stylus_münchen_Winter 2017/2018

stylusdasmagazin

Architektur, Inneneinrichtung, Design, Mode, Lifestyle, Design, Fotografie, Genuss, Vielfalt, Fine Things

MÜNCHEN

Das Metropolmagazin.

Architektur. Interieur. Design. Fotografie. Lebensstil.

DORTMUND

DÜSSELDORF

HAMBURG

HANNOVER

KÖLN/BONN

MÜNSTER

OSNABRÜCK

AUSGABE 03/2017

SCHUTZGEBÜHR 5 EURO

DESIGN

EISKALT · HEISS · STEINHART


MELL LOUNGE

BY JEHS + LAUB

COR.DE

COR interlübke Studio München

Rosenheimer Str. 145i (089) 244 087 067 muenchen@cor-interluebke.de cor-interluebke.de/muenchen


WILLKOMMEN BEI STYLUS MÜNCHEN

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

und schon ist es wieder so weit: Das Ende des Jahres 2017 steht vor der Tür, und

2018 scharrt bereits mit den Hufen! Für uns war es ein aufregendes und sehr abwechslungsreiches

Jahr. Die ersten drei Ausgaben des stylus München Magazins

sind erschienen und waren so erfolgreich, dass wir uns auf 2018 und auf unsere

Kunden und Partner freuen – und wir haben viele tolle neue Ideen im Kopf, die

nur darauf warten, umgesetzt zu werden.

In der letzten Ausgabe 2017 hat es uns der Stein – beziehungsweise der Naturstein

– angetan. Wo kommt er eigentlich her, und was haben wir Menschen mit dem

Stein gemacht, beispielsweise in der Kunst und der Architektur?

Und weil wir uns damit bereits im Archaischen bewegen, haben wir uns mit weiteren

Urelementen beschäftigt: Nach Stein sind Eis und Kälte ebenfalls wahre Naturgewalten.

Schön und beängstigend zugleich. In Schweden wurde das „Eiskalte“

gezähmt und „wohnlich“ gemacht. Begleiten Sie uns ins Icehotel an den Polarkreis.

Und schließlich Feuer – die Kulturtechnik schlechthin. Denn die Nutzung und zunehmende

Beherrschung des Feuers war ein wichtiger Faktor der Menschwerdung

und ist mindestens seit dem Jungpaläolithikum ein Bestandteil jeglicher Zivilisationen.

stylus zeigt zwei wunderbare Beispiele, wie Feuer in unserem Leben eine

wunderbare Rolle einnehmen kann: kulinarisch und wohnlich. Wobei das eine das

andere nicht ausschließt.

Es geht aber wie immer auch um Architektur, Wohnlichkeit, Leben und Genuss.

Für uns von stylus ist es wichtig, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Inspirationen,

Ideen, Spaß und Informationen zukommen zu lassen. Bleiben Sie interessiert und

wählerisch – auch 2018.

Das stylus-Team wünscht ein entspanntes Weihnachtsfest und viel Freude im

neuen Jahr!

Herzlichste Grüße und viele Inspirationen und Ideen wünscht Ihnen

Nina Schmid

stylus München Chefredateurin

P. S.: Wir freuen uns auch über Anregungen,

Fragen und natürlich über Lob oder Kritik.

Schreiben Sie uns: www.stylus-das-magazin.com

oder kontakt@stylus-das-magazin.com

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Stein – alte Zeitzeugen der Erdgeschichte 06

Naturstein: Design & Baustoff

INHALT

28

Eiskalte Architektur 12

Schlafzimmer in Schweden: -5 °C

Sansibar by Breuninger 18

Umgesetzt von DIA – Dittel Architekten

Christian Prüller & smow München 22

Inneneinrichter aus Leidenschaft

Fluid Morphology 26

Fassaden aus dem 3D-Drucker

62

The Lovelace 28

Eine außergewöhnliche Hotel- und Eventidee

Der Hexer und der Feuerring 32

Außergewöhnliche kulinarische Ideen

Feuer & Ring 38

Ein Rezeptbuch als Designobjekt

Eröffnungsevent im werkhaus 40

Wie Licht das Leben verändern kann

Dominique Imbert 46

Visionäre Designkünstler und Gründer von Focus

Jürgen Franke verführt mit Design und Stil 52

Über designorientiertes Wohnen und Arbeiten

Architektur reloaded 56

Schloss Monrepos in neuem Outfit

46

Entspannender Kurzurlaub zu Hause 58

Whirlpools – gesellig und romantisch

The Illusionist 62

Eine neue, farbenfrohe Gin-Variante

Designmöbel persönlich mitgestalten 64

Online kreativ werden

76

22

Hammer & Nagel 66

Ein Rückzugsort nur für Männer

Steinkunst 70

Designkünstler & Naturstein

Edelsteine & Schmetterlinge 76

Maximilian Hemmerle und René Sim Lacaze

Concept Store und Fashion Label 78

Was steckt hinter phil & lui

Impressum 81

4 | 5 stylus. München 2017


in jedem stein stecken

jahrmillionen

unserer erdgeschichte

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Hubert Klotzeck


Solnhofener Plattensteinbruch

Langenaltheimer Haardt bei Langenaltheim

Gestein besteht im Wesentlichen aus Mineralien sowie Rückständen von Organismen und bildet

seit Jahrmilliarden unsere Erdkruste, wobei die meisten Formen hauptsächlich aus Silikatgesteinen

bestehen. Das älteste bisher sicher datierte Gestein mit ca. vier Milliarden Jahren

stammt aus der Acasta-Gneis-Formation im Nordwesten Kanadas. Stein war für die Entwicklung

unserer Kultur unverzichtbar: Erste Werkzeuge wurden aus Stein hergestellt, es ist das

älteste, feste Baumaterial, und die ersten menschlichen Schriftzeichen wurden in Steinplatten

gemeißelt . Da verwundert es nicht, dass Natursteine auf uns eine so große Anziehungskraft

ausüben, eine Mischung aus Respekt und Bewunderung. Respekt, weil wir es uns nur schwer

vorstellen können, dass ein Stein die Entwicklung unseres Planeten von Anfang an miterlebt

hat – und Bewunderung, weil die Schönheit, Eleganz und Sinnlichkeit dieses Materials die unverfälschte

Natur wiederspiegeln.

6 | 7 stylus. München 2017


Naturstein ist ein Gestaltungselement von hoher

Individualität, die fasziniert und begeistert,

denn es ist immer ein Unikat. Die Ägypter bauten

mit Kalksandstein, die Griechen verwendeten

hauptsächlich Marmor, und in Rom bevorzugte

man Römischen Travertin und vulkanische

Tuffe. Die Zeit des ersten Steinbruchs in größerem

Umfang beginnt in Deutschland erst in der

Zeit der Romantik.

Nach Schätzungen des DNV (Deutscher Naturwerkstein-Verband)

gibt es bundesweit noch rund 250 aktive

Steinbrüche.

Der Abbau, der Transport, das Sägen und die Verarbeitung

von beispielsweise Marmor sind im Laufe der

Jahrhunderte immer wieder verbessert worden, um

Blöcke kalkuliert und kontrolliert herauszubrechen.

Gefährlich ist es aber bis heute geblieben. Diamantbesetzte

Stahlseile schneiden heute den Stein, und zur

Weiterverarbeitung der Blöcke werden laserstrahlgesteuerte

Maschinen eingesetzt, die 30 Tonnen schwere

Blöcke millimetergenau zerschneiden können.

Abbau Juramarmor, Steinbrüche Petersbuch/Kaldorf

Für die präzise Bearbeitung des Gesteins werden modernste

CAM-gesteuerte Fertigungsanlagen eingesetzt oder CNC

(Computerized Numerical Control)-Maschinen die durch

moderne Steuerungstechnik in der Lage sind, Natursteine

mit hoher Präzision auch für komplexe Formen herzustellen.

Dabei ist es entscheidend, dass traditionelles Handwerk und

modernste Technik zusammenspielen.

Anders funktioniert der Abbau bei Solnhofer Kalkstein. Die

Beschaffenheit der Platten lässt keinen Einsatz von Maschinen

zu. Deswegen können diese Natursteinplatten ausschließlich

durch Handarbeit abgebaut werden – mithilfe

eines Pickels. Vorsichtig werden die kostbaren, aus mehreren

Schichten bestehenden Solnhofer Platten voneinander getrennt

und zur Weiterverarbeitung abtransportiert.

Granit, Basalt, Diabas, Sandstein, Kalkstein, Dolomit und

Marmor, die sich durch Hitze, Druck und heißes Magma im

Laufe von Millionen von Jahren entwickeln konnten, sind

nach wie vor ein gefragtes und gern verwendetes Material.

Und sie sind viel mehr als nur Fassaden, Badausstattungen,

Küchenarbeitsplatten oder Bodenbeläge. Naturstein ist ausdrucksstark,

elegant und zeitlos – er ist langlebig und inspirierend

– und deswegen sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt.

Sägegatter im ehemaligen Steinbruchwerk,

Jurahochfläche bei Eichstätt


FASSADE DES „NEW MUSEUM OF LIVERPOOL“ –

6500 QUADRATMETER, JURAKALKSTEIN GELB,

KRATZSCHLIFF 2 CM STARK


@ Ortwin Klipp

DIESE BEIDEN KREATIONEN

WURDEN VON MICHEL BÄDER,

MÜNCHEN UND „DIE STEIN-

WERKSTATT“ UMGESETZT.

OBERES BILD:

DER STEIN FÜR DAS BAD HOCH

ÜBER MÜNCHEN IST HELLER

PORTUGIESISCHER KALKSTEIN,

FEIN GESCHLIFFEN IN

KOMBINATION MIT POLIER-

TEM, SCHWARZEN GRANIT.

BILD LINKS:

BECKEN UND WASCHTISCH

DIESES AUSSERGEWÖHNLI-

CHEN BADEZIMMERS

BESTEHT AUS LAASA

MARMOR MIT STARKER

ZEICHNUNG UND

POLIERTER OBERFLÄCHE.

@ Ortwin Klipp


STEINHAUS

MIT SOUND

In München-Harlaching wurde

diese kubische Komposition von

Beer Architektur, Prof. Anne Beer,

gemeinsam mit „Die Steinwerkstatt“,

Weiler, entwickelt. Das

Haus ragt als steinerner Risalit aus

dem Grünen und ist innen und außen

komplett aus Stein gebaut. Als

Material für die Fassade und den

Boden des Gartenniveaus wurde

Maggia Gneis aus dem Maggia-Tal

(CH) gewählt.

Das Haus wurde als Betonbau mit unterseitig

bekleideter Natursteinfassade

konstruiert. Die Herangehensweise

und die Umsetzung zeigen das

Interesse an der Konstruktion mit dem

Material Naturstein und die Absicht,

ein steinernes Haus zu bauen. Für

die Böden der oberen Wohngeschosse

wurde Kirschholz gewählt, das in

seiner Struktur und Farbigkeit den

Maggia-Stein reizvoll ergänzt.

Im Untergeschoss des Hauses befinden

sich die Tiefgarage, Hauswirtschaftsräume

und zwei Gäste-Appartements.

Im Erdgeschoss sind Küche

mit Essplatz, der Wohnbereich mit

offenem Essraum und die Bibliothek

mit Kaminplatz angeordnet. Im ersten

Obergeschoss liegen die Privaträume

der Familie: neben Schlafzimmer mit

Ankleide, einem Arbeits- und dem

Badezimmer auch die Sauna und ein

kleiner Wellness-Bereich. Das zweite

Obergeschoss ist ein großzügiger,

komplett durchgesteckter Musikraum

mit Südterrasse. Der Raum wird mit

einem gestaffelten Oberlicht und einer

großflächigen Noten-Archivwand

strukturiert und wurde nach akustischen

Kriterien entwickelt.

Dadurch wird dieser formschöne Architekturbau

zu einem „Steinhaus mit

Sound“.

Foto: Daniel Mosch

10 | 11 stylus. München 2017


EIS

KAL

TE

AR

CHI

TEK

TUR


WAR ES AUCH IMMER SCHON EINMAL IHR TRAUM, 200 KILOMETER

NÖRDLICH DES POLARKREISES IN EINEM HOTEL GANZ AUS EIS

ZU ÜBERNACHTEN? SCHLAFZIMMERTEMPERATUR -5 °C. DANN IST DAS

„ICEHOTEL“ IM SCHWEDISCHEN JUKKASJÄRVI DIE RICHTIGE ADRESSE.

