Fotos verwerten - Mediaculture online

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Autor: Spielkamp, Matthias. http://www.mediaculture-online.de Titel: Fotos verwerten: Auslöser drücken reicht nicht – Mit eigenen Fotos Geld verdienen. Quelle: Djordjevic, Valie / Gehring, Robert A. / Grassmuck, Volker / Kreutzer, Till / Spielkamp, Matthias (Hg.): Urheberrecht im Alltag - Kopieren, bearbeiten, selber machen. iRights.info. Bonn 2008, S. 122-129. Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung. Dieser Artikel wird unter der folgenden Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: http://creativecommons.org/licences/by-nd/2.0/de/ Matthias Spielkamp Fotos verwerten: Auslöser drücken reicht nicht – Mit eigenen Fotos Geld verdienen Wer sein Hobby zum Beruf machen will oder wer schon immer Profifotograf sein wollte, merkt schnell, dass der Beruf Fotograf viel mehr verlangt, als nur gute Bilder zu machen. Das wird für den Erfolg immer Voraussetzung sein. Fast ebenso wichtig ist es, seine eigenen Rechte und deren Grenzen zu kennen und zu wissen, wie man Bilder zu Geld machen kann. Wann und wie sind eigene Fotos geschützt? Es ist oft schwer zu beurteilen, wann ein Foto vom Urheberrecht geschützt ist, denn dazu muss die sogenannte Schöpfungshöhe beurteilt werden – ein durchaus schwer einzuschätzendes Kriterium. Zusätzlich zum Urheberrecht gibt es aber das Lichtbildschutzrecht (§ 72 UrhG), das garantiert, dass auch Lichtbilder und Erzeugnisse, die ähnlich wie Lichtbilder hergestellt werden und die Schöpfungshöhe nicht erreichen, unter ein Schutzrecht fallen. Damit ist beinahe jede Fotografie geschützt, ob sie künstlerisch wertvoll ist oder nicht: das Familienfoto ebenso wie eine Porträtaufnahme Helmut Newtons. 1


http://www.mediaculture-online.de Urheber des Fotos ist sein Schöpfer, also der Fotograf. Das hört sich selbstverständlich an, muss aber geregelt sein. Denn dadurch ist klar, dass zum Beispiel nicht der Auftraggeber der Urheber sein kann. Dem Auftraggeber steht daher nicht das Urheberrecht zu, sondern – im Normalfall – nur die Nutzungsrechte an einem Foto. Denn die kann der Fotograf abtreten, das Urheberrecht selbst nicht. Für angestellte Fotografinnen und Fotografen gilt Ähnliches. Auch sie sind Urheber ihrer Fotos. Allerdings stehen die Nutzungsrechte in der Regel exklusiv dem Arbeitgeber zu. Dies gilt jedenfalls, wenn die Bilder vom Fotografen im Rahmen seiner arbeitsvertraglichen Pflichten hergestellt werden. Was regelt das Urheberpersönlichkeitsrecht? Was hat der Fotograf in diesem Fall davon, dass er der Urheber ist? Immerhin verfügt der Urheber noch über das sogenannte Urheberpersönlichkeitsrecht, das ihm das Recht garantiert, namentlich als Fotograf genannt zu werden. Das Gleiche gilt für freie Fotografen, die die Nutzungsrechte für ihre Bilder an den Auftraggeber abgetreten haben. Wenn der Name des Fotografen auf oder unter Bildern nicht genannt wird, kann es dafür also zwei Gründe geben: Erstens könnte der Fotograf darauf verzichtet haben. In der Werbung etwa ist das oft der Fall. Das kann entweder vereinbart oder als branchenüblich angesehen werden. Oder zweitens: Es ist ein Verstoß gegen das Urheberpersönlichkeitsrecht. Weiterhin gibt das Urheberpersönlichkeitsrecht dem Urheber das Recht, zu verbieten, dass sein Foto entstellt oder anders beeinträchtigt wird, wenn dadurch seine „berechtigten geistigen oder persönlichen Interessen“ gefährdet würden. Das kann unter anderem dadurch passieren, dass ein Bild in einem Zusammenhang auftaucht, den der Fotograf weder gewollt noch genehmigt hat. In der Zeitschrift Photographie.de berichtet ein Rechtsanwalt beispielhaft aus seiner Praxis von einem Fall, bei dem eine anspruchsvolle Aktfotografie als Plakat für eine Diskothek verwendet wurde, die mit Freibier warb und sich ausgerechnet „inside“ nannte. Der Fotograf habe darin seine Interessen als bekannter und seriöser Aktfotograf gefährdet gesehen. 2


