br />
(Péage) kann man bar o<strong>der</strong> mit Kredit kar te<br />
be zahlen (von Deutschland aus mit ca. 40 € je<br />
Fahrt rechnen). Tanken ist an den Tankstellen<br />
<strong>der</strong> Su per marktketten am günstigsten, E.Le -<br />
clerc un ter bietet meist alle.<br />
in 25 Min. nach Mar seille zum Bahnhof St.<br />
Charles (einfache Fahrt 8,30 €, hin und zurück<br />
13,40 €). Von dort geht es weiter mit TGV o<strong>der</strong><br />
Regionalzug nach Montélimar.<br />
Beim Fliegen entsteht etwa die 10- bis 20-<br />
fache Menge CO 2 wie bei einer Anfahrt mit <strong>der</strong><br />
Bahn. Daher: wenn schon fliegen, dann at mos -<br />
fair. Mit einem frei willigen Beitrag (z. B. Berlin<br />
Hin- und Rück flug<br />
ca. 16 €) werden die<br />
entstandenen Emissionen<br />
durch Investitionen in Klimaschutzprojekte<br />
kom pensiert. Infos unter www.atmosfair.de.
Anreise in die <strong>Ardèche</strong><br />
LYON<br />
centre<br />
PARIS<br />
A 71<br />
ROANNE<br />
CLERMONT-FERRAND<br />
ST-ETIENNE<br />
A 47<br />
LOIRE<br />
N 86<br />
Vienne<br />
N 102<br />
A 7<br />
A 75<br />
CLERMONT-<br />
FERRAND<br />
N 102<br />
N 88<br />
Loire<br />
HAUTE<br />
LOIRE<br />
LE PUY<br />
en-Velay<br />
Loire<br />
N 88<br />
Eyr<br />
ieux<br />
Annonay<br />
ARDÈCHE<br />
Lamastre<br />
PRIVAS<br />
Rhône<br />
VALENCE<br />
N 104<br />
Ville<br />
N 7<br />
Loriol<br />
Isère<br />
TGV<br />
GRENOBLE<br />
A 49<br />
DROME<br />
Drôme<br />
MENDE<br />
N 88<br />
AUBENAS<br />
Largentière<br />
N 86<br />
MONTÉLIMAR<br />
N 102<br />
LOZÈRE<br />
Les Vans<br />
ALÈS<br />
<strong>Ardèche</strong><br />
Vallon-Pontd´Arc<br />
Pont-<br />
St-Esprit<br />
GARD<br />
Rhône<br />
A 7<br />
Bollène<br />
MONTPELLIER<br />
MARSEILLE<br />
5
<strong>Die</strong> <strong>Ardèche</strong> und das Massif du Tanargue<br />
<strong>Die</strong> Cevennen und die <strong>Ardèche</strong> sind alte und<br />
sehr geschichts trächtige Kultur land schaf ten,<br />
aber bisher vom deutschen Tourismus kaum<br />
ent deckt. Meist kennen<br />
nur die Kanufahrer die<br />
Flüsse <strong>Ardèche</strong>,<br />
Be aume o<strong>der</strong><br />
Chassezac.<br />
Aber das De -<br />
parte ment Ar -<br />
dèche hat viel<br />
mehr als nur<br />
Wild wasser zu<br />
bieten. Neben<br />
den berühmten<br />
Kalk -<br />
stein schluch -<br />
ten <strong>der</strong> Flüsse<br />
werden ge -<br />
rade Wan -<br />
<strong>der</strong> er von<br />
<strong>Ardèche</strong> (offiziell Département de l’Ar -<br />
dèche) ist das französische Départe ment<br />
mit <strong>der</strong> Ordnungsnummer 07. Es liegt in<br />
<strong>der</strong> Region Auvergne-Rhône-Alpes im<br />
Süd osten Frankreichs und ist nach dem<br />
Fluss <strong>Ardèche</strong> benannt. Es grenzt an die<br />
Dé parte ments Drôme, Vau cluse, Gard,<br />
Lozère, Haute-Loire, Loire und Isère. <strong>Die</strong><br />
<strong>Ardèche</strong> hat knapp 320 000 Ein wohn er<br />
auf einer Fläche von 5 529 km², also<br />
keine 60 Einwohner/km² (zum Vergleich:<br />
Deutschland hat 226 Einwohner/km²).<br />
den e<strong>ins</strong>amen <strong>Berge</strong>n begeistert sein. Über<br />
alte Maultierpfade wan<strong>der</strong>t man durch eine<br />
jahr hund ertealte terrassierte, heute meist verwil<strong>der</strong>te<br />
Kultur landschaft, geprägt von Ess -<br />
kastanien wäl<strong>der</strong>n, kargen Höhen zü gen, vielen<br />
kleinen Flüssen und Bächen sowie festungs -<br />
ähn lich aus Bruch stein erbauten Dör fern.<br />
Flora und Fauna in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> und den Cevennen sind überaus vielfältig: Mehr als 2000<br />
Pflanzenarten sind hier ebenso zuhause wie Wildschweine, Hirsche, Rehe und Greifvögel wie<br />
Falken, Milane und Adler.<br />
<strong>Die</strong> reich geglie<strong>der</strong>te Landschaft <strong>der</strong> unteren <strong>Ardèche</strong> beherbergt als Beson<strong>der</strong>heit zahlreiche<br />
Tiere, die auf Felswände, -spalten und -höhlen angewiesen sind. Nicht weniger als 18<br />
Arten Fle<strong>der</strong>mäuse findet man hier.<br />
Auf den trocken heißen Kalkebenen gedeihen typische Garrigue-Pflanzen: Thymian,<br />
Lavendel, Rosmarin, verschiedene Zistrosen- und Wolfsmilcharten, G<strong>ins</strong>ter, Terpentinpistazie,<br />
Wachol<strong>der</strong>.<br />
In den <strong>Berge</strong>n <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> trifft man in höheren Lagen eine subalpine Vegetation an.<br />
8
Parc Naturel Régional des<br />
Monts d’<strong>Ardèche</strong><br />
Das Massif du Ta nargue ist <strong>der</strong> höchste Ge birgs -<br />
zug <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>. <strong>Die</strong> Wan <strong>der</strong> ungen in die sem<br />
Gebiet sind beson <strong>der</strong>s reizvoll durch den Kon -<br />
trast von schroffen, bis zu 1 500 m ho hen <strong>Berge</strong>n<br />
und dem milden mediterranen Kli ma mit über<br />
300 Sonnentagen im Jahr. Unter wegs gibt es in<br />
den klaren Flüssen und Bächen immer wie<strong>der</strong><br />
traumhafte Badestellen. Im Her bst kann man<br />
mit etwas Glück Unmengen Pilze finden, wie<br />
Stein pilze o<strong>der</strong> Maronen röhrlinge.<br />
Per Erlass vom 9. April 2001<br />
wurde im Gebiet <strong>der</strong><br />
<strong>Ardèche</strong> <strong>der</strong> 6. Naturpark<br />
<strong>der</strong> Region Rhône-Alpes<br />
(seit 2016 Auvergne-Rhône-<br />
Alpes) eröffnet. Von 1992 bis<br />
2000 wurde an <strong>der</strong> Vorbereitung eines<br />
Regionalparks in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> gearbeitet.<br />
<strong>Die</strong> ersten Überlegungen für die Schaf -<br />
fung des Parks sind 1992 von den Kas -<br />
tanien produzenten ausgegangen. Das<br />
Massif du Tanargue liegt nun im jüngs ten<br />
Parc Naturel Régional Frankreichs. Einer<br />
<strong>der</strong> wichtigsten Aufgaben des Parks ist <strong>der</strong><br />
Erhalt <strong>der</strong> „Faïsses“, <strong>der</strong> mit Tro ck en mau -<br />
ern erbauten Terrassen, die <strong>der</strong> Landschaft<br />
des Parc Naturel Régional des Monts<br />
d’<strong>Ardèche</strong> sein charakteristisches Gesicht<br />
geben. Der Begriff „Parc Naturel Régio -<br />
nal“ entspricht in groben Zügen dem<br />
deutschen „Naturschutzgebiet“. <strong>Die</strong><br />
Zielsetzung dieser Initiative in Frankreich<br />
schließt jedoch, außer <strong>der</strong> Bewahrung des<br />
ökologischen Systems, auch die wirtschaftliche<br />
För<strong>der</strong> ung von ländlichen Gebieten<br />
ein. Das Territorium des Parc Naturel<br />
Régional des Monts d’<strong>Ardèche</strong> erstreckt<br />
sich über 180 000 Hektar und umfasst 132<br />
Gemein den.<br />
9
11<br />
2<br />
1 2. Tag<br />
3<br />
1 3. Tag<br />
4<br />
2<br />
5<br />
6<br />
7<br />
11<br />
12<br />
7<br />
19<br />
18<br />
10
8<br />
10<br />
9 1 1. Tag<br />
13<br />
14<br />
1 4. Tag<br />
Restauranttipps<br />
1 - 11 Seite 29<br />
5<br />
17<br />
15<br />
4<br />
8<br />
1<br />
16<br />
9 3<br />
10<br />
6<br />
11<br />
<strong>Die</strong> Wan<strong>der</strong>ungen<br />
im Überblick<br />
Tour du Tanargue, 4 Tage, je<br />
1 4,5 bis 10 Stunden,<br />
mittel bis schwer Seiten 12 bis 21<br />
Borne-Schlucht,<br />
2 3,5 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 32<br />
Rund um Loubaresse,<br />
3 2 Stunden,<br />
leicht Seite 34<br />
Druidenweg rund um<br />
4 Valgorge, 1,5 Stunden,<br />
leicht<br />
Seite 36<br />
Yin und Yang, le Tour de<br />
5 Laboule, 4,5 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 40<br />
Col du Merle, Valousset<br />
6<br />
5,5 Stunden,<br />
mittel bis schwer Seite 42<br />
Wildwasser und<br />
7<br />
Kastanienwäl<strong>der</strong>, 4 Stunden,<br />
leicht bis mittel Seite 48<br />
Bergdörfer und<br />
8 Bachtäler, 4 Stunden,<br />
leicht bis mittel Seite 50<br />
Rund um Rocles,<br />
9 2 Stunden,<br />
leicht Seite 52<br />
Siebentälerweg rund um<br />
10 Joannas, 2 Stunden,<br />
leicht Seite 54<br />
Sentier des Lauzes, Weg<br />
11 des Schiefers, 5-6 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 56<br />
Sentier botanique de<br />
12 Beaumont, 2,5 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 66<br />
Tour de Brison, um den<br />
13 Sarazenenturm, 4 Stunden,<br />
schwer Seite 68<br />
Largentière, Burgen und<br />
14 Silberminen, 5 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 70<br />
Von Sanilhac zum Château<br />
15 Versas, 3,5 Stunden,<br />
leicht Seite 72<br />
Chassiers, 1,5-2 Stunden,<br />
16 leicht<br />
Seite 74<br />
Montréal, 2,5 Stunden,<br />
17 leicht Seite 76<br />
Thines -- Pilgerort und<br />
18 Römerweg, 3,5 Stunden,<br />
mittelschwer Seite 80<br />
Ribes -- Fernblicke, Wein,<br />
19 Kiefernwäl<strong>der</strong>, 2,5 Stunden,<br />
leicht Seite 82
Vorspeise<br />
Rezept Salade ardéchoise Salat nach Art <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong><br />
<strong>Die</strong>ser Salat vereint die besten Pro dukte<br />
<strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> und zeigt de ren Vielfalt und<br />
Qualität.<br />
Zubereitung<br />
Salatblätter auf einem Teller ausbreiten,<br />
darüber schwarze Oliven, Walnüsse und<br />
Kas tan ien geben. Dazu jungen Zie gen -<br />
käse, angebratene Speckwürfel und ge -<br />
räuch erte En ten brust legen. <strong>Die</strong> Krö nung<br />
bilden als Spiegeleier gebratene Wach tel -<br />
eier. <strong>Die</strong> Vinaigrette mit zwei Tei len<br />
Oliven öl, einem Teil Essig, Salz, Pfef fer und<br />
einer Mes ser spitze Kastanienho nig an -<br />
rühren.<br />
Zutaten<br />
Salat nach Wahl<br />
Walnüsse<br />
Gekochte Esskastanien<br />
Schwarze Oliven<br />
Junger Ziegenkäse<br />
Speckwürfel (Lardons)<br />
Geräucherte Entenbrust o<strong>der</strong><br />
angebratene Geflügelleber<br />
Wachteleier<br />
Olivenöl<br />
Essig<br />
Salz<br />
Frisch gemahlener Pfeffer<br />
Kastanienhonig<br />
22
Vorspeise (vegetarisch)<br />
Rezept Feuilletés au chèvre Ziegenkäse in Blätterteig<br />
Zutaten<br />
Blätterteig<br />
Ziegenfrischkäse<br />
Bleu d’Auvergne<br />
Sahne<br />
Zubereitung<br />
Den Blätterteig in gleich große Stücke schneiden<br />
und auf ein ge buttertes Backblech legen.<br />
Ziegen frischkäse darauf legen und den Blät ter teig<br />
an den Ecken hochklappen, Rän <strong>der</strong> miteinan<strong>der</strong><br />
verkneten, mit Eigelb bestreichen und bei 180 Grad<br />
Umluft in ca. 20 Min. goldbraun backen. Während -<br />
dessen Sahne mit Blau schimmelkäse aufkochen<br />
und einige Minuten eindicken lassen. <strong>Die</strong> Sahne -<br />
sauce auf tiefe Teller geben und die Teigtaschen<br />
hine<strong>ins</strong>etzen.<br />
Der Bleu d’Auvergne ist<br />
ein beson<strong>der</strong>s schmack -<br />
hafter Blauschimmel -<br />
käse aus Kuhmilch,<br />
<strong>der</strong> in <strong>der</strong> nordwestlich<br />
von <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong><br />
gelegenen Region<br />
Auvergne hergestellt<br />
wird.<br />
23
<strong>Die</strong> Weine <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> und des Rhônetals<br />
In <strong>der</strong> Region <strong>Ardèche</strong> gibt es zwei große<br />
Weinanbaugebiete:<br />
Côtes du Rhône und Côtes du Vivarais bzw.<br />
Vin de Pays des Côteaux de l’<strong>Ardèche</strong>.<br />
In den Kooperativen <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> bekommt<br />
man preiswerte regionale Weine: z. B. Caber -<br />
net-Sauvignon, Merlot, Syrah, Gamay, Chablis<br />
o<strong>der</strong> auch alte, schon bei den Römern be -<br />
kannte Rebsorten wie Chatus. Spitzenweine<br />
gibt es hier nicht, aber sehr trinkbare Alltags -<br />
weine.<br />
Empfehlen kann ich<br />
vor allem die Ko ope -<br />
ra tive in Ro siè res an<br />
<strong>der</strong> Durchgangsstraße<br />
von Jo yeuse, Richtung<br />
Lar gentière.<br />
Im Rhône-Tal wachsen<br />
aber natürlich auch<br />
ausgezeichnete Rotund<br />
Weißweine. Zum<br />
Dé partement Ar -<br />
dèche gehören die<br />
Appella tionen Saint-<br />
Joseph, Cornas und Saint-Péray. Wer<br />
schwere tanninreiche Rotweine und feine trockene<br />
Weißweine liebt, sollte auf dem<br />
Heimweg parallel zur Autobahn an <strong>der</strong> Rhône<br />
entlang fahren und einige <strong>der</strong> Winzer zum<br />
Testen aufsuchen – es lohnen z. B. die Ko -<br />
operative St.-Désirat (St. Joseph) o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />
Winzer Alain Vogé in St-Péray/Cornas.<br />
Eine Übersicht über die Rhône-Weine:<br />
Châteauneuf-du-Pape<br />
<strong>Die</strong> hochstehendste Appellation im südlichen<br />
Rhônetal. Es werden kräftige und lagerfähige<br />
Weine produziert. <strong>Die</strong> Weine erreichen normalerweise<br />
ihre beste Trinkreife zwischen 6<br />
und 12 Jahren und sind 10--20 Jahre lagerfähig,<br />
bei guten Jahrgängen auch bis zu 30 Jahren.<br />
Gigondas<br />
<strong>Die</strong> zweitbeste Appellation im südlichen<br />
Rhône tal. Es werden vor allem Rotweine produziert.<br />
Sie sind meistens ab 2--3 Jahren trinkbar<br />
und erreichen ihre beste Reife nach 5 bis<br />
10 Jahren.<br />
Vacqueyras<br />
<strong>Die</strong>s ist die jüngste Appellation im Rhônetal,<br />
gegründet 1990. Sie produziert hochstehende<br />
Weine auf fast dem selben Niveau wie Gigon -<br />
das. <strong>Die</strong> Trinkreife ist normalerweise nach 3 bis<br />
10 Jahren erzielt.<br />
28<br />
Côtes-du-Rhône-Villages<br />
<strong>Die</strong>se Weine sind kurz lagerfähig, bis auf<br />
Ausnahmen, die man bis 12 Jahre lagern kann.<br />
Oft werden diese auch im Eichenfass ausgebaut.<br />
Côtes-du-Rhône<br />
<strong>Die</strong>ses Gebiet ist mit Abstand das größte und<br />
produziert einfache, nur selten lagerfähige<br />
Weine. Ganz jung getrunken enthalten sie<br />
meistens noch viel Säure, einige können sich<br />
nach Jahren aber zu<br />
sehr runden, guten<br />
Weinen entwickeln.<br />
Côte-Rôtie<br />
Es werden nur Rot -<br />
weine aus Syrah und<br />
Viognier (max. 20 %)<br />
produziert.<br />
<strong>Die</strong> Weine sind teilweise<br />
20--40 Jahre<br />
lagerfähig.<br />
Saint Joseph<br />
Rotweine aus 100 %<br />
Syrah und Weiß -<br />
weine aus Roussanne<br />
und Marsanne. <strong>Die</strong> Rotweine sind elegant,<br />
fein, mittelkräftig und bis ca. 15 Jahre lagerfähig.<br />
<strong>Die</strong> Weißweine sollten eher jung getrunken<br />
werden.<br />
Hermitage<br />
Zusammen mit dem Côte-Rôtie wohl <strong>der</strong> beste<br />
Wein des nördlichen Rhônetals. <strong>Die</strong> Roten sind<br />
tanninreich, extrem aromatisch und entwickeln<br />
nach 5--10 Jahren, bei guten Jahrgängen<br />
erst nach 20 Jahren, ein reichhaltiges und<br />
komplexes Bouquet. <strong>Die</strong> guten Jahrgänge sind<br />
30--40 Jahre haltbar!<br />
Cornas<br />
Körperreiche Rotweine werden hier in <strong>der</strong><br />
Nähe von Valence produziert. Sie sind trinkfertig<br />
nach frühestens 3 Jahren. Es können aber<br />
auch 10 Jahre sein, bis ein Cornas voll ausgereift<br />
ist. Sie bestechen durch intensiven langen<br />
Abgang.<br />
Im kleinen Weingut von Alain Vogé in St-<br />
Péray/Cornas kann man wohl einen <strong>der</strong> besten<br />
Rhône-Weine probieren.<br />
Saint-Péray<br />
Es werden ausschließlich Weißweine aus den<br />
Rebsorten Roussanne und Marsanne blanche<br />
hergestellt. Der Schaumwein Saint-Péray<br />
Mous seux stellt mittlerweile ca. 60 % <strong>der</strong><br />
Weinmenge des Gebiets dar, er gehört zu den<br />
besten Frankreichs.