Text: Kitty Rüter| Bildmaterial: icehotel.com

Jedes Jahr werden 1000 Tonnen Eis aus

dem Fluss Torne älv benötigt, um in der

Nähe von Kiruna die Icehotel-Attraktion

mit jährlich wechselnden Designschwerpunkten

zu gestalten. Seit 26 Jahren kann

man dieses eiskalte Architekturmärchen

bestaunen– und inzwischen ist nicht nur

das Eishotel gewachsen. Mittlerweile hat

sich dort eine kleine Stadt aus Eis etabliert,

mit imposanter Empfangshalle, einer

„Icebar“ und sogar einer eisigen Kirche,

in der sich Brautpaare das Jawort geben.

Für die künstlerisch gestalteten Räume

und Skulpturen reisen jährlich Eiskünstler

aus aller Welt an und kreieren erneut ein

einzigartiges Eisdesign-Hotel.


Keine Angst: Nicht jeder Raum in diesem eiskalten Hotel liegt unter der Null-Grad-Grenze: Restaurant, Rezeption,

Saunatrakt und der Shop sind wohlig warm und wurden aus Holz und Glas gebaut, wie auch die zum Hotel gehörenden

Hütten. Zwar kann im Winter die Außentemperatur bis zu -40 °C betragen, aber sobald die ersten Sonnenstrahlen den

kurzen Sommer ankündigen, fängt auch das Eis an zu schmelzen, und der Zauber des Icehotels beginnt zu verschwinden.

Die Kreationen werden wieder zu Wasser und kehren zurück in den Fluss Torne. „Das muss nicht so bleiben“, dachten die

Macher vom Icehotel und planten zusätzlich das Icehotel 365 – ein Ganzjahresprojekt. Icehotel-Feeling auch im Sommer.

Seit Dezember 2016 stehen sich die zwei Hotelversionen – alt und neu – gegenüber. Aber nur eines überdauert die wärmeren

Monate. Dafür sorgt ein nachhaltiges Konzept: Eine Solaranlage auf dem isolierenden Gras- und Erddach hält die 2100

Quadratmeter große Kühltruhe mit ihren 20 individuell gestalteten Suiten schön frostig.


„Die Mitternachtssonne gibt uns die Möglichkeit, auch nachts Strom zu produzieren“, sagt Jon Malmsten vom Energieunternehmen

Solkompaniet. „Es könnte nicht einfacher sein“, betont Architekt Hans Eek. „Wir machen nichts anderes als

beim energieeffizienten Bauen, wenn wir versuchen, die Kälte aus den Häusern herauszuhalten – nur diesmal eben umgekehrt.“

Nun können die Gäste entscheiden, ob sie Nordlichter und Hundeschlittenfahrten erleben oder lieber unter der

Mitternachtssonne wandern wollen.

Rund 700 Euro kostet eine Übernachtung pro Zimmer, für die Suite muss man noch etwas mehr drauflegen, sie liegt bei

circa 1000 Euro. Dafür bekommt man ein „das Leben bereicherndes Erlebnis“, schreibt der Veranstalter.


@ Atmos

MEHR KUNST ALS JE ZUVOR

IM WELTWEIT ERSTEN GANZJÄHRIGEN ICEHOTEL 365

Das neue Icehotel 365 mit seinen 20 Suiten wurde von über 40 Künstlern und Architekten aus neun verschiedenen Ländern designt.

Alex Haw and Aditya Bhatt vom Londoner Kunst-, Design- und Architektur-Studio „Atmos“ beispielsweise haben für eins der Appartements

eine außergewöhnliche Eistreppe bis hinauf zur frostigen Schlafstatt entworfen. Alle Kunstwerke, Möbel und Dekorationen

werden aus schweren Eisblöcken geschnitzt, die im März, wenn das Eis des Torne älv am dicksten ist, „geerntet“ werden. Die 2500

Blöcke lagern anschließend – bis zur Ankunft der Künstler im November – in einer Kühlhalle. Dann geht es los, mit CNC-Fräsen, Ketten-

und Stichsägen sowie Wasser, um eine neue, eisige Traumwelt zu erschaffen.

Um die außergewöhnliche Inneneinrichtung gestalten zu können, muss die Temperatur im Raum exakt die richtige sein, damit sich

die Mixtur aus Schnee und Wasser, mit der man modelliert, verbindet und die Form hält. Es gibt ein „Victorian Apartement“, „Dancers

in the Dark“ und „Don‘t get lost“. Neun De-luxe-Suiten verfügen außerdem über ein eigenes Badezimmer, eine eigene Sauna und einen

warmen Umkleidebereich. Dies gibt den Gästen die Möglichkeit, das Abenteuer Eis mit dem Luxus eines warmen Bades zu kombinieren.

www.icehotel.com


Und das Team vom Icehotel hat noch mehr faszinierende Ideen: Um beispielsweise einen Event am

anderen Ende der Welt etwas „aufzufrischen“, liefert das Icehotel Produkte direkt vom „Torne River“.

Ob es ein Eisblock, ein fünf Meter hoher Weihnachtsbaum aus Eis, ein Auto im Eisblock oder

eine Icebar ist – alles ist möglich, verspricht das Unternehmen, sogar filigrane Kronleuchter.

Rund 4000 Tonnen Natureis lagern in Blöcken von 2 x 1 x 1 Metern. Wird zum Beispiel

ein fünf Meter hoher Weihnachtsbaum in Kopenhagen installiert, werden alle Teile

in der Produktionsstätte in Jukkasjärvi vorbereitet, anschließend markiert, in

Schutzplastik auf Paletten verpackt und direkt zum Bestimmungsort geliefert,

wo ein Team sie zu dem fertigen Produkt zusammenbaut.

Natureis aus dem arktischen Torne River ist etwas ganz Besonderes: Langsam

aus den saubersten und klarsten Gewässern gefroren, über sechs Monate

entstanden durch Kälte, Schnee und Wind, erzählt es eine einzigartige

Geschichte über seine Ursprünge. Natureis ist nicht nur schöner als

vorgefertigtes Eis, es ist auch viel klarer, nachhaltiger und langlebiger.

Mit seiner Pracht und echten Schönheit hat es eine bemerkenswerte

Fähigkeit, Menschen zu fesseln. Kein Wunder, dass die Macher vom

Icehotel stolz darauf sind, mit ihren Kunden das beste

Eis teilen zu können.

16 | 17 stylus. München 2017


Das Dorotheen-Quartier ist Stuttgarts

neue Luxusadresse und lädt seit Mai 2017

Flaneure, Entdecker und Genießer zum Kennenlernen

ein. Das Viertel versteht sich als Teil dieser lebendigen

Stadt, offen, zum Schauen und Verweilen – und ein bisschen

auch als Stuttgarts neue Mitte. Hier in der zentralen Lage zwischen

Münz- und Sporerstraße, zwischen Dorotheen- und Holzstraße, vereint dieser

neue Anziehungspunkt auf harmonische Art und Weise Büros und Einzelhandelsflächen,

Gastronomie und hochwertige Wohnungen, eine Parkgarage sowie einen neu gestalteten Außenbereich.

Besonders im Fokus steht das gastronomische Flaggschiff, die Sansibar by Breuninger, gestaltet und

architektonisch umgesetzt von dem Stuttgarter Architektur- und Designbüro DIA – Dittel Architekten.

Die Sansibar by Breuninger –

nordischer Charme

und kulinarischer Genuss.

Bildmaterial: DIA – Dittel Architekten


– Advertorial –

18 14 | 19 stylus. München 2017


Seit mehr als zehn Jahren setzt das Architektur-

und Designbüro Dittel Architekten

erfolgreich Projekte in den Bereichen Architektur,

Kommunikationsdesign und Innenarchitektur

um. Das Restaurant „Sansibar

by Breuninger“ ist eine Kooperation des

Mode- und Lifestyle-Unternehmens Breuninger

mit Herbert Secklers Kultrestaurant

auf Sylt. Das Ziel des Designkonzepts: den

Gästen mitten in Stuttgart das Lebensgefühl

der entspannten Nordseeinsel zu vermitteln.

An der Außenfassade ist das leuchtende Sansibar-Logo

schon von Weitem sichtbar. Das Eingangsportal

bildet einen spannenden Kontrast

aus Messing- und Altholzverkleidung. In konsequenter

Fortführung des Materialkonzepts

dominieren Eichen- und Teakholz die Möblierung

der Außenterrasse. Mitten auf dem Dorotheenplatz

bietet sie Platz für 100 Gäste und

wird von einem Vordach geschützt, das sich in

großen Wellen entlang des Anbaus bis zur Lifestyle-Bar

Eduard’s zieht, die ebenfalls von Dittel

Architekten gestaltet wurde.

Die Sansibar by Breuninger verbindet zur

Ladenöffnung die Karlspassage mit dem Dorotheenplatz

und ist mit 377 Sitzplätzen im

Innen- und Außenbereich auf 756 Quadratmetern

auch nach Ladenschluss der Lieblingstreffpunkt

des neuen Viertels. Für die Gäste sind

drei Bereiche mit unterschiedlichen Thematiken

vorgesehen: eine Lounge, der Hüttenreich

und das Fine Dining. Das prägende Material ist

Holz in Kombination mit Meeresblau, Sandund

Goldtönen – und erinnert an die weiten

Dünen und das maritime Klima von Sylt.


Die Bar mit großzügiger Lounge bietet mit grünen

Samtkissen und beigen Naturfarben ein komfortables

Sitzen in geselliger Runde und eine spannende Sicht

auf die Umgebung. Am angrenzenden Fensterbankett

entlang der Fassade kann man den lichtdurchfluteten

Bereich mit fünf Metern Raumhöhe auf sich wirken

lassen oder das Treiben auf dem Dorotheenplatz beobachten.

Eine in Wellenform abgehängte Vorhanginstallation

unterstreicht die Höhe und dient bei Nacht

als beleuchteter Anziehungspunkt von außen. Helle

Eichenholzmöbel und Farben unterstützen die freundliche

Atmosphäre.

Der Wechsel des Bodenniveaus und das dominierende

dunkle Eichenholz führen in den Hüttenbereich. Hier

herrscht eine Stimmung der privaten Geborgenheit

durch runde, massive Holztische mit prominenten

Korbleuchten. Der Inbegriff dieses Gefühls ist die elf

Meter lange „Holzhütte“ mit Altholzfassung und Lamellendecke.

Ein weiterer Link zur Dünenlandschaft

bildet die in Sandtönen gespachtelte Wand mit horizontal

verlaufenden, hinterleuchteten Wellen und

dynamischer Wirkung. Orange- und Grüntöne in den

Textilien setzen Farbkontraste zu den vorherrschenden

Erdtönen.

Der Bereich Fine Dining ist eine moderne Interpretation

des Strandkorbes. Mit der hellen Eichenholzverkleidung

auf den Innenflächen, blauen Polstern und

Dünengras bieten die Bankettnischen eine einladende

und freundliche Sitzgelegenheit. Das Wandregal aus

Altholz und schwarzem Stahl, auf dem die Produkte

der Marke Sansibar präsentiert werden, wird durch

seine grafische Struktur zum Blickfang und betont die

Höhe des Raumes. Grafikdesignelemente ziehen sich

in Form von Wandgrafiken oder der Gestaltung der

Speisekarten durch das Restaurant und verleihen einen

letzten Schliff.

SEIT DEM 13. MAI BEGRÜSST DER GASTRO-

TEMPEL SANSIBAR BY BREUNINGER IN

STUTTGART SEINE GÄSTE MIT KULINARISCHEM

GENUSS UND NORDSEEFLAIR. GEMEINSAM MIT

DEM SANSIBAR-GRÜNDER UND GEBÜRTIGEM

SCHWABEN HERBERT SECKLER WURDE DIE

KÜCHENPHILOSOPHIE ENTWICKELT UND EXKLU-

SIV AUF DIE BREUNINGER FLÄCHE ABGESTIMMT.

DIE BELIEBTEN INSELKLASSIKER UND

REGIONALEN SPEZIALITÄTEN VON KÜCHENCHEF

GÖTZ ROTHACKER MACHEN DAS KONZEPT DER

SANSIBAR BY BREUNINGER ZU EINEM ORT DER

SINNLICHKEIT UND DES GENIESSENS –

AN JEDEM TAG DER WOCHE.


Text: Nina Schmid| Bildmaterial: smow-münchen

Schon beim Betreten der großzügigen,

freundlichen Atelierräume in der Hohenzollernstraße

in Schwabing fühlt man sofort

die entspannte Atmosphäre, die einem entgegenschwingt.

Im Mittelpunkt Christian Prüller,

Inneneinrichter aus Leidenschaft und Geschäftsführer

von smow München. Schnell wird klar: Er ist verantwortlich

für dieses positive Ambiente – durch sein kommunikatives, sympathisches

und einladendes Wesen. Und man spürt, dass Designmöbel seine

Passion sind.


22 | 23 stylus. München 2017


„IRGENDWIE ZIEH ICH

IMMER A BISSERL MIT EIN“.

Christian Prüller

Übernommen hat der Niederbayer Christian

Prüller die Räumlichkeiten, in denen früher

der Herrenausstatter Andre Bandel, ein Schwabinger

Urgestein, seinen Laden führte, Anfang

2017. Nach umfangreichen Umbauarbeiten,

fand Ende März 2017 das Softopening statt

und im Juni die offizielle Eröffnungsfeier mit

über 200 Gästen. Ein erfolgreicher Start, begünstigt

durch eine laue Sommernacht mit viel

Musik, Schmankerln und guter Laune.

www.smow.de/muenchen

Für Christian Prüller sind Harmonie und

Gleichgewicht ausgesprochen wichtig, auch bei

der Beratung. Die einzelnen Farben, Objekte

und Stoffe müssen miteinander korrespondieren

und ineinanderfließen und „schöner Wohnen“

bedeutet für ihn nicht zwingend, dass alles top

gestylt sein muss, es soll auch leben dürfen.

Einrichtungsberatung ist für ihn mehr, als ein

Möbelstück auszusuchen: Er möchte das Umfeld

kennen, sieht sich Bilder der Räumlichkeiten an

und informiert sich auch gerne vor Ort. Praktisch

geht er „gedanklich mit in die Wohnung“. Das

kann er am besten in seinen eigenen Worten ausdrücken:

„Irgendwie zieh ich immer a bisserl mit

ein“, lacht Christian Prüller. In beiden Fällen – ob

Wohn- oder Büroeinrichtung – ist Christian Prüller

mit seinen 320 Quadratmetern Ausstellungsfläche,

seinem Einfühlungsvermögen und seinem

kompetenten Team fantastisch aufgestellt.


DURCH SEINE AUTHENTIZITÄT UND EHRLICHKEIT GEWINNT ER NICHT NUR DAS VERTRAUEN DES KUN-

DEN, SONDERN AUCH IHRE ZUFRIEDENHEIT. UND AUCH BEI GEWERBLICHEN INNENAUSTATTUNGEN,

BEISPIELSWEISE GROSSRAUMBÜROS, LEGT CHRISTIAN PRÜLLER DEN FOKUS AUF DEN BEDARF UND –

VOR ALLEM – AUF DIE BEFINDLICHKEITEN DER MITARBEITER, DIE SICH NATÜRLICH AUF SO GROSSEN

FLÄCHEN AUCH WOHLFÜHLEN SOLLEN.

Bei großen Projekten übernimmt das smow-Team

München natürlich auch die Koordination der

Gewerke – denn der Ablauf muss perfekt funktionieren,

und einen guten Draht zum jeweiligen

Handwerker zu haben, fällt Christian Prüller auch

nicht schwer. Er hat seine Bestimmung mit smow

gefunden, er ist „angekommen“, wie er sagt, nicht

nur in dem, was er macht, sondern auch, wo er

es macht. Seine über zwei Stockwerke gehenden

Ausstellungsräume sind einfach traumhaft.

Dazu tragen auch die riesigen Fensterfronten

bei, von denen aus das Schwabinger Flair der

Hohenzollernstraße gut zu beobachten ist. Eine

besondere Freude macht es ihm – vor allem

jetzt in der Vorweihnachtszeit –, die Fensterdekorationen

immer wieder umzugestalten: Es ist fast

wie ein Adventskalender, bei dem man auch

ständig gespannt ist, was sich hinter dem Türchen

befindet – so wie bei smow München.

Das smow-Team München, Bastian Grimm,

Melina Groza und Christian Prüller,

bieten eine Topauswahl von Möbeln und

Accessoires namhafter Hersteller wie

Vitra, USM Haller, Thonet und Nils Holger

Moormann. Klassiker von Charles und

Ray Eames oder Verner Panton warten

genau wie Designneuheiten darauf, bei

smow München ausprobiert zu werden.

24 | 25 stylus. München 2017


FLUID MORPHOLOGY

UMHÜLLT EIN BAUWERK WIE

EIN LUFTIGES, WEICHES TUCH

Diese Designstudie zeigt, wie ein

Gebäude mit der neuen Lowtech-Fassade

aussehen könnte. Die gewellte

Oberfläche gab dem Fassadenelement

seinen Namen: Fluid Morphology.

Text: Kitty Rüter| Bildmaterial: www.hk.ar.tum.de

Architekten der Technischen Universität

München (TUM) haben ein multifunktionales

und lichtdurchlässiges

Fassadenelement entwickelt, das mit

dem 3D-Drucker produziert werden

kann. Die Technik erlaubt eine völlig

freie architektonische Gestaltung, und

innovative Designkonzepte lassen sich

problemlos realisieren.

In der neuen Fassade können Funktionen

wie Lüftung, Dämmung oder Verschattung

bereits integriert werden. Das

60 Zentimeter breite und einen Meter

hohe Musterbauteil aus Kunststoff ist

schneeweiß und wirkt sehr filigran. Licht

scheint diffus durch die Oberfläche. Es

ist nicht nur stabil, lichtdurchlässig und

multifunktional, sondern sorgt mit einer

mikrostrukturierten Oberfläche auch

für eine optimale Akustik. Moritz Mungenast,

wissenschaftlicher Mitarbeiter

an der Professur für Entwerfen und Gebäudehülle

der TUM hat das Projekt initiiert

und es gemeinsam mit seinem Team

umgesetzt. „Der 3D-Druck gibt uns nie

dagewesene Gestaltungsmöglichkeiten.

Wir können diese Freiheit nutzen, um

Funktionen wie Lüftung, Verschattung

und Klimatisierung zu integrieren. Das

macht teure Sensoren, Steuerungsprogramme

und Motoren überflüssig“, erklärt

der Architekt. „Design und Funktion

hängen eng zusammen“, erklärt

Mungenast. „Wir können die Wellen so

anordnen, dass sie die Fassade im Sommer

vor Hitze schützen und im Winter

möglichst viel Licht durchlassen.“

Eine Langzeitmessung mit Sensoren

soll ein Jahr lang Daten sammeln, mit

deren Hilfe die Architekten ihr Design

noch verbessern wollen, bevor sie einen

weiteren Prototyp aus Polycarbonat fertigen.

Zukünftige Einsatzmöglichkeiten

sieht Mungenast zunächst bei Museen,

Bibliotheken, Einkaufzentren oder Versammlungsräumen:

„Spezielle Lösungen

sind hier besonders gefragt, und es

spielt keine Rolle, dass die Kunststofffassaden

aus dem 3D-Drucker nicht so

transparent sind wie Glasscheiben, sondern

transluzent. Das durchscheinende

Licht erzeugt eine ganz eigene, durchaus

reizvolle Atmosphäre.“

www.hk.ar.tum.de


PERFEKTION. DESIGN.

FUNKTIONALITÄT.

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Text: Nina Schmid| Bildmaterial: The Lovelace

„THE LOVELACE“

MÜNCHENS BISHER

GRÖSSTE KULTURELLE

ZWISCHENNUTZUNG


Die ehemalige Bayerische Staatsbank an der Ecke Kardinal-Faulhaber- und Prannerstraße,

erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, wurde nach vielen verschiedenen Nutzungen von der

Bayerischen Hausbau (Schörghuber-Konzern) gekauft, die dort unter anderem ein

Luxushotel mit 150 Betten plant. Wegen eines Rechtsstreits wurde dieses Vorhaben

jedoch erst einmal auf Eis gelegt – und so ließ man die prächtige Immobilie leerstehen.

Da die Bayerische Hausbau davon ausgeht, dass sie für ihr geplantes

Großprojekt bis Ende 2018 „Rechtssicherheit erlangt“, wurde ein

Konzept für eine Zwischennutzung gesucht. Szene-Gastronom

Michi Kern und sein Team überzeugte mit der Idee

einer Hotel- und Event-Location, die nun die

Münchener Altstadt bereichern soll.

28 | 29 stylus. München 2017


DAS IST NEU FÜR MÜNCHEN: EIN

LEERSTEHENDER PALAST, INNEN-

STADT-BESTLAGE, WIRD FÜR ZWEI

JAHRE ZUM POP-UP-HOTEL INKLUSIVE

CLUBS, BARS UND LÄDEN. VOR KUR-

ZEM SASSEN HIER NOCH VORSTANDS-

BANKER AUF 5000 QUADRATMETERN,

DOCH DAS IST VORBEI. NUN WURDE

DAS GEBÄUDE BIS 2019 FÜR DIE MÜN-

CHENER GEÖFFNET. DAS ABWECHS-

LUNGSREICHE ZWISCHENNUTZUNGS-

PROJEKT „THE LOVELACE“

SETZTE SZENE-GASTRONOM MICHI

KERN UM – UND INVESTIERTE

DAFÜR EINE MILLION EURO.

EIN POP-UP

HOTEL, DAS

GLEICHZEITIG

EIN KULTUR-

PROJEKT IST

www.thelovelace.com

@ Steve Herud

@ Steve Herud


Auf den drei Etagen und 4800 Quadratmetern gibt es 35 Hotelzimmer,

Shops, einen Friseurladen, Streetfood-Läden, Bars

und sogar eine Dachterrasse, auf der After-Work-Partys veranstaltet

werden. Außerdem Studios für Film und Kunst sowie

Clubräume. Das „Lovelace“ versteht sich nicht als gewöhnliches

Hotel, sondern als „Happening“. Das bedeutet, man

kann hier zwar auch ganz normal übernachten, aber eigentlich

spielt sich in den historischen Räumen wesentlich mehr ab:

Ausstellungen, Konzerte, Performances oder Modeschauen,

politische Talkrunden und Filmvorführungen. Verantwortlich

für die Veranstaltungen und die Gastronomie im „Lovelace“ ist

Elisabeth Kieser. Die 33-jährige Kunsthistorikerin ist in der

Münchener Szene keine Unbekannte: Sie betreibt zusammen

mit Michi Kern das „Lost Weekend“ an der Schellingstraße, ein

Mix aus Buchhandlung und Café, in dem regelmäßig Lesungen

und Konzerte stattfinden.

Am 9. September 2017 war die Eröffnung des „Lovelace“ – und

jeder, der Lust auf Party hatte, war willkommen. Keine exklusiven

Einladungskarten – das ist eher unüblich für die Münchener

Schickeria. Hier gibt es viel zu entdecken. Das fängt bei

der Raumgestaltung mit extra designten Pflanzenmotiv-Tapeten

an, geht über das historische Treppenhaus und endet am

längsten Bartresen, der rund 35 Meter misst.

Das „Lovelace“ ist ein Ort, an dem man feiern, debattieren,

genießen und übernachten kann, eine Melting-

Pot-Institution. Und wenn es nach Michi Kern und seiner

Frau Elisabeth Kieser geht, steigt hier im nächsten

Jahr auch eine „Unsicherheitskonferenz“ – ein freundlich-friedliebendes

Gegenprogramm zum Militärtreffen

gegenüber.

Durch Inhalte, Kommunikation und Gestaltung will man einen

Rahmen schaffen, der Gäste anregt, selbst aktiv zu werden:

Spannende Menschen und spannende Ideen treffen aufeinander.

Pop und Politik, Kunst und Kommerz, Gesellschaft

und Individuum. Das alles macht das „Lovelace“ aus. Ein wirklich

spannendes Konzept. Wir wünschen viel Erfolg!

@ Steve Herud

@ Steve Herud

@ Steve Herud


Der eigenwillige Sternekoch Stefan Wiesner – auch der

«Hexer» genannt – kocht mit Stein, Holz, Moos oder

Schnee. Viele seiner Ideen haben ihren Ursprung in der

hintersten Ecke des Kantons Luzern, der Entlebucher

UNESCO-Biosphäre. Seine «avantgardistische Naturküche»

gilt als eine der besten und ungewöhnlichsten der

Schweiz. Dieser Gourmet-Poet hat sich inzwischen 17

Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern erkocht.

Für ihn ist Kochen ein Zusammenspiel aus Ethik, Ökologie,

Kultur, Architektur, Ästhetik und Kunst, vor allem

aber Wissen und Können – und: Wiesner ist höchst unerwartet

und provokativ.

Text: Nina Schmid | Fotos: Sylvan Müller | Denise Savini

DER HEXER

MIT DEM

FEUERRING

Eine kulinarische Symbiose

Der Stahlplastiker Andreas Reichlin entwickelte in seinem

Atelier im schweizerischen Immensee aus massiven

Stahlplatten einen ästhetischen und funktionalen Design-Feuerschalen-Grill

– den Feuerring – und der erste

seiner Art. Entstanden ist ein wunderschönes Grillgerät,

eine Skulptur, die dem Auge schmeichelt und dem Magen

gefällt: eine formschöne Schale, edel gerostet, wie aus

einem Guss verbunden mit einem massiven Ring, tiefschwarz

eingebrannt. Ästhetik für jeden Außenbereich

als Quelle der Wärme und Ort des Miteinanders.


In diesem Sommer hat Stefan Wiesner seine Küche ins Freie verlegt:

Auf einer Waldlichtung stehen riesige Feuerringe aus Stahl, meterhohe

Flammen verwandeln diesen Ort in ein mystisches Spektakel,

das sich «Keltisches Fest am Feuer» nennt. Der extravagante Sternekoch

und die Feuerring-Philosophie sind eine fantastische Zusammenkunft.

Das Feuer ist für Wiesner eine ganz besondere Herausforderung.

«Ich koche hier auf höchstem Niveau – man kann nicht

einfach einen Schalter drücken, um das Feuer zu regulieren. Da muss

man mit Herz und Gefühl arbeiten.»

Offiziell gab es acht Gänge, auch vegetarisch oder sogar vegan! Beispielsweise

im Feuer geschmorte Rande, mit Douglasnadeln marinierter

Sommerrehbock oder in der Asche gewälzter Bauchspeck.

Der Hexer zauberte Konfitüre vom Feuerbusch oder auf einer

Stange über dem Feuerring gar geräucherte Wurst vom schwarzen

Ayam-Cemani-Huhn. Die Krönung jedoch war Glacé aus frisch geschlagenem

und geröstetem Arvenholz: Den Feuerring temperierte

Stefan Wiesner jeweils so, wie es notwendig ist, denn die Eismasse

benötigt natürlich viel weniger Hitze. In diesem Fall löscht man ihn

mit Wasser ab. Kontrolliert wird mit dem Temperaturmessgerät. Ein

Feuerwerk an Sinneseindrücken, das einfach verhext!

Feuerbaum als Esserlebnis: Arvenglacé

Erinnerung an Paracelsus: Vogelbeeren im Feuer


Die starke Verbundenheit mit der Natur hatte

Wiesner schon in seiner Kindheit. «Ich war ein

schlechter Schüler», sagt er rückblickend. «Mit

Rechnen und Deutsch hatte ich große Mühe. Die

Schule war ein Albtraum für mich, viel lieber habe

ich mich draußen aufgehalten.» Sein Lehrmeister

war die Natur – und sie ist es bis heute.

Am Feuerring getrocknetes, mit Douglasnadeln

mariniertes Sommerrehbockfleisch

Wiesners Außenküche in seinem Restaurant

„Rössli“ im schweizerischen Escholzmatt bereichern

inzwischen drei Feuerringe, auf denen er

seine provokativen, experimentellen und kreativen

Ideen voll ausleben kann. Stein, Holz, Farn,

Moos, Torf, Teer und Stroh sind nur einige der

Ingredienzen, mit denen Wiesner seine Gäste immer

wieder aufs Neue zu verblüffen vermag.

«Essen ist Kunst und kulturelle Technik

zur Wissensaneignung»,

betont Wiesner, der die Welt über den

Gaumen erkennen möchte, so, wie wir

das alle als Kinder gemacht haben.

Wurst von Ayam-Cemani-Hühnern,

gar geräuchert über dem Feuer –

ein letztes Mal: das Huhn auf der Stange

Feuerfisch: Saibling im Rindsdarm,

im Bienenwachsmantel gegart


DER FEUERRING:

EINZIG IN SEINER ART

SEIT SICH DER FEUERRING AUF DEN EUROPÄISCHEN MÄRKTEN BEWEGT,

KANN MAN BEOBACHTEN, DASS DIE LUST AM GESUNDEN GENUSS, AN GESELLIGKEIT,

QUALITÄT UND ÄSTHETIK ZUNIMMT.

Denn die Feuerring-Philosophie steckt an, auch uns von

stylus hat es erwischt: Wir konnten bei einem Besuch in

Immensee an einem original Feuerring alles selber ausprobieren

und die Faszination des Grillierens erleben.

Einfach und doch außergewöhnlich, spektakulär und

bodenständig. Die köstlichen Gerüche von Paella, ganzen

Fischen, Braten, Gemüsevielfalt und feinem Holzfeuer

wecken Emotionen und die Stimmung. Vielleicht

ist auch das der Grund, warum ganz automatisch eine

lockere, entspannte und überaus anregend-fröhliche

und lebenslustige Atmosphäre rund um den Feuerring

entsteht. Es ist eine ganz wunderbare Art des gemeinsamen

Genießens.

Immer häufiger trifft man auf dem Grillmarkt Modelle,

die sich am Feuerring und seinen impliziten Grundideen

www.feuerring.ch

orientieren. Zu einem Erbstück, das mit dem Gebrauch

immer schöner wird, macht den Feuerring jedoch die

Qualität des Originals, gestützt durch das Patent, die

Erfahrung und die Überzeugung der Macher. Von welchem

Grillgerät kann man dies behaupten? Hier spielen

die Authentizität und das Bewusstsein von Werten wie

Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Gesundheit und Freundschaft

eine ganz besondere Rolle.

Da ist es auch keine Überraschung, dass der Feuerring

„Tulip“ – und mit ihm die ganze Serie Feuerring – den

begehrten internationalen Designpreis „Red Dot Award:

best of the best“ erhielt und der Tulip 2017 zusätzlich

den German Design Award „Winner“.

Das ist wirklich FORM IM RAUM!

36 | 37 stylus. München 2017


DAS

ÜBER-

RASCHENDE

REZEPT-

BUCH

Fotos: Büro Nord

Man nimmt es in die Hand und spürt sofort die

Qualität des Inhalts: 4 kg kraftvolle Feuerring-Philosophie,

über 70 Rezepte, 300 Seiten in kompromissloser

Flatbook-Technik gefertigt. „Die Bindung

muss ca. 4 Wochen klimatisiert ruhen, damit sich

die Seiten glatt, fest, sauber und dauerhaft verbinden“.

Ein Schweizer Produkt, hergestellt mit viel

Ausdauer, Liebe zum Detail und Freude am Grillieren

– selbstverständlich gedruckt im eigenen Dorf.

Buch FEUER bietet eine Auswahl köstlich-kreativer

Menus von Chefkoch Chris Züger – Buch RING wartet

mit zahlreichen kleinen Gerichten von Judith

Gmür-Stalder für ein Feuerring-Buffet auf.

Nach dem „red dot Award 2016 „best of the best“,

dem „Swiss Print Award“ 2017 ist FEUER & RING

nun auch mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet!

Alle Sinne spricht das Rezeptebuch-Set an und eröffnet

dem genusserfreuten Koch neue Dimensionen

des Grillierens.

Die Jury schreibt: „Diese Bücher faszinieren mit

Fotografien, die sofort die Sinne ansprechen. Abgestimmt

auf die Typografie, stellt das Set eine lebendige

Produkt- und Lebensumgebung dar, die emotional

berührt. Sowohl das Design als auch der Druck vermitteln

höchsten Qualitätsstandard. Diese Bücher

sind ein Gesamtkunstwerk.“

«Der Feuerring ist Skulptur, Augenweide

und kreative Kochinsel; ausserdem ein

wertvoller Ent schleuniger – grillieren am

Feuerring schenkt Zeit und Muße.»

Judith Gmür-Stadler, Rezepte, Foodstyling

www.feuerring.ch/rezeptebuch/


ENTSPANNUNG ÜBER DAS GANZE JAHR

Besuchen Sie uns auf der

Heim+Handwerk München

29.11.-3.12.2017

Stand: Halle B1 Stand-Nr. B1.171

Grabner GmbH

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CRANPOOL STEHT SEIT 1967 FÜR TOP AUSGESTATTETE POOLS UND SAUNEN

38 | 39 stylus. München 2017


Licht bedeutet Leben.

Lichtqualität bedeutet Lebensqualität.

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Licht im werkhaus · Occhio

Beim Mito Launch Event – veranstaltet in den neu eröffneten Ausstellungsräumen

des LICHT IM WERKHAUS in Raubling – konnten wir nicht nur die Magic Moments

dank Occhio touchless control erleben. Einer der Höhepunkte des Abends war die

Präsentation von Occhio-Gründer und Designer Axel Meise, der dem interessierten

Publikum die neue Leuchtenserie Mito – den Mythos des Lichts – präsentierte. Als

gelungene Symbiose aus vollendetem Design, magischen Features und einzigartigen

Lichtwirkungen ist Mito Schmuckstück und innovatives Leuchtensystem zugleich.

„Licht ist unsere Leidenschaft, wir schaffen Lichtqualität, die der Kunde wünscht“,

so Meise bei der Begrüßung der vielen Besucher.


STRENG GENOMMEN IST LICHT EINE FORM DER ELEKTROMAGNETISCHEN STRAHLUNG – ABER LICHT IST FÜR UNS

MENSCHEN SEHR VIEL MEHR, DENN LICHT IST LEBEN UND ESSENZIELL FÜR ANGENEHMES WOHNEN UND AR-

BEITEN. EINE GEKONNTE, INDIVIDUELLE LICHTKONZEPTION KANN VÖLLIG NEUE RAUMERLEBNISSE SCHAFFEN,

ARCHITEKTUR AKZENTUIEREN UND HERVORHEBEN ODER DAS WOHLBEFINDEN STEIGERN.

Foto: Attila Riemann / Markus Neumann

Maria und Benedikt Adolff wissen, wie wichtig die perfekte Lichtquelle ist, und sie konnten Anfang Oktober mit

Leichtigkeit ihre vielen Gäste während des Mito Launch Events von ihrem Know-how auf dem Gebiet Licht überzeugen.

LICHT IM WERKHAUS präsentiert hochwertige Innen- und Außenleuchten von ausgesuchten Herstellern,

und Dank individueller Beratung findet man immer das richtige Produkt – ob für private Räumlichkeiten, Garten

und Außenbeleuchtung oder für Büro-, Laden- und Praxisräume. Dabei hilft auch das hauseigene Lichtlabor, mit

dem jeder die perfekte Leuchte für den richtigen Zweck und Geschmack findet.

Besonders stolz sind Maria und Benedikt

Adolff darauf, dass sie die Produkte

von Occhio anbieten können. Und so

wurde aus dem Event eine großartige

Symbiose: Mito, Occhios neue Serie,

präsentiert auf den neuen LICHT IM

WERKHAUS-Ausstellungsflächen.

In entspannter Atmosphäre mit Livemusik

und Flying Buffet erlebten über

120 begeisterte Gäste eine spannende

Mischung aus Architektur, Lichtgestaltung

und Produktpräsentation. Diese

einzigartige interaktive Marken- und Erlebniswelt

ist Showroom und Planungsplattform

zugleich.

Occhio-Firmengründer Axel Meise faszinierte

das Publikum mit seiner Leidenschaft

für formvollendetes Licht

und ließ durchblicken, was er gar nicht

gut ertragen kann: schlechtes Licht.

Dann möchte er am liebsten sofort eingreifen.

v. l. n. r.: Benedikt Adolff, Willi Bruckbauer und Axel Meise Foto: Attila Riemann/Markus Neumann

40 | 41 stylus. München 2017


LICHT IM WERKHAUS PRÄSENTIERT OCCHIO:

PERFEKTION BIS INS DETAIL,

EINZIGARTIG IN DESIGN UND FUNKTION

Das Unternehmen Occhio gehört zu den wachstumsstärksten

Firmen in der Lichtbranche und

ist in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich

Marktführer im Bereich hochwertiger Designleuchten.

Firmengründer Axel Meise brachte

die ersten Skizzen für ein modulares Leuchtensystem

Mitte der 1990er-Jahre zu Papier. Ende

der 1990er-Jahre entstanden Occhio (italienisch

für „Auge“) und immer neue Gestaltungs- und

Anwendungslösungen: Light is evolution.

Die neu gestaltete Ausstellungsfläche vom

LICHT IM WERKHAUS bietet einen exzellenten

Rahmen, um die durchdachten und innovativen

Leuchtenschönheiten von Occhio zu präsentieren.

Sento sospeso von Occhio ist Innovation pur:

eine im Design vollendete Pendelleuchte mit raffinierten

Bedienfunktionen und einer unvergleichlichen

Höhenverstellung. Das ist maximaler Licht- und Bedienkomfort.


Mito sospenso ist ein

wahres Meisterstück des

Unternehmens Occhio.

So lässt sich die Leuchte

mit der touchless control wie von Zauberhand

steuern: Einfache Gesten im Handbereich

genügen, und Mito sospeso verändert

die Lichtintensität und sogar die Lichtfarbe –

berührungslos und intuitiv dank innovativer

Infrarotsensorik. Vorbei sind die Zeiten von

Schalter, Dimmer & Co. Eine Berührung genügt,

um das Licht stufenlos von einer Seite

auf die andere zu bewegen. So entstehen faszinierende

Rauminszenierungen, die sich der

jeweiligen Stimmung anpassen. Von warmen

Lichttönen mit 2700 K bis zu anregendem,

kühlerem Licht mit 4000 K. Einzigartig ist

auch die Höhenverstellung: Die Pendellänge

kann zwischen 50 cm und 200 cm verändert

werden. Dabei verschwinden die Kabel im

Baldachin oder sogar unsichtbar in der Decke.

