AgentNews Ausgabe 3/2017

mdhmedia

AUSGABE 3 | 2017

DAS INFOMAGAZIN FÜR DIE WIENER VERSICHERUNGSAGENTEN / INNEN

JAHRESBEGINN 2018:

Das kann, muss und sollte Ich beachten | Seite 12


Versichern Sie, was

sich im Leben lohnt.

facebook.com/HDI.Lebenswert | www.hdi-leben.at


EDITORIAL

S. 26 | EIN ERFOLGREICHES

JAHR GEHT ZU ENDE

INHALTSVERZEICHNIS

IMPRESSUM ....................................................................... 3

DATENSCHUTZGRUNDVERORDNUNG .................... 4

ABSICHERUNG BEI LÄNGERER KRANKHEIT ............ 6

PFLEGEVERSICHERUNG ................................................ 7

AGENTEN VOR DEN VORHANG ..................................... 9

STEUERTIPPS MIT RAT&TAT: JAHRESBEGINN ....... 12

VOM WEIHNACHTSBAUM ZUM BRANDHERD ...... 16

AUSGLEICHSANSPRUCH TEIL 2 ................................ 18

CHECKLEASING - INTERVIEW .....................................20

KUNDENBINDUNG ZAHLT SICH AUS ......................22

WÜSTENROT – FLEXIBILITÄT UND INDIVIDUALITÄT ..24

DANKSAGUNG GREMIUM ...........................................26

Liebe Kolleginnen, liebe

Kollegen. Gefühlsmäßig kaum

begonnen, ist das Jahr 2017

auch schon wieder fast Geschichte

und wir können 2018 begrüßen!

Rückblickend betrachtet, war 2017

ein sehr spannendes und ereignisreiches

Jahr. Wir haben für unsere

Mitglieder wieder zahlreiche Informationsveranstaltungen

mit Kooperationspartnern

abgehalten, die

durchwegs gut besucht waren. 2018

wird für unsere Branche zahlreiche

Veränderungen und Neuerungen

bringen. Wir haben so zum Beispiel

die IDD und ab 25. Mai die Datenschutzgrundverordnung

quasi vor

der Tür stehen. In diesem Zusammenhang

werden wir Sie selbstverständlich

auch mit den AgentNews

auf dem Laufenden halten und

Ihnen wertvolle Hintergrundinformationen

liefern. Ich darf Sie

in diesem Zusammenhang auch auf

unsere Homepage www.wienerversicherungsagenten.at

verweisen, wo

Sie, liebes Mitglied, nicht nur aus

erster Hand über Neuerungen informiert

werden, sondern auch 24/7

alle Aktivitäten des Wiener Gremiums

der Versicherungsagenten

nachlesen können. Gerne können

Sie uns auch jederzeit Inputs und

Verbesserungsvorschläge per Mail

zukommen lassen. Auch 2018

werden wir für Sie wieder kostenlos

eine Fülle von Infoveranstaltungen

und Netzwerktreffen organisieren.

Zum Abschluss darf ich Ihnen auch

im Namen des gesamten Gremiums

besinnliche Feiertage und ein

erfolgreiches neues Jahr wünschen.

Bleiben Sie gesund!

WIR SIND FÜR SIE DA ...................................................28

Karl Weisz

Obmann

Andreas Gurghianu

Geschäftsführer

IMPRESSUM

MEDIENINHABER & HERAUSGEBER: WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN - SPARTE HANDEL, LANDESGREMIUM WIEN DER VERSICHERUNGSAGENTEN, 1040 WIEN, SCHWARZENBERGPLATZ 14

REDAKTION: CHAPTER 2 MEDIEN GMBH, WWW.CHAPTER2.AT | LAYOUT UND PRODUKTION: MDH-MEDIA GMBH, WWW.MDH-MEDIA.AT | HERSTELLUNGSORT: ÖSTERREICH

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 3


DATENSCHUTZGRUNDVERORDNUNG

WAS ÄNDER SICHT AB 25.05.2018

In den Medien ist es bereits umfassend präsent. Mit 25.05.2018 beginnt eine

„neue Ära“ im Datenschutz. Das Datenverarbeitungsregister ist Geschichte und

Datenschutzmanagement und –dokumentation im eigenen Unternehmen ist

das Gebot der Stunde.

Von Dr. Thomas Schweiger

Versicherungsagenten haben tagtäglich mit

natürlichen Personen zu tun, deren personenbezogene

Daten – unter Umständen

auch Gesundheitsdaten bei Lebens- oder Unfallversicherungen

– für die Abwicklung ihrer

Geschäfte notwendigerweise verarbeitet werden.

Sie erheben personenbezogene Daten,

speichern diese langfristig und übermitteln

diese u.a. auch an die Versicherungsunternehmen

im Rahmen der Vertragsanbahnung

bzw. des Abschlusses.

Die DSGVO bzw. das Datenschutzgesetz

dokumentieren Verpflichtungen für nahezu

jede Organisation, die personenbezogene

Daten automatisiert verarbeitet. Diese Verpflichtungen

bestehen, mit Ausnahme der

Art und Weise der Erstellung einer Dokumentation

(Datenschutz-Management), der

Notwendigkeit der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten

und der Datenschutz-Folgenabschätzung,

auch schon nach dem DSG

2000. Die Art und Weise der Verarbeitung

der personenbezogenen Daten ändert sich

nicht wesentlich, aber durch die wesentliche

Erhöhung der potentiellen Geldbußen auf

bis zu 20 Millionen Euro bzw. 4 % des Jahresumsatzes

(je nachdem welcher Betrag höher

ist als maximale Geldbuße) rückt der Datenschutz

mehr in den Fokus der Unternehmen,

Behörden und öffentlichen Stellen. Das

Datenverarbeitungsregister ist ab 25.05.2018

Geschichte. Dies wird von einer Dokumentationsverpflichtung

und der „accountability“

(Rechenschaftspflicht) abgelöst, die auch mit

einer Nachweispflicht verbunden ist. „Compliance“

wird das Gebot im Datenschutz und

„Risiko“ für Freiheiten und Rechte natürlicher

Personen ist der Ausgangspunkt für

viele Betrachtungen. Werden die Regelungen

nicht eingehalten, dann drohen (siehe § 30

DSG) hohe Geldbußen (siehe insbes. Art.

83 DSGVO; bis zu 4 % des Gesamtumsatzes

bzw. EUR 20 Mio als maximaler Rahmen),

wobei die Geldbuße das Unternehmen (und

nicht Geschäftsführung, Vorstand oder verantwortlich

Beauftrage iSd § 9 VStG) treffen

wird. Ein Rückgriff bei den Verantwortlichen

(Vorstand / Geschäftsführung) ist jedoch

denkbar.

Was sind „personenbezogene Daten“?

Die Bestimmungen der DSGVO gelten für die

Verarbeitung von personenbezogenen Daten

natürlicher Personen. Darunter sind all jene

Angaben über Betroffene, auf deren Grundlage

die Identität des Betroffenen bestimmt

werden kann oder bestimmbar ist (z.B. Namen,

Adressen, Geburtsdaten, Kontonummern,

Gesundheitsdaten etc.) zu verstehen.

Welche Maßnahmen können jetzt gesetzt

werden?

• Ein/e Verantwortliche/r sollte das Projekt

„Datenschutzmanagement“ übernehmen,

und

• die Gesamtsituation in Bezug auf die

personenbezogenen Daten natürlicher

Personen analysieren (lassen), sowie ein

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

erstellen (lassen),

• sodann Abweichungen vom Standard,

den das Gesetz vorschreibt, eruieren, und

• die technischen, organisatorischen und

rechtlichen Maßnahmen setzen, um die

bestehenden Defizite aufzuarbeiten.

Welche Grundprinzipien normiert die

DSGVO?

Rechtmäßigkeit

Die Verarbeitung der Daten muss „rechtmäßig“

sein, dh es muss mindestens eine der

in der DSGVO genannten Rechtsgrundlagen

gegeben sein. Diese sind z.B. die (freiwillige,

informierte) Einwilligung, ein Vertrag, der

zwischen den Parteien abgeschlossen ist/

wird, eine rechtliche/gesetzliche Verpflichtung

des Verarbeiters, lebenswichtige Interessen

der betroffenen Person, öffentliche

Interessen oder ein überwiegend berechtigtes

Interesse an der Verarbeitung der Daten (siehe

Infokasten)

Transparenz & Information

Die DSGVO bringt umfassende Informationspflichten

für den Verantwortlichen und

Rechte für die betroffenen Personen (z.B.

Auskunft, Richtigstellung, Löschung etc.)

Zweckbindung

Die Verarbeitung der Daten muss einem

eindeutig, festgelegten Zweck dienen, und

die Daten dürfen nur für diesen konkreten

Zweck verwendet und nicht für andere Zwecke

genutzt werden.

