AZ_Kampagnen_divers

bclip

Petra Jünger I Arbeitsproben

AZ Kampagne Hoestar I brainstorming

Weiterentwicklung von Print-AZ bis Onlinebanner

HOCH

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HÖHER

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HOESTAR

POINTER SX PACK

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PACKS AN – PACKS DRAUF!

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geFeldmir!

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HOESTAR POINTER SX PACK

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AZ Getreideherbizid Hoestar

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Petra Jünger I Arbeitsproben

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Kostenloses AgrarTelefon: 0 800 - 220 220 9

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· in allen Getreidearten

· von früh (BBCH 13)

bis spät (BBCH 39)

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Produktinformationen lesen. Warnhinweise und -symbole beachten.

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Petra Jünger I Arbeitsproben

tItel-entWÜrFe getreIDe-broscHÜre 2013

Getreide-Broschüre

Titelentwürfe 2013

Getreide-Broschüre

Titelentwürfe 2013


Petra Jünger I Arbeitsproben

tItel-entWÜrFe getreIDe-broscHÜre 2014

Über prInt-AZ bIs onlInebAnner

Wintergetreide Herbst 2014

Wintergetreide Herbst 2014

geFELDmir!

vielFELDtig!

Getreide-Prospekt

Titelentwürfe 2014

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Petra Jünger I Arbeitsproben

FrÜHbucHer-AKtIon

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Petra Jünger I Arbeitsproben

Naturrasen

Natürlich.

Die Lösung für

Fußball-, Sport- und

Spielplätze

ImAgebroscHÜre

lAYout/bIlDretuscHen/

reInZeIcHnung/

DrucKÜberWAcHung

Weitergehende Informationen erhalten Sie hier:

European Seed Association (ESA)

Rue du Luxembourg 23/15

B 1000, Brussels

Tel: +32 (0) 2743 2860

E-Mail: secretariat@euroseeds.org

Web: www.euroseeds.org

Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP)

Kaufmannstraße 71–73

53115 Bonn

Tel: + 49 (0) 228 98581-10

E-Mail: bdp@bdp-online.de

Web: www.bdp-online.de

Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) / European Seed Association (ESA)

4308_BDP_ESA_Broschüre_dt_Fassung_rz.indd 2 18.09.13 16:37

4308_BDP_ESA_Broschüre_dt_Fassung_rz.indd 1 18.09.13 16:37

Natur- oder Kunstrasen?

Natur- und Kunstrasen im Kostenvergleich

Weitere zu berücksichtigende Kostenfaktoren:

Naturrasen oder Kunstrasen – das ist die zentrale Frage, vor der heutzutage jeder steht, der über die Einrichtung

oder Erneuerung von Sportplätzen entscheiden muss. Dabei müssen Verantwortliche viele verschiedene Aspekte

berücksichtigen – praktische, klimatische und finanzielle. Aber auch das öffentliche Interesse, politische Erwägungen

und Geschmacksfragen spielen eine Rolle.

Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile, das lässt sich nicht leugnen. Also eine schwierige Entscheidung? Mitnichten.

Es spricht zu viel für Naturrasen – von den unschlagbaren Umweltvorteilen bis zur weit verbreiteten Überzeugung, dass

richtiger Fußball eben nur auf richtigem Rasen gespielt werden kann.

Kunstrasen hat sich zwar tatsächlich in den letzten Jahren verbessert und viele Probleme der Kunstrasenflächen konnten

behoben werden. Aber auch Naturrasen hat sich verbessert.

Dank der kontinuierlichen Bemühungen der Pflanzenzüchter werden sowohl bei traditionellen als auch bei innovativen

neuen Grasarten Rasensorten entwickelt, die alle wichtigen Eigenschaften wie Strapazierfähigkeit, Trockentoleranz und

Resistenz gegen Krankheiten bieten und wesentlich weniger Ansprüche an die Pflege stellen.

Dies wurde bei der Europameisterschaft in der Ukraine und Polen unter Beweis gestellt, die ausschließlich auf Naturrasen

stattfand. Aber auch bei der Weltmeisterschaft in Südafrika dominierte Naturrasen sowohl in den Stadien als auch auf den

Trainingsplätzen. Und das, obwohl die FIFA wegen des extrem heißen und trockenen Klimas die Eignung von Naturrasen

in Frage gestellt hatte. Aber in der Praxis erwies sich Naturrasen überwiegend als die bessere Lösung – ein großer Erfolg für

Naturrasen!

Natürliche Vorteile

Da sowohl bei der öffentlichen Hand als auch bei

Aber beweist die wachsende Akzeptanz von Kunstrasen

Sportvereinen der Druck immer stärker wird, möglichst wirklich, dass Kunstrasen die bessere, die moderne Wahl

intensive Nutzung mit minimalem Arbeits- und

ist?

Kostenaufwand zu vereinen, entscheiden sich viele

Als Stimme der deutschen und europäischen Hersteller von

Verantwortliche für Kunstrasen. Sie vertrauen den

Rasensaaten sind ESA und BDP vom Gegenteil überzeugt

Versprechungen der Kunstrasenhersteller über längere

und möchten mit dieser Broschüre die oft übersehenen

Spielzeiten bei weniger Pflegeaufwand und geringeren

Vorzüge von Naturrasen aufzeigen.

Kosten.

Naturrasen zur Verringerung des CO 2 -Ausstoßes

Eines der stärksten Argumente für Naturrasen ist die

Tatsache, dass er bei Weitem die nachhaltigste sowie

umwelt- und klimafreundlichste Lösung ist.

Jeder von uns ist verantwortlich für die Zukunft unseres

Planeten. Jeder trägt seinen Teil bei – wie klein auch immer

er sein mag. Wir alle sind als Einzelpersonen gefordert,

verantwortliche Entscheidungen zu treffen – sei es bei der

Mülltrennung im Haushalt, durch den Entschluss, mit dem

Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder eben auch im Beruf, wenn

wir über Kunst- oder Naturrasen entscheiden müssen.

Auch Stadtverwaltungen und Sportvereine sind

zunehmend bemüht, ihre sogenannte CO 2 -Bilanz zu

verbessern. Dazu leistet die Einrichtung oder der Erhalt von

Naturrasenflächen einen wesentlichen Beitrag. Für jeden

Kunstrasensportplatz beispielsweise müsste ein zusätzlicher

Naturrasenplatz eingerichtet werden, um die erzeugten

Treibhausgase auszugleichen.

Die Abholzung der Wälder gilt zu Recht als größte

Umweltsünde. Apropos: Wussten Sie, dass ein Hektar

Grasfläche jährlich mehr Sauerstoff produziert und mehr

CO 2 bindet als ein Hektar Wald?

Kunstrasen

setzt mehr

Treibhaus gasemissionen

frei

Gras ist für die Kohlenstoffbindung von entscheidender

Bedeutung, also für den Vorgang, bei dem Kohlenstoff aus

der Atmosphäre entnommen und im Boden gelagert wird.

Der Boden ist der drittwichtigste Kohlendioxidspeicher nach

Einlagerungen im Gestein der äußeren Erdkruste und in

unterirdischen Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Kunstrasen besteht dagegen aus künstlichen Garnen

oder Fasern, die überwiegend aus petrochemischen

Grundstoffen hergestellt werden. Petrochemische

Grundstoffe gelten als eine der Hauptursachen für die

Klimaerwärmung. So kamen Forscher der Universität

Berkley in einer 2010 in den USA durchgeführten Studie

zu dem Ergebnis, dass „Kunstrasen durch Produktion,

Transport und Verarbeitung mehr Klimagase produziert als

durch den Pflegeaufwand für Naturrasen jemals freigesetzt

würde“.

In dem neuen ESA-Diskussionspapier „Natural turf: why

it remains the natural choice for football, sports and

playing surfaces“ beleuchten wir diese Vorteile genauer

– wenn Sie detaillierte Informationen wünschen, fordern

Sie die Broschüre unter www.tinyurl.com/ESAdoc an.

Kostenvorteile

Gras ist lebendig

und frisch.

Gras lebt.

Naturrasen ist im Vergleich zu Kunstrasen sehr kostengünstig, wie unten stehende ESA-Zahlen zeigen. Auf die

gesamte Nutzungsdauer umgelegt ist Kunstrasen wegen der hohen Anfangsinvestitionen teuer und oft wesentlich

kostspieliger als Naturrasen.

Es wird zwar oft behauptet, dass Kunstrasen die Wartungskosten senke, aber de facto unterscheiden sie sich kaum von

dem Pflegeaufwand bei Naturrasen. Die Praxis zeigt, dass die Wartungskosten vielfach nach der Einrichtung von Kunstrasen

sogar steigen. Einmal anschaffen und das war’s? Wer davon ausgeht, hat sich verrechnet.

Kostenvergleich Natur- und Kunstrasensportplätze

Naturrasen

Naturrasen

Kunstrasen

+3% Kunstfasern

+ Elastikschicht

Ungefähre Spielzeit

450 750 1.000 bis 1.500

in Stunden

Wartungskosten

€ 8.000 bis

€ 8.000 bis

€ 10.000 bis

€ 10.000

€ 15.000

€ 15.000

Jährliche

€ 16.500 bis

€ 39.000 bis

€ 75.000 bis

Gesamtkosten

€ 26.000

€ 48.500

€ 90.000

Jährliche Kosten

€ 37 bis € 58 € 52 bis € 65 € 63 bis € 75

je Spielzeit

Hinweis: Eine genaue Aufschlüsselung dieser Kosten finden Sie in dem neuen ESA-Diskussionspapier „Natural turf: why it

remains the natural choice for football, sports and playing surfaces” oder online unter www.tinyurl.com/ESAdoc.

Kunstrasen wird erst ab einer Mindestspielzeit von

1.000 Stunden jährlich zu einer lohnenden Investition.

Das entspricht mindestens drei Stunden Spiel- oder

Trainingszeit, an sieben Tagen die Woche das ganze Jahr

über, egal ob es regnet, stürmt oder schneit. Wie viele

Fußball- oder Sportvereine bzw. städtische Sportanlagen

kommen tatsächlich auf eine solch intensive Auslastung?

Für Kunstrasen wird eine Nutzungsdauer von 15

Jahren angegeben. Bisher ist aber noch kaum eine

Kunstrasenfläche so lange auf dem Platz geblieben. Heute

geht man realistischer von einer Nutzungsdauer von 10

Jahren aus. Über 10 Jahre abgeschrieben, stellt sich die

Frage, wie die hohen Kosten zum Ende des Produktlebens

wieder eingespielt werden können.

Gesundheitliche Vorteile

Wussten Sie, dass der Aufenthalt auf oder nahe einer

natürlichen Grasfläche – sie zu riechen, zu fühlen, zu

erleben – nachweislich positiven Einfluss auf Gesundheit

und Wohlbefinden hat? Rasen kann Stress abbauen und

den Puls senken.

Das liegt daran, dass Gras lebendig und frisch ist. Gras lebt

und wächst – es bewirkt, dass Menschen sich glücklich

und gesund fühlen. Viele Spieler und viele im Sport Tätige

ziehen Gras vor. Und die Zuschauer mögen Naturrasen

gerade wegen der Unvorhersehbarkeit und der Aufregung

im Spiel – genau die Unwägbarkeiten, die mit einer sterilen,

künstlichen Spielfläche bekämpft werden sollen. Auch

Eltern ziehen es oft vor, dass ihre Kinder auf Naturrasen

spielen. Grasflecken und Dreck gehören zu richtigem

Fußball dazu.

Auch gesundheitliche und Sicherheitsbedenken bei der

Verwendung von Kunstrasen sollten nicht übersehen

werden. Beim Spiel auf Kunstrasenflächen der ersten

Generation ist ein erhöhtes Verletzungsrisiko nachgewiesen,

z. B. Großzehengrundgelenkläsionen (dem „Turf toe“),

Verletzungen der vorderen Kreuzbänder, Knieverdrehungen,

Schürf- und Brandwunden und Prellungen. Wie die Bilanz

der Verletzungsrisiken bei Kunstrasen der neuesten

Generation aussieht, ist noch nicht abzuschätzen.

Studien haben auch eine höhere Infektionsrate mit

MRSA (methicilinresistentem Staphylococcus aureus)

bei amerikanischen Football-Spielern festgestellt, die auf

Bei Vergleichen berücksichtigen die Anbieter von Kunstrasen

und deren Kunden normalerweise nicht, dass

neue, verbesserte Grassorten und -arten verfügbar sind.

Sie setzen daher beim Vergleich überhöhte Pflegekosten

an. Diese hängen bei Naturrasen unter anderem von

klimatischen Faktoren und der Nutzungsintensität ab, aber

auch von der Frage, wie fachmännisch die Pflege ist und

welche Mittel dafür zur Verfügung stehen.

Naturrasen erneuert und repariert sich selbst und die

Spielfläche hat eine gleichbleibende Qualität. Kunstrasen

nutzt sich dagegen ab dem Tag seiner Einrichtung bis zum

Ende seines Produktlebens ständig ab und verliert an Wert –

trotz aller Investitionen, die in die Pflege gesteckt werden.

Kunstrasen spielen und trainieren. Man geht davon aus,

dass diese Bakterien bei den für Kunstrasen typischen

„Hallenbrand“-Verletzungen in den Körper gelangen.

Auf Naturrasen hingegen gedeiht eine Bakterienflora mit

nützlichen Bakterien, die einen Selbstreinigungseffekt auf

der Rasenoberfläche bewirken. Sie bauen menschliche

Körperflüssigkeiten wie Schweiß, Speichel, Erbrochenes, Blut

und Urin etc. wie auch Tierexkremente und Algen ab, die

sonst ein Infektionsrisiko darstellen können.

Manche Hersteller werben mit Keimfreiheit, die sie als

Pluspunkt bewerten. Aber: Wie umfassend und wie

gründlich werden Kunstrasenflächen desinfiziert und

wie wirksam sind diese Desinfektionsmaßnahmen? Und

wie wirken sich die Desinfektionsmittel wiederum auf die

menschliche Gesundheit und die Umwelt aus?

Ein weiterer Nachteil von Kunstrasen ist die Tatsache,

dass er wesentlich heißer wird als Naturrasen. Eine

Studie in den USA hat bei Kunstrasen auf einer

Testfläche zwischen 7.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr

abends die Durchschnittstemperatur von 46 °C und die

Höchsttemperatur von 69 °C ermittelt. Im Vergleich lag

die Durchschnittstemperatur bei Naturrasen bei 26 °C und

die Höchsttemperatur bei 32 °C. Bewässerung führt zwar

zunächst zu einer merklichen Abkühlung, die Temperaturen

steigen jedoch sehr schnell wieder. Selbst im Schatten

hat Kunstrasen eine höhere Oberflächentemperatur

als Naturrasen. Die Folgen sind stärkere Ermüdung,

schwerwiegende Schürf- und Sturzverletzungen und –

im Extremfall – schmelzende Schuhsohlen, Blasen und

Verbrennungen.

Natur- oder Kunstrasen? Daten und Fakten

Natur- oder Kunstrasen? Daten und Fakten

Natur- oder Kunstrasen? Daten und Fakten

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Heiner Jaeger

Quelle: LSV 2012

Quelle: EUP Silomais früh 2012, Deutschland

Petra Jünger I Arbeitsproben

Innovation

Das Magazin für die Landwirtschaft

4/2013

Das Grundfutter

muss stimmen

KunDenmAgAZIn

lAYout/bIlDbeArbeItung/

KunDenKontAKt/lItHo/

DrucKAbWIcKlung

Frühreife und Kältetoleranz,

mit HoBBIT und CATHY

erfolgreich sein!

Frank Trockels, Deutsche Saatveredelung AG · Lippstadt

Auch 2013 begann das maisjahr mit

teilweise extrem kühlen temperaturen

und widrigen Wachstumsbedingungen.

Viele Flächen waren gelb

und machten den landwirten große

Sorgen. mit hobbIt und der neuen

Sorte cAthY gingen zwei DSV-Sorten

in die Vegetation, die gerade auch im

Punkt kältetoleranz und Jugendentwicklung

maßstäbe setzen.

hobbIt S 210, ca. k 210, zur Zulassung

mit der besten Kältetoleranznote des gesamten

frühen Maissortimentes in Deutschland

ausgezeichnet, zeigte gerade in diesem Jahr

wieder den Unterschied. Bereits beim 1. Blatt

war die dunkelgrüne Farbe gegenüber Wettbewerbssorten

erkennbar. Dieses setzte sich in

der Jugendphase fort. Bereits 2011 und 2012

hat die Sorte in Norddeutschland, aber auch

in süddeutschen Höhenlagen mit höchsten

Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Beispielsweise

ist HOBBIT die einzige frühe Sorte

in Schleswig-Holstein, die von der Landwirtschaftskammer

in den Merkmalen Trockenmasse-

und Stärkeertrag sowie Verdaulichkeit die

höchste Bewertung „++“ (= hoch) erhalten

hat.

cAthY ca. S 210, ca. k 220 ist der neue

Hochertragsmais. In den EU-Prüfungen 2012

hat CATHY bundesweit die höchsten Erträge

an Masse und Energie realisiert. Mit einem Ertragsvorsprung

von gut 4 Prozent gegenüber

den Verrechnungssorten setzte sich die Sorte

deutlich an die Spitze. In der Jugend zeigt sie

eine überragende Entwicklung, auch bei Kälte.

Die Verdaulichkeit ist überdurchschnittlich

gut, die Blätter reifen langsam ab. CATHY ist

aufgrund ihrer Robustheit und ihres Leistungsvermögens

für die Fütterung und auch für den

Energiemaisanbau die richtige Sorte. Besonders

beachtenswert ist die hohe Leistungs-

HOBBIT – stark, auch in schwierigen Lagen

Landessortenversuche 2011–2012

baden-Württemberg (grenzlage)

trockenmasseertrag rel. 107

energieertrag rel. 105

Verdaulichkeit rel. 100

rheinland-Pfalz

(mittelgebirge)

trockenmasseertrag rel. 102

energieertrag rel. 103

Verdaulichkeit rel. 102

konstanz. Diese hat sie bereits in zahlreichen

Ländern wie Frankreich, den Niederlanden,

Dänemark und Litauen gezeigt. In der EUP in

Deutschland erreichte CATHY an 12 von 13

Standorten ein überdurchschnittliches Leistungsniveau,

was zu einem Gesamtergebnis

von über 22 t/ha geführt hat.

Schleswig-holstein (norden und kälte)

trockenmasseertrag rel. 102

energieertrag rel. 104

Stärkeertrag rel. 106

HOBBIT ist die einzige frühe Sorte in Schleswig-

Holstein, die von der Landwirtschaftskammer in den

Merkmalen Trockenmasse- und Stärkeertrag sowie

Verdaulichkeit die höchste Bewertung „++“ (=hoch)

erhalten hat.

CATHY – sicherer Hochertrag! An 12 von 13 Standorten Ertrag >100 rel.!

Relativwert

115

110

105

100

95

19,3

90

Rockstedt

CATHY

Ertragsniveau des Standortes als Mittel der VR-Sorten in t/ha

Krumstedt

19,4 19,5 19,5 21,1 21,2 21,3 21,7 21,9 22,5 23,8 25,0

Gülzow

Dasselsbruch

Birkheim

Ankelohe

Werlte

Walbeck

Standorte der EU-Prüfung 2012

Fritzlar

Kleve-Neulouisendorf

Frank trockels

Fon 02941.296247

Fax 02941.2968247

trockels@dsv-saaten.de

Gesamtergebnis CATHY

Gesamtergebnis VR-Sorten

Delbrück-Ostenland

Mais

Neuhof

www.dsv-saaten.de

Innovation 4/2013 · 13

Reportage

Das Grundfutter

muss stimmen!

Florian Stroh, Deutsche Saatveredelung AG · Prüm

Reportage

„Mir ist wichtig, dass der Mais einen

guten Kolben hat und sehr gut verdaulich

ist, denn für eine 10.000-kg-

Herde kommt man um hochverdauliche

Sorten nicht herum.“

Raps

SERIE

Hohe Erträge wurzeln tief tief

Corinna Corinna Schröder, Schröder, Deutsche Deutsche Saatveredelung Saatveredelung AG · Schinkel AG · Schinkel

Wachsen Pflanzen stets unter optimalen bedingungen, so benötigen sie keine

großen Wurzeln. Wirkt jedoch ein Wachstumsfaktor (z.b. Wasser) limitierend,

so zeigt sich die bedeutung des Wurzelsystems. gerade in trockenjah-

Was bewirken die einzelnen Nährstoffe?

¬ ¬ Moderater Mangel von Stickstoff, Phosphat

und eisen stimuliert das Wurzelwachstum.

¬ ¬ Gewächshausversuche haben gezeigt,

dass Schwefel zu einer intakten Wurzel

beiträgt, das Wurzelsterben verringert und

die Wurzeleffizienz fördert.

Raps

¬ ¬ Bei verdichteten Böden nimmt die

Gesamtwurzellänge infolge von geringer

Sauerstoffverfügbarkeit ab. Dies hat zur

Folge, dass auch die Nährstoffaneignung

reduziert wird und zu Nährstoffmangel

(z. B. mangan) führen kann. Zusätzlich

nimmt der Assimilatverbrauch aufgrund

des Sauerstoffmangels zu.

normalerweise werden pro betrieb durchschnittlich 3,4 maissorten angebaut.

heiner Jaeger aus heinsberg setzt für seine milchkühe dieses Jahr nur

auf eine einzige Sorte, die ihn völlig überzeugt hat.

Wie bei allen anderen Rinderrassen

ist auch beim Fleckvieh

die Fütterung ein entscheidender

Faktor für eine hohe Leistung.

beim Fleckvieh die Fütterung ein entscheidender

Faktor für eine hohe Leistung. Die Kühe

Betriebsspiegel

bekommen auf dem Betrieb eine Voll-TMR.

100 Kühe

„Wir machen keine komplizierte Rationsberechnung,

sondern orientieren uns daran, wie

100 Stück Nachzucht

30–50 Fresser

die Kühe aussehen. Beobachtet man die Kühe

20 ha Grünland

genau und berücksichtigt auch die Milchinhaltsstoffe

wie Eiweiß, Fett und Harnstoff so-

6 ha Luzernegras

15 ha Gerste

wie die Milchleistung, kann man gut abschätzen,

wie die Kühe gefüttert werden müssen“,

20 ha Weizen

9 ha Raps

erklärt Jaeger. Gefüttert wird kein Mischfutter,

14 ha Rüben

sondern nur Einzelkomponenten, so dass er

16 ha Mais

genau weiß, was in der Ration enthalten ist

und flexibel an den einzelnen Stellschrauben

drehen kann. Zur Ration gehören Maissilage,

Heiner Jaeger bewirtschaftet seinen Betrieb in Grassilage, Luzernesilage, Rapsstroh, Trockenschnitzel,

Körnermais, Gerste, Rapsschrot und

Heinsberg, Nordrhein-Westfalen, mit seinen Eltern

und einem festen Angestellten. Zusätzlich Mineralfutter. Wie in jeder Ration ist ein gutes

Grundfutter die Basis. „Das Grundfutter

arbeitet auf dem Hof eine Halbtagskraft und

bei Arbeitsspitzen helfen weitere Aushilfen. muss stimmen, sonst kann man füttern, was

So werden alle Arbeiten auf dem Feld selbst man will – die Milchleistung stimmt nicht“, ist

durchgeführt. Da die alte Betriebsstelle mitten

im Ort liegt und zu klein wurde, siedelte Grund wird das Grünland jährlich im Frühjahr

der Grundsatz des Betriebsleiters. Aus diesem

Jaeger 2010 einen Rinderstall aus. Dort werden

die Rinder mit 10 Wochen eingestallt und delgras und Klee nachgesät. Alle vier Schnitte

mit einem Güttlerstriegel mit Deutschem Wei-

bleiben bis kurz vor dem Kalben. Anschließend werden gehäckselt. Das Rapsstroh in der Ration

dient der Strukturwirkung und wird von den

kommen sie wieder zur ursprünglichen Betriebsstelle.

Dort kalben sie ab und werden im Kühen gut angenommen.

Boxenlaufstall gemolken. Nachdem der Rinderstall

fertig gebaut war, wurden auf der neuen Überzeugt von MESSAGO

Betriebsstelle noch eine Halle und ein neues Beim Mais hat Herr Jaeger die Erfahrung gemacht,

dass späte, großrahmige Typen in seiner

Wohnhaus gebaut.

Gegend nicht jedes Jahr gelingen. Somit baut

Eigene Wege bei Rinderzucht

und Fütterung

die standfest sind. Außerdem ist ihm wichtig,

er nur noch frühe, kompakte Maissorten an,

Bei der Rinderzucht geht Heiner Jaeger eigene dass der Mais einen guten Kolben hat und sehr

Wege. „Wir waren mit unseren Schwarzbunten gut verdaulich ist, denn für eine 10.000-kgirgendwann

nicht mehr zufrieden und suchten Herde kommt man um hochverdauliche Sorten

nicht herum, findet der Betriebsleiter. Im

eine für uns passende Lösung.“ So fing er 2005

an, nur noch Fleckvieh einzukreuzen. Damit Jahr 2012 probierte Jaeger erstmalig die Sorte

kommt er gut zurecht, da die Tiere nun wesentlich

gesünder sind und die Remontierungsrate dass er 2013 nur MESSAGO anbaut. „Wir ha-

MESSAGO aus und war davon so überzeugt,

gesunken ist. Außerdem sind die Inhaltsstoffe ben auch vorher schon gut verdauliche Sorten

der Milch höher und die Fresser lassen sich mit hohem Energiegehalt angebaut, aber als

besser vermarkten. Auch die Milchleistung ist wir MESSAGO fütterten, konnte man deutlich

nicht unbedingt niedriger als bei den Holsteins. merken, dass die Futteraufnahme der Kühe

Wie bei allen anderen Rinderrassen ist auch anstieg.“ So nehmen die Kühe durch den oh-

ren führt ein tiefreichendes Wurzelsystem in der regel zu besseren und vor

allem stabileren erträgen.

Die Wurzel hat viele Aufgaben. Entgegen den großen Oberfläche durch lange Wurzelhaare

üblichen Einschätzungen sind aber nicht die angewiesen. Ein hoher Feinerdeanteil im Boden

Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen

sowie die Verankerung der Pflanze im dung. Die Nährstoffaufnahme ist genauso ab-

gewährleistet eine optimale Feinwurzelausbil-

Boden die wichtigsten Aufgaben.

hängig von der kontinuierlichen Versorgung mit

Aufgabe Nummer 1 ist die Aufnahme der, vom Kohlenhydraten aus dem Spross, wie auch die

Spross zeitweise in Überschuss gebildeten, Assimilate

und deren Abgabe in den Boden zur versorgung aus der Wurzel.

CO 2 -Assimilation von einer stetigen Nährstoff-

Erschließung von Nährstoffen. Damit kann die Nährstoffe wie Phosphor und Kali kann sich die

Pflanze um sich herum ein optimales Klima Wurzel über Diffusion, also den Ausgleich von

schaffen und wichtige Nährstoffe für sich generieren.

Um die Wurzelspitze, die Assimilate stand von 4 mm (P) bis 10 mm (K) im Boden

Konzentrationsunterschieden, aus einem Ab-

ausscheidet, entwickelt sich ein mikrobieller aneignen. Nitrat, Magnesium, Natrium, Calcium

„Hot-Spot“ und es beginnt schon an der Keimwurzel

ein aktiver Austausch zwischen Pflanze sen und werden, angetrieben durch Transpira-

und Sulfat sind auf den Massenfluss angewie-

und Umgebung.

tion, mit dem Wasserstrom zur Wurzel geleitet.

Raps hat besonders lange Haarwurzeln (bis

5 mm), die für die Nährstoffaufnahme entscheidend

sind und sich immer in Richtung Nährstoff sonderung organischer Säuren in der Lage, den

In Mangelsituationen ist die Pflanze durch Ab-

ausbilden. Als Kreuzblütler ist Raps nicht in der pH-Wert im Wurzelraum so zu verändern, dass

Lage, eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen einzugehen

und ist daher auf die Ausbildung einer fes (z. B. P und Fe) lokal erhöht.

sich die Löslichkeit des betreffenden Nährstof-

Transportmechanismen der Nähstoffaufnahme

Das ideale Rapssaatbett

20 · Innovation 4/2013

Wurzelwerke

¬ ¬ Junge wachsende Wurzeln sind auf eine

ständige Versorgung mit calcium und

bor angewiesen. Bormangel führt auch zu

Hohlherzigkeit der Wurzeln und verkürztem

Wachstum der Seitennwurzeln.

¬ ¬ calcium ist ein Baustein in den Zellwänden

und trägt zur Stabilität bei.

Ammonium und Phosphat haben eine Lockwirkung

auf die Wurzel und können bei einer

gezielten Tiefendüngung (17–22 cm) zum verbesserten

Wurzelwachstum beitragen.

Die Hauptwurzel orientiert sich immer nach dem

Wasserstrom, daher fördert ein trockener Herbst

die Ausbildung einer starken Pfahlwurzel.

Im Langtagsverlauf wächst die Wurzel zunächst

in die Tiefe und bildet bis zum Wechsel auf den

Kurztag die größte Masse aus. Danach werden

vermehrt Seitenwurzeln und Sprossmasse gebildet.

Zu Vegetationsende sollte der Raps 8–12

bodennahe Blätter und einen Wurzelhalsdurch-

¬ ¬ Innerhalb der Pflanze werden die Nährstoffe

durch Transpiration oder Wurzeldruck

verteilt. Die Spross-Wurzelkommunikation

wird durch Veränderungen

der Transportraten von Phytohormonen,

Zuckern und Ionen vermittelt.

¬ ¬ ethylen und Abscisinsäure werden

bei verschiedenen Stressbedingungen

produziert.

messer von 10–12 mm ausgebildet haben.

Für den Verlauf des Wurzelwachstums spielen

die Phytohormone eine bedeutende Rolle. Das

Phytohormon Cytokinin wird in der Wurzel gebildet

und ist als Botenstoff für die Zellteilung/-

streckung und somit für das Längenwachstum

der Wurzel zuständig. Auxine und Gibberelline

sorgen hingegen für die Ausdehnung und Teilung

des Sprosswachstums sowie die Auxine für

die Aktivierung des Seitenwurzelwachstums. Da

es ohne Assimilation des Sprosses keine Wurzelbildung

gibt, müssen Phytohormone immer in

einem Gleichgewicht zueinander stehen.

Durch Behandlung mit Triazolen (Wachstum-

Innovation 4/2013 · 21

4 · Innovation 4/2013

Innovation 4/2013 · 5


Spritzfolge

BBCH

Spritzfolge

Einmalbehandlung

Einmalbehandlung

31 32 39 51 59 61

BBCH 31 32 39 51 59 61

* In Triticale nur 1 Behandlung zugelassen ® = registrierte Marke der BASF, lizensiert an Nufarm

Septoria tritici,

Braun- und Gelbrost,

Halmbruch,

Mehltau

Kurativ stark gegen

Septoria tritici,

auch gegen resistente

Stämme R6–R8 dank

Prochloraz

BBCH

29 32 37 39 49 51 59 61/69

® = reg. Marken der Hersteller

Spritzfolge

BBCH

Spritzfolge

Einmalbehandlung

Einmalbehandlung

31 32 39 51 59 61

BBCH 31 32 39 51 59 61

Petra Jünger I Arbeitsproben

GETREIDE

Getreide

Mais

vorHer/nAcHHer

GRÜNLAND

KARTOFFELN

RÜBEN

TOP-Lösungen

Frühjahr 2012

Kartoffeln

Rüben

Raps

relAuncH

KunDen-prospeKt

lAYout/bIlDbeArbeItung/

KunDenKontAKt/lItHo- unD

DrucKAbWIcKlung

MAIS

RAPS

Profitieren Sie von

soliden Lösungen

Frühjahr 2013

Zulassung bis

Oktober 2012 verlängert!

