beispieldatei

p.buehler

Farbmanagement

Graukarten-Kalibrierung

Blau so aufeinander abgestimmt,

dass sie in einer weißen Stelle im Bild

ein neutrales Weiß ergeben. Dies kann

automatisch durch die Software der

Kamera oder manuell erfolgen. Beim

manuellen Weißabgleich wird eine

Graukarte fotografiert und diese dann

über die Software in der Aufnahme

neutral eingestellt. Der Weißabgleich ist

also eher ein Grauabgleich. Da aber die

Farbbalance für alle unbunten Tonwerte

von Weiß über Grau bis Schwarz gilt,

ist mit dem Abgleich mittels Graukarte

auch das Weiß abgeglichen und Farbstiche

korrigiert.

Graukarten für den Weißabgleich

sind nicht einfache graue Papiere oder

Kartons. Der Helligkeitswert sollte

zwischen L*50 und L*60 liegen. Die

Remissionskurve muss, um Metamerie

auszuschließen, über das gesamte

Spektrum gleichmäßig parallel verlaufen.

Spezielle Graukarten werden von

verschiedenen Herstellern angeboten.

Die obere Abbildung zeigt einen

Screenshot aus der Online-Anleitung

zur Graukarten-Kalibrierung für Smartphone-

und Tablet-Kameras in der App

ProCamera.

4.1.2 Farbtemperatur

Die Farbtemperatur beschreibt mit

einem Zahlenwert die spektrale Verteilung

einer Lichtsituation. Die Farbtemperatur

wird mit einem schwarzen

Strahler, dem Planck´schen Strahler, bestimmt.

Das Maximum der spektralen

Emmission einer Lichtquelle verändert

sich bei zunehmender Temperatur des

schwarzen Strahlers von Rot nach Blau.

Die Einheit der Farbtemperatur ist

Kelvin K, die SI-Einheit für die Temperatur.

5000 K entspricht der Oberflächentemperatur

der Sonne und damit

einem mittleren neutralen Weiß. Eine

Kameramenü

Weißabgleich und

Einstellung der

Farbtemperatur der

Lichtsituation

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