Datenminimierung

Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn diese

für den (definierten) Zweck notwendig sind.

Richtigkeit

Die Daten müssen sachlich richtig sein.

Speicherbegrenzung

Personenbezogene Daten dürfen nur so lange

gespeichert werden, als dies für den Zweck

erforderlich ist und die Speicherdauer ist festzulegen.

Integrität & Vertraulichkeit

Die Integrität der Daten und die Vertraulichkeit

sind zu schützen.

Die Einwilligung (Zustimmung) Die Einwilligung

sollte nur dann als Grundlage

für die rechtmäßige Verarbeitung verwendet

werden, wenn andere Möglichkeiten

(Vertrag, gesetzliche Verpflichtung) nicht

möglich sind. Die Einwilligung ist jederzeit

widerrufbar, und die Person ist auch

vor der Einwilligung auf diese Widerrufsmöglichkeit

hinzuweisen. Ein Beispiel

für die Datenverarbeitung aufgrund Einwilligung

ein „Newsletter-Abo“. „Hauptvertrag“

(z.B. Versicherungsvermittlung)

reicht nicht aus, denn das sog. Kopplungsverbot

ist zu beachten, dh die Einwilligung

für Marketingmaßnahmen darf

nicht im Hauptvertrag selbst (versteckt)

enthalten sein, sondern der Kunde muss

die Möglichkeit haben, den Hauptvertrag

auch ohne den Zusatz „Marketingmaßnahmen“

abzuschließen. Die Einwilligung

ist nachzuweisen, und der Kunde

muss freiwillig für den bestimmten Fall,

in informierter Weise und unmissverständlich

in die Verarbeitung seiner Daten

einwilligen.

4 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Was kann der erste Schritt sein?

Nach Art 30 DSGVO ist ein sog. Verzeichnis

von Verarbeitungstätigkeiten (VV) zu

erstellen. Diese Verpflichtung wird nahezu

jedes Unternehmen treffen, denn nur Organisationen,

die personenbezogene Daten nur

gelegentlich verarbeiten, sind ausgenommen.

Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

enthält zumindest Folgendes:

• der Name und die Kontaktdaten des

Verantwortlichen sowie eines etwaigen

Datenschutzbeauftragten

• die Zwecke der Verarbeitung

• die Kategorien der Betroffenen und der

personenbezogenen Daten

• die Kategorien von Empfängern,

• gegebenenfalls Drittlandübermittlungen

sowie Garantien;

• die Löschungsfristen;

• eine allgemeine Beschreibung der technischen

und organisatorischen Maßnahmen

(TOMs)

Informationspflichten nach der DSGVO

Die betroffene Person ist zu informieren, welche

konkreten Daten (Kontaktdaten, inhaltliche

Daten) zu welchem Zweck (Erfüllung

des Vermittlungsvertrages) und aufgrund

welcher Rechtsgrundlage (Vertrag/Vertragsanbahnung)

diese erhoben werden, sowie an

welche Empfänger die Daten weitergegeben

(Versicherungsunternehmen) werden und

wie lange bestimmte Daten (sieben Jahre

gem. § 132 BAO / drei Jahre) aufbewahrt

werden. Auch über die Rechte als Betroffener

(z.B. Auskunftsrecht, Recht auf Löschung

oder Berichtigung, Beschwerderecht…) ist

zu informieren. Die Datenschutz-Information

sollte offline oder online bereitgestellt

werden. Der Versicherungsagent, der einen

Newsletter versendet, benötigt für diese „Verarbeitungstätigkeit“

einen eigenen Eintrag

im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

sowie die (nachweisbare) Einwilligung.

Ist ein Datenschutzbeauftragter (DSB) zu bestellen?

Die DSGVO schreibt einen DSB vor, wenn

die Kerntätigkeit des Unternehmens die umfangreiche

Verarbeitung besonderer Datenkategorien

(z.B. sensible Daten) umfasst oder

umfangreiche regelmäßige und systematische

Überwachung von betroffenen Personen

erforderlich macht. Wenn daher Gesundheitsdaten

im Rahmen der Vermittlung von

Lebens- oder Unfallversicherung verarbeitet

werden, dann wird das uU eine Kerntätigkeit

des Versicherungsagenten sein. Wenn dies

„umfangreich“ erfolgt, dann besteht auch die

Verpflichtung einen DSB zu bestellen. Der

Terminus „umfangreich“ wird noch durch

die Entscheidungen der Aufsichtsbehörden

konkretisiert werden, aber es wird vermutlich

auf die Anzahl der Datensätze bzw. Kundenbeziehungen

ankommen. Auch, wenn diese

Voraussetzung nicht erfüllt ist, ist es sinnvoll,

dass jede Organisation jemanden benennt,

der sich um die Angelegenheiten des Datenschutzes

als „Daten-Koordinator“ kümmert.

Wann ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung

notwendig?

Eine DSFA (oder englisch: DPIA oder PIA)

ist dann erforderlich, wenn mit der Verarbeitung

der Daten ein hohes Risiko für

die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen

verbunden ist. Dies wird bei der überwiegenden

Zahl von Verarbeitungsvorgängen

bei Versicherungsagenten (Kundeninformationssystem,

Auftraggeberdatenverwaltung,

Newslettertool, Bewerberverwaltung, Personalverwaltung)

nicht der Fall sein.

Werden Gesundheitsdaten verarbeitet, dann

könnte dies ein hohes Risiko iSd Art 35

DSGVO darstellen, und die Notwendigkeit

einer Datenschutz-Folgenabschätzung auslösen.

Es sollte in jedem Fall dokumentiert werden,

wie das Risiko der Verarbeitung (in Bezug auf

die betroffenen Personen) eingeschätzt wird,

und wie das Unternehmen mit technischen

und organisatorischen Maßnahmen (z.B. Verschlüsselung)

sicherstellt, dass sich das Risiko

nicht verwirklicht.

Betroffenenrechte

Ein wesentlicher Punkt sind auch die Rechte

der Betroffenen nach der DSGVO, z.B. das

Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung,

Einschränkung der Verarbeitung oder auch das

Recht auf Datenübertragbarkeit.

Um Anfragen von Betroffenen in diesem Zusammenhang

fristgerecht, dh binnen 1 Monat

erfüllen zu können, ist es notwendig zu wissen,

welche konkreten Daten wo gespeichert

und wie verwendet, insbesondere an wen

übermittelt werden, und insbes. auch wie

die Daten erhoben wurden (wenn dies nicht

beim Betroffenen selbst erfolgte).

Die Informationen sind auf Anfrage – nach

Prüfung der Identität - unentgeltlich zu erteilen,

außer die Anfrage erfolgte unbegründet

oder ist exzessiv.

Datenschutzverletzung – was ist zu tun?

Eine Datenschutzverletzung liegt zB vor,

wenn personenbezogene Daten an unbefugte

Personen zu gelangen drohen, so z.B. wenn

ein USB-Stick mit Daten über Kunden verloren

geht, oder bei einem Hacker-Angriff

oder der Versendung eines Newsletters ohne

Verwendung der bcc-Funktion im Email.

Datenschutzverletzungen sind binnen 72

Stunden der Datenschutzbehörde (außer es

ist kein Risiko für die Rechte und Freiheiten

natürlicher Personen gegeben) und auch den

betroffenen Personen (bei hohem Risiko) zu

melden. Professionelle Unterstützung ist in diesem

Zusammenhang immer empfehlenswert.

Die Geldbußen – sind sie wirklich so hoch?

Geht man von den derzeitigen verhängten

Geldstrafen (z.B. EUR 700,-- für eine nicht

registrierte Videoüberwachung) aus, dann

sind die potentiellen Geldbußen, die Unternehmern

nach dem 25.05.2018 drohen wesentlich

höher.

In der DSGVO werden die Strafzumessungsgründe

umfassend beschrieben und z.B. der

Grad des Verschuldens oder auch die Tatsache,

dass mit der Aufsichtsbehörde zusammengearbeitet

wird und auch die Auswirkungen

der Datenschutzverletzung spielen bei

der Strafbemessung eine Rolle.

Die Geldbußen sollen in jedem Einzelfall

wirksam, verhältnismäßig und abschreckend

sein, und die DSGVO kennt eine Vielzahl

von Strafzumessungsgründen. Die DSGVO

geht davon aus, dass sich die Unternehmen

an die Bestimmungen halten, dies auch dokumentieren

und dann gegenüber der Behörde

im Rahmen der Nachweisverpflichtung auch

Rechenschaft ablegen. In anderen EU-Staaten

sind die verhängten Geldbußen bereits jetzt –

vor Geltung der DSGVO – wesentlich höher

als in Österreich.

Wie verhindert man die Geldbußen?

Die Geldbußen drohen denjenigen Organisationen,

die sich nicht um die Bestimmungen

der DSGVO kümmern. Ein Unternehmen

sollte daher jedenfalls

• ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

(VV) erstellen,

• sich darum kümmern, dass die personenbezogen

Daten auf „need-to-know-

Basis“ verarbeitet werden, dh nur diejenigen

Personen Zugriff haben, die diese

Daten auch im Rahmen ihrer Tätigkeit

bearbeiten müssen,

• die technischen und organisatorischen

Maßnahmen (TOMs) dokumentieren

und auch deren Einhaltung kontrollieren,

• sicherstellen, dass die Informationsverpflichtungen

nach der DSGVO insbes.

bei der Erhebung der Daten eingehalten

werden können,

• sowie einen Leitfaden erstellen, wie die

Rechte der betroffenen Personen (Auskunft,

Löschung etc…) erfüllt werden

können

• und überdies dokumentieren, wie im Fall

einer Datenschutzverletzung rechtzeitig

reagiert werden und die Verpflichtung

zur Meldung erfüllt werden kann.

WWW.S-M-P.AT

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 5


BESSERE ABSICHERUNG

BEI LÄNGERER KRANKHEIT

BESCHLOSSEN

Mehr Leistung, mehr Sicherheit: Im kommenden Jahr gibt es auch für Selbständige

Krankengeld. Für Unternehmer mit weniger als 25 Beschäftigten gibt es ab

dem 1. Juli 2018 bei einem Krankenstand von mindestens 43 Tagen ab dem

4. Tag der Krankheit Geld. Ausbezahlt wird es rückwirkend.

Der Nationalrat hat, in einer seiner letzten

Sitzungen, wichtige Verbesserung für

Selbstständige beschlossen: Wer länger als

43 Tage krank ist, erhält das Krankengeld

künftig rückwirkend ab dem vierten Tag

ausbezahlt. Gelten soll das neue Gesetz ab

Juli 2018 für Selbstständige, die in ihrem

Betrieb mitarbeiten und die entweder niemanden

oder weniger als 25 ArbeitnehmerInnen

beschäftigen.

Denn für EPUs und Selbständige mit wenigen

Mitarbeitern kann eine längere Erkrankung

existenzbedrohend sein. „Mit dem

Krankengeld ab dem vierten Tag wird endlich

eine wichtige Lücke im sozialen Netz

für Selbstständige geschlossen“, zeigt sich

der Obmann des Landesgremiums Wien

der Versicherungsagenten, Karl Weisz, von

dieser Verbesserung erfreut. Bisher hatten

UnternehmerInnen erst nach 43 Tagen Anspruch

auf Krankengeld.

„Mir ist wichtig, dass erkrankte Unternehmerinnen

und Unternehmer, nicht gleich

vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen

dürfen. Es muss daher unser Ziel sein, dass

es nicht bei diesem Schritt bleibt, sondern

die soziale Absicherung für Selbstständige

weiter ausgebaut wird“, so Weisz weiter.

Durch die neue Regelung werden Härtefälle

abgemildert. Selbständige können sich

mit dieser Krankengeld-Leistung - wie Unselbständige

- auch im Fall einer längeren

Krankheit auf eine finanzielle Absicherung

verlassen.

„Es muss daher unser Ziel sein, dass es

nicht bei diesem Schritt bleibt, sondern

die soziale Absicherung für Selbstständige

weiter ausgebaut wird“

Karl Weisz

Obmann

Leistungen auf

einen Blick:

• Statt wie bisher ab dem 43. Tag der

Erkrankung, wird es jetzt bereits

ab dem 4. Tag rückwirkend ausbezahlt.

• Voraussetzung ist eine Krankenstandsdauer

von mindestens 43

Tagen.

• Man kann das Krankengeld bis zu

20 Wochen lang beziehen.

• Das Krankengeld für Selbständige

beträgt aktuell (2017) 29,46 Euro

pro Tag.

• Das neue Krankengeld ab dem

4. Tag ist eine weitere Ergänzung

zur sozialen Absicherung von

Selbständigen, wie Wochengeld,

reduzierte Mindestbeitragsgrundlagen

bei der SVA oder Leistungen

des SVA-Unterstützungsfonds.

6 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


PFLEGEVERSICHERUNG

PFLEGE ORDENTLICH VERSICHERN

Immer mehr Menschen in Österreich sind pflegebedürftig. Offizielle Statistiken

weisen aus, dass jede vierte Familie von dieser Problematik betroffen ist. Ein

Ende des Trends ist kaum in Sicht. So soll die Zahl der Pflegebedürftigen im Jahr

2030 weiter erheblich ansteigen.

Etwa 100.000 ÖsterreicherInnen leiden an

einer dementiellen Erkrankung. 2050 wird

diese Zahl auf etwa 230.000 angestiegen

sein - denn mit dem Alter steigen Inzidenzund

Prävalenzzahlen.

Hauptgrund für diese Entwicklung ist der

medizinische Fortschritt und der daraus resultierende

Anstieg der Lebenserwartung.

Doch längst nicht jeder Pflegebedürftige

ist im hohen Alter. Auch in jungen Jahren

können gesundheitliche Notwendigkeiten

die Pflege vonnöten machen. Bei den anfallenden

Pflegekosten setzen viele auf die

gesetzliche Pflegeversicherung. Aber deren

Leistungen sind begrenzt. Egal wie viel

Pflege letztlich benötigt wird, die gesetzliche

Pflegeversicherung wird immer nur

einen Teil der Kosten abdecken. Die Folge:

Das verfügbare private Geld kann schnell

aufgebraucht sein. Im Rahmen der gesetzlichen

Pflegeversicherung erhalten die Versicherten

je nach Grad der Pflegebedürftigkeit

ein entsprechendes Pflegegeld oder

Sachleistungen für die Pflege zu Hause. Die

dabei anfallenden Summen hören sich auf

den ersten Blick hoch an. Allerdings kostet

ein Platz im Pflegeheim, unter Berücksichtigung

von Unterkunft und Verpflegung,

rasch 3.000 Euro und mehr pro Monat.

Selbst in der höchsten Pflegestufe entsteht

hier eine monatliche Finanzierungslücke

von über 1.000 Euro, die durch privates

Vermögen gedeckt werden muss. Private

Pflegezusatzversicherungen können jedoch

dieses Problem lösen. Im Versicherungsfall

wird der vereinbarte Pflegebetrag monatlich,

ohne Nachweis der tatsächlich anfallenden

Pflegekosten, ausgezahlt. Je jünger

man bei Vertragsschluss ist, umso niedriger

sind die monatlichen Kosten.

Aufgrund des demografischen Wandels

reichen die Leistungen der gesetzlichen

Pflegeversicherung nicht aus. Eine zusätzliche

private Pflegeversicherung ist die

einzige Möglichkeit, auch im Pflegefall alle

Kosten problemlos tragen zu können, ohne

Ihre Familie zu belasten. Vorsorge ist daher

auf diesem Gebiet im Sinne Ihres Kunden

extrem wichtig.

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 7


Die Allianz Global Assistance Reiseversicherung lädt Sie und

Ihre Begleitung zum Agenten-Get-Together mit Sekt und

Brötchen auf der Ferien-Messe Wien. Spannende News

erwarten Sie.

WANN: Freitag 12.01.2018 ab 14.00 Uhr

WO: Allianz Global Assistance Stand, Halle A, Stand Nr. 0341

Überzeugen Sie sich von unserem Produktangebot und lassen Sie sich von

ersten Einblicken in unsere neue Reiseversicherungswelt überraschen.

Gegen Vorlage einer Visitenkarte erhalten Sie Sekt und Brötchen. Pro Partner

werden 2 Eintrittskarten zur Verfügung gestellt.

Die Karten gelten für Sie und Ihre Begleitung sowohl für die Ferien-Messe

Wien als auch die Vienna Autoshow.

Anmeldungen richten Sie bitte bis 20.12.2017 an

christine.altmann@allianz-assistance.at

8 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


AGENTEN VOR DEN VORHANG

Die Auszeichnung verdienter Kolleginnen und Kollegen ist für das

Landesgremium Wien schon zur lieben Tradition geworden.

In einer schnelllebigen Zeit in der sehr Vieles

als selbstverständlich angesehen wird,

kommt ein ehrlich gemeintes „Dankeschön“

viel zu selten über die Lippen. Doch

das ist bei den Wiener Versicherungsagenten

anders. „Als aktive Interessenvertretung

und starker Servicepartner setzen

wir uns Jederzeit für unsere Mitglieder ein.

Unser Ziel ist es, dass Sie für Ihre unternehmerische

Tätigkeit gute Rahmenbedingungen

vorfinden, auf denen Sie Ihren Erfolg

aufbauen können. Daher möchten wir

unseren langjährigen Mitgliedern für ihre

langjährige Tätigkeit und Erfolg Danke

sagen“, so Obmann Karl Weisz bei der Feier

anlässlich der Mitglieder-Ehrung. Für die

Ausgezeichneten – ab einer Mitgliedschaft

von zehn Jahren darf man sich dazuzählen.

Es gab es neben einer Urkunde noch ein

schönes Erinnerungsstück aus Glas. spannende

Gespräche im Kreise der Kollegenschaft

sowie das eine oder andere Glaserl

Wein rundeten die Veranstaltung ab.

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 9


Christian Mikysek, 10 Jahre Mitglied

Gerald Galli, 15 Jahre Mitglied

Hans Etz, 25 Jahre Mitglied

Ronald Heider, 20 Jahre Mitglied

10 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Thomas Mailer, 20 Jahre Mitglied

Frau Provaznik vertritt die Optinvest Vermögensberatung, 15 Jahre Mitglied

Herr Tauschner vertritt die Pantheon Consult GmbH, 10 Jahre Mitglied

Zoran Savic, 15 Jahre Mitglied

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 11


STEUERTIPPS MIT

JAHRESBEGINN 2018:

DAS KANN, MUSS, SOLLTE

ICH BEACHTEN.

Neu ab 1.7.2017: Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz

Bisher kam es bei Lohnabgabenprüfungen

oft zu einer Umqualifizierung von Vertragsverhältnissen

mit teuren Folgen für

die betroffenen Personen: Gerne wurden

Werkverträge in Dienstverträge umqualifiziert

und alle damit verbundenen Abgaben

wie Krankenkassenbeiträge (die

ASVG Beiträge sind deutlich höher als die

GSVG Beiträge) und Lohnnebenkosten

vorgeschrieben.

Mit einem neuen Verfahren nach dem Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz

soll

nun die Zuordnung zum jeweiligen Sozialversicherungsträger

bereits zu Beginn der

Tätigkeit verbindlich festgestellt werden.

Vorabprüfung bei Neuanmeldung: Mit

Einlangen der Versicherungserklärung eines

Unternehmers bei der SVA prüft diese

mittels Fragebogen ob bei Aufnahme der

Erwerbstätigkeit von „Neuen Selbstständigen“,

bestimmten freien Gewerbetreibenden

bzw. bei bäuerlichen Tätigkeiten eine

Pflichtversicherung nach dem Allgemeinen

Sozialversicherungsgesetz (ASVG) oder

nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz

(GSVG) bzw. BSVG vorliegt.

Abstimmung: Durch ein gemeinsames

Feststellungsverfahren von SVA und GKK

werden der Sachverhalt sowie die Ergebnisse

abgestimmt. Abhängig vom Ergebnis der

Überprüfung ergeht ein Bescheid der SVA

oder der GKK.

Versicherungszuordnung auf Antrag:

Daneben besteht nun auch die Möglichkeit,

dass GSVG-Versicherte oder ihr Auftraggeber

die bereits bestehende Pflichtversicherung

durch die SVA oder GKK auf

Richtigkeit prüfen lassen.

Bindungswirkung: Der Feststellungsbescheid

über die sozialversicherungsrechtliche

Zuordnung bindet einerseits die

Versicherungsträger, andererseits entfaltet

dieser Bindungswirkung für die Zuordnung

zu selbstständigen oder unselbstständigen

Einkünften auch für die Ermittlung

der Einkommensteuer/Lohnsteuer. Eine

Neuzuordnung kann nur dann vorgenommen

werden, wenn eine Änderung des für

die Zuordnung maßgeblichen Sachverhalts

eintritt.

Neu ist auch, dass es bei einer rückwirkenden

Umqualifizierung eines „Scheinselbstständigen“

in einen Dienstnehmer zu

einer beitragsrechtlichen Rückabwicklung

kommt. Nach bisheriger Rechtslage musste

der Dienstgeber die Sozialversicherungsbeiträge

nachträglich abführen.

Nunmehr kommt es zu einer Anrechnung

von Beiträgen, die der Vertragspartner

bereits geleistet hat und diese geleisteten

Beiträge werden direkt an die Gebietskrankenkasse

überwiesen.

Die Lohnnebenkosten wie Dienstgeberbeitrag,

Kommunalsteuer etc. fallen aber in

einem solchen Fall leider zusätzlich an.

12 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Automatische Übermittlung

von Sonderausgaben

an das Finanzamt!

Ab dem Jahr 2017 müssen Spenden an begünstigte

Vereine und Institutionen sowie

Kirchenbeiträge von diesen Organisationen

direkt an das Finanzamt gemeldet

werden. Das Finanzamt erstellt eine automatische

Veranlagung.

Wir haben in unserem Newsletter im April

berichtet. Jetzt verschickt das Finanzamt

die ersten Bescheide. Diese betreffen natürlich

das Jahr 2016 und beziehen sich bei

Guthaben nur auf „Negativsteuer“, da die

Spendenempfänger ja erst ab heuer melden.

Wenn Sie also 2016 gespendet haben

müssen Sie für die steuerliche Absetzbarkeit

wie bisher selbst einen Jahresausgleich

durchführen.

Im Bescheid ist eine Frist angeführt, die

aber eigentlich keine besondere Rechtswirkung

hat. Bringt man nämlich einen

Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung ein

bewirkt dieser die Wiederaufnahme des

Verfahrens, und dafür hat man – wie bisher

– fünf Jahre Zeit.

Das Finanzamt überweist dann nach verstrichener

Frist den automatisch ausgerechneten

Betrag, bei späterer Veranlagung

wird eine Gutschrift, die darüber hinausgeht,

nachüberwiesen.

In den jetzt verschickten Bescheiden wird

auch die Bankverbindung abgefragt – haben

Sie mittlerweile ein anderes Bankkonto

sollten Sie das unbedingt während der Frist

berichtigen, da sonst auf das nicht mehr

existente Konto überwiesen wird!

Wichtig für Spenden 2017:

• Vor der Zahlung ein Blick in die beim

BMF geführte Liste!

• Vor- und Zunamen (wie am Meldezettel

angegeben!)

• das Geburtsdatum

• anonym Spenden bedeutet Verlust der

steuerlichen Absetzbarkeit

Betriebliche Spenden sind von der automatischen

Übermittlung nicht betroffen.

Sie finden weiterhin in die Buchhaltung des

Unternehmens Eingang.

Ebay, willhaben & Co:

Auch dabei schaut der

Fiskus zu!

Ebay, willhaben und Co boomen. Es ist

schnell, praktisch und oft findet man

Schnäppchen.

Durch den Verkauf von Omas altem Service

hat man ein gutes Gewissen es nicht

weggeschmissen zu haben und obendrein

ein paar Euro Taschengeld.

Man glaubt es kaum, aber auch dabei sind

einige steuerliche Grundregeln zu beachten.

Der Verkauf von alten, privaten Dingen

führt selbstverständlich zu keiner Einkommensteuerpflicht.

Bei Gütern, die man

allerdings kürzer als ein Jahr besitzt, also

innerhalb eines Jahres verkauft, ist Vorsicht

geboten. Es gilt nämlich die einjährige

Spekulationsfrist. Ein Gemälde vom Flohmarkt,

das sich dann doch als nettes Sammlerobjekt

herausstellt und einen Preis über

die seinerzeitigen Anschaffungskosten erzielt,

führt also bei Verkauf innerhalb eines

Jahres zur Steuerpflicht, außerhalb nicht.

Wenn man sehr häufig, also über ein „normales“

Maß auf ebay & Co handelt, muss

man sich schon die Frage gefallen lassen, ob

man nicht im steuerlichen Sinn gewerblich

tätig ist. Dann gilt auch die oben beschriebene

einjährige Spekulationsfrist nicht und

es tritt sofort Einkommensteuerpflicht ein.

Gewerblich tätig wird man, wenn man mit

Gewinnerzielungsabsicht am allgemeinen

wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt. Das

wird spätestens dann der Fall sein, wenn

man Ware einkauft, um diese auf ebay anzubieten.

Auch eine eventuelle Umsatzsteuerpflicht

wäre zu prüfen.

Wer kontrolliert das und wenn, dann wie?

Da sitzt nicht eine Heerschar eifriger Beamter

sondern es werden von der Finanzverwaltung

listige EDV-Programme eingesetzt,

die nützliche Hinweise geben.

Die Welt des Internets ist groß, die Kontrollmöglichkeiten

allerdings auch!

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihr

Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter

unter

01 / 278 12 95 sowie

office@jupiter.co.at

gern zur Verfügung.

www.jupiter.co.at

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 13


WIR FÖRDERN

DAS ERSTE

HALBJAHR!