Wie verwertet man eigene Fotos? http://www.mediaculture-online.de Zuerst einmal muss man wissen, wen oder was man fotografieren darf. Ist das geklärt, kann der Fotograf die Nutzungsrechte an seinen Bildern übertragen. Der wichtigste Unterschied ist der zwischen einfachen und ausschließlichen Rechten. Räumt man einem Auftraggeber nur einfache Nutzungsrechte ein, bedeutet das, dass man anderen die Rechte an den Fotos ebenfalls verkaufen darf. Das ist etwa bei freien Pressefotografen üblich, die ihre Fotos unterschiedlichen Zeitungen und Magazinen anbieten. Wenn man aber ausschließliche Nutzungsrechte einräumt, darf man – soweit man nichts anderes ausgehandelt hat – nicht einmal selbst die Fotos nutzen, etwa für die eigene Internetpräsenz. Solche Abmachungen sind eher bei Aufträgen für Werbeagenturen üblich, die dadurch zum Beispiel sichergehen wollen, dass ein Bild, das sie für eine bestimmte Anzeige verwenden, nicht in einem anderen Zusammenhang auftaucht. Man kann ausschließliche Nutzungsrechte (auch exklusive Nutzungsrechte genannt) vollständig und für einen unbegrenzten Zeitraum vergeben (sogenannter Buy-out). Das sollte man sich natürlich gut überlegen, wenn man die Fotos noch benutzen möchte und dem Auftraggeber gegenüber Verhandlungsspielraum hat. Möglich ist es dagegen auch, vertraglich differenziert zu regeln, in welchem Umfang die Nutzungsrechte vergeben werden, etwa zeitlich begrenzt oder beschränkt auf eine bestimmte Verwendung. Auf diese Weise kann man beispielsweise den Abdruck nur in einer bestimmten Zeitschrift erlauben, sich den Weiterverkauf der Fotos auf einer CD- ROM oder DVD hingegen vorbehalten. Solche Einschränkungen müssen nicht immer finanzielle Gründe haben; vielleicht möchte man einfach nur nicht, dass die eigenen Motive für Werbezwecke verwendet werden. Was gilt, wenn kein schriftlicher Vertrag vorliegt? In der Praxis kommt es sehr häufig vor, dass Auftraggeber und Fotografen über die Rechte, die übertragen werden sollen, keine detaillierten Vereinbarungen treffen. Trotzdem kommt ein Vertrag zustande (auch mündliche Absprachen sind in diesem Sinne Verträge), für den nach dem Gesetz die sogenannte Zweckübertragungsregel gilt (§ 31 3


http://www.mediaculture-online.de Absatz 5 UrhG). Sie besagt, dass „sich der Umfang des Nutzungsrechts nach dem mit seiner Einräumung verfolgten Zweck“ bestimmt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Diese Regelung soll den Urheber schützen, indem sie ihn möglichst weitgehend am wirtschaftlichen Ertrag der Verwertung seines Werkes beteiligt. Als übertragen gelten hiernach nur diejenigen Rechte, die für den Urheber erkennbar vom Lizenznehmer (Rechteerwerber) für dessen angestrebten Zweck benötigt wurden. Bleiben Zweifel über den Umfang der Rechteübertragung, gilt ein weiterer urheberfreundlicher Grundsatz, nach dem die Verwertungsrechte dazu tendieren, beim Urheber zu verbleiben. Im Übrigen hat der Rechteerwerber auch in Beweisfragen das schwerere Los. Er muss im Falle eines Rechtsstreits nachweisen, dass er für seine Nutzungshandlungen die notwendigen Rechte eingeholt hat. Kann er dies nicht und ergibt sich seine Legitimation nicht aus den Gesamtumständen, wird er den Rechtsstreit verlieren. Wie kommt man zu einer angemessenen Vergütung? Leider kennen Fotografen seit langem das Problem, dass sie gedrängt werden, dem Rechteerwerber vertraglich sehr weitgehende Rechte einzuräumen. Nicht immer werden hierfür angemessene Honorare angeboten. Die Interessenvertretungen von Journalisten, Fotografen und vielen anderen Urhebern kritisieren diese Praxis als sogenanntes „Total- Buy-out“ (vollständige Übernahme); die Rechteverwerter begründen sie damit, dass nur durch derartige Verträge eine Zukunftssicherheit ihrer Investitionen gewährleistet sei. Um die Rechte der Urheber zu verbessern und die unterschiedliche Verhandlungsstärke von Verwertern und Urhebern auszugleichen, wurde im Jahr 2002 das „Gesetz zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern“ verabschiedet. Hierdurch wurde den Urhebern – also auch den Fotografen – ein gesetzlich festgelegter „Anspruch auf angemessene Vergütung“ für die wirtschaftliche Auswertung ihrer Werke gewährt. Im Gesetz ist festgelegt, dass die Vergütung angemessen ist, „wenn sie im Zeitpunkt des Vertragsschlusses dem entspricht, was im Geschäftsverkehr nach Art und Umfang der eingeräumten Nutzungsmöglichkeit, insbesondere nach Dauer und Zeitpunkt der Nutzung, unter Berücksichtigung aller 4


http://www.mediaculture-online.de Umstände üblicher- und redlicherweise zu leisten ist“. Das heißt beispielsweise, dass ein Verwerter einem Fotografen seine Rechte nicht zu Dumpingpreisen abkaufen darf. Generell kann man sich für die Beurteilung der Angemessenheit an dem orientieren, was üblicherweise für vergleichbare Rechte bezahlt wird. Absolute Geltung hat dieser Grundsatz jedoch nicht: Es gibt ganze Branchen, in denen die Urheber üblicherweise nicht angemessen vergütet werden. Dann ist die übliche Vergütung gerade nicht angemessen. Außerdem sollen Vertreter von Urhebern und Verwertern gemeinsame Vergütungsregeln aushandeln, die bestimmen sollen, was als angemessen gilt. Das ist bisher allerdings nicht geschehen, was dazu führt, dass derzeit Rechteverwerter weiterhin versuchen, Fotografen für möglichst wenig Geld möglichst viele Nutzungsrechte abzukaufen. Was als angemessen (und eventuell) üblich gilt, ist nicht einfach zu überblicken, denn bei Anzeigenblättern werden andere Honorare gezahlt als bei Illustrierten, bei PR- Veröffentlichungen andere als bei Tageszeitungen. Daher gibt die „Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing“ (MFM) jährlich auf Grundlage einer Honorarerhebung eine Übersicht über Bildhonorare heraus. Unbekannte Nutzungsarten Zum Teil wird von den Urhebern sogar verlangt, Rechte für Nutzungsarten zu übertragen, die noch gar nicht bekannt sind. Selbst wenn solche Regelungen zustande kommen (weil der Fotograf zum Beispiel nicht die Verhandlungsmacht hatte, dies zu verhindern), sind sie nach dem Urheberrechtsgesetz nicht bindend: „Die Einräumung von Nutzungsrechten für noch nicht bekannte Nutzungsarten sowie Verpflichtungen hierzu sind unwirksam“ (§ 31 Absatz 4 UrhG). Diese Vorschrift ist zurzeit besonders wichtig, weil viele Fotografien, die vor langer Zeit lizenziert wurden, nun auf CDs vertrieben oder ins Internet gestellt werden. Verwertungsgesellschaften Wer als Fotograf Bilder in Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern veröffentlicht, sollte einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild-Kunst) abschließen. Denn oft kann ein Fotograf gar nicht nachvollziehen, wo und wie oft seine 5


http://www.mediaculture-online.de Fotografien vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben werden. Auch hat der Urheber Ansprüche, die nur über eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden können. Ein Beispiel dafür sind Ansprüche auf eine Vergütung für Pressespiegel, die Unternehmen oder Institutionen zusammenstellen und an ihre Mitarbeiter verteilen um sie zu informieren. Das ist völlig legal, aber wer einen Pressespiegel erstellt, muss dafür an die VG Bild-Kunst Vergütungen bezahlen. Diese Vergütungen werden dann nach einem bestimmten Schlüssel an die Fotografen ausgeschüttet – aber eben nur an die, die einen sogenannten Wahrnehmungsvertrag mit der VG Bild-Kunst abgeschlossen haben. Details dazu gibt es auf den Webseiten der VG Bild-Kunst. Darf man fremde Fotos bearbeiten? Wenn man Bilder anderer Fotografen als Grundlage eigener Arbeit verwenden möchte, muss man sich über eine wichtige Unterscheidung im Klaren sein. Es kommt darauf an, ob es sich um eine „Bearbeitung“ (§ 23 UrhG) oder um eine „freie Benutzung“ (§ 24 UrhG) handelt. Ein selbstständiges Werk, das unter freier Benutzung des Werkes eines anderen geschaffen worden ist, darf auch ohne Zustimmung des anderen Urhebers veröffentlicht und verwertet werden. Eine freie Benutzung nimmt vor, wer sich von dem fremden Werk lediglich inspirieren lässt. Verblassen die eigentümlichen Züge des Vorbildes gegenüber den individuellen Merkmalen des neuen Werkes, gilt das als eine freie Benutzung. Das neue Werk darf dann ohne jegliche Einschränkung und ohne Einflussmöglichkeit des Originalurhebers verwendet werden. Liegt dagegen eine Bearbeitung vor, muss der Urheber des Ursprungswerks vor einer Verwertung derselben um Erlaubnis gefragt werden. Um eine Bearbeitung handelt es sich, wenn wesentliche Züge des Originalwerks übernommen und abgewandelt werden. Die Abgrenzung zwischen Bearbeitung und freier Benutzung ist schwer zu beurteilen. Ein Fall, in dem oft von freier Benutzung ausgegangen wird, ist die Parodie, also die antithematische Auseinandersetzung mit dem Werk eines anderen. Hier findet zwar eine (auch deutlich erkennbare) Anlehnung an das Vorbild statt; die Darstellung des neuen 6


http://www.mediaculture-online.de Werkes weicht jedoch häufig weit von dessen eigentümlichen Merkmalen ab, sodass ein neuer Bedeutungszusammenhang mit – je nach Kreativität des Parodisten – hervorstechenden eigenen individuellen Maßnahmen entsteht. Rein technische Bearbeitungen, etwa die Digitalisierung eines Fotos, sind im Übrigen keine Bearbeitungen im urheberrechtlichen Sinne, sondern Vervielfältigungen, für die man entsprechend keine Bearbeitungs-, sondern Vervielfältigungsrechte benötigt. Fotoklau Inzwischen ist es ein verbreitetes Phänomen: Oft erscheinen Fotos, die im Internet veröffentlicht wurden, auf anderen Websites, ohne dass die Urheber um Erlaubnis gefragt wurden. Dass das rechtswidrig ist, ist eindeutig, auch wenn sich viele damit herauszureden versuchen, es sei im Internet oft nicht klar ersichtlich, wer die Rechte an einem Bild besitzt. Wurde ein Bild erstmal geklaut, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Einerseits kann man die Betreiber der Webangebote auffordern, das Foto wieder von ihren Seiten zu nehmen. Man kann ihnen aber auch anbieten, es gegen ein Honorar weiterzunutzen. In der Regel hat man Anspruch auf Schadensersatz. Zwar bestehen Schadensersatzansprüche nur, wenn der Rechtsverletzer schuldhaft gehandelt hat. Hierfür reicht jedoch ein leicht fahrlässiges Verhalten, das bei einer ungefragten Übernahme fremder geschützter Werke nahezu immer vorliegen dürfte. Die Berechnungsmethode für den Schadensersatz kann der Rechteinhaber wählen. Am einfachsten ist die Berechnung nach der sogenannten Lizenzanalogie. Hiernach hat der unberechtigte Nutzer als Schadensersatz eine Lizenzgebühr zu bezahlen, die für die von ihm vorgenommenen Nutzungshandlungen üblicherweise im Rahmen eines Lizenzvertrags hätte bezahlt werden müssen. Was bei Bildhonoraren üblich ist, lässt sich der oben genannten Übersicht der „Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing“ (MFM) entnehmen. Findet man mit den unberechtigten Nutzern keine einvernehmliche Lösung, weil diese sich etwa weigern, nachträglich Nutzungsrechte zu erwerben, das Foto von der Seite zu nehmen oder einen unter Umständen geforderten Schadensersatz zu zahlen, bleibt kein anderer Weg, als zu klagen. Eine Klage kann zeitlich und finanziell aufwändig sein und 7


http://www.mediaculture-online.de nicht jeder möchte sie auf sich nehmen. Denn wie die Erfolgsaussichten aussehen, kann man abstrakt nie sagen: Es kommt immer auf den Einzelfall an. Wer sich dennoch zu einer Klage entschließt, findet nähere Hinweise und Tipps dazu auf den Seiten von Mediafon, einem Beratungsservice für Selbstständige in Medienberufen der Gewerkschaft Verdi. Alternative Lizenzen – Creative Commons Man muss sich allerdings fragen, ob man in jeder Situation diesen Weg einschlagen will. Wer etwa in seinem privaten Weblog ein Foto vom Fußballspiel seiner Kreisligamannschaft veröffentlicht, hat wahrscheinlich nichts dagegen, wenn es der Fußballverein auf seine Webseite übernimmt, auch wenn kein Honorar dafür gezahlt wird. Die aufstrebende Fotografin freut sich vielleicht sogar darüber, wenn ein überregionales Musikblatt ihr Konzertfoto, das in der Schülerzeitung erschienen ist, abdrucken möchte, obwohl die Redaktion nicht dafür bezahlen will. Denn nicht jeder, der fotografiert, tut es ausschließlich, um damit Geld zu verdienen. Es gibt zahlreiche andere Motive: die reine Freude am Fotografieren oder der Versuch, sich auf einem bestimmten Gebiet einen Namen zu machen. Wer es also anderen auf einfache Weise möglich machen will, die eigenen Fotos zu nutzen, kann sie unter einer sogenannten alternativen Lizenz veröffentlichen. Die deutsche Version der Creative-Commons-Lizenz ist das bekannteste Beispiel für den deutschen Rechtsraum. Bei Creative Commons können Fotografinnen und Fotografen mit wenigen Mausklicks nach dem Baukastensystem eine Lizenz erstellen, die es anderen gestattet, ihre Bilder zu nutzen – wahlweise in kommerziellen oder nichtkommerziellen Angeboten, mit der Erlaubnis, das Bild zu bearbeiten oder eben nicht. Auf diese Art kann auch der juristische Laie seine Fotos anderen zugänglich machen und darüber bestimmen, was sie damit tun dürfen. Als Resultat versprechen sich die Erfinder dieser Lizenzen, dass mehr Inhalte – in diesem Fall Fotos, aber auch Texte, Musik, Filme und dergleichen – für die freie Nutzung zur Verfügung stehen und damit ein Reservoir für andere bilden. 8


Zum Thema im Internet o Website der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst www.bildkunst.de http://www.mediaculture-online.de o Mediafon, Beratungsservice für Selbstständige in Medienberufen der Gewerkschaft Verdi www.mediafon.net o Creative Commons http://de.creativecommons.org Dieser Artikel wird unter der folgenden Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: http://creativecommons.org/licences/by-nd/2.0/de/ 9

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