GETREIDE

Starke Leistung für clevere Rechner

Wenn Septoria, dann Flamenco ® FS

GETREIDE

Starke Leistung für clevere Rechner

Juwel ® Top ist bis heute ein sehr wirtschaftlicher und zuverlässiger

Partner in allen Getreidearten. Es eignet sich in Kombination mit

Sportak ® 45 EW hervorragend für eine Grundreinigung in Weizen

(Septoria und Rost). Aber auch für den Einsatz in Roggen (z.B.

Braunrost und Rhynchosporium) und Triticale (z.B. Septoria-Arten).

Empfehlung Juwel ® Top in Weizen

gegen Septoria tritici und Rost

Juwel ® Top

0,6 l/ha

Juwel ® Top

+ Sportak ® 45 EW

1,0 l/ha

0,6 l/ha

Juwel ® Top 1,0 l/ha

Empfehlung Juwel ® Top in Gerste, Roggen, Triticale*

gegen Roste und Rhynchosporium

Juwel ® Top

Juwel ® Top

0,6 l/ha

0,8–1,0 l/ha

Juwel ® Top 1,0 l/ha

Produktprofil

Wirkstoffe

125 g/l Kresoxim-methyl,

125 g/l Epoxiconazol,

150 g/l Fenpropimorph

Formulierung

Suspoemulsion (SE)

Wirkstoffverteilung

systemisch, quasisystemisch

Wirkungsweise

protektiv und kurativ

Aufwandmenge

0,6 –1,0 l/ha

Einsatzzeitraum

ab Befallsbeginn bis ES 61

Wirkungsspektrum

Echter Mehltau, Halmbruchkrankheit,

Rost-Arten, Septoria tritici,

Septoria nodorum, DTR-Blattdürre,

Rhynchosporium-Blattflecken,

Schwärzepilze

Getreidearten

Roggen, Triticale, Weizen, Gerste

Ihre Vorteile

in Getreide

¤ ¤ Protektive und

kurative Wirkung

¤ ¤ Überzeugend in der Breitenwirkung

gegen Krankheiten

¤ ¤ Zuverlässig und wirtschaftlich

¤ ¤ Für sichtbar vitale Pflanzen

Wenn Septoria, dann Flamenco ® FS

Ihre Vorteile in Getreide

¤ ¤ Kurativ und protektiv vor allem gegen Septoria tritici

¤ ¤

Schnelle Wirkung auch bei kühlen Temperaturen

¤ ¤ Günstige Abstandsauflagen!

¤ ¤

Das Azol für Kombinationen und

effektives Resistenz-Management

¤ ¤ Stark gegen resistente Septoria

tritici-Stämme dank Prochloraz

Empfehlungen Flamenco ® Flamenco FS: Ideal für

FS in Weizen

Soloempfehlung

Flamenco ® FS 1,5–2,0 l/ha

Tankmischung

Flamenco ® FS 1,5 l/ha

+ Bravo ® 1,0 l/ha

top agrar 1/2012

Europaweit werden innerhalb

der Pilzpopulation immer neue

Septoria-Typen, die so genannten

R-Stämme, nachgewiesen. ...

Wechseln Sie daher vorbeugend in

Spritzfolgen die Azole und beziehen

Sie dabei auch den Imidazol-

Wirkstoff Prochloraz ein.

Flamenco FS: Ideal für

Spritzfolgen und als

Tankmischpartner

Produktprofil

Wirkstoffe

54 g/l Fluquinconazol,

174 g/l Prochloraz

Formulierung

Suspoemulsion (SE)

Getreidearten

Wintergerste, Winterweizen,

Winterroggen, Triticale

Wirkungsspektrum

Krankheiten

Halmbruchkrankheit ●●

Septoria tritici

kurativ

●●●

protektiv

●●●

Septoria nodorum ●●●

Braunrost

●●●

Gelbrost

●●●

Mehltau, Echter ●●●

Rhynchosporium ●●(●)

Netzfleckenkrankheit ●●

Zwergrost

●●●

●●● sehr gut bis gut wirksam

●● befriedigend wirksam

Vorteile

¤ ¤ Protektive und

kurative Wirkung

¤ ¤ Überzeugend in der

Breitenwirkung gegen

Krankheiten

¤ ¤ Zuverlässig und wirtschaftlich

¤ ¤ Für sichtbar vitale Pflanzen

Produktpass

Wirkstoffe

125 g/l Kresoxim-methyl,

125 g/l Epoxiconazol,

150 g/l Fenpropimorph

Formulierung

Suspoemulsion (SE)

Getreidearten

Roggen, Triticale, Weizen, Gerste

Wirkstoffverteilung

systemisch, quasisystemisch

Aufwandmenge

0,6–1,0 l/ha

Einsatzzeitraum

ab Befallsbeginn bis ES 61

Wirkungsspektrum

Juwel ® Top ist bis heute ein sehr wirtschaftlicher und zuverlässiger

Partner in allen Getreidearten. Es eignet sich in Kombination

mit Sportak ® 45 EW (Prochloraz) hervorragend für eine

Grundreinigung in Weizen (Fußkrankheiten, Septoria, Rost).

Aber auch für den Einsatz in Roggen (z.B. Braunrost und Rhynchosporium)

und Triticale (z.B. Septoria-Arten).

+++ Drei Wirkstoffe – drei Wirkorte +++

Anwendungsempfehlung in Weizen

gegen Septoria tritici und Rost

Juwel ® Top

0,6 l/ha

Juwel ® Top

+ Sportak ® 45 EW

1,0 l/ha

0,6 l/ha

Juwel ® Top 1,0 l/ha

Anwendungsempfehlung in Gerste, Roggen, Triticale*

gegen Roste und Rhynchosporium

Juwel ® Top

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0,6 l/ha

0,8–1,0 l/ha

Juwel ® Top 1,0 l/ha

Flamenco ® FS ist ein leistungstarkes Fungizid mit exzellenter

Kurativleistung. Die Kombination der Wirkstoffe Fluquinconazol

und Prochloraz ist dabei der Garant für eine sichere Bekämpfung

von Septoria tritici, Roste und mehr.

Aufgrund seiner MAXIMIZER-Formulierung dringen die Wirkstoffe

schnell in das Blatt ein und entfalten die Wirkung.

+++ Auch in Raps gegen Weißstängeligkeit einsetzbar +++

Vorteile

¤ ¤ Kurativ und protektiv vor allem gegen Septoria tritici

¤ ¤ Schnelle Wirkung auch bei kühlen Temperaturen

¤ ¤ Günstige Abstandsauflagen!

¤ ¤ Das Azol für Kombinationen und effektives Resistenz-

Management

¤ ¤ Stark gegen resistente Septoria tritici-Stämme dank Prochloraz

Anwendungsempfehlung in Weizen

Soloempfehlung

Septoria tritici,

Braun- und Gelbrost,

Halmbruch,

Mehltau

Tankmischung

Kurativ stark gegen

Septoria tritici,

auch gegen

resistente Stämme

R6–R8 dank

Prochloraz

Flamenco ® FS 1,5–2,0 l/ha

Flamenco ® FS 1,5 l/ha

+ Bravo ® 1,0 l/ha

TIPP

Ideal für Spritzfolgen

und als Tankmischpartner!

Wirkungsspektrum

Krankheiten

Halmbruchkrankheit ●●

Septoria tritici

kurativ

●●●

protektiv

●●●

Septoria nodorum ●●●

Braunrost

●●●

Gelbrost

●●●

Mehltau, Echter ●●●

Rhynchosporium ●●(●)

Netzfleckenkrankheit ●●

Zwergrost

●●●

●●● sehr gut bis gut wirksam

●● befriedigend wirksam

Produktpass

Wirkstoffe

54 g/l Fluquinconazol,

174 g/l Prochloraz

Formulierung

Suspoemulsion (SE)

Getreidearten

Weizen, Gerste, Roggen, Triticale,

Raps

8

9

Echter Mehltau, Halmbruchkrankheit,

Rost-Arten, Septoria tritici,

Septoria nodorum, DTR-Blattdürre,

Rhynchosporium-Blattflecken,

Schwärzepilze

* In Triticale nur 1 Behandlung zugelassen ® = registrierte Marke der BASF, lizensiert an Nufarm

BBCH

® = reg. Marken der Hersteller

29 32 37 39 49 51 59 61/69

Aufwandmenge

1,5–2,3 l/ha

Einsatztermin

Getreide: BBCH 29–61

Raps: BBCH 61–65

vorHer

12 GETREIDE I FUNGIzIDE

FUNGIzIDE I GETREIDE 13

nAcHHer


3938_TCA_Newsletter_rz.indd 1 19.12.12 09:18

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3938_TCA_Newsletter_rz.indd 7 19.12.12 09:18

Petra Jünger I Arbeitsproben

Ausgabe 1/2013

TCAaktiv

Unsere Partnerhändler sind für Sie da

Hauptstandort:

1 Technik Center

Alpen GmbH

Weseler Straße 28

46519 Alpen

Tel.: 0 28 02 / 94 80-0

Rhein

5

2

Bocholt

Kleve

1

Kevelaer 6 Alpen

15

Eitorf

Seite 1

Seite 3

Seite 4

Seite 5

Seite 6

Reinhard Mosch, Heinz-Peter Blanken, Michael Kolping, Helmut Rüttger,

Daniel Feiter,

Duisburg-Mündelheim Hückelhoven

Kerpen

Mettmann-Metzkausen Linnich-Gereonsweiler

Infos rund um TCA · Technik Center Alpen GmbH · www.technik-center-alpen.de

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Getreideernte 2012 stellte Sie

und auch uns wieder einmal vor

eine besondere Herausforderung.

Als Spezialist für Erntetechnik haben

wir uns dieser jedoch gerne

gestellt. Denn unsere Philosophie ist

es, Ihnen mit der innovativen CLAAS-

Technik einen echten Mehrwert zu

bieten. Dieser besteht nicht nur in

einem breiten Sortiment modernster

Erntemaschinen mit einem

ausgezeichneten Preis-Leistungs-

Verhältnis, sondern auch in einem

perfekten Service mit prompter

Ersatzteillieferung. So bieten wir

beispielsweise unseren Kunden

während der Getreideernte eine

Einsatzgarantie. Denn unser Anspruch

ist es, alles daran zu setzen,

dass die Maschinen während der

Ernte ohne Stillstand optimal arbeiten

und höchste Leistung bringen.

Um Ihnen einen Eindruck von der

letzten Getreideernte zu geben, haben

wir aus unserem Kundenkreis

einige Stimmen eingefangen. 5 „Vollblutlandwirte“

aus dem Dürener und

Bergheimer Land sowie aus Mettmann

und Duisburg schildern, wie sie

die Ernte erlebt und welche Mähdrescher

sie aus dem Hause CLAAS in die

„Ernteschlacht“ geschickt haben.

Diese Berichte zeigen, dass man mit

Maschinen auf dem neuesten Stand

der Technik den Herausforderungen

der Getreideernte gewachsen ist,

insbesondere dann, wenn die Erntebedingungen

nicht optimal sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei

der Lektüre.

Ihr TCA-Team

Der Traum vom

Dinkel-Drescher

Reinhard Mosch, Duisburg-Mündelheim

(Lexion 650)

Reinhard und Marita Mosch bewirtschaften

einen Ackerbaubetrieb in

Duisburg-Mündelheim, einem der

südlichsten Zipfel der Ruhrgebietsstadt

und nur wenige Meter vom

Rheinbogen entfernt, der Duisburg

von Krefeld trennt. 1.000 Mastgänse

schnattern auf dem Hof und den angrenzenden

Auengrünlandflächen, in

deren Mitte die schon beinahe historische

Hofstelle des Familienbetriebes

– das Landhaus ist von 1800 – liegt.

„Wir haben hier sehr wechselhafte

Böden, die Bodenpunkte rangieren

zwischen 25 und 85. Auch aus diesem

Grund bauen wir auf rund 25

ha unserer Ackerfläche Dinkel an“,

erläutert Reinhard Mosch. 105 ha

Acker von insgesamt 150 ha Pachtland

bestellt Mosch mit Raps, Weizen,

Gerste, Rüben und eben Dinkel,

aufgelockert wird die Fruchtfolge

von Sommerungen und Zwischenfrüchten.

Der Betrieb liegt in direkter

Nachbarschaft zu einer Spelzanlage,

der „Einbrunger Mühle“, mit der

Reinhard Mosch, ebenso wie viele

seiner Berufskollegen in der Region,

sehr zufriedenstellende Lieferverträge

hat. „Die Nähe zur Spelzerei ist

der eigentliche Grund für den Dinkelanbau,

der andererseits perfekt

Reinhard Mosch ist sehr zufrieden mit der

Leistung des Lexion 650, der sich in dieser

Ernte bewährt hat.

auf die eher schwächeren, weil leichteren

Böden passt. Dinkel ist weniger

anspruchsvoll als Weizen“, so der

53-jährige Landwirt.

Der Dinkel sei auch die Motivation dafür,

dass die Familie schon immer einen

eigenen Drescher besessen habe.

„Die Auswuchsgefahr ist bei Dinkel

noch stärker als bei Roggen. Das muss

man wissen“, so der erfahrene Dinkelanbauer,

dem seine beiden Söhne

Karsten (22) und Manuel (20), bei der

Ernte helfen. Die Dinkel-Ernte habe

2012 im ständigen Wechsel mit der

KunDenZeItung

lAYout/bIlDbeArbeItung/

KunDenKontAKt/rZ/DrucK

Geldern 7

Essen

Wachtendonk 8

9 10

11 Krefeld Düsseldorf

Schwalmtal

Grevenbroich 12 Hilden

Selfkant-

19

Süsterseel

13

Bergheim

Geilenkirchen

3

18

Köln

Würselen

Düren

16

14

17

Aachen Eschweiler

Bonn

4

Rheinbach

Filialen:

2 Technik Center

Alpen GmbH Kleve

Dinnendahlstr. 27

47533 Kleve

Tel.: 0 28 21/ 99 72 00

3 Technik Center Alpen

GmbH Bergheim

Aachener Str. 61· 50126 Bergheim

Tel.: 0 22 71 / 7 69 70

4 Technik Center Harf

Im Broich 16 · 53359 Rheinbach

Tel.: 0 22 26 / 90 98 50

5

2

Bocholt

Kleve

Partnerhändler

1

5 Bernhard Tekaath 13 LTW GmbH

Landmaschinen

Kevelaer 6

Landtechnik

Alpen

Mussumer Ringstr. 18

Dechant-Kamper-Str. 39a

46395 Bocholt

52538 Selfkant

Tel.: 0 28 71 / 87 21

Tel.: 0 24 56 / 50 74 51-0

Geldern 7

6 Heinrich Opgenhoff 14 H.-J. Meurer

Inh. Bernd Rühl

Landtechnik

Essen

Biegstr. 84

Wiesenstr. 4

47623 Kevelaer

52249 Eschweiler Wachtendonk 8

Tel.: 0 28 32 / 27 83

Tel.: 0 24 03 / 5 21 52

9 10

7 Peter Aßmann

15 Edwin Ziegler GmbH

Landmaschinen-Metallbau Kelterser Str. 19

11 Krefeld

Venloer Str. 93

Düsseldorf

53783 Eitorf

47608 Geldern

Tel.: 0 22 43 / 20 94

Schwalmtal

Tel.: 0 28 31 / 21 58

Grevenbroich 12 Hilden

8 Heinrich Opgenhoff 16 Willi Becker

Selfkant-

19

Inh. Bernd Rühl

Landmaschinen

Im Müldersfeld 3

Grüner Weg 23

Süsterseel

13

Bergheim

47669 Wachtendonk

52146 Würselen

Tel.: 0 28 36 / 91 92 76

Tel.: 0 24 05 / 47 52 90

Geilenkirchen

3

9 Karl-Heinz Schleier 17 Willi Becker

18

Landmaschinen GmbH Landmaschinen

Marienstr. 98-100

Girbelsrather Str. 231

47807 Krefeld

52351 Düren

Köln

Tel.: 0 21 51 / 30 19 79

Tel.: 0 24 21 / 20 64 80 Würselen

10 Vennemann GmbH 18 Ferdinand Schmitz

Düren

Land- und Gartentechnik Landtechnik

16

Vennikelstr. 32

Brüllsche Str. 57

14

17

47802 Krefeld

52511 Geilenkirchen

Tel.: 0 21 51 / 56 11 88

Tel.: 0 24 51 / 9 81 20 Aachen Eschweiler

11 Peters Landtechnik 19 Gebrüder Peiffer

GmbH & Co. KG

Bonn

GmbH + Co. KG

Renneperstr. 2

Rhenaniastr. 43-45

4

41366 Schwalmtal

41516 Grevenbroich

Tel.: 0 21 63 / 1 00 01

Tel.: 0 21 81 / 27 04-0

Rheinbach

12 Franz Heift GmbH

Landtechnik

Beckersheide 14

40723 Hilden

Neu- und Gebrauchtmaschinen

im

Tel.: 0 21 03 / 6 10 70

Rheinland

i

Rhein

Technik Center Alpen GmbH

Weseler Str. 28

46519 Alpen

Tel.: 0 28 02/ 94 80- 0 · Fax: - 94 80-80

www.technik-center-alpen.de

15

Eitorf

www.technik-center-alpen.de

Infos rund um TCA · Technik Center Alpen GmbH · www.

1

Reinhard Mosch, Sohn Carsten und Ehefrau Marita würden sich wieder für den Lexion 650

entscheiden. Und auch der Service stimmt, was Phillip Aldenhoff von TCA (rechts) besonders

freut.

Rapsernte gelegen. „Ich habe in diesem

Sommer kaum auf der Maschine schüttlermaschine. „Ich hatte gehofft,

Leistungssteigerung durch eine Sechs-

gesessen“, bedauert Mosch augenzwinkerndmel

noch mehr dazu in der Lage sein

dass die sechs Schüttler mit MSS-Trom-

würden, die leichten Dinkelkörner

Endlich wieder Claas

aus dem Stroh herauszusieben. Mein

Gedanke war, dass sich das Stroh auf

Bis zur Ernte 2011 lief im Getreide einer größeren Fläche breiter und

der Familie Mosch ein Drescher von flacher verteilt und die leichten Körner

dadurch noch besser durch den

Deutz Fahr. Ein Neuer musste jedoch

her. „Nach 20 Jahren

haben wir

würden“, erklärte

Schüttler gehen

nun zum ersten

Mosch den Hintergedanken.

„Dinkel

„Die Entscheidung

Mal wieder einen

Claas-Drescher auf für den Lexion 650 wird mit Spelzen

dem Hof“, sagt [war goldrichtig.“

geerntet, drei Körner

hängen fest

Mosch, für den

es ganz wesentlich

war, eine deutsche Maschine zu Sein Schüttgewicht liegt bei rund 400

in einem Spelz.

haben, bei der Ersatzteil- und Reparaturservice

stets parat stehen. Der Vergleich dazu mindestens 800 kg/

kg/m³. Das von Weizen beträgt im

Drescher arbeite schließlich nur rund m³“, nennt Mosch eine Besonderheit

19 Tage in der Saison, da müsse er dieser Getreideart. Dem Dinkel fehle

so zu sagen die Erdanziehung, er

nonstop laufen, so sein berechtigter

Anspruch. „Der Service entscheidet!“,

betont er. Und der habe ihn Ausdrusch war gut und das Getrei-

bleibe lange im Stroh hängen. „Der

überzeugt.

de war klasse. Doch auch der Lexion

650 schaffte es nicht, das Korn komplett

aus dem Stroh zu bekommen“,

Sechs Schüttler sollen es

bringen

bedauert der Ackerbauer. Reinhard

Mosch und seine beiden Söhne sind

Ein wesentlicher Grund für die Kaufentscheidung

war die notwendige Geschwindigkeit gefahren; die

dementsprechend mit gedrosselter

339

[

PS des Motors wurden nur zu 60 %

abgerufen. „Außerdem haben wir

Bleche, sogenannte Hordenreiter, auf

die Schüttlersiebe setzen lassen, um

die Siebleistung zu erhöhen – leider

nur mit mäßigem Erfolg. Viele Schüttler

heißt nicht gleichzeitig auch mehr

Schütteln“, fasst er das Problem zusammen

und vermutet, dass sich die

Abscheidung über die Einstellung an

der MSS-Trommel noch optimieren

lasse.

Einmalige Strohqualität

Bereut hat Mosch seine Kaufentscheidung

wegen der anspruchsvollen

Dinkel-Ernte aber keineswegs.

Schließlich stehen ja auch noch andere

Mähdruschfrüchte auf seinen Flächen.

200 ha haben er und seine Söhne

in diesem Sommer mit dem Lexion 650

gedroschen; auch im überbetrieblichen

Einsatz bei Berufskollegen habe sich

der Drescher bewährt. „Die Rapsernte

war ein Traum! Sagenhaft – da wäre

eine Rotormaschine nicht herangekommen!“,

ist Mosch sich sicher. Das

Korntankvolumen von 10.000 l passe

ebenfalls – „wenn der Dinkel nicht

wäre! Wegen seiner Luftigkeit könnte

er das doppelte Tankvolumen füllen.

Doch so fahren wir mit einem Hänger

nebenher, was in unserer Region für

Aufsehen sorgt, da das Überladen in

Parallelfahrt hier nicht üblich ist“, erklärt

Mosch, der zu diesem Zwecke, ein

um 1 m längers Korntankauslaufrohr

bestellt hat. bestellt hat. „Beim Dinkel

bringt das ständige Entladen des Korntanks

eine Mehrleistung von gut 25

%!“, weiß der Landwirt.

Besonders beeindruckt zeigt sich

Mosch von der Strohqualität. „Die

ist topp. Stroh ist zu einem enorm

wichtigen Produkt in unserer Region

geworden. Die zahlreichen Pferdebetriebe

wollen eine super Qualität und

vor allem langhalmiges Stroh haben.

Deshalb lautet mein Motto: Das Stroh

muss gestreichelt werden, nicht zerschlagen!“,

lacht Mosch. Die Schwadablage

des Lexion 650 sei optimal, die

Strohpresse könne perfekt darüber

fahren und den Schwad aufnehmen.

Auch wenn der „innerliche Traum,

den Dinkel besser zu dreschen“, wie

Reinhard Mosch es zugibt, mit dem

Lexion 650 noch nicht ganz zu erfüllen

sei – „Die Entscheidung für die Claas-

Maschine war goldrichtig!“

„Am Ende zählt die Schlagkraft“

Heinz-Peter Blanken, Hückelhoven (Lexion 620)

Heinz-Peter Blanken bewirtschaftet

einen Gemischtbetrieb mit Ackerbau

und Milchvieh in Hückelhoven-Doveren.

Der Getreide-Anteil der Kulturen

liegt bei 70 %. 20 Jahre lang hat Familie

Blanken einen Claas Dominator

78S gefahren. Nun musste eine neue

Maschine her. Zwei Wochen vor der

Ernte 2012 kam der Lexion 620.

Der Lexion 620 ist eine Spitzenmaschine

und bringt hervorragende

Leistungen, soviel war dem Landwirt,

der 2005 den Familienbetrieb

übernommen hat, bekannt. Und

obwohl der Lexion 620 eigentlich

eine Nummer zu groß für den Betrieb

ist, wusste Heinz-Peter Blanken

sofort: „Für uns kommt nichts

anderes als dieser Claas in Frage!

Immerhin fährt Claas seit 40 Jahren

auf unseren Flächen und wir waren

bisher immer zufrieden.“ Die 600-er

Baureihe wird mit der APS Schüttlertechnologie

gebaut, fünf Schüttler

trennen die Restkörner vom Stroh.

„Schon immer haben wir die Kühe

auf Stroh gehalten, der Strohprämie

wegen. Auch in dem neuen Stall

sind die Liegebuchten mit Stroh eingestreut.

Durch das APS-System, bei

dem die Drehzahl von Vorbeschleuniger

und Dreschtrommel synchron

eingestellt werden, wird das Stroh

nur leicht geknickt, aber nicht zerstört,

sodass es im Stall mehr Feuchtigkeit

aufnimmt“, weiß Blanken

aus Erfahrung.

Getreideernte im Akkord

Die Strohqualität stand beim Kauf

des Lexion 620 jedoch nicht im Vordergrund.

„Ich habe meine Kaufentscheidung

nach der zu dreschenden

Fläche gefällt. Der letzte Drescher

wurde zu klein für unseren Betrieb.

Da vor allem das Zeitfenster, in dem

geerntet werden kann, mit rund

zehn Tagen recht eng ist, ist es am

Ende die Schlagkraft des Dreschers,

die zählt“, erklärt Heinz-Peter Blanken

den Grund für sein Interesse am

Lexion 620. Dieser ist der Kleinste

unter den leistungsstarken Lexion-

Dreschern. Und ein Schneidwerk von

5,40 m Breite – Standard sind bei die-

Landwirt Heinz-Peter Blanken aus Hückelhoven schätzt die APS-Technik an seinem Lexion

620. „Die Strohqualität darf unter der hohen Schlagkraft des Dreschens nicht zu sehr leiden!“,

verlangt er nach einem ausgewogenen Kompromiss. Das Ergebnis der Erntesaison

2012 hat ihn überzeugt.

sem Modell 6 m bis 6,60 m – macht seine Familie vor Herausforderungen.

die Maschine wendig.

„Wenn an den Computern etwas

145 ha Getreide und Raps hat der kaputt ist, hilft nur noch der Service“,

ist sich Heinz-Peter Blanken

Lexion 620 in diesem Sommer gedroschen,

wobei Blanken den Lexion

auch überbetrieblich eingesetzt er jedoch nur Allerbestes zu berich-

bewusst. Von diesem Service weiß

hat. „Wir fahren eine fünfgliedrige ten: „In Sachen Ersatzteillieferung

Fruchtfolge und nehmen am Zwi-

ist Claas unschlagbar gut. Und wenn

schenfruchtpro-

gramm teil. We-

auf der Stelle ha-

man ein Ersatzteil

gen des Verlustes „Der Lexion 620 ist ben muss, kann

an Rübenquote ideal für Technik-

man es sich selber

abholen, auch

haben wir mehr Fans – wie für meine

Raps in den Anbauplan

genom-

Uhr beim Pförtner

noch abends um 19 [Brüder und mich!“

men“, so der

des Ersatzteilelagers“,

lacht er. Auf diese Weise sei

Landwirt. Eine knappe halbe Stunde

koste es ihn, den Drescher von Getreide

auf Raps umzurüsten, indem er Winkelgetriebe für den Maishäcksler

er jüngst sehr prompt an ein neues

den Vario-Schneidwerkstisch anpasst. gekommen.

Ersatzteile im

Dass Heinz-Peter Blanken technisch

Handumdrehen

versiert ist und Spaß an großer Erntetechnik

hat, beweist auch seine kurzfristige

Einarbeitungszeit auf dem Le-

Der Betrieb der Familie Blanken hat

einen enorm hohen Eigenmechanisierungsgrad.

Neben den vielen Fa-

Fahrerschulungen zwischen Februar

xion 620. „Üblicherweise geben wir

milien-AK, die die Maschinen fahren und März“, erklärt Theodor Sanders

können, liegt dieser vielleicht auch vom Technik Center Alpen. An der

darin begründet, dass die beiden Brüder

absolute Technik-Fans sind. Beim mehr teilnehmen können. „Stattdes-

habe Heinz-Peter Blanken aber nicht

1992 angeschafften Vorgängermodell

hätten er und seine Brüder noch Lexion 14 Tage vor Erntebeginn auf

sen gab es eine Kurzversion, als der

alles selber reparieren und im Winter dem Hof stand.“ Die Feinheiten habe

durchchecken können. Die brandneue

Erntetechnik stelle aber selbst bracht, beim

sich der Landwirt dann selber beige-

Dreschen.

[

Hohe Schlagkraft vorhalten

Daniel Feiter, Linnich-Gereonsweiler (Lexion 770 TT)

In der Jülicher Börde liegt der Betrieb

der Familie Feiter. In dritter Generation

bewirtschaften die Ackerbauern

nun schon die Flächen rund um

die 4,5 ha große Hofstelle, rund 300

ha feinste Lössböden mit 80 bis 90

Bodenpunkten werden mit den klassischen

Druschfrüchten bestellt. Der

Schwerpunkt des Familienbetriebes

liegt jedoch auf dem Anbau von Veredlungskartoffeln,

dessen Grundstein

Senior Dionys Feiter Ende der 1960-er

Jahre gelegt hatte.

Seit 1988 ist Dion Feiter „junior“ Betriebsleiter

und hat den Kartoffelanbau

samt Vermarktung weiter ausgebaut.

„Wir lagern die komplette Ernte

ein, sowohl das Getreide als auch die

späten Veredelungssorten. Allein die

frühen und mittelfrühen Kartoffeln

vermarkten wir direkt“, nennt der

54-Jährige den Grund für die Größe

des Ende der 1980-er Jahre ausgelagerten

Betriebshofes sowie die zahlreichen

Lager- und Maschinenhallen.

In letzteren parkt die gesamte Sä-,

Pflege- und Ernteflotte sowie LKWs

für den Transport von Kartoffeln, Rüben,

Raps und Weizen. Viel geschultes

Personal sowie benachbarte Lohnunternehmer

sind für Feiters im Einsatz.

Und auch Sohn Daniel, der einen eigenen

Betrieb bewirtschaftet, springt

häufig ein – vor allem, wenn es ums

Dreschen geht.

„Neben der Qualität verlangt eine

große Fläche auch eine große Schlagkraft“,

meint Dion Feiter. Seit Dionys

Feiter senior in den 1950-er Jahren

mit dem Claas SF den ersten selbstfahrenden

– damals noch silbernen-

Drescher angeschafft hat, gehöre

die Getreideerntetechnik aus Harsewinkel

zur Familie. Seitdem hat sich

natürlich viel getan. „Mit dem aktuell

letzten Drescher, dem Lexion 550,

einer reinen Schüttler-Maschine mit

einem 7,50 m breiten Vario-Schneidtisch,

haben wir aufgrund der immer

größer werdenden Druschfläche in

den letzten Jahren erlebt, dass wir

nicht immer zur optimalen Zeit ernten

konnten; daher haben wir uns

häufig Landwirte, beziehungsweise

Drescher, zur Hilfe geholt“, so

Dion Feiter zu den Überlegungen,

mit einem Rotordrescher noch mehr

Durchsatz auf die Flächen zu bringen.

„Eine hohe Schlagkraft für das

enge Erntezeitfenster von 10 oder 11

Tagen vorhalten zu können, das war

und ist unser Ziel“, untermauert der

Ackerbauer.

Ernte zum optimalen

Zeitpunkt

Diesem Ziel sehr nahe gekommen, sind

die beiden Feiters mit dem Lexion 770

Terra Trac mit Raupenantrieb, einem

586 PS-Motor und dem Roto Plus-System.

Die hohe Schlagkraft erleichtert

es Dion und Daniel Feiter, zur rechten

Zeit auf das Feld zu fahren. „Wir

lagern alles ein, ohne Lüftung, ohne

Trocknung. Insofern muss das Getrei-

Der 27-jährige Daniel Feiter hat im ersten drei triftigsten Gründe für den 770

Einsatzjahr Spitzenleistungen von bis zu TT auf: Wenn sich die Druschfläche

80 t Getreide pro Stunde mit dem Lexion

weiter erhöht, möchte Feiter Schlagkraft

vorhalten können. „Daneben

770 TT erreicht. „Trotz des großen Durchsatzes

stimmt die Qualität und das Arbeiten

ist extrem angenehm!“, resümiert er bin ich mit der Ausstattung, wie einer

Schneidwerksbreite von 10,50 m,

nach der Ernte 2012.

voll zufrieden, die perfekt zu unseren

auch kleineren Strukturen passt. Und,

last but not least, hat mich das Fahrwerk

überzeugt. Unsere Erntemaschi-

de, welches wir dreschen, auch lagerfähig

sein, sprich: Eine Feuchte von nen fahren samt und sonders auf Raupen

– da sollte auch der Drescher mit

maximal 15 bis 16 % aufweisen“, erklärt

Daniel Feiter, der den Drescher in dem Terra Trac ausgestattet sein!“, so

diesem Sommer gefahren ist und Raps Dions Anspruch. „Wir bearbeiten unsere

Äcker möglicht Boden schonend;

und Weizen im konsequenten Wechsel

gedroschen hat, Letzteren mit einer

optimalen Feuchte zwischen 14,8 ten, nassen Erntebedingungen die

die Böden müssen auch unter schlech-

und 15,4 %. „Entscheidend ist es, mit enormen Gewichte tragen können.

der hohen Schlagkraft auch die Qualität

zu halten“,

penfahrwerke, um

Am besten sind nun einmal die Rau-

weiß der 27-jährige

Agrar-Student.

gen zu vermeiden

Schadverdichtun-

„Die vertraglich „Diese Profi-Ma schine und dabei gleichzeitig

noch den

abgesicherten Parameter,

wie die [offen.“

Vorgaben der Stra-

läßt keine Wünsche

Fallzahlen, lassen

ßenverkehrsver-

ordnung gerecht

sich nur durch einen

optimalen

zu werden.“ Ganz

Drusch erfüllen.“

abgesehen vom Komfort für den Fahrer,

wie Daniel ergänzt. „Mit Raupen

In diesem Erntejahr hat Daniel im

Schnitt gut 65 t pro Stunde mit dem fährt es sich wesentlich angenehmer

Lexion 770 TT gedroschen; mit dem als mit Radmaschinen“, weiß er aus

Lexion 550 lag der Durchschnitt noch Erfahrung, auch weil der Schneidwerkstisch

viel ruhiger auf dem Bo-

bei etwa der Hälfte. „Bei dieser Leistung

muss natürlich auch die Logistik den liege.

um den Drescher herum passen“, ergänzt

der junge Landwirt. Drei Muldenkipper

à 20 t stehen zum Abtan-

Verstand

Fahren mit Sinn und

ken bereit und kippen das Getreide

in der Lagerhalle ab. „Bislang haben Daniel Feiter beurteilt den Lexion

wir das Stroh übrigens zu 100 % gehäckselt.

Das tun wir heute nicht bedienende Maschine. „Durch das

770 TT als eine sehr angenehm zu

mehr: Seit dieser Ernte werden rund CEMOS-System, mit dem die meisten

15 % des Strohs gepresst“, ergänzt Drescherfunktionen sensorgesteuert

Dion Feiter. „Die Strohverteilung des sind, wird man als Fahrer schon stark

Dreschers ist top, auch im Vergleich entlastet. Was aber nicht bedeutet,

zu anderen Lexion-Reihen“, betont dass man seinen Verstand ausschalten

sollte – im Gegenteil: Die Rechner

er.

regen zum Mitdenken an und helfen

Gute Gründe für starke dem Fahrer bei den möglichen Entscheidungen,

was er in diesem oder

Leistungen

jenem Falle tun oder welche Einstellung

er verändern sollte. Das finde

2010 hatte zunächst die Überlegung

im Raum gestanden, einen Lexion ich sehr positiv!“, lobt Daniel Feiter

600 zu kaufen. Der parkte beinahe diese Bedienerunterstützung, die

schon auf dem Feiter’schen Betriebshof.

„Ich habe aber schnell gemerkt, len lasse. Das Nebenherfahren beim

ihm mehr Zeit für optische Kontrol-

dass der Drescher die Anforderungen,

die ich an eine leistungsstarke fahrsystem sehr entspannt gewor-

Abbunkern sei durch das Parallel-

Erntemaschine speziell für unsere den. „Allein einen Bruchkorn- oder

Gegebenheiten stelle, nicht ganz Stroh-Spreu-Sensor im Korntank

erfüllen kann“, so Dion Feiter. Stattdessen

zählt er noch einmal seine er lachend

würde ich noch einbauen“, schlägt

vor.

[

Vielseitig und leistungsstark

Impressum

Technik Center Alpen GmbH

Weseler Str. 28

46519 Alpen

Tel.: 0 28 02/ 94 80-0

www.technik-center-alpen.de

Fotos/Interviews:

Meike Siebel · LZ Rheinland

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Quelle: Blatt für Sortenwesen 07/2011, Bundessortenamt

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Petra Jünger I Arbeitsproben

GESCHÄFTSBERICHT

2011/12

gescHÄFtsberIcHt

lAYout/bIlDbeArbeItung/

KunDenKontAKt/rZ/DrucK

Bundesverband

Deutscher Pflanzenzüchter e. V.

Bundesverband

Deutscher Pflanzenzüchter e. V.

Das Jahr im Rückblick

Forschungsförderung

Genetische Ressourcen

Januar 2011

Der BDP präsentiert auf der Internationalen Grünen Woche

(IGW) Züchtungsleistung am Beispiel der Kartoffel. Die

Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung

e. V. (GFP) stellt Forschungsergebnisse zu Biogasfruchtfolgen

vor.

Das hessische Verwaltungsgericht erklärt eine Vernichtungsanordnung

für Raps im Jahr 2007 für rechtswidrig und

gibt somit der Klage eines Landwirtes statt.

Der BDP-Vorstand diskutiert in Berlin die möglichen Auswirkungen

der „Brokkoli-Entscheidung“ auf die BDP-Position

zu Biopatenten. Des Weiteren wird eine privatwirtschaftliche

Initiative zur Zertifizierung von Beizanlagen diskutiert.

Februar 2011

Anfang Februar startete das durch die Fachagentur Nachwachsende

Rohstoffe e. V. (FNR) geförderte GFP-Verbundprojekt

TROST mit vier Wissenschaftspartnern und acht

Kartoffelzüchtungsunternehmen. Ziel ist die Entwicklung

molekularer Marker für eine frühzeitige Selektion trockentoleranter

Stärkekartoffeln.

Die Mitgliedstaaten stimmen dem Vorschlag der EU-Kommission

über eine technische Lösung für noch nicht genehmigte

Spuren gentechnisch veränderter Organismen (GVO)

in Futtermittelimporten zu. Ein längst überfälliges Signal

zur Abkehr von der Nulltoleranz – auch für Saatgut.

März 2011

Der BDP-Einladung zu einem Parlamentarischen Abend folgen

zahlreiche Abgeordnete und Mitarbeiter der FDP-Bundestagsfraktion.

Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstandes

werden Handlungsfelder in den Bereichen Forschung

und Schutz geistigen Eigentums erörtert.

Der Bundesrat fasst einen Entschließungsantrag zur Änderung

der Haftungsregeln für Inverkehrbringer von konventionellem

Saatgut im Gentechnik-Gesetz (GenTG). Die

Bundesregierung soll eine Verschärfung der Haftungsregeln

prüfen. Der BDP kritisiert dies vehement und verweist auf

die existenzbedrohenden Konsequenzen.

Am 31. März trifft sich die deutsch-ukrainische Arbeitsgruppe

Saatgut im Ministerium für Agrarpolitik in Kiew. Es

geht um die Einbindung der Ukraine in die internationalen

Saatgutsysteme.

April 2011

Die Gregor Mendel Stiftung verleiht den Innovationspreis

Gregor Mendel an den Wissenschaftsjournalisten Andreas

Sentker (DIE ZEIT) sowie den Ehrenpreis an die studentische

Initiative für unabhängie Forschung an der Hochschule

Nürtingen-Geislingen.

Die Maiszüchtungsunternehmen informieren über die Ergebnisse

der staatlichen Saatgutuntersuchungen auf GVO

und fordern endlich Rechtssicherheit durch einheitliche

Analysemethoden und verlässliche Schwellenwerte.

Im Zuge der Better Regulation-Initiative veröffentlicht die

Europäische Kommission fünf Szenarien für das zukünftige

europäische Saatgutrecht. Der BDP mahnt die Wahrung der

bewährten Prinzipien des Saatgutrechts an.

Mai 2011

Auf der BDP-Mitgliederversammlung, die auf Einladung

der KWS LOCHOW GMBH in Celle stattfindet, gibt Prof. Dr.

Michael Schmitz einen Ausblick auf die europäische Agrarpolitik

und die damit verbundenen Herausforderungen für

Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung.

Der Vorstand diskutiert die Ausgestaltung der Wertprüfung

und den Umgang mit unbeabsichtigten GVO-Spuren

in Saatgut. Er beschließt, die Novellierung der Ausbildung

LTL-Beruf zu focieren und positioniert sich zu den von der

Kommission unterbreiteten Szenarien der Better Regulation-Initiative.

Am 18. Mai wird der Grundstein der Firma SeedGuard Gesellschaft

für Saatgutqualität mbH durch die Verbände der

Saatgutwirtschaft und der chemischen Industrie gelegt. Unter

dem Dach von SeedGuard wird die Zertifizierung von

Beizstellen angesiedelt.

Das Gemeinschaftliche Sortenamt (CPVO) veranstaltet am 25.

Mai in Zusammenarbeit mit dem Bundessortenamt (BSA)

und der European Seed Association (ESA) in Hamburg ein Seminar

zur Durchsetzung von Sortenschutzrechten.

Im Zuge der Nachwuchsförderung führt der BDP zahlreiche

Gespräche mit angehenden Agraringenieuren auf den Unternehmertagen

der Universität Gießen und der Fachhochschule

Südwestfalen in Soest.

Better Regulation: BDP und ESA plädieren für die Beibehaltung

der amtlichen Sortenzulassung und Saatgutanerkennung

mit mehr Möglichkeiten zur Einbindung der Wirtschaft.

Die ESA legt die Position der EU-Kommission vor.

Juni 2011

Seit dem 14. Juni gilt die EU-Pflanzenschutzverordnung

unmittelbar in den EU-Mitgliedstaaten. Von der EU-weiten

Harmonisierung der Zulassung ist die Praxis in den Mitgliedstaaten

noch weit entfernt.

Der BioÖkonomieRat hat 14 Themen von besonderer

Dringlichkeit für den Aufbau einer erfolgreichen Bioökonomie

identifiziert und die Pflanzenzüchtung dabei an erster

Stelle als zu förderndes Forschungsthema genannt.

Der BDP wird Mitglied im Grain-Club, einem Zusammenschluss

von mehreren Agrarverbänden aus den der Landwirtschaft

vor- und nachgelagerten Bereichen.

Der BDP stellt beim Unternehmertag in Weihenstephan die

Pflanzenzüchtung als ein anspruchsvolles, zukunftsorientiertes

Arbeitsfeld vor.

Juli 2011

Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan besucht

die Pflanzenzucht Oberlimpurg und informiert sich

über den Beitrag der Pflanzenzüchtung zur Bewältigung

globaler Herausforderungen. Der BDP-Vorsitzende Dr.

Kartz von Kameke überreicht ihr das GFP-Strategiepapier

„Schlüsseltechnologie Pflanzenzüchtung“, in dem konkrete

Handlungsfelder zur Realisierung der Bioökonomie

aufgezeigt sind.

Der BDP kritisiert die Zerstörung von Versuchsflächen mit gentechnisch

veränderten Pflanzen am Forschungsstandort Groß-

Lüsewitz und im Schaugarten Üplingen auf das Schärfste.

Bart Kiewiet, Gründungspräsident des CPVO in Angers, tritt

nach über 15-jähriger Amtszeit in den Ruhestand und übergibt

die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Martin Ekvad.

August 2011

Der Saatgutwechsel bei Getreide ist im Wirtschaftsjahr

2010/11 um fünf auf 56 Prozent gestiegen. Der positive

Trend unterstreicht die Bedeutung des Z-Saatguts.

Das Land Brandenburg kündigt den Ausstieg aus dem neutralen

landwirtschaftlichen Versuchswesen an, wodurch die

Wettbewerbskraft der Landwirtschaft gefährdet wird.

Der BDP-Vorstand tagt in Uffenheim und analysiert die

Rahmenbedingungen für die Pflanzenzüchtung auf nationaler

und europäischer Ebene und gleicht die strategische

Ausrichtung der Verbandsarbeit an. Weitere Themen sind

Öffentlichkeitsarbeit, Better Regulation und Exportförderung

des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

September 2011

Am 6. September beschließt die ESA die Position zum

Schutz geistigen Eigentums und folgt damit der BDP-Position,

dass Pflanzen, die mit Hilfe im Wesentlichen biologischer

Verfahren gezüchtet werden, nicht patentierbar

sein sollen.

Züchtungsforschung für Zukunftssicherung

Die ausreichende Erzeugung von Lebensmitteln für die wachsende Weltbevölkerung und die Produktion

nachwachsender Rohstoffe in nachhaltigen Systemen sind – gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels –

die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Pflanzenzüchtung ist die Schlüsseltechnologie. Dies unterstreicht

auch die Bundesregierung mit der in der „Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ angekündigten

Förderung der Pflanzenzüchtung.

Die im November 2010 auf Empfehlung des Bio- Kulturarten konnten die Erträge z. B. durch die

ÖkonomieRates veröffentlichte „Forschungsstrategie Nutzung des Heterosis-Effektes mit Hilfe der

BioÖkonomie 2030“ der Bundesregierung, die die Hybridzüchtung deutlich gesteigert werden. Bei

Bereitstellung und nachhaltige Erzeugung von mehr anderen Kulturarten besteht jedoch noch erheblicher

Forschungsbedarf, um diesen Effekt errei-

und besserer Biomasse als Lösungsansatz für gesellschaftliche

Herausforderungen wie Welternährung, chen zu können.

Energieversorgung und Klimawandel skizzierte, soll

nun mit konkreten Forschungsprojekten gefüllt werden.

Die Forschungsaktivitäten verschiedener Bun-

pflanzlicher Biomasse ab. Daher müssen zukünf-

Andere Handlungsfelder zielen auf die Nutzung

desministerien werden unter der Führung des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung (BMBF) Mehrfachnutzung der Biomasse entwickelt wertig

innovative Konzepte für die Kaskaden- oder

gebündelt. Nach der Empfehlung des BioÖkonomie- den, um den Konflikt zwischen Nahrungsmittelproduktion

und Verwendung pflanzlicher Bio-

Rats soll der Züchtung von Nutzpflanzen auf höhere

Erträge sowie ertragssichernden Maßnahmen Priorität

eingeräumt werden.

masse für die Bioenergie zu entschärfen.

Auch der Klimawandel hat verschiedene Auswirkungen

auf die Erträge der Nutzpflanzen. Neben

Der BDP und die Gemeinschaft zur Förderung

der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e. V. neuen biotischen Schaderregern und Pathogenen

(GFP) begrüßen diese Priorisierung sehr. Sie haben

sich aktiv an dem Dialog zur Ausrichtung den) beeinflussen auch abiotische Stressoren wie

(z. B. Pilze, Insekten, Bakterien, Viren, Nemato-

der Forschungsförderung beteiligt und das Positionspapier

„Schlüsseltechnologie Pflanzen-

Kulturpflanzen. Entsprechend müssen neue Resis-

Hitze, Kälte, Wasser- oder Trockenstress heimische

züchtung – Herausforderungen für Wirtschaft, tenz- und Toleranzpotenziale entschlüsselt, charakterisiert

und genutzt werden.

Wissenschaft und Politik im 21. Jahrhundert“

eingebracht. Die GFP hat darin die nachfolgenden

Handlungsfelder aufgezeigt:

Pflanzenzüchter im Dialog mit der Politik

Konkrete Forschungsansätze: Welternährung,

Bioenergie und Klimawandel überreichte der Bundesforschungsministerin Prof.

Der Vorsitzende des BDP, Dr. Kartz von Kameke,

Dr. Annette Schavan anlässlich eines Besuches

Mit Blick auf die Welternährungslage muss ein bei der Pflanzenzucht Oberlimpurg das GFPdeutliches

Schwergewicht auf Ertragssteigerungen Positionspapier. Neben der Forschungsförderung

der Nutzpflanzen gelegt werden. Für einzelne sind auch gesetzliche Rahmenbedingungen im

Hinblick auf den Schutz geistigen Eigentums wesentliche

Faktoren für die Zukunftsfähigkeit des

Dr. Kartz von

Kameke überreicht

Bundesforschungsministerin

Prof. Dr.

Innovations standortes Deutschlands.

Annette Schavan das

GFP-Positionspapier

Vor dem Hintergrund verschiedener Programme

„Schlüsseltechnologie

des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Forschungsförderung

pflanzenzüchterischer Ansätze

Pflanzenzüchtung“.

erhielt auch Bundesministerin Ilse Aigner das

GFP-Positionspapier.

Praktikable Rahmenbedingungen für die Nutzung genetischer Ressourcen

Die Innovationskraft der Züchter ist ungebrochen: Allein 2010/2011 wurden beim deutschen Bundessortenamt

234 neue landwirtschaftlich genutzte Sorten und Gemüsesorten zugelassen. Die Anzahl in Deutschland

zugelassener Sorten beläuft sich damit auf 2.930. Im Bereich der Zierpflanzensorten ist die Anzahl der geschützten

Sorten ein Anzeichen für die bunte Vielfalt: auf europäischer Ebene gibt es über 10.100 geschützte

Zierpflanzensorten, 1.701 davon stammen aus Deutschland.

Ein breiter Genpool ist die Basis für eine erfolgreiche

Anpassung von Pflanzen an sich ändernde

Umweltbedingungen, Verbraucherwünsche und

Verarbeitungseigenschaften. Die Verabschiedung

des Nagoya Protokolls im Oktober 2010 zur Nutzung

genetischer Ressourcen erfüllt die Branche

mit Sorge. Danach sollen Bereitsteller und Nutzer

genetischen Materials bilaterale Verhandlungen

über den Austausch führen. Dieser Ansatz widerspricht

den praktikablen, standardisierten Regeln

des internationalen Vertrags der Welternährungsorganisation

FAO zur Abgabe und Nutzung genetischer

Ressourcen und zum Vorteilsausgleich bei

landwirtschaftlichen Arten. Er bremst die Innovationskraft

der Züchtung, da der Züchtervorbehalt

– die Möglichkeit zur Nutzung von bestehenden

Sorten für die Weiterzüchtung – als effektives Instrument

des Vorteilsausgleichs geschwächt und

infrage gestellt wird.

Deutschland und die Europäische Kommission

haben das Nagoya-Protokoll im Juni 2011 unterzeichnet.

Die Kommission arbeitet gegenwärtig

an der Umsetzung des Protokolls in europäisches

Recht. Der BDP setzt sich über eine Arbeits-

Sortenzulassung in Deutschland 2011

Landwirtschaftliche Arten Neuzulassungen zugelassene Sorten

Getreide (ohne Mais) 45 393

Mais 24 246

Kartoffel 12 208

Futterpflanze (Futterpflanzen und

52 908

Gräser)

Öl- und Eiweißpflanzen 27 245

Zuckerrüben 42 285

Rebe 5 119

Gartenbauliche Arten

Gemüse 27 525

Sonstige 1

Gesamt 234 2.930

gruppe bei der European Seed Association (ESA)

dafür ein, dass die etablierten und wirksamen

Instrumente wie die Vereinbarungen zum standardisierten

Materialaustausch (sMTA) und der

Züchtervorbehalt Eingang in die europäische

Umsetzung finden. Züchter brauchen verlässliche

Rahmenbedingungen für die Nutzung genetischer

Ressourcen, um Vielfalt schaffen zu

können.

Gregor Mendel Stiftung: Verleihung des Innovationspreises 2011

Wie kann Wissenschaftskommunikation neugierig auf Forschung

machen, gesellschaftliche Debatten versachlichen unter dem Titel „Forschungsfreiheit

Die Vorträge zur Veranstaltung sind

und gleichzeitig verantwortungsvoll die Beziehung zwischen

Wissenschaft und Gesellschaft moderieren? Dieser und Wissenschaftskommunikation?“

– Spielball von Risikowahrnehmung

zentralen Fragestellung ist die Gregor Mendel Stiftung bei in der Schriftenreihe der Gregor Mendel

der Innovationspreisverleihung 2011 nachgegangen. Aufgrund

seiner herausragenden Leistung, komplexe Sachver-

zum Umgang mit dem hehren Gut der Forschungsfreiheit

Stiftung erschienen. Der Band gibt vielfältige Denkanstöße

halte darzustellen, erhielt Andreas Sentker, Leiter des Ressorts

Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT und Herausgeber 25 Euro unter info@gregor-mendel-stiftung.de, Telefon

und kann bei der Gregor Mendel Stiftung zum Preis von

des Magazins ZEIT WISSEN den Preis.

0228 - 9 85 81 28, bestellt werden.

2 · BDP Geschäftsbericht 2011/12

BDP Geschäftsbericht 2011/12 · 3

8 · BDP Geschäftsbericht 2011/12

BDP Geschäftsbericht 2011/12 · 9

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