der-Bergische-Unternehmer_1217

weinheimer

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR DAS BERGISCHE LAND

12

2017

ERFOLGSFAKTOR

INNOVATION:

1100011100

1010001110

1100011100

1010001110

Der Beste setzt die Maßstäbe

0111100011

101101011

111100011

110110011

20 Wirtschaft

Startup „Outside the Club“:

Kreativ in Wuppertal

32 Porträt

Kino bleibt Kino:

Wie behaupten sich die Kleinen?

38 Im Fokus

Fitness, Sport und Wellness:

Erholung vor der Haustür


Auf die Plätze.

Fertig. Loslassen.

Premium Economy Class:

für alle, die mehr wollen

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner

machen. Die neue Premium Economy Class ist voll

davon. Geräumige Sitze und ein großer Fußraum für

bis zu 50 % mehr Platz. Dazu doppeltes Freigepäck

und der Welcome Drink an Bord. So können Sie sich

einfach zurücklehnen und vor allem eins genießen:

mehr Entspannung.


EDITORIAL

ZEIT

ZUM

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Vor Ihnen liegt die zwölfte Ausgabe unseres Magazins „der Bergische Unternehmer“,

das wir seit Jahresbeginn mit großer Leidenschaft, Elan und Herzblut

für Sie produzieren. Seither haben wir große Zustimmung zu unserem Projekt

erfahren, die in zahlreichen persönlichen Gesprächen, Telefonaten und in vielen

E-Mails zum Ausdruck kam. Über Ihr Lob, Ihre Anregungen und Ihren Zuspruch

haben wir uns sehr gefreut.

Im zu Ende gehenden Jahr 2017 haben wir unter anderem über die Revitalisierung

von Bestandsimmobilien berichtet, die Mittelstandsfinanzierung beleuchtet

und die Stärken der hiesigen Logistikbranche vorgestellt. Weiterhin präsentierten

wir Ihnen eine Fülle von bergischen Unternehmen und clevere Startup-Ideen,

die allesamt die Leistungsstärke und Kreativität der Wirtschaft in unserer Region

unter Beweis stellen. Viele positive Reaktionen auf die Fülle an Berichten und

über 25.000 Klicks auf unsere Online-Ausgabe haben uns gezeigt, dass ein unabhängiges

Wirtschaftsmagazin für das Bergische Land bislang gefehlt hat und bestärken

uns als Herausgeber, den Weg mit Ihnen und dem „Bergischen Unternehmer

fortzusetzen.

In unserem aktuellen Heft erfahren Sie, wie Firmen aus unseren Breiten durch

ihre Innovationen ihre Zukunft gestalten und wie bedeutend dabei die Zusammenarbeit

mit der Wissenschaft und weiteren Partnern ist. Gehen Sie gerne ins

Kino? Wenn ja, empfehle ich Ihnen einen Besuch auch mal bei den eher kleineren

Anbietern in unseren Breiten. Davon gibt es eine ganze Reihe, die sich mit

besonderen Angeboten und Events und zweifelsohne viel Atmosphäre gegen die

Konkurrenz der großen Filmpaläste behauptet.

Ein Gasthaus am Ende der Welt? Diese Geschichte erzählt das Gasthaus Karpathen

– eines der ältesten Lokale Wuppertals. Lassen Sie sich durch unseren Gastrotipp

inspirieren, wieder einmal auszugehen und den Gaumen durch gute Küche

verwöhnen zu lassen. Möglichkeiten dazu gibt es in unseren Breiten jede

Menge.

Doch zunächst wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben frohe, gesegnete Festtage,

Muße für schöne

CreditreformThese

Stunden und einen guten

Nr.

Rutsch

4

in ein gesundes und glückliches

Jahr 2018.

Herzlichst Ihre

Katja Weinheimer

ICH

WILL

DICH

NICHT UM

JEDEN PREIS. *

HANDELN

CREDITREFORM.

MIT SICHERHEIT MEHR WERT.

Verluste Nicht jeder Durchverjährungsfristen. Kunde bedeutet mehr Verschenken Gewinn. Dies Sie kein gilt besonders, Geld aufgrund wenn verpasster Ihr Verjährungsfristen.

Sichern Kunde Ihre Sie sich Forderungen Ihre Forderung. nicht Der mehr schnellste begleicht. und Wie beste hoch Weg die zu Wahrscheinlichkeit

dass ist, seit erfahren dem 01.01.2002 Sie einfach geänderte und sicher Verjährungsfristen mit den Wirtschaftsinformationen

gelten und daher viele Forderungen zum

Ihrem Geld ist der zu uns. Bedenken

Sie,

Stichtag von Creditreform. 31.12.2017 bereits Damit nach Sie nur nicht drei draufzahlen, Jahren verjähren. sondern Reichen werthaltige Sie deshalb Ihre Mahnaufträge

Creditreform Wuppertal

schnellstmöglich Geschäfte machen. bei Sprechen uns ein. Sprechen Sie mit uns. Sie mit uns.

Werth 91+93 • 42275 Wuppertal

Telefon 0202/25566-0 • Telefax: 0202/594020

Creditreform Musterstadt

info@wuppertal.creditreform.de • www.creditreform-wuppertal.de Tel. 0800 - 9995500 | www.creditreform.de

*

der Bergische Unternehmer 12|17 1


INHALT

16 Titel

Erfolgsfaktor Innovation:

Die Besten setzen die Maßstäbe

20

Jung, frisch, kreativ

und bergisch:

Startup Outside

the Club

26

Total digital:

Schönen Gruß vom

Roboter

2 www.bvg-menzel.de


48

Reisetipp: Die Schneekönigin des

Tessins

Namen & Nachrichten

4 Souvenirs zu 0-Euro

4 Kohleausstieg = Frage der Fairness

5 Stammtisch Technische Textilien

5 Arbeitslosigkeit gezielt senken

6 Restart your future

6 „Aptiv“ am Start

7 Inklusion - auch ein Thema für den

Arbeitsmarkt

8 Wissensmanagement

8 Wie gut verdient die Generation

50plus?

8 Quartiersanalyse

9 Mehr Ausbildung im Handwerk

9 Grün statt grau

10 Coroplast vergibt Kunstpreis

11 Barmer Weihnachtskugel

Titel

16 Innovation: Die Besten setzen die

Maßstäbe

Erfolgreich bergisch Startup

20 Filmreif: „Outside the Club“

Aus der Praxis

22 Recht / Finanzen / Steuern

Total Digital Serie

26 Gruß vom Roboter

Aus der Region

30 Kommentar: Echte Fakten statt Fake News

Erfolgreich Bergisch Porträt

28 Saubere Leistung in der Nische

32 Kino bleibt Kino

34 Frische Ideen aus der Backstube

36 Plagiarius: Vor Ort beim Zwerg mit der

goldenen Nase

Im Fokus

38 Wellness und Fitness: Entspannt durch

den Winter

Erfolgreich Bergisch

44 Unter uns: Gesundheitsförderung und

Badespaß

Bergisches Land geht aus

46 Ausflug in die Karpathen

Für Sie entdeckt

48 Die Schneekönigin des Tessins

Handelsregister

52 Handelsregister

Vorschau

56 Vorschau / Impressum

RINKE_Anzeige_4c_2017.qxp_RINKE_IHK 13.11.17 17:03 Seite 23

MENSCHEN BERATEN

FÜR IHREN ERFOLG.

der Bergische Unternehmer 12|17 3


NAMEN & NACHRICHTEN

0-Euro aus Wuppertal und Remscheid:

Nette Souvenirs

Gepa: Kohleausstieg

ist Frage der Fairness

Foto: Wuppertal Marketing GmbH/Stadt Remscheid

0-Euro-Scheine haben keinen Notenwert, sind aber wertvolle

Sammlerstücke. Jetzt gibt es den ersten Wuppertaler Schein –

natürlich mit der Schwebebahn als Motiv. Bezahlen kann man

mit ihm nicht, ein schönes Souvenir ist er trotzdem. Der Trend,

0-Euro-Scheine mit Sehenswürdigkeiten herzustellen, kommt

aus Frankreich. Jetzt haben sich der Bergisches Land Tourismus

Marketing e.V. (BLTM) und die Wuppertal Marketing GmbH

zusammengetan, um einen Schein in einer ersten Auflage von

10.000 Stück zu produzieren. Er kostet drei Euro pro Stück. Die

Scheine können über www.wuppertalshop.de bestellt werden.

In Kooperation mit dem Stadtmarketing Remscheid und dem

BLTM sind auch vier neue 0-Euro-Scheine mit Remscheider

Motiven in limitierter Auflage zu haben. Erhältlich sind die

„Remscheider“-Scheine zum Preis von 3 Euro unter anderem

im Rathaus und online unter www.unser-remscheid.de

0-Euro-Schein Vorderseite

mit Schwebebahn

und Rückseite

mit europäischen

Wahrzeichen – das

sind die Wuppertaler

0-Euro-Scheine. Die

Remscheider Auflage

zieren das Röntgenund

das Werkzeugmuseum,

das Teo

Otto Theater und das

Rathaus Remscheid.

Die Handelspartner der GEPA leiden unter

den Auswirkungen des Klimawandels.

Darauf weist das Fair Handelsunternehmen

hin. Seien doch Dürre,

Überschwemmungen und Ernteausfälle

Auswirkungen des Klimawandels. So

fordert GEPA-Geschäftsführer Peter

Schaumberger konkretes Umdenken:

„Die Beweislast umdrehen: Für Klimasünden

müssen selbstverständlich die

Verursacher Rechenschaft ablegen. Klimagerechtigkeit

sollte in den Köpfen fest

verankert und in den Gesetzen festgeschrieben

werden.“ Entschlossenes Handeln

und ein verbindlicher Fahrplan für

einen sozialverträglichen Kohleausstieg

seien unabdingbar. Nur wenn die Kohlekraftwerke

schnell vom Netz gingen,

könne Deutschland seine Pariser Klimaziele

einhalten. Aus Sicht der GEPA sind

endlich konkrete Finanzzusagen der

Staatengemeinschaft notwendig, um

langfristige Klimaschäden abzumildern.

Auswirkungen des Klimawandels bekämen

mittelfristig auch die Verbraucher

zu spüren. GEPA-Geschäftsführer Peter

Schaumberger: „Plakativ gesprochen,

kann man vielleicht Kaffee künftig nur

noch kaufen, wenn er da ist.“

www.gepa.de

Frohe Weihnachten!

Kundenpräsente? Geschenkideen für Geschäftsfreunde

und Mitarbeiter? Denken Sie rechtzeitig an Weihnachten!

*

Wählen Sie aus über 3.000 verschiedenen Weinen & Spirituosen.

Nutzen Sie unseren umfassenden Präsent- und Versandservice.

*

Vertrauen Sie auf über 300 Jahre Familientradition im Weinbau

und 75 Jahre Weinhandel in Wuppertal.

* Andreas Orthmann

Ihr

(Geschäftsführer)

Friedrichstraße 48 - 50 42105 Wuppertal Tel.: 0202 - 45 39 91 E-Mail: info@orthmann-weine.de Präsente-Katalog unter: www.orthmann-weine.de

4 www.bvg-menzel.de


Textilbranche verweist auf

Ausbildungs- und Karrierechancen

Arbeitslosigkeit

gezielt senken

Foto: Wirtschaftsförderung Wuppertal

Vielen Unternehmen der hiesigen Textilbranche ist das Problem

der Mitarbeitergewinnung gemein. Dies zeigte der nunmehr

vierte Stammtisch „Technische Textilien“, bei dem sich

Vertreter der Branche zum Austausch und zu für sie relevanten

Themen trafen. Auch der Bereich Ausbildung treibt viele

textile Unternehmen um, wissen doch junge Menschen häufig

nicht um die guten Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen

dieser Branche. Beim Stammtisch stellten verschiedene

Betriebe diesbezüglich Lösungsansätze vor, zum Beispiel,

wie der Abwanderung junger Nachwuchskräfte

entgegengewirkt werden kann.

Die heimische Textilbranche

hat im Vergleich

zu früheren

Zeiten im Bergischen

Land an Bedeutung

verloren. Gleichwohl

gibt es in der Region

zahlreiche moderne

und aufstrebende Unternehmen.

Zahlreiche Langzeitarbeitslose konnten

in Solingen erfolgreich in den ersten

Arbeitsmarkt vermittelt werden. Dies

ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverwaltungsamtes,

das jetzt die Bilanz

des entsprechenden Bundesprogramms

vorgelegt hat. Mit 112

Menschen, die in ein sozialversicherungspflichtiges

Beschäftigungsverhältnis

integriert werden konnten, liegt

das kommunale Jobcenter Solingen im

Vergleich mit 16 anderen Jobcentern

bundesweit auf Platz 1.

Die Initiative für langzeitarbeitslose

SGB-II-Leistungsberechtigte soll nun

weitergehen, obwohl die Fördermittel

aus dem europäischen Sozialfonds

(ESF) zum 31. Juli ausgelaufen sind.

Dazu dient eine Kombination aus höheren

Eingliederungszuschüssen, Jobcoaching

und Stabilisierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

in den ersten

sechs Beschäftigungsmonaten.

www.arbeitsagentur.de

Wir unterstützen Sie!

Wirtschaftsprüfung | Steuerberatung | Unternehmensberatung

Unseren Mandanten und Geschäftspartnern

wünschen wir frohe Weihnachten

Hofaue 37 | 42103 Wuppertal

Telefon + 49 202 4 59 60 - 0

Telefax + 49 202 4 59 60 60

mail@treumerkur.de

www.treumerkur.de

der Anzeige_Treumerkur_v2.indd Bergische Unternehmer 1 12|17 09.11.17 12:445


NAMEN & NACHRICHTEN

„Restart Your Future“: Bayer bietet

Flüchtlingen berufliche Perspektiven

Delphi spaltet

Geschäftsbereich ab

Foto: Bayer AG

Ab Mitte Dezember bietet Bayer in Wuppertal erneut 13 jungen

Flüchtlingen die Gelegenheit, ihre Chancen auf eine erfolgreiche

Integration in Deutschland zu verbessern. Das achtmonatige

Förderprogramm mit dem Namen „Restart Your

Future“ setzt das Pilotprojekt fort, das Bayer zu Beginn des

Jahres am Standort gestartet hatte. 70 Prozent der Teilnehmer

am ersten Durchgang der Initiative hatten sich über den regulären

Einstellungstest für das Starthilfe-Programm des Unternehmens

qualifiziert und werden seitdem intensiv auf eine Integration

in den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet.

„Der außerordentliche Erfolg des ersten Durchgangs unseres

Flüchtlingsprojektes hat uns ermutigt, die Initiative fortzusetzen.

Denn hier geht es insbesondere darum, dass Menschen,

die ihre Heimat verlassen mussten, mit unserer Unterstützung

eine neue Zukunft in Deutschland aufbauen

können“, erklärte Standortleiter Dr. Klaus Jelich. Die Teilnehmer

an „Restart Your Future“ sind zwischen 20 und 31

Jahre alt und kommen aus Syrien und dem Irak. Mit dem

Programm werden sie rund acht Monate intensiv gefördert.

Neben einer Sprachförderung, mit der die Deutschkenntnisse

der Flüchtlinge auf das Niveau B2 verbessert werden sollen,

erhalten die Teilnehmer ein interkulturelles Training, Bewerbertraining

sowie eine persönliche Begleitung durch Mentoren.

Ziel des Vorbereitungskurses ist die Aufnahme der

Flüchtlinge in das Starthilfe-Programm von Bayer.

Teilnehmer der Bayer-Initiative

„Restart

Your Future“ mit

Vertretern der Stadt

Wuppertal und der

Bayer AG

Einen großen Schritt vorwärts für die

Zukunft der Mobilität sieht der Automobilzulieferer

Delphi mit dem Start des

Technologieunternehmens Aptiv PLC. Es

soll Hightech-Lösungen für eine Vielzahl

unterschiedlicher Kunden in aller Welt

entwickeln. Als Nachfolger der früheren

Delphi Automotive PLC geht Aptiv aus

dem Ableger des Geschäftsbereichs Powertrain

hervor, der nun als Delphi Technologies

PLC firmiert. „Mobilität hat die

Kraft, die Welt zu verändern und Aptiv

hat die Macht, die Mobilität zu verändern“,

sagte Kevin Clark, Präsident und

Chief Executive Officer. Aptiv steht auf

dem festen Fundament eines Branchenführers,

der mit seinem Know-how, Fähigkeiten

und Agilität traditionelle Autohersteller

wie auch neue, aufstrebende

Mobilitätsanbieter als Kunden gewinnen

könne. Dies wertet Delphi als eine „bemerkenswerte

Zeit für unsere Industrie“.

Aptiv solle unvergleichliche Stärken für

die Lösung komplexer Herausforderungen,

wenn es um mehr Fahrsicherheit,

Umweltschutz und bessere Vernetzung

des Transportes geht, bieten. Software

und Fahrzeugarchitekturen sind dabei die

zentralen Kompetenzfelder zur Umsetzung

fortschrittlicher Sicherheitssysteme,

des autonomen Fahrens, Bedien- und Informationsdarstellungskonzepte

sowie

für Fahrzeugvernetzung. Sie zusammen

sollen die Mobilität von morgen ermöglichen.

Aptiv als globales Technologieunternehmen

hat seinen Sitz in Großbritannien

und wird seine Palette neuer

Lösungen rund um die Mobilität auf der

Consumer Electronics Show (CES) im

kommenden Januar in Las Vegas offiziell

vorstellen.

mehr Informationen unter:

www.delphi.com

6 www.bvg-menzel.de


Foto: Bernd Strohmeyer

Woche der Inklusion:

„Fangt einfach an!“

Landtagsabgeordneter

Josef Neumann,

Wolfgang

Heiliger, Referatsleiter

„Berufliche

Integration und

Teilhabe“ beim

Ministerium für Arbeit,

Gesundheit,

Soziales NRW, Moderatorin

Sophie

Blasberg sowie

Christoph Beyer

vom Landschaftsverband

Rheinland

und Almuth Salentijn

von der Stadt

Wuppertal diskutierten

über die

Chancen von Menschen

mit Behinderungen

im Arbeitsmarkt

Zum Auftakt der Woche der Inklusion im Bergischen

Städtedreieck erlebten Interessierte eine anregende

Diskussion. Das Thema: Wie bekommen Menschen

mit Behinderung eine Berufsausbildung und ein adäquates

Beschäftigungsverhältnis? Wie ist die Region

Remscheid, Solingen, Wuppertal bei der Integration

von Menschen mit Behinderung in den

Arbeitsmarkt aufgestellt? Auf Initiative des Bergischen

Fachkräftebündnis` haben die Regionalagentur

Bergisches Städtedreieck und die Agentur für Arbeit

Solingen-Wuppertal, naba’s café, das Netzwerk Anschub

Wuppertal und der Integrationsfachdienst

Wuppertal die Veranstaltungswoche organisiert. Bei

der Auftaktveranstaltung am 27. November wurden

zudem gelungene Beispiele von beruflicher Inklusion

im Städtedreieck diskutiert. Unternehmen und ihre

Mitarbeitenden mit Behinderung kamen zu Wort. Sie

appellierten, „einfach mal anzufangen“, auch in kleinen

Schritten. „Die Zusammenarbeit mit unserer

Auszubildenden ist keine Be-, sondern eine Entlastung“,

resümierte Guido Schäfer, Leiter der Abteilung

Schwerbehindertenrecht der Stadt Wuppertal.

FORD TRANSIT CUSTOM KASTENWAGEN LKW CITY LIGHT

Tageszulassung, Audio 2 mit Bluetooth, Bordcomputer, Trennwand mit Durchlade-möglichkeit, Zentralverriegelung

mit Fernbedienung, Scheinwerfer-Abblendlicht mitAusschaltverzögerung, EURO 6, uvm...

Ford Transit Custom

Groß im Geschäft, klein im Unterhalt.


Bei uns für

15.990,- netto

1

(


19.028,10 brutto)

Wuppertal-Barmen

Heckinghauser Straße 102

0202 . 962 22-2

www.jungmann-vonzumhoff.de

Wuppertal-Elberfeld

Gutenbergstraße 30-48

Verkauf: Simonsstraße 80

0202 . 37 30-0

Wülfrath

Wilhelmstraße 30

02058 . 90 79 10

www.jungmann-vonzumhoff.de

1

Angebot gilt für einen Ford Transit Custom Kastenwagen LKW Basis 270 L1 2,0-l-TDCi Ford EcoBlue 77kw (105 PS).

Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis.

der Bergische Unternehmer 12|17 7


NAMEN & NACHRICHTEN

Wissensmanagement: Angebot und

Nachfrage zur Produktionsergonomie

Quartiersanalyse

durch Studierende

Foto: Heidi Hartmann, Hamburg

Zur Thematik „Angebot und Nachfrage zur Produktionsergonomie“

ist B.Sc. Ann Kathrin Wissemann

aus Wuppertal jetzt beim 21. Jahressymposium des

Forums Arbeitsphysiologie für ihren wissenschaftlichen

Posterbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet

worden.

