Rundschreiben 03/2017
Meeresschildkröten am Rande einer Millionenmetropole: In unserem Rundschreiben berichten wir über unsere Arbeit im Artenschutz und aktuelle Entwicklungen in unseren Projekten. Diese Ausgabe umfasst u.a. folgenden Themen: - Meeresschildkröten am Rande einer Millionenmetropole - Gepardennachwuchs gibt Hoffnung - Citizen Science – bitte beteiligen Sie sich - AGA stärkt den Schutz der Nashörner in Kenia - Nachwuchs bei den ehemaligen Elefantenwaisen - Afrikanische Wildhunde gerettet
Meeresschildkröten am Rande einer Millionenmetropole: In unserem Rundschreiben berichten wir über unsere Arbeit im Artenschutz und aktuelle Entwicklungen in unseren Projekten.
Diese Ausgabe umfasst u.a. folgenden Themen:
- Meeresschildkröten am Rande einer Millionenmetropole
- Gepardennachwuchs gibt Hoffnung
- Citizen Science – bitte beteiligen Sie sich
- AGA stärkt den Schutz der Nashörner in Kenia
- Nachwuchs bei den ehemaligen Elefantenwaisen
- Afrikanische Wildhunde gerettet
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Nr. 3 / <strong>2017</strong><br />
Aktionsgemeinschaft<br />
Artenschutz<br />
Diese Schildkröte sollte auf<br />
dem Markt verkauft werden.<br />
Sie wurde aber in letzter<br />
Sekunde gerettet.<br />
Meeresschildkröten am Rande einer<br />
Millionenmetropole<br />
Erste Bestandsaufnahme deckt<br />
Schildkröten-Wilderei auf<br />
Foto: WCPI<br />
Nigeria liegt an der Atlantikküste.<br />
Mit über 18 Millionen Einwohnern<br />
ist Lagos nicht nur die<br />
größte Stadt in Nigeria, sondern sogar<br />
die bevölkerungsreichste Stadt Afrikas.<br />
Das Stadtgebiet erstreckt sich über das<br />
Festland und eine Reihe von Inseln an<br />
der Küste des Golfs von Guinea. In der Lagune<br />
von Lagos findet man Sümpfe und<br />
Mangrovenwälder und an die Strände<br />
der Millionenmetropole kommen jedes<br />
Jahr Meeresschildkröten zur Eiablage.<br />
Dieses wunderbare Naturschauspiel begann<br />
schon vor der ersten Besiedlung<br />
durch Menschen, doch die enge Nachbarschaft<br />
mit den Menschen bedroht<br />
nun das Überleben der Meeresreptilien.<br />
Immer wieder werden die vom Aussterben<br />
bedrohten Schildkröten auf<br />
den Märkten der Küstenregionen<br />
Nigerias angeboten – sie gelten als<br />
Delikatesse. Sie sind leichte Beute für<br />
Wilderer, die die wehrlosen Tiere bei<br />
der Eiablage am Niststrand entweder<br />
direkt töten oder auch lebend verschleppen.<br />
Nicht nur die Tiere werden<br />
gewildert, sondern auch ihre Nester<br />
werden geplündert und die Eier gegessen.<br />
Ein öffentliches Bewusstsein<br />
für die Bedrohung der seltenen<br />
Meeresschildkröten besteht bisher nicht.<br />
Foto: WCPI<br />
Olusola Felix Abayomi bei einem Schulbesuch<br />
Damit die Meeresschildkröten<br />
in Nigeria eine Zukunft<br />
haben, unterstützt die AGA<br />
die Wildlife Conservation and Protection<br />
Initiative (WCPI), eine noch<br />
junge Organisation, die sich in Nigeria<br />
für den Schutz von Wildtieren einsetzt.<br />
Das Team um den Biologen Olusola Felix<br />
Abayomi ist mit viel Tatendrang, Herzblut<br />
und Engagement im Einsatz. 2016<br />
haben wir zusammen erfolgreich ein<br />
Umweltbildungsprogramm gestartet.<br />
Seit Ende 2016 führt das engagierte<br />
Team Schulbesuche ... weiter auf Seite 2<br />
Inhalt<br />
Seite<br />
Meeresschildkröten am Rande<br />
einer Millionenmetropole 1/2<br />
Gepardennachwuchs gibt Hoffnung 2<br />
Citizen Science – bitte beteiligen Sie sich 2<br />
AGA stärkt den Schutz der Nashörner<br />
in Kenia 3<br />
Nachwuchs bei den ehemaligen<br />
Elefantenwaisen 4<br />
Giraffe aus Schlingfalle befreit 4<br />
Afrikanische Wildhunde gerettet 5<br />
Umbau der Schildkröten-Klinik in Watamu 5<br />
Erfolgreiche Raubtierhotline wird<br />
immer bekannter 6<br />
Geburtstag feiern und Geparde schützen 6<br />
Lotties Naturtextilien unterstützt die AGA 6<br />
Gedruckt mit freundlicher Unterstützung<br />
der Druckerei druckpartner, Essen<br />
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Weniger als 8.000 Geparde leben noch<br />
in freier Wildbahn. Diese Anzahl ist<br />
Besorgnis erregend gering. Deshalb ist<br />
es ein ganz besonders schönes Ereignis,<br />
über das wir hier berichten können: Die<br />
Geburt von vier Gepardenbabys. Und<br />
es sind ganz besondere kleine Geparde,<br />
denn ihre Mutter ist Savannah, die Tochter<br />
der wieder ausgewilderten Jacomina.<br />
Jacomina war bei unserer Partnerorganisation,<br />
dem Cheetah Conservation Fund<br />
(CCF), aufgewachsen. Ende 2013 konnte<br />
sie erfolgreich im Erindi Private Game<br />
Reserve in Namibia wieder ausgewildert<br />
werden. Jacomina war gut vorbereitet<br />
worden und lernte schnell, in der Wildnis<br />
zu überleben. Ihre Auswilderung wurde<br />
zu einer echten Erfolgsgeschichte. Die<br />
Gepardin konnte schnell selber Beute<br />
machen und sich gegenüber anderen<br />
Raubtieren behaupten. 2014 brachte Jacomina<br />
zwei Jungtiere zur Welt, Shandy<br />
und Savannah. Beide Töchter überleben<br />
eigenständig in der Wildnis. Shandy und<br />
Savannah wurden 2015 zur besseren<br />
Nachverfolgung mit einem Sender ausgestattet.<br />
Foto: CCF<br />
Foto: CCF Foto: CCF Foto: CCF<br />
Gepardennachwuchs<br />
gibt Hoffnung<br />
Jacomina (oben) und Savannah mit 4 Jungen (unten)<br />
... Fortsetzung von Seite 1 durch, um bereits<br />
Schülerinnen und Schüler für den Schutz<br />
der Meeresschildkröten zu begeistern.<br />
Mit dabei haben sie eine nigerianische<br />
Version der AGA Meeresschildkröten-Ausstellung<br />
sowie ein Kinder-Malbuch<br />
mit einer Schildkrötengeschichte.<br />
Die AGA unterstützt die WCPI<br />
auch beim weiteren Ausbau<br />
des Projektes zum Schutz der<br />
Meeresschildkröten. So wurde <strong>2017</strong><br />
mit dem Aufbau eines Monitoringprogramms<br />
an den Niststränden vor<br />
Lagos begonnen. Die AGA berät das<br />
Foto: WCPI<br />
Vermessung eines Schildkrötenpanzers<br />
Team, das in der praktischen Naturschutzarbeit<br />
noch unerfahren ist. Außerdem<br />
finanziert die AGA Personalkosten<br />
für zwei Mitarbeiter, die durch ein Team<br />
von freiwilligen Helfern unterstützt werden.<br />
Auch die Aus- und Weiterbildung in<br />
der Projektarbeit und die Ausrüstung der<br />
engagierten Tierschützer wurde durch<br />
die AGA ermöglicht. Das Team hat nun<br />
begonnen, nicht nur die Meeresschildkröten<br />
bei der Eiablage sowie ihre Nester<br />
zu schützen, sondern auch wichtige<br />
wissenschaftliche Daten über die lokale<br />
Schildkrötenpopulation und die Nistaktivitäten<br />
zu erheben. Auf dieser Grundlage<br />
werden wir gemeinsam ein nachhaltiges<br />
Schutzkonzept erarbeiten.<br />
Die ersten Hürden konnten bereits<br />
genommen und wertvolle<br />
Partner gewonnen werden. So<br />
wurde beispielsweise die örtliche Umweltschutzbehörde<br />
erfolgreich in das<br />
Projekt eingebunden und der WCPI wurde<br />
die Unterstützung der Behörde zugesagt.<br />
Dies ist besonders wichtig, denn die<br />
ersten Wochen der Bestandsaufnahmen<br />
Foto: WCPI<br />
Aufklärungsarbeit in Fischerdörfern<br />
an den relevanten Niststränden haben<br />
erschreckende Zustände aufgedeckt.<br />
Immer wieder finden unsere Kollegen<br />
in den Fischerdörfern geschlachtete<br />
Meeresschildkröten und eingesammelte<br />
Schildkröteneier vor. Dabei stößt das<br />
Team auf großes Unverständnis bei den<br />
Fischern, die sich eines Fehlverhaltens<br />
nicht bewusst sind – obwohl die Schildkröten<br />
auch in Nigeria offiziell unter<br />
Schutz stehen. Aber sie stoßen auch auf<br />
Interesse und offene Ohren – nicht nur<br />
bei den Behörden und den Offizieren<br />
des nahe gelegenen Marinestützpunktes,<br />
sondern auch bei einigen Fischern.<br />
Hier müssen wir nun ansetzen, die<br />
Fischer aufklären und für den Schutz der<br />
bedrohten Meeresreptilien gewinnen.<br />
Ein Vorbild für ein nachhaltiges<br />
Schutzprojekt in einer vergleichbaren<br />
Situation ist das<br />
von der AGA unterstützte Meeresschildkröten-Schutzprojekt<br />
des Local<br />
Ocean Trust (LOT) in Watamu, Kenia.<br />
In diesem Jahr war es dann soweit – Jacomina<br />
hat Enkel bekommen. Savannah<br />
brachte im Sommer diesen Jahres ihren<br />
ersten Wurf mit vier Jungtieren zur Welt.<br />
Die Geschichte von Jacomina, ihren<br />
Töchtern und Enkeln gibt uns Hoffnung<br />
für das Überleben dieser bedrohten Tierart.<br />
Bitte helfen Sie uns, noch weitere<br />
Erfolgsgeschichten für den Schutz der<br />
Geparde zu schreiben (Spendenstichwort:<br />
Geparde).<br />
CITIZEN SCIENCE – bitte beteiligen Sie sich<br />
2015 haben wir unseren Kollegen vom<br />
Cheetah Conservation Fund (CCF) 43<br />
Kamerafallen finanziert, um das Verbreitungsgebiet<br />
von Geparden und<br />
weiteren Wildtieren zu erforschen.<br />
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:<br />
1,2 Millionen Aufnahmen haben unsere<br />
Kollegen mittlerweile gesammelt.<br />
Diese Daten sind wichtig, um die<br />
bedrohten Geparde besser schützen<br />
zu können. Die Kamerafallen<br />
werden über Bewegungssensoren<br />
ausgelöst und fangen deshalb auch<br />
Bilder anderer Tiere ein, die sich den<br />
Lebensraum mit den Geparden teilen.
Aus diesem Grund fördert die AGA den<br />
Erfahrungsaustausch zwischen den Projekten.<br />
So hat die AGA einen Projektbesuch<br />
in Watamu für Oluwaseun Afolayan,<br />
einen der engagierten Mitarbeiter<br />
aus Lagos, ermöglicht. Er hat die Kollegen<br />
in Watamu bei der täglichen Arbeit<br />
begleitet, sie unterstützt und wichtige<br />
praktische Erfahrungen gesammelt –<br />
bei der Rettung von Schildkröten aus<br />
den Netzen der Fischer, dem Schutz des<br />
Nistrandes und der Sammlung und Auswertung<br />
wichtiger Daten, um hier nur<br />
einige Beispiele zu nennen. Vor Ort hat<br />
AGA stärkt den Schutz der Nashörner in Kenia<br />
Foto: AGA<br />
Foto: DSWT<br />
v.l.: Casper v. d. Geer (LOT), Birgit Böhm (AGA),<br />
Oluwaseun Afolayan (WCPI)<br />
er auch Birgit Böhm getroffen, eine der<br />
ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der<br />
AGA, die ihren Urlaub für einen Hilfseinsatz<br />
im Projekt genutzt hat. Für alle<br />
Beteiligten – aus Nigeria, Kenia und<br />
Deutschland – war dies eine wertvolle,<br />
lehrreiche Zeit, die das Engagement<br />
für den Schutz der Meeresschildkröten<br />
nachhaltig gestärkt hat.<br />
Um dieses wichtige Projekt zum Schutz<br />
der Meeresschildkröten in Nigeria aufzubauen<br />
und weiterzuführen, brauchen<br />
wir Ihre Hilfe. Das Team in Nigeria<br />
steht noch am Anfang, der Finanzbedarf<br />
ist entsprechend groß. Bitte<br />
helfen Sie uns mit einer Spende unter<br />
dem Stichwort „Schildkröte“ beim<br />
Aufbau eines soliden, nachhaltigen<br />
Projektes.<br />
In nur wenigen Jahrzehnten wurde in<br />
Kenia eine Population von etwa 20.000<br />
Spitzmaulnashörnern an den Rand der<br />
Ausrottung gebracht. Nur noch etwa 540<br />
sind verblieben. Ihr Horn wurde ihnen<br />
zum Verhängnis. Der Aberglaube, dass<br />
das Horn von Nashörnern eine heilende<br />
Wirkung habe, führt auch heute noch zu<br />
einer steten Nachfrage, obwohl der Handel<br />
mit dem Horn international verboten<br />
ist. Dabei besteht das Horn nur aus Keratin,<br />
wie beispielsweise auch unsere Fingernägel.<br />
Eine heilende Wirkung konnte<br />
wissenschaftlich nicht belegt werden<br />
– der Aberglaube daran hält sich leider<br />
trotzdem hartnäckig. Zudem gilt das<br />
Horn auch als Statussymbol.<br />
Deshalb brauchen Nashörner unseren<br />
Schutz, um nicht skrupellosen Wilderern<br />
zum Opfer zu fallen. Zusammen<br />
mit unserem Partner, dem David Sheldrick<br />
Wildlife Trust (DSWT), haben wir<br />
die Möglichkeit, die Heimat von etwa 90<br />
Nashörnern sicherer zu machen. Der Meru<br />
Nationalpark ist bereits ein wichtiges<br />
Schutzgebiet für Nashörner. Der DSWT<br />
engagiert sich bereits vor Ort im Kampf<br />
gegen die Wilderei mit dem Einsatz von<br />
Wildhütern und einer mobilen Tierarzteinheit.<br />
Nun hat der Kenya Wildlife Service um<br />
weitere Unterstützung gebeten. Der<br />
gesamte Nationalpark soll saniert und<br />
modernisiert werden. So werden nicht<br />
nur die maroden Zäune erneuert, sondern<br />
das Gebiet des Nationalparks soll<br />
von knapp 48 km² auf etwa 84 km² ausgeweitet<br />
werden. Damit würde sich<br />
das Gebiet für die Nashörner fast verdoppeln.<br />
Dies würde ein Wachsen des<br />
Bestandes ermöglichen und das ist für<br />
die Zukunft dieser charismatischen<br />
Dickhäuter sehr wichtig. Beim Bau der<br />
neuen elektrischen Zäune werden zudem<br />
Wildtierkorridore berücksichtigt und<br />
an strategisch wichtigen Punkten sind<br />
Stationen für Wildhüter geplant. So<br />
kann der Schutz der Nashörner im<br />
Meru Nationalpark verbessert werden.<br />
Die AGA beteiligt sich an den Kosten<br />
für dieses bedeutende Vorhaben<br />
zum Schutz der Nashörner. Bitte helfen<br />
Sie uns dabei mit Ihrer Spende<br />
unter dem Stichwort „Nashorn“.<br />
1,2 Millionen Fotos zu sichten und<br />
die fotografierten Tierarten zu bestimmen,<br />
um die Bilder in wertvolle<br />
Forschungsdaten zu verwandeln,<br />
ist eine große Herausforderung.<br />
Zur Lösung dieser<br />
Aufgabe wird nun um Mithilfe<br />
gebeten. Der CCF hat hierfür<br />
ein Citizen Science Projekt ins<br />
Leben gerufen. Im Rahmen<br />
dieses Bürgerwissenschaftsprojekts<br />
können sich interessierte Laien<br />
an der Auswertung der Daten beteiligen.<br />
Auch Sie können ganz einfach mithelfen.<br />
Das einzige, was Sie brauchen, ist ein<br />
Zugang zum Internet. Auf der folgenden<br />
Internetseite wird das Projekt vorgestellt<br />
und Sie können direkt mit der Tierbestimmung<br />
loslegen. Sie haben auch<br />
die Möglichkeit, sich zu registrieren und<br />
mit weiteren Beteiligten zu diskutieren:<br />
https://www.zooniverse.org/projects/<br />
danberinger/cheetahs-of-centralnamibia<br />
Die Auswertung der Fotos aus den Kamerafallen<br />
trägt nicht nur zum Schutz der<br />
Geparde, sondern auch vieler weiterer<br />
Wildtierarten und ihres gemeinsamen<br />
Lebensraums bei. Wir würden uns freuen,<br />
wenn Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit<br />
behilflich wären.<br />
Foto: CCF
Nachwuchs bei den ehemaligen Elefantenwaisen<br />
Giraffe aus<br />
Schlingfalle befreit<br />
Foto: DSWT<br />
Baby Yoyo von Yatta<br />
Yoyo, Nusu und Siku: Drei Elefantenbabys<br />
in einem Monat sind eine<br />
kleine Sensation. Alle drei<br />
wurden von Ex-Waisen<br />
geboren, die als Jungtiere<br />
im von der AGA<br />
unterstützten Elefantenwaisenhaus<br />
des DSWT mit der<br />
Hand aufgezogen<br />
wurden. Dank der<br />
zahlreichen Paten<br />
und Unterstützer leben<br />
sie jetzt wieder frei und<br />
unabhängig in der Wildnis.<br />
Der lange Weg in die<br />
Freiheit hat sich gelohnt,<br />
wie das Babyglück zeigt.<br />
Die Ex-Waise Yatta bekam<br />
schon zum zweiten Mal<br />
Nachwuchs, die kleine<br />
Yetu 2012 und jetzt den<br />
Bullen Yoyo. Der kleine<br />
Nusu ist das Neugeborene<br />
Foto: DSWT<br />
Foto: DSWT<br />
Baby Nusu von Nasalot<br />
von Nasalot, die im Jahr 2000 gerettet<br />
wurde. Das dritte Baby des<br />
Monats ist Siku, geboren von<br />
Sunyei, die vor 14 Jahren<br />
gerettet worden war. Alle<br />
drei Elefantenkühe haben<br />
ihren Nachwuchs<br />
direkt ihrer<br />
menschlichen<br />
Familie,<br />
den Pflegern der<br />
Auswilderungsstation<br />
im Tsavo East Nationalpark,<br />
präsentiert.<br />
Bitte unterstützen<br />
Sie den Schutz<br />
der Elefanten mit<br />
einer Spende oder<br />
werden Sie Teil<br />
der Patenfamilie<br />
(Spendenstichwort<br />
„Elefanten“).<br />
Baby Siku von Sunyei<br />
Schlingfallen aus Draht sehen unscheinbar<br />
aus, werden aber vielen<br />
Wildtieren zum Verhängnis. So wie<br />
dieser Giraffe, die sich nicht nur verfangen<br />
hatte, sondern die Falle mitsamt<br />
eines kleinen Baumes mitgeschleift<br />
hat. Um das Tier von dieser<br />
Tortur zu befreien, war eine Betäubung<br />
notwendig. Dadurch konnte<br />
auch die Wunde, die durch die Schlinge<br />
entstanden war, behandelt werden.<br />
Glücklicherweise war die Giraffe<br />
danach schnell wieder auf den Beinen.<br />
Die AGA finanziert eines der Wildhüterteams<br />
im Tsavo East Nationalpark,<br />
um Wilderern das Handwerk<br />
zu legen sowie gefangene und<br />
verletzte Wildtiere zu retten. Bitte<br />
unterstützen Sie die Wildhüter mit<br />
Ihrer Spende, damit sie ihre Arbeit<br />
auch im kommenden Jahr fortsetzen<br />
können.<br />
Giraffe in Schlingfalle<br />
(rechts)<br />
Schlingfalle (links)<br />
Giraffe wird aus der<br />
Schlingfalle befreit und<br />
behandelt (unten)<br />
Foto: DSWT<br />
Foto: DSWT<br />
Foto: CCF<br />
Foto: CCF<br />
Foto: DSWT
Afrikanische Wildhunde gerettet<br />
Foto: CCF<br />
Foto: CCF<br />
Was macht man, wenn das namibische<br />
Ministerium für Umwelt und Tourismus<br />
anruft und fragt, ob man bei der Rettung<br />
von zwei Afrikanischen Wildhundwelpen<br />
helfen kann. Das Ministerium hatte<br />
zwei Jungtiere beschlagnahmt und natürlich<br />
haben unsere Kollegen vom CCF<br />
ihre Türen geöffnet und die zwei Kleinen<br />
in Not bei sich aufgenommen. Ein<br />
Farmer hatte die restlichen Tiere des<br />
Wurfs umgebracht und wollte auch<br />
die verbliebenen, etwa vier Wochen<br />
alten Welpen töten, wenn sich keiner<br />
um sie kümmern würde. Nur wenige<br />
Wochen danach hat der CCF sieben<br />
weitere verwaiste Afrikanische Wildhunde<br />
aufgenommen.<br />
Afrikanische Wildhunde sind, wie auch<br />
die Geparde, vom Aussterben bedroht.<br />
Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft<br />
sie als stark gefährdet ein. Bereits seit<br />
langer Zeit arbeitet der CCF, unterstützt<br />
von der AGA, mit Wildhund-Schützern<br />
zusammen, denn die beiden Arten<br />
stehen ähnlichen Bedrohungsfaktoren<br />
gegenüber. Ihr jeweiliger Lebensraum<br />
ist stark fragmentiert und der<br />
Mensch-Wildtier-Konflikt ist eine der<br />
Hauptbedrohungen. Auch wenn der<br />
Gepard im Mittelpunkt der Arbeit des<br />
CCF steht, so geht es natürlich immer<br />
um alle Arten, mit denen sich der<br />
Gepard den Lebensraum teilt – also<br />
auch um andere Raubtiere, die ebenso<br />
von unserer Arbeit zur Lösung des<br />
Mensch-Wildtier-Konflikts profitieren.<br />
Die verwaisten Afrikanischen Wildhunde,<br />
die nun beim CCF ein neues Zuhause<br />
gefunden haben, werden wahrscheinlich<br />
nicht mehr ausgewildert werden<br />
können. Aber sie können helfen, sowohl<br />
auf die Bedrohung dieser Art hinzuweisen<br />
als auch Schutzstrategien zu<br />
entwickeln.<br />
Bitte unterstützen Sie die Aufzucht<br />
und Versorgung der Wildhundwaisen<br />
mit Ihrer Spende (Stichwort: Wildhunde).<br />
Umbau der Schildkröten-Klinik in Watamu<br />
Foto: LOT<br />
Die Schildkröten-Klinik<br />
des LOT ist für die Rettung<br />
verletzter Meeresschildkröten<br />
die einzige<br />
Versorgungsmöglichkeit<br />
in der Region an der<br />
kenianischen Küste. Der<br />
Erfolg der von der AGA<br />
unterstützten Schildkröten-Retter<br />
und die gestiegene<br />
Bereitschaft der<br />
lokalen Bevölkerung und<br />
insbesondere der Fischer,<br />
verletzte Schildkröten zu<br />
melden, führen zu einer<br />
steten Zunahme an Patienten<br />
in der Klinik. Aus diesem Grund<br />
muss die Klinik renoviert und umgebaut<br />
werden, um alle Schildkröten angemessen<br />
medizinisch versorgen zu können.<br />
Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum hatte die<br />
AGA deshalb einen Spendenaufruf für<br />
die Schildkröten-Klinik gestartet, um die<br />
Renovierung der Klinik zu ermöglichen.<br />
Die zahlreichen Spenden, die für die<br />
Schildkröten-Klinik eingegangen sind,<br />
haben uns sehr gerührt und dank dieser<br />
großzügigen Unterstützung konnten wir<br />
Die neue, von der AGA gestiftete Waage wird u. a. genutzt,<br />
um den Gesundheitszustand der Schildkröten zu überwachen.<br />
Foto: LOT<br />
die Grundfinanzierung für den Umbau<br />
sichern – dafür sagen wir allen Spendern<br />
an dieser Stelle nochmals ein herzliches<br />
Danke!<br />
Röntgenbild der Schildkröte mit der<br />
gebrochenen Flosse<br />
Die Bauarbeiten in der Schildkröten-<br />
Klinik haben auch bereits begonnen.<br />
In einer ersten Baumaßname konnte<br />
das Gelände der Klinik erweitert werden.<br />
Weitere Baumaßnahmen werden<br />
schnellst möglich folgen. Leider kommt<br />
der eigentliche Umbau etwas langsamer<br />
voran, als<br />
von uns geplant. So<br />
stellt sich beispielsweise<br />
die Auswahl<br />
der speziellen Anlagentechnik<br />
zur<br />
Aufbereitung des<br />
Wassers in den<br />
Schildkrötenbecken<br />
als schwieriger heraus,<br />
als erwartet.<br />
Außerdem muss der<br />
Umbau bei laufendem<br />
Betrieb erfolgen,<br />
denn immer wieder<br />
werden verletzte<br />
Schildkröten zur Klinik gebracht, wie beispielsweise<br />
diese Grüne Meeresschildkröte,<br />
die mit einer gebrochenen Flosse<br />
eingeliefert wurde. Unsere Kollegen sind<br />
mit großem Engagement dabei, die verletzten<br />
Tiere angemessen zu versorgen<br />
und gleichzeitig den Umbau der Klinik<br />
voranzutreiben.<br />
Wir werden sie dabei weiter unterstützen<br />
und natürlich auch weiterhin über<br />
den Umbau der Klinik berichten.
Erfolgreiche Raubtierhotline wird immer bekannter<br />
Farmer Carnivore<br />
Help Hotline<br />
24 Hour Line: 264 81 227 5139<br />
Having Predator Problems?<br />
Daytime Only: 067 306 225<br />
(08:00 - 17:00)<br />
If you are having predator problems<br />
on your farm, call the Farmer<br />
Carnivore Help Hotline to provide<br />
your name, location and details<br />
about nature of the problem.<br />
We’re happy to provide assistance<br />
and also put you in contact with<br />
our partner organisations.<br />
24 Hour Line: 264 81 227 5139<br />
Daytime Only: 067 306 225<br />
(08:00 - 17:00)<br />
Suzi Esterhas<br />
Call Us For Assistance!<br />
Geburtstag feiern und Geparde schützen<br />
Zwei Geburtstagskinder haben sich in<br />
diesem Jahr einen besonderen Geburtstagswunsch<br />
erfüllt – den Schutz ihrer<br />
Lieblingstiere, den Geparden. Regina<br />
Mohr und Peter Scheufler haben zu ihren<br />
jeweiligen Geburtstagen auf Geschenke<br />
für sich selbst verzichtet – und gleichzeitig<br />
ihre eigenen Spendenaktionen gestartet.<br />
So sind zum Schutz der Geparde Spenden<br />
in Höhe von mehr als 3.600 Euro zusammen<br />
gekommen. Diese kommen dem Geparden-Schutzprojekt<br />
des CCF in Namibia<br />
zugute. Wir bedanken uns ganz herzlich<br />
Foto: Peter Scheufler<br />
v.l.: Peter Scheufler, Gabi Endemann, Susanne Scheufler,<br />
Klaus Endemann, Dr. Laurie Marker<br />
Manchmal sind es die kleinen Dinge,<br />
die viel bewirken können – so z. B. Sachspenden.<br />
2015 konnte der CCF mit<br />
Hilfe gebrauchter Mobiltelefone, die die<br />
AGA für das Projekt gesammelt hatte,<br />
eine 24-Stunden-Raubtierhotline einrichten.<br />
Farmer können diese anrufen,<br />
wenn sie auf ihren Farmen akute Probleme<br />
mit Raubtieren haben. So konnte<br />
bereits das Leben vieler Geparde gerettet<br />
werden, die sonst getötet worden wären.<br />
In Partnerschaft mit weiteren Organisationen,<br />
die sich für den Schutz von<br />
Raubtieren einsetzen, dem namibischen<br />
Umweltministerium und dem Landwirtschaftsministerium<br />
wurde nun eine<br />
große Posterkampagne gestartet, um<br />
die Hotline noch bekannter zu machen.<br />
Da Namibia seit mehreren Jahren unter<br />
einer anhaltenden Dürre leidet, finden<br />
Wildtiere und Nutzvieh immer weniger<br />
Futterpflanzen – eine Zuspitzung des<br />
für diese tollen und sehr persönlichen<br />
Spendenaktionen.<br />
Regina Mohr hat es sich auch nicht nehmen<br />
lassen, das Projekt in diesem September<br />
selber zu besuchen, und dabei<br />
die Gründerin des CCF, Dr. Laurie Marker,<br />
getroffen. So ist die großzügige Spendenaktion<br />
zu einem unvergesslichen Erlebnis<br />
geworden. Auch Peter Scheufler, der das<br />
Geparden-Schutzprojekt mit seiner Stiftung<br />
seit vielen Jahren unterstützt, hat<br />
sich bereits bei mehreren Besuchen vor<br />
Ort über die wichtige Arbeit informieren<br />
können.<br />
v.l.: Teresia Robitschko, Regina Mohr, Dr. Laurie Marker,<br />
Dr. Anne Schmidt-Küntzel mit Tochter Chloe<br />
Spendenkonto: Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V.<br />
KSK Ludwigsburg<br />
IBAN: DE25 6045 0050 0009 9129 00 / BIC-Code: SOLA DE S1 LBG<br />
oder spenden Sie online: www.aga-artenschutz.de/spenden.html<br />
Sollte die Spendensumme für ein Projekt den Bedarf überschreiten, werden wir die Mittel für ähnlich dringende AGA-Projekte einsetzen.<br />
Foto: CCF<br />
Mensch-Wildtier-Konflikts ist daher<br />
zu erwarten. Die Raubtierhotline soll<br />
helfen, auftretende Konflikte schnell und<br />
vor allem ohne die Tötung der Raubtiere<br />
zu lösen.<br />
Wir suchen auch weiterhin Sachspenden,<br />
wie SD-Karten, Ferngläser, Kameras,<br />
Handys, etc. Wenn Sie unsere<br />
Arbeit mit Sachspenden unterstützen<br />
möchten, können Sie diese an unsere<br />
Büroadresse schicken oder uns auch<br />
gerne vorab kontaktieren.<br />
Lotties Naturtextilien<br />
unterstützt<br />
die AGA<br />
Für den Nachwuchs nur das Allerbeste!<br />
In Zeiten steigender Hautbelastungen<br />
setzen verantwortungsvolle Eltern auf<br />
Bio-Kinderkleidung aus garantiert unbelasteten<br />
Rohstoffen. So offeriert die Firma<br />
Lotties hohe Standards in der Qualität<br />
durch beispielsweise farbig gewachsene<br />
Bio-Baumwolle ohne chemische Aufbereitung<br />
und Schlafsäcke ohne ein lnnenfutter<br />
aus Polyester, eben natur pur auf<br />
der Haut des Kindes. Die biologisch angebauten<br />
Rohstoffe erfüllen strenge Kriterien<br />
im Sinne des Umweltschutzes und<br />
der Sozialverträglichkeit. Außerdem unterstützt<br />
Lotties die Arbeit der AGA zum<br />
Schutz bedrohter Arten. Wir bedanken<br />
uns für dieses nachhaltige Engagement.<br />
Hochwertig gefertigte, ökologische<br />
Strampler, Baby-Wäsche, Decken und<br />
vieles mehr erhalten Sie im Online-Shop<br />
von Lotties Naturtextilien unter www.<br />
Lotties.de. Neu im Sortiment ist zudem<br />
eine Serie der natürlichen Babypflege mit<br />
biologischen Rohstoffen aus Kamille und<br />
Ringelblume, von deren Heilwirkung<br />
schon Hildegard von Bingen überzeugt<br />
war.<br />
Die AGA ist Unterzeichner der<br />
Bitte informieren Sie uns, falls Sie zukünftig keine Post mehr erhalten möchten. Gerne können Sie auf unserer Internetseite www.aga-artenschutz.de unseren Newsletter abonnieren.<br />
Gestaltung: Freework Grafik-Design GmbH, Möglingen, www.freework-design.de, Texte: Birgit Braun, Dorothee Jokiel