Ein ausgeklügelter Aufrollmechanismus

sorgt dafür, dass der Ring der Mito immer

waagrecht in der gewünschten Höhe bleibt.

Und dann kommt auch noch Bluetooth ins

Spiel: Mit Occhio air werden die modularen

Leuchtensysteme um eine neue Dimension

der Bedienung erweitert. Ob schalten, dimmen,

„fading“ oder ganze Lichtszenarien

und Gruppen erstellen – dank der Occhio

air App oder dem Occhio air controller lässt

sich das Licht ganz einfach über Bluetooth

steuern. Und das Schöne daran: Beinahe alle

Occhio-Leuchten lassen sich mit der App

steuern oder werden problemlos mit der

Bluetooth-Steuerung nachgerüstet. Selbst

Leuchten anderer Hersteller, die das kompatible

Casambi-System nutzen, können via

Occhio air gesteuert werden.

Hier werden raffinierte Lichttechnik und

sinnliches Design harmonisch vereint.

42 | 43 stylus. München 2017


MITO LAUNCH EVENT – IMPRESSIONEN

Die Eröffnung der neuen Ausstellung LICHT

IM WERKHAUS war ein großartiger Erfolg.

Auch werkhaus-Besitzer Willi Bruckbauer

(Inhaber und kreativer Kopf von BORA)

war begeistert, ebenso wie Axel Meise: „Ich

sehe hier ein hohes Level an Qualität, vielen

Dank, dass wir eine so tolle Präsentation im

werkhaus haben dürfen“, hob er hervor.

Hier noch einige Eindrücke dieses wirklich

rundum gelungenen Abends, mit vielen interessierten

Gästen, wunderbarer Musik

und köstlichen Gaumenfreuden.

www.licht-im-werkhaus.de

Foto: Attila Riemann / Markus Neumann


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Text: Nina Schmid| Bildmaterial: Focus & Chiemsee Öfen

Dominique Imbert

Der humanistisch

geprägte, visionäre

Designkünstler und

Kreateur von Focus


Dominique Imbert, der Begründer von Focus, dem stylischen Kaminhersteller

aus Frankreich, studiert zunächst Literatur in London und Paris. Nach weiteren

Stationen in Alaska (als Ethnologe)und Manhattan (als Küchenhilfe) schreibt

er seine Doktorarbeit an der Soziologischen Fakultät der Sorbonne-Universität

und unterrichtet als Französischlehrer an einem Pariser Gymnasium.

Das Stadtleben zermürbt ihn, und er flieht in ein mittelalterliches Dorf am Fuße

der Cevennen, in der Nähe seiner Geburtsstadt Montpellier. Dort beginnt er einen

neuen Lebensabschnitt: Er gibt sich der Schmiedekunst und Bildhauerei hin,

zeichnet, schweißt, hämmert und formt. In dieser Stahlbildhauerwerkstatt kreiert

Imbert sein erstes Kaminmodell ... Von diesem winzigen Dörfchen im sonnenverwöhnten

Südfrankreich exportiert Focus mittlerweile rund um den gesamten Globus.


EINE

HOMMAGE

AN DIE

KUNST

Seit ihrer Gründung befinden sich die Marke

Focus, der Firmensitz und die Werkstatt

„Atelier Dominique Imbert“ im südfranzösischen

Viols-le-Fort. Hier wird entworfen,

gezeichnet und gestaltet. Dominique Imbert

erschafft Stahl- und Bronzeskulpturen, dekorative

Gegenstände wie Vasen oder Aschenbecher,

Möbel und Feuerstätten, ohne dabei

einer bestimmten Gattung den Vorzug zu

geben.

Er und sein Team stellen höchste Ansprüche

an die Qualität der Produkte. Trends und

Modeerscheinungen sind dem außergewöhnlichen

Designer unwichtig. Er folgt seiner

eigenen Intuition. Und der Erfolg gibt ihm

recht. Nicht nur der 1968 geschaffene „Gyrofocus“,

der 1998 im Guggenheim Museum

in New York präsentiert wurde, begeistert.

Jedes Teil von Imbert überzeugt mit dem

Touch des Besonderen – es sind immer mehr

Kunstwerke als Objekte, die er kreiert.

Der Gyrofocus war weltweit der erste frei

hängende und um 360 Grad drehbare Kamin.

Das verwendete Material steht für eine

sehr hohe thermische Leitfähigkeit. Nach

wie vor ist es ein sehr anspruchsvolles Modell

und ein seit Jahrzehnten weltweit beliebter

Klassiker.

2009 wurde dieses Designobjekt beim italienischen

Designwettbewerb „Pulchra“ zum

schönsten Objekt der Welt gewählt.

MEINER ANSICHT NACH BRINGT DESIGN DIE

SPANNUNG ZWISCHEN POESIE UND BEDARF, ZWISCHEN

GRAFIK UND FUNKTIONALITÄT,

ZWISCHEN GEFÜHL UND VERSTAND ZUM AUSDRUCK.

Dominique Imbert


„Ohne Poesie

ist unser Leben bloße

Existenz ...“ Dominique Imbert

48 | 49 stylus. München 2017


Sieht man einen Focus-Kamin

und kann ihn live erleben,

springt der Funke des Kreateurs

Dominique Imbert unweigerlich

auf einen über. Die Schönheit

und Klarheit der Formen und die

effiziente Funktionsfähigkeit begeistern

sofort. Man merkt dem

Designobjekt die kompromisslose

Kreativität an, mit der der

Künstler die Idee jedes einzelnen

Exemplars im Kopf hatte, bevor

es entstand.


FOCUS

KAMINE

LIVE

ERLEBEN

Das Gefühl, einem Focus-Kamin so nahe zu sein, kann

man bei Christian Buchfellner von Chiemsee-Öfen

hautnah erleben. In seiner eleganten Ausstellung im

oberen Stockwerk des werkhaus in Raubling, nahe

Rosenheim, stehen acht Focus-Modelle – brennbar

verbaut – auch der „Slimfocus“, die jüngste Kreation

des französischen Ateliers. Er ist ein Kamin von

ästhetischer Klarheit, minimalem Platzbedarf und

hervorragenden Heizwerten. Seit 2016 ist Buchfellner

Premiumhändler für alle in Deutschland zugelassenen

Focus-Modelle.

Focus legt nämlich ganz besonderen Wert auf geschulte, qualifizierte Fachhändler

und hat mit Chiemsee Öfen einen der erfahrensten Partner gefunden: Das Unternehmen

ist das einzige im südbayerischen Raum, über den man Focus-Kamine beziehen

kann. Hier wird gemeinsam beraten, überlegt, gezeichnet und geplant, denn

höchste Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sind das Ziel – und jeder Kunde

spricht von Anfang an mit dem Chef. So schafft Christian Buchfellner eine große

Vertrauensbasis vom ersten Gespräch über den fachgerechten Einbau bis hin zum

ersten Einheizen.

In der Ausstellung im werkaus kann man sich aber auch über weitere Öfen und Kamine

informieren: beispielsweise traditionelle Grundöfen, hochmoderne Gasöfen oder

klassische Kachelöfen und extravagante Architekturöfen. Alles das umfasst das Produktangebot von Chiemsee-Öfen. Und dank eines starken

Teams und professionellen Fachpersonals reicht der Service auch über die Grenzen von Bayern hinaus. Kurzum: Chiemsee Öfen heizen

quasi jeder Ofenanlage ein – egal, wo diese steht.

www.chiemsee-oefen.de

50 | 51 stylus. München 2017


MIT DESIGN

STIL UND

INTERIEUR

VERFÜHREN

Text: Kitty Rüter| Bildmaterial: Casa Idea

So kann man ganz sicher den erfolgreichen

Unternehmer Jürgen Franke in München

charakterisieren. Seit über 60 Jahren bewegt

sich seine Familie erfolgreich auf dem

Terrain der Innenarchitektur, Planung und

dem designorientierten Wohnen und

Arbeiten. Zu dem eleganten und anspruchsvollen

COR interlübke Studio in München

wurde Ende November ein neues Highlight

eröffnet: das Casa Idea

Einrichtungshaus in Ottobrunn.


Seit 2014 bietet

Jürgen Franke mit

500 Quadratmetern

Ausstellungsfläche

„urban living“ für

die bayerische

Landesmetropole.

Die liebevoll ausgesuchten Designelemente und edlen Möbel der

Marken COR und interlübke sind fantasievoll arrangiert und laden

zum schönen Wohnen ein. Aber in dem Flagship-Store werden nicht

nur Möbel angeboten, hier wird von Anfang an individuell geplant,

beraten und mit viel Feingefühl das perfekte Ergebnis für den Kunden

modelliert. Denn Jürgen Franke ist eine Persönlichkeit, die sich

mit seinem Geschäft auskennt und immer die richtigen Ideen und

Inspirationen hat.

Egal, ob es sich um etablierte Kunden mit einem exklusiven Stil oder

designbegeisterte, junge Menschen handelt – ob es um Einzelmöbel

oder ein Einrichtungskonzept geht: Es ist immer eine subjektive,

persönliche Angelegenheit, sich so einzurichten, dass man sich

wirklich behaglich und glücklich fühlt. Dazu gehört auch, dass jedes

Stück von COR und interlübke als Einzelauftrag nach den höchsten

Anforderungen und Standards produziert wird – von der Auftragsbearbeitung

bis zur Endmontage vor Ort.

Dieses beeindruckende hohe Niveau wird selbstverständlich auch

bei dem neuen Unternehmen beibehalten, einem Modell mit noch

mehr Zukunft: In Ottobrunn, unweit von der Münchener Innenstadt,

wurde Ende November das Casa Idea eröffnet. In den Räumen

des Traditionsmöbelhauses der Familie Scheungraber hat

nun Jürgen Franke mit Casa Idea ein neues Domizil gefunden.

„Uns haben unter anderem das Flair und die Geschichte der Räume

beeindruckt“, sagt Jürgen Franke. „Schließlich ist das schon eine

faszinierende Historie, wenn ein Unternehmen vor 105 Jahren in

Ottobrunn als Schreinerei angefangen hat und so erfolgreich wurde!“

Martin Scheungraben geht in den verdienten Ruhestand und

ist froh, dass wieder ein hochwertiges Einrichtungshaus einzieht.

52 | 53 stylus. München 2017


Außerdem ist der Standort Ottobrunn perfekt gewählt, denn die

hervorragende Infrastruktur mit bester Verkehrsanbindung nach

München bringt den interessierten Kunden unverzüglich in die fabelhafte

Wohnwelt von Casa Idea.

In dem neu gestalteten Studio kann man sich auf einer Ausstellungsfläche

von über 400 qm von Topkollektionen verschiedener

namhafter Marken wie Occhio, Zanotta, Cassina, Thonet und natürlich

COR und interlübke begeistern lassen. Ergänzt wird das

Angebot um Leuchten von Prandina, Flos und Artemide, Schönbuch-Garderoben

und ausgewählte Accessoires sowie Designobjekte,

um den eigenen Lebensräumen eine besondere Persönlichkeit

zu verleihen.

Miloe sofa by Piero Lissoni - Cassina I Contemporanei Collection

P22 by Patrick Norguet, Cassina I Contemporanei Collection

DIE VIELFÄLTIGEN RÄUMLICHKEITEN

WURDEN UMFASSEND RENOVIERT, VERFÜGEN

ÜBER ATTRAKTIVE SCHAUFENSTERFRONTEN

UND THEMENINSELN UND PRÄSENTIEREN

FASZINIERENDE WOHN- UND SCHLAFIDEEN.

Lars-Christian Hühn, der bereits 19 Jahre bei der Firma Scheungraber

tätig war, wird im Casa Idea weiterhin die Kunden betreuen,

unterstützt von Anna Wolf. Sie ist durch das gerade abgeschlossene

Studium (Bachelor of Arts) auf dem neuesten technischen Stand

und visualisiert Kundenwünsche auch als fotorealistische Darstellung.

Ob man sich in München im Studio COR interlübke oder in Ottobrunn

bei Casa Idea inspirieren lassen möchte – beide Studios verwirklichen

jeden Wohnwunsch als Unikat, individuell geplant in den

Größen, Materialien, Funktionen und Farben. Um dies umzusetzen,

wird nicht nur mit einer renommierten Möbelschreinerei zusammengearbeitet,

sondern es wird alles aus einer Hand geliefert: beispielsweise

die optimale Raumfarbe, erlesene Stoffe und Dekorationen

oder Bodenbeläge für die unterschiedlichsten Einsätze.

Jürgen Franke zeigt, wie Kundenzufriedenheit funktioniert: mit

Engagement, Ideen und Kreativität. Dazu kommen eine Portion

Einfühlungsvermögen und langjährige Erfahrung – eine hervorragende

Mixtur, die Lieblings-Wohnräume und unverwechselbare

Arbeitswelten schafft. Einfach verführerisch!

www.casa-idea.de

LC4 by Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand – Cassina I Maestri Collection


EINZIG IN SEINER ART

FOTOGRAFIE: SYLVAN MÜLLER


NUR WENIGE MINUTEN VON LUDWIGSBURG ENTFERNT, LIEGT DAS RENOMMIERTE SCHLOSS-

HOTEL MONREPOS. ES IST TEIL EINER WEITLÄUFIGEN PARKANLAGE RUND UM DAS BAROCKE

SEESCHLOSS MONREPOS. 2014 WURDE DAS VIER-STERNE-HOTEL VON DER HOTELIERSFAMILIE

FINKBEINER ÜBERNOMMEN UND VON GRUND AUF SANIERT.

So entstand ein modernes Gebäude mit 77

neu gestalteten Zimmern und Suiten. Auch

das Schwimmbad bekam eine neue Verwendung.

Es beherbergt heute den größten von

acht Konferenzräumen des Hotels. „Die

entwurfliche Qualität des Gebäudes hat ein

enormes Potenzial“, erkannte Architekt Egon

Bermayer vom beauftragten Stuttgarter Architekturbüro

ARP von Anfang an. Ziel war es,

neben Umbau und energetischer Sanierung

auch wieder an

ARCHITEKTUR

RELOADED

die originäre

Gestaltung heranzuführen.

„Jetzt besteht

zwischen den

alten Gebäuden

auf Monrepos

und dem Schlosshotel wieder ein Kontrast.

Die einzelnen Bauten treten in einen

spannenden Dialog, und das Schlosshotel

steht dennoch als eigenständiger Bau stark

da.“ Alle Zimmer wurden mit raumhohen

Fenstern und Balkonen mit Glasbrüstungen

versehen. Sie öffnen die Räume nach draußen

– der Park wird quasi zu einem zweiten,

grünen Zimmer. Für die Beläge der Balkone

wählte man „Die Kompakte“ von Naturinform

in Grau. Die unvergleichliche Eleganz

der farblich abgestimmten Dielen passt sich

hervorragend an die Farbgebung der Zimmer

an, bei der dezente Grautöne überwiegen.

Zusammen mit den lichtgrauen, transparenten

Stoffbahnen des Sonnenschutzes setzt

der dunkelgraue, massive Bodenbelag den

spannungserzeugenden Kontrastbogen des

Interieurdesigns fort.


– Advertorial –

Bei den Themen Pflege und Instandhaltung

kann das Direktorenpaar Katrin und Ralph

Hosbein auch entspannt bleiben:

Naturinform-Dielen sind ohne Lasieren

oder Ölen wetterfest, was gerade bei gewerblich

genutzten Flächen – wie hier

im Schlosshotel Monrepos – deutlich ins

Gewicht fällt.

Ebenso gestaltet sich die Reinigung der

Oberflächen denkbar einfach und unaufwendig:

Wasser alleine reicht. Gebrauchsund

Witterungsspuren (Laub etc.) lassen

sich einfach mit dem Gartenschlauch, Besen

oder Schrubber abbürsten. Dazu muss man

wissen, dass Naturinform Holz mit einem

hochwertigen Polymer zusammenbringt.

Das Ergebnis sind witterungsbeständige,

pflegeleichte Dielen für den Outdoor-Bereich,

die weder Probleme mit der Maßhaltigkeit

noch mit witterungsbedingtem Reißen,

wie sie bei unbehandeltem Holz mit

den Jahren auftreten, haben.

Nichtsdestotrotz werden Naturinform-Produkte

vorbehaltlos nachhaltig produziert.

Kein Baum muss extra dafür gefällt werden,

es kommen ausschließlich Holzspäne aus Sägewerken

zur Verwendung – und dabei nur

aus PEFC-zertifiziertem Holz ökologisch bewirtschafteter

Wälder. Trotz der Kunststoffkomponente

fühlen sich die Oberflächen für

Auge und Tastsinn wie echtes Holz an, denn

sie bestehen zu 70 Prozent aus natürlichen

Holzfasern, ebenjenem Nebenprodukt aus

der Holzverarbeitung.

Auf Fungizide und Pestizide wird bei der

Produktion vollkommen verzichtet. Trotzdem

werden – anders als bei herkömmlichem

Holz – bei Naturinform-Dielen keine

lösungsmittelhaltigen, umweltbelastenden

Chemikalien zur Pflege eingesetzt. Die Terrassendielen

sind zu 100 Prozent recycelbar

und können zu diesem Zweck im Werk im

bayerischen Redwitz abgegeben werden.

Das Unternehmen NATURinFORM GmbH

gilt mit seinen 17 Jahren Produktionserfahrung

als der Spezialist für Holzverbundsysteme

„Made in Germany“.

Ob als Terrassendielen, Bootsstege, Schwimmbadumrandungen

oder als Sichtschutzzäune,

Schallschutzwände und Fassadenverkleidungen

– das Sortiment ist umfangreich. Dazu

gehören viele Modelle und Farben, abwechslungsreiches

Design und zahlreiches Zubehör.

Und die Produkte werden kontinuierlich Qualitätskontrollen

und Belastungstests unterzogen,

um eine gleichbleibend tadellose und

erstklassige Holzwerkstoffqualität sicherzustellen.

www.naturinform.com

56 | 57 stylus. München 2017


DER WHIRLPOOL – HOT TUB, JACUZZI

ODER SPA – HAT EIGENTLICH EINE

LANGE GESCHICHTE: DENN BEREITS IN

DER ANTIKE LIESSEN SICH DIE GRIECHEN

VON NATÜRLICHEN WARMWASSERQUELLEN

VERWÖHNEN. UND VON DEN ALTEN RÖMERN

WEISS MAN, DASS SIE IHRE BADENDEN

KÖRPER MIT METALLENEN „STRIEGELN“

BEARBEITETEN, UM DIE DURCHBLUTUNG ZU

FÖRDERN. DIESEN VORGÄNGERN VERDANKEN

WIR DIE SPRUDELNDEN, WARMEN, MIT

VIELEN DÜSEN VESEHENEN HOT TUBS.


abwechslungsreicher

entspannender

romantischer

magischer

Kurzurlaub

Text: Kitty Rüter| Bildmaterial: Coast Spas

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Wasseranwendungen „en vogue“, und in Hollywood wurden

die ersten Swimmingpools für den Garten gebaut. Mit dem industriellen Bau solcher Pools

begann Pascal Paddock 1925 und gilt als Vater der Pools. Für die ersten Hot Tubs (zu Deutsch:

heiße Wannen) wurden große Weinfässer in der Mitte zersägt, und 1956 entwickelten die Brüder

Jacuzzi in den USA eine portable Hydrotherapie-Pumpe für medizinische Zwecke. Verfeinert

wurden sie 1968 von Roy Jacuzzi, der den Whirlpool mit Düsen und einer voll in das System

integrierten Pumpe versah.

Was aber macht einen wirklich guten Whirlpool aus? Wo liegen die Unterschiede?

Coast Spas Germany haben wir persönlich getestet. Und zwar auf Herz und Nieren!

58 | 59 stylus. München 2017


Ein Whirlpool ist

der perfekte Ort,

um eine einzigartige

Atmosphäre für

Wellness, Geselligkeit

und Romantik

zu erleben.

www. www.coastspasgermany.de

Selbstverständlich produziert Coast

Spas verschiedenste Ausführungen seiner

Whirlpools – für jeden Wunsch und

jeden Lebensstil. Die wichtigsten Apparaturen

und Details gehören jedoch

immer zur Standardausstattung.

„Wir glauben, dass ein hochwertiger Whirlpool

nicht nur mit dem höchsten Standard

gebaut werden muss, sondern auch, dass

er bestmöglicht ausgerüstet sein muss“,

erklärt uns Bernd Winkler von Coast Spas

Germany. „Diese Besonderheiten reichen

von funktionell über ästhetische Designverbesserungen

bis hin zu technischen

Neuheiten, welche unsere Whirlpools von

allen anderen am Markt unterscheiden.“

Die Varianten der Coast Spas Range beginnen

bei einem preisgünstigen Einstiegsmodell

über den weltweit einzigen portablen

Whirlpool mit patentiertem „grenzenlosen“

Rand bis zum Modell „Media Spa“ mit

herausfahrbarem LCD-TV mit DVD-Player

und Lautsprecher oder dem revolutionären

„MicroSilkSpa“, einem System, dass

die Haut strafft und sie durch wirksames

Anregen der Kollagenproduktion jünger

erscheinen lässt.

Besonders begeistert hat uns der „Wellness

Infinity“ – er ist der weltweit erste und

einzige Swim Spa, der das patentierte „Vanishing

Edge“-Design bietet. Durch das Anbringen

der Gegenstromdüsen auf der Seite

des Überlaufs haben Sie freien Ausblick

beim Schwimmen. „Gebaut und entwickelt,

um Ihre Gesundheit sowie Ihr Wohlbefinden

zu stärken. Es ist, als würde man im offenen

Wasser schwimmen!“, sagt Berns Winkler.

Unser Fazit: Whirlpools von Coast Spas

machen Spaß, sind ein absolutes Qualitätsprodukt

und unterstützen ein gesünderes,

entspannteres Leben.


Ein Whirlpool muss 24 Stunden

am Tag bereit sein – und das

365 Tage im Jahr. Er muss der

glühenden Sonne ebenso

trotzen wie Regen, Hagel oder

einem Schneesturm.

Coast Spas baut seine Whirlpools so, dass sie den extremsten

Bedingungen widerstehen. Das Unternehmen war auch einer der

ersten Hersteller, der für seine herausragenden Qualitätsstandards

nach der ISO 9001:2008 zertifiziert wurde. Für Coast Spas hat

Qualität in jedem Fall Vorrang vor Quantität.

Zwar ist Coast Spas nicht der Hersteller der Motoren, Rohre oder

Düsen in den Whirlpools, aber das Unternehmen arbeitet eng mit

den besten Versorgungspartnern zusammen und fordert, dass die

Standards den eigenen hohen Erwartungen entsprechen.

Zusätzlich sind alle Spas mit der antimikrobiellen Lucite® Oberfläche

überzogen. Dadurch werden Bakterien oder Schimmel funktionsunfähig

und können nicht mehr wachsen oder sich vermehren.

Im Gegensatz zu anderen erhältlichen Sprays oder Flüssigkeiten

bleibt dieser Überzug für immer auf der Wanne und wird nicht

abgewaschen oder herausgefiltert.

Den ständigen Prüfungen und Inspektionen hält das Unternehmen

locker stand und legt großen Wert auf das hohe Niveau seiner

Handwerkskunst.

DER UMWELT ZULIEBE

Genauso hoch ist der Anspruch, die Umwelt bei der Produktion so

weit wie möglich zu entlasten. Während der Produktionstestphase

der Whirlpools wird das Wasser gefiltert, gesäubert und wiederverwendet.

Müll, Holz und Kartons werden sortiert, um sie dann

zu den entsprechenden Recyclingstationen zu transportieren. Dies

beinhaltet ebenfalls die Pumpen und Metallteile. Auch das ist Teil der

Unternehmensphilosophie, die an eine bessere Welt für jeden glaubt.

Was Coast Spas aber ganz besonders auszeichnet, ist die große Leidenschaft

für das Produkt und die Überzeugung, dass diese Pools

einen enorm positiven Einfluss auf das Leben und die Gesundheit

ihrer Besitzer haben – und zwar 365 Tage im Jahr.


Text: Monika Segl | Bildmaterial: the illusionist

The Illusionist

VIER HÄNDE, EIN GIN. ERLEBE DEIN BLAUES WUNDER.

„The Illusionist Distillery“ wurde

von zwei Freunden 2015 ins Leben

gerufen. Die Idee war, einen Gin herzustellen,

der nicht nur geschmacklich

neue Sphären erklimmt, sondern

auch einen einmaligen optischen Effekt

erzielen kann. Das ist Max Muggenthaler

und Tim Steglich hervorragend

gelungen. Seit 2016 findet

man „The Illusionist Dry Gin“ in der

Münchener Gastronomie und im ausgewählten

Spirituoseneinzelhandel

– selbstverständlich

100 % Bio!

Nicht nur der Gin ist

einzigartig, sondern

auch der Entstehungsprozess:

Die gesamte

Brennanlage wurde

von Muggenthaler und

Steglich in Handarbeit

gefertigt. Jeder einzelne

Schritt wird von

den beiden Perfektionisten

überwacht und

vom Etikett bis hin

zum Design des Korkens

und des Flaschenumhängers

selbst entworfen. Die Rezeptur

wurde stetig verfeinert und besticht durch

Wacholder, Macis, Süßholz und Angelika

sowie durch Noten von Lavendel, Rosmarin,

frischen Zitronen, Orangen und einem Alkoholgehalt

von 45 %. Bio-Gin ist heute eher

selten verbreitet, was die Exklusivität dieses

Produkts zusätzlich unterstreicht.

Das Überraschende und Außergewöhnliche

an „The Illusionist Dry Gin“ ist jedoch seine

tiefblaue Farbe, die durch Infusion des Destillats

nach dem Brennvorgang mit einer blauen

Blüte aus Fernost geschieht. Fügt man nun

beispielsweise Tonic oder andere säuerliche

oder fruchtige Getränke hinzu, verfärbt sich

der Gin in ein helles Rosa.

Dieser Effekt garantiert ein einzigartiges Erlebnis

von Magie Illusion. Der „Illusionist“

kann im eigenen Onlineshop unter www.

theillusionist-gin.de bestellt werden – einfach

fantastisch!


we

ove

livefor

light

Das Leben ins Zentrum rücken, den Fokus auf das Wesentliche lenken, für Lichtblicke

sorgen. Als wesentlicher Baustein eines architektonischen Gesamtkonzeptes garantiert

die perfekte Beleuchtungslösung angenehme Atmosphäre, funktionale Individualität,

produktive Arbeitsbedingungen und ansprechende Wirkung.

RAGATO // Innovative LED-Leuchte zur Wand-/Deckenmontage, 3 Größen, freischwebende Optik,

Oberflächen in Schwarz, Weiß und Silber matt, Dekorringe, zurückversetzter Opal-Diffusor, homogenes Lichtbild

Design: Serge Cornelissen

Wels/Wien/Graz

München/Köln/Hamburg

Brescia

Detailinformationen unter www.moltolulce.com


DESIGNERMÖBEL –

individuell und persönlich

mitgestalten

Viele Menschen sehnen sich heutzutage nach Individualität und haben das Bedürfnis

nach Personalisierung und Sinngebung – weg von der Masse, hin zu persönlichen

Produkten. Auch bei Designmöbeln ist dieser Trend zu beobachten. Man möchte

die Möglichkeit nutzen, persönliche Vorstellungen, Ideen und Designwünsche

einzubringen, so wie im klassischen Handwerk, wo Einzelstücke mit

hoher Qualität gefertigt werden und der Kunde von Anfang an miteinbezogen

wird. Individualität statt Standardisierung. Im Zuge der

Massenproduktion jedoch wurde die Qualität standardisiert,

da die Stückzahlen deutlich zunahmen. Um sich nun von

der Masse abzusetzen, kann der Konsument die Produkte

erst nach dem Kauf leicht verändern oder

neu kombinieren, um der eigenen Persönlichkeit

Ausdruck zu geben.

Die Customizer-App wurde

für den ultraleichten Karbonstuhl

LessThanFive entwickelt. Die App erlaubt

es Nutzern, Farben und Farb -

verläufe selbst zu wählen sowie

eigene Grafiken oder Logos zu integrieren.


– Advertorial –

Coalesse, Hersteller innovativer

Designmöbel, lädt Kunden

ein, Teil des Designprozesses

zu werden. Die Mitgestaltung

erfolgt beispielsweise über die

neue Customizer-App. Sie ermöglicht es

der Architektur- und Design-Community,

eigene Ideen und persönliche Optiken

einzubringen. So werden Einzelstücke

mit emotionaler Bindung geschaffen.

Viele der hochwertigen Produkte können

über sechs Kategorien individuell

angepasst werden: Muster, Material,

Form, Farbe, Funktionen und Größe.

Entwickelt wurde die Customizer-App für

den ultraleichten Karbonstuhl LessThanFive,

die es Nutzern erlaubt, Farben und Farbverläufe

selbst zu wählen sowie eigene Grafiken

oder Logos zu integrieren.

„Wir verstehen uns nicht nur als weltweiter

Möbelhersteller, sondern gleichzeitig als anspruchsvolles

Designstudio. Unsere Lösungen

können wir flexibel anpassen – damit

schaffen wir Raum für noch mehr Individualität

und persönlichen Ausdruck“, erklärt

John Hamilton, Director of Global Design

bei Coalesse, und ergänzt: „Dank moderner

technischer Möglichkeiten können wir

Kunden noch früher in den Designprozess

miteinbeziehen und auf Basis unserer Ausgangsprodukte

individuelle Lösungen für sie

kreieren.“

Weitere Produkte, an deren Designprozess

der Kunde aktiv teilhaben kann, sind die

Massaud Conference Seating-Reihe und die

Montara 650-Kollektion. Beide sind dank

einer großen Auswahl an Oberflächen und

Materialien in hohem Maße personalisierbar

und an individuelle Wünsche anpassbar.

Die Massaud Conference

Seating-Kollektion besteht

aus verschiedenen Lounge- und

Konferenzlösungen und sorgt

für moderne Wohnlichkeit am

Arbeitsplatz.

IHR GANZ PERSÖNLICHER

LESSTHANFIVE-STUHL

Verleihen Sie einem LessThanFive-Stuhl aus

der Feder von Michael Young und der Coalesse

Design Group Ihre ganz persönliche Note und

gewinnen Sie mit etwas Glück den von Ihnen

gestalteten Carbonfaser-Stuhl!

www.coalesse.de/create-your-lessthanfive-chair

64 | 65 stylus. München 2017

www.coalesse.de


Text: Kitty Rüter| Bildmaterial: Hammer & Nagel

Hammer & Nagel: HIER

WERDEN NUR MÄNNER

«BEARBEITET»


DENN HIER, AM VIKTUALIENMARKT IN MÜNCHEN, HANDELT

ES SICH UM DIE HARLEY-DAVIDSON UNTER DEN NAGELSTUDIOS.

DAS DEUSCHLANDWEIT EINZIGARTIGE KONZEPT HABEN PHILIPP

PECHSTEIN UND SEIN TEAM GESCHAFFEN: EIN ORT, WO SICH

NUR MÄNNER WOHLFÜHLEN UND RELAXEN KÖNNEN.

66 | 67 stylus. München 2017


HIER BEKOMMEN

HARTE KERLE

WEICHE HÄNDE

Im Herzen Münchens am Viktualienmarkt,

vis-à-vis der Schrannenhalle, eröffnete

im Mai 2015 die erste Werkstatt

für Männerhände, die auch vom Interieur

den Attributen kernig, stylisch und

absolut männlich entspricht – ähnlich

einer Biker-Werkstatt.

In dieser stylischen Atmosphäre mit gemütlichen

Ledersesseln, Backsteinwänden

und einer alten Werkbank wird gefeilt,

gepeelt und gehobelt – mit einem

entscheidenden Unterschied:

Man muss ein Mann sein, um

hier reinzukommen!

Behandelt wird in großen Couchsesseln

aus Büffelleder, und damit es mit der

Entspannung auch wirklich klappt, wird

ab 16 Uhr auch gerne mal ein Bierchen

gereicht – aus Damenhand –, denn das

Hammer-Team besteht ausschließlich aus

Frauen. Auch weil sich noch kein männlicher

Interessent gemeldet hat. „... es gibt

leider keinen männlichen Kosmetiker, seit

knapp zwei Jahren hat sich noch keiner

beworben“, bestätigt Pechstein.

2016 eröffneten die Dependancen in

München-Schwabing und Nürnberg, und

damit setzte Pechstein den revolutionären

Meilenstein in Sachen Männer-Grooming

fort.


Und die Evolution für Männerpflege geht weiter:

DAS VOLLE PROGRAMM FÜR MÄNNERSCHÖNHEIT

JETZT IM „LABOR FÜR MÄNNERKOSMETIK“

Direkt neben der ersten Hammer & Nagel-Filiale eröffnete

2017 das erste „Labor für Männerkosmetik“ – damit wird

das Erfolgskonzept für Männerpflege ausgeweitet und abgerundet.

„Von wegen Frauensache: Ein gepflegtes Äußeres ist für den Mann

genauso wichtig wie für Frauen“, versichert Philipp Pechstein und

erklärt weiter: „Nur hat der Mann, wie eben bei der Haar- oder Nagelpflege,

auch bei der Gesichtspflege seine eigenen, speziellen Bedürfnisse

und Anforderungen.“

Im ersten Labor für Männerkosmetik können sich Männer ab sofort

mit den neuesten Methoden und Technologien behandeln lassen.

Diese sind natürlich speziell für die Bedürfnisse der Männer(haut)

entwickelt und darauf abgestimmt worden. Das Interieur-Konzept

findet sich auch wieder: eine Mischung aus dem bereits bekannten

Hammer & Nagel Werkstatt Look und einem medizinischen Labor

im lässigen Vintage-Style. Die Wände sind zur Hälfte mit hellem

Holz vertäfelt, während der obere Bereich mit weißen Fließen gestaltet

wurde. Gepaart mit einer ganzen Bandbreite origineller Details

und Accessoires aus dem Medizinbereich, entsteht ein ausgefallener

Rahmen für die Behandlungen. Neben der fachlichen Kompetenz

lässt somit auch das Interieur-Konzept des Labors für Männerkosmetik

keine Wünsche offen und bietet einen Wohlfühlort in einer

einzigartigen, für Hammer & Nagel typischen Atmosphäre.

www.hammerundnagel.de


steinkunst

Text: Nina Schmid | Bildmaterial: Denis Santachiara · Progetto Arte Poli · JAGO Jacopo Cardillo · Hirotoshi Ito

DIE BILDHAUERKUNST BEZEICHNET DIE GATTUNG DER BIL-

DENDEN KUNST, IN DER AUS FESTEN STOFFEN DREIDIMEN-

SIONALE BILDWERKE GESCHAFFEN WERDEN. DIE FRÜHES-

TEN FUNDE FIGÜRLICHER KLEINPLASTIK AUS ELFENBEIN,

KNOCHEN UND MINERALIEN STAMMEN WOHL AUS DER

STEINZEIT, IN DER VOR ALLEM TIERMOTIVE UND WEIBLICHE

FIGUREN WIEDERGEGEBEN WURDEN. ES FOLGEN DIE AR-

CHAISCHE KUNST GRIECHENLANDS, DAS MITTELALTER, DIE

ROMANTIK, FRÜH- UND SPÄTGOTIK, DIE NEUZEIT UND DAS

20. JAHRHUNDERT. DAS IST NATÜRLICH NUR EIN SCHNELL-

DURCHLAUF.

WIR HABEN VIER KÜNSTLER AUSGESUCHT, DIE AUSSERGE-

WÖHNLICHE UND UNTERSCHIEDLICHSTE DESIGN- UND

KUNSTOBJEKTE KREIERT HABEN.


DER ITALIENISCHE ZEITGENÖSSISCHE DESIGNER UND KÜNSTLER DENIS SANTACHIARA LIESS SICH VON

KABELLOSEN LAUTSPRECHERN FÜR SMARTPHONES FÜR DIE SKULPTUR PLAY PANCA INSPIRIEREN. IN

DER FORM DES VERSTÄRKERS AUS CARRARA-MARMOR VERSCHMILZT EIN ALPHORN MIT EINER PARK-

BANK UND MODERNER ÄSTHETIK. MAN LEGT DAS HANDY AUF DAS HORN, LÄSST DIE MUSIK SPIELEN

UND SCHON KOMMT DER SOUND AUS DEM MARMORHORN.

www.denisantachiara.it

Das Designobjekt ist Skulptur sowie Kunst- und Gebrauchsgegenstand.

„Ich habe für das Projekt digitale

Technik herangezogen, denn nur so konnte es tatsächlich

hergestellt werden“, sagt Denis Santachiara. Die Werke

des renommierten italienischen Designers findet man

im New Yorker MoMA, dem japanischen MOMAT und

im Musée des Artesdécoratifs in Paris. Im letzten Jahr

gewann Santachiara mit seinem Kunstwerk den Icon

Award des „Italian Stone Theatre“ auf der Marmomacc in

Verona, und sein Play Panca wurde das Postermotiv der

berühmten italienischen Natursteinmesse.

Das Designobjekt ist 600 Kilogramm schwer, 2,5 Meter

lang und kostet online 19.000 Euro. Ein echtes Schwergewicht!

70 | 71 stylus. München 2017


PROGETTO ARTE POLI

Die Kreativität und das handwerkliche Können von über 60 Fachleuten aus Designern,

Technikern und Handwerkern stehen im Mittelpunkt von Progetto Arte Poli, einem

Atelier, in dem die Tradition der antiken Arbeit durch zeitgenössisches Kunstdesign

erneuert wurde. Die Werkstatt wurde 1953 vom Künstler Albano Poli gegründet und ist

heute international anerkannt in den Bereichen Kunst, Design und Architektur. Die Werke

zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit, Schönheit und Handwerkskunst aus.

Der Künstler Albano Poli kreierte das großartige Mosaik eines Geparden. Dieselbe Kraft

und Energie, die in der tausendjährigen Formation des Steinmaterials eingesperrt ist, spiegelt

sich in der einschüchternden und wagemutigen Kraft der Katze wider, die zu einem

einzigartigen Werk wird, das diese unglaubliche Handwerkskunst demonstriert. Vor allem

der Portoro-Marmor verleiht dem Kunstwerk seine Faszination.

Begeisterung strahlt auch das neue „3D“-Projekt aus, das gerade für ein historisches Museum

in den Dolomiten das Thema Dinosaurier visualisiert.

Die Technik ist sehr speziell, da sie komplett von Hand erfolgt. Dabei werden die Steinstücke

auf verschiedene Schichten gelegt, und es entsteht eine Art dreidimensionale Wirkung.

Das vermittelt ein Gefühl von Tiefe und schafft eine lebendige Oberfläche, die durch das

Licht, das sie beleuchtet, verstärkt wird.


work in progress · www.progettoartepoli.com

72 | 73 stylus. München 2017


JAGO – DER MODERNE MICHELANGELO

Der 30 Jahre junge JAGO Jacopo Cardillo ist ein italienischer

Künstler, der sich selbst als Autodidakten bezeichnet.

Er hat zwar in Frosinone das Liceo Artistico und die

Accademia di Belle Arti besucht, aber nicht abgeschlossen.

Dafür stellte er bereits mit 24 Jahren auf der Biennale aus.

JAGO der zum Michelangelo des Social-Media-Zeitalters

avanciert, wurde während der

Marmomac als „Master of Stone“ ausgezeichnet.

„Habemus Hominem“ – die Wandlung einer

Marmorbüste von Benedikt XVI. in einen

greisen Joseph Ratzinger kann man auf

seiner Facebook-Seite im Zeitraffer

verfolgen: Incredibile!

www.facebook.com/jagosound


HIROTOSHI ITO GESTALTET AUS EINFACHEN STEINEN SURREALE DESIGNOBJEKTE

Naturstein ist eines der suggestivsten Materialien und hat ein enormes Expressionspotenzial. Designer und Künstler waren sich darüber

immer bewusst, dass Stein eine enorme Fähigkeit zur Kommunikation von Gefühlen und Ideen „verbirgt“. Hirotoshi Ito ist einer dieser

Künstler, der wegen seiner außergewöhnlichen Art, mit seinen Kreationen zu kommunizieren, auf der ganzen Welt bewundert wird. Er

sucht und findet seinen Rohstoff in Flussbetten und lässt dann unerwartete Materialien in seine Werke einfließen. Manchmal sind es offene

Reißverschlüsse, die er in die Steine einbaut und die zeigen, was in den harten Objekten verborgen ist. Es können Zahnräder, Früchte,

Münzen oder Muscheln sein – oder es zeigen sich zwei Zahnreihen, die uns verschmitzt aus dem Stein angrinsen. Ito verwandelt gewöhnliche

Steine zu aufregenden und humorvollen Kreationen, bei denen man wirklich genau hinschauen muss, um die witzigen Details richtig

zu erkennen. Seine Natursteinobjekte enthalten viel Humor, gepaart mit einer Portion Intelligenz und Absurdität – und manchmal sind

die Akzente auch subtil und die Botschaft entwaffnend einfach, aber ebenso erstaunlich.

Der Künstler hat 1982 einen Abschluss an der Kunstakademie in Tokio gemacht und lebt und arbeitet in der Stadt Matsumoto.

„Obwohl ich mit verschiedenen Arten von Steinen arbeite“, erklärt Ito, „besteht der Großteil meiner Arbeit daraus, die originale Form

des Steins zu optimieren.“ Zum ersten Mal konnten seine erstaunlichen Kunstwerke im Oktober 2017 in der Galateca Kunstgalerie in

Rumänien bewundert werden – sie waren Teil der Ausstellung „Pleasures of Paradox. Der feine Stein“.

www.facebook.com/hirotoshi.ito

74 | 75 stylus. München 2017


Text: Monika Segl | Bildmaterial: Renésim

PAPILLON

Eine Hommage an den französischen Meister des Schmuckdesigns René Sim Lacaze


Der hochwertige Juwelier RENÉSIM

war der Erste im deutschsprachigen

Raum, der auf die Möglichkeit des

Internets setzte. 2016 wurde dann

im Herzen von Münchens Brienner Quartier,

direkt am Amiraplatz, das Ladengeschäft

des Münchener Fine Jeweller eröffnet. Damit

ist es jetzt auch möglich, die zeitlos schönen

Schmuckstücke des Online-Stores life zu erleben.

Das Gesamtkonzept des Stammhauses

überzeugt mit einem durchdachten Design und

liebevollen Details. Kontrastierende Materialien

wie Nussbaumholz, Sichtbeton und Leder

sprechen alle Sinne an und sorgen für eine stilvolle

Wohlfühlatmosphäre.

Auf der 130 qm

großen Verkaufsfläche

befindet sich

das optische und

symbolische Zentrum

des Stores –

der „Holly Blue“.

Das Einzelstück

aus Platin und Saphiren

in Form

eines Schmetterlings

ist das Signature-Piece

von

RENÉSIM – und

eine sehr persönliche

Hommage an

einen der renommiertesten Schmuckdesigner

der französischen Haute Joaillerie des 20. Jahrhunderts,

René Sim Lacaze. Sein Lieblingswesen

war der Schmetterling, dem er wundervolle

Zeichnungen widmete – deswegen nannten

ihn seine Enkelkinder Papillon, französisch für

Schmetterling. Einer der Enkel ist Maximilian

Hemmerle, Gründer und Creative Director von

RENÉSIM. Daher kommt auch der Name des

Unternehmens.

Der Holly Blue ist damit die Verschmelzung von

alter Tradition, bestem Handwerk und zeitlosem

Design. Es zeigt einfach die meisterlichen

Fähigkeiten der Createure.

RENÉSIM bricht immer wieder mit bestehenden

Konventionen: So werden durch digitale

Inhalte ungewohnt tiefe Einblicke in das

Schmuckhandwerk gewährt sowie Vielfältigkeit

und Transparenz präsentiert – das macht

das Unternehmen zu einem Revolutionär in der

Branche, auf visueller und emotionaler Ebene.

Die Idee hinter der Eröffnung des Stammhauses

war es, Interessenten ergänzend zur Online-Beratung

einen Ort zu bieten, an dem sie unangemeldet

vorbeikommen, herzlichst begrüßt

werden und die Faszination von Fine Jewellery

hautnah erleben können.

www.renesim.com


DAS MÜNCHENER LABLE PHIL & LUI ÜBERZEUGT

DURCH INTERESSANTE STYLES UND EINE AUSGEFAL-

LENE KOLLEKTION. PHIL & LUI SIND ABER AUCH

EIN PAAR, DAS IN MÜNCHEN SEINEN ERSTEN CON-

CEPT STORE ERÖFFNET HAT.

Text: Nina Schmid | Foto: Katjana Frisch

phil & lui – fashion

und shoppen

mal ganz anders

Die Teile der 2014 gegründeten Casual-Kollektion

werden in Portugal produziert.

Dabei stehen langlebige und

super softe organic Materialien im Fokus.

Die nachhaltige Produktionskette

beginnt bereits bei der Gewinnung der

Rohstoffe und reicht über die umweltund

sozialverantwortliche Fertigung bis

hin zur transparenten Kennzeichnung.

Das war Caroline Klein und Philipp Seidl

von Anfang an wichtig. Zusätzlich fällt

die Kollektion 2018 durch ihre hochwertige

Verarbeitung, die speziellen Schnitte

und die Liebe zum Detail auf. Natürlich

sind alle Teile auch in ihrem Laden zu

finden.

Was ist eigentlich ein Concept Store?

78 | 79 stylus. München 2017


Der shop von Phil & Lui ist ein gutes Beispiel für einen

Concept Store, denn dabei handelt es sich um die

Idee, ungewöhnliche, individuelle und hochwertige

Produkte und Marken aus der Region in einem Laden

zusammenzufassen. Es ist die moderne Auffassung

von Einkaufserlebnis und Kundenbindung. Sozusagen

eine konzeptionelle Mischung aus Warenhaus

und Boutique. Ladenkonzepte wie das von Phil & Lui

setzen auf Nähe und ein Miteinander, persönliche,

ungezwungene Beratung und eine große Vielfalt. Hier

finden sich Fashion, ausgesuchte Möbelstücke vom

Ammersee, Naturkosmetik aus München, Olivenprodukte

eines griechischen Familienbetriebs oder

einzigartige Spirituosen aus der südamerikanischen

Parablüte, hergestellt am Bodensee. Das ist nur eine

kleine Aufzählung. Wenn man mehr wissen will, sollte

man nach Schwabing kommen – übrigens Parkplatz

vor dem Laden – und alles selber erkunden. Dann gibt

es auch einen frisch gebrühten Espresso und persönliche

Geschichten rund um phil & lui. Es lohnt sich!

„MODE IST

TEIL EINES

LEBENS-

KONZEPTS“,

sagt Caroline Klein.

www.phil-and-lui.de


Das Metropolmagazin.

Architektur. Interieur. Design. Fotografie. Lebensstil.

Impressum

stylus. Das Metropolmagazin. Ausgabe München.

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Inhalt: LuxoArt Samt 135 g/m²

Exklusiv erhältlich bei Papyrus.

Erscheinungsweise

Drei Ausgaben 2017

www.stylus-das-magazin.com

Urheber- und Verlagsrechte

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen einzelnen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch

das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist

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Geschäftsbedingungen von stylus München stehen

unter www.stylus-das-magazin.com zur Verfügung.

Der redaktionelle Inhalt wird sorgfältig erarbeitet.

Dennoch wird für die Richtigkeit von Angaben

sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen.

80 | 81 stylus. München 2017

@ stylus ist eine eingetragene Marke von Thomas Seitz

und Ingo Kabutz


Unsere Experten dieser Ausgabe:

Hier finden Sie die Köpfe und Unternehmen, die den Input für unsere Ausgabe gegeben haben:

Architekten, Designer, Innenarchitekten, Gewerke ... und ihre Projekte. Und selbstverständlich alle

Kontaktinformationen gleich dazu. Egal was Sie suchen – bei stylus finden Sie es.

Architektur- und Designbüro DIA

Dittel Architekten

www.di-a.de

Beer Architektur Städtebau

www.beerarchitektur.de

Technische Universität München

Professur für Entwerfen und Gebäudehülle

Fakultät für Architektur

www.hk.ar.tum.de

Casa Idea

www.casa-idea.de

Coalesse

www.coalesse.de

Coast Spas

www.coastspasgermany.de

Chiemsee Öfen

www.chiemsee-oefen.de

COR interlübke

www.cor-interluebke.de

Denis Santachiara

www.denisantachiara.it

Die Steinwerkstatt

www.diesteinwerkstattweiler.com

Feuerring

www.feuerring.ch

Focus Kamine

www.focus-kamin-design.de

Hain Parkett

www.hain.de

Hammer & Nagel

www.hammerundnagel.de

Hirotoshi Ito

www.facebook.com/hirotoshi.ito

Icehotel

www.icehotel.com

Jago

www.jagosound.com

Licht im werkhaus

www.licht-im-werkhaus.de

Michel Bäder

www.michel-baeder.de

Moltoluce

www.moltoluce.com

Natur in Form

www.naturinform.com

Occhio

www.occhio.de

phil & lui

www.phil-and-lui.de

Progetto Arte Poli

www.progettoartepoli.com

Renésim

www.renesim.com

smow München

www.smow.de/muenchen

Stefan Wiesner

www.stefanwiesner.ch

The Lovelace

www.thelovelace.com

USM

www.usm.com

werkhaus Raubling

www.das-werkhaus.de

Bezugsmöglichkeiten: stylus München erscheint dreimal im Jahr und wird im Raum München und Umgebung im gehobenen Einzelhandel und

Gastronomie, in Golf- und Tennisclubs, in Arztpraxen, Architekturbüros, Immobilienmaklern, Showrooms, Luxushotels und Restaurants sowie kulturellen

Einrichtungen u. ä. kostenlos zur Mitnahme ausgelegt.

Gebrauchsnamen: Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dergleichen in diesem Magazin berechtigen nicht zu

der Annahme, dass solche Namen ohne Weiteres von jedermann genutzt werden dürfen. Oft handelt es sich um gesetzlich geschützte, eingetragene Warenzeichen,

auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.


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