Ann Kathrin Wissemann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin

beim Institut Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik

und Ergonomie (ASER) e.V. in Wuppertal

und belegt das Masterstudium der Sicherheitstechnik

an der Bergischen Universität. Für den Symposium-Beitrag

hat sie die jüngere Kunden- und Nutzernachfrage

zur Produktionsergonomie beim

Wissens- und Beratungsservicesystem KomNet Gesunde

Arbeit (www.komnet.nrw.de) untersucht.

Im Rahmen des Symposiums „Arbeitsmedizin und

Arbeitswissenschaft für Nachwuchswissenschaftler“

wurden aktuelle Forschungsergebnisse von

Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und

der Schweiz vorgestellt. Das Forum Arbeitsphysiologie

der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin

und Umweltmedizin (DGAUM) und der Gesellschaft

für Arbeitswissenschaft (GfA) führt die

Veranstaltungsreihe seit dem Jahr 1997 durch.

Das diesjährige 21. Jahressymposium richtete das

Fachgebiet Human Engineering (Prof. Dr.-Ing. André

Klußmann) der Bergischen Universität, Arb-

MedErgo (Prof. Dr. med. Bernd Hartmann, Hamburg)

und das Institut ASER e.V. (Wuppertal) aus.

Preisträgerinnen beim 21.

Jahressymposium des Forums

Arbeitsphysiologie

(v.l.n.r.): Lisa Stieler (Universität

Rostock), Nicolai

Götte (Universitätsklinikum

Tübingen), Annemarie

Minow (Universität

Magdeburg), B.Sc. Ann

Kathrin Wissemann (Institut

ASER, Wuppertal), Dr.

med. Caroline Chmelar

(Universitätsklinikum

München), B.Sc. Friederike

Hering (Universität

Dortmund).

Wie können Leerstände behoben und

brachliegende Flächen entwickelt werden?

Welche Nutzungen können im

Quartier etabliert werden? Wie kann der

öffentliche Raum aufgewertet werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich aktuell

Master-Studenten der Universität

Wuppertal. In einem Seminar unter der

Leitung von Professior Dr. Guido Spars

vom Lehrstuhl für Ökonomie des Planens

und Bauens geht es um die „Entwicklung

des Gebietes Central in Solingen-Gräfrath“.

Im Rahmen des

Studienprojektes werden die Studenten

beispielsweise eine Quartiersanalyse erstellen

und darauf aufbauend ein Handlungskonzept

entwickeln. Das ist die

Grundlage für anschließende Projektstudien,

in denen Vorschläge für Bau- und

Nutzungskonzepte einzelner Liegenschaften

entwickelt werden. Vorgesehen

ist auch eine Planungswerkstatt, bei der

sich Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit

den Studierenden austauschen.

Wie gut verdient die

Generation 50 plus?

Das Hamburger Vergleichsportal Gehalt.

de hat 28.223 Daten von Beschäftigten

über dem 50. Lebensalter analysiert.

Unterteilt wurde nach Fach- und Führungskräften

sowie danach, ob die Beschäftigten

über einen akademischen Abschluss

verfügen. Das Ergebnis:

Geschäftsführer verdienen mit rund

125.000 Euro im Jahr am meisten. Es

folgen Vertriebsleiter mit 121.000 Euro

und IT-Leiter mit 113.000 Euro. Produktionsleiter

sowie Betriebs- und Werkleiter

fallen unter die 100.000 Euro Grenze.

Unter den Fachkräften sticht vor allem

der Justitiar mit einem Jahresgehalt von

knapp 86.000 Euro hervor. Die Differenz

zwischen einer Fachkraft ohne Studium

und einer Führungskraft mit akademischem

Abschluss liegt ab dem 50. Lebensjahr

bei 78.500 Euro.

8 www.bvg-menzel.de


Handwerkskammer meldet Zuwachs bei

den Ausbildungsverhältnissen

Gewerbegebiete:

Grün statt grau

Foto: Shutterstock

„Das Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper hat in den letzten

Monaten enorm viele junge Menschen aus den sogenannten

nichteuropäischen Asylzugangsländern in Ausbildung genommen“,

so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Düsseldorf, Dr. Axel Fuhrmann. Im Bezirk der Handwerkskammer

haben danach 418 Jugendliche aus Afghanistan,

Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien am

1. August eine Lehre im Handwerk begonnen. Deutsche und

Ausländer zusammen genommen, begannen in diesem Jahr

363 Jugendliche mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres

im Kammerbezirk eine Berufslehre im Handwerk - ein Anstieg

um 5,3 Prozent. Düsseldorf zählte 22 neue Azubis mehr

als vor einem Jahr.

Wer sich hoch hinauf

wagt, findet im

Dachdeckerhandwerk

gute Arbeitsund

Aufstiegsmöglichkeiten.

Unter der Federführung der Firma Lear

Corporation GmbH, haben sich die Helmut

Niemeyer GmbH, Rögels Grundbesitz

GmbH & Co.KG, Autolackierung

Schaaf OHG und Fa. Scheibler zusammengeschlossen,

um eine gemeinsame

Spendenaktion von Unternehmen, die im

Remscheider Gewerbegebiet Großhülsberg

ihren Sitz haben, auf die Beine zu

stellen. In kurzer Zeit kam einiges an Lebensmittelspenden

bei der Firma Lear

zusammen. Mit den Spenden wurde die

Remscheider Tafel unterstützt. Seit dem

Projektstart im Sommer 2016 erfreut sich

das Forschungsverbundprojekt „Grün

statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“

einer positiven Resonanz in der Unternehmerschaft

und einem deutlichen Interesse

am Unternehmernetzwerk „Großhülsberg

– nachhaltig“, das von der

städtischen Projektkoordinatorin Susanne

Smolka in Zusammenarbeit mit der

Wirtschaftsförderung Remscheid initiiert

wurde. Bei den konstruktiven Netzwerktreffen

in immer freundlicher Atmosphäre

kamen bisher viele spannenden Ideen

und klare Vorstellungen auf den Tisch,

wie die Zukunft des Wirtschaftsstandortes

Großhülsberg nachhaltig gestaltet

werden kann. Kerngedanke ist dabei,

eine Balance zwischen wirtschaftlichen,

ökologischen und sozialen Aspekten herzustellen.

Beratungskompetenz aus Erfahrung

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Steuerberater

RMB Rosenfeld & Bachtig GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

RMB

Steuerberater

Düsseldorf

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Schumannstrasse 84

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 672044

www.rmb-steuerberatung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

Rosenfeld & Bachtig GmbH

Schumannstrasse 84

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 96612553

www.rb-wirtschaftspruefung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

der Bergische Unternehmer 12|17 9


NAMEN & NACHRICHTEN

CoroArt Kunstpreis:

Transformation 2017

Barmenia vergibt

Mathematik-Preis

Foto: Vaillant Group

Bereits zum fünften Mal zeichnete Coroplast gemeinsam

mit der Fakultät für Design und Kunst an der Bergischen

Universität Wuppertal Nachwuchskünstler und -designer

für Werke aus, die sie unter anderem aus Coroplast- Produkten

kreierten. Der Preis ist mit insgesamt 3.000 Euro

dotiert. Ein begehbarer „Kokon“ mit einem Bewegungsmelder,

ein „Pirouettierender Baum“, ein „Elemententheater“

und eine Miniatur-Megacity mit dem Titel „Echo“ –

wie in den vergangenen Jahren präsentierten die

Teilnehmer des Wettbewerbs originelle und spannende

Kunstwerke. Natalie Mekelburger, Vorsitzende der Coroplast

Geschäftsführung und Mitglied der Jury, war überrascht,

„dass es selbst beim fünften Kunstpreis immer wieder

neue, ausgefallene und völlig überraschende kreative

Ideen gibt.“

Motto war „Transformation“. Rund 30 Studierende nahmen

am Wettbewerb teil. Dafür stellt der Hersteller von technischen

Klebebändern, Kabeln und Leitungen und Leitungssatzsystemen

den Künstlern Materialien zur Verfügung,

die sie in ihre Arbeiten integrieren konnten. Auf diese

Weise entsteht eine Wechselwirkung zwischen Künstlern,

Designern und Kunstwerken auf der einen und dem Unternehmen

Coroplast und seinen Produkten auf der anderen

Seite.

www.coroplast.de

Jury und Gewinner

(v.l.n.r.).: Coroplast-Geschäftsführerin

Natalie

Mekelburger, Lina

Weichold (3. Platz),

Marc Kox (2. Platz), Josef

Kirschner (3. Platz)

und die Erstplatzierte

Emily Goede sowie Katja

Pfeiffer (Kunstprofessorin

Bergische Universität

Wuppertal), Dr.

Gerhard Finckh, Direktor

Von der Heydt-Museum

Wuppertal und

Constanze Krieger, Marketingleiterin

bei Coroplast.

Ulrich Lamy, Vorstandsmitglied der Barmenia

Versicherungen, vergab jetzt den

Barmenia-Mathematik-Preis. Sieben

Preisträger des Fachbereichs Mathematik

und Naturwissenschaften der Bergischen

Universität Wuppertal wurden für ihre

herausragenden Leistungen ausgezeichnet.

In diesem Jahr erhalten die Absolventen

Preisgelder in Höhe von insgesamt

8.400 Euro. Die ersten Preise

erhalten Gerrit Maus, Jan Bogdan Kühn

und Michael Brünnig (alle Master of

Science). Über die Förderpreise können

sich in diesem Jahr Onur Tanil Doganay

und Camilla Hahn (beide Master of Science)

sowie René Hosfeld und Sven Karbach

(beide Bachelor-Absolventen) freuen.

Der Barmenia-Mathematik-Preis ist

ein wesentlicher Teil einer Kooperation

zwischen dem Fachbereich Mathematik

und Naturwissenschaften der Bergischen

Universität Wuppertal und den Barmenia

Versicherungen. Neben Preisgeldern werden

den Studierenden der Mathematik

und Informationstechnologie auch Praktika

in den Hauptverwaltungen am

Standort Wuppertal angeboten.

Klauke: Fit für

Industrie 4.0

Der Remscheider Werkzeughersteller

Klauke hat in 2017 weitere Voraussetzungen

für den digitalen Wandel geschaffen.

So wurden beispielsweise ein Doppeldrehzentrum

mit 48 Werkzeugplätzen

und vier-achsiger Simultanbearbeitung

sowie ein weiteres Fräszentrum mit einem

Werkzeugspeicher für 80 Werkzeuge

und sogar einer fünf-achsigen Simultansteuerung

neu in die Produktion

aufgebaut. Beide Maschinen erleichtern

das Bestücken für den Bediener und verkürzen

somit die Durchlaufzeiten. Das

Doppeldrehzentrum warnt den Mitarbeiter

vor möglicherweise auftretenden Fehlern.

10 www.bvg-menzel.de


Foto: ISG Barmen

Neue Initiative der ISG Barmen:

Die Barmer Weihnachtskugel

Gerd von der Heyde,

Schriftführer

der ISG-Barmen,

(v.l.) Weihnachtsengel

Hanna, ISG-

Geschäftsführer

Thomas Helbig und

Oliver Alberts, Vorsitzender

der ISG

Barmen nehmen

Aufstellung vor der

größten Weihnachtskugel

der

Region.

Die größte Weihnachtskugel der Region

steht in Barmen und wurde von Weihnachtsengel

Hanna mit ihrem goldenen

Sternenstab zum Leuchten gebracht. Im

Beisein von Vorstandsmitgliedern der

Immobilien Standort Gemeinschaft (ISG

Barmen) und anderen interessierten Bürgern

wurde die knapp vier Meter hohe

Weihnachtskugel eingeweiht. Sie steht in

Blickachse zur Weihnachtstanne des Barmer

Weihnachtsmarkts mitten auf dem

Grünstreifen der B7. Die Kugel ist eine

weithin sichtbare weitere Installation im

Reigen der „Barmer Illuminationen“. Die

ISG Barmen freut sich, dass sie mit Engel

Hanna und der Kugel Freude verbreiten

und ein wenig Besinnlichkeit vermitteln

kann. Die Satzung für die ISG Barmen-

Werth wurde am 17. Dezember 2012 vom

Rat der Stadt Wuppertal verabschiedet.

Die ISG ist nach eigenen Angaben die

flächenmäßig größte Immobilien Standort

Gemeinschaft in NRW.

24 Stunden geöffnet, auch an allen Wochenenden

0211 322 77 70

lesia.de

Lesia_Anzeige_SEPT_19x13_260917.indd 1 26.09.2017 15:13:37

der Bergische Unternehmer 12|17 11


TITEL IN DIE ZUKUNFT MIT INNOVATION

12 www.bvg-menzel.de


„Der Beste in der Welt

setzt die Maßstäbe“

Innovation ist das Zukunftsthema für die Wirtschaft, für alle Unternehmen

und alle Branchen. In beinahe einem Atemzug wird in diesem

Kontext die Digitalisierung genannt, die alle Lebensbereiche revolutionär

verändert. Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren oder Roboter

im Maschinenbau und sogar im Pflegeheim - die Veränderungen werden

grundlegend sein und dieser Prozess hat längst begonnen.

Professor Dr. Klemens

Skibicki

(rechts) von der Cologne

Business

School ist ein Experte

in Sachen

Marketing und Digitaler

Transformation.

Pepper (links) ist

derzeit in aller

Munde und war natürlich

auch beim

Bergischen Bildungskongress

vertreten.

Wer seinen Betrieb zukunftsfähig

aufstellen will, investiert in innovative

Technik - am besten,

bevor andere auf diesen Gedanken

kommen. Klaus Stöcker hat

es genauso gemacht. Der Wermelskirchener Unternehmer

hat rund eine Million Euro in die An-

schaffung der 3D-Technologie gesteckt. Im Bereich

des Kunststoffs wird er dabei nicht der Erste

gewesen sein, beim 3D-Druck von Stahlbauteilen

gehört er aber als Anwender zu den Pionieren.

„Die drei Marktführer für Stahl-3D-Druck in

Deutschland haben erst 2.500 Anlagen verkauft –

weltweit“, erklärt Arnd Meller, der bei der Firma

der Bergische Unternehmer 12|17 13


TITEL IN DIE ZUKUNFT MIT INNOVATION

Klaus Stöcker Metallbearbeitung für die fortschrittliche

Technologie verantwortlich ist, den

Bereich aufgebaut hat und die Kunden damit vertraut

macht. Der Diplom-Kaufmann ist vielseitig

unterwegs und besucht Einkäufer, Produktentwickler

und Konstrukteure. Denn auch dort muss

erst mal ankommen, dass althergebrachte Verfahren

durch moderne Methoden abgelöst werden.

Von Einzelteilen etwa für Prototypen in der Entwicklung

bis zu kleinen Serien kann der Drucker

produzieren, in einer Genauigkeit, die es bisher

nicht gab. Ausgangsmaterialien sind Stahl oder

Aluminium in Pulverform, die Schicht für Schicht

verschmolzen werden. Bei dem Druckverfahren

können komplizierte Bauteile, aber auch Bauteilgruppen

in einem Arbeitsgang hergestellt werden.

Wer zu spät kommt …

Firmeninhaber Klaus Stöcker hat sich sehr frühzeitig

für diese innovative Technologie entschieden

und dafür eigens seinen früheren Mitarbeiter

Arnd Meller eingestellt und ins Unternehmen zurückgeholt.

„Es ist wichtig, früh bei Neuerungen

dabei zu sein. Wenn sich der Markt dann dafür

öffnet, ist man am Start“, sind beide überzeugt.

Ungewöhnlich ist auch, dass mit der Firma Klaus

Stöcker ein Dienstleister für Metallbearbeitung

auf solch fortschrittliche Technologie setzt. „Für

Innovationsatlas 2017

Mit dem Innovationsatlas 2017 untersucht

das Institut der deutschen Wirtschaft Köln

anhand eigens für diese Studie entwickelter

Indikatoren, wie sich die Innovationskraft

in deutschen Wirtschaftsräumen darstellt.

Dazu werden für 85 eigens abgegrenzte

zusammenhängende Wirtschaftsräume fünf

Indikatoren herangezogen: die regionalen

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

der Wirtschaft, die Zahl der beschäftigten

Akademiker mit MINT-(Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Qualifikationen, die Zahl der technologieorientierten

Unternehmensgründungen, die

Breitbandinternetversorgung und die Zahl

der Patentanmeldungen. Dadurch kann ein

empirisch schlüssiges Bild der regionalen

Innovationskraft nachgezeichnet werden.

Klaus Stöcker (r.) setzt

in seinem Betrieb auf

Innovation. Rund eine

Million Euro hat er in

innovative 3D-Technik

für Kunststoff und

Stahlbearbeitung investiert

und mit Arnd Meller

einen Experten für

die neue Technologie

ins Haus geholt.

seine zukunftsweisende Innovationsleistung im

Maschinenbau“ hat gerade der Förderverein

„MannesmannHaus“ den Wermelskirchener mit

der Reinhard und Max Mannesmann-Auszeichnung

geehrt. Vereinsvorsitzender Professor Horst

A. Wessel begründete den Preis mit den zukunftsweisenden

Maschineninvestitionen in die 3D-

Drucktechnologie, die Erprobung dieser neuen

Technik in der Teilefertigung und die Bereitstellung

von Dienstleistungen auf diesem Fertigungsgebiet

für andere, regional ansässige Unternehmen.

Dienstleister für die Industrie

Seit er sein Unternehmen zunächst mit einem

Kompagnon im Jahr 1990 gründete, ist Klaus Stöcker

innovativ gewesen. „Wir haben immer versucht,

mit der Maschinentechnik auf dem neuesten

Stand zu sein“, erinnert er sich. Was 1990 in

der Scheune im elterlichen Bauernhof begann,

schrieb schnell Erfolgsgeschichte. Nur zwei Jahre

später gab es den ersten Anbau, 1995 wurde der

Betrieb nochmal erweitert und fünf Jahre später

in eine neue Halle verlegt. Im Oktober 2016 ergab

sich die Möglichkeit, an der Wustbacher Straße

eine Gewerbeimmobilie zu erwerben, wo der gesamte,

eindrucksvolle Maschinenpark und eben

auch die beiden neuen 3D-Drucker Platz fanden.

„Wir sind ein reiner Dienstleister für die Industrie.

Zu unseren Kunden zählen Unternehmen aus den

Bereichen Pharma, Versorgung, Maschinenbau

und Automotive. Für sie fertigen wir nach Vorgabe

zum Beispiel Prototypen aller Art“, erklärt

Klaus Stöcker. Die Fertigungstiefe ist umfangreich,

so können die Aufträge von A bis Z in einer

14 www.bvg-menzel.de


Hand ausgeführt werden. Interessant ist auch, wie

sich Klaus Stöcker und sein Team der modernen

Technologie genähert haben. „Im Jahr 2015 haben

wir im Rahmen eines Führungskräftetrainings

überlegt, wo die Firma in zehn Jahren stehen soll.

Am Ende ist das 3D-Druckverfahren in Kunststoff

und Stahl dabei herausgekommen“, erzählt der

Unternehmer. Man habe den Markt genau unter

die Lupe genommen, ausgelotet, was sinnvoll ist

und welchen Weg man vielleicht besser nicht einschlagen

sollte.

Nach einem guten halben Jahr Sondierung wurden

die neuen Maschinen bestellt und der frühere

Mitarbeiter Arnd Meller als Experte ins Unternehmen

zurückgeholt. Innovativ sein heiße eben

auch, sich für qualifiziertes Personal als attraktiver

Arbeitgeber zu empfehlen, so das Credo des

Firmenchefs.

„Wir sind überzeugt, dass diese Technik irgendwann

zum Standard gehören wird. Und wir sind eben früh

dabei“, betont der Maschinenbautechniker.

Zur Innovationskraft

der Region

tragen vor allem

die Mittelständler,

darunter die so genannten

„Hidden

Champions“ bei.

Innovationsatlas 2017

Mit seinen Innovationen braucht sich das Bergische

Städtedreieck generell nicht verstecken. Im

Innovationsatlas 2017 des Instituts der Deutschen

Wirtschaft in Köln landete der gemeinsam erfasste

Wirtschaftsraum Bergisches Städtedreieck und

Oberbergische Kreis auf einem starken sechsten

Platz in der Gesamtplatzierung und der Einstufung

als eine von insgesamt nur 14 sogenannten

„Dominierenden Innovationsregionen“. In allen

untersuchten Bereichen weist die Studie das

Bergische Land als führend aus. Zu dieser Innovationskraft

trügen die großen Unternehmen, aber

auch vor allem die Mittelständler als so genannte

„Hidden Champions“ maßgeblich bei, betonte Professor

Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen

Universität Wuppertal, in seinem Grußwort

zum vierten Bergischen Innovations- und Bildungskongress,

der im November in Remscheid

stattfand. Gastgeber war die Bergische Transfer-

INNOVATION IS

AN IDEA IN ACTION

Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Willkommen in der Unternehmerregion www.bergische-gesellschaft.de

der Bergische Unternehmer 12|17 15


TITEL IN DIE ZUKUNFT MIT INNOVATION

Innovation braucht Impulse und Strukturen. Dafür sorgt in der Region die

Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW). Stephan

A. Vogelskamp, seit Sommer 2016 Geschäftsführer der BSW, und sein Team

haben die Zukunft im Blick und setzen durch Networking, Kongresse und

weitere Initiativen Akzente, um den bergischen Unternehmen die Bedeutung

innovativer Prozesse näher zu bringen.