Garantierter Erfolg mit aktivem Sport!

Andreas Nöhmayr & Karl Weisz

Ihr Landesgremium Wien der Versicherungsagenten

Karl Weisz

Gremialobmann

Andreas Gurghianu

Gremialgeschäftsführer

14 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS

dieversicherungsagenten.at/wien


Der Versicherungsagent hat mehr Erfolg mit aktivem Sport!

Helmut Purker – Obmann Stv.

Ihr Geschäft läuft! Tun Sie das auch!

Karl Weisz – Obmann

Gemeinsam aktiv mit mehr Power in den Tag!

Alexander Müllner - GO Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit

EXKLUSIV FÜR SIE unsere Vereinbarung mit der FIT FABRIK PLUS!

Trainieren Sie statt 12 Monate 14 Monate (inkl. Getränkeabo)

Erhalten Sie vom Gremium die erste Halbjahres-Prämie rückerstattet*, dazu

benötigen wir den ausgefüllten Förderantrag mit Jahresvertrag und Einzahlungsbeleg.

Die Unterlagen senden Sie an versicherungsagenten@wkw.at

Anmeldung ausschließlich Fit Fabrik Plus

Gewerbepark Stadlau, 1220 Wien

(*begrenztes Fördervolumen; Reihung nach Einlangen der Anmeldungen)

www.fitfabrik.at

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 15


CHRISTBAUMBRAND

VOM WEIHNACHTSBAUM ZUM BRANDHERD

Die Wiener Versicherungsagenten bringen ihre Kunden gut versichert und

sicher durch die Weihnachtszeit.

Die Weihnachtszeit ist für zahlreiche Menschen

die schönste Zeit des Jahres. Vielerorts

wird der Christbaum geschmückt und

mit Kerzen versehen, um an grauen Wintertagen

eine helle, besinnliche und vor

allem heimelige Stimmung zu schaffen.

Im Extremfall und bei Unachtsamkeit,

kann diese Idylle schnell umschlagen und

zu einem Wohnungsbrand führen. Bereits

ein kleiner Funken kann genügen, um in

Sekundenschnelle einen Vollbrand auszulösen.

Von einem Augenblick auf den

anderen kann der geschmückte Christbaum

lichterloh in Flammen stehen. Im

Zeitraum vor und nach Weihnachten und

den Heiligen drei Königen ereignen sich in

österreichischen Haushalten durchschnittlich

knapp 1.000 Brände. Ein Vergleich mit

dem Rest des Jahres zeigt, dass die Gefahr

eines Wohnhausbrandes in dieser Zeit ungefähr

sechs Mal höher ist als im Jahresschnitt.

Nicht selten geht der Brandschaden

auf einen brennenden Christbaum zurück.

Die Redaktion der AgentNews hat zu diesem

Thema mit Wolfgang Kastel von den

Helfern Wiens einen ausgesprochenen Experten

in Sachen Zivilschutz getroffen und

um Tipps für ein sicheres Weihnachtsfest

ersucht.

Begünstigt wird die Entstehung eines

Brandes dadurch, dass Weihnachtsbäume

in beheizten Wohnräumen sehr schnell

austrocknen. Denn die größte Brandgefahr

entsteht dann, wenn eine Flamme auf

verdorrte und demnach leicht entzündbare

Äste übergreift. Der trockene Christbaum

kann dann innerhalb von lediglich

20 Sekunden in Vollbrand stehen und

nach weiteren 70 Sekunden vollständig

ausbrennen. Ein Grund für diese schnelle

Ausbreitung des Feuers findet sich in den

Nadeln, von denen ein zwei Meter hoher

Baum im Durchschnitt 400.000 besitzt.

Diese Nadeln bestehen hauptsächlich aus

Wasser, ätherischen Ölen (Harz) und Zellulose.

Die ätherischen Öle, die selbst bei

sehr warmen Zimmertemperaturen in den

Nadeln verbleiben, sind leicht entflammbar

und führen schnell zu einem brennenden

Christbaum.

Sofern der Christbaum mit brennenden

Kerzen bestückt wird, sollten dieses stets

beaufsichtigt und nie allein gelassen werden.

Bei Verlassen des Raums sind diese

demnach zu löschen. Anzuzünden sind

diese stets von oben. Es sollten keine

Sprüh-, Wunderkerzen oder Sternspritzer

verwendet werden, da diese Temperaturen

von bis zu 1.000 Grad Celsius erreichen und

ein kleiner Funke die Nadeln blitzschnell in

Brand setzen könnte. Ideal sind elektrische

Lichter und Kerzen mit VDE-Zeichen und

nichttropfende Kerzen. Die Kerzen sollten

16 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Sicherheitsmaßnahmen:

Das sinnliche Fest mit Kerzenschein endet immer wieder mit Blaulicht und im schlimmsten Fall mit Verletzten.

Meist sind dafür unbeaufsichtigte Kerzen verantwortlich.

ferner nicht unter einem Ast angebracht

werden und gemeinsam mit dem Halter

senkrecht stehen. Heruntergebrannte Kerzen

sind rechtzeitig zu ersetzen. Feuerfeste

Unterlagen sind zu bevorzugen. Ferner

sollten ausschließlich Sicherheitszündhölzer

zum Einsatz kommen.

Beim Aufstellen des Baumes ist für einen

sicheren und festen Stand zu sorgen. Damit

soll verhindert werden, dass dieser

umkippt bzw. leicht umgestoßen wird und

die Flammen vom Hausrat Besitz ergreifen.

Eine gute Alternative stellen mit Wasser befüllbare

Ständer dar. Auf diese Weise bleibt

der Weihnachtsbaum auch länger frisch.

Der Christbaum sollte ferner in sicherem

Abstand von mindestens 50 Zentimeter zu

anderen brennbaren Gegenständen aufgestellt

werden, speziell Möbel, Teppiche,

Vorhänge und Geschenkpapier. Zugluft ist

zu unterbinden, damit flackernde Kerzen

nicht eine zusätzliche Gefahr darstellen

und zu einem brennenden Christbaum

führen.

Je früher der Christbaum gekauft wird,

desto stärker trocknet dieser bis zum Heiligen

Abend aus. Demnach sollte dieser

erst kurz davor erworben werden und stets

kühl im Freien oder in einem Gefäß mit

Wasser aufbewahrt werden. Trockene Äste

und Zweige sind umgehend zu entfernen,

da diese einen brennenden Christbaum begünstigen.

Lametta, Figuren etc. sollten einen Mindestabstand

von 20 cm von den Kerzen

aufweisen. Auch sonstiger Baumbehang,

der aus leicht brennbarem Material besteht,

sollte in sicherer Entfernung angebracht

werden. Bei Lichterketten ist darauf zu

achten, dass die Glühbirnen nicht zu nah

an leicht brennenden Objekten wie Papierdekorationen

oder Strohsternen liegen. Zu

beachten ist zudem, dass falsche Glühbirnen

viel Energie ziehen, wodurch dünne

Stromkabel überhitzen und Schwelbrände

auslösen könnten. Von Christbaumschnee

aus Spraydosen wird angesichts des brennbaren

Treibmittels abgeraten.

Es ist sinnvoll, eine Gießkanne, Löschdecke,

einen Scheuerlappen oder einen

gefüllten Wassereimer für den Fall einer

Unachtsamkeit bereitzustellen. Falls noch

nicht geschehen, sind Rauchmelder zu

montieren, die kleinste Rauchpartikel erkennen

können und schnell Alarm schlagen.

Auch ein Feuerlöscher sollte stets

griffbereit sein. Denn wird dieser bei einem

brennenden Christbaum nicht innerhalb

von 2 bis 3 Sekunden eingesetzt, ist es zumeist

schon zu spät.

Trockene Äste, lockere Kerzen, die Neugier

der Kinder oder unbeobachtete Haustiere

– jedes Jahr enden Weihnachtsfeste mit einem

großen Feuerwehreinsatz. Wann zahlt

die Versicherung nach einem Christbaumbrand.

Nach einem Brandfall, besonders zu Weihnachten,

sitzt der Schock sehr tief und wird

mitunter noch größer, wenn man erfährt,

dass der Schaden nach dem Christbaumbrand

nicht durch die Haushaltsversicherung

gedeckt ist. In vielen Fällen deckt

die Haushaltsversicherung den Brandschaden

inklusive Löschkosten und auch

den Folgeschaden. Allerdings werden die

Kosten nicht übernommen, wenn grobe

• Für einen sicheren und festen

Stand des Baumes sorgen

• Alternativ mit Wasser befüllte

Ständer verwenden

• Sicherheitsabstand zu brennbaren

Gegenständen einhalten

• Brennende Kerzen keiner Zugluft

aussetzen

• Brennende Kerzen stets beaufsichtigen

• Beim Verlassen des Raumes, alle

Kerzen löschen

• Sprüh- und Wunderkerzen erhöhen

das Riskio auf einen Brand

• Kerzen nicht direkt unter einem

Ast anbringen

• Kerzen rechtzeitig erneuern

• Feuerfeste Unterlagen und Sicherheitszündhölzer

sind zu empfehlen

• Christbaum erst kurz vor dem

Heiligen Abend kaufen

• Im Freien oder in einem Gefäß

mit Wasser aufbewahren

• Trockenes Geäst entfernen

• Baumschmuck mindestens 20 cm

entfernt von Kerzen platzieren

• Lichterketten nicht in der Nähe

von Papierdekor aufhängen

• Dünne Stromkabel überhitzen

leichter und begünstigen Schwelbrände

• Auf Christbaumschnee verzichten

Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.

Die Entscheidung, ob leicht oder grob fahrlässig

gehandelt wurde, ist fast immer eine

Einzelfallentscheidung. Grob fahrlässig

wäre der Christbaumbrand, wenn man die

Kerzen unbeaufsichtigt brennen lässt. Mittlerweile

kann man Brandschäden durch

grobe Fahrlässigkeit mitversichern lassen.

Achten Sie darauf, dass auch die Regressforderungen

des Gebäudeversicherers in

Ihrer Haushaltsversicherung mitversichert

sind, sofern der Brand durch grobe Fahrlässigkeit

verursacht wurde. Ist dies nicht

mitversichert, dann kann das für Ihren

Versicherungsnehmer die Existenz kosten.

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 17


AUSGLEICHSANSPRUCH

FÜR DEN HANDELSVERTRETER TEIL 2

Nachdem in der Ausgabe 2 der AgentNews erörtert wurde, wie man den Ausgleichsanspruch

fristwahrend geltend macht, werden wir uns heute jenen

Voraussetzungen widmen, welche vorliegen müssen, damit ein Ausgleichsanspruch

besteht.

18 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Es finden sich hierzu im § 24 Abs. 1 Handelsvertretergesetz

drei Voraussetzungen,

nämlich: (1) die Neuzuführung von

Kunden oder die westliche Erweiterung

bestehender Geschäftsverbindungen (2)

ein über das Vertragsverhältnis hinaus zu

erwartender, erheblicher Vorteil (3) die

Billigkeit der Gewährung eines Ausgleichsanspruches

in Bezug auf die bereits bezahlten

Provisionen.

Im Konkreten wird die Neuzuführung von

Kunden, sowie die westliche Erweiterung

bestehender Geschäftsverbindungen im

Folgenden behandelt:

Die Neuzuführung von Kunden:

Die Zuführung neuer Kunden durch die

werbende Tätigkeit des Handelsvertreters

setzt die Ursächlichkeit seiner Tätigkeit voraus,

wobei Mitursächlichkeit des Handelsvertreters

in Form einer objektiven Mitwirkung

genügt. Bei einer mehrgliedrigen

Vertreterorganisation kann auch einem organisatorisch

übergeordneten Handelsvertreter

(Generalvertreter) ein Ausgleichsanspruch

erwachsen, wenn er mittelbar für

die erfolgreiche Kundenzuführung eines

anderen „unechten Untervertreters“ an den

Unternehmer ursächlich ist, weil er diese

Untervertreterorganisation aufbaut, unterstützt,

weiterbildet, er daher damit betraut

ist, für die Erweiterung der Umsätze des

Unternehmers zu wirken.

Die Frage der Kausalität des Handelsvertreters

für die Neukundenzuführung ist

von der Frage der „Neuheit“ der Kunden

für den Unternehmer zu unterscheiden.

Dabei ist die Frage der „Neuheit“ jener der

Ursächlichkeit logisch vorgelagert. Dem

Handelsvertreter gebührt daher ein Ausgleichsanspruch

bereits dann, wenn zwar

eine Kundenliste des Unternehmers abgearbeitet

wird, eben diese Kunden aber erstmals

Kunden des Unternehmens werden.

An der entscheidenden Mitursächlichkeit

des Handelsvertreters ändert daher die

eigene Werbetätigkeit des Unternehmers

nichts. Diese ist daher selbst dann zu bejahen,

wenn durch den Handelsvertreter

Kunden im Rahmen eines Messeauftrittes

zugeführt werden.

Die Mitursächtlichkeit des Handelsvertreters

ist daher erst dann zu verneinen, wenn

der Kunden zum Geschäftsabschluss bereits

entschlossen war und der Handelsvertreter

die Bestellung ohne jegliche (Eigen)

Initiative bloß entgegennimmt.

Für die Beurteilung der Kundenzuführung

kommt es grundsätzlich nicht auf einen

Vergleich des insgesamt erzielten Umsatzes

zu Beginn des Vertragsverhältnisses mit

jenem bei seiner Beendigung an. Dem Geschäftsherrn

sind durch die Neuzuführung

von Kunden Vorteile nämlich bereits dann

erwachsen, wenn eine Wertsteigerung seines

Unternehmens durch die Chance, den

neuen Kundenstand zu nützen, eingetreten

ist. Zudem sind dem Handelsvertreter

Kundenabgänge während seiner Tätigkeit

nicht ausgleichsmindernd anzulasten, was

jedoch die Konsequenz des Vergleiches der

Umsatzzahlen zu Beginn und zum Endes

des Vertragsverhältnisses wäre.

Die wesentliche Erweiterung bereits bestehender

Geschäftsbeziehungen:

Nicht nur die Neuzuführung von Kunden

begründet gem. §24 Abs. 1 Ziff. 1 Handelsvertretergesetzes

einen Ausgleichsanspruch,

sondern auch die westliche

Erweiterung bereits bestehender Kundenbeziehungen.

Von einer bestehenden Geschäftsverbindung

kann gesprochen werden, wenn die

Aussicht auf weitere Geschäftsabschlüsse

innerhalb eines überschaubaren Zeitraums

besteht.

Betreffend der Erweiterung bereits bestehender

Geschäftsbeziehungen vertritt

der oberste Gerichtshof die Meinung, dass

diese sowohl in einer qualitativen als auch

in einer quantitativen Umsatzsteigerung

erfolgen kann. Die Wesentlichkeit ist im

Lichte dieser Judikatur zu bejahen, wenn

sich der Umsatz ungefähr verdoppelt hat.

Hierbei handelt es sich natürlich um einen

reinen Richtwert; die Wesentlichkeit wird

dann zu bejahen sein, wenn die Intensivierung

der bestehenden Geschäftsverbindung

wirtschaftlich der Zuführung eines

Neukunden gleichkommt.

Bei diesem Umsatzvergleich ist natürlich

der kundenbezogene Umsatz heranzuziehen,

sodass die Erweiterung bereits bestehender

Geschäftsbeziehungen im Einzelfall

für jeden Kunden gesondert zu prüfen ist.

Unterbleibt trotz steigender Geschäftsabschlüsse

eine Steigerung des Umsatzes in

Folge geänderter Preise bzw. in Folge eines

Preisverfalles, so wird dem Handelsvertreter

dennoch ein Ausgleichsanspruch zuzubilligen

sein, dass betreffend des Unternehmens

dennoch ein wirtschaftlicher Vorteil

eingetreten ist. Diese Geschäftsintensivierung

muss natürlich ihre Ursächlichkeit in

der (Mit-)Wirkung des Handelsvertreters

finden, um betreffend seines Ausgleichsanspruches

eine Auswirkung zu haben.

Umsatzsteigerungen, welche auf den reinen

Entschluss des Kunden bzw. welche aus einer

Preissteigerung resultieren sind daher

nicht bei der Berechnung eines Ausgleichsanspruches

zu berücksichtigen.

Um Unklarheiten und damit Streitigkeiten

im Zusammenhang mit einem Ausgleichsanspruch

zu vermeiden ist es ratenswert Aufzeichnungen

dahingehend zu führen, welche

Kunden als Neukunden dem Unternehmens

zugeführt wurden bzw. welche Kunden zur

wesentlichen Erweiterung der bestehenden

Geschäftsverbindung übernommen wurden.

Um die Wesentlichkeit der Erweiterung der

bestehenden Geschäftsverbindung abgrenzen

bzw. darlegen zu können sollten betreffend

der bestehenden Kunden die aktuelle

Umsatzzahlen dokumentiert werden. Auch

hier kann daher präventiv eine für den Handelsvertreter

günstige Beweislage geschaffen

werden, die für den Fall eine gerichtlichen

Auseinandersetzung prozessentscheidend

ist, in aller Regel aber ein Gerichtsverfahren

vermeiden wird, dies wegen der klaren Sachlage.

Sollte betreffend jeder Kunden, welche

dem Handelsvertreter zur wesentlichen Erweiterung

der bestehenden Geschäftsverbindung

überlassen bzw. übergeben werden

ein Darlehen fingiert werden, welches

mit Beendigung des Vertragsverhältnisses

fällig und einem allfälligen Ausgleichsanspruch

aufrechnungsweise gegenüber

gestellt wird ist nachstehendes festzuhalten.

Solche Konstruktionen sind grundsätzlich

zulässig, dies jedoch nur insoweit, als dass

diese Regelung bzw. Konstruktion nicht als

Umgehungsgeschäft zu werten ist, welches

den gesetzlich unabdingbaren Ausgleichsanspruch

unterwandern soll. Es sei hier

auf die letzte Veröffentlichung in Bezug

auf §27 Handelsvertretergesetz verwiesen.

Solche Umgehungsgeschäfte sind im Sinne

des ABGB als Sittenwidrig zu qualifizieren

und werden so behandelt, als ob sie nicht

existent sind.

Verantwortlich für den Artikel:

1

vgl. OGH RS0109607

2

OGH 26.04.2016 6 Ob 54/16h

3OGH 01.04.2009 9 ObA 24/08g

⁴vgl. OGH RS0062649

⁵vgl. OGH RS0124681

⁶vgl. OGH RS0117344

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 19


CHECKLEASING

JA, DEIN AGENT KÜMMERT SICH

AUCH UM LEASING!

Hand auf´s Herz, wer denkt beim Autokauf daran, dass man den neuen

„Boliden“ über den Versicherungsagenten seines Vertrauens finanzieren kann.

Erst wenn es zum Abschluss einer Kaskoversicherung oder ähnlichem kommen

soll, kommt der Agent ins Spiel.

Doch das muss nicht sein: Alles aus einer

Hand in sämtlichen Finanzierungsfragen

lautet ab sofort die Devise. Und jeder Versicherungsagent

hat das know-how und die

Erfahrung seinen Kunden ein vernünftiges

Rundumangebot zu unterbreioten.

Denn Leasing zählt bei der Anschaffung

eines neuen Autos zu den beliebtesten Finanzierungsformen

und erfreut sich in

Österreich hoher Beliebtheit. Damit man

als Versicherungsagent auch immer dem

Kunden das passende Offert liefern kann

braucht es einen verlässlichen Partner.

Checkleasing verfügt über ein 30-jähriges

know-how im Bankenbereich, davon mehr

als 20 Jahre im Bereich der Leasingfinanzierung

und der Betreung von Versicherungsagenten.

Die Finanzierungsprofis von

checkleasing optimieren Leasinganliegen

für Firmenkunden und Privatkunden im

KFZ- und Mobilienbereich.

„Unser tägliches Ziel ist es, die Erwartungen

unserer Kunden laufend zu übertreffen.

Unsere Kunden schätzen die attraktiven

Konditionen begleitet von fairen Vertragsbedingungen“,

so Geschäftsführer Walter

Rimpl im Gespräch mit den AgentNews.

20 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Ob kleiner Stadtflitzer oder geräumiges

Familienauto, Autoleasing ist sehr beliebt.

Und das nicht ohne Grund: Statt jahrelang

für den Autokauf zu sparen, zahlen

Sie in bequemen leistbaren Monatsraten.

Am Ende der Laufzeit wechseln Sie auf ein

neues Modell. Auch beim Verkauf Ihres

Gebrauchtwagens kann Checkleasing aufgrunf

vorhandener Kontakte unterstützen.

Da wird Autofahren zum echten Vergnügen.

Wenn Sie eine günstige Alternative zum

Kauf eines neuen PKW’s suchen oder Ihr

Auto nur auf bestimmte Zeit fahren wollen,

dann ist Leasing für Sie bzw. Ihre Kunden

besonders attraktiv. Nicht ohne Grund

wird in der Zwischenzeit jeder 3. Neuwagen

über Leasing finanziert.

Ganz nebenbei fahren Sie bzw. der Kunde

immer ein Auto mit modernster Technik.

Diese jungen Fahrzeuge bringen natürlich

auch ein geringes Reparaturrisiko mit sich

und Dank der Erfahrung und dem knowhow

von checkleasing auch immer mit den

attraktivsten Raten. Erhebliche Risiken wie

der Diebstahl des Autos oder ein Totalschaden

werden in der Regel zwar durch Versicherungsverträge

für das Leasingobjekt

abgefedert. Doch Versicherungen zahlen

üblicherweise nur den Wiederbeschaffungswert

des Autos. Dieser deckt sich in

einzelnen Fällen aber nicht mit dem Betrag,

den der Leasingnehmer laut Vertrag

tatsächlich noch zu zahlen hat. Für diese

Deckungslücke muss der Leasingnehmer

aufkommen. Einen Ausweg bietet eine sogenannte

GAP-Versicherung. „Auf so eine

Deckung sollte man bei Vertragsabschluss

unbedingt achten“, rät Walter Rimpl.

„Es ist unsere jahrzehntelange Erfahrung,

unser Überblick über die gesamte Branche

und die Vielzahl unserer Kontakte, welche

es ermöglichen, auch Ihr Leasingoffert und

das Ihrer Kunden zu optimieren. Und Sie

profitieren davon. Testen Sie uns unverbindlich

und holen Sie sich einen Vergleich

– schließlich geht es um Geld, um Ihr

Geld“, so Rimpl.

Doch nicht nur KFZ-Leasing wie PKW´s,

LKW´s, Motorräder, Spezialfahrzeuge etc.

sind die Spezialgebiete der Finanzierungsprofis

von Checkleasing, auch Mobilien (bewegliche

Investitionsgüter) wie z.Bsp. Maschinen,

Gerätschaften, Büroausstattung etc.

können Sie als Versicherungsagent mit gutem

Gewissen über checkleasing abwickeln.

19., Heiligenstädter Lände 11a,

Tel.: 01/367 19 75

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AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 21


KUNDENBINDUNG

ZAHLT SICH AUS

Wie Bausparverträge und Leasingfinanzierung zu lukrativen

Kundenbindungsinstrumenten werden.

Die gemeinsam mit der Fachgruppe Versicherungsmakler

und Berater in Versicherungsangelegenheiten

am 24.10.2017 abgehaltene

Informationsveranstaltung mit Expertengesprächen

und Netzwerken fand großen Anklang,

sowohl bei den Agenten als auch bei den

Maklern. Expertengespräche und Netzwerken

Thomas Litschauer – Wüstenrot Versicherung

informierte über „Einkommenssteigerung

durch Service Offensive – Finanzierung mit

Rundumschutz“ und Walter Rimpl – Firma

Checkleasing über „Die Leasingfinanzierung

als Kundenbindungsinstrument – Checkleasing

optimiert Ihre Leasinganfrage und Ihre

Kunden bzw. Sie profitieren davon!“. Bei der

anschließenden Diskussion mit Imbiss wurde

die Zeit für Netzwerken und interessante Gespräche

unter Kollegen genutzt.

22 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 23


THOMAS

LITSCHAUER

Leiter Wüstenrot

VermittlerService

Regionaldirektion

OST

STARKE TRÜMPFE:

FLEXIBILITÄT UND INDIVIDUALITÄT

Kundenbedürfnisse verändern sich und so bleibt bei den Kundenwünschen

schon seit längerem kein Stein mehr auf dem anderen. Wüstenrot setzt daher

auf Flexibilität und Individualität. Davon profitieren auch die Vertriebspartner.

Dazu Thomas Litschauer, Leiter Wüstenrot VermittlerService Regionaldirektion

OST, im Gespräch mit den AgentNews.

24 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


Was waren aus Ihrer Sicht in den vergangenen

10 Jahren die auffälligsten, insbesondere

was das Kundenverhalten betrifft?

Eine der markantesten Entwicklungen der

letzten Jahre ist die enorme Geschwindigkeit,

ausgelöst durch die Digitalisierung,

mit der sich Dinge, auch für unsere Kunden,

verändern. Wir nehmen in diesem

Zusammenhang wahr, dass Kunden besonders

individuelle Lösungen schätzen,

die ein Höchstmaß an Flexibilität bieten.

Durch die zunehmende Digitalisierung

merken wir auch, dass Kunden vermehrt

die Möglichkeit nutzen, unterschiedliche

Produkte am Markt mittels der bestehenden

Vergleichsportale zu vergleichen. In

Anbetracht dessen ist die persönliche Betreuung

am Point-of-Sale aus meiner Sicht

einer der wichtigsten Faktoren.

Gibt es so etwas wie Trends? Wenn ja, worauf

wird momentan seitens Endkunden

bzw. Vermittler besonders Wert gelegt?

Wir stellen fest, dass die Kunden bei einfachen

oder standardisierten Produkten

zunehmend digitale Wege und Lösungen

in Anspruch nehmen. Als Finanzdienstleister

ist es unsere Aufgabe diesem Trend

Rechnung zu tragen und entsprechende

Angebote zu entwickeln. Der digitale Kanal

kann aber die fundierte Beratung nicht

ersetzen. Daher wird die enge, persönliche

Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern

auch weiterhin einen hohen Stellenwert

einnehmen.

Auf welche Produkte und Serviceleistungen

setzt Wüstenrot besonders?

Wir sind darauf ausgerichtet, in jenen Sparten

zu wachsen, die die Bedürfnisse unserer

Kunden und Vermittler abdecken und

unterm Strich einen Ertrag für unser Unternehmen

bringen. Die gesamte Branche

und so auch Wüstenrot ist gefordert, Produkte

zu kreieren, die diese Gesichtspunkte

abdecken. In den letzten Jahren sind wir

überproportional im Bereich Finanzierung

gewachsen. Das Bedürfnis der Kunden

ihren Wohntraum mit der Sicherheit eines

Bauspardarlehens zu erfüllen ist in Zeiten

volatiler Kapitalmärkte sehr hoch. Diesem

Anfordernis tragen wir Rechnung in dem

wir unser Service weiter verstärkt haben.

So steht jedem Vertriebspartner unser seit

Jänner 2017 neu aufgestelltes Finanzierungskompetenzcenter

in der Stubenbastei

zur Verfügung. Jeder Maklerbetreuer kann

zudem auf einen Finanzierungspezialisten

zur Unterstützung beim Vertriebspartner

vor Ort zurückgreifen.

Was denken Sie, in welchem Maße die

Digitalisierung kurz- bis mittelfristig verändern

wird und worauf sich insbesondere

Obmann Stv. Helmut Purker gemeinsam mit dem Team des Wüstenrot VermittlerServices der Regionaldirektion Ost: Christa

Zillek, Martina Pejchar, Alexandra Eder, Thomas Litschauer, Patrick Kirisits, Christian Janeczek-Herlitzer (v.l.n.r.)

unabhängige Berater einstellen müssen, um

mit der technischen Entwicklung Schritt zu

halten?

In Zukunft werden Kunden vermehrt die

Möglichkeit nutzen, die Angebote unterschiedlicher

Versicherungsunternehmen

miteinander zu vergleichen. Der Preis alleine

wird dabei aber nicht das ausschlaggebende

Kriterium sein. Der Berater wird

vielmehr dahin gehend gefordert sein,

Deckungen und Leistungserweiterungen

transparent darzustellen, um dem Kunden

eine Entscheidungsgrundlage liefern zu

können.

In welchen Sparten kann man von Wüstenrot

in naher Zukunft Neuigkeiten oder

Anpassungen erwarten?

Natürlich werden wir unseren eingeschlagenen

Weg als DER Finanzierungspartner

für den unabhängigen Vertrieb weiter entwickeln

und ausbauen. Hier stehen bereits

jetzt Produktlösungen zur Verfügung, die

jedes Kundenbedürfnis im Bereich Wohnraumfinanzierung

abdecken.

In der Lebensversicherung werden wir

künftig noch stärker unterscheiden. Einen

Schwerpunkt widmen wir dem Thema Biometrie.

Wüstenrot ist hier Vorreiter am

Markt. Stolz sind wir darauf, der erste österreichische

Versicherer gewesen zu sein,

der mit der Vorsorge-Lösung Lebens:Wert

die erste umfangreiche Krebsversicherung

auf den Markt gebracht hat. Dieses Produkt

macht uns viel Freude, und wird uns auch

in Zukunft noch weiter beschäftigen. Einen

weiteren Schwerpunkt werden wir dem ursprünglichen

Zweck der Lebensversicherung

widmen, dem Absichern des eigenen

Lebens und dem Vorsorgen für die Alterspension.

Hier steht der Ertragsgedanke

im Mittelpunkt. Mit der fondsgebunden

Lebensversicherung Voll:Wert sowie der

kapitalbildenden FlexibleLife bieten wir

Produkte in unserem Portfolio an, die vor

allem individuell auf die Bedürfnisse der

Kunden zugeschnitten werden können.

Flexibilität auf der Produktebene und kompetente

Betreuung vor Ort werden auch

hier in Zukunft unsere Attribute sein.

Die Wüstenrot Gruppe hat mit Beginn

2017 ihre Vertriebsstruktur neu aufgestellt.

Wie wirkt sich das auf Ihren Verantwortungsbereich

aus.

Die Auswirkungen sind aus meiner Sicht,

nicht nur für den unabhängigen Vertrieb,

allesamt positiv. Dem starken Bezug zur

Regionalität wurde mit der Begründung

von 3 Regionaldirektionen Rechnung getragen.

Bei gleicher personeller Aufstellung

wurde eine Verstärkung der individuellen

Betreuung unserer Vertriebspartner erzielt.

Was können sich Agenten in der Zusammenarbeit

mit Wüstenrot alles erwarten?

Für Wüstenrot steht Service an oberster

Stelle. Dabei spielen kurze Kommunikationswege

eine wesentliche Rolle. In jedem

Bundesland bietet Wüstenrot für seine

Vertriebspartner eigene Ansprechpartner

und Servicestellen an. Die Online Plattform

www.vermittlerservice.at informiert

darüber hinaus über zentrale und regionale

Ansprechpartner und bietet schnellen

Zugang zu unseren Tools, die rasche Bearbeitung

sowie die schnelle Berechnung

von Prämien und Offerten ermöglichen.

Es können damit aktuelle Kunden- und

Vertragsdaten angezeigt werden, Tarife

und Produktinformationen abgefragt oder

Polizzenkopien, Provisionsabrechnungen

und vieles mehr heruntergeladen werden.

Dieses umfangreiche Service erleichtert

unter anderem das Arbeitsaufkommen für

die Vertriebspartner enorm.

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 25


26 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


DAS GREMIUM SAGT DANKE

FÜR EIN ERFOLGREICHES 2017!

Die Wiener Versicherungsagenten sind engagierte Dienstleister und 365

Tage im Jahr für ihre Kunden im Einsatz. Service und innovative Denkansätze

sorgen für ein konstruktives Ganzes und zufriedene Kunden.

Der Dezember ist immer jener Monat in dem die Jahresbilanzen gezogen

werden. Das Gremium der Wiener Versicherungsagenten möchte sich auf

diesem Wege bei Ihnen, liebes Mitglied für die Zusammenarbeit im fast

schon abgelaufenen Jahr bedanken und Ihnen viel Erfolg

und Gesundheit für 2018 wünschen.

Stellvertretend für das Gremium bedanken sich Obmann, Stellvertreter,

Fraktionsführer und Geschäftsführer:

Helmut Purker, Paul Eichberger, Karl Weisz, Richard Feichter,

Andreas Gurgihanu und Heinz Neumayer( v.l.)

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 27


WIR SIND

FÜR SIE DA

KARL WEISZ

GREMIALOBMANN

• Jahrgang 1973

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 1994

• Funktionär seit 2000

• Meine Aufgabe im Gremium:

die optimale Vertretung der Mitglieder / Kollegen

BERNHARD PROKES

• Jahrgang 1990

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 2010

• Funktionär seit 2015

• Meine Aufgabe im Gremium:

Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses „Junge Versicherungsagenten“

HEINZ NEUMAYER

• Jahrgang 1966

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 1988

• Funktionär seit 2010

• Meine Aufgabe im Gremium:

Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses „Aus,- Weiterbildung“

28 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


ROBERT FLETSCHBERGER

• Jahrgang 1979

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 2000

• Funktionär seit 2010 in Wien

• Meine Aufgabe im Gremium:

Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses „Recht“

HELMUT PURKER

• Jahrgang 1961

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 1981

• Funktionär seit 2000

• Meine Aufgabe im Gremium:

Arbeitsgruppe Markengründung, Bundesgremium, Weiterbildung

ALEXANDER MÜLLNER

• Jahrgang 1975

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 2000

• Funktionär seit 2010

• Meine Aufgabe im Gremium:

Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses „Öffentlichkeitsarbeit“

MARKUS BAYER

• Jahrgang 1976

• erfolgreich aktiv seit dem Jahr 2007

• Funktionär seit 2015

• Meine Aufgabe im Gremium:

Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses „Veranstaltung“

ab 01.01.2017

AGENT NEWS | 2017 | Ausgabe 3 | 29


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Montag bis Freitag: 09:00 bis 19:00

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30 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS


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32 | Ausgabe 3 | 2017 | AGENT NEWS

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