Die Kraft des Evangeliums 4/17
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JESUS sprach zu ihnen: »Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!<br />
Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.« (Mk. 16,15-16)<br />
Missionswerk<br />
Voice of Hope<br />
4/20<strong>17</strong><br />
Missions-Magazin<br />
Jugendliche<br />
auf dem<br />
Missionsfeld<br />
Sizilien<br />
▪ Beten Sie?<br />
▪ Ermutigung aus dem Gebet <strong>des</strong> HERRN<br />
▪ Missionsarbeit unter den moslemischen<br />
Frauen in Asien<br />
▪ Jugend auf dem Missionsfeld<br />
<strong>Die</strong> <strong>Kraft</strong> <strong>des</strong><br />
EVANGELIUMS<br />
· Verbreitung <strong>des</strong> <strong>Evangeliums</strong><br />
· Unterstützung von Missionaren und missionarischer Arbeit im In- und Ausland<br />
4<br />
20<strong>17</strong>
4<br />
7<br />
8<br />
12<br />
16<br />
19<br />
INHALT<br />
Erbauung<br />
Beten Sie?<br />
Buch-Projekt<br />
Ermutigung aus dem Gebet <strong>des</strong> HERRN<br />
Asien<br />
Missionsarbeit unter den moslemischen<br />
Frauen in Asien<br />
Sizilien<br />
Jugend auf dem Missionsfeld<br />
Seminar<br />
für Sonntagsschulmitarbeiter<br />
Literaturempfehlungen<br />
IMPRESSUM<br />
VOICE OF HOPE<br />
Herausgeber:<br />
Missionswerk Voice of Hope e.V.<br />
Eckenhagener Str. 43<br />
51580 Reichshof-Mittelagger<br />
Tel.: +49 (0)2265/99 749-0<br />
Fax: +49 (0)2265/99 749-29<br />
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www.voiceofhope.de<br />
Kontakt in den Niederlanden<br />
Fam. J.L. Roukens<br />
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Schweiz:<br />
Missionswerk Voice of Hope e.V.<br />
DE-51580 Reichshof<br />
CH80 0900 0000 9152 1048 7<br />
Niederlande:<br />
Stichting Voice of Hope<br />
IBAN: NL76 RABO 0323 1819 29<br />
Gott öffnet uns Türen, um Menschen, die auf dem Weg ins<br />
Verderben sind, den Heilsweg Gottes zu erklären.<br />
Hinweis:<br />
Zweckgebundene Spenden werden<br />
grundsätzlich satzungsgemäß und<br />
für den vom Spender bezeichneten<br />
Zweck eingesetzt. Gehen für ein<br />
bestimmtes Projekt mehr Spenden<br />
als erforderlich ein, werden diese<br />
für einen ähnlichen satzungsgemäßen<br />
Zweck verwendet.<br />
Auch den Moslems in Kasachstan wird das<br />
Evangelium von Jesus Christus erklärt.<br />
© 20<strong>17</strong> VOICE OF HOPE, Germany<br />
Bildernachweis: Shutterstock, Voice of Hope<br />
Nachdruck oder Verwendung<br />
der in diesem Heft veröffentlichten<br />
Informationen sind nur mit ausdrücklicher<br />
Genehmigung der Redaktion gestattet.
»Glaubwürdig ist das Wort und aller<br />
Annahme wert, dass Christus Jesus<br />
in die Welt gekommen ist, um Sünder<br />
zu retten, von denen ich der größte<br />
bin. Aber darum ist mir Erbarmung<br />
widerfahren, damit an mir zuerst<br />
Jesus Christus alle Langmut erzeige,<br />
zum Vorbild für die, die künftig an<br />
Ihn glauben würden zum ewigen<br />
Leben.« (1.Tim. 1,15-16)<br />
Editorial<br />
Liebe Geschwister,<br />
der Zweck, warum Jesus Christus in diese gefallene<br />
Welt gekommen war, ist Sünder zu retten. Vor Seiner<br />
Geburt sagte der Engel zu Josef: »Denn Er wird Sein<br />
Volk erretten von ihren Sünden« (Mt. 1,21). In Lukas<br />
19,10 nennt der Herr den Zweck Seines Kommens:<br />
»Denn der Sohn <strong>des</strong> Menschen ist gekommen, um zu<br />
suchen und zu retten, was verloren ist.« Retten heißt,<br />
von dem Tod erlösen, von der Sünde, der Hölle und<br />
dem Gericht.<br />
Der Apostel Paulus sah sich als den größten aller Sünder<br />
an. Gott hat ihn nicht nur gerettet, um ihn vor der<br />
Hölle zu bewahren und in den Himmel zu bringen, und<br />
nicht nur dazu, um das Evangelium zu verkündigen<br />
und Briefe zu verfassen. Der Zweck der Errettung, sei<br />
es unsere oder Paulus’, ist Gottes erbarmende Gnade,<br />
Macht und Geduld zu beweisen und zu verherrlichen.<br />
Der Sinn von Paulus’ Worten ist dieser: Wenn der Herr<br />
mit dem größten aller Sünder geduldig verfahren kann,<br />
dann steht kein Mensch außerhalb der Reichweite der<br />
Gnade Gottes. Paulus war der lebendige Beweis dafür,<br />
dass Gott jeden Sünder retten könnte.<br />
So wie Jesus Christus Paulus in den Weg getreten<br />
ist und ihm rechte Einsicht vermittelte, so tut Er es<br />
auch heute, indem Er einem Menschen das Evangelium<br />
verkündigen lässt und ihn zur Buße und zum<br />
Glauben führt.<br />
In diesem Sinne blicken wir auf ein ereignisreiches<br />
Jahr 20<strong>17</strong> zurück, in dem Gott auf vielfältige Weise Segen<br />
geschenkt hat. Ihm gebührt zuallererst der Dank<br />
und die Ehre in allen Dingen. Wir sind so dankbar, dass<br />
die Frohe Botschaft zahlreichen Menschen weitergegeben<br />
werden konnte – durch viele Bibeln und Schriften,<br />
durch Missionsreisen und biblische Unterweisungen<br />
sowie durch viele persönliche Gespräche mit den<br />
Menschen.<br />
Liebe Geschwister, wir möchten Ihnen herzlich danken<br />
für Ihre treue Verbindung mit dem Missionswerk Voice<br />
of Hope! Durch Ihre Gebete und Ihre Unterstützung<br />
haben Sie erheblich dazu beigetragen, dass eine Vielzahl<br />
von Sündern das Evangelium hören durfte. Aber<br />
auch Gläubige wurden durch bibeltreue Literatur ermutigt,<br />
den Herrn von ganzem Herzen zu lieben und<br />
Ihm zu gehorchen. Ihre Unterstützung trug dazu bei,<br />
dass verfolgte Gemeinden gefestigt und Gläubige im<br />
Glauben zugerüstet wurden.<br />
Warum brauchen die verfolgten Christen überhaupt<br />
Ermutigung, und wie erfahren sie diese? Was bezweckt<br />
das Missionswerk mit Reisen junger Christen auf das<br />
Missionsfeld, und wie läuft solch eine Reise ab? Das<br />
erfahren Sie in der Ihnen vorliegenden Magazinausgabe.<br />
Darüber hinaus finden Sie eine Vorschau auf die<br />
neu von uns herausgegebene Literatur. Im Reich Gottes<br />
mitarbeiten zu dürfen, ist ein unverdientes Vorrecht<br />
und große Freude! Lesen Sie auf diesen Seiten<br />
von Gottes wunderbarem Wirken und Seinem Segen<br />
auf den Missionsfeldern!<br />
Wir wünschen Ihnen Gottes Gnade und Führung für<br />
das kommende Jahr 2018!<br />
Im <strong>Die</strong>nst <strong>des</strong> Herrn verbunden,<br />
die Mitarbeiter von Voice of Hope<br />
Editorial<br />
3
Erbauung<br />
BETEN SIE?<br />
Ein Aufruf zum Gebet (J. C. Ryle)<br />
<strong>Die</strong> Gewohnheit <strong>des</strong> Gebets ist eines der<br />
sichersten Merkmale eines wahren Christen<br />
»Genauso<br />
wie bei<br />
einem<br />
Neugeborenen<br />
das<br />
Atmen das<br />
erste Zeichen<br />
von<br />
Leben ist,<br />
zeigt das<br />
Gebet als<br />
Erstes die<br />
Neugeburt<br />
von Männern<br />
und<br />
Frauen<br />
an.«<br />
Ich möchte Ihnen eine Frage stellen. Sie<br />
besteht aus zwei Wörtern: Beten Sie? So<br />
eine Frage kann kein anderer als Sie selbst<br />
beantworten. Ob Sie Gottesdienste besuchen<br />
oder auch nicht, kann Ihr Pastor bestätigen.<br />
Ob Sie in Ihrem Haus Andachten halten<br />
oder auch nicht, weiß Ihre Familie. Aber<br />
ob Sie persönlich beten oder auch nicht,<br />
ist eine Angelegenheit zwischen Ihnen und<br />
Gott.<br />
Ich möchte Sie von ganzem Herzen bitten,<br />
sich mit diesem Thema zu beschäftigen.<br />