Stephan A. Vogelskamp

ist Geschäftsführer

der Bergischen

Struktur- und

Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Herr Vogelskamp, Schrittmacher des technologischen

Fortschritts ist die Digitalisierung.

Misst die hiesige Wirtschaft der Notwendigkeit,

auf den digitalen Zug aufzuspringen, genügend

Bedeutung zu?

Zum Teil sicherlich. Da gibt es in unserer Region

gerade im Bereich Automotive ausgesprochene

Vordenker, die Zukunftsthemen aktiv mitgestalten.

Andere sind da noch nicht soweit und denken: Na

ja, Digitalisierung, die unseren Geschäftszweig betrifft,

kommt irgendwann. Dass sie unmittelbar

vor der Tür steht, ist ihnen nicht bewusst. Doch

das kann fatal enden.

Nennen Sie doch mal ein Beispiel.

Wenn ich heute Hersteller von Kunststoffteilen

für die Einbindung von Außen- und Innenspiegeln

im Auto bin, muss ich darüber nachdenken,

was ich künftig produzieren will. Denn das moderne

Auto ist zunehmend mit mehr Sensorik

16 www.bvg-menzel.de


ausgestattet. Da brauchen Sie keine Spiegelsysteme

mehr. Autonomes Fahren ist kein technisches

Problem mehr, sondern nur noch eine Frage der

Regulatorik.

Die BSW hat beim Thema Innovation besonders

die Bereiche Automotive und Maschinenbau

im Auge. Warum ist das so?

Wir wenden uns damit den Zweigen zu, von der in

unserer Region die meisten Arbeitsplätze abhängen

und auf die die Digitalisierung massiven Einfluss

nimmt. E-Mobilität und Autonomes Fahren

sind für die Automobilindustrie und damit auch

für die im Bergischen Land stark vertretenen Zulieferer

die Zukunftsthemen. Für den Maschinenbau

sind es die zunehmende Robotik und die

künstliche Intelligenz. Diese Treiber sind massiv.

Wenn wir sie nicht in den Fokus rücken, kann das

existenzgefährdend sein. Unsere Region ist Exportweltmeister

und zahlreiche kleine und mittelständische

Unternehmen im bergischen Raum produzieren

für Nischen in der ganzen Welt. Das darf

nicht abbrechen. Unsere Zeit bietet unglaubliche

Chancen, aber man darf jetzt keine Entwicklung

mehr verschlafen. Das holt man nicht mehr auf.

„Gerade kleinere

Betriebe müssen

sich verstärkt in

Netzwerke einbinden

und besonders

eine gute Verbindung

zur Gründerszene

aufbauen.“

Wo sehen Sie da die Rolle der BSW?

Wir müssen für die Themen sensibilisieren und

aufzeigen, dass diese Entwicklung unweigerlich

kommt. Daneben müssen Strukturen geschaffen

werden, die Unternehmen bei ihren notwendigen

Innovationen nach vorne bringen. Ein Baustein

ist da zum Beispiel der Bergische Innovationsund

Bildungskongress, wo es ja zuletzt ausschließlich

um die Fragen der Digitalisierung

ging. Dann laden wir Spitzenreferenten aus führenden

Unternehmen ein, die über ihre Erfahrungen

berichten. Und mit dem Deutsch-Chinesischen

Automobil-Kongress haben wir sehr

erfolgreich Kontakte nach Asien geknüpft, das

bei den neuen Technologien ein großer Treiber ist.

Bei den humanoiden Robotern sind es die Japaner,

die Industrieroboter sind fest in der Hand der

Chinesen. Man sieht also: Das Thema läuft bereits

aus Europa heraus.

Innovation wird heute eigentlich immer mit

Digitalisierung gleich gesetzt. Gibt es dabei

überhaupt noch Platz für andere Technologien?

Den gibt es, in der Mechanik oder Optik zum Beispiel.

Aber das größte Feld ist natürlich die Digitalisierung.

Welche Kriterien sollten Unternehmen beim

Thema Innovation noch bedenken?

Gerade kleinere Betriebe müssen sich verstärkt in

Netzwerke einbinden und besonders eine gute Verbindung

zur Gründerszene aufbauen. In Berlin

zum Beispiel sind Gründer stark vertreten, aber

dort gibt es kaum Industrie. Wir sind also eine super

Region, um Gründer hier herzuholen. Denn

das Thema technologischer Fortschritt spielt sich

genau hier ab. Auch Übernahmen und Kooperationen

müssen heute anders gestaltet werden als zu

früheren Zeiten, da muss eine andere Kultur einziehen.

Innovationen sind außerdem ungeheuer

wichtig, um Fachkräfte zu bekommen. Da gibt es

einen riesigen Wandel. Je besser und innovativer

ein Unternehmen aufgestellt ist, desto interessanter

ist es für gut ausgebildete Mitarbeiter.

Mit Stephan A. Vogelskamp sprach

Stefanie Bona. Foto: BVG

Wustbacher Str. 10

Fertigung & Verwaltung

Emminghausen 80

Montage

42929 Wermelskirchen

Telefon: +49 (0)2196 / 888 110 • Telefax: +49 (0)2196 / 888 112 99 • info@stoecker-team.de

der Bergische Unternehmer 12|17 17


TITEL IN DIE ZUKUNFT MIT INNOVATION

runde, in der sich verschiedene Partner zusammengeschlossen

haben, um den Technologiestandort

Bergisches Städtedreieck zu fördern. Der

Kongress widmete sich diesmal ausschließlich

dem Thema „Digitalisierung“ und beleuchtete vor

diesem Hintergrund in verschiedenen Impulsreferaten

und anschließenden Teilnehmer-Workshops

die Herausforderungen und Chancen für das

Bergische Land. Ein enger Kontakt von Wirtschaft

und Wissenschaft ist ein Baustein, um notwendige

Innovationen voranzutreiben. Die Bergische

Uni schaffe dafür mit verschiedenen, auch

neuen Studiengängen gute Voraussetzungen. „Es

geht darum, in einer guten Kooperation etwas für

diese Region zu tun. Wir sind entschlossen, die

Chancen, die in der Digitalisierung liegen, zu erkennen

und nutzbar zu machen“, betonte Koch.

Grundlage der Wertschöpfung

Wenn wir etwas

nicht verstehen, reagieren

wir mit Ablehnung.

Viele Teilaspekte

werden

beleuchtet, aber

nichts wird aus einem

Guss gesehen.

Stahlbauteile aus dem 3D-Drucker liefern sowohl Prototypen

als auch kleine Serien.

„Wir haben verdammt viel verpennt. Und wir sehen

viele Dinge falsch.“ Klemens Skibicki, Professor

für Marketing und Marktforschung an der

Cologne Business School, nahm beim Innovations-

und Bildungskongress hinsichtlich bereits

verpasster Chancen kein Blatt vor den Mund. Gerade

der Vortrag des Marketingexperten wusste

zu beeindrucken, stellte doch Skibicki deutlich

heraus, wie wichtig es ist, die digitale Transformation

voranzutreiben. „Der Beste in der Welt

setzt die Maßstäbe“, skizzierte er am Beispiel des

Internet-Giganten Amazon, dass die neue Technologie

so optimal wie möglich zum Einsatz kommen

muss. Die besten Produkte im Webshop oder

in Bezug auf die Banken und das Online-Bezahlverfahren

brächten nichts, wenn diese Angebote

nicht nutzerfreundlich seien. Bei einem Strukturbruch

müsse die Denkweise verändert werden.

Und dies falle immer noch vielen Unternehmern

schwer. „Wenn wir etwas nicht verstehen, reagieren

wir mit Ablehnung. Viele Teilaspekte werden

beleuchtet, aber nichts wird aus einem Guss gesehen.

Das erlebe ich bei vielen Unternehmen, die

ich besuche“, sagte der Wissenschaftler, der auch

als Unternehmensberater tätig ist. Und noch eines

zeigte er auf: „Das Physische ist heute nicht mehr

Grundlage der Wertschöpfung. Daten sind das Öl

des dritten Jahrtausends.“

Text: Stefanie Bona

Fotos: BSW, BVG

18 www.bvg-menzel.de


Hohe Effizienz, niedrige Kosten, optimales

Energie-Management: Wuppen wir’s!

Die Arbeitsweise von unserem Herrn Mischke ist gewöhnungsbedürftig:

Bevor er Optimierungsvorschläge macht, stellt er alles

auf den Kopf – wirklich alles. Und der Erfolg gibt ihm Recht.

Wir beraten Sie zu allen Energiethemen – mit modularen Lösungen für jedes

Unternehmen. WSW Plan5 optimiert Kosten, spart administrative Arbeit,

schafft Sicherheit bei Audits oder Vertragsabschlüssen und vieles mehr.

Mehr Infos: www.wsw-online.de/plan5

der Bergische Unternehmer 12|17 19


ERFOLGREICH BERGISCH STARTUP

Mit „Wishlist“ auf

der Überholspur

Das Bergische Land kann nicht nur

Werkzeuge. „Outside the Club“ heisst

die innovative Wuppertaler Filmproduktionsfirma,

die erst im März 2016 gegründet

wurde und seither diverse bedeutende

Preise eingeheimst hat.


Der Grimme-Preis war ein Türöffner. Er hat

ganz viel Aufmerksamkeit auf unsere Mini-Firma

gelenkt“, bekennt Marcel Becker-

Neu, der mit seinen Partnern Tobias Lohf

und Marc Schießer Gesellschafter von „Outside the

Club“ ist. Gerade wird die zweite Staffel von „Wishlist“

fertig gestellt. Nach dem Premierenerfolg gibt

es also eine Fortsetzung der Mystery-Webserie, die

Radio Bremen für den öffentlich-rechtlichen Jugendsender

funk in Auftrag gegeben hat. Die Serie lief

bislang nur im Internet, soll aber am 16. Dezember

via TV in der ARD zu sehen sein.

Schauplatz Wuppertal

Kennengelernt hatten sich die Macher von „Wishlist“

über das Wuppertaler Medienprojekt bzw. im Studium.

Eine erste Produktion brachte kleinere Achtungserfolge,

so dass die Fernsehanstalten auf die

junge Produktionsfirma aus Wuppertal aufmerksam

wurden. Mit einem für die Branche schmalen Budget

von 150.000 Euro entstand der dreistündige Web-Erfolg,

der vor allem die junge Zielgruppe bis 29 Jahren

erreichen soll. Bei der zweiten Staffel steht neben

Radio Bremen auch der Mitteldeutsche Rundfunk

hinter dem Projekt. Drehorte sind bewusst Wupper-

20 www.bvg-menzel.de


INFO

Vita Tepel spielt

die Protagonistin

Mira in der beim

jungen Publikum

gefragten Serie

„Wishlist“.

Marc Schießer (l.)

ist Mitbegründer

von „Outside the

Club“ und macht

sich damit als

Ideengeber und

Regisseur einen

Namen.

Zu einer professionellen

Filmproduktion

gehört

Profi-Equipment.

tal und die Region drumherum. Wäre es nicht hipper,

den Firmensitz nach Berlin oder wenigstens nach

Köln zu verlegen? „Nein“, sagen die Produzenten

übereinstimmend. „Dort wären wir eine Filmproduktion

von vielen“, findet Marc Schießer. Und außerdem

sei Wuppertal als Drehort nicht so „verbraucht“

wie die Metropolen und die Stadt sei sehr aufgeschlossen,

wenn es notwendige Genehmigungen für

die Drehorte geben müsse.

Bescheiden bleiben

Noch ist der Firmensitz im Gebäude des Wuppertaler

Technologiezentrums Wtec, wo sich weitere Startups

und innovative Unternehmen tummeln. Zwei Büroräume

hat „Outside the Club“ dort vollgepackt mit

moderner Technik. Am Sound, an der Filmmusik,

Special Effects und dem Schnitt arbeitet ein Team,

das ähnlich jung wie das Gesellschafter-Trio ist.

„Adäquat zu unseren Lebenswegen interessieren uns

Abschlüsse nicht, sondern was der Bewerber kann“,

betont Marc Schießer. Symptomatisch für die Medienbranche

sei, auf sehr junge Mitarbeiter zu bauen,

die mit Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen. „Wir

setzen bewusst auf Newcomer und wollen mit genau

diesem Team wachsen“, erklärt Tobias Lohf. Ziel sei,

sich künstlerisch weiterzuentwickeln und gleichzeitig

ein solides Unternehmen aufzubauen. Dazu gehört

auch Bescheidenheit. Nur einmal habe man bei

einer kleinen Zwischenfinanzierung Hilfe einer

Bank gebraucht. Ansonsten werden die zur Verfügung

gestellten Mittel gut verwaltet. So hat ein

Standortwechsel in andere, größere Räumlichkeiten

nicht erste Priorität. „Wir möchten klein, schlank

und wendig bleiben – und unabhängig“, betont Marc.

Neben dem Grimme Preis wurde „Outside the

Club“ auch mit dem Deutschen Fernsehpreis,

dem Preis für crossmediale Programminnovationen,

dem Webvideo-Preis „Bestes Video 2017“

und zuletzt mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis

als Jungunternehmen 2017 ausgezeichnet.

Dabei stellte die Jury heraus, dass die Filmproduktionsfirma

nicht nur Kreativität unter Beweis

stelle, sondern auch unternehmerisch denke

Zweites Standbein Werbung

Für „Wishlist“ wurde inzwischen ein Weltvertrieb

gefunden. Beta-Film bietet die Staffel nun auch international

an. „Das ist das, wo wir hinwollen. Wir

möchten uns als Produzenten einen Namen machen“,

erklärt Marc Schießer. Zudem sollen Filme oder Serien

im so genannten „Video on demand“-Bereich

entstehen, wie sie Unternehmen wie Netflix oder

auch Amazon anbieten. Eine weitere Chance sehen

die Jung-Unternehmer in der Werbung. Die Produktion

von hochklassigen Premiumvideos soll ein zweites

Standbein sein – auch, um den bewährten Mitarbeiterstamm

als Team erhalten zu können. Dieses

inzwischen angesammelte Knowhow soll nicht verloren

gehen. „Wir haben einen Raketenstart hinter uns.

Jetzt müssen wir langfristig etwas aufbauen“, sagt

Tobias Lohf. Jung und frisch wolle man dabei bleiben.

„Das, was wir machen, lieben wir. Also liefern

wir nichts von der Stange, sondern planen Projekte,

die zu uns passen“, skizziert Marc Schießer einen

Baustein des Erfolgs.

Text: Stefanie Bona

Fotos: Outside the Club

Outside the Club GbR

Heinz-Fangman-Straße 2-4

42287 Wuppertal

www.wishlistserie.de

der Bergische Unternehmer 12|17 21


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Diese „betrieblichen Gründe“

erkannte die Justiz nicht an

Eine Eigenbedarfskündigung ist nicht

nur dann möglich, wenn der Eigentümer

oder nahe Angehörige eine vermietete

Immobilie beziehen wollen. Es gibt auch

den sogenannten „Betriebsbedarf“. Damit

ist gemeint, dass eine Wohnung

dringend zur Erhaltung bzw. zum Ausbau

der Infrastruktur eines Wohnkomplexes

benötigt wird. Das könnte zum

Beispiel dann der Fall sein, wenn ein

Tag und Nacht besetzter Concierge-

Dienst eingerichtet werden soll. Für die

Unterbringung eines Hausmeisters gilt

die Kündigung wegen Betriebsbedarf

nach Information des Infodienstes Recht

und Steuern allerdings nicht unbedingt.

In einer höchstrichterlichen Entscheidung

wurde festgestellt, dass ein für

mehrere Objekte zuständiger Hausmeister,

der ohnehin schon in der Nähe

wohnte, einen eingesessenen Mieter

nicht hätte verdrängen dürfen. Dem früheren

Mieter wurde Schadenersatz zugesprochen.

(Bundesgerichtshof, Aktenzeichen

VIII ZR 44/16). Quelle: LBS

Infodienst Recht und Steuern

Feststellung des Wertes des

Anteils am Betriebsvermögen:

Keine Verrechnung positiver

und negativer Kapitalkonten

Die Klägerin ist die Schwester des Erblassers,

der Kommanditist der H KG

war. Als der Erblasser am 07.05.2014

verstarb, befand sich die H KG bereits in

Liquidation und hatte sowohl ihr Anlagevermögen

als auch ihr Vorratsvermögen

ganz überwiegend verkauft. Das bei

der H KG geführte Kapitalkonto des

Erblassers wies am 07.05.2014 einen positiven

Wert, die Kapitalkonten der anderen

beiden Kommanditisten wiesen

hingegen negative Werte aus. Die Klägerin

gab eine Feststellungserklärung

beim Finanzamt ab, aus der sich - nach

Saldierung der Kapitalkonten - ein negativer

Wert des Anteils des Erblassers

an der H KG ergab. Das Finanzamt folgte

den Angaben der Klägerin im Wesentlichen,

rechnete das positive Kapitalkonto

des Erblassers jedoch nicht mit

den negativen Kapitalkonten zusammen.

Fotos: MEV

Dem ist das Finanzgericht Düsseldorf

nunmehr gefolgt. Der Wert des Anteils

am Betriebsvermögen sei gesondert

festzustellen. Da die H KG jedenfalls

über einen Kassenbestand und Bankguthaben

verfügt habe, liege Betriebsvermögen

vor. Die Annahme von Betriebsvermögen

setze nicht voraus, dass sich

der Betrieb noch in einer werbenden

Phase befinde. Zu bewerten sei nur der

Anteil des Erblassers, der Gegenstand

des Erwerbs sei. Eine Saldierung seines

Kapitalkontos mit den negativen Kapitalkonten

der anderen Kommanditisten

sei nicht zulässig. Es komme mithin

nicht darauf an, wie sich die Gesellschafter

einer Kommanditgesellschaft

nach dem Bewertungsstichtag auseinandersetzten.

Das Finanzgericht Düsseldorf

hat die Revision zum Bundesfinanzhof

zugelassen. Die Entscheidung

im Volltext: 4 K 3022/16 F

Quelle: Finanzgericht Düsseldorf

Globale Gewinne müssen

Grösse zeigen

Ende letzten Jahres ist ein Gesetz in

Deutschland gegen Gewinnkürzungen

und Gewinnverlagerungen („Base Erosion

and Profit Shifting“ - BEPS) in Kraft

getreten. Ziel ist es, international tätige

Unternehmen an der Minderung ihrer

Steuerlast durch Ausnutzung unterschiedlicher

Steuersysteme zu hindern.

Für Unternehmen mit jährlichen Umsätzen

von mehr als 100 Millionen Euro

gilt daher ab dem Jahr 2017 ein besonderer

Aufbau der zu erstellenden Verrechnungspreisdokumentation.

Zudem

gilt für inländische Obergesellschaften

international tätiger Konzerne ab einem

Konzernumsatz von mehr als 750 Millionen

Euro eine länderbezogene Berichterstattung

für bestimmte Informationen

(„Country-by-Country Reporting“).

Quelle: Treumerkur

Künstlersozialabgabe sinkt ab

1. Januar 2018 auf 4,2 Prozent

Verlage, Theater, Galerien oder auch

Werbeagenturen, die künstlerische oder

publizistische Werke bzw. Leistungen in

Anspruch nehmen, haben auf entsprechende

Entgelte oder Vergütungen eine

Künstlersozialabgabe zu zahlen. Abgabepflichtig

sind ebenso alle Unternehmer,

die regelmäßig Aufträge für Werbung,

Öffentlichkeitsarbeit, Layouts, Anzeigen,

Prospekte, Kataloge, Verpackungen oder

Webdesign an selbständige Auftragnehmer

erteilen. (1) Zu beachten ist, dass die

Künstlersozialabgabe ab dem 1. Januar

22 www.bvg-menzel.de


Deutsche Bank

Anzeige

Deutsche Bank Portfolioberatung:

Ihr direkter Zugang zu unserer globalen Investmentkompetenz

Anleger, die ihr Depot selbst steuern

möchten, dabei aber auf die Begleitung

durch erfahrene Investmentexperten

Wert legen, können im Rahmen der

Portfolioberatung der Deutschen Bank

auf ein kompetentes Beratungsteam

zurückgreifen.

„Ein gutes Portfolio ist mehr als eine

lange Liste von Wertpapieren. Es ist

eine ausbalancierte Einheit, die dem

Investor gleichermaßen Chancen und

Absicherung unter einer Vielzahl von

möglichen zukünftigen Entwicklungen

bietet.” So umschreibt der Nobelpreisträger

der Wirtschaftswissenschaften Harry

M. Markowitz die Anforderungen, die

ein gut ausbalanciertes Wertpapierdepot

erfüllen sollte – und das gilt insbesondere

in Zeiten schnelllebiger Märkte.

Die größten Herausforderungen für den

Anleger sind dabei: Sie müssen eine Flut

an Informationen bewältigen und Markttrends

erkennen, um ihr Depot zum

richtigen Zeitpunkt an sich verändernde

Rahmenbedingungen anzupassen.

Globales Know-how nutzen

tigen Investmententscheidungen selbst –

er hat also die volle Kontrolle über den

Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

„Gleichzeitig profitiert er von der Kompetenz

erfahrener Investmentexperten”,

so Stephan.

Aus der Kapitalmarkteinschätzung des

Chef-Anlagestrategen werden auf Basis

unterschiedlicher Ertrags- und Risikoprofile

sogenannte Orientierungsdepots

entwickelt. Dabei steht ein aktiver

und auf Einzeltitel fokussierter Ansatz

im Vordergrund, der insbesondere auf

die Bedürfnisse wertpapieraffiner Kunden

zugeschnitten ist. Ändert sich die

Marktsituation, werden die Orientierungsdepots

angepasst: Während in turbulenten

Börsenphasen eine eher defensive

Ausrichtung im Fokus steht, werden

beispielsweise in Phasen einer anziehenden

Wirtschaftsdynamik stärker

konjunktursensitive Titel berücksichtigt.

Beispielhaftes Orientierungsdepot

Ein volatiler Markt beispielsweise bietet

nicht nur Chancen zum Direkteinstieg

in Aktien. „Renditemöglichkeiten

gibt es auch auf der Zertifikate-Seite,

et wa bei Diskont zer tifikaten”, so Stephan.

Auch diesbezüglich die richtige Depotstrukturierung

zu wählen, kann maßgeblich

zur Renditeentwicklung des

Portfolios beitragen.

Informativ und transparent

Im Rahmen der Portfolioberatung erhält

der Kunde auf Wunsch regelmäßig auf

seine Anlagepräferenzen zugeschnittene

Analysen und Berichte zu Märkten

und Branchentrends. Darüber hinaus

bekommt er regelmäßig umfangreiche

Aufstellungen über die Entwicklung und

Zusammensetzung seiner Vermögenswerte

zugesandt. Trotz aller Beratung:

Die eigentliche Anlageentscheidung verbleibt

letztlich beim Anleger. Damit kann

er das Chance-Risiko-Verhältnis seiner

Geldanlage gemäß seinen persönlichen

Präferenzen beeinflussen. Auch bei der

Vergütung hat der Anleger die Wahl

zwischen zwei Varianten. „Die Portfolioberatung

der Deutschen Bank bietet

eine kompetente Beratung für komplexe

Anlagethemen.”

Selbst für erfahrene Anleger ist das

Meistern dieser Herausforderungen

zeitintensiv und keine leichte Aufgabe.

Mehr zur Portfolioberatung der

„Anlegern, die ihr Depot selbst steuern,

Deutschen Bank erklärt Ihnen

bietet die Deutsche Bank deshalb mit

gerne Ihr zuständiger Leiter

ihrer Portfolioberatung die Möglichkeit,

Portfolioberatung Region West:

sich hierfür einen kompetenten Partner

zur Seite zu stellen”, sagt Dr. Ulrich

Stephan, Chef-Anlagestratege Privatund

Firmenkunden der Deutschen Bank. Das Depot gestalten

Im Mittelpunkt der Portfolioberatung

steht ein eingespieltes „Tandem” aus Die Portfolioberatung erfolgt in den

dem persönlichen Berater und dem Anlageklassen Liquidität, Aktien, Renten,

Spezialberater Portfolioberatung. Letzterer

Immobilien und Rohstoffe (außer

sichert dem Anleger Zugang zum Agrarrohstoffen). Im Austausch mit dem

globalen Know-how der Deutschen Bank, Kunden gibt der Berater diesem konkrete

Roberto Malandrino

das durch den Chef-Anlagestrategen

Empfehlungen zur Gewichtung von Telefon (0221) 142-2323

Dr. Ulrich Stephan zur aktuellen Marktmeinung

Anlageklassen in seinem Portfolio sowie roberto.malandrino@db.com

für Privat- und Firmenkunden zu Einzeltiteln. Diese basieren auf dem

zusammengeführt wird. Bei dieser Beratungsform

vom Kunden definierten Chance-Risikoder

Bergische

trifft

Unternehmer

der Anleger

12|17

alle wich- Profil und dem aktuellen Marktumfeld:

23


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

2018 von derzeit 4,8 % auf 4,2 % der gezahlten

Entgelte herabgesetzt wird. (2)

(1) Von der Abgabepflicht befreit sind

Unternehmen, deren an selb¬ständige

Auftragnehmer gezahlte Gesamtentgelte

für Werbung, Öffentlichkeitsarbeit usw.

450 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen

(siehe § 24 Künstlersozialversicherungsgesetz).

(2) Siehe Künstlersozialabgabe-Verordnung

2018 (BGBl 2017 I S.

3056). Quelle: Rinke Treuhand

Finanzgericht Köln: Steuererklärung

kann auch beim unzuständigen

Finanzamt fristwahrend

eingereicht werden

Der Einwurf einer Steuererklärung am

letzten Tag der Antragsfrist ist selbst

dann fristwahrend, wenn er beim nicht

zuständigen Finanzamt erfolgt. Dies hat

der 1. Senat des Finanzgerichts Köln in

zwei veröffentlichten Urteilen entschieden

(1 K 1637/14 und 1 K 1638/14). Die

Kläger warfen ihre Steuererklärungen

2009 am 31.12.2013 gegen 20.00 Uhr bei

einem unzuständigen Finanzamt ein. Das

zuständige Finanzamt lehnte eine Veranlagung

mit der Begründung ab, dass die

Erklärung erst 2014 an es weitergeleitet

worden sei. Der Antrag auf Durchführung

einer Veranlagung sei damit erst

nach Ablauf der vierjährigen Festsetzungsfrist

und damit verspätet gestellt

worden. Dem folgte der 1. Senat nicht

und verpflichtete das Finanzamt die Veranlagungen

für 2009 durchzuführen. Er

vertrat die Auffassung, es sei gesetzlich

nicht vorgeschrieben, dass ein Veranlagungsantrag

beim zuständigen Finanzamt

eingehen müsse. Auch könne die Finanzverwaltung

einem steuerlich

unberatenen Bürger nicht die Unzuständigkeit

eines Finanzamts vorhalten, wenn

sie selbst nach außen als einheitliche Verwaltung

auftrete. Schließlich gehe auch

der Einwurf der Erklärungen außerhalb

der üblichen Bürozeiten nicht zu Lasten

der Kläger. Insoweit habe die Finanzverwaltung

einen generellen Empfangs- bzw.

Zugangswillen. Das beklagte Finanzamt

hat die zugelassenen Revisionen eingelegt.

Die Verfahren werden beim Bundefinanzhof

in München unter den Aktenzeichen

VI R 37/17 und VI R 38/17 geführt. Quelle:

NRW Justizministerium

Youtube und Google müssen

E-Mail-Adressen mitteilen

Eine Verwertungsgesellschaft sah ihre

Nutzungsrechte an zwei Filmen verletzt.

Sie waren von drei verschiedenen Nutzern

der Plattform Youtube öffentlich

angeboten und jeweils mehrere tausendmal

abgerufen worden. Da die Nutzer

unter einem Pseudonym handelten, verlangte

der Rechteinhaber von den Unternehmen

Youtube und Google die Angabe

der Klarnamen und der Postanschrift

der Nutzer. Nachdem die beklagten Unternehmen

erklärt hatten, dass ihnen

diese Angaben nicht vorlägen, wurde der

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 650 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 70.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Sozial-, Arbeits- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

Wettinerstraße 11 · 42287 Wuppertal · Telefon: 0202 / 2580-0 · Telefax: 0202 / 2580-258

E-Mail: info@vbu-net.de

Mönchengladbach

Lüpertzender Straße 6 · 41061 Mönchengladbach · Telefon: 02161 / 24498-0 · Telefax: 02161 / 24498-33

Solingen

Neuenhofer Straße 24 · 42657 Solingen · Telefon: 0212 / 8801-0 · Telefax: 0212 / 8801-35

www.vbu-net.de

24 www.bvg-menzel.de


Auskunftsanspruch auf die E-Mail-Adressen,

Telefonnummern und die IP-Adressen

beschränkt. Die Klagen hatten

vor dem Oberlandesgericht Frankfurt

insoweit Erfolg, als Youtube und Google

zur Bekanntgabe der E-Mail-Adressen

ihrer Nutzer verurteilt wurden. Dies

wurde mit der sich aus dem Urheberrechtsgesetz

(§ 101 Abs. 3 Nr. 1 UrhG)

ergebenden Verpflichtung begründet,

Auskunft über „Namen und Anschrift

der Hersteller, Lieferanten und anderer

Vorbesitzer der Vervielfältigungsstücke

(…)“ zu erteilen. Unter den Begriff der

„Anschrift“ fällt nach Auffassung des

Gerichts nach entsprechend weiter Auslegung

auch die E-Mail-Adresse. Keine

Anspruchsgrundlage ergab sich jedoch

hinsichtlich Telefonnummern und IP-

Adressen der Nutzer. Das Oberlandesgericht

hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung

des Rechtsstreits die Revision

zum Bundesgerichtshof zugelassen.

(Urteil des OLG Frankfurt vom 22. August

2017, 11 U 71/16, DSB 2017, 218)

Kein Informationsrecht des

Kommanditisten

Der Geschäftsführer einer GmbH hat

jedem Gesellschafter auf Verlangen unverzüglich

Auskunft über die Angelegenheiten

der Gesellschaft zu geben

und die Einsicht in Bücher und Schriften

zu gestatten. Dies ist im GmbH-Gesetz

(§ 51a GmbHG) geregelt. Das

Oberlandesgericht Celle lehnt die Anwendung

der Vorschrift auf einen

Kommanditisten einer GmbH & Co.

KG ab. Diesem stehen daher gegenüber

der Komplementär-GmbH keine Informationsrechte

(gemäß § 51a GmbHG)

zu, solange er nicht zugleich Gesellschafter

der Komplementär-GmbH ist.

Dies gilt auch, wenn die KG deren alleinige

Gesellschafterin ist (sogenannte

Einheits-GmbH & Co. KG). (Beschluss

des OLG Celle vom 14. März 2017, 9 W

18/17, GWR 2017, 298

Rechnungsfehler ohne

Strafzins

Rechnungen müssen sämtliche gesetzliche

Rechnungsbestandteile ausweisen,

damit der Unternehmer daraus die Vorsteuer

ziehen kann. Bei Fehlern ist eine

berichtigte Rechnung anzufordern. Die

Vorsteuer konnte bisher allerdings erst

dann gezogen werden, wenn die korrigierte

Rechnung vorlag. In der Zwischenzeit

liefen häufig Zinsen zu Lasten

des Unternehmers von 6 Prozent

p.a. auf. Jetzt haben der Europäische

Gerichtshof und der Bundesfinanzhof

zugunsten des Unternehmers folgendes

entschieden: Liegt eine berichtigungsfähige

Rechnung vor, wirkt die Rechnungskorrektur

auf den Zeitpunkt der

ursprünglichen Rechnungsausstellung

zurück. Die Verzinsung entfällt. Unternehmer

können in dieser Sache aufatmen.

Quelle: Treumerkur

SEMINARE | COACHING | BERATUNG

+49 202 2 54 50 06

service@akademie-educate.de

www.akademie-educate.de

der Bergische Unternehmer 12|17 25


TOTAL DIGITAL KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Während die einen den digitalen Fortschritt begrüßen,

reagieren die anderen skeptisch und abwartend.

Denn in Zeiten von Fake News, Manipulationen

und Spionage ist Vorsicht geboten.

Vor allem dann, wenn die cleveren Systeme von

datenhungrigen Großkonzernen gesteuert werden.

Arbeitsplätze in Gefahr?

Roboter oder IT-Systeme, die in der Lage sind, auf

intelligente Weise Probleme zu erkennen und zu

lösen, machen vielen Menschen Angst. Besonders

die Generation der Millennials, die zwischen 1980

und der Jahrtausendwende geboren wurden,

fürchten um den Verlust ihrer Jobs.

Hier streiten die Experten. In der einen Studie ist

davon die Rede, dass durch Automatisierung in

den nächsten Jahren etwa 12 Prozent der Arbeitsplätze

in Deutschland wegfallen; andere Untersuchungen

kommen zu einem gegenteiligen Ergebnis

und prognostizieren einen enormen Zuwachs

an Umsatz und Beschäftigung. Der Stand der Dinge

heute: Vermutet wird vieles, Genaues aber

weiß man nicht.

In vielen Fällen hilfreich

Trotz mancher Vorbehalte sehen die meisten Deutschen

durchaus auch die Vorteile, die künstliche

Intelligenz bietet. Roboter erleichtern das alltägliche

Leben, steigern Komfort und Sicherheit und

bewirken, dass die Kundenzufriedenheit in Unternehmen

zunimmt. Sie erledigen Arbeiten, die für

Menschen unfallträchtig oder gesundheitsgefährdend

sind. Sie übernehmen Operationen im tausendstel

Millimeter-Bereich mit einer Präzision,

die kein noch so erfahrener Chirurg erreichen

kann. Darüber hinaus unterstützen sie dank der

26 www.bvg-menzel.de


Small Talk mit einem

Roboter

Mit

Chatbots ein Kundengespräch führen, im smarten

Zuhause leben, ein vernetztes Auto fahren oder einem

virtuellen Assistenten befehlen, die eine oder andere

Aufgabe auszuführen - Immer häufiger haben wir es im

Alltag mit Maschinen zu tun, die unsere Sprache sprechen

und verstehen, die mitdenken und lernen können.

Die Meinungen zu dieser Entwicklung sind geteilt.

Eines steht jedenfalls

mit Sicherheit

fest: Die Bedeutung

der künstlichen Intelligenz

wird in

den kommenden

Jahren gewaltig zunehmen.

Zeit, sich

darauf einzustellen.

Fähigkeit, Riesendatenmengen zu analysieren und

auszuwerten, Ärzte beim Erstellen von Diagnosen.

Was künstliche Intelligenz bereits heute

schon leisten kann, zeigt sich im Fahrzeug. Moderne

Autos mit entsprechenden Assistenzsystemen

halten automatisch Abstand zum Vordermann,

bleiben zuverlässig in der Spur oder helfen

beim Einparken. Aber: Der Weg zu einem selbstfahrenden

Auto ist noch weit. Allein die Umsetzung

einer erforderlichen digitalen Infrastruktur

im Verkehrsraum wird noch einige Zeit auf sich

warten lassen.

Willkommen in der Normalität

Doch man braucht gar nicht in die Zukunft zu

schauen, um sich mit dem Thema künstliche Intelligenz

zu befassen. Das Phänomen dabei: Was vor

einigen Jahren n0ch für Aufsehen sorgte, beeindruckt

heute niemanden mehr sonderlich. Dazu

gehört unter anderem das Erkennen von Texten

und Bildern oder auch Gesichtern. Systeme mit

dieser Befähigung finden sich etwa in Überwachungskameras.

Dort können sie zwischen den

Bewohnern und Personen unterscheiden, die sich

unbefugt auf dem Grundstück oder im Haus aufhalten.

Ebenso lassen sich Computer und Smartphones

entsperren, indem sie das Gesicht ihres

Besitzers identifizieren.

Als ganz normal wird zum Beispiel auch empfunden,

dass Computer den Menschen im Schachspiel

besiegen oder im Call-Center Anrufe entgegennehmen,

Auskunft geben und Fälle lösen. Intelligente

Software kommt zum Zuge, um bei der

Steuererklärung zu helfen oder Antwort auf einfache

Rechtsfragen zu geben. Und wer bei einem

verspäteten Flug auf Entschädigung hofft, erfährt

oftmals von einer freundlichen Maschine, ob sein

Anspruch Erfolg hat oder nicht.

Text: Brigitte Waldens

Foto: Shutterstock

der Bergische Unternehmer 12|17 27


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Saubere Leistung

Saubere Leistung

in der Nische

Weniger kann manchmal mehr sein. Ein Grundsatz, den Susanne Hessenbruch konsequent

und erfolgreich befolgt. „Wir machen nicht alles. Aber was wir machen, erledigen

wir erstklassig. Denn wir konzentrieren uns auf unsere Stärken und haben nicht

den Ehrgeiz, jeden wie immer gearteten Auftrag anzunehmen“, erklärt die Geschäftsführerin

der Gebäudereinigung Wege in Remscheid.

28 www.bvg-menzel.de


Gebäudedienstleister

seit 1960. Susanne

Hessenbruch

und ihr Team leisten

saubere Arbeit

in professioneller

Premium-Qualität.

„Gebäudereiniger ist ein interessanter Beruf mit vielfältigen

Möglichkeiten und sicherer Zukunft“, wirbt Susanne Hessenbruch

um den Nachwuchs. „Wer dieses attraktive Handwerk

erlernen möchte, findet in unserem Unternehmen einen guten

Ausbildungsplatz.“

Mit der strategischen Entscheidung zur

Nische hat sich das Familienunternehmen

in der Branche vor Ort gut

positioniert. Auf der Agenda steht

die Reinigung von Büros und Geschäftsräumen,

Kanzleien, Praxen, Studios und ähnlichen Einrichtungen.

Aber auch Privathaushalte mit ausgeprägtem

Qualitätsanspruch gehören zur Klientel.

Um diese Kundengruppen nachhaltig zufrieden

zu stellen, setzt Susanne Hessenbruch auf Qualifikation,

Kompetenz und ständige Weiterbildung.

Zurzeit sind 86 Mitarbeiter im Wege-Team beschäftigt,

die ihr Metier perfekt beherrschen und

damit sämtlichen Anforderungen gerecht werden.

Zeit, sich neu aufzustellen

Nach der Übernahme des väterlichen Betriebs in

2004 begann Susanne Hessenbruch sehr zügig,

die Gebäudereinigung neu auszurichten. „Als unsere

Firma 1960 gegründet wurde, waren die Verhältnisse

im lokalen Markt anders als heute. Damals

ging es ganz allgemein ums Reinigen. Jetzt

dagegen ist fachliches Know-how gefragt, denn

die Anforderungen werden immer spezieller. Wir

haben uns beizeiten auf diesen Trend eingestellt

und sind nun in der Lage, auch außergewöhnliche

Kundenwünsche zu erfüllen. Im Notfall sogar

ganz schnell. Innerhalb von einer Stunde sind wir

an Ort und Stelle“, beschreibt die Fachfrau die

Entwicklung ihres Unternehmens zu einem

Dienstleister mit der Lizenz für besondere Aufgaben.

Ein Portfolio voller Spezialitäten

Und davon gibt es einige. Beispielsweise bei der

Pflege und Aufarbeitung hochwertiger Marmorböden.

Zur Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit

wird mit Hilfe von Einscheibenmaschinen

eine Kristallisationspaste aufgetragen

und eingearbeitet. Falls erforderlich, erfolgt zudem

eine aufwendige Sanierung des Bodens. Sind

sämtliche Unebenheiten beseitigt sowie Risse und

Löcher geschlossen, sorgt eine porentiefe Versiegelung

dafür, dass der Marmor wieder im neuen

Glanz erstrahlt. Ähnlich sorgsam gehen die Ex-

perten mit Teppichen und Polstermöbeln um, die

je nach Verschmutzung tiefengereinigt und anschließend

imprägniert werden. „Natürlich machen

wir unsere Kunden auch darauf aufmerksam,

wenn in ihren Geschäfts- oder Privaträumen etwas

gereinigt werden muss. Da gerade im Empfangsbereich

der erste Eindruck entscheidet, ist es

unser Anliegen, überall für Sauberkeit und Wohlbefinden

zu sorgen“, berichtet Susanne Hessenbruch.

Neben den traditionellen Tätigkeiten, wie

etwa dem Reinigen von Fenstern und Glaselementen

im und am Haus, bietet das Wege-Team mit

der Fassadenreinigung eine weitere Extra-Leistung

an. Hier haben sich die Remscheider vor allem

auf Außenwände aus Aluminium spezialisiert.

Vor der Bauabnahme werden die Fassaden

von Schmutz und Klebstoffresten befreit und

gründlich gesäubert. Eine Arbeit, die sich übrigens

nicht nur auf Fassaden bezieht.

„Ob Neubau, Umbau oder Renovierung: Wir kümmern

um die Erstreinigung und machen vom Keller

bis zum Dach alles tipp-topp sauber. Der Kunde

kann also gleich in sein neues Haus oder die

frisch sanierte Wohnung einziehen“, versichert

Susanne Hessenbruch. „Es versteht sich von

selbst, dass wir ausschließlich ökologisch unbedenkliche

Mittel verwenden.“

Alle Jahre wieder

Nun warten bereits neue Herausforderungen auf

die Gebäudereiniger. Der jährliche Winterdienst

hat begonnen; mit Schneeräumen, Kehren von

Parkplätzen und Reinigen von Ladezonen und

Einfahrten.. Ein Service, der bei vielen Unternehmen

im Einzugsgebiet stark nachgefragt wird.

Und wenn es in den Urlaub geht, stehen die

freundlichen Mitarbeiter von Wege zum Homesitting

bereit. So werden die Ferien für den Kunden

buchstäblich zu einem reinen Vergnügen.

Text: Brigitte Waldens

Foto: Günter Lintl

Wege GmbH & Co. KG

Blumentalstraße 1a

42859 Remscheid

Fon 02191 9250-0

Fax 02191 9250-40

Mail info@wege-rs.de

Net www.wege-rs.de

der Bergische Unternehmer 12|17 29


AUS DER REGION DER KOMMENTAR

Der Bergische Unternehmer:

Echte Fakten statt Fake News

Die EU will britische Bauern verpflichten, ihren Kühen

Windeln anzulegen. Hillary Clinton leitet einen Kinderporno-Ring.

Und Säuglinge bekommen direkt nach

ihrer Geburt den „Europäischen Personal-Standardchip“

eingepflanzt. Haben Sie fassungslos den Kopf geschüttelt?

Sicher. Denn durch den bloßen Einsatz von

ein bisschen gesundem Menschenverstand kann man

diese Meldungen leicht als das entlarven, was sie tatsächlich

sind: Enten. Falschmeldungen. Oder wenn

man lieber das aktuelle Modewort nutzen will: Fake

News.

Sie deshalb als belanglos einzustufen, hieße allerdings

die Dimensionen ihrer Wirkung zu unterschätzen. Fake

News zersetzen nämlich das Vertrauen, dass wir etablierten

Medien entgegenbringen. Fehlinformation, Einseitigkeit,

schlechte Recherche lauten die Vorwürfe, die

solche Falschmeldungen zu bestätigen scheinen. Ein solches

erodierendes Vertrauen in die Qualität der Medien

kann und darf uns als Unternehmer nicht egal sein. Viele

von uns brauchen das Vertrauen von Verbrauchern,

Kunden und Partnern, um ihre Geschäfte erfolgreich zu

betreiben. Markenpflege, seriöse Werbung, Informationen

zu Qualität und Produkten auf der einen Seite und

Vertrauen bei den Kunden auf der anderen Seite bilden

die Grundlage für den guten internationalen Ruf unserer

Region.

Darum sollten wir alle uns stark machen für hochwertigen

Journalismus. Für starke Medien mit gut ausgebildeten

Redakteurinnen und Redakteuren, die das Handwerkszeug

und den Mut haben, Falschmeldungen zu

entlarven. Und wir selbst sollten Fake News mit einer

wahrhaftigen, faktenbasierten Kommunikation engagiert

entgegentreten. Es geht schließlich um einen der Grundpfeiler

der freien Marktwirtschaft: das Vertrauen.

Der Autor Michael Tobias ist Geschäftsführender

Gesellschafter der PR-Agentur

Michael Tobias Content Marketing Ltd.

mit Sitz in Solingen und Birmingham.

Foto: Privat

30 www.bvg-menzel.de


In meinem Geschäft bleibe ich erfolgreich, wenn

ich mich bei den kaufmännischen

Aufgaben entlaste.

Die digitalen DATEV-Lösungen unterstützen Sie bei allen kaufmännischen

Aufgaben – vom An gebot über die Kassenführung bis hin zur Buchführung.

So gewinnen Sie Freiräume und mehr Zeit für die Betreuung Ihrer

Kunden. Informieren Sie sich im Internet oder bei Ihrem Steuerberater.

Digital-schafft-Perspektive.de

der Bergische Unternehmer 12|17 31


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Die kleinen Maiskörner poppen auf und

der Duft des Popcorns verteilt sich im

Foyer des „Corso“. Das Telefon im Kartenhäuschen

klingelt: Zehn Karten für

die Vorstellung am Freitagnachmittag. Inhaberin

Antoinette Lumberg-Boos (68) sucht am PC die

besten Plätze raus. Mehr als 40 Jahre macht sie

Kino. „Es macht immer noch Spaß“, sagt sie.

Seit 1984 betreibt sie das Corso in Radevormwald.

Mit vier Sälen zählt es zu den kleinen Kinos der

Region. Aber es hält locker mit den großen Filmpalästen

mit. Regelmäßig strömen die Besucher

auch aus umliegenden Städten dorthin, um aktuelle

Streifen auf der großen Leinwand zu erleben.

„Wir sind ein familiäres Team und immer freundlich“,

erklärt die Kino-Fachfrau. Das schätzen die

Stammkunden. „Das ist eine schöne Atmosphäre,

man muss nicht lange anstehen und es sind bequeme

Sitze“, findet die Remscheiderin Gabriele

Swadek. Sie lädt ihren Enkel und dessen Freund

in den Ferien regelmäßig ins Corso ein. Immer

wieder sind auch neue Gesichter dabei.

Service und gründliche Sauberkeit

Zum Lumberg-Boos Theaterfilmbetrieb gehören

neben dem Corso in Radevormwald das Kino-

Center in Schwelm sowie das Palast Theater Menden.

Alle Säle sind mit moderner digitaler Technik

ausgestattet. Ein gewisser Charme aus

vergangenen Zeiten bleibt dennoch erhalten. „Wir

bieten Qualität zu besten Preisen“, sagt Sebastian

Boos (27), Geschäftsführer in Schwelm und Radevormwald.

Denn anders als bei großen Lichtspielhäusern

kostet zum Beispiel eine Karte für

eine 3D-Vorstellung nur rund 8 Euro. Aktuelle

Blockbuster erscheinen genau wie bei den Multiplex-Häusern.

Den günstigeren Preis für Karten

und Snacks sowie die gründlichere Sauberkeit

sieht Boos als großen Pluspunkt der drei Lichtspielhäuser.

Filmkunst im Kino

Andere kleine Kinos konzentrieren sich auf anspruchsvolle

Filmkunst. Programmkinos zeigen

beispielsweise deutsche oder andere europäische

Produktionen. „Wir sind eine Alternative zu den

großen Kinos“, sagt Bastian Thiel, Theaterleitung

im Souterrain und Atelier-Kino in Düsseldorf. In

der rheinischen Metropole hat sich das Konzept

der Düsseldorfer Filmkunstkinos etabliert – ein

Zusammenschluss mehrerer Programmkinos, die

das cineastische Leben der Großstadt bereichern.

Die Kinogruppe erhält eine Programmkinoförderung.

Gezeigt werden unter anderem Bestseller-

Verfilmungen oder Originale mit Untertiteln.

Auch Premieren mit den Regisseuren und anschließenden

Diskussionsrunden gibt es. Gut laufen

vor allem Sonderveranstaltungen wie Double-

Features oder regelmäßige Filmreihen zu einem

bestimmten Regisseur oder Thema. Eventkino,

zum Beispiel eine Live-Übertragung einer Opernaufführung

in New York, ergänzen das Angebot

Kino bleibt Kino

Grosse Multiplex-Kinos ziehen mehr und mehr die Massen an. Gegen diese scheinbar

übermächtige Konkurrenz haben es die kleinen Betreiber schwer. Doch halt:

In unserer Region gibt es eine ganze Reihe von kleineren Häusern, die sich dem

Wettbewerb stellen und sich behaupten. Guter Service, Freundlichkeit, Nischenprogramme

und mitunter der Charme vergangener Tage sind die Erfolgsfaktoren –

auch gegen das Online-Streamen von Filmen.

32 www.bvg-menzel.de


und lassen Kino in einem anderen Licht erscheinen.

Das ist auch ein Pfund gegen das Streamen von Filmen

im Internet. „Kino bleibt Kino. Wer das mag,

kommt immer zu uns“, ist sich Thiel sicher.

Stammkunden warten auf den Filmstart

im „Film-Eck“

Sebastian Boos ist

Geschäftsführer der

des Kinocenters in

Schwelm und des

Corso in Wuppertal.

Das Servicekino „Film-Eck“ von Klaus und Christel

Schiffler in Wermelskirchen punktet mit Persönlichkeit.

Während seine Frau die Karten verkauft, bedient

er auch während der Vorstellung an der Bar im

Vorführsaal – ein richtiger Zwei-Personen-Betrieb.

„Das hält einen flott“, sagt Schiffler mit einem Lachen.

Seit 1972 betreibt er das Kino, das sein Großvater

aufbaute. Von Freitag bis Montag flimmern

deutsche und europäische Streifen ausschließlich in

2D über die Leinwand – die Auswahl trifft das Paar

nach Gefühl. „Kino kann man genießen, wenn man

das Schauspiel sieht und nicht nur die Effekte“, umschreibt

der 78-Jährige, was die Faszination für ihn

ausmacht. Rund vier bis sechs Wochen nach dem

Bundestart laufen die Filme dann im Film-Eck. Viele

Stammkunden warten extra solange. Aus Köln,

Kürten oder sogar aus dem Sauerland pilgern die Besucher

nach Wermelskirchen. Bei den monatlichen

Veranstaltungsreihen, Kirchenkino und Traumkino,

sind die Sitze regelmäßig gut besetzt.

Die Betreiber der kleinen Kinos sind mit Herzblut

dabei und echte Cineasten. Sie lieben und leben den

Film und das besondere Flair. „Kino wird es immer

geben“, sagt Sebastian Boos.

Text: Anna Mazzalupi

Foto: Jürgen Moll

Info

Lumberg-Boos Theaterfilmbetrieb:

Infos im Netz unter www.corsokino.de.

Düsseldorfer Filmkunstkinos Metropol,

Atelier-Kino, Bambi, Cinema. Das Keller-

Kino Souterrain ist selbstständig. aber

eng verbunden. Infos im Web unter

www.filmkunstkinos.de.

Film-Eck Wermelskirchen: Ewald Schiffler

eröffnete 1927 gemeinsam mit seinem

Sohn Erich im Saal seinen „Restaurant

Reichshalle“ das Kino „Reichshallen-

Lichtspiele“. Weitere Infos unter

www.film-eck.de.

der Bergische Unternehmer 12|17 33


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Frische Ideen aus

der Backstube

34 www.bvg-menzel.de


Zwei Gäste kürzlich in einem Münchner Hotel. „Und woher

kommen Sie?“ „Aus der Nähe von Sprockhövel.“ „Ah – Konditorei

Löhken mit dem gemütlichen Café, wo es die tollen

Torten gibt.“ Ähnliches ist beispielsweise auch aus Düsseldorf,

Essen oder Köln zu hören. Wie schafft es eine Bäckerei

aus der Provinz, weit über die Stadtgrenzen hinaus so bekannt

zu werden? Hier kommt die Geschichte.

Als der Familienbetrieb 1912 an den Start ging,

waren die Zeiten anders und die Ansprüche der

Kundschaft ebenfalls. Das tägliche Brot wurde

gebraucht, um den Hunger zu stillen. Kuchen und

Plätzchen leisteten sich die Leute damals meist

nur aus besonderem Anlass. Aber schon in den

Gründerjahren setzte die Bäckerei konsequent auf

die althergebrachte Handwerkskunst. Eine Tradition,

die im Haus Löhken bis heute auch in der

dritten Generation gepflegt wird.

„Wir verwenden ausschließlich naturreine Rohstoffe

und erlesene Zutaten, verzichten auf künstliche

Zusätze und stellen jede unserer Torten in

sorgfältiger Handarbeit her. In Verbindung mit

exquisiten Rezepturen und meisterhaftem Können

entstehen auf diese Weise außergewöhnliche Kreationen

in Genießer-Qualität“, beschreibt Brigitte

Löhken das erfolgreiche Geschäftsmodell.

ten-Zeit mit all den delikaten Highlights aus der

Kuchen-Theke. „Wir bemühen uns, das Kaffehaus

mit seinem besonderen Charme und Ambiente am

Leben zu erhalten. Sicherlich ein Grund dafür,

weshalb auch so zahlreiche Besucher von außerhalb

den Weg zu uns finden, In der Umgebung gibt

es solch einen Treffpunkt der Gastlichkeit schon

gar nicht mehr“, berichtet Brigitte Löhken.

Es weihnachtet sehr

Seit geraumer Zeit duftet es in der Backstube intensiv

nach Spekulatius, Zimtsternen und Christstollen.

Der Advent beginnt bei Löhken nämlich

schon im September. Ein Datum, auf das zahlreiche

Firmen bereits gewartet haben. Denn die Konditorei

Löhken macht das Schenken zu Weihnachten

leicht – mit geschmackvollen Präsenten aus

Meisterhand, die von den Profis in Sprockhövel

liebevoll verpackt und pünktlich versendet werden.

In diesem Jahr gibt es neben den Klassikern

wie weihnachtliche Törtchen mit Champagnertrüffeln

oder Schokoladenstiefel mit Pralinenfüllung

exklusive Geschenk-Ideen für die feine Küche

im Angebot. Etwa eine Flasche bestes

Olivenöl und dazu eine Risotto-Mischung sowie

ein Glas italienische Oliven.

Eine Theke voller

Köstlichkeiten. Brigitte

Löhken präsentiert

edle Kreationen,

handgefertigt

in erlesener Premium-Qualität.

Ein Premium-Sortiment

der Extraklasse

Rund 30 Brotsorten, gebacken mit Mehlen aus

kontrolliert angebautem Getreide, machen Appetit

aufs Ausprobieren. Der Natursauerteig und die

handwerkliche Verarbeitung garantieren exzellente

Güte. Und manches Mal auch ein überraschendes

Geschmackerlebnis, denn bei Löhken werden

gerne alte Getreidesorten verwendet, die anderswo

bereits verschwunden sind.

Köstlich geht es weiter mit hausgemachten Konfitüren

und edlen Confiserie-Waren, die sich übrigens

auch hervorragend verschenken lassen. Ein

ganz großes Thema aber sind die berühmten Torten

aus der kreativen Backstube. Ob Cappuccino-

Sahnetorte, Waldfrucht-Torte oder Marzipan-

Amaretto-Torte: Verlockender kann eine süße

Verführung kaum sein.

Kaffeehaus-Charme mit viel

Atmosphäre

So verwundert es nicht, dass bereits am frühen

Morgen das Löhken-Cafè gut besucht ist. Viele

Stammgäste treffen sich hier zu einem leckeren

Frühstück oder kommen mittags auf einen raffinierten

Snack vorbei. Am Nachmittag ist dann Tor-

Der Lohn für meisterhafte Leistung

Ganz besonders stolz sind Brigitte Löhken und

ihre acht Mitarbeiter auf die Auszeichnungen, die

ihr Betrieb regelmäßig erhält. Zum dritten Mal in

Folge wurde das Traditionsunternehmen jetzt von

der Fachzeitschrift „Der Feinschmecker“ als eine

der besten Bäckereien Deutschlands geehrt. Außerdem

gehört Löhken zu den 150 führenden Cafés

im Lande. Das hat sich herumgesprochen – sogar

bis nach München.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Günter Lintl

Löhken

Cafè, Konditorei, Bäckerei

Mittelstraße 35

45549 Sprockhövel-Haßlinghausen

Fon 02339 2302

Fax 02339 6341

Mail info@konditorei-loehken.de

Net www.konditorei-loehken.de

der Bergische Unternehmer 12|17 35


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Vor Ort beim Zwerg mit

der goldenen Nase

Im weltweiten Markt der Plagiate und Fälschungen lässt sich sehr viel Geld verdienen.

So viel, dass längst sogar die Organisierte Kriminalität von dem vielversprechenden

Business profitiert und in die lukrative Produktpiraterie investiert.

Original oder Fake? Nichts ist heute

mehr vor plumper Nachahmung sicher.

Vor allem der Zoll, der die Einfuhr gefälschter

Waren aus dem Ausland aufdecken

soll, steht damit vor einer schier unlösbaren

Aufgabe. Aber immerhin: Die Grenzbehörden

in der EU haben 2016 rund 41 Millionen Produkte

sichergestellt, die gegen geltendes Recht verstoßen.

Dies entspricht einem Geldwert von 670 Millionen

Euro. Wer sich einen Überblick über die

Vielfalt der Plagiate und Fälschungen verschaffen

möchte, wird im Museum Plagiarius in Solingen

36 www.bvg-menzel.de


Das Original in Rot,

die Kopie in Blau.

Auch Produkte aus

dem Bergischen

werden unverfroren

nachgemacht. Christine

Lacroix zeigt

dies am Beispiel einer

Schere aus Solingen.

fündig. Hier ist der „Plagiarius“, der Zwerg mit

der goldenen Nase, zu Hause – als warnendes

Symbol und Negativ-Preis für unerlaubte Nachahmung.

Die Aktion „Plagiarius“ wurde 1977

vom Industrie-Designer Rido Busse, selbst Opfer

eines Plagiators, ins Leben gerufen und arbeitet

seit 1986 als eingetragener Verein.

Aufklärung und Sensibilisierung

als Auftrag

Pressesprecherin Christine Lacroix erläutert die

Zielsetzung: „Wir haben uns vorgenommen, die

Öffentlichkeit über Ausmaß, Schäden und Gefahren

von Plagiaten und Fälschungen aufzuklären.

Zugleich möchten wir das Bewusstsein für die Bedeutung

von gewerblichen Schutzrechten fördern,

die Wertschätzung kreativer Leistungen erhöhen

und Unternehmern wie Privatleuten die Einzigartigkeit

eines Originals vor Augen führen, dessen

Entwicklung bis zur Serienreife jede Menge Geld,

Zeit und Aufwand kostet.“ Das Solinger Museum

präsentiert die Plagiarius-Preisträger der letzten

40 Jahre. Die Sammlung umfasst mehr als 350

Produkte von Firmen aus aller Welt und zeigt jeweils

Original und Plagiat im direkten Vergleich.

Vom Motorrad über Wasserkocher bis zur Lampe,

vom Schlitten über Felgen bis zum Notfallbeatmungsgerät.

Auch Artikel aus der Region Bergisches

Land sind darunter; etwa Scheren von Zwilling

oder Bestecke und Messer aller Art, die

widerrechtlich unter dem Label „Made in Solingen“

vermarktet wurden. In diesem Zusammenhang

sorgt eine Begriffsklärung für die nötige

Differenzierung: Als Plagiat bezeichnen die Experten

die Imitation eines Produkts, das in gleicher

Optik und mit gleicher Technik wie die Vorlage

gefertigt, aber unter eigenem Namen

angeboten wird. Eine Fälschung geht einen Schritt

weiter, denn hier wird das kopierte Produkt unter

der ursprünglichen Marke vertrieben.

Deutschland ganz oben auf

der Negativ-Liste

Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrglaube,

dass die Übeltäter nur aus Asien stammen. „Die

Deutschen - und auch andere Industrienationen -

kopieren ebenfalls sehr dreist“, weiß Fachfrau

Christine Lacroix. „So werden Plagiate häufig

von oder im Auftrag eines deutschen Unternehmens

hergestellt oder aus Asien importiert. Teilweise

stammen Originalhersteller und Plagiator

sogar aus demselben Land. Und zunehmend handelt

es sich bei Nachahmern um ehemalige Produktions-

oder Vertriebspartner. In manchen Fäl-

len weisen die Plagiate eine Top-Qualität auf, die

sich vom echten Produkt kaum unterscheiden

lässt. Betroffen sind so gut wie alle Branchen.“

Beispielsweise der Maschinenbau, eine wichtige

Schlüsselindustrie in unserem Land. Ob komplette

Anlagen, Komponenten oder Ersatzteile: Die

Plagiatoren wagen sich sogar an komplizierteste

Herausforderungen. Meist stecken ideenarme

Wettbewerber dahinter, die vom Verkauf einer gut

gemachten Kopie ein gewinnbringendes Geschäft

erwarten. Insgesamt erleiden deutsche Unternehmen

jährlich einen wirtschaftlichen Schaden in

Milliardenhöhe.

Zeit, sich zu wehren und abzusichern

Trotzdem stehen Unternehmer dem Phänomen des

zügellosen Kopierens nicht vollkommen hilflos

gegenüber. Christine Lacroix gibt praktischen

Rat: „Unbedingt erforderlich ist es, für innovative

Produkte gewerbliche Schutzrechte anzumelden.

Beispielsweise Marke, Design, Patent oder auch

Gebrauchsmuster. Dann hat die betroffene Firma

zumindest die Möglichkeit, gegen den Plagiator

gerichtlich vorzugehen.“

Bleibt noch die Frage, woran eine Fälschung oder

ein Plagiat überhaupt zu erkennen ist. Die Antwort

der Expertin: „Wenn ein Artikel zu einem

unrealistisch niedrigen Preis angeboten wird, sollten

alle Alarmglocken schrillen. Denn Qualität,

Design und hochwertige Technik gibt es nicht

zum Fast-Umsonst-Tarif. Der Fachhandel bietet in

der Regel Originalware an. Ansonsten lohnt es

sich immer, genau hinzuschauen – insbesondere

im Internet und auf Märkten. Billige Materialien,

schlampige Verarbeitung oder lockere Teile sind

meist ein Zeichen dafür, dass es sich keinesfalls

um das echte Original handeln kann.“

Text: Brigitte Waldens

Foto: Günter Lintl

Museum Plagiarius

Bahnhofstr. 11

42651 Solingen

Fon 0212 221073 1

Mail info@museum-plagiarius.de

Net www.museum-plagiarius.de

Führungen auf Anfrage

der Bergische Unternehmer 12|17 37


IM FOKUS WELLNESS & FITNESS

Entspannt durch

den Winter

38 www.bvg-menzel.de


Bären haben es gut. Sie ziehen sich in eine kuschelige Höhle zurück, verdösen

die kalte Jahreszeit und wachen im Frühling munter wieder auf. Leider

kein Rezept für uns Menschen, die wir von winterlichen Depressionen

geplagt werden, den ganzen Tag über müde sind und selten so viel Stress

erleben wie jetzt in den angeblich besinnlichsten Tagen des Jahres.

der Bergische Unternehmer 12|17 39


IM FOKUS WELLNESS & FITNESS

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, um Energie zu tanken und

sich selbst etwas Gutes zu tun. Die Fitness-Branche hat

sich zu einer respektablen Größe in der deutschen Wirtschaft

entwickelt.

Stunden. Wie erfolgreich das Marktsegment in

den letzten Jahren gewachsen ist, zeigt ein Vergleich.

Während es 2007 deutschlandweit 5.700

Anlagen gab, stieg die Zahl bis 2016 auf 8.600

Einrichtungen. 1.900 allein in Nordrhein-Westfalen.

Im Haus der Schönheit

bieten Yvonne

Uelwer und ihr Team

ein anspruchsvolles

Wohlfühl-Programm.

Der Mensch braucht keinen Winterschlaf,

um entspannt durch die

dunklen Monate zu kommen. Denn

es gibt viele Möglichkeiten, frische

Energie zu tanken und sich selbst etwas

Gutes zu tun. Sport gehört dazu.

Millionen mögen’s sportlich

Mit einem jährlichen Umsatz von über fünf Milliarden

Euro hat sich die Fitness-Branche zu einer

respektablen Größe in der deutschen Wirtschaft

entwickelt; mehr als zehn Millionen Menschen

stehen bei einem Fitness-Studio unter Vertrag und

gehen regelmäßig zum Training, davon rund 61

Prozent mehrmals in der Woche für ein bis zwei

Mitarbeiter in Bewegung

Auch im Bergischen Land liegt Fitness voll im Trend.

In Wuppertal zum Beispiel haben sich im Laufe der

Zeit etwa 40 Sportstudios angesiedelt – oft nur wenige

Meter Luftlinie voneinander entfernt. Darunter

große Anbieter, die zusätzlich spezielle Offerten für

Unternehmen und deren Mitarbeiter im Programm

haben. Gut zu wissen, denn das betriebliche Gesundheitsmanagement

gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Mittlerweile verliert die deutsche Wirtschaft

durch hohe Krankenstände in der Belegschaft

etwa 35 Milliarden Euro im Jahr und sucht nach Wegen,

diese Entwicklung zu stoppen. Da 70 Prozent

der Erkrankungen durch Bewegungsmangel, falsche

Ernährung oder unzureichende Stressbewältigung

40 www.bvg-menzel.de


entstehen, sind effektive Maßnahmen gefragt, um

nachhaltig gegenzusteuern. Genau hier setzen zahlreiche

Fitness-Studios mit einer gezielten Gesundheitsvorsorge

an. Die Ergebnisse überzeugen. Verbesserte

Produktivität, mehr Leistungsbereitschaft

und Ausgeglichenheit im beruflichen Alltag sind

messbare Erfolge, die sich mit einem modernen ‚fitfor-work-Konzept‘

erreichen lassen. Es lohnt sich

also darüber nachzudenken, in die Fitness der eigenen

Leute zu investieren.

Qualität auf dem Prüfstand

Nun garantiert eine beträchtliche Anzahl von Einrichtungen

vor Ort nicht zwangsläufig, dass alle

gleich gut sind. Um herauszufinden, ob es sich um

ein seriöses Fitness-Studio oder eher um eine

fragwürdige ‚Mucki-Bude‘ handelt, liefern folgende

Eckpunkte etwas Orientierungshilfe.

• Kostenloses Probetraining

Eine perfekte Gelegenheit, sich einen Eindruck

vom Angebot, den Räumlichkeiten, den Geräten

und der Betreuung zu verschaffen. Passt die Besucherstruktur

zu meinen Vorstellungen? Auch das

lässt sich bei einem Probetraining klären.

• Obligatorischer Fitness-Check

Joggen auf dem Laufband, Pilateskurs oder Auspowern

an der Kraftmaschine: Nicht jedes Training

eignet sich für jeden. Deshalb sollte gerade

bei Neukunden der Zustand der Fitness überprüft

werden.

• Offenes Gespräch mit dem Trainer

Es ist ein Zeichen für Kundenorientierung, wenn

ein Fitness-Studio großen Wert auf individuelle

Betreuung legt. Dazu zählt auch die gezielte Beratung,

mit welchem Einsatz welche Ziele erreicht

werden können.

• Präsenz des Fachpersonals

Neben der gründlichen Schulung im Umgang mit

den Geräten gehört es zu den Selbstverständlichkeiten

in einem professionell geführten Fitness-

Studio, dass mindestens ein Trainer ständig anwesend

ist. Beispielsweise, um Hilfestellung zu

geben oder Übungen zu korrigieren.

• Sauberkeit und Sicherheit

Ein schmuddeliges Studio mit einem ungepflegten

Ambiente geht gar nicht. Ebenso gelten unsaubere

Geräte, die dazu noch instabil oder gar defekt sind,

als Ausschlusskriterium. Selbstverständlich muss

auch der Sanitärbereich den üblichen hygienischen

Standards genügen.

SCHETTLERCOACHING:

Marcel Schettler hat das

Buch „Der Antistress-

Trainer für Selbstständige“

geschrieben.

Das betriebliche

Gesundheitswesen

gewinnt zunehmend

an Bedeutung.

Durch hohe

Krankenstände in

der Belegschaft

verlieren deutsche

Unternehmen rund

35 Milliarden Euro

im Jahr. Effektive

Maßnahmen sind

gefragt, um hier

erfolgreich und

nachhaltig gegenzusteuern.

• Zertifizierung durch den TÜV

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das für das Einhalten

aller Sicherheitsvorschriften steht. Regelmäßige

Überprüfungen gewährleisten eine einwandfreie

Gerätetechnik und sorgen dafür, dass

entdeckte Mängel umgehend beseitigt werden.

• Eine Frage der Kosten

Ob der geforderte Mitgliedsbeitrag realistisch ist,

hängt von der Lage und der Größe des betreffenden

Studios ab. Auch das Angebot und Extras wie

Sauna oder Solarium werden bei der Preisgestaltung

berücksichtigt. So kommen Spannen unter

20 Euro im Discount-Tarif bis zu 100 Euro und

mehr im Premiumbereich zustande.

• Alles unter Vertrag

Kurze Laufzeiten, ein Kündigungsrecht jeweils

zum neuen Quartal und eine Mitgliedschaft ohne

Aufnahmegebühr sind inzwischen gängige Praxis

bei der Vertragsgestaltung. Weitere Klauseln bieten

zusätzliche Vorteile. Etwa die Möglichkeit,

bei Arbeitslosigkeit, Umzug oder Erkrankung aus

der vertraglichen Vereinbarung auszusteigen. Für

Frauen kommt außerdem ein Sonderkündigungsrecht

bei Schwangerschaft oder auch nach der Geburt

in Frage. Denn es kommt vor, dass ein Training

in diesen Fällen nicht fortgesetzt werden

kann.

Stress-Abbau - wie er im Buche steht

Was haben Unternehmer, Selbständige und Gründer

gemeinsam? Sie leiden mehr oder weniger unter

den gleichen Stressfaktoren und müssen versuchen,

diese negativen Einflüsse in positive

Energie umzuwandeln. Für diese schwierige Aufgabe

gibt es nun professionelle Unterstützung von

Marcel Schettler, Unternehmer, Business-Coach

und jetzt auch Autor.

Im Juni 2017 ist sein Buch „Der Antistress-Trainer

für Selbständige“ erschienen, das sich mit

dem Thema Überlastung im Business beschäftigt.

Ganz nah an der Praxis geht der Wuppertaler der

Frage nach, in welchen Situationen die Stress-Anfälligkeit

besonders hoch ist und kommt dabei zu

interessanten Erkenntnissen. Nicht nur die Angst

vor dem eigenen Versagen, die mangelnde Fähigkeit

zu delegieren oder der gefürchtete Tunnelblick,

der das Einschätzen von Risiken erschwert,

machen vielen Selbständigen zu schaffen. Auch

andere Ereignisse treiben das Stress-Barometer

nach oben. Beispielsweise, wenn gemeinsame Unternehmungen

mit einem Partner anstehen, der

Umgang mit Kunden Probleme bereitet und klar

wird, dass sich Beruf und Familie doch nicht so

der Bergische Unternehmer 12|17 41


IM FOKUS WELLNESS & FITNESS

leicht vereinbaren lassen wie gedacht. All dies hat

Marcel Schettler in seiner über 25-jährigen Tätigkeit

persönlich erlebt und gelernt, zielführend darauf

zu reagieren.

Zusätzlich lässt der Autor etliche Unternehmer zu

Wort kommen, die über ihre persönlichen Erfahrungen

berichten. Es ist spannend zu lesen, wie jeder

von ihnen die Herausforderung angenommen

und schließlich gemeistert hat. Damit bietet das

neue Buch eine nützliche Anleitung, die hilft, mit

dem Stress im Betrieb gelassener umzugehen. Und

das nicht nur zur Winterzeit.

Erholung für Körper, Geist und Seele

„Wellness und Massagen vertreiben den Winter-

Blues“, weiß Yvonne Uelwer aus Erfahrung. Vor

zehn Jahren eröffnete die Wohlfühl-Expertin zusammen

mit ihrem Sohn Pascal und Kollegin Manuela

Frobel in Wuppertal das Haus der Schönheit

„Pour Lâme“. Hier realisiert das Team ein ganzheitliches

Konzept mit dem Ziel, gestresste Menschen

wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn nur

wer mit sich und seinem Leben in Einklang ist, besitzt

die Stärke, in unserer hektischen Zeit zur

Ruhe zu kommen – so die These.

Unter dem Dach des im markanten Orange gestalteten

Instituts finden Männer und Frauen jeden Alters

ein umfangreiches Angebot an Entspannung,

Der Fachmann erkennt

einen messbar

erfolgreichen

Weg zur „bella Figura“,

nämlich

Fett weg mit Kälte.

Kosmetik und heilpraktischen Behandlungen.

Zum Portfolio zählen unter anderem energetische

Massagen wie Ayurveda, Hot Stone und Gua Sha,

die Blockaden lösen und so zur inneren Ausgeglichenheit

beitragen.

In der Naturheilpraxis fördert Pascal Uelwer mit

qualifizierten Maßnahmen die Selbstheilungskräfte

des Körpers. „Mit Hilfe der bewährten

Dorn-Therapie korrigiere ich die Fehlstellung von

Wirbeln und befreie die betroffenen Patienten von

zahlreichen Beschwerden, die durch diese Anomalien

verursacht werden können“, erläutert der

ausgebildete Heilpraktiker und Kosmetiker. Darüber

hinaus kennt der Fachmann einen messbar erfolgreichen

Weg zur bella figura. Fett weg mit

Kälte lautet das Prinzip der Methode Kryolipolyse,

die durch gezielte Unterkühlung hartnäckige

Problemzonen reduziert.

Zum Wohlbefinden gehört natürlich auch ein gepflegtes

Äußeres. Yvonne Uelwer versteht es perfekt,

die individuelle Ausstrahlung ihrer Klienten

typgerecht zu betonen. Im Haus der Schönheit betreibt

sie ein Fingernagelstudio, kümmert sich um

den Bereich Fußpflege und sorgt mit professionellen

Permanent-Makeups für ein dauerhaft gutes

Aussehen.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: BVG, Günter Lintl, H20 remscheid

42 www.bvg-menzel.de


der Bergische Unternehmer 12|17 43


IM FOKUS UNTER UNS

Erlebnis für alle Sinne

Der Anspruch an die eigene Leistung ist bei Christian Liese und seinem etwa 100-köpfiges Team

hoch. „Wir wollen die Gäste nicht nur zufrieden stellen. Sie sollen sich vor allem wohlfühlen“,

erklärt der Betriebsleiter des Sauna- und Badeparadies H2O in Remscheid-Lennep.

Dafür wurde erst vor gut drei Monaten renoviert. Der etwa 500 Quadratmeter grosse Umkleidebereich

unterlag noch dem Charme der 1970er Jahre, als der Betrieb als Gartenhallenbad eröffnet

wurde. Nun empfangen die Gäste warme und farbenfrohe Kabinen und Spinde in Rottönen, die

direkt zum Wohlfühlgefühl beitragen.

Das Gradierwerk im

Sauna- und Badeparadies

H2O in Lennep

ist gerade bei

Atemwegserkrankungen

wohltuend.

Von dort gelangt man in das Herzstück:

die Wasserlandschaft. Kurse wie Wassergymnastik,

Aqua-Zumba und Aqua-

Gymnastik für Übergewichtige bringen

die bis zu 500.000 Besucher jährlich in Bewegung.

Neu im Angebot ist der BeBoard-Kurs, bei

dem man Übungen vom Yoga, Pilates und Cardio-

Fitness auf einer Art Surfbrett im Wasser absolviert.

Neben Rutschen, Springtürmen und großen

Schwimmbecken für den Freizeitcharakter erwartet

den Besucher in der Wasserlandschaft auch ein

Solebecken. Im Außenbereich wartet die Anlage

mit einem weiteren Sport- sowie Solebecken auf.

Die Sole hat zum Beispiel bei Gelenkschmerzen

einen positiven Effekt und wirkt bei der richtigen

Badezeit (nicht länger als 20 Minuten) förderlich

auf den Organismus. Das schätzen viele der H2O-

Nutzer.

Gesundheitsförderung

„Wir wollen das Thema Gesundheitsförderung in

Zukunft noch stärker in das Bewusstsein der Gäste

rücken“, betont Liese. Denn das Bad sorge nicht

nur für Badespaß. Ein Highlight stellt das Gradierwerk

im Saunagarten dar. Die sieben Meter

44 www.bvg-menzel.de


Eine Sauna ist schon

lange kein öder,

kahler Raum mehr,

in dem man etwas

für die Gesundheit

tut. So sorgt das

H2O in seinen verschiedenen

Saunen

für viel Atmosphäre.

Gleiches gilt für die

Badelandschaft, wo

neben dem Spaß die

Erholung im Vordergrund.

hohe und 40 Meter lange Solewand lässt nicht nur

die Gäste einmal tief durchatmen. Denn die Wand

wirkt auch zur Außenseite hin und kann so von

Spaziergängern genutzt werden. „Ursprünglich

wurden die Wände zur Salzgewinnung genutzt.

Sie haben aber auch eine gute Wirkung auf die

Bronchien“, erklärt der Badmanager. Neu im

„Garten der Sinne“ ist auch das Kneipptretbecken,

das bekanntermaßen ebenfalls ein Plus für die

Gesundheit ist.

Die etwa 100.000 Sauna-Besucher kommen in der

Saunalandschaft mit den insgesamt acht Saunen

und dem Dampfbäder-Ensemble im „Bad der Sinne“

auf ihre Kosten. Das H2O wurde bereits zum

zweiten Mal als Premium-Sauna ausgezeichnet

und zählt zu den größeren Anlangen in NRW.

„Das macht uns stolz, ist aber auch eine Selbstverpflichtung“,

merkt Liese an. Das bedeutet, bei den

Trends der Saunawelt mit vorne dabei zu sein.

Aufgüsse hätten sich seit dem Saunaboom in den

1990er Jahren vom Schwitzen zum Abhärten zum

richtigen Event entwickelt: Vom Klangschalenaufguss

bis hin zum bunten und lauten Aufguss

führt das geschulte Personal alles durch, was das

Herz der Sauna-Liebhaber höherschlagen lässt.

Das gesunde Schwitzen ist heute nicht nur praktisch,

sondern eine Wellnessoase, die einem Erholung

wie im Urlaub ermöglicht.

Schwitzen in der Erlebniswelt

Von der Aufmachung des Saunadorfes wird ebenfalls

einiges erwartet: Die Wandlung von der Basis-Sauna

zur Erlebniswelt des Schwitzens hat das

H2O mit einer stetigen Erweiterung und dem eigenen

bergisch-finnischen Stil gelöst. Löyly oder

Takka lauten etwa die Namen von zwei der Außensaunen.

Was Liese dabei besonders schätzt, ist

der Blick ins Kleebachtal.

Für 2018 steht im Sauna- und Badeparadies die

nächste Neuerung an: Derzeit wird an einem neuen

Wellnessbereich für Beauty- und Massagenanwendungen

gearbeitet. Die bisherigen Räume sind

nicht mehr zeitgemäß und liegen vor allem zu

weit entfernt von der Saunalandschaft. Maniküre,

Pediküre, Gesichtspflege, Beratungen und Massagen

sollen ab dem Frühsommer im nächsten Jahr

im ehemaligen Meditationsraum der Saunalandschaft

angeboten werden. „Als Betreiber haben

Der veränderte Freizeitmarkt bedeutet für

die Anbieter eine permanente Herausforderung.

Auf neue Trends müssen die Betreiber

frühzeitig reagieren.

wir einen erfahrenen Pächter gewinnen können,

der seit über 20 Jahren in dem Bereich tätig ist“,

sagt Liese. Mehr wolle er noch nicht verraten. Nur,

dass der Betreiber ab 1. Januar bereits für das

Wellnessangebot verantwortlich sein wird.

Darauf freut sich Christian Liese. Denn, anders

als Mitbewerber, die komplett neu eröffnen, muss

ein Bestandsbad mit dem Platzangebot arbeiten,

das zur Verfügung steht. Das sei nicht immer einfach.

Außerdem sei der veränderte Freizeitmarkt

eine zusätzliche Herausforderung. Mit dem Besucheraufkommen

könne das H2O aber zufrieden

sein, sagt Liese, der täglich mit seinem Team daran

arbeitet, dass das auch so bleibt.

Text: Anna Mazzaluppi

Fotos: Robert Poorten

H2O Sauna- und Badeparadies

Hackenberger Straße 109

42897 Remscheid

Telefon 0 21 91/ 16 41 42

Mail: h2o@h2o-badeparadies.de

www.h2o-badeparadies.de

der Bergische Unternehmer 12|17 45


BERGISCHES LAND GEHT AUS

Ausflug in

die Karpathen

Die kulinarische Reise durch die Region führt diesmal zu einem der ältesten

Gasthäuser in Wuppertal. Im späten 18. Jahrhundert auf dem Katernberg erbaut

und nachweislich bereits 1836 als Schankwirtschaft genutzt, lag das

malerische Fachwerkhaus zu dieser Zeit tatsächlich fast am Ende der Welt.

Weitab von der Stadt.

Die „Karpathen“ sind

ein Kleinod der Gemütlichkeit.

Diesen Eindruck hatten auch einige Arbeiter, die

damals den Feldweg am Lokal zur Straße ausbauten

und daher ihre Mittagpausen regelmäßig in

der Kneipe verbrachten. Einer von ihnen prägte

dann den namensgebenden Spruch: „Hie sinnd ve

wie inne Karpathen“. Das passte – unverändert bis

heute.

In den folgenden Jahren erlebte der Familienbetrieb

etliche Höhen und Tiefen. Für viele Wuppertaler

unvergessen sind die Skatrunden, zu denen

Alt-Bundespräsident Johannes Rau häufig die

„Karpathen“ besuchte. Auch Geschäftsleute,

Künstler und Journalisten kehrten hier gern auf

ein Bier und deftige Hausmannskost ein. Doch

dann ging es mit dem Traditionshaus bergab;

2007 drohte die Insolvenz. Einige Stammgäste

wollten den Niedergang nicht zulassen und erwarben

das historische Ensemble, um es zu restaurieren

und zu erhalten.

Seit 2010 leitet Thomas Fingerhut das beliebte

Gasthaus, unterstützt von einem Team aus acht

festen Mitarbeitern und neun Aushilfen. Dem

46 www.bvg-menzel.de


neuen Karpathen-Chef gelang es schnell, verlorenes

Terrain zurückzuerobern. Denn sein attraktives

gastronomisches Konzept überzeugte nicht

nur treue Stammgäste, sondern sprach darüber hinaus

weitere interessante Zielgruppen an.

Unter neuer Führung zurück

zum Erfolg

„Hier auf den Katernberg sind viele junge Leute

zugezogen, die unsere Angebote schätzen. Für sie

richten wir beispielsweise regelmäßig Familienfeiern

wie Taufen, Kommunion oder Geburtstage

aus. Gut besucht sind auch die Eltern-Stammtische,

zu denen man sich regelmäßig trifft“, berichtet

Thomas Fingerhut. „Ebenso werden unsere

täglich wechselnden Mittagstische von den

Unternehmen in der Nachbarschaft hervorragend

angenommen. Zum einen von zahlreichen Mitarbeitern,

zum anderen aber auch vom Management,

das sich bei uns oft und gern zu Geschäftsessen

verabredet.“ Und es sich schmecken lässt – wobei

die Wahl zwischen gutbürgerlichen Gerichten und

mediterranen Spezialitäten nicht immer leicht

fällt. Ganz oben auf der Wunschliste steht jedoch

nach wie vor das Karpathen-Kotelett mit Bratkartoffeln

und Salat. Aber die Köche können auch anders

als bodenständig auf deutsche Art. Ein besonderes

Erlebnis für geladene Gourmets ist unter

anderem der Tag im Jahr, an dem in den „Karpathen“

japanisches Kobe-Rind serviert wird. Für

Kenner das Beste vom Feinsten.

Ein Ambiente mit Charme und

Atmosphäre

Sieben Tage in der Woche mittags und abends

sind die Karpathen-Köche im Einsatz, um ihre

Gäste zu verwöhnen. Selbstverständlich stets mit

frischen saisonalen Speisen, die vorzugsweise mit

Zutaten aus der Region zubereitet werden. Das liebevoll

gestaltete Ambiente tut ein Übriges, um

den Genuss vollkommen zu machen.

Drei Räumlichkeiten bieten für jeden Anlass das

passende Umfeld. Mit blank gescheuerten Tischen,

Ausschank mit Zapfhahn und viel gemütlichem

Holz bildet die Schänke wie eh und je das

Herz der „Karpathen“. Mit einem urigen Charme,

Einkehr in der grünen

Idylle. Das Ausflugslokal

„Karpathen“ ist

ein beliebtes Ziel für

Genießer aus der

ganzen Region.

von dem über ein Jahrhundert nichts verloren

ging. Im stilvoll eingerichteten Kaminzimmer mit

alten Balken an Wänden und Decke herrscht dagegen

eine Atmosphäre der Muße und Entspannung.

Der ideale Ort für gepflegte Abende bei einem exzellenten

Wein, für ein geschäftliches Meeting

oder eine kleine Feier bis zu 30 Personen. Modern

und elegant präsentiert sich das Restaurant, das

mit seiner breiten Fensterfront einen herrlichen

Blick ins Grüne freigibt. Hier finden zwischen 40

und 50 Personen Platz, um zu tagen, zu tafeln und

zu feiern. An schönen warmen Tagen zieht es zudem

viele Besucher hinaus in den Biergarten, um

unter schattigen Kastanien ein kühles Bier zu genießen.

Ein guter Rat:

Rechtzeitig reservieren.

Bis es wieder so weit ist, gibt es in den „Karpathen“

speziell vor Weihnachten andere kulinarische

Ereignisse. Jetzt im November beginnt die

hohe Zeit des Gänseschmausens. Brust oder Keule

klassisch zubereitet, ein Genuss. Übrigens: Wer

mit Freunden oder der Familie eine Gans im Ganzen

verzehren möchte, sollte beizeiten einen Tisch

bestellen. Und sich keinesfalls verspäten, denn

das Fleisch wird auf den Punkt gebraten.

„Bis auf einige wenige Ausnahmen sind wir in der

Weihnachtszeit sehr gut gebucht. Das bedeutet:

Wir können leider in diesem Jahr fast keine Veranstaltungstermine

mehr annehmen“, bedauert

Thomas Fingerhut und schiebt direkt eine Bitte an

Geschäftskunden hinterher: „Allen, die im nächsten

Frühjahr ein Event in unserem Hause planen,

empfehlen wir, sich bald mit uns in Verbindung zu

setzen. Dann sind wir in der Lage, rechtzeitig den

erforderlichen Platz zu reservieren und den gesamten

Ablauf nach Wunsch vorzubereiten.“

Text: Brigitte Waldens

Fotos: BVG

Karpathen Gastronomie GmbH

August-Jung-Weg 15a

42113 Wuppertal

Fon 0202 761338

Fax 0202 4962016

Mail info@karpathen.de

Net restaurant-karpathen.de

der Bergische Unternehmer 12|17 47


FÜR SIE ENTDECKT DAS TESSIN

Die Schneekönigin

des Tessins

48 www.bvg-menzel.de


Der milde Winter im Tessin bietet

schneebedeckte Gipfel und Blütenpracht

gleichermassen.

Wind-umtost: die

südliche Spitze von

Keywest (Foto l.).

Das erste Ford T-

Modell (r.) im Ford

Edison Winter Estate

(unten, obere

Reihe l. u. r.). Ein

Besuch in den Everglades

(Foto l. unten)

darf bei einer

Florida-Reise nicht

fehlen. Die Reise

führte auch zur Universität

von Tampa

(unten l.) und zum

Strand in Clearwater

(unten r.)

Wenn die Rede von der Schneekönigin

ist, geht die Fantasie im gleichnamigen

Märchen von Hans-Christian

Andersen spazieren. Als frostige Gestalt,

gehüllt in eisige Robe residiert sie in eiskristallglitzerndem

Palast. Ja, hoch oben im hohen

Norden versinkt die Welt im Winter unter Schnee

und Eis. Und während dort üppige Eisblumen an

manch kalten Fensterscheiben ranken mögen, recken

sich im milden Tessiner Winter die zarten

Blütenblätter von Kamelien der Sonne entgegen.

Im Botanischen Garten Eisenhut in Gamborogno,

im Kamelienpark von Locarno oder auf der Insel

Brissago flanieren die Menschen mit Blick auf

schneebedeckte Bergkuppen unter den blühenden

Sträuchern des ursprünglich aus China stammenden

Teebaum-Gewächses. Die Schneekönigin des

Tessins ist die Kamelie.

Die Kamelien im Botanischen Garten

von Otto Eisenhut in Veirano

Reto Eisenhut sitzt auf der Steinbank bei seinem

Gewächshaus. Für eine Pause hat er wenig Zeit.

Der 20.000 Quadratmeter große botanische Garten,

den sein inzwischen 85-jähriger Vater in Gamborogno

hoch über dem Lago Maggiore angelegt hat,

fordert ihn ganz. Wer auf den Pfaden dieses Gartens

unterwegs ist, entdeckt eine der größten

Sammlungen von Zitrusfrüchten des Voralpenlandes.

Es sind 350 Sorten. Dann taucht er ein in „Wälder

von Magnolien, Azaleen und Kamelien. Bei

den Kamelien sind es über 1.000 Arten und Sorten.

Im Herbst, ab Ende September bis Dezember blühen

die Sasanqua-Sorten. Das sind Winterkamelien.

Die Camellia granthamiana, welche für Liebhaber

zu den Schönsten zählt, gesellt sich mitten im

Winter hinzu. Creme-Weiss mit großen intensiven

gelben Staubgefässen erwartet sie den Besucher

am geschützten Ort.

Eisenhut: „Für mich sind die Winterkamelien die

interessantesten Blumen. Sie blühen bis zum ersten

Frost, manchmal länger als bis Weihnachten. Sie

sind pflegeleicht und können mehr Sonne vertragen

als die übrigen Kamelien.“ Wildsorten zählen

zu seinen Raritäten. Diese sind einfach blühend

und besonders robust. Spannend findet er aber

auch die gefüllten. Dazu gehört die weiße ‚Beatrice

Emilie‘. Die fällt in seinem eher von Schatten geprägtem

Garten so richtig ins Auge. Solche von der

der Bergische Unternehmer 12|17 49


FÜR SIE ENTDECKT DAS TESSIN

Lage vorgegebenen Aspekte bei der Auswahl von

Pflanzen zu beachten, ist wichtig, um eine kontrastreiche

Atmosphäre zu gestalten, findet der

Sohn des in Park-Fachkreisen europaweit bekannt

gewordenen Otto Eisenhut. Mit dessen Name wird

die blühende Pracht wohl immer verwoben bleiben.

„Mein Vater war Gärtner mit Leib und Seele und

ein großer Produzent“, schwärmt der Sohn. Der

alte Herr hatte zunächst eine Produktionsfirma für

Schnittblumen und Gartenbau. Der im Jahre 2006

mit 92 Jahren verstorbene englische Ex-Diplomat

Sir Peter Smithers war es, so berichtet nun Otto Eisenhut

selbst, mit dessen Hilfe sein Gartenreich in

neue Dimensionen vorstieß. Smithers wurde als

Pflanzenspezialist und Fotograf bekannt. Er besaß

in Vico Morcote am Luganer See einen mit dem

Schulthess Gartenpreis ausgezeichneten botanischen

Garten.

Kamelien der Sorte „reticulata“

„Damals“, so der Senior Eisenhut, „konnte ich kaum

mehr unsere Pflanzen verkaufen. Wir hatten Sachen,

die lange überholt waren. Da war ich im Garten

von Sir Peter und fand Interesse an den Kamelien.

Mit der Hilfe von Sir Peter begann ich zu

importieren. So hatten wir zum Beispiel Kontakt

zu einer Baumschule aus Kalifornien. Die hat unsere

Pflanzen, die für den Transport vorgesehen

waren jeweils solange aufbewahrt, bis Bescheid

kam, dass Platz genug in einem Flugzeug war, um

diese mitzunehmen. Auf diese Weise gelangte ich

an 150 Kamelien. Danach kamen Kamelien, die die

Amerikaner für uns eingefroren hatten, auf dem

Schiffsweg herüber. Dazu gehören die größten Kamelienpflanzen

die heute hier im Garten stehen –

es sind Kamelien der Sorte reticulata. Doch der

Transport damals war riskant. Die Pflanzen mussten

nach der Ankunft in Quarantäne. Die Erde

wurde geprüft. Sobald bei einer Pflanze schädliche

Keime gefunden worden wären, hätte die ganze

Lieferung vernichtet werden müssen. Das wären

für mich riesige finanzielle Verluste gewesen. Später

wurden dann die Pflanzen ausgewaschen verschickt.

Insgesamt habe ich zwanzig Mal eine

Pflanzensendung aus Kalifornien bekommen.“

Die Schönheit der Magnolie

Wahre Augenweiden

sind die Kamelie reticulata

Royality

(Foto oben) und die

Camellia sinensis

(rechts).

Wer so viele Umstände auf sich nimmt, muss die

Kamelien sehr mögen. Otto Eisenhut aber findet

die Kamelien nicht einmal fotogen. Zumindest

nicht im Vergleich mit der Magnolie, von deren

Schönheit er geradezu schwärmt. Hier bemüht er

zur Erklärung seinen alten Freund.

Eisenhut: „Sir Peter sagte schon: ‚Der Moment

50 www.bvg-menzel.de


zum Fotografieren von Blumen ist, wenn gerade

Bienen da sind oder da waren‘. Einem Teil der Kamelien

fehlen aber die Geschlechtsteile. Dadurch

haben sie keine Ausstrahlung und ziehen die Insekten

nicht an. Der Mensch hat außerdem im Laufe

von Jahrhunderten Kamelien gezüchtet und gekreuzt

wie es ihm gefällt, nicht aber unbedingt den

Bienen.“

Viele internationale Preise wie den bekannten

Schulthess Gartenpreis und den Preis der Royal Society

bekam Eisenhut für seine Kamelien- und Magnoliensammlung.

Die internationale Kameliengesellschaft

stattete seinem Garten einen Besuch ab

und auch die amerikanischeMagnoliengesellschaft.

Denn auch Magnolien gehören zu seiner Spezialität.

Doch das ist eine andere, mindestens ebenso

spannende Geschichte.

Daniele Marcacci und seine Kamelien

Mit großer Hochachtung und Bewunderung spricht

auch der Chef-Gärtner von Locarno, Daniele Marcacci

von Otto Eisenhut. Auch in seinem Kamelienpark

von Locarno befindet sich ein aus einem

Steckling von Eisenhuts Kamelien stammende

Pflanze. Marcacci ist verantwortlich für den Kameliengarten

von Locarno und hat diesen Park in

den letzten Jahren durch interessante Gestaltungselemente

wie Biotope, einen Pavillon und ein Amphitheater

verschönert.

Von der Kamelie aber kann er nicht genug schwärmen.

Ja, man kann sagen, dass er selber geradezu

‚aufblüht‘, wenn er von ihr spricht. Auch im eigenen

Garten pflegt er 16 verschiedene Kamelienarten.

Und die Blüten, die sein Wohnzimmer dekorieren

sind unvergänglich. Sein Freund, der

Kamelienmaler Max Carol hat sie einfühlsam mit

Pinsel und Farben zu Papier gebracht.

Marcacci sagt mit strahlendem Blick: „Ich bin –

ebenso wie viele meiner Freunde - befallen von der

Kamelienkrankheit.“ Hier meint er seine Freunde,

die Mitglieder sind in der Kameliengesellschaft.

Im Jahre 1999 haben sie in Locarno die Schweizer

Kameliengesellschaft gegründet. Zuvor gab es bereits

die internationale Kameliengesellschaft, wo

Marcacci ebenfalls Mitglied ist. Der Kamelienliebhaber

berichtet, dass dieser Park im Jahre 2004 für

einen Kamelienkongress aufgebaut wurde. Acht

Monate nur hatte es gedauert, bis 520 verschiedene

Sorten thematisch gegliedert als Labyrinth angelegt

waren. Drei Jahre später beschloss der Gemeindrat,

den Park in Richtung See zu erweitern.

Marcacci entwickelte hierfür spannende Ideen auf

dem Reisbrett, die nun die bereits erwähnten Höhepunkte

der Anlage darstellen. Im Pavillon hat der

Kamelienspezialist interessante Informationen

über die Besonderheiten seiner Lieblingsblumen

und ihre Geschichte für die Besucher aufbereitet.

Herausragend ist die Bedeutung der Camellia sinensis,

deren Blätter zur Herstellung des Grünen

Tees verwendet werden. Am Monte Vérita bei Ascona

gibt es die Gelegenheit, einer entsprechenden

Teezeremonie beizuwohnen. Höhepunkt aber ist

das alljährlich im März in Locarno stattfindende

Kamelien-Fest mit seinem Umzug und den Ausstellungen

der vielfältigen Schönheiten. Die inzwischen

1.230 Sorten darunter 35 Spezies haben ihre

Hauptblütezeit im März zu Zeiten des Kamelienfestes.

Siebzig Kamelien der Sorte Sasanque (Winterblüher)

zeigen ihre weißen, roten, rosafarbenen

und auch dreifarbigen Blüten im Winter. Manche

von ihnen blühen ab Ende September, wenn die Natur

andernorts die Winterruhe einläutet, bis zum

ersten Frost. Einige blühen dann im Januar bereits

wieder.

Text: Kornelia Stinn

Fotos: Winfried Stinn

Auf dem Monte Verita

steht das von Kameliensträuchern

umgebene Teehaus

(Foto unten).

der Bergische Unternehmer 12|17 51


HANDELSREGISTER

Seit über 20 Jahren Partner für

Handel+ Handwerk+ Industrie

Digital-, Gestaltung+Druck Offset-, Großformat-, für alle modernen Sieb- und Druckverfahren

Etikettendruck

Obere Sehlhofstraße 22 • 42289 Wuppertal • Telefon 0202.44 30 44

www.wupperdruck.de • info@wupperdruck.de

17.11.2017 HRB 28526: AWEOS GmbH,

Solingen, Kölner Straße 115-117,

42651 Solingen. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 08.11.2017. Geschäftsanschrift:

Kölner Straße 115-117,

42651 Solingen. Gegenstand: Das

Betreiben einer Full-Service Werbeagentur

einhergehend mit Beratung

und Unterstützung von Firmen im

kompletten Bereich des Marketing,

speziell im Bereich Onlinemarketing,

Internetauftritte, Websites und

Webentwicklungen sowie Suchmaschinenoptimierung,

digitale und

Printmedien, Social Media Auftritte

und der Vertrieb von Werbegegenständen

wie zum Beispiel LCD-Stelen

oder Dienstleistungen aus dem

Bereich Marketing. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Papadopoulos, Christos, Solingen,

*07.08.1993, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritwww.hotel-hoelterhoff.de

☎ (02 12) 7 90 71 • Fax (02 12) 7 57 87

125 JAHRE-HEIZOEL-VORST

Deutscher Ring 69 · 42327 Wuppertal · Telefon 744035

Hoelterhoff hotel 2013 indd 1 12 08 13 14:05

wein, sekt,

tee, spirituosen,

bier, wasser &

kohlensäure

Unbenannt 2 1 10 12 12 14:47

Wuppertal

Maschinentransporte

Betriebsumzüge

Hallenmobilkrane 12–60 t

Gabelstaplermietflotte 1–27 t

Gabelstaplerservice

bayreuther str. 50 c

42115 wuppertal

tel.: (0202) 30 50 85

weinquelle-hornig.de

… so bewegt man Maschinen

Tel. 02 02 / 2 70 41-0

Fax 02 02 / 70 85 46

Zum Alten Zollhaus 20–24 · 42281 Wuppertal · www.marcustransport.de

Neueintragungen

16.11.2017 HRB 28518: GGS Projektentwicklung

GmbH, Wuppertal,

Staubenthaler Straße 3, 42369

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.09.2017. Geschäftsanschrift:

Staubenthaler Straße

3, 42369 Wuppertal. Gegenstand:

Projektentwicklung und Errichtung

von Bauprojekten sowie An- und

Verkauf bebauter und unbebauter

Grundstücke. Stammkapital:

25.500,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird

die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Gerlich, Thomas, Wuppertal,

*15.11.1952; Gülich, Matthias,

Wuppertal, *28.02.1962; Schwittay,

Klaus, Wuppertal, *05.05.1953, jeweils

einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

16.11.2017 HRB 28522: 8select

Software GmbH, Wuppertal, Heinz-

Fangman-Straße 4, 42287 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

16.04.2012, mehrfach geändert. Die

Gesellschafterversammlung vom

23.06.2017 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma

und Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Regensburg (bisher Amtsgericht

Regensburg HRB 13116) nach

Wuppertal beschlossen. Weiterhin

wurde die Erhöhung des Stammkapitals

von 61.832,00 EUR um

26.608,00 EUR auf 88.440,00 EUR

beschlossen und der Gesellschaftsvertrag

in § 3 (Stammkapital) und

§ 5 (Gesellschafterversammlung,

Gesellschafterbeschlüsse) geändert.

Geschäftsanschrift: Heinz-Fangman-Straße

4, 42287 Wuppertal.

Zweigniederlassung errichtet unter

gleicher Firma mit Zusatz: Zweigniederlassung

Regensburg, 93053

Regensburg, Geschäftsanschrift:

Franz-Mayer-Str. 1, 93053 Regensburg.

Gegenstand: Entwicklung von

Software und Internetanwendungen

für sämtliche Bereiche des Handels

(B2B und B2C), deren Vermarktung

sowie sämtliche damit verbundenen

Dienstleistungen. Stammkapital:

88.440,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Stiefel, Mathias, Regensburg,

*22.04.1980; Stiefel, Michael,

Regensburg, *01.08.1969. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen

Prokuristen: Grünauer, Alexander,

Neutraubling, *19.06.1973.

16.11.2017 HRB 28519: imm Beteiligungs

GmbH, Wuppertal, Königsberger

Str. 5, 42277 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

04.09.2017. Geschäftsanschrift: Königsberger

Str. 5, 42277 Wuppertal.

Gegenstand: Die Übernahme der

persönlichen Haftung und der Geschäftsführung

bei der in Gründung

befindlichen imm GmbH & Co. KG

mit Sitz in Wuppertal. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Ruff, Christof Thomas, Radevormwald,

*01.01.1976, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

52 www.bvg-menzel.de


Für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit

der Anlage kann vom Verlag keine Gewähr

übernommen werden.

ten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura: Bluhm, Simon, Solingen,

*25.03.1993; Doughty, Melanie,

Düsseldorf, *07.05.1993.

17.11.2017 HRB 28524: PONTUS

GmbH, Remscheid, Eisenstraße

1, 42859 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 30.10.2017.

Geschäftsanschrift: Eisenstraße

1, 42859 Remscheid. Gegenstand:

Der Handel mit Werkzeugen insbesondere

Sägebänder. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Arntz, Jan Wilhelm,

Remscheid, *29.08.1968, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

17.11.2017 HRB 28530: Meyers GmbH,

Solingen, Mainauweg 14, 42699 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 23.07.2013 Die Gesellschafterversammlung

vom 12.10.2017 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Satz 1 (Firma, Sitz) und

mit ihr die Sitzverlegung von Langenfeld

(bisher Amtsgericht Düsseldorf

HRB 71043) nach Solingen

und die Änderung der Firma sowie

in § 2 Satz 1 (Unternehmensgegenstand)

und mit ihr die Änderung des

Gegenstandes des Unternehmens

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Mainauweg 14, 42699 Solingen. Gegenstand:

Die Entwicklung, Organisation

und Durchführung von Veranstaltungen

aller Art, einschließlich

des Auf- und Abbaus, insbesondere

die entgeltliche Überlassung von

Bühnen, Zelten und Überdachungen

und der Verkauf von Zelten und

dazugehörigem Zubehör. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Jeder Geschäftsführer

ist befugt, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Geschäftsführer: Meyers, Erik, Langenfeld,

*02.08.1979.

20.11.2017 HRA 24600: A & A Auto-

Service GmbH & Co. KG, Wuppertal,

Märkische Straße 14, 42281 Wuppertal.

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Märkische Straße

14, 42281 Wuppertal. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: A & A Verwaltungs

GmbH, Wuppertal (Amtsgericht

Wuppertal HRB 28486).

20.11.2017 HRB 28534: PST- professional

support technologies gmbh,

Heiligenhaus, Velberter Str. 91,

42579 Heiligenhaus. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 08.06.2006 Die

Gesellschafterversammlung vom

12.09.2017 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs. 2

(Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Ratingen (bisher Amtsgericht

Düsseldorf HRB 54302) nach Heiligenhaus

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Velberter Str. 91, 42579

Heiligenhaus. Gegenstand: Die

Erbringung von Servicedienstleistungen

und Durchführung von Wartungsarbeiten

an Elektrogeräten

insbesondere EDV-Hartware und

Consumer Elektronic und der dazugehörige

Ersatzteilhandel, sowie

Softwareentwicklung. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Kugeler, Marcus, Essen, *10.05.1973,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Einzelprokura:

Rocco, Salvatore, Overath,

*02.04.1976.

22.11.2017 HRB 28537: ZA Germany

UG (haftungsbeschränkt), Wuppertal,

Berliner Straße 164, 42277 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 16.10.2017. Geschäftsanschrift:

Berliner Straße 164, 42277 Wuppertal.

Gegenstand: Der Import

von Lebensmitteln, insbesondere

Trockenfrüchten und der Export

von Maschinen, Fahrzeugen und

Waren verschiedener Art sowie der

Betrieb eines Restaurants. Stammkapital:

500,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer

gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Khitobov, Ziyovulhaq,

Wuppertal, *15.04.1981, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

22.11.2017 HRA 24601: KFZ-Center A.

Schmidt e.K., Remscheid, Ringstraße

61b, 42897 Remscheid. (Kraftfahrzeugtechnikerbetrieb).

Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift:

Ringstraße 61b, 42897 Remscheid.

Inhaber: Schmidt, Alexander, Remscheid,

*01.01.1954.

23.11.2017 HRB 28541: B & H Bau

Verwaltungs GmbH, Haan, Dieker

Straße 104, 42781 Haan. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.02.2013

mit Änderung vom 17.05.2013. Die

Gesellschafterversammlung vom

12.10.2017 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs.

3 (Rechtsform, Firma und Sitz der

Gesellschaft) und mit ihr die Sitzverlegung

von Ettlingen (bisher

Amtsgericht Mannheim HRB 716765)

nach Haan beschlossen. Geschäftsanschrift:

Dieker Straße 104, 42781

Haan. Gegenstand: Der Erwerb und

die Verwaltung von Beteiligungen

an Gesellschaften und Immobilien,

die Leitung der Beteiligungsgesellschaften

(Geschäftsleitende

Seit über 110 Jahren

sind wir für Ihren Schutz

bestens gerüstet!

Wach- und Schließgesellschaft

Hauptverwaltung

Wuppertal

Deutscher Ring 88

42327 Wuppertal

Tel. (02 02) 2 74 57-0

Fax (02 02) 2 74 57-47

www.wachundschliessgesellschaft.de

Niederlassung

Remscheid

Lenneper Str. 47 -49

42855 Remscheid

Tel. (0 21 91) 93 12 91

Fax (0 21 91) 3 10 59

der Bergische Unternehmer 12|17 53


HANDELSREGISTER

Holding) und deren wirtschaftliche,

technische und strategische Beratung.

Stammkapital: 50.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Nicht

mehr Geschäftsführer: Kellner, Mike

Walerian, Beetzsee, *14.04.1967.

Bestellt als Geschäftsführer: Bieker,

Matthias, Kreuztal, *24.10.1959,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

23.11.2017 HRB 28542: Grossmann

Finance UG (haftungsbeschränkt),

Erkrath, Kempener Straße 32, 40699

Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 02.11.2017. Geschäftsanschrift:

Kempener Straße 32, 40699 Erkrath.

Gegenstand: Die Vermittlung von

Versicherungsprodukten. Stammkapital:

3.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer

gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Grossmann, Jan,

Erkrath, *19.07.1978, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

24.11.2017 HRB 28543: SKYISH

GmbH, Wuppertal, Lise-Meitner-

Straße 1-13, 42119 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

21.10.2015. Geschäftsanschrift: Lise-

Meitner-Straße 1-13, 42119 Wuppertal.

Gegenstand: Dienstleistung der

kombinierenden Behandlung der

Innenraumluft, Verkauf von Innenraumluftreinigern

und Auto-Luft

Governance Machine. Stammkapital:

100.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Zhao, Lingxi, Hangzhou

/ China, *29.04.1988, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

27.11.2017 HRA 24604: Karosserie

Scholler e.K., Mettmann, Teichstraße

14, 40822 Mettmann. (Die

Vornahme von Karosserie- und

Lackierarbeiten.). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Teichstraße 14,

40822 Mettmann. Inhaber: Scholler,

Dieter, Wülfrath, *31.03.1967.

27.11.2017 HRA 24605: H.A.S.T.-

Handelskontor e.K., Solingen,

Klommenberg 12, 42719 Solingen.

(Der Handel mit Werkzeugen.). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift:

Klommenberg 12, 42719 Solingen.

Inhaber: Herbertz-Müller, Cornelia,

Solingen, *30.12.1961.

28.11.2017 HRB 28550: Change-

Works Verwaltungs-GmbH, Wuppertal,

Am Buschhäuschen 70, 42115

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 07.08.2002, mehrfach

geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 29.09.2017 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und Sitz) und mit

ihr die Sitzverlegung von Troisdorf

(bisher Amtsgericht Siegburg HRB

11497) nach Wuppertal beschlossen.

Geschäftsanschrift: Am Buschhäuschen

70, 42115 Wuppertal. Gegenstand:

Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die

Übernahme der persönlichen Haftung

und der Geschäftsführung bei

Handelsgesellschaften und/oder bei

Gesellschaften bürgerlichen Rechts,

insbesondere die Beteiligung als

persönlich haftende geschäftsführende

Gesellschafterin an der

ChangeWorks GmbH & Co. KG, die

die Unternehmensberatung, insbesondere

auf dem Gebiet der teamorientierten

Kommunikations- und

Prozessoptimierungsberatung unter

Entwicklung selbstlernender Organisationsformen

zum Gegenstand

hat. Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten. Jeder

Geschäftsführer ist befugt, im

Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Geschäftsführer: Dr.

Janssen, Heiko Ebbel, Wuppertal,

*09.09.1965, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

28.11.2017 HRB 17058: ATC Beteiligungs

GmbH, Haan, Rheinische Str.

20, 42781 Haan. Die Gesellschaft ist

gemäß § 394 Absatz 1 FamFG wegen

Vermögenslosigkeit von Amts wegen

gelöscht.

28.11.2017 HRB 28547: AER Amplifier

GmbH, Velbert, Haberstraße 46,

42551 Velbert. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 10.11.2017. Geschäftsanschrift:

Haberstraße 46, 42551

Velbert. Gegenstand: Der weltweite

Vertrieb und die Entwicklung von

Produkten für die Musikbranche.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Will, Andrea Isabel,

Hattingen, *02.03.1964, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertre-

Für mehr Wärme

und Energie-Effizienz:

Wir beraten Sie zum

Thema Dachdämmung.

0202 30 00 41

Dächer | Fassaden | Sanierung | VELUX-Partner

54 www.bvg-menzel.de


Das Justizministerium des Landes NRW veröffentlicht

unter der Internet-Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de

zeitnah aktuelle Insolvenzverfahren.

ter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

29.11.2017 HRB 28553: REFONDA

Recycling GmbH, Solingen, Landwehrstraße

65, 42699 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

20.09.1994 mit Änderung vom

03.09.2007. Die Gesellschafterversammlung

vom 17.10.2017 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Ziffer 2. (Firma, Sitz,

Geschäftsjahr) und mit ihr die Sitzverlegung

von Langenfeld (bisher

Amtsgericht Düsseldorf HRB 57825)

nach Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Landwehrstraße

65, 42699 Solingen. Gegenstand:

Die Erfassung, Aufbereitung und

Verwertung von Elektro/Elektronikschrott

sowie Werkstoffen aller Art;

die Wertstoffaufbereitungstechnologie

einschließlich deren Entwicklung

und Vermarktung und die damit

verbundene Logistik; die Beteiligung

an und die Übernahme der Geschäftsführung

von Gesellschaften,

die Wertstoffaufbereitung betreiben.

Stammkapital: 120.000,00 DEM.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Rendler, Klaus Alfons,

Langenfeld, *06.12.1956, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

30.11.2017 HRA 24609: Klaus Peter

Eller e.K,, Solingen, Lützowstraße

59, 42653 Solingen. (Betrieb einer

Kfz-Werkstatt, Reifenhandel und

Handel mit Kfz-Zubehörteilen). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift:

Lützowstraße 59, 42653 Solingen.

Inhaber: Eller, Klaus Peter, Solingen,

*28.11.1968.

04.12.2017 HRB 28556: Kama GmbH,

Erkrath, Niermannsweg 11-15, 40699

Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 28.09.2017. Geschäftsanschrift:

Niermannsweg 11-15, 40699 Erkrath.

Gegenstand: Akkustik- und

Trockenbauarbeiten, das Verlegen

von Fliesen und Belägen, der Einund

Ausbau von Innentüren sowie

Innenputzarbeiten. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird

die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Mekic, Marzena, Leverkusen,

*14.06.1971, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura: Mekic, Sead, Leverkusen,

*28.12.1972.

04.12.2017 VR 30900: Die Tierschutzdetektivin

e.V., Remscheid (Hägener

Mühle 4, 42855 Remscheid). eingetragener

Verein. Die Satzung ist

errichtet am 02.04.2017 und wurde

durch die Mitgliederversammlung

am 07.11.2017 in § 2 (Vereinszweck)

und § 8 (Mitgliederversammlung)

geändert.

05.12.2017 HRA 24611: Dentallabor

Dirk Eisenach e.K., Remscheid,

Güterstraße 3, 42859 Remscheid.

(Gegenstand des Geschäfts ist der

Betrieb eines Dentallabors.). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift:

Güterstraße 3, 42859 Remscheid.

Inhaber: Eisenach, Dirk, Remscheid,

*21.05.1958.

06.12.2017 HRB 28563: MT-Bergisch

Land UG (haftungsbeschränkt),

Solingen, Burger Landstraße 187,

42659 Solingen. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 25.10.2017. Geschäftsanschrift:

Burger Landstraße

187, 42659 Solingen. Gegenstand:

Die Ablesung aller Versorgungsarten

(u.a. Strom- und Wasserzähler),

Installation und Wartung von Heizkostenverteilern,

Wärmemengenzählern,

Wasserzählern und Rauchwarnmeldern

(unter Ausschluss von

Meister pflichtigen Tätigkeiten) sowie

Hausmeistertätigkeiten jedoch

ohne Tätigkeiten der Anlage A nach

der Handwerksordnung. Stammkapital:

500,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer

gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Hecker, Sebastian

Rolf, Solingen, *23.06.1978, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

Tauchbadwärmer

für galvanische Bäder

Mäntel aus:

Hartporzellan / Glas / Quarz /

Edelstahl / Flußstahl / Titan / PTFE

Heizpatronen Einschraubheizkörper

Egmont Wolfertz GmbH & Co KG

Ritterstraße 61-65 • D- 42659 Solingen

Tel. (49) 0212- 44050 • Fax (49) 0212- 43017

www.wolfertz.de • info@wolfertz.de

07.12.2017 HRB 28565: EURAMI Global

GmbH, Solingen, Friedrichstraße

28, 42655 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.10.2017. Geschäftsanschrift:

Friedrichstraße 28,

42655 Solingen. Gegenstand: Die

Forschung, Schulung und Akkreditierung

im Bereich des medizinischen

Transports und des Krankenpflegedienstes.

Dies beinhaltet: Beratung

und Unterstützung von medizinischen

Transportanbietern und anderen

Kunden; Akkreditierung von

medizinischen Transportanbietern

und anderen Kunden; Erbringung

von sonstigen Dienstleistungen im

Bereich des medizinischen Transports

und des Krankenpflegedienstes.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Wither, Andrew, Dußlingen,

*01.01.1968, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

7.12.2017 HRA 24613: Alfred Marx

Immobilien GmbH & Co. KG, Solingen,

Piepersberg 19-21, 42653 Solingen.

(Der Erwerb, die Verwaltung

und Veräußerung oder sonstige

Verwertung von Grundbesitz aller

Art im In- und Ausland sowie die

Verwaltung eigenen Vermögens.).

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Piepersberg 19-21, 42653

Solingen. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter

ist befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Alfred

Marx GmbH, Solingen (Amtsgericht

Wuppertal HRB 15705), mit der

Befugnis -auch für jeden Geschäftsführer-,

im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

seit 75 Jahren

Jederzeit Sicherheit!

Alarmverfolgung Revierstreife Wachdienst

Bergische Bewachungsgesellschaft

www.BEWA.de 0212 / 2692-0

der Bergische Unternehmer 12|17 55


VORSCHAU

Im Januar 2018

Foto: Shutterstock Foto: Shutterstock

Titel:

Handel ist Wandel und zunehmend herausforderung

Total Digital: Content Marketing

Unter uns: erfolgreich bergisch

Für Sie unterwegs:

winter geniessen: Schneeschuhwanderung in zermatt

IMPRESSUM

Herausgeber und Eigentümer:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Simonsstraße 80

42117 Wuppertal

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail info@bvg-menzel.de

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Net www.bvg-menzel.de

Net www.der-bergische-unternehmer.de

Verlag und Anzeigenverwaltung:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Katja Weinheimer

Fon 0202 70538874

Fax 0202 450086

Mail katja.weinheimer@bvg-menzel.de

Mail info@bvg-menzel.de

Redaktion:

Stefanie Bona (verantwortlich)

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Konzeption/Layout:

Eduardo Rahmani

Fon 0202 70538894

Fax 0202 450086

Mail eduardo.rahmani@bvg-menzel.de

Anzeigenleitung:

Manfred Lindner

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail anzeigen@bvg-menzel.de

Preisliste Nr. 01, ab 1. Januar 2017

Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

Druckmedien, Geldern

Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.

Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag

übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe

gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

im Jahresabonnement beträgt 25.00 E.

im Fokus: Produkthaftung

Was muss im In- und Ausland beachtet werden?

56 www.bvg-menzel.de


wupperchair.de

UMZUGSSERVICE

UMZUGSSERVICE

bürositzen – einfach online kaufen.

Ihr neuer Onlineshop im Bergischen

UMZUGSSERVICE

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles

Kompetenter Service für Haus & Büro

Kompetenter Service für Haus & Büro

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel gemacht werden.

durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem visitenkarte.indd

Mit uns an Ihrer

1

Seite wird Ihr Umzug

09.01.2017 12:21:29

durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem

überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, tragen

überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum

gemacht werden. Mit uns an Ihrer Seite wird und Ihr Umzug fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich

gemacht werden. Mit uns an Ihrer Seite wird Ihr Umzug

deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, in Ihrer tragen neuen Wohnung nur noch um das Einräumen

deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, tragen

und fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich

und fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig

in Ihrer neuen Wohnung nur noch um das Einräumen

in Ihrer neuen Wohnung nur noch um das Einräumen beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig

kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

KÜCHEN- & MÖBELMONTAGE

Da Luca

KÜCHEN- & MÖBELMONTAGE

Da Luca

kompetenter Service für Haus und Büro

KÜCHEN- & MÖBELMONTAGE

Da Luca

kompetenter Service für Haus und Büro

kompetenter Service für Haus und Büro Kompetenter Service Gianluca Mirabito für Haus & Büro

Hol- und

Gianluca Mirabito

Gianluca Mirabito

Ringstraße 18

Ringstraße 18

Ringstraße 18

42349 Wuppertal

42349 Wuppertal

42349 Wuppertal

Gebäudereinigung | Glasreinigung

Tel.: Gebäudereinigung 0202 / 393 77 44| Glasreinigung

Tel.: 0202 / 393 77 44

Gebäudereinigung | Glasreinigung

Tel.: 0202 / 393 77 44

Mobil: 0176 / 676 97 585

Mobil: 0176 Gartenpflege / 676 97 585 | Winterdienst

Gartenpflege | Winterdienst

Mobil: 0176 / 676 97 585

Gartenpflege | Winterdienst

E-Mail: mail@service-daluca.de

Sanitär E-Mail: & mail@service-daluca.de

Heizung | Renovierung | Trockenbau Sanitär & Heizung | Renovierung | Trockenbau

E-Mail: mail@service-daluca.de

Sanitär & Heizung | Renovierung | Trockenbau

Web: http://service-daluca.de

Web: http://service-daluca.de

Umzüge

Umzüge

| Möbelmontage

| Möbelmontage

Umzüge | Möbelmontage

Web: http://service-daluca.de

nz_wupch59x30.indd 2 07.09.16 14:34

MARKEN- U. DESIGNRECHT

WETTBEWERBSRECHT

BETTINA PIEPENBRINK

RECHTSANWÄLTIN

Nevigeser Straße 62 | 42113 Wuppertal

Tel 0202 946 72 859 | Fax 02339 134 9995

info@rapiepenbrink.de

JAN KÜHR

INDIVIDUELLE ANFERTIGUNG

Jan Kühr

Kronprinzenstraße 42

D-42857 Remscheid

Mobil: +49176 62 61 74 33

Mail: jk@jankuehr.de

MICHAEL TOBIAS

CONTENT MARKETING LTD.

Content Kompetenter Marketing Service für Haus & Büro for Science-based Businesses.

WIR SIND SPEZIALISTEN

Vertrauenswürdige Inhalte für

Chemie- und Life-Science-Unternehmen

www.michael-tobias.com · +49 212 38 34 22 90

Bringservice

thoelen

h ä r t e t e c h n i k

Tel. 0202 - 61 28 274

Fax 0202 - 61 28 275

www.thoelen-haertetechnik.de

SEIT 12 JAHREN IHRE HUNDETAGESSTÄTTE

www.huta-ratingen.de

fon 02102.94 24 944

direkt am Breitscheider Kreuz

MALSCHULE ARTISTICA

Kursleiter: G. Medagli

www.medagli.de

Mobil 015788159041

Vohwinkeler Str. 154

42329 Wuppertal

Kurse für Acryl- und Ölmalerei, Aquarell,

Pastelle, Tempera & Gouache. Zeichnen

und malen wie die alten Meister.

Abstrakte und informelle Malerei. Kurse

für Anfänger und Fortgeschrittene.

WERBEN HILFT VERKAUFEN!

Probieren Sie es an dieser Stelle einmal aus. Weitere Infos erhalten Sie bei uns:

Tel.: 0202/45 16 54 · info@bvg-menzel.de · www.bvg-menzel.de

BERGISCHE VERLAGSGESELLSCHAFT

MENZEL GMBH & CO. KG

Format: 59 x 30 mm incl. 4c

3 Anzeigen für 238,- Euro*

6 Anzeigen für 425,- Euro*

12 Anzeigen für 750,- Euro*

*die genannten Preise sind Nettopreise


WAS ZÄHLT SIND

FREIRAUM,

INSPIRATION

UND SIE.

Smarter together. USM Privacy Panels strukturieren den

Arbeitsraum und schaffen eine akustisch optimierte Atmosphäre

– jederzeit anpassbar an die Arbeitsweisen Ihrer Zukunft.

Showroom Wuppertal 2017 Eröffnung

lechner+hayn, Nauenweg 32, 47805 Krefeld, Tel.: 02151-607740

info@lechner-hayn.de, www.die-bueroeinrichter.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine