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Wirtschaftszeitung_04122017

18 GELD &GESCHÄFT

18 GELD &GESCHÄFT Zeitersparnis ist erheblich Bei elektronischen Rechnungen sollte man allerdings verschiedene Regeln genau beachten. Home-Office, Dienst-Smartphone, elektronischer Kalender –die Digitalisierung verändert fortlaufend die Arbeitswelt und ist aus dem Berufsalltag von Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sie schafft neue Geschäftsmodelle und verändert die Organisation der Arbeit sowie allgemeine Prozesse. „Im normalen Geschäftsverkehr spielen auch elektronische Rechnungen, sogenannte E- Rechnungen, eine immer größere Rolle. Bei ihrer Nutzung sollten Unternehmer allerdings ein paar rechtliche Besonderheiten beachten“, erklärt die Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe. Eine elektronische Rechnung ist eine Rechnung, die in einem digitalen Format erstellt und empfangen wird. Der Versand solcher Rechnungen birgt sowohl für den Versender als auch für den Empfänger ein erhebliches Einsparpotenzial. Mit der schnellen Übermittlung und der automatischen Bearbeitung ist beispielsweise ein schnellerer Rechnungsausgleich möglich. Bei elektronischen Rechnungen gibt es bei einer vollständigen Verwendung elektronischer Verfahren keinen Medienbruch mehr. Zudem kann der Empfänger die Eingangsrechnungen sofort automatisch weiterverarbeiten Rechnungen werden vermehrt elektronisch und muss die Rechnungsdaten nicht verarbeitet. Foto: dpa manuell in den internen Systemen erfassen. Das digitalisierteVerfahren istsomit wenigerfehleranfällig und ermöglicht eine erleichterte Buchführung. Generell gelten beim Versand elektronischer Rechnungen diegleichen Pfl ichtangabenwie bei Papierrechnungen. So sind insbesondere die umsatzsteuerrechtlichen Rechnungsangaben auch weiterhin anzugeben. Elektronische Rechnungen können in unterschiedlichen Formaten versandt werden. Dabei wirdunterschieden zwischen strukturierten Daten (zum Beispiel EDI, XML), unstrukturierten Daten (zum Beispiel Rechnungen im PDF-/TIF-/JPEG-/Word-Format oder E- Mail-Text) und hybriden Daten (zum Beispiel ZUGFeRD). Der Versand kann über zahlreiche technische Übermittlungsverfahren erfolgen, wie E-Mail, Computer- Fax, Faxserver, DE-Mail, E-Post oder per Web-Download. Eine elektronische Signatur ist nicht mehr vorgeschrieben,darf aber verwendet werden. Der Empfänger der elektronischen Rechnung sollte die Regularien der Rechnungseingangsprüfung beachten. Auch diese Rechnungen müssen inhaltlich richtig sein. Dies bedeutet, dass die Leistung, der Leistende, das Entgelt und der Zahlungsempfänger korrekt angegeben sein müssen. Es ist ratsam, keine Rechnungen in Anwendungsdateien wie Word oder Excelzuakzeptieren, da dieseleicht manipulierbar sind. Besser sind beispielsweise elektronische Rechnungen im PDF- Format. Erfolgt die elektronische Rechnungsstellung durch einen Web-Download, so liegt der Eingang der elektronischen Rechnung und mit diesem die Berechtigung zum Vorsteuerabzug erst dann vor, wenn der Web-Download tatsächlich vollzogen wurde. Eine Benachrichtigung über das Vorhandensein des Downloads reicht nicht aus. Bei sogenannten Dokumenten-Management-Systemen (DMS) gelten Besonderheiten, vor allem hinsichtlich des Nachweises des zeitlichen Eingangs der elektronischen Rechnung und der Archivierung der entsprechenden E- Mail. Die Angaben zur Kontierung, zum Ordnungskriterium für die Ablage und zum Buchungsdatum müssen bei einem elektronischen Beleg zum Beispiel durch die Verbindung mit einem die entsprechenden Angaben enthaltenden Datensatz oder durch eine elektronische Verknüpfung (zum Beispiel eindeutiger Index, Barcode) erfolgen. Der Empfänger muss zudem eingehende elektronische Handels- oder Geschäftsbriefe, Buchungsbelegeund Rechnungen in dem Format aufbewahren, in dem er sie empfangen hat. Eine PDF-Datei muss beispielsweise im PDF-Format archiviert werden. Während der zehnjährigen Aufb ewahrungsfrist der Rechnungen muss der Empfänger sicherstellen, dass die Dokumente verfügbar und lesbar vorliegen sowie nicht verändert oder gelöscht werden können. Fazit: Elektronische Rechnungen bieten erhebliche Vorteile, aber auch Fallstricke für Unternehmer.Umsie rechtlich sicher nutzen zu können, hilft der Rateines Experten. (ww w w.steuerberaterkammer- westfalen-lippe.de) Den Lebensabend möchte jeder gerne unbeschwert erleben. Eine stabile finanzielle Basis bietet eine gute Grundlage. Foto: dpa Keine Garantien, aber Rendite Die Altersvorsorge sollte auf mehreren Säulen stehen. Die jahrzehntelang antrainierte Mentalität, dass man Altersvorsorge überdie gesetzliche Rentenversicherung, Lebensversicherungen, festverzinsliche deutsche Staatsanleihen und Festgelder gestalten kann, gilt nicht mehr. Unabhängig davon, wann wir inden Ruhestand gehen, muss davon ausgegangen werden, dass die gesetzliche Renteinvielen Fällen nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard imAlter zu halten. Aktuell geht man davon aus, dass 80 bis 85 Prozent des letzten Nettogehaltes ausreichen sollten, um keine wesentlichen Abstriche machen zu müssen. Allerdings ist davon auszugehen, dass das Rentenniveau zum Jahr 2030, wenn die geburtenstarken Jahrgänge inden Ruhestand gehen, auf etwa 43Prozent sinken wird. Schon seit Jahren ist es daher sinnvoll, selbst einen Teil der Altersvorsorge in die Hand zu nehmen. Leider ist das bisherige Anlageverhalten nicht geeignet, einen Substanzerhalt, geschweige denn einen Vermögensaufb au, zu gewährleisten. Vonden 5,7 Billionen EuroAnlagevermögen sind 3,50 Billionen auf Tagesgeld-, Spar- und Festgeldkonten geparkt. Etwa eine Billion ist in Lebensversicherungen investiert. Das Sicherheitsdenken und der Wunsch nach Garantien sind bei deutschen Sparern immer noch stark verankert. Von einer Aktienkultur wie in den USA oder in den europäischen Nachbarländern ist man noch weit entfernt. So bevorzugen viele Kunden immer noch Anlagestrategien mit niedriger Mindestverzinsung und ohne hohe Risiken gegenüberStrategien mit einem höheren Chance-Risiko- Profil.Vielen Kunden sind der Preis einer Kapitalgarantie und der Zusammenhang mit dem Zinsniveau einer Volkswirtschaft immer noch nicht klar. Garantien sind umso teurer, jeniedriger das Zinsniveau ist. Bei einem sicheren Zins von 0,5 Prozent betragen die Garantiekosten bereits das Doppelte der eingezahlten Beiträge. Insbesondere bei langen Laufzeiten stehen die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Altersvorsorge sollte auf mehrere Säulen verteilt werden. Für die meisten Menschen bleibt die gesetzliche Rente das wichtigste Standbein. Viele Unternehmen bieten auchunterschiedliche Varianten der betrieblichen Altersvorsorge. Die Angebotesind allerdings nicht immer besonders transparent. Zudem ist es notwendig, den Aktienanteil in den Portfolios deutlich zu erhöhen, um akzeptable Renditen zu erreichen. Außerdem muss man beim Einsatz von Rentenpapieren viel aktiver werden und sich verstärkt Unternehmensanleihen und Währungsanleihen anschauen. Wenn man einen Blick auf aktuelle Erhebungen wirft, benötigt man einen Aktienanteil von rund 55 Prozent, um nach Kosten und Steuern eine jährliche Wertsteigerung von zwei Prozent zu erzielen. Das bedeutet automatisch, dass sich der deutsche Anleger auf höhereVolatilität im Portfolio einstellen und diese auch aushalten muss. Andreas Görler Andreas Görler ist Senior Wealthmanager bei der Wellinvest –Pruschke & Kalm GmbH in Berlin. IHREWERBUNG RICHTIG PLATZIERT TRIFFT DIREKT DIE ENTSCHEIDER MEDIADATEN UNDBERATUNG FrankMicheel Tel. 0251/690-9161 61|frank.micheel@aschendorff.de LarsNormann Tel. 0251 /690-916162 |lars.normann@aschendorff.de WWWDIE . -WIRTSCHAFT- MUENSTERLAND. DE < DIREKT< BUSINESSTOBUSINESS >ZIELGENAU > MÜNSTER MÜNSTERLAND DASIDEALEWERBEMEDIUM 2018.JETZT BUCHEN! NÄCHSTE AUSGABE 27.2.2018 Der Anzeigenschluss ist am 2.2.2018

GELD &GESCHÄFT 19 Stolperfallen mit teuren Folgen Die Erbschaftssteuer-Reform steckt voller Tücken. Die Auswirkungen der Erbschaftsteuer-Reform sorgen weiter für erhebliche Unruhe und Planungsunsicherheit in den Unternehmern. Häufig wird inder Berichterstattung eine steuerlich begünstigteoder gar steuerfreie Übertragung vonBetriebsvermögen suggeriert. Aber ist diese Aussage pauschal so richtig? Das Grundkonzept der Begünstigungen enthält neben einigen Verbesserungen aus Sicht der Unternehmen durchaus Regelungen, die zu gravierenden Schlechterstellungen für die Betroffenen führen können. So wird zum Beispiel Verwaltungsvermögen nach der Neuregelung stets voll besteuert. Aufgrund der Komplexität der Änderungen wird hier auf eine Regelung in §13b Abs. 2 Satz 2 ErbStG, die sogenannte „Missbrauchsklausel“ ,hingewiesen, der sowohl im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens als auch in der aktuellen Diskussion bisher womöglich nicht die notwendige Beachtung geschenkt wird. Hier handelt es sich um eine Prüfung bezüglich der Anwendung von Verschonungsregelungen im Falle der Übertragung betrieblicher Vermögen. Vereinfacht ausgedrückt führt ein Nichtbestehen dieses Tests durch Überschreiten der 90-Prozent-Quote, also sobald das Verhältnis des Verwaltungsvermögens zum Unternehmenswert die Grenze von 90 Prozent erreicht, zum Verlust der Be- günstigun- gen. Eine Verschonung ist dann nicht möglich. Die Beratung wird daher in Zukunft diesen 90- Pro -zent- Test ganz bewusst in die Planungen mit einbeziehen, da hieraus erhebliche Schlechterstellungen der betroffenen Unternehmer gegenüber dem bisherigen Recht resultieren können. Mein Fazit: Insgesamt erscheint das neue Recht erheblich komplizierter,sodass unbedingt und verstärkt auf die fachkundige Beratung der geeigneten Spezialisten (Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater etc.) zurückzugreifen ist. Ziel muss es sein, den gewollten Übergang zu steuern, sich vor ungewollten Ereignissen zu schützen und eine verunglückteoder veraltete Vertragsgestaltung zu erkennen und auf die aktuellen Ziele anzupassen. Mehr dennjegilt es, die Weichen für alle Unwägbarkeiten frühzeitig zu stellen. Jörg Tylla Jörg Tylla ist Bankkaufmann, Diplom- Kaufmann und als Certified Estate Planner (CEP) seit 2007 im Bereich der Vermögens- und Unternehmensnachfolge tätig (Weichenstellung Lebenswerk). ++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE ++ 6. Dezember 2017: Workshop „Singapur als Hub für die ASEAN-Staaten“, IVAM e.V.,Fachverband für Mikrotechnik, 13 –17Uhr, IHK Nord Westfalen, Sentmaringer Weg, Münster 7. Dezember 2017: IHK-Experten-Sprechtag „Nachfolge“ zum Thema Steuern, 9–16 Uhr, IHK Nord Westfalen, Sentmaringer Weg, Münster 8. Dezember 2017: „enablingcamp MÜNSTERLAND 17“, 10 –18Uhr, Tobit Campus, Parallelstraße 41, Ahaus 11. Dezember 2017: Bankensprechtag von Handwerkskammer und NRW.Bank, 9–17 Uhr, Handwerkskammer Münster, Bismarckallee 1,Münster 14. Dezember 2017: Einsteigerseminar –Einführungsveranstaltung für Existenzgründer, Wirtschaftsförderung Münster GmbH, 16 –18.30 Uhr, Technologiehof Münster, Mendelstraße 11, Münster 18. Dezember 2017: „Pitch Perfect –Sopräsentiere ich meine Gründungsidee erfolgreich“, gfw Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, 17.30 –21Uhr, Gründerschmiede Beckum im Kreis Warendorf, Hansaring 11, Beckum 16. Januar 2018: „Alleinstellungsmerkmal –Was hebt mich vom Wettbewerb ab?“, gfw Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, 15 –16.30 Uhr, kw64 Café Bar Restaurant Kabelwerk GmbH, Ostheide 1, Beelen 20./21. Januar 2018: Doglive, Sa./So. 10 –18Uhr, Messeund Congresszentrum Halle Münsterland, Münster 26. Januar 2018: Semesterpräsentation der Schule für Modemacher, 20 –22.30 Uhr, Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland, Münster 27./28. Januar 2018: Hochzeitsmesse Münster, Sa./So. 11 –18Uhr, Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland, Münster

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