Sagen Sie nicht, dass es Ihnen zu persönlich<br />
sei. Wenn Ihr Herz mit Gott im Reinen ist,<br />
brauchen Sie nichts zu befürchten. Weisen<br />
Sie meine Frage nicht so einfach ab, indem<br />
Sie antworten, dass Sie doch Ihre Gebete<br />
verrichten. Denn es ist eine Sache, Gebete<br />
zu verrichten, und eine andere, zu beten.<br />
Und erzählen Sie mir auch nicht, dass meine<br />
Frage unnötig sei. Ich möchte Sie bitten, mir<br />
für ein paar Minuten zuzuhören, damit ich<br />
Ihnen meine Frage begründen kann.<br />
Ich frage <strong>des</strong>halb, weil Beten für die Errettung<br />
eines Menschen absolut notwendig<br />
ist. Ich behaupte, dass es absolut notwendig<br />
ist, und sage es ganz bewusst. Ich rede<br />
nicht von Kindern und Unwissenden. Ich<br />
beschreibe nicht den Status eines Heiden.<br />
Ich weiß, dass da, wo nicht viel gegeben ist,<br />
auch nicht viel verlangt werden kann. Ich<br />
spreche ausdrücklich von denen, die sich<br />
Christen nennen, aus einem Land wie dem<br />
unseren. Davon rede ich, wenn ich behaupte:<br />
Kein Mann und keine Frau kann erwarten,<br />
gerettet zu sein, wenn sie nicht beten.<br />
Ich halte an der Errettung aus Gnaden genauso<br />
fest wie jeder andere. Ich würde auch<br />
freudig dem größten Sünder, der jemals gelebt<br />
hat, die freie und vollkommene Vergebung<br />
anbieten. Ich würde auch nicht zögern,<br />
an seinem Totenbett zu stehen und zu sagen:<br />
»Glaube an den Herrn Jesus Christus, und du<br />
wirst auch jetzt noch errettet werden!« Aber<br />
dass jemand die Errettung erlangen kann,<br />
ohne dass er darum bittet, kann ich in der Bibel<br />
nicht finden. Auch nicht, dass ein Mensch<br />
die Vergebung seiner Sünden erhält, <strong>des</strong>sen<br />
Herz noch nicht einmal dazu bewegt worden<br />
ist, zu sagen: »Herr Jesus, bitte gewähre mir<br />
Deine Vergebung!« Wo finden wir das in der<br />
Bibel? Dass niemand durch seine Gebete gerettet<br />
wird, kann ich dort lesen; allerdings<br />
nicht, dass jemand ohne Gebet gerettet wird.<br />
<strong>Die</strong> Bibel zu lesen, gehört nicht zu den absolut<br />
notwendigen Dingen. Es kann ja sein,<br />
dass jemand ungebildet ist oder blind, und<br />
doch wohnt Christus in seinem Herzen. Es<br />
ist auch nicht unbedingt nötig, öffentliche<br />
Predigten über das Evangelium zu hören.<br />
Vielleicht lebt derjenige irgendwo, wo das<br />
Evangelium nicht gepredigt wird, oder er ist<br />
bettlägerig oder taub. Aber all das kann vom<br />
Gebet nicht gesagt werden. Das Gebet ist<br />
unbedingt notwendig zur Errettung.<br />
Es gibt keinen goldenen Weg – weder zur<br />
Gesundheit noch zur Bildung. Ob Prinzen<br />
oder Könige, arme Leute oder Bauern, jeder<br />
Einzelne ist für die Bedürfnisse seines Kör-<br />
4<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Beten Sie?<br />
pers und Geistes selber verantwortlich. Keiner kann<br />
einen Stellvertreter für sich essen, trinken oder<br />
schlafen lassen. Auch kann das Lernen <strong>des</strong> Alphabets<br />
von keinem anderen übernommen werden. Alle<br />
diese Tätigkeiten muss jeder selbst ausführen, oder<br />
sie werden gar nicht erledigt werden.<br />
Das, was auf den Körper und Geist zutrifft, gilt<br />
ebenso für die Seele. Es gibt ganz bestimmte Dinge,<br />
die absolut notwendig für das Wohlergehen und die<br />
Gesundheit der Seele sind. Auch da ist jeder für sich<br />
persönlich verantwortlich. Jeder muss persönlich<br />
Buße tun. Jeder muss Christus persönlich anrufen.<br />
Und ebenso muss jeder persönlich zu Gott reden<br />
und beten. Das ist etwas, was Sie nur selber ausführen<br />
können, weil kein anderer diese Aufgabe für Sie<br />
übernehmen kann.<br />
Ohne Gebet zu leben, heißt, ohne Gott, ohne Christus,<br />
ohne Gnade, ohne Hoffnung und ohne den Himmel<br />
zu leben. Das bedeutet, sich auf dem Weg zur<br />
Hölle zu befinden. Überrascht es Sie jetzt noch, dass<br />
ich die Frage stelle: Beten Sie? Und ich frage Sie<br />
nochmals, ob Sie beten, weil eine Gewohnheit <strong>des</strong><br />
Gebets eines der sichersten Merkmale eines wahren<br />
Christen ist. In dieser Beziehung geht es allen<br />
Christen auf dieser Erde gleich. Von dem Moment<br />
an, wenn ihr Glaube Leben und Wirklichkeit erfährt,<br />
fangen sie an zu beten. Genauso wie bei einem Neugeborenen<br />
das Atmen das erste Zeichen von Leben<br />
ist, zeigt das Gebet als Erstes die Neugeburt von<br />
Männern und Frauen an.<br />
<strong>Die</strong>ses ist eines der gemeinsamen Kennzeichen<br />
der Auserwählten Gottes: Sie rufen Ihn Tag und<br />
Nacht an (Lk. 18,7). Der Heilige Geist, durch den sie<br />
neue Kreaturen geworden sind, erweckt in ihnen die<br />
Gewissheit der Adoption und bringt sie dazu, »Abba,<br />
lieber Vater!« zu rufen (Röm. 8,15). Wenn der Herr Jesus<br />
sie erweckt, gibt Er ihnen eine Stimme und eine<br />
Zunge und sagt ihnen: »Ihr seid nicht mehr stumm.«<br />
Gott hat keine stummen Kinder. Das Gebet ist ein<br />
Teil ihrer neuen Natur, so wie das Schreien eines<br />
Säuglings. Sie erkennen ihr Bedürfnis nach Erbarmen<br />
und Gnade. Sie fühlen ihre Leere und Schwachheit.<br />
Sie können nicht anders, als zu beten.<br />
Ich habe das Leben der Heiligen Gottes in der Bibel<br />
genau studiert, und ich konnte keinen finden, von<br />
<strong>des</strong>sen Leben uns viel berichtet wird – von der Genesis<br />
bis zur Offenbarung –, der nicht ein Mann <strong>des</strong> Gebets<br />
gewesen wäre. Es wird als eines der Kennzeichen<br />
der Heiligen erwähnt, dass sie Gott als Vater anrufen<br />
(1.Pt. 1,<strong>17</strong>), oder den Namen <strong>des</strong> Herrn Jesus Christus<br />
(1.Kor. 1,2). Dagegen erkennt man die Bösen an folgender<br />
Tatsache: »Den HERRN rufen sie nicht an« (Ps. 14,4).<br />
Auch habe ich das Leben von vielen herausragenden<br />
Christen, die seit dem Anfang der Bibel lebten,<br />
genau untersucht. Einige waren reich und andere<br />
arm. Einige waren Gelehrte und andere Ungebildete.<br />
Einige waren Anhänger der Episkopalkirche, andere<br />
kamen aus allen möglichen christlichen Denominationen.<br />
Einige waren Calvinisten und andere Arminianer.<br />
<strong>Die</strong> einen zogen es vor, eine Liturgie einzusetzen,<br />
während die anderen gar keinen Gebrauch<br />
davon machten. Aber eines hatten sie alle gemeinsam:<br />
Sie waren alle Männer <strong>des</strong> Gebets!<br />
Wenn ich die Berichte der heutigen Missionsgesellschaften<br />
ansehe, kann ich mit Freuden erkennen,<br />
dass in den unterschiedlichsten Teilen der<br />
Erde heidnische Männer und Frauen das Evangelium<br />
annehmen. Es geschehen Bekehrungen in Afrika,<br />
Neuseeland, Westindien und China. <strong>Die</strong>se bekehrten<br />
Menschen unterscheiden sich von Natur aus in jeglicher<br />
Beziehung voneinander. Aber bei allen Missionsgesellschaften<br />
kann man eine auffallende Sache<br />
beobachten: Alle diese Bekehrten beten!<br />
Ich bestreite nicht, dass es auch Menschen gibt, die<br />
ohne Ernsthaftigkeit und Herz beten. Ich behaupte<br />
auch nicht für einen Moment, dass man etwas über<br />
die Seele der Leute, die beten, aussagen kann. So<br />
wie in allen Bereichen der Religion kann es sich auch<br />
hier um Täuschungen und Heuchelei handeln.<br />
Aber das sage ich, um damit zu beweisen, dass<br />
jemand noch kein wahrer Christ sein kann, wenn er<br />
nicht betet. Er kann kein wahres Empfinden für seine<br />
Sünden haben. Er kann Gott nicht wirklich lieben.<br />
Er kann sich Christus gegenüber nicht als Schuldner<br />
fühlen und sich nicht nach der Heiligung sehnen.<br />
Sein Sehnen kann nicht nach dem Himmel sein.<br />
Er muss erst wiedergeboren werden. Zuerst muss<br />
er in eine neue Kreatur verwandelt werden. Vielleicht<br />
brüstet er sich zuversichtlich mit der Erwählung,<br />
Gnade, Glauben, Hoffnung und Erkenntnis und<br />
Erbauung<br />
5
Beten Sie?<br />
J.C. Ryle zeigt, dass Gewissenhaftigkeit im Gebet das Geheimnis von<br />
außergewöhnlicher Heiligkeit ist. Er beschreibt, wie Gebetslosigkeit zu<br />
Abtrünnigkeit führt, wohingegen das wahre Gebet ein Weg zu Glückseligkeit<br />
und Zufriedenheit ist. Schließlich werden wichtige Aspekte <strong>des</strong> Gebets kurz<br />
beleuchtet, wie z.B. Regelmäßigkeit im Gebet, Beharrlichkeit im Gebet oder<br />
das Gebet mit Glauben. Der Autor schließt mit dem Wunsch: "Ich wünsche mir<br />
nichts mehr, als dass wir in einem Zeitalter <strong>des</strong> Gebets leben. Ich wünsche,<br />
dass die Christen unserer Zeit betende Christen werden. Ebenso wünsche ich<br />
mir betende Gemeinden. Mein größter Herzenswunsch und Gebet für dieses<br />
Büchlein sind, einen Geist <strong>des</strong> Gebets zu fördern. Mein Wunsch ist es, dass<br />
diejenigen, die bisher noch nicht gebetet haben, aufstehen und Gott anrufen.<br />
Und dass diejenigen, die beten, erkennen, dass sie nicht verfehlt beten."<br />
Artikel-Nr.: 863.883 • Erhältlich bei Voice of Hope und 3L-Verlag<br />
täuscht damit unwissende Leute. Doch Sie können<br />
sicher sein: Es ist alles unnützes Gerede, wenn derjenige<br />
nicht betet.<br />
Und weiterhin sage ich, dass von allen Beweisen<br />
<strong>des</strong> Wirkens <strong>des</strong> Heiligen Geistes die Gewohnheit eines<br />
warmherzigen persönlichen Gebets als die überzeugendste<br />
Wirkung anzusehen ist. Es mag sein,<br />
dass jemand Predigten hält – aber aus falschen Motiven.<br />
Es kann sein, dass ein Mann Bücher schreibt<br />
und herrliche Reden hält sowie gute Werke anstrebt<br />
– und doch kann er ein Judas Ischariot sein. Aber es<br />
ist ganz selten der Fall, dass jemand in sein Kämmerlein<br />
geht und sein Herz vor Gott ausschüttet,<br />
ohne dass es ihm ernst ist. Der Herr Selbst hat Sein<br />
Zeichen auf das Gebet gesetzt, als Beweis für eine<br />
echte Bekehrung. Als Er Ananias zu Saul in Damaskus<br />
sandte, bekam dieser keinen anderen Beweis für<br />
die Veränderung in <strong>des</strong>sen Herz, als diesen: »Siehe,<br />
er betet!« (Apg. 9,11)<br />
Ich weiß, dass einem Menschen vieles durch den<br />
Kopf geht, bevor er dahin gelangt, zu beten. Er hat<br />
wahrscheinlich viele Überzeugungen, Sehnsüchte,<br />
Wünsche, Gefühle, Absichten, Vorsätze, Hoffnungen<br />
und Ängste. Aber alle diese Dinge sind keine<br />
sicheren Beweise. Sie sind auch bei nichtchristlichen<br />
Menschen vorhanden und beweisen gar nichts.<br />
In vielen Fällen dauern sie nicht länger an als eine<br />
Wolke am Morgen, genauso wie der Tau am Morgen.<br />
Aber ein echtes, warmherziges Gebet, das aus einem<br />
zerbrochenen und reuevollen Geist kommt, ist mehr<br />
wert als alle diese Dinge zusammen.<br />
Ich weiß, dass der Heilige Geist, der den Sünder zur<br />
Umkehr bewegt, ihn in vielen Fällen auf eine langsame<br />
Art und Weise leitet, um ihn mit Christus bekannt<br />
zu machen. Aber wir Menschen können nur<br />
das Äußere sehen. Ich kann niemanden als gerettet<br />
bezeichnen, bis dieser glaubt. Ich wage es allerdings<br />
nicht zu sagen, dass jemand gläubig ist, bis er betet.<br />
Ich habe kein Verständnis für einen stummen Glauben<br />
– der erste Schritt im Glauben ist, zu Gott zu<br />
sprechen.<br />
Der Glaube ist für die Seele das, was das Leben<br />
für den Körper ist. Das Gebet ist für den Glauben<br />
das, was der Atem für das Leben ist. Wie ein Mensch<br />
leben kann, ohne zu atmen, geht über mein Verständnis<br />
hinaus, und wie jemand glauben kann, ohne<br />
zu beten, übersteigt mein Verständnis ebenso.<br />
Seien Sie nicht überrascht, wenn Prediger <strong>des</strong> <strong>Evangeliums</strong><br />
auf der Wichtigkeit <strong>des</strong> Gebets bestehen.<br />
Das ist genau der Punkt, den wir Ihnen vermitteln<br />
wollen. Wir wollen wissen, ob Sie beten. Ihre Ansichten<br />
über die Lehre sind vielleicht korrekt. Ihre<br />
Liebe zum Protestantismus ist vielleicht warmherzig<br />
und fehlerfrei. Aber vielleicht ist dies nicht mehr als<br />
ein Kopfglaube. Wir möchten wissen, ob Sie wirklich<br />
mit dem Thron der Gnade vertraut sind, und ob Sie<br />
zu Gott genauso viel sprechen wie über Ihn. •<br />
6<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Ermutigung aus<br />
dem Gebet <strong>des</strong> HERRN<br />
875.421 │ 9,90 €<br />
Hardcover, 140 Seiten<br />
Wie Jesus das Beten lehrte<br />
Wir freuen uns, Ihnen unser neues Buch »Herr, wir<br />
wollen beten lernen« von Peter Masters vorzustellen.<br />
Das Gebet ist die Wurzel unseres praktischen Christenlebens.<br />
Es ist ein elementarer Bestandteil unseres alltäglichen<br />
Glaubenslebens. Wir haben allen Grund, Gott<br />
dafür zu danken, dass unser Herr Jesus Christus sich<br />
über keinen anderen Punkt so ausführlich und so häufig<br />
geäußert hat, wie über das Gebet.<br />
<strong>Die</strong> Bedeutung <strong>des</strong> Gebetes <strong>des</strong> Herrn zeigt sich in der<br />
einfachen Tatsache, dass unser Herr Jesus Christus es<br />
zweimal mit sehr geringfügigen Abweichungen Seine<br />
Jünger beten lehrte. Er, der niemals ein Wort ohne<br />
guten Grund sprach, hat es für geeignet gehalten, uns<br />
dieses Gebet bei zwei unterschiedlichen Anlässen beizubringen.<br />
Der Anlass, bei dem Er das Gebet <strong>des</strong> Herrn ein zweites<br />
Mal sprach, ist hochinteressant. »Einer Seiner Jünger«<br />
sprach zu Ihm: »Herr, lehre uns beten!« <strong>Die</strong> Antwort auf diese Bitte war das wohl bekannte Gebet,<br />
welches der Prediger Peter Masters in seinem Buch »Herr, wir wollen beten lernen« behandelt.<br />
<strong>Die</strong>ses Buch über das Gebet <strong>des</strong> Herrn ist eine<br />
Anleitung für richtiges Beten und eine Hilfe im<br />
täglichen Leben. Es führt den Beter in die Gegenwart<br />
Gottes, in welcher uns all Seine Verheißungen<br />
und Vorrechte geschenkt werden.<br />
Der Autor spricht auch Probleme im Gebetsleben<br />
an: scheinbar unerhörte Gebete oder ausstehende<br />
Erhörungen; er legt die Verheißungen<br />
und Vorrechte für Gotteskinder dar und<br />
ermutigt in seelsorglich einfühlsamer Weise<br />
zu geduldigem Warten auf Gottes Eingreifen.<br />
Lasst uns danach streben, das Gebet <strong>des</strong><br />
Herrn in unserem ganzen Umgang mit Gott<br />
zu unserem Modell und Muster zu machen.<br />
Möge es uns die Dinge nahebringen, für die<br />
und gegen die wir beten sollen. Je mehr wir<br />
über das Gebet <strong>des</strong> Herrn nachsinnen und es<br />
untersuchen, <strong>des</strong>to mehr werden wir darin<br />
Unterweisung und Ermutigung finden.<br />
Peter Masters dient seit 1970 als Prediger am<br />
Metropolitan Tabernacle (London), wo auch<br />
C. H. Spurgeon wirkte. Unter Masters erlebte<br />
das Tabernacle einen neuen Aufschwung aus<br />
einem Zustand <strong>des</strong> Niedergangs heraus. Er<br />
setzt den <strong>Die</strong>nst von Spurgeon in seinem Sinn<br />
fort und engagiert sich für die Verbreitung bibeltreuer<br />
Lehre. •<br />
Buch-Projekt<br />
»Unser<br />
Vater, der<br />
Du bist im<br />
Himmel,<br />
geheiligt<br />
werde Dein<br />
Name!<br />
Dein Reich<br />
komme!<br />
Dein Wille<br />
geschehe<br />
wie im<br />
Himmel, so<br />
auch auf<br />
Erden. Gib<br />
uns täglich<br />
unser nötiges<br />
Brot!<br />
Und vergib<br />
uns unsere<br />
Sünden,<br />
denn<br />
auch wir<br />
vergeben<br />
jedem, der<br />
uns etwas<br />
schuldig ist!<br />
Und führe<br />
uns nicht in<br />
Versuchung,<br />
sondern<br />
erlöse uns<br />
von dem<br />
Bösen!«<br />
(Lk. 11,2-4)<br />
Tel.: 02265-99 749 22 | www.voiceofhope-shop.de<br />
Buch-Projekt<br />
7
»Wie<br />
sollen sie<br />
aber Den<br />
anrufen,<br />
an den<br />
sie nicht<br />
geglaubt<br />
haben?<br />
Wie sollen<br />
sie aber<br />
an Den<br />
glauben,<br />
von dem<br />
sie nichts<br />
gehört<br />
haben?<br />
Wie sollen<br />
sie aber<br />
hören<br />
ohne<br />
einen<br />
Verkündiger?«<br />
(Röm. 10,14)<br />
Asien<br />
MISSIONSARBEIT<br />
unter den<br />
moslemischen<br />
Frauen in<br />
Asien<br />
Wie sollen sie Jesus Christus anrufen, von dem sie noch nichts gehört haben?<br />
Paulus beendet seine Erläuterung zu<br />
Gottes Rettungsplan in seinem Brief an<br />
die Römer mit einem Zitat aus Joel 3, Vers<br />
5: »Jeder, der den Namen <strong>des</strong> Herrn anruft,<br />
wird gerettet werden« und stellt daraufhin<br />
vier brennende Fragen:<br />
»Wie sollen sie aber Den anrufen, an den<br />
sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie<br />
aber an Den glauben, von dem sie nichts<br />
gehört haben? Wie sollen sie aber hören<br />
ohne einen Verkündiger?«<br />
Viele Nationen im asiatischen Raum sind<br />
islamisch; Afghanistan, Kasachstan, Tadschikistan,<br />
Pakistan und Usbekistan gehören<br />
auch dazu. Christen werden in diesen<br />
Ländern zum Teil hart verfolgt, und Missionare<br />
dienen dem Herrn dort unter Einsatz<br />
ihres Lebens. Voller Hingabe verkündigen<br />
die Brüder den Menschen das Evangelium.<br />
Doch eine moslemische Frau wird mit ihnen<br />
nicht sprechen. Warum? Es ist ihr verboten.<br />
In der moslemischen Kultur spricht<br />
eine Frau nur mit ihrer eigenen Familie oder<br />
anderen Frauen, jedoch nicht mit fremden<br />
Männern. Während der Missionar also mit<br />
ihrem Mann spricht, hält sie sich in der Regel<br />
irgendwo anders auf, und ihr Mann wird<br />
ihr sicher nicht Gottes Wort weitergeben,<br />
solange er ein Moslem ist.<br />
MOSLEMISCHE FRAUEN<br />
Wie sollen denn dann die vielen moslemischen<br />
Frauen Jesus Christus anrufen, an<br />
den sie nicht glauben, ja, den sie gar nicht<br />
kennen? <strong>Die</strong> Missionare haben eine Lösung<br />
für das Problem gefunden: Ihre Frauen bieten<br />
Nähkurse an und nutzen dabei die Gelegenheit,<br />
das Vertrauen ihrer Schülerinnen<br />
zu gewinnen und der einen oder anderen<br />
von dem Evangelium zu erzählen.<br />
»Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als<br />
den Herrn bekennst und in deinem Herzen<br />
glaubst, dass Gott Ihn aus den Toten auferweckt<br />
hat, so wirst du gerettet« (Röm. 10,9).<br />
Erst wenn eine Frau ihren Glauben an Jesus<br />
Christus bezeugt, darf sie sich der Gruppe<br />
von Gläubigen anschließen. Jamila und ihr<br />
Mann Djamal wurden von Omar und Sarah,<br />
die 2008 als Missionare nach Afghanistan<br />
gingen, im Wort Gottes unterrichtet. Jamila<br />
8<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Missionsarbeit unter den moslemischen Frauen in Asien<br />
kam zwei Jahre nach Djamals Bekehrung zum Glauben<br />
an Jesus Christus. Es war ein langwieriger Prozess,<br />
der ihren geistlichen Eltern, Omar und Sarah, große<br />
Mühe, viel Gebet und Kampf kostete. Heute sind<br />
Djamal und Jamila selbst Missionare, die die Gnade<br />
Gottes verkündigen. Djamal war bereits wegen seines<br />
missionarischen <strong>Die</strong>nstes in Kabul im Gefängnis<br />
und sollte öffentlich gehängt werden; doch Gott<br />
sorgte für seine wunderbare Befreiung aus der Haft<br />
– sein <strong>Die</strong>nst war noch nicht beendet. Jamila hatte<br />
immer wieder die Möglichkeit, Mädchen und Frauen<br />
die rettende Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben.<br />
Was kommt auf ein Mädchen zu, wenn es daran<br />
glaubt? Was wird geschehen, wenn es errettet ist?<br />
Wird es die Befreiung von seiner Sündenschuld geheim<br />
halten können? Das ist kaum möglich. Wie wird<br />
ihre Familie darauf reagieren? Das weiß sie nicht.<br />
Eine junge Frau wurde auf der Stelle von ihrem<br />
Bruder erschossen, nachdem sie seine Frage, ob sie<br />
tatsächlich eine Christin geworden sei, bejahte. In<br />
einer anderen Familie wurde es entdeckt, dass eine<br />
der Töchter nun eine Christin ist. Bald darauf wurde<br />
das ganze Dorf versammelt, und vor den Augen aller<br />
Dorfbewohner wurde dieses erlöste Gotteskind gesteinigt.<br />
– Ihr Vater musste den ersten Stein werfen.<br />
FRAUEN-KONFERENZ<br />
Sie können sich vorstellen, dass diese Schwestern<br />
manchmal entmutigt sind in ihrem <strong>Die</strong>nst, und dass<br />
sie Angst haben, gerade das Evangelium weiterzusagen,<br />
welches andere dazu veranlasst, sie zu töten.<br />
Um sie zu ermutigen, fand dieses Jahr wieder eine<br />
Konferenz für verfolgte Schwestern statt, welche<br />
für die Beteiligten ein besonderer Segen war. Dazu<br />
kamen die Frauen der Missionare aus jenem moslemischen<br />
Dorf, wo Ümit die christliche Gemeinde<br />
leitet, und außerdem Jamila und weitere Schwestern<br />
aus Afghanistan, Tadschikistan, Pakistan und Usbekistan.<br />
Sie alle sollten für ihren <strong>Die</strong>nst ermutigt und<br />
zugerüstet werden.<br />
Während der Vorbereitungen für ihre Reise warteten<br />
die Frauen aus Afghanistan eineinhalb Monate<br />
auf ein Visum und bekamen es gerade noch rechtzeitig,<br />
nur vier Tage vor Beginn der Konferenz. Bei der<br />
Kontrolle am Zielflughafen wurden sie eine Weile<br />
von Beamten der nationalen Sicherheit aufgehalten;<br />
doch Gott ebnete auf wunderbare Weise ihren gesamten<br />
Weg zum Reiseziel.<br />
»Sieger im Herrn« – das war das Motto, unter dem<br />
die Konferenz stand.<br />
In ihrem <strong>Die</strong>nst müssen die Schwestern harte<br />
Kämpfe ausfechten, die völliges Vertrauen auf den<br />
Herrn erfordern. Wenn das Kind Gottes das segensreiche<br />
Geheimnis erfasst hat, sich selbst, seine eigene<br />
<strong>Kraft</strong> und Weisheit ganz aufzugeben und in allem<br />
Gottes Führung zu sehen, wird es über alles hinweg<br />
direkt zum Herrn aufschauen und Ihn regieren und<br />
siegen lassen. Sein Kind sagt: »Darum will ich mich<br />
am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen,<br />
damit die <strong>Kraft</strong> <strong>des</strong> Christus bei mir wohne.<br />
Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten,<br />
an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen,<br />
an Ängsten um <strong>des</strong> Christus willen; denn wenn ich<br />
schwach bin, dann bin ich stark« (2.Kor. 12,9-10).<br />
Ja, »das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um<br />
die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache<br />
der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden<br />
zu machen« (1.Kor. 1,27). Der Herr wird<br />
verherrlicht, wo diese Schwestern Ihm hingebungsvoll<br />
und treu dienen. Nie hätten sie es aus eigener<br />
<strong>Kraft</strong> schaffen können, ihren Ehemännern beizustehen<br />
und sie im <strong>Die</strong>nst zu unterstützen.<br />
<strong>Die</strong> Unterweisung aus dem Wort Gottes ermutigte<br />
und erbaute auch jetzt wieder die Schwestern und<br />
richtete niedergeschlagene Kinder Gottes auf.<br />
Liebe Beter, wir danken Ihnen von Herzen für Ihre<br />
Gebete für die verfolgten Geschwister! Es scheint<br />
uns in unserem ruhigen Land oft unwichtig, für sie<br />
zu beten, und wir vergessen es sogar; aber Gott hat<br />
verheißen, unsere Gebete zu erhören, und zudem<br />
segnet Er noch den Beter.<br />
»... indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet<br />
und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in<br />
aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen, auch<br />
für mich, damit mir das Wort gegeben werde, sooft<br />
ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis<br />
<strong>des</strong> <strong>Evangeliums</strong> bekannt zu machen, für das ich ein<br />
Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig<br />
rede, wie ich reden soll.« (Epheser 6,18-20) •<br />
Asien<br />
9
»Seid fröhlich in Hoffnung,<br />
in Bedrängnis haltet<br />
stand, seid beharrlich<br />
im Gebet!« Römer 12,12<br />
Sizilien<br />
- für Missionar Daniel<br />
- für geistliches Wachstum der<br />
Gläubigen<br />
- für Evangelisationsarbeit unter<br />
Flüchtlingen<br />
Afghanistan<br />
- für die Missionare Djamal & Jamila<br />
- für Atilla, Ben und Achmad<br />
- für die verfolgten Christen<br />
Kasachstan<br />
- für die Missionare Omar & Sarah<br />
- für Missionar Ümit<br />
Nordkorea<br />
- für die verfolgten Christen<br />
ca. 40.000 sind in Gefängnissen und Straflagern<br />
- um offene Türen für das Evangelium<br />
Deutschland<br />
- um Erweckung<br />
- dass Christen ein geheiligtes, Gott<br />
wohlgefälliges Leben führen<br />
- für die Voice of Hope-Mitarbeiter<br />
Januar<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4 5 6<br />
7 8 9 10 11 12 13<br />
14 15 16 <strong>17</strong> 18 19 20<br />
21 22 23 24 25 26 27<br />
28 29 30 31<br />
Mai<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4 5<br />
6 7 8 9 10 11 12<br />
13 14 15 16 <strong>17</strong> 18 19<br />
20 22 22 23 24 25 26<br />
27 28 29 30 31<br />
September<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1<br />
2 3 4 5 6 7 8<br />
9 10 11 12 13 14 15<br />
16 <strong>17</strong> 18 19 20 21 22<br />
23 24 25 26 27 28 29<br />
30<br />
Feiertage: 1. Januar: Neujahr • 30<br />
3. Oktobe<br />
Missionswerk<br />
Eckenhagener Str. 43 | 51580 Reichshof-Mittelagger | Deutschland<br />
(+49) 02265-99 749 0 | info@voiceofhope.de
Kalender 2018<br />
Februar<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3<br />
4 5 6 7 8 9 10<br />
11 12 13 14 15 16 <strong>17</strong><br />
18 19 20 21 22 23 24<br />
25 26 27 28<br />
Juni<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2<br />
3 4 5 6 7 8 9<br />
10 11 12 13 14 15 16<br />
<strong>17</strong> 18 19 20 21 22 23<br />
24 25 26 27 28 29 30<br />
Oktober<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4 5 6<br />
7 8 9 10 11 12 13<br />
14 15 16 <strong>17</strong> 18 19 20<br />
21 22 23 24 25 26 27<br />
28 29 30 31<br />
März<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3<br />
4 5 6 7 8 9 10<br />
11 12 13 14 15 16 <strong>17</strong><br />
18 19 20 21 22 23 24<br />
25 26 27 28 29 30<br />
Juli<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4 5 6 7<br />
8 9 10 11 12 13 14<br />
15 16 <strong>17</strong> 18 19 20 21<br />
22 23 24 25 26 27 28<br />
29 30 31<br />
November<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3<br />
4 5 6 7 8 9 10<br />
11 12 13 14 15 16 <strong>17</strong><br />
18 19 20 21 22 23 24<br />
25 26 27 28 29 30<br />
April<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4 5 6 7<br />
8 9 10 11 12 13 14<br />
15 16 <strong>17</strong> 18 19 20 21<br />
22 23 24 25 26 27 28<br />
29 30<br />
August<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1 2 3 4<br />
5 6 7 8 9 10 11<br />
12 13 14 15 16 <strong>17</strong> 18<br />
19 20 21 22 23 24 25<br />
26 27 28 29 30 31<br />
Dezember<br />
So Mo Di Mi Do Fr Sa<br />
1<br />
2 3 4 5 6 7 8<br />
9 10 11 12 13 14 15<br />
16 <strong>17</strong> 18 19 20 21 22<br />
23 24 25 26 27 28 29<br />
30 31<br />
. März: Karfreitag • 2. April: Ostermontag • 1. Mai: Tag der Arbeit • 10. Mai: Christi Himmelfahrt • 21. Mai: Pfingstmontag<br />
r: Tag der Deutschen Einheit • 25. Dezember: 1. Weihnachtstag • 26. Dezember: 2. Weihnachtstag<br />
Jeder darf<br />
eine Bibel bekommen
Sizilien<br />
»Denn so<br />
hat uns<br />
der Herr<br />
geboten:<br />
›Ich habe<br />
Dich zum<br />
Licht für<br />
die Heiden<br />
gesetzt,<br />
damit Du<br />
zum Heil<br />
seist bis<br />
an das<br />
Ende der<br />
Erde!‹«<br />
(Apg. 13,47)<br />
255.689<br />
auf<br />
dem Missionsfeld<br />
BERUFUNG IN DIE MISSION<br />
Viele junge Christen setzen sich ernsthaft<br />
mit dem Thema Mission auseinander; es<br />
geschieht schnell, dass sie sich fragen: Will<br />
der Herr mich wirklich auf dem Missionsfeld<br />
haben?<br />
Um den Willen Gottes und Seine Berufung<br />
für das eigene Leben zu erkennen, ist<br />
es notwendig, täglich intensiv die Gemeinschaft<br />
mit Ihm zu suchen, d.h. viel Zeit im<br />
Gebet und mit Bibellesen zu verbringen. In<br />
der Vorbereitung auf die Missionsarbeit sind<br />
außerdem Gespräche mit anderen<br />
missionarisch gesinnten Christen<br />
und die Zusammenarbeit mit<br />
ihnen sowie Gespräche mit den<br />
Ältesten der Gemeinde besonders<br />
wichtig.<br />
Eine Berufung Gottes kann<br />
ganz unterschiedlich empfangen<br />
werden. Lebensgeschichten von<br />
Missionaren schildern oft sehr<br />
eindrucksvoll, wie diese in ihren<br />
<strong>Die</strong>nst berufen wurden. Als Beispiel<br />
dient etwa die spannende<br />
Reise der Chinamissionarin Gladys<br />
Aylward:<br />
Mit großen Hoffnungen und Erwartungen<br />
steht eine junge Frau vor einem ehrenwerten<br />
Komitee und hört schließlich das<br />
schockierende Urteil: Wegen mangelnder<br />
Intelligenz als untauglich für die Mission<br />
befunden!<br />
Doch Gladys Aylward lässt sich nicht<br />
entmutigen. Im Vertrauen auf Gott macht<br />
sie sich mit ihrem mühsam verdienten Geld<br />
auf den langen Weg nach China. Ihr Leben in<br />
diesem für sie unbekannten Land ist geprägt<br />
von Schwierigkeiten und Herausforderungen<br />
– aber auch voller Wunder und Führungen<br />
Gottes. Sie wird »die Frau mit dem Buch«<br />
genannt, denn »das Buch« prägt ihr ganzes<br />
Leben – und sie wird eine Frau <strong>des</strong> Gebets!<br />
Weil sie ihren Gott liebt, liebt sie auch die<br />
Menschen, zu denen sie gesandt ist. <strong>Die</strong>se<br />
Motivation der Liebe macht sie gehorsam:<br />
Sie hat verstanden, dass sie für die Ausführung<br />
der Befehle ihres himmlischen Königs<br />
verantwortlich ist – und Er für die Folgen.<br />
<strong>Die</strong> tief bewegende Geschichte einer einfachen,<br />
unscheinbaren Frau, die »Glauben an<br />
einen großen Gott« hat und so »zu einer der<br />
bedeutendsten Gestalten der chinesischen<br />
Geschichte <strong>des</strong> 20. Jahrhunderts« wird.<br />
12<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Jugend auf dem Missionsfeld<br />
AUF DEM MISSIONSFELD<br />
Voice of Hope möchte jungen Christen, die sich<br />
ernsthaft mit dem Thema Mission auseinandersetzen,<br />
im Rahmen von Missionseinsätzen auf Sizilien<br />
Impulse geben.<br />
<strong>Die</strong> Jugendlichen können sehen, wie die Missionsmitarbeiter<br />
zu den Menschen gehen, wie sie ihnen<br />
praktische Hilfe anbieten und Kontakte aufbauen.<br />
Sie erleben mit, wie gepredigt wird, und dass sich<br />
die Missionare Zeit nehmen, um sich die anstehenden<br />
Nöte und Probleme anzuhören, Antworten auf<br />
die Fragen der Menschen zu finden, und wie sie sie in<br />
Gruppen und auch einzeln unterweisen. Und sie sehen<br />
die Folgen von Gottes Wirken durch Sein Wort an<br />
den Herzen der Zuhörer; sie sehen, wie sie beginnen,<br />
dem lebendigen Gott zu dienen und zu Ihm zu beten.<br />
<strong>Die</strong> erste Schwierigkeit, auf die wir bei den Jugendlichen<br />
aus christlichen Gemeinden und gläubigen<br />
Elternhäusern stoßen, ist, dass sie meistens<br />
nicht verstehen, was das Evangelium eigentlich bedeutet.<br />
Doch die Möglichkeit, Einblick in diese Missionsarbeit<br />
zu bekommen, zu hören, wie völlig unwissenden<br />
Menschen Gottes Wort verkündigt wird,<br />
ist schon für manchen Jugendlichen eine Ermutigung<br />
gewesen, Gottes Wort genauer zu studieren, und sie<br />
alle sehen sich herausgefordert, über die Grundlagen<br />
ihres Glaubens nachzudenken.<br />
WIE ERKLÄRT MAN DAS EVANGELIUM?<br />
Wie sollte man zum Beispiel Moslems das Evangelium<br />
erklären? Wo beginnt man dabei? Wir alle<br />
müssen verstehen, dass man auf dem Missionsfeld<br />
mit Menschen zu tun hat, die ganz unterschiedlich<br />
sind; denn meistens können wir damit nicht umgehen.<br />
Lesen wir beispielsweise Johannes 3, Vers 16:<br />
»Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass Er<br />
Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an<br />
Ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben<br />
hat.« – Das können wir alle gut verstehen, nicht<br />
wahr? Aber was ist mit den Menschen, die mit der<br />
Bibel nicht vertraut sind und Gott gar nicht kennen<br />
– verstehen sie das auch? Wissen sie, wer Gott ist?<br />
Oder denken sie gleich an Allah? Und was ist so Besonderes<br />
daran, dass Gott uns liebt? Warum sollte<br />
überhaupt jemand verloren gehen? Was hat es mit<br />
Gottes Sohn auf sich? Für die meisten Menschen in<br />
Hunger nach<br />
Gottes Wort<br />
Ein junger<br />
Moslem fängt,<br />
nachdem er<br />
eine Bibel<br />
bekommen<br />
hat, gleich<br />
an, darin<br />
zu lesen.<br />
unserer multireligiösen und säkularen Gesellschaft<br />
sind viele biblische Wahrheiten durch die Kirche<br />
oder den Religionsunterricht ein Begriff. Sie haben<br />
von Gott und Jesus, von Himmel, Hölle und Engeln<br />
gehört, aber sie können nichts damit anfangen. Menschen<br />
vieler anderer Nationen können selbst mit<br />
diesen Begriffen nichts anfangen. Sie wissen nichts<br />
über das Wort Gottes oder haben total falsche Vorstellungen<br />
darüber. Deshalb müssen wir den Leuten,<br />
denen wir begegnen, zuerst sagen, dass es nicht unsere<br />
Botschaft ist und nicht wir den Maßstab für die<br />
Menschen setzen, sondern wir halten unsere Bibel<br />
hoch und sagen: »<strong>Die</strong>ses Buch, die Bibel, ist der Weg<br />
zum Leben!« Dann erklären wir ihnen das Evangelium,<br />
und das beginnt schon auf den ersten Seiten der<br />
Bibel, im ersten Buch Mose. Wir erzählen ihnen, wie<br />
Gott alles so wunderbar geschaffen hat, und warum<br />
sie verloren sind: Der Mensch rebellierte gegen Gott<br />
und ist <strong>des</strong>halb dem Tod geweiht.<br />
<strong>Die</strong>ser <strong>Die</strong>nst ist mit der biblischen Unterweisung<br />
gottesfürchtiger Eltern gegenüber ihren Kindern<br />
vergleichbar, denen sie Schritt für Schritt von der<br />
Schöpfung an gründlich das Wort Gottes erklären.<br />
Wenn die Kinder nicht das Privileg genießen, gläubige<br />
Eltern zu haben, kann man diese Arbeit auch mit<br />
der Sonntagsschule oder Kinderstunde vergleichen,<br />
in der gottesfürchtige Lehrer die Kinder sorgfältig in<br />
der Heiligen Schrift unterrichten.<br />
Viele Mitreisende erkennen bei den Missionseinsätzen<br />
und in solchen Situationen, dass jeder den<br />
Auftrag Gottes an Seine Kinder wahrnehmen kann!<br />
Sie erkennen, dass Evangelisation mehr als eine<br />
kurzzeitige Aktion ist! Und sie erkennen, dass dazu<br />
Ausdauer und Eifer unabdingbar sind, dass die Missionsarbeit<br />
mühsam, aber wirkungsvoll ist!<br />
Sizilien<br />
13
Jugend auf dem Missionsfeld<br />
Der Missionar Daniel heißt die Jugendgruppe willkommen und berichtet über die Arbeit von Voice of Hope<br />
ZEUGNIS VON EINER MISSIONSREISE<br />
Emanuel Hermann war im vergangenen Sommer mit<br />
einer Jugendgruppe auf dem Missionsfeld Sizilien.<br />
Er berichtet, was die Gruppe erlebt hat, und welche<br />
Eindrücke sie persönlich von dieser Reise mitgenommen<br />
haben:<br />
»Voller Staunen blicken wir auf reich gesegnete<br />
Tage auf Sizilien zurück. Wir – das heißt: 18 Jugendliche<br />
aus der Schweiz und Süddeutschland – verbrachten<br />
unsere jährliche Sommerfreizeit in Italien<br />
und auf Sizilien. Der Sinn dieser Freizeit war, Jugendlichen<br />
sinnvolle Ferien in christlicher Gemeinschaft<br />
zu ermöglichen. Das Thema Du wirst gebraucht begleitete<br />
uns durch diese Tage. Anhand der Geschichte<br />
von Esra und Nehemia sahen wir, dass Gott jeden<br />
von uns für Sein Reich gebrauchen möchte. Uns als<br />
Leiter war es auch ein Anliegen, dass die Jugendlichen<br />
direkt vor Ort Einblick in die Missionsarbeit<br />
bekommen können und merken, dass gerade junge<br />
Leute in der weltweiten Mission gebraucht werden.<br />
Durch Gottes Führung kamen wir in Kontakt mit<br />
dem Missionswerk Voice of Hope. Auf sehr unkomplizierte<br />
Weise konnten wir verschiedene Einsätze<br />
zusammen mit Niko Derksen planen.<br />
Gespannt, was uns erwarten würde, kamen wir<br />
Ende Juli auf Sizilien an. Nachdem wir uns auf einem<br />
schönen Campingplatz eingerichtet hatten, lernten<br />
wir Niko Derksen, vier seiner Kinder und Daniel Lusenie<br />
persönlich kennen. Gleich am nächsten Tag, am<br />
Sonntag, stand ein Besuch in der kleinen Gemeinde<br />
in Palermo, die Daniel leitet, auf dem Plan. Es hat uns<br />
tief beeindruckt, dass sich in diesem kleinen Raum (eigentlich<br />
eine Garage) so viele junge Flüchtlinge treffen,<br />
um auf Gottes Wort zu hören. Schnell vergingen<br />
die 2 Stunden mit gemeinsamem Singen, Bibelunterricht,<br />
Predigt und Gebet. Was uns sehr gefreut hat,<br />
waren die persönlichen Begegnungen mit den einzelnen<br />
Flüchtlingen, wo wir auch Einblick in persönliche<br />
Schicksale bekamen. Am Nachmittag standen Besuche<br />
bei 2 Flüchtlingslagern in Palermo auf dem Programm.<br />
In den nächsten 3 Tagen besuchten wir viele<br />
Flüchtlingslager. Zum Teil waren es reine Männerlager.<br />
Es gab aber auch Frauen- und Familienlager. An<br />
jedem Ort durften wir die Flüchtlinge ungehindert<br />
versammeln, ihnen die Botschaft von der rettenden<br />
Gnade unseres Herrn Jesus Christus weitergeben<br />
und darüber hinaus noch etwas Zeit mit ihnen ver-<br />
Freude über englische und arabische Bibeln<br />
14<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Jugend auf dem Missionsfeld<br />
Flüchtlinge hören das Evangelium auf der Straße<br />
bringen. <strong>Die</strong> mitgebrachten Bibeln in verschiedenen<br />
Sprachen, Traktate, aber auch Hygieneartikel waren<br />
schnell verteilt. Sehr beeindruckend war der Hunger<br />
dieser Flüchtlinge nach Gottes Wort. Einige wollten<br />
nur eine Bibel haben und verzichteten auf die<br />
mitgebrachten Körperpflegeprodukte. Auch das Betreuungs-<br />
und das Sicherheitspersonal waren sehr<br />
freundlich und nahmen gerne eine italienische Bibel<br />
an. Immer wieder fragten die Betreuer, wann wir das<br />
nächste Mal vorbeikämen.<br />
Wir konnten nur staunen über die offenen Türen,<br />
die Gott auf Sizilien bereitet hat. So viele Menschen<br />
stranden auf Sizilien – aus Ländern, in die wir sonst<br />
nie gelangen würden – und sind hungrig nach Gottes<br />
Wort. Einige durften schon durch die verrichtete<br />
Missionsarbeit zum rettenden Glauben an Jesus<br />
Christus kommen.<br />
Mit großer Dankbarkeit und zutiefst bewegt vom<br />
Wirken Gottes in diesem Land, machten wir uns wieder<br />
auf die Heimreise in die Schweiz. <strong>Die</strong>se Einsätze<br />
haben uns allen selbst sehr viel Freude bereitet. Was<br />
gibt es Schöneres, als das Wort Gottes zu verteilen<br />
und mit suchenden Menschen über den Glauben an<br />
Jesus zu reden?! Uns wurde neu die Notwendigkeit<br />
bewusst, hinauszugehen, wie Jesus uns das im Missionsbefehl<br />
aufträgt. Wir beten weiter bezüglich der<br />
verteilten Bibeln, dass Frucht für die Ewigkeit daraus<br />
entstehen möge. <strong>Die</strong> Arbeit <strong>des</strong> Missionswerkes<br />
Voice of Hope ist uns ebenfalls durch diese Zeit sehr<br />
ans Herz gewachsen. Wir sind unserem Herrn sehr<br />
dankbar, dass Er uns diese Zeit und diese Erlebnisse<br />
ermöglicht hat. Ebenfalls möchten wir uns sehr bei<br />
Niko Derksen und Daniel Lusenie bedanken für ihren<br />
hingebungsvollen Einsatz.« •<br />
<strong>Evangeliums</strong>botschaft in einem Flüchtlingslager<br />
Sizilien<br />
15
WIR LADEN HERZLICH EIN!<br />
Seminar für Sonntagsschulmitarbeiter<br />
Wie können wir ungläubige Kinder für den Herrn gewinnen? Was zeichnet eine evangelistische<br />
Sonntagsschule aus, und was sollte beim Aufbau und bei der Organisation beachtet werden?<br />
Das Seminar für Sonntagsschulmitarbeiter bietet aktuelle und wichtige Themen für den missionarischen<br />
<strong>Die</strong>nst an Kindern und Jugendlichen und kann darum auch für Eltern eine Hilfe sein.<br />
Prägen Sie die heranwachsende Generation mit Gottes Wort, damit die Kinder durch die <strong>Kraft</strong> dieses Wortes<br />
und durch Gottes Gnade zum wahren Glauben an den Herrn Jesus Christus kommen und zu gottesfürchtigen<br />
Männern und Frauen heranreifen!<br />
AUS DEM PROGRAMM:<br />
• Ziele einer evangelistischen Sonntagsschule<br />
• Voraussetzungen für einen Sonntagsschulmitarbeiter<br />
• Ungläubige Kinder gewinnen und begleiten<br />
• Wie soll das Evangelium den Kindern vermittelt werden?<br />
• <strong>Die</strong> Planung und Durchführung<br />
Für eine gemeinsame Mahlzeit wird gesorgt.<br />
TERMIN:<br />
Samstag, der 27. Januar 2018, 10-16 Uhr<br />
Chris Cooper<br />
ORT:<br />
GEBÜHR:<br />
Missionswerk Voice of Hope | Eckenhagener Str. 43 | 51580 Reichshof-Mittelagger<br />
Spendenbasis<br />
REFERENTEN: Chris & Philippa Cooper (England, London)<br />
<strong>Die</strong> Gemeinde in London (Metropolitan Tabernacle) hat über 30 Jahre Erfahrung in der<br />
Durchführung evangelistischer Sonntagsschularbeit. Jeden Sonntag werden über 700 Kinder,<br />
von denen die meisten aus ungläubigen Elternhäusern kommen, im Wort Gottes unterrichtet.<br />
Über 200 von den ca. 460 Mitgliedern der Gemeinde arbeiten in der Sonntagsschule<br />
mit, die parallel in 5 Ortsteilen stattfindet.<br />
ANMELDUNG: seminar@voiceofhope.de | +49 2265 99749-0 | www.voiceofhope.de<br />
16<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
Gebetsanliegen<br />
»Und aus Seiner Fülle haben wir alle<br />
empfangen Gnade um Gnade.« (Johannes 1,16)<br />
»<strong>Die</strong> göttliche Gnade ist wie ein strömender Fluss, fruchtbar, reich, nie versiegend.«<br />
(C. H. Spurgeon) – Das durften wir im vergangenen Jahr 20<strong>17</strong> erleben! <strong>Die</strong>ser<br />
Strom erfrischte und tröstete uns, die wir im Werk Gottes arbeiten dürfen. <strong>Die</strong>ser<br />
Gnadenstrom vom Kreuz Jesu Christi gab verlorenen Seelen das Wasser <strong>des</strong> Lebens.<br />
• Danken Sie für die Tausende von Bibeln, die in diesem Jahr verteilt werden<br />
durften! – Beten Sie, dass durch diese Bibeln verlorenen Menschen das Heil<br />
in Christus gezeigt wird und Kinder Gottes in der Gnade und Erkenntnis Jesu<br />
wachsen!<br />
• Danken Sie für die gesunde evangelistische und erbauliche Literatur, die wir<br />
in der Missionsarbeit nutzen und verbreiten durften! – Beten Sie dafür, dass<br />
dadurch noch weiter reiche Frucht entstehen möge!<br />
• Danken Sie für Gottes Führung, Weisheit, <strong>Kraft</strong> und Erziehung an den<br />
Mitarbeitern!<br />
• Danken Sie für die Bewahrung auf den Missionsreisen!<br />
• Danken Sie für die Mittel (Geld, Gebäude, ...), welche die Missionsarbeit<br />
ermöglichten!<br />
Afghanistan und Kasachstan<br />
• Beten Sie für die verfolgten Geschwister in Afghanistan!<br />
• Beten Sie für die Missionare in Afghanistan um Freimütigkeit, das Evangelium zu verkündigen!<br />
• Beten Sie für die Ehefrauen der Missionare in Afghanistan und Kasachstan, dass sie<br />
ihren Männern eine zuverlässige Unterstützung sein können!<br />
Jugend auf dem Missionsfeld<br />
• Beten Sie für die Jugend in Deutschland um Erkenntnis <strong>des</strong> Wortes Gottes, um Eifer<br />
und Hingabe für den Auftrag <strong>des</strong> Herrn und um Liebe für die verlorenen Menschen!<br />
• Beten Sie dafür, dass der Herr noch mehr junge Menschen vollzeitig in den Missionsdienst<br />
sendet!<br />
»Und der<br />
König<br />
wird ihnen<br />
antworten<br />
und sagen:<br />
Wahrlich,<br />
Ich sage<br />
euch: Was<br />
ihr einem<br />
dieser<br />
Meiner<br />
geringsten<br />
Brüder<br />
getan<br />
habt,<br />
das habt<br />
ihr Mir<br />
getan!«<br />
(Mt. 25,40)<br />
»... denn Du [Lamm Gottes] bist geschlachtet worden und hast uns für Gott<br />
erkauft mit Deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen<br />
und Völkern und Nationen.« (Offenbarung 5,9)<br />
Gebetsanliegen<br />
<strong>17</strong>
Anregungen<br />
»Singt dem HERRN, preist Seinen Namen, verkündigt Tag<br />
für Tag Sein Heil! Erzählt unter den Heiden von Seiner Herrlichkeit,<br />
unter allen Völkern von Seinen Wundern!« (Psalm 96,2-3)<br />
»Denn<br />
vom<br />
Aufgang<br />
der Sonne<br />
bis zu<br />
ihrem<br />
Niedergang<br />
soll<br />
Mein<br />
Name<br />
groß<br />
werden<br />
unter den<br />
Heidenvölkern<br />
...«<br />
Hilfe für bedürftige Menschen<br />
Solange für das Evangelium die Tür zu den Flüchtlingen offen ist, möchten wir Bibeln und<br />
Literatur über die Rettung in Jesus Christus verbreiten und diesen armen Menschen den<br />
Heilsplan Gottes verkündigen.<br />
Zudem helfen wir bedürftigen Flüchtlingen mit Existenzgütern wie Pflegeartikel, Kleidung<br />
und einfachen Nahrungsmitteln, um ihnen Barmherzigkeit zu erweisen, die wir ja<br />
selbst erfahren haben.<br />
Möchten Sie im Gebet und mit finanzieller Unterstützung daran teilhaben?<br />
Literatur für Kasachstan<br />
Seit 2016 wurden 15.000 Bibeln nach Kasachstan geliefert; sie haben vielen Geschwistern<br />
große Freude gebracht und dienten schon einigen verlorenen Seelen zur Errettung! Wenn<br />
Sie diese Arbeit weiter unterstützen möchten, dann spenden Sie für die nächste Bibellieferung<br />
nach Kasachstan.<br />
Evangelistische und erbauliche Literatur für Deutschland<br />
Unterstützen Sie die Herausgabe von bibeltreuer evangelistischer und erbaulicher Literatur<br />
in Deutschland durch eine Gabe. Oder bestellen Sie die Literatur selbst in unserem<br />
Verlag und verteilen Sie sie.<br />
Unterhalt der Missionare<br />
Damit der Missionar auf Sizilien sich ganz seinem <strong>Die</strong>nst auf dem Missionsfeld widmen<br />
kann, wird sein Unterhalt durch Spenden bestritten. Möchten Sie ihn und die Missionare<br />
in Afghanistan in ihrer Arbeit finanziell helfen?<br />
(Mal. 1,11)<br />
18<br />
Voice of Hope Nr. 4/20<strong>17</strong>
LITERATUREMPFEHLUNGEN<br />
Glaube und Wiedergeburt<br />
Der Glaube und seine Früchte<br />
Charles H. Spurgeon<br />
875.421 │ 2,90 €<br />
Was ist rettender Glaube, und wann ist ein Mensch wiedergeboren? Warum gibt es so<br />
viele unterschiedliche Sichtweisen über dieses Thema? Und was hat es für praktische<br />
Konsequenzen, wenn ich mich für eine bestimmte Sichtweise entscheide?<br />
In dieser Broschüre weist Charles H. Spurgeon auf die Wichtigkeit hin, die ganze Wahrheit<br />
in richtigem Verhältnis zu predigen, niemals eine Lehre zu übertreiben, niemals einen<br />
Punkt auf Kosten eines anderen nachdrücklich geltend zu machen, niemals einen Teil<br />
zurückzuhalten oder ihn unnötig in den Vordergrund zu stellen.<br />
»Wir sind ganz gewiss, dass ein Mensch zu einer neuen Kreatur gemacht werden muss, sonst ist er nicht errettet; aber einige<br />
haben so klar die Wichtigkeit dieser Wahrheit eingesehen, dass sie immer an die große Veränderung der Bekehrung,<br />
ihre Früchte und ihre Folgen denken und sich kaum der frohen Botschaft zu erinnern scheinen, dass der, der an Christus<br />
Jesus glaubt, das ewige Leben hat.«<br />
»Manche legen das ganze Gewicht bezüglich der Errettung auf den Glauben, ohne zu erklären, was Errettung ist, und ohne<br />
zu zeigen, dass sie Befreiung von der Macht der Schuld der Sünde bedeutet.«<br />
»Du bist wiedergeboren, wenn du glaubst, dass Jesus der Christus ist; wenn du dich auf den gekreuzigten Heiland verlässt,<br />
so bist du sicher ›wiedergeboren … zu einer lebendigen Hoffnung‹ (1.Pt. 1,3).«<br />
Das Evangelium Jesu Christi<br />
Gottes Lösung für das Problem der Menschen<br />
Paul Washer<br />
875.422 │ 2,90 €<br />
Wenn Gott gut ist, was soll Er dann mit denen tun, die es nicht sind? Was wird ein guter<br />
und rechtschaffener Gott mit menschlichen Wesen tun, die zum Bösen geneigt und ungehorsam<br />
sind? Wenn der Richter der ganzen Erde mit uns auf der Grundlage von Gerechtigkeit<br />
handelt, muss Er uns dann nicht alle verdammen?<br />
<strong>Die</strong>se Fragen führen uns in die größte aller religiösen und philosophischen Schwierigkeiten.<br />
Wie kann Gott gerecht sein und trotzdem denen vergeben, die Er gerechterweise<br />
verdammen müsste? Wie kann Gott heilig sein und Freundschaft mit solchen schließen,<br />
die böse sind? Wie kann Er dann Sünder wie uns rechtfertigen und doch gerecht bleiben?<br />
Wenn du auf der Suche nach Antworten und der Wahrheit über Gott bist, dann ist diese knappe Ausführung der großartigsten<br />
Botschaft, die die Welt je gehört hat, genau das, was du brauchst.<br />
»Nichts ist schöner als das Evangelium – die frohe Botschaft, dass Gott Sünder durch Jesus Christus rettet. Nichts ist vernichtender<br />
als ein falsches Evangelium. Mit dem Wort Gottes immer im Blick, führt uns Paul Washer Schritt für Schritt<br />
dahin, die Wahrheit kennenzulernen – die Wahrheit darüber, wer Gott ist, wer wir sind und wie wir jetzt und für immer mit<br />
Gott leben können. <strong>Die</strong>se Broschüre ist Medizin für den Sünder und Nahrung für den Heiligen.«<br />
Dr. Joel R. Beeke<br />
Tel.: 02265-99 749 22 | www.voiceofhope-shop.de<br />
19
Missionswerk<br />
Eckenhagener Str. 43<br />
51580 Reichshof-Mittelagger<br />
Tel.:+49 (0)2265 / 99 749-0<br />
E-Mail: info@voiceofhope.de<br />
»Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde,<br />
damit ich Deine Anweisungen lerne.« (Psalm 119,71)<br />
Andachtsbuch von<br />
Thomas Watson<br />
863.946<br />
und das andere Mal mit Seinem Urteil.<br />
Der Gedanke, dass Bedrängnisse zum Guten dienen, gibt Frieden ins Herz. Das<br />
Holz Mose machte das bittere Wasser der Bedrängnis süß. So können Betrübnisse<br />
auch heilsam sein für diejenigen, die Gott fürchten. Er kann die bittersten Kräuter<br />
zu unserem Heil gebrauchen. Außerdem sind sie genauso notwendig wie Gottes<br />
Anordnungen. Petrus schreibt: »... die wir in der <strong>Kraft</strong> Gottes bewahrt werden<br />
durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten<br />
Zeit. Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein<br />
muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen ...« (1.Pt. 1,5-6).<br />
Ohne Feuer kann aus Gold kein Gefäß gefertigt werden. So können wir<br />
unmöglich Gefäße zur Ehre Gottes werden, wenn wir nicht in dem Schmelzofen<br />
der Bedrängnis geschmolzen und geläutert werden. Alle Pfade <strong>des</strong> Herrn sind<br />
Gnade und Wahrheit (s. Ps. 25). Genauso wie ein Maler hellere Farben und dunkle<br />
Schatten abwechselt, so kommt Gottes weiser Rat das eine Mal mit Seiner Güte<br />
Gerade die Betrübnisse, die Gott über uns bringt und die zu unserem Nachteil zu sein scheinen, sind gut<br />
für uns. Josef wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft. Und was sagte er viele Jahre später? »Ihr<br />
gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt<br />
zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten« (1.Mo. 50,20).<br />
Auszug aus dem Andachtsbuch von Thomas Watson<br />
www.voiceofhope-missionswerk.de