Meine Restauranttipps<br />
Beson<strong>der</strong>s viele Restaurants gibt es rund um das Massif du Tanargue nicht. Um so erstaunlicher ist<br />
es, wie gut und abwechslungsreich man hier in den <strong>Berge</strong>n essen kann. Selbst in einfachen Wan -<br />
<strong>der</strong>unterkünften (Gîte d’étapes) wird man beim abendlichen Table d’hôte oft kulinarisch überrascht.<br />
Neben traditionellen Gerichten wie Caillettes (Leberfrikadellen mit Mang old) o<strong>der</strong> Daube<br />
(s. Seite 60) gibt es mittlerweile in vielen Restaurants auch ungewöhnliche Gerichte wie Bren -<br />
nesseltartes, Wildkräutersalat mit Blüten o<strong>der</strong> auch Gerichte mit arabisch/algerischem Ein schlag.<br />
Gute und sehr gute Restaurants<br />
1 Hotel und Auberge de la Tour de Brison<br />
07110 Sanilhac<br />
Telefon 04 75 39 29 00<br />
Wun<strong>der</strong>schöne Aussicht, etwas traditionelle<br />
Küche, aber auf sehr hohem Niveau. Als<br />
Dessert „Pâtisserie“ bestellen, <strong>der</strong> Wirt ist<br />
gelernter Konditor!<br />
2 Hotel Restaurant le Tanargue<br />
Le Village, 07110 Valgorge<br />
Telefon 04 75 88 98 98<br />
Jean-Luc Roux-Coste verbindet „ardéchoise“ Ge -<br />
richte kreativ mit <strong>der</strong> feinen „Cuisine française“.<br />
3 Auberge la Clède<br />
Le Village, 07110 Chassiers<br />
Telefon 04 75 39 14 35<br />
Abwechslungsreiche, raffinierte Küche: Roque -<br />
fort-Flan, Auberginenkaviar, das sieben Stun den<br />
bei niedriger Hitze gegarte Lamm war um wer -<br />
fend und danach eines <strong>der</strong> besten Tiramisus, die<br />
ich je gegessen habe.<br />
4 Le Relais Fleuri<br />
Rue de l Externat<br />
07110 Laurac en Vivarais<br />
Telefon 04 75 36 62 30<br />
Wun<strong>der</strong>schöne Außenterrasse, junge, mo<strong>der</strong>ne<br />
Küche mit vielfältigen, knackigen Ge müse -<br />
beilagen. Etwas teurer, aber mit das beste Res -<br />
tau rant <strong>der</strong> Region. Aus einem Blog: „Excel-<br />
len te cuisine raffinée et originale avec de très<br />
bons mélanges de saveurs de produits frais et<br />
de saison“.<br />
5 Hotel le Chêne Vert<br />
Rocher, 07110 Largentière<br />
Telefon 04 75 88 34 02<br />
Sehr gute Küche, lei<strong>der</strong> kommt <strong>der</strong> Service oft<br />
etwas „kühl“ rüber.<br />
6 Hotel Restaurant la Bastide du Soleil<br />
07110 Vinezac<br />
Telefon 04 75 36 91 66<br />
Im sehenswerten „Village de caractère“ Vine -<br />
zac befindet sich das erstklassige Restaurant in<br />
schönen hellen Räumen einer ehemaligen<br />
Burg aus dem 17. Jahrhun<strong>der</strong>t. <strong>Die</strong> Speisekarte<br />
bietet mehrmals im Jahr wechselnde Menüs.<br />
Vor allem die Fisch- und Meeresfrüchte gerich -<br />
te sind erwähnenswert, so z. B. eine Lotte<br />
(See teufel) mit Chorizo-Wurst gespickt in Saf -<br />
ran sauce, etwas gewagt, aber toll!<br />
7 Café/Restaurant La Boucherade<br />
Le Gua, 07110 Beaumont<br />
Telefon 04 75 39 20 57<br />
Wun<strong>der</strong>schönes, an <strong>der</strong> Beaume gelegenes Res -<br />
taurant mit großer Außenterrasse. Sehr gute,<br />
abwechslungsreiche und preisgünstige Gerich -<br />
te mit vielfältigen Gemüsebeilagen.<br />
8 Le Bouche à Oreille<br />
Rue de la Recluse, Grand Rue<br />
07260 Joyeuse<br />
Telefon 04 75 36 61 35<br />
Sehr nettes kleines Restaurant mit wechselnden<br />
Tagesmenüs, z. B. gebackener Ziegen käse mit<br />
Kräutern und Lasagne mit Steinpilzen.<br />
9 Les Ranchisses<br />
am Campingplatz vor Largentière<br />
Telefon 04 75 88 31 97<br />
Trotz <strong>der</strong> Nähe zum Campingplatz schönes Res -<br />
taurant mit Gewölbe saal und Außen ter ras se an<br />
<strong>der</strong> Ligne.<br />
10 La Calèche und Le Baratin de l’Ardoise<br />
07110 Largentière<br />
Telefon 04 75 39 24 63 und 04 75 39 24 86<br />
Beide Restaurants liegen hinter dem oberen<br />
Stadt tor von Largentière, nach links die Gasse<br />
hinab, und bieten neben preiswerten Mittags -<br />
menüs auch einige ausgezeichnete À-la-carte-<br />
Gerichte: z. B. gedämpf te Forelle o<strong>der</strong> gratinierte<br />
Jakobsmuscheln mit Banyuls-Wein.<br />
11 Auberge le Bez<br />
07590 Borne<br />
Telefon 04 66 46 60 54<br />
Ländlich, bäuerliche Gerichte, aber allein die<br />
hausgemachte Charcuterie o<strong>der</strong> die Sahne aus<br />
Milch <strong>der</strong> eigenen Kühe lohnen den Ausflug.<br />
<strong>Die</strong> Nummern 1 - 11 geben die Position in<br />
<strong>der</strong> Übersichtskarte auf Seite 10/11 an.<br />
29
Weitere Einkehrmöglichkeiten<br />
Bar Cham du Cros<br />
07110 Rocles<br />
Telefon 04 75 88 36 18<br />
Der Wirt macht eine fantastische Holzofen -<br />
pizza und leckere Salate, z. B. Chèvre chaud.<br />
Aux saveurs d’Anna<br />
07110 Laboule, Hameau du Serre<br />
Telefon 06 62 09 34 90<br />
Anna kocht italienisch/asiatische Gerichte während<br />
man wun<strong>der</strong>bar in ihrem Garten sitzt.<br />
Auberge le Romarin<br />
07110 Valgorge, Saint Martin<br />
Telefon 04 75 88 98 90<br />
Eher einfach, aber seit dem Besitzerwechsel<br />
deut lich besser geworden.<br />
Hotel de l’Europe<br />
07260 Joyeuse<br />
Telefon 04 75 39 51 26<br />
Hier treffen sich die Hand werker zum Mittag -<br />
essen. Deftige, aber sehr preiswerte Tagesmenüs<br />
und Holzofenpizza.<br />
Auberge de Joannas<br />
07110 Joannas<br />
Telefon 04 75 88 33 87<br />
Sehr schön im alten Schloss gelegen. Derzeit<br />
(Juni 2017) lei<strong>der</strong> wie<strong>der</strong> geschlossen.<br />
Café du Platane<br />
07110 Montréal<br />
Telefon 06 42 36 25 18<br />
Mit fantastischen Fern blicken direkt neben<br />
dem Château gelegen.<br />
Hotel/Restaurant La Bastide de Sanilhac<br />
07110 Sanilhac<br />
Telefon 04 75 39 28 27<br />
Gutes Essen und traum hafte Ausblicke von <strong>der</strong><br />
Terrasse.<br />
Auberge Le Pégan<br />
07110 Loubaresse<br />
Telefon 04 75 88 96 48<br />
Kleines Restaurant im Bergdorf Loubaresse mit<br />
einer wun<strong>der</strong>bar einfachen und bäuerlichen<br />
Küche.<br />
Auberge de Peyre<br />
07140 Saint-Pierre Saint-Jean<br />
Telefon 04 75 36 97 17<br />
Großes Gasthaus an <strong>der</strong> Durchgangsstraße D 4<br />
in den <strong>Berge</strong>n. An schönen Wochenenden mittags<br />
oft von Ausflüglern gut besucht. Preis wer te<br />
ländlich/deftige Menüs mit meist üppigen<br />
Fleisch port ionen.<br />
30<br />
Gute Restaurants in Aubenas<br />
Au Coin Gourmand<br />
16 Rue du 4 Septembre<br />
07200 Aubenas<br />
Telefon 04 75 89 24 91<br />
Helles Restaurant im Zentrum, in <strong>der</strong> Nähe <strong>der</strong><br />
Kirche. Gutes Preis-Leistungs-Ver hältnis.<br />
Le Bistrot de Manon<br />
Place de la République<br />
07200 Aubenas<br />
Telefon 04 75 35 28 42<br />
Es lohnt sich mittags zu reservieren, kurz nach<br />
12 Uhr ist das kleine Restaurant schnell „complet“<br />
und das aus gutem Grund. Der überaus<br />
freundliche Wirt und Koch bereitet exzellente<br />
und doch günstige Tagesmenüs.<br />
Notes de Saveurs<br />
16 Rue Nationale<br />
07200 Aubenas<br />
Telefon 04 75 93 94 46<br />
Vor allem mittags einen Besuch wert, etwas<br />
teurer, aber auch immer etwas Beson<strong>der</strong>es.<br />
L’Aubépine (vormals Le Coyote)<br />
13 Boulevard Jean Mathon<br />
07200 Aubenas<br />
Telefon 04 75 35 01 28<br />
<strong>Die</strong> neuen jungen Pächter bieten eine erstklassige<br />
mo<strong>der</strong>ne Küche, z.B. ein Enten filet mit Pas -<br />
tinaken-Creme an Portwein-Jus. Mehrmals die<br />
Woche wird Seefisch angeboten, für eine Berg -<br />
region überraschend frisch und gut zubereitet.<br />
Tipps für den Restaurantbesuch<br />
in Frankreich<br />
In französischen Restaurants wird man<br />
„ge setzt“, man wartet also, bis die Be dien -<br />
ung kommt und einen Tisch zuweist. In Cafés<br />
und Bistros dagegen sucht man sich seinen<br />
Platz selbst.<br />
Auch wenn es in vielen Wörter büchern<br />
noch so steht: Rufen Sie den Kellner niemals<br />
„garcon“ (wörtlich: „Junge“), es könn te ein<br />
Abend mit schlechter Be die nung werden.<br />
Den Kellner spricht man „Mon sieur“ an, die<br />
Kell nerin, je nach <strong>der</strong>en Alter „Ma dame“<br />
o<strong>der</strong> „Mad emoiselle“. Das in Deutsch land<br />
ver pönte „Fräulein“ ist in Frankreich bei jüngeren<br />
Frauen (noch) absolut korrekt.<br />
Beim Bezahlen <strong>der</strong> Rechnung rundet man<br />
nicht auf, um ein Trinkgeld zu geben, son<strong>der</strong>n<br />
lässt sich das Rückgeld her aus geben.<br />
Das Trinkgeld legt man dann vor dem Ver -<br />
lassen des Lokals auf den Tisch.
Uli Frings<br />
Seit 1985 bereist <strong>der</strong> gebürtige Bonner Uli Frings immer wie<strong>der</strong> Süd frank -<br />
reich, vor allem die <strong>Ardèche</strong>-Region. Über 20 Jahre leitet er in Bonn eine<br />
Werbe- und Internetagentur. Im Jahr 2006 macht er seine Leiden schaft,<br />
Wan <strong>der</strong>n und Kochen, auch zu seinem Beruf. Uli veranstaltet Wan<strong>der</strong> rei -<br />
sen in Südfrankreich und lebt seit 2009 in einem kleinen Berg dorf <strong>der</strong><br />
<strong>Ardèche</strong>. Weitere Wan<strong>der</strong>- und Reiseführer von Uli Frings zur südlichen<br />
<strong>Ardèche</strong>, Marseille und Côte Vermeille/Costa Brava (siehe Seite 101)<br />
sind im <strong>Buch</strong>handel o<strong>der</strong> unter www.ardechereisen.de erhältlich.<br />
<strong>Ardèche</strong>-Gruppenreise:<br />
Neben den Individual wan -<br />
<strong>der</strong>ungen veranstaltet<br />
<strong>Ardèche</strong>reisen auch Grup -<br />
pen reisen. Zu Termi nen im<br />
Frühjahr, Herbst und an<br />
Silvester bietet Uli eine<br />
Woche mit 6 geführten<br />
Wande rungen an. Dazu<br />
besuchen wir Biobauern,<br />
machen einen Ausflug zu<br />
den Gorges de l’<strong>Ardèche</strong><br />
und besichtigen die Nach bil -<br />
dung <strong>der</strong> Grotte Chauvet<br />
mit den ältesten Höhlen -<br />
zeich nung en <strong>der</strong> Welt.<br />
Verpflegung und Wein sind<br />
im Preis enthalten. Abends<br />
kocht Uli Mehr gang menüs<br />
mit leckeren Spezialitäten<br />
aus <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>-Region.<br />
Mit 6--12 Teilnehmern sind<br />
die Gruppen angenehm<br />
klein. 8 Tage mit 7 Übernachtungen<br />
kosten im<br />
Doppel zimmer 670 € je<br />
Person. Alle Infos unter<br />
www.ardechereisen.de<br />
Streckenrundwan<strong>der</strong>ung<br />
„<strong>Die</strong> <strong>wilden</strong> mediterranen<br />
<strong>Berge</strong> <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>“<br />
<strong>Ardèche</strong>reisen bietet eine wun<strong>der</strong>schöne 8-tägige individuelle<br />
Strecken wan <strong>der</strong> ung an, eine Kombination aus den schönsten<br />
Abschnitten <strong>der</strong> Tour du Tanargue und des GR Le Cévenol. <strong>Die</strong><br />
Wan<strong>der</strong>ungen sind so zusammengestellt, dass die Tages etap -<br />
pen 3,5--5 Stun den betragen und damit für jeden mit etwas<br />
Wan <strong>der</strong>erfahrung gut zu laufen sind. Das Gepäck wird transportiert,<br />
sodass Sie bequem mit einem Tages ruck sack wan<strong>der</strong>n<br />
können. Jeden Abend erwarten Sie erstklassige Un ter künfte<br />
mit guten Menüs aus <strong>der</strong> vielfältigen Küche <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>.<br />
Preis im Doppelzimmer ab 675 € je Person.<br />
Alle Infos unter: www.individuell-wan<strong>der</strong>n.de<br />
<strong>Ardèche</strong> reisen ist Mitglied im Verband<br />
ForumAn<strong>der</strong>sReisen. <strong>Die</strong> Mitglie<strong>der</strong> streben<br />
eine nachhaltige Touris mus form<br />
an, die langfristig ökologisch tragbar,<br />
wirtschaft lich machbar sowie ethisch und<br />
sozial gerecht ist. <strong>Ardèche</strong> reisen ist darüber<br />
hinaus CSR-Tourism-certified.<br />
www.foruman<strong>der</strong>sreisen.de und www.tourcert.org<br />
31
Tour 2 Das wilde Tal <strong>der</strong> Borne<br />
Von Val gorge aus<br />
1 44°36'53.50"N 4° 0'54.99"E<br />
windet sich die D 24<br />
hoch bis Lou ba r esse. Noch vorbei am Ab -<br />
zweig <strong>der</strong> D 403 geht es in <strong>der</strong> nächsten scharfen<br />
Rechtskurve auf Höhe von Loubaresse,<br />
kurz nach <strong>der</strong> Ziegenfarm nach links ab (siehe<br />
Man kann auch schon beim hinunterfahren<br />
ober halb <strong>der</strong> Ansiedlung Le Mas de Truc parken.<br />
Vor <strong>der</strong> scharfen Rechtskurve gibt es eine<br />
kleine Parkstelle.<br />
Vom Parkplatz in Borne aus geht es noch ein<br />
Stück die Straße hoch und dann nach links am<br />
1<br />
2<br />
3<br />
5<br />
4<br />
auch die Karte auf Seite 34). Auf sehr schmaler,<br />
aber noch gut befahrbarer Piste geht es nun in<br />
teil weise sehr engen Serpentinen hinunter zum<br />
Fluß Borne und auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Seite hoch<br />
zum Ort. Noch bevor man ganz oben ist, befindet<br />
sich auf <strong>der</strong> linken Seite ein Parkplatz.<br />
32<br />
Ort entlang. Nach 100 m biegt nach links ein<br />
schmaler weiß-rot markierter Pfad ab. Man<br />
geht nun zunächst abwärts auf diesem<br />
wun<strong>der</strong>schönen Teilstück des GR 72. Mehrere<br />
Bäche werden gefurtet bis nach 1,8 km ein Ab -<br />
zweig mit Wan<strong>der</strong> weg weiser kommt. Gerade -<br />
aus führt <strong>der</strong> GR 72 weiter nach St.-Laurentles-Ba<strong>ins</strong>.<br />
Man biegt hier aber scharf links auf<br />
den nun gelb-rot<br />
2 Scharf links abbiegen<br />
markierten Pfad<br />
ab. Man überquert einen Bach über eine kleine<br />
Brücke und er reicht eine Ansiedlung. Hier<br />
baut eine Land kom mune unter erschwerten<br />
Be dingungen (keine Straßenzufahrt) den ehemals<br />
verlassenen Ort Conches wie<strong>der</strong> auf und<br />
betreibt Land wirt -<br />
3 Ziegenkäse<br />
schaft. Mit et was<br />
Glück kann man hier Ziegenkäse, Gemüse und<br />
Kas tanien produkte kaufen. Zwischen den
3 Stunden<br />
8 km • 510 HM<br />
1100<br />
1000<br />
900<br />
800<br />
m<br />
Conches<br />
▲<br />
Le Mas de Truc<br />
1 2 3 4 5 6 7 km<br />
▲<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Mittelschwer<br />
Einige Bäche zu furten,<br />
Handtuch mitnehmen.<br />
Im 12. Jahrhun<strong>der</strong>t wurde in Borne eine Zisterzienserabtei gegründet. Der rechteckige<br />
Turm (Donjon) wurde während des Hun<strong>der</strong>tjährigen Krieges (1337 bis 1453) gebaut.<br />
Häusern und Ruinen biegt <strong>der</strong> Weg scharf rechts ab. An einer Schaf -<br />
weide entlang erreicht man nach links eine Brücke über den Fluss<br />
Borne (hier tolle Schwimm stellen). Auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Flußseite<br />
steigt <strong>der</strong> Pfad dann kräftig an. Oben erreicht man die Seilwinde,<br />
mit <strong>der</strong> das Bau material an einem<br />
4 „Material lager“<br />
Stahlseil auf die an <strong>der</strong>e Tal seite beför<strong>der</strong>t<br />
wird. Beim „Mate rial lager“ kommt von links oben ein breiterer<br />
Weg, man geht aber geradeaus auf dem schmaleren Pfad weiter.<br />
Man kommt zu einem breiteren Weg und folgt ihm nach rechts weiter<br />
aufwärts. Jetzt geht es auf diesem Weg fast 2 km, zunächst<br />
durch Wald, später durch G<strong>ins</strong>ter und Heidekraut bis man bei <strong>der</strong><br />
Ansiedlung Le Mas de Truc eine Straße erreicht. Hier geht es nach<br />
links die Straße aufwärts, ausgeschil<strong>der</strong>t mit Borne 3,2 km, weißgelb<br />
markiert. Man erreicht die Straße nach Borne und geht nach<br />
rechts aufwärts. In einer scharfen Rechtskurve ge langt man zu<br />
einem Wan <strong>der</strong> weg wei ser und folgt<br />
dem schmalen Pfad nach links Richtung<br />
5 Nach links abwärts<br />
Borne 2,5 km abwärts. Nach 650 m erreicht man die Straße, <strong>der</strong><br />
man nun abwärts bis über die Borne-Brücke und danach aufwärts<br />
zurück zum Park platz folgt.<br />
Blühendes Heidekraut im Juli.<br />
Wegmarkierung<br />
Zunächst weißrot<br />
markiert für<br />
den<br />
GR, später<br />
gelb-rot (GRP).<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Keine Unterkunft o<strong>der</strong><br />
Einkehrmöglichkeit in<br />
Borne o<strong>der</strong> unterwegs.<br />
Gîte d’étape und<br />
Auberge Le Bez<br />
07590 Borne<br />
Telefon 04 66 46 60 54<br />
Wan<strong>der</strong>herberge und Hotel<br />
mit leckerem Essen, z.T. aus<br />
hausgemachten Produkten<br />
(Butter, Sahne, Fleisch).<br />
Gîte d’étape de<br />
l’église, Loubaresse<br />
07110 Loubaresse,<br />
Telefon 04 75 88 99 38<br />
Sehr sehr nette bewirtschaftete<br />
Wan<strong>der</strong>herberge.<br />
Auberge Le Pégan<br />
07110 Loubaresse<br />
Telefon 04 75 88 96 48<br />
Kleines Restaurant mit einer<br />
wun<strong>der</strong>bar einfachen und<br />
bäuerlichen Küche.
Tour 3 Rund um das Bergdorf Loubaresse<br />
Borne<br />
3<br />
4<br />
1<br />
2<br />
5<br />
Von<br />
1 44°35'55.55"N 4° 3'0.89"E<br />
Val -<br />
gorge aus windet sich die D 24 in<br />
vielen Ser pentinen hoch bis Lou -<br />
ba r esse. Nach rechts in den Ort<br />
abbiegen. Noch ein Stück un ter -<br />
halb <strong>der</strong> Kirche befinden sich auf<br />
<strong>der</strong> rechten Seite die Park plätze.<br />
Es geht nun nach rechts aufwärts<br />
Richtung Kirche. Neben <strong>der</strong> Au ber -<br />
ge Le Pégan den Weg zur Kirche<br />
nehmen. Dort ein kurzes Stück<br />
nach rechts und dann nach links<br />
die Straße aufwärts gehen, ausgeschil<strong>der</strong>t<br />
Richtung Le Bez. Ab hier<br />
<strong>der</strong> weiß-roten Markierung des<br />
GR 4 folgen. Man erreicht die<br />
Durchgangsstraße, quert diese und<br />
steigt direkt gegenüber kräftig an.<br />
Nach 1,1 km erreicht man die<br />
Weg kreuzung Pratarabiat auf<br />
1 370 m Höhe. Nun folgt man <strong>der</strong><br />
weiß-gelben Markierung nach<br />
links mit dem Wegweiser Borne<br />
5,9 km. Mit tollen Fernblicken<br />
2 Fernblicke<br />
(siehe<br />
Foto<br />
oben) geht es nun an einem Ab -<br />
zweig vorbei bis auf über 1 400 m<br />
34
Höhe. Nach etwa 1,3 km erreicht man<br />
3 Abzweig nach links<br />
einen Wan <strong>der</strong> weg weiser und biegt nach<br />
links Rich tung Loubaresse 1,4 km ab. Man folgt nun weiter <strong>der</strong><br />
weiß-gelben Markierung abwärts. Wenn man einen etwas breiteren<br />
Schotterweg erreicht geht man ein kurzes Stück nach rechts und<br />
erreicht eine Wegkreuzung mit Wan<strong>der</strong>weg weiser. Nach links kann<br />
man abkürzen und zurück nach Loubaresse gehen. Der Rundweg<br />
führt aber weiter nach rechts Richtung Loubaresse 2,2 km. <strong>Die</strong><br />
dann erreichte kleine Straße nimmt<br />
man abwärts bis zur Durchgangsstraße.<br />
4 Ziegenfarm<br />
Um die Kurve herum gehen, vorbei an einer Ziegen farm direkt wie<strong>der</strong><br />
nach rechts in den Weg einbiegen, weiterhin <strong>der</strong> weiß-gelben<br />
2 Stunden<br />
5,7 km • 280 HM<br />
1400<br />
1300<br />
1200<br />
1100<br />
m<br />
▲<br />
Pratarabiat<br />
1 2 3 4 5 km<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Leicht<br />
Keine beson<strong>der</strong>en<br />
Schwie rig keiten.<br />
Wegmarkierung<br />
Durchgängig<br />
gelb-weiß<br />
markiert,<br />
teilweise<br />
zusätzlich<br />
gelb-rot<br />
o<strong>der</strong> weiß-rot markiert.<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
Loubaresse liegt malerisch auf einer Hochebene in 1 250 m Höhe.<br />
Markierung folgen. Am nächsten Abzweig nach links abbiegen<br />
und weitere 800 m ge rade aus gehen, bis nach ganz scharf links<br />
ein etwas un -<br />
5 Scharf links abbiegen<br />
schein barer, aber<br />
weiß-gelb markierter Weg abgeht. <strong>Die</strong>ser<br />
führt nun etwas verwachsen durch ein Wie -<br />
sen grund stück ab wärts in ein kleines Bach -<br />
tal. Den Bach queren und auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />
Seite auf schmalem Pfad aufwärts. Oben er -<br />
Auberge Le Pégan<br />
reicht man wie<strong>der</strong> den weiß-rot mar -<br />
kierten GR 4 dem man nach links folgt, ausgeschil<strong>der</strong>t mit<br />
Loubaresse 0,7 km folgt. Man überquert die kurz darauf erreichte<br />
Straße und<br />
steigt den Pfad<br />
ge genüber an. An<br />
ein em Holzhaus<br />
kommt man wie<strong>der</strong><br />
auf eine kleine<br />
Straße und<br />
geht nach links.<br />
Auch an einem<br />
Ab zweig vorbei<br />
geht es nun aufwärts<br />
zurück zum<br />
Park platz. 35<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Gîte d’étape de<br />
l’église, Loubaresse<br />
07110 Loubaresse,<br />
Telefon 04 75 88 99 38<br />
Sehr sehr nette bewirtschaftete<br />
Wan<strong>der</strong>herberge.<br />
Auberge Le Pégan<br />
07110 Loubaresse<br />
Telefon 04 75 88 96 48<br />
Kleines Restaurant mit einer<br />
wun<strong>der</strong>bar einfachen und<br />
bäuerlichen Küche.<br />
Sehenswert<br />
Oberhalb von Loubaresse<br />
liegt <strong>der</strong> Pass Col de Mey -<br />
rand (1 370 m), von hier<br />
hat man tolle Fernblicke.<br />
<strong>Die</strong> Épicerie <strong>der</strong> kleinen<br />
Gemeinde<br />
mit nur 33<br />
Ein woh nern<br />
lohnt einen<br />
Be such. Ein<br />
„Kaufmanns -<br />
laden“, wie<br />
es ihn heute<br />
nur noch selten<br />
gibt.
Zur Ernte <strong>der</strong> Esskastanie werden Netze unter den Bäumen<br />
ausgelegt. Wenn die Früchte reif sind platzt die stachelige<br />
Hülle auf und sie fallen vom Baum.<br />
<strong>Die</strong> meisten Kastanienproduzen ten<br />
<strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> verfügen nicht über<br />
teure Maschinen, son<strong>der</strong>n sammeln<br />
sie dann in mühevoller Handarbeit<br />
aus den Netzen (siehe auch zum<br />
Kastanienmuseum die Seiten 58/59).
Tour 6 Massif du Tanargue über den Col du Merle<br />
Aus Richtung Lar -<br />
1 44°35'8.05"N 4°11'47.14"E<br />
gen tière o<strong>der</strong> Val -<br />
gorge die D 24 bis zu dem kleinen Weiler Sa -<br />
lindres fahren und Richtung Valousset abbiegen.<br />
Nach etwa 2 km kommt im Tale<strong>ins</strong>chnitt<br />
rechts vor <strong>der</strong> Brücke eine gute Parkmöglichkeit.<br />
Man geht nun <strong>der</strong> gelb-weißen Mar kierung<br />
folgend, die Straße nach rechts aufwärts.<br />
200 m nach einer Rechtskurve geht links ein<br />
Weg abwärts, <strong>der</strong> durch das Bachtal hoch nach<br />
Valousset führt. An <strong>der</strong> Straße rechts und dann<br />
wie<strong>der</strong> links gehen. In <strong>der</strong> scharfen Kurve ge -<br />
radeaus zwischen Haus und altem Brunnen<br />
ansteigen. Man erreicht, vor bei an einem türkisgrünen<br />
Holzhaus, Valousset-haut (den oberen<br />
Orts teil). Nun nach rechts über die Kreuzung<br />
und am Strommast ge rade aus in die Stich straße.<br />
Nach einer Kurve (rechts Haus mit großem Gara -<br />
gen tor) geht links <strong>der</strong> Wan<strong>der</strong>weg auf den<br />
1 072 m hohen Col du Merle ab. <strong>Die</strong> knapp<br />
500 Höhenmeter überwindet man auf dem teilweise<br />
etwas steilen und vom Regen ausgewaschenen<br />
Pfad in ca. 1,5 bis 2 Stunden. Im mer <strong>der</strong><br />
weiß-gelben Mar -<br />
2 Weiß-gelb markiert<br />
kierung folgend,<br />
kann man sich bis oben kaum verlaufen. Zu -<br />
nächst geht es durch Kastanien wald, später<br />
durch dichten G<strong>ins</strong>ter. Man hat von hier schöne<br />
<strong>Blick</strong>e auf Valousset. Wenn man den ersten<br />
Höhenzug geschafft hat, geht es ein Stück ohne<br />
Steigung um den Berg herum. Hier erreicht man<br />
einen Quell grund mit Wiese. Es folgt noch ein<br />
kurzes Steigungsstück, doch recht schnell ist <strong>der</strong><br />
Col du Merle erreicht. Hier weht oft ein kräftiger<br />
Wind, also auch im Sommer eine Jacke nicht<br />
vergessen. Jetzt nach rechts, immer <strong>der</strong> gelbroten<br />
Markierung<br />
3 Gelb-rot markiert<br />
des GRP Tour du<br />
Tanargue folgen. Ein kurzes Stück den Fahrweg<br />
und dann den rechts abgehenden schmalen<br />
5<br />
3<br />
2<br />
4<br />
1<br />
42
5,5 Stunden<br />
14 km • 745 HM<br />
1200<br />
1000<br />
▲<br />
▲<br />
Cham du Cros, 1202 m<br />
Col du Merle, 1072 m<br />
800<br />
600<br />
m<br />
▲<br />
Valousset-haut<br />
2 4 6 8 10 12 14 km<br />
Pfad nehmen. Nach wenigen Metern kommt nach rechts ein Abzweig,<br />
<strong>der</strong> als dangereux (gefährlich) markiert ist. <strong>Die</strong>sen nicht nehmen!<br />
Weiter am Hang aufwärts nochmals knapp 130 Höhen meter steil hoch<br />
auf den Cham du Cros (1 202 m) und ab dort wie<strong>der</strong> abwärts gehen.<br />
Bei klarem Wet ter hat man eine fantastische Sicht. Im Osten kann man<br />
4 Fernblicke<br />
die Alpen mit dem Mont Blanc sehen,<br />
etwas weiter süd lich Richtung Provence<br />
den Mont Vent oux. Der Pfad zieht sich oben eine Weile durch den<br />
G<strong>ins</strong>ter (siehe Titelbild) und geht dann im mer leicht rechts haltend zu -<br />
nächst langsam, später steiler hinunter. Einen Abzweig rechts (Weg -<br />
weiser nach Bouteillac) besser nicht nehmen, dieser Weg ist am An -<br />
fang sehr steil. Son<strong>der</strong>n weiter dem Weg geradeaus folgen, er biegt<br />
dann ohne weiteren Abzweig nach rechts ab und führt abwärts. Der<br />
Weg ist teilweise in schlechtem Zustand und von den Wildschweinen<br />
stark aufgewühlt. Unten auf dem breiten Fahrweg angekommen geht<br />
es links nach Rocles (noch etwa<br />
45 Min.) o<strong>der</strong>, wenn man nach<br />
rechts geht ist man in un -<br />
gefähr einer Stunde<br />
wie <strong>der</strong> am Park platz.<br />
5 Variante über Laboule<br />
Vom Col du Merle aus<br />
geht ein ein facher zu laufen<strong>der</strong><br />
Rund weg über La -<br />
boule. Den breiten Fahrweg<br />
ganz links nehmen, <strong>der</strong> langsam<br />
weiter bergauf führt. Jetzt<br />
immer <strong>der</strong> gelb-roten Markier -<br />
ung auf breitem Fahrweg weiter<br />
folgen. Nach etwa einer<br />
Stunde kommt <strong>der</strong> Abzweig<br />
abwärts nach Laboule. Unten<br />
angelangt folgt man nach links<br />
dem Yin-und-Yang-Zeichen<br />
(siehe Tour 5, Seite 40).<br />
In keiner Region Frankreichs gibt es so<br />
viele Wildschweine wie in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>.<br />
<strong>Die</strong> Nahrungsgrundlage hier ist durch<br />
die vielen verwil<strong>der</strong>ten Kastanienwäl <strong>der</strong><br />
optimal. Da die Wildschweine bei <strong>der</strong><br />
Nah rungssuche Wege und Trocken mau -<br />
ern zerstören o<strong>der</strong> in einer Nacht ganze<br />
Fel<strong>der</strong> umpflügen können, hat man sie<br />
of fiziell zu Schädlingen erklärt, d. h.<br />
Wild schweine werden ohne jede Be -<br />
schränk ung gejagt. Beim Wan<strong>der</strong>n zwischen<br />
Sep tember und April also rote<br />
Mütze nicht vergessen und von Jagd -<br />
gesell schaf ten fernhalten.<br />
43<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Mittel bis schwer<br />
Wegen <strong>der</strong> Länge <strong>der</strong><br />
Wan<strong>der</strong>ung und dem recht<br />
gerölligen Abstieg gute<br />
Kondition erfor<strong>der</strong>lich.<br />
Ab Punkt 3 geht es ca.<br />
130 HM steil aufwärts, aber<br />
keine gefährlichen (ausgesetzten)<br />
Stellen.<br />
Nicht bei Gewitter -<br />
neigung gehen, Unwetter<br />
ziehen auf dem Massif du<br />
Tan argue schnell heran.<br />
Wegmarkierung<br />
Weiß-gelbe<br />
Markierung bis<br />
zum Col du<br />
Merle, dann gelb-rot für<br />
den GRP<br />
Tour du<br />
Tanargue,<br />
später wie<strong>der</strong><br />
weißgelb<br />
und ab Laboule<br />
zusätzlich Yin-und-Yang-<br />
Zeichen.<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Aux saveurs d’Anna<br />
07110 Laboule, Hameau du<br />
Serre, Telefon 06 62 09 34 90<br />
Anna kocht leckere italienisch/asiatische<br />
Gerichte<br />
während man wun<strong>der</strong>bar in<br />
ihrem Garten sitzt. Nur auf<br />
Reservierung.<br />
Sehenswert<br />
<strong>Die</strong> G<strong>ins</strong>terblüte auf <strong>der</strong><br />
Hochebene des Cham du<br />
Cros ab Anfang Juni ist einfach<br />
sensationell.
Das Leben in den <strong>Berge</strong>n <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> vor fast<br />
100 Jahren, Germain Derocles aus Valousset<br />
G<br />
ermain Derocles ( 1992) hat in den<br />
„<br />
1970er Jahren im Alter von 65 Jahren<br />
<strong>der</strong> Tochter seiner Nachbarn vom Dorf -<br />
leben in Valousset erzählt. <strong>Die</strong>se hat seine Er -<br />
zählung für die Schule aufgeschrieben:<br />
Oh, <strong>der</strong> Berg hat sich völlig verän<strong>der</strong>t.<br />
Als wir jung waren, war das Dorf noch<br />
nicht so tot wie jetzt. <strong>Die</strong> Holzschuhe klapperten<br />
auf dem Kopfsteinpflaster und hallten von<br />
den hölzernen Fußböden; man hörte überall<br />
die Stimmen von Menschen und von Tieren, ja<br />
wirklich, das Dorf lebte noch... Jetzt gibt es<br />
nur noch 17 Menschen, wo es doch früher un -<br />
gefähr hun<strong>der</strong>t wa -<br />
ren. Je<strong>der</strong> lebte von<br />
den Produkten seines<br />
Landes und diejenigen,<br />
die kein<br />
Land hatten, waren<br />
sehr arm und lebten<br />
als arme Schlucker.<br />
Sie arbeiteten für<br />
an<strong>der</strong>e und wenn<br />
sie dazu nicht mehr<br />
in <strong>der</strong> Lage waren,<br />
lebten sie von <strong>der</strong><br />
Barmherzigkeit<br />
an<strong>der</strong>er – falls sie<br />
keine Kin<strong>der</strong> hatten,<br />
die sich um sie<br />
kümmerten.<br />
Wir haben Familien<br />
gekannt, höher in<br />
den <strong>Berge</strong>n, die so<br />
arm waren, dass sie<br />
nicht einmal Betten<br />
hatten, um darin zu<br />
schlafen. Sie schliefen<br />
auf Gras o<strong>der</strong><br />
auf Farnstreu. Das war wirklich elende Armut.<br />
Zum Glück hatten die meisten Menschen<br />
irgendetwas, wovon sie karg, aber anständig<br />
leben konnten.<br />
Der Berg war in dieser Zeit noch gut versorgt;<br />
man muss sich vorstellen, dass je<strong>der</strong> Grashalm<br />
seinen Platz hatte; kein einziger Brom beer -<br />
strauch hatte Zeit o<strong>der</strong> Platz zu wachsen. Auf<br />
den Hügeln des Bergs waren Äcker angelegt,<br />
Terrassen (Faïsses), die durch Steinmauern ge -<br />
44<br />
<strong>Blick</strong> von Valousset auf den<br />
Cham du Cros, am Hang die<br />
heute verwil<strong>der</strong>ten<br />
Esskastanienplantagen.<br />
stützt wurden – Steine, die unsere Vorfahren<br />
aus den großen Felsen zu brechen wussten. Sie<br />
bauten wahre Meisterwerke, völlig ohne Ze -<br />
ment. Jede Terrasse wurde mit <strong>der</strong> nächsten<br />
durch kleine Treppen von höchstens 30 o<strong>der</strong><br />
40 Zentimetern Breite – um Platz zu sparen –<br />
verbunden. Zu dicke Menschen mussten sie<br />
seit lich herauf- o<strong>der</strong> heruntergehen, aber zu<br />
dicke Menschen gab es zu dieser Zeit auch<br />
nicht viele.<br />
Jedes Stückchen Boden hatte seine Be stim -<br />
mung, nichts lag brach, wenn es nicht zwing -<br />
ende Gründe dafür gab. Je<strong>der</strong> Baum wurde<br />
auf eine Stelle gepflanzt, über die man lange<br />
nachgedacht hatte:<br />
mit Vorliebe an den<br />
Rand <strong>der</strong> Faïsses,<br />
um den Ackerbau<br />
nicht zu behin<strong>der</strong>n.<br />
Dass das Pflüc ken<br />
<strong>der</strong> Früchte da -<br />
durch nicht einfacher<br />
wurde, nahm<br />
man in Kauf.<br />
In den Fel<strong>der</strong>n war<br />
damals kein G<strong>ins</strong>ter<br />
und kein Farn zu<br />
sehen, während er<br />
heute alles erstickt<br />
und die Wege überwuchert,<br />
so dass<br />
man ohne Baum -<br />
messer gar nicht<br />
mehr durchkommt.<br />
Früher holte man<br />
diese Pflanzen hoch<br />
oben von den Berg weiden und musste sogar<br />
dafür bezahlen. Aus Farn wurden Ma tratzen<br />
gemacht, G<strong>ins</strong>ter brauchte man, um Feuer<br />
anzumachen, Licht zu geben o<strong>der</strong> Besen herzustellen.<br />
Bei uns zu Hause steckte meine<br />
Mutter einen G<strong>ins</strong>terzweig an, wenn sie des<br />
Abends die Suppe auftrug. Wir mussten un -<br />
sere vollen Teller leer essen, bevor <strong>der</strong> G<strong>ins</strong>ter -<br />
zweig heruntergebrannt war – ansonsten<br />
musste man alleine im Dunkeln beim Schein<br />
des Feuers weiteressen o<strong>der</strong> aber den Rest <strong>der</strong><br />
Suppe bis zum folgenden Morgen stehenlassen.<br />
Das heißt Sparen! G<strong>ins</strong>ter war für die<br />
Beleuchtung nicht zu teuer, Öl aber wohl!
unmöglich vorbeifahren<br />
konnte, ohne zu halten und<br />
ein „canon“ (ein Gläschen)<br />
zu trinken. Es kam sogar<br />
vor, dass er den ganzen Tag<br />
schwer gearbeitet hatte<br />
und im Dunkeln nach<br />
Hause kam, und alles, was<br />
er verdient hatte, war vertrunken.<br />
Aber es zwangen<br />
ihn auch die Umstände<br />
dazu, es ging nicht an<strong>der</strong>s,<br />
wenn man es jedem recht<br />
machen wollte.<br />
<strong>Die</strong> alte Kutsche von Germa<strong>ins</strong> Vater.<br />
<strong>Die</strong> Arbeit als Fuhrmann<br />
Mein Vater arbeitete als Fuhrmann für das<br />
Dorf. Er stand morgens um vier Uhr auf und<br />
zog mit den Mauleseln Richtung Largentière.<br />
Weil es bis zu unserem Dorf noch keinen Weg<br />
gab, ließ er den Wagen immer in unserer großen<br />
Scheune am Wegrand drei Kilometer vor<br />
Arbeit auf dem Hof<br />
In all dieser Zeit arbeitete<br />
meine Mutter hart auf dem<br />
Bauernhof und wir halfen<br />
ihr, so gut wir konnten. Aber obwohl wir einen<br />
<strong>der</strong> größten Bauernhöfe <strong>der</strong> Gegend hatten,<br />
waren wir nicht reich. Wir, die Söhne, wollten<br />
nicht so wie unser Vater Fuhrmann werden,<br />
und so haben wir uns Ziegen und Schafe zugelegt.<br />
Mein Bru<strong>der</strong> war <strong>der</strong> Hirte und ich arbeitete<br />
mehr auf den Äckern.<br />
„Fleisch gab es nur bei ganz beson<strong>der</strong>en<br />
Gelegenheiten, wir aßen vor allem Suppe,<br />
morgens, mittags, abends.“<br />
dem Dorf zurück, das war dann <strong>der</strong> Endpunkt.<br />
Von da aus mussten die Wa ren auf dem<br />
Rücken eines Maultiers transportiert wer den –<br />
für die, die es sich leisten konnten, o<strong>der</strong> auf<br />
dem Rücken eines Menschen, für die Aller -<br />
ärmsten. Aus unserem Dorf brachte mein<br />
Vater die wenigen Waren weg, die wir verkaufen<br />
konnten – ein bisschen Mehl, Wein,<br />
Gemüse, Ge flügel o<strong>der</strong> Schweine, die einige<br />
Dorf bewohn er zum Verkaufen mästeten. Aus<br />
<strong>der</strong> Stadt brachte er Produkte mit, die wir im<br />
Dorf nicht selbst herstellen konnten und die<br />
wir früher o<strong>der</strong> später doch kaufen mussten.<br />
<strong>Die</strong> wichtigste Fracht bestand aus verschiedensten<br />
Bau materialien. Manchmal nahm er<br />
auch Passa gie re mit, aber man durfte es nicht<br />
eilig haben, denn er hielt bei je<strong>der</strong> kleinen<br />
Kneipe unterwegs an (und das waren so ungefähr<br />
fünfzehn), auf dem Hinweg ebenso wie<br />
auf dem Rückweg, einmal, um zu sehen, ob es<br />
etwas für ihn zu tun gäbe, aber auch, weil er<br />
Ein Hirte für alle<br />
Wir hatten ungefähr hun<strong>der</strong>t Tiere, die jeden<br />
Tag gehütet werden mussten. Mein Bru<strong>der</strong><br />
liebte es, mit den Tieren unterwegs zu sein,<br />
und er ist sehr früh von <strong>der</strong> Schule abgegangen,<br />
um nur für die Tiere da zu sein. Wir machten<br />
nicht mit bei dem Weidesystem des Dorfes,<br />
wo abwechselnd gehütet wurde – dazu hatten<br />
wir selbst zu viele Tiere. Aber das System war<br />
so interessant, dass ich euch davon erzählen<br />
werde:<br />
In <strong>der</strong> Zeit, als es noch viele Schafe im Dorf<br />
gab, hatten wir einen Hirten, <strong>der</strong> sie nach<br />
oben auf die Weiden brachte, um dort zu<br />
„übersommern“. Wenn die Herde loszog o<strong>der</strong><br />
auch zurückkam, war das jedes Mal ein prächtiges<br />
Schauspiel. Alle Menschen aus dem Dorf<br />
brachten ihre Tiere zum steinernen Kreuz am<br />
Ende meines Weges. Je<strong>der</strong> hatte die schönsten<br />
Tiere mit Wolle und roter Farbe geschmückt.<br />
Man hängte ihnen auch Glocken um. Manche<br />
45
Familien hatten mehr als fünfzig Glocken – das<br />
war unsere Art von Luxus. Es gab nichts<br />
Schöneres, als zu sehen, wie diese Herde, so<br />
um die 1 000 bis 2 000 Tiere, sich in Bewegung<br />
setzte. Der Hirte blieb oben, bis <strong>der</strong> erste Frost<br />
e<strong>ins</strong>etzte. <strong>Die</strong> Jüngeren aus dem Dorf brachten<br />
ihm abwechselnd sein Essen, oft barfuß,<br />
denn mit Holzschuhen lässt sich nicht gut klettern,<br />
und die guten Schuhe durften nicht verschlissen<br />
werden.<br />
Als im Dorf immer weniger und immer ältere<br />
Menschen wohnten, wollten sie keinen Hirten<br />
mehr für ihre Tiere bezahlen. Da hat dann von<br />
je<strong>der</strong> Familie einer jeweils abwechselnd das<br />
Hirtenamt übernommen. Wenn <strong>der</strong> diensttuende<br />
Hirte ein Signal hören ließ – er blies auf<br />
einem Kuhhorn – dann verließen alle Ziegen<br />
ihre Ställe und versammelten sich auf dem<br />
Dorfplatz, begleitet vom Geblaff <strong>der</strong> Hunde.<br />
<strong>Die</strong>ses rundum gehende Hirtenamt funktionierte<br />
in unserem Dorf so gut, weil hier die<br />
Menschen gut miteinan<strong>der</strong> umgingen. Es gab<br />
viel Nachbarschaftshilfe. Wir haben immer<br />
noch ein System, das Städter nur erstaunen<br />
lassen kann: Wir haben z. B. einen Maulesel<br />
nur zur Hälfte o<strong>der</strong> zu einem Drittel. Warum<br />
sollten wir pro Familie ein Maultier haben,<br />
wenn man es genauso gut mit ein o<strong>der</strong> zwei<br />
Fa milien teilen kann? Wir brauchen es ja nicht<br />
ständig, und so werden die Kosten vermin<strong>der</strong>t.<br />
Heute noch hat das Dorf ein halbes Maultier.<br />
So könnt ihr die Menschen hier auch darüber<br />
reden hören, dass sie ein halbes Schwein<br />
schlachten, was Städter sicher sehr komisch<br />
finden. Aber die meisten Menschen sind hier<br />
jetzt zu alt, um in einem Jahr ein ganzes<br />
Schwein zu essen, darum tun sie sich mit einem<br />
Nachbarn zusammen.<br />
Germa<strong>ins</strong> Weinkeller.<br />
46<br />
Brot backen im renovierten Backhaus von Germain.<br />
Brot und Suppe<br />
Brot wurde bei uns alle vierzehn<br />
Tage gebacken. Wir<br />
hatten unser eigenes Back -<br />
haus, aber im Dorf unten war<br />
nur ein Backofen für alle. Der<br />
Tag, an dem Brot gebacken<br />
wurde, war immer ein Er -<br />
eignis. Im Ofen musste sehr<br />
früh Feuer gemacht werden, damit alle Brote<br />
für zwei Wochen gebacken werden konnten.<br />
Das Brot war unsere Grundnahrung. <strong>Die</strong><br />
Frauen benutzten den Backofen außerdem,<br />
um Kuchen o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Leckereien zu backen.<br />
Es konnte passieren, dass <strong>der</strong> Ofen zu früh ausging,<br />
und weil man kein Holz verschwenden<br />
wollte, waren die Backwaren dann eben nicht<br />
ganz durchgebacken. Wir aßen vor allem<br />
Suppe, morgens, mittags, abends. Das war<br />
eine Bouillon, die man auf eine dicke Scheibe<br />
Brot goss. Manchmal wurde „bonbine“ ge -<br />
macht, das waren Kastanien<br />
in Milch o<strong>der</strong> Wein gekocht.<br />
In die Suppe kamen Grau -<br />
pen, Porree, große Stücke<br />
Speck und Gemüse <strong>der</strong> je -<br />
weiligen Jahreszeit.<br />
Wir aßen auch Brot mit<br />
Speck und selbstgemachten<br />
Ziegenkäse, so sparten wir<br />
viel Geld. Getrunken haben<br />
wir nur den Wein aus unserem<br />
eigenen Weingarten,<br />
den „Clinton“ von unveredelten<br />
Rebstöcken, mit<br />
einem ganz be son<strong>der</strong>en Ge -<br />
schmack. Man war <strong>der</strong> Mei -<br />
nung, dass Wasser unbekömmlich<br />
sei.
Fleisch aßen wir nur bei ganz beson<strong>der</strong>en<br />
Gelegenheiten, obwohl wir Schafe und Ziegen<br />
besaßen. O<strong>der</strong> es musste ein Tier geschlachtet<br />
werden, weil es sich ein Bein gebrochen hatte.<br />
Einmal im Jahr gab es auch einen Hahn, aber<br />
es brauchte einen beson<strong>der</strong>en Anlass, wie<br />
auch bei Kaninchen und Hühnern. Oft gingen<br />
wir zur Schule und hatten nur ein Stück Zie -<br />
gen käse, ein Stück Brot und ein paar gekochte<br />
Kastanien bei uns.<br />
Kastanienernte<br />
In <strong>der</strong> Zeit <strong>der</strong> Kastanienernte war unser Haus<br />
voller Fröhlichkeit, denn meine Eltern beschäftigten<br />
dann Menschen von <strong>der</strong> Hochebene, die<br />
noch ärmer waren als wir. Mädchen und Jungs<br />
kamen, um Kastanien zu sammeln<br />
und von den Schalen zu befreien.<br />
Sie schliefen im Heu schober, und<br />
abends war es sehr gemütlich und<br />
lustig. Auf Hochzeiten lief es<br />
trotz dem nicht oft hinaus, weil<br />
man die „pagels“ (Men schen von<br />
<strong>der</strong> Hochebene) für rückständiges<br />
Volk hielt. Heute denkt man dies<br />
von uns.<br />
Seidenraupenzucht<br />
Eine wichtige Einkunftsquelle war die Seiden -<br />
raupenzucht. <strong>Die</strong>se fand in fast allen Häusern<br />
in einem beson<strong>der</strong>en Zimmer statt, das man<br />
„Magnanerie“ nannte. Seidenraupen sind<br />
nicht leicht zu züchten, da sie schon kle<strong>ins</strong>ten<br />
Temperaturschwankungen gegenüber sehr<br />
empfindlich sind. Deshalb legten die Frauen<br />
die Eier in Leinensäckchen und trugen diese<br />
ein paar Wochen lang Tag und Nacht zwischen<br />
ihren Brüsten, bis die Raupen schlüpften. Von<br />
diesem Augenblick an wurden die Raupen in<br />
Stellagen auf frische Maulbeerblätter gesetzt<br />
und ernährten sich davon. Das Zimmer hatte in<br />
je<strong>der</strong> Ecke eine Feuerstelle, und man musste<br />
gut auf das Feuer aufpassen, vor allem nachts,<br />
damit es immer zwischen 18 und 20 Grad<br />
warm blieb. Wenn die Kokons fertig ausgebildet<br />
waren, wurden sie an eine Seidenspinnerei<br />
verkauft. Dorthin gingen auch die Mädchen<br />
aus dem Dorf, um zu arbeiten.<br />
<strong>Die</strong> ganze Gegend war bepflanzt mit Maul -<br />
beerbäumen: <strong>Die</strong> Blätter wurden als Futter für<br />
die Seidenraupen, aber auch als Trockenfutter<br />
für an<strong>der</strong>e Tiere im Winter genutzt. Dann breitete<br />
sich eine Krankheit unter den Maulbeer -<br />
bäumen aus, und so sind heute kaum noch<br />
Bäume übrig geblieben – dies war <strong>der</strong> Beginn<br />
des Nie<strong>der</strong>gangs <strong>der</strong> Seidenraupenzucht.<br />
„<br />
Das Züchten von Seidenraupen war sehr mühsam,<br />
mit mancher Brut glückte es, mit an<strong>der</strong>er<br />
nicht – warum, wusste man nicht genau. Wenn<br />
alles gut ging, war es ein schöner<br />
Verdienst.<br />
(Germain zeigte danach seine Magnanerie, die<br />
noch gut erhalten ist. In den Ecken sind drei<br />
Feuerstellen und in <strong>der</strong> Mitte des Zimmers Ge -<br />
stelle, durch Pfeiler gestützt, die bis zur Decke<br />
reichen.)<br />
Den vollständigen Text kann man lesen unter:<br />
www.ardecheferien.de/leben.html<br />
<strong>Die</strong> Gestelle zum Füttern <strong>der</strong> Seidenraupen in <strong>der</strong> ehemaligen<br />
Magnanerie von Germain.<br />
47
Tour 9 Rund um Rocles über Le Perrier und Leyval<br />
1<br />
44°33'44.91"N 4°12'55.10"E<br />
Man fährt von <strong>der</strong> D 24<br />
in La Croix de Rocles ab<br />
nach Rocles und ganz<br />
durch den Ort durch.<br />
Vorbei an <strong>der</strong> Kirche<br />
gibt es oberhalb eine<br />
Parkmög lichkeit. Rechts<br />
von dem Fahrweg, <strong>der</strong><br />
von <strong>der</strong> Kirche wegführt,<br />
geht ein gelbweiß<br />
markierter Wan -<br />
<strong>der</strong> weg aufwärts Rich -<br />
tung Tour de Brison<br />
und Le Per rier. Wenn<br />
die Straße erreicht wird,<br />
dieser nach links folgen.<br />
Noch links haltend vor -<br />
bei an einem rechts ab -<br />
gehenden Ab zweig und<br />
bald danach den Pfad,<br />
52<br />
1<br />
2 3<br />
3<br />
<strong>der</strong> nach links aufwärts geht,<br />
neh men. Man er reicht eine<br />
Straße mit Abzweig. Man geht<br />
die rechts aufwärts gehende<br />
Straße bis auf die Höhe. Dann in<br />
die nächste Straße nach links<br />
zum Ort Le Perrier abbiegen.<br />
Von<br />
hier<br />
2 Fernblicke<br />
kann man bei klarem Wetter bis<br />
zum Mont Ventoux blicken.<br />
Wei ter <strong>der</strong> Straße an einem<br />
Abzweig vorbei um eine Rechtsund<br />
dann eine Linkskurve ab -<br />
wärts folgen. Am letzten Haus<br />
führt ein Pfad scharf nach links<br />
von den Häu sern weg und zieht<br />
sich wun<strong>der</strong>schön durch den<br />
alten Kastan ien wald. An einer<br />
Ruine vorbei errreicht man den<br />
kleinen Ort Leyval. Hier nach<br />
rechts abbiegen, unterhalb nach<br />
links zwischen den Häusern hin -<br />
durch gehen und noch vor <strong>der</strong><br />
Stra ße den zunächst betonierten<br />
Pfad an einem größeren<br />
Altes Wegkreuz<br />
Haus<br />
nach<br />
links aufwärts nehmen. Fast auf<br />
<strong>der</strong> Höhe geht es vorbei an
<strong>Die</strong> G<strong>ins</strong>terkatzen (Genetta) sind eine vorwiegend<br />
afrikanische Gattung <strong>der</strong> Schleich katzen<br />
mit rund zehn Arten. Nur eine Art<br />
lebt, als einzige Schleichkatze<br />
überhaupt auch auf europäischem<br />
Boden, die Klein fleck-<br />
G<strong>ins</strong>terkatze. Außer in Spa -<br />
nien und Portugal findet<br />
man die unter Natur schutz<br />
stehende G<strong>ins</strong>ter katze auch<br />
in den <strong>Berge</strong>n <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>.<br />
Sie ist nachtaktiv und äußerst scheu, so<br />
dass man sie nur sehr selten zu Gesicht bekommt.<br />
einem schönen alten Weg kreuz. Hier macht <strong>der</strong> Pfad einen Links -<br />
bogen und führt mit wenig Auf und Ab durch den Kastanienwald,<br />
bis man die rechts liegende Ruine erreicht, die seit einiger Zeit wie<strong>der</strong><br />
re no viert wird. <strong>Die</strong> Besitzer wohnen hier während <strong>der</strong> Reno vier -<br />
2 Stunden<br />
6 km • 220 HM<br />
700<br />
600<br />
500<br />
400<br />
m<br />
Le Perrier<br />
▲<br />
▲<br />
Leyval<br />
1 2 3 4 5 km<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Leicht<br />
Keine beson<strong>der</strong>en<br />
Schwie rig keiten, aber teilweise<br />
schmale und etwas<br />
geröllige Pfade.<br />
Wegmarkierung<br />
Durchgängig<br />
gelb-weiß<br />
markiert.<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
ung in einer Art Indianerzelt. Unterhalb geht scharf links ein Fahr -<br />
weg ab, <strong>der</strong> in Serpen tinen abwärts führt. Der Weg geht in eine<br />
Straße über. In <strong>der</strong> Rechtskurve nach links den Pfad durch ein Bach -<br />
tal und dann auf wärts, vorbei am Friedhof, zurück zur Kirche nehmen.<br />
Vor allem auf den Wan -<br />
<strong>der</strong>ungen rund um Roc les<br />
und Joannas findet man<br />
am Weges rand oft den<br />
Erdbeer baum. <strong>Die</strong> immergrünen<br />
Bäume o<strong>der</strong> Sträu -<br />
cher sind eine Pflanzen -<br />
gattung aus <strong>der</strong> Familie<br />
<strong>der</strong> Heide krautgewächse.<br />
<strong>Die</strong> ku ge ligen, orange-ro -<br />
ten mehligen Früchte sind<br />
zwar genießbar, roh sollte<br />
man aber nur wenig da -<br />
von essen. Besser man ver -<br />
arbeitet die Früchte zu<br />
Marmelade o<strong>der</strong> Gelee.<br />
Winterlicher <strong>Blick</strong> auf das Massif du Tanargue, im Vor<strong>der</strong>grund Le Perrier<br />
53<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Bar in Rocles,<br />
Telefon 04 75 88 36 18<br />
Hier gibt es neben Salaten<br />
und Snacks eine wun<strong>der</strong>volle<br />
Holzofenpizza.<br />
Gîte d’étape du Jal<br />
Le Jal, 07110 Rocles<br />
Telefon 04 75 88 31 51. Sehr<br />
schönes Gîte mit gutem<br />
Essen. Das neu ausgebaute<br />
Haus ist das erste Ökogîte<br />
<strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>.<br />
Auberge de Joannas,<br />
Telefon 04 75 88 33 87<br />
Sehr schön im Schloss gelegenes<br />
Restaurant, <strong>der</strong>zeit<br />
lei<strong>der</strong> geschlossen.<br />
Campingplatz Le<br />
Roubreau mit Café/Bar<br />
Telefon 04 75 88 32 07<br />
Campingplatz La<br />
Marette mit Café/Bar,<br />
Telefon 04 75 88 38 88<br />
Épicerie in Joannas,<br />
kleiner Lebensmittelladen,<br />
täglich außer Mi. 8 bis 12.30<br />
Uhr und 15 bis 17.30 Uhr<br />
geöffnet, So. 8 bis 12.30 Uhr.<br />
Ferienhäuser in <strong>der</strong><br />
Nähe von Rocles:<br />
www.ardecheferien.de und<br />
www.ardecheinfo.de
Hauptgericht<br />
Rezept Daube de sanglier Wildschweingulasch<br />
Zubereitung<br />
Gulaschfleisch (Wildschwein o<strong>der</strong> auch<br />
Rind, Hirsch etc.) mind. 12 Stunden in<br />
Rot wein und Kräutern einlegen. In die<br />
Marinade gibt man die ge pressten Knob -<br />
lauchzehen, Thymian, Ros marin, Nelken,<br />
Wachhol<strong>der</strong>beeren, Lor beerblätter und<br />
einen Schuss Olivenöl. Am nächsten Tag<br />
im Topf Speck scharf anbraten, die Zwie -<br />
beln da zugeben und glasig braten. Nun<br />
das Fleisch mit Marinade, Cognac und To -<br />
maten (Dosen to maten schme cken meist<br />
intensiver als frische) zugeben, etwas<br />
pfeffern und salzen (meist wird nur we -<br />
nig benötigt). <strong>Die</strong> Möhren nur grob vierteln<br />
und von Anfang an mitkochen. Auf<br />
kleiner Flamme bei of fenem Deckel kö -<br />
cheln, je länger, je besser, aber mind. drei<br />
bis vier Stun den, je nach Größe <strong>der</strong><br />
Fleischstücke. Wenn Flüssig keit fehlt, im -<br />
mer wie<strong>der</strong> mit Rot wein nachfüllen.<br />
60<br />
Zutaten<br />
500 g Gulasch<br />
100 g Speck (Lardons)<br />
1 Dose Tomaten<br />
1 Zwiebel<br />
2--4 Knoblauch zehen<br />
6--8 Möhren<br />
1 Liter(!) Rotwein<br />
2--4 cl Cognac<br />
Olivenöl<br />
Kräuter: Thymian, Rosmarin,<br />
3--4 Nelken, 2 Wachhol<strong>der</strong> beeren,<br />
3--4 Lorbeer blätter<br />
Salz, Pfeffer aus <strong>der</strong> Mühle<br />
Sehr gut dazu schmecken<br />
auch Cham pig nons, die<br />
man kurz vor dem Ser -<br />
vieren dazugibt.<br />
Als Bei lage eignen sich<br />
z. B. Nudeln o<strong>der</strong> Back -<br />
kar toffeln (Kartoffeln<br />
halbieren und mit <strong>der</strong><br />
Schnittseite in eine<br />
Mischung aus Oliven -<br />
öl, Rosmarin und Salz<br />
tunken, auf ein Back -<br />
blech legen und die<br />
Kartoffeln mit dünnen<br />
Knoblauchscheiben be -<br />
legen. Bei 200 Grad ca.<br />
30 Min. in den Backofen<br />
geben).
Hauptgericht (vegetarisch)<br />
Rezept Blette et fromage Mangold mit Blauschimmelkäse<br />
Zutaten<br />
Mangold, Bleu d’Auvergne, Dosentomaten,<br />
Olivenöl, Thymian, Salz, Pfeffer, Reis<br />
Zubereitung<br />
Man nimmt pro Person ca. zwei große (o<strong>der</strong><br />
vier kleine) Blätter Mangold. <strong>Die</strong> Stiele<br />
v-för mig heraus schneiden und in grobe Stücke<br />
zer teilen, in Olivenöl anbraten. Do sentomaten<br />
da zugeben, mit Pfeffer und Thymian würzen und<br />
15 Min. kochen. In <strong>der</strong> Zeit die Blätter auf ein -<br />
an<strong>der</strong>legen, ein gutes Stück Blau schimmel käse<br />
da rauflegen und so auf rollen, dass <strong>der</strong> Käse nicht<br />
herausfließen kann, mit Holzstäbchen o<strong>der</strong> Koch -<br />
garn fixieren. <strong>Die</strong> Rou laden auf die köchelnden<br />
Stiele/To maten legen und 15 Min. bei ge schlos -<br />
senem Deckel mitdünsten. Dazu passt z. B. hervorragend<br />
Camargue-Reis mit Stücken von ge -<br />
trockneten Kastanien („les brises de châtaignes<br />
sèches“). Das gibt dem Reis ein wun<strong>der</strong>bares,<br />
leicht süßliches Aroma.
Hauptgericht o<strong>der</strong> Beilage (vegetarisch)<br />
Rezept Légumes grillés Gemüse aus dem Backofen<br />
Zubereitung<br />
Das Gemüse putzen und in dicke Schei -<br />
ben o<strong>der</strong> Stücke schneiden. Zwiebeln<br />
und Tomaten halbieren, Knob lauchzehen<br />
in ganzen Stücken las sen. Das Gemüse in<br />
eine Fettpfanne schichten, mit Salz und<br />
Pfeffer würzen, Kräuter darübergeben<br />
und mit reichlich Olivenöl beträufeln.<br />
100 ml Wasser in die Fettpfanne füllen und<br />
bei 180 Grad Umluft 50--60 Min. backen.<br />
Das Ge müse herausnehmen und etwas ab -<br />
Zutaten<br />
2 Auberginen<br />
4 Zucchini<br />
je 1 rote und grüne Paprika<br />
4 Tomaten<br />
4 Zwiebeln<br />
6--8 Knoblauchzehen<br />
Thymian, Rosmarin, Lorbeerblätter<br />
1 Bund Petersilie<br />
Olivenöl<br />
Saft einer Zitrone<br />
Salz, Pfeffer aus <strong>der</strong> Mühle<br />
kühlen lassen. Gehackte Petersilie, Zitro -<br />
nen saft und Oliven öl miteinan<strong>der</strong> verrühren<br />
und das lauwarme Gemüse damit<br />
bestreichen. Dazu frisches Ba guette, ein<br />
wun<strong>der</strong>bares Gericht für wa r me Sommer -<br />
abende. O<strong>der</strong> auch als Bei lage z. B. zu ge -<br />
grilltem Thunfisch.<br />
62
Rezept Rôti de châtaignes aux cèpes<br />
Kastanienbraten mit Steinpilzen<br />
Zubereitung<br />
Zwiebel und Knoblauchzehen würfeln,<br />
Pilze fein hacken, alles zu sam men in<br />
Olivenöl 3 Min. scharf an bra ten, Kräuter<br />
kurz mit düns ten. Kas tanien zur Häl fte<br />
zer drücken und mit den gerie be nen Nüs -<br />
sen, Eiern, 100 ml Sahne, ge hackter Pe -<br />
ter silie, Sem mel bröseln, den rest lich en<br />
gan zen Kas tanien und <strong>der</strong> Zwie bel-Pilz -<br />
Masse gründlich verrühren, mit Salz und<br />
Pfeffer kräftig würzen. In ei ner gut ge -<br />
but terten Kas tenform bei 200 Grad etwa<br />
30 Min. backen. 10 Min. auskühlen lassen,<br />
dann stürzen.<br />
Währenddessen den Wirsing in Strei -<br />
fen schneiden und einige Mi nuten<br />
Hauptgericht (vegetarisch)<br />
Zutaten<br />
150 g Steinpilze o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Pilze,<br />
z. B. Champignons<br />
200 g gekochte Esskastanien<br />
150 g geriebene Wal- o<strong>der</strong> Haselnüsse<br />
100 g Semmelbrösel<br />
1 Zwiebel<br />
3 Knoblauchzehen<br />
Kräuter: Rosmarin, Thymian,<br />
Lorbeerblätter<br />
1 Wirsing, 1 Bund Petersilie,<br />
200 ml Sahne, Milch, 2 Eier,<br />
Safran, Olivenöl, Butter,<br />
Salz, Pfeffer aus <strong>der</strong> Mühle<br />
Steinpilze<br />
Der Steinpilz ist ein Pilz aus <strong>der</strong> Familie <strong>der</strong> Röhrlinge. Er<br />
wächst in Laub- und Nadelwäl<strong>der</strong>n auf mit Moos,<br />
Heidekraut o<strong>der</strong> Gras überzogenen Flächen, wo er im<br />
Sommer und Herbst zu finden ist.<br />
Der Steinpilz hat einen angenehmen Geruch und das<br />
rohe Fleisch einen milden Geschmack. Es verän<strong>der</strong>t sich<br />
an den Schnittflächen nicht. Von ungenießbaren und<br />
verdächtigen Arten unterscheidet er sich durch einen auffallend dicken, weißen,<br />
dichtfaserigen Stiel und die im Alter graugrünlichen Röhren <strong>der</strong> unteren Hutseite.<br />
in Salz wasser blanchieren (Tipp: Ein kräftiger<br />
Schuss Milch im Koch wasser macht<br />
den Wirsing bekömmlicher). Für<br />
die Sauce ein Stück But ter<br />
im Topf verflüssigen<br />
und zwei Ess löffel<br />
Mehl da zurühren.<br />
Den Rest Sah ne<br />
mit 300 ml Milch<br />
o<strong>der</strong> Wasser und<br />
et was Salz dazugeben<br />
und auf -<br />
kochen, Saf ran<br />
e<strong>ins</strong>treuen.<br />
Wirsing auf Tel -<br />
ler ge ben, Sauce<br />
ringsher um verteilen<br />
und Schei ben von dem Kas tanien -<br />
bra ten da rauflegen.<br />
63
Tour 17 Château de Montréal und Weinfel<strong>der</strong><br />
Château de Montréal, im 12. Jahrhun<strong>der</strong>t als Schutzburg für<br />
Largentière erbaut.<br />
<strong>Die</strong> D5 aus Rich -<br />
1 44°31'41.99"N 4°17'35.97"E<br />
tung Aubenas bis<br />
kurz vor Lar gent ière fahren und dann die<br />
D 212 nach links Rich tung Montréal nehmen.<br />
Bald wie<strong>der</strong> links abbiegen und hoch in den Ort<br />
fahren. Ent we<strong>der</strong> am Schloß und dem Café<br />
o<strong>der</strong> etwas weiter auf dem rechts liegenden<br />
Dorf platz parken.<br />
Von dem Café du Platane geht man nach<br />
rechts bis zum Dorf platz. Gegenüber des kleinen<br />
Krie gerdenkmals geht nach links eine<br />
gelb-weiß markierte Gasse ab und führt zwischen<br />
den Häu sern hindurch. Danach führt <strong>der</strong><br />
Weg nun als Pfad zwischen den Trocken mauern<br />
abwärts. An einem Zaun nach links und am<br />
Ende des Zauns nach rechts gehen. Der Wan -<br />
<strong>der</strong> weg geht in eine kleine Straße über, <strong>der</strong><br />
man ei nige hun<strong>der</strong>t Meter bis zu einer scharfen<br />
Links kurve folgt. Man nimmt nun den Pfad<br />
geradeaus. Nach einer Linkskurve er reicht man<br />
eine Straße, <strong>der</strong> man nach rechts abwärts über<br />
eine Brücke folgt. Nach <strong>der</strong> Brücke nach rechts<br />
auf den oberen schmalen Pfad an <strong>der</strong> Mauer<br />
ent lang abbiegen. Nach 100 m leicht links eine<br />
kurze Treppe hinauf. Nach 20 m den links an -<br />
steigenden Pfad nehmen. Im Kiefernwald biegt<br />
<strong>der</strong> Weg nach 50 m scharf links aufwärts ab. Der<br />
Weg zieht sich wun<strong>der</strong>schön an Obst plantagen<br />
und Wein fel<strong>der</strong>n entlang -- bis zu einem Ab -<br />
zweig nach rechts Richtung Laurac. Der bald<br />
erreichten Straße folgt man nach rechts, vorbei<br />
an einem Weinfeld. Nach 100 m aufwärts scharf<br />
links in den Pfad entlang einer Mauer abbiegen.<br />
Ge ra de aus vorbei an einem Abzweig quert<br />
man einen Bach. Leicht aufwärts erreicht man<br />
einen Fahrweg, den man nach links nimmt. An<br />
einem Wegweiser weiter geradeaus Richtung<br />
Lau rac und an Abzweigen vorbei weiter dem<br />
Fahrweg mit nun weiten Fernblicken folgen.<br />
Bevor es wie<strong>der</strong> in den Wald hineingeht, dem<br />
Fahrweg nach rechts abbiegend folgen. Unter -<br />
halb eines Hauses in den Fahrweg halblinks ab -<br />
biegen, leicht abwärts gehen, an einer kleinen<br />
Ruine scharf links abbiegen und nach 20 m<br />
Treppenstufen hinunter. Den Weg einige Ser -<br />
pen tin en die Faïsses (Terrassen mit Trocken -<br />
mau ern) hinab. An einem schönen Bau ern gar -<br />
Weite <strong>Blick</strong>e über Wiesen und Weinfel<strong>der</strong> zu den <strong>Ardèche</strong>-<strong>Berge</strong>n<br />
76
1<br />
2,5 Stunden<br />
9 km • 200 HM<br />
400<br />
300<br />
200<br />
100<br />
m<br />
Laurac-en-Vivarais<br />
▲<br />
1 2 3 4 5 6 7 8 km<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Leicht<br />
Nach Regenfällen kann<br />
die Passage am Bach entlang<br />
2 unpassierbar sein.<br />
2<br />
Wegmarkierung<br />
Durchgängig<br />
gelb-weiß markiert.<br />
ten und Picknickplätzen über die Wiese<br />
2 Picknickplatz<br />
rechts an <strong>der</strong> Hütte vorbei zum Bach. Über<br />
ei n en Steg und nach links am Bach entlang. Auf schmalem Weg<br />
kreuzt man nun wun<strong>der</strong>schön mehrfach den kleinen Bach (toller<br />
Weg abschnitt für Kin<strong>der</strong>). Nach einiger Zeit geht nach einem Steg<br />
<strong>der</strong> Weg rechts hoch Richtung Rosières. An <strong>der</strong> dann erreichten<br />
Stra ße nach rechts gehen (hier ist ein Abstecher in den Ort Laurac-en-<br />
Vivarais möglich). An Ab -<br />
zwei gen vor bei die Stra -<br />
3 Abstecher<br />
ße geradeaus am Fried hof entlang nehmen. Nach<br />
dem Friedhof geradeaus in einen Fahrweg abbiegen,<br />
vorbei an Abzweigen bis zu einem Querweg,<br />
den man nach links nimmt. An einem Weinfeld<br />
erreicht man eine Straße und folgt ihr ein Stück nach Café du Platane<br />
rechts, vorbei an Ab zwei gen. Hinter einem Schuppen folgt man dem<br />
Wegweiser Rich tung Montréal nach rechts. Den Fahrweg geht man<br />
nun entlang von Wein fel<strong>der</strong>n und durch den Wald. Nach dem Wald<br />
und weiteren Weinfel<strong>der</strong>n erreicht man eine kleine Straße, <strong>der</strong> man<br />
nach links folgt. Man er reicht ein Trafohäuschen und<br />
folgt nach rechts wie<strong>der</strong> dem Weg weiser Richtung<br />
Montréal. In einer scharfen Rechts kurve geradeaus<br />
in den Fahrweg gehen. Der bald er reichten Straße<br />
leicht abwärts folgen. Nach einer Kurve in den Schot -<br />
ter weg nach links abbiegen und auch noch geradeaus<br />
über eine Wegkreuzung hin weg leicht ab wärts Le Relais Fleuri<br />
ge hen. Einer kleinen Straße nach links und direkt wie<strong>der</strong> nach rechts<br />
<strong>der</strong> Durchgangs straße bis kurz vor Montréal folgen. Man verlässt nun<br />
die gelb-weiße Markierung, biegt leicht links in die Straße ab und ge -<br />
langt durch den sehenswerten Ort zurück zum Aus gangs punkt.<br />
3<br />
77<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
Sehenswert<br />
Château de Montréal<br />
Telefon 04 75 89 91 81<br />
www.chateau-montreal.com<br />
Besichtigung ganzjährig<br />
von 9 bis 12 Uhr und 14 bis<br />
18 Uhr außer Samstag- und<br />
Sonntagvormittag.<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Café du Platane<br />
07110 Montréal<br />
Telefon 06 42 36 25 18<br />
Mit fantastischen Fern -<br />
blicken direkt neben dem<br />
Château gelegen.<br />
Hotel/Restaurant<br />
Domaine de l’Eau Vive<br />
Le Roubreau<br />
07110 Largentière<br />
Telefon 04 75 89 20 53<br />
Le Relais Fleuri<br />
Rue de l’Externat<br />
07110 Laurac-en-Vivarais<br />
Telefon 04 75 35 89 64<br />
Lohnt unbedingt den Ab -<br />
stecher: ab wechslungs reiche,<br />
sehr gute Küche, wun<strong>der</strong>schöne<br />
Außen terrasse.<br />
Epicerie Le Relais<br />
Lauracois<br />
Rue Alphonse Daudet<br />
07110 Laurac-en-Vivarais<br />
Telefon 04 75 36 86 38
Schöne Badestellen in den Flüssen Beaume, Drobie,<br />
1<br />
2<br />
Salindres<br />
3<br />
4<br />
5<br />
Le Gua<br />
6<br />
8<br />
9<br />
7<br />
I<br />
n den klaren Wildwasserflüssen und Bächen<br />
<strong>der</strong> <strong>Berge</strong> findet man überall größere und<br />
kleinere Badestellen. Eine oft eiskalte Ab -<br />
küh lung nach o<strong>der</strong> während einer Wan <strong>der</strong> ung<br />
bietet sich fast immer. Hier einige <strong>der</strong> größeren<br />
Bade gumpen, die auch im Hoch sommer<br />
ge nug Wasser zum Schwimmen haben:<br />
1<br />
In Valgorge-St.-Martin den gelb-weiß<br />
markierten Wan<strong>der</strong>weg nach unten zur<br />
Beaume nehmen. Unterhalb <strong>der</strong> Bogenbrücke<br />
gibt es eine große, aber nur mit etwas Klettern<br />
zu erreichende Badestelle.<br />
2<br />
Von Valousset-haut aus nimmt man den<br />
Wan<strong>der</strong>weg nach Valos hinunter <strong>ins</strong> Tal.<br />
Vor <strong>der</strong> Eisenbrücke den Pfad nach links entlang<br />
<strong>der</strong> Salindres nehmen. <strong>Die</strong>se nach einer<br />
kleinen Ruine überqueren und auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />
Seite schräg links über die Steine gehen.<br />
Mit etwas Pfadfin<strong>der</strong>glück findet man hier<br />
den Weg, <strong>der</strong> weiter zunächst geradeaus und<br />
dann nach links zur Schwimmstelle führt. Hier<br />
muss man noch einige Meter am Fels abwärts<br />
klettern. Sehr schwer zu finden, aber einfach<br />
traumhaft!<br />
3<br />
Der Elefantenpool, eine <strong>der</strong> schönsten<br />
Badegumpen <strong>der</strong> Region. Von <strong>der</strong> D 24<br />
bei dem Weiler Salindres Richtung Val ous -<br />
set abbiegen. Nach ca. 1,5 km kommt eine<br />
scharfe Rechtskurve mit großem Stein links.<br />
Von oben sieht man schon die Schwimmstelle.<br />
Den Pfad vor dem Stein abwärts und dann den<br />
leicht ausgesetzten Weg nach rechts nehmen.<br />
78
Ligne und Salindres 4<br />
10<br />
Ligne<br />
In <strong>der</strong> Gorges de la Beaume gibt es an<br />
<strong>der</strong> D 203 praktisch in je<strong>der</strong> Flussbiegung<br />
neue fantastische und e<strong>ins</strong>ame Badestellen.<br />
Überall, wo man parken kann, führt auch ein<br />
Weg nach unten. Achtung, im Bereich vor Le<br />
Gua oft mit waghalsigen Klettereinlagen!<br />
Kurz vor dem Ort Le Gua sehr große<br />
5 Schwimmstelle mit Sandstrand unterhalb<br />
<strong>der</strong> Bogenbrücke Pont du Gua.<br />
Nach Le Gua finden sich an je<strong>der</strong> Stelle,<br />
6 wo man parken kann, einfach zu gehende<br />
Pfade zur Beaume. <strong>Die</strong>se Schwimmstellen<br />
oft mit Sandstrand sind ideal für Familien.<br />
7<br />
Wenn man weiter Richtung Joyeuse<br />
fährt, noch durch den Ort Deux-Aygues<br />
hindurch, kommen nach <strong>der</strong> Brücke über die<br />
Beaume mehrere große Schwimm stellen. Bei<br />
einer Parkmöglichkeit auf <strong>der</strong> linken Seite gibt<br />
es unterhalb auch angelegte Pick nickplätze.<br />
8<br />
<strong>Die</strong> Drobie bietet eine unendliche Zahl<br />
schöner Schwimmstellen, bei St. Mélany<br />
z. B. unterhalb <strong>der</strong> wun<strong>der</strong>schönen, von den<br />
Römern erbauten Brücke Le Pont du Rouge.<br />
Wenn man beim Ort Les Deux-Aygues<br />
9<br />
Rich tung St. Mélany und Sablières<br />
abbiegt, kommt bald auf <strong>der</strong> linken Seite ein<br />
großer Park platz, von dem aus man mehrere<br />
schöne Badestellen in <strong>der</strong> Drobie erreicht.<br />
10<br />
Man fährt die D 24 aus Largentière kommend<br />
Richtung Valgorge. Nach dem Ort<br />
Luth geht die Straße aufwärts. Fast oben an ge -<br />
kommen, geht nach rechts die alte Straße ab.<br />
Hier nach einigen Metern parken und den Pfad<br />
nach rechts nehmen. Bei einem Abzweig wie<strong>der</strong><br />
rechts halten. Nach einigen hun<strong>der</strong>t Metern<br />
geht es an mehreren Stellen nach links abwärts<br />
zu einem großen Pool <strong>der</strong> Ligne mit Wasserfall.<br />
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
79
Tour 18 Thines -- Pilgerort und Römerweg<br />
Der denkmalgeschützte Ort Thines mit seiner<br />
romanischen Pilgerkirche Notre Dame de<br />
Thines aus dem 12. Jahr hun <strong>der</strong>t gehört mit<br />
seiner exponierten Lage auf einem Bergsporn<br />
in 550 m Höhe wohl zu einem <strong>der</strong> schönsten<br />
Dörfer <strong>der</strong> Ar dèche. <strong>Die</strong> Wan<strong>der</strong>ung über zu -<br />
meist schmale Schie ferpfade, fast in einem<br />
Halb kreis um Thin es herum, eröffnet einem im -<br />
mer wie<strong>der</strong> neue, fantastische Ausblicke.<br />
Von Valgorge aus:<br />
1 44°29'37.13"N 4° 2'45.90"E<br />
die D 24 weiter<br />
hoch bis kurz vor Loubaresse, hier nach links<br />
auf die D 403 abbiegen. Man erreicht nach<br />
einiger Zeit die D 4, dieser weiter nach links<br />
1<br />
folgen. Nach ca. 10 km durch Wald und später<br />
über die Hochebene rechts Rich tung Thines in<br />
eine kleine Straße abbiegen und in vielen Ser -<br />
pen tinen abwärts zum Parkplatz. <strong>Die</strong> ca. 1,5<br />
stündige Anfahrt ist sehr reizvoll, da man den<br />
landschaftlichen Wechsel von <strong>der</strong> mediterranen<br />
<strong>Ardèche</strong> zu den <strong>Berge</strong>n und Hoch eben en<br />
nörd lich von Loubaresse mit ihrem mitteleuropäischen<br />
Klima erlebt.<br />
80<br />
2<br />
5<br />
3<br />
Von Les Vans aus: die D 901<br />
Richtung Villefort nehmen<br />
und nach 2 km nach rechts<br />
auf die D 113 abbiegen. Nach<br />
weiteren 6 km nach rechts<br />
die D 513 entlang des Flusses<br />
Thines nehmen. Der Ort Thin -<br />
es ist fast autofrei, daher das<br />
Auto unterhalb auf dem<br />
Park platz abstellen.<br />
Vom Parkplatz aus ein Stück<br />
die Straße hoch, dann nach<br />
rechts auf den gut ausgeschil<strong>der</strong>ten<br />
Wan<strong>der</strong> weg abbiegen,<br />
<strong>der</strong> einen direkt zum<br />
Orts ein gang führt. <strong>Die</strong><br />
Straße unterhalb <strong>der</strong><br />
Kirche entlang. Vorbei an<br />
einem Abzweig mit weißroter<br />
Mar kierung, den<br />
man nicht nimmt. Nach<br />
dem letz ten Haus, dem<br />
Res tau rant Au Tour du<br />
Monde, geht <strong>der</strong> gelbrot<br />
markierte Wan<strong>der</strong> weg<br />
4<br />
ab, dem man nach rechts<br />
etwa eine Stunde über einen schma len,<br />
wun <strong>der</strong>schönen Schieferpfad folgt. Ober -<br />
halb des Ortes La Blacherette, bei einer<br />
Zie gen farm, biegt <strong>der</strong> Weg, noch bevor<br />
das Dorf erreicht wird, nach links ab. Nach<br />
100 m wie<strong>der</strong> scharf links halten und zu -<br />
nächst 15 Min. in Kehren aufwärts wan<strong>der</strong>n.<br />
Es folgt ein ebenes Weg stück auf<br />
dem Bergrücken, bevor es nochmals etwa<br />
10 Min. kräf-<br />
3 Picknickplatz<br />
4 Einkehrmöglichkeit<br />
tig aufwärts<br />
geht. Man er reicht einen fantastischen<br />
Picknickplatz auf Schiefer fel sen mit <strong>Blick</strong><br />
auf das be reits weit unten liegende Thines.<br />
Von hier geht es weitere 10 Min. aufwärts,<br />
dann erreicht man die höchste Stelle <strong>der</strong><br />
Wan <strong>der</strong> ung und einen Fahrweg, dem man<br />
am nächsten Abzweig nach links folgt. Ab hier<br />
an die gelbe Mar kierung halten.<br />
Nach rechts ist ein Ab stecher zum 500 m entfernt<br />
liegenden Ort<br />
Peyre mit <strong>der</strong> Au -<br />
ber ge de Peyre mög lich. Ansonsten weiter<br />
nach links, kurz vor dem Fernsehmast den links<br />
abbiegenden gelb markierten schmalen Pfad<br />
abwärts Richtung Thines nehmen.
3,5 Stunden<br />
10 km • 440 HM<br />
1000<br />
800<br />
600<br />
400<br />
m<br />
Voie romaine, 882 m<br />
▲<br />
▲<br />
1 2 3 4 5 6 7 8 9 km<br />
▲<br />
la Blacherette<br />
Notre Dame de Thines<br />
Schwierigkeitsgrad<br />
Mittelschwer<br />
Keine beson<strong>der</strong>en<br />
Schwie rig keiten, aber lange<br />
Passagen ohne Schatten<br />
über von <strong>der</strong> Sonne erhitztes<br />
Schiefer gestein.<br />
Wegmarkierung<br />
Markierung erst<br />
gelb-rot, dann<br />
gelb<br />
und zum Schluss<br />
weiß-rot.<br />
Wan<strong>der</strong>karte<br />
2838OT LARGENTIÈRE<br />
Topografische Wan<strong>der</strong>karte<br />
Frankreich, 1:25 000 -- GPS<br />
EAN/ISBN: 3282112838024<br />
Nach einiger Zeit erreicht<br />
man bei einer freien<br />
Fläche den von rechts<br />
kom menden weiß-rot<br />
mar kierten GR 4, dem<br />
5 GR 4, weiß-rot markiert<br />
man nun nach links ab -<br />
wärts beim Weg weiser<br />
Thines, 1,2 km folgt.<br />
Im mer den weiß-rot<br />
markierten Weg, auch an<br />
Ab zweigen vorbei, nehmen.<br />
Man er reicht eine<br />
Wasser auf be rei tungs an -<br />
lage, an <strong>der</strong> man über<br />
die Wiese auf einen<br />
Fahr weg ge langt, von<br />
dem ca. 200 m unterhalb<br />
links ein weiß-rot markierter<br />
Pfad ab biegt. Der<br />
Pfad führt nun nach einigen<br />
hun<strong>der</strong>t Me tern<br />
hinab auf die Straße in<br />
Thines, zurück zum Aus -<br />
gangs punkt.<br />
Bild oben: Thines mit <strong>der</strong> romanischen Kirche.<br />
Bild mitte links: Tal des Thines mit Schieferhaus.<br />
Bild mitte rechts: Thines von La Blacherette aus gesehen.<br />
Bild unten: Eine Beson<strong>der</strong>heit <strong>der</strong> Notre Dame de Thines<br />
ist <strong>der</strong> mehrfarbige Sandstein.<br />
81<br />
Einkehr/Unterkunft<br />
Gîte d’étape à Thines,<br />
Le Clapier, 07140 Thines<br />
Telefon 04 75 36 94 33<br />
Preiswerte Wan<strong>der</strong>herber ge<br />
mit Mehrbettzimmern und<br />
Kochgelegenheit direkt<br />
neben <strong>der</strong> Kirche.<br />
Auberge de Thines<br />
Telefon 04 75 35 91 53<br />
Etwas zu teuer für die eher<br />
einfachen Gerichte.<br />
Auberge de Peyre<br />
07140 Saint-Pierre Saint-Jean<br />
Telefon 04 75 36 97 17<br />
Großes Gasthaus an <strong>der</strong><br />
Durch gangsstraße D 4 in den<br />
<strong>Berge</strong>n. An schönen Woch -<br />
en enden mittags oft von<br />
Ausflüglern gut besucht.<br />
Preis wer te ländlich/deftige<br />
Menüs.
Tagesausflüge rund um das Massif du Tanargue<br />
<strong>Die</strong> Gorges de l’<strong>Ardèche</strong><br />
Zumindest einmal sollte man an die <strong>Ardèche</strong>-<br />
Schluchten fahren und auch eine <strong>der</strong> berühmten<br />
Höhlen besichtigen. Allerdings ist es Juli/<br />
August dort sehr überlaufen und touristisch.<br />
Man fährt an Vallon Pont d’Arc vorbei und<br />
folgt <strong>der</strong> Ausschil<strong>der</strong>ung. Nach einigen Kurven<br />
erreicht man den großen Parkplatz beim Pont<br />
d’Arc. Hier halten und den kurzen Fußweg<br />
hinunter zum Wahrzeichen <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>, <strong>der</strong><br />
84<br />
<strong>Die</strong> natürliche Felsenbrücke Pont d’Arc, das Wahrzeichen <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong><br />
Cirque de la Madeleine<br />
natürlichen Felsenbrücke, gehen. Wenn man<br />
weiterfährt, folgt nach <strong>der</strong> Kurve oberhalb<br />
noch mals ein Aussichtspunkt. Von hier sieht<br />
<strong>der</strong> Pont d’Arc noch beeindrucken<strong>der</strong> aus.<br />
Danach windet sich die Straße schnell auf die<br />
Höhe und man kann den Lauf <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> --<br />
und Hun<strong>der</strong>te von Ka nuten -- nur noch von<br />
weit oben bewun<strong>der</strong>n. Etwas Vorsicht an den<br />
sehr schön neu ausgebauten Aus sichts punk -<br />
ten: Hier haben schon viele eine Seiten scheibe<br />
ihres Autos verloren. <strong>Die</strong>be kom men<br />
mit Motorrä<strong>der</strong>n, schlagen die Seiten -<br />
schei ben ein und greifen schnell von<br />
den Sitzen, was sie kriegen können.<br />
Vor allem am be rühmten Cirque de la<br />
Madeleine mit dem Ausblick auf den<br />
Flussverlauf in Form eines Omega-<br />
Zeichens sehr aufpassen. Man muss<br />
hier ein Stück von den Autos weg ge -<br />
hen und das wird natürlich ausgenutzt,<br />
wie man an den vielen Scher benhau -<br />
fen an diesem Platz sehen kann.<br />
Von den Höhlen ist wohl die Grotte<br />
de la Madeleine am schönsten. <strong>Die</strong><br />
auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en <strong>Ardèche</strong>-Seite liegende<br />
Aven d’Orgnac be eindruckt dagegen<br />
durch ihre Größe.
Village de caractère<br />
Einen Besuch lohnen unbedingt die<br />
Orte Vinezac, Labeaume, Vogüé und<br />
Balazuc. Balazuc ist nicht nur eines<br />
von 20 villages de caractère in <strong>der</strong><br />
<strong>Ardèche</strong>, son<strong>der</strong>n auch als eines <strong>der</strong><br />
plus beaux villages de France<br />
(schön sten Dörfer Frankreichs) klassifiziert.<br />
Vor allem die Lage des Dorfes ist<br />
sehr be eindruckend. Balazuc ist gut<br />
erreichbar von <strong>der</strong> D 104. Nach Uzer<br />
<strong>Die</strong> <strong>Ardèche</strong>brücke bei Balazuc<br />
genüberliegenden Sei te <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> kann<br />
man am Ufer entlang nach links zum Weiler<br />
Viel Audon gehen. <strong>Die</strong>ser alte Ort wird wie<strong>der</strong><br />
traditionell aufgebaut, es wurden über<br />
1 000 Maulbeerbäume gepflanzt und man<br />
kann Ziegenkäse aus <strong>der</strong> Käserei kaufen.<br />
Balazuc vom gegenüberliegenden Ufer aus gesehen<br />
(Richtung Aube nas) fährt man noch über eine<br />
Brücke, dann nach <strong>der</strong> Kurve kommt <strong>der</strong> etwas<br />
unscheinbare Abzweig. Der Ort zieht mit seinen<br />
übereinan<strong>der</strong>ge schachtelten restaurierten<br />
Häusern am Steil hang <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong> im Sommer<br />
viele Besucher an. Auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Flussseite<br />
er hebt sich <strong>der</strong> Fels fast senkrecht, eine Stra -<br />
ßen brücke verbindet die beiden sandigen<br />
Ufer. Unterhalb des schön gelegenen Cafés<br />
set zen die Kanufahrer ein. Auf <strong>der</strong> Balazuc ge -<br />
Tour de Brison<br />
Sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß ist <strong>der</strong><br />
Tour de Brison (s. Seite 68) zu erreichen um<br />
von dort die Rundum-Aussicht zu genießen --<br />
ein Fernglas lohnt sich. Der Turm wurde vermutlich<br />
von den Sarazenen im 8. Jahrhun<strong>der</strong>t<br />
erbaut. Er war Teil eines weitreichenden Nach -<br />
richtennetzes auf den Gebirgshöhen des Viva -<br />
rais. Botschaften wurden durch Leucht feuer<br />
weitergegeben. Am Hang mit tollem Fernblick<br />
Richtung Alpen liegt im Örtchen Sanilhac das<br />
sehr gute Restaurant und Hotel Auberge de la<br />
Tour de Brison (s. Seite 29).<br />
Das Beaume-Ufer bei Labeaume<br />
85
<strong>Die</strong> Markttage in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>:<br />
Montag: Rosières (nur im Hochsommer), Saint-Agrève, Vogüé<br />
<strong>Die</strong>nstag: Jaujac, Lalevade, Lamastre, Largentière, Viviers<br />
Mittwoch: Annonay, Bourg-Saint-Andéol, Le Cheylard, Coucouron, Joyeuse,<br />
Neyrac-les-Ba<strong>ins</strong>, Le Pouzin, Saint-Péray, Villeneuve-de-Berg<br />
Donnerstag: Chomérac, Lalouvesc, Lavilledieu, Montpezat, Saint-Martin-de-<br />
Valamas, Le Teil, Vallon-Pont-d’Arc, Vernoux<br />
Freitag: Cruas, Jaujac, Ruoms, Saint-Félicien, Serrières, Thueyts, La Voulte-sur-Rhône<br />
Samstag: Annonay, Aubenas, Privas, Saint-Sauveur-de-Montagut,<br />
Tournon-sur-Rhône, Les Vans<br />
Sonntag: Lablachère, Payzac, Saint-Cirgues-en-Montagne, Saint-Martind’<strong>Ardèche</strong>,<br />
Saint Mélany, Saint-Pierreville, Valgorge, Vals-les-Ba<strong>ins</strong><br />
Nachtmärkte (les marchés nocturnes), nur im Juli und August:<br />
<strong>Die</strong>nstag: Les Vans, Vallon Pont d’Arc Mittwoch: Ruoms, Aubenas<br />
Freitag: Largentière<br />
Sonntag: Joyeuse<br />
86
87
Dessert<br />
Rezept Mousse de châtaignes Kastanienmousse<br />
Zubereitung<br />
<strong>Die</strong> Schokolade zerbröseln und im heißen<br />
Wasserbad mit 1-- 2 Ess löffeln Was -<br />
ser schmelzen. Butter erhitzen und mit <strong>der</strong><br />
Kas tanien creme und <strong>der</strong> geschmolzenen<br />
Schokolade verrühren, kalt stellen.<br />
Crème fraîche mit dem Mandel pulver<br />
und dem Pu<strong>der</strong>zucker verrühren, einen<br />
kräftigen Schuss Likör o<strong>der</strong> Schnaps dazugeben.<br />
<strong>Die</strong>se Masse auf die Schoko laden -<br />
masse geben, nicht verrühren und einige<br />
Stunden kalt stellen. Dann mit einem Löffel<br />
herausheben und mit Pu<strong>der</strong> zucker und<br />
Früchten garnieren.<br />
Zutaten<br />
100 g schwarze Schokolade (mind.<br />
70 % Kakaoanteil)<br />
400 g gesüßte Kastaniencreme<br />
100 g Pu<strong>der</strong>zucker<br />
100 g Butter<br />
100 g Crème fraîche<br />
100 g geriebene Mandeln<br />
Kastanienlikör o<strong>der</strong> Marc<br />
(Tresterschnaps, ähnlich Grappa)<br />
<strong>Die</strong> Edelkastanie<br />
Edelkastanien (o<strong>der</strong> bei uns auch Esskastanien genannt) unterteilt man in vier Ar -<br />
ten: Japanische Kastanie (Castanea crenata), Chinesische Kastanie (Castanea mollissima),<br />
Amerikanische Kastanie (Castanea dentata) und die bei uns heimische Eu ro -<br />
päische Kastanie (Castanea sativa). <strong>Die</strong> Edelkastanie, wie auch die Eiche, gehört zu<br />
<strong>der</strong> Familie <strong>der</strong> <strong>Buch</strong>engewächse und ist botanisch mit <strong>der</strong> für Menschen ungenießbaren<br />
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) nicht verwandt.<br />
Durch Züch tung und Veredelung sind in Frankreich über 200 verschiedene Sorten<br />
(davon über 65 in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong>) <strong>der</strong> Edelkastanie entstanden, die sich u. a. in Größe<br />
und Geschmack stark unterscheiden, ähnlich den unterschiedlichen Apfelsorten.<br />
88
Dessert<br />
Rezept Tarte aux châtaignes Kastanienkuchen<br />
Zutaten<br />
ca. 450 g gesüßte Kasta nien creme<br />
(eine große Dose mit ca. 950 g reicht<br />
entsprechend für zwei Kuchen)<br />
100 g geschmolzene Butter<br />
50 g Kas tanien mehl (o<strong>der</strong> auch<br />
Weizenmehl)<br />
4 Eier (getrennt)<br />
1 halber Beutel Backpulver o<strong>der</strong><br />
Trockenhefe<br />
1 Prise Salz Kastanien<br />
Zubereitung<br />
Kastaniencreme, geschmolzene Butter,<br />
Eigelb, Mehl und Backpulver miteinan<strong>der</strong><br />
verrühren. Das Eiweiß und Salz mit<br />
dem Mixer steif schlagen und locker unterheben.<br />
In einer ge butterten Quiche form<br />
(o<strong>der</strong> Spring form) bei 180 Grad Umluft ca.<br />
20–30 Mi nuten goldbraun backen.<br />
Als Vari ante den erkalteten Kuchen mit<br />
geschmolzener dunkler Schoko lade (mind.<br />
70 % Kakaoanteil) be streichen. Sehr lecker,<br />
aber <strong>der</strong> Kas tan iengeschmack tritt etwas<br />
in den Hin tergrund.<br />
Ihr Name wurde von den Griechen<br />
geprägt, die die (Ess-)Kastanie nach<br />
einer Stadt Kastana in Pontus an <strong>der</strong><br />
kleinasiatischen Küste des Schwarzen<br />
Meeres benannt haben. <strong>Die</strong> Römer<br />
latinisierten die alte griechische<br />
Bezeichnung später zu Castanea.<br />
89
Nordwestlich <strong>der</strong> kleinen, auf über 1 000 m<br />
Höhe gelegenen Ortschaft Montselgues<br />
tobt das „Chaos“. So nennt man diese einzigartige<br />
Landschaft aus rundgeschliffenen<br />
Granitblöcken, die vor 250 Millionen<br />
Jahren entstanden ist. 2014 ist die Region<br />
zum fünften Geopark Frankreichs erklärt<br />
worden.
Register<br />
Register<br />
Aktuelle Än<strong>der</strong>ungen 2<br />
Algerienkrieg 65<br />
Anreise 4, 5<br />
<strong>Ardèche</strong>reisen 31<br />
atmosfair 4<br />
Aubenas 4<br />
Auberges siehe Restaurants<br />
Ausflugsziele 84, 85<br />
Ausrüstung 100<br />
Autoroute du Soleil 4, 5<br />
Auvergne-Rhône-Alpes 8, 9<br />
Aven d’Orgnac 84<br />
Badestellen 78, 79<br />
Bahnhof 4<br />
Balazuc 85<br />
Bars siehe Restaurants<br />
Beaume 8, 20, 48, 49, 66, 67,<br />
68, 78, 79<br />
Beaumont 48, 66<br />
Bingen, von Hildegard 59<br />
Bleu d’Auvergne 23, 61<br />
Borne 32, 33<br />
Brises de châtaignes sèches 61<br />
Brison 20<br />
Brotbaum 58, 59<br />
Brot backen 46<br />
Bus 4<br />
Cafés siehe Restaurants<br />
Caillettes 29<br />
Camargue- Reis 64<br />
Campingplatz La Marette 51,<br />
53, 55<br />
Campingplatz Les Ranchisses 15<br />
Campingplatz Le Roubreau 15,<br />
51, 53, 55<br />
Cevennen 8<br />
Chambres d’hôtes<br />
Auberge de Peyre 30<br />
La Petite Cour Verte 19, 49, 67<br />
Le Mas des Faïsses 13, 15<br />
Moulin Deleuze 19<br />
Cham du Cros 16, 42, 43<br />
Chassezac 8<br />
Chassiers 74, 75<br />
Château de Joannas 15<br />
Château de Largentière 70<br />
Château de Montréal 76, 77<br />
Château de Versas 72, 73<br />
Chauvet-Höhle 31<br />
Chem<strong>ins</strong> des Grandes<br />
Randonnées 100<br />
Cirque de la Madeleine 84<br />
CO 2 2, 4<br />
Col de Meyrand 17, 35, 37<br />
Col du Merle 16, 42, 43<br />
98<br />
Conches 32<br />
Cornas 28<br />
Côtes du Rhône 28<br />
Côtes du Vivarais 28<br />
Courge (Kürbis) 25<br />
Couscous 65<br />
Crème brûlée 90<br />
Crêpes à la châtaigne 91<br />
Croix de Bauzon 16<br />
CSR-Tourism-certified 31<br />
Daube 60<br />
Départements 8<br />
Derocles, Germain 44 -- 47<br />
Dompnac 56, 57<br />
Donjon 33<br />
Drobie 78, 79<br />
Druiden 36<br />
Einwohnerzahl 8<br />
Eisenbahn 4<br />
Épicerien 15, 35, 37, 53, 55,<br />
75, 77<br />
Erdbeerbaum 53<br />
Esskastanien 22, 24, 26, 38, 39,<br />
47, 58, 59, 63, 88, 89<br />
Eurolines 4<br />
Faïsses 9, 44, 76<br />
Falke, Ulla 58, 59<br />
Fauna 8<br />
Feigen 92<br />
Ferienhäuser 51, 53, 55, 73<br />
Feuersalaman<strong>der</strong> 69<br />
Fle<strong>der</strong>mäuse 8<br />
Flora 8<br />
Flughafen 4<br />
Forelle 64<br />
Forum An<strong>der</strong>s Reisen 31<br />
Französisch 95<br />
Frings, Uli 31<br />
Fromage blanc (Quark) 25<br />
Gare 4<br />
Geopark 96, 97<br />
Geschichte 44 -- 47<br />
G<strong>ins</strong>terkatze 53<br />
Gîtes d’étapes<br />
Gîte d’étape à Thines 81<br />
Gîte d’étape de l’église<br />
Loubaresse 17, 33<br />
Gîte d’étape du Jal 15, 16,<br />
51, 53<br />
Gîte d’étape du Travers 56,<br />
57<br />
Gîte d’étape la Roche 19, 49,<br />
67<br />
Gîte d’étape Lachamp de<br />
Merle 56, 57<br />
Gîte d’étape le Mas des<br />
Faïsses 13, 15<br />
GPS-Tracks 2<br />
Gorges de la Beaume 8<br />
Gorges de l’<strong>Ardèche</strong> 8, 31, 84<br />
Gorges du Chassezac 8<br />
GR 4 34, 80, 81<br />
GR 72 32<br />
GR de Pays Tour du Tanargue<br />
12 -- 21, 34, 35, 42, 43<br />
Grandes Randonnées 100<br />
GRP 100<br />
GRP Cevenol 36, 57<br />
GRP Tour de la Montagne<br />
Ardèchoise 32<br />
GRP Tour du Tanargue 12 -- 21,<br />
34, 35, 42, 43<br />
Greifvögel 8<br />
Grotte Chauvet 31<br />
Grotte de la Madeleine 84<br />
Gruppenreise 31<br />
Harkis 65<br />
Hochwasser 71, 94<br />
Höhlenmalereien 31<br />
Hotels<br />
Hôtel Auberge le Bez 29, 33<br />
Hôtel de la Tour de Brison 21,<br />
29, 69, 71, 73<br />
Hôtel de l’Europe 30, 83<br />
Hôtel Domaine de l’Eau Vive<br />
13, 77<br />
Hôtel La Bastide de Sanilhac<br />
21, 30, 71, 73<br />
Hôtel La Bastide du Soleil 29<br />
Hôtel Le Chêne Vert 15, 29<br />
Hôtel Le Sentier des Arches<br />
19, 21, 49, 67, 69<br />
Hôtel Le Tanargue 29, 37<br />
Impressum 2<br />
Inhaltsverzeichnis 3<br />
Joannas 54, 55<br />
Joyeuse 58, 83<br />
Kanu/Kajak 8<br />
Kalksteingebiet 8<br />
Kastanien 22, 24, 26, 38, 39,<br />
47, 58, 59, 63, 88, 89<br />
Kastanienhonig 22<br />
Kastanienmuseum 58, 59<br />
Kelten 36<br />
Klima 9<br />
klimaneutral 2<br />
Krankenhaus 100<br />
Kürbis (Courge) 25<br />
La Croix de Rocles 50, 51<br />
La Filature du Moulinet 94<br />
La Parot 48, 49<br />
La Roche 19, 20, 21, 48, 49, 66<br />
Labeaume 85
Register<br />
Laboule 16, 40, 41, 42, 43<br />
Lapie, Christian 56<br />
Largentière 14, 21, 70, 71<br />
Laurac-en-Vivarais 76, 77<br />
Le Bez 33, 34<br />
Le Gua 19, 49, 66, 67<br />
Le Perrier 52<br />
Le Tour de Laboule 40, 41<br />
Le Travers 54, 56, 57<br />
Le Vernet 16<br />
Legende 2<br />
Les Vans 4<br />
Leyval 50, 52, 53<br />
Ligne 78, 79<br />
Loriol (Autobahnabfahrt) 4, 5<br />
Loubaresse 16, 17, 18, 32,<br />
34, 35<br />
Lyon Saint Exupéry 4<br />
Magnanerie 47, 93<br />
Mairie 82<br />
Mangold (Blette) 61<br />
Märkte 86, 87<br />
Marseille 31<br />
Marseille Provence<br />
(Flughafen) 4<br />
Massif du Tanargue 8, 9<br />
Maulbeerbaum 47, 94<br />
Montélimar 4, 5<br />
Montréal 70, 76, 77<br />
Montselgues 96<br />
Mont Blanc 43<br />
Mont Ventoux 43<br />
Monts d’<strong>Ardèche</strong> 9<br />
Musée de la Châtaigneraie<br />
58, 59<br />
Nachtmärkte 86, 87<br />
Naturschutzgebiet 9<br />
Notrufnummern 100<br />
Öffentliche Ver kehrs mittel<br />
4<br />
Office de Tourisme 13, 71<br />
Ökologie 4, 9<br />
Okzitanisch 26<br />
Panoramastraße 84<br />
Parc Naturel Régional des<br />
Monts d’<strong>Ardèche</strong> 9<br />
Pâté de campagne 24<br />
Picodon 82<br />
PKW 4<br />
Plus beaux villages de France<br />
85<br />
Pont d’Arc 84<br />
Pont du Gua 19, 20<br />
Poterie 41<br />
Ras el Hanout 65<br />
Regionalpark 9<br />
Reisezeit 8<br />
Restaurantbesuch (Tipps) 30<br />
Restaurants/Cafés/Bars<br />
Auberge de Joannas 15, 30, 51,<br />
53, 55<br />
Auberge de la Tour de Brison<br />
21, 29, 69, 73<br />
Auberge de Peyre 30, 80, 81<br />
Auberge de Thines 81<br />
Auberge la Clède 29, 75<br />
Auberge le Bez 29, 33<br />
Auberge le Pégan 17, 30, 33,<br />
34, 35<br />
Auberge le Romarin 30, 36, 37<br />
Au Bon Port (Chez Yette) 57<br />
Au Coin Gourmand 30<br />
Aux saveurs d’Anna 30, 41, 43<br />
Bar Cham du Cros 15, 30, 51, 53<br />
Café du Platane 30, 76, 77<br />
Café la Calade 75<br />
Chez Yette (Au Bon Port) 57<br />
Domaine de l’Eau Vive 13, 77<br />
Hôtel de l’Europe 30, 83<br />
L’Aubépine 30<br />
La Bastide de Sanilhac 21,<br />
30, 73<br />
La Bastide du Soleil 29<br />
La Boucherade 19, 21, 29, 49,<br />
67, 69<br />
La Calèche 13, 29, 75<br />
La Marette 51, 53, 55<br />
Le Baratin de l’Ardoise 13,<br />
29, 75<br />
Le Bistro de Manon 30<br />
Le Bouche à Oreille 29, 83<br />
Le Chêne Vert 15, 29<br />
Les Ranchisses 15, 29<br />
Le Relais Fleuri 29, 77<br />
Le Roubreau 15, 51, 53, 55<br />
Le Tanargue 29, 37<br />
Note de Saveurs 30<br />
Rhône-Alpes 8, 9<br />
Ribes 82, 83<br />
Rocles 15, 16, 50, 51, 52, 53<br />
Romanische Kirchen 74, 75,<br />
80, 81<br />
Römerstraße 80, 81<br />
Roseraie de Berty 55, 71<br />
Rosières 28<br />
Roubreau (Bach) 21, 71<br />
Saint Exupéry<br />
(Flughafen Lyon) 4<br />
Saint Joseph 28<br />
Saint Péray 28<br />
Salade ardéchoise 22<br />
Salindres 78, 79<br />
Sanilhac 21, 72, 73<br />
Sarazenen 68, 69, 85<br />
Sarrabasche 48<br />
Schwimmstellen 78, 79<br />
Seidenmuseum 70, 94<br />
Seidenraupenzucht<br />
93, 94<br />
Sentier botanique<br />
66, 67<br />
Sentier des Lauzes 56, 57<br />
Sicherheit 100<br />
Silberminen 70, 71<br />
Skistation 16<br />
Smaragdeidechse 54<br />
SNCF 4<br />
St.-Laurent-les-Ba<strong>ins</strong> 32<br />
St. Mélany 56, 57<br />
Steinpilze 27, 63<br />
Streckenwan<strong>der</strong>ung 31<br />
Table d’hôte 29<br />
Tajine 65<br />
Tanargue 12 -- 21<br />
Tapenade 26<br />
Taranis 12<br />
Tarte Tatin 92<br />
Tauriers 70, 71<br />
Taxis 100<br />
TGV 4<br />
Thines 80, 81<br />
Tierarzt 100<br />
Tour de Brison 20, 21, 68,<br />
69, 85<br />
Tropfsteinhöhlen 84<br />
Truite (Forelle) 64<br />
Valgorge 17, 36, 37<br />
Valence Ville und TGV 4, 5<br />
Vallon Pont d`Arc 4, 84<br />
Valousset 16, 40 -- 47<br />
Verkehrsnetz 5<br />
Versas 72, 73<br />
Vin de Pays des Côteaux de<br />
l’<strong>Ardèche</strong> 28<br />
Vieil Audon 85<br />
Village de caractère 74, 85<br />
Vinezac 85<br />
Vogüé 85<br />
Wan<strong>der</strong>französisch 95<br />
Wan<strong>der</strong>region 8, 9<br />
Wan<strong>der</strong>übersicht 10, 11<br />
Wan<strong>der</strong>wegmarkierung 100<br />
Wan<strong>der</strong>zeit 9<br />
Wein 28<br />
Wildschwein 8, 24, 43, 60<br />
Wildwasser 8<br />
Yin-und-Yang-Weg 40, 41<br />
Ziegenkäse 22, 23, 26, 27, 32,<br />
64, 82<br />
Zug 4<br />
99
Wan<strong>der</strong>wegmarkierungen<br />
Das Netz <strong>der</strong><br />
Wan <strong>der</strong> wege<br />
in <strong>der</strong> <strong>Ardèche</strong><br />
ist in den letzten<br />
Jahren mit<br />
Weg weisern<br />
und neuen<br />
Markier ung en<br />
sehr gut ausgebaut<br />
worden.<br />
<strong>Die</strong> „Poteaus“ sind aber nicht durchgängig<br />
aufgestellt, am besten folgt man da -<br />
her <strong>der</strong> „klassischen“ Mar kie rung mit<br />
den farbigen Bal ken. <strong>Die</strong> GR (Fern wan <strong>der</strong> -<br />
wege) sind weiß-rot markiert, die GRPs<br />
gelb-rot und die örtlichen Wan <strong>der</strong>we -<br />
ge weiß-gelb.<br />
Wegmarkierung, hier für<br />
einen Grande Randonnée<br />
de Pays (Fernwan<strong>der</strong>-<br />
Rund weg).<br />
Der Weg biegt ab, in diesem<br />
Fall nach links.<br />
<strong>Die</strong>sen Weg NICHT<br />
nehmen, wenn man <strong>der</strong><br />
Mar kierung weiter folgen<br />
möchte.<br />
Ausrüstung und Gefahren<br />
Für alle beschriebenen<br />
Wan<strong>der</strong>ungen<br />
sind, wegen <strong>der</strong> oft<br />
ge rölligen Wege,<br />
knöchelhohe Wan -<br />
<strong>der</strong> schuhe mit guter Pro filsohle erfor<strong>der</strong>lich.<br />
Das Wetter kann in den <strong>Ardèche</strong>-<br />
Ber gen schnell um schlagen, daher immer<br />
Regenschutz und eine Fleecejacke o<strong>der</strong><br />
einen Pulli mitnehmen. Wenn <strong>der</strong> Mis tral<br />
(kalter Nordwind) über das Massif du Ta -<br />
nar gue fegt, kann es auch an warmen Ta -<br />
gen in <strong>der</strong> Höhe un angenehm kalt werden.<br />
Und auch die me diterrane Son ne<br />
soll te man nicht unterschätzen, ausreichend<br />
Sonnen schutz ist unentbehrlich,<br />
ober halb von 800 m (hier endet <strong>der</strong> Kas -<br />
tan ienwald) gibt es kaum noch Schat ten.<br />
Aus den Quellen in den <strong>Berge</strong>n kann man<br />
be denkenlos trinken, aber gerade im<br />
Som mer sind viele Quellen ausgetrock -<br />
net, da her ausreichend Trink was ser einpacken.<br />
<strong>Die</strong> Wan<strong>der</strong>touren folgen alle<br />
deutlichen Wegen. Auf wegloses Terrain,<br />
Klet ter steige o<strong>der</strong> Passagen, die Schwin -<br />
delfreiheit erfor<strong>der</strong>n, habe ich fast ganz<br />
verzichtet o<strong>der</strong> geson<strong>der</strong>t auf schwierige<br />
Stellen hingewiesen.<br />
Wichtige Telefonnummern:<br />
Notruf (S.A.M.U.): 15 o<strong>der</strong> 112<br />
Polizei: 17<br />
Feuerwehr: 18 o<strong>der</strong> 112<br />
Telefonauskunft: 12<br />
Krankenhaus: Centre Hospitalier in<br />
Aubenas, Telefon 04 75 35 60 60<br />
Ärzte in Largentière: Philippe Miltgen,<br />
Telefon 04 75 39 44 74<br />
Serge André, Telefon 04 75 39 12 12<br />
Tierarzt: Cabinet Vétérinaire de<br />
Joyeuse, Place Recluse, 07260 Joyeuse,<br />
Telefon 04 75 39 56 34<br />
Taxi in Rocles: Telefon 04 75 36 88 15<br />
o<strong>der</strong> Mobil 06 86 70 59 89<br />
Taxi in Largentière: Telefon<br />
04 75 35 96 78 o<strong>der</strong> Mobil 06 82 69 19 68<br />
Taxi in Chassiers: Telefon 04 75 88 33 84<br />
o<strong>der</strong> Mobil 06 80 65 93 